Claudia Winter

Das Honigmädchen

Das Honigmädchen Blick ins Buch

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Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist …

Emotional

Von: Diebecca Datum: 25. November 2019

In dem Buch Das Honigmädchen von Claudia Winter geht es um die alleinerziehende Camilla, die sich täglich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen muss, während ihre Tochter rebelliert. Sie soll in Südfrankreich mit einer Honigmanufaktur verhandeln, ihre Tochter und ihr nerviger Nachbar sind dabei. Doch Camilla lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst herbeifliegen, wenn man bereit dafür ist. Der Titel klingt positiv, das Cover hat tolle Farben, beides passt gut zusammen und super zur Geschichte. Das Buch ist flüssig zu lesen, man findet gut in die Geschichte. Im Vordergrund steht die Beziehung von Mutter und Tochter, doch auch der Rest der Familie spielt eine wichtige Rolle. Camilla und ihre Tochter erleben in Frankreich ganz andere Dinge, als sie sich vorgestellt haben. Auch die Vergangenheit ist wichtig. Und natürlich spielt auch die Liebe eine Rolle. Doch sie steht hier nicht im Vordergrund. Ein sehr emotionaler Roman, bei der die Familie im Vordergrund steht. Am Ende gibt es noch ein Glossar der französischen Köstlichkeiten, die im Buch genannt sind sowie ein Vorschlag für ein französisches Menü. Ein toller Roman mit vielen Gefühlen, eine absolute Empfehlung.

absolutes Wohlfühlbuch mit vielen Lachschluchzern

Von: RoRezepte Datum: 14. November 2019

„Der Wind wehte vereinzelte Blätter über den steinigen Weg, der nicht nur Fortgehen, sondern auch Heimkommen bedeutet. Und verzeihen.“ Bevor ich mit meiner Rezension beginne, muss ich euch zu erst an einem anderen Gedanken teilhaben lassen: Bei dem Buchtitel „Das Honigmädchen“ muss ich immer an den erfolgreichen Til Schweiger-Film „Honig im Kopf“ denken. In diesem gibt die elfjährige Tilda ihren heißbeliebten an Alzheimer erkrankten Opa Amadeus eine letzte Aufgabe: die gemeinsame Reise nach Venedig. Auch wenn der Film inhaltlich mit Claudia Winters neuen Roman wenig zu tun hat, gibt es einige gefühlvolle Gemeinsamkeiten. Nur so viel: Dieter Hallervorden wäre die beste Besetzung für Henri für den zukünftigen Bestseller „Das Honigmädchen“. „Sie schauen dir direkt ins Herz, die kleinen Biester, dorthin, wo Chaos und Unordnung herrschen. Hab Geduld, ma falle. Geh nicht zu ihnen, du bist noch nicht so weit.“ Der zauberhafte Mutter-Tochter-Roman dürfte nicht nur Mütter begeistern, sondern auch (junge) Frauen ohne Kinder. Nicht selten, habe ich mich in meine eigene Kindheit versetzt und mich an meinen Opa erinnert, der immer hinter mir stand. „Es schadet nicht, wenn du damit anfängst, dich selbst mehr zu mögen.“ Camilla, frisch getrennt und ständig im Stress, ist mit ihrer 15-jährigen, pubertierenden Tochter Marie Helios überfordert. Ein Zwangsurlaub in der französischen Provence beim Honigmacher Henri soll Abhilfe leisten. Doch Camilla reist nicht einfach nur mit ihrer Tochter in ein besinnliches Dörfchen, sondern muss auch ihren nervtötenden, frauenaufreisenden Nachbarn Tobias mitnehmen und in einer Scheune neben einem halbverbrannten Haus, schlafen. Das Chaos ist vorprogrammiert und der Leser wird Zeuge einer wunderbaren Heilung. „Ein bisschen mehr Hartnäckigkeit und etwas weniger Stolz.“ Die Geschichte um das Honigmädchen selbst, welches unerwartet ein Gespür für die Bienen auf Henri’s Hof hat, ist von Hilflosigkeit, Traurigkeit, Einsamkeit und Wut geprägt. Ein junges Mädchen, welche ihren Platz im Leben verloren geglaubt zu haben. Die Beziehung zwischen Marie und ihrer Mutter Camilla geht ans Herz, lässt Tränchen verdrücken, aber den Leser auch schmunzeln und ans gute Ende glauben. „Wirklich zählt, dass wir am Ende des Tages aufhören, böse aufeinander zu sein.“ Aber „Das Honigmädchen“ wäre nicht von Claudia Winter geschrieben, wenn die Geschichte der zwei Frauen die Einzige wäre. Denn auch Loursacq und der Bienenhofbesitzer Henri hat eine Geschichte, dessen gegenwärtigen Ausgang man ebenfalls unbedingt erfahren möchte. „Die Dinge reparieren, statt sie kaputt zu machen.“ Der Roman sprüht vor Urlaubsfeeling, kitzelt die Seele und auch der kulinarische Genuss kommt nicht zu kurz. Ein absolutes Wohlfühlbuch mit vielen Lachschluchzern, einer abwechslungsreichen, lustigen und reflektierenden Geschichte und wunderbaren landschaftlichen Beschreibungen, die Lust auf eine Reise nach Südfrankreich machen. Die liebenswerten Menschen, welche detailliert, mit viel Tiefe, und greifbar beschrieben sind, machen diese Geschichte aus. Besonders der mürrische Henri wächst einen zunehmend ans Herz. Eine absolute Leseempfehlung <3 „»Man sagt, in der Provence seien die Tage blau und die Nächte rosé.«“ Die Rezepte aus Das Honigmädchen gibt es unter www.RoRezepte.com & http://rorezepte.com/das-honigmaedchen-claudia-winter .

Humorvoller Wohlfühlroman

Von: Steiermarkgarten Datum: 10. November 2019

Dieser Wohlfühl-Roman hat meine Erwartungen erfüllt und ich empfehle ihn gerne weiter. Er ist humorvoll, herzerwärmend und leicht zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm. Ich musste öfters über die pubertären Handlungen der fünfzehnjährigen Tochter schmunzeln. Da weiß ich in etwa, was mich in 10 Jahren bei meiner eigenen Tochter erwartet :-) Die fantasievolle Beschreibung des Dorfes in Frankreich und der Protagonisten ermöglicht es dem Leser aus dem grauen Alltag zu entfliehen. Weitere Romane der Autorin stehen schon auf meiner persönlichen Wunschliste.

Tolles Wohlfühlbuch

Von: Sarah Datum: 17. October 2019

Inhalt: "Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist …“ Ich habe von dem Buch erwartet, dass es mir einige schöne Lesestunden beschert und ich mich einfach wohlfühle in der Geschichte. Und genau das habe ich auch bekommen. Die Atmosphäre war wirklich toll und auch die Charaktere waren mir sympathisch. Besonders gut gefallen hat mir das es sich nicht nur bloß um eine klassische Liebesgeschichte handelt, sondern das die Geschichte verschieden Handlungsstränge verfolgt. Deshalb geht es auch noch um eine tolle Familiengeschichte, die klassischen Alltagsprobleme und Streitigkeiten in einer Kleinstadt. Insgesamt kann ich das Buch wirklich empfehlen, es ist für mich ein klassisches Wohlfühlbuch das mir gut gefallen hat. „Das Honigmädchen“ bekommt von mir 4⭐️ und eine klare Leseempfehlung.

Bienenzauber und provenzalische Beziehungsprobleme

Von: Janine2610 Datum: 07. August 2019

»Das Honigmädchen« war mein erstes Buch von Claudia Winter und nach Beendigung der Geschichte bin ich nicht abgeneigt, zukünftig weitere Werke der Autorin zu lesen. Thematisch passt es zu einem meiner zuletzt gelesenen Bücher (Die Geschichte der Bienen) und vom Cover (aber auch vom Inhalt) her passt es einfach super zum nun immer wärmer werdenden Wetter, zum Frühling und zum Sommer. Es handelt sich um eine Geschichte, in der es zu großen Teilen um die Streitigkeiten (bzw. deren Beilegung) zwischen Mutter und Tochter geht. Liebestechnisch geht es ebenfalls heiß her, und das nicht nur EIN Pärchen betreffend. Der Zauber der Provence scheint hierbei allerdings einiges beigetragen zu haben. ;) Und nicht zu vergessen: die Bienen! Die Bienen sind immer irgendwie inkludiert und beeinflussen die Handlung oftmals auf sehr zauberhafte Art und Weise. Außerdem sind Bienen äußert feinfühlige Wesen, sie erkennen sofort, wenn jemand unsicher oder "noch nicht so weit" ist. Darüberhinaus verraten sie einem die Wahrheit - immer. So zumindest werden die kleinen Tierchen hier dargestellt. Wie das nun alles zusammenspielt, wird sehr unterhaltsam und verfolgenswert von Claudia Winter erzählt. Ganz ohne Kitsch kommt der Roman aber leider nicht aus. Das eine oder andere Klischee wird bedient. Aber mir hat das nicht viel ausgemacht, ich habe den ab und an auftauchenden wenig realistischen Kitsch einfach mit einem freundlichen Augenverdreher hingenommen und den Inhalt ansonsten köstlich genossen. Ganz besonders hervorzuheben ist in meinen Augen Claudia Winters bezaubernder Schreibstil. Sehr bildmächtig wird »Das Honigmädchen« erzählt, mit einem ganz feinen Auge für (alltägliche) Details, über die eigentlich niemand nachdenkt, die aber trotzdem wahrgenommen werden und die, in Worte gefasst, ihren ganz eigenen Charme versprühen. In dem Roman finden sich keine Überflüssigkeiten, alles hat seine Bedeutung, alles seinen Platz. Wahnsinnig schöne, Sehnsucht auslösende Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen runden das Ganze perfekt ab. »Das Honigmädchen« ist ein emotional durchmischter Roman, mit dem man sich hervorragend die Zeit vertreiben kann und der einem die ersten schönen und warmen Sonnentage des Jahres versüßt. Leseempfehlung!

Ein schöner Sommerroman

Von: Monias_Lesewelt Datum: 29. July 2019

INHALT UND EIGENE MEINUNG Dies ist das erste Buch, welches ich von Claudia Winter gelesen habe. Es geht um Camilla, die von ihren Mann getrennt lebt und sich allein um die pubertierende Tochter Marie kümmert. Sie ist völlig fertig mit den Nerven, deswegen schickt ihr Vater sie und Marie nach Südfrankreich, wo sie eine Auszeit nehmen sollen und nebenbei mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln. Marie gefällt der Gedanke mit ihrer Mutter in dieses Dorf geschickt zu werden überhaupt nicht, aber als sich ihr Nachbar Tobias zu ihnen gesellt, sieht die Sache schon etwas anders aus. Dort angekommen entwickelt sich die Geschichte anders als gedacht und ein lang gehütetes Familiengeheimnis wird aufgedeckt. Der Schreibstil war flüssig und bildhaft und die Gegend wurde sehr schön beschrieben, allerdings kam ich mit den vielen Personen und Namen in Frankreich etwas durcheinander. Zu den Charakteren kann ich sagen, dass Camilla zuerst eine schwache Person war, die sich erst im Laufe der Geschichte weiterentwickelt hat. Marie war meiner Meinung etwas zu pubertär, manches Verhalten war unglaubwürdig. Der Nachbar Tobias, der anfangs als Macho dargestellt wurde, war mit immer mehr sympathisch. Nach und nach entwickelte sich das Buch zu einer Wohlfühlgeschichte und auf das Familiengeheimnis, das irgendwann aufgedeckt wurde, wäre ich niemals gekommen, das hat mir sehr gut gefallen. FAZIT Ein schöner Sommerroman, mit einem unvorhersehbaren Familiengeheimnis. Ich vergebe ★★★,5 Sterne

Wieder einmal ein Genuß

Von: Bücherheike Datum: 28. July 2019

Ich finde es wunderschön, wie es der Autorin hier gelingt, uns die verschiedenen Formen der Liebe zu zeigen. Von der ersten, überwältigenden Liebe, über die neue Liebe, die Liebe in der Familie, die verlorene Liebe, die vergessene Liebe, die gescheiterte Liebe, die Mutterliebe und die Liebe zur Natur. Alles perfekt verpackt in einen Roman, der mich in Lavendelfelder, Sommerregen und summende Bienenvölker entführt hat. Ein Buch wie Honig – voller wundervoller Dinge, Farben und Gefühle.

Wohlfühl Roman

Von: kleine_Antje Datum: 21. July 2019

Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist … Meinung: Der perfekte Roman im Sommer. Man kriegt sofort beim lesen Fernweh und möchte sich auch ins Flugzeug setzten und nach Frankreich fleigen. Durch die Beschreibun der Autorin kann man sich alles super vorstellen, wie es in Frankreich aussieht. Was ich leider sagen muss ist, dass am Anfang des Buches ich wirklich in die Geschichte rein kommen musste. Marie und Camilla haben mir den Anfang ein bisschen schwer gemacht. Manch Szenen hätte man bisschen kürzen können , diese waren ein bisschen langatmig. Fazit: Wer Lust auf Frankreich und seine Umgebung hat der liegt bei diesem Roman vollkommen richtig. Eine schöne Geschichte die Lust auf Urlaub macht. Für mich persönlich war es ein bisschen schwer mit Camilla. Der Anfang war für mich persönlich sehr holprig. Es hat schon paar Kapitel gedauert bis ich mich etwas in sie hinein versetzten konnte. Leider war aber das Gesamtbild nicht so. Trotz allem ist es ein sehr schöner Roman.

Unterhaltsame Sommergeschichte

Von: Stefanie K. Datum: 22. June 2019

Die Romane von Claudia Winter sind mir schon des öfteren über den Weg gelaufen, aber bisher habe ich noch kein einziges lesen. "Das Honigmädchen" war nun mein erstes Buch der Autorin, aber definitiv nicht das letzte. Ich bin gut in die Geschichte reingekommen und die Geschichte von Camilla und ihrer Tochter Marie konnte mich sehr schnell begeistern. Camilla ist nach der Trennung von ihrem Mann nicht wirklich zufrieden mit ihrem Leben und auch mit ihrer Teenie-Tochter gibt es jede Menge Probleme. Sie ist ebenso wenig begeistert von der Idee ihres Vaters nach Frankreich zu reisen und dort eine Honigfarm zu besichtigen. Camilla war für mich ein sehr natürlicher und authentischer Charakter, sie macht Fehler und die Entwicklung, die sie im Roman durch macht, war absolut glaubhaft. Tobias war zu Beginn schwer einzuschätzen, aber dennoch war seine lockere und entspannte Art sehr sympathisch. Das Setting in der französischen Provence und dem kleine Städtchen war zauberhaft und war absolut zum wohlfühlen. Ich hätte mir allerdings noch ein paar mehr Geheimnisse oder Verknüpfungen zur Vergangenheit der Honigfarm gewünscht, diese waren ein wenig zu sehr am Rande. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen und macht das Buch zu einer sehr unterhaltsamen Sommerlektüre.

Generationen Roman

Von: Ira Datum: 09. June 2019

Wie Claudia Winter schon über ihren Roman schreibt, es ist eine Liebeserklärung an die kleinen, guten Momente im Leben. Und so habe ich auch beim lesen dieses Buches empfunden. Schon mit dem Prolog hat mit die Autorin mitgenommen. Es werden einige wichtige Themen angesprochen. Umwelt, Freundschaft, Familie, Fremdenhass, Liebe. Der Autorin ist es gelungen alles harmonisch in einem Roman unterzubringen. Außerdem habe ich mir die Sätze rausgeschrieben, die auf mich und mein Umfeld passen und ich mir zu Herzen genommen hab und versuche umzusetzen. "Vergiss den Job einfach mal, Camilla. Lerne staunen." "Die Grundregeln lauten: zuhören, ausreden lassen, nicken. Viel nicken, das ist wichtig." "Es schadet nicht, wenn du damit anfängst, dich selbst mehr zu mögen." "Kneifen ist keine Option." "Die Dinge reparieren, statt sie kaputtzumachen." Und viele andere wichtige Dinge lernt der Leser aus dem Buch. Die Kulinarik spielt im Buch eine große Rolle, klar Honig, aber auch Wein, Käse usw. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 möglichen Sternen. Und noch ein "+" für die schöne Urlaubsreise in die französische Provence. Auf jeden Fall lesen!

Eine Geschichte die man mit wohligem Gefühl liest

Von: Buchtempel Datum: 31. May 2019

Inhalt: Camilla soll nach Südfrankreich, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln. Gar nicht so einfach zusammen mit ihrer rebellierenden 15-jährigen Tochter und dann kommt auch noch der nervende Nachbar mit. Doch das kleine Bergdorf hat seinen ganz eigenen Charme. Meine Meinung: Claudia Winter entführt uns mit „Das Honigmädchen“ in ein kleines Bergdorf nach Südfrankreich. Durch die bildhafte Schreibweise fühlt man sich direkt dorthin versetzt. Camilla unsere Protagonistin ist eine alleinerziehende Mutter, die ihrem Vater zeigen will, dass sie die Familienfirma leiten kann. Alles unter einen Hut zu bringen ist nicht einfach, vor allem da ihre Tochter Marie mitten in der Pubertät steckt und es der armen Camilla alles andere als leicht macht. Leider muss ich gestehen, dass ich anfangs weder mit Camilla noch mit Marie warm wurde. Camilla war mir zu inkonsequent und Maries benehmen empfand ich teilweise zu übertrieben. Doch nach und nach entwickeln sich die beiden ins Positive. Der Nachbar Tobias, der anfangs sehr zurückhaltend und geheimnisvoll wirkt, war mir gleich sympathisch. Die Bewohner im fiktiven Ort Loursacq in Südfrankreich haben mir auf Anhieb gefallen. Die teilweise schroffe Art aber der weiche liebevoll Kern passt perfekt ins Bild. Obwohl die Fronten sehr verhärtet sind in dem Dorf, hat man sich trotzdem wohlgefühlt. Die ganze Zeit wollte ich wissen, was vorgefallen ist, nach und nach erfährt man diese tief gehenden Gründe. Die Romane von Claudia Winter sind nicht nur typische Liebesromane, die hier natürlich auch eine große Rolle einnimmt, sondern bestechen immer mit einer gewissen Tiefe. Was die Romane immer zu etwas besonderen machen. Die Informationen zur Bienenmanufaktur war sehr interessant und die Bienenvölker wurden gut in die Geschichte eingebracht. Manche Szenen im Buch fand ich ein wenig langatmig. Leider haben mich auch einige Handlungsweisen von Camilla und Marie gestört. Das hat mir allerdings nicht den Lesespaß genommen. Das Ende hat mich zufrieden zurückgelassen und man schließt den Buchdeckel mit einem wohligen Gefühl. Fazit: „Das Honigmädchen“ von Claudia Winter versetzt den Leser in die französische Provence, das gleich Urlaubsfeeling aufkommt. Die verhärteten fronten im Dorf müssen aufgeklärt werden und unsere Protagonistin findet wieder zu sich selbst. Eine Geschichte die man mit wohligem Gefühl liest.

