7 Vagina-Fakten: Wissenswertes über ihr bestes Stück

Sieben Fakten über die Vagina

Sie ist Teil eines komplexen Organsystems und im Inneren des weiblichen Körpers verborgen: Die Vagina. Natürlich kennen alle die groben Fakten rund um das wichtige Geschlechtsorgan der Frauen: Sie nimmt beim Sex den Penis in sich auf, ist der Weg der Babys hinaus in die Welt, sie muss feucht werden, damit angenehmer Sex stattfinden kann und einmal im Monat blutet sie. Doch gerade weil die weiblichen Geschlechtsorgane so zahlreich und komplex miteinander verbunden sind und sogar die Frauen selbst ihre Vagina von außen nicht sehen können, wenn sie sie nicht mit gespreizten Beinen und einem Handspiegel bewusst begutachten, ist sie eines der geheimnisvollsten Organe des menschlichen Körpers. Wir verraten dir 7 Fakten über die Vagina, die du vielleicht noch gar nicht wusstest – egal, ob du ein Mann oder eine Frau bist.

  1. Zyklus und Periode: Eine Frau ist etwa 30 bis 40 Jahre lang fruchtbar und bekommt etwa 400 Mal im Leben ihre Periode. Die durchschnittliche Zykluslänge beträgt 28 Tage, aber tatsächlich trifft ein regelmäßiger 28-Tage-Zyklus nur auf recht wenige Frauen zu – die Schätzungen liegen zwischen 3 % und 10 % aller Frauen. Diese haben es recht leicht, ihre fruchtbaren Tage zu bestimmen. Der Großteil aller Frauen hat unregelmäßige Zyklen, die jeden Monat um einige Tage schwanken.
  2. Aussehen: Sichtbar ist nur ein kleiner Teil der Vagina, nämlich ihr Eingang. Die Schamlippen, der Venushügel und die Spitze der Klitoris, also diejenigen Geschlechtsteile, die bei gespreizten Beinen erkennbar sind, bilden zusammen die Vulva. Diese ist optisch sehr individuell, vor allem die Schamlippen unterscheiden sich in Form, Größe, Farbe und Länge sehr von Frau zu Frau.
  3. Länge: Die Vagina ist im nicht-erregten Zustand etwa sechs bis 13 Zentimeter lang, im erregten Zustand dehnt sie sich nach hinten hin aus, weil die Gebärmutter durch Muskelspannung nach oben gezogen wird, und dementsprechend wird die Vagina bis zu doppelt so lang. Am Ende der Vagina beginnt mit dem äußeren Muttermund der Gebärmutterhals, und wenn der Sexpartner einer Frau einen sehr langen Penis hat, kann es passieren, dass dieser beim Sex dort anstößt und Schmerzen verursacht.
  4. Orgasmus und G-Punkt: Weibliche Orgasmen entstehen in den meisten Fällen durch Stimulation der Klitoris. Sie gehört zu den empfindlichsten Stellen des menschlichen Körpers. Deshalb bekommen viele Frauen durch Penetration keinen Orgasmus, sondern nur durch Streicheleinheiten oder orale Befriedigung der Klitoris. Wenn beim Penetrieren ein Orgasmus stattfindet, dann passiert das meist, weil der Penis aufgrund eines günstigen Winkels an der Klitoris reibt. Doch auch in der Vagina gibt es ein Lustzentrum, den sogenannten G-Punkt, der einige Zentimeter tief an der Bauchdecke liegt, sich rau anfühlt und durch Stimulation Orgasmen auslöst, die von Frauen als besonders intensiv und langanhaltend bezeichnet werden.
    Daher kommt die begriffliche Unterscheidung „klitoraler“ und „vaginaler“ Orgasmus. Die Existenz des G-Punkts ist zwar nicht ganz unumstritten, aber Bücher, die sich mit ihm beschäftigen und tolle Tipps und Anleitungen für Männer und Frauen geben, gibt es dennoch, wie etwa Das G-Punkt-Handbuch für Sexgötter von der Intimitätscoachin Yella Cremer.
  5. Die Reinigung: Die Vagina muss überhaupt nicht gereinigt werden, sie macht das durch körpereigene Prozesse selbst. Die Vulva sollte einmal täglich mit warmem Wasser abgewaschen werden, aber ohne Reinigungsmittel. Diese können den pH-Wert der Haut verändern und den empfindlichen Organen schaden. Wichtig für die Intimhygiene ist ein tägliches Wechseln der Unterwäsche, die bei 60 Grad gewaschen werden sollte.
  6. Das Jungfernhäutchen: Hartnäckig hält sich der Mythos, dass Frauen und Mädchen, die noch nie Sex hatten, eine dünne Haut am Scheideneingang haben, die beim ersten Geschlechtsverkehr reißt. Das stimmt nicht. Dieses sogenannte Jungfernhäutchen, das medizinisch Hymen heißt, ist ein Schleimhautsaum, der den Scheideneingang umrandet. Es dient dem Schutz der inneren Geschlechtsorgane während der Kindheit, weil es dann noch keine schützenden Milchsäurebakterien in der Scheide gibt, die sie vor Keimen schützen. Da das Hymen aber sehr dehnbar ist, reißt es beim Geschlechtsverkehr nicht. Ebenso wenig ist es eine undurchlässige, fest verschlossene Haut – sonst könnte ja auch das Menstruationsblut gar nicht abfließen.
  7. Muskulatur: Eine Vagina ist ein starker Muskel, der sehr dehnbar ist, denn schließlich presst eine Frau bei der Geburt ein ganzes Neugeborenes hindurch. Bei Frauen, die noch niemals Sex hatten, ist die Vagina sehr eng, und beim ersten Geschlechtsverkehr wird sie durch den Penis gedehnt. Deshalb empfinden viele Frauen den ersten Sex als etwas schmerzhaft. Doch beim wiederholtem Sex „leiert“ die Vagina nicht weiter aus, und auch nach einer Geburt bildet sie sich wieder zurück. Was nachlassen kann, ist die Beckenbodenmuskulatur, die nach Geburten im Rahmen von Rückbildungskursen wieder gestärkt wird. Auch unabhängig davon, bewirkt eine straffe Beckenbodenmuskulatur, dass sich die Vagina enger und der Sex intensiver anfühlt. Den Zusammenhang erklärt Irene Lang-Reeves in ihrem Buch „Sexualität mit Leib und Seele“.

