Franka Frei

Periode ist politisch

Periode ist politisch Blick ins Buch

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Was haben eine deutsche Hausfrau, die dänische Kronprinzessin und eine indonesische Fabrikarbeiterin gemeinsam? Sie menstruieren. Zumindest potenziell, denn sie gehören zu jenem Teil der Weltbevölkerung, der einen Zyklus hat. Die sagenumwobene Menstruation, Periode, Erdbeerwoche oder der Besuch von Tante Rosa machen weder Halt vor Herkunft noch vor Religion oder Klasse. Die Menstruation ist eine faszinierende Körperfunktion, dennoch gilt sie häufig als Tabu, was weitreichende Konsequenzen für die Umwelt, Wirtschaft und Geschlechtergleichstellung hat. Also ab in die Tonne mit dem Tabu! Franka Frei zeigt, wie das Menstruationstabu großen Schaden anrichtet, und dass es höchste Zeit ist, etwas dagegen zu tun.

Wir bluten. Get over it.

Von: elena_liest Datum: 04. August 2020

„Es fehlt an Bewusstsein für die Existenz des Zyklus, für weibliche Sexualität, weibliche Lust und alles, was damit zusammenhängt. Und uns fehlt es an Selbstbewusstsein, um aufzustehen und zu sagen: «Wir bluten. Get over it.»“ - Franka Frei, "Periode ist politisch" Für Franka Frei begann alles mit einem Facebook-Post. Sie hatte gerade ihre Bachelorarbeit über Menstruation und Tabu verteidigt und sich öffentlich dazu geäußert, nachdem ihr seitens der Universität so viele Steine in den Weg gelegt wurden. Ihr Beitrag ging viral, sie bekam viele bestätigende und mitfühlende Kommentare, ihr schlug jedoch auch sehr viel Hass entgegen. Mit "Periode ist politisch" hat sie nun, wie sie es auch selbst nennt, ein "Manifest gegen das Menstruationstabu" verfasst, das ihre Gedanken, ihre Erfahrungen, ihre Wut und ihre Ziele vereint und so wahrscheinlich vielen, vielen Frauen* aus der Seele spricht. Durch ihre Bachelorarbeit und ihre öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Menstruation und Menstruationstabu kam sie mit vielen Frauen* aus der ganzen Welt in Kontakt, was sie zu Reisen beispielsweise nach Indien oder Pakistan bewogen hat. Dort sprach sie mit vielen Frauen*, lernte die verschiedensten Bräuche und Mythen rund um die Menstruation kennen und räumt mit diesen in ihrem Buch auf. Sie erzählt von Menstruationshütten, in die Frauen* während ihrer Periode gesperrt werden und davon, dass in einigen Regionen Frauen* während sie menstruieren bestimmte Lebewesen und Dinge nicht berühren dürfen, da diese sonst verunreinigt seien bzw. nicht mehr wachsen würde. Wer jetzt denkt: "Achja, diese "Entwicklungsländer" wieder" irrt sich gewaltig - denn auch im vermeintlich so aufgeklärten und fortschrittlichen Deutschland läuft in punkto Menstruation nach wie vor so einiges (oder fast alles!) schief. Ich erinnere mich sogar noch an den Beitrag von Franka Frei auf Facebook. Genauso erinnere ich mich an die Petition gegen die Besteuerung von Tampons als Luxusartikel von Nanna-Josephine Roloff und Yasemin Kotra (die ich damals auch unterschrieben habe), dank derer seit dem 01.01.2020 Tampons "nur" noch mit 7 % statt mit 19 % Mehrwertsteuer versteuert werden. Damit hört der Kampf gegen das Menstruationstabu aber noch lange nicht auf. Franka Frei fordert eine enttabuisierung der Menstruation in den Medien (bestes Beispiel: in der Werbung für Binden der Marke Always wird eine sterile blaue Flüssigkeit auf die Binden geträufelt - ähm ja. Blutige Knie bei Pflasterwerbung gehen aber oder was?), eine bessere Aufklärung über die Menstruation und die weiblichen Geschlechtsorgane in der Schule, einen umweltbewussteren Umgang mit Menstruationsprodukten, eine höhere Akzeptanz bzw. das "Nicht-ins-Lächerliche-ziehen" von Schmerzen während der Periode und und und. Kurz gesagt: Sie fordert einen Stop des Menstruationstabus! Dabei bleibt der Schreibstil der Autorin immer sehr locker, sie verteilt einige Spitzen, ist sehr sarkastisch und ironisch unterwegs und spart nicht an Humor. Beispielsweise verteilt sie goldene Erdbeeren an (hauptsächlich nichtmenstruierende) Menschen und Konzerne, die dazu beigetragen haben bzw. immer noch dazu beitragen, dass die Periode als ekelhaft gilt, tabuisiert werden sollte und möglichst keiner mitbekommen darf, dass man gerade menstruiert. Franka Frei spricht in ihrem Buch viele verschiedene Themen an, die mit der Menstruation in Zusammenhang stehen. Vor allem der Umweltaspekt (informiert euch unbedingt über Alternativen zu Einmalprodukten wie Tampons und Binden, empfehlen kann ich z. B. die Menstruationstasse!) und die Informationen dazu, was die ganzen hormonellen Verhütungsmittel mit uns Frauen* anstellen, fand ich besonders interessant. Für mich war "Periode ist politisch" perfekt und ich komme aus dem Schwärmen über das Buch nicht mehr raus. Es verändert den Blickwinkel, gibt neue Denkimpulse und macht auf eine gute Art wütend. Ich empfehle es sehr und würde mir wünschen, dass auch Menschen, die nicht menstruieren, das Buch in die Hand nehmen und lesen.