Atmosphärisch ...

Von: Unsere Bücherwelt Datum: 21. May 2019

Camillas Leben ist aus den Fugen geraten, ihre Ehe ist gescheitert, sie hat keinerlei Einfluss mehr auf ihre Teenager-Tochter Marie und sie versinkt in der ihr selbst auferlegten Arbeit in der Firma ihres Vaters. Ob es dann also eine gute Idee ist, eine Reise in das Bergdörfchen Loursaq nach Südfrankreich zu unternehmen, wenn Camilla ihre Tochter sogar mehr oder weniger dazu zwingen muss, in das Auto zu steigen? Ihr ahnt es sicher schon, es wird nicht einfach für die beiden Großstädterinnen, aber sie bekommen in Frankreich beide neue Impulse, die alles für sie ändern werden. Sie wachsen über sich hinaus, reflektieren sich selber und ihre Interessen verschieben sich. Klar findet ihr in „Das Honigmädchen“ auch die eine oder andere Liebesgeschichte nebenher laufen, aber hier steht ganz klar die Mutterliebe und generell die Beziehung zwischen Mutter und Kind im Vordergrund. Da ich selber einen Sohn im gleichen Alter wie Marie habe, konnte ich mich absolut in Camilla rein empfinden. Es hat sich alles so echt angefühlt. Später habe ich erfahren, dass die Autorin selber gar keine eigenen Kinder hat. Diese Tatsache hat mich mehr als erstaunt, denn die Geschichte von Mutter und Tochter hat sich wahnsinnig authentisch lesen lassen. Ein großes Kompliment also an dieser Stelle von meiner Seite an die Autorin. Der Einstieg in das Buch ist klasse, man ist gleich mitten drin in der großstädtischen Alltagsatmosphäre mit den Familienproblemen, die dem einen oder anderen sicher bekannt vor kommen werden. Ich denke, jeder kann sich hier an irgendeiner Stelle im Buch wieder finden und identifizieren, was dieses Buch automatisch zu einem echten Gefühlsbuch macht, welches man nicht einfach so zuschlägt, wenn man es beendet hat, sondern es noch eine Weile nachwirken lassen muss. Leider hatte der Mittelteil so ein paar Längen für mich, es gab Zeitsprünge, die mir zu schnell gingen, so dass mir das Gefühl zur Story stellenweise etwas abhanden gekommen ist, jedoch hat das letzte Buchdrittel alles wieder raus gehauen und wett gemacht. Die letzten 150 Seiten waren so emotional, dass mir zwischendurch genauso schwindelig wurde wie Camilla, als sie so gewisse Momente des Erkennens oder Zweifel hatte. Unerwartete Familiengeheimnisse werden an so einigen Stellen von vielen Seiten ans Licht gebracht und es wurde mir vor Augen geführt, wie wichtig und unabkömmlich das eigene Vertrauen in sich selbst ist. Die Geschichte hat mir gezeigt, dass man als Einzelkämpfer nicht weit kommt und genereller Zusammenhalt einfach sehr wichtig ist und das Leben zusätzlich nur bereichern kann. „Etwas weniger Stolz und etwas mehr Hartnäckigkeit“ sind übrigens gute Wegbegleiter, eine Botschaft, die ich auch aus der Geschichte mitgenommen habe. Vielleicht haben mir das die Bienen gesagt, die hier in der Geschichte natürlich einen ganz besonderen Stellenwert bekommen, vielleicht haben mir das aber auch die Bewohner von Loursaq vermittelt. Das malerische Örtchen, welches ganz automatisch zum Innehalten einlädt und dem Leben durch das Naturverbundene ganz automatisch einen ganz anderen Stellenwert gibt, hat sein übriges getan. Gerade, wenn man aus der Großstadt kommt, wie Camilla und Marie, ist man sicher erst mal geblendet von den vielen überwältigten Eindrücken des Landlebens und der generell anderen Lebensphilosophie. Aber Loursaq sollte ja eigentlich nur stellvertretend für alle Orte dieser Welt sein. Man muss mit sich im Reinen sein, man muss ein offenes Herz haben, sich und anderen Vertrauen schenken können und man muss verzeihen können. Dann kann man sicher auch zufrieden auf einem winzigen Balkon in einer versmogten Großstadt, mit hupenden Autos im Hintergrund sitzen und muss nicht zwingend auf einer einsamen, duftenden Wildwiese, dem Summen der Bienen lauschend, liegen und in den blauen Himmel schauen, um glücklich zu sein. Ihr merkt, „Das Honigmädchen“ hält so einiges an Botschaften bereit. Die Autorin hat der Geschichte von Camilla und Marie eine ganz tolle Kulisse und Atmosphäre geschenkt. Das soll übrigens nicht heißen, dass es in Loursaq keine Probleme gibt, im Gegenteil! Die Bewohner dort haben ihre ganz eigenen und speziellen Katastrophen zu bewältigen, darauf dürft ihr mehr als gespannt sein. Mein Lieblingscharakter ist übrigens der im Klappentext erwähnte Nachbar. Er ist für mich der philosophische Vermittler der Geschichte und glaubt mir: er ist auch noch so viel mehr. Fazit „Das Honigmädchen“ ist für mich ein absolutes Atmosphäre- und Gefühlsbuch, welches dazu anhält, die Alltagsprobleme mal ruhen zu lassen und einfach mal eine Reise zu seinem Inneren Selbst zu unternehmen. Sich selber zu reflektieren, einen anderen Blickwinkel einzunehmen, kann so einiges bewirken. Das malerische Örtchen Loursaq in Südfrankreich, mit seinen herzerwärmenden und teilweise auch verbohrten Bewohnern ist ein super geeigneter Ort dafür. Taucht ab in die Natur, lasst die Bienen zu euch sprechen und seht selbst, was es in euch bewirkt.

Familienbande knüpft man nicht nur daheim

Von: nef Datum: 19. May 2019

Inhalt: Camilla Monhof ist mit ihrem Leben überfordert. Im Feinkostgeschäft ihres Vaters mausert sie sich zu einer respektablen Nachfolgerin, einige Dinge stoßen ihr jedoch sauer auf. So hält ihr Vater seit Jahren an einem Honiglieferanten aus der Provence fest, der unpünktlich oder auch gar nicht seine Verträge einhält. Ihre Tochter Marie ist mit ihren 15 Jahren gerade mitten in der Pubertät. Die Trennung der Eltern hat sie sehr mitgenommen und sie lässt Camilla deutlich spüren, wer ihrer Ansicht nach Schuld an der Trennung ist. Und als wenn das nicht ausreichen würde, hat sie seit einer Weile einen neuen Nachbarn, der ihr nachts den Schlaf raubt mit lauter Musik, Partygeräuschen oder Damenbesuch. Als Maries Schuldirektorin um ein Gespräch bittet ist Camille erstaunt. Ihre Tochter schwänzt die Schule und das schon ziemlich lange. Nach einem unerfreulichen Gespräch, versucht sie mit Marie zu reden, doch das Mädchen macht dicht. Was ist nur aus ihnen geworden? Sie haben sich doch mal so gut verstanden? Nur einen Tag später tauchen zwei Polizisten mit Marie im Schlepptau in der Firma auf. Camille ist am Ende ihrer Kräfte als ihr Vater eine Idee hat. Seine Tochter soll sich mal erholen, weit ab von ihrem stressigen Leben und legt ihr Frankreich ans Herz. Da sie ihn sowieso wegen dem Honiglieferanten Lambert ständig in den Ohren liegt, kann sie sich gleich einmal selbst dort umschauen. Natürlich ist Marie sauer, hatte sie sich ihren Ferien doch anders vorgestellt. Nach einer turbulenten Anreise landen sie schließlich im malerischen Bergdorf Loursacq - und das nicht alleine. Das Henri Lambert ein Eigenbrötler ist stellen sie schnell fest und auch, dass es um seine Bienen nicht gut bestellt ist. Marie scheint eine neue Aufgabe gefunden zu haben, der Zugang zu ihrer Tochter bleibt Camilla jedoch weiterhin versperrt und so macht sie sich auf die Suche nach der Vergangenheit, denn irgendetwas gibt es, dass diesen Ort und ihre Familie verbindet. Nur was? Erinnerungsfetzen schleichen sich in ihr Gedächtnis und dann wäre da noch der geheimnisvolle Brief ihres Vaters an Henri. Was verheimlichen sie ihr? Camillia ist nach Frankreich gekommen um Antworten zu finden und doch findet sie hier viel mehr. Meinung: Mit 'Das Honigmädchen' entführt uns Claudia Winter in ein kleines Örtchen in der Provence und es dauert nicht lange, bis man die Wiesen und Felder mit dem blühenden Lavendel vor sich sieht und den Geschmack von süßem Honig auf der Zunge spürt. Das Setting der Geschichte hat mir sehr gefallen und durch die Art, wie Claudia Winter alles beschreibt, kann man es sich auch sehr gut vorstellen. Es hat mich etwas Zeit gekostet in die Geschichte zu finden, was hauptsächlich an den Charakteren lag. Ich bin mit Marie und Camilla nicht warm geworden und auch der 'nervige' Nachbar konnte keine Seite zum Klingen bringen. Als sie dann in Frankreich waren, ging es allerdings recht zügig. Ich mag Henri. Er ist ein schwieriger Charakter, verschroben und generell allen Menschen gegenüber misstrauisch. Aber natürlich gibt es noch viel mehr Charaktere zum Kennenlernen. Eine Sache, die einfach im Stil von Claudia Winter liegt, sind viele französische Sätze im Text. Diese werden auch immer übersetzt und stören mich persönlich ziemlich im Lesefluss. Da ich aber weiß, dass sie das immer benutzen wird, muss ich entweder aufhören ihre Bücher zu lesen oder aber diese Sätze ignorieren. Ich habe mich für die zweite Möglichkeit entschieden ;o) Um die Bücher nicht mehr zu lesen, müsste ich auf die vielen Geschichten verzichten die da noch kommen mögen - und wer weiß was ich da alles verpasse. Die Geschichte in 'Das Honigmädchen' hat mich so richtig gefangen, als Camilla in Frankreich angekommen ist und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen. Das hat mich mit dem schwierigen Start versöhnt. Nun habe ich noch ein Buch von Claudia Winter liegen und ich denke, das könnte wieder ein Highlight werden.

Sommerroman

Von: get lucky Datum: 02. May 2019

Frisch ausgelesen habe ich das Buch Das Honigmädchen - Claudia Winter Der Titel, das Titelbild, darauf bin ich sofort angesprungen! Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist … Die Frage nun, wie es mir gefallen hat? Südfrankreich, ein Bergdorf das ist doch mal schon ein vielversprechender Handlungsort, und dort habe ich mich auch am wohlsten gefühlt. Mit Camilla, ihrer Tochter und dem Nachbarn bin ich nicht so richtig warm geworden. Es wird wohl an meinem Beruf liegen, dass es mich eher befremdlich stimmt, als unterhält, wenn Eltern oder hier die Mutter fast schon in eine Lethargie und Handlungsunfähigkeit verfallen, wenn es darum geht mit 15-jährigen Teenagern zu kooperieren und sie eben auch noch zu erziehen. Die Geschichte um die Bienen fand ich gut eingewoben und ein runder Abschluss des Geschehens folgte außerdem, auch wenn nicht alles vorhersehbar.

Bienengesumm und Honigdüfte (4,5 Sterne)

Von: Mary Elara Datum: 29. April 2019

Meine Meinung Zum Cover: Schon bevor ich das Buch geöffnet habe, hat mich das französische Sommer- Gefühl 🌞ergriffen, denn alleine das Cover schenkt mir angenehme Gefühle und eine Freude auf den kommenden Sommer. Es beruhigt mich das Bild zu betrachten, lässt mich entspannen und dem Sommer entgegen fiebern. Zum Inhalt: Die Geschichte ist geteilt in 21 Kapitel und in diesen wird in der Er-Sie-Es- Perspektive über unsere Protagonistin Camilla erzählt. Jeweils im Prolog und Epilog geht es um eine Person, die mir im Laufe des Buches sehr ans Herz 💖 gewachsen ist, aber ich möchte dir jetzt nicht verraten, um wen es sich handelt. Das musst du schon selbst herausfinden 😉. Jetzt kurz zu dem Schreibstil unserer lieben Autorin: Er ist fantastisch. Ihre Art zu schreiben, wie gut sie mit Vergleichen arbeitet und den schönen Beschreibungen: bildhaft, lebendig und voller Farbe 🎨 . Ich habe es sehr genossen mich in diesem Schreibstil zu vertiefen und mir selbst ein paar Anregungen zu holen. Zur Story & den Charakteren Nun zum wohl wichtigsten… die Story und ihre Charaktere. Ja, um was geht es überhaupt? Um es kurz zu fassen: Unsere Hauptfigur Camilla ist 34 Jahre alt und lebt alleine mit ihrer 15-jährigen Tochter Marie in einer Wohnung und hat viel um dir Ohren. Bei den Rebellionen ihrer Tochter angefangen, über ihren mehr oder weniger nervigen Nachbar Tobias bis zu dem Feinkostladen, in dem sie an der Seite ihres Vaters arbeitet und oft muss sie beweisen, dass sie all dem gewachsen ist. Kurzfristig, auf anraten ihres Vaters hin, fährt sie nach Südfrankreich und im Gepäck Marie und Tobias. Die Reise beginnt holprig, aber als sie das kleine Bergdorf Loursaq erreichen, verändert sich mit jedem Tag alles. Immer mehr neue Empfindungen, Fragen, Antworten und Genüsse kommen auf. So jetzt aber wieder zu der Story. Da ich selbst unheimlich gern reise ✈, liebe ich Bücher, in denen die Charaktere auch auf Reise gehen 🌍. Wenn man in Gedanken neue Orte besucht oder die alten wieder entdeckt, dann ist es ein ganz wunderbares Gefühl. Frankreich, welch wunderbares Land. In der Schule lerne ich auch Französisch und da ich somit einiges mit dem Land und der Sprach zu tun habe, war es mir sehr willkommen, dass die Geschichte in der Provence spielt und ich mein Vokabular mit kleinen, feinen Redewendungen und schönen Wörtern aufstocken konnte 😊. Camilla war mir eine durchaus sympathische Person, ihre Probleme konnte ich nachvollziehen, eigentlich sind es die selben, wie wir jungen Menschen sie auch haben, nur irgendwie für Erwachsene. Manche Punkte konnte ich auch nicht unbedingt nachvollziehen und einige ihrer Gedanken interessierten mich auch nicht so sehr, da ich wohl selbst noch nicht so viel damit zu habe, aber manche Probleme habe ich dafür um so besser vertsanden. Zum Beispiel ihre Trennung 💔. Ich meine nicht, dass ich weiß, wie es ist sich von jemandem zu trennen, aber ich weiß, wie es ist, wenn sich die eigen Eltern trennen und was für Gefühle man als Mama hat, denn ich habe ja ebenfalls hautnah miterlebt. Ihre Problemlage mit ihrer Tochter fand ich sehr interessant, da ich diesmal erfahren konnte, wie es eigentlich so für Mütter sein muss, denn ganz oft fällt mir auf, dass man sich zu wenig Gedanken darüber macht, was der andere eigentlich dabei denkt, während man sich streitet oder ähnliches. Tobias, der nervige Nachbar, der aber eigentlich guter Mensch ist, wenn man Ihn nur mal lesen würde, was Camilla auch getan hat und ihn so von einem ganz anderen Standpunkt aus betrachten konnte. Den Herrn Tobias Leiter, fand ich von Anfang an sehr lustig und recht ansprechend, es ist toll, dass er Schriftsteller ist ✍ . Immer wenn man in Büchern von Leuten liest, die Bücher schreiben verstärkt es die Liebe zu Büchern und dem Schreiben, ich weiß nicht warum, aber es ist großartig 😍. Marie, unsere Gewitterwolke ⛈, gab mir großes Interesse an der Geschichte, da ich sie so gut verstehen konnte und es mir viele positive Gefühle entlockte, wenn ich von ihr und Raphael lesen konnte 😇. Ihre Beziehung zu den Bienen hat mirbesonders gefallen und auch ihre oft übermutige, naive Art. Das Buch hat mir gefallen, sogar so gut, dass es mich in meinem Traum eines Nachts besuchte 🌃 und oft beim Lese habe ich wirklich geglaubt den einen oder anderen Duft, der beschrieben wurde, riechen zu können. In meinen Ohren summen noch immer die Bienen 🐝, welche ich am Ostersonntag sogar auf dem Wanderpfad entdeckt habe und für eine kleine Ewigkeit davor stand und lauschte. Ich werde sie niemals vergessen 😌. Fazit: Ich kann nicht viel Kritik üben an diesem Buch, da es einfach wunderbar war. Die Geschichte hat mich verzaubert, mir gezeigt, wie wichtig die kleinen Dinge im Leben sind 🌷und was es bedeutet glücklich zu sein 😊. Diese kleine Reise empfehle ich allen Mama und allen werdenden Mamas, um sich auf den Ernst des Lebens einzustellen, dann den Reise- Freudigen unter euch, also lass dich in die Provence entführen und eigentlich sollen es alle lesen, die es lesen wollen, denn wir dürfen lesen, was wir wollen 💫. Mit extraordinairen Grüßen Mary Elara 🌻

Ein Wohlfühlroman mit französischem Flair

Von: die.buecherdiebin Datum: 23. April 2019

Inhalt: Camilla arbeitet seit ihrer Scheidung vor drei Jahren im Delikatessenhandel ihres Vaters, aber sie fühlt sich von ihm beruflich nicht voll akzeptiert und muss sich ihm jeden Tag neu beweisen. Dann soll sie in seinem Auftrag nach Frankreich - in das kleine Bergdorf Loursacq - reisen, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln. Ihre 15-jährige pubertierende Tochter Marie soll mitkommen. Seit der Trennung ihrer Eltern rebelliert Marie, denn sie gibt Camilla die Schuld daran. Sie schwänzt ständig die Schule und ist unausstehlich. Natürlich sträubt sie sich auch gegen die Reise und macht zur Bedingung, ihren nervtötenden Nachbarn Tobias mitzunehmen, den Camilla allerdings nicht ausstehen kann. Meine Meinung: Wie auch in Claudia Winters anderen Romanen spielt auch „Das Honigmädchen“ in einem wunderschönen Setting. Durch die bildhafte Erzählweise konnte ich mir das kleine Dörfchen Loursacq mit Henris Haus, Grundstück und den Bienenstöcken, richtig gut vorstellen. Ich konnte das Summen der Bienen beim Lesen hören und den Duft des Honigs, der Lavedelfelder und Manons Köstlichkeiten in der Küche riechen. Auch die eigensinnigen, aber durchaus liebenswerten Bewohner des Dorfes, mit ihren Stärken und Schwächen, ihrem Humor und ihrem (im wahrsten Sinne des Wortes) Kampfgeist, werden glaubhaft und warmherzig beschrieben. Besonders der knurrige Henri ist mir schnell ans Herz gewachsen. Aber auch die drei deutschen Protagonisten, Camilla, Marie und Tobias, sind Sympathieträger, obwohl mir Maries Verhalten zuerst etwas zu übertrieben war. Es war schön, ihre langsame Entschleunigung des hektischen Lebens in Deutschland mitzuerleben und ich wäre gerne dabei gewesen. Dieser Wohlfühl-Sommer-Urlaubsroman ist nicht nur eine Liebesgeschichte zwischen Mann und Frau, sondern handelt vorrangig um die Liebe zwischen Mutter und Tochter. Aber auch die Liebe zu den Bienen kommt nicht zu kurz, was ich sehr interessant fand.

