Stephen King

Das Institut

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In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.

zu viel bla bla...

Von: Suse Datum: 07. November 2019

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen. Der Autor: „Carrie“, „The Shining“, „Misery“ – es gibt wohl nur wenige Leser oder Kinogänger, die nicht zumindest eine dieser drei Horrorgeschichten von Stephen King kennen. Einen internationalen Bestseller nach dem anderen legt der 1947 in Maine geborene Autor vor. Und nicht wenige davon wurden auch erfolgreich verfilmt. So spektakulär die Geschichten sind, so bürgerlich klingt Kings Werdegang. Nach Schule, Universität und früher Heirat arbeitete er zunächst als Englischlehrer. Seiner Passion fürs Schreiben ging er abends und am Wochenende nach, bis ihm der Erfolg seiner ersten großen Geschichte, „Carrie“, erlaubte, ausschließlich als Schriftsteller zu leben. Der Rest ist Legende. King hat drei Kinder und bereits mehrere Enkelkinder und lebt mit seiner Frau Tabitha in Maine und Florida. Meine Meinung: Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, obwohl ich kein waschechter King-Fan bin. Mich hat einfach die Story total angesprochen. Ich habe dann auch gleich begonnen mit dem Buch und ziemlich lange daran zu knabbern gehabt. Die ersten Seiten in diesem Buch ziehen sich wie Kaugummi, jedenfalls für mich. Natürlich weiß ich das der Großmeister gerne mal bis ins kleinste Detail alles beschreibt, aber ich hatte mir dennoch viel mehr Spannung versprochen. Ich habe Wochen mit dem Buch verbracht, immer nur ein paar Seiten gelesen weil mich die Geschichte dann wieder losgelassen hat. Die Story ist wirklich interessant und ich finde, hätte der Autor viel mehr weg gelassen und dafür Spannung eingebaut, dann wäre es ein richtig gutes Buch geworden. Der zweite Teil des Buches war dann auch nicht wirklich besser. Viele Beschreibungen, Umschreibungen. King verliert sich mal wieder in Details. Leider nicht sein bestes Buch und für mich ja auch noch eins der ersten die ich gelesen habe. Für den Preis leider eine Enttäuschung. Ich denke ich werde mir mal ein dünneres Buch von ihm schnappen und lesen, vielleicht kommt er da schneller auf den Punkt.

Wieder ein grandioses Buch voller Spannung!

Von: Eli`s Bücherecke Datum: 07. November 2019

Was für ein Buch wieder! Stephen King ist wirklich ein Autor der es mit jedem Buch schafft abzuliefern. "Das Institut" hat mich vom Klappentext und auch vom Cover her total angesprochen. Und auch als ich bekommen habe zu lesen, ist mir natürlich wieder der spezielle Schreibstil von King aufgefallen. Ich weiß nicht, wie er es macht, aber es schafft es immer wieder mich in seinen Bann zu ziehen, obwohl Horror ja so gar nicht mein Genre ist. In diesem Buch geht es um Luke, der plötzlich in einem Institut aufwacht. Das ganze Szenario hat mich etwas an "Stranger Things" erinnert. Dieses Institut liegt sehr abgelegen und versteckt, mitten im Wald. In diesem Institut werden Experimente an Kindern durchgeführt. Schon allein die Vorstellung fand ich extrem grausam. Umso mehr konnte ich aber die Wahl des Covermotives verstehen, da dies einen Kinderkopf zeigt. Anfangs lernt man allerdings nicht den Protagonisten Luke kennen, sondern Tim einen Ex-Polizisten. Als es dann später zu Luke wechselte, musste ich mich erstmal mit ihm "anfreunden". Er kam mir beim lesen sehr hektisch vor und ich musste mich erstmal damit zurechtfinden. Das Institut ist natürlich super schräg und crazy und keiner weiß so richtig, was genau da eigentlich läuft. Wer schon Bücher von King kennt, weiß, er löst so schnell auch nichts auf. Umso mehr tappte man als Leser im Dunkeln und war irgendwann an dem Punkt, an dem man selbst die wüsten Vermutungen aufstellt. Die waren am Ende zwar falsch, aber das wundert mich bei dem Autoren schon nicht mehr. Es wird auf jeden Fall wieder extrem spannend und ich habe so mitgelitten und mitgefiebert mit den Kindern. Es wird auf jeden Fall wieder sehr grausam und brutal, aber dafür ist der Autor ja auch bekannt. Ich hatte dennoch manchmal eine Gänsehaut, da mir die Vorstellung von solchen Experimenten schon so real vorgekommen ist. Das Ende kam für mich sehr plötzlich, genauso wie die Auflösung, was allerdings nicht schlimm war, da man als Leser automatisch drauf hinfiebert. Das Buch an sich hat sich an manchen Stellen etwas gezogen. Stephen King hat eine Vorliebe für Details und die bekommt man auch in diesem Band zu spüren. Bei diesem Buch handelt es sich um einen Einzelband, obwohl ich immer das Gefühl hatte beim lesen, es gibt eine Verbindung zu anderen Romanen von ihm.

Spannend

Von: M Datum: 03. November 2019

Luke ist 12 Jahre alt und hochbegabt. Sein Traum ist es, an zwei Unis gleichzeitig zu studieren - und zwar besser noch heute als morgen! Doch alles kommt ganz anders, als eines Nachts Eindringlinge in ihr Haus einbrechen, seine Eltern ermorden und ihn entführen. Der Ort, an dem er aufwacht, ist nicht nur unheimlich, sondern auch brutal. Denn im Institut werden Kinder mit paranormalen Fähigkeiten gequält - und auf irgendetwas großes vorbereitet. Doch auf was? Was wird man von ihnen verlangen, wenn sie im sogenannten Hinterbau ankommen - dem Ort, von dem kein Kind je zurückgekehrt ist? Luke weiß, dass er nur überleben kann, wenn er entkommt, doch das hat noch nie zuvor jemand geschafft... „Dazu haben wir doch Augen, oder? Um hinzugucken, wenn da etwas ist, das gesehen werden muss. Und Kinder darf man nicht einfach übersehen. Sonst werden sie nicht groß. Oder wie werden groß und unglücklich, und dann müssen sie zum Psychologen." S. xx Stephen King schreibt gewohnt flüssig und detailreich. Wer den King of Horror kennt, weiß, dass man bei ihm keine schnelle Story bekommt, bei der nur das wichtigste erzählt wird. Stattdessen bekommt man viele Details, die mal mehr, mal weniger wichtiger sind, die aber auf alle Fälle zum typischen King-Flair beitragen. Und genauso ist es auch hier. Am Anfang des Buches lernen wir Tim Jamieson kennen, der durchs Land reist und irgendwann in einem kleinen Ort namens DuPray landet und dort Nachtklopfer wird. Was genau er mit Luke zu tun hat und warum seine Geschichte wichtig ist, erfahren wir erst sehr viel später. Auch der Alltag der Kinder im Institut wird sehr genau erklärt. Wir erfahren wie ihre Zimmer aussehen, was es zum Essen gibt, welche Experimente an ihnen durchgeführt werden und was sie spielen. Das ganze könnte langatmig sein - und ist es für viele vermutlich auch, aber da ich Stephen King kenne und weiß, dass es bei ihm meistens so ist, war ich vorbereitet, und abgesehen davon fand ich es auch interessant zu sehen, wie die Kinder sich in diesem völlig abnormalen Umfeld doch irgendwie ein Leben aufgebaut haben und füreinander eingestanden sind. Die Spannung ist ein ständiges auf und ab. Gerade die medizinischen Experimente erinnern stark an die KZs im Dritten Reich, aber auch daran, wie man in den USA versucht, Informationen aus Terroristen herauszubekommen. Gerade diese Stellen waren schwer zu lesen und sehr aufwühlend, da King von Anfang an dafür sorgt, dass man mit den Kindern mitfühlt und sie ins Herz schließt. Zwischen diesen Situationen kommt dann wieder Ruhe auf, in der die Kinder miteinander reden, Informationen austauschen oder einfach nur versuchen, ein bisschen zu leben. „Wissen Sie, Jamieson, das Leben, das wir zu leben glauben, ist nicht die Wirklichkeit. Es ist bloß ein Schattenspiel, und ich werde froh sein, wenn die Lichter ausgehen. Im Dunkeln verschwinden die Schatten nämlich alle." S. 51 Die Charaktere sind vielschichtig, insbesondere natürlich Luke, der Protagonist. Aber auch die anderen Kinder haben ihre Geschichten und ihre Vergangenheit. Sie bekommen Raum in der Handlung und man kann sie ins Herz schließen. Die Bösewichte sind allesamt ziemlich plakativ böse à la Naziarzt Mengele oder KZ-Aufpasser. Allerdings kann man darüber hinwegsehen, da die Geschichte toll ist und am Ende vielleicht doch nicht alles so schwarz und weiß ist, wie es scheint... „Wer bei klarem Verstand ist, opfert auf dem Altar der Wahrscheinlichkeit keine Kinder. Das hat mit Wissenschaft nichts zu tun, das ist reiner Aberglaube." S. 752 Gerade am Anfang hatte das Buch starke Ähnlichkeiten zur Netflix-Serie Stranger Things. Es gab einige Parallelen, z.B. Kinder mit paranormalen Fähigkeiten wie Telekinese und Telepathie oder die Experimente an Kindern, aber auch die Atmosphäre und das Feeling. Trotzdem der Ähnlichkeiten hat Stephen King es geschafft, etwas Eigenes zu schaffen, das zwar vielleicht als eine Art Hommage an Stranger Things gesehen werden kann und ein paar Parallelen hat, aber eben auch etwas völlig Eigenes und Unabhängiges ist. Ich denke, dass Stranger Things-Fans das Buch durchaus gefallen könnte - aber auch Leute, die die Serie nicht kennen, aber Horror, Thriller und Science-Fiction mögen. „Luke ist wie die Schokohülle, Avery wie die Füllung. Einer von beiden allein hätte nichts verändert. Zusammen sind sie die Eisbombe, die alles hier in die Luft sprengen wird." S. 687 Auch wenn das Buch zwischendurch etwas (Stephen-King-typisch) langatmig ist, fand ich es von Anfang bis Ende spannend und wollte es gar nicht mehr aus der Hand legen. Ein toller Sci-Fi-Thriller über Angst, Mut, Freundschaft, Politik und die Frage, wann welche Opfer gerechtfertigt sind. Fazit Spannende Story, die ein bisschen an Stranger Things erinnert, interessante Charaktere, toller Schreibstil und einfach ein durch und durch gelungener King! Lesenswert! https://lucciola-test.blogspot.com/2019/11/books-stephen-king-das-institut.html

Ein typischer Coming-of-Age von Stephen King - mitreißend und auch ans Herz gehend.

Von: Pink Anemone Datum: 03. November 2019

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen... (Klappentext) ♜♜♜♜♜ ">>Was im Hinterbau läuft, weiß ich nicht, und ich will es auch nicht wissen. Ich weiß bloß, dass es da wie im Bermuda-Dreieck ist - man kommt zwar rein, aber nicht wieder raus. Jedenfalls kommt man nicht hierher zurück.<<" (S. 102) Stellt Euch vor es existiert eine Institution, welche Experimente an Menschen durchführt, genauer gesagt an Kindern. Experimente, welche denen aus dem 2. WK unter Ärzten wie Mengele oder Gebhardt nicht unähnlich sind. In genau so eine Einrichtung wird der 12-jährige Luke Ellis gesteckt, nachdem seine Eltern ermordet und er entführt wurde. Das Institut steht in Main, umgeben von dichtem Wald, von der Außenwelt abgeschirmt und erinnert an ein Hochsicherheitsgefängnis. Die Insassen sind Kinder zwischen sechs und sechzehn Jahren und alle besitzen paranormale Fähigkeiten. Sie kommen rein, aber niemals wieder raus. Während ihres Aufenthaltes müssen sie einiges über sich ergehen lassen, bevor sie in den Hinterbau verlegt werden - Endstation. Luke und seine neu gewonnenen Freunde wissen nicht zu welchem Zweck man das alles mit ihnen macht und wieso man gerade sie ausgewählt hat. Sie wissen nur eines - sie wollen nicht in den Hinterbau. Dafür müssen sie sich zusammentun, damit zumindest einer von ihnen fliehen kann. Doch was sollen Kinder gegen Erwachsene ausrichten, welche mit Schockstöcken und Spritzen bewaffnet sind? Diese Story wird aus mehreren Perspektiven erzählt, wobei die von Luke im Vordergrund steht. Man erhält aber auch Einblick in die Sicht von Mitarbeitern und anderen Kindern und auch in die von Tim, einem ehemaligen Cop, den es in die Pampa verschlagen hat. Man ist also immer mittendrin, statt nur dabei und vor allem Lukes Perspektive geht einem ziemlich an die Nieren und ans Herz. Die Kinder müssen nämlich wirklich Fürchterliches mitmachen und auf jeder Seite spürt man die Angst, die Verzweiflung, die Tränen und die Hoffnungslosigkeit. Man fiebert mit Luke und den Kindern mit, während man sie Seiten verschlingt. "ICH HABE EINEN KRAMPFANFALL, WOLLT IHR MICH ETWA UMBRINGEN? Das versuchte er zu sagen, aus seinem Mund kam jedoch nur ein klägliches kleines Gurgeln. Dann waren die Punkte verschwunden, er stürzte aus dem Sessel, stürzte in die Dunkelheit, und das war eine Erleichterung. O Gott, was für eine Erleichterung." (S. 230) Zudem weiß man nie, was sich auf der nächsten Seite verbirgt, denn es kommt mehrmals zu überraschenden Wendungen, die einem plötzlich in eine völlig andere Richtung treiben, als noch kurz zuvor gedacht. Die Figuren sind durchwegs gut gezeichnet und wie die meisten King-Romane, lebt auch dieser von seinen Figuren und dieser ganz bestimmten Atmosphäre, wie sie nur King zu erschaffen weiß. Man bewegt sich zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Angst und Beklemmung und nicht zu vergessen dem Entsetzen. ">>Diese Spritzen, die sie uns geben...<<, sagte Iris. >> Manche tun weh, andere nicht. Nach einer hab ich hohes Fieber gekriegt und brutales Kopfweh. Ich dachte schon, dass ich mich bei Sha mit Windpocken angesteckt hätte, aber nach einem Tag war es vorüber. Jedenfalls geben sie dir Spritzen, bis du die Blitze siehst und das Summen hörst.<<" (S. 129) Diejenigen, welche sich einen King-Horror erwarten, werden jedoch enttäuscht sein. Das einzig Gruselige daran ist die Institution mit ihren Ärzten und Pflegern, die völlig skrupellos agieren, die Experimente und der Gedanke, dass die Existenz solcher Einrichtungen eventuell nicht völlig aus der Luft gegriffen sein könnte. Bei Stephen King werden tief verborgene Ängste wahr. Hier handelt es sich also um einen typischen Coming-of-Age-Roman in feinster King Manier, welcher mehr Tiefsinnigkeit bereithält, als auf den ersten Blick erkennbar, der einem trotzdem mitreißt und am Ende nachdenklich zurücklässt. Die Verarbeitung und das Äußere des Buches sind übrigens auch nicht zu verachten. Fazit: Kein Horror, kein Grusel, keine abartigen und grässlichen Kreaturen (abgesehen von den Institutsmitarbeitern) und trotzdem spannend und mitreißend. Ich liebe Kings Coming-of-Age-Romane, da diese immer eine ganz eigene Atmosphäre mit sich bringen und mich auf ihre ganz eigene Art von sich einnehmen. So auch dieser hier, welcher zwar an die alten King-Romane nicht heranreicht, auch hin und wieder die ein oder andere Länge beinhaltet, mich aber trotzdem am Buch kleben ließ. © Pink Anemone (inkl. Book-Soundtrack)

Wieder sehr gut vom Meister

Von: kleine_welle Datum: 02. November 2019

Luke wird entführt und wacht im Institut wieder auf. Das Institut ist mitten im Wald und dort werden Experimente mit Kindern gemacht, doch womit niemand gerechnet hat ist, dass Luke und die anderen Kinder schlauer sind als gedacht und einen großen Überlebenswillen haben. Das Cover gefällt mir sehr gut. Es wirkt sehr schlicht und doch ist dieser Kinderkopf im Vordergrund sehr präsent und aussagekräftig. Auf den ersten Seiten des Buches lernt man zunächst nicht Luke und die anderen Kinder im Institut kennen, sondern Tim. Tim ist Ex-Polizist und sucht momentan nach einem Ort in seinem Leben wo er bleiben kann und so landet er in DuPray. Tim war mir auf Anhieb sympathisch. Er wirkt besonnen und ruhig, ein guter Polizist. Doch jäh wechselt man zu Luke. Dieser war mir am Anfang etwas zu hektisch und aufgedreht, deshalb habe ich etwas gebraucht um mich mit ihm anzufreunden. Doch nach und nach lernt man ihn näher kennen und auch mögen. Und auch die anderen Kinder im Institut haben ihre Marotten und ich konnte an fast jedem was finden um es zu mögen. Und dort geht dann auch die Geschichte richtig los. Zunächst erfährt man sehr wenig über das Institut, denn die Kinder wissen selber kaum etwas darüber und so erfährt man von ihnen auch nicht so viel. Und die Erwachsenen in dem Laden plaudern natürlich nicht darüber was dort vorsichgeht. Und doch weiß man, irgendwas Schräges läuft da ab. Stephen King bleibt sehr vage und subtil und so häufen sich nach und nach die Fragen. So rätselt man selber und da ich viel King Bücher in der letzten Zeit gelesen habe, habe ich die Antworten auch in seinen anderen Romanen gesucht. Allen voran musste ich immer an Der Dunkle Turm denken, aber auch Carrie viel mir ein. Aber wirklich bis zum Schluss bleiben die Vermutungen im Unklaren und King löst so schnell nichts auf. Wer hier etwas Schnelles, Actionreiches erwartet, der könnte enttäuscht werden, denn die Geschichte dreht sich wirklich um die Kinder und was im Institut passiert. Das ist grausam und unmenschlich genug und baut so die Spannung auf. Ich habe mitgefiebert mit den Kindern und habe einen Hass auf die Erwachsenen im Institut entwickelt und gegen Ende habe ich mit Interesse die Auflösung um alles erwartet. Vielleicht ist das Ende etwas schnell abehandelt, aber trotzdem hat King hier wieder alles richtig gemacht, denn die Spannung lauert hier im Hintergrund und lässt einen nicht los. Mein Fazit: An einigen Stellen scheint das Buch ein bisschen dahinzudümpeln, denn es passiert scheinbar nicht so viel. Aber hier muss man auf die versteckten Töne hören, denn mit diesen baut King eine unmenschliche und grausame Synphonie auf und man fühlt mit den Kindern im Institut mit. Irgendwie kann ich es momentan nicht lassen und suche nach Verbindungen in anderen King Romanen und doch ist dieses Buch ein Einzelband. Ein Muss für alle King Fans und auch wenn man kein Fan ist, sollte man das Buch lesen wenn man eher die subtilen Bücher mag.

ein großartiger King!

