Elton John

Ich

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Elton John gehört zu den erfolgreichsten Künstlern aller Zeiten. »Your Song«, »Tiny Dancer« und »Candle in the Wind« sind nur einige von unzähligen Hits seiner beispiellosen Karriere. Erstmals erzählt er jetzt die Geschichte seines außergewöhnlichen Lebens und blickt zurück auf sieben Jahrzehnte voller Höhen und Tiefen.

Er enthüllt die Wahrheit über seine Kindheit im Londoner Vorort Pinner und über die schwierige Beziehung zu seinen Eltern. Reginald Dwight, der später als Elton John weltberühmt werden sollte, war ein schüchterner Junge, der heimlich davon träumte, Popstar zu werden. Im Alter von 23 spielte er seinen ersten Auftritt in den USA und begeisterte in quietschgelber Latzhose, einem sternenbesetzten T-Shirt und geflügelten Stiefeln sein Publikum. Elton John war angekommen – und die Musikwelt sollte nie wieder dieselbe sein.

Seine Autobiografie »Ich« ist voller Dramatik: Angefangen bei der Ablehnung der ersten Songs von Elton und seinem Songwriting-Partner Bernie Taupin bis hin zu seinem überwältigenden Erfolg als Weltstar; von den Freundschaften mit John Lennon, Freddie Mercury und George Michael bis hin zum Disco-Tanz mit der Queen; von Selbstmord versuchen bis hin zu seiner Drogensucht, die ihn über ein Jahrzehnt lang fest im Griff hatte.

Elton schreibt auch ausführlich über seinen Entzug und den Aufbau seiner AIDS-Stiftung. Er erzählt, wie er in David Furnish die wahre Liebe fand, mit Gianni Versace im Urlaub war und auf der Beerdigung seiner Freundin Prinzessin Diana sang. Und er beschreibt, wie er plötzlich spürte, dass er Vater werden will, und sein Leben sich noch einmal völlig verändert hat.

Humorvoll, unterhaltsam und tief bewegend – Elton Johns Autobiografie »Ich« nimmt uns mit auf eine intime Reise mit einer lebenden Legende.

Elton John schillernd, bunt - hier emotional und ehrlich

Von: Little Shamrock Library Datum: 14. April 2020

Ich beginne heute nicht mit meinen Worten, sondern mit einem Zitat des Autors: »𝑫𝒂𝒔 𝑮𝒓𝒐ß𝒂𝒓𝒕𝒊𝒈𝒔𝒕𝒆 𝒂𝒎 𝑹𝒐𝒄𝒌´𝒏´𝑹𝒐𝒍𝒍 𝒊𝒔𝒕, 𝒅𝒂𝒔𝒔 𝒋𝒆𝒎𝒂𝒏𝒅 𝒘𝒊𝒆 𝒊𝒄𝒉 𝒆𝒊𝒏 𝑺𝒕𝒂𝒓 𝒔𝒆𝒊𝒏 𝒌𝒂𝒏𝒏.« Durchaus kann man behaupten, dass einen dieses Zitat durch das komplette Buch begleitet. Der Leitsatz sozusagen. Elton John beginnt seine Biografie von früher Kindheit an. Ganz offen spricht er über sein Elternhaus, die Beziehung zu seinen Eltern, deren Scheidung und seine Rolle dabei. Ganz detailliert beschreibt er seinen Weg zur Musik. Es ist faszinierend wie er vom Musiker von nebenan, fast still und heimlich zum Weltstar wurde. Jeder noch so kleine musikalische Weg und Kontakt ist beschrieben. Eine große Motivation für all diejenigen, die von der großen Musikerkarriere träumen. Auch bei Elton John war es ein irrsinnig langer weg. Besonders beeindrucken und emotional empfand ich allerdings seine Ehrlichkeit in diesem Werk. Er spricht ganz klar und offen von  seiner Kokain Sucht, seiner Alkohol Sucht, seiner Kaufsucht. Oft hinterließen die Worte bei mir ein Kopf schütteln, ein Lachen, ein Erstaunen, eine Gänsehaut. So schillernd und bunt, ja so verrückt, wie wir Elton John kennen, präsentiert er sich hier ganz klar, aufgeräumt, reflektiert. Ich hatte zu jeder Zeit das Gefühl, der Mann spricht mit ehrlichen Worten zu mir. Seine Geschichte packte mich emotional. Am liebsten würde ich mich auf eine Tasse Tee mit ihm treffen. Dieser Mann hat in seinem Leben so viel Glück gehabt. Glück dass sein Körper ihm dieses exzessive Leben nicht beendet hat und vorrangig Glück Menschen zu haben, die ihn lieben, die ihn nie aufgaben, die an ihn glaubten und ihn unterstützen. Auch dessen ist er sich bewusst und umschreibt es ganz klar. Die einfachen Worte die er wählt stecken voller Emotionen und Gefühlen. Voller Wahnsinn und Vernunft. Voller Freude und Trauer. Voller Selbstreflexion und Gleichgültigkeit. Voller Mut und Einsamkeit. Voller Liebe. Eine ausgesprochen interessante, aufklärende und wirklich emotional mitreißende Biografie. Ich kann sie ausnahmslos jedem empfehlen. Vielen Dank an den Heyne Verlag und an das Bloggerportal für mein Rezensionsexemplar.

Eine sehr bewegende Biographie!

Von: Tamara Öfner Datum: 09. April 2020

[Werbung] Heute stelle ich euch das Buch „Ich-Elton John“ vor. Autor/in: Elton John Verlag: Heyne Verlag Preis: 26€ Hardcover Seitenanzahl: 496 ISBN: 978-3-453-20292-4 Erscheinungsdatum: 21. Oktober 2019 Inhaltsangabe Die erste und einzige Autobiografie des »Rocket-Man« Elton John gehört zu den erfolgreichsten Künstlern aller Zeiten. »Your Song«, »Tiny Dancer« und »Candle in the Wind« sind nur einige von unzähligen Hits seiner beispiellosen Karriere. Erstmals erzählt er jetzt die Geschichte seines außergewöhnlichen Lebens und blickt zurück auf sieben Jahrzehnte voller Höhen und Tiefen. Meine Meinung Eine sehr interessante, spannende und ausführliche Biographie über Elton John, welche tief bewegend ist und sich gut liest. Jeder kennt ihn, den weltberühmten Künstler mit seinen Welterfolgen, doch nur Wenigen ist sein Privatleben bekannt, wo er aufgewachsen ist und wer Elton John als Mensch wirklich ist. Er gibt vieles aus seinem Leben preis, sowohl positives als auch einiges negatives. Er ist dabei sehr ehrlich und dadurch sieht man ihn mit anderen Augen. Er beschreibt unter anderem seine schwierige Kindheit, erzählt von seiner Liebe zu anderen Männern und aber auch von seinen Suizidversuchen und jahrelanger Drogensucht. Manche Sachen haben mich wirklich erschüttert. Er hatte kein einfaches Leben. Immer wieder hatte er mit großen Schicksalsschlägen zu kämpfen. Zurecht ist diese Biografie zum Bestseller geworden! Ich bedanke mich recht herzlich beim @heyne.verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar!

