Elizabeth Strout

Oh, William!

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Elizabeth Strout ist eine scharfsinnige und mitfühlende Chronistin des Alltags, all der kleinen und großen Dramen, die man Leben nennt. In ihrem neuen Roman erzählt Lucy Barton (die Heldin aus den Romanen »Die Unvollkommenheit der Liebe« und »Alles ist möglich«) von der komplexen und innigen Beziehung zu ihrem ersten Mann William, von den Anfängen, als sie noch studierten, von ihren beiden Töchtern und vom schmerzvollen Ende ihrer Ehe. Doch obwohl sie neue Partner, neue Liebe finden, bleiben sie einander jahrzehntelang verbunden. Und als William Hilfe braucht, ist es Lucy, an die er sich wendet …

Teil 3 einer Reihe

Von: Dani Datum: 01. December 2021

Oft wurde mir Elizbeth Strout empfohlen und doch war dies mein erstes Buch von ihr. Schreiben kann sie und in wenigen Sätzen entstehen präzise Charakterisierungen und Stimmungen. Mir war leider vorher nicht bewusst, dass dieser Roman Teil 3 einer Serie ist und so haben mich Verweise wie "wie ich bereits erzählt habe" eher irritiert. Auch das thematische "Oh, William" hat mich irgendwann ziemlich genervt. Für Fans von Autorin und Reihe sicherlich empfehlenswert, für mich nur Mittelmaß.

Lucy erzählt

Von: RuLeka Datum: 30. November 2021

Elizabeth Strout- Lesern ist die Protagonistin aus „ Oh William“, die Ich- Erzählerin Lucy Barton, keine Unbekannte. Aus bisher zwei Romanen kennen wir sie: Wir wissen um ihre Kindheit aus prekären Verhältnissen, von ihrem Aufwachsen in einer lieblosen und gewalttätigen Familie und wir kennen ihr zwiespältiges Verhältnis zu ihrer Mutter. ( Das Buch lässt sich aber sehr gut ohne die Vorgängerromane lesen.) Mittlerweile ist sie Anfang Sechzig, eine sehr erfolgreiche Autorin und in zweiter Ehe mit David, einem Cellisten, verheiratet. Lucy Barton ist wie eine alte Freundin für uns und so werden wir auch angesprochen von ihr. „ Ich muss noch etwas über meinen ersten Mann sagen, William.“ So beginnt der Roman und in diesem Plauderton erzählt sie weiter. Mit William, inzwischen 69 Jahre alt, war sie zwanzig Jahre lang verheiratet, die beiden haben zwei Töchter großgezogen. Doch irgendwann hat sie ihn verlassen. Trotz der Scheidung haben sie aber immer noch Kontakt zueinander, mal mehr, mal weniger intensiv. Und nun braucht William sie, ihren Zuspruch und Rat. Er leidet seit einiger Zeit unter Panikattacken und seine dritte, wesentlich jüngere Ehefrau hat sich von ihm getrennt. Auch Lucy fühlt sich gerade einsam, denn David ist nach kurzer, schwerer Krankheit gestorben. Als William noch herausfindet, dass seine verstorbene Mutter ihm ein Leben lang Wesentliches über sich verschwiegen hat, begleitet ihn Lucy auf eine Fahrt zurück zu seinen Wurzeln. Dabei kommen sie in Gesprächen sich selbst und dem anderen sehr nahe. Es ist aber nicht das Wiederaufleben einer alten Liebe, sondern eine Vertrautheit, die sich durch viele Gemeinsamkeiten ergeben hat. „ Wir sind ein gutes Gespann“, so mailt es Lucy ihrer Tochter. Elizabeth Strout lässt ihre Figur sprunghaft erzählen, immer wieder schweift sie ab; geht vom Jetzt in die Vergangenheit und reflektiert alles. Mal geht es um die Höhen und Tiefen der gemeinsamen Ehe, mal um die Töchter und deren heutiges Leben, mal um Parallelen in der Kindheit. Was macht uns aus? Wie wurden wir zu dem Menschen, der wir heute sind? Wie ist unser Blick auf uns selbst und wie sehen uns andere? Antworten auf solche Fragen versucht Elizabeth Strout in all ihren Büchern zu finden. Dabei erzählt sie leicht und schnörkellos , in einem ruhigen Ton und einer klaren Sicht auf Details. Ihren Figuren begegnet sie mit viel Empathie und Menschenkenntnis. Das liest sich unterhaltsam und hat trotzdem Tiefe. „ Wir kennen niemanden wirklich, auch nicht uns selbst….Aber im Kern bleiben wir alle Geheimnisse. Mythen. Wir sind alle gleich unerforschlich,…“ heißt es am Ende. Elizabeth Strout hat mit „ Oh William!“ wieder einen klugen und menschenfreundlichen Roman geschrieben. Gewidmet allen, „ die es vielleicht brauchen können.“ und wer bedarf nicht des Trostes? Auch wenn es nicht an ihren erfolgreichsten Roman „ Mit Blick aufs Meer“ herankommt, lohnt sich doch die Lektüre. Und für Fans der amerikanischen Autorin ein unbedingtes Muss.

