Rena Rosenthal

Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume

Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume Blick ins Buch

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Buch

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Oldenburg, 1891. Als Gärtnerin in der Natur zu arbeiten und die schönsten Blumen dieser Welt zu züchten, davon träumt Marleene schon ihr ganzes Leben. Doch ihr Wunsch scheint unerreichbar, denn eine Gärtnerlehre ist allein Männern vorbehalten. Aber Marleene gibt nicht auf: Kurzerhand schneidet sie sich die Haare ab und verkleidet sich als Junge – und bekommt eine Anstellung in der angesehenen Hofgärtnerei. Marleene ist überglücklich! Doch die anderen Arbeiter machen ihr den Einstieg alles andere als leicht, und es wird zunehmend komplizierter, ihre Tarnung aufrechtzuerhalten. Als sie dann auch noch die beiden charmanten Söhne der Hofgärtnerei kennenlernt, werden ihre Gefühle vollends durcheinandergewirbelt. Marleene muss sich entscheiden – folgt sie ihrem Traum oder ihrem Herzen …

Der Auftakt der großen Familiensaga in hochwertig veredelter, liebevoller Ausstattung!

Der Auftakt einer tollen Trilogie

Von: home_is.where.the.heart_is Datum: 15. August 2021

Das Buchcover ist sehr schön und passend zur Geschichte gestaltet. Auf der Innenklappe wird man von der sympathischen Autorin Rena Rosenthal in einer Blumenwiese mit den Worten „Ich liebe Blumen und Bücher. Mit diesem Roman habe ich meine Leidenschaften vereint“ begrüßt. Der Roman spielt im Jahre 1891. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm. Es wird alles sehr gut erklärt, sodass ich mich in diese Zeit zurückversetzt füllte. Ich habe mit Marleene mitglitten und mitgefiebert. Die Liebe zu den Pflanzen von Marleene und Julius ist direkt spürbar, da die Autorin dies so toll und eingehend beschreibt. Marleene ist eine junge willensstarke Frau, die gerne eine Lehre zur Gärtnerin machen möchte. Doch dies ist Frauen zu dieser Zeit noch untersagt, wie so viele andere, für uns mittlerweile selbstverständliche, Dinge. Kurzer Hand kündigt Marleene ihre Lehrstelle als Zimmermädchen und verkleidet sich als Junge und kommt so ihrem Traum Gärtnerin zu werden ein großes Stück näher. Die Seiten verflogen beim Lesen nur so dahin, ich war dankbar, dass das Buch über 600 Seiten hatte und ich somit ein längeres Lesevergnügen hatte. Im Nachwort wird von der Autorin u. a. der Historische Hintergrund, die Pflanzenjagd oder auch die die gesellschaftliche Stellung der Frauen und vieles weiteres aufgegriffen. Auf den letzten Seiten werden die Plattdeutschen Begriffe, Schimpfwörter und Redewendungen nochmals aufgegriffen, ebenso die botanischhen Namen von den Pflanzen. Ungeahnte Fakten rund um den Flieder sowie zahlreiche Fliederrezepte. Das fand ich klasse, somit konnte ich noch einiges über die damalige Zeit erfahren und habe ein paar Rezepte zum ausprobieren.. Ein absolut wundervolles Buch und ich freue mich schon sehr auf den 2. Band im Frühjahr 2022.

Fliedertraum

Von: Sabine Rave Datum: 03. August 2021

Ich liebe Blumen, schöne Gärten und Parks und Flieder, da müsste ich dieses Buch einfach lesen. Es geht um Marleene, die schon als Kind nichts lieber tut als dich um Blumen zu kümmern. Sie träumt davon Gärtnerin zu werden, doch das ist im Jahr 1891 für ein Mädchen aus der Arbeiterschicht undenkbar. Gärtner sind Männer. Marleene sieht nur einen Weg. Sie verkleidet sich als Junge und bewirbt sich in der Hofgärtnerei als Lehrling. Tatsächlich wird sie angenommen. Doch damit hôren die Probleme nicht auf, denn das Versteckspiel ist nicht leicht... Marleenes Geschichte fesselt einen von der ersten bis zur letzten Seite. Sie war mir so nahe als wenn ich sie persönlich kennen würde. Aber auch alle anderen Charaktere haben die Geschichte sehr lebendig gemacht. Es gab viele tolle Nebendarsteller, vor allem Marleenes Cousine Frieda ist mir sehr ans Herz gewachsen. Sehr gut gefallen haben mir die Einblicke in die Welt der Gärten und Blumen. Irgendwie hatte ich bei. Lesen die ganze Zeit den Duft von Flieder in der Nase. Wer Blumen mag, wird dieses Buch lieben.

Schöner Auftakt zu einer historischen Familiensaga

Von: Klusi liest Datum: 13. July 2021

Oldenburg, Ende des 19. Jahrhunderts: Marleenes großer Traum ist, eine Gärtnerlehre zu machen. Nur allzu gerne würde sie in die Fußstapfen ihres geliebten Vaters treten, der als Hofgärtner in Oldenburg gearbeitet hat. Den Vater verliert sie sehr früh, und ihre Mutter ist krank. Marleene bleibt nichts anderes übrig, als Geld zu verdienen, und sie arbeitet als Dienstmädchen in einem Hotel. Mit ihrer Cousine Frieda teilt sie sich ein Zimmer. Letztendlich ist ein Ereignis im Hotel ausschlaggebend, dass sie einen Entschluss fasst, denn selbst als ein Hotelgast zudringlich wird und sie belästigt, schenkt ihr die Chefin kein Gehör. Da sie als Frau keine Chance hat, für eine Gärtnerlehre eingestellt zu werden, verkleidet sie sich als Junge. Marleenes Geschichte ist interessant, denn hier merkt man, wie wenig Frauen zum Ende des 19. Jahrhunderts in der Gesellschaft galten. Sowohl sie als auch ihre Cousine geben ihr Bestes und erhalten doch kaum Anerkennung. Die damalige Situation gibt mir zu denken, denn eigentlich müsste man meinen, dass es wenigstens bei den Frauen einen gewissen Zusammenhalt gab, aber dem war anscheinend nicht so. Im Folgenden erfährt man, wie es Marleene in Männerkleidern ergeht. Das ist alles kurzweilig und amüsant geschildert, wenn auch einiges etwas unrealistisch auf mich wirkte. Beispielsweise fand ich die Umstände, wie sich Marleene täglich verkleidet hat, schon etwas unglaubwürdig. Da sie ja mit ihrer Cousine ein Zimmer teilt, kann sie nicht einfach als junger Mann aus dem Haus spazieren, ohne Friedas guten Ruf zu schädigen. Andererseits musste sie als Junge in der Gärtnerei ankommen. Wie sie täglich die Verwandlung bewerkstelligt hat, ohne aufzufliegen,konnte ich nicht so ganz nachvollziehen. Marleene ist manchmal viel zu gutmütig und naiv für die Welt. Auch mit den Kollegen gab es einige Ereignisse, die mir nicht sehr realistisch erschienen. Oft fällt es Marleene schwer, sich zu behaupten und ihrer Rolle gerecht zu werden. Die Charaktere sind alle gut gezeichnet, und man lernt liebenswerte Menschen, vor allem der ernsthafte Julius hat mich beeindruckt, der sich gegen den Willen seines Vaters der Zucht von Rhododendren widmet und dadurch unbewusst eine heikle Situation rettet, was ihm jedoch nicht gedankt wird. Aber auch einige fiese Individuen sind vertreten, von denen manche ihr wahres Gesicht aber erst nach und nach offenbaren. Sehr gut haben mir die Einblicke in die Welt einer Gärtnerei zur damaligen Zeit gefallen. Auch das Setting ist wunderbar beschrieben, und vor allem für Oldenburger ist der Roman sicher ein noch größerer Lesegenuss. Der Roman hat mich gut unterhalten, wenn auch so manche Intrige, die hier gesponnen wird, schon sehr heftig ist und doch ein wenig überzogen auf mich wirkte. Was mich dann ziemlich frustriert hat, ist der böse Cliffhanger am Ende. Da bleibt so einiges offen und ungesagt! Natürlich will ich wissen, wie es weitergeht und kann es gar nicht erwarten, bis der zweite Band erscheint. Allerdings werden wir uns da noch bis zum Frühjahr 2022 gedulden müssen. Das ist die Krux bei vielen Mehrteilern, dass am Ende zu viel offen bleibt. Bis der nächste Band erscheint, hat man dann einiges schon wieder vergessen. Ich habe kein Problem mit Mehrteilern, wenn das Ende einigermaßen rund und letztendlich jeder Band für sich lesbar ist. Hier sollte man jedoch auf keinen Fall versäumen, Band 1 zu lesen, bevor das zweite Buch erscheint. Die wunderschöne Ausstattung des Buches möchte ich nicht unerwähnt lassen. Die Klappbroschur ist mit vielen bezaubernden Details ausgestattet, und jede Kapitelüberschrift ziert eine kleine Flieder-Illustration. Zur Abrundung enthält das Buch am Ende auch noch ein paar Flieder-Rezepte und Tipps sowie viel Wissenswertes über diese faszinierende Pflanze.

Erfüllt sich ihr Traum?

Von: Klaudia K. Datum: 09. June 2021

Der absolut überzeugende Roman "Die Hofgärtnerin - Frühlingsträume" von Rena Rosenthal ist ein grandioser Auftakt einer vielversprechenden Trilogie. Die Handlung setzt in Oldenburg um das Jahr 1891 ein. Marleene träumt schon sehr lange davon eine Gärtnerin zu werden und in diesem Beruf alle Geheimnisse der Pflanzen zu entdecken. Als Frau ist ihr in der damaligen Zeit dieser berufliche Weg allerdings versperrt. Sie könnte allenfalls nur als Gehilfin in einer Gärtnerei arbeiten und über niedere Tätigkeiten Geld verdienen. Kurzerhand schneidet sie sich ihre schönen Haare ab und verkleidet sich als Junge, um doch noch den ersehnten Beruf als Gärtnerin ergreifen zu können. Voller Enthusiasmus stellt sie sich beim Alexander Goldbach, dem Chef der Hofgärtnerei, vor. Dieser ist von ihrem bereits schon vorhandenen Wissen angenehm überrascht und stellt sie als Lehrling Marten ein. Die Tarnung als Junge kann das junge Mädchen allerdings im Lauf der Zeit immer schwerer aufrecht erhalten. Noch dazu kommt für Marleene auch noch die Liebe mit ins Spiel. Marleene verlor schon in jungen Jahren ihren Vater, der ihre Liebe zu Pflanzen weckte. Seit dieser Zeit wünscht sie sich so sehr den gleichen Beruf, wie ihr verstorbener Vater erlernen zu dürfen. Rena Rosenthal setzte für ihre Story wunderbare Charaktere ein, deren Wesen sehr gut aufeinander abgestimmt sind und die Botschaft des Romans überzeugend und lebensecht transportieren. Ganz besonders sind hierbei der Autorin die groben Gartenarbeiter, die bodenständige Cousine Frieda, die in einem Blumenladen arbeitet und die Söhne der Hofgärtnerei gelungen. Sehr schön herausgearbeitet sind neben vielen anderen Romanfiguren auch recht schräge Charaktere wie die launische Schwester Rosalie, die gemeinsam mit Marleene zur Schule ging, oder Konstantin der Kunstgärtner sowie Julius, der Fleißige. Die Hauptfigur Marleene ist sehr ehrgeizig und hofft so viel wie nur irgend möglich in der Hofgärtnerei lernen zu können, wobei ihr keine Arbeit zu viel ist. Die Autorin verfasste den Roman mit sehr viel Liebe zum Detail. So erfährt der faszinierte Leser auf sehr unterhaltsame Weise obendrein viele Aspekte über den Flieder, die Alpenrose, bei uns Rohododendron genannt wird, und einige Pflanzen mehr. Obgleich der Roman sehr umfangreich ist und im Lauf der Handlung sehr viel geschieht, ist die Lektüre erfrischend kurzweilig und äußerst unterhaltsam. So gibt es immer wieder überraschende Situationen, die den Leser mitbangen und mithoffen lassen. Der herrlich flüssige Erzählstil der jungen Autorin Rena Rosenthal ist wunderbar und trägt die Story leicht verständlch und mühelos lesbar von einer Seite zur nächsten. Auch die Liebe kommt im Roman nicht zu kurz, und so hofft der Leser sehr, dass es Marleene doch gelingen möge sich ohne persönliche Nachteile als Mädchen in einer Männerdomäne zu zeigen. Es ist einfach sehr spannend, die damit verbundenen äußerst fesselnden Momente mitzuerleben. Die Atmosphäre des Romans von Rena Rosenthal mit ihren vielen malerisch wirkenden Erzählungen ist einfach nur bemerkenswert gut gelungen. Der Leser wird das Buch mit einem tiefen Eindruck um das Wissen, dass unsere Natur doch wohl das Schönste ist, was wir für unseren Geist und Körper zur Verfügung haben schließen. So freue ich mich schon heute sehr auf die Fortsetzung der Romanserie mit dem zweiten Teil im kommenden Frühjahr 2022. Ich habe viele Personen lieb gewonnen und ich kann es kaum erwarten bald wieder von ihnen zu lesen und deren Leben ein Stück weit zu teilen. Ein großer Dank gilt besonders dem Penguin Verlag für die Publikation dieses einmalig schönen Romans.

Schöne Frühlingsgeschichte

Von: Hannah R. Datum: 01. June 2021

Marleenes Traum war es schon immer, Gärtnerin zu werden. Da dies den Frauen ihrer Zeit verwehrt blieb, verkleidet sie sich als Junge, um in der Hofgärtnerei eine Lehre beginnen zu können. Als endlich ihr Traum in Erfüllung geht, werden ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt und auch ihre Gefühle für die Söhne der Hofgärtnerei, bringen sie zunehmend durcheinander. Durch ihre Verkleidung wird ihr aber auch die Ungleichheit von Männern und Frauen, Arbeitern und Bürgerlichen bewusst und sie beginnt, sich mit ihrer vorgegebenen Rolle im Berufs- und Familienleben auseinanderzusetzen. Hauptsächlich aus Marleenes Sicht wird die Handlung beschrieben, dennoch kommen zwischendrin auch immer die anderen Handelnden zu Wort, sodass man die Gefühle und Motivationen aller gut nachvollziehen kann. Die Geschichte ist gespickt mit liebevollen Details über die Pflanzen, das Umland und die Stadt Oldenburg und man kann die Lieblingspflanzen von Marleene, den Flieder, fast durch das Buch riechen. Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen, es liest sich flüssig, ist spannend und man fiebert mit Marleene mit. Wer ab und zu Bücher dieses Genres liest, wird einige Handlungsstränge als vorhersehbar erkennen, was mich jedoch nicht allzu sehr gestört hat. Für einen Nachmittag auf der Gartenliege eignet es sich sehr gut! Der erste Band lässt am Ende zahlreiche offene Handlungsstränge zurück, sodass man gespannt sein kann, was einen in den nächsten Teilen erwartet.

Mitreißender Auftakt der Hofgärtnerinnen Saga

Von: Sylvia Hertel Datum: 26. May 2021

Oldenburg 1891, Marleene hat die Liebe zu Pflanzen von ihrem Vater geerbt. Ihr größter Traum ist eine Gärtnerlehre in der Hofgärtnerei, in der schon ihr Vater gearbeitet hat. Doch Frauen ist es zu dieser Zeit nicht vergönnt als Gärtnerin zu arbeiten. Marleene schneidet sich die Haare ab, zieht Männerkleidung an und gibt sich als Junge aus. Sie hast Glück und bekommt eine Lehrstelle in der Hofgärtnerei. Doch die Gärtner machen Marleene die Arbeit nicht leicht. Dazu kommen noch die zwei charmanten Söhne der Gärtnerei. Auch wenn Marleene sich als Mann ausgibt fühlt sie doch wie eine Frau. Wie lange kann sie ihre Tarnung aufrechterhalten? „Die Hofgärtnerin – Frühlingsträume“ ist der Auftakt der Hofgärtnerinnen Saga von Rena Rosenthal. Die Autorin hat als Kind viel Zeit in der Baumschule ihrer Eltern verbraucht. All ihr Wissen und ihre Liebe zu Pflanzen sind in dieses Buch mit eingeflossen. Die Protagonisten wurden mit viel Liebe zum Leben erweckt. Besonders ist mir Marleene ans Herz gewachsen. Eine kluge und liebeswerte junge Frau. Für ihren Traum Gärtnerin zu werden gibt sie sogar ihre Identität auf. Auch die Familie Goldbach denen die Hofgärtnerei gehört gefällt mir gut. Alexander Goldbach, Vater von zwei Söhnen und einer Tochter ist mir recht sympathisch, auch wenn er nicht immer ganz gerecht ist. Besonders seinem jüngsten Sohn Julius gegenüber. Die beiden Brüder sind sehr unterschiedlich. Julius der die Gärtnerei einmal weiterführen soll muss immer wieder hinter seinem älteren Bruder Konstantin zurückstehen. Konstantin fühlt sich zu höherem geboren und ist ein richtiger Frauenheld. Über Rosalie die Tochter der Familie Goldbach habe ich mich oft amüsiert. Sie schafft es in jeder Situation die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Und es gibt noch einige tolle Charaktere die mir das Lesen zu einem Vergnügen gemacht haben. Der Schreibstil von Rena Rosenthal ist flüssig und leicht verständlich. Die Geschichte ist fesselnd erzählt und das Buch mit über 660 Seiten hat sich sehr schnell gelesen. Besonders gefallen haben mir die eingeworfenen lateinischen begriffe der Pflanzen und das Plattdeutsch, was immer mal wieder eingestreut wurde. Es macht die Geschichte besonders authentisch. Auch die Zeit in der die Geschichte spielt wird gut vermittelt. Nicht nur der Stand der Frau wird aufgezeigt, sondern auch die Unterschiede zwischen der Arbeiterklasse und dem Bürgertum kommt gut zum Vorschein. Über die Arbeitsbedingungen habe ich mich manchmal erschreckt. Ein 10-12 Stundentag war normal und was so ein Arbeitgeber alles von seinen Mitarbeitern verlangen kann ist schon allerhand. Heute kann man sich das gar nicht mehr vorstellen. Mit „Die Hofgärtnerin – Frühlingsträume“ ist eine neue, emotionale und wunderschön erzählte Saga geboren. Ich kann ich es kaum erwarten bis im nächsten Jahr der 2. Band erscheint.

Es ist nicht immer einfach für seine Träume zu kämpfen, aber es ist es immer wert!