Wie ein Sommerurlaub

Von: Rebecca Feist Datum: 22. April 2019

Das Cover zu diesem Roman gefällt mir sehr gut, weil es einfach so wunderbar passt. Es bildet den Sommer ab - Ruhe, Entspannung, Erholung und irgendwie auch ein Stück Freiheit. Auch die Innenseiten der Klappenbroschur sind sehr schön gestaltet - weite Lavendelfelder, die den Leser von Urlaub träumen lassen. Die Autorin Claudia Winter ist ein Genussmensch und das spiegelt sich auch in ihren Büchern wieder, denn diese sind Genussbücher. Aber von vorn: "Das Honigmädchen" ist ein Liebesroman, ja. Aber kein kitschiger Sie-lieben-sich-aber-es-gibt-so-viele-Probleme-und-am-Ende-bekommen-sie-sich-doch-Roman. In diesem Buch geht es um verschiedene Arten von Liebe und genau das macht es so besonders. Zum einen hat die alleinerziehende Camilla alle Hände voll zu tun, einen Zugang zu ihrer 15jährigen Tochter Marie zu bekommen. Unterstützung, wenn auch zunächst ungebeten, erfährt sie von ihrem Nachbarn Tobias, den sie äußerst nervig findet. Dazu kommt, dass sie auch noch versucht, ihrem Vater zu beweisen, dass eine gute Geschäftsfrau in ihr steckt. Gemeinsam verschlägt es Camilla, Marie und Tobias nach Südfrankreich in ein kleines Bergdorf. Dort lernen sie Henri kennen, der mit Leidenschaft Honig produziert und dessen Vergangenheit eine große Rolle spielt. Diese vier Hauptprotagonisten hat Claudia Winter in eine sommerlich-leichte Geschichte verpackt und an einen Schauplatz versetzt, der Urlaubssehnsucht in mir hervorgerufen hat. Camilla mochte ich von Anfang an, auch wenn sie oftmals zu unentspannt in einigen Situationen war. Zugegebenermaßen war sie nicht mein Lieblingsprotagonist. Diese Rolle hat nämlich Henri eingenommen. Der ältere Herr ist zwar eher knurrig und dickköpfig, aber gerade das macht ihn so sympathisch. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auch immer auf die Nebencharaktere in ihren Romanen. In "Das Honigmädchen" begegnen den Lesern viele verschiedene Personen, die zwar manchmal eigenartig sind, die aber die Geschichte ungemein bereichern. Und egal, ob Haupt- oder Nebenrolle - Claudia Winter hat allen auf gewohnt liebevolle Weise Leben eingehaucht. Der Schreibstil der Autorin sorgt dafür, dass man das Gefühl hat, selbst inmitten von unendlichen Lavendelfeldern zu stehen. Wenn man richtig in dieses Buch abtaucht, und das kann man, hat man sogar den sommerlichen Geruch Südfrankreichs in der Nase. Fazit: Wie gesagt, ist "Das Honigmädchen" mehr als eine simple Lovestory zwischen Mann und Frau. Es beschreibt ebenso die Liebe innerhalb der Familie und auch die Leidenschaft und Hingabe für einen Beruf. Im Grunde nimmt diese Form von Liebe sogar einen größeren Stellenwert in diesem Roman ein. Dieses Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und schenkt dem Leser ein rundum gutes Gefühl. Wen also Liebesromane in Verbindung mit Familiengeschichten und einem gewissen Urlaubsfeeling interessieren, sollte schnell zu diesem süßen Roman greifen. Und wem das Lesen allein nicht reicht, der kann im Anschluss die Rezepte nachkochen, die die Autorin wie immer ans Ende des Buches gestellt hat.

Eine berührende Geschichte

Von: Bambisusuu Datum: 21. April 2019

Die Autorin Claudia Winter hat mit ihrem Liebesroman "Das Honigmädchen" eine zauberhafte und emotionale Geschichte geschrieben, die den Leser auf eine tolle Reise in die Provence versetzt. Im dem Delikatessen-Geschäft ihres Vaters hilft die alleinerziehende Mutter Camilla täglich mit und unterstützt ihn, wo sie nur kann. Für ihre Tochter Marie bleibt dabei nicht viel Zeit. Aber ihre fünfzehnjährige Tochter ist eher ein Rebell und freut sich über jeglichen Abstand zu ihrer Mutter. Camillas Vater schickt die beiden in die Provence, um dort eine Honigmanufaktur für seinen Betrieb genauer unter die Lupe zu nehmen. Camilla tut ihr Bestes und versucht ihrer Tochter näherzukommen. Als sie auf den anstrengenden Nachbar Tobias trifft, scheint Marie sich zu wandeln. Camilla unterdrückt ihre Gedanken und nimmt Tobias mit auf die Reise. Allein die Kulisse innerhalb der Geschichte ist grandios. Die ländliche Provence in Südfrankreich wird blühend und lebendig beschrieben. Das Leben auf der Honigmanufaktur klang interessant und spannend. Neben dem Bienenvolk sind großartige Lavendelfelder anzutreffen, die ich mir bildhaft vorstellen konnte. Die Geschichte bietet eine gelungene Mischung aus Romantik, Familienalltag und dramatischen Momenten. Camilla und ihre Tochter Marie sind absolute Gegensätze. Die Unzugänglichkeit macht Camilla zu schaffen. Hingegen befindet sich Marie mitten in der Pubertät, was ständig zu Reibereien führt. Ihre Gedanken und Gefühle konnte ich dabei gut nachvollziehen. Der Schreibstil ist fesselnd und tiefgründig. Die Handlung ist abwechslungsreich gestaltet, sodass man keineswegs das Ende direkt ahnen kann. Besonders die verpackten Emotionen haben mich häufig zum Nachdenken angeregt. Durch die vielen humorvollen Momente wurde dies aber gelungen ausgeglichen. Ein wunderschöner Liebesroman, der perfekt zum Sommer oder Urlaub passt. Tolle Charaktere, eine nachdenkliche Geschichte und eine Menge Drama machen das Buch spannend und unterhaltsam!

Liebeserklärung an das Leben

Von: Lesestrickeule Datum: 20. April 2019

Nicht nur das Cover versprüht Sommer- und Urlaubsfeeling. Dieser wunderschöne Wohlfühlroman entführt den Leser in die Provence. Es ist wie ein wunderschöner Kurzurlaub in Südfrankreich mit Familiendrama und witzigen Charakteren.

Inhalt :
Camilla steht vor mehreren Baustellen. Seit der Trennung von ihrem Mann, kommt sie nicht mehr an ihre Teenagertochter, Marie, ran. Jeden Tag versucht sie ihrem Vater zu beweisen, dass sie den Delikatessenladen führen kann. Nun muss sie auch noch nach Südfrankreich um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln. Ihre Tochter findet , dass alles andere als cool. Noch dazu hat Camilla ihren nervigen Nachbarn an der Backe, der sich ihnen angeschlossen hat.
Meine Meinung:
Der Roman ist wie eine Liebeserklärung an das Leben. Meistens sind es Kleinigkeiten , die uns glücklich machen. Honig, gutes und leckeres Essen und Menschen, die einen Lieben. Das alles gibt es in diesem Roman.
Leider merken wir das oft erst dann, wenn diese Dinge nicht mehr da sind. Für mich gehört guter Honig einfach dazu. Doch wenn die Bienen aussterben wird es diesen nicht mehr geben. Deshalb finde ich es toll, dass Bienen in diesem Buch eine ziemlich große Rolle spielen.
Hier gibt es mehrere Liebesgeschichten. Die Beziehung von Mutter und Tochter steht jedoch im Vordergrund.
Werden Mutter und Tochter wieder zueinander finden?
Was tut man, wenn man nicht mehr an seine Tochter ran kommt?
An sich ist jedes Mutter- Tochter Verhältnis kompliziert. Marie ist ein rebellischer Teenager, die oft die Schule schwänzt. Nun ist sie kurz davor von der Schule geschmissen zu werden. Camilla ist verzweifelt und hat keine Ahnung wie sie zu ihrer Tochter durchdringen kann. Darüberhinaus arbeitet Camilla wahnsinnig viel und jongliert beides irgendwie. Aber wirklich gerecht wird sie beiden nicht.
Der Schreibstil von Claudia Winter ist wunderschön und so lebendig. Selten habe ich so schöne Landschafts- und Atmosphärenbeschreibungen gelesen. Jeder Satz ist genau auf den Punkt. Niemals ein Wort zu viel oder zu wenig, sondern genau richtig!

Schöne Sommergeschichte

Von: MoZeilenherz Datum: 19. April 2019

Das Buch ist tatsächlich wie ein Ausflug in die französische Provinz. Man kann förmlich die Sonne auf der Haut spüren, man riecht den Honig und hört die Bienen summen. Das Honigmädchen entführt einen in eine Welt, in der ein wenig die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, ein kleines, französisches Dorf, das eine uralte Familienfehde spaltet. Camilla ist eine angenehme Hauptfigur. Die Geschichte wird aus ihrer Sicht erzählt und man kann ihr gut und angenehm folgen. Allerdings ist Camilla für mich kein Hauptcharakter, der mir im Gedächtnis bleiben wird. Sie ist eine starke Frau, die in Frankreich zu sich selbst findet, einem Mann begegnet und mit Job, Familie und aufkeimenden Gefühlen jongliert. Nichts, was man noch nie gelesen hat, aber trotzdem schön. Ich hab das Buch gerne zur Hand genommen, mochte neben Camilla vor allem deren Tochter Marie. Ihre Geschichte hat verhindert, dass das Buch eine reine Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen wird, die sich am Anfang gar nicht leiden können und dann ihre Gefühle füreinander entdecken. Marie und Camilla waren für mich der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, einfach weil es etwas anderes war. Solche Geschichten habe ich noch nicht so oft in dieser Art von Büchern gelesen. „Das Honigmädchen“ war für mich ein schönes Buch für entspanntes Lesen zwischendurch. Es wäre die ideale Urlaubslektüre gewesen, weil es schön und leicht war, aber eben nicht diesen fesselnden Effekt hatte, der mich dazu bringt, ein Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen und in jeder freien Minute zu lesen. Man wird nach Frankreich entführt und erlebt mit Camilla die Magie des Landes, der Menschen und der Natur. Ich konnte das Gefühl nachvollziehen, wenn ein Ort einen erdet, einen zu sich finden lässt und dafür mochte ich das Buch. Es gibt von mir 3 von 5 Sternen, weil es schön war und leicht, weil es mich zum Lächeln gebracht hat, aber es hat eben dieses gewisse Etwas gefehlt, dass es zu einem Highlight gemacht hätte.

Ein Hauch Provence

Von: TemptationLady Datum: 15. April 2019

Camilla hat es nicht gerade einfach in ihrem Leben. Sie ist geschieden, kümmert sich um ihre Tochter, bzw. versucht es, doch auch sie macht ihr das Leben nicht gerade einfacher. Zudem kämpft sie beruflich in der Firma ihres Vaters immer wieder um Anerkennung. Da das aber noch nicht genug ist, hat sie noch einen überaus nervigen Nachbarn, der sehr oft laute Musik in der Nacht macht. Ihr Vater kommt auf die gloreiche Idee, Camilla zu einer Honigmanufaktur nach Südfrankreich zu schicken. Sie soll ihre Tochter mitnehmen, damit das Verhältnis wieder besser wird. Doch genau die ist davon überhaupt nicht angetan und verschwindet an einem Rastplatz. Ausgerechnet ihr nerviger Nachbar kommt ihr zur Hilfe. In Frankreich angekommen, erwartet die drei dann noch eine Überraschung, mit der sie so nicht gerechnet haben. Ich hatte einige Schwierigkeiten, der Geschichte wirklich richtig zu folgen. Lag sicherlich daran, dass mir der Charakter Camilla so überhaupt nicht gefallen hat. Camilla ist ein sehr unsicherer Charakter, durchaus auch der Vergangenheit geschuldet. Doch ihre Reaktionen auf ihre Tochter finde ich manchmal echt überzogen dargestellt. Natürlich macht man sich als Mutter Sorgen um seinen Nachwuchs, aber so manchesmal hätte ich am liebsten eher Camilla durchgeschüttelt, als Marie. Camilla war an manchen Stellen einfach nur noch nervig, so dass ich manches quer gelesen habe, wenn sie wieder einen ihrer Anfälle hatte. Marie hingegen hat mir am Anfang auch überhaupt nicht gefallen, doch hat sie, in meinen Augen, die größte Veränderung und Weiterentwicklung durchgemacht, als so manch anderer Charakter. Ihre Art, um Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu buhlen, konnte ich derart nachvollziehen, denn Camilla hat sich von ihrer eigenen Tochter entfernt. Sie war nur noch auf die Firma, das Feinkostgeschäft ihres Vaters, fixiert, wollte die Anerkennung ihres Vaters haben. Eigentlich genau das gleiche Verhalten, welches ihre Tochter an den Tag gelegt hat, doch verstanden hat sie es nicht. Ich mochte den Charakter von Henri. Verschroben, alt und doch auf seine eigene Art sympathisch. Die Autorin hat mich mit ihrem Schreibstil auf eine Reise in die Provence mitgenommen, in der ich den Lavendel schon vor mir sah. Ich konnte ihn riechen, ihn sehen. Das fand ich toll. Ich konnte in die Geschichte eintauchen und die Protagonisten neben mir sehen, als wäre ich ein Teil der Geschichte. Mein Fazit: Auch wenn die Geschichte wirklich gut war, viele Charaktere mir gefallen haben, so konnte ich definitiv nicht mit Camilla warm werden und das war sehr schade, nimmt sie doch den größten Teil der Geschichte ein. Ich konnte ihr Handeln zum Teil nicht verstehen, auch wenn man am Schluss darüber aufgeklärt wurde, warum sie es so tat. Ich vergebe für "Das Honigmädchen" von Claudia Winter 4 Sterne. Dies war mein erstes Buch der Autorin, wird aber sicherlich nicht das letzte gewesen sein. Ich danke dem Goldmannverlag, sowie dem Bloggerportal, für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Dies hatte keinerlei Auswirkung auf meine Meinung!

Weckt Urlaubsgefühle

Von: monerl Datum: 11. April 2019

(3,5 Sterne) Kurzmeinung Genre: Roman, Gegenwartsliteratur, Romantik Handlung: Camilla versucht mit ihrer Tochter Marie zurande zu kommen. Das 15jährige Mädchen ist ihr seit der Scheidung entglitten. Camillas Vater schlägt beiden eine Reise nach Frankreich vor. Dort sollen sie sich entspannen und ihre Beziehung aufarbeiten. Zudem könnte Camilla auch die Honigmanufaktur und deren Betreiber kennenlernen, die sie eigentlich “abstoßen” wollte, da sie ein Minusgeschäft darstellen. Vor Ort aber entwickelt sich alles anders als von Camilla gedacht und ein lang gehütetes Familiengeheimnis wird aufgedeckt. Charaktere: Hier liegt mein größtes Problem, denn mit den wichtigsten Protagonisten bin ich so gar nicht klargekommen, denn sehr lang entwickeln sie sich überhaupt nicht. Das ermüdete mich auf Dauer. Camilla ist als Mutter, Alleinerziehende und Berufstätige mit Ambitionen überfordert. Sie möchte ihrem Vater beweisen, dass sie in der Lage wäre, das Unternehmen alleine und erfolgreich zu führen. Doch ihre Tochter macht ihr große Probleme, die ihre Konentration stören. Camilla weiß in der Erziehungsfrage nicht mehr weiter. Diese Hilfslosigkeit und das Selbstmitleid störten mich sehr. Camilla ist weit entfernt davon eine starke und taffe Frau zu sein und dreht sich permanent im Kreis. Marie wiederum ging mir ebenso auf die Nerven, da ich sie für ihre 15 Jahre als zu bockig empfand. Für mich war ihr Verhalten in dieser extremen Form ihrer Mutter gegenüber nicht nachvollziehbar. Tobias, der Nachbar, der Camilla ein Dorn im Auge ist, für Marie jedoch eine Art besten Freund darstellt, konnte bei mir auch nicht wirklich punkten. Dagegen mochte ich Henri, Manon und Nikos sehr. Sie passten sehr gut in das erfunden Dorf Loursacq in Südfrankreich und waren ein guter Ausgleich zu den mir nicht so geliebten Charakteren. Spannung: “Das Honigmädchen” ist kein Spannungsroman. Dennoch war ich gespannt darauf, was es mit der besonderen Honigmanufaktur in Frankreich auf sich hat und warum Camillas Vater, trotz des Minusgeschäfts mit ihr, weiterhin an ihr festhalten wollte. Irgendein Geheimnis verbarg sich dahinter, das wollte ich entdecken. Sprache & Schreibstil: Die Geschichte liest sich sehr flüssig. Mir gefiel sehr, dass die Autorin es geschafft hat, einen gewissen französischen Flair heraufzubeschwören. Durch die französischen Worte in den Dialogen fühlte ich mich nach Frankreich versetzt. Ich liebe diese Sprache und genoss es sehr, sie in meinem Kopf zu hören. Claudia Winter schreibt sehr bildhaft und lebendig. Der Teil der Bienen fügt sich sehr schön in die Familiengeschichte ein und rundet den Roman sehr schön ab. Ende: Die Geheimnisse sind nicht leicht vorhersehbar und überraschen deshalb positiv. Das Ende ist rund, harmonisch und lässt einen zufrieden zurück, wie man es von so einem Roman erwartet. Fazit: Ein interessanter Roman, der einem zum Ende hin ein sehr gutes Gefühl sowie Urlaubsstimmung hinterlässt. Der Mutter-Tochter-Konflikt sowie die Liebesgeschichte konnten mich jedoch leider nicht überzeugen. Da dies aber die Grundlage des Romans ist, muss ich leider Sterne abziehen.

