Johanna Laurin

Die Bucht der Lupinen

Die Bucht der Lupinen Blick ins Buch

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Als Annas Großmutter Lou stirbt, reist sie mit ihren beiden Schwestern nach Neufundland, wo Lou seit vielen Jahrzehnten gelebt hat. Während die drei das Haus am Meer ausräumen, wird ihnen bewusst, wie wenig sie über die Vergangenheit und das Leben ihrer Großmutter wissen. Doch dann stoßen die Schwestern auf ein verblichenes Foto, das ihre Großmutter mit einem unbekannten Mann zeigt. Es beginnt eine Reise in das Hamburg der 1930er Jahre, wo Lou als Tochter jüdischer Eltern heranwuchs und wo die Geschichte ihrer ganz großen Liebe begann – einer schicksalhaften Liebe, die Lou in Zeiten der größten Finsternis den Weg wies wie ein leuchtender Stern ...

Ein berührender Roman auf 2 Zeitebenen

Von: Buchzwergerl Datum: 23. November 2021

#wasMamaliest ist das Motto meiner heutigen Vorstellung. Obwohl ich im Gymnasium Geschichte gehasst habe (lag wohl am Lehrer), lese ich neben Sachbüchern unheimlich gern Romane auf zwei Zeitebenen, die wahre geschichtliche Hintergründe preisgeben und nach und nach das Leben der meist bereits verstorbenen, aber starken Frauen aufdecken. Auch dieses Buch spielt auf zwei Zeitebenen und gibt uns Einblick in die Gräueltaten des 2. Weltkrieges… Inhalt des Buches: Louise ist Jüdin und erlebt ihre Jugend in Deutschland in den 30iger Jahren. Nach und nach wird der Hass der Bevölkerung auf die Juden stärker, sie werden ausgegrenzt und schließlich deportiert. Gemeinsam mit ihrer Schwester Hannah gelingt Louise die Flucht, die jahrelang andauert und ihr nicht nur einmal fast das Leben kostet. Und da ist noch Carl, der Sohn eines bekennenden National.sozialisten und ihre große Liebe... Anna, die Enkelin von Louise, begibt sich in Neufundland nach deren Tod auf die Spuren ihrer Großmutter und entdeckt Schreckliches und Unerfülltes, aber auch Bewunderndes und unfassbar Relientes… Gedanken zu dem Buch: Das Cover des Buches von Johanna Laurin erscheint lieblich, aber der Schein trügt. Nicht nur einmal musste ich kräftig schlucken, kämpfte mit den Tränen, musste das Buch weglegen und das Gelesene verarbeiten. Jede*r von uns kennt die Gräueltaten im 2. Weltkrieg, aber durch Bücher werden sie (nochmals) real und hinterlassen Spuren bei den Leser*innen. Vor allem, wenn das Schicksal von Kleinkindern beschrieben wird, geht mir das besonders nah und ich kann das beschriebene Leid nur schwer aushalten. Ist der gegenwärtige Erzählstrang eher unspektakulär und eine eher seichte-leichte Liebesgeschichte, gibt dagegen Louise mit ihrer Geschichte tiefe Einblicke in die schockierenden Grausamkeiten des 2. Weltkrieges. Nicht nur einmal war ich von der Resilienz dieser jungen Frau beeindruckt, wie sie trotz steter Rückschläge und Traumata, ihr Leben meistern konnte. Louise steht für viele Juden und Jüdinnen in der damaligen Zeit, die um ihr Leben kämpften und die ebenso wie Louise ihre tiefsten Sehnsüchte nicht erfüllen konnten… Fazit: ein berührender Roman auf zwei Zeitebenen, der Resilienz, Leben und Liebe in einer historischen Zeit voller Finsternis deutlich macht und dabei mitten ins Herz trifft! Herzlichen Dank an das @bloggerportal und @goldmann_verlag für dieses zu Tränen rührende Rezensionsexemplar!

Tolle Geschichte von einer starken Frau

Von: buffyandthebooks Datum: 02. November 2021

Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen, zum Einen erfahren wir das ‘Heute’, wo Anna, Judith und Greta die Nachricht über Lou´s Tod erfahren, nach Neufundland reisen und Stück für Stück mehr über ihre Oma erfahren. Zum Anderen werden wir in die Zeit des zweiten Weltkrieges zurück geworfen und erfahren Was Lou wirklich durchgemacht hat und wie sie letztendlich in Seaborough landen konnte. Ich fand es total interessant immer mehr von ihrer Geschichte zu erfahren. Denn immer wenn die drei Mädels interessante Details oder Informationen herausfinden, gibt es im nächsten Kapitel die Hintergründe zu eben dieser Information, jedoch gibt es das Throwback auch immer mal wieder so, einfach um die Geschichte weiter zu erzählen. Gerade Die Geschichte von damas war für mich wahnsinnig interessant zu lesen. Für mich ist es kaum vorstellbar wie man so viel Leid durchstehen kann, weiterkämpft und dann am Ende doch ein friedliches Leben führen kann, auch wenn die Vergangenheit nie so ganz ruht. Der Teil der in der aktuellen Zeit spielt war weniger spannend und für mich teilweise etwas zu langweilig. Es war toll den Schwestern bei ihrer Recherche zuzuschauen, auch Anna´s Gefühlschaos fand ich schön, aber die Passagen in denen sie andere Dinge auf der Insel erledigen fand ich nun nicht so spektakulär, es zog sich manchmal ein wenig. Zwischenzeitlich habe ich auch etwas die Motivation am Lesen verloren, was aber nicht am Buch lag, sondern an der Tatsache das ich super viel Stress hatte und keine Zeit zum Lesen. Aber kaum hatte ich das Buch in der Hand, war ich sofort wieder im Geschehen! Das fand ich echt toll, die Geschichte zieht einen total aus der Realität und lässt einen abtauchen und alles andere vergessen, zumindest für die Zeit des Lesens. Die Charaktere fand ich zum größten Teil sehr sympathisch. Lou ist natürlich eine bemerkenswerte Frau, allein schon durch das, was sie durchgemacht hat. Ich muss allerdings gestehen, das es mich doch ein wenig geärgert hat, das sie ihre Geschichte so geheimgehalten hat, denn sie hätte so viele wundervolle Jahre haben können, hätte sie ihr Schweigen eher gebrochen. Das war echt schade. Die drei Enkelinnen hatten alle so ihre Eigenarten. Zu Judith konnte ich garkeinen Draht aufbauen, sie aht auch eine recht unnahbare Art, Greta hat mir wahnsinnig gut gefallen weil sie so quirlig ist und macht was ihr gefällt. Dann wäre da noch Anna. Bei ihr war mir sehr schnell klar wie die Geschichte Endet, das hat etwas die Spannung rausgenommen, war aber dennoch schön mitzuerleben. Sie erfüllt so ein wenig das Klischee solcher Bücher. Die Frau, die mit beiden Beinen fest im Leben steht und dann aus welchem Grund auch immer in ein anderes Land reisen muss, eine neue Liebe findet und alle Zelte abreißt und dort bleibt. ABER es hat mir gefallen, auch wenn das vielleicht ein wenig abwertend klingt, nein! Natürlich kommen noch wesentlich mehr Charaktere vor, auf die ich aber nicht im Einzelnen eingehen möchte. Ich kann aber verraten das mein Liebling der Geschichte Carl ist. Wer er ist? Das erfahrt ihr, wenn ihr das Buch lest. Ich würde sonst eventuell wichtige Details spoilern. Garnicht mochte ich Philipp, der Partner von Lou´s Enkelin Anna. Seine Art war mir einfach unsympathisch und ich war froh, als er nicht mehr wesentlicher Teil der Geschichte war. Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, denn es hat erreicht was es sollte: Mich gut unterhalten und in andere Welt entführt. Ich mag es zwischendurch mal etwas ruhiges zu lesen, fernab von Thriller und Krimi. Dieses Buch kann ich guten Gewissens weiterempfehlen, schaut es euch an.