Von: susen lives Datum: 29. October 2019

Einer der besten Kings, die ich jemals gelesen habe! Vielleicht nicht so gruselig wie „Friedhof der Kuscheltiere“ und definitiv nicht so abartig wie „Es“, aber dafür auch sehr fies, ein wenig politisch und sehr, sehr spannend. Es geht um Luke Ellis, der hoch intelligent ist, dessen Eltern getötet werden und der von einer dubiosen Organisation in das sogenannte Institut entführt wird. Denn er hat paranormale Fähigkeiten, sprich: er ist telekinetisch veranlagt. Im Institut werden sehr fiese Experimente mit im gemacht – er wird gefoltert und weiß von seinen Mitinsassen, dass der richtige Horror im Hintergebäude des Instituts auf ihn lauert. Also werden Fluchtpläne geschmiedet – ob Luke entkommen und seine Freunde aus den Institut befreien kann? Alles in allem ist es ein reiner Jugendbuchthriller, durch die Folterungen und das unmenschliche Verhalten der Institutsmitarbeiter aber ein wirklich fieser. Ich habe manche Szenen fast schon mit angehaltenem Atem verfolgt, so spannend war das Geschehen. Ich weiß gar nicht, ich jemals einen so flotten King gelesen habe (trotz der Seitenanzahl). Für mich war die Story zu keinem Zeitpunkt langatmig, obwohl King natürlich wie immer sämtliche Charaktere ordentlich geschildert und in Szene gesetzt hat. Eine sehr coole Story, mit sehr mutigen Helden und natürlich auch eine Portion Düsternis – Happy End gibt es bei King nur in Maßen ;D

Wieder einmal ein grandioser und durchgängig spannender King

Von: jasminsbooks Datum: 27. October 2019

Titel: Das Institut Autor: Stephen King Verlag: Heyne Seitenanzahl: 768 Seiten Vielen Dank an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar! Inhalt/Klappentext: In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen. Mein Fazit: Als ich das Cover und den Klappentext des neuen Stephen King Buches gesehen habe, wusste ich direkt das ich dieses Buch lesen muss. Was hat sich der Autor wohl dieses Mal spannendes ausgedacht. Meine Erwartungen wurden erneut übertroffen. Das Buch hatte alles was man sich von einem tollen Stephen King Buch wünscht.  Der Schreibstil ist wie für Stephen King gewohnt sehr flüssig, spannend, detailreich und fesselnd. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und dadurch das die Geschichte so fesselnd war, sind mir die ca. 770 Seiten gar nicht aufgefallen. Es gab trotz der knapp 800 Seiten keine unnötigen Längen. Die Handlung wurde stetig spannender und zum Teil auch recht brutal. Die Experimente die hier mit den Kindern gemacht werden, sind nichts für schwache Nerven. Manchmal bekam ich wirklich eine Gänsehaut. Die Grausamkeit ist zwar nicht immer bis ins kleinste Detail beschrieben, aber trotzdem wird hier nichts beschönigt und gerade das macht es glaube ich noch etwas schlimmer. Auch das die Geschehnisse aus der Sicht der Kinder erzählt wird, macht es noch erschreckender. Die Charaktere des Buches werden außerdem wie vom Autor gewohnt sehr genau und detailreich dargestellt, sodass sie real und greifbar wirken. Für mich war dieser King wieder ganz großes Kino. Auch war es für mich einer der bisher besten Bücher die ich von Stephen King gelesen habe. Tolle Horror und Gänsehautmomente überzeugten mich auf ganzer Linie. Alles war sehr stimmig. Die Spannung steigerte sich immer mehr und am Ende haben sich die Ereignisse nur noch überschlagen. Man kommt als Leser kaum zu Atem. Für den Showdown braucht man echt starke Nerven. Ich bin auf jeden Fall absolut begeistert von diesem Buch und kann es daher nur empfehlen. Von mir gibt es 5 von 5 Sterne!

Ein neuer King, der mich nicht enttäuscht hat

Von: Bookalike Datum: 25. October 2019

King schickt mit "Das Institut" den Leser auf ein paranormales Abenteuer, das erschreckend nah an der Realität ist. Eigentlich steht dem hochbegabten 12-jährigen Jungen Luke eine vielversprechende Zukunft bevor, doch plötzlich ändert sich alles schlagartig: Eindringlinge brechen Nachts bei ihm zuhause ein und bringen ihn in das Institut, wo er in einem Zimmer aufwacht, das seinem haargenau gleicht. Er hat keine Ahnung, was los ist und wieso er überhaupt dort ist. Er trifft auf weitere Kinder, die ebenfalls an diesem Ort festgehalten werden und besondere Fähigkeiten besitzen, wie er schnell feststellen muss. Schon bald kommt Luke hinter das Geheimnis des Instituts, was auch sein Leben zu einem entscheidenden Wendepunkt bringen soll. Mir hat die Geschichte rund um Luke und seinen Erlebnissen im Institut sehr gut gefallen und ich konnte das Buch an vielen Stellen kaum aus den Händen legen. Sehr interessant fand ich die Auflösung rund um das Geheimnis des Instituts und für welche Zwecke die Fähigkeiten der Kinder benutzt werden. Allein die Schilderungen, welche Tests dort an ihnen durchgeführt werden, lässt einen teilweise den Kopf schütteln und man verfolgt die Vorgänge nur fassungslos weiter. Wie die kurze Inhaltsangabe schon vermuten lässt, geht es in der Geschichte hauptsächlich um Luke und die anderen Kinder, mit denen er sich im Institut auf eine gewisse Art und Weise anfreundet. Die Einführung erlebt man mit Tim Jamieson, den es durch einen Zufall in die Kleinstadt DuPray verschlägt. Wir lernen ihn kurz kennen, erfahren aber nicht so richtig, wieso er seiner alten Heimat New York den Rücken gekehrt hat. Im Kampf gegen das Institut soll er für Luke jedoch eine wichtige Person werden. Greifbarer sind hier mehr die Kinder und deren paranormale Fähigkeiten, die für das Institut eine wichtige Rolle spielen. Welche, das werde ich an dieser Stelle nicht verraten. Auffällig ist auch, dass die erwachsenen Charaktere im Vergleich eher blass wirken, was aber mit Absicht so ist. Das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf den Kindern und die Erwachsenen spielen eher eine Nebenrolle. Wer Stephen King kennt, der weiß von seiner Vorliebe für lange Beschreibungen der Charaktere und deren Beziehungen zueinander sowie den Orten, wo die Handlung spielt. Viele mögen es zu langatmig halten, ich persönlich fand es besonders für diese Geschichte sehr passend. Es ist vor allem auch notwendig, da der Leser somit die Erklärung dafür bekommt, wie Luke schließlich auf Tim Jamieson trifft, dem Nachtklopfer von der Kleinstadt DuPray. King verbindet alles miteinander so geschickt, dass für mich die Handlungen der Figuren am Ende logisch nachvollziehbar waren und ich dieses Mal mit dem Ende auch zufriedener war. Fazit: Eine interessante und spannende Geschichte, die mich bis zum Schluss in seinen Bann gezogen hat. Zwar gibt es wieder einige Längen, was aber die interessante Thematik wieder ausgleicht. Wenn euch Geschichten über paranormale Fähigkeiten gefallen, wird mit dem Buch sicher auf seine Kosten kommen.

Das war der beste King den ich jemals gelesen habe!

Von: Lines Books Datum: 25. October 2019

"Das Institut" von Stephen King ist vor kurzem beim Heyne Verlag erschienen und ich freute mich riesig aufs Buch. Als großer Fan des Autoren konnte ich es kaum erwarten endlich sein neustes Werk zu lesen. Das Cover finde ich persönlich großartig und auch der Klappentext klang verdammt gut. Kaum hielt ich das Buch in den Händen schon begann ich mit dem lesen. Der Einstieg ins Buch fiel mir wie immer sehr leicht denn der Schreibstil des Autoren liest sich einfach super angenehm. Er schreibt zudem locker, flüssig und bildhaft. Wer Stephen King kennt der weiß das sein Stil teilweise anstrengend und zu detailliert ist. Er lässt sich massig Zeit um seinen Figuren Leben einzuhauchen. Er geht bis ins kleinste Detail auf jede einzelne seiner Figuren ein und zeichnet sie so bildhaft und greifbar. An und für sich störte mich das nie aber hier wurde es mir fast zu viel. Nachdem ich knapp über 300 Hundert Seiten gelesen hatte und sich diese 300 Seiten nur um die einzelnen Kinder im Institut drehten verlor ich die Lust aufs lesen. Es war irgendwie immer das selbe, es passierte nichts und es gab für mich nichts neues herauszufinden. Das ganze rotierte auf der Stelle. Sicherlich war dieser unterschwellige Horror und die Spannung zu fühlen doch das reichte mir nicht. Ich habe lustlos 10 Seiten gelesen und klappte das Buch wieder zu. Es half einfach nichts, ich legte es auf die Seite und habe stattdessen ein anderes Buch gelesen. Da ich aber unbedingt wissen wollte wie das ganze ausgehen würde und was sich King alles einfallen ließ, griff ich wieder zum Buch. Ich merkte deutlich das mir die kurze Pause richtig gut getan hatte denn ich kam sofort wieder in die Story rein und konnte endlich voller Freude weiter lesen. Mit jeder Seite wurde dieses Buch bedrückender und auch beklemmender. Ich bekam Gänsehaut und ich ahnte schlimmes. Das war genau das was ich vorher vermisst hatte. Endlich ging es richtig los und wieder einmal zeigte King sein wahres Können. Trotz meiner anfänglichen Schwierigkeiten überzeugt King hier auf ganzer Linie. Knapp 800 Seiten die ich inhaliert habe, 800 Seiten die mich fesselten und nicht mehr los gelassen haben. Das war ganz großes Kino, Kopfkino, Gänsehaut Momente und der wahre Horror haben mich regelrecht geflasht. Das Ende hat es noch mal in sich denn auch hier nimmt sich King die Zeit die er braucht. Knapp 200 Seiten lang ist dieser finale Showdown und der brachte mich wirklich an meine Grenzen, ich war am Ende, meine Nerven waren hinüber und dabei war es noch nicht vorbei. Und dann musste ich auch noch kurz das Buch auf die Seite legen, das, ihr Lieben, grenzt schon an Folter. Dann war es soweit und ich konnte endlich auch das Ende und lesen. Oh Mann, dieses Ende hat es in sich, ich wurde ordentlich durchgeschüttelt. Nichts ist so wie man dachte, nichts ist so wie es scheint. Das war absolut perfekt. Meiner Meinung nach ist dieses Buch eines der besten die King jemals geschrieben hat. Bitte mehr davon. Klare Lese und Kaufempfehlung. Fazit: Mit "Das Institut" gelingt Stephen King ein nervenaufreibender und spannungsgeladener Roman der es in sich hat. Ein Muss für jeden King Fan denn das war ganz großes Kino. Natürlich bekommt dieses Buch von mir die volle Punktzahl.

Der Hammer!

Von: alwaysbelieveinbooks Datum: 23. October 2019

Zum Inhalt: Der kleine Junge Luke Ellis ist ein ganz besonderes Kind. Er ist überdurchschnittlich intelligent und wird nun sogar mit erst 12 Jahren zwei Colleges gleichzeitig besuchen können. Doch es soll alles anders kommen. In jener Nacht wird er von maskierten Personen betäubt und in einen schwarzen SUV verladen. Seine Eltern werden einfach getötet. Luke wacht in einer seinem alten Zimmer exakt nachgebildeten Kopie auf und weiß nicht wo er sich eigentlich befindet. In dem Gebäude, was von alle nur das Institut genannt wird, trifft er noch andere Kinder, denen exakt das gleiche passiert ist wie ihm. Alle scheinen gewisse paranormale Begabungen zu haben, aber niemand ist so überdurchschnittlich intelligent wie er. Luke hat zwar auch ein wenig telekinetische Fähigkeiten, aber ein leeres Tablett von einem Tisch zu fegen scheint ihm keine sonderlich großartige Leistung zu sein. Die Mitarbeiter des Instituts beginnen auch an Luke Tests durchzuführen und alle scheinen sich sehr für irgendwelche Lichter zu interessieren, die die Kinder nach Injektionen sehen sollen. Als immer mehr Kinder aus Lukes Station in den Hinterbau gebracht werden und nie wieder zurück kommen versucht Luke aus dem Institut zu fliehen. Doch das ist einfacher gesagt als getan. Meine Meinung: Wow! Wow! Wow! Ich habe diese dicken fast 800 Seiten praktisch inhaliert! Es war so spannend und fesselnd wie man es von King gewohnt ist. Ich hatte nie das Gefühl lang gezogene Längen zu lesen oder mich zu langweilen. Ich finde die Idee großartig und auch die Debatte, die das Buch aufwirft, (erfährt man erst, wenn man es beendet hat) sehr spannend! Ich habe das Buch wirklich sehr gerne gelesen. Wie es oft in Kings Büchern der Fall ist, spielen Kinder eine große Rolle und auch die Freundschaft der Kinder untereinander. Die Protagonisten sind mir richtig ans Herz gewachsen und Lukes Geschichte zu verfolgen hat mich nicht mehr los gelassen! Ich kann diesem Buch nichts anderes als 5/5 Sternen geben.

Interessantes Szenario, herausragende Figurenausarbeitung und explosiver Showdown!

Von: Der Medienblogger Datum: 20. October 2019

Laut des Steckbriefs wurde der Autor bereits für sein humanistisches Wirken „gegen jedwede Art von Unterdrücken“ ausgezeichnet. Zwischenmenschliche Werte wie Freundschaft und Zusammenhalt thematisiert Stephen King in seinen Werken häufiger: So auch in seinem neu erschienenen, bereits seit mehreren Wochen auf den Bestsellerlisten thronenden Roman „Das Institut“. Kings Werke üben auf mich seit geraumer Zeit eine starke Faszination auf mich aus; so war ich auf das vorliegende Werk, dessen Klappentext Interesse hervorkitzelte, gespannt und meine Erwartungshaltung dementsprechend hoch. Wie mich die Lektüre letztendlich überzeugen konnte, erfährst du in der folgenden Rezension. Unbestritten ist und bleibt, wie grandios der Autor komplexe Handlungen in gewaltigem Ausmaße entfalten kann. Er fügt einzelne Facetten seines Szenarios geschickt zusammen, ohne jemals das große Ganze aus den Augen zu verlieren. Dabei etabliert er unzählige, spannende Figuren und erzählt deren Hintergrundgeschichten ausführlich, ohne abzudriften oder vom ursprünglichen Weg abzukommen. So erhält der Leser ein umfassendes Bild und kann wahrhaftig in die Situation eintauchen. King baut eine dichte und beklemmende Atmosphäre innerhalb der Grenzen des Instituts mit seinen eigenen Werten und Regeln auf. Gegen Ende hin bündelt er die Spannung gekonnt, um bei seinem Publikum ein richtiges Showdown-Gefühl zu erzeugen. Dabei gefällt mir besonders gut die Ausarbeitung der zentral bedeutsamen Kinder. Ein Großteil des Romans wird aus der Perspektive des zwölfjährigen Luke Ellis wiedergegeben, der zu jederzeit in der Lage ist, die Handlung auf seinen jungen Schultern zu tragen. Die Motive und Handlungsweisen erscheinen bis auf wenige Ausnahmen nachvollziehbar – nämlich die Momente, in denen er seinen eigenen Standpunkt aus einer Metaebene betrachtet und an Glaubwürdigkeit verliert: ganz nach dem Motto: „Ich bin ja eigentlich nur ein Kind; ich muss mir darüber keine Gedanken machen“. Die Interaktion unter den übrigen im Institut gefangengehaltenen Kindern hat mir, vor allem in der zweiten Hälfte des Buchs, sehr gut gefallen. Dass sie sich vollkommen vertrauen und aufeinander verlassen, dass sie als Einheit mit gemeinsamem Ziel, das sich gegen die Obrigkeit wendet, auftreten, verdeutlicht die Notwendigkeit von Kommunikation und Zusammenarbeit von Menschen in einer Gesellschaft gelungen. Der Gewissenskonflikt, dem die tragenden Charaktere zunehmend ausgesetzt sind, lädt den Leser zu einer spannenden ethischen Fragestellung ein: Darf man utilitaristisch handeln – und: wenn ja, wie weit? Darf man das Interesse der größeren Zahl dem Leid einiger weniger vorziehen? Darf man wenige Menschen ihrer Würde berauben, um die Würde vieler zu sichern? Der Roman bezieht dabei eine klare Position, lässt aber Diskussionsebenen frei, indem er ebenfalls die Gesinnung der als Antagonisten deklarierten Figuren beleuchtet. Was sich der Leser vielleicht vorher klarmachen muss, bevor er „Das Institut“ beginnt zu lesen, ist, dass der Roman nicht auf jede Frage, die er stellt, eine Antwort gibt. King erfordert hier von seinem Lesepublikum einiges an Geduld und Vorstellungskraft, indem er viel Freiraum für Interpretation lässt – das wird sicherlich nicht jedem gefallen. Wenn wir zu den möglichen Schwächen des Buchs kommen, dann muss ich zugeben, dass meine Erwartungshaltung wahrscheinlich etwas zu hoch war. In Anbetracht der ansehnlichen, fast achthundert Seiten Buchlänge erscheint mir der Plot über weite Strecken doch zu konstruiert und glattgebügelt. Es fehlt oft an Überraschungen im Handlungsfortschritt; mehr noch, der Spannungsbogen entwickelt sich weitgehend genau auf die Art und Weise, wie man es als Leser schon früh erahnen konnte. Die Konflikte und Herausforderungen können zu einfach gelöst werden, sodass man nie an der Schaffenskraft der agierenden Personen zweifelt. Hier hätte ich mir den ein oder anderen Kniff oder Twist gewünscht, der noch etwas mehr Abwechslung in den Roman bringt. Es fehlt die sonst für den Autor so charakteristische Härte. Er verzichtet grundlegend auf Schilderungen expliziter Gewalt oder besonders grausamer Bilder. Er verzettelt sich zu guter Letzt in ein für den Leser zwar versöhnliches, aber für King sehr abgeschmacktes und sentimentales Ende, das nicht jedermanns Sache ist. Letztendlich kann ich „Das Institut“ aber doch getrost jedem ans Herz legen, der Stephen King mag oder Lust auf eine spannende Mystery-Geschichte à la „Stranger Things“ hat. Denn trotz der wuchtigen Buchlänge fühlte ich mich jederzeit gut unterhalten. „Das Institut“ ist ein weitgehend überzeugendes Werk mit interessantem Szenario, herausragender Figurenausarbeitung und einem buchstäblich explosiven Showdown. Daher möchte ich gelungene vier von fünf möglichen Sternen vergeben.

Wieder ein Werk der Meisterklasse!

