Emily Gunnis

Das Haus der Verlassenen

Das Haus der Verlassenen Blick ins Buch

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Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ...

Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte.

Spannung pur

Von: Pommer Datum: 17. July 2019

Spannend mit überraschenden Wendungen

Emotionales Buch über die Greultaten in Mutter-Kind-Heimen

Von: FrauWunderinPerson Datum: 13. July 2019

Wow! Ein emotionales und zugleich spannendes Buch über den Umgang mit jungen Frauen, die eine widrige Zeit in von Nonnen geführten Heimen verbringen mussten. Dieser Roman beruht auf tlw. wahren Begebenheiten. In den 1960ern gab es zahlreiche Mutter-Kind-Heime in Irland und in Großbritannien in dem sich Abscheuliches abgespielt hat. Am Beispiel von Ivy werden die Greultaten, Lebensumstände und der Schmerz der werdenden Mütter beschrieben. In diesem Buch begleiten wir nicht nur Ivy, sondern auch Sam, die die Geheimnisse rund um das St. Magrets aufspüren möchte! Hierbei werden die Fäden der Vergangenheit mit den aktuellen verknüpft, was das Buch zu einem spannenden Leseerlebnis macht. Ein durchweg spannendes und aufrüttelndes Buch, welches ich kaum aus der Hand lesen konnte. Absolut lesenswert.

Wahr oder Fiktiv?

Von: Lesemama Datum: 09. July 2019

Bewertet mit 4.5 Sternen Zum Buch: Sam ist eine alleinerziehende Journalistin, die bei ihrer Großmutter lebt. Als sie spät in der Nacht an Nanas Geburtstag zurückkommt, las ihre Nana einen Brief aus dem Jahr 1956. Dieser Brief ist von der minderjährigen Ivy an ihren Liebsten geschrieben, mit der Erkenntnis, das sie ein Kind erwartet. In den fünfziger und sechziger Jahren war es noch üblich ledige Mütter in sogenannte Mutter-Kind-Heime zu geben. Nach und nach deckt Sam die Ereignisse von Ivy und ihrem Baby auf ... Meine Meinung: Eine Geschichte die unter die Haut geht. Ich wusste nicht, oder wollte es nicht wissen, was in Großbritannien für schreckliche Verhältnisse für ledige Mütter herrschten. Alles im Namen Gottes und der katholischen Kirche. Emily Gunnis ist es gelungen, diese Ereignisse in einen packenden, spannenden Roman zu verarbeiten, der mich tatsächlich von Beginn an Fesseln konnte. Ich lese selten Krimis und hatte auch nach dem Klappentext nicht wirklich auf dem Schirm, dass es sich hier um einen handelt. Aber dieser Krimi war es wert, dass ich ihn las. Ich fand es unfassbar, wie die Geschichte nach und nach aufgedeckt wurde, ich hatte schreckliches Mitleid mit den Müttern und auch mit den Babys. An manchen Stellen war es vielleicht ein wenig vorhersehbar, aber das gehört dazu, und manche Stellen waren, meiner Meinung nach, unnötig, aber dennoch lesenwert. Ich kann Das Haus der Verlassenen für jeden der gerne spannende Romane liest nur empfehlen, aber auch Geschichtlich ist dieses Buch ein Erfolg. Mich hat es jedenfalls sehr gut unterhalten.

Eine eindrucksvolle Geschichte

Von: Baroness Datum: 06. July 2019

„Vorsicht Spoiler!“ Ivy ist verliebt. Aus dieser Liebe geht ein Kind hervor, nur dass es der Vater niemals kennenlernt. Ivy wird von ihrer Mutter und Stiefvater in ein Heim für ledige Mütter gesteckt. Es wird von Nonnen dominiert, die den Müttern alles abverlangen, sogar ihr Kind. Die Mütter müssen hart arbeiten, außerdem müssen sie für ihr Vergehen Buße tun, denn die Frauen sind alle nicht verheiratet. Ivy ist unglücklich und hofft immer noch, dass der werdende Vater sie aus dem Heim holt. Sie schreibt ihm im geheimen Briefe. Dann lernt sie ein kleines Mädchen kennen, das auch in diesem Heim lebt. Ivy versucht dieses kleine Mädchen zu beschützen, aber die Nonnen wollen ein Geheimnis bewahren und dieses Mädchen weiß mehr, als gut für sie ist. Viele Jahre später findet Sam Briefe einer jungen Frau. Damit wird ihr Instinkt geweckt für eine gute Story. Die Journalistin beginnt nachzuforschen. Die Zeit drängt, denn das Grundstück ist verkauft und das Haus soll abgerissen werden. Sam rechnet nicht damit, dass die Geheimnisse auch ihre Familie betreffen. Das ist die Kurzfassung, denn ich möchte nicht den ganzen Inhalt verraten. Meine Meinung: Ich kann nur sagen, lest das Buch, es verlohnt sich. Der Titel ist ebenso treffend, wie das Cover des Buches. Die Geschichte hat Tiefgang, ist einprägsam und hat eine eindrucksvolle Handlung. Es gibt zwei Zeitebenen, die sich auf beeindruckender Weise verbinden. Das Geschehen ist in Kapitel angelegt, die mit entsprechendem Zeitvermerk versehen sind. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und ist dramatisch bis zum Schluss. Sie fesselt den Leser, den man möchte, den Verlauf am Liebsten beeinflussen, damit nichts Trauriges mehr kommt. Es sind die aufwühlenden Briefe, die in einer anderen Schriftform vorhanden sind, die den Leser erschüttern. Anschaulich und authentisch ist die Darstellung des Umfeldes, egal welcher Epoche. Man kann sich in das Milieu hineinversetzen, ebenso sind die Protagonisten überzeugend. Man spürt den Druck, ebenso die Traurigkeit. Es nimmt einem mit, beim Lesen. Gerade die Heftigkeit der Beeinflussung durch die Nonnen, die Zwangslage der Frauen, der Druck und Zwang durch die Kirche und anderer Stellen. Außerdem fühlte ich mich traurig, denn die Frauen hatten damals keine Chance auf ein glückliches Leben. Überrascht hat mich die Wendung, die die Geschichte nimmt. Also mich hat das Buch überzeugt, denn ich konnte nicht aufhören mit lesen. Eine kreative Geschichte, die mit einem gelungenen Werdegang überzeugt. Sie ist zeitweise bedrückend, gleichwohl dramatisch und äußerst berührend. Fazit: Die Autorin hat hervorragend historische Hintergründe verarbeitet, sie zu einer ergreifenden Erzählung verwandelt und mit glaubhaften Charakteren besetzt. Ich kann das Buch nur empfehlen zu lesen – grandios!

Sehr gut

Von: Nicole Globke Datum: 05. July 2019

Das Buch ist in verschiedenen Sichtweisen geschrieben. Also mehrere Personen erzählen. Es ist sehr spannend und emotional gehalten. Da ich nicht spoiler, erzähle ich hier nichts von der Geschichte selbst. Nur dass sie sehr interessant ist. Gegenwart und Vergangenheit treffen aufeinander.

Spannend, tragisch, emotionsgeladen

Von: vielleser18 Datum: 05. July 2019

Eine Geschichte, die man nicht so schnell vergisst. Ein Roman, der berührt, weil man weiß, die Geschichte ist zwar fiktiv, aber die Leiden, die geschildert worden sind, haben andere junge Frauen zur damaligen Zeit in so manch einem Mütterheim erleiden müssen. 1956 wird die junge, unverheiratete und schwangere Ivy in ein Mütter-Heim gesteckt, wo sie unter härtesten Bedingungen arbeiten und leben muss, auch nach der Geburt ihrer Tochter. 2017 fallen der Journalisten Sam erschütternde Briefe von Ivy in die Hände. Sie macht sich auf der Suche nach der Wahrheit um mehr über Ivy herauszufinden. Über ihr Leben, ihre Tochter, aber auch über ihren Tod, über die unmenschlichen Zustände in dem Heim. Dabei stößt sie auf so manchen Todesfall, der aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet, anscheinend doch nicht natürlich war. Was oder vielmehr wer steckt dahinter? Emily Gunnis kann sehr fesselnd erzählen. Trotz aller Schwere, trotz aller Trauer, die man beim Lesen empfindet, kann man sich dem Sog des mehr Erfahren-Wollens nicht entziehen, man kann das Buch schwer aus der Hand legen. Abwechselnde Zeitpersepektiven, ein von Anfang an im Dunkeln tappen, das erst nach und nach offenbaren vom Geschehen in der Vergangenheit, fesseln. Die Geschichte berührt, aber vor allem man kann sich die Zustände, die damals geherrscht haben, kaum vorstellen, dabei sind seit dieser Zeit erst 60 Jahre vergangen. Daher ist es wichtig, dass man durch solche Romane darauf aufmerksam macht, dass so eine Zeit nicht vergessen wird. Ein Roman der unter die Haut geht und berührt. Eine tragische Geschichte, spannend und abwechslungsreich geschrieben Volle Leseempfehlung !

Ein Roman über gefallene Mädchen

Von: hereIam-Andrea Datum: 02. July 2019

Das Haus der Verlassenen Wir schreiben das Jahr 1956. Ein junges Mädchen Ivy macht sich mit einem Koffer auf den Weg zum Mutter Kind Heim St. Margret. Die „Zuflucht“ für ledige, werdende Mütter, die nicht von ihren Familien unterstützt werden. Geführt wird das Haus von Nonnen, die weder das Wohl der jungen Frauen noch das Wohl deren Kinder im Auge haben. Ein Leben voller Grausamkeiten erwartet die Ausgegrenzten hinter den dunklen Mauern des düsteren Gebäudes. Nicht wird nach dem Leben dort sein, wie es vorher gewesen war. Und für viele ist der Weg zu St. Margret ein Weg ohne Widerkehr. Ich habe einen Moment gezögert, ob ich die Geschichte in dem Roman von Emily Gunnis würde ertragen können. Denn ich glaube, dass es in der Realität vor nicht ganz so langer Zeit viele ähnliche Geschichten gegeben hat. Geschichten von jungen Mädchen, die als einzige dafür bestraft werden, dass sie jung und verliebt waren. Die jungen (oder älteren) Männer hat es ja nicht getroffen. Letztlich reizte mich aber der Buchklappentext und ich habe mich dazu entschieden, die Geschichte von Ivy zu lesen. Während ihres Aufenthaltes hinter den düsteren Klostermauern schreibt die junge werdende Mutter verzweifelte Briefe an den Vater des ungeborenen Kindes. Darin beschreibt sie ihr Leben im Kloster und die Schikanen, denen die Frauen dort ausgesetzt sind. Rund 60 Jahre später findet die Journalistin Sam diese Briefe, die sich nun im Besitz ihrer Großmutter befinden. Entsetzt über die Zustände, unter denen die ledigen Mütter leben mussten, beginnt mit ihrer Recherche. Und stößt auf viele rätselhafte Begebenheiten, die sich bis in die Gegenwart ziehen….. Der Roman hat mich von der ersten Sekunde in seinen Bann gezogen und binnen weniger Tage hatte ich das ca. 400 Seiten starke Buch gelesen. Eine sehr spannenden Geschichte, die gut konstruiert worden ist. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, die Figuren authentisch und glaubhaft. Ich konnte mich zu jedem Zeitpunkt in die Handlung hineinversetzen. Bis zum Ende blieb das Buch für mich sehr spannend, auch wenn ich im letzten Drittel bereits wusste, welche Richtung es einschlagen würde. Die Handlung erfolgt in verschiedenen Zeitebenen, die aber absolut sinnvoll miteinander verbunden sind. Den Mittelpunkt des Buchs bildet die Grausamkeit, der die jungen Frauen ausgesetzt waren und die Auswirkungen, die erfahrene Grausamkeit auf das spätere Leben und die Psyche der leidenden Personen hatte. Denn sie mussten nicht nur hart arbeiten und menschenverachtenden Bedingungen. Letztlich wurden ihre Kinder auch zwangsadoptiert. Mehr als einmal war ich erschüttert über die Willkür, denen die Frauen ausgesetzt waren. Die Unmenschlichkeit, mit der eine Vielzahl von Personen handelte. Und letztlich die großer Anzahl derer, die einfach weggesehen haben. Weil es einfacher ist und weniger Scherereien macht. Oder für das eigene Leben schlicht angenehmer. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, damit denjenigen, die das Buch noch lesen möchten, die Spannung nicht genommen wird. Ich für meinen Teil habe das Buch regelrecht verschlungen und bin absolut begeistert von dem Werk der in England lebenden Romanautorin Emily Gunnis. Das Werk hat mich emotional sehr berührt und die temporeiche Geschichte war zu jedem Zeitpunkt des Lesens spannend und unterhaltsam. Bedrückend war der Gedanke, wie nah diese Geschichte an der Realität ist und das diese Realität noch gar nicht lange her ist. Dem Roman gebe ich 5 von 5 Sternen, denn dieses Buch ist eines der Besten, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Leider ist es auch das einzige Buch der Autorin, welches ins Deutsche übersetzt worden ist. Aber es gibt noch einen Roman in englischer Sprache und ich überlege bereits, ob ich dieses Buch in der Originalausgabe lesen soll. Oder warten, bis es hier erscheint. Von mir auf jeden Fall eine klare Leseempfehlung für den Roman „Das Haus der Verlassenen“. Zumindest für all jenen, die die Grausamkeit in der Geschichte ertragen können und spannende Bücher mögen.

Spannung und eine Menge Emotionen

Von: Lesen ist Luxus Datum: 27. June 2019

Alles beginnt mit einem Brief… Das Haus der Verlassenen beginnt mit einem Brief von Ivy an das kleine Mädchen Evelyn, in dem sie diese bittet, zu fliehen. Noch ahnt man nicht genau wovor, man spürt jedoch Ivys Verzweiflung, denn ihr Plan steht fest: sie möchte sich umbringen und durch den Trubel, der dabei entsteht, Evelyn ermöglichen zu fliehen. Sie schickt ihr den Schlüssel zu einem geheimen Gang und bittet sie, draußen in Freiheit nach Evelyns Zwillingsschwester Kitty zu suchen, von der diese bis dahin noch nicht einmal etwas wusste. Bereits dieses erste kleine Stück Text ist faszinierend, weckt Neugier und den Drang, unbedingt weiterzulesen und zu erfahren, was Ivy zu diesem Schritt getrieben hat. Und genauso geht es in dem spannenden Roman auch weiter: …der Sams Neugier weckt Im Hier und Jetzt erzählt Autorin Emily Gunnis die Geschichte von Sam, die gerade, nach der Trennung von ihrem Freund Ben, mit ihrer kleinen Tochter Emma bei ihrer Großmutter eingezogen ist. Sam geht es wie vielen Alleinerziehenden heutzutage, sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrer Arbeit und ihrem Kind, versucht alles unter einen Hut zu bringen. Ihr Ex ist dabei keine allzu große Hilfe und so kann sie sich nur auf ihre Großmutter verlassen, während sie als Reporterin für eine kleine Zeitung von ihrem Chef hin und her geschickt wird. Doch dann spielt das Schicksal ihr einen Brief in die Hände, den ihre Großmutter unachtsam liegen gelassen hat. Der Brief ist von Ivy an ihren Geliebten, Alistair geschrieben. Sie bittet und bettelt, dass er sie zu sich holen soll, denn sie ist in einem Heim für ledige Mütter gefangen, wo sie Alistairs Kind erwartet. Noch glaubt Ivy an ein Missverständnis, glaubt fest daran, dass ihr Geliebter sie zu sich holen wird und mit ihr und dem Ungeborenen eine Familie gründen wird. Ausführlich berichtet sie, wie es dazu kam, dass sie in St. Margaret’s gelandet ist. Auf Nachfrage berichtet Sams Großmutter, dass der Brief wohl in einem alten Schrank gewesen sein muss, den Sams verstorbener Großvater einst erstanden hatte. Und dort finden sich noch mehr Briefe, alle von Ivy an Alistair, einer flehentlicher als der andere – bis sie resigniert. Sam ist schwer fasziniert von dem Brief und beginnt zu recherchieren. Dabei erfährt sie, dass das Heim in nur wenigen Tagen abgerissen werden soll und sie weiß: die Zeit drängt. Entgegen aller Vernunft stürzt sie sich auf die Geschichte. Sie riskiert durch die nicht abgesprochenen journalistischen Arbeiten ihren Job, auch ihre Familie, weil sie kaum noch Zeit für Emma hat und schließlich auch ihr Leben und das ihrer Tochter; denn Sam ist keineswegs nur als Reporterin involviert, sondern viel mehr, als sie jemals ahnte. Spannung pur… Der Schreibstil von Emily Gunnis macht es einem sehr einfach, dran zu bleiben. Ich habe das Buch im Rekordtempo verschlungen und die letzten 150 Seiten in einer Nachtschicht gelesen, weil ich nicht aufhören konnte. Was sich erst nach einem Drama anhörte, entwickelt sich zu einem echten Thriller, den man kaum aus der Hand legen kann. Die Story ist gut aufgebaut, hat die richtigen Spannungselemente, die richtigen Zeit- und Personenwechsel, so dass man wirklich super mitfiebern kann. Einen kleinen Verdacht, was passiert sein könnte, hatte ich zwar schon ab etwa der Hälfte des Buches, aber die Auflösung war dann doch noch etwas anders als erwartet. Sehr realistisch und einfühlsam wird auch Sams Gefühlsleben beschrieben. Mit ihr konnte ich mich in vielen Punkten gut identifizieren, ihre Neugier, ihr Bestreben die Wahrheit zu erfahren, auch wenn ich selbst sicher nie so weit gegangen wäre wie sie. …angelehnt an wahre Begebenheiten Die Vorstellung, dass es in den 1950er Jahren noch immer solche Mutter-Kind-Heime gab, die den jungen Müttern vermittelten. dass sie eine Schande für ihre Familie seien, dass sie es nicht wert waren, geliebt zu werden, dass ihre Kinder in fremden Familien besser aufgehoben seien, ist für mich schockierend. Eine Generation, die in Jahren nicht so weit von meiner weg und gedanklich doch komplett fremd ist! Es fiel mir emotional sehr schwer zu lesen, wie mit den jungen Frauen, teilweise ja sogar noch Mädchen, umgegangen wurde, wie hart sie arbeiten mussten, wie sie misshandelt wurden. Das alles oft mit dem Wissen ihrer Familie, oder zumindest mit der Ahnung. Babys, die den Müttern direkt aus der Hand gerissen wurden, nachdem sie sie alleine zur Welt bringen mussten, und die dann zur Adoption freigegeben wurden – wenn sie Glück hatten und überlebten. Trotzdem ist das Buch nicht reißerisch geschrieben, nicht wie ein Psychothriller, der in Details beschreibt, wie Menschen gequält werden. Durch die Ich-Perspektive, in der Ivy in ihren Briefen schreibt, scheint das Ganze einen dokumentarischen Charakter zu haben, der einen zwar trifft, aber das Ganze aushalten lässt. Ihr Debütroman ist Emily Gunnis absolut gelungen und ich freue mich schon darauf, noch mehr von ihr zu lesen.

Dieses Buch kann niemanden kalt lassen!

Von: Martina - Schmökerwelten Datum: 23. June 2019

In "Das Haus der Verlassenen" greift Emily Gunnis ein Thema auf, von dem viele junge Frauen seit Ende des neunzehnten Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre betroffen waren - das Schicksal von Mädchen und ledigen jungen Frauen, die ungewollt schwanger wurden und daraufhin in Mutter-Kind-Heimen untergekommen sind, um dort ihre Kinder zu gebären. Wer glaubt, diese Einrichtungen dienten dem Wohl der werdenden Mütter und ihrer Babys, der irrt gewaltig. Schwerste körperliche Arbeit bis zur Geburt, grausamste Misshandlungen und auch psychische Gewalt waren das alltägliche Leid. Die jungen Mütter würden gezwungen, ihre Kinder zur Adoption freizugeben. Immer unter dem Deckmantel.... waren die Träger dieser Einrichtungen meist die Kirchen. Angesichts der Brutalität, die die Nonnen an den Tag legten, klingt da "Der Orden der Barmerzigen Schwestern", wie hier im Buch, wie Hohn! Emily Gunnis erzählt uns die Geschichte in mehreren Zeitebenen und in Rückblenden. Da sind einmal die erschütternden Ereignisse in St. Margaret's Ende der Fünfziger Jahre, wichtige Geschehnisse in späteren Jahren, bis hin zur Gegenwart, als die Journalistin Samantha einen alten Brief findet und mit ihren Nachforschungen beginnt. Zu Anfang ist diese ganz besondere Atmosphäre dieses Buches noch etwas zögerlich eingefangen, aber von Kapitel zu Kapitel entwickelt sich eine permanente unterschwellige Spannung und die Neugier, zu erfahren, wie die einzelnen kleinen Puzzleteilchen, die aufgedeckt werden, zusammenhängen, wird riesengroß. Dabei lässt die Autorin auch ein wenig Mystery einfließen. Bei manchen Szenen ist man sich nicht sicher ob Realität oder Schein, hinterfragt angesichts unerwarteter Todesfälle und der Art des Sterbens ob sie menschengemacht oder eine Strafe Gottes sind und ganz generell, ob so etwas wie die Hölle existent ist. Wir finden bei diesem Roman auch viele Einflüsse, die man von Psychothrillern kennt. Das ganze Buch ist EINE große Emotion, voller Tiefgang und Dramatik. Unbegreifliche, erschütternde Vorgänge gehen extrem unter die Haut, lassen einen einfach nur fassungslos und schockiert zurück und sind gleichzeitig aber auch vollkommen fesselnd. Emily Gunnis hat mich mit ihrem sehr klaren und sehr angenehmen Schreibstil, einer sehr fesselnden und emotionalen Geschichte und fantastisch gezeichneten, eindrucksvollen Figuren nahezu hundertprozentig überzeugen können! Einziger kleiner Kritikpunkt: Durch die Flut der Namen und damit einhergehend die Beziehungen der Protagonisten untereinander, habe ich mich zu Anfang ein wenig überfordert gefühlt. Da auch mehrere Generationen betroffen sind, war das manches Mal doch recht verwirrend. "Das Haus der Verlassenen" kann niemanden kalt lassen!

Schockierende Wahrheit über eine grausame Vergangenheit,Schockierende Wahrheit über eine grausame Vergangenheit der Menschengsschichte

Von: Julia's Bücherreisen ,Julia's Bücherreisen Datum: 21. June 2019

Ich danke für das Reziexemplar. Das Cover des Buches hat etwas anziehendes. Das war wohl auch der Hauptgrund wieso ich daran nicht vorbei konnte. Überraschender Weise hat mich die Story dann doch sehr gefesselt. Das Buch war eine unglaublich harte Kost vom Inhalt her. Es ist erschütternd, das es diese Dinge früher einmal wirklich gegeben hat, man kann es sich kaum vorstellen. Es war einfach grausam über das Schicksal der jungen unverheirateten Frauen zu der damaligen Zeit zu lesen. Da läuft es mir doch kalt den Rücken runter. Umso glücklicher können wir uns schätzen, das die Zeiten heute so "gut" sind. Ich würde das Buch wirklich jeden empfehlen, der gerne etwas über die Zeit um 1891-1968 lesen möchte (ungefähre Zeitangaben).

Das Haus der Verlassenen

Von: Lizzi Datum: 19. June 2019

Das äußere Erscheinungsbild des Buches ist sehr ansprechend und verspricht schon Düsternis.(Auch ohne Umschlag ist es sehr schön gemacht) So wie die Geschichte auch geschrieben ist, es geht um ein Heim für ledige Mütter das unter schrecklichen Bedingungen geführt wird. Es ist in zwei Zeitebenen geschrieben und macht das lesen spannend, ich wollte immer wissen wie es in der nächsten Zeit weitergeht so liest man schnell noch ein Kapitel und noch eins. Ich kann das Buch empfehlen, es hat spannende Wendungen und es ist ein gelungenes Werk.

Eine Geschichte, die den Leser zutiefst berührt

Von: SaBineBe Datum: 14. June 2019

1956 wird in Sussex die junge Ivy schwanger. Für die damalige Zeit ein Skandal. So wird sie dann auch von ihrer Familie verstoßen und in das St. Margarte’s Mutter-Kind-Heim der katholischen Kirche abgeschoben. Den Demütigungen und Quälereien dort ausgesetzt, sieht Ivy irgendwann nur noch die Möglichkeit des Selbstmords. Sechzig Jahre später stößt die junge Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großmutter auf Briefe, die Ivy damals an den Vater ihres Kindes gerichtet hat. Bei ihrer Suche nach den Hintergründen, die Ivy mit ihrer eigenen Familie verbinden, gerät Sam immer tiefer in die tragische und auch grausame Geschichte des ehemaligen Heimes und seiner Bewohner, in der immer wieder seltsame ungeklärte Todesfälle an die Oberfläche kommen. In ihrem Debutroman gelingt es Emily Gunnis von der ersten Seite an den Leser von ihrer Geschichte gefangen zu nehmen. Immer wieder wird sowohl die Perspektive als auch die Zeit gewechselt, ohne dass es beim Lesen zu Verwirrungen führen würde. Vielmehr hat man den Eindruck, dass diese Wechsel einfach nur logisch sind; sie müssen genauso erfolgen. Der Leser erfährt von Ivy’s Schicksal und auch von einigen der Mitbewohnerinnen in dem Mutter-Kind-Heim; allen voran Elvira, einem kleinen Mädchen, dem Ivy zur Flucht verhilft, damit sie ihre Zwillingsschwester suchen kann. Die einzelnen Personen sind so detailreich beschrieben, dass es ein Vergnügen ist, sie durch ihre Geschichte zu begleiten. Auf der anderen Seite macht dieses Buch durch seine Glaubhaftigkeit aber auch betroffen, und lässt den Leser an einigen Stellen schwer schlucken, wenn er mit den Grausamkeiten an den jungen Mädchen während ihrer Heimaufenthalte konfrontiert wird. Insgesamt ist hier ein Roman gelungen, der gekonnt Liebesgeschichte, historische Hintergründe, Krimi, Thriller und auch ein wenig Horror mit einander verknüpft. Ein überaus gelungenes Debut der Autorin, das ich bedingungslos empfehlen kann.

Sehr berührend und beeindruckend

Von: Dreams, Books & Fantasy Datum: 13. June 2019

Vielen lieben Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar, ich habe mich sehr darüber gefreut! Dieses Buch hat mich ganz in seinen Bann gezogen und seitdem nicht mehr losgelassen. Die Schicksale der Frauen in diesem Buch haben mich zutiefst berührt, auch wenn sie 'nur' an reale Begebenheiten angelehnt sind. Ich fand das Buch sehr spannend zu lesen, was auch an den vielen Perspektiven lag, aus denen die Geschichte erzählt wurde. Bis fast zum Ende wusste ich nicht genau, wer was in dem Buch tut und wie die Einzelschicksale miteinander zusammenhängen, aber auf eine positive Art und Weise. Zu keinem Zeitpunkt haben mich die vielen Perspektiven zu sehr verwirrt, sie haben mich eher noch neugieriger gemacht. Auch den Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart fand ich sehr gelungen. Die Handlung an sich war ebenfalls sehr spannend, so dass ich das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen hätte. Manchmal musste ich das Buch allerdings zur Seite legen, da in der Geschichte nichts beschönigt wird und ich manchmal einfach ein bisschen Abstand von den Ereignissen nehmen musste. Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr gut, da sie zwar sehr sachlich schreibt, es aber trotzdem schafft, die Emotionen der Leserinnen und Leser hochkochen zu lassen. Wie bereits erwähnt, haben mich die Ereignisse sehr berührt und nachdenklich zurückgelassen, so dass ich mich nun auch privat mit dem Thema Mutter-Kind-Heime in England und Irland im 20. Jahrhundert befassen möchte. Alles in allem kann ich jedem das Buch nur ans Herz legen. Diese Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und immer noch nicht losgelassen. Die Mischung aus Drama, Krimi, Thriller und Roman ist der Autorin wirklich sehr gelungen.

Das Haus des Schreckens

Von: Ira Datum: 09. June 2019

Das Buch oder besser gesagt die Geschichte hat mich sehr beeindruckt. Ich hab mich noch nie Gedanken darüber gemacht wie es den Schwangeren Mädchen es früher erging. Dass sie von ihren Familien und von der Gesellschaft verstoßen wurden und keine Chance hatten. Diese junge Frauen wurden von ihren Geliebten, ihren Familien, Ärzten und vor allem Kirche belogen, betrogen und verstoßen. Die Frauen hatten keine Chance in der Gesellschaft und wurden versteckt. Das war eine Schande das Kind zu behalten und alleine zu erziehen. Die Kinder wurden frei zu Adoption gegeben und die Mädchen und Frauen haben ihre Schuld abtragen müssen. Darum und viel mehr geht es in dem Buch von Emily Gunnis. Wir schon geschrieben, keine einfache Literatur für zwischendurch. Das Buch lässt einen lange nicht mehr los. Ich hoffe so was passiert heutzutage nicht mehr.

Tolles Debüt

Von: Tine_0111 Datum: 07. June 2019

Sussex, 1956: Als Ivy von ihrm Geliebten schwanger wird, wendet sich dieser von ihr ab. Von ihrem Stiefvater wird nach St. Margaret´s einem Heim für ledige Mütter geschickt. Dort soll sie für ihre Sünde Buße tun. Misshandlungen durch die Nonnen sind an der Tagesordnung. Ivy sieht für sich keine Hoffnung mehr… 2017 findet die Journalistin Sam im Haus ihrer Großmutter einen Brief von Ivy an Alistair. Wie kam ihr Großvater in den Besitz dieses Briefes? Sam, ebenfalls alleinerziehend, berührt die Geschichte von Ivy tief und sie beginnt zu recherchieren. Als sie tiefer in die Geschichte um St. Magarets´s eindringt, stößt sie immer wieder auf mysteriöse Todesfälle. Sie folgt einer gefährlichen Fährte, denn auch ihre eigene Familiengeschichte ist mit St. Margaret´s verwoben. Auf den ersten Blick meint man eine einfache Familiengeschichte zu lesen. Das es aber neben dieser fiktiven Geschichte wirklich diese Art von „Einrichtungen“ für junge, ledige Mütter in dieser Zeit gegeben hat, lässt einen dann als Leser die Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive betrachten. Die Autorin schafft somit ein wirklich beklemmendes Gefühl, welches der Geschichte noch mehr Nachdruck verleiht. Spannend lässt sie die Vergangenheit von Ivy, durch ihre Briefe an Alistair, in die Ermittlungen von Sam in der Gegenwart einfließen. Auch wurden weitere Rückblenden einzelner Charaktere in die Geschichte mit integriert, was für mich als Leser manchmal etwas unübersichtlich war. Dennoch zieht die Autorin das Tempo gegen Ende der Geschichte nochmal an. Ich konnte zum Ende hin das Buch kaum noch aus der Hand legen. Fazit: Tolles Debüt über eine fiktive Familiengeschichte mit realem Hintergrund.

solide Geschichte

Von: Suse Datum: 31. May 2019

Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Die Autorin: Emily Gunnis arbeitete lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. »Das Haus der Verlassenen« ist ihr Debutroman. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex. Meine Meinung: Ich bin auf das Buch aufmerksam geworden, durch die ganzen positiven Stimmen. Schon lange habe ich keinen Roman mehr auf zwei Zeitebenen gelesen und auch die Handlung hat mich sehr angesprochen. Man kann sagen, das dieses Buch einen unglaublich leichten und schönen Schreibstil hat. Wir beginnen die Geschichte ohne lange Vorreden. Lernen die Charaktere kennen und steigen voller Spannung ein. Die Vergangenheit in diesem Buch hat mich aber mehr fesseln können und interessiert. Doch die Vergangenheit funktioniert nicht ohne die Gegenwart, das ist mir klar, doch leider hat für mich die Gegenwart mehr Raum bekommen. Was in diesem Buch geschildert wird ist teilweise sehr erschreckend und Herzzerreißend. Ich habe das Buch gerne gelesen, trotz der kleinen Kritikpunkte. Es hat sich super leicht lesen lassen. Die Geschichte war sehr spannend. Die Charaktere waren gut gezeichnet. Und die Handlung war interessant. Ich kann das Buch weiterempfehlen, es ist zwar kein Highlight aber ein solider Roman.

Weggesperrt ...

Von: Diane Jordan Datum: 30. May 2019

Verliebt, verlobt, verheiratet und dann ein Kind ☺, so stellt man sich das traditionell vor. Manchmal kommt es aber ganz anders und das Schicksal zieht seine Strippen und stellt seine Weichen ... Und „weggesperrt“ und „aus den Augen, aus dem Sinn“, schien bis in die 60ziger Jahre noch eine gängige Machenschaft zu sein, um ledige Mütter und ungewollten Familienzuwachs mundtot zu machen und in diesen Einrichtungen verschwinden zu lassen ... Mein neuester Bestseller aus England „Das Haus der Verlassenen“ von Emily Gunnis ist ein fesselnder Roman von der ersten Seite an. Man mag das Buch kaum aus den Händen legen. Die Story berührt und geht tief unter die Haut, mir ging es zumindest so. Und ich würde empfehlen, mehrere Päckchen Taschentücher beim Lesen der Lektüre bereit zu legen, denn bei mir kullerten ein paar dicke Tränchen. Und ich bekam auch hin und wieder eine dicke Gänsehaut von der emotionalen Unverfrorenheit, wie mit diesen armen Menschlein, im Buch umgegangen wurde. Der Autorin gelingt es, der Geschichte so viel Leben einzuhauchen, die Protagonisten „Ivi Jenkins“, Elvira sowie die Journalistin Sam sind liebevoll erdacht und gut beschrieben, der Plot ist bis in die heutige Zeit durchaus so denkbar und daher nachvollziehbar und das Ganze wirkt authentisch. Der Schreibstil ist der Thematik angemessen und zieht einen schnell in den Bann. Ich musste lesen, lesen und lesen, weil ich die Spannung kaum ertragen konnte. In mehreren Zeitebenen werden die katastrophalen Missstände der damaligen Gesellschaft gekonnt skizziert und aufgezeigt. Als Leser empfand ich es sehr nervenaufreibend, traurig und recht dramatisch, dieses fesselnde Familienrätsel über mehrere Generationen, Stück für Stück zu entschlüsseln. Der Spagat, die Ebenen gekonnt zusammenzufügen gelingt der Autorin, meines Erachtens, ebenfalls großartig. Es wirkt nichts konstruiert oder zusammengeschustert, sondern sehr clever und gut durchdacht. Fassungslos und geschockt bin ich allerdings, dass sich diese fiesen Machenschaften, wie „Kinder zur Zwangsadoption wegnehmen“ und sich auch noch daran zu bereichern, lesen zu müssen. Im Roman wird alles sehr gut geschildert. Aber das sich das, so lange ungestraft und ungesühnt fortsetzen ließ! Unfassbar!!! Da ist man als Leser heilfroh, im „Hier und Jetzt“ zu leben und so etwas selber entscheiden zu können. Und das Buch macht nachdenklich, traurig und wirkt lange nach, bei mir war das jedenfalls der Fall. Daher empfehle ich es auch voller Inbrunst, aber schaut bitte selber: ... „Bitte, mein Liebster, ich flehe Dich an, bitte hol mich schnell von hier weg“ ... Inhalt: Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Die Autorin: Emily Gunnis arbeitete lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. »Das Haus der Verlassenen« ist ihr Debutroman. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex. Fazit: 4****für das Wachrütteln, dass beim Lesen entstand und einen auf diese „dunkle“ Vergangenheit aufmerksam macht. „Das Haus der Verlassenen“ ist im Verlag erschienen. Das gebundene Buch hat 400 packende Seiten.

