Marie Lacrosse

Das Kaffeehaus - Falscher Glanz

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Die junge Sophie von Werdenfels tritt ihre Stelle als Kaiserin Sisis Hofdame an. Doch im Hofstaat hat sie es schwer. Insbesondere die Gräfin Marie Festetics, Sisis Favoritin, verfolgt jeden ihrer Schritte mit Eifersucht und Argwohn. Sophie erlebt das vordergründig glamouröse, hinter den Kulissen jedoch zutiefst bigotte Leben am Kaiserhof mit. Als Hofdame muss sie auch an der Hochzeit ihrer großen Liebe Richard mit Amalie von Thurnau teilnehmen. Als sie selbst gegen ihren Willen mit einem viel älteren Adeligen verheiratet werden soll, flieht sie vom Hof ins Kaffeehaus ihres mittlerweile schwer kranken Onkels. Dort übernimmt sie die ersten Leitungsaufgaben …

Eine neue Sicht scheinbar vertrauter Dinge

Von: Norbert Tischler Datum: 18. July 2021

Nach dem tragischen und unrühmlichen Ende Mary Vetseras und ihres geliebten Kronprinzen Rudolf im ersten Band der Kaffeehaus-Trilogie von Marie Lacrosse liegt jetzt der zweite Band vor, der die Leser*innenschaft wieder in die Endzeit der Habsburger-Monarchie führt. Einen, wie sich bald zeigt, morschen und und in vielen Bereichen dekadenten Staat, dessen oberste Repräsentaninnen und Repräsentanten nach außen hin einer Lebensweise folgen, die durch strenge katholisch-feudale und patriarchalische, militärische Traditionen geprägt ist. So sehr dieser Pomp und Glanz des Kaiserhauses und des Hochadels, der „hoffähigen“ Adelsfamilien, hochgehalten wird, so sehr ist er doch schon längst unterspült von Realitäten, die diese Ordnung hinter der Fassade auf unmoralische, ausbeuterische und korrupte Weise aushöhlen. Hauptprotagonistin des zweiten Bandes ist wieder Sophie von Werdenfels, die Freundin und Vertraute Marys, deren Kenntnis der wahren Hintergründe der Tragödie von Mayerling sie in eine Art „überwachte Existenz“ beim Kaiserhof führt. Heute würde man vielleicht sagen, sie wurde aus dem Leben, das sie liebt, „weggelobt“ und zu einer der Hofdamen der Kaiserin berufen. Das Cafè Prinzess ihres Onkels Stefan Danzer, in dem sie ihr eigentliches Zuhause sieht, wird für sie nun zu einem fast unerreichbaren Sehnsuchtsort. Ohne zu viel zu verraten, kann man sagen, daß sich während Sophies Zeit am Kaiserhof für die Leserinnen und Leser unerwartete, spannende Einblicke in die rastlose, oft zwiespältige Lebenswelt der Kaiserin eröffnen. Das höfische Leben - wie überhaupt die historischen Tatsachen, auf denen der Roman fußt - wurden wie im ersten Band sehr gründlich recherchiert. Die teilweise bestürzenden Geschehnisse und schockierenden Zustände im Zentrum der Macht des Vielvölkerstaates fegen den verkitschten „Sisi“ - Mythos jedenfalls schnell weg und eröffnen einen ungetrübten Blick auf die Realitäten: ehrgeizig verfolgte und beinhart durchgesetzte Interessen der herrschenden Schicht, die ihre scheinheilige Doppelmoral im religiös geprägtem Hofzeremoniell bemäntelt einerseits; eine schamlos ausgebeutete Unterschicht andererseits, die sich in ersten Streiks grundlegende Rechte zu erkämpfen beginnt. Auch Sophies eigenes Leben beginnt sich in eine gefährliche Richtung zu bewegen, als sie die Erwartungen, die an eine junge Komtesse gestellt werden, nicht erfüllen will. Auch die glanzvolle k.k. Armee wird – sehr realistisch – von der ernüchternden und teilweise verbrecherischen Seite gezeigt, die sie abseits der Romantik des „Radetzkymarsches“ vor allem in den entfernteren Gebieten der Monarchie prägte. Beim Lesen ist mir aufgefallen, wie wenig ich über das Leben dieser Kreise bisher wußte - wohl auch, weil ich von der heutzutage allgegenwärtigen Klatschpresse und der Kaiser-Romantik zu abgestoßen war, um mich eingehender damit zu befassen. Abgesehen vom Unterhaltungswert der Berichte über Festivitäten bei Hof, der teilweise sehr strengen, hierarchischen Kleidungsvorschriften und der Konkurrenz um den besten Auftritt, die Wettbewerbe um Präsenz im „Wiener Salonblatt“ (das man übrigens tatsächlich im Internet noch heute nachlesen kann) und die Art und Weise, wie auch hochgestellte Damen oft aus reiner Räson und gegen ihren Willen „gut“ verheiratet wurden, ist das Buch eben auch ein Zeitdokument, das ohne erhobenen Zeigefinger vorführt, was letztlich zum Untergang der „Donaumonarchie“ führen mußte. Es verspricht spannend zu werden, wenn der dritte Band der Kaffeehaus – Trilogie erscheint. Ich werde sicher zu seinen Lesern gehören und freue mich schon darauf, welche Entdeckungen über die Geschichte meiner Heimatstadt ich darin machen werde.

Bin wieder begeistert !!

Von: Nadys Bücherwelt Datum: 04. July 2021

Meine Meinung: Voller Spannung habe ich den 2. Band der Kaffeehaus-Trilogie erwartet und Marie Lacrosse hat mich mal wieder nicht enttäuscht. Was ich besonders an dieser Autorin bewundere ist, wie intensiv sie recherchiert und mir damit so einige Überraschungen über die Kaiserin “Sisi” beschert. Wieder stellte ich fest, dass nichts zu dem Bild, was einem von der Kaiserin vorgegaukelt wird, stimmt. Sophie erfährt so einiges, was hinter den Kulissen des Kaiserhofes geschieht und dass mal wieder der Schein trügt. Sie muss an Veranstaltungen und Verpflichtungen teilnehmen, an denen ihr eigentlich so gar nichts liegt. Weil es ihrem Onkel gesundheitlich immer schlechter geht, fühlt sie sich dazu verpflichtet im Kaffeehaus auszuhelfen. Sie verkleidet sich, so dass hoffentlich niemand vom Kaiserhof herausfindet was sie macht. Am schlimmsten ist für sie, dass sie mit einem Mann verheiratet werden soll, den sie nur verabscheut und hasst. In ihrer Not flieht sie vom Kaiserhof. Marie Lacrosse hat einen unheimlich spannenden und fesselnden Schreibstil. Von der ersten Seite an, hat sie mich gefangen genommen und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit der sympathischen Sophie weitergeht. Oft war ich während dem Lesen geschockt, weil ich mir das Leben am Kaiserhof, wie wahrscheinlich viele von uns, anders vorgestellt habe und so habe ich mit Sophie mitgelitten. Besonders interessant finde ich auch immer das Nachwort der Autorin. Sie berichtet hier, was fiktiv ist und was, laut ihrer Recherche, der Wahrheit zugrunde liegt. Ich freue mich schon sehr auf den dritten und letzten Teil dieser unheimlich informativen Trilogie und kann sie aus vollem Herzen empfehlen. Auch der 2. Band hat von mir 5 von 5 Sternen erhalten.

Bin wieder begeistert !!

Von: Nadys Bücherwelt Datum: 04. July 2021

Voller Spannung habe ich den 2. Band der Kaffeehaus-Trilogie erwartet und Marie Lacrosse hat mich mal wieder nicht enttäuscht. Was ich besonders an dieser Autorin bewundere ist, wie intensiv sie recherchiert und mir damit so einige Überraschungen über die Kaiserin "Sisi" beschert.  Wieder stellte ich fest, dass nichts zu dem Bild, was einem von der Kaiserin vorgegaukelt wird, stimmt. Sophie erfährt so einiges, was hinter den Kulissen des Kaiserhofes geschieht und dass mal wieder der Schein trügt. Sie muss an Veranstaltungen und Verpflichtungen teilnehmen, an denen ihr eigentlich so gar nichts liegt. Weil es ihrem Onkel gesundheitlich immer schlechter geht, fühlt sie sich dazu verpflichtet im Kaffeehaus auszuhelfen. Sie verkleidet sich, so dass hoffentlich niemand vom Kaiserhof herausfindet was sie macht. Am schlimmsten ist für sie, dass sie mit einem Mann verheiratet werden soll, den sie nur verabscheut und hasst.  In ihrer Not flieht sie vom Kaiserhof. Marie Lacrosse hat einen unheimlich spannenden und fesselnden Schreibstil.  Von der ersten Seite an, hat sie mich gefangen genommen und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit der sympathischen Sophie  weitergeht. Oft war ich während dem Lesen geschockt, weil ich mir das Leben am Kaiserhof, wie wahrscheinlich viele von uns, anders vorgestellt habe und so habe ich mit Sophie mitgelitten. Besonders interessant finde ich auch immer das Nachwort der Autorin.  Sie berichtet hier, was fiktiv ist und was, laut ihrer Recherche, der Wahrheit zugrunde liegt. Ich freue mich schon sehr auf den dritten und letzten Teil dieser unheimlich informativen Trilogie und kann sie aus vollem Herzen empfehlen.  Auch der 2. Band hat von mir 5 von 5 Sternen erhalten.

Das wahre Gesicht der Kaiserin Sisi oder die Abgründe des Glanzes

Von: Eliza Datum: 02. July 2021

Wer schon immer mehr über Kaiserin Elisabeth von Österreich, genannt Sisi, wissen wollte der sollte zu dem zweiten Band der Kaffeehaus-Saga von Marie Lacrosse greifen. Das Cover knüpft sehr gut an den ersten Teil der Saga an, nur das die junge Frau nun nicht mehr in blau gekleidet ist. Sie zeigt sich in einem zarten Rosa und hat eine andere Haltung als im ersten Band. Der Klappentext ist sehr unvorteilhaft gestaltet. Ich mag es überhaupt nicht, wenn der Klappentext so immens viel verrät, wie in diesem Fall, denn dass Sophie ins Kaffeehaus flüchtet passiert erst auf den letzten 100 Seiten des Buches. Sie nehmen uns Lesern sehr viel Spannung, dies muss nicht sein. Die Autorin schafft es auf ihre unnachahmliche Weise das Leben der Kaiserin Sisi in den Mittelpunkt zu stellen. Der Sumpf aus Intrigen, falschen Spielen und Machenschaft wird detailliert gezeichnet. Der Glanz, welcher das Hause Habsburg nach außen repräsentiert, sucht man im inneren vergeblich, hier herrschen Doppelzüngigkeit und Doppelmoral. Hier merkt man die exakte und genaue Recherche der Autorin, denn alle Ereignisse haben sich laut Nachwort so zugetragen und wurden zeitlich und örtlich aus dramaturgischen Gründen angepasst. Als weitere Themen sind die Arbeiterbewegung und der Zustand der Armee zu nennen. Die Passagen über die Arbeiterbewegung bescheren dem Leser ein Wiedersehen mit Irene Gerban, die viele aus der Weingut-Trilogie kennen werden. Sophie öffnet uns Lesern somit die Tür zu den Gemächern der Kaiserin, während Richard uns mit in die Armee nimmt und dort Missstände aufdeckt. Der Schreibstil der Autorin ist fantastisch, die überaus präzise und sehr gut gewählte Wortwahl machen das Buch zu einem Erlebnis. Die Beschreibungen sind treffend und emphatisch zugleich. Besonders gefreut hat mich die Weiterentwicklung von Sophie, die vor allen Dingen charakterlich stärker wird. Zudem ist die Verwebung von fiktiven und historischen Ereignissen wieder hervorragend. Vieles hätte sich genauso abspielen können und dies macht für mich einen guten historischen Roman aus. Der Roman wird stringent erzählt und es sind einige kleine Zeitsprünge zu verzeichnen. Insgesamt spielt der Roman über einen Zeitraum von rund eineinhalb Jahren. Meist wird der Roman aus den Blickwinkeln von Sophie und Richard erzählt. Ich bin sehr gespannt, wie es mit Sophie und ihrer Familie weitergeht, denn hier bahnen sich einige Veränderungen an. Aber auch Richards Werdegang scheint noch einiges an Potential für eine überraschende Wendung zu haben. Die Spannung des Romans zieht sich vor allen Dingen aus dem Werdegang Maries, welche wir an den Hof von Kaiserin Sisi begleiten. Mit ihr und der Kaiserin erleben wir viele Ausflüge und schauen so hinter die Maske von Sisi. Denn die wahre Kaiserin von Österreich hat nichts mit der Sissi (gespielt von Romy Schneider) aus den Sissi-Filmen gemein. Vor jedem Abschnitt findet sich sowohl eine Orts- als auch Zeitangaben, welche eine sehr gute Orientierung ermöglicht. Eine Karte von Österreich-Ungarn und von Wiens näherer Umgebung, sowie ein Personenverzeichnis, ein Glossar, sowie ein Literaturverzeichnis und ein ausführliches Nachwort runden den Roman ab. Ich kann diesen Roman nur allen empfehlen, die sich gerne ein wenig genauer mit der Geschichte der Kaiserin Sisi auseinandersetzen wollen und dabei vor dicken Büchern nicht zurückschrecken. Eine insgesamt gelungene Fortsetzung, die die Vorfreude auf Band 3 (erscheint am 11.10.2021) noch zu erhöhen weiß. Ich bedanke mich bei Marie Lacrosse für die unterhaltsamen und schönen Lesestunden und dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.

