Angela Thirkell

Tea Time bei Mrs. Morland

Tea Time bei Mrs. Morland Blick ins Buch

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Ausgerechnet an Weihnachten wird ein idyllisches Dorf zum Schauplatz romantischer Verwicklungen.
England in den 1930er-Jahren. Weihnachten steht vor der Tür, und die erfolgreiche Autorin Laura Morland verbringt die Feiertage in ihrem Cottage im pittoresken High Rising. Doch die verschneite Idylle wird empfindlich gestört. Lauras betuchter Nachbar und Freund, George Knox, hat eine neue Sekretärin. Und diese scheint entschlossen, ihrem Arbeitgeber auch privat näherzukommen – und so an dessen Vermögen zu gelangen. Glücklicherweise durchschaut Laura ihre Absichten und beschließt einzuschreiten, bevor George womöglich mit der falschen Frau vor den Traualtar tritt ...

Herrlich leichte Unterhaltung, die ein gutes Gefühl hinterläßt

Von: Margarete Rosen Datum: 27. October 2015

Ich mag sanfte und stillere Bücher. Dieses erzählt aufs amüsante Weise über das Leben rund um 1930 in England. Die alleinerziehende Mrs. Morland äußert sich auf herzerfrischende Weise über ihre Jungs. Besonders der Kleinste, ein absoluter Eisenbahnfan, spiegelt das Verhalten 10jähriger. Immer wieder stahl sich ein Lächeln bis hin zu einem riesigen Lacher in mein Gesicht. Gott sei Dank unterscheiden sich die 10jährigen damals und heute in keinster Weise voneinander. Mrs. Morland äußert sich leicht naiv und doch sehr direkt zum Liebesleben ihrer Mitmenschen. Ihre fraulichen Ambitionen, alle miteinander verkuppeln zu wollen, wirken durch die "feine englische Art" besonders charmant. Die Geschichte habe ich in nur zwei Tagen ausgelesen und fühlte mich dabei sehr wohl. Wer gerne eine schöne ruhige Geschichte, die ganz ohne Gruseln und eklige Szenen auskommt, mag, sollte Mrs. Morlands Tea Time genießen. Das Cover ist wunderbar gelungen. Dadurch das die Figur aus glänzendem Material ist, wirkt es fast schon wie ein Bild. Ich habe schon lange kein so schönes und passendes Cover gesehen.

Mal ein gant anderes Lesevergnügen

Von: Ulla Leuwer Datum: 27. April 2015

Ich gestehe, bei diesem Buch war es das wunderschöne Cover, was mich angezogen hat. Die Kurzbeschreibung versprach mir ein Buch zum Schmökern. Also landete auch dieses Buch auf meinen Stapel der Bücher, mit denen ich an einer Challenge teilnehmen wollte. Als ich das Buch dann in meinen Händen hielt, musste ich feststellen, dass die Autorin schon vor längerer Zeit gestorben ist und dieses Buch im Jahr 1933 geschrieben hat. Das machte mich nun besonders neugierig. Denn Bücher, deren Handlung im Jahr um 1930 spielen, gibt es reichlich, meist wurden sie allerdings in der heutigen Zeit geschrieben. Ich war gespannt, ob sich die Neuauflage und Übersetzung an den Ursprungsroman hielt und ich so einiges über den Zeitgeist und Schreibstil erfahre. Mit diesem Wissen und den Gedanken habe ich das Buch ganz anders gelesen. Ich war nicht so kritisch, wie ich das bei einer Autorin, die das Buch jetzt in unserer Zeit geschrieben hätte, gewesen wäre. Die Protagonistin Laura, eine erfolgreiche fünfundvierzig jährige Autorin, holt ihren jüngsten Sohn Tony aus der Schule ab, um mit ihm in ihrem Cottage die Weihnachtsferien zu verbringen. So erfahre ich gleich, welche Hobbies ein zehnjähriger Junge hat und was seine Mutter über ihre Söhne denkt. Gleichzeitig lerne ich viele Freunde von Laura und deren Lebensumstände kennen. Da ich mich ja auf einen Schmöker der damaligen Zeit eingestellt hatte, empfand ich die Geschichte als kurzweilige Unterhaltung. Im Grunde war es keine besondere Geschichte, die die Autorin geschrieben hat. Oft genug gab es das schon, einsame allein stehende Frau arbeitet als Sekretärin und will sich den Arbeitgeber angeln. Junge Leute schmachten sich an und brauchen ewig, bis sie sich ihre Liebe gestehen. Junge Frau pflegt kranke Mutter und hat keinen Beruf. Also wirklich nichts neues. Hier war es ganz einfach interessant, weil Laura eine Frau war, die eigentlich mit beiden Beinen fest im Leben stand und ihren Freunden nicht nur mit ihren ehrlichen Worten half. Viel mehr will ich jetzt vom Inhalt nicht schreiben, der eigentlich auch sehr vorhersehbar ist. Trotzdem hat mich das Buch gefesselt. Nach meiner Meinung entsprach der Schreibstil wirklich der damaligen Zeit, manches war für mich gewöhnungsbedürftig, aber wirklich gestört hat es mich nicht. Ich hatte sogar an vielen Redewendungen meinen Spaß, so würde sich heute niemand mehr ausrücken. Auch das Verhalten der Beteiligten fand ich sehr interessant, denn es war ja nicht ausgedacht, das heißt, so stellt sich ein Autor heute vor, wie es damals gewesen war, nein, ich konnte darauf vertrauen, dass die Autorin das beschrieb, wie es damals tatsächlich war. Fazit: Wer Lust darauf hat, ein Buch zu lesen, was vor sehr langer Zeit geschrieben wurde und keine allzu großen Ansprüche stellt, wird seine Freude daran haben. Man muss sich darauf einlassen.

