Anne Müller

Zwei Wochen im Juni

Zwei Wochen im Juni Blick ins Buch

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Buch

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Ada liebt ihr Elternhaus an der Ostsee mit dem herrlichen Bauerngarten, doch nun heißt es, Abschied nehmen. Nach dem Tod der Mutter muss Gragaard verkauft werden. Zusammen mit ihrer Schwester Toni räumt sie Haus und Bootsschuppen aus, und eine Reise in die Vergangenheit beginnt: Da sind die Abendkleider der Mutter, die die rauschenden Sommerfeste wiederaufleben lassen und die glücklichen Tage, bevor der Vater die Familie verließ. Und da sind die Ölporträts, die der russische Maler Maxim, um dessen Aufmerksamkeit die Mädchen buhlten, einst von ihnen angefertigt hat. Als sie im Sekretär einen Brief der Mutter an sie beide finden, fasst Ada endlich den Mut, sich ihren Sehnsüchten zu stellen, und aus dem Abschied wird Aufbruch.

Lernen loszulassen

Von: Isabel (engi) Datum: 29. September 2020

Mit „Zwei Wochen im Juni“ hat die Autorin Anne Müller einen kleinen Roman geschaffen, der so oder ähnlich in vielen Familien stattfinden könnte, auch in meiner eigenen. Deshalb hat er mich wohl auch stellenweise sehr berührt, sah ich doch in Gedanken meine Schwester und mich dort sitzen und über die Vergangenheit sinnieren. Immer wieder fragte ich mich, was wohl für Geheimnisse in meiner Familie verborgen sind und ob ich sie – wie Toni und Ada - je erfahren werde und das überhaupt möchte. Der Roman über das ungleiche Schwesternpaar und ihre Trauer um die Mutter und das Haus ihrer Kindheit las sich sehr flüssig und quasi in einem Rutsch. Ein wunderbares Buch über das Schwelgen in Erinnerungen und einen Blick in die Zukunft. Ein kleiner Kick hat mir irgendwie aber gefehlt, weshalb es von mir vier von fünf Sternen dafür gibt.

Ein warmherziger Familienroman

Von: Mausezahn Datum: 13. September 2020

Zwei Wochen im Juni ist ein Familienroman der Autorin Anne Müller.Das Buch ist im Penguin Verlag erschienen und umfasst 236 Seiten. Die Geschichte dreht sich um die Schwestern Ada und Toni, die nach dem Tod der Mutter das Haus innerhalb 2 Wochen räumen und verkaufen wollen. Die beiden Schwestern und ihre Lebensstile sind sehr unterschiedlich.Alle Charaktere sind bildhaft,greifbar beschrieben und die Autorin nimmt die Leser mit in die Gefühlswelt der beiden.Ich habe den Schreibfluss als sehr stimmig empfunden.Die beiden Schwestern erinnern sich an alte Zeiten und erfahren voneinander und über das Leben der Mutter Details, die sie noch gar nicht wussten. Auch Impulse zur Erkenntnis und Veränderung sind dabei, die Fortsetzung der Geschichte bleibt der Fantasie der Leser überlassen.Es ist ein leicht lesbares Buch, welches ohne großen Spannungsbogen auskommt aber dennoch ein wärmender Roman ist.

Zwei Wochen voller Erinnerungen

Von: karo_liest Datum: 17. August 2020

Ada und Toni, zwei ganz verschiedliche Schwestern, wollen nach dem Tod ihrer Mutter, die völlig überraschend verstorben ist, das Elternhaus an der Ostsee verkaufen. Sie nehmen sich beide zwei Wochen im Juni frei, um die Zimmer und den Bootsschuppen zu räumen. Erinnerungen werden wach. Erinnerungen an vergangene Tage, an den russischen Maler Maxim, der Ölporträts anfertigte von der Mutter und den beiden Mädchen. Erinnerungen an rauschende Sommerfeste im Garten, an die Zeit, als der Vater die Mutter noch nicht verlassen hatte. Blättern in alten Fotoalben und Schulheften - die Vergangenheit Revue passieren lassen. Es sind intensive Tage für Ada und Toni. "Zwei Wochen im Juni" ist ein leichtes, aber keineswegs seichtes Buch und mit 240 Seiten schnell gelesen. Es ist alles sehr bildlich ge- und beschrieben. Man sieht das Gelb der Rapsfelder vor sich, die Weite des Meeres, den blühenden Bauerngarten des Hauses, man hört die Möwen am Strand und fühlt sich direkt vor Ort. So ein Roman ist Balsam für die Seele Einfach wunderschön!

Ein traumhaft beruhigendes Buch

Von: El Ef Booknerd Datum: 09. August 2020

Zwei Wochen im Juni haben die beiden ungleichen Schwestern Ada und Toni Zeit das Haus ihrer kürzlich verstorbenen Mutter in Gragaard an der Ostsee auszuräumen und Käufer zu finden. Dabei erleben sie eine Reise in ihre Vergangenheit, die Höhen und Tiefen ihrer Kindheit und Jugend. Beide Frauen haben sich ein Leben aufgebaut. Ada ist 43 Jahre alt, lebt als freischaffende Künstlerin in Hamburg, ist kinderlos und hat seit drei Jahren eine Affäre mit einem verheirateten Mann, der seine Familie nicht verlassen kann. Die Liebe zu ihm macht es ihr schwer sich für eine ernsthafte Beziehung zu öffnen und sie erlebt eine Achterbahn der Gefühle während der Zeit im Elternhaus. Toni hingegen ist verheiratet und hat zwei Kinder, ihr Sohn Tom ist 19 Jahre alt und Julia ist ihre 17 jährige Tochter, die genau wie ihre Tante in dem Alter mit Liebeskummer fertig werden muss. Toni ist im Gegensatz zu ihrer Schwester sehr ordentlich, hat für wirklich alles eine Liste und entspricht so ganz dem Bild einer Lehrerin. Ihr Mann und sie arbeiten beide an der selben Schule, was dem Familienleben vielleicht manchmal nicht ganz zuträglich ist. Während der gemeinsamen Zeit entdecken die völlig verschiedenen Persönlichkeiten erleben Momente wieder, durchstreifen ihre Kindheit mit Freude und genießen es mal wieder unter sich zu sein um neue Erinnerungen zu schaffen und die alten nochmal zu überdenken. Dabei erfährt der Leser von Spielen während der Autofahrt (welches ich direkt mit meiner Tochter bei einer langen gemeinsamen Zugfahrt gespielt habe), von der ersten Schwärmerei, von kleinen Gemeinheiten unter Schwestern und von den großen Sorgen, die eine Familie so mit sich bringen kann. Es ist definitiv kein Buch, dass durch große Spannung und vielen aufregenden Momenten besticht. Der ruhige und völlig ausgeglichene Schreibstil führt einen flüssig und schnell durch die schöne Geschichte von neu entdeckter Schwesternliebe. Die Story wird aus der Sicht von Ada erzählt, Rückblenden eröffnen neue Einsichten in das Leben der Familie Hoffmann, unerwartete Funde bringen die Schwestern ihrer Mutter näher und weisen sie zugleich auf aktuelle Probleme hin. Letztendlich können sie das Haus beruhigt in neue Hände geben, können mit der negativen Vergangenheit abschließen und in eine neue und erfüllte Zukunft starten. Mich hat direkt ein bisschen Fernweh gepackt und die einfühlsame Art hat mich daran erinnert wie wichtig es ist, für die Familie da zu sein und auch mal getroffene Entscheidungen zu überdenken. Ich habe mich wohlgefühlt mit dem Buch, konnte es zuletzt nicht mehr aus der Hand legen und es sind sogar Tränen geflossen. Ada und Toni haben zwar ihr Elternhaus aufgegeben, aber ihre gemeinsam verbrachte Kindheit konnten sie nochmal aufleben lassen. Ein durchweg gelungenes Werk und toll für eine gemütliche Leserunde auf der Couch mit einem Tee – wohltuende und vor allem leichte Lektüre – genau das richtige für eine Auszeit in der stressigen Zeit.

Schwestern, Erinnerungen und Abschied

Von: MerleBücherPerle Datum: 22. July 2020

Am Ende bleiben die Erinnerungen #abschiednehmen 📚Zwei Wochen im Juni 📚 von Anne Müller und erschienen im @penguin_verlag Über @randomhouse bzw das @bloggerportal habe ich dieses wunderschöne Buch als Rezensionsexemplar bekommen! Es hatte mich vorher schon interessiert und deshalb habe ich mich auf ein Exemplar beworben. Vielen Dank 😊 📖Werbung, unbezahlt 📖 Das Buch ist recht klein im Format, hat ein Hardcover mit Papiereinschlag und ein Lesezeichen ist bereits befestigt 🥰 Optisch punktet das Buch auf jeden Fall! Daher eine absolute Geschenkeempfehlung. Aber nicht nur weil es schön anzusehen ist sondern weil die Story ganz ganz leichte Kost ist. Das empfand ich als Lesebalsam ... kein Liebesdrama, keine Familienstreitigkeiten, keine unerwarteten Wendungen. Der Lesefluss geht ganz sacht mit der Handlung mit. #nodramalama 🦙 Ein Haus am Ende der Welt 🌍 in Gragaard an der Ostsee. Der Ost ist fiktiv aber die bildlichen Beschreibungen sind original an der Ostsee zu finden 🏡 Dieses Haus ist das Elternhaus von Toni und Ada. Als ihr Mutter vor ein paar Wochen viel zu früh verstarb, haben sie sich darauf geeinigt es zu verkaufen. Dazu muss es vorher geräumt werden. Dass das nicht einfach lieblos durch eine Firma passiert ist für beide klar. Sie wollen alles gemeinsam durchgehen und die Sachen aufteilen. Die Erinnerungen, die dabei aufleben sind sowohl für die Schwestern als auch für den Leser herzerwärmend. Die Schwestern kommen sich so nah wie früher und erkennen wie dick ihr Band eigentlich ist und welchen unschätzbaren Wert es hat. Veränderungen gehören zum Leben dazu, wir lernen damit umzugehen und lesen in diesem Buch dass Veränderungen weniger schmerzen wenn die Erinnerungen bleiben. Das Buch ist mit 236 Seiten ein Quickie für uns #bücherwürmer 🤓

Leichte Urlaubslektüre

Von: Books.and.Twins Datum: 21. July 2020

Sucht ihr noch eine Urlaubslektüre? Etwas leichtes und entspanntes? Dann ist „Zwei Wochen im Juni“ von Anne Müller genau richtig. Und darum geht es: Ada und Toni sind beide in Gragaard an der Ostsee um nach dem Tod der Mutter das Elternhaus zu entrümpeln, damit es schnellstmöglich verkauft werden kann. Beim gemeinsamen Ausräumen und Durchsuchen kommen nicht nur Familienstücke wieder zum Vorschein. Für die beiden Frauen bedeutet es auch eine emotionale Zeitreise in die Vergangenheit und das Schwelgen in Erinnerungen. Die ungleichen Schwestern verbindet trotz unterschiedlicher Lebenswege dennoch ein starkes Band. Sie genießen die gemeinsamen Tage am Meer und das Zusammensein. Die Autorin hat ein schweres Thema sehr sanft und liebevoll beschrieben. Man spürt die Verbundenheit der Protagonisten und bekommt ein Gefühl dafür, wie schwer es Kindern fällt, wenn sie den Nachlass ihrer Eltern regeln müssen. Doch dieser Familienroman ist nicht wirklich traurig sondern eher ein zärtlicher Abschied.

Reise in die Vergangenheit...

Von: Diane Jordan Datum: 05. July 2020

Irgendwann trifft es jeden, wie ein Keulenschlag ... Ein liebgewonnener Mensch verstirbt, meist sind es die Eltern oder Großeltern und man muss das Haus leer räumen! Das ist dann sehr bedrückend und drückt zusätzlich auf die Tränendrüse. Mein neuester Roman „Zwei Wochen im Juli“ von Anne Müller beschreibt genau diese Gefühle. Das schwierige Thema wird als leichte Sommerlektüre und als grandiose Familiengeschichte dargeboten. Die Protagonistinnen Ada und Toni sind Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten und sich trotzdem lieben. Als die Mutter verstirbt, muss das Elternhaus an der Ostsee leergeräumt werden, um es zu verkaufen. Diese Reise in die Vergangenheit ist herzergreifend, traurig und Mut machend zugleich. Ich kann mich so gut in die beiden Romanfiguren hineinversetzen. Musste ich doch mit meiner Mama und Schwester vor einigen Jahren das Haus meiner Großmutter im Sauerland leerräumen. Jedes Teil, was da in den Müllsack wanderte, schien da eine stumme Anklage zu sein. Es ist uns unsagbar schwer gefallen! Der Schreibstil der Autorin Anne Müller ist, meiner Meinung nach, vortrefflich. Die Bilder, die vor meinem geistigen Auge entstehen, sind eindringlich. Detailreich beschrieben, meine ich mir einzubilden, die salzige, frische Meeresluft, das Haus an der See, die Gegenstände darin und die Schwestern persönlich zu kennen. Besonders gut gefällt mir gleich am Anfang das Zitat: „Schläft ein Lied in allen Dingen, die da träumen fort und fort...“ (Joseph von Eichendorff). Das ist so schön und treffend ausgewählt, ebenso wie das hübsche Cover und der Titel des Buches. Berührend von der ersten bis zur letzten Seite kann ich diesen Familienroman nur empfehlen! Aber ich würde vorsorglich eine Stange Taschentücher zur Lektüre parat legen, da es doch sehr aufs Gemüt drückt. Aber gleichzeitig ist der Roman auch wohltuend tröstlich. ...Ein zärtlicher Familienroman, der von dem erzählt, was bleibt... Inhalt: Wenn das geliebte Elternhaus verkauft werden muss - und die eigenen Träume zu leben beginnen Ada liebt ihr Elternhaus an der Ostsee mit dem herrlichen Bauerngarten, doch nun heißt es, Abschied nehmen. Nach dem Tod der Mutter muss Gragaard verkauft werden. Zusammen mit ihrer Schwester Toni räumt sie Haus und Bootsschuppen aus, und eine Reise in die Vergangenheit beginnt: Da sind die Abendkleider der Mutter, die die rauschenden Sommerfeste wiederaufleben lassen und die glücklichen Tage, bevor der Vater die Familie verließ. Und da sind die Ölporträts, die der russische Maler Maxim, um dessen Aufmerksamkeit die Mädchen buhlten, einst von ihnen angefertigt hat. Als sie im Sekretär einen Brief der Mutter an sie beide finden, fasst Ada endlich den Mut, sich ihren Sehnsüchten zu stellen, und aus dem Abschied wird Aufbruch. Die Autorin: Anne Müller wuchs in Schleswig-Holstein auf und lebt heute in Berlin. Nach dem Studium der Theater- und Literaturwissenschaften arbeitete sie zunächst als Radiojournalistin, dann als Drehbuchautorin. »Sommer in Super 8«, ihr erster literarischer Roman, fand viele begeisterte Leserinnen und Leser. »Zwei Wochen im Juni« ist ihr neuer Roman, der wieder in ihre Heimat an der Ostsee führt. Weitere Bücher: Sommer in Super 8 Fazit: ***** Sterne. Der Roman “Zwei Wochen im Juni“ ist im Penguin Verlag erschienen. Das Buch hat 240 Seiten, die sich großartig mit den Themen: „Abschied nehmen“, „Loslassen“ und dem „Neuanfang“ beschäftigen!

