Anna Liebig

Das Winterkarussell

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Nachdem die fünfzehnjährige Antonia ihre Mutter bei einem Unfall verloren hat, findet sie sich bei ihrem bislang unbekannten Großvater Otto auf dessen Bauernhof im Taunus wieder. Die Annäherung zwischen dem mürrischen Greis und dem Teenager gestaltet sich schwierig – bis Antonia ein altes Karussell in der Scheune entdeckt. Sie ist ganz verzaubert von dem nostalgischen Fahrgeschäft, und eines Abends beginnt ihr Großvater schließlich zu erzählen: von damals, als er noch ein junger Schausteller war und sich auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt zum ersten Mal im Leben unsterblich verliebte …

Ein modernes Weihnachtsmärchen – perfekte Unterhaltung für kuschelige Winterabende!

Eine berührende Geschichte

Von: zauberblume Datum: 29. November 2020

„Das Winterkarussell “ ist der erste Roman, den ich von der Autorin Anna Liebig gelesen habe. Und ich war und bin immer noch total begeistert. Denn wer hier einen Weihnachtsroman erwartet, in dem alles nur wunderschön ist und eine heile Welt herrscht - wird eines besseren belehrt. Denn diese Geschichte, in der ein nostalgisches Karussell eine große Rolle spielt beginnt unendlich traurig. In einem Moment zerbricht sich die 15jährige Anna ihren Kopf darüber, wie sie ihrer Mutter die Fünf in Mathe beibringen soll und im nächsten Moment bricht ihre Welt zusammen. Bei einem tragischen Unfall verliert sie ihre Mutter, ihre einzige Vertraute, denn ihr Vater ist vor einiger Zeit an einer tückischen Krankheit verstorben. Anna wird aus ihrer vertrauten Umgebung herausgerissen und findet sich plötzlich in einem Jugendheim wieder. Doch plötzlich taucht ein unbekannter Großvater auf, der in einem kleinen Ort im Taunus lebt. Versuchsweise zieht Anna zu diesem mürrischen Greis auf seinen Hof. Und dort entdeckt sie eines Tages in einer Scheune ein altes nostalgisches Karussell. Dieses weckt auch bei ihrem Großvater Erinnerungen und eines Abends erzählt er Anna seine Geschichte und die ist auch wirklich sehr berührend. Er erzählt von seiner Zeit als Schausteller auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt und seiner einzigen großen Liebe….. Eine herzerwärmende Geschichte, die wirklich unter die Haut geht und die mich zu Tränen gerührt hat. Zauberhaft stelle ich mir den Weihnachtsmarkt in Frankfurt vor und eine Fahrt auf so einem nostalgischen Karussell stelle ich mir wunderschön vor. Der Schreibstil der Autorin hat mich begeistert. Vor meinem inneren Auge ist die Geschichte von Anna und Otto zum Leben erwacht. Gerne hätte ich Anna- die ich sofort in mein Herz geschlossen habe - in meinen Arm genommen, wie kann ein so junger Mensch so viel Kummer und Schmerz ertragen. Und die Zeit in dem Jugendheim stelle ich mir einfach schrecklich vor. Ich kann ihre Angst förmlich spüren, als sie zu ihrem Großvater in den Taunus fährt. Was sie hier wohl erwartet? Ein in die Jahre gekommener Hof, ein alter Mann. Doch dann erzählt Otto seine Geschichte und wir machen eine aufregende, berührende und schier unglaubliche Reise in die Vergangenheit. Schön war es, dass Anna und Otto immer mehr zusammengewachsen sind und dass Anna hier wirklich ein neues Zuhause gefunden hat. Eine herausragende Lektüre, die mir Traumlesestunden beschert hat und die wirklich unter die Haut gegangen ist. Verzaubert hat mich jedoch das Traumcover, das wirklich magisch wirkt. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse 5 Sterne.

Das "alte Mädchen"!

Von: Leseratte Austria Datum: 16. November 2020

„Das Winter Karussell“ ein Roman von Anna Liebig im blanvalet Verlag erschienen. Mit 332 Seiten. Die Kapitel sind abwechselnd im Jahr 1990 und 1938 geschrieben. Es ist 1990 und Antonia ist Schülerin in Wiesbaden. Als sie erfährt, dass ihre Mutter einen Unfall hatte und starb, brach für Antonia eine Welt zusammen. Vor wenigen Jahren starb ihr Vater an Krebs. Nun stand sie alleine da und wurde in eine Unterkunft der Jugendwohlfahrt untergebracht. Erst als ihre Betreuerin einen unbekannten als ihren Großvater ausfindig machen konnte, bekam Antonias Leben einen neuen Sinn. Er lebte in Finsternthal auf einem alten Bauernhof. Er hieß Otto und wusste weder, dass er eine Tochter noch eine Enkelin hatte. Vor vielen Jahren hatte er eine Frau geheiratet, mit der er nicht glücklich wurde, und sie ihn verließ, um in einer großen Stadt zu leben. Das daraus ein Kind entstand, ahnte er nicht. Otto lernte Antonia kennen und sie näherten sich langsam einander an. Anfangs war Otto eher abweisend, was aber eher an der neuen Situation lag und nicht an Antonia. Sie hingegen spürte sofort eine Verbindung zu Otto und das gab ihr neue Kraft. Otto hatte ein „altes Mädchen“ in der Scheune stehen, nämlich sein Karussell von 1900. Er ist als Schausteller mit seiner Familie viele Jahre vor dem Krieg damit unterwegs gewesen. Aber seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Er lernte als Junger Mann 1938 in Frankfurt eine besondere Frau kennen, Lene. Leider kamen sie aus unterschiedlichen Welten. Sie aus reichem Hause und er ein armer Schausteller. Aber das störte Lene nicht, und sie verliebten sich beide schnell ineinander. Was wurde aus Otto und Lene? Durfte Antonia zu Otto ziehen und bei ihm leben? Fühlte sich Antonia in dem kleinen Ort überhaupt wohl, da sie ja bis jetzt nur in der Stadt gelebt hatte? Welche Aufgabe wartet auf das „alte Mädchen“? Meine Meinung: Eine wunderbare Weihnachtsgeschichte mit viel Emotionen und Überraschenden Situationen. Mir gefällt diese Geschichte richtig gut. Jeder muss mit den eigenen Schicksalsschlägen zu Recht kommen. Auch Otto, Antonia, Lene und ihre Freunde versuchen das Beste daraus zu machen. Obwohl es für manche leichter ist als für andere. Die Geschichte ist sehr fliesenden und angenehm geschrieben. Durch die Rückblicke ins Jahr 1938 versteht man die Geschichte und kann sich wunderbar reinversetzen. Das Cover ist herzlich und verzaubert mit den Glitzerelementen!! 5 von 5 Sternen

Das Winterkarussell

Von: LinesLieblingsbuecher Datum: 16. November 2020

Vielen Dank an das @bloggerportal für die Bereitstellung dieses Buches. Autorin: Anna Liebig Verlag: blanvalet Erschienen am: 21.09.2020 Für mich gehören Weihnachtsbücher genauso in die Adventszeit wie Plätzchenduft und Kerzenschein. Zum Inhalt: Nachdem die 15 jährige Antonia plötzlich zur Vollwaise wird, findet man heraus, dass sie im Taunus einen Großvater hat, der ihr bisher unbekannt war. Kurzerhand zieht Antonia zu ihrem Opa Otto, der alles andere als sanftmütig ist. Im Gegenteil, im Dorf ist er als mürrischer alter Mann bekannt, der zurückgezogen auf seinem Hof lebt. Trotzdem wagen die beiden diese Annäherung und als Antonia in seiner Scheune ein historisches Karussell entdeckt, hat sie plötzlich einen Zugang zu ihrem Opa gefunden. Dieser ist als junger Mann als Schausteller durch die Lande gezogen. Im Jahr 1938 hat er seine große Liebe auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt gefunden. Doch Otto erinnert sich nur ungern an diese Zeit zurück, denn diese Liebe war nur von kurzer Dauer. Fazit: Was für ein wunderschönes Weihnachtsbuch! Hier bekommt der Leser wirklich alles, was eine weihnachtliche Geschichte mitbringen sollte. Wir befinden uns sowohl im Jahr 1990, als Antonia und Otto sich kennenlernen, als auch im Jahr 1938 als Otto ein junger Mann in einer Schaustellerfamilie war. Ich habe mich in beiden Erzählsträngen sehr wohl gefühlt, denn die Autorin schreibt ausgesprochen atmosphärisch. Im Jahr 1938 befinden wir uns hauptsächlich auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt. Der Zusammenhalt der verschiedenen Schausteller, als auch der weihnachtliche Schauplatz war wunderschön. Ich hatte beim Lesen den Duft von Bethmännchen in der Nase, weihnachtliche Klänge im Ohr und das historische Karussell vor Augen. Dies ist wirklich ein Lesegenuß für alle Sinne! Stellt euch vor, Heidi würde auf den kleinen Lord treffen. Wer wäre da nicht im Herzen berührt? Eine klare Leseempfehlung für alle, die nicht genug von Budenzauber und Weihnachtswunder haben können!

