Håkan Nesser

Der Verein der Linkshänder

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Kommissar Van Veeteren - mittlerweile im Ruhestand, aber so legendär wie eh undje - bereitet sich innerlich darauf vor, seinen 75. Geburtstag zu feiern, als ein früherer Kollege auftaucht, um ihn von einem alten Fall zu berichten. Damals waren in einer Pension in Oosterby vier Menschen ums Leben gekommen, die nur eines gemeinsam hatten: die Mitgliedschaft in einem "Verein der Linkshänder". Da das fünfte am Treffen teilnehmende Mitglied verschwunden war, wurde der Mann schnell als Täter identifiziert, aber niemals gefunden. Nun ist überaschend nach Jahren seine Leiche aufgetaucht, offensichtlich wurde er zur selben Zeit ermordet wie die anderen. Mit anderen Worten: Van Veeteren und seine Kollegen haben damals versagt, der Mörder ist weiter auf freiem Fuß. Bald danach wird eine weitere Männerleiche gefunden - mit den Ermittlungen hier betraut: ein gewisser Inspektor Barbarotti...

Überzeugende Rückkehr von Kommissar-Legende Van Veeteren

Von: Dirk Hoffmann Datum: 27. November 2019

Um sich gegen unliebsame Geburtstagsgäste und -glückwünsche zu wappnen, gibt der pensionierte Kriminalkommissar Van Veeteren bekannt, anlässlich seines 75. Geburtstages mit seiner Lebensgefährtin Ulrike Fremdli nach Neuseeland verreisen zu wollen. Ganz so weit weg möchte das Paar zwar nicht, doch dass der geplante Trip kein reines Vergnügen zur Erholung wird, dafür sorgt schon Van Veeterens früherer Kollege Münster, der den Bücherliebhaber mit einem alten Fall konfrontiert. Vor zwanzig Jahren hatten es Münster und Van Veeteren nämlich mit einem verheerenden Brand einer Pension in Oosterby zu tun, bei dem vier Personen ums Leben gekommen sind, die zu Schulzeiten den „Verein der Linkshänder“ gegründet und sich in Mollys Pension zu einem Wiedersehenstreffen verabredet hatten. Als mutmaßlicher Täter wurde schnell das Vereinsmitglied Qvintus Maasenegger ausgemacht, der das Treffen organisiert hatte, aber nicht unter den Toten identifiziert werden konnte und danach untergetaucht geblieben war. Dass der vermeintliche Täter nun selbst tot in einem nahegelegenen Waldstück entdeckt wurde, stellt die offensichtlich voreilig gezogenen Schlüsse bei den Ermittlungen auf den Kopf, denn Maasenegger wurde wohl in etwa zur gleichen Zeit getötet wie seine vier Vereinskollegen in der Pension. Da die Pension, in der Van Veeteren mit seiner besseren Hälfte die nächsten zwei Wochen verbringen will, nur wenige Kilometer vom damaligen Tatort entfernt liegt, nimmt der Pensionär Kontakt mit dem damals zuständigen Kommissar vor Ort und dem jetzigen Kommissar Radovic auf und versucht, die Ereignisse von damals neu aufzurollen und weitere Hintergrundrecherchen durchzuführen. Dabei ergeben sich Zusammenhänge mit einem Entführungsfall und einem Brief, mit dem eine ehemalige Nonne ihr Gewissen erleichtern will. Als eine weitere Leiche mit einer Axt im Kopf entdeckt wird, kommen auch Kommissar Barbarotti und seine Kollegin/Freundin Eva Backman ins Spiel … „Der Fall war wirklich nicht besonders kompliziert gewesen. Der Meinung war damals jeder gewesen. Sie waren sich alle einig und hatten völlig daneben gelegen. Denn der Abend in Mollys betagter Pension war nicht so abgelaufen, wie sie es sich vorgestellt hatten. Oder doch, das war er wohl schon, aber die Teilnehmerliste stimmte nicht. Es mussten sechs Personen beteiligt gewesen sein, nicht fünf. Fünf Opfer und ein Täter. Nicht vier Opfer und ein Täter, oder?“ (S. 154) 2006 erschien mit „Sein letzter Fall“ der eigentlich letzte Roman mit dem charismatischen Kommissar Van Veeteren, der sich damals seines einzigen ungelösten Falls in seiner Karriere noch einmal annehmen musste. Mittlerweile genießt er seinen wohlverdienten Ruhestand und kann sich seiner Leidenschaft für Bücher widmen. Doch sein Ermittlerinstinkt wird durch Münsters Besuch reaktiviert, denn die Entdeckung von Maaseneggers Leiche wirft ein unschönes Licht auf die schlampigen Ermittlungen vor zwanzig Jahren, was auch Van Veeterens Lebensgefährtin nicht müde wird zu betonen, die übrigens als „Vernehmungspsychologin“ sehr stark in den neu aufgerollten Fall involviert ist. Irgendwann in der zweiten Hälfte, als eine weitere Leiche auftaucht, kreuzen sich doch noch die Wege von Van Veeteren und Nessers aktuellen Serien-Protagonisten Gunnar Barbarotti, der jedoch kaum zur Aufklärung beitragen kann. Nesser erweist sich in seinem elften Roman um Van Veeteren einmal mehr als souveräner Erzähler, der einen alten Fall zum Anlass nimmt, den fast 75-jährigen Pensionär eine verpfuschte Ermittlung im neuen Licht zu betrachten, wobei ihm seine pfiffige Lebensgefährtin Ulrike Fremdli mehr als nur eine beiläufige Unterstützung gewährt. Geschickt verwebt der Autor verschiedene Zeitebenen und Handlungsorte, bringt durch das Rekapitulieren vergangener Ereignisse, Briefe, Erinnerungen, Tagebucheintragungen, neue Verhöre und aktuelle Gedanken des Täters auf raffinierte Weise nach und nach die Puzzleteile zur Auflösung zusammen und hält so die Spannung auf einem hohen Niveau. Die immer wieder eingestreuten philosophischen Betrachtungen des pensionierten Kommissars und der warmherzige Humor machen auch „Der Verein der Linkshänder“ zu einem kurzweiligen Lesevergnügen, das erst zum Ende hin durch einige Längen leicht getrübt wird. Wer weiß, vielleicht kehrt Van Veeteren doch noch für den einen oder anderen kniffligen Fall ins Rampenlicht zurück …

Man muss erst einmal reinkommen, aber dann...

Von: Betzi8383 Datum: 16. November 2019

Zunächst beginnt das Buch etwas verwirrend, mit vielen Wechseln zwischen den Zeiten und es tauchen unglaublich viele verschiedene Personen auf. Nach einiger Zeit blickt man jedoch durch und somit wird die Geschichte immer spannender und man möchte nur noch weiterlesen... Grob geht es um einen Mordfall, der vor 21 Jahren als abgeschlossen galt. Damals war der nun im Ruhestand befindliche Kommissar van Veeteren noch im Dienst. Doch durch das Auffinden einer Leiche, die damals als Täter ermittelt (jedoch nie gefasst wurde) wird der komplette Fall noch einmal aus den Archiven hervorgeholt und natürlich wird auch nun Ex-Kommissar Van Veeteren wieder auf den Plan gerufen... Für meinen Geschmack ist der ehemalige Kommissar Van Veeteren etwas langatmig und aufgrund seines fortgeschrittenen Alters ziemlich deprimiert - daher bin ich mit ihm nicht wirklich "warm geworden". Aber dennoch fand ich das Buch total spannend und packend und habe es trotz des Umfangs von über 600 Seiten in relativ kurzer Zeit durchgelesen! Dies war mein bisher erstes Buch von Hakan Nesser, aber ich mag seinen Schreibstil sehr und werde in Zukunft mit Sicherheit noch mehr von ihm lesen wollen.

Herrlich ruhig und analytisch

Von: Mina Datum: 13. November 2019

Das ist bitter! Einundzwanzig Jahre nachdem ein Brand, der zur Vertuschung eines vierfachen Mordes diente, ermittelt und abgeschlossen war, wird die Leiche des mutmaßlichen Täters in der Nähe des Brandortes gefunden. Kommissar Van Veeteren und Kommissar Münster hatten damals die örtliche Polizei unterstützt, konnten den Mörder aber nie stellen, was jetzt im nachhinein nicht verwundert, da es sich bei dem vermeintlichen Täter um das fünfte Opfer handelt. Im Gegensatz zu den anderen Opfern wurde seine Leiche vergraben um die Polizei auf die falsche Fährte zu locken. Damals wie heute fehlen den Ermittlern ein Motiv, Gemeinsamkeiten zwischen den Opfern und dem Täter und natürlich einen möglichen Verdächtigen. Van Veeteren, er geht mittlerweile auf die fünfundsiebzig zu, kann es nicht fassen, dass er und Münster dem Täter auf dem Leim gegangen sind. Mit seiner Frau Ulrike Fremdli stürzt er sich in die Ermittlungsarbeit. Ich liebe die ruhige und analytische Art und Weise des Romanaufbaus von Hakan Nesser. Kein blutrünstiger Serienkiller, obwohl auch in diesem Roman viele Opfer zu beklagen waren, auch kein hektischer Actionthriller, bei dem der Leser nicht schnell genug die Seiten umblättern kann, stattdessen Ruhe, analytisches Denken, ein bisschen philosophieren und wunderbar amüsante und unterhaltsame Dialoge. Das zauberhafte Geplänkel zwischen Van Veeteren und seiner Frau, sowie zwischen den Inspektoren Barbarotti und Backman, hat riesen Spaß gemacht. Die philosophischen Gedanken von Van Veeteren ergaben einen ruhigen Flow. Der Leser konnte sich immer in Ruhe seine eigenen Gedanken zum Fall machen. Durch die Rückblenden und Erzählstränge auf drei Zeitebenen waren wir Leser oft im Vorteil und konnten Zusammenhänge früher als die Ermittler erkennen. Ich denke, auch den eigentlichen Täter konnte der Leser früher erkennen. Die Gespräche und der Gedankenaustausch bei denen die Ermittlungsergebnisse der verschiedenen Gruppen zusammengetragen wurden, waren spritzig, amüsant und einfach köstlich, so dass ich als Leser einfach riesigen Spaß hatte den jeweiligen Gedankengängen zu folgen.

Der Verein der Linkshänder

Von: Anna Datum: 09. November 2019

Das Buch hat eine gute Handlung, aber mir hat es nicht richtig zugesagt. Ich habe lange gebraucht um mich einzulesen und fand es auch sehr trocken. Mir hat es nicht gefallen

Meine Leserstimme

Von: Angela Datum: 08. November 2019

Wie nicht anders zu erwarten ist auch dieses Buch von Hakan Nesser wieder ein voller Krimierfolg. Sein Sarkasmus ist köstlich und veranlasst den Leser dazwischen immer wieder zum Schmunzeln. Die Zeitsprünge in diesem Buch - angefangen bei 1958/62 über 1991 bis 2012 und wieder zurück - verlangen dem Leser schon Einiges ab. Es ist kein Buch für eine 15-minütige U-Bahn-Fahrt, aber auf alle Fälle sehr zu empfehlen.