Von: Julinybooks Datum: 16. October 2019

Der neueste Stephen King mit einem so ansprechendem Klappentext konnte mich auch wieder völlig von sich überzeugen! Wie man es von Stephen Kings grandiosem Schreibstil gewohnt ist, wird man zuerst zu dem Thema des Institutes und der Hauptperson Luke Ellis hingeführt. Gleich am Anfang geht es um Tim, ehemals ein Cop, der noch eine wichtige Rolle spielen wird. Er trifft eine Entscheidung aus dem Impuls heraus, was bewirkt, dass sich einiges verändert. Auf diesem Impuls und dieser Veränderung baut das Buch auf. Ungefähr 50 Seiten später lernen wir Luke kennen, der mit seinen zwölf Jahren einen so hohen IQ hat, dass er sich schon für ein Studium bewirbt. Hier merkt man sofort, wie besonders und außergewöhnlich Luke ist, deshalb ist es kein Wunder, dass er plötzlich eines Nachts entführt wird, um dann im Institut für besondere Kinder zu landen. Keine besonderen Kinder wegen ihres hohen IQs, sondern wegen ihrer paranormalen Fähigkeiten. TK oder TP. Telekinese oder Telepathie. Bei manchen Kindern deutlicher ausgeprägt und bei manchen weniger. Manche wussten es noch nicht einmal. Luke fühlt sich erstmal aufgeschmissen und kann nicht glauben, wo er da gelandet ist. Doch er muss sich anpassen, sonst hat das Konsequenzen. Denn das Personal im Institut ist knallhart und schreckt nicht vor Bestrafungen zurück. Luke und die anderen Kinder, zu denen er bald eine tiefe Verbundenheit aufbaut, werden zu bestimmten Tests gezwungen, um auf den sogenannten "Hinterbau" vorbereitet zu werden. Man weiß nicht genau, was dort passiert, aber auf jeden Fall wird es noch schlimmer. Und nach einer bestimmten Zeit landet man immer dort... Aber das Institut hat sich in Luke und seinen baldigen Freunden getäuscht, denn heißt es nicht so: "Gemeinsam ist man stärker?" Als begeisterter Stephen King Fan bin ich immer wieder beeindruckt, was er als nächstes aus dem Hut zaubert. Seine Geschichten, in denen es um Kinder geht, sind immer die besten. Egal ob bei "Es", bei "Shining" oder jetzt auch beim "Institut". Sie können einen immer vollkommen überzeugen, besonders auch was den Zusammenhalt betrifft. Kinder sind einfach so rein und treu. In "Das Institut" ist ihm das wieder besonders gelungen, nur dank dem Zusammenhalt kann man bestimmte Sachen ertragen und nur dank diesem auch bestimme Dinge schaffen. Stephen King baut das Institut so auf, dass die Spannung in den ungefähr 750 Seiten nie ausbleibt und man sich fragt, wie es am Ende ausgehen wird. Man weiß nie, was auf der nächsten Seite auf einen wartet oder welchen genialen Plan Luke jetzt schon wieder verfolgt. Alles ist realistisch beschrieben und man merkt die deutliche Recherche Kings. Stephen King erschafft eine spannende Geschichte, die er wieder rund um das Übernatürliche webt, und den Leser von vorne bis hinten begeistern kann. Das Institut glänzt auch mit vielen und vielschichtigen Charakteren. Luke ist natürlich die Person, die einiges verändern wird. Aber alleine hätte er das nicht geschafft. Er hat Unterstützung von seinen Freunden Kalisha, Nicky, George, Helen und Avery, der zu Lukes Gegenpart und bestem Freund im Institut wird. Luke und Avery sind das Herz des Buches und ihre Verbindung fand ich einfach nur genial. Man hat gemerkt, wie aufopferungsvoll und harmonisch sie miteinander umgehen. Und gleichzeitig haben sie sich so gut ergänzt und zusammen großartige Pläne geschmiedet. Das krasseste bei den Charakteren, die so viel Tiefe bekommen, dass man nur von Emotionen überschüttet wird, ist ja, dass Kinder, die meisten nicht älter als zehn, so schnell erwachsen werden müssen und ihnen ihre Kindheit und ihre Familie gestohlen wird. Sie werden entführt und erwachen vollkommen desorientiert im Institut. Zeit für Trauer? Leider Fehlanzeige. Als Leser entwickelt man, wie die Charaktere selber, eine tiefe Verbundenheit und ein großes Verständnis für die Handlungen dieser. Fazit: Ein genialer King ohne Langeweile, der nur von perfekt ausgearbeiteten Charakten dominiert wurde und mich viele Emotionen hat fühlen lassen. Für mich wieder ein Werk der Meisterklasse, das nichts anderes als fünf Sterne und eine satte Leseempfehlung von meiner Seite verdient hat.

TP, TK oder doch beides?

Von: JenJen Datum: 15. October 2019

•ᏒꂅᏃꂅՈᏕᎥ☻Ո• •• Das Institut von Stephen King Rezensionsexemplar bereitgestellt durch den Heyne Verlag und das Bloggerportal Vielen Dank nochmals dafür 🖤 •• Klappentext: In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen. ••• •• Meine Meinung: Zuerst einmal kommen wir kurz auf das Cover zu sprechen. Es ist schlicht aber doch sehr passend! Mir persönlich gefällt es sehr gut. Die Geschichte beginnt anders als erwartet und zwar nicht sofort mit Lukas. Sondern zuerst mit einem Mann der aus einer Eigebung heraus Entscheidungen trifft die erst später richtig relevant werden. Allerdings war ich dadurch anfangs etwas verwirrt. Es stört aber nicht den Lesefluss man ist nur einfach etwas überrascht da man durch den Klappentext eher erwartet das es sofort mit dem Hauptprotagonisten los geht. Teilweise haben sich manche Stellen etwas gezogen. Trotzdem hat zum Schluss hin die Spannung nicht gefehlt und die Puzzleteile haben sich alle ineinander gefügt. Die Charaktere entwickeln sich innerhalb des Geschehens immer weiter, immerhin sind die meisten von ihnen Kindern. Am Ende, beim großen Showdown musste ich doch eine kleine Träne verdrücken. Da ich aber nicht Spoilern möchte erwähne ich jetzt nicht wieso. Alles in allem war es ein tolles Buch. Nicht Horrorlastig wie man es sonst von Stephen King kennt aber man hat sich definitiv unterhalten gefühlt. Vielleicht hätte ich mir ein etwas anderes Ende gewünscht 🤔 eins das nicht so glimpflich ausgeht 😄. Dieser King bekommt von mir 4/5 Sternen. Wie immer war es toll in seinen Geschichten abzutauchen 🖤.

Fesselnd, verstörend,beklemmend... für mich ein absolutes Jahreshighlight!

Von: Gedankenlabor Datum: 15. October 2019

>>In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind...<< ...Luke und all die anderen Kinder müssen lauter Tests über sich ergehen lassen und ich muss echt sagen hier hat es mich an einigen Stellen echt erschaudern lassen! Stephen King schafft hier eine Atmosphäre, die mich richtig mental und emotional gefesselt und gleichzeitig voller Angst erfüllt hat. Wie grausam kann der Mensch sein? Hier wird deutlich, wie tief die menschlichen Abgründe sein können und King veranschaulicht für mein Leseempfinden sehr gut, wie sehr die Kinder physisch und psychisch darunter leiden. Gleichzeitig behandelt er in „Das Institut“ auch Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Mut und lässt eine Gemeinschaft entstehen, die mich als Leser wirklich beeindruckt hat! Mir hat das Buch und die Geschichte rund um Luke und das Institut richtig richtig gut gefallen! Das liegt auch an Kings Schreibstil, er schreibt einfach unheimlich detailreich und konnte mich damit vollends abholen und begeistern! Für mich ist das Buch definitiv ein Jahreshighlight und ich freue mich schon den nächsten dicken Buch-Schinken von Stephen King in Angriff zu nehmen!

Super Buch!

Von: Andersleser Datum: 13. October 2019

Allein Cover und Klappentext haben mich direkt angezogen. Dieses Buch klang einfach wirklich gut, also ist es ganz klar gewesen, das muss ich lesen! Und ich wurde nicht enttäuscht, denn auch wenn mir am Anfang noch nicht viel klar war, und ich diesen in betracht auf den Klappentext erst recht ungewöhnlich - wenn auch nicht ganz unwahrscheinlich - fand, so gefiel mir die Art wie das Buch geschrieben ist doch sehr gut. Gerade weil ich einfach so durchrauschen konnte, es hat sich nicht gezogen, ich konnte einfach lesen und darüber staunen, dass man wirklich schnell vorran kommt. Dass es sich einfach so leicht liest. So flüssig. Die Geschichte selbst wird im laufe des Buches immer klarer, es wird durchaus auch brutaler, denn hier werden nunmal Methoden angewendet, die man nur als Folter bezeichnen kann. Hier wird Kindern Gewalt angetan, an ihnen experimentiert und auch der Tot in Kauf genommen, darüber muss man sich im Klaren sein, wenn man es lesen möchte. Aber es ist weit weniger brutal beschrieben, als man es sich vorstellen würde, man erfährt nicht immer alle Einzelheiten, aber das heißt auch nicht, dass irgendwas beschönigt wird. Es ist und bleibt grausam und ich denke, es ist vom Ausmaß der Beschreibung durchaus genügend. Manche Dinge sind näher beschrieben, andere weniger. Das Geschehen wird auch einfach aus der Sicht der Kinder erzählt, aus Lukes Sicht, da erscheint es mir einfach alles sehr passend gewählt. Tatsächlich habe ich sogar mehr Gewalt erwartet, mehr Grausamkeit. Ich hatte mich auf alles mögliche eingestellt, denn Menschen, egal ob real oder fiktiv, ist einfach alles zu zutrauen. Menschen können unheimlich grausam sein. Trotzdem bin ich froh, dass es nicht zu viel wurde, es blieb ein gutes Maß, finde ich. Kurz und Knapp Insgesamt war das Buch wirklich gut. Es war sehr spannend und konnte mich in den Bann ziehen. Es war einfach rundum gut geschrieben und durchdacht, es wurde trotz der Länge des Buches nicht langweilig, und ich habe es gern gelesen. So soll es sein. Tatsächlich hatte ich es mir vom Klappentext sogar anders vorgestellt, als es schließlich wurde, aber es war nicht schlechter, absolut nicht. Es ist einfach nur ein echt gutes Buch, dass mir wieder mal beweist, dass ich mit meiner Einstellung, nicht nach Autoren-Namen meine Bücher zu wählen richtig liege. Denn würde ich nur nach dem Namen Stephen King urteilen, hätte ich vermutlich nicht unbedingt zu diesem Buch gegriffen. Aber das ist eben nicht alles. Ein Autor kann einach verschiedenes schreiben und ein großes Publikum erreichen. Mir hat es gefallen. Daher werde ich auch weiterhin danach gehen, welche Klappentexte mir so zusagen und auch King nicht ausschließen.

Erschütternd und hochspannend – Absolutes Highlight!

Von: Selection Books Datum: 09. October 2019

Stephen King hat mich schon mit vielen seiner Bücher unglaublich begeistert, sodass ich sein neues Werk unbedingt lesen musste. „Das Institut“ ist ein großartig erzählter Roman, der solide ausgearbeitet wurde und sich ebenso flüssig wie spannend lesen lässt. Einziger Wermutstropfen ist der etwas langatmige Einstieg in die Geschichte. Der Sinn des ersten Erzählstrangs erschließt sich dem Leser erst recht spät und hätte kürzer ausfallen können. Hat man die ersten 63 Seiten hinter sich gebracht, lässt das Buch den Leser nicht mehr los. Eindringlich, fesselnd, intensiv. Lukes Leben scheint nahezu perfekt zu sein – bis zu jenem verhängnisvollen Tag, an dem sich sein Leben für immer verändert. Der Erzählstrang von Luke hat mir unglaublich gut gefallen, da die Emotionen richtig greifbar sind. Luke hat mich als Charakter begeistert und immer wieder beeindruckt. Seine Erlebnisse im Institut zeugen von tiefer Abgründigkeit der menschlichen Seele. Verzweiflung, Unsicherheit und Angst werden im Leser lebendig. Luke ist auf der einen Seite weich und verletzlich, ein verlorenes Kind, das plötzlich erwachsen werden muss. Auf der anderen Seite beeindruckt er mit seinem mutigen und selbstlosen Naturell. Auch andere Kinder spielen eine wichtige Rolle. Stephen King arbeitet mit vielen zwischenmenschlichen Aspekten und erschafft dadurch authentische Charaktere. Die Geschichte der Kinder im Institut hat mich wahnsinnig berührt und nicht mehr losgelassen. Durch die beständige Sorge um die Kinder schafft der Autor ein intensives Leseerlebnis. "Luke öffnete die Augen und starrte auf die weiße Wand des Tanks. An mehreren Stellen war die Farbe abgekratzt, vielleicht von den Fingernägeln anderer Kinder, die man dieser strikt für Pinks reservierten Folter unterzogen hatte." Zitat aus "Das Institut" von Stephen King, Seite 325. Erschütternd, voller Grauen und Angst. Düstere Szenen lassen den Leser in den Abgrund der menschlichen Seele schauen. Experimente, Schikane und Folter stehen an der Tagesordnung. Dabei verpackt Stephen King das Übernatürliche so geschickt, dass es völlig authentisch wirkt. Im Vordergrund stehen weniger die grausamen Szenen, sondern die psychologische Ebene des Romans. Stephen King lässt der Darstellung der Kinder viel Raum. Die Charaktere sind wahnsinnig gut ausgearbeitet. Die facettenreiche Darstellung der Kinder lässt die Geschichte im Kopf real werden. Gnadenlos nimmt das Schicksal seinen Lauf. Der Leser erhascht mehr als einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele. Es existiert kein Mitgefühl, keine Reue - das Ziel steht über allem. Doch eines vergisst der Leser nie: es sind Kinder, die dort gefoltert werden. Kinder, die anstatt Angst vor schlechten Noten, Angst vorm Sterben haben. Gerade der Aspekt der verlorenen Kindheit und der damit einhergehenden tiefen Angst erschüttert den Leser. Fazit - unbedingt lesen! „Das Institut“ ist eines meiner Highlights 2019! Von mir gibt es für diese fesselnde und erschütternde Geschichte volle 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

Trotz der vielen Seiten nie langweilig

Von: Zeilenauslese Datum: 04. October 2019

Wenn man sich das Cover betrachtet, sieht man zwei Gemeinsamkeiten mit dem Inhalt des Buches. Zum einen den Jungen, der vermutlich Hauptprotagonist Luke darstellen soll, zum anderen den Tannenwald, von dem das Institut umgeben ist. Ich finde es schlicht und stimmig und das gefällt mir sehr gut. 2.000 Doller, ein Hotelcoupon, den Barbetrag des Rückflugtickets und die Erstattung des Tickets für den eigentlichen Flug nach New York, soviel bekommt Tim Jamieson dafür, dass er den Platz im Flugzeug für einen FBI-Agenten räumt. Hätte er gewusst, dass dies der Beginn einer Aneinanderreihung von völlig unglaublichen Ereignissen ist, hätte er es vielleicht gelassen. Tim beschließt nach New York zu trampen, landet letztendlich aber durch einen Zufall in dem kleinen Nest DuPray. Hier bekommt er einen Job als Nachtklopfer und beschließt, erst einmal dort zu bleiben. Etwa zur selben Zeit, als Tim in DuPray eintrifft, treffen die Eltern des 12 Jährigen Luke Ellis zu einem Beratungsgespräch in der Broderick-Schule für außergewöhnliche Kinder ein. Luke ist ein Wunderkind und ist selbst auf dieser Schule schon unterfordert. Er möchte nun auf zwei verschiedenen Colleges Ingenieurwissenschaften und Englisch studieren. Aber soweit kommt es nicht. Lukes Eltern werden eines Nachts ermordet und Luke wird betäubt und entführt. Als er aufwacht findet er sich in einem Raum wieder, der genauso aussieht wie sein Zimmer, nur ohne Fenster. Er trifft auf Kalisha, ebenfalls ein Kind, die ihm erklärt, was mit ihm passiert ist. Schnell findet er Anschluss zu anderen "Insassen", die alle Kinder mit besonderen Fähigkeiten sind und die ihm erklären, dass an ihnen Experimente durchgeführt werden. Sobald die Experimente abgeschlossen sind, werden sie in den Hinterbau gebracht, diesen hat bislang niemand mehr verlassen. Aber Luke ist wahrscheinlich der schlauste Insasse, den das Institut jemals hatte, was für Luke selbst, aber vor allem für das Institut, eine große Bedrohung darstellen könnte. Also die ersten Seiten entsprachen erst mal gar nicht dem, was auf dem Klappentext stand. Man wurde zunächst einmal mit Tim bekanntgemacht, erst danach begann der zweite Handlungsstrang mit Luke und dem Institut. Aber das war auch gar nicht schlimm, denn auch so war das Buch von Anfang bis Ende sehr unterhaltsam und fesselnd. Die Handlung mit den Kindern fand ich am Anfang etwas verwirrend, da schnell Abkürzungen wie TK, TP oder BDNF fielen mit denen man zunächst gar nichts anfangen kann, dies wird dann aber doch recht schnell aufgelöst und erklärt. Wie von Stephen King gewohnt fließt auch in diesen Roman immer wieder ein bisschen Sozialkritik mit ein, die so ganz nebenbei geschickt eingebaut wird. Vor allem US-Präsident Trump kommt dabei nicht gut weg. In einem guten Buch schafft es Stephen King immer wieder verschiedene Arten von Emotionen im Leser wach zu rufen, dies war auch hier wieder der Fall. Noch dazu kam die stetig steigernde Spannung, da der Leser unbedingt erfahren möchte, was es mit dem Institut auf sich hat und wie Tim Jamieson damit in Zusammenhang gebracht wird. Aber der Autor lässt einen durch tiefgründige Einblicke in das Leben der Charaktere sehr lange zappeln. Der Schreibstil ist dabei wie gewohnt leicht lesbar und einfach nur perfekt. Was ich ein klein wenig unrealistisch fand, war das Verhalten mancher Kinder, als sie in völlig fremder Umgebung aufwachen ohne zu wissen, wo sie sind, was mit ihren Eltern passiert ist und was mit ihnen passiert. Luke ist doch sehr gefasst, als er nach der Entführung aufwacht und auch andere haben sich schnell mit ihrem Schicksal abgefunden. Das ist aber auch schon alles, was ich hier kritisieren möchte. Fazit Ein wirklich sehr umfangreiches Buch, an dem ich lange gelesen habe. Aber eine sehr gelungene und ausführliche Geschichte, die trotz ihres Lesepensums kaum Längen beinhaltet, sondern von Anfang bis Ende einfach nur fesselnd ist. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne jedem weiter.