Von: thenerdybookbird Datum: 23. May 2021

Schon seit ihren frühen Kindheitstagen ist Marleene von der Pflanzen- und Blumenwelt begeistert. Begierig saugt sie jede Information auf, die ihr ihr Vater liefert, denn ihr Vater ist Gärtner in der Hofgärtnerei der Familie Goldbach in Oldenburg. Am liebsten würde Marleene auch später eine Gärtnerlehre absolvieren, aber da gibt es ein Problem: Marleene ist eine Frau und im Jahre 1881 war es undenkbar, dass eine Frau eine solche Tätigkeit aufnimmt. Als dann noch ihr Vater plötzlich verstirbt, steht sie mit ihrer Mutter vor dem Nichts und muss eine Stelle als Zimmermädchen in einem Hotel aufnehmen. Doch eines Tages hält Marleene diesen Zustand nicht mehr aus und trifft eine folgenschwere Entscheidung: Aus Marleene wird Marten, der neue Lehrling der Hofgärtnerei der Familie Goldbach. Der Klappentext hat mich direkt von Anfang an gepackt. Eine Frau, die gegen alle gesellschaftlichen Widerstände ihre Träume verfolgt? Dieses Buch musste ich einfach lesen. Ich fand es auf der einen Seite schön, Marleene auf ihrem Weg zu begleiten, aber habe auch auf der anderen Seite ein wenig mit ihr gelitten, dass sie einfach nicht die sein darf, die sie ist, wenn sie ihre Träume verwirklichen möchte. Marleene ist einfach eine durch und durch sympathische Person, die an erster Stelle ihre Familie setzt, bevor sie an sich denkt. So überlegt sie lange hin und her, ob sie ihren Plan wirklich in die Tat umsetzen soll, weil sie Angst hat, dass sie danach ihre Mutter nicht mehr versorgen kann. Sie verkauft sogar ihre wenigen Habseligkeiten, die ihr geblieben sind, nur um genug finanzielle Mittel zu haben, um den Plan in die Tat umzusetzen. Ich fand es im Laufe des Buches einfach ungerecht, wie Frauen zur damaligen Zeit behandelt worden sind. Ihnen wurde die Fähigkeit zum logischen Denken aberkannt, sie bekamen keinen Mathematik-Unterricht, sodass sie noch mehr in ihrer Berufswahl eingeschränkt worden sind, und darüber hinaus war sowieso die landläufige Meinung, die natürliche Aufgabe der Frau sei der Haushalt und die Mutterschaft. Niemand hinterfragt dieses Frauenbild. Jeder schnürt die Frauen in dieses gesellschaftliche Zwangskorsett und empfinden es als das Normalste der Welt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Marleene sich dagegen auflehnt und eben dann als Mann verkleidet eine Gärtnerlehre beginnt. Dadurch zeigt sie auch, dass Frauen doch dazu fähig sind, eine solche „Männer-Tätigkeit“ auszuüben, auch wenn es gesellschaftlich nicht ihre Aufgabe zu sein scheint. Interessant fand ich auch in diesem Zusammenhang die Rolle von Dorothea von Wallenhorst innerhalb der Geschichte. Als Tochter aus gutem Hause hat sie die Möglichkeit, als einer der ersten Frauen auf eine Gartenbauschule zu gehen. Zwar ist sie mit dem Abschluss dieser Schule eine ausgebildete Gärtnerin, wird aber in der Hofgärtnerei alles andere als so behandelt. Obwohl sie einen Abschluss hat, bekommt sie nur genauso viel Geld wie ein Lehrling und muss die schwere Gartenarbeit mit einem Arbeitskorsett und einem Rock bewältigen. Zudem wird sie von ihren „Arbeitskollegen“ nur belächelt und nicht ernst genommen. Allerdings lässt sich Dorothea davon nicht unterkriegen. Sie sagt offen ihre Meinung und ist eine Stimme für die Frauen dieser Zeit. Am Anfang war mir Dorothea noch unsympathisch, aber dies änderte sich schnell. Sie ist einfach eine bewundernswerte und starke Frau, die sich trotz ihres Standes für eine bessere Welt einsetzt. Darüber hinaus fand ich auch am Ende des Buches, als Julius und Marleene an den Plänen zu dem neuen Garten des Großherzogs gearbeitet haben, die Botschaft berührend, die sich daraus ergeben hat. Es sollte kein angelegter Garten sein, sondern ein offener, natürlicher, in der die Pflanzen so wachsen dürfen, wie sie es auch in der Natur machen würden. Der Großherzog möchte weg von den alten ausgetreten Wegen und eine neue Zeit einläuten. Vielleicht auch eine neue Zeit für die Frauen? Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie die Reise von Marleene weitergehen wird, denn es wird einen 2. Band geben. Diese Nachricht am Ende zu lesen, hat mich auf jeden Fall sehr gefreut. Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der das perfekte Buch für einen frühlingshaften Tag sucht und dazu Frauen auf ihrer Reise in ihre Unabhängigkeit begleiten möchte! Ich für meinen Teil drücke ihnen auf jeden Fall ganz fest die Daumen 😊🌻

Die Hofgärtnerin

Von: linasbookscave Datum: 20. May 2021

Vielen lieben Dank an das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, fand ich dass dieser sich sehr interessant angehört hat. Und da ich selten Bücher gelesen habe, die im 19. Jahrhundert spielen, dachte ich mir, ich schaue mal wie mir dieses Buch gefällt. Es geht um die 19-jährige Marleene, die eine Anstellung in einem Hotel hat und dort für sich und ihre kranke Mutter den Lebensunterhalt verdienen muss. Marleene hasst diesen Job, viel lieber würde sie in einem Garten arbeiten und eine Lehre zur Gärtnerin abschließen. Da es Frauen aber strengstens verboten ist, eine Gärtnerlehre zu absolvieren, schneidet Marleene sich kurzerhand die Haare ab und verkleidet sich als Mann, fest entschlossen, ihrem Traum nachzugehen. Allerdings hat sie nicht mit den Söhnen des Eigentümers der Gärtnerei gerechnet, bei denen sie immer ein Kribbeln im Bauch verspürt… Ich finde, der Klappentext verrät schon viel über das Buch selbst. Es ist eine sehr nette Geschichte, es hat mir auch gefallen, dass sich Marleene, gerade weil sie eine Frau ist, nichts gefallen lässt. Es werden immer mal wieder die Ansichten gewechselt, das heißt, einmal ist es in der Sicht des Chefs, Alexander Goldbach, geschrieben, dann wieder Marleene, Marleenes Cousine Frieda oder auch einen der Goldbachsöhne. Ich bin nicht der allergrößte Fan vom Wechseln der Erzähler und das hat mir an der Stelle nicht so gut gefallen. Der Schreibstil war nicht so meins und das Buch wurde viel zu lange gehalten, zwischenzeitlich fand ich es etwas langweilig und ich hatte nicht keine Lust mehr, weiterzulesen. Es war nicht meine Art von einem Buch, aber sicherlich gibt es genügend Menschen, denen dieses Buch gefällt. Schließlich war es eine gute Idee und ich finde Bücher, die im 19. oder 20. Jahrhundert spielen unglaublich interessant. Fazit: Da das Buch sehr lange gezogen, der Schreibstil und der andauernde Personenwechsel nicht mein Fall war, bekommt das Buch 3 von 5 Sternen. Die Geschichte an sich war sehr toll, aber leider hat der Klappentext auch schon ziemlich gespoilert. Ich werde aber definitiv versuchen, mehr Bücher solcher Art zu lesen.

Ein gelungener Auftakt

Von: TemptationLady Datum: 16. May 2021

Marleene hat einen großen Traum. Sie möchte eine Lehre zur Gärtnerin machen, doch leider ist es den Männern vorbehalten, diesen Beruf zu erlernen. Während Frauenhände eher für für das Unkraut zupfen zuständig sind, sind die Männer für die gröberen Sachen gedacht. Zweimal wird sie bei der Hofgärtnerei vorstellig und zweimal wird sie abgewiesen, weil sie eine Frau ist. Enttäuscht zieht sie von dannen. Doch etwas lässt sie umdenken und zu einem Trick greifen. Sie schneidet sich kurzerhand die Haare ab, lügt sogar ihre Cousine an, um ihr nicht die Wahrheit zu sagen, dass sie sich als "Junge" verkleidet bei der Hofgärtnerei vorstellen will. Prompt zeigt sie ihr Können dem Chef und auch einem Paar und begeistert beide. Sie lernt beide Söhne der Hofgärtnerei kennen. Der eine allerdings kommt schnell hinter ihr Geheimnis, während der andere eher zurückgezogen und in sich gekehrt wirkt. Marleene ist eine starke junge Frau, die eigentlich nur einen Wunsch hat, eine Lehre zur Gärnterin zu machen. Doch leider wird es Frauen verwehrt, eine solche Lehre zu machen. Sie sind eher für filigrane Arbeiten gedacht, wie Unkraut zupfen, etc. Auch der Lohn dieser Frauen ist eher unterirdisch, wie Marleene im Laufe der Geschichte feststellt. Erst mit einem Trick gelingt es Marleene doch noch an die begehrte Lehrstelle in der Hofgärtnerei zu kommen. Sie schneidet sich die Haare ab und gibt sich als Marten aus. Eine tolle Idee, wie ich finde. Sie kämpft für etwas, was ihr am Herzen liegt. Im Jahre 1891, in der das Buch spielt, war es ja auch noch nicht so, dass Frauen etwas durften. Sie gehörten nach Hause zu den Kindern und hatten den Haushalt zu führen. Ich finde, die Autorin hat gerade diesen Aspekt sehr gut eingefangen und wiedergegeben. Und dennoch hat sie es auch gekonnt umgesetzt, ohne frech zu wirken, dass die Frauen langsam aber sicher um ihre Rechte kämpften. Die Charaktere, die die Autorin hier erschaffen hat, sind hervorragend ausgearbeitet. Jede Figur für sich hat seine eigenen Eigenheiten, selbst die Figuren, die eher weniger in Erscheinung treten. Aber ich finde, dass auch die Nebencharaktere eine große Rolle spielen. Sie fallen eher negativ auf, wenn sie eher schwarz-weiß bleiben. Man hat mit jeder einzelnen Figur mitgefiebert und gelitten, am meisten natürlich mit Marleene. Aber nicht nur die Charaktere waren gut ausgearbeitet. Das Ambiete, welches die Autorin geschaffen hat, wirkte nicht zu überladen und überfrachtet. Die Informationen, die sie hat einfließen lassen, waren genau auf den Punkt. Nicht zuviel und auch nicht zu wenig. In jeder Szene konnte man eine eigene Atmosphäre spüren, die es mir als Leserin unheimlich vereinfachte, in die Geschichte einzutauchen, die mir das Gefühl gab, eigentlich gar nicht mehr weg zu wollen. Mein Fazit: Dies war ein gelungener Auftakt der Familiensaga aus dem 19. Jahrhundert. Schade, dass ich nun so lange warten muss, bis es mit dieser Saga weiter geht. Voraussichtlich im Frühjahr 2022 und 2023 erscheinen dann Band 2 und 3 der Trilogie. Ich bn wirklich gespannt, wie es weiter geht. Ich danke dem Bloggerportal, sowie dem Penguin-Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Meinung.

Feine Lesezeit

Von: get lucky Datum: 16. May 2021

Und so bin ich nun jedes sonnige freie Minütchen immer mit einem guten Buch hier zu finden. Die Hofgärtnerin - Rena Rosenthal Blumen sind ihre Leidenschaft. Liebe ist ihr Schicksal. Wird sie es schaffen, ihren großen Traum zu leben? Oldenburg, 1891. Als Gärtnerin in der Natur zu arbeiten und die schönsten Blumen dieser Welt zu züchten, davon träumt Marleene schon ihr ganzes Leben. Doch ihr Wunsch scheint unerreichbar, denn eine Gärtnerlehre ist allein Männern vorbehalten. Aber Marleene gibt nicht auf: Kurzerhand schneidet sie sich die Haare ab und verkleidet sich als Junge – und bekommt eine Anstellung in der angesehenen Hofgärtnerei. Marleene ist überglücklich! Doch die anderen Arbeiter machen ihr den Einstieg alles andere als leicht, und es wird zunehmend komplizierter, ihre Tarnung aufrechtzuerhalten. Als sie dann auch noch die beiden charmanten Söhne der Hofgärtnerei kennenlernt, werden ihre Gefühle vollends durcheinandergewirbelt. Marleene muss sich entscheiden – folgt sie ihrem Traum oder ihrem Herzen … Es gibt Protagonisten, die einem schon ab der ersten Seite sympathisch sind, dazu gehört Marlene eindeutig. Das 19. Jahrhundert ist noch von einem ganz anderen Rollenverständnis geprägt, aber klar doch, dass auch damals die Menschen und eben auch die Frauen Wünsche, Träume und Vorstellungen hatten. Es gehörte natürlich eine Portion Mut und Ausdauer dazu. Schafft es Marlene, ihre Maskerade aufrecht zu erhalten, wird sie Erfolg haben, wird sie glücklich... ? Ein bisschen was davon beantwortet dieser Band, zwei weitere sind angekündigt. Der Schreibstil, der mir unbekannten Autorin ist leicht und flüssig; sie schafft es den Spannungsbogen zu halten und macht auf alle Fälle Lust, die Folgebände zu lesen. Dass die Autorin selbst in einer Baumschule groß geworden ist, ist einfach zu spüren! "Manchmal ist Lesen so wundervoll wie ein Strauß frischer Flieder!" So steht es auf dem Lesezeichen geschrieben, das dem Buch beigelegt war; der Flieder spielt im Buch (und bei der Einbandgestaltung) eine zentrale Rolle, und ich bin gerade ständig mit offenen Augen unterwegs, ob ich irgendwo zweifarbigen Flieder entdecke. ;O) Dem Penguin-Verlag ein ganz liebes Dankeschön für dieses feine Leseerlebnis! ✶✶✶✶

Naja

Von: alex27101977 Datum: 10. May 2021

Ein absolutes langweiliges Buch

Wunderbar

Von: Mara Datum: 06. May 2021

Meine Meinung zu… …Cover und Gestaltung: Das Cover ist ein Traum. Durch die vielen Blumen und zarten Farben weckt es sofort Frühlingsgefühle. Der Flieder ist nicht nur auf dem Cover präsent, sondern spielt auch in der Handlung eine entscheidende Rolle und wird im Zusatzmaterial erneut aufgegriffen. Rund um eine aufeinander abgestimmte Gestaltung. Ich liebe es! …Sprache und Stil: Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm. Locker leicht fliegt man durch die Seiten. Vor allem bei Beschreibungen von Gefühlen und dem Äußeren von Personen wurden Begriffe aus dem Wortfeld der Blumen und Pflanzen verwändet, sodass die Gärtnerei nicht nur das Hauptsetting ist, sondern auch in der Wortwahl stets dabei ist. Besondern gut hat mir das Plattdeutsch gefallen =) Obwohl ich es nicht sprechen kann, hat es mich doch sehr an meine Unikurse zu der mittelhochdeutschen Literatur erinnert und mich beim Versuch, es zu verstehen, oft mal schmunzeln lassen. Und keine Sorge im Anhang sind die Übersetzungen zu finden. …. Inhalt und Charaktere: Die Hauptfigur Marleene war mir sofort sympathisch. Trotz der wiederholt ungerechten Behandlung, sei es als Schulmädchen, im Hotel oder in der Gärtnerei, war sie immer höflich und hat zuerst an das Wohl der anderen gedacht. Insbesondere ihre kranke Mutter und liebe Cousine sind ihr sehr wuchtig, wie man in der gesamten Handlung merkt. Trotz allen gesellschaftlichen Widerstände gibt sie ihren Traum nicht auf Gärtnerin zu werden. Mutig verkleidet sie sich als Junge, beginnt eine Lehre und beweist damit, dass Frauen genauso klug und hart arbeiten können wie Männer. Das Ungleichgewicht der Geschlechter spielt im Verlauf der Handlung eine immer wichtigere Rolle, aber im Fokus steht Marleens Traum. Dass ihr die attraktiven Söhne ihres Chefs und vor allem ihre Gefühle dazwischenkommen, lässt sie manchmal an sich und ihrem Vorhaben zweifeln, trotzdem beweist sie Mut und meistes viele brenzlige Situationen. Wo wir jetzt schon bei den Söhnen sind: Ich war von Anfang an im Team Julius aber entscheidet selbst beim Lesen, welchen Sohn ihr bevorzugen würdet. Gegenspieler fehlen natürlich auch nicht. Rosalie ist die Erzfeindin von Marleen, und auch ziemlich fließ zu ihr, aber es gibt noch andere in der Geschichte, die sich erst auf dem zweiten Blick als böse entpuppen. An der Handlung habe ich nichts zu meckern. Es gab Spannung, viel Gefühl, auch Wissenswertes über die Gartenarbeit und über die Gesellschaftsstrukturen des 19. Jahrhunderts, lustige und auch traurige Situationen. Mein Fazit: Rundum ein Roman, der einem das Herz aufblühen lässt. Voller Gefühl und Liebe zum Detail wird eine mitreißende Geschichte erzählt. Die blumige Sprache weckt sofort die Lust auf Frühling und selbst ein paar Blumen zu pflanzen. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

Frühlingsbote

Von: Janine Datum: 30. April 2021

Ein wunderschönes Buch, dass zum träumen einlädt! Die beiden Mädchen Marleene und Frieda teilen sich ein kleines ärmliches Zimmer und gehen täglich ihrer schweren Arbeit nach! Für beide ergibt sich die Chance etwas im Leben zum ändern, mutig zu sein und seinem Herz zu folgen! Die Hauptgeschichte erzählt das Leben von Marleene, die sich als Marten verkleidet eine Lehre in einer Hofgärtnerei erschleicht! Als Nebengeschichte läuft Friedas (Liebes)-Geschichte mit! Rena Rosenthal hat es geschafft, beide Handlungsstränge in einer wunderschönen herzlichen Liebesgeschichte zu vereinen! Man fiebert mit Marleene und ist hin-und hergerissen, wer von den beiden Söhnen der Hofgärtnerei wohl der bessere für sie ist! Es wird aber auch zunehmend schwerer für Marleene, ihre Tarnung aufrecht zu erhalten und ebenso die Gefühle im Zaum! Das Buch ist gut recherchiert und beschreibt sehr schön den Alltag, die Gesellschaft und den Stand der Frauen am Ende des 19Jhd..Es ist mit einfachen Worten geschrieben und ich denke es ist ein tolles Geschenk einfach mal zwischendurch für die beste Freundin, Schwester oder Mama! Zum Glück wird ein zweiter Teil folgen!