Emotional und spannend

Von: diebecca Datum: 05. October 2021

​ In dem Buch Die Bucht der Lupinen von Johanna Laurin geht es um Anna. Als ihre Großmutter Lou stirbt, reist sei  mit ihren Schwestern nach Neufundland, dort hat Lou viele Jahre gelebt. Sie wissen nicht viel über die Vergangenheit von Lou. Mit einem verblichenen Foto aus den 1930er-Jahren beginnt eine Reise nach Hamburg, wo Lou als Jüdin heranwuchs, dort gab es auch eine schicksalhafte Liebe. Das Cover zeigt ein tolles Motiv in tollen Farben, beim Titel habe ich mich nach der Bedeutung gefragt. Die Frage wird auf jeden Fall im Laufe des Buches beantwortet. Das Buch lässt sich flüssig lesen, es wird abwechselnd von der Gegenwart und der Vergangenheit erzählt. Die Familie spielt eine große Rolle, sowie die Freundschaft. Man erfährt viel von der Situation im zweiten Weltkrieg, was mit den Juden passiert ist, was im Krieg passiert ist. Eine Flucht wird ebenfalls thematisiert. Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen. Die Vergangenheit spielt eine große Rolle, und was sie mit einem macht, wie sie einen Menschen verändern kann. Ein unheimlich spannendes und emotionales Buch, das deutlich aufzeigt, was manche Menschen damals erleben mussten.

Louise und Anna - zwei Geschichten

Von: die.buecherdiebin Datum: 05. October 2021

Inhalt: Seit vielen Jahrzehnten lebt Annas Großmutter Lou (Louise) in einem Haus am Meer in Neufundland. Nach ihrem Tod fällt Anna und ihren Schwestern Judith und Greta die Aufgabe zu, die Beerdigung zu planen und das Haus auszuräumen, um es verkaufen zu können. Dann findet Anna ein altes Foto, das ihre Großmutter zusammen mit einem unbekannten Mann zeigt. Anna wird neugierig auf Lous Geschichte, denn ihre Großmutter hat immer viel zu wenig von ihrer Vergangenheit, an die sie nicht erinnert werden wollte, erzählt. Lou musste in den 1930er Jahren zusammen mit ihrer Schwester Hannah aus ihrer Heimatstadt Hamburg fliehen, da sich für sie und ihre jüdische Familie die Lage in Deutschland immer weiter zuspitzte. Meine Meinung: Die Geschichte wird im Wechsel auf zwei Zeitebenen erzählt. Während die Geschichte in der Gegenwart, in der die drei sehr unterschiedlichen Schwestern nach Neufundland reisen, eher leicht ist und sogar noch eine kleine Liebesgeschichte beinhaltet, ist die Geschichte von Lou wesentlich spannender und dramatischer und hat mich auch mehr fesseln können. Die Beschreibungen der Charaktere fand ich sehr gelungen und mir waren Anna, Judith und Greta ebenso sympathisch wie Lou und ihre Schwester Hannah, sowie auch Carl, Lous Jugendfreund, der zu ihr hält und ihr hilft, obwohl sein Vater ein überzeugter Nazi ist. Der Schreibstil von Johanna Laurin ist lebendig und bildhaft und lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen. Auch die Landschaftsbeschreibungen von Neufundland haben mir gut gefallen. Mir fehlte allerdings lange Zeit eine engere Verbindung der beiden Geschichten und die überraschende Wendung am Schluss hat mir überhaupt nicht gefallen (dazu habe ich aber auch schon viele andere Meinungen gelesen). Fazit: Eine unterhaltsame Geschichte auf zwei Zeitebenen, die ich gerne gelesen habe.

Herzergreifend ❤️💔

Von: Elisa Datum: 03. October 2021

🆁🅴🆉🅴🅽🆂🅸🅾🅽 🌟 4,5 / 5 Sternen ۰ Im Debütroman "Die Bucht der Lupinen" aus der Feder von Johanna Laurin, veröffentlicht im Goldmann Verlag, wird eine Geschichte über die Zeit des Zweiten Weltkrieges verknüpft mit tiefsinnigen Liebesgeschichten & Familiengeheimnissen erzählt. Die Geschichte ist einfach so bewegend! 🥰🥺 ۰ ᴄᴏᴠᴇʀ: Das Cover versprüht eine angenehme sommerliche Atmosphäre. ✨ ۰ ꜱᴄʜʀᴇɪʙꜱᴛɪʟ/ᴍᴇɪɴᴜɴɢ: Johanna's Schreibstil ist einnehmend, wendungsreich und wortgewandt! Die Geschichte wird abwechselnd aus den POV's von Louise und ihren Enkelinnen - Anna, Judith und Greta - erzählt und das auf zwei Zeitebenen. Man kann sich auch mit jedem Charakter identifizieren - man fühlt jede Emotion mit. Sie sind vielschichtig, reif und authentisch. Vorallem gingen mir das Leben von Lou und ihre Liebe zu Carl sooo nahe ans Herz. ❤️💔 Wunderbar umgesetzt! Der rote Faden blieb bei beiden Zeitebenen bestehen und das bis zum Schluss super spannend erzählt, bis es sich zusammengefügt hatte. Das Setting im kanadischen Neufundland hat mir auch mega gut gefallen. ۰ ꜰᴀᴢɪᴛ: Herzbewegend schön - ein Debütroman, der unter die Haut geht! Mich durch den eloquenten Schreibstil, der einnehmenden tiefgründigen Handlung sehr einnehmen konnte. Ganz große Leseempfehlung! 😍

Unbedingt Lesen

Von: SophieNdm Datum: 12. August 2021

Inhalt Als Annas Großmutter Lou stirbt, reist sie mit ihren beiden Schwestern nach Neufundland, wo Lou seit vielen Jahrzehnten gelebt hat. Während die drei das Haus am Meer ausräumen, wird ihnen bewusst, wie wenig sie über die Vergangenheit und das Leben ihrer Großmutter wissen. Doch dann stoßen die Schwestern auf ein verblichenes Foto, das ihre Großmutter mit einem unbekannten Mann zeigt. Es beginnt eine Reise in das Hamburg der 1930er Jahre, wo Lou als Tochter jüdischer Eltern heranwuchs und wo die Geschichte ihrer ganz großen Liebe begann – einer schicksalhaften Liebe, die Lou in Zeiten der größten Finsternis den Weg wies wie ein leuchtender Stern. Meine Meinung Die Geschichte spielt hier auf verschiedenen Zeitebenen, was mir besonders gut gefällt. Einmal in der Gegenwart, ca. 2016 und in der Vergangenheit aus der Sicht von Lou in den 1930er Jahren. Anfangs ist es mir etwas schwer gefallen in die Kapitel in der Gegenwart reinzukommen, da hier nicht viel passiert ist. Ab ca. Seite 150, nachdem ich einige Kapitel der Vergangenheit gelesen hatte, konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Lou's Erlebnisse des 2. Weltkrieges sind sehr bildlich und gefühlvoll geschildert. Es kam mir so vor als wäre ich selbst mittendrin. Man erlebt die dramatische Flucht hautnah und fiebert richtig mit. Meiner Meinung nach liegt der Schwerpunkt der Geschichte eindeutig auf Lou's Leben und die Ereignisse in Gegenwart sind recht oberflächlich und vorhersehbar und dadurch leider nicht so spannend.+ Generell bin ich mit den 3 Schwestern nicht besonders warm geworden und empfand die Kapitel in der Gegenwart immer als etwas zäh. Fazit Ein sehr atmosphärisches, berührendes Buch. Absolute Empfehlung!