Besinnlicher, herzerwärmender Weihnachtsroman mit historischem Touch

Von: Furbaby_Mom Datum: 16. November 2020

Wer mich kennt, weiß, dass ich mich das ganze Jahr über für stimmungsvolle Weihnachtsromane begeistern kann. Und gerade jetzt, wenn die Tage immer kürzer werden und der Zauber der Vorweihnachtszeit beinahe schon greifbar ist, macht die Lektüre solch gefühlvoller Geschichten natürlich umso mehr Spaß. Anna Liebig erweckt in ihrem Roman "Das Winterkarussell" (Blanvalet Verlag; Sept. 2020) den traditionellen Frankfurter Weihnachtsmarkt zu Leben. Auf zwei Zeitebenen und in der dritten Person erzählt, begleiten wir Otto, den Besitzer eines wunderschönen, historischen Karussells, durch die Winterzeit der Jahre 1938, als er der Liebe seines Lebens begegnet, sowie 1990, als ihm unverhofft seine Enkeltochter gegenübersteht, von deren Existenz er nie gewusst hatte. Auch Antonia, 15 Jahre alt und gerade durch den Tod ihrer Mutter zur Vollwaise geworden, ahnte nie, dass sie weitere lebende Verwandte hat. Die Unterkunft des Jugendheims ist nicht gerade heimelig, also arrangiert sie sich – zunächst zögerlich – mit dem Vorschlag, von der Großstadt Wiesbaden nach Finsternthal im Taunus zu ziehen, zu ihrem Opa. Tatsächlich hat das Dorfleben seinen eigenen Charme und auch Ottos Herz, das der vereinsamte, mürrische Eigenbrötler in den vergangenen Jahrzehnten niemandem mehr geöffnet hatte, schmilzt nach und nach dahin. Bisher war sein zweistöckiges Karussell, das mittlerweile in der Scheune eine einsame Existenz fristet und von Otto liebevoll sein "altes Mädchen" genannt wird, das einzig Wichtige in seinem Leben. Es erinnert ihn an jene Zeiten, in denen sein Bruder und Vater noch lebten und sie gemeinsam als Schausteller durch die Lande zogen, als die Klänge der vertrauten Weihnachtsmelodien und die funkelnden Lichter des Karussells Kinderaugen zum Strahlen brachten…und als Lene und er glaubten, das Glück sei zum Greifen nah. Durch einen Wink des Schicksals findet Otto sich, ermutigt durch seine Enkelin und mit Hilfe der resoluten Wirtin Gerda, nach über fünfzig Jahren auf dem Weihnachtsmarkt am Römer wieder. Als sein geliebtes Karussell erneut in altem Glanz erstrahlt, blüht der einstige Griesgram, der im Grunde seines Herzens ein liebenswürdiger Kauz ist, förmlich auf und auch Antonia wagt, wieder auf eine glückliche Zukunft zu hoffen. Anna Liebig hat den Kontrast zwischen Jung und Alt, die eigenwillige, anfangs problematische Dynamik zwischen Enkelin und Großvater herrlich authentisch und erfrischend direkt geschildert. Alle Hauptfiguren sind mir bereits nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen und gespannt fieberte ich ihrer weiteren Entwicklung entgegen. Nach diesem Buch träume ich nun selbst davon, eines Tages den Weihnachtsmarkt auf dem Römerberg, im Herzen der Frankfurter Altstadt, zu besuchen und mir einen Apfelwein bzw. ein paar leckere Frankfurter Bethmännchen schmecken zu lassen. Die bildhaften, detaillierten Beschreibungen des Settings lassen keinen Zweifel daran, dass auch die Autorin fasziniert von dieser einzigartigen Kulisse sowie von der Geschichte der Stadt Frankfurt ist. Einfühlsam und voller emotionaler Tiefe erzählt, hält dieser wundervolle Roman genau das, was das nostalgisch schöne, glitzernde Cover verspricht. Die engen Gassen der Mainmetropole, die herzliche Kameradschaft unter den Schaustellern, das festliche Flair des Weihnachtsmarktes mit seinem geschäftigen Treiben, den unverwechselbaren Duft nach Lebkuchen, heißen Mandeln und Zuckerwatte - all das fängt die Autorin mühelos ein. Fazit: Die perfekte Mischung aus historischem Roman, berührender Wohlfühlstory und purem Weihnachtsfeeling!

Perfekte Einstimmung auf die gemütliche Zeit

Von: Svenja Krause Datum: 08. November 2020

Dieses Jahr ist alles anders... Wie schön dass es Bücher wie dieses gibt mit denen man reisen kann.  Die Zeitebenen sind total passend gewählt um der Atmosphäre gerecht zu werden. Man ist beim Lesen total losgelöst und emotional gefangen.  Die Personen sind stimmig und einem schnell vertraut und das Setting so bildlich dargestellt dass man Bilder vor den Augen sieht.  Natürlich darf etwas Magie nicht fehlen aber die braucht man ja einfach mal. Die Autorin schafft es auch dass man schmunzeln muss wenn man etwas Vertrautes findet. Ein  wunderschönes Buch. 

Warmherziger und nostalgischer Winterroman

Von: die.buecherdiebin Datum: 02. November 2020

Inhalt: 1990: Antonia ist erst 15 Jahre alt, als ihre Mutter bei einem Unfall stirbt. Das Jugendamt macht als einzigen Verwandten ihren Großvater Otto ausfindig. Otto, der Vater ihrer Mutter, wusste bisher nicht einmal, dass er eine Tochter hatte und jetzt soll er sich plötzlich um eine Enkeltochter kümmern. Der mürrische alte Mann, der einsam und zurückgezogen auf einem alten Bauernhof im Taunus lebt, ist zunächst mit der Situation überfordert. Seine ganze Liebe gilt seinem „alten Mädchen“, einem alten nostalgischen Kinderkarussell, das seit Jahrzehnten unbenutzt in seiner Scheune steht. Doch ganz langsam und in kleinen Schritten, nähern sich Otto und Antonia einander an. Dann kommt die Anfrage aus Frankfurt, ob Otto mit seinem Karussell auf den Frankfurter Weihnachtsmarkt kommen kann. In Otto werden Erinnerungen an den Winter 1938 wach, in dem das Karussell zum letzten Mal auf einem Weihnachtsmarkt war. Der Winter, in dem er Lene kennenlernte und sich unsterblich verliebte… Meine Meinung: Das Buch hat mir von Anfang an gut gefallen. Der Schreibstil von Anna Liebig ist flüssig, lebendig und sehr bildhaft. Es ist ihr gelungen, eine wunderbar warmherzige und nostalgische Atmosphäre zu schaffen und ich konnte mir vor allem das Karussell und den Weihnachtsmarkt mit seinen verschiedenen Verkaufsständen sehr gut vorstellen. Auch wenn die Geschichte traurig beginnt, so habe ich sie nicht als zu bedrückend empfunden. Es war schön zu lesen, wie sich das junge Mädchen mit dem brummigen alten Mann anfreundet und wie gut beiden die Nähe des anderen tut und seelische Wunden heilt. Antonia ist ein sehr sympathisches Mädchen und ich mochte sie sofort. Sie wirkt und verhält sich allerdings wesentlich erwachsener als 15 Jahre. Zum Glück ist auch Otto nicht ständig mürrisch, sondern eigentlich nur einsam und durchaus liebenswert. Auch Gerda und Justus, die Otto und Antonia auf dem Weihnachtsmarkt unterstützen, mochte ich sehr gerne. in Rückblicken erfährt der Leser von der Liebesgeschichte zwischen Otto und Lene, die aus völlig verschiedenen Vehältnissen kommen. Während Otto zusammen mit seinem Vater und Bruder als Schausteller mit dem Kinderkarussell von Stadt zu Stadt zieht und in einem Wohnwagen wohnt, kommt Lene aus wohlhabenden Verhältnissen und lebt mit ihren Eltern in einem vornehmen Haus in Frankfurt. Obwohl von Anfang an klar ist, das ihre Liebe tragisch enden wird, hat mir auch diese Geschichte gut gefallen. Fazit: Ein warmherziger und berührender nostalgischer Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und weiterempfehlen kann. xxxxx