Die Hofgärtnerin - Frühlingsträume

Von: MarySophie Datum: 25. April 2021

Handlung Oldenburg 1891 Schon seit ihrer Kindheit träumt Marleene davon, eine Gärtnerlehre anzutreten. Sie kann sich nichts schöneres vorstellen, als tagtäglich von den schönsten Blumen umgeben zu sein und an der frischen Luft zu arbeiten. Allerdings scheint ihr Traum unmöglich, denn solch eine Lehre ist allein den Männern vorbehalten. Marleene lässt sich nicht so schnell ins Bockshorn jagen und fasst einen Plan: Sie trennt sich von ihren langen Haaren, besorgt sich Männerkleidung und tritt als Marten auf. Auf diese Weise gelingt es ihr, eine Anstellung in der bekannten Hofgärtnerei zu erhalten. So geht zwar ihr größter Wunsch in Erfüllung, allerdings beginnt nun auch ein heikles Versteckspiel. Stets muss Marleene aufpassen, dass niemand hinter ihr Geheimnis kommt und teilweise fällt es ihr sehr schwer, ihre Tarnung aufrechtzuerhalten. Zumal sie nach kurzer Zeit die beiden Söhne des Chefs kennenlernt, deren Charme sie sich nicht so recht entziehen kann... Meinung Das Cover ist sehr frühlingshaft und lebendig. Es besticht anhand von auffallenden und frischen Farben, die Szenerie ist ansprechend und weckt bei mir das Interesse, mir den Roman näher anzuschauen. Zu sehen ist eine Dame, die an einem kleinen Fliederstrauch schnuppert. Sie bewegt sich auf ein einladendes und gemütlich wirkendes Haus zu, rund um den Weg sind allerhand Blumen zu sehen. Diese sind in den schillerndsten Farben abgedruckt und geben dem gesamten Bild viel Ausdruck. Ich finde, dass das Bild an sich wirklich sehr schön und ansprechend erscheint, ich frage mich lediglich, ob die Dame auf dem Bild nicht vielleicht ein wenig zu modern für die Handlungszeit (Ende des 19. Jahrhunderts) gekleidet ist. Wenn dies vielleicht noch ein wenig mehr angepasst worden wäre, fände ich das Cover perfekt! Auf den Roman aufmerksam geworden bin ich über Instagram. Dort hat es mir zufällig einen Beitrag der Autorin angezeigt und ich musste einfach nachschauen, um was die Geschichte handelt. Und ganz schnell habe ich festgestellt, dass das Buch ganz meinem Lesegeschmack entspricht und ich mich sehr für den Inhalt interessiere. Daher wanderte der Roman auf meine Wunschliste und ich habe mich darüber gefreut, ein Rezensionsexemplar des Werkes zu erhalten. Aus diesem Grund möchte ich mich auch hier nochmals ganz herzlich beim Bloggerportal dafür bedanken! Als ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe, hatte ich nicht erst noch geschaut, was es für einen möglichen Anhang geben könnte. Ich bin einfach in die Geschichte gestartet und im Nachhinein ärgere ich mich ein klein wenig, dass ich nicht erst noch die letzten Seiten durchgeblättert habe. Denn dort findet sich nicht nur ein Personenverzeichnis, anhand dessen man genaustens schauen kann, welches Alter die Figuren haben und wie einige familiäre Banden aussehen, sondern es gibt auch ein Glossar und einige Übersetzungen von Begriffen, die entweder mit Dialekt gesprochen wurden oder aus der Pflanzenwelt stammen. So kann man immer fix nachschauen, was gerade gemeint ist und muss nicht erst das Internet oder ein Nachschlagewerk nutzen. Ich hatte absolut keine Probleme damit zu verstehen, was im Dialekt gerade ausgedrückt werden soll, oft erschließt sich der Sinn dessen von allein. Und da die Protagonisten einen hohen Wiedererkennungswert hatten, fand ich es auch nicht schlimm, die Personenübersicht erst nach dem Beenden des Romans entdeckt zu haben. Ich finde all diese Details im Anhang auf jeden Fall sehr passend und gut. Es rundet das Werk ab und gibt bei Fragen eine Antwort, ohne das man das Buch aus der Hand legen muss. Ich empfand den Start in die Geschichte als sehr angenehm und erklärend. Man kann sich anhand des Prologs ein erste Bild der Personen machen, sich in der Zeit zurechtfinden und das bei mir dazu geführt, dass ich von der ersten Seite an sehr flüssig und fix mit dem Lesen vorangekommen bin. Sowohl mit der Schreibweise, als auch mit den Personen, der Handlungszeit und der Gesamtsituation konnte ich mich schnell anfreunden und all das hat zu einem einfachen und lockeren Vorankommen geführt. Ich bin mit dem Lesen des Buches viel schneller vorangekommen als ich gedacht hatte und es war interessant zu sehen, wie sich die Figuren entwickeln und mit welchen Überraschungen die Geschichte noch aufwarten wird. An einem so flüssigen und problemlosen Lesen hat natürlich auch die Sprache ihren Anteil. Sie war sehr angenehm zu lesen, sie war an keiner Weise zu anspruchsvoll oder hochtrabend. Im Gegenteil, meist war die Schreibweise recht einfach und leicht lesbar, an solchen Stellen, an denen entweder plattdeutsche Begriffe oder botanische Namen eingebunden wurden, erhielt sie einen angenehmen Anspruch. Ich mochte es sehr, dass diese beiden Punkte zwar auftauchten, sich jedoch in einem guten Maß hielten und nicht zu häufig, aber auch nicht zu selten im Text vorkommen. So erhielt die Geschichte viel Charme und Glaubwürdigkeit, zudem zeigten diese Ausschnitte, dass sich die Autorin mit zahlreichen Aspekten rund um die Themen des Romans befasst hat. Für mich gestaltete sich die Handlung an keiner Stelle als sonderlich stimmungsvoll. Nie sind die Emotionen so stark gewesen, dass sie sich auch nur ansatzweise auf mich übertragen haben und daher habe ich nie so richtig mit den Protagonisten mitleiden können. Das hat dann leider dazu geführt, dass ich sowohl zu den Figuren, als auch zu den Ereignissen Distanz gewahrt habe. Ich war ein wenig davon überrascht, dass mehrere Personen im Verlauf der Geschichte zu Wort kommen. Nicht nur Marleene, sondern auch ihre Cousine oder die Kinder des Besitzers der Hofgärtnerei erhalten ausreichend Platz, um sich dem Leser zu präsentieren, ihm sein Denken, seine Hoffnungen und auch Gefühle näherzubringen und somit mögliche Sympathien zu erregen. Auf diese Weise erhält man vielfältige Einblicke auf die Geschehnisse, aber auch die Protagonisten. Man kann die Situationen, Aussagen und Handlungen besser nachvollziehen und sich ein eigenes Urteil über allerhand Themen erlauben. Ich mochte die Vielfalt, die dadurch in den Roman gebracht wurde. Es entsteht immer wieder Abwechslung, nie ist man von einer Erzählperspektive gelangweilt und stets wird neuer Schwung in die Geschichte gebracht. Das alles regt natürlich stark dazu an, weiterlesen zu wollen, zudem finde ich, dass es für mögliche Längen erst gar keine Chance gab, zu entstehen. Mir haben leider ein paar Zeitangaben gefehlt. Lediglich beim Prolog, sowie dem darauffolgenden ersten Kapitel wird davon Gebrauch gemacht, ansonsten gibt es nur sehr vage Aussagen dazu. Das hat ziemlich schnell dazu geführt, dass ich komplett den zeitlichen Überblick verloren habe und schon nach kurzer Zeit nicht genau sagen konnte, wie viele Tage oder Wochen seit dem Beginn der Geschichte vergangen sind. Im Grunde kann man nur anhand des Jahreszeitenwechsels ein wenig schauen, wie weit die Handlung mittlerweile fortgeschritten ist, allerdings war mir dies zu wenig. Mir hätte auch schon lediglich der Handlungsmonat vor dem Beginn neuer Kapitel gereicht, um wenigstens ein wenig informiert zu sein. Oft besitzt der Roman einen ruhigen Ton, die Ereignisse zeigen meist den Alltag der Personen und man erhält einen guten Eindruck von den Lebensweisen dieser. Anhand der Andeutung von Geheimnissen und natürlich dem großen Versteckspiel von Marleene kommt ein angenehmer Hauch von Spannung in die Geschichte und man kann sich als Leser einige Gedanken dazu machen, wie sich wohl diverse Situationen auflösen werden. Ich finde, dass meistens auf zu großes Drama verzichtet wird, im Grunde gibt es eine Szene, die ich in diesem Zusammenhang als zu viel empfand. Ansonsten wurden die Ereignisse sehr realistisch und glaubwürdig geschildert, was dazu geführt hat, dass ich mich sehr locker auf die Geschichte einlassen konnte. Als sehr eindrucksvoll und farbenfroh habe ich das Setting wahrgenommen. Ich konnte mir jeden einzelnen Ort richtig gut vorstellen und hatte daher beim Lesen zahlreiche Bilder vor Augen, die die Geschichte nochmals lebendiger haben werden lassen. Zudem mochte ich die Vielfalt die bei den einzelnen Handlungsorten genutzt wurde, es gibt sowohl die feine und sehr verlockende Hofgärtnerei, die nicht nur anhand seiner Pflanzenvielfalt, sondern auch mit dem prunkvollen Wohngebäude der Familie Goldbach überzeugen kann. Dazu gibt es aber auch Ausflüge in ärmlichere Gegenden, die ebenso lebendig beschrieben werden und daher die Unterschiede in den Lebensweisen und Einkommen der Bürger zeigen. So werden Kluften in der Bevölkerung erkennbar und ein realistisches Abbild der Gesellschaft wird beschrieben. Die Anzahl der Protagonisten empfand ich als überschaubar und passend. Im Grunde tauchen fast ausschließlich stets nur dieselben Figuren auf, die man im Verlauf des Romans regelmäßig wiedersieht und bei denen man meistens eine Entwicklung entdecken kann. Ich finde, dass jede Person eine solide und gute Zeichnung erhalten hat, anhand von wenigen Worten wird der Charakter aufgedeckt und man kann sich einen Eindruck verschaffen. Es gibt interessante Entwicklungen, die sowohl ins gute, als auch ins negative führen und die für mich teils überraschend kamen. Dabei stehen natürlich einige Personen mehr im Vordergrund als andere. Dazu zählen Marleene und ihre Cousine, als auch einige Mitglieder der Familie Goldbach. Sie lernt man noch besser und genauer kennen als die restlichen Figuren und kann sie daher noch genauer einschätzen und sich von ihrem Charakter ein besseres Bild machen. Ich fand es gut, dass auch sie Fehler gemacht haben und man als Leser ihre Entscheidungen kritisch betrachten kann. Nicht alle Aussagen und Taten habe ich als positiv angesehen, was aber dazu beigetragen hat, dass die Personen als menschlich und authentisch auftreten. Ich wurde zwar mit vielen Protagonisten nicht sonderlich warm und habe keinen richtig ins Herz geschlossen. Allerdings war es trotzdem sehr interessant, sie auf ihrem Weg zu verfolgen und zu schauen, was sie noch alles erleben werden und welche Hürden ihnen im Leben noch begegnen. Ich bin ein wenig unschlüssig, was ich von dem Ende halten soll. Es wurde mir etwas zu rasch herbeigeführt und erscheint mir irgendwie nicht ganz rund und passend. Ich bin damit ehrlich gesagt nicht so ganz zufrieden und finde, dass noch etwas fehlt und diese Geschichte gut noch ein paar Seiten mehr vertragen hätte. Gleichzeitig ist es ein Ende, bei dem man gut spekulieren kann, wie es im zweiten Band weitergehen könnte, welche Themen behandelt werden und wie sich die Protagonisten entwickeln werden. Dadurch wird das Interesse an der Fortsetzung angeregt und man möchte natürlich wissen, was das Schicksal für die Figuren noch so parat hält. So geht es mir zumindest, und ich freue mich auch wirklich auf den zweiten Teil, allerdings ist bei mir ein Hauch von Unzufriedenheit vorhanden, wie dieses Buch endet... Als sehr positiv habe ich im Anhang das äußerst umfangreiche und erklärende Nachwort empfunden. Dieses greift allerhand Themen des Buches auf und gibt dazu einige Erläuterungen. All das zeigt nicht nur, wie viel Recherche hinter dem Werk steckt, sondern auch, wie geschickt es der Autorin gelungen ist, all dies im Roman unterzubringen und dem Leser anschaulich zu vermitteln. Nach dem Lesen des Nachworts habe ich manche Szenen des Buches nochmals Revue passieren lassen und habe diese nun in einem anderen Licht betrachtet. Es bildet definitiv einen passenden Abschluss des ersten Bandes der „Hofgärtnerin“-Saga und regt teilweise auch dazu an, sich über manche Themen noch weiter zu informieren. Fazit Insgesamt hatte ich mit dem Roman interessante und schöne Stunden, ich habe das Buch gern in die Hand genommen, um weiter darin zu schmökern und viele Aspekte des Buches haben mir richtig gut gefallen. Diese starken Punkte des Buches (die Schreibweise, die Vielzahl an Settings und Erzählperspektiven, … ) überwiegen letztendlich auch, trotzdem sind mir beim Lesen einige kleine Details aufgefallen, die ich entweder als nicht ganz rund ( die Geschichte mit den Pflanzendiebstählen ) oder nicht ausgereift genug ( das Ende ) empfand. Somit bildet der erste Band einen interessanten und guten Einstieg in die Reihe „Die Hofgärtnerin“, es gibt nur kleine Punkte bei denen Verbesserungsbedarf herrscht und ich bin definitiv gespannt auf die weiteren Teile!

Schöne Geschichte

Von: MeliS2211 Datum: 19. April 2021

Die Hofgärtnerin von Rena Rosenthal ist im März 2021 erschienen. Wir erleben das Jahr 1891 in Oldenburg. Marleene, eine selbstbewusste junge Frau möchte für ihr Leben gerne eine Gärtnerlehre absolvieren, doch diese ist alleine den Männern vorbehalten. Kurzerhand schneidet sie sich die Haare ab, verkleidet sich als Junge und bekommt eine heißbegehrte Anstellung in der Hofgärtnerei. Doch damit beginnen die "Probleme" erst richtig. Sämtliche Charaktere werden von der Autorin sehr gut und einfühlsam beschrieben. Der Schreibstil ist "blumig", angenehm und flüssig zu lesen. Wer Pflanzen liebt, kommt hier voll auf seine Kosten. Auch wurde die Atmosphäre sehr gut eingefangen. Marleenes Weg wurde sehr gut beschrieben und ich freue mich schon auf den nächsten Teil. Ich kann das Buch empfehlen und vergebe sehr gerne 5 STERNE dafür.

Liebe, Spannung und der Duft von Flieder

Von: Tanja Rothert Datum: 19. April 2021

Von Anfang an war ich begeistert von dem Auftakt dieser neuen Trilogie. Die Autorin Rena Rosenthal – welche bisher bereits einige Bücher als Self Publisherin veröffentlich hat - hat mit ihrem ersten Verlagswerk die Stange direkt ziemlich hoch gesetzt. Alle Achtung! Nach dem ersten Drittel des Buches war ich hoch erfreut zu erfahren, dass die Geschichte weitergeht. Marleene, Tochter einer einfachen Arbeiterfamilie hat schon so einige Schicksalsschläge hinter sich. Vater früh gestorben, die Mutter schwer krank. Von ihrem Vater – der seinerzeit als Gärtner in der Hofgärtnerei tätig war – hat sie die Liebe zu Pflanzen und Züchtungen geerbt. Doch für Frauen war eine Lehre zu dieser Zeit undenkbar. Von ihrem minimalen Lohn als Zimmermädchen geht alles für die Unterkunft ihrer Mutter sowie die Miete einer kleinen Kammer, welche sie sich mit ihrer Cousine Frieda teilt, drauf. Als sie von einem Hotelgast bedrängt wird und sich dafür noch entschuldigen muss, nimmt sie ihr Schicksal kurzum selbst in die Hand. Als 15-jähriger Bursche „Marten“ startet sie ihre Lehre in der ansässigen Hofgärtnerei. Ein schweres Unterfangen für so einen schmächtigen Jungen. Natürlich ist es gar nicht so leicht sich plötzlich zu verstellen. Doch Dank Marleenes großen Portion Mut und Stärke sowie den Tipps von Frieda – welche eine außerordentliche Beobachtungsgabe für Männer hat – klappt es hervorragend. Sogar den Schritt zurecht zu rücken und zu fluchen beherrscht „Marten“ nahezu perfekt. Schwierig wird alles, als die Söhne des Hofgärtners in ihr Leben treten. Der charmante Konstantin – eigentlich ein Schürzenjäger – scheint plötzlich ganz zahm zu werden. Und der immer etwas abwesende Julius, der von Veränderungen in der Pflanzenwelt und der Kultivierung neuer Züchtungen träumt findet in „Marten“ auf diesem Gebiet einen Seelenverwandten. Doch es läuft nicht alles nur positiv. Rosalie, die hochnäsige und verzogene Tochter des Hofgärtners spinnt so einige Intrigen. Und auch andere Personen sind nicht das was sie scheinen. Die unterschiedlichsten Charaktere habe ich lieben und hassen gelernt. Manche haben mich sehr überrascht, viele jedoch auch enttäuscht. Dies sowie Missverständnisse und Beschuldigungen haben das Buch hindurch die Spannung hochgehalten. Gemischt mit einem gewissen Maß an Humor, ist dies eine rundum gelungene und unterhaltsame Geschichte. Am Ende gibt es ein positives Erlebnis für die Romantiker unter uns, aber auch jede Menge Fragen die offen bleiben und mich geradezu sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten lassen. Für mich war das Buch mein Highlight für diesen Monat. Deshalb von mir 5 Sterne. Fazit: Dieses Buch hat alles was mir gefällt. Eine wunderbare Mischung aus Spannung, Liebe und einem Touch Humor. Sehr schön dargestellt wurde die Stellung der Frau gegen Ende des 19. Jahrhunderts und der Schwierigkeit Fuß zu fassen in Berufen, die allein Männern vorbehalten waren. Erfreut war ich, dass hier die Protagonistin aus einfachen Verhältnissen kam. Oft wurde das Thema der Emanzipation der Frauen aus höhergestellten Familien in Büchern dargelegt. Die Autorin hat Fiktion mit tatsächlichen Gegebenheiten vermischt und zu einer runden Geschichte verarbeitet. Vielen Dank an Rena Rosenthal sowie den Penguin Verlag für dieses Leseerlebnis. Das Bonuskapitel, welches ich bereits lesen durfte, hat meine Ungeduld ein klein wenig besänftigt, um die Wartezeit bis Band 2 im nächsten Frühjahr auszuhalten.

Buch so schön wie ein Fliederstrauß

Von: Tine Datum: 18. April 2021

Mit diesem Buch finden wir uns in der Zeit des 19. Jahrhunderts wider und den dort herrschenden Gesellschaftsnormen. Es geht um Marleene, die als Zimmermädchen arbeitet, aber für ihren Traumberuf der Gärtnerin alles machen würde, da sie als Mädchen diesen nicht erlernen darf. So schneidet sie sich die Haare ab, kauf vom letzten Geld Jungsklamotten und bekommt so eine Anstellung in der Hofgärtnerei. Die Tarnung aufrecht zu erhalten ist schon nicht leicht, und dann gibt es da noch die Söhne der Hofgärtnerei. Mehr wird nicht verraten. An dem Buch hat mir wirklich alles gefallen. Es ist wunderschön geschrieben. Freue mich schon auf den 2. Teil.