Psychologischer Road-Trip

Von: Kate Rapp Datum: 29. November 2021

„Trauern ist etwas, ja, etwas so Einsames, das ist vielleicht das Schlimmste daran. Als würde man an der Außenseite eines gläsernen Wolkenkratzers herunterrutschen, und keiner merkte es.“ Lucy Barton, eine Figur aus vorhergehenden Romanen von Elizabeth Strout, ist in ihren Sechzigern und kürzlich verwitwet. In diesem sehr psychologischem Buch begleitet sie ihren Ex-Mann William auf der Suche nach seiner Halbschwester auf eine Reise nach Maine. Es ist eine besondere Art des Road-Trips, der Lucy mit Erinnerungen an ihre eigene dysfunktionale Familie und ihre einfache Herkunft vom Land konfrontiert. Ihre verstorbene Schwiegermutter hatte sie anfangs deswegen ziemlich von oben herab behandelt und erst jetzt stellt das Ex-Paar fest, dass sie aus noch ärmeren Verhältnissen stammte, als Lucy. Lucy selbst ist nach ihrer Trennung von William eine erfolgreiche Schriftstellerin geworden und erfand zum Ausgleich für ihre harte Kindheit eine fiktive Mutter, die ihr in Krisenzeiten tröstende Worte sagt. „In mir knickte ein Tulpenstiel ab. Das war das Gefühl, das ich hatte. Er ist abgeknickt geblieben, er wuchs nie mehr zusammen. Ab da begann ich, wahrhaftiger zu schreiben.“ Immer wieder reflektiert sie auch ihre geschiedene Ehe mit William, zu dem sie eine freundschaftliche Verbindung pflegt, und die Beziehung zu ihren beiden Töchtern. Es ist eine ganz besondere Heldenreise, bei der schnell klar wird, dass es nicht nur um die Vergangenheitsbewältigung von William geht, und dass ihre Geschichten noch immer eng miteinander verflochten sind. Ein wunderbar unaufgeregtes Buch über Mütter und Väter, Familie und ihre Geheimnisse, Fremdheit und Nähe, Erinnerungen, Einsamkeit, Lieben und Verlassen und das Bestreben, sein Leben im Reinen mit sich und der Familie zu leben und zu beenden.

Szenen einer (Ex-)Ehe

Von: Kessi Datum: 28. November 2021

Grob zusammengefasst beschreibt der Roman „Oh, William!“ von Elizabeth Strout die Szenen einer Ehe, die längst vorbei ist. Beide sind neu verheiratet und Lucy sogar inzwischen verwitwet. William wurde gerade von seiner Frau verlassen. Lucy und William verbindet trotz der gescheiterten Ehe eine Freundschaft. Sie sorgen sich umeinander und wenn einer Kummer hat oder in Not gerät, ist der andere für ihn da. Auch die gemeinsamen Kinder sind eingebunden. Wie hat mir das Buch gefallen? Selten habe ich mich mit meiner Meinung so schwer getan. Es liest sich sehr flüssig und es interessierte mich auch, was alles zwischen den Beiden passiert ist und wie es weitergeht. Der Schreibstil ist manchmal schon ein wenig ungewöhnlich. Für meinen Geschmack endeten die Absätze/Kapitel ein bisschen zu oft mit: „Oh William, dachte ich. Oh William“ oder: „Ach, Lucy“ bzw. „Ach, William“. Ungewöhnlich sind auch die Anfangssätze wie z.B.: „Aber was ich noch sagen möchte....“, „Zum Thema Reisen möchte ich vorausschicken....“ „Doch, eines noch....“ Die haben mich aber nicht gestört, das war mal etwas anderes. Insgesamt hat mich die Beschreibung der Beziehung interessiert und sie hat mir auch größtenteils gefallen, obwohl es hauptsächlich um eher Belangloses geht. Ich hätte sehr gerne mehr über die Kindheit von Lucy erfahren. Diese spielte eine große Rolle in ihrem Verhalten und es wird ein paarmal angedeutet, dass sich schreckliche Dinge (Missbrauch, Verwahrlosung...?) in ihrer Familie abgespielt haben. Ein Buch, das man gut lesen kann und das einen manchmal verwundert, aber es hat mich nicht ganz überzeugt.

