Julie Leuze

Der Duft von Apfeltarte

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Als ihre Mutter erkrankt, muss die junge Pariserin Camille auf den elterlichen Apfelhof in der Normandie zurückkehren. Dort heißt es kräftig mitanpacken – es ist ja nur für sechs Wochen, wie Camille sich sagt. Doch die Arbeit bereitet ihr unerwartet Freude. Schließlich hat sie sogar die Idee, wieder eigenen Cidre herzustellen wie zu Lebzeiten ihres Vaters. Und dann ist da noch dieser attraktive Feriengast aus Paris: Antoine sieht nicht nur gut aus, er kann auch gut zuhören! Doch als der wahre Grund für Antoines einfühlsames Interesse herauskommt, fühlt sich Camille verraten und ist zutiefst enttäuscht. Ist ihre Liebe stark genug, um Antoine diesen Vertrauensbruch zu verzeihen?

Eine herrlich, leichte Sommergeschichte

Von: Merry von beizeitenbuecher.de Datum: 30. October 2019

Cover & Titel Das Cover wird passend zum Titel „Der Duft von Apfeltarte“ von einem Apfelbaum geziert, in deren Baumkrone eine Leiter angelehnt ist. Auf dem grünen Gras steht eine Kiste, in der gepflückte Äpfel liegen. Der Titel steht auf einem Kärtchen, welches an einem Band befestigt ist und das Design des Covers abrundet. Geschichte & Plot Die Geschichte fängt langsam an und steigert sich im Laufe des Lesens. Zuerst lernen wir Camille kennen, die Tochter von Jeanne und die Protagonistin um die sich die Geschichte dreht. Sie lebt in Paris und muss ihrer Mutter für einige Zeit auf dem Apfelhof aushelfen. Kurz danach lernen wir Jeanne kennen, die ein bisschen von sich erzählt. Mit der Zeit lernen wir sie besser kennen, auch ihre Eigenarten und ihren Umgang mit ihrer Tochter Camille. Die Kapitel sind aus verschiedenen Sichten geschrieben, was es uns vereinfacht hinter jede Fassade, aber auch ihre Gefühle wahrzunehmen. Der Plot wurde gut ausgearbeitet und es kommt nicht nur alles zur richtigen Zeit, sondern auch die Spannung und der darauffolgende Wandel kommen nicht zu kurz. Protagonisten Die Protagonistin Camille fand ich von Anfang an sehr sympathisch und das hat sich auch im Laufe der Geschichte nicht geändert. Für mich war sie jung, dynamisch und hat immer wieder, mit ihrer Art, frischen Wind in die Geschichte gebracht. Aber auch ihre Mutter, mit der ich nicht immer einer Meinung war, hat bei mir im Laufe der Zeit an Sympathiepunkten gewonnen. Nicht immer konnte ich nachvollziehen, warum sie ihre Tochter Camille so behandelt hat, habe aber dann im weiteren Verlauf gelesen, was sie wirklich meinte und wie sie es meinte. Ein Mix aus Coolness und jugendliche Frische brachte die liebe Lilou mit hinein. Ich fand sie von Anfang an wirklich smart und war gespannt, was ich im Verlauf der Geschichte über sie erfahre. Für mich passte sie perfekt in die Geschichte und wirbelte alles ein wenig auf. Sandrine hingegen war mir, wie auch Camille, gleich von ihrem ersten Kapitel an, sympathisch. Ihre Kapitel habe ich gerne gelesen, da es um ihre Ehe mit Yves ging, welcher zur tollen Sorte von Mann gehört. Antoine, der zweite männliche Part dieses Buches und der Urlauber auf Vert-le-Coin. Ich habe von Anfang an gedacht, dass er etwas verbirgt und wann immer er auftauchte, wurde ich das Gefühl nicht los. Einige Gespräche zwischen Camille und ihm zeigten aber, dass er doch ein sehr tiefgründiger Mensch meint und seine Aussagen ehrlich gemeint sind. Ich fand soweit alle Protagonisten gut ausgearbeitet und authentisch, wobei ich mit Antoine am wenigsten anfangen konnte. Irgendwas fehlte mir an ihm, auch wenn ich nicht genau sagen kann, was, denn er hat im Prinzip alles richtig gemacht, außer mit einer „Lüge“ seinen Urlaub zu starten. Schreibstil Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar und es gab keine Stellen, an denen ich stockte. Das ehrliche Fazit Ein tolles und wunderbares Buch für den Sommer und für alle Apfelfreunde und Freundinnen da draußen. Wer mal nicht groß nachdenken möchte, oder die perfekte Message sucht, ist hier genau richtig.