Emotional

Von: franzi_loves_books Datum: 07. August 2021

Handlung: Nachdem Lou, Annas Großmutter, verstorben ist, reist Anna mit ihren beiden Schwestern nach Neufundland, wo ihre Oma zuletzt gelebt hatte. Während die drei das Haus am Meer ausräumen, wird ihnen bewusst, wie wenig sie eigentlich über die Vergangenheit ihrer Großmutter wissen. Doch dann stoßen die drei auf ein altes, verblichenes Foto , das sie mit einem unbekannten Mann zeigt. Es beginnt eine Reise in das Hamburg der 1930er Jahre, wo Lou als Tochter jüdischer Eltern heranwuchs und wo die Geschichte ihrer ganz großen Liebe begann - einer schicksalshaften, herzzerreißenden Liebe, die Lou in Zeiten der größten Finsternis den Weg wies wie ein leuchtender Stern... Meine Meinung: Das Cover finde ich total hübsch. Die Farben harmonieren miteinander und es strahlt eine angenehme Atmosphäre aus, die man in dem Buch auch wiederfindet. Zumindest bei den Schwestern, denn das Buch spielt in Zeiten des Nationalsozialmus. Man lernt viel über die deutsche Geschichte und das Leben, vor allem der jüdischen, Bevölkerung damals. Die Liebesgeschichte war sehr gut integriert und emotional. Den Schreibstil mochte ich total gerne, er war sehr angenehm und flüssig. Der einzige Kritikpunkt ist, dass ich es an manchen Stellen etwas langatmig fand und zwischendurch manchmal etwas anderes als Abwechslung gelesen habe - was allerdings auch sicherlich daran liegt, dass ich historische Romane nicht so häufig und gerne lese. Fazit: Ein sehr emotionales Buch, welches das Leiden und die Qualen der Menschen damals nochmals aufzeigt. Ich lege es wirklich jedem ans Herz, vor allem wenn ihr historische Bücher mögt! Es bekommt von mir 4 von 5 Sternen ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein sehr schönes Buch

Von: anja_reads Datum: 01. August 2021

Diese Geschichte ließ sich sehr gut lesen. Die Schilderungen der Großmutter in jüdischer, gut situierter Familie waren eingehend beschrieben, ebenso aber auch wie erschreckend sich die Welt der Juden nach der Machtübernahme Hitlers verändert hat, was dem Leser schon einen Kloß im Hals beschert. Man lernt noch einmal viel über die deutsche Geschichte in den 30er Jahren, über Hoffnungslosigkeit, die Qualen des Krieges, aber auch über das Durchhaltevermögen der Menschen zu dieser Zeit. Die Generationsgeschichte kann mit einigen Schauplätzen dienen, neben Deutschland spielt die Geschichte auch in England, Kanada und Neufundland. Der Schreibstil ist flüssig, so dass man kontinuierlich weiterlesen möchte. Eine klare Leseempfehlung, für Leute die Familiengeschichten lieben und sich ein wenig für die deutsche Vergangenheit interessieren.

Was für ein Debütroman!

Von: get lucky Datum: 26. July 2021

Johanna Laurin - Die Bucht der Lupinen Als Annas Großmutter Lou stirbt, reist sie mit ihren beiden Schwestern nach Neufundland, wo Lou seit vielen Jahrzehnten gelebt hat. Während die drei das Haus am Meer ausräumen, wird ihnen bewusst, wie wenig sie über die Vergangenheit und das Leben ihrer Großmutter wissen. Doch dann stoßen die Schwestern auf ein verblichenes Foto, das ihre Großmutter mit einem unbekannten Mann zeigt. Es beginnt eine Reise in das Hamburg der 1930er Jahre, wo Lou als Tochter jüdischer Eltern heranwuchs und wo die Geschichte ihrer ganz großen Liebe begann – einer schicksalhaften Liebe, die Lou in Zeiten der größten Finsternis den Weg wies wie ein leuchtender Stern ... Ganz einfach gesagt: Was für ein tolles Werk einer mir unbekannten Autorin! Auf zwei Zeitebenen werden wir nach Neufundland und in der Vergangenheit nach Hamburg entführt. Ab der ersten Seite war ich ergriffen und mittendrin in der Neuzeit. Anna und ihre beiden Schwestern waren mir, auch wenn so unterschiedlich, wie es im Leben spielt, sehr sympathisch. Richtig ergreifend war dann die Geschichte der Großmutter und derer jüdischen Eltern in Zeiten des Nationalsozialismus. Um alles zusammenzufassen: Eine Lebens-und Liebesgeschichte, die fesselt, richig gute Unterhaltung und ein gelungenes Ende. Deshalb eine eindeutige Leseempfehlung mit ✰✰✰✰✰

Großartiger Roman auf zwei Zeitebenen

Von: Martinas Buchwelten Datum: 20. July 2021

Schon lange habe ich keinen Roman mehr aus diesem Genre gelesen, der mich in allen Bereichen so überzeugt hat. Zusätzlich ist diese Geschichte auf zwei Zeitebenen ein Debütroman! Kaum zu glauben! Meistens bevorzuge ich ja bei Erzählungen mit zwei Zeitsträngen den Vergangenheitsstrang. Doch diesmal konnten mich beide Zeiten gefangen nehmen und ich habe die 480 Seiten im Nu inhaliert. Im Prolog lernen wir Louise kennen, die in ihrem Haus in Seaborough, Neufundland, an ihr Leben zurückdenkt, denn ihr bleibt nicht mehr viel Zeit... Nach ihrem Tod reisen ihre drei Enkelinnen Judith, Anna und Greta aus Deutschland, ihrer ehemaligen Heimat, an. Sie sollen das Haus entrümpeln, um es für einen Verkauf vorzubereiten. Zusätzlich muss die Trauerfeier organisiert werden, bis ihre Mutter Helene ebenfalls in Kanada ankommen wird. Zwischen Helene und Louise bestand seit Jahren keine gute Beziehung. Beide Frauen verweigern die Aussage, wenn es um die Vergangenheit von Louise geht. Das Schweigen lastet auf den Enkelinnen, besonders auf Anna, die eine ganz besondere Beziehung zu ihrer Großmutter hatte. Viele gute Kindheitserinnerungen verbinden die jungen Frauen mit ihrer Oma und doch war die Entfernung so groß, dass sie sie viel zu wenig besucht haben. Als Anna beim Aufräumen alte Fotos und ein Tagebuch findet, möchte sie mehr über die Vergangenheit ihrer Oma wissen. Es lässt ihr keine Ruhe, dass Louise und ihre Mutter so ein Geheimnis daraus machten. Louise ist gemeinsam mit ihrer Schwester Hannah in Hamburg als Tochter eines jüdischen Arztes aufgewachsen. Wir schreiben das Jahr 1935 und wir alle wissen, was auf die Familie in den nächsten Jahren zukommen wird. Und diese Geschichte, die den Leser in diese dunkle Zeit zurückführt und man auf den nächsten Seiten lesen wird, geht wahnsinnig zu Herzen und berührt sehr. Ich bin komplett abgetaucht in diese Zeit voller Gefahren für Louise, die in Carl, den Sohn eines Fabriksbesitzers, ihre große Liebe findet. Doch sein Vater ist Mitglied der SS, der die Verfolgung der Juden mit voller Kraft unterstützt. Doch Louise gibt die Hoffnung nie auf... Aber auch der Handlungsstrang in der Gegenwart hat mir sehr gut gefallen. Vorallem die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen haben in meinem Kopf sofort atemberaubende Bilder dieser rauen Gegend hervorgerufen. Gelungen sind auch die sehr unterschiedlichen Charaktere der Schwestern, die mir alle drei sehr ans Herz gewachsen sind. Die temperamentvolle Greta und die liebenswerte Anna mochte ich noch um einen Ticken mehr, als die ehrgeizige Judith. Auf Anna warten in Neufundland noch einige Veränderungen, die ihr Leben auf den Kopf stellen werden. Doch auch Judith und Greta müssen ihren Weg finden und sich über sich selbst klar werden... Abwechselnd erzählt Johanna Laurin die Geschichte von Lou(ise) und ihren Enkelinnen auf zwei Zeitebenen. Dabei überrascht die Autorin den Leser immer wieder mit ungeahnten Wendungen. In dieser Geschichte ist nichts vorhersehbar und die Spannung immer vorhanden. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe die letzten Seiten mit Wehmut gelesen. Der Schreibstil ist fesselnd, einnehmend und bildhaft. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und ich konnte mich in alle wunderbar einfühlen. Ich habe mit ihnen gebangt, geweint, gelacht und gezittert. Die Erzählweise der Autorin ist brilliant und zeigt ebenso von exakter Recherche. Ein absolutes Lesehighlight, mit dem ich so überhaupt nicht gerechnet hatte. Eine grandiose Geschichte, die mich auf allen Ebenen begeistert hat. Von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung! Fazit: Ein großartiger Roman mit Tiefgang und einer sehr berührenden Story, die wunderbar erzählt wird. Ich kann es nicht glauben, dass es sich hier wirklich um einen Debütroman handelt. Wunderbar erzählt auf zwei Zeitebenen, die mich beide gleichermaßen begeistern konnten. Ganz große Leseempfehlung!

