Ellen Sandberg

Das Erbe

Das Erbe Blick ins Buch

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Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie.

München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen …

Spannendes Buch

Von: Melanie Datum: 03. December 2019

Ein spannender historischer Roman, ich konnte ihn kaum aus den Händen legen. Das Buch handelt von aktuellen Themen, wie Richtig und Falsch, es geht um Entscheidungen und die weitreichenden Folgen, aber auch um Neid, Habgier, Intrigen, Verrat und Wut. Kurze Inhaltsbeschreibung: Mona erbt ein Haus, auf das im Laufe der Geschichte und Verstrickungen immer mehr Menschen Anrecht haben. Die kurzen Sätze fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit bin ich gut rein gekommen und es ist nicht mehr so arg aufgefallen. Das Cover ist sehr schön gestaltet und passt gut zum Inhalt des Buches. Mein Fazit: Für einen gemütlichen Lesenachmittag ein gutes Buch, es macht auf jeden Fall viel Freude, und die Zeit vergeht wie im Flug.

Sehr spannende Geschichte über ein Haus und zwei Freundinnen

Von: KerstinT Datum: 03. December 2019

Mona könnte sich glücklich schätzen, ihre Tante, mit welcher sie so gut wie keinen Kontakt hatte stirbt und vererbt ihr ihr gesamtes Vermögen. Immerhin ein wertvolles Gemälde, Schmuck und ein herrschaftliches Haus in München. Mona hat ausgesorgt! Doch kaum tritt sie ihr Erbe an, folgt eine negative Erfahrung auf die nächste. Dann erfährt sie auch noch, was es mit dem Haus auf sich hat. Und schon steckt sie mitten in einer tragischen Geschichte über die Freundschaft zweier Mädchen, einer davon Jüdin, Ende der 30er Jahre. Ellen Sandberg kennen viele als Inge Löhnig. Hier zeigte sie schon mehrfach, dass sie es versteht spannende Krimis zu schreiben. Als Ellen Sandberg zeigt sie nun zum dritten Mal, dass sie auch spannende Romane schreiben kann. Mir hat „Das Erbe“ sehr gut gefallen. Die Geschichte ist interessant und der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist ihr wunderbar gelungen. Was mir ganz arg gefallen hat ist die zweite Gegenwartslinie. Stück für Stück vernetzen sich diese beiden Stränge und man vermutet schon in welche Richtung es gehen wird. Große Zufälle, aber wieso sollte es nicht so sein? Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Er ist angenehm und flüssig zu lesen. Immer wieder enden die Kapitel mit Cliff Hangern, sodass man einfach weiterlesen muss. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und sehr unterschiedlich. Mona ist mir sympathisch. Ein bisschen zu viel Gutmensch, aber das gibt sich irgendwann. Ihre Familie hingegen ist grauenvoll. Vielleicht sogar etwas zu grauenvoll, das hätte gar nicht sein müssen. Sabine hingegen ist mir total unsympathisch, sie ist sehr klischeehaft, aber super gelungen und authentisch. In ihrer Rolle ist sie perfekt. Monas Nachbarin Adele ist super – eine sehr nette alte Dame, mit der man selbst gerne Kaffee trinken möchte. Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass die Handlung teilweise durch ein paar unnötige Erzählungen in die Länge gezogen wurde. Diese Ausschmückungen hätte es nicht gebraucht. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen, deshalb vergebe ich gerne vier von fünf Sterne und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

Die Vergangenheit lässt sich nicht einfach löschen

Von: Mela Nie Datum: 03. December 2019

"Mona wird das Richtig tun" damit lässt die Autorin Inge Löhnig, dieses Mal unter dem Pseudonym Ellen Sandberg, eine der Protagonisten im Spätsommer 2018 in ein völlig neues Leben starten. Nachdem Mona Lang das großzügige Erbe ihrer Großtante Klara angetreten hat, bleibt ihr nicht viel Zeit den Reichtum unbeschwert zu genießen. Denn nach einigen Ungereimtheiten macht sie sich auf die Suche nach der wahrhaftigen Geschichte ihrer Familie und stößt auf eine schreckliche Intrige. Hier kommt ein weiterer Erzählstrang hinzu, dieser spielt im Jahre 1938 und die junge Klara erzählt ihre Erfahrungen und Erlebnisse vor dem Hintergrund des antisemitischen Deutschlands. Die Idee der verschiedenen Ebenen der Erzählzeit lässt den Leser mitfiebern und nach und nach erkennen, wie alles zusammenhängt. Es dauerte etwas, bis ich ins Buch hineingefunden habe, aber dann war es sehr spannend. Leider ist dieses Thema auch in der heutigen Zeit absolut aktuell und die Erzählung könnte sich genauso ereignet haben. Nur gibt es leider nicht in jeder Familie eine Mona, die trotz des Reichtums die Augen nicht verschließt.

eine spannende Familientragödie mit politischem Bezug

Von: Dennis B Datum: 03. December 2019

Durch den Klappentext des Buches habe ich eine tragische Familiengeschichte erwartet. Meine Erwartungen wurden sowohl erfüllt als auch übertroffen, da die Autorin eine spannende Geschichte rund um die Vergangenheit und Gegenwart eines Hauses erzählt. Die Protagonistin lädt zum mitfiebern ein und die Konstruktion der einzelnen Charaktere hat mir sehr gut gefallen. Durch die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart entstehen überraschende Wendungen, so dass die Spannung hoch bleibt und der Begriff "Langeweile" völlig in Vergessenheit gerät. Besonders der Bezug zum Nationalsozialismus hat mich auch nach Ende des Buches zum Nachdenken angeregt. Ein rundum gelungenes Buch für die kommenden, kalten Winterabende.

Was ist das Richtige?

Von: Isabel (engi) Datum: 03. December 2019

Ich habe dieses Buch unterteilt in drei Abschnitte im Zuge einer Leserunde gelesen. Der erste Abschnitt hat mich auch wirklich gefesselt. Hier lernen wir Mona und Bernd kennen, die seit vielen Jahren in einer Beziehung leben, doch Glück hört sich anders an. Da erhält Mona die Nachricht, dass sie geerbt hat und Bernd eröffnet ihr ein Geheimnis … zur gleichen Zeit verschlägt es uns als Leser in die Zeit knapp vor dem ersten Weltkrieg zurück. Auch hier gibt es Geheimnisse und Entwicklungen, die sich – wie uns ja leider allen hinlänglich bekannt ist – für die Juden sehr zum Nachteil entwickeln. Doch was genau geschah wirklich zwischen Monas Großeltern und der Familie Roth? Soweit so gut, diese beiden Erzählstränge ziehen sich weiter wie ein roter Faden auch durch die beiden nächsten Abschnitte. Hier möchte ich anmerken, dass ich den Anfang und auch das Ende wirklich spannend fand. Flüssig und anschaulich geschrieben blätterten sich die Seiten fast wie von selbst um. Leider wird die Geschichte in der Mitte ein wenig zäh. Die Protagonisten wurden immer unsympathischer und fast fragte ich mich, ob dieser Teil wirklich von Ellen Sandberg geschrieben wurde. So kenne ich sie gar nicht als Autorin. Weitgehend versöhnt hat mich das Ende, das mit einigen Überraschungen aufwartete um den Roman schließlich ohne Kitsch zu beschließen. Nicht schlecht, aber von Frau Sandberg bin ich besseres gewöhnt.

Wieviel Gewissen ist gesund?

Von: Temperance Datum: 02. December 2019

Wieviel Gutmenschsein ist eigentlich noch gesund? Diese Frage stellte sich mir beim Lesen sehr häufig. Mona ist mir etwas zu korrekt, zu naiv und zu gewissenhaft dargestellt. Ihr Leben besteht nur aus kaputten Beziehungen, an denen sie auf den ersten Blick keinerlei Schuld trägt. Aber halt nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten erkennt man, dass sie sich vieles einfach selbst zuzuschreiben hat. Sie hinterfragt nichts und niemanden und vertraut gleichzeitig nicht auf das Gefühl ihrer engsten Freunde. Im Endeffekt handelt dieser Roman also von der Frage, wieviel Gutmenschsein ist noch gesund und wann fängt man an daran kaputt zu gehen. Auch das muss Mona lernen um am Ende zu sich selbst zu finden. Verpackt ist dieses in einer recht spannenden Geschichte rund um das Nazi Regime und dessen Folgen bis in die heutige Zeit. Stellenweise etwas langatmig aber durchaus schön geschrieben. So ganz kam ich leider nicht in die Story herein. Obwohl ich eigentlich ein zügiger Dauerleser bin hatte ich so meine Schwierigkeiten. Deshalb nur 4 von 5 Sternen.

Geld macht manche Menschen gierig

Von: Daniela Datum: 02. December 2019

Das Cover und der Klappentext machten mich neugierig. „Das Erbe“ ist mein erstes Buch von Ellen Berg und dieses Buch hat mich total überzeugt. Die Autorin schafft es wunderbar zu erzählen, den Spannungsbogen hoch zu halten und den Charakteren sowie Örtlichkeiten Leben einzuhauchen. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm. Bei dem Roman behandelt Ellen Berg das Thema Judenverfolgung und Enteignung, aber auch Familiendramen. Geld macht gierig und manche Menschen verhalten sich abscheulich. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und spreche eine klare Leseempfehlung aus!