Zuhause ist wo dein Herz sich daheim fühlt

Von: Hanne / Lesegenuss Datum: 26. August 2019

Die 32-jährige Camille Rosiére arbeitet in einem Reisebüro in Paris. Seit nunmehr vierzehn Jahren lebt sie in dieser Stadt, hat zwei wunderbare Freundinnen, Geneviéve und Céline. Glückwar sie allerdings in ihrem Job nicht, doch es blieb ihr keine andere Wahl. Nach einem unangenehmen Arbeitstsag geht sie noch schnell bei Madame Dubois vorbei, die einen Feinkostladen besaß. Eine Besitzerin mit Herz. Ganz zum Schluss kauft sie noch einen Cidre. Vorahnung? Jahrelang war dieser auf dem Hof daheim in der Normandie produziert. Doch als der Vater vor Jahren verstarb, wurde die eigene Produktion eingestellt und die Mutter gab die Äpfel an einen Konzern ab. Und genau an diesem Abend erreicht sie ein Hilferuf der Mutter, die sie nunmehr bittet für die nächsten sechs Wochen auszuhelfen. Krankheitsbedingt würde sie die viele Arbeit nicht schaffen. Vert-le-Coin hieß der kleine Ort und inmitten weitläufiger Apfelplantagen lag das Zuhause von Jeanne, Camilles Mutter. Es war einfach zu viel Arbeit, und dennoch gab sie nicht auf. Es war nunmehr gut drei Jahre her, dass Camile dort war. Zur Beerdigung ihres Vaters. Kontakt zu früheren Freundschaften hatte sie nicht mehr, auch nicht zu ihrer Schulfreundin Sandrine. Das Nachhausekommen belastete Camille, denn zwischen ihr und der Mutter stand es nicht zum besten. Streit war wie gehabt vorprogrammiert. Auch der Feriengast, der für einige Wochen auf dem Hof weilt und in dem ehemaligen Taubenturm, den der Vater noch zu einem Feriendomizil umgebaut hatte, konnte nichts daran ändern. Monsieur Oliver war ein gutaussehender Mann. Doch weshalb er sich in die Einsamkeit zurückgezogen hatte, lässt er offen. Der Autorin ist es gut gelungen, die Landschaft bzw. die Gegend dem Leser bildhaft vor Augen zu führen. Alle Charaktere sind gut in Szene gesetzt und wirken ziemlich authentisch. So kann man sich gut in sie hineinversetzen. Es mag sein, dass die beiden Frauen zeitweise sehr starrköpfig vorkommen, dennoch klärt sich dies im Lauf der Handlung. Wie sagt ein Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Nicht immer ist diese Alltagsweisheit richtig. Man sollte eher sagen: Schweige, so viel du kannst, aber rede, so viel du musst. Über den jeweiligen Kapiteln steht der Name der handelnden Person. Von der Autorin selbst kannte ich nur "Ein Garten voller Sommerkräuter", der mir sehr gut gefallen hat. Der vorliegende Roman greift Themen wie Verantwortung, Verlust, Freundschaft auf. Das Cover finde ich sehr schön und ansprechend. Und man sieht wie auch bei dem vorgenannten Roman auch hier Titel und Name des Autors in Form eines Anhängers. Das ist für mich ein gewisser Wiedererkennungswert für den Autor bzw. Autorin. "Der Duft von Apfeltarte" ist ein ansprechender, lesenswerter Frauenroman. Zurück zu den Wurzeln, zurück zu dem was einem mit viel Liebe vermittelt wurde. Und wie sich Mutter und Tochter in der Geschichte langsam aneinander wieder näherkommen ist sehr authentisch und nachvollziehbar geschildert. Letztendlich findet Camille ihren Weg und genau das hatte ich gehofft. Ganz zum Schluss gibt es noch einige Rezepte zum Nachkochen. Nur das habe ich bislang noch nicht versucht ☺ Ich gebe sehr gern meine Leseempfehlung.

