Fiona Blum

Das Meer so nah

Das Meer so nah

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Lucy S. Harper ist Lehrerin für Mathematik in Manchester. Sie lebt allein, liebt die Welt der Zahlen und verabscheut Überraschungen. Wie den Anruf, den sie eines Tages erhält: Eine ihr unbekannte Frau namens Maureen teilt ihr mit, dass ihr Vater im Sterben liege und sie noch einmal sehen möchte. Zuerst glaubt Lucy an einen Irrtum, denn ihr Vater Peter ist wohlauf – von jenem George, der in Irland angeblich auf sie wartet, hat sie noch nie gehört. Doch als ihre Eltern äußerst seltsam reagieren, wird Lucy misstrauisch. Spontan beschließt sie, nach Irland zu reisen und der Sache auf den Grund zu gehen: Das erste Abenteuer ihres Lebens und ein Aufbruch zu ungeahnter Freiheit ...

Auf der Suche nach dem Ich

Von: Buchlieblinge Datum: 21. November 2018

Inhalt: Die 42-jährige Lucy Skye Harper lebt in Manchester ein geordnetes Leben. Als Mathematiklehrerin liebt sie Zahlen und alles, was klar und berechenbar ist. Überraschungen hingegen schätzt sie nicht wirklich. Doch als sie eines Tages einen Anruf einer unbekannten Frau erhält, die ihr mitteilt, dass ihr Vater George im Sterben liegt und sie unbedingt nach Irland kommen muss, ist Lucy mehr als verwirrt. Ist das ein übler Scherz? Ihr Vater heißt Peter und erfreut sich bester Gesundheit. Doch als ihre Eltern auf die Nachricht mehr als eigenartig reagieren, packt Lucy die Neugier und sie beschließt, nach Irland zu reisen. Mit diesem Entschluss beginnt für Lucy ein überaus spannendes Abenteuer ... Meine Meinung: Die Geschichte dieses Buches hörte sich so interessant an, dass ich auf jeden Fall zugreifen musste. Denn schon nach Beendigung des Klappentextes wollte ich unbedingt wissen, was Lucy in Irland erwarten wird. Voller Neugier habe ich mich gemeinsam mit Lucy ins Abenteuer gestürzt und habe viel erlebt! Ein tolles Buchcover Das Buchcover gefällt mir überaus gut. Beim Betrachten habe ich das Gefühl, dass ich mit Lucy in Irland bin und mir der Wind durchs Haar bläst. Die Stimmung des Buches wird auf diesem Cover unglaublich gut eingefangen, so dass ich es perfekt gewählt finde. Ein angenehmer Schreibstil Der Schreibstil von Fiona Blum ist angenehm flüssig und hat mich direkt in der Geschichte abtauchen lassen. Sie beginnt sehr geheimnisvoll und daher war ich sofort Feuer und Flamme. Auch gefällt mir gut, dass das Buch nicht nur aus Lucys Sicht geschrieben ist, sondern auch aus mehreren anderen Blickwinkeln, die das Lesen so noch interessanter gemacht haben. Die Autorin erzählt ihre Geschichte angenehm ruhig und unaufgeregt, so dass ich das Lesen als sehr entspannt empfunden habe. An manchen Stellen hätte ich es gerne etwas weniger ausführlich gehabt, allerdings würde ich rückblickend sagen, dass alles doch genau richtig war so wie es ist. Stellenweise hatte ich das Gefühl, dass ich nur langsam in der Geschichte vorangekommen bin. Allerdings habe ich dann etwas anderes erleben dürfen. Sei es die wunderschöne irische Landschaft, die die Autorin unglaublich toll beschrieben hat. Oft hatte ich das Gefühl, die Windböen tatsächlich mitzuerleben bzw. habe die Landschaften und Gebäude förmlich vor mir gesehen. Auch habe ich einiges über die Bräuche Irlands erfahren dürfen, was mir auch sehr gefallen hat. Außergewöhnliche Charaktere Auch die Charaktere, auf die ich in diesem Buch getroffen bin, sind alles andere als 08/15. Vorneweg natürlich Lucy, die als Mathelehrerin ein absolut geordnetes Leben führt und mir am Anfang des Buches so überhaupt nicht sympathisch war. Oft wirkte sie auf mich mürrisch und frustriert. Doch je länger sie in Irland ist, desto mehr setzt sie sich mit ihrem Leben auseinander und sieht es plötzlich durch einen ganz anderen Blickwinkel. Diese Veränderung hat mir sehr gut gefallen, so dass ich am Ende wirklich von Lucy begeistert war. In Irland trifft Lucy auf die Freunde von George, die alle auf ihre eigene Art mit George verbunden waren. Auf den ersten Blick wirkten Maureen, Séamus, Flynn, Erin, Roísín, Gracie, Murphy und Raymond alle sehr speziell auf mich und ich konnte nicht so genau sagen, was ich von ihnen halten sollte. Doch je mehr ich über sie gelesen habe, desto mehr habe ich auch über sie erfahren. Und letztendlich kann ich sagen, dass all diese Charaktere wirklich wunderbare Menschen sind. Sie stecken voller Geheimnisse, die nur langsam ans Licht kommen und jeder von ihnen hat auf seine Weise von Lucys Ankunft in Irland profitieren können. Mir hat es viel Freude bereitet, jeden einzelnen nach und nach näher kennen zu lernen und somit auch besser verstehen zu können. "Die Leidenschaften und Sehnsüchte der Menschen waren ein dunkles Rätsel. Es bedürfte vielerlei krummer Wege, die anscheinend ins Nichts führen, um am Ende mit ein bisschen Glück eine Antwort auf genau die Frage zu bekommen, die man gar nicht gestellt hatte." Dieses Zitat von Seite 222/223 gefällt mir unheimlich gut. Lucy hat in Irland vieles erlebt, worüber sie in ihrem Zuhause in Manchester nicht einmal nachgedacht hätte, es auszuprobieren. Die Suche nach der Wahrheit über ihren Vater war einfach unglaublich spannend und das Ende kam sehr unerwartet, hat mich aber dennoch überaus glücklich gemacht. Ich hatte eine wunderbare Zeit in Irland und möchte der Autorin dafür danken! Mein Fazit: "Das Meer so nah" von Fiona Blum ist eine wunderschön erzählte Reise durch das zauberhafte Irland. Ich habe viele außergewöhnliche Charaktere kennen lernen dürfen und war bis zum Schluss gespannt, wie es mit Lucy wohl weitergehen wird. Ich hatte wunderbare Lesestunden und empfehle das Buch gerne weiter.

Wunderbares Roadmovie aus Irland

Von: Bookman Datum: 09. November 2018

Ich bin durch eine Empfehlung auf das Buch gestoßen, und muss sagen: Wunderbar ! Diese Reise durch Irland, das Kennenlernen neuer Freunde in einer tollen Landschaft, die gut recherchierte Hintergrundgeschichte für alle Beatles-Fans, die stimmigen Beschreibungen der Landschaft, der Verlauf der Geschichte, das ist nicht nur was für Leserinnen. Und macht nach der Lektüre (mit einem Guinness) Lust darauf, sofort mal auf der Insel nachzugucken...

Tolle Geschichte!

Von: Liz Datum: 24. October 2018

Meiner Meinung nach verät der Kappentext nur einen Bruchteil von dem, was wirklich alles in dem Buch passiert. Von den ersten Seiten an konnte mich die Geschichte mitreißen und ich hatte das Bedürfnis immer weiter zu lesen um zu schauen, wie es weiter geht. Lucy ist mir schon nach den ersten Zeilen ans Herz gewachsen, weil sie sehr sympathisch ist und ich mich auch gut mit ihrem Charakter identifizieren konnte. Der Schreibstil der Autorin ist auch sehr toll, da ich beispielsweise einen Abend eigentlich nur ein Kapitel lesen wollte und schon habe ich deutlich mehr gelesen, weil ich nicht mehr aufhören konnte. Jedoch ist mir das Buch im Gesamten nach dem Lesen nicht im Kopf gelesen, weil es mich persönlich nicht so zum Denken anregen konnte wie andere Bücher es getan haben. Daher gebe ich dem Buch gute 4 von 5 Sternen.

Sehnsucht nach Irland

Von: Sarah Datum: 06. September 2018

*Das Meer so nah von Fiona Blum spielt im grünen Irland und nimmt uns mit auf eine Reise quer durchs Land. Als Kind hatte ich Angst vor Regen. Sobald sich ein Wölkchen am Himmel zeigte, hatte ich das dringende Bedürfnis, Schutz zu suchen. Irgendwann verlor sich diese Furcht. Doch an jenem stürmischen Tag, als ich fünfundzwanzig Jahre später auf der Fähre nach Irland stand, fiel mir diese alte Angst wieder ein. Und ich fragte mich, warum ich mir für meinen Neuanfang ausgerechnet einen Ort ausgesucht hatte, an dem es noch mehr regnete als in England. Heute weiß ich die Antwort: Um zu lernen, dass man nur frei sein kann, wenn man nicht bei der ersten Wolke am Himmel Schutz sucht. (Klappentext) Lucy ist Mathelehrerin, lebt in Manchester und wurde kurzerhand vom Schuldienst suspendiert, nachdem sie einem Schüler gegenüber die Nerven verloren hat. Bisher gab es keine Überraschungen in ihrem Leben, alles läuft geordnet, bis sie eines Tages einen Anruf aus Irland erhält: Eine ihr unbekannte Frau teilt ihr mit, dass ihr Vater im Sterben liege und sie noch einmal sehen möchte. Lucy ist verwirrt, leben ihre Eltern doch hier in England. Als sie sie zur Rede stellt, reagieren die beiden jedoch so komisch, dass Lucy sich spontan auf den Weg nach Irland macht, um der Sache auf den Grund zu gehen und sich - was sie zu dem Zeitpunkt noch nicht ahnt - in das erste Abenteuer ihres Lebens zu stürzen. Der Roman ist in einem schönen, flüssigen Schreibstil geschrieben, der es durchgehend schafft, die Neugierde darüber, wie es weiter geht, aufrecht zu erhalten, so dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Die Schauplätze sind sehr bildlich dargestellt, so dass sich während dem Lesen ein wenig Fernweh nach Irland einstellt. Sehr hilfreich fand ich die Übersicht über die Protagonisten vorne im Buch, um immer mal wieder nachzuschlagen, weil zwischendurch ganz schön viele unterschiedliche Personen auftauchten. Auch die Reiseroute ist auf einer Karte vermerkt. Die Geschichte zeigt auf, dass man auch ruhig mal spontan sein und aus gewohnten Bahnen ausbrechen sollte, um seinem Glück ein wenig auf die Sprünge zu helfen.