Beeindruckend und unglaublich wichtig

Von: Fraedherike Datum: 04. August 2020

Was haben eine deutsche Hausfrau, die dänische Kronprinzessin und eine indonesische Fabrikmitarbeiterin gemeinsam? Sie menstruieren. Doch warum sollte das ein Tabuthema sein, wenn es doch das natürlichste der Welt ist? Mit Periode ist politisch möchte Franka Frei die Gesellschaft von diesem Tabu freisprechen und aufklären. Im Rahmen der Recherchen für ihre Bachelorarbeit hat sie sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt, und auf ihrer Reise nach Indien selbst einen Einblick in den dortigen Umgang damit verschaffen können. Eingehend beschreibt sie nicht nur die physiologischen Grundlagen, sondern geht auch auf die Absurditäten verschiedener Kulturen und Religionen gegenüber der Periode ein. So heißt es im Deutschen vergleichsweise harmlos, dass jemand „seine Tage hat“, während man im Französischen „im Umbau“ ist oder im Chinesischen „Pech“. Doch nicht nur in weniger entwickelten Ländern gibt es Probleme hinsichtlich Hygiene, Gesundheit und Akzeptanz der Menstruation: Selbst in den westlichen Ländern ist die (menstruierende) Gesellschaft noch zu wenig aufgeklärt und wird sogar unterdrückt. Dahingehend berichtet Franka Frei von Bestrebungen zur Senkung des erhöhten Mehrwertsteuersatzes für Hygieneprodukte, den Vorzügen wiederverwendbarer Produkte und „Menstruierendenquoten“. Das Buch hat mir einiges näherbringen können, dessen ich mir vorher nicht bewusst war, und – was noch wichtiger ist – die Augen geöffnet, wie prekär die Umstände in anderen Ländern teilweise sind. Nicht nur die politischen Aspekte haben mich schockiert, sondern auch die Folgen für Umwelt und Gesellschaft, die Franka Frei kritisch und gut recherchiert thematisiert. Dieses Buch sollte wirklich jeder gelesen haben, denn über das Thema Menstruation sollten alle Menschen Bescheid wissen – ob sie nun direkt damit zu tun haben, oder nicht. Vielen Dank an den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ein Buch mit revolutionärem Charakter - Viva la Vulvalation also.