Eine fesselnde Geschichte!

Von: Grit Datum: 02. December 2019

Mona erbt von Klara das Schwanenhaus und damit eine Geschichte! Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt - Mona, Sabine und Klara. Durch diesen Schreibstil lesen sich die Seiten schnell weg. Das Buch unterhält und fesselt zugleich, manchmal stimmt es traurig und nachdenklich durch den geschichtlichen Hintergrund, aber es mahnt auch und weckt auf. Ich fand das Buch vor allem durch diesen Hintergrund lesenswert. Ein schönes Weihnachtsgeschenk für alle die 'mehr' bei einem Buch wollen. Kurzum: klare Leseempfehlung von mir!

Wird Sie das Richtige tun?

Von: SummseBee Datum: 02. December 2019

Spätsommer 2018: Mona Lang wird über Nacht reich. Ihre Großtante Klara hat sie zur Alleinerbin gemacht und somit auch zur neuen Besitzerin eines großen Hauses in München-Schwabing. Klara war sich sicher, dass Mona "das Richtige tun wird". Auch wenn Mona nicht weiß, was ihre Tante damit meinte nimmt sie das Erbe an und kommt schon bald einer Intrige auf die Spur, die mit der Vergangenheit des Hauses zu tun hat... Neben dem Erzählstrang von Mona gibt es noch zweite weitere in diesem Buch. Da ist zum einen Sabine, die durch ein altes Tagebuch ihrer Oma Zweifel an ihrer Herkunft bekommt und einem alten Geheimnis auf die Spur kommen möchte. Und zum anderen wird die Geschichte der jungen Klara im Jahr 1938 erzählt. Sie ist mit der Tochter der jüdischen Unternehmer-Familie Roth befreundet, die ihre Auswanderung plant. Immer mehr Details bekommt der Leser im Verlauf der Geschichte, was damals wirklich passiert ist. Alle drei Frauen sind sehr unterschiedlich und auf ihre Weise interessante Charaktere, die die Geschichte gut tragen. Doch am sympathischen war mir Mona mit ihrer bodenständigen und menschlichen Art. Das sie zwar anfangs ihr Erbe genießen kann und dennoch nach den wahren Gründen des Besitzerwechsels (des Hauses) sucht hat mich sehr beeindruckt. Bis zum Schluss waren alle drei Erzählstränge spannend erzählt und haben mich teilweise auch sehr berührt. Definitiv ein Buch das neben der Spannung genug Emotionen vermittelt, so das es auch noch nach dem Lesen nachklingt.

Das Buch regt zum Nachdenken an

Von: Buecherfresser21 Datum: 02. December 2019

Das Buch handelt von einer Erbschaft in der die Geschichte hinter dem Erbe von den Anfängen der Judenverfolgung bis weit nach Kriegsende 1945 reicht. Hauptfigur des Buches ist Mona. Zu Beginn lebt sie mit ihrem Lebenspartner in Berlin. Eines Tages findet sie in ihrem Briefkasten einen ungewöhnlichen Brief, in dem geschrieben steht ein Haus in München sowie das gesamte Vermögen ihrer verstorbenen Großtante Klara geerbt zu haben. Dies stellt ihr ganzes bisheriges Leben komplett auf den Kopf. Zunächst ist sie völlig überwältigt und wie betäubt vor Glück. Doch ahnt sie nicht im geringsten welche Bürde ihr Klara damit auferlegt hat. Also beschließt sie nach München zu fahren, um sich mit dem verantwortlichen Notar über den Nachlass zu beraten. Aus dem Testament geht hervor, dass keinerlei Bedingungen oder Verpflichtungen an das Erbe geknüpft sind. Jedoch wirft dessen Satz: "Mona wird das richtige tun.", in ihr etliche Fragen auf. "Was meint sie bloß damit?" Mona fährt also zu genannter Adresse, um sich das Haus zu begutachten ebenso die Wohnung Klaras. Dort macht sie später eine Entdeckung, die mehr oder weniger zum Schlüsselereignis des gesamten Buches wird. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und nicht's ist so wie anfänglich geglaubt.... Um die Spannung für diejenigen nicht zu nehmen, die das Buch noch lesen möchten, will ich dazu gar nicht mehr verraten. ;-P Mein persönliches Feedback zu " Das Erbe" ist offengestanden eher gemischt. Die Story war gut verpackt, die Figuren waren authentisch und gut verständlich. Der Aspekt, dass es sich im Buch primär im bzw. um Handlungen des 3. Reiches dreht, hat es sehr interessant werden lassen. Es erschließt sich zwar nicht eindeutig, ob die Geschichte an einem wahren Hintergrund lehnt, dennoch ist es sicher nicht abwegig. Den Schreibstil der Autorin empfand ich jedoch leider etwas zäh zu lesen. Anfangs hat es meiner Ansicht nach eine gefühlte Ewigkeit gedauert bis zum ersten spannenden Höhepunkt. Dann ebbte die Spannung auch leider schon wieder etwas ab. Das fand ich sehr Schade, denn ich habe es gern, wenn mich ein Buch fesselt, sodass man stetig angetrieben wird weiterzulesen. Diese Motivation hat mir hier leider ein wenig gefehlt. Weiter fehlten mir einige Zusammenhänge, sodass ich öfters im Buch zurückblättern musste. Was möglicherweise nicht zuletzt an den vielen unterschiedlichen Figuren in verschiedenen Zeitaltern gelegen haben mag. Fazit: Das Buch war auf jeden Fall sehr Facettenreich. Es gab häufige Perspektivenwechsel mit verschiedenen Figuren. Diese jedoch, führten hin und wieder dazu, die Übersicht etwas zu verlieren. Sicher auch der Tatsache verschuldet, dass sich der häufige Figurenwechsel auch auf historischer Zeitebene sehr oft überschnitt. Dies nahm unglücklicherweise auch ein bisschen das Tempo aus der Erzählung. Abschließend will ich aber noch anmerken trotz meiner Kritik, fand ich dieses Buch nicht schlecht und Geschmäcker sind bekanntlich ja sehr verschieden. Lediglich die mir etwas zu häufigen Sprünge der Charaktere, sind Grund meiner intensiveren Kritik. Sonst war das Buch sehr interessant. Mich als Leser hat es zum Nachdenken bewegt. Und das ist es doch was ein gutes Buch ausmacht, oder?!

Gefesselt bis zum Schluss

Von: Irish15 Datum: 01. December 2019

Schon der Klappentext des Buches hat mich angesprochen, da ich gerade Bücher mit historischem Hintergrund sehr spannend finde. Die Geschichte von Mona und Klara hat mich von Anfang an gefesselt und ich habe das Buch kaum aus der Hand gelegt. Die Verknüpfung von Geschichte und Fiktion ist durch die drei Erzählstränge sehr geschickt miteinander verwoben. Historische Fakten über die Arisierung, und Monas Geschichte dazu, könnten die Geschichte einer wahren Begebenheit sein. Wahrscheinlich ist man deswegen so gebannt. Ich möchte hier gar nichts zu dem eigentlichen Inhalt des Buches schreiben, denn gerade die Aufdeckung der Geheimisse, die nach und nach durch die Recherche von Mona, und die Erzählungen von Klara zutage kommen, machen den Reiz an dem Buch aus. Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der Interesse an Menschen und ihren Geschichten mit historischem Hintergrund hat.

Die Vergangenheit reicht bis in die Gegenwart

Von: Robert Datum: 01. December 2019

Der Roman "Das Erbe" ist das dritte Buch, das Inge Löhning unter ihrem Pyseudonym Ellen Sandberg verfasst hat. Da mir die beiden vorherigen Romane äußerst gut gefallen haben, war ich sehr gespannt auf den Neuesten. Er spielt auf zwei unterschiedlichen Zeitebenen; einmal im Jahr 1938 und einmal im Jahr 2018. "Spätsommer 2018: Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher:" Mona wird das Richtige tun." Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt- und um ihre Familie." (Von der Rückseite des Romans). Im Laufe des Romans erschließt sich dem Leser, was es mit dieser Intrige auf sich hat. Dafür taucht man in die Geschichte des Jahres 1938 ein und lernt Klara kennen, die gemeinsam mit ihren gutsituierten Eltern im Haus der jüdischen Kaufmannsfamilie Roth lebt. Bevor sie auswandern, schließen Klaras Vater und Jakob Roth ein geheimes Abkommen, das bis in die Gegenwart wirkt. Es gefällt mir besonders gut, dass sich Ellen Sandberg alias Inge Löhning mit gesellschaftsrelevanten Themen beschäftigt und durch ihre Bücher sehr zur Auseinandersetzung mit diesen Themen anregt. Das dunkle Kapitel Nationalsozialismus spielt in diesem Roman- wie auch in "Die Vergessenen"- eine große Rolle.

Wenn Recht nicht gerecht ist.......

