Daniel Glattauer

Gut gegen Nordwind

Gut gegen Nordwind Blick ins Buch

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Ein falsch getippter Buchstabe und schon landet die E-Mail von Emmi Rothner irrtümlich bei dem Linguisten Leo Leike. Leo antwortet trotzdem. Ein lustiger Austausch nimmt seinen Lauf, der immer persönlicher wird. Gerade weil sich die beiden nicht kennen und daher keinen Gesichtsverlust befürchten müssen, vertrauen sie aneinander die intimsten Dinge an. Doch mehr als eine digitale Freundschaft wollen sie zunächst nicht. Aber was ist mit den Schmetterlingen im Bauch, die von jedem »Pling« im Mail-Postfach aufgescheucht werden? Und das obwohl Emmi mit Bernhard verheiratet ist, und Leo immer noch an seiner Ex-Freundin Marlene hängt ...

Zuweilen etwas konstruiert, aber emotional einnehmend

Von: Wulf Bengsch | Medienjournal Datum: 29. June 2020

Daniel Glattauer gelingt es mit "Gut gegen Nordwind", eine moderne Variante des Briefromans zu offerieren, die schnell für sich einzunehmen weiß und bis zuletzt fesselt, auch wenn aus der Natur der Sache heraus dann doch manches ein wenig konstruiert wirkt, was die beiden authentischen Protagonisten Emmi und Leo allerdings spielend wettmachen.

Sehr unterhaltsam!

Von: annasbookplanet Datum: 22. December 2019

Inhalt Aufgrund eines Tippfehlers landen die E-Mails von Emmi Rothner nicht bei der Zeitschrift „Like“, sondern bei Leo Leike. Es beginnt ein reger E-Mail-Austausch zwischen den beiden Fremden. Schnell befinden sie sich auf einem sehr schmalen Grat zwischen Fremdheit und Intimität und kommen sich mit jeder E-Mail näher. Und schon bald müssen sie sich die entscheidende Frage stellen: Können ihre Gefühle einer Begegnung standhalten? Meine Meinung Das Cover des Buches entspricht wie üblich bei Filmausgaben dem Filmplakat. Das hat mir in diesem Fall beim Vorstellen der Charaktere total gut geholfen, da ich trotz der genauen Beschreibung im Buch einfach gar keine Vorstellung von den beiden hatte. Die Hauptcharaktere des Buches sind Emmi Rothner und Leo Leike. Bei waren mir sofort sympathisch. Emmi habe ich als sehr quirlige Frau wahrgenommen, während Leo eher ruhig und gelassen schien. Der Schreibstil von Daniel Glattauer hat mir sehr gut gefallen. Die E-Mail-Form macht diese Geschichte aus und trägt dazu bei, dass sie dieses Buch locker leicht und schnell lesen lässt. Zudem ist der E-Mail-Verkehr zwischen Emmi und Leo einfach total witzig und unterhaltsam für den Leser. Ich habe beim Lesen oft herzlich lachen können. Ich war aber auch total gefesselt und gebannt dabei die Entwicklung zwischen Emmi und Leo zu verfolgen. Diese Geschichte ist einfach etwas ganz Besonderes. Am Anfang war das Buch vor allem interessant, wurde dann zunehmend ernster und tiefgründiger und überzeugt zuletzt mit einem überraschenden und unerwarteten Ende. Fazit „Gut gegen Nordwind“ ist unterhaltsames Buch, das mit seiner besonderen Geschichte fesselt und überzeugt. Ich kann das Buch deshalb auf jeden Fall empfehlen.

Lesenswertes Buch mit Zeug zum Klassiker!

Von: elisalovesbooks Datum: 19. November 2019

Die Verfilmung des Beinahe-Klassikers läuft bereits seit einigen Wochen im Kino, also erschien auch das Buch in neuem Gewand. Ich persönlich mag diese Ausgabe mehr als die normale, hier sagen mir die Farben mehr zu. Die Darstellung der Schauspielbesetzungen sind auch total interessant, sie berühren sich nicht, sehen sich nicht einmal an, sondern schauen geheimnisvoll lächelnd auf den Boden. Zwischen ihnen steht der Titel, und trotz allem merkt man etwas von dieser Verbindung zwischen ihnen. Der Titel ist anfangs unverständlich, was bedeutet er? Doch als man es während des Lesens herausfindet ist das so ein schönes Gefühl, es passt wirklich perfekt! Es ist ein total anderes Buch, zum einen durch den Fakt, dass es ein reiner Email Roman ist und zum anderen, dass Daniel Glattauers Schreibstil etwas ganz, ganz Besonderes ist! Er passt perfekt zu den beiden erwachsenen Protagonisten, hat beinahe einen bestimmten Geschmack, und ist trotzdem zugeschnitten auf den jeweiligen Charakter. Da man diese erst nach und nach, ganz langsam kennen lernt und alle Informationen aus und zwischen den Emails gezogen werden müssen, bekommt man ein total anderes Gefühl für die Charaktere, beschäftigt sich aktiver mit der Vorstellung, nutzt seine Fantasie, und genau so verbessert sich das Leseerlebnis ungemein! Ich war total beeindruckt von der Bildgewalt, obwohl der Autor nichts beschreibt. Die Story an sich holt dich ab, nimmt dich mit auf eine Reise durch die Mailbox und lässt dich plötzlich wieder stehen. Durch die Länge der Emails, die quasi sehr kurze Kapitel darstellen, ist es wie mit ganz kleinen Schokostücken, wunderbar zart auf der Zunge, unwiderstehlich, und "Nur noch eins" wird zu einem endlos wiederholtem Mantra. Bis die Schokoladentafel mit einem Mal aufgegessen, das Buch zu Ende ist, und man, immer noch hungrig, zurückbleibt. So erging es mir mit diesem Buch. Man meinte, dass man die Entwicklung der Beziehung der beiden genau verfolgen könnte, aber nein. Ich habe versucht darauf zu achten, doch auf einmal war man mittendrin und verstand gar nicht, wie es jetzt so schnell dazu kam. Ich fand die Verbindung zwischen den beiden Protagonisten unglaublich stark, denn obwohl sie so distanziert sind, sind sie sich so nah wie sonst niemandem. Das Ende war einfach....Puh, es war unerwartet, still, endgültig, riesig, und doch konnte es sich leichtfüßig anschleichen. Im Einband habe ich einen zweiten Band gesehen, der direkt auf meine Wunschliste gewandert ist! Alles in allem ein total lesenswertes Buch mit unfassbar tiefen, intensiven, fühlbaren Emotionen, tollen, spannenden Charakteren und einer fesselnden Story, die man verschlingen muss! Deshalb 10/10 Ich bin super gespannt, wie das filmisch umgesetzt wurde!