Sommer in Irland - ein wunderschöner Roman!

Von: Eli`s Bücherecke Datum: 02. August 2018

Wer mich hier noch nicht so lange verfolgt, der sollte wissen, ich liebe Irland! Umso mehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Schon das Cover strahlt dieses wundervolle Irland-Flair aus, welches mich irgendwie an die Kerrygold Werbung erinnert hat. Als ich angefangen habe zu lesen, war ich mir nicht sicher ob man als Leser auch wirklich etwas von dem Land erfährt oder nur die Liebesgeschichte der Protagonistin im Vordergrund steht. Lucy ist eine tolle Protagonistin, die man sofort ins Herz schließt, bis auf den Fakt das sie Mathematik liebt. Ich meine Mathe ... Als sie einen spontan Trip nach Irland macht, merkt man richtig, dass von ihrer scheinbar perfekten Fassade nicht alles so ist, wie es zu sein scheint. Als Leser begleitet man Lucy sozusagen auf ihrem Weg zu sich selbst zu finden und das hat mich echt berührt. Als sie dann auch noch Liam kennenlernt, gerät das Leben von den beiden aus den Fugen. Liam ist ein typischer Kerl vom Land, er lebt eher minimalistisch und hat Schafe. Und er ist die Hilfe, die Lucy so dringend braucht. Sozusagen war dies für mich der Anfang einer perfekten Buch-Lovestory. Doch in der Mitte des Buches merkte man, das dies keine Liebesgeschichte von Lucy und Liam ist, sondern eine Liebesstory an Irland. Das fand ich total schön! Die Autorin schafft es mit ihrem leichten Schreibstil, dass man sich als Leser anhand von Worten in das Herz von Irland versetzt fühlt. Sowas, finde ich, macht jedes Buch besonders. Im Laufe des Buches treffen noch viele weitere Figuren aufeinander, eine unterschiedlicher als die andere. Die Geschichte war einfach nur wunderschön und ich würde es wirklich jedem ans Herz legen, der sich für das Land interessiert und auch etwas über die irische Kultur lernen möchte. Und dazu noch ein wenig Dahinschmelzen will. ;) Abschließend ist dieses Buch auf jeden Fall ein Sommer Must-Have, für einen perfekten Urlaub zum Träumen.

Irland in seiner vollen Pracht

Von: Nicole Lehmann Datum: 25. July 2018

Lucy ist Mathematikerin und ganz anders als ihre Schwester. Sie hasst Überraschungen und lebt für ihre Zahlen. Bis sie eines Tages überraschenderweise einen Anruf erhält. Nicht ihr angeblicher Vater sondern ein völlig fremder Mann soll ihr Vater sein. Ihre Eltern sind nicht sehr entgegenkommend mit den Antworten und so macht sie sich auf nach Irland. Sie lernt eine Gruppe von Freunden ihres Vaters kennen, macht einen Roadtrip durch Irland und verändert sich selber Schritt für Schritt. Dies war mein erstes Buch von Fiona Blum. Die Beschreibung Irlands hat mir sehr gefallen und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Aus diesem Grund ist Irland wieder höher in der Liste der Wunsch Reisedestinationen gestiegen. Der Schreibstil ist detailreich, flüssig und leicht. Den verschiedenen Erzählsträngen kann man gut und einfach folgen. Die Geschichte ist stimmig von Anfang bis zum Schluss. Fiona kam mir am Anfang etwas spröde vor. Dass sie sich aber dann auf die Veränderungen eingelassen hat und sich weiterentwickelt, gefiel mir sehr. Dies macht starke Frauen aus. Auch die restlichen Figuren waren authentisch und sympatisch. Ich war jedoch enorm froh, fanden sich vorne im Buch, Beschreibungen der verschiedenen Personen. Auch die Karte Irlands mit der Reiseroute von Lucy fand ich toll. Leider hat es bei mir etwas gedauert, bis ich den Sog der Geschichte gespürt habe. Danach konnte ich das Buch aber nicht mehr aus der Hand legen. Ich vergebe diesem Buch sehr gerne 4,5 von 5 Sterne. ⓒ HerzensangelegenheitBuch

Sehnsuchtsland Irland!

Von: Angela Busch Datum: 24. July 2018

Rezension Inhalt: Lucy Skye Harper aus Manchester wurde von ihrem Job als Mathematiklehrerin für einige Zeit suspendiert. Die Mutter der 18jährigen Chloé hat die Nerven verloren und einen Schuh nach einem Schüler geschmissen. Bisher lief ihr Leben in geraden Bahnen, doch es sollte noch schlimmer kommen für sie. Ein Anruf aus Irland geht ein. Ihr Vater möchte sie vor seinem Ende noch einmal sehen. Lucy ist geschockt von dieser neuen Nachricht. Ihre Eltern geben ihr auch keine Auskunft über ihren neuen Familienstatus als Tochter eines Iren und glauben an eine Verwechslung oder Versehen. Kurzerhand macht sie sich auf den Weg und fliegt nach Irland um diese Geschichte aufzudecken,,,, Meine Meinung: Ich habe an einem wunderbaren Roadtrip durch Irland teilgenommen. Ein wahnsinniges Erlebnis für mich. Da ich die Insel real sehr gut kenne, war ich gespannt was mir Fiona Blum da zeigt. Und siehe da , es war ausserordentlich grossartig und ein faszinierendes Leseerlebis. Ihr Schreibstil ist sehr angenehm und leicht zu erlesen, ihre sehr guten Recherchekentnisse haben meine eigenen Erfahrungen als Reisende in diesem Land bestätigt. Für Irlandliebhaber ist diese Lektüre ein *Muss* zum Einstimmen auf die Atmosphäre im Land , das Klima, die freundlichen Iren , die grandiosen Landschaften. Sympathische Menschen lernt Hauptprotagonistin Lucy kennen. Es sind meist alles Freunde ihres Vaters George Miller. Aber ist er tatsächlich ihr Vater? Und diese Freunde , sind es nicht komische Freaks? Am Anfang scheint es so, aber die Autorin führt den Leser sanft in die unterschiedlichen Lebensgeschichten der Freunde um George Miller ein. Und Lucy lernt endlich einmal vom geraden Weg ihres Lebens abzuweichen und macht erstaunliche Erfahrungen mit anderen Menschen, aber vor allem für sich selber,,,,, Das gebundene Buch, versehen mit einem hellgrünen ( grün ist die Farbe Irlands und meiner Blogseite) Einband und einer kleinen Karte des Landes zur Orientierung plus einem Glossar der mitspielenden Freunde hat mich sehr erfreut und ich habe die Lesezeit genossen. Herzlichen Dank an die Autorin und den Goldmann Verlag für das schöne Rezensionsexemplar! Meine Bewertung: FÜNF ***** STERNE für diese unterhaltende und wundervolle Reise in mein Sehnsuchtsland.

Eine ganz besondere Geschichte mit ganz besonderen Figuren.

Von: Mina Meurer Datum: 19. July 2018

Hier habe ich mich auf den ersten Blick freundschaftlich in Fiona verliebt. Sie hat viele Ähnlichkeiten mit mir, wir beide lieben und brauchen einen routinierten Tagesablauf und wollen nicht mit irgendwelchen Dingen überrascht werden. Mir hat jedoch Fionas Entwicklung im Laufe des Romanes sehr gefallen, denn durch die Tagebucheinträge, die sie verfolgt, lernt sie, nicht immer nur die geraden, "normalen" Wege zu gehen, sondern auch einmal Umwege in Kauf zu nehmen. Aber nicht nur Fiona als Protagonistin ist außergewöhnlich, sondern auch so einige andere Figuren, die eine Rolle in der Geschichte spielen. Das sind nicht unbedingt wenige, damit man dadurch aber nicht durcheinander kommt, gibt es am Anfang des Buches ein Personenregister, in dem man nachschlagen kann. Es kommt sehr selten vor, dass ich alle Figuren in einem Roman mag, doch hier ist es der Fall. Alle sind auf ihre Art etwas ganz besonderes, sie sind einfach verrückte Charakterköpfe, die man mögen muss. Da gibt es zum Beispiel eine Pubwirtin, die gleichzeitig eine Feenspezialistin ist, aber wie eine Hexe rüberkommt. Oder Murphy, das kleine Männlein mit der Zahnlücke, Finn, der durch seine Tattoos aggressiv rüberkommt, der Rentner mit dem Glasauge, oder oder oder. Die Liste könnte ich ewig weiterführen. Alleine schon deswegen ist das Buch ein Highlight für mich. Auch das Setting der Geschichte ist für mich der Knaller, denn ich liebe Irland, und weiß, dass es vielen Menschen genauso geht. "Das Meer so nah" ist eine Liebeserklärung an die Insel in Form von einer Art Roadmovie. Diese Mischung ist einfach großartig und passt super zusammen. Der Schreibstil von Fiona Blum ist eher ruhig, wird im Laufe der Ereignisse aber immer fesselnder und ist daher megagut an den Plot angepasst. Erzählt wird der Roman durch verschiedene Erzählstränge, deren Figuren allesamt irgendwie mit dem verstorbenen George Miller zu tun haben. Dadurch bekommt die Geschichte nochmal einen ganz besonderen Touch. Fazit: Eine ganz besondere Geschichte mit ganz besonderen Figuren.