Herzerwärmend - genau das Richtige für gemütliche Lesetunden vor dem Kamin

Von: Myrcella Datum: 31. October 2020

Meine persönliche Meinung Das Cover: Das Cover ist wunderschön, es glitzert märchenhaft. Die vorweihnachtliche Atmosphäre wird hier richtig gut eingefangen. Der Inhalt: Dass es sich hier um ein Weihnachtsbuch handelt, muss ich, glaube ich, nicht erst großartig erwähnen. Der Einstieg ist sehr dramatisch und traurig. Wir schreiben das Jahr 1990, die 15-jährige Antonia wird auf den ersten paar Seiten zur Vollwaise. Der Vater verstarb vor ein paar Jahren und nun hat Antonia durch einen schweren Autounfall ihre Mutter verloren und somit auch den scheinbar einzig lebenden Verwandten. Kurzerhand muss Antonia in’s Heim, in dem sie sich alles andere als wohl fühlt. Doch scheinbar gibt es doch noch einen Verwandten, von dem Antonia bisher nichts wusste. Ihr Großvater Otto, der nicht mal etwas von der Existenz seiner eigenen Tochter wusste, wurde kurzerhand vom Jugendamt benachrichtigt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einem alles andere als schönen Kennenlernen entschließt sich Otto, seine Enkelin zu sich zu nehmen. Nun, ich muss gestehen, bis hierhin fühlte ich mich extrem an “Heidi“ erinnert. Junges Waisenmädchen zieht zu unbekanntem, mürrischen Großvater und erweicht das Herz des alten Greisgrams. Da die Handlung jedoch in Frankfurt spielt, fehlen hier die Alpen und ganz so kitschig ist die Geschichte dann doch nicht. Nach ein paar Kapiteln schwenkt das Buch um und es wird aus der Sicht von Otto geschildert aus dem Jahre 1935, kurz vor dem 2. Weltkrieg. Der junge Schausteller Otto, der mit seinem Vater und älterem Bruder mit ihrem Karussell von Ort zu Ort zieht, erlebt hier die erste große Liebe. Die bildhübsche und wohlhabende Marlene, kurz Lene jedoch scheint aus einer anderen Welt zu kommen. Trotz allen Unterschieden verlieben sich die beiden unsterblich ineinander. Die Atmosphäre des Weihnachtsmarktes in Frankfurt, die den größten Teil als Kulisse des Buches dient, wird hier von der Autorin so anschaulich beschrieben, als hätte man das Gefühl, man würde man selbst mit einem dampfenden Becher Glühwein dem Zauber innewohnen. Sehr lebhaft sah ich das antike Karussell vor mir, die leuchtenden Kinderaugen und die familiäre Atmosphäre Der Großvater taut im Laufe des Buches immer mehr auf und lässt sich von Antonia und deren Freund Justus dazu überreden, das alte Karussell wieder fahrtauglich zu machen und damit das junge Publikum auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt zu verzaubern. Währenddessen werden immer wieder Erinnerungen aus Otto’s Jugendromanze im Buch geschildert und wieso diese junge Liebe so tragisch enden musste. Mehr als einmal musste ich beim Lesen zum Taschentuch greifen. Ich war emotional sehr aufgewühlt und auch gerührt. Die Freundschaft, die sich zwischen Großvater und Enkelin im entwickelt, war richtig ergreifend. Die Autorin hat hier eine märchenhafte und herzerwärmende Geschichte gezaubert, ideal für gemütliche Lesestunden im Winter mit einer leckeren Tasse Tee. Der Schluss des Buches hat mich dann noch einmal richtig zu Tränen gerührt, denn die Autorin hat ein wunderschönes Happyend mit einer tollen Überraschung hingelegt Der Schreibstil ist sehr flüssig und es wurde richtig gut recherchiert. Nun habe ich selbst große Lust, einmal den Frankfurter Weihnachtsmarkt zu besuchen und eine Runde mit dem antiken Karussell zu drehen.

Gut aber nicht perfekt ....

Von: Eulenhummel Datum: 22. October 2020

📖 𝔇𝔞𝔰 𝔚𝔦𝔫𝔱𝔢𝔯𝔨𝔞𝔯𝔲𝔰𝔰𝔢𝔩𝔩 📝 𝔄𝔫𝔫𝔞 𝔏𝔦𝔢𝔟𝔦𝔤 🔎 KT Inhalt : Ein nostalgisches Karussell im Schnee, verlorene Träume und ein neuer Anfang … Nachdem die fünfzehnjährige Antonia ihre Mutter bei einem Unfall verloren hat, findet sie sich bei ihrem bislang unbekannten Großvater Otto auf dessen Bauernhof im Taunus wieder. Die Annäherung zwischen dem mürrischen Greis und dem Teenager gestaltet sich schwierig – bis Antonia ein altes Karussell in der Scheune entdeckt. Sie ist ganz verzaubert von dem nostalgischen Fahrgeschäft, und eines Abends beginnt ihr Großvater schließlich zu erzählen: von damals, als er noch ein junger Schausteller war und sich auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt zum ersten Mal im Leben unsterblich verliebte … ✒️ Mein erstes Winter- oder Weihnachtsbuch dieses Jahr! ❄️ Winterkarussell.... ein Buch mit ganz viel Potential. Aber für mich wurde dieses leider nicht ganz genutzt. Mir war der Schreibstil etwas zu flach, die Emotionen haben oft gefehlt. Es entstand keine Spannung , das Mietfiebern und Hoffen beim Lesen kam mir einfach zu kurz, da alle „Probleme“ sofort noch im laufenden Kapitel gelöst wurden. Ich hab mir von den - wie auf dem Klappentext beschriebenen Problemen zwischen Opa Otto und Antonia, viel mehr Geschichte gewünscht. Otto vertraute sich schnell Antonia an und öffnete sich ihr ohne großes Annähern oder Vertrauen aufzubauen .... Die Trauer um Antonias Mutter kam mir viel zu kurz und wurde mir zu schnell abgehandelt. Leider war mir der Schreibstil einfach zu flach, zu vorhersehbar und ohne großes Gefühl! Schade. Die Story ist gut. Das Buch lässt sich locker und leicht lesen, große Ansprüche stellen darf man allerdings nicht. Die Geschichte von Otto & Lene gefiel mir hingegen richtig gut! Da waren Emotionen & Spannung da! Ein süßes Buch mit einer wirklich schönen Geschichte, aber ohne grossem Drama & Mitfiebern. Ich gebe 3,5 ⭐️, und einen halben dazu, für dieses wirklich wunderschöne Cover! Danke an das @bloggerportal fürs Bereitstellen des Buches!

Eine Geschichte fürs Herz

Von: Tiaras Bücherzimmer Datum: 21. October 2020

​Bei diesem Buch habe ich mich sofort in das wunderschöne Cover verliebt. Es ist in meinen Lieblingsfarben gehalten und die silbernen Blätter glitzern sehr schön. Und die Geschichte dahinter konnte mich genauso begeistern. Sie beginnt zwar sehr traurig, Lene verliert ihre Mutter durch einen Autounfall und steht mit 15 Jahren schon alleine im Leben, da auch ihr Vater bereits sehr früh verstorben ist. Ein Großvater von dem sie nichts wußte, wird ausfindig gemacht, doch der ist sehr griesgrämig und scheint überhaupt kein Interesse an seiner Enkelin zu haben und auch die Dorfbewohner meiden ihn ... Antonia ist sehr liebenswürdig, man muß sie einfach sofort mögen und ich habe sie auch von Anfang an in mein Herz geschlossen. Sie gibt nicht auf und versucht alles um sich ihrem Großvater zu nähern. Schon bald merkt sie, dass er gar nicht so mürrisch ist, schließlich wusste er ja auch nichts von Antonia. Und als sie dann im Schuppen sein nostalgisches Karussell entdeckt und voller Begeisterung dafür ist, ist das Eis zwischen den beiden geschmolzen. Anna Liebig erzählt sehr warmherzig und abwechselnd zwischen zwei Zeitebenen. So erleben wir in Rückblicken den jungen Otto, wie er auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt seine erste große Liebe kennen lernte. Trotz des traurigen Anfangs habe ich mich in der Geschichte sehr wohlgefühlt, es herrscht eine ganz besondere und heimelige Atmosphäre und man mag eigentlich gar nicht zum Ende kommen. Hier kann man nur 5 Sterne vergeben, die Geschichte ist so voller Liebe und Emotionen und tut einfach gut. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Eine winterliche Geschichte, die von der ersten Seite an verzaubert!

Von: Monika Schulte Datum: 14. October 2020

Als Antonias Mutter bei einem Unfall stirbt, steht der Teenager vor dem Nichts. Als einziger Verwandter wird der mürrische Otto ausgemacht. Otto hat nur noch sein Karussell und Antonia hat nur noch Otto. In Ottos Dorf kursieren einige Gerüchte über den alten Mann. Nicht jeder ist ihm wohlgesonnen. Und Otto ist alles andere als begeistert, als ihm plötzlich eine Enkeltochter präsentiert wird. Auf wunderbare Weise ändert sich sein knurriges Verhalten, als Antonia das Karussell, Ottos "altes Mädchen", in der Scheune entdeckt. Antonia ist verzaubert von dem Karussell und auf einmal beginnt der alte Mann seine Geschichte zu erzählen, die Geschichte, wie er sich zum ersten und einzigen Male verliebte. Eine Liebe, die er nie vergessen konnte. Ein 15-jähriges Mädchen, das plötzlich zur Waise wird, ein alter Mann, der bisher nicht ahnte, dass er längst Großvater ist und ein altes Karussell, versteckt in einer Scheune. Daraus hat Anna Liebig eine wunderschöne winterliche Geschichte gemacht, in die ich mich schon nach wenigen Zeilen verliebt habe. "Das Winterkarussell" - es ist eine dieser leisen Geschichten, die ich so liebe. Anna Liebig schafft es auf ganz besondere Art und Weise, den Leser zu verzaubern. Es ist eine Geschichte, bei der man bedauert, dass sie ein Ende hat. Die Geschichte verzaubert nicht nur, sie berührt und oft hatte ich das eine oder andere Tränchen im Auge. Wer Winter- und Weihnachts-Geschichten mag, sollte sich "Das Winterkarussell" auf gar keinen Fall entgehen lassen! Absolute Lese-Empfehlung!

