10 intime Fragen an deine:n Partner:in über eure Beziehung

Zehn intime Fragen an den:die Partner:in

Wenn du in einer festen Beziehung bist, hast du auf diese Beziehung und auf deine:n Partner:in deine ganz persönliche, individuelle Perspektive. Aber hast du dich schon einmal gefragt, wie dein:e Liebste:r dich und eure Partnerschaft sieht? Mit ein paar sehr intimen, zugegeben teils recht gewagten Fragen könntest du es herausfinden. Die Fragen sind mutig und ehrliche Antworten darauf ebenfalls.

Stell sie deinem:deiner Partner:in deshalb bitte nicht wie in einem Verhör, sondern lass immer mal wieder eine von ihnen in eine persönliche, schöne Situation einfließen, zum Beispiel wenn ihr gemeinsam ein Bad nehmt oder im Wald einen Spaziergang macht. Und natürlich wird er:sie von dir dann ebenfalls eine Antwort auf die Frage erwarten. Ihr könnt auch ein Fragespiel daraus machen, an einem entspannten Abend mit etwas Wein wird man vielleicht umso redseliger und ehrlicher. Wenn ihr die Fragen beide ernst nehmt und ehrlich beantwortet, kann euch das helfen, einander besser zu verstehen und vielleicht manch ein Missverständnis aus dem Weg zu räumen.