Ein Buch #gegendasVergessen, das in Bezug auf eine altbekannte Thematik eine emotional bewegende, atmosphärische und spannende Lebensgeschichte erzählt.

Von: schnäppchenjägerin Datum: 15. July 2021

Nachdem ihre Großmutter Louise gestorben ist, reisen die drei Schwestern Judith, Anna und Greta Berenberg nach Neufundland, um die Beisetzung zu organisieren und den Nachlass zu regeln. Beim Aufräumen und Ausmisten im Sea Garden House wird ihnen wieder bewusst, wie wenig sie über die Vergangenheit ihrer Großmutter wissen, die nie über ihre Flucht nach Neufundland sprechen und auch keine Angaben zu ihrem Großvater machen wollte. Die Geschichte handelt auf zwei Zeitebenen und wechselt dabei zwischen der Vergangenheit, die aus der Sicht von Louise von 1935 bis zu ihrem Neuanfang nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges erzählt wird, und der Gegenwart aus der Perspektive der mittleren Schwester Anna, die vor ihrer Abreise überraschend einen Heiratsantrag von ihrem Freund bekommen hatte, sich aber unsicher ist, ob ihre Beziehung eine Zukunft hat. Die drei Schwestern sind ganz unterschiedliche Charaktere, stehen sich aber nahe. Die älteste Judith ist Juristin und geht die Dinge pragmatisch an, Anna und Greta verlassen sich mehr auf ihre Gefühle und Intuition. Anna agiert jedoch mit Bedacht, während Greta spontan und impulsiv aus dem Bauch heraus entscheidet. Bei der Regelung des Nachlasses ergänzen sich sich auf diese Weise ideal. In der Vergangenheit taucht man in die Lebens- und Leidensgeschichte von Lou ein, die als jüdisches Mädchen und heranwachsende Frau alle Gräueltaten des Nationalsozialismus in Hamburg und Umgebung erleben musste. Halt und Unterstützung gab ihr stets der Industriellensohn Carl von Hohenstetten, in den sie sich als Teenager verliebte. Die Geschichte über Judenverfolgung, Gewalt, willkürliche Verhaftungen, Flucht und Vertreibung erzählt in Bezug auf den Zweiten Weltkrieg nichts Neues, ist jedoch so einnehmend geschildert, dass sie zu keinem Zeitpunkt langweilig oder gar abgedroschen wäre. Ohne zu sehr zu dramatisieren, liest sie sich authentisch und lebendig. Man fühlt und leidet mit Louise mit und ist gespannt darauf zu erfahren, wie sie letztlich nach Neufundland gelangt ist und was am Ende mit Carl geschehen sein mag. Die Gegenwart ist weitaus weniger tragisch und schicksalsträchtig, überzeugt jedoch durch das malerische Setting auf Neufundland und die liebevoll herausgearbeiteten Charaktere mit ihrem im Vergleich zu Louise kleineren Sorgen und Problemen. Auch hier erzeugt der Bezugspunkt zu Carl Spannung, bei dem es sich um den Großvater der drei Schwestern handeln könnte. Dabei bleibt trotz Auffinden eines Tagebuches, von Briefen und Fotos unklar, warum Louise so beharrlich geschwiegen hat. "Die Bucht der Lupinen" ist ein Buch #gegendasVergessen, das in Bezug auf eine altbekannte Thematik eine emotional bewegende, atmosphärische und spannende Lebensgeschichte erzählt. Beide Handlungsstränge sind gleichermaßen wendungsreich und unterhaltsam, da die Geschichte zu keinem Zeitpunkt vorhersehbar ist und Lous Geheimnis um ihre große Liebe lange Zeit gewahrt bleibt.

Eine Geschichte, die unter die Haut geht

Von: Tiaras Bücherzimmer Datum: 11. July 2021

Als erstes ist mir hier das wunderschöne Cover aufgefallen. Als mir dann der Klappentext auch noch ein Familiengeheimnis versprach, wusste ich, diese Buch muss ich lesen. Ich wurde auch nicht enttäuscht und mit einer sehr berührenden und zu Herzen gehenden Geschichte belohnt. Sie wird in zwei Zeitebenen erzählt. In der Zukunft treffen wir auf Anna und ihre Schwestern, die nach dem Tod ihrer Großmutter Lou die Trauerfeier in Neufundland organisieren. Lou hat nie irgendwas über ihr Leben erzählt und als die Schwestern ein Foto ihrer Großmutter mit einem Mann finden, beginnen sie nachzuforschen. Anna hat mich von den Schwestern am meisten erreicht, sie hat ihre eigenen Probleme und man merkt einfach, wie gut ihr Neufundland tut und wie sie wieder zu sich selbst findet. In der Vergangenheit erleben wir parallel dazu Lou`s Geschichte, die mich sehr bewegt hat. Vor allem der Schluß ging mir unter die Haut und hat mich zu Tränen gerührt. Johanna Laurin hat einen sehr emotionalen und bildhaften Schreibstil der mir die wunderschöne und rauhe Landschaft vor Augen führte und mich das Kriegsgeschehen und die damit verbundenen schlimmen Gräueltaten hautnah miterleben ließ. Lou und Carl haben mein Herz ganz besonders berührt, sie haben sich sehr für die Juden eingesetzt, obwohl sie dadurch selbst ihr Leben riskiert haben. Fazit: Eine Geschichte, die sehr unter die Haut geht, nichts beschönigt und mir oftmals Gänsehaut bereitet hat. Ich vergebe 5/5 Sterne und eine unbedingte Leseempfehlung. Vielen Dank an den Goldmann Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Bewegendes Debüt

Von: Stefanie K. Datum: 04. July 2021

"Die Bucht der Lupinen" ist das Debüt von Johanna Laurin und die Autorin konnte mich mit diesem definitiv überzeugen. Das Buch erzählt die Geschichte von den Schwestern Anna, Judith und Greta, die nach dem Tod ihrer Großmutter Louise nach Kanada reisen, um dort die Beerdigung vorzubereiten und sich um den Verkauf des Hauses zu kümmern. Erzählt wird aber auch die Geschichte von Louise, die als junge Jüdin im nationalsozialistischen Deutschland lebt und sich verliebt. Die Geschichte konnte mich vor allem mit Lous Lebensgeschichte überzeugen, denn ihr Leben ist absolut tragisch und konnte mich absolut bewegen. Die Autorin beschreibt das Leben für Lou und ihre Familie sehr eindringlich und emotional. Auch die Liebesgeschichte ist sehr tragisch und ich habe sehr mit Lou und Carl mitgefiebert. Für mich lag der Schwerpunkt der Handlung eher bei Lous Geschichte, so dass die Schwestern insbesondere zum Ende hin manchmal ein wenig zu kurz gekommen sind. Aber auch hier habe ich mich gut unterhalten gefühlt und fand es sehr interessant wie sich am Ende alles verknüpft hat. Das Setting im kanadischen Neufundland hat mir sehr gut gefallen und der kleine Ort hat ein wenig Wohlfühlatmosphäre versprüht. Wie bereits war auch das Kriegssetting in Deutschland sehr eindringlich und berührend. "Die Bucht der Lupinen" ist ein sehr bewegendes Debüt und ich habe den Schreibstil der Autorin sehr gemocht. Ich würde mich über weitere Romane von Johanna Laurin sehr freuen.