Wunderschön

Von: U.Pflanz Datum: 14. October 2020

Antonia, gerade mal fünfzehn Jahre alt, verlor ihre Mutter bei einem Unfall. Der einzige „Lichtblick“ ihr Großvater Otto, den sie zwar nicht kennt, aber wenigstens zur Familie gehört. Allerdings ist es auch auf dessen Bauernhof nicht leicht. Denn ihr Großvater ist sehr mürrisch und brummig. Bis sie in der Scheune ein altes nostalgisches Karussell findet, von dem sie verzaubert ist. Eines Abends bricht der Damm und der Großvater beginnt zu erzählen was es mit dem Karussell auf sich hat und schwelgt in Erinnerungen, an denen er fest hält. Toll, toll, toll. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Eine wahnsinnig berührende und wunderschöne Geschichte. Es beginnt sehr traurig und baut sich dann nach und nach auf. Es ist herrlich anzusehen wie die beiden sich annähern und wie sie bis zum Ende hin strahlen. Man durchlebt eine Achterbahn der Gefühle. Das hat die Autorin perfekt hinbekommen. Der Schreibstil ist emotional, bildlich, lebendig und sehr angenehm. Sie zieht einen damit regelrecht mittenrein und lässt einen die Geschichte miterleben. Das Setting ist auch großartig. Ich konnte mir das alte Karussell so richtig vorstellen. Wie die Musik spielt, die Kinder lachen und die Lichter leuchten. Einfach nur herrlich. Ich wäre am liebsten selbst drauf gestiegen. Man ist wirklich hin und weg und gefesselt. Ich wollte das Buch nicht weg legen, weil ich von Anfang wissen wollte wie es weiter geht und wie es aus geht. Und da hat die Autorin sogar noch eine Überraschung. Aber was das ist, verrate ich nicht. Von mir gibt es eine glasklare Leseempfehlung und verdiente 5 von 5 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Das Winterkarussell

Von: MarySophie Datum: 10. October 2020

Handlung Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter ist Antonia mit fünfzehn Jahre Waise. Ursprünglich hieß es, dass keine Verwandten mehr leben, doch schließlich findet sich ein bislang unbekannter Großvater, der im Taunus lebt. In der Hoffnung, mit ihrem Großvater wieder ein Stück Familie zu erhalten, zieht Antonia zu dem mürrischen alten Herren. Die Beziehung der Beiden ist kompliziert, beide wissen nicht recht, wie sie miteinander umgehen müssen. Bis Antonia in der Scheune ein altes Karussell findet, dass sie sofort in seinen Bann zieht. Antonia ist davon begeistert und ihr Großvater erkennt, dass Antonia aufrichtiges Interesse an der Geschichte des Fahrgeschäftes hat. Nach und nach öffnet sich Otto und berichtet. Von dem Karussell, seiner Familie und von dem einen Weihnachtsmarkt in Frankfurt, wo er sich als junger Mann unsterblich verliebt hat... Meinung Ich mag das Cover sehr gerne. Es wirkt gleichzeitig modern, als auch nostalgisch und bildet mit den glitzernden Blättern an den Ecken einen wahren Hingucker. Diese machen wirklich viel her, geben dem Roman Klasse und Charme und lassen es noch hochwertiger und schicker erscheinen. Die Schrift des Titels wurde in einem winterlich warmen Rot-Ton gehalten, was perfekt zu der Handlungszeit passt und sie sticht auf jeden Fall heraus. Mir hätte es noch gut gefallen, wenn auch der Name der Autorin in demselben Farbton abgedruckt worden wäre. Das hätte noch stimmiger gewirkt. Als Blickfang dient ein Weihnachtsmarkt, auf den ein Pärchen zustrebt. Dieser Markt wurde mit unglaublich warmen und einladenden Farben dargestellt und wirkt sehr anziehend auf den Betrachter. Und am linken Rand ist auch ein Teil eines Karussells zu sehen, ein Thema, welches sich wie ein roter Faden durch den Roman zieht. Insgesamt finde ich das Gesamtbild einfach nur gemütlich. Mir fällt irgendwie kein anderes Wort dazu ein, ich mag die Farben, die Szenerie und auch die Blätter am Rand sehr gerne. Ein sehr gelungenes Cover! Von der Autorin habe ich schon einige Romane gelesen, die allesamt unter anderen Pseudonymen erschienen sind. Und bisher hat mich kein Buch von ihr enttäuscht, was durchaus ein Grund dafür war, dass ich auch diese Neuerscheinung lesen möchte. Zudem mag ich die Weihnachtszeit unglaublich gerne und freue mich jedes Jahr wie ein kleines Kind darauf. Und da mich auch der Klappentext überzeugt hat und mein Interesse geweckt wurde, musste das Buch einfach auf meine Wunschliste wandern. Und nachdem ich auf den Erscheinungstermin hingefiebert habe, konnte ich es nun endlich lesen und in die Welt von Antonia, Otto und dem geheimnisvollen Karussell eintauchen. Noch ein ganz herzliches Dankeschön an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Ich hatte absolut keine Probleme damit, in den Roman zu starten und um mich in der Handlung zurechtzufinden.. Man hat genügend Raum, um sich auf die Geschichte einzulassen und gleichzeitig gibt es nicht erst ein ewiges, seitenlanges Geplänkel, bis die Handlung so richtig beginnt. Das mochte ich sehr und auch die Schreibweise hat dazu beigetragen, dass ich mich so gut auf die Geschichte einlassen konnte. Ganz besonders herausragend empfand ich die Stimmung, aber auch die Situationen und Charaktere konnte ich mir gut vorstellen. Ebenfalls beim Setting hatte ich einige Bilder vor Augen, ganz besonders von Ottos Hof, sowie dem Frankfurter Weihnachtsmarkt. Die Szenen auf dem Markt gehören eh zu meinen Favoriten, sie waren besonders stimmungsvoll und ich mochte die Beziehungen, die unter den Schaustellern üblich waren. Diese Dynamiken waren einzigartig und haben mich ein klein wenig wünschen lassen, genau dies auch einmal zu erleben und eine Zeit lang auf einem Weihnachtsmarkt zu arbeiten. Ich bin fix mit dem Lesen voran gekommen und ich denke, dass sich der Roman gut für ein gemütliches Wochenende eignet. Ich habe am Ende ungefähr fünf Tage für die 336 Seiten gebraucht, was ich selbst schade finde. Aber ich hatte nur wenig Zeit, um mich hinzusetzen und ein Buch in die Hand zu nehmen. Es gibt eine einfache Sprache, die leicht verständlich ist und mir gefallen hat. Sie passt irgendwie zu der sehr bodenständigen und normalen Handlung und lässt, wie ich bereits erwähnt hatte, vor meinen Augen einige Bilder entstehen. Ich war davon überrascht, dass die Handlung nicht nur im Jahr 1990 stattfindet, sondern es auch direkte Rückblicke auf das Jahr 1938 gibt. Eigentlich hätte ich es mir schon denken können, nach dem Durchlesen des Klappentextes, trotzdem wurde ich von dieser Tatsache überrascht. Daher gibt es am Anfang der meisten Kapitel auch eine Information, in welchem Jahr, sowie in welchem Ort die folgende Handlung stattfindet und man kann sich als Leser sowie zeitlich, als auch örtlich gut orientieren. Ich fand es sehr wichtig, dass dieses Detail eingebunden wurde, ansonsten hätte ich sicherlich schnell den Überblick verloren, wie viel Zeit seit dem Beginn der Geschichte vergangen ist. Im Erzählstrang der Vergangenheit wird lediglich ein Dezember im Jahr 1938 beschrieben, in der Gegenwart erstreckt sich die Handlung über knapp drei Monate. Ich mochte es sehr, dass die Handlungszeit so stark begrenzt wurde und man dafür diese Zeit viel intensiver miterleben konnte. Dadurch empfand ich nicht nur die Protagonisten als lebendiger und sympathischer, sondern man konnte auch gut eine Entwicklung von Antonia miterleben, als auch das Verhältnis von Otto und seiner Enkelin hautnah verfolgen. Auf diese Weise habe ich eine viel bessere Bindung zu den Protagonisten aufbauen können und es fiel mir sehr leicht, mir diese vorzustellen. Der Erzähler hat definitiv einige Überraschungen in der Hinterhand, man merkt deutlich, dass er mehr weiß, als er teilweise verrät. Auf diese Weise kann man als Leser erkennen, dass sich die Handlung noch interessant gestalten wird. Mir hat es gut gefallen, dass nicht jedes Geheimnis gelüftet wird und man über einige Sachverhalte nicht komplett aufgeklärt wird. Manches wäre zu viel und würde die Geschichte sprengen, bei manchem reichen Andeutungen, um eine grobe Information zu Personen zu haben, von denen man sich dann ein Bild machen konnte. Zudem entsteht durch die Aufteilung auf zwei zeitliche Ebenen immer Abwechslung und ich empfand die Handlung an keiner Stelle als langweilig. Immer wieder passieren neue, unvorhersehbare Dinge, die mich überrascht haben und der Geschichte neue Wege gegeben haben. Ganz hervorragend gefallen hat mir die Stimmung. Besonders bei den Szenen auf dem Weihnachtsmarkt kam diese ganz stark heraus und hat mich am meisten mitgerissen, weil sie so besonders und einladend war. Aber auch während anderer Szenen konnte ich mit den Protagonisten mitfühlen und mir war es auch aufgrund dessen möglich, eine Bindung mit den Personen aufzubauen. Und nicht nur freundliche Stimmungen haben sich auf mich übertragen, auch Momente, die eher kühl geschildert wurden, hatten auf mich eine Wirkung. Wie teilweise auch Antonia oder andere Personen mochte ich diese Orte nicht und habe sie in eher kalten und tristen Farben wahrgenommen. So entsteht eine bunte Mischung und ich bin mit der Stimmung mehr als zufrieden! Ich hatte es bereits angedeutet: ich konnte mir die Settings allesamt bildhaft vorstellen. Dazu hat natürlich auch die gerade besprochene Stimmung beigetragen, anhand deren ich mir Gebäude und Örtlichkeiten in mehr oder weniger strahlenden Farben vorgestellt habe. Zudem hat mir die Vielfalt gefallen, es gibt sowohl viele Szenen in Städten, als auch in einem beschaulichen Dörfchen, welches nach und nach seinen Charme offenbart. Mir haben die Protagonisten durchweg gefallen. Nicht jeder ist positiv und freundlich konotiert, es gibt auch Personen, die negative Aspekte haben und bei denen man merkt, dass sie als Widersacher dienen. Diese treten in der Minderheit auf, der Großteil der Personen besitzt herzliche Wesen, die sich mal früher, mal später offenbaren. Manche öffnen sich einander erst mit der Zeit, andere haben keine Scheu und gehen direkt auf andere Menschen zu. Mir hat vor allem das Zusammenspiel von Jung und Alt gefallen. Das hat ganz viel ausgemacht und die Geschichte irgendwie noch besonderer erscheinen lassen. Zudem konnte man gut sehen, welche Einflüsse geltend werden und das die verschiedenen Generationen voneinander lernen können. Zudem entstanden nicht nur Bekanntschaften, sondern ich hatte das Gefühl, dass langsam einige Freundschaften entstanden, was besonders schön zu sehen war. Man merkt, dass sich Jung und Alt gut getan haben und am Ende eine ganz besondere Bindung zueinander entstanden ist. Fazit Und obwohl ich jetzt ganz viele positive Punkte angesprochen habe, die darauf schließen lassen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, fehlt mir doch noch irgendwie ein Aspekt, der es zu einem Highlight und einem Fünf-Sterne-Buch macht. Vielleicht ein wenig Spannung, vielleicht ein paar mehr emotionalere Szenen. Vielleicht war mir die Handlung teils etwas vorhersehbar, vielleicht hat mir ein Funken mehr Drama gefehlt. Ich weiß es nicht. Es ist ein wunderschöner, weihnachtlicher Roman, den ich auch wirklich empfehlen kann, bei dem mir noch ein wenig das I-Tüpfelchen fehlt. Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sterne