Wow

Von: Leseengel Datum: 03. October 2019

Eine grandiose Geschichte, die mich von vorn bis hinten begeistern konnte. Ich habe das Buch von Anfang an verschlungen und es hat mir tolle Stunden beschert. Die Geschichte konnte mich die ganze Zeit über fesseln, es ist von vorn bis hinten spannend und total klasse. Gerade auch die Idee der Geschichte konnte mich begeistern. Sie ist einfach so wahnsinnig, dass sie in ähnlicher Form gar nicht sooo abwegig ist - obwohl sie eigentlich abwegig ist. Ich glaube diesen Gedanken kann nur jemand nachvollziehen, der dieses Buch auch gelesen hat. Die Idee ist schon sehr abgefahren und auch ebenso umgesetzt. Luke ist ein toller Junge, der seinem Alter weit voraus ist. auch Avery finde ich umwerfend toll. Es ist schön zu lesen, wie die Kinder eigentlich alle zusammen halten, und auch wie sie die "Neuen" in die Situation einführen. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwierig es gerade für die Neuen sein muss, für diese muss das ja ein totaler Schock sein. Gerade damit versuchen sie sich gegenseitig zu helfen. Es muss alles einfach total krass sein, ich würde auch nicht in dem Institut leben wollen - es ist unglaublich was dort mit den Kindern angestellt wird. Das Buch hat mich oft sprachlos gemacht. Gerade auch die Beschreibungen wie mit den Kindern umgegangen wird, und gerade auch wie die Tests ablaufen, ist so hart, so heftig. Aufgrund der Beschreibungen konnte ich mir das sehr gut vorstellen, so konnte ich noch besser in die Geschichte abtauchen. Für manche mögen diese Beschreibungen nichts sein, da sie doch sehr detailiert sind, doch ich finde es sehr gut. Es handelt sich hierbei wieder um einnen sehr gelungenen Stephen King. Ich kann euch das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Ein weiterer großartiger Stephen King Roman

Von: Mich121 Datum: 30. September 2019

Der Roman "Das Institut" ist am 9 September 2019 im Heyne Verlag erschienen. Als die Eltern von den hochbegabten Studenten Luke ermordet worden sind, zerbricht seine Welt in 1000 Teilen. Nicht genug das er nun seine Familie verloren hat, sondern wird er auch in einen SUV entführt und in eine Einrichtung für besondere Kinder gebracht. Zunächst ist Luke verwirrt und weiß nicht womit es sich mit diesen Institut auf sich hat, aber dies wird sich schneller ändern als ihn lieb ist. Für mich persönlich war das wieder ein Stephen King Buch auf höchsten Niveau, lange Zeit wurde ich leider etwas von ihm entäuscht, aber mit diesen Roman zeigte King wieder einmal warum er einer der besten und beliebtesten Autoren weltweit ist. In den Schreibstil konnte ich mich schnell fallen lassen und die beinahe 800 Seiten haben sich wie knappe 400 angefühlt. Mit den Ende war ich persönlich sehr zufrieden und konnte es mir selber nicht besser erdenken Letztendlich hat das Buch von mir 4 von 5 Sternen bekommen, da es sich in der Mitte etwas gezogen hat. Nichtsdestotrotz war das einer der starkes King Romane die er je geschrieben hat und ich kann es kaum abwarten bis er etwas neues raus bringt

Absolut genial

Von: SusesBuchtraum Datum: 29. September 2019

★★★★★ (5 von 5 Sterne) Inhalt: Der 12 jährige Luke Ellis ist ein kleines Genie, doch er besitzt auch noch eine weitere Gabe – er kann kleine Dinge, nur mit seinen Gedanken, bewegen. Eines Tages jedoch wird Luke entführt und ich ein Institut gesteckt, wo es weitere Kinder mit solchen Begabungen gibt. In den Institut werden mit den Kinder Tests gemacht, und wer sich wehrt, wird geschlagen. Luke und seine Freunde wissen nicht was mit den Eltern geschehen ist und machen sich große Sorgen. Dann wird der kleine Avery ins Institut gebracht, doch auch wenn er erst 10 ist, hat er von allen die stärkste Begabung. Zusammen versuchen sie hinter das Geheimnis und den Sinn des Instituts zu kommen, und begeben sich in großer Gefahr., denn wenn sie einmal im Hinterbau landen, kommen sie nie wieder heraus. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Meinung: Mich hat das King-Fieber gepackt. Ich war sehr neugierig auf diese Geschichte, denn der Klappentext klang für mich sehr interessant – und ich wurde nicht enttäuscht. Die Spannung ist bis zur letzten Seite erhaben, wodurch man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Stephen King beweist erneut, welches Potential in ihm steckt und kann seine Leser wirklich fesseln. Cover und Titel: Das Cover ist so schön. Man sieht den jungen Luke Ellis, um den es hauptsächlich in der Geschichte geht. Verbunden am Kopf sind Bäume, welche rund um das Institut zu finden sind. Das Cover und der Titel passen perfekt zur Geschichte. Die Geschichte: Man begleitet den jungen Luke, wie es entführt und ins Institut gebracht wird. Dort lernt man weitere Kinder kennen, die alle eine Begabung haben. (Telepathie oder Telekinese), doch die Begabungen sind nicht stark ausgeprägt, weshalb sie sich gewissen Tests unterziehen müssen. Ziel des Instituts ist es, aus den Kindern mehr heraus zu holen, doch sie gehen alles andere als Liebevoll mit den Kindern um. Dennoch versuchen Luke und seine Freunde, alles daran zu setzen, um das genaue Ziel des Instituts heraus zu bekommen. Die Charaktere: Man lernt in der Geschichte sehr viele Charaktere kennen. Auf der einen Seite sind es die Erwachsenen vom Institut, auf der anderen Seite sind es die Kinder. Alle Personen werden gut beschrieben, wodurch man sich schnell an die Charaktere gewöhnen kann, und somit gut auseinander halten kann. Es gibt aber ein paar Protagonisten, die man schnell in sein Herz schließt. Der Schreibstil: Der Schreibstil ist einfach, flüssig und gut zu lesen. Schwierigere Wörter werden gut erklärt, womit keine Fragen offen bleiben. Durch das einfache Lesen, kann man sehr gut in die Geschichte eintauchen. Fazit: Eine wirklich tolle Geschichte, die mich bis zur letzten Seite begeistern konnte. Stephen King beweist wieder einmal, welches Talent in ihm steckt. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen.

Absolut genial

Von: SusesBuchtraum Datum: 29. September 2019

★★★★★ (5 von 5 Sterne) Inhalt: Der 12 jährige Luke Ellis ist ein kleines Genie, doch er besitzt auch noch eine weitere Gabe – er kann kleine Dinge, nur mit seinen Gedanken, bewegen. Eines Tages jedoch wird Luke entführt und ich ein Institut gesteckt, wo es weitere Kinder mit solchen Begabungen gibt. In den Institut werden mit den Kinder Tests gemacht, und wer sich wehrt, wird geschlagen. Luke und seine Freunde wissen nicht was mit den Eltern geschehen ist und machen sich große Sorgen. Dann wird der kleine Avery ins Institut gebracht, doch auch wenn er erst 10 ist, hat er von allen die stärkste Begabung. Zusammen versuchen sie hinter das Geheimnis und den Sinn des Instituts zu kommen, und begeben sich in großer Gefahr., denn wenn sie einmal im Hinterbau landen, kommen sie nie wieder heraus. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Meinung: Mich hat das King-Fieber gepackt. Ich war sehr neugierig auf diese Geschichte, denn der Klappentext klang für mich sehr interessant – und ich wurde nicht enttäuscht. Die Spannung ist bis zur letzten Seite erhaben, wodurch man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Stephen King beweist erneut, welches Potential in ihm steckt und kann seine Leser wirklich fesseln. Cover und Titel: Das Cover ist so schön. Man sieht den jungen Luke Ellis, um den es hauptsächlich in der Geschichte geht. Verbunden am Kopf sind Bäume, welche rund um das Institut zu finden sind. Das Cover und der Titel passen perfekt zur Geschichte. Die Geschichte: Man begleitet den jungen Luke, wie es entführt und ins Institut gebracht wird. Dort lernt man weitere Kinder kennen, die alle eine Begabung haben. (Telepathie oder Telekinese), doch die Begabungen sind nicht stark ausgeprägt, weshalb sie sich gewissen Tests unterziehen müssen. Ziel des Instituts ist es, aus den Kindern mehr heraus zu holen, doch sie gehen alles andere als Liebevoll mit den Kindern um. Dennoch versuchen Luke und seine Freunde, alles daran zu setzen, um das genaue Ziel des Instituts heraus zu bekommen. Die Charaktere: Man lernt in der Geschichte sehr viele Charaktere kennen. Auf der einen Seite sind es die Erwachsenen vom Institut, auf der anderen Seite sind es die Kinder. Alle Personen werden gut beschrieben, wodurch man sich schnell an die Charaktere gewöhnen kann, und somit gut auseinander halten kann. Es gibt aber ein paar Protagonisten, die man schnell in sein Herz schließt. Der Schreibstil: Der Schreibstil ist einfach, flüssig und gut zu lesen. Schwierigere Wörter werden gut erklärt, womit keine Fragen offen bleiben. Durch das einfache Lesen, kann man sehr gut in die Geschichte eintauchen. Fazit: Eine wirklich tolle Geschichte, die mich bis zur letzten Seite begeistern konnte. Stephen King beweist wieder einmal, welches Talent in ihm steckt. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen.

Wieder einmal sehr unterhaltsam

Von: Die Bibliothekarin Datum: 29. September 2019

Als ich entdeckt habe, dass es von Stephen King was neues gibt war mir klar ich muss es lesen. Das Institut kommt mit einem interessanten Klappentext daher und hat mich sofort neugierig gemacht. Als das Buch bei mir ankam habe ich es auch gleich begonnen und bin mal wieder voll in die Story hineingezogen worden. Ich fand die Idee spannend und war neugierig ob King diese gut umsetzen würde und ich bin definitiv nicht enttäuscht worden. Die Charaktere sind unterhaltsam gestaltet besonders Luke mochte ich auf Anhieb, er ist wahnsinnig klug aber trotzdem sehr nett. Er schafft es trotzdem schnell Kontakt zu anderen Leuten aufzunehmen und so lernt er schnell Freunde zu finden im Institut. Besonders mochte ich dort Kalisha sie wirkt so stark und aufgeweckt man muss sie einfach mögen. Stephen King hat es wieder einmal geschafft den Charakteren eine Persönlichkeit einzuhauchen egal ob nur ein kurzer Auftritt oder als Hauptcharakter. Nicht nur die Charaktere sind gut gestaltete sondern auch landschaftlich bleibt das Buch nicht schwarz-weiß, ich mag die Beschreibung und es überraschte mich keineswegs wieder in Maine gelandet zu sein! Auch das Institut ist natürlich gut beschrieben sodass die Phantasie da gut mit arbeiten kann! Ein kleines Manko war leider der Spannungsabfall zu Beginn der zweiten Hälfte da hatte ich eine kleine Flaute und musste erstmal eine kleine Lesepause einlegen. Es ging dann aber relativ schnell wieder spannend weiter deswegen fällt das bei der Seitenzahl auch nicht so stark ins Gewicht. Fazit Ein tolles Buch, das mit ganz viel Spannung dienen kann aber leider etwas an Schwung verlor. Ich habe nach der Hälfte einen kleinen Hänger gehabt da hat mir etwas die Spannung gefehlt. Zum Ende hin wurde es dann nochmal sehr spannend und ich konnte wieder kaum das Buch aus der Hand legen.

Neuster Roman von King 📚 😊

Von: enomis0205 Datum: 28. September 2019

....DAS INSTITUT.... Inhalt: Der zwölfjährige Luke wohnt mit seinen Eltern in Minneapolis. Eines Nachts drängen sich Fremde in ihr Haus, betäuben Luke und verschleppen ihn. Er erwacht kilometerweit entfernt im Institut....... ➖ Am Anfang vom Buch, lernt man den Nachtklopfer, Tim kennen. Tim spielt erst am Ende des Buches wieder eine Rolle. Im mittlerem Teil geht es um Luke und die anderen Kinder, die sich ebenfalls im Institut aufhalten. Die Kids sind in zwei Gruppen eingeteilt. Zum einen die TK (Fähigkeit Telekinese) und zum anderen die TP (Fähigkeit Telepathie). Ganz selten besitzt ein Kind beide Fähigkeiten. Stephen King schafft es, sehr authentische Charaktere zu erschaffen. Aber leider bleibt das mitfiebern oft auf der Strecke. Meiner Meinung nach war dieses Buche stellenweise langatmig und der politische Teil zum Ende hin fand ich persönlich, nicht gut gewählt. Man hätte das mehr raus holen können. ➖ Im großen und ganzen ein gutes Buch, mit einprägsamen Charakteren, die lange in Erinnerung belieben werden. Jedoch blieben die Emotionen, oft auf der Stecke.

Endlich wieder ein "echter" King!

Von: Bücherserien.de Datum: 28. September 2019

Worum geht es in „Das Institut“ von Stephen King: Für die stattliche Summe von zweitausend Dollar überlässt Tim Jameson seinen Platz in einem Flugzeug einem FBI Agenten und begibt sich per Anhalter nach New York. Daraus entwickelt sich für ihn eine Reise der ganz besonderen Art, die ihn in einen Ort namens DuPray führt, wo er einen Job als Nachtwächter annimmt und beginnt, sein Leben neu zu ordnen. Dass sich sein Lebensweg noch mit einem anderen Menschen kreuzen wird, ahnt er zu diesem Zeitpunkt nicht. Bei dieser Person handelt es sich um den zwölfjährigen Luke. Der hochbegabte Junge träumt von einer Karriere an einer Eliteuniversität. Doch es kommt anders, als er nachts von einem Killerkommando entführt wird. Er wird an einen Ort in den Wäldern von Maine gebracht, den man Das Institut nennt und an dem es noch weitere Kinder wie ihn gibt. Kinder, an denen furchtbare Tests vorgenommen werden, da ihre übernatürlichen Fähigkeiten von anderer Seite ausgenutzt werden sollen. Kritik zu dem neuen Roman von Stephen King: Wenn ein Autor mehr als achtzig Bücher in etwas mehr als vierzig Jahren veröffentlicht hat, stellt sich die Frage, ob die Leser noch gespannt auf ein neues Werk warten. Im Fall von „Das Institut“ von Stephen King lohnt es sich allesamt. In seinem aktuellen, in deutscher Übersetzung rund achthundert Seiten starken Roman, wandelt der King des Horrorromans auf bekannten Pfaden. Nicht umsonst wird dieser Roman mit seinem Welterfolg „Feuerkind“ verglichen. Doch auch ohne einen solchen Vergleich, der in den allermeisten Fällen hinkt, gibt es zahlreiche Anspielungen auf andere Werke von King, sodass sich die Klasse dieses Buches so richtig entfalten kann, wenn man sich ein wenig im Universum des amerikanischen Schriftstellers auskennt. „Das Institut“ ist definitiv ein typischer King. Das bedeutet, dass sich der Meister viel Zeit nimmt, um sein Personal einzuführen. Dadurch ziehen sich die ersten einhundert Seiten etwas in die Länge. Allerdings ist es der Klasse und dem handwerklichen Können des Schriftstellers geschuldet, dass sich auch diese Phase sehr interessant und flüssig liest. Hat man diesen Part geschafft, entwickelt der Roman ein ungeheures Tempo. Insbesondere beim Showdown, der rund ein Viertel des Buches ausmacht, wird der Leser die Aufnahme von Nahrung und Getränken auf ein Minimum reduzieren. Dabei kommen viele Charaktere zum Einsatz, die dem Leser ans Herz wachsen. Natürlich ist da Tim Jameson, den man schon kennt. Da sind aber auch Tims Freundin Wendy, Luke und vor allem der zehnjährige Avery. Vor allem das Schicksal der Kinder, die im Institut gefoltert und gequält werden, berührt den Leser. Dass sich Stephen King dabei einer fast platten Schwarz-Weiß-Zeichnung seiner Charaktere bedient, verzeiht man gerne. Insbesondere wenn Luke zahlreichen Tests unterzogen wird, leidet man mit ihm und hofft, dass seine Peiniger zur Rechenschaft gezogen werden. Nur durch diese Figurenzeichnung kann Stephen King allerdings solche Gefühle beim Leser hervorrufen. Letztlich ist „Das Institut“ ein Roman, den alle Fans von Stephen King feiern werden. Ob er wirklich an die großen Geschichten aus den 80ern heranreicht oder ob es eine lesenswerte Verbeugung vor der Netflix-Serie „Stranger Things“ ist, darf jeder Leser für sich selbst entscheiden. Fakt ist aber, dass der Roman sehr spannend ist und dem Leser überaus unterhaltsame Stunden bereiten wird.

Ein neuer Meisterstreich

Von: Buchperlenblog Datum: 26. September 2019

Wer wie ich ein großer Fan Stephen Kings ist, der hat ebenso ungestüm das neueste Werk aus dessen Feder erwartet. Hat es der mittlerweile 72jährige Vielschreiber immer noch drauf, uns zu gruseln und über die menschlichen Abgründe nachdenken zu lassen? Und ob! Die Geschichte beginnt in Minneapolis. Hier wohnt Luke Ellis, ein zwölfjähriger Junge mit einer überdurchschnittlich hohen Intelligenz. Er hat große Pläne für die Zukunft, ist bereits jetzt für zwei hochangesehene Universitäten zugelassen. Doch dann bricht das Team Ruby Red eines Nachts bei ihm ein, kidnappt den Ahnungslosen und bringt ihn in das Institut. Hier nun lernen wir weitere Kinder kennen, Kalisha zum Beispiel, oder Nicky. Oder Helen, Iris, Avery, Harry und wie sie nicht alle heißen mögen. Keiner außer Luke ist hochintelligent, aber das ist es auch nicht, auf was die Betreiber des Instituts es abgesehen haben. Vielmehr tragen alle diese Kinder ein wenig Magie in sich. Manche können dank Telepathie Gedanken lesen, andere tun sich durch Telekinese hervor. Jeder für sich ist nur ein kleines Rädchen im großen Getriebe. Die Zusammensetzung der Kindergruppe erinnerte mich immer wieder an den geliebten Club der Verlierer aus Derry, der ES vor vielen Jahren bekämpfte. Auch hier finden sich die Kinder als Schild zusammen, um gemeinsam gegen das Böse anzutreten. Was mit den Kindern hinter den Mauern des Gebäudes geschieht, davon weiß die Außenwelt natürlich nichts. Sie werden getestet, gespritzt, in Wassertanks getaucht und schließlich ausgehöhlt. Alles dient einem höheren Zweck, natürlich – doch welchem? Dahinter steigen wir als Leser erst nach und nach, gemeinsam mit den Kindern. Es ist ein aufregendes Buch, eines, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen bei den beschriebenen Grausamkeiten. Eines, bei dem man anfängt, nachzudenken. Denn was getan wird, erscheint durchaus logisch, wichtig, ein Balanceakt der seinesgleichen sucht. King gelingt es wie immer glanzvoll, die einzelnen Charaktere herauszuarbeiten. Nicht nur die Kinder erhalten unverwechselbare Persönlichkeiten, auch das Personal wird greifbar, bekommt Hintergrundgeschichten und Aha-Momente. Das ist es, was King ganz besonders kann. Fazit Ein neuer fantastischer Streich des großen Autors, der mit seinen Figuren Welten erschaffen und sie wieder zum einstürzen bringen kann. Eine Geschichte, die so einige Verknüpfungen zu seinen früheren Werken versteckt, und die mich nachdenklich zurück lässt. Wer weiß denn schon, ob es so etwas nicht tatsächlich gibt, solch ein Institut?

Heiligt der Zweck alle Mittel

Von: booksurfer Datum: 25. September 2019

Der zwölf jährige Luke ist extrem intelligent und hochbegabt. Er versteht sich gut mit seinen Eltern und plant schon sein Studium an einer Elite Uni. Als er eines Abends zu Bett geht werden seine Eltern ermordet und Luke selbst wird betäubt und in einen SUV verfrachtet. Als er aufwacht befindet er sich im Institut wieder. Eine geheime Einheit die experimente an Kindern durchführt. Doch zu welchem Zweck und heiligt dieser wirklich alle Mittel? Das Institut wurde lange von Stephen King Fans erwartet und er hat hier wieder ein wirklich tolles Buch geschrieben. Unsere Protagonisten sind jugendliche und diese Geschichten sind bei King bekanntlich immer was Besonderes. Bevor wir Luke kennenlernen und seinen Weg ins Institut werden wir erst mit Tim bekannt gemacht. Dieser versucht gerade sein Leben neu zu ordnen und landet dabei in der Kleinstadt DuPray wo er einen Job als Nachtklopfer annimmt. Durch ihn erhalten wir einen Einblick in das Leben der Kleinstadt und seine Bewohner. Die im weiteren Verlauf noch eine wihtige Rolle spielen werden. Nach dieser kurzen Einführung lernen wir auch schon Luke kennen. Hochintelligent und anscheinend telekinetisch Begabt führt er bis zu seiner Entführung ein ganz normales Leben mit Freunden, Schule und Hobbies. Als er dann im Institut landet ändert sich das schlagartig. Luke ist der neue und trifft direkt auf seine Mitgefangen: Kalisha, Nick, Iris George und den jüngsten der Truppe den 10 järigen Avery. Schnell wird klar das im Institut nur Kinder leben die entweder telepatische oder telekinetische Kräfte haben. Die Kinder dienen hier als Laborratten mit dem Ziel ihrejeweiligen Fähigkeiten zu verstärken. King hat eine ganz besondere Art über Kinder und ihren Charakter zu schreiben und so fällt es dem Leser nicht schwer Luke und die anderen Gefangen direkt ins Herz zu schließen. Luke ist dabei der Dreh und Angelpunkt der Geschichte. Durch ihn erlebt der Leser die Tests und die Misshandlungen die an den Jugendlichen durchgeführt werde Haut nah. Stephen Kings intensiver und erschreckend realistischer Schreibstil verleiht der Geschichte einen so düsteren Unterton und Spannung das man ein ständiges unbehagen beim Lesen des Instituts Alltags verspürt. Ein wahrer Albtraum für den Leser! King hat sich für das Institut ein bereits bekanntes Thema gewählt das wir aus anderen Romanen wie Carrie kennen. Allerdings liegt der Vergleich mit Feuerkind hier sogar noch näher da auch hier versucht wird die Kräfte zu verstärken. Dabei ist das Institut aber kein Abklatsch alter Geschichten, sondern viel mehr ein ganz neuerer Horror den King die Kinder durchleben lässt. Die Vorgänge im Institut nehmen den Leser mit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Man leidet richtiggehend mit wenn Luke die Tests durchlaufen muss. Und man hofft das es für die Kids am Ende gut ausgehen wird. Das Buch hat einen wirklich starken Anfang und kann diese Spannung und Intensität auch über lange Strecken halten. Leider war für mich zwischen drin an einigen Stellen die Luft raus und man hätte das Buch gut kürzen können. Insgesamt gesehen hat mir die Geschichte allerdings sehr gut gefallen und ich fühlte mich in großen Teilen an Kings Anfangsjahre erinnert. King hat es wieder geschafft dem Horror eine neue Dimension zu geben. Vielen Dank dafür!