Wunderschön

Von: Buchmomente Datum: 06. June 2018

Die ersten beiden Bücher der Autorin haben mir schon gut gefallen und auch dieses hat meinen Geschmack genau getroffen - Fiona Blum wird langsam zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Es ist vor allem die Atmosphäre, die mich völlig eingenommen hat, diese Mischung aus Hommage an die grüne Insel, Roadmovie und Charakterstudie. Und das Ganze erzählt mit wundervollen Worten, die - ohne schnörkelig zu sein - trotzdem lieblich und herzergreifend sind. Es gibt mehrere Erzählstränge, die sich immer mal wieder kreuzen, dann aber auch wieder auseinandergehen, dazu auch Rückblicke in die Vergangenheit. Lucy, eine Mathematiklehrerin durch und durch, erfährt durch einen Telefonanruf von ihrem schwerkranken, bis dahin aber nicht bekanntem Vater – sie macht sich auf nach Irland, doch kommt leider zu spät; ihr Vater ist bereits verstorben. Und trotzdem beginnt für die Lucy ein Abenteuer, in dem sie sich selber von einer ganz neuen Seite kennenlernt. Lucy ist ein skurriler Charakter und vielleicht habe ich sie gerade deswegen auch sofort ins Herz geschlossen. Wirkt sie erst wie eine Mathematikerin, die nur für ihre Zahlen lebt und dadurch sehr spröde und trocken rüberkommt, zeigt sie auf ihrer Reise durch Irland auch noch eine andere Seite – eine liebevolle, berührende und herzliche Art. Und am meisten hat mir gefallen, dass sie sich auf Veränderungen eingelassen hat, sich ihnen stellt und damit einen ganz neuen Lebensabschnitt beginnt. Aber nicht nur Lucy ist als Figur gut gelungen – in Irland trifft sie auf eine Gruppe alter Freunde ihres Vaters, die alle sehr eigen und schrullig sind – aber sympathisch schrullig und mit dem Herz am rechten Fleck. Nach und nach erfährt man auch von ihnen die jeweiligen Vergangenheiten und kann die eine oder andere Marotte viel besser nachvollziehen. Durch diese Ecken und Kanten wirken sie echt und authentisch – und damit glaubhaft und sympathisch. Die Geschichte ist – obwohl sie fast einem Roadmovie nahekommt – doch eine ruhige. Und auch wenn es nicht sonderlich spannend ist, entwickelt sie doch eine Sogwirkung, die sich langsam aufbaut, so dass ich im letzten Drittel nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich habe mich richtig wohlgefühlt mit den Charakteren, habe die Reise durch Irland mit tollen Beschreibungen richtig genossen und mich der ruhigen und liebevollen Atmosphäre, die im Buch herrscht, hingegeben. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen. Einen Stern ziehe ich nur ab, weil der Einstieg doch etwas gemächlich war – das hat sich aber zum Glück dann verloren. Mein Fazit Eine schöne Geschichte, die den Leser nicht nur in Irland abtauchen lässt, sondern auch wundervolle und gestandene Charaktere bietet, die trotz – oder gerade wegen? – ihrer Ecken und Kanten einfach nur sympathisch sind. Eine tolle Atmosphäre, eine wunderschöne Sprache voller Poesie, die dabei aber keineswegs schnörkelig ist und eine Reise zu sich selbst – zumindest für die Protagonistin. Ich gebe der Geschichte 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch gerne weiter.

Ein Roman zum Wegträumen, Mitreisen und mehrmals Lesen...

Von: Kathrinshome Datum: 03. June 2018

Eine Juristin und Autorin schreibt über einen persönlichen Sehnsuchtsort und beginnt mit einer Erzählstimme, die viel mit Rhythmus und Melodie zu tun hat – was kommt dabei raus? Ein Roman um eine Mathematiklehrerin in Manchester, die aufgrund eines Telefonates nach Irland reist und mit einem orangefarbenen VW-Bus die Insel bereist... Ja, genau darum geht es in Fiona Blums neusten Roman „Das Meer so nah“: Lucy Skye Harper lebt und arbeitet in England, ihre Tochter ist schon aus dem Haus und sie wurde gerade von ihrer Lehrerstelle aufgrund eines für sie untypischen, weil emotionalen Verhaltens beurlaubt. Eines Tages bekommt sie einen Anruf aus Irland und erfährt, dass ein im Sterben liegender Mann namens George sie noch einmal vor ihrem Ablegen sehen möchte; die Anruferin Maureen behauptet, dieser Mann sei ihr Vater und so fliegt Lucy umgehend nach Irland, wohnt einer ihr unwirklich erscheinenden Beerdigung bei und fährt dann mit einem geerbten VW T2 nach Hause... nun, dort kommt sie nie an – warum? Das mag ich nicht verraten, denn die Geschichte rund um Lucy, ihre englische Familie, die Menschen aus dem irischen Knocknaberra ist eine ziemlich komplizierte, die aber durch diese Wirrungen und Wendungen lebt ;) Ja, Fiona Blum hat es wieder geschafft, unheimlich viel Geschichten in einen recht kompakten Roman zu packen, was das Lesen meines Erachtens nicht gerade einfach macht. Man muss sich – trotz Hilfestellung einer Landkarte und Personenaufstellung – konzentrieren, lässt sich hierdurch aber so sehr in die Geschichte fallen, dass ich das Gefühl hatte, mittendrin zu sein. Ich mag das sehr! Die Sprache der Autorin gefällt mir, sie beschreibt detailliert, aber nicht ausschweifend, die Umgebung, Menschen, Momente & Emotionen, so dass ich sie direkt vor meinem inneren Auge sehen, fühlen und riechen kann... So manches Mal fühlte ich mich in meine eigenen Reisen nach Wales zurückversetzt, konnte die Luft atmen und sah die typischen Häuser vor mir... und das macht ein gutes Buch meines Erachtens aus: es nimmt den Leser / die Leserin mit und entlässt sie erst am Ende des Romans – mit Wehmut – wieder in die reale Welt. Vermutlich mit einem Ohrwurm ;) denn die Musik spielt nicht nur in Irland, sondern gerade in diesem Roman eine große Rolle... lasst euch überraschen! Für mich ist dieses Buch ein Highlight dieses Jahres, auch wenn ich anfangs ein wenig brauchte, mich wirklich für den Roman zu erwärmen (so erging es mir übrigens bei „Liebe auf drei Pfoten“ von ihr auch)... zum Schluß schloss ich den Festeinband mit großem Bedauern, dass die Geschichte rund um Lucy schon zu Ende erzählt war und auch die Reise mit dem T2 ein Ende gefunden hat. „Das Meer so nah“ ist eines der wenigen Bücher, welches ich mir noch einmal aus dem Schrank genommen und mich nochmals auf die Reise mit Lucy & George begeben habe... und es auch beim zweiten Mal kein bisschen langweilig empfand, sondern erneut den Matsch unter den Stiefeln, den nassen Nieselregen und die salzige Luft spüren konnte... ein Buch zum Wegträumen, sich unterhalten lassen und mehrmals Lesen!

Ein Roadtrip durch Irland

Von: Marie's Salon du Livre Datum: 01. June 2018

FREITAG, 1. JUNI 2018 (REZENSION) BLUM, FIONA - DAS MEER SO NAH Ein einziger Anruf stellt Lucy S. Harpers Leben komplett auf den Kopf. Sie möge doch so schnell als möglich nach Irland kommen, ihr Vater läge im Sterben und sein letzter Wunsch, wäre es, sie zu sehen. Doch Lucys Vater wohnt nicht weit von ihr entfernt in Manchester und ist wohl auf. Natürlich stellt sie ihre Eltern zur Rede, um zu erfahren, was es mit diesem mysteriösen Anruf auf sich hat. Da sie keine richtige Antwort auf ihre Fragen erhält, macht sie sich kurzentschlossen auf den Weg nach Irland. Dort angekommen, trifft sie auf ein paar skurrile Gestalten und erfährt, dass George Miller - ihr Vater - in der Nacht verstarb. Mit Geordies Freunden findet sich auf einer Wiese wieder, um gemeinsam die Totenwache zu halten. In mitten der irischen Nacht umgeben von all diesen Fremden, eingehüllt in traurige Lieder, fühlt sie sich äußerst unbehaglich. Schnell nach Hause ist ihre Devise, aber ihr Erbe vereitelt ihren Entschluss. Was soll sie mit dem orangefarbigen 1979er VW Bus anfangen? Warum nennen Geordies Freunde sie Skye? Welche Geheimnisse birgt der Koffer unter dem Bett im Wagen, tragen die Gegenstände womöglich dazu bei, die wichtigste Frage zu beantworten? Lucy Skye setzt sich hinters Steuer des VWs, fährt in Richtung der Fähre, die sie nach England zurückbringen soll. Sie verliert auf dem Weg ihr Handy, verirrt sich mangels Navi und ein ungewöhnlicher Roadtrip beginnt. Wie hat es mir gefallen? Vielen Dank an Eva von "Bücherfanseite", die mich auf dieses Buch aufmerksam machte. Dem Verlag und dem Bloggerportal danke ich für das Rezensionsexemplar. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht im Grunde der verstorbene George Miller. Seine Figur verbindet alle anderen Charaktere miteinander. Selbst Lucy, die ihn nicht kennt, folgt seinem Ruf. Ihr Plan kurz nach Irland zu fliegen, um das Missverständnis zu klären, löst sich schnell in Luft auf. Nachdem sie sich entschließt, ihr Erbe, den alten VW Bus, anzunehmen, setzt sie sich hinters Steuer, um nach Hause zu fahren. In Knocknabarra, Georges letztem Wohnort, lässt sie seine Freunde: Maureen, Séamus, Flynn, Erin, Gracie, Roísín, James und Raymond unendlich traurig zurück. Anfangs ist Skye wild entschlossen, schnell wieder nach Manchester zurück zu fahren. Manchmal sind Pläne einfach zum Scheitern verurteilt. Skye rechnet nicht, dass sie ihr Handy verliert und dass sie auf Grund einer Autopanne noch länger in Irland bleiben muss. Sie durchstöbert Georges Bus und entdeckt ein Tagebuch. Anfangs liest sie es nur zögerlich und voller Angst, aber auch voller Neugier, um herauszufinden, warum George davon überzeugt war, ihr Vater zu sein. Skyes bisheriges Leben verlief in geordneten Verhältnissen. Als Mathematiklehrerin bevorzugt sie gerade Linien. Sie meidet Umwege und kurviges Gelände. Auch dem Meer kann sie kaum etwas Gutes abgewinnen. Georges Leben dagegen war voller Kurven, die Skye aus einem Impuls heraus folgt, um viel über ihn und über sich selbst herauszufinden. Bei Georges Freunden in Knocknabarra fühlt sich vor allem Maureen für Skye verantwortlich. Sie befürchtet mit ihrem Anruf Skye völlig aus der Fassung gebracht zu haben. Als Skye telefonisch nicht erreichbar ist, klettert Maureen in ihr Auto, um ihr hinterher zu fahren. Roísín gesellt sich dazu und mit ihr auch alle anderen. Acht ungewöhnliche Menschen, die um einen Freund trauern. Sie machen sich auf die Suche nach einer Frau, die sie kaum kennen und die sie womöglich auch gar nicht finden. Sowohl Skyeals auch das Grüppchen bewegen unterschiedliche Motive zu ihrer Reise. Skye folgt den Brotkrumen aus dem Tagebuch, welche sie nach Dublin, Galway und ans westliche Meer führen. Sie findet heraus, was es mit einer signierten Schallplatte auf sich hat, warum sie ständig an Liam Cullen denken muss und ganz am Ende auch wer George Miller tatsächlich war. Ganz angetan war ich von der Gruppe rund um Maureen. Jede einzelne Person erzählt eine Geschichte, die zu Herzen geht und berührt. Roísíns Erinnerungen möchte ich besonders erwähnen. Gracie hat mich zu Tränen gerührt, genauso wie Flynn. Dieses Buch ist eine sehr gelungene Komposition aus Roadtrip, Musik, irischer Tradition und Geschichte. Es sind die wundervollen Figuren, die die Story zum Leben erwecken. Sie haben Herz, Gefühl und Verstand. Sie erzählen vom Leben, dem Schicksal und ihren Träumen.