Wunderschön

Von: Nadine Dietz Datum: 07. October 2020

Der Herbst ist da und die Lust auf Weihnachtsromane geweckt. Ich liebe den emotionalen, einnehmenden Schreibstil der Autorin und das Cover mit dem Glitzer ist sehr romantisch und wunderschön. Die zarte und vorsichtige Annäherung zwischen Antonia und ihrem Großvater Otto nach dem tragischen Unfalltod ihrer Mutter, hat mich sehr berührt. Es war schön zu lesen, wie die beiden verletzen und einsamen Seelen zueinander gefunden haben. Ich liebe Karussells und konnte durch die bildhafte Sprache, die Musik hören und den Duft von gebrannten Mandeln riechen. Die zwei Zeitebenen haben für Spannung gesorgt und der Leser erfährt so Näheres über Ottos Vergangenheit als junger Schausteller. Fazit: Ein wundervoller Winterroman, der mich gut unterhalten und sehr berührt hat. Ich vergebe 4,5/5 ⭐ und bedanke mich bei @nicolesteyerlindawinterberg für die schöne Lesezeit.

Zauberhaftes Weihnachtsmärchen

Von: hasirasi2 Datum: 07. October 2020

„Der einzige Mensch auf dieser Welt, zu dem sie gehören könnte, wollte sie nicht haben.“ (S. 77/78) Antonia ist 15, als ihre Mutter bei einem Unfall stirbt. Da sie keine Angehörigen mehr hat, wird sie in einer WG des Jugendamtes untergebracht. Ihre beste Freundin versteht sie nicht mehr, ihr Leben fühlt sich plötzlich fremd an. Als sie erfährt, dass man ihren Großvater Otto ausfindig gemacht hat, schöpft sie neue Hoffnung. Sie hat zwar noch nie von ihm gehört, aber: „Er wäre jemand, zu dem ich gehören könnte. … Er wäre so etwas wie Familie.“ (S. 50) Doch auch Otto wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass er eine Tochter und eine Enkelin hatte. Er ist ein einsamer alter Mann in einem winzigen Dorf, ein echter Griesgram. Was soll er mir einem Teenager?! Ihn interessiert nur seine Scheune mit dem historischen Karussell, dass sein Großvater hatte bauen lassen und mit dem sie bis zum Krieg als fahrende Familie auf den Jahrmärkten unterwegs waren. „Hier kam er zur Ruhe. An diesem Ort, der für ihn mit so vielen Erinnerungen verbunden war.“ (S. 35) Als Antonia es entdeckt, ist sie davon ganz verzaubert ... „Das Winterkarussell“ von Anna Liebig (dem Pseudonym von Nicole Steyer) ist eine zauberhafte, fast schon altmodische Weihnachtsgeschichte mit viel Herz und Gefühl. Mir finde es toll, dass sie den Roman 1990 spielen lässt, zu einer Zeit, als es noch keine Handys und Internet gab und das Leben noch deutlich ruhiger verlief. Antonia hofft, dass sie und Otto eine Familie werden können, doch er ist ein wirklich schwieriger Charakter. Bis zum 2. Weltkrieg ist er mit seinem Vater und seinem Bruder mit dem Karussell von Markt zu Markt getingelt, sie waren Fahrende ohne feste Heimat. Er hat den Krieg als einziger von ihnen überlebt, versteckt seitdem sich in einem Dorf und das Karussell in einer Scheune. Das ist für ihn kein lebloses Ding, sondern „sein altes Mädchen“ – eine Erinnerung an die gute alte Zeit, als er noch eine Familie und Hoffnung hatte. Durch Antonia bricht jetzt alles wieder auf, „Die Erinnerung brachte den Schmerz zurück. Das, wovor er sich so sehr gefürchtet, wovor er sich all die Jahre versteckt hatte.“ (S. 241) Mir hat gut gefallen, wie die vorsichtige Annäherung von Antonia und Otto beschrieben wird, wie dieses Mädchen es schafft, die raue Schale ihres Großvaters aufzubrechen. Noch besser fand ich allerdings Ottos Erlebnisse 1938 auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt, als er zum ersten Mal in seinem Leben richtig verliebt war und sich sogar vorstellen konnte, sein Leben deswegen grundlegend zu ändern. Ich habe mit ihm und seiner Angebeteten mitgefiebert, ihre Geschichte ging mir sehr zu Herzen. Als besonderes Gimmick habe ich dabei den Leierkastenmann mit dem Esel empfunden, den die Fans von Nicole Steyer bereits aus dem Roman „Für immer Weihnachten“ kennen, der unter ihrem Pseudonym „Linda Winterberg“ erschienen ist. Eine wunderbar warmherzige und heimelige Geschichte die zu Herzen geht und die Sehnsucht nach Weihnachten und der guten alten Zeit weckt. Man bekommt sofort Lust auf den Besuch eines verschneiten Weihnachtsmarktes inkl. Karussellfahrt und heißem Apfelwein.

