Elisabeth Herrmann

Der Teepalast

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1834, ein kleines Dorf in Ostfriesland. Lene Vosskamp wächst in einer Fischerfamilie in bitterer Armut auf und muss schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Doch dann gerät sie durch einen Fremden in den Besitz einer geheimnisvollen Münze, die sie berechtigt, in China mit Tee zu handeln. Fortan ist sie beseelt von dem Gedanken, sich aus ihren elenden Verhältnissen zu befreien und als erste Frau ein Tee-Imperium zu gründen. Für Lene beginnt eine gefahrvolle Odyssee, die sie über die Meere der Welt und in ferne Länder führt – und auf die Spur der Liebe ihres Lebens, die ihr einst in einer Weissagung prophezeit wurde ...

Kämpfe für deine Träume es lohnt sich

Von: Shondra Datum: 19. January 2022

Klappentext: 1834, ein kleines Dorf in Ostfriesland. Lene Vosskamp wächst in einer Fischerfamilie in bitterer Armut auf und muss schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Doch dann gerät sie durch einen Fremden in den Besitz einer geheimnisvollen Münze, die sie berechtigt, in China mit Tee zu handeln. Fortan ist sie beseelt von dem Gedanken, sich aus ihren elenden Verhältnissen zu befreien und als erste Frau ein Tee-Imperium zu gründen. Für Lene beginnt eine gefahrvolle Odyssee, die sie über die Meere der Welt und in ferne Länder führt – und auf die Spur der Liebe ihres Lebens, die ihr einst in einer Weissagung prophezeit wurde … Diesen Roman konnte ich kaum aus der Hand legen und die 656 Seiten waren so schnell gelesen. Lene ist inzwischen Großmutter und hat es erreicht ihren Tee Palast zu eröffnen, doch wie alles Anfing und seinen Lauf nahm entnehmen wir aus ihren Erinnerungen. Lene nimmt uns mit auf ihrer Reise sich ihre Träume zu erfüllen und dafür zu kämpfen auch wenn man vielleicht sein Leben dafür lassen muss. Eine starke junge Frau die sich aus der Armut heraus in ein besseres Leben kämpft mit vielen Abeneuern, oft auf Messersschneide und nur um Haaresbreite entkommt sie mehrmals mit dem Leben. Doch sie schafft das was vielen Frauen in dieser Zeit verwehrt bleibt. Ein toller Roman absolut zu empfehlen.

Der Teepalast

Von: freetimeGuide Datum: 16. January 2022

Mit diesem historischen Roman wird man in das Jahr 1834 zurückversetzt. Bei einem Sturm verliert Lene Vosskamp zuerst ihren Vater und in der gleichen Nacht auch ihre Mutter. Zurück bleibt sie mit ihren zwei kleinen Geschwistern. Beim Unfall mit ihrem Vater kann sie einen jungen Mann retten, der ihr zum Dank eine Münze schenkt. Es stellt sich heraus, dass sie damit ins Teegeschäft einsteigen könnte. Aber wie soll sie das in ihrer tiefen Armut bewerkstelligen? Es gibt viele Hindernisse, für Frauen gibt es in dieser Zeit kaum Rechte. Aber Lene kämpft sich durch alle Schwierigkeiten Hier wird nicht nur die Zeit um 1800 mit all ihren Hindernissen, vor allem aufgezeigt. Die völlig andere Welt der Schifffahrt und die Reisen nach China sind außerordentlich interessant, auch wenn einige Schilderungen etwas unrealistisch wirken. Aber es ist ein Roman und vor allem sehr unterhaltsam.