Ein mitreißender historischer Roman - nicht nur für Frauen

Von: Purple Datum: 18. April 2021

In dem Buch „Die Hofgärtnerin - Frühlingsträume“ schildert Rena Rosenthal authentisch das Schicksal einer jungen Dame, welche am Ende des 19. Jahrhunderts lebt. Es ist der erste Teil der Hofgärtnerinnen-Saga und erschien am 22.03.2021 im Penguin Verlag. Die Liebe zu Blumen - insbesondere Fliedern - teilt die Autorin dabei mit der Protagonistin Marleene. In den 680 Seiten bringt sie außerdem die zunehmende Aufklärung der vorherrschenden Zeit ein. Für Frauen wie Marleene war es damals nicht einfach Berufe frei zu wählen. So denkt sich Marleene einen Plan aus: Sie will als Mann verkleidet ihrem Vater nacheifern und eine Ausbildung zur Gärtnerin in der Hofgärtnerei der Familie Goldbach machen. Dabei geht sie mit großem Geschick mit schwierigen Situationen um und schafft es tatsächlich ihrer Berufung nachzugehen. Jedoch bleibt die Liebe nicht aus ihrem Leben fern. Die Söhne ihres Chefs verdrehen ihr gehörig den Kopf. Konstantin ist das älteste der Geschwisterkinder in der Familie Goldbach. Seine Zukunft würde er gerne als Kunstgärtner verbringen. Außerdem schafft er es mit seinem Charm gut in der Frauenwelt anzukommen. Auch seine Schwester Rosalie hat mit Männern kein Problem. Ihre Liebe zum Schauspiel hilft ihr bei den Herausforderungen, die sich ihr stellen, gut weiter. Julius ist der letzte Sohn der Familie. Er soll die Hofgärtnerei der Familie als Nachfolger seines Vaters später einmal übernehmen. Sein Interesse für die Zucht von Gewächsen und die Entdeckung neuer Pflanzenarten passt dabei nicht in das Bild seiner Eltern. Sie und auch die anderen Mitarbeiter der Hofgärtnerei begleiten Marleene auf ihrem durchaus schwierigen Weg an ihr Ziel. Ob sie es am Ende tatsächlich schafft eine ausgebildete Gärtnerin zu werden? Rena Rosenthal schafft es mithilfe des Er-/Sie-Erzählers unter anderem auch auf das Leben und die Gedankengänge anderer Figuren einzugehen. Damit ermöglicht sie den LeserInnen Handlungsschritte einzelner Personen nachzuvollziehen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Insgesamt empfinde ich das Buch als eines der Besten, die ich bisher gelesen habe. Es setzt sich mit vielen Aspekten der Menschenrechte auseinander. Mir persönlich gefällt dabei der Umgang mit Feminismus und Homosexualität am meisten. Die vielen Blumen, die die Figuren die ganze Zeit umgeben, beschreibt die Autorin mit ihren Worten sehr anschaulich. Durch ihren Schreibstil konnte ich in die Welt von Marleene eintauchen und habe mich so gefühlt als wäre der Frühling auch in der Realität bereits angebrochen.

Eine neue spannende Familiensaga

Von: Tina Datum: 18. April 2021

Rena Rosenthal, selbst in einer Gärtnerei groß geworden, hat hier eine spannende und sehr unterhaltsame Familiengeschichte geschrieben. Sie handelt von Marleen ,die schon als Kind sehr viel über Pflanzen von ihrem Vater gelernt hat. Er war Gärtner in der Hofgärtnerei in Oldenburg. Als er stirbt ist für Marleen klar, dass auch sie eine Ausbildung zur Gärtnerin machen möchte. Leider ist das im Jahre 1891 für junge Frauen fast unmöglich. Aber sie findet einen Weg.... Wir ihr Plan aufgehen? Liebe und Intrigen spielen in diesem gut recherchierten Roman ein große Rolle und ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt

Der Kampf für eine blühende Zukunft

Von: Marianne K. Datum: 18. April 2021

Wenn ihr euch gerne in schönen Geschichten verfangt, die auch gerne etwas kitschig und voraussehbar sein können, dann müsst ihr euch die Rezension nicht weiter durchlesen, sondern könnt euch gleich mit dem Buch verkrümeln und losschmökern. Denn dieses Buch ist die perfekte Lektüre, um sich in eine andere Zeit zu verlieren und die Zeit um sich herum zu vergessen. Es ist sicherlich keine Zeit, in die man zurückreisen möchte, aber das muss einen ja nicht daran hindern, sich mit einem Buch ein wenig in die Zeit zu träumen und die positiven und auch ein paar der negativen Erfahrungen der Zeit zu machen. Das Buch thematisiert Marleenes Kampf um ihren Traum, zumindest, wenn man jetzt schon Kampf dazu sagen möchte. Sie möchte ihr Leben lang schon Gärtnerin werden. Eine ergreifende und schöne Geschichte, aber auch von Lügen und Trickserei gespickt, da es zu dieser Zeit kaum eine Möglichkeit gab als Frau Gärtnerin zu werden. Peinliche Momente sind also vorprogrammiert. Das Ende der Geschichte weiß man aber eigentlich schon bevor man die erste Seite aufschlägt, denn Überraschungen hält das Buch diesbezüglich nicht wirklich bereit. Aber warum liest man denn auch solche Bücher? Man liest sie, weil man weiß, dass es sicher gut enden wird und man davon lesen möchte, wie jemand für seine Ziele kämpft und sich nicht unterkriegen lässt. Was gut und etwas ungewohnt zu gleich ist, war die Erzählperspektive. Die hat nämlich zwischen den Kapiteln immer wieder gewechselt, anders als man vor dem Lesen eventuell denkt, wird die Geschichte nämlich nicht ausschließlich aus Marleenes Perspektive erzählt. Dies ermöglicht viele Aspekte des Geschehens mitzubekommen und verschiedene Sichten zu dem gleichen Thema zu erhalten. Es ist allerdings besonders zu Beginn etwas ungewohnt und kann den Lesefluss etwas stocken lassen. Sobald man sich daran gewöhnt hat, sorgt dies allerdings nur dazu, dass man der Geschichte aus noch mehr Perspektiven mitfiebern kann. So können viel mehr Facetten aufgegriffen werden und es entsteht ein schönes, großes Ganzes. Außerdem sorgen die vielen kurzen Kapitel dafür, dass man förmlich durch die Geschichte fliegt und Kapitel um Kapitel verschlingen kann. Auch schön ist, dass im Anhang Einblicke in die historischen Hintergründe zu finden sind. So kann man nach dem Beenden des Buches nachlesen, was inspiriert von wahren Geschehnissen war und was frei erfunden wurde. Das macht das Gelesene noch authentischer und ermöglicht den Lesern einen noch tieferen Einblick in die Welt von Marleene und Co..

Die Fliedervilla, Teil 1

Von: Anyah Maria Datum: 18. April 2021

Eindringlich schildert die Autorin Rena Rosenthal das Leben und die Probleme der Menschen Ende des 19. Jahrhunderts. Die Schwierigkeiten der unterschiedlichen Klassen untereinander, aber und vor allem auch die Stellung der Frau in der Gesellschaft zu der Zeit werden deutlich behandelt. Die Frauenbewegung, die Kämpfe der Sozialdemokraten für bessere Arbeitsbedingungen; doch auch die Schwierigkeiten des Bürgertums lässt die Autorin nicht außer Acht. All diese Aspekte verbindet sie in ihrem umfassenden ersten Teil einer Trilogie um das Mädchen Marleene. Langweilig wird es mir beim Lesen zu keiner Zeit! So viele Probleme und Machtspielchen muss die junge Frau bestehen und sie erhält dabei die Unterstützung ihrer Cousine Frieda, die (fast) immer eine Lösung parat hat. Die Charaktere sind hervorragend von der Autorin beschrieben, jede Figur ist klar erkennbar, das Leben der Menschen kann ich bildlich vor mir sehen und die einzelnen Szenen vor meinen Augen ablaufen sehen. Der Schreibstil ist flüssig und Rena Rosenthal hat die Historik hervorragend studiert und verblüfft zudem mit einem ausgezeichneten Pflanzenkunde-Wissen. Ein Buch, mit dem ich mich als Leserin länger beschäftigen muss, denn hat es über 600 Seiten! Das mich jedoch voll und ganz mitnehmen konnte in eine Welt, die aus Arbeiter- und Frauensicht, zum Glück hinter uns liegt. Natürlich spreche ich meine unumwundene Leseempfehlung aus und vergebe dem historischen Roman fünf von fünf möglichen Sternen.

Die perfekte Lektüre für den Frühling auf Balkonien

Von: L.-L. Neitz Datum: 17. April 2021

Wie schwer es Frauen vor rund 130 Jahren hatten, kann man sich heute kaum vor Augen führen. Doch durch „Die Hofgärtnerin“ bekommt man einen Eindruck davon, wie es sich wohl angefühlt haben mag. Gemeinsam mit Protagonistin Marleene, die sich als Marten verkleidet ihren Traum von einer Gärtnerausbildung erfüllt, reisen die Leser ins Oldenburg von 1891. Dabei wird hautnah verdeutlicht, wie alle Frauen in der damaligen Zeit den Männern untergeordnet waren – ob jung oder alt, arm oder aus gehobener Gesellschaft. Ich habe während des Lesens oft Dankbarkeit gegenüber allen empfunden, die sich für die Gleichberechtigung eingesetzt haben und sich auch weiterhin dafür engagieren. Neben den gesellschaftlichen Normen der damaligen Zeit erfahren die Leser auch viel über die Blumenzucht und erhalten Einblicke in die beschwerlichen Forschungsreisen. Mir gefällt besonders, wie authentisch und sorgsam die Charaktere in der sich über rund 650 Seiten erstreckenden Geschichte erfasst sind. Man spürt einfach, wie viel Liebe Rena Rosenthal in ihr Buchprojekt gesteckt hat. Das Beste daran: Die Geschichte ist noch nicht auserzählt. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit dem „Fliedermädchen“ Marleene und all den anderen Charakteren weitergeht. Die wunderschöne Buchaufmachung mit einem umfangreichen Nachwort, Personenverzeichnis, Glossar und einer Liste plattdeutscher Begriffe sowie botanischer Namen rundet den historischen Roman ab. Auch der Flieder kommt hier nicht zu kurz: 10 Fakten zur Pflanze, Tipps für Fliedersträuße, Rezepte für Fliederduftöl, Zitronen-Flieder-Kur und Fliederzucker wecken das Interesse an diesem hübsch blühenden Gewächs. Natürlich ist „Die Hofgärtnerin“ besonders lesenswert für alle, die sich für das Gärtnern und die Blumenzucht interessieren. Darüber hinaus dürfte es auch alle begeistern, die eine Beziehung zu Oldenburg haben. Wer historische Romane mit romantischen Szenen liebt, hat in „Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume“ die perfekte Lektüre für den Frühlingsurlaub auf Balkonien gefunden.

Lebendiger Roman mit viel Herz und Mut

Von: Elfe Datum: 17. April 2021

Eine wortgewandter und lebendig erzählter Roman, der die Leser mitnimmt in die Anfänge des 20. Jahrhunderts. Sanft erzählt, aber mit viel Kraft, Herz und Mut.

Historische Familiensaga

Von: Fleckimila Datum: 11. April 2021

Der erste Band der Trilogie "Die Hofgärtnerin" nimmt den Leser mit nach Oldenburg im Jahr 1891. Marleene, die unfreiwillig als Zimmermädchen im Hotel bei der strengen Frau Holthusen arbeitet, wünscht sich nichts sehnlicher, als eine Lehre als Gärtnerin zu machen. Das ist aber nur Männern erlaubt und so greift Marleene zu einem Trick: sie schneidet sich die Haare ab, besorgt sich Männerkleidung und bekommt so die Lehrstelle in der Hofgärtnerei. Anfangs läuft alles gut, man sieht die blühenden Rhododendren vor sich und riecht den duftenden Flieder. Aber mit der Zeit fällt es Marleene immer schwerer, ihr Lügengeflecht aufrecht zu erhalten, vor allem nachdem sie sich verliebt hat. Anfangs "plätschert" das Buch etwas dahin, man lernt erst mal alle Personen des Buches kennen. Nebenbei erschreckend die überaus schlechten Arbeitsbedingungen der Menschen in dieser Zeit. Besonders die Frauen waren extrem benachteiligt, sie durften keine Ausbildung machen und endeten meistens als Hilfsarbeiterinnen mit sehr wenig Lohn. Mit zunehmender Seitenzahl nimmt das Buch an Fahrt auf und zum Ende hin konnte ich es nicht mehr weglegen. Schöner Zusatz: Im Nachwort gibt die Autorin Einblicke in den historischen und persönlichen Hintergrund, zudem gibt es Rezepte mit Flieder, z.B. Fliederduftöl, Fliederzucker, usw. Unbedingt lesen.

Sehr guter Auftakt

Von: Michaela62 Datum: 11. April 2021

Marleenes Traum war es schon immer, Gärtnerin zu werden, sie ist fasziniert von Pflanzen. Da dies den Frauen aus ihrer Zeit verwehrt blieb, verkleidet sie sich als Junge, um in der Hofgärtnerei eine Lehre beginnen zu können. Als endlich ihr Traum in Erfüllung geht, werden ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt und auch ihre Gefühle für die Söhne der Hofgärtnerei, bringen sie zunehmend durcheinander. Durch ihre Verkleidung wird ihr aber auch die Ungleichheit von Männern und Frauen, Arbeitern und Bürgerlichen bewusst und sie beginnt, sich mit ihrer vorgegebenen Rolle im Berufs- und Familienleben auseinanderzusetzen. Hauptsächlich aus Marleenes Sicht wird die Handlung beschrieben. Auf stolzen 670 Seiten folgt man Marleene bzw. Marten durch das Jahr 1891. Die Geschichte ist gespickt mit liebevollen Details über die Pflanzen, das Umland und die Stadt Oldenburg und man kann die Lieblingspflanzen von Marleene, den Flieder, fast durch das Buch riechen. Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, es liest sich flüssig, ist spannend und man fiebert mit Marleene mit. Wer solche Bücher dieses Genres gerne liest, wird einige Handlungsstränge als vorhersehbar erkennen, was mich jedoch nicht allzu sehr gestört hat. Für einige Nachmittage auf der Gartenliege im Garten eignet sich dieses Buch sehr gut! Der erste Band lässt am Ende zahlreiche offene Handlungsstränge offen, sodass man gespannt sein kann, was einen in den nächsten Teilen erwartet. Ich kann dieses Buch weiter empfehlen wer solche Bücher mag.

Ab ins Beet ...

Von: Diane Jordan Datum: 09. April 2021

Die Hofgärtnerin Grins :-), sobald die Sonne vom Himmel lacht, habe ich Lust im Garten zu werkeln. Da der April aber oft noch launisch ist und das Wetter nicht so mitspielt, momentan Schneeregen und Eis, ziehe ich mich mit meinem neuesten Roman „Die Hofgärtnerin - Frühlingsträume“ aufs heimische Sofa zurück. Das Buch punktet auf den ersten Blick mit einem traumhaften Cover. Man sieht eine hübsche junge Frau im blau geblümten Kleid. Ein Strohhut hängt locker und lässig am Band auf dem Rücken. In der Hand hält sie ein kleines lilafarbenes Fliedersträußchen. Ich mag so etwas sehr und habe mit meinem Lieblingsmenschen selber Flieder rund um unseren Bungalow gesetzt. Ein gepflasterter Weg zieht den Blick auf ein hübsches Gebäude, das ebenfalls auffällig mit duftendem Flieder umrankt ist. Der Titel ist erhaben aufgetragen und sorgt für einen zusätzlichen, taktilen Reiz, wie ich finde. Der Klappentext liest sich vielversprechend. Das scheint ein Buch ganz nach meinem Geschmack zu sein. Stimmungsvoll, emotional, historisch und dazu ein interessantes Thema. Da hat die Autorin Rena Rosenthal etwas ganz Feines zum Auftakt ihrer mitreißendenden dreiteiligen Saga geschrieben. Der Schreibstil der mir vorher unbekannten Autorin gefällt mir sehr. Die Wortwahl ist passend, ebenso die Protagonisten Marleene, Frieda, Greta, Julius, Konstantin, um nur einige zu nennen. Der Spannungsaufbau ist geglückt. Die Dialoge passen hervorragend in die vorgegebene Zeit. Die Charaktere sind liebevoll erdacht und detailreich beschrieben. Da ich mitten im Baumschul-Land lebe, ist mir die beschriebene Umgebung nicht unbekannt. Sie scheint mir sogar irgendwie vertraut und magisch. Toll fand ich in diesem Zusammenhang auch die kleinen Einblicke in die Botanik, die mich ein wenig an meinen Bio-Leistungs-Kurs erinnert hat, der lange zurück liegt. Vielschichtig sind für mich die Protagonisten beschrieben. Gut vorstellbar, dass es sie so früher oder auch jetzt noch gäben könnte. Fasziniert habe ich daher den Lebensweg von Marleene verfolgt. Die Seiten sind vor meinen Augen nur so dahingeflogen. Begeistert von den vielen schönen Beschreibungen ist schnell mein Kopfkino in Gang geraten. Ich habe wie so oft, bei guten Büchern, mitgelitten und geliebt. Die Natur, die Blumen und die Leidenschaft zum Beruf der Gärtnerin, hat die Autorin vortrefflich zu übermitteln gewusst. Gut recherchiert und aufbereitet, wie ein kleiner erfrischender Frühlings-Cocktail. Bestürzt hat mich nur das Rollenbild in der damaligen Zeit. Frau zu sein und seine Träume zu verwirklichen war mega schwer, wie ich finde. Doppelt erstaunlich diese Liebe und Leidenschaft zu den Blumen, um dann mit soviel Wagnis und Mut (vorsichtig Spoiler) als verkleideter Gärtner-Lehrling ihren Traum durchzuziehen. Ich bin sehr beeindruckt und freue mich riesig auf die baldige Fortsetzung dieser gelungenen, kleinen, aber feinen Geschichte. Und ich spinne jetzt ein wenig weiter ;-), vielleicht mit ein paar typischen Rezepten oder sogar einigen Saatproben für den eigenen Garten. Oder dass der Flieder oder die Blumen (ähnlich wie eine Duftprobe in der Parfümerie) auf dem Cover aufgebracht sind. Das wäre dann mein Highlight 2021. Aber lest bitte gerne selber, es lohnt sich. Inhalt: Blumen sind ihre Leidenschaft. Liebe ist ihr Schicksal. Wird sie es schaffen, ihren großen Traum zu leben? Oldenburg, 1891. Als Gärtnerin in der Natur zu arbeiten und die schönsten Blumen dieser Welt zu züchten, davon träumt Marleene schon ihr ganzes Leben. Doch ihr Wunsch scheint unerreichbar, denn eine Gärtnerlehre ist allein Männern vorbehalten. Aber Marleene gibt nicht auf: Kurzerhand schneidet sie sich die Haare ab und verkleidet sich als Junge – und bekommt eine Anstellung in der angesehenen Hofgärtnerei. Marleene ist überglücklich! Doch die anderen Arbeiter machen ihr den Einstieg alles andere als leicht, und es wird zunehmend komplizierter, ihre Tarnung aufrechtzuerhalten. Als sie dann auch noch die beiden charmanten Söhne der Hofgärtnerei kennenlernt, werden ihre Gefühle vollends durcheinandergewirbelt. Marleene muss sich entscheiden – folgt sie ihrem Traum oder ihrem Herzen … Der Auftakt der großen Familiensaga in hochwertig veredelter, liebevoller Ausstattung! Autorin: Rena Rosenthal hat schon als Kind jede freie Minute in der Baumschule ihrer Eltern verbracht. Die Baumschule in einem kleinen Örtchen in der Nähe von Oldenburg wird heute von ihrer Schwester geführt. Obwohl sie – im Gegensatz zum Rest ihrer Familie – nicht den Beruf der Gärtnerin ergriffen hat, ist ihre Liebe zu Blumen geblieben. Daher war schnell klar, dass ihre erste Familiensaga von duftenden Fliederbäumen und prächtigen Rhododendren handeln soll. Rena Rosenthal lebt heute mit ihrer Familie in Köln. Fazit: ***** Der Roman „Die Hofgärtnerin“ – Frühlingsträume ist im Penguin Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 688 Seiten die verzaubern und Lust auf den Frühling im eigenen Garten machen.

gelungener Einstieg

Von: Vicky Datum: 09. April 2021

Dieser historische Roman ist der Start der Hofgärtnerinnen-Saga. Rena Rosenthal hat es geschafft die Leser in das späte 19. Jahrhundert zu entführen. Der Roman beschreibt die Widrigkeiten dieser Zeit und die erschwerten Bedingungen, gerade für Frauen, das Leben ihrer Träume zu führen. Und wie es nun einmal im Leben so ist, spielt auch die Liebe eine große Rolle. Sei es die Liebe zu einer bestimmten Person oder eben die Liebe zu den Pflanzen, wie im Falle der Protagonistin Marleene. Man mag zunächst meinen, dass die Geschichte des hoffnungsfrohen Mädchens, welches sich als Junge ausgibt, um ihre Träume zu verwirklichen, bereits auserzählt ist. Doch Rena Rosenthal hat es geschafft diesem Klassiker frischen Wind zu verleihen. Neben den besonders fundierten Kenntnissen über das Gärtnerhandwerk beeindruckte mich vor allem die charakterstarke Protagonistin. Ich war ebenfalls von der Tatsache sehr angetan, dass auch einige Nebencharaktere den Raum erhielten, das Erlebte aus ihrer Sicht zu schildern. Im Großen und Ganzen ist dies ein sehr gelungener historischer Roman, auch für jemanden wie mich, die mit Gärtnern sonst nicht allzu viele Berührungspunkte hat. Ein Stern Abzug gab es für mich, da manche Inhalte nicht ganz schlüssig waren und ein paar Kapitel mir sehr langatmig vorkamen. Ich bin aber dennoch sehr auf den zweiten Band gespannt.