Romantisch & berührend

Von: Havenys Buecherhimmel Datum: 07. November 2019

Inhalt: Durch einen Tippfehler beim Versenden ihrer Mail, landet Emmi nicht beim Like Verlag, sondern beim sympathischen Leo Leike. Was als Versehen beginnt, entwickelt sich langsam zu einer Mail-Freundschaft. Es vergeht fast kein Tag, an dem sich die beiden nicht schreiben und langsam entwickeln sich such Gefühle zwischen den beiden. Doch existieren diese Gefühle nur online, oder überstehen sie auch eine persönliche Begegnung? Meine Meinung: Ich muss gestehen, dass mich die ersten Kapitel des Buches nicht besonders fesseln konnten und ich wirklich meine Startschwierigkeiten hatte, doch je persönlicher die Mails der beiden wurden, desto mehr kam auch ich in der Geschichte an 😍 . Bei diesem Buddy-Read mussten wir wirklich viel mit den beiden Protas leiden und fieberten dem ersten Treffen entgegen ❤ Wir konnten selbst nicht glauben, dass ein Buch, das nur aus dem Mailverkehr zweier Personen besteht, einen überhaupt mitreißen kann. Doch wir wurden definitiv eines besseren belehrt! 😭 . Es ist auch unglaublich, wie der Autor mit der Sprache spielt und manche der Mails fast etwas Philosophisches bekommen und andere aus einem schlichten "Nein" bestehen. Diese Liebesgeschichte ist absolut kurzweilig, teils witzig & wirklich berührend! 😊 Manchmal wünscht man sich fast selbst Mails von Leo Leike ❤ . Wer romantische, aber auch schmerzhafte Liebesgeschichten mag, sollte dieser besonderen Geschichte eine Chance geben! Doch seid gewarnt: Habt unbedingt Band 2 zur Hand, damit ihr gleich weiterlesen könnt 😭🙈 . 4/5 Sterne

Mal ein ganz anderes Buch, jedoch konnte es mich leider nicht komplett überzeugen

Von: Sarah Datum: 17. October 2019

Klappentext: "Emmi Rothner möchte per E-Mail ihr Abo der Zeitschrift „Like“ kündigen, doch durch einen Tippfehler landen ihre Nachrichten bei Leo Leike. Als Emmi wieder und wieder E-Mails an die falsche Adresse schickt, klärt Leo sie über den Fehler auf. Es beginnt ein außergewöhnlicher Briefwechsel, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann. Auf einem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität kommen sich die beiden immer näher – bis sie sich der unausweichlichen Frage stellen müssen: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja?“ Ich fand es total interessant, dass das Buch komplett nur aus E-Mails besteht und ich glaube genau das ist auch der Reiz an diesem Buch, weil das etwas sehr besonderes ist. Zu Beginn hat mir das auch wirklich gut gefallen, aber ich muss sagen mit der Zeit fand ich diesen Erzählstil etwas anstrengend. Natürlich ist das Buch sehr schnell zu lesen grade durch die Mails, aber dadurch konnte ich nicht so gut eine Bindung zu den Protagonisten aufbauen. Außerdem erfährt man halt eigentlich fast ausschließlich nur etwas über die beiden Protagonisten und fast gar nichts über das Umfeld und den Alltag der beiden was ich recht schade fand. Ich fand auch das bis zum Schluss die Beziehung zwischen den Protagonisten immer noch sehr distanziert wirkte, obwohl sie das eigentlich nicht sein sollte. Trotzdem fand ich das Buch nicht schlecht, es lässt sich sehr angenehm lesen und auch die Handlung an sich fand ich ganz gut, aber ein bisschen mehr Erzählung/Handlung hätte ich gut gefunden. Ich habe ja die Filmausgabe von dem Buch und bin schon irgendwie interessiert daran zu sehen wie sie das umgesetzt haben als Film, weil ich mir das irgendwie so gar nicht vorstellen kann.

Grandiose Geschichte

Von: Fraedherike Datum: 30. September 2019

Gut gegen Nordwind von Daniel Glattauer ist im Goldmann Verlag erschienen und im Zuge der Verfilmung im September 2019 neu aufgelegt worden. Emmi Rothner möchte das Abonnement einer Zeitschrift kündigen und schreibt daher eine E-Mail an den Verlag. Doch anscheinend ist die Adresse nicht korrekt und die Nachricht landet stattdessen bei Leo Leike, einem Linguistikprofessoren. Sie beginnen während der Weihnachtsfeiertage miteinander zu schreiben, sich voneinander zu erzählen, sich durch ihre Dialoge immer näher zu kommen. Was dabei auf der Strecke bleibt, ist die physiologische Nähe und Intimität, doch keiner von ihnen will aus der Blase ausbrechen, die sie sich allmählich aufgebaut haben. Darüber hinaus ist Emmi verheiratet und hat zwei Kinder – aber ist es schon Betrug, wenn man sich in das geschriebene Wort eines anderen verliebt? Der Roman ist ein Dialog von Emmi und Leo in Form eines Briefwechsels, aufgeteilt in zehn Abschnitte ihrer virtuellen Beziehung. Dadurch ist der Roman sehr klar strukturiert und die Erzählgeschwindigkeit enorm. Der Spannungsbogen baut sich allmählich auf, bis er zum Ende des Romans mit einem offenen Ende den Höhepunkt erreicht. Das sprachliche Geschick des Autors zeigt sich im lockeren Wechsel der anspruchsvollen Redensart des Professors und der dynamischen, toughen Entgegnungen der jungen Emmi. Die Dynamik der beiden Protagonisten ist fesselnd und hat mir gut gefallen. Der allgemeine Verlauf der Geschichte ist aufregend, wenn auch manchmal in die Länge gezogen trotz des schnelllebigen Aufbaus. Leo und Emmi sind mir als Protagonisten schnell ans Herz gewachsen und ich bin gespannt, wie ihre unter Umständen gemeinsame Zukunft weitergehen wird. Insgesamt hat mir Gut gegen Nordwind sehr gut gefallen, es ist ein bemerkenswerter Roman mit modernem Stil, der bewegt und berührt. Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos zur Rezension vom Verlag zur Verfügung gestellt, vielen Dank dafür!

Was ist Liebe? Was ist Treue?

Von: Virginie Storm Datum: 19. September 2019

Auf das Buch bin ich durch den aktuellen Kinotrailer aufmerksam geworden. Das Buch wurde bereits im Jahr 2008 veröffentlicht und ist aktuell als Verfilmung mit Nora Tschirner im Kino zu sehen. Emmi und Leo lernen sich durch einen Tippfehler in einer E-Mail-Adresse kennen und freunden sich an. Geschützt durch die Anonymität des Internets, werden ihre Nachrichten immer vertrauter. Irgendwann steht die Frage an, ob man sich treffen soll und riskiert, dass man sich nicht riechen kann. Was im Klappentext nicht, im Trailer aber sehr wohl erwähnt wird … Emmi ist verheiratet. Statt einer Liebesromanze ist der E-Mail-Austausch für mich ein Zeichen der modernen Zeit. Wir glauben, alles erwarten zu können. Leben manchmal mehr in der Fantasie als in der Realität. Wo fängt Betrug an? Kann ich einen Menschen lieben, den ich noch nie getroffen habe? Wieviel Verantwortung habe ich als Aussenstehender einer Beziehung? Möchte ich einen Partner, der seinen vorherigen Partner betrogen hat? Der gesamte Roman besteht aus den E-Mails, die sich Emmi und Leo geschrieben haben. Der Austausch ist sehr amüsant zu lesen. Hätte ich nicht im Hinterkopf gehabt, dass Emmi verheiratet ist, hätte ich die Nachrichten sogar romantisch finden können. Die Planungen, ob man sich treffen solle und wenn ja, wie. Der Wunsch, die Stimme des anderen das erste Mal zu hören... Einerseits kann ich das Zögern der beiden verstehen. Man mag sich online, aber was ist, wenn der andere mich bei Treffen unattraktiv findet? Andererseits hat die Tatsache, dass Emmi verheiratet ist, beide Protagonisten für mich unsympathisch gemacht und ich habe den E-Mail-Austausch nicht richtig genießen können. Dieser Roman ist für mich keine romantische Geschichte, in der Liebende von äußeren Einflüssen getrennt werden. Sondern hier treffen Menschen falsche Entscheidungen und das Buch zeigt die Konsequenzen auf. Aufgrund der Spannung, der amüsanten Wortwechsel und der realistisch dargestellten Figuren vergebe ich 4 Sterne. Das Buch war für mich jedoch zunehmend schmerzhaft zu lesen.