Das Leben antwortet mit Zufällen, wenn ein Wunsch aufsteigt, der stark genug ist

Von: thenerdybookbird Datum: 17. December 2021

Als Lene Vosskamp mit ihrem Vater eines Morgens mit dem Boot herausfährt, um einem auf Sand gelaufenen Schiff zu helfen, hätte sie nie für möglich gehalten, wie sehr dieses Ereignis ihr Leben verändern wird. So verliert sie nicht nur in dem Chaos auf See ihren Vater, sondern rettet auch gleichzeitig einen asiatisch aussehenden Mann, der ihr als Dank für seine Rettung eine Münze überreicht. Kaum hat sie dieses Ereignis für sich verarbeiten können, stehen ihr schon die nächsten Schicksalsschläge bevor und sie trifft eine folgenschwere Entscheidung. Ich habe sehr gerne die Geschichte der Lene Vosskampf verfolgt, denn sie ist eine Frau, die niemals ihr Schicksal akzeptiert, sondern immer versucht, andere Wege ans Ziel zu finden. Am Anfang hatte ich zwar meine Probleme mit dem Buch, denn die Schicksalsschläge von Lene wirkten auf mich so, als ob sie zu viel für eine einzelne Person sind, die ansonsten auch schon in bitterer Armut leben muss. Gleichzeitig zeigt es aber auch die ausweglose Situation von Lene und dass sie dringend etwas an ihrer Situation ändern muss, denn sie hat quasi nichts mehr zu verlieren. So begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise quer über die Weltmeere, um sich ihren Traum zu erfüllen und mit Tee zu handeln zu einer Zeit, in der Frauen keine andere Rolle zugedacht wurde, als eine liebende Ehefrau und Mutter zu werden. Es wirkt nahezu verrückt, wenn Lene von ihrem Plan erzählt und ihr Umfeld zeigt ihr auch ganz genau, was sie von diesem Unterfangen hält. Aber was bleibt einem sonst, wenn man alles verliert, wenn nicht die eigenen Träume. Lene akzeptiert kein Nein und sucht immer wieder Möglichkeiten, wie sie es als alleinstehende Frau schafft, doch ihr Ziel zu erreichen. Dabei ist sie sich für nichts zu schade und arbeitet während ihrer Reise auch als Aushilfskraft in einem Bordell, als Zimmermädchen für eine verschrobene Kapitänsfrau oder gibt sich als Frau eines Missionars aus. Dabei wirkte Lene auf mich immer ziemlich inspirierend, denn sie weiß, was sie will und ist bereit, dafür Opfer zu erbringen, egal wie schmerzhaft sie sind z.B. muss sie ihre Schwestern in Friesland in einem Armenhaus zurücklassen, obwohl sie weiß, dass es ihnen dort nicht gut geht oder sie entscheidet sich gegen einen Mann, obwohl sie ihn von Herzen liebt, aber sie zu sehr in ihrer Freiheit einschränken würde. Lene geht ziemlich oft den unbequemen Weg und wurde mir dadurch sympathisch. Ich habe mit ihr mitgefiebert und habe mir nur das Beste für sie gewünscht. Am Ende habe ich sogar ein paar Tränchen verdrückt, denn es ist einfach nur eine wunderbare Geschichte über eine Frau, die immer wieder ihr eigenes Schicksal herausfordert. Zwar kann man daran zweifeln, dass es eine solche Frau gegeben hat, die mit einer Leichtigkeit zu dieser Zeit die Männerwelt mehr oder weniger ausgetrickst hat und auch z.B. mal in Besprechungen von britischen Marine-Offizieren hineingeplatzt ist, um ihre Meinung kundzutun, aber es ist auch eine schöne Vorstellung, wenn es so war. Denn so oft wurde die Geschichte von Männern geschrieben, die ziemlich große Fehlentscheidungen aus einem verletzten Ego heraus getroffen haben, dass man sich manchmal wünscht auch Frauen hätten eine Stimme gehabt. Darüber hinaus fand ich es auch schön, wie Lene über die Jahre in jedem Land, das sie bereist hat, Freundschaften aufgebaut hat und ihr eigenes Tee-Imperium zu etwas verwandelt hat, das für damalige Verhältnisse nahezu modern und aufgeschlossen gewirkt haben muss. Aus diesem Grund kann ich jedem dieses Buch empfehlen, der eine Geschichte über eine Frau lesen möchte, die einfach Nein zu ihrem Schicksal sagt und nach einer entbehrungsreichen Reise das größte Glück der Welt erreicht hat: Freiheit.

eine abenteuerliche Reise

Von: Ulla Leuwer Datum: 16. December 2021

Meine Meinung: Ich lese wirklich sehr gerne historische Bücher, aber hier war ich hin und her gerissen und unschlüssig, wie ich meine Bewertung dazu schreiben sollte. Lene Vosskamp lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort in Friesland. Durch einen unglücklichen Zufall gerät sie in eine Situation, die sehr gefährlich für sie enden könnte, wenn es da nicht einen Fürsprecher gegeben hätte. Auf jeden Fall gelingt Lene die Flucht und sie begibt sich auf den langen Weg nach China. Die Autorin hat die damaligen Lebensumstände sehr gut recherchiert und wieder gegeben. Allerdings fiel es mir schwer daran zu glauben, dass Lene es alleine schafft beziehungsweise immer wieder Retter findet. Das gehört dann wohl in den Bereich Dichtung und wurde rund um die Personen beschrieben, die damals tatsächlich gelebt haben. Die ganzen Erlebnissen waren interessant und ich wollte natürlich das Buch bis zum Ende lesen, weil ich wissen wollte, was Lene alles erlebt hat. Denn, dass sie alles gut überstanden hat, wusste ich ja, sonst hätte sie mit ihrer Enkeltochter nicht gemeinsame Tee trinken können. Allerdings kam wir vieles sehr langatmig vor, es zog sich in die Länge, weil viele Begebenheiten ausführlich beschrieben wurden. Zum Ende hin ging alles viel schneller und da traten bei mir reichlich Fragen auf und ich hätte gerne mehr erfahren. Fazit: Wer historische Abenteuerromane mag, wird wahrscheinlich begeistert sein. Ich persönlich hätte es dann doch gerne etwas realistischer. Natürlich lasse ich mich gerne belegen, wenn jemand behauptet, das alles kann eine Frau vor rund zweihundert Jahren durchaus erlebt haben. Ich möchte jetzt niemanden vom Lesen abhalten, aber ich war am Ende nicht so richtig zufrieden.

Eine Reise ins Land des Tees

Von: schmoekerstunde Datum: 10. December 2021

Die Autorin hat intensiv recherchiert. Sie schreibt flüssig und schildert außerordentlich ausführlich über die Lebensumstände der Protagonisten. Man kann sich direkt in jede Landschaft versetzen, so gut wird alles beschrieben. Selbst das damalige Niederdeutsche kommt nicht zu kurz. Es ist eine ziemlich unwahrscheinliche Geschichte. Aber: es muss nicht alles historisch belegt sein, schließlich handelt es sich um einen Roman und nicht um eine geschichtliche Dokumentation. Die Autorin hat einen wunderbaren „Schmöker“ geschrieben, der einen in eine andere Zeit abtauchen lässt. Eine Tasse Tee, eine gemütliche Athmosphäre und dieser Roman, und schon ist man weit weg.