Einfühlsame Familiengeschichte um Aufbruch und Abschied

Von: Anke K. Datum: 02. July 2020

Nach dem Tod ihrer Mutter heißt es für die Schwestern Ada und Toni nun auch Abschied nehmen vom geliebten Elternhaus Gragaard an der Ostsee. Für „Zwei Wochen im Juni“ haben sich die beiden dort verabredet und wollen sich die Zeit nehmen, das Haus auszuräumen und für den Verkauf vorzubereiten. Es wird eine Reise in die Vergangenheit: Mit vielen Dingen, die sie ausräumen, kommen auch die Erinnerungen wieder zu Tage. Als sie in einem Fach im alten Sekretär einen Brief ihrer Mutter an sie finden, fasst Ada endlich den Mut, sich ihren Sehnsüchten zu stellen und neue Wege zu gehen. Ich weiß, wie schwer es ist, kurz nach dem Tod eines lieben Menschen dessen Nachlass durchzuschauen und zu entscheiden, was mit den einzelnen Dingen geschehen soll. Ein ganzes Haus mit all seinen Erinnerungen auszuräumen ist unglaublich schwer. Umso mehr hat mich auch die Geschichte der zwei so gegensätzlichen Schwestern Ada und Toni berührt und ich konnte mich sehr gut in sie hineinfühlen. Ich hatte beim Lesen einige sehr berührende Momente, in denen die Tränen kamen. Das Buch war sehr gut zu lesen. Der Schreibstil der Autorin Anne Müller ist sehr ruhig und einfühlsam – einfach perfekt für eine solche Geschichte. Mich hat die Beschreibung von Gragaard sehr verzaubert. Ein Ort, an dem ich mich sehr wohl fühlen würde. Die Aufmachung des Buches gefällt mir auch sehr gut. Ein Hardcover mit Einband, der zwar sehr einfach, aber passend zur Geschichte gestaltet ist. Ein kleines Stückchen Gragaard am Ostseestrand. Ein Abschied, aber gleichzeitig auch ein Neuanfang. Eine sehr berührende, gefühlvolle Geschichte über zwei sehr unterschiedliche Schwestern. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und mich sehr gut unterhalten gefühlt. Ich empfehle den Roman gerne weiter.

Vom endgültigen Abschied bleibt nur ein Überseekoffer

Von: Lesemama Datum: 01. July 2020

Bewertet mit 5 Sternen Zum Buch: Ada ist auf dem Weg in ihr Elternhaus um sich dort mit ihrer Schwester Toni zu treffen. Die Mutter ist vor kurzem verstorben, der Vater lebt schon lange nicht mehr. Das Haus soll verkauft werden und die Schwestern haben sich zwei Wochen im Juni Zeit genommen, um das Haus auszuräumen ... Meine Meinung: Die Kurzbeschreibung klingt vielleicht Nacht ganz so vielversprechend und mich hat auch eher das Cover und die Kulisse an der Ostsee angesprochen. Endgültig überzeugt hat mich der Empfehlung meiner Buchhändlerin. Ich wollte es lesen und ich habe es nicht bereut. Eine ruhige Geschichte, es passiert nicht so viel, aber das was passiert ist unglaublich berührend. Bewegend erzählter Abschied des Elternhauses, immer wieder gespickt mir Erinnerungen. Ada und Toni, zwei völlig unterschiedliche Schwestern und ihr völlig unterschiedliches Leben und trotzdem unheimlich fesselnd und interessant. Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten, ich konnte so sehr mit Ada mitfühlen, auch mit Toni und ihrer Tochter. Allesamt liebevolle, sympathische Menschen die alle ihre Päckchen zu tragen hatten. Irgendwann steht uns allen bevor, das Elternhaus auszuräumen, oder wir mussten es schon tun, und vielleicht hilft uns diese kleine Geschichte. Mir hat sie jedenfalls geholfen und ich mochte das Bich sehr gerne, auch wenn es ganz anders war als meine normale Lektüre. Ein berührender Abschied mit einfühlsam und ehrlich erzählt. Denn, am Ende bleibt nur was in das Auto passt und ein Überseekoffer.

Eine Reise in die Vergangenheit

Von: diebuecherdiebin Datum: 27. June 2020

Inhalt: Nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter müssen die Schwestern Ada und Toni ihr Elternhaus an der Ostsee verkaufen. Zusammen räumen sie Haus und Bootsschuppen aus, sitzen im herrlichen Bauerngarten ihrer Mutter und erinnern sich an längst vergangene Zeiten. Als sie einen persönlichen Abschiedsbrief ihrer Mutter an sie beide lesen, fasst Ada endlich den Mut, neue Wege zu gehen… Meine Meinung: Es ist eine sehr schwere Aufgabe, die die beiden ungleichen Schwestern bewältigen müssen. Sie sind noch voller Trauer und müssen die gesamten Habseligkeiten ihrer Mutter durchsehen und entscheiden, was sie behalten wollen und was sie wegwerfen. Dabei finden sie immer wieder etwas, das Erinnerungen in ihnen wachruft - positive und auch negative. Ich konnte mich sehr gut in die Schwestern hineinversetzen, denn diese Aufgabe musste ich leider vor ein paar Jahren auch schon bewältigen. Der ruhige, einfühlsame und unaufgeregte Schreibstil von Anne Müller passt sehr gut zu dieser Geschichte. Und durch ihre bildhaften Beschreibungen hatte ich alles deutlich vor Augen. Ada, aus deren Sicht erzählt wird, mochte ich besonders gerne. Obwohl es keine spannende Handlung gibt, hat mich dieses Buch gefesselt. Den Mittelteil habe ich persönlich als etwas schwächer empfunden und das Auftauchen von Tonis Tochter Julia hat mich etwas gestört. Das Ende hat mir dann aber wieder gut gefallen. Fazit: Eine ruhige und berührende Geschichte über Abschied und Neuanfang, die ich sehr gerne gelesen habe.

Sommerlich melancholisch

Von: Buchtraum Datum: 27. June 2020

www.buch-traum.jomdofree.com In jedem Abschied liegt ein Anfang. Wer hat das nicht schonmal gelesen oder gehört und gedanklich die Augen verdreht, weil der Spruch meistens überhaupt nicht passt? Leider bestätigt Anne Müller in ihrem neuen Roman "Zwei Wochen im Juni" den kurzen Satz. Die Qualität des Buches leidet aber auf keinen Fall darunter. Ada und Toni sind so ungleich wie Feuer und Wasser, trotzdem sind sie Schwestern. Der Kontakt zwischen den beiden ist eingeschränkt, auch wegen der anderen Lebensumstände. Ada ist Künstlerin, sie malt, fotografiert, bastelt und denkt. Toni hat geheiratet, sie balanciert zwischen Familie und Beruf und versucht alles in Einklang zu bringen. Nach dem überraschenden Tod der Mutter muss ihr Elternhaus ausgeräumt werden, dafür verabreden sie sich für zwei Wochen im Juni. Wer jetzt ein unglaublichen Familienstreit erwartet, muss leider enttäuscht werden. Die Geschichte von Anne Müller lebt nicht vom großen Drama, sondern eher von den kleinen Momenten und Gesten. Der Schreibstil ist sommerlich, fast schon poetisch manchmal und immer wunderschön. Die beiden Schwestern brauchen eine Weile, bis sie sich aneinander gewöhnen, aber das Band zwischen den beiden kann man durch die Buchstaben fühlen. Bei beiden Schwestern läuft es gerade nicht so, wie sie es sich wünschen. Ada ist in einer Beziehung zu einem verheirateten Mann, den sie immer nur heimlich treffen darf. Toni ist unglücklich in ihrer Ehe und mit ihrem Lebensstil. Das wird erst später klar, die Unterschiede zwischen den Schwestern sind aber von Anfang an deutlich. Trotzdem zeigen sie, das die Familie stärker ist als alles, auch wenn Streit dazu gehört. Der Roman beschäftigt sich mit den Schwestern und ihrem Leben, besonders Ada steht im Mittelpunkt. Sie erinnert sich immer wieder an Momente aus ihrer Kindheit, am Anfang ist das Verhältnis zwischen Texten aus der Gegenwart und welchen aus der Vergangenheit etwas gleich. Toni hat allerdings auch ihren Anteil, sie wird ausführlich beschrieben. Der dritte Teil der Geschichte ist das Ausräumen des Hauses, das mit vielen Überraschungen und auch Tränen verbunden ist. "Zwei Wochen im Juni" ist ein wunderschöner Roman mit ein wenig Melancholie, vielen Gefühlen und einem interessanten Schreibstil. Danke an den Penguin für das Rezensionsexemplar.

Ein Abschied kann auch ein Neuanfang sein

Von: buchwurm05 Datum: 26. June 2020

Mit dem Elternhaus in Gragaard verbinden die Schwestern Toni und Ada meist schöne Erinnerungen. Jetzt ist ihre Mutter tot. Das Haus soll verkauft werden. Zwei Wochen im Juni wollen sich beide Zeit nehmen, um auszuräumen. Dabei machen die Schwestern nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern denken auch über ihr jetziges Leben nach.... "Zwei Wochen im Juni" erzählt über die ungleichen Schwestern Toni und Ada. Aus Adas Sicht erfährt der Leser nach und nach einiges aus der Vergangenheit der beiden. Dabei ist der Schreibstil eher ruhig. Auch passiert nicht allzu viel. Trotzdem habe ich den Roman nicht als langweilig empfunden. Durch Fundstücke im Haus gibt es immer wieder Rückblenden. Ada erinnert sich wie es war. Stück für Stück erfährt man mehr. Was ich interessant fand. Zumal am Schluss beiden Schwestern bewusst wird: Alles haben sie doch nicht gewusst und damit kommt beiden auch eine Erkenntnis. Wollen sie wirklich so weiter leben? Denn jeder Abschied kann auch einen Neuanfang bedeuten. Fazit: Ein ruhiger Roman, der durch seine leisen Töne besticht. Sich durch den flüssigen Schreibstil schnell lesen lässt. Ich bin gerne mit Toni und Ada in die Vergangenheit gereist. Allzu viel Handlung sollte man jedoch nicht erwarten. Für mich war das Buch eine schöne Auszeit von der stressigen Welt. Empfehle ich gerne weiter.

Abschied nehmen im Sommer

Von: Weltenfuchs Datum: 23. June 2020

Dieses Buch passt wunderbar in diesen Monat, wie ihr am Titel erkennen könnt und ist eine sehr harmonische Erzählung, eine Geschichte über den Lauf der Zeit. Anne Müller erzählt von Ada, freiberufliche Künstlerin, in einer Affäre mit einem verheirateten Mann, ruheliebend und verträumt, und ihrer Schwester Toni, die sich im Lauf der Geschichte als das komplette Gegenteil von Ada entpuppt - diszipliniert, streng zu sich selbst, immer gut organisiert und mit Mann und Kindern sesshaft geworden. Im Kern zeigt der Roman eine Wiederannäherung der beiden Schwestern zu sich selbst und dem jeweils anderen und zeichnet somit ein beruhigendes Bild davon, dass alles schon irgendwie seine richtige Richtung findet, wenn man den Dingen Zeit gibt. Das Setting am Meer ist gut gewählt und scheint mit seinen Wellen fast wie eine Metapher für den Lauf der Zeit, wie sie in anderen Werken zu finden ist. Mich hat Gragaard verzaubert. Ich liebe Bauerngärten, alte Häuser und die Ostsee und da ich die Gegend um Kappeln, in welcher der Roman spielt (Gragaard ist jedoch fiktiv), ein wenig kenne, hat es sich fast wie Urlaub angefühlt, die Geschichte zu lesen. Es ist wie eine literarische Reise durch die Kappelner Umgebung, aber mit dem Vorteil, kein schief beäugter Tourist zu sein, sondern jemand, der überall erkannt wird, ein dort Aufgewachsener, Eingeborener. Anne Müller schreibt sehr atmosphärisch und vermittelt in ihrer Sprache eine solch wohltuende Ruhe, dass es scheint, als habe jedes Ereignis, sei es noch so unangenehm, schon irgendwie seine Richtigkeit. Jedoch gibt es auch die Melancholie. Sie zieht sich durch jede Seite, das langsame Abschiednehmen vom Haus, aber auch von der Mutter und der eigenen Kindheit. So wird Ada mit diesem Abschied ein Stück erwachsen - Toni jedoch gewinnt Jugendlichkeit zurück. Diese Entwicklung habe ich sehr spannend gefunden, weil darin so viel Mehrdimensionalität lag. Die Sachen der verstorbenen Mutter auszusortieren und sich von dem Haus zu trennen, in dem man aufgewachsen ist, ist für viele (inklusive mir) eine schwierige Aufgabe. Hier habe ich mir ein bisschen mehr Emotionen im Roman gewünscht, gerade das "Aufteilen" des Hausrats kam mir etwas ...mechanisch vor. Zwar wurde jedes Stück des Hauses mit einer Erinnerung verknüpft, aber hin und wieder war ich dann doch etwas verwirrt ob der gleichgültigen "Wenn du das nimmst, will ich dies haben"-Mentalität. Trotzdem konnte mich das Buch insgesamt überzeugen (Meer! Sommer! Garten!) und hat mir gerade in meiner eigenen ungewissen Zeit Trost gespendet. Übrigens kommt das Buch in sehr hübscher Aufmachung mit Lesebändchen daher, allein das tut schon gut :-)

Ein toller, ruhiger Roman mit viel Tiefgang.