Sehr amerikanisch

Von: westeraccum Datum: 26. November 2021

Bisher kannte ich die Bücher von Elizabeth Strout noch nicht und deshalb fehlte mir die Vorgeschichte zu "Oh William!" etwas, aber ich kam wegen der Rückblicke doch gut mit. Lucy Barton ist eine berühmte Schriftstellerin, ihr zweiter Mann Davis ist kürzlich gestorben und sie trauert sehr um ihren Gefährten. Trotzdem hat sie ein gutes Verhältnis zu ihrem geschiedenen Mann William, sie sind immer noch befreundet und stehen sich in vielen Situationen nahe. Als William von seiner dritten Frau Estelle verlassen wird und dadurch auch die Nähe zu seiner kleinen Tochter verliert, wendet er sich an Lucy. Zusammen mit ihren beiden gemeinsamen Töchtern versucht sie William zu helfen und fährt mit ihm nach Maine, um dort seine Halbschwester zu suchen, von der er erst kürzlich erfahren hat. Dabei tauchen beide tief in die Vergangenheit ein und reden über viele Dinge in ihrer Ehe, die sie falsch gemacht haben. Der Titel "Oh William!" ist dabei oft als Stoßseufzer, manchmal aber auch als Freudenschrei gemeint. Denn sie haben viele schöne , aber auch zahlreiche schlimme Zeiten miteinander verbracht. Strout hat eine sehr amerikanische Art zu schreiben. Immer wieder versichert man sich der gegenseitigen Liebe und betreibt viel Nabelschau. Eine psychotherapeutische Behandlung gehört zum Leben dazu, der Therapeut ersetzt dabei oft die Nähe zu Freunden. Viele Beziehungen erscheinen mir sehr oberflächlich. Deshalb konnte ich mich nicht so richtig mit diesem Buch anfreunden. Insgesamt schreibt Strout aber gut lesbar und nachvollziehbar. Vielleicht fehlten mir aber auch die Kenntnisse aus den anderen Büchern. Positiv ist mir das sehr stimmige Titelbild aufgefallen, es ist dezent und schön und hat eine Beziehung zum Inhalt, die sich während des Lesens erschließt.

Ein großartiger und berührender Roman

Von: Bücherfreundin Datum: 25. November 2021

Ich kenne alle Bücher von Elizabeth Strout, die für "Mit Blick aufs Meer" 2009 den renommierten Pulitzerpreis erhalten hat. Meine Freude war daher sehr groß, als ihr neues Buch "Oh William!" erschienen ist, in dessen Mittelpunkt wieder Lucy Parton steht, die Protagonistin aus den beiden Büchern "Die Unvollkommenheit der Liebe" und "Alles ist möglich". Lucy Parton, 64 Jahre alt, ist erfolgreiche Schriftstellerin und mittlerweile viele Jahre von William Gerhardt, einem Forscher auf dem Gebiet der Biologie, geschieden. Die Ehe zerbrach, als Lucy feststellen musste, dass William ihr bereits etliche Jahre untreu war. Ihr zweiter Ehemann David, ein Musiker, ist vor einem Jahr verstorben. William, inzwischen 71 Jahre alt, zum dritten Mal verheiratet und in seiner jüngsten Ehe Vater einer Tochter, wird von seiner Ehefrau Estelle verlassen. Es geht ihm sehr schlecht, und er sucht Trost und Beistand bei Lucy, für die er seinerzeit da war, als David starb. Lucy und William sind sich freundschaftlich verbunden und haben sich auch nach ihrer Scheidung regelmäßig getroffen. Bevor Estelle William verließ, schenkte sie ihm einen Zugang zu einem Portal für Ahnenforschung. William ist einem Familiengeheimnis auf der Spur und bittet Lucy, ihn auf eine Reise in die Vergangenheit zu seinen Wurzeln nach Maine zu begleiten. Auf dieser Reise reden beide über glückliche Zeiten mit ihren beiden Töchtern Chrissy und Becka, Williams Alpträume, aber auch über Verletzungen, die sie einander zugefügt haben. Parallel zum Hier und Jetzt erzählt die Icherzählerin Lucy in kleinen Episoden aus ihrer schwierigen Kindheit in ärmsten und dabei lieblosen Verhältnissen, den Schwierigkeiten in ihrer Ehe, dem Verhältnis zu ihrer scheinbar herzlichen Schwiegermutter und der glücklichen Zeit, die sie mit ihrem zweiten Ehemann David verbrachte. Sie erzählt auch von ihren beiden mittlerweile verheirateten Töchtern, zu denen sie ein liebevolles und inniges Verhältnis hat. Diese großartige und berührende Geschichte mit viel Tiefgang über Liebe und Freundschaft hat mich von Anfang an gefesselt, der gewohnt flüssige und wunderbar kluge, dabei aber ruhige und sensible Sprachstil von Elizabeth Strout begeistert mich immer wieder. Ich liebe die wunderbaren Charakterisierungen in Elizabeth Strouts Büchern sehr und freue mich bereits jetzt auf ihr nächstes Buch. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung und 5 Sterne!