Absolut lesenswert. Amüsant. Interessant...

Von: arcimboldis_world Datum: 12. March 2020

Man muss nicht zwangsläufig ein Fan von Elton John und/oder seiner Musik sein, um Freude an seiner vor kurzem erschienen Autobiographie zu haben. Der dicke Wälzer mit dem treffenden Titel „ICH“ liest sich flüssig in einem Zuge, ist äusserst unterhaltsam und stellenweise sehr amüsant, zeigt aber auch nachdenkliche, persönliche und weniger schmeichelhafte Seiten des Weltstars, ohne gleich sensationsheischend und oberflächlich zu sein… Ungeschönt schreibt Elton John, der eigentlich Reginald Dwight heisst und aus dem Londoner Vorort Pinner stammt, von seinem Coming out, seinen Exzessen und letztendlich auch dem Entzug und den Therapien aufgrund seines vielseitigen Suchverhaltens – Alkohol, Drogen, Essen, Sex… In den letzten Kapiteln hat man dann das Gefühl, nun ist er angekommen, glücklich und zufrieden – dank seiner beiden Söhne und seinem Mann und grossen Liebe David Furnish. Auf dem Weg dahin grosse und schmerzhafte Verluste, viele seiner engen Weggenossen und Freunde gestorben, Schicksalsschläge wie AIDS (u.a. Freddy Mercury), Unfälle (Lady Diana), Mord (Gianni Versace) – ein aufregendes und turbulentes Leben, geprägt von vielen Höhen, Tiefen, Abstürzen. Elton John hat unzählige Welthits geschrieben und engagiert sich in seiner „Elton John AIDS Foundation“, er plaudert aus dem Nähkästchen, gibt witzige Anekdoten über bekannte und unbekannte Persönlichkeiten zum Besten (von Queen Mum bis Silvester Stallone), berichtet aber auch ungeschönt über das schwierige Verhältnis zu seiner Mutter, plappert munter vor sich hin, ohne Leute wirklich zu verletzen, all dies aufgeschrieben und redigiert vom Guardian-Musikkritiker Alexis Petridis. Dazu gibt es viele Fotos aus allen Schaffens- und Lebensperioden, eine Kurzzusammenfassung wichtiger Ereignisse im Anhang sowie der Vollständigkeit halber ein Sach- und Personenregister mit allen Alben/Songs/Singles. Die Autobiographie ist unterhaltsam und macht grosse Lust, sich sämtliche Alben des Weltstars anzuhören, denn nach dem Lesen verbindet man mit vielen Songs nicht nur gute Musik, sondern eine Epoche, eine Entstehungsgeschichte, eine amüsante Begebenheit, einen traurigen und sentimentalen Moment aus dem Leben Elton Johns. Wunderbar. Lesenswert! Sehr zu empfehlen!

Unterhaltsam und berührend!

Von: Sophie Datum: 18. February 2020

Schon als ich 'Rod. Die Autobiografie' von Rod Stewart las, wurde ich neugierig auf das wilde Leben von Elton John. Rod Stewart zählt Elton John zu seinen ältesten und besten Freunden. Mit ihm feierte er gern, spielte Streiche und liefert sich regelmäßig bis heute Wettstreite. Er stellte Elton John als sympathischen einzigartigen und zuverlässigen Freund für's ganze Leben dar - trotz seiner Partys, seines Drogenkonsums und weiteren Exzessen. Mit 'Ich. Elton John. Die Autobiografie' hatte ich nun die Gelegenheit meine Neugier zu befriedigen. Elton John gewährt private Einblicke in sein aufregendes und ausschweifendes Leben, wobei er nicht an verrückten und witzigen Anekdoten spart. Aber auch seine Schwächen und Verfehlungen wie übermäßiger Alkohol- und Drogenkonsum finden in seiner Autobiografie ihren Platz. Der weltberühmte Musiker ließ kaum eine Party aus und traf auf viele Berühmtheiten. Neben Rod Stewart zählen auch John Lennon und Prinzessin Diana dazu. Mit ihnen hat er vieles erlebt und dies in seinem Buch festgehalten. Außerdem redet er offen über seine schwierige Kindheit (lieblose Eltern), sein Weg zum Weltstar und sein Liebesleben. Elton John ist eine vielschichtige Persönlichkeit, dessen Lebenserfahrungen - besonders in der Kindheit - mich berührten und bestens unterhielten. 'Ich. Elton John. Die Autobiografie' kommt im locker-leichten Schreibstil daher und liest sich schnell weg. Die Fotografien fügen sich gekonnt ein und geben einen weiteren Einblick auf Elton Johns Leben. Wer Lust auf ein unterhaltsames Lesevergnügen hat und in die schillernde Welt eines Stars eintauchen möchte, sollte dieses Buch unbedingt Lesen. Nicht nur eingefleischte Elton John Fans kommen hier auf ihre Kosten!

