Chloe Benjamin

Die Unsterblichen

Die Unsterblichen Blick ins Buch

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Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis?

Bezaubernde, mutmachende Geschichte

Von: Kathy30 Datum: 07. May 2019

Der Inhalt: Im Sommer 1969 besuchen die Geschwister Simon, Karla, Daniel und Varya Gold eine Wahrsagerin, die angeblich das genaue Todesdatum voraussagen kann. Jeder bekommt einzeln Einlass bei der Wahrsagerin und bekommt sein Datum mitgeteilt und jeder der vier Geschwister geht anders mit dem Wissen um. Aber auf jeden hat das Wissen um diesen Tag einen besonderen Einfluss. Das Cover: Ich finde das Cover sehr ansprechend und schön und es fällt einem in einer Menge von Büchern auch sofort auf. Es passt auch zu der Geschichte. Für meinen Geschmack eine sehr gute Wahl. Die Sprache: Die Autorin erzählt die Geschichte der Familie Gold in einem leicht verständlichen, schnörkellosen Schreibstil. Ich konnte gut folgen und das Buch leicht durchlesen. Meine Meinung: Neugierig auf dieses Buch bin ich wegen dem Satz: „Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst?“ geworden. Solche Fragen stellen sich wahrscheinlich viele im Leben und machen sich Gedanken darüber ob und in welchem Ausmaß dieses Wissen Einfluss auf ihr Leben nimmt. Ich gehöre zu den Menschen, die sich manchmal in solchen Gedankengängen verlieren. Deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen um zu erfahren, wie die Autorin dieses Thema befasst und zu welchem Ergebnis sie dabei kommt. Ich finde, dass ihr das richtig gut gelungen ist. Vor allem weil sie durch die vier Protagonisten nicht nur eine Sichtweise und einen Lösungsvorschlag präsentiert hat sondern gleich vier sehr unterschiedliche. Dabei erreicht Sie dass ich mich bei der Beschreibung von traurigen und tragischen Momenten niemals Hoffnungslos und bedrückend fühle sondern genau das Gegenteil eintritt. Die Autorin schaffte es mir sogar in den traurigen Momenten dieses Buches die Schönheit und das Wunder des Lebens nahezubringen. Ich fand diese Geschichte sehr zauberhaft und kurzweilig. Erzählt wurden die Geschehnisse in vier Kapiteln. In jedem Kapitel erfuhr der Leser/die Leserin immer wichtige Details und Ansichten von einem bestimmten Geschwisterteil. Angefangen mit Simon über Karla, Daniel und dann zu Varya. Ich fand jedes Kapitel sehr interessant und habe mich mit jedem Geschwisterteil gut identifizieren können auch wenn ich manchmal anders gehandelt hätte. Mir waren alle Figuren (nicht nur die 4 Hauptprotagonisten) sympathisch, wie zum Beispiel die Mutter der Geschwister und andere Angehörige, die im Laufe der Erzählung auftauchen. Ich bin wirklich froh, dass ich dieses Buch entdeckt habe. Ich konnte sehr viele schöne Erkenntnisse über das Leben für mich herauslesen und für mein eigenes Leben mitnehmen. Eventuell werde ich es zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal lesen. Fazit: Ein Buch, das ich nicht vergessen werde und eventuell noch ein zweites oder drittes Mal lesen werde. Ich kann es sehr empfehlen

Ein außergewöhnlicher Roman

Von: Mrs.Strange Datum: 05. May 2019

Als ich den Klappentext gelesen habe war ich über den Titel verwundert. Aber zum Ende hab ich es verstanden... Worum geht’s: vier Geschwister lassen sich an einem langweiligen Sommertag das eigene Todesdatum von einer Wahrsagerin nennen. Sie sind noch Kinder und wissen nicht was sie tun. Das Buch ist damit auch in 4 Teile gegliedert und jedes erzählt das Leben eines der Geschwister und wie dieses „Wissen“ ihr Leben beeinflusst. Ich fand jede Geschichte unfassbar interessant. Alle Geschwister gehen ganz unterschiedlich damit um. Dennoch merkt man jedem an, dass sie dieses Ereignis nie wirklich losgelassen hat. Ich kann das Buch nur empfehlen. Es hat seinem ganz eigen Zauber, es berührt, macht traurig, schenkt Hoffnung.. es ist aus gutem Grund auf der Bestsellerliste

Berührendes Buch über Familienzusammenhalt

Von: inktravelling Datum: 08. April 2019

Dieses Buch war eine absolute Empfehlung meiner Freundin und es hat mich von Beginn an in den Bann gezogen. Die vier Geschwister Simon, Klara, Daniel und Varya könnten kaum gegensätzlicher sein und trotzdem lieben sie sich sehr. Doch diese Geschwisterliebe wird auf die Probe gestellt, als eine Wahrsagerin ihnen jeweils das Datum ihres voraussichtlichen Todes mitteilt. Denn natürlich hat diese Information Einfluss auf das Verhalten der vier – bei den einen mehr und bei den anderen weniger. Ich fand die Idee dahinter unglaublich faszinierend. Was würde ich anders machen, wenn ich wüsste wann ich sterbe? Ich denke, wenn man erfährt, dass man alt wird und Zeit hat, wird man wahrscheinlich viel weniger anders machen, als wenn man erfährt, dass man jung stirbt. Denn wenn einem nicht mehr viel Zeit bleibt, dann muss man schnellere Entscheidungen treffen. Jeder der vier Geschwister zerbricht auf eine andere Art und Weise an der Information der Wahrsagerin und deren Folgen. Während eine Person von ihnen daran verzweifelt, dass sie viel zu jung stirbt, verkraftet eine andere nicht den Tod dieser Person. Die dritte überkommen Panik und Zweifel über die Wahrheit Wahrsagung und die vierte kämpft mit Schuldgefühlen und versucht Wiedergutmachung zu leisten. Einige Szenen waren mir zu explizit. Das hätte das Buch für mich nicht benötigt. Das Ende jedoch stimmt nachdenklich und lässt einige Fragen offen, was ich allerdings bei einem Buch wie diesem als angebracht empfinde.

Rezension "Die Unsterblichen"

Von: Mimi Datum: 03. March 2019

Im Jahre 1969 – genauer gesagt im Sommer – bekommen die vier Gold-Geschwister ein Gerücht mir: In der Stadt soll es eine Wahrsagerin geben, die einem das genaue Todesdatum nennen kann. Die Geschwister Simon, Klara, Daniel und Varya machen sich auf den Weg zur New Yorker Lower-Eastside um zu erfahren, wann sie sterben werden. Jeder Geschwister-Teil geht mit dieser Information anders um. Der Eine igelt sich ein und lässt nichts und niemanden an sich heran, der Andere versucht das Leben in vollen Zügen zu genießen. Doch für den Leser bleibt immer eine Frage: Was würde ich tun, wenn ich genau wüsste wann ich sterbe? Dieser Titel hat wirklich eine sehr packende Thematik. Es gibt sicher kaum jemanden, der sich nicht schon einmal gefragt hat wie es wäre, wenn man wüsste wenn das eigene Leben vorbei ist. Im Laufe der Geschichte sieht man die unterschiedlichen Werdegänge der Geschwister. Vielleicht kann man sich ja mit einem von ihnen identifizieren und würde genau so handeln – jedenfalls mit dem Wissen im Gepäck. Der Schreibstil der Autorin war sehr gut. Das Buch las sich einfach nur so weg. Außerdem beschreibt sie die einzelnen Charaktere sehr angenehm, man hat auch einfach immer die Frage im Kopf “Was wäre, wenn sie sich anders entschieden hätten?” Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen und bringt einen auch ein bisschen dazu, das eigene Leben zu hinterfragen.

Unsterblich?

Von: Buecherseele79 Datum: 12. February 2019

Im Sommer 1969 gibt es ein Gerücht welches auch die 4 Geschwister Gold erreicht- in der New Yorker Lower-East Side soll es eine Wahrsagerin geben die einem das exakte Todesdatum mitteilen kann. Neugierig suchen Simon, Klara, Daniel und Varya sie auf und erfahren alle ihren Todestag. Und ab diesem Tag beginnt sich auch das Verhältnis schleichend zu ändern, jeder geht mit diesem Wissen anders um. Während Simon und Klara eher leben wollen, ihren Traum verwirklichen, gehen Daniel und Varya gesitteter und kühler mit dem Wissen um. Doch wird es so passieren wie vorhergesagt? Dieses Buch ist aktuell in aller Munde und auch die Thematik ist interessant, denn wie würden wir leben wenn wir unseren Todestag wissen würden? Intensiver, gefährlicher, waghalsiger, ruhiger, ängstlich oder mutig, würden wir mehr wagen oder mehr abwägen? Der Schreibstil der Autorin konnte mich sofort packen, er ist ruhiger aber trotzdem schön zu lesen und berührt. Die 4 Goldgeschwister Simon, Klara, Daniel und Varya konnten mich von Beginn an begeistern, gerade den Zusammenhalt als "Geschwisterbande" fand ich sehr schön dargestellt, auch betont die Autorin wie unterschiedlich die Kinder sind. Schon kurze Zeit nach dem Besuch bei der Wahrsagerin werden die Blickwinkel auf die einzelnen Geschwister gelegt. Die Autorin beginnt mit dem Jüngsten- Simon, den ich persönlich am ehesten in mein Herz geschlossen habe. Varya selbst hat mir am ehsten leid getan, hier hat die Autorin gekonnt viel Schmerz und Angst vor dem Leben einfließen lassen. Die Autorin beschreibt zwar hier jeden einzelnen Charakter nochmals ein bisschen, aber man bekommt eher eine Zeitaufnahme der jeweiligen Person, wie es ihr ergangen und wie das Leben bisher verlaufen ist, aber auch wie der Charakter mit dem Tod von dem ein oder anderen Geschwisterteil umgeht, welche Ängste und Pläne er hat, wie man versucht dieses Datum doch auszublenden und nicht daran zu glauben. Und auch man selbst als Leser stellt sich die Frage immer wieder- würde ich mein Todesdatum, meinen genauen Todestag wissen wollen? Würde ich dadurch glücklicher leben oder eher ängstlicher? Würden ich mein Leben vielleicht so leben das ich den "Tod überlisten kann. Bei den 4 Protagonisten ist auch die Fragen ständig im Raum- wenn sie sich in jedem Moment anders entschieden hätten, wäre ihr Leben anders verlaufen? Hätten sie gewisse Dinge ahnen können, den Tod vielleicht sogar überlisten? Ein Buch welches einen selbst über das Leben nachdenken lässt, was ist kostbar, was nicht? Mit welchen Dingen will man sein Leben „belasten“, mit welchen Dingen möchte man sich lieber abgeben/umgeben? Und auch die persönliche Sicht- mit Todesdatum oder ohne? Auf jeden Fall ist „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin ein Buch welches dem Leben zusagt und man eben eines doch weiss- der Tod ist immer gewiss. Mich konnte das Buch absolut fesseln und berühren und von daher kann ich es nur empfehlen.

Magisch, faszinierend

Von: Mary Elara Gold Datum: 07. February 2019

Meine Meinung Zum Cover: Ähm, magisch? Ja! ✨ Das Cover ist wirklich schön, ein Lebensbaum 🌳, der perfekt zum Thema passt und die Blätter in meinen liebsten Farben und dann noch Sterne. Ich liebe Sterne! Mir gefällt es und in der Buchhandlung hätte ich alleine deswegen auf jeden Fall danach gegriffen 📚. Zum Inhalt: Die Geschichte ist geteilt in vier große Teile und dazwischen in Kapitel. Die Perspektiven wechseln hin und her und der Schreibstil ist anders, weil die Geschichte anders ist. Gefällt mir sehr gut :). Zur Story Ja, und worum geht es? Die vier Geschwister der Familie Gold ziehen los zu einer Wahrsagerin, welche ihnen verraten wird, an welchem Tag sie sterben werden. Ein jeder bekommt seinen Tag vorhergesagt, doch so richtig möchte keiner daran glauben 🔮. Im Grunde geht es in diesem Buch um die Frage: Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Eine wirklich gute Anregung zum Nachdenken, denn wie würdest du denn nun leben und was würdest du tun, wenn du wüsstest, wann alles vorbei ist? Aber um wieder auf das Buch zurück zu kommen… ein jeder dieser Geschwister fängt an sein Leben zu leben, wird erwachsen und geht seines Wegs. Wir verfolgen zu Beginn Simon und Klara, die jüngsten der vier Geschwister. Sie ziehen nach San Francisco und dort beginnt der Ernst des Lebens (So, wie bei mir): einen Job finden, um sich über Wasser halten zu können und sich selbst finden. Simon ist ein anderer Charakter, nicht oft liest man von homosexuellen Leuten. Also ich fürs Verhältnis habe noch nicht viele Bücher darüber gelesen *Schande über mich, dabei ist das ein wichtiges Thema meiner Meinung nach. Ich fand es wirklich interessant Simon zu begleiten, wie er anfing zu tanzen und immer höher stieg und sein Liebesleben, es war aufregend und spannend zu sehen, wie er die Welt sieht, nämlich von der anderen Seite, genau, wie seine Schwester. Nein, sie steht nicht auf Frauen. Sie betrachtet das Leben auch von der anderen Seite, aber einer anderen, als Simon. Klara ist magisch, sie trägt die Magie förmlich in sich und ich habe es bleibt von ihr zu lesen. In so vielen Punkten habe ich in Klara mich gesehen, dieses anders Sein. Immer wenn ich von ihren Kunststücken gelesen habe, habe ich in den Laptop geöffnet und mich genau darüber belesen, wie gewisse Kartentricks oder ähnliches funktionieren. ,,Himmlisch!’’ Kann ich da nur sagen. Auch wie es mit Klara und Simon weiter geht war Balsam für die Seelen, aber dann… ich habe geweint. Naja schließlich ging die Geschichte weiter und jetzt haben wir von Daniel, Varya, Gertie und zwei weiteren Menschen gelesen, die Klara viel bedeutet haben. Ganz ehrlich: Ab dort hatte ich nicht mehr viel Motivation es zu lesen, klar die Charaktere waren nicht schlecht und die Geschichte musste ja weiter gehen, aber ohne Klara und Simon? - Nein. Ich habe mich anfangs echt schwer getan und es wurde auch nicht unbedingt besser. Ich konnte mich einfach nicht mit den anderen beiden Geschwistern identifizieren, also sehr oft nicht. Varya arbeitet im Wissenschaftlichen Bereich mit Altersforschung, das interessierte mich nicht so ganz. Sie waren sympathisch, aber nicht so faszinierend, wie Simon und Klara. Von Ruby habe ich wiederum gern gelesen, in ihr steckt immerhin ein Stück Klara. Awww. Doch was soll ich sagen, das Buch war gut, nicht sehr gut, einfach nur gut. Es hat mich berührt, mich zum Lachen gebracht, auch wenn es an einigen Stellen langweiliger war, waren andere Stellen wirklich gut. Ich liebe Zaubershows! Fazit: Ein Buch mit vielen Facetten, Blickwinkel und magical Shows. Ich kann es allen empfehlen, die sich gern und viel Gedanken über das Leben machen und ps: Das Cover sieht so toll im Regal aus…😊 Mein Abschlusszitat: ,,Live how ever you want to live.’’ - Mary E. Gold

Wann werden wir sterben?

