Tina Turner

My Love Story

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„Liebe hat mein Leben gerettet. Davon will ich erzählen.“ Tina Turner, die Königin des Rock ’n‘ Roll, wird bald 80 Jahre alt. Unter dem Eindruck einer lebensbedrohlichen Erkrankung, die sie aufgrund einer wunderbaren Wendung überwinden konnte, schildert sie erstmals ihre „ganze Geschichte“, wie sie sagt. Private Dancer, Simply the Best, I Can’t Stand the Rain – jeder, der Tina Turners Musik hört, ahnt etwas von ihrer Energie, ihrem Lebenswillen und nie versiegendem Mut, die sie aus der Enge der Kindheit in Tennessee auf die Bühnen der Welt brachten. Mit ihrem Ehemann Erwin Bach durfte sie schließlich auch das lang ersehnte persönliche Glück erleben. „My Love Story“ ist eine Liebeserklärung an das Leben und die zutiefst bewegende und inspirierende Überlebensgeschichte einer starken Frau.

Das Buch enthält zahlreiche Abbildungen, darunter viele bisher unveröffentlichte aus Privatbesitz.

Simply the Best - Eine authentische Autobigraphie mit Höhen und Tiefen

Von: Melanie E. Datum: 11. December 2018

"My Love Story" ist eine Autobigraphie einer wirklich wunderbaren Entertainerin innerhalb der Musikgeschichte. Wer kennt Tina Turner nicht? Nachdem ich im letzten Jahr das Musical "Tina Turner" gesehen habe, war der Wunsch groß sich, weiter mit dieser Frau zu beschäftigen und mich auf ihre Höhen und Tiefen einzulassen. Im Musical wird einiges aus dem Leben der Rocklegende angerissen und neben den großartigen Songs bekam ich einen Einblick, aber eher oberflächlich. Ich war also auch sehr neugierig auf das Erleben Tina Turners, innerhalb ihrer Kindheit, ihrer Ehe mit Ike Turner, ihre Mutterschaft und dem Glanz einer Berühmtheit. Es gab vieles, was mir nicht gefallen hat, was das Showbiz aber wahrscheinlich mit sich bringt. Die Schulden, die Tina macht, um aus den Verträgen mit Ike entlassen zu werden, dienen dazu Unabhängigkeit zu erreichen und sich aus ihrem alten Leben Erlösung zu erkaufen. Nach einer schrecklichen Ehe voller Gewalt und Drogen beginnt Tina Turner sich etwas Eigenes aufzubauen und hat mit ihrer Einzigartigkeit große Erfolge. Mich macht allerdings traurig, dass sie trotz allem Ruhm wenig Zeit für ihre Kinder gefunden hat und die "Einsamkeit" die dadurch entsteht, somit weitreichende Folgen hat. Mein Mutterherz blutet regelrecht, auch wenn ich ein klein wenig Verständnis dafür habe, einer Ehe entfliehen zu wollen, die nicht auf Liebe basiert. Erfolg scheint nicht immer das Sahnehäubchen zu sein, dieses wird relativ schnell deutlich. Es gilt Verzicht und Engagement in allen Lebensbereichen, wobei ich gerne auf Reichtum verzichte und mein Leben mit meinen Lieben genieße. Neidisch bin ich lediglich auf die Beine der guten Dame, die auch mit fast 80 Jahren immer noch der Hingucker schlechthin sind. Mir war allerdings nicht bewusst, dass Tina Turner Perücken trägt, also war es diesbezüglich etwas für mich Unbekanntes, was es zu entdecken gab. Es wird vermehrt deutlich, dass das Selbstwertgefühl der Musikerin einige Risse hat, was in ihrer Kindheit zu suchen ist und durch die wenige Wertschätzung durch ihre Mutter. Es hat mir sehr gefallen, dass auch andere Rock - Größen wie Bryan Adams, Mick Jagger oder auch Cher Platz im Buch fanden. Es ist eine kleine Hommage an Musiker, die ihren Weg gemeinsam mit Tina Turner gegangen sind und sich auch unterstützend zeigten. Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen. Die Seiten flogen nur so dahin. Begeistert haben mich die vielen Fotos, die eine andere Tina Turner zeigen als das TV uns Einblicke bieten würde. Natürlich führen die schonungslosen Berichte aus allen Bereichen des Lebens dazu viele Facetten von Emotionen zu empfinden, wobei Mitleid oder auch Trauer nur Auszüge dessen sind, was ich empfunden habe. Auch Krankheit und Tod finden ihren Platz und zeigen das Leben Pur. Interessant waren die Einblicke in den Buddhismus. Eine Religion, die mir eher unbekannt ist und auch das Aufsuchen einer Seherin mir eher suspekt erscheint. Tina Turner findet ihre große Liebe, die ich ihr sehr gegönnt habe, nach all der Schmach, Unterordnung und Gewalt durch ihren Ehemann Ike. Keine Frau sollte sich so behandeln lassen müssen und die Flucht nach vorne, ist Tina Turner letztendlich gelungen, auch wenn dafür anderes auf der Strecke geblieben ist. Unter dem Titel "My Love Story" hatte ich eine Liebesgeschichte erwartet, die natürlich auch zu finden ist, aber zwischen dem ganzen Glanz und Glamour sehr wenig Raum eingenommen hat. Meine Erwartung war durch den gewählten Titel der Autobigraphie eine andere und lediglich das letzte Drittel des Buches erwähnt Erwin Bach. Fazit: "My Love Story" ist eine Autobiographie, die sich im Bereich Drama einordnen lässt, mitunter fast schon Krimianteile durch Drogen und Gewalt aufweist und im letzten Drittel des Buches eine Liebesgeschichte beinhaltet. Durch den Facettenreichtum und die ansprechende Gestaltung eine Kaufempfehlung wert!