Club der toten Linkshänder

Von: Ele Datum: 07. November 2019

Der Verein der Linkshänder, Kriminalroman von Hakan Nesser, 604 Seiten, erschienen im btb-Verlag Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti auf der Spur eines Mörders der alle zum Narren hält. Van Veeteren bereitet sich darauf vor, seinen 75. Geburtstag zu feiern, da konfrontiert ihn sein Nachfolger Kommissar Münster mit einem Fall aus der Vergangenheit. 21 Jahre zuvor sind bei einem Brand in Oosterby, vier Menschen ums Leben gekommen, sie alle waren Mitglieder im Verein der Linkshänder. Da das fünfte Mitglied fehlte wurde es kurzerhand als Täter identifiziert. Doch 21 Jahre später ist dessen Leiche ebenfalls nicht weit entfernt von der Brandstätte aufgefunden worden, offensichtlich zur gleichen Zeit ermordet. Es liegt der Verdacht nahe, dass sich der wahre Mörder noch auf freiem Fuß befindet. Da Van Veeteren ganz in der Nähe seinen Geburtstag begehen will, liegt es nahe ein wenig zu ermitteln. Gelingt es ihm zusammen mit Inspektor Barbarotti den Cold Case zu lösen? Das Buch ist in 3 Teile gegliedert, die in 63 Kapitel aufgeteilt sind. Da jedes Kapitel mit Ort und Datum versehen ist, war es leicht den Überblick zu behalten. Der Autor bedient sich der auktorialen Erzählweise, lässt jedoch im dritten Teil, eine Figur einige Tagebucheinträge aus der Ich-Perspektive erzählen. Der Leser ist somit den ermittelnden Beamten immer einen Schritt voraus. Besondere Ausdrücke, Gedanken, fremdsprachliche Phrasen sind kursiv gedruckt und als solche deutlich hervorgehoben. Die Erzählung umfasst einen Zeitraum von 1969 bis in die Gegenwart, deshalb wechselt sie immer wieder zwischen drei Zeitebenen. Humorvolle Dialoge und ein flüssiger Erzählstil machen müheloses Lesen leicht. Die relativ große Schrift tut das Ihrige dazu. Die Spannung wird langsam, aber stetig aufgebaut, nur zu Beginn des zweiten Teiles, als das Setting wechselt hatte ich einen kleinen Hänger. Doch die Spannung und der knifflige Fall haben mich sofort wieder gefesselt. Immer wieder verfällt der nun schon etwas betagte Protagonist in psychologische Gedanken, die sein Alter und seine eigene Endlichkeit betreffen, das hat mir weniger gefallen, die etlichen Vorgängerbände die ich mit diesem Kommissar gelesen habe fand ich deshalb besser. Durch die verschiedenen Zeitebenen und die Menge an Charakteren kam ich etwas zäh in Lesefluss. Sehr gut fand ich das Zusammenspiel, der verschiedenen Nesser-Kommissare Münster, Van Veteeren und Barbarotti, eine wirklich gelungene Idee. Der Plot war stets nachvollziehbar und die handelnden Charaktere gut gezeichnet und authentisch. Meine Lieblingsfigur war Ulrike Fremdli, die Partnerin von Van Veeteren, sehr interessant war, dass sie m. E. noch viel mehr Spaß an den Ermittlungen als V.V. hatte. Der Umgang der beiden miteinander, hat mir sehr viel Freude bereitet und so liefern sie sich des Öfteren heitere Dialoge, z.B. auf Seite 138: „Sitzt du da und gähnst während ich versuche, dich zu unterhalten?“ Ich habe nicht gegähnt, nur ein wenig an Sauerstoffmangel gelitten.“ „Und was soll da bitteschön der Unterschied sein?“ “Darüber streiten sich die Geister.“ Zwischendurch hätte die Handlung vielleicht ein wenig gekürzt werden können, da immer wieder Nebensächlichkeiten ausführlich beschrieben werden, doch insgesamt ist es ein gelungener Krimi, der besonders durch seinen raffinierten Plot besticht. Im ersten Teil dachte ich den Täter und die Hintergründe schon ausgemacht zu haben, jedoch hat mich die Lösung absolut überrascht. Eine Empfehlung von mir, gute Unterhaltung ist garantiert, dafür von mir 4 von 5 möglichen Sternen.

Spannend von Anfang an!

Von: Evelyn Datum: 07. November 2019

Ich kannte Hakan Nesser noch nicht und bin ein Fan geworden. Die Geschichte über einen Kommisar im Ruhestand der sich mit einem ehemaligen Fall wieder beschäftigt, da sich herausstellt das die zu seiner Zeit verdächtige Person nicht der Mörder sein kann, finde ich sehr spannend. Mir gefällt an dem Buch sehr, dass man aus vielen Personen und Sichtweisen an die Geschichte herangeführt wird und lange im Unklaren über den Täter und den Grund der Morde bleibt. Der Autor versteht seine Leser zu fesseln und gibt ihnen viele Möglichkeiten mit zu rätseln. Auch die Sprünge zwischen den Jahrzehnten sind keine Grüße Hürde oder reißen das Buch auseinander. Mir gefällt auch, dass Herr Nesser viel Wert auf die Ermittlungsarbeit der Polizei legt. Für mich genau das Richtige und ich freue mich schon Weiteres von ihm zu lesen.

Solide

Von: Sebastian Datum: 07. November 2019

Habe vorher noch keinen Krimi dieser Reihe gelesen. Werde ich jetzt aber nachholen. Der Schreibstil von Håkan Nesser ist sehr angenehm und liest sich sehr flüssig und leicht. In den ersten ca. 20 Seiten ziehen sich die Kapitel, in denen nur Handlungen von Van Veeteren und seiner Frau dargestellt werden. Bei diesen Kapiteln fehlt die Spannung. Das Buch springt jedoch zwischen den verschiedenen Personengruppen und Zeiten (heute, Ende der 60er, Anfang der 90er), wodurch die Spannung sehr gut aufrecht erhalten wird und dauerhaft ansteigt. Insgesamt ein solider Krimi.

Spannendes Buch aus dem hohen Norden

Von: Stefanie Sprung Datum: 07. November 2019

Ich bin ein sehr großer Hakan Nesser Fan und habe bereits alle Bücher von ihm gelesen. Deswegen habe ich mich umso mehr gefreut, als ich als Testleser ausgewählt worden bin. Zum Inhalt: Die Geschichte spielt in 3 zeitlichen Ebenen, die alle im Abstand von etwa 20 Jahren stattfinden. Diese Geschichten werden in kurzen Kapiteln auch jeweils parallel erzählt, so dass es etwas dauert bis man in jeder Geschichte genug Informationen hat und alles zusammen bringt. Die erste Geschichte spielt im Jahr 1968, 5 Jugendliche haben den 'Verein der Linkshänder' gegründet. Sie sind in der Zeit und in ihrem abgelegenen Wohnort Außenseiter und durch die Freundschaft werden sie anerkannt und cool. In ihrem 'Vereinsheim', einem Kellerverlies hören sie Musik, rauchen und trinken. Ein weibliches Zwillingspaar gehört auch zu diesem Verein und eines Tages beschließen sie alle gemeinsam eine illegale Sache durch zu spielen, damit sie an Geld kommen. Leider geht da einiges schief und danach ist der ganze Verein zerüttet. Die zweite parallele Geschichte spielt 1991 und es geht um ein Wiedersehen der festen Mitglieder des Vereins. Die meisten hatten keinen Kontakt mehr und freuen sich durchaus auf dieses Treffen, allerdings geht einiges schief und am Ende gibt es 4 Tote und einen flüchtigen Mordverdächtigen. Der Fall scheint abgeschlossen zu sein. Die dritte und prominenteste Geschichte spielt 2012 aus der Sicht des pensionierten Kommisars Van Veeteren. Dieser plant einen Geburtstagsausflug und wird aber vorher zu Rate gezogen, weil die Leiche des geflüchteten Verdächtigen aus der 1991 Geschichte gefunden wurde und zwar vergraben in der Nähe der Stelle, wo die 4 Toten von 1991 verbrannt worden sind. Van Veeteren ermittelt und nach einiger Zeit gibt es auch noch eine Leiche, die in Kontakt mit dem letzten lebenden Mitglied des 'Vereins der Linkshänder' war. Diese Leiche ist in Kymlingen und so kommt Gunnar Barbarotti ins Spiel und die beiden Ermittler treffen sich. Meine Meinung: Ich fand das Buch sehr spannend, ich habe es geradezu verschlungen. Es hat 600 Seiten und ungefähr 50 Seiten vor Schluss ahnt man, wer der wahre Mörder ist. Einerseits liebe ich die Ausführlichkeit mit der Nesser seine Geschichten beschreibt, andererseits treibt es mich in den Wahnsinn, wenn man bei einem Teil der Geschichte aus 1968 steckt und dann erstmal wieder in die Geschichte von 2012 springt. Das spricht wahrscheinlich auch für die hohe Erzählkunst von Nesser. Ich habe fast alle Bücher von Nesser gelesen und weiß, dass es sein Stil ist und ich bin immer wieder überrascht, dass ihm Geschichten einfallen, die dann doch auch wieder neu uns spannend sind. Wenn ich einen negativen Punkt ansprechen kann, dann nur, dass das Innenleben der beiden Inspektoren erstaunlich ähnlich ist und somit der Mehrwert diese Personen nebeneinander in der Introspektive zu zeigen zumindest nicht besonders abwechslungsreich war. Beide lieben ihre Frauen, beide sind sehr besonnen und ruhig und beide haben einen guten Instinkt. Barbarotti hat einfach einen viel besseren Namen.

Vorläufige Bewertung

Von: JSK Datum: 06. November 2019

Mit 604 Seiten ist "Der Verein der Linkshänder" kein Werk für Zwischendurch. Deswegen verfasse ich zunächst eine vorläufige Bewertung. Die Geschichte verläuft auf mehreren Zeitebenen. Die Vergangenheit schafft es dabei deutlich besser, mich zu fesseln, als die in der Gegenwart spielenden Passagen. Sprachlich sehr ansprechend. Mein erster Nesser seit vielen Jahren, den ich sicher zu Ende lesen werden und der hoffentlich auch in der Gegenwart noch Fahrt aufnimmt.

Ein spannender Krimi

Von: smberge Datum: 05. November 2019

nhalt: Kommissar Van Veeteren bgeindet sich im Ruhestand und sein zentrales Problem ist die Vorbereitung seines 75. Geburtstag. Als sich ein alter Kolleg ankündigt sollen seine ganzen Pläne über den Haufen geworfen werden, denn er berichtet Van Veeteren von einem alten Fall, den sie vor 20 Jahren gemeinsam vermeintlich gelöst hatten. Damals waren 4 Menschen bei einem Brand ums Leben gekommen - alle waren Mitglieder im Verein der Linkshänder. Wie Zeugenaussagen ergaben, hat eine 5. Person an diesem Treffen teilgenommen, da diese seit der Zeit verschwunden war, ging die Polizei damals davon aus, dass er der Täter war. Jetzt ist die Leiche dieses 5. Teilnehmers aufgetaucht und diese Leiche ist auch auch schon seit der Zeit tot. Van Veeteren wird klar, dass er damals die falschen Schlüsse gezogen hat und dass der Täter sich noch auf freiem Fuß befindet. Das läßt ihm keine Ruhe, und er macht sich auf die Suche nach dem wahren Täter. Meine Meinung: Dieses Buch war das erste Buch von Haken Nesser und ich mußte mich erst etwas in den doch eigenen Stil des Autors einfinden. Die Handlung springt zwischen den Zeiten und ich hatte immer wieder das Gefühl, von einer Zeit in die andere geworfen zu werden. Mit der Zeit habe ich mich aber in die Handlung hineingefunden und konnte den doch sehr ruhigen Krimi genießen. Van Veeteren ist ein ruhiger, nachdenklicher Ermittler, der in diesem Fall zusammen mit seiner Frau in einer vergetäuschten Urlaubsreise die Ermittlung durchführt. Es ist eine ganz andere Stimmung, denn er ist kein gestresster, aktiver Kommissar, sondern ein älterer Herr, der die ganze Sache ruhig und entspannt angeht. Wir als Leser wissen immer schon mehr, denn wer erleben nicht nur die Ermittlungen des Ex-Kommissars sondern schlüpfen auch in die verschiedenen Perspektiven der Clubmitglieder, und so haben wir immer deutlich mehr Wissen über die Hintergründe der Ereignisse als Van Veeteren. Die Handlung ist sehr spannend und die Auflösung wird langsam aufgebaut, nimmt aber auch immer wieder überraschende Wendungen. Bis zum End war mir nicht klar, wer der Täter ist, die Auflösung war dann aber doch logisch und nachvollziehbar. Eine spannender, gut recherchierter Krimi, der eigentlich immer spannend war, aber doch auch recht ruhig ist. Ein etwas anderer Krimi, der mir aber gut gefallen hat.