emotionaler Roman in toller Kulisse

Von: emmasbuecherecke Datum: 29. June 2021

„Die Bucht der Lupinen“ von Johanna Laurin ist ein historischer Familienroman, der im Mai diesen Jahres beim Goldmann Verlag erschienen ist. Wie bei vielen Romanen dieser Art, wird aus zwei Zeitebenen erzählt. Zum einen aus der Sicht der Jüdin Louise ab den 1930-er Jahren und zum anderen aus Annas Sicht, Lous Enkelin, 2016. Als Lou stirbt, kommen ihre drei Enkelinnen in ihr Haus in Neufundland, um es auszuräumen und die Trauerfeier zu organisieren. Dabei stoßen sie auf alte Bilder und Briefe ihrer Großmutter. Lous Tochter Helene ist zwar an der kanadischen Ostküste aufgewachsen, später aber nach Deutschland ausgewandert. Weder Lou noch Helene haben jemals viel über die Vergangenheit gesprochen, daher wissen die drei Schwestern kaum etwas und gehen ihrer Geschichte auf die Spur. Im Verlaufe des Buchs werden die Leser:innen mit auf diese Reise der Geschichte genommen. Man erfährt wie es Lou und ihrer Familie im Nazi-Deutschland ging und wie sie letztendlich nach Neufundland kam. Sehr emotional werden hier die dunklen Zeiten des Krieges erzählt, aber auch die schönen Seiten, vor allem die Natur auf Neufundland werden bildreich beschrieben und machen das Buch so lesenswert. In den letzten Monaten habe ich ja bereits mehrerer Bücher mit ähnlichem thematischen Bezug gelesen. Daher muss ich sagen, dass es zwar keine komplett neue Geschichte war und das Ende (zumindest für die eine Tochter) sehr absehbar war (obwohl eine Überraschung aus der Vergangenheit gab es noch), mir das Buch aber doch gut gefallen hat und ich die 470 Seiten über das Wochenende mal eben weggelesen habe. Außerdem habe ich nun seeeehr große Lust Neufundland zu besuchen!

Grandioses Debüt mit zwei spannenden Zeitsträngen

Von: Redrose Datum: 27. June 2021

Man mag es kaum glauben, dass „Die Bucht der Lupinen“ das Debüt der Autorin ist. Gekonnt verwebt sie zwei Zeitstränge miteinander und wir Leser erfahren abwechselnd etwas über das Leben von Lou, die als Tochter jüdischer Eltern mit dem steigenden Judenhass in der Nazizeit zu kämpfen hat und der Jetztzeit, bei der die drei Enkelinnen von Lou ihre sehr unterschiedlichen Lebenswege bestreiten. Sowohl die Vergangenheit als auch die Gegenwart sind sehr packend und lebendig beschrieben und ich konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Die Gräueltaten von Nachbarn und Denunzianten, von Machtmenschen, die einfach nur zum Spaß oder aus perversen Gelüsten heraus Menschen gequält und gedemütigt haben, waren nur schwer nachzuvollziehen. Doch sie sind noch immer unter uns und es ist wichtig, dass diese sogenannten „Herrenmenschen“ nie wieder an die Macht gelangen. Wie zur Erholung nach den Erlebnissen in der 1930-er Jahren habe ich die wunderschönen Naturbeschreibungen der Enkelinnen in Neufundland empfunden und das Buch macht richtig Lust auf einen Urlaub in dieser Region. Ich versetze mich in die Bucht der Lupinen und beobachte Wale oder auch einen Eisberg, der vorüberzieht. Der Sprachstil gefällt mir sehr, trotz der fast 500 Seiten, habe ich das Buch in kürzester Zeit inhaliert und immer wieder wurde ich mit unerwarteten Wendungen überrascht. Unterhaltung der Spitzenklasse mit ernstem Hintergrund und gerade in der heutigen Zeit wieder sehr aktuell. Ein Buch über Toleranz und Mitgefühl, über mutige Alltagshelden und feige Denunzianten und über die Liebe, die alle Hindernisse überwindet. Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

Geht unter die Haut

Von: booksandhotchocolate_ Datum: 22. June 2021

Gegenwart: Anna lebt mit ihrem Freund Philipp zusammen in Hamburg, doch ganz sicher ist sie sich mit der Beziehung nicht, denn den Vorfall vor 2 Jahren kann sie einfach nicht vergessen. Als ihre Großmutter Lou stirbt, reist sie mit ihren beiden Schwestern, Judith und Greta, nach Neufundland, um sich um alles zu kümmern, bis ihre Mutter Helene und ihr Vater dort eintreffen. Sie haben ihre Großmutter sehr geliebt, allerdings wissen sie nicht viel von ihrer Vergangenheit, auch haben sie nie erfahren wer ihr Großvater ist. Beim Ausräumen von Lou´s Haus erfahren sie jedoch immer mehr Details von ihrem früheren Leben, auch von den liebenswürdigen Bewohnern erfahren sie das ein oder andere. Anna hofft das sie hier ihre Gedanken ein wenig sortieren kann und nähert sich auch ihren Schwestern wieder an, sie fühlt sich immer wohler in Neufundland. Vergangenheit 1930er-Jahren: Lou ist als Tochter jüdischer Eltern in Hamburg aufgewachsen und begegnete dort auch ihrer großen Liebe Carl, doch diese Liebe wird von Dunkelheit überschattet und sie müssen so einige Schicksalsschläge überstehen, am Ende versuchen sie aus Deutschland zu flüchten. Das ist eine unglaublich berührende Geschichte, die einem unter die Haut geht. Was Lou in Ihrer frühsten Jugend, als Jüdin im zweiten Weltkrieg, durchstehen musste ist unvorstellbar und dabei ist es nur eine Geschichte von unzähligen. Auch die Liebesgeschichte zwischen ihr und Carl ist herzergreifend. Es war sehr spannend mitzuerleben wie die Schwestern immer mehr von Lou´s Vergangenheit erfahren und auch die Geschichte in der Vergangenheit miterleben zu können. Der Schreibstil der Autorin war flüssig und vereinnahmend und die Kulisse von Neufundland wunderschön beschrieben, alles wirkte sehr authentisch und realitätsnah. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, ich fand es unglaublich.

