Anzeichen für Liebe auf den ersten Blick

Liebe auf den ersten Blick

Einen Menschen zu sehen und vom ersten Augenblick an zu wissen: Das ist die Liebe meines Lebens – das ist wohl eine der schönsten und romantischsten Vorstellungen überhaupt. Und noch schöner ist wohl das Gefühl, wenn es einen tatsächlich erwischt hat: Da war diese eine, strahlende Person, und schon war es um dich herum geschehen.

Diese Anzeichen sprechen für Liebe auf den ersten Blick

Von Liebe auf den ersten Blick sprechen wir, wenn

  • du eine Person zum ersten Mal siehst und dich ein unbeschreibliches Glücksgefühl ganz plötzlich, wie ein Blitz, trifft.
  • die Schmetterlinge in deinem Bauch anfangen wie wild zu fliegen, dein Herzschlag schneller wird und du ins Schwitzen kommst.
  • du vor Nervosität nichts mehr sagen kannst.
  • du nach der Begegnung die ganze Zeit an diese eine Person denken musst und dich auf gar nichts anderes mehr konzentrieren kannst.
  • du nichts Anderes willst, als diese Person noch einmal zu sehen und sie die ganze Zeit bei dir zu haben.

Gibt es Liebe auf den ersten Blick wirklich?

Kommt dir dieser Zustand bekannt vor, auch wenn du Liebe auf den ersten Blick noch nie erlebt hast? Ja, sehr wahrscheinlich, denn genau so fühlt es sich an, verliebt zu sein. Das, was romantisch als „Liebe auf den ersten Blick“ bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit „Verliebtheit auf den ersten Blick“, und die gibt es eindeutig. Aber Verliebtheit ist hauptsächlich eine Art hormoneller Rausch und deshalb ein überwiegend körperliches Phänomen. Das erkennen wir leicht daran, dass sich das intensive Gefühl, frisch verliebt zu sein, so stark körperlich äußert.

Natürlich ist Verliebtheit ein tolles Gefühl, wenn es erwidert wird (und ein tragisches, wenn es einseitig ist), und es inspiriert unzählige Autor:innen zu romantischen Geschichten:

Diese Liste könnten wir noch beinahe endlos weiterführen. Aber dennoch: Verliebtheit ist erst einmal noch keine Liebe. Liebe ist etwas Tieferes, was definitiv Zeit zum Wachsen braucht. Sie ist in einer Beziehung die nächste Stufe, nachdem das intensive Gefühl der Verliebtheit abgeklungen ist, und kann so natürlich auch aus einer Verliebtheit auf den ersten Blick hervorgehen – aber eben nicht unbedingt. Viele Beziehungen enden mit dem Ende der Verliebtheitsphase und erreichen das nächste Level nie, das weniger von schönen körperlichen Empfindungen wie den Schmetterlingen im Bauch geprägt ist, sondern mehr von zwischenmenschlichen Werten: Die Liebenden kennen sich inzwischen mitsamt ihren Stärken und Schwächen. Sie haben festgestellt, dass der:die andere nicht perfekt ist und trauen sich, auch ihre eigenen Fehler offenzulegen. Sie vertrauen einander und haben nicht mehr das Bedürfnis, jede Sekunde miteinander zu verbringen, sondern genießen den Wechsel zwischen Nähe und zeitweiser Distanz.

Wenn du dich der Liebe mal aus einer philosophischen Richtung nähern möchtest, lohnt es sich, Richard David Prechts Buch „Liebe“ zu lesen. Philosophisch heißt bei ihm auch nicht gleich vollkommen abgehoben, viel eher versteht es der berühmte Autor, seine Bücher leicht verständlich zu schreiben.

Verliebtheit und Liebe müssen aber nicht immer nacheinander auftreten: Viele Paare, sie schon längst eine vertrauensvolle und innige Liebesbeziehung führen, sagen, dass sie immer noch Verliebtheit zueinander spüren – wenn auch meistens nicht mehr so intensiv wie anfangs.

Warum ist der Glaube an die Liebe auf den ersten Blick so verbreitet?

Das Märchen von der Liebe auf den ersten Blick wird am liebsten von Paaren erzählt, die bereits glücklich in einer stabilen Partnerschaft angekommen sind: „Bei uns war es Liebe auf den ersten Blick“.

Natürlich lügen sie nicht. Viel eher vermischen sie die Liebesgefühle, die sie inzwischen füreinander empfinden, mit dem intensiven Verliebtheitsgefühl bei ihrer ersten Begegnung. Und auch wenn sie sich damals noch nicht wirklich lieben konnten, weil sie einander nicht kannten, fühlt es sich in der persönlichen, gegenwärtigen Realität ihrer Liebesbeziehung so an, als wäre die Liebe schon immer dagewesen – auch beim allerersten Treffen, als einfach nur die Schmetterlinge in ihren Bäuchen verrückt gespielt haben.

Es ist ja auch nicht weiter schlimm und später sowieso egal, ob es am Anfang „nur“ Verliebtheit oder doch schon mehr war – Hauptsache, der:die Angebetete hat sich am Ende als die große Liebe herausgestellt.

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