Sehr gelungene Fortsetzung

Von: Tiaras Bücherzimmer Datum: 19. June 2021

Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung vom Kaffeehaus gefreut und ich wurde auch nicht enttäuscht. Marie Lacrosse lässt den Leser wieder mit allen Emotionen an der Geschichte teilhaben und die Protagonisten haben unterschiedliche Gefühle in mir ausgelöst. So ist Sisi keinesfalls die liebenswürdige Person, die wir aus der gleichnamigen Serie vor Augen haben. Ich fand sie sehr unsympathisch und sehr egoistisch. Daher tat mir auch Sophie sehr Leid, da sie sämtliche Launen von Sisi erdulden musste. Allerdings hatte ich doch auch ein gewisses Mitgefühl für die Kaiserin, denn so richtig glücklich war sie eigentlich nie in ihrem Leben und seit dem Tod ihres Sohnes hat sie sich nie mehr richtig erholt und hat eine unglaubliche Reisesucht und einen Schlankheitswahn entwickelt. Dabei würde man Sophie dringend im Kaffeehaus brauchen und auch ihre Schwester bräuchte jemanden zum Anlehnen, da ihr Stiefvater ihr das Leben sehr schwer macht. Auch Richard von Löwenstein ist nach seiner Heirat mit Amalie alles andere als glücklich, denn er liebt Sophie noch immer. Mehr mag ich über den Inhalt aber gar nicht verraten, da es ja ein zweiter Teil ist. Es passiert soviel berührendes, schockierendes, trauriges, schönes und mitreißendes, was jeder selber entdecken sollte. Die Autorin schreibt wie gewohnt sehr flüssig und stimmig und man konnte sich wunderbar in die damilige k. u. k. Zeit hineinversetzen. Sehr gefreut habe ich mich, alte Bekannte aus dem Weingut wiederzutreffen. Fazit: Eine sehr lesenswerte Geschichte, die 5/5 Sterne verdient hat und die ich sehr gerne weiterempfehlen möchte. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar.

Glanzvolle Fortsetzung der Kaffeehaus-Saga

Von: Sylvia Hertel / cybergirl Datum: 09. June 2021

Covertext: Die junge Sophie von Werdenfels tritt ihre Stelle als Kaiserin Sisis Hofdame an. Doch im Hofstaat hat sie es schwer. Insbesondere die Gräfin Marie Festetics, Sisis Favoritin, verfolgt jeden ihrer Schritte mit Eifersucht und Argwohn. Sophie erlebt das vordergründig glamouröse, hinter den Kulissen jedoch zutiefst bigotte Leben am Kaiserhof mit. Als Hofdame muss sie auch an der Hochzeit ihrer großen Liebe Richard mit Amalie von Thurnau teilnehmen. Als sie selbst gegen ihren Willen mit einem viel älteren Adeligen verheiratet werden soll, flieht sie vom Hof ins Kaffeehaus ihres mittlerweile schwer kranken Onkels. Dort übernimmt sie die ersten Leitungsaufgaben … „Das Kaffeehaus – Falscher Glanz“ ist der 2. Band der Kaffeehaus-Saga von Marie Lacrosse. Gerade habe ich die Rezension zum 1. Band veröffentlicht, da ist auch der 2. Band schon gelesen. Der Schreibstil und die interessanten Hintergrundinformationen am Kaiserhof lassen mich das Buch nicht aus der Hand legen. Ich wurde nach den ersten Seiten wieder völlig in die Geschichte hineingezogen. Wie oft ich den Film Sisi schon gesehen habe kann ich nicht mehr zählen, auch das Musical habe ich mir in Wien angesehen. So kommt es mir auch diesmal vor wie ein Geschenk das Buch lesen zu dürfen. War es im 1. Band Kronprinz Rudolf der im Mittelpunkt stand so ist es in diesem Buch die Kaiserin Sisi und die Wiener Hofburg. Sophie, die im 1. Band schon die Verbindung zu Mary und Rudolf war tritt hier nun eine Stelle als Hofdame an. Durch Sophie bekommt man einen Einblick hinter die Kulissen des Märchenpalastes. Es geht allerdings nicht so märchenhaft zu wie man es sich vielleicht vorstellt. Schnell erklärt sich der Titel „Falscher Glanz“. Sophie gewinnt das Vertrauen der Kaiserin und begleitet sie auf langen Spaziergänge. Hier erzählt Sisi von ihren Sorgen und ihren Nöten. Von all den Gedanken die sie nach dem Tod ihres Sohnes umgehen. Man hat das Gefühl die wahre Sisi, die Sisi mit all ihren Launen zu treffen, nicht die verherrlichte Sisi aus dem Film. Natürlich treffen wir auch wieder auf das Kaffeehaus. Als Sophie verheiratet werden soll flüchtet sie in das Kaffeehaus ihres Onkels. Es ist erstaunlich wie gekonnt hier historische Begebenheiten mit Fiktion miteinander verwoben werden. „Das Kaffeehaus – Falscher Glanz“ ist mit über 740 Seiten ein umfangreiches und facettenreiches Buch. Ich kann gar nicht oft genug betonen wie begeistert ich von diesem Werk bin. Jetzt heißt es auf den dritten Band „Das Kaffeehaus – Geheime Wünsche“ das im Oktober erscheinen soll zu warten.

Tolle Fortsetzung

Von: Sabine Schütt Datum: 03. June 2021

Band eins der Kaffeehaus-Trilogie konnte mich bereits überzeugen und umso mehr habe ich mich natürlich auf Band zwei gefreut! Zwischen den beiden Bänden sind nur wenige Tage vergangen, sodass man problemlos weiterlesen kann. Zu Beginn hatte ich leichte Probleme in den Lesefluss rein zu kommen, da ich mich erst einmal wieder an die damalige Zeit gewöhnen musste, aber als es dann soweit war, war ich wieder ganz vertieft in den Geschehnissen. Während im ersten Band das Kaffeehaus und Mary im Vordergrund standen liegt nun der Fokus auf Sophies Leben bei Hofe. Aber natürlich geht es immer noch genug um Herrn Danzer und das Kaffeehaus. Neben bereits bekannten Personen (geliebte und weniger gemochte) lernen wir in diesem Teil neue Mitglieder der Wiener Bürgerschaft und des Adels kennen – auch wieder mehr und auch weniger liebenswerte – sonst wird es ja langweilig 😊 Sophie hat sich erfreulicherweise weiterentwickelt und steht für sich ein. Sie ist mir mittlerweile sehr ans herz gewachsen und ich habe teils sehr mit ihr gefühlt. Wieder einmal bin ich fasziniert von den damaligen Geschehnissen und der grandiosen Art, wie die Autorin Wahrheit und Fiktion kombiniert – das Nachwort dazu ist ebenfalls sehr lesenswert! Ich freue mich bereits auf den dritten Band, da ich nach diesem Ende unbedingt wissen muss, wie es weiter geht!

Fesselnd und unglaublich gut recherchiert

Von: JKHuegel Datum: 30. May 2021

Rezension: Das Kaffeehaus Falscher Glanz Lange erwartet, zu lang gewartet und wieder war es ein Fest! Anmerkung: Dieses Buch ist der zweite Teil der Kaffeehaus-Trilogie. Diese Rezension enthält also Spoiler zu Band 1. Sophie von Werdenfells bleibt nichts anderes übrig als nach ihrer Zeugenschaft der grauenhaften Vorfälle von Mayerling, der Einberufung als Hofdame durch Kaiserin Sisi nachzukommen. Dort angekommen stößt sie auf den falschen Glanz des Hofes und die tief Fertigkeiten Intrigen. Während sie versucht mit dem Mord ihrer besten Freundin zurecht zu kommen, muss sie mit der launischen und psychisch kranken Kaiserin umgehen. Als dann auch ihr Onkel krank wird, muss sie eine Entscheidung treffen... erst letztes Jahr entdeckte ich die Autoren, und war vom ersten Band der Kaffeehaus-Trilogie sehr angetan. Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Neben dem wirklich ausgezeichneten und zu der Zeit passendem Schreibstil ist die Recherche Arbeit des Buches unglaublich und detailliert. Nach wie vor liebte ich jede einzelne Figur und war angetan von der Genauigkeit und historischen Nähe. Besonders dir Perspektive von Sisi, die in vielerlei Augen die glücklich verheiratete 16-jährige Kaiserin darstellt, erhält nun die Beschreibung der Frau, die sie wahrscheinlich in den späteren Jahren ihres Lebens gewesen war. Besonders spannend fand ich auch wieder die Beziehung zwischen Richard und Sophie, die in diesem Band nur Nebenmusik war. Ich kann kaum erwarten zu erfahren was mit den beiden im letzten Band passieren wird! Das Ende des Buches lässt wieder eine neue Phase in der Geschichte einläuten! Besonders die Spannung auf den letzten Seiten hat mich sehr mitgerissen! Und wie immer (und das passiert mir selten, denn sonst lese ich ungern Danksagungen) habe ich die Ausführungen der Autorin über Wahrheit und Fiktion genossen! Spätestens auf diesen Seiten merkt man, wie viel Arbeit und Zeit dieses Werk bedarf! Wieder kann ich ein weiteres Werk der Autorin nur empfehlen.

Sich selber treu bleiben - auch am Hof von Kaiserin Sisi

Von: ann-marie Datum: 26. May 2021

Der zweite Band der Kaffeehaus-Trilogie von Marie Lacrosse um das Wiener Kaffeehaus und die Geschichte um Sophie von Werdenfels und Richard von Löwenstein beginnt einen guten Monat nach dem bis heute historisch überlieferten mysteriösen Tod von Kronprinz Rudolf und Marie von Vetsera, besser bekannt als Mary. Sophie, enge Freundin von Marie, und Richard, enger Vertrauter von Rudolf werden auf sehr unorthodoxe Weise zum Schweigen über die tatsächlichen Ereignisse auf Schloss Mayerding gebracht: Sophie wird an den Hof von Kaiserin Sisi berufen, auch wenn ihr Adelsstand deutlich niedriger ist als der von anderen Hofdamen. Und Richard, der auf Grund seiner militärischen Ausbildung eine Strafversetzung in den abgelegensten Teil des Kaiserreichs erwartet, wird von Erzherzog Albrecht, einem Großonkel von Rudolf, in dessen eigenen Stab, direkt in Wien, berufen. Mit Hilfe dieser beiden Romanfiguren, mit denen man sich auf Anhieb identifizieren kann, gelingt der Eintritt in diese Zeit und deren Ereignisse, sehr leicht und hervorragend. Klug, wachsam, taktvoll und immer mit einer gewissen Vorsicht ausgestattet, überzeugen beide von Anfang an und man vergisst nach und nach, dass es sich "nur" um fiktive Gestalten handelt. Gerade in der Figur von Sophie gelingt es der Autorin hervorragend, die damaligen Gepflogenheiten, Erwartungshaltungen, die Arroganz, Überheblichkeit aber auch das diskriminierende, neidische und ignorante Verhalten der hohen und höchsten gesellschaftlichen Kreise hautnah kennenzulernen und mitzuerleben. Dabei teils erschreckend zu erfahren, dass der ganze zur Schau gestellte Glanz für die Öffentlichkeit inszeniert ist und dass beispielsweise der gewöhnliche Alltag einer Hofdame alles andere als glanzvoll ist. Und mit Hilfe der Figur von Richard taucht man ein in eine Welt, die ihrer eigenen Verschwiegenheit unterliegt. Wird es doch seine Aufgabe sein, diverse Missstände des Militärs aufzudecken und für Abhilfe zu sorgen. Wenn es sich auch um einen eher männlichen Arbeitsbereich handelt, gelingt es sehr gut, dies alles verständlich darzulegen. Darüber hinaus trifft man in diesem Roman auch bekannte Romanfiguren aus anderen Romanen der Autorin, der Weingut-Saga, wieder. Auf eine durchaus realistische Weise und doch "so ganz nebenbei" ist auch die Familie Gerban, allen voran Irene, wieder mit von der Partie. Vor allem sie bleibt sich ihrer Rolle als Kämpferin für ungerechte Arbeitsbedingungen treu und diese Einstellung wird überaus geschickt letztendlich mit dem historisch überlieferten Streik der Wiener Tramway-Kutscher verknüpft. Auch wenn es verschiedene Erzählstränge und dadurch bedingt unterschiedliche Örtlichkeiten gibt, so wird man durch die Überschriften von einzelnen Leseabschnitten – einem Bild gleich – direkt in die folgende Leseszene versetzt. Beinhaltet doch die Überschrift nicht nur Datum und Ort, sondern auch den genauen Wochentag und konkrete zeitliche Angaben. Dies hat mir sehr gut gefallen, weil es mir in dieser Form bisher noch in keinem anderen Roman aufgefallen ist. Zwar nur eine Kleinigkeit, aber eine bedeutende, die diesen Roman deutlich aus dem Gros der historischen romane hervorhebt. Das gleiche gilt für das Cover aller drei Bände, da jeweils die gleiche Frauengestalt im gleichen Kleid, dieses allerdings in unterschiedlichen Farben und jeweils mit einem Blick auf ein Wiener Kaffeehaus gewählt wurde. Und zum Schluss verdient auch das Personenregister gleich zu Beginn des Romans mit interessanten Anmerkungen zu einzelnen realen Personen eine besondere Erwähnung. Ein seitenstarkes, überzeugendes Sittengemälde der damaligen Zeit. Hervorragend recherchiert und auf eine unnachahmliche Weise wird das historisch Belegte in auf eine sehr eingehende, fesselnde und spannende Geschichte eingebettet.

Auch der 2. Teil verdient eine absolute Lese- und Hörempfehlung

Von: lenisvea Datum: 26. May 2021

Meine Meinung Ich habe ja vor kurzem die so tolle Weingut-Trilogie von der Autorin beendet und war jetzt sehr gespannt, wie es hier bei dieser Reihe weiter geht. Der Einstieg in die Geschichte ist mir auch wieder sehr leicht gefallen. Man kehrt zurück zu Sophie von Waldenfels, die ja im Dienste der Kaiserin Sissi steht. Diese trauert immer noch sehr um ihren Sohn, der sich getötet hat und Sophies beste Freundin Mary als Gespielin mit in den Tod genommen hat. Sie begegnet auch ihrer großen Liebe Richard wieder, der allerdings dazu verpflichtet wurde, Amalie von Thurnau zu ehelichen. Als Mitglied des Hofstaates nimmt Sophie auch an der Hochzeitsfeier teil … Im Kaffeehaus selbst gibt es auch einige Probleme. Sophies Onkel erkrankt schwer… Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht verraten. Die Autorin hat es hier aber wieder geschafft, mich auf eine Zeitreise in die Vergangenheit mitzunehmen. Der Untertitel passt hier auch sehr gut, denn der Großteil der Geschichte spielt auf dem Kaiserlichen Hof und zeigt, dass auch dort nicht alles nur wunderbar ist. Ich frage mich nur, wie sie es immer wieder schafft, diese damaligen Zeiten so authentisch rüber zu bringen, denn sie hat ja auch nunmal auch nicht zu dieser Zeit gelebt. Daher hoffe ich, dass noch viele historische Romane von ihr folgen. Alles in allem kann ich hier eine absolute Lese- und Hörempfehlung mit den vollen 5 Sternen aussprechen. Ich freue mich jetzt einfach auf den Abschluss der Trilogie. 5 von 5 Sternen Cover, Buchdetails und Klappentext: ©Goldmann Verlag Infos zur Autorin: @Goldmann Verlag Rezension: ©lenisveasbücherwelt Beitragsbild: ©lenisveasbücherwelt

Noch spannender als der erste Band!