Spannend !

Von: get lucky Datum: 29. May 2019

Emily Gunnis --- Das Haus der Verlassenen Diese Buch greift die Problematik unehelicher schwangerer Frauen in Zeiten noch weit nach dem zweiten Weltkrieg auf. Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Ich war echt etwas fassungslos, wie wenig weit man zurückgehen muss, als dieses Thema noch ein echtes Problem darstellte. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, ich habe Seite um Seite verschlungen, um dem Familiengeheimnis so schnell wie möglich auf die Spur zu kommen. Der Erzählstil ist wirklich so packend, spannend und mitreißend ! Das Thema hat mich sofort gepackt - zugegeben, ich bin auch wirklich erschrocken, was Frauen damals aushalten mussten, und wer dafür verantwortlich war, puh! Der Roman spielt zum einen in den fünfziger Jahren und auch im Heute. Ich kann ihn ausnahmslos empfehlen und bedanke mich an dieser Stelle herzlich beim Heyne-Verlag für dieses kostenlose Leseexemplar !

geht unter die Haut

Von: Caröchen Datum: 29. May 2019

Inhalt Sam stößt bei ihrer Großmutter auf alte Briefe einer gewissen Ivy, die ihren Geliebten anfleht, sie und ihr Baby aus einem Mutter-Kind-Haus zu holen. als Sam beginnt Nachforschungen anzustellen, stößt sie auf die schrecklichen Verbrechen, die damals vertuscht wurden. Und je tiefer sie gräbt, desto persönlicher wird es. Eigene Meinung Man wird von Anfang an von der Geschichte mitgerissen und auch später reißt der Spannungsbogen nicht ab. Geschickt wird zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her gesprungen. Mal erfahren wir, was in Ivys Briefen steht, mal begleiten wir die Ivy von damals selber und erfahren, was sie und andere schreckliches erlebt haben. Die vielen Perspektiv- und Zeitwechsel haben der Geschichte total viel gegeben. Als Leser wurde man immer hungriger darauf zu erfahren, was damals geschehen ist und wie Sam und ihre Großmutter da reinpassen. Zwar ist die Geschichte fiktiv, doch so oder so ähnlich ging es damals wirklich in den Heimen zu. Wer zu zart besaitet ist, sollte die Finger von dem Buch lassen. Zum Ende hin wurde es sogar noch ein richtiger Krimi, wobei mir das stellenweise schon zu sehr an den Haaren herbeigezogen war. Fazit Ansonsten hat es mir aber sehr gut gefallen und allein auf Grund der vielen Perspektivwechsel lohnt es sich "Das Haus der Verlassenen" zu lesen.

Diese Geschichte ließ mich die Luft anhalten

Von: lese_inge Datum: 28. May 2019

Journalistin Sam findet bei ihrer Großmutter Briefe einer jungen Frau namens Ivy. Diese bittet ihren Liebsten inständig sie aus dem St. Margaret's Heim für ledige Mütter zu holen. Sam erfährt aus den Briefen Ivy's, dass diese unverheiratet schwanger wurde. 1956 in England eine Todsünde. Ihr Stiefvater zwang sie, sofort zu verschwinden und das Kind in dem von Nonnen geführten Heim zur Welt zu bringen. Die dort herrschenden Zustände und unmenschlichen Behandlungen schockieren Sam dermaßen, dass sie die Geschichte von Ivy weiter recherchiert. Nach und nach deckt sie dabei unvorstellbare Gräueltaten auf. Der temporeiche Schreibstil von Emily Gunnis hat mich von der ersten Seite an gepackt. Die Geschichte wird wechselseitig heute und in den 50er Jahren erzählt. So gewinnt man nach und nach immer mehr Einblicke in die Geschehnisse. Gleichzeitig verstrickt sich die Gegenwart mit der Vergangenheit. Die ganze Story ist dermaßen packend und mitreißend, dass man immer weiter lesen möchte um mehr zu erfahren. Die Gefühle Ivy's sind sehr nachvollziehbar beschrieben, so dass es sehr leicht fällt die junge Frau zu verstehen. Mich hat dieses Buch vollkommen umgehauen. Ich war nicht ansatzweise auf dieses intensive und herzzerreißende Thema vorbereitet. Ich habe eine seichte Liebesgeschichte erwartet und wurde mit einem unfassbar genial erzählten Buch belohnt. Die Handlungsstränge sind perfekt verknüpft und die ganze Story einfach großartig geschrieben. Daher 5 von 5 Sternen.

Das Haus der Verlassenen

Von: Horst Dieling Datum: 25. May 2019

Der Roman der 1. Sekunde bis zur letzten Sekunde spannend......das Buch habe ich 2x gelesen.

Eine berührende und zu Herzen gehende Geschichte

Von: Literaturblogsaarland Datum: 23. May 2019

Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Vita : Emily Gunnis arbeitete lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. »Das Haus der Verlassenen« ist ihr Debutroman. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex. Beim Stöbern durch die Bücher Neuerscheinungen bin ich den Debutroman von Emily Gunnis gestossen. Da mich der Klappentext sofort angesprochen hat und mich ebenso das Cover direkt in seinen Bann gezogen hat, war ich umso erfreuter, als ich das Buch als Rezensionsexemplar vom Verlag zugeschickt bekam. Man wird als Leser sofort förmlich in die Geschichte hineingeworfen. Wir werden Zeuge, wie die junge Ivy einen herzzerreißenden Brief an die achtjährige Elvira verfasst. Darin unterbreitet sie ihr, wie sie aus dem katholischen Heim fliehen kann, bevor sie sich selbst das Leben nimmt. Die einzige Information, die Ivy Elvira mit auf den Weg gibt, ist der Name ihrer Zwillingsschwester und wo diese zu finden ist. Ivy Jenkins, ungewollt schwanger und vom Vater des ungeborenen Kindes verlassen, wird von ihrem Stiefvater in eben jenes St. Margaret`s Heim für ledige Mütter gesteckt. Dort wird ihr später das Baby weggenommen und zur Adoption freigegeben. Dies erweist sich als äusserst lukrative Einnahmequelle für diese Einrichtung. Als Leser ist man schier fassungslos ob der Grausamkeiten, die an ledigen Müttern und Schwangeren noch bis in die sechziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts begangen wurden. Brutalität und harte Arbeit waren an der Tagesordnung. Die zweite Zeitebene spielt im Jahre 2017. Kitty Cannon, Elviras Zwillingsschwester ist ein gefeierter Bühnenstar und moderierte zwanzig Jahre einen Talkshow im Fernsehen. Jetzt will sie sich aus dem Showbusiness zurückziehen. Parallel dazu lernen wir die Reporterin Sam kennen. Diese hat eine kleine Tochter, die sie momentan mit der Hilfe ihrer Grossmutter alleine großzieht, da sie sich vom Vater des Kindes getrennt hat. Am Geburtstag ihrer Großmutter findet Sam in den Unterlagen ihres verstorbenen Großvaters einen alten, vergilbten Brief von Ivy, in dem sie den Vater ihres ungeborenen Kindes anfleht, sich bei ihr zu melden. Ich liebe ja Geschichten, die auf mehreren Zeitebenen spielen. Hier wechseln wir immer wieder zwischen der Gegenwart und den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Wir lernen die ganze tragische Geschichte von Ivy und dem St. Margaret`s Heim kennen und können zeitweise nur fassungslos den Kopf schütteln. Parallel dazu entwickelt sich auch die Geschichte von Sam weiter, die nach der Lektüre der Briefe das Heim, welches in der näheren Zukunft abgerissen werden soll unbedingt mit eigenen Augen sehen will. Die berufsbedingte Neugier von Sam ist geweckt und sie will unbedingt mehr über das Heim und seine Bewohner herausfinden. Leider steht sie wegen des bevorstehenden Abrisses enorm unter Zeitdruck. Die Reporterin kommt nach und nach den kriminellen Machenschaften auf die Spur und will dies alles unbedingt an die Öffentlichkeit bringen. Besonders brisant dabei ist, dass ihre Familie scheinbar auch Verbindungen zum St. Margaret`s Heim hatte. . Es gibt immer wieder neue Wendungen und nach und nach fügt sich alles zu einer runden und durch und durch stimmigen Geschichte zusammen. Emily Gunnis versteht es perfekt, ein ganz feines und komplexes Beziehungsgeflecht zwischen den Protagonisten vor unseren Augen entstehen zu lassen. Bei mir kam keinen Moment Langeweile auf und so habe ich das Buch in zwei Tagen durchgesuchtet. Die Materie um die Heime für ledige Mütter und die damit einhergehende Kriminalität hat mich noch tagelang beschäftigt und fassungslos zurückgelassen. Ich habe vor, mich mit diesem tragischen Stück englischer Geschichte in der näheren Zukunft auf jeden Fall noch intensiver auseinanderzusetzen. Emily Gunnis hat hier einen feinsinnigen und teilweise auch sprachlosmachenden Erstlingsroman abgeliefert, der für mich bis jetzt das Highlight des Jahres ist. Hoffentlich gibt es von dieser talentierten Schriftstellerin bald noch mehr zu lesen. Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Schweres Thema spannend gestaltet

Von: Detlef Knut Datum: 22. May 2019

Die Autorin Emily Gunnis hat sich in diesem Roman eines Themas bedient, welches in den Kreisen der katholischen Kirche auch heute noch nach Möglichkeit totgeschwiegen wird. Es geht um die Mutter-Kind-Häuser Irlands und Englands, die von den sogenannten „Barmherzigen Schwestern" betreut wurden. In diesen Heimen konnten junge, ledige Mädchen, die ein Kind erwarteten, entbinden. Sie wurden allerdings gezwungen, diese Kinder zur Adoption freizugeben und in den heimeigenen Wäschereien unter unmenschlichen Bedingungen zu arbeiten. Auch der Roman „Auf den zerbrochenen Flügeln der Freiheit" von Rebecca Michéle hat dieses schwere Thema zur Grundlage. 2017 findet die Journalisten Sam bei ihrer Großmutter einen Brief von einer Ivy. Ihre Großmutter sagt, dass der Brief in den Hinterlassenschaften des Großvaters, eines Antiquitätenhändlers, lag. Die alleinerziehende Sam ist stark beeindruckt von seinem Inhalt, in welchem Ivy ihrem Liebsten anfleht, sie aus dem Heim herauszuholen. Sam wittert aber auch eine große Story, die sie in ihrem Job und auf der Karriereleiter weiterbringen könnte. Doch je tiefer sie nachforscht, umso mehr mysteriöse Todesfälle fördert sie an die Oberfläche. Ihre Nachforschungen werden immer gefährlicher, denn ihre eigene Familiengeschichte scheint immer mehr mit dem dunklen Kloster zu tun zu haben, in dem Ivy 1956 eingesperrt war. Gunnis hat einen feinsinnigen Plot entwickelt, der vor Gräueltaten in diesen Heimen nicht Halt macht. Das letzte dieser Heime wurde erst 1996 geschlossen. Damit wird der Roman zu einem sehr beeindruckenden und beklemmenden Roman, der es aber nicht an Spannung vermissen lässt. Man sitzt manchmal nur mit dem Buch in der Hand und mag nicht glauben, dass es sowas gegeben hat. Doch mit den Todesfällen wird aus der Geschichte noch ein Thriller par excellence. Möchte Sam anfangs nur dem Geheimnis der Briefe auf die Spur kommen, so entwickelt sie sich zu einer ausgesprochenen Ermittlerin, welche die damaligen Missstände und deren Verursacher an die Öffentlichkeit bringen möchte. Wenn man sich als Leser von den bedrückenden Geschehnissen nicht abhalten lässt, wird man in den starken Sog des Romans gezogen und wird von dessen Spannung getrieben. Dennoch gibt es Wehrmutstropfen die nicht verschwiegen werden sollten. Diese Magdalen-Häuser hat es in dieser grausamen Auswirkung hauptsächlich in Irland gegeben. Gunnis sagt auch im Nachwort, dass sie sich in der Beschreibung der Gräueltaten auf ihre Recherchen in irischen Häusern stützt. Trotzdem hat sie ihre Handlung im britischen Sussex verortet. Obwohl es in England auch ca 200 solcher Heime gab, ist von solch extremer Gewalt ist in England nicht annähernd so viel bekannt wie aus Irland. Der Authentizität wegen hätte die Geschichte besser in Irland spielen sollen. Ein weiteres kleines Manko sind die relativ vielen Figuren aus verschiedenen Generationen. Insgesamt leben noch sieben Generationen gleichzeitig, was ein Ding der Unmöglichkeit ist. Oder was sollte es sonst bedeuten, wenn die Urgroßmutter von ihrer eigenen Großmutter zum Essen eingeladen wird. Etwas besser rechnen zu können, hätte mehr Klarheit gebracht. Wegen der Spannung, dem Sog und dem schweren Thema, das behandelt wird, gebe ich dennoch vier Sterne. Diese Taten sollten nie vergessen werden, auch wenn die meisten bereits ungesühnt blieben.

Eine spannende Geschichte, die ans Herz geht

Von: Miss Emma Datum: 14. May 2019

Die junge Reporterin und Mutter Sam steht kurz vor einer Krise, als sie mysteriöse Briefe bei ihrer Großmutter findet. Obwohl sie vor mehr als sechzig Jahren verfasst wurden, lassen Sam die zutiefst flehenden, hoffnungsvollen Worte keine Ruhe, die von unvorstellbarer Ungerechtigkeit in dem Leben einer jungen Frau in den Fünfzigern erzählen. Nicht nur das, Sam wittert zudem die Chance, durch diese Briefe nicht nur über ihre eigene Verbindung mit dem Fall zu erfahren, sie könnten ihr auch bei einer großen Schlagzeile behilf reich sein und für sie und ihre Tochter ein besseres Leben ermöglichen. Die verzweifelten Briefe stammen aus der Hand von Ivy Jenkins, die, um ihre unerwartete Schwangerschaft und das anschließende Baby zu verbergen, gegen ihren Willen in ein Heim für ledige Mütter geschickt wird. Jedoch entpuppt sich St. Margaret´s und die Nonnen, die dort das Sagen haben, als eine Hölle auf Erden. Mittlerweile steht das Gebäude leer und soll abgerissen werden, allerdings ist Sam nicht bereit, Ivy´s Geschichte mitsamt der Gemäuer verschwinden zu lassen. Nicht wenige Todesfälle sind mit St. Margaret´s verbunden, eindeutig zu viele für ein bescheidenes Mutter-Kind-Heim. Wer zog die Fäden hinter der Fassade? Was wurde gespielt und wer sind die Profitierenden? Das geheime Netzwerk reicht weiter als gedacht und Sam begibt sich auf dem Weg, endlich Licht ins Dunkeln zu bringen, in große Gefahr. In jeder Geschichte steckt angeblich ein Körnchen Wahrheit. In Gunnis´ Roman „Das Haus der Verlassenen“, der beinahe als Krimi durchgeht, finden wir dieses in den Heimen für ledige Mütter. Mit viel Mitgefühl erzählt sie aus der Sicht einer der Frauen, wie grausam ihr Alltag und ihre Zukunft von den umliegenden Autoritäten gestaltet werden. Doktoren, Familie, die Kirche; als junge Frau der Fünfziger Jahre ist sie machtlos gegen die an sie gestellten Erwartungen und dem damaligen Gesellschaftsbild. Eine Situation, in der Sam hätte sein können, wäre sie zu einer anderen Zeit geboren. Dies ist nur ein Grund, warum die Emotionalität der Briefe in Erinnerung bleibt. Mit viel Mitgefühl und einem Sinn für Details erzählt Gunnis vom verborgenen Leid der Opfer von Ausbeutung und autoritärem Missbrauch. Im Mittelpunkt steht die spannende Geschichte des Heims, deren Reichweite weit über ihre Mauern hinausreicht, so wie die Frage wie es mit Gerechtigkeit im normalen Leben aussieht. Gunnis erzeugt eine spannende Verflechtung der blutroten Spur des Heims, die sich durch die Leben aller Beteiligten zieht und beweist, wie sehr sich ein vergangenes Leid selbst auf die nächsten Generationen auswirkt. Rotierende Erzählperspektiven erzeugen nach und nach wie einzelne Puzzleteile ein verständliches Gesamtbild, welches man gar nicht schnell genug zusammensetzen möchte. Für erfahrene Krimileser ist die Handlung vorhersehbar, jedoch keinesfalls langweilig. Durch dramatische Bildmalerei und alptraumhafte Schreckensszenen lassen sich außerdem Gunnis´ Wurzeln aus der Filmindustrie gut erkennen. „Das Haus der Verlassenen“ ist eine rührende und gleichzeitig spannende Geschichte, die uns sehr dankbar werden lässt, in der heutigen Zeit zu leben. Sehr zu empfehlen für Krimieinsteiger und -liebhaber, Verfechter der Gerechtigkeit und Fans geballter Frauenpower.

Durchgehend spannend mit überraschendem Ende

Von: Sarah K Datum: 12. May 2019

Die Geschichte wird spannend und aus unterschiedlichen Sichtweisen erzählt. Nach jedem Kapitel möchte man direkt weiter lesen, da man immer mehr über das Thema und die Zusammenhänge erfahren möchte. Das Ende ist nicht vorhersehbar und war für mich tatsächlich überraschend. Das aufgegriffene Thema ist ein sehr interessantes Thema mit viel Geschichte.

Spannend, herzzereißend & traurig

Von: elena_liest Datum: 12. May 2019

In "Das Haus der Verlassenen" von Emily Gunnis geht es um die alleinerziehende Journalistin Sam, die mit ihrer Tochter bei ihrer Großmutter wohnt. Am Geburtstag ihrer Großmutter entdeckt sie einen alten Brief von einer gewissen Ivy, die an ihren Liebsten Allistair schreibt und ihm erzählt, dass sie ein Kind erwartet und deshalb ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter gebracht werden soll. In diesem herzzerreißenden Brief bittet sie Allistair un Hilfe. Tief berührt von dem Brief beginnt Sam zu recherchieren - und deckt eine grausame und schreckliche Vergangenheit auf, die ihre Spuren bis in Sams Leben zieht. Was ein großartiger Roman! Ich war absolut gefesselt von der Geschichte und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Autorin konnte mich richtig mitreißen. Der Schreibstil ist toll und gerade die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart machten die Geschichte sehr spannend. Man erfährt das Geschehene sowohl aus Ivys Sicht, als auch aus der Sicht ihrer Peiniger und auch aus den Briefen geht viel hervor. Man kann gar nicht fassen, welches Leid die Mädchen in diesem Kloster haben erleben müssen. Den Anmerkungen der Autorin am Ende kann man entnehmen, dass das Geschriebene gar nicht so weit von der damaligen Realität abweicht, da es in Irrland und Großbritannien wohl einige solcher Heime gab, in denen den werdenden Müttern und ihren Kindern schreckliche Dinge angetan wurden. Das Buch hat mich oft sprachlos, wütend und traurig zurückgelassen. Eine große Leseempfehlung von mir und ein absolutes Jahreshighlight! 📖 Das Buch erhält von mir 5 / 5 ⭐

So spannend, dass man es nicht aus der Hand legen mag!

Von: C. S. Datum: 12. May 2019

Inhaltlich möchte ich den vorangegangenen Angaben nichts hinzufügen. Spannung und Neugier auf den Inhalt empfand ich nach lesen des Booklets. Spannung ja, - aber auch Entsetzen, dass diese Dinge tatsächlich jemand erdulden musste. Man kann nachvollziehen, warum wer welche Entscheidungen traf, kann diesen aber nicht zustimmen. Es hinterlässt einen aufgewühlt, stellenweise fassungslos. Ein gut recherchiertes, gut inszeniertes, sehr lesenswertes Buch.

Sehr mitreißend!

Von: Zeyn Datum: 11. May 2019

Das Haus der Verlassenen durfte ich mitlesen und war sehr überrascht. Das Buch ist sehr herzzerreißend und nimmt einen wirklich sehr mit! Ich habe es binnen einer Woche fertig gelesen. Durch den Buch konnte ich grob abschätzen wie elendig es für die Zeit für Ledige Mütter war. Es macht einen Fassungslos! Das Buch war sehr Spannend und das lesen machte sehr Spaß. Würde ich jeden weiterempfehlen.

Fesselnd & Berührend

Von: AnnaSilo Datum: 11. May 2019

Dieses Buch legt man nicht mehr aus der Hand, wenn man einmal begonnen hat, es zu lesen! Emotional, spannend, fesselnd und einnehmend erzählen die Autorinnen die Geschichte der jungen Ivy, die als junge, ledige Mutter von ihrem Stiefvater in ein Heim für ledige Mütter geschickt wird. Mit spannenden Wendungen, scharf skizzierten Charakteren und unvorhergesehenen Ereignissen schafft es dieses Buch, den Leser oder die Leserin tief in seinen Bann zu ziehen. Die zeitlichen Sprünge gelingen, ohne zu verwirren. Der Handlung ist trotz Kreativität und Unvorhersehbarkeit leicht zu folgen. Schockierende Entdeckungen lassen die Recherche der Journalistin Sam zu den Umständen von Ivys Leben und Unterbringung in dem Heim, über das keiner so recht sprechen will, zu einer süchtig machenden Suche nach der Wahrheit werden... Reservieren Sie sich einen Platz auf der Couch oder auf dem Balkon und nehmen Sie sich die nächsten Stunden bzw. Tage nicht viel anderes vor: Sie tauchen ein in die Geschichte Englands mit all den Fasern ihres Seins! Ich liebe dieses Buch und werde es sicher noch einmal lesen...

4,5 Sterne😍

Von: die.legenden.von.inkspell Datum: 10. May 2019

Außerdem habe ich heute "Das Haus der Verlassenen" aus dem @heyne.verlag beendet und wow, das war eine echt interessante und verstörende Geschichte. In dem Buch geht es um drei Personen: Ivy, die in den 50er Jahren aufgrund ihrer ungeplanten Schwangerschaft in das St. Margaret's Heim gesteckt wird. Sam, die das Ganze in der Gegenwart recherchiert und Kitty, die sehr berühmt geworden ist und zwischen Ivy und Sam wie eine Schnittstelle in der Geschichte ist. Die Geschichte beginnt bereits im Prolog sehr spannend mit Ivy, deren Kapitel mich persönlich immer am meisten emotional mitgenommen haben. In Kapitel 1 und 2 lernt man Sam und dann Kitty kennen. Daraufhin wird von der Erzählperspektive immer gewechselt, wobei aus der dritten Perspektive erzählt wird. Die Story fand ich persönlich sehr spannend, da ich wissen wollte, was Ivy alles in dem Heim erlebt hat, ob Sam alles herausfinden kann und was Kitty in der Gesichte für eine Rolle spielt. Einziges Manko ist für mich, dass es durch die vielen Erzähler und unterschiedlichen Erzählzeiten manchmal verwirrend wurde. Aber dank der Zeitangabe ging es dann meistens. Der Schreibstil hat mir gleich gefallen, wobei er sehr detailliert ist, die Sätze aber nie zu lange wirken. Die Charaktere sind mir auch ans Herz gewachsen, insbesondere mit Ivy habe ich mitgelitten und ihre Briefe waren sehr emotional. Ingesamt gibt es von mir 4,5 von 5 Sternen, da es eine außergewöhnliche, realistischdargestellte Geschichte ist, die mich emotional sehr mitgerissen hat💗

Ein Roman, der unter die Haut geht

Von: frau_sauerkirsch Datum: 10. May 2019

Als die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief von Ivy an ihren Liebsten stößt, ahnt sie noch nicht, was sich für ein Geheimnis hinter diesem Schreiben verbirgt. Nach und nach entdeckt Sam die schreckliche Geschichte eines von Nonnen geführten Heims für ledige Mütter, in welches junge Frauen geschickt werden, die schwanger sind - so wie 1956 die junge Ivy Jenkins. Einmal angefangen, konnte ich das Buch nicht mehr zur Seite legen, so sehr wollte ich wissen, wie die Geschichte ausgeht. Durch den Wechsel zwischen Neuzeit und Vergangenheit erhält man nach und nach einen Einblick in die Geschehnisse und Gefühle der einzelnen Charaktere. Die Wechsel sind schnell, allerdings ohne, dass zu viel oder zu wenig verraten wird, sondern immer genau so viel, dass man einfach weiter lesen muss. Schon lange hat mich keine Geschichte so nachhaltig fasziniert aber auch schockiert wie dieses Buch. Wer einen leichten Roman erwartet, ist an dieser Stelle falsch beraten. Wer ein dünnes Fell in Bezug auf Kinder besitzt - ebenfalls.

Fesselnd und ergreifend

Von: Suki Datum: 09. May 2019

Emily Gunnis erzählt in diesem Buch in zwei Erzählsträngen zum einen von Ivy, einer jungen Frau, die in den 1950er Jahren ungewollt und vor allem unverheiratet schwanger wird und daraufhin von ihrer Familie als "Sünderin" verstoßen und in das Margaret's Heim für ledige Mütter abgeschoben wird und zum anderen von der alleinerziehenden Journalistin Sam, die 60 Jahre später im Haus ihrer Großeltern auf Briefe stößt, die Ivy aus dem Heim an den Vater ihres Kindes geschrieben hat. Sam beginnt die Zustände und Geschehnisse in St. Margaret zu recherchieren und stößt dabei auf Verstrickungen mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Obwohl die Geschichte fiktiv ist, schildert sie sehr realistisch und ergreifend, wie es sich vor gar nicht allzu langer Zeit in solchen Heimen für ledige Mutter abgespielt hat. Mich hat das Buch gefesselt und man fühlt mit den Protagonistinnen mit, die ein oder andere Träne könnte ich mir nicht verkneifen. Das Buch ist definitiv eine Empfehlung wert, allerdings ist es meiner Meinung nach nichts für "mal eben schnell" in der Sbahn.

Traurige Wahrheiten in einem Roman ....

Von: Petra G. Datum: 09. May 2019

Dieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Diese zum Teil erschütternden Einblicke in "soziale" Einrichtungen der Kirche im 20. Jahrhundert haben mich tief erschüttert. Das Leben der jungen Ivy, abgeschoben von ihrem Stiefvater, verlassen vom Vater ihres Kindes, einsam in einer Einrichtung der Kirche und die Verstrickungen und Geheimnisse einer zweiten Familie bis hinein in die Gegenwart sind wirklich bis zuletzt spannend. Nur ganz zum Schluß macht die Erstautorin den Fehler alles nocheinmal zu wiederholen, was dem Leser längst klar war. Das ist ein wenig schade aber ansonsten ein durchaus empfehlenswertes Buch.

Spannend vom Anfang bis zum Ende

Von: Monina83 Datum: 09. May 2019

Inhalt: 1956 ist es ein Skandal, wenn ein junges, unverheiratetes Mädchen schwanger wird. Genau deswegen wird Ivy Jenkins in ein Heim für ledige Mütter geschickt. Doch während es nach außen hin so aussieht, als würde dort den Mädchen geholfen, versteckt sich hinter den Mauern des Klosterbaus doch ein düsteres Geheimnis … . 2017 findet die junge Journalistin einen herzzerreißenden Brief von Ivy an den Vater ihres Kindes. Doch wieso befindet der sich im Besitz ihrer Großmutter? Sam will dieser Geschichte um St. Margarets auf den Grund gehen und verändert damit nicht nur ihr eigenes Leben … . Meine Meinung: Ich liebe Familiengeschichten, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und hier klang der Klappentext auch noch so toll, dass ich es einfach lesen musste. Das Buch beginnt für mich völlig unerwartet im Jahr 1959. Ivy ist schon seit Jahren in St. Margaret’s und man erfährt ein bisschen von ihr und ihrer Geschichte. Schon auf diesen wenigen Seiten wurde mir klar, was für eine ungewöhnliche, starke und mutige junge Frau Ivy ist. Ihr Schicksal hat mich wirklich tief berührt und das schon zu Beginn des Buches. Doch je tiefer ich in die Geschichte eintauchte und je mehr ich von Ivy erfuhr, desto bewegter war ich. Die Briefe sind so voller Gefühl, voller Verzweiflung und gleichzeitig voller Hoffnung … ich musste richtig weinen, so sehr haben sie mich mitgenommen. Dagegen bleibt das Leben von Sam fast etwas blass. Zwar hat man auch hier eine starke junge Frau vor sich, doch leider erfährt man von ihr sehr wenig. Man platzt quasi fast in ihr Leben hinein, als es gerade an einem kritischen Punkt ist, aber da sie die meiste Zeit mit ihrem Job und mit der Suche nach Antworten verbringt, bekommt man ihr Familienleben nur am Rande mit. Das fand ich etwas schade, kann man aber gleichzeitig verschmerzen, da man selbst ebenfalls unbedingt hinter das ganze Geheimnis um St. Margaret’s kommen möchte. Und das hat es wirklich in sich: Neben all den kleinen Geheimnissen gibt es nämlich auch einige sehr überraschende Wendungen, die ich ehrlich gesagt gar nicht habe kommen sehen. Immer wieder deckt die Journalisten neue Fakten auf, setzt Puzzleteile zusammen und kommt so dem Rätsel immer weiter auf die Spur. So ist die Geschichte wirklich von Anfang bis Ende durchgehend spannend und ich hatte fast das Gefühl, in einem Krimi zu stecken, denn teilweise habe ich mich sogar richtig gegruselt und bekam Gänsehaut. Meine Nerven waren wirklich wie Drahtseile gespannt und ich fieberte der großen Auflösung entgegen. Dabei konnte ich das Buch wirklich kaum weglegen. Es war unfassbar, was am Ende tatsächlich hinter dem Ganzen steckte und wie die Autorin ihre Geschichte aufgelöst hat. Zwar blieben dabei auch ein paar Fragen offen, was ich jedoch nicht weiter schlimm fand, da die Hauptgeschichte aufgelöst wurde und ich auch der Meinung bin, dass man nicht alles „zerreden“ muss. Fazit: Obwohl das Leben von Protagonistin Sam für meinen Geschmack etwas zu sehr im Hintergrund und diese dadurch im Gegensatz zu Ivy etwas blass bleibt, hat mich das Buch doch voll überzeugt. Fast hatte ich das Gefühl in einem Krimi zu stecken, so spannend war die Geschichte und ich konnte das Buch kaum weglegen, bevor ich nicht hinter das Geheimnis kam. Wer Geschichten mag, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen, sollte sich dieses Werk auf keinen Fall entgehen lassen. Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Treffender Titel - fesselnde Geschichte

Von: Ute Datum: 09. May 2019

Vielen Dank für die Möglichkeit diesen Roman zu lesen. Auf den ersten Blick auf das Cover hätte ich einen klassischen historischen Liebesroman erwartet. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr fesselnd. Sofort stellt der Leser die Verbindung zu den schockierenden Skandalen in Irland her. Im Namen Gottes wurde tausenden jungen Mütter und deren Kindern Schlimmstes angetan. Insofern habe ich beim Lesen nicht wirklich das Gefühl gehabt, es handelt sich um einen Roman. Ivy spricht über ihre Briefe direkt den Leser an, was sehr berührend ist. Über die Familiengeschichte der Journalistin Sam hätte ich gerne mehr erfahren. Über ihre Mutter erfährt des Leser fast nichts. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Erschreckend finde ich wie sich die betroffenen Menschen noch in den 1960er Jahren in Namen der Kirche verhalten haben, bzw. in welchen Zwängen die Generation unserer Eltern aufgewachsen ist. Für mich ein sehr lesenswertes Buch über sehr düstere Ereignisse, ich werde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Fiktive Story über die Zustände in ehem. Magdalenenheimen

Von: Player90 Datum: 08. May 2019

In diesem Roman geht es um eine fiktive Geschichte mit Bezug auf die tatsächlichen Gräueltaten in sogenannten Magdalenenheimen / Mutter-Kind-Heimen. Gleich zu Beginn wird man in verschiedene Szenarien geworfen und ist verwundert, wie diese zusammenpassen... Man möchte natürlich die Geschichte von Ivy, die 1956 in Sussex lebte und als Schwangere ins St. Magaret's Heim für ledige Mütter geschickt wird, erfahren. Wie ist es so weit gekommen? Was wird aus Ivy? Sam, die im Jahr 2017 einen Brief von Ivy findet, versucht genau diese Fragen zu klären. Die Auflösungen kommen nach und nach und man erfährt immer schlimmere Details. Die Story ist in sich ziemlich stimmig und spannend. Die Autorin beschreibt ziemlich gut, wie die verschiedenen Ereignisse das Leben der Probanden verändern und letztlich beeinflussen. Die Autorin hat einen schönen flüssigen Schreibstil, sodass sich der Roman gut liest und Bilder im Kopf entstehen lässt. Ziemlich traurig finde ich, dass es solche Zustände wirklich gab, auch wenn in diesem Roman von einem fiktiven Ort erzählt wird.

Traurig-schöne Geschichte

Von: Jessica Datum: 08. May 2019

Spoiler?! Das Haus der Verlassenen ist nicht nur die Geschichte der Reporterin Samantha, die auf den Spuren der Vergangenheit Geheimnisse ihrer eigenen Familie aufdeckt, sondern auch folgt auch der jungen Ivy und ihrem tragischen Schicksal im St. Margaret. Das Buch ist nicht nur ein einziger Handlungsstrang, sondern folgt verschiedenen Personen, die anfangs völlig unabhängig voneinander zu existieren scheinen. Und doch sind diese Leben miteinander verknüpft. Anfangs schleppt sich die Handlung etwas und kann auch etwas langwierig wirken, aber auch diese Szenen sind wichtig als Setting für die weitere Handlung. Sobald die Geschichte aber ins 'rollen' gebracht wird, ist sie sehr spannend und man kann das Buch kaum weglegen. Es gibt einige Stellen, die mich zu Tränen gerührt haben und dies liegt vor allem an dem lebhaften Schreibstil von Gunnis der einen die Gefühle der Personen im Buch klar spüren lässt. Das Buch ist nicht unbedingt etwas für Fans des Fantasy Genres, aber alle Freunde von Geschichten über echte Menschen, ihr Leiden und ihre Freuden werden auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen.

Das Haus der Verlassenen

Von: Julia Davids Datum: 08. May 2019

Dieses Buch ist sehr empfehlenswert. Die Geschichte der jungen Ivy Jenkins hat mich sehr erschüttert und berührt. Es ist ein dramatisches Familienrätsel und sehr spannend. Dieses Buch macht traurig. Ivy‘s Geschichte spielt in den 50er Jahren und ich bin betroffen, dass es solche Maßnahmen für unverheiratete Frauen noch zu dieser Zeit gab. Wie konnten Nonnen und auch Familienangehörige ihren Kindern sowas antun? Für dieses Buch braucht man gute Nerven, Taschentücher und auch Schokolade.