Von: Annika Datum: 03. August 2020

Das Buch ist an alle menstruierenden Personen adressiert und spricht die Erzählung über auch von diesen. Wenn von „Frauen*“ die Rede war, ging es um das soziale Geschlecht und das allgemeine Bild einer menstruierenden Person. Es ist so schön wie darauf aufmerksam gemacht wird und nochmal klar wird, dass es nicht nur Frauen sind, die menstruieren und auch nicht alle Frauen, aus den verschiedensten Gründen! Franka Frei lässt in „Periode ist politisch“ nichts aus und spricht diverseste Themen an, alles rund um das Hauptthema Menstruation. Verhütung, Sexualität, die Gesellschaft, Umwelt, Geschlechterrollen und die Periode im historischen und kulturellen Kontext. Vor allem letzteres fand ich interessant. Ihre Erfahrungsberichte über Reisen in andere Länder und Kulturen und die Treffen mit Feministinnen und Aktivistinnen dort und wie sich dieser in ihrem Land für Aufklärung rund um das Thema Menstruation und Periodenprodukte einsetzen. Das Buch lässt sich äußerst angenehm lesen, auch wenn es keine chronologische, fiktionale Geschichte ist. Ich habe es so schnell durchgelesen und wollte immer wieder wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil ist unterhaltsam und voll von Sarkasmus, gerade bei feministischen non-fiction Texten ist das so toll. Ich lieb‘s! „Periode ist politisch“ liefert einiges an Informationen, packt diese aber in einen äußerst spannenden Text und lässt es nicht trocken wirken. Vieles wusste ich schon (und hat mich nur erneut wieder den Kopf schütteln lassen), anderes war auch neu für mich. Franka Frei‘s Buch hat definitiv revolutionären Charakter! Und ist meiner Meinung nach ein Must-Read für jede menstruierende Person und allgemein, jeden Menschen da draußen! "Es fehlt an Bewusstsein für die Existenz des Zyklus, für weibliche Sexualität, weibliche Lust und alles, was damit zusammenhängt. Und und fehlt es an Selbstbewusstsein, um aufzustehen und zu sagen: »Wir bluten. Get over it.«" Ich gebe 5/5 Sternen 🌟🩸

Jeder sollte dieses Buch lesen!

Von: Annalena Henkel Datum: 02. August 2020

Meinung Das Buch konnte mich von der ersten Seite an begeistern. Franka Frei hat eine unglaublich informative, aber dennoch humorvolle Art und Weise Dinge zu beschreiben und zu vermitteln. Die Mischung aus Ernst und Humor war auf jeden Fall perfekt getroffen und hat dem Buch nicht geschadet. Franka Frei geht unter anderem auf den Umgang von verschiedenen Religionen und Kulturen hinsichtlich der Periode ein. Manche Ansichten haben mich bis auf's tiefste schockiert und getroffen - Menstruation sollte in keinem Land dieser Welt (egal ob Indien, Amerika, Deutschland oder Japan) ein Tabuthema sein. Das Buch zeigt sehr schön auf, was durch das Totschweigen alles passieren kann: Mythen setzten sich in den Köpfen fest, Menschen fühlen sich schlecht und werden als ekelerregend oder gar "schädigend" deklariert. In diesem Buch habe ich zudem einiges hinsichtlich Menstruation, Verhütung und Hygiene gelernt, die mir vorher nicht bewusst waren. Das Buch öffnet Augen und hat dafür gesorgt, dass ich mich mehr mit mir und dem Thema auseinandersetzen werde. Es ist unfassbar, wie oft ich in meinem Bett saß und vehement vor mich hingenickt habe. Die Autorin hat sich kritisch und gut recherchiert mit dem Thema auseinandergesetzt und gibt dem Leser noch Quellen an die Hand, um sich selber weiter damit auseinanderzusetzen. Am Ende befinden sich Literatur, Quellen und Anmerkungen. Fazit 5 von 5 Sterne und ein absolutes Jahres-Highlight für mich! Wirklich jeder sollte dieses Buch lesen - egal ob Mann oder Frau. Durch Franka Frei ist mir klargeworden, was für Auswirkungen dieses Tabu mit sich bringt und, dass wir aufhören müssen dieses Thema totzuschweigen und anfangen müssen für uns und unseren Körper einzustehen.