Langweilig + Politische Propaganda

Von: Chris Datum: 24. September 2019

Die ersten 150 Seiten sind pure Langeweile. Die Story möchte gerne so sein wie Stranger Things, ist aber komplett träge und austauschbar. King lässt öfter mal seine persönliche politische Meinung einfließen, was einfach nur verbittert und deplaztiert wirkt. Richtige Enttäuschung

Stephen King: „Das Institut“ (Heyne)

Von: Christian Funke Datum: 23. September 2019

„Laugh about it, shout about it When you’ve got to choose Ev’ry way you look at it you lose.” Paul Simon Tim Jamieson ist ein ehemaliger Polizist, der seinen Job wegen einer unglücklichen Verstrickung von Umständen verlor. Nun lässt er sich beruflich wie persönlich treiben, bis es ihn in das verschlafene Nest DuPray verschlägt, wo er eine Anstellung als sogenannter Nachtklopfer, quasi der der örtlichen Polizei unterstellter Nachtwächter, annimmt. Je länger er diese Arbeit ausführt, desto besser gefällt ihm die idyllische Kleinstadt. Doch diese Beschaulichkeit wird kein dauerhafter Zustand bleiben… Gleichzeitig beschließt der zwölfjährige hochbegabte Luke Ellis, dass ihn die Privatschule für speziell begabte junge Menschen nicht mehr fordert und er besser Englisch und Ingenieurwissenschaften studieren soll. Doch als eines Nachts ein schwarzer SUV in seine Straße einbiegt, wird sich auch sein Leben grundlegend verändern. Einen guten Autor zeichnet es aus, wenn er sich die Zeit nimmt, seiner Geschichte den Raum zur Entfaltung zu schaffen. Hier erweist sich Stephen King mit fortschreitendem Alter als ein immer souveräner agierender, detailverliebter Autor, der ein Faible dafür hat, seine Figuren mit kleinen Anekdoten und erzählerischen Ausflügen lebendig werden zu lassen und dabei trotz einer spürbaren Entschleunigung ein inhaltliches Fundament zu bauen, welches der Geschichte später zu Gute kommt. Denn auch wenn inhaltlich nicht viel passieren mag, zeigt er das Talent eines begnadeten Erzählers, der es liebt, seine Geschichten genüsslich auszubreiten und damit zu unterhalten. Denn es macht Spaß, ihm auf seinen Ausflügen zu folgen. So wird eine Verbindung zwischen den Lesern und den fiktiven Figuren geschaffen, deren Tragfestigkeit man erst spürt, wenn der Autor einen unvorbereitet in den Abgrund stößt, oder wie er es im Roman beschreibt, die Hölle losbrechen lässt. Erneut widmet er sich in Das Institut den Kindern mit speziellen Fähigkeiten. Diese werden aus ihrer gewohnten Umgebung entführt und in das Institut gebracht, wo man ihre speziellen Fähigkeiten erforschen möchte. Dabei lebt das Buch weniger von den sehr ausführlichen Beschreibungen der Zustände in dieser Einrichtung, sondern vielmehr von den im Vorfeld sehr sorgfältig aufgebauten Charakteren, die einem schnell ans Herz gewachsen sind. Es ist der Kunstgriff Kings, subtil das Grauen in den Alltag einfließen zu lassen, und den Leser so in seinen Bann zu ziehen. Erfreulicherweise spart King auch hier wieder nicht mit Verweisen und Anspielungen auf seine früheren Romane. So erinnert die Geschichte nicht von ungefähr an seinen früheren Roman Feuerkind, aber auch kleinere Anspielungen, die nur King-Vielleser erkennen, findet man an vielen Stellen (der Hinweis auf die Geschehnisse in Salems Lot, die Erwähnung der Zwillinge aus Shining, die Kinder erinnern an den Club der Verlierer aus ES, usw.). Deutlich merkt man dem Autor seine schriftstellerischen Ursprünge und Inspirationen an, gelingt es ihm, klassischen Horror, 50er-Jahre-Paranoia und moderne Schreckensliteratur zu einem stimmigen Ganzen zu vereinen und dabei trotzdem angenehm bodenständig und sozialkritisch zu bleiben. Erneut spart er nicht mit deutlicher Kritik an den derzeitigen politischen Verhältnissen in den USA, siedelt seine Figuren in der Mittel- und Unterschicht an und zeigt erneut, dass er sein Herz am rechten Fleck trägt. Das Institut (Originaltitel: The Institute, USA 2019) erscheint bei Heyne in einer Übersetzung aus dem Amerikanischen von Bernhard Kleinschmidt. Neben dem mir zur Ansicht vorliegenden Hardcover mit Schutzumschlag (768 Seiten, €26) gibt es noch das eBook und das Hörbuch. Nach dem Roman befindet sich noch ein sehr persönliches und emotionales Nachwort des Autors. Stephen King ist eines der Urgesteine moderner Horrorliteratur, kann mit seinen mittlerweile 72 Jahren aber nicht zum alten Eisen gezählt werden. Denn mit seinen geschliffenen Geschichten gelingt es ihm bei einem erstaunlich hohen Output, die Konkurrenz locker abzuhängen und mit jedem Roman zu zeigen, warum er weiterhin der unangefochtene Meister des Horrorromans ist. Auch Das Institut ist ein Roman, der vor Lust an der Erzählung sprüht, von lebendigen und authentischen Figuren bevölkert ist und gleichzeitig eine unerbittliche Spannung aufbaut. Ein echter Pageturner, den ich jedem Fan unbedingt empfehlen kann! Christian Funke

Wahnsinn!

Von: time.to_read_ Datum: 23. September 2019

Das Cover Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Es wurde an den richtigen Stellen ein Farbklecks gesetzt und trotz der Schlichtheit, ist es ein Blickfang. Das Cover der englischen Ausgabe gefällt mir dennoch ein kleines bisschen besser. Der Schreibstil Wie immer ist der Schreibstil von Stephen King unheimlich gut. Er erschafft mit jeder Zeile ein sehr gutes und zum Teil auch sehr detailliertes Bild vor dem inneren Auge. Die Handlung Der Verlauf der Geschichte ist ebenfalls sehr ansprechend. Dass es mit einer Person anfängt, die erst gegen Ende des Buches wieder eine Rolle spielt, macht es zu einer runden Sache. Es ist wirklich erstaunlich woher Stephen King immer diese ganzen Ideen nimmt, die schon Einzigartigkeit aufweisen. Die Charaktere Die Protagonisten sind sympatisch (zumindest die Meisten ;D). Sie werden gut beschrieben und sind individuell genug. Bei den Nebendarstellern könnte der ein oder andere jedoch etwas mehr Tiefe vertragen. Fazit Das Institut ist ein neues großartiges Werk von Stephen King, was sich lohnt mehrfach zu lesen. Man ist ab Teil 2/Kapitel 2 sofort im Institut drin und schaut dem kleinen Luke über die Schulter. Man fiebert mit und ist von so mancher Grausamkeit schockiert. Das spektakuläre Ende bildet ein runden Abschluss. Insgesamt hat mir das Buch also enorm gefallen und ich freue mich schon auf eine Verfilmung, die hoffentlich bald folgen wird :D.

Nicht wirklich für King-Neulinge, aber alte Hasen MÜSSEN zugreifen!

Von: Blaxy's Little Book Corner Datum: 22. September 2019

Stephen King und Kinder mit übersinnlichen Fähigkeiten - wie heisst es doch so schön? "Never change a winning Team"! Und so auch hier, mal wieder eine Glanzleistung. Aber ich zäume das Pferd von hinten auf; let me explain: Der zwölfjährige Luke Ellis ist kein gewöhnliches Kind. Nicht nur, dass dieser Junge hochbegabt ist, er verfügt auch noch über kleine aber feine telekinetische Kräfte. Eben jenes wird ihm zum Verhängnis. Statt wie geplant frühzeitig aufs College zu gehen wird er eines nachts gekidnappt. Er erwacht im Institut - mit ihm sind weitere Kinder dort eingesperrt. Sie alle haben zwei Dinge gemeinsam: Fähigkeiten, die nur wenige Kinder haben und den Wunsch diesem Alptraum zu entkommen. Denn die Leiter meinen es nicht gut mit ihnen... Schnell erzählt, gelesen aber um einiges besser! Der gute King schafft es erneut gekonnt das Grauen in den Alltag zu integrieren. Es ist unfassbar, was der Leser über den Alltag der Kinder im Institut in Erfahrung bringt. Mit rund 760 Seiten umfassend ist dieser Roman keine Lektüre für einen Nachmittag, aber keine der Informationen über das Institut ist fehl am Platze. Kinder werden hier zu Helden, allen voran natürlich Luke, aber auch der kleine Avery ist ein Charakter, den man nur lieben und das Beste wünschen kann. Die bedrückende Stimmung hatte mich tatsächlich eingefangen - und das, obwohl ich anfangs gar nicht so angetan vom neuesten Werk des Meisters war. Offen gesagt hatte ich zunächst das Gefühl, als würde ich nochmals "Doctor Sleep" in den Händen halten. Der gleiche Aufbau, die ähnliche Ahnung, was mich erwarten würde. Jedoch habe ich mit der Zeit angefangen meine Sichtweise zu überdenken; Stephen King scheint hier eine kleine Hommage an sich selbst geschaffen zu haben. Hier und da entdeckt man leichte Referenzen, die auf andere seiner Werke anspielen. Da ich noch immer nicht alle Bücher von ihm gelesen habe, kann ich nur mutmaßen, welche Hinweise mir vielleicht flöten gegangen sind - ein Grund, irgendwann noch einmal zum Institut zu greifen. Allerdings führt mich dies auch zu einem Punkt, an dem ich "Das Institut" keinem King-Neuling nahe legen würde. Ein kleiner Minuspunkt war für mich auch der Showdown. Spannender ging es wirklich nicht! - Die letzten 200 Seiten habe ich förmlich inhaliert und fluchend mitgefiebert. Was daran nun Mecker-würdig ist? Der Showdown beläuft sich auf ca 150-200 Seiten! Mir ist das zu lang, meine armen Nerven machen das nicht mit! 😅 Kennt ihr das? Wenn etwas so spannend, so greifbar ist, dass ihr eine Pause einlegen müsst? - ich zumindest war dadurch überreizt. Und Gnade demjenigen, der nicht die Zeit hat das Ganze in einem Stück zu lesen! ☝️😂 Fazit: Lesenswert und gute Nerven mitbringen! :) King-Fans werden sich schon ab dem ersten Kapitel heimisch fühlen; Neulingen sei gesagt: macht euch vorher zumindest mit der Thematik so manch anderen Werkes von ihm vertraut, es lohnt sich!

Das Institut

Von: Manuela Hahn Datum: 22. September 2019

Inhalt: Das Buch beginnt mit Tim, einem ehemaligen Polizisten auf dem Weg von Tampa nach New York, wo er einen Neubeginn starten will. Als die Passagiere des Fluges gebeten werden, das einer von ihnen seinen Platz räumt, nimmt er das Angebot an und macht sich als Tramper auf seinen Weg. Zufällig landet er in DuPray, einem Kaff in South Carolina, wo er als Nachtklopfer ( Nachtwächter) arbeitet. Kurz darauf lernen wir Luke kennen, 12 Jahre alt und angehender Student am MIT und dem Emerson College. Luke führt ein glückliches Leben, trotz seiner Hochbegabung ist er ein ganz normaler kleiner Junge, bis zu dem Tag an dem Fremde in sein Elternhaus eindringen und ihn kidnappen. Von da an, lebt er im Institut. Meine Meinung: Es gibt schon viele Stimmen zu Stephen Kings neustem Werk und ausnahmsweise habe ich schon die eine oder andere gelesen, nicht um mich zu vergewissern ob es sich lohnt das Buch zu lesen, das war mir schon klar bevor ich überhaupt anfing zu lesen, schaut einfach mal selbst. Viele empfanden den Einstieg in die Geschichte als etwas langatmig, dem muss ich allerdings widersprechen. Mit dem Einstieg wurde Tims Charakter beschrieben und der ist wesentlich für die spätere Handlung, ebenso wie der kleine Einblick in das Leben in einer kleine Südstaaten Stadt. Wir verweilen aber nicht lange in DuPray, schnell kommt King zu seiner Hauptperson Luke und dem Grauen im Institut, das idyllisch in einem Wald liegt, irgendwo im Nirgendwo, wie es im Klappentext heißt. Luke ist natürlich nicht allein im Institut, mit ihm leben dort noch andere Kinder, die wie er über besondere Fähigkeiten verfügen und die wie er, von den Mitarbeitern des Instituts gequält werden um diese Fähigkeiten noch zu verstärken. Kinder in Büchern für Erwachsene, sind häufig nervig, weil die Autoren sich nicht in sie hineinversetzen können, sie beschreiben sie so wie sie sich Kinder vorstellen, nicht wie sie wirklich sind. Stark und gleichzeitig verletzlich, mutig und voller Angst. Anders King, wie schon in seinen früheren Büchern, beschreibt er die Kinder so wie sie sind und er legt großen Wert darauf den Lesern ihren Zusammenhalt nahe zu bringen, das schafft er nicht nur in dem er es schreibt, sondern durch die Art wie er sie handeln lässt. Auch die e Erwachsenen Protagonisten werden durch ihre Handlungen beschrieben und sie entpuppen sich fast durchgehend als skrupellose, teils sadistische Persönlichkeiten, als Außenstehender der nur beobachten kann, ist das was im Institut vor sich geht, die Art wie dort mit den Kindern umgegangen wird kaum zu ertragen. Und doch, haben auch sie ihre Gründe, die ich am Ende des Buches zwar nachvollziehen konnte, für die ich trotzdem keinerlei Verständnis aufbringen kann. King muss die Quälereien denen die Kinder ausgesetzt waren, nicht in jeder Einzelheit beschreiben, das was sich im Kopf des Lesers abspielt ist grausam genug. Mein Fazit: Ein fantastisches Buch, eines das für schlaflose Nächte sorgt und das sagt eigentlich schon alles aus.

Ein Meisterwerk

Von: Bibliophiler1998 Datum: 20. September 2019

Der neue Roman von Stephen King fesselte mich nach einem etwas langatmigen Anfang vollständig an die Seiten. Der Meister des Horrors versteht es, eine spannende Geschichte zu schreiben, die mit einer tollen Grundidee und einer spannenden Handlung überzeugt. Sein einzigartiger und perfekter Schreibstil sticht auch bei seinem jüngsten Werk hervor und sorgt für einen ungehinderten Lesefluss. Ebenfalls wurden die Charaktere der Geschichte passend beschrieben und die Entwicklung der Handlungsstränge interessant gewählt. Auch das schlichte Cover gefällt mir und wurde passend zu „Das Institut“ gestaltet. Stephen King hat wieder ein fast perfektes Buch geschrieben, welches ich verschlungen habe und einen besonderen Platz in meiner Sammlung von „King-Büchern“ bekommen wird.

Beherbergt eine ganz eigene Form des Horrors!

Von: Ro_Ke Datum: 19. September 2019

Wenn ein neuer „King“ erscheint, so findet dieser ganz schnell den Weg zu mir und innerhalb kürzester Zeit habe ich „Das Institut“ gelesen oder es mir von David Nathan in der ungekürzten Hörbuchfassung vorlesen lassen, der ich bereits eine absolute Hörempfehlung aussprechen möchte. Wie von Stephen King gewohnt, nimmt er sich viel Zeit, jeden seiner Charaktere sehr vielschichtig vorzustellen und in entsprechende Position zu bringen. Ich hatte allerdings zu Beginn das Gefühl, einen Protagonisten vorgestellt zu bekommen, der sich in der erhofften Handlung verirrt zu haben schien, denn es braucht einige Seiten, bis der Inhalt bzw. die Figuren aus dem Klappentext den Handlungsverlauf erreicht haben. Einmal im titelgebenden Institut angekommen, konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen bzw. David Nathans Stimme auf Pause stellen, denn dort wird unmittelbar ein zunächst unterschwelliger von Menschen gemachter Horror erzeugt, dessen Opfer erneut eine Gruppe von Kindern ist. Stephen King beweist auf diesem Gebiet wieder absolute Größe, denn er lädt seine Leser nicht nur zum stillen Beobachten ein, sondern lässt sie zu Mitgliedern dieser jungen Peergroup werden und was habe ich mit ihnen gelitten, gebangt und auf eine erfolgreiche Flucht aus dem Institut gehofft. Die dort dargestellten Experimente basieren auf die Telekinese-Forschung während der 30er Jahre an den Universitäten Stanford und Duke und sind vom Autor auf erschreckend reale Weise in die Handlung adaptiert wurden. Das Themenfeld „Psychokinese“ findet sich zwar auch in einigen früheren Werken Kings wider, allerdings habe ich das Gefühl, dass der Autor mit dieser gefühlt sehr „modernen“ Umsetzung vor allem auch die Generation „Netflix“ ansprechen möchte. So werden Fans der Serie „Stranger Things“ auch an dieser Geschichte sicher viel Freude haben. Nach einem sehr actionlastigen Showdown verabschiedet sich der Autor mit einem Ende, das die eigenen Gedanken eine ganze Weile begleiten wird. Fazit: Beherbergt eine ganz eigene Form des Horrors und überzeugt durch ein meisterhaft gestaltetes Ensemble! HIGHLIGHT!