Ein langjähriges Geheimnis offenbart ein grausames Schicksal

Von: Manolita6 Datum: 08. May 2019

"Vorsicht Spoiler!" In diesem Buch wird die Geschichte einer jungen Frau Mitte der 50er Jahre erzählt, die ungewollt schwanger wird. Auf sich allein gestellt kommt sie schließlich in ein Heim für ledige Mütter. Geschickt und mitreisend erzählt entführt die Schriftstellerin den Leser in eine teils dunkle Zeit und begleitet den Leser bis in die heutige Zeit. Quasi 2 ½ Generationen später wird das dunkle Geheimnis gelüftet, welches nicht nur das Mutter-Kind-Heim umgibt. Zum Vorschein kommt ein schreckliches Schicksal und dessen Auswirkungen bis in spätere Generationen. Nach und nach werden die teils schrecklichen und menschenunwürdigen Umstände dieses Mütterheimes aufgedeckt. Dies alles wird aufgedeckt durch Briefe, die plötzlich auftauchen. Briefe, die Ivy Jenkins vor 60 Jahren an den Vater ihres ungeborenen Kindes schreibt. Langsam wird aufgedeckt, dass Ivy zwei Kinder geboren hat und sie selbst, nie dieses Heim verlassen hat. Zumindest nicht lebend! Fazit Ich finde das Buch wirklich sehr gut gelungen. Es ist spannend geschrieben und hat streckenweise Ansätze eines Krimis. Traurig: das alles hat authentische Hintergründe! Gerade Großbritannien war ein eher puristisches und strenggläubiges Land und daher ist dieser Roman für mich auch sehr glaubhaft und authentisch geschrieben!

Ein fesselndes Buch!

Von: D.Goldstein Datum: 08. May 2019

Das Thema des Buches ist nichts, was einen unberührt lassen kann. Man fühlt mit den Protagonisten mit. Durch den Stil wird die Geschichte aus der jeweiligen Sicht der einzelnen Personen erzählt, was wie ich finde die Spannung erhöht. Erst im Laufe der Geschichte setzt sich - wie bei einem Puzzle - das gesamte Bild zusammen und der Spannungsbogen wird bis zuletzt gehalten. Die Schicksale der einzelnen Personen gehen einem nahe. Man wünscht sich fast Ivy, die ungewollt schwanger geworden ist und von Ihrer Familie gezwungen wurde in ein Mutter-Kind-Heim zu gehen, helfen zu können. Man ist gespannt, was die Journalistin Sam als nächstes herausfinden wird und wie sich die Geschichte weiter entwickelt, die Menschen über Jahrzehnte hinweg in Ihrem Schicksal verbindet ohne es zu wissen. Nicht jeder Traum wird erfüllt werden und es nimmt auch nicht für alle ein gutes Ende. Man lernt auch auf sehr anschauliche Weise, dass der christliche Gedanke der Nächstenliebe nicht der Grundgedanke dieser Mutter-Kind-Einrichtungen war und ist froh in anderen Zeiten zu leben zu dürfen. Fazit: Ein ernstes Thema spannend umgesetzt. Ein fesselnder Debütroman und ein echter Pageturner. 

Spannung, Unterhaltung, Diskussionsgrundlage...

Von: Brigitta Datum: 08. May 2019

Ein klares JA zu diesem Werk! Das Buch ist für jeden Leser zu empfehlen. Wer z.B. gerne Krimis liest, bekommt hier Spannung pur bei der Auflösung einiger Morde, bis zum letzten Kapitel. Wer gerne Romane liest, und besonders mit wahrem, wenn auch wie hier mit düsterem Kern, wird ebenso bestens bis zum Schluß unterhalten. Und wer dann auch noch gerne Bücher über Gesellschaftsprobleme liest (hier Missbrauch und Ausbeutung Schutzbefohlener), hat eine Menge Stoff zum Nachdenken und diskutieren an der Hand. Die einzelnen Kapitel reihen sich chronologisch nicht immer aneinander, sondern springen oft in der Zeit. Dadurch wird die Spannung wunderbar hochgehalten. Ich konnte kaum mal eine Pause einlegen beim Lesen.

Ein Buch das Spuren hinterlässt

Von: N.v.Rh Datum: 08. May 2019

Dieses Buch wirkt noch lange nach nachdem man es gelesen hat. Emily Gunnis hat als Autorin ein wirkliches Meisterwerk abgeliefert. Diese Buch habe ich wirklich in einem Tag "verschlungen".Definitiv kein Buch zum "mal ebenso " lesen ,denn man fühlt mit den Protagonisten mit und es macht nachdenklich wie sehr Menschen durch ein Schicksal über Generationen hinweg miteinander verbunden sind. Welchen Wert und welche Macht die Kirche noch vor ein paar Jahrzehnten hatte ist fast unerträglich wenn man auf die Grausamkeiten von Mütterheimen schaut die ja kein Einzelfall waren. Noch lange nach dem lesen des Buches habe ich über die Schicksale nachdenken müssen.

Haus der verlassenen

Von: Nadine Datum: 07. May 2019

Mit dem Buch "Das Haus der verlassenen", ist Emily Gunnis ein wahres Meisterwerk gelungen. Ich habe es selten, das ein Buch mich nachhaltig noch so beschäftigt und mich Tage nach beenden,nicht los lässt. Es ist vielleicht am Anfang etwas schwer reinzukommen, da man kapitelweise zwischen den Jahren, Orten und Protagonisten, hin und her springt. Ich für meinen Teil kam damit aber schnell zurecht. Die Geschichte ist fiktiv und alle Protagonisten sind frei erfunden. Dennoch hat das ganze einen wahren und schlimmen Hintergrund. Achtung Spoiler: Es handelt sich um Ivy, eine junge Frau die in den 50er Jahren ungewollt schwanger wird.Der Vater des Kindes fühlt sich nicht verantwortlich und will Ivy auch nicht heiraten. Für ihre Familie ist die Schwangerschaft eine Schande. Ihr Stiefvater /Onkel schiebt sie in eines der weit verbreiteten Magdalenheime ab,in dem sie später ihr Kind bekommt. Die Geschichte erzählt weiter, wie das Leben von Ivy, den Geschehnissen im Heim, die "Freundschaft zu Elvira,die Zwangsadoption, die Familie/ Nachkommen noch Jahrzehnte später beeinflussen. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und muss wirklich sagen,das ich sehr berührt war. Ich danke dem Random House , das ich dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen und bewerten durfte.

Eine herzzereißende und spannende Suche nach der Wahrheit

Von: Saskia M. Datum: 07. May 2019

Die junge Journalistin Sam, die mit ihrer kleinen Tochter Emma bei ihrer Mutter Nana wohnt, weil sie sich mit ihrem Ehemann auseinandergelebt hatte, entdeckt einen alten Brief. In diesem schreibt eine junge Frau namens Ivy verzweifelt einem Mann, der wie es aussieht, der Vater ihres Kindes ist. Sie bittet um seine Hilfe, denn sie wurde von ihrer Familie in das St. Margaret’s Heim gebracht, eine Klosterbau, geführt von Nonnen die schwangeren Frauen aufnehmen, die nicht verheiratet sind. Der Brief stammte aus dem Jahr 1956, wo werdende Mütter ohne Vermählung als Sünderinnen dargestellt wurden. In diesem Mutter-Kind-Heim wurden hochschwangere Frauen gezwungen schwere Arbeit zu leisten, um ihre Sünden reinzuwaschen. Wenn das Baby geboren wurde, wurde es mithilfe von Pater Benjamin zur Adoption freigegeben. Sam beginnt sich das Schicksal Ivys zu Herzen zu nehmen und beginnt zu recherchieren. Immer mehr Personen scheinen in ihrem Leben eine Rolle gespielt zu haben. Zwei Nonnen, der Pater, ein Arzt, ein Psychologe, der Vater des Kindes und eine Fernsehmoderatorin. Wie passen die alle zusammen? Was ist mit Ivy geschehen? Und warum sind die meisten der Personen schon tot? Und was hat Nana für eine Rolle gespielt? Die Autorin, Emily Gunnis, nimmt sich ein schwieriges und trauriges Thema der Vergangenheit vor. Solche Mutter-Kind-Heime waren in der Vergangenheit nichts Unübliches. Die Religion spielte eine weitaus bedeutende Rolle im Alltag der Menschen, als sie es heute tut. Damals war der Gedanke, dass das eigene Kind schwanger wird ohne den Kindsvater zu heiraten, unmöglich. Es zog das Familienansehen in den Dreck. Eine Vorstellung, die wir heute, zumindest in einigen Teilen der Welt, nicht mehr verstehen können. Das Buch beginnt gleich mit dem tragischen Schicksal Ivys und doch nimmt es nicht ein bisschen die Spannung. Es wird zwischen der Vergangenheit Ivys und der Gegenwart Sams hin und her gesprungen. Wir lernen Sam als junge Mutter und besorgte Tochter kennen. Ivy lernen wir durch ihre Briefe an den Vater ihres Kindes kennen, dem sie ihre Ankunft im St. Margaret’s und ihr Leben dort schildert. Der Schreibstil liest sich sehr gut und man kommt nicht umhin festzustellen, wie nah einem die Geschichte durch die herzzerreißenden Briefe von Ivy geht. Obwohl am Anfang sehr viele Personen auftauchen und man es schwer hat sie zu zuordnen, ergeben sie im Verlauf der Handlung eine Struktur. Und obwohl man eine ganze Weile schon vermutet, was es mit der Fernsehmoderatorin auf sich hat, schmälert das in keiner Weise die Spannung des Buches. Diese Geschichte nimmt einen mit, reißt einen zusammen mit Ivy auf den Boden, zeigt wie grausam Menschen sein können und das im Namen der Religion. Dieses Buch hat mich gefesselt und ich habe es in einem Stück verschlungen. Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

Anfangs 'Geht so', dann 'Spannend bis zum Schluss'!

Von: Elena Datum: 07. May 2019

Das Haus der Verlassenen war für mich ein Buch, mit dessen Inhalt ich mich vollkommen habe überraschen lassen. Der Klappentext hörte sich sehr interessant und vielschichtig an, sodass ich auf jeden Fall mit hohen Erwartungen an die Sache herangegangen bin. Ich habe also angefangen zu lesen und anfangs war ich tatsächlich eher verwirrt, als dass ich einen guten Einstieg ins Buch bekommen habe. Die ersten Seiten verwirren insoweit, dass viele verschiedene Zeitsprünge stattfinden und es gibt verschiedene Charaktersichten, die sich im Laufe des Buches aufbauen und sich nach und nach aufklären. Für den ersten Moment überforderte mich das allerdings ein wenig, sodass ich nicht so schnell las, wie ich es normalerweise tue, wenn mich ein Buch sofort ergreift. Ich weiß nicht genau, wo der Wendepunkt meiner Haltung kam, aber irgendwann wurde die Geschichte sehr spannend und interessant. Mitunter auch traurig, auch wenn ich persönlich jetzt keinen Moment hatte, wo mir die Tränen kamen; auch wenn die eigentliche Geschichte wirklich tragisch ist und sehr detailliert und bildlich beschrieben wurde. Durch die verschiedenen Zeitsprünge, in denen die darin lebenden Figuren ihre eigene Stimme haben und so gesehen eine Geschichte in der Geschichte erzählt wird, fügen sich die Erzählstränge sehr gut zusammen. Im ganzen Buch geht es ja um Briefe und irgendwie funktioniert die Erzählweise sehr gut, sodass die Aufklärung der Geschichte nicht nur durch geschriebene Worte herausgefunden wird, sondern der Leser auch die Möglichkeit bekommt, hinter diese Worte zu finden und die Figuren besser kennen zu lernen. Für mich ist ein gutes Buch dann geschrieben, wenn ich mir auch außerhalb des Lesens Fragen stelle. Was passiert noch mit den Figuren? Wie hängt das alles zusammen? Wer ist diese Person und was hat sie mit der anderen Person zu tun? Und ich habe mir sehr viele dieser Fragen gestellt und wurde am Ende doch sehr überrascht über diese und jene Wendung, die das Buch genommen hat. Für mich also durchaus ein Buch, das das Lesen wert ist. Zudem ist das Buch unglaublich schön geschrieben und man kann sich sofort alles sehr genau vorstellen, was ich persönlich liebe!

Ein Mutter-Kind-Heim namens St.Margaret's

Von: Luisa1406 Datum: 06. May 2019

In dem Buch das Haus der Verlassenen geht es um ein Mutter-Kind-Heim namens St.Margaret's. Die Protagonistin Sam trifft auf Hinweise zu der Vergangenheit dieses Heimes und geht ihnen aufgrund ihres Interesses und ihrem Instinkt als Journalistin nach. Das Buch spielt in verschiedenen Zeiten und so gewinnt der Leser einen Einblick in die damalige Zeit in dem Heim und die teils auch erschreckenden Taten die damals in Unwissenheit der Öffentlichkeit dort geschahen. Am Anfang des Buches hatte ich Schwierigkeiten als Leser der Handlung zu folgen, da jedes Kapitel anders datiert ist und es seine Zeit gebraucht hat sich einzulesen. Die Handlung ist sehr gut geschrieben und vermittelt einen guten Eindruck über die damaligen Begebenheiten. Nach dem fünften Kapitel fieberte ich gespannt mit, ob die Taten in dem Heim aufgedeckt werden können. Am Ende des Buches trifft die Vergangenheit auf die Wirklichkeit und alles klärt sich auf. Rund um ein gutes Buch und trotz der "Einlesezeit" sehr zu empfehlen.

Bewegendes Schicksal mit vielen Geheimnissen

Von: bücherwurm10 Datum: 06. May 2019

Das Buchcover ist passend gewählt zum Inhalt des Buches, es zeigt ein herrschaftliches Haus umringt von einem hohen Zaun. Emily Gunnis erzählt die Geschichte in zwei Zeitebenen. Der Roman beginnt in England, Mitte der 50er Jahre. Eine junge Frau, Ivy Jenkins ist verliebt und schwanger. Doch ihr Freund lässt sie sitzen und ihre Familie verstößt sie, da die Schwangerschaft eine Schande für die Familie ist. Sie wird in einem katholischen Heim für ledige Mütter untergebracht. Hier verbringt Ivy die schlimmste Zeit ihres Lebens. Die jungen Frauen erleben dort physische und psychische Gewalt. Im zweiten Erzählstrang, er spielt im Jahr 2017, fallen der alleinerziehenden Journalistin Samantha zufällig Briefe von Ivy an den Kindsvater die Hände. Sie wird neugierig und recherchiert die Hintergründe. Mehr und mehr erfährt sie über das Schicksal der jungen Schwangeren in den 50er Jahren, die in kirchlicher Obhut waren. Die fiktive Geschichte hat einen realen Hintergrund, das macht den Roman fast zu einem Krimi. Die Autorin schreibt in einem flüssigen und lockeren Schreibstil. Die Charaktere sind feinsinnig beschrieben. Man leidet mit Ivy und geht auf die Suche mit Samantha. Ein sehr bewegendes Buch! Daher kommt von mir eine eindeutige Kauf- und Leseempfehlung!

Familientragödien und tragische Frauengeschichten

Von: ela2244 Datum: 06. May 2019

Eine Geschichte, die auf mehreren Zeitebenen mit mehreren Akteurinnen spielt und sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Familientragödien und -geheimnisse, die nach Jahren ans Licht kommen und tragische Frauengeschichten. Leider war dieses Buch nicht das, was ich mir erhofft hatte. Die Charakterzeichnung bleib schablonenhaft und die Sprache simpel und naiv, ohne dass es sich aus der Figurenzeichnung hätte ableiten lassen. Dies waren Aspekte, die mein Leseerlebnis leider deutlich minderten.

Briefe aus der Vergangenheit

Von: Babsi Datum: 06. May 2019

Das Haus der Verlassenen ist der Debütroman von Emily Gunnis und ist 2019 im Heyne-Verlag erschienen. Hauptfiguren sind Ivy, Sam und Kitty. Ivy wird im Jahre 1956 schwanger, woraufhin sie vom Stiefvater in ein Heim für ledige Mütter geschickt wird. Ihr Kind wird ihr genommen. Sie verbleibt bis zu ihrem Tod im Heim. Jahre später findet Sam bei ihrer geliebten Großmutter Briefe von Ivy und taucht in deren Geschichte ein. Bei ihren Recherchen stellt sich heraus, dass es familiäre Verbindungen gibt, die bisher unerwähnt blieben. Kitty ist eine erfolgreiche Moderatorin einer Talkshow, die uns mit persönlichen Schwierigkeiten vorgestellt wird. Im Buch erfahren wir, wie auch noch in dieser Zeit ledige Mütter leiden mussten und geächtet wurden. Die Geschichte von Ivy stellt exemplarisch dar, wie Kirche, Angehörige und sogar die jeweiligen Väter, die unverheirateten Mütter physischem aber auch psychischem Missbrauch aussetzten. Sam ist Journalistin und erhofft sich von ihren Recherchen einen Karriereschub. Sie findet nach und nach immer mehr Personen, die in irgendeiner Weise das Schicksal von Ivy kannten. Die meisten sind bereits verstorben, aber es wird klar, dass sie auf die Situation im Heim Einfluss hatten. Nach und nach erfährt Sam, wie sich das Leben in einem Mutter-Kind-Heim zur damaligen Zeit abgespielt hat, wie grausam und herzlos mit den Schwangeren umgegangen wurde. Im Internet findet sie einen Bericht über einen Priester, der offensichtlich eine Verbindung zu St. Margaret`s, dem Mutter-Kind-Heim, hat und dort nach 16 Jahren, in denen er verschwunden war, tot aufgefunden wird. Seltsam erscheint, dass die bekannte TV-Moderatorin Kitty Cannon sich für die gerichtlichen Untersuchungen interessiert. Als Zuhörer eines Gespräches zwischen Richard Stone, einem alten Psychiater, und Kitty, wird uns klar, dass diese eine Zwillingsschwester hatte, die in St. Margaret`s gelebt hat. Sie hoffte diese nach einer zufälligen Begegnung (im Alter von 8 Jahren) von dort wegholen zu können. Aber sie sahen sich nie wieder. Dies verfolgt Kitty. Weiter und weiter taucht Sam in die Geschichte des Heimes, seiner Bewohner und deren Schicksale ein. Sie muss sich beeilen, da das Heim abgerissen werden soll. Nicht alle Personen, die Sam befragen möchte, leben noch. Trotzdem erschließt sich ihr langsam auch die Geschichte der Briefe, die zu einer Geschichte ihrer eigenen Familie wird. Die Sprache des Buches ist klar, mitreißend und plastisch. Alle Personen sieht man vor sich, selbst das Wetter in einzelnen Szenen ist zu spüren. Die Autorin springt in ihren Beschreibungen zwischen den 50er-Jahren und dem Jahr 2017 hin und her. Dies erzeugt eine Spannung, die den Leser in die Geschichte hineinzieht. Ich finde das Buch sehr lesenswert. Man kann es“zur ernsteren Unterhaltung“ lesen, aber auch als Anlass nehmen, sich mit der Thematik weiter auseinanderzusetzen.randomhoue.der Für mich ist das Buch unbedingt lesenswert und sehr spannend. Die Journalistin Sam ist auch allein erziehende Mutter und ihrer Großmutter sehr verbunden, was die Intensität ihrer Tätigkeiten nicht nur aus Karrieregründen sehr glaubhaft macht. Dass der Ehemann Sams zu Beginn auftaucht, um die Familiensituation zu erklären und am Ende noch einmal erwähnt wird, erscheint mir überflüssig, aber nicht unbedingt störend.

Sehr spannender Roman, basierend auf wahrem Hintergrund

Von: A.Z. Datum: 05. May 2019

Anfangs war mir nicht recht bewusst, was mich in diesem Buch erwartet. Um so überraschter war ich, als ich merkte, dass das Buch mit jeder Seite spannender wurde. Es geht um eine Zeit in England, in den 60ger Jahren, in der die Frauen von ihren Familien und ihren Ehemännern noch sehr abhängig waren und es als große Schande galt, unverheiratet schwanger zu werden und ein Kind zu bekommen. Während dieser Zeit verliebt sich die sehr junge Ivy in den Fußballer Alistair und wird unerwartet von ihm schwanger. Da die Schwangerschaft schon zu weit fortgeschritten ist, und ihre Familie diese "Schande" äußerlich vertuschen will, wird Ivy gezwungen in ein Mutter-Kind-Heim zu gehen um dort ihr Kind zu gebären. Diese Heime unterstehen der derzeit "unantastbaren" Kirche und die jungen Frauen müssen dort Schwerstarbeit leisten, und werden genötigt ihre Babys später zur Adoption freizugeben. Für Ivy beginnt dort eine qualvolle Zeit, in der sie heimlich, viele Briefe an ihren Geliebten, Alistair schreibt, in der Hoffnung, dass er sie und ihr gemeinsames Kind  dort heraus holt. Viele Jahre später, in unserer heutigen Zeit, findet die Journalistin Sam bei ihrer Großmutter einige dieser Briefe von Ivy. Diese machen sie sehr betroffen, und sie beschließt mehr über das Schicksal von Ivy herauszufinden. Erst später wird Sam bewusst, dass auch sie und ihre Familie mit dem Schicksal von Ivy verbunden ist. Damit beginnt eine spannende Geschichte über viele vertuschte und traurige Begebenheiten in der Vergangenheit und mysteriösen Todesfällen in der heutigen Zeit, die erst bei genauerem Hinsehen einen Zusammenhang ergeben, und sich über mehrere Generationen erstreckt. Das Thema der Mutter-Kind-Heime, die es vor allem in England und Irland gab, beruht auf tatsächlichen Begebenheiten. Die Autorin hat viel darüber recherchiert und geschickt in diese spannende Geschichte eingebaut. Der Roman ist angenehm flüssig geschrieben und lässt sich sehr gut lesen. Insgesammt ein gelungenes und super spannendes Buch!

Das Haus der Verlassenen

Von: Marlis Datum: 05. May 2019

Ich konnte dieses Buch nicht mehr zur Seite legen, es ist spannend und fesselnd geschrieben. Erschreckend, was Frauen und Mädchen für ein Leid ertragen mussten und wer alles dafür verantwortlich war. Definitiv ist dieses Buch nur zu empfehlen.

Das Haus der Verlassenen

Von: Schnipsel3 Datum: 05. May 2019

Das Buch gliedert sich in zwei Zeitabschnitte, welche im späteren Verlauf verknüpft werden. In diesem Roman wird im ersten Abschnitt (Vergangenheit) die Geschichte der Mädchenheime der 60er Jahre in England anhand des Leidensweges einer jungen Frau aufgearbeitet und im Zweiten (Gegenwart) die Arbeit einer jungen Journalistin verfolgt. Hiermit wird das Unrecht, welches vielen Mädchen und Frauen in dieser Zeit des 20. Jahrhunderts behandelt, die Autorin sensibilisiert mit ihrer Geschichte für das Thema und beschreibt zusätzlich am Ende ihre persönliche Intention für dieses Thema und schildert einige Hintergründe.Hierbei beschreibt die Autorin auf eine sehr bildhafte Art und Weise, sodass die "Szenen" gut umrissen werden. An vielen Stellen wird deutlich, das sie bereits als Drehbuchautorin tätig war, da beispielsweise Farbe und Marke der Schuhe oder den Schnitt des Abendkleides detailliert beschrieben werden. Das Buch soll Sensibilität für dieses Thema schaffen und zum nachdenken anregen und das hat es geschafft.

Spannend und undurchsichtig

Von: kaddiesbuchwelt Datum: 05. May 2019

1997 wurde das letzte Magdalenenheim für gefallene Mädchen und junge Frauen geschlossen. 1997! Ich bin Anfang 2000er auf den Film ‚Die unbarmherzigen Schwestern‘ gestoßen und seitdem interessieren mich die Geschichte und die Schicksale solcher Frauen und jungen Mädchen. Dieses Buch war daher ein Muss und es verdient den internationalen Hype! Eine undurchsichtige und gut durchdachte Geschichte um zwei Frauen, die an dem Verstand des Lesers zweifeln lassen und doch logisch aufgeklärt wird. Bewertung: Grandioses Buch, welches ich nur empfehlen kann. Ein kleines Highlight des Jahres von mir. Unbedingte Leseempfehlung, daher 5+ von 5 Sternen.

Ein gelungenes Debüt

Von: Jamawi87 Datum: 03. May 2019

Emily Gunnis Erstling begeistert. Der Roman "Das Haus der Verlassenen" besticht durch einen recht flotten Plot, der die zu Beginn unterschiedlichen Handlungsstränge geschickt miteinander verwebt. Die junge Protagonistin Sam steht am Beginn ihrer Journalisten-Karriere, die nicht nur von einem mürrischen Vorgesetztem sondern auch von einer zerütteten Ehe erschwert werden. Als ihr ein alter Brief in die Hände fällt, wittert sie eine möglicherweise große Story und beginnt ihre Recherchen. Ähnlich wie auch Sam wird auch der Leser in die Recherche miteinbezogen und möchte mehr über die zunächst losen Zusammenhänge erfahren. Hierbei gelingt es der Autorin durch immer wieder geschickt gesetzte Cliff-Hanger, den Roman in einen echten Page-Turner zu verwandeln. Dabei wird eines der zentralen Motive - die Rechte der Frauen - sowohl aus der jungen historischen, aber auch aus der modernen Pserpektive beleuchtet. Die hier beschrieben Zustände in einem christlichen (!) Mutter-Kind-Heim rühren das Herz und lassen den Leser verständnislos zurück. Das damalig nachweislich begangene Unrecht berührt das Herz und macht verständlich, warum die Protagonistin stets mehr erfahren möchte. Aber auch die aktuellen Herausforderungen einer alleinerziehenden Mutter, die versucht eine liebevolle Erziehung sowie eine mögliche Karriere zu vereinen sind feministische Themen, die hier aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern schlicht als schwierige Alltagssituation vermittelt werden. Dass der Roman zusätzlich von Spannung und einem lobenswerten Schreibtstil lebt, sind zusätzliche Pluspunkte. Zusammmenfassend bleibt festzuhalten, dass es sich bei Gunnis Roman um ein äußerst gelungenes Debüt handelt, welches sich nicht nur um Aufarbeitung, sondern auch um moderne Themen bemüht. Stellenweise hätte man sich jedoch mehr Tiefgang in der Entwicklung der Charaktere gewünscht, denn der schnelle Plott lässt es kaum zu, dass man all zu viel über das recht zahlreiche Personal des Romans erfährt.

Eine Geschichte die noch lange nachklingt

Von: booksurfer Datum: 03. May 2019

Als ich den Klappentext gelesen habe war ich direkt von der Geschichte fasziniert und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen 1956 und 60 Jahre später. Zum einen sind wir im damalige Susex wo wir die junge Ivy treffen die ungewollt schwanger und von Ihrer Familie in das St. Magarets Heim für ledige Mütter abgeschoben wird. Ivy schreibt Briefe an Alistair den Vater Ihres ungeborenen Kindes und hofft das er Sie aus ihrer ausweglosen Situation befreien wird. Ihre einzige Freundin dort ist die kleine Elvira, der Sie zur Flucht verhilft und ein schreckliches Geheimnis offenbart das noch bis in unsere Zeit nachwirkt. 60 Jahre später findet die Reporterin Samantha Ivys Briefe im Nachlass Ihres Großvaters. Sie beginnt Ivys Geschichte zu recharchieren und deckt dabei Familiengeheimnisse auf die sie in eine Spirale aus Blut der Gewalt hineinzieht. Emily Gunnis hat in England ja den großen Durchbruch mit dem Buch geschafft und ich muss sagen ich verstehe warum. Der Schreibstil ist so packend das man förmlich an den Seiten klebt. Die Figur der Ivy ist so detailreich ausgearbeitet das man Ihr ganzes Matyrium mit ihr durchlebt. Die Zustände im Heim sind so grausam und greifbar beschrieben das man beim lesen körperlich mitleidet. Der Thriller Aspekt der in Sams Geschichte stattfindet ist gut ausgearbeitet und die Autorin schafft es die beiden Zeitebenen sehr gut miteinander zu verknüpfen. Sams Jagd nach der Wahrheit hinter den Briefen und welche Auswirkungen diese bis heute haben ist spannend und gut konstruiert beschrieben. Für mich war leider etwas zu früh klar was Sache ist. Ich hatte mir nochmal einen Plottwist gegen Ende erhofft der leider nicht kam. Nichts desto trotz ist die Geschichte hervorragend erzählt. Allein schon Ivys Geschichte ist es Wert das Buch zu lesen. Vorallem das Nachwort zur Recherche von Emily Gunnis über die Frauenheime ist sehr interessant und man bekommt noch ein paar tiefere Einblicke. Eine absloute Leseempfehlung.

Bewegende Geschichte, ein lesenswerter und gleichzeitig informativer Roman

Von: papierkram25 Datum: 01. May 2019

Dieses Buch erzählt eine fiktive Geschichte vor dem realen Hintergrund der sogenannten Mutter-Kind-Heime in Irland und Großbritannien. Dieses waren meist kirchlich geführte Heime, in die junge ledige Frauen abgeschoben wurden, die ungewollt schwanger wurden. Sie wurden dort schlecht behandelt, oft misshandelt und zu schwerer Arbeit gezwungen, sie sollten ihre „Schuld“ abarbeiten. Ihre Kinder wurden ihnen gegen ihren Willen weggenommen und zur Adoption freigegeben. Die Heime profitierten finanziell aus der Aufnahme der jungen Mütter und durch die Vermittlung der Adoptionen. Sussex, England, 1956. Die junge Ivy wird ungewollt schwanger. Sie wird von ihrem Stiefvater fortgeschickt nach St. Margaret’s, ein Heim für ledige Mütter. Ivy wird dieses Heim nie wieder verlassen. Sechzig Jahre später findet die Journalistin Sam, Ivys Briefe im Haus ihrer Großmutter, bei der sie derzeit mit ihrer kleinen Tochter lebt, da sie sich vorübergehend von ihrem Mann getrennt hat. Sams Neugier und berufliches Interesse sind geweckt. Wie sind diese Briefe ins Haus der Großeltern gekommen und was hat es damit auf sich? Sie beginnt über das ehemalige Heim zu recherchieren. Dabei stößt sie auf schreckliche Geheimnisse rund um das St. Margaret’s Heim, die sich bis in ihre eigene Gegenwart ziehen. Die Autorin erzählt die Geschichte abwechselnd auf den zwei Zeitebenen. So erfährt man einerseits, wie Sam nach und nach mit ihren Recherchen vorankommt, andererseits werden die Verhältnisse unter denen Ivy und die im Heim geborenen Kinder ausführlich beschrieben. Für mich ist es unfassbar, dass dieses so tatsächlich in den 1950er Jahren passieren konnte, dass eine derartige Vorgehensweise zu dieser Zeit noch möglich und üblich war. Mir war auch nicht bewusst, dass es diese Heime auch in Großbritanien gegeben hat. Über derartige Heime in Irland hatte ich schon einmal gehört. „Das Haus der Verlassenen“ ist eine sehr bewegende Geschichte über ein dunkles Kapitel der irischen und britischen Geschichte. Ich mag die Verbindung der damaligen Ereignisse mit der Gegenwart. Der Autorin ist ein lesenswerter informativer Roman gelungen, der an all die Frauen erinnert, die dieses Schicksal ertragen mussten und häufig bis heute nichts über ihre Kinder wissen.

Das Haus der Verlassenen - packend!

Von: Joy Datum: 29. April 2019

"Das Haus der Verlassenen" erzählt die Geschichte einer jungen Frau Mitte der 50er, die ungewollt schwanger, von allen im Stich gelassen, in einem Heim für ledige Mütter landet. Dabei verwebt die Autorin geschickt in Form von Briefen die teils grausamen Erfahrungen dieses Mädchens mit dem Leben einer jungen alleinerziehenden Frau in der heutigen Zeit. Die Ereignisse von damals beeinflussen bis heute das Leben vieler verschiedener Beteiligter. Emely Gunnis schreibt unterhaltsam und spannend. Dabei fühlt man sich manchmal wie mitten in einem Krimi, oder doch wie in einer Geistergeschichte? Bis zum Schluss kann man nicht erraten wie es enden wird. Gerade weil die Ereignisse des Buches grade mal 2 1/2 Genarationen zurückliegen, als gut und gerne auch meine Großmutter hätten betreffen können, fühlte ich mich oft entsetzt über die makabren Zustände im Heim (welche eine historische Grundlagen haben) und die Hilflosigkeit die aus den Briefen spricht. Aber auch die schwierige Situation heutiger alleinstehender oft berufstätger Mutter wird am Rande aufgegriffen. Pures Lesevergnügen!

Dieses Buch geht unter die Haut

Von: Sonja/Shaaniel Datum: 29. April 2019

💔🏠Rezensionsexemplar🏠💔 (unbezahlte Werbung) -Bloggerportal Randomhouse- 💔🏠😭Das Haus der Verlassenen😭🏠💔 Autorin: Emily Gunnis Übersetzerin: Carola Fischer Verlag: Heyne Preis: 20€, Gebundenes Buch mit Schutzumschlag Seiten: 400 Seiten ISBN: 978-3-453-27212-5 Erscheinungsdatum: 18. März 2019 5 Von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐ 😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠 Inhaltsangabe: Entnommen von: www.randomhouse.de Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte. 😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠 Weitere Informationen: https://www.lovelybooks.de/autor/Emily-Gunnis/Das-Haus-der-Verlassenen-1810475548-w/ 💔 https://www.lovelybooks.de/autor/Emily-Gunnis/ 💔 https://instagram.com/emilygunnis?utm_source=ig_profile_share&igshid=1vgtm342a4iu8 💔 https://instagram.com/randomhouse?utm_source=ig_profile_share&igshid=g378eh1o2fmk 💔 https://instagram.com/heyne.verlag?utm_source=ig_profile_share&igshid=gdtgaa4hu4od 💔 https://www.facebook.com/heyne.verlag/ 💔 https://www.facebook.com/randomhouse/ 💔 https://www.facebook.com/EmilyGunnisAuthor/ 💔 https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Haus-der-Verlassenen/Emily-Gunnis/Heyne/e552379.rhd 💔 https://www.randomhouse.de/Autor/Emily-Gunnis/p643381.rhd 😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠💔😭🏠 Hallo ihr Süßen💕 *Das Haus der Verlassenen* von Emily Gunnis, hat nicht umsonst in der Original Ausgabe über hundert positive Rezensionen. Es war für mich ein erschütternde und erschreckende Buch, das schon Thriller Feeling besaß. Es erzählt eine Familien Geschichte auf mehreren Zeit-Ebenen und diese Geschichte hat mich einfach nur sprachlos gemacht! Es geht um Mutter Kind Heime und um Zwangs Adaptionen und um sehr viel Gewalt und Schmerz! Was diese Nonnen in dem Heim mit den jungen Frauen und ihren Babys angestellt haben, ist der grauen Pur und Emily Gunnis hat dies dem Leser vollkommen realistisch nahe gebracht! Ich möchte über die Handlung nicht so vieles sagen, denn man sollte das Buch einfach lesen und auf sich selbst wirken lassen! Es ist sehr eindrücklich und geht unter die Haut, gerade die Briefe und Tagebuch Einträge machen dies mehr als glaubhaft und erschreckend realistisch! Ein Buch für jeden, der auf Familien geschichten steht und der am eigenen Leib erfahren möchte wozu die Ach so "netten" Nonnen aus dem Heim im Stande waren! Großartiges dramatisches Thriller Epos! Lieben Gruß Sonja/Shaaniel

Meinung zu das Haus der Verlassenen

Von: Martina Schildknech Datum: 28. April 2019

Ich kann das Buch weiterempfehlen. Die Geschichte ist sehr gut erzählt und spielt auf mehreren Zeitebenen im England der 50er Jahre bis ins Jahr 2017. Es geht um ein dunkles Familiengeheimnis, dass im Laufe der Geschichte immer weiter aufgeklärt wird. In der Handlung spielt ein einsam gelegenes, altes Herrenhaus eine große Rolle, in dem sich ein Heim für unverheiratete schwangere Mädchen untergebracht ist, welches von Nonnen sehr streng geführt wird. Die Geschichte wird einmal aus der Sicht einer jungen Journalistin erzählt, die im Jahre 2017 in Sussex lebt, andererseits geht es in Rückblenden um die Lebensgeschichte einer im Jahre 1957 lebenden, jungen Frau. Das Buch ist sehr gut recherchiert und basiert auf Tatsachen, die erst in den letzten Jahren bekannt wurden. Es ist spannend geschrieben und man sollte es möglichst an einem Stück lesen, da im Inhalt viele Charaktere, das heißt viele Namen vorkommen und man nach einer längeren Pause schlecht wieder in die Handlung einsteigen kann. Das sollte aber kein Problem sein, da die Geschichte spannend geschrieben ist und man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Einzig im Mittelteil zieht sich die Handlung ein wenig in die Länge, was dem Gesamteindruck aber nicht schadet. Ich kann das Buch jederzelit weiterempfehlen!