Daniel Glattauer "Gut gegen Nordwind"

Von: Was Silke liest Datum: 14. March 2019

Auf Daniel Glattauers Buch wurde ich durch den Roman „Meine wundervolle Buchhandlung“ aufmerksam. Petra Hartlieb schreibt dort über ein Glattauer-Manuskript, das sie erst nur sehr widerwillig liest, nach der Lektüre aber gleich 300 Exemplare des neuerscheinenden Romans für ihre Buchhandlung ordert. Das hat mich sehr neugierig gemacht, den bisher hatte ich Daniel Glattauer nicht auf dem Schirm! Ich bin also gleich in die Buchhandlung, um „Gut gegen Nordwind“ zu suchen und war schon nach den ersten Seiten davon hingenommen. Emmi Rothner will ein Zeitschriftenabo per Email kündigen. Durch einen Tippfehler landet ihre Kündigungs-E-Mail jedoch versehentlich bei Leo Leike. Dieser antwortet auf Emmis Mail und es entsteht eine äußerst angeregte E-Mail-Konversation, die sich mehr und mehr zu einer virtuellen Liebesgeschichte entwickelt. Als Leser kann man sich dem schriftlichen Gedankenaustausch zwischen Emmi und Leo nur schwer entziehen. Ungeduldig und sehnsüchtig, wie die beiden Protagonisten selbst, fiebert man der nächsten Email entgegen, lacht, weint, leidet und freut sich mit ihnen. Ich möchte eigentlich nicht zu viel verraten von diesem aufregenden, kurzweiligen Abenteuer, denn sonst ist die ganze Spannung dahin…! Ein herzerfrischender, wortreicher und lebensnaher E-Mail-Roman, der mir ein paar amüsante Stunden beschert hat und den ich wärmstens empfehlen kann. "Gut gegen Nordwind" war das erste Buch, das ich von Daniel Glattauer gelesen habe und es werden mit Sicherheit noch weitere folgen. Denn schon am Ende dieses Romans will man sofort zum zweiten Band „Alle sieben Wellen“ greifen!

Eine etwas andere Liebesgeschichte

Von: Marie-Theres Werner Datum: 07. November 2018

Da ich jemand bin, der auch schon die ein oder anderen Kontakte online geknüpft hat, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Schon beim Lesen des Klappentextes kamen viele Fragen auf: Ist da mehr als nur eine „Freundschaft“? Wollen sie jemals herausfinden, wer auf der anderen Seite der E-Mails steht? Haben die beiden überhaupt eine Zukunft? Gut gegen Nordwind ist ein sehr schön geschriebenes Buch, mit vielen Höhen und Tiefen, doch es war auch zugleich das deprimierendste, das ich je gelesen habe. Emma und Leo nehmen ganz durch Zufall Kontakt miteinander auf, doch anfangs läuft es alles andere als harmonisch. Leo ist gerade dabei die Trennung von seiner Ex-Freundin zu verkraften und Emma ist einfach nur genervt, dass die Zeitschrift „Like“ ihr nach wie vor Rechnungen schickt. Doch aus irgendeinem Grund können die beiden nicht aufhören, sich gegenseitig E-Mails zu schreiben. Es wirkt erfrischend, sich mit einem Fremden so persönlich unterhalten zu können und sie beginnen beide den jeweils anderen in ihren Alltag zu integrieren. Die Nachrichten werden immer regelmäßiger, länger und gehen mehr und mehr ins Detail. Sie fangen an, sich von ihrem Privatleben zu erzählen und irgendwann wird die Frage nach einem gemeinsamen Treffen immer lauter. Zu Beginn ist vor allem Leo gegen solch ein Treffen, denn er hat keine Absichten Emmas Ehe durcheinander zu bringen. Er hat sich sein eigenes Bild von ihr gemacht und keine Frau würde es jemals schaffen diesem Bild gerecht zu werden – auch nicht die echte Emma. Diese, auf der anderen Seite, möchte herausfinden, wer Leo Leike wirklich ist. Wer ist der Mann, in den sie sich zwischen hunderten von E-Mails leise verliebt hat? Könnte er der Eine sein, derjenige für den sie ihren Mann verlassen würde? Aber Liebe ist nicht einfach, wenn das Leben einem in die Quere kommt. Immer wieder werden Treffen verschoben, beste Freundinnen angezettelt sich mit dem geheimnisvollen E-Mail Partner zu treffen und Ehemänner mischen sich ein. Es war nur eine Frage der Zeit, wann Bernhard von Leo erfahren würde und obwohl mich seine Nachricht an die virtuelle „Affäre“ seiner Frau verwundert hat, fand ich sein Einmischen eher überflüssig. Zwar hat sie Leo in seiner Entscheidung sehr geprägt, doch für mich war die Bekanntschaft zwischen Emma und Leo schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Gut gegen Nordwind ist kein Buch für jemanden, der auf Liebesgeschichten steht. Es ist sehr realistisch geschrieben und ich denke, gerade das hat mich so deprimiert. Schon oft habe ich mich selbst in Situationen wie der von Emma und Leo wiedergefunden und mit der ernsten Wahrheit konfrontiert zu werden, dass nicht alle Internet-Bekanntschaften mit der großen Liebe enden, hat mich doch ziemlich vor den Kopf gestoßen. Ich mag Happy Ends, mir ist dabei egal in welcher Form – ob eine erfüllte Liebe, eine Familienzusammenführung, oder die Rettung einer Person in einem Thriller – aber mit Büchern, die eher das reale Leben in den Fokus stellen, muss ich mich noch anfreunden. Die Geschichte um Emma und Leo macht süchtig und ich habe sie sehr gern gelesen; ich sollte nur meine hohen Erwartungen an die Fiktion etwas herunterschrauben.

Man kann das Buch kaum aus der Hand legen!