Der Apfelhof und seine Bewohner

Von: Leseratte Austria Datum: 13. August 2019

„Der Duft von Apfeltarte“ ein Roman von Julie Leuze im Goldmann Verlag erschienen. Mit 333 Seiten. Die Kapitel werden aus der Sicht der verschiedenen Personen erzählt. Camille arbeitet im Reisebüro in Paris, ist Single und 32 Jahre alt. Sie hat in letzter Zeit kein Glück in der Liebe und auch der Job macht nicht mehr so richtig Spaß. Aber mit ihren zwei Freundinnen Genevieve und Celine fühlt sie sich in ihrer Wahlheimat wohl. Camille bekommt von ihrer Mutter Jeanne einen Anruf, sie soll wenn es möglich ist schnell nach Hause in die Normandie kommen. Sie hatte einen Bandscheibenvorfall und die Apfelernte steht an. Auch im Gemüsegarten wartet das Gemüse auf die Weiterverarbeitung und den Verkauf. Ihr Vater ist vor drei Jahren verstorben, seitdem lebt ihre Mutter alleine auf dem Apfelhof. Mit gemischten Gefühlen fährt Camille nach Hause. Sie war die letzten 14 Jahre selten zu Hause. Zu Hause angekommen, fängt Camille an zu arbeiten. Von Tag zu Tag wird sie kräftiger und auch die gesamte Arbeit macht immer mehr Spaß. Auch an ihren Vater erinnert sie sich dabei gerne. Und noch eine erfreuliche Überraschung, der Feriengast auf dem Hof ist sehr attraktiv und gefällt Camille. Antoine ist aus Paris und macht bei ihnen lange Urlaub. Mutter Jeanne wächst die Arbeit am Hof schon lange über den Kopf, wird sie den Hof verkaufen? Kann sie die Trauer über den Verlust ihres Ehemannes überwinden und eine neue Liebe finden? Camilles alte Schulfreundin Sandrine hat Probleme. Welche das sind, muss sie erst noch abwarten! Wieso ist Camille mit gemischten Gefühlen nach Hause gefahren, was ist in der Vergangenheit vorgefallen? Antoine, der Feriengast versteht sich mit allen sehr gut, aber welches Geheimnis verbirgt er vor allen? Kann der Apfelhof trotz Geldprobleme noch gerettet werden? Meine Meinung: Die Geschichten rund um den Apfelhof und ihre Bewohner gefallen mir richtig gut. Ich konnte mich super in die Personen hineinversetzen. Es kommen viele spannende, liebevolle und lustige Stellen vor. Auch ein bisschen Traurigkeit, Zorn und Angst war dabei. Am besten gefällt mit, dass alle gemeinsam und jeder für sich ein neues Lebensziel und Gefühl entwickelt hat! Da sich die Geschichten um den Apelhof drehen, passt das Cover super dazu! Auf den letzten Seiten sind noch einige Rezepte von Gerichten die in der Geschichte vorkommen aufgeschrieben – Fabelhafte Idee! 5 von Sternen

Einfach zum Träumen schön!