Von: Hyperventilea Datum: 30. November 2019

Vollkommen unerwartet erbt Mona das Münchner Mehrparteienhaus ihrer Großtante Klara, das Schwanenhaus. „Mona wird das Richtige tun“, davon war Klara überzeugt. Mona entschließt sich daraufhin, ihr altes Leben in Berlin hinter sich zu lassen, nach München zu ziehen und dort neu anzufangen. Doch bald wird klar, dass alles doch nicht so glatt ablaufen wird wie erhofft. Als Mona Nachforschung zur Geschichte des Schwanenhaus anstellt, kommen lang verschwiegene unangenehme Wahrheiten ans Licht und Mona erfährt schmerzlich, dass Gerechtigkeit, Recht und Moral oft meilenweit auseinanderliegen. Ich bin ein großer Fan der Romane von Inge Löhnig und ihrem Pseudonym Ellen Sandberg. Auch dieses Buch ließ sich - wie ich es von der Autorin gewohnt bin- sehr flüssig und angenehm lesen. Nachdem sich die Handlung anfangs recht langsam dahin zog, nahm die Geschichte ab der Hälfte ziemlich Fahrt auf und ich konnte das Buch dann kaum mehr aus der Hand legen. Der Roman ist in drei verschiedene Erzählebenen gegliedert, abwechselnd wird die Sichtweise von Mona und Sabine in der Gegenwart und Klara in der Vergangenheit beschrieben. Diese Dreiteilung sorgt für Abwechslung in der Erzählweise, weckt Neugier und wirft Fragen auf. Erst später wird klar, wie Sabine und die anderen beiden Frauen miteinander verknüpft sind. Gut fand ich auch, dass Konstantin Dühnfort, Ermittler aus den Löhnig Krimis, einen kleinen Gastauftritt hat. Nicht umsonst heißt es ja, dass München ein großes Dorf ist. Müssen wir Verantwortung für das Handeln unserer Verwandten und Vorfahren übernehmen? Sind wir moralisch verpflichtet, vergangenes Unrecht auszugleichen, auch wenn alle Beteiligten nicht mehr am Leben sind? Das sind die bedeutenden Fragen, um die sich der Roman dreht und mit denen sich Protagonistin Mona und der Leser auseinandersetzen. Restlos überzeugt hat mich der Roman trotz des vielversprechenden Ansatzes aber doch nicht. Ich hatte Schwierigkeiten mit vielen Figuren, die mir etwas zu einseitig und schwarz-weiß gezeichnet werden. Die Mitglieder von Monas Familie zum Beispiel wirken allesamt wie ein unerträglicher Haufen geldgeiler Unsympathen, ohne auch nur eine positive Eigenschaft. Auch Bernd und die Gombrowskis kommen sehr schlecht weg. „Gutmensch“ Mona dagegen, die stets um moralisches und verantwortungsbewusstes Handeln bemüht ist, hat schon etwas mehr Ecken und Kanten, identifizieren konnte ich mich mit ihr aber auch nicht richtig. Die plakativen Charaktere nehmen der ganzen Geschichte leider ein wenig an Tiefe und so werden die wichtigen und notwendigen Fragen stellenweise recht undifferenziert behandelt. Auch wenn ich von Inge Löhnig / Ellen Sandberg schon manche bessere Romane gelesen habe, hat mich dieser trotzdem gut unterhalten. Schreiben kann sie zweifelsohne und wird es hoffentlich weiterhin tun.

Faszinierende Familiengeschichte

Von: Insta.amreading Datum: 30. November 2019

Das Erbe von Ellen Sandberg hat mich von dem 1. bis zum letzten Kapitel sehr gut unterhalten. Die Autorin schreibt sehr detailreich, bildhaft und ich war das ganze Buch über gefesselt von Mona und Klaras Geschichte: Beziehungs- und Familiendrama, Widerstand in der NS Zeit, Gegenwart und Historie... dieser Roman verbindet alles auf eine sehr faszinierende Art und Weise. Ich habe diesen Roman über ein Wochenende hindurchgelesen, und ich denke dass Freunde von Familiendramen mit historischem und gesellschaftlichen Touch genauso begeistert sein werden, wie ich es immer noch bin. Für mich ein ganz starker Roman für Lesende aller Generationen.

Das Schwanenhaus

Von: Ele Datum: 24. November 2019

Das Erbe, Roman von Ellen Sandberg, 503 Seiten, erschienen im Penguin Verlag Dinge, die uns nicht gehören. Vergangenheit, der wir nicht entkommen. Mona Lang ist über Nacht reich. Sie hat ein großes Haus in München, von ihrer Großtante Klara geerbt. Aber sie kann sich nicht so richtig daran freuen, es gibt Menschen, die ihr das Glück nicht gönnen, z.B. ihre eigene Familie. Als Mona Unterlagen findet, dass das Haus evtl. unrechtmäßig in den Besitz von Klaras Familie gekommen sein könnte überlegt die Bauzeichnerin, wie sie das Unrecht das in den Naziwirren geschah, wieder gutmachen könnte. Das Buch hat mir wieder, wie auch die Vorgänger der Autorin, bestens unterhalten. Sandberg besticht erneut durch ihre Art, das Geschehen, wie auch handelnde Personen und das Setting so gut zu beschreiben, dass das Buch wie ein Film im Kopf des Lesenden abläuft. Ich bin der Meinung, dass sich alle Bücher der Schriftstellerin hervorragend als Filmgrundlage eignen. Dieser Roman teilt sich in drei Erzählstränge und in zwei Zeitebenen, der Leser muss sich sehr konzentrieren um dem Geschehen lückenlos folgen zu können. Dadurch, dass die Kapitel mit einer Person und Jahreszahl versehen ist, lässt dich das auch bewerkstelligen. Ein flüssiger, bildmalerischer Erzählstil lebhafte Dialoge und kursiv gedruckte Gedanken, Tagebucheinträge und Briefe, beleben das Geschriebene und haben mich nur so durch das Buch eilen lassen. Ungern habe ich das Werk aus der Hand gelegt, denn dann kreisten meine Gedanken stets darum, wie sich der Roman wohl zum Schluss auflöst. Spannung ist von den ersten Zeilen an vorhanden, die sich aufbaut und am Ende in einem furiosen Schluss mündet. Die emotionale Erzählung hat mich sehr berührt, das Schicksal von Klaras Freundin Mirjam ist mir nahe gegangen. Die Selbstlosigkeit der Protagonistin ist echt und glaubhaft geschildert. Die handelnden Charaktere agierten nachvollziehbar. Wenige sind mir lieb geworden z.B. Mirjam, Mona oder Oliver Sander, andere hab ich nicht so recht einordnen können, Bernd, Klara und Tim/Charlie und einige habe ich regelrecht gehasst Heike, Sabine und Monas Eltern z.B. In der Hälfte des Buches hatte ich einmal kurz Schwierigkeiten, um die Person „Tim“ und das „Karlchen“, die aber sehr schnell ausgeräumt wurden. Doch die vorhergehenden Bücher der Autorin haben mich noch ein wenig mehr mitgenommen und über die Lektüre hinaus gedanklich nicht losgelassen. Der Leser bekommt in diesem Buch auch für danach noch einiges mit. Auf den letzten Seiten befindet sich eine Erklärung über die Vorgehensweise der Rückerstattung von Immobilien und Vermögen aufgrund von Verfolgung während des Nationalsozialismus, das war interessant, die chronologische Aufstellung der Gräueltaten und Schikanen gegen die jüdische Bevölkerung von 1933 bis Ende des 2. Weltkriegs , war sehr informativ und hat mich traurig gemacht. Insgesamt kann ich das Buch von Ellen Sandberg nur empfehlen, ein wenig schwächer als die Vorgängerbände. 4,5 von 5 Sternen.

Ein Erbe mit ungeahnten Folgen

Von: Mattis Datum: 24. November 2019

Die Berliner Bauzeichnerin Mona Lang wird plötzlich reich, als sie das Schwanenhaus ihrer verstorbenen Oma Klara aus München erbt. Im Abschiedbrief ist sich diese sicher, dass Mona "das Richtige" mit dem Haus tun würde. Doch was damit gemeint ist, versteht Mona Lang zuerst nicht. "Das Erbe" wurde von Ellen Sandberg aka. Inge Löhnig verfasst und stellt einen spannenden Familienroman dar, der auf verschiedenen Zeitebenen spielt. Insgesamt wird der Text aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt: Einerseits vom Erbe Mona Lang, ihrer Oma Klara sowie von einer gewissen Sabine aus Hamburg. Diese stößt nämlich im Tagebuch ihrer Oma auf einen rätselhaften Eintrag. Mona Lang erfährt schnell, dass der Besitz eines großen Reichtums folgenreiche Probleme nach sich zieht. Sie muss sich fragen: Wem kann ich wirklich noch vertrauen? Ingesamt fand ich die Handlung an einigen Stellen etwas langwierig und den Charakter "Sabine" ein wenig überzeichnet. Dennoch ist das Buch eine gelungene Unterhaltung mit vielen Wendungen und spannenden Momenten. Allen Fans von historischen Romanen, aber auch Krimifreunden kann ich dieses Buch nur empfehlen!