Ein unterhaltsamer Schmöker für lange Winterabende

Von: Sommerlese Datum: 01. December 2021

Elisabeth Herrmann schrieb den historischen Roman "Der Teepalast", der im Goldmann Verlag erscheint. 1834: Lene Vosskamp ist die älteste Tochter einer bitterarmen Fischerfamilie in einem Dorf in Ostfriesland. Wie alle Bewohner, so ist die Strandräuberei eine überlebenswichtigere Quelle. Doch Lene wird wegen Mordes und Strandräuberei zum Tode verurteilt. Sie erhält von einem Fremden eine besondere chinesische Münze, die sie berechtigt, Tee in Kanton einzukaufen. Und weil ihr Freispruch eher fraglich erscheint und sie nichts zu verlieren hat, macht sie sich auf den Weg nach Asien. Bei diesem Roman kann man mit Lene wunderbar mitfiebern, es gibt einige Übergriffe, aber auch romantische Momente und die Schauplätze werden sehr bildhaft geschildert, sodaß man sich alles gut vorstellen kann. Im Großen und Ganzen ein sehr unterhaltsamer und mitreißender Roman, bei dem die historischen Hintergründe der Zeit auch deutlich werden. In diesem Fall besonders die bittere Armut der Bewohner Frieslands, die Ursprünge des Teehandels und des Opiumkrieges. Lene hat genug Mut, um sich auf diese abenteuerliche Reise zu begeben. Durch die Vorfälle in ihrer Heimat Friesland hat sie allerdings auch nichts zu verlieren. Unterwegs begegnet sie der Liebe, aber auch Verrätern und hinterhältigen Schurken, die es nur auf ihren größten Schatz abgesehen haben. Doch sie hat genug Glück, um bis ins ferne China und Indien zu gelangen. Dieser gut erzählte Roman hat eigentlich alles, was es für einen guten historischen Roman braucht: Eine vom Schicksal gebeutelte Hauptfigur, ein großer und riskanter Lebenstraum, eine Reise an exotische Schauplätze, etwas Liebe, Intrigen, Machtkämpfe und Gegenspieler, die kriminelle Ambitionen hegen. Die Geschichte hat mich in ferne Gefilde reisen lassen und ich habe Lene gespannt dabei begleitet. Ihr Vorhaben war für mich aufgrund der damaligen Bedingungen für Frauen zwar etwas hoch gegriffen, aber ich fand die Idee durchaus nachvollziehbar. Nur die Münze fand ich von Anfang an sehr fragwürdig und irgendwie historisch nicht belegt. Lene Vosskamp ist von einem großen Traum beseelt, sie möchte aus ihrer Armut entfliehen, in den Teehandel einsteigen und einen Teepalast bauen. Ohne Schiff, großes Vermögen und einflussreiche Handelsbeziehungen ist das eigentlich ein ziemlich unlösbarer Traum. Aber Lene hat Glück, ständig trifft sie Menschen, die ihr helfen oder ihr kommt der Zufall zur Hilfe, wenn sie plötzlich in Gefahr gerät. Das war mir auf Dauer doch etwas zuviel, wobei die Geschichte natürlich nur so auch abenteuerlich wird und auf einen guten Ausgang hinausläuft. Aber mir war vieles doch zu konstruiert, um es glaubhaft annehmen zu können. Ein schöner Schmöker für lange Winterabenden, an denen man sich in eine andere Zeit und in die Ferne träumen kann.

Unterhaltsamer Schmöker

Von: Iris Schneider Datum: 28. November 2021

Die Autorin Elisabeth Herrmann ist mir eher als Krimi-, Thriller-, und Jugendbuchautorin bekannt, deshalb war ich ganz überrascht, dass sie sich in ein anderes Genre begeben hat. Das ist ihr, wie ich finde, sehr gut gelungen, denn ihr Roman ‚Der Teepalast‘ ist ein richtig dicker Schmöker und liest sich einfach so, ohne große Anstrengung, weg. ‚Der Teepalast‘ war sehr unterhaltsam, spannend und kurzweilig zu lesen, genau das Richtige bei diesem Schmuddelwetter…