Von: Kristall86 Datum: 06. February 2019

Wir befinden uns im Jahr 1969. Es ist Sommer in New York und ein großes Gerücht sieht durch die New Yorker Lower East Side. Eine Wahrsagerin sei eingetroffen und sie hat besondere Fähigkeiten. Sie könne den Menschen den Tag ihres Todes vorhersagen. Klara, Simon, Varya und Daniel sind so neugierig das sie die Wahrsagerin besuchen wollen...aber genau diese Situation hat für alle vier Geschwister verhängnisvolle Folgen für späteres Leben. Chloe Benjamin hat mit „Die Unsterblichen“ ein echtes Buchhighlight geschrieben. Ihr Schreibstil und ihre komplette Form haben mich als Leser sofort eingenommen. Die vier Geschwister lernen wir sehr intensiv kennen und auch schätzen. Der Blick in ihre Seelen lässt einen tief berührt zurück. Benjamin hat ein sehr emotionales und gefühlvolles Thema aufgegriffen: zu wissen wann der Tod kommt und wann das Leben für immer vorbei sein wird, klingt erst ein Mal gruselig und schaurig, ist aber ein Punkt der jeden Menschen von uns trifft und bewegt. Nur wissen wir dieses Datum nicht und es wird auch keine Wahrsagerin einen den eigenen Tod vorhersagen. Das die vier sich dennoch dieser Situation stellen, war äußerst erstaunlich. Wir erleben, durch verschiedene Zeitsprünge, die vier Geschwister der Familie Gold wie sie erwachsen werden. Sie werden reifer, kommen in den Beruf, erleben ihr Leben...aber sie wissen wann der Tag der Tage gekommen ist. Eigentlich unvorstellbar für uns Leser, aber es stellt sich beim lesen die Frage “Was wäre wenn?“ und vor allem überlegt man wie man sich verhalten würde...Dieses Buch hallt unheimlich nach und ich glaube das ich noch nie so einnachhallendes Buch gelesen habe wie dieses. Ich möchte hier gar nicht zu viel verraten, aber eines steht fest: dieses Buch ist ein sehr außergewöhnliches und lesenswertes Buch. Deshalb bekommt es auch von mir eine klare Leseempfehlung! Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die Unsterblichen - Chloe Benjamin

Von: kathalovesbooks Datum: 29. January 2019

Der Roman "Die Unsterblichen", geschrieben von Chloe Benjamin, umfasst 480 Seiten und erschien am 29.10. 2018 bei btb. Klappentext: Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis? Meine Meinung: Wie bei vielen Büchern fiel mir zuerst das Cover ins Auge und schnell machte mich der Klappentext neugierig auf die Geschichte. Schon bevor ich mit dem Buch begann, überlegte ich mir, ob ich wissen wollen würde, wann ich sterbe. Einerseits würde es einen gewissen Druck auf mich ausüben - ich würde wahrscheinlich in meiner verbleibenden Zeit versuchen all das zu machen und zu erleben, was ich schon lange machen möchte. Andererseits gäbe es mir Gewissheit und würde mich vielleicht zu einem noch bewussteren Leben animieren. Generell glaube ich, dass die Angst trotz allem sehr groß wäre, immerhin ist der Tod unumkehrbar. Zu Beginn der Geschichte erlebt der Leser wie die vier Geschwister die Wahrsagerin aufsuchen und nacheinander sich ihr Todesdatum vorhersagen lassen. Ab diesem Zeitpunkt ist das Buch in vier Abschnitte gegliedert - wir erfahren wie sich das Leben jedes einzelnen Kindes entwickelt. In chronologischer Reihenfolge wird der Leser geführt - Hauptaugenmerk jeweils der einzelne Mensch, doch auch die Beziehung der Geschwister untereinander wird nicht außer Acht gelassen.  Der Einstieg in das Buch fiel mir doch schwerer als gedacht, sodass ich einige Male pausieren musste. Vielleicht lag es auch daran, dass mir Simon Gold, dessen Geschichte als erstes erzählt wird, am wenigsten sympathisch war. Weiterhin würde ich auch den Schreibstil als besonders beschreiben, der für mich wenig vergleichbar ist. Alles in allem hat mich das Buch sehr zum Nachdenken angeregt - die ruhige Stimmung, welche mir zeitweise doch erschreckend vorkam, hallte noch einige Zeit nach. Ich danke der Randomhouse Verlagsgruppe für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.

Bewegende Geschichte, die nachdenklich stimmt

Von: claire_silver Datum: 12. January 2019

Im Jahr 1969 gehen die Geschwister der Goldfamilie, Varya, Daniel, Klara und Simon, zu einer Wahrsagerin. Denn sie kann einem angeblich den Todestag voraussagen, dieses Wissen weckt das Interesse der Kinder. Nach dem Besuch bei der Wahrsagerin sind die Kinder wie ausgewechselt, sie alle denken nur noch an ihren vorhergesagten Todestag, denn sie niemals vergessen werden. Nach dem Einstieg in das Jahr 1969 aus dem ersten Abschnitt, ist das Buch in die Kapitel der einzelnen Geschwister unterteilt. Dabei werden die Lebenswege in der Reihenfolge Simon, Klara, Daniel und Varya dargestellt. Die Beschreibung der Lebensgeschichten ist dabei direkt und unbeschönigt. Simon kann sich in San Francisco austoben und ein unbeschwertes Leben führen. Klara folgt ihrem Traum und will eine Zaubershow aufführen. Daniel wird Arzt und versucht ein „normales“ Leben zu führen. Aber Varya lebt distanziert, einsam und voller Ängste, bis sie letztendlich feststellt, dass das kein Leben ist. Ich finde das Buch erzählt die dargestellten Lebenswege und deren zugehörigen Charaktere sehr realistisch. Es wirkt sehr authentisch, sodass der Leser sich mit diesen Situationen, Gedanken und Gefühlen gut identifizieren kann. Daher ist eine spannende Handlung, die den Leser aufwühlt, bewegt und immer wieder zum Nachdenken anregt und man sich fragt: Wie würde man sein Leben leben, wenn man weiß, wann man stirbt?

Selbsterfüllende Prophezeiung

Von: misery3103 Datum: 11. January 2019

Die Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon Gold sind Kinder, als sie 1969 zu einer Wahrsagerin gehen, die einem angeblich den Tag seines Todes voraussagen kann. Sie ahnen nicht, welche Ereignisse sie durch diese Entscheidung auslösen und wie ihr Leben von dieser einen Entscheidung geprägt sein wird. „Selbsterfüllende Prophezeiung“, das war das erste, was mir beim Lesen dieses Buches in den Sinn kam. Nach dem Besuch der Wahrsagerin in ihrer schäbigen Wohnung sind die Kinder nicht mehr wie vorher. Die vorhergesagten Todestage prägen ihr restliches Leben nachhaltig. Simon, der jüngste Sohn, dem ein früher Tod vorhergesagt wird, entscheidet sich dazu, seine Familie mit 16 Jahren zu verlassen, anstatt – wie vorhergesehen – das elterliche Unternehmen zu übernehmen. Er zieht mit Klara nach San Francisco und lebt ein zügelloses Leben, das ihn tatsächlich früh das Leben kostet. Auch die anderen Geschwister passen ihr Leben unbewusst der Prophezeiung an. Nach der Einführung aus dem Jahr 1969 ist das Buch in Kapitel zu den einzelnen Geschwistern unterteilt. Beginnend mit Simon, folgen Klara, Daniel und zum Schluss Varya. Dabei werden schonungslos die Lebenswege der Gold-Kinder erzählt. Simon, der in San Francisco sein kann, wie er wirklich ist, zügellos und einfach lebend, Klara, die ihrem Traum folgt und eine Zaubershow aufführen will, Daniel, der Arzt wird und ein „normales“ Leben führt und schließlich Varya, die sich vom Leben zurückzieht, einsam und voller Ängste lebt, bis sie feststellt, dass das eigentlich kein Leben ist. Das Buch ist toll erzählt, manchmal erschreckend, oft aufwühlend … und über allem schwebt die Frage: Wie würdest du dein Leben leben, wenn du wüsstest, wann es vorbei ist?

Feiere das Leben

Von: Literaturblogsaarland Datum: 08. January 2019

Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis? Vita : Chloe Benjamin, 28, lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Nathan Hill, in Madison, Wisconsin. Sie studierte literarisches Schreiben an der University of Wisconsin. Ihr Debüt “The Anatomy of Dreams” wurde mit dem Edna Ferber Fiction Book Award ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Fiction First Novel Prize. New York im Sommer des Jahres 1969. Die vier Geschwister Gold hören von einer Wahrsagerin, die den Menschen angeblich ihr Sterbedatum voraussagen kann. Von Neugier gepackt, machen sich Varya, Klara, Simon und Daniel also auf den Weg zu besagter Dame. Und tatsächlich erfahren alle ihr Todesdatum. Obwohl die Kinder anfangs noch die Richtigkeit der Prophezeiung anzweifeln, ist sie doch im weiteren Verlauf ihrer Lebenswege immer gegenwärtig. Dieser aussergewöhnliche Plot hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich habe mich so sehr gefreut, dieses Buch lesen und rezensieren zu dürfen. Das Buch ist in vier Teile gegliedert und wir begleiten alle Geschwister auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden und auf ihrer weiteren "Reise". Varya widmet sich der Altersforschung, Simon zieht es nach San Francisco, Klara wird Zauberkünstlerin und Daniel Mediziner. Chloe Benjamin hat einen ganz fantastischen Erzählstil. Jede Figur hat Tiefe und man kann sich als Leser in jeden Protagonisten hineinversetzen. Jeder der Geschwister geht unterschiedlich mit dem Wissen um. Jeder hat Ecken und Kanten, ist vorsichtig oder wagemutig. Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt. Wie würde man leben, wenn man wüsste, wann man stirbt. Würde man bewusster und reflektierter leben oder alle Vorsicht über Bord werfen und das Leben feiern ? Im Mittelpunkt des Buches steht die Familiengeschichte der jüdischen Familie Gold, die wir fast 40Jahre begleiten dürfen. Das "mystische" Element des Buches spielt meiner Meinung nach nur eine untergeordnete Rolle. Von mir aus hätte das Buch ruhig noch viel, viel mehr Seiten haben können. Obwohl es erst Januar ist, gehört dieses Buch definitiv schon jetzt zu meinen Lesehighlights. Ich vergebe hier natürlich die Höchstpunktzahl von 5 Sternen. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Die Bedeutung des Todes

Von: milkysilvermoon Datum: 04. January 2019

New York im Sommer 1969: Die Geschwister Simon (7), Klara (9), Daniel (11) und Varya (13) Gold werden zum Opfer ihrer Neugier. Sie lassen sich von einer Wahrsagerin, die sich gerade in der Stadt aufhält, den exakten Tag ihres Todes voraussagen. Die Älteste wird demnach mit einem langen Leben rechnen können, dem Jüngsten wird ein früher Tod prophezeit. Die vorhergesagten Sterbedaten wirken sich auf die Biografien der vier Geschwister aus. Während Simon und Klara versuchen, das Leben in vollen Zügen zu genießen, gehen es Daniel und Varya ruhiger an. „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin ist ein ungewöhnlicher Roman. Meine Meinung: Der Roman beginnt mit einem Prolog, der ins Jahr 1969 entführt. Anschließend folgen vier Teile, wovon jeder einem der vier Geschwister gewidmet ist und mehrere Jahre umfasst. Sie sind chronologisch angeordnet und fügen sich nahtlos aneinander. Die einzelnen Teile sind wiederum in mehrere Kapitel untergliedert. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut. Der Schreibstil ist angenehm und wirkt durch viel wörtliche Rede recht lebhaft. Erzählt wird im Präsens. Obwohl der Roman recht unaufgeregt ist, konnte er mich fesseln. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Die vier Protagonisten sind recht unterschiedliche, aber reizvolle Charaktere. Sie werden detailliert und authentisch dargestellt. Ich habe gerne ihre Lebenswege verfolgt. Die Stärke des Romans sind seine inhaltliche Tiefe und seine Komplexität. Er wirft interessante Fragen auf: Beeinflusst das Wissen über den eigenen Todestag das Leben? Führen solche Vorhersagen zu selbsterfüllenden Prophezeiungen? Und was macht überhaupt ein erfülltes Leben aus? Die Geschichte regt zum Nachdenken an und bereitet diese Thematik sehr gut auf. Die Grundidee des Romans ist sehr kreativ, die Umsetzung überzeugend. Trotz der eher hohen Seitenzahl kommt beim Lesen keine Langeweile auf. Das liegt daran, dass diese Familiengeschichte mich emotional bewegen konnte. Ein Pluspunkt ist darüber hinaus, dass immer wieder interessante geschichtliche Fakten mit der fiktiven Handlung verwoben sind. Das Cover, das sich an der amerikanischen Originalausgabe orientiert, hat keine starke Aussagekraft, gefällt mir jedoch sehr. Der prägnante Titel ist ebenfalls von der Vorlage („The immortalists“) übernommen. Er ist inhaltlich natürlich nicht korrekt, passt aber dennoch ganz gut. Mein Fazit: „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin ist ein kreativer Roman. Eine empfehlenswerte Geschichte, die nachdenklich macht und berührt.