Von: Lissy Datum: 24. May 2021

Heute möchte ich dir den 2 Band der Kaffeehaus Reihe rund um die junge Komtess Sophie von Werdenfels vorstellen. Das Buch habe ich dankenswerter Weise vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung Handlung Der zweite Band schließt fast nahtlos an das Ende des ersten Bandes an. Die junge Komtess Sophie von Werdenfels tritt widerwillig ihre Stelle am Hof als Kaiserin Sisis Hofdame (sie wird Sisis Promneuse/Spaziergängerin) an. Mit ihrer Stelle am kaiserlichen Hof soll Sophie zum Schweigen über die Ereignisse rund um die Affäre Mayerling verpflichtet werden. Doch auch dort wird ihr das Leben schwer gemacht. Sisis Favoritin, die Gräfin Marie Festetics ist schon schnell sehr eifersüchtig und beobachtet jeden Schritt von Sophie voller Argwohn und lässt sich so einiges einfallen, um Sophie vom Hof zu vertreiben. An Sisis Seite erlebt Sophie sehr viel und merkt auch schon bald, wie unglücklich die Kaiserin ist und das vieles dort nicht so glamourös ist, wie es scheint. Durch die ganzen Erlebnisse, die Sophie in diesem zweiten Teil mitmacht ,merkt man richtig, wie sie immer erwachsener wird und zu einer starken und mutigen Frau heranreift, die sich von nichts so leicht unterkriegen lässt. Zu allem Übel muss Sophie dann auch noch an der Hochzeit ihrer großen Liebe Richard mit der Komtess Amalie von Thurnau teilnehmen und dann bekommt sie auch noch die Nachricht, dass ihr Onkel erkrankt ist. Kann Sophie ihren Pflichten als Hofdame am kaiserlichen Hof nachkommen und zeitgleich ihrem kranken Onkel im Cafe Prinzess helfen? Lest selbst, viel Spaß dabei! Schreibstil Die Autorin hat mich mit ihrem flüssigen Schreibstil bei diesem zweiten Band ab der ersten Seite gefesselt, obwohl es auch hier wieder einige Handlungsstränge gibt. Die verschiedenen Handlungsstränge bauen aufeinander auf, sodass am Ende alles stimmig ist und man nicht durcheinander kommt. Marie Lacrosse hat es hier definitiv geschafft, den Spannungsbogen so zu gestalten, dass man das Buch überhaupt nicht mehr weglegen kann und so ein Buch mit fast 800 Seiten einfach verschlingt! Durch ihre detaillierten Ortsbeschreibungen konnte ich mir Wien, aber auch andere Orte wieder sehr gut im 19. Jahrhundert vorstellen. Was ich beim Lesen des 2. Teils auch wieder feststellen konnte, wie toll die Autorin recherchiert hat. Ihr Nachwort ist auch wieder sehr gut geschrieben. Durch diesen Roman habe ich einiges Neues über die Kaiserin erfahren, was ich so noch nicht wusste, obwohl ich auch schon einiges über diese gelesen habe. Fazit Mit diesem 2. Band konnte mich Marie Lacrosse von der ersten Seite an mit ihrem Wissen, der Spannung und den Charakteren für das Buch begeistern. Nun kann ich es kaum mehr erwarten, bis der 3 Teil erscheint. Marie Lacrosse hat es sogar geschafft, dass ich am Ende des Buches fast geweint habe, dies passiert mir sehr selten und hat echt was zu bedeuten! Ich kann das Buch allen empfehlen, die gerne gut recherchierte historische Romane mit tollen Charakteren lesen und vielleicht auch eine Schwäche für Wien haben!

Adel verpflichtet - beste Unterhaltung bei Mokkaprinzentorte und Mandelmelange

Von: Kado Datum: 17. May 2021

Die Vorfreude auf den zweiten Band steigt mit dem Auspacken. Auch der zweite Band ist wieder elegant gestaltet und die abgebildete junge Dame mit leicht abgewandtem Blick macht neugierig darauf, wie es mit Sophie von Werdenfels weitergeht. Sophie von Werdenfels tritt ihren Dienst als Hofdame der Kaiserin Sisi an. Die zweifelhafte Ehre wird ihr zuteil, um damit ihr Stillschweigen über die Tragödie von Mayerling zu erkaufen. Sophie lernt das Leben bei Hofe kennen und stellt schnell fest, dass nichts ist wie es scheint und ihre Vorstellungen vom Leben am Hof sich wenig mit der erlebten Realität decken. Während Sophie auf langen Wanderungen zunehmend das Vertrauen der Kaiserin gewinnt, ihre spirituellen Rituale kennen lernt und ihr auch deren Schönheitsgeheimnisse nicht verborgen bleiben, wird die Situation im Kaffeehaus zunehmend brenzliger. Ihr Patenonkel und verlässliche Stütze ihres Lebens, Stephan Danzer, erkrankt. Die Aufseherin Mina Löb unterstützt nach Kräften, doch Sophies Loyalitätskonflikt wird immer größer. Ihr Herz schlägt nach wie vor für die Arbeit im Kaffeehaus und sie würde so gerne ihrem Onkel und auch Mina unter die Arme greifen und ihre Arbeit dort wieder aufnehmen. Gleichzeitig fühlt sie sich der Kaiserin verpflichtet und durch deren Vertrauen auch geehrt. Ihre große Liebe, Richard von Löwenstein, arrangiert sich derweil mit der geplanten Heirat mit Amalie von Thurnau. Beruflich findet er Erfüllung durch seine neue Tätigkeit als Sonderbeauftragter des Militärs, der gravierende Missstände aufdeckt und ahndet. Durch eine zufällige Begegnung mit der ehemaligen Zofe von Mary Vetsera, Agnes Jahoda erfährt er von der prekären Situation der Arbeiter bei der Wiener Tramway-Gesellschaft. Er stellt daraufhin Nachforschungen an und lernt so Irene Gerban und ihren Schwiegervater Graf von Sterenberg kennen und schätzen. Durch ihr Wissen um die Geschehnisse von Mayerling bleiben Sophie und Richard verbunden. Es kommt immer mal wieder zu Treffen der beiden im Kaffeehaus oder bei gesellschaftlichen Anlässen in der Hofburg. Die verschiedenen Handlungsstränge bewegen sich im Verlauf des Buches stetig aufeinander zu und es kommt zum Showdown, der einen atemlos zurücklässt und die Vorfreude und Spannung darauf, wie es im dritten Band weitergeht, weiter wachsen lässt. Mir hat am zweiten Band sehr gefallen, dass Sophie und Richard erwachsen werden, sich mit den Rahmenbedingungen arrangieren, ohne sich auszuliefern und ihr Schicksal in die Hand nehmen und den Handlungsspielraum nutzen, der sich ihnen bietet. Marie Lacrosse gewährt einen Einblick in das Leben bei Hof, in dem die sogenannte feine Gesellschaft vor nichts zurückschreckt um die eigenen Privilegien zu erhalten und auszubauen. Ihre Protagonistin Sophie von Werdenfels bewahrt sich ihren gesunden Menschenverstand und einen klaren Blick auf diesen „falschen Glanz“. So gelingt es ihr am Ende von Band 2 sich freizuschwimmen und den Übergang in ein selbstbestimmtes Leben zu schaffen. Auch die Verbindung zwischen der Weingut-Saga und der Kaffeehaus-Trilogie finde ich gelungen und mit großer Selbstverständlichkeit in die Handlung des Kaffeehauses eingewebt. Wir treffen Irene Gerban wieder als Arbeiterführerin des Tramway-Streiks in Wien und ihren Schwiegervater Graf von Sterenberg, genannt der „rote Graf“ der Richards zukünftigen Schwiegervater Graf von Thurnau lehrt, was der Satz „Adel verpflichtet“ im Grundsatz bedeutet. Wie stets in den Büchern von Marie Lacrosse ergänzen sich sorgfältige und ausführliche Recherche, historische Begebenheiten und schriftstellerische Phantasie wunderbar selbstverständlich und mühelos. Genauso könnte sich alles zugetragen haben. Beste Unterhaltung!

Sophies Reise geht weiter...

Von: Lisa89 Datum: 15. May 2021

Klappentext: Die junge Sophie von Werdenfels tritt ihre Stelle als Kaiserin Sisis Hofdame an. Doch im Hofstaat hat sie es schwer. Insbesondere die Gräfin Marie Festetics, Sisis Favoritin, verfolgt jeden ihrer Schritte mit Eifersucht und Argwohn. Sophie erlebt das vordergründig glamouröse, hinter den Kulissen jedoch zutiefst bigotte Leben am Kaiserhof mit. Als Hofdame muss sie auch an der Hochzeit ihrer großen Liebe Richard mit Amalie von Thurnau teilnehmen. Als sie selbst gegen ihren Willen mit einem viel älteren Adeligen verheiratet werden soll, flieht sie vom Hof ins Kaffeehaus ihres mittlerweile schwer kranken Onkels. Dort übernimmt sie die ersten Leitungsaufgaben … Viele viele Dank an das Bloggerportal, den Pengiun Random House Verlag und den Goldmannverlag für diese tolle, tolle Buch. Ich habe mich sooo sehr gefreut wie mir das zweite Buch dieser tollen Reihe zugeschickt wurde und ich muss sagen ich habe es verschlungen. und war tief trautig als ich es beendet hattte. Weil es leider schon zu Ende war und weil ich einfach diese starke und junge Frau Sophie so in mein Herz geschlossen habe. Sie kämpft einfach um ihren Traum unabhänig und selbbestimment zu sein Es ist immer wieder sagenhaft wie es die Autorin Marie Lacrosse schafft ihre Fiktion mit der wahren Geschichte verschmelzen zu lassen. Ich bin der totale Sisifan und es ist ein Genuss das Buch zu lesen. Ich freue mich so wahnsinnig auf den Band 3 dieser Reihe und kann es kaum erwarten. Ich möchte nicht zu viel erzählen von dem Buch, es ist total Lesenswert und mein Jahreshighligt.

Göttertrank ...

Von: Diane Jordan Datum: 13. May 2021

Das Kaffeehaus – Falscher Glanz Mit einem heiß aufgebrühten Kaffee und meinem neuesten Roman „Das Kaffeehaus – Falscher Glanz“ von Marie Lacrosse mache ich es mir heute gemütlich. Die Fortsetzung der Saga habe ich voller Vorfreude erwartet. Auch der zweite Band punktet mit einem hübschen Cover, das wie eine alte, kolorierte Fotografie in teilendsättigten Farben von früher aussieht. Es zeigt ein blasses, sommersprossiges, junges Mädchen mit keckem Strohhütchen. Sophie wirkt reifer und etwas älter. Sie trägt ein Blumenbouquet und ein rosafarbenes Spitzenkleid. Im Hintergrund sieht man Gebäudeteile der Konditorei / Kaffeehaus, wie ich vermute. Der Titel „Das Kaffeehaus“ ist erhaben in „Kaffeebohnen-Brauner“ Lackschrift aufgetragen. Der Klappentext gefällt mir sehr und als ich das Buch aufschlage, entdecke ich zuerst ein leckeres Rezept für eine Mokka Prinzentorte. Diese habe ich schon einmal nachgebacken, da das Rezept auch schon im ersten Band so zu finden war. Und soviel sei verraten, eine Torte, die sehr, sehr lecker ist. Es folgen Kartenmaterial (zur besseren Übersicht und zum Verständnis), Widmungen, Zitate sowie eine Aufstellung der wichtigsten Romanfiguren. Der Plot gefällt mir sehr. Der Schreibstil und die Wortwahl der Autorin ebenso. Die Protagonisten Sophie und Richard sind mir schon aus Band 1 bekannt und vertraut. Ebenso die anderen Romanfiguren. Die Geschichte ist facettenreich, fantastisch erzählt und prima recherchiert. Der Spannungsaufbau ist gelungen und als Leserin erfahre ich viel über die Monarchie und zahlreiche historische Figuren, was mir gut gefällt. Die Tragödie Mayerling, der Doppelsuizid von Rudolf und seiner Geliebten Mary Vetsera, wird voller Spannung und sehr atmosphärisch mit aufgegriffen. Ebenso die Fassade und der Schein einiger historischer Figuren, wie Kaiserin Sisi, die tatsächlich so hieß und nicht wie in den jährlichen Weihnachtsfilmen „Sissi“. Was mich zu Anfang etwas irritiert hat. Die Trilogie begeistert mich lesetechnisch erneut. Mein Kopfkino springt an und zack bin ich mitten im neunzehnten Jahrhundert und auch in der typischen Wiener Kaffeehauskultur. Das dort nicht alles „Gold, was glänzt“ ist, merke ich schnell. Der erste Augenschein trügt und daher finde ich auch den Titel perfekt gewählt. Ich kann es kaum erwarten, wie die Geschichte weiter geht und warte gespannt wie ein Flitzebogen auf den dritten und letzten Teil, um endlich zu erfahren, wie es Sophie und allen anderen weiter ergeht. Inhalt: Die junge Sophie von Werdenfels tritt ihre Stelle als Kaiserin Sisis Hofdame an. Doch im Hofstaat hat sie es schwer. Insbesondere die Gräfin Marie Festetics, Sisis Favoritin, verfolgt jeden ihrer Schritte mit Eifersucht und Argwohn. Sophie erlebt das vordergründig glamouröse, hinter den Kulissen jedoch zutiefst bigotte Leben am Kaiserhof mit. Als Hofdame muss sie auch an der Hochzeit ihrer großen Liebe Richard mit Amalie von Thurnau teilnehmen. Als sie selbst gegen ihren Willen mit einem viel älteren Adeligen verheiratet werden soll, flieht sie vom Hof ins Kaffeehaus ihres mittlerweile schwer kranken Onkels. Dort übernimmt sie die ersten Leitungsaufgaben … Autorin: Marie Lacrosse hat in Psychologie promoviert und arbeitete viele Jahre hauptberuflich als selbstständige Beraterin überwiegend in der freien Wirtschaft. Ihre Autorentätigkeit begann sie unter ihrem wahren Namen Marita Spang und schrieb erfolgreich historische Romane. Heute konzentriert sie sich fast ausschließlich aufs Schreiben. Ihre Trilogie »Das Weingut« wurde zu einem großen Spiegel-Bestseller. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in einem beschaulichen Weinort. Weitere Bücher: Das Kaffeehaus, (Bewegte Jahre, Teil 1), Das Kaffeehaus, (Geheime Wünsche, Teil 3), Das Weingut (Teil 1 bis 3), Fazit: ***** Sterne. „Das Kaffeehaus – Falscher Glanz“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Der broschierte Roman hat 752 durchaus spannende Seiten.