Tina und ihr Leben mit Höhen und Tiefen

Von: Leseratte Austria Datum: 03. December 2018

Eine tolle Autobiografie mit vielen Einblicken in Tina’s Privatem Leben. Wie sie von Anna Mae Bullock geboren am 26. November 1939 in Nutbush Tennessee zu Tina Turner wurde. Über Ihre Kindheit, Familie, Ehe mit ihrem ersten Mann Ike Turner und ihrem jetzigen Mann Erwin Bach. Der Werdegang einer Sängerin mit Höhen und Tiefen, die sich mehrmals Neu Finden musste. Sie erzählt auch über die schlimmen Zeiten in ihrer Ersten Ehe und weitere Ernste Themen lässt sie nicht aus. Aber auch die vielen schönen Zeiten werden mit viel Charme und Witz erzählt. Mir gefallen besonders, die Privaten und Öffentlichen Fotos die mehrmals im Buch vorkommen. Auch die Offenheit über Ihre Gefühle in den verschiedenen Lebensphasen geben dem Buch das gewisse ETWAS. Tina erzählt über ihre Musikalische Entdeckung und die Zeit als sie mit Ike auf Tour war. Weiter’s werden viele berühmte Sänger wie David Bowie, Mick Jagger usw. die ihren Weg kreuzten, erwähnt. Sie gibt Interessante Hintergrundinformationen über ihre Songs preis und somit werden diese noch lebendiger. Auch die Zusammenarbeit mit ihrem Manager und den Plattenfirmen wird beschrieben. Meine Meinung: Eine Aufregende, Interessante und Einfühlsame Biografie mit vielen tollen Fotos die dieses Buch zu etwas besonderen machen. Vor allem hat Tina darauf Wert gelegt, dass es auch eine Zeit nach „Ike and Tina Turner“ gibt. Auch ihre Erkrankungen werden nicht verschwiegen. Das Buch hat ein Schutzcover mit einem tollen Foto von Tina, wie wir sie kennen! 5 von 5 Sternen

TINA TURNER

Von: thorsten lampe Datum: 02. December 2018

Ich liebe das Buch, ich liebe Tina. Ich habe sie schon auf vielen Konzerten erlebt und bewundere Tina sehr. Das Buch ist ein Muss für jeden Tina-Turner-Fan!