Tolle Geschichte und schön erzählt

Von: Samy Datum: 06. October 2020

Für mich ist es das erste Buch der Autorin auch unter ihrem eigentlich Namen kenn ich kein Buch von ihr. Eigentlich schreibt sie historische Romane und ich finde das hat sie hier auch sehr gut gemacht. In dieser Geschichte spielen auch Zeitabschnitte in 1900 und 1938. Ich finde es spannend in die Vergangenheit zu reisen. Die Autorin hat diese Zeitabschnitte auch verdammt gut beschrieben. Insgesamt ist der Schreibstil der Autorin wunderbar flüssig und es macht Spaß der Geschichte zu folgen. Ich finde die Autorin hat eine richtig schöne Art die Sachen zu beschreiben, es macht alles Sinn und man kann alles gut nachvollziehen. Eben weil die Autorin so super beschreibt kann man die Geschichte toll lesen, man ist richtig in der Geschichte drin und mag nicht mehr aufhören. Antonia ist eine wirklich süße Person, mir gefällt ihr Charakter und die Art wie sie ist. Doch es gibt auch noch genug andere Charaktere im Buch die wirklich spannend und interessant sind. Desewgen möchte ich über die ganzen Charaktere garnicht viel sagen, ich möchte euch nicht diese schöne winter geschichte vorweg nehmen. Ich finde die Art wie der Großvater erzählt und wie die Autorin diese Geschichte aufnimmt richtig toll. Die geschichte rund um das alte Karussell hat mich gepackt. Ich hab das Buch nicht mehr aus der Hand gelegt und immer weiter gelesen, als ich fertig war musste ich feststellen das ich die ganze Nacht gelesen hatte. Doch das hatte sich gelohnt.

Der Zauber eines Karussells

Von: Rebecca K./ Meine Leseecke Datum: 06. October 2020

Antonia ist gerade mal 15 Jahre alt als ihre Mutter bei einem Unfall stirbt. Als sie dann noch erfährt, dass sie einen Opa hat der im Taunus lebt und sie von nun an bei ihm Leben kann ist sie etwas verwirrt. Doch je besser sich die Bedien kennenlernen umso mehr taut Otto auf. Auf dem Hof gibt es auch ein altes Karussell und als Otto beginnt seine Geschichte zu erzählen kann es Antonia fast nicht glauben was er ihr vom Frankfurter Weihnachtsmarkt erzählt. Bei diesem Weihnachtsroman hatte mich zuerst das Cover angesprochen, welches in Natura mit den glitzernden Elementen noch viel schöner ist als auf dem Bild, und erst dann habe ich mir den Klapptext durchgelesen. Anna Liebig ist das Pseudonym von Nicole Steyer deren Name mir durch meine Lektüre von Historischen Romanen gut bekannt ist. Mir war vor der Lektüre klar, dass es bestimmt kein einfacher Roman wird und doch war ich Neugierig was er mir für eine Geschichte erzählen wird, die im winterlichen Frankfurt spielen wird. Ich muss gestehen, dass mir der Einstieg ins Buch nicht ganz so leicht gefallen ist wie erhofft und es hat eben seine Zeit gedauert bis ich mich mit den Figuren angefreundet hatte und ich richtig in die Handlung eingetaucht war. Gut gefallen aht mir, dass die Handlung in der Gegenwart auf die Erzählstränge von Antonia und Otto aufgebaut waren und man so als Leserin alle Gedanken und Gefühle leider Hauptfiguren mitbekommen aht und es so ein völlig rundes Bild für den Leser ergab. In der Vergangenheit gab es dann nur einen Handlungsstrang und das war der von Otto, wobei hier aber durch Gespräche auch die anderen Figuren zu Wort kamen und so hier auch alles völlig schlüssig für den Leser war. Antonia hat das Schicksal sehr schwer getroffen und nur durch Zufall lernt sie ihren Opa Otto kennen von dem sie noch nie etwas gehört hat. Otto selbst wusste auch nichts von Antonia und doch beschließen Beide das Wagnis einzugehen und es miteinander zu probieren. Dann gibt es aber auch noch den jungen Otto der mit seiner Familie ein Karussell betreibt und ausgerechnet auf dem Weihnachtsmarkt in Frankfurt seiner großen Liebe begegnet. Dem Handlungsverlauf an sich konnte man immer sehr gut folgen und auch wenn ich persönlich das eine oder andere Mal anderer Meinung war so konnte ich die getroffenen Entscheidungen immer sehr gut nachvollziehen. Es waren wirklich alle Figuren des Romans mit sehr viel Leibe zum Detail beschrieben, so dass man sich alle sehr gut während des Lesens vorstellen konnte. Antonia hatte ich auch sofort in mein Leserherz geschlossen gehabt, wobei aber auch der junge Otto sehr sympathisch war. Auch die Handlungsorte egal ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart waren so anschaulich dargestellt, dass es mir sehr leicht gefallen ist mir diese vor dem inneren Auge entstehen zu lassen beim lesen. Auch wenn es die eine oder andere Stelle im Buch gab die für mich etwas zu überzogen erzählt war, so habe ich die Lesezeit mit dem Roman sehr genossen und deshalb vergebe ich auch sehr gerne alle fünf Sterne.

Ein modernes Wintermärchen

Von: Bambisusuu Datum: 05. October 2020

Das Buch "Das Winterkarussell" von Anna Liebig hat mich sofort mit den schönen Cover angesprochen. Die Weihnachtszeit steht bevor und mit diesem modernen Wintermärchen kann man sie auf jeden Fall einläuten. In der Geschichte verliert das junge Mädchen Antonia ihre Mutter durch einen schweren Unfall. Die einzige Zuflucht ist ihr unbekannter Großvater Otto, der zu Beginn sehr mürrisch und abweisend wirkt. Nur langsam taut er auf, als Antonia ein altes Karussell in der Scheune entdeckt. In Otto erblühen Erinnerungen aus der Vergangenheit und versetzen ihn in die Zeit, als er noch ein Schausteller auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt war. Denn hier lernte er seine erste große Liebe kennen. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der einen in die wundervolle Geschichte eintauchen lässt. Die Handlung ist in zwei Zeiten unterteilt, einmal im Jetzt um 1990 und in der Vergangenheit um 1938. Im Jetzt erwecken Otto und seine Enkelin Antonia das nostalgische Karussell, welches zuletzt nur in der Scheune stand, auf dem Weihnachtsmarkt wieder zum Leben. Dabei habe ich das alte Karussell mit seinen bunten Lichtern, der schönen Musik und den detailreichen Figuren bildlich vor Augen. So schafft es das junge Mädchen ihren Großvater zum Strahlen zu bekommen. Aber auch in der Vergangenheit lernt man Ottos große Liebe kennen. Beide kommen aus unterschiedlichen Welten. Otto, der mit seiner Familie als Schausteller unterwegs ist, kann mit Lenes wohlhabenden Leben nicht mithalten. Dennoch wollen sie ihrer Liebe Hoffnung schenken. Sehr romantisch und emotional habe ich hier mitfühlen können. Manche Szenen sind etwas vorhersehbar, trotzdem ist die Handlung genau das Richtige für einen gemütlichen Leseabend. Das Buch lädt zum Träumen ein und versüßt die kommende Weihnachtszeit. Wer einen Besuch auf den Weihnachtsmarkt nicht schafft, sollte diese kurzweilige Geschichte nicht verpassen!

ein wunderschönes Weihnachtsbuch

Von: Ulla Leuwer Datum: 04. October 2020

Meine Meinung: Ich gebe es gerne immer wieder zu, ein Cover kann mich meistens zum Lesen eines Buches verführen. Dieses wunderschöne Cover glitzerte und glänzte, es war eine wahre Freude. Wie sollte ich da widerstehen? Zunächst beginnt die Geschichte in diesem Buch aber sehr berührend und ich war unsicher, was mich hier wohl erwarten würde. Schnell stellte ich fest, es musste (leider) so sein, denn sonst hätten sich Antonia und ihr Großvater Otto nicht kennen gelernt. Otto ist etwas mürrisch und sucht immer wieder Zuflucht bei seinem alten Karussell, mit dem er viele Erinnerungen teilt. Ich als Leserin lerne sie kennen, weil die Autorin immer wieder einen Rückblick in die Vergangenheit macht. Im Wechsel nehme ich also teil an Geschehnissen der Gegenwart und der Vergangenheit. Anna Liebig hat alles sehr gut beschrieben und ich hatte das Gefühl dabei zu sein. Ich war ebenfalls entweder in Frankfurt oder in dem kleinen Ort, wo Otto und Antonia wohnten. Da mir die Protagonisten sehr an mein Leserherz gewachsen waren, wollte ich natürlich wissen, was noch alles passieren würde und vor allem wie es endet. Die Autorin hat sich einiges einfallen lassen, was mich berührte, überraschte und vor allem erfreute. Besonders über das Ende habe ich mich wirklich sehr gefreut, denn da gab es noch eine Überraschung. Fazit: Ein wunderschönes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Es vermittelte ganz besondere Gefühle, es berührte und erfreute mich. Wer ein Buch mit einem Lächeln nach dem Lesen zur Seite legen möchte, sollte dieses auswählen. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung und überlege, ob ich mich nicht mal wieder auf ein Winterkarussell setzen und Runden drehen sollte 😉

Eine Liebeserklärung an die Stadt Frankfurt am Main und ein erwärmendes Wintermärchen