Ein echtes Wohlfühlbuch (4,5 Sterne)

Von: Leseleidenschaft Datum: 10. April 2019

Das Honigmädchen ist ein echtes Wohlfühlbuch. Man kann sich damit wunderbar zurückziehen und gedanklich mit in die Provence reisen - denn dort spielt sich der größte Teil der Geschichte ab. Ich habe mich mehrfach dabei ertappt, dass ich am liebsten gerade genau dort dabei gewesen wäre. Das war allerdings nicht aufgrund der Handlung, sondern wegen der landschaftlichen und kulturellen Beschreibungen. Die sind nämlich einfach total verführerisch muss ich sagen! Das soll die Handlung gar nicht abwerten - im Gegenteil. Dieses Buch hat alles, was ich von einem guten Roman erwarte: eine süße Liebesgeschichte, familiäre Twists, diverse Entwicklungen der zwischenmenschlichen Beziehungen und einen "Aha-Effekt". Den halben Punkt Abzug muss ich aber einfach geben, weil die landestypischen Schilderungen in ihrer Präsenz und Ausführlichkeit fast schon der Story die Schau stehlen. Das war für mich noch ok, aber mehr hätte es nicht mehr sein dürfen. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Der Beginn des Romans ist fast schon ein bißchen traurig, wird doch die absolut verfahrene Situation zwischen Camilla und ihrer 15-jährigen "Hormonbombe" geschildert. Die Atmosphäre des Buch ändert sich jedoch quasi mit Überschreiten der Landesgrenze, denn dann weichen die gegenseitigen Anschuldigungen der ein oder anderen sarkatischen Bemerkung, was mir deutlich mehr Freude bereitet hat. Als dann noch der kauzige Senior Henri mit ins Geschehen greift, musste ich an einigen Stellen auch wirklich lachen. Die geschilderten Situationen sind teilweise schon fast skurril (Stichwort Schlägerei z.B.), wirken aber nicht unglaubwürdig. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, auch in ihrer Komplexität. Es geht bei den meisten nur partiell in die Tiefe, das reicht aber völlig aus. Diesen Roman mit kleinen, ernsten Untertönen kann man definitiv empfehlen und er passt auch hervorragend zum gerade jetzt beginnenden Frühling! Abgerundet wird das Buch durch einige Rezepte aus der Provence. Ich selbst habe sie bislang noch nicht ausprobiert, aber die Apfeltarte hat mich bereits angelacht! Fazit: Ein absolutes Wohlfühlbuch, dessen Lektüre ich nur empfehlen kann. Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflußt!

Ein echtes Wohlfühlbuch (4,5 Sterne)

Von: Leseleidenschaft Datum: 10. April 2019

Das soll die Handlung gar nicht abwerten - im Gegenteil. Dieses Buch hat alles, was ich von einem guten Roman erwarte: eine süße Liebesgeschichte, familiäre Twists, diverse Entwicklungen der zwischenmenschlichen Beziehungen und einen "Aha-Effekt". Den halben Punkt Abzug muss ich aber einfach geben, weil die landestypischen Schilderungen in ihrer Präsenz und Ausführlichkeit fast schon der Story die Schau stehlen. Das war für mich noch ok, aber mehr hätte es nicht mehr sein dürfen. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Der Beginn des Romans ist fast schon ein bißchen traurig, wird doch die absolut verfahrene Situation zwischen Camilla und ihrer 15-jährigen "Hormonbombe" geschildert. Die Atmosphäre des Buch ändert sich jedoch quasi mit Überschreiten der Landesgrenze, denn dann weichen die gegenseitigen Anschuldigungen der ein oder anderen sarkatischen Bemerkung, was mir deutlich mehr Freude bereitet hat. Als dann noch der kauzige Senior Henri mit ins Geschehen greift, musste ich an einigen Stellen auch wirklich lachen. Die geschilderten Situationen sind teilweise schon fast skurril (Stichwort Schlägerei z.B.), wirken aber nicht unglaubwürdig. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich, auch in ihrer Komplexität. Es geht bei den meisten nur partiell in die Tiefe, das reicht aber völlig aus. Diesen Roman mit kleinen, ernsten Untertönen kann man definitiv empfehlen und er passt auch hervorragend zum gerade jetzt beginnenden Frühling! Abgerundet wird das Buch durch einige Rezepte aus der Provence. Ich selbst habe sie bislang noch nicht ausprobiert, aber die Apfeltarte hat mich bereits angelacht! Fazit: Ein absolutes Wohlfühlbuch, dessen Lektüre ich nur empfehlen kann. Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hierdurch nicht beeinflußt!

Goldener Saft ...

Von: Diane Jordan Datum: 03. April 2019

Malerische Landschaften, Mittelmeerküste, solide Sandsteinbauten, der Duft von Lavendel und Honig, mein Kopfkino springt sofort an, wenn ich nur Südfrankreich höre oder lese. Mein neuester Roman „Das Honigmädchen“ von Claudia Winter zieht mich sofort in den Bann. Das Cover des Buches erinnert mich an meinen letzten Urlaub in dieser Region und der Klappentext liest sich spannend. Fasziniert beginne ich zu lesen und verschlinge Seite um Seite. Ich mag das Buch kaum aus der Hand legen. Die Protagonisten sind liebevoll erdacht und gut in ihren Eigenarten beschrieben. Die alleinerziehende Camilla, ihre Tochter Marie und auch der nervige Nachtbar. Nach und nach habe ich alle in mein Herz geschlossen und gedanklich meiner Seele einen kleine Kurzurlaub vor Ort spendiert. Die Charaktere sind gut und detailreich beschrieben und als Leser hat man das Gefühl, sie schon länger zu kennen. Allerdings neige ich zu Gedankensprüngen und natürlich fängt die Geschichte zuerst in München an und erst dann geht es in mein geliebtes Südfrankreich ;-). Besonders toll finde ich, das zwischen den Zeilen hin und wieder kulinarische Spezialitäten verraten werden und das im Anhang ein paar Rezepte zum Nachkochen genannt werden. Als begeisterte Hobbyköchin freut mich so etwas natürlich besonders. Eben mit allen Sinnen genießen. In die Romanwelt eintauchen, ein leckeres Gericht davor und zum Lesen ein Gläschen Wein. Le savoir –vivre- Die französische Lebensart! Eben vive la France! So schnell wie ich mit meinen gierigen Augen durch diesen Roman gesaust bin, war ich schon lange nicht mehr. Und ein klein wenig bin ich traurig, dass das Buch schon wieder zu Ende ist. Die Autorin werde ich auf alle Fälle im Auge behalten. Und so unterschiedlich wie die Honigsorten in Geschmack, Konsistenz, Farbe und Geruch sind auch die Menschen in dem Roman von Claudia Winter, genau wie auch die mehrfach erwähnten Bienen. Und so freue ich mich besonders, das ich als Natur- und Tierfreundin dieses herrliche Buch lesen durfte. Aber lest bitte selber und vielleicht hat der ein oder andere ja nach der Lektüre genau so viel Freude daran, etwas gegen das Bienensterben zu tun und vielleicht wie ich einen kleinen Streifen Bienenwiese anzulegen?! „Rettet die Bienen!“ Inhalt: Die alleinerziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist … Die Autorin: Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Ihre frühen Werke sind in Neuauflage unter dem Pseudonym "Carolin Wunsch" erschienen. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und den Hunden Kim und Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn. Weitere Bücher: Aprikosenküsse, Glückssterne, Die Wolkenfischerin, u.v.m. Fazit: 5 Sterne***** “Das Honigmädchen“ ist im Goldmann Verlag erschienen. Das broschierte Buch hat 448 honigsüsse Seiten.

Süsse Romanze

Von: Angela Busch Datum: 03. April 2019

Meine Meinung: Ein sehr schöner Wohlfühl-Roman , spielend in der grandiosen Umgebung der südfranzösischen Provence hat mich in den letzten Tagen auf einer bunten Lese - und Kopfreise begleitet. Summende Bienen inmitten flirrender Hitze, ein liebenswertes Dorf mit grimmigen und freundlichen Bewohnern, sowie Charakterstarke Protagonisten aus Deutschland und Frankreich bilden das starke und eindrucksvolle Gerüst des neuen Romans der bekannten Autorin Claudia Winter. Ihr fantasievoller und sehr ausschmückender Schreibstil liess die Seiten an mir vorbeifliegen und bis zum Endes des Buches blieb meine Neugier gross! Dieser Abschluss des Familienromanes war befriedigend, erlösend und hat mich und viele Leser sicher erfreut und ruhig entlassen. Die Ausarbeitung der meisten unterschiedlichen Charakterfiguren hat mir gefallen, wobei die Darstellung des Konfliktes zwischen der Mutter Camilla und ihrer Tochter Marie doch ab und zu einen erstaunten, inneren Widerstand in mir ausgelöst hat. Camilla, als unsichere und beunruhigte Mutter dargestellt, hat mir nicht besonders gefallen. Ihre laufende Verletztheit , Empörung und ihr Misstrauen gegenüber ihrer Tochter, einem ganz normalen Teenager und vielen anderen Protagonisten, wie dem Nachbarn und Schriftsteller Tobias Leitner, erschien mir manchmal überzogen und getränkt voll unsympathischem und hysterischem Verhalten sowie kränkender, schnippischer Bemerkungen! Ich mochte sie nicht besonders! Marie hat mir sehr leid getan und ihre pubertären Rebellionen hatten mein vollstes Verständnis. Natürlich hat die Autorin diese Konstellation bewusst gewählt , um den komplizierten Familienhintergrund von Camilla’s Eheleben und ihrer kleinen Familie klar darzustellen und zu begründen. Die geheimnisvollen Verbindungen von Camilla’s Feinkostgeschäft und Familie zu dem schrulligen Honighersteller und Bienenfreund Henri würzen diese Geschichte mit einem ganz besonderem Flair. Die Hauptdarsteller, die mich immer wieder begeistert haben, waren allerdings die BIENEN und die nebenher eingeflochtenen Lebensweisheiten der Autorin, transportiert durch den alten Imker Henri, der immer den Überblick behält. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und spreche eine absolute Leseempfehlung aus. Als Hörbuch hätte mich dieses von mir gelesene Print-Buch sicher auch begeistert, so wie ich es mit *Glückssterne* der Autorin empfunden habe. Über das Glossar mit den tollen Rezepten am Ende des Buches habe ich mich besonders gefreut. Danke liebe Claudia Winter! Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne im Genre Familie / Liebe / Unterhaltung!

Ein Wohlfühlbuch der besonderen Art

Von: Anja aka Ana Datum: 02. April 2019

Claudia Winter hat mit ihrem Buch wundervolle, authentische und liebenswerte Protagonisten geschaffen. Man fühlt mit ihnen, man leidet mit ihnen und man lebt mit ihnen, während man das Buch liest. Mit dem Imker Henri hat Claudia einen Charakter geschaffen, der mich sehr an meinen Opa erinnert. Harte Schale, aber innen ein weicher Kern. Camilla und Tobias sind tolle Figuren, bei denen man erlebt, wie beide den anderen beginnen mit anderen Augen zu sehen, während des Aufenthaltes in der Provence. Die Tochter Marie ist die typische pubertierende Teenagerin, die jede Mutter ca. 100x am Tag auf den Mond schießen möchte und bei einigen Eskapaden, habe ich mich auch ein wenig an mich selber erinnert gefühlt… Das Honigmädchen von Claudia Winter, Buchbesprechung Zwei Meinungen, ein Buch (c) Goldmann Verlag Man merkt mit wieviel Hingabe und Liebe Claudia Winter für Ihre Romane recherchiert. Auch wenn es “Frauenromane” sind, bedeuten Claudias Romane wundervolle Protagonisten, famoses Essen, tolle Rezepte, ein tollen Sinn für Humor und man fühlt sich immer ein wenig wie “zu Hause”. Für mich gehört dieser wundervolle Roman in diesem Jahr garantiert zu meinen Lesehighlights. Ein Buch, das mich emotional tief berührt hat und doch lässt es mich mit einem positiven Gefühl zurück. Das ist nämlich die wahre Kunst in den Büchern dieser Autorin: Sie schreibt für mich Wohlfühlbücher ohne Kitsch, aber mit einem Hoffnungsschimmer am Ende.

Eine wunderschöne Zeit in der Provence

Von: zauberblume Datum: 01. April 2019

In ihrem neuen Roman "Das Honigmädchen" entführt uns die Autorin Claudia Winter in mein Lieblingsland Frankreich. Und hier in eine ihrer schönsten Gegenden, und zwar in die Provence. Und durchströmt den Besucher ein wahres Glückgefühl. Nun zur Geschichte: Die alleinerziehende Camilla hat es nicht leicht. Im väterlichen Delikatesshandel muss sie ihren Mann stehen und zuhause kämpft sie mit ihrer 15jährigen pubertierenden Tochter Marie. Und dann soll sie auch noch nach Südfrankreich, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln. Zum Leidwesen von Marie, die ihre Ferien lieber bei ihrem Vater auf Sylt verbracht hätte. Nun reisen sie also nach Südfrankreich. Und zu guter Letzt schließt sich auch noch ihr nervtötender Nachbarn an. Als sie im pittoresken Bergdorf Loursacq ankommen, erwartet sie eine Überraschung. Hier heißt es nämlich Ärmel hochkrempeln und mit anpacken. Camilla lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst zu einem kommen, wenn man bereit dafür ist. Einfach wunderschön! Schade, dass meine Reise in die Provence so schnell zu Ende geht. Der Schreibstil der Autorin ist einfach klasse. Wenn ich die Augen schließe, sehe ich die Lavendelfelder, bewundere die Rebstöcke und höre das Summen der Bienen, die fleißig Honig sammeln. Hier auf dem Hof von Henri kommt man einfach zur Ruhe und es durchströmt mich ein wahres Glücksgefühl. Noch jetzt habe ich den Geruch vieler provenzalischer Gericht in der Nase, gerne hätte ich von Apfeltarte ein Stück probiert (wunderbar, dass die Rezepte im Anhang aufgeführt sind). Und nun zu den Protagonisten, allen voran Camilla. Irgendetwas läuft zwischen Marie und ihr gewaltig schief. Doch ob der Aufenthalt in der Provence etwas daran ändern wird? Aber hier liegt einfach eine gewisse Magie in der Luft, der sich keiner entziehen. Und dann ist da ja noch Tobias, für mich ein ganz besonderer Mensch. Aber ins Herz geschlossen habe ich Henri, den Besitzer des Hofes. Er ist ein liebenswerter älterer Herr, der eine innige Beziehung zu seinen Bienenvölker hat. Und Bienen spielen dieser Geschichte eine wichtige Rolle. Außerdem wird auch noch ein Familiengeheimnis gelüftet. Einfach spitze! Für mich ist dieses Buch eine absolute Gute-Laune-Wohlfühllektüre. Ein Lesevergnügen der Extraklasse. Am liebsten würde man sofort seine Koffer packen und nach Südfrankeich fahren. Das Cover ist übrigens auch ein echter Hingucker. Selbstverständlich vergebe ich für diese unterhaltsame Lektüre gerne 5 Sterne.

Bienenzauber und provenzalische Beziehungsprobleme

Von: Janine2610 Datum: 24. March 2019

»Das Honigmädchen« war mein erstes Buch von Claudia Winter und nach Beendigung der Geschichte bin ich nicht abgeneigt, zukünftig weitere Werke der Autorin zu lesen. Thematisch passt es zu einem meiner zuletzt gelesenen Bücher (Die Geschichte der Bienen) und vom Cover (aber auch vom Inhalt) her passt es einfach super zum nun immer wärmer werdenden Wetter, zum Frühling und zum Sommer. Es handelt sich um eine Geschichte, in der es zu großen Teilen um die Streitigkeiten (bzw. deren Beilegung) zwischen Mutter und Tochter geht. Liebestechnisch geht es ebenfalls heiß her, und das nicht nur EIN Pärchen betreffend. Der Zauber der Provence scheint hierbei allerdings einiges beigetragen zu haben. ;) Und nicht zu vergessen: die Bienen! Die Bienen sind immer irgendwie inkludiert und beeinflussen die Handlung oftmals auf sehr zauberhafte Art und Weise. Außerdem sind Bienen äußert feinfühlige Wesen, sie erkennen sofort, wenn jemand unsicher oder "noch nicht so weit" ist. Darüberhinaus verraten sie einem die Wahrheit - immer. So zumindest werden die kleinen Tierchen hier dargestellt. Wie das nun alles zusammenspielt, wird sehr unterhaltsam und verfolgenswert von Claudia Winter erzählt. Ganz ohne Kitsch kommt der Roman aber leider nicht aus. Das eine oder andere Klischee wird bedient. Aber mir hat das nicht viel ausgemacht, ich habe den ab und an auftauchenden wenig realistischen Kitsch einfach mit einem freundlichen Augenverdreher hingenommen und den Inhalt ansonsten köstlich genossen. Ganz besonders hervorzuheben ist in meinen Augen Claudia Winters bezaubernder Schreibstil. Sehr bildmächtig wird »Das Honigmädchen« erzählt, mit einem ganz feinen Auge für (alltägliche) Details, über die eigentlich niemand nachdenkt, die aber trotzdem wahrgenommen werden und die, in Worte gefasst, ihren ganz eigenen Charme versprühen. In dem Roman finden sich keine Überflüssigkeiten, alles hat seine Bedeutung, alles seinen Platz. Wahnsinnig schöne, Sehnsucht auslösende Landschafts- und Umgebungsbeschreibungen runden das Ganze perfekt ab. »Das Honigmädchen« ist ein emotional durchmischter Roman, mit dem man sich hervorragend die Zeit vertreiben kann und der einem die ersten schönen und warmen Sonnentage des Jahres versüßt. Leseempfehlung!

Absolutes Wohlfühlbuch!

Von: Sophie Sprenger Datum: 24. March 2019

Dies ist das erste Buch welches ich von der Autorin gelesen habe und es hat mich von der ersten Seite an begeistert. Der Schreibstil ist angenehm, man fliegt nur so durch die Seiten. Die Charaktere sind authentisch, die Geschichte gut durchdacht und die Umsetzung mehr als gelungen. Der Leser wird aus dem Alltag in ein kleines, verschlafenes Dorf in Frankreich entführt - ich hatte direkt Fernweh. Mit Camilla wurde ich gleich warm, auch Marie habe ich sofort ind Herz geschlossen. Sie ist der typische Teenager, der mit seinen Problemen als Scheidungskind zu kämpfen hat. Allerdings macht sie im Verlauf der Handlung eine unglaubliche Entwicklung durch und kann wieder Freundschaft mit ihrer Mutter schließen. Die romantischen Aspekte sind glaubwürdig, nicht zu klischeehaft und vor allem nicht allzu präsent. Es handelt sich in keinem Fall um eine typische Liebesgeschichte. Der schrullige Henry ist ein absoluter Sympathieträger. Ich finde es unfassbar, wie es der Autorin gelungen ist, Charaktere zu erschaffen, deren Ecken und Kanten sie umso liebenswürdiger erscheinen lassen. Auch das Thema der Bienenhaltung wurde wunderbar recherchiert und spannend erzählt. Vieles war mir bis dato völlig unbekannt. Die Erzählweise ist ein wenig blumig und sehr bildhaft, der Leser hat durchweg das Gefühl, selbst in dem kleinen Dorf zu weilen, also stets mit dabei zu sein. Ich kann dieses Buch absolut empfehlen und bin froh, es gelesen zu haben. Es stimmt nachdenklich, man grübelt darüber nach, dass man den kleinen, scheinbar unwichtigen Dinge des Lebens, die Freude machen oft nicht genug Beachtung schenkt. Stets hetzt man nur von einem Termin zum nächsten, arbeitet um seinen Lebensunterhalt zu sichern und verliert sich selbst dabei aus den Augen. Vielmehr sollte man öfter das tun, was einen glücklich macht, sich eine Auszeit gönnen und dafür Sorge tragen, das eigene Leben zumindest zeitweilig zu entschleunigen.