Von: Mimis Landbücherei Datum: 22. June 2020

Klappentext: Wenn das geliebte Elternhaus verkauft werden muss - und die eigenen Träume zu leben beginnen Ada liebt ihr Elternhaus an der Ostsee mit dem herrlichen Bauerngarten, doch nun heißt es, Abschied nehmen. Nach dem Tod der Mutter muss Gragaard verkauft werden. Zusammen mit ihrer Schwester Toni räumt sie Haus und Bootsschuppen aus, und eine Reise in die Vergangenheit beginnt: Da sind die Abendkleider der Mutter, die die rauschenden Sommerfeste wiederaufleben lassen und die glücklichen Tage, bevor der Vater die Familie verließ. Und da sind die Ölporträts, die der russische Maler Maxim, um dessen Aufmerksamkeit die Mädchen buhlten, einst von ihnen angefertigt hat. Als sie im Sekretär einen Brief der Mutter an sie beide finden, fasst Ada endlich den Mut, sich ihren Sehnsüchten zu stellen, und aus dem Abschied wird Aufbruch. Quelle: Penguin Verlag Meine Meinung zum Buch Cover: Ein wunderschönes schlichtes Cover mit blauem Hintergrund. Der Titel ist in Gelb gehalten und weiße Silhouetten einer Möwe und von Dünengras komplettieren das Bild. Inhalt: Die letzten zwei Wochen auf Gragaard werden für Ada und ihre Schwester Toni zu einer Reise in die Vergangenheit. Ihre Mutter ist gestorben und nun wollen sie das Haus, in dem sie ihre Kindheit verbracht haben, verkaufen. Beide Frauen haben sich ein eigenen Leben aufgebaut und wollen das Haus nicht behalten. Ada ist Künstlerin und denkt, dass sie mit ihrer Affäre glücklich ist. Toni ist immer beschäftigt, scheint alles im Griff zu haben und managt neben ihrem Job als Lehrerin ihre Familie. Beim Ausräumen des Hauses kommen Kindheitserinnerungen wieder. Die unterschiedlichen Schwestern werden mit der Vergangenheit und auch mit der Gegenwart konfrontiert und ziehen am Ende der zwei Wochen Bilanz. Ada erkennt, was sie wirklich im Leben braucht und zieht die passenden Konsequenzen und Toni reflektiert das eigene Verhalten und beschließt ihre Ehe zu retten. Schreibstil: Der ruhige und unaufgeregte Schreibstil von Anne Müller trägt angenehm durch die Geschichte. Obwohl eigentlich nichts wirklich Aufregendes passiert, habe ich mich beim Lesen nie gelangweilt. Der Einblick in das Leben der Schwestern mit ihrer Mutter wird durch Rückblenden aus Adas Sicht erzählt. So erfährt man vom Betrug des Vaters und wie sich dies auf die Geschwister ausgewirkt hat. Durch die Erinnerungen werden die Schwestern auf ihre aktuellen Probleme aufmerksam, lernen durch unerwartete Funde, die Mutter und auch sich besser kennen und können am Ende gestärkt und beruhigt das Haus ihrer Kindheit an eine neue Familie abgeben. Die Autorin vermittelt dies so einfühlsam und ruhig, dass ich mich beim Lesen sehr wohlgefühlt habe. Es hat mich berührt und es sind sogar Tränen geflossen, vielleicht auch, weil ich weiß, wie es ist das Elternhaus zu verkaufen und damit ein Stück Heimat und Kindheit aufzugeben. Fazit: Ein toller, ruhiger Roman mit viel Tiefgang. 5 Sterne

Nordisch unverschnörkelt, einfach lesenswert!

Von: Sabine Datum: 19. June 2020

Sehr authentischer Roman, wunderbare Landschaftsbeschreibungen und eine Familiengeschichte mit Tiefgang.

Ein berührender und tiefgründiger Roman

Von: ledamiabook Datum: 10. June 2020

Ada und Toni sind Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Toni ist die ältere, hat eine Familie und liebt To-do listen. Ada ist eine kreative Künstlerin bei der privat nicht alles rund läuft. Als die Mutter der beiden stirbt, kommen die in ihr Elternhaus an den Ostsee um es zu entrümpeln und zu verkaufen. Wir dürfen als Leser sie dabei begleiten, dabei wird nicht nur das Haus der Mutter aufgeräumt sondern auch das leben der beiden Schwestern. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, es ist leicht und flüssig. Ich konnte das buch nicht zur Seite legen und da es nur 240 Seiten hat, war ich schnell durch. Die Geschichte spielt wie der Titel schon sagt innerhalb von zwei Wochen, unterbrochen nicht nur durch Erinnerungen, die schon längs vergessen waren, sondern es kommen auch kleine Geheimnisse der Mutter ans Tageslicht. Der Roman hat mich berührt, es geht um das abschied nehmen und loslassen. Für alle die etwas ruhigeres lesen wollen, den kann ich „ Zwei Wochen im Juni“ nur empfehlen. Für mich ist es auf jeden fall ein Highlight.

Die Prise Meer immer in der Nase

Von: goodi72 Datum: 07. June 2020

Ada und Toni (Antonia) sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Während die durchstruktierte Toni als Lehrerin, Ehefrau und Mutter zweier fast erwachsenen Kinder mit Tempo durch die Welt rast, lässt Ada als Künstlerin die Welt um sich herum auf sich wirken... und das reflektiert auch der neuste Roman von Anne Müller.Der Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen und Bilder vor unseren Augen entstehen. Man kann sich das Haus und den Garten gleich vorstellen. Auch die Charaktere sind gut beschrieben und obwohl ich mich in sie hineinversetzen konnte, kam ich den Schwestern trotzdem nicht so richtig nahe.Jeder, der sich für seine Mitmenschen interessiert liest sicher gern auch mal Lebensgeschichten, egal ob real oder fiktiv. Hier ist nichts spektakulär, eher der normale Lauf des Lebens, den wir als Leser ein Stück begleiten,aber es lest gut lesen und man versetzt sich in das Haus am Meer. Nicht umsonst ein viel gelesenes Buch. Alles in allem gelungene Unterhaltung.

Zwei ungleiche Schwestern auf eine emotionale Reise in ihre Kindheit und Jugend...!

Von: Andreas Kück - LESELUST Datum: 03. June 2020

Ada ist auf dem Weg Richtung Ostsee. Nach dem überraschenden Tod der Mutter steht das Elternhaus an der Küste leer und soll verkauft werden. Zwei Wochen im Juni bleiben Ada und ihrer älteren Schwester Toni, um das Zuhause ihrer Kindheit und Jugend zu entrümpeln. Doch mit jedem Zimmer, das sie ausräumen, mit jedem Schrank, den sie öffnen, mit jeder Kiste, deren Deckel sie heben, tauchen scheinbar vergessene Begebenheiten vom Grund ihrer Erinnerungen an die Oberfläche und kratzen bei den ungleichen Schwestern an der dünnen Schicht aus Konventionen und Routinen. Die Trauer um den Tod der Mutter ist noch frisch, und die Nerven liegen blank. Frühere Animositäten kommen wieder zutage, und Eifersüchteleien werden wieder spürbar. Die Schwestern rutschen in alte Rollen-Klischees. Und doch ist eine intensive Verbundenheit zwischen den beiden Frauen vorhanden. Sie begegnen sich mit einer Offenheit, die für sie neu, überraschend und gleichzeitig wunderschön ist, und sie zwingt, das eigene bisherige Leben zu rekapitulieren. Zwei Wochen im Juni reichen aus, um die Weichen im Leben dieser beiden Frauen neu zu stellen. Schon Anne Müllers Erstlingswerk "Sommer in Super 8" hatte mich vor zwei Jahren gepackt und aufgerüttelt und war für mich die Neu-Entdeckung des Jahres. So war meine Freude auf diesen Roman groß und meine Erwartungshaltung entsprechend hoch. Vielleicht lag hier auch der Grund verborgen, warum dieser Roman mich nicht gänzlich für sich einnehmen konnte. Es war eine Berg- und Tal-Fahrt zwischen fesselnden und weniger fesselnden Lesemomenten: Einige Dialoge zwischen den Schwestern plätscherten scheinbar belanglos dahin. Dann gab es wieder Szenen voller Intensität und Emotionen. Irgendwie hoffte ich, dass bei mir der Spirit von „Sommer in Super 8“ wieder spürbar wird. Dieser Roman traf mich genau zur richtigen Zeit, im richtigen Moment, in der richtigen Stimmung. Unter diesen Voraussetzungen konnte „Zwei Wochen im Juni“ nur verlieren, und gleichzeitig war das Lesen dieses Romans für mich kein Verlust. Widersprüchlich…? Ja, das ist es! Ich habe das Gefühl, das ich gegenüber „Zwei Wochen im Juni“ nicht fair bin. Beide Romane stammen von ein und derselben Autorin, und so tappe ich in die Falle und vergleiche und wäge ab. Leider war es mir nicht möglich, mich aus diesem Zwiespalt zu befreien, um beide Romane als jeweils eigenständiges Werk zu sehen. „Zwei Wochen im Juni“ ist ein guter Roman und hätte es wahrlich verdient. Doch Anne Müller schafft es auch diesmal, ihre Leserschaft an die Hand zu nehmen, um mit ihr eine Reise in die Vergangenheit anzutreten. Diese Reise bleibt nicht nur ihren Protagonistinnen vorbehalten: Zwangsläufig schweiften meine Gedanken während der Lektüre ab. Ich dachte zurück, als ich vor einigen Jahren mein Elternhaus ausräumen musste. Nicht nur eine Welle – Nein! – ein ganzer Orkan an Emotionen überrollte mich mit jedem Stück, dass ich in die Hand nahm. Persönliche Gegenstände, Briefe und Unterlagen wurden von mir gesichtet und offenbarten die Facetten der elterlichen Persönlichkeit: einige waren überraschend, einige waren irritierend, viele waren bekannt. Der schnörkellose Blick auf das Leben meiner Eltern hatte eine schmerzhafte Rekapitulation meines eigenen Lebens zur Folge: Auf die Klärung der Frage „Wo komme ich her?“ folgten die Fragen „Wo stehe ich?“ und „Wo will ich hin?“, die beantwortet werden wollten. Sie wurden von mir beantwortet,… …und ich gelang zu der traurigen Erkenntnis, dass recht wenig von einem Menschenleben zurück bleibt!

Tolles Buch!

Von: streifisbuecherkiste Datum: 02. June 2020

Ada und Tonis Mutter Nora ist verstorben und die beiden haben beschlossen, ihr Haus zu verkaufen. Daher treffen die beiden sich um aus Gragaard die Teile mitzunehmen, die sie behalten wollen und den Verkauf des Hauses zu regeln. Während Toni das wohl eher leichter fällt, ist Ada sehr bedrückt und traurig. Aber ohne ihre Mutter ist das Haus nicht dasselbe. Sie erinnert sich an die Jahre dort, zieht Bilanz und überdenkt auch ihr derzeitiges Leben. Und auch Toni bleibt nicht unberührt von diesem Abschluss. Das Buch ist ein eher leises Buch, das mir gut gefallen hat. Ich konnte Gragaard mit seinem Bauerngarten an der Ostsee direkt vor mir sehen und Ada ist mir ans Herz gewachsen. Ich fand es schön sie zu begleiten, wie sie langsam aber sicher Abschied nimmt. Die Beziehung zu ihrer Schwester ist immer wieder Thema und auch die Trennung der Eltern wird noch einmal lebendig. Nach und nach gelingt es Ada aber Abstand zu gewinnen und die Vergangenheit auch loszulassen. Als die beiden Schwestern dann noch einen Brief ihrer Mutter finden, können sie auch beide guten Gewissens loslassen. Mir fiel es am Ende schwer Gragaard zu verlassen, es muss ein wirklich schönes Fleckchen Erde sein. Ich konnte aber gut nachvollziehen, dass Toni und Ada dann auch wirklich mit dem Haus abschließen konnten. Von mir eine volle Leseempfehlung für dieses wirklich schöne Buch!

Abschied vom Familienhaus am Meer

Von: Ines Datum: 30. May 2020

Dieses Rezensionsexemplar vom Penguin Verlag (Werbung) aus der Random House Verlagsgruppe ist für mich ein 5-Sterne-Buch. Im Umschlagtext steht “Anne Müllers Roman erzählt von der Magie und dem Trost der Erinnerung und der Kraft, die daraus erwachsen kann, wenn sich der Vergangenheit mutig stellt. Diese zwei Wochen im Juni verändern Adas und auch Tonis Leben.” Die Schwestern Ada und Toni finden sich nach dem Tod der Mutter, der Vater lebt schon lange nicht mehr, in ihrem Elternhaus in der Nähe von Kappeln an der Ostsee ein, um Erinnerungsstücke zu sichern und das Haus für den Entrümpler und den geplanten Verkauf vorzubereiten. Zwei Wochen bei schönstem Wetter im Juni haben sie dafür Zeit, in denen die Schwestern ihre Sicht auf Erlebnisse in der Familie überprüfen, Muster erkennen, unbeschwerte Glücksmomente am und auf dem Meer genießen und am Ende den Mut finden, ihren eigenen Lebensweg zu justieren. Der Roman hat nur 240 Seiten, er ist in einem Rutsch zu lesen. Mir haben der norddeutsche Schreibstil und die Beschreibungen der Gegend gefallen. Jeder, der schon mal den Lebensraum eines Verstorbenen ausgeräumt hat, kennt die Gefühle, die dabei entstehen können. Es ist wahnsinnig anstrengend, aber auch schön. Man denkt dabei an gemeinsame Erlebnisse, Eigenarten der Person, findet Überraschungen und überlegt, was man an materiellen Dingen behalten möchte. Der Autorin ist es gelungen, den Prozess kitschfrei aus Adas Perspektive zu beschreiben. Ich war an einigen Stellen gerührt, habe den Roman aber in keinem Moment als traurig empfunden.

Eine leise Reise in die Vergangenheit

Von: Büchermadl Datum: 24. May 2020

Klappentext Ein zärtlicher Familienroman, der von dem erzählt was bleibt Ada liebt ihr Elternhaus mit dem herrlichen Bauerngarten, von dem aus man das Meer glitzern sieht. Doch ohne die Mutter ist Gragaard nicht mehr das, was es immer war. Gemeinsam mit ihrer Schwester Toni räumt Ada das Haus samt Bootsschuppen aus. Dabei werden längst vergessene Erinnerungen wieder wach, als hätten all die alten Dinge Geschichten in sich bewahrt und warteten nur darauf, sie zu erzählen. Die juniblauen Tage an der Ostsee werden zu einer Reise in die Vergangenheit - und zeigen zugleich beiden Schwestern neue Wege auf. Cover Das Cover hat mich sofort angesprochen, es erinnert mich an Meer, Wind und passt perfekt zur Geschichte, die an der Ostsee spielt. Schreibstil Der Schreibstil ist angenehm leicht, aber leider nicht so fesselnd wie ich es erwartet habe. Inhalt/Rezension Ada und Toni ziehen für kurze Zeit in ihr Elternhaus an die Ostsee, um nach dem Tod ihrer Mutter Sachen auszusortieren und es zu verkaufen. Dabei stoßen die beiden auf jede Menge Erinnerungen und man reist mit beiden in die Vergangheit. Diese Zeitreise verändert aber auch die Gegenwart und damit auch die Zukunft der beiden ungleichen Schwestern. Ada war mit beim Lesen sehr sympathisch, sie ist lebenslustig und offen, aber auch nachdenklich und verletzlich. Schnell wird klar, dass in ihrer Jugend und Kindheit einiges passiert ist. Das Verhältnis der Eltern miteinander hat sie sehr geprägt und auch die Beziehung zu ihrem ersten Freund kommt ihr immer wieder in den Sinn, als sie ihn auch noch trifft, hofft man, dass dieser Schatten der Vergangenheit ausgeräumt werden kann, doch für mich war dem nicht so. Dieses ungeklärte Thema blieb irgendwie offen. Vielleicht war das aber auch der Autorin gewollt, manche Sachen sind im Leben immer ein Teil von einem und manche Entscheidungen aus der Jugend muss man so hinnehmen, auch wenn es schwer ist, weil sie nicht mehr zu ändern sind. So auch Ada. Toni ist nach außen hin die starke und große Schwester. Sie schreibt Listen hat eine Familie und einen tollen Job. Doch diese Fassade beginnt bald zu bröckeln. Ada und Toni haben kein inniges Verhältnis, durch die gemeinsame Zeit kommen sie sich aber wieder näher. Die beiden Schwestern arbeiten in kurzer Zeit ihre Vergangenheit auf, doch für den Leser bleiben am Ende viele Fragen offen. Wie gehen beide damit um, ändern sie ihr Leben oder bleibt alles wie es ist? Fazit Mich hat der Roman berührt, leider war er für mich etwas flach und nicht wirklich packend. Ich danke dem Penguin Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Leseexemplares. Meine Meinung passiert auf meinen eigenen Leseeindrücken und wird dadurch nicht beeinflusst. Zum Buch Preis: 18 Euro Autorin: Anne Müller Verlag: Penguin Buchlänge: 236 Seiten

Ein Buch, das nachklingt!