Spannend bis zur letzten Seite

Von: anas_buecherkiste Datum: 24. November 2019

Was würdest du tun, wenn du dank eines Erbes plötzlich reich bist, dann aber feststellen musst, dass dieser Reichtum auf einem Verbrechen fußt? Dies ist die Ausgangssituation von Ellen Sandbergs Roman. Ihre Heldin ist ein typischer Gutmensch, der durch das problematische Erbe in ein moralisches Dilemma gerät. Je mehr sie über das Haus erfährt, desto weniger fühlt sie sich damit wohl, es geerbt zu haben. Ein wirklich packender Roman, der durch verschiedene Zeitebenen, Perspektiven und einen Briefwechsel besonders clever konstruiert ist. Einzig mit den Protagonisten bin ich nicht richtig warm geworden; sie blieben mir leider ein bisschen zu seicht.

Ein schweres Erbe

Von: Zyrima Datum: 23. November 2019

Inhalt: Spätsommer 2018. Über Nacht ist Mona Lang reich. Ihre Großtante Klara hat ihr ein großes Haus in München-Schwabing vermacht, denn sie war sich sicher: »Mona wird das Richtige tun.« Was damit gemeint ist, versteht Mona nicht. Doch kaum hat sie Klaras Erbe angetreten, kommt sie einer Intrige auf die Spur, die sich um die Vergangenheit des Hauses rankt – und um ihre Familie. München 1938. Die junge Klara belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihrem Vater und ihrem Vermieter, dem jüdischen Unternehmer Jakob Roth. Es geht um die bevorstehende Auswanderung der Roths – und ein geheimes Abkommen … Meine Meinung: Dies ist der erste Roman von Ellen Sandberg den ich gelesen habe und ich bin ehrlich gesagt begeistert.Die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln was nicht zuletzt an dem lockeren, leicht zu lesenden Schreibstil liegt. Mona, die Erbin des Schwanenhauses war mir sofort sympatisch, von ihrem Exfreund als Gutmensch bezeichnet ist sie für mich eher ein Stehaufmännchen,das Dinge auch hinterfragt und nicht alles nur deshalb hinnimmt weil es bequemer ist, Klara, die in Mona die Person sieht die schon alles richtig machen wird und sie deshalb zu ihrer Erbin macht. Sabine, die jedes Klischee über Harzler erfüllt das man sich nur vorstellen will, mit ihrer Art konnte ich mich gar nicht anfreunden. Mirijam, auch sie spielt eine wichtige Rolle in dem Roman, es hat mich traurig gemacht was sie erleben musste, ein schlimmes Kapitel der deutschen Geschichte aus dem der Rest der Welt aber anscheinend leider nichts gelernt hat Gut gefallen hat mir auch das das Buch in zwei Zeitebenen erzählt ist, so bekommt man, gemeinsam mit Mona ,immer mehr Erkenntnisse was Klara mit dem Ausspruch das Mona schon das richtige tun würde, meinte. Der Roman hat alles was gute Unterhaltung ausmacht, er ist spannend ,macht nachdenklich und eine Prise Romantik fehlt auch nicht. Fazit: Sehr gerne empfehle ich diesen tollen Roman weiter und bedanke mich bei Randomhouse das ich ihn Testlesen durfte.

Das Erbe - nach diesem Buch ist man sprachlos und sehr nachdenklich

Von: Lese_gerne Datum: 23. November 2019

September 2018 in Berlin: Die 39jährige Mona ist über Nacht reich. Ihre verstorbene Großtante Klara vererbt ihr ein sehr großes Haus in München-Schwabing mit zwölf Wohneinheiten. "Mona wird das richtige tun." Das hat Klara zu ihrer Nachbarin Agathe gesagt. Doch Mona weiß nicht, was Klara ihr mit diesem Satz auf den Weg geben wollte. Mona forscht nach und kommt einer längst vergangenen Intrige auf die Spur, die auch mit ihrer Familie zu tun hat. München 1938: Klara ist damals 14 Jahre alt und belauscht an der Salontür ein Gespräch zwischen ihren Vater und ihren jüdischen Vermieter Jakob Roth. Die Roths wollen nach Amerika auswandern und bitten Klaras Vater um ein Abkommen. *************************************** "Das Erbe" ist das erste Buch, dass ich von Ellen Sandberg gelesen habe. Deshalb habe ich jetzt keine Vergleiche zu den beiden vorgherehenden Bücher. Aber ich fand dieses Buch, dass zwischen der Geschichte von Mona und Klara hin und her wechselt grandios. Überraschenderweise kommt noch ein dritter Erzählstrang von Sabine in Hamburg dazu. Gewiss gibt es im Buch sehr viele unsympathische Personen, die nur vor Geldgier strotzen. Ehrlicherweise sogar die meisten davon scheinen nur von Geldgier getrieben zu sein. Sogar Monas Geschwister meinen, dass ihnen was vom großen Kuchen zustehen würde und werden zu Mona sehr ungemütlich. Aber Raffgier ist menschlich und bekanntlich schafft viel Geld nicht nur Freunde. Das stellen ja auch die Roths in der Nazizeit fest. Auch ist bewiesen, dass nicht jeder Nachkomme mit dem Besitz der Familie umgehen kann. Nicht umsonst heißt es, dass ein Unternehmen nicht über drei Generationen hinaus geht. Der erste baut es auf, der zweite hält es, er dritte wirtschaftet es runter oder verkauft es. Ihm fehlt einfach das Herzblut dazu. Aber zurück zum Buch. Ich kann es sehr gut verstehen, dass im Buch einige sehr unsympathische Personen eingebracht wurden über die jeder nur fassungslos ist. Die Geschichte ist spannend und packend und Mona kann einem richtig leid tun. Denn ihre anfängliche Freude und Euphorie zum Erbe ist nur von kurzer Dauer. Gefreut hat es mich, dass das Buch in München handelt und in der Geschichte der Vergangenheit das Kaufhaus Hirschvogl erwähnt wird. Auch in dem Buch "Amalientöchter" von Joan Weng hatte das Kaufhaus einen kurzen Auftritt und ich finde es toll, wie so an das Buch "Das Haus der schönen Dinge" von Heidi Rehn erinnert wird. Ein großes Buch Highlight von mir aus dem Jahr 2017. Wer Familiengeheimnisse liebt und gerne über die Nazizeit liest ist bei das Buch "Das Erbe" sehr gut aufgehoben.

Mitreißend und allgegenwärtig

Von: Kingfan19 Datum: 22. November 2019

Wieder ein gelungener Roman von Ellen Sandberg. Wie unerwarteter Reichtum Fluch und Wegen zugleich ist. Wie aus Neid Hass wird, und dieser lügen und betrügen lässt. Geschichtliche Aufarbeitung an beispielhaftem Einzelschicksal, und eine Hauptdarstelleri, welche versucht das Richtige zu tun. Eine Geschichte voll Habgier, welche vor dem Fall kommt. Und schließlich zählt sich Vernunft und Gerechtigkeitssinn aus.

Weniger ist eben oft mehr

Von: Kate Datum: 22. November 2019

Bis zur Hälfte des Buches war die Story sehr gelungen: die Einbindung der NS-Zeit und jüdischen Verfolgung ist durch die Charaktere auf eine Art wiedergegeben, die den Leser in den Bann zieht, aber die Geschichte trotzdem in der Gegenwart belässt. Die spannende Wendung findet sich durch die verzwickten Beziehungsgeflechte der beteiligten Personen und war definitiv eine Überraschung beim Lesen und alles andere als vorhersehbar. Und nun zur weniger positiven zweiten Hälfte: die Hauptfigur Mona wird durch die ganze Story hindurch mit mehr Dramen konfrontiert, als man einer Person realistisch zumuten kann. Das Ganze ist für mich persönlich viel zu viel des Guten gewesen und somit ins Absurde abgedriftet. So auch die Beschreibung mancher Charaktere, z.B. der Hausverwalter der Wände mit dem Vorschlaghammer bearbeitet und die typische Stereotyp-Hartz-4-Empfängerin - ebenfalls nicht so gut gelungen in meinen Augen. Der beabsichtigte gesellschaftskritische Kontrast zwischen "Treu und Glauben" und "Gier und Moral" war zusätzlich noch einiges zu viel vom Guten. Die ständige Betonung von Gutmenschentum über 500 Seiten hinweg ist letzten Endes einfach nur nervig und lenkt von der Geschichte mehr ab, als dass sie Positives beiträgt. Das lässt die inneren Zweifeln und den Zwiespalt der Hauptfigur oft nur anstrengend werden für den Leser. Und warum genau die einzelnen Charaktere und ihre Leben bis zum bitteren Ende miterzählt werden, ohne aber zu einem gemeinsamen Ende zusammengeführt zu werden, macht ebenso wenig Sinn und verlängert die Handlung nur künstlich. Obwohl die Story so gut gestartet ist, hat mich das Ende überhaupt nicht überzeugen können. Sehr schade um die eigentliche Handlung, die ohne dieses ganze ChiChi, sehr viel besser ausgekommen wäre.