"Linkshänder"

Von: U.R.Fischer Datum: 05. November 2019

hier meine persönliche Beurteilung zu dem Buch "Der Verein der Linkshänder " von Håkan Nesser ich muss vorausschicken, dass ich eine umerzogene Linkshänderin bin und seit mehreren Jahren Vorträge in Schulen halte, mit dem Titel "Links - das andere Rechts". Mein erstes Denken, als ich auf diese Buch aufmerksam wurde: Dieser Buchtitel sprach mich sofort an, endlich ein Kriminalroman der aus der Sicht eines Linkshänder geschrieben und ausgedacht wurde. Das Cover etwas schemenhaft unklares Nebel, machte es für mich noch interessanter - unergründete Linkshänder? Aber weit gefehlt - außer der kurzen Erfahrung in der Schulzeit die die Linkshänder hatten und die damit verbundene Gemeinsamkeit ein paar Jugendlicher einen Verein der Linkshänder zu gründen, ist dem Titel nicht gerecht geworden. Im Ansatz, dachte ich bei diesen vielen Gedankensprüngen, was Zeit und Orte, sowie Personen angeht, dass der Autor sich bemüht das andere Denken eines Linkshänder nachzuvollziehen. Aber leider auch hier wurde meine Erwartung enttäuscht. Es war für mich, vielleicht weil ich Linkshänder bin zu viel Unordnung und zu viele Wiederholungen der Tatbestände. Ich bringe die Sachen gerne auf den Punkt und mache Passagen hätten die Spannung besser gehalten, wenn die Sachlagen der Kriminalisten nicht aufs Neue diskutiert worden wären. Dadurch war es für mich schwierig den roten Faden des Romans nicht zu verlieren. Die Zusammenfassung des Inhalts auf dem Cover entspricht dem Buchinhalt und ist sehr gut zusammengefasst. Unterm Strich eine gute Kriminalgeschichte, die jedoch unter einen anderen Titel erscheinen sollte.

Menschliche Abgründe, Leichen und ein Verein

Von: juliallday Datum: 04. November 2019

Der neue Roman des schwedischen Bestsellerautors Håkan Nesser nimmt die Leser mit auf eine spannende Zeitreise in die Sechzigerjahre. In der kleinen Ortschaft Oosterby werden fünf Linkshänder während ihrer Schulzeit von Lehrkräften mit dem Korrekturhandschuh gequält. Sie gründen den „Verein der Linkshänder“ und schwören sich ewige Treue – 30 Jahre später sind alle Mitglieder tot. Zudem treffen die beliebten Kommissare Van Veetern und Barbarotti aufeinander. Der Schreibstil von Håkan Nesser ist einmalig. Menschliche Abgründe skizziert er wie kein anderer Autor. Jedoch stören mich beim Lesen die Zeitsprünge in der Handlung. Dadurch keimen Spannungsmomente für meinen Geschmack immer wieder ab. Aus diesem Grund vergebe ich 3 von 5 Sternen für den Verein der Linkshänder.

Nicht mein Fall.

Von: BücherPi Datum: 02. November 2019

Leider wurde ich mit diesem Buch überhaupt nicht warm. Die Erzählweise, die springenden Kapitel und die - für mich - verwirrend vielen verschiedenen Personen, die in den zeitlich wechselnden Kapiteln immer wieder aufkommen und neu eingeführt werden, machten es mir schwer in die Geschichte einzusteigen. Ich hatte bereits zuvor einen Roman eines skandinavischen Schriftstellers und die Erzählweise erinnerte mich sehr daran - springend, wechselnd zwischen Ich-Erzählung und Erzählung in der 3. Person.

"Treffen der Generationen"

Von: hjmandel Datum: 01. November 2019

Surprise, surprise … nachdem Håkan Nesser im Jahr 2003 mit „Sein letzter Fall“ (Originaltitel: „Fallet G“) eigentlich die „Van Veeteren“-Reihe abgeschlossen hatte (zumindest aus meiner Sicht), kam im Jahr 2018 bzw. 2019 für die deutsche Ausgabe, also 15 Jahre später, doch noch ein Roman um den Kommissar, der mittlerweile 75 Jahre alt und längst in Pension ist: Der Verein der Linkshänder“ (Originaltitel: „De vänsterhäntas förening“). Ihn holt ein alter Fall wieder ein, der eigentlich als gelöst galt. 1991 verbrannten vier Personen in einem Hotel, die alle Mitglieder in einem „Verein der Linkshänder“ waren. Der Verein bestand aus fünf Mitgliedern, das fünfte Mitglied war nicht verbrannt und spurlos verschwunden. So war es mehr oder weniger logisch, dass dieses fünfte Mitglied der Täter war und auch wenn er nie gefasst wurde, wurde der Fall mit diesem Ergebnis abgeschlossen. Nun, 21 Jahre später, hat man die Leiche des fünften Mitglieds gefunden … und er starb offenbar zur selben Zeit wie die übrigen vier. Mit anderen Worten: er war gar nicht der Täter, sondern dieser läuft nach wie vor frei herum. Van Veeteren ist mittlerweile 75 Jahre alt und wird von einem Kollegen auf den alten Fall und den Leichenfund aufmerksam gemacht. Er fühlt sich verantwortlich dafür, dass er den Fall nun doch nicht aufgeklärt hat und stürzt sich sofort in die Ermittlungsarbeit, gemeinsam mit seiner Frau Ulrike, mit der er eigentlich seinen 75. Geburtstag in Neuseeland feiern wollte. Später kommt auch noch Nessers neues Ermittlungsduo Gunnar Barbarotti/Eva Backman mit ins Spiel – diese sind die Protagonisten von Håkan Nessers neuer Krimireihe. Man könnte sie sozusagen die Nachfolger von Van Veeteren und seines Kollegen Münster bezeichnen, auch wenn deren Handlungsebene in Schweden spielt, während die „Van Veeteren“-Romane in einem fiktiven Land spielen. Die Geschichte spielt zunächst auf drei Zeitebenen: Ende der 1950er Jahre, als der „Verein der Linkshänder“ ins Leben gerufen wurde. 1991, als der Mord geschah. „Heute“ (was dem Jahr 2012 entspricht). Anfangs wird des öfteren in den Zeitebenen hin und her gesprungen, später konzentriert sich die Handlung dann auf das Jahr 2012, also die „Gegenwart“. Das Buch ist gut zu lesen, Nessers Schreibstil ist sehr angenehm. Ein paar Längen hat es schon (der Autor liebt die eine oder andere Abschweifung, wodurch sich das Ganze schon ein wenig in die Länge zieht), die Spannung ist nicht durchgehend hoch, aber die Handlung steuert dann doch straight dem Höhepunkt und der Lösung des Falls zu. Ein Großteil des Buchs beschreibt mehr oder weniger detailliert die Ermittlungsarbeit der Polizei. Nesser versteht es zudem ausgezeichnet (nicht nur in diesem Buch), den Leser auf falsche Fährten zu locken. Gewisse Längen in der Handlung und im Spannungsbogen sind deutlich zu sehen und zu lesen, daher „nur“ 4 Sterne von meiner Seite. Insgesamt aber nicht nur für Nesser-Fans eine Empfehlung.

gewohnt starker Nesser

Von: RT Datum: 01. November 2019

Ein Kommissar im Ruhestand bearbeitet einen "Cold Case", den er vermeintlich vor mehr als 20 Jahren bereits gelöst hatte. Der Roman wird gleichzeitig in drei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Mir gefiel, dass sich diese Zeitebenen bis zum Finale stimmig zusammenfügen. Kleines Schmankerl am Rande ist, dass hier die Kommissare Van Veeteren und Barbarotti aufeinandertreffen. Ich finde, eine gelungene Rahmenhandlung. Allgemein ist der Krimi logisch und schlüssig aufgebaut und die kurzen philosophischen Abschweifungen geben der Sache ihren besonderen Charme. Mein Fazit: Lesenswert!