Von: Leserin Datum: 20. May 2020

Die Geschichte eines Abschieds von der Mutter und der Kindheit durch das Ausräumen des Hauses war mir persönlich ein ein nahes Thema, in dem ich mich wiederfinden konnte. Aber vor allem hat mich die Entwicklung der Beziehung der beiden Schwestern, ihre unterschiedlichen Lebenswege, in den Bann gezogen. Eine unkomplizierte Erzählung über einen bewegenden Lebensabschnitt, die tief berührt und nachklingt. ( Habe es gleich meiner Schwester empfohlen!) Zu dem Buch habe ich aus dem Bauch gegriffen, da es mich sofort von dem Einband her angesprochen hat. Zudem kein zu dicker Wälzer, den ich in den Rucksack packen konnte wenn ich ins Grüne spaziert bin.

Zwei ungleiche Schwestern,,,,

Von: Angela Busch Datum: 19. May 2020

Meine Meinung: Das wunderschön illustrierte Cover, im herrlichen Himmelblau und Orange gestaltet, fällt sofort ins Auge und verspricht ein traumhaftes und romantisches Lesevergnügen, welches auch eingehalten wurde. Das blaue Cover, mit weißen Blütenständen verziert, mit festem Einband und in angenehmer Lesegrösse, stellt eine gelungene Beziehung zur künstlerisch begabten Ada, dem Meer und Himmel dar. Als Malerin liebt sie diese Farbkombination und stellt sie gerne in ihren Bildern dar. Zitat Seite 9 " Ich habe was, was du nicht hast. Ihr Spiel auf Autofahrten. Toni, die immer hinter dem Beifahrersitz und der Mutter saß, gehörte die rechte Hälfte der Welt, ihr, Ada, die linke. " Die Geschichte von Toni, Ada und ihren Eltern, wird in Gegenwart und mit Rückblicken in das Kindheitserleben der Schwestern erzählt. Die Autorin lässt die jüngere Ada eindrucksvoll aus ihren Erinnerungen in zwei Ebenen aus der Ich-Erzählweise sprechen. Dies gelingt ihr mit einem ganz besonders zauberhaften und klarem Schreibstil, der berührt und viele Emotionen bei den Leser*rinnen weckt. Eigentlich ist es eine ganz unromantische Angelegenheit, zu der sich die inzwischen erwachsenen Geschwister im Elternhaus an der Ostsee treffen. Die Mutter ist plötzlich verstorben und der Haushalt muss aufgelöst werden. Die lebhafte, ältere Toni ( Antonia) , mitten im Leben stehend als Lehrerin , Ehefrau und Mutter einer pubertierenden Tochter perlt mit ihren aktiven Ideen und stürmischen Handlungen durch das Buch. Im Gegensatz dazu steht die stillere, künstlerisch begabte jüngere Schwester Ada, die als Single in einer Grossstadt lebt. Beide Geschwister verbindet eine enge Beziehung an die Erinnerung von Familienleben und Kindheit im Ostseeort Gragaard. Die vierzehntägige Zeit, die sich die jungen Frauen zum Aufräumen und Auflösen des Hausstandes genommen haben, wird auch eine Zeit des Aufarbeitens der vergangenen Tage und eine Reflexion ihrer jetzigen Lebenssituationen werden. Die Beziehung der Schwestern zueinander und das Verständnis füreinander vertiefen sich und führen die beiden in ganz neue Lebens-Ansichten und zu neuen Handlungswegen. Behutsam öffnet die Autorin mit ihrer bildhaften Schreibweise die Erinnerungen der vergangenen Jahre und auch Schmerz und so manche Verletzung aller Familienmitglieder treten zu Tage, bedingt durch die Trennung des Vaters von der Mutter nach 17 Ehejahren. Erschüttert begreifen die Geschwister, dass auch ihre Mutter nicht immer so glücklich war, wie sie geglaubt hatten als Kinder und Jugendliche. Sie kommen einem Geheimnis auf die Spur und sehen ihre Mutter nun auch klarer in ihrer Ganzheit einer weiblichen Persönlichkeit, die zugunsten der Familie und Ehe ihre künstlerische Laufbahn als Musikerin aufgegeben hatte. Die Autorin erzählt all das in leisen Tönen und tiefgründigen Ausführungen, die den/die Leser*rinnen zu eigenen Gedanken und Emotionen führt. Es ist eine stille, feine Lektüre der leisen Töne, in dem nicht viel passiert, daß aber dennoch voller Lebensweisheit und Klugheit steckt. Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE ! Vielen Dank an die Autorin und den Verlag für das schöne, gebundene Rezensionsexemplar!

Na ja - Grundidee gut, aber etwas seicht umgesetzt

Von: Birgit Datum: 18. May 2020

So ganz überzeugt hat mich dieses Buch nicht. Der Schreibstil ist zwar recht gut, aber die Geschichte ‚plätschert‘ etwas seicht vor sich . Und wäre ich nicht Testleser, wäre das eines der wenigen Bücher, welches ich nicht zu Ende gelesen hätte. Zugegeben zum Ende hin wird es dann besser, daher auch 3 Sterne . Es geht um Familie, Beziehungen, Liebe, Heimat etc., erzählt im Zusammenhang mit der ‚Auflösung‘ des Elternhauses und dadurch aufkommenden Erinnerungen, also durchaus ein paar Emotionen wert, über die aber ‚seltsam nüchtern‘ erzählt wird. Ein bißchen ‚Highlight‘ ist für mich der Brief der verstorbenen Mutter, hätte mir mehr von dieser Intention davon im restlichen Buch gewünscht.

Netter Zeitvertreib & nachhaltige Wirkung

Von: meikim Datum: 14. May 2020

"Zwei Wochen im Juni" von Anne Müller ist ein angenehmer Roman, der sich gut liest. Nicht besonders lang, weshalb ich schnell damit durch war aber erstaunlicherweise hat mich die Geschichte noch lange beschäftigt. Wahrscheinlich weil ich etwa im gleichen Alter wie Ada (eine der Hauptcharaktere) bin und meine Mutter auch bereits vor einigen Jahren verloren habe. Auch wenn die Geschichte zunächst leicht anfängt, entwickelt sie im weiteren Verlauf doch immer mehr Tiefgang und stellt Fragen danach, was im Leben wirklich wichtig ist.

Leben - lieben - loslassen

Von: Bettina Datum: 13. May 2020

Nach dem Tod ihrer Mutter treffen sich zwei Schwestern, die ganz unterschiedliche Lebenswege gegangen sind, im Haus an der Ostsee, wo sie ihre Kindheit und Jugendzeit verbracht haben. Gegenwart und Rückblicke in die Vergangenheit sind fein verwoben. Mit jedem Kapitel spannt sich der Geschichtsbogen weiter, nimmt uns Leser mit auf die Reise zwischen damals und heute. Die Charaktere sind klar herausgearbeitet. Beim Aufräumen im Haus der Mutter werden die Erinnerungen lebendig und der Leser/die Leserin bekommt Einblick in die gesamte Familiengeschichte, die dann 3 Generationen umfasst. Die Spannung steigt langsam, und ziemlich bald breitet sich die Ahnung aus, dass sich in den Hinterlassenschaften der Mutter auch Geschichten verbergen, die für einige Überraschung sorgen würden. Gegen Ende treffen die beiden Schwestern gemeinsam die Entscheidung, welche Zukunft das Haus haben soll. Eine leichte Geschichte, durchaus mit Tiefgang. Die ideale Sommerlektüre für unbeschwerte Stunden auf dem Sofa oder im Liegestuhl. Gerade in Zeiten wie diesen, sehr herzlich willkommen. Ich finde, es ist auch ein schönes Buch zum Verschenken: der Mutter, der Schwester, der besten Freundin... - Besonders ansprechend finde ich das Design und die farbliche Gestaltung des Buches.

Abschied und Neuanfang

Von: Lotte Datum: 13. May 2020

Nach dem unerwarteten Tod der Mutter haben die Schwestern Ada und Toni zwei Wochen im Juni eingeplant, um das Elternhaus an der Nordsee zu leeren und den Nachlass zu regeln. Eine Zeit, in der viele Erinnerungen wach werden und sich jede für sich und beide gemeinsam ihrer Vergangenheit und auch ihrer Zukunft stellen. Wo ist jetzt mein Platz im Leben? Die Geschichte ist warmherzig und unaufdringlich in schöner Sprache erzählt. Ein passendes Buch für ein entspanntes Wochenende. Ein Frauenroman im besten Sinn. Und man sollte auch einen Blick unter den Schutzumschlag riskieren.

Eine liebevoll geschriebene Geschichte die von Verlust, Erinnerungen und Wünschen erzählt.

Von: steffi80 Datum: 11. May 2020

Wer eine hochspannende Geschichte sucht ist hier fehl am Platz. Dennoch hat sie mich gepackt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist wie aus dem Leben geschrieben. Es könnte überall und irgendwann sein in dem die Geschichte erzählt. Der Ort wurde sehr bildlich beschrieben und ich habe mich richtig in die Gegend, in das Haus mit dem Schuppen, den Garten und den Strand hineinversetzen können. Auch die zwischenmenschlichen Beziehungen sind herrlich und ich musste das ein oder andere Mal Schmunzeln. Dann wieder packt einen die Melancholie und ich habe mich selbst an Vergangenes mit Freude oder Schmerz erinnert. Für mich war es selbst wie eine kleine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig Urlaub vom Alltag mit dieser leichten, belebenden und zeitlos schönen Geschichte. Ich bin begeistert von diesem Buch. Auch die Aufmachung ist sehr ansprechend und frisch, wie ein belebender Wind der von der Ostsee herüber weht.

Ein Familienroman über die magische Kraft der Erinnerung

Von: Circlestones Books Blog Datum: 10. May 2020

„Ada betrachtete sich im Spiegel. Der Pullover war an den Ärmeln zu kurz, er passte nicht wirklich. Und irgendwie fühlte sich ihr Leben im Moment genauso an.“ (Zitat Seite 61) Inhalt Ada Hoffmann, dreiundvierzig Jahre alt, hat vor vierundzwanzig Jahren das Elternhaus in Gragaard an der Ostsee verlassen, um Kunst zu studieren und lebt jetzt in Hamburg. Toni, ihre drei Jahre ältere Schwester, Studienrätin, lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in der kleinen Stadt Ratzeburg. Vor sechs Wochen hatte sich ihre Mutter Nora wie immer abends vor den Fernseher gesetzt, war eingeschlafen und nicht mehr aufgewacht. Nun kommen die beiden Schwestern ein letztes Mal nach Gragaard, in das alten Haus am Meer mit dem wunderbaren Garten. Das Haus muss geräumt werden, denn es wird verkauft. Jedes Stück trägt besondere Erinnerungen in sich, die sie nochmals durchleben. Dabei beginnen sie, auch über ihr aktuelles Leben nachzudenken. Thema und Genre In diesem Frauen- und Familienroman geht es um Kindheit, Erinnerungen, Familiengeschichte und um die Liebe in allen Facetten. Plötzlich ist nicht nur die Vergangenheit ein Thema, sondern auch mögliche Veränderungen und neue Wege. Charaktere In diesem Roman begegnen wir starken Frauen, die, völlig unterschiedlich, doch immer füreinander da sind. Nora, die Mutter, die ihre Karriere als Pianistin beendet hat, als Toni auf die Welt kam, ist die Seele des Hauses in Gragaard, klug, einfühlsam und mit einer großen Liebe zu ihren Töchtern und zu ihrem Garten. Toni schreibt Listen, seit sie schreiben kann, will alles perfekt machen, was dazu führt, dass sie zwischen Job und Familie manchmal auf die Lebensfreude und auf sich selbst vergisst. Ada ist nicht nur optisch das genaue Gegenteil. Sie ist eine kreative Künstlerin, die schon als Kind gemalt hat und lange Zeit das Gefühl hatte, im Schatten ihrer selbstbewussten Schwester zu stehen. Handlung und Schreibstil Besonders Ada hängt sehr an diesem Haus, doch auch ihre gestresste Schwester Toni spürt den alten Zauber der Kindheit und Jugend, als sie sich doch Zeit nimmt, die Gegenstände durchzusehen, zu sortieren und auch Unbekanntes über ihre Mutter zu entdecken. Die Geschichte spielt, wie der Titel sagt, innerhalb von zwei Wochen, allerdings unterbrochen durch Rückblenden, die langsam die gesamte Familiengeschichte bis zu diesen Tagen im Juni ergänzen. Die Sprache erzählt einfühlsam, mit feinem Humor und schildert lebendige Bilder in einer positiven Grundstimmung, die aber niemals übertrieben wirkt. Fazit Ein poetischer, leiser Roman, der Mut macht, der die Kraft der Erinnerung und den Trost im liebevollen Abschied über die Trauer eines Verlustes stellt. Eine nachdenkliche, aber immer positive Geschichte, die uns ihre sympathischen Figuren und das alte Haus mit seiner Seele und dem wunderbaren Bauerngarten am Meer sofort nahebringt.

So wunderschön alltäglich, so wunderschön erzählt.

Von: BücherPi Datum: 10. May 2020

Ein wahrhaft schöner Roman, bei dem einen das Herz aufgeht, die Tränen kommen und der einen in eigenen Erinnerungen, Enttäuschungen und Entscheidungen im Leben schwelgen lässt. Auf ganz wunderbare Art und Weise gelingt es Anne Müller eine so alltägliche Begebenheit zärtlich zu erzählen, dass mit den Figuren mitgefühlt wird und mit ihnen diese „Zwei Wochen im Juni“ durchlebt werden. Ich habe mich selbst immer wieder beim Lesen im Kopf an Orte gedacht, die ich im Leben habe verlassen müssen und an denen so viele Erinnerungen, Geschichten und Gefühle hängen, die es mir schwer machten sie zu verlassen. Wer auf der Suche ist nach einer schönen Geschichte zum Schwelgen, Erinnern und Mitfühlen wird hier garantiert nicht enttäuscht. Obwohl ich sonst lieber Psychothriller und Thriller lese, die einem unter die Haut gehen und nur zwischendurch zu einem Roman greife - der dann in Sachen Spannung einiges bieten muss, um nicht weggelegt zu werden - hat mich diese Geschichte wahrlich begeistert und mitgerissen, weil sie eben so alltäglich ist.

Ein ganz bezauberndes Buch aus der Kategorie "Glücklich-Mach-Buch"!