Rezi

Von: Noémie Datum: 12. February 2020

Seit dem Film "Rocketman" mit Taron Egerton ging mir Elton John nicht mehr aus dem Kopf. Ich hatte seine Musik teilweise vorher schon gehört, aber erst seit diesem Film habe ich aktiv angefangen Eltons Songs zu meinen Playlists hinzuzufügen. Als das Bloggerportal mir dann diese Autobiografie zugesendet hat, war ich super gespannt. Ich habe vorher noch nie eine Autobiografie gelesen, weshalb ich diese hier jetzt nicht mit anderen vergleichen kann. Ich habe das Buch in kurzer Zeit beendet, denn anders als erwartet, war das Buch spannend. Ich hatte anfangs gedacht, dass die Erzählungen eines "richtigen" Lebens mich vielleicht nicht so packen würden wie ein Fantasyroman, doch ich lag falsch. Dadurch, dass Elton in seinem Leben viele Hochs und Tiefs hatte und diese zwar ernst aber auch mit Humor erzählt. Er wendet sich auch manchmal direkt an die Leser, wodurch ich noch mehr mit gefiebert habe. Ich bewundere Elton John, denn er hat es geschafft wieder aus diesen Tiefs aufzusteigen und sich daraus ein tolles Leben aufzubauen. Er schreibt über die Auswirkungen, die der Ruhm auf ihn hatte, und zwar sowohl über die positiven, wie auch die negativen. Er lässt uns auch an den Schwierigkeiten teilhaben, die sich für ihn ergaben, als er sich outete und so zum berühmteste schwulen Rockstar der damaligen Zeit wurde. Ich habe beim Lesen dieses Buches viel gelernt. Denn auch wenn man sich manchmal vorstellt, wie es wohl wäre berühmt zu sein, sieht man nie, wie es wirklich ist. Elton John hat mir auch gezeigt, dass man immer, auch wenn man wirklich ganz unten angekommen ist, wieder die Möglichkeit hat aufzustehen. Er beschönigt in seinen Beschreibungen nichts, versucht nicht, sich selbst in einem besseren Licht darzustellen oder anderen die Schuld für seine Probleme anzuhängen. Er ist ehrlich und lässt die Leser so ungefiltert an seinem Leben teilhaben. "Du bist ein Drogensüchtiger", sagte er. "Du bist ein Alkoholiker. Du bist esssüchtig und hast Bulimie. Du bist sexsüchtig. Du bist co-abhängig." S. 300 Da ich nach dem Film "Rockenman" auch angefangen hatte seine Songs öfter zu hören, war es für mich auch sehr interessant, jeweils zu lesen, wie es zum einen oder anderen Song kam. Er beschreibt auch sonst, wie es für ihn ist, Musik zu machen, aufzutreten und das fand ich persönlich auch sehr spannend. "Ich musste ein Lied nur einmal hören und konnte es am Klavier mehr oder weniger perfekt nachspielen." S.25 Während des Leses musste ich oft lachen, zum Beispiel, wenn Elton eines seiner eher aussergewöhnlichen Outfits beschrieb oder wenn er sich sonst irgendwie selbst auf die Schippe nahm. Obwohl ich das am Anfang nicht gedacht hätte, konnte es dieses Buch für mich sogar mit dem Film aufnehmen. Ich habe vieles über den Menschen hinter dem Namen Sir Elton John erfahren und bin in vieler Hinsicht beeindruckt (schon nur als ich gemerkt habe, wen er so alles zu seinem Freundeskreis zählen kann). "Zu meiner Version eines zwangslosen Aufzugs für einen kleinen Einkaufsbummel in einem Vorort in Surrey gehörten also ein grell-oranger Pelzmantel und ein Paar zwanzig Zentimeter hohe Plateaustiefel." S.130 Fazit Ich hatte keine grossen Erwartungen an dieses Buch und doch fand ich es genial! Sir Elton John ist mir, auch wenn ich ihn nicht persönlich kenne, durch dieses Buch sehr sympathisch geworden und ich kann ihn für vieles, was er getan hat und immer noch tut, nur bewundern. Ich kann ihm und seiner Familie nur noch viel Glück für die noch kommenden Jahre wünschen. Das Buch bekommt von mir: 5/5 🌟

Ein Rendezvous mit Elton John

Von: alwaysbelieveinbooks Datum: 27. January 2020

Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar! Über das Buch: Autor: Elton John Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2019 Verlag: Heyne Verlag Seiten: 496 ISBN:978-3453202924 Preis: 26,00€ (gebunden) Meine Meinung: Ich bin wirklich ein großer Fan von Elton Johns Musik! Jedes Jahr im Sommer auf dem Weg zu unserem Alljahres-Reiseziel Kroation hörten wir mit heruntergelassener Scheibe die Best-of-Elton-John Hits und gröhlten mit! Wenn ich einen seiner Songs höre kommt genau dieses Gefühl wieder hoch. Umso gespannter war ich endlich mal die Person hinter der Musik kennen zu lernen. Ich wurde nicht enttäuscht. Die Autobiographie ist in einzelne Kapitel unterteilt und lässt sich wie ein Roman lesen. Es macht Spaß und die Ich-Perspektive beschönigt nichts und lässt einen tief in Eltons Gefühlswelt blicken. Ich fand es sehr unterhaltsam, spannend, teilweise traurig und tiefsinnig seine Geschichte zu erfahren aus Sicht von ihm selbst. Viele Dinge wusste ich noch nicht und ich bin froh ihn jetzt besser kennengelernt zu haben. Als hätte ich mit ihm ein Tässchen Tee getrunken und er hätte mir nebenbei was aus seiner Vergangenheit erzählt. Ein Muss für alle Elton Fans und die die es noch werden wollen! 5/5 Sterne

Eine famose Autobiografie - schonungslos, ehrlich und total interessant

Von: Buch und Ton Datum: 24. December 2019

Mit „Ich: Elton John“ veröffentlicht die britische Musikikone, Sir Elton John, erstmals seine Lebensgeschichte – für alle seine Fans und die Musikliebhabenden dieser Welt. Und dabei geht er auf sämtliche Phasen seines Lebens ein, schonungslos, authentisch und damit auch gegenüber sich selbst ausnahmslos ehrlich. „Ich: Elton John“ erscheint zu einem Zeitpunkt, zu dem Reginald Kenneth Dwight, so Elton John bürgerlicher Name, seinen Abgang von der musikalischen Bühne nach über 50 Jahren angekündigt hat. Und so ist diese Autobiografie dann auch eine Art Abschluss des öffentlichen Lebens des großartigen Künstlers, der mit über 450 Millionen verkauften Tonträgern zu den größten und erfolgreichsten Musikern aller Zeiten zählt. Das Buch ist stets aus der Sicht von Elton John erzählt und der Brite hat deshalb auch die „Ich“-Form zum Erzählen seiner eigenen Geschichte gewählt. Stets mit Ehrlichkeit, Humor und einer gewissen, an manchen Stellen, durchaus bissigen Selbstironie nimmt der Brite den Leser mit auf eine unglaublich spannende Reise – die Reise durch das Leben des Mannes, der Elton John war und ist. In den mittlerweile gut 70 Jahren, auf die diese Biographie zurückblickt ist verdammt viel passiert und der Mantel der Geschehnisse kleidet positive ebenso wie negative Erlebnisse. Und so schreibt EltonJohn von Höhen und Tiefen, von seiner Ernennung zum Sir und vom Tod seiner geliebten Freundin, Prinzessin Diana. Er beschreibt sein Verhältnis zu seinen Mitmenschen, beruflich und privat und führt den Leser immer wieder zurück zu der Erkenntnis, dass er sich selbst immer nur als einer unter vielen und vor allem als ein ganz normaler Mensch gesehen hat. Und dieser Mensch hat(te), wie alle anderen Menschen ebenfalls, auch seine Schwächen. So blickt Elton John auf seine Alkohol- Fress- und Drogensucht zurück, beschreibt sein ausschweifendes Leben und kehrt aber ebenso bei den traurigen Momenten und den damit verbunden schweren Zeiten seines Lebens ein. So ist es kein Wunder, dass sich „Ich: Elton John“ nicht nur aufgrund des gelungenen Schreibstils und der damit verbundenen sehr guten deutschen Übersetzung flüssig, interessant und stets kurzweilig liest. Dieses Buch ist eine gelungene Hommage an den Musiker und Autoren Elton John selbst und jeder, der die Musik der letzten 50 Jahre liebt, kommt an dieser famosen Autobiografie nicht vorbei.