Wunderbare Geschichte

Von: scarlett59 Datum: 31. May 2018

Zum Inhalt: Lucy S. Harper lebt als Mathematiklehrerin in Manchester. Ihr Leben verläuft sehr ruhig und strukturiert, Überraschungen mag sie gar nicht. Da erhält sie einen Anruf von einer ihr unbekannten Frau, die ihr mitteilt, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie unbedingt nach Irland kommen muss. Als sie ihre Eltern deswegen befragt, reagieren diese äußerst seltsam. Daher beschließt Lucy nach Irland zu fliegen ... Meine Meinung: Als Besonderheit gibt es am Anfang des Buches eine kleine Landkarte von Irland sowie ein Personenregister. Ich habe im ersten Moment gedacht, dass ich zumindest das Personenregister überflüssig finde. Jedoch habe ich beim Lesen gemerkt, dass es hilfreich ist, denn ich habe von Zeit zu Zeit sowohl die Landkarte, als auch das Personenregister konsultiert. Es war mein erstes Buch dieser Autorin und mir kam der Schreibstil ein wenig „blumig“ vor, was mich neugierig gemacht hat. Es hat sich herausgestellt, dass er ganz hervorragend zur Geschichte passt, die sowohl traurige Passagen enthält, als auch absurde Vorkommnisse, die mich haben schmunzeln lassen; wie z.B.: „… Es konnte doch nicht sein, dass da mitten auf einer Schafweide, neben einem lustig prasselnden Lagerfeuer, zwischen Suppe und Sandwichs, einfach so eine Leiche lag? …“ Die doch recht skurrilen Protagonisten sind allesamt sehr liebevoll und detailliert beschrieben, so dass man sie sofort ins Herz schließen muss. Jeder hat „sein Päckchen zu tragen“ und geht damit ganz individuell um. Und ganz nebenbei erhält man als Leser auch gleich ein wenig „Lebenshilfe“: „… Alles, was passierte, passierte. Egal, was man davon halten mochte. Man konnte es sich nicht wegdenken. … Das führte zu nichts. Zumindest zu nichts Gutem. …“ Fazit: Die Autorin hat hier einen wunderbaren Roman über das Leben zu Papier gebracht, der mich beim Lesen mit einem wohligen Gefühl versorgt hat, und außerdem Lust darauf macht, Irland selbst zu bereisen.

Eine magische Liebeserklärung an Irland

Von: MoZeilenherz Datum: 30. May 2018

Das Meer so nah habe ich vor allem lesen wollen, weil es in Irland spielt. Irland ist einer meiner Sehnsuchtsorte, so dass mich das Buch sofort angesprochen hat. Lucy hat mir sofort gefallen. Sie war eine sehr sympathische Hauptperson, mir der ich mich gut identifizieren konnte. Lucy war authentisch und echt. Ich glaube, ich wäre auch ins Flugzeug gestiegen und einfach losgeflogen, wenn ich einen Anruf erhalten hätte, mein Vater läge im Sterben und meine „echten“ Eltern mir partout nichts zu dieser Sache sagen wollten. Die wahre Magie des Buches lag für mich aber gar nicht in der Hauptperson und auch nicht in deren direkter Geschichte sondern im „Darumherum“. Die Autorin hat so viele wunderbare, einzigartige Charaktere kreiert, die alle auf ihre Weise ihre kleine Geschichte erzählen und die mich oft viel mehr berührt haben als die von Lucy. Lucys Reise durch Irland führt sie an so viel wunderbare Orte. Ich habe das Buch auf einer Zugfahrt gelesen und solange ich gelesen habe, war ich nicht mehr im Zug irgendwo im Süden Bayern, sondern in Irland und bin mit Lucy in ihrem alten Bus über die Insel gefahren und habe kleine, verlassene und bezaubernde Orte entdeckt und gesehen, bin an der schroffen Felsküste gestanden und habe mit ihr all diese Menschen kennengelernt, die dem Zauber der Einsamkeit und der Stille Irlands verfallen sind. Genau das macht für mich ein gutes Buch aus, dass ich den Bezug zur Realität verliere, dass ich voll und ganz in das Buch eintauche und alles um mich herum vergesse und „Das Meer so nah“ hat genau das geschafft. Deswegen gibt es von mir auch voll verdiente 5 von 5 Sternen!

gefühlvoll

Von: Manuela G. Datum: 29. May 2018

Über die Autorin: Fiona Blum ist das Pseudonym der Schriftstellerin und Juristin Veronika Rusch. Sie hat Rechtswissenschaften und Italienisch in Passau und Rom studiert und mehrere Jahre als Anwältin gearbeitet. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit ihrer Familie in einem alten Bauernhaus in Oberbayern. (Quelle: Verlag) Zum Inhalt: Klappentext Lucy S. Harper ist Lehrerin für Mathematik in Manchester. Sie lebt allein, liebt die Welt der Zahlen und verabscheut Überraschungen. Wie den Anruf, den sie eines Tages erhält: Eine ihr unbekannte Frau namens Maureen teilt ihr mit, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie noch einmal sehen möchte. Zuerst glaubt Lucy an einen Irrtum, denn ihr Vater Peter ist wohlauf - von jenem George, der in Irland angeblich auf sie wartet, hat sie noch nie gehört. Doch als ihre Eltern äußerst seltsam reagieren, wird Lucy misstrauisch. Spontan beschließt sie, nach Irland aufzubrechen und der Sache auf den Grund zu gehen. Und damit beginnt das erste Abenteuer ihres Lebens.... Meine Meinung: Spontanität ist für Lucy ein Graus. Sie liebt das geordnete Leben, Regeln und vernünftige Entscheidungen. Doch jetzt tut sie etwas, das so gar nicht ihrem Naturell entspricht. Darüber ist sie selbst sehr überrascht. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und die Autorin versteht es, den Leser Lucy´s Gefühlswelt eintauchen zu lassen. Viele zahlreiche Begegnungen in Irland geben ihr die Kraft und den Mut, der ihr bisher gefehlt hat. Geordie fand ich ganz toll. Irgendwie laufen bei ihm die Fäden zusammen. Dieser rastlose Musiker ist eine Inspiration für viele. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet und sehr facettenreich. Und jeder Einzelne tut der Geschichte gut. Die Veränderung, die Lucy durchmacht, ist sehr einfühlsam erzählt. Die Autorin hat eine unglaubliche Sprachstärke, bei der auch Humor und Wortspielereien nicht zu kurz kommen. Fazit: Ein gefühlvoller und sehr unterhaltsamer Roman, der in mir auch die Sehnsucht nach Irland geweckt hat. Tolles Buch.