Von: zauberblume Datum: 13. August 2019

In ihrem neuen Roman "Der Duft von Apfeltarte" entführt uns die Autorin Julie Leuze in die herrliche Normandie. Und hier machen wir halt auf einer Apfelplantage. Und diese Apfelplantage verzaubert mich schon beim Anblick dieses traumhaften Covers. Wer würde da am liebsten nicht sofort in einen Apfel beißen? Vor vielen Jahren hat die junge Camille den elterlichen Apfelhof in Vert-Le-Coin verlassen. Sie lebt in einem kleinen Apartement in Paris und arbeitet in einem Reisebüro. Als ihre Mutter erkrankt, kehrt Camille in ihre Heimat zurück. Hier auf dem Apfelhof muss sie kräftig mit anpacken und am liebsten würde sie wieder Cidre herstellen, wie es einst ihr verstorbenen Vater gemacht hat. Denn Camille muss feststellen, dass ihr die Arbeit auf der Apfelplantage wieder großen Spaß macht. Außerdem taucht auch noch ein Feriengast aus Paris auf. Antonie ist ein guter Zuhörer, doch als ein Geheimnis von Antonie ans Tageslicht kommt, ist Camille schwer enttäuscht ..... Einfach ein Genuss! Wenn ich die Augen schließe, befinde ich mich in der Normandie und habe dieses unglaublichlich Duft der Äpfel in der Nase. Und all die leckeren Rezepte aus Vert-le-Coin, die man glücklicherweise im Anhang des Buches findet, sorgen für ein absolutes Wohlfühl-Gefühl, genauso wie dieses Traumgeschichte. Denn zum Träumen lädt diese von der ersten Seite an ein, dafür sorgt der herausragende Schreibstil der Autorin. Wir lernen liebenswerte Protagonisten kennen. Toll finde ich, dass die Kapitel immer abwechselnd einer Person gewidmet sind. Entweder erfährt man etwas über Camille, über ihr Leben als Kind auf dem Apfelhof und ihre Jugend. Berührt hat mich ihre große Enttäuschung. Dann erfahren wir einiges über Camillies Mutter Jeanne und auch Camilles beste Freundin Sandrina hat so einiges zu erzählen. Und zusammen ergibt dies einen absoluten Wohlfühlroman. Außerdem kommt ja auch noch neben der vielen Arbeit auf der Apfelplantage, die mir jetzt bestens vertraut ist, auch noch die Liebe ins Spiel. Denn für Schmetterlinge im Bauch sorgt Antonie aus Paris. Doch eine dunkle Wolke scheint das Glück zu bedrohen. Ist Camille bereit für einen Neuanfang in Vert-le-Coin? Für mich "Das Sommerbuch" - ein Lesevergnügen der Extraklasse. Am liebsten würde ich sofort in die Normandie reisen und Camille auf ihrem Apfelhof besuchen. Ein Traumbuch, das für unterhaltsame und vergnügliche Lesestunden gesorgt hat. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich schon auf das nächste Buch der Autorin.

Cidre und andere Genüsse aus der Normandie,,,

Von: Angela Busch Datum: 11. August 2019

Die Autorin Julie Leuze Julie Leuze, geboren 1974, studierte Politikwissenschaften und Neuere Geschichte in Konstanz und Tübingen, bevor sie sich dem Journalismus zuwandte. Mittlerweile widmet sie sich ganz dem Schreiben von Romanen für Erwachsene und Jugendliche. Julie Leuze lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Stuttgart. INHALT/KLAPPENTEXT: Als ihre Mutter erkrankt, muss die junge Pariserin Camille auf den elterlichen Apfelhof in der Normandie zurückkehren. Dort heißt es kräftig mitanpacken – es ist ja nur für sechs Wochen, wie Camille sich sagt. Doch die Arbeit bereitet ihr unerwartet Freude. Schließlich hat sie sogar die Idee, wieder eigenen Cidre herzustellen wie zu Lebzeiten ihres Vaters. Und dann ist da noch dieser attraktive Feriengast aus Paris: Antoine sieht nicht nur gut aus, er kann auch gut zuhören! Doch als der wahre Grund für Antoines einfühlsames Interesse herauskommt, fühlt sich Camille verraten und ist zutiefst enttäuscht. Ist ihre Liebe stark genug, um Antoine diesen Vertrauensbruch zu verzeihen? Meine Meinung: Dieser LeseReise in die Normandie liegt ein absoluter WohlfühlRoman zu Grunde, den ich an kurzweiligen Momenten jederzeit weiterverfolgen konnte. Der Schreibstil ist flüssig und gefällig zu lesen und doch breitete sich eine leichte Langeweile beim Lesen in mir aus, da längere Zeit am Beginn nichts Besonderes passiert. Zur Auflockerung hat die junge Autorin zum Glück diese Geschichte mit mehreren Erzähl Perspektiven einiger Protagonisten angereichert. Nämlich aus der Sicht von Camille, ihrer Mutter, eine ihrer Freundinnen und der Tochter einer Nachbarin. So erfahren wir einiges über Camille's Vergangenheit und Einzelheiten ihrer Familiengeschichte. Der Roman punktet durch die zauberhaften Vorstellungen, die sich durch Duft und Geschmacksbeschreibungen von Cidre, Apfelkuchen und einer gemütlichen, normannischen Dorfatmosphäre im Kopf einstellen. Nette und köstliche Rezepte zum Kochen und Ausprobieren am Ende des Buches werden sicher einige Leser*innen erfreuen ! Ich habe bis jetzt gern *Camilles abenteuerliche Tagliatelle mit Cidre und Curry* nachgekocht und meine Familie damit überrascht! *Camilles duftende Apfeltarte mit Aprikosenmarmelade* steht demnächst zum Backen an. Meine Bewertung: DREI *** STERNE für dieses gute Buch! Herzlichen Dank für dieses nette Rezensionsexemplar an die Autorin und den Verlag!