What's love got to do with it

Von: Streifisbücherkiste Datum: 15. November 2018

Tina Turner und ihre Musik begleiten mich schon mein Leben lang, hat sie doch ihre internationale Karriere gestartet, als ich gerade angefangen habe Musik zu hören. Da wir am gleichen Tag Geburtstag haben, habe ich mir irgendwie auch immer verbunden gefühlt. Man hat lange nichts mehr von ihr gehört, hat sie sich doch schon lange aus dem Musikbusiness zurückgezogen. Daher war ich überrascht, als in der Zeit ein Interview mit ihr erschien, in dem auch auf ihre neue Autobiographie hingewiesen wurde. Diese Autobiographie ist nun schon ihre zweite. Die erste habe ich nicht gelesen, daher kann ich keinen Vergleich ziehen. Tina sagt aber selbst, dass sie erst jetzt in der Lage war die Zeit mit Ike abschließend betrachten zu können, was ihr im ersten Buch noch schwergefallen wäre. Das Buch ist nicht ganz chronologisch aufgebaut. Es beginnt mit der Schilderung der Hochzeit mit Erwin Bach und dem kurz darauf erfolgten Schlaganfall. Um zu erklären, wie es soweit kommen konnte beginnt Tina dann ihre Lebensgeschichte von Anfang an zu erzählen. Ihre Jugend und Kindheit, das Verhältnis zu Mutter und Schwester und dann das Kennenlernen von Ike und die ersten Erfolge mit ihm. Schnell wird klar, dass diese Beziehung nie auf Liebe basiert hat und Ike Tina nur als Sängerin für sich sichern wollte. Tina hält lange bei Ike aus, versucht auch den Kindern zuliebe etwas wie Normalität aufzubauen, wenn sie zu Hause sind. Doch Ike verfällt immer mehr den Drogen und wird immer gewalttätiger. Eines Tages fasst sie den Entschluss zu gehen und zieht das dann auch konsequent durch. Anfangs ist es sehr hart, hat sie doch ohne Ike erst einmal kein Einkommen und jede Menge Schulden am Hals. Aber Tina glaubt an sich und tut alles dafür, wieder auf die Beine zu kommen. Der Durchbruch gelingt ihr mit dem Album Private Dancer und der Rest ist wohl den meisten bekannt. Was wohl nicht so vielen bekannt sein dürfte ist allerdings, dass Tina in den letzten Jahren schwer krank war. Auch über diese Zeit berichtet sie in ihrem Buch und ist sich auch nicht zu schade, Fehlentscheidungen, die sie getroffen hat, zuzugeben. Das abschließende Kapitel ist ihrem Sohn Craig gewidmet, der sich im Sommer 2018 das Leben nahm. Ergänzt wird das Ganze durch zahlreiche Fotos, die auch aus Tinas privaten Alben entstammen. Mich hat das Buch sehr berührt. Tinas Geschichte ist wahrhaftig keine einfache und sie hat vieles ertragen müssen. Und doch hat sie die Schwierigkeiten überwunden und auch noch ihr Lebensglück gefunden, obwohl sie längst dachte, alleine zu bleiben. Ihre Willenskraft und der Glaube an sich selbst haben mich sehr beeindruckt. Das Buch lies sich gut lesen, man hatte das Gefühl mit Tina zusammenzusitzen und ihr zuzuhören. Von daher kann ich nur eine Leseempfehlung für dieses Buch aussprechen, nicht nur für Tina Turner Fans.