All das sind interessante, teils erstaunliche Fakten über das weibliche Geschlechtsorgan. Wenn du noch viel mehr Details über die Vagina erfahren möchtest, greife zu einem dieser Bücher (oder zu allen):

Goedele Liekens

Das Vagina-Buch

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Halten Sie sich fest. Eine amerikanische Studie zeigt: Die Hälfte der Frauen ist überzeugt, dass sie zu wenig über ihre Vagina weiß, ein Viertel tut sich schwer, über sie zu sprechen, und ein Viertel hat die eigene Vagina noch nie im Spiegel betrachtet. Und die Männer? »Er« ist zu klein, sagt einer von fünf Männern, aber nur eine von 17 Frauen. Denn Männer unterschätzen ihre wahre Penisgröße und gehen von höchst unrealistischen Maßen aus. Von wegen weltoffen, modern, unverklemmt! Offensichtlich sind unsere intimsten Körperteile immer noch mit einem großen Tabu belastet. Hier kommt eine Stimme, die endlich einmal laut sagt, wie es ist.

Jen Gunter

Die Vagina-Bibel. Vulva und Vagina – Mythos und Wirklichkeit - DEUTSCHE AUSGABE

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Dieses Buch beantwortet medizinisch fundiert, ohne erhobenen Zeigefinger und mit einer gesunden Prise Humor alle Fragen rund um das weibliche Geschlechtsorgan. Führt Zuckerkonsum zu Pilzinfektionen? Welche Funktion hat das Schamhaar? Schrumpft die Vagina, wenn man keinen Sex hat? Zu diesen und einer Menge anderer Fragen und (Internet-)Mythen rund um Vulva und Vagina existieren eine Vielzahl falscher Informationen und Halbwahrheiten. Dr. Jen Gunther entlarvt hier nicht nur diese Fehlinformationen als solche, sondern macht allen Frauen Mut, sich selbst so anzunehmen, wie sie sind. Hier erfährt man alles über die überragende Bedeutung der Klitoris, das vaginale Mikrobiom, Vaginalhygiene, Irrtümer und Mythen über Hormone, kosmetische Vagina-Chirurgie, Veränderungen, die mit Schwangerschaft, Geburt und Menopause einhergehen, Geschlechtsumwandlung, Vaginalbeschwerden und -krankheiten, die beste Unterwäsche für vaginale Gesundheit, die Auswahl des richtigen Tampons, Menstruationstassen, den Mythos des G-Punkts und vielem mehr.

Ein wichtiges Buch – nicht nur für Frauen.

Josefine Britz, Iris Schmitt

"V" - Alles über das weibliche Geschlecht

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Leider ist für viele das weibliche Geschlechtsorgan immer noch ein schambehaftetes Areal, dessen Existenz am liebsten im Verborgenen gehalten werden sollte und dem die passive Rolle beim Sex zugeschrieben ist. Die Vulva wurde viel herumgeschubst und ihr wurden im Laufe der Zeit mehr gegensätzliche Eigenschaften und Fähigkeiten nachgesagt, als sie Nervenenden besitzt. Das muss sich ändern! Die Autorinnen Britz/Schmitt kämpfen in diesem Buch für mehr Akzeptanz und weniger Scham, wenn es um Vulva und Vagina geht. Sie wollen ein positives Bewusstsein für das weibliche Geschlechtsteil schaffen und endlich mit alten, meist von Männern geschaffenen Vorurteilen aufräumen. Wie kam es geschichtlich dazu, dass die Vulva mit so viel Scham behaftet ist? Wie "funktioniert" die Vulva? Was hat der Vibrator mit Hysterie zu tun? Wieso ist weibliche Sexualität im gesellschaftlichen Bewusstsein ein zweischneidiges Schwert, das nur zwischen Schlampentum und Frigidität unterscheidet – oder bestenfalls einfach gar nicht zur Sprache kommt? Und schließlich die angesichts all der Penis-Kritzeleien auf öffentlichen Toiletten längst überfällige Anleitung wie man eine Vulva kritzelt. Mit viel Witz, Charme und gnadenloser Offenheit zeigen Britz/Schmitt hier, welch wunderbares Körperorgan jede Frau besitzt. Humorvolle, erfrischende Illustrationen, Interviews, Meinungsumfragen, Zitate und Fakten begleiten die Leser*in bei der Lektüre.

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