8 Fakten über das Küssen

8 Fakten übers Küssen

Er kann liebevoll und knuddelig sein, erotisch und sinnlich, oder auch wunderbar freundschaftlich. Die Rede ist vom Kuss, einem der deutlichsten menschlichen Zeichen der Zuneigung. Mit einem Kuss auf die Lippen besiegeln Liebende ihre Eheschließung. Mit einem Kuss auf das Köpfchen oder die Stirn begrüßen viele Mütter ihr Neugeborenes auf dieser Welt. Wir küssen unsere besten Freunde, unsere Geschwister, unsere Großeltern und andere Nahestehende auf ihre Wangen, wenn wir sie nach langer Zeit endlich wiedersehen, uns von ihnen verabschieden müssen oder wir ihnen zeigen möchten, wie sehr wir sie lieben.

Jeder Kuss ist einzigartig, und manch einer sogar unvergesslich. Kein Wunder, dass das Küssen so viele Autor:innen zu wunderschönen Liebesgeschichten inspiriert: Ob „Mit freundlichen Küssen“ von Jana Voosen, „Ich will doch nur küssen“ von Carly Phillips oder „Küssen will gelernt sein“ von Rachel Gibson – überall sorgen Küsse und die Sehnsucht nach ihnen für jede Menge Leidenschaft, Herzschmerz, Glück und Sinnlichkeit.

Wir haben hier ein paar interessante und lustige Fakten über das Küssen gesammelt.

  1. Es gibt einen Welt-Kuss-Tag
    Es ist der 06. Juli. Wir empfehlen aber dringend, möglichst jeden Tag zu küssen! Warum? Hier kommen die Antworten:
  2. Zungenküsse stärken das Immunsystem
    Zumindest bei frisch Verliebten: Bei einem 10 Sekunden langen Zungenkuss werden etwa 80 Millionen Bakterien ausgetauscht. Wenn das Paar aber länger zusammen ist und häufig knutscht, haben die beiden nach einiger Zeit auch eine ähnliche Bakterienmischung im Mund.
  3. Zungenküsse beeinflussen den Hormonhaushalt
    Der positive Effekt für das Immunsystem hält sich zwar in Grenzen, wenn ein Paar sich schon häufig geküsst hat, gesund sind Zungenküsse dennoch: Sie wirken stresslindernd und wecken Glücksgefühle. Sie sorgen für eine Reduzierung des Stresshormons Cortisol und für einen Konzentrationsanstieg des Glückshormons Dopamin.
  4. Küssen ist sportlich
    Beim intensiven Küssen werden etwa 40 – 60 Muskeln betätigt, darunter alle 34 Gesichtsmuskeln. Wenn dein:e Partner:in und du euch eine Minute lang heftig küsst, verbraucht ihr etwa sechs Kalorien. Ein Bussi auf die Wange allerdings benötigt nur die Mitarbeit von zwei Gesichtsmuskeln.
  5. Die Erforschung des Küssens ist eine wissenschaftliche Disziplin
    Man nennt sie Philematologie. Die Untersuchungen erfolgen auf kultureller, soziologischer und physiologischer Ebene. Forschungsfragen sind zum Beispiel, was beim Küssen im Körper passiert, wie die Bedeutung des Küssens entstanden ist und wie sie sich von Kultur zu Kultur unterscheidet (denn in manchen Kulturen sind Zungenküsse ein sexuelles Vorspiel und deshalb in der Öffentlichkeit verboten, wie zum Beispiel in Japan, und in anderen Kulturen werden viel lieber die Nasen aneinander gerieben anstatt Bussis zu verteilen, etwa bei den Inuit), welchen Zweck das Küssen aus evolutionsbiologischer Sicht hat und viele weitere mehr.
  6. Außerdem gibt‘s die Philemaphobie
    Das ist die Angst vor dem Küssen.
  7. Nicht nur Menschen können küssen
    Auch Schimpansen, Orang-Utans und andere Primaten kennen den Kuss als Zeichen der Zuneigung, vor allem zu ihren Kindern. Weitere Tiere zeigen ähnliches Verhalten. Gänse zum Beispiel liebkosen einander mit den Schnäbeln, und Elefanten stecken sich gegenseitig den Rüssel ins Maul, und einander zu zeigen, dass sie sich mögen. Bonobos, eine Schimpansen-Gattung, tauschen bei sexueller Erregung sogar genau wie Menschen Zungenküsse aus. Manche Forscher gehen davon aus, dass Zungenküsse beim Menschen (und eben Bonobos) ein Ersatz sind für das Beschnüffeln des Anal- und Genitalbereichs unter paarungswilligen Tieren.
  8. Der Handkuss
    Er ist die wohl eleganteste, höflichste und zugleich distanzierteste Art des Küssens. Er stammt aus dem Mittelalter, als ein Kuss des Siegelrings eines Adeligen oder Geistlichen diesem Respekt und Ehrerbietung bekunden sollte. Diese Bedeutung hat der etwas veraltete Kuss heute noch immer, doch wird er – wenn überhaupt – heute eher nur noch von Männern an Frauen gegeben. Sobald der Handkuss nicht nur angedeutet wird, sondern die Lippen tatsächlich die Hand berühren, ist er mehr als ein elegantes Zeichen des Respekts: Er ist dann eine Liebeserklärung. Wer ein besonderes Faible für Tradition und Eleganz hat, macht seiner Liebsten per Handkuss einen Heiratsantrag. Für uns heute wirkt diese Geste zwar fast schon überzogen, aber trotzdem auch irgendwie wunderschön, oder?

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