Eine packende und informative Autobiografie

Von: Kathrin Nievelstein Datum: 14. November 2018

„Du bist eine Kämpferin, sagte ich zu mir, bist es immer gewesen. Ich schwor mir, niemals aufzugeben, mit meinem nahezu vollständ gelähmten Bein so lange zu üben, bis es wieder seinen Dienst tat und ich auf eigenen Füßen stehen könnte. Ich zwang mich dazu, weil ich es mein Leben lang gewohnt war, mich anzutreiben und weiterzumachen. Niemals aufgeben.“ (S. 254, mittlerer Absatz) Lange war es ruhig um Tina Turner und so mancher hat sich gefragt, „Lebt Tina Turner eigentlich noch?“ (wie in dem Buch angemerkt wurde, war dies in den letzten Jahren wohl einer der meistgesuchten Begriffe bei Google zum Thema Tina Turner). Nun gibt es eine neue – zweite – Autobiografie der Grand Dame des Rock`n Roll und sie zeigt erneut viel Persönliches von der Ausnahme-Entertainerin, die seit vielen Jahren in der Schweiz lebt. Der Hauptaugenmerk wird in den 320 Seiten vor allem auf die „neue“ Zeit nach der Trennung von Ike Turner gelegt, wobei doch immer noch rund 1/3 der 12 Kapitel von dem Aufwachsen der jungen Anna Mae Bullock, dem Leben mit Ma und Schwester, ihren beiden Großmüttern bis zur der Zeit mit Ike thematisiert werden. Einiges kennt man als Fan sicherlich schon, Neues wie z.B. nähere Details über den „Hochzeitstag“ erfahren wir in einer gut geführten Sprache bzw. Übersetzung, die einen das Gelesene miterleben lassen. Tina hat mehr zu erzählen, sie möchte uns Fans davon in Kenntnis setzen, warum es um sie so still war und was wirklich passiert ist, fernab von Spekulationen der Yellowpress. Wir begleiten sie an ihrem schönsten Tag, der Hochzeit mit ihrem langjährigen Weggefährten Erwin Bach; ebenso fühlen wir aber durch die Emotionen transportierende Sprache (vergleichbar mit ihren Songs) auch die diversen Leidenswege, Ups & Downs der letzten Jahre. Ihre Gedanken, ihre Schwächen, Fehlentscheidungen und dann wieder – unterstützt von ihrem Ehemann – lebensbejahende Kämpfe können wir in Kapiteln nachlesen, welche immer durch Songs als Überschrift eingeleitet werden wie z.B. „Total Control“, „Back where you started“ oder „Paradise is here“. Eine Idee, die mich dazu gebracht hat, diese Songs mal wieder anzuspielen und mit den neuen Einblicken neu zu erleben bzw. zu begreifen. Die Sängerin ist erstaunlich offen in ihrer neuen Autobiografie, spricht über außergewöhnliche Themen wie Organspende und nimmt in den Abschlußkapitel, dem Epilog, sich auch dem Suizidthema ihres Sohnes Craig an. Ein eigenes Kapitel, losgelöst und doch Teil von Tinas Lebensgeschichte – passend im Buch untergebracht. Das zeigt mir auch die Sensibilität der AutorInnen Deborah Davis und Dominik Wichmann, die Tina Turner ihren Platz lassen, mit der notwendigen Sensibilität über das Leben schreiben und dennoch auch Raum lassen für Tinas Familie und andere Wegbegleiter. Chapeau! Für mich ist diese Autobiografie eine lesenswerte, da sie nicht nur interessante Informationen über eine meiner Lieblingssängerinnen bietet, sondern auch Raum für Emotionen, eigene Gedanken und Kritik gibt (so manche Entscheidung Tinas kann und will ich nicht nachvollziehen). Die Fotos aus dem privaten Album geben besondere Einblicke und lassen auch andere, phänomenale Künstler wie David Bowie, Keith Richards, Mick Jagger oder Beyoncé ins Rampenlicht treten – danke dafür. Rundum gelungen und daher ein begeistertes Daumen hoch!