Ein Highlight dieses Jahr

Von: Hauptstadtliebe Datum: 25. December 2018

Simon, Klara, Daniel und Varya sind noch klein, als eine Wahrsagerin in die Hester Street, New York, kommt. Neugierig gehen sie zu ihr, um sich ihren Todestag voraussagen zu lassen. Für die einen wurde das zum Schock, für die anderen zur Erleichterung. Alle führen dennoch ein vermeintlich glückliches und erfülltes Leben, doch zu welchem Preis? Das Cover gefällt mir sehr gut! Ich weiß zwar nicht, ob das so gemeint ist, aber für mich stellt es den Baum des Lebens dar. Und ich finde, das passt perfekt zur Geschichte. Dennoch ist es schlicht gehalten und nicht aufdringlich. Sehr gelungen. Wie immer hatte ich überhaupt keine Vorstellung davon was mich in diesem Buch erwartet. Mich hat einfach der Klappentext gleich angesprochen, also musste ich es natürlich lesen. Ich habe gleich in die Geschichte reingefunden und wurde auch gleich von dem tollen Schreibstil mitgerissen. Normalerweise bin ich ja kein Fan von Geschichten die zwischen den 30ern und den 80ern spielen, aber hier habe ich das vergangene New York bildlich vor Augen gehabt. Die Straßen mit den Backsteinbauten, die Feuertreppen, die Stadt die immer weiter wächst und immer einfacher wird. In eben dieser Stadt waren die vier Geschwister in den 60ern ein Lichtblick. Ein Punkt der Halt gegeben hat und gezeigt hat, dass trotz Wandel Kinder eben immernoch Kinder sind. Mir persönlich war Simon am sympathischsten. Er war derjenige, der sein Leben am meisten gelebt hat, wenn auch der Preis dafür ein hoher war. Mir hat auch gefallen, dass das Buch in vier Teile aufgeteilt war und nicht ein großes Mischmasch an Geschichten. So war das ganze viel übersichtlicher und strukturierter. Ein großes Highlight des Buches war für mich der Schreibstil. Mal war er lustig, mal ernst, mal wahnsinnig berührend. Wäre das Buch nicht so schön geschrieben, wäre ich wahrscheinlich auch nur halb so begeistert davon! Auch die Moral die einem hier mitgegeben wird hat mich sehr berührt. Nicht selten saß ich da und habe mich ein wenig erdrückt gefühlt von all den Eindrücken und Konsequenzen, die unser Handeln mit sich bringt. Und auch nicht selten lag ich abends im Bett noch lange wach und habe über das nachgedacht, was ich vorher gelesen habe. Zeitweilig wurde es ein wenig zäh, grade in Daniels und am Anfang von Varyas Kapitel, das Ende hat aber alles wieder rausgerissen. Fazit: Für mich ganz klar eines der Highlights dieses Jahr. Und wer noch kein Weihnachtsgeschenk für Die Mama oder die Freundin hat, sollte noch schnell in den Buchladen laufen und dieses Buch holen!

Tiefgründig und interessant

Von: Recensio Online Datum: 18. December 2018

Die vier Geschwister der Familie Gold sind noch sehr jung - zwischen 7 und 13 Jahre -, als sie 1969 zu einer Wahrsagerin gehen. Es wird behauptet, diese könne auf den Tag genau den Tod von jemandem vorhersagen. Also machen sie sich mit ihrem Ersparten auf den Weg, um genau das herauszufinden. Dort angekommen betreten sie der Reihe nach die Wohnung der Wahrsagerin und lassen sich ihren genauen Todestag voraussagen. Sie sind zwiegespalten, manche von ihnen glauben ihr, manche nicht. Doch für alle ändert sich das Leben schlagartig. Jedem Kind wird ein eigener Erzählstrang gewidmet und man erfährt, inwieweit es sich mit dem genannten Datum auseinandersetzt. Auch die anderen Geschwister spielen dabei immer wieder eine entscheidende Rolle. Als Leser ist man wie gefesselt und möchte unbedingt wissen, wie die einzelnen Stränge enden und ob sich die Zukunftsprognosen bewahrheiten. Einerseits möchte man, dass die Wahrsagerin recht behält, weil diese Faszination des Übersinnlichen unglaublich unterhaltsam ist und andererseits hofft man darauf, dass alle ein glückliches und langes Leben vor sich haben. Der Schreibstil ist durchweg sehr intensiv und berührend. Jedes Wort scheint gut durchdacht. Dadurch entsteht eine beklemmende und zugleich anziehende Wirkung, die die Stimmung des Plots perfekt in Szene setzt. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und ließ mich mit allerlei Fragen zurück. Nicht das Buch selbst betreffend, vielmehr hielt ich mir vor Augen, was wäre, wenn ich mein Datum kennen würde. Würde ich mutiger leben? Oder bewusster? Würde ich feiern ohne Ende oder meine Zeit in sinnvolle Dinge investieren? Dieses Buch ist mit Abstand eines der tiefgründigsten und interessantesten, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Tiefgründig und interessant

Von: Recensio Online Datum: 18. December 2018

Die vier Geschwister der Familie Gold sind noch sehr jung - zwischen 7 und 13 Jahre -, als sie 1969 zu einer Wahrsagerin gehen. Es wird behauptet, diese könne auf den Tag genau den Tod von jemandem vorhersagen. Also machen sie sich mit ihrem Ersparten auf den Weg, um genau das herauszufinden. Dort angekommen betreten sie der Reihe nach die Wohnung der Wahrsagerin und lassen sich ihren genauen Todestag voraussagen. Sie sind zwiegespalten, manche von ihnen glauben ihr, manche nicht. Doch für alle ändert sich das Leben schlagartig. Jedem Kind wird ein eigener Erzählstrang gewidmet und man erfährt, inwieweit es sich mit dem genannten Datum auseinandersetzt. Auch die anderen Geschwister spielen dabei immer wieder eine entscheidende Rolle. Als Leser ist man wie gefesselt und möchte unbedingt wissen, wie die einzelnen Stränge enden und ob sich die Zukunftsprognosen bewahrheiten. Einerseits möchte man, dass die Wahrsagerin recht behält, weil diese Faszination des Übersinnlichen unglaublich unterhaltsam ist und andererseits hofft man darauf, dass alle ein glückliches und langes Leben vor sich haben. Der Schreibstil ist durchweg sehr intensiv und berührend. Jedes Wort scheint gut durchdacht. Dadurch entsteht eine beklemmende und zugleich anziehende Wirkung, die die Stimmung des Plots perfekt in Szene setzt. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und ließ mich mit allerlei Fragen zurück. Nicht das Buch selbst betreffend, vielmehr hielt ich mir vor Augen, was wäre, wenn ich mein Datum kennen würde. Würde ich mutiger leben? Oder bewusster? Würde ich feiern ohne Ende oder meine Zeit in sinnvolle Dinge investieren? Dieses Buch ist mit Abstand eines der tiefgründigsten und interessantesten, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.

Was würdest du tun, wenn du deinen Todeszeitpunkt wüsstest? Eine spannende Frage, mit der sich vier Geschwister konfrontiert sehen

Von: schnäppchenjägerin Datum: 15. December 2018

Die vier Geschwister Simon, Klara, Daniel und Varya suchen im Jahr 1969 eine Wahrsagerin auf, die sich in ihrem Viertel niedergelassen hat und die angeblich den individuellen Todestag vorhersehen kann. Nichtsahnend welche Auswirkungen dieses vermeintliche Wissen über das eigene Lebensende auf die sieben bis 13-Jährigen haben wird, erfahren sie, dass nur Varya ein hohes Alter von 88 Jahren erreichen wird. Die Wege der Geschwister trennen sich. Während Simon und Klara gemeinsam nach San Francisco gehen, wo sie sich mehr Freiheit erhoffen, bleiben Daniel und Varya in New York bei ihrer verwitweten Mutter. Simon kann seine Homosexualität endlich ausleben, Klara ihren Traum der Magier erfüllen, Daniel studiert bodenständig Medizin und die zielstrebige Varya widmet sich der Primatenforschung. Im Hinterkopf vergessen sie dabei nie die Voraussage der Wahrsagerin. Der Roman ist nach dem Besuch der Wahrsagerin aus der Sicht jeweils eines der vier Geschwister geschildert. Beginnend mit dem Jüngsten Simon werden die Leben bis zum Tod erzählt. Dabei ist es spannend zu sehen, was die Vorhersage aus den Geschwistern macht. Dabei sieht man sich als Leser auch selbst mit den Fragen konfrontiert: Kann man einer solchen Vorhersage Glauben schenken? Lebt man risikoreicher, wenn man weiß, das man ohnehin früh sterben wird oder sollte man gerade deshalb nicht eigentlich vorsichtig sein und jedes Risiko vermeiden? In wiefern kann es einen Placebo-Effekt geben bzw. wird der Tod durch eine Art selbsterfüllende Prophezeiung selbst herausgefordert? Alle vier Schicksale sind anders und werden in einer unterschiedlichen Intensität chronologisch erzählt. So erfährt man zunächst viel über Simon, dessen Leben man von seiner Kindheit bzw. Jugend bis zum Tod verfolgt. Anschließend wird der Fokus auf Klara gelegt, die Simon am nächsten stand und sich mit der Prophezeiung im Hinterkopf in den Alkohol flüchtet. Anschließend kommen die beiden älteren Geschwister Daniel und Varya, die sich von ihren jüngeren Geschwistern enttäuscht abgewandt haben, zum Zuge. Sie werden in anderen Lebensabschnitten betrachtet und haben wiederum mit ganz anderen Ängsten zu kämpfen. Während Daniel nicht an die Vorhersage glauben möchte, eine Wut in sich trägt und sich an der Wahrsagerin rächen möchte, führt Varya ein zurückgezogenes, einsames Leben, das voller Zwänge ist und in dem sie genauso eingesperrt wirkt, wie die Äffchen, an denen sie forscht. Es ist ein Roman, der zum Nachdenken anregt, wie man selbst in so einer Situation reagieren würde. Möchte man seinen Todeszeitpunkt tatsächlich wissen und wie lebt man dann darauf hin? "Die Unsterblichen" hinterfragt, wie viel der Mensch selbst entscheiden kann und wie viel Schicksal ist. Mir hat die Idee und die Umsetzung der Geschichte sehr gut gefallen und für mich die Botschaft herausgeholt, dass es besser ist, wie von der Natur vorgegeben, das eigene Lebensende nicht zu wissen, aber dennoch jeden Tag so zu leben, als ob es der letzte wäre.

Wenn man die Thematik und/oder außergewöhnliche Figuren mag, ist man hier absolut gut beraten.

Von: Daniela Vödisch Datum: 13. December 2018

Gefühlt haben alle Buchblogger, die ich verfolge diesen Roman schon gelesen und alle waren bisher total begeistert. Deswegen und weil mich die Thematik interessiert, wollte ich die Geschichte unbedingt interessieren und was soll ich sagen? Ich war ebenso begeistert wie alle anderen. Ich habe diese Geschichte unglaublich gerne gelesen, weil es einfach mal etwas neues ist. Es ist nicht die x-te Liebes- oder Familiengeschichte, sondern etwas ganz individuelles. Wer von uns würde nicht wissen wollen, wann er stirbt? Im ersten Moment sagt man vielleicht, dass man es nicht wissen möchte. Aber wenn man erfährt, dass man bei einer Wahrsagerin sein tatsächliches Sterbedatum erfahren kann, würde man dann nicht doch hingehen? Ich bin da total hin- und hergerissen. Die Thematik ist in diesem Roman unaglaublich gut ungesetzt worden. In der Geschichte ist genau das herausgearbeitet worden, wo es wirklich drum geht - nämlich das so eine Möglichgkeit Fluch und Segen zugleich ist. Dabei ist das Buch in vier Teile aufgeteilt, jeder Teil beschäftigt sich dabei mit einem der Geschwister. Alle vier sind sehr unterschiedlich in ihrem Lebensverlauf. Was sie jedoch gemeinsam haben ist, dass sie als Protagonisten absolut ausführlich ausgearbeitet worden sind. Ich konnte als Leserin zu allen eine Verbindung aufbauen, unabhängig davon, ob ich sie mochte oder nicht. Was ebenfalls alle ausmacht ist der Druck, ihre Ziele erreicht haben zu müssen, bevor sie sterben. Eine Favoritin hat sich trotzdem unaufhaltsam und sehr schnell in mein Herz geschlichen, weil sie für mich eine Vorbildfunktion hatte. Als Zauberkünstlerin geht sie mutig ihren Weg und ist dabei sehr zielstrebig, das mochte ich sehr an ihr. Der Schreibtstil von Chloe Benjamin ist unglaublich fesselnd und das nicht irgendwann, wenn man sich mal in die Thematik reingelesen hat, sondern von Anfang an. Die Mischung macht es einfach, denn sie schreibt spannend und doch sehr berührend. Fazit: Wenn man die Thematik und/oder außergewöhnliche Figuren mag, ist man hier absolut gut beraten.