  1. Wann fühlst Du Dich von mir besonders geliebt?
    Vielleicht gibt es spezielle Momente oder Verhaltensweisen von dir, die bei deinem:deiner Partner:in ein besonders schönes Gefühl des Geliebtwerdens auslösen. Das können manchmal Kleinigkeiten sein, mit denen du gar nicht gerechnet hättest oder die dir immer banal vorgekommen sind.
  2. Wann fühlst Du Dich von mir nicht geliebt?
    Ähnlich verhält es sich mit dieser Frage. Vielleicht gibt es etwas, was du überhaupt nicht böse meinst, was für dich womöglich nur Spaß ist, aber dein:e Partner:in fühlt sich dabei immer ungeliebt. Wenn du ihm:ihr diese Frage stellst, hat er:sie endlich die Gelegenheit, sich dazu zu äußern und dich darauf hinzuweisen, ohne einen Streit befürchten zu müssen.
  3. Was an mir hat Dich am Anfang am meisten angezogen? Hat sich daran etwas geändert?
    Vor der Antwort auf diese Frage hast du vielleicht ein wenig Angst, bist zugleich aber sicher neugierig, ob dein:e Partner:in etwas dazu sagt und wenn ja, was. Bestenfalls ist die Antwort Balsam für dein Selbstwertgefühl. Wenn die Antwort nicht so ausfällt, wie du es gerne hättest, habt ihn nun die Möglichkeit, euch gemeinsam zu überlegen, wie ihr es hinbekommt, euch wieder genauso anziehend zu finden wie am Anfang – trotz dessen, dass ihr heute natürlich nicht mehr dieselben seid wie damals.
  4. Wie lange, dachtest Du am Anfang, würden wir zusammenbleiben?
    Es kann interessant sein zu erfahren, wie dein:e Partner:in die Beziehung am Anfang erlebt hat – womöglich hätte er:sie gar nicht erwartet, dass ihr wirklich mal eine dauerhafte Beziehung eingeht? Warum nicht? Wie habt ihr es geschafft, dennoch ein festes Paar zu werden? Ein spannendes Thema!
  5. Wie fühlst Du Dich, wenn wir nicht zusammen sind?
    Es ist klar, dass ihr beide nicht immer zusammen seid. Aber wie fühlt sich dein:e Partner:in dann? Spannend ist nicht nur die Antwort deines:deiner Partners:Partnerin, sondern auch deine Erwartung: Was möchtest du hören und warum – dass er:sie dich vermisst? Oder dass er:sie sich wohl fühlt, weil eure Beziehung so stabil und schön ist, dass er:sie sowieso weiß, dass ihr euch bald wiederseht und eine schöne Zeit zusammen verbringen werdet? Oder dass er:sie sich freut, dass ihr euch gegenseitig so viel Freiheit schenkt? Die Frage eignet sich also auch super zur Selbstreflexion.
  6. Gibt es in unserer Beziehung etwas, das Dir besonders viel Angst macht?
    Diese Frage ist sensibel, denn Angst ist immer ein intimes Thema, das man mit viel Feingefühl besprechen sollte. Du hast, wenn du die Frage in einem passenden Moment voller Nähe und Emotionalität stellst, die Möglichkeit, deine:n Partner:in von einer dir bislang unbekannten, besonders verletzlichen Seite kennenzulernen und gibst ihm:ihr gleichzeitig die Möglichkeit, sich dir noch mehr zu öffnen.
    Wenn ihr im Gespräch, welches diese Frage auslöst, merkt, dass ihr beide mit Ängsten zu kämpfen habt, von denen ihr gegenseitig nichts wusstet, könnt ihr versuchen, diese negativen Gefühle konstruktiv zu nutzen. Das Buch „Mut zur Angst“ von Lisa Rankin könnte euch dabei helfen.
  7. Was war für Dich das schmerzhafteste, das ich je getan oder gesagt habe?
    Ähnlich intim ist diese Frage, und wenn dein:e Partner:in darauf ehrlich antwortet, musst du unbedingt seinen:ihren Mut anerkennen. Denn auch hier zeigt er:sie sich verletzlich und verrät dir, was ihm:ihr wehtut. Das setzt eine Menge Vertrauen voraus. Vielleicht fühlst du dich nach seiner:ihrer Antwort schlecht, weil du nicht wusstest, dass du ihn:sie in der betreffenden Situation so sehr gekränkt hast. Aber du weißt es danach auf jeden Fall besser, und das bringt dich sicherlich weiter!
    Vielleicht kränkst du deine:n Partner:in regelmäßig mit deiner Art zu kommunizieren, ohne es zu wollen. Dann könnte dir das Buch „Das Geheimnis guter Kommunikation“, herausgegeben von Angela Gatterburg, dabei helfen, an dir zu arbeiten.
  8. Was, glaubst Du, unterscheidet mich von anderen Menschen?
    In der Antwort auf diese Frage sieht du dich aus den Augen deines:deiner Partners:Partnerin – eine Perspektive, die du sonst gar nicht kennst. Womöglich findet er:sie Eigenschaften an dir toll und einzigartig, die dir bislang noch gar nicht besonders vorgekommen sind…?
  9. Welches Verhalten von mir irritiert Dich am meisten?
    Womöglich zeigst du Verhaltensweisen, die dir ganz normal vorkommen, aber für deine:n Partner:in total irritierend sind. Das muss nicht unbedingt schlecht sein und du musst dich nicht gleich unter Druck gesetzt fühlen, sie abzulegen, wenn sie ein Teil von dir sind und du dich damit wohl fühlst. Vielleicht könnt ihr auch einfach gemeinsam darüber lachen, wie unterschiedlich ihr in mancher Hinsicht seid. Und nebenbei ist es immer gut zu wissen, was deinem:deiner Liebsten seltsam vorkommt.
  10. Wobei und wie kann ich Dich noch besser unterstützen?
    Sich gegenseitig zu unterstützen ist in einer Partnerschaft das A und O. Aber nicht immer unterstützen wir an der richtigen Stelle. Vielleicht denkst du, du tust jede Menge für deine:n Partner:in und er:sie hat gleichzeitig das Gefühl, dass er:sie nicht richtig unterstützt wird, weil du an der falschen Stelle ansetzt. Jetzt wäre die richtige Gelegenheit, das Missverständnis zu klären.

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Ob privat oder professionell, direkt oder digital: Der Mensch ist ein Beziehungswesen und darauf angewiesen, mit anderen in gutem Kontakt zu stehen. Wem es gelingt, den richtigen Ton zu treffen, ist fast immer im Vorteil. Doch worauf kommt es in unterschiedlichen Gesprächssituationen an? Und mit welchen Strategien lässt sich die Verständigung verbessern, beruflich wie privat?

Auf Basis neuester psychologischer Erkenntnisse und aktueller Kommunikationskonzepte gibt das vorliegende Buch Hilfestellung dabei, in jeder Lebenslage erfolgreich zu kommunizieren. SPIEGEL-Autoren und Kommunikationsexperten stellen etwa Trainingsprogramme vor, mit denen man lernen kann, in Partnerschaft und Familie besser miteinander zu sprechen und offener zuzuhören, und sie geben Tipps, wie wir uns bei einer Bewerbung gut präsentieren und konstruktiv mit Kollegen und Chefs umgehen.

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