Reise durch Irland und die Herzen und Gedanken

Von: Mary Datum: 21. May 2018

Du hast es noch nicht gelesen? Du hast Lust auf Irland, Tiefgang, Abenteuer und Entdeckung? Dann ist dies meine Empfehlung für dich! Dieses Buch hat mich über seine Zeilen hinaus berührt und in seinen Bann gezogen. Die Charakter, egal ob jung oder alt sind mir ans Herz gewachsen und haben mir so viel auf meinen Weg des Lebens mitgegeben. VORSICHT SPOILER! Meine Meinung Zum Cover Ich liebe das Cover. Die Insel wurde in Acrylfarben (glaube ich) angedeutet und das sieht richtig toll aus und die Kleeblätter überall passen ja perfekt zu Irland, sie sind ja auch ein Symbol von diesem Land -sehr passende Wahl-. Das Cover ist echt ein Hingucker und im Laden hätte ich auf jeden Fall danach gegriffen. Das Beruhigende der Geschichte spiegelt sich auch in dem Cover wieder und ich könnte darin versinken. Zum Inhalt Das Buch ist geteilt in 20 Kapitel und in diesen Kapiteln wechseln die Perspektiven sehr oft, was ich aber sehr gut finde, da man mehr Eindrücke von den Charakteren bekommt. Geschrieben ist es in der Er-Sie-Es- Perspektive, das sehr gut passt. Anfangs musst ich mich zwar dran gewöhnen, aber dann war es echt klasse. Den Schreibstil, oh ich liebe ihn. Es war schön von dieser Leichtigkeit durch das Buch getragen zu werden. Zur Story Den Prolog fand ich ja so toll, er ist ein so guter Einstieg in diese bezaubernde Geschichte. Wie in jedem Buch muss man die Charaktere erst kennenlernen und sich in die Geschichte einlesen und einleben. Auch hier war es so, nur fiel es mir etwas schwerer, da fast alle Personen viel älter als ich sind und auch, weil ich so eine Geschichte zum ersten Mal gelesen habe. Doch mit der Zeit konnte ich auch diese Leute in meine große Familie der Buchcharaktere aufnehmen und bin mit ihnen um so vieles reicher geworden. In der ersten ganzen Hälfte des Buches musste ich mich erst einmal eingewöhnen, so ging es in den ersten Tagen sehr schleppend voran, aber dann als ich die zweite Hälfte begonnen habe konnte ich nicht mehr aufhören. Der Schreibstil hat mich mit seiner lockeren und leichten Art nicht mehr losgelassen. Lucy reist mit einem Bus durch Irland. Wie cool ist das denn? Irland ist schon immer eines meiner Reiseziele und nun hatte ich die grandiose Gelegenheit mal in dieses Land hinein zu schnuppern und mir einen ersten Eindruck zu verschaffen. Das habe ich getan und bin begeistert. Ich liebe Schafe! Schon immer, aber jetzt noch mehr. Die Reise durch Irland -wenn auch nur in Gedanken- war wunderbar und ich habe Bekanntschaft mit so vielen neuen Menschen gemacht, die alle etwas an sich hatten. Schon alleine sie alle kennenzulernen war Abenteuer genug. Das ganze Buch hatte so eine Wirkung auf mich, ich kann es nicht in Worte fassen, doch es hat mich beruhigt, entspannt und ich bin begeistert. Zu den Charakteren Mit der Personenbeschreibung auf den ersten Seiten konnte ich zu Beginn wirklich nichts anfangen, ich meine -mit Vorliebe für Wäscheständer-. Im Laufe des Buches hat man aber all die Charaktere so gut kennengelernt und etwas, dass ich persönlich echt gut finde: die Menschen in diesem Buch sind nicht perfekt. Das so ein Punkt, der mir in Geschichten sehr wichtig ist, kein Mensch ist perfekt, also sollten es auch die fiktiven Charaktere nicht sein. Auf jeden Fall nach dem Dreiviertel des Buches habe ich Bedeutungen von den Beschreibungen der Personen verstanden und es war ein tolles Gefühl und hat mir so manchmal ein Lächeln auf die Lippen gelegt. Lucy/Skye Ich mag diese Frau. Auch wenn sie Mathe mag -was man mitbekommt, eine lustige Szene, meiner Meinung nach, als sie im Bus sitzt und die Zahlen nach dem Komma von Pi aufsagt-, alles gern plant und eher weniger spontan ist habe ich Skye in mein Herz geschlossen. Sie hat eine Art, die ich sehr angenehm finde. Ich kann es alles gar nicht beschreiben. Skye hat mir so vieles gezeigt, dass Menschen sich durchaus auch mal ändern können -nicht zum Negativen- und ich fand es großartig ihr durch Irland zu folgen und dem Rätsel um ihren Vater auf die Spur zu gehen. Die Anderen Die anderen Charaktere? Klasse! Am liebsten habe ich die Charaktere aus Irland, sie sind so, wie bei mir zu Hause: nette, interessante Dorfmenschen, die durch aus eine faszinierende Lebensgeschichte haben, auch wenn man es ihnen auf den ersten Blick nicht ansieht. Es gab viele Stellen, in denen mich diese Charaktere berührt haben, aber eine hat mich nicht mehr losgelassen: Sie halten, wie eine Familie zusammen und wenn es sein muss spielen sie auch mal Familie. Diese Stelle am Hafen von der Fähre fand ich so toll, sie war lustig und berührend. Auf irgendeine Weise sind sie ja schon eine Familie. Was soll ich noch sagen? Alle Charaktere haben mir etwas mitgegeben, von dem ich nun sehr profitieren kann. Ich wünschte ich könnte sie alle einmal persönlich kennenlernen. Fazit Eine humorvolle, berührende und aufregende Reise durch Irland, aber auch durch die Herzen und Gedanken der Menschen. Das Buch hat mich zum Lachen gebracht und auch zum Nachdenken angeregt, es war ein riesiges Abenteuer und ich bin so froh, um dieses Buch und dessen Inhalt reicher zu sein. Auf jeden Fall werde ich mir irgendwann noch ein Buch von Fiona Blum holen und bin gespannt, in welche Welt diesmal gesetzt werde. Mary

Sehr schön geschrieben, leicht & schnell lesbar, mit irischem Flair

Von: Instagram: @isleepnaked Datum: 21. May 2018

meine vollständige Rezension: http://isabellsbooks.blogspot.de/ Ich habe dieses Buch angefragt, da ich auch schon Fiona Blums "Frühling in Paris" gelesen habe, welches vor einem Jahr erschienen ist (klicke hier um zu meiner Rezension zu gelangen), und dieses recht gerne gelesen habe. Da Blums letztes Buch mich aber nicht vollkommen begeistern konnte, habe ich von "Das Meer so nah" ebenfalls kein Lesehighlight erwartet, sondern mich eher auf eine seichte Geschichte eingestellt, die man mal so nebenbei lesen kann. Glücklicherweise wurde ich dann aber wirklich extrem positiv von diesem Buch überrascht. Ich begann es vor drei Tagen zu lesen und hatte wie gesagt keine wirklich hohen Erwartungen, und wurde dann so schnell in diese Geschichte eingesogen, dass ich ständig weiterlesen wollte. Es ließ sich unfassbar leicht und schnell lesen und ich las jedes Mal wenn ich zu dem Buch griff immer sehr große Teile davon. Das Papier der Seiten ist sehr dick, weshalb man ohnehin das Gefühl hat, sehr schnell bereits in der Hälfte des Buches angelangt zu sein. Die Hauptfigur des Buches, Lucy Skye Harper, empfand ich direkt als sehr interessante Figur, da sie Mathematiklehrerin ist und die Mathematik in ihrem Leben eine wichtige Rolle spielt. Auch wenn ich selbst in meiner Schulzeit Mathe gehasst habe und unglaublich froh bin, inzwischen seit mehreren Jahren nichts mehr mit Mathe zu tun zu haben, gefiel mir dieser Charakterzug dennoch sehr gut. Ich denke, solange ich nicht selbst rechnen muss, finde ich es eigentlich ganz interessant, über die Mathematik zu lesen. Erstmal war ich etwas abgeschreckt vom Alter der Protagonistin, welche schon 42 ist, wohingegen ich erst halb so alt bin. Dennoch wirkte Lucy Skye Harper äußerst jung in ihrem Geist und Wesen, weshalb mir das sehr schnell nichts mehr ausgemacht hat. Wie oben bereits erwähnt, kann einen sowohl das Personenregister als auch vor allem die Irlandkarte mit Lucys eingezeichneter Reiseroute definitiv spoilern. Da kommt es darauf an, wie scharf man sich beides einprägt, und wie viel man davon noch während dem Lesen weiß. Denn natürlich sagen einem die ganzen Namen der Charaktere erstmal nichts, wenn man weiter keine Bindung zur Geschichte hat, und ebenso wird einem die Irlandreiseroute nicht viel vorwegnehmen, wenn man sie ohne jegliches Vorwissen zur Geschichte anschaut. Daher finde ich es wichtig, eher einen flüchtigen Blick auf die Karte zu werfen und vor allem während des Lesens nicht mehr zurückzublättern, da man sich sonst ein paar Wendungen vorwegnimmt. Dennoch finde ich, dass sowohl die Karte als auch das Register beides sehr gut gewählte Extras sind, da sie mich persönlich vor allem ziemlich neugierig auf die kommende Geschichte gemacht haben. Dieser Roman arbeitet sehr viel mit Teasern, mit Anspielungen, mit ganz vielen Andeutungen die einen als Leser unglaublich neugierig darauf machen, was als nächstes kommt und wie sich die verschiedenen Handlungsstränge entwickeln werden und das hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte das Gefühl, dass dieses Buch sehr gut durchdacht und geplant worden ist, da sich ein roter Faden sehr klar durch die gesamte Geschichte schlängelt, und einen als Leser immer sehr bewusst mitführt. Die Erzählerin der Geschichte ist sich sehr bewusst darüber, was sie erzählen möchte und wie sie es erzählen möchte, und das gab mir als Leserin stets das Gefühl, in sehr guten Händen zu sein. Sobald ich zu lesen begann, war es, als würde mir die Erzählerin ihre Hand reichen und mich sehr schön in diese Geschichte einführen, was mir wirklich gut gefiel. Was mich, neben der Autorin, am meisten an dem Buch angesprochen hat, war, dass es in Irland spielt. Auch wenn ich nach einigen Reisebildern aus Irland nicht mehr unbedingt dorthin muss, finde ich dieses Land dennoch sehr interessant und es übt definitiv eine Faszination bei mir aus. Daher fand ich es sehr schön, dass im Buch das Irische stark mit eingebaut ist. FAZIT "Das Meer so nah" hat mich sehr positiv überraschen können. Noch vor der ersten Seite hat es mich durch seine Irlandkarte und das Personenregister sehr neugierig auf seine Geschichte gemacht, und ab der ersten Seite kam ich direkt wunderbar leicht in den Erzählstil rein und fühlte mich durch den klaren roten Faden im Buch durchgehend sehr gut mit dem Roman aufgehoben. Es war deutlich spürbar, dass die Autorin sehr genau wusste, wo sie hinwollte und diese Entschlossenheit und Durchdachtheit fielen mir sehr positiv auf. Man wird als Leser sofort mitgeführt, wird ständig mit neuen Teasern, Andeutungen und kleinen Hinweisen neugierig gemacht und will immer mehr und mehr wissen, weshalb sich dieses Buch äußerst schnell und leicht durchlesen lässt. Ich fand die Geschichte überraschend fesselnd und wollte wirklich wissen, wie es weitergeht, auch wenn es sich hierbei natürlich nicht um einen Thriller handelt, gefiel mir der Spannungsbogen darin trotzdem sehr gut. Der Autorin gelingt es wunderbar, die vielen unterschiedlichen Figuren mit einer Leichtigkeit dem Leser näher zubringen, und spinnt alle Leben zusammen, wodurch der Fokus der Geschichte ganz und gar nicht nur auf der Hauptfigur liegt, weshalb der Roman sich generell sehr abwechslungsreich liest. Vor allem aber auch Lucy Skye Harpers Mathematikbegeisterung und ihre Entwicklung damit gefiel mir sehr gut und machte die Hauptfigur dadurch für mich sehr viel interessanter als sie es ohne dies gewesen wäre. Das Buch hat mir beim Lesen viel Spaß und Freude bereitet, auch wenn es mich nicht auf eine Weise berühren konnte, mit denen es 5 Sterne bekommen hätte. MEINE BEWERTUNG Ich verleihe diesem Buch 4,5 von 5 Sternen.