Wichtiges Buch für jeden!

Von: Tonipure Datum: 28. July 2020

Das Buch hat mich auf viele Defizite in unserer Gesellschaft hingewiesen, über die ich niemals nachgedacht habe. Hat mir sehr sehr gut gefallen.

wichtig und blutig

Von: ina-introvert Datum: 24. July 2020

ᴡᴏʀᴜᴍ ɢᴇʜᴛ’s? In diesem politisch-feministischen Manifest räumt Franka Frei mit allen Menstruationstabus auf: Sie stellt klar, dass Periode, Blut und eben das Frausein nichts schamhaftes, ekliges oder geheimes sei. Vielmehr ist die Menstruation eine faszinierende Körperfunktion, ohne die es keinen von uns geben könnte. Dennoch durchzieht der tabuisierte Umgang mit der Periode die Bereiche der Politik, Wirtschaft, Umwelt und Geschlechtergleichstellung. Franka Frei hat es sich zur Aufgabe gemacht, über diese Missstände aufzuklären und diesen entgegenzuwirken. ᴍᴇɪɴᴇ ᴍᴇɪɴᴜɴɢ: Wenn ich an meine erste Periode zurückdenke, habe ich keine schlechte Erinnerung. Sie kam als ich noch recht jung war und hat mich zu Hause überrascht. Mit wehender Unterhose bin ich zu meiner Mutter gerannt, um sie zu fragen, ob das denn jetzt die ominöse Periode sei. Nicht alle Erinnerungen sind so: Franka Frei berichtet von Erfahrungen verschiedener Frauen, die in unterschiedlichen Ländern und Kulturen aufgewachsen sind – und die meisten davon sind nahezu traumatisch. Diese Erlebnisberichte und Gesprächswiedergaben haben mir an dem Buch besonders gut gefallen. Unter dem Gesichtspunkt, dass dieses Buch ein Manifest (= öffentliche Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur) und kein reines Sachbuch ist, ist die Behandlung des Themas unfassbar stark, mutig und gelungen! Mit zynisch-ironischem Ton macht Franka Frei ihrer Wut Raum. Diese Art des Schreibens ist sehr unterhaltsam und regt dazu an, „mitzuwüten“. Und so hat sich auch in mir eine Wut entwickelt, eine Wut auf die Politik, auf Konzerne und Menschen, die von der schambehafteten Periode Profit machen. Diese Wut ist berechtigt und angebracht. Dennoch gefiel mir nicht, dass dadurch scheinbar das große Ganze aus dem Blick gerät. Stellenweise war es notwendig, innerlich einen Schritt zurückzutreten, von der angesammelten Wut Abstand zu nehmen und schließlich das Gesamtproblem zu betrachten. Es wird öfter erwähnt, dass das Buch weder eine Bachelor- noch eine biologische Arbeit sei. Aus diesem Grund bin ich mit Vorsicht an die Inhalte des Buchs herangegangen, die dennoch biologische Aspekte besprochen haben. Es gibt Themen in dem Buch, die mit 1-2 wütenden