Von: Monika Schulte Datum: 10. May 2020

Ada und Toni, zwei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Ada die Künstlerin, die ein Verhältnis mit einem verheirateten Familienvater hat und Toni, Ehefrau, Mutter und Lehrerin. Ada, die immer noch auf den großen Durchbruch wartet und Toni, die ihr komplettes Leben und das ihrer Lieben immer bis aufs Äußerste kontrollieren muss. Die Mutter der beiden ist gestorben. So treffen sie sich in Gragaard, einem fiktiven Ort an der Ostsee, um gemeinsam das Haus auszumisten und es für den Verkauf vorzubereiten. Da sind die Abendkleider der Mutter und die Ölportraits des russischen Malers Maxim, der den Frauen der Familie einst so viel bedeutet hat. Viele Gegenstände werden in die Hand genommen. Viele Erinnerungen werden geweckt. Schöne Erinnerungen und nicht so schöne. Schließlich finden sie im Sekretär der Mutter einen Brief, geschrieben an sie beide. Ein Brief, der das Leben der beiden Frauen verändern wird. "Zwei Wochen im Juni" von Anne Müller, es ist eines dieser leisen Geschichten, wie ich sie ganz besonders liebe. Eine Geschichte, die berührt und nachdenklich stimmt. Eine Geschichte, bei der man beim Lesen ganz ruhig wird. Ein ganz bezauberndes Buch aus der Kategorie "Glücklich-Mach-Buch".

Wunderschöner gefühlvoller Roman

Von: Marina S. Datum: 09. May 2020

Bei dem Roman "Zwei Wochen im Juni" handelt es sich um einen wunderschöne, angenehm zu lesende Geschichte. Zur Handlung selbst möchte ich nicht zu viel verraten. Es geht um zwei ungleiche Schwestern, die innerhalb von zwei Wochen das Haus ihrer verstorbenen Mutter ausräumen, um es zu verkaufen. Dabei werden immer wieder Erinnerungen an lang vergessene Zeiten wach. Im Laufe der zwei Wochen wandelt sich nicht nur langsam das Verhältnis der Schwestern zueinander. Grundsätzlich muss ich sagen, dass der Roman anders ist, als ich zuerst erwartet habe. Die Familiengeschichte als solche liegt eher im Hintergrund und wird hauptsächlich in Form von Rückblicken deutlich. Diese sind eher kurz gehalten und fügen sich gut in den Handlungsverlauf ein. Dadurch gewinnt der Roman meiner Meinung nach eine besondere Atmosphäre. Der Erzählstil der Autorin ist sehr flüssig. Sie verzaubert mit ihren detailreichen Landschaftsbeschreibungen. Durch diese zeichnet sie so ein deutliches Bild, dass der Leser das Gefühl hat, selbst in Gragaard zu sein. Man kann die Wolken über dem Meer förmlich sehen und die salzige Luft der See schmecken. Ansonsten ist die Erzählweise eher ruhig und kommt ohne unnötigen Spannungsaufbau aus. Trotzdem schafft sie es, den Leser zu fesseln. Und an einigen Stellen auch, ihn zu Tränen zu rühren. Das einzige Manko könnten für einige Leser die doch recht langen, verschachtelten Sätze darstellen, die die Autorin recht häufig benutzt. Für mich persönlich machen allerdings gerade diese einen Reiz aus, da sie zum Teil die Atmosphäre des Romans noch verstärken. Als Fazit kann ich also festhalten, dass "Zwei Wochen im Juni" von Anne Müller für mich persönlich ein rundum gelungenes Buch ist.

Ein leiser, aber teifgründiger Roman

Von: Tine_0111 Datum: 08. May 2020

Da ich immer wieder auf der Suche nach neuen Autoren und deren Büchern für mich bin, sprang mir dieses schlichte, aber schöne Cover direkt ins Auge. Der Klappentext tat sein Übriges. Erwartet hatte ich zwar eine Familiengeschichte, bekommen habe ich aber auch noch etwas anderes… Ada und ihre ungleiche Schwester Toni kehren nach dem Tod ihrer Mutter für zwei Wochen in ihr Elternhaus zurück, um dieses für den Verkauf auszuräumen. Erinnerungen, die zum Teil schon längst vergessen waren, kommen wieder hoch und machen diese gemeinsame Zeit eine Reise in die Vergangenheit. Der Roman umfasst zwar “nur“ 230 Seiten, jede davon ist es aber wert gelesen zu werden. Emotional und respektvoll geht die Autorin dieses sensible Thema an und lässt zwei unterschiedliche, sich zum Teil fremd gewordene, Schwestern auf einander los. Erinnerungen kommen hoch und werden immer wieder in die Geschichte mit eingebunden. Das verleiht dem Roman seine wunderbare Tiefe. Es ist ein leiser Roman, der allein von seinen Emotionen und den Gedanken des Lesers zu diesem Thema getragen wird. Wer hier einen leichten Sommerroman erwartet, ist hier leider falsch. Die Autorin schafft es auf wenigen Seiten mehr Handlung und Emotionen unterzubringen, wie ich es kaum erlebt habe. Dieser außergewöhnliche Roman wird mir im Herzen bleiben! Fazit: Ein leiser Roman, der zum Nachdenken anregt ohne belastend zu sein. Wunderbar!

Abschied von Gragaard

Von: Barbara62 Datum: 08. May 2020

Anne Müllers Debütroman "Sommer in Super 8" hätte ich 2018 fast verpasst, weil ich ihn zunächst in die Kategorie „Leichter Frauenroman“ eingeordnet und erst auf dringende Empfehlung einer Bücherfreundin gelesen habe. Das Buch über eine schwierige Kindheit und Jugend in den 1970er-Jahren und eine durch Schweigen gelähmten Familie hat mich dann aber überzeugt, vor allem aufgrund der genauen Beobachtungen der jungen Protagonistin Clara. Der zweite Roman, "Zwei Wochen im Juni", ist nun tatsächlich ein Buch für die Hängematte, ein Frauen-Wohlfühlroman für zwischendurch, für einen Sonntag auf dem Balkon oder für den Strand. Er liest sich leicht, macht Lust auf einen Ostsee-Urlaub in Schleswig-Holstein, wird mir aber nicht so im Gedächtnis bleiben wie der Vorgänger. Ein Lebensabschnitt geht zu Ende Ada und Toni, Schwestern Mitte Vierzig, haben vor kurzem ihre Mutter verloren. Die knapp 73-Jährige ist überraschend an Herzversagen gestorben, ein gnädiger, gleichwohl zu früher Tod. Nun muss das Haus mit dem Esszimmerblick aufs Meer und dem gepflegten Bauerngarten, das Haus, in dem sie aufgewachsen sind, entrümpelt und verkauft werden. Der sensiblen Malerin Ada fällt das schwerer als Toni, hat sie doch keine eigene Familie, lediglich seit drei Jahren einen verheirateten Geliebten, einen „Schönwettermann“, „Mittagspausenanrufer“, „Mittenindernachtgeher“ und „Niemalsfrühstücksmensch“. Doch auch bei Toni, der kopfgesteuerten Studienrätin, läuft privat längst nicht alles rund und in ihrer Bilderbuchfamilie gibt es Brüche. Während die Schwestern den Haushalt in ihrem Elternhaus in Gragaard, einem fiktiven Dorf unweit von Kappeln an der Schlei, auflösen und Kaufinteressenten herumführen, stoßen sie auf viele kleine Schätze, die ihnen Geschichten erzählen und Erinnerungen auslösen. In den beiden Wochen, die ihnen zum Abschiednehmen bleiben, begegnen sie nicht nur ihrer Vergangenheit, lernen ihre verstorbene Mutter von einer neuen Seiten kennen und kommen sich über die Rückbesinnung auf ihre Kindheit wieder näher, sondern treffen auch wichtige Entscheidungen für ihre Zukunft, in der es kein Gragaard mehr für sie geben wird. Ein Haus zum Verlieben Nicht bei den eher klischeehaften Protagonistinnen liegt für mich die Stärke des Romans, sondern in der atmosphärischen Schilderung des Hauses und der norddeutschen Landschaft, die mit allen Sinnen spürbar wird: "Jetzt erschien am Ende des Weges hinter alten Kastanienbäumen das große zweigeschossige Haus, „unsere Möchtegern-Villa“, wie ihre Mutter immer gesagt hatte. Ein herrlich verwinkeltes, unperfektes Haus mit einer hellen Fassade, die einen Anstrich vertragen konnte, ein Haus, das ein Locationscout vom Film vor Jahren für die Dreharbeiten zu einem Schwedenkrimi hatte mieten wollen." Mit dem etwas kleineren Format liegt das Buch beim Lesen sehr angenehm in der Hand. Sehr gelungen ist auch die äußere Gestaltung mit Umschlag und Einband in meerblauer Farbe und dem schlichten Cover, das sich in Teilen auf dem Einband wiederholt.

Zwei Wochen im Juni

Von: Tina Datum: 06. May 2020

Die Schwestern Ada und Toni, die unterschiedlicher nicht sein könnten reisen für zwei Wochen an die Ostsee, um Gragaard, ihr Elternhaus nach dem Tod der Mutter zu verkaufen. Ada ist Künstlerin und hat eine Affäre mit einem verheirateten Mann. Toni ist Lehrerin und Mutter und organisiert die Familie. Beim Auflösen des Hausstands finden sie immer wieder alte Erinnerungen, zum Beispiel der Sommer mit dem russischen Maler Maxim Romanov. In einem Sekretär finden sie schließlich einen Brief den die Mutter schon zu Lebzeiten an die Schwestern geschrieben hat, der die beiden doch sehr aufwühlt und zeigt, dass auch die Mutter das ein oder andere Geheimnis hütete. Immer wieder überdenken sie die Vergangenheit und ihre aktuelle Situation. Ist ihr Leben das, das sie wirklich wollen oder gilt es einiges zu verändern. Auch die beiden Schwestern finden wieder mehr zueinander. Trotz des traurigen Themas hab ich das kurzweilige Buch mit einem Lächeln aus der Hand gelegt, da ich mich für ein paar Stunden in das Haus an der Ostsee mit seinen Bewohnern und seiner Geschichte gelesen habe.

Zwei Wochen im Juni

Von: Monika Datum: 06. May 2020

Ein nachdenklich machender Roman voller Erinnerungen an die Kindheit zuhause. Etwas wehmütig, dass alles vergeht, aber hoffnungsvoll in die Zukunft schauend, fesselt das Buch, so dass man es in einem Zuge auslesen möchte. Empfehlenswert für Leser, die auch ein Elternhaus in fremde Hände gegeben haben!

Leise und tiefgründig - einfach wunderbar!

Von: Kathrin N. Datum: 05. May 2020

„Auf dem Feldweg sagte Toni: 'Komm, wir spielen unser altes Spiel! Mir gehört die linke Hälfte der Welt und dir die rechte, okay?' “ (S. 52) Ada und Toni (Antonia) sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Während die durchstruktierte Toni als Lehrerin, Ehefrau und Mutter zweier fast erwachsenen Kinder mit Tempo durch die Welt rast, lässt Ada als Künstlerin die Welt um sich herum auf sich wirken... und das reflektiert auch der neuste Roman von Anne Müller, „der von dem erzählt, was bleibt“ (Zitat Buchcover). Nach dem Tod der Mutter möchten die beiden Frauen das Haus verkaufen und räumen es daher gemeinsam aus, wobei vor allem Ada die Zeit nutzt, von der Umgebung und dem Haus an sich Abschied zu nehmen. Wir LeserInnen dürfen sie hierbei begleiten und werden so in eine interessante Welt auf zwei Ebenen – durch Rückblenden – mitgenommen. Zu einigen Fundstücken gibt es kleine Geschichte, die in leichter, unaufgeregter Sprache eingängig erzählt werden. Trotz unspektakulärer Geschichtenführung hat der Roman unerwartet viel Tiefgang und dem Thema geschuldet natürlich auch viele Emotionen von Leichigkeit bis Schwermut, die das Buch interessant machen. Ich muss sagen, ich habe mich jederzeit gut unterhalten gefühlt und wollte das Buch zwischendurch auch nicht aus der Hand legen. Da es ja nur 240 Seiten hat, habe ich es in einem Rutsch durchgelesen. Passend zur Geschichte finde ich auch die Buch-Ausstattung: Der Festeinband liegt einfach schöner in der Hand als ein Paperback; das Buch wirkt wie ein kleines Kunstwerk und die Farben Blau und Orange spiegeln das Ostseeblau und die Umgebung „am Ende der Welt“ wider. Blau spielt bei Ada eine große Rolle und es ist wunderbar, dass das Buchcover dies thematisch so aufgreift. Für mich ist „Zwei Wochen im Juni“ ein Roman, der im Gedächtnis bleibt und den ich gerne nochmals zur Hand nehme. Die Geschichte wirkt so ehrlich, die Protagonistinnen so realistisch, dass mir alles in allem nur „pur“ einfällt. Wer ein gutes Buch zur Unterhaltung sucht, wer abseits von Party und Trubel auch gerne mal die leisen Töne im Roman schätzt, dem kann ich diese April-Neuerscheinung wirklich ans Herz legen. Ich hätte im Buchhandel vermutlich nicht zugegriffen... aber ganz ehrlich: ich bin froh, dass ich es lesen durfte.

Zauberhaftes Büchlein - leicht, aber keineswegs seicht!

Von: CoSchroePo Datum: 05. May 2020

Zwei Wochen im Juni ist ein zauberhaftes kleines Büchlein, dass mir sehr viel Freude gemacht hat. Der Leser trifft auf eine klare und angenehme Erzählweise, die sich leicht liest. Der Einstieg in die Geschichte ist schnell gefunden - man lernt zwei Schwestern kennen, von denen eine die Hauptakteurin und Erzählerin ist. Ada ist 43 Jahre alt und auf dem schweren Weg, sich mit ihrer Schwester zu treffen, um das Leben ihrer Mutter auszumisten und ihr Elternhaus zu verkaufen. Bei dieser Begegnung mit der Vergangenheit kommen nicht nur Kindheitserinnerungen zurück, sondern Ada lernt auch sich und ihre Schwester neu kennen. Es geht um Abschied, aber gleichzeitig auch darum, sein eigenes Leben wieder auf Kurs zu bringen, sich selbst zu finden. Der Leser erlebt die Erfahrungen in Form einer leichten, aber keineswegs seichten, Erzählung mit, die klar strukturiert ist, sich flüssig liest und durch gut gemachte Zeitsprünge Hintergründe beleuchtet, aber nicht verwirrt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich gern mit dem Leben in Form von Erzählungen auseinandersetzt. Einziges kleines Manko – das Büchlein hat mit 236 leider viel zu wenig Seiten.