Ein Blick hinter die Kulissen der k.u.k.-Monarchie

Von: Marlen Blume Datum: 11. May 2021

Der zweite Teil der Kaffeehaus-Saga besticht wieder durch hervorragende Recherche. Die vielen großen und kleinen Anekdoten, die in diesem umfangreichen Buch eingebaut sind, sind fast alle historisch belegt. Und so hat man das gute Gefühl, tatsächlich eine Zeitreise zu machen und das Flair des Kaiserhofes hautnah mitzuerleben. Doch wie der Titel des Buches sagt, ist es ein „Falscher Glanz“, der hier präsentiert wird. Opulente Feste und prächtige Kleider täuschen über Intrigen und Machtmissbrauch hinweg, über Bigotterie und Intoleranz. Mit Sophie, die in diesem zweiten Teil der Reihe zu einer von Sisis Hofdamen ernannt wird, taucht man ein in diese scheinheilige Welt und erfährt viel Interessantes, das aber rein gar nichts mit den gezuckerten Sissi-Romanzenfilmen der 50er Jahre gemein hat. Kaiserin Sisi ist im Jahr 1890, in dem dieses Buch hauptsächlich spielt, Anfang 50. Die Kaiserin ist verhärmt, wahrscheinlich magersüchtig, psychisch stark angeschlagen und von der einst „schönsten Frau Europas“ ist wenig übrig geblieben außer ihrem immer noch kräftigen, fersenlangen Haar (das jedoch aufgrund des Pflegeaufwands auch seine Schattenseiten hat). Die Kaiserin ist rastlos und hasst Wien – wann immer sie kann, reist sie durch ganz Europa. Von ihren Hofdamen verlangt sie unbedingte Loyalität und duldet kaum Widerspruch oder Kritik. Auch untereinander sind sich die Hofdamen uneins, die Ungarinnen spielen die Österreicherinnen aus und umgekehrt. In dieser Schlangengrube muss sich Sophie mit ihren gerade einmal 20 Jahren behaupten. Mir hat sehr gut gefallen, wie man in diesem Buch Sophies Entwicklung mitverfolgen kann. Sie kommt als scheues junges Mädchen an den Hof und ist völlig eingeschüchtert von den vielen Regeln und der strengen Etikette. Im Laufe der Zeit lernt sie aber, sich auf dem gesellschaftlichen Parkett sicher zu bewegen und muss letztlich sogar selbst zu einer List greifen und eine Intrige anzetteln, um sich aus dem goldenen Käfig ihres Hofdamen-Daseins zu befreien. Auf dieser Entwicklung liegt der Schwerpunkt dieses Romans. Obwohl es eine klassische historische Saga ist, kommt das Buch fast gänzlich ohne Liebesgeschichte der Protagonistin aus – und man vermisst eine solche auch nicht. Erst gegen Ende des Romans trifft Sophie ihre große Liebe Richard wieder öfter und die Leser*innen werden durch die wieder aufflammenden Gefühle auch nicht um eine Love Story betrogen. Aber sie nimmt im Vergleich zum Umfang des Buches sehr wenig Raum ein – was aber völlig hineinpasst in die Entwicklung der Figuren und auch recht realistisch ist für die damalige Zeit. Erwähnen möchte ich auch unbedingt noch das Nachwort, das die Ereignisse noch einmal in den historischen Kontext rückt und Aufschluss darüber gibt, welche Handlungsstränge oder Begebenheiten historisch belegt sind und bei welchen sich die Autorin etwas künstlerische Freiheit genommen hat. Ich bin auch diesmal wieder beeindruckt, wie viel davon tatsächlich stattgefunden hat und wie gut das die Autorin in den Roman „verbaut“ hat! Wie schon Band 1 ist „Das Kaffeehaus - Falscher Glanz“ wieder eine äußerst gelungene Mischung aus historischen Fakten und Fiktion. Ich kann nur jedem raten, sich nicht vom stattlichen Umfang dieser Bücher abschrecken zu lassen, denn diese Romane lesen sich wirklich gut, schnell, leicht und spannend! Wer einmal hinter die Kulissen des Kaiserhofs in Wien zu Sisis Zeiten schauen will, der muss unbedingt diesen zweiten Band lesen (der im übrigen auch sehr gut lesbar ist ohne den ersten Teil zu kennen).

Gut recherchierte Fortsetzung vom Kaffeehaus von Marie Lacrosse

Von: Undine Sittel Datum: 10. May 2021

Das Kaffeehaus von Marie Lacrosse, Teil 2. Auch diesmal habe ich mich wieder ins 19. Jahrhundert entführen lassen. Nachdem ich Band 1 schon gelesen hatte und er mir sehr gut gefiel, war es für mich klar das ich wissen wollte wie es mit Sophie und all den anderen weitergeht. Für mich persönlich liegt aber tatsächlich Sophie und ihre Geschichte im Vordergrund. Ihre Figur hat mich von Anfang an beeindruckt und war und ist meine Lieblings Protagonistin. Natürlich finde ich auch die Geschichte um Sisi und ihre Familie, die übrigens so ganz anders ist als in den Herz/Schmerz Sissi Filme die ich kenne, interessant. Die Geschichte um das Kaffeehaus von Sophie's Onkel war auch ein Highlight für mich. Wahrscheinlich weil überall Sophie eine tragende Rolle spielt. Ihr Charakter hat mich sehr beeindruckt und ich habe oft mit ihr gelitten wenn sich in ihrem Privatleben wieder mal alles gegen sie richtete. Ich hab versucht mir vorzustellen wie ich mich gefühlt hätte wenn ich mit einem alten, unansehnlichem Kerl zwangsverheiratet werden sollte. Es ist mir nicht gelungen es mir auch ansatzweise vorzustellen was Sophie damals durchgemacht haben muß. Ihre Zeit bei der Kaiserin war auch nicht die einfachste und dann muß sie auch noch zur Hochzeit des Mannes den sie schon lange über alles liebt. Ist er jetzt für immer für sie verloren? Sie hat es wirklich nicht leicht und ihr Vater, der Tyrann macht es nicht besser. Wir erfahren einiges über Sitten und Gebräuche dieser Zeit und auch das die kleinen immer wieder ausgenutzt und wie Sklaven behandelt wurden. Ich habe das Buch wieder für sehr gut empfunden und ich kann es besten Gewissens weiterempfehlen. Natürlich muss ich auch dazu sagen das ich am Anfang sehr große Schwierigkeiten mit den vielen Namen,Titeln, Verwandschaftsgraden und Rängen hatte. Ich bin geschichtlich nicht sehr interessiert und hatte deshalb wohl mit der kaiserlichen Familie,Wenn es sehr ins Detail ging,So meine Schwierigkeiten. Aber als es dann mehr um die einzelnen Geschichten ging und nicht immer die vielen,,von's,, aufgezählt wurden, kam ich in einen fliegenden lesestiel rein. Wer sich natürlich für Könige und kaiserliche Familien und ihre Geschichte interessiert wird damit keine Probleme haben und es lieben. Nichts desto trotz, ich habe einen riesengroßen Respekt vor soviel zeitaufwendiger Recherche und ziehe davor meinen Hut. Ich wurde bestens unterhalten und freue mich schon auf Teil 3. Der 11.10.21 ist schon fest in meinem Kalender notiert. Danke an Marie Lacrosse für diese tolle Fortsetzung und danke an den Goldmann Verlag für dieses Reziexemplar. Ich kann nur mit 5* bewerten, alles andere wäre unfair. Man merkt das die Autorin mit Herzblut recherchiert und schreibt. Sehr nützlich und interessant finde ich auch die Seiten mit,, Wahrheit und Fiktion,, dann die Personen am Anfang des Buches und den Glossar am Ende des Buches. Das erklärt doch noch so einiges was man nicht verstanden hat und man kann immer mal die Personen suchen die man nicht gleich zuordnen kann. Toll gemacht

