Claudia Winter

Wie sagt man ich liebe dich

Wie sagt man ich liebe dich Blick ins Buch

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Buch

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Für die gehörlose Maelys Durant wird ein Traum wahr, als sie ein Kunststudium in Paris beginnt. Doch dann erkrankt ihre Tante Valérie, und Maelys muss auf dem Montmartre Touristen porträtieren, um Geld zu verdienen. Dort macht ihr eines Tages ein geheimnisvoller Fremder ein erstaunliches Angebot: für eine stattliche Summe soll sie seinen Großvater in Lissabon malen. Maelys‘ Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in die weiße Stadt am Tejo. Dort stößt sie auf die Spuren einer herzergreifenden Liebesgeschichte, die bis ins Paris der 1960er Jahre zurückreicht – und ahnt nicht, welch besondere Rolle sie selbst darin spielt …

Authentisch mit einem wunderbaren Setting

Von: Nicole Lehmann Datum: 01. July 2020

Maelys lebt bei ihrer Tante Valérie. Diese chaotische Frau kümmert sich um Maelys, jedoch interessiert sie sich überhaupt nicht für Rechnungen und sonstige Nebensächlichkeiten. Maelys, welche eigentlich Malerei studiert, macht eine Pause und verdient Geld um unter diesem Umstand nicht aus ihrer Wohnung zu fliegen. Da kommt das Angebot von einem Fremden gerade recht. Für eine ansehnliche Summe soll sie nach Lissabon reisen um dessen Grossvater zu malen. Sie und ihre Tante fahren nach Lissabon. Für beide Frauen wird diese Reise nicht einfach werden. Eine muss ihre Vergangenheit aufarbeiten und die andere an ihre Zukunft glauben. Claudia Winters Erzählstil ist unglaublich flüssig und rund. Die Geschichte besteht aus zwei Erzählsträngen, welche wunderbar ineinanderfliessen. Valérie ist eine interessante Nebenperson, welche irgendwie auch eine Hauptperson ist. Ihre Geschichte fand ich spannend und ich freute mich jeweils sehr auf ihre Sequenzen. Maelys ist eine starke Persönlichkeit und lässt sich durch ihre Taubheit nicht abhalten ihr Leben und ihre Träume zu leben. Obwohl die Geschichte ziemlich schnell vorhersehbar ist, wartet die Autorin mit ein paar Überraschungen auf. Die Geschichte ist nie langweilig und man kann wunderbar darin abtauchen. Lissabon und Paris werden sehr anschaulich beschrieben. Als Leser hat man das Gefühl, direkt dabei zu sein. Ich denke, dies hat damit zu tun, dass Claudia Winter sich sehr gut in die Gehörlosigkeit von Maelys hineindenken konnte und Maelys Wahrnehmung etwas anders ist. Hinten im Buch hat es obligatorischerweise wieder wunderbare Rezepte, welche passend zur Geschichte zusammengestellt wurden. Natürlich habe ich die Zitronentörtchen ausprobiert und sie waren überaus lecker. Ich vergebe diesem Buch sehr gerne 5 von 5 Liebesgeschichten.

Wie sagt man ich liebe dich

Von: Bettina Hertz Datum: 28. June 2020

Inhalt: „Für die gehörlose Maelys Durant wird ein Traum wahr, als sie ein Kunststudium in Paris beginnt. Doch dann erkrankt ihre Tante Valérie, und Maelys muss auf dem Montmartre Touristen porträtieren, um Geld zu verdienen. Dort macht ihr eines Tages ein geheimnisvoller Fremder ein erstaunliches Angebot: für eine stattliche Summe soll sie seinen Großvater in Lissabon malen. Maelys‘ Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in die weiße Stadt am Tejo. Dort stößt sie auf die Spuren einer herzergreifenden Liebesgeschichte, die bis ins Paris der 1960er Jahre zurückreicht – und ahnt nicht, welch besondere Rolle sie selbst darin spielt … „Wie sagt man ich liebe dich“ ist eine wunderschöne Lesereise nach Paris und Lissabon. Der Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, humorvoll, emotional und bildhaft schön – vor allem Paris und Lissabon lassen umwerfende Bilder im Kopf entstehen. Das Buch möchte man nach der ersten Seite kaum wieder aus der Hand legen, die Handlung hat mich total vereinnahmt, so dass ich fast in einem Rutsch gelesen habe. Die Geschichte ist in zwei Zeitebenen geschrieben und jeweils aus mehreren Perspektiven. Stück für Stück lernen wir in der Vergangenheit die junge Valerie und ihr Leben in Paris kennen, erst ganz zum Schluss lassen sich sämtliche Fäden in der Gegenwart zusammenknüpfen. Dabei bleibt der Handlungsverlauf spannend und geheimnisvoll. Claudia Winter sind tolle, authentische Charaktere gelungen. Die gehörlose Kunststudentin Maelys ist mir gleich ans Herz gewachsen, genau wie Antonio, der Maelys ein sehr verlockendes Angebot macht, seinen Großvater Eduardo de Alvarenga zu malen. Das Angebot ist mehr als großzügig und sie kann es echt gebrauchen. Kurzerhand packt sie ihre erkrankte Tante Valerie buchstäblich mit ins „Gepäck“ und begibt sich auf eine geheimnisvolle Reise, die ganz anders verlaufen soll, als sie es je geahnt hat. Ausgesprochen gut gefallen hat mir das Thema Gehörlosigkeit. Claudia Winter bringt das richtig gut rüber, man achtet plötzlich in den Dialogen mit Maelys auf eine korrekte, deutliche Aussprache. Maelys Empfindungen, Stimmungen sind hier toll eingefangen. Man erliegt völlig ihrem Charme. Das Buch selbst hat ein sehr schönes, erfrischendes Cover mit einer Prise Leichtigkeit. Es ruft förmlich nach Lesern und schafft sich spielerisch Gehör. Am Ende des Buches hat Claudia Winter noch die leckersten Rezepte hineingepackt, die zum Nachbacken einladen. “Wie sagt man ich liebe dich“ bereitet schönste Lesestunden, ich gebe dafür eine klare Kaufempfehlung und natürlich volle Punktzahl.

Definitiv eine Leseempfehlung

Von: scarlett59 Datum: 28. June 2020

Zum Inhalt: Die gehörlose Maelys lebt bei ihrer Tante in Paris, seit sie ein Stipendium für ein Kunststudium erhalten hat. Doch als ihre Tante in finanzielle Schwierigkeiten gerät, beginnt Maelys am Montmartre Touristen zu porträtieren. Da erhält sie eines Tages von einem Fremden das Angebot, seinen Großvater in Lissabon gegen ein stattliches Honorar zu malen. Maelys ahnt nicht, was diese Reise alles mit sich bringen wird ... Meine Meinung: Ein wunderschön sommerliches Cover und die Kurzbeschreibung haben mich sofort angesprochen. Auch ist die Autorin für mich ein Garant für Liebesgeschichten an Sehnsuchtsorten. Im Roman erfährt man viel über Lissabon und portugiesisches Leben, aber auch Paris kommt nicht zu kurz. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig zu lesen und mit regionalen Begriffen und Redewendungen „gespickt“. Erzählt wird aber nicht nur Maelys Geschichte, sondern auch die ihrer Tante Valérie, welche jedoch in der Vergangenheit angesiedelt ist. Beide Geschichten sind herzergreifend, wenn auch für mich Maelys ein wenig zu kurz kommt. Das hat mich ein klein wenig enttäuscht, da es in Kurzbeschreibung und Klappentext nur um Maelys geht. Insofern nehme ich im Vergleich zur „Wolkenfischerin“ einen kleinen Abstrich vor. Insgesamt habe ich mich mit dem Buch sehr wohl gefühlt und habe zwei wunderschöne Stellen ausgewählt, die ich unbedingt zitieren möchte: - auf Seite 195 heißt es „...Ich verspreche dir nicht, dass du den Rest deines Lebens glücklich sein wirst… Aber ich könnte deine Hand halten, wenn du traurig bist. ...“ - und auf Seite 203 „… Es ist immer das Nein, das wir eines Tages bereuen. ...“