Interessante Figuren in einem sehr vorhersehbaren und weitschweifig inszenierten Plot

Von: Dirk Hoffmann Datum: 18. September 2019

Der zwölfjährige Luke Ellis ist so klug, dass an der Broderick-Schule für außergewöhnliche Kinder nichts mehr für ihn getan werden kann. Stattdessen schlägt der Beratungslehrer Jim Greer Lukes Eltern vor, Luke – der bereits zuvor ein entsprechendes Interesse geäußert hatte – am MIT in Cambridge Ingenieurwissenschaften und auf der anderen Flussseite in Bosten Englisch am Emerson College studieren zu lassen. Tatsächlich schafft Luke die Aufnahmeprüfungen mit links, doch bevor er seine akademische Laufbahn verfolgen kann, wird eines Nachts in sein Elternhaus eingebrochen und er selbst entführt, nachdem seine Eltern ermordet worden sind. Stunden später wacht Luke an einem weit entfernten und abgeschieden im Wald gelegenen Ort auf, einem Institut, das sich der streng geheimen Aufgabe verschrieben hat, die paranormalen Talente der jungen Gäste zu fördern. Die Methoden, die im Vorderbau angewendet werden, um die telekinetischen und telepathischen Fähigkeiten der internierten Kinder anzukurbeln, sind alles andere als angenehm. Luke, dessen schwach ausgeprägte telekinetische Begabung bislang nur ausreichte, um ein leeres Pizzablech oder einen Papierkorb zu verschieben, entwickelt durch die Behandlung sogar telepathische Fähigkeiten, die er vor seinen Peinigern aber geheim hält. Doch als er herausfindet, dass seine Eltern gestorben sind und die Experimente im Hinterbau fortgesetzt werden, von wo die Kinder nicht mehr zurückkehren, reift nicht nur in Lukas der Plan zur Flucht … „Momentan war Mrs. Sigsby, diese Bitch, hauptsächlich mit Luke beschäftigt. Stackhouse ebenfalls. Genauer gesagt galt das für das gesamte Personal vom Institut, denn alle wussten, dass Luke geflohen war. Dass die alle aufgeschreckt und abgelenkt waren, war ihre Chance. Eine solche Gelegenheit würden sie nie wieder bekommen.“ (S. 539) Stephen King, unbestrittener „King of Horror“, hat schon in seinen Frühwerken wie „Carrie“, „The Dead Zone“ und „The Shining“ Figuren mit paranormalen Fähigkeiten ins Zentrum seiner unheimlichen Erzählungen gestellt. In dieser Hinsicht kehrt der bereits 72-Jährige zu seinen schriftstellerischen Wurzeln zurück, die ihm zu Weltruhm verhalfen. Seine Meisterschaft, das geschilderte Grauen in einer ganz alltäglichen, kleinbürgerlichen Umgebung reifen zu lassen, kommt auch in „Das Institut“ zum Tragen. Allerdings neigt King wie selten zuvor zu weitschweifigen Ergüssen, die zwar in diesem Fall den schrecklichen Alltag im Institut vor Augen führen, aber da die Handlung währenddessen nicht wirklich vorankommt, hätte King sich durchaus 200 Seiten sparen können. Zunächst führt King nämlich 50 Seiten lang den in Florida gescheiterten Polizisten Tim Jamieson ein und lässt ihn in der Kleinstadt DuPray, South Carolina, als Nachtklopfer anheuern. Der Leser hat sich gerade mit Jamieson und einigen Figuren in DuPray angefreundet, wird der Plot beiseitegelegt und erst nach 350 weiteren Seiten wieder aufgenommen. In der Zwischenzeit lernen wie den hochintelligenten Luke und seine Eltern, die Machenschaften im Institut und Lukes Leidgenossen Kalisha, Nick, George, Iris und Avery kennen. Zwar beschreibt King den Alltag und die an den Kindern durchgeführten Tests sehr anschaulich, doch entwickelt sich die Geschichte dabei kaum weiter. Stattdessen folgt die Handlung sehr vorhersehbaren Bahnen, lässt aber auch keinen Zweifel daran, dass etwas faul ist in den USA unter der Herrschaft von Donald Trump. Zum Glück bekommt der Roman im letzten Viertel wieder die Kurve, wenn sich – natürlich – die Wege von Tim Jamieson und Luke Ellis kreuzen (sonst hätten die ersten 50 Seiten keinen Sinn gemacht) und es – wie vorauszusehen – zum Showdown zwischen den Guten und den Bösen kommt.

Glasklare Leseempfehlung

Von: U. Pflanz Datum: 18. September 2019

Zum Inhalt werde ich nichts sagen, denn das könnt ihr im Klappentext nachlesen. Stephen King hat es wieder geschafft mich von Anfang bis Ende zu fesseln. Zudem hat er die Begabung dass man sich beim lesen fühlt als wäre man mittendrin. Als würde man dabei stehen und den Kindern in die Augen sehen. Das schaffen sehr wenige Autoren bei mir. Ich habe zu den Kindern eine richtige Bindung aufgebaut. Sie kamen mit ihrer Ausdrucksweise, ihrer Sprache sehr realistisch rüber. Den Mitarbeitern wäre ich zwischendurch wirklich gerne an die Gurgel gesprungen. Es war zum Teil schon sehr grausam und ich habe mit den Kindern heftig gelitten und getrauert. Horror muss nicht unbedingt von anderen Wesen oder Monstern kommen. Der Mensch selbst kann Horror pur sein. Das wird in der Geschichte sehr deutlich. Der Schreibstil ist wie von dem Autor gewohnt spannend, fesselnd und flüssig. Weglegen ist absolut keine Option, man will dran bleiben. Mich hat es überzeugt und daher gibt es eine glasklare Leseempfehlung und volle 5 von 5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Weit mehr als Horror

Von: Franziska_J Datum: 18. September 2019

Es gibt zwei Genres, die Stephen King besonders gut beherrscht: Horror und Krimi. Sein neuer Roman Das Institut (erschienen am 09.09.2019 bei Heyne)ist eine grandiose Mischung aus beidem. Auch dieses Mal entführt der preisgekrönte Autor seine Leser in eine Welt des Paranormalen, in der es mehr Schatten als Licht gibt und in der das Böse dieses Mal nicht von einer übernatürlichen Macht ausgeht, sondern vom Menschen selbst. Denn niemand vermag uns so sehr zu quälen wie ein Anhänger der eigenen Spezies… „Sie bringen uns hierher. Sie machen Tests an uns. Sie spritzen uns weiß der Teufel was und machen dann weitere Tests. Manche Kids kommen in den Wassertank, alle müssen durch diesen gruseligen Augentest, bei dem man dauernd meint, jeden Moment umzukippen.“ Wie es in Kings Romanen häufig der Fall ist, werden auch in diesem Buch gekonnt verschiedene Erzählstränge miteinander verwoben. Schlüsselfigur ist der hochbegabte Luke Ellis, der sich mit seinen grade einmal 12 Jahren bereits an einigen renommierten Colleges bewirbt. Damit ist es allerdings vorbei, als Unbekannte in sein Haus eindringen, seine Eltern ermorden und ihn kidnappen. Als Luke aus der Betäubung erwacht, findet er sich in einem Zimmer wieder, das genauso aussieht, wie sein Zimmer zu Hause. Doch dort ist er natürlich nicht. Er befindet sich in einem streng geheimen Institut, das Kinder mit paranormalen Fähigkeiten beherbergt, mysteriöse Tests mit ihnen durchführt und ihre Kräfte so nutzen will. Schnell freundet Luke sich mit seinen Leidensgenossen Kalisha, Nick, George, Iris und Avery an. Doch nach und nach verschwinden seine Freunde in den ‚Hinterbau‘ des Gebäudes, in dem die Experimente, die man mit ihnen durchführt, noch qualvoller werden und aus dem noch nie jemand zurückgekehrt ist. Lukes Wunsch zu fliehen wird immer dringlicher, doch bisher ist noch niemand aus dem hochgesicherten Institut entkommen…  „Große Ereignisse werfen manchmal kleine Schatten voraus.“ King versteht es wirklich, seine Leser im Dunkeln tappen zu lassen. Beim Leser erregt er durch die detaillierte Beschreibung der (Folter-)Instrumente einen immer größeren Ekel und jagt ihm den einen oder anderen Schauder über den Rücken („Es erinnerte an einen Zahnarztstuhl, nur dass der hier Gurte und Schnallen an den Armlehnen hatte“). Zugleich bleibt die Spannung bis zum letzten Satz aufrecht erhalten und man weiß nicht, was es nun wirklich mit dem Institut auf sich hat. King erweist sich hier wieder einmal als ein Meister der Andeutungen. Gekonnt spielt er mit den Erwartungen seiner Leser, mit ihren Ängsten und Hoffnungen und ruft so neben Ekel und Abscheu noch eine ganze Reihe anderer Emotionen hervor. Man empfindet zunächst ein tiefes Mitleid mit den armen Kindern, die im Institut eingesperrt sind. Der Zusammenhalt unter ihnen ist in all der Grausamkeit, die sie umgibt, wirklich herzerwärmend und die Selbstaufgabe der Haushälterin zeigt, dass man selbst an den schlimmsten Orten der Erde noch hoffen darf. Nicht viele Autoren schaffen es, in einem Roman, der eindeutig in die Kategorie ‚Horror‘ einzuordnen ist, eine so klare wie wunderbare Botschaft über Freundschaft, Mut, Freiheit und Hoffnung zu vermitteln. „Ich weiß zwar nicht, was für eine fabelhafte Apparatur da in seinem Kopf vor sich hin werkelt […], aber wenn ich versuche, mir das bildlich vorzustellen, kommt mir eine riesige, glänzende Maschine in den Sinn, die mit lediglich zwei Prozent ihrer Kapazität läuft. Und weil es sich um eine menschliche Maschine handelt, fühlt Luke sich eben … hungrig.“ Auch in diesem Roman glänzt King wieder durch authentische, vielschichtige und komplexe Charaktere. Jede Person von Bedeutung ist mit einer umfassenden Vergangenheit ausgestattet, die das Handeln nicht bloß effekthaft, sondern auf einer psychologischen Ebene verständlich erscheinen lässt. Die verschiedenen Soziolekte der Figuren bringen den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln. Das Institut – ein Roman, der weit über das Genre ‚Horror‘ oder ‚Krimi‘ hinausgeht und der jede seiner 800 Seiten wert ist. Lest weiter unter: https://www.randomhouse.de/Buch/Das-Institut/Stephen-King/Heyne/e553837.rhd?gclid=EAIaIQobChMIrKj5hojY5AIVy-F3Ch0axgASEAAYAiAAEgIvK_D_BwE

Unbedingt lesen!

Von: Elke Heid-Paulus Datum: 16. September 2019

Stephen King kann es noch. Seit weit über 40 Jahren schreibt er, auch unter verschiedenen Pseudonymen, „Das Institut“ ist sein einundsechzigster (!) Roman, der sich, wenn man mit seinem Werk vertraut ist, stellenweise wie ein „Best of“ liest. Da ist zum einen die Kleinstadt, deren Beschreibung er wie kein anderer beherrscht. Zum anderen sind da die hochbegabten Kinder mit ihren paranormalen Fähigkeiten, die, nachdem man ihre Eltern ermordet hat, entführt und in ein geheimes Institut gebracht und dort gefangen gehalten werden. Dort sind sie schmerzhaften Untersuchungen und Verfahren ausgesetzt, denn ihre Entführer wollen ihre außergewöhnlichen Begabungen für ihre dunklen Ziele verwenden. Ihr Leben ist elend, ähnelt dem von Laborratten, denn wenn sie ihre Schuldigkeit getan, ihren Zweck erfüllt haben, werden sie wie Abfall entsorgt. Das mag auch auf den ersten Blick Ähnlichkeiten mit der Netflix-Serie „Stranger Things“ aufweisen, doch King ist wesentlich deutlicher, politischer. Wie er kürzlich in einem Interview in Stephen Colberts „Late Show“ sagte, möchte er die Politik eigentlich aus seinen Romanen heraushalten. Aber er erlebe jeden Tag, dass die Vereinigten Staaten unter Trump gerade sehr dunkle Zeiten durchmachen, weshalb es auch für ihn notwendig sei, Stellung zu beziehen und seinen Hut in den Ring zu werfen. Die Story, das Setting, die Personen, wie immer großartig ausgearbeitet. Das verhaltene Unbehagen, die stetig ansteigende Spannung, die den Leser unweigerlich in diese Geschichte hineinzieht, atemlos weiterlesen lässt, egal, wie spät es ist. Das beherrscht kaum ein anderer Autor in dieser Qualität. Unbedingt lesen!

Des Meisters neustes Werk

Von: _pfaffingers_bibliophilie_ Datum: 13. September 2019

Die Handlung dreht sich um den hochintelligenten und telekinetisch begabten Luke Ellis, welcher von unheimlichen Fremden aus einer ruhigen Vorortsiedlung in Minneapolis entführt und in „Das Institut“ verschleppt wird. Dort ist er nicht das einzige paranormal begabte Kind und schnell wird klar, dass Flucht seine einzige Chance sein wird… King ist mit diesem Buch ein unglaubliches Werk gelungen. Ich habe fast alle seine Bücher gelesen und es ist schwer zu entscheiden, welches ich am liebsten mag. Das Institut ist aber nun ganz klar meine Nummer 1! Der Meister des Horrors schafft es innerhalb kürzester Zeit sofort einen Zugang zu seinen Charakteren zu schaffen. Man muss Luke und die anderen Kinder einfach lieben. Er beschreibt jeden einzelnen Charakter so sorgfältig und liebevoll, dass ich den Tränen stets nah war, als er durch seine Feder wieder das Schicksal eines Protagonisten erschwert und in verschiedene Richtungen gelenkt hat. Der Autor erzeugt eine beklemmende Atmosphäre und ich musste teilweise wirklich schlucken, welches Grauen erschaffen wurde. Ich fühlte mich nicht als stiller Beobachter, sondern war richtig in der Handlung drin, als stünde ich direkt neben Luke. Ich wollte während des Lesens Schreien, Weinen und Lachen, weil ich so sehr mit den Protagonisten mitfühlte und mir über diese grausamen Sachen selbst Gedanken machte. Es wird sofort eine unglaubliche Spannung aufgebaut und ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Ich flog förmlich durch die Seiten und wollte dennoch nicht, dass das Buch je endet, weil ich aus dieser Welt nicht zurückgeholt werden wollte. Ein weiteres Mal regt Stephen King mit seinem Roman zum Nachdenken an. Die Szenerie, die er hier erschaffen hat, ist der pure Horror und ich frage mich, wären Menschen tatsächlich zu so etwas fähig?! Genau diese Frage macht den Horror dieses Buches aus. Die übernatürlichen Sequenzen halten sich in diesem Buch im Rahmen, gleichzeitig erscheinen die Charaktere so normal, sodass eine wirklichkeitsnahe Handlung entstanden ist, die man nicht als „Humbug“ abtun kann. Fazit: Das Institut von Stephen King ist mein absolutes Jahreshighlight! Er hat hier einen spannenden, liebevollen und unglaublichen Roman hingeschmettert, den man sich nicht entgehen lassen darf! Auch alle Kritiker, die Kings ausschweifende Erzählweise allzu oft mahnen, dürften hier kaum Anstoß finden, denn die Geschichte ist einfach zu spannend und zu eng gestrickt, als das man sie aus der Hand legen könnte!

Der beste King und der beste Roman, den ich je gelesen habe!

Von: Niklas Datum: 10. September 2019

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann... Wow. Was soll ich sagen?! Ich habe diesen 800-Seiten-Wälzer an zwei Tagen verschlungen und bin immer noch total fasziniert. DAS INSTITUT ist mit Abstand das beste Buch, was ich von #stephenking gelesen habe. Und wenn ich nach einem Lieblingsbuch gefragt werden sollte, kann ich ab jetzt mit gutem Gewissen antworten: dieses! Der Roman ist keine Seite zu lang, kein Buchstabe zu viel. Die Mischung aus Es und Die Insel der besonderen Kinder ist einfach grandios gelungen. Im Mittelpunkt stehen neben Luke noch zwei weitere Figuren, aber alle Charaktere sind so wundervoll ausgearbeitet, dass man sie gar nicht verlassen möchte. King zaubert eine Geschichte über Kindheit, über kindliche Ängste, das Allein- und Zusammensein. Er verpackt das Übernatürliche in eine berührende Story über Freundschaft und Hilflosigkeit, Ohnmacht und Stärke. Immer wieder bietet sich der Vergleich mit deutschen KZ an, die die Story nur noch intensiver machen. Dabei verzichtet King auf Horror durch monströse Wesen, es ist der Horror, zu dem Personen in der Vergangenheit und Gegenwart fähig waren und sind. Und wogegen sich eine Gruppe von Kindern zur Wehr setzen muss. Ich habe noch NIE einen so guten Roman gelesen - #DasInstitut ist in jeder Hinsicht perfekt gelungen.

Wer Geduld hat, den belohnt der Showdown

Von: ulrike rabe Datum: 02. October 2019

Luke Ellis lebt mit seinen Eltern in einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis. Luke ist kein gewöhnlicher Junge sondern hochbegabt, schon mit seinen zwölf Jahren soll er an zwei renommierten Universitäten zugelassen werden. Doch dann werden Lukes Eltern in einer Nacht und Nebel Aktion von Eindringlingen ermordet und Luke betäubt entführt. Als Luke am nächsten Morgen aufwacht, befindet er sich in einem Zimmer, das zwar so aussieht wie seines, aber nicht sein Zuhause ist. Denn Luke befindet sich von nun an im Institut, einer Einrichtung, die telekinetisch und telepathisch veranlagte Kinder zu Experimenten einsetzt. Stephen King, der König des Grauens hat mit Das Institut nun seinen neuesten Wurf vorgelegt. Kinder mit speziellen Fähigkeiten gab es bei King immer wieder, den Feuerteufel Charlie, Carry, die Pubertistin des Grauens, der luzide Danny Torrance in Shining… Ich war gespannt, wie King sich diesem Thema erneut widmet. Kinder als Protagonisten einzusetzen ist jedenfalls ein sehr kluger Schachzug, denn so ist das Buch sicher auch für Jugendliche ein Anreiz zu lesen. Ich habe zwischen den späten 1980ern und bis zu den ersten Nullerjahren wohl so ziemlich alles, was King jemals geschrieben hat, verschlungen (Bis auf die Turmreihe, aber mit Fantasy habe ich mich noch nie anfreunden können). Das Institut ist nun das erste Buch von King, das ich nach dieser doch sehr langen Pause gelesen habe. Es war ein bisschen wie Heimkommen. Sprache, Erzählweise immer noch vertraute. Allein für Kings Ausschweifungen, die ich bei Shining oder ES (um nur zwei Beispiele zu nennen) so geschätzt habe, fehlt mir heute offensichtlich ein wenig die Geduld. Nicht gleich zu Anfang. Denn King beginnt das Buch interessanterweise mit einer ganz anderen Geschichte, nämlich wie der ehemalige Polizist Tim Jamieson in einem Südstaatenkaff als Nachtwächter zu arbeiten beginnt. Dieser Tim Jamieson wird noch im letzten Drittel des Buches eine bedeutsame Rolle in Lukes Geschichte bekommen. Doch bis dahin ist es ein weiter Weg. Ja, das Grauen im Institut, die physischen und psychischen Schmerzen der Kinder, die verächtliche Administration, das alles geht unter die Haut. Aber es zieht sich, ist redundant. Man fiebert mit Luke mit, kann er das Institutspersonal austricksen? Gelingt ihm die Flucht? Durchaus immer wieder spannend. Aber es zieht sich. Für mich wendete sich die Geschichte mit dem Zusammenführen der beiden Erzählstränge. Ab da hatte mich King wieder. Mit etwas Geduld wird man mit einem fulminanten Showdown belohnt und einem Epilog, der zu denken gibt. Überhaupt, und das rechne ich King hoch an, sind immer wieder unterschwellige Spitzen gegen die aktuelle politische Situation in den USA spürbar. Kleines Trivia am Rande: King wurde von Trump auf Twitter blockiert. Somit:Es lebe der King! Und hoffentlich noch viele Bücher!