Frauenrecht

Von: Samantha Datum: 09. April 2021

Mir persönlich hat mir das Buch sehr gut gefallen. Das Buch beginnt mit Marlene und Frieda. Beides sympathische Charaktere. Es spielt über die Rolle der Frau in der damaligen Zeit. Zu Beginn konnte man das Buch noch zur Seite lesen, schnell aber wollte man das Buch nicht mehr weglegen. Es gibt Liebe, Intrigen, Trauer...alles dabei. Buch endet positiv und negativ und nun wird auf das nächste Band gewartet. Sehr schönes Buch!

Sehr schönes Buch

Von: Abyss Datum: 09. April 2021

Ich fand das Buch sehr schön, leicht zu lesen auch wenn ich so manchen plattdeutschen Ausdruck nachsehen musste. Das Buch hat mich gefesselt und ich konnte mich in die Zeit zurück versetzen. Auch wenn man immer denkt man weiß wie das Buch endet ist es interessant welche Umwege dann doch zum Schluss führen.

Wunderbares Buch, nicht nur für Blumenliebhaber

Von: Rennwurmi Datum: 08. April 2021

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist flüssig zu lesen. Die Gestaltung der Außenseite ist sehr ansprechend und mit Flieder übersät, der Lieblingsblume von Marleene, der Hauptperson des Buches. Marleene lebt 1891 in Oldenburg. Schon seit frühester Kindheit ist sie von Blumen begeistert. Die Begeisterung hat sie von ihrem Vater, der leider früh stirbt. So nahm sich Marleene vor, eine Ausbildung in der Hofgärtnerei zu beginnen. Dort wird sie jedoch abgewiesen, da dies nur Männern vorbehalten ist. So beginnt sie in einem kleinen Hotel zu arbeiten, was ihr überhaupt keinen Spaß macht. Als es dort dann zu einem Zwischenfall zwischen einem Gast und ihr kommt, geht sie und hat einen Plan. Als Junge verkleidet, mit kurzgeschorenen Haaren, nimmt die all ihren Mut zusammen und fragt nochmal bei der Hofgärtnerei vor, um eine Lehre zu beginnen. Sie wird genommen. Eine spannende Zeit beginnt für Marten, wie sie sich jetzt nennt. Aber auch eine risikovolle Zeit, immer mit der Angst im Nacken, entdeckt zu werden. Mehr kann zu diesem Buch nicht geschrieben werden, da ansonsten viel zu viel verraten wird. Es ist auf alle Fälle ein klasse Buch und kann nur empfohlen werden. Klare 5 ***** dafür.

Auftakt zur 3-teiligen Saga

Von: Katzenmicha Datum: 08. April 2021

Marleene ist fazieniert von den Pflanzen seit klein auf.Besonders der Flieder hat es ihr angetan.Mit ihrem Vater hat sie als Kind zusammen neue Sorten gezüchtet.Sie möchte mal wie ihr Vater Hofgärtnerin in Oldenburg werden.Da wo auch ihr Vater schon Hofgärtner war,doch leider nehmen sie keine Frauen.Um ihren Traum sich zu erfüllen,läßt sie sich die Haare abschneiden und trägt Männerkleidung-Marleene wird zu Marten.Und sie kann eine Lehre in der Hofgärtnerei antrehten.Das Versteckspiel wird nach einer Weile immer schwieriger zu spielen.In dem zweitgeborenen Sohn des Hofgärtners entdeckt Marleene einen Seelenverwandten… Die Autorin Rena Rosenthal hat einen angenehmen Schreibstil,mit ihrer Erzählung nimmt sie den Leser mit ins 19.Jahundert,wo es für Frauen nicht leicht ist zu arbeiten,gerade in Männer Berufe.Ihre Charaktere beschreibt sie das man glaubt sie vor einem zu sehen.Man fiebert mit Marleene-Marten mit,man beobachtet was geschiet.Sehr gerne 5 Sterne -und ich bin auf den nächsten Bad gespannt. Vielen Dank das ich das Buch lesen durfte.

Gartentraum

Von: Elisabeth Datum: 07. April 2021

Was für ein rührendes Buch. Eine junge Frau kämpft um Gleichberechtigung in dieser Kaiser-Zeit um 19 Hundert nur um eine Gartenlehre machen zu können und verkleidet sich als Junge. Da ich neugirig war, musste ich die letzten Seiten lesen um mich über den guten Schluss zu freuen. Doch da ich erst vor 10 Tagen mit dem Buch angefangen habe, jeden Abend einige Seiten lese und mich freue wie z.B. Flieder veredelt wird, bleibt mir der Lesegenuss bis zum Schluss erhalten. Lesen Sie es jetzt, es ist Frühling und der Garten lockt!

Die Hofgärtnerin

Von: Urlaubsbille Datum: 06. April 2021

Gut lesbarer flüssiger Schreibstil. Schön beschriebene Handlung mit genau richtiger Ausgewogenheit - nicht langatmig aber interessant. Eine schöne romantische aber auch realistische Ergählung gut eingebettet in die damalige Zeit. Mir haf das Buch gut gefallen und das Lesen Spaß gemacht.

Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume

Von: Renata Datum: 05. April 2021

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich wollte es gar nicht mehr zur Seite legen .Der wunderbar flüssige Schreibstil von Rena Rosenthal ,war eine Freude zu lesen. Marleene , eine junge Frau in Oldenburg im Jahr 1891 , möchte sich ihren größten Wunsch erfüllen ,Gärtnerin zu werden. Zu jener Zeit ,für Frauen aber undenkbar. Wie sie es aber dennoch schafft , erzählt uns dieser erste Band , dieser 3-teiligen Saga .Spannend und manchmal auch humorvoll ,die Liebe kommt auch nicht zu kurz .Von mir, gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

Sehr schöner Auftakt

Von: Sabine Datum: 04. April 2021

Dieser gelungene historische Roman ist der 1. Band der Hofgärtnerinnen-Saga. Erzählt wird die Geschichte von Marleene, die schon als kleines Mädchen davon träumte Gärtnerin zu werden. Leider ist es im Jahre 1891 nur Männern gestattet eine Gärtnerlehre anzutreten. Somit verkleidet sich Marleene als Junge und bekommt die Stelle als Lehrling in der Hofgärtnerei. Doch dabei muss sie so manche Prüfung bestehen um ihre Tarnung aufrecht zu erhalten und ihre Gefühle für einen Mann zurückhalten. Das Buch ist sehr schön zu lesen und es ist sehr spannend Marleene auf ihrem Weg zu begleiten. Ich freue mich schon sehr auf die folgenden Bände.

Eine Frau steht ihren Mann

Von: Marlen Blume Datum: 03. April 2021

Mit Marleene die Welt des Gartenbaus zu erkunden, heißt eintauchen in eine spannende historische Epoche und mitfühlen mit einer jungen Frau auf der Suche nach Selbstbestimmung.   Marleene war schon immer fasziniert von Pflanzen – eine Liebe, die ihr verstorbener Vater in ihr geweckt hat. Ganz besonders verbindet sie Flieder mit ihrem Vater, denn gemeinsam mit ihm hat sie als Kind eine neue Sorte gezüchtet. Weil es ihr großer Traum ist, bewirbt sie sich unermüdlich um eine Lehrstelle als Gärtnerin – unter anderem in der Hofgärtnerei in Oldenburg, wo ihr Vater einst gearbeitet hat. Doch sie wird mehrmals abgelehnt, mit der Begründung, dass sie eine Frau sei und Frauen dem Gärtnerberuf doch weder körperlich noch intellektuell gewachsen seien.   Um ihren Traum dennoch weiterverfolgen zu können, sieht sie keine andere Möglichkeit, als sich in den jungen „Marten“ zu verwandeln – und siehe da, sie wird als Lehrling in der Hofgärtnerei eingestellt. Das Versteckspiel wird jedoch zunehmend schwierig, denn gefangen zwischen zwei Welten fällt es Marleene immer schwerer, ihre Rolle überzeugend zu spielen. Besonders, als sie im zweitgeborenen Sohn des Hofgärtners einen Seelenverwandten entdeckt…   Rena Rosenthal hat hier einen sowohl thematisch als auch vom Umfang her sehr üppigen historischen Roman vorgelegt. Auf stolzen 670 Seiten folgt man Marleene bzw. Marten durch das Jahr 1891. Der Untertitel „Frühlingsträume“ sollte dabei nicht zu ernst genommen werden, denn das Buch umfasst eine ganze Gärtnersaison und nicht nur den Frühling.   Marleene ist – wie für solche historischen Romane typisch - eine fortschrittlich denkende, intelligente Frauenfigur, mit der man sympathisiert. Ihr Weg vom verhuschten Zimmermädchen zum selbstbewussten Gärtnerlehrling wird anschaulich geschildert und man fühlt von der ersten Minute mit ihr mit. Ich habe sie und die Nebenfiguren unheimlich gern begleitet und mir kamen die 670 Seiten überhaupt nicht wie ein „Wälzer“ vor – auch wenn ich der Meinung bin, dass man an der ein oder anderen Stelle schon noch ein wenig hätte straffen können.   Aber mit der Länge des Buches hat die Autorin auch genug Raum für viele Wandlungen, Intrigen und Verflechtungen, die sich zum Ende hin so gekonnt verdichten, dass ich ihr dafür großen Respekt zollen muss. Auf der anderen Seite haben sich für mich ab und zu Fragen ergeben bzw. Handlungen, die mir nicht ganz logisch erschienen. Zum Beispiel versteckt Marleene täglich ihre Frauenkleidung kurz vor Erreichen der Gärtnerei, indem sie sie in einen Fliederbusch wirft. Ja, regnet es denn in Oldenburg nie? Als Versteck für Kleidung – zumal die weniger gut situierten Leute ja kaum Wechselkleidung besaßen – erschien mir das recht unbedacht und vor allem kaum auf die Dauer praktikabel, wenn sie nicht des Öfteren abends in völlig durchnässte Kleider steigen will, die in ihrer kargen Stube wohl kaum bis zu nächsten Morgen trocknen würden. Und eine Plastiktüte wird sie ja kaum dabeigehabt haben…  Das beispielsweise kam mir komisch vor und an solchen Sachen bin ich beim Lesen ab und zu ein wenig „hängengeblieben“.   Davon aber abgesehen kann man in diesem Roman wirklich schwelgen und wer sich für Natur und Pflanzen interessiert, kann mit diesem Buch richtig abtauchen in das historische Gärtnerhandwerk. Die Autorin beschreibt das teilweise sehr beschwerliche Gärtnern ausführlich und – so im Nachwort zu lesen – auch sehr fundiert. Wer sich zudem für das gesellschaftliche Leben des späten 19. Jahrhunderts interessiert, bekommt hier ein schillerndes und umfassendes Porträt geboten. Leseempfehlung für Fans der „Gärtnerinnen“-Serie von Martina Sahler und alle, die üppige historische Romane lieben!

Ein spannungsreicher Auftakt

Von: Christina Boersch Datum: 31. March 2021

Das Buch „Die Hofgärtnerin – Frühlingsträume“ von Rena Rosenthal ist der Auftakt einer Familiensaga, die im ausgehenden 19. Jahrhundert in und um Oldenburg spielt und von einer jungen Frau erzählt, die für ihren Traum Gärtnerin zu werden, alles riskiert. Der Prolog des Buches setzt im Oktober 1881 an: Die junge Marleene liebt Pflanzen und Blumen und möchte einmal in die Fußstapfen ihres Vaters treten und eine Ausbildung zur Gärtnerin machen. Zehn Jahre später ist von Marleenes Träumen nicht mehr viel übrig: Als Zimmermädchen fristet sie ein armseliges Leben und muss unter einer kontrollsüchtigen Chefin arbeiten. Mit ihrer gutmütigen Cousine Frieda teilt sie sich ein winziges Zimmer in einer Herberge. Doch sie träumt noch immer, mit Pflanzen und Blumen zu arbeiten und versucht in der nahegelegenen Hofgärtnerei, in der auch hier Vater arbeitete, eine Ausbildungsstelle zu bekommen – doch vergebens. Als Frau hat sie keine Chance. Da trifft sie eine Entscheidung, die ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt: Marleene verkleidet sich als junger Mann und versucht wieder ihr Glück. Währenddessen verliebt sich Frieda in Manilo, einem Angestellten der Hofgärtnerei. Auf das Buch bin ich über die sozialen Medien aufmerksam geworden: Das Cover und auch der Klappentext haben mich direkt angesprochen und ich bewarb mich im ‚Bloggerportal‘ um ein Rezensionsexemplar. Da ich selbst gelernte Gärtnerin bin, war ich auf die Geschichte sehr gespannt und freute mich auf die Kombination Garten und Buch. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Penguin-Verlag für die Zusendung des Buches. Fangen wir mit der Hauptfigur Marleene an: Ich mochte sie ab der ersten Zeile des Buches, da sie gleich so sympathisch und auch authentisch beschrieben wird. Sie ist taff, aber auch innerlich zutiefst verletzt. Marleene macht alles, um sich ihren Traum zu erfüllen – sie gibt sogar ihre Identität auf. Das fand ich so bewundernswert, aber auch einfach so erschreckend, dass sie sich gezwungen sah, sich als junger Mann zu verkleiden. Sie möchte sich nicht damit zufrieden geben, dass Männern alle Türen offen stehen, Frauen hingegen nicht. „Marleene hat es nie verstanden, warum Männern in dieser Welt so viel mehr Rechte zugestanden wurden. Als wären sie bessere Menschen. Als hätten sie mehr verdient, nur weil sie von Natur aus höher gewachsen und kräftiger waren. Dabei hatten Frauen ganz andere Vorzüge, und eigentlich ergänzten sich Männer und Frauen doch hervorragend. Warum also sollte ihr weniger zustehen, nur weil sie zufällig als Frau geboren worden war?“ [S. 38, Z.30-31, S.39, Z. 1-6] Frieda, Marleenes Cousine, nimmt auch eine zentrale Rolle in der Geschichte ein. Sie ist für Marleene der ruhende Pol, der ihr Halt gibt und sie auch immer wieder bestärkt und auch beschützt. Auch wenn Frieda selbst kein einfaches Leben führt, eine furchtbare Chefin hat und von einem Mann böse sitzengelassen wurde, gibt sich Frieda selbst und auch Marleene nicht auf. Die beiden Brüder Konstantin und Julius Goldbach, die Söhne des Hofgärtnerei-Besitzers Alexander Goldbach, könnten gegensätzlicher nicht sein: Konstantin ist ein sehr extrovertierter Charakter, sein jüngerer Bruder ist sehr in sich gekehrt und ruhig. Dem Älteren wird natürlich alles ermöglicht, Julius hingegen muss immer wieder zurückstecken. Rosalie, die Schwester der Beiden ist ein sehr anstrengender Charakter. Marleene mochte ich ab der ersten Zeile, Rosalie hingegen mochte ich sehr schnell überhaupt nicht. Alexander Goldbach entwickelt sich im Laufe der Geschichte eher zum Negativen, anfangs hat er noch ein paar gute Seiten. Die Belegschaft der Gärtnerei besteht aus einem bunten Haufen unterschiedlichster Charaktere – wie ein bunter Blumenstrauß hat jede Figur ihren Platz. Auch wenn nicht alle direkt sympathisch sind, jede einzelne Figur ist authentisch und lebensecht gezeichnet. Manch eine Figur wuchs mir schneller ans Herz als andere, bei anderen wurde man aber auch von ihren Handlungen überrascht. Sie geben einen guten Einblick in die Struktur der Gesellschaft und in das Gesellschaftsbild des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Es gibt noch zahlreiche andere Figuren, die, auch wenn sie nur am Rande eine Rolle spielen, die Geschichte sinnvoll weiterbringen und mich das ein oder andere Mal sehr überraschten. Mit ihren Ecken und Kanten und auch mit ihren begangenen Fehlern geben sie der Geschichte eine sehr gute Authentizität. Die Autorin Rena Rosenthal stammt aus einer Gärtnerfamilie und hat mit diesem Buch ihre zwei großen Leidenschaften zusammengeführt: Ihre Liebe zu Pflanzen und dem gedruckten Wort. Sie hat eine Menge Fachwissen im Bereich der Arbeiten in Gärtnereien eingebracht, aber auch viel zu der damaligen Gesellschaft recherchiert. Mit ihrer flotten und sehr bildhafter Sprache lässt sie die Seiten nur so dahinfliegen und ich konnte mich voll in die Geschichte und Handlung fallenlassen. Schon ab der ersten Seite konnte und wollte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Die Handlung ist gut strukturiert und logisch aufgebaut. Bemerkenswert finde ich, dass Rena Rosenthal auch einige Szenen aus verschiedenen Blickwinkeln beschreibt und so alles noch einmal eindrücklicher wird. Die Ausstattung des Buches ist wunderschön: Das bezaubernde Cover, die liebevoll gestalteten Buchklappen, das ausführliche Nachwort, ein Glossar und die tollen Tipps im hinteren Teil des Buches lassen keine Wünsche offen. Das große Thema in diesem Buch ist der Kampf um die Gleichberechtigung der Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert. Es ist unfassbar, dass Frauen mit dem Argument, sie hätten ja keine Familie zu ernähren, einen um vielfach geringeren Lohn bekamen, als Männer. Aber nicht nur das: In der Schulbildung wurden schon junge Mädchen benachteiligt. Wenn sie überhaupt in die Schule gehen durften, dann kürzer als ihre Mitschüler. Danach war es schwer bis unmöglich eine Ausbildungsstelle zu finden oder zu studieren. All diese Möglichkeiten wurden ihnen systematisch verwehrt und standen nur den Männern offen. Ohne Ausbildung bzw. Studium blieb vielen Frauen nur die niedrig bezahlte Hilfsarbeit. Den bürgerlichen Frauen (‚höhere Töchter‘) blieben zwar noch ein paar Möglichkeiten mehr an Bildung zu kommen, wie in dieser Geschichte beschrieben, der Besuch der ‚Gartenbauschule für höhere Töchter‘, aber ob sie danach auch tatsächlich eine Anstellung als Gärtnerin fanden, war sehr unwahrscheinlich. «Und möglicherweise gibt es da draußen noch sehr viel mehr Frauen, die gerne Gärtnerin werden würden oder andere Berufe ergreifen möchten, was ihnen jedoch nicht erlaubt ist.«“ [S. 335, Z. 21 – 24] Wie viele junge Mädchen und Frauen in dieser Zeit wohl ihre Identität geändert haben und ihre Röcke gegen Hosen getauscht haben, wird wohl schwierig herauszufinden sein. All diese gesellschaftlichen Konflikte finden sich in „Die Hofgärtnerin – Frühlingsträume“ wieder und werden von einer sehr starken und mutigen Hauptfigur zum Leben erweckt. Vieles wird klarer, aber längst nicht für den Leser einleuchtend – was für eine schreckliche und ungerechte Zeit für Frauen. Jetzt freue ich mich auf den zweiten Teil, der im Frühjahr 2022 erscheinen soll. Fazit: Rena Rosenthal ist ein spannungsreicher Auftakt zu einer großen Familiensaga gelungen. Ganz großes Kopfkino und mitreißend von der ersten bis zur letzten Seite. Liebe Rena – weiter so! Hinweis: Das Buch habe ich freundlicherweise als kostenloses Rezensionsexemplar vom Penguin-Verlag über das Bloggerportal.de erhalten. Ich habe für diese Rezension keinerlei finanzielle Gegenleistungen seitens des Verlages oder der Autorin bekommen – meine Meinung wurde nicht beeinflusst.