Wunderbare Lesestunden

Von: Antje Liebel Datum: 28. June 2020

Endlich ist es erschienen, das neue Buch von Claudia Winter. Eine Autorin, die für mich aus vollem Herzen schöpft und mich immer wieder mit ihren Worten und Geschichten berührt. Den neuen Roman durfte ich bereits vorab lesen und bin froh Euch endlich meine Meinung wissen lassen zu können. Jeder der bereits Romane von Claudia gelesen hat weiß, wie sehr und vor allem wie gut sie mit Worten balancieren kann und wie tief ihre Geschichten berühren. Sie hat eine wundervolle Art auch die Umgebung in Worte zu fassen, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. So war es auch für mich in ihrem neuen Buch. Und ich kann Euch sagen: „Kauft und lest dieses Buch!“ Im neuen Roman von Claudia begeben wir uns auf eine Reise nach Lissabon und werden auch die Vergangenheit von Valérie mit im Gepäck haben. Zudem geht es um die gehörlose Maelys, die wir im vorherigen Buch von Claudia schon ein bisschen kennenlernen durften. Und ich freute mich riesig, denn ich mochte Sie von Beginn an sehr. Maelys studiert Kunst und porträtiert Touristen um ein wenig Geld zu verdienen, denn ihre Tante Valérie nimmt es mit ihren Schulden nicht so ernst. Ganz im Gegensatz zu Maelys. Sie will unbedingt ihrer Tante helfen. Da kommt ihr eines Tages ein Angebot zur rechten Zeit. Denn Sie wird nach Lissabon eingeladen um dort einen älteren Mann zu malen. Sein Enkel hat sich auf die Suche nach Maelys gemacht und dieser macht ihr auch das verlockende Angebot. Valérie ist nicht sehr begeistert, doch am Ende fährt sie mit. Wir begeben uns auf eine Reise, wo niemand weiß wie sie enden wird. Als Sie in Lissabon ankommen merkt man, dass der Großvater die Beiden nicht um sich haben möchte. Doch Maelys gibt nicht auf. Sie hat einen Auftrag und möchte diesen auch beenden. Maelys und Antonio werden verbundener miteinander und erleben auch Lissabon. Er zeigt ihr seine Heimat. Das Knistern bei den Beiden ist so toll geschrieben und immer wieder musste ich bei ihren Begegnungen schmunzeln. Das Maelys gehörlos ist vergesse ich die ganze Zeit über beim Lesen, denn alle verstehen sie gut und die Autorin hat diese Gehörlosigkeit wunderbar umgesetzt. Aufgrund ihrer privaten Erfahrungen hat sie ein feines Gespür beim Schreiben zur Person von Maelys. In den Kapiteln der Vergangenheit begleiten wir Valerie, die wir auf ihrem Weg nach Paris begleiten. Auch diese Zeit ist wirklich beeindruckend, denn mal lernt die 60er Jahre kennen und erfährt einfach auch vieles, was man vielleicht nicht im Schulunterricht hatte. Für mich waren die Kapitel, welche in Paris spielten wirklich interessant und man lernte Valerie gut kennen. Claudia Winter hat es wieder mal geschafft mich mit ihrem Buch zu überzeugen, und wenn ich ehrlich bin, ist dieses Buch für mich ein „Lieblingsbuch“. Man merkt beim Lesen, das die Autorin wieder gewachsen ist beim Schreiben und ihr Herzblut in dieses Buch gesteckt hat. Zudem wird es auch wieder kulinarisch, denn die Autorin hat es sich nicht nehmen lassen und hat zum Buch natürlich auch ein paar Gerichte im Buch vermerkt.

Bewegende Schicksale meisterhaft erzählt

Von: coala Datum: 28. June 2020

In ihrem neuen Roman nimmt uns die Autorin Claudia Winter mit auf eine spannende Reise nach Portugal und in das Paris der 60er Jahre. In zwei Zeitebenen begleiten wir in der heutigen Zeit die gehörlose Maelys nach Portugal, wo sie ein Bild malen soll. Die Reise an sich ist ein großes Abenteuer für sie, aber auch ihr Auftraggeber und sein Enkel, der sie mehr beschäftigt, als gedacht. Begleitet wird sie von ihrer Tante Valérie, die ihre eigene Vergangenheit noch aufarbeitet muss und deren Geschichte enger mit der Maelys verwoben ist, als man zunächst denkt. Zwei bewegende Frauenschicksale werden in diesem Roman erzählt, die einen berühren und so schnell nicht mehr loslassen. Die Autorin versteht es dabei meisterlich, die beiden Erzählstränge und Zeitebenen zu verweben, sodass man trotzdem gut im Lesefluss bleibt. Der Schreibstil ist fesselnd und melodisch und passt zu den bildlichen Beschreibungen, wenn man mit der gehörlosen Maelys Portugal noch einmal auf ganz andere Weise entdeckt. Die Kultur und das Leben im Land wird schön beschrieben und auch die Kulinarik kommt nicht zu kurz. Die Autorin verwöhnt ihre Leser zudem wieder, wie auch bei ihren anderen Büchern, mit passenden regionalen Rezepten zum Nachkochen. Ein zauberhaftes Buch, welches die Leichtigkeit der Länder und des Reisens ebenso gut vermittelt, wie die Schicksale der beiden Frauen, welche alles andere als leicht und gewöhnlich sind. Die Autorin vermag es, viele Aspekte in ihrem Buch anzusprechen und dennoch eine gut lesbare und fesselnde Geschichte zu präsentieren, welche Sehnsucht weckt nach Leben. Eine unbedingte Empfehlung!

Ein schöner Sommerroman über die Liebe und das Leben

Von: _aresto.momentum Datum: 27. June 2020

Ich mag es ja sehr, wenn ein Buch zwei persönliche Geschichten erzählt und auf verschiedenen Zeitebenen spielt 😊 Zu erfahren wie die Menschen damals gelebt haben, welche Träume & Ziele sie hatten und welche Beweggründe sie zu bestimmten Entscheidungen gebracht haben. - Und dann der Vergleich zur heutigen Zeit. Was ist aus diesen Menschen geworden, wie leben sie heute? Haben sie gefunden, was sie gesucht haben und welche Verbindung gibt es zu den Personen der aktuellen Geschichte? - Ich finde es spannend, wie sich während des Lesens nach und nach die Zusammenhänge klären ☺ · In “Wie sagt man Ich liebe dich“ geht es hauptsächlich um Maelys und ihre Tante Valérie. Maelys ist eine ganz besondere junge Frau. Sie ist gehörlos, unglaublich lebensfroh, herzlich und kreativ. Als Leser taucht man in ihre Welt ein und kann definitiv einiges von ihr lernen! Tante Valérie hab ich in den Kapiteln ihrer Vergangenheit stark bewundert und mich in denen der Gegenwart köstlich über sie amüsiert ☺ Eine klasse Frau! · Ich habe die Reise nach Paris und Lissabon sehr genossen ☀ Claudia Winter hat das französische & portugiesische Flair wunderbar eingefangen und beschrieben! Der Schreibstil war flüssig, nur dass ich ab und zu über die fremdsprachigen Wörter gestolpert bin 🙈 · Rundum hat mir der Roman sehr gut gefallen 😊 Deshalb gibt's von mir 4/5 ⭐

hin und weg

Von: Dani's Reziseite Datum: 27. June 2020

Der Roman hält absolut, was Cover und Klappentext versprechen. Er war für mich wie ein kleiner emotionaler und gleichzeitig entspannender Urlaub. Er hat mich gleichzeitig berührt und verzaubert. Die Autorin schreibt leicht, fliessend und einfühlsam. Sie hat mich schon auf den ersten paar Seiten in den Bann der Story gezogen und nicht mehr losgelassen. Die Charaktere wirken durch ihr Handeln authentisch und sympathisch. Zudem liebe ich die Botschaft dieser Story....welche das aber ist, das wird nicht verraten.... Eine wirklich bezaubernde Geschichte, die mich total begeistert hat.

Wundervolle Sommerlektüre

Von: Lesestrickeule Datum: 25. June 2020

Bereits das frische Cover verspricht eine romantische Sommerlektüre. Das ist es auch, doch es ist noch so viel mehr. Maelys und ihre Tante Valérie haben vielleicht einige von euch bereits in dem Roman, Wolkenfischerin, kennen gelernt. Ich persönlich fand diese beiden Persönlichkeiten schon in Wolkenfischerin sehr interessant und faszinierend. Man hat gemerkt , dass in denen viel Potenzial steckt. Deswegen habe ich mich wahnsinnig auf diesen Roman gefreut. Die Geschichte ist in zwei Stränge aufgeteilt. Einen Gegenwartsstrang und einen Vergangenheitsstrang (1966 in Paris). Beide beinhalten eine Liebesgeschichte. Ich fand beide Stränge auf eine unterschiedliche Art und Weise fesselnd und sehr berührend. Sowohl Maelys als auch Valerie haben mein Herz im Sturm erobert und mit beiden habe ich gelitten, geweint und gelacht. In dem Gegenwartsstrang steht Maelys im Vordergrund und natürlich ist ihre Gehörlosigkeit ein Thema, allerdings steht es nicht im Mittelpunkt und geht trotzdem nicht unter. Claudia Winter schafft es mit einer verblüffenden Leichtigkeit ein so wichtiges Thema näher zu bringen. Viele wissen nicht wie man mit Gehörlosen Menschen umgeht und haben Berührungsängste. „Die meisten Hörenden fühlten sich nach einer gewissen Zeit in Gegenwart von Gehörlosen unwohl. Irgendwann fehlten ihnen die Wörter, dabei hatten sie doch so viele.“ (S.130) Claudia hat einen sehr einfühlsamen und bildhaften Schreibstil. Dadurch kann man sich nicht nur in jeden Charakter hineinversetzen, sondern man hat gleichzeitig noch das Gefühl man wäre mittendrin im Geschehen und würde alles still beobachten. Auch die Beschreibungen von Paris und Lissabon sind so wunderschön und lebendig, es ist wie eine kleine Reise. Da auch in diesem Roman das Essen eine Rolle spielt, sollte man es nicht mit hungrigen Magen lesen. Bei den Essens Beschreibungen ist mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen, zum Glück gibt es hinten ein paar sehr leckere Rezepte. In dem Vergangenheitsstrang handelt es von Valerie und wie sie Fuß gefasst hat in Paris. Ihre Liebesgeschichte ist sehr emotional und herzzerbrechend. Ihr Temperament hat mir sehr imponiert und mich sehr unterhalten. Darüberhinaus wird auch in diesem Strang unterschwellig ein wichtiges Thema behandelt, Feminismus. „Es gibt für uns Frauen keinen Grund, nicht das zu sein, was wir gerne sein wollen. Auch für dich nicht.“ (S.79) Es sind zwei unterschiedliche Liebesgeschichten und doch sind sie miteinander verbunden. Beide handeln von zwei starken Frauen. Dieses Buch hat mich zu tiefst berührt. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, es ist eine Geschichte über das wahre Leben, das nicht immer einfach ist.