Ich Elton John

Von: Rocket Queen Datum: 13. December 2019

Reginald Kenneth „Reggie“ Dwight  wohl allen besser bekannt als Sir Elton Hercules John, erblickte am 25. März 1947 in Pinner, Middlesex das Licht der Welt. Seine Karriere startete er in 1969 - er ist einer der erfolgreichsten Solo-Künstler der Welt. Mit seinem Song-Writing Kollegin Bernie schrieb er die erfolgreichsten Songs der Musikgeschichte u. a. "Rocket Man" (2019 kam Rocketman als Film raus) "Goodby Yellow Brick Road". In 2016 jährte sich das 50-jährige Jubiläum seiner Songwriter-Partnerschaft mit Bernie Taupin. Dies hier nannte Elton John sein erstes aber auch einziges Buch. Dann wollen wir jetzt mal das Geheimnis lüften und schauen wie das Buch aufgebaut ist und was es spannendes enthält: Alles "Drama" Baby! Elton schreibt in seinem Buch über die Anfänge Anfang der 70-er Jahre, über die erste Ablehnung seiner und Bernies Songs, über seinen Drogenentzug sowie über große Freundschaften mit den ganz Großen im Musik-Biz. Ebenso ist von Selbstmord-Versuchen die Rede. Aktuell kam 2018/2019 der Film ROCKETMAN raus und desweiteren gab/gibt Elton John seinen Abschied aus dem Musik-Biz bekannt. Fazit: Ihr könnt kein spannenderes Buch über einen Weltstar lesen wie über Elton John. Klare Kaufempfehlung. Das Buch ist schön bebildert und am Ende gibt es einige Übersichten über: Wichtige Ereignisse, Personenregister, Sachregister, Alben, Songs/Singles und den Bildnachweis.

Interessante Einblicke in ein Musikerleben

Von: Buch SUCHT Blog Datum: 06. December 2019

Wenn es jemanden gibt, der den Ehrentitel „Paradiesvogel“ wirklich redlich verdient hat, dann Reginald Kenneth Dwight, der Mann, der als Elton John eine beispiellose Karriere gemacht hat. Nun, nach mehr als 50 Jahren im Showbusiness hat der Rockstar Bilanz gezogen und seine Autobiographie „Ich“ veröffentlicht. Doch wie spannend kann ein Buch über einen Menschen sein, dessen Leben ohnehin schon ständig im Rampenlicht stattgefunden hat, der Mittelpunkt von Dokumentar- und Kinofilmen war? Nachdem ich das Buch gelesen, nein, geradezu verschlungen habe, kann es für mich nur eine Antwort geben: sehr spannend. Und ausgesprochen unterhaltsam. Denn Elton John mag nicht der weltbeste Autor sein, er ist aber ein großartiger Geschichtenerzähler, der sich selbst und sein verrücktes Leben in der Rückschau erfrischend selbstironisch kommentiert. Dabei schafft er es allerdings auch, an den richtigen Stellen eine Ernsthaftigkeit an den Tag zu legen, die klar macht, dass sein Leben nicht nur eine einzige große Party war. Elton John überzeugt in seiner Biographie dadurch, dass er nichts beschönigt, dabei aber auch nicht überdramatisiert. Er schlägt einen Bogen von seiner Kindheit im Nachkriegsengland der 50er Jahre bis in die Gegenwart, wobei der Schwerpunkt naturgemäß in der Zeit seines Karrierebeginns in den 70er Jahren bis zum Ende seiner Abschiedstour 2018 liegt. Er mischt Anekdoten, Beschreibungen von Konzerten, Begegnungen mit seinen Mitmenschen und spart auch seine Drogenexzesse nicht aus. Dabei stellt er eines unmissverständlich klar: er ist kein Opfer des Musikbusiness, er selbst ist für seine diversen Suchtprobleme verantwortlich. Und dabei ist er teilweise schon schmerzhaft ehrlich, er verharmlost nicht, er beschönigt nicht und er versucht nicht, sich selbst in einem besseren Licht dazustellen. So schreibt er über einen Drogenzusammenbruch Anfang der 90er Jahre: „Ich versteckte mich zwei Wochen allein im Schlafzimmer, nahm Kokain und trank Whisky. Wenn ich zwischendurch überhaupt etwas aß, spuckte ich es gleich wieder aus. Ich blieb tagelang wach, guckte Pornos, nahm Drogen. Ich ging nicht ans Telefon, Ich ging nicht an die Tür. Wenn es klopfte, saß ich stundenlang in völliger Stille da, starr vor Paranoia und Furcht, zu ängstlich, um mich zu bewegen, weil sie ja immer noch da draußen sein und mich ausspionieren konnten.“ Das hat nichts von der Rockmusikerromantik, die den Lesern oft verkauft wird. Bemerkenswert dabei ist allerdings, dass Elton John dabei nie die Schuld bei anderen sucht. Er wäscht auch keine schmutzige Wäsche. Über seine zeitweiligen Weggefährten verliert er nie ein böses Wort, auch wenn sie ihn enttäuscht oder ihm übel mitgespielt haben. Selbst seine Eltern, zu denen er ein durchaus ambivalentes Verhältnis hatte, beschreibt er ohne Wut und Verbitterung. Einen großen Raum im zweiten Teil des Buches nehmen die zahlreichen Wohltätigkeitsprojekte ein, für die er sich vor allem nach seinem Drogenentzug engagiert hat. Hier spürt man das Feuer, das heute immer noch heiß in ihm brennt, die Leidenschaft für sein Engagement. Dabei war es natürlich auch hier kein einfacher Weg, den sich er Sänger ausgewählt hat. Er beschreibt, wie er zahlreiche Freunde in- und außerhalb der Musikszene an Drogen und Aids verloren hat. Besonders der Tod von Ryan White, einem High-School-Schüler, der sich bei einer Bluttransfusion mit HIV infizierte und sich danach im Kampf gegen Aids engagierte, war eine Art „Erweckungserlebnis“ für John, der zu der Zeit der größte offen schwule Musikstar war und dessen Stiftung mittlerweile mehr als 450 Millionen US-$ für den Kampf gegen Aids gesammelt hat. Insgesamt erfährt man in „Ich“ kaum Neues über die beispiellose Karriere des Musikers, dafür umso mehr über den Menschen Elton John. Dabei legt er einen angenehm leichten Ton an den Tag, ohne Gehässigkeiten oder böse Worte. So wird die Biographie zu einer äußerst unterhaltsamen Zeitreise durch 50 Jahre Rock- und auch Zeitgeschichte, die Elton Johns Lebensgeschichte mit allen Höhen und Tiefen, allen Siegen und Niederlagen wiedergibt.