Ein berührender Roman über die wahre Liebe und gegen das Vergessen

Von: Sommerlese Datum: 18. June 2021

"Die Bucht der Lupinen" ist der Debütroman von Johanna Laurin, er erscheint im Goldmann Verlag. Der Tod ihrer Großmutter Lou veranlasst Anna und ihre beiden Schwestern Judith und Greta zu einer Reise nach Seaborough, Neufundland. Dort wollen sie Lous Haus ausräumen und die Trauerfeier vorbereiten. Beim Entrümpeln merken sie, wie wenig sie über das Leben ihrer Großmutter wissen. Sie finden ein altes Foto mit Lou und einem ihnen unbekannten Mann, scheinbar Lous großer Liebe. Dieses Foto wurde in den 30er Jahren in Hamburg aufgenommen, dort wuchs Lou auf, als Tochter jüdischer Eltern. In diesem Roman lässt die Autorin zwei Handlungsstränge nebeneinander laufen, sie verteilen sich auf die 1930er Jahre und auf die Zeit nach Lous Tod 2016. Schnell ist klar, dass Lou in einer schrecklichen Zeit gelebt hat, doch sie hat mit ihren Enkelinnen nie über die Erlebnisse gesprochen. Der Schmerz steckte tief und so blieben diese Dinge unter dem Mantel des Schweigens. Mit sehr berührenden Szenen und einem eindringlichen und fesselnden Schreibstil erzählt Johanna Laurin eine fiktive, aber vorstellbare Geschichte von einer großen Liebe in der Zeit des Nationalsozialismus, die man emotional betroffen miterlebt. In Lous Leben gab es schlimme Ereignisse, die sie hinter sich lassen musste. Davon erfahren auch ihre Enkelinnent. Auch sie machen in Neufundland neue Entdeckungen, ihre Erlebnisse zeigen drei Frauenbilder, die mit ihrem Leben hadern und ihren Weg finden müssen. Besonders eindrucksvoll erlebte ich die Beschreibungen der neufundländischen Küste, man macht in diesem Roman eine Reise in die raue Wildnis, duftet an Lupinen und sieht eine vielfältige Vogelwelt, die hier an der rauen See lebt. Ich konnte mir die klar umrissenen Figuren gut vorstellen, mit ihnen fühlen und ihre persönlichen Beziehungen und Lebenspläne nachvollziehen. Die geschichtliche Aufarbeitung zeigt welche Schwierigkeiten Menschen hatten, sich gegen die Verfolgung von Juden aufzulehnen. Ein wunderbarer, berührender Roman, der mit einer interessanten Story, einem bildgewaltigen Setting und liebenswerten Figuren perfekt unterhält.

Ein spannender, atmosphärisch mitreißender Roman

Von: Hanne/Lesegenuss Datum: 17. June 2021

Es ist Januar 2016. Im "Sea Garden House" blickt die alte Dame Lou auf ihr Leben zurück. Es war eine lange Reise gewesen. Doch nun hieß es Abschied nehmen, hier von dem Ort, von Neufundland, von allem was ihr lieb war, und vor allem von ihren Erinnerungen. Nur wenige Monate später in Hamburg. Dort wartet Anna auf ihren Freund Philipp mit einem wunderbaren Essen. Nach einer schweren Zeit versuchen beide wieder Normalität herzustellen. Doch so einfach war das nicht. Zu schwer war der Vertrauensbruch, den Philipp begangen hatte. Die Zweifel ließen sich nicht so einfach beseitigen. Als er an diesem Abend einen Heiratsantrag macht, kommt das Thema wieder auf den Tisch. Wütend verläßt Philipp die Wohnung. Mitten in der Nacht erhält Anna die Nachricht, dass Oma Lou verstorben ist. Nur zwei Tage später macht sie sich mit ihren beiden Schwestern auf nach Seaborough, Neufundland. Judith, Anna und Greta, hier handelt es sich um drei unterschiedliche Protagonistinnen. Ihre Mutter würde nachkommen nach Kanada. Die Mädels sollten schon mal die Trauerfeier vorbereiten als auch mit dem Entrümpeln des Hauses, da es verkauft werden sollte. Viele gute Erinnerungen verbinden die Schwestern hier mit dem Haus, mit der Oma. Warum haben sie sich nicht mehr um sie gekümmert und sie besucht? Zu wenig wußten sie aus ihrem alten Leben. Darüber wurde nicht gesprochen. Beim Aufräumen finden sie ein altes Foto und so versuchen sie mehr von Lous Vergangenheit herauszufinden. Lou(ise) war in Hamburg aufgewachsen und Jüdin. Hier nun entfaltet sich die Geschichte zwischen dem Hier und Jetzt und der Vergangenheit. Es sind Momente ihres Glücklichseins und das schrecklich Erlebte. Bis der Leser letztendlich erfährt, wie genau Lou nach Neufundland kommt und dort bleibt, ihre Tochtergroß zieht, sich durchkämpft, teils eine emotionale Achterbahn. Die Vergangenheit heißt die Zeit des Nationalsozialismus, die Schicksale von Menschen. Die Protagonistinnen leben in unterschiedlichen Zeiten und doch sind sie tief miteinander verbunden. Es war spannend, die Geschichten der Schwestern als auch der Großmutter zu verfolgen. Bei dem Buch hatte mich als erstes der Titel mit dem Cover als auch dann der aussagekräftige Klappentext angesprochen. Was Lou betrifft, in ihre Zeit einzutauchen, beim Lesen mit ihr den Weg zu gehen, hat mich sehr berührt. Damit die Geschichte lebendig erscheint, gibt es gute vielschichtige Nebenfiguren. Ich möchte gar nicht viel mehr aus dem Roman erzählen, man muss es einfach selbst lesen! Die Bucht der Lupinen" ist erneut ein Roman, der gegen das Vergessen ist. #gegendasvergessen

Dunkle Wolken und wilde Lupinen

Von: liesmal 50 Datum: 16. June 2021

„Die Bucht der Lupinen“ aus dem Verlag Goldmann ist der Debütroman von Johanna Laurin. Titel und Cover lassen den Eindruck eines friedvollen Stückchens Erde entstehen – Neufundland. Wunderschön liegt das Haus am Meer, in dem Lou viele Jahre ihres Lebens verbracht hat. Das Bild lädt ein zum Träumen. Aber der Schein trügt – tief in ihrem Inneren sieht es anders aus! Nach dem Tod ihrer Großmutter reisen Anna und ihre beiden Schwestern nach Neufundland. Besonders Anna hatte eine innige Verbindung zu ihrer Großmutter, doch erst beim Auf- und Ausräumen wird ihr klar, dass sie nie etwas über das Leben und die Vergangenheit ihrer Großmutter erfahren hat. Können die Mädchen das Geheimnis lüften? Durch alte Fotos und Aufzeichnungen beginnt eine Reise in die Vergangenheit, die ihren Anfang nimmt im Hamburg der 1930er-Jahre. Louise war das Kind jüdischer Eltern. Nicht nur ihre Geschichte und mit ihr der Beginn einer großen, einer verbotenen Liebe wird sehr eindringlich geschildert. Das ganze dramatische Geschehen der damaligen Zeit erfahre ich hier hautnah, nachdem ich sofort mit hineingenommen werde in die Geschichte, die mir die ganzen Grausamkeiten, die Unbarmherzigkeit und die Unmenschlichkeit sehr bildhaft vor Augen führt. Aber auch die Arbeit der Menschen, die im Untergrund versuchen, gegen die Ungerechtigkeit vorzugehen und sich dadurch selbst in größte Gefahr begeben, ist sehr eindrucksvoll und realistisch beschrieben. Johanna Laurin gelingt es, mich mit ihrem Schreibstil so zu fesseln, dass ich nicht selten das Gefühl habe, selbst Teil ihrer Geschichte zu sein. Das Buch besteht aus zwei Erzählsträngen, die mit jedem Kapitel wechseln. Da ist einmal die Geschichte von Louise aus den 1930er- und den Jahren des Zweiten Weltkrieges, auf der anderen Seite ist es die Gegenwart mit Anna und ihren Schwestern in Sea Garden House in Neufundland. Es ist wirklich ein wunderschönes Stück Erde mit wunderbaren Menschen und vielen spannenden Erlebnissen. Der Wechsel zwischen Zeit und Ort ist sehr gut gelungen. Durch die genauen Angaben zu Beginn der Kapitel habe ich mich schnell in dem jeweiligen Teil eingefunden. Großartig, wie die Erzählstränge langsam immer mehr miteinander verwoben werden, um am Ende zu einer einzigen großartigen Geschichte zu werden. Das Buch sorgt nicht nur für wunderbare kurzweilige Lesestunden, sondern bietet ein wertvolles, wenn auch dunkles Stück deutscher Geschichte, aus der man lernen kann und sollte. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.