Kampf um den Traumberuf

Von: Blumiges Bücherparadies Datum: 31. March 2021

Das Buch zieht den Leser schon mal komplett in den Bann durch sein wunderschönes Cover. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Leidenschaft für die Blumen und das Gärtnern schön dargestellt wurde. Nämlich durch die botanischen Namen und die Leidenschaft von Marlene und Julius. Auch der Schreibstil war gut, denn man fliegt förmlich über die Seiten und möchte mehr erfahren. Normalerweise bin ich es gewohnt, dass ein Buch aus ein bis zwei Perspektiven erzählt wird, was bei historischen Romanen ein wenig anders ist. Es ist ganz interessant aus so vielen verschiedenen Blickwinkel die Beweggründe hinter den Personen zu erfahren, auch wenn es für mich sehr ungewohnt war und ich oftmals überlegen musste, um wen es sich gerade handelt. Einige Kleinigkeiten sind für mich noch unschlüssig und wurden (noch) nicht aufgelöst, da bin ich noch gespannt, ob es vergessen wurde oder noch in den nächsten Bänden vorkommt. Der Täter, der die Pflanzen gestohlen hat, verwirrt mich noch äußerst, denn er handelt sehr widersprüchlich. Die Detailliebe zu den Pflanzen habe ich sehr geschätzt und auch wie die geschichtlichen Umstände der Frauen dargestellt wurde. Die Art und Weise hat mir die Schwierigkeiten der Frauen näher gebracht, was man aus der Schule nicht erfahren hat. Darüber bin ich sehr glücklich. Auch das Glossar am Ende fand ich toll, denn man erfährt wie gut und umfangreich die Autorin recherchiert hat. Die Charaktere sind sehr vielschichtig aufgebaut, denn es gibt verschiedene Typen in der Geschichte, sodass es eine große Vielfalt gibt. Die Gesellschaftskritik wurde gut übermittelt. Nichtsdestotrotz mochte ich die Liebeskomponente sehr gerne, denn der Aufbau der Liebe zwischen den Charakteren wurde stetig und langsam aufgebaut, sodass die Romanze äußerst glaubwürdig ist. Es wird ein Bogen zu dem nächsten Band aufgebaut und ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.

Passend zum Frühling

Von: Maren Datum: 30. March 2021

Vorsicht Spoiler! Da gerade Frühling ist, hat mich das Cover mit den wunderschönen Blumen direkt angesprochen. "Die Hofgärtnerin" ist der erste Roman den ich aus diesem Genre gelesen habe. Und er hat mir Lust auf mehr gemacht. Mir gefällt die Blumenthematik sehr. Ich finde toll, dass man nicht nur aus der Sicht von Marleene, der Protagonistin, liest, sondern auch Passagen aus der Perspektive anderer Figuren das Geschehen betrachtet. Ich habe total mitgefiebert, ob Marleene erkennt was für ein Halunke Konstantin ist und war überglücklich, als sie erkannte was für ein schlechter Mensch er ist. Ich habe eine richtige Abneigung gegen Konstantin entwickelt. Bruno habe ich lieb gewonnen, und wünsche mir für ihn sehr, dass Greta für ihn Gefühle entwickelt und von Konstantin loskommt. Ein toller Abschluss sind die Erklärungen zum historischen Hintergrund etc. von der Autorin selbst und die Rezepte mit Flieder werde ich auf jeden Fall ausprobieren. Ich bin gespannt, ob im nächsten Band vielleicht eine andere Blume die Hauptrolle spielt und es dann im Anhang Rezepte mit dieser Blume gibt. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band im nächsten Frühjahr.

Die Hofgärtnerin

Von: Manuela Datum: 26. March 2021

Oldenburg im Jahr 1891. Marleen lebt als Halbwaise in ärmlichen Verhältnissen und arbeitet als Stubenmädchen in einem Hotel um sich und ihre kranke Mutter ernähren zu können. Dabei hatte sie sich ihr Leben so ganz anders vorgestellt. Sie wollte Gärtnerin werden, so wie ihr verstorbener Vater, der ihr als Gärtner in der Hofgärtnerei die Liebe zur Natur und zu den Pflanzen nahe gebracht hat. Doch ihr Traum scheint in einer Welt, in der Frauen einen niedrigen Stellenwert haben, nicht umsetzbar zu sein. Und doch schafft sie es ihrem Traum ein Stückchen näher zu kommen, denn sie schneidet sich ihre Haare ab, verkleidet sich als jungen Mann und schafft es bei der der Hofgärtnerei angestellt zu werden. Doch obwohl ihre Verkleidung ihr den langersehnten Arbeitsplatz verschafft hat, bringt die Maskerade durchaus auch Probleme mit sich. Der Roman „Die Hofgärtnerin - Frühlingsträume“ von Rena Rosenthal ist ein blumiger Roman im wahrsten Sinne des Wortes, weckt Sehnsucht nach Frühling, Farbenpracht der Blumen und Sonnenstrahlen auf der Haut. Und doch handelt es sich gleichzeitig um einen recht gesellschaftskritischen Roman, der die Rolle der Frau kritisch betrachtet und die Un-Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau deutlich macht. Insgesamt eine unterhaltsame Geschichte, die mich jedoch sehr an den Roman Die Päpstin erinnert, denn auch dort kann die Protagonistin nur durch die Verkleidung als Mann Wissen und eine gute Stellung erwerben. Trotzdem von mir eine Leseempfehlung für alle, die gerne historische Romane lesen, gerne mitfiebern, wenn die Protagonistin ihrem Traum nachjagt und auf eher unkonventionelle Weise umsetzt und die es lieben wenn es ein Happy End zu geben scheint.

Vielschichtige, spannende Geschichte, die anno 1891 in Oldenburg spielt

Von: Susanne Edelmann Datum: 25. March 2021

Dieser Roman war für mich gleich in doppelter Hinsicht ein Glücksfall: Zum einen, weil ich ihn bei einer Verlosung der Hugendubel Buchhandlungen gewonnen habe, zum anderen, weil er sich als ungemein spannend, lehrreich und vielschichtig entpuppte. Die Geschichte spielt im Jahre 1891 in Oldenburg. Dort lebt die Halbwaise Marleene in ärmlichen Verhältnissen. Um sich und ihre kranke Mutter zu ernähren, arbeitet sie als Stubenmädchen in einem Hotel. Doch ihr eigentlicher Traum ist es, Gärtnerin zu werden. Schon ihr verstorbener Vater war Gärtner in der Hofgärtnerei, von ihm hat Marleene die Liebe zu Pflanzen geerbt. Allerdings ist es für Frauen quasi unmöglich, eine Gärtnerinnenlehre zu machen. Zweimal ist Marleene schon bei Alexander Goldbach, dem Besitzer der Hofgärtnerei, vorstellig geworden. Und obwohl Alexander händeringend Personal benötigt, schickt er sie weg: Was soll er mit einem weiblichen Lehrling anfangen? Dann wird im Hotel ein Gast zudringlich und die Chefin gibt Marleene die Schuld daran. Sie verliert ihre Arbeit und kann die Miete in der Arbeiterunterkunft, wo sie sich ein Zimmer mit ihrer Cousine Frieda teilt, nicht mehr zahlen. In ihrer Verzweiflung greift sie zu drastischen Maßnahmen: Sie schneidet ihre Haare ab, hüllt ihre ohnehin klapperdürre Figur in Männerkleider und bewirbt sich erneut bei der Hofgärtnerei, diesmal jedoch als Mann, und wird prompt genommen. Fortan lebt Marleene alias Marten immer in der Angst vor Entdeckung. Doch sie liebt ihre neue Arbeit und gewinnt mit der Zeit auch die Achtung ihrer Kollegen, die dem schmächtigen neuen Lehrling zunächst höchst skeptisch begegneten. Besonders gut versteht sie sich mit Julius Goldbach, Alexanders Sohn. Die beiden teilen die Leidenschaft für Pflanzenzucht und Julius ist überglücklich, endlich jemanden gefunden zu haben, mit dem er sich austauschen kann, denn bei seiner Familie findet er leider kein Gehör: Alexander hat Geldsorgen, Julius’ Bruder Konstantin hat nur seine weiblichen Eroberungen im Kopf und Schwester Rosalie denkt sowieso nur an sich selbst. Mit ihr hat Marleene übrigens schon zu Schulzeiten schlimme Erfahrungen gemacht, zum Glück kann Rosalie sich jedoch nicht an sie erinnern. Trotzdem: Die Gefahr, enttarnt zu werden, wächst mit jedem Tag. Die Geschichte spielt größtenteils in der Hofgärtnerei, folglich dreht sich vieles um Blumen und Pflanzen. Vor allem Flieder und Rhododendron spielen eine wichtige Rolle und man erfährt beim Lesen viel über die Art und Weise, wie damals in einer Gärtnerei gearbeitet wurde. Das hat meine Sehnsucht nach Frühling und der Arbeit im eigenen Garten sehr befeuert – leider hat es in der Zeit, während ich diesen Roman gelesen habe, bei uns nochmal geschneit! Das Buch hat aber noch so viel mehr zu bieten: Denn es geht im Wesentlichen um die Rolle der Frau im ausgehenden 19. Jahrhundert. Dass Frauen damals wenig bis gar keine Rechte hatten, wusste ich zwar schon vorher, aber die Schilderungen hier im Buch haben doch nochmal vieles verdeutlicht und mich teilweise sehr erschüttert. So wird beispielsweise die mangelnde Schulbildung kritisiert und dargelegt, dass Frauen damals nur sehr begrenzte Möglichkeiten hatten, einen Beruf zu ergreifen. Sie waren vollkommen abhängig von Männern, sei es als Vater, Ehemann oder Chef. Nicht selten hat das die wehrlosen Frauen, gerade die in niedriger gesellschaftlicher Stellung, in höchste Not gebracht. Doch auch die Frauen der vermeintlich besseren Gesellschaft hatten unter ihrem starren Korsett zu leiden – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Gleichzeitig war dies eine Ära des Aufbruchs, der beginnenden Industrialisierung, der aufkeimenden Frauenrechtsbewegung und des Sozialismus. All dies wird in dem Roman angesprochen und zu einer sehr interessanten, vielschichtigen und stets spannenden Geschichte verwoben. Auf den knapp 700 Seiten wurde es nicht einmal langweilig, ständig passierte etwas Neues, immer wieder musste ich beim Lesen mit Marleene, ihrer Cousine Frieda oder den anderen Figuren der Geschichte mitbangen. Und auch das „grande finale“ lässt noch einige Fragen offen – kein Wunder, denn dies ist der Auftakt zu einer Trilogie, deren zweiter und dritter Teil im Frühjahr 2022 und 2023 erscheinen sollen. So lange heißt es nun also noch warten und sich ausmalen, wie die Geschichte weitergehen könnte. Im Anhang des Buches findet sich noch eine Vielzahl interessanter Informationen, etwa zum historischen Hintergrund, zur Stadt Oldenburg anno dazumal, zum historischen Gärtnern, zu norddeutschen Bräuchen und der niederdeutschen Sprache. Die Autorin erzählt auch von ihrem eigenen Hintergrund, denn sie ist selbst in einer Gärtnerei aufgewachsen und konnte daher viel Fachwissen in die Geschichte mit einbringen. Neben einem Glossar und einem Personenverzeichnis gibt es außerdem Tipps für schöne Fliedersträuße und Rezepte für Fliederduftöl und Fliederzucker – die werde ich dieses Frühjahr bestimmt noch ausprobieren! Auf der Homepage der Autorin kann man sich dazu passende Etiketten herunterladen, ebenso wie eine Leseprobe des Romans. Außerdem gibt es dort weitere Hintergrundinfos und in den kommenden Tagen soll noch eine Bonusgeschichte bereit gestellt werden. Es lohnt sich also definitiv, dort ausgiebig zu stöbern.

Gartenidylle

Von: Jille1964 Datum: 24. March 2021

Wunderschöner historischer Roman in dem Romantik ,Liebe und Blumen auf sehr schöne Weise beschrieben sind.Man taucht in eine leidenschaftliche Liebesgeschichte und in eine so schön beschriebene Pflanzenwelt.Ich konnte die Orangenbäume und den blühenden Flieder regelrecht riechen und vor mir sehen.Man fiebert mit der Hauptperson Marleene mit die als Frau so viele Steine in den Weg gelegt bekommt und durch Ihre Klugheit doch Ihren Traum leben kann.Tolles Buch das man so schnell nicht mehr aus der Hand legen kann.

gute Unterhaltung, die die Gesellschaftsnormen aufzeigt

Von: Gudrun Wieder Datum: 23. March 2021

Das Cover von außen betrachtet finde ich okay. Zeigt es doch im Großen und Ganzen auf den Inhalt hin. Jedoch sprechen mich die Klappeninnenseiten bei Weitem mehr an. Außen wirkt es eher nichtssagend und innen hat es Charme. Der Schreibstil hat mich gleich von der ersten Seite an mit ins Geschehen gezogen. Auch wenn nicht die große Spannung geboten wird, hat sie mir bei diesem Buch nicht gefehlt. Das liegt daran, dass die Autorin die Charaktere so trefflich erläutert, dass mir die Hintergründe der jeweiligen Person aufschlussreich nahegehen. Die Ecken und Kanten werden authentisch und nachvollziehbar aufgezeigt. Rena Rostenthal zeigt hier gekonnt, wie die Gesellschaftsnormen der damaligen Zeit waren. Auch das Lokalkolorith kommt hier nicht zu kurz. So kann man sich ein gutes Bild davon machen. Das nötige i-Tüpfelchen ist der charmante Humor, der alles gelungen auflockert. Mein Fazit: gute Unterhaltung, die die Gesellschaftsnormen aufzeigt

MUtige Frau

Von: Duffy Datum: 21. March 2021

Marleene ist mit Leib und Seele Gärtnerin und würde nur zu gerne den Beruf erlernen. Doch leider wird ihr das als Frau im Jahre 1891 verwehrt. Aus Verzweiflung kommt sie auf die Idee sich als Junge zu verkleiden, um ihr Ziel zu erreichen. Ab da ist es für sie nicht immer leicht so getarnt durch die Gegend zu laufen, anzupacken wie ein Mann damit sie nicht auffällt und auch mit dem Spott der männlichen Kollegen umzugehen. Als sie sich dann auch noch verliebt, ist sie selbst nahe daran ihre Tarnung auffliegen zu lassen. Die Handlung ist sehr spannungsreich und brilliert durch den guten Schreibstil der Autorin. Alles ist sehr liebevoll und feinfühlig in Szene gesetzt. Man kann das Buch mit dem wunderschönen Cover kaum aus der Hand legen.

Marleene kämpft für ihren Traumberuf

Von: Kristall86 Datum: 21. March 2021

Klappentext: „Oldenburg, 1891. Als Gärtnerin in der Natur zu arbeiten und die schönsten Blumen dieser Welt zu züchten, davon träumt Marleene schon ihr ganzes Leben. Doch ihr Wunsch scheint unerreichbar, denn eine Gärtnerlehre ist allein Männern vorbehalten. Aber Marleene gibt nicht auf: Kurzerhand schneidet sie sich die Haare ab und verkleidet sich als Junge – und bekommt eine Anstellung in der angesehenen Hofgärtnerei. Marleene ist überglücklich! Doch die anderen Arbeiter machen ihr den Einstieg alles andere als leicht, und es wird zunehmend komplizierter, ihre Tarnung aufrechtzuerhalten. Als sie dann auch noch die beiden charmanten Söhne der Hofgärtnerei kennenlernt, werden ihre Gefühle vollends durcheinandergewirbelt. Marleene muss sich entscheiden – folgt sie ihrem Traum oder ihrem Herzen …! Rena Rosenthal startet mit ihrem Buch „Die Hofgärtnerin - Frühlingsträume“ den Auftakt ihrer 3-teiligen Saga. Vorab sei gesagt: Das Buch sowie das Innere strahlen nicht nur vor Blütenfülle, sondern auch mit liebevollen Details wie zarte Fliederblüten (Marleenes persönliche Herzenspflanze) zu Beginn eines jeden Kapitels. Der Bucheinband ist diesmal recht einfach gehalten ohne große folierte Stellen etc.. Natürlich ist dies immer Geschmacksache, aber hier hätte ich mir eine „noblere“ Form gewünscht. Zu Beginn: leider verrät der hintere Buchdeckel (Klappentext) schon viel zu viel von der Geschichte an sich und das mitfiebern mit Marleene wird etwas langatmig und zäh. Wir lernen sie am Anfang des Buches recht intensiv kennen, aber immer mehr kommt auch ihre Cousine Frieda mit ins Spiel und einige andere Figuren. Manches handeln derer verwirrt doch dann stark. Hier hatte ich das Gefühl, das die Autorin so vor Energie sprudelt, dabei aber doch ihre Hauptperson etwas vernachlässigt. Als es dann „interessant“ wurde mit Marleenes Verwandlung und ihrer Idee, wird man zwar als Leser neugierig, aber wie gesagt, der hintere Buchdeckel verrät/ spoliert schon ihren Erfolg und ihre Anziehung durch ihre glühenden Ideen. Der Zauber ist dadurch etwas arg gebrochen gewesen bei mir...Rosenthal wechselt dann immer wieder zwischen Orten/Ländern welches mir teilweise zu abrupt und zu holprig verlief. Man war gerade mitten in Marleenes Geschichte, schwupp, taucht beispielsweise Julius in China auf... Leider verhält sich die gesamte Geschichte so und eigentlich könnte man nach dem großen Spoiler auch nur das letzte Drittel des Buches lesen um zu erfahren, ob Marleene auffliegt mit ihrer Maskerade, was die Liebe und Sehnsucht in ihr bewirkt und ob sie mit ihrem Traum als Gärtnerin Erfolg hat oder nicht....Rena Rosenthals Schreibstil ist flüssig und sehr detailliert. Man hat ihre Protagonisten sehr gut vor Augen, genauso die Beschreibung der Blumen und Pflanzen sind ihr sehr gelungen nur die Landschaft (ich kenne die Oldenburger Ecke wie meine Westentasche) hätte für meine Begriffe noch ausführlicher beschrieben werden können. Denn die Landschaft/Natur/Wetterverhältnisse dort, sind eine ganz besondere und der Boden etc. ebenfalls...da wäre mehr Potential da gewesen um „Marleene“ noch mehr als Figur zu untermalen bzw. ihren Wirkungsort. Alles in allem ist dieses Buch ein holpriger Start für mich gewesen, aber dennoch habe ich große Lust Marleenes Wirken weiter zu verfolgen - hat sie doch noch so viele Träume und Vorstellungen...hier steckt eindeutig der große Enthusiasmus der jungen Autorin dahinter und das ist auch gut so! 3 von 5 Sterne gibt es von mir!