Keine einfache Entscheidung

Von: Kiwi2267 Datum: 21. November 2019

„Das Erbe“ ist der erste Roman von Ellen Sandberg, den ich gelesen habe und ich konnte ihn nicht mehr zur Seite legen. Der Roman wird in 2 Zeitebenen erzählt. Die eine handelt im Jahr 2018, dem Jahr, in dem die Protagonistin Mona ihr Erbe antritt und mit dem Nachlass die Erwartung der Verstorbenen mit auf den Weg bekommt, sie werde schon das Richtige tun. Bei der Durchsicht des Nachlasses kommen Fragen auf, die Mona zu weiteren Recherchen veranlassen. Nebendarstellerin ist hier noch Sabine, welche ihre an Demenz leidende Oma ins Heim bringt und ebenfalls Dokumente findet, die viele Fragen aufwerfen und letztendlich dazu führen, dass sich die Lebenswege der beiden kreuzen. Parallel dazu wird die Geschichte der Freundinnen Klara und Mirjam erzählt, die durch die Ereignisse des 2. Weltkriegs getrennt werden und deren Freundschaft ein tragisches Ende nimmt. Im Verlauf der Geschichte werden die Handlungsstränge dann so nach und nach verwoben und stellen Mona letztendlich vor die nicht einfache Frage, ob sie die rechtmäßige Erbin ist. Sie muss eine Entscheidung fällen, die nicht leicht fällt und auch ich habe mich gefragt, wie hätte ich mich entschieden!? Die Autorin beschreibt die verschiedenen Charaktere so gut, so dass ich deren Handeln gut nachvollziehen konnte. Die Spannung wird über die ganze Handlung bis zum Ende hin aufrecht erhalten. Auf alle Fälle lesenswert.

... über Moral und Gerechtigkeit

Von: MaGro Datum: 21. November 2019

Bisher habe ich noch kein Buch von Ellen Sandberg gelesen, fühlte mich aber mit der Erzählung dieser Familiengeschichte sehr gut unterhalten. Das Erbe beschreibt die Geschichte von Mona und Klara zu unterschiedlichen Zeiten: Einmal die aktuellen Geschehnisse um Mona und das Erbe des Hauses in München und die Andeutungen ihrer Familie, die schließlich dazu führen, in der Vergangenheit zu stöbern, was dann zum Anderen in die Zeit von 1938 führt, in welcher Klara im Mittelpunkt der Geschehnisse steht. Mich hat dieses Buch schon nach den ersten Seiten schnell begeistert, eine gelungene Mischung aus fiktiver Erzählung und Geschichte. Insgesamt ein Buch, welches lesenswert und spannend ist und das man gelesen haben muss.

Sehr gute 4 Sterne

Von: Krümel27 Datum: 19. November 2019

Das Erbe - spannend bis zur letzten Seite erzählt Ellen Sandberg eine packende Geschichte vordergründig über Moral und Gerechtigkeit, über Verrat, Hass, Neid und Täuschung. Die Autorin verwebt dabei mehrere Handlungsstränge in unterschiedlichen Städten und sozialen Umfeldern der Gegenwart mit Schilderungen und Briefen aus der Vergangenheit. Alles dreht sich um ein Mehrfamilienhaus in München, um das sich ausgehend von Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus Geheimnisse ranken, die ebenso wie familiäre Verflechtungen zu entwirren sind. Abgründe tuen sich auf, Wendungen überraschen, so dass sich trotz einiger arg überzeichneter Protagonisten ein toller Lesestoff, den man nicht aus der Hand legen mag, ergibt. Unterhaltsam, intensiv, gut recherchiert, flüssig geschrieben - definitiv eine Kaufempfehlung!

Das Erbe

Von: Ursula Datum: 19. November 2019

Das Buch ist leicht und verständnisvoll zu lesen. Ein wunderbares Buch genau richtig für die Winterzeit.

Zwischen Freude der Gegenwart und Trauer der Vergangenheit

Von: Caapri Datum: 19. November 2019

In Berlin lebt die Bauzeichnerin Mona Lang, welche - für sie vollkommen überraschend - von ihrer Großtante Klara als Alleinerbin eingesetzt wird und erhält damit ein großes Mietshaus in München. Ihr Lebensgefährte Bernd trennt sich nun von ihr, da er schon seid einem halben Jahr eine Affäre hat und nun keine Angst mehr haben muss, dass Mona unter der Brücke landet. Daraufhin entschließt sich Mina nach München in ihr neues Haus zu ziehen. Das Erbe erscheint ihr als ein unfassbares Glück, aber als sie sich mit der Geschichte des Schwanenhauses beschäftigt, entdeckt sie erschreckende Abgründe in der Vergangenheit ihrer Familie. Der Roman teilt sich in zwei Zeitebenen sowie zwei Geschichten. Zum einen ist da Mona - erzählt im hier und jetzt, zum anderen ihre Großtante Klara - erzählt in der Vergangenheit um 1938 und die Jahre danach.  Ellen Sandberg hat einen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Stück durchgelesen und es gar nicht bei Seite gelegt. Es ist jedoch auch erschreckend, was über die NS - Zeit aufgedeckt wird. Das Buch ist spannend und läd zum Nachdenken über die Vergangenheit ein.

Erschreckend aber spannend!

Von: Caapri Datum: 19. November 2019

In Berlin lebt die Bauzeichnerin Mona Lang, welche - für sie vollkommen überraschend - von ihrer Großtante Klara als Alleinerbin eingesetzt wird und erhält damit ein großes Mietshaus in München. Ihr Lebensgefährte Bernd trennt sich nun von ihr, da er schon seid einem halben Jahr eine Affäre hat und nun keine Angst mehr haben muss, dass Mona unter der Brücke landet. Daraufhin entschließt sich Mina nach München in ihr neues Haus zu ziehen. Das Erbe erscheint ihr als ein unfassbares Glück, aber als sie sich mit der Geschichte des Schwanenhauses beschäftigt, entdeckt sie erschreckende Abgründe in der Vergangenheit ihrer Familie. Der Roman teilt sich in zwei Zeitebenen sowie zwei Geschichten. Zum einen ist da Mona - erzählt im hier und jetzt, zum anderen ihre Großtante Klara - erzählt in der Vergangenheit um 1938 und die Jahre danach.  Ellen Sandberg hat einen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Stück durchgelesen und es gar nicht bei Seite gelegt. Es ist jedoch auch erschreckend, was über die NS - Zeit aufgedeckt wird. Das Buch ist spannend und läd zum Nachdenken über die Vergangenheit ein.

unterhaltsam

Von: Michael Datum: 18. November 2019

In "Das Erbe" erzählt Ellen Sandberg eine generationsübergreifende Geschichte zweier Familien. Geschickt eingebaute Zeitsprünge um bis zu 80 Jahre bilden dabei eine sehr gute Grundlage für eine spannende Geschichte. Leider werden nicht alle Handlungsstränge überzeugend erzählt – einige Personen der Neuzeit wirken stark überzeichnet. Insgesamt ein Roman mit durchschnittlichem Unterhaltungswert.

Spannend und fesselnd

Von: Ilona Datum: 16. November 2019

Das Buch beginnt harmlos, ist aber von der ersten bis zur letzten Seite absolut spannend. Es entwickelt sich immer mehr und steigt in die deutsche Geschichte in den Jahren rund um den 2. Weltkrieg ein. Die einzelnen Kapitel werden von unterschiedlichen Personen erzählt, so dass sich immer mehr Puzzleteile zusammenfügen. Dadurch ist es abwechslungsreich und sehr spannend geschrieben. Es macht Lust auf Weiterlesen und baut einen Spannungsbogen auf, um möglichst schnell das Buch komplett zu lesen. Der Autorin ist ein geniales Buch gelungen, das sehr gut die Familienschicksale der damaligen Zeit bis zur heutigen Zeit darstellt.

richtig toll

Von: stinna80 Datum: 15. November 2019

Das Buch hat mir wirklich gut gefallen. Spannende Geschichte, unerwartete Wendungen. Wirklich kurzweilig. Der Schreibstil ist gelungen, die Personen gut durchdacht. Beim Lesen entstehen Bilder im Kopf, das hat mir sehr gefallen. Ich habe dann die anderen Bücher von Ellen Sandberg auch gekauft. Auch das, in dem ich gerade lese ist gelungen.

Ein fragwürdiges Erbe

Von: remul Datum: 13. November 2019

Mona, die Hauptfigur des Romans, erbt von einer entfernten Verwandten ein Mietshaus in einem noblen Münchner Viertel. Bald stellt sich heraus, dass der jüdische Vorbesitzer 1938 das Haus an Monas Verwandten zu sehr günstigen Konditionen ( 10% des Wertes) übertragen hat. Die Nachkommen des Vorbesitzers erheben nun Anspruch auf das Erbe. Die beiden Geschwister sind sehr unsympathisch, der eine ein Anlagebetrüger, die andere überzeugte Hartz-Nutzerin. Als Leserin gönnt man ihnen nicht den Millionenjackpot. In diesem Roman geht es um Moral und Anstand, vertreten durch Mona und Gier und Neid vertreten durch Monas Angehörige und die potentiellen Erbberechtigten des ursprünglichen Hausbesitzers. Wie würde man selber entscheiden in einer solchen Situation? Mona findet eine Lösung mit der man als Leser gut leben kann. Für mich ist es das erste Buch von Ellen Sandberg. Sie hat einen flüssigen leicht lesbaren Schreibstil. Man hätte einige Passagen kürzen können. Aber insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und daher vergebe ich gute 4 Sterne.