Zwei Wochen im Juni

Von: Elefan Datum: 05. May 2020

Mir hat das Buch super gefallen, es hat mich sehr an unseren Ostseeurlaub erinnert. Im Buch wird über eine Familie geschrieben, die überall hätte leben können. Die Erinnerungen der zwei Töchter an ihre Heimat wo sie aufgewachsen sind und was sie alles erlebt haben in ihrer Kinder und Jugendzeit. Den Schluss fand ich ein wenig traurig, ich hätte es besser gefunden wenn Ada ins Haus ihrer Mutter gezogen wäre und dort ein Attelier zum malen einrichtet.

wie eine Sommerbrise

Von: kastemel Datum: 04. May 2020

Wenn die Eltern gegangen sind beginnt für die Kinder ein neues Kapitel, und oft entscheidet sich, ob man sich näher als vielleicht vorher kommt oder sich voneinander entfernt - und davon handelt diese Geschichte von zwei Schwestern, die ihre gemeinsame Vergangenheit neu entdecken und sich darüber selber finden. Ein sehr schönes Buch für einen gemütlichen Nachmittag, mit viel Herzwärem geschrieben und leicht zu lesen, dabei anrührend ohne traurig zu sein. Einfach wunderbar, wie eine Sommerbrise, die einen gleichzeitig beglückt und auch etwas nachdenklich stimmt. Kurzum: das perfekte Buch für den Sommerurlaub an heimischer Küste, die so eindringlich geschildert wird, dass man am liebsten sofort losfahren möchte...

Zwei Wochen im Juni

Von: kati Datum: 04. May 2020

In "Zwei Wochen im Juni" von Anne Müller beschließen die zwei unterschiedlichen Schwestern Toni und Ada nach dem Tod ihrer Mutter zwei Wochen in Ihrem ehemaligen Elternhaus zu verbringen, um dieses gleichzeitig aufzulösen. Die Reise in das ehemalige Elternhaus der beiden, wird dabei auch eine Reise in die Vergangenheit der Schwestern, wobei die beiden ziemliche unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. Ada die freie und ungebunden Künstlerin und Toni die Karriere und Familie zu managen versucht. Das Buch ist bezaubernd geschrieben und die Charaktere der beiden Schwestern liebevoll und tiefgründig. Die Geschichte, die nur auf den ersten Blick langweilig erscheint, wird dabei gekonnt durch Rückblicke aufgebrochen und dadurch erst interessant. Ein schönes Wohlfühlbuch für zwischendurch oder dem Urlaub, den auch beim lesen kommen Urlaubsgefühle auf (was besonders an der Lage des Elternhauses der beiden Schwestern liegt).

In Erinnerungen schwelgen und Neuanfänge wagen

Von: Melanie E. Datum: 04. May 2020

Einen Nachlass zu ordnen, stellt die Hinterbliebenen immer vor große Herausforderungen, denn es muss entschieden werden, was bleibt und was verworfen wird. In "Zwei Wochen im Juni" stellen sich zwei Schwestern ihren Erinnerungen und was schmerzlich beginnt, ist der Beginn einer inneren Heilung und einem Neuanfang. Adas setzt sich nicht nur mit ihrer Vergangenheit auseinander und sondern auch mit ihrer Zukunft, was bedeutet, los zu lassen und neue Wege zu beschreiten. Ganz wunderbar sind hier die Erinnerungen an Kindheit und Jugendzeit und zeigt relativ rasch, das auch Mütter ihre Geheimnisse haben. Insgesamt ist "Zwei Wochen im Juni" ein sehr bewegendes Buch voller Tiefgang und Neuerungen. Jeder Mensch sollte sich hier und da eine Auszeit nehmen können, um aufzuräumen. Nicht nur einen Haushalt aufzulösen, wie es hier im Roman beschrieben steht, sondern sich auf das wesentliche zu besinnen und vielleicht alte Träume wieder zu beleben, die man längst tief innen vergraben hat. Ich empfand "Zwei Wochen im Juni" als sehr mutmachend, denn gerade in Adas Leben wird sich einiges zum Positiven verändern, da sie sich ihre Blickrichtung ändert. Auch das Annähern der Schwestern, die durch ihre unterschiedlichen Charaktere und Privatleben auseinander gelebt haben, nähern sich an, wobei es kurzzeitig so ausgesehen hat, als würde Toni sich zurückziehen. "Zwei Wochen im Juni" ist sowohl Abschied, als auch Neubeginn und gerade dieses schafft eine harmonische Verbindung. "Zwei Wochen im Juni" ist ein Roman, den ich sehr gerne weiterempfehlen möchte. Die etwas über 200 Seiten waren mir fast schon zu zügig gelesen, aber dennoch haben mir die doch recht wenigen Seiten mehr Inhalt geboten, als ein Buch mit deutlich mehr Seiten. Die Story wurde rund erzählt und benötigte nicht mehr Worte, um überzeugend zu wirken.

Veränderung in zwei Wochen

Von: MeinFreiraum Datum: 03. May 2020

„Zwei Wochen im Juni“ erzählt vor allem die Geschichte von Ada, einer 43jährigen Frau, für die durch den Tod ihrer Mutter ein Kapitel ihres Lebens zu Ende geht. Sie verbringt zum letzten Mal zwei Wochen im Elternhaus an der Ostsee. Es ist nicht nur ein Abschied, sondern eine ganz besondere Zeit aus einem Wechselspiel von Erinnerung und Gegenwart. Ada und ihre Schwester haben entschieden, das Haus zu verkaufen und so beginnen sie zusammen mit dem Ausräumen und Sortieren der Hinterlassenschaft in dem Haus und ganz allmählich auch mit den Werten und Vorstellungen in ihren Leben. Die Geschichte fesselt und hat durchgehend mein Interesse wach gehalten. Sie wechselt gleichmässig zwischen den Erinnerungen an die Vergangenheit und dem jetzigen Leben von Ada und ihrer Schwester Toni. Die Personen sind gut beschrieben und ich konnte mir ihr Leben gut vorstellen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass Ganze ist zu gradlinig, enthält zu wenig überraschende Momente und vereinfacht zu oft. Ich vermisse das ganz Besondere an dem Buch, das es unnachahmlich von anderen Geschichten abhebt. Dennoch würde ich das Buch empfehlen. Es hat zumindest bei mir dazu geführt, über Werte und Wertungen in Beziehungen zu Geschwistern, Eltern, dem Partner nachzudenken.

Was ein schönes Buch

Von: leana Datum: 03. May 2020

Was ein schönes Buch! Ada und Toni müssen ihr Elternhaus ausräumen weil es nach dem plötzlichen Tod der Mutter verkauft werden soll. Und wie es so ist, wenn man etwas ausräumt, finden sich die Schwestern mit Erinnerungen an ihre Kindheit und Jugend konfrontiert und es kommen Geheimnisse ans Licht. In Adas Erinnerungen, die beim Lesen immer deutlich als solche zu Erkennen sind, lernt man die Familie und deren Vergangenheit kennen. Wer ein spannendes Buch zum Mitfiebern erwartet, ist bei diesem Buch falsch. Es ist eher ein ruhiges (keinesfalls aber langtweiliges) Buch, was es aber nicht weniger interessant oder lesenswert macht. Die Charaktere waren mir alle sympathisch, ich habe mich mit diesem Buch richtig wohlgefühlt und kann es nur weiterempfehlen. Ein wirklich schönes Buch, das ich gerne gelesen habe

Eine zärtliche Familiengeschichte - wunderbar !

Von: rena t. Datum: 02. May 2020

Es ist sehr zärtlich beschrieben, wie zwei Schwestern zusammenhalten. Wie sie sich gegenseitig aufbauen, und wie sie von einer ihrer Töchter und einigen Freunden, Bekannten, Nachbarn und Familienangehörigen unterstützt werden, bei etwas, was sehr viel Energie kostet: Das Herz ihrer Mutter hat aufgehört zu schlagen. Plötzlich. Mit 73 Jahren. Kein Abschied, aber auch kein langes Leiden. Und nun wollen sie das Anwesen der Mutter, und dort, wo sie zusammen aufgewachsen sind, verkaufen. Wobei übrigens garnicht angesprochen wird, ob sie es nicht doch behalten wollen... Jede der beiden geht anders mit der Situation um. Aber: beide schaffen es gemeinsam in Ruhe durch die Räume zu gehen, und gemeinsam aufzuräumen. Sie gehen durch alle Sachen, aber auch durch all ihre Erinnerungen, auch, als ihr Vater ging. Beide haben ihre Männergeschichten. Toni in ihrer Ehe, ihre Schwester Ada ist freischaffend, als malende Künstlerin, und auch in anderen ihrer Lebensbereiche. Sie hat ein sehr viel entspannteres Denken als Toni, die als Lehrerin völlig anders ist. Trotzdem schaffen die beiden es, nach anfänglichen Hürden, gemeinsam an einem Strick zu ziehen. Schön ist auch zu sehen, wie die Teenage-Tochter von Toni einen nicht unwichtigen Beitrag leistet, nicht nur, was die Liebe betrifft. Wunderbar ist zu sehen, wie sie einbezogen wird in allem. Es geht um das Seelenheil bei so einer schwierigen 'Sache'. 'Das Leben ist eine Wundertüte', 'Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine andere - man muß nur darauf vertrauen', das sind Wegweiser, die ihnen u.a. helfen. Und die Frage:'Macht es dich glücklich ?' Diese Sätze wirken wie Rettungsanker in dieser Geschichte, die übrigens an der Ostsee spielt. Überhaubt haucht der Norden unseres Landes durch die Zeilen: Kiel, Kappeln, Neumünster, Hamburg. Man spürt, wie die Vergangenheit der Autorin Anne Müller eine wichtige Rolle spielt, die in Schleswig-Holstein geboren ist. Und dann finden die Schwestern einen Brief ihrer Mutter an sie. Und wie der so einiges verändert, das wird wunderbar beschrieben. Hoffung haucht durch alle Zeilen hindurch. Und so schafft die Autorin es, ein sehr trauriges Thema zärtlich und aufbauend zu verpacken. Und: Gemeinsam schaffen sie es. Besonders, wenn am Schluß 'Wunderkerzenblitze' vom in der Sonne glitzernden Meer zu Ada wandern. Ganz klar: Fünf Sterne gebe ich für dieses traumhafte Buch, das mit rund 2oo Seiten übrigens auch sehr handlich ist.--

Eintauchen und fühlen

Von: Weißes Rauschen Datum: 01. May 2020

Die Worte der Autorin lassen einen eintauchen in ein wunderschönes Fleckchen Erde, an dem zwei Schwestern nach dem Tod ihrer Mutter wieder neu zusammen kommen und wo sie neue Seiten ihrer selbst, der jeweils Anderen und auch der Mutter entdecken. Man kann sich gut in die Charaktere eindenken, mit ihnen mitfühlen, ihren Gedanken und ihrer Geschichte nachspüren. Man kann wundervoll abschalten und sich ganz in die Erzählung fallen lassen. Nicht übertrieben anspruchsvoll, jedoch kein seichtes 08/15-Geplänkel.

Zwei Wochen voller Erinnerungen

Von: jokabeck Datum: 29. April 2020

Die Schwestern Ada und Toni treffen sich für einige Tage in ihrem Elternhaus an der Ostsee. Vor einigen Wochen ist ihre Mutter verstorben und die beiden haben nun die Aufgabe das schöne Haus am Meer auszuräumen, da es verkauft werden soll. Beim Sortieren der Sachen kommen viele alte Erinnerungen an ihre dort verbrachte Kinder- und Jugendzeit hoch. Sogar über die Mutter erfahren die Schwestern überraschende Dinge, mit denen sie nicht gerechnet hätten. Das Buch lässt sich sehr gut und leicht lesen. Da die Schriftgröße auch sehr angenehm ist, eignet es sich besonders gut als Urlaubslektüre. Ich gebe allerdings nur 4 Sterne, weil ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte.

Eine Reise in die Vergangenheit

Von: Jenny Datum: 29. April 2020

Die Mutter der Schwestern Ada und Toni stirbt und das Haus an der Ostsee in dem sie aufgewachsen sind räumen die Schwestern aus um es zu verkaufen. In den 2 Wochen passiert nichts und doch so viel im Inneren der beiden. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Ada die jüngere der beiden Schwestern. Toni ist Mitte 40 verheiratet und hat 2 fast erwachsene Kinder und arbeitet als Lehrerin. Ihr Tick seit frühester Kindheit ist es für alles Listen zu machen, was zu einer witzigen Begebenheit führte. Ada hat seit 3 Jahren eine Beziehung mit einem verheirateten Mann, ist ledig, kinderlos und eine ernst zu nehmende Künstlerin. Während sie das Haus ausräumen kommen Erinnerungen hoch und kurze Rückblicke aus Kindheit und Jugend erzählen die Geschichte bis zum Auszug der Schwestern. Es ist ein ruhiges Buch, sehr realistisch und schön zu lesen. Am Ende finden sie eine Familie die das Haus kaufen darf und der sie es gönnen. Toll haben mir die Briefe der Mutter gefallen die sie schon lange vor dem Tod geschrieben hat und ihren Töchtern ein paar Geheimnisse von sich erzählt. Eine schöne und einfühlsame Geschichte. 4,25/5⭐️

Zwei Wochen, die vieles verändern

Von: leseratte1310 Datum: 29. April 2020

Die Mutter der Schwestern Ada und Toni ist unverhofft gestorben und nun wollen die Schwestern Gragaard, das Haus der Mutter, verkaufen. Zunächst aber müssen sie die Hinterlassenschaft sichten und entscheiden, was sie behalten wollen. Dafür haben sie sich zwei Wochen vorgenommen. Es wird eine Zeit voller Erinnerungen, aber auch eine Zeit, um miteinander zu reden und sich selbst zu finden. Der Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen und Bilder vor unseren Augen entstehen. Man kann sich das Haus und den Garten gleich vorstellen. Auch die Charaktere sind gut beschrieben und obwohl ich mich in sie hineinversetzen konnte, kam ich den Schwestern trotzdem nicht so richtig nahe. Ada ist Künstlerin und lebt alleine. Nach dem Tod der Mutter ist ihre Inspiration verschwunden. Eigentlich sehnt sie sich nach Nähe, aber die kann und will ihr der Liebhaber nicht geben. Toni ist Lehrerin, eine organisierte und beherrschte Frau, die mit Listen ihren Leben ordnet. Sie wird von Ada wegen ihres glücklichen Familienlebens ein wenig beneidet, doch der äußere Schein trügt. Zwischen Ada und Toni gab es immer eine gewisse Eifersucht. Sie sind Schwestern und doch ist die Beziehung nicht so innig. Aber das gemeinsame Entrümpeln bringt sie näher zusammen, weil sie über Vergangenes reden, Geheimnisse aufdecken und sich dabei ihren Träumen stellen. Sie stellen am Ende durch einen Brief der Mutter sogar fest, dass auch ihre Mutter Geheimnisse hatte. Es passiert gar nicht so viel in diesem Roman und doch ist das alles für die Zukunft entscheidend. Es ist eine Geschichte über das Abschiednehmen und Loslassen, über Erinnerungen und Träume, aber auch um Entscheidungen und Aufbruch. Das Buch hat mir gut gefallen.