Gelesen: Chloe Benjamin "Die Unsterblichen"

Von: Gabi Rudolph Datum: 11. December 2018

Was wäre, wenn wir das Datum unseres Todes wüssten? Wie würde man sein Leben leben, wenn man auf den Tag genau wüsste, wie lang man zu leben hat? Dieser Frage geht die US-amerikanische Autorin Chloe Benjamin in ihrem Roman „Die Unsterblichen“ auf den Grund und entwickelt darüber hinaus eine Familiengeschichte, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Es beginnt alles mit einem Besuch bei einer Wahrsagerin. Die Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon Gold wachsen im New York der späten Sechziger auf. In den Sommerferien des Jahres 1969 stromern sie durch das Viertel und landen schließlich aus Langeweile und Abenteuerlust bei einer Wahrsagerin, die jedem von ihnen das exakte Datum ihres Todes prophezeit. Dieses Wissen wird auf das Leben der vier einen unterschiedlichen, aber immer schicksalshaften Einfluss haben. Simon, der jüngste, bekommt den frühesten Tod vorausgesagt. Nach dem Tod des Vaters flüchtet er, gerade mal 16 Jahre alt, mit seiner Schwester Klara nach San Francisco. Er hofft, dort seine homosexuellen Neigungen austesten zu können und frei als schwuler Mann zu leben. Er wird Tänzer, erst in Nachtclubs, später beim Ballett, findet die große Liebe und muss feststellen wie schwierig es trotzdem ist, den Verlockungen des zügellosen Lebens in der Schwulenszene von San Francisco zu widerstehen. Klara, eine Grenzgängerin zwischen Fantasie und Realität, träumt von einer Karriere als Zauberkünstlerin. Sie sucht ihr Glück in den Varietés der Stadt und landet mit Mann und Tochter schließlich da wo sie nie hin wollte, in Las Vegas. Die ungezügelte Lebenslust der beiden steht im Kontrast zum eher vernunftorientierten Leben ihrer älteren Geschwister Daniel und Varya. Daniel sucht ein geregeltes Dasein als Ehemann und Arzt bei der Armee. Erst als er von seiner Arbeit wegen einer Fehlentscheidung beurlaubt wird, fängt er an, seinen Lebensentwurf zu überdenken und trifft folgenschwere Entscheidungen. Varya, die Älteste, widmet ihr Leben der Forschung und sucht nach Wegen, das menschliche Leben zu verlängern, in der Arbeit mit Laboraffen und im Selbstversuch. Im fortgeschrittenen Alter zwingt sie eine unerwartete Begegnung sich der Tatsache zu stellen, dass sie dem Leben weitestgehend aus dem Weg gegangen ist. Chloe Benjamin erzählt die Lebensgeschichten der Geschwister Gold in vier Teilen, einen für jeden der Protagonisten. So wird die Geschichte immer weiter erzählt und erstreckt sich am Ende über vier Jahrzehnte. Jede der einzelnen Episoden und ihre damit verbundene Zeit wird bei ihr ganz natürlich lebendig. Vom heißen Sommer im New York der späten Sechziger, dem Lebensgefühl der ungezügelten Achtziger Jahre in San Francisco, dem wenig glamourösen Leben hinter den Kulissen in Las Vegas bis zur zweifelhaften Arbeit in einem Versuchslabor Anfang unseres Jahrzehnts – alles scheint hier zum Greifen nah, man taucht mühelos in das Leben und die Köpfe der Gold Geschwister ein. Das ist mitreißend aber in seiner Grundatmosphäre auch bedrückend, denn an eins lässt Chloe Benjamin keinen Zweifel: das Wissen über das eigene Todesdatum hat auf das Leben der vier einen entscheidenden Einfluss, und für jeden von ihnen letztendlich einen tragischen. Sei es, dass das verbleibende Leben bis zum Exzess ausgekostet wird oder ob es von Zurückhaltung und Zögern bestimmt ist – wirklich glücklich wird hier keiner. Trotzdem, oder gerade deshalb, trifft man in „Die Unsterblichen“ auf geballtes Leben und auf Charaktere, mit denen man sich mühelos verbindet, auch wenn sie einem nicht alle gleichermaßen sympathisch sind. „Die Unsterblichen“ ist Chloe Benjamins zweiter Roman, er ist bereits in 28 Ländern erschienen und tummelt sich dieses Jahr auf diversen Bestenlisten. Kein Wunder, denn die 29 jährige Autorin erhebt damit eine starke, empathische Erzählstimme. Fun Fact: Chloe Benjamin ist mit dem Schriftsteller Nathan Hill verheiratet, der letztes Jahr mit seinem Debütroman „Geister“ (völlig zu Recht) einen großen Hit landete. Das steht zwar in keinerlei Zusammenhang mit ihrem Schaffen, ist aber zumindest ein bisschen romantisch. Da haben sich offensichtlich zwei gleichgesinnte Seelen gefunden.

Ein Leben nach Zeit

Von: Lalilalulu Datum: 03. December 2018

,Was würdest Du tun, wenn Du Dein Verfallsdatum kennst? Wir werden in das Jahr 1969 gebracht und lernen die vier Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon kennen. Aufgrund von Langeweile in ihren Sommerferien, wagen sie sich den Gerüchten zu folgen und eine Wahrsagerin aufzusuchen, die einem sein Todesdatum nennen kann. Ab da wird die Geschichte in vier Teile aufgeteilt. Man begleitet jeden der Charaktere und lernt sie besser kennen. Meine Meinung: Ich bin ehrlich, dass ich anfangs ziemlich kritisch an das Buch herangegangen bin. Ich konnte mir nicht wirklich vorstellen, wie die Autorin uns dieses Thema nahebringen wollte. Doch erstaunlicherweise, muss ich sagen, dass ich wirklich fasziniert von diesen Geschichten bin. Am meisten jedoch hat mir Simons Geschichte gefallen. Die Charaktere sind alle total verschiedent. Jeder hat seine Ecken und Kanten, so dass man nicht müde beim Lesen wird. Das enge Band zwischen Simon und Klara ließ mich oft an meinen Bruder und mich denken. Wir gegen die Welt! Oh ja! Das Cover finde ich toll. Es lässt einen nicht erahnen, was einen in dieser Geschichte erwartet. Alles in allem ein gelungenes Buch.

Macht nachdenklich

Von: World of books and dreams Datum: 03. December 2018

New York 1969, es ist ein heißer Sommer und die Geschwister Gold haben Ferien. Allerdings ist es ihnen langweilig, bis zu dem Moment, als sie von der Wahrsagerin erfahren, die in ihre Siedlung gezogen sein soll. Diese soll den Menschen nicht nur etwas über ihre Zukunft sagen können, sondern auch über den Tag, an dem sie sterben werden. Die Geschwister sind neugierig und lassen sich von der Frau ihr Sterbedatum nennen. Jahre später sind die Erinnerung daran immer noch in den Köpfen der Geschwister, auch wenn jeder von ihnen einen anderen Weg einschlägt. Simon und Klara zieht es nach San Francisco und während Simon in einem Club tanzt, versucht sich Klara in einer Zaubershow. Daniel wird später ein Arzt bei der Army und Varya widmet sich der Forschung. Meine Meinung Das Cover ist schlicht, aber sehr hübsch, wobei mir das Buch selbst auf den ersten Blick nicht aufgefallen wäre. Erst als ich über den Inhalt erfuhr, wurde ich wirklich neugierig auf die Geschichte. Der Beginn macht neugierig auf den Verlauf des Geschehens, denn zum Zeitpunkt, zu dem die Geschwister auf die Wahrsagerin treffen, sind sie alle noch viel zu jung, um die wirklichen Ausmaße der Wahrsagung ermessen zu können. Danach wird die Geschichte unterteilt in die einzelnen Lebensabschnitte der vier Geschwister und es wird schnell klar, dass sie trotz allem nicht vergessen können, was ihnen vorhergesagt wurde. Chloe Benjamin verfügt über einen sehr einfühlsamen, aber auch unaufgeregten Schreibstil, der es dem Leser möglich macht, tief in die verschiedenen Geschichten der Geschwister abzutauchen. So unterschiedlich die Geschwister auch in ihren Charakteren sind, so überzeugend werden sie von der Autorin dargestellt. Man erfährt nicht nur mehr über jeden Einzelnen sondern auch ein wenig über das zeitliche Geschehen. Was mich hier aber immer wieder berühren konnte, waren die Momente, in denen klar wurde, dass die Geschwister trotz räumlicher Entfernung miteinander verbunden blieben. Auch dieser Gedanke: wie würde ich mein Leben leben, wenn ich den Tag meines Todes vorher wüsste, hat mich während des Lesens permanent beschäftigt und mir durchaus mehr die Reaktionen der Geschwister näher bringen können. Wie bereits erwähnt, widmet Chloe Benjamin jedem der vier Geschwister nach einem gemeinsamen Beginn einen eigenen Abschnitt. Der dritte Person Erzähler schafft es, dass man hier nicht nur der reine Beobachter bleibt, sondern durchaus mitfühlen kann, wie es den Geschwistern ergeht. Diese vier sind völlig unterschiedliche Charaktere und genau diese Umsetzung der unterschiedlichen Eigenschaften der Einzelnen ist wirklich detailliert und ausdrucksstark herausgearbeitet. Simons Schicksal hat mich schon sehr berührt, zwar habe ich selber die Zeit, in der seine Lebensgeschichte erzählt wird, nicht mitbekommen, aber es war eine sehr bewegende Zeit und ich konnte es sehr gut nachempfinden, was in ihm vorging. Aber auch die anderen drei Geschwister sind in ihrer Art besonders und ich möchte hier gar nicht zu sehr auf jeden Einzelnen eingehen, denn genau das macht diese Geschichte nämlich zu etwas besonderem. Mein Fazit Eine sehr ruhige, aber auch sehr emotional erzählte Geschichte über vier Geschwister, die in Kindertagen ihr Todesdatum erfahren. Die Geschichte hat mich durchweg bewegt ud beschäftigt beim Lesen. Die Charaktere sind intensiv und voller Leben geschildert und auch vom jeweiligen Zeitgeschehen darf der Leser etwas erfahren. Man muss sich durchaus ein wenig auf diese besondere Geschichte einlassen können, aber dafür erhält man eine Geschichte die noch lange in einem nachklingen wird.

Carpe vitam!

Von: ulrike rabe Datum: 30. November 2018

Es ist Sommer 1969 in der New Yorker Eastside, das Jahr von Woodstock, der Mondlandung, der Verurteilung der Mörder von Martin Luther King und Robert Kennedy. Doch das Spannendste, was den Geschwistern Gold passiert, ist die Katze gelegentlich aus dem Ofenrohr zu befreien. Doch dann spricht sich herum, dass in der Nachbarschaft eine Hellseherin eingezogen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes nennen kann. Varya, Daniel, Klara und der kleine Simon Gold machen sich auf, sich diese Information zu holen, unbedarft und nicht ahnend, welche Konsequenzen dies für jeden einzelnen von ihnen haben wird. Der Tod ist unausweichlich. Jeder von uns weiß, dass er einmal sterben wird. Aber wollen wir wirklich wissen, wann genau? Inwieweit könnte dieses Wissen unser Leben beeinflussen, verändern? Zufall, Schicksal oder selbsterfüllende Prophezeiung? Diese Fragen wirft die Autorin Chloe Benjamin in ihrem Roman Die Unsterblichen auf. Es ist eine zutiefst menschliche Geschichte, an der sie uns teilnehmen lässt, voll mit allen Höhen und Tiefen des Lebens, Liebe Begierde, Träume, Verlust, Trauer und Neubeginn. Mit großer Zuneigung zu ihren Figuren und viel Erzählfreude lässt uns die Autorin das Leben und Sterben der Geschwister Gold verfolgen. Es ist ein Buch, das ein bisschen traurig stimmt über die Vergeudung junger Leben und nachdenklich macht über die eigene Endlichkeit.

eine Familie, vier Geschichten

Von: SusesBuchtraum Datum: 27. November 2018

★★★★★ (5 von 5 Sterne) Inhalt: Wie würdest du dein Leben führen, wenn du wüsstest, wann du sterben wirst ? 1969: Die vier Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon sind ganz normale Kinder. Als jedoch eines Tages Daniel erfährt, dass eine Zigeunerin, eine Hellseherin, in der Stadt ist, die einem sagt, wann man stirb, sind die vier Geschwister neugierig und begeben sich zu der Frau. Als sie das Gebäude wieder verlassen, weiß jeder sein Todesdatum, doch ist diese Frau wirklich glaubwürdig, oder doch eine Schwindlerin. Keiner der Vier weiß von den den anderen, welches Datum ein jeder bekommen hat und niemand weiß, was das Schicksal für jeden bereit hält. Meinung: Was würde man tun, wenn man sein eigenes Todesdatum kennen würde ? Wie würde man sein Leben leben leben, wenn man weiß, wie lange einem noch bleibt. Eine wirklich interessante Frage wie ich finde, und deshalb hat mich dieses Buch sehr angesprochen und ich war neugierig auf die Geschichte. Schon die ersten Seiten ziehen einem in eine Welt, wo man die 4 Geschwister zur Wahrsagerin begleitet und dadurch wird schon die Spannung aufgebaut, da man unbedingt wissen möchte, was passiert ist und wie die Zukunft der Vier aussieht. Mich konnte die Geschichte von Anfang an begeistern und ich habe sie sehr gerne gelesen. Vier Geschwister und dennoch viel unterschiedliche Charaktere, und jeden einzelnen schließt man in sein Herz. Cover und Titel: Das Cover ist, wie ich finde, sehr schlicht gehalten und durch den schwarzen Hintergrund wirkt es Geheimnisvoll. Das Cover verrät nicht, was in dieser Geschichte steckt. Den Titel mag ich sehr gerne, jedoch stellte sich mir die Frage, warum dieser Titel, da der im Buch, eher in verbindung mit Klaras Geschichte gebracht wird – zumindest den Originaltitel: The Immortalists. Die Geschichte: Die Geschichten sind in 5 Teile gegliedert. Zuerst erlebt man die vier Geschwister zur gleichen Zeit, doch danach wird von jedem Einzelnen das Schicksal beschrieben – was mir wirklich sehr gefallen hat, denn dadurch konnte man sich gut an die Charaktere gewöhnen. Die Charaktere: Die Charaktere sind einzigartig auf ihre unterschiedliche Weise, und ich hab jeden einzelnen in mein Herz geschlossen, denn alle Protagonisten in dem Buch, haben außergewöhnliche Schicksale, die einem sehr bewegen. Der Schreibstil: Der Schreibstil ist, wie ich es sehr mag, einfach und verständlich gehalten. Die Autorin Chloe Benjamin schreibt sehr bildlich, damit man die Geschichte wie einen Film im Kopf, beim lesen, ablaufen lassen kann. Fazit: Ein wunderbarer Roman, der einen mitreißt, neugierig macht und bezaubert. Viele Gefühle kommen beim lesen auf, wodurch die Geschichte wirklich toll ist. Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der gefühlvolle Romane liebt.