Reise ins Land des Tees

Von: Annabell95 Datum: 28. November 2021

Ostfriesland, 1834. In einem kleinen Dorf in Ostfriesland wächst Lene Vosskamp in einer ärmlichen Fischerfamilie auf. Sie muss viele Schicksalsschläge hinnehmen. Doch dann erhält sie durch einen Fremden eine mysteriöse Münze, die sie dazu berechtigt in China Tee zu handeln. Von nun an hat sie einen Traum. Sie will nach China, dort Tee kaufen und in Ostfriesland einen Teepalast bauen. Für Lene beginnt eine gefährliche Reise über Meere in ferne Länder. Die Handlung wird durch Liebe zum Detail geprägt. Die Handlungsorte werden durch detaillierte Schilderungen sehr bildhaft dargestellt. Beim Lesen hat man ein gutes Bild vor Augen, wie es zu der Zeit dort ausgesehen haben mag. Man spürt auch die Armut der Menschen, den Dreck in dem sie leben müssen, aber auch die harte raue Arbeit auf dem Schiff und den Teeplantagen. Auch die Charaktere wurden sehr ausführlich dargestellt. Lene Vosskamp, als Hauptprotagonistin, mochte ich von anfang an. Sie ist mutig, taff und hat durch die mysteriöse Münze einen großen Traum, den sie unbedingt umsetzen will. Auch wenn es vielleicht etwas unrealistisch zu der Zeit ist, so habe ich dennoch die Geschichte dahinter geliebt. Und so begleiten wir Lene auf ihre Reise nach China. Auf ihrer Reise begegnen wir sehr viele Charaktere. Das Gute ist, dass wir auf die Charaktere einzeln bei jeder ihrer Reiseetappen treffen. So ist es auch kein Durcheinander und man hat genügend Zeit sich mit dem einzelnen Charakter auseinander zu setzen. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und sind auf ihre eigene Art und Weise besonders. Den Schreibstil finde ich toll. Er ist zeitgemäß aber lässt sich dennoch flüssig und angenehm lesen. Sehr besonders ist, dass die Autorin hier auch das alte Niederdeutsch mit eingeflochten hat, wodurch man noch nähere Einblicke in die damalige Zeit bekommt. Unbekannte Wörte und Textstellen werden direkt in der Fußnote übersetzt, sodass das Glossar entfällt. Sie hat auch wichtige historische Fakten wie bspw. den Opiumkrieg in ihre Handlung passend eingeflochten. Neben der Fiktion fand ich das sehr interessant zu lesen. Ein halben Stern muss ich aber abziehen, weil es mir so kurz vor der Hälfte etwas langatmig wurde. Vielleicht hätten hier einige Passagen nicht ganz so ausführlich beschrieben werden müssen. Dafür war mir dann das Ende etwas zu abgehakt, wo ich widerum noch gerne etwas mehr erfahren hätte. Mein Fazit: Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Der Schreibstil und die Liebe zum Detail haben mich in ihren Bann gezogen, sodass ich in der Story abgetaucht bin. Von mir gibt es 4,5 Sterne und jeder Teeliebhaber muss das Buch unbedingt gelesen haben.

Spannender historischer Roman

Von: buchundkaffee Datum: 11. November 2021

„Das Glück war wie ein Ballon, der immer größer und größer wurde und kurz vor dem Platzen war.“ (S. 340) Ganz herzlichen Dank liebes Bloggerportal und Goldmann-Verlag für die Zusendung dieses Buches. Als ich allein das Cover entdeckt hatte, war ich hin und weg. Und der Name Elisabeth Herrmann sprach für sich, mehr musste ich nicht wissen, um dieses Buch lesen zu wollen 😉 Ich habe schon einige Krimis der Autorin gelesen und war schon immer begeistert von ihren Büchern. Umso mehr war ich auf ein völlig neues Genre gespannt, dem sich die Autorin gewidmet hat … und wurde nicht enttäuscht! Dieses Buch ist so wundervoll und bildgewaltig geschrieben, dass ich jederzeit mit vor Ort war und in die Welten abgetaucht bin, sei es auf See, in London oder China. Wir befinden uns hier im Jahre 1834 in einem kleinen Dorf in Ostfriesland, wo Lene Vosskamp in absoluter Armut aufwächst und schon früh mit Schicksalsschlägen konfrontiert wird. Die Beschreibung der Armut hat mich dermaßen berührt und mitgenommen, dass es körperlich schon fast weh tat, darüber zu lesen. In einer verhängnisvollen Nacht rettet Lene einem Schiffbrüchigen das Leben, der ihr aus Dank eine wertvolle chinesische Münze schenkt, die Lene zum Handel mit Tee in China berechtigt. Um aus ihren ärmlichen Verhältnissen auszubrechen, wagt sie sich auf den Weg in das Unbekannte … Es ist unglaublich, was Lene auf ihrem Weg von Ostfriesland nach Asien passiert. Aber sie ist so eine beeindruckende und willensstarke junge Frau, dass sie allen Widrigkeiten trotzt, auch wenn diese sie manchmal fast das Leben kosten, als sie zum Beispiel ins Gefängnis von Leer kommt und hingerichtet werden soll. Die Geschichte ist von Anfang so spannend geschrieben wie ein Krimi, da merkt man die Krimischreibkunst der Autorin 😊 Vor allem die Überfahrt und die mühsamen Strapazen in China fand ich unglaublich spannend, aber auch, wie es dazu überhaupt kam, dass Lene auf einem Schiff mitfahren konnte. Ich bin absolut begeistert von diesem wahrhaft dicken Schmöker und Elisabeth Herrmanns wunderschönem Schreibstil. Es gibt von mir eine ganz klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne für dieses wunderbare Buch, das sicherlich zu denen gehört, die mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben werden. Eine wunderbare Geschichte für die kommende Herbst- und Winterzeit zum Einkuscheln mit einer schönen Tasse Tee.

Abenteuer: Der Teepalast

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 30. October 2021

Lene wächst 1834 in Ostfriesland auf. Sie kennt sich mit der Nordsee, den Gezeiten, dem Wattenmeer und den tückischen Flussverhältnissen aus. Und sie lernt Tee kennen und schätzen. Und die weite Welt: Anfänglich etwas kitschig, aber dann…! Die Art, wie Lene aus der armen Fischersfamilie über den Kerker in die Welt zieht, fand ich etwas kitschig. Allerdings gut erzählt 😉 Und bereits die Reise von Emden über London, Südafrika nach China ist ungemein spannend und ein bisschen lehrreich. Dazu sind die Beschreibungen sehr bildhaft ohne je zu detailliert zu sein. Auch eine Kunst für sich. Lene reist alleine, schlägt sich weitgehend gut und findet auf ihrer Fahrt Bekannte und Freunde. Lenes Geschichte scheint ziemlich unrealistisch zu sein, aber dafür trumpfen die gut recherchierten und eingearbeiteten Hintergrundinformationen über die bereisten Regionen und Städte. Auch der Opiumhandel spielt eine größere Rolle und natürlich der Handel mit Tee. Alles in allem ist es ein Abenteuerroman im historischen Gewand.