Das Kaffeehaus - Falscher Glanz

Von: MarySophie Datum: 07. May 2021

Handlung Kurz nach den erschütternden Ereignissen in Mayerling tritt Sophie von Werdenfels ihre Stellung als Hofdame im Dienste der Kaiserin Sisi an. Sie steht der Einberufung kritisch entgegen und ihre Befürchtungen bewahrheiten sich. Sophie hat es schwer, am Hofe anzukommen und von den anderen Damen akzeptiert zu werden. Besonders die Gräfin Marie Festetics sieht in ihr eine mögliche Rivalin um die Gunst der Kaiserin. So lassen kleine Spitzen, aber auch Intrigen nicht lange auf sich warten. Und je mehr Sophie von dem Leben am Hofe, welches nach außen hin als glamourös und beneidenswert gilt, insgeheim jedoch zutiefst bigott ist, mitbekommt desto mehr wünscht sie sich zurück in das Kaffeehaus ihres Onkels... Meinung Wenn man das Cover betrachtet, fallen sofort einige Ähnlichkeiten zu dem des ersten Bandes auf. Wieder sieht man eine Dame, schick und edel gekleidet in ihrem rosafarbenen Kleid. Diese Farbe wird nicht nur anhand der Blüten auf dem Hut, sondern auch mit dem Namen der Autorin nochmals aufgegriffen. Die Frau besitzt eine besonders Haltung und spontan würde ich sie einer gehobeneren Schicht zuordnen. Allerdings stört es mich diesmal ein wenig, wie stark man ihr Gesicht sieht, mir hätte eine Darstellung aus dem Profil besser gefallen. Es entsteht auf den ersten Blick der Eindruck, die Frau würde auf einer Straße vor einem einladenden und schicken Café stehen. Allerdings bemerkt man bei einem genaueren Hinsehen sofort, dass der Hintergrund gezeichnet wurde, was dem Cover noch mehr Nostalgie verleiht. Farblich entsteht ein rundes Bild anhand der gewählten Hauptfarben, die sich in allerhand Details wiederfinden. So liegt am Ende ein stimmiges und ansprechendes Cover vor, welches ich gern mag! Ebenfalls sehr ansprechend gestaltet wurden die Buchinnenseiten. Diese beherbergen ein Rezept für eine exquisite und im Roman häufig erwähnte Torte. Anhand einer kleinen Abbildung kann man sich davon ein Bild machen und insgeheim hatte ich beim Lesen den Wunsch, selbst mal ein Stück davon zu probieren! Auf den hinteren Umschlaginnenseiten wurden die drei Teile der Kaffeehaus-Saga nebeneinander abgedruckt, wodurch sich Ähnlichkeiten bei der Gestaltung der Cover erkennen lassen. Zudem wird erwähnt, wann Band drei erscheint, was die Vorfreude auf diesen nochmals erhöht! Ich habe in den letzten Jahren einige Bücher von Marie Lacrosse gelesen und bisher war ich von jedem einzelnen sehr angetan und begeistert. Immer wieder schafft sie es, geschichtliche Fakten, die Lebensweisen der Personen zur Handlungszeit und eine interessante Geschichte in einem Buch zu vereinen, was stets ein Lesegenuss ist. Und auch der erste Band ihrer Kaffeehaus-Saga konnte mich vollends überzeugen, weshalb ich sehr gespannt darauf war, wie die Reihe weitergeht, was noch am königlichen Hofe passieren wird, welche Rolle Sisi und ihre Familie spielen werden und was mit Sophie und Richard geschehen wird. Je näher der Erscheinungstermin in Sicht kam, desto größer wurde meine Vorfreude und ich war sehr glücklich darüber, vom Bloggerportal ein Rezensionsexemplar zu erhalten. Dafür möchte ich mich nochmals herzlich bedanken, es war wieder sehr spannend in die Welt einzutauchen und die rund 750 Seiten waren gefühlt im Nu ausgelesen... Es gibt noch vor dem Start der Geschichte ein umfangreiches Zusatzmaterial, was ich sehr gern mochte und mir vor dem Lesen ausführlich angeschaut habe. Drei Zitate wurden eingangs abgedruckt, die einen Bezug zur Geschichte haben und daher sehr passend gewählt wurden. Als nächstes folgen drei Karten, auf denen die Grenzen der einzelnen Länder zur Handlungszeit, den 1880er und 1890er Jahren, abgedruckt wurden und man sich daher einen Eindruck verschaffen kann, welche Gebiete früher zu welchem Reich oder Land gehört haben. Zudem kann man auf diese Weise Reisewege nachvollziehen und schauen, wohin Kaiserin Elisabeth mit ihrem Gefolge unterwegs war und welche Wege die Truppe dabei zurückgelegt hat. Weiterhin gibt es noch eine Karte, in dem ein Ausschnitt des historischen Wiens aus dem Jahr 1889 abgedruckt wurde. Hier sind die wichtigsten Handlungsorte eingezeichnet und man kann ebenfalls schauen, wie die Entfernungen zwischen den Häusern aussehen und welche Wege die Protagonisten zurückgelegt haben. Nicht nur vor dem Lesen, sondern auch währenddessen habe ich häufig die Karte aufgeschlagen und geschaut, welche Wege die Personen wohl genommen haben könnten und wie nah manche Orte beieinanderliegen. Daher empfand ich es als sehr hilfreich, dass es so viel Kartenmaterial gibt und man ein Gefühl dessen bekommt, wie Europa mal aufgeteilt war und wo die wichtigsten Orte der Geschichte innerhalb Wiens liegen. Ebenfalls noch vor dem Beginn der Geschichte wurde ein sehr umfangreiches und genaues Personenverzeichnis abgedruckt. Dieses stellt die Personen vor, man kann schauen, welche fiktiv und welche Figuren historisch verbürgt sind. Und dabei wird auf einen Blick deutlich, dass es ein recht ausgeglichenes Verhältnis dessen gibt, es treten viele Persönlichkeiten auf, die tatsächlich gelebt haben, aber auch solche, die erdacht sind. Es gibt zwischen den beiden Gruppen ein lebendiges und dynamisches Zusammenspiel, alle wurden mit ausdrucksstarken und authentischen Wesen ausgestattet und häufig entstand bei mir der Eindruck, dass alle Figuren tatsächlich gelebt haben könnten. Zwischen den fiktiven und realen Personen gibt es keine Unterschiede, was ich sehr mochte. Sie haben eigene Züge und kleine Macken erhalten, was sie einzigartig macht und was für die Geschichte wichtig war. Bevor ich mit dem Lesen begonnen habe, hatte ich mir das Personenverzeichnis ausführlich angeschaut, manche Namen haben sofort wieder einige Erinnerungen hervorgerufen, andere waren neu und mit ihnen konnte ich noch nichts anfangen. Und obwohl ich gedacht hatte, dadurch für den weiteren Fortgang der Geschichte gewappnet zu sein, musste ich doch ab und an nochmals nachschauen, welchen Rang eine Person einnimmt oder wie verwandtschaftliche Beziehungen aussehen. Daher war ich wirklich sehr dankbar für das Verzeichnis! Allein anhand des zusätzlichen Materials am Anfang erhält man einen positiven ersten Eindruck und dieser setzt sich auch mit dem Start der Geschichte fort. Die Handlung setzt kurz nach dem Ende des ersten Bandes ein und mir sind auf den ersten Seiten direkt wieder einige Details aus dem ersten Band eingefallen. Dies führt nicht nur zu einem überraschend leichten und angenehmen Start in die Geschichte, sondern ich wurde auch direkt wieder in ihren Bann gezogen. Direkt ging die Story interessant und spannend weiter, ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergehen wird und daher entwickelte sich der Roman schnell zu einem Pageturner. Die Schreibweise ist ein Träumchen. Von der ersten Seite an nimmt sie den Leser an die Hand und führt ihn problemlos und flüssig durch die Geschichte. Die Szenen werden häufig sehr lebendig beschrieben, oft fühlte es sich für mich an, als würde ich mit im Raum stehen und die Atmosphäre einsaugen. Es werden viele Stimmungen vermittelt, die für mich nur selten mit den Protagonisten verbunden. Vielmehr finde ich, dass das Setting und die Stimmung Hand in Hand gehen und ein lebhaftes Zusammenspiel ergeben. Öfters werden einige Begriffe genutzt, die im heutigen Sprachgebrauch nicht mehr ganz so üblich sind. Diese tragen viel zur Authentizität bei und lassen ein noch stärkeres Bild der Vergangenheit entstehen. Und für den Fall, dass einem manche Worte unbekannt sind, wurde auch vorgesorgt. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, wo zahlreiche Begriffe definiert werden und man den Sinn von Wörtern erfahren kann. Sehr praktisch, so muss man das Buch nicht einmal aus der Hand legen, sondern kann direkt darin nachschlagen und sich über bestimmte Begriffe zu informieren. Es gibt zwei nennenswerte Perspektiven, zwischen denen die Kapitel hin- und herwechseln. Sophie und Richard sind fast durchweg die Erzähler, die Beiden begleitet man auf verschiedenen Wegen und lernt dadurch das Leben zur Handlungszeit kennen. Es war interessant, die Welt aus ihren Augen zu sehen und mitzuerleben, welche Normen damals galten und wie die Gesellschaft agiert hat. Und anhand der Erzählperspektiven ist es auch möglich, Sophie und Richard aus einem anderen Winkel kennenzulernen und einen weiteren Eindruck von ihrem Charakter zu haben (auch wenn dieser ein wenig voreingenommen ist aufgrund der romantischen Gefühle, die die Beiden füreinander hegen...). Ich finde, dass sich die Spannung lange auf einem konstanten Niveau befunden hat. Es gab nur leichte Schwankungen, meist verlief sie ziemlich geradlinig und daher solide. Man merkt deutlich, dass noch einige ungesagte Dinge im Raum stehen, von denen man natürlich erwartet, dass sie noch innerhalb der Geschichte beantwortet werden. Nie war das Drama zu groß oder unnütz, wenn es mal vorkam passte es hervorragend zur Szene und unterstrich den Ernst der Situation. Allerdings finde ich die Spannung am Ende etwas schwach. Als schließlich der Moment eintritt, auf den die ganze Zeit hingearbeitet wurde wurde mir die Handlung ein wenig zu hektisch und die Spannung hat deutlich nachgelassen. Zumindest bis zu den letzten ungefähr zwei Seiten, daraufhin ist vieles wieder offen und man kann sich bereits einige Gedanken über den weiteren Fortgang der Geschichte machen, bevor schließlich der finale Band erscheint und man darüber aufgeklärt wird. Für meinen Geschmack wurden die letzten rund einhundert Seiten zu hektisch beschrieben wären und manchmal hätte ich es mir gewünscht, dass es zu manchen Sachverhalten noch mehr Erklärungen gegeben hätte. Zumal hier teilweise viele Informationen auf einem Haufen waren und ein wenig mehr Platz, um diese auf Anhieb zu verstehen, sehr praktisch gewesen wäre. Ich hatte ja bereits erwähnt, dass ich finde, dass die Stimmung vor allem in Verbindung mit den Handlungsorten auftreten. Dies ist auch nicht immer der Fall, wenn es allerdings so war, habe ich die Atmosphäre noch stärker und gelungener wahrgenommen, was ich sehr mochte. Zumal diese nicht zu häufig, aber auch nicht zu selten vorkam und sie die Bedeutung mancher Szenen nochmals gut unterstrichen hat. Nur selten habe ich in Bezug auf die Protagonisten etwas von der Stimmung wahrgenommen. Höchstens, wenn sich die Personen eindeutig nicht wohlgefühlt haben oder sie einem kühlen und unsympathischen Charakter gegenüberstanden, hatte ich ebenfalls etwas davon gespürt und konnte das Empfinden der Figuren nachvollziehen. Ich muss ja ehrlich sagen, dass mein großes Highlight des Romans der Einblick in das Leben am österreichischen Hofe war. Meine Kenntnisse darüber sind sehr dürftig und daher war ich sehr gespannt, wie sich Sophie am Hofe fühlen wird, welche Episoden sie miterlebt, wie die prachtvollen Bauten beschrieben werden und welchen Eindruck man von der kaiserlichen Familie erhält. Und davon bin ich absolut begeistert. Ich mochte es, wie natürlich die Einblicke wirkten, wie man die Personen kennenlernt und wie man all die schönen, aber auch merkwürdigen Momente miterlebt und dadurch einen hautnahen Einblick in dieses Leben erhält. Nicht nur die positiven Seiten werden hervorgehoben, sondern auch allerhand Problemchen und Rivalitäten, die mit einer Rolle als Hofdame einhergehen. Dies zeigt eindrucksvoll, wie das Leben am Kaiserhof ungeschönt aussah und wie schwierig sich dieses gestalten konnte. Jegliche historische Details wurden schlüssig und gut erklärt. Ich konnte auf Anhieb die beschriebenen Fakten verarbeiten und sie in einen passenden Kontext bringen. Zudem mochte ich es sehr, dass nicht jedes Kapitel voller Informationen ist, sondern es auch immer wieder Abschnitte gibt, die einen Ruhepol bilden. Anhand ganz vieler Beschreibungen merkt man einfach, wie gut sich Marie Lacrosse in der beschriebenen Welt auskennt. Jede Aussage und jede Handlung passt perfekt und man erhält einen lebendigen Eindruck dessen, wie die kaiserliche Familie wahrgenommen wurde, was sie für kleine Geheimnisse hatten und wie das Leben am Hofe war. Dadurch entsteht eine stimmige Handlung, die mich schnell in ihren Bann gezogen hat. Zudem gibt es am Ende noch ein ausführliches und interessantes Nachwort. Hier werden nochmals einige Informationen vermittelt, man kann schauen, wie die Autorin manche Quellen interpretiert hat und wo sie ein wenig mit den Daten geschummelt hat, um sie in den für den Roman richtigen Kontext zu bringen. Daher waren diese letzten Seiten nochmals sehr informativ und wichtig, so konnte ich gut mit dem Roman abschließen. Die Handlungsorte waren diesmal äußerst interessant und abwechslungsreich. Man lernt ganz viele mal mehr, mal weniger prachtvolle Orte am Wiener Hofe kennen, dazu gibt es auch wieder das wunderbare Café Prinzess und einige sehr schicke und staatliche Häuser innerhalb der Stadt, wo angesehene Bürger der Gesellschaft leben. Diese Beschreibungen waren meist traumhaft und sehr lebhaft, ich konnte mir die einzelnen Zimmer, Gänge und Höfe richtig gut vorstellen und mochte es daher sehr, mit den Personen durch die Gegenden zu schlendern! Jedes einzelne Setting hat eine ganz besondere Zeichnung erhalten, die ich sehr mochte und die jeden Ort äußerst interessant erscheinen lässt! Ich hatte eingangs schon erwähnt, dass es ein Zusammentreffen von fiktiven und realen Figuren gibt. Dieses ist tadellos gelungen, wenn ich das Personenverzeichnis nicht hätte, wäre es mir bei einigen Figuren unmöglich zu sagen, ob sie ein historisches Vorbild haben. Ich mochte die eindrucksvollen und starken Zeichnungen, die jeder Charakter erhalten hat, sie besitzen einen gelungenen Wiedererkennungswert, sie zeigen gesellschaftliche Normen und ergeben gesamt eine bunte und spannende Mischung! Lediglich mit einer Person habe ich ein paar Probleme und das ist Richard. Ich finde sein Auftreten teilweise etwas schwierig, er ist für mich nicht mehr der sympathische Kerl aus dem ersten Band, sondern viele seiner Aussagen und Handlungen habe ich kritisch betrachtet. Vielleicht kommt es auch daher, dass man ihn nur selten in einer gelösten Stimmung erlebt, häufig ist er entweder beruflich unterwegs oder er befindet sich in Gesellschaft von Personen, denen er nicht sehr positiv zugeneigt ist. Auf jeden Fall hatte ich diesmal große Schwierigkeiten, den Richard wiederzuerkennen, den ich im ersten Band recht gern mochte... Ich habe bereits ein paar Rezensionen gelesen und in diesem Punkt stimme ich einigen anderen Lesern vollkommen zu: ich würde mir kein Happy End zwischen Sophie und Richard. Wenn die Beiden zusammen sind, mag ich die Dynamiken zwischen ihnen nicht, sie passen für meinen Geschmack nicht zusammen, ich empfinde Sophie deutlich sympathischer als Richard und ich mag es einfach nicht, wenn sie in Szenen aufeinandertreffen. Beide sind interessante Individuen, die einzeln in Ordnung sind, aber nicht zusammen funktionieren. Daher wird es spannend, wie die Autorin diesen Punkt sieht und welches Ende sie für die Beiden parat hält. Fazit Vom ersten Band war ich komplett und hundertprozentig begeistert. Diesmal hatte ich zwar auch wieder schöne, spannende und interessante Stunden mit dem Roman, allerdings habe ich auch kleine Punkte, die ich als nicht ganz ausgereift empfand. Dazu zählen die leicht verpuffte Spannung nach dem großen Knall, sowie die etwas hektischen letzten einhundert Seiten und die Charakterzeichnung Richards, die mich diesmal nicht vollkommen überzeugen konnte. Und daher habe ich mich entschlossen, für diese zwei Aspekte einen halben Stern abzuziehen. Den die restliche Handlung und jegliche andere Punkte, die ich in meiner Rezension nenne, empfand ich als unglaublich stark. Angefangen bei den zahlreichen guten Einblicken in den Alltag einer Hofdame, sowie das Leben am Hofe, den tollen Beschreibungen der Handlungsorte bis hin zu der interessanten Darstellung der kaiserlichen Familie. All das, aber auch noch viel mehr konnte mich überzeugen und insgesamt habe ich daher einen überwiegend positiven Eindruck von dem Roman. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf das große Finale und werde bis dahin noch einige Vermutungen anstellen, wie die Reihe wohl enden wird! Meine Bewertung: 4,5 von 5 Sterne

Das Haus Habsburg ... mehr Schein als Sein?

Von: Isabel (engi) Datum: 06. May 2021

„Yep, she did it again!” Wie schon im Vorgängerband konnte mich die sympathische Autorin Marita Spang – hier schreibt sie unter dem Pseudonym Marie Lacrosse – von ihrem Kaffeehaus in Wien überzeugen. Man spürt ihre Liebe zum Schreiben in jeder Zeile und ihre Recherchearbeit ist mal wieder phänomenal. Ich selbst interessiere mich seit Jahren für die österreichische Monarchie der letzten beiden Jahrhunderte und so waren mir das Aufeinandertreffen mit Sisi und ihrem Mann Franz eine große Freude, die mir unsere kleine Protagonistin Sophie ermöglicht hat. Sophie, die dazu verdonnert wird Kaiserin Elisabeth am Hof zu dienen, damit man sich ihrer Verschwiegenheit zu den Vorfällen auf Mayerling gewiss sein kann. Sobald Sophie jedoch am Kaiserhof ankommt bekommt für sie der „falsche Glanz“ eine ganz neue Bedeutung. Wie hatte sie ihre Mutter innerlich belächelt als diese ihr lieber zu viel als zu wenig Kleidung und drumherum mitgeben wollte und wie froh ist sie jetzt um jedes Stück. Sie hat es nicht leicht. Die Hofdamen sind ihr gegenüber misstrauisch und ihre Kammer ist kalt und klamm. Von Glanz und Gloria keine Spur. Wie lange wird sie das ertragen können? Auch ihre große Liebe Richard hat einige Prüfungen zu bestehen. Die größte liegt wohl darin Amalie von Thurnau ehelichen zu müssen, um vielleicht nie wieder frei für Sophie zu sein? Neben der Romanhandlung lässt Marie immer wieder geschichtliche Anekdoten einfließen, die das Gesamtbild der damaligen Zeit wunderbar untermalen. Sie zeichnet auch ein realistisches Bild des Kaiserpaares, das natürlich im Vergleich zu den verkitschten Filmen kaum unterschiedlicher ausfallen könnte. Sisi, die mit ihrem schweren Los immer wieder haderte, war keine einfache Frau aber auch der Kaiser war kein unbeschriebenes Blatt. Der „falsche Glanz“ des hartumkämpften Adels bekommt so einige Risse, es ist nicht alles Gold was glänzt … Ganz besonders gut gefallen haben mir die Begegnungen mit zwei Charakteren aus der Weinberg Trilogie. Ich denke, da hast du doch einigen deiner treuen Leser eine kleine Freude mit gemacht, liebe Marie. Dieser zweite Band endet – wie kann es anders sein – mal wieder mit einem saftigen Cliffhanger und macht schon heute Lust auf den letzten Teil der Kaffeehaus-Trilogie. Von mir gibt es die volle Punktzahl!