Eine Reise durch Irland

Von: die.buecherdiebin Datum: 15. May 2018

Inhalt: Die 42-jährige Mathematiklehrerin Lucy S. Harper aus Manchester liebt Ordnung und Beständigkeit. Als sie eines Tages einen Anruf von einer Unbekannten aus Irland erhält, dass ihr Vater George im Sterben liegt und sie noch einmal sehen möchte, ist sie sehr irritiert, denn ihrem Vater Peter geht es gut. Ihre Eltern wollen ihre Fragen nicht beantworten und so macht sich Lucy kurzentschlossen auf den Weg nach Irland um der Sache auf den Grund zu gehen… Meine Meinung: Dieser Roman ist eine amüsante Reise durch Irland, eigentlich eine Liebeserklärung an dieses schöne Land mit seinen liebenswerten Einwohnern und ihren unaussprechlichen Namen. Der Schreibstil von Fiona Blum ist flüssig, locker und schnell zu lesen. Die Geschichte entwickelt sich allerdings nur langsam ohne große Highlights, aber es ist schön, Lucys positive Veränderung mitzuerleben. Lucy, die alleine lebt und Überraschungen verabscheut, wagt plötzlich etwas und reist alleine mit einem alten VW Bus durch ein fremdes Land. Ein Abenteuer bei dem sie neue Menschen kennenlernt, von allen etwas lernt und offener wird. Lucy und auch alle Nebencharaktere haben ihre kleinen liebenswerten Schrullen, was sie umso sympathischer macht. Jeder Charakter hat seine eigene kleine Geschichte. Das fand ich persönlich etwas zu viel. Weniger Charaktere, aber dafür etwas mehr Handlung oder tiefer gehende Beschreibungen (z.B. von Liam) wären mir lieber gewesen. Das Ende ist wie ein großes zufriedenstellendes Finale. Fazit: Ein warmherzig geschriebener Road Trip durch Irland, der mich gut unterhalten hat. Ein Wohlfühlbuch mit ausnahmslos sympathischen Charakteren.

Eine leise Geschichte, der man etwas Zeit geben muss

Von: Monika Schulte Datum: 13. May 2018

Die 42-jährige Mathematik-Lehrerin Lucy S. Harper lebt in der Welt der Zahlen. Zahlen geben ihr Sicherheit und beruhigen sie. Lucy lebt ein eher beschauliches Leben. Man könnte es auch als langweilig bezeichnen, doch sie scheint zufrieden zu sein. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie eines Tages einen Anruf erhält. Eine gewisse Maureen aus Irland erzählt ihr, dass ihr Vater George im Sterben liegen würde und er sie unbedingt noch einmal sehen möchte. Lucy glaubt an einen üblen Scherz. Ihr Vater und auch ihre Mutter sind noch quicklebendig. Als ihre Eltern darauf angesprochen merkwürdig reagieren, beschließt Lucy, nach Irland zu fahren und herauszufinden, wer dieser George tatsächlich ist. Für Lucy beginnt ein großes Abenteuer und nichts ist mehr, wie es einmal war. "Das Meer so nah" - es ist der dritte Roman der Autorin Fiona Blum. Diesmal entführt sie uns nach Irland, dem Land mit den oft schwer auszusprechenden Namen. Die vielen Personen mit den mir fremden Namen scheinen auch Schuld daran zu haben, dass ich gewisse Anlaufschwierigkeiten hatte, in den neuen Roman hinein zu finden. Nie wusste ich so wirklich, um wem es gerade ging. Maureen, Gracie, Erin, Roisin und all die anderen - alles liebenswerte Personen, aber ich brauchte jedes Mal einige Zeilen, um sie zuordnen zu können. Schön zu lesen war jedoch, wie Irland die Mathematik-Lehrerin Lucy verwandelt hat. Sie, die immer nur nach mathematischen Regeln gelebt hat, bricht plötzlich aus und fängt an, das kleine Abenteuer zu lieben, das ihr George Miller so plötzlich beschert hat. George Miller, der behauptet hat, ihr Vater zu sein und der so vielen Menschen ein Zuhause, eine Heimat gegeben hat, obwohl er selbst gar nicht von dort stammte. Acht so gänzlich unterschiedliche Menschen, die alle auf ihre Art und Weise helfen, Lucy zu sich selbst zu finden. Eine Gemeinschaft, etwas verrückt und schräg anzusehen und doch eine Gruppe Menschen, die man einfach gern haben muss. "Das Meer so nah" - es ist eine leise Geschichte, der man etwas Zeit geben muss. Ich selbst habe erst in der zweiten Hälfte zur Geschichte gefunden. Es ist eine ganz bezaubernde Geschichte, die zudem Lust macht, die raue Landschaft Irlands zu entdecken.

Eine Reise in die Weiten von Irland

Von: hope23506 Datum: 07. May 2018

INHALT: Auf ihrer Reise durch Irland begleiten wir in diesem Buch die Mathematiklehrerin Lucy. Aber eigentlich ist es keine normale Reise. Lucy erhält einen Anruf von einer unbekannten Frau aus Irland. Ihr Vater soll im Sterben liegen und möchte sie noch einmal sehen. Das verwirrt Lucy, denn ihren Eltern geht es eigentlich gut, sie wohnen auch nicht in Irland und wollen auch nicht mit Lucy über diesen Anruf reden.Trotzdem siegt die Neugier und Lucy macht sich auf den Weg in ein unbekanntes Land. Dort angekommen spürt sie sofort die Verbundenheit zum Land und zu den Menschen, was sie sich nicht eingestehen will. Und so beginnt eine Reise in ihre Vergangenheit und eine Reise auf der Suche nach sich selbst. MEINE MEINUNG: Am Anfang tat ich mir etwas schwer beim Lesen und ich wusste nicht genau, was mir das Buch sagen wollte. Aber je weiter ich las, um so interessanter und eindrucksvoller wurde es. Die Reise von Lucy entpuppt sich wie ein Roadmovie durch die Weiten von Irland und was ich da las, gefiel mir sehr gut. Ich fand die Beschreibungen der Natur so gewaltig und mächtig und das brachte mir Irland so nah. Auch die Emotionen von Lucy fand ich sehr gut herausgearbeitet. Sehr symphatisch und lebensnah und einfach nur ungeheuer süss dargestellt wurden die Bewohner des Dorfes vom Vater. Genauso stelle ich sie mir vor. Ein bisschen schräg, jeder hat seine Eigenarten und alle halten zusammen. Das war so herzlich und schön geschrieben. Mich hat die Geschichten vom unbekannten Vater auch sehr gerührt. Die Reise von Lucy auf ihrer Suche, auch nach sich selbst, in ihrer ruhigen Art war sehr angenehm zu lesen. Da war nichts von Hektik oder Ungeduld, sondern die Ruhe und Weite, die Irland ausstrahlt, wurde aufgenommen und sehr gut weiterverarbeitet. Vom Ende des Buches war ich sehr gerührt. FAZIT: Ein sehr emotionales Buch, das auch von den Weiten und von der Schönheit von Irland und vom Zusammenhalt der Menschen lebt. 🌟🌟🌟🌟

Das Meer so nah

Von: Nicole Plath Datum: 06. May 2018

Lucy S. Harper mag die Welt der Zahlen und ist Lehrerin für Mathematik. Eines Tages bringt der Anruf einer fremden Frau Lucys durchgeplantes Leben durcheinander. Angeblich liegt ihr Vater George im Sterben – dabei heißt ihr Vater doch Peter, und es geht ihm gut. Lucys Neugier ist geweckt, und sie möchte dieser merkwürdigen Sache auf den Grund gehen. „Das Meer so nah“ ist nicht alleine die Geschichte von Lucy auf der Spur ihrer Vergangenheit. Viele kleine Nebengeschichten aus dem Leben der Menschen, die George kannten und ihre Beziehung zu diesem. Leider zogen mich diese Rückblicke immer wieder aus der eigentlichen Geschichte um Lucy heraus. Als ich dann feststellte, dass Lucys Suche auch nur eine von diesen kleinen Geschichten ist, kam ich besser mit dem Buch zurecht. Hier gibt es keine zentrale Figur, jeder Charakter ist in den roten Faden, der Suche nach der Wahrheit um Lucys Vergangenheit, eingebunden. Es sind also viele kleine persönliche Geschichten, welche Fiona Blum zu diesem Buch zusammengefügt hat. Die vielen Wechsel zwischen den einzelnen Figuren innerhalb eines Kapitels hat mich immer wieder mal aus dem Lesefluss genommen, da für mich nicht immer sofort erkennbar war, bei welcher Person ich mich befinde. Bis auf diese Wechsel liest sich das Buch gut. Jedoch gelang es mir nicht, eine emotionale Bindung zu Lucy oder jemand anderem herzustellen. Leider fehlte dem Roman etwas die Spannung. Er war zwar nicht langweilig, aber irgendwelche Höhepunkte gab es für mich nicht. Es ist ein gemütliches Buch für zwischendurch. Ein Plan von Irland sowie das am Beginn stehende Personenverzeichnis mit Informationen über die im Buch vorkommenden Figuren ist hilfreich. Hinter dem Pseudonym „Fiona Blum“ verbirgt sich die Schriftstellerin Veronika Rusch. Ihr ist mit „Das Meer so nah“ ein gutes Buch gelungen. Wer dieses Genre mag, wird seine Freude an dieser Geschichte haben. Ich danke dem Bloggerportal und dem Goldmann Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Tolles Buch...