Philosophischer Krimi mit Überlänge

Von: Zauberberggast Datum: 01. November 2019

Dies ist tatsächlich der allererste Krimi von Hakan Nesser, den ich gelesen habe. Mir sagten also weder Van Veeteren noch Inspektor Barbarotti etwas. Auch dass die Krimis um Van Veeteren wohl in einem fiktiven europäischen Land spielen war mir neu und hat mich etwas überrascht. Ich musste es im Internet nachlesen, weil ich doch etwas verwirrt war und noch nie von einer Stadt namens Maardam gehört hatte. Alle anderen Ortsnamen sind wie es aussieht ebenfalls ein Produkt von Nessers Phantasie. Gunnar Barbarotti, der Kommissar aus Nessers anderer erfolgreicher Krimireihe, ist zusammen mit Kollegin und "Love Interest" Eva Backman ebenfalls in den Fall als Ermittler involviert. Nesser verbindet hier also die zwei Welten seiner beiden Krimireihen. Barbarotti wohnt und wirkt in Schweden, einem echten Land, wenn auch in einem ebenfalls fiktiven Ort namens Kymlinge. Ob man die Vorkenntnisse der beiden Reihen benötigt, um das Buch zu lesen? Mir jedenfalls hat die Recherche und die Tatsache, dass die Vorgeschichte der Ermittler immer wieder eingestreut wird (z.B. wenn Van Veeteren auf seine Polizeikarriere zurückblickt), sehr geholfen. Was ich allerdings auf den ersten ca. 100 Seiten durchaus benötigt hätte, wäre ein Personenverzeichnis am Anfang gewesen, das alle Figuren auf Ermittlungsebene und die auf der "Verbrechensebene" (z.B. wer in der Vergangenheit in Oosterby gelebt hat) namentlich genannt und kurz aufgeschlüsselt hätte. Der Krimi ist nämlich sehr umfangreich (600 Seiten) und spielt auf drei (bzw. mehreren) Zeitebenen. Zum einen in der Vergangenheit ab 1958 (-1969), wo der "Club der Linkshänder" im kleinen Künstenörtchen Oosterby gegründet wurde. Dann im Herbst 1991, in dem Jahr wo das Verbrechen geschah, bei dem 5 Menschen ihr Leben lassen mussten - wieder in Oosterby bzw. der Umgebung. Und dann kommt die Gegenwartshandlung - Herbst 2012 - in der die Ermittler das Verbrechen von Oosterby aufgrund neuer Erkenntnisse bzw. eines Leichenfunds aufzuklären versuchen. Später gibt es noch kurze erzählerische Ausflüge in andere Jahre und an andere Orte. Schließlich kommt auch noch ein aktueller Fall aus Schweden (Ermittler: Barbarotti) hinzu, der etwas mit dem Oosterby Fall zu tun haben könnte. Ich würde das Buch als "philosophischen" Krimi bezeichnen, da es viel um das Innenleben der beteiligten Personen geht und ihre Ansichten zum Leben ("Das wirklich Schwierige war jedenfalls zu leben, am Leben zu bleiben, Tag für Tag, Jahr für Jahr.", S. 356). Die Stimme des Autors findet sich vor allem in Van Veeteren wieder, der in der Gegenwartshandlung bereits seit 15 Jahren offiziell in Rente ist und auf seinen 75. Geburtstag zusteuert. Dennoch wird er, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Ulrike Fremdli, noch einmal zum Ermittler in diesem "Cold Case", bei dem er bereits vor 21 Jahren als ermittelnder Kommissar beteiligt gewesen war. Auch er philosophiert über das Leben und Sterben, über das Menschsein an sich. Tiefgründige Betrachtungen durchdringen an fast allen Stellen die Krimihandlung. "Der Verein der Linkshänder" ist trotz der aktuellen Leichenfunde größtenteils ein retrospektiver Krimi, in dem viele Geheimnisse der Vergangenheit ans Licht kommen. Dabei sind es vor allem die Beweggründe der Personen, ihr Handeln und ihre früheren Entscheidungen, die dieses Buch interessant machen. Mir gefällt die etwas ausschweifende und gelegentlich detailverliebte Erzählweise Nessers sehr gut. Das Buch ist kein klassischer Pageturner, aber dennoch auf eine dreidimensionale Art und Weise spannend und lesenswert. Ein typischer "Herbstschmöker" für lange Leseabende, spielt das Buch doch auch größtenteils in dieser Jahreszeit. Eine Anmerkung habe ich noch zum Lektorat. Mir ist eine Diskrepanz aufgefallen und zwar geht es um das Geburtsdatum von Qvintus Maasenegger. Auf Seite 29 heißt es dass er sich "am Morgen seines Geburtstags am zehnten September" im Spiegel betrachtet und in seinem Ausweis auf S. 104 steht dann "Geboren am fünfzehnten September". Solche Fehler sollten dem Lektorat eigentlich auffallen.

Spannend bis zum Ende

Von: Nimivafa Datum: 01. November 2019

Dies war meine erste Begegnung mit Hakan Nesser und seinen Kommissaren. Vom Anfang an war das Buch spannend und unterhaltsam. Van Veeteren kann seinen Ruhestand und seinen bevorstehenden 75. Geburtstag nicht so richtig genießen, nachdem rauskam das sie bei einer Mordermittlungvor vor Jahre nicht gründlich genug ermittelt haben. In der Story wechseln sich die Erlebnisse ab und man springt munter zwischen 3 verschiedenen Jahren hin und her. Dies ist aber überhaupt kein Problem da man zu Beginn jedes Kapitels darüber aufgeklärt wird. Spannung bis zum Schluss und man rätselt mit den Ermittlern wer denn nun wirklich der Mörder ist.

Lesenswert und unterhaltend

Von: Beatrix Datum: 01. November 2019

Van Veeteren, Kommissar im Ruhestand und eigentlich mit den Planungen zu seinem 75. Geburtstag beschäftigt, wird mit einem Fall konfrontiert, den er eigentlich vor 21 Jahren glaubte gelöst und abgeschlossen zu haben. Auf gut 600 Seiten wird man in die Gründungsphase und Geschichte des Vereins der Linkshänder mitgenommen. Aufgeteilt in drei Teile und mehreren Kapiteln wechselt das Geschehen zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Beginnend mit der Gründung des Vereins im Jahr 1958, deren Geschichte in den 60er Jahren und 1991 wechselt man immer wieder zwischen den verschiedenen Zeitzonen sowie ins Jahr 2012, wo der Fall erneut aufgerollt wird. Als 1991 vier Mitglieder des Vereins ums Leben kommen, wird und bleibt das fünfte Mitglied vermisst und gerät somit in Verdacht. Der Fall scheint abgeschlossen. Im Jahr 2012 wird ganz in der Nähe des damaligen Tatortes eine Leiche gefunden. Untersuchungen ergeben, dass es sich hierbei um das fünfte Mitglied des Vereins der Linkshänder handelt und sein Todeszeitpunkt mit den anderen vier Mitgliedern identisch ist. Als Van Veetren davon erfährt, wird sein Ehrgeiz geweckt seine damalige Fehlentscheidung zu korrigieren und den wahren Täter zu finden. Wer hatte mit den fünf Mitgliedern noch eine Rechnung offen? Und warum? Zu Beginn muss man sich an die Zeitsprünge, Szenenwechsel und Rückblenden gewöhnen, was jedoch nicht störend, sondern ganz im Gegenteil gut durchdacht ist und man so mit in die Geschichte des Vereins eintaucht. Die gelungene Erzählweise sorgt für Spannung und kurzweilige Unterhaltung, allerdings war es mir manchmal zu philosophisch. Dies wäre aber mein einziger "Kritikpunkt". ;-) Es bleibt bis zum Ende spannend, da der Verdacht immer wieder auf unterschiedliche Personen fällt und zwischen diesen wechselt. Mein Fazit, ein rundum gelungener Krimi, der sehr lesenswert ist und den ich sehr gern weiterempfehle.

Hat mir sehr gut gefallen!

Von: Anonym Datum: 01. November 2019

Zunächst war ich nach dem Lesen der Inhaltsangabe mal wieder ein bisschen skeptisch, was sich aber ziemlich schnell legte und in Begeisterung umschlug. Trotz der 600 Seiten war keine einzige davon langweilig und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Zeit- und Perspektivenwechsel sorgen dafür, dass man einen umfassenden überblick über alles Geschehene erhält. Fazit: Die Skandinavier wissen, wie man Krimis schreibt!

Niemand ist unfehlbar

Von: melange Datum: 01. November 2019

Zum Inhalt: Vor etwa zwanzig Jahren fand in einem Hotel ein Treffen von fünf Mitgliedern des „Vereins der Linkshänder“ statt, welcher seinerseits vor weiteren zwanzig Jahren von norwegischen Teenagern gegründet wurde. Das Hotel brannte durch Brandstiftung ab, man fand vier Leichen und verdächtigte Teilnehmer Nummer Fünf, der Mörder zu sein. Doch jetzt wird eine weitere Leiche ausgegraben, die ohne Zweifel der Vermisste ist. Der pensionierte Kommissar Van Veeteren war an den Ermittlungen beteiligt und fühlt sich deshalb bemüßigt, trotz Ruhestand die Hintergründe aufzudecken und den wahren Mörder zu finden. Dabei unterstützt ihn nicht nur seine Lebensgefährtin, sondern auch der schwedische Inspektor Barbarotti, in dessen Verantwortung eine Mordermittlung fällt, die mit dem Verbrechen in Zusammenhang steht. Mein Eindruck: Dieser Roman ist ein kriminalistisches Meisterwerk, da er nicht nur zwei beliebte Protagonisten aus Nessers Kosmos zusammenbringt, sondern zusätzlich drei Zeitebenen bespielt. Neben Gegenwart und Vergangenheit des Hotelbrandes gibt es noch eine Zeit, in der die Gründung des Vereins der Linkshänder und die Vorkommnisse beschrieben werden, die letztendlich zu allen weiteren Begebenheiten geführt haben. Der Flügelschlag des Schmetterlings in einer bösen, mutwilligen Version. Seine Personen sind Getriebene, vom Leben gezeichnete Menschen. Allen ist eine Vergangenheit gemein, die – nordisch by nature – von Stolpersteinen und schlechten Voraussetzungen geprägt ist. Selbst wenn „Gott ein Fenster öffnet“, muss das keine liebevolle, göttliche Fügung sein, sondern ist oft nur der Durchgang in ein weiteres Zimmer des Irrgartens, der sich Weiterleben schimpft. Die philosophischen Tendenzen der beiden (Ex-)Polizisten sind gut zu verkraften, zeigen sie doch eine gewisse Altersmilde, die wohl langsam auch den Autoren ergreift. Die für die Morde verantwortliche Person ist mit ein bisschen Spürsinn schnell identifiziert, doch der Weg, der hier das Ziel ist, zeigt sich mit vielen guten Ideen, Gesprächen und interessanten Nebenfiguren gepflastert. Und so ist der Roman trotz seiner vielen Seiten an keiner Stelle langweilig. Mein Fazit: Auch große Kommissare machen Fehler, - das beruhigt!

Kommissar im Ruhestand

Von: Nele22 Datum: 31. October 2019

Es ist der erste Roman von Hakan Nesser, den ich bisher gelesen habe. Kurz bevor der berühmte Kommissar seinen 75. Geburtstag feiert, wird dieser mit einem ehemaligen Fall konfrontiert, den er als bereits gelöst, abgehakt hatte. Diesen Roman hat der Autor in drei Teile aufgeteilt. Den Zeitsprüngen der zeitlichen Ebenen kann man anhand der Überschriften gut folgen. Der Fall entpuppt sich als äußerst kompliziert, da mittlerweile sehr viel Zeit vergangen ist. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut, er ist klar und sachlich und oft mit einer Prise Humor versehen. Der Krimi ist ruhig gehalten ohne blutrünstige und actionreiche Handlung, die Geschichte ist komplex und spannend gehalten. Mir hat das Buch gut gefallen und es ist für alle Leser geeignet, die intelligente Krimis mögen.