Das Erbe

Von: Manuela Datum: 12. November 2019

Bei Mona Lang kommt der Reichtum ganz plötzlich über Nacht. Ihre Großtante Klara hat ihr ein Haus vermacht, denn sie war sich sicher, daß Mona das Richtige tun würde. Allerdings ist Mona nicht ganz klar, was denn das Richtige sein soll. Doch schon bald wird Mona klar, daß sie mit dem Haus auch eine Verantwortung und ein Familiengeheimnis geerbt hat und dass es oft nicht einfach ist, das Richtige zu tun. Im Roman „Das Erbe“ taucht Ellen Sandberg in das dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte ein und erzählt eine spannende und bedrückende Geschichte über Neid, Hass, Verrat und Täuschung aber auch über Gerechtigkeit und dem Versuch nach moralisch und ethisch korrekten Grundsätzen zu handeln. Mittelpunkt der Geschichte ist ein Verbrechen aus der NS-Zeit und der Verstrickung der Familie Lang in die Vorkommnisse während dieser Zeit. Dabei wird eine erschreckend realistische Geschichte aus zwei Sichtweisen bzw aus zwei verschiedenen Zeitebenen heraus erzählt. Der eine Teil spielt 2018, zu der Zeit in der Mona das Erbe antritt, die zweite Zeitebene reicht zurück bis ins Jahr 1938 und erzählt dem Leser die Geschichte von Monas Großtante. Dabei nimmt die Geschichte den Leser mit, in eine Zeit, in der Menschlichkeit nicht viel galt und sich trotzdem am Ende oft durchsetzte. Viel mehr verraten kann ich über den Roman nicht, denn das würde die Spannung heraus nehmen. Ich kann nur sagen, ich war zum wiederholten Male vom Schreibstil der Autorin und ihrer Kunst eine Geschichte zu erzählen, begeistert. Von mir definitiv eine Leseempfehlung für alle, die nicht nur seicht unterhalten werden wollen, sondern auch schwerere Kost zu schätzen wissen.

Überraschend genial

Von: Laura L Datum: 12. November 2019

Das Buch “Das Erbe” hat mich sehr überrascht und ich bin endlos begeistert. Anfangs hatte ich keine Ahnung wie die verschiedenen Geschichten und Zeitlinien am Ende zusammenpassen könnten. Ellen Sandberg hat es geschafft eines dieser Bücher zu schreiben, die man nicht aus der Hand legen möchte. Der Zeitstrahl der Judenverfolgung in der Nazizeit ist sehr ausführlich und lückenlos recherchiert, auch den Anhang finde ich deshalb sehr spannend. Alles in allem ein gelungener Roman, den ich jedem empfehlen kann, der sich für geschichtlich inspirierte Literatur interessiert, die nicht zu schwer im Magen liegt.

Spannendes Familiendrama

Von: Tasi5788 Datum: 11. November 2019

Ich habe dieses Buch von Anfang an mit Spannung gelesen und jede Seite hat Lust auf mehr gemacht. Wie kam Monas Familie in das Haus? Was ist wirklich passiert? Wer ist dieser Tim Jablonski? Ich habe immer wieder falsch gedacht und das Ende kam für mich als totale Überraschung mit Marija/Mirjam. Ich ziehe es in Erwägung ein weiteres Buch dieser Autorin zu lesen, der Schreibstil war sehr angenehm und fließend zu lesen. Das einzige Manko, das ist aber Jammern auf höchstem Niveau: es befinden sich teilweise viele Wiederholungen von Worten auf jeweils eng zusammenliegenden Seiten. Mir zat dieses Buch sehr gefallen und mich auch zum Grübeln gebracht. Daumen hoch!

Denn die Vergangenheit holt dich doch ein

Von: Chris Datum: 10. November 2019

Zwischen den Zeilen und Zeiten springt dies Buch hin und her, grandioses Thema mit aktueller Brisanz in Prosa gegossen. Zeitweise zu trivial, jedoch mitreißend und spannend. Das schwere Erbe der diabolischen Nazizeit wird in diesem Buch eindrücklich geschildert, spannend und vielleicht etwas zu zahm, aber absolut lesenswert für alle, die bisher noch wenig Zugang zu diesem Komplex hatten.

Spannende Geschichte

Von: Katja Datum: 09. November 2019

Die Geschichte von Mona, Sabine, Klara und Mirjam ist sehr spannend. Das dunkle Kapitel der deutschen Geschichte wird (zumindest für mich) einmal aus einer anderen Perspektive beleuchtet. Jede der Protagonistinnen erhält genug Zeit in der Geschichte, um sie näher kennenzulernen. Durch die Erzählung aus den wechselnden Perspektiven schließt sich so der Kreis. Gleichzeitg liest sich das Buch dadurch sehr angenehm, wobei es manchmal schwer fällt, es weg zu legen. Leider konnte ich mit den beiden Frauen der aktuellen Zeit wenig anfangen, fand sie zum Teil auch nervig und überzeichnet. Die tut der geschichte jedoch keinen Abbruch, alles im allem würde ich das buch weiterempfehlen.

Sehr empfehlenswert

Von: Monika Datum: 08. November 2019

Das Cover ist sehr schön gestaltet - der Schreibstil ist flüssig und leicht lesbar. Es geht um eine überraschend reiche Erbin, die sich von ihrem Freund trennt und sich mit ihrer Familie überworfen hat. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Ereignissen - der Hitlerzeit - und Jahreszeiten sowie die Beschreibung, wie es zu der Alleinerbin gekommen ist, ist der Autorin sehr gut gelungen. Man kann die Erblasserin sehr gut verstehen, ihr Leben nachvollziehen sowie ihr Testament. Das Buch ist sehr interessant geschrieben und bereitet dem Leser Schwierigkeiten, es aus der Hand zu legen. Jedenfalls ging es mir so, da ich gespannt war, wie die Erbin sich entscheidet. Dieses Buch hätte mehr als 5 Sterne verdient, daher kann ich es sehr empfehlen.

Hast Du schon geerbt oder redet Ihr noch miteinander?

Von: Ines Datum: 04. November 2019

Achtung Spoiler! Mona, in der Sicht einiger Menschen übertriebene Gutmenschin, stellt sich als Hauptfigur des Romans die Frage, ob gravierende Fehler aus der Vergangenheit gutzumachen sind und ob eben doch etwas dagegen einzuwenden ist, dieses Haus zu besitzen. Kurz nach Beginn der Geschichte wird Mona nicht wegen eines gerade angetretenen Erbes geangelt, sondern von Bernd – Lebensgefährte seit zwölf Jahren, Arbeitgeber und Wohnungsgeber in Berlin – verlassen. Er traut sich zu dem Zeitpunkt, die Beziehung zu beenden, weil er gnädiger Weise Mona durch das Erbe als von ihm Verlassene nicht mehr in der Gosse ohne Job und Wohnung endend sieht, und gesteht ihr deshalb die Daueraffäre, die er seit sechs Monaten nebenbei pflegt, der er sich ab jetzt lieber in Vollzeit zuwenden möchte. Das nimmt Mona als Anlass, nach München in die alte Heimat zurückzukehren und sich dort dem Erbe zu widmen. Der Haken bei dem Erbe ist, dass ziemlich fix klar wird, dass 1938 beim Kauf des Hauses vermutlich nicht alles mit sauberen Dingen zugegangen ist. Mona wird von der entfernten Verwandten Klara als Alleinerbin ausgewählt, weil Mona einen moralischen Kompass hat. Im Testament gibt es den Hinweis, dass sie das Richtige mit dem Erbe tun wird. Nur was ist das Richtige und wie findet Mona das heraus? Gibt es nach achtzig Jahren überhaupt das eine Richtige? Sicherlich nicht. Ganz offensichtlich Falsches gibt es dafür reihenweise in den vergangenen achtzig Jahren. So viel kann ich verraten: Die Lösung, die Mona am Ende findet gefällt mir. Sprachlich ist der Roman zuweilen etwas arg seicht. Die sich auftuenden Abgründe sind hingegen alles andere als seicht und bei mancher Wendung habe ich innerlich gezuckt vor Entsetzen, was Menschen tun. Das Buch, das mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde, ist spannend bis zur letzten Seite und ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher, die Ellen Sandberg hoffentlich veröffentlichen wird. Ein Roman für alle, die sich Familiengeschichten und moralisch nicht einwandfrei lösbare Fragen interessieren!