Packend

Von: U. Pflanz Datum: 28. April 2019

Eine Geschichte die mich wirklich gepackt hat und auch traurig gestimmt hat. Unfassbar wie mit den schwangeren Frauen in diesem Heim umgegangen wurde. Die Frauen mussten harte Arbeiten verrichten und als „Dank“ wurden ihnen dann noch die Kinder abgenommen und zur Adoption freigegeben. Genau damit wurde das Heim finanziert. Die Autorin erzählt abwechselnd in zwei Zeitebenen. Einmal zu der Zeit von Ivy in dem Heim und dann 60 Jahre später zu Sams Zeit als sie den Brief von Ivy bei ihrer Großmutter im Haus findet und der Sache auf die Spur geht. Ich hatte das Buch sehr schnell durch, da ich wissen wollte was am Ende rauskommt. Die Spannung hält sich konsequent durch, bis man die volle Aufklärung hat. Auch die Verbindung zu den beiden Zeitebenen kommt relativ spät, was die Spannung natürlich hält. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und unterstützt an der Geschichte dranzubleiben. Von mir gibt es eine Leseempfehlung und volle 5 von 5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Was macht Kirche und Gesellschaft mit Menschen?!

Von: Christoph Böhm-Koelman Datum: 28. April 2019

Eine erschütternde, tief ergreifende Schilderung menschlicher Schicksale, die so oder so ähnlich durchaus auch Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Ereignissen haben könnte. In einem sehr gut lesbaren Wechselspiel zwischen den Generationen, zwischen den Zeiten schildert die Autorin sehr authentisch Begebenheiten, die nachdenklich machen und erschüttern. Die Frage, ist das Wahrheit oder Fiktion, stellt sich nicht!

Absolut lesenswert!

Von: Testleseratte Datum: 28. April 2019

In "Das Haus der Verlassenen" geht es um die tragische Geschichte der jungen Ivy, die in den 50er Jahren lebte und von ihrer Familie in Heim für ledige Mütter geschickt wird. Außerdem geht es um die Journalistin Sam, die etwa 60 Jahre später Briefe von Ivy findet und versucht, alles über die Geschichte von Ivy und dem Heim, St. Margaret´s, herauszufinden. Im Laufe des Buches wird zwischen verschiedenen Personen und Zeitebenen hin- und hergesprungen und am Ende fügt sich alles zusammen. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht über den Inhalt verraten. Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an sehr bewegt und nicht mehr losgelassen. Die Charaktere empfand ich alle als authentisch und der Schreibstil ist durchgehend flüssig. Man kann sich kaum vorstellen, dass die Geschehnisse um Ivy´s Leben, die in dem Roman beschrieben werden, erst so kurze Zeit in der Vergangenheit liegen sollen. Für mich ist das Buch schon jetzt ein Lesehighlight 2019. Ich freue mich auf weitere Bücher der Autorin, die hoffentlich folgen werden.

Emotinaler Roman

Von: Leseratte Mel Datum: 28. April 2019

Meine Meinung zu das Haus der Verlassenen   Cover: Das Cover passt gut zur Geschichte. Allerdings finde ich das hier St. Margaret fast schon hübsch aussieht, umgeben von Bäumen. Nur der dunkle Himmel lässt das Cover etwas düster wirken. Buch allgemein: Ivy ist von Anfang an ein starker Charakter und ich finde es bemerkenswert wie tapfer sie ist. Nur in den Briefen merkt man wie hilflos sie ist. Sam weis ebenfalls was sie will und lässt sich auch von Niederlagen nicht unterkriegen. Kitty hat mit ihrem Alter und ihrem Kariere Aus zu knappern und versucht dagegen anzukämpfen. Allgemein fällt mir auf das hier meistens die Frauen einen starken Charakterzug haben und die Männer so ziemlich das Gegenteil der Frauen sind. In diesem Buch geht es um das Heim für lediger Mütter und deren Geschichte. St. Margaret ist dabei immer ein düsterer Ort und die Autorin vermittelt dieses Gefühl sehr gut. Die Geschichte hat mehrere Zeitsprünge. An Hand des Datums kann man aber immer gut erkennen in welcher Zeit man sich gerade befindet. Die Briefe sind immer mit kursiver Schrift geschrieben und heben sich gut vom Rest des Textes ab. Es ist immer wieder sehr dramatisch und emotional. Der Titel passt super zu Geschichte. Nach und nach erfährt man dann die ganze schlimme Geschichte, die mich wirklich überrascht hat. Trotzdem wirft diese Geschichte für mich einige Fragen auf, die leider nicht beantwortet werden. Am Anfang brauchte ich einige Zeit um in die Geschichte zu finden da es gleich viele Namen gab die man der richtigen Zeit zuordnen muss. Das Ende ist dramatisch und emotional. Abschließende Worte: Es war erschreckend zu lesen was alles in diesem Heim passiert ist. Ich empfehele am Schluss die Anmerkung der Autorin zu lesen.   Leseempfehlung: Ja, auf jeden Fall

Tolle Unterhaltung

Von: Agnes Datum: 27. April 2019

Die Journalistin Sam findet bei ihrer Großmutter Briefe der jungen Ivy Jenkins. Diese wurde 60 Jahre zuvor von Ihrer Familie gezwungen ihr Kind in einem Heim für ledige Mütter zu entbinden. Sam nehmen die Briefe so sehr mit, dass sie sich auf die Suche nach Ivy begibt. Sie ahnt nicht, dass ihre beiden Geschichte miteinander verbunden sind. Eine Geschichte die alles hat: Spannung, Trauer, Freude. Das Buch ist für alle, die einfach nur entspannt lesen möchten. Der Schreibstil und der Plot machen es einem leicht, das Buch am Stück zu lesen. Ich freue mich schon auf weitere Bücher von Emily Gunnis.

Von Familiengeheimnissen und Schuld

Von: Hannah Datum: 27. April 2019

Ich habe in meinem Leben schon einige Bücher gelesen, in denen alte Familiengeheimnisse schrittweise ans Tageslicht gelangen und fand immer, dass diese alle einem ähnlichen Schema folgen. Zwar blickt man als Leser oft nicht durch bei all den verworrenen Handlungssträngen, aber letzten Endes stellt sich immer heraus, dass die Figuren alle entweder verwandt, verbandelt oder sonst irgendwie verbunden sind. Dennoch hat mich "Das Haus der Verlassenen" gereizt, da ich mich für Geschichte interessiere und es wichtig finde, die Ungerechtigkeiten, die Frauen im Laufe der Geschichte erdulden mussten, sei es literarisch oder nicht, aufzuarbeiten. Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen, zwar hat es mich nicht komplett gepackt, aber man musste sich keineswegs zum Weiterlesen zwingen. Grob zusammengefasst geht es um die Journalistin Sam, die in der Wohnung ihrer Großmutter Briefe einer gewissen "Ivy" findet, die darin ihren geliebten Alistair anfleht, sich ihrer und dem gemeinsamen Kind anzunehmen. Ivy war unehelich schwanger geworden,woraufhin Alistair sich von ihr abwandte und ihr Stiefvater sie ins St. Margaret's Heim schickte, wo ledige Mütter aufs Ärgste misshandelt und direkt nach der Geburt von ihren Babys getrennt wurden. Durch den Brief wird Sams journalistisches Interesse geweckt und sie beginnt zu recherchieren. Der Roman wechselt dabei immer zwischen 1956 und der Gegenwart, wodurch der Leser auch erfährt, was damals passiert ist. Im Laufe der Erzählung verweben sich die Geschichten und Schicksale und ohne zu viel zu verraten - am Ende hängen viele Charaktere zusammen. Allgemein lässt sich das Buch gut lesen, jedoch empfand ich die Sprache vor allem zu Beginn oft als unnötig pathetisch und unnatürlich, so, wie sich niemand unterhalten würde. Durch eine Vielzahl an Adjektiven und gestelzten Dialogen fiel es mir bisweilen schwer, wirklich Bezug aufzubauen, da ich unbewusst dann auf "Abwehr" gehe, da ich mit einem solchen Stil teils nicht viel anfangen kann. Andererseits habe ich durchaus gemerkt, dass versucht wurde, Authentizität zu schaffen. Zum einen gibt es viel wörtliche Rede, zum anderen gab es auch einige Passagen, in denen Figuren inspirierende Aussagen machen (z.B., dass es gefährlich sein kann, sich mit anderen zu vergleichen - das ist ein Thema, mit dem sich sicher viele Leser identifizieren können). Die Briefe und deren tragische Inhalte tragen zudem zur Emotionalität bei. Insgesamt ist Emily Gunnis mit ihrem Debütroman eine ordentliche Story gelungen, für die sie auch intensiv recherchiert hat, wie ich dem Nachwort entnehmen konnte und mit der, sie ein interessantes und wichtiges Thema verarbeitet. Im Großen und Ganzen hat es mir recht gut gefallen, vor allem, da es befriedigend ist, wenn am Ende alle Fäden zusammenlaufen und man als Leser endlich erfährt, wer welche Rolle spielt. Alle, die Familiengeheimnisse spannend finden und verworrene Handlungsstränge gerne mögen, haben sicherlich Freude an "Das Haus der Verlassenen".

Schwierig in die Handlung zu finden

Von: Marti M. Datum: 27. April 2019

Anhand des Titels, Cover und Beschreibung war ich voller Vorfreude und konnte es nicht erwarten endlich zu beginnen. Leider verflog meine Euphorie nach wenigen Kapiteln. Ich bin nicht in die Handlung rein gekommen. Ich musste fortweg nach vorne blättern und nachsehen, um welche Person und um welches Jahr es eigentlich ging. Beinahe jedes Kapitel handelt in einer anderen Zeit und mit anderen Personen. Es war für mich schwer am Ball zu bleiben und die unterschiedlichen Kapitel zu ordnen. Wer gern in Jahreszeiten springt und sich für Geschichte dieser Art interessiert, sollte dieses Buch lesen. Mich hat es leider nicht begeistert.

Super spannend

Von: EiJaSo Datum: 27. April 2019

Das Buch liest sich sehr einfach. Hat man ei mal angefangen, möchte man nicht mehr aufhören. Jeden Abend habe ich ein paar Seiten gelesen und war ruck zuck durch. Ich habe das Buch an meiner Schwester weiter gegeben, da sie auch gerne liest.

Was würdest du tun, wenn der einzige Mensch, der dich je geliebt hat, in den Tod getrieben wird?

Von: Tina Pommer Datum: 25. April 2019

Großbritannien 1956. Um die Schwangerschaft der unverheirateten Tochter zu verheimlichen, schickt die Familie Jenkins die junge Ivy in ein kirchliches Mutter-Kind-Heim. Schwere Arbeit, Hunger und Demütigungen durch die Schwestern gehören zur Alltag. Als Ivy dann gezwungen wird, ihre Tochter zur Adoption freizugeben, nimmt sie sich das Leben. 2017. Die junge alleinerziehende Journalistin Sam wohnt nach ihrer Trennung bei ihrer Großmutter. Dort findet sie eines Tages einen herzergreifenden Brief von Ivy an ihren Geliebten. Sie fühlt sich seltsam berührt und beschließt, der Geschichte nachzugehen. Dabei stößt sie auf viele Ungereimtheiten. Warum sind alle, die mit Ivys Tod in Zusammenhang standen, eines unnatürlichen Todes gestorben? Und was hat die bekannte Moderatorin Kitty Cannon damit zu tun? Nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen, bis es bei einem grandiosen Finale um alles geht. Ivys Geschichte, die in Rückblenden erzählt wird, hat mich ein paarmal zum Weinen gebracht! Die Schilderung war sehr emotional und dicht, und ich konnte gut mitfühlen, wie es einem jungen unerfahrenen Mädchen gehen muss, das in der schwierigen Zeit der Schwangerschaft statt Unterstützung nur Ablehnung und Hass erfährt und dann auch sein Kind weggeben muss. Wir können froh sein, dass wir diese verlogenen Moralvorstellungen heute größtenteils überwunden haben! Auch wenn es Sam als alleinerziehende Mutter nicht leicht hat, so hat sie doch die Unterstützung ihrer Familie und Kollegen. Die Handlung ist geschickt erzählt, die Leserin weiß nie mehr als Sam und kann so bis zum Schluss mitfiebern. Fazit: Wer es spannend und emotional liebt, kommt bei diesem Buch voll auf seine Kosten!

Zauberhaft und berührend traurig

Von: SchröPo Datum: 25. April 2019

Schon der Einband mit seinem klassisch britischen Abbild eines alten Herrenhauses und der Titel „Haus der Verlassenen“ packt einen. Ich musste sofort die ersten Seiten lesen, um herauszufinden, ob meine Erwartungen erfüllt werden - und das wurden sie. Eine packende klare und zugleich unglaublich farbige Sprache erzählt die traurige Geschichte einer jungen Frau namens Ivy, die in den 50er Jahren schwanger und völlig verzweifelt in einem der zahlreichen Mutter-Kind-Häuser in England landete, wo Sie die schlimmere Erfahrungen machen musste, als sie sich je hat vorstellen können. Das klassische Thema, Verbechen, die im Namen der Kirche begangen und vertuscht wurden, wird hier in den wundervoll gewobenen Rahmen einer Familiengeschichte gesponnen, die zugleich auch Krimi ist. Wir begleiten Ivy durch die schwere Zeit in St.Magret, wo sie nicht nur schwerste körperliche Arbeit leisten muss, sondern auch Ablehnung und Gewalt in ihrer schlimmsten Form erfahren soll, bis hin zum Verlust ihres Kindes. Die Autorin kann die düstere Stimmung und die Ängste der jungen Frauen in dieser schrecklichen Anstalt bedrückend lebendig erfassen und lässt uns so nah teilhaben, dass einen diese Traurigkeit und Verzweiflung beim Lesen real erfasst. Kennenlernen dürfen wir Ivy durch die Reporterin Sam, die 2017 auf Ivy‘s Briefe an ihren Geliebten stößt und beginnt, diese schreckliche Geschichte zu recherchieren; nichtsahnend, dass dadurch ihr eigenes Leben gefährlich ins Wanken gerät. Wir dürfen miterleben, wie Sam von der Tragik in Ivy‘s Geschichte erfasst wird, so gefesselt ist, dass sie fast alles tun würde, um die Wahrheit herauszufinden, bis hin zu der Angst, ob sie dadurch nicht alles verliert ... „Herzzerreißend traurig“ heißt es in einer Rezession auf dem Buchrücken und dem kann ich nur zustimmen. Gleichzeitig aber auch mutmachend und wundervoll berührend erzählt. Ich habe selten ein Buch erlebt, dass mich so gefesselt hat. Ich bin beim Lesen vollständig in der Geschichte verschwunden und konnte den Zauber und das Unbehagen rund um St. Magret förmlich spüren, dessen Geheimnis am Ende gelüftet, aber nicht ausgeschlachtet wird. Wer einen Sinn für Tiefgang, Herz, Geschichte und sagenumwobenen alte Gebäude hat, muss dieses Buch einfach lesen!

"Das Haus der Verlassenen" - mitreißender Roman über das Schicksal junger lediger Mütter

Von: smooneliest Datum: 24. April 2019

von Emily Gunnis Heyne Verlag, März 2019, 400 Seiten ⭐⭐⭐⭐ Wow! Dieses Buch hat mich wirklich ganz und gar gefangen genommen, ich hatte Schwierigkeiten es wegzulegen. Dabei war es doch recht anderes als ich erwartet habe. Die junge Ivy wird in England 1956 ungewollt schwanger. Der Vater des Kindes bricht den Kontakt ab und ihr Stiefvater schickt sie in ein Heim für ledige Mütter. Dort soll sie versorgt werden und für ihren Unterhalt arbeiten... 60 Jahre später findet die junge Journalistin Briefe, die Ivy aus dem Heim an den Vater des Kindes geschrieben hat und die deutlich machen, wie schrecklich und dabei ausweglos ihre Situation und die von vielen anderen jungen Frauen und Kindern war. Sam recherchiert weiter, deckt die grausige Geschichte des Heimes auf und erfährt so auch ihre eigene Familiengeschichte. Durch ihre eigene Verstrickung gerät auch ihre Familie nach so vielen Jahren noch in Gefahr. Vom Cover und Klappentext erwartete ich eine Familiengeschichte und ein trauriges Schicksal. Anfangs war ich ein wenig genervt, dass es sich um Fernsehstars und Journalistentum drehte, das brauchte es meiner Meinung nach nicht. Doch der Roman wurde schnell immer spannender und wandelte sich bald zu einem Kriminalroman, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ivy's Schicksal und das der Kinder ist wirklich erschreckend, es ist schwer vorstellbar, dass das alles noch gar nicht so lang her ist. Wieviele Frauen wurden in solchen Heimen gequält und wieviele Kinder gegen den Willen ihrer Mütter zur Adoption freigegeben? Es wird sehr eindrücklich beschrieben, was in dem Heim passierte. Dieses St. Margaret's Heim ist dabei ein fiktiver Ort, ebenso wie die Personen. Beides steht stellvertretend für die Heime in Irland und auch England. Die Autorin hat es geschafft, Ivy's Geschichte eindrücklich zu erzählen und den Leser durch spannende Verstrickungen stark zu fesseln. Damit zeigt sie auch auf, dass diese Heime längst nicht vergessen sind, denn manche der gequälten Frauen und Kinder leben noch, ebenso wie die Verantwortlichen, die nur selten zur Rechenschaft gezogen werden. Sehr empfehlenswert für geschichtlich interessierte und Krimi-Leser.

Das Opfer für den heiligen Schein

Von: Sandra Datum: 23. April 2019

In dem Roman "Das Haus der Verlassenen" beschreibt Emily Gunnis in einer spannenden und auch sehr emotionalen Handlung, wie eine angehende Journalistin die Geheimnisse der Lebensgeschichte ihrer Vorfahren aufdeckt. Die sehr bildhafte Schreibweise macht es sehr leicht, das Geschehen wie einen Film vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen, einzig die häufig auftretenden Zeitsprünge in der Handlung lassen manchmal etwas die Orientierung verlieren. Thematisch beschäftigt sich das Geschehen mit gesellschaftlichen Abgründen wie sie sich vor noch nicht allzu vielen Jahrzehnten tatsächlich zugetragen haben, wie Einzelschicksale gesellschaftlichen Zwängen und Vorurteilen zum Opfer vielen, nur um den Schein oder den guten Ruf zu wahren. Unterstützt wurden diese Entwicklungen durch den Autoritätsmissbrauch der Kirche, die auf scheinheilige Weise vorgibt, "Hilfe" in einer Notsituation anzubieten, aber hinter hohen Mauern versucht durch Ausbeutung und Misshandlung der Notleidenden maximalen Profit aus deren Situation zu schlagen. Abgesehen von der guten Rechercheleistung der Autorin zu dieser Thematik, besteht vor diesem Hintergrund auch ein Aktualitätsbezug zu den immer wieder aufkommenden Negativschlagzeilen zu Missbrauchsvorfällen unterschiedlichster Art durch Kirchenvertreter, die sicher längst noch nicht alle ans Licht gekommen und aufgearbeitet sind. Auch die Stellungnahmen ranghoher Geistlicher lassen sehr zu wünschen übrig und hier leistet das Buch einen guten Beitrag um die Opfer dieser Vorgänge nicht ganz in Vergessenheit geraten zu lassen.

Spannend und Bewegend

Von: book.mytruepassion Datum: 23. April 2019

Sam arbeitet bei einer Zeitung, wo sie sich erst noch, als Journalistin beweisen muss. Sie wird von ihrem Chef nicht respektiert und muss Knochenjobs verrichten. Bis sie eines Tages bei ihrer Großmutter in der Wohnung, Briefe von einer Ivy findet, die in einem Mutter-Kind-Heim gelebt hat und ihre dortigen Erlebnisse zu Papier gebracht hat. Die Geschichte von Ivy geht Sam ziemlich nah und außerdem sieht sie eine Story, die sie endlich als Journalistin aufsteigen lässt. Als sie mit den Nachforschungen beginnt, stößt sie auf Zusammenhänge, die auch ihre Familie betreffen. Neben ihr, ist noch jemand anderes in die Geschichte verwickelt, und zwar eine Frau, die als Mädchen selber in dem Mutter-Kind-Heim gelebt hat und die Ivy gekannt hat. Der Klappentext hat mich unfassbar neugierig gemacht. Das Thema in dem Buch ist auch etwas, was mich berührt hat. Zu Anfang hat man ein Haufen Fragen im Kopf, die die Spannung steigern und im weiteren Verlauf der Handlung werden es mehr und mehr. Keine Sorge, es wird alles am Ende aufgelöst und das gute ist, nichts ist vorhersehbar. Die Autorin ist die Tochter einer Schriftstellerin (Penny Vincenzi), die ebenfalls historische Romane geschrieben hat und ich kann sagen sie hat das Talent ihrer Mutter. Das Buch war, für einen historischen Roman, durchgehend spannend und jedes einzelne Kapitel hat mir die Sprache verschlagen. Zum Schluss hab ich es vor Spannung nicht mehr ausgehalten und hab versucht alle Wörter so schnell wie möglich einzusaugen. Die Geschichte von Ivy hat mich unglaublich berührt. Allein der Gedanke daran, wie sie dort gelebt hat, bereitet einem Gänsehaut. Es ist wirklich grausam, was sie in dem Heim erlebt hat und dass ihr Briefe nie beantwortet wurden. Das Ende ist unvorhersehbar und das fand ich sehr gut, weil ich schon angst hatte, dass man sich selber alles zusammen reimen kann aber so war es zum Glück nicht. Sam als Protagonistin war mir sehr sympathisch, obwohl sie manchmal sehr besessen von den Briefen schien und ihre Verantwortungen anderen aufgedrängt hat, wie ihre Tochter Emma. Trotzdem muss man ihren Ehrgeiz bewundern, den sie Tag für Tag gezeigt hat. Der Schreibstil hat mir richtig gut gefallen. Er hat perfekt zu der Geschichte gepasst und auch die Kapitel, die zu verschiedenen Zeitpunkten gespielt haben waren nicht zu verwirrend oder haben einen durcheinander gebracht. Außerdem haben mir die Übergänge zu den Kapiteln gefallen. Zum Beispiel wenn in der Gegenwart von jemanden die Rede war, der gestorben ist, dann kam im nächsten Kapitel der Rückblick aus der Sicht des Opfers und wie der Unfall passiert ist. Das Cover passt wie die Faust auf Auge zu der gesamten Geschichte. Natürlich muss man erstmal das Buch gelesen haben, um das zu verstehen.

Sehr berührend

Von: Krisskross Datum: 23. April 2019

"Das Haus der Verlassenen" behandelt einen Teil der britischen Geschichte, der wohl gerne verschwiegen wird. Die berüchtigten Mutter-Kind-Heime wurden von Nonnen bzw. Ordensschwestern geführt und waren für Zwangsadoptionen bekannt. Die Autorin greift genau dieses Thema auf und holt es geschickt in die Gegenwart. Als Leser erlebt man die Handlung auf zwei Zeitebenen und springt zwischen den späten Fünfziger Jahren und dem Heute hin und her. Die Protagonisten werden nacheinander in die Geschichte eingeführt und man muss schon genau auf das Datum am Anfang des Kapitels schauen um mit den Zeitebenen nicht durcheinander zu kommen. Sehr reizvoll finde ich, dass man schon zu Beginn Informationen aus der Vergangenheit bekommt, die den Leser dazu bringen zu spekulieren in welchem Zusammenhang dies mit der Gegenwart steht. Dies bringt zusätzliche Spannung in die Geschichte. Mich hat das Buch sehr gefesselt, so dass ich es in kurzer Zeit durch gelesen hatte. Es sind wunderschöne Momente beschrieben, aber auch die, aus heutiger Sicht, grausame Weltanschauung der damaligen Zeit wird gut übermittelt. Allein das Ende ist für mich nicht ganz nachvollziehbar, da fehlt mir etwas die Logik. Aber ansonsten gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für diesen wunderschönen und packenden Roman.

Eine Familiengeschichte ala Kate Morton

Von: Jenny´s Lesestoff Datum: 22. April 2019

Es geht um eine sehr spannende Familiengeschichte, die fast schon Ermittlungscharakter hat. Der Vergangenheitsstrang ist sehr spannend und es ist unvorstellbar was Müttern angetan wurde! Der Gegenwartsstrang hat mir leider nicht so gut gefallen. Mehr dazu in meiner Rezension auf Youtube :)

Fesselnd und spannend bis zum Schluss

Von: _nicianders Datum: 22. April 2019

Das Buch fesselt einen von der ersten Seite an. Es ist spannend die Geschichte nach und nach aufzudecken und man empfindet tiefstes Mitleid mit den jungen Frauen und Kindern in dem Heim. Die verschiedenen Hauptcharaktere sind gut beschrieben.

gelungenes Debütroman

Von: Melissa M. Datum: 22. April 2019

Ich habe dieses Buch in einem Stück verschlungen. Die Geschichte hat mich vom ersten Monent an gefesselt. Selten habe ich ein richtig gutes Erstlingswerk gelesen. Freue mich schon auf neue Geschichten von Emily Gunnis.

Eine wahnsinnig spannende und dramatische Geschichte

Von: jasminsbooks Datum: 20. April 2019

Titel: Das Haus der Verlassenen Autorin: Emily Gunnis Verlag: Heyne Seitenanzahl: 400 Seiten Vielen lieben Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar! Inhalt/Klappentext: Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort - ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen... Sechzig Jahre später findet die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern einen flehentlichen Brief Ivys. Sie beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Mein Fazit: Ich hatte schon im Vorfeld einige gute Meinungen zu diesem Buch gehört, daher musste ich mich selbst von dieser Geschichte überzeugen und ich wurde nicht enttäuscht. "Das Haus der Verlassenen" ist eine einzigartige grausame und hoch emotionale Geschichte die wirklich unter die Haut geht. Seit langem hat mich kein Buch mehr so gepackt wie dieses. Die grausamen Taten der Schwestern gegenüber der jungen Frauen sind einfach unbegreiflich. Das Leid und die Hoffnungslosigkeit der Frauen ist in diesem Buch zum Greifen nah. Es ist unglaublich, dass solche Dinge noch vor ca. 60 Jahren tatsächlich passiert sind. Man merkt, dass sich die Autorin wirklich viel Mühe gemacht hat, über dieses Thema zu recherchieren. Alles wurde bis ins kleinste Detail gut durchdacht und umgesetzt. Darüber hinaus glänzt sie mit einem ausgezeichneten Schreibstil der super flüssig zu lesen ist und total fesselt. Gerade durch diese gute Recherche der Autorin, kann man sich tief in dieser Geschichte fallen lassen und mit den Protagonisten mitfühlen. Die Spannung baute sich wie ein roter Faden quer durch die Handlung auf und lässt den Leser mitfiebern. "Das Haus der Verlassenen" ist ein wahres Jahreshighlight und eines der besten Bücher, welches ich seit langem gelesen habe. Wohlverdiente 5 von 5 Sterne!

Ein geniales und emotionales Buch.

Von: Mehtap Kartal Datum: 19. April 2019

„Das Haus der Verlassenen“ erzählt eine Geschichte, die einem wirklich sehr nahe geht. Die Story ist spannend, grausam, emotional und beruht auf echten Tatsachen, nur dass der Ort St. Margeret´s ein fiktiver Ort ist. Eines Tages liest Sam einen Brief, welcher bei den Unterlagen ihres Großvater gefunden wird. Eine junge schwangere Frau namens Ivy Jenkins schrieb im Jahr 1959 ihrem Geliebten, dass sie nach St.Margeret´s geschickt wurde, was ein Heim für ledige Mütter ist. Sie hat Angst und möchte auf keinen Fall dort bleiben, aber ihr Stiefvater zwingt sie dazu. Sie erzählt in dem Brief wie sie empfangen wurde und was alles passiert. Mir tat es echt leid, als ich ihre Worte las. Kommen wir zurück zu Sam in der Gegenwart. Sie ist eine alleinerziehende Mutter und lebt mit ihrer Tochter bei ihrer Großmutter Nana. Beruflich arbeitet sie als Journalistin und sie hat sehr viel zu tun. Ihr Ex ist leider keine große Hilfe, wenn sie sich sehen entsteht schnell ein Streit, wo Sam zusätzlich anhören muss was für eine schlechte Mutter sie sei. Dennoch möchte Sam mehr über St.Margeret´s recherchieren, erst recht nachdem sie nach diesem Ort gegoogelt hat. Sie möchte alles herausfinden und das veröffentlichen. Somit erhofft sie sich als Journalistin berühmter zu werden. Für Sam es wird nicht so einfach auf Informationen zuzugreifen und was sie am Ende alles herausfindet geht bis zur Gegenwart. Am Ende kommt ein großes Finale. Die Autorin hat über dieses Thema viel recherchiert, das merkt man beim Lesen. Sie beschreibt die Welt der beiden Frauen mit viel Sorgfalt und Genauigkeit das alles realistisch wird. Man taucht schnell in das Leben der Protagonistinnen ein. Sie schildert das Leben, der schwangeren Frauen in den Heimen, durch die Briefe von Ivy sehr authentisch. Die Idee, über die Briefe etwas zu erzählen finde ich sehr gut. So war das für mich mehr emotionaler als einfach etwas zu lesen und es war als wäre Ivy echt gewesen. Man leidet mit ihr mit und denkt wie konnten Menschen in Gottesnamen so etwas schreckliches machen. Im Grunde gab es viele Frauen und junge Mädchen, die dasselbe Schicksal hatten. Es gab früher solche Heime, wo die schwangeren Frauen und Mädchen von ihrer Familie ausgestoßen wurden. Durch Sam erleben wir die Situation der heutigen Problem der alleinerziehenden Frauen. Nach vielen Jahren wird es den Frauen immer noch nicht leichter gemacht. Wir bekommen mit, wie Sam froh ist, dass sie dennoch in dem jetzigen Zeitalter lebt und nicht in Ivys. Der Schreibstill ist leicht und sehr verständlich. Wie die Spannung aufgebaut, wurde hat mir auch sehr gut gefallen. Ich finde Emily Gunnis hat ein ganz geniales Buch geschrieben. Ich liebe dieses Buch und es wird zu meinen Jahres Highlights gehören. Wer auf Bücher mit Drama, Krimi, gesellschaftliche Geschichte und Thema Frauen steht wird das Buch lieben.

Mutter-Kind-Heime

Von: engelsgesicht77 Datum: 17. April 2019

Wow, was für ein Buch, konnte es kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil war fesselnd, leicht sowie flüssig lesen. Ehrlich gesagt, war ich echt froh, dass ich nicht zu der Zeit von Ivy gelebt habe und (hoffe ich sehr), dass solche schlimmen Mutter-Kind-Heime mehr gibt. Es ist schon grausam, wie die Kirche mit ihrer Macht umgegangen ist, aber wie die Autorin schon sagte, es ist nicht nur die Kirche Schuld, sondern auch die Eltern, Onkel, Tante und andere schuld. Ich werde das Buch wärmens weiterempfehlen, weil es mich sehr gefesselt hat und ich war so gespannt auf das Buch. Zumal ich vor kurzer Zeit mal eine Reportage im Fernsehen über die irischen Mutter-Kind-Heime gesehen habe und ich total erschüttert von dem Bericht war. Insgesamt fand ich das Buch gut, nur einen Kritikpunkt habe ich, die letzten Minuten, wo die Leute umgekommen sind, fand ich zu weit hergeholt. Das hätte man getrost weglassen können. Das Cover finde ich gut, weil es zu der Geschichte passt. Bin schon gespannt auf das nächste Buch von der Autorin und in meinen Augen ist ihr Debüt gut gelungen. Meinen Glückwunsch.

Das Haus der Verlassenen

Von: Ria26687 Datum: 16. April 2019

Der Roman berichtet von der frisch getrennten Mutter Sam, die als Journalistin arbeitet. Diese findet in der Wohnung ihrer Großmutter einen Brief, der sie sehr mitnimmt. Er wurde in den 50er Jahren von einem jungen Mädchen namens Ivy verfasst, das aufgrund ihrer unehelichen Schwangerschaft in einem Heim untergebracht wurde. Sams journalistische Neugier ist geweckt und sie versucht mehr über die Mädchen und das Heim in Erfahrung zu bringen. Das Buch widmet sich einem sehr spannenden, jedoch tragischen Thema. Im Wechsel zwischen damals und heute werden die Geschichten der verschiedenen Protagonisten beleuchtet und man dringt immer tiefer in die schrecklichen Geschehnisse des St. Margaret Heims ein. V.a. die schlechte Situation der kleinen Kinder berührte mich sehr, da ich selbst erst vor kurzer Zeit Mutter geworden bin. So spannend die Geschichte jedoch beginnt, desto verworrener wird. Ich musste mich teils stark konzentrieren, um die Beziehungen der verschiedenen Personen noch nachvollziehen zu können. Außerdem wirken einige Situationen zu stark konstruiert, als das sie glaubwürdig seien.

Ein sehr gutes Buch!