Gelungener Ausflug in die Provence

Von: vielleser18 Datum: 21. March 2019

Camilla ist die alleinerziehende Mutter der 15jährigen Marie. Es kriselt schon lange in der Beziehung zwischen den beiden, gipfelt jetzt aber in einem Eklat, als Camilla erfährt, dass Marie nicht nur schon seit längerem ziemlich oft die Schule schwänzt, sondern nun auch ein kleines Feuer in der Schultoilette entfacht hat. Vor Sorgen weiß Camilla nicht mehr, wie es nun weiter gehen soll. Sie lässt sich von ihrem Vater zu einer Auszeit in der Provence überreden, die widerspenstige Marie soll mit. Doch so einfach macht es ihr Marie nicht, sie will nur mit, wenn auch der Nachbar Tobias mit fährt. Ausgerechnet der, denn Camille hat von ihm alles andere als eine gute Meinung. Zu dritt machen sie eine Reise ins Ungewisse. Was wird sie dort erwarten ? Werden sich die Anspannungen lösen? Wird es nur eine Reise zur Überprüfung der Honigmanufaktur des Geschäftspartners (das was Camille eigentlich vor hat) oder werden Sonne, gutes Essen, Arbeit und vor allem Freundschaften auch einen anderen Blickwinkel eröffnen? Es wird eine Reise, die alle verändern wird. Claudia Winter hat einen ungemein fesselnden Erzählstil, diese Geschichte bietet wieder alles was das (Leser)Herz begehrt: Verwicklungen, Romantik, eine gewisse Spannung und einfach sehr gute Unterhaltung. Immer wieder wird gibt es kulinarische Häppchen, die den Protagonisten serviert werden, bei denen auch der Leser Appetit bekommt. Daher sind am Ende viele Rezepte angefügt und viele provencialische Nahrungsmittel werden erklärt. Das schöne ist, dass die Protagonisten reifen, sich entwickeln, authentisch sind, man sie sich sehr gut vorstellen kann, man fühlt mit und man leidet auch manchmal mit. Ihre Beziehungsprobleme, die zwischen Mutter und Tochter, Camilla und Tobias, aber auch von Henri und dem Rest der Dorfbewohner waren sehr stimmig erzählt. Zudem ist es Claudia Winter gelungen das Thema Bienen und Honigmanufaktur sehr gut mit in diese Geschichte hinein zu flechten, "Das Honigmädchen " ist so ein tolles Buch, eine so zauberhafte Geschichte und meiner Meinung nach das (bisher) beste Buch von ihr, dabei sind auch ihre anderen Bücher wirklich sehr empfehlenswert !

Von wundersamen Wegen und dem Summen der Bienen sowie der Erkenntnis: Alles hat seine Zeit!

Von: Jil Aimée Datum: 20. March 2019

Was wenn man keinen Zugang zu seinem eigenen Kind mehr findet? Wenn das Leben einem keinen Honig aufs Brot schmiert, sondern diesen zum Verkaufsargument deklariert? Was wenn das Erbe des elterlichen Betriebs einem den Blick für die wirklich wichtigen Dinge raubt? Wenn das eigene Bestreben nach Erfolg einem den Weg zur Liebe versperrt? Was wenn man sich alleingelassen und missverstanden fühlt? Wo man doch einfach nur hätte richtig zuhören müssen? All diese Fragen stellt sich Camilla jeden Tag – und viele mehr. Sie sind das Gerüst ihres Lebens. Die Liebe ist vorbei, nichts als ein mahnender Stachel im Herzen, dass sie alles verloren hat. Ertrunken in Arbeit und Erfolgssucht. Nicht ihrer, doch in der des Vaters ihres Kindes. Gegen Sterne kommt das menschliche Herz wohl nicht an. Camilla ist alleinerziehend und liebt ihre Teenager-Tochter über alles. Versucht jeden Tag durch harte Arbeit, das gemeinsame Leben ein Stückchen besser zu gestalten. Einer Arbeit, die ihr ebenfalls am Herzen liegt, da sie den Erhalt des elterlichen Betriebes sichert. Ein Delikatessenhandel, der an Exklusivität nicht zu übertreffen ist, aber auch schon mal bessere Zeiten gesehen hat … Sie opfert sich auf, für beide Seiten und wird doch keiner davon gerecht. Die Tochter fühlt sich missverstanden, vernachlässigt, ja von der Mutter ungeliebt und wird zum Rebell. Ihr Vater und die Firma scheinen nicht offen für ihr betriebliches Auge, ihren visionären Weitblick. Camillas Vorschläge zu Kosteneinsparungen und Neukonzeptionierungen werden mit einer simplen Gäste vom Tisch gebügelt. »Ich weiß bloß, aus welchem Stoff tragische Geschichten gemacht werden.« (S. 255) Sie rödelt und rödelt, und kommt doch nirgends an. Verliert sich überdies immer mehr selbst. Ist zunehmend erschöpft, lebt sie doch nur noch für andere und nicht mehr für sich. Die Arbeit ist hart und frustrierend, doch auch Zuhause findet sie nebst der Tochter keine Ruhe. Denn da gibt es diesen neuen Nachbarn – für sie ein Lebemann, wie er im Buche steht –, der ihr nach und nach den Verstand raubt. Bis … ja bis ihr Vater eines Tages die Reißleine zieht und sie samt Tochter zum ertraglosesten Honiglieferanten nach Frankreich schickt. Eine Reise, die einen weiteren unverhofften Begleiter erfährt und die Karten in Camillas Leben neu mischt. An allen Fronten. Es ist eine Reise, die ihr Leben verändern wird … doch wird sie auch ihr Herz heilen und ihr all die Fragen beantworten können, die sie sich tagein, tagaus stellt? Wird Camilla sich selbst wiederfinden und mit ihrer Tochter eine neue Chance erhalten? »[…] obwohl der Schmerz ganz woanders saß. An einer Stelle, wo man blaue Flecken nicht sah.« (S. 115) Begleitet sie in das beschauliche französische Örtchen Loursacq, wo die Vergangenheit so nah ist wie die Zukunft und so fern wie das Selbst in der Gegenwart. Ein malerisches Bergdorf, das an Eigenwillen und Charme nicht zu überbieten ist und noch jeden in seinen Grundfesten erschüttert und auf den rechten Weg zurückgebracht hat. So auch Camilla, ihre Tochter und den geheimnisvollen Begleiter? Seid gespannt. Für mich war Das Honigmädchen von Claudia Winter ein herausragendes Leseerlebnis. Eine so beeindruckende Geschichte, dass ich sie einfach wieder und wieder lesen möchte. Einfach, weil alles gestimmt hat. Von der pittoresken Szenerie, die mich auf eine Reise mitgenommen und fernen Orten so viel nähergebracht hat. Über einmalige Charaktere mit echten Problemen und dem Kampf einer Mutter um die Liebe zur Tochter. Und umgekehrt. Etwas so Natürliches, dass es manchmal im Wahn des Alltags untergeht. Weil wir verlernen, wirklich zuzuhören. Bis zum atmosphärischen und mitreißenden Schreibstil der Autorin, der einen nur so durch die Seiten trägt. Durch und durch ein ruhiges und doch seelenvolles, ein kurzweiliges und doch aus familiärer Sicht spannendes, ein hoch ergreifendes Lesevergnügen. Ein Buch, das für mich seinesgleichen sucht. Dabei schafft es die Autorin nicht nur, das Leben der einzelnen Charaktere und Nebencharaktere rund und authentisch zu skizzieren, sondern der Geschichte an sich auch eine brisante und hoch aktuelle Note zu verleihen: das Leben der Bienen. Wir alle wissen es, die Welt braucht sie und wir müssen ihren Lebensraum wahren. So kleine, zunächst unscheinbare Lebewesen, die so voller Wissen und Kraft stecken. Die unserer Welt guttun. Eine Welt, die wir zu oft zu nachhaltig zerstören. Frau Winter verdeutlich auf leichte und doch wachrüttelnde Weise, was es braucht, uns dem wieder zu nähern, was wirklich wichtig ist. Sei es das Leben der Bienen, die Beziehungen in einer Familie oder das eigene Glück. Sie weckt auf, regt zum Nachdenken, vor allem aber zum Handeln an. Und dies alles verpackt in eine wunderbare, atmosphärisch dichte Geschichte, die lange nachhallt. Für mich ist das Honigmädchen eine Hommage an das Leben in all seinen Facetten, ein Liebeslied an die Bienen, die Schönheit der Natur. Eine unglaublich schöne, gehaltvolle und wohltemperierte Lebens- und Wohlfühlgeschichte, die mich in genau der rechten Zeit erreicht hat. Mir etwas Leichtigkeit in mein Leben zurückgegeben hat. Und genau dafür sind Geschichten doch da. Das Honigmädchen ist all das und noch so viel mehr. Ich kann euch dieses Buch, wie jeden Winter, nur absolut empfehlen. Jedes in seiner Art ist wundervoll und wenn ich schon nicht mehr weiß, wie die Autorin es noch toppen will, sie schafft es immer wieder und liefert einfach ab und überrascht – mit neuen Wendungen, einzigartigen Ideen und so viel Liebe zum Detail. Ich wünsche euch viel Spaß damit. Eure Jil Aimée

Sympathische Charaktere, unterhaltsame Handlung und sommerliche Stimmung - Wohlfühlroman über eine Auszeit in Frankreich, der nur ein wenig vorhersehbar ist

Von: schnäppchenjägerin Datum: 20. March 2019

Camilla ist geschieden, Mutter einer 15-jährigen Tochter und arbeitet im Betrieb ihres Vaters, einem Feinkosthandel in München. Während ihr Exmann erfolgreicher Küchenchef auf Sylt ist, ist sie allein verantwortlich für die rebellierende Tochter Marie, die sich trotzig von ihrer Mutter überhaupt nichts mehr sagen lässt und heimlich die Schule schwänzt. Probleme gibt es zudem mit einer französischen Honigmanufaktur, die ihren Lieferungen nicht mehr nachkommt, weshalb sie Camilla abstoßen möchte. Ihr Vater hält allerdings an dem Traditionsbetrieb fest und bittet seine Tochter stattdessen, nach Frankreich zu fahren, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Ihren Aufenthalt in Frankreich soll sie zudem nutzen, um sich ihrer Tochter wieder anzunähern. Wie zu erwarten war, sträubt sich Marie gegen einen einen gemeinsamen Urlaub mit Mama, kann aber durch Nachbar Tobias überredet werden, der sich sehr zum Leidwesen von Camilla, die ihn als Frauenheld und Störenfried ablehnt, den Reisenden anschließt. Im Bergdorf Loursacq in der Haute-Provence erwartet sie kein Hotelurlaub, sondern die Mitarbeit auf dem Hof des mürrischen Imkers Henri. "Das Honigmädchen" ist ein sommerlicher Roman, der die Leserin an einen malerischen Ort nach Frankreich versetzt. Durch die anschauliche Beschreibung des Settings ist die Atmosphäre in dem verschlafenen Bergdorf, das von Familienfehden geprägt ist und auf dem heruntergekommenen Hof spürbar. Auch die Charaktere wirken authentisch und nahbar. Gerade die Hilflosigkeit von Camilla in Bezug auf ihre schwierige Tochter Marie, die ihre Grenzen austestet, aber auch das Gefühl der Unzulänglichkeit im Hinblick auf ihre Stellung in der Firma ihres Vaters ist nachvollziehbar. Für eine Beziehung zu einem Mann ist kein Platz in Camillas Leben. Marie ist enttäuscht von ihrer Mutter, der sie die Schuld an der Scheidung gibt und würde lieber bei ihrem Vater auf Sylt leben. In Nachbar Tobias hat sie eine männliche Bezugsperson gefunden, mit der sie offener als mit ihrer Mutter sprechen kann, die gefühlt keine Zeit für sie hat. In Frankreich erwartet sie körperliche Arbeit, aber auch die Gelegenheit, sich auszusprechen und Pläne für die Zukunft zu machen. Der Roman ist durch die sympathischen Charaktere, die unterhaltsame Handlung und die sommerliche Stimmung angenehm und flüssig zu lesen. Ich empfand den Sinneswandel Maries trotz der malerischen Umgebung abrupt, so dass sich die Stimmung zwischen Mutter und Tochter fast wie von selbst verbesserte. Auch ist die Rolle von Tobias, der sich mir zu spontan den beiden Frauen auf seinem Motorrad anschloss, vorhersehbar. Da "Das Honigmädchen" aber keine reine Liebesgeschichte ist, sondern ein Roman über eine Frau, die durch eine Auszeit in Frankreich wieder Vertrauen in sich und andere gewinnen soll, ist dies verzeihlich. Die Lösung der familiären und wirtschaftlichen Probleme wird stark vereinfacht dargestellt und gerade in Bezug auf die Honigmanufaktur und die Verbindung Henris nach Deutschland hatte ich mir mehr Spannung erhofft. Dennoch bietet das Buch eine gute Unterhaltung und lässt einen vom kommenden Sommer und einem Urlaub in Frankreich träumen.

Sonnenstrahlen und Frühlingsgefühle

Von: glimrende Datum: 19. March 2019

Camilla kämpft an vielen Fronten: Um die Anerkennung ihres Vaters, dessen Feinkostimperium sie übernehmen möchte. Um das Vertrauen ihrer pubertierenden Tochter Marie, die gerade nichts als Ärger produziert, und ihre Mutter zu hassen scheint. Ein gemeinsamer Sommer in Südfrankreich soll Mutter und Tochter wieder näher zueinander bringen. Als Unterstützer ist Camillas verhasster Nachbar Tobias, der sich ausnehmend gut mit Marie versteht, mit an Board. Es warten unvergessliche Wochen in einem kleinen südfranzösischen Dorf auf die drei. Und am Ende wird nichts mehr so sein, wie es einmal war… Das war sooo schön! Ich habe „Das Honigmädchen“ in nur zwei Tagen verschlungen. Einfach eine wunderbare Geschichte, die einen nur so durch die Seiten fliegen lässt. Besonders gut gefallen hat mir, wie mühelos es Claudia Winter gelingt, das besondere Flair eines südfranzösischen Sommers aufleben zu lassen. Ich habe mich beim Lesen gefühlt, als würde die südfranzösische Sonne auf mich scheinen, als würden all die französischen Leckereien direkt neben mir stehen und als würde mich im nächsten Moment jemand zu einer Partie Boules einladen. Auch das aktuell sehr präsente Thema „Bienen“ wurde super in die Geschichte integriert. Ich konnte sogar neue Dinge über die Bienenzucht und Imkerei lernen. Camillas und Maries Probleme in ihrer Mutter-und-Tochter-Beziehung wurden realistisch und ohne Kitsch dargestellt. Ich konnte sowohl ihren Weg in als auch aus der Krise gut nachvollziehen. Natürlich ist bereits bei Lesen des Klappentexts klar, worauf die Nummer zwischen Camilla und dem nervigen Nachbarn Tobias hinausläuft. Trotzdem haben die beiden als Paar super für mich funktioniert (wenn man von einer kleinen, unnötigen „hin und her“-Episode gegen Ende, die durch simple Kommunikation hätte vermieden werden können, absieht). Da war definitiv die nötige Chemie vorhanden. Ich hätte sogar gerne mehr von den beiden gelesen. Eine klare Empfehlung für alle, die Sonnenstrahlen und Frühlingsgefühle herbeisehnen, denn dieses Buch wärmt Herz und Seele. Mir hat es ein paar wunderbare Lesestunden beschert.

Geflügelte Teddybären

Von: Katja E. Datum: 19. March 2019

Der neue Roman von Claudia Winter erzählt die Geschichte der alleinerziehenden Mutter Camilla und deren rebellischer Tochter Marie. Die fünfzehnjährige kämpft gegen alles und jeden an – gegen Regeln und strikte Grenzen, dabei braucht sie gerade diese im Leben. Ich habe Marie von der ersten Seite, der ersten Zeile an geliebt. Sie wird so authentisch dargestellt, so liebevoll detailliert beschrieben, dass man sie einfach liebhaben muss. Dabei legt Claudia Winter viel Wert darauf, zu zeigen warum sie so ist. Warum sie gegen alles und jeden rebelliert. Sie zeigt auf, das es eigentlich gar nicht viel braucht, um Marie wieder „in Griff zu bekommen“ ohne sie zu verbiegen. Sie zeigt auf was ihr fehlt, was sie braucht, ohne den Gegenpart, die Mutter, anzuklagen. Sie zeigt aber auch, warum Camilla so ist wie sie ist. Wie es zu der Situation kommen konnte. Sie zeigt uns ihre Hilflosigkeit genauso wie ihre große Liebe zu ihrer Tochter. Auch wenn meine kleine Maus noch lange keine 15 ist, auch sie hat ihre trotzigen und rebellischen Phasen und auch ich fühle mich dann voller Liebe aber auch hilflos. Ich kann mich also gut in Camilla hineinversetzen. Dieser Konflikt, deren Auswirkungen und die Lösungen nehmen einen Teil des Buches, einen wichtigen Raum ein. Genauso sehr wie andere Geschichten, anderen Handlungsstränge begonnen und – zum Glück – auch beendet werden. Dabei geschieht die Auflösung so, dass man als Leser zufrieden zurück bleibt und zurück bleiben kann. Meiner Meinung nach bleibt nichts offen an Handlungssträngen und das Ende ist wunderbar zart. So zart wie die kleinen „geflügelten Teddybären“, die ebenfalls in dem Buch eine Rolle spielen: die Bienen. So ganz nebenbei lernt der Leser etwas über die Bienen und die Imkerei und dabei war für mich sehr viel Neues dabei. Wobei ich aber auch gestehen muss, dass ich mich mit dem Thema bisher noch nicht wirklich beschäftigt habe. Und das, obwohl das Thema Bienen in der Literatur gerade einen Boom erlebt. Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen, in die Geschichte einzutauchen. Der Schreibstil der Autorin, der Aufbau der Geschichte und die Charakterisierungen der Protagonisten waren stimmig und haben mich von Anfang an verzaubert und in ihren Bann gezogen. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.