Mrs. Morland lässt zum Ende nach

Von: Traumfeder Datum: 08. April 2015

Inhalt Mrs. Morland kommt in den Weihnachtsferien mit ihrem Sohn nach High Rising. Durch ihre Haushälterin und auch ihre Sekretärin erfährt sie von der neue Sekretärin ihres Freundes Mr. George Knox. Allerlei Sorgen und Gerüchte machen Mrs. Morland neugierig, denn der Autor und seine Tochter liegen ihr am Herzen. Es ist klar, Miss Una Grey hat die Absicht mehr zu werden, als bloß eine Angestellte. Zusammen mit ihren Freunden will sie Mr. Knox aus den Fängen der Goldgräberin befreien, allerdings ohne seine Aufmerksamkeit zu erregen. Obwohl die Aufgabe leicht klingt, müssen doch so manche Hindernisse überbrückt werden. Meine Meinung Die Handlung des Buches spielt um 1930 Weihnachten und den anschließenden Frühlingsferien des nachfolgenden Jahres. Als Handlungsort wurde dabei eine kleine Ortschaft unweit von London gewählt, die hier zum Großteil in High Rising und Low Rising unterteilt wird. Mrs. Laura Morland ist Witwe, Mutter von vier Söhnen und erfolgreiche Autorin für Bücher über Mode, verbunden mit einer Kriminalgeschichte. Auch wenn sie ihre Jungs über alles liebt, ist sie doch froh, dass momentan nur noch der Jüngste, Tony, bei ihr lebt. Allerdings ist dieser ausreichend um ihre Nerven zu strapazieren. Mrs. Morland genießt ihre Freiheit, glaubt nicht wirklich gut in ihrem Job zu sein, macht ihn aber gerne. Sie ist nicht auf den Mund gefallen und sagt zumeist alles, was sie denkt frei heraus. Ihre Freunde sind ihr wichtig und für sie ist sie da. Mr. George Knox ist Witwer, Vater und ebenfalls Autor. Seine Werke behandeln aber eher historische Persönlichkeiten. Er hat ein gutes Herz, ist weich und kann sich einfach nur sehr schwer durchsetzen. Seine Tochter, Sybil, liebt er über alles, allerdings versteht er nur wenig von ihr und hält sie doch etwas für dumm. Er lässt sich leicht von Frauen einwickeln und hat keine Ahnung, wie er manche von ihnen zurückweisen soll. Angela Thirkell hat eine unterhaltsame Geschichte über Frauen geschrieben, die versuchen einen Freund zu beschützen, da dieser in die Fänge einer gefährlichen Frau geraten ist ohne es zu merken. Dabei gibt es nicht nur reichlich Gerüchte und Gerede, auch Tränen und Eifersüchteleien spielen eine große Rolle. Doch neben den Ärger um die Frau, müssen auch zwei Liebende ihrem Glück zugeführt werden, die sich jedoch sehr stur stellen können. Obwohl die Problematiken nicht sonderlich groß sind und es eigentlich kaum Spannung gibt, kann die Geschichte durch ihrem Humor überzeugen. Mrs. Morlands Sprüche waren klasse. Sie bringt in so manche Situationen Peinlichkeiten hinein, ohne es beabsichtigt zu haben. Es gibt nun mal Fettnäpfchen, in die sie tritt, eben weil sie die Wahrheit sagt. Zudem hat Mrs. Morland eine wunderbare mütterliche Art Männer, aber auch ihren Sohn, herum zu kommandieren ohne dabei ihren Charme zu verlieren. Die Situation mit der Sekretärin, die mehr will, ist sicherlich nichts unbekanntes, hat aber so ihren Reiz. Das Durcheinander, das sie anrichtet, ist unterhaltsam. Una Grey ist eine Frau, die weiß, wie sie ihre Fänge in jemanden schlagen kann, aber auch mehr will, als sie kriegen kann. Zudem unterhält die Autorin durch das Gefühlschaos so mancher Charaktere. Es ist schließlich nicht nur die Sekretärin, die mehr will. Da sich die Liebe aber nicht so einfach einstellen kann, muss hier und da ein Stupser ausgeteilt werden. Da dieses Buch bereits 1933 zum ersten Mal erschienen ist, wirkt der Schreibstil etwas steif. Damals herrschten nun mal andere Sitten und in der Gesellschaft ging man anders miteinander um als wir es heute tun. Doch trotz dieses Unterschiedes, lässt sich die Geschichte flüssig lesen. Einzig zum Ende hin, hat Mrs. Morland in meinen Augen nachgelassen. Sie hat sich nicht so verhalten wie zuvor und einen Teil ihrer Stärke eingebüßt. Das andere Manko ist ihr Sohn Tony. Sein ganzes Gefasel über Züge ist einfach zu nervig. Der Junge kann aber auch seinen Mund nicht halten. Zum Glück, fühlen sich auch die anderen Charaktere von ihm genervt. Fazit Mrs. Morland bietet eine unterhaltsame Geschichte über Intrigen, Freundschaft und die Liebe. Die wunderbare Laura mischt ihre Freunde so richtig auf und sorgt dafür. dass alles wieder in geregelte Bahnen gerät und das Glück sich verbreitet.