Ein wundervolles Buch voller Herzenswärme

Von: Steffi Datum: 25. November 2021

"Oh, William!" ist der dritte Teil einer Buchreihe, die das Leben der Schriftstellerin Lucy Barton portraitiert. Ich selbst habe die beiden vorherigen Bände nicht gelesen. Und obwohl in "Oh, William!" immer wieder Andeutungen auf diese Vorgänger-Romane gemacht werden und hier einiges aus Lucys Vergangenheit im Dunkeln bleibt, hat das meiner Lesefreude keinen Abbruch getan. Während also in "Die Unvollkommenheit der Liebe" und "Alles ist möglich" Lucy einen Weg aus ihrem durch bittere Armut geprägten Leben findet, widmet sich dieser dritte Band ihrem späteren Leben. Sie ist nun schon über sechzig und seit kurzem Witwe. Ihr zweiter Ehemann verstarb vor einem Jahr und sie erinnert sich im Laufe der Handlung immer mal wieder liebevoll an ihre gemeinsame Zeit. Doch das Hauptthema ist die Beziehung zu ihrem ersten Ehemann William, der sich mit schwierigen Familienthemen konfrontiert sieht. Da Lucy und William sich über die Jahre hinweg ein freundschaftliches Verhältnis bewahrt haben, bittet er sie um Hilfe. Und so verfolgen wir diese beiden unterschiedlichen Menschen auf ihrem aktuellen Weg und bei ihren Erinnerungen an die gemeinsame Zeit, die nicht immer einfach war. Dank der scharfsinnigen Beobachtungsgabe Elizabeth Strouts war die Lektüre wieder eine wahre Freude. Man bekommt einen tiefen Einblick in das Seelenleben der Menschen, die sie portraitiert und mag sich gar nicht von ihnen trennen, da sie einem auf diesen wenigen Seiten so nahe kommen. Mit dem brillant geschriebenen "Oh, William!" ist Elizabeth Strout also endgültig in die Riege meiner meistgeliebten Autorinnen aufgestiegen. Es ist so ein wundervolles Buch voller Herzenswärme und einer beeindruckend melancholischen, aber gleichzeitig hoffnungsvollen Stimmung. Ich freue mich sehr, dass ich nun noch zwei Romane vor mir habe, in denen ich Lucy Barton erneut begleiten darf.

Lucy erzählt

Von: TochterAlice Datum: 24. November 2021

Lucy Barton, Strout-Fans bereits aus zwei Vorgängerbänden bekannt, beschäftigt sich hier mit ihrem ersten Mann William. Er ist ein der Vater ihrer beiden Töchter - ein verständlicher Grund, warum der Kontakt bestehen blieb. Und das, obwohl er Lucy sehr enttäuscht hat - es zeigte sich nämlich, dass er während ihrer etwa zwanzig Jahre währenden Ehe eine ganze Reihe von Affären gehabt hatte. Dennoch entstand mit den Jahren eine gute Freundschaft zwischen ihnen - vielleicht gerade, weil beide wieder geheiratet hatten: William zum zweiten und zum dritten Mal, wogegen Lucy in dem Cellisten David ihre große Liebe fand. Leider hatte ihre glückliche Ehe nicht allzulang Bestand, da David erkrankte und binnen eines Jahres verstarb. Lucy ist es, an die sich William wendet, als ihm etwas unerwartet Furchtbares passiert und sie ist es auch, die er nach einer weiteren verstörenden Nachricht darum bittet, mit ihm in seine Vergangenheit zu reisen, eine Vergangenheit, die in Maine ihren Anfang nahm. Und Lucy fühlt sich nicht nur einmal bemüßigt, "Oh, William" zu sagen bzw. zu denken. Wie einst.... Elizabeth Strout gelingt es einmal mehr, ihrer Protagonistin eine Stimme, einen eigenen Charakter zu verleihen. Hier residiert Lucy Barton, ein ganz anderer Mensch, als es Olive Kitteridge aus "Mit Blick aufs Meer" und "Die langen Abende" ist. Sie ist deutlich beständiger, nicht so widersprüchlich und deutlich duldsamer und kann mich vielleicht gerade deswegen nicht ganz so packen, wie es Olive tat. Was möglicherweise unfair ist ihr gegenüber, denn auch sie macht sich so ihre Gedanken über das Leben im Allgemeinen und ihr Umfeld im Besonderen und sie sind genauso lesenswert wie die von Olive. Ich glaube, es liegt daran, dass Strouts Charaktere Leben: sie bleiben nicht auf den Seiten des Buches, sondern steigen daraus hervor, begleiten den Leser während der Lektüre und da ist es eben so wie im wahren Leben: ich lasse mich lieber von Olive und den ihrigen unterhalten als von Lucy. Das ist aber kein Grund, "Oh, William" nicht zu lesen - ich mochte beide Bücher und genieße den stets leicht sarkastischen, manchmal gar zynischen Stil der Autorin, die es einfach drauf hat: nämlich mir unterhaltsame, lehrreiche, witzige und sehr berührende Lesestunden zu bereiten!

Elizabeth Strout - immer wieder großartig!