Willkommen in der Normandie

Von: Marie's Salon du Livre Datum: 07. August 2019

Familienverpflichtungen treiben Camille von Paris in ihr Heimatdorf Vert-le-Coint. Ihre Mutter Jeanne benötigt dringend Hilfe auf dem Apfelhof. Die harte Arbeit, allein seit ihr Mann gestorben ist, setzt ihr zu und nun zwingt sie ein Bandscheibenvorfall, ihr Arbeitspensum gravierend zu reduzieren. Anfangs ist Camille von der Idee gar nicht begeistert, wochenlang in die Normandie zurückzukehren. Seit etlichen Jahren lebt sie in der Metropole Paris, arbeitet dort in einem Reisebüro, wohnt in einem teuren und winzigen Appartement. Überraschender Weise stellt sich schnell heraus, wie sehr sie ihr zu Hause vermisst hat. Die guten Erinnerungen an ihren Vater, der ihr alles über Äpfel und das Herstellen von Cidre beigebracht haben, spielen dabei eine große Rolle. Die ständigen Streitereien mit ihrer Mutter verderben allerdings den Aufenthalt erheblich. Dazu kommt noch die Verpflichtung einen Feriengast zu beherbergen und zu verköstigen. Auch wenn Olivier sehr sympathisch erscheint, bleibt Camille vorerst sehr distanziert. Durch seine angenehme Art entlockt er jedoch nicht nur Camille einige Wahrheiten, sondern auch ein paar Bewohnern von Vert-le-Coint. Je länger Camille auf dem Hof bleibt, desto öfter stellt sie sich die Frage nach ihrer persönlichen Zukunft. Soll sie ihre Mutter überzeugen doch wieder Cidre zu produzieren oder in ihr gewohntes langweiliges Leben nach Paris zurück? Wie hat es mir gefallen? Die Normandie ist bekannt für ausgezeichnetes Essen und Cidre. Natürlich auch für wunderschöne Landschaft und die Menschen, deshalb war ich gleich vom Klappentext hingerissen. Ich kann Crepes mit Cidre kaum widerstehen und deshalb wollte ich in dieses Ambiente gerne eintauchen. Dazu kenne ich schon ein, zwei Bücher der Autorin. Ich mag ihre Schreibstil, deshalb musste dieses Buch bei mir einziehen. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Somit kommen neben Camille auch ihre Mutter, eine ihrer Freundinnen und die Tochter der Nachbarn zu Wort. Die Teilung erschien mir zu Beginn recht seltsam, trug aber ungemein zur Unterhaltung bei. So erfährt man viel über Camilles Vergangenheit, die eng verwoben ist mit ihrer Freundin Sandrine, natürlich auch mit ihrer Mutter Jeanne und Lilou, das Nachbarsmädchen streut den Zucker über die Apfeltarte. Neben den gut ausgearbeiteten Figuren nimmt auch der Apfelhof eine bedeutende Rolle ein. Die Liebe zur Heimat, zum zu Hause, Freunden und Familie runden diese reizende Geschichte ab. Die Handlung fließt langsam dahin und erhält den nötigen Raum, um die Hauptfiguren kennen zu lernen und ihre Handlungsweise zu verstehen. Zusätzlich gibt es am Ende noch ein paar Rezepte und selbstverständlich auch zur Apfeltarte. Eine weitere deutsche Autorin, die ich empfehlen kann.