Von: Wasserstern Datum: 16. April 2019

Romane über Familiengeheimnisse sind genau mein Ding. Deswegen war ich auch sehr gespannt auf diese Geschichte. Das schöne Cover, das düster und geheimnisvoll wirkt, hat dies natürlich noch zusätzlich unterstrichen. Es bringt jedoch genau die richtige Stimmung für die Geschichte hervor. Der Schreibstil ist sehr gut - flüssig, bildreich und unkompliziert. Ich hatte keine Probleme in die Geschichte rein zu finden - ich flog regelrecht über die Seiten. Trotz der verschiedenen Erzählperspektiven konnte ich problemlos folgen. In diesem Buch gibt es, wie so oft bei diesem Genre, viele Geheimnisse die langsam aufgedeckt werden. Der Autorin ist hier ein sehr berührender und gleichzeitig fesselnder Roman gelungen, der zum Nachdenken anregt. Auch wenn der Inhalt hier lediglich fiktiv erzählt wird, so hat es Heime dieser Art und in denen solche Zustände herrschen ja leider wirklich gegeben. Ich wurde regelrecht in die Geschichte hineingesogen und konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Es gibt zwei Zeitebenen, die sich immer wieder abwechseln und so ein großes Rätsel mit vielen Puzzleteilen entstehen lassen. Dadurch ist permanent Spannung gegeben. Nach und nach werden die erschütternden Zustände in den kirchlich geführten Mutter-Kind-Heimen aufgedeckt sowie die Verbindung zu Sams eigener Familie. Dabei durchlebt man als Leser eine Achterbahnfahrt der Gefühle, z.B. aufgrund der täglichen Misshandlungen und psychischen Grausamkeiten, denen die Frauen ausgeliefert waren. Die Charaktere Ivy und Sam sind sehr detailliert beschrieben und werden dadurch sehr lebendig inszeniert. Man kann sich als Leser sehr gut in sie hineinversetzen und mit ihnen fühlen und empfinden. Mir sind vorallem die von Ivy verfassten Briefe sehr nahe gegangen. Aber auch die Nebenprotagonisten sind gut beschrieben und dargestellt und fügen sich so nahtlos in die mitreißende Handlung ein. Auf eine Liebesgeschichte wurde hier verzichtet. Diese wäre aber auch nicht nötig gewesen, da hier die Gefühle der Betroffenen sehr gut eingefangen wurden und ihr Leid, ihre Hoffnungslosigkeit und Trauer bildlich dargestellt werden. "Das Haus der Verlassenen" ist ein sehr berührender Roman, den ich nicht so schnell vergessen werde. Obwohl er fiktiv erzählt ist, basiert er auf wahren Begebenheiten, die es vor ca. 60 Jahren gegeben hat. Ich war selten beim Lesen so erschüttert und habe so an den Zeilen geklebt. Toller Schreibstil, tolle Geschichte mit viel Tragik und Gefühl - von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

Schmerzhafte Vergangenheit

Von: Buecherseele79 Datum: 15. April 2019

Sussex, 1956. Die junge Ivy Jenkins ist schwanger, ungewollt, unverheiratet und somit bringt sie grosse Schande über ihre kleine Familie. Während ihre Mutter eher schweigt bespricht ihr Stiefvater sich mit Pater Benjamin ab und Ivy muss in ein Mutter-Kind-Heim St. Margaret´s.... wo sie die Hölle auf Erden erleben muss... 2017- die junge und alleinerziehende Frau Sam findet einen Brief bei ihrer Grossmutter, von einer gewissen Ivy geschrieben die ihre Erlebnisse von einem Mutter-Kind-Heim an einen jungen Alistair beschreibt und ihn um Hilfe anfleht... Sam ist sofort Feuer und Flamme, sieht in diesem Brief ihre Chance als Journalistin Fuß zu fassen und begibt sich auf die Suche nach Ivy und nach den Geheimnissen von St. Magaret´s... Was für ein Buch, was für eine Thematik, was für ein Grauen. Vorweg- wer härtere Darstellungen nicht verträgt, dass Menschen gequält, misshandelt und verstoßen werden sollte dieses Buch nicht lesen. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und vieles was sie herausgefunden hat über die Mutter-Kind-Heim in Irland sowie Großbritannien beruhen, des öfteren, auf wahren Zuständen und das macht dieses Buch so eindringlich, so mahnend, so grausam. Der Schreibstil ist packend, der Plot beginnt schon sehr geheimnisvoll und spannend mit den ersten Zeilen von Ivy ihren Brief. Schon da möchte man als Leser wissen was mit Ivy passiert ist, wie die Umstände der damaligen Gesellschaft waren und was ihr widerfahren ist. Mit Ivy habe ich unheimlich mitgelitten, auch mit den vielen anderen Mädchen. Gleichzeitig habe ich sie für ihren heimlichen Mut, dass sie um ihre Tochter gekämpft hat und für andere Mädchen immer bewundert, dass sie, trotz dieser Umstände, nie die Hoffnung aufgegeben hat. Sam ist so das Gegenteil zu Ivy, die so gesehen auch alleinerziehend zu ihrer Zeit war. Man kann also die Freiheiten und die Anstrengungen einer Mutter früher und damals sehr gut vergleichen, ist in meinen Augen auch sehr gelungen. Sam ist sehr bemüht um das Wohlergehen ihrer Tochter, auch um ein gutes Umfeld mit ihrem Ex-Mann und versucht beruflich einen Erfolg zu erlangen. Ihre Großmutter ist ihr eine sehr große Hilfe. Mit Sam gemeinsam macht man sich auf die Suche nach der Vergangenheit von Ivy, ihrer Großmutter, aber auch von den Zwillingen Elvira und Kitty. Manche Dinge waren, für mich, vorhersehbar, aber nicht störend, andere Dinge haben mich immer wieder umgeworfen, überrascht, schockiert. Die Autorin baut sehr gekonnt einen Spannungsbogen auf, bringt immer wieder Überraschungen und Wendungen in ihre Geschichte und das Ende konnte mich ebenso überzeugen. Ein Buch gegen das Vergessen, gegen das Leid von vielen Frauen und Mädchen in den 60iger Jahren die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben. Ich spreche eine ganz klare Leseempfehlung aus.

Spannder Roman

Von: Melli Datum: 15. April 2019

Dieser Roman war von der ersten Seite ab spannend und fesselnd geschrieben. Ich konnte das Buch kaum weglegen. Die zwei Zeitschienen haben das lesen noch interessanter gemacht und auch die verschiedenen Sichtweisen haben mir sehr gut gefallen. Bis zur letzten Seite war ich mitten in der Geschichte. Da dieser Roman auf wahren Begebenheiten beruht , hat man noch mehr mit den Darstellern mitgefühlt. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

Lesenswerter Rückblick in ein dunkles Kapitel “sozialer“ Arbeit

Von: Julia Tannenwald Datum: 12. April 2019

Gerade selber in “anderen Umständen“ hat mich dieses Buch gefesselt. Emily Gunnis gelingt es, die Geschichten rund um Ivy, Elvira und Sam in spannender Weise miteinander zu verflechten und den Leser in eine düstere Zeit voller Scham und Hoffnungslosigkeit zu entführen. Gerade Ivy berührt mit ihrem unerschütterlichen Mut und Durchhaltevermögen. Empfehlenswert für jeden der eine fesselnd geschriebene Geschichte in der Vergangenheit und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart sucht.

Das Haus der Verlassenen

Von: Ursula Ernst Datum: 10. April 2019

Nachdem ich den Einband mit dem Haus hinter dem Eisenzaun gesehen und den Klappentext gelesen hatte, war ich gespannt. Das Thema "Ungewollte Schwangerschaft in den fünfziger Jahren" fand ich interessant. Was heute "normal" ist, führte zu der Zeit zur Ächtung der werdenden Mutter. Einiges hatte ich davon schon gehört. Vorsicht Spoiler! Anders war es nun, die Geschichte der jungen Ivy zu lesen, die sich auf die Liebe ihres Freundes verlässt und bitter enttäuscht wird. In einer Welt, in der es für sie nur Schweigen, harte Arbeit bis zur Entbindung, Schläge und völlige Entmenschlichung gibt, findet sie in der Liebe zu dem Kind Elvira Trost. Ihr will Evy ermöglichen, was ihr selbst verwehrt ist: Freiheit. Sie weiß nicht, dass diese Freiheit Elvira zu Kitty, ihrer Zwillingsschwester führen soll und dann in einen Strudel aus Hass und Rache. In der Gegenwart "stolpert" die Journalistin Sam über einen von Ivys Hilferufen an ihren Freund und beginnt zu recherchieren. Was sie findet, ist eine Geschichte, die voller Grausamkeit und dumpfer Verzweiflung steckt und gleichzeitig ihr eigenes Leben und das ihrer Großmutter völlig verändert. Ende Spoiler! Zuerst irritierten mich die Zeit- und Perspektivwechsel, die wie lose Fäden herumwehten. Allmählich erkannte ich, dass hier eine bedrückende Geschichte gewebt wurde, die sich bis in die Gegenwart auswirkte. Ich konnte das Buch kaum weglegen.. Der Stil fesselte mich durch eine hoffnungslose Atmosphäre und ließ mich mit einem Kloß im Hals zurück. Wer sich für die eisenharte Moral der Nachkriegsjahre interessiert und erfahren will, wie sich die gewaltsame Trennung der Mütter von ihren Neugeborenen auswirkt, der sollte dieses Buch lesen. Ich kann es nur empfehlen.

Emily Gunnis - Das Haus der Verlassenen

Von: Vera Sentis Datum: 10. April 2019

Worum gehts? Wir schreiben das Jahr 1956, als die junge, schwangere Ivy Jetkins von ihrem Stiefvater in ein Mutter-Kind-Heim schickt. Zu dieser Zeit weiß die junge Frau noch nicht, dass sie die Räumlichkeiten des St. Margaret’s Heims nie mehr verlassen wird. Mehr als ein halbes Jahrhundert später findet Sam in der Wohnung ihrer Großmutter einen flehentlichen Brief von Ivy. Der Inhalt hat die junge Journalistin so sehr geschockt, dass sie beschließt, der schrecklichen Vergangenheit von St. Margaret’s genauer auf den Grund zu gehen. Sie stößt dabei auf eine blutige Spur, die sie bis in die Gegenfahrt führt und sogar in ihre eigene Familiengeschichte verstrickt zu sein scheint. Inhalt Sussex im Jahr 1956. Die junge Ivy ist schwanger. Der Vater ihres ungeborenen Kindes ist Alistair, ein erfolgreicher Sportler. Als dieser von der Schwangerschaft erfährt wendet er sich von ihr ab. Wie es zu dieser Zeit oftmals leider üblich war, wird sie von ihrem gefühlskalten Stiefvater in ein Heim für ledige Mütter geschickt, ihre Mutter hatte keine Chance ihn daran zu hindern. In dem Klosterbau von St. Margaret’s soll sie für ihre Schande büßen und bis zur Geburt des Kindes zehn Stunden täglich harte Arbeit verrichten. Ebenso gehören körperliche Züchtigungen seitens der Nonnen an die Schwangeren zur Tagesordnung. Sie selbst hat bereits den Lebensmut aufgegeben, doch das Letzte was sie noch tun möchte ist, für ein junges Mädchen, das sie ihm Heim kennengelernt hat, kämpfen. Im Jahr 2017 findet die junge Journalistin in der Wohnung ihrer Großmutter zufällig einen Brif von Ivy, den sie an Alistair adressiert hat. Sie stellt sich die Frage, wie dieser Brief in den Besitz ihrer Großeltern gelangt ist. Da sie gerade eine Flaute in ihrem Berufsleben durchfährt, wittert sie eine große Chance. Der Inhalt des Briefs ist dermaßen schockierend, dass sich daraus bestimmt eine Story schreiben ließe und sie beruflich wieder etwas nach vorne bugsieren könnte. Doch je weiter sie in die menschenunwürdige Vergangenheit von St. Margaret’s eintaucht, desto mehr Abgründe tun sich auf – eine Spur führt bis zu ihrer eigenen Familie. Mein Eindruck Dieses Buch beginnt mit einem Prolog im Jahre 1959. Ivy richtet ihr Wort in Form eines Briefes an eine gewisse Elvira. Ganz offensichtlich befinden sich zu dieser Zeit beide Frauen im Heim von St. Margaret’s. Es ist eine Art Abschiedsbrief von Ivy, in der sie ihr Handeln erklärt und gleichzeitig Elvira ermutigen möchte, aus dem Heim zu fliehen. Auf den nächsten 370 Seiten gilt es nun zu erfahren, welche Umstände Ivy in den Selbstmord trieben und ob Elvira die Flucht gelungen aus St. Margaret’s gelungen ist. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Kapitellänge beschränkt sich meist auf bis zu zehn Seiten, dabei wird im Wechsel aus der Vergangenheit der 50’er Jahre und der Gegenwart berichtet. Der Leser lernt viel über die unmenschlichen Verhältnisse aus den Mutter-Kind-Heimen, wie sie damals in Irland üblich waren, kennen. Anhand der Schilderungen merkt man deutlich, dass die Autorin gut informiert an dieses Buch herangegangen ist. Die Geschichte ist aufgrund seiner Vielzahl an Personen und deren Verknüpfungen, die früher oder später ans Licht rücken, etwas verworren. Es fällt nicht immer ganz leicht den Überblick zu behalten und den Verbindungen Folge zu leisten. Manche Situationen fand ich ausgesprochen gut beschrieben, während Andere bei mir den Eindruck erweckten, als hätte die Autorin beim Schreiben zu sehr und verkrampft nachgedacht. Dadurch ging ein wenig die Leichtigkeit verloren und die Geschichte wirkte stellenweise etwas inszeniert und gekünstelt. Allerdings ist es Emily Gunnis umso besser gelungen, eine Verbindung zwischen Lesern und ihren Protagonisten herzustellen. Besonders Sam und Nana haben mir irre gut gefallen. Sie wirkten sehr authentisch und ich hatte Lust Seite an Seite mit ihnen durch das Buch zu gehen. Über den Autor Emily Gunnis arbeitete lange beim Fernsehen, unter anderem als erfolgreiche Drehbuchautorin. »Das Haus der Verlassenen« ist ihr Debutroman. Die Tochter der internationalen Bestsellerautorin Penny Vincenzi lebt mit ihrer Familie im südenglischen Sussex. (Verlagsinfo) Fazit Emily Gunnis hat einen grundsoliden Roman, den man teilweise auch als Kriminalroman betiteln könnte, geschrieben. Ich fühlte mich gut unterhalten und habe beim Lesen weder Langeweile verspürt noch habe ich mich dem Ende entgegen gesehnt. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich nun am Ende des Buches nicht traurig bin, dass es schon zu Ende ist. Ein Buch, das ich zwar gerne gelesen habe, mir aber wahrscheinlich nicht ewig in Erinnerung bleiben wird. Gebunden: 400 Seiten ISBN: 3453272129 Originaltitel: The Girl in the Letter Ins Deutsche übersetzt von Carola Fischer www.randomhouse.de/heyne/verlag

Dramatische Schicksale

Von: Maria A. Datum: 10. April 2019

Eigentlich habe ich schon einige Bücher mit solch einem Plot gelesen und ich dachte, wirklich Neues kann da jetzt auch nicht kommen. Ich habe dann dieses Buch als Testleseexemplar erhalten, worüber ich mich sehr gefreut habe. Ich habe direkt angefangen zu lesen und hatte es in knapp vier Tagen gelesen. Die Geschichte hat mich nicht losgelassen und hat mich sehr berührt. Es ist unfassbar, dass vor kaum 50 Jahren Menschen Frauen so etwas angetan haben. Eigentlich müsste man sagen, dass es unfassbar ist, dass Frauen Frauen so etwas angetan haben. In der Gegenwart werden Briefe von Ivy gefunden (da passt der englische Originaltitel doch viel besser), die jung und unverheiratet schwanger wird. Sam findet diese Briefe bei ihrer Großmutter Nana. Sofort beginnt eine Suche nach der Wahrheit. Die Zeit drängt, da das "Mutter-Kind-Heim", damals geführt von Nonnen, in wenigen Tagen abgerissen werden soll. Ivy wurde dorthin abgeschoben, um die Schande zu vertuschen. Was Ivy widerfährt in diesem Heim mit den Nonnen, ist Gegenstand noch weiterer Briefe, die Sam findet. Schichtweise offenbart sich die grausame Wahrheit, die einen als Leser fassungslos zurücklässt. Das dieses Buch auf wahren Sachverhalten beruht, macht die Geschichte nur umso eindringlicher. Das Baby von Ivy und auch die Babies der anderen Bewohnerinnen im Heim wurden unter brutalstem Zwang den Müttern weggenommen und zur Adoption freigegeben. Welche Mechanismen innerhalb und außerhalb des Heimes angewendet wurden und wie viele Personen ihre Finger mit im Spiel hatten und auch davon profitiert haben, macht das Schicksal der Mütter und Kinder noch schrecklicher. Auf welche Weise solch ein Trauma nicht nur die Mütter in ihrem restlichen Leben zurücklässt, sondern auch die Kinder über Generationen, hat Emily Gunnis in diesem Buch eindrücklich in einen Roman gegossen. Besondere Auswirkungen haben die Entscheidungen aus der Vergangenheit auf die Figur der Kitty, deren Geheimnis ich hier nicht vorwegnehmen möchte. Auch wenn ihr Trauma absolut nachvollziehbar ist, so sind es ihre Handlungen nicht immer. Aber dies hebt natürlich die Spannung noch mal sehr, um dann am Ende des Buches die Fäden endlich zu entwirren. Das Buch lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die Personen in den jeweiligen Zeitebenen sind gut unterscheidbar und auch in ihren Motiven gut beschrieben, auch wenn diese für mich als Leser nicht immer nachvollziehbar waren. Aber ich bin auch ein Kind meiner Zeit, in der mit der Situation "schwangerer Teenager" ganz anders umgegangen wird. Ebenso ist sich die Gesellschaft heute ihrer Verantwortung bei Adoptionen sehr bewusst und Adoptierte auch die biologischen Mütter haben heute mehr Möglichkeiten, als dies noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war. Warum habe ich vier Sterne vergeben? Das Buch kann ich sehr empfehlen, verbindet es doch sehr gut Historie und Spannung. Das Ende klärt zwar vieles auf, aber mir persönlich ist es etwas überdramatisiert. Hier wäre weniger für meinen Geschmack mehr gewesen. So einen großen Showdown hätte das Buch gar nicht nötig gehabt. Die im Buch bis zu diesem Zeitpunkt beschriebenen Dramen und Schicksale sind schon berührend genug. Trotzdem...von mir eine absolute Leseempfehlung.

Die Geschichte lässt einen nicht mehr los

Von: KatMag Datum: 09. April 2019

Ich habe das Buch verschlungen. Ich fand es gut zu lesen, mir hat die Sprache gefallen, der Titel ist passend und das Thema hat mich sehr berührt. Man leidet mit den Müttern und Kindern, man "hasst die Bößen", kämpft und hofft in Gedanken mit. Ab und an fand ich die Zusammenhänge nicht ganz schlüssig, aber das tat dem ganzen keinen Abbruch. Auch der Wechsel der Zeiten und das Beleuchten aus verschiedenen Blickwinkeln hat mir sehr gut gefallen. Für einen Debütroman sehr gut.

So ein gutes Buch!

Von: lisa_zeilenzauber Datum: 08. April 2019

Cover: Es gefällt mir richtig gut. Düster wirkt es und ist doch gleichzeitig sehr malerisch. Es bringt genau die richtige Grundstimmung für die Geschichte hervor. Schreibstil: Sehr angenehm Ich hatte keine Probleme in die Geschichte rein zu finden und bin nicht einmal unangenehm aus ihr herausgefallen. Die Seiten ließen sich sehr gut lesen und die verschiedensten Erzählperspektiven (aus Sicht der verschiedensten Figuren) waren sehr gut gewählt und wirkten trotz hoher Anzahl nicht verwirrend. Meinung: Ich bin eher durch Zufall auf dieses Buch durch eine Freundin hängengeblieben und das Cover tat sein erstes mich Interessiert daran haften zu bleiben. Nach dem Lesen des Klappentextes war klar das ich dieses Buch sehr gerne lesen möchte. Ich mag Geschichten, die in der Gegenwart spielen und deren Vergangenheit noch Generationen später seine Auswirkungen spürbar machen. Auch in diesem Buch gibt es, wie in diesem Genre bekannt, viele Geheimnisse die langsam ans Licht kommen. Am Anfang weiß man überhaupt nicht richtig die Figuren zuzuordnen, in welchem Verhältnis sie stehen und wer mit wem welche Verbindung innehat. Dazu kommen immer mehr Figure die das Puzzle vergrößern und einen immer weiter Rätseln lässt. Bis weit über die Hälfte des Buches hinaus wusste ich nicht ganz was wie alles zusammengehört und das fand ich erfrischend gut. Viel zu oft weiß man frühzeitig wohin die Geschichte führt und wie das Ende ausgehen wird. In diesem Werk allerdings nicht. Ich habe lange versucht die Verstrickungen auseinander zu fitzen und habe oft auch an mir selbst gezweifelt Ab und An hatte ich das Gefühl, dass das Buch ins Übernatürliche (Geister) abdriftet, aber das war letzten Endes nicht der Fall. Das Ende hat mir dann sehr gut gefallen. Es wurde auf eine Liebesgeschichte verzichtet, der Hauptaugenmerk auf die Grausamen Geschehnisse und die Geheimnisse gelegt, die das Haus verborgen hielten und der Journalismus sehr gut ausgelebt. Was mir auch sehr gut gefallen hat, war das die Grausamen Taten, die die Schwestern an den Mädchen ausüben zwar aufgeführt und immer wieder verschiedenes erwähnt wurde, aber nicht zu stark darauf herumgeritten wurden. Hier hat man eher versucht die Gefühle der Betroffenen einzufangen und ihr Leid, ihre Hoffnungslosigkeit und Trauer augenmerklich darzustellen. Fazit: Ein wirklich sehr gutes Buch das ich irgendwann nochmal lesen werde und empfehlen kann!

Ein sehr trauriges Buch!

Von: Bluubsbuecherwelt Datum: 07. April 2019

Meinung: Ein wirklich sehr schockierender & trauriger Roman. Es geht um ein junges Mädchen, das im Jahr 1956 durch ihren Stiefvater in einen Klosterbau wegen ihrer plötzlichen Schwangerschaft abgeschoben worden ist. Die damalige Zeit war zu vielen Mädchen nicht wirklich nett, Lösungen gab es nicht & deshalb wurden viele ungerecht behandelt & nicht angehört. So erging es einer unserer Protagonisten Ivy. Sie wurde zu früh von einem unreifen Jungen geschwängert, der für die Vaterrolle noch nicht bereit zu dieser Zeit war. Zur Strafe wurde sie nach St. Margaret's Heim gebracht, wo sie unter fanatischen Nonnen & widrigsten Umständen Buße tun musste. Knapp 60 Jahre später tauchen ihre verzweifelten Briefe an den Kindsvater in der Familie von Samantha auf, unsere zweite Protagonistin. Viele Parallelen zu Ivy tauchen im laufe des Buches über Sam auf, denn auch sie ist alleinerziehende Mutter & auf die Hilfe anderer angewiesen. Warum genau diese Briefe, einer düsterer als der andere bei ihr auftauchen, möchte Sam durch ihren Job als Journalistin recherchieren. Zum Ende hin verstrickt sie sich immer mehr in ein Netz voller Brutalität, Lügen & Verrat. Die Vergangenheit holt sie & ihre Familie mit großen blutigen Schritten ein. Also meiner Meinung nach ist es wirklich ein sehr trauriges & düsteres Buch das zum Teil auch auf wahrer Begebenheit beruht. Ich liebe es, wenn ein Autor bzw. Autorin für ihr Buch sehr genau Informationen einholt, denn das macht es somit authentisch. Der Schreibstil ist sehr klar & super nachvollziehbar allerdings verstehe ich manche Nebenprotagonisten nicht. Im Allgemeinen wurde ich zur Mitte hin sehr verwirrt wegen Kitty & Elvira. Erst zum Ende hin konnte ich tatsächlich nachvollziehen wer, wer ist & warum das demjenigen passiert ist. Kann ich jetzt hier schwer erklären, denn ich möchte nicht Spoilern. Es ist ein tragischer Familienroman mit wie oben bereits genannt düsterer Atmosphäre & einer traurigen Wahrheit, die der Leser gemeinsam mit Samantha & Kitty Seite für Seite aufdeckt. Das Ende hätte ich mir persönlich anderster gewünscht, denn es war noch vieles offen, das die Autorin wirklich zum Abschluss hätte bringen sollen, ein bsp. Fred. Ein sehr mitreißender Roman, der nicht wirklich zum Lachen sein sollte, eher zum Nachdenken anregt. Cover: So ein wunderschönes Cover, sowohl die englische Version wie auch die deutsche. Durch das Cover kann man als Leser wirklich ernsthaft in die Welt von St. Margarit's & deren unfreiwilligen Bewohnern eintauchen. Empfehlung: Ein Roman, der tatsächlich an die Nieren geht. Es ist bestimmt kein Buch für junge Mädchen, die einfach abschalten möchten, nein dieses Buch verbirgt im inneren eine wichtige Botschaft, die durch die Autorin eine Stimme bekommt. Ivy's, Kitty's & schlussendlich auch Sam's Stimme.

Tolles Buch

Von: SunshineMarie Datum: 07. April 2019

Ich habe das Buch verschlungen, konnte nicht aufhören zu lesen. Es ist sehr gut geschrieben und sehr spannend. Die Geschichte ist einfach von Anfang bis Ende packend. Aber es ist auch traurig und geht einem sehr zu Herzen. Man leidet mit den Protagonisten. Toll finde ich auch das die Schriftstellerin am Ende erklärt wie sie dazu kam dieses Buch zu schreiben und man dadurch ein besseres Verständnis zu der Geschichte hat. Einfach ein tolles Buch!!!!!!

Spannender Roman, der gegen Ende schwächelt

Von: Simone1977 Datum: 07. April 2019

'Das Haus der Verlassenen' von Emily Gunnis ist ein spannender Roman, der historische Tatsachen aufgreift. Er spielt abwechselnd in den 1950er/60er Jahren und im Jahr 2017, der Wechsel von Kapitel zu Kapitel ist der Autorin sehr gut gelungen. Die Anzahl der Haupt- und Nebenpersonen ist noch übersichtlich, daher verliert man auch bei häufigen Wechseln zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu keiner Zeit den Überblick. Der Schreibstil ist flüssig, der Roman insgesamt sehr kurzweilig. Zum Inhalt: Die Journalistin Sam entdeckt bei Ihrer Großmutter einen Brief aus der 1950er Jahren. Die Briefeschreiberin Ivy lebte als unverheiratete Schwangere ausgestoßen von Familie und Geliebtem in einem der berüchtigten Mutter-Kind-Heime der damaligen Zeit. Zunächst angespornt von ihrem journalistischen Ergeiz erkennt Sam schnell, dass es ummehr geht als ein unglückliches schwangeres Mädchen. Das Heim steht kurz vor dem Abriss und Sam bleibt nicht mehr viel Zeit, die Ungeheuerlichkeiten aufzudecken, bevor sie für immer begraben werden. Ihrer eigenen Familiengeschichte kommt sie dabei näher als ihr lieb ist. Insgesamt ein sehr guter Roman, spannend, gespickt mit der Geschichte eines unrühmlichen Kapitels der englischen Geschichte und einigen Überraschungen, den man nicht aus der Hand legen kann. Ein Punkt Abzug, weil das Ende dann leider recht schwach war.

„ Eine Hochspannende , sehr facettenreiche, Dramatische und atmosphärische Geschichte „

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 29. March 2019

Inhaltsangabe: Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte. Meine Meinung zur Autorin und Buch: Emily Gunnis, ist mit ihrem Debütroman ein großartiges, aber auch erschütterndes Werk gelungen. Eine Geschichte die noch lange in mir nachhallen und unvergesslich bleiben wird . Ihr Schreibstil ist sehr flüssig , klar, Bildhaft und Kraftvoll. Sie versteht es einem zu fesseln beim Lesen und in die Geschichte mit hinein zuziehen. Ich habe mit ihren Figuren mitgelitten und geweint. Es war schon schlimm, was im Namen der Kirche in solchen Heimen passierte, wie Nonnen so Eiskalt und unbarmherzig sein konnten. Aber auch die Eltern, und Ärzten tragen Schuld an diesen armen Wesen. Sie hat die verschiedenen Handlungsstränge und Zeitebenen, sehr gut miteinander verwebt. Auch der Spannungsbogen war von der ersten bis zur letzten Seite sehr hoch. Ich bin begeistert von dem Buch und kann es nur jedem ans Herz legen, es zu lesen. Auch wenn es keine leichte Kost ist, denn was dort in dem Heimen passierte, geht unter die Haut. Es war das nicht nur das Tor zur Hölle, es war die Hölle. „ Ein unvergesslicher und bewegender Roman“ 2017, durch Sam die Journalistin ist, die es im Moment alles andere als Leicht hat, tauchen wir in diese tragische Geschichte um 1956 ein. Sie lebt nach der Trennung von Ben, bei ihrer Großmutter Rose, die auch auf ihr Enkelkind aufpasst. Eines Abends als sie bei ihrer Großmutter eintrifft, findet sie neben der Schlafenden Frau, einen Alten schon vergilbten Brief, den sie natürlich liest. Der Brief ist sehr erschütternd, es geht um die schwangere Ivy Jenkins, die ihr Stiefvater , und Doktor Jakobson, ins Heim St. Margaret´s für ledige Mütter in Sussex abgeschoben haben. Was die schwangere Ivy, dort erleben musste, war die reinste Hölle, ich bekam Gänsehaut beim Lesen, wie Unmenschlich es dort zu ging. Das Heim war so abgeschottet wie ein Gefängnis, aus dem es kein entrinnen kam. Die Insassen führten ein elendes Dasein, ebenso die Kinder dort, Schikane und Folter waren an der Tagesordnung. Aber , Ivy, gibt nicht so schnell auf, weiterhin schreibt sie heimlich Briefe, und freundet sich mit dem kleinen Mädchen Elvira an, die sich gegenseitig halt und Stütze geben. Diese Briefe fallen alle in Sams Hände, ihre Großmutter behauptet, ihr Großvater ein Antiquitätenhändler hätte sie gefunden. Der Recherchegeist in Sam ist erwacht, und sie beginnt in der schrecklichen Geschichte um das alte Klostergebäude zu recherchieren. Die Geheimnisse die sie aufdeckt, bringen sie selbst und ihre Großmutter Rose in Gefahr. Eine blutige Spur zieht sich durch das ganze, sie hat damit die Büchse der Pandora geöffnet, und ahnt noch nicht das ihre Großmutter und ihre Familie mit darin verstrickt sind. Eine wirklich zu Herzen gehende Geschichte. Spannend, Aufregend und Erschütternd bis zu Schluss. Den da gibt es noch Kitty, die eine geheimnisvolle Rolle spielt. Lasst euch überraschen beim Lesen.

Nur noch zwei Tage

Von: Miss Norge Datum: 28. March 2019

✿ Meine Meinung ✿ Dieser Roman hat ein Hauptthema welches sehr bewegend hier als Geschichte erzählt wird und zwar geht es um ledige, schwangere junge Frauen in den 1950er Jahren. Zur damaligen Zeit war es "logisch", das man sie wegsperrte, denn wer wollte diese Schande in seiner Familie öffentlich zeigen. Doch was die jungen Mädchen und Frauen in den Mutter-Kind-Heimen damals erlebt haben müssen ist unbegreiflich. In Emily Gunni´s Roman liegt das Heim in Sussex und heißt St. Margaret´s. Die Nonnen dort waren niederträchtig, brutal und herzlos. Für ihre Sünde, schwanger geworden zu sein ohne Ehemann an ihrer Seite, mussten die Frauen erbarmungslose Qualen erleiden. Bei diesen Beschreibungen kann es einem Tränen in die Augen treiben. Unvorstellbar, nach der Geburt das eigene Kind nicht mehr zu sehen, aber weinen zu hören, in einem Raum der nicht von den Müttern betreten werden darf. Sie dürfen ihre Baby´s nicht trösten, sie nicht in den Armen halten, ihnen keine Wärme, keine Nähe und keine Liebe geben, sondern nur ihr Geschrei und Gewimmer hören. Da zerreißt es einem beim Lesen das Herz. Dann werden sie gezwungen sie zur Adoption frei zu geben und spätere Nachforschungen sind verboten. Für den Teil, der im Damals spielt, hat die Autorin gut recherchiert und alles sehr vorstellbar erläutert. Sehr gut gelungen ist wie sich die Kapitel aus den 1950er Jahren mit dem Heute verbinden und welche dunklen Geheimnisse von Sam, der Journalistin, aufgeklärt werden. Zu Beginn hätte sie bestimmt nicht geahnt, wie tief sie selbst in alles verwickelt ist und wie nah ihr das Leid gehen wird. Neben dem Hauptgenre Roman, sind auch kleine Krimi-Elemente eingebaut, die den Plot rasant vorantreiben und mich sehr bei Laune gehalten haben. Als kleine Kritik sehe ich an, das es etwas später im Verlauf der Geschichte sehr viele Personen werden, da die Charaktere aus dem Damals bis ins Heute noch aktiv am Geschehen mitwirken. Trotz der schweren Kost, hat mich das Buch gut unterhalten, wenn man es denn so nennen kann. ✿ Fazit ✿ Ein Roman der schockiert und mich beim Lesen zutiefst bewegt hat.

Ergreifende Geschichte

Von: Inga Dahin Datum: 27. March 2019

Die Geschichte ist nicht das ganze Buch über absolut spannungsgeladen, dennoch ist die Geschichte sehr interessant und auch erschreckend, so dass ich das Buch leicht verfolgen konnte. Emilia Gunnis hat hier ein Thema aufgefasst, was in noch nicht sehr lange vergangener Zeit tatsächlich Realität war. Mütter wurden gezwungen ihre Kinder zur Adoption frei zu geben, damit andere Personen daraus Profit schlagen konnten. Einfach schrecklich und sehr schwer nachzuvollziehen, in Zeiten, in denen Frauen alle Möglichkeiten offen stehen. Den Schreibstil von Emily Gunnis mag ich sehr. Sie schreibt verständlich. Ich kann ihr gut folgen. Das Buch hat eine abwechslungsreiche Sruktur. Emily Gunnis springt zischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Dennoch kann ich den Geschehnissen gut folgen. Die Geschichte umfasst halt mehrere Generationen von Frauen, die durch ihr Schiksal verbunden wurden. Das einzige; was mich an der Geschichte stört sind die sechs Generationen, von denen die älteste und die Jüngste noch leben. Denn auch wenn Frauen 1956 noch sehr früh Kinder bekamen, änderte sich das doch bereits einige Jahre später. Das ist für mich sehr unrealistisch. Mit 400 Seiten hat das Buch eine für mich passende Größe. Nicht zu kurz und nicht zu lang.