Von: paperlove Datum: 08. April 2018

Eigentlich wollte ich gestern vor dem Schlafengehen nur schnell ein neues Buch beginnen und ein paar Kapitel lesen... Und irgendwie hat Daniel Glattauer es geschafft, dass ich gleich das ganze Buch an einem Stück durchgelesen habe! "Gut gegen Nordwind" ist ein etwas anderer Liebesroman, denn die Geschichte wird allein durch den E-Mail Verkehr zwischen den beiden Protagonisten Emmi und Leo erzählt. Die beiden lernen sich eher durch Zufall kennen, denn Emmi wollte eigentlich per Mail ein Magazin-Abonnement kündigen und hatte dabei die falsche Email-Adresse eingetippt. Bald daraufhin entsteht ein reger Email Kontakt zwischen Emmi und Leo und der Leser wird Zeuge davon, wie sich die beiden allmählich in einander verlieben - und das ohne sich jemals gesehen zu haben! Während der ganzen Geschichte hofft und bangt man als Leser, dass sich die beiden endlich einmal im realen Leben treffen. Ob es tatsächlich klappt, erfährt der Leser erst am Ende des Buches. "Gut gegen Nordwind" ist ein sehr kurzer Roman und lässt sich nur schwer wieder aus der Hand legen. Einen Stern Abzug gibt es von mir aber für das Ende, das dann doch ein wenig abrupt kam und mich enttäuscht zurückliess. Ob das lediglich aus der Absicht geschehen ist, einen zweiten Roman zu veröffentlichen, weiss ich nicht. Aber geklappt hat es auf jeden Fall, denn heute Abend werde ich sicherlich noch "Alle sieben Wellen" - Teil 2 der Geschichte von Emmi und Leo - durchlesen ;-)

Unterhaltung vom Feinsten!

Von: Ann-Sophie S. - Reading is like taking a journey Datum: 03. January 2018

Cover: Ich kann schon jetzt ankündigen, dass das Cover das Einzige ist, was mit nicht gefällt. Es ist schade, dass es so unscheinbar gestaltet ist, dass es in der Buchhandlung nicht auffallen würde, denn die Geschichte ist unglaublich! Die gewählten Elemente passen zwar zu der Geschichte, jedoch hätte man aus meiner Sicht mehr rausholen können. Dies ist jedoch ebenso Geschmackssache, weswegen es für mich keinen Abzug gibt. Inhalt: Hier kann ich einfach nur sagen: Wow!!! Eine Geschichte der ganze anderen Art. Man findet sich sofort rein und ich muss sagen, dass es einen auch nicht mehr loslässt. Die Handlung war mehr als spannend und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen. Daniel Glattauer brachte hier nicht nur eine zarte, echte Liebesgeschichte zu Papier, sondern verarbeitete auch tiefgründige Themen wie das eigene Glück, Verantwortung gegenüber Familie und anderes ein! Eine unglaubliche Geschichte, die unter die Haut geht! Charaktere: Nachdem ich "Gut gegen Nordwind" beendet habe, kann ich behaupten, die Protagonisten Leo und Emmi sehr gut zu kennen! Das zeigt, dass es dem Autor hier mit Bravour gelungen ist, die Figuren authentisch und lebensecht darzustellen, obwohl er auf Beschreibungen aufgrund des Email-Stils verzichtet hatte. Emmi ist mit ihrer temperamentvollen, geradezu flippigen Persönlichkeit einfach herzallerlliebst. Sie ist eine seht emotionale Frau, die mit ihrem großen Herz und auch ihrer Offenheit mein Herz gewinnen konnte. Leo ist eher von der kühleren Sorte, was mich aber genauso begeisterte, da man allein an den Mails bemerkte, wie Leo gegenüber Emmi auftaute und immer mehr sein Herz an sie verlor. Ich war am Ende emotional zerstört und traurig, dass ich diese beiden so authentischen Figuren verlassen musste. Ich freue mich auf das Wiedersehen! Schreibstil: So einen fließenden, aber mit so viel Witz versehenen Schreibstil habe ich bisher selten erlebt. Zuerst ist zu sagen, dass "Gut gegen Nordwind" in einem Email-Stil gehalten ist. Es liegt also kein Fließtext vor, sondern nur die einzelnen Emails der Protagonisten. Das sorgt natürlich dafür, dass sich das Buch sehr gut lesen ließ. Man kommt nicht nur schnell voran, sondern es sind keine Beschreibungen drumherum. Man verfolgt lediglich das Gespräch von Leo und Emmi und das hat mir total gefallen! Dabei wechselt der Autor auch sehr gelungen zwischen den Personen. Man merkt sozusagen auch dem Stil an, dass Leo schreibt und nicht Emmi, da ihre Persönlichkeiten sich auch in ihrem Stil wiederspiegeln. Besonders hat mir der Witz gefalle, den Daniel Glattauer in seine Erzählung reingebracht hat! Er hat so viel Humor in seinen Stil eingebaut, dass ich sehr oft am Lachen war. Großartig! Fazit: "Gut gegen Nordwind" scheint auf den ersten Blick ein unscheinbares Buch zu sein, doch das ist es in keinem Fall! Die Geschichte von Emmi und Leo ist eine ganz besondere. Dies liegt nicht nur an dem mehr als angenehmen und witzigen Schreibstil, sondern auch an der sehr tiefgründigen Geschichte dahinter. Es gelang Daniel Glattauer, so große Emotionen und auch alltägliche Problemfelder in sein Buch einzubinden, dass ich es euch einfach empfehlen muss! Ich liebe die Geschichte abgöttisch! Und ich bin so nett, euch auf den zweiten Teil hinzuweisen, den ihr danach definitiv braucht!

Von: GÜLSEREN YARAR Datum: 21. December 2017

ein tolles Buch!!!

Etwas vollkommen anderes

Von: Nicis Buchecke Datum: 19. October 2017

Auf dieses Buch bin ich durch einen Zufall gestoßen. Es wurde in einem anderen Buch erwähnt und diese kurze Erwähnung weckte direkt meine Neugier. Der Klappentext klang vielversprechend und ich war gespannt, wie der Autor diese Idee umsetzen würde. Ich war überrascht, dass das gesamte Buch in eMail-Form geschrieben ist. Es gibt keine festgelegten Zeitangaben, es könnte also 1999 oder 2016 spielen, es werden lediglich mal einzelne Monate benannt. Ansonsten ist die Optik eher vage, typisch eMail z. Bsp. zwei Tage später, 10 Minuten später. Die einzelnen Passagen der Hauptcharaktere Emmi und Leo werden mit RE und AW gekennzeichnet. Sollte man mal die Orientierung verlieren hilft die persönliche Anrede oder der Abschiedsgruß. Ich habe mich aber sehr gut zurecht gefunden. Durch diesen Aufbau flogen die Seiten auch nur so dahin. Nun aber zu den Charakteren. Emmi ist eine aufgeweckte Persönlichkeit, die zu Beginn jedoch viel reifer wirkt und die ich älter geschätzt hatte. Um ihr Alter macht sie lange ein Geheimnis, bis es doch irgendwann herauskommt. Über sie erfährt man nur schemenhaft etwas erst nach und nach gibt sie Privates von sich preis. Leo ist ein sympathischer Charakter, der auch ziemlich redegewandt ist. Er gibt schon mal das ein oder andere Detail über sich an Emmi weiter und so erfährt auch der Leser mehr über ihn. Beide haben eine wundervolle Art der Kommunikation und ich hatte großen Spaß bei diesen beiden mitzulesen. Man kommt sich ein klein wenig wie ein Voyeur vor und ich hatte manches mal das Gefühl in die Privatsphäre der Beiden einzudringen. Der Autor beweist hier ein sehr gutes Händchen bei der Darstellung, wie Menschen, die wir gar nicht kennen zum wichtigen Teil in unserem Alltag werden können. Ich denke der ein oder andere erkennt sich durchaus wieder. Wer schon mal gechattet hat ohne, dass dem ein Treffen folgte stellte sicher auch schnell fest, wie wichtig einem diese Person werden kann. Es gab Stellen bei denen ich sehr lachen musste und es gab Stellen bei denen ich ebenso nervös, wie die Protagonisten, war. Dieser Roman hat mich komplett in seinen Bann gezogen und der Autor hat mich mit dieser Art des Geschichtenerzählens komplett für sich gewinnen können. Seine Redegewandtheit und seine Ausdrucksweise sind einfach bezaubernd und die ein oder andere Formulierung hätte nicht treffender sein können. Und da ich Emmi und Leo noch nicht verlassen wollte habe ich mich direkt in den nächsten Roman von Daniel Glattauer “Alle sieben Wellen” gestürzt.