Schnörkellos und empfehlenswert

Von: Der Büchernarr Datum: 21. September 2019

Es wird niemanden überraschen, dass sich Stephen King vom Paranormalen magisch angezogen fühlt und schon sehr viele Geschichten um diese Phänomene gesponnen hat. Sein neuestes Werk “Das Institut” gesellt sich ebenfalls in diese Kategorie, obgleich diese Fähigkeiten nicht derart im Vordergrund stehen, wie in seinen vergangenen Werken, sondern King legt seinen Schwerpunkt auf andere Bereiche. +++ Charaktere +++ Zuerst zu nennen sind natürlich die verschiedenen Charaktere, die Stephen King wieder sehr eindringlich darzustellen weiß. Dabei ist es unerheblich, ob Hauptpersonen wie die Kinder beschrieben werden oder Randfiguren wie der Hausmeister. Jeder bekommt den Raum, den er braucht und den Anstrich, um authentisch zu wirken, so dass kaum die Frage aufkommt, wie realistisch das ganze Szenario eigentlich sein kann. In meinen Augen lebt der Roman hauptsächlich von dieser Glaubwürdigkeit und den Aktionen bzw. Reaktionen der unterschiedlichen Figuren. Bei der Beschreibung des Szenarios bedient sich King wie so oft an verschiedenen Realitäten und vermischt Verschwörungstheorien mit dem für US-Amerikaner allzeit beliebten Thema Nazi-Deutschland. Diverse Parallelen zu vergangenen Ereignissen sind gewollt und münden in der unumgänglichen moralischen Frage, wie weit man gehen darf bzw. welche Art von Kollateralschaden überhaupt zulässig ist. Geschrieben ist der Roman sehr eingänglich, ohne dass sich King in einer expliziten Gewaltdarstellung bedienen muss. Und trotz seines Umfangs bin ich als Leser recht schnell durch die Seiten geglitten und konnte mich von der Geschichte vereinnahmen lassen. +++ Fazit +++ Wie schon beim letzten Roman, den Stephen King veröffentlicht hat (“Der Outsider“), fühlte ich mich an ältere Werke vom Autor erinnert, in denen er keine Experimente gewagt hat, sondern einfach nur eine gut und fesselnde Geschichte geschrieben hat. Und genau in diesem Sinne präsentiert sich “Das Institut”. Packend geschrieben ohne großartige Ausschweifungen und Längen erzählt Stephen King einen sehr guten Thriller vor paranormalem Hintergrund. Schnörkellos und empfehlenswert.

Sehr gelungen und wirklich unheimlich!

Von: Nicoles Bücherwelt Datum: 19. September 2019

Das geheimnisvolle Institut… In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im „Hinterbau“ verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen. (Quelle: Klappentext) „Keine Antwort, nur wieder das Lächeln. Jedes Mal wenn Gladys es aufsetzte, kam es ihm ein bisschen gruseliger vor.“ – Seite 143, eBook Als begeisterte Leserin von Stephen King war ich natürlich sehr gespannt auf das neueste Werk vom „Meister des Grauens“. Wie man es von King kennt, beginnen seine Geschichten immer in ganz normalen Gegenden, bevor das Grauen beginnt – so auch hier. Tatsächlich ist der Anfang von „Das Institut“ komplett anders, als man zunächst erwartet, doch im Laufe der Handlung wird auch klar, warum – alles setzt sich zusammen. Hauptfigur hier ist u.a. der zwölfjährige Luke Ellis, der plötzlich aus seinem behüteten Leben herausgerissen wird. Nachdem er betäubt und entführt wurde, wacht er im „Institut“ auf – eine streng geheime und abgeschirmte Einrichtung, die Schreckliches verbirgt. Auch Luke, der hochintelligent und leichte paranormale Fähigkeiten besitzt, wird schnell klar, dass er und die anderen Kinder in großer Gefahr schweben. Uns so wagt er etwas, was noch nie jemand versucht hat: Die Flucht… Was in dem Institut wirklich mit den Kindern geschieht, bleibt anfangs natürlich noch geheim – nach und nach erfährt man aber das Ausmaß dessen und ein Bild setzt sich zusammen… Das Buch zieht den Leser schnell in seinen Bann – es ist unheimlich gut und auch atmosphärisch dicht geschrieben mit starken Charakteren. Hier erwartet einen kein brutaler Horror – dennoch ist dieser natürlich da und eher unterschwellig vorhanden – in Kombination mit Mystery- und Thrillerelementen ist King das sehr gut gelungen. „Sie haben mich verändert, dachte er wieder. Ich weiß nicht, wie, und ich weiß auch nicht, wie stark, aber sie haben mich eindeutig verändert. Etwas Neues ist hinzugekommen.“ – Seite 240, eBook Mein Fazit: Wieder ein gelungenes Werk aus der Feder von Stephen King. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht, voller dunkler Geheimnisse und gruseligen Abschnitten. Hier erwartet den Leser eine Kombination aus Mystery und Thriller, in dem natürlich auch der Horror nicht fehlt. Dieser ist hier zwar eher unterschwellig vorhanden, aber dennoch sehr unheimlich. Alles in allem ein sehr gutes Buch mit einem Verlauf, der oftmals überrascht. Sehr lesenswert!

Ein Meisterwerk

Von: Seitenzauberin Datum: 17. September 2019

Luke ist anders als andere Kinder in seinem Alter. Er hat die Fähigkeit dinge mit der Kraft seiner Gedanken zu bewegen. Das wird dem hochintelligenten Jungen jedoch zum Verhängnis. Er wird entführt und als er wieder zu sich kommt findet er sich im sogenannten Institut wieder. Einer Einrichtung in der Kinder mit gleichen und ähnlichen Fähigkeiten zu Versuchszwecken gehalten werden. Und damit beginnt eine Geschichte die mich das Buch kaum mehr aus den Händen legen lies. Ich kann es kaum in Worte fassen wie viele verschiedene Emotionen ich beim Lesen des Buches hatte; ich fand es beklemmend, grausam, spannend und auch traurig. Es war wie eine Achterbahn der Gefühle und ich war beim Lesen mehrmals sprachlos wie brutal dort mit den Kindern umgegangen wurde. Sie wurden entmenschlicht und als Projekte betrachtet. Das hat mich ganz schön mitgenommen, denn jeder der die Bücher von Stephen King kennt, weis das er es einfach immer wieder schaft, das man mit den Figuren mitfieber oder in diesem Fall, mitleidet. Mir tat Luke leid aber ich konnte den kleinen Kerl auch bewundern, denn er hat sich nicht einfach in sein Schicksal ergeben, er hat sich aufgelehnt und widersetzt. Das verlangt angesichts seiner Situation nicht nur Mut, sondern auch die Bereitschaft um sein Leben zu kämpfen. Ich habe mir die ganze Lesezeit gewünscht, das jemand kommt und die Kinder rettet, aber das wäre dann kein King, wenn das auch so passiert wäre. Vielmehr sah es so aus als würden Luke und seine Freunde im Institut am Ende sterben. Denn der Hinterbau klang schon sehr nach Endstation. Vielmehr mag ich jetzt aber nicht ins Detail gehen, sonst müsste ich zuviel verraten. Die Charaktere: Luke, mit seinen gerade mal zwölf Jahren ist ein liebenswerter, kluger Junge den ich ziemlich schnell ins Herz geschlossen habe. Er spürt instinktiv das er an diesem furchtbaren Ort auf sich alleine gestellt ist. Statt das er aufgibt, versucht er eine Lösung zu finden. Er ist ein mutiger kleiner Bursche der auch einstecken kann. Was ich besonders süß fand, war wie er sich mit den anderen Kids angefreundet hat. Für den kleinen Avery ist er fast wie ein größerer Bruder und für Kalisha soviel mehr. Kalisha ist ebenfalls eine Kämpferin, sie zeigt Luke, das es neben Freundschaft auch noch andere Gefühle gibt. Avery wirkte anfangs ängstlich und schwächlich, aber auch er fand seine Rolle. Am schönsten fand ich aber das an einem solchen grausamen Ort trotzdem tiefe Freundschaften entstehen konnten. Auch Tim, den “Nachtklopfer” mochte ich. Er wirkte auf mich genau wie die richtige Mischung aus tapferer Polizist der seine Gemeinde beschützen kann. Es ist immer wieder schön wie sich alles zusammenfügt. Man lernt zuerst Tim kennen der in einem kleinen Nest als “Nachtklopfer” arbeitet. Als dieser ist er im Polizeidienst aber darf keine Waffen tragen. Man lernt ihn kennen und weis, das auch er eine Rolle spielen wird. Das gesamte Personal, bis auf eine einzige Person, habe ich regelrecht gehasst. Wie kann man so abstumpfen das man KINDERN, und auch Menschen im Allgemeinen, so etwas antun kann? Grausam. Schreibstil: In anderen Büchern des Autors kommt es schon manchmal zu einigen Längen. Das konnte ich hier jedoch nicht feststellen. Die Geschichte liest sich so spannend und flüssig, das man kaum Zeit zum Atemholen hat. Auch ist die Erzählsprache ist weder hochtrabend noch schwierig. Ich empfand sie als leicht leserlich und super zu seinen Figuren passend. Fazit: Für mich persönlich ist das Institut eines der besten King Bücher der letzten Zeit. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt, die Charaktere haben mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt, denn ich mochte sie und habe mit-gelitten und gefiebert das es gut ausgeht. Damit nehme ich die Antagonisten aus dem Institut aber aus, die habe ich leidenschaftlich gehasst. Ich kann echt kein anderes King-Buch aufführen das mich so aufgewühlt und emotional berührt hat wie dieses. Das schönste war aber auch das inmitten von soviel Leid und Unmenschlichkeit, Freundschaften geschmiedet wurden, zarte Gefühle aufkamen. Es tat beim Lesen gut zu sehen, das es immer noch Hoffnung geben kann.

Die Kammer des Schreckens

Von: Harakiri Datum: 13. September 2019

Kinder werden entführt, ihre Eltern getötet. Die Kinder landen in einer Versuchsanstalt, in der sie „verbessert“ werden sollen, um einem bestimmten Zweck zu dienen. Luke, 12 Jahre alt und hochbegabt, ist eins dieser Kinder. Doch Luke sieht seine Bestimmung nicht im Institut, Luke begehrt auf und plant seine Flucht. Aber seine Gegner sind mächtig und so braucht er die Hilfe einer gesamten Kleinstadt. Wie grausam ist das denn? Die entführten Kinder werden gefoltert und grausam behandelt, schon das allein sorgt für Gänsehaut beim Leser. Am schlimmsten fand ich fast das Fieberthermometer. Aber auch sonst waren die Schilderungen teilweise erschreckend. Vor allem wie emotionslos die Mitarbeiter mit den Kindern umgegangen sind, bzw. wie böse sie zu ihnen waren. Zuerst weiß man nicht, worum es dem Institut eigentlich geht, King verrät erst spät, wofür die Kinder überhaupt ins Institut gebracht werden. Ich fand diese Auflösung überraschend und stimmig. Der erste Abschnitt des Buches hat mit dem Klappentext noch nichts gemein, wird aber später noch sehr wichtig. Ich habe mich bei der Lektüre anfangs etwas verwirren lassen, aber das hat sich dann ja sehr gut geklärt. Luke war mir sehr sympathisch, auch wenn er sehr intelligent war, er erschien niemals neunmalklug oder besserwisserisch. Seine Intelligenz hat er zielbringend eingesetzt und seine Flucht fand ich sehr spannend, wenngleich sie etwas zahm verlief. Ich hatte das Gefühl, dass King sich etwas zurückhielt, im Gegensatz zu seinen früheren Büchern fehlte mir hier etwas das Herzklopfen und das Gehetzt sein. Den Epilog hätte es für mich nicht gebraucht, den fand ich etwas verwirrend und lang nach den vielen kurzen Kapiteln davor. Fazit: ich mochte nicht alle Bücher dieses Autors, aber in letzter Zeit steigert er sich in meinen Augen wieder. Auch die paranormale Komponente im Buch fand ich sehr gelungen und nicht übertrieben, so dass sich das Buch sehr gut lesen ließ.

Nervenzerreißend und aufregend

Von: Myrcella Datum: 08. December 2019

Meine persönliche Meinung Das Cover: Das Cover finde ich total cool. Im Fokus steht Luke Ellis, der Protagonist der Geschichte. Ein echter Hingucker, obwohl es doch eher schlicht ist. Die Story: Über die Stimme des Sprechers könnte ich stundenlang nur Loblieder singen. David Nathan hat so eine immens angenehme Stimme, er versteht es, die Stimmlagen zu wechseln, so dass man genau weiß, wann welcher Buchcharakter zum Zuge kommt. Meine ganzen Bloggerkolleginnen und Kollegen hatten mir zuvor von ihm schon vorgeschwärmt und ich muss sagen, sie hatten nicht übertrieben. Zur Story: Der Einstieg war für mich zu Beginn etwas langatmig. Stephen King beginnt die Geschichte nicht mit dem Protagonisten Luke, sondern fängt mit Tim, einem Nebencharakter an, welcher aber erst gegen Ende für die Storyline noch wichtig wird. So lernt man dann den Expolizisten Tim näher kennen, der sich in einem abgelegenen Ort niederlässt, um nochmal ganz neu anzufangen. Man fragt sich gleich, was das mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat und wann es denn endlich richtig los geht. Nach ca. 50 Seiten lernt man dann endlich den 12-jährigen Luke Ellis kennen. Ein Genie, vor allem in Mathematik. Er hat etliche Klassen übersprungen und gilt als Wunderkind. Dennoch ist er vom Charakter her ein ganz einfacher und sehr sympathischer und auch witziger junger Mann. Luke wird völlig aus seiner Welt gerissen, als sein Elternhaus nachts plötzlich überfallen, seine Eltern dabei getötet werden und er in das sogenannte Institut verschleppt wird. Dort lernt er andere Kinder kennen, mit übernatürlichen Fähigkeiten, allen voran die nette Calisha, den forschen Nick und später den kleinen Avery. Es gibt zwei Fähigkeiten, von denen jedes Kind maximal Eine besitzt: entweder TK (Telekinese) oder TP (Telepathie). Luke jedoch beherrscht die TK nur ganz schwach. Schnell wird den Kids klar, dass es von dem grausigen Ort kein Entkommen gibt und dass sie niemandem vertrauen können. Täglich müssen die Kinder an irgendwelchen Tests teilnehmen, um ihre Fähigkeiten zu testen und später auch zu verstärken. Wer sich weigert wird streng von den Ärzten und dem Pflegepersonal bestraft. Wer sich kooperativ zeigt, bekommt eine Belohnung in Form von Wertmünzen, die für Genussgüter wie Zigaretten oder Süßigkeiten gedacht sind. Die Kids wachsen zu einer Art zweckgebundenen Familie zusammen. Jedoch nach wenigen Wochen verschwinden immer wieder Kinder in den sogenannten Hinterbau. Was dort mit den Kids geschieht, ist bisweilen unklar, es kann jedoch nichts Gutes sein. An manchen Stellen musste ich vor lauter Spannung die Luft anhalten und hatte die Hände vor Wut zu Fäusten geballt. Ich fragte mich ständig: wie kann man wehrlosen Kindern sowas antun, sie ihren Familien zu entreißen und anstrengenden Tests zu unterziehen, angeblich für ein größeres Wohl. In der Mitte wird genau beschrieben, welchen Schikanen Luke und seine Freunde ausgesetzt sind. Ich hoffte so, dass die Kids sich einfach alle mit ihren Kräften zusammenschließen und sich ihren Peinigern entgegen stellen. Der letzte Teil, bzw. die dritte CD wird so richtig spannend und actionreich. Ich will hier nicht groß spoilern, aber ich kann schon mal verraten dass Luke tatsächlich die Flucht gelingt und er nun alles dransetzt, seine Freunde zu befreien. Das Ende war für mich dann eher ernüchternd. Es war zwar im Großen und Ganzen zufrieden stellend, jedoch hätte ich mir da etwa mehr gewünscht. So hinter bleibt der Eindruck, wer Geld und Macht hat, kann sich alles erlauben und kommt am Ende ungeschoren davon. Stephen King ist ja bekannt durch Horrorbücher wie “ES“ , “Friedhof der Kuscheltiere“ oder “Carrie“. Wer hier mit einer Geschichte voller Horrorelemente rechnet, den muss ich enttäuschen. Es handelt sich eher um einen Thriller, der paranormale Aspekte wie Telepathie und Telekinese am Rande behandelt. Fazit: Obwohl ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte, vergebe ich dem Buch dann doch nach reichlich Überlegung die volle Punktezahl, da das Buch so spannend war, dass es mir viele schlaflose Nächte bereitet hat.

"Das Institut" ist nicht schlecht, bietet meiner Meinung nach aber nur eine mittelmäßige Unterhaltung.

Von: Dominik (bei Mandys Bücherecke) Datum: 31. October 2019

Inhalt Der 12-jährige Luke ist etwas Besonderes: trotz seines Alters ist er bereits von zwei Hochschulen zum Studium angenommen. Doch als seine Eltern ermordet und er selber entführt wird, muss er sich schnell bewusst werden, dass es den Entführern nicht um seine enorme Intelligenz ging. Neben ihm befinden sich noch weitere Kinder und Jugendliche an einem Ort, der vor Lügen und Grausamkeit nur so strotzt. Meine Meinung Die Story beginnt mit der Erzählung eines jungen Ex-Cops namens Tim, den es über verschiedene Zufälle in ein kleines Dorf verschleppt, wo er schließlich sesshaft wird. Und schon fragt man sich, was das mit der eigentlichen Geschichte zu tun haben könnte (Vorweg: Stephen King-typisch fließt natürlich später alles irgendwo zusammen). Abwechselnd dazu wird vom hochintelligenten Luke erzählt, der der eigentliche Protagonist der Geschichte ist. Gerade der Anfang über Luke ist interessant und spannend, während man bei Tim sich einfach nur fragt, was das jetzt alles soll und warum das überhaupt mit ins Buch geflossen ist. Zu viel Nebenstory ist aber ja irgendwo auch ein Markenzeichen des Autors (ich sage nur "The Stand"). Leider verliert auch die Geschichte um Luke dann recht schnell an Biss und erst gegen Ende kommt alles wieder in Fahrt und erlangt seine Spannung zurück. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass man für ein durchweg spannendes Buch mal wieder gut 1/3 hätte weg lassen können. Interessant sind aber die Charaktere - besonders die Kinder. Gerade Luke, der erst durch seine Intelligenz glänzt und dann im Institut selber eher zum Durchschnitt zählt, wirkt sehr gelungen. Der junge Avery gibt dazu einen netten Kontrast und auch wenn es hier hauptsächlich um Luke (und nicht wie in anderen typischen Werken um eine Gruppe von Kindern) geht, sind auch die anderen keinesfalls zu flach dargestellte 0-8-15-Charaktere. Ich frage mich wirklich, warum das Buch beim Online-Händler mit dem "A" unter "Horror" geführt wird. Das kann meines Erachtens nur am Autor selber liegen, nicht aber an diesem Werk. "Kinder mit übersinnlichen Fähigkeiten" ist eh schon keine neue Erfindung, aber auch damit hat King in anderen Werken bereits weit mehr Schrecken verbreitet als hier. Überhaupt habe ich die ganze Zeit darauf gewartet, dass irgendeine Oma irgendeines Kindes ihre Fähigkeiten damals als "Hellsichtigkeit" oder "das Shining" bezeichnet habe - King-Fans wissen was ich meine. Ich habe mich während des Hörens mehr gefragt, ob so ein Institut möglich wäre (besonders in der heutigen Zeit) und wie die Experimente etwas bewirken sollten, als das ich mich zu irgendeinem Zeitpunkt gegruselt hätte. Das Buch fällt für mich definitiv nicht unter Horror. Zum Sprecher brauche ich nicht viel zu schreiben, denke ich. Wer schon mal King-Hörbücher gehört hat, wird auch über David Nathan gestolpert sein und wird die herausragenden Leistungen von ihm kennen. Zum Schluss eine Kleinigkeit zur CD. "Das Institut" ist auf MP3-CDs erhältlich - was ja an und für sich eine gute Idee ist. Leider aber ist der Kopierschutz dieser CDs so gut, dass ich weder mit den Laufwerken meines Computers noch dem meines Laptops in der Lage war, die Tracks auf mein Handy zu ziehen. Und in Zeiten, wo man hauptsächlich über Handy hört und ein CD-Laufwerk im Auto auch nicht mehr selbstverständlich ist, war das schon eine sehr ärgerliche Hürde. Wie üblich lasse ich diesen Punkt aber für meine Endwertung außen vor. Fazit Ich habe die Rezension geschrieben und mir DANN erst andere Meinungen zu dem Werk angesehen. Ich selber kann leider nicht verstehen, warum das Buch so dermaßen hochgelobt wird und kann nicht mehr als 4 von 5 Punkte geben (das auch weil ich von den halben Punkten weg will) - definitiv näher an der 3 als an der 5 angesiedelt. "Das Institut" ist nicht schlecht, bietet meiner Meinung nach aber nur eine mittelmäßige Unterhaltung. Ich würde es nun nicht unbedingt weiter empfehlen, wenn man nicht gerade etwas in genau diese Richtung sucht oder als King-Fan alles andere bereits gelesen oder gehört hat.