Ein großartiger Roman!

Von: Mareike Datum: 03. May 2021

Endlich ist der 2.Band der Kaffeehaus-Saga erschienen, auf den ich mich nun schon so lange gefreut habe. Ich war sehr gespannt, ob mir die Fortsetzung gefallen würde und nun, nachdem ich das Buch beendet habe, kann ich sagen, es war ein Genuss für mich, diesen dicken Wälzer zu lesen. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und finde die historischen Hintergründe immer richtig gut recherchiert. Sie schreibt sehr fesselnd, spannend und auch total bildhaft, sodass man als Leserin nur so durch die Seiten fliegt und auch das Gefühl hat, selbst vor Ort zu sein und alles regelrecht mitzuerleben. Hier in dieser Geschichte tritt die junge Sophie von Werdenfels ihre Stelle als Hofdame bei der Kaiserin Sisi an. Sie hat es nicht leicht dort, aber sie lernt Sisi mal von einer ganz anderen Seite kennen und auch das war für mich sehr lesenswert, denn über diese Person einmal mehr zu erfahren, hat mich schon immer interessiert. Ganz oft schon habe ich mir die Sissi-Filme angeschaut, doch viele Dinge waren mir so, wie sie hier beschrieben sind, gar nicht bewusst. Ebenso erging es mir bei den Schilderungen der Mayerling-Affaire, bei denen ich mit den betroffenen Menschen regelrecht mitgelitten habe. Ach, ich möchte hier aber zum eigentlichen Inhalt der Geschichte nichts verraten, denn dieses dicke Buch muss man einfach selbst gelesen haben, auch von Richard von Löwensteins Problemen im Leben zu erfahren, ist einfach nur lesenswert. Es gab so viele Intrigen und Geschehnisse bei Hofe und daher war das Buch für mich auf keiner einzigen Seite langweilig und die Protagonisten haben mir auch sehr gut gefallen. Richard und Sophie wünsche ich nur das Allerbeste. Und nun heißt es für mich, wieder warten auf die nächste Fortsetzung dieser grandiosen Trilogie. Es sei noch zu erwähnen, dass die Autorin ein sehr informatives Nachwort geschrieben hat, dort nämlich erfährt man, was wirklich Wahrheit und was Fiktion ist. Vielen Dank an die Autorin, die mir mit dieser Geschichte wieder wundervolle Lesestunden beschert hat und auch ein großes Dankeschön an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar

Der falsche Glanz des Kaiserhofes

Von: Christina Boersch Datum: 29. April 2021

Das Buch „Das Kaffeehaus – Falscher Glanz“ von Marie Lacrosse spielt im ausgehenden 19. Jahrhundert in Wien und beschreibt die Nachwirkungen der ‚Affaire Mayerling‘. Der Prolog des Buches setzt Ende Februar im Jahr 1889 an: Ein Monat ist seit dem tragischen Tod des Kronprinzen Rudolf und seiner Geliebten Mary Vetsera vergangen. Die junge Sophie von Werdenfels, Marie Vetseras beste Freundin, verfügt über einen Abschiedsbrief ihrer Freundin und damit über Wissen in der ‚Affaire Mayerling‘, welches das Ansehen der gesamten österreichische Monarchie ins Wanken bringen könnte. Um sich Sophies Schweigens zu versichern, nimmt Kaiserin Sisi sie als Hofdame in ihre Dienste. Sophie eröffnet sich mit diesem Dienst einen Blick hinter die Kulissen des glamourösen Kaiserhauses. Dort ist nichts, wie es nach außen hin scheint : Kaiserin Sisi ist noch immer in tiefer Trauer um ihren Sohn gefangen und unterliegt immer mehr dem Schönheitswahn. Aber auch von den anderen Mitgliedern des Hofstaates wird Sophie nicht mit offenen Armen empfangen. Missgunst und Intrigen beherrschen ihren Alltag. Sophie unternimmt mit Sisi Wanderungen, bereist Teile Europas und findet zu der unnahbaren Kaiserin langsam einen Draht. Aber auch zu Richard von Löwenstein, Sophies großer Liebe, hält sie weiterhin Kontakt, auch wenn sie seiner Hochzeit mit einer anderen Frau beiwohnen muss. Doch als ihr geliebter Onkel und Patenonkel Stephan Danzer, der Inhaber des Kaffeehauses schwer erkrankt und Sophie an einen Adligen verheiratet werden soll, muss sich Sophie entscheiden: Kaiserlicher Hof oder Kaffeehaus, Kaiserin oder Familie. Mit großer Begeisterung habe ich im Oktober 2020 den ersten Teil „Das Kaffeehaus – Bewegte Jahre“ gelesen und freute mich seit dem auf den zweiten Teil dieser fantastischen und wunderbaren Reihe. Zum einen finde ich die Zeit, in der dieses Buch spielt unglaublich spannend, aber auch die Charaktere sind mir schon sehr ans Herz gewachsen und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit ihnen und ihrer Geschichte weitergeht. Freundlicherweise bekam ich das Buch als Rezensionsexemplar vom Goldmann-Verlag zugesendet, da Marie Lacrosse mich auf ihrer „Bloggerliste“ aufnahm. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Goldmann-Verlag und an Marie Lacrosse für die Zusendung des Buches. Am Anfang des Buches befindet sich ein umfangreiches Personen-Register. Auch wenn viele Figuren schon im ersten Teil eine Rolle spielten, war es gut, diesen Überblick zu haben. Trotzdem verlangten die vielen Personen, ihre Ränge und Titel einiges von mir ab. Ich blätterte anfangs immer wieder zum Personen-Register zurück, nach einer Weile hatte ich dann aber wieder alle bisherigen und neuen Charaktere auf dem Schirm und konnte voll und ganz in die Geschichte abtauchen. Sophie von Werdenfels ist eine fiktive Figur, die eine zentrale Rolle in der Handlung einnimmt. Im ersten Teil stand ihre beste Freundin Mary Vetsera neben ihr, welche eine historische Persönlichkeit ist. Im zweiten Teil ist Sophie nun alleine, ihre Freundin ist tot und für Sophie beginnt ein neues Leben am Kaiserhof. Ein Leben, welches sie sich so nicht vorgestellt hat. Halt findet sie aber in ihrem Patenonkel Stephan Danzer, ihrer Mutter und einer anderen Hofdame. Sophie wirkt des Öfteren verloren, dann aber wieder setzt sie sich durch, packt mit an und beweist größten Mut in schwierigen Zeiten. Ich mochte Sophie schon im ersten Teil sehr gerne, da sie sich nicht unterkriegen lässt und sehr vielschichtig gezeichnet ist. Richard von Löwenstein, Sophies große Liebe, spielt in diesem Teil auch wieder eine tragische Rolle. In seinem beruflichen Leben ist er ein starke und selbstsichere Persönlichkeit, er deckt mit viel Fingerspitzengefühl Missstände in der Armee auf, im Privaten muss er sich unterordnen und eine Frau heiraten, die er überhaupt nicht liebt. Stephan Danzer, Sophies Patenonkel und Inhaber des Kaffeehauses ist eine meiner Lieblingsfiguren geworden. Seine herzliche, aber auch störrische Art mochte ich von Anfang an sehr gerne. Er ist für Sophie der Fels in der Brandung. Er empfängt Sophie immer mit offenen Armen und hat immer ein offenes Ohr für sie und gibt Sophie damit Wärme und Geborgenheit. Ich habe mich sehr gefreut, dass auch Sophies engere Familie wieder eine Rolle gespielt hat – auch wenn nicht alle Mitglieder positiv in Erinnerung bleiben werden. Ich bin sehr gespannt, wie sich ihre jüngere Schwester im dritten Teil entwickeln wird. Kommen wir nun zu den Mitgliedern des Hofstaates: Hier ist an erster Stelle natürlich Kaiserin Sisi zu nennen. Ja, mein Bild von ihr war durch die Klischee-behafteten „Sissi-Filme“ geprägt, die zuhause mindestens einmal im Jahr geschaut wurden. Mit der ‚Sissi‘ aus den Filmen hat die in diesem Buch historisch korrekter beschriebene Sisi nicht viel gemeinsam. Was für eine anstrengende, aber auch faszinierende Frau und Persönlichkeit. Marie Lacrosse erweckt sie zum Leben, wir laufen mit ihr über Berge, durch Wälder, lauschen ihren Gedichten und bekommen ihre Stimmungsschwankungen und ihre Trauer um ihren Sohn hautnah mit. Ein wacher und großer Geist, aber leider in tiefer Trauer, Verzweiflung und Schönheitswahn gefangen. Um die Kaiserin wirken und leben noch viele andere Figuren. Sie alle sind lebensecht und authentisch gezeichnet. Einige Charaktere mochte ich auf Anhieb, einige mochte ich von Anfang an nicht. Sie alle tragen, ob positiv oder negativ durch die Geschichte und geben ein wunderbares Bild vom kaiserlichen Hof Ende des 19. Jahrhunderts ab. Viele Figuren sind historische Persönlichkeiten und durch Marie Lacrosse für mich viel greifbarer geworden. Fiktive Charaktere agieren hier neben historischen Persönlichkeiten und wurden perfekt miteinander verwoben. Marie Lacrosse hat eine sehr lebendige, authentische und detaillierte Sprache, die niemals langatmig ist. Ich war schnell wieder in der Geschichte angekommen und wollte das Buch ungern aus den Händen legen. Langweile kam nie auf. Durch die Einstreuung des Wiener Dialekts und vielen Details der Stadt und des Hofstaates hatte ich das Gefühl, vor Ort zu sein und alles zu mitzuerleben. Die Autorin hat akribisch und intensiv recherchiert und zeichnet ein farbenfrohes und lebendiges Bild einer längst vergangenen Epoche. Wie der erste Teil fühlt sich auch der zweite Teil wie eine Zeitreise an. Ich saß im Kaffeehaus, war mit Sophie in der Wiener Hofburg und lief mit ihr an der Seite von Sisi bei starken Unwettern durch Wälder, tanzte auf pompösen Bällen und verweilte in der Wiener Innenstadt. Ein ausführliches Nachwort der Autorin rundet das Buch perfekt ab. Das große Thema des Buches ist die Zeit nach der ‚Affaire Mayerling‘, welche die kaiserliche Familie noch immer beschäftigte und die es auch zu vertuschen galt. Der Kronprinz Rudolf, der seine Geliebte erst seine junge Geliebte erschoss und sich dann selbst richtete, durfte auf keinen Fall als Mörder präsentiert werden. Ganz besonders fasziniert war ich, wie bildlich der Palast und seine Bewohner beschrieben wurden und wie allmählich der ‚falsche Glanz‘ zum Vorschein kam und in meinem Kopf das glanzvolle und glamouröse Bild der Kaiserfamilie und des Palasts ablöste. Spannend fand ich das Thema des Streiks der Tramway- Kutscher. Diese mussten bis zu 19 Stunden täglich arbeiten und für Schäden an den Fahrzeugen selbst aufkommen. Mit dem Arzt, Journalisten und Politiker Victor Adler fanden diese Missstände Gehör und es kam zu Aufständen. Aber nicht nur die Tramway- Kutscher mussten für ein besseres Arbeitsleben kämpfen – auch Fabrikarbeiter mussten für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Mitten in diesen Unruhen und Aufständen treffen wir auch wieder auf eine gute Bekannte: Irene Gerban, bekannt aus der Reihe „Das Weingut“. Fazit: Das Buch „Das Kaffeehaus – Falscher Glanz“ ist eine wunderbare Mischung aus großer Geschichte, Einzelschicksalen, Fiktion und großen Gefühlen. Ein wahrer Schmöker, den man nur noch ungern aus den Händen legt. Absolut empfehlenswert. Ich freue mich schon so sehr auf den dritten Teil der Reihe, der im Herbst 2021 erscheinen wird. Hinweis: Dieses Buch habe ich vom Goldmann-Verlag als kostenloses Rezensionsexemplar bekommen – es hat meine Meinung aber nicht beeinflusst.

Sophie Leben als Hofdame

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 27. April 2021

Meine Meinung zur Autorin und Buch Marie Lacrosse, ist auch mit ihrem zweiten Teil Ihrer Kaffeehaus Triologie ein großartiger Roman über das Wien in der Belle Époque gelungen, den ich mit großer Begeisterung gelesen habe. Ich kann es kaum erwarten auch den 3. Teil im Herbst zu lesen. Sie öffnet uns die Türen zur Hofburg und lässt uns teilhaben an dem Leben dort. Jetzt weiß ich warum der Titel , Falscher Glanz, heißt wenn man hinter die Fassade schaute. Die Geschichte ist wie immer hervorragend und Akribisch rescheriert, man spürt auch die Psychologin in ihr, sie versteht es sich in jede ihrer Protagonisten hinein zu denken und gewährt uns tiefe Einblicke in deren Seelenleben. Wahrheit und Fiktion sind wunderschön miteinander verwoben. Es geht diesmal um das Leben und den wahren Charakter von Kaiserin Elisabeth, nach dem tragischen Selbstmordes ihres Sohnes Rudolf. Sehr interessant ist das Nachwort , und die Quellen Hinweise und das Glossar . Auch sehr gut ist am Anfang das Personenregister, die realen historischen Persönlichkeiten sind mit einem Sternchen versehen. Gleich zu Anfang dauerte ich Sophie, die als Hofdame bei Sisi ihren Dienst antreten muss. Ihr ganzes Herz hängt doch am Kaffeehaus ihres Onkels. Ausschlaggebend ist der Selbstmord von Kronprinz Rudolf uns seiner Blutungen Geliebten uns Sophies Freundin, Mary Vetsera. Sisi denkt das Sophie über das Geschehen in Mayerling zum schweigen bringen kann. Das Leben dort am Hofe ist alles andere als schön, hier reagiert Neid und Missgunst, ein Leben wie in einem golden Käfig, jeder Schritt wird überwacht. Jedenfalls gewinnt Sophie die als Promeneuse ,Spaziergängerin , langsam Sisi vertrauen. Auf den Wanderungen, bekommt sie tiefe Einblicke in das Seelenleben von Sisi. Die den Tod ihres einzigen Sohnes nicht verschmerzen kann, von ihren Sorgen und Nöten. Ja die Sisi wie wir sie aus den Filmen kennen ist sie nicht, im Gegenteil sie ist sehr speziell, launisch, und ich hatte das Gefühl sie war magersüchtig und depressiv, eigentlich kein Wunder.Gräfin Marie von Festetics, eine ungarische Hofdame, wird zu ihrer erbitterten Feindin, da sie bisher die Vertraute Sisi war. Über dem Kaffeehaus und Sophie schweben dunkle Wolken, der Onkel erkrankt schwer, und ein Verwandter der neidischen Hofdame, Graf Lajosz Szalay, macht Sophie den Hof, und möchte sie heiraten. Aber ich hätte ihn gerade nauso wie Sophie verabscheut, aber es kommt noch schlimmer man zieht im Hintergrund die Strippen und möchte Sophie zwangs Verheiraten. Auch Richard ihre große Liebe ist unglücklich in seiner Ehe mit Amalie. Richard macht eine schreckliche Entdeckung über diesen Grafen, wird er Sophie aus der Hofburg befreien und ihr zur Flucht verhelfen. Es wird sehr brenzlig und gefährlich für Sophie.......