Sätzen abgehandelt werden, es wird nahezu eine Wissensbombe gelegt und dann … ja was dann? Dann geht es zynisch und wütend weiter mit dem Periodentalk. Vielleicht bin ich ja die einzige, die von manchen „Aufdeckungen“ so geschockt war, weil sie mir neu waren. Beispielsweise die Erwähnung, dass beim Einnehmen der Pille eine künstliche Blutung verursacht wird, die absolut nichts mit der Menstruation zu tun haben soll. Hier wären weitere Ausführungen, Quellen, Erläuterungen angebracht gewesen. Ebenso bei dem häufigen „An-den-Pranger-stellen“ von religiösen und politischen Meinungsgebern der Vergangenheit. Denn nur weil die Autorin eine gewisse Vorstellung damit verbindet, muss diese nicht zwangsläufig die einzige Interpretation sein. Ihre Darstellung, dass beispielsweise Moses aus dem alten Testament (vorderer Teil der Bibel) „die Liebe zum Perioden-Shaming“ (S.23) habe, und dass sie Bibelzitate aus jeglichem Zusammenhang reißt, kann auch einseitig sein. Weitere mögliche Interpretationen hier zu erläutern, würde zu weit gehen, aber so viel soll gesagt sein: Mit dem Wort „unrein“ ist nicht „dreckig“, „verseucht“ gemeint und wusstest du, dass ein jüdischer Mann im AT auch als „unrein“ gegolten hat, wenn dieser einen Samenerguss hatte (Lev 15,16)? Hier könnte es beispielsweise um Körperflüssigkeiten und Blut im Allgemeinen sowie um das Bewusstsein für lebensspendende Mechanismen gehen und nicht um Perioden-Shaming. Ich möchte mit meiner Ausführung nicht sagen, dass das Thema unwichtig ist, dass in der Vergangenheit alles richtig gemacht wurde oder dass religiöse und politische Machthaber keinen negativen Einfluss auf das Bild der blutenden Frau gehabt haben. Vielmehr hätte ich mir einen differenzierteren Umgang gewünscht, bei dem tatsächlich versucht wird, zu verstehen, WOHER dieser „Ekel-Gedanke“ kommt. Das Buch scheint mir weniger für Menschen geschrieben zu sein, die sich tatsächlich überzeugen lassen wollen, sondern eben für diejenigen, die es eh schon wissen. Gesellschaftliche, kulturelle und religiöse Strukturen der Vergangenheit sind nicht einfach zu beurteilen, wenn man in einer aufgeklärten, entwickelten Weltanschauung zu Hause ist. Ich finde es dennoch gut, dass Franka Frei dazu aufruft, nicht über den Körper anderer zu urteilen oder zu entscheiden. Dieses Manifest ist wertvoll, sinnvoll und weiterzuempfehlen. Wie gehst du mit dem Thema Periode um? Sprichst du darüber? Hast du gute Erfahrungen gemacht? [Rezensionsexemplar/unbezahlte Werbung]