Von: karo_liest Datum: 24. November 2021

Ein neues Buch von Elizabeth Strout - da weiß man im Vorfeld schon, dass einen Großartiges erwartet. Und tatsächlich ist "Oh William" wieder meisterhaft geworden. Die Protagonistin Lucy Barton ist uns bereits aus den Romanen "Die Unvollkommenheit der Liebe" und "Alles ist möglich" bekannt. Nun blicken wir mit ihr zurück. Wir blicken zurück auf ihre Ehe mit William, ihrem ersten Mann, mit dem sie sich nach wie vor verbunden fühlt. Ganz klassisch greift Elizabeth Strout in dieser Lektüre wieder alltägliche Themen auf und  schreibt sehr einfühlsam, aber auch mit einer Prise Humor unter anderem über Ehe, Familie, Trauer und das Älterwerden. Entstanden ist ein Buch voller Herzenswärme - einfach sensationell und absolut empfehlenswert!

Lucy erzählt

Von: TochterAlice Datum: 24. November 2021

Lucy Barton, Strout-Fans bereits aus zwei Vorgängerbänden bekannt, beschäftigt sich hier mit ihrem ersten Mann William. Er ist ein der Vater ihrer beiden Töchter - ein verständlicher Grund, warum der Kontakt bestehen blieb. Und das, obwohl er Lucy sehr enttäuscht hat - es zeigte sich nämlich, dass er während ihrer etwa zwanzig Jahre währenden Ehe eine ganze Reihe von Affären gehabt hatte. Dennoch entstand mit den Jahren eine gute Freundschaft zwischen ihnen - vielleicht gerade, weil beide wieder geheiratet hatten: William zum zweiten und zum dritten Mal, wogegen Lucy in dem Cellisten David ihre große Liebe fand. Leider hatte ihre glückliche Ehe nicht allzulang Bestand, da David erkrankte und binnen eines Jahres verstarb. Lucy ist es, an die sich William wendet, als ihm etwas unerwartet Furchtbares passiert und sie ist es auch, die er nach einer weiteren verstörenden Nachricht darum bittet, mit ihm in seine Vergangenheit zu reisen, eine Vergangenheit, die in Maine ihren Anfang nahm. Und Lucy fühlt sich nicht nur einmal bemüßigt, "Oh, William" zu sagen bzw. zu denken. Wie einst.... Elizabeth Strout gelingt es einmal mehr, ihrer Protagonistin eine Stimme, einen eigenen Charakter zu verleihen. Hier residiert Lucy Barton, ein ganz anderer Mensch, als es Olive Kitteridge aus "Mit Blick aufs Meer" und "Die langen Abende" ist. Sie ist deutlich beständiger, nicht so widersprüchlich und deutlich duldsamer und kann mich vielleicht gerade deswegen nicht ganz so packen, wie es Olive tat. Was möglicherweise unfair ist ihr gegenüber, denn auch sie macht sich so ihre Gedanken über das Leben im Allgemeinen und ihr Umfeld im Besonderen und sie sind genauso lesenswert wie die von Olive. Ich glaube, es liegt daran, dass Strouts Charaktere Leben: sie bleiben nicht auf den Seiten des Buches, sondern steigen daraus hervor, begleiten den Leser während der Lektüre und da ist es eben so wie im wahren Leben: ich lasse mich lieber von Olive und den ihrigen unterhalten als von Lucy. Das ist aber kein Grund, "Oh, William" nicht zu lesen - ich mochte beide Bücher und genieße den stets leicht sarkastischen, manchmal gar zynischen Stil der Autorin, die es einfach drauf hat: nämlich mir unterhaltsame, lehrreiche, witzige und sehr berührende Lesestunden zu bereiten!

Lebenslinien

Von: Blondschopf Datum: 24. November 2021

Im Roman von Elizabeth Strout erzählt uns die eigentlich erfolgreiche Schriftstellerin Lucy aus ihrem Leben. Es ist kein strukturiertes Erzählen, eher fühlt man sich wie in einem sehr intensiven Gespräch, in dem ihre Gedanken hin und her springen: Zurück in ihre eigene Kindheit in einem absolut prekären Elternhaus, in die Zeit ihres Studiums, in der sie Menschen kennen lernten, die an sie glaubten und sie unterstützten. Wir bekommen Einblicke in ihre Ehre mit William, die Scheidung und ihr zweites Glück mit David. Auch die Herkünfte der Ehemänner werden skizzenhaft angedeutet. Und schließlich geht es in der Gegenwart um Begegnungen zwischen ihr und William, die eher einer gemeinsamen Reise in die Vergangenheit ihrer Biografien gleichen. Zwischendurch kommen sie zu dem Schluss, dass sie beide aus prekären Herkünften kommen und als Chemiker bzw. Schriftstellerin sich aus diesem Elend emporarbeiten konnten - also den typischen amerikanischen Traum darstellen. Richtig glücklich sind sie dabei nicht geworden. Sie spüren beide - im Alter offensichtlich immer deutlicher - dass sie in ihrem Innersten immer noch mit den Kämpfen ihrer Kindheit bzw. der Vergangenheit ihrer Eltern (beide Väter Kriegsteilnehmer) beschäftigt sind. Viele Erlebnisse, Handlungen und viel Scheitern bleibt deshalb unerklärlich und man hört Lucy seufzen: Oh William. Ja, es ist ein intimer Einblick in das Innerste erfolgreicher Leute, die nach außen den Schein wahren und in ihrem Innersten doch von tiefen Zweifeln geprägt sind.