Von: Christina Boersch Datum: 04. October 2020

Das Buch „Das Winterkarussell“ von Anna Liebig ist ein Roman, der auf zwei Zeitebenen vom Zauber eines alten Karussells auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt erzählt und von Verlust und Liebe handelt. Wiesbaden im Jahre 1990: Die 15jährige Antonia hat sich nach dem frühen Tod des Vaters mit ihrer Mutter das Leben neu eingerichtet. Die beiden wohnen in einer kleinen Altbauwohnung und Antonias größte Sorge ist eine erneute 5 in einer Mathematikarbeit. Doch da verunglückt ihre Mutter tödlich, durch diesen erneuten Verlust verliert Antonia ihren Lebensmut, sie ist nun ganz alleine. Da taucht unverhofft ihr völlig unbekannter Großvater Otto auf, ein mürrischer alter Mann, der nichts von seiner Tochter und damit auch nichts von seiner Enkeltochter Antonia weiß. Antonia zieht zu ihm in das abgelegene Dorf Finsternthal, einem kleinen Dorf im Taunus. Dort entdeckt sie in der Scheune ein altes Karussell. Dieses Karussell scheint für Otto eine große Bedeutung zu haben, denn auch sein Leben ist von großen Verlusten geprägt. Frankfurt am Main im Jahre 1938: Otto, sein Bruder Gustav und der Vater sind als Schausteller mit ihrem Karussell auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt. Ganz unverhofft tritt plötzlich die junge Lene in Ottos Leben. Hinter dem Pseudonym Anna Liebig ist die Autorin Nicole Steyer zu finden, die auch unter ihrem richtigen Namen lesenswerte Historische Romane veröffentlicht hat. Unter den weiteren Pseudonymen ‚Linda Winterberg‘ und ‚Anke Petersen‘ hat sie einige Historische Reihen und Einzelbücher veröffentlicht, die ich mit großer Begeisterung gelesen habe. Als die Autorin „Das Winterkarussell“ in den Sozialen Medien ankündigte und damit auch ein neues Pseudonym war mein Interesse durch das wunderschöne Cover direkt geweckt. Ich meldete mich beim ‚Bloggerportal Randomhouse‘ für ein Rezensionsexemplar und erhielt dieses. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Blanvalet-Verlag für die Zusendung des Buches als Rezensionsexemplar. Das Buch konnte mich direkt von den ersten Seiten an in seinen Bann ziehen. Im ersten Kapitel lernen wir Antonia kennen, ein typischer Teenager, die sich Sorgen um die Reaktion ihrer Mutter macht, weil sie wieder eine 5 in Mathe kassiert hat. Als Antonia ihre Mutter gehen lassen muss, zieht es ihr den Boden unter den Füßen weg. Sie fällt und schafft es fast nicht mehr alleine hoch. Immer wieder überfällt sie tiefe Trauer, ihre Erinnerungen gehen zurück, als sie mit ihren Eltern noch ein glückliches, unbeschwertes Leben führen durfte. Doch diese Zeiten sind unwiderruflich vorbei, auch wenn sich Antonia noch so sehr die Vergangenheit zurück sehnt. Als sie dann ihren Großvater trifft, merkt sie sofort, dass auch er von Verlusten geprägt ist. Die beiden finden mit dieser Gemeinsamkeit zueinander und bauen sich damit gegenseitig wieder auf. Antonia ist ehrgeizig und voller Elan. Antonias Elan springt auf ihren Großvater über, aber nicht nur auf ihn. Auch andere Dorfbewohner zeigen plötzlich Interesse an dem Karussells, welches in der Scheune steht. „Es war im Jahr 1900 erbaut worden, jahrelang von Jahrmarkt zu Jahrmarkt gezogen. Wie viele Kinderaugen mochte es zum Strahlen gebracht, wie viele Herzen mit seinen Lichtern gewärmt haben?“ [S. 103, Z. 10-13] Mir hat der Charakter von Antonia sehr gefallen, da er sehr lebhaft und freundlich gezeichnet ist. Trotz ihres großen Verlusts und tiefer Trauer, nimmt sie ihr Leben wieder in die Hand. Otto, Antonias Großvater, lernen wir in den ersten Kapiteln als alten, mürrischen und verbitterten Griesgram kennen. Er sitzt in dem Dorf Finsternthal, redet mit seinem Karussell und scheucht jeden, der es wagt seinen Hof zu betreten, fort. Im Jahre 1938 sah Ottos Leben noch völlig anders aus: Mit seinem Bruder und seinem Vater war er Schausteller, war überall und nirgendwo zuhause. Reibereien mit seinem älteren Bruder gehörten zu seinem Leben dazu. Otto ist eher schüchtern, während der Bruder in fast jeder Stadt mindestens einer Frau das Herz bricht. Doch als die junge Lene in Ottos Leben tritt, ist es um ihn geschehen. Otto schmiedet große Plane, wirkt euphorisch. 1990 ist von diesen großen Plänen nichts mehr übrig. Otto lebt noch sehr in der Vergangenheit, sein aktuelles Leben wirkt trostlos und leer. „Die Zeit lief unerbittlich weiter. Ein Zurück gab es nicht. So gern hätte er jetzt neben seinem Vater gesessen, sich mit ihm den Schnupftabak geteilt, über das Wetter und andere Belanglosigkeiten gesprochen, einfach seine Stimme gehört.“ [S. 241, Z. 10 – 14] Die Charaktere in dem Buch „Das Winterkarussell“ haben mir sehr gut gefallen. Sie sind alle sehr lebensecht und authentisch beschrieben – sie machen Fehler, strahlen aber trotzdem eine Wärme und Leidenschaft aus. Gerda, eine Dorfbewohnerin aus Finsternthal, ist mir mit ihrer lebensfrohen Art sehr ans Herz gewachsen. Viele Situationen mit ihr brachten mich zum Schmunzeln, ein Charakter zum lieb haben. Auch Justus hat etwas ganz Besonderes an sich. Er wirkt des Öfteren wie der ruhende Pol in dieser Geschichte, auch wenn er alles daran setzt, aus dem Schatten seines Vaters hinauszutreten. Lene spielt vorwiegend im Jahr 1938 eine große Rolle. Sie ist eine hübsche junge Frau, die mit ihren Entscheidungen leider nicht ganz frei ist. Aber sie besitzt viel Leidenschaft – für ihre Heimatstadt Frankfurt und für Otto. Der Sprachstil von Anna Liebig ist wunderschön flüssig. Viele Details, vor allem zum winterlichen Frankfurt am Main ließen mich in die Geschichte abtauchen. Die Beschreibungen des Frankfurter Weihnachtsmarkts damals und heute, der hessische Dialekt, der immer mal wieder eingestreut wird, machten das Buch zu einem großen Lesevergnügen. Auch wenn ich schon ein paar mal in Frankfurt war, sehe ich die Stadt Dank des Buches nun mit anderen Augen. Auch die liebevolle Beschreibung des Karussells und der Gefühle, wenn man ein solches Karussell sieht, erfüllten mein Herz mit Wärme. Das große Thema in dem Buch „Das Winterkarussell“ von Anna Liebig ist die Verbindung der Vergangenheit mit der Gegenwart. Alles hängt miteinander zusammen. Entscheidungen von damals prägen das Hier und Jetzt. Ein Leben ist geprägt von Verlusten. Jeder Mensch geht damit anders um. Das Buch zeigt, dass es sich aber immer lohnt weiter zu machen, nicht aufzugeben. Es ist vergleichbar mit einer Karussellfahrt: Man steigt ein, dreht seine Runden, einige Menschen steigen aus, andere ein. Auch die Veränderung der Stadt Frankfurt am Main nach den Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist ein großes Thema. „Die Vergangenheit ließ sich nicht ändern. Sie war gelebt. Aber diese Stadt zeigte ihm, dass man weitermachen musste. Frankfurt hatte am Boden gelegen und war wieder aufgestanden. Die Stadt hatte sich nicht verkrochen, nicht versteckt, war nicht verbittert, sie zeigte ihre Narben, auch wenn sie vieles verloren hatte.“ [S. 267, Z. 3 – 8] Fazit: Das Buch „Das Winterkarussell“ von Anna Liebig ist wie ein Wintermärchen, welches Mut und Zuversicht verspricht. Es besticht durch authentische und liebenswerte Charaktere, die in eine wundervolle Handlung eingebettet sind. Das Buch liest sich wie eine Liebeserklärung an die Stadt Frankfurt am Main, vor allem aber an den Weihnachtsmarkt. Eine perfekte Weihnachtslektüre, welches Herz und Seele erwärmt. Lesenswert! Hinweis: Dieses Buch habe ich vom Blanvalet-Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar bekommen – es hat meine Meinung aber nicht beeinflusst.

Weihnachtlich und absolut märchenhaft!