Von: EvaMaria Datum: 04. May 2018

“Das Meer so nah” ist mein erstes Buch der Autorin und ich fand es richtig klasse, denn es könnte aus dem Leben gegriffen sein. Wir begleiten die Mathematiklehrerin Lucy auf einer Reise durch Irland und ich würde auch sagen auf der Suche nach sich selbst. Sie hat nämlich einen mysteriösen Anruf bekommen, von wegen, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie doch bitte kommen soll. Völlig durcheinander erkundigt sie sich bei ihren Eltern, diese verraten aber nicht wirklich was und so begibt sie sich nach Irland. Sie ist aber zu spät und der Unbekannte bereits verstorben. Die Handlung empfand ich wirklich als reizend, denn es hat mir gefallen, welche Umstände sich auf der Rückreise von Lucy ergeben. Es gab emotionale Abschnitte, aber auch amüsante Dinge und so war das Buch wirklich wunderbar unterhaltsam. Das Setting in Irland hat mir gut gefallen und ich fand die Idee, Lucys Reise als eine Art Roadtrip aufzubauen sehr gut, denn man bekommt einen wirklich guten Eindruck von der Insel und so hatte ich wirklich oft den Wunsch dorthin zu reisen. Die Autorin hat nämlich alles sehr detailliert beschrieben. So richtig Spannung baute sich bei mir eher erst gegen Ende auf, dafür hat es aber dann so richtig reingeknallt. Wirklich toll. Lucy empfand ich wunderbaren Hauptcharakter. Ich fand sie sympathisch und mir hat auch ihre Art gefallen. Bewundernswert fand ich auch, wie sie plötzlich aus ihrem Alltagstrott heraus, sich doch überwindet und nach Irland reist. Finde ich eine starke Persönlichkeit. Auch die Nebencharaktere fand ich absolut liebenswürdig. Hier hat die Autorin doch sehr viele unterschiedliche Charaktere geschaffen, welche ich richtig toll fand. Besonders gefallen hat mir, wie da jeder oder zumindest zum Großteil eine Macke oder eine besondere Art hatte. Die Idee mit den Beatles fand ich originell und interessant umgesetzt. Persönlich hatte ich auch so das Gefühl, dass es eine nette Abwechslung in die Geschichte bringt. Die Schreibweise war sehr locker und flüssig, sodass ich das Buch hat sehr gut lesen lassen. Der Aufbau und das Setting war auch sehr ansprechend gemacht und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Die Handlung war sehr gut verständlich und so konnte man dieser wirklich gut folgen. Das Cover finde ich wirklich reizend und für mich passt es sehr gut zur Handlung. Zur Autorin: Fiona Blum ist das Pseudonym der Schriftstellerin und Juristin Veronika Rusch. Sie hat in Passau und Rom studiert und mehrere Jahre als Anwältin gearbeitet. Heute lebt sie als Schriftstellerin mit ihrer Familie in einem alten Bauernhaus in Oberbayern. Für ihren Roman »Liebe auf drei Pfoten« erhielt sie den begehrten DELIA-Literaturpreis. Quelle: Verlag Fazit: 5 von 5 Sterne. Reizende, emotionale Geschichte, die ich euch definitiv ans Herz legen kann. Erhält von mir eine Kauf – und Leseempfehlung.

Eine Liebeserklärung an die grüne Insel

Von: zauberblume Datum: 04. May 2018

In ihrem neuen Roman "Das Meer so nah" entführt uns die Autorin Fiona Blum, die bereits mit dem Delia-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, auf die grüne Insel. Die ganze Geschichte ist eine Liebeserklärung an Irland, das auch mein absolutes Traumland ist. Ich bin eingetaucht in eine zauberhafte Geschichte und habe wunderbare Menschen kennengelernt. Die Geschichte: In Lucy S. Harpers leben dreht sich alles um Zahlen, sie ist Mathematiklehrerin in Manchester. Doch plötzlich gerät ihre Welt aus den Fugen. Sie verliert ihren Job und dann bekommt sie auch noch einen ominösen Anruf aus Irland. Eine ihr unbekannte Frau namens Maureen teilt ihr mit, dass ihr Vater im Sterben liegt und sie noch einmal sehen möchte. Das muss sich um eine Verwechslung handeln, denn ihr Vater Peter ist wohlauf und von einem George hat sie noch nie etwas gehört. Nachdem sie von ihren Eltern keine Auskunft erhält, macht sich Lucy kurzentschlossen auf den Weg nach Irland. Und nun beginnt das größte Abenteuer ihres Lebens.... Mich hat der Schreibstil der Autorin von Anfang begeistert und mitgerissen. Ich bin sofort eingetaucht in diese abenteuerliche Geschichte, die mich bis zum Ende nicht mehr losgelassen hat. Ich habe Lucy bei ihrem Trip quer durch Irland begleitet und war begeistert von der Landschaft und den Menschen, denen wir begegnet sind. Und Lucy hat auf Suchen nach all den Fragen, viele Antworten bekommen und am Ende war ich wirklich total überrascht. Die Charaktere hat die Autorin so wunderbar beschrieben, ich kann mir von jedem einzelnen ein ganz genaues Bild machen. Da ist z.B. Maureen Mulligan, die Friseurin, Taxifahrerin, Gästehausbesitzerin. Sie strahlt eine Herzenswärme aus und hat ein riesengroßes Herz. Bei ihr hätte ich auch gerne ein paar Tage verbracht. Und dann habe ich immer noch "Whisky in the Jar" im Ohr. Dieses Lied gehört einfach zu Irland (ich habe die Melodie im Ohr, denn es ist auch eines meiner Lieblingslieder). Und vor allen Dingen habe ich mich für Lucy gefreut, sie ist in diesen Tagen ein völlig anderer Mensch geworden. Und hat endlich einen Sinn in ihrem Leben gefunden. Eine tolle Geschichte! Für mich ein absolutes Gute-Laune-Wohlfühlbuch für unterhaltsame Lesestunden. Das Cover gefällt mir auch sehr gut, ein wunderbarer Blick auf die rauhe irische See. Das Buch hat mich schon richtig auf meinen Irlandurlaub eingestimmt und sicher werde ich bei meiner Reise durch dieses wunderbare Land an Skye denken. Gerne vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

Kettenreaktion: Das Meer so na

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 22. April 2018

Fiona Blum schrieb einen Roman, der anfänglich ziemlich nichtssagend und manchmal auch zu sehr ins Detail gehend die Verwandlung einer Vierzigjährigen beschreibt. Ab dem zweiten Viertel gewinnt die Geschichte an Schwung. Immer noch eher leise, erhält man einen besseren Eindruck von der Hauptperson Lucy Skye und den Typen, denen sie auf ihrem Weg quer durch Irland begegnet. Es gibt mehrere lose Erzählstränge, eine bunte Truppe schrulliger Iren unterschiedlichen Alters und noch einige andere, teilweise kauzige Typen. Eigentlich ist dieser Roman so etwas wie eine Roadmap: Lucy löst mit ihrer Art und ihrem Verhalten Kettenreaktionen aus. Von denen bekommt sie allerdings unmittelbar nichts mit. Sie selbst wächst auf eine normale Art über sich hinaus, die jeden Menschen auch treffen könnte. Alleine die etwas seltsamen Umstände bezüglich des Reisegrunds und die kauzigen Begegnungen machen diesen Roman zu etwas Besonderen. Das erschließt sich nicht auf den ersten Seiten. Es lohnt sich unbedingt ihn zu Ende zu lesen! Die Schreibweise ist flüssig und unterhaltsam. Eine berührende Geschichte für Männer und Frauen geeignet, die sich nach und nach aufbaut. Sobald der vollständige Vorname "Lucy Skye" klar war, summte ich hin und wieder den alten Beatles-Song vor mich hin :-)

ein wirklich beeindruckender Roman

Von: Manja Datum: 09. July 2018

Meine Meinung Bisher war mir die Autorin Fiona Blum vollkommen unbekannt. Umso neugieriger war ich daher auf ihren Roman „Das Meer so nah“. Der Klappentext versprach mir tolle Lesestunden und das Cover empfand ich als sehr schön gestaltet. Also habe ich mich auch flott ans Lesen gemacht. Die Charaktere dieser Geschichte hier empfand ich als wirklich sehr gut gezeichnet. Sie passen sehr gut ins Geschehen hinein, ihre Handlungen sind gut zu verstehen und nachzuvollziehen. Lucy, die Protagonistin hier, ist ein toller Charakter. Sie ist absolut sympathisch, ihre Art gefiel mir sehr gut. Sie ist eine starke Persönlichkeit und das sie nach Irland reist und ihren Alltag quasi hinter sich lässt ist wirklich bemerkenswert. Doch nicht nur Lucy als Protagonistin ist toll beschrieben, auch die Nebencharaktere passen perfekt in die Geschichte. Sie alle sind unterschiedlich und gerade auch weil sie Ecken und Kanten haben sind sie besonders. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und zugleich auch ziemlich blumig gehalten. Zuerst tat ich mich ein wenig schwer damit, dann aber kam ich immer besser ins Geschehen hinein und empfand den Stil als sehr passend gehalten. Die Handlung hat mich wirklich begeistert. Zuerst dachte ich ja noch es handelt sich hierbei um ein Buch eher für zwischendurch. Doch falsch gedacht, es ist ein Buch das sehr gut durchdacht ist und den Leser schnell zu fesseln weiß. Man merkt wirklich, dass die Autorin genau weiß was sie hier zu Papier gebracht hat. Man saugt als Leser alles auf, will wissen was sich hinter den Anspielungen und Hinweisen versteckt, die im Geschehen eingestreut sind. Mich hat diese Handlung hier wirklich sehr gefesselt, ich empfand die Spannungsmomente sehr gut gesetzt. Als Kulisse für ihr Buch hat die Autorin hier Irland gewählt. Zu Beginn gibt es hier sowohl eine Landkarte als auch ein Personenregister. Beides ist hilfreich und gerade die Umgebung empfand ich als anschaulich und sehr gut beschrieben. Das Ende ist mehr als passend gewählt. Ich empfand es als abschließend und es gibt der Geschichte hier noch eine ganz gewisse Note, macht sie einfach rundum rund. Fazit Zusammengefasst gesagt ist „Das Meer so nah“ von Fiona Blum ein Roman, der mich wirklich beeindruckt hat. Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, deren Mischung sehr harmonisch gehalten ist, ein flüssig blumig gehaltener Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als fesselnd und sehr interessant gehalten empfand, haben mir wundervolle Lesestunden beschert und mich begeistert. Absolut zu empfehlen!