Roadtrip eines Ex-Paares in die Vergangenheit

Von: YukBook Datum: 24. November 2021

Wie gut kennt man einen Mann, an dessen Seite man knapp zwanzig Jahre gelebt und zwei Töchter großgezogen hat? Ich-Erzählerin Lucy Barton ist sich bei ihrem Ex-Mann gar nicht sicher. Eines steht immerhin fest: Es ist William, an den sie sich wendet, als ihr Ehemann David verstirbt. Und er sucht seinerseits Halt bei ihr, als ihn seine Frau Estelle verlässt. So kommen sich die beiden besonders auf einer gemeinsamen Reise durch Maine wieder näher, doch das geschieht weder auf kitschige noch plumpe Weise. Vielmehr ruft die Annäherung bei Lucy Erinnerungen an prägnante Erlebnisse hervor. Sie bemüht sich, einzelne Szenen und ihre Gefühle möglichst genau zu rekonstruieren und dabei richtig verstanden zu werden, weshalb sie häufig bekräftigt: „Das will ich damit sagen.“ Man hat jedoch mehr den Eindruck, dass ihr erst im Nachhinein so manches klar wird, nicht nur über William und ihre Schwiegermutter, die eine zentrale Rolle spielt, sondern auch über sich selbst und ihre Herkunft. Ehrlich und selbstkritisch geht sie ihren widersprüchlichen Gefühlen während ihrer Ehe wie Geborgenheit und Vertrautheit einerseits und Abscheu und Einsamkeit andererseits auf den Grund. Die Erzählweise wirkt zusammenhanglos, steigert aber auch die Spannung, weil man nach jedem Abschnitt eine neue Erkenntnis oder Offenbarung wittert. Elizabeth Strout vereint auf faszinierende Weise einen lockeren Plauderton mit tiefgründigen Themen wie Lucys schwere Kindheit und Unsicherheit und Williams Schuldkomplexe und Ängste.

Absolute Leseempfehlung

Von: Oberuhldi Datum: 21. November 2021

Das Buch Oh William ist eine gut geschriebene, sehr interessante Geschichte. Die Geschichte handelt von einer Frau, die sich von ihrem Mann hat scheiden lassen und danach wieder geheiratet hat. Ihr zweiter Mann, den sie sehr geliebt hat, ist dann leider aber verstorben. Zusammen mit William, ihrem ersten Mann, hat sie zwei Kinder. Trotz Scheidung stehen sie immer wieder in Kontakt und als ihr erster Mann von seiner zweiten Frau verlassen wurde, begeben sie sich beide auf die Suche nach seiner Familie. Das Buch ist gut zu lesen, man denkt manchmal, die beiden kämen wieder zusammen, aber es gibt nur eine Freundschaft zwischen ihnen. Das, was mir besonders gut gefallen hat, sind die permanenten Rückblicke im Leben der beiden. Man kann sich gut in die Hauptpersonen hineinversetzen.

Lucy und William

Von: Dajobama Datum: 20. November 2021

Oh William! – Elizabeth Strout Dies war mein erster Roman von Elizabeth Strout und – ja, der Schreibstil ist auf jeden Fall sehr eingängig und angenehm lesbar. Lucy Burton blickt auf ein langes Leben zurück. Davon und insbesondere von ihrer Ehe mit ihrem ersten Mann William und den gemeinsamen Töchtern erzählt sie hier. Obwohl sie und William seit Jahrzehnten geschieden sind, verbindet die beiden eine intensive Freundschaft. Ein Leben lang haben die beiden sich gegenseitig begleitet. Als William nun Hilfe benötigt, ist es natürlich Lucy, die er darum bittet. Es sind keine großen Geschehnisse, von denen hier erzählt wird. Vielmehr sind es die alltäglichen Sorgen und Schicksalsschläge um die es hier geht. All die kleinen Versäumnisse und Verletzungen, die man sich in einer Ehe gegenseitig zufügt. Sowohl Lucy als auch William haben Narben aus der Kindheit davongetragen, die wiederum ihre spätere Beziehung beeinflussten. Doch wie so oft sieht man die Verbindungen und Hintergründe erst später – zu spät. Die Sprache ist sehr eindringlich, als würde Lucy vor einem sitzen und ihre Geschichte erzählen. So nah. Es herrscht eine melancholische Grundstimmung und es ist berührend, wie nahe sich Lucy und William stehen. Die beiden gehen sehr liebevoll miteinander um. Das ist schön zu lesen, aber auch traurig, denn die Geschichte steckt voller verpasster Gelegenheiten. Elizabeth Strout hat eine wunderbar warmherzige Art und Weise, ihre Figuren zu zeichnen. Sensibel und verständnisvoll lotet sie Abgründe menschlicher Seelen aus, und was diese für unsere Beziehungen bedeuten. Eine sehr ruhige Geschichte, quasi die Rückschau auf ein teils gemeinsames, teils getrenntes Leben, die von einer poetischen Sprache und der melancholischen Atmosphäre lebt. Hat mir sehr gut gefallen! 4 Sterne.