Wisst ihr, es geht mir wirklich nicht besonders gut, ich brauche ein bisschen Liebe.

Von: litterarumnebula Datum: 04. December 2019

Wenn auch Jahre zu spät hat Elton Hercules John es endlich geschafft diesen Satz an die Außenwelt zu tragen. In seiner Autobiographie berichtet er über seinen musikalischen Aufstieg. Und die Drogen. Selbstmordversuche. Sexualität, die Liebe und ihre Tücken. Aber auch Freundschaft und wie es überhaupt zu all dem kam. Wie viele Zufälle ihn aus Pinner, Middlesex, Greater London, England holten und ihm das Leben bescherten, dass es nunmal führte. Die letzten 2 Tage habe ich mich nun durch ICH gelesen. Als ich damit anfing hatte ich mit mehr Schönrederei gerechnet. Und weniger Ehrlichkeit. Aber Elton John ist sich über seine eigene Dickköpfigkeit bewusst und gibt offen zu, dass er es sich selbst oft schwerer gemacht hat als nötig. Auch wenn ich teilweise das Gefühl hatte mit Songtiteln, Alben und Sängern geradezu tot geschmissen zu werden und den Überblick zeitweise völlig verloren habe, war es dennoch einfach zu lesen, der Schreibstil wirkte sehr flüssig und angenehm, gar nicht abgehoben und sehr ehrlich.

"The Bitch is back"

Von: Ro_Ke Datum: 30. November 2019

„Das Grossartige am Rock‘n Roll ist, dass jemand wie ich ein Star sein kann“ Elton John zählt ganz sicher zu den größten und gleichzeitig schillerndsten Künstlern seiner Zeit und nachdem mich bereits das Biopic „Rocketman“ begeistern konnte, wollte ich mehr über ihn erfahren. Ich habe mich daher sehr über seine kürzlich erschienene Autobiographie gefreut, deren Covergestaltung ich als sehr gelungene Leseeinladung empfinde. Die vielen Anekdoten/Schlaglichter aus seinem Leben, von denen er auf eine sehr persönliche und überraschend intime Art und Weise berichtet - so als würde er seine Worte an einen engen Freund richten - sorgen zwischendurch immer mal für humorvolle Momente, wenn er beispielsweise mit „spitzer Zunge“ kleine Seitenhiebe an Kollegen verteilt oder seine herrschsüchtige Mutter portraitiert, aber es überwiegen die sehr berührenden Lebensabschnitte, in denen er von seiner Sucht oder auch den vielen traurigen Abschieden von geliebten Menschen berichtet. Hier hat mich ganz besonders seine Einstellung zum Tode von Lady Diana und den dadurch entstandenen riesigen Charterfolg von „Candle in the wind“ überrascht und beeindruckt. Natürlich ist auch seine Homosexualität ein begleitendes und vielschichtig dargestelltes Thema, beginnend bei seinem späten Outing bis hin zu seiner Ehe mit David Furnish, mit dem er mittlerweile zwei gemeinsame Söhne großzieht. All dies sorgt während des Lesens natürlich für eine starke emotionale Verbindung und ich habe das Gefühl vermittelt bekommen, den „nackten“ Menschen hinter Kostüm und Maskerade kennenlernen zu dürfen. Fazit: Das bewegende und schillernde Leben Elton Johns wird von ihm ungefiltert portraitiert und sorgt für eine intime Nähe. Stark!

So eine faszinierende Biografie

Von: Resireads Datum: 27. November 2019

Nachdem dieses Jahr bereits der Film Rocket Man erschienen ist, kam jetzt noch seine Autobiografie. Wer denkt, dass das Buch nichts mehr zu bieten hat täuscht sich gewaltig. Als allererstes fällt natülich das Cover ins Auge. Es ist alles bis auf Eltons Brille in Schwarzweiß gehalten. Die Brille schimmert jedoch in allen Regenbogenfarben. Ich finde das Cover passt sehr gut zum Buch und es gefällt mir sehr gut. Auch wenn man den Schutzumschlägt löst, befindet sich kein rein weißes Buch darunter. Stattdessen muss man es nur ins Licht halten um zu merken, dass es silbern schimmert. Der erste Eindruck kann eben täuschen. Sowie bei Elton auch. Das Buch ansich ist in mehrere Kapitel unterteilt . Dieses sind meist recht ausführlich. Außerdem sind 3 Zwischenteile mit Bildern enthalten. Dabei fand ich sehr schön, wie man kurz davor darüber gelesen hat und dann auch noch Fotos dazu sehen konnte. Das hat das Buch nochmal besser abgerundet. Das Buch hat mich auf so vielen verschiedenen Ebenen überrascht. Zum einen der Schreibstil. Ich hätte nie erwartet, dass sich ein fast 500 Seiten langes biographisches Buch so angenehm lesen lässt. Es ist sehr kurzweilig und oft recht spannend. Man kann super gut zwei oder drei Kapitel nacheinander lesen ohne überfordert zu sein. Teilweise war ich so in die Geschichte vertieft, dass ich das Gefühl hatte, das Elton John ein langjähriger Freund von mir wäre, der gemeinsam mit mir in Erinnerungen schwelgt. Zum anderen wäre da auch noch die offene Erzählhaltung. Es wurde nichts beschönigt oder weggelassen. Wir verfolgen Elton Johns Leben mitsamt seinen Höhen und Tiefen. Was anderen Leuten vielleicht peinlich wäre, wird hier nicht verschwiegen. Egal ob es um Drogen, Homosexualität, sein Kindheit oder andere Fehltritte geht. Elton John verschweigt es uns nicht. Es ist wahrlich beeindruckend wie offen er seine Geschichte erzählt. Ein weiterer spannender Punkt sind die zahlreichen Freundschaften mit anderen Musikern. Wir treffen John Lennon, Ringo Star, Rod Stewart und viele andere. Während Elton zu Beginn noch erfurchtsvoll seinen Helden aus der Musikszene begegnet, legt er relativ schnell seine Schüchternheit ab und befreundet sich mit vielen von ihnen. Generell folgen wir seinem Leben relativ chronologisch aus der Ich-Perspektive. Manchmal gibt es bereits Ausblicke in die Zukunft. Aber auf diese wird dann zum zeitlich korrekten Punkt auch nochmal darauf eingegangen. Wir verfolgen seine Kindheit, seine ersten Erfolge und auch seine Misserfolge in der Musikszene. Besonders spannend hierbei fand ich, wie ausführlich einige Szenen beschrieben sind. Über seinen genauen Werdegang möchte ich hierbei noch nicht eingehen. Stattdessen sollte man das Buch selbst lesen. Egal ob großer Elton John Fan oder einfach nur Musikinteressiert. Dieses Buch ist ein Meisterwerk. Besonders schön fand ich es währenddessen die erwähnten Songs anzuhören. Das hatte noch etwas ganz besonderes. Empfehlung: Diese Biografie hat mich so beeindruckt, wie noch keine zuvor. Ich kann sie nur jedem ans Herz legen, der schon immer mal mehr über den schillernden Popstar Elton John wissen wollte. Auf keinen Fall sollte man sich von der Länge des Buches abschrecken lassen, denn man kann wunderbar jeden Tag ein paar Kapitel lesen und dann erstmal die Eindrücke verarbeiten. Ich gebe dem Buch 5/5 Sterne und freue mich schon sehr den Künstler nächstes Jahr live zu sehen !