Eine besondere Geschichte für Teeliebhaber

Von: Lea Datum: 27. October 2021

Ich habe nun schon ein paar Bücher der Autorin gelesen das waren jedoch alles Krimis, die mich aber richtig begeistern konnten. Als ich den Titel gesehen habe war mir klar ich muss dieses Buch lesen und das Buchcover gefällt mir auch richtig gut. Der Blick auf den See davor das Geländer eines Pavillons und dazu die Blüten finde ich sehr stimmig und ansprechend. Wir starten in Ostfriesland und ich habe mich mit dem Buch in eine gemütliche Decke gewickelt und eine Kanne Tee getrunken, die Seiten sind so schnell verflogen. Ich mochte Lene von Anfang an sie steht für ihren Traum ein und begibt sich auf eine sehr aufregende und auch gefährliche Reise auf der wir sie begleiten dürfen. Doch die ganzen Anstrengungen lohnen sich denn neben ihrem Traum findet sie auch noch eine ganz besondere Liebe. Ich mochte die Liebe zum Detail, die Autorin beschreibt die Charakter mit sehr viel Details und man merkt wie viel Liebe sie in die Charaktere gesteckt hat. Wir treffen auf sehr verschiedene Charaktere und das macht es so spannend. Auch die Landschaft und die Schauplätze wurden sehr detailliert beschrieben und haben zum träumen eingeladen. Ich mochte es so sehr der Fantasie freien Lauf zu lassen. Fazit: Die Autorin darf gerne mehr solcher wunderbaren Geschichten schreiben, ich liebe ihre Krimis aber auch dieser historische Wohlfühlroman konnte mich überzeugen und begeistern. Es war schön in die Welt des Tees abzutauchen und dazu so eine tolle Protagonistin zu begleiten.

Wirklich gut gelungen

Von: aebbies.buechertruhe Datum: 24. October 2021

Hogsterwaard in Ostfriesland, im Jahre 1834. Lene Vosskamp, Tochter einer Fischersfamilie, wächst in Armut auf, viel Leid prägt ihr Leben. Als sie einem Fremden das Leben rettet, erlangt sie in den Besitz einer geheimnisvollen Münze, die sie berechtigt, in China mit Tee zu handeln. Von nun an will sie sich aus ihrem Leben befreien um einen Teepalast aufzubauen und als erste Frau ein Tee-Imperium zu gründen. Lenes Weg führt sie über die Meere der Welt, in fremde Länder und auf die Spur ihrer großen Liebe, die ihr prophezeit wurde.. Mit "Der Teepalast" hat Elisabeth Herrmann ihren Pfad der Krimis verlassen und sich an einen historischen Roman gewagt. Das Experiment ist ihr absolut gelungen! Dieser Roman fesselt und hat mich mehr als begeistert. Lene ist eine absolut sympathische Figur, deren Weg spannend zu verfolgen ist. Man mag sie einfach, leidet und fiebert mit ihr und kann nur staunen, wie sie es zu der damaligen Zeit geschafft hat, sich zu behaupten. Sie meistert ihr Leben und überwindet alle Hindernisse. Elisabeth Herrmann hat eine einzigartige Art, ihre Charaktere, das Geschehen und die Handlungsorte lebendig werden zu lassen. Egal wo man sich gerade befindet, es läuft wie ein Film vor Augen ab und man fühlt sich mittendrin. Geschickt läßt sie historische Fakten wie z. B. den Opiumkrieg oder Details zum Teehandel mit in ihre Handlung einfließen, was der Handlung zu Authentizität verhilft. Dieser Roman ist einfach rundum gelungen und ich hoffe, daß Elisabeth Herrmann noch öfter einen Ausflug in das historische Genre macht!

Lust auf eine Tasse Tee? - nach diesem Buch ganz sicher

Von: kristina.liest Datum: 14. October 2021

Ostfriesland 1834 - vom armen Fischermädchen zur erfolgreichen Königin eines Tee-Imperiums. Bremen, November 1876: „Wie Blumen öffneten sich die weißen Sahnewolken, verwoben sich in zarten Schleiern, steigen auf und ab und sanken schließlich zurück in den dunklen Grund der Tasse.“ - Mit diesen Worten beginnt der neue Roman von Elisabeth Herrmann, der die Geschichte von Lene Vosskamp erzählt. Sie wächst als älteste Tochter in sehr ärmlichen Verhältnissen auf und erfährt bereits in jungen Jahren einige schwere Schicksalsschläge. Durch einen Zufall gerät sie in den Besitz einer chinesischen Münze, die sie berechtigt, in China mit Tee zu handeln. Mit diesem mutigen Vorhaben verlässt sie ihre Heimat Ostfriesland und macht sich auf den beschwerlichen Weg nach China, um ihren großen Traum in Erfüllung gehen zu lassen. Elisabeth Herrmann´s Schreibstil liest sich flüssig und macht die Geschichte herrlich vorstellbar. Auf Lene´s Reise nach und durch Asien hatte ich hin und wieder wirklich das Gefühl, mittendrin zu sein - auf den Märkten, zwischen all den Gerüchen und Geräuschen. Im Laufe des Buches lernt Lene viele Menschen kennen - gute, wie auch böse -, die der Geschichte immer wieder sehr gute Spannungsbögen verliehen haben. Auch die Liebe kommt natürlich nicht zu kurz, wenngleich sie eher einen kleinen Teil der Geschichte einnimmt, die am Ende noch eine kleine Überraschung bereithält. Mit knapp über 650 Seiten ist „Der Teepalast“ kein wirklich dünnes Buch, jedoch hat mich die Geschichte einfach richtig toll unterhalten und war für meinen Geschmack keineswegs langatmig. Wer Lust auf eine abenteuerliche Reise ins ferne Asien hat und zudem noch ein wenig über den Teehandel zur damaligen Zeit erfahren möchte, dem kann ich das Buch nur absolut empfehlen. So, und jetzt habe ich Lust auf eine gute Tasse Ostfriesentee :-).