Wohlfühlroman

Von: World of books and dreams Datum: 19. March 2019

Als alleinerziehende Mutter hat man es gar nicht so leicht, das muss auch Camilla einsehen, denn neben ihrem stressigen Job im Delikatessenladen ihres Vaters bleibt nicht immer genügend Zeit für die fünfzehnjährige Marie. Als Camilla eines Tages zur Direktorin des Gymnasiums gerufen wird, fällt sie aus allen Wolken, als sie erfährt, wie es um den Besuch der Schule wirklich steht. Eine Auszeit muss her und das dringend. Als Camilla im Auftrag ihres Vaters nach Südfrankreich soll, um mit dem dortigen Honighändler zu verhandeln, nimmt sie Marie mit. Diese ist alles andere als begeistert, doch als sich unverhofft auch noch der nervige Nachbar, dieser Möchtegernschriftsteller, der Reise anschließt, freut sich zumindest Marie. Zu allem Übel ist dann auch Südfrankreich noch ganz anders als erwartet und Camilla muss lernen, dass auch sie selbst bereit sein muss, um das Leben genießen zu können. Meine Meinung Allein schon das zauberhafte Cover lädt zu gemütlichen Lesestunden ein und auch der Klappentext verspricht einen Rundumwohlfühlroman. Genau diesen habe ich auch mit “Das Honigmädchen” erhalten, denn diese Geschichte ist kurz und knapp gesagt, einfach schön. Claudia Winter schreibt lebendig und absolut flüssig und in kürzester Zeit ist man mitten in der Geschichte rund um Camilla, Marie und Tobias. Mit einer Prise Humor, viel Gefühl und einem bildhaften Schreibstil befindet man sich schnell mitten in Loursacq in Südfrankreich. Dieser kleine Ort wird so anschaulich beschrieben, dass man sich selbst sogar vorstellen kann, einmal hier Zeit zu verbringen. Doch in Loursacq ist nicht alles so leicht, denn nicht nur unsere drei Besucher aus Deutschland bringen eine Menge Emotionen mit, sondern auch die Bewohner des Bergdorfes haben so einige Probleme zu verdauen. Die Dynamik zwischen all den unterschiedlichen Charakteren hat mir sehr gut gefallen. Allem voran die Beziehung zwischen Camilla und ihrer Tochter Marie, die hier lernen müssen, wieder aufeinander zuzugehen. Aber auch sonst gibt es hier diverse Konflikte zu lösen und auch wenn sich manche Momente schon früh vorausahnen lassen, gelingt es Claudia Winter immer wieder, zu überraschen. Diese Geschichte ist perfekt zum Abschalten und Entspannen und bietet gemütliche Lesestunden. Ein personeller Erzähler in dritter Person beschreibt das Geschehen aus der Perspektive der Protagonistin Camilla. Dadurch lernt man sie sehr intensiv kennen und man kann ihre Beweggründe sehr gut verstehen. Als alleinerziehende Mutter einer Tochter im Teenageralter hat Camilla es gar nicht leicht. Sie selbst stellt sich persönlich unter Druck, immer alles perfekt zu machen. Doch dabei muss sie einsehen, dass es einfach nicht alles allein zu stemmen ist. In ihrer Zeit in Frankreich beginnt sie, nicht nur sich selbst wieder neu zu sehen und zu fühlen, sondern lernt wieder zu vertrauen. Diese Veränderungen der Protagonistin waren zwar vorher zu erahnen, haben mir aber trotzdem gut gefallen, vor allem die gefühlvolle Umsetzung der Situation ihrer Protagonistin ist der Autorin sehr gut gelungen. Aber auch Marie, Camillas Tochter, ist klar gezeichnet und wirkte sie zunächst nur wie ein sturer Teenager, der gerne Schule schwänzt, merkt man so nach und nach, dass hinter dieser Fassade viel mehr steckt. Die Nebencharaktere erhalten ebenfalls viel Tiefgang, wirken authentisch und lebendig und auch mit diesen fühlt man sich absolut wohl. Mein Fazit “Das Honigmädchen” ist ein Roman voller Gefühl, man bekommt etwas zum Schmunzeln, etwas fürs Herz und gleichzeitig auch so viel Tiefgang, dass man sich beim Lesen einfach wohl fühlt. Lebendige Charaktere, eine bezaubernde Landschaft und kleinere Überraschungen halten den Lesefluss aufrecht und lassen ganz tief in die Geschichte versinken. Wer einen Roman zum Abschalten und Abtauchen sucht, sollte hier einfach mal reinschnuppern.

Wohlfühlroman

Von: World of books and dreams Datum: 19. March 2019

Als alleinerziehende Mutter hat man es gar nicht so leicht, das muss auch Camilla einsehen, denn neben ihrem stressigen Job im Delikatessenladen ihres Vaters bleibt nicht immer genügend Zeit für die fünfzehnjährige Marie. Als Camilla eines Tages zur Direktorin des Gymnasiums gerufen wird, fällt sie aus allen Wolken, als sie erfährt, wie es um den Besuch der Schule wirklich steht. Eine Auszeit muss her und das dringend. Als Camilla im Auftrag ihres Vaters nach Südfrankreich soll, um mit dem dortigen Honighändler zu verhandeln, nimmt sie Marie mit. Diese ist alles andere als begeistert, doch als sich unverhofft auch noch der nervige Nachbar, dieser Möchtegernschriftsteller, der Reise anschließt, freut sich zumindest Marie. Zu allem Übel ist dann auch Südfrankreich noch ganz anders als erwartet und Camilla muss lernen, dass auch sie selbst bereit sein muss, um das Leben genießen zu können. Meine Meinung Allein schon das zauberhafte Cover lädt zu gemütlichen Lesestunden ein und auch der Klappentext verspricht einen Rundumwohlfühlroman. Genau diesen habe ich auch mit “Das Honigmädchen” erhalten, denn diese Geschichte ist kurz und knapp gesagt, einfach schön. Claudia Winter schreibt lebendig und absolut flüssig und in kürzester Zeit ist man mitten in der Geschichte rund um Camilla, Marie und Tobias. Mit einer Prise Humor, viel Gefühl und einem bildhaften Schreibstil befindet man sich schnell mitten in Loursacq in Südfrankreich. Dieser kleine Ort wird so anschaulich beschrieben, dass man sich selbst sogar vorstellen kann, einmal hier Zeit zu verbringen. Doch in Loursacq ist nicht alles so leicht, denn nicht nur unsere drei Besucher aus Deutschland bringen eine Menge Emotionen mit, sondern auch die Bewohner des Bergdorfes haben so einige Probleme zu verdauen. Die Dynamik zwischen all den unterschiedlichen Charakteren hat mir sehr gut gefallen. Allem voran die Beziehung zwischen Camilla und ihrer Tochter Marie, die hier lernen müssen, wieder aufeinander zuzugehen. Aber auch sonst gibt es hier diverse Konflikte zu lösen und auch wenn sich manche Momente schon früh vorausahnen lassen, gelingt es Claudia Winter immer wieder, zu überraschen. Diese Geschichte ist perfekt zum Abschalten und Entspannen und bietet gemütliche Lesestunden. Ein personeller Erzähler in dritter Person beschreibt das Geschehen aus der Perspektive der Protagonistin Camilla. Dadurch lernt man sie sehr intensiv kennen und man kann ihre Beweggründe sehr gut verstehen. Als alleinerziehende Mutter einer Tochter im Teenageralter hat Camilla es gar nicht leicht. Sie selbst stellt sich persönlich unter Druck, immer alles perfekt zu machen. Doch dabei muss sie einsehen, dass es einfach nicht alles allein zu stemmen ist. In ihrer Zeit in Frankreich beginnt sie, nicht nur sich selbst wieder neu zu sehen und zu fühlen, sondern lernt wieder zu vertrauen. Diese Veränderungen der Protagonistin waren zwar vorher zu erahnen, haben mir aber trotzdem gut gefallen, vor allem die gefühlvolle Umsetzung der Situation ihrer Protagonistin ist der Autorin sehr gut gelungen. Aber auch Marie, Camillas Tochter, ist klar gezeichnet und wirkte sie zunächst nur wie ein sturer Teenager, der gerne Schule schwänzt, merkt man so nach und nach, dass hinter dieser Fassade viel mehr steckt. Die Nebencharaktere erhalten ebenfalls viel Tiefgang, wirken authentisch und lebendig und auch mit diesen fühlt man sich absolut wohl. Mein Fazit “Das Honigmädchen” ist ein Roman voller Gefühl, man bekommt etwas zum Schmunzeln, etwas fürs Herz und gleichzeitig auch so viel Tiefgang, dass man sich beim Lesen einfach wohl fühlt. Lebendige Charaktere, eine bezaubernde Landschaft und kleinere Überraschungen halten den Lesefluss aufrecht und lassen ganz tief in die Geschichte versinken. Wer einen Roman zum Abschalten und Abtauchen sucht, sollte hier einfach mal reinschnuppern.

Herzergreifend

Von: Susi's Leseecke Datum: 18. March 2019

“ Das Honigmädchen “ ist ein Buch welches man kaum in Worte fassen kann. Claudia Winter schreibt so fesselnd und mitreissend, das man als Leser das Gefühl bekommt, mitten in der Geschichte dabeizusein. Man fühlt, spürt und verliert sich vollkommen auf dieser Reise in die Provence. Die Protagonisten strahlen eine Lebendigkeit und Authentizität, das man von jedem einzelnen eine genau Vorstellung bekommt. Marie, die 15jährige Tochter von Camilla, mitten in der Pubertät und dementsprechend aufsässig, erinnerte mich zeitweise an mich selbst in diesem Alter. Camilla, als alleinerziehende Mutter mit einem Puber- Tier hat es nicht einfach, im Job versucht sie ihre Frau zu stehen, ihrem Vater zu beweisen was in ihr steckt, eine Frau die sich jeden Tag immer wieder selbst beweisen muss. Dann ist da auch noch Tobias, der neue Nachbar von Camilla und Marie, ein Lebemann der es liebt ausgelassen zu feiern, ohne Rücksicht auf seine Nachbarin, doch ausgerechnet er, hat einen besonders guten Draht zu Marie und wird somit zum Rettungsanker der Mutter- Tochter Beziehung…. Claudia Winter hat eine ganz besondere Art zu schreiben, immer wieder schafft sie es, mich von der ersten Seite an zu begeistern. Wie oben schon erwähnt, kann man die Bücher der Autorin kaum in Worte fassen. Der Schreib und Erzählstil trägt einen besonderen Zauber in sich. Kaum angefangen lässt sich das Buch fast nicht mehr aus der Hand lagen. Was auf den ersten Blick wie ein Liebesroman aussieht, ist soviel mehr. Mit Humor, viel Liebe zum Detail und einem wundervollen Einblick in die Welt der Bienen, begeistete mich Claudia Winter wieder vollkommen. Ein Buch das zwischen den Zeilen gelesen werden will. Selbstzweifel und Ängste die überwunden werden wollen, eine starke Hand die dabei helfend zur Seite steht und vieles mehr wird in “ Das Honigmädchen “ reflektiert. Ich kann euch dieses Werk nur ans Herz legen. Taucht ein in die sommerliche Provence, lasst euch von den geflügelten Teddybärchen verzaubern, kulinarisch verwöhnen und auf hohem Niveau in die Welt der Buchstaben entführen. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung. Ich danke Claudia Winter und dem Goldmann Verlag von Herzen dafür, ein Teil der Winigirls sein zu dürfen ❤

Ein herzerwärmender Roman

Von: chrissysbooks Datum: 18. March 2019

Die alleinerziehende Camille arbeitet in dem Delikatessenhandel ihres Vaters und steht sehr unter Stress. Aufgrund fehlender Lieferungen schickt ihr Vater sie nach Südfrankreich, zur Honigmanufaktur, um mit dieser zu verhandeln. Widerwillig fährt Camille dorthin. Auch ihre 15jährige rebellische Tochter Marie muss mit, die sich stark dagegen auflehnt. Außerdem gibt es noch den nervigen Nachbar Tobias, der zusätzlich auch mit nach Frankreich reist. Claudia Winter hat einen schönen, herzerwärmenden Roman geschrieben, welcher sich flüssig lesen lässt. Das Buch lädt ein bisschen zum Träumen ein, da die Autorin dem Leser das kleine französische Bergdorf Loursacq bildhaft darstellt ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Zusätzlich gibt es auch interessante Einblicke in die Welt der Bienen. Abgerundet wird der Roman am Ende des Buches mit provenzalischen Rezepten, die wunderbar zum Inhalt des Buches passen. Im Fokus des Romans steht das schwierige Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Camille hat ein angeknacktes Selbstbewusstsein und ist mit der Erziehung ihrer pubertierenden Tochter überfordert. Marie ist wütend, verletzt und fühlt sich von der Welt unverstanden und zeigt dies mit einem extremen respektlosem Verhalten ihrer Mutter gegenüber. Der Nachbar Tobias ist sehr sympathisch. Er ist Schriftsteller und wird von Camille als "Hobbypsychologe" bezeichnet, da er versucht die Beziehung zwischen Mutter und Tochter wieder zu verbessern. Gut gefallen hat mir auch der Besitzer der Honigmanufaktur, Henry Lambert, deren Lebensmittelpunkt die Bienen sind. Er ist ein wortkarger, sturer Mann, der ein Geheimnis hütet. Besonders seine Vergangenheit hat mich sehr berührt. Claudia Winter hat mich in die Provence entführt, in ein Dorf mit tollen Charakteren. Das Honigmädchen ist ein wunderschöner herzerwärmender Roman, der mir sehr gut gefallen hat.

Das süsse Leben

Von: Miss Norge Datum: 18. March 2019

✿ Meine Meinung ✿ Es gibt Romane deren Beginn einen sogleich in den Bann ziehen und so ist es mir hier ergangen. Claudia Winter hat die Gabe ihre Charaktere so genau zu beschreiben, das man gleich weiß woran man bei ihnen ist. Das "genau beschreiben" meine ich nicht negativ, sondern so, das man gleich eine Verbindung zu ihnen aufbaut und die ganze Geschichte über neben ihnen hergeht, als wäre man die gute Freundin, die direkt an der Gefühls- und Gedankenwelt teilnehmen darf. Das macht auch einen Großteil dieser Story aus, man ist so nah dran, das man leidet, sich mit freut, aber oftmals auch in die Luft gehen könnte. Was noch besonders ist an diesem Buch, ist das französische Flair der Provence, die Leichtigkeit des Lebens, sich Pausen und Auszeiten zu nehmen, wenn sie nötig erscheinen, der Zusammenhalt der Menschen, die hier doch etwas einsam und abseits wohnen. Das kennt man hierzulande gar nicht, hier muss alles hopp hopp gehen. Einfach mal einen Gang zurückschalten und das Leben genießen, auch das hat Camilla verlernt und so ist es nicht verwunderlich, das sie sich erst einmal an die Entschleunigung gewöhnen muss. Dazu kommt noch ihre rebellische Teenager-Tochter, die ihr das Leben auch nicht gerade angenehm gestaltet. Gefühlvoll beschreibt die Autorin wie sich die Menschen ändern können und wie Beziehungen sich vertiefen. Claudia Winter ist es wieder einmal hervorragend gelungen ein tolles Setting so vorstellbar zu machen, das man beim Lesen das Gefühl hat sofort in die Provence reisen zu müssen und das man den Geruch von Kräutern und Honig in der Nase spürt. Ich hätte auch nie gedacht, das mich das Thema "Bienen" und "Honig" so interessieren würde, aber klasse, wenn man mich immer wieder einmal überraschen kann. ✿ Fazit ✿ Ein wunderbarer Roman, wo man sich beim Lesen einfach treiben lassen kann.

emotionaler Roman vor toller Kulisse

Von: Manja Datum: 18. March 2019

Meine Meinung Von Claudia Winter habe ich bereits einige Romane gelesen und immer konnte sie mich auch begeistern. Jetzt ist mit „Das Honigmädchen“ ihr neuestes Werk erschienen und ich war sehr gespannt auf die Geschichte hier. Das Cover hat ich sehr angesprochen und der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden. Daher habe ich auch flott mit Lesen begonnen. Ihre Charaktere hat die Autorin hier wirklich sehr gut ausgearbeitet. Ich als Leser konnte sie mir sehr gut vorstellen und auch die Handlungen waren für mich verständlich. Camilla ist eine tolle Protagonistin. Sie ist alleinerziehend und irgendwie glaubt sie auch immer sie würde total versagen. Immerhin rebelliert ihre Tochter wo sie nur kann. Sie hat sich ziemlich verschlossen, was man als Leser schon auch nachvollziehen kann. Mit der Zeit aber verändert sich Camilla merklich, was mir sehr gut gefallen hat. Vor allen ihr Verhältnis zu ihrer Tochter beginnt sich zu wandeln. Marie ist eine Rebellin, eigentlich gut nachzuvollziehen, steckt sie doch mitten in der Pubertät. Sie weigert sich so ziemlich alle Ratschläge oder sonstige Dinge von ihrer Mutter anzunehmen. Es wirkte alles nachvollziehbar und man kann ihre Gefühle nachempfinden. Tobias ist der Nachbar, ein ziemlich nerviger noch dazu. Er ist ein Frauenheld, was besonders Camilla auf den Keks geht. Sie ist von seinem Verhalten echt geschockt. Nebenher lernt man als Leser noch andere Charaktere gut kennen. Besonders auch als es in die Toskana geht sind da einige, die mir sehr gut gefallen haben. Die Mischung hat die Autorin hier sehr gut gewählt, sie ist total stimmig. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und lässt sich auch herrlich leicht lesen. Zudem bringt die Autorin die eingebrachten Gefühle wirklich gut zur Geltung, sie kommen beim Leser an. Die Handlung ist so schön. Ich habe mich sehr wohl gefühlt beim Lesen. Es ist eine emotionale Geschichte, die den Leser in die Provence entführt. Hier hat die Autorin alles sehr genau und detailliert beschrieben, man fühlt sich als Leser schon fast so als wäre man wirklich vor Ort. Die Kulisse ist in jedem Fall passend zur Gesamtgeschichte. Nebenher gibt es noch einiges an Drama und natürlich spielt auch die Liebe eine große Rolle. Die hier dargebotene Mischung ist wirklich rundum gelungen und es macht echt Spaß alles mitzuverfolgen. Das Ende dieses Romans hat mir persönlich total gut gefallen. Ich empfand es als stimmig und gut gewählt. Für mich macht es alles rund und schließt die Handlung sehr gut ab. Fazit Zusammengefasst gesagt ist „Das Honigmädchen“ von Claudia Winter ein richtig schöner Roman, der mich total für sich gewinnen konnte. Sehr gut ausgearbeitete, sympathische Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als sehr harmonisch, kurzweilig und auch emotional empfunden habe, haben mir wundervolle Lesestunden beschert und mich echt begeistert. Absolut zu empfehlen!