Ich liebe dieses Buch!

Von: Nika Datum: 13. May 2016

Um was gehts? Emmi ist glücklich verheiratet. Leo versucht gerade über eine gescheiterte Beziehung hinweg zu kommen. Durch einen Tippfehler landet irrtümlich eine von Emmis E-Mails bei Leo, auf die er eigentlich nur aus Höflichkeit antwortet. Mit der Zeit entwickelt sich zwischen den beiden eine Art Brieffreundschaft (in E-Mail Format), doch als die Gefühle füreinander stärker werden, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis es zu einem ersten Treffen im realen Leben kommt. Aber wird ihre Beziehung einer tatsächlichen Begegnung standhalten? Und was, wenn ja? Was denke ich über das Buch? "Gut gegen Nordwind" ist eines dieser besonderen Bücher, an die du dich auch Jahre später noch erinnerst. Ich war vollkommen gefesselt vom Schriftwechsel zwischen den beiden und fieberte ungeduldig der nächsten E-Mail von Leo entgegen. In Emmi konnte ich mich sehr oft selbst wiederfiinden, auch wenn ich Emmi zwischendurch total doof und übertrieben hysterisch fand. Wichtig war für mich bei dieser Geschichte: Ich muss die Handlungen der beiden Protagonisten nicht gut oder richtig finden; ich muss Emmi und Leo auch nicht durchgängig sympathisch finden, und trotzdem kann ich mit ihnen die ganze Zeit über mitfühlen. Gut gegen Nordwind ist eine emotionale Achterbahnfahrt, bei der ich jede Minute und jede Seite genoßen habe. Das Ende war ein Schock für mich, aber es hätte kein besseres Ende für diese Geschichte geben können. (Zum Glück war Alle sieben Wellen bereits erschienen und ich konnte sofort weiter lesen!) Wer dieses Buch noch nicht kennt, dem kann ich es nur empfehlen. Wie immer gibt es sowohl positive als auch negative Bewertungen - ich für mich kann nur sagen: Gebt der Geschichte eine Chance und entscheidet dann selbst, ob ihr Alle sieben Wellen auch noch lesen mögt bzw. ob ihr die Geschichte von Emmi und Leo auf anderem Wege, z.B. im Theater, weiter verfolgen wollt.

Mal eine andere Liebesgeschichte

Von: Jasmine von immermitbuch.de Datum: 13. February 2016

Wirkung Zugegeben, das Cover gefällt mir überhaupt nicht. Zwar gefällt mir, dass die Klappbroschüre das Loch hat, wo man die Frau durchsieht, doch diese gefällt mir rein optisch gar nicht. Außerdem habe ich mir Emmi ganz anders vorgestellt, was theoretisch noch so kommen könnte, da man noch nicht erfahren hat wie sie aussieht. Allerdings hätte man dann auf dem Cover die Frau weglassen können. Hätte ich diesen Titel nicht schon auf einigen Blogs gelesen, hätte ich dem Buch in der Mängelexemplar-Kiste keine Beachtung geschenkt. Doch so habe ich mir noch einmal den Klappentext durchgelesen, der mich dann doch sofort überzeugen konnte. Da das Buch recht dünn ist, habe ich es mir super als "Zwischendurch-Lektüre" vorgestellt. Meine Meinung Das Buch ist in 10 Kapitel unterteilt, die wiederum nur aus den Emails zwischen Emmi und Leo bestehen. Ich hab vor sehr langer Zeit einmal einen E-Mail- bzw. einen Brief-Roman gelesen, doch ich wusste nicht mehr wie spannend es sein kann, wenn man wirklich NUR das erfährt was in den E-Mails geschrieben steht. Beim Lesen selbst hat es mich zwar jedes mal geärgert, wenn ich nicht erfahren konnte, was genau außerhalb den E-Mails passiert ist, doch genau das hat dieses Buch so wahnsinnig spannend gemacht. Trotzdem - oder vielleicht gerade deshalb - ist es mir sehr leicht gefallen der Geschichte zu folgen, da es ja nur zwei Hauptpersonen gibt und man sich nur auf diese konzentrieren muss und kann. Allerdings fand ich Emmi an manchen Textstellen nur noch nervig, da sie versucht hat sich in Leos Leben einzumischen, obwohl sie dazu gar kein Recht hat. Sowas kann ich gar nicht leiden. Am liebsten hätte ich diese Stellen einfach übersprungen und bei Leo weitergelesen, was natürlich nicht möglich war. Da das Buch sehr dünn ist, konnte man es ohne Probleme in einem Rutsch durchlesen, was ich aber ohnehin getan hätte, auch wenn es 500 Seiten gehabt hätte. Und zwar einzig und allein aus dem Grund, weil ich wissen wollte wie diese Geschichte aus geht. Deswegen fand ich den Schluss richtig schlecht, ich wusste zwar, dass es eine Fortsetzung zu diesem Buch gibt, habe dass allerdings beim Lesen total verdrängt und dieser doch recht offene Schluss hat für mich hier einfach nicht gepasst. Mir hätte es definitiv besser gefallen, wenn dies ein Einzelband gewesen wäre und zwar mit dem Ende wie ich es mir vorgestellt habe. So werde ich jetzt den zweiten Band lesen müssen in der Hoffnung, dass dieses Buch so enden wird, wie ich es mir wünsche. Zitat "Zweieinhalb Stunden später RE: Sind Sie noch beim Nachdenken, wie Sie sich und vor allem wie sie MIR Ihre nächtliche E-Mail erklären? - Müssen Sie nicht, Leo. Ich habe das schön gefunden, was Sie mir da unabsichtlich geschrieben haben, sehr schön sogar. [...] " Fazit Eine angenehme Geschichte für zwischendurch, mit viel Gefühl, Spannung aber auch Rätseln die man selbst zu lösen versucht. Die Tatsache, dass man immer nur nach und nach etwas neues von Emmi und Leo erfährt, hat das ganze auf eine ganz bestimmte Weise spannend gemacht. Da bei einem E-Mail-Roman nicht viel Text auf den Seiten ist, lässt sich das ganze sehr schnell durchlesen und somit ist das Buch für alle zu empfehlen, die gerne mal zwischendurch ein kurzes Buch zur Hand nehmen wollen. Da mich einige Textstellen sehr genervt haben und ich von dem Schluss total enttäuscht wurde, erhält das Buch nur 4 von 5 Punkte. Ich kann es auch trotzdem nur ans Herz legen, weil mich die Geschichte gefesselt hat und ich den zweiten Teil bestimmt lesen werde.