Ein Stück deutsche Geschichte – brisant & erschreckend

Von: Tara Datum: 03. November 2019

In ihrem Buch „Das Erbe“ befasst sich die Autorin Ellen Sandberg wieder einmal mit den Verbrechen aus der NS-Zeit. Die in Berlin lebende Bauzeichnerin Mona Lang beerbt - für sie vollkommen überraschend - ihre Großtante Klara und erhält damit ein großes Mietshaus in München. Zuerst erscheint es ihr als ein unfassbares Glück, aber als sie sich mit der Geschichte des Schwanenhauses beschäftigt, entdeckt sie erschreckende Abgründe in der Vergangenheit ihrer Familie. Der Roman teilt sich in zwei Zeitebenen. Da ist zum einen das Leben von Mona in der Gegenwart und zum anderen die Geschichte von ihrer Großtante Klara in der Vergangenheit um 1938 und die Jahre danach. Man erhält Informationen aus verschiedenen Perspektiven, den größten Teil aus der von Mona und Klara. Dadurch sind die Ereignisse abwechslungsreich und spannend und entfalten einen Sog, der es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen. Da auch die Geheimnisse nur nach und nach ans Tageslicht gelangen, bleibt es durchgehend bis zum Ende spannend. Die Autorin beschreibt ihre Charaktere detailliert und authentisch. Der Schreibstil ist flüssig und trotz der bedrückenden Ereignisse, die zu Tage kommen, angenehm leicht zu lesen, so dass man recht schnell durch die Seiten kommt. Trotzdem erhält man eine Menge interessante, historische Hintergrundinformationen und man merkt, dass Ellen Sandberg ausgiebig recherchiert haben muss. Die Ereignisse sind erschreckend und man möchte kaum wahrhaben, dass diese Fiktion auf wahren Gegebenheiten beruht. Es ist erschütternd zu lesen, was in der Zeit des Krieges passiert ist und die Autorin hat wieder ein dunkles Kapitel der deutschen Geschichte gut recherchiert in einen spannenden Roman verpackt. Unterhaltsam, Intensiv und spannend, sorgt Ellen Sandberg mit ihrem Buch dafür, dass man diese Ereignisse nicht so schnell wieder vergisst.

Eine Frage der Moral

Von: Harakiri Datum: 03. November 2019

Eine Frage der Moral Mona Lang hat ein Haus geerbt und wähnt sich am Gipfel ihrer Träume. Doch bald merkt sie, dass das Haus ein Geheimnis birgt, dem sie sich nicht verschließen kann und das sie nicht glücklich macht. Ihre Nachforschungen führen sie weit zurück in die Vergangenheit und in eine Familiengeschichte, die sie sich nicht auszumalen gedacht hätte. Wieder ein tolles Buch aus der Feder Ellen Sandbergs. Ich mag sowohl ihre Romane als auch ihre Krimis sehr gerne. Im vorliegenden Band dröselt sie eine Familiengeschichte auf, die ihresgleichen sucht. Als Leser muss man auch genau aufpassen, dass man zwischen den vielen Personen nicht den Anschluss verliert. Anfangs denkt man nie an einen Zusammenhang der beiden parallel laufenden Fäden, doch nach und nach erschließt sich, größtenteils aus alten Briefen, die Mona findet, immer mehr, dass das Haus eine bewegte Vergangenheit hat. Mona ist ein Gutmensch, deshalb treibt sie ihre Moral zu einem unvorstellbaren Schritt und bis zum Ende dachte ich noch, dass es anders ausgehen müsste. Das Ende zweier Personen scheint etwas offen, was aber durchaus eine gelungene Wendung ist. Toll fand ich auch, dass die Autorin ihrem Münchner Kommissar eine kleine Gastrolle zuschreibt. Über den Schreibstil von Ellen Sandberg muss ich nicht viel erwähnen: wie immer sehr anschaulich und mitreißend. Teilweise dieses Mal aber etwas zäh, eben weil man manche Handlungen der Protagonistin so schlecht nachvollziehen kann. Fazit: an einem Tag verschlungen – das sagt doch schon alles!

Ein Stück Geschichte in einem tollen Buch

Von: Leseclau Datum: 03. November 2019

Ganz überraschend erbt Mona ein Haus in München. Sie kannte ihre Tante Klara, die ihr das Haus vererbt hat, kaum und weiß somit auch nicht viel über ihr Leben. Doch immer wieder tauchen im Zusammenhang mit der Erbschaft die Worte „Mona wird das Richtige tun“ auf. Als sie beginnt, beim Aufräumen in alten Unterlagen zu lesen, wird ihr nach und nach klar, was damit gemeint ist. Das Haus gehörte einst der jüdischen Familie Roth. Klaras Vater hat es während des Kriegs scheinbar sehr günstig gekauft. Mona versucht herauszufinden, was mit der Familie Roth passiert ist. Schließlich war Klara mit der Tochter der Roths eng befreundet. Je mehr Mona in das Familiengeheimnis eindringt, desto größer werden ihre Fragen. Gehört ihr eigentlich das Haus oder müsste es nicht eigentlich den Nchfahren der Familie Roth gehören? Gleichzeitig erfahren in Hamburg die Geschwister Sabine und Charly, dass ihr Vater adoptiert wurde. Sie beginnen auf sehr unterschiedliche Weise nachzuforschen, was in ihrer Familie geschehen ist. Das Buch hat mich vollständig in den Bann gezogen. Die Charaktere sind absolut nachvollziehbar gestaltet. Man spürt das Herzblut, das in die Geschichte gesteckt wurde und ist schnell mitten im Geschehen. Gegen Ende wurde es mir ein bisschen zu viel Moral. Das Dilemma, in dem Mona steckt, wird sehr ausführlich und immer wieder aufgerufen, was meines Erachtens in der Häufigkeit nicht notwendig ist. Auf jeden Fall werde ich die anderen Bücher von Ellen Sandberg lesen. Ob da wohl auch Kommissar Dühnfort einen Auftritt hat?

Unterhaltsam

Von: Michael Maaß Datum: 02. November 2019

*Spoiler* Das Buch bringt einen schon im ersten Kapitel direkt in die Handlung rein. Die Protagonistin Mona, die von ihrem langjährigen Lebensgefährten abwertend als Gutmensch betitelt wird, erbt ein Haus in München, das Millionen schwer ist. Zuerst klingt alles wie im Traum, doch schon bald muss Mona lernen, dass es doch nicht so einfach ist, wie es zu Anfang den Anschein hat. Als sie beginnt sich mit der Geschichte des Hauses auseinanderzusetzen, weiß sie nicht mehr, ob es tatsächlich ein Traumhaus ist oder eher ein Alptraum. Abwechselnd liest man zu Beginn von Mona, die 2018 ihr Erbe antritt und Klara, die 1938 in eben jenem Hause lebte und die Jugendverfolgung gnadenlos miterlebte. Doch nach den ersten 50 Seiten taucht plötzlich eine Sabine auf. Zuerst weiß man nicht richtig, wie sie in diese Geschichte passt, lebt sie doch in Hamburg und hat scheinbar mit Klara und Mona nicht zu tun. Erst während des weiteren Lesen laufen alle Erzählstränge der Gegenwart und der Vergangenheit zusammen und ergeben eine spannende und tragische Geschichte, die sich durchaus so in der NS-Zeit zugetragen haben könnte. Der Roman ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben. Dadurch war es zu Beginn etwas schwierig, sich in die Figuren direkt hineinzuversetzen. Man fühlte sich lange als außenstehender Beobachter. Insgesamt ist der Roman flüssig geschrieben und hat eine gute Erzählsprache. Die Handlung geht geradlinig voran. Man spürt mit jedem Kapitel, dass man dem Geheimnis um das Schwanenhaus näherkommt. Dennoch waren mir manche Handlungen stellenweise zu ausführlich beschrieben. Es interessierte mich nicht so brennend, wo Mona essen geht oder was sie ist, oder was sie alles auf dem Markt einkauft oder welche Kleidung sie trägt oder wie sie Weihnachten verbringt. Das hat meiner Meinung nach nur unwesentlich zur Handlung beigetragen und hätte vom Lektorat gekürzt werden können. Auch ihr moralisches Dilemma hinsichtlich des Erbes wird mehr als einmal sehr ausführlich dargelegt. Natürlich ist es nachvollziehbar, doch hätte ein paar Zeilen weniger dafür gereicht. Ähnliches gilt für Sabine. Sie bezeichnet sich selbst als Hartzer und scheint sich damit arrangiert zu haben. Gleichzeitig ist sie mit ihrem Leben aber unzufrieden. Sie träumt von einem besseren Leben, von mehr Geld. Ernsthaft dafür etwas tun, will sie aber nicht. Im Gegenteil sie schaut auf ihre Tochter herab, die jeden Tag zur Arbeit geht und Dinge tut, die eigentlich ganz normal sind: Kochen, Plätzchen backen, pünktlich sein… In jedem Kapitel, das aus Sabines Sicht geschrieben ist, wiederholt sich ihr Gejammer und ihr unausstehlicher Charakter kommt zum Vorschein. Mona selbst ist ein Gutmensch, jemand der einen „moralischen Kompass“ hat und anderen helfen möchte. Manchmal erschien sie einem zu gut. Ich glaube in dem ganzen Buch hat sie nicht einmal etwas aus reinem Eigennutz getan. Es fällt mir schwer zu glauben, dass es solche Menschen tatsächlich geben soll. Oft schon wurde sie wegen ihrer Gutgläubigkeit ausgenutzt und dennoch lernt sie nicht dazu. Sie gibt den Leuten eine zweite Chance, auch wenn sie diese nicht verdient haben. Die Quittung dafür bekommt sie prompt. In diesem Sinne ist Mona eher ein schwacher Charakter. Erst ganz am Ende zieht sie ihre Konsequenzen. Klara bleibt das ganze Buch hindurch eher unscheinbar. Man erfährt durch sie, wie sich die Dinge zugetragen haben, aber wirklich etwas über sie erfährt man nicht. Zumindest hat sie bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Insgesamt handelt es sich um einen unterhaltsamen Roman, der einen die Schrecken der NS-Zeit nicht vergessen lässt, aber auch daran erinnert, dass es nicht nur schlechte Menschen gab. Jeder muss für sich selbst entscheiden, wie er mit diesem Erbe umgeht und seine Zukunft nach besten Wissen und Gewissen gestalten.