Vorhersagen, die zum Nachdenken anregen

Von: Rebecca Feist Datum: 27. November 2018

Mir gefällt das Cover zu diesem Roman sehr gut. Der Baum mit den bunten Blättern wirkt sehr herbstlich. Für mich steht er sinnbildlich für das Leben. Und somit passt das Cover wunderbar zum Buch. Die Autorin beschäftigt sich in diesem Buch mit der Frage: Was wäre, wenn wir unser Todesdatum kennen würden? Genau das passiert den Geschwistern Gold. Eine Wahrsagerin nennt ihnen den genauen Tag ihres Todes. Aber sie sind Kinder und glauben ihr nicht, zumindest nicht alle. Mir hat der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen, obwohl hier nicht immer amüsante Passagen auf den Leser warten. Ich finde aber, dass sie sehr einfühlsam mit der ganzen Thematik umgeht. Zeitlich zieht sich das Buch von 1969 bis 2010 und begleitet jeweils eins der Geschwister. Auf diese Weise steht immer eine Person im Vordergrund und der Leser kann sich voll und ganz auf diese konzentrieren. Am intensivsten habe ich Simon wahrgenommen, den man in den späten 70er und den früher 80er Jahren begleitet. Aber auch die anderen drei Charaktere sind sehr interessant, da sie so unterschiedliche Eigenschaften mitbringen. Die Geschichte hat mich tatsächlich gefesselt, obwohl sie weder rasant noch "laut" ist. Sie hat einen emotionalen Tiefgang, der mich mitgerissen hat und auch noch nachhaltig beschäftigt. Fazit: "Die Unsterblichen" gehört bestimmt zu jenen Büchern, die mir im Gedächtnis bleiben, lange nachdem ich sie gelesen habe. Obwohl die Protagonisten für sich alleine stehen, ist es trotzdem auch eine Familiengeschichte. Emotional und nachdenklich. Ein Buch, das ich wirklich sehr gern weiterempfehle.

Ein tiefgründiger Roman,der nachhaltig beschäftigt

Von: Ayda Datum: 25. November 2018

Kurzer Inhalt: In "Die Unsterblichen" lernen wir 1969 die vier Geschwister der jüdischen Familie Gold kennen, Varya, Daniel, Klara und Simon. Es hat sich rumgesprochen, dass es eine Wahrsagerin gibt, die den Tag benennen kann, an dem man stirbt. Voller neugier machen sich die Kinder bzw. Jugendlichen auf zu ihr. Alle vier erfahren ihren Todestag. Daraufhin beginnt die eigentliche Geschichte. Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt, so das wir die jeweiligen Leben der vier begleiten und miterleben. Während der Handlungen wird immer wieder die Wahrsagerin thematisiert und sich mit dem Datum,das sie genannt hat beschäftigt. Die vier Geschwister schlagen alle unterschiedliche Lebens,-und Berufswege ein und trotzdem verbindet sie diese eine außergwöhnliche Erlebnis aus ihrer Kindheit enorm. Die erste Geschichte beginnt mit Simon, die einen schon sehr beindruckt und sprachlos zurücklässt... Meine Meinung: Das Cover ist sehr schön und passend zum Inhalt gestaltet. Ich fand das Buch ganz besonders und ich glaube ich werde das Buch nocheinmal lesen. Es ist ein sehr außergewöhnliches und tiefgründiges Buch. Der Schreibstil ist schön und authentisch zu lesen und gleichzeitig muss man sich sehr gut konzentrieren,dass man nicht etwas überliest. Denn dann kann es Momente geben,wo man kurz den Faden verliert,daher ein Roman, dem man die vollste Aufmerksamkeit widmen sollte. Es ist ein anspruchsvolles Buch, das man nicht einfach so weglesen sollte. Es schwingt auch eine Prise Melancholie mit, was ich persönlich sehr mag. Viele Szenen sich sehr bildhaft beschrieben. Die Autorin hat sehr unterschiedliche und individduelle Geschwister-Charaktere geschaffen,die mir sehr in Erinnerung geblieben sind. Insgesamt ein tolles Buch,dem ich 4 Sterne gebe. Ich möchte sehr gerne mehr von der Autorin lesen. Ich bedanke mich ganz herzlich bei vorablesen und dem btb-Verlag.

intensiver Roman, der nachdenklich macht

Von: scarlett59 Datum: 20. November 2018

Zum Inhalt: In der New Yorker Lower East Side, im Sommer 1969, soll sich eine Frau aufhalten, die den Menschen ihren Todestag vorhersagen kann. Das hat zumindest der 11jährige Daniel Gold gehört. Also überredet er seine Geschwister Varya, Klara und Simon dazu, diese Frau aufzusuchen. Doch danach sind sie alle auf die eine oder andere Weise verstört und wollen diesen Besuch am liebsten wieder vergessen … Meine Meinung (ACHTUNG ENTHÄLT SPOILER): Die Autorin hat hier aus einer interessanten Grundidee einen sehr intensiven Roman erschaffen. Der Erzählstil ist klar und sehr bildhaft. Das hat mir als Leser geholfen, mit den verschiedenen Ebenen und vielen Personen klar zu kommen. Durch die sehr lebensnahe Beschreibung der Geschwister und ihrer Gedankenwelt werden dem Leser verschiedene Perspektiven aufgezeigt und er wird zum Nachdenken angeregt. Ganz automatisch beschäftigt man sich mit der Frage, ob es hilfreich ist, den Zeitpunkt des Lebensendes zu kennen. Der Prolog mit dem Besuch der Geschwister bei der Wahrsagerin ist sehr gelungen und macht die Ängste der Kinder nachvollziehbar. Im weiteren Verlauf steht in den einzelnen Abschnitten des Buches jeweils einer der vier mit der Entwicklung seines Lebens bis zum angekündigten Todesdatum im Vordergrund. Mit dem chronologischen Verlauf hat die Autorin auch immer das passende Zeitgeschehen mit verarbeitet, wodurch die Geschichte noch „echter“ wirkt. Es ist interessant, aber teilweise auch traurig zu sehen, wie unterschiedlich die Geschwister mit ihrem „Wissen“ umgehen. Manch einer nimmt es zum Anlass, sein Leben nicht von anderen bestimmen zu lassen, während ein anderer instinktiv die Prophezeiung zu „erfüllen“ scheint. Ich persönlich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich meinen Todeszeitpunkt (sowie den mir nahestehender Personen) nicht kennen möchte! Egal wie lange es u.U. noch hin wäre, würde es meine Gedanken beherrschen und mich irgendwie lähmen. Fazit: eine Mischung aus Familiengeschichte, Sittengemälde und Selbstfindung verpackt in einem intensiven Roman, den es sich zu lesen lohnt

Großartiges und nachdenklich stimmendes Buch

Von: wortgeflumselkritzelkram Datum: 19. November 2018

Nachdem ich sehr viel positives über das Buch "Die Unsterblichen" von Chloe Benjamin gelesen hatte, stand für mich fest: Das will ich auch lesen. Zum Inhalt laut Verlagshomepage: Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis? In verschiedenen Abschnitten und Zeitebenen erzählt die Autorin die Geschichten der einzelnen Geschwister ab dem Zeitpunkt, als sie von einer Wahrsagerin ihr vermeintliches Sterbedatum erfahren. Dabei schreibt sie eindringlich und emotional, aber auch ehrlich und schonungslos und lässt uns tief in die Gedanken und Gefühle der einzelnen Personen eintauchen. Zugleich gelingt es Benjamin, ein ganz wunderbares Bild der jeweiligen Zeit zu zeichnen, was mich vielleicht auch deswegen so beeindruckt hat, da ich selber genau in diesen Jahrzehnten aufgewachsen bin. Jeder der vier Geschwister reagiert auf seine ganz eigene Weise auf die Ankündigung der Wahrsagerin und versucht voller Tragik, seine Träume zu verwirklichen. Und die Tragik sehe ich vor allem darin, dass das gemeinsame Wissen die vier Geschwister nicht vereint, sondern eher auseinander treibt. Und oftmals dachte ich bei mir: „Selbsterfüllende Bestimmung“ oder auch „Du machst aus deinem Leben das, was du machst“. Auf dieses Buch muss man sich einlassen, auch auf eine gewisse Art von Mystik, die ab einem bestimmten Punkt mit in die Geschichte einfließt. Und – die Autorin liefert keine Antworten, sondern stellt Fragen, die jeder nur für sich selber beantworten kann: „Was wäre wenn“ … und „Würde ich es wissen wollen“ …. Und so bleibe ich am Ende tief beeindruckt und berührt von der Geschichte der Familie Gold zurück und spreche eine absolute Leseempfehlung aus! Dieses Buch wirkt nach!

Den Tod vor Augen

Von: Sabine Datum: 14. November 2018

New York 1969, Ferienzeit in der Lower East Side. An einem heißen Sommertag lassen sich Varya, 13, Daniel, 11, Klara, 9 und Simon, 7, die vier Geschwister der Familie Gold, von einer Wahrsagerin ihren Todestag vorhersagen. Eine Auskunft, die ihr Leben komplett verändert. Simon und Klara, deren Lebenserwartung am geringsten ist, beginnen jede Minute auszukosten und zu genießen. Sie verlassen New York und ziehen nach San Francisco. Varya und Daniel dagegen bleiben bei ihrer verwitweten Mutter.  Chloe Benjamin schreibt so fesselnd und spannend, dass ich vom ersten Moment an gefangen war. Der einprägsame Schreibstil, der voller Emotionen ist, ohne jedoch ins Kitschige abzudriften, geht tief unter die Haut. Ich persönlich würde meinen Todestag nie wissen wollen, denn ich hätte zu viel Angst davor, dass mein Leben dann völlig anders verläuft, als es das Schicksal mit mir plant. Den vier Geschwistern scheint es ebenso zu gehen. Sie hätten es besser nicht gewusst. Denn diese Nachricht hängt über ihnen, wie ein Damoklesschwert. Ihr Leben ist nicht mehr so leicht und unbeschwert, wie es vorher war. Zwar geht jeder anders mit dem Wissen um, aber jeder ändert etwas in seinem Leben, ob mit oder ohne Absicht. Das Buch ist für mich sehr lesenswert und absolut lebensbejahend. Ein Roman mit viel Tiefgang, der zum Nachdenken einlädt und sicher lange im Gedächtnis bleibt.

Shai drabarel? Kann sie wahrsagen?

Von: Readaholic Datum: 05. November 2018

Die vier Geschwister Varya, Daniel, Klara und Simon sind noch Kinder, als sie von einer Wahrsagerin erfahren, die in der Lage sein soll, das genaue Todesdatum eines Menschen vorherzusagen. Ohne ihren Eltern Bescheid zu geben, suchen sie die Frau auf, nicht ahnend, welch weitreichende Folgen der Besuch bei der Wahrsagerin für ihr weiteres Leben haben wird. Das Buch umspannt vier Jahrzehnte und ist in ebenso viele Teile gegliedert, in denen jeweils das Leben eines der Geschwister geschildert wird. Nach dem frühen Tod des Vaters, eines streng gläubigen Judens, beschließen die beiden Jüngsten, Klara und Daniel, New York zu verlassen und an die Westküste der USA nach San Francisco zu ziehen. Für den homosexuellen Daniel, der seine Neigung bisher nicht ausleben konnte, ist dies ein Befreiungsschlag, denn San Francisco in den 1970er Jahren ist ein El Dorado für Schwule. Er genießt sein Leben in vollen Zügen. Erst als die ersten Fälle von AIDS auftreten, einer Krankheit, für die es damals noch keinen Namen, geschweige denn ein Heilmittel, gab, beginnt die schöne neue Welt Risse zu bekommen. Klara, die zunächst noch mit Daniel zusammen wohnt, hält sich mit Aushilfsjobs über Wasser, doch dann erfüllt auch sie sich ihren Lebenstraum und tritt als Zauberkünstlerin in Clubs und Variétés auf. Als sie Raj kennenlernt, der als ihr Partner und Bühnenpartner große Pläne für ihre persönliche und berufliche Zukunft schmiedet, scheint sie ihren Platz im Leben gefunden zu haben, doch sie ist eine Getriebene, die, genau wie ihre Geschwister, die Worte der Wahrsagerin nie vergessen hat. Die beiden älteren Geschwister bleiben zunächst an der Ostküste in der Nähe der Mutter Gerti, die durch den Tod ihres Mannes und dem plötzlichen Verschwinden ihrer beiden Jüngsten den Boden unter den Füßen verloren hat. Daniel studiert Medizin, Varya Biologie. Beide schließen ihr Studium ab und haben gute Jobs, doch die Vorhersage der Wahrsagerin liegt wie eine dunkle Wolke über ihrem Leben. War die Frau eine Betrügerin oder hat sie wirklich die Fähigkeit, das Todesdatum eines Menschen vorherzusagen? Daniel findet heraus, dass sie einem Clan angehört, der vom FBI gesucht wird, und beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Varya lebt nur für ihre Arbeit, der Altersforschung. Sie ist Leiterin eines Versuchslabors, in dem an Affen die Auswirkung der Ernährung auf die Lebensdauer getestet wird. Ihr Leben ist bestimmt von Zwangsstörungen, von anderen Menschen hält sie sich fern. Ihr Leben gerät aus den Fugen, als ein junger, wissbegieriger Journalist die Einrichtung besucht. „Die Unsterblichen“ ist ein spannender und emotionaler Roman, der unter die Haut geht. Er beschreibt nicht nur das Leben der einzelnen Personen, sondern zeichnet auch ein Bild der jeweiligen Zeit vor dem Hintergrund von Ereignissen wie der ersten Mondlandung und 9/11. Er wirft Fragen auf, wie man sein Leben am besten lebt. In vollen Zügen, um so viel wie möglich zu erleben, mit allen damit zusammenhängenden Risiken, oder gemäßigt und vorsichtig? Ist es ein Segen zu wissen, wie viel Zeit man auf Erden hat oder ist es ein Fluch? Mich hat diese Geschichte einer jüdischen Familie fasziniert.