Lass dich nach Südfrankreich entführen

Von: Marie's Salon du Livre Datum: 17. March 2019

Teenie-Töchter können extrem schwierig sein. Diese Erfahrung muss auch Camilla machen. Seit der Trennung von ihrem Mann zehrt ihre Tochter Marie an ihren Nerven. Ständig gibt sie Widerworte, überschreitet ihr gesetzte Grenzen und auch in der Schule stehen Probleme an der Tagesordnung. Camilla arbeitet mit ihrem Vater im Familienunternehmen und als sie dieser zu einem Lieferanten in die Provence schickt, ergreift sie die Gelegenheit beim Schopf und packt kurzentschlossen ihre Tochter ins Auto und fährt los. An einer Tankstelle trifft sie auf ihren nervigen Nachbar und dieser macht sich unersätzlich, weil er es schafft Marie vom spontanen Trip zu überzeugen und nur in seiner Begleitung will sie weiterfahren. Das Örtchen Loursacq zu finden, stellt eine Herausforderung dar und angekommen beim Honiglieferanten Henri, müssen sie feststellen, dass das Haus fast komplett ein Raub der Flammen wurde. Im Stall müssen sie ihr Nachlager aufschlagen und gleich am nächsten Tag lernen sie das Leben auf dem Bauernhof und der Imkerei ganz genau kennen. Vor allem die Bienen ziehen Marie in ihren Bann. Schon bald begleitet sie Henri täglich zu den Stöcken. Dabei erzählt und erklärt der schrullige alte Mann vieles über die mystischen Wesen. Während dessen arbeitet Camilla mit den Saisonarbeitern und Einwohnern des Städtchens. Allerdings bemerkt sie schnell, dass Henri nicht bei allen sehr beliebt zu sein scheint. Sie wittert ein Geheimnis, das sie unbedingt lösen möchte, um sich nicht mit ihren eigenen Problemen näher zu beschäftigen. Wie hat es mir gefallen? Wie könnte ich der Provence als Schauplatz einer Geschichte widerstehen? Noch dazu wenn sie aus der Feder von Claudia Winter stammt! Bereits einmal stellte die Autorin Frankreich in den Mittelpunkt eines Buches. In "Die Wolkenfischerin" brachte sie ihre Leser/innen in die Bretagne, die rau und manchmal auch unwirtlich sein kann. Dieses mal entführt sie uns in den Süden Frankreichs. Loursacq ist ein fiktiver Ort, der in die hügelige Landschaft eingebetet ist. Umgeben von Wäldern, Lavendelfeldern und Menschen, die herzlich aber auch misstrauisch sein können. Die Sonne scheint häufig und nährt somit das Wachstum der Pflanzen. Doch der Mistral, ein warmer aber sehr starker Wind, ringt der Gegend und den Menschen einiges ab. Dafür belohnen sie sich mit leckeren Gerichten, kreieren wundervolle Mahlzeiten und verfeinern diese mit außergewöhnlichen Gewürzen. All diese großartigen Aspekte finden ihren Weg in dieses Buch. Besonders die Bienen bekommen ihren eigenen Anteil an der Geschichte. Nicht nur, um qualitativ hochwertigen Honig zu produzieren, sondern um Menschen zu verzaubern. Vor allem "Das Honigmädchen" erkennt deren Macht und lernt sie zu schätzen. Gestrandet in dieser abgeschiedenen Gegend prallen zwei komplett unterschiedliche Welten aufeinander. Camilla, die in ihrem normalen Alltag einem strengen Zeitplan folgt, fühlt sich anfangs mit dieser lockeren Situation völlig überfordert. Sie möchte unbedingt eine bessere Beziehung zu ihrer Tochter aufbauen und dabei hilft ihr überraschender Weise ihr Nachbar, der eigene Sichtweisen einbringt. Dieses Buch vereint besondere Hauptfiguren und sehr gelungene Nebencharaktere mit französischer Cuisine (im Anhang findet man einige Rezepte), vielen verschiedenen Tieren, die für jede Menge witziger Momente sorgen und einer Gegend, die so schön beschrieben ist, dass meine eigenen Erinnerungen wieder sehr lebendig wurden. Besonderes Augenmerk legt die Autorin auf die zwischenmenschlichen Beziehungen. Mit viel Gefühl beschreibt sie die Entwicklungen und haucht ihren Figuren Leben, Liebe und Leidenschaft ein. Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Buch vorab mit den anderen WintiGirls lesen durfte. Claudia Winters "Die Wolkenfischerin" und "Aprikosenküsse" habe ich bereits mit Begeisterung gelesen. Mit ihrem Schreibstil schafft sie es Landschaften, Farben und vor allem Gerüche so genau zu beschreiben, dass es eine Freude ist, in die Geschichten einzutauchen. Noch dazu erweckt sie ihre Figuren zu sympathischen, lebensnahen Menschen, die ihr Schicksal nicht einfach so annehmen, sondern um ihr Glück kämpfen.

Eine süße Geschichte.

Von: Giselas Lesehimmel Datum: 17. March 2019

Ich verspüre große Lust nach Südfrankreich zu reisen. Es muss das Bergdorf Loursacq sein. Warum? Das möchte ich Euch nun verraten. Camilla ist eine junge allein erziehende Mutter, die stets das Gefühl hat auf der ganzen Linie zu versagen. Ihren Ehemann konnte sie nicht halten. Ihre Tochter rebelliert gegen sie. Zu allem Unglück hat sie auch noch einen ungepflegten Nachbarn, der ständig gute Laune hat. Beim Lesen dachte ich mir, dass Camilla Angst vor Ansteckung hat. Lachen kann ansteckend sein!Marie, die kleine Rebellin, ist eine ganz Süße. Wie so oft bemerkt die eigene Mutter das nicht. Ihr Schule schwänzen, ihr Kampfgeist und störrisches Verhalten ist ein Hilfeschrei. Camilla hört ihn nicht. Der Nachbar schon.Tobias Leitner der No Name Autor stört seine Nachbarin Camilla mit seinem sonnigen Wesen. Feiert die Feste wie sie fallen. Geht mit einem blutjungen Mädchen. Tobias ist ein ganz Lieber. Wenn er auch oftmals unrasiert, mit unmöglicher Frisur und Schmuddelshirts rumläuft. Unter diesem Outfit befindet sich ein Retter in der Not!Camilla arbeitet im väterlichen Delikatessenhandel. Ihr Vater verordnet ihr und Marie einen Tapetenwechsel. Sie soll dort mit einer Honigmanufaktur verhandeln.  Auf dem Weg nach Südfrankreich schließt sich der lästige Nachbar Tobias an. Mir hat der Aufenthalt in Loursacq wahnsinnig gut gefallen. Ein halbes Haus, ein schrulliger Hausherr Namens Henri und natürlich Bienenstöcke, geben der Geschichte die richtige Würze. Sie erzählt vom Leben. Vom Verlassen werden und Menschen wieder finden. Sie erzählt von Vorurteilen, die aufgrund des zweiten Weltkriegs heute ja immer noch bestehen. Das kleine Bergdorf und seine liebevollen Menschen zeigen, was im Leben wirklich zählt. Freundschaft und Vertrauen. Ehrlichkeit und bedingungslose Liebe. Es lehrt uns die Dinge lockerer zu sehen. Als Leser bekommt man die Gelegenheit, hinter die Fassaden zu schauen. Wir nehmen Anteil an der Gefühlswelt der Protagonisten. Eine herzerfrischende Reise nach Südfrankreich hat mir wunderschöne Lesestunden beschert.  Ein halb verbranntes Haus und seine Bewohner zeigen was wirklich zählt im Leben. Besonders der Epilog ist mir sehr zu Herzen gegangen. Die Rezepte im Anhang machen Appetit. Die Autorin schreibt gewohnt flüssig. Von mir eine absolute Empfehlung. Danke Claudia Winter. 

Ich mag Honig so gerne

Von: Ulla Leuwer Datum: 15. March 2019

Meine Meinung: Wenn ich erst einmal eine Autorin gefunden habe, deren Bücher mich begeistern, dann warte ich natürlich immer sehr auf das nächste Buch. Nun hatte ich endlich "Das Honigmädchen" in der Hand und freute mich darauf, es zu lesen. Zunächst lernte ich Camilla und ihre Tochter Marie kennen, sowie deren Nachbar. Alle drei befanden sich auf einmal gemeinsam auf dem Weg nach Südfrankreich. Natürlich verrate ich hier jetzt nicht, wie es dazu gekommen ist, diese lustige Geschichte soll jeder selber lesen. Wobei, ich war diejenige, die das lustig fand, Camilla war da etwas anderer Meinung. Mir hat es auf jeden Fall gefallen, alle zu begleiten, dadurch lernte ich weitere liebenswerte Personen kennen und habe sehr viel über Bienen erfahren können. Aber nicht nur darüber, auch einiges über Ereignisse aus der Vergangenheit der deutsch-französischen Geschichte, außerdem über Vertrauen und Freundschaften. Claudia Winter hat es also ein weiteres Mal geschafft und mich mit ihrem Buch begeistern können. Ich finde es toll, dass sie immer wieder interessante und aktuelle Themen in ihre Geschichten einfließen lässt. Sie hat lustige Szenen ebenso wie nachdenklich machende eingebaut. Eine gelungene Mischung und vor allem merke ich, dass sie sehr gut recherchiert hat. Fazit: Ein unterhaltsames Buch, das Leser begeistern wird. Bei mir war es der Fall und deshalb empfehle ich es sehr gerne weiter.

Ein zauberhafter Roman mit Bienengesumm und dem Duft warmer Apfeltarte

Von: sommerlese Datum: 15. March 2019

Claudia Winters Roman "Das Honigmädchen" erscheint am 18.3.2019 im Goldmann Verlag. Camilla kümmert sich im Feinkost-Betrieb ihres Vaters um die finanziellen Belange und versucht, den Umsatz zu steigern. Dabei stösst sie auf ein unlukratives Geschäft mit einem Honiglieferanten in der Provence, ein gewisser Henri Lambert. Sie schlägt ihrem Vater vor, die Geschäftsbeziehungen zu beenden. Der lässt sich nicht erweichen, stattdessen schickt er Camilla und ihre rebellische Tochter Marie in den Ferien auf eine Reise in genau diese Honigmanufaktur im französischen Dörfchen Loursacq. Zunächst weigert sich Marie partout, sie ist erst willig, als Nachbar Tobias, den Marie sehr mag, sie begleiten will. Auch wenn Camilla Tobias eher nervig findet, gibt sie nach und so reisen sie gemeinsam und entdecken in der Provence nicht nur Lavendelfelder, Bienen und ungestörte Natur, sondern auch die Liebe. "Honigduft: "Ein Geruch, der perfekt zu der zufriedenen Trägheit eines Spätsommertags passt, an dem man einen Blumenkranz für einen lieben Menschen flocht, den man liebte." Zitat Seite 53 Claudia Winters Romane lassen immer wieder in schöne, emotionale Geschichten eintauchen. Dieses Mal führt sie uns in die Provence und lässt uns das Gesumme der Bienen hören und den einzigartigen Lavendelduft riechen. Manche Bücher liebt man von Anfang an, so war es auch hier. Kaum war ich in die Geschichte eingetaucht, schon hat sie mich komplett ergriffen und erst am Ende wieder losgelassen. Daran ist auf alle Fälle der schöne, einnehmene Erzählstil schuld, den die Autorin so auszeichnet. Doch auch inhaltlich konnte mich das Buch begeistern. Camilla und ihre pubertäre Tochter haben einige Kämpfe auszufechten, Marie vernachlässigt die Schule und muss das Jahr wiederholen. Sie gibt ihrer Mutter die Schuld an der Trennung von ihrem Vater. Camilla möchte Marie nicht über die wahren Gründe für die Trennung aufklären, so bleibt ihr Verhältnis schwierig. Erst auf dieser Reise kommen sich die beiden näher, was auch ein Verdienst von Nachbar Tobias ist. Er rät stets zu Geduld und mehr Verständnis füreinander und Camilla entdeckt, welche Fähigkeiten in ihrer Tochter stecken. Das Verhältnis von Mutter und Tochter ist sehr lebendig und gleichzeitig auch realistisch dargestellt. Man merkt, wie sie aneinander vorbeireden und erst mit etwas Abstand vom Alltag in der Provence wieder zueinander finden. Mit dem alten Henri fühlen sich Camilla und Marie sehr vertraut und ihm ist es auch zu verdanken, dass sie sich wieder zusammenraufen. Doch auch in diesem Roman geht es nicht ohne Drama und feindliche Gefühle zu, sie sind sozusagen das Salz in der "Honigsuppe". Unter den Nachbarn in Loursacq gibt es seit längerer Zeit Streit, der die Menschen vergiftet. Das lässt die Emotionen bei einigen Buchfiguren hochkochen. Nebenbei entspinnen sich wunderschöne Liebesgeschichten, die man gerne mitverfolgt und die sich überhaupt nicht seicht lesen. Mehr möchte ich hier nicht verraten. Das Setting ist in diesem Fall eine zauberhafte Kulisse, die das besondere Flair der Provence deutlich macht. Mit der inhaltlichen Verbindung mit der Honigmanufaktur lernt man einige Fakten und Besonderheiten über Bienenverhalten und Imkerei kennen. Die Sorten aus dieser Gegend: Mandelhonig, Mispelhonig, Süßkleehonig, sowie Rosmarin- und Kastanienhonig würde man alle gern sofort verkosten und die erwähnten Gerichte natürlich ebenfalls. Ein paar Rezepte sind übrigens beigefügt. In diesem Buch entsteht eine familiäre Atmosphäre, die für Wohlfühlstimmung sorgt und ganz nebenbei Einblicke in französische Lebensart und Imkerei gewährt. Ein berührender Roman über das Leben in der Provence, über Familie, die Liebe und die nützlichsten Tiere der Welt, die Bienen. Für vergnügliche Lesestunden und mit französischem Flair das richtige Buch zum Entspannen und Wohlfühlen.

Ein Wohlfühlroman mit Humor

Von: scarlett59 Datum: 14. March 2019

Zum Inhalt: Camilla muss nach der Scheidung von ihrem Mann allein mit der rebellischen Tochter Marie fertig werden, die ihr dazu noch insgeheim die Schuld an der Trennung der Eltern gibt. Auch im väterlichen Feinkostunternehmen kann sie ihre Ideen nicht so umsetzen, wie sie es sich vorstellt. Und jetzt soll sie auch noch einen Honiglieferanten in Frankreich aufsuchen … Meine Meinung: Es ist mein erstes Buch von dieser Autorin, jedoch habe ich sie bereits in einer Lesung zu „Aprikosenküsse“ live erlebt und weiß daher, dass ihre Bücher stets einen Funken Humor enthalten. So war es auch in diesem Buch. Claudia Winter schafft es, eine Liebesgeschichte nicht kitschig werden zu lassen, da die Protagonisten die eine oder andere peinliche Situation durchstehen müssen. Überhaupt fühlt es sich eher wie eine Mischung aus Urlaubsroman, Familiengeschichte und humoriger „Frauenliteratur“ an, die mit der „Love-Story“ als Sahnehäubchen garniert wurde. Auch den Nebenfiguren wird genügend Raum in der Geschichte gelassen, damit man sie als Leser ins Herz schließen kann. Trotzdem geht der rote Faden nie verloren. Da es im Buch neben den atmosphärischen Landschaftsbeschreibungen auch oft um regionales Essen geht, freut es mich natürlich, dass am Ende noch einige Rezepte mit auf den Weg gegeben werden. Fazit: ein Wohlfühlroman, der Reiselust weckt

Mein Jahreshighlight 2019

Von: Claudis Gedankenwelt Datum: 14. March 2019

Ich durfte das Honigmädchen vorab lesen und habe mich sehr gefreut es ein paar Tage früher in Händen halten zu können. Im Prolog entführt uns die Autorin zunächst nach Südfrankreich in das Jahr 1956. Hier trifft man zum aller ersten Mal den kleinen Henri, mit dem später die Hauptprotagonistin Camilla noch Bekanntschaft machen wird. Schon diese erste Szene hat mich so sehr gefesselt und direkt nach Südfrankreich katapultiert, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Auch die ersten Kapitel in München haben mich direkt eingefangen. Man lernt Camilla und Marie näher kennen und erfährt was gerade alles schief läuft bei den beiden. Marie ist gerade in der Pubertät und das sorgt für ordentlich Zündstoff. Sie nennt ihre Mutter derzeit nur noch Camilla und weigert sich irgendetwas von dem anzunehmen, was sie ihr sagt. Camilla dagegen arbeitet hart und wünscht sich nicht sehnlicher als eine engere Bindung zu Marie. Nebenan wohnt der nervige Nachbar Tobias. Bei ihm gehen die die Frauen ein und aus und er sorgt auch immer wieder für Konflikte mit Camilla. Diese ist sehr genervt von seinem rücksichtslosen Verhalten. Als Camillas Vater sie dann nach Südfrankreich schickt um nicht nur den Honiglieferanten zu prüfen, sondern auch um das Verhältnis zu ihrer Tochter zu kitten, begegnen sie ausgerechnet Tobias auf ihrem Weg. Dieser begleitet sie dann auch in die Provence, da er als Schriftsteller schließlich überall arbeiten kann. Die Kombination aus einer überarbeiteten und allein erziehenden Mutter, der pubertierenden und rebellischen Tochter sowie dem Nachbarn, der alles ein wenig zu locker zu nehmen scheint verspricht ganz viel Konflikt und Unterhaltungspotenzial. Die Autorin Claudia Winter hat mich mit dem Honigmädchen dann auch auf eine emotionale Achterbahnfahrt geschickt. Zum einen war ich immer wieder zu Tränen gerührt, wenn ich die Konflikte zwischen Camilla und Marie gelesen habe, weil beide eigentlich dasselbe wollen, aber irgendwie nicht auf eine Ebene kommen. Das hat mich zutiefst berührt gerade dann, wenn Camillas Gedanken genau das widergespiegelt haben, was ich so oft empfinde, wenn ich in einer Konfliktsituation mit meinem Sohn stecke. Wie oft wünsche ich mir als Mutter, dass das Kind versteht warum man einfach nicht anders handeln kann als “nein” zu sagen. Auch Maries Verhalten ist in diesen Momenten so nachvollziehbar und ich bin emotional völlig gefesselt gewesen von jeder Seite. Aber nicht nur die Gefühlsebene beschreibt die Autorin gekonnt im Honigmädchen. Auch die Szenen in denen die Landschaft beschrieben wird, haben Südfrankreich vor meinem inneren Auge lebendig werden lassen. Der Aufbau der Geschichte sowie der feine Humor haben mich weinen und mitfiebern, aber auch manchmal auflachen lassen. Teilweise wollte ich weinen und lachen gleichzeitig. Es gibt natürlich auch einige weitere Protagonisten, die mir teilweise mindestens so sehr ans Herz gewachsen sind, wie die Hauptcharaktere des Buches. Hierzu möchte ich euch aber nicht zu viel verraten, denn das müsst ihr selbst entdecken. Das Honigmädchen ist ein wunderbarer Roman über Familie, Freundschaft und Liebe, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. Ich kann euch das Buch absolut ans Herz legen, denn ich habe jede Seite genossen.

Großartiges Werk!