Ein echtes Abenteuer!

Von: Marlen Blume Datum: 12. October 2021

Elisabeth Herrmann mal ganz anders! Die für ihre komplexen Krimis und Thriller bekannte Autorin ging mit diesem Buch neue Wege – sie wagte sich an einen historischen Stoff und schlägt mit diesem Roman ganz neue Töne an. Ich kann schon mal verraten – ohne ein paar Todesfälle kommt auch dieses Buch nicht aus 😉, aber hier geht es um den abenteuerlichen, wenn nicht sogar aberwitzigen Lebensweg einer jungen Frau aus ärmlichen Verhältnissen.   In bester Tradition klassischer Abenteuerromane erzählt Elisabeth Herrmann ihre Geschichte von dem Mädchen aus ärmlichsten Verhältnissen hin zur Besitzerin des „Teepalasts“ in ihrer norddeutschen Heimat.   Ich kenne mittlerweile so einige historische Frauenromane, aber dieser hier hebt sich definitiv aus der Masse heraus. Das liegt nicht allein an dem stolzen Umfang von 653 Seiten, sondern vor allem an der Art, wie Frau Herrmann diese Geschichte erzählt. Eigentlich würde man diese Art von Story bei einem männlichen Protagonisten erwarten – keinesfalls bei einer Frau im Jahre 1834. Denn sie geht sehr selbstbewusst ihren Weg, ist äußerst risikofreudig und nie um eine Ausrede oder einen Trick verlegen.   Und so liest sich ihre Geschichte rasant und spritzig, sie stürzt von einem Abenteuer ins nächste und das macht unheimlich Spaß zu lesen.   Was mich nur ab und an ein wenig störte, ist die Art und Weise, wie Lene immer weiterkommt auf ihrer Reise. Es sind immer wieder die „perfekten Zufälle“, die ihr helfen. Im richtigen Moment trifft sie immer genau denjenigen, der ihr in Kürze weiterhelfen kann, wenn ihr Weg versperrt scheint und ihre Lage scheinbar ausweglos ist. Das Gute: der Leser kann sich zurücklehnen und weiß – wird schon weitergehen! Aber dadurch hat die Geschichte bei mir ein wenig an Glaubhaftigkeit eingebüßt. Es ist so ein wenig, als würde einem jemand eine abenteuerliche Seefahrergeschichte erzählen, bei der man nie weiß, was wirklich passiert ist oder hätte passieren können…   Aber andererseits macht genau das auch den Reiz der Story aus, denn ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann ich das letzte Mal eine solch monumentale Geschichte gelesen habe, die sich über mehrere Kontinente spann und einfach überwältigend ist. Die Autorin fängt das karge Leben in Friesland ebenso ein wie die prachtvollen Salons in London, das beengte Zusammenrücken auf einem Schiff auf dem Weg nach Asien ebenso wie die fremde Kultur Indiens… Sie schafft es, dass man meint, alles mit allen Sinnen erleben zu können beim Lesen und das macht einen guten Roman aus!   Deshalb kann ich dieses Buch allen empfehlen, die mal wieder Lust auf eine Geschichte haben, bei der sie völlig eintauchen können in die Vergangenheit. Das Lesegefühl bei diesem Buch ist einfach etwas ganz Besonderes!

Lenes Weg

Von: Anyah Maria Datum: 09. October 2021

Die Geschichte startet 1834 als Helene 'Lene' Vosskamp bereits 17 Jahre alt ist. Sie lebt mit ihrer Familie in völliger Armut, der Vater nach einem Unfall versehrt, versucht als Fischer seine Familie durchzubringen. Im kleinen Dorf in Friesland schlägt der Familie nur Abscheu entgegen. In einer Nacht verliert Lene Vater, Mutter und ein ungeborenes Geschwisterchen. Eine Intrige des gesamtes Dorfes bringt sie nahezu an den Galgen, aber sie kämpft sich frei. Sie schafft es mit Mühen und sehr steinigen Wegen, als erste Frau in ihrer Zeit ein Tee-Imperium aufzubauen und lebt später als sehr reiche Frau. Lene setzt sich Zeit ihres Lebens für Schwächere ein und widersetzt sich Ungerechtigkeiten. Das öffnet ihr manche Tür und verschafft ihr Anerkennung. In diesem Roman ist der Weg der Helene Vosskamp, der die Faszination verbreitet, das Ziel selbst steht schon im voraus fest. Ich mag dieses Buch gar nicht aus den Händen legen, es ist ein wahrer Schmöker, den ich nur so verschlinge. Die Biografie und der Lebensweg Lenes hätte genauso ablaufen können, die Autorin schildert die Verzweiflung, die Stärke, den Kampf dieser Frau einfach ausgezeichnet. Die Story ist für mich perfekt. Die Charaktere aller sind hervorragend ausgearbeitet, die wirkliche Geschichte der Zeit ist vorbildlich festgehalten. Der Schreibstil Elisabeth Herrmanns beeindruckt mich tief. Sie erzählt prächtig in schöner, erhabener Sprache. Der Spannungsbogen ist fest gezurrt, ich werde von der ersten Zeile an brillant unterhalten und mag Lene durch ihr Leben folgen, ja brenne darauf, wie es nach jeden Kapitel weiter geht. Die Kapitel sind sehr dick gehalten und erzählen jeweils einen Lebensabschnitt Lenes. Ein Buch, das schon seines Umfanges wegen, Zeit benötigt, die jedoch schnell verfliegt. So klar vergebe ich hier fünf von fünf möglichen Sternen und empfehle das Buch selbstverständlich weiter. Für mich ein Herzensbuch, Figuren, die nachhallen, eine unvergessliche Geschichte. Leser und Leserinnen, die historische Romane und die Lebenswege einer starken Frau in schwierigen Zeiten und Verhältnissen lieben, kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Diese Lektüre ist einzigartig!