Muss man gelesen haben!

Von: Fräulein Pusteblume Datum: 18. December 2015

Klappentext: Gibt es in einer vom Alltag besetzten Wirklichkeit einen besser geschützten Raum für gelebte Sehnsüchte als den virtuellen? Bei Leo Leike landen irrtümlich E-Mails einer ihm unbekannten Emmi Rothner. Aus Höflichkeit antwortet er ihr. Und weil sich Emmi von ihm angezogen fühlt, schreibt sie zurück. Bald scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann es zum ersten persönlichen Treffen kommt, aber diese Frage wühlt beide so sehr auf, dass sie die Antwort lieber noch eine Weile hinauszögern. Außerdem ist Emmi glücklich verheiratet. Und Leo verdaut gerade eine gescheiterte Beziehung. Und überhaupt: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja? Der Autor: Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien, Autor und ehemals Journalist. Bücher (u.a.): Die Ameisenzählung (2001), Darum (2003), Die Vögel brüllen (2004), Der Weihnachtshund (Neuausgabe 2004), Theo. Antworten aus dem Kinderzimmer (2010). Mit seinen beiden Romanen, Gut gegen Nordwind (2006) und Alle sieben Wellen (2009), gelangen ihm zwei Bestseller, die in zahlreiche Sprachen übersetzt und auch als Hörspiel, Theaterstück und Hörbuch zum Erfolg wurden. Im Deuticke Verlag sind auch dieRomane Ewig Dein (2012) und Geschenkt (2014) sowie die Komödie Die Wunderübung (2014) erschienen. Meine Meinung: Auf die Empfehlung einer lieben Freundin hin, habe ich mir dieses Buch gekauft und regelrecht verschlungen. 1. Ich muss es euch empfehlen. 2. Ich darf euch nicht zu viel verraten. 3. Ich muss es euch einfach nochmal nahe legen. Der Roman besteht rein aus dem E-Mail Verkehr zwischen Emmi und Leo, die beiden Protagonisten sind total herzlich und authentisch. Fazit: Absolute Buchempfehlung, muss man gelesen haben.

Ein Emailroman zum Verlieben

Von: Sandra Grman Datum: 02. September 2015

Das Buch "Gut gegen Nordwind" ist mein erstes Buch von Daniel Glattauer. Ich hatte schon viel Positives von dem Buch gehört und nun war es endlich an der Zeit das Buch zu lesen. Ich muss zugeben, ich stand dem Buch sehr kritisch gegebnüber, da ich Emailromane nicht so gerne lese, allerdings hat mich das Buch vom kompletten Gegenteil überzeugen können. Daniel Glattauers Schreibstil hat mich total in seinen Bann gezogen, er ist einfach aber schön. Nach kurzer Zeit konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Emmi ist glücklich verheiratet und doch fehlt ihr etwas. Sie ist eine sehr authentische Person, die ihre Meinung sagt und auch vertritt. Sie ist humorvoll und schlagfertig. Außerdem achtet sie sehr auf das Aussehen anderer Menschen und beurteilt sie dementsprechend, was eine eher negative Charaktereigenschaft von ihr ist. Leo Leike ist ein Mann zum Verlieben. Er ist Single, frisch getrennt und steht mitten im Leben. Außerdem ist er sehr humorvoll, gefühlvoll und schlagfertig. Seine geschrieben Emails an Emmi zu lesen, hat einfach Spaß gemacht. Fazit: Ein Emailroman zum Verlieben. Mit viel Witz und Charme, aber auch etwas tieferen Themen, hat Daniel Glattauer es geschafft, mich für seinen Roman "Gut gegen Nordwind" zu begeistern. Da ich den Folgeband "Alle sieben Wellen" schon zu Hause habe, werde ich diesen natürlich gleich als Nächstes lesen. Ich gebe dem Buch 5/5 Eulen.

Gut gegen Nordwind

Von: 3millionen Datum: 27. March 2015

INHALT Gibt es in einer vom Alltag besetzten Wirklichkeit einen besser geschützten Raum für gelebte Sehnsüchte als den virtuellen? Bei Leo Leike landen irrtümlich E-Mails einer ihm unbekannten Emmi Rothner. Aus Höflichkeit antwortet er ihr. Und weil sich Emmi von ihm angezogen fühlt, schreibt sie zurück. Bald scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann es zum ersten persönlichen Treffen kommt, aber diese Frage wühlt beide so sehr auf, dass sie die Antwort lieber noch eine Weile hinauszögern. Außerdem ist Emmi glücklich verheiratet. Und Leo verdaut gerade eine gescheiterte Beziehung. Und überhaupt: Werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung standhalten? Und was, wenn ja? INFOS 8,99 Euro, 224, Gut gegen Nordwind 1#, Hardcover mit Schutzumschlag GESTALTUNG/COVER Ich muss zugeben, dass der Buchkauf ein reiner Cover-Kauf war. Es hat mich angesprochen, die Farben, die Schrift und auch die Frau, die recht nachdenklich auf einen Bett sitzt und der Nordwind um ihren Kopf weht. Außerdem ist es recht passend zur Handlung. Im Buch selbst ist reiner Mail-Stil vorzufinden, also einzig Dialoge in E-Mail-Form. HANDLUNG Alles fängt an, dass Emmi ihr Leike-Abo kündigen will und aus Versehen die Mail an Leo Leike schickt durch einen Tippfehler, der sich mehfach wiederholt. Schließlich kommen sie ins Gespräch und man erfährt sowohl von Leo als auch von Emmi kleine Stückchen, ohne groß auf Aussehen einzugehen. Das hat mir besonders gut gefallen. Allerdings wirken manche Mail-Abschnitte manchmal recht langweilig und scheinen sich an einigen Stellen zu ähneln, was recht ermüdend wirkt. Trotzdem ist das Buch mit mancherlei witziger Idee gespickt, die es definitiv wert sind, dieses Buch gelesen zu haben. Das Ende hat besonders Eindruck hinterlassen – es ist widererwartend und abrupt, das eine gewisse Spannung für den zweiten Teil aufbaut. Man kann in vierlei Hinsicht dabei auf sich selbst schließen und schauen, ob man wagen sollte oder nicht. CHARAKTERE Sowohl Emmi als auch Leo sind speziell. Sie schreiben recht zynisch, doch bald schlägt es um in Witz und Fliterei bis hin zu tiefsinnigeren Dingen, die einen ab und an nicken lassen. Wie sagte einer der beiden doch gleich? Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Oh, so schön. Doch kommen wir eben zu Emmi: man lernt sie während des Buches zusammen mit Leo kennen, man erfährt einiges aus ihrem Privatleben das äußerst perfekt zu sein scheint. Leo hingegen ist frischer Single und recht unsicher, dennoch hat er das gewisse Etwas, ein wenig Wagemut, ein wenig schelmisch. Und dann gibt es noch Bernhard, der zu Emmi gehört und selbst zwei Mails an Leo tippt und auch ein Wort mitzureden hat. SCHREIBSTIL Glattauers Schreibstil ist zwar einfach, aber auch schön. Er schreibt manche herrliche Sätze, sich schnell weglesende Mails und unterhält einen, obwohl es manchmal von der Handlung her doch recht langsam voran geht. Da es in E-Mail-Form geschrieben wurde, geht es eh schnell von der Hand und fliegt nur so unter den Augen dahin. FAZIT Allgemein ein guter Unterhaltungsroman für Zwischendurch, der ein kleines gemeines Ende hat und auf mehr wartet. Der Schreibstil ist so leicht wie das Cover wirkt und die Handlung vorangeht. Man ist schnell in der Handlung drin, die Charaktere bieten so manche Überraschung und man selbst kommt ins Überlegen, wie man wohl selbst reagiert hätte (sowohl als Leo als auch als Emmi).