Grandios

Von: lenaliestdas Datum: 21. July 2020

Muss man gelesen haben. Anders kann ich das nicht ausdrücken. Habe das Buch innerhalb eines Nachmittages runtergelesen, weil ich es schlichtweg nicht mehr aus der Hand legen konnte. Spannend und informativ geschrieben sowie gleichzeitig super unterhaltsam und aufklärend. Für alle, die menstruieren und alle, die es nicht tun: Lesen!

[Rezension] Periode ist politisch

Von: Ninespo Datum: 19. July 2020

Ein Sachbuch und dann auch noch über die Periode? Und das hier? Jap, jap und noch mal jap! Als ich Periode ist politisch im Bloggerportal sah, war klar, dass ich es lesen möchte. Denn die Periode ist etwas, das alle angeht – und leider wird sie viel zu sehr tabuisiert sowie stigmatisiert. Und das vollkommen ohne Grund. Die Periode ist etwas, das viele Menschen als ekelhaft, dreckig oder abstoßend empfinden, wodurch sie beinahe totgeschwiegen wird. Umso wichtiger erachte ich die Arbeit der Autorin Franka Frei, die mit viel Witz aber auch Ernst über die Reputation der Periode schreibt – und mir dabei einige Aspekte näherbrachte, die ich vorher nicht wusste. Periode ist politisch ist ein lesenswertes Sachbuch über ein unnötig stigmatisiertes Thema In meinem privaten Umfeld ist die Periode ein Thema, das offen besprochen werden kann. Meine Mutter hat mir vermittelt, dass es kein Grund zur Schande ist, nichts, wovor man sich ekeln oder wofür man sich schämen müsse. Im Gegenteil: Die Periode ist etwas, das Leben schenkt, ein Wunderwerk der Natur, das faszinierend ist und nicht abstoßend oder widerlich. Dass ein solch offener Umgang mit dem Thema nicht zur Norm gehört, wurde mir jedoch schon als Jugendliche durch eine Freundin bewusst. Doch in Periode ist politisch geht es nicht nur um den Umgang mit menstruierenden Menschen in Deutschland, sondern weltweit. Gerade der Umgang mit Periode in anderen Kulturen war sowohl erschreckend, empörend und zeitgleich auch inspirierend. Inspirierend deshalb, weil es weltweit erfindungsreiche Frauen gibt, die sich für Periodenaufklärung stark machen. Dieser Aspekt hat das Buch für mich überaus interessant gemacht. Empörend, weil es unnötig viele Vorurteile, Mythen und Geheimnisse um die Periode gibt, die sich hartnäckig halten. Erschreckend, weil menstruierende Menschen nur aufgrund ihrer Blutung Repressalien erleiden müssen, die ich mir nicht einmal vorstellen konnte. Denn auch, wenn Deutschland periodenbedingt nicht so aufgeklärt ist, wie es sich gibt, kann ich definitiv sagen, dass ich in diesem Bereich mehr als privilegiert bin – und damit meine ich nicht nur meinen Zugang zu Hygieneartikeln. Bei allem Ernst ist der Ton des Sachbuchs überaus locker und in einigen Passagen stellenweise auch lustig. Und das schließt sich meiner Meinung nach nicht aus. Besonders gefallen haben mir jedoch die Anekdoten, die Franka Frei von den Treffen mit anderen Aktivistinnen weltweit erzählt. Sie sind inspirierend und horizonterweiternd. Ich danke dem Randomhouse Bloggerportal und dem Heyne Hardcore Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplarsvon Periode ist politisch.

Pflichtlektüre für jeden!