Schmerzhaft und aber so schön!

Von: Buchperlenblog Datum: 01. November 2018

Der Tod ist etwas, das den Menschen sein ganzes Leben lang begleiten wird. Jeder stirbt, irgendwann. Die Großeltern, die Eltern, das geliebte Haustier. Man selbst. Der Tod ist unausweichlich, er trifft jeden von uns, nur scheinbar zufällig wählt er den dafür vorgesehenen Tag aus. Ein falscher Schritt, eine Unachtsamkeit, eine schwere Krankheit. Das alles sind Faktoren, die dazu führen können. Doch was, wenn man weiß, wann man selbst sterben wird? Nicht wie oder woran, nur wann. Gestaltet man dann sein Leben anders, wenn man weiß, dass man erst in vierzig Jahren sterben wird? Oder in sechzig? Was, wenn jemand uns sagt, dass wir bereits mit zwanzig sterben werden? Was, wenn es unser letzter Tag auf Erden ist? Die Geschwister Gold denken nicht so weit, als sie an diesem heißen Tag im Jahr 1969 die Wahrsagerin aufsuchen. Sie glauben den Gerüchten nicht, und doch werden sie magisch von diesem Ort angezogen, an dem es die ungeschönte Wahrheit zu hören gibt. Ein jeder von ihnen hat seine Gründe, die Prophezeiung der Frau zu verfluchen oder zu missachten. Und doch werden sie sie nie vergessen. Das Buch ist in vier Teile gegliedert, die sich mit den einzelnen Geschwistern beschäftigen. Dabei gibt Chloe Benjamin ihnen allen viele Facetten mit, keiner der Charaktere ist hohl, unzulänglich oder gar zweidimensional. Jeden liebt man auf seine eigene Art und Weise, jeder hat sein eigenes Päckchen mit sich herumzutragen. Wie lebt man mit dieser Prophezeiung, diesem Wissen des eigenen Todes? Ist es besser, wenn man vorsichtig ist, sich vielleicht in Zwangshandlungen verliert, um sich zu schützen, um das Schicksal nicht herauszufordern? Oder sollte man sein Leben in die Hand nehmen, sollte alles mitnehmen, was man kriegen kann, um am Ende sagen zu können: Ich hatte meine Chance, so zu leben wie ich es will, bevor es zu spät war? Und provoziert man dann damit nicht vielleicht sogar die Erfüllung der Prophezeiung? Klara, die Zauberkünstlerin, die unerschrocken ihren Weg ging, wuchs mir am meisten ans Herz. Ihr Weg ist sowohl duldsam wie aufregend, immer an der Grenze zum Unwirklichen entlang und das Ende des Fadens doch so nah. Auch Simon war auf seine egozentrische, lebensbejahende Art erfrischend, Daniel packte mich bei meinen Urinstinkten und Varya, ja, auch ihr konnte ich am Ende verzeihen. Die Unsterblichen ist ein großartiges Buch, eines, das mit seiner Sprachgewandtheit überzeugt, dessen Geschichte mitreißt und dessen Ende viel zu schnell kam und mir eine Gänsehaut auf den Armen und im Herzen hinterließ. Fazit Ein fantastisches Leseerlebnis, das eine Familie schonungslos beleuchtet und der überaus interessanten Frage nachgeht, wie wir unser Leben gestalten würden, wenn wir wüssten, wann es vorbei ist.

Lass dich niemals auf Wahrsagerei ein

Von: Melanie E. Datum: 31. October 2018

"Die Unsterblichen" ist ein Roman voll von Dramen und Lebensweisheiten. Klar ist, dass das Aufsuchen einer Wahrsagerin das Leben der Geschwister Gold mitbestimmt, denn auch wenn sie keinen Glauben daran haben, ist die Suggestion groß. Der Roman ist in unterschiedliche Kapitel geteilt, sodass das Leben der vier Geschwister komplett aufgerollt wird. Als erstes erzählt Simon seine Geschichte von seinem Ausbruch aus dem Schoss der Familie, um seine Homosexualität auszuleben. Für mich war hierbei interessant, wie AIDS Einzug in die USA hält und wie wenig über diese Erkrankung gewusst wurde, die zu Beginn als Schwulenkrebs betitelt wurde. Durch sein ausschweifendes Leben ist Simon nun auch davon betroffen und das Schicksal nimmt seinen Lauf, denn rein zufällig verstirbt Simon an dem Tag der ihm vorausgesagt worden ist und beeinflusst damit Klaras Leben. Es ist emotional hervorragend, da die Auseinandersetzung mit dem Tod deutlich hervorgehoben worden ist und deutlich wird, dass es oftmals besser ist, den Zeitpunkt seines Todes nicht zu kennen, damit dieses nicht immer deutlich vor Augen steht. Den Tod auszuklammern ist auch keine Lösung, aber so zu leben, wie es die Geschwister Gold im Buch beschrieben tun, kann nur krankhaft oder auch wahnsinnig wirken. Klara, die sich ein Leben als Magierin aufbaut ist vom Tod ihres Bruders tief getroffen und fühlt sich schuldig, da sie es ist, die gemeinsam mit ihm aufgebrochen ist und ihn in seinem neuen Lebenswandel unterstützt hat. Simon war mir tatsächlich zu oft intim und genaue Details hätte ich auch nicht benötigt, aber vielleicht dient es dazu, ihn als Person wahrzunehmen? Die Story insgesamt ist sehr gut gewebt, wobei ich natürlich auch einige Längen wahrgenommen habe. Durch das Cover wurde ich gleich an einen Lebensbaum erinnert, was ich äußerst passend empfand. Die Geschehnisse innerhalb des Buches werden immer wieder miteinander verknüpft, da der Tod nicht trennt, sondern Erinnerungen aufleben lässt. Durch den Bund der Familienzugehörigkeit wird immer wieder auf den Einzelnen eingegangen. Für mich ein Roman, den ich als ungewöhnlich wahrnehmen konnte, aber mich leider nicht komplett begeistern konnte. Ich empfand den Schmerz des Verlustes und den Kampf zum Weiterleben als sehr intensiv, denn der Tod hinterlässt Lücken, die sehr deutlich wurden. "Die Unsterblichen" ist interessant, aber mitunter leider auch etwas lahm und konnte mich nicht so sehr begeistern, wie ich es erhofft hatte. Ich vergebe daher eine eingeschränkte Leseempfehlung, da Bücher einfach Geschmackssache sind und mich das Buch nicht so tief berührt hat, wie ich es erwartet hätte.

Was wäre, wenn ...

Von: Buchlieblinge Datum: 29. October 2018

Inhalt: Im Sommer 1969 sorgt eine Wahrsagerin in der New Yorker East Side für Aufregung, denn sie kann scheinbar jedem Menschen sein Todesdatum vorhersagen. Auch die vier Geschwister Simon, Klara, Daniel und Varya sind neugierig und statten ihr einen Besuch ab. Sie ahnen nicht, wie sehr dieser Tag ihr Leben verändern wird. Meine Meinung: Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Als ich diese Frage im Klappentext des Buches gelesen habe, war mir sofort klar, dass ich dieses Buch lesen möchte, denn spontan könnte ich diese Frage nicht beantworten. Ich war sehr gespannt, was mich in dem Buch erwarten wird und hatte wirklich tolle Lesestunden. Ein tolles Buchcover Das Buchcover ist zwar schlicht, aber für mich doch sehr anziehend. Ich mag die bunten Farben auf dem schwarzen Untergrund und finde den abgebildeten Baum sehr passend zum Inhalt des Buches. Ein faszinierender Schreibstil Der Schreibstil von Chloe Benjamin konnte mich sofort begeistern, denn er ist wunderbar flüssig und nach Beendigung des Prologs war mir ganz klar, dass ich das Buch nicht so schnell aus der Hand legen werde. Schon der Besuch bei der Wahrsagerin war unglaublich interessant und sehr geheimnisvoll. Auch hat mir sehr gut gefallen, dass der Schreibstil viele Geschehnisse miteinander verknüpft. Denn eigentlich ist das Buch in den Prolog und vier Abschnitte unterteilt, die dann die Leben der vier Geschwister erzählen. Doch die verschiedenen Abschnitte fließen ineinander über und es werden oft vergangene Dinge noch einmal aufgegriffen oder vertieft. Erst nach und nach werden kleine Geheimnisse aufgedeckt oder Nebensächlichkeiten doch sehr wichtig. Diese kleinen Überraschungen haben mir sehr gut gefallen und mich komplett in den Bann des Buches gezogen. Vier sehr unterschiedliche Charaktere Die Geschwister Gold sind sehr unterschiedlich und alle auf ihre Art einzigartig. Eigentlich möchte ich gar nicht allzu viel über die vier erzählen, denn mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, sie im Laufe des Buches näher kennenzulernen. Dieses Erlebnis möchte ich hier auf keinen Fall einem anderen Leser vorwegnehmen. Daher möchte ich nur ganz kurz auf sie eingehen: Simon ist der jüngste der Geschwister und entscheidet sich für ein Leben in San Francisco, wo er ein sehr intensives Leben führt, das nicht jeden begeistert. Klara ist schon als Kind von allem, was mit Zauberei zu tun hat, fasziniert und wird tatsächlich auch Zauberkünstlerin. Allerdings ist ihr Leben nicht immer sehr glücklich. Daniel wird Arzt bei der Army und lässt sich auf eine Sache ein, die ich so gar nicht erwartet hätte. Und Varya, die älteste der Geschwister, lebt komplett zurückgezogen und widmet ihr Leben der Altersforschung. Dies tut sie auf eine ziemlich spezielle Weise, die mich wirklich sehr sprachlos gemacht hat. Alle vier sind tolle Charaktere und das Schicksal jedes einzelnen der Geschwister hat mich zutiefst berührt. Oft hätte ich ihnen gerne meine Meinung gesagt oder einen Rat gegeben, denn das Verfolgen ihrer Leben hat mich nicht nur einmal sehr hilflos gemacht und gerne hätte ich hin und wieder eingegriffen. Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Beim Lesen des Klappentextes hatte ich so gar keine Vorstellung, was mich in diesem Buch erwarten würde. Irgendwie hatte ich alles und auch nichts erwartet, aber dann kam doch wieder alles ganz anders. Ich habe es sehr genossen, in dieses Buch abzutauchen, denn es war so unglaublich spannend, in das Leben der vier Geschwister zu versinken, dass ich am liebsten noch ganz lange so weitergelesen hätte. Die Frage kann ich für mich immer noch nicht beantworten, aber ich denke, das Buch wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen und schon alleine deswegen ist es für mich etwas ganz Besonderes. Mein Fazit: "Die Unsterblichen" von Chloe Benjamin ist eine unglaublich schöne Geschichte über das Leben mit all seinen Facetten. Sie lässt mich nachdenklich, aber auch glücklich zurück, denn ich hatte ganz besondere Lesestunden und kann nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Das Werk lässt mich innehalten und nachdenken!