über die schlechten, vor allem über die guten Zeiten offen erzählt

Von: huckleberryfriendz Datum: 05. November 2018

Bei „My Love Story“ handelt es sich um Tina Turners zweite Autobiografie, in der sie zwar auch ihre Zeit mit Ike beschriebt, den Schwerpunkt aber auf die weitaus größere Lebensspanne nach ihrer Trennung von ihm legt. Beeindruckend schildert Tina Turner von ihrem zweiten Leben, zu dem sie wie ein Phönix aus der Asche stieg, stets nach vorne schaute mit Glück, Glaube und Liebe ihren Weg fand. Sehr warmherzig und völlig mit ihrem Leben versöhnt erzählt sie aber auch von Aufs und Abs in ihrem Leben, von Wendepunkten und Chancen die sie nutzte, von ihren Tourneen, ihrer Liebe zum Publikum und ihrer Musik, von der grossen Liebe ihres Leben und wie glücklich sie die letzten Jahrzehnte zusammen mit ihm verbrachte. Sie berichtet aber auch von Krankheiten und Schicksalschlägen in den letzten Jahre und wie sie diese bewältigt (hat) und nie ihren Glauben und ihre Kraft verloren hat. Seit Tina Turner's letzten Tournee ist es in der Öffentlichkeit sehr still um sie geworden; ihre erste Biografie habe ich nicht gelesen und in die Regenbogenpresse interessiert mich nicht. Die alten Beschreibungen der Zeiten mit Ike deckten für mich eigentlich den größten Teil der Informationen über ihr Privatleben ab und ich war ganz gespannt auf diese Autobiografie. Tina Turner erzählt in einem Plauderton, sehr offen und ungekünzelt, fesselt den Leser, so dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Sehr interessant fand ich die Beschreibungen, in welchem Kontext die einzelnen Hits standen, ihren Kampfgeist, dass sie sich nicht unterkriegen ließ, immer nach vorne schaute, ihre Aussöhnung mit dem Leben. Sehr beeindruckend, nicht nur für Fans.

Ehrlich und stellenweise peinlich.

Von: Gisela Simak Datum: 30. November 2018

Weißt du noch? “Simply the Best” … da waren wir ein Jahr verheiratet. “I Can’t Stand the Rain,” da hab ich meine ersten Hobbelversuche in der Disco gemacht. Man nannte es tanzen. “Nutbush City” konnte mich als Kind nicht so überzeugen. Aber heute! Fast jeder kennt Tina Turner. Die Rock Ikone feierte ihren 80. Geburtstag. Ich mag viele Lieder von Tina, auch wenn ich jetzt nicht der größte Fan von ihr bin. Ihre Geschichte um die Liebe hat mich auf Anhieb neugierig gemacht. Ich finde sie sehr spannend. Ehrlich und informativ. Ich wusste um die dramatische Ehe mit Ike Turner. Aber das sie so schlimm war, habe ich erst in diesem Buch erfahren. Man kann gar nicht glauben, dass sich diese starke Frau so viel gefallen lassen hat. Einige andere Prominente finden natürlich auch Erwähnung. Die Freundschaft mit Jacky Onassis, Cheer oder den Rolling Stones, um nur einige zu nennen. Mit Interesse habe ich ihren beruflichen Werdegang verfolgt. Seit den 70igern ist Tina fast jedem ein Begriff. Konnte oftmals nicht fassen, welchen Terror sie mit ihrem Ike erleben musste, bevor sie die Bühne betrat. Hatte denn keiner bemerkt, was diese Frau aushalten musste? Oder hatte nur das Geld eine Rolle gespielt und jeder sah darüber hinweg? Der wesentlich jüngere Erwin hatte ihr gezeigt, was wahre Liebe ist. Besonder süß fand ich seinen Minimalismus. Die Wohnung, die Tina mit ihm in Köln bewohnt hatte, ließ jedes Kuschelgefühl vermissen. Für das, was sie heimlich in seiner Abwesenheit mit der Wohnung gemacht hatte, bekommt Tina meine volle Zustimmung. Bücher gehören schließlich in jede Wohnung. Nippes muss sein! Krankheit, Abhängigkeit und der Verlust eines Kindes zeigen, dass auch Stars nicht gefeit vor dem wahren Leben sind. Tina Turner legt eine Ehrlichkeit in ihre Biografie, die teils erschüttert-teils zweifeln lässt, ob es nötig ist, so viel von sich Preis zu geben. Sie teilt so viele Dinge mit, die auf die Couch eines Psychiaters gehören, um sie zu verarbeiten. Meiner Meinung nach aber nicht in ein Buch. Vor allem die Passage über die Hochzeitsnacht fand ich peinlich. Der Unterhaltungswert ist groß. Ich habe jede Silbe genossen. Ein spannendes Drama, welches ich mir zusätzlich als Hörbuch gegönnt habe. Sandra Schwittaus Reibeisenstimme vermittelt das Gefühl, als ob Tina selbst spricht. Auch wenn mir das eine oder andere nicht gefallen hat, kann ich hier eine Empfehlung aussprechen. Tut mir leid, aber auch mit 80 Jahren muss man nicht alles ausplaudern. Der Schreibstil ist flüssig. Mir wurde keine Sekunde langweilig. Tinas Einstellung zum Altern ist vorbildlich. Zumindest im Buch …… Danke Tina Turner