Van Veeteren meets Barbarotti

Von: Sagota Datum: 31. October 2019

Dieser stilistisch ganz unaufgeregt und dennoch sehr spannende Roman entführt den Leser ins schwedische Oosterby Ende der 60er Jahre: Marten Winkelstroop und Rejmus Fiste, beide Linkshänder, die in der Schule mit einem sog. "Korrekturhandschuh" dazu gezwungen werden, mit der rechten Hand zu schreiben, gründen einen "Verein der Linkshänder", dem später noch Quintus Maasenegger und Kuno Blavasky sowie die Zwillinge Clara und Birgitte Behrens beitreten werden. Wer diese Zeit erlebte, findet sich selbst in Erinnerungen wieder - oder so wie ich, Erinnerungen an den "Clubkeller" meiner älteren Geschwister und von Jugendlichen jener Zeit, in dem Musik gehört, Feste gefeiert und auch Marihuana konsumiert wurde. Nesser gelingt es, die Protagonisten sehr lebendig darzustellen und ihre Gedankengänge offenzulegen, auch die Zweifel und Ungereimtheiten. Clara und Birgitta (äußerlich so gut wie nicht voneinander zu unterscheiden, sehr wohl jedoch von ihrer unterschiedlichen Charakteristik; während Clara stark und mutig ist, erscheint Birgitte eher zurückhaltend und ängstlich) betreuen die Kinder eines reichen Ehepaars, das in der Filmbranche arbeitet, um sich ihr Taschengeld aufzubessern. Eines Tages entwickeln einige in der Gruppe einen Plan, um endlich mehr Geld für Schallplatten und andere Träume zur Verfügung zu haben - wird er gelingen? Der Krimi spielt auf drei verschiedenen Zeitebenen; Ende der 60er, im Jahre 1991, als alle Mitglieder des "Vereins der Linkshänder" eingeladen werden, um sich erneut in Oosterby zu treffen, und in der Gegenwart bzw. 2012, als Van Veeteren nicht umhin kommt, sein damaliges Versagen als leitender Ermittler mit einem erfolgreichen Finden des wahren Mörders ad acta zu legen; seine Ehre als lebende Legende wäre sonst angekratzt. Nesser erzählt die Geschichte des VdL, des Treffens über 20 Jahre später und die Arbeit der Polizisten und Ermittler in der jetzigen Zeit sequenzgemäß, in den drei Zeiten immer wieder wechselnd, so dass trotz ruhiger Erzählweise (oder gerade deswegen?) immer mehr Spannung aufgebaut wird. Auf literarisch hohem Niveau versteht es der Autor, den Leser miträtseln zu lassen und die Hauptprotagonisten sehr detailliert zu zeichnen. Ich bin von diesem Stil sehr fasziniert und freue mich bereits auf weitere Werke von ihm! Auch trockener Humor, der Van Veeteren zu eigen ist und auch die liebevolle Beziehung zu Ulrike, die dem fast 75jährigen ermittlungstechnisch und psychologisch zur Seite steht (und selbst großen Gefallen an dieser Aufgabe hat), durchzieht den Roman auf positive Weise, besonders was die eigene Vergänglichkeit betrifft. Im letzten Teil trifft man auf Barbarotti und Backman, die ebenfalls verliebt ineinander sind und mehr als Kollegen (nach außen hin jedoch schon). Der Kriminalroman lebt durch seine, teils auch humorvollen, Dialoge, die sehr viel Lebendigkeit in die jeweilige Person transportieren. Es wird klar, dass bei einer Person die Fäden letztendlich zusammenlaufen - und den Ermittlern wenig Zeit bleibt, einen weiteren Mord noch zu verhindern... Nesser lässt schlussendlich den Mörder selbst zu Wort kommen, der emotionslos, kalt und abgebrüht ist, dessen Motivation jedoch nicht im Unklaren bleibt. Dank Barbarottis "Intuition" kommen sie ihm gemeinsam auf die Schliche; der Plot ist stimmig - und offene Fragen sind geklärt. Ein wahres Lesevergnügen für jeden Fan guter Kriminalromane! Fazit: "Der Verein der Linkshänder" liest sich wie das Zurückspulen eines Tonbandes (in den 60er in jedem Clubkeller vorhanden wie auch der Schallplattenspieler) oder auch einer Musikcassette, wobei immer mehr Details der Verbrechen sowohl 1969 als auch 1991 offenkundig werden, wenn auch die Lösung lange auf sich warten lässt und nicht vorhersehbar ist. Nesser zu lesen ist von tiefgründiger, subtiler Spannung erfüllte Lesewonne! Mich konnte sowohl der Autor als auch "Der VdL" vollkommen überzeugen und ich empfehle ihn absolut weiter! 5* und 100° auf der "Krimi-Couch".

Van Veeteren und Barbarotti lösen einen alten Kriminalfall

Von: Krimileser Datum: 31. October 2019

Den Einstieg in die Geschichte, bei der wir Leser die Mitglieder des Vereins der Linkshänder kennen lernen, fand ich sehr gelungen. Mein Interesse war geweckt. Im Verlaufe des Buches wechseln sich mehrere Handlungsstränge, welche in 3 verschiedenen Zeiten angesiedelt sind, immer wieder ab. Im Mittelteil konnte mich die Handlung nicht mehr so begeistern. Für mich ging es zu langsam voran. Kaum wurde ich wieder neugierig, wie es wohl weiter geht, da wechselte auch schon die Zeitebene und es ging an anderer Stelle gemütlich, um nicht zu sagen, langweilig weiter. Das ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung zum Erzähltempo. Der Kriminalfall an sich ist interessant. Ich schätze es sehr, dass ich dem Täter erst sehr spät auf die Spur kam. Im letzten Teil des Buches lernen sich Van Veeteren und Barbarotti kennen und tragen gemeinsam zur Lösung des Falles bei.

Krimi oder Roman?

Von: IrmZ Datum: 30. October 2019

Als absoluter Neuling der "Der Verein der Linkshänder" war mein erster Roman vom Autor Hakan Nesser war ich erstmal beeindruckt von einem Krimi der Stoff für fast 600 Seiten gibt. Der Schreibstil ist angenehm und kommt eher wie eine gut erzählte Geschichte daher. Die Story um die Kommissare Van Veeteren und Inspektor Barbarotti hat mich nicht so interessiert, weil ich ja die Krimis aus deren aktiver Phase nicht kannte. Die Geschichte war trotzdem lesenswert und der Schluss hat mich dann doch überrascht. Für Hakan Nesser Leser eine Empfehlung. Für Neulinge eine interessante Herausforderung.

Streckenweise langatmig

Von: tigerbea Datum: 29. October 2019

Kommissar van Veeteren, längst im Ruhestand und kurz vor seinem 75. Geburtstag, wird bei einem alten Fall um Hilfe gebeten. Ein Mann wurde tot aufgefunden, der vor Jahren als Mörder von vier Menschen ermittelt wurde. Doch damals wurde er offenbar ebenfalls getötet. Van Veeteren und sein Team haben damals versagt, dies will er nun berichtigen. Gemeinsam mit Partnerin Ulrike und seinem früheren Kollegen Münster schließt er sich mit den Kommissaren Barbarotti und Backman zusammen, um diesen Fall nun zu lösen. Als großer van Veeteren-Fan hatte ich mich riesig auf dieses Buch gefreut. Doch es reicht leider nicht an die alten Fälle heran. Van Veeteren verrennt sich hier zu oft in seine abgehobenen Gedanken und zerstört damit leider immer wieder die Spannung. Dies war in den alten Büchern nicht so! Trotzdem war es schön zu wissen, daß es ihm in der Zwischenzeit gut ergangen ist. Barbarotti war für mich ein komplett neuer Charakter, so daß ich nicht sagen kann, ob er hier anders ist, als in den restlichen Büchern. Hier jedenfalls hat mir der Charakter gefallen. Die Idee, Kommissare aus verschiedenen Serien in einem Buch zusammen ermitteln zu lassen, ist zwar nicht neu, hat aber seinen Reiz und gefällt mir immer wieder. So auch hier. Hakan Nesser legt gekonnt Spuren, die in die Irre führen, so daß der Leser ebenso lange rätselt wie die Kommissare. Aus diesem Grund liest man trotz der immer wieder aufkommenden Längen gespannt weiter. Insgesamt betrachtet ein Buch, daß dich lohnt zu lesen - man braucht nur etwas Geduld oder überspringt manche Stellen einfach.

spannende Unterhaltung

Von: Anja Datum: 28. October 2019

Selten hat mich ein Buch mit Zeitsprüngen so überzeugt. Der Autor Håkan Nesser, hat einen Weg eingeschlagen, auf dem sich ein Leser gerade durch unterschiedliche Zeitebenen so richtig in den Fall von Kommissar Van Veeteren einfühlen kann. Bereits vor 20 Jahren hat der sympathische Kommissar einen Fall abgeschlossen, der durch die Entdeckung einer Leiche wieder aktuell wird. Der damals von Van Veeteren als Täter entlarvte, zeigt sich 20 Jahre später als Mordopfer aus eben dieser vergangenen Zeit. Ein Grund warum der inzwischen pensionierte Kommissar in die Ermittlungen mit einbezogen und auf dessen Efrahrung gesetzt wird. Obwohl ich vorher noch kein Buch vom Autor Håkan Nesser gelesen habe, kann ich mich anderen Stimmen nicht anschließen, die behaupten, sein Stil sei gewöhnungsbedürftig. Ich habe mich sofort in die Geschichte versetzt gefühlt und mochte seinen Schreibstil von der ersten Seite an. Was mir außerdem sehr gefallen hat, ist die Beschreibung der Sorgen und Wünsche einer zwischenmenschlichen Beziehung im Alter, wie sie der absolut authentisch dargestellte Protagonist Van Veeteren täglich durchlebt. Aus meiner Sicht ist dieses Buch absolut empfehlenswert. Es bietet Unterhaltung, Spannung und weckt Emotionen, den Fall aufklären zu wollen.

ein Lesevergnügen der besonderen Art

Von: Angi Datum: 27. October 2019

Ein gemeinsamer Fall für Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti. Eine Männerleiche wird vergraben in einem Waldstück gefunden. Das müsste Van Veeteren nicht interessieren, denn er ist natürlich schon im Ruhestand und eigentlich damit beschäftigt sich auf seinen 75.Geburtstag vorzubereiten; d.h. gemeinsam mit seiner Frau den Feierlichkeiten aus dem Weg zu gehen. Die Leiche wird jedoch als der vermeintliche Mörder von 4 Personen aus dem Club der Linkshänder identifiziert. Eine Mordsache in der Van Veeteren zusammen mit Kommissar Münster vor gut 20 Jahren der Ermittler war. Nun stellt sich aber heraus, daß der tote Mann zur gleichen Zeit wie seine Opfer um´s Leben gekommen ist, ergo der Mörder aller 5 noch auf freiem Fuß ist. Offensichtlich eine Ermittlungspanne von Van Veeteren und seinem damaligen Team. Na klar, das lässt dem Kommissar keine Ruhe und er beginnt zunächst mit Hilfe/Antrieb seiner Frau selbst zu ermitteln. Ein neuerlicher Leichenfund, hier muß Barbarotti ermitteln, scheint mit den alten Fällen zusammenzuhängen und so beginnen Van Veeteren und Barbarotti gemeinsam die verschiedensten Spuren zu verfolgen. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite. Verschiedenste Lösungsansätze erscheinen zunächst logisch werden aber dann wieder verworfen. Wer ist der Mörder? Die Geschichte wechselt gekonnt zwischen verschiedenen Zeiten, Orten und Personen. Der Leser muß sehr aufmerksam bleiben. Nessers Schreibstil ist nicht einfach zu lesen. Man muß sich erstmal durchbeißen bis man dann in den Sog der Erzählung gerät. Das ging mir vor Jahren mit "Kim Novak badetet nie im See von Genezareth" ganz genauso. Wenn man sich erst mal "eingelesen" hat ist dieses Buch unterhaltsam, spannend und man mag es kaum noch aus der Hand legen. Unbedingt lesen!