Sophie Leben als Hofdame

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 27. April 2021

Das Kaffeehaus, falscher Glanz Inhaltsangabe: Quelle Goldmann Verlag Die junge Sophie von Werdenfels tritt ihre Stelle als Kaiserin Sisis Hofdame an. Doch im Hofstaat hat sie es schwer. Insbesondere die Gräfin Marie Festetics, Sisis Favoritin, verfolgt jeden ihrer Schritte mit Eifersucht und Argwohn. Sophie erlebt das vordergründig glamouröse, hinter den Kulissen jedoch zutiefst bigotte Leben am Kaiserhof mit. Als Hofdame muss sie auch an der Hochzeit ihrer großen Liebe Richard mit Amalie von Thurnau teilnehmen. Als sie selbst gegen ihren Willen mit einem viel älteren Adeligen verheiratet werden soll, flieht sie vom Hof ins Kaffeehaus ihres mittlerweile schwer kranken Onkels. Dort übernimmt sie die ersten Leitungsaufgaben … Meine Meinung zur Autorin und Buch Marie Lacrosse, ist auch mit ihrem zweiten Teil Ihrer Kaffeehaus Triologie ein großartiger Roman über das Wien in der Belle Époque gelungen, den ich mit großer Begeisterung gelesen habe. Ich kann es kaum erwarten auch den 3. Teil im Herbst zu lesen. Sie öffnet uns die Türen zur Hofburg und lässt uns teilhaben an dem Leben dort. Jetzt weiß ich warum der Titel , Falscher Glanz, heißt wenn man hinter die Fassade schaute. Die Geschichte ist wie immer hervorragend und Akribisch rescheriert, man spürt auch die Psychologin in ihr, sie versteht es sich in jede ihrer Protagonisten hinein zu denken und gewährt uns tiefe Einblicke in deren Seelenleben. Wahrheit und Fiktion sind wunderschön miteinander verwoben. Es geht diesmal um das Leben und den wahren Charakter von Kaiserin Elisabeth, nach dem tragischen Selbstmordes ihres Sohnes Rudolf. Sehr interessant ist das Nachwort , und die Quellen Hinweise und das Glossar . Auch sehr gut ist am Anfang das Personenregister, die realen historischen Persönlichkeiten sind mit einem Sternchen versehen. Gleich zu Anfang dauerte ich Sophie, die als Hofdame bei Sisi ihren Dienst antreten muss. Ihr ganzes Herz hängt doch am Kaffeehaus ihres Onkels. Ausschlaggebend ist der Selbstmord von Kronprinz Rudolf uns seiner Blutungen Geliebten uns Sophies Freundin, Mary Vetsera. Sisi denkt das Sophie über das Geschehen in Mayerling zum schweigen bringen kann. Das Leben dort am Hofe ist alles andere als schön, hier reagiert Neid und Missgunst, ein Leben wie in einem golden Käfig, jeder Schritt wird überwacht. Jedenfalls gewinnt Sophie die als Promeneuse ,Spaziergängerin , langsam Sisi vertrauen. Auf den Wanderungen, bekommt sie tiefe Einblicke in das Seelenleben von Sisi. Die den Tod ihres einzigen Sohnes nicht verschmerzen kann, von ihren Sorgen und Nöten. Ja die Sisi wie wir sie aus den Filmen kennen ist sie nicht, im Gegenteil sie ist sehr speziell, launisch, und ich hatte das Gefühl sie war magersüchtig und depressiv, eigentlich kein Wunder.Gräfin Marie von Festetics, eine ungarische Hofdame, wird zu ihrer erbitterten Feindin, da sie bisher die Vertraute Sisi war. Über dem Kaffeehaus und Sophie schweben dunkle Wolken, der Onkel erkrankt schwer, und ein Verwandter der neidischen Hofdame, Graf Lajosz Szalay, macht Sophie den Hof, und möchte sie heiraten. Aber ich hätte ihn gerade nauso wie Sophie verabscheut, aber es kommt noch schlimmer man zieht im Hintergrund die Strippen und möchte Sophie zwangs Verheiraten. Auch Richard ihre große Liebe ist unglücklich in seiner Ehe mit Amalie. Richard macht eine schreckliche Entdeckung über diesen Grafen, wird er Sophie aus der Hofburg befreien und ihr zur Flucht verhelfen. Es wird sehr brenzlig und gefährlich für Sophie.......

Am Hofe

Von: Maike P. Datum: 26. April 2021

Viele Passagen des Buches führen uns Leser nun an die Wiener Hofburg in das kaiserliche Leben. Die Autorin Marie Lacrosse stellt uns die Kaiserin Sisi vor, die bereits vor sich hin altert, aber weiterhin mit ausgedehnten Morgentoiletten, Sportübungen und Gewaltmärschen versucht, sich ihre Figur und Jugendlichkeit zu bewahren. Aber innerlich ist sie durch den Tod ihres Sohnes gebrochen, sodass man in der Geschichte immer mehr hinter die Fassade blicken kann. Im Anhang erläutert die Autorin auch ausführlich, welche Passagen historisch belegt sind und welche ihrer kreativen Ader entstammen. Zu Beginn plätschert das Buch lange Zeit vor sich hin. Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen Sophie und Richard, die zwar immer noch aneinander denken, aber sich nicht mehr treffen. Auf den ersten knapp 300 Seiten passiert im Grunde noch nicht viel, auch wenn uns die Autorin die damalige Welt ausführlich präsentiert und es ihr gelingt, uns in Gedanken in das historische Wien zu entführen. Man erfährt viel über das damalige Leben, die Gebräuche und die Ränkespiele und Traditionen zu Hofe. Das ist auf jeden Fall interessant zu lesen, aber bei weitem nicht so spannend wie der erste Band. Doch als Sophie von Werdenfels‘ Verehrer die Bühne betritt und ihr immer offensichtlicher den Hof macht, nimmt die Geschichte eindeutig Fahrt auf. Denn Sophie ist der Mann zuwider, doch weiß sie nicht, wie sie ihn abwehren soll. Denn bei Hofe raten ihr alle zur Heirat mit dem angesehenen Grafen, den sie nur leider auf den Tod nicht ausstehen kann. Noch ahnt sie allerdings weder, dass der Graf eine schwere Krankheit in sich trägt noch, dass sie bald in eine ausweglose Lage gerät. Von Torten und Kaffeehäusern Natürlich spielt auch das Kaffeehaus von Sophies Onkel Stephan Danzer eine prominente Rolle in dem Buch. Danzer hat sich mit seinem Kaffeehaus und Spezialitäten einen solch guten Namen gemacht, dass er seine süßen Kostbarkeiten gar zum Hofball liefern darf. Doch Sophie merkt nach und nach, dass sich ihr Onkel verändert hat und unter immer stärkeren Kopfschmerzen leidet. Ihre Sorge wächst stet – auch die Sorge um ihre Schwester Milli, die von ihrem ungeliebten Stiefvater immer schlimmer drangsaliert wird. Sophie ist hin- und hergerissen, denn je näher sie Sisi kommt, umso häufiger möchte diese Sophie auf ihren ausschweifenden Reisen als Begleiterin dabei haben. Dies sorgt allerdings zum Teil für eine monatelange Abwesenheit aus Wien. Sophie sorgt sich allerdings immer mehr um ihren Onkel und ihre Schwester. Die Konflikte zwischen den einzelnen Figuren zeichnet Marie Lacrosse sehr lebhaft. Sophies Stiefvater bleibt weiterhin ein Ekel, der nur nach Macht giert und dabei auch über Leichen gehen würde. Ein fester Anker für Sophie ist daher weiterhin ihr sympathischer Onkel Stephan Danzer. Auch die unglückliche Beziehung zwischen Amalie und Richard nimmt wieder einigen Raum in der Geschichte ein, aber nur noch selten treffen Amalie und Sophie aufeinander, sodass die Giftspritzen vonseiten Amalies seltener zum Einsatz kommen können. Ganz so unsympathisch wie im ersten Band wird sie einem dadurch nicht, aber nichtsdestotrotz hofft man als Leser natürlich auf ein Happy End zwischen Richard und Sophie. Leckeres Dessert Der zweite Band der Kaffeehaustrilogie ist nicht ganz so spannend geraten wie der erste, sodass ich für die erste Hälfte recht lange gebraucht habe. Aber die zweite Hälfte ist dafür umso spannender, sodass ich das Buch dann irgendwann nicht mehr aus der Hand legen konnte und die letzten hundert Seiten nachts lesen musste. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf den Abschluss der Trilogie, da mit die Figuren unglaublich gut gefallen und auch die Informationen über die Wiener Kaiserzeit. Die Autorin schildert alles so realistisch, dass man in jeder Szene live dabei ist. Wer sich übrigens die Spannung nicht nehmen möchte, sollte besser nicht den Klappentext des Buches lesen, denn meiner Ansicht nach verrät dieser schon sehr viel über die zweite Hälfte des Buches.

Glänzendes Buch!

Von: aebbies.buechertruhe Datum: 25. April 2021

Sophie von Werdenfels beginnt ihren Dienst als Hofdame von Kaiserin Sisi. Schnell wird ihr klar, daß das Leben am Hofe von Intrigen durchzogen ist, sie selbst hat dort keinen leichten Stand. Die Hochzeit ihrer großen Liebe Richard mit Amalie von Thurnau macht ihr Leben nicht leichter. Als sie selbst dann noch gegen ihren Willen mit einem viel älteren Adligen verheiratet wird, flieht sie in das Kaffeehaus ihres kranken Onkels. Sie übernimmt erste Leitungsaufgaben. Ich habe sehnlichst auf Teil 2 von "Das Kaffeehaus" von Marie Lacrosse gewartet - und wurde mit "Falscher Glanz" nicht enttäuscht. Hier geht es um den kaiserlichen Hof und die sagenumwobenen Sisi, die man hier einmal nicht in der berühmten Filmtrilogie erlebt. Man erlebt eine Sisi, die man völlig neu kennenlernt. Gut gefallen hat mir die Darstellung des Lebens am Hofe. Hier herrscht nicht nur eitel Sonnenschein, sondern es müssen Intrigen überstanden werden. Hier trifft der Titel des Buches den Nagel auf den Kopf. Denn man lernt hier schnell, was tatsächlich hinter der glamourösen Fassade steckt. Aber man lernt nicht nur den prunkvollen Hof kennen. Marie Lacrosse beschreibt auf die gleiche eindringliche Art das Leben der armen Bevölkerung, man erlebt ihre Ängste und Nöte. Der Gegensatz zwischen diesen zwei Welten wird hier auf beeindruckende Weise deutlich. Marie Lacrosse beschreibt dies alles auf sehr bildliche Art. Aber auch ihre Charaktere sind sehr liebevoll dargestellt. Sie sind ein Querschnitt durch die Bevölkerung der damaligen Zeit und erwachen vor den Augen des Lesers zu Leben. Gerade mit Sophie fühlt man mit und hofft auf ein glückliches Schicksal. Mir hat auch dieser zweite Teil richtig gut gefallen und ich warte nun gespannt auf das Ende der Trilogie!

„Wien ist eine Stadt, die um einige Kaffeehäuser herum errichtet ist“ – Bertolt Brecht