Von: Merlins Bücherkiste Datum: 29. October 2018

New York, im Sommer 1969: Im East Side Viertel ist eine Wahrsagerin, die jedem, der es möchte, den genauen Tag seines Todes vorhersagen kann. Natürlich haben davon auch die vier Gold-Geschwister gehört und wollen sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Doch zu welchem Preis? Was passiert, wenn Du weißt, an welchem Tag dein Leben endet? Simon geht Anfang der 1980er Jahre nach San Francisco und versucht sich dort als Tänzer. Er sucht die Liebe seines Lebens und findet in Robert seinen Partner. Klara möchte Zauberin werden und muss in den 1980er Jahren kämpfen, bis sie es endlich schafft, ihren Traum zu verwirklichen. Daniel wird Arzt und wird nach 9/11 bei der Army arbeiten. Varya hingegen forscht als Wissenschaftlerin. Jeder geht einen eigenen Weg, mit dem Wissen, wann ihr Leben enden wird. Die amerikanische Autorin Chloe Benjamin lebt mit ihrem Mann in Madison, Wisconsin. Sie hat dort literarisches Schreiben studiert und mit dem Werk „Die Unsterblichen“ ihr Debüt veröffentlicht. Simon, Klara, Daniel und Varya bilden die Hauptakteure in diesem Werk. Sie sind die Grundpfeiler, auf denen sich die Geschichte stützt und die für die Handlung verantwortlich sind. Deshalb streckt sich das Buch auch über vier Kapitel, die jedem einzelnen Teil der Geschwister gewidmet ist: 1978 bis 1982 wird Simons Weg beschrieben. Der junge Mann sucht sein Glück in San Francisco und findet dort seine große Liebe. Er wusste seit 1969, dass er jung sterben würde, deshalb hat er alles drangesetzt, glücklich zu werden. Klaras Zeit wird von 1982 bis 1991 erzählt, die ebenfalls ihre Liebe findet, zeitgleich sich aber auch selbst verwirklichen kann. Daniel erlebt seine Zeit zwischen 1991 bis 2006 und erlebt viele Höhen und Tiefen während seiner Tätigkeit als Arzt. Varya, die älteste der Gold-Geschwister, erlebt ihren Höhepunkt zwischen 2006 und 2010, während sie noch einmal alles in Frage stellt und über ihr Leben resümiert. Natürlich steht im Mittelpunkt der Handlung das Leben der Familie Gold, die der Leser von Ende der 1960er Jahre bis 2010 begleitet. Dabei stehen Probleme innerhalb der Familie, aber genauso auch der Kampf um seine eigene Verwirklichung im Fokus. Immer mit Blick auf die eigene innere Uhr, die jedem Tag dem Ende näher rückt. Das Besondere an diesem Werk ist der übergreifende Erzählstil. Natürlich ist jeder große Abschnitt einem Geschwisterteil gewidmet, doch die Geschichten überschneiden sich. Schließlich nehmen stets alle Protagonisten auch im Leben des anderen Anteil. Außerdem wird durch Rückblenden ein vollkommenes Bild der Familie erstellt, was es leicht macht, alles zu begreifen und sich die Charaktere vorzustellen. Chloe Benjamin hat einen herrlich flüssigen Schreibstil. Sehr ehrlich, aber auch passend, beschreibt sie die Erlebnisse der Geschwister und lässt damit wenig Raum für Spekulationen. Doch gelegentlich umschreibt sie auch Szenenbilder, die dem Leser dann eher verträumt oder spielerisch in Erinnerung bleiben. Das macht das Werk zu etwas Besonderes, denn es ist einfach, sich auf die Erzählung und die vier Menschen einzulassen. Das Werk lässt mich innehalten und nachdenken Mein persönliches Fazit: Dieses Buch ist schon etwas ganz Besonderes. Nicht nur, weil es ein sehr tragisches und interessantes Thema aufgreift, sondern auch, weil ich als Leserin die Ereignisse aus der geschichtlichen Perspektive ideal miterleben konnte. Ich habe mich herrlich in die Zeit zurückversetzt gefühlt und konnte mir alles hautnah vorstellen. Die Geschwister sind liebenswert und jeder ist charismatisch und ausdrucksstark. Es wird deutlich, wie verschieden sie sind und wie unterschiedlich sie mit ihrem Wissen und ihrem Leben umgehen. Teilweise hat mich die Erzählung traurig gestimmt, manchmal hat sie mir aber auch positive Momente geschenkt. Es ist ein Auf – und Ab der Gefühle, denn nach jedem Teil-Abschluss musste ich mich erneut auf das Kommende konzentrieren und die traurigen Erinnerungen abschütteln. Wer sich also auf anspruchsvolle, nachhaltig einprägende Lektüre einlassen möchte, muss hier einfach zugreifen. Es lohnt sich zu 100 Prozent. Es ist ein Buch, das den Leser fesselt, bewegt und mitreißt.

Ein Roman zum nachdenken

Von: Amber144 Datum: 28. October 2018

Das Cover ist wunderschön und hat mich gleich an den Herbst erinnert, wo die Bäume jetzt auch so aussehen. Der Schreibstil hat mich sofort gefangen genommen. Das Buch enthält 4 Handlungsstränge, die aber gut getrennt sind. So kommt man nicht durcheinander. Ich habe eigentlich mit mehreren Handlungssträngen immer wieder das Problem, dass ich durcheinander komme. Das ging mir bei diesem Buch nie so. Ich fand es sehr spannend zu lesen, wie sich die Charaktere entwickeln und ganz andere Richtungen einschlagen. Gerade durch die verschiedenen Handlungsstränge kommt dies sehr gut zum Ausdruck. Immer wieder kam bei mir die Frage auf, was würde ich machen, wenn ich meinen Todestag kennen würde. Ich finde, dass dieses Buch doch sehr zum nachdenken anregt und man kommt ganz automatisch ins grübeln, wie man selbst wohl leben würde. Auf jeden Fall ist es mal eine andere Geschichte, als die, die man heutzutage in den meisten Büchern findet.

Das Datum

Von: Miss Norge Datum: 28. October 2018

✿ Meine Meinung ✿ "Die Unsterblichen“ ist ein ungewöhnlicher Roman, auf den man sich als LeserIn einlassen muss, um das Grundthema aus den verschiedenen Perspektiven zu verstehen. Im Jahre 1969 sind die vier Geschwister Varya (13 Jahre), Daniel (11 Jahre), Klara (9 Jahre) und Simon (7 Jahre) neugierig, da sie von einer Frau gehört haben, die als Wahrsagerin ihren Kunden deren Todesdatum mitteilen kann. Unschlüssig, ob sie es wirklich wissen wollen, machen sie sich mit ihrem ersparten Geld auf den Weg und werden nacheinander von der Dame in die Wohnung gebeten. Sie sagt allen, auf den Tag genau, wann sie sterben werden, doch einerseits wollen die Kinder es glauben, andererseits sind sie viel zu jung um das ganze Ausmaß der Aussage ab- und einschätzen zu können. Im folgenden Verlauf des Buches werden in längeren Abschnitten die Lebensläufe der einzelnen Geschwister erzählt und wie sie leben bis zu dem besagten Datum. Sie erinnern sich immer an die Angabe der Wahrsagerin, ihr ganzes Leben lang und doch geht jeder auf seine eigene Art und Weise damit um. Hier stellte sich mir als Leserin auch die Frage, wenn es ginge, würde ich mein Todesdatum wirklich wissen wollen? Mit jeder Lebensgeschichte von einem der vier Geschwister hat sich meine Meinung geändert. Wenn man es weiß, lebt man intensiver, hemmungsloser oder bewusster? Tut man Dinge schneller die man gerne tun möchte, die man aber immer für später aufgeschoben hat? Interessieren einen noch Meinungen der Anderen, oder denkt man sich, egal, ich mache was und wie ich es will? Wenn man es nicht weiß, lebt man einfach weiter wie bisher, von Tag zu Tag, lässt sich durch den stressigen Alltag treiben, traut sich nicht Dinge zu tun oder Reisen zu unternehmen, die man sich vielleicht jetzt nicht leisten kann, für die es aber irgendwann zu spät sein wird. Wie intensiv sich die verschiedenen Charaktere mit ihrem jeweiligen Datum vor Augen auseinandersetzen, hat die Autorin Chloe Benjamin sehr gut umgesetzt. Ihr Schreibstil macht zwar manchmal Sprünge, die ich erst nach den folgenden 4-5 Sätzen einordnen konnte, aber trotz allem hat sie die Sichtweise auf manche Dinge mir als Leserin sehr nahe gebracht. Am meisten berührt hat mich der weitere Werdegang des jüngsten Bruders Simon, der seinen Geschwistern nie verraten hat, wann es ihn treffen könnte. Er war damals viel zu jung um die Tragweite der Aussagen zu erfassen, doch er hat sie nie vergessen oder verdrängen können. ✿ Fazit ✿ Ein außergewöhnlicher Roman mit einem nachdenklich stimmenden Plot. Nach der letzten Seite klappte ich das Buch zu und die Gedanken kreisten weiter, wie ich damit umgehen würde. Meine Erkenntnis, ich kann es nicht sagen, da ich wahrscheinlich nie daran glauben könnte, wenn es mir gesagt werden würde, aber Gedanken macht man sich trotzdem, wenn der besagte Tag immer näher rückt. Man soll nie, nie sagen.

ein spannender Roman, der mich bewegt hat

Von: Manja Datum: 25. November 2018

Kurzbeschreibung Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis? (Quelle: btb Verlag) Meine Meinung Der Roman „Die Unsterblichen“ stammt von der Autorin Chloe Benjamin. Es ist der erste Roman der Autorin auf Deutsch und ich wurde hier sehr vom Cover angesprochen. Aber auch der Klappentext machte mich letztlich neugierig und so habe ich mir das Buch auch flott auf den Reader geladen und mit dem Lesen begonnen. Die hier handelnden Charaktere sind der Autorin gut gelungen. Ich konnte sie mir alle gut vorstellen und die Handlungen auch verstehen. Insgesamt haben wir es hier mit 4 Kindern zu tun, jeder der 4 Abschnitte ist einem der Kinder gewidmet. So lernt man als Leser auch alle 4 gut kennen, die anderen geraten aber dennoch nicht in Vergessenheit, da sie auch immer wieder mit von der Partie sind. Simon hat sein Elternhaus sehr früh verlassen um seine Homosexualität in San Francisco ausleben zu können. Daniel will Arzt werden, möchte mit etwas aus sich und seinem Leben machen. Klara hat den Wunsch Zauberkünstlern zu werden. Und Varya geht in die Forschung um zu helfen. Mir gefiel es sehr gut, dass jedem der Kinder ein eigener Strang gewidmet ist. Die Lebenswege sind, genau wie die Kinder eben auch, alle sehr unterschiedlich und jeweils auch besonders. Auch wie die Kinder mit ihrem angeblichen Todestag umgehen ist unterschiedlich. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich sehr gut. Ich bin flüssig durch die Seiten gekommen, die Autorin hat es geschafft mit ihren Worten in den Bann ihrer Geschichte zu ziehen. Die Handlung selbst hat mich echt begeistert. Es geht spannend zu, zugleich denkt man als Leser aber auch unweigerlich darüber nach. Man fragt sich wie es wäre den eigenen Todestag zu kennen, was würde man dann selbst tun. Ich persönlich möchte es nicht wissen, denn das beeinflusst das gesamte Leben doch immens. Das Geschehen ist eines das im Kopf auf jeden Fall haften bleibt, die Idee ist neuartig und sehr gut und tiefgründig umgesetzt. Das Ende ist in meinen Augen passend zu Gesamtgeschichte hier. Es passt gut zur Geschichte, schließt diese dann doch sehr gut ab und macht alles rund. Fazit Zusammengefasst gesagt ist „Die Unsterblichen“ von Chloe Benjamin ein Roman, der mich wirklich beeindruckt hat. Interessante Charaktere, ein flüssiger sehr gut zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als spannend, abwechslungsreich und auch bewegend empfand, haben mir richtig tolle Lesestunden beschert und auch begeistert. Absolut zu empfehlen!

Eine besondere Geschichte mit starken Charakteren

Von: Nicoles Bücherwelt Datum: 14. November 2018

Vier unterschiedliche Lebenswege und kostbare Zeit… Sommer 1969: Wie ein Lauffeuer spricht sich in der New Yorker Lower East Side herum, dass eine Wahrsagerin im Viertel eingetroffen ist, die jedem Menschen den Tag seines Todes vorhersagen kann. Neugierig machen sich die vier Geschwister Gold auf den Weg. Nichtsahnend, dass dieses Wissen für jeden von ihnen auf unterschiedliche Weise zum Verhängnis wird. Simon, den Jüngsten, zieht es Anfang der 1980-er Jahre nach San Francisco, wo er nach Liebe sucht und alle Vorsicht über Bord wirft. Klara, verwundbar und träumerisch, wird als Zauberkünstlerin zur Grenzgängerin zwischen Realität und Illusion. Daniel findet nach 9/11 Sicherheit als Arzt bei der Army. Varya wiederum widmet sich der Altersforschung und lotet die Grenzen des Lebens aus. Doch um welchen Preis? (Quelle: Klappentext vom Verlag) „Was, wenn die Frau in der Hester Street recht hatte und die nächsten Jahre seine letzten Lebensjahre sind? Allein der Gedanke lässt sein Leben in einem anderen Licht erscheinen. Alles ist plötzlich dringend, glitzernd und kostbar.“ – Seite 37, eBook „Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst?“ – Schon der erste Satz des Klappentextes macht neugierig auf dieses besondere Buch. Allein der Prolog, der den Besuch der vier Geschwister bei der Wahrsagerin schildert, ist fesselnd. Danach erfährt man, wie jeder der vier sein Leben lebt – und diese könnten unterschiedlicher nicht sein. Man merkt sofort, dass die Charaktere hier sehr gut ausgearbeitet sind. Jeder der vier –Simon, Klara, Daniel und Varya- hat seine ganz eigene Geschichte und diese erzählt die Autorin mit einer Tiefe und Detailliertheit, wie man es selten erlebt. Gerade das macht das Buch so besonders. Es tauschen viele Facetten auf - mal wird es extrem, mal traurig, mal berührend und auch dramatisch. Auch regt so manches zum Nachdenken an. Um alle vier Leben kreist der Besuch bei der Wahrsagerin, den jeder auf ganz eigene Weise verarbeitet. Die vier Lebensgeschichten halten einige Überraschungen bereit – als Leser fragt man sich natürlich, ob die vorhergesagten Todesdaten tatsächlich so eintreffen werden. Zudem gibt es in den einzelnen Geschichten ein paar Punkte, die alles noch interessanter und mysteriöser machen. Ich persönlich fand die beiden mittleren Geschichten am stärksten. „Seine Worte berührten etwas in ihr, das tief vergraben gewesen ist. Klara hat immer gewusst, dass es ihr bestimmt ist, eine Brücke zu sein: zwischen der Wirklichkeit und der Illusion, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen dieser Welt und der nächsten. Sie muss nur herausfinden, wie das geht.“ – Seite 149, eBook Mein Fazit: Ein gelungener Roman, der eine besondere Geschichte erzählt: Vier Geschwister, die unterschiedliche Lebenswege gehen, aber eine Sache gemeinsam haben: Sie wissen ihr eigenes Todesdatum. Wie gehen sie damit um? Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet – detailliert erfährt mal alles, was sie erleben und wovon sie träumen. Die Lebensgeschichten entwickeln sich interessant und regen an manchen Stellen zum Nachdenken an. Von mir gibt es 4,5 Sterne für diesen besonderen Roman!