Kocham cie

Von: Sarah Datum: 25. June 2020

KURZ GESAGT - zu viele Sprünge - zwei schöne Städte, die man kaum vor Augen hat - gute Idee, durch die Wechsel in meinen Augen enttäuschend

Wunderbarer Sommerroman

Von: Vera Datum: 23. June 2020

Inhalt Eigentlich studiert die gehörlose Maelys Kunst in der Traumstadt Paris. Aber als ihre Tante Valérie erkrankt, unterbricht sie ihr Studium um mit mehreren Nebenjobs die Miete und den Unterhalt für den gemeinsamen Haushalt zu finanzieren. Als sie von einem Unbekannten das lukrative Angebot bekommt, seinen Großvater in Lissabon zu porträtieren, fasst sie sich ein Herz und begibt sich gemeinsam mit ihrer Tante auf die Reise in das fremde Land. Meine Meinung Die Bücher von Claudia Winter sind immer wie ein Kurzurlaub. Sie schafft es durch ihre wunderbare Art zu schreiben, den Leser auf die Reise in ein fremdes Land zu schicken und erzählt dabei „nebenher“ noch eine wunderbare (Liebes) Geschichte. In „Wie sagt man ich liebe dich“ nimmt uns Claudia mit nach Paris und Lissabon. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es in zwei Zeitebenen spielt und zwei Geschichten erzählt. Einerseits die Geschichte von Maelys und ihrem Abenteuer in Portugal, andererseits wird die Geschichte von Tante Valérie erzählt. Diese spielt in den wilden 60er Jahren. Beide Charaktere, Maelys und Valérie kamen bereits in einem anderen Buch von Claudia Winter „Die Wolkenfischerin“ als Nebencharakter vor, jetzt werden die Geschichte der beiden erzählt. (Man muss aber „die Wolkenfischerin“ nicht gelesen haben, beide Bücher sind unabhängig voneinander lesbar.) Besonders gut hat mir der Vergangenheitsstrang der Geschichte gefallen. Hier lässt Claudia Winter ihre Leser in die turbulente Zeit der 60er Jahre eintauchen. Durch den lebhaften Erzählstil gelingt es ihr, dass man sich als Leser fühlt, als wäre man „live dabei“. Valérie, die aus der Bretagne nach Paris „geflohen“ ist, geniesst ihre neu gewonnene Freiheit. Sie schliesst sich den Demonstrationen an, genießt die Mode sowie das mondäne Großstadtleben – und sie lernt die Liebe kennen. Durch einen weiteren Protagonisten lernen wir auch die 60er Jahre im fernen Lissabon kennen, die durch die Diktatur Salazars und die kurz bevorstehende Revolution geprägt sind. „Wie sagt man ich liebe dich“ ist weit mehr als ein Liebesroman, aber so leicht lesbar wie einer. Es ist mein Lieblingsbuch von Claudia Winter und jetzt schon eines meiner Jahreshighlights! Fazit Wer auf der Suche nach einem Sommerroman ist und ein bisschen mehr sucht als eine einfache Liebesgeschichte, der sollte unbedingt „Wie sagt man ich liebe dich“ lesen! Das Buch ist wie ein Kurzurlaub im Süden und eine Zeitreise in eine sehr spannendes und turbulentes Jahrzehnt. Abgerundet wird das Leseerlebnis wie immer mit landestypische Rezepten, diesmal einem portugischen Menü. Da ich dieses bereits probieren durfte, kann ich euch sagen, nachkochen lohnt sich! Die „Frango piri piri“ ist ein perfektes Sommeressen das man auch auf dem Grill zubereiten kann und das Dessert ist jede Sünde wert! (Hier darf man allerdings nicht auf die Kalorien schauen)

Das must-read des Sommers!

Von: Claudis Gedankenwelt Datum: 23. June 2020

In dem Buch “Die Wolkenfischerin” durfte ich Maelys bereits kennen lernen und habe mich wahnsinnig gefreut, dass sie nun ihre eigene Geschichte bekommt. Nachdem ihre Schwester Claire im ersten Teil das Glück gesucht hat, dürfen wir nun Zeit Maelys´Leben in “wie sagt man ich liebe dich” weiter verfolgen. Mir hat es großen Spaß gemacht zu sehen wie es Maelys in Paris ergeht und vor allem ihre Tante Valerie wieder zu sehen hat mir auch sehr gut gefallen. Die Protagonisten werden aber alle einzeln in das Geschehen eingebaut, sodass keine Vorkenntnisse nötig sind. Als Valerie in Not gerät, lässt Maelys ihr Studium außen vor, sie arbeitet in einem kleinen Lokal als Spülhilfe und porträtiert Touristen auf dem Montmatre. Als der geheimnisvolle Fremde ihr das Angebot macht für viel Geld mit nach Portugal zu fliegen und seinen Großvater zu malen, kann sie fast gar nicht absagen. Nicht nur lockt sie das finanzielle Angebot. Sie ist auch sehr neugierig was hinter diesem lukrativen Geschäft steckt. Und sie stößt auf eine unglaublich ergreifende Hintergrundgeschichte. Eine Liebesgeschichte, die weit zurück reicht und in der auch Maelys eine besondere Rolle spielt. Es beginnt zwischen Maelys und Antonio gewaltig zu knistern und man merkt schnell, dass da mehr ist. Die einzige, die immer wieder dagegen spricht ist Maelys Tante Valerie, die kurz nach der Ankunft schon wieder abreisen wollte. Denn Antonios Großvater hat die beiden sehr unhöflich empfangen. Er scheint plötzlich gar kein Interesse mehr an einem Portät zu haben. Es gibt Abschnitte, die in der heutigen Zeit bei Maelys spielen. Und dazwischen nimmt Claudia Winter die Leser mit in die 1960 er und erzählt mehr aus Baleries Leben. Mir persönlich haben beide Handlungsstränge sehr gut gefallen, weil ich beide Charaktere sehr ins Herz geschlossen habe. Valerie ist kein einfacher Mensch, aber es war grandios ihren Weg aus der Bretagne nach Paris zu verfolgen. Ich war gefesselt und beeindruckt von so viel Unerschrockenheit. Parallel dazu hat mich Maelys immer wieder fasziniert. Denn trotz ihrer Gehörlosigkeit versteht sie doch so viel mehr als ein Hörender. Sie hat ein unglaublich großes Herz, denn sie will für all ihre Mitmenschen immer nur das Beste. Dabei ist es der Autorin gelungen den Leser mit in die Welt zu nehmen, in der man eben nichts hört und nur nach anderen Aspekten eine Welt beurteilen kann. Der Handlungsverlauf hat mich von Anfang an mitgerissen. Ich mochte die zwei Zeitebenen sehr und empfand es als ganz große Kunst wie sie miteinander verknüpft sind. Die Autorin nimmt uns hier mit auf eine ganz besondere Reise durch eine Geschichte, die mich hat viele Gefühle durchlaufen lassen. Wie sagt man ich liebe dich hat mich so tief berührt, dass ich am Ende des Buches zu Taschentüchern greifen musste. Fazit: Claudia Winter schafft es, wie keine andere Autorin die Protagonisten, Emotionen und Schauplätze zum Leben zu erwecken. Das Buch fesselt so sehr, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. “Wie sagt man ich liebe dich” berührt das Leserherz auf vielen Ebenen und ist ein absolutes Highlight, das ich jedem nur empfehlen kann.

Wundervoller Roman mit gehörloser Protagonistin in Paris und Lissabon

Von: Susanne Edelmann Datum: 23. June 2020

Vor zweieinhalb Jahren habe ich das Buch „Die Wolkenfischerin“ von Claudia Winter gelesen. Darin kam als Nebenfigur die gehörlose Maelys vor, der die Autorin nun einen eigenen Roman gewidmet hat, auf den ich schon sehr gespannt war, zumal diese Geschichte in Paris und in meinem Sehnsuchtsland Portugal spielt. Darum geht es: Maelys ist aus der Bretagne nach Paris gezogen, wo sie bei ihrer Tante Valérie lebt und die Kunstakademie besucht, denn die junge Frau ist eine begabte Malerin. Doch als Gehörlose tut sie sich schwer, dem Unterricht zu folgen, außerdem hat ihre Tante immense Schulden, die sie aber beharrlich ignoriert. Also schmeißt Maelys heimlich das Studium und arbeitet stattdessen als Kellnerin und portraitiert Touristen am Montmartre. Dort trifft sie eines Tages den Portugiesen António, der ihr ein verlockendes Angebot macht: Sie soll ihn nach Lissabon begleiten und dort Antónios Großvater Eduardo malen. Die Bezahlung ist fürstlich, damit wären alle Schulden auf einen Schlag getilgt. Also macht Maelys sich auf den Weg, begleitet von ihrer Tante Valérie, die ein tiefes Misstrauen gegen alle Portugiesen hegt und ihre Nichte deshalb nicht alleine lassen will. Angekommen in Portugal, bringt António die beiden Frauen nach Sintra, den Ort in den grünen Hügeln vor Lissabon, wo sie in der Villa des Großvaters wohnen sollen. Dieser allerdings lässt sich tagelang nicht blicken, verweigert jeden Kontakt und fordert António sogar auf, die beiden Französinnen wieder nach Hause zu schicken. Dabei war er es doch, der António ursprünglich mit einem alten Foto nach Paris geschickt hat, um Maelys zu finden und nach Sintra zu holen – wovon Maelys und Valérie jedoch keine Ahnung haben. Maelys und António kommen sich langsam näher und auch zu Eduardo findet Maelys allmählich Zugang. Jedoch gibt es Menschen, die sie vor António warnen, schließlich ist der als Schwerenöter bekannt, der es nie lange bei einer Frau aushält. Kann ausgerechnet eine Gehörlose ihn für sich einnehmen? Maelys ist zutiefst verunsichert. Parallel dazu wird die Geschichte der jüngeren Valérie erzählt, die in den 1960er Jahren ihr bretonisches Heimatdorf verlässt und in Paris ihr Glück versucht. Dabei verliebt sie sich in den Hilfskoch Frédo und die beiden verbringen eine herrliche Zeit miteinander, bis ein plötzlicher Besuch alles zunichte macht. Erst 50 Jahre später kommt es in Portugal zu einem unverhofften Wiedersehen. Und damit fangen die Turbulenzen erst richtig an… Die Geschichte spielt abwechselnd in den 1960er Jahren in Paris und 2019 in Lissabon und ich kann beim besten Willen nicht sagen, welcher Erzählstrang mich mehr fasziniert hat. Die doch sehr unterschiedliche Atmosphäre beider Städte ist so gut eingefangen, ich sah mich selbst über die Boulevards von Paris flanieren und am Tejo-Ufer sitzen, Café au lait schlürfen und Pasteis de Nata verputzen. In beide Erzählstränge konnte ich vollkommen eintauchen und alles um mich herum vergessen. Besonders berührend fand ich die Figur der gehörlosen Maelys. Die Autorin hat selbst gehörlose Eltern, kennt sich daher bestens mit dem Thema aus und kann es auch sehr einfühlsam beschreiben. Da mein eigener Vater seit drei Jahrzehnten extrem schwerhörig ist, betrifft mich dieses Thema auch ganz persönlich, wobei es natürlich große Unterschiede gibt zwischen einem Mann, der mit knapp 60 Jahren altersschwerhörig wird, und einem kleinen Mädchen, das mit drei Jahren infolge einer Hirnhautentzündung ihr Hörvermögen verliert. So kann Maelys sowohl die Gebärdensprache als auch von den Lippen lesen, außerdem kann sie sprechen, jedoch ihre Stimme nicht vollends kontrollieren. Mir hat imponiert, wie Maelys damit umgeht und wie offen sie Fremden gegenüber gleich ihre Gehörlosigkeit zur Sprache bringt, damit die sich darauf einstellen können. Auch mit den nicht immer schönen Reaktionen kann sie normalerweise souverän umgehen – wenn da nicht gerade ihr Herz mit im Spiel ist. Kurzum: Ein Roman, der einerseits wunderbar sommerlich-leicht ist, andererseits aber eine gehörige Portion Tiefgang hat. Und für das perfekte portugiesische Lebensgefühl gibt es im Anhang zudem noch eine Reihe Rezepte, vom unumgänglichen Stockfisch (bacalhau) bis hin zu den unwiderstehlichen Pasteis de Nata.

Traumhaft schön

Von: Nadine Dietz Datum: 22. June 2020

Mich hat das Cover gleich angesprochen und der Klappentext hat mich neugierig gemacht. Schon der Prolog war sehr intensiv und der Leser wird nach Paris und Lissabon entführt. Die Autorin lässt die Landschaftsbeschreibungen sehr lebendig und real werden. Ich fühlte mich zeitweise so, als wäre ich selbst da. Die Schreibweise ist sehr flüssig und emotional. Die Charaktere waren mir sympathisch, vor allem die gehörlose Kunststudentin Maelys hat mich berührt. Die Liebesgeschichte war hinreißend und mitreißend und den Wechsel der zwei Zeitebenen hat die Geschichte spannend werden lassen. Der Vergangenheitsstrang hat mir besonders gut gefallen. Das Cover ist geheimnisvoll und romantisch, da die junge Frau nur von hinten zu sehen ist. Fazit: Ein Wohlfühlroman für schöne Sommertage. Passend für die, die dieses Jahr Urlaub zuhause machen. Ich vergebe 4/5 ⭐

Unglaublich schön

Von: Susi's leseecke Datum: 20. June 2020

Als echtes Winti-Girl durfte ich das Buch schon vorab lesen. Vielen Dank hierfür an den Goldmann Verlag und Claudia Winter. Wer die Bücher von Claudia kennt und liebt, wird sich freuen auf Maelys und Tante Valerie, aus “ Die Wolkenfischerin “ zu treffen. Ich habe mich auf jeden Fall riesig gefreut, denn Maelys und Tante Valerie, sind mir schon damals enorm ans Herz gewachsen. Claudia Winter hat mir mal wieder Bilder in meinen Kopf gezaubert und eine Sehnsucht in mir geweckt, das ich am liebsten in den nächsten Flieger Richtung Lissabon gestiegen wäre. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal Maelys Geschichte in der Gegenwart,und ihrem Abenteuer in Portugal, und einmal Valeries Geschichte in der Vergangenheit, im Paris der wilden 60er Jahre. Zwei Geschichten die wundervoll miteinander verbunden wurden. Der Schreibstil ist geprägt von einer Leichtigkeit, gepaart mit poetischen Gedanken, die mich umhüllte und in Gedanken die Wege von Maelys und Valerie gehen ließ. Die Charaktere und das Setting, sind so bildreich beschrieben, das man wundervolle Bilder vor Augen gezaubert bekommt. Neben vielen berührenden Momenten, spielt auch Humor eine große Rolle, fein aufeinander abgestimmt. Ganz extrem berührt, hat mich dabei die Thematik über Gehörlosigkeit. Man spürt dabei ganz deutlich, das Claudia weiß von was sie schreibt, denn sie ist mit gehörlosen Eltern aufgewachsen. Zwischen den Zeilen liegt viel Ernsthaftigkeit, die mich nachhaltig noch immer beschäftigt. Wie man es von Claudia gewohnt ist, gibt es auch wieder leckere kulinarische Einblicke,und am Ende des Buches tolle Rezepte zum Nachkochen. Meine Fazit: “ Wie sagt man ich liebe dich “ ist ein von Emotionen und Humor geprägte Liebesgeschichte, mit einem, wie ich finde, wichtigen und aufklärenden Hintergrundthema. Ich habe mich während des Lesens unglaublich wohl gefühlt, konnte lachen und auch weinen, fühlte mich verzaubert von den stellenweise poetischen Worten, die das ganze abrunden. Ein wundervoller Sommerroman, voller Düfte, Farben und liebevoll gezeichneten Charakteren, welchen ich von Herzen gerne weiterempfehle. Von mir gibt es 5 von 5*

Ein unglaublich schönes Buch

Von: Monina83 Datum: 19. June 2020

Inhalt: Eigentlich hatte sich die gehörlose Maelys ihr Leben anders vorgestellt, als sie ein Kunststipendium in Paris angeboten bekam. Doch als ihre Tante erkrankt und die Mietschulden immer höher werden, bleibt ihr nichts anderes über, als ihr Talent auf dem Montmartre Touristen anzubieten. Dort begegnet sie jedoch dem charismatischen António, der ihr prompt ein Angebot macht, das sie nicht ausschlagen kann. In Lissabon soll sie ein Porträt von seinem Großvater zeichnen. Gemeinsam mit Valérie tritt sie diese Reise an und wandelt plötzlich auf den Spuren einer Liebesgeschichte, die nicht nur ihr Herz in Aufruhr versetzt … . Meine Meinung: Bücher von Claudia Winter sind seit ihren „Aprikosenküssen“ ein absolutes Muss für mich. Deshalb habe ich auch ihr neuestes Werk „Wie sagt man ich liebe dich“ sofort begonnen. Von Maelys erfährt man ja schon ein kleines bisschen in „Die Wolkenfischerin“ und ich freute mich sehr, als ich erfuhr, dass sie einen eigenen Roman bekommen würde. Denn auch, wenn es in der Wolkenfischerin eigentlich um ihre Schwester ging, fand ich sie schon da wirklich interessant und wollte mehr über sie erfahren. Im Prolog trifft man zunächst auf einen älteren Mann, der in Frankreich einer jungen Malerin mit einem gelben Mantel und einer Brosche begegnet, die ihn an jemanden erinnert. Schnell wird klar, dass es sich dabei wohl um Antónios Großvater und um Maelys handeln muss. Doch was wirklich dahinter steckt bleibt erst einmal geheim. Danach findet man sich in Antónios Sicht wieder und erlebt, welch enge Beziehung er zu seinem Großvater Eduardo hat. Trotzdem ist es wohl für den jungen Mann nicht immer leicht, den Anforderungen gerecht zu werden. Ich fand António jedenfalls sehr sympathisch. Er liebt seinen Großvater und würde alles für ihn tun, selbst, wenn es noch so verrückt ist. Deshalb macht er sich auch sofort auf den Weg nach Paris und trifft dort auf Maelys. Sofort wird klar, dass zwischen den beiden eine besondere Magie besteht. Der junge Mann scheint keinerlei Berührungsängste mit der Gehörlosigkeit von Maelys zu haben, stattdessen ist er vom ersten Augenblick von ihr fasziniert. Ich fand es richtig schön, wie Claudia Winter diese erste Begegnung geschildert hat. Mit so viel Gefühl wird dem Leser sofort klar, dass es genau diese besondere Begegnungen sind, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, die in einem nachhallen und das Leben von Grund auf verändern können. Solch eine Begegnung hatte auch Valérie vor vielen Jahren. Wir erfahren, wie Maelys Tante in Paris gelandet ist und warum sie nie geheiratet hat. In diesem Buch bekommt man nämlich nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern gleich zwei, was ich sehr schön fand, denn auch Valéries Geschichte hält so viele schöne Momente bereit, dass man sie auf keinen Fall verpassen darf. Als Leser springt man zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit, zwischen Maelys Geschichte und der von Valérie hin und her. So wird es niemals langweilig, weil man immer nur kurze Ausschnitte bekommt, die man dann nach und nach zusammensetzen muss, um die gesamte Geschichte zu erfahren. Es hat mir großen Spaß gemacht die einzelnen Puzzleteile zusammenzufügen und so immer tiefer in das Leben von Valérie einzutauchen, doch ich kann nicht wirklich sagen, welche Geschichte ich lieber gelesen habe. Dafür sind die beiden Protagonistinnen auch einfach zu unterschiedlich. Während die junge Valérie so einnehmend ist, dass sie jeden um sich herum einfach mitreißt (sogar den Leser), überzeugt Maelys ganz wie es zu ihr passt, eher mit den leisen, gefühlvollen Tönen. Und Gefühle gibt es in diesem Roman wirklich viele und nicht nur die Liebe zwischen Mann und Frau. Wir versuchen mit Valérie ihre Träume zu leben und begleiten sie bei ihrem Versuch auf eigenen Beinen zu stehen. Mit Maelys erleben wir die Enttäuschung, wenn etwas nicht so gelingt, wie man es sich wünscht und die Frage, wohin einen die Zukunft führen wird. Mit António kämpfen wir gegen die Erwartungen, die seine Umgebung an ihn stellt und gemeinsam mit Eduardo werden wir von der Vergangenheit eingeholt. Dieses Buch ist wie eine Malerpalette voller Gefühle, bunt gemischt und manchmal kommt am Ende etwas anderes heraus, als man zu Beginn gedacht hat. Es hat großen Spaß gemacht, sich in diese Gefühlsvielfalt zu stürzen. Doch „Wie sagt man ich liebe dich“ wäre kein Roman von Claudia Winter, wenn sie es neben ihren einzigartigen Protagonisten nicht auch schaffen würde, ihren Lesern die Liebe zu ihren Handlungsorten nahezubringen. Auch hier bekommt man dieses Mal einen Doppelpack. Zum einen findet man sich mit Valérie in Frankreich wieder, zum anderen mit Maelys in Portugal. Beide Orte werden dabei von der Autorin mit so viel Leben gefüllt und so liebevoll beschrieben, dass man sich selbst an diese versetzt fühlt. Gemeinsam mit Valérie genoss ich das Nachtleben und besucht all die Touristenorte, die man sehen muss, wenn man zum ersten Mal in Frankreich ist, während ich mich mit Maelys am Tejo wiederfand und dort die Farben in aller Ruhe bewundert habe. Ich liebe es, wenn ich in Büchern an verschiedene Orte reisen kann und diese in meinem Kopf lebendig werden. Genau das schafft Claudia Winter mit ihren Büchern jedes Mal und auch mit diesem Roman hat sie mein Fernweh wieder geweckt und mir einen Urlaub für Geist und Seele beschert. Die Rezepte, die es im Anhang gibt, waren dann noch das i-Tüpfelchen auf meiner Reise. Sehr spannend fand ich, dass die Gehörlosigkeit von Maelys zwar thematisiert wird, aber nicht im Mittelpunkt steht. Die Autorin sensibilisiert ihre Leser zwar für dieses Thema, aber ohne es unnötig aufzubauschen. Es gehört einfach zur Protagonistin dazu, es ist Teil ihrer Welt, aber eben nur ein kleiner Teil. Das hat Claudia Winter in meinen Augen wirklich sehr schön gemacht. Natürlich weiß man bei diesem Genre schon, wie die Geschichte enden wird, aber dieses Mal hat mich die Autorin mit Valéries Sicht wirklich überrascht, denn da ist nicht alles, wie ich gedacht habe und trotzdem passt es am Ende doch perfekt zusammen. Fazit: „Wie sagt man ich liebe dich“ von Claudia Winter ist ein Buch, das mich wirklich berührt hat. Ich habe mir unglaublich viele Stellen markiert, denn diese Geschichte ist wie eine Malerpalette voller Gefühle, bunt gemischt und manchmal kommt am Ende etwas anderes heraus, als man zu Beginn gedacht hat. Es hat großen Spaß gemacht, sich gemeinsam mit den Protagonisten in diese Gefühlsvielfalt zu stürzen. Denn es sind diese besonderen Begegnungen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen, die in einem nachhallen und das Leben von Grund auf verändern können. Und genau so eine Begegnung ist dieses Buch. Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Mitreißende Geschichte über das Leben, die Liebe und die Schatten der Vergangenheit, die ein halbes Jahrhundert andauern

Von: schnäppchenjägerin Datum: 15. June 2020

Die gehörlose Kunststudentin Maelys Durant arbeitet als Malerin auf dem Montmartre, um ihre Existenz und die ihrer erkrankten Tante Valérie zu sichern. Als sie von einem Portugiesen dazu eingeladen wird, seinen Großvater, Eduardo de Alvarenga, zu malen, nimmt sie auch aus Neugierde den lukrativen Auftrag an, schließlich war sie noch nie außerhalb Frankreichs. Ihre Tante reagiert misstrauisch auf das Angebot, da sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit einem Portugiesen gesammelt hat, reist aber notgedrungen mit ihrer Nichte nach Lissabon. Während Maelys in Portugal sichtlich aufblüht und ihr Herz nicht nur an das Land, sondern auch an Eduardos Enkel verliert, erfährt sie erstmalig von der tragischen Liebesgeschichte ihrer Tante, die sich im Winter 1966/1967 in Paris ereignete und ihr weiteres Leben prägte. Der Roman handelt auf zwei Zeitebenen und in zwei ganz unterschiedlichen Städten Europas. Dabei wird er wechselnd aus verschiedenen Perspektiven der Hauptfiguren erzählt. Valérie verlässt mit 21 Jahren ihr Elternhaus in der Bretagne, um in Paris ihr Glück zu versuchen und wird dabei von der Liebe bitter enttäuscht. Sie ist ein vielschichtiger Charakter, eine mutige, neugierige, aber auch etwas unbedarfte junge Frau, die selbstbewusst ihren Weg geht. Im Alter ist sie immer noch eine starke Frau, die aber auch furchteinflößend und verbittert wirkt. Nach und nach erfährt man, was sie in der Vergangenheit erlebt hat und weshalb sie sich aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen Sorgen um ihre Enkelin macht. Maelys steht trotz ihrer Gehörlosigkeit mit beiden Beinen im Leben und lässt sich durch ihre Behinderung in keinster Weise einschränken. Durch ihre offenherzige und verträumte Art wirkt sie aber dennoch im Vergleich zu ihrer Tante schutzbedürftig. Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist flüssig, wobei Valérie der rote Faden der Geschichte ist. Der Schreibstil ist sehr anschaulich, weshalb man sich nicht nur in die authentischen Charaktere hineinversetzen kann, sondern auch die Atmosphäre der unterschiedlichen Städte Paris und Lissabon spüren kann. Auch die Zeitgeschichte wird durch Aspekte zur Historie Portugals und zur Frauenbewegung in Paris mühelos mit der fiktiven Geschichte verbunden. Beide Zeitebenen fesseln auf ihre Weise. Während in der Vergangenheit die tragische Liebesgeschichte berührt, ist es in der Gegenwart spannend zu erfahren, welche Rolle Eduardo de Alvarenga spielt und wie letztlich alle losen Fäden zusammengeführt werden. "Wie sagt man ich liebe dich" ist eine mitreißende Geschichte über das Leben, die Liebe und die Schatten der Vergangenheit, die ein halbes Jahrhundert andauern. Zudem ist es ein Buch, dass einer Gehörlosen eine Stimme gibt und das zeigt, dass gehörlos nicht gleich taubstumm ist.

Ein ganz besonderer Liebesroman mit einer gehörlosen Protagonistin

Von: chrissysbooks Datum: 15. June 2020

Maelys ist eine gehörlose, hübsche junge Frau und eine begabte Malerin. Sie lebt bei ihrer Tante Valérie in Paris, weil sie dort ihrem Kunststudium nachgehen kann. Doch es fehlt den beiden das nötige Geld, deshalb porträtiert Maelys Touristen. Unerwartet bekommt sie ein verlockendes Angebot einen älteren Mann in der Nähe von Lissabon zu porträtieren. Sie fliegt mit ihrer Tante dorthin und erfährt von einer berührenden Liebesgeschichte aus der Vergangenheit aber auch sie selbst fühlt sich zu einem Mann hingezogen. Claudia Winter hat mich mit ihrem wundervollen Roman nach Paris und Lissabon entführt. Ich bin eingetaucht in zwei hinreißende Liebesgeschichten. Der Roman spielt in der Vergangenheit und Gegenwart, beiden Erzählungen werden gekonnt verknüpft. Die Hauptprotagonistin Maelys ist gehörlos. Da Claudia Winter selbst bei gehörlosen Eltern aufgewachsen ist, fühlt man wieviel dieser Roman der Autorin bedeutet. Durch Maleys werden dem Leser Probleme von Gehörlosen näher gebracht, z.B. wie schwer es für Maelys ist die Ironie von Hörenden zu verstehen. Aber auch der Portugiese Antonio musste erst einmal lernen mit Maelys direkter Art umzugehen. Maelys ist ein besonders liebenswerter Mensch, den man einfach gern haben muss. Tante Valérie hingegen ist besonders in jungen Jahren eine Rebellin gewesen, auch gegenüber ihren Eltern. Sie lässt nichts unkommentiert und hält sich nicht gerne an Regeln. Aber dafür habe ich sie im Alter mit ihre besonderen Art ins Herz geschlossen und ich musste oftmals über sie schmunzeln. Mit viel Begeisterung habe ich diesen Roman gelesen. Die Autorin hat mir mit Maelys die Welt der Gehörlosen ein wenig näher gebracht. Zusätzlich hat sie mit ihrem flüssigen und fesselnden Schreibstil zwei wunderbare emotionale Liebesgeschichten von starken Frauen erzählt, die mich fasziniert haben. Liebe, Eifersucht, Emotionen und liebenswerte Charaktere machen diesen besonderen Roman aus, der in zwei wunderschönen Ländern spielt. Ich finde es schade, dass ich den Roman schon beendet habe, ich hätte noch gerne etwas weiter gelesen.

Wie sagt man ich liebe dich von Claudia Winter

Von: Lesestrickeule Datum: 15. June 2020

Bereits das frische Cover verspricht eine romantische Sommerlektüre. Das ist es auch, doch es ist noch so viel mehr. Maelys und ihre Tante Valérie haben vielleicht einige von euch bereits in dem Roman, Wolkenfischerin, kennen gelernt. Ich persönlich fand diese beiden Persönlichkeiten schon in Wolkenfischerin sehr interessant und faszinierend. Man hat gemerkt , dass in denen viel Potenzial steckt. Deswegen habe ich mich wahnsinnig auf diesen Roman gefreut. Die Geschichte ist in zwei Stränge aufgeteilt. Einen Gegenwartsstrang und einen Vergangenheitsstrang (1966 in Paris). Beide beinhalten eine Liebesgeschichte. Ich fand beide Stränge auf eine unterschiedliche Art und Weise fesselnd und sehr berührend. Sowohl Maelys als auch Valerie haben mein Herz im Sturm erobert und mit beiden habe ich gelitten, geweint und gelacht. In dem Gegenwartsstrang steht Maelys im Vordergrund und natürlich ist ihre Gehörlosigkeit ein Thema, allerdings steht es nicht im Mittelpunkt und geht trotzdem nicht unter. Claudia Winter schafft es mit einer verblüffenden Leichtigkeit ein so wichtiges Thema näher zu bringen. Viele wissen nicht wie man mit Gehörlosen Menschen umgeht und haben Berührungsängste. „Die meisten Hörenden fühlten sich nach einer gewissen Zeit in Gegenwart von Gehörlosen unwohl. Irgendwann fehlten ihnen die Wörter, dabei hatten sie doch so viele.“ (S.130) Claudia hat einen sehr einfühlsamen und bildhaften Schreibstil. Dadurch kann man sich nicht nur in jeden Charakter hineinversetzen, sondern man hat gleichzeitig noch das Gefühl man wäre mittendrin im Geschehen und würde alles still beobachten. Auch die Beschreibungen von Paris und Lissabon sind so wunderschön und lebendig, es ist wie eine kleine Reise. Da auch in diesem Roman das Essen eine Rolle spielt, sollte man es nicht mit hungrigen Magen lesen. Bei den Essens Beschreibungen ist mir das Wasser im Mund zusammen gelaufen, zum Glück gibt es hinten ein paar sehr leckere Rezepte. In dem Vergangenheitsstrang handelt es von Valerie und wie sie Fuß gefasst hat in Paris. Ihre Liebesgeschichte ist sehr emotional und herzzerbrechend. Ihr Temperament hat mir sehr imponiert und mich sehr unterhalten. Darüberhinaus wird auch in diesem Strang unterschwellig ein wichtiges Thema behandelt, Feminismus. „Es gibt für uns Frauen keinen Grund, nicht das zu sein, was wir gerne sein wollen. Auch für dich nicht.“ (S.79) Es sind zwei unterschiedliche Liebesgeschichten und doch sind sie miteinander verbunden. Beide handeln von zwei starken Frauen. Dieses Buch hat mich zu tiefst berührt. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte, es ist eine Geschichte über das wahre Leben, das nicht immer einfach ist.

Berührende Geschichte

Von: Stefanie K. Datum: 15. June 2020

Die gehörlose Maelys studiert eigentlich Kunst an einer renommierten Pariser Universität, aber um ihre Tante finanziell zu unterstützen, arbeitet sie in einem Imbiss. Dann erhält sie das Angebot nach Lissabon zu kommen und dort einen älteren Herren zu porträtieren. Die Geschichte spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Zum einen in der Gegenwart mit Maelys und zum anderen in der Vergangenheit mit Maelys Tante Valérie. Mir haben beide Geschichten sehr gut gefallen und ich konnte mich in beide Frauen gut reinfühlen. Valérie haut mit 18 Jahren von zu Hause ab, um in Paris ihr Glück zu versuchen. Sie ist eine sehr starke Persönlichkeit und sagt immer was sie denkt, was ihr des öfteren auch ein wenig Ärger einbringt. Themen wie Frauenrechte stehen auch hier im Vordergrund und macht Valéries Leben zu einer sehr interessanten Geschichte. Natürlich gibt es auch hier eine sehr tragische Liebesgeschichte, die sich mit der politischen Situation in Portugal in den 1960er Jahren verknüpft. Maelys ist gehörlos und wirkt im Vergleich zu ihrer Tante eher zurückhaltend. Ich fand es interessant einige Einblicke in das Leben einer Gehörlosen zu bekommen und wie sie sich im Leben zurechtfindet. Gut fand ich, dass ihre Gehörlosigkeit kein besonderes Thema einnimmt, sondern als völlig normal beschrieben wird. Die Liebesgeschichte fand ich auch hier sehr gefühlvoll. Die Geschichte der beiden Frauen wird auf sehr schöne Art und Weise verknüpft und ich habe mich sehr gut unterhalten Gefühlt. Dazu trägt auch das wundervolle Setting in Paris und Lissabon bei. Der Schreibstil der Autorin war wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen.

Wie ein kleiner Sommerurlaub

Von: Rebecca Feist Datum: 15. June 2020

Ist das nicht ein schönes sommerliches Cover? Ich mag es wirklich sehr. Der gelbe Hintergrund harmoniert wunderbar mit dem blauen Kleid, und auch die Zweige des Zitronenbaums fügen sich sehr schön in das Gesamtbild ein. Es wirkt frisch und lädt zum Zugreifen ein. Es gibt Dinge, auf die ich mich jedes Jahr aufs Neue freue. Ein neuer Roman aus der Feder von Claudia Winter gehört definitv dazu. Denn ihre Bücher sind nicht nur Geschichten, sondern auch kleine Reisen - Kurzurlaube sozusagen. In Wie sagt man ich liebe dich führt die Autorin die Leser zunächst nach Paris. Dort trifft man auf eine schöne junge Frau, die talentierte Malerin Maelys. Maelys ist gehörlos und lebt bei ihrer Tante Valérie. Eines Tages begegnet sie dem Portugiesen António, der ihr ein verlockendes Angebot macht. Dieses Angebot bringt sie nach Lissabon ... Wie immer führt Claudia Winter ihre Leser mit Leichtigkeit durch ihre Geschichte. Sie beschreibt die Personen, die Umgebung, die Stimmung - eben alles - so kraftvoll und bildreich, dass man glauben könnte, selbst dort zu sein. Parallel zur Handlung um Maelys gibt es auch eine zweite, die im Paris der 1960er Jahre spielt. Ob und wie sich diese beiden Geschichten verbinden, sollte der Leser selbst herausfinden. Mich hat dieses Buch sehr berührt, nicht zuletzt wegen der Gehörlosen-Thematik. Und da die Autorin selbst mit gehörlosen Eltern aufgewachsen ist, weiß sie auch genau, worüber sie da schreibt. Und das merkt man dem Text auch an. Wer jetzt allerdings einen kitschigen Liebesroman erwartet, den muss ich enttäuschen. In diesem Buch geht es nicht nur emotional zu, sondern auch sehr humorvoll. Und diese Mischung macht es zu einem wunderbaren Leseerlebnis. Natürlich gibt es auch wieder kulinarische Einblicke in die Region. Am Ende des Buches hat die Autorin wieder ein paar wunderbare Rezepte zusammengestellt, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Fazit: Mit Wie sagt man ich liebe dich ist Claudia Winter wieder einmal ein sehr gefühlvoller und berührender Roman gelungen. Ich habe mich in der Geschichte sehr wohlgefühlt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Und am Ende war ich traurig, mich von den Protagonisten verabschieden zu müssen.

Mein Lieblings-Sommerroman 2020

Von: Vera Datum: 14. June 2020

Inhalt Eigentlich studiert die gehörlose Maelys Kunst in der Traumstadt Paris. Aber als ihre Tante Valérie erkrankt, unterbricht sie ihr Studium um mit mehreren Nebenjobs die Miete und den Unterhalt für den gemeinsamen Haushalt zu finanzieren. Als sie von einem Unbekannten das lukrative Angebot bekommt, seinen Großvater in Lissabon zu porträtieren, fasst sie sich ein Herz und begibt sich gemeinsam mit ihrer Tante auf die Reise in das fremde Land. Meine Meinung Die Bücher von Claudia Winter sind immer wie ein Kurzurlaub. Sie schafft es durch ihre wunderbare Art zu schreiben, den Leser auf die Reise in ein fremdes Land zu schicken und erzählt dabei „nebenher“ noch eine wunderbare (Liebes) Geschichte. In „Wie sagt man ich liebe dich“ nimmt uns Claudia mit nach Paris und Lissabon. Das Besondere an diesem Buch ist, dass es in zwei Zeitebenen spielt und zwei Geschichten erzählt. Einerseits die Geschichte von Maelys und ihrem Abenteuer in Portugal, andererseits wird die Geschichte von Tante Valérie erzählt. Diese spielt in den wilden 60er Jahren. Beide Charaktere, Maelys und Valérie kamen bereits in einem anderen Buch von Claudia Winter „Die Wolkenfischerin“ als Nebencharakter vor, jetzt werden die Geschichte der beiden erzählt. (Man muss aber „die Wolkenfischerin“ nicht gelesen haben, beide Bücher sind unabhängig voneinander lesbar.) Besonders gut hat mir der Vergangenheitsstrang der Geschichte gefallen. Hier lässt Claudia Winter ihre Leser in die turbulente Zeit der 60er Jahre eintauchen. Durch den lebhaften Erzählstil gelingt es ihr, dass man sich als Leser fühlt, als wäre man „live dabei“. Valérie, die aus der Bretagne nach Paris „geflohen“ ist, geniesst ihre neu gewonnene Freiheit. Sie schliesst sich den Demonstrationen an, genießt die Mode sowie das mondäne Großstadtleben – und sie lernt die Liebe kennen. Durch einen weiteren Protagonisten lernen wir auch die 60er Jahre im fernen Lissabon kennen, die durch die Diktatur Salazars und die kurz bevorstehende Revolution geprägt sind. „Wie sagt man ich liebe dich“ ist weit mehr als ein Liebesroman, aber so leicht lesbar wie einer. Es ist mein Lieblingsbuch von Claudia Winter und jetzt schon eines meiner Jahreshighlights! Fazit Wer auf der Suche nach einem Sommerroman ist und ein bisschen mehr sucht als eine einfache Liebesgeschichte, der sollte unbedingt „Wie sagt man ich liebe dich“ lesen! Das Buch ist wie ein Kurzurlaub im Süden und eine Zeitreise in eine sehr spannendes und turbulentes Jahrzehnt. Abgerundet wird das Leseerlebnis wie immer mit landestypische Rezepten, diesmal einem portugischen Menü. Da ich dieses bereits probieren durfte, kann ich euch sagen, nachkochen lohnt sich! Die „Frango piri piri“ ist ein perfektes Sommeressen das man auch auf dem Grill zubereiten kann und das Dessert ist jede Sünde wert! (Hier darf man allerdings nicht auf die Kalorien schauen)

Mitten ins Herz

Von: hasirasi2 Datum: 14. June 2020

Eduardo ist wegen Weihnachtseinkäufen in Paris, als ihm plötzlich eine junge Frau im senfgelben Mantel auffällt – sie portraitiert Touristen und sieht genauso aus wie seine große Liebe, die er vor 50 Jahren hier kennengelernt und verloren hat. Wieder zu Hause in Lissabon angekommen, setzt er seinen Enkel António auf sie an: „Ich möchte, dass du jemanden für mich suchst. Eine Frau.“ (S. 23) Die junge Frau heißt Maelys, stammt aus der Bretagne und studiert Kunst. Als sich ihre Tante Valérie den Arm bricht und nicht mehr arbeiten gehen kann, vernachlässigt Maelys ihr Studium, um Geld für die Miete und anfallenden Rechnungen zu verdienen. Antónios Einladung nach Lissabon und der damit verbundene Auftrag, ein Portrait von seinem Großvater zu malen, kommen ihr sehr entgegen, denn er bezahlt außerordentlich gut und sie mag ihn. Maelys stellt nur eine Bedingung: ihre Tante Valérie wird sie begleiten. Dass ausgerechnet dieser Wunsch alte Wunden aufbricht und lang gehütete Geheimnisse ans Licht holt, hätte niemand geahnt. „Man kann nie sicher sein, wer wann plötzlich im Leben auftaucht und es durcheinanderbringt …“ (S. 187) „Wie sagt man ich liebe Dich“ von Claudia Winter hat mich von der ersten Zeile an bezaubert. 1966 bricht Valérie in der Bretagne mit den Konventionen, als sie ihren Eltern erklärt, dass sie nach Paris gehen wird. „Ich möchte nicht heiraten. Nicht heute, nicht morgen und auch nicht übermorgen. … Ich will ein bisschen mehr vom Leben. Mehr als das hier.“ (S. 61) Sie nimmt nur einem kleinen Koffer und wenige Kleidungsstücke mit in ihre ungewisse Zukunft, darunter ein senfgelber Mantel. Valerie hat Glück, findet eine Arbeit als Zimmermädchen in einem Hotel und schnell neue Freunde. Doch: „Das Glück ist ein Fisch, den man nur mit einem Netz aus Blut und Schweiß fängt.“ (S. 186) 50 Jahre später wagt auch ihre Nichte Maelys den Schritt nach Paris. Sie ist ein ganz besonderer Mensch und eine gute Beobachterin. Da sie nichts hören kann, kommt sie mit viel weniger Worten aus als hörende Menschen doch was sie sagt, trifft ihr Gegenüber oft mitten ins Herz. So unterschiedlich Valérie und Maelys auch sind, haben sie doch etwas gemeinsam. Sie verfallen dem Charme portugiesischer Männer und Lissabons. Claudia Winter lässt neben Paris vor allem Lissabon vor dem Auge des Lesers lebendig werden – ich kann den Fado förmlich hören, den Rhythmus der Stadt im Blut spüren und die Vanilletörtchen auf der Zunge schmecken. Zudem erzählt sie zwei sehr unterschiedliche Liebesgeschichten – eine leidenschaftliche und eine ganz zarte. Sie schreibt dabei wunderbar poetisch und berührt mich mit einer der bezauberndsten Liebeserklärung, die ich je gehört bzw. gelesen habe: „Ich verspreche dir nicht, dass Du den Rest deines Lebens glücklich sein wirst … Aber ich könnte deine Hand halten, wenn du traurig bist.“ (S. 195)

berührend, mitreißend und emotional.... ,Ein absoluter Wohlfühlroman

Von: Claudis Gedankenwelt Datum: 13. June 2020

In dem Buch “Die Wolkenfischerin” durfte ich Maelys bereits kennen lernen und habe mich wahnsinnig gefreut, dass sie nun ihre eigene Geschichte bekommt. Nachdem ihre Schwester Claire im ersten Teil das Glück gesucht hat, dürfen wir nun Zeit Maelys´Leben in “wie sagt man ich liebe dich” weiter verfolgen. Mir hat es großen Spaß gemacht zu sehen wie es Maelys in Paris ergeht und vor allem ihre Tante Valerie wieder zu sehen hat mir auch sehr gut gefallen. Die Protagonisten werden aber alle einzeln in das Geschehen eingebaut, sodass keine Vorkenntnisse nötig sind. Als Valerie in Not gerät, lässt Maelys ihr Studium außen vor, sie arbeitet in einem kleinen Lokal als Spülhilfe und porträtiert Touristen auf dem Montmatre. Als der geheimnisvolle Fremde ihr das Angebot macht für viel Geld mit nach Portugal zu fliegen und seinen Großvater zu malen, kann sie fast gar nicht absagen. Nicht nur lockt sie das finanzielle Angebot. Sie ist auch sehr neugierig was hinter diesem lukrativen Geschäft steckt. Und sie stößt auf eine unglaublich ergreifende Hintergrundgeschichte. Eine Liebesgeschichte, die weit zurück reicht und in der auch Maelys eine besondere Rolle spielt. Es beginnt zwischen Maelys und Antonio gewaltig zu knistern und man merkt schnell, dass da mehr ist. Die einzige, die immer wieder dagegen spricht ist Maelys Tante Valerie, die kurz nach der Ankunft schon wieder abreisen wollte. Denn Antonios Großvater hat die beiden sehr unhöflich empfangen. Er scheint plötzlich gar kein Interesse mehr an einem Portät zu haben. Es gibt Abschnitte, die in der heutigen Zeit bei Maelys spielen. Und dazwischen nimmt Claudia Winter die Leser mit in die 1960 er und erzählt mehr aus Baleries Leben. Mir persönlich haben beide Handlungsstränge sehr gut gefallen, weil ich beide Charaktere sehr ins Herz geschlossen habe. Valerie ist kein einfacher Mensch, aber es war grandios ihren Weg aus der Bretagne nach Paris zu verfolgen. Ich war gefesselt und beeindruckt von so viel Unerschrockenheit. Parallel dazu hat mich Maelys immer wieder fasziniert. Denn trotz ihrer Gehörlosigkeit versteht sie doch so viel mehr als ein Hörender. Sie hat ein unglaublich großes Herz, denn sie will für all ihre Mitmenschen immer nur das Beste. Dabei ist es der Autorin gelungen den Leser mit in die Welt zu nehmen, in der man eben nichts hört und nur nach anderen Aspekten eine Welt beurteilen kann. Der Handlungsverlauf hat mich von Anfang an mitgerissen. Ich mochte die zwei Zeitebenen sehr und empfand es als ganz große Kunst wie sie miteinander verknüpft sind. Die Autorin nimmt uns hier mit auf eine ganz besondere Reise durch eine Geschichte, die mich hat viele Gefühle durchlaufen lassen. Wie sagt man ich liebe dich hat mich so tief berührt, dass ich am Ende des Buches zu Taschentüchern greifen musste. Fazit: Claudia Winter schafft es, wie keine andere Autorin die Protagonisten, Emotionen und Schauplätze zum Leben zu erwecken. Das Buch fesselt so sehr, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. “Wie sagt man ich liebe dich” berührt das Leserherz auf vielen Ebenen und ist ein absolutes Highlight, das ich jedem nur empfehlen kann.,Nachdem ich “Heideblütenküsse” bereits verschlungen habe, konnte ich an dem Buch “Heidesommerträume” auf keinen Fall vorbei gehen. Die Handlung ist vollkommen eigenständig und es sind keine Vorkenntnisse nötig. Besonders spannend fand ich die 38 jährige Protagonistin Carolin, die als Autorin tätig ist. Ich denke, dass Silvia Konnerth hier einiges hat einfließen lassen aus ihrem Alltag und deshalb waren diese Passagen besonders interessant für mich. Man erfährt wie es ist den ganzen Tag im Homeoffice zu arbeiten und sich in ein Romanprojekt stürzen zu müssen. Auch, dass nicht alles so leicht von der Hand geht wie es die Autoren manchmal gerne hätten. Da sind Buchsequenzen, die sich nicht echt genug anfühlen um sie der Lektorin zu präsentieren. Und Carolin verzweifelt an einigen Passagen regelrecht. Sie manövriert sich zielsicher in eine Schreibblockade. Um hier wieder zu entkommen beschließt sie zu ihrer Schwester Lola in die Lüneburger Heide zu fahren, Denn als Neu-Single tut ihr sicherlich ein Abstand von der Heimat gut. Denn ihr Ex-Freund Lars steht immer mal wieder auf der Matte und sorgt zu Hause für zusätzliche Spannung. Im Hotel ihrer Schwester begegnet sie dann Till, der sie mehr berührt als Carolin es je für möglich gehalten hätte. Carolin hat auch einen pelzigen Begleiter, der sich heimlich in mein Herz geschlichen hat. Denn Carolin hat einen Hasen namens Hannibal, den man einfach gern haben muss. Auch andere Bewohner des Hofes habe ich schnell in mein Herz geschlossen und es hat mir viel Freude gemacht die Entwicklungen zu beobachten. Silvia Konnerth ist es hier erneut gelungen den Leser in eine wunderbare Heidelandschaft zu entführen. Sie hat dafür gesorgt, dass ich meinen Alltag einfach vergessen konnte und mich in eine idyllische Dorfgemeinde träumen durfte. Hier wirkt alles so gemütlich, dass es ein wahres Vergnügen war sich zwischen den Zeilen zu verlieren. Einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass ich eins der Mißverständnisse zwischen den Schwestern nicht so ganz nachvollziehen konnte. Heidesommerträume bringt genau das, was der Titel verspricht. Man kann sich in die Heide träumen und den ganzen Alltag einmal hinter sich lassen. Begebt euch mit authentischen Charakteren in eine liebevoll erdachte Dorfgemeinschaft und entdeckt welche Geheimnisse das kleine Hotel birgt. Fazit: Das Buch ist ein absolutes Wohlfühlbuch mit Charakteren, die man gern haben muss und einer wunderbaren Handlung, die viel Freude macht. Wer also einen sommerlichen Roman sucht, der ein entspanntes Lesevergnügen bietet und auch mal zum schmunzeln bringt, der ist hier genau richtig. Die Mischung aus Gefühl, Humor und einer herrlichen Landschaft hat mir wirklich gut gefallen und ich freue mich bereits auf weitere Bücher der Autorin.

Wie sagt man ich liebe dich? In der Frage steckt die Antwort! Saperlotte!

Von: Giselas Lesehimmel Datum: 06. July 2020

Meine Meinung Wie sagt man ich liebe dich? In der Frage steckt die Antwort! Saperlotte! Maelys Durant ist gehörlos. Die talentierte Malerin lebt mit ihrer Tante Valérie seit 2 Jahren in einer kleinen Wohnung in Paris. Da die Tante nicht mehr arbeiten kann, verdient Maelys Geld in einem Imbiss. Ihr Chef dort ist ihr sehr zugetan. Er weiß ihren Fleiß zu schätzen und hofft, dass sie ihr Kunststudium irgendwann fortführt. Nebenbei porträtiert sie jeden Nachmittag Touristen auf dem Montmartre. Irgendwie müssen schließlich die Mietschulden bezahlt werden. Valérie ist eine betagte Dame, die das Herz auf der Zunge trägt. Die unkonventionelle Französin weiß nicht, dass ihre Nichte das Kunststudium im Moment auf Eis gelegt hat. Sie kann mit ihrem verletzten Arm im Moment nichts zum Lebensunterhalt beitragen. Valérie trägt eine Fassade. Mit ihrer Schroffheit verbirgt sie ihre verwundete Seele. Eduardo de Alvarenga tätigt Weihnachtseinkäufe in Paris. Der 74 jährige Portugiese hat sich etwas zuviel zugemutet, mit einer Wanderung zum höchsten Hügel von Paris. An der Place du Tetre verschnauft er in einer Brasserie. Schwelgt in Erinnerungen. Da entdeckt er eine junge Frau im senfgelben Mantel. Eine Frau, die aussieht wie seine große Liebe. Damals. Vor über 50 Jahren. Hier in Paris. Er läuft ihr hinterher. Ruft nach ihr. Sie reagiert nicht. António Alvarenga führt in Lissabon das Hotel seines Großvaters Eduardo weiter. Ihm gefällt das Erbe nicht. Vielmehr würde ihm eine kleines Speiselokal zusagen. Er erhält von Eduardo einen sonderbaren Auftrag. Anhand einer alten Fotografie soll er in Paris ein Mädchen ausfindig machen. Sie soll Eduardo porträtieren. Wie bringt man eine wildfremde Frau dazu nach Lissabon zu reisen? Ich habe mich in dieser Geschichte von Anfang an wohl gefühlt. Maelys ist mir sofort ans Herz gewachsen. Die gehörlose Frau versteht keinen Sarkasmus. Weiß oftmals die Sprache der Hörenden nicht richtig zu deuten. Sie zeigt ihre Gefühle und redet stets tacheles. Warum drumherum reden? Ihr sperriges Lachen berührt. Vor allem António Alvarenga kann sich ihrem ganz eigenen Charme nicht entziehen. Maelys nimmt Antónios großzügiges Angebot an. Sie reist mit ihrer Tante nach Lissabon. Auf dem Anwesen der Alvarengas werden sie erst mal nicht von Eduardo willkommen geheißen. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. In den 60igern erfahren wir viel über die mutige Valérie. Mit einem Puppenkoffer ihrer Schwester verlässt sie ihr Elternhaus in der Bretagne, um in Paris ihre Träume zu verwirklichen. Sie arbeitet in einem Hotel. Findet Freunde und ihre ganz große Liebe. >>Ich verspreche dir nicht, dass du den Rest deines Lebens glücklich sein wirst, querida<<, sagte er leise. >>Aber ich könnte deine Hand halten, wenn du traurig bist.<< (Pos.2824) 2019 erleben wir Valérie und Maelys in Portugal. António versteht seinen Großvater nicht mehr. Da musste er die junge Französin nach Lissabon bringen und nun weigert sich der alte Mann die Damen zu empfangen. Maelys versteht ihre Tante auch nicht mehr. Was hat sie gegen Portugiesen? Valérie lässt Maelys ihre Clairefontaine-Notizhefte lesen. Maelys lernt nun das Leben ihrer Tante kennen und erkennt viele Parallelen zu ihrem eigenen. Mit jedem Wort spürt man das Herzblut, das die Autorin in die Geschichte gesteckt hat. Liebevoll ausgearbeitete Details lassen den Leser Paris und Lissabon erleben. Die Hauptprotagonisten konnte ich mir bildlich vorstellen. Auch die Nebencharaktere haben ihren ganz eigenen Charme. Diese Familiengeschichte wärmt das Herz. Ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Wollte die Geheimnisse lüften, die die beiden Familien miteinander verbinden. Konnte nicht verstehen, warum nicht mehr miteinander gesprochen wurde. Hab mir die Haare gerauft, ob der vielen Missverständnisse. Habe erkannt, dass eine gehörlose Frau kommunikativer sein kann, als sämtliche Hörende. Maerlys Ehrlichkeit fand ich einfach nur umwerfend. Sie hat mir so manches mal ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Diese Direktheit hat vor allem António verzaubert. Werde ich mich je an ihre Direktheit gewöhnen? Oder an all die Besonderheiten, die mit der Gehörlosigkeit verbunden sind? (António, Pos. 3961) Ich bin guter Hoffnung, dass António damit klar kommt. Ich hoffe es zumindest ...... Fazit Dies ist nicht der erste Roman, den ich von Claudia Winter gelesen habe. Glückssterne ist bisher mein absolutes Lieblingsbuch von ihr gewesen. Nun haben die Glückssterne ein Schwesterchen bekommen. Wie sagt man ich liebe dich? Eine berührende Hauptprotagonistin bringt uns gehörlose Menschen ein ganzes Stück näher. Ja oder nein. Die Zwischentöne gibt es für Maerlys nicht. Direktheit ist angesagt. Eine Direktheit, die bei hörenden Menschen viele Missverständnisse verhindern würde. Im Dschungel der Familienromane ist *Wie sagt man ich liebe dich* ein ganz besonderer Schatz, der in keinem Bücherregal fehlen sollte. Das Nachwort ist sehr empfehlenswert. Die Rezepte im Anhang lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Danke Claudia Winter. Ich habe jedes Wort genossen.

ein sehr schönes Buch

Von: Ulla Leuwer Datum: 15. June 2020

Meine Meinung: Eine "einfache" Liebesgeschichte schreiben, das kann (fast) jede, aber ganz besondere Schicksale einzubauen, das versteht Claudia Winter sehr gut. Maelys Durant ist gehörlos und wir Leser erfahren durch sie sehr viel, ob es nun um die Gebärdensprache oder Klang der Stimme geht oder Mißverständnisse bei ironischen Sprichwörtern gibt. Was das betrifft macht die Autorin uns Leser auf vieles aufmerksam und berührt uns mit dem Schicksal. Aber es geht nicht alleine um Maelys und ihre Gehörlosigkeit. Es werden Erinnerungen geweckt und die Autorin entführt uns nach Paris. Dort erleben wir die 60er Jahre. Außerdem geht es nach Lissabon und auch von dem Leben in Portugal kann ich sehr viel erfahren. Mir gefällt es immer wieder, wenn mich eine Autorin mit auf die Reise nimmt und mir gleichzeitig wissenswertes über die Geschichte eines Landes schildert. Natürlich dreht sich in diesem Buch vieles um die Liebe, es zeigt, dass das Schicksal nicht immer einfache Weg auswählt. Aber oft findet manches ein gutes Ende, hier kann ich sogar schreiben, es gibt zwei mal ein gutes Ende. Mehr möchte ich darüber aber nicht verraten. Fazit: Claudia Winter hat es auch diesmal wieder geschafft und ein besonderes Buch geschrieben. Sie hat ein schwieriges Thema angefasst und uns Lesern manches näher gebracht. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.