Die Bucht der Lupinen

Von: Ulla Leuwer Datum: 12. June 2021

Meine Meinung: Das wunderschöne Cover hat mich verführt, ich wollte unbedingt wissen, was in der Bucht der Lupinen passiert. Die Kurzbeschreibung sagte jetzt keine ungewöhnliche Geschichte voraus. Zu oft wird dies in Romanen behandelt, ein Erbe, verschweigen der Vergangenheit, bewältigen auftretender Probleme. Aber da kommt es jetzt immer auf die Autorin an und auf die Geschichte, die sie sich hat einfallen lassen. Ich lernte also Judith, Anna und Greta kennen, ihre Großmutter lebte in Neufundland und ist leider verstorben. Ihre Mutter hat sie gebeten, dass sie schon frühzeitig vor der Beerdigung anreisen und sich um vieles kümmern. Allerdings gibt es reichlich Geheimnisse um das Leben ihrer Großmutter. Auch befindet sich jede der drei Frauen in besonderen Situationen, die auf irgendeine Weise geklärt werden müssen. Ich als Leserin erfahre natürlich sehr viel mehr und vor allem eher, was die Großmutter Lou alles erleben musste und deshalb am Ende in Neufundland eine neue Heimat gefunden hat. Ich begleite ebenfalls die Enkelinnen und bin gespannt, wie sich da einiges entwickelt. Besonders das Leben von Lou macht mich nachdenklich, traurig, glücklich, wieder sehr traurig und ein bisschen glücklich. Es ist ein auf und ab der Gefühle. Allerdings werde ich hier nicht verraten, was was jeweils ausgelöst hat. Auf jeden Fall fühlte ich mich von der ganzen Geschichte an das Buch gefesselt, denn alle Personen hatte ich in mein Leserherz geschlossen und wünschte mir ein gute Ende in diesem Buch. Fazit: So vieles spielt in diesem Buch eine Rolle, große Liebe, Vergangenheitsbewältigung, Problemlösung in der Gegenwart und Zusammenhalt über Jahrzehnte. Mir hat das Buch gut gefallen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Wunderschön

Von: debbie Datum: 09. June 2021

Ich weiß nicht ganz so reecht, wo ich beginnen soll... Es gibt Bücher, die einen nicht los lassen...Man sieht diese, liest den Klappentext und weiß - hier wartet etwas ganz Großes... Das neueste Buch, welches sich in die Gruppe der Herzensbücher einreiht ist "Die Bucht der Lupinen"...Am Wochenende bei mir angekommen und gesuchtet... Für mich ein absolutes 5-Sterne-Buch...Lange war es ein Highlight für mich...Warum es kein Highlight ist - tja, mein Romantikherz spinnt hier extrem...So sorry...Bitte ignoriert es an dieser Stelle...Das Ende killt mich immer noch...Ich kann es nicht beschreiben...Für mich hat diese Liebe etwas immens Großes verdient...Das Ende erfüllte für mich dies nur zum Teil...Fragt nicht wie es in meinem Kopf ausschaut...Ich erwarte auch nicht, dass es jemand versteht... Ich sitze hier und weine, während ich diese Zeilen schreibe...Dieses Buch begleitet eine Familie...Insbesondere 2 starke Frauen - Großmutter Louise sowie Anna und ihre Schwestern... Eine von ihnen ist Louise, die als Jüdin in der schwärzesten Zeit der deutschen Geschichte eine Liebe erlebt, die so strahlend und einzigartig ist, dass es einem das Herz... Wenn man noch nicht an die wahre Liebe geglaubt hat, so tut man es spätestens nach diesen fast 500 Seiten...Eine reine Liebe...Eine Liebe, die Jahre überdauert...Eine Liebe, die nichts erschüttern kann... Der Schreibstil ist so wundervoll, dass ich die Geschichte einfach inhalieren musste... Für mich werden Louise und Carl einen besonderen Platz in meinem Herzen und Bücherregal einnehmen...Für ewig...Wie diese Liebe, die bis über den Tod hinaus geht... Aber auch die anderen Charaktere konnten mich überzeugen...Sowohl die Familie von Louise als auch ihre Weggefährten über all die Jahre...Jeder Einzelne setzte sich in meinem Herzen fest... Anna erinnert mich etwas an Louise...Sie ist eine junge Frau, die noch nicht so ganz weiß, was sie mit ihrem Leben anstellen soll...Man erkennt sich so sehr in dieser Geschichte wieder...Steht nicht jeder einmal vor so einer Entscheidung - Welchen Abzweig sollte das eigene Leben nehmen... Dieses Buch ist für mich ganz großes Gefühlskino in Buchform...Johanna Laurin hat mich mit ihrem bildhaften Schreibstil komplett überzeugt...Ich bin ab sofort Fan... Danke lieber Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar...Für mich war es Schicksal, dass ich dieses Buch durch Zufall entdeckt habe...Dies hat meine Meinung aber nicht beeinflusst...

Die Bucht der Lupinen

Von: Nicole Plath Datum: 06. June 2021

Nach dem Tod ihrer Großmutter Lou fährt Anna mit ihren beiden Schwestern zu Lous Haus am Meer in Neufundland. Dort finden die Schwestern ein altes Foto. Darauf ist ein ihnen unbekannter Mann. Dieses Foto führt in Lous Vergangenheit in die 1930er Jahre nach Hamburg. Denn dort ist Lou aufgewachsen – als Jüdin. Die Kapitel der Zeitachse der 1930er Jahre und der folgenden Zeit beginnt immer mit einem kurzen Tagebucheintrag von Lou, dann steigt der Leser direkt in das Geschehen ein. Dass Lou diese schreckliche Zeit überstehen wird, ist klar, jedoch nicht, was damals geschah. Ihrer Tochter und den Enkeltöchtern gegenüber war sie immer schweigsam. Nach und nach kommt Licht in diese Dunkelheit. Autorin Johanna Laurin schreibt so gefühlvoll, dass ich die eine oder andere Träne während des Lesens im Auge hatte. Diese Geschichte hat mich auf beiden Zeitebenen emotional mitgenommen. Das Geschehen ist so gut dargestellt, dass ich manchmal das Gefühl hatte, direkt daneben zu stehen und alles zu beobachten. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, und auch die Landschaft kommt in der Beschreibung nicht zu kurz. Das Buch verliert sich dabei jedoch nicht in überflüssigen Beschreibungen. Was ein Buch bei mir nur selten schafft, ist diesem gelungen. Ich erlebte ein intensives Kopfkino. Der Roman bietet auch alles an Gefühlen auf, welche nach meiner Meinung in eine Geschichte dieses Genres gehören. Genau so sollte es sein. „Die Bucht der Lupinen“ wird definitiv in mein Regal der Lieblingsbücher wandern. Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Vergangenheit

Von: Sarahs bunte Welt Datum: 04. June 2021

Wenn ihr gerne Bücher über den den Zweiten Weltkrieg lest, Liebesgeschichten mit Tiefgang mögt und Geheimnisse innerhalb von Familien gerne herausfinden möchtet, dann müsst ihr euch dieses Buch merken. Kopfkino hoch zehn.