Tolles Buch

Von: blaze Datum: 19. November 2021

Elizabeth Strout war mir bisher unbekannt und ich habe mir gefreut das ich das Buch testlesen durfte. Lucy hat es nicht einfach sie heiratet in eine Welt die nicht ihre ist und verlässt später ihren Mann William als hr beiden Töchter älter sind. Ihr 2 . Mann David wird ihr ganzer Lebensinhalt, jedoch kommen Sie und William nicht von einander los. Ein tolles und spannendes Buch. Elizabeth Strout beschriebt die fortbestehende Beziehung zwischen Lucy und William sehr detail reich und real. ein klare Leseempfehlung von mir

Tolles buch

Von: blaze Datum: 19. November 2021

Elizabeth Strout war mir bisher unbekannt und ich habe mir gefreut das ich das Buch testlesen durfte. Lucy hat es nicht einfach sie heiratet in eine Welt die nicht ihre ist und verlässt später ihren Mann William als hr beiden Töchter älter sind. Ihr 2 . Mann David wird ihr ganzer Lebensinhalt, jedoch kommen Sie und William nicht von einander los. Ein tolles und spannendes Buch. Elizabeth Strout beschriebt die fortbestehende Beziehung zwischen Lucy und William sehr detail reich und real. ein klare Leseempfehlung von mir

Schön geschrieben

Von: Zaenna Datum: 17. November 2021

Das Buch hat einen schönen Schreibstil, der das Lesen des Buches zu einem entspannten Erlebnis werden lässt. Die sich verändernde aber immer bestehende Beziehung der beiden Protagonisten wird sehr schön beschrieben.

Ein sehr schönes Buch

Von: Jes85 Datum: 17. November 2021

Es ist ein sehr schönes Buch was sehr sehr spannend ist.Es ist so detailliert beschreiben man kann sich sehr gut in Lage herein versetzen.Es fühlt sich an als wenn es alles real selbst gerade mit erlebet.Ich konnte nicht aufhören zu lesen

Diesmal leider etwas verzettelt

Von: MD Datum: 29. November 2021

Voller Begeisterung habe ich mich für "Oh William!" als Testleser beworben. Dies deshalb, weil ich bereits ihr "Die langen Abende" als Testleser lesen durfte und von diesem Buch begeistert war. Leider schließt ihr aktuelles Werk nicht an das Vorgängerwerk an. Dieses berichtet fast ausschließlich über die Beziehung der Hauptdarstellerin zu ihrem ersten Mann, auch ein wenig von der Beziehungen zu den Töchtern der beiden. Leider gelingt es der Autorin diesmal nicht, ihr Erzählnetz so fesselnd zu weben und das Beziehungsgeflecht so sensibel darzustellen wie im letzten Buch. Die Darstellung bleibt eindimensional. Was die Zeilen jedoch interessant ist der Einblick in die Beziehung zu William und in dessen Leben und das gemeinsame Leben der beiden im Sinne eines ganzheitlichen Blicks auf die beiden Hauptproponenten. Für Fans von Elisabeth Strout und deren Figuren also vielleicht auch durchaus lesenswert.

Lucy redet über Ihr Leben und Ihre Paarbeziehung

Von: Fred Datum: 29. November 2021

Habe das Buch zügig in fast einem Zug gelesen. Lucy erzählt, Ihre Geschichte über Ihr Leben, Ihre Gefühle und Ihre Ehe, sowie Ihre Beziehungen. Mich hat besonders das innige Verhältnis, zu Ihrem Ex Mann William schwer beeindruckt, wie Sie Ihm, sehr geduldig zuhört und auch bei der Bewältigung seiner Probleme mit Rat und Tat zur Seite steht, Das Buch ist sehr einfühlsam und in leisen Tönen geschrieben. Man möchte immer wissen wie die Story weiter und schließlich ausgeht. Kann das Buch nur zum Lesen empfehlen.

Kennen wir wirklich niemanden richtig - nicht mal uns selbst?

