Robert Seethaler

Das Feld

Das Feld Blick ins Buch

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Buch

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Wenn die Toten auf ihr Leben zurückblicken könnten, wovon würden sie erzählen? Einer wurde geboren, verfiel dem Glücksspiel und starb. Ein anderer hat nun endlich verstanden, in welchem Moment sich sein Leben entschied. Eine erinnert sich daran, dass ihr Mann ein Leben lang ihre Hand in seiner gehalten hat. Eine andere hatte siebenundsechzig Männer, doch nur einen hat sie geliebt.
In Robert Seethalers neuem Roman geht es um das, was sich nicht fassen lässt. Es ist ein Buch der Menschenleben, jedes ganz anders, jedes mit anderen verbunden. Sie fügen sich zum Roman einer kleinen Stadt und zu einem Bild menschlichen Erlebens.

Ruhig, klar und zum Nachdenken

Von: Lesen.ist.Liebe Datum: 22. February 2020

Der Friedhof von Paulstadt wird einfach nur "das Feld" genannt und die verstorbenen Bewohner dieser Stadt bekommen in diesem Buch eine letzte Stimme und berichten über ihr vergangenes Leben. Jedem Verstorbenen ist ein Kapitel gewidmet, die entsprechend kurz gefasst sind. Manche dieser Geschichten hängen direkt zusammen, bei anderen ist eine Verbindung erst später erkennbar, wieder andere sind ohne erkennbare Verbindung. Auch wenn es traurig klingt, so ist es dieses Buch nicht. Es erzählt von den vielen unterschiedlichen Wegen, die jemand im Leben einschlagen kann, vom Scheitern, vom Hoffen, von der Liebe und von Enttäuschung. Immer in einer ruhigen, klaren, sitzenden Sprache. Man taucht ein in viele Leben und Robert Seethaler schafft eine ganz besondere Atmosphäre in seinem Buch. Ein gutes Buch in schöner Sprache.

Komplex, herausfordernd, aber sprachlich brillant

Von: das_lese_wesen Datum: 01. February 2020

Wenn Tote auf ihr Leben zurückblicken würden, wovon würden sie erzählen? Genau dieser Frage widmet sich Robert Seethaler in seinem Roman #dasfeld. Es ist das Porträt einer Kleinstadt, das sich aus der Sicht der verstorbenen Bewohner nach und nach zusammensetzt. In 29 Erzählungen lässt Seethaler verschiedene Personen zu Wort kommen. Ein Bürgermeister, der durch krumme Geschäfte versucht, seiner Stadt etwas Gutes zu tun. Ein Pfarrer, der aus lauter Verzweiflung die Kirche abfackelt. Um zwei Beispiele zu nennen. Der Leser wird zum Zuhörer. Dieser Lebensgeschichten, Beichten, Erfahrungen. Dieser einzelnen Schicksale. Sie sind zum Teil beiläufig, skurril und dramatisch. Wir werden Zeugen unterschiedlicher Todesarten: Suizid, Unfalltod, schwere Krankheiten. Wir lernen diese kleine Stadt in ihren unterschiedlichen Facetten kennen. Ob es am Ende ein schlüssiges Gesamtbild gibt? Eher nicht. Aber das scheint auch nicht die Intention dieses Romans gewesen zu sein. Für mich bleibt Paulstadt blass. Der Roman extrem komplex und sehr herausfordernd. Sprachlich kann Robert Seethaler voll überzeugend. Und auch die Idee des Buches ist beeindruckend. Über die Umsetzung lässt sich streiten. Mich hat es nicht gepackt. Vielleicht auch deshalb, weil meine Erwartungen zu hoch waren. Einzelne Geschichten sind berührend, verleiten zum Nachdenken. Andere sind überflüssig und schwer nachvollziehbar. Zumindest für mich. (Unbezahlte Werbung)