Die E-Mail Freundschaft geht weiter

Von: Zwinkerling Datum: 17. March 2015

„Gute gegen Nordwind“ wurde mir von einem Bekannten empfohlen. Es hat mir so gut gefallen, dass ich es auch meinem Freund als Hörbuch zum Geburtstag schenkte. Es ist der erste Teil einer ganz besonderen E-Mail Kommunikation zwischen Emmi Rothner und Leo Leike, die ich während des Lesen mit einem Lächeln verfolgte. Das Besondere an diesem Buch, ist die Art und Weise der E-Mails. Sie sind mit so viel Witz, Charme, aber auch Sarkasmus und Ehrlichkeit geschrieben, dass ich nicht genug davon bekommen konnte. Wie immer bei Büchern mit mehreren Bänden, gab es ein offenes Ende und ich war froh, alle sieben Wellen schon zu Hause gehabt zu haben. Für mich sind diese beiden Bücher eine Pflichtlektüre in jedem Bücherregal.

Eine tolle Liebesgeschichte der etwas anderen Art

Von: FrauWolkenweiss Datum: 27. February 2015

“Gut gegen Nordwind” ist der erste Roman den ich von Daniel Glattauer gelesen habe. Ich entdeckte es ganz zufällig, versteckt in einem Büchertauschregal und da ich schon so viel davon gehört hatte, nahm ich es mit. Schon im Auto machte es mich neugierig und ich las probeweise die ersten paar Seiten. Ab diesem Zeitpunkt war es um mich geschehen, denn ich konnte es die darauf folgenden zwei Stunden nicht mehr aus der Hand legen! Der Roman, der ausschließlich aus E-Mails besteht, behält einen, durch den lockeren und flüssigen Schreibstil, durchweg in seinem Bann. Der witzige, geistreiche und niveauvolle E-Mail Austausch zwischen Leo und Emma lassen einen nicht mehr los und die Spannung steigt ins Unermessliche. Auch wenn dieser Roman nur aus E-Mails besteht, büßt er in keinster Weise Authentizität ein, sondern regt dadurch die Fantasie noch mehr an. Der anfangs noch sehr förmliche E-Mail Austausch wird zusehens vertrauter und gefühlvoller. Auch Emma und Leo sehen nach einiger Zeit mehr in diesem virtuellen Kontakt als eine normale Freundschaft. “Nähe ist nicht die Unterbrechung von Distanz, sondern ihre Überwindung. Spannung ist nicht der Mangel an Vollkommenem, sondern das stete Zusteuern darauf und das wiederholte Festhalten daran.” (S. 106) Emma, deren Alter erst gegen Ende des Buches verraten wird, ist glücklich verheiratet und erstellt beruflich Webseiten. Anfangs wirkt sie noch sehr selbstbewusst und strahlt die Autorität einer erfolgreichen Geschäftsfrau aus. Dies ändert sich jedoch zunehmend, während die Konversation mit Leo persönlicher wird und sie dadurch einen Teil ihrer harten Schale ablegt. In Leo entdeckt sie einen wahren Freund, bei dem sie, ohne ihn jemals gesehen zu haben, abschalten und sie selbst sein kann. Obwohl sie immer wieder ihre glückliche Ehe erwähnt, verfällt sie öfters einem Kontrollzwang und ihrer erotischen Ader. Dies wird mit der Zeit oftmals etwas nervig, da sie als vergebene Frau Ansprüche an Single Leo stellt, ohne diesen selbst gerecht zu werden. Ab und an hatte ich bei ihr sogar das Gefühl, das sie etwas krankhaft Eifersüchtiges an sich hatte. “Im Nachhinein erlebt man oft Möglichkeiten, die von vornherein niemals welche gewesen wären.” (S. 214) Auch Leos Alter bleibt bis fast zum Schluss ein Geheimnis, dennoch gibt er mehr von sich Preis, als Emma es jemals getan hat. Er arbeitet an einer Universität in der Sprachforschung und ist ein locker lässiger Typ Mann. Seine E-Mails strotzen im Gegensatz zu der quirligen Emma nur so vor Ruhe und Reife. Er wird sich im Gegensatz zu Emma, viel schneller seiner Gefühle zu seiner “persönlichen imaginären” Emma bewusst und lässt dies, wenn er etwas zu tief ins Glas geschaut hat, durchscheinen. Während dem Lesen stellte ich mir immer wieder die Frage: “Wann treffen sie sich denn endlich?”. Aber genau wie beide Charaktere, hätte auch ich meine Bedenken dabei. Was ist, wenn man sich mit der Person, die man trifft, überhaupt nicht im “wahren Leben” verstehen würde. Wenn die ganze Magie plötzlich verschwunden wäre und man sich schweigend gegenübersitzen würde? Fazit Ein toller, kurzweiliger Roman. Gott sei Dank ist bereits der zweite Band erschienen, denn ich kann es nach dem offenen Ende kaum erwarten zu lesen, wie es mit Emma und Leo weitergeht. Klare Empfehlung für diejenigen unter euch, die mal etwas “anderes” lesen wollen als eine Standard Liebesgeschichte.