Hat mich nicht gepackt

Von: nellsche Datum: 27. October 2019

Kommissar Van Veeteren genießt seinen Ruhestand und bereitet sich auf seinen 75. Geburtstag vor, als ein früherer Kollege auftaucht und von einem Fall berichtet. Damals starben vier Menschen in einer Pension. Die fünfte Person, die ebenfalls Mitglied im "Verein der Linkshänder" war, war verschwunden und als Täter identifiziert. Nun ist seine Leiche aufgetaucht und es kam heraus, dass er zur selben Zeit wie die anderen ermordet wurde.  Dies war mein erstes Buch dieses Autors und somit auch mein erster Fall für Kommissar Van Veeteren.   Das Buch ließ sich grundsätzlich gut lesen. Der leichte Humor, der teilweise durchkam, gefiel mir gut und lockerte alles etwas auf. Allerdings gab es auch ziemlich viele Längen aufgrund ausschweifender Beschreibungen, auch von nebensächlichen Dinge. Das empfand ich recht langatmig. Auch die philosophischen Passagen gefielen mir nicht so gut, weil mir sowas einfach nicht liegt.  Der Plot hat mir gut gefallen, denn er war sehr geschickt durchdacht und aufgebaut. Die Geschichte wurde in mehreren Handlungssträngen auf unterschiedlichen Zeitebenen erzählt, deren Zusammenhänge nicht gleich durchschaubar waren. Das regte mich zum Nachdenken und Miträtseln an. Allerdings fehlte mir insgesamt die Spannung. Es war zwar spannend, aber durch die Längen nicht so richtig packend. Vielleicht lag das aber auch daran, dass ich die Vorgängerbücher nicht kannte.  Ein gelungener Plot, doch leider konnte mich das Buch nicht richtig packen. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

Interessanter Krimi

Von: MeggieMae Datum: 27. October 2019

Van Veeteren erfährt kurz vor seinem 75. Geburtstag, dass er bei einem vor 20 Jahren vermeintlich aufgeklärten Mehrfachmord den falschen Mann verdächtigte. Der damals Verdächtigte wird ermordet aufgefunden und ist ebenfalls bereits seit 20 Jahren tot. Das bedeutet, dass der wahre Mörder noch frei herumläuft. Da Van Veeteren ganz in der Nähe des Tatorts mit seiner Frau Urlaub macht, beginnt er wieder zu ermitteln. Die Geschichte spielt in verschiedenen Zeitzonen und fügt sich am Ende zu einem Gesamtbild zusammen. Die einzelnen Charaktere sind interessant beschrieben und die Dialoge sehr unterhaltsam. Am Anfang beginnen die Geschichten etwas langatmig, es wird viel zu viel philosophiert und das Lesen wird fast langweilig. Mit der Zeit nimmt die Geschichte aber an Fahrt auf und wird nach dem ersten Drittel immer spannender. Bis fast zum Schluss weiß man nicht, wer der Mörder war. Ein Krimi, der ohne Action auskommt. Auf jedenfall empfehlenswert.

Die Zeit heilt nicht alle Wunden

Von: Baghira Datum: 27. October 2019

Van Veeteren, mittlerweile im Ruhestand, muss erkennen, dass er in einem alten Fall versagt hat. Gerade für ihn, eine lebende Legende mit untrüglicher Intuition, schwer zu verkraften. Zu allem Übel steht er kurz vor seinem 75. Geburtstag, den er am liebsten einfach übergehen würde. Die "Flucht" vor den Feierlichkeiten lässt sich prima mit kriminalistischen Nachforschungen verbinden. Zusammen mit seine Frau, Kollegen von damals und den aktuellen Ermittlern, rollt er den Fall nochmal auf. Vier Mitglieder des "Vereins der Linkshänder" sind vor zwanzig Jahren bei einem Brand ums Leben gekommen, ein fünftes Mitglied tauchte vermeindlich unter und wurde daher als Mörder angesehen. Jetzt wird dessen Leiche gefunden und allem Anschein nach war er damals nicht Täter, sondern ebenfalls ein Opfer. Der Mörder befindet sich folglich immer noch auf freiem Fuß. Im ersten Teil des Buches springt Nesser zwischen den verschiedenen Protagonisten und Zeiten der Handlung hin und her. Wenn man sich erstmal zurecht gefunden und alle Beteiligten kennengelernt hat, baut sich dadurch ein Spannungsbogen auf, der einen in seinen Bann zieht. Nesser beschreibt die verschiedenen Charaktere sehr anschaulich und einfühlsam. Es gelingt dem Leser gut, die Gefühlslagen und daraus resultierenden Handlungen zu verstehen. Mir persönlich waren die philosophischen Abhandlungen des alternden Van Veeterern streckenweise etwas zu abgehoben und langatmig. Im zweiten Teil ereignet sich noch ein Mord und neue Ermittler treten auf den Plan. Die Handlung verbleibt in der Gegenwart und dadurch erhöht sich nochmals die Spannung und treibt zielstrebig auf die Lösung des Falles zu. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten. Trotz seiner 600 Seiten, ist es kurzweilig und spannend zu lesen.

Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti ermitteln gemeinsam

Von: Lea Datum: 25. October 2019

Der schwedische Schriftsteller Håkan Nesser hat mich mit seinem neuen Roman „Der Verein der Linkshänder“ definitiv überzeugt. In seinem neusten Kriminalroman nimmt der Kommissar Van Veeteren, der sich inzwischen schon im Ruhestand befindet, die Ermittlungen eines alten Falls wieder auf. Der Ex-Kommissar beschließt, über seinen 75. Geburtstag zusammen mit seiner Frau Ulrike Fremdli zu verreisen. Allerdings taucht vor dieser Reise ein ehemaliger Kollege Van Veeterens auf, der von dem Fund einer Leiche berichtet. Schnell wird klar, dass dieser Fund mit dem Brand in einer Pension in Oosterby zusammenhängt, bei dem 1991 vier Menschen ums Leben kamen. Bei der gefundenen Leiche handelt es sich nämlich um den mutmaßlichen Täter. Allerdings musste dieser - den neuesten Ermittlungen zur Folge – zur selben Zeit getötet worden sein wie auch die anderen Opfer. Van Veeteren und sein alter Kollege müssen sich also eingestehen, dass sie damals versagt haben und der Mörder womöglich immer noch auf freiem Fuß ist. Als eine weitere Leiche auftaucht, wird auch ein gewisser Inspektor Barbarotti in die Ermittlungen involviert… Håkan Nesser schafft es in seinem Roman, ein immer größer werdendes Netz aus Verbindungen zu kreieren. Wie bei einem Puzzle tauchen nach und nach neue Zusammenhänge auf, die erst dann zu einer Lösung führen, wenn alle Teile zusammengefügt sind. Besonders spannend ist auch die Erzählweise, denn der Autor berichtet im Wechsel immer wieder aus drei verschiedenen zeitlichen Ebenen. Der Leser bekommt so also einen Einblick in das Leben und die Geschichten der Opfer, ohne dass ihm zu viel verraten wird. Insgesamt handelt es sich bei „Der Verein der Linkshänder“ um ein Buch, in dem neben der Spannung auch der Witz nicht zu kurz kommt. Ich persönlich kann diesen Roman nur weiter empfehlen, denn er macht eindeutig Lust auf mehr von Håkan Nesser.

Spannendes Buch bis zur letzten Seite

Von: Damalie Datum: 25. October 2019

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich fand es schön, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven dargestellt wurde, ohne gleich zu viel oder zu wenig zuverraten. Es ist auch mal eine Abwechslung, dass ein bereits pensionierter Kommisar in einen neuen bzw. seinen alten mit neuen Fakten wieder aufgerollten Fall mit einbezogen wird. Auch die Nebenhandlung hat sich gut eingefügt, so konnte Kommissar Van Veeteren durch seine Leidenschaft als Buchhändler noch das ein oder andere Nützliche mit in den Fall einfließen lassen. Zwischen drin hatte ich mal den Faden mit den ganzen Nebencharakteren verloren, aber in den einzelnen Besprechungen unter den Kollegen oder Eheleuten habe ich ihn schnell wieder gefunden. Wer gerne einen etwas seichteren Krimi lesen möchte ist mit dem Verein der Linkshänder gut beraten.

Wer ist der wahre Mörder?

Von: Sarah King Datum: 25. October 2019

In dem Krimi „Der Verein der Linkshänder“ von Håkan Nesser geht es um eben diesen Verein, der in den 1960er Jahren gegründet wurde und dessen Mitglieder bei einem Brand ums Leben gekommen sind. Alle, bis auf das fünfte und letzte Mitglied, das schnell zum Täter deklariert worden ist. Jahre später taucht jedoch dessen Leiche auf und es wird klar, dass der wahre Täter noch immer unbekannt und auf freiem Fuß ist. Meine Meinung: Dies ist das erste Buch, das ich von Håkan Nesser gelesen habe; sowohl der Autor als auch seine wiederkehrenden Hauptcharaktere waren mir bis dato vollkommen unbekannt. Dementsprechend unvoreingenommen und ohne große Erwartungen habe ich den Roman zu lesen begonnen. Obwohl viele Leser die beiden Hauptcharaktere vermutlich bereits kennen, gibt der Autor ihnen viel Zeit, sie und ihre Eigenheiten kennenzulernen. Sie sind gute Ermittler, dennoch sehr menschlich dargestellt und nicht ohne Schwächen. Auch die anderen Charaktere sind gut und authentisch gezeichnet und durch verschiedene Zeitsprünge erfährt man auch so einiges über die einzelnen Mitglieder des Vereins der Linkshänder. Der Krimi ist wirklich spannend, bei den Ermittlungen kommt es immer wieder zu Wendungen, die man so nicht vorhergesehen hat, ohne dass sie aus der Luft gegriffen wirken. Die Schreibart ist flüssig und gut zu folgen, die Erzählweise teilweise etwas ausschweifend und sehr detailreich, ohne dabei jedoch langweilig zu werden. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Roman atmosphärisch, gut durchdacht und definitiv für alle Krimifans lesenswert ist.

Wird immer besser

Von: tastegirl Datum: 25. October 2019

Am Anfang hat mir der Schreibstil des Autors überhaupt nicht gefallen. Unbedingt weiterlesen, denn es wird nur besser. Wenn man sich erstmal reingefunden hat bleibt das Buch super spannend und man kann es kaum noch weglegen. Dadurch dass die Schrift relativ groß ist ist es auch nicht ganz so dick wie es scheint.

Überraschend gut

Von: marshall Datum: 24. October 2019

Mein 1. Buch von Hakan Nesser, aber bestimmt nicht das Letzte. Super spannend geschrieben, zwischendurch zwar etwas verwirrrend, aber sonst wirklich gut. Habe jetzt erst erfahren dass die Ermittler aus verschiedenen Krimis wohl in diesem zusammen kommen. Kann man aber ohne dieses Hintergrundwissen gut lesen.

Tag der Abrechnung

Von: Tintenherz Datum: 24. October 2019

Das Cover zu diesem modernen Schwedenkrimi ist einfach und passend mit der Landschaft Schwedens gestaltet. Der Schreibstil ist außergewöhnlich, aber trotzdem leicht verständlich zu lesen. Dem Leser werden die Gedanken und Aktionen der gut herausgearbeiteten Charaktere philosophisch angeboten. Bei einem Brandanschlag werden 4 Menschen getötet. Der Täter ist flüchtig. Ca. 20 Jahre danach wird die Leiche des angeblichen Täters gefunden. Kommissar Van Veeteren, der sich schon im Ruhestand befindet, steigt in die Ermittlungen mit ein, um den alten Fall wieder aufzurollen. Drei verschiedene Handlungstränge beinhaltet das Buch, die ständig wechseln. Man fiebert von einer Handlung zur nächsten mit, immer auf der Suche nach dem wahren Täter. Auch wenn bei diesem Krimi keine große "Action" herrscht, ist dieses Buch extrem spannend. Geheimnisse kommen langsam ans Licht und bei den Protagonisten breitet sich Ungewissheit und Angst über die einzelnen Vorfälle aus, die den Leser "am Ball halten". Fazit: Ein leiser, mitreißender und sehr gut durchdachter Krimi der Extraklasse!