Das Buch hat mir wirklich überraschend gut gefallen...-

Von: Twin_Tina Datum: 23. May 2021

Optisch gefällt mir das Cover des Buches wirklich gut und es passt zudem echt sehr gut zum Setting und auch die Inhaltsangabe ist so gewählt, das man neugierig auf das Buch wird. Das Buch ist ja eine historische Familiensaga und normalerweise lese ich historische Romane ja nicht, aber da mir die Inhaltsangabe wirklich sehr zugesagt hat, wollte ich das Buch lesen und ich muss sagen, ich war positiv überrascht. Da ich das Genre ja sonst nicht lese, kann ich es vielleicht auch nicht zu 100 % beurteilen, weil ich ja keine großartigen Vergleichsmöglichkeiten habe... Hier geht es nun um Marleene, aber es gab auch recht viele Charaktere, die eine recht große Rolle gespielt haben. Mit Marleene bin ich echt gut klargekommen, sie war gleich sehr sympathisch und ihre teils schlagfertige Art fand ich schön. Ansonsten hat mir Frieda als Charakter wirklich gut gefallen. Einige Nebencharaktere waren natürlich auch nicht so sympathisch, aber das gehört ja dazu und das fand ich auch nicht schlimm. Die Handlungen haben mich wirklich überzeugt und ich fand es gerade am Anfang noch richtig unterhaltsam (obwohl ich es eigentlich durchweg unterhaltsam fand, aber am Anfang besonders). Es war schön mal etwas aus dieser Zeit zu erfahren und die behandelnden Themen fand ich ebenfalls richtig gut. Das Blumenthemen bzw. das Setting mit der Gärtnerei gefiel mir zudem. Das Ende passte gut dazu und ich fand es wirklich schön. Den Schreibstil der Autorin empfand ich als flüssig und angenehm zu lesen. Übrigens kann ich sagen, das es sicher nicht das letzte Buch gewesen ist, was ich in diesem Genre gelesen habe und das liegt auch an der Erfahrung mit diesem Buch, was ich ja echt gut fand. Es soll ja auch noch einen zweiten Band dieser Reihe geben und da bin ich natürlich gespannt drauf. Hinweis: Die Rezension ist von Twin-Tina, ich (Kati) hatte dieses Buch nicht als Rezensionsexemplar....

Leseschnecke Susi

Von: Susanne Kluge Datum: 23. May 2021

Ein schönes Cover, welches uns gleich einen wichtigen Teil vom Buch zeigt. Oh ja Marleene und ihr Traum. Ich war vom Prolog an im Buch. Ich mochte es sehr zu lesen, wie sich Marleene durchkämpft. In diesem Jahrhundert hat man es wahrlich schwer als Frau. Diese waren geboren um zu heiraten, den Haushalt und Ehemann zu versorgen und am besten viele Kinder zubekommen. Zuvor mussten sie, falls vom unteren Stand, niederträchtige Arbeiten ausführen und das für einen Hungerlohn. Oje, was haben wir es doch heutzutage gut. Ich hatte echt manchmal mehr als Mitleid, schon allein, wenn man hört, das Marleene für 20 Pfennig, die ihr fehlten, tagelang eine Gaststube etc auf Hochglanz putzen musste. Hallo, 20 Pfennig! Genauso die Arbeitszeiten wie Bedingungen, oh man. Ach ja, was geht es uns doch richtig gut, heutzutage. Die Kapitel sind in einer entspannten Länge geschrieben und dadurch schnell zu lesen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht. Man bekommt nicht nur eine tolle Geschichte mit historischem Hintergrund zu lesen, nein wir erfahren und lernen zusätzlich noch viele Dinge um den Gesellschaftsstand, die Blumenlehre und auch ein wenig Plattdeutsch. Zum besseren verstehen gibt es nach dem Ende noch eine ganze Menge Informationen und Erklärungen, sowie einige schöne Rezepte. Ich würde sagen ein rund um gelungenes Buch auf vielen Seiten, die aber schnell weniger werden. Jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung im nächsten Jahr um zu erfahren was aus den Protagonisten wird. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich alles entwickelt. Ich gebe hier eine absolute Leseempfehlung auch für alle, die eigentlich nicht so gerne historisch lesen. LG Susi

Ein wundervoller Auftakt, der definitiv Lust auf mehr macht

Von: Monina83 Datum: 08. May 2021

Inhalt: Die Liebe zu den Blumen hat Marleene von ihrem Vater in die Wiege gelegt bekommen. Dieser war an der Hofgärtnerei angestellt und nach seinem Tod träumt Marleene davon, in seine Fußstapfen zu treten und selbst eine Gärtnerlehre dort zu beginnen. Diese Möglichkeit ist 1891 aber einzig den Männern vorbehalten. Um ihren Traum trotzdem zu verwirklichen verkleidet sich die junge Frau kurzerhand und ergattert tatsächlich eine Lehrstelle in der geliebten Hofgärnterei. Doch die anderen Arbeiter machen es ihr nicht leicht und als sie dann auch noch auf die Söhne des Gärtnereibesitzers trifft, wird ihr Leben schließlich gänzlich auf den Kopf gestellt. Meine Meinung: Schon im ersten Kapitel erlebt man, welche Liebe Marleene für Pflanzen empfindet. Nicht nur, dass sie dadurch eine besondere Verbindung zu ihrem Vater bekommt, es tut ihr auch unglaublich gut, mit Blumen zu arbeiten. Dabei fühlt sie sich vollkommen. Ich fand es wirklich schön, dass es die Autorin geschafft hat, mir diese besondere Beziehung zwischen Marleene und den Blumen schon auf den ersten Seiten zu vermitteln. Dadurch fiel mir der Einstieg ins Buch sehr leicht, auch, wenn es mich traurig gemacht hat, dass die Protagonistin ihren Vater verloren hat und sich ihr Traum, Gärtnerin zu werden nicht erfüllen will. Obwohl die Geschichte in der dritten Person erzählt wird, ist es der Autorin zudem gelungen, mich emotional mit ihren Figuren zu verbinden. Marleene ist so ein sympathischer, herzlicher Charakter und ich konnte jederzeit nachvollziehen, was in ihr vorgeht. Doch auch ein paar andere Figuren haben mein Herz gestohlen, wie z.B. Frieda, Marleenes Cousine. Ich mochte sie sofort. Anders, als die Protagonistin greift sie nicht nach den Sternen, möchte aber trotzdem ihren Traum verwirklichen, ist aber auf ihre Art eher bodenständig. Damit hat man zwei sehr unterschiedliche, weibliche Charaktere, die aus den gesellschaftlichen Zwängen, die ihnen in ihrer Zeit auferlegt sind, das Beste machen. Aber auch die verschiedenen männlichen Rollen hat Rena Rosenthal sehr gut beschrieben und in ihren Figuren zum Leben erweckt. Ich habe mich sofort in dieser Zeit gesehen und überlegt, wie ich wohl handeln würde. Aber ehrlich gesagt bin ich froh, dass die Frauen früher hartnäckig für unsere Rechte gekämpft haben und wir inzwischen frei wählen können, welchen Beruf wir erlernen wollen. Wenn man mit dem Buch beginnt, könnte man sich tatsächlich fragen, was wohl auf all den Seiten passieren könnte. Es ist ja doch ein ganz schöner Schmöker und wir verbringen die meiste Zeit wirklich gemeinsam mit Marleene in der Gärtnerei und trotzdem war es für mich nicht auf einer Seite langweilig. Dafür passiert zu viel. Zum einen muss man natürlich immer gemeinsam mit Marleene befürchten, dass sie irgendwann auffliegt und ihr großer Traum platzt. Zum anderen gibt es neben den Protagonisten auch noch einige interessante Figuren, die noch einmal eine ganz eigene Geschichte mitbringen, die sich dann in das große Ganze einfügt. Für mich war es unglaublich spannend miterleben zu dürfen, wie sich alles entwickelt. Manche Charaktere haben mich positiv überrascht, andere eher zum Negativen, aber Überraschungen gab es einige und jede hat mich auf ihre Weise begeistert. Dabei hilft es sicher auch, dass wir in der Geschichte nicht nur bei Marleene bleiben, sondern auch die anderen Figuren teilweise begleiten dürfen. So kann man noch tiefer in das Geschehen eintauchen. Die Liebesgeschichte hat mir auch richtig gut gefallen. Tatsächlich hätte ich anfangs mit einer anderen Besetzung gerechnet, aber je weiter man das Geschehen verfolgt, desto klarer wird es einem, wie sich das Ganze entwickeln wird. Mich hat es aber sehr begeistert, dass sich die Protagonisten erst kennenlernen und über eine gemeinsame Leidenschaft dann verlieben. Sie sind so ein schönes Paar, aber der Schluss lässt vermuten, dass es ihnen im nächsten Band nicht gerade leicht gemacht wird. Am Ende hatte ich dann tatsächlich die Figuren so liebgewonnen und habe so sehr mitgefiebert, dass ich gar nicht wollte, dass es endet. Es passieren auch noch einmal so viele Sachen auf einmal, dass ich jetzt tatsächlich noch neugieriger darauf bin, wie es weitergeht. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf ein Wiedersehen mit Marleene und der Hofgärtnerei. Fazit: Dieser historische Roman hat mir wieder einmal gezeigt, warum ich dieses Genre so sehr liebe. Obwohl es ein ziemlicher Wälzer ist, war es mir auf keiner Seite langweilig, im Gegenteil, ich wurde tief in die Geschichte hineingezogen und habe richtig mit den Figuren mitgefiebert. Einige davon habe ich sogar liebgewonnen und war am Ende sehr traurig, als ich sie erst einmal verlassen musste. Zum Glück war das erst der Auftakt der Reihe, so dass ich mich schon jetzt auf ein Wiedersehen in der Hofgärtnerei freuen kann. Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Sensation Flieder

Von: Ute Christine Datum: 18. April 2021

Ein herrliches Cover das gleich ins Auge fällt. Dann ein Titel und Klappentext, der mich neugierig gemacht hat. Dieser Roman hat alles was mir gefällt. Der Schreibstil und die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich in Marlene hinein versetzen. Die Schauplätze habe ich mir bildlich vorstellen können. Rena Rosenthal hat es geschafft die Stellung der Frau zu der Zeit in der der Roman spielt, 1881, zu verdeutlichen. Gärtnerin durften die Mädchen nicht werden, wohl Gehilfin. Die plattdeutschen Wörter und kurzen Sätze passen perfekt und wer diese Sprache nicht spricht, dafür ist am Ende des Romans eine Übersetzung. Zum Schluss kommt Spannung auf wie es wohl weiter geht und ich erwarte mit Vorfreude Band 2.

Spannend aber nicht außergewöhnlich

Von: Stricktante Datum: 18. April 2021

Wem die Schokoladenvilla gefallen hat, der wird dieses Buch lieben. Hauptperson ist eine starke Frau, die sich als Mann ausgeben muss, um ihren Traum wahr werden zu lassen. Der zeitliche Hintergrund ist gut recherchiert, sprachlich ist das Buch gefällig, aber am Ende sind die Wendungen nicht überraschend. Deshalb auch nur vier Sterne. Alles in allem fühlte ich mich gut unterhalten, ich konnte gut in die Zeit eintauchen, fand es erschreckend, wie Frauen und einfache Arbeiter so gut wie keine Rechte hatten und habe einiges gelernt.

Die Hofgärtnerin

Von: Christine Datum: 18. April 2021

Das Buch ist sehr gut geschrieben. Man kann sich sehr gut in die Zeit versetzen alles sehr genau beschrieben in der Hofgärtnerei, das man beim Lesen meint man steht im Gewächshaus oder im Garten. Aber auch die Themen von der Zeit das Frauen nur bestimmte Berufe erlernen darf. Aufjedenfallmist dieses Buch sehr spannend und ich hoffe das sehr schnell der nächste Teil kommt. P.s unbedingt lesen.

Angenehm zu lesen

Von: Fillies Datum: 17. April 2021

Eine interessante Geschichte über Oldenburg und die damalige Zeit mit einer mutigen jungen Frau, die trotz der gegebenen Umstände ihren Weg geht Auch hier wird beschrieben, wie die Zeit im 19 Jahrhundert war.

Marleenes Weg

Von: Ascora Datum: 17. April 2021

Der Klappentext: „Oldenburg, 1891. Als Gärtnerin in der Natur zu arbeiten und die schönsten Blumen dieser Welt zu züchten, davon träumt Marleene schon ihr ganzes Leben. Doch ihr Wunsch scheint unerreichbar, denn eine Gärtnerlehre ist allein Männern vorbehalten. Aber Marleene gibt nicht auf: Kurzerhand schneidet sie sich die Haare ab und verkleidet sich als Junge – und bekommt eine Anstellung in der angesehenen Hofgärtnerei. Marleene ist überglücklich! Doch die anderen Arbeiter machen ihr den Einstieg alles andere als leicht, und es wird zunehmend komplizierter, ihre Tarnung aufrechtzuerhalten. Als sie dann auch noch die beiden charmanten Söhne der Hofgärtnerei kennenlernt, werden ihre Gefühle vollends durcheinandergewirbelt. Marleene muss sich entscheiden – folgt sie ihrem Traum oder ihrem Herzen… “ Zum Inhalt: „Frühlingsträume“ ist der Auftaktband der Hofgärtnerinnen-Saga von Rena Rosenthal. Die Saga startet 1891 in Oldenburg. Marleene arbeitet als Zimmermädchen in einem Hotel, träumt aber davon als Gärtnerin zu arbeiten. Doch die Gärtnerlehre ist nur für Männer möglich. Schließlich wagt sie einen, damals ungeheuerlichen Schritt, sie schneidet sich die langen Haare ab, verkleidet sich als Junge und bekommt unter einem falschen Namen endlich die Chance in der Hofgärtnerei zu arbeiten. Man kann sich vorstellen, dass es alles andere als leicht ist, die Verkleidung Tag für Tag aufrecht zu halten, die Arbeit ist hart und dann spielen auch noch Marleenes Gefühle verrückt, als die beiden Söhne der Hofgärtnerei auftauchen. Meine Meinung: Rena Rosenthal hat hier einen historischen Roman geschrieben, der einen durch seine sorgfältige Recherche und seine detaillierten Beschreibungen in Verbindung mit einer bewegenden Geschichte und interessanten Charakteren richtig in die Geschichte hineinzieht. Marleene hat als Kind der Arbeiterklasse und auch als Frau in der damaligen Zeit wenige Chancen im Leben, doch sie schafft sich ihre Möglichkeiten, sie setzt sich über Konventionen, Geschlechterrollen und Standesdünkel hinweg um ihren Weg zu gehen – auch wenn sie nicht unbedingt an Langzeitfolgen denkt. Das ausgehende 19. Jahrhundert war eine Zeit der Umbrüche und Entwicklungen und all dies kommt im Roman sehr gut zur Geltung. Ein weiteres Augenmerk liegt selbstverständlich auf den Pflanzen und Blumen, der Gartengestaltung, ihrer Pflege und ihren Nutzen, im Anhang finden sich auch einige Rezepte. Und im Nachwort erklärt die Autorin selbst, warum ihr Oldenburg und die Gärten so wichtig sind und gerade das spannt man als Leser.

Ein Anfang, der Vorfreude weckt

Von: Maria Datum: 14. April 2021

Rena Rosenthal befördert die Leser:innen in das Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge Frau Marleene sieht sich gezwungen in ihrem Arbeitsleben als Mann aufzutreten, um ihren Traum als Lehrling in der Hofgärtnerei zu verwirklichen. Doch der Traum scheint nicht ohne Gefühlschaos verwirklicht werden zu können. Rosenthal implementiert die Probleme von alleinstehenden Frauen dieser Zeit in ihren Roman und entwickelt daraus einen schönen ersten Band der Reihe. Die Elemente aus der Pflanzenwelt sind ebenso wie die historischen Gegebenheiten schön eingearbeitet. Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Sicht Marleenes erzählt, welche allerdings teilweise konträre Charakteteigenschaften besitzt - mal mutig, weil sie es wagt als Mann aufzutreten, um ihren Traum zu verwirklichen und mal unterwürfig und obrigkeitshörig, weil sie sich nicht gegen ihre ehemalige Chefin wehrt und sich nicht für das, was ihr zusteht einsetzt. Weitere Erzählströme handeln von anderen Charakteren, die im Verlauf zum Geschehen beitragen. Dennoch handelt es sich um einen schönen ersten Band einer historischen Reihen, welche die Leser:innen in das 19. Jahrhundert und die Pflanzenwelt entführt.