Intime Einblicke in sieben Jahrzehnte voller Höhen und Tiefen

Von: sommerlese Datum: 23. November 2019

Die Autobiografie "Ich: Elton John" wurde in einer Übersetzung von Harriet Fricke, Stephan Glietsch und Torsten Groß im Oktober 2019 im Heyne Verlag veröffentlicht. Sir Elton John, geboren 1947 als Reginald Kenneth Dwight, ist mit über 450 Millionen verkauften Tonträgern einer der erfolgreichsten Musiker der Welt. Er ist Singer-Songwriter, ein begnadeter Klavierspieler und wurde als absoluter Paradiesvogel ein Liebling der Titelseiten. Seine Karriere ging über Höhen und Tiefen, seine Erfolge spielten Millionen Dollar ein und seine Bekanntschaften wechselten zwischen Musik- und Promiwelt. Seine Kindheit im Londoner Vorort Pinner wurde überschattet von der schwierigen Beziehung zu seinen Eltern. Er träumte von einer Karriere als Popstar, gemeinsam mit Partner Bernie Taupin machte er seine ersten musikalischen Erfahrungen und mit 23 Jahren hatte er seinen ersten Auftritt in den USA und wurde umjubelt, damit war er angekommen in der Musikwelt. Wie Elton John, der Paradiesvogel der Musikszene, schillert auch der Einband in bunten Farben und passt damit perfekt zu diesem Ausnahmemusiker. Diese Biografie enthüllt sehr offen, ehrlich, schonungslos gegen sich und gegen andere und nicht ohne Humor Stationen aus Elton Johns Leben. Es geht um die Namensfindung, Eindrücke seiner Kindheit, Erlebnisse in der Musikerszene, seine Drogensucht und Homosexualität, die Gründung seiner AIDS-Stifung, den Verlust von Freunden, sein Wunsch einer Vaterrolle, seine Partnerschaften und seine Auftritte und Auseinandersetzungen mit anderen Musikern. Es wird emotional, launisch, auch ein wenig exzentrisch, man verzeiht es ihm, weil man auch einen nach Liebe suchenden Menschen entdeckt, der sich für andere einsetzt. Seine Tiefpunkte verschweigt Elton John nicht, er hat manche Erfahrungen mit Kokain und Alkohol gemacht, die er anderen Menschen lieber ersparen möchte. Er berichtet auch offen von Streitigkeiten mit anderen Musikern, von Enttäuschungen und späten Einsichten. Dabei kann man dem Buch viele unterhaltsame Informationen entnehmen, den Entstehungsprozeß bestimmter Songs miterleben und die Freunde und Bekanntschaften des Musikers kennenlernen. Zahlreiche Prominente wie Rod Stewart, John Lennon, Richard Gere, Sylvester Stallone, Steve Rubell, Andy Warhol, Gianni Versace oder Lady Diana tauchen in Episoden seines Lebens auf. Das seitenstarke Buch wird anschaulich aufgelockert durch mehrere Fotostrecken auf Kunstdruckpapier. Manche Dinge werden akribisch genau beschrieben, es ist ein recht umfassender Rückblick, 70 Jahre sind schon eine lange Zeit, die bei diesem intensiv gelebten Rockstarleben auch für viele Songs, unzählige Eindrücke und extreme Höhen und Tiefen gesorgt hat. Ich kann die vielen Songs, die ich von Elton John kenne und die mich begeistert haben, gar nicht alle zählen. Er ist ein Ausnahmekünstler, ein Sänger, ein Musiker, der jahrelang im Rampenlicht stand und mit seinen schrillen Bühnenoutfits und Eskapaden für Auffallen sorgte. Scheinbar ist er jetzt im Alter von 70 Jahren endlich mit seiner Familie in einem erfüllten Leben angekommen, am Ende zählt nur die Liebe. Ein tiefer Blick hinter die schillernde Fassade des Menschen Elton John, sowohl für Fans als auch für Musikinteressierte sehr interessant, unterhaltsam und beeindruckend selbstkritisch geschrieben.

Lebensbejahend, schrill, hoffnungsvoll, sympathisch, emotional, ehrlich … eine Achterbahnfahrt, die gelesen werden muss.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten Datum: 17. November 2019