Tolle Sommerlektüre

Von: biggis_books Datum: 28. April 2020

Das Buch handelt von zwei Schwestern, die nach dem Tod der Mutter das Elternhaus verkaufen wollen. Dazu treffen sie sich dort, um zu entrümpeln, zu besprechen, Besichtigungen durchzuführen usw. Die Schwestern Ada und Toni könnten unterschiedlicher nicht sein. Die typische Geschwisterliebe wird in dem Buch sehr herzlich dargestellt und ich musste das ein oder andre Mal schmunzeln. In kleinen Rückblicken erfährt man auch einiges über die Vergangenheit der Schwestern und der ganzen Familie. Das gesamte Buch ist trotz der eher traurigen Angelegenheit – dem Tod der Mutter – so erfrischend und wunderschön. Schauplatz ist ein Ort an der herrlichen Ostsee. Die Landschaft, der Strand und das Meer sind so anschaulich beschrieben, dass man sich die Szenen wunderbar vorstellen kann – zumindest ich, denn ich liebe die See und bin gerne dort – wenn auch an der Nordsee. Das Buch hat nur 236 Seiten und ich hatte es zu schnell durch, es hat sehr viel Spaß gemacht diese schön-traurige – gespickt mit etwas Romantik aber auch Ernst – zu lesen.

Ein wunderbar geschriebenes Buch

Von: muzzitiger Datum: 27. April 2020

Zwei Schwestern lösen im Elternhaus den Haushalt der Mutter auf, um das Haus zu verkaufen. Beim Ausräumen werden Erinnerungen an die Kindheit wach. Die Autorin beschreibt so wunderbar leicht diese Reise in die Vergangenheit, dass man das Gefühl hat, dabei zu sein. Mit jedem Stück, das zur Hand genommen wird, ist eine andere Geschichte verknüpft. Dadurch stellen sich die beiden doch sehr verschiedenen Schwestern auch der Gegenwart, die nicht ohne Probleme ist. Als ein Brief der Mutter an beide Schwestern gefunden wird, findet auch Ada einen neuen Weg für sich. Es geht auch darum, die Vergangenheit los- und Trauer zuzulassen, eine Trennung zu verarbeiten und auszuhalten. Wunderschön beschrieben ist auch der Garten, der zum Haus gehört. Er lädt den Leser ein, sich zu setzen und die Blumenpracht undden Frieden zu geniessen. Alles in allem ein leicht zu lesendes Buch, dessen Charaktere glauwürdig sind und dessen Handlung aus dem Leben griffen ist. Für Liebhaber leichter Bücher zu empfehlen.

Zutiefst anrührend und lebensklug

Von: Claudia Knauer Datum: 27. April 2020

Das können nur wenige, ein schwieriges Thema mit leichter Hand in das Zentrum eines Buches zu stellen. Anne Müller gelingt es. In „Zwei Wochen im Juni“ geht es um zwei Schwestern, die das Haus der Mutter nach ihrem überraschenden Tod räumen müssen. Sie kommen sich dabei näher, entdecken Seiten an ihrer Mutter, von denen sie nichts ahnten und stellen Weichen für ihre eigene Zukunft. Die eine Schwester ist Künstlerin, der Lover ist verheiratet, die Großstadt ist ihr Revier, und ihre Erinnerungen an die „juniblauen Tage an der Ostsee“, an der das Elternhaus liegt, sind ihr Trost und manchmal auch Qual. Die andere Schwester ist eine – viel zu – gut funktionierende Lehrerin mit zwei Kindern, im Schleswig-Holsteinischen beheimatet und mit einer vorlauten, witzigen, starken Tochter und einem Sohn gesegnet. Im Haus an der Ostsee kommen beide an ihre Grenzen, aber das eröffnet auch den Blick in die eigene Zukunft, die sie gestalten und nicht nur einfach geschehen lassen können. Die Beschreibung des Buches von Anne Müller klingt klischeehaft. Aber das Buch ist es nicht. Es rührt an – vor allem, wenn man der Altersklasse der Schwestern nicht ganz fern steht. Leserin und Leser dürfen sich nach der Lektüre gerne fragen: Muss das alles wirklich so laufen? Nur weil es immer so war? Es geht um Liebe, um Verlassen werden, um das Alter und die Liebe im Alter. Es geht ums ganze Leben.

Tolles Geschenk für die beste Freundin

Von: Barbara Schwermann Datum: 26. April 2020

Nach dem Tod ihrer Mutter räumt Ada gemeinsam mit ihrer Schwester Toni das geliebte Elternhaus an der Ostsee aus. Dass dabei nicht nur schöne Erinnerungen, sondern auch weniger angenehme Themen auf den Tisch kommen, bleibt nicht aus. Ich habe die Schwestern schnell ins Herz geschlossen und bin gerne mit ihnen durch die Geschichte gegangen. Lange hat mich ein Buch nicht mehr so berührt! Vom wunderhübschen Cover bis zur ans Herz gehenden Geschichte: Das perfekte Geschenk für die beste Freundin.

Jedes Ende ist auch ein Anfang !

Von: Ursula Ehlert Datum: 26. April 2020

Wenn ich mir dieses Buch in einem Geschäft angeschaut hätte, wäre es nicht meine erste Wahl gewesen, aber dann hätte ich echt einen ganz tollen Roman verpasst! Schön das es die Testleseraktionen gibt damit bekommt man exquisite Bücher vorgestellt. Jetzt zum Buch: Ein Todesfall die Mutter, die Töchter Ada und Toni sollen sich um die Haushaltsauflösung kümmern und das Elternhaus in Grasgaard an der Ostsee verkaufen. Einblicke in die Vergangenheit und Wahrheiten der Gegenwart bezaubernd geschrieben, dieses Buch hat mich mitfühlen lassen und da waren viele Momente , wo man denkt so gings mir auch schon, ich empfehle es gerne weiter, super schöner Lesestoff!! Ein großes Lob an die Autorin, eine Fortsetzung wäre klasse !

Berührt und unterhält

Von: lesulu Datum: 05. August 2020

„Zwei Wochen im Juni“ von Anne Müller ist ein Roman, der berührt und im Gedächtnis bleibt. Die zwei Schwestern Toni und Ada kehren nach dem Tod der Mutter in ihr Elternhaus an der Ostsee zurück und müssen dieses räumen, damit sie es verkaufen können. Ada lebt als Künstlerin alleine in der Großstadt, während Toni von ihr wegen ihres glücklichen Familienlebens beneidet wird. Doch in den 2 Wochen, die sich beide nehmen um gemeinsam Abschied zu nehmen und zu entscheiden, was behalten wird und was weg kommt, kommen sich die beiden Schwestern wieder näher. Sie stellen sich nicht nur ihren eignen Träumen und der Vergangenheit, sondern stoßen auch auf Geheimnisse ihrer Mutter. Anne Müller hat einen sehr angenehmen Schreibstil, mit welchem sie viele Emotionen in die Geschichte einbaut. Man wird als LeserIn in die Geschichte reingezogen und legt das Buch erst wieder weg, wenn man mit der letzten Seite fertig ist. Dazwischen wird man gepackt von Neugier, Trauer und Freude und findet sich selbst ab und zu in dem Buch wieder. Ein toller Roman übers Abschied nehmen, Loslassen und Neustarten!

Nette Kurzlektüre

Von: Franziska Datum: 18. May 2020

Mir hat das Buch gut gefallen, die Schreibweise war angenehm und ich fühlte mich gleich ein bissschen wie im Urlaub. Die Charaktere waren gut herausgearbeitet. In leisen Tönen wurde das Thema Trauerfall und was danach zu tun ist aufgegriffen und in eine ruhige Geschichte übers Abschiednehmen der eigenen Vergangenheit eingebettet. Am Ende zeigt sich , dass eben auch ein neuer Abschnitt mit guten Erinnerungen beginnen kann. Mein Fazit: ein sehr emotionales Thema in eine wirklich schöne Geschichte eingebettet, einfach schön zu lesen!

Schöner Ostseeroman mit tollen Charakteren!

Von: Amene Melior Datum: 17. May 2020

In "Zwei Wochen im Juni" von Anne Müller begleitet man die Protagonistin Ada, die nach dem Tod ihrer Mutter zusammen mit ihrer Schwester Toni ihr Elternhaus an der Ostsee entrümpeln und für den Verkauf vorbereiten muss. Dieses Aufräumen ist für sie gleichzeitig eine Reise in die Vergangenheit und bedingt auch einige Veränderungen für die Zukunft. Die Handlung bleibt dabei insgesamt eher seicht. Immer wieder sind Rückblenden eingeflochten und ein großer Konflikt kommt kaum auf. Dabei sind aber die Beschreibung des alten Hauses und insbesondere auch der Landschaft an der Ostsee so nachvollziehbar und schön dargestellt, dass ich trotzdem richtig in die Geschichte eintauchen konnte. Der meiner Meinung nach größte Pluspunkt des Buches sind aber die Charaktere. Nicht nur Ada, sondern auch ihre Schwester und eigentlich alle weiteren vorkommenden Personen sind in erster Linie sehr sympathisch. Auch ihre Hintergründe und Motivationen sowie die Sorgen, Probleme und Ziele sind sehr gut nachvollziehbar und und gut ausgearbeitet. Und so bin ich wirklich in der Erzählung versunken und habe die Lektüre trotz des etwas seichten Spannungsbogen aber gerade wegen der tollen Charaktere sehr genossen! Obwohl viele zum Teil auch schwierige Themen angesprochen werden, ist das Buch insgesamt eine wahre Wohlfühl-Geschichte für mich!

Wer auch immer dieses Buch mit Meyerhoff vergleicht, hat selbigen wohl nicht gelesen

Von: bibliophilia Datum: 15. May 2020

Der Roman "Zwei Wochen im Juni" von Anne Müller handelt von den Schwestern Ada und Toni, die nach dem Tod ihrer Mutter ihr Elternhaus ausräumen und dabei in Erinnerungen schwelgen. Die Handlung ist dabei ähnlich dem Buchtitel - wenig aussagekräftig und ohne Tiefsinn. Klischee reiht sich an Klischee, der Höhepunkt war der Versuch der Autorin die heutige Jugendsprache zu imitieren - unnötig zu betonen, dass der Versuch scheitert. Den Vergleich mit Joachim Meyerhoff kann man freundlich ausgedrückt nur als sehr, sehr weit hergeholt bezeichnen. Mit viel gutem Willen gebe ich zwei von fünf Sternen.

So ist das Leben eben.

Von: tarifun Datum: 09. May 2020

Für ist dieses Buch gutes Mittelmaß. Es erzählt In erster Linie von zwei Schwestern, die nach dem Tod ihrer Mutter den Hausstand auflösen, in dem sie aufgewachsen sind. Klar denkt jeder zu so einem Zeitpunkt über Vergangenes nach, macht sich Gedanken über die veränderte Lebenssituation ohne Mutter und bald ohne Elternhaus. Die Gegenwart wird durchdacht und die Zukunftspläne können sich ändern. So auch in diesem Buch. Jeder, der sich für seine Mitmenschen interessiert liest sicher gern auch mal Lebensgeschichten, egal ob real oder fiktiv. Hier ist nichts spektakulär, eher der normale Lauf des Lebens, den wir als Leser ein Stück begleiten. Aber für mich bleiben die im Buch flüchtige Bekannte, aber es war eine nette Begegnung.

Unaufgeregt schön

Von: Katja Datum: 05. May 2020

In dem Buch "Zwei Wochen im Juni" geht es um Ada und Ihre ältere Schwester Toni, die sich, nach dem Tod ihrer Mutter, um deren Nachlass kümmern. Dazu fahren sie zu ihrem Elternhaus in Gragaard, in dem sie ihre Kindheit und Jugend verbracht haben. Während sie sich um die hinterbliebenen Sachen ihrer Mutter kümmern, kommen immer wieder alte Erinnerungen an die Zeit in Gragaard auf. Doch nicht nur alte Erinnerungen werden wiederentdeckt, sondern auch die kleinen Geheimnisse der Mutter kommen nun ans Tageslicht. Wie der Titel schon sagt, hat das Buch eher einen entspannten Charakter. Das ist aber in keiner Weise negativ gemeint. Wahrscheinlich ist eher das, was ich so schön an dem Buch empfand. Die Autorin Anne Müller schafft es, dass man in die Erinnerungen von Ada und ihrer Schwester mit eintaucht und sie gern bei ihrer Zeitreise begleitet. Gleichzeitig merkt man auch wie schwer ihnen der Abschied von der Mutter und das Verkaufen des Elternhauses fällt, weil es bedeutet etwas loszulassen mit dem man viele Erinnerungen verbindet, ohne diese verlieren zu wollen. Trotzdem hat man Ende des Buches kein bedrückendes Gefühl, dass die beiden Schwestern etwas verlieren werden, wenn sie das Haus verkaufen, sondern das ein neuer Abschnitt ihres Lebens beginnen wird und das die Erinnerungen trotzdem erhalten bleiben werden. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der ein "ruhiges" Buch sucht, bei dem man zum Nachdenken über Abschied und Aufbruch angeregt wird.

Eine zärtliche Familiengeschichte - wunderbar !

Von: rena t. Datum: 04. May 2020

Es ist sehr zärtlich beschrieben, wie zwei Schwestern zusammenhalten. Wie sie sich gegenseitig aufbauen, und wie sie von einer ihrer Töchter und einigen Freunden, Bekannten, Nachbarn und Familienangehörigen unterstützt werden, bei etwas, was sehr viel Energie kostet: Das Herz ihrer Mutter hat aufgehört zu schlagen. Plötzlich. Mit 73 Jahren. Kein Abschied, aber auch kein langes Leiden. Und nun wollen sie das Anwesen der Mutter, und dort, wo sie zusammen aufgewachsen sind, verkaufen. Wobei übrigens garnicht angesprochen wird, ob sie es nicht doch behalten wollen... Jede der beiden geht anders mit der Situation um. Aber: beide schaffen es gemeinsam in Ruhe durch die Räume zu gehen, und gemeinsam aufzuräumen. Sie gehen durch alle Sachen, aber auch durch all ihre Erinnerungen, auch, als ihr Vater ging. Beide haben ihre Männergeschichten. Toni in ihrer Ehe, ihre Schwester Ada ist freischaffend, als malende Künstlerin, und auch in anderen ihrer Lebensbereiche. Sie hat ein sehr viel entspannteres Denken als Toni, die als Lehrerin völlig anders ist. Trotzdem schaffen die beiden es, nach anfänglichen Hürden, gemeinsam an einem Strick zu ziehen. Schön ist auch zu sehen, wie die Teenage-Tochter von Toni einen nicht unwichtigen Beitrag leistet, nicht nur, was die Liebe betrifft. Wunderbar ist zu sehen, wie sie einbezogen wird in allem. Es geht um das Seelenheil bei so einer schwierigen 'Sache'. 'Das Leben ist eine Wundertüte', 'Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich irgendwo eine andere - man muß nur darauf vertrauen', das sind Wegweiser, die ihnen u.a. helfen. Und die Frage:'Macht es dich glücklich ?' Diese Sätze wirken wie Rettungsanker in dieser Geschichte, die übrigens an der Ostsee spielt. Überhaubt haucht der Norden unseres Landes durch die Zeilen: Kiel, Kappeln, Neumünster, Hamburg. Man spürt, wie die Vergangenheit der Autorin Anne Müller eine wichtige Rolle spielt, die in Schleswig-Holstein geboren ist. Und dann finden die Schwestern einen Brief ihrer Mutter an sie. Und wie der so einiges verändert, das wird wunderbar beschrieben. Hoffung haucht durch alle Zeilen hindurch. Und so schafft die Autorin es, ein sehr trauriges Thema zärtlich und aufbauend zu verpacken. Und: Gemeinsam schaffen sie es. Besonders, wenn am Schluß 'Wunderkerzenblitze' vom in der Sonne glitzernden Meer zu Ada wandern. Ganz klar: Fünf Sterne gebe ich für dieses traumhafte Buch, das mit rund 2oo Seiten übrigens auch sehr handlich ist.--

Wie das leben verändert!