Ein starke Frau kann sich mit einer List ihren Traum erfüllen

Von: eherz Datum: 14. April 2021

Die Geschichte spielt im 19 Jhd, in dem die Rolle der Frau noch sehr eingeschränkt und strikt reglementiert ist. Das passt so gar nicht zu Marleens Träumen eine Gärtnerlehre zu beginnen. Denn Frauen gehören an den Herd und nicht auf’s Feld, so die weitverbreitete Meinung unter den Gärtnern. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass Marleen auf ihre Bewerbung als Gärtnerlehrling nur Absagen erntet mit der Begründung, dass Frauen für diesen Beruf nicht geschaffen wären. So setzt Marleen alles auf eine Karte und aus Marleen wird Marten, der schmächtige, aber clevere und wissbegierige Junge. Und plötzlich erfüllt sich ihr Traum und sie wird als Lehrling in der Hofgärtnerei eingestellt. Hier muss sie sich beweisen und immer darauf achten, dass ihre Verkleidung nicht enttarnt wird. Das wird noch schwieriger als sie die Söhne des Hauses kennenlernt und Gefühle entwickelt. Dieser Roman ist gespickt mit den Vorurteilen der damaligen Zeit und zeigt neben der eigentlichen Geschichte den Beginn der Frauenbewegung/Emanzipierung der Frau in der Gesellschaft. Es wird gezeigt, wie schwer es für Frauen in dieser Zeit war sich ein eigenständiges Leben aufzubauen und sich ihre Träume zu erfüllen. Aber auch für Männer war es schwer altbekannte Regeln fallen zu lassen und neu Gedanken und Sichtweisen zu akzeptieren. Dieser Konflikt wird in der Geschichte deutlich beschrieben und fließt in die Handlung ein. Neben diesem sehr ernsten Thema wird man aber auch in die Welt der Pflanzen und Pflanzenzucht dieser Zeit entführt und kann sich an Beschreibungen der Pflanzenwelt erfreuen. Auch für’s Herz ist was dabei, so dass die taffe Marleen auch ihre weiche Seite zeigen kann. In meinen Augen ist der Auftakt für die Saga gelungen und ich bin gespannt auf die nachfolgenden Teile, ob sie auf diesem hohen Niveau weitergeführt werden können. Das Buch wurde mir vom Verlag kostenfrei als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat in keiner Weise meine ehrliche Meinung beeinflusst.

Super

Von: Daniela Datum: 13. April 2021

Ein ganz besonderes Buch, das auf jeder Seite eine Wendung nimmt, die man nicht erwartet. das führt bei mir dazu, daß ich dieses Buch nur ungern beiseite gelegt habe und es deshalb viel zu schnell ausgelesen war. Ich liebe dieses Buch und kann es nicht erwarten wie es mit Marleen , Frieda, Julius und Manolo weitergeht.

Ein großes Wagnis für einen großen Traum

Von: Sabine Seifert Datum: 13. April 2021

Der Roman führt uns ins Oldenburg des ausgehenden 19. Jahrhunderts und ist der Auftaktband zu einer dreiteiligen Saga. Neben der Geschichte der jungen, nach einem Schicksalsschlag in ärmlichen Verhältnissen lebenden Marleene, die Pflanzen und die Arbeit an der frischen Luft über alles liebt und ihren schwierigen Lebensumständen zum Trotz versucht, ihren Traum von einer Gärtnerlehre wahr werden zu lassen, gibt es weitere Handlungsstränge mit Marleenes Cousine Frieda und Julius, einem der beiden Söhne des Inhabers der oldenburgischen Hofgärtnerei, zwischen denen bisweilen etwas unvermittelt gewechselt wird. Als Leser/in erfährt man Einiges über den Umgang der verschiedenen Gesellschaftsschichten zu dieser Zeit miteinander und die schwierige, beinahe aussichtslose Situation von Frauen aus prekären Verhältnissen. Marleene kann nicht nur an ihre eigene Zukunft denken, sondern muss mit ihrem Einkommen auch noch für ihre kranke Mutter sorgen. Umso größer ist das Wagnis, ihre schlecht bezahlte Stellung als Zimmermädchen, in der sie ausgebeutet wird, für einen Neubeginn als Gärtnerlehrling aufzugeben - eine Berufswahl, die zu jeder Zeit nur Männern offen stand. Als in der oldenburgischen Hofgärtnerei unerwartet eine Lehrstelle zu besetzen ist, nimmt sie all ihren Mut zusammen, schneidet sich das Haar kurz und verkleidet sich als Junge, ohne darüber nachzudenken, was passieren wird, wenn der Schwindel eines Tages auffliegt. Wie schon im Klappentext angedeutet, fällt es Marleene nicht leicht, in der Gärtnerei als Lehrling Fuß zu fassen und sich zu behaupten. Dazu gesellen sich emotionale Verstrickungen, als sie mit einem der beiden Söhne der Hofgärtnerei näher zusammenarbeitet. Mehr darf ich an dieser Stelle nicht preisgeben ... Rena Rosenthal lässt Ihre hervorragenden botanischen Kenntnisse in das Buch einfließen. Vom geschichtlichen Hintergrund her wurden einige Entwicklungen der damaligen Zeit etwas verlegt, um die Handlung des Romans schlüssig zu machen, was jedoch von mir nicht als störend empfunden wurde, da ich es ohne Erwähnung der Autorin im Nachwort nicht gewusst hätte. Die Geschichte endet zwar offen, lässt dadurch aber Raum für die sicherlich ebenfalls spannenden persönlichen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen in den beiden Folgebänden, deren Lektüre sich bestimmt lohnen wird.

Eine Enttäuschung für Historienfans - Ein Gewinn für Rosemunde Pilcher Fans

Von: SaltyChickOnCouchDuty Datum: 11. April 2021

Ich habe von dem Kurztext des Buches ein Buch erwartet, dass es eine fiktive Story in einem richtigen durchgezogenen historischen Setting ist. Leider wurde ich diesbezüglich enttäuscht. Schon der Anfang machte mir Probleme. Die Kunstblumen bzw. der Reichtum und Größe des Hotels und die Lage des Hotels mit einer Gießerei-Anlage, Bahnhof und Schmied in der Nähe... *tief durchatmen * Hat die Autorin überhaupt mal an Kohleablagerungen in der damaligen Zeit gedacht? Was wo überhaupt in der Nähe von Gießereien verwendet wurde? Wie viel Kunstblumen aus gewachsten Papier oder Stoff damals gekostet haben? Wie diese miese Lage des Hotels eigentlich nur die nötigsten Kunden angelockt hätten außer da würde wirklich viel und hart gearbeitet um alles so rein wie möglich zu halten? Hinten im Anhang hat die Autorin geschrieben, dass sie es in erster Linie als Fiktion behandelt. Eine unzulängliche Begründung für die vorherigen genannten Versäumnisse. Warum sich überhaupt dann die Zeit auswählen, wenn man es nicht richtig durchziehen möchte? Außerdem wäre die Umwerbung des Buchs als historischen Roman dann falsch, weil hier nur Rosinen picken passiert. Ich finde es gut, dass sie das Problem der damaligen Frauen eine Aufklärungsfläche gibt. Aber: Die Reaktion von der weiblichen Hauptcharatere... abstrakter Bullshit! Keiner in der Lage würde so reagieren, stehen bleiben und glauben nach dem zehnten Fragen/Sagen ist jemand anders. Du würdest deine Füße in die Hände nehmen und fliehen. Nicht so wie es im Buch gemalt wurde. Als eine Frau die Vergewaltigung erlebt hat, ist es schwer die Darstellung der Figur nachzuvollziehen, wenn diese doch so intelligent sein soll. Zu den Characteren: Sie sind fliessend geschrieben, aber es ist immer diese autoriale Neigung zur Überspitzung von Sprache und Situationen, die alles ein Gefühl von Künstlichkeit gibt. Sie wollte damit sicherlich die Neugierde des Lesers fangen, aber das klappt nur wenn es in Maßen verwendet wird. Die Umschreibung der Arbeiten und Umgebungen waren schön und die Interaktionen der Characteren waren übersichtlich und manchmal etwas sehr offensichtlich. Es ist jetzt kein Fluff in dem Sinne, dass dir davon dein Herz bebt in Hitze aufgeht, weil da kein langanhaltender Beef ist oder Liebesherausforderungen. Ich empfehle diesen Buch gerne für Leute ab 45 Jahren die am Abend etwas Mildes nach einem harten Arbeitstag zum ausklingen haben wollen und nicht groß über das Buch nachdenken wollen. Das Ende... ich habe gelacht. Das war so offensichtlich. Ich denke nicht, dass ich diese Bücherreihe fortsetzen werde. Eigentlich schade, da die Idee dazu nicht so schlecht ist. Potenzial ist verloren gegangen weil schnell klar war für wen sich die Hauptfigur entscheiden würde. Mehr Spice of Life dort hätte mich vielleicht am Ende noch bei der Stange gehalten für Band 2. So aber nicht.

Marleene, eine willensstarke Frau

Von: Lesemaus Datum: 10. April 2021

Ein wunderschönes Cover, das sofort zum Lesen einlädt und zugleich inspiriert. Ein Mädchen, das schon durch die Tätigkeit des Vaters bestärkt wird, seinen Berufstraum der Gärtnerin in die Tat umzusetzen. Es wird für die damalige Zeit sicher nicht einfach werden. Frauen in "Männerberufen", wird es Marleene gelingen? Was für Schwierigkeiten und Intrigen warten auf sie. Fliegt sie am Ende noch auf, bevor das Ziel erreicht ist? Lesen sie selbst und bilden sich selbst eine Meinung. Die Autorin hat einen Schreibstil gewählt, der ein in die Zeit 1891 versetzt. Beim Lesen des Romans dachte man an diese Zeit gar nicht, denn die Spannung blieb von Anfang bis zum Ende auf einem sehr hohen Niveau. Ich bin schon sehr gespannt auf die Folgebände, sie werden bestimmt genau so interessant sein wie dieser wundervolle erste Band. Ich freue mich schon sehr darauf!

Schöne Geschichte mit Herz, Gefühl und norddeutschem Lokalkolorit

Von: Karla Datum: 06. April 2021

"Es gibt keine Sache der Welt, die ein norddeutscher Mann nicht mit einem alles sagenden 'Hmm' beantworten könnte." Marleene verkleidet sich als Junge, um ihren Lebenstraum zu verwirklichen und eine Gärtnerlehre zu beginnen. Der Anfang ist ein bisschen lang geraten und ich war nicht gleich von der Geschichte überzeugt. Nachdem Marleene ihre Lehre aber beginnt, nimmt die Erzählung Fahrt auf und es wird spannend. Die verschiedenen Charaktere ihrer Arbeitskollegen und-kolleginnen sind schön dargestellt und teilweise sehr liebenswert. Man kann wunderbar mitleiden und mitfiebern. Als gebürtige Norddeutsche (die das Leben in eine andere Ecke der Republik geführt hat) hat mir der norddeutsche Lokalkolorit sehr gefallen. Das ist der Autorin bei einigen Figuren sehr gut gelungen. Das Zitat oben ist z.B. sehr, sehr passend. Nebenbei werden zeitpolitische Fragen wie die Frauen- und Arbeiteremanzipation aufgenommen und interessant behandelt. Blumen und Gärtnern sind eigentlich überhaupt nicht meine Themen. Aber Rhododendren, die im Buch ein großes Thema sind, kennt wohl jeder, der mal irgendwann durch einen Park spaziert ist. Man muss also kein passionierter Gärtner sein, um bei den Themen mitzukommen. Am Ende fand ich es wieder etwas viel ungelöste Handlungsstränge. Klar, dass damit die Neugierde auf den nächsten Band geweckt werden soll, aber ich fand es zu viele offene Angelegenheiten und darum etwas unbefriedigend. Alles in allem aber ein schönes Buch, dass das Herz erwärmt.

Ein historischer Ausflug in die Pflanzenwelt

Von: Bonny Schmöller Datum: 06. April 2021

Der Protagonistin Marleene wurde bereits die Liebe zur Pflanzenwelt in die Wiege gelegt, da einst ihr verstorbener Vater in der Hofgärtnerei gearbeitet hat. Allerdings war es zu der Zeit (die Handlung spielt im Jahre 1891) für Frauen nicht möglich eine Lehre als Gärtner zu machen. Daher musste sich Marleene als Mann verkleiden. Sie wurde sodann als Lehrling in der Hofgärtnerei aufgenommen und ab diesem Zeitpunkt verstricken sich die Ereignisse, die Marleene als Frau in Männerkleidung zu bewältigen hat. Durch den Klappentext auf diese Handlung neugierig gemacht, wurde ich nicht enttäuscht. Man erfährt wie es Frauen zur damaligen Zeit ging, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen – insbesondere für die Arbeiterfrauen und welche Standesunterschiede es gab. Auch wird der Leser in die Pflanzenwelt mit genommen. Detailreich wird beschrieben, wie es in einer Gärtnerei zu geht. Durch den flüssigen Schreibstiel von Rena Rosenthal war es mir ein Genuss dieses Buch zu lesen. Da es sich hierbei um den ersten Teil der "Hofgärtnerin“ handelt, hat die Autorin es wahrlich gut verstanden, den Schluss offen zu lassen und den Leser neugierig auf die Fortsetzung zu machen. Ein sehr gelungener Roman.

Der Beginn einer Saga

Von: Kate99 Datum: 02. April 2021

Die Hofgärtnerin von Rena Rosenthal spielt im Jahr 1891 und handelt von der Protagonisten Marleene, die sich nichts sehnlicher wünscht als Gärtnerin zu werden. Jedoch ist es zu dieser Zeit Frauen nicht möglich, eine Lehre in diesem Beruf zu machen. Also beschließt Marleene sich als Junge zu verkleiden und bekommt eine Lehrstelle, doch es gestaltet sich als schwierig, das Geheimnis als verkleidete Frau zu bewahren.... Das Lesen hat mir Spaß gemacht, es liest sich flüssig und man möchte es in einem Zug durchlesen, da man gespannt ist, wie Marleene sich den Problemen stellt, und man hofft, dass Ihre Tarnung unbemerkt bleibt. Am Ende des Buches erwartet man schon mit Spannung die Fortsetzung. Gefallen hat mir auch, dass es im Anhang noch viele ergänzende Informationen gibt, wie historische Hintergründe und sogar Rezepte. Es lohnt sich also, den Anhang auch noch anzuschauen.

Alles drin....

Von: Susanne Datum: 27. March 2021

Dieser Roman enthält alles: Geschichte, Freundschaft, Hoffnung, Liebe, Bosheit, Neid, Ränke und Ungerechtigkeit.... Ich habe das Buch genossen und von der ersten Seite an mit Marleen mitgefiebert, immer hoffend, dass alles gut ausgehen möge. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen; ein tolles Buch für entspannende Stunden. Gelungen fand ich auch ganz zum Schluss die Erklärung der plattdeutschen Begriffe, das Personenregister, die Auflistung der botanischen Namen und der Part „Alles rund um Flieder“. Ich freue mich schon auf den nächsten Teil!

Eine junge Frau kämpft für ihren Traum

Von: fritzi11 Datum: 25. March 2021

Oldenburg 1891, die junge Marleene träumt von einem Beruf als Gärtnerin. Doch in dieser Zeit bekommen Frauen keinen Ausbildungsplatz. Also zieht sie sich Männerkleidung an, und bekommt tatsächlich eine Lehrstelle in der Hofgärtnerei Goldbach. Sie punktet bei ihrem Chef durch ihren Fleiß und ihr Wissen, das sie von ihrem Vater hat. Obwohl ihr viele Steine in den Weg gelegt werden, geht die sympathische Frau zielstrebig ihren Weg. Die Goldbach-Kinder kennt sie bereits aus ihrer Schulzeit. Die verwöhnte Tochter Rosalie kann gemein und hinterhältig sein. Zu dem älteren Sohn Konstantin fühlt sie sich sofort hingezogen. Er ist gutaussehend, gepflegt und charmant und in der Damenwelt äußerst beliebt. In dem jüngeren Sohn Julius findet sie einen Seelenverwandten. Mit ihm züchtet sie heimlich Rhododendren in einem alten Gewächshaus. Wie lange wird es Marleene gelingen, ihr Geheimnis zu bewahren? Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig, und man fühlt sich mittendrin im Geschehen. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung, und werde sie auf alle Fälle lesen. Auch die Anmerkungen der Autorin am Ende des Buches finde ich gelungen und informativ. Einzig die kurze Beschreibung der Akteure hätte ich an den Anfang des Romans gesetzt.

Die Hofgärtnerin

Von: Franzi Datum: 22. March 2021

Wunderbare herzerwerwärmende Geschichte über eine mutige Frau die für ihren Traum kämpft, in Zeiten in denen Frauen nicht das tuen dürfen was sie wollen.

Ein guter Anfang

Von: Nicki44 Datum: 21. March 2021

Die Hofgärtnerin (Frühlingsträume) von Rena Rosenthal ist der gute Anfang einer Familiensaga und zeichnet den steinigen Weg einer jungen Frau nach, die sich ihren Weg zu ihrem Traumberuf erarbeitet. Die verschiedenen Ort- und Landschaften laden den Leser während des Lesen zu einer gedanklichen Reise ein und lassen vor dem inneren Auge die Umgebung und Eindrücke neu erstehen. Das Ende dieser Familiensaga ist offen und macht neugierig auf die nächsten Teile der Saga.

Die Hofgärtnerin - Frühlingsträumr

Von: Rita Jörs Datum: 14. March 2021

Es fängt alles mit einem wunderschönen zweifarbigen Flieder an, den Marleene mit ihrem Vater gezogen hat. Marleene möchte gerne Gärtnerin werden. Ende des 19ten Jahrhunderts ist das für eine Frau aber so gut wie unmöglich. Frauen müssen heiraten, Kinder groß ziehen und den Haushalt erledigen. Für einen Beruf hält die Männerwelt sie schlichtweg für zu dumm. Allenfalls als Hilfsarbeiterin haben sie die Möglichkeit Geld zu verdienen, selbstverständlich wesentlich weniger als Männer. Marleene‘s Vater war bis zu seinem zu frühen Tod auch schon Gärtner in der Hofgärtnerei. So bewirbt sie sich 2 Mal auf eine Stelle als Lehrling dort, hat aber als Frau keine Chance. Als Marleene sich an ihrer Arbeitsstelle als Zimmermädchen den Übergriffen der Männer schutzlos ausgeliefert sieht, bewirbt sie sich ein weiteres Mal als Mann verkleidet und bekommt die Lehrstelle. Und somit beginnt für sie ein Traum wahr zu werden, der ihr viel abverlangt. Ihre Tarnung darf nicht auffliegen, sie muss zupacken wie ein Mann und sich der derben Späße ihrer Kollegen erwehren. Auch ihrer Cousine Frieda, mit der sie sich ein spartanisches Zimmer in einer Herberge teilt, sagt sie nichts von ihrer neuen Anstellung. Sie fühlt sich zum Ältesten Sohn der Hofgärtnerei hingezogen, der schnell ihr Geheimnis errät. Aber es gibt auch noch den jüngeren Sohn Julius, mit dem sie heimlich in einem Gewächshaus Rhododendren zieht, die Julius von einer Studienreise mitgebracht hat. Dann gibt es noch die verwöhnte Tochter Rosalie, mit der Marleene zusammen für eine kurze Zeit zur Schule ging. Ihr ist nicht zu trauen, aber Rosalie erkennt ihre verhasste Mitschülerin von damals in der Verkleidung als Lehrling vorerst nicht. Das Buch spielt in Oldenburg und wer sich im Ammerland etwas auskennt, weiß, das dort immer noch der Rhododendron in den Parkanlagen, Baumschulen und Gärtnereien die unangefochtene Hauptrolle spielt. Das Buch brilliert durch klare Struktur, kurze Kapitel und eine Erzählart, die einen daran hindert, das Buch aus der Hand zu legen. Spannend, feinfühlig und die Charaktere hervorragend aufgezeichnet, will man immer schneller erfahren, wie es weitergeht. Auch die Rezepte im Anhang für Flieder-Badeöl, Fliederzucker und andere Möglichkeiten mit Flieder umzugehen sind absolut erwähnenswert. Ich freue mich auf den zweiten Band.