Eine lebende Legende erzählt aus seinem bewegenden, nicht immer nur schillernden Leben. . Ich war natürlich gespannt, was diese Autobiografie zu sagen hatte, vor allem, nachdem ich den wunderbaren Film „Rocketman“ gesehen und dadurch ein vollkommen neues Bild des exzentrischen Sängers erhalten habe. ich war von dem Film regelrecht begeistert und beeindruckt, aber was Elton John mit seiner Autobiografie abgeliefert hat, übertraf all meine Erwartungen um ein Vielfaches (und ich habe nach dem Film hohe Erwartungen gehabt). Es ist wirklich äußerst beeindruckend, wie offen Elton John aus seinem Leben erzählt. Von seinen Ängsten und Hoffnungen. Von seiner Suche nach Liebe und Glück, aber auch seinem ausschweifenden Leben inmitten von Alkohol und Drogen. Ich kann gar nicht oft genug wiederholen, wie sehr mich diese Offenheit beeindruckt, mit der der Musiker sein Leben erzählt. Da wird kein Blatt vor den Mund genommen, wenn es um seine Drogenexzesse und seine Homosexualität geht. Interessanterweise ist dieses Leben auf eine gewisse Art und Weise „normal“, auf der anderen Seite so unglaublich, emotional und nahezu episch, wenn man nach den letzten Seiten das Buch zuschlägt. Elton John wird einem durch diese Biografie sehr sympathisch und man möchte ihn am liebsten persönlich kennenlernen und erst einmal in den Arm nehmen. Ich kann nur meinen virtuellen Hut ziehen vor diesem Rückblick auf ein Leben, in dem es um Mut, Rückhalt und vor allem auch Selbstbewusstsein geht. Auch wenn Elton John immer wieder betont, er hätte in gewissen Dingen kein Selbstbewusstsein, so zeigt „Ich“, dass er sehr wohl immer wieder die Kraft fand, sein Leben so zu gestalten, wie er es möchte. An vielen Stellen äußerst humorvoll, werden Anekdoten erzählt, bei denen man gerne dabei gewesen wäre. Aber auch dramatische Selbstmordversuche werden nicht unter den Teppich gekehrt und im Nachhinein auch mit einer gewissen Selbstironie beschrieben. Seine sexuelle Entwicklung, die auch die Suche nach weiblicher Liebe beinhaltet, wird sehr glaubwürdig mit all den Sehnsüchten und Zweifel beschrieben, so dass man in Elton John einen sehr sympathischen und auch empathischen Menschen sieht. Plötzlich erkennt man in seiner Musik ganz andere Perspektiven als beim oberflächlichen Zuhören. Elton John besteht nämlich nicht nur aus seinen weltweiten Hits, sondern kann weitaus mehr vorweisen als nur Balladen. Es liest sich fast wie ein „Who is who“, wenn man die Musiker und Künstler in diesem Buch entdeckt, mit denen Elton John zu tun hatte. Mit dem einen mehr, mit dem anderen weniger. Oft entstanden aber wunderbare Freundschaften, die über Jahre hinweg andauerten und besonders die Beziehung zu Rod Stewart sorgt in dieser Biografie für so manch ein Grinsen während des Lesens. Elton John steht immer zu seinem Leben, egal was er gemacht hat, egal ob positiv oder negativ. An manchen Stellen verlor ich mich während des Lesens richtiggehend in seiner Geschichte und hatte den Eindruck, er säße mir gegenüber und erzählt mir mit einem Glas Bier in der Hand seine Lebensgeschichte. „Ich“ ist eine der wenigen Autobiografien, die ich sofort wieder lesen könnte, so perfekt hat sich mich unterhalten und emotional auch getroffen. Es ist eine ehrliche und ungefälschte Lebensgeschichte, an der Elton John uns teilnehmen lässt. Und am Ende, wenn er im Epilog noch einmal über die Zukunft seines Lebens nachdenkt, fühlt man sich direkt angesprochen. Ich bin wirklich schwer begeistert. Es ist vor allem unglaublich faszinierend, in welcher Rekordzeit man die 500 Seiten „inhaliert“. . Fazit: Lebensbejahend, schrill, hoffnungsvoll, sympathisch, emotional, ehrlich … eine Achterbahnfahrt, die gelesen werden muss. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

Der schrille Brille Straßenbahnmann mit Glitzer

Von: Thursdaynext Datum: 08. November 2019

Coole kreative Outfits, abgefahrene Brillen und viele Schmusesong, unter denen ab und an ein Knaller ist, mehr wusste ich nicht über Elton John. Ich mag seine Stimme und stehe auf Piano. Seine Platten oder CDs sind nicht in meiner Sammlung außer der schäbigen Duettsammlung (shame on me;) )mit dem wunderbaren Duett „Dont‘ let the sun go down on me“ – von dem er überzeugt war, er wäre so „grottenschlecht“, dass er ihn niemals veröffentlicht – das er zusammen mit George Michael singt, wobei Mr. E. John Herrn Michael stimmlich sehr blass aussehen ließ. Elton John war eben immer da, wie das Wetter, mal hier ein Song im Radio,, mal in der Kneipe was, damit hatte es sich für mich. Dann kam der Film Rocket Man und WOW, Edgy aka Taron Egerton aus den „Kingsmen“ kann singen, und das so gut, dass er Elton John Songs keinen Schaden zufügt, im Gegenteil! Der Film war gut. Machte neugierig, ergo musste die Biographie her. Und die hat es in sich. Anfangs, Eltons sehr unerfreuliche Kindheit wird getreu wiedergegeben, dachte ich, das Buch wäre nur ein fader, weil stimm- und bildloser Abklatsch des Films, doch es ist mehr. Es ist die Stimme eines außergewöhnlichen Hedonisten. Eines gereiften Hedonisten mit einer erklecklichen Prise britischen Humors, der wunderbaren Fähigkeit sich selbst nicht allzu ernstzunehmen und sich selbst gegenüber gnädig zu sein (zumindest seit er von seinen diversen Süchten befreit ist), vulgär, direkt, und immer nach dem Motto: Hier stehe ich, ich will nicht anders. Das imponiert. Ein vielfältiger, interessanter Charakter ist auf den Seiten dieser Biographie zu entdecken. Launisch, kommunikativ, extrem emotional, humorvoll, liebevoll, freundlich, kitschliebend, wohltätig und mal eben in Melbourne ne alte Straßenbahn kaufend, die dann in England in seinem Garten rumsteht. Elton John ist so schillernd wie seine Bühnenoutfits, und sich von ihm seine Geschichte erzählen zu lassen eine Bereicherung. Besonders, weil er wirklich jeden kennt von John Lennon bis Keith Richards und Lady Gaga, und niemand den herrlichen Quatsch, den er mit seinem Buddy in Albernheit, Rod Steward, fabriziert, verpassen mag. Die Lebenskraft und Lust und der Mut, der ihm selbst so gar nicht bewusst zu sein scheint, ist erfrischend. Als Überlebenskünstler kann sich Elton John locker mit Keith Richards messen, zwei sehr unterschiedliche Biopgraphien die in keiner Bibliothek fehlen sollten.

Klasse geschrieben, Respekt, Sir Elton John...