Erzählstark

Von: Bücher in meiner Hand Datum: 25. May 2018

Was war ich überrascht als Autorin Fiona Blum im April sich auf Instagram freute, dass ihr neues Buch bald erscheint. Obwohl ich für mich selbst eine Liste mit für mich interessanten Neuerscheinungen führe, fehlte dort ihr neues Buch - keine Ahnung wieso mir das entgangen ist. Umso mehr freute ich mich, so unerwartet wieder einen Roman von ihr lesen zu können, denn seit "Liebe auf drei Pfoten" gehört Fiona Blum zu meinen Lieblingsautorinnen. Nach Rom und Paris spielt ihr neues Buch in Irland. Stellt euch vor, ihr seid bereits über 40 und erfährt durch einen Anruf, dass euer Vater im Spital ist. Nicht der Vater, den ihr 42 Jahre lang für euren Vater gehalten habt, nein, ein gänzlicher unbekannter Mann. Ich nehme an, ihr wärt genauso perplex wie Lucy, nicht? Kurzerhand packt diese ihre Sachen und reist nach Irland, wo sie von der ihr noch unbekannten Anruferin Maureen abgeholt wird. Mit ihr und Geordies Freunden durchlebt Lucy einige ungewöhnliche Tage. Als sie danach heimfahren will, wird sie durch unerwartete Zwischenfälle aufgehalten. Spontan entschliesst sich Lucy länger auf der Insel zu bleiben und nach Galway zu reisen. John Lennon ist schuld. Der hat nämlich so einiges mit Geordie und seiner Geschichte zu tun und Lucy ist einfach nur noch neugierig... Soviel Spontanität ist total ungewöhnlich für Mathematiklehrerin Lucy. Sie liebt Regeln und vernünftige Entscheidungen. Dass sie jetzt so gegen ihr Gemüt arbeitet, überrascht sie selbst am meisten. Die zahlreichen Begegnungen mit ihr bisher unbekannten Menschen in Irland geben ihr Mut dazu. Geordie ist der gemeinsame Nenner aller Figuren. Er, der rastlose Musiker, war allen wichtig, er hat in allen etwas bewegt. Nach und nach erfährt der Leser die Lebensgeschichten der Clique; wie auch von Personen, die an den diversen Stationen im Roman auftauchen und natürlich Geordies Geschichte. Der Roman wird für alle Charaktere zu einer Pilgerreise nach Galway, die sie alle verändert - denn nicht nur Lucy ist unterwegs. Beim Lesen hofft man, dass sie alle wie Geordie die "Heimat ihrer Seele" finden werden. In "Das Meer so nah" mag ich ohne Ausnahme alle Figuren. Oft gibt es ja mindestens eine Figur, mit der man so gar nicht kann. Doch solche Figuren fehlen gänzlich. Man muss sie einfach alle mögen: Maureen, 52, die sich Lucy gegenüber verantwortlich fühlt wie eine Mutter; Roisin, die Pubwirtin und Feenspezialistin, die wie ein Hexe wirkt; Murphy, das Hutzelmännli mit der Zahnlücke; der junge Flynn, der durch sein Tattoo aggressiv wirkt; der 60jährige Seamus mit dem Glasauge; Gracie, Nachfahre einer Piratin und mit Wäscheständer anstatt Rollator unterwegs; deren verschüchterte Nichte Erin, von der niemand viel weiss; nicht zu vergessen der wortkarge Schafbauer Liam Cullen und einige mehr. Sie alle werden auch im Personenregister erwähnt, in welchem man besser erst während der Lektüre nachschaut, sonst verwirrt es mehr als es hilft. Sympathisch war mir zum Glück auch Protagonistin Lucy S. Harper. In Irland erfährt sie endlich was ihr zweiter Vorname bedeutet. S die Abkürzung für Skye - die vier Buchstaben sollten sie an den blauen Himmel, an die Leichtigkeit und an die Weite erinnern. Denn ihre Augen sind so "blau wie das Meer und der Himmel" (63/221). Sie macht wohl die grösste Veränderung durch - und das nicht laut, sondern sehr leise und wird feinfühlig erzählt. Die Sprachstärke der Autorin durchzieht auch ihren dritten Roman. Die Namen der Pubs sind geprägt von Humor und Wortspielen; und nur sie kann so schön und so kurz beschreiben weshalb ein Alkoholiker wurde wie er ist. Oder Irland so präzise umschreiben: "Ein Land voller Kurven und Umwege, abstruser Geschichten und unerwarteter Ereignisse. Nirgends eine gerade Strasse, keine Linie, die verlässlich in eine Richtung wies, keine Gleichung, die aufging. Stattdessen Schafe und Regen und Strassengräben, Pubs, die nach bösen Schwiegermüttern benannt worden waren, Orte, die sogar Google nur mit Mühe fand und in denen es lediglich eine einzige, flackernde Strassenlaterne gab, Stürme die einem das Hirn wegfegten, seltsame Käuze, schweigende Schaffarmer und nirgends irgendetwas Verlässliches zum Festhalten. Kein Baum, kein Geländer, nirgendwo. Ein einziges Durcheinander. Kein Wunder, dass ihr schwindlig war." (65/221) Fionas Blums Roman liest man mit einem Dauerlächeln im Gesicht, mal wird daraus ein Grinsen, dann ein melancholisches Nicken gepaart mit einem Seufzer. Mit "Das Meer so nah" legt sie einen gefühlvollen, unterhaltenden und amüsanten Roman vor, geprägt durch seine herrlich einfachen Charakteren - wer fährt denn wegen John Lennon quer durch die Insel, nur um ein Pub zu suchen? Fazit: Ein Roman wie ein Dominospiel - jede Handlung setzt etwas anderes ins Rollen. Eine berührende und erzählstarke Geschichte, die von von der ersten Seite an gefangen nimmt. 5 Punkte.

Ein herrlich skurriler Roadtrip durch Irland, mit den Beatles als Soundtrack und einer Urne auf dem Beifahrersitz

Von: Susanne Edelmann Datum: 29. April 2018

Lucy ist eine Mathematiklehrerin in ihren Vierzigern, nüchtern und pragmatisch veranlagt, mit einer Vorliebe für Zahlen und einer Abneigung gegen Überraschungen. Deshalb gerät ihre Welt ziemlich aus den Fugen, als sie eines Tages einen Anruf von einer ihr unbekannten Frau namens Maureen erhält. Diese Maureen teilt ihr mit, dass ihr Vater George im Sterben liegt und sie noch einmal sehen will. Zuerst glaubt Lucy an einen Scherz, denn ihr Vater heißt Peter, nicht George, lebt nicht in Irland, sondern in Manchester und erfreut sich bester Gesundheit. Doch Maureen nennt Lucy bei ihrem zweiten Vornamen Skye, was Lucy stutzig macht, denn kaum jemand weiß von diesem Namen. Also tut Lucy das Naheliegende und fragt bei ihren Eltern nach. Die reagieren jedoch äußerst abweisend und seltsam, so dass Lucy misstrauisch wird. Beruflich eh gerade an einem Wendepunkt angelangt, hat sie Zeit und macht sich deshalb spontan auf den Weg nach Irland. Doch sie kommt zu spät: George ist bereits gestorben, Lucy kann nur noch an seiner Trauerfeier teilnehmen und dabei seine Freunde, ein Grüppchen äußerst verschrobener, aber liebenswerter Menschen, kennenlernen. Georges letzter Wunsch war es, dass Lucy seinen alten orangen Campingbus bekommt und seine sterblichen Überreste in der Urne mit nach Hause nimmt. Also macht Lucy sich in dem Bus, mit der Urne auf dem Beifahrersitz, auf den Rückweg in Richtung Dublin, wo sie die Fähre zurück nach Manchester nehmen will. Doch dann kommt alles anders: Lucy hat eine Panne und ist gezwungen, in einem winzigen Kaff zu übernachten. Und als sie am nächsten Tag endlich Dublin erreicht, sind alle Fähren ausgebucht, so dass sie erneut einen Zwischenstopp einlegen muss. Bei diesen Zwangspausen erforscht sie das Innere des Busses näher und stößt auf alte Fotos, ein Tagebuch und andere Erinnerungsstücke von George, der früher als Musiker durchs Land getingelt ist. Unter anderem findet sie eine alte Single der Beatles, mit dem Originalautogramm von John Lennon und der Widmung „Ein Stück vom Himmel für meinen Freund George. O’Donnell’s Bar, Galway, 1976“ – hat George also wirklich John Lennon gekannt? Spontan beschließt Lucy, nach Galway zu fahren und sich auf Spurensuche zu begeben. Damit beginnt ein skurriler Roadtrip quer durch Irland, immer mit der Urne auf dem Beifahrersitz. Dabei begegnet Lucy einer Vielzahl von Menschen, deren Leben sie, ohne es zu wissen, berührt und verändert. Und schließlich reist nicht nur Lucy quer durch Irland, sondern in ihrem Schlepptau viele Freunde und Familienmitglieder, die um Lucys Wohl besorgt sind. Bis sich alle finden und das Geheimnis um Lucys Vater gelüftet wird, passiert allerdings noch so einiges. Mich hat dieses Buch sehr berührt und viele Male zum Schmunzeln gebracht. Vor allem im letzten Drittel konnte ich den Roman gar nicht mehr weglegen, weil die Geschichte so spannend war. Die Figuren waren allesamt so liebevoll beschrieben, dass ich sie sofort in mein Herz geschlossen habe und natürlich macht der Roman unheimlich Lust darauf, Irland selbst auf einer Rundreise zu entdecken. Ja, und die Beatles sorgten für die richtige musikalische Untermalung dazu. Fiona Blum habe ich letztes Jahr auf der Lit.Love als überaus sympathische Autorin kennengelernt. Anfang 2018 habe ich dann ihren Roman „Frühling in Paris“ gelesen, den ich ebenfalls ganz zauberhaft fand. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen an „Das Meer so nah“ und ich wurde nicht enttäuscht. Auf der Verlagsseite gibt es ein sehr interessantes Interview mit der Autorin über die Entstehung dieses Romans.