Auf der Spur eines Mörders, der alle zum Narren hält

Von: Chattys Bücherblog Datum: 23. October 2019

"Marten Winckelstroop wuchs mit zwei Makeln auf " so beginnt der elfte Band der spannenden Krimireihe mit Kommissar Van Veeteren. Der in Schweden geborene Autor schafft es auch mit diesem Band, den Leser in spannende Szenen zu schicken. Was eigentlich vom Verlag als Roman eingestuft wurde, zeigt sich hier mit viel Spannung, so dass es fast schon einem Krimi gleichkommt. Aber leider fehlt hier und da auch mal der Spannungsbogen, so dass eine genaue Genrezuordnung kaum möglich ist. Wer den Autor bzw. seine Schreibweise kennt, wird sich schnell auf die Protagonisten einlassen können. Dieses Buch mag nicht zu den stärksten Romanen des Autors gehören, aber dennoch zeigt es sehr viel Tiefe, gerade wenn man die Probleme der Linkshänder in unserer Gesellschaft betrachtet. Aber auch der Mord und seine Aufklärung darf natürlich nicht fehlen. Und auch hier schlägt der Autor in gewohnter Weise zu. Spannung und gute Unterhaltung wechseln sich ab und ergänzen sich an markanten Stellen. Dieser Roman mit Spannungselementen hat mich sehr gut unterhalten, so dass ich mich schon auf den nächsten Band dieses schwedischen Autors freue.

Spannend und raffiniert

Von: Irmgard Datum: 23. October 2019

Ein spannendes Buch welches bis zum Schluss undurchschaubar bleibt. Da es mein erstes Buch von Hakan Nesser war, hatte ich zu Beginn einige Schwierigkeiten den Überblick über die verschiedenen Charaktere zu behalten und in der Mitte gab es eine kleinere Durststrecke, daher nur 4 Sterne. Alles in allem ein cleverer Roman mit sehr interessanten und sympathischen Charakteren. Nicht nur für Krimiliebhaber zu empfehlen.

(Teils) spannender Kriminalroman

Von: Ute23 Datum: 21. October 2019

Kommissar Van Veeteren, der im Ruhestand ist, wird von einem über 20 Jahre alten Fall eingeholt. 1991 treffen sich fünf Personen in einer Pension das erste Mal seit ihrer Schulzeit wieder. Sie alle sind Mitglieder im "Verein der Linkshänder". Die Pension brennt ab und vier Mitglieder kommen ums Leben. Das fünfte Mitglied ist verschwunden und wird von Van Veeteren zum Täter erklärt. 2012 taucht die Leiche jenes fünften Mitglieds unweit der Pension auf, vergraben schon zur Zeit des Brandes im Wald. Van Veeteren weiß nun, dass er damals falsch lag und ein fünffacher Mörder immer noch frei herumläuft. Van Veeteren, seine Frau Ulrike Fremdli und Polizei-Kollegen, ehemalige und heutige, sogar Kollegen aus Schweden, darunter ein Inspektor Barbarotti, ermitteln... Kennt man Van Veeteren nicht, so kommen Fragen auf, die das Buch nicht beantwortet. So sucht man vergeblich nach einem Vornamen Van Veeterens. Manche Städte im Buch sagen einem nichts. Die Namen der Personen im Buch klingen zum Teil skandinavisch, deutsch und vielleicht schweizerisch, wie der Name der Ehefrau Van Veeterens. Eine Recherche ergibt, dass Van Veeteren in einem fiktiven Land mit der Hauptstadt Maardam lebt, wo er vor seinem Ruhestand Kommissar war. Am Anfang muss man viele Seiten lesen, bis man überhaupt einen Überblick gewinnt. Es gibt verschiedene Zeitebenen und nach und nach fügt sich alles zu einem Gesamtbild zusammen und das mit einer zunehmenden Spannung. Da Van Veeteren gerade Urlaub in der Nähe der abgebrannten Pension gebucht hat, kann er Urlaub und Ermittlungsarbeit miteinander verbinden. Dabei besteht das Vorgehen Van Veeterens nicht aus spektakulären Taten oder gefährlichen Situationen, sondern aus Aktenlesen, Gesprächen und Nachdenken. Dialoge mit seiner Frau Ulrike bringen Van Veeteren auch weiter. Van Veeteren philosophiert manchmal zu viel und ist allgemein recht schwermütig, was das Lesen mitunter langweilig macht.

Philosophisch angehauchter Kriminalroman

Von: Alexandra Stang-Coqui Datum: 21. October 2019

Gleich vorneweg sei erwähnt, dass dieses Buch der erste Roman war, den ich von Håkan Nesser gelesen habe, aber ich bin mir sicher, es werden noch andere folgen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, im Gegensatz zu so manchem anderen Krimi nicht platt und trivial sondern eher anspruchsvoll. Die Handlung ist spannend, lediglich den Mittelteil fand ich persönlich stellenweise etwas weniger mitreißend (der Grund für „nur“ 4 Sterne). Insgesamt kann ich das Buch jedem empfehlen, der sich niveauvolle Unterhaltung wünscht.

Hakan nesser

Von: tierklinik10 Datum: 20. October 2019

ich durfte das buch der verein der Linkshänder lesen, ich bin ein fan von ihm,das buch geht immer mal 20 jahre zurück in die Vergangenheit und mann muss sich schnell wieder reinfinden interessant geschrieben die Handlung spannend aber sehr langatmig wer schon bücher von ihm gelesen hat wird sich freuen ein neueinsteiger denke ich tut sich schwer da man schon Vorkenntnisse braucht um alles besser zu verstehen

Van Veederen ermittelt wieder

Von: M. Datum: 19. October 2019

Noch einmal ermittelt der pensionierte van Veeteren in einem Mordfall. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin ermittelt der 75 jährige Komissar in einem Fall, der mit einem Mordfall zusammenhängt, den er vor Jahren bearbeitet hat. Das Buch ist angenehm geschrieben und gut und auch einfach zu lesen. Die Kapitel sind relativ kurz und beleuchten die Geschichte aus den jeweils verschiedenen Jahrzehnten. Durch den Wechsel der Kapitel leidet leider etwas der Spannungsbogen der Geschichte. Bas Buch liest sich zwar sehr gut, ist auch absolut interessant - besonders auch die Zwiegespräche des Komissars und seiner Lebensgefährtin haben mir gut gefallen - hält aber icht ganz die Spannung, die ich erwartet hatte. Erst im letzten Teil des Buches hat es mich dann "gefangen genommen" und ich wollte es nicht mehr aus der Hand legen. Aus diesem Grund nur 4 von 5 Sternen.

Mein erster Schwedenkrimi

Von: Nadine Datum: 16. October 2019

Ein Schweden-Krimi also…. dachte ich mir nur, als ich den Einband des Buches las. Bisher hatte ich noch keines von Hakan Nessers Büchern gelesen. Demnach war ich vollkommen ohne Erwartungen. Der große Kommissar Van Veeteren nimmt die Arbeit trotz Ruhestand nochmal auf und versucht, das Geheimnis des Vereins der Linkshänder und dem damit in Verbindung stehenden Tod von 4 ehemaligen Vereinsmitgliedern aufzuklären. Der Einstieg in das Buch war nicht ganz einfach, der Autor vermeidet ausschweifende Beschreibungen der beteiligten Charaktere, sodass es etwas gedauert hat, bis sich in meinem Kopf ein Bild der jeweiligen Akteure ergeben hat. Zudem verzichtet Hakan Nesser auf ausführliche Beschreibungen von Landschaften oder Umgebungen, sondern liefert die Informationen auf den Punkt und konzentriert sich dabei mehr auf die einzelnen Dialoge statt auf die Szenerie drum herum. Als ich den Einstieg mit der Vielzahl von Akteuren bewältigt hatte, so ließ ich mich langsam mitreißen in die Geschichten der Vergangenheit und der Gegenwart. Kapitelweise Zeitsprünge machen es nicht leicht, der Story zu folgen. Man kann schon von einem anspruchsvollen Schreibstil sprechen. Auf Seite 133 dann ein kurzer Stop – es ist die Rede von „Bruno“… eine bis dato völlig unbekannte Person und wie sich herausstellt auch keine, die tatsächlich zur Geschichte gehört. Ein Scherz des Übersetzers? Nachdem ich Teil 1 fertig hatte, so hoffte ich auf die Auflösung in Teil 2, aber stattdessen gab es einen weiteren Handlungsstrang und weitere Personen, die man im Blick behalten musste, da diese dann schließlich komplett mit den bereits bekannten Akteuren verknüpft wurden. Alles in allem ein unterhaltsamer Roman, der den Leser vielleicht nicht im ersten, aber spätestens im zweiten Schritt in den Bann zieht. Wer blumige Landschaften oder ausführliche Beschreibungen der Akteure erwartet, kommt hier nicht auf seine Kosten. Wenn man sich jedoch darauf einlässt und selbst jedem Akteur sein eigenes Bild zeichnet, wird man bis zum überraschenden Ende das Buch nicht mehr beiseitelegen. Für Krimi-Liebhaber durchaus eine gelungene Geschichte.

Tolles Buch

Von: Sailorsnape Datum: 15. October 2019

Vielen Dank, dass ich das Buch testlesen durfte. Dies war mein erstes Buch von Hakan Nesser und es wird definitiv nicht mein letztes von ihm gewesen sein. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Zudem fand ich die Dialoge zwischen Van Veeteren und seiner Lebensgefährtin mega unterhaltsam. Zu der Handlung an sich kann ich sagen, dass sie wirklich spannend war und ich bis kurz vorm Ende nicht auf den wahren Täter gekommen bin. Das war wirklich gut gemacht. Ich kann das Buch jeden der Krimis mag, sehr empfehlen!

Atmosphärischer Krimi aus Schweden

Von: Sindy Datum: 14. October 2019

Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Wir starten 1957 und wechseln uns immer wieder mit der Gegenwart ab. Zusätzlich werden wir noch über Ereignisse Anfang der 90er Jahre in Kenntnis gesetzt. Nach der Hälfte des Buches sind wir über die Geschehnisse der Vergangenheit informiert und es startet ein zweiter Erzählstrang in der Gegenwart. Wir ermitteln mit dem ehemaligen Kommissar Van Veteeren zu einem Mordfall, der 20 Jahre zurück liegt. Damals wurde bereits ein Täter ermittelt, der aber nun tot aufgefunden wurde und nun definitiv nicht mehr als Täter von damals in Frage kommt. Für mich war die Geschichte ein Pageturner. Die herbstliche Atmosphäre in der Gegenwart, welche auch auf dem Cover des Buches dargestellt ist, konnte ich regelrecht fühlen. Schnell war offensichtlich klar, wer der eigentliche Täter ist - aber falsch gedacht, auch hier gab es eine für mich unerwartete Wendung. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Durch die abwechselnde Zeit oder Ort je Kapitel kam keine Langeweile auf. Auch die privaten Hintergründe der Ermittler wurden teilweise beleuchtet und runden die Geschichte ab. Dieses Buch ist ein Muss für jeden Fan von skandinavischen Krimis. Dies war mein erster Roman von Hakan Nesser - ich werde mir nun aber definitiv die anderen Bücher von ihm anschauen.

stellenweise langatmig

Von: Petra Wiechmann Datum: 13. October 2019

Klappentext Kommissar Van Veeteren - mittlerweile im Ruhestand, aber so legendär wie eh und je - bereitet sich innerlich darauf vor, seinen 75. Geburtstag zu feiern, als ein früherer Kollege auftaucht, um ihn von einem alten Fall zu berichten. Damals waren in einer Pension in Oosterby vier Menschen ums Leben gekommen, die nur eines gemeinsam hatten: die Mitgliedschaft in einem »Verein der Linkshänder«. Da das fünfte am Treffen teilnehmende Mitglied verschwunden war, wurde der Mann schnell als Täter identifiziert, aber niemals gefunden. Nun ist überraschend nach Jahren seine Leiche aufgetaucht, offensichtlich wurde er zur selben Zeit ermordet wie die anderen. Mit anderen Worten: Van Veeteren und seine Kollegen haben damals versagt, der Mörder ist weiter auf freiem Fuß. Bald danach wird eine weitere Männerleiche gefunden - mit den Ermittlungen hier betraut: Ein gewisser Inspektor Barbarotti... Meinung Für mich war der Erzählstil durchwachsen. Gefallen hat mir der trockene Humor und die philosophischen Betrachtungen von Van Veeteren und seiner Frau die immer wieder in das Geschehen einflossen. Da das Buch in mehreren Zeit-Ebenen spielt ist das erste Drittel der Vergangenheit die in verschiedenen Jahren spielt gewidmet. Man kann als Leser die Entwicklung der verschiedenen Personen verfolgen. Im Anschluss folgen die Ermittlungen in der Gegenwart. Diese waren für mich etwas langatmig, es ging streckenweise die Spannung verloren. Man musste sehr aufmerksam lesen um nicht den Faden zu verlieren, erleichtert hat das, dass die Kapitelüberschriften mit Jahreszahlen und Ortsangaben versehen waren.