Eine gut Mischung aus Abenteuer und Historik

Von: Sylvia Hertel / cybergirl Datum: 06. October 2021

Friesland 1834: Lene Vosskamp wächst bei einer Fischerfamilie in Armut auf. Als eines Tages ein Handelsschiff vor der Küste sinkt, rettet Lene einen Mann aus den Fluten. Damit hat sie die Aufmerksamkeit der Strandpiraten auf sich gezogen: Lene landet im Kerker, kann sich aber durch eine Münze, die ihr der Schiffsbrüchige gegeben hat befreien. Diese Münze soll Lene helfen Teehandel in China zu betreiben. Lene sieht sich ihrem Traum der Armut zu entfliehen nahe. Sie begibt sich auf eine abenteuerliche Reise von Emden über London bis nach Kanton. „Der Teepalast“ ist der neue Roman von Elisabeth Herrmann. Ich habe schon unzählige Bücher der Autorin gelesen, bisher aber immer Krimis, Thriller und auch Jugendbücher, die auch im Spannungsbereich angesiedelt sind. Jetzt hat die Autorin einen Abstecher ins Genre der Historischen Romane gemacht. Und wie kann es bei Elisabeth Herrmann anders sein, auch dieses Genre beherrscht sie grandios. Schon das Cover ist ein Hingucker. Es ist wunderschön und man muss es in der Buchhandlung einfach in die Hand nehmen. Die Protagonisten sind durchweg sehr interessant. Vor allem natürlich Lene Vosskamp die sich in dieser Geschichte auf ein großes Abenteuer einlässt. Ich fand Lene gleich sympathisch und es hat Freude gemacht ihre Entwicklung mitzuerleben. Ihr Mut und ihr Tatendrang haben mir allen Respekt abgefordert. Lene möchte der Armut entfliehen und mit einer Münze die sie von einem Mann den sie aus den Fluten gerettet hat bekommen hat in den Teehandel einsteigen. Ihr großer Traum ist ein Teepalast. Es hat mir großen Spaß gemacht Lene auf ihrer großen und abenteuerlichen Reise bis ins ferne Asien zu begleiten. Elisabeth Herrmann erzählt die Geschichte aus Sicht von Lene. Aber auch die anderen Protagonisten kommen nicht zu kurz. Im Laufe des Buches begegnet man auch einigen historischen Persönlichkeiten die das Erzählte noch authentischer werden lassen. Auch die Stellung der Frau zu dieser Zeit wird in diesem Buch hervorgehoben. Wie gut, dass es immer wieder so starke und mutige Frauen wie Lene Vosskamp gab die für die Rechte der Frau gekämpft haben. Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist wie immer flüssig und leicht verständlich. Die Autorin erzählt so bildhaft, dass man sich alles genau vorstellen kann. Die Länder und Städte sind in diesem Roman sehr gut beschrieben genau wie die Menschen die uns im Laufe der Geschichte begegnen. Und wie kann es bei der Autorin anders sein, fehlt es auch in diesem Buch nicht an Spannung. Auch mit dieser Geschichte hat Elisabeth Herrmann mir, wie schon so oft wunderbare Lesestunden geschenkt.

Eine Meisterleistung

Von: Orchideenglanz Datum: 03. October 2021

Ist das Cover nicht traumhaft? Die zarten Farben, die Landschaft und die exotischen Blumen wecken sofort das Fernweh und macht neugierig auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Mit einer bildgewaltigen Wortwahl hat die Autorin es geschafft, mich mit in den raune Norden, auf die stürmische See, ins verarmte London und ins exotische Paradies zu führen. Die Umgebungsbeschreibungen sind wie die innere Verfassung der Figuren sehr detailliert beschrieben. Ergänzt mit plattdeutschen Dialogen, hat das Lesen großen Spaß gemacht. Als Leser begleitet man Lene auf eine abenteuerliche Reise von ihrem verarmten Leben in Ostfriesland aus, in dem sie viel Leid ertragen musste, bis hin ins ferne Asien, wo sie versucht, ihren Traum von einem Teepalast zu erfüllen. Mit Mut, Geschick, Glück und auch ein wenig Bestechung geht sie ihren Weg und wächst dabei in einer männerdominierenden Welt zu einer selbstbewussten Frau heran. Sie ist bemerkenswert und gibt trotz vieler Schwierigkeiten ihrem Traum nicht auf, um sich und ihren Lieben ein besseres Leben zu ermöglichen. Liebe und Freundschaft spielen dabei wichtige Rollen und sind ihre antreibenden Kräfte. Die Geschichte ist von den ersten Seiten an spannend. Getrieben von der Neugier, ob und wie es Lene schafft, mit dem Teehandel Erfolg zu haben, ist es ein richtiger Pageturner und trotz der Dicke sehr kurzweilig. Interessante Charaktere, die sehr abwechslungsreich sind und sehr widersprüchliche Handlungsorte runden das Ganze ab. Mein Fazit: Eine Meisterleistung der Autorin. Die Handlung ist packend, die Figuren toll dargestellt und liebenswert, die Orte bildgewaltig beschrieben. Wer historische Romane mag, wird „Der Teepalast“ lieben.