Diese Geschichte geht unter die Haut

Von: Kitty's Kiste Datum: 27. March 2019

Als die junge Ivy 1956 erfährt, dass sie schwanger ist, beginnt für sie ein Albtraum. Von ihrem Stiefvater wird sie in ein katholisches Mutter-Kind-Heim abgeschoben, das St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Dort erlebt sie unvorstellbares Leid, bis sie für sich selbst nur noch Selbstmord als Ausweg sieht. 2017 findet die junge Mutter und Journalistin Sam bei ihrer Großmutter einen Brief von Ivy, den diese in großer Not an den Vater ihres Kindes geschrieben hat. Daraufhin beginnt sie, sich tiefer mit St. Margaret's zu beschäftigen und stößt auf immer schlimmere und grausamere Geheimnisse, die mehr mit ihrer eigenen Familie zu tun haben, als sie anfangs denkt. Ein riesiges Dankeschön an den Heyne Verlag, welcher mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich kann gar nicht so richtig in Worte fassen, wie interessant dieser Roman ist und wie sehr er mich berührt hat. Obwohl es in diesem Buch einige Handlungsstränge und viele verschiedene Erzählperspektiven gibt, hat mich dies überhaupt nicht verwirrt und ich bin super schnell durch die Geschichte hindurch gekommen. Der Schreibstil ist nämlich super, leicht verständlich und ohne unnötige Schnörkel. Dazu kommt die wahnsinnig berührende und schockierende Geschichte rund um Ivy, die so viel Leid erfährt, dass es einem beim Lesen die Kehle zuschnürt und Sam, die einfach nicht locker lässt und einiges auf sich nimmt, um das Geheimnis hinter St. Margaret's aufzudecken. Dabei kommen noch ganz andere Dramen ans Licht, zum Beispiel das Schicksal der kleinen Elvira und Sam's gescheiterte Ehe,sowie ihre Probleme im Job. Dies alles erzählt Emily Gunnis mit viel Wärme und Einfühlungsvermögen, aber dennoch nicht übertrieben sentimental. Im Vordergrund steht aber die ganze Zeit das unbeschreibliche Leid, welches jungen Frauen im Namen des Glaubens angetan wurde, reale Geschehnisse, die die Autorin in ihrem Buch fiktional umsetzt. Dies alles ist super spannend und man will unbedingt wissen, was aus einzelnen Charakteren geworden ist und was Sam tatsächlich mit Ivy verbindet, ebenso, was es mit Kitty und Elvira auf sich hat. Die Auflösung des Ganzen ist zwar nicht wahnsinnig überraschend, aber dennoch gut gemacht. Allerdings fand ich das Ende dann ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen, nachdem alle Geheimnisse bereits gelüftet wurden. Ein prägnanteres Ende hätte mir da ein bisschen besser gefallen. Die Charaktere fand ich ebenfalls sehr gut geschrieben und beschrieben. Für mich war ein jeder der vielen verschiedenen Personen sehr lebensnah und greifbar. Im Vordergrund stehen hier aber Ivy und Sam, zwei Frauen, zwischen denen gewisse Parallelen bestehen, die aber ganz unterschiedliche Schicksale haben. Vor allem aber spielt Sam eine sehr große Rolle, eine Frau, die trotz einiger Probleme sehr stark ist. Und auch Ivy ist etwas ganz Besonderes. Trotz ihrer Qualen ist sie sehr hilfsbereit und mitfühlend. Außerdem gibt es da noch Kitty, deren Geschichte im Laufe der Handlung immer weiter aufgeklärt wird. Für mich war die Geschichte in diesem Roman jedenfalls sehr einprägsam und gut geschrieben. Ich werde sicher noch ganz lange an das denken müssen, was jungen Frauen noch vor wenigen Jahren im Namen der Kirche angetan wurde und kann dieses Buch auf jeden Fall nur weiter empfehlen. Sowieso finde ich es immer wieder gut und wichtig, dass Autoren auch solche schlimmen realen Geschehnisse in ihren Werken thematisieren.

Psychologischer Nervenkitzel

Von: Frau Goethe liest Datum: 27. March 2019

Im Februar 1959 wird Ivy in die Klinik St. Margaret’s in Südengland eingewiesen. Sie ist schwanger und soll dort ihr Kind entbinden. Zu dieser Zeit ist es ein gesellschaftlicher Makel, wenn Frauen zwar ein Baby aber keinen Ehemann haben. So entscheidet auch Ivys Stiefvater, dass sie in der klösterlichen Abgeschiedenheit bleiben soll, bis alles geregelt ist. Fast drei Jahre erlebt Ivy hinter den Mauern körperliche und seelische Qualen. Ihre Tochter wurde schon kurze Zeit nach der Geburt zur Adoption freigegeben und seitdem schuftet sie in der Wäscherei für ihren Schlafplatz und das karge Essen. Auch die anderen Mädchen verwahrlosen zunehmend. Es ist ihnen verboten zu sprechen. Doch Ivy freundet sich mit der sechsjährigen Elvira an und verhilft ihr zur Flucht. Emily Gunnis zeigt in ihrem Debütroman die unmenschlichen Verhältnisse auf, unter denen ledige Mütter noch lange zu leiden hatten. Im Nachwort erwähnt sie, dass Ende der 60-er Jahre rund 16.000 Adoptionen auf diese Weise bewilligt wurden. An Ivys Geschichte darf der Leser an den Vorkommnissen teilhaben. Ivy schreibt flehentliche Briefe an den Vater ihres Kindes, der sich allerdings zugunsten seiner Karriere von ihr abwandte. Man spürt auch ohne Worte, wie ihre Hoffnung schwindet, ihr Selbsterhaltungstrieb allerdings immer wieder nach Wegen aus der Gefangenschaft sucht. Hilflos beobachtet man, wie die grausamen Züchtigungen vollzogen werden. Es gibt aber auch Abschnitte in dem Buch, die man eigentlich nur in einem Krimi erwartet. Einzeln betrachtet erregen die Todesfälle keinen Verdacht. Sie führen aber alle zu einem Zeitpunkt zurück, der weit in der Vergangenheit liegt. Gunnis Schreibstil ist fraglos kraftvoll und treibt die düstere Geschichte voran. Schon nach wenigen Seiten nimmt sie für sich ein und man legt das Buch nur widerwillig aus der Hand. Die 400 Seiten sind demnach schnell beendet, allerdings bewegt die Handlung auch noch nach der letzten Seite. Die Figuren sind glaubhaft angelegt. Die alleinerziehende Sam stellt die veränderte Sicht der Gesellschaft in der Gegenwart dar. Hätte sie 60 Jahre früher gelebt, dürfte sie ebenfalls kaum Hilfe außerhalb der Familie erwarten. Sie ist es, die die Verhältnisse in St. Margaret’s aufdeckt und als Journalistin auch die nötigen Kenntnisse der Recherche einfließen lässt. Das marode Gebäude soll in nur zwei Tagen abgerissen werden, sodass ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Der Zeitdruck erhöht dabei die Spannung. Je tiefer Sam gräbt, desto mehr fragwürdige Todesfälle deckt sie auf. Der Zusammenhang zwischen den damaligen Entscheidungsträgern und der Gegenwart ist lange Zeit verborgen. Manche Figuren sind abstoßend in ihrem Handeln, anderen möchte man sofort tröstend in die Arme ziehen. Das Geschriebene lässt unmerklich diese Emotionen entstehen. Es werden auch Fragen aufgeworfen, wie es zu diesen auf Tatsachen beruhenden Handlungen kommen konnte. Nicht nur die Ausführenden tragen die Schuld, sondern vor allem die, die trotz des Wissens darüber alles gebilligt haben. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, die gleichermaßen bildhaft geschildert werden. Emily Gunnis, die Tochter der Romanautorin Penny Vincenzi, hat einen wundervoll bewegenden, aufschreckenden Roman geschrieben und trägt damit dazu bei, dass die Schicksale dieser jungen Frauen nicht vergessen werden. Die Originalausgabe trägt den Titel The Girl in the Letter.

Packende Familiengeheimnisse

Von: Franzi-liest Datum: 26. March 2019

Anlass: Ich durfte vorablesen, was es mit dem großen Familiengeheimnis im Haus der Verlassenen auf sich hat, weil ich ein so großer Fan von zB Kate Morton bin, die ähnliche Themen hat. Inhalt: 2017 findet die Journalistin Sam Briefe in der Wohnung ihrer Großeltern, die von der jungen Ivy in einer tiefen Notsituation geschrieben worden sind. 1956 wird sie von Mutter und furchtbarem Stiefvater in ein Heim geschickt, um dort ihr Kind auf die Welt zu bringen, weil sie unverheiratet schwanger wurde. St. Margaret´s ist die Hölle auf Erden: für Nichtigkeiten verprügelt, eingesperrt und bestraft werden dort junge Frauen, deren “Verbrechen” es ist, schwanger zu sein ohne Ring am Finger. 50 Jahre später macht sich Sam auf Spurensuche und stößt auf Vertuschung, mehrere ungeklärte Todesfälle und eine weitaus größere Dimension der Grausamkeiten… . Meinung: Puh, was für ein Buch! Ich weiß, dass solche Heime für ledige Mütter real waren und doch, davon zu lesen mit den Gefühlen und den Briefen, ist etwas ganz anderes als nackte Zahlen zu lesen. Ich fühlte mich persönlich angesprochen und mitgenommen(und hatte danach das starke Bedürfnis nach einem Liebesroman für heile Welt Gefühl). Für wen: Interessierte an dunkleren Geschichtskapiteln und Familiengeheimnis-Roman-Liebhabern(ist das ein Wort?).

Ein Buch, das man gelesen haben sollte

Von: Kikis Bücherkiste Datum: 24. March 2019

Mein Eindruck: Ich weiß gar nicht mehr, wo ich das Buch entdeckt habe, aber als ich es entdeckt habe und mir den Klappentext durchgelesen habe, klang der Inhalt mehr als verlockend. Das Buch ist in verschiedenen Zeitebenen geschrieben. Zum einen erzählt die Geschichte von Ivy und der Zeit zwischen 1956 und 1959. Hier geht es vor allem um Ivy, die von ihrem Stiefvater ins St. Margaret’s geschickt wird, da sie schwanger wurde und vom Vater des Kindes sitzen gelassen wurde. Die Jahre in dem Heim waren für Ivy alles andere als leicht, denn die Nonnen, die das Heim führten, sind lieblos und auch grausam zu den Frauen. In ihrer Not schreibt sie immer wieder Briefe an den Vater des Kindes und hofft darauf, dass er sie und das Kind „befreit“. In der zweiten Zeitebene, 2017, treffen wir auf Samantha, 25, die mit ihrer kleinen Tochter bei ihrer Großmutter lebt. Nachdem sie den ersten Brief gelesen hat, ist sie Feuer und Flamme und möchte der Geschichte auf den Grund gehen. Nicht nur, dass sie mit der Spur, die sie verfolgt ihren Job gefährdet, nein, sie gefährdet damit auch ihre Familie. Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr gut, da man sofort mitten ins Geschehen geworfen wird. Das Buch beginnt nämlich mit einem herzzerreißenden Brief einer Frau an ein Kind. Geht es hier vielleicht um einen Abschiedsbrief von einer Mutter an ihr Kind? Schon da konnte ich erahnen, in was für eine Gefühlsachterbahn mich die Autorin wahrscheinlich werfen wird. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut, da er mich mit einer Leichtigkeit durch das Buch führte. Sie verstand es, an den nötigen Stellen absolute Hochspannung zu erzeugen und auch sonst hielt sich der Spannungsbogen oben. Was Emily Gunis auch hervorragend gelungen ist, ist die Gefühlswelt der Protagonisten auf den Leser zu übertragen. Daher fühlte ich mit Ivy und Sam jedes Mal richtig mit, als ob ich ein Teil der Geschichte wäre. Auch die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere gefiel mir gut. Die Autorin erzeugte die nötige Tiefe bei den Charakteren, bei denen es wichtig war. So wirkten sie authentisch und man konnte sich gut in sie hineinversetzen. Fazit: Ein Buch über eine Familiengeschichte, das mich positiv überrascht hat. Ein Buch, das mit einem hervorragenden Plot, einem angenehmen Schreibstil und authentischen Charakteren besticht. Durch die immense Spannung, die die Autorin erzeugt hat, hat es für mich auch einen Touch von einem Krimi/Thriller. Ich kann das Buch daher nur weiterempfehlen.

Emotional und spannend - fast schon ein Krimi

Von: Vera Datum: 23. March 2019

Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen, einerseits wird in der Gegenwart die Geschichte der Journalistin Sam erzählt, andererseits geht es sechzig Jahre früher um die Geschichte der jungen Ivy, die in ein katholisches Heim für ledige Mütter geschickt wird. Der Vergangenheitsteil beginnt dramatisch. Ivy, die ihre Tochter nach der Geburt zur Adoption freigeben musste, wird nun gezwungen in der hauseigenen Wäscherei zu arbeiten, bis ihre „Schulden“ abgezahlt sind. Genauso ergeht es den anderen ledigen jungen Müttern in diesem Heim und von den Nonnen drohen drakonische Strafen… Ivy fasst einen grausamen Entschluss und hilft durch ihren Selbstmord einen kleinen Mädchen zur Flucht. Als Sam Ivy’s Briefe bei ihrer Großmutter findet beginnt sie zu forschen und stößt auf ein unglaubliches Familiengeheimnis. Emily Gunnis schafft es, die Gegenwart und Vergangenheitsstränge sehr spannend zu erzählen und zusammenzuführen. Bis zum Ende gibt es immer wieder unerwartete Wendungen und zeitweise war es so spannend, dass es sich eher wie ein Krimi als ein Roman las. Die Zeitsprünge sind über den Kapiteln immer angegeben, ab und zu musste ich aber zurückblättern, weil ich nicht wußte, ob ich gerade in der Vergangenheit oder Gegenwart bin. Besonders erschreckend finde ich die Thematik der Gepflogenheiten in den katholischen Heimen für ledige Mütter. In ihren Anmerkungen am Ende des Romans erzählt die Autorin über ihre Recherchen zu diesem Thema. Kaum zu glauben dass es bis 1968 noch tatsächlich solche Heime gab und junge Frauen gezwungen wurden, ihre Kinder zur Adoption freizugeben. Fazit Ein spannend erzählter Roman, der sich sehr schnell lesen lässt. Der Realitätsbezug des Themas ist erschreckend und hat mich zum nachdenken und nachlesen animiert. ❤️❤️❤️❤️❤️ von ❤️❤️❤️❤️❤️ Herzen für einem emotionalen Roman der schon fast ein Krimi ist!

Mitreißende Geschichte!

Von: Leni Datum: 22. March 2019

Der Klappentext hatte mich bereits gepackt, alte Häuser, die geheime Geschichten verbergen, genau mein Ding. Nur, dass dieses Buch ein wenig anders ist, als ich es zuerst vermutet hatte… Immer wieder switched die Erzählung zwischen der jungen werdenden Mutter Ivy und der Journalistin Sam, die ebenfalls alleinerziehende Mutter ist, hin und her. Einmal sehen wir die junge Frau, die die gegen ihren Willen in das Heim für ledige Mütter ziehen muss. Dort wird ihr noch mehr die Selbstbestimmung über ihr Leben entzogen, wie es eh schon war. Dann haben wir auf der anderen Seite Sam, die als emanzipierte Frau gelten kann. Alleine zieht sie ihre kleine Tochter groß, geht arbeiten und könnte eine wirklich erfolgreiche Journalistin sein. Wäre da nicht ihr Chef, der genau das zu verhindern versucht… Beide Frauen sind als starke Charaktere ausgebildet. Sie wissen was sie wollen und geben ihr Bestes, um ihr Ziel zu erreichen. Als Sam bei ihrer Großmutter einen Brief der jungen Ivy entdeckt ist deswegen direkt ihr Instinkt geweckt und sie macht sich daran aufzuklären, was mit der junge Frau geschehen ist. READ Berlin diary, day 1 St. Margaret’s Die Schnittstelle ist St. Margaret’s, ein Heim für ledige Mütter, in dem junge Mütter und teilweise auch deren Kinder stark seelisch und auch körperlich misshandelt wurden. Oftmals wurde mir beim Lesen richtig schlecht, da ist so angewidert war. Noch schlimmer: es hat solche Heime in Irland, aber auch in England wirklich gegeben. Junge Frauen wurden selbst noch in den 50ern von ihren Familien in Heime gesteckt, in denen ihnen ihre Kinder weggenommen wurden. Ich finde das Buch „Das Haus der Verlassenen“ geht sehr sensibel, aber auch drastisch mit dem Thema um. Emily Gunnis hat genau den richtigen Mittelweg gefunden, um das Thema aufzuarbeiten. Unvorstellbar ist es trotzdem. Fazit: Ich kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen. Es ist hervorragend und sehr ergreifend geschrieben. Allerdings ist es auch nichts für Leser mit schwachen Nerven, da teilweise wirklich sehr harte Dinge aufgearbeitet werden.

Die Story konnte mich nicht einfangen...

Von: Patricia Nossol Datum: 19. March 2019

„In Gedanken sah sie Elvira durch die Tunnel hinaus in die Freiheit der Nacht laufen. In dem Augenblick, als Schwester Faith bei ihr war und ihren Kittel packen wollte, breitete Ivy die Arme aus und sprang.“ (Auszug aus „Das Haus der Verlassenen) Es war im Jahr 1956 als Ivy von ihrem Geliebten Alistair schwanger wird. Dieser bekennt sich allerdings nicht zu ihr und somit schickt man Ivy nach St. Margaret’s in ein Heim für ledige Mütter. Dort muss sie während der Schwangerschaft hart arbeiten und ist den Misshandlungen der Nonnen ausgesetzt. Ivy gibt sich auf, versucht jedoch das Leben eines kleinen Mädchens zu retten. Erst 2017 findet Samantha Harper einen von Ivy’s Briefen an Alistair in der Wohnung ihrer Großeltern. Sam ist Journalistin und wittert eine interessante Story, allerdings fragt sie sich auch, wie der Brief in den Besitz ihres Großvaters gekommen ist. Bei ihren Recherchen erfährt Sam von den unmenschlichen Zuständen in St. Margaret‘s, stößt jedoch auch auf eine Reihe geheimnisvoller Todesfälle. Eine Geschichte, die der alleinerziehenden Mutter zu Herzen geht, zumal auch ihre eigene Familie von den Ereignissen im dunklen Kloster betroffen war. Zunächst beginnt der Roman vielversprechend mit einem dramatischen Prolog. Danach springt die Handlung wechselseitig zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Die ersten hundert Seiten lese ich mit Neugier und Begeisterung. Doch danach wird es ermüdend und von Seite zu Seite verworrener. Ich spüre zwar die Dramatik zwischen den Zeilen, doch bin ich nicht mitten im Geschehen, kann nicht mit den Charakteren fühlen. Letztere schienen mir blass inszeniert. Hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Der Kernproblem ist ziemlich schnell erzählt und danach fehlen mir die Spannungsmomente. Dabei schreibt die Autorin flüssig. Ihre Sprache ist gut verständlich, die Wortwahl gefällt mir. Emily Gunnis hat für meinen Geschmack zu viele Nebenschauplätze aufgerufen. Am Ende schein mir die Auflösung einiger Details nicht schlüssig. Merkwürdigerweise beschlich mich beim Lesen des Handlungsstrangs aus der Vergangenheit das Gefühl, dass er nicht in den 1950er Jahren spielt, sondern ca. 50 bis 100 Jahre früher. Insgesamt ist „Das Haus der Verlassenen“ ein solider Roman, dem ich ein wenig mehr Gradlinigkeit, Lebendigkeit und Plausibilität gewünscht hätte. Leider für mich nur eine 3 Sterne Leseempfehlung!

St. Margaret's

Von: wal.li Datum: 19. March 2019

Die Journalistin Sam Harper hat es nicht leicht, alleinerziehend ist sie auf die Hilfe ihrer geliebten Großmutter angewiesen, die sie häufiger um die kleine Emma kümmert. Nanas Geburtstag feiern sei alle zusammen. Ausgerechnet an diesem Tag findet Sam einen vergilbten Brief, den eine junge Frau in einer verzweifelten Lage an einen jungen Mann geschrieben hat. Berührt, aber auch neugierig geworden, versucht Sam herauszufinden, was die wahre Geschichte der Briefschreiberin ist. Dabei stößt sie auf ein lange still gelegtes Heim für werdende Mütter, in dem junge Frauen, die ungewollt schwanger wurden, schlecht behandelt wurden und schließlich sogar dazu gezwungen wurden, ihre Neugeborenen aufzugeben. Welch ein Drama um junge Frauen, die unverschuldet in verzweifelte Situationen geraten waren. Die bedrückenden verzweifelten Briefe einer jungen Frau, die nach und nach jegliche Hoffnung verliert, bilden den Ausgangspunkt für Sams Nachforschungen über eine wahrlich unrühmliche Vergangenheit. Ungewollt schwanger zu werden, wurde in den 1950ern und auch etliche Jahre danach als Schande angesehen. Die „gefallenen“ Mädchen schickte man gerne aufs Land, von wo sie rank und schlank, aber auch verzweifelt zurückkamen. Ihnen wurde eingeredet, sie schuldeten den Einrichtungen etwas und sie müssten ihre Schulden abarbeiten. Nicht alle der Jugendlichen kamen zu ihren Eltern zurück, manche verschwanden für immer. Welch schändliches Verhalten einer ganzen Gesellschaft gegenüber den Wehrlosen, den Hilflosen, den Schwächsten. Auch wenn das beschriebene Heim der Phantasie der Autorin entsprungen ist, so steckt doch eine Menge Recherche hinter den Beschreibungen in diesem fesselnden Roman, der gerade den Mädchen, die unverschuldet in eine Notlage geraten sind, ein kleines Denkmal setzt. Die Schicksale mehrerer Frauen in Gegenwart und Vergangenheit werden hier auf packende Weise verknüpft. Mit Staunen und Entsetzen liest man von den schrecklichen Ereignissen und fragt sich, wie konnten den jungen Frauen nur solche Grausamkeiten angetan werden. Geschickt verwoben sind die Handlungsstränge der Vergangenheit mit denen, die in der Gegenwart spielen. Ein bedrückendes Thema wird hier auf ergreifende Weise aufgearbeitet, eine Lektüre, die man nicht so schnell vergisst.

Eine düsterer Abschnitt europäischer Geschichte

Von: Leseleidenschaft Datum: 19. March 2019

Gestern ist dieses wirklich lesenswerte Buch im Heyne Verlag erschienen. Es gehört für mich zu denen, deren Inhalt vom Cover definitiv übertroffen wird. Denn nur anhand dessen, würde ich das Buch nicht aus dem Regal ziehen. Die Geschichte spielt in diversen Zeitsträngen - zum Einen um 1959 herum. Die schwangere Ivy wird von ihrer Familie in ein durch Ordensschwestern geführtes Heim für ledige Mütter abgeschoben. Dort schreibt sie verzweifelte Briefe, die aber leider nicht erhört werden. In den Besitz dieser erschütternden Notizen kommt 2017 die alleinerziehende Sam. Sie ist Reporterin und relativ schnell ist ihr journalistischer Spürsinn geweckt. Dabei drängt die Zeit, denn dieses ehemalige Heim wurde an einen Investor verkauft und soll abgerissen werden. Sam gräbt sich in die Geschichte dieses Heimes und deren Bewohner, und fördert nach und erschütternde Informationen zu Tage. Da spielen eine unbeschreiblich brutale und herzlose Oberschwester, ein kleines Mädchen, ein korrupter Arzt und viele Leute, die einfach nicht hinsehen eine große Rolle. Ich hoffe diese Häppchen haben Euch schon ausreichend neugierig gemacht - denn mehr sollte man jetzt eigentlich nicht verraten. Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen - ich musste einfach wissen, wie es sich auflöst. Zum Schluß ergibt sich noch eine Wendung, die ich irgendwann mal als Option für mich schon im Kopf hatte. Ich will damit sagen - dieses Buch folgt an der ein oder anderen Stelle durchaus bekannten Mustern bzgl. dieser Art von Büchern. Aber man kann das Rad ja auch nicht immer wieder neu erfinden. Als sehr angenehm und fast schon wohltuend habe ich es empfunden, dass die Autorin der absolut hilflosen Ivy (1959) eine starke Sam (2017) gegenüber stellt. Sie hat zwar auch ihre Probleme, erfährt aber sehr viel Rückhalt durch ihre Oma. Dieser Kontrast macht an vielen Stellen dann nochmal die unvorstellbaren Bedingungen in dieser Abschiebeanstalt noch deutlicher. Dieses Buch handelt von starken und manchmal doch verlorenen Frauen, nicht erfüllten Wünschen und Träumen und von Persönlichkeiten ohne Chance. Der Schreibstil ist lebendig und hat mich auf jeden Fall mitgenommen. Das Buch sieht man mit noch ganz anderen Augen, wenn man sich die tatsächlichen Aspekte mal vor Augen führt. Denn diese Art von Heimen hat es tatsächlich zu der Zeit noch gegeben. Das wußte ich nicht - hierzu hat die Autorin ein paar interessante Ausführungen in ihrer Danksagung. In der heutigen Zeit völlig undenkbar für uns - ich war zumindest ziemlich erschüttert. Diese Danksagung sollte man übrigens erst nach Beendigung des Buches lesen, da man sich sonst etwas spoilert. Ich habe etwas überlegt, ob ich 4 oder 5 Punkte gebe. Rein inhaltlich (und da es stellenweise etwas vorhersehbar war) wären 4 oder 4,5 Punkte auch denkbar. Aber die Autorin hat sich eines sehr unbequemen Themas Mitte des 20. Jahrhunderts angenommen und möchte hiermit wohl auch ein Stück Aufklärungsarbeit leisten. Das finde ich einfach klasse. Mich hat das Buch zumindest sehr nachdenklich gemacht. Fazit: Eine spannende (fiktive) Geschichte vor einem realen Hintergrund. Ich finde es toll, dass die Autorin hier ein Stück Aufklärungsarbeit leistet - derartige Zustände hätte ich bis zum 2. Weltkrieg vermutet, aber sicherlich nicht mehr Ende der 50er Jahre! Herzlichen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde hierdurch selbstverständlich nicht beeinflusst!

Eine Geschichte, die unter die Haut geht

Von: World of books and dreams Datum: 18. March 2019

Sussex im Jahr 1956, unverhofft wird die junge Ivy von ihrer großen Liebe schwanger, doch dieser will nichts davon wissen, geschweige denn Ivy heiraten. Zu dieser Zeit ist dies eine große Schande für die Familie und so muss Ivy in das St. Margarets Haus, einem Heim für ledige Mütter. Hier verrichten die Schwangeren unter der Aufsicht gestrenger Nonnen Arbeiten bis zur Niederkunft oder bis ihr Aufenthalt in dem Heim bezahlt ist. Rund sechzig Jahre später stößt die junge Journalistin Samantha zufällig in den Unterlagen ihres verstorbenen Großvaters auf einen Brief, einen Brief von Ivy. Dieser Brief lässt Samantha, sebst eine alleinerziehende Mutter einer vierjährigen Tochter, nicht mehr los. Sie findet weitere Briefe Ivys und gleichzeitig stösst sich auf einen Bericht über den Fund einer Leiche, bei der es sich um den ehemaligen Priester des Heimes handelte. Was ist damals in diesem Heim nur geschehen? Samantha macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Meine Meinung Ich mag Bücher, die Geschichten auf zwei Zeitebenen erzählen und in denen man auf alte Geheimnisse stößt und so war ich unglaublich gespannt auf Emily Gunnis’ Geschichte “Das Haus der Verlassenen”. Das Cover wirkt atmosphärisch und auch der Klappentext sehr spannend und so war ich schnell äußerst neugierig auf dieses Buch. Schon auf den ersten Seiten ihres Romans konnte die Autorin mich fesseln, denn es beginnt mit einem sehr schockierenden Augenblick aus Ivys Leben im Heim der ledigen Mütter, dem St. Margarets Haus. Schon hier kreisten meine Gedanken um die Fragen, was es mit diesem Heim auf sich hatte und wie sehr die Bewohnerin hier leiden mussten. Was mich aber wirklich erschreckte, war der Gedanke, dass diese Geschichte von einer Zeit erzählt, die noch gar nicht lange her ist. Gerade einmal einige Jahrzehnte trennen uns von den damaligen Begebenheiten und ich bin froh, dass sich da einiges Denken verändert hat, zumindest bei den meisten. Es geht darum, dass junge Frauen ihr “Ansehen” verloren, wenn sie ungewollt und unverheiratet schwanger wurden und mit welchen Konsequenzen diese leben mussten. Emily Gunnis erzählt sehr einnehmend und fesselnd, mit wechselnden Perspektiven aus unterschiedlichen Zeiten. In der Gegenwart spielt die Journalistin Samantha eine wichtige Rolle, aber auch die Geschichte der Fernsehmoderatorin Kitty, die sich gerade aus der Öffentlichkeit zurückzieht oder zurückziehen muss, bekommt einen großen Part. In der Zeit der fünfziger Jahre steht Ivy im Mittelpunkt, aber auch Kittys Familie ist mit dieser Zeit verwoben. Während man als Leser gemeinsam mit Samantha Stück für Stück die Vergangenheit durchforstet und den Geheimnissen des alten Hauses auf die Spur kommt, wird man gleichzeitig tief berührt von Ivys Geschichte. Ganz geschickt verknüpft die Autorin die vielen losen Fäden miteinander und erzählt eine sehr emotionale und berührende Geschichte. Die Charaktere des Buches haben mir sehr gut gefallen, man baut während des Lesens so nach und nach eine Beziehung zu den Personen auf und fühlt mit ihnen mit. Jeder bekommt für dies schwere Thema die nötige Tiefe und lässt den Leser nachdenklich zurück. Mein Fazit Zwar ist Emily Gunnis’ Geschichte fiktiv und doch beruht sie auf Tatsachen. Es gab seinerzeit solche Heime und die teils unwürdigen und grausame Behandlungen und die Machenschaften rund um die Adoptionen der Kinder sind leider keine Fiktion. Man braucht ein wenig Zeit, um sich in der Geschichte mit den unterschiedlichen Personen und Zeitebenen zurecht zu finden und doch schafft es die Autorin, all ihre Ebenen miteinander zu verknüpfen. Zutiefst berührend, schockierend und emotional, absolut lesenswert!

Eine Geschichte, die unter die Haut geht

Von: World of books and dreams Datum: 18. March 2019

Sussex im Jahr 1956, unverhofft wird die junge Ivy von ihrer großen Liebe schwanger, doch dieser will nichts davon wissen, geschweige denn Ivy heiraten. Zu dieser Zeit ist dies eine große Schande für die Familie und so muss Ivy in das St. Margarets Haus, einem Heim für ledige Mütter. Hier verrichten die Schwangeren unter der Aufsicht gestrenger Nonnen Arbeiten bis zur Niederkunft oder bis ihr Aufenthalt in dem Heim bezahlt ist. Rund sechzig Jahre später stößt die junge Journalistin Samantha zufällig in den Unterlagen ihres verstorbenen Großvaters auf einen Brief, einen Brief von Ivy. Dieser Brief lässt Samantha, sebst eine alleinerziehende Mutter einer vierjährigen Tochter, nicht mehr los. Sie findet weitere Briefe Ivys und gleichzeitig stösst sich auf einen Bericht über den Fund einer Leiche, bei der es sich um den ehemaligen Priester des Heimes handelte. Was ist damals in diesem Heim nur geschehen? Samantha macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. Meine Meinung Ich mag Bücher, die Geschichten auf zwei Zeitebenen erzählen und in denen man auf alte Geheimnisse stößt und so war ich unglaublich gespannt auf Emily Gunnis’ Geschichte “Das Haus der Verlassenen”. Das Cover wirkt atmosphärisch und auch der Klappentext sehr spannend und so war ich schnell äußerst neugierig auf dieses Buch. Schon auf den ersten Seiten ihres Romans konnte die Autorin mich fesseln, denn es beginnt mit einem sehr schockierenden Augenblick aus Ivys Leben im Heim der ledigen Mütter, dem St. Margarets Haus. Schon hier kreisten meine Gedanken um die Fragen, was es mit diesem Heim auf sich hatte und wie sehr die Bewohnerin hier leiden mussten. Was mich aber wirklich erschreckte, war der Gedanke, dass diese Geschichte von einer Zeit erzählt, die noch gar nicht lange her ist. Gerade einmal einige Jahrzehnte trennen uns von den damaligen Begebenheiten und ich bin froh, dass sich da einiges Denken verändert hat, zumindest bei den meisten. Es geht darum, dass junge Frauen ihr “Ansehen” verloren, wenn sie ungewollt und unverheiratet schwanger wurden und mit welchen Konsequenzen diese leben mussten. Emily Gunnis erzählt sehr einnehmend und fesselnd, mit wechselnden Perspektiven aus unterschiedlichen Zeiten. In der Gegenwart spielt die Journalistin Samantha eine wichtige Rolle, aber auch die Geschichte der Fernsehmoderatorin Kitty, die sich gerade aus der Öffentlichkeit zurückzieht oder zurückziehen muss, bekommt einen großen Part. In der Zeit der fünfziger Jahre steht Ivy im Mittelpunkt, aber auch Kittys Familie ist mit dieser Zeit verwoben. Während man als Leser gemeinsam mit Samantha Stück für Stück die Vergangenheit durchforstet und den Geheimnissen des alten Hauses auf die Spur kommt, wird man gleichzeitig tief berührt von Ivys Geschichte. Ganz geschickt verknüpft die Autorin die vielen losen Fäden miteinander und erzählt eine sehr emotionale und berührende Geschichte. Die Charaktere des Buches haben mir sehr gut gefallen, man baut während des Lesens so nach und nach eine Beziehung zu den Personen auf und fühlt mit ihnen mit. Jeder bekommt für dies schwere Thema die nötige Tiefe und lässt den Leser nachdenklich zurück. Mein Fazit Zwar ist Emily Gunnis’ Geschichte fiktiv und doch beruht sie auf Tatsachen. Es gab seinerzeit solche Heime und die teils unwürdigen und grausame Behandlungen und die Machenschaften rund um die Adoptionen der Kinder sind leider keine Fiktion. Man braucht ein wenig Zeit, um sich in der Geschichte mit den unterschiedlichen Personen und Zeitebenen zurecht zu finden und doch schafft es die Autorin, all ihre Ebenen miteinander zu verknüpfen. Zutiefst berührend, schockierend und emotional, absolut lesenswert!