Von: Magische Bücherwelt Datum: 03. October 2020

Meinung Als ich von dem Buch von Autorin Anna Liebig gehört habe, wurde ich wirklich neugierig. Besonders der Klappentext hat es mir angetan, als ich gelesen habe, dass die Stadt Frankfurt eine Rolle spielt. Denn ich komme ganz aus der Nähe und wurde deshalb noch neugieriger. Zudem liebe ich winterliche und weihnachtliche Geschichten. Auch das Wetter passt absolut zu diesen wunderbaren Geschichten und ich war gespannt, was hier auf mich zukommt. Das Cover ist sehr nostalgisch und es gefällt mir mit all den liebevollen Details sehr gut. Zudem passt es ausgezeichnet zur Geschichte und es gefällt mir wirklich gut. Der Schreibstil der Autorin beinhaltet sehr viel Gefühl und Herz. Sie besitzt einen leidenschaftlichen und wundersamen Schreibstil, der mich bis zum Schluss fesseln konnte. Zudem ist dieser federleicht, sodass ich durch die wunderbare Geschichte geflogen bin und sie dadurch viel zu schnell vorbei war. In dieser winterlichen und liebevollen Geschichte geht es um Antonia, die gerade erst 15 Jahre alt ist und ihre Mutter durch einen Unfall verliert. Sie hat es wirklich schwer und muss dann auch noch zu ihrem unbekannten Großvater ziehen, mit dem sie als Teenager nicht gerade gut zurecht kommt. Denn auch er hat seine Erinnerungen und Erlebnisse aus der Vergangenheit zu tragen. Als Antonia dann aber auf ein altes Karussell stößt, taut ihr Großvater schlussendlich auf und beginnt von einer wunderbaren und sehr magischen Liebesgeschichte zu erzählen, die er damals erleben durfte. Es wurde hier also wirklich sehr emotional und natürlich auch magisch. Ich machte eine Achterbahn der Gefühle durch, wobei die schönen und herzerwärmenden definitiv überwogen. Mein Herz schlug immer wieder höher und ich klebte an jeder einzelnen Seite. Diese Geschichte ist eine für magische, herzliche Momente, in denen man einfach abschalten kann. Ich las das Buch eingekuschelt auf dem Sofa und kann es für diese und die kommende Winterzeit nur empfehlen. Antonia und ihr Großvater gefielen mir sehr gut, auch wenn ihre Beziehung zueinander anfangs etwas holprig war. Ich konnte die Handlungen und Denkensweisen von beiden nachvollziehen und habe beide verstanden. Umso schöner war dann die zauberhafte Liebesgeschichte, die Antonias Großvater ihr erzählte. Das Ende schlug dann noch einmal ein wie eine Bombe und es traf direkt ins Herz. Ich mochte den Abschluss der Geschichte sehr und konnte das Buch mit einem wundervollen und magischen Gefühl abschließen. Fazit Diese winterliche und sehr liebevolle Geschichte hat mir wahnsinnig gut gefallen und traf direkt mein Herz. Die Autorin hat hier wunderschöne Ideen miteingebracht und ich wurde verzaubert von einem einzigartig schönen Setting. Ihr werdet hier auf eine wundervolle, herzerwärmende und schöne Geschichte treffen. Ich konnte sie vollkommen genießen!

Super schön für die Vorweihnachtszeit

Von: Eli`s Bücherecke Datum: 01. October 2020

Durch das wunderschöne Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und wollte natürlich ganz viel über das Karussell erfahren und welche Geschichte es mit sich bringt. Das Buch ist in zwei Zeiten aufgeteilt, einmal 1990 und 1938. Beide Jahreszahlen spielen um die Weihnachtszeit. Die Protagonistin Antonia verliert ihre Mutter und kommt zu ihrem Großvater, der anfangs etwas mürrisch drauf ist. Doch bald fängt er an zu erzählen, über ein nostalgisches Karussell und die große Liebe. Mir hat die Geschichte total gut gefallen, gerade zum Ende hin, als das Buch auf dem Weihnachtsmarkt spielt, kommt so richtig die weihnachtliche Atmosphäre rüber, was das Buch total gemütlich und festlich wirken lässt. Die Geschichte rund um 1938 geht um den Großvater Otto, der zu der Zeit natürlich ein junger Mann ist und im Familienbetrieb als Schausteller auf Festmärkten arbeitet. Dort lernt er Lene kennen, seine große Liebe, doch alles wird ganz anders als gedacht ... 1990 begleiten wir Antonia durch ihr Leben und wie sie später zu ihrem Großvater kommt. Beide merken sofort, dass eine tiefe Verbundenheit entsteht. Ganz besonders haben mir die Kapitel gefallen, die auf dem Weihnachtsmarkt spielen. Nicht nur die weihnachtliche Atmosphäre kommt super rüber, sondern auch die Freundschaft. Otto lernt unglaublich viele, liebenswürdige Menschen kennen, da ist mir beim Lesen wirklich das Herz aufgegangen. Da merkte man richtig den Zusammenschluss der Schausteller und das es nicht wirklich Konkurrenz gab, sondern alles wie ein Miteinander war. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Es hatte etwas leichtes an sich, was mich als Leser sofort an die Geschichte gefesselt hat. Ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen. Die Geschichte rund um das Karussell hat mir sehr gefallen, vor allem auch, wie herzlich und liebevoll Otto von seinem "alten Mädchen" spricht. Eine Geschichte, perfekt für die Vorweihnachtszeit!

Ein „Altes Mädchen“ bringt Kinderaugen zum Leuchten.

Von: Giselas Lesehimmel Datum: 12. November 2020

Meine Meinung Ein „Altes Mädchen“ bringt Kinderaugen zum Leuchten. Weihnachtsromane haben es bei mir sehr schwer. Die kann ich nur als gut empfinden, wenn sie mich in weihnachtliche Stimmung versetzen. Das hat „Das Winterkarussell“ absolut geschafft. Das junge Mädchen Antonia hat es nicht leicht. Vor nicht allzu langer Zeit starb ihr Vater. Nun ist ihre Mutter bei einem Unfall gestorben. Antonia wird vom Jugendamt in eine Einrichtung gebracht, bei der sehr viele problematische Jugendliche betreut werden.Dort fühlt sie sich weder verstanden noch wohl. Da wird ihr Großvater Otto ausfindig gemacht, der im Taunus auf einem Bauernhof lebt. Antonia wusste bis Dato nicht, dass sie überhaupt einen Großvater hat. Als sie den brummigen alten Kerl kennenlernt, ist ihre Hoffnung auf Familie erst mal begraben. Dennoch gibt Antonia nicht auf. Packt ihren Rucksack und fährt zu ihrem Großvater. Sie entdeckt in seiner Scheune ein Karussell. Antonias Schmerz ist zwischen den Zeilen spürbar. Beide Elternteile verlieren ist wirklich nicht leicht für eine 15jährige. Doch mit ihrem großen Interesse an dem Karussell, kann sich das liebenswerte Mädchen in das Herz ihres Großvaters einschleichen. Sein „Altes Mädchen“(Weihnachtskarussell) ist doch das Einzige, was ihm noch geblieben ist. Schon bald merkt der griesgrämige Otto, wie gut seine Enkelin für ihn ist. Im Dorf genießt er nicht gerade den besten Ruf. Es kursieren viele Gerüchte über ihn, die kein gutes Licht auf ihn werfen. Die Geschichte spielt abwechselnd in der Gegenwart und Vergangenheit. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, den jungen Otto kennen zu lernen. Nachdem ich immer weiter in seine Familiengeschichte eingetaucht bin, konnte ich den alten Einzelgänger viel viel besser verstehen. Antonia konnte ziemlich schnell hinter die Fassade ihres Opas blicken. Nachdem Otto überredet wurde dem Frankfurter Weihnachtsmarkt sein „Altes Mädchen“ zur Verfügung zu stellen, beginnt die Geschichte richtig weihnachtlich zu werden. Es schneit. Strahlende Kindergesichter. Ein traumhaft schönes Weihnachtskarussell, das Groß und Klein zu begeistern vermag. Otto blüht förmlich auf. Kann gar nicht verstehen, dass er „Sein altes Mädchen“ so lange untätig in der Scheune stehen lassen hat. Bei mir hat die Geschichte den Wunsch geweckt, den Frankfurter Weihnachtsmarkt zu besuchen. Sobald dies wieder möglich ist, werde ich mich auf den Weg zu dem „Alten Mädchen“ machen. Die Kameradschaftlichkeit auf dem Weihnachtsmarkt hat Otto sichtlich gut getan. Er erinnert sich an sehr viele Dinge aus der Vergangenheit. Besonders an seine große Liebe …… Fazit Mit dem Geschmack von Zuckerwatte auf der Zunge und dem Duft von Apfelwein in der Nase, verabschiede ich mich nun vom „Alten Mädchen“ und sämtlichen Protagonisten. Ich habe sie alle ins Herz geschlossen. Ich durfte mit diesen Menschen eine sehr stimmige Vorweihnachtszeit erleben. Der Schreibstil liest sich wie Butter. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist der Autorin mühelos gelungen. Diese spannende Familiengeschichte hat mir ein paar Tränchen entlockt. Aber ganz ehrlich.: Am Ende waren es Freudentränen. Von mir eine absolute Empfehlung. Sehen wir uns 2021 in Frankfurt? Herzlichen Dank Anna Liebig, für diese stimmige Geschichte.