Von: Merlins Bücherkiste Datum: 13. March 2019

Camillas Leben ist im Augenblick kein Rosengarten. Jeden Tag muss sie mit ihrer Tochter Marie kämpfen, denn diese sieht die Erziehungsmethoden ihrer Mutter nicht ein. Auch im Berufsleben läuft nicht alles nach Plan. Erst recht nicht, als ihr Vater die 34-jährige alleinerziehende Mutter gemeinsam mit ihrer 15-jährigen Tochter in die Provence zu einer Honigmanufaktur schickt. Als sie dann auch noch von Tobias begleitet werden, dem nervigen Nachbarn, mit dem Camilla überhaupt nicht zurechtkommt, ist die Katastrophe praktisch vorprogrammiert. Doch vielleicht kommt auch alles ganz anders… Die deutsche Autorin Claudia Winter schreibt seit vielen Jahren Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien. Mit ihrem neusten Werk „Das Honigmädchen“ bringt sie das verkorkste Leben von Camilla in neue Bahnen. Wie bereits eingangs erwähnt, dreht sich in diesem Buch alles um Camilla und ihre Probleme. Insbesondere die Art von Problemen, die eine alleinerziehende Mutter mit ihrer pubertierenden und vollkommen missverstandenen Tochter pflegt. Gerade zu Beginn spürt der Leser schnell, dass Camilla überfordert ist. Dabei ist sie dennoch sympathisch und erreicht schnell das Vertrauen des Lesers. Es ist ganz leicht, sich auf ihre Sorgen einzulassen, denn alles wirkt so vertraut und glaubwürdig. Camilla hat das Herz am rechten Fleck, fühlt sich aber alleingelassen. Außerdem kann sie nur schwer auf andere Menschen zugehen, was an ihren Erfahrungen liegt. Marie ist die zweite Hauptperson, die Camilla oft in den Wahnsinn treibt. Sie ist trotzig und wütend, eine typische Teenagerin. Sie raubt Camilla den letzten Nerv. Glücklicherweise gibt es dann noch den dritten Hauptakteur Tobias, den unliebsamen Nachbarn, der Camilla stark verunsichert. Doch bis die beiden sich endlich etwas näherkommen, müssen sie erst noch ein paar Hürden überwinden. Insgesamt beinhaltet diese Erzählung eine Aneinanderreihung von vielen, kleinen Sorgen und Problemen. Camillas Leben bildet den roten Faden in dieser Handlung, die sich sowohl tragisch, als auch aufregend lesen lässt. Ihre Geschichte ist emotional und ergreifend, weshalb es dem Leser eine Freude ist, ihre Entwicklung mitzuerleben und sich ganz auf die Erlebnisse einzulassen. Zusätzlich wurde diese Handlung in eine wunderschöne Kulisse integriert, die hervorragend passt und für lebendige Bilder im Kopf sorgt. Praktisch hautnah kann der Leser die Provence erleben und sich vom französischen Flair mitreißen lassen. Großartiges Werk, das mich stark ergriffen hat! Mein persönliches Fazit: Da dies mein erstes Werk von Claudia Winter ist, bin ich vollkommen unvoreingenommen ans Lesen gegangen und habe mich von ihren Worten begeistern lassen. Die Erzählung hat mich von Beginn an ergriffen und ich konnte mich wunderbar in die junge Protagonistin hineinversetzen. Ihre Ängste mit der Tochter, dann das fehlende Vertrauen in Tobias, die Sorgen wegen dem Geschäft ihres Vaters, haben mich alle erreicht und ich habe mit ihr mitgefiebert und bis zum Schluss gebangt. „Das Honigmädchen“ ist definitiv ein Werk für positive Sommerstunden, das durch eine wundervolle Atmosphäre besticht und durch Liebe, Zuversicht und Hoffnung an die Seiten fesselt. Hier stimmt einfach alles, tolle Charaktere, eine herzliche Geschichte und eine aufregende Entwicklung lassen aus diesem Buch etwas ganz Besonderes werden. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

Zauberhafter Ausflug in die Provence

Von: Vera Datum: 12. March 2019

Die Bücher von Claudia Winter sind für mich immer wie ein Kurzurlaub. Letztes Jahr bin ich mit ihr nach Schottland, Italien und in die Bretagne gereist, jetzt freue ich mich auf einen Urlaub in der Provence mit dem Honigmädchen! Meine Meinung Nach dem kurzen Prolog, der ein Rückblick in die Vergangenheit ist, startet die Geschichte in München. Dort lernen wir Camilla und ihre Tochter Marie kennen. Die Mutter-Tochter-Beziehung ist alles andere als harmonisch. Dazu kommt noch, dass Camilla geschieden ist, sich im Feinkostgeschäft ihres Vaters beweisen muss/will und seit kurzem auch noch ein neuer nerviger Nachbar eingezogen ist – kurzum, die Katastrophe ist vorprogrammiert. Eine Geschäftsreise, die ungeplant angeordnet wird, erweist sich als Chance das Mutter-Tochter Verhältnis zu kitten und so packt Camilla ihre störrische Tochter Marie kuzerhand mit ein und macht sich auf den Weg in die Provence. Aber auch hier erweist sich alles anders als erwartet – mehr möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten! Eine große Stärke von Claudia Winter sind ihre Orts -und Landschaftsbeschreibungen. Auch beim Honigmädchen gelingt es ihr mich sofort erst nach München und dann in die Provence zu versetzten. (Ich hätte übrigens auch gerne noch einen Ausflug nach Sylt unternommen, aber den gab es nicht ;)) Aber auch die Geschichte ist zauberhaft, in den grummeligen Henri habe ich mich gleich ein bisschen verliebt – er wäre bestimmt der perfekte Grandpère! Die anderen Charaktere haben mir sehr gut gefallen und sind vor meinen Augen zum Leben erwacht. Die Liebesgeschichte von Camille war mir gegen Ende doch ein wenig too much, eine andere Liebesgeschichte fand ich hingegen wunderbar. Maries Entwicklung vom störrischen zum „normalen“ Teenager ist sehr authentisch – glücklicherweise kenne ich diese schwierigen Teenager nur aus dem Bekanntenkreis, meine eigenen Töchter waren glücklicherweise nicht so schwierig. Fazit Alles in allem war das Buch genau das was ich erwartet habe – ein zauberhafter Ausflug in die Provence, mit gutem Essen, ein bisschen Drama und mit ganz viel Herzblut geschrieben! Ich geniesse Claudias Bücher immer als kleinen Kurzurlaub vom Alltag Deshalb gibt s von mir auch ❤️❤️❤️❤️❤️ von ❤️❤️❤️❤️❤️ Herzen!

Bereit für Urlaub in der Provence?

Von: hasirasi2 Datum: 11. March 2019

„Hinter jedem Rätsel steckt eine Geschichte, die es sich zu erzählen lohnt.“ (S. 188) Welches Geheimnis steckt hinter der kleinen Honigmanufaktur im französischen Bergdorf Loursacq und ihrem Betreiber Henri Lambert, an dem Camillas Vater unbeirrt festhält, auch wenn die Manufaktur schon lange nicht mehr die vereinbarten Mengen liefert? Camilla strukturiert seit 3 Jahren das Feinkost-Unternehmen ihrer Familie um und hat den Umsatz damit deutlich steigern können. Bisher hat ihr Vater ihr dabei freie Hand gelassen, aber an Henri Lambert hält er unbeirrt fest. Beruflich tritt Camilla also auf der Stelle und auch privat läuft es alles andere als gut. Ihr neuer Nachbar Tobias feiert fast jede Nacht Partys, ihre 15jährige Tochter Marie hasst sie und droht, von der Schule zu fliegen. Da die Sommerferien bevorstehen, „verordnet“ ihr Vater ihnen eine Reise in die Provence. Camilla soll endlich mal wieder mit Marie Urlaub machen und sich dabei quasi nebenher Lamberts Manufaktur ansehen. „Vergiss den Job einfach mal Camilla. Lerne staunen.“ (S. 57) Widerwillig stimmt Camilla zu. Allerdings setzt Marie durch, dass Nachbar Tobias sie begleiten muss. Ihn mag sie im Gegensatz zu ihrer Mutter nämlich. Marie ist ein sehr aufmüpfiger Teenager und gibt ihrer Mutter die alleinige Schuld an der Scheidung ihrer Eltern vor ein paar Jahren. Sie rebelliert, schwänzt die Schule und betont immer wieder, dass sie lieber bei ihrem Vater wohnen will. Camilla steht diesem Verhalten ziemlich hilflos gegenüber und gibt für meine Begriffe immer viel zu schnell auf. Sie zerfließt in Selbstmitleid, statt ihrer Tochter mal die Meinung und vor allem die Wahrheit über ihren Ex zu sagen. Ich hätte sie mit etwas weniger weinerlich und dafür anpackender gewünscht. In der Provence kommen sich die beiden dank Tobias, Henri und der Bienen endlich wieder näher und sprechen miteinander, statt sich nur anzuschreien. Aber auch die beschauliche Provence bietet allerlei Zündstoff. Lamberts Manufaktur ist ganz anders als erwartet und Henri wird von fast allen Bewohnern Loursacqs gemieden. Camilla und Marie wollen unbedingt herausbekommen, warum das so ist und schmieden dann einen Plan, um die Situation zu ändern. Natürlich knistert es in diesem Sommer auch. Marie erlebt ihre erste Liebe, in Loursacq gibt es ein Pärchen, das schon ewig umeinander herumstreicht, und Camilla lernt, wieder einem Mann zu vertrauen. Leider waren mir einige Dinge zu vorhersehbar, dafür haben mich andere Wendungen überrascht. „Das Honigmädchen“ von Claudia Winter ist eine schöne Sommer-Urlaubs-Selbstfindungs-Liebesgeschichte vor der stimmungsvollen Kulisse eines kleinen Bergdörfchens in der Provence. Man kann förmlich den Lavendel riechen, das Summen der Bienen hören und den Honig schmecken.

Großartiges Werk, das mich stark ergriffen hat!

Von: Merlins Bücherkiste Datum: 07. March 2019

Camillas Leben ist im Augenblick kein Rosengarten. Jeden Tag muss sie mit ihrer Tochter Marie kämpfen, denn diese sieht die Erziehungsmethoden ihrer Mutter nicht ein. Auch im Berufsleben läuft nicht alles nach Plan. Erst recht nicht, als ihr Vater die 34-jährige alleinerziehende Mutter gemeinsam mit ihrer 15-jährigen Tochter in die Provence zu einer Honigmanufaktur schickt. Als sie dann auch noch von Tobias begleitet werden, dem nervigen Nachbarn, mit dem Camilla überhaupt nicht zurechtkommt, ist die Katastrophe praktisch vorprogrammiert. Doch vielleicht kommt auch alles ganz anders… Die deutsche Autorin Claudia Winter schreibt seit vielen Jahren Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien. Mit ihrem neusten Werk „Das Honigmädchen“ bringt sie das verkorkste Leben von Camilla in neue Bahnen. Wie bereits eingangs erwähnt, dreht sich in diesem Buch alles um Camilla und ihre Probleme. Insbesondere die Art von Problemen, die eine alleinerziehende Mutter mit ihrer pubertierenden und vollkommen missverstandenen Tochter pflegt. Gerade zu Beginn spürt der Leser schnell, dass Camilla überfordert ist. Dabei ist sie dennoch sympathisch und erreicht schnell das Vertrauen des Lesers. Es ist ganz leicht, sich auf ihre Sorgen einzulassen, denn alles wirkt so vertraut und glaubwürdig. Camilla hat das Herz am rechten Fleck, fühlt sich aber alleingelassen. Außerdem kann sie nur schwer auf andere Menschen zugehen, was an ihren Erfahrungen liegt. Marie ist die zweite Hauptperson, die Camilla oft in den Wahnsinn treibt. Sie ist trotzig und wütend, eine typische Teenagerin. Sie raubt Camilla den letzten Nerv. Glücklicherweise gibt es dann noch den dritten Hauptakteur Tobias, den unliebsamen Nachbarn, der Camilla stark verunsichert. Doch bis die beiden sich endlich etwas näherkommen, müssen sie erst noch ein paar Hürden überwinden. Insgesamt beinhaltet diese Erzählung eine Aneinanderreihung von vielen, kleinen Sorgen und Problemen. Camillas Leben bildet den roten Faden in dieser Handlung, die sich sowohl tragisch, als auch aufregend lesen lässt. Ihre Geschichte ist emotional und ergreifend, weshalb es dem Leser eine Freude ist, ihre Entwicklung mitzuerleben und sich ganz auf die Erlebnisse einzulassen. Zusätzlich wurde diese Handlung in eine wunderschöne Kulisse integriert, die hervorragend passt und für lebendige Bilder im Kopf sorgt. Praktisch hautnah kann der Leser die Provence erleben und sich vom französischen Flair mitreißen lassen. Großartiges Werk, das mich stark ergriffen hat! Mein persönliches Fazit: Da dies mein erstes Werk von Claudia Winter ist, bin ich vollkommen unvoreingenommen ans Lesen gegangen und habe mich von ihren Worten begeistern lassen. Die Erzählung hat mich von Beginn an ergriffen und ich konnte mich wunderbar in die junge Protagonistin hineinversetzen. Ihre Ängste mit der Tochter, dann das fehlende Vertrauen in Tobias, die Sorgen wegen dem Geschäft ihres Vaters, haben mich alle erreicht und ich habe mit ihr mitgefiebert und bis zum Schluss gebangt. „Das Honigmädchen“ ist definitiv ein Werk für positive Sommerstunden, das durch eine wundervolle Atmosphäre besticht und durch Liebe, Zuversicht und Hoffnung an die Seiten fesselt. Hier stimmt einfach alles, tolle Charaktere, eine herzliche Geschichte und eine aufregende Entwicklung lassen aus diesem Buch etwas ganz Besonderes werden. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

"Das OM der Bienen"

Von: Bücher in meiner Hand Datum: 19. March 2019

Der neue Roman von Claudia Winter ist zwar auch amüsant wie "Glückssterne" oder "Aprikosenküsse", geht aber wie "Die Wolkenfischerin" noch eine Spur tiefer. Camilla hat eine Scheidung hinter sich, einen stressigen Job im Feinkostgeschäft ihres Vaters, eine Tochter im besten pubertären Alter, einen neuen tunichtguten und lauten Nachbarn, eine Vorladung zur Schulrektorin vor sich und danach ein grosses Problem mehr. Um dem Problem zu entkommen, schlägt ihr Vater vor, dass Camilla mit Marie nach Südfrankreich fahren soll. Da sie ja immer meine, das Geschäft mit diesem Imker lohne sich nicht, weil er a) nicht zuverlässig liefert und b) die Preise viel zu hoch angesetzt hat, könne sie sich gleich vor Ort umschauen und mit dem Inhaber übers Geschäft reden. Ohne eine andere Wahl zu haben lässt sich Camilla drauf ein. Nichtsahnend, dass ihr nerviger Nachbar sie schon bald begleitet. In Lorsacq angekommen, will sie am liebsten gleich umkehren, denn von im Schweinestall schlafen hat niemand was gesagt. Und auch Henri, der Imker, ist ein komischer und ruppiger alter Kauz. Doch sie bleibt, vorerst. Wie Camilla und Marie sich auf das Abenteuer einlassen, noch viel mehr als bisher an ihre Grenzen kommen und sich herausfordern lassen hat Autorin Claudia Winter toll geschildert. Mit Hilfe von Manon, Nikos, Tobias und Henry, Raphael lernt Camilla nicht nur das Dorfleben, sondern auch die Geschichte von Henry kennen. Erst gegen Ende findet sie heraus, weshalb ihrem Vater die Zusammenarbeit mit Henry so wichtig ist. Die Charakter sind so verschieden wie Tag und Nacht und prägen das Dorfleben, genau wie ein nie enden wollender Nachbarschaftsstreit. Camilla und Marie wollen zur Versöhnung beitragen, doch sie müssen erst mal bei sich selbst anfangen. Das machen sie auch und der Autorin ist es im Grossen und Ganzen gut gelungen, die komplizierte Beziehung zu glätten. Dennoch wurde mir Camila als zu schuldig an Maries Verhalten dargestellt, manchmal war sie einfach auch zu lieb zu Marie. Früher schon miteinander reden hätte viel gebracht, doch dann wäre diese Geschichte nicht diese Geschichte. Henry ist eine ganz spezielle (und total gelungene) Figur, mit vielen Ecken und Kanten und man ahnt, dass das nicht alles sein kann, dass dahinter viel versteckt ist. Die Gemütszustände der restlichen Charakter fand ich nachvollziehbar geschrieben - mein Herz gehört dem Griechen Nikos! Vielleicht hätte ich gerne noch ein bisschen mehr über den geheimnisvollen Tobias erfahren. Von sich selbst gibt er nicht viel preis, und doch ist Tobias so etwas wie ein Dolmetscher der durch die Geschichte führt: einer, der Zusammenhänge erkennt und Probleme übersetzt. Der luftige und bildhafte Sprachstil von Claudia Winter ist wahnsinnig schön, jede einzelne Zeile kann man sich wie ein Löffel Blütenhonig auf der Zunge zergehen lassen. Beim Lesen hörte ich die Bienen umher schwirren und spürte die flirrende Hitze. Die Bienenszenen sind wunderbar erzählt, von ihnen hätte ich noch wesentlich mehr lesen können. Fazit: Am liebsten hätte ich mich in Henrys Garten gesetzt, dem "OM der Bienen" gelauscht und "Das Honigmädchen" gleich dort gelesen. Wunderschön geschrieben! 5 Punkte.

Ein Wohlfühlroman vor der zauberhaften Kulisse der Provence

Von: Stefanie_booksweetbook Datum: 18. March 2019

Das war mein erstes Buch der Autorin Claudia Winter und sie hat mich verzaubert. Ich konnte mich in die alleinerziehende Camilla sehr gut hineinversetzen, die sich mit einer 15 jährigen pubertierenden Tochter auseinandersetzten muss. Was mit Marie wirklich kein leichtes Unterfangen war. Ich hätte Marie auch gerne ab und zu gerne geschüttelt. Sie bringt ihre Mutter an ihre Grenzen. Camille ist absolut überfordert damit ihr Kind in der Spur zu halten, Vollzeit zu Arbeiten und den Familienbetrieb zu organisieren. Und dann ist da noch der nervige Nachbar, der gerne ausgelassen feiert und zu allem übel einen guten Draht zu ihrer Tochter hat. Und ausgerechnet jetzt verlangt Camillas Vater das sie nach Frankreich fährt um die Honigmanufaktur von Henry Lambert anzusehen. Claudia Winter hat mich mit ihren wunderbaren angenehmen und bildhaften Schreibstil verzaubert. Die Beschreibungen der Landschaft waren ganz toll. Ich hatte zu jedem Ort und jeder Szene ein Bild im Kopf. Wunderschön. Die Charakteren sind sehr authentisch und toll dargestellt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.  Ein Wohlfühlroman der mich begeistert hat. Absolut Lesenswert.