Eigentlich 3,5 Sterne, da es mir zwischenzeitlich zu viele Details waren, aber aufgerundet auf 4.

Von: Lesezauber Datum: 29. October 2019

Meinung: Ich hab ja schon sehr viel von Stephen King gehört, mich jedoch noch nie an ein Buch von ihm herangetraut. Horror ist nicht wirklich meins, aber diese Geschichte hat mich total angesprochen. Das Gute für mich vorne weg, es handelt sich hierbei nicht um eine Horrorgeschichte, zumindest nicht nach meinem empfinden, sondern eine schockierende Mysterygeschichte mit Thrillerelementen. Dabei fand ich das Grundthema richtig gut. Kinder, die in in unserer realen Welt paranormale Fähigkeiten haben, aufgrund dessen entführt und mit Tests, Spritzen und anderen schrecklichen Dingen gefoltert werden. Und das alles scheinbar zu einem höheren Zweck, der erst mit der Zeit deutlich wird und dann schon nochmal kurz die Frage nach Rechtfertigung bzw. danach, welche Opfer für ein höheres Ziel gerechtfertigt sind, aufwirft. Das ist schon wirklich schockierend und sehr authentisch, vor allem auch, wie es den Kindern dabei geht und wie herzlos mit den Kindern umgegangen wird, weil die ganzen Angestellten des Instituts so abgestumpft sind. Dagegen sehr schön zu verfolgen ist die starke Freundschaft, die sich zwischen den Kindern entwickelt. Obwohl sie so verschieden sind, schweißt ihr schreckliches Schicksal sie zusammen. Dabei findet auch jedes Kind seinen Platz. Somit ist die Grundhandlung definitiv extrem spannend, aber ich muss ehrlich sagen, dass mir Herrn Kings Schreibstil einfach zu ausschweifend war. Ich habe das schon vorher ab und an mal gehört gehabt, wollte mir aber selbst ein Bild davon machen und kann mich dem nur anschließend. Es beschreibt extrem viele Details total ausführlich. Dabei werden später auch ab und an mal Verknüpfungen deutlich, aber mir war es einfach zu viel. Das hat für mich doch einiges an Spannung herausgenommen, was ich schade fand. Vor allem fand ich auch den Einstieg sehr irritierend, da das erste Kapitel aus der Sicht von jemand völlig anderem erzählt wird und es erstmal scheinbar auch nichts mit der Haupthandlung zu tun hat und sich dieses Kapitel auch sehr lange hinzieht. Ich hab zwischendurch sogar nochmal den Klappentext gelesen, bzw. überlegt, ob sich da irgend ein Fehler eingeschlichen hat. Auch hier ist es so, dass dieser Anfang mit der Zeit noch wichtig wird, aber auch hier hätte ich durchaus mit weniger Details sehr gut leben können. Die Leistung von Sprecher David Nathan ist sehr gut. Er schafft es, den Hörer mit seiner charismatischen Stimme immer mitten ins Geschehen zu ziehen, selbst dann, wenn der Autor sich in seinen Details verliert. Am Ende gibt nochmal einiges an Action. Dabei muss ich sagen, dass ich die dort geschaffene Verbindung und Entwicklung nicht komplett nachvollziehen konnte, aber es war ok. Es ist kein vollkommen gutes Ende, aber leider sehr realistisch und das Beste, was in solch einer Situation passieren könnte. Fazit: Eine schockierende Geschichte, mit einem spannenden Grundthema, einigen ethischen Fragen, die zum Nachdenken anregen und einer tollen und tiefgehende Freundschaft zwischen unterschiedlichen Kindern, mit dem gleichen Schicksal. Dabei hat sich der Autor für mich aber manchmal etwas zu sehr in unnötigen Details verrannt, weshalb die Spannung für mich nicht immer so hoch war, wie sie hätte sein können. Aber trotzdem, auch dank der guten Sprecherleistung, habe ich das Hörbuch gerne gehört. Somit würde ich sehr gute 3,5, Sterne vergeben, die ich definitiv eher auf-, statt abrunde.

Stephen King ist immer noch spitze!

Von: Sandra8811 Datum: 27. October 2019

Warum habe ich mich für dieses Hörbuch entschieden? Ich liebe die Bücher und Hörbücher von Stephen King und war neugierig auf sein neustes Werk. Cover: Das Cover finde ich wiedermal großartig! Der kleine Junge mit dem Wald, der dunkel auf dem hellen Untergrund hervorsticht passt hier einfach perfekt. Er sticht einem gleich ins Auge. Sehr Stephen King-typisch. Inhalt: Luke wacht eines Morgens in einem Zimmer auf, das gar nicht sein eigenes ist. Das Fenster fehlt und irgendwie wirkt alles unecht. Er befindet sich in einem Institut, ohne ersichtlichen Grund wie und warum er dorthin gekommen ist und ohne seine Eltern. Handlung und Thematik: Das Hörbuch beginnt nicht direkt mit Luke und seiner Geschichte, sondern zuerst mit Tim und wie er zum städtischen Nachtklopfer von Derry wurde. Das hat mich zuerst sehr irritiert und ich fand das Ganze nicht sonderlich spannend. Als dann endlich der Fokus auf Luke fiel, konnte ich nicht mehr aufhören das Hörbuch zu hören. Es war super spannend und wieder ganz Stephen King-like. Da ich nicht spoilern möchte, kann ich jetzt nichts sagen um was es genau geht, aber ich halte es für durchaus denkbar, dass es Regierungen oder andere Institutionen gibt, die sich durchaus mit solchen Themen befassen könnten. Die Auflösung hat gepasst und hat dem ganzen nochmal etwas Realistisches gegeben. Charaktere: Hauptperson dieses Hörbuches ist der sympathische Junge Luke Ellis. Es ist sehr klug, freundlich und zuvorkommend. Durch die extremen Situationen kommt er an seine Grenzen. Man fiebert direkt mit ihm mit. Seine neuen Freunde Kalisha, Nick, George und Avery sind eine bunt gemischte Truppe die einfach stimmig ist. Jeder Charakter hat Tiefgang und passt gut ins Bild. Mit Nachtklopfer Tim konnte ich anfangs wenig anfangen, aber später passt es alles ganz gut. Sprecher: Mein Lieblingssprecher für die Stephen King Hörbücher ist auch hier wieder am Werk gewesen, David Nathan. Seine Stimme passt super hier rein. Er versteht sein Handwerk, denn Intonation und alles andere sind einfach perfekt. Ich genieße es ihm zuzuhören, denn an den spannenden Stellen liest er es genauso wie man es erwarten würde. Grandios! Persönliche Gesamtbewertung: Wieder ein grandioses Meisterwerk von Stephen King! Mitreißende Story und stimmige Charaktere. Von mir gibt’s eine klare Hör-/Leseempfehlung!

Eine riesige Enttäuschung einfach nur langweilig

Von: lovelytesting Datum: 27. October 2019

Das Institut von Stephen King Diese Rezension bezieht sich auf das Audio Hörbuch. Zum Inhalt: Mitten in der Nacht dringen lautlos Gestalten in das Haus von Luke Ellis Eltern ein und verschleppen den Jungen. Als dieser erwacht, befindet er sich nicht mehr in seinem heimischen Bett, sondern in einem „Institut“, was er nicht kennt. Sein Zimmer gleicht dem seines eigenen, nur hat es keine Fenster. Luke stellt nach kurzer Zeit fest, dass noch andere Kinder in dem Institut wohnen, die ebenfalls gegen ihren Willen entführt und an diesen Ort gebracht wurden. Alle Kinder haben eines gemeinsam: Sie alle haben paranormale Veranlagungen. Doch nach einer Testreihe, an denen die Kinder teilnehmen müssen, verschwinden immer wieder Kinder im „Hinterbau“ , die nie zurückgekehrt sind. Immer mehr von Luke neuen Freunden werden auf diese Weise „ausquartiert“ und Luke denkt immer verzweifelter an Flucht, um Hilfe holen zu können. Denn niemand erfährt je, was aus den Kindern im „Hinterbau“ geworden ist. Doch noch niemals hat es jemand geschafft, aus dem abgeschirmten „Institut“ zu fliehen. Ich habe das Hörbuch als Audio CD gehört. Es beinhaltet drei Audio mp3 CDs und hat eine Gesamtlaufzeit von mehr als 21 Stunden. Genug Zeit, sich in die Geschichte von Stephen King zu vertiefen. Gelesen wird das Buch von dem bekannten Sprecher David Nathan. Für mich ist Nathan einer der besten Sprecher für Hörbücher und war ausschlaggebend für mich, dieses Hörbuch zu hören. Nathan hat bei dem „Institut“ nicht enttäuscht und es war schön, seiner Stimme zu lauschen. Zur Geschichte: Als ich die erste der drei CDs zu hören begann, war ich irritiert. Hier ging es einige Stunden (?) (es kam mir ewig vor) um die Geschichte von Tim, einem Ex-Polizisten, der auf seiner Reise in einem kleinen Örtchen als neuer „Nachtkloper“ anheuert. Ich musste mich hier mehrmals versichern, dass ich die richtige CD erwischt habe. Obwohl am Ende klar wird, warum sich King so in der Geschichte um Tim verliert, empfand ich die erste CD bereits so langweilig, dass mir die Augen zugefallen wären, hätte ich sie nicht im Auto gehört. Hier wird auch bereits die Entführung von Luke geschildert und seinem minutiösen Alltag im Institut. Das einzig bemerkenswerte war für mich, wie man die Geschichte um zwei Hauptfiguren so langweilig und ausgiebig ausschlachten kann, ohne dass etwas Spannendes passiert. Hier habe ich wesentlich mehr von Stephen King erwartet. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter ins Detail gehen, weil sonst das Ende bereits jetzt schon klar wäre (obwohl dies eine Menge Zeitersparnis wäre). Ich musste mich wirklich zwingen, alle drei CDs zu hören und hoffte bis zum Ende noch auf Spannung. Diese blieb für meinen Geschmack leider aus. Ich hatte hohe Erwartungen, insbesondere weil die bisherigen Bewertungen größtenteils sensationell gut waren. Ich weiß nicht, ob die Rezensenten eine andere Story gelesen haben oder ob der Geschmack so abweichen kann, aber für mich war das Institut eines der langweiligsten Bücher, die ich je hatte. Eine Enttäuschung als ehemaligen Stephen King Fan. Dieses Werk klingt für mich, dass King sein Pulver guter Ideen verschossen hat. Das einzig Gute für mich war David Nathan. Für eingefleischte Stephen King Fans ist „Das Institut“ vielleicht ein Highlight, ich kann dieses Buch leider nicht empfehlen. Für mich sind hier leider nur zwei Sterne drin.

Erschütternd und hochspannend – Absolutes Highlight!

Von: Selection Books Datum: 09. October 2019

Stephen King hat mich schon mit vielen seiner Bücher unglaublich begeistert, sodass ich sein neues Werk unbedingt lesen musste. „Das Institut“ ist ein großartig erzählter Roman, der solide ausgearbeitet wurde und sich ebenso flüssig wie spannend lesen lässt. Einziger Wermutstropfen ist der etwas langatmige Einstieg in die Geschichte. Der Sinn des ersten Erzählstrangs erschließt sich dem Leser erst recht spät und hätte kürzer ausfallen können. Hat man die ersten 63 Seiten hinter sich gebracht, lässt das Buch den Leser nicht mehr los. Eindringlich, fesselnd, intensiv Lukes Leben scheint nahezu perfekt zu sein – bis zu jenem verhängnisvollen Tag, an dem sich sein Leben für immer verändert. Der Erzählstrang von Luke hat mir unglaublich gut gefallen, da die Emotionen richtig greifbar sind. Luke hat mich als Charakter begeistert und immer wieder beeindruckt. Seine Erlebnisse im Institut zeugen von tiefer Abgründigkeit der menschlichen Seele. Verzweiflung, Unsicherheit und Angst werden im Leser lebendig. Luke ist auf der einen Seite weich und verletzlich, ein verlorenes Kind, das plötzlich erwachsen werden muss. Auf der anderen Seite beeindruckt er mit seinem mutigen und selbstlosen Naturell. Auch andere Kinder spielen eine wichtige Rolle. Stephen King arbeitet mit vielen zwischenmenschlichen Aspekten und erschafft dadurch authentische Charaktere. Die Geschichte der Kinder im Institut hat mich wahnsinnig berührt und nicht mehr losgelassen. Durch die beständige Sorge um die Kinder schafft der Autor ein intensives Leseerlebnis. "Luke öffnete die Augen und starrte auf die weiße Wand des Tanks. An mehreren Stellen war die Farbe abgekratzt, vielleicht von den Fingernägeln anderer Kinder, die man dieser strikt für Pinks reservierten Folter unterzogen hatte." Zitat aus "Das Institut" von Stephen King, Seite 325. Erschütternd, voller Grauen und Angst Düstere Szenen lassen den Leser in den Abgrund der menschlichen Seele schauen. Experimente, Schikane und Folter stehen an der Tagesordnung. Dabei verpackt Stephen King das Übernatürliche so geschickt, dass es völlig authentisch wirkt. Im Vordergrund stehen weniger die grausamen Szenen, sondern die psychologische Ebene des Romans. Stephen King lässt der Darstellung der Kinder viel Raum. Die Charaktere sind wahnsinnig gut ausgearbeitet. Die facettenreiche Darstellung der Kinder lässt die Geschichte im Kopf real werden. Gnadenlos nimmt das Schicksal seinen Lauf. Der Leser erhascht mehr als einen Blick in die Abgründe der menschlichen Seele. Es existiert kein Mitgefühl, keine Reue - das Ziel steht über allem. Doch eines vergisst der Leser nie: es sind Kinder, die dort gefoltert werden. Kinder, die anstatt Angst vor schlechten Noten, Angst vorm Sterben haben. Gerade der Aspekt der verlorenen Kindheit und der damit einhergehenden tiefen Angst erschüttert den Leser. Fazit - unbedingt lesen! „Das Institut“ ist eines meiner Highlights 2019! Von mir gibt es für diese fesselnde und erschütternde Geschichte volle 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

Ein typischer King Roman

Von: Testenmitmoni Datum: 08. October 2019

Das Institut In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Endringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Luke erfährt, dass andere Kinder vor ihnen nach einer Testreihe verschwanden. Und nie zurückkehrten. Mit David Nathan haben Kings Horror-Meisterwerke ihren kongenialen Interpreten gefunden. (3 mp3-CDs, Laufzeit: ca. 21h 2) Als erstes muss ich ja sagen war ich schon sehr gespannt auf das Buch aber auch mal ein Hörbuch von Stephen King zu hören. Und ich muss sagen der Sprecher David Nathan ist perfekt für Stephen King. Ich möchte gar nicht viel zum Genauen geschehen machen den das Muss man selber hören bzw lesen. Es ist eine tolle Mischung aus seinem Bestseller ES und aus dem Film Die Insel der geheimnisvollen Kinder, zumindest erinnert es mich daran. Es war von der ersten Sekunde wirklich toll zuzuhören und ich konnte es gar nicht ausmachen das Hörbuch. So habe ich es mir auch mit ins Auto genommen oder aber eben auch im Haus weiter gehört und da es doch einige Stunden sind kam es auch mit ins Bad als ich Duschen war. Es ist auch vom Schreibstil ein typischer King Roman und auch hier kostet er die Horror Elemente sehr gut aus und man wird nicht enttäuscht. Klar für mich ist das ich mir das Buch noch holen werde, den das ist dann doch ein Muss.

Feinste und fesselnste Stephen King-Unterhaltung

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de Datum: 17. September 2019

Stephen King gelingt mit “Das Institut” ein fesselnder fantastischer Roman, in dem er mal wieder alle Register seiner Kunst zieht: Eine fantastische Story, die aber immer auch mit der Realität spielt, dazu eine Gruppe extra-talentierter Kinder, ein unbeugsamer Cop und eine fiese staatliche Institution, die für ihre Zwecke über Leichen geht – dies sind nur einige der Zutaten, die zur Dramatik der S tory beitragen. Dabei lässt King die Spannung ganz langsam immer weiter anschwellen, bis sie sich in einem fulminanten Finale entlädt. Unterwegs zitiert er allerlei Details aus dem popkulturellen Universum, einschließlich sich selbst und lässt sich auch eine Bemerkung wie er zu dem momentanen US-Präsidenten steht, nicht nehmen. So ist “Das Institut” feinste und fesselnste Stephen King-Unterhaltung, wieder einmal hervorragend gelesen von David Nathan.

Ein Meisterwerk

Von: Buchwahn Datum: 19. October 2019

Stephen King - der mit Abstand Beste seines Fachs! Auch mit 'Das Institut' ist ihm wieder ein Meisterwerk gelungen. In den 21 Stunden puren Hörvergnügens mit er seine Hörer mit auf eine erschreckende und bemerkenswerte Reise - lässt er uns in die grauenhaften Abgründe der menschlichen Spezies blicken. Die auftretenden Charakter sind so hervorragend umgesetzt, sie könnten auch in der Realität nicht echter wirken - was bei manchen eine wirklich grauenhafte Vorstellung ist. Ein Spannungsbogen zieht sich von vom ersten bis letzten Kapitel. Am liebsten hätte ich das Buch am laufenden Band gehört, was natürlich leider nicht möglich war. Das ein oder andere Mal habe ich mich dabei erwischt, wie ich die Luft angehalten hatte, so gespannt war ich. Meine Gedanken sind gerast beim Hören - Frage wie: 'Warum, wozu ist das ganze gut' und 'worauf läuft das alles hinaus?', 'Spinnen die eigentlich?' und viele weiter sind mir ständig durch den Kopf gegangen. Auch wenn ich gerade nicht weiter hören konnte, waren meine Gedanken beim Buch. Die Geschichte hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Und auch ich konnte sie nicht mehr loslassen, auch nich eine Weile nach dem beenden des Hörbuchs. Die auftretenden Charakter sind so hervorragend umgesetzt, sie könnten auch in der Realität nicht echter wirken. Ich konnte mich in sie hineinversetzen, mit ihnen fühlen oder sie hassen. Ein weiteres Meisterwerk Stephen Kings. Fazit: Das Institut - man muss es gelesen oder gehört haben.