Apfelblüten und Neuanfänge

Von: Melanie E. Datum: 28. July 2019

"Der Duft von Apfeltarte" erzählt stimmungsvoll eine romantische Liebesgeschichte, die mir wirklich sehr gefallen hat und ich den Titel äußerst passend empfand. Im Nachhinein hat man als Leser_in wirklich großen Appetit auf Äpfel, Kuchen, Törtchen oder Tarte. Hinzu kommt die gut ausgearbeitete Landschaft, die Lust auf Urlaub in der Normandie macht. Der französische Flair ist immerzu greifbar und hat daher eine gewisse romantische Grundstimmung. Von der Autorin Julie Leuze habe ich schon einige Bücher gelesen, die mich wirklich begeistern konnten, daher freute ich mich sehr auf ein weiteres Werk, wobei sich diese Liebesgeschichte dennoch von ihren anderen Werken abhebt. Normalerweise empfand ich deren Tiefe als sehr aussagekräftig und nachdenklich stimmend. "Der Duft von Apfeltarte" ist ein Liebesroman, was ich nicht nachteilig empfand, sondern gerade für die heißen Temperaturen im Moment als äußerst erfrischend. Nachzudenken wäre definitiv zu anstrengend. Sich einfach fallen zu lassen und in eine warmherzige Story einzutauchen gelingt mir zur Zeit deutlich leichter. Eine kleine Kritik möchte ich dennoch äußern, da ich den Einband des Taschenbuches als eindeutig zu dünn empfand und ich sehr vorsichtig mit dem Buch umgehen musste, um keine Leserillen oder Dellen am Einband zu hinterlassen. Auch wenn das Cover wirklich wunderschön gestaltet ist, durch den Apfelbaum und die warmen Farben, muss ich sagen, dass festere Pappe mich deutlich mehr angesprochen hätte, so wunderschön die äußerliche bildliche Darstellung auch gelungen ist. Inhaltlich ist die Story sehr ansprechend, da sie von Neuanfängen zu erzählen weiß, die sich nicht sofort erschließen. Mehrere Protagonisten nehmen Raum ein und sind letztendlich für mehrere Handlungsstränge verantwortlich, die am Ende zusammenführend einen wunderbaren Ausgang der Story erzählen konnten. Einen Apfelhof zu führen ist schwer und nachdem Camilles Mutter durch einen Bandscheibenvorfall ausgebremst wird, verlässt Camille Paris, wohin sie geflüchtet ist, um der elterlichen Fürsorge zu entgehen. Missverständnisse führten dazu, das sich Camille den Eltern entzogen hat und im Nachhinein werden Probleme untereinander ausgesprochen und machen somit neue Wege möglich, welche auch dienlich sind, den Apfelhof aus finanziellen Engpässen zu retten. Vielleicht ist Camille in Paris nicht so glücklich, wie sie es ihrer Mutter weismachen wollte? Der Apfelhof erzählt seine ganz eigene Geschichte und muss erhalten bleiben, auch wenn es mit viel Arbeit verbunden ist. Das Dorf würde nicht davon profitieren, wenn er einem Einkaufszentrum weichen müsste. Was aber ist mit Antoine, der sich in das Dorfleben einschleicht. Welches Geheimnis verbirgt er? Mit erscheint er interessant und äußerst empathisch, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, das er eine Lüge lebt. Er drängt sich völlig unauffällig in das Leben des Dorfes und verfolgt damit seine eigenen Zwecke. Inmitten der Natur und einem wunderbaren französischen Flair kommt einfach eine wunderbare Grundstimmung auf, die sich durch den kompletten Roman ziehen konnte, wobei auch Trauer und großer Kummer seinen Platz findet, ohne dabei zu erschlagen. Mir hat gefallen, welche Wendungen die Autorin für das Leben der Protagonisten bereit hält und somit alle Sorgen und Nöte aus dem Weg räumen konnte. Sehr gerne eine Leseempfehlung für einen ganz wunderbare Roman, dessen Titel wie schon erwähnt sehr passend erscheint.