Eine Hommage an alle Gutmenschen

Von: Biggi Schuhwerk Datum: 02. November 2019

Ich habe schon sehr viele Bücher über den zweiten Weltkrieg, den Holocaust und die Nachkriegszeit gelesen. Dieses Buch allerdings beschreibt ein Thema, mit dem ich mich noch nicht auseinandergesetzt habe. Was passiert, wenn Erben ehemaliger enteigneter Juden ihren Rechtsanspruch geltend machen? Die Autorin hat sich darüber Gedanken gemacht und einen wunderbaren Roman darüber verfasst. Sie schreibt in zwei Zeiten. Eine Frau im Jahr 2018 macht eine unerwartete Erbschaft.... gleichzeitig wird der Leser in die Jahre 1938-1949 zurückversetzt und Zeuge der Reichskristallnacht und ihren verheerenden Folgen. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und habe somit nur die Empfehlung: unbedingt lesen !!!

sehr gutes Buch

Von: kati Datum: 01. November 2019

das Buch "das Erbe" ist ein sehr gutes Buch.Habe es in 2 Tagen gelesen. In diesem Buch geht es um Neid,Hass,Gier und Verrat. Auch die Zeitsprünge fand ich sehr gelungen. Ich werde mir die anderen Bücher von Ellen Sandberg auch kaufen.

Gute Unterhaltung

Von: Susanne Datum: 01. November 2019

Auch wenn mir der Schreibstil nicht gut gefallen hat, hat mich die Geschichte gepackt. Es geht um Familie, Freundschaft, Beziehungen und Geheimnisse. Durch die unterschiedlichen Zeitebenen bekommt die Geschichte einen zusätzlichen Reiz. Durchaus lesenswertes Buch obwohl ich mir sprachlich manchmal mehr Raffinesse gewünscht hätte.

Ein absolutes Muss! Packend, erschütternd, aufwühlend

Von: Qultur-HH Datum: 01. November 2019

Mit „Das Erbe“ liefert Ellen Sandberg (das Pseudonym der Münchner Autorin Inge Löhnig) erneut eine spannende, aufwühlende Familiengeschichte, die sich mit den Naziverbrechen, wie wir mit dieser Vergangenheit umgehen und dementsprechend auch mit Moral beschäftigt. Zur Story: Mona Lang erbt unerwartet von ihrer Großtante das „Schwanenhaus“, einen Prachtbau in München-Schwabing. Über Nacht Millionärin – ein Traum. Doch hat Tante Klara Mona das Haus mit dem Zusatz vermacht, dass sie „das Richtige tun“ werde. Nur, was ist das Richtige? Mona beginnt zu forschen. Je tiefer sie gräbt, desto mehr scheinen sich die Gräueltaten und Schikanen der Nazis gegenüber Juden mit dem Schwanenhaus zu verbinden. Zur gleichen zeit findet eine andere Frau in Hamburg heraus, dass sich um ihre Großmutter und ihren Vater ein Geheimnis rankt … Bereits in „Die Vergessenen“ hat Ellen Sandberg bewiesen, dass sie es meisterlich beherrscht, die NS-Verbrechen mit der heutigen Zeit zu verweben und zu einer dichten, verwinkelten, spannenden und erschütternden Geschichte zu weben. Ebenso dicht und packend hat sie „Das Erbe“ konstruiert: Eine Geschichte, die einen nicht mehr loslässt, so aufwühlend ist sie. Besonders, weil es sich so zugetragen haben könnte. Weil es Tausende Fälle gibt, die so oder ähnlich tatsächlich passiert sind. Weil die Autorin mit Briefen und Zeitsprüngen arbeitet. Und weil das Buch die Frage aufwirft, wie man selbst mit so einer Verantwortung, mit der grausamen Vergangenheit, umgehen würde. Nicht nur lesenswert, sondern geradezu ein Muss!

Packender Roman

Von: Isabella F Datum: 29. October 2019

Das Buch beschreibt das Leben von Mona, sie ist eine gestandene Frau, die plötzlich alles von einer entfernten Verwandten erbt. Aufregend geht es los und mit jeder weiteren Seite wird man immer mehr in den Bann des Buches gezogen. Mona kann sich über ein stattliches Erbe freuen, doch nach und nach kommt raus dass sich viel tiefere Abgründe auftun. Das Buch lässt sich flüssig hintereinander weg lesen lassen, ich konnte gar nicht mehr aufhören. Auch die Sicht in der geschrieben wird und wer alles eingebunden wird, reist einen vom Hocker. Alles ist perfekt abgestimmt und gut recherchiert. Alles in allem ein wunderbarer Roman um sich im Winter mit einer Decke einzukuscheln und das Buch zu genießen.

Sehr empfehlenswert

Von: Doreen F. Datum: 29. October 2019

Ein wunderbares Buch. Liest sich schnell und flüssig. An keiner Stelle langweilig, dank flüssigem Erzähltempo. Ich habe auch nur einen kleinen Rechtschreib-, bzw. Wortfehler entdeckt.

Wirklich mitreißend...

Von: Pia Datum: 28. October 2019

Ein toller Roman der zum einen im 2. Weltkrieg und zum anderen in der Gegenwart spielt. Ich werde keine Inhaltsangabe verfassen sondern nur meine Meinung zum Buch kundtun: Super spannender Roman der einen mitreißt und nicht mehr losläßt. Ich habe ihn in zwei Tagen verschlungen. Ein toller Schreibstil der Autorin, der sich einfach flüssig lesen lässt. Detailverliebt aber nicht langatmig oder langweilig. Ich werde jetzt noch andere Romane dieser Autorin suchen. Toll gemacht.

Eins der besten Hörbücher die ich 2019 gehört habe

Von: Uwe Datum: 20. November 2019

Es ist eine eindrucksvolle Familiengeschichte, voller Argwohn. Das Flair von München wird eindrucksvoll geschildert und auch die Zeit der Judenverfolgung wird plastisch dargestellt. Ich habe „Das Erbe“ von Ellen Sandberg als Hörbuch gehört. 7 Tage habe ich für die gekürzte Fassung von immerhin 10 Std. und 55 Min. gebraucht. Mir ist gar nicht aufgefallen, dass es etwas gekürzt wurde. Es ist sehr kurzweilig und auch sehr spannend. An einem Tag hatte ich 4 Stunden an einem Stück gehört. Es gibt 4 Erzählstränge. Vor jedem Kapitel wird angesagt, um wen es geht und in welcher Zeit es spielt. Das finde ich super. Mona ist ein ‚Gutmensch‘. Deshalb erbt sie von ihrer Tante Klara auch ein Mehrfamilienhaus. Das ruft natürlich Neid und Missgunst in ihrer Familie hervor. Zunächst ist sie begeistert von ihrem neuen Leben als reiche Hausbesitzerin. Doch eine Bemerkung ihrer Mutter über die Vergangenheit des Hauses lässt sie aufhorchen und sie begibt sich auf die Suche nach den wahren Erben des Hauses. Und nicht nur danach forscht sie, sondern sie hat sich auch schon immer gefragt, warum sie in ihrer Familie als Außenseiterin behandelt wird. Diese zwei Geheimnisse werden im Laufe der Erzählung gelüftet. Gleichzeitig findet Sabine in Hamburg heraus, dass ihr Vater nicht der leibliche Sohn ihrer Oma ist. Sie begibt sich auf die Suche nach ihren wahren Vorfahren. Ich denke damit nicht zu verraten, dass die beiden Fäden irgendwann zusammenlaufen. Denn das ist schnell abzusehen. Zum Ende wird es dann auch noch recht dramatisch. Es gibt einige Action. Das hätte ich so, gar nicht erwartet. Normalerweise sollte meiner Meinung nach bei weiblichen Hauptrollen auch eine Frau lesen. Es liest aber Thomas M. Meinhardt und er macht es sehr gut. Die weichen Betonungen in seiner Stimme passen genau. Ich höre ihm gerne zu. Für dieses Hörvergnügen gebe ich 5 Sterne und spreche eine klare Hörempfehlung aus. Es ist eines der besten Hörbücher, das ich 2019 gehört habe. Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Hörverlag zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank.