Elin Hilderbrand

Der beste Sommer aller Zeiten

Der beste Sommer aller Zeiten Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch

€ 10,00 [D] inkl, MwSt, | € 10,30 [A] | CHF 14,50 * (* empf, VK-Preis)

oder hier kaufen:

Sommer 1969. Seit jeher verbringt die Familie Levin die schönste Zeit des Jahres auf der Insel Nantucket. Doch in diesem Sommer ist alles anders: Tochter Blair wartet zu Hause auf die Geburt ihres ersten Kindes, Sohn Tiger ist in Vietnam, und Tochter Kirby jobbt in einem Hotel auf der Nachbarinsel. Nur Jessie, die Jüngste, fährt wie immer mit den Eltern und der Großmutter auf die Insel. Ein öder Sommer voller Langeweile liegt vor ihr, befürchtet Jessie. Doch weit gefehlt! Noch ahnt keiner, wie turbulent dieser Sommer wird und welche Überraschungen er bereithält …

Absolutes Sommerbuch

Von: Buchwoerter Datum: 07. July 2021

• DER BESTE SOMMER ALLER ZEITEN • Wenn dieses Buch nicht “Sommer” schreit, dann weiß ich auch nicht! Für mich ist der Roman ein absolut leichtes Strandbuch. Es spielt hauptsächlich auf der Urlaubsinsel Nantucket zwischen Ferienhaus, Club und Strand. Wer einen leichten Roman mit Sommerfeeling nötig hat, liegt mit diesem Buch goldrichtig. Es ist 1969 und eigentlich sollte der schönste Sommer auf der Insel Nantucket für die vier Geschwister stattfinden. Doch lediglich die dreizehnjährige Jessi fährt mit ihrer Mutter und Großmutter auf die Urlaubsinsel, um dort wie jedes Jahr den Sommer zu genießen. Jessi glaubt, dass dies wohl der langweiligste Urlaub ihres Lebens wird, so ganz ohne Geschwister, doch sie irrt sich gewaltig. Die wohlhabende Patchwork-Familie verbringt eigentlich jeden Sommer gemeinsam auf der schönen Urlaubsinsel. Das heißt der Leser trifft generell in diesem Roman auf eine gut betuchte Gesellschaft, die sich gerne morgendlich im Tennisclub trifft, Alkohol schlürft und Essen geht. Vor allem die Großmutter Exalta legt großen Wert auf das Benehmen, Traditionen und alltägliche Standards. Das es der Sommer 1969 ist, spürt man durch kleinere Brüche in der Geschichte: Vietnamkrieg, Woodstock, Sexualität, Frauenrechte und Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen. Die Themen spielen jedoch keine übergeordnete Rolle, sondern geben kleine Einblicke in den Aufbruch. An sich wird die Handlung aus verschiedenen Perspektiven erzählt: den drei Töchtern und ihrer Mutter. So bekommt man parallel, hautnah den Sommer der vier Frauen mitsamt ihren Gedanken und Probleme mit. Dabei muss sich jede Frau einem ganz anderen Problem stellen. Mir haben die verschiedenen Sichtweisen gut gefallen, auch wenn die Handlung oftmals sehr vorhersehbar war. Tatsächlich hat mich dies gar nicht gestört, da dies ein Sommer-Unterhaltungs-Buch ist. Die Charaktere sind nicht besonders ausgeprägt, dennoch gefiel mir, dass beispielsweise alle Personen andere Einstellungen hatten. Das sommerliche Gefühl ist bei mir definitiv angekommen. 📖 Ein leichter, sommerlicher Roman perfekt geeignet um ein paar entspannte Lesestunden am Strand zu verbringen. [3,5/5]

Unterhaltsame Familiengeschichte im Sommer 1969 mit Urlaubsflair

Von: Fanti2412 Datum: 28. July 2021

Die Familie Levin ist eine Patchworkfamilie und verbringt regelmäßig ihre Sommer im Ferienhaus, das Großmutter und Matriarchin Exalta gehört, auf der Insel Nantucket. Doch der Sommer 1969 soll anders werden, als die vorherigen. Der einzige Sohn Tiger verrichtet Dienst in der US-Army im Vietnam-Krieg. Mutter Kate ist in großer Sorge um ihn ebenso wie die jüngste Tochter Jessie, die Tiger sehr nahe steht. Kates Mann David arbeitet viel und erscheint, wenn überhaupt, nur an den Wochenenden auf Nantucket. Die älteste Tochter Blair ist hochschwanger und reist deshalb nicht mit in die Ferien. Und die mittlere Tochter Kirby möchte sich von der Familie etwas abnabeln und nimmt einen Ferienjob auf der Nachbarinsel Martha’s Vineyard an. Doch der Sommer wird turbulenter, als alle Familienmitglieder vorher geahnt haben. In diesem Roman erzählt Elin Hilderbrand die Geschichte einer Familie im legendären Sommer 1969. Als Setting dient, wie so oft in ihren Romanen, die Insel Nantucket, die die Autorin gut kennt, da sie selbst dort lebt. Diese schöne Insel bietet eine ideale Kulisse für einen Sommerroman und die bildhaften Schilderungen von Strand und Meer sorgen auch für ein schönes Sommer- bzw. Urlaubsfeeling. Aber in der Familie Levin geht es so gar nicht sommerlich leicht zu. Überwiegend erzählen die weiblichen Familienmitglieder die Geschichte, kapitelweise jeweils aus ihrer Sicht. So ist man an allen nah dran und erlebt ihre Gefühle, Sorgen und Nöte mit. Mutter Kate ist so in Sorge um ihren Sohn Tiger, der im Vietnam-Krieg dient, dass sie kaum Ruhe findet und ihren Kummer oft in Alkohol ertränkt. Nesthäkchen Jessie ist das erste Mal verliebt, leidet aber auch unter den strengen Regeln ihrer Großmutter, die sie dazu nötigt Tennis spielen zu lernen und jeden Morgen recht früh mit ihr in den Tennisclub geht. Tochter Kirby hat sich selbstständig gemacht und jobbt in einer Pension auf der Nachbarinsel, wo sie auch einige eindrückliche Erlebnisse hat. Die älteste Tochter Blair sitzt hochschwanger zu Hause und ist in ihrer Ehe gar nicht so glücklich, da ihr Mann sie vernachlässigt. So habe sie alle ihr Päckchen zu tragen. Die Autorin thematisiert in dieser Geschichte vielfältige Themen, die in dieser Zeit aktuell waren. So geht es neben Sexualität und sexueller Belästigung auch um die Stellung der Frau, den Vietnamkrieg und Rassismus. Aber auch die Ereignisse dieses Sommers, wie die Mondlandung und das kommende Woodstock-Festival, bilden einen Hintergrund für die Handlung. Mir hat es Freude gemacht, den Sommer mit der Familie auf Nantucket zu erleben und ihre vielen kleinen und großen Sorgen mitzuerleben. Die Angst um den Sohn Tiger konnte ich gut nachvollziehen und ich war gespannt, ob die Familie eine traurige oder eine gute Nachricht erreichen wird. Auch die Frage, wie sich die einzelnen Probleme der Protagonistinnen am Ende entwickeln würden konnte mich fesseln. Auch wenn es in der Geschichte kaum Höhepunkte oder spektakuläre Ereignisse gibt, konnte mir der Roman den Sommer 1969 näher bringen und hat mich letztendlich auch gut unterhalten und Sommerfeeling vermittelt! Fazit: 4 von 5 Sternen