Magisch und kraftvoll zugleich

Von: Petras Bücher-Apotheke Datum: 06. January 2019

Was wäre wenn? Wenn jemand uns verbindlich sagen könnte, an welchem Tag wir sterben müssen? Würden wir dann ein anderes Leben leben? In Angst verharren, oder mutiger sein? Hätten wir das Datum immer im Kopf, oder könnten wir es hinten anstellen? Was wäre wenn, auch unser Partner, unsere Familie es wüssten und wir es auch von ihnen? Ein ungeheuerlicher Gedanke findet ihr? So erging es mir auch und schon steckte ich kopfüber in dieser seltsam märchenhaft und doch kraftvoll erzählten Geschichte ... Die Unsterblichen (Chloe Benjamin) Wir schreiben das Jahr 1969 in dem alle irgendwie bekifft schienen, oder in Woodstock feierten, im Kino Asphalt-Cowboy schauten, der freien Liebe hinterher jagten. Es war heiß, über dreißig Grad, und die vier Gold-Geschwister waren ihrer Mutter erleichtert über die Feuertreppe entkommen. Nicht schon wieder Hausarbeit! Andere durften sich auch rum treiben und mussten nicht ständig lästige Pflichten erledigen. Für heute hatten sie sich viel vorgenommen, Daniel wollte endlich diese Wahrsagerin aufspüren, von der er schon so viel gehört hatte. Ganz besessen war er von dieser Idee. Ständig wechselte diese Frau zu ihrem eigenen Schutz die Wohnstätte, konnte sie doch, so ging die Rede, einem jeden seinen Todestag treffsicher vorhersagen und machte sich damit nicht nur Freunde ... Als Varya der Hellseherin schließlich in ihrer Wohnung gegenüberstand, und ihr beim ungerührten Hantieren mit Teeblättern an ihrem Spülstein zusah, hieß diese sie die Schuhe ausziehen und sich zu setzen. Nach den ersten Worten, die die fremde Frau an sie richtete, kam es ihr vor, als könne diese tief in sie hinein schauen. Sie waren allein, ihre Geschwister waren fort und als sie die alles entscheidende Frage stellte, wann sie sterben müsse, lautete die Antwort 2044. Sie schluckte, war enttäuscht, dann würde Varya achtundachtzig sein und sie hielt diese Antwort rund heraus für eine Lüge. Sie hatte also doch nur eine Scharlatanin wie viele andere auch vor sich ... Wenig später dann traf sie vor dem Haus der Hellseherin wieder auf ihre Geschwister, diese wirkten seltsam verstört und auch beim gemeinsamen Abendessen mit den Eltern hatte sich ihr Bruder Daniel immer noch nicht beruhigt. Wo waren ihre Geschwister gewesen, während Varya mit der Wahrsagerin gesprochen hatte? Hatte ihnen diese Frau auch ihren Todestag  vorhergesagt? Aber, wie sie auch nach bohrte, aus den Geschwistern war nichts rauszukriegen ... Chloe Benjamin - ist achtundzwanzig Jahre jung und lebt in Wisconsin mit ihrem Ehemann, dem Schriftsteller Nathan Hill zusammen. Klar und chronologisch, immer aus der Perspektive des jeweiligen Geschwisters baut sie ihren Erzählstrang auf. Rückblenden ergänzen gemeinsam erlebtes und verpaßtes, wecken besonders in diesen Rückschauen Verständnis für den jeweilig anderen. So nachvollziehbar, so menschlich!  Vier Leben - vier Träume, ein Verhängnis. Eine Geschichte wie ein Tanz mit dem Tod. Die Leben der Gold Geschwister greifen ineinander, wie die Finger einer Hand, eng und verschränkt. Wie sich so Zwangsläufigkeiten entwickeln und eine schicksalhafte Unabwendbarkeit sich eines jeden bemächtigt ist erschreckend und aufrührend. Abhängigkeiten treten zutage, die man so als Leser vorher gar nicht gesehen hat, da ergeht es einem ebenso wie den Hauptfiguren. Man fühlt sich ihnen ausgeliefert. Die Unterschiedlichkeit der Geschwister ist wunderbar getroffen, gleich ob Träumerin, Lebenshungriger, Pragmat oder Realistin. Würde man risikobereiter leben mit dem klaren Blick auf den eigenen Todestag? Was wäre, wenn man Ihn vielleicht sogar selbst herbeiführt, damit das Warten auf ihn endlich vorbei ist? Für diese Fragen, die die Autorin ungeschrieben aufwirft mag ich diese Geschichte besonders. Immer wenn sie verstummt, summt es in meinem Kopf weiter - das macht einen guten Roman für mich aus! Am Ende tritt eine Logik aus der Deckung die verblüfft und die beschworene Magie zerstiebt wie ein Funkenregen, oder glimmt da doch noch ein Fünkchen im Verborgenen? Will man nur glauben, was man beweisen kann und was ist schließlich und endlich beweisbar? Eine Geschichte wie der Kreislauf des Lebens, die mit vier Geschwistern beginnt, die ihren Einstieg, ihren Weg ins Leben suchen und die mit der nächsten Generation endet, die zu beweisen versucht, das man alle Vorsehungen abschütteln und selbstbestimmt was man sich auch immer vornimmt umsetzen kann ... Die Hörbuch-Fassung (leicht gekürzt mit 11h 20 min) wird einfühlsam gelesen von Grimme-Preisträger Wolfram Koch, den ich schon aus der schwedischen Krimi-Reihe von Lars Keppler, sowie von Ian McGuires Nordwasser kenne und für seinen stets leicht unterkühlten und doch empathischen Vortrag sehr verehre. Man kennt ihn aus verschiedenen Fernsehrollen, er arbeitete u.a. am Schauspielhaus in Frankfurt und am Deutschen Theater in Berlin. Hier stellt er einmal mehr seine stimmliche Wandlungsfähigkeit unter Beweis und hat mich jetzt gänzlich für sich eingenommen!

Mal dramatisch, mal anrührend und emotional.

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 19. November 2018

Macht man in seinem Leben etwas anders, wenn man das genaue Datum seines Todes kennt? Mit diesem Gedanken beschäftigt sich Chloe Benjamin in ihrem Roman “Die Unsterblichen” anhand der Geschichte der vier Gold-Geschwister, die unterschiedlicher kaum sein können und doch durch eine schicksalehafte Prophezeihung miteinander verbunden sind. So geht es auch um die Frage nach den verpassten Chancen, sich noch besser kennenzulernen und zu akzeptieren, wie die anderen eben gestrickt sind. In ihre jeweils aus der Sicht eines der Geschwister erzählten Kapitel fügt die Autorin zahlreiche zeithistorische Ereignisse von den siebzigern bis heute ein, die Einfluss auf das Leben ihrer Figuren hatten. Mal dramatisch, mal anrührend und emotional erzählt die Autorin die Geschichte der Familie Gold durch alle Höhen und Tiefen, und fragt sie und uns nach dem Sinn, dem wir unserem Leben geben wollen. Hervorragend gelesen von Wolfram Koch.

Mal dramatisch, mal anrührend und emotional.

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 19. November 2018

Macht man in seinem Leben etwas anders, wenn man das genaue Datum seines Todes kennt? Mit diesem Gedanken beschäftigt sich Chloe Benjamin in ihrem Roman “Die Unsterblichen” anhand der Geschichte der vier Gold-Geschwister, die unterschiedlicher kaum sein können und doch durch eine schicksalehafte Prophezeihung miteinander verbunden sind. So geht es auch um die Frage nach den verpassten Chancen, sich noch besser kennenzulernen und zu akzeptieren, wie die anderen eben gestrickt sind. In ihre jeweils aus der Sicht eines der Geschwister erzählten Kapitel fügt die Autorin zahlreiche zeithistorische Ereignisse von den siebzigern bis heute ein, die Einfluss auf das Leben ihrer Figuren hatten. Mal dramatisch, mal anrührend und emotional erzählt die Autorin die Geschichte der Familie Gold durch alle Höhen und Tiefen, und fragt sie und uns nach dem Sinn, dem wir unserem Leben geben wollen. Hervorragend gelesen von Wolfram Koch.

Mal dramatisch, mal anrührend und emotional.

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 19. November 2018

Macht man in seinem Leben etwas anders, wenn man das genaue Datum seines Todes kennt? Mit diesem Gedanken beschäftigt sich Chloe Benjamin in ihrem Roman “Die Unsterblichen” anhand der Geschichte der vier Gold-Geschwister, die unterschiedlicher kaum sein können und doch durch eine schicksalehafte Prophezeihung miteinander verbunden sind. So geht es auch um die Frage nach den verpassten Chancen, sich noch besser kennenzulernen und zu akzeptieren, wie die anderen eben gestrickt sind. In ihre jeweils aus der Sicht eines der Geschwister erzählten Kapitel fügt die Autorin zahlreiche zeithistorische Ereignisse von den siebzigern bis heute ein, die Einfluss auf das Leben ihrer Figuren hatten. Mal dramatisch, mal anrührend und emotional erzählt die Autorin die Geschichte der Familie Gold durch alle Höhen und Tiefen, und fragt sie und uns nach dem Sinn, dem wir unserem Leben geben wollen. Hervorragend gelesen von Wolfram Koch.

Mal dramatisch, mal anrührend und emotional.

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 19. November 2018

Macht man in seinem Leben etwas anders, wenn man das genaue Datum seines Todes kennt? Mit diesem Gedanken beschäftigt sich Chloe Benjamin in ihrem Roman “Die Unsterblichen” anhand der Geschichte der vier Gold-Geschwister, die unterschiedlicher kaum sein können und doch durch eine schicksalehafte Prophezeihung miteinander verbunden sind. So geht es auch um die Frage nach den verpassten Chancen, sich noch besser kennenzulernen und zu akzeptieren, wie die anderen eben gestrickt sind. In ihre jeweils aus der Sicht eines der Geschwister erzählten Kapitel fügt die Autorin zahlreiche zeithistorische Ereignisse von den siebzigern bis heute ein, die Einfluss auf das Leben ihrer Figuren hatten. Mal dramatisch, mal anrührend und emotional erzählt die Autorin die Geschichte der Familie Gold durch alle Höhen und Tiefen, und fragt sie und uns nach dem Sinn, dem wir unserem Leben geben wollen. Hervorragend gelesen von Wolfram Koch.

Spiel mit dem letzten Tag des Lebens

Von: Hörbuch-Hunter Datum: 14. January 2019

Vier Geschwister und eine Frage: Kann die mysteriöse Frau, über die so viel gemunkelt wird, tatsächlich in die Zukunft schauen? Und wenn ja, was fangen die Kinder mit diesem Wissen an? Es ist der heiße New Yorker Sommer 1969. Simon, Klara, Daniel und Varya nehmen allen Mut – sowie ihr Taschengeld – zusammen und besuchen die Frau, die als Wahrsagerin bekannt ist. Tatsächlich gibt sie jedem Kind ein Datum mit: den jeweiligen Todestag. Simon und Klara (Achtung, kleiner Spoiler), die zuerst sterben sollen, machen sich als junge Erwachsene auf, im freizügigen San Francisco ihre Träume zu verwirklichen. Daniel und Varya bleiben zurück und schlagen konventionelle Lebenswege ein. Bis schließlich Gevatter Tod die Familie besucht – und sich die Frage nach der Wahrheit der Prophezeiungen neu stellt. Chloe Benjamin hat mit den Unsterblichen zweierlei geschaffen: Zum einen eine fast schon krimihaft-spannende Geschichte mit gut gezeichneten Charakteren, der man gerne folgt. Zum anderen ein amerikanisches Sittengemälde von den 1970ern bis ins 21. Jahrhundert. Toll gelesen von Wolfram Koch.

Schwieriges Thema toll umgesetzt

Von: Rel.eva.nt_books Datum: 05. January 2019

Was ist, wenn du und deine Geschwister zu einer Wahrsagerin gehen, die euch den Tag nennt, an dem ihr sterben werdet. Wird das dein zukünftiges Leben beeinflussen? Wird es eintreten, wie vorausgesagt? Die Frage stellen sich Simon, Klara, Daniel und Varya. Am beeindruckendsten fand ich Simons Geschichte, vielleicht weil sie am emotionalsten ist. Weil was tust du in den 70ern als schwuler jüdischer Junge? Wovon träumst du? Wie soll dein Leben aussehen? Simon mochte ich, weil ehrlich, mutig und ein bisschen naiv aber sehr glücklich am meisten. Gelitten habe ich mit Klara, weil sie mit sich selbst so unendlich unglücklich war, dass sie trotz äußerer Umstände gerne den Alkohol und damit den Rausch als Ausweg sucht. Daniel fand ich völlig unspektakulär leider... und auch dumm 🤷🏽‍♀️ und Varya... die tut mir einfach nur leid. Das Buch ist von daher spannend und mitreißend, weil du dir selbst überlegst, ob eine solche Information wirklich hilfreich ist und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer sich selbst bewahrheitenden Prophezeiung... das alles erlebst du mit dieser verrückten Familie. Ich vergebe trotz des düsteren Themas, weil es sehr interessant ist 👌🏼👌🏼👌🏼👌🏼👌🏼