spannender historischer Roman mit starker Protagonistin

Von: Tanisbuecherwelt Datum: 03. October 2021

Als ich aber den Klappentext zu „Der Teepalast“ gelesen hatte, wusste ich einfach, dass ich das Buch lesen musste! Und ich wurde nicht enttäuscht! Ich habe nur eine kleine Sache, die mir nicht gefallen hat, aber dazu später mehr. Ich war von Anfang an in der Geschichte und habe richtig mit Lene mitgefiebert. Ihr passiert so viel und doch entwickelt sie sich zu einer starken, selbstbewussten Frau, die weiß, was sie im Leben erreichen möchte. Auch die anderen Charaktere waren super ausgearbeitet. Der Schreibstil war angenehm zu lesen und es hat mir gut gefallen, dass alte Begriffe oder Wörter aus anderen Sprachen in den Fußnoten erklärt wurden. Da es immer nur vereinzelte Wörter waren wurde hier der Lesefluss auch nicht gestört. Ich fand die Geschichte richtig super, allerdings hätte der Epilog in meinen Augen auch ein bisschen kürzer sein können. Die Länge zum Schluss hat mich doch ein klein bisschen genervt. Ansonsten kann ich nur sagen: 5/5 Sterne!

Der Traum vom Teepalast

Von: Rebecca K./ Meine Leseecke Datum: 26. September 2021

Lene Vosskamp ist in einem kleinen Fischerdorf in Ortsfriesland aufgewachsen und lebt dort in ärmlichen Verhältnissen mit ihrer Familie. Dadurch, dass sie einem Fremden geholfen hat kommt sie in den Besitz einer Münze die sie zum handeln mit chinesischem Tee berechtigt. Lene schmiedet Pläne wie es ihr gelingen kann ein Teeimperium zu gründen. Sie begibt sich auf die Reise in Ungewisse und weiß nicht welche Odyssee auf sie warten wird ob sich der Weg auch wirklich lohnen wird. Elisabeth Herrmann war mir als Autorin bekannt, nur Lese ich sehr ungerne Krimis oder Thriller und nur deshalb hatte ich noch nichts von ihr gelesen. Bei diesem Roman hier hatte mich der Klappentext sofort angesprochen gehabt und da ich Historische Romane sehr gerne Lese hatte ich mich sehr auf das Lesen des Buches gefreut. Hier geht es um Lene die in bitterster Armut aufgewachsen ist und dann noch ohne ihr Zutun noch tiefer abgerutscht ist. Durch Zufall erhält sie eine Münze mit der sie in China mit Tee handeln darf, Lene nutzt die Chance die sich ihr bietet um Ostfriesland zu verlassen. Über London und Singapur macht sie sich auf den Weg nach Kanton. Allerdings ist es ein wirklich steiniger Weg den Lene vor sich hat und ja man weiß nicht wie es ausgehen wird. Mir ist der Einstieg ins Buch recht leicht gefallen obwohl ich mit dem Prolog noch etwas Probleme hatte, kam ich dann als die richtige Geschichte begann sehr gut voran. Gut gefallen aht mir wie der Roman nur aus der Sicht von Lene erzählt wurde, dabei aber wirklich nie einseitig erzählt war da die vielen anderen Figuren des Romans in Gesprächen zu Wort kamen und es so für mich als Leserin ein völlig rundes Bild ergab. Im Lesefluss haben mich nur die etwas sehr langen Kapitel etwas behindert, denn gerade3 wenn man mal nicht so viel Lesezeit hatte ist es mir schwer gefallen weiter zu Lesen eben auch da es manchmal etwas wenig Absätze gegeben hat. Obwohl de Roman recht umfangreich ist und man vieles auch vorher geschichtlich nicht Wissen konnte, ist es mir wirklich sehr leicht gefallen allem folgen zu können und auch die Entscheidungen die getroffen wurden waren für mich immer sehr gut nachvollziehbar. Der Roman umfasst mehr als 600 Seiten und trotzdem ist einiges passiert mit dem ich so gar nicht gerechnet hätte aber so wurde es auch nie langweilig oder langatmig beim Lesen. Mir ist es wirklich leicht gefallen mir nur durch die sehr anschaulichen Beschreibungen der Figuren des Romans mir diese alle während des Lesens vorzustellen. Lene hatte ich recht schnell in mein Leserherz geschlossen gehabt wobei ich aber sagen muss Dschihu war mein heimlicher Held. Auch die Handlungsorte empfand ich als sehr anschaulich beschrieben und so ist es mir relativ leicht gefallen mir alles vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Mir hat dieser Roman wirklich sehr gut gefallen und ich habe so eine abenteuerliche Reise unternommen die mich bis nach China gebracht hat. Für mich persönlich ist Frau Herrmann der Genrewechsel wirklich sehr gut gelungen und deshalb vergebe ich sehr gerne alle fünf Sterne.