Von: Jazzy Datum: 30. April 2020

Ich fand das buch toll und habe es sehr schnell durch gelesen. Das leben kann sich so verändern wenn ein menschen Stirbt wo dir nahe stand, das will das buch sagen glaube ich. ich hatte mehr erfahren wollen wie es weiter geht. Am ende weiss mann nicht wie es weiter geht mit ihr leben.

Wenn sich eine Tür schließt...

Von: luckynelli Datum: 27. April 2020

... geht irgendwo eine andere Tür auf. Ada, eine Künstlerin aus Hamburg, Single, und ihre Schwester Antonia (Toni), Lehrerin aus Ratzeburg mit Familie nehmen nach dem Tod der geliebten Mutter Abschied von dem Haus ihrer Kindheit. Doch mit dem Aufräumen des Hauses, wird auch das Leben der beiden Schwestern aufgeräumt. Die Geschichte wird aus dem hier und jetzt erzählt, blendet jedoch auf Vergangenheit zurück. Immer dort, wo es wichtig ist, um der Geschichte weiterhin sehr gut folgen zu können. Der Schreibstil ist sehr schön, beim Lesen konnte ich das Meer und den Wind hören, ich konnte mir so gut vorstellen wie es dort in Gragaard aussieht. Ein wunderschöner Garten, ein Bootsschuppen, Stockrosen vor dem Haus und die Ostsee vor der Tür. Doch nicht der Abschied des Hauses der Kindheit wird erzählt, auch der Abschied, den Ada von ihrem Liebhaber nimmt. Mit ihm verbringt sie noch einen wunderschönen Tag, bevor sie sich entschließt, nun endgültig diese Beziehung zu beenden. Ich hatte gehofft, dass sich Ada entscheidet in diesem schönen Haus zu bleiben, aber sie geht einen anderen Weg. Für mich war das Buch zu schnell zu Ende. Ein sehr lesenswertes wunderschönes Buch.

Liebevoller Familienroman

Von: Bine Datum: 26. April 2020

Nach dem Tod der Mutter soll das Elternhaus an der Ostsee verkauft werden. Die Geschichte spielt in den 70ern und wenn man in dieser Zeit groß geworden ist, erkennt man vieles wieder. Zwei Wochen im Juni ist ein liebevoller Familienroman, der sich sehr leicht liest, auch aufgrund des angenehmen Schreibstiels. Eine tolle Urlaubslektüre und eine absolute Kaufempfehlung von mir.

Eine Geschichte mitten aus dem Leben

Von: Tanja Datum: 24. April 2020

Das Buch "Zwei Wochen im Juni" handelt von zwei Schwestern, die sich nach dem Tode um den Nachlass der Mutter kümmern müssen und dabei sowohl zu sich selbst als auch wieder zueinander finden... Beim Lesen braucht es keine lange Vorgeschichte oder Einführung, man ist eigentlich sofort mitten drin. Anne Müller hat einen mitreißenden Erzählstil, der sich gut lesen lässt. Erzählt wird aus Sicht einer der Schwestern, welche sowohl vom direkten Zeitgeschehen als auch der Vergangenheit spricht. Handlung und Gefühle ist für jeden nachvollziehbar. Ich habe dieses Buch in einem "verschlungen". Es ist fesselnd, aufwühlend und überraschend zugleich und eigentlich mitten aus dem Leben erzählt. Eine sehr schöne Geschichte, die ich mit Sicherheit weiterempfehlen kann.

Die Kindheit lebt nochmal auf

Von: marielu Datum: 23. April 2020

Zum Inhalt: Die zwei Schwestern Ada und Toni müssen nach dem Tod ihrer Mutter das Elternhaus räumen, da sie es zum Verkauf anbieten. Dafür haben Sie sich für zwei Wochen im Juni vorgenommen. Zusätzlich zu dieser Bürde, haben die beiden Frauen auch noch ihre eigenen privaten Probleme, die sie der anderen gegenüber verschweigen. Natürlich finden sich da Sachen, die die beiden Frauen zurück in ihre Kindheit führen und sie in ihren Erinnerungen schwelgen lassen. Glückliche Momente als Familie, bis der Vater sie verließ. Die Aufregung im Haus als der russische Maler Maxim, von ihrem Vater beauftragt ein Portrait der beiden Mädchen zu malen, bei ihnen wohnte. Der Garten, der von ihrer Mutter gehegt und gepflegt wurde. Die tollen Abendkleider ihrer Mutter. Zum Schluss finden die beiden einen Brief ihrer Mutter der an sie gerichtet ist und mit Überraschungen aufwartet. Meine Meinung:. Die Schriftstellerin Anne Müller schreibt in einem ruhigen, bildhaften Stil, der ein flüssiges Lesen des Buches garantiert. Man kann sich das Haus, den Garten und das Wetter wunderbar vorstellen. Es wird beschrieben wie Ada und Toni die Sachen packen, entsorgen und sich ihren Erinnerungen und dem Verlust stellen. Dennoch fehlte mir etwas mehr Wärme und Gefühl, so konnte ich leider keinen richtigen Bezug zu den Protagonistinnen und ihren Gefühlen herstellen, dies ist wohl der Seitenanzahl des Buches geschuldet. Fazit: Eine Geschichte der Erinnerungen, des Verlustes und des Loslassens, die jedoch bei mir nicht lange nachhallt.

Abschied

Von: Tashi Datum: 22. April 2020

Ein sehr gelungenes Buch über Abschied nehmen und loslassen. Ein trauriges Thema wurde liebevoll und behutsam in diesem Buch behandelt.

Schöne Story, aber zu kurz

Von: Josline Datum: 22. April 2020

Ich habe mich für den Roman "Zwei Wochen im Juni" von Anne Müller entschieden, weil sich der Einband total spannend angehört hat. Insgesamt kann ich vorweg sagen, dass die Geschichte sehr schön und auch wirklich berührend geschrieben ist, ich mir aber von der Geschichte her mehr erhofft hatte und mir das zu kurz geschrieben ist. Gefallen hat mir: + realistischer Inhalt, Beziehungen zwischen den Figuren + ergreifend geschrieben + schöne Story + Message der Geschichte + Flashbacks in Vergangenheit Nicht gefallen hat mir: - Story hätte mehr ausgeschmückt werden können, mir zu kurz geschrieben - Beschreibung der Charaktere zu oberflächlich Wer was kurzes fürs Herz braucht und auf Bücher mit Messages zum Nachdenken möchte, ist mit diesem Buch gut beraten.

Familienerinnerungen

Von: Struppel Datum: 21. April 2020

Das Cover ist schlicht aber ansprechend gehalten. Das Buch hat, relativ gesehen, wenige Seiten und ist daher schnell durchgelesen. Die beiden Schwestern Ada und Toni räumen das Haus der verstorbenen Mutter an der Ostsee aus und Erinnerungen an die Kindheit kommen bei der ein oder anderen Entdeckung hoch. Aber auch bisher unbekannte Geschichten kommen durch gefundene Briefe ans Tageslicht sowie auch die Probleme der Schwestern, die sie voreinander zu verbergen versuchten. Es geht aber hauptsächlich um Alltägliches. Die einzelnen Personen wirken sympatisch, aber so richtig kennenlernen kann man sie in der kurzen Phase nicht. Die Beschreibungen der Umgebung sind dafür detailiert, so dass man sich den Garten und alles drum herum sehr bildlich vorstellen kann. Es ist eine schöne, leichte Lektüre. Mir fehlte ein bischen die Spannung oder eine Moral der Geschichte, etwas, worüber man auch nach dem Auslesen noch nachdenkt. Es ist daher kein Buch, dass mich in den Bann gezogen hat, eher eine nette Beschäftigung zwischendurch. Ich bedanke mich beim Verlag für die Möglichkeit, das Buch vorab zu lesen.

Entspannung....

Von: Schneckenpost Datum: 19. April 2020

Zwei Schwestern, die ein ganz entgegen gesetztes Leben führen, treffen sich nach dem Tod ihrer Mutter im gemeinsamen Elternhaus, um es für den Verkauf auszuräumen. Dabei müssen sich die Schwestern mit ihren verschiedenen Lebensstilen, aber auch mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Ein schöner Urlaubsroman ohne großen Spannungsbogen, richtig für die Liege im Garten oder am Strand. Sicher keine literarische Meisterleistung, aber schön zu lesen.

Eine unterhaltsame Sommerlektüre

Von: Carmen Hübner Datum: 17. April 2020

Adas Mutter ist unerwartet gestorben. Sie und ihre Schwester Toni räumen nun das Elternhaus an der Ostsee leer, um es zu verkaufen. Dabei kommen immer mehr Erinnerungen nach oben und die Vergangenheit wird wieder lebendig. Beispielsweise erinnern Porträts von ihr, ihrer Mutter und Toni erinnern Ada an den russischen Maler, der vor vielen Jahren bei ihnen zu Gast war und in ihr die Liebe zur Malerei geweckt hat. Es geht dabei aber nicht um große Familiengeheimnisse, sondern um Alltägliches. Und das fand ich das interessante an dem Buch. Letztendlich sind es ja kleinen Erinnerungen an gemeinsame Urlaube oder Rituale, die eine Familie zu einer Gemeinschaft machen. Und es sind auch nicht die großen Katastrophen, die eine Ehe zerstören, sondern die geöffnete Zahnpastatube, die seit vielen Jahren nervt. Das sagt Toni ihrer Schwester und spricht damit zum ersten Mal von ihrer eigenen Ehe. Auch das Verhältnis der Schwestern verändert sich. Ada ist Malerin und alleinstehend, ihre Schwester ist Lehrerin, verheiratet mit zwei Kindern. Ada sah in ihrer Schwester immer die Perfekte, die ihr Leben organisiert kriegt. Sie erkennt, dass das nicht so ist und dass auch Tonis Leben Schattenseiten hat. Auch für ihr eigenes Leben zieht sie einige Lehren aus Erinnerungen und Gesprächen. Sie stößt Veränderungen an. Das Buch ist eine schöne Sommerlektüre. Mich hat es an vielen Stellen berührt und ich hatte viel Freude beim Lesen. Die Charaktere fand ich überzeugend. Es ist ein Buch, in dem Frauen die Hauptrolle spielen und Männer nur am Rande vorkommen.

Reise in die Vergangenheit

Von: Bettina Müschen Datum: 16. April 2020

Ada und ihre Schwester Toni treffen sich nach dem Tod ihrer Mutter für „zwei Wochen im Juni“ in deren Haus, um den Nachlass zu ordnen. Die Schwestern sind in diesem Haus an der Ostsee aufgewachsen und während sie ausräumen und sortieren werden Erinnerungen wach, die längst vergessen waren. Viele Dinge in diesem Haus sind mit dem Leben der Familie verbunden und Stück für Stück tauchen Erinnerungen an Geschehnisse in der Vergangenheit auf, die bis in das heutige Leben nachwirken. Entrümpelt wird aber nicht nur das Haus, auch die Schwestern ziehen Bilanz und entscheiden, was wichtig im Leben ist und aufbewahrt werden kann und was losgelassen werden kann, weil es nicht glücklich macht. All dies wird mit Herzenswärme und auch einer Portion Humor geschildert und ich habe mich beim Lesen gut in die Schwestern einfühlen können. Das Haus, direkt an der Ostsee gelegen, der von der Mutter so liebevoll angelegte Garten und die Menschen, die dort gelebt haben, sind so anschaulich beschrieben, dass ich mich beim Lesen in diese wunderbare Landschaft versetzt gefühlt habe. Das Buch liest sich leicht und bietet doch genug Tiefgang, um vielleicht einmal selbst Bilanz zu ziehen und zu schauen, was im Leben wirklich wichtig ist.

Klein aber fein

Von: Maria Datum: 14. April 2020

Dieses Buch hat 240 Seiten und lässt sich sehr gut in einem Rutsch lesen. Ich selber lese sehr gerne dicke Wälzer, in den die Geschichte und die Figuren viel viel Zeit haben sich zu entwickeln. Ich mag das sehr, wenn man in ein Buch richtig eintauchen kann. Umso skeptischer war ich bei diesem dünnen Buch. Aber es hat mich positiv überrascht. Das Buch zu lesen war fast wie ein sehr langer Abend mit einer sehr guten Freundin. Und am Ende des Abends geht man optimistisch und mit neuer Kraft nach Hause. Hauptprotagonistin ist Ada. Ada und ihre Schwester Toni sind in etwa in meinem Alter, so dass ich mich gut einfinden konnte. Die beiden Schwestern haben sich verabredet den Haushalt ihrer verstorbenen Mutter in den zwei Wochen im Juni aufzulösen und zu verkaufen. Natürlich kommen dabei viele Erinnerungen hoch und ein großes Bedauern, dass das alte Zuhause, in dem man aufgewachsen ist, bald nicht mehr da ist. All das wird in einem schönen warmen Ton erzählt und die Sonne, die die ganze Zeit über der alten Heimat an der Ostsee scheint, wärmt einen förmlich mit. Man sieht sich sitzen in dem wunderschönen Garten der verstorbenen Mutter. Natürlich ist der Plot nichts besonderes an sich. Es ist halt so, wie es halt so ist im Leben von vielen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt sich zu verabschieden und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Ich muss trotzdem sagen, dass es ein erstaunlich schönes Leseerlebnis war, die Schwestern in den zwei Wochen zu begleiten. Und zum Schluss gibt es noch eine besondere Überraschung, die ich hoffentlich eines Tages meinerseits für meine Kinder tun kann. Also, Leseempfehlung an alle, die gerne am Ostseestrand sitzen und das Leben und die Familie mit einem Glas Rotwein oder auch einem guten Kaffee feiern. Ach, und diese „errötende Jungfrau“ muss ich unbedingt auch mal zum Dessert zubereiten. Ich bedanke mich beim Verlag für das elektronische Vorab-Leseexemplar. Auf einem anderen Weg hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht zur Hand genommen.

Achtung Suchtgefahr

Von: Wunderland80 Datum: 13. April 2020

Es ist ein traurig, schönes Buch, das mit viel Liebe geschrieben wurde. Es handelt von Erinnerungen, Familie, Verlust, Sehnsüchten, Abschied und der Liebe. Es ist gut zu lesen, ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es in eins durch gelesen. Nur eine Sache ist anzumerken , es ist zu kurz und ich würde mir wünschen mehr von diesen Charakteren zu lesen.