Von: Patricia Nossol Datum: 07. November 2019

Mit seiner Musik bin ich aufgewachsen und wann immer seine Songs im Radio laufen, drehe ich die Lautstärke auf. Ich sehe den exzentrischen, schrill gekleideten Sänger mit der runden Brille vor mir. Es ist der Sänger, der auf Prinzessin Dianas Trauerfeier „Candle in the Wind“ singt und mir damit eine Gänsehaut beschert. Die Rede ist von Elton John, dessen Autobiografie im Oktober 2019 beim Heyne Verlag erschienen ist. Bewundernswert ist die exquisite Aufmachung des Buches, das Cover - ein echter Hingucker - eine Zierde in jedem Buchregal. Eine Inspiration zum Lesen! „Elvis Presley lernte ich durch meine Mutter kennen. Jeden Freitag nach der Arbeit holte sie ihre Lohntüte ab, hielt auf dem Heimweg bei Siever‘s, einem Elektrogeschäft, das auch Schallplatten im Angebot hatte, und kaufte sich einen neue 78er Schellackplatte.“ (Auszug aus dem Buch S.17) So beginnt die Lebensgeschichte des 1947 als Reginald Dwight geborenen Ausnahmekünstlers in einem Londoner Vorort. Sein Verhältnis zu den getrennt lebenden Eltern ist schwierig. „Und dann gab es bei uns zu Hause noch das Klavier, das meiner Großmutter gehörte. Tante Win spielte immer darauf, und irgendwann auch ich. In meiner Familie wurde gern erzählt, ich sei am Klavier ein Wunderkind gewesen.“ (Auszug aus dem Buch S.24) Der Leser begleitet den schüchternen Jungen auf seinem Weg zum Popstar. Im Alter von 23 Jahren tritt Elton John erstmals in den USA auf und seither gehört er zu den Größten der Musikwelt. Mit über siebzig Jahren blickt er nun auf seine bewegtes Leben zurück, erzählt von Höhen und Tiefen, von übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum, von Selbstmordversuchen, vom Entzug und der langen Suche nach Liebe und dem passenden Partner an seiner Seite. Elton John berichtet von den 80er Jahren, in denen sich Aids zu einer weltweiten Epidemie entwickelt. Er gründet eine AIDS-Stiftung, nachdem er mit ansehen muss, wie viele seiner Bekannten (z.B. Ryan White und Freddy Mercury), dieser schlimmen Krankheit zum Opfer fallen. Elton John ist mit vielen Stars aus dem Showbusiness befreundet, obwohl er manchmal ein ziemlicher Hitzkopf ist und zu Wutausbrüchen neigt. Aber er hat ein großes Herz. Elton Johns dramatische Lebensgeschichte fasziniert mich. Überraschend ehrlich und freizügig offenbart er aller Welt private, bisweilen bizarre Details aus seinem Leben. Mit jeder gelesenen Seite wird er mir vertrauter. Ich finde es bemerkenswert, wie er seine Fehler und Eigenheiten erkennt und zu seinen Schwächen steht. Damit wird der große Weltstar für mich greifbar, als wäre es der Nachbar von nebenan. Ich freue mich für Elton John, als er in David endlich die große Liebe findet und der Wunsch in ihnen reift, Eltern zu werden. Dass sie diesen Wunsch in die Tat umsetzen, finde ich bewundernswert. Beim Lesen habe ich das Gefühl, dass die beiden in ihrer Rolle als Eltern aufgehen. Noch ganz vertieft in die Szenerie, bemerke ich plötzlich, dass ich die knapp 500 Seiten in Rekordzeit durchgelesen habe. Dieses Buch ist spannend, mitreißend und unterhaltsam wie ein Roman. Klasse geschrieben! Leseempfehlung! Respekt, Sir Elton John! Übrigens, im Buch befindet sich auch eine kleine Fotodokumentation. Beim Heyne Verlag ist kürzlich auch ein Bildband „Elton John - Das Porträt - Fotos auf 40 Jahren“ erschienen. Bestimmt eine interessante Ergänzung zur Autobiografie.

spannende Darstellung eines aufregenden Lebens mit vielen Höhen und Tiefen

Von: Dr. Michael Lausberg Datum: 29. October 2019

Dies ist die deutschsprachige Ausgabe der Autobiografie Elton Johns, an der er dreieinhalb Jahre zusammen mit dem Musikkritiker Alexis Petridis gearbeitet hat. Darin wird sein Leben als „einzige Achterbahnfahrt“ interpretiert, locker geschriebene Anekdoten wechseln sich mit ernsten Passagen ab. Das Buch beginnt gleich mit einem schweren Einstieg. Berichte über Selbstmordversuche, Drogenabhängigkeit, Trennungen und seine Diagnose von Prostatakrebs werden schonungslos, aber ohne Selbstmitleid geschildert. Seine problematische Kindheit ist ja bereits bekannt. Der Blick in die düsteren Seiten seines Lebens und die Auseinandersetzung damit ist auch Teil der Persönlichkeit Elton Johns. Sein Verhältnis zu anderen Künstlerkollegen nimmt viel Raum in seiner Biografie ein. David Bowie habe ihn womöglich niemals leiden können, sein Temperament zeigte sich, als er in betrunkenem Zustand Orangen nach Bob Dylan warf. Freundschaften wie mit John Lennon, Freddy Mercury und George Michael und ihre Geschichten kommen auch zur Sprache. Zwischen den unzähligen Anekdoten mit Stars aus den vergangenen Jahrzehnten kommen auch seine musikalischen Erfolge und sein Werdegang vom Pianisten zu einem der erfolgreichsten Musiker aller Zeiten. Genauso wie Erfolge in den 1980er Jahren gibt es Einblicke in sein rührseliges Stück von der umgetexteten Version von Candle in the Wind, in der er den Tod von Prinzessin Diana betrauerte. Die darauf folgende Single Something About the Way You Look Tonight, auf deren B-Seite Candle in the Wind ‘97 zu finden war, wurde mit 45 Millionen verkauften Exemplaren zur erfolgreichsten aller Zeiten. Unerwartet beichtet John auch, dass es in seinem Leben eine prüde Phase gab und er am Anfang seiner Karriere unsicher, voller Selbstzweifel und Selbsthass war, was er unter seinem schrillen Auftreten und seinen glitzernden Kostümen zu verstecken versuchte. Dies und seine bleibende Rebellion waren zwar Konstanten seiner Karriere, aber es scheint auch eine andere Seite in ihm zu geben. Wenn er offen sagt, dass er seine Hände für einen Pianisten eigentlich zu kurz hält, ist dies schon ein überraschendes Statement. Aber Rock'n'Roll hat ihn ja auch schließlich zum Star gemacht. Sein Privatleben und sein manchmal „schreckliches Verhalten“ gegenüber Freunden nehmen auch einen breiten Raum ein, vor allem gegen Ende des Buches. Gereift und ein wenig überdrüssig seines Ruhms als Musikstar beschreibt er, dass er die alltäglichen Dinge in seiner Familie liebt und er sie als ruhenden Pol ansieht. All dies, was er in seinen exzentrischen Phasen und der vielen Abstürze in seinem Leben, nicht hatte. Eine neue Bodenständigkeit, die zeigt, dass er immer wieder für Überraschungen gut ist und ein Mensch sich immer weiter entwickelt. Die Autobiografie ist eine wie erwartet spannende Darstellung eines aufregenden Lebens mit vielen Höhen und Tiefen. In aller Offenheit berichtet er von Abstürzen, Depressionen, die Bewältigung von Krisen und seinen Fehlern gegenüber Mitmenschen, aber auch von Höhepunkten und Glücksmomenten. Seine Musik rückt da ein wenig in den Hintergrund, was aber nicht schlimm ist, da sein Karriereweg ohnehin bekannt sein dürfte.