Gut gegen Nordwind

Von: Nelly Datum: 06. November 2014

[ Inhalt ] Emmi Rothner möchte ihr Like-Zeitschriftenabo kündigen, doch wegen eines Tippfehlers gelangt die Mail nicht zum Like-Verlag, sondern zu Leo Leike. Dieser weist sich freundlich auf ihren Fehler hin, doch Emmi passiert dieser kleine Fehler immer wieder und so landet nachher sogar ihre Massen-Weihnachtsmail bei Leo. Zwischen den beiden entsteht ein lockerer E-Mail-Kontakt, der sich mit der Zeit für beide als unverzichtbar erweist. [ Cover ] Das Cover, was kann ich da sagen. Ich find es grässlich, ganz ehrlich. Es passt weder zum Thema des Buches, noch zu seiner Eigenart oder zu den Gefühlen, die dieses Buch beim Leser hervorruft. Ich hätte mir da irgendetwas anderes gewünscht, keine Ahnung, was... aber anders. Da ich das Buch aufgrund einer Empfehlung gekauft habe, war das jetzt nicht so schlimm. Normalerweise bin ich eine Cover-Käuferin und ohne das Wissen um den Inhalt, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht zur Hand genommen. [ Das hat mir gefallen ] Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll, da das Buch nach dem Zuschlagen noch lang und intensiv nachklingt. Der Schreibstil ist wohl das auffallendste Merkmal dieser Geschichte. Das ganze Buch besteht nur aus E-Mails, die Emmi und Leo miteinander austauschen. Es ist etwas Neues und Aufregendes und anfangs hatte ich auch Bedenken, dass durch diese Eigenart große Gefühle vermittelt werden können. Aber es hat geklappt. Am Schluss musste selbst ich mir das eine oder andere Tränchen verdrücken. Als Protagonisten stehen Leo und Emmi natürlich im Vordergrund, doch auch Emmis Ehemann Bernhard bekommt seinen Auftritt und hat sich sofort in mein Herz geschlichen. Alle Personen sind wundervoll liebevoll ausgearbeitet. E-Mails sind ja doch etwas, bei dem man meint, dass Gedanken und Gefühle zwischen Absender und Empfänger bleiben. Daniel Glattauer hat es dabei geschafft, zu zeigen, wie Menschen sich nach und nach füreinander öffnen können. Durch den Schreibstil liest sich das Buch recht schnell weg und ist extrem kurzweilig. Und trotz der Geschichte ist das Buch zu keiner Stelle kitschig, was Emmi auch gar nicht zugelassen hätte. Auch der Witz kommt nicht zu kurz. So habe ich wirklich schmunzeln müssen, als Leo nach einer Flasche Wein sternhagelblau endlich auch mal anfängt, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Die Geschichte baut keinen Spannungsbogen im eigentlichen Sinne auf. Es kommt nicht zu einem Knall oder sonstiges. Aber je länger man das Buch in der Hand hält, desto mehr wünscht man sich, dass Emmi und Leo ihr Happy-End miteinander finden. Bis zu der Mail, in der klar wird, dass Emmi verheiratet ist. Die einzige Person, die zu dieser Stelle schon Liebeskummer hatte, war ich. [ Das hat mir nicht gefallen ] Ein Manko an diesem Buch ist die Stellung, welche Emmis Ehemann Bernhard einnimmt. Zwar dient er dazu, die Spannung aufrecht zu erhalten und ohne ihn wäre die Geschichte bestimmt weniger geheimnisvoll. Aber er tat mir wirklich leid und tut es immer noch. Irgendwie blieb bei mir der fade Beigeschmack, dass manchmal gerade das größte Vertrauen ausgenutzt wird. Außerdem gab es kleine Stellen, an denen mich Emmi mit ihrer Art aufgeregt hat. Sie nimmt sich in manchen Angelegenheiten einfach zu viel raus. Aber irgendwie gehören diese Einmischung auch zu ihrer Art. [ Fazit ] Glattauer schafft es, durch einen vertraulichen Austausch von E-Mails große Gefühle zu erzeugen. Das Buch bleibt einem nach dem Lesen lange in Erinnerung und wer danach nicht sofort zu Teil 2 greifen will, der hat wohl ein Herz aus Eis.

Einfach lesenswert

Von: Natascha M. (NatisWelt) Datum: 12. May 2014

Auf den Inhalt möchte ich nach diesem detailreichen Klappentext gar nicht weiter eingehen. Dort steht bereits alles drin was man wissen kann vorm lesen.....aus meiner Sicht sogar etwas zu viel. Bei der Gestaltung hätte man sich allerdings mehr Mühe geben können. Was das Cover betrifft Frage ich mich immer noch, was es mit der Geschichte zu tun hat. Soll die Frau Emmi wiederspiegeln wie sie über sich und Leo nachdenkt ? Man weiß es nicht was der Verlag sich dabei gedacht hat. Im Inneren sieht es tatsächlich aus als würden Mails hin- und her geschickt, mal mit mal ohne Betreff. Daniel Glattauer hat in diesem Briefroman die Ich-Perspektive genutzt, sodass ich ziemlich schnell das Gefühl hatte das ich Emmi wäre und die Emails bekomme und auch schreibe. Ich habe gefühlt wie sie, nur in einer Denkweise stimme ich nicht mit ihr zu 100% überein und zwar ist es das "Wieso ?" Wer das Buch gelesen hat weiß vielleicht was ich meine =) "Gut gegen Nordwind" hat mich so sehr gefesselt und überzeugt, das ich im Anschluss direkt den Folgeteil verschlungen habe. Jedem der gerne Brief/Mailromane liest kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Lest es und ihr werdet es nicht bereuen.

E-Mail, Wein & Sprachpsychologie

Von: Julia Franck Datum: 25. October 2014

Auf der Rückseite meiner Ausgabe steht: “… einer der zauberhaftesten und klügsten Liebesdialoge der Gegenwartsliteratur…” (Volker Hage, Der Spiegel). Während des Lesens dachte ich auch oft, oh ja, das ist ein schöner Liebesroman. Gerade diese sukzessive Annäherung der beiden Protagonisten allein durch ihren E-Mail-Verkehr ist so intelligent und eben klug angelegt. Das Buch geht nicht nur ins Herz, nein es regt auch den Verstand und Intellekt an und weiß diese zu befriedigen. Man ist völlig erfüllt von der Anziehungskraft, dem ehrlichen Interesse und der Abhängigkeit der Beiden. Ich konnte das alles so gut verstehen und nachvollziehen. Stellenweise habe ich wirklich mitgefiebert, mitgelitten und mitgeschwärmt. Dann aber widerum kommen wir zu dem Wort “zauberhaftesten” auf meiner Buchrückseite. Ein zauberhafter Liebesdialog! Natürlich ist der Zauber zwischen Emmi und Leo deutlich zu spüren und nimmt einen gefangen. Aber für mich ist das Buch, nachdem ich es gelesen habe, nicht vordergründig ein zauberhafter Liebesdialog, sondern ein tragisches Drama (Pleonasmus?). Es lässt mich am Ende leer und leicht verzweifelt zurück. Das Ganze, was sich über so viele Nachrichten aufgebaut und in Emmis und Leos Köpfen oder besser Herzen festgesetzt hat, ist nur ein Traum, ein Wunschdenken. Niemals wird das der Realität standhalten. Natürlich wünscht sich das das romantische Herz, aber der Realist, der das Leben kennt, weiß, dass alle Parteien am Ende nur leiden, vor allem Emmi. Sie ist völlig zerrissen und hat mein gesamtes Mitleid. Bernhard bekommt für den Leser am Ende ein Gesicht und ab dem Zeitpunkt kann es kein zauberhafter Liebesdialog mehr sein! Auch wenn das Buch mich insgesamt alles andere als verzaubert hat, sondern eher entzaubert, ist es geniales Buch, das einen fasziniert, beschäftigt und tief bewegt. Man schlägt es zu und eigentlich fängt das Gelesene erst dann im Hirn und Herzen richtig an zu arbeiten. Das macht ein wirklich gutes Buch aus! Leider habe ich schon mitbekommen, dass es eine Fortsetzung gibt. Schade! Ich finde das Ende, so wie es ist, gut. (Aber natürlich siegt meine Neugier, so dass ich wohl weiterlesen werde, irgendwann mal…)