Von: Karins LeseLounge oder nirak03/nirak Datum: 22. April 2021

„Wien ist eine Stadt, die um einige Kaffeehäuser herum errichtet ist“ – Bertolt Brecht Für Sophie von Werdenfels beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Sie muss ihren Dienst als Hofdame der Kaiserin Sisi antreten. Wohl ist ihr dabei nicht, aber sie hat keine Wahl. Leider muss sie schnell lernen, mit den Menschen am Hofe zu leben und erleben, wie Intrigen und Boshaftigkeiten die Runde machen. Vor allem die Gräfin Marie Festetics macht ihr das Leben schwer. Die Gräfin gehört zu den Favoritinnen unter den Hofdamen und steht der Kaiserin sehr nahe. Für Sophie beginnt eine schwere Zeit, in der sie lernen muss, sich zu behaupten. Ein um viele Jahre älterer Ungar macht ihr zudem auch noch den Hof. Die Frage, wie sie ihm entkommen kann, beschäftigt Sophie von Stund an. Auch dass sie ihrem Onkel im Kaffeehaus nicht mehr so zur Seite stehen kann, wie sie möchte, macht ihr schwer zu schaffen. Wie soll ihr Leben weitergehen? Endlich ist es soweit, das Leben im Kaffeehaus zu Wien geht weiter. Mit „Falscher Glanz“ liegt nun Band 2 dieser Trilogie vor. Um es gleich vorwegzunehmen, mir hat diese Fortsetzung sehr gut gefallen, auch wenn sie so ganz anders ist als Band 1 „Bewegte Jahre“. Während im ersten Teil der Fokus auf dem Leben von Sophie und ihre Beziehung zu Richard liegt, wird hier die Geschichte und die Geschehnisse bei Hofe geschildert. Da Sophie als Hofdame antreten muss, schildert Marie Lacrosse auch intensiv aus dem Leben an Sisis Seite. Die Intrigen bei Hofe hat die Autorin glaubhaft in Szene gesetzt und auch das Jahr nach der furchtbaren Tragödie von Mayerling glaubhaft dargestellt. Marie Lacrosse schildert von den Gefühlen der betroffenen Menschen, deren Trauer und entsetzten auch noch Wochen später. Auch die Kaiserin trauert natürlich. Gerade Sophie bekommt dies zu spüren und lernt die Kaiserin von einer emotionalen Seite kennen. Ich fand gerade diese Szenen mit Sophie und Sisi sehr gut. Die Kaiserin wird hier mal so ganz anders beschrieben als sonst üblich und ist nicht mit den gängigen Sissi-Filmen zu vergleichen. Mir hat diese Darstellung sehr gut gefallen. Ich habe einiges über sie erfahren, was mir so nicht bewusst war. Eindrucksvoll waren auch die Auswirkungen der Mayerling- Affaire, die hier glaubhaft geschildert werden. Gut gewählt finde ich den Titel „Falscher Glanz“, er spiegelt die adlige Gesellschaft Österreichs wider und passt somit wunderbar zum Inhalt des Romans. Nach außen ist die Fassade strahlend schön, aber sieht man hinter die Kulissen, sieht man, wie es wirklich ist. Ein weiter Handlungsstrang beschäftigt sich auch hier mit dem Leben der ärmeren Bevölkerung. Diese Szenen passen sich wunderbar in die gesamte Handlung ein und erlauben einen Blick auf die Menschen, die hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten müssen. Auch Richard von Löwenstein hat seine Momente. An seiner Seite wird das Militär geschildert. Richard hat seine eigenen Probleme zu bewältigen, allem voran natürlich seine Heirat mit der wenig geliebten Amalie von Thurnau. Richard kann man mögen oder auch nicht. Er hat seine Eigenarten, die er auch beibehält. Auf der einen Seite beteuert er zum Beispiel immer wieder, wie sehr ihm Sophie am Herzen liegt, aber auf der anderen Seite arrangiert er sich auch mit Amalie. Wie er sich Amalie gegenüber verhält, hat mir nicht immer gefallen, aber seine Einsätze, die ihn die unzumutbaren Verhältnisse des Militärs offen legen lassen, waren wiederum gut beschrieben und ließen erkennen, dass auch in Richard ein guter Charakter stecken könnte. Es macht den Eindruck, als hätte er aus seinen Fehlern gelernt. Ich bin schon gespannt, wie er sich weiterentwickeln wird. Marie Lacrosse hat ein stimmiges Bild dieser Zeit wiedergegeben. Es ist ihr gelungen, eine Geschichte über die Kaiserin zu erzählen, die nicht nur die schillernde, glänzende Seite zeigt. Der Erzählstil der Autorin ist zudem bildhaft und facettenreich, ich konnte abtauchen in die Zeit der k.u.k Monarchie und habe mich wunderbar unterhalten gefühlt. Fazit: „Falscher Glanz“ ist ein wunderbarer historischer Roman, der gekonnt eine fiktive Geschichte mit dem historischen Hintergrund der k.u.k Monarchie verbindet. Die Protagonisten wirken wie mitten aus dem Leben dieser Epoche gegriffen. Sie spiegeln diese Zeit wider und zwar in allen Facetten. Ich bin schon jetzt gespannt darauf, wie es mit Sophie, Richard und dem Kaffeehaus weitergehen wird.

„Sie haben’s gut, Sie können ins Kaffeehaus geh’n.“ - Franz Joseph I., Kaiser von Österreich

Von: Ulrike Hartwig Datum: 21. April 2021

Gespannt habe ich auf den zweiten Teil der Kaffeehaus-Saga gewartet, der kürzlich erschien. Marie Lacrosse erzählt die Geschichte der (fiktiven) Komtess Sophie von Werdenfels nahtlos weiter. Nach den tragischen Ereignissen in Mayerling („Schwerpunktthema“ des 1.Teils) ist der kaiserliche Hof bemüht, die Wahrheit bestmöglich zu vertuschen. Darum beruft Kaiserin Elisabeth Sophie zu ihrer Hofdame. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass Sophie über alles schweigen muss, was sie über ihre Freundin Mary Vetsera und deren unheilvolles Verhältnis zu Kronprinz Rudolf weiß. Sophie stellt bald fest, dass der Glanz des Kaiserhauses nur vordergründig ist, hinter den Kulissen bietet sich ein gänzlich anderes Bild. Intrigen der Hofdamen untereinander sind keine Seltenheit. Als „Promeneuse“ ist Sophie häufig an der Seite der Kaiserin. Mit der Zeit kommt sie Elisabeth, wie sie sie nennen darf, wenn sie unter sich sind, näher und erfährt manches Geheimnis, das unbedingt gewahrt werden muss. Glücklich am Kaiserhof ist Sophie jedoch nicht. Sie macht sich Sorgen um ihre Mutter und vor allem um ihre jüngere Schwester, die oft unter dem strengen Stiefvater zu leiden hat. Sophie vermisst die Stunden, die sie gemeinsam mit ihrem Patenonkel Stephan in dessen Café Prinzess verbracht hat. Und am meisten vermisst sie Richard von Löwenstein (ein ebenfalls fiktiver Charakter), der seinerzeit zum engeren Kreis um Kronprinz Rudolf gehörte und den Sophie über Mary Vetsera kennengelernt hat. Seitdem liebt sie ihn. Richard jedoch ist der Komtess Amalie von Thurnau anverlobt. Und um Sophies Hand hält ein sehr viel älterer und ihr äußerst unsympathischer Adeliger an. Da erreichen sie beunruhigende Nachrichten aus dem Café Prinzess… Auch mit dem 2. Teil „Falscher Glanz“ ihrer „Kaffeehaus-Saga“ gelingt es Marie Lacrosse in hervorragender Weise, Geschichte zum Leben zu erwecken. Anschaulich berichtet sie nicht nur über das Leben am kaiserlichen Hof zu Wien nach dem Tod des Kronprinzen 1889, sie erzählt auch vom Leben und den Sorgen der damaligen Wiener Bevölkerung; so zum Beispiel vom Streik der Wiener Tramway-Kutscher. Hier treffen wir Irene Gerban wieder, die wir in der Weingut-Saga der Autorin kennengelernt haben. In dem sehr informativen Nachwort „Wahrheit und Fiktion“ klärt Marie Lacrosse auf, was auf Fakten beruht, wo sie ihre Fantasie spielen ließ, wo sie auf ihr psychologisches Fachwissen zurückgreift und wo sie historisch belegte Ereignisse aus dramaturgischen Gründen der Romanhandlung anpasste. Mein persönliches Fazit: Wo Marie Lacrosse draufsteht, ist höchster Lesegenuss drin. Meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Es war, als ob ich liebe Bekannte wieder treffen würde. Vor allem Richard von Löwenstein wurde mir immer sympathischer, und ich bin gespannt, wie seine Geschichte (und die Sophies) weitergeht. Viel zu schnell war ich am Ende des doch ca. 700 Seiten starken Buchs angelangt und blieb traurig zurück. Mein Trost ist, dass Band 3 „Geheime Wünsche“ bereits im Herbst dieses Jahres erscheinen wird. Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Goldmann-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Dies hat jedoch meine Meinung nicht beeinflusst.

Spannende Fortsetzung

Von: friederickes bücherblog Datum: 17. May 2021

Das Cover: Das Cover ist mit seinen Farben und den Abbildungen an der ersten Band angelehnt. Sehr ansprechend und einladend. Eine sehr schöne und passende Buchpräsentation. Die Geschichte: Sophie tritt ihre Stelle als Hofdame an. Zunächst ist ihr Alltag von Langeweile in der Einfachheit ihrer Kammer geprägt. Erst als sie mit Kaiserin Sisi auf Reisen gehen darf, wird sie gefordert. Hinzu kommt die Eifersucht von Marie Festetics, die ihr zu schaffen macht. Als sie an der Hochzeit von Richard ihrer großen Liebe, mit Amalie von Thurnau teilnehmen muss, sie sich außerdem große Sorgen um ihren Onkel und das Kaffeehaus macht, und dann auch noch mit einem älteren Mann verheiratet werden soll, flieht sie ins Kaffeehaus und übernimmt dort wichtige Aufgaben. Meine Meinung: Der Klappentext machte mich neugierig, denn ich erfuhr, dass Sophie Leitungsaufgaben im Kaffeehaus übernehmen wird. Doch zunächst stand Kaiserin Sisi im Mittelpunkt mit all den Etiketten und Regeln der k.u.k. Monarchie, die die Protagonisten einzuhalten und zu leben hatten. So auch Sophie, deren Leben zusätzlich erschwert wurde. Marie Lacrosse ist eine grandiose Erzählerin, die es jedes Mal schafft, den Figuren und Schauplätzen Leben einzuhauchen. Und immer wieder muss ich auch diese enorme Recherchearbeit bewundern, die nötig ist, um solche Geschichten entstehen zu lassen. In diesem Fall sollte man die österreichische Monarchie sehr spannend finden und mögen. Mir war es etwas zu viel und zu opulente Zeitgeschichte, die die fiktive Geschichte rund um Sophie und das Kaffeehaus sehr lange überstrahlte. Dennoch habe ich voller Spannung die Geschichte gelesen und genossen, weil sich die ganze Epoche voller Gegensätze zeigt und die Menschen tatsächlich auf einen falschen Glanz blickten. Gefreut habe ich mich auch hier, dass alte Bekannte aus dem Weingut vorbeischauten. Es ist ein intensiver und ehrlicher Blick auf das Leben von Sisi, das Leben am Hof, auf die Kultur der Kaffeehäuser, auf die Armut und die soziale Schieflage. Gerne spreche ich meine Leseempfehlung aus. Heidelinde von friederickes bücherblog

Die sehnsüchtig erwartete Fortsetzung der Kaffeehaus-Saga

Von: Susanne Edelmann Datum: 12. April 2021

Im vergangenen Herbst habe ich mit großer Begeisterung den Roman „Das Kaffeehaus – Bewegte Jahre“ gelesen, den ersten Teil einer Trilogie, die in Wien zur Zeit von Kaiserin Elisabeth (Sisi) spielt. Seitdem habe ich voller Ungeduld auf den zweiten Teil gewartet, der nun morgen endlich offiziell erscheint und den ich dankenswerterweise schon etwas früher lesen durfte. Die Ereignisse in Mayerling spielen auch im zweiten Teil eine wichtige Rolle. Denn von Seiten des kaiserlichen Hofes wird vertuscht, dass Kronprinz Rudolf nicht nur sich selbst, sondern auch seine blutjunge Geliebte Mary Vetsera erschossen hat. Sophie von Werdenfels, eine gute Freundin von Mary, wird zur Hofdame berufen, damit will man sich ihr Schweigen über die wahren Geschehnisse sichern. Sophie ist von ihrer Berufung alles andere als begeistert, viel lieber würde sie auch weiterhin im Kaffeehaus ihres Onkels arbeiten, doch das erlaubt ihr strenger Stiefvater nicht und überhaupt ist die Berufung an den Hof nichts, was man einfach so ablehnen könnte. Also lernt Sophie nun das Leben in der Wiener Hofburg kennen. Nicht alle Hofdamen begegnen ihr freundlich, vielmehr muss sie sich häufig gegen Intrigen und Eifersüchteleien wehren. Dafür gewinnt sie allmählich das Vertrauen von Sisi, die sie als „Promeneuse“ auf deren ausgedehnten Wanderungen begleitet – und auch auf den vielen Reisen, die die rastlose Kaiserin unternimmt. Dabei würde Sophie viel lieber daheim in Wien bleiben, denn ihr Onkel erkrankt schwer und im Kaffeehaus wird Hilfe dringend benötigt. Von ihrer großen Liebe Richard sieht Sophie im ersten Teil dieses Romans kaum etwas, denn Richard ist vollauf damit beschäftigt, seiner ungeliebten Verlobten Amalie und seinem zukünftigen Schwiegervater tunlichst aus dem Weg zu gehen. Er stürzt sich in seine Arbeit und macht Karriere beim Militär, wo er als eine Art verdeckter Ermittler Missstände bei den vielen oft weit entfernt stationierten Regimentern aufdecken soll. Der erzwungenen Hochzeit kann er trotzdem nicht entgehen. Über viele Kapitel wird das alltägliche Leben von Sophie und Richard beschrieben, dabei gewinnt man einerseits einen sehr guten Einblick in die Abläufe am Kaiserhof mit all ihrer Bigotterie (daher auch der Buchtitel „Falscher Glanz“) und in das Leben von Kaiserin Sisi. Andererseits begleitet man Richard nicht nur bei seinen Reisen im Dienste des Militärs, sondern erfährt durch ihn auch viel über den aufkeimenden Sozialismus, die Arbeiterstreiks und die entsetzliche Not der einfachen Leute. Auch auf diesen Gegensatz – kaiserliche Pracht am Hofe, großer Reichtum bei den sogenannten Ringstraßenbaronen und dem gegenüber bitterste Armut bei den einfachen Leuten – lässt sich der Buchtitel sehr gut anwenden. Sowohl bei Sophie als auch bei Richard wird deutlich, wie sie dieses falschen Glanzes immer überdrüssiger werden. Im zweiten Teil des Romans wird es dann so spannend, dass ich das Buch überhaupt nicht mehr weglegen konnte. Denn Sophie gerät in allerhöchste Bedrängnis, aus der es scheinbar keinen anderen Ausweg mehr gibt als die Heirat mit einem wesentlich älteren ungarischen Grafen, der nicht nur höchst abstoßend aussieht, sondern auch seine gefährliche und hochgradig ansteckende Krankheit verheimlicht, die Sophie das Leben kosten könnte… Wieder einmal habe ich bei der Lektüre viel gelernt, denn auch in diesem zweiten Teil hat die Autorin es wunderbar verstanden, die fiktive Geschichte von Sophie und Richard mit realen Geschehnissen dieser Zeit zu verknüpfen (der Roman spielt in den Jahren 1889 bis 1891). Deshalb fand ich auch diesmal wieder die Erläuterungen im Anhang sehr spannend, in denen die Autorin von ihrer Recherche berichtet. Zudem gibt es ein Glossar über die wichtigsten verwendeten Begriffe, ein Quellenverzeichnis und – ganz wichtig – eine Auflistung der vielen im Roman vorkommenden Personen, wobei die tatsächlich historisch belegten Personen extra gekennzeichnet sind. Wie eingangs erwähnt, handelt es sich hier um den zweiten Teil einer Trilogie und ich würde unbedingt dazu raten, die Bücher der Reihe nach zu lesen, denn im ersten Teil passiert sehr viel, worauf im zweiten Teil aufgebaut wird. Ich persönlich warte nun voller Spannung auf den dritten Teil, der Mitte Oktober 2021 erscheinen soll.