Ich war begeistert!

Von: Buch Datum: 13. October 2019

Kurz vor seinem 75. Geburtstag bekommt der ehemalige Kommissar Van Veeteren Besuch eines alten Kollegen. Ein alter Fall der beiden schien gelöst - nun stellt sich allerdings heraus, dass der damals Verdächtige doch nicht der Täter gewesen sein kann. Van Veeteren und seine Frau fangen nun an, mit zu ermitteln... Die einzelnen Kapitel zu Beginn des Buches spielen in unterschiedlichen Jahren und wir wechseln ständig zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Dadurch erfährt der Leser nach und nach, welche Personen bei dem alten Fall Opfer wurden und wie diese miteinander zu tun hatten. Ebenso werden die aktuellen Ermittlungen dargestellt, so dass der Leser nach und nach der Lösung immer ein Stück näher kommt. Ich selbst hatte während des Lesens oft Vermutungen, wer und warum der Täter sein könnte, lag damit allerdings dann auch regelmäßig falsch. Das an sich hat mir sehr gut gefallen - da ich nichts schlimmer finde, als wenn schon zu Anfang ganz klar ist, wie die Geschichte ausgehen wird. Das war hier nicht gegeben, und den tatsächlichen Täter hatte ich "lange nicht auf dem Schirm". Fazit: Ein sehr angenehm zu lesendes, unterhaltsames, spannendes Buch!

Selten so auf die Folter gespannt worden

Von: Jasmin Datum: 13. October 2019

Ich hätte das Buch an einem Stück durchlesen können, wenn ich denn die Zeit dafür gehabt hätte. Selten wurde ich von einem Krimi so auf die Folter gespannt. Durch den steten Wechsel der Zeiten erfährt man immer nur einen kleinen Teil des Ganzen und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschichte breitet sich Stück für Stück vor einem aus und irgendwann hat man so seine Theorie, wer der Mörder sein muss und dann kommt doch wieder alles ganz anders. Ich hatte bis dahin weder von Van Veeteren noch von Barbarotti gehört/gelesen, aber das hat sich nicht negativ ausgewirkt, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Alles Wichtige, erfährt man im vorliegenden Buch. Der Umstand, dass Van Veeteren in einem fiktiven Land agiert, habe ich durch Google erfahren, weil mich die Städtenamen und die Währung etwas verwirrt haben, aber auch das ist jetzt nicht weiter tragisch. Das Buch ist schon sehr umfangreich und nicht alles trägt jetzt unbedingt zur Klärung des Falles bei, aber dadurch wird eine sehr schöne Erzählatmosphäre geschaffen, die die Personen sympathisch und nachvollziehbar oder eben einfach greifbar machen. Klare Leseempfehlung!

Ein Mörder hält alle zum Narren

Von: Siko71 Datum: 10. October 2019

Der pensionierte Kommissar Van Veeteren wird zu einem Mord hinzugezogen, der sich im Jahre 1991 ereignete. Es wird die Leiche eines Mannes gefunden, der als Mörder einer Gruppe von Menschen galt, die in Molly's Pension verbrannt sind. Aber der Fall reicht bis in die 60er Jahre zurück. Als dann noch weitere Menschen sterben, die mehr oder weniger zu dem in der 60er Jahren gegründeten "Verein der Linkshänder" gehörten beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn nur ein Mitglied des Vereins lebt noh. Wer ist der vermeintliche Mörder, der die Kommissare in Atem hält? Ein spannender Krimi, der von Anfang an den Leser in seinen Bann zieht. Die Personen werden sehr detailliert beschrieben und man glaubt dann auch schon den wahren Täter zu kennen, aber weit gefehlt, es tun sich immer neue Abgründe auf. Mir hat dieser Krimi/Thriller sehr gut gefallen, so stelle ich mir das vor. Man rätselt bis zum Schluß wer der wahre Täter ist.

Ein Rätsel, über das lange Zeit Gras gewachsen ist.

Von: Elisabeth B. Datum: 05. October 2019

Kommissar Van Veeteren und Inspektor Barbarotti sind die in Deutschland wohl bekanntes Ermittler aus der Feder von Håkan Nesser. In dem 608-seitigen Krimi „Der Verein der Linkshänder“, im September 2019 bei btb erschienen, ermitteln sie gemeinsam. Der inzwischen pensionierte, fast 75-jährige Van Veeteren wird von seinem ehemaligen Kollegen auf einen seit Jahren als gelöst geltenden Fall aufmerksam gemacht, der erneut an Aktualität gewinnt: 1991 waren in Oosterby vier Mitglieder des „Vereins der Linkshänder“ ums Leben gekommen. Ein fünftes Mitglied galt seitdem als verschwunden und wurde entsprechend als Täter identifiziert. Nun ist dessen Leichnam aufgetaucht – offensichtlich zur gleichen Zeit ermordet wie die anderen. Gemeinsam mit seiner Frau, Ulrike, macht sich Van Veeteren an die Recherchen. Kurze Zeit später wird Inspektor Barbarotti in Schweden zu einer Männerleiche gerufen. Als Zusammenhänge zwischen beiden Fällen ersichtlich werden, werden die Ermittlungen zusammengeführt. Der Roman insgesamt ist recht komplex aufgebaut und wird auf verschiedenen Ebenen erzählt, die alles verbindende Größe sind Van Veeterens Ermittlungen am Cold Case: Im ersten Teil des Romans gibt es immer wieder Rückblenden in die späten Fünfziger- bis Sechzigerjahre, als Jugendliche den „Verein der Linkshänder“ gründen und durch die unruhigen Jugendjahre führen, sowie das Jahr des Mordes in Oosterby. Der zweite Romanteil wirft einen Blick nach Schweden, wo Barbarotti ermittelt. Im dritten Teil treten Tagebucheinträge hinzu, die den Leserinnen und Lesern Einblicke in das Leben eines überlebenden Mitglieds des „Vereins der Linkshänder“ gewähren. Außerdem ermitteln die Teams aus Maardam und Kymlinge hier gemeinsam. Dieser eher vielschichtige Aufbau lässt die Lesenden über weite Strecken dem Wissen der Ermittler/innen voraus sein, legt mögliche Zusammenhänge offen und führt somit zu Spuren, von denen die Romancharaktere selbst noch keine Ahnung haben. Auf der anderen Seite führt dieses aber auch dazu, dass man als Leser/in das Offensichtliche aus den Augen verliert, sodass mich das Ende überraschen konnte. Der Roman selbst ist eher ein ruhiger Vertreter seiner Art, der frühere Zeiten und die Probleme sowie das Dasein der damals lebenden Jugendlichen wieder aufleben lässt, der vielmehr durch subtile Spannung denn durch Action fasziniert. Gerade diese Ruhe passt vorzüglich zu Van Veeterens gesetzterem Alter und macht dieses glaubwürdig. Van Veeteren, der in früheren Romanen eher ruppig daherkam, hat viel an Ruhe gewonnen, er ist und bleibt ein Philosoph, wie man seinen Gedanken entnehmen kann, und gerade die Gespräche mit Ulrike sorgen auch immer wieder für einen feinen Humor, der den Leser/innen das ein oder andere Schmunzeln herauskitzeln sollte. Auch die übrigen Charaktere sind menschlich gezeichnet: Sie haben zwar ihre großen und kleinen Probleme, alles in allem erscheinen sie jedoch lebensnah, überlegt und sympathisch. Obwohl es sich hierbei um den elften Fall für Van Veeteren und den sechsten für Barbarotti handelt, kann man diesen Band problemlos ohne Vorkenntnisse lesen, denn die Protagonisten agieren weitgehend unabhängig von ihrer Vorgeschichte. Nessers Sprache ist flüssig und schnörkellos zu lesen, sodass man – gemeinsam mit den Spannungselementen – die etwas über 600 Seiten leicht lesen kann, ohne dass jemals ein Gefühl der Langeweile aufkommt. Für mich war diese Lektüre ein willkommenes Wiedertreffen mit Van Veeteren und Barbarotti sowie ein kurzweiliges, aber dennoch nicht anspruchsloses Leseerlebnis, und sie hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Ein Roman, den ich allen Krimiliebhaber/innen ans Herz legen möchte.

Van Veeteren und Barbarotti in einem Fall

Von: Ritja Datum: 11. October 2019

Hakan Nesser ist nicht ohne Grund einer der besten schwedischen Krimiautoren. Klug gestrickte Geschichten, die der Psychologie und der Philosophie einen großen Raum lassen und trotzdem (oder gerade deshalb) spannend und interessant sind. Seine Hauptcharaktere duften sich stets über Jahre weiterentwickeln. Van Veeteren ist nun schon 75 Jahre und schon lange in Krimirente, doch nun darf er noch mal ran. Eine ganz alte Geschichte, die ihn nicht loslässt. Und Barbarotti, der auch nicht mehr so junge Inspektor aus einer anderen Nesser-Reihe wird in diesem Buch ebenfalls seinen Einsatz haben. Ein Traum für Nesser-Fans, dass er seine zwei Ermittler in eine Geschichte packt. Van Veeteren muss in diesem Fall feststellen, dass er den falschen Mörder, vor vielen Jahren, ermittelt hat, denn der Mörder wurde nun gefunden. Als Leiche. Doch auch diese liegt genauso lang schon in der Erde wie die anderen vier Toten. Wer hat den Verein der Linkshänder ausgelöscht? Und warum stirbt jetzt nach vielen Jahren ein weiterer Mensch? Während Van Veeteren den Drang hat, dass Rätsel zu lösen, um seinen Fehler von damals zu beseitigen, muss Inspektor Barbarotti den aktuellen Fall lösen. Die Krimis sind eher ruhig und langsam. Sie entwickeln sich über viele Seiten und durch viele kleine unvorhersehbare Wendungen schafft Nesser die Spannung zu halten. Wilde Schießereien und Gemetzel wird man nicht finden, dafür kluge Herleitungen und interessante Charaktere, die die Geschichte und das Leben der beiden Ermittler beeinflussen. Dietmar Bär liest die Geschichte sehr gut und mit seiner warmen und tiefen Stimme passt er gut zu der Geschichte.