Eine berührende Geschichte, die unter die Haut geht

Von: zauberblume Datum: 03. June 2021

In ihrem sensationellen Roman entführt uns die Autorin Johann Laurin nach Neufundland und hier tauchen wir in eine berührende Geschichte ein, die unter die Haut geht. Der Inhalt: Als Annas Großmutter Lou stirbt, reist sie mit ihren beiden Schwestern nach Neufundland, wo Lou seit vielen Jahren gelebt hat und wo ihre Mutter Helene ihre Kindheit verbracht hat. Während die drei das Haus am Meer ausräumen, wir ihnen bewusst, wie wenig sie über die Vergangenheit ihrer Großmutter wissen. Doch dann stoßen die Schwestern auf ein verblichenes Foto, das sie mit einem unbekannten Mann zeigt. Es beginnt eine Reise in das Hamburg der 1930-er Jahre, wo Lou als Tochter jüdischer Eltern heranwuchs und wo die Geschichte ihrer ganz großen Liebe begann – einer schicksalhaften Liebe, die Lou in Zeiten der größten Finsternis den Weg wies wie ein leuchtender Stern… Wow! Noch jetzt Beendigung dieser tollen Lektüre stehe ich richtig gehend unter Strom. Der Spannungsbogen den die Autorin, die einen beeindruckenden Schreibstil hat, aufgebaut hat, ist gigantisch. Wenn ich die Augen schließe, läuft diese berührende Geschichte, bei der während des Lesens viele Emotionen an die Oberfläche gekommen sind, wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich bewundere die raue Schönheit der neufundländischen Küste, die Labradorsträme, das mit Eisschollen durchzogene Meer. Und hierher kommen die drei ungleichen Schwestern, um die Beerdigung ihrer geliebten Großmutter Lou zu organisieren. Durch die liebevolle Beschreibung der Autorin kann ich mir alle Charaktere wunderbar vorstellen. Als Anna, Greta und Judith beim Ausräumen auf dieses Foto stoßen, beginnt auf einmal eine abenteuerliche und unter die Haut gehende Reise in die Vergangenheit. Ich tauche in Lous Geschichte ein, die in den 30er Jahren in Hamburg begann, begleite sie ein ganzes Stück auf ihrem Lebensweg, lerne ihre große Liebe kennen. Spüre förmlich die Gefahren, in denen sie oft geschwebt hat. Tauche auch wieder in längst vergangene grausame Ereignisse ein, die die Menschen damals durchlebt haben. Auch Annas Leben hat sich durch die Reise nach Neufundland verändert und auch gab es beim Lesen noch die eine oder andere Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte. Ein absolutes Lesehighlight, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat und mich auch jetzt nach Beendigung nicht loslässt. Schon die Betrachtung des zauberhaften Covers gewährt mir einen Einblick in die traumhafte Schönheit Neufundlands. Gerne vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

Herzergreifend schön

Von: Leselieblich Datum: 02. June 2021

»Erinnert ihr euch noch an Lous Lieblingsspruch? ›Jeder Tag kann der Anfang einer neuen Geschichte deines Lebens sein.‹ Daran musste ich oft denken.« Als ihre Großmutter Lou stirbt, reisen Anna und ihr beiden Schwestern nach Neufundland, um sich dort um deren Anwesen und die Trauerfeier zu kümmern. Dabei wird ihnen klar, wie wenig sie eigentlich über ihre Großmutter wissen, denn mit jedem Erinnerungsstück, das sie ausräumen und mit jedem Tag, den sie in Seaborough verbringen, erfahren sie mehr über ihre Familie. Lou wuchs als Tochter einer jüdischen Familie im Hamburg der 1930er auf und durchlebte viele schreckliche und doch auch wunderschöne und aufregende Momente, bis sie zu der Frau wurde, die sie alle kannten. Dieses Buch hat mich wirklich zutiefst berührt und erschüttert. Natürlich weiß ich um die furchtbare Vergangenheit Deutschlands, aber es wird nie leichter sich mit diesem Teil der Geschichte auseinanderzusetzen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns vor Augen führen, dass so etwas nie wiederholt werden darf! Der Roman ist dennoch keinesfalls nur düster und traurig, sondern im Gegenteil voller Mut und Liebe. Die Sprünge zwischen Lous Vergangenheit und der Geschichte, der drei Schwester in der Gegenwart, machen die Geschichte dabei abwechslungsreich und spannend. Eine große Herzensempfehlung also.

Fesselnde Vergangenheitsbewältigung

Von: schmoekerstunde Datum: 01. June 2021

Ein Buch, das in unterschiedlichen Zeitebenen handelt. Einmal in einer besonders düsteren Zeit Deutschlands und der Befreiung der Schrecken. Und in der anderen, heutigen Zeit handelt es von den einzelnen Charakteren der Nachkommen der eigentlichen Protagonisten. Anfangs hatte ich richtige Anlaufschwierigkeiten mit dem Roman. Aber dann interessierten mich plötzlich die Geschichte und der Verlauf der darin vorkommenden Personen. Es ist immer schwer, über die Unterdrückung der Menschen in den 30er Jahren in Deutschland zu lesen, weil es unbegreiflich ist, dass sich so wenig aufgelehnt haben und einfach mitmachten. Ein lesenswertes Buch, das wirklich fesselnd ist und das ich sehr empfehlen kann.

Tiefgründig, bewegend, lesenswert!

Von: Bookerista Datum: 24. May 2021

Ich weiß gar nicht wie ich dieses tolle Buch von Johanna Laurin zusammenfassen soll, welche Worte ihm gerecht werden. Deshalb versuche ich es erst gar nicht und sage euch einfach, dass mich die Geschichte um Annas Familie, genauer gesagt, ihrer Großmutter Lou berührt und tier bewegt hat. Louise wächst im Hamburg zur Nazi-Zeit auf. Immer an ihrer Seite ist Carl, zunächst Jugendfreund, dann aufrichtige Liebe. Er tut alles, um seine Louise, zu beschützen. Denn sie und ihre Familie sind Juden. Wohingegen sein Vater ein ganz hohes Tier bei den Nazis ist und daraus auch keinen Hehl macht. Im Verlauf des Buches erfahren wir Louises Geschichte, Schicksal. Johanna Laurin schreibt so eindringlich und wortgewandt, dass kein Auge trocken bleibt. Diese Geschichte hat mich ganz eingenommen und ja, auch mitgenommen. Parallel zu diesen Vergangenheitsepisoden begleiten wir Anna und ihre Schwestern im Hier und Jetzt in Neufundland, wo sie die Beerdigung von Lou arrangieren. Sie nehmen dies zum Anlass, mehr über ihre Familie zu erfahren und stoßen dabei eben auf Lous Geschichte, die keiner so genau kennt. Ich mag die Mischung aus Roman, Spurensuche in der Vergangenheit und Familiengeschichte sehr. Oft ertappt man sich dabei, die eigene Geschichte zu hinterfragen. Wie gut kennst du deine Eltern und Großeltern? Wie viel weißt du darüber wie die Großeltern die Nazi-Zeit erlebt haben? Was sie durchgemacht haben? „Die Bucht der Lupinen“ regt sehr zum Nachdenken an und wühlt die Gefühle ordentlich durcheinander. Toller Schreibstil, authentische Charaktere, zwei „spannende“ Settings, die gekonnt miteinander verwoben werden. Ein ganz großer Roman über Liebe, Schicksal, Familie, Geschichte und dem großen Erbe der Verantwortung. 5 ⭐️ und eine Leseempfehlung ❣️

Spannend und tiefgründig!

Von: Vanessa Datum: 24. May 2021

Mich hat diese Geschichte sehr bewegt und berührt. Sie ist sehr spannend erzählt und geichzeitig hat sie etwas Tiefgründiges, das mich nachhaltig beschäftigt hat. Das Buch ist ein echter Pageturner. Ich vergebe gerne 5 Sterne!

Die Bucht der Lupinen

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 19. May 2021

Gut ge- und eindringlich beschrieben: das betrifft sowohl die Landschaften Neufundlands als auch die von vielen Schicksalsschlägen gebeutelte Hauptfigur Louise. Aber auch die sehr detailliert erläuterten Nebenfiguren. Überhaupt nicht langatmig oder kitschig sondern richtig einfühlsam. Mit vielen kurzen und längeren Spannungsbögen getaktet leitet Laurin durch die Geschichte. Da dabei viele schwer verdauliche Geschehnisse beschrieben werden, legte ich das Buch öfter zur Seite. Das Titelbild lässt zwar einen seichten Roman vermuten, aber das ist er beileibe nicht. Wenn auch nicht so tiefschürfend, wie er hätte sein können. Fazit: Lesenswert!