Wirklich sehr gelungen

Von: Buecherqueen Datum: 18. March 2019

Ich muss sagen, das Buch hat mich vom Cover und Klappentext so sehr angesprochen, das ich es unbedingt lesen musste. Es hat mich vom Klappentext her so sehr an "Das Echo unserer Träume" von Jenny Ashcroft erinnert, was nebenbei bemerkt mein Jahreshighlight 2018 gewesen war, das ich dieses Buch auch lesen musste. Jedoch kann es mit "Das Echo unserer Träume" nicht mithalten. Zurück zum eigentlichen Thema: Sam findet durch Zufall einen Brief bei ihrer Großmutter, der von einer Ivy handelt die dringend Hilfe benötigt. Ihre Großmutter streitet ab mit dem Brief was zu tun zu haben, er gehöre wohl dem verstorbenen Großvater der ein Antiquitätenladen besessen hat und dort gefunden hat. Sam ist jedoch Jornalistin und in ihren Job sehr unzufrieden und möchte dem Brief nachgehen und somit den großen Sprung in eine größere Zeitung schaffen und beginnt zu ermitteln bevor das St. Margaret´s abgerissen wird, wofür sie nur noch 2 Tage Zeit hat. Ich finde das Buch und die Story mega gut geschieben. Man kann es sich sehr gut vorstellen, wie es damals in Mutter-Kind-Heimen abgelaufen ist und es ist sehr schockierend. Unverheiratete schwangere Frauen, hatten es damals wirklich sehr schwer. Schlimmer fand ich die Tatsache, das der Kindsvater, Alistor, nichts von dem Kind und von Ivy wissen wollte und er ihre Briefe, die sie so verzweifelt an ihn schrieb, ignorierte und lieber an seine Karriere dachte. Noch schrecklicher fand ich aber die Tatsache, das die paar Waisenkinder die in dem Heim wohnten, zu Versuchskaninchen der Pharmaindustrie benutzt wurden. Ich denke das es damals wirklich so abgelaufen ist bzw. ist am Ende des Buches noch eine Anmerkung der Autorin, eine Art Quellenangabe zu dem Thema. Das Buch war durchgehend spannend, jedoch muss ich sagen, das es am Ende echt schwach wurde. Die ganze Zeit wollte man wissen wie alles zusammenhängt, wie was passiert ist, wie alle den Tod gefunden haben, was aus den Kindern geworden ist, u.s.w.. Es wurde alles aufgelöst, aber weiß nicht, das Gewisse etwas hat gefehlt, irgendwie so der spektakuläre WOW-Effekt, der bliebt für mich irgendwie aus und das Ende einfach so dahin geklatscht. Dennoch würde ich das Buch weiterempfehlen, allein schon wegen der Thematik.

Berührend und spannend - ein absolutes Lese-Highlight

Von: Buchlieblinge Datum: 17. March 2019

Inhalt: Sussex 1956: Die junge Ivy Jenkins ist ungewollt schwanger, was für ihre Familie eine große Katastrophe ist. Sie wird ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter geschickt, wo sie einer furchtbaren Zukunft entgegenblickt. 60 Jahre später findet die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern einen flehenden Brief von Ivy. Er ist an den Vater ihres Kindes gerichtet und der Inhalt mehr als erschreckend. Sam ist erschüttert und beginnt die Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Je mehr Sam über dieses düstere Gebäude erfährt, umso mehr wird ihr klar, dass die furchtbaren Ereignisse auch mit ihrer Familiengeschichte verstrickt sind. Meine Meinung:  Ein tolles Buchcover mit vielen Details Das Buchcover gefällt mir sehr. Es ist genauso düster wie die Geschichte, die sich im Buch verbirgt. Die Stimmung ist unglaublich gut festgehalten und je öfter ich es betrachte, umso mehr Details fallen mir auf. Sehr außergewöhnlich finde ich, dass sich die Illustration über das Buchcover hinaus bis zum Buchrücken erstreckt und somit ein rundum perfektes Buchcover für mich darstellt. Ein fesselnder Schreibstil in mehreren Zeitebenen Im Prolog habe ich Ivy und ihre zutiefst berührende Geschichte kennengelernt, die im Jahre 1956 ihre Handlung hat und war sofort gefesselt von den Ereignissen und der Stimmung, die dort herrschte. Danach macht die Handlung einen Sprung ins Jahr 2017 und der Leser lernt die junge Journalistin Sam kennen, die selbst Mutter einer kleinen Tochter ist und gerade ein paar Beziehungsprobleme mit ihrem Mann hat. Daher wohnt sie mit ihrer Tochter Emma vorübergehend bei ihrer Großmutter und ist über diesen Zustand nicht gerade glücklich. Auch ihr Job füllt sie nicht wirklich aus, denn sie fühlt sich von ihrem Chef tyrannisiert. Danach lernt der Leser wiederum Kitty Cannon kennen, die eine berühmte Moderatorin ist und jahrelang eine erfolgreiche Talkshow moderiert hat. Heute ist ihre große Abschiedsparty, auf der sie sich noch einmal glanzvoll präsentiert. Erst war ich etwas verwirrt, wie diese Personen in die Handlung des Buches passen sollen, doch schon bald wird klar, wie die Verhältnisse sind. Ich möchte hier nicht näher darauf eingehen, denn mir hat diese "Entdeckungsreise" unglaublich spannende Lesestunden bereitet, die mich wirklich komplett an das Buch gefesselt haben. Abwechselnd wird immer etwas mehr über die einzelnen Protagonisten preisgegeben. Auch tauchen immer mehr Briefe von Ivy auf, die alle sehr erschütternd sind und grauenvolle Dinge aus ihrem Leben in St. Margaret's enthüllen. Aber es gibt nicht nur Briefe aus dem Jahre 1956, sondern auch andere Handlungsstränge aus der Vergangenheit, werden wunderbar in die laufende Handlung eingeflochten, so dass der Leser immer ein wenig mehr über die Ereignisse in der Vergangenheit und auch der Gegenwart erfährt. Somit bildet sich langsam ein Bild, das immer wieder neue Theorien in meinem Kopf heraufbeschworen hat und beim Lesen unglaublich spannend war. Nur sehr langsam kommt der Leser hinter die Ereignisse und auch die Folgen, die sich bis in die Gegenwart erstrecken. Protagonisten voller Geheimnisse Ivy und ihr Schicksal haben mich vom ersten Moment an sehr berührt. Die Hilflosigkeit, mit der sie allem Treiben zusehen musste, hat mich fast wahnsinnig vor Wut gemacht und hat mich immer wieder den Passagen entgegenfiebern lassen, die mit ihr und ihrem Leben zu tun hatten. Aber auch Sam hat mir als Protagonistin sehr gefallen. Sie ist eine einfallsreiche und sehr leidenschaftliche Journalistin und hat mich ein paar Mal mit ihren Ideen sehr überrascht. Sie ist genauso gefesselt von Ivy und ihrem Schicksal wie ich es als Leserin des Buches war und gerät immer tiefer in den Strudel der Ereignisse. Sehr lange ist ihr nicht klar, was das auf sie und ihre Familie für Auswirkungen haben kann. Kitty Cannon ist eine sehr geheimnisvolle Protagonistin, mit der ich erst so gar nicht warm geworden bin. Auch wenn sie in ihrem Leben als Talkshow-Moderatorin sehr geschickt darin war, ihren Gästen Geheimnisse zu entlocken, trägt sie selbst ein großes Geheimnis mit sich herum. Ich hatte viele Theorien, die dann aber doch nicht wirklich gepasst haben und habe gebannt die Aufdeckung ihres Geheimnisses mitverfolgt. Für mich ein absolutes Erlebnis!!! Bedrückend und unglaublich spannend Zu Beginn der Lektüre dieses Buches hatte ich eine geheimnisvolle und düstere Familiengeschichte erwartet, die sicherlich keine leicht Kost werden würde. Dass mich dieses Buch aber dermaßen in seinen Bann ziehen würde, hätte ich nicht gedacht. Für mich war das Lesen stellenweise mehr wie ein Krimi, denn die Ereignisse waren spannend, erschreckend und absolut nicht vorhersehbar. Bis zur letzten Seite war ich im Bann des Buches und werde nun sicherlich ein paar Tage brauchen, um diese Geschichte zu verdauen. Mein Fazit: "Das Haus der Verlassenen" von Emily Gunnis ist ein berührende, fesselnde und unglaublich spannende Geschichte über eine bedrückendes Thema. Ich bin von Beginn an in den Sog des Buches gezogen worden und konnte es nur sehr schwer aus der Hand legen. Zu aufwühlend und aufregend war das Gelesene! Für mich ist dieses Buch ein absolutes Lesehighlight, das ich mehr als genossen habe und kann nur jedem empfehlen, darin abzutauchen. Es wird keine sorglose Lesezeit, aber es lohnt sich so sehr!!!! Ich vergebe eine absolute und nachdrückliche Leseempfehlung und gebe dem Buch einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal.

Ein Debütroman, der bleibenden Eindruck hinterlässt

Von: Nini Datum: 17. March 2019

Es scheint die Zeit der eindrücklichen Romane zu sein...denn einen bleibenden Eindruck hinterlassen die Schilderunge Ivys in jedem Fall. Die Geschichte von Ivy, St. Margaret's und Sam wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Sam stößt durch Zufall auf einen Brief von Ivy, ihre journalistische Neugier ist geweckt und sie beginnt zu recherchieren. Parallel erfahren wir aus Ivys Perspektive und aus den Briefen, die sie damals dem Vater des Kindes in der Hoffnung auf Rettung schickte, was ihr und vielen anderen Frauen im Heim für ledige Mütter angetan wurde. Es wäre schön, wenn man dieses Grauen ins Reich der Fiktion verbannen könnte, doch leider ist zwar dieses spezielle Heim ein fiktiver Ort, die Geschehnisse allerdings sind so und in unterschiedlichen Formen in diversen irischen und britischen Heimen tatsächlich passiert. Es steht zu befürchten, dass sich das nicht auf Großbritannien beschränkt. Der Lesefluss ist sehr gut, denn selbstverständlich bangt und leidet man mit Ivy und möchte gleichzeitig mit Sam die Zusammenhänge des Ganzen verstehen. So kommt keine Langeweile auf, der Roman hält durchweg ein gewisses Spannungslevel. Die Charaktere sind sehr bildhaft und lebensecht dargestellt, man sieht sie praktisch vor sich. Ein wenig schade fand ich, dass einige Enthüllungen mit der Zeit schon auf der Hand lagen und dann wenig überraschend waren. Das tat der Sogwirkung des Buches aber überhaupt keinen Abbruch. Auch nach Beendigung des Buches kann man die Gedanken an Ivy und die anderen Frauen nur schwer abschütteln. "Das Haus der Verlassenen" ist Emily Gunnis' Debütroman, sodass zu hoffen ist, dass wir noch viele weitere derart mitreißende Romane von ihr erwarten dürfen.

Eine absolute Leseempfehlung!

Von: Helena Datum: 16. March 2019

Als ich durch Zufall auf "Das Haus der Verlassenen" gestoßen bin und daraufhin den Klappentext gelesen habe, war ich total begeistert! Ich habe schon lange kein Buch mehr aus diesem Genre gelesen - es handelt sich, meiner Meinung nach, um eine super Mischung aus Historischem und Spannung - und ich hatte einfach sofort Lust auf die Geschichte. Die Handlung war, wie eben schon erwähnt, unfassbar spannend, außerdem toll geschrieben und hatte, durch die Ermittlungen der Protagonistin und einige Geschehnisse, fast schon ein wenig Krimicharakter. Dadurch entwickelte sich das Buch im Laufe der Geschichte zu einem richtigen Pageturner - und wurde von mir tatsächlich innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Die Charaktere mochte ich alle sehr gern. Besonders Ivy und ihre Großmutter wirkten auf mich unglaublich authentisch und sympathisch. Außerdem war es einfach genial, wie es der Autorin gelungen ist, die Leben und Schicksale der einzelnen Charaktere zu verknüpfen und noch dazu hat sie es geschafft, mich bis zum Ende hin im Dunkeln tappen zu lassen. Ich hatte natürlich so meine Vermutungen, wie die Geschichte aufgelöst wird ... aber DAMIT hatte ich tatsächlich nicht gerechnet! Ach Mensch, ich würde gern noch viel mehr erzählen, aber dann würde ich spoilern - deshalb belasse ich es, was das betrifft, jetzt lieber dabei. Ihr solltet das Buch einfach unbedingt alle lesen! Eine Kleinigkeit habe ich aber dennoch auszusetzen. Das Drama zum Ende hin hätte für mich nicht unbedingt sein müssen. Die Geschichte war auch so schon unglaublich spannend und hätte diesen Aspekt überhaupt nicht mehr gebraucht. Im Endeffekt ist das aber vermutlich mal wieder Geschmacksache und macht das Buch, in meinen Augen, nicht wirklich weniger gut - es war nur einfach ein bisschen unnötig. Fazit Ich bin begeistert! "Das Haus der Verlassenen" war im Februar eindeutig mein Monatshighlight und ich kann jedem ans Herz legen, zu dem Buch zu greifen. Ich habe schon lange keine Geschichte mehr in so kurzer Zeit inhaliert - das spricht doch schon für sich (beziehungsweise für das Buch), oder? Tja, was soll ich noch groß dazu sagen - eindeutig eine Leseempfehlung meinerseits!

Nicht ganz mein Geschmack !

Von: Die-Rezensentin Datum: 14. March 2019

Sussex, Die Journalistin Sam findet in der Wohnung ihrer Großmutter einen alten Brief, der sie nicht mehr loslässt. Geschrieben wurde er von Ivy, einem jungen Mädchen, das in den 50er Jahren in einem Heim für ledige Mütter untergebracht wurde und dort schrecklich verzweifelt an ihren Liebsten schrieb. Sams journalistisches Interesse ist natürlich geweckt und sie versucht, mehr über das Heim und das Mädchen herauszufinden. Das Buch fing total spannend und vielversprechend an, eine richtig aufregende Geschichte. Der Leser erfährt in Rückblenden, was sich damals im Heim St. Margaret`s abspielte. Schlimm, was sich dort zugetragen hat und man weiß ja, dass es diese Heime viele Jahre später immer noch gab. Aber irgendwann fand ich die Handlung undurchsichtig, sie wirkt streckenweise extrem konstruiert und zu allem Überfluss wird das Ganze auch noch mit mystischen Elementen gespickt. Meiner Meinung nach hätte die Autorin das Thema besser verarbeiten können, es waren mir einfach zu viele Zufälle und ich fand wenig glaubhaft, was passierte. So begeistert ich zu Anfang gelesen habe, umso mehr musste ich mich zum Ende hin quälen, um das Buch nicht wegzulegen. Mehr als drei Sterne kann ich beim besten Willen nicht vergeben.

Beklemmend, fesselnd und spannend!

Von: Katrin Datum: 14. March 2019

Vor Erscheinung am 18.03.2019 durfte ich den Roman „Das Haus der Verlassenen“ von Emily Gunnis lesen. Auf irgendeine Art und Weise hat mich das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Normalerweise ist diese Art bisher nicht mein bevorzugtes Genre. Jedoch bin ich froh hier meinem Bauchgefühl gefolgt zu sein! Froh und schockiert gleichzeitig. . Da ich selbst Mutter bin waren einige Passagen und Vorstellungen in dem Buch wirklich schwer zu ertragen. . • Sussex, 1956. Als die junge Ivy Jenkins schwanger wird, schickt ihr liebloser Stiefvater sie fort – ins St. Margaret's Heim für ledige Mütter. Sie wird den düsteren, berüchtigten Klosterbau nie mehr verlassen ... . Sechzig Jahre später stößt die Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großeltern auf einen flehentlichen Brief Ivys. Er ist an den Vater ihres Kindes adressiert – aber wie ist er in den Besitz von Sams Großvater gelangt? Sam beginnt die schreckliche Geschichte von St. Margaret's zu recherchieren. Dabei stößt sie auf finstere Geheimnisse, die eine blutige Spur bis in die Gegenwart ziehen. Und die tief verstrickt sind mit ihrer eigenen Familiengeschichte.• [Fazit]: Die 400 Seiten habe ich relativ zügig gelesen. Denn immer wenn ich einmal im Flow war konnte ich das Buch nur schwer wieder zur Seite legen. Es zeigt auf erschreckende und mitreißende Art die Zustände in sogenannten Mutter-Kind Einrichtungen. Die führenden Nonnen sind hier leider alles andere als zimperlich mit den jungen werdenden Müttern. Es spielen sich Szenen ab die einen sprachlos und traurig zurück lassen. Gerade da man weiß - diese Geschichten sind nicht nur reine Fiktion! Dahinter steckt viel Wahrheit in der Vergangenheit. Man mag sich nicht vorstellen welches Leid Hilfesuchende Frauen oftmals über sich ergehen lassen mussten. An einigen Stellen hab ich geschluckt. An andere hab ich gedacht wenn ich meine eigenen Kinder fest und wohlbehalten in den Armen wiegen durfte. Das Buch dient der Aufklärung zu einem Thema vor dem viel zu lang die Augen verschlossen wurden. Mit den Sprüngen in der Zeit taucht man tief in die Geschichte ein! Spannend bis zur letzten Seite!

Erschütternd, wahrhaftig und einfach grandios...!

Von: Booklove15_11 Datum: 13. March 2019

Sussex, 1956: In jener Zeit wurden einige junge Frauen und deren unehelicher Kinder aus Scham von Gesellschaft mit Schimpf und Schande nach St. Margaret's geschickt. Einer der vielen Mutter-Kind Heimen, die von Nonnen geleitet wurde. Anstatt sich erholen und mit Babys ein platz im Leben suchen, wurden junge Frauen psychisch und physisch miss gehandelt. Hier sollen sie für ihren Sünden mit sehr schwere Arbeit büßen, hier müssen die eigenen geliebten Fleisch und Blut zum Adoption geben. Eine von vielen Mädchen ist Ivy. Als sie von ihrem Geliebten Alistair schwanger wurde, wurde sie auch von ihrer Familie verstoßt. Hochschwanger musste sie hungrig ins Bett gehen. Hochschwanger musste sie sehr schweren körperlichen Arbeit erledigen. Sie musste in einem dunklen, kalten Raum ihr Baby im Welt bringen. Ahnungslos, schmerzhaft, unmenschlich... Sie schickt hinter dem Rücken von Nonnen Briefe an Alistair, sie betet ihm, sie flieht ihm, ohne Erfolg... Kurz vor durchdrehen befreundet sie sich mit acht jährigen Elvira. Für sich selbst hat ivy keine Hoffnung mehr aber zumindest ein anderes Mädchen will sie retten... 2017: Die Journalisten Sam findet eines der Briefen von Ivy an Alistair bei ihren Großeltern. Sie ist selbst alleinerziehende Mutter und Ivys Geschichte berührt sie tief im Herzen. Ahnungslos stürzt sie sich in eine Story die nicht nur mit ihre eigene Familiengeschichte gefädelt ist sondern auch einige geheimnisvolle Todesfällen.... Anmerkung der Autorin: St. Margaret's ist ein fiktiver Ort, der sich aus vielen verschiedeneren Heimen zusammen setzt, über die ich im Laufe meiner Recherche gelesen habe. Leider waren die Arbeitsbedienungen in Armenhäusern genau so schlecht, wie ich sie im Roman schildere. Eine heftige Geschichte die Wahrheiten entspricht und die ich mit Gänsehaut im ganzen Körper gelesen habe! Dank dem bildhaften Schreibstil, hatte ich das ganze geschehen vor meinem Augen und ich kann das immer noch nicht verkraften. Mir ist klar, das damals unter der Gottesnamen so einiges errichten haben sollen aber so was mit Babys hatte ich nie geglaubt. Dieses schwierige Thematik war für mich ganz neu, daher war ich schockiert und berührt, und konnte nicht mehr aufzuhören zu lesen. Der Autorin lässt die Leser mit wechselnden Kapiteln alles ganz genau folgen und mit den vielen Wendungen hält sie die Leser auf dem Bann. Das Cover und der Titel passt perfekt mit der Story und wenn ich jetzt genauer rein schaue, erschauere ich mich erneut. Die Charaktere sind sehr real dargestellt sodass man gefühlsvoll zwischen Vergangenheit und Gegenwart reisen kann. Und die extra Prise Thriller Anteil mach das lesen noch spannender. Eine sehr gut gelungene Mischung aus Roman, Historik und Thriller. Also wer berührende und gleichzeitig schockierende Geschichten mag, soll das Buch unbedingt lesen. Sehr empfehlenswert!

Packend, schockierend und spannend

Von: LeseBlick Datum: 13. March 2019

Dieses Buch hatte ich sofort bei der Verlagsvorschau ins Auge gefasst. Als sich dann die Chance ergab, das Buch bereits vor dem Erscheinungsdatum am 18. März zu lesen, war die Vorfreude groß. Nach einigen Seiten wusste ich bereits, dass dieser Roman etwas ganz Großes wird. Seit langer Zeit habe ich keinen Roman mehr gelesen, welcher so voller Geheimnisse steckt. Der Roman von Emily Gunnis wird auf zwei Zeitebenen erzählt und spielt in England. Zum einen entdecken wir in der Gegenwart mit der Journalistin Sam diese geheimnisvollen Briefe einer hilflosen Frau namens Ivy. Und zurückblickend erleben wir mit Ivy die 50er Jahre in Sussex, welch schreckliches Los diese tolle Frau gezogen hat. Wie in meiner Überschrift in drei Worte gefasst, konnte mich dieser Roman in mehrerer Hinsicht fesseln. Ich mochte den Aufbau mit dem steten Wechsel zwischen den beiden Frauen Sam und Ivy. Ich mochte eigentlich alle anderen Figuren, welche dieses Buch zu bieten hatte. Und vor allem mochte ich diese tragische Geschichte um Ivy Jenkins, welche nach St. Margarets, ein Heim für ledige Mütter abgeschoben wurde. Als Leser kann man es sich kaum vorstellen, wie so mit einem menschlichen Individuum umgegangen werden kann, aber wer das Nachwort der Autorin liest oder schon mal durch Zufall auf diese Thematik gestoßen ist, hat vielleicht schon mal etwas von den Magdalenenheimen gehört. Diese gab es vorherrschend in Irland, aber auf dieser Grundthematik beruht diese Geschichte um „Das Haus der Verlassenen“. Für mich war die Thematik neu, umso packender fand ich sie und habe im Nachhinein auch so einiges nachgeforscht. Dieses Thema möchte ich gerne noch weiterverfolgen und bin so gespannt auf viele weitere Lesermeinungen. Sowohl den Titel, als auch das Cover hätte nicht besser gewählt werden können. Ich mochte die Mischung zwischen Roman, historischen Anteilen und dieser gewissen Prise Thriller, welches bei mir während des Lesens einfach aufkam. Die Autorin packt neben den vielen Geheimnissen nämlich auch einen unheimlich guten Spannungsbogen in dieses Buch. Zum Ende hin rast man nur noch so durch dieses Buch. Die steigende Spannung ist zwischenzeitlich gepaart mit etlichen Wendungen, die ich absolut nicht vorhersehen konnte. Während des Lebens bin ich sämtliche Lebensläufe der Figuren im Geiste durchgegangen, habe mit Jahreszahlen um mich geworfen, und konnte das Rätsel schlussendlich doch nicht lösen. Einfach grandios! Ich werde mir nun schleunigst den Filmtipp am Ende des Buches besorgen. „Die unbarmherzigen Schwestern“ Mein Fazit Dieser Roman schießt sofort an die Spitze meiner Highlights 2019! Ich möchte auf jeden Fall mehr von Emily Gunnis, von ihrem Schreibstil, ihren Ideen und ihrer grandiosen Recherchearbeit. „Das Haus der Verlassenen“ mit seiner packenden Geschichte wird noch lange nachwirken. Fast bis zum Schluss habe ich gedacht, die Autorin ruft viele Emotionen hervor, aber es floss kein Tränchen...bis zu dieser einen Szene. Da hatte sie mich dann doch.

Spannend, schonungslos und interessante Frauen

Von: Nicole Lehmann Datum: 11. March 2019

Sam ist eine alleinerziehende Journalistin, welche mit ihrer Tochter Emma bei ihrer Grossmutter wohnt. Sie ist regelmässig im Stress um an allen Fronten erfolgreich zu sein. Ihr Job benötigt viel Aufmerksamkeit, daneben ist das schlechte Gewissen ihrer Grossmutter gegenüber, weil sie ihr Emma regelmässig aufbrummt. Dass dies für ihre Grossmutter kein Muss ist, schmälert ihr schlechtes Gewissen nicht. Als Sam sogar am Abend des Geburtstages ihrer Grossmutter spät von der Arbeit heimkommt, entdeckt sie einen alten Brief einer Unbekannten namens Ivy. Dieser Brief fasziniert Sam von der ersten Sekunde an und ihr journalistisches Gespür lässt sie weiterforschen. Nebenbei wird die Geschichte von Ivy erzählt. In Rückblicken und Briefen taucht man in die emotionale und schwierige Geschichte ein. Ivy wird im Jahr 1959 schwanger und alleine in St. Margarets Heim gesteckt. Die Nonnen führen das Heim unter strenger Hand und missbrauchen die jungen Frauen und Kinder in Namen Gottes. Die verschiedenen Kapitel sind mit den passenden Daten angeschrieben. Somit weiss der Leser jeweils, in welchem Jahr er sich befindet. Mit der Zeit ist dies sehr sinnvoll, da viele verschiedene Personen und und Geschichten dazukommen. Die Geschichten sind wie ein Puzzle, welches immer mehr zusammengesetzt wird und die diversen Verbindungen kommen zum Vorschein. Das Buch ist total fesselnd und man kann es kaum mehr aus der Hand legen. Emily Gunnis Schreibstil darf man als einnehmend und flüssig bezeichnen. Man ist schnell in der Geschichte drin. Das Thema der Geschichte ist jedoch ziemlich heftig. Da die Schriftstellerin so ausdrucksstark schreibt, fühlt man mit. Ivys Geschichte und Briefe gehen direkt ins Herz, man kriegt eine Wut auf die Umstände und Personen. Der Missbrauch der verschiedenen Kinder, obwohl diese unter Schutz stehen, sind fast nicht auszuhalten. Obwohl die Autorin bei den Anmerkungen beschreibt, dass St. Margarets ein fiktiver Ort ist, wurde er aus verschiedenen recherchierten Heimen und Lebensgeschichten zusammengesetzt. Dies schockiert und hallt sicher noch lange nach dem Beenden des Buches nach. Was die Kirche im Namen Gottes in diesem Buch gemacht hat, ihre Schutzbefohlene so missbraucht und unterdrückt haben, ist grausam. Was mir sehr gefallen hat, war, dass die beteiligten Personen mit ihren Sünden konfrontiert wurden.

Relikte einer alten Zeit

Von: hasirasi2 Datum: 10. March 2019

Eigentlich bin ich ja nicht so leicht zu beeinflussen, aber als der Heyne Verlag Vorableser für „Das Haus der Verlassenen“ von Emily Gunnis suchte (mit dem dezenten Hinweis, dass es in England schon über 800 Rezensionen auf Amazon hat), bin ich ziemlich schnell schwach geworden. Zumal der Klappentext und auch die Leseprobe meine Neugier bereits angestachelt hatten. Es beginnt 1959 mit einem Brief, den Ivy der 8jährigenn Elvira auf der Flucht aus dem St. Margaret's Heim für ledige Mütter mitgibt. Darin steht u.a., dass Elvira eine Zwillingsschwester – Kitty – hat und wo diese lebt. Fast 60 Jahre später ist Elviras Zwillingsschwester Kitty berühmt. Sie hatte 20 Jahre lang eine Talkshow im Fernsehen, zieht sich aber gerade aus der Öffentlichkeit zurück. „Menschen faszinieren mich. Was sie von sich zeigen, ist meist nicht das, was sie im Innersten bewegt.“ „Natürlich bin ich traurig, diese wunderbare Bühne zu verlassen, aber ich gehe lieber freiwillig, als dass ich hinunter gestoßen werde.“(S. 31) Parallel dazu findet die Journalistin Samantha unter den Unterlagen ihres verstorbenen Großvaters einen anderen Brief von Ivy von 1956, in dem sie den Vater ihres Kindes anfleht, sie zu heiraten. Nach und nach findet Samantha noch weitere Briefe Ivys. Woher hatte Samanthas Großvater diese?! Sie beginnt zu recherchieren und stößt auf Ivys Geschichte und die des St. Margaret's. Außerdem stolpert sie über das Verschwinden des ehemaligen Priesters des Heimes im Jahr 2000 und dem Fund seiner Leiche 2016 ... Ich fand bereits den Einstieg in das Buch erschütternd. Die Art und Weise, wie Ivy Elvira zur Flucht verhilft und ihr eigenes Leiden im St. Margaret´s beendet ist sehr extrem und zeigt, wie groß ihre Verzweiflung gewesen sein muss. Die Nonnen gingen ziemlich brutal mit den ledigen Schwangeren, aber auch den Babys und Kleinkindern um. Das Leben der Heimbewohner war von harter Arbeit, Schweigen und Angst geprägt. Durch Ivys Briefe erfährt der Leser ihren jeweiligen Gemütszustand ungefiltert aus erster Hand.„Ich weiß nicht mal, ob Du meine Briefe überhaupt liest, aber ich kann Dich nicht loslassen. Wenn Du mich noch liebst, dann hole mich bitte hier weg.“ (S. 119) Samantha und ihr Mann legen gerade eine Beziehungspause ein. Ihm passt nicht, dass sie als Journalistin so viel arbeitet. Also zieht sie mit ihrer Tochter zu ihrer Großmutter. Ihr Kind jetzt allein aufzuziehen ist für Samantha zwar auch schwer, heute aber fast selbstverständlich. Zu Ivys Zeiten hingegen wurde den unverheirateten Schwangeren erzählt, dass es unmöglich ist. Sie wurden in Heime wie das St. Margaret´s abgeschoben und zur Adoptionsfreigabe ihrer Babys gezwungen. Bücher, die auf mehreren Zeitebenen spielen und deren Fäden oft erst am Ende verknüpft werden, sind immer wieder spannend. Hier kommt noch das besondere Setting dazu – ein altes Haus (das St. Margaret's), dass schon vor 60 Jahren eine unheimliche Aura umgab: „Von Weitem sah es aus wie ein verbranntes Pfefferkuchenhaus ...“ (S. 53). Genau dieses Haus soll jetzt abgerissen werden. Nachdem Samantha Ivys Briefe gelesen hat, will sie sich selbst ein Bild von dem Haus machen. „Dieser Ort ist total verrückt. Man hat das Gefühl, die Mädchen seien hier immer noch gefangen.“ (S. 75) Ihr journalistischer Ehrgeiz ist geweckt. Das Buch wechselt kapitelweise zwischen den verschiedenen Zeitsträngen und ich musste mich beim Lesen sehr konzentrieren, um die Handlung immer wieder einordnen zu können. Die Beziehungsgeflechte unter den Protagonisten sind ziemlich komplex und zum Teil verwirrend, auch wenn mir schon recht früh klar war, was mit Kitty und Elvira passiert ist. Trotzdem blieb die Spannung bis zur endgültigen Aufklärung am Ende erhalten. Im Großen und Ganzen hat es mir sehr gut gefallen, nur das Ende fand ich etwas überstürzt und nicht ganz logisch. Am meisten erschüttert haben mich die Szenen im St. Margaret´s. Sie klingen, wie aus dieser Zeit gefallen, als wären sie nicht in den 1950ern sondern Jahrzehnte früher passiert. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass eine solche Vorgehensweise zu dieser relativ modernen Zeit noch möglich und üblich war. Ich würde den Roman eher als Krimi oder fast schon Thriller einordnen.

Spannend und düster

Von: hope23506 Datum: 10. March 2019

INHALT: Sussex 1956: Die junge Ivy ist ungewollt schwanger geworden. Der Vater des Kindes will davon nichts wissen und auch ihre Eltern wollen damit nichts zu tun haben. Ihr herrischer Stiefvater schickt sie einfach in ein Heim für ledige Mütter, das St. Margrets. Aber dort ist es grausam, kalt und unmenschlich. Eigentlich soll Ivy dort bis zur Geburt bleiben und danach auch noch eine zeitlang dort arbeiten, aber sie wird diese unheimlichen Mauern nie mehr verlassen...... 2017: Die Journalistin Sam findet in der Wohnung ihrer Grosseltern alte Briefe einer jungen Frau. Es sind die Briefe von Ivy, die sie in ihrer Verzweifelung aus dem Heim geschrieben hat. Sam beginnt zu recherchieren und sie entdeckt die unblaubliche und schreckliche Geschichte von St. Margret's und diese blutige Spur führt bis in die Gegenwart. MEINE MEINUNG: Der Klappentext des Buches hat mich sofort neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht. Der Roman entpuppte sich als eine unheimlich spannende, energiegeladene, und grausame Story die mich nicht mehr losgelassen hat. Viele Wendungen und Verstrickungen, die bis in die Gegewart reichen, machen das Buch so interessant und ich auch teilweise sprachlos weil sie auch immer wieder neue Blickweisen auftun, mit denen ich in keinster Weise gerechnet habe. Man braucht wegen der Grausamkeiten schon starke Nerven, aber dann sind da dann auch immer wieder diese Andeutungen, die meine Neugier geweckt haben und ich musste einfach weiterlesen. Im gesamten Buch herrscht eine grausame und düstere Stimmung, der man sich nicht entziehen kann und die einen fesselt. Die Schicksale habe mich beim Lesen schon sehr erschüttert und mitgenommen. Die Spannung des Buches baut sich von der ersten Seite hin auf und hält sich konstant auf hohem Niveau, um dann am Ende mit einem fuliminaten Finale zu enden. Ich bin geflasht und immer noch ganz mitgenommen von dieser grandiosen Geschichte. FAZIT: Düster, grausam, unmenschlich, aber auch unheimlich spannend und interessant. Ein wirklich sehr gut gelungenes Debüt von Emily Gunnis. Ich gebe dem grandiosen Buch 5/5 Sterne und werde noch lange darüber nachdenken.

Ein grausames Schicksal im Namen Gottes (Vorsicht Spoiler)

Von: Petra Radtke Datum: 05. March 2019

Dieser Roman hat mich schon vom Titelbild in seine düstere Atmosphäre gezogen. Auch wenn die Geschichte von der Autorin als fiktiver Roman aufgeschrieben wurde, hat es doch eine sehr traurige wahre Grundlage. In vielen britischen und irischen Mutter- Kind- Heimen wurden die jungen Frauen in den 50iger und 60iger Jahren gezwungen, ihre Babys zur Adoption freizugeben und oft mussten sie hochschwanger schwerste Arbeiten verrichten. In ihrer Recherche erfuhr die Autorin, dass es Tausende betroffene Frauen in Großbritannien und Irland gibt. Die von Nonnen geführten Heime zogen Profit von der Vermittlung von Adoptionen. Auch die im Buch geschilderten Medikamentenversuche hat es in Irland gegeben. Als ich das Buch las, glaubte ich immer eine Geschichte zu lesen, die im Mittelalter spielt. Doch es war in der Zeit der 50iger und 60iger Jahre, als dies alles geschah. Noch dazu waren Nonnen und Pfarrer, diejenigen, die die jungen Frauen quälten und demütigten und ein Geschäft aus den Adoptionen machten. Die Geschichte wird in mehreren Erzählsträngen beschrieben. Einmal beginnend vom Jahr 1956 - Anfang der 60iger Jahre und einmal 2017. Außerdem erfährt der Leser in anderen Zeitsprüngen Hintergründe, die wichtig zum Verständnis der Handlung sind. Dadurch wird immer wieder ein Spannungsbogen aufgebaut, der den Leser kaum loslässt und ihn immer wieder in die Handlung hineinzieht. Die Schreibweise ist sehr bildhaft. Beim Lesen läuft ein richtiger Film ab und man bangt und hofft mit den literarischen Gestalten. Auf der einen Seite begleiten wir Ivy, die junge schwangere Frau, die immer noch an ihre Liebe zu einem Fußballprofi glaubt und hofft, dass er sie aus dem düsteren, grausamen Alltag des Mutter- Kind-Heimes herausholt. In heimlich von ihr geschriebenen Briefen fleht sie ihn an, sie und ihr gemeinsames Baby zu retten. Diese Briefe werden 2017 von Sam, einer jungen alleinerziehenden Schriftstellerin im Hause ihrer Großeltern gefunden. Tief beeindruckt vom beschriebenen Schicksal der jungen Ivy macht sich Sam auf Spurensuche. Damit kommt sie in einen Strudel unvorhergesehener Ereignisse und teilweise auch in Gefahr, denn auch sie ist persönlich plötzlich von Ivys Schicksal betroffen...Irgendjemand ist daran interessiert, alle Spuren der Grausamkeiten im Nonnenkloster zu beseitigen und es bleibt nur noch wenig Zeit zur Recherche, denn das Heim soll in wenigen Tagen abgerissen werden. Doch plötzlich findet Ivy Hinweise, auf teils unerklärliche Todesfälle. Es scheint, dass jemand die Menschen bestraft, die damals so viel Grausames im Mutter- Kind- Heim den jungen Frauen und ihren Kindern angetan haben... Wird es Sam rechtzeitig gelingen, alle Spuren zusammen zu führen und aufzuklären? Der Roman hat mich tief berührt und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Manche beschriebene Szene des Schicksals der Frauen und Kinder ist kaum auszuhalten und man ist empört von den Grausamkeiten der Menschen gegenüber den jungen Mädchen und Frauen, die keinen Ausweg hatten, als sich den Nonnen im Heim anzuvertrauen. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Es ist ein Denkmal für alle damals betroffenen Frauen und Kinder und Mahnung diese Unmenschlichkeit nicht mehr zuzulassen.