My love Story (Tina Turner)

Von: Poldi Datum: 05. November 2018

Einer der größten Stars unserer Zeit, die energiegeladene und lebensfrohe Tina Turner, hat mit ihrer Musik die Menschen beeinflusst, die tanzen, trauern und lieben lassen. Doch was hat die Künstlerin selbst beeinflusst? Aufgewachsenen in armen Verhältnissen, nahezu zerbrochen an einem gewalttätigen Ehemann, hat sie es doch geschafft, ihren Lebensmut zu bewahren – nicht zuletzt durch Erwin, die große Liebe ihres Lebens... Genau diese Geschichte hat Tina Turner nun zu Papier gebracht und gibt dabei nicht nur einen umfassenden Überblick über ihre Karriere, sondern erlaubt dem Leser auch, Einblick in ganz private, emotionale Momente zu nehmen. Die Geschichte um Ike, der sie zwar in den Anfängen ihrer Karriere zum Star gemacht, aber eben auch psychisch wie physisch misshandelt hat, ist zwar bereits bekannt, wird hier aber eben noch um weitere Aspekte angereichert und auf sehr eindringlich beschrieben. Doch einen wesentlichen Teil der Handlung nimmt eben auch die zweite Hälfte ihres Lebens ein, in dem es das Schicksal eben doch gut mit ihr meint und mit viel Liebe erfüllt ist. Tina Turner findet hierfür klare, einfühlsame Worte, die ihre Emotionen sehr nah an den Leser herantragen. Der Schreibstil ist kurzweilig und lebendig, und auch wenn nicht alle Passagen wirklich nahe gehen – das Gesamtwerk schafft dies spielend. Besonders hat mir gefallen, dass man während der Lektüre die Musik von Tina Turner noch einmal anders entdeckt, die Nuancen zu erkennen glaubt, einige Textpassagen noch einmal anders wahrnimmt. Hinzu kommt, dass Tina Turner zudem noch ein wichtiges Statement für die Organspende gibt, darauf hinweist, wie wichtig dieses Thema für uns alle ist, wie Menschenleben gerettet werden können. So ist die Biographie nicht nur kurzweilige Unterhaltung, auch mehr als inspirierende Worte einer starken, bewundernswerten Frau mit einem Rückblick auf ihr Leben. Es regt in vielen Punkten zum Nachdenken an, wie man miteinander umgeht welche Verantwortung man für andere trägt. Tina Turners mittlerweile zweite Biographie wiederholt zwar einige Abschnitte aus ihrem Leben, fügt dieser Zeit aber viel Neues hinzu und berücksichtigt auch die Frau, die auf dem Höhepunkt ihrer Karriere auch das wahre Liebesglück findet. Sie schafft dabei eine sehr eingängige Stimmung, verknüpft die Stationen ihres Lebens mit dem Bild, das dabei nach außen entstanden ist und erlaubt dem Leser so, etwas an ihrem Leben teilzunehmen. Sehr lesenswert!