Von: luckynelli Datum: 26. November 2021

Und wieder mal ein wunderbares Buch von Elizabeth Strout. Wir treffen wieder Lucy Barton, die Protagonistin aus früheren Büchern der Autorin. Lucy Barton, über 60 Jahre alt, erfolgreiche Schriftstellerin und viele Jahre von ihrem Ex-Mann William Gerhardt geschieden. Beide verbindet jedoch eine Freundschaft, die über Jahre hält und sie stehen sich in schwierigen Zeiten immer zur Seite. Aus der Ehe gingen zwei Mädels hervor, die mittlerweile erwachsen sind, aber mit den Eltern sehr verbunden. William macht sich auf, seine Wurzeln kennenzulernen und er bittet Lucy mit zu kommen. So machen sich beide auf den Weg nach Maine. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht erzählen. Das Buch ist wie immer in einem wunderbaren Schreibstil geschrieben, leicht und hintergründig werden die Charaktere beschrieben. Neben der Geschichte im jetzt und hier, erzählt die Protagonistin ihre eigene Geschichte. Ein Buch über tiefe Freundschaft, Verständnis für einander im Laufe des Lebens und einer erfolgreichen Suche nach sich selbst. Absolut lesenswert.

Nicht überzeugend

Von: B.S. Datum: 24. November 2021

Dieses Buch hat mich leider nicht mitreißen können. Die Autorin beschreibt ihren Exmann, zu dem sie immer noch eine freundschaftliche Beziehung pflegt. Sie erzählt Geschichten von früher, als sie noch verheiratet war und auch von jetzt, als William in die Vergangenheit seiner Mutter eintaucht. Dabei bezieht sich sich immer wieder auf ein früheres Buch über William, das ich nicht gelesen habe und das stört den Lesefluss. Auch kommt immer mal der Satz: Das ist das was ich meine. Diese Erklärungsversuche für die Taten und Gefühle von William haben mich eher gelangweilt als gefesselt. Insgesamt fand ich diesen William nicht so interessant, das darüber 2 Bücher zu schreiben sind.

Gedanken einer Frau, Mutter, Ehefrau, Witwe

Von: Maria Datum: 23. November 2021

In Oh, William geht es um William, den Exmann und Vater der Töchter von Lucy. Lucy ist Witwe,hat zwei erwachsene Töchter und hat einen Exmann,der Lucy irgenwie immer noch auf Trapp hält. In dem Buch werden wir mitgenommen auf eine Reise in die Gedankenwelt von Lucy. So hat man fast das Gefühl beim Lesen ein langes leises Gespräch zu führen. Lucy springt auch häufig in den Themen, so wie Frauen es oft tun. Dadurch liest sich das Buch, zumal nicht dick, sehr schnell. Die Gedanken sind nachvollziehbar und teilweise auch spannend. Hier und da wäre ich gerne länger bei einem Thema geblieben. Dennoch hat mich das Buch nicht begeistert. Er war zwar schnell gelesen, aber für mich ist es auch schnell wieder vergessen. Ich suche eigentlich immer nach einem intensiven Leseerlebnis. Das habe ich hier leider nicht gefunden. Ein nettes Büchlein, mehr aber leider für mich nicht. Mir fehlte, trotz gewisser Problemstellungen im Leben von Lucy, dann doch die Spannung.

Reflektierte Alltagsgedankem

Von: Ricarda Datum: 18. November 2021

Ein schönes, kurzweiliges Buch welches einen mitnimmt in die Alltags- und Gedankenwelt von Lucy. Mit all ihren Empfindungen, Mutmaßungen und Einschätzungen. William der Exgemahl, das überschätzte Korrektiv und zeitweise Leitfigur ihres Lebens kommt auch nicht zu kurz in dieser Erzählung.

Wunderbar!

Von: St Datum: 18. November 2021

Elizabeth Strout ist eine fantastische Schriftstellerin. Alle Ihre Romane, die ich bisher gelesen habe, haben mir so sehr gefallen, aber „Oh William“ ist wirklich ganz wunderbar. Der Fluss der Erzählung nimmt einen mit auf die Reise, jede Zeile, jedes Wort ist glaubhaft. Während des Lesens dachte ich, das ist einer der wahrhaftigsten Romane, den ich je gelesen habe. Ich habe jede einzelne Silbe genossen; danke für diesen wundervollen Roman!

Oh William!

Von: Doris N. Datum: 14. November 2021

Ich hatte noch nichts von Elizabeth Strout gelesen und bin total begeistert von ihrer Sprachgewalt und der Intensität, die sie zum Ausdruck bringt. Die Geschichte Lucys ist nicht einfach, durch ihren ersten Mann William kommt sie in eine ganz andere Welt, in der sie sich aber nie richtig wohl fühlt. Als ihre beiden Töchter älter sind, verlässt sie ihren Mann, obwohl sie sich damit schwer tut. Ihr 2. Mann David ist ihr ganzer Lebensinhalt, trotzdem kommen die ehemaligen Partner nicht ganz von einander los; es scheint aber, er braucht sie jetzt mehr, als sie ihn. Er ist in den beiden Ehen, die er nach ihr eingeht, nie wirklich glücklich. Ich werde auf jeden Fall den Vorgängerband "Die Unvollkommenheit der Liebe" noch lesen!