Hatte etwas anderes erwartet

Von: michas-wundervolle-welt-der-buecher Datum: 05. March 2019

Die Geschichte ist in verschiedenen Zeitzonen geschrieben und Erzählt die Sicht verschiedener Charaktere. ➕ Der Grundgedanke der Story ist wirklich super. Die Beschreibung des Heimes und die wie mit den Kindern und Schwangeren umgegangen wurde in der damaligen Zeit wurde gut recherchiert ➖ Die vielen Wechsel der Zeitzonen haben mich beim lesen ständig den Faden verlieren lassen . Der Schreibstil war nicht flüssig und hat mich mehr als einmal verwirrt so das ich ein paar mal zurückblättern musste um nochmal zu lesen worum es ging . Das die vielen Charakter nicht näher eingegangen wurden aber doch wichtig für die Story währe, fand ich schade. Ein Buch wo ich mich leider durchgequält habe in der Hoffnung es wird besser

Im Namen Gottes?

Von: Claudia S. Datum: 28. February 2019

Samantha Harper ist Journalistin und immer auf der Suche nach der Story schlechthin. Da ihre Ehe gescheitert scheint und ihr Nochehemann nicht immer zuverlässig ist, kümmert sich Sams Nana um die kleine Emma, wenn Sam unterwegs ist. Ihr Verhältnis ist innig. Eines Tages entdeckt Sam bei Nana einen alten Brief, der sie neugierig macht. Sie beginnt nachzuforschen, obwohl ihr Chef ihr das verbieten will, denn es geht um St. Margaret’s, einer ehemaligen kirchlichen Einrichtung, die sich um uneheliche Kinder und deren Mütter kümmerte. Das Gebäude steht kurz vor dem Abriss. Schnell merkt Sam, dass die Zeit drängt, denn die Lösung all dessen, was mit diesen Briefen zusammenhängt, liegt eindeutig in diesen düsteren Mauern … Das Thema ist bewegend und spannend, ganz klar, doch wie sehr es ans Herz geht, wie schockierend die Geschichte, die zwar fiktional ist, aber auf tatsächlichen Begebenheiten beruht, wird, das ahnt man anfangs nicht. Sam ist eine junge Frau, die auf privater und beruflicher Ebene hart kämpft. Zunächst mag sich der Gedanke einstellen, dass sie da nicht alleine ist, es vielen Frauen so geht. Doch nach und nach erkennt man, dass viel mehr dahinter steckt und Sam – wie sie selbst noch nicht weiß – viel mehr mit all dem zu tun hat, als es scheint. Parallel dazu erfährt man von den Machenschaften in dieser Einrichtung. Schlimm genug, wie hart, ungerecht und schlimm die Frauen und Kinder dort behandelt wurden. Erschreckend aber, dass dies nicht hunderte von Jahren her ist, sondern gerade mal ein halbes Jahrhundert – also quasi erst „gestern“ war. Das Schicksal von Ivy, von dem der Leser nach und nach mehr erfährt, ist einfach erschütternd. Daraus erwächst immer mehr und man kommt nicht umhin, Parallelen zu den aktuellen Missbrauchsuntersuchungen zu ziehen. Denn auch das, was Ivy, den Kindern und ihren Zeitgenossen widerfahren ist, ist Missbrauch. Und bei beiden Arten haben die Opfer noch heute darunter zu leiden. Was daraus erwachsen kann, zeigt Emily Gunnis sehr gefühlvoll, aber ohne Effekthascherei. Dabei baut sich die Spannung immer mehr auf und es kommt auch zu einem furiosen Show-Down. St. Margaret’s ist Fiktion, die Methoden aber gab es wirklich. Das weiß man beim Lesen intuitiv auch und genau das macht das Buch zu einem Pageturner. Die Zusammenhänge sind sehr stimmig aufgebaut, der Stil immer zur Person und Situation passend. Man lebt das Gelesene quasi mit. An keiner Stelle wird es langweilig und die Wendungen passen, ohne konstruiert zu wirken. Die Wechsel von 1956 zu 2017 sind gut dosiert. Man erfährt immer genau so viel, wie gerade für das Verstehen wichtig ist. Die Kapitel enden immer spannend, aber nie mit nervenden, effekthaschenden Cliffhangern. So liest sich das Buch von Anfang bis Ende flüssig. Mir wird es auch lange im Gedächtnis haften bleiben und ich bin froh, dass „diese Zeiten“ vorbei sind. Die Erkenntnisse, die die Autorin dem Leser in die Hände legt, sind schockierend. Genau das braucht man aber. Ich hoffe auf weitere Glanzstücke dieser Art. Sehr gut gemacht: Fünf Sterne!

Ein sehr lesenswerter bewegender Spannungsroman, aber keine leichte Kost

Von: Annette Traks Datum: 24. February 2019

Im Jahr 1956 ist Ivy knapp 20 Jahre alt, ledig und ungewollt schwanger. Ihr Freund hat nicht die geringste Absicht, sie zu heiraten, im Gegenteil: Er bricht den Kontakt komplett ab. In der damaligen Zeit ein Skandal! Der lieblose Stiefvater schickt "die kleine Hure" in ein katholisches Heim für ledige Mütter. Es ist eine düstere Einrichtung, in der die Frauen ein arbeitsreiches, menschenverachtendes Dasein fristen. Ihre Kinder werden ihnen sofort nach der Geburt weggenommen und zur Adoption freigegeben. Ivy wird immer verzweifelter und trifft schließlich eine schicksalhafte Entscheidung. Gut 60 Jahre später findet die Großmutter der Journalistin Sam in den Unterlagen ihres kürzlich verstorbenen Mannes einen Brief der schwangeren Ivy an ihren Geliebten. Die Neugierde der Journalistin ist geweckt: Wie ist das Papier in die Hände des Großvaters gelangt? Sie beginnt, über das ehemalige Heim für ledige Mütter und deren Bewohner zu recherchieren. Dabei steht sie unter Zeitdruck, denn in wenigen Tagen soll das Gebäude abgerissen werden - und offensichtlich zeigen plötzlich mehr Leute Interesse an dem alten Gemäuer als einigen lieb ist. Es gelingt Sam, einige düstere Geheimnisse, grauenvolle Machenschaften und Vorkommnisse aufzudecken. Dabei kommt sie ihrer eigenen Familiengeschichte immer näher und bringt ihre Großmutter schließlich in Gefahr. Resümee: Die Handlung ist alternierend auf zwei Zeitebenen angesiedelt: Eine spielt in der Vergangenheit ab 1956. Protagonistin ist die ledige, ungewollt schwanger gewordene, ca. 20 Jahre alte Ivy, die von ihrer Familie verstoßen und in einem Heim für ledige Mütter untergebracht wird. Diese müssen dort hart arbeiten und führen ein menschenverachtendes Leben. Ihre Kinder werden ihnen gleich nach der Geburt weggenommen und zur Adoption freigegeben. Gut 60 Jahre später recherchiert die Journalistin Sam nach einem Zufallsfund über dieses Heim, das Personal und seine Bewohner. Sie selbst ist Mitte 20, zwar verheiratet, lebt aber vom Vater ihrer mittlerweile 4-jährigen Tochter getrennt. Unterstützung findet sie bei ihrer Großmutter, bei der sie wohnt, und die sich tagsüber um das Kind kümmert. Das Stigma einer alleinerziehenden jungen Mutter hat sie nie erfahren. Sowohl Ivy als auch Sam hoffen sehr, (wieder) mit ihrem Partner ein glückliches Familienleben führen zu können. Sam kann nicht ahnen, wie eng ihre Biografien miteinander verbunden sind. Durch Recherchen und und weitere Briefe Ivys stößt sie auf zahlreiche Informationen und Zusammenhänge, die der Handlung immer wieder eine neue Wendung und dem Leser die Möglichkeit des Mitkombinierens geben - wobei ich einiges allerdings ein wenig (zu) konstruiert fand. Erst ganz am Schluss wird ihr bewusst, was der Leser dank des nötigen Abstands als neutraler Beobachter bereits seit einiger Zeit ahnte. Die Orte der Handlung, die in Sussex spielt, sind so bildhaft beschrieben, dass man die jeweilige Szenerie deutlich vor Augen hat, in der das spannende, oft auch beklemmende Geschehen wie ein Film abläuft und einen mitreißt. Die Charaktere sind klar konturiert und können in der Regel entweder eindeutig "den Guten" oder "den Bösen" zugeordnet werden. Fazit: Dies ist zwar kein Krimi, aber dennoch ein sehr lesenswerter bewegender Spannungsroman - allerdings keine leichte Kost.

Eindrucksvoll und schockierend

Von: Nadine Dietz Datum: 23. February 2019

Dieser Roman besticht allein schon durch das mystische Cover, auf dem ein großes Anwesen mit einem herrschaftlichen Park und einem geschlossenen Tor zu sehen sind. Meine Fantasie wurde dadurch gleich angeregt. Er spielt in zwei Zeitebenen (1956&2017) und zu Beginn brauchte ich einige Kapitel Zeit, bis ich die Personen richtig miteinander in Verbindung bringen konnte. Der Roman ist flüssig und sehr bildhaft verfasst und die Grausamkeit, die den Mädchen in "St.Margret's" (im Heim der ledigen Mütter) wiederfahren ist, hat mich tief geschockt und berührt. Die Mädchen waren zu dieser Zeit den Nonnen völlig ausgeliefert und die Arbeit erinnerte mich an Sklaverei. Emily Gunnis schaffte es gekonnt, die Spannung zu steigern und durch den Zeitenwechsel waren Cliffhanger garantiert. Fazit: Ein sehr eindrucksvolles Debut, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ich vergebe 4/5 ⭐und eine Leseempfehlung.

Tragisch und wunderbar zugleich

Von: scarlett59 Datum: 19. February 2019

Zum Inhalt: Sam arbeitet als Journalistin, aber bekommt, seit sie Mutter ist, nur unbedeutende Rechercheaufträge. Aufgrund der vorübergehenden (so hofft sie) Trennung von ihrem Mann Ben ist sie mit ihrer Tochter Emma bei ihrer Großmutter Nana eingezogen. Durch Zufall findet sie einen Brief aus den frühen 50er Jahren, den ein junges, schwangeres Mädchen aus einem „Mutter-Kind-Heim“ geschrieben hat. Dieser berührt sie sehr und so beschließt sie Nachforschungen anzustellen … Meine Meinung: Die Autorin hat hier auf berührende Weise eine Geschichte geschrieben, die wahre Begebenheiten mit Fiktion verknüpft. Der Schreibstil ist klar, so dass auch der häufige Wechsel der Zeitebenen nicht zu Verwirrung beim Leser führt. In den ersten Kapiteln werden die Protagonisten „vorgestellt“, die zunächst nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Doch im weiteren Verlauf werden immer mehr Zusammenhänge aufgedeckt und die Dramatik nimmt zu. Von Kapitel zu Kapitel erfährt der Leser Neues und das hat mich bis zum Ende gefesselt. Fazit: ein wunderbares Buch für Freunde von tragischen Familiengeschichten

Erschütternde Einsichten

Von: Ulrike Frey Datum: 10. February 2019

Das Cover zeigt ein hohes Tor, dahinter einen herrschaftlichen Park und ein großes Haus, das sowohl ein Schloss als auch ein Kloster sein kann. Mit ihrem Roman "das Haus der Verlassenen" zeigt uns Emily Gunnis wie mit ledigen Müttern in den 50ern und 60ern in entsprechenden Mutter-Kind-Heimen und Armenhäusern umgegangen werden konnte. Sicherlich sind nicht alle Heime so wie das von Nonnen geführte St. Margaret's (ein fiktiver, von der Autorin erfundener Ort), doch gab es in Irland und auch in England noch genug Heime, die wie im 19. Jahrhundert geführt wurden. Über die Magdalene Laundries schreibt Wikipedia: "Irische Magdalene Wäscherei, Die Magdalene Laundries in Irland, auch Magdalenen- Anstalten genannt, waren Haftanstalten, die normalerweise vom römisch-katholischen Orden verwaltet wurden und vom 18. bis zum späten 20. Jahrhundert betrieben wurden. Sie wurden angeblich zur Unterbringung gefallener Frauen" geführt, von denen schätzungsweise 30.000 in diesen Einrichtungen in Irland eingesperrt waren. 1993 wurde auf dem Klostergelände einer der Wäschereien ein Massengrab mit 155 Leichen entdeckt. Dies führte zu Medienoffenbarungen über die Operationen der geheimen Institutionen. Im Jahr 2013 erging eine förmliche staatliche Entschuldigung, und die irische Regierung richtete ein Entschädigungssystem für Überlebende in Höhe von 50 Millionen Pfund Sterling ein. Die religiösen Orden, die die Wäschereien betrieben haben, haben Forderungen von Aktivisten abgelehnt, dass sie finanziell zu diesem Programm beitragen. ..." Es ist erschütternd, wie abhängig diese Frauen von den Nonnen waren. Selbst die frisch geborenen Kinder nahm man ihnen weg. Die Unterbringung mussten sie abarbeiten wie Sklaven, wenn die Familie nicht genug Geld hatte oder nicht zahlen wollte. In dem Roman geht es um das St. Margaret's Heim, in das die unbedarfte Ivy 1956 von ihrem Onkel geschickt wird Dies geschieht mit Unterstützung eines Priesters und des Hausarztes. Sie hatte sich in einen Mitschüler verliebt und wurde schwanger. Leider will dieser aber wohl nichts mehr von ihr wissen, was sie erst merkt, als er auf ihre Briefe aus dem Heim nicht antwortet. Sie lernt das Leben von der härtesten Seite kennen, darf nicht sprechen und wenn den Nonnen etwas nicht passt, gibt es Hiebe. Die schlimmste Strafe erfährt sie, als sie ihr Baby nicht zur Adoption freigeben will. Eines Tages lernt sie die 6-jährige Elvira kennen und versucht, sich so gut wie möglich um sie zu kümmern. Noch weiß sie nicht, weshalb ein Kind dieses Alters sich in dem Heim aufhält. Elvira muss genau soviel und hart arbeiten wie die anderen Frauen. Ivy liebt sie wie ihr eigenes Kind. Sie tut alles, um ihr eine Freundin zu sein. Nachdem sie festgestellt hat, was mit diesen Kindern, zu denen Elvira gehört, passiert, fasst sie einen Entschluß: Sie verhilft ihr zur Flucht, nachdem sie ihr mitgeteilt hat, dass sie draußen jemanden hat, an den sie sich wenden kann - Elviras eigene Zwillingsschwester. Die junge, bisher erfolglose Journalistin Samantha, getrennt lebend und Mutter einer 4-jährigen Tochter, lebt 2017 bei ihrer Oma. Diese ist Witwe eines Antiquitätenhändlers und findet Briefe von Ivy. Samantha macht sich auf die Suche, nicht ahnend, in welches Wespennest sie sticht. Emily Gunnis schlägt uns mit ihrem Buch in den Bann, sie hat eine wunderbare Art, die Vorkommnisse zu erzählen. Das Buch ist unterteilt in 46 Kapitel, die zwischen den Zeiten 1956 bis 2017 immer wieder hin- und herspringen. Dies bringt auch die Spannung auf die Spitze und wir erleben immer wieder neue Erkenntnisse, obwohl wir denken, schon alles zu wissen. Das Buch wird am 01.03.2019 beim Verlag Heyne veröffentlicht. Ich danke Jellybooks und dem Sponsor Heyne, dass ich es bereits vorher lesen durfte.

Der Stoff aus dem Albträume sind

Von: Die Art der Ida Gratias Datum: 25. November 2018

Ein wahrlich gelungenes Debut von Emily Gunnis, einer jungen Autorin aus Brighton! Der spannende Plot ihres Romans ist der Feind eines jedes manikürten Fingernagels, der Spannungsboden ist so scharf gespannt, dass er Diamanten schneiden könnte, und doch gelingt es Gunnis, ihn bis zur letzten Romanseite zu halten. Ihre Figuren sind gut gezeichnet, die erzählten Geschichten für den Leser nachvollziehbar und intelligent miteinander verknüpft, dazu kommen noch die verschiedenen Zeitebenen, von 1956 bis 2017, und die unterschiedlichen Erzählperspektiven. Wer das schon bei seinem Erstling so perfekt beherrscht, auf den werden zurecht von der britischen Kritik Lobeshymnen gesungen, denn das alles zeugt von einer sehr talentierten Erzählerin. Dabei hat sie mit den jahrzehntelangen, systematischen "erzieherischen Maßnahmen", in den von Nonnen (die de Sade als Rollenmodelle so mancher Protagonistin seiner Romane hätten dienen können) geführten Mutter-und-Kind-Heimen, den sogenannten Magdalenenheimen, ja, benannt nach Maria-Magdalena, der katholischen Sünderin schlechthin, kein beliebiges Thema gewählt. Da gäbe es leichteren Stoff, allen voran, weil sie ihn nie nur als Hintergrundbild für "crime & suspense" benutzt, sondern sich der Sensibilität des Themas bewusst ist. Die Grausamkeit hier hat Methode und läßt niemanden kalt. Der Leser kann hier nicht die bequeme Position des bloßen Zuschauers einnehmen, der sich durch gut inszenierten Mord und Totschlag für ein paar Stunden unterhalten läßt, und wenn er das Buch zur Seite legt, ist wieder alles gut. Hier ist nichts mehr gut, denn die Opfer in Gunnnis Geschichte stehen für die unzähligen wahren Opfer der katholischen Moralerziehung, denen in Irland aber auch in Großbritannien genau das Beschriebene angetan wurde. Als Romanautorin versteht sie es gekonnt, auf der gesamten Klaviatur der Gefühle ihrer Leser zu spielen: Sie erzeugt tiefes Mitleiden mit den zahllosen Frauen und Kinder, Entsetzen über die Grausamkeit der Täter und Täterinnen, Erschrecken über die gesellschaftliche Macht der Institution Kirche bis in die Familie hinein und Wut über die Ungerechtigkeit der nicht erfolgten Strafverfolgung.   Bitte mehr davon!

Wirklich sehr gelungen

Von: Buecherqueen Datum: 18. March 2019

Ich muss sagen, das Buch hat mich vom Cover und Klappentext so sehr angesprochen, das ich es unbedingt lesen musste. Es hat mich vom Klappentext her so sehr an "Das Echo unserer Träume" von Jenny Ashcroft erinnert, was nebenbei bemerkt mein Jahreshighlight 2018 gewesen war, das ich dieses Buch auch lesen musste. Jedoch kann es mit "Das Echo unserer Träume" nicht mithalten. Zurück zum eigentlichen Thema: Sam findet durch Zufall einen Brief bei ihrer Großmutter, der von einer Ivy handelt die dringend Hilfe benötigt. Ihre Großmutter streitet ab mit dem Brief was zu tun zu haben, er gehöre wohl dem verstorbenen Großvater der ein Antiquitätenladen besessen hat und dort gefunden hat. Sam ist jedoch Jornalistin und in ihren Job sehr unzufrieden und möchte dem Brief nachgehen und somit den großen Sprung in eine größere Zeitung schaffen und beginnt zu ermitteln bevor das St. Margaret´s abgerissen wird, wofür sie nur noch 2 Tage Zeit hat. Ich finde das Buch und die Story mega gut geschieben. Man kann es sich sehr gut vorstellen, wie es damals in Mutter-Kind-Heimen abgelaufen ist und es ist sehr schockierend. Unverheiratete schwangere Frauen, hatten es damals wirklich sehr schwer. Schlimmer fand ich die Tatsache, das der Kindsvater, Alistor, nichts von dem Kind und von Ivy wissen wollte und er ihre Briefe, die sie so verzweifelt an ihn schrieb, ignorierte und lieber an seine Karriere dachte. Noch schrecklicher fand ich aber die Tatsache, das die paar Waisenkinder die in dem Heim wohnten, zu Versuchskaninchen der Pharmaindustrie benutzt wurden. Ich denke das es damals wirklich so abgelaufen ist bzw. ist am Ende des Buches noch eine Anmerkung der Autorin, eine Art Quellenangabe zu dem Thema. Das Buch war durchgehend spannend, jedoch muss ich sagen, das es am Ende echt schwach wurde. Die ganze Zeit wollte man wissen wie alles zusammenhängt, wie was passiert ist, wie alle den Tod gefunden haben, was aus den Kindern geworden ist, u.s.w.. Es wurde alles aufgelöst, aber weiß nicht, das Gewisse etwas hat gefehlt, irgendwie so der spektakuläre WOW-Effekt, der bliebt für mich irgendwie aus und das Ende einfach so dahin geklatscht. Dennoch würde ich das Buch weiterempfehlen, allein schon wegen der Thematik.

Spannender Roman mit schrecklichem Thema

Von: Lesehunger1111 Datum: 15. March 2019

In diesem Roman, den man auch als Krimi bezeichnen kann, wird eine schreckliche Geschichte erzählt, die zwar erfunden ist, aber auf realen Gegebenheiten beruht. Denn unverheiratete schwangere Mädchen und Frauen waren noch in den Fünfzigern schlecht angesehen und solche Heime gab es in Irland und England tatsächlich. Mit verschiedenen Zeitebenen wird hier vor allem die Geschichte von Ivy und ihrem Kind. In der Gegenwart trifft Sam (alleinerziehende Journalistin) auf die Briefe, die Ivy geschrieben hat und forscht nach, was damals passiert ist. Dabei stößt sie auf Verwicklungen (und mysteriöse Todesfälle), die bis in ihr eigenes aktuelles Leben reichen. Diese Verwicklungen sorgen für reichlich Spannung, ich wollte von Anfang an unbedingt wissen, was hinter allem steckt. Für mich ist es ein gelungener Roman mit sehr ernstem Hintergrund.

Bewegender, fesselnder Roman über ein Stück dunkle Geschichte

Von: Fanti2412 Datum: 14. March 2019

Dieses Buch erzählt eine fiktive Geschichte vor dem realen Hintergrund der sogenannten Mutter-Kind-Heime oder auch Magdalenenheime. In diese, meist kirchlich geführten, Heime wurden junge, ledige Frauen gesteckt, die ungewollt schwanger geworden waren. Sie wurden dort oft misshandelt, zu schwerer Arbeit gezwungen und am Ende wurden ihnen ihre Kinder gegen ihren Willen weggenommen und zur Adoption frei gegeben. Die Heime zogen Profit aus der Vermittlung der Adoptionen. Ich kann nicht fassen, dass es solche Heime in Irland und Großbritannien tatsächlich bis weit in die 1960er Jahre gegeben hat. Ein solches Schicksal hat auch die junge Ivy erlitten, über deren trauriges Ende wir bereits im Prolog lesen können. Sie wurde von ihrem strengen, lieblosen Stiefvater in ein solches Heim gesteckt und ihre Mutter unternahm nichts dagegen. Sie schreibt flehentliche Briefe an ihre große Liebe, den Vater ihres Kindes, dass er sie dort rausholen möge. Aber dieser meldete sich nie. Rund 60 Jahre später findet die Journalistin Sam, Ivys Briefe im Haus ihrer Großmutter, bei der sie vorübergehend mit ihrer kleinen Tochter lebt, da sie von ihrem Mann getrennt ist. Sams Neugier ist geweckt. Wie sind diese Briefe ins Haus der Großeltern gekommen und was hat es damit auf sich? Sie wittert die Chance auf eine große Story, die ihr beruflichen Erfolg bringen könnte. Sie beginnt über das ehemalige Heim St. Margaret’s zu recherchieren und stellt fest, dass das Gebäude in wenigen Tagen abgerissen werden soll. Sie steht also unter Zeitdruck, wenn sie noch etwas über das Heim und die Bewohner in Erfahrung bringen möchte. Sam stößt auf dunkle Geheimnisse und schreckliche Machenschaften und schon bald ist ihr klar, dass sie keine Sensationsstory schreiben möchte sondern die damaligen Vorkommnisse aufklären und an die Öffentlichkeit bringen will. Eine Verbindung bis in die Gegenwart und zu ihrer Familie ist besonders brisant. Die Autorin erzählt die Geschichte wechselnd auf den beiden Zeitebenen. So wie Sam bei ihren Recherchen nach und nach voran kommt und kleine Puzzleteile der Fakten herausbekommt, so gibt es die Rückblenden und man erfährt nach und nach einiges über das Heim und Ivys Schicksal. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und Wendungen, die der Handlung eine hohe Spannung verleihen. Dabei zeichnet die Autorin die Protagonisten sehr authentisch und es ist ihr sehr gut gelungen, die Emotionen zum Leser zu transportieren. Ich habe wirklich sehr mit Ivy gelitten und konnte oft kaum fassen, welche Grausamkeiten sich da abgespielt haben. Auch wenn die Handlung um Ivy fiktiv ist, hat die Autorin sehr viel zum Thema dieser Heime recherchiert und die Zustände dementsprechend wiedergegeben. I Nachwort erklärt die Autorin noch ausführlich einiges zu ihren Recherchen. Das ist wirklich ein dunkles Kapitel in der irischen und britischen Geschichte, dass mich traurig gemacht hat. „Das Haus der Verlassenen“ ist eine sehr bewegende Geschichte, die sich für mich schnell zum Pageturner entwickelt hat. Durch den lebendigen und mitreißenden Schreibstil, einen gut konstruierten Plot und die Verbindung der damaligen Ereignisse in die Gegenwart ist dieser Roman ein lesenswerter Roman mit viel Spannung, der sehr zu fesseln weiß. Und er erinnert an all die Frauen, die damals dieses Schicksal ertragen mussten und oft bis heute nichts über ihre Kinder wissen! Fazit: 5 von 5 Sternen

Eine bewegende Geschichte, wundervoll gut gelesen

Von: Buntes Tintenfässchen Datum: 15. May 2019

"Das Haus der Verlassenen" ist der Debütroman von Emily Gunnis - ich war vor allem aufgrund der Thematik neugierig auf das Hörbuch. Ich lasse mich unheimlich gern von fesselnden Familiengeschichten und gefährlichen Geheimnissen vereinnahmen und beides verbirgt sich auch zwischen den Buchdeckeln von "Das Haus der Verlassenen". Ins Zentrum der Handlung stellt Emily Gunnis einen Ort, den man sich als ehemals prächtiges Herrenhaus und gleichzeitig als Hölle auf Erden vorstellt. Es geht um ein kirchliches Heim namens St. Margaret´s, in dem in den 1950er Jahren ledige, schwangere Frauen Zuflucht fanden. Wobei Zuflucht definitiv das falsche Wort ist, denn bereits nach den ersten Kapiteln wird klar, dass St. Margaret´s alles andere als ein sicherer Ort war, an dem die jungen Mütter ihre Kinder bekommen und aufziehen konnten. Vielmehr wird das St. Margaret´s im Verlauf der Geschichte gewissermaßen zum Synonym für nackte Grausamkeit - und diese hat mir schier den Atem verschlagen. Aber der Reihe nach - worum geht es eigentlich? Die Handlung beginnt mit einem Brief, den die junge Journalistin Sam in der Wohnung ihrer Großmutter findet, die Sam großgezogen hat und seit dem Tod ihres Großvater allein lebt. In diesem Brief, der auf das Jahr 1956 datiert ist, schildert eine junge Frau den alltäglichen Terror, dem sie im St. Margaret´s Heim für ledige Mütter ausgesetzt ist, und fleht den Empfänger an, sie von dort fortzuholen. Genau wie Sam war ich als Leser/Hörer sofort fasziniert von den verzweifelten Worten der Unbekannten. Und damit beginnt eine Spurensuche, die im Handlungsverlauf ebenso Erstaunliches wie Schockierendes zutage fördert. Recht schnell lässt sich Sam, selbst Mutter einer kleinen Tochter, von den Berichten und Erlebnissen der unbekannten Ivy in ihren Bann ziehen. Man spürt als Leser deutlich, dass Sam ihre Gefühle kaum unter Kontrolle halten kann - zu sehr bewegt und berührt sie das, was sie nach und nach über Ivys Leben im St. Margraet´s aufdeckt. Auch Sams natürliche Neugierde als Journalistin treiben ihre Nachforschungen an - die Geschichte entwickelt so recht schnell eine Eigendynamik und hat mich schon nach den ersten Kapiteln vollkommen vereinnahmt. Emily Gunnis beschwört mit ihren Beschreibungen von St. Margaret´s den dunklen Schatten einer schrecklichen Vergangenheit herauf und schildert Dinge, die stellenweise nur schwer zu ertragen sind. Es gibt um Erniedrigung, Misshandlung, seelische und körperliche Folter, vor allem aber geht es um unerträgliches Schweigen und um das Vergessen. Je tiefer Sam in die Vergangenheit eintaucht, umso klarer wird ihr, dass die Schatten dessen, was damals in diesem Heim passierte, bis in die Gegenwart reichen. Gunnis gelingt es atemberaubend gut, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden. In zahlreichen Rückblenden werden die Geheimnisse nach und nach enthüllt - allerdings wurde mir dadurch etwas zu früh klar, auf welche Weise das Ganze mit Sam und ihrer Familie in Verbindung steht. Ich muss auch sagen, dass, so schrecklich die Enthüllungen am Ende auch sind, ich nicht alle Motive der handelnden Figuren nachvollziehen konnte. Ich hüte mich davor, ins Detail zu gehen, denn damit würde ich vor allem in Hinblick auf die Identität eines Charakters spoilern, aber ich hatte das Gefühl, dass am Ende alle Fäden etwas zu gut ineinander liefen. Hier wirkte die Geschichte, trotzdem sie immer noch spannend und fesselnd war, einen Ticken zu konstruiert und ich hätte mir durchaus ein etwas anderes Ende gewünscht. Der Weg dahin aber war wie gesagt wahnsinnig aufwühlend, spannend und emotional. Die Geschichte um Ivy und Sam geht unter die Haut - umso mehr, weil Britta Steffenhagen das Hörbuch gleichzeitig auf sehr gefühlvolle und zurückhaltende, aber auch auf sehr intensive Art und Weise liest. Ihre Stimme hat etwas Rauchiges, Altes und das passt einfach sensationell gut zu der Atmosphäre, die Gunnis mit ihren Worten erzeugt. Beides in Kombination sorgt dafür, dass einen die Geschichte sowohl beim als auch nach dem Hören nicht mehr loslässt. Gerade wer gerne von dunklen Geheimnissen und gefährlichen Spurensuchen liest, wird von diesem Hörbuch begeistert sein. Mein Fazit Emily Gunnis hat mich mit ihrem Debütroman "Das Haus der Verlassenen" wirklich beeindruckt. Bei dieser Geschichte greifen Szenerie, Atmosphäre und Charaktere perfekt ineinander und erschaffen so eine Handlung, die einen nicht mehr loslässt. Ivys Schicksal und das der anderen Figuren ist aufwühlend und erschütternd und man lauscht ihr auch dank Britta Steffenhagens einzigartiger Stimme fast durchgehend mit angehaltenem Atem. Auch wenn die Handlung auf mich gegen Ende etwas zu konstruiert wirkte, hat mich dieses Hörbuch tief bewegt und ist definitiv Hörgenuss der besonderen Art.

Das Haus der Verlassenen

Von: analog 2.0 Datum: 30. March 2019

Das Haus der Verlassenen spielt im britischen Sussex auf zwei verschiedenen Zeitebenen und erzählt die Geschichte mehrerer Frauen die mehr gemeinsam haben als sie eigentlich wissen. Die Journalistin Sam findet bei ihrer Großmutter alter Briefe, geschrieben von der jungen Ivy die in den 50er Jahren in einem Heim für „junge ledige Mütter“ untergebracht ist um ihr Kind versteck vor aller Augen zur Welt zu bringen. Sam wird von den Briefen in ihren Bann gerissen und sie fängt an zu recherchieren. Dabei läuft die Zeit gegen sie, denn St. Margaret’s das alte Heim für ledige Mütter soll nach vielen Jahren endlich abgerissen werde. Außerdem lernen wir Kitty Canon kennen. Sie ist eine erfolgreiche Moderatorin mit einer langen und auch für sie selbst geheimnisvollen Familiengeschichte. Das Haus der Verlassenen fängt sehr vielversprechend an und reißt den Leser und Hörer direkt mit. Leider war ich zu Beginn teilweise überfordert als die vielen Protagonisten und Nebencharaktere, gefühlt alle zur gleichen Zeit, eingeführt und vorgestellt wurden. Das verfliegt zum Glück schnell und man kann sich von der Geschichte mitreißen lassen. In dieser Geschichte steckt so viel mehr als der Klappentext oder die ersten Kapitel erwarten lassen. Einmal mitgerissen fällt es schwer das Hörbuch lange zu pausieren. Der Hörer weiß von Anfang an, das eine der gerade eingeführten Protagonistinnen in näherem Zusammenhang mit dem Heim für ledige Mütter steht, welche es aber ist und in welchem Umfang erfährt man erst über viele Kapitel hinweg in kleinen Häppchen. Das erzeugt Spannung und auch eine gewisse traurig, bedrückende Atmosphäre. Das hat mir gut gefallen. Nachdem ich dieses Hörbuch beendet hatte, beschlich mich das Gefühl die ganze Zeit gewusst zu haben wie es Enden wird. Das tut dem Hörbuch Genuss aber keinen Abbruch. Ich habe mich in dieser Zeit gut unterhalten gefühlt und würde es auch mit einem weiteren Buch der Autorin versuchen. Von mir bekommt dieses Hörbuch eine klare Empfehlung. Der Plot hat von allem etwas und irgendwie seinen ganz eigenen Charme.