Von: Kiki Datum: 19. July 2020

Nachdem ich dieses Buch jetzt einige Male auf Bookstagram gesehen habe, wurde ich doch sehr neugierig und habe es selbst als Rezensionsexemplar angefragt (an dieser Stelle nochmal vielen Dank an den Heyne Hardcore-Verlag!). Und was soll ich sagen? Ich bin absolut begeistert! Ich hatte selbst nie ein großes Problem, über das Thema Periode zu sprechen. Das war und ist für mich eine der normalsten Sachen der Welt - was aber eben auch dazu geführt hat, dass ich nie großartig das Gefühl hatte, dass man darüber reden müsse. Das sehe ich jetzt, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, ganz anders. Mir war nicht bewusst, wie tief verankert dieses Tabu nicht nur in anderen Kulturen dieser Welt, sondern auch bei uns auch heute immer noch ist. Und vor allem war mir nicht klar, was das für Konsequenzen hat! Das Thema Menstruation ist immer noch für sehr viele Menschen auf dieser Welt mit einer unglaublich großen Scham verbunden - und davon profitieren wiederum andere! Mich hat in dieser Hinsicht vor allem das Kapitel über die Hersteller Always und o.b. unfassbar schockiert. Die zwei Giganten in dem Bereich Perioden-Einmalprodukte nutzen den Umstand, dass sehr viele menstruierende Menschen sich so sehr dafür schämen, einmal im Monat zu bluten, dass sie alles dafür tun würde, um es vor dem Rest der Welt geheim zu halten, schamlos aus. In der Werbung wird suggeriert, dass sie sich mit ihren Produkten nun "frei" und "sauber" fühlen könnten - als ob das sonst während der Periode nicht möglich wäre! Und nicht nur das: Mithilfe unterschiedlichster Werbeaktionen und Tricks wird diese tief sitzende Scham auch weiterhin gefördert - wäre ja nicht auszudenken, was es für die Firmen bedeuten würde, wenn Menschen plötzlich offen und ohne Scham mit ihrer Periode umgehen würden! Auch die Kapitel über Umweltschutz und Menschenrechte haben mich tief schockiert. Mir war nicht bewusst, was für eine unfassbare Umweltverschmutzung Perioden-Einmalprodukte sind - dass sie ökologisch gesehen nicht gerade toll sind, war mir schon klar, aber wie schlimm es wirklich ist, habe ich dann doch nicht geahnt. Wusstet ihr zum Beispiel, dass Binden und Slipeinlagen 500 bis 800 Jahre lang erhalten bleiben?! Bei dem Gedanken wird mir wirklich ganz anders. Franka Frei stellt in ihrem Buch aber glücklicherweise einige nachhaltige Alternativen zu Binden, Tampons und Slipeinlagen vor. Im Rahmen ihres Menstruations-Aktivismus traf sie sich mit anderen Aktivistinnen aus der ganzen Welt und welche Erfahrungen sie dort machen musste, haben mich zutiefst erschüttert. Ich beschäftige mich nun schon seit einiger Zeit mit dem Thema Fast Fashion, aber dieses Buch hat mir wirklich nochmal die unwürdigen Bedingungen vor Augen gehalten, mit denen Kleidungsstücke von beispielsweise H&M in Bangladesh oder anderen Ländern produziert werden. Wir leben hier in unserer kleinen gemütlichen Blase und es ist so wichtig, dass wir sie endlich platzen lassen und über den Tellerrand hinaus sehen! Alles, was wir hier konsumieren, hat weitreichende Folgen für Menschen irgendwo anders auf der Welt! Auch der Umgang mit der Menstruation in anderen Ländern der Welt hat mich sehr schockiert. Auch heute noch müssen menstruierende Menschen während ihrer Periode teilweise in Hütten im Wald leben, da sie als "unrein" gelten und sich daher von allem anderen fern halten sollen. In vielen Teilen der Welt wird nun erst zum ersten Mal über das Thema aufgeklärt! Mir ist beim Lesen dieses Buches einiges klar geworden und zwar allem voran, dass über das Thema Menstruation gesprochen werden muss, bis es kein Tabu mehr darstellt. Sonst wird es immer weiter dafür sorgen, dass wir enorme gesellschaftliche Ungleichheiten ertragen müssen. Fazit: Ich würde dieses Buch gerne jedem Menschen in die Hand drücken. Es sollte meiner Meinung nach Pflichtlektüre im Bio-Unterricht werden! Ganz große Lese-Empfehlung!

Period.

Von: aruajuanita Datum: 18. July 2020

2018 wollte @frankafrei ihre Bachelorarbeit zum Thema Menstruation schreiben. Die Koordinatorin ihrer Hochschule riet ihr ab „über solche abstrusen Widerlichkeiten wie die Periode“ zu schreiben und deklarierte die Menstruation zum Tabu-Thema. Die Periode. Ein Tabu-Thema. Und das, obwohl mehr als die Hälfte der Menschheit tagtäglich Blut verliert. ⁣ ⁣ Und genau diese Tabuisierung - und schließlich auch die Relevanz der Entabuisierung - spricht Franzi in ihrem Büchlein „Periode ist politisch. Ein Manifest gegen das Menstruationstabu“ an. Es ist höchste Zeit viele Mythen aufzubrechen und das macht die Autorin wirklich gut. Wir alle kennen es: das ein oder andere Treffen abgesagt oder sogar mittendrin nach Hause zu gehen, weil die Schmerzen nicht mehr zum Aushalten waren; oder diese Panik, wenn wir die Frage stellen, ob da „was sei“, weil wir uns vor der Reaktion der Öffentlichkeit schämen. Dabei ist es etwas Natürliches, aber es wird leider ganz oft mit Scham verbunden: wir sollen uns schämen, nicht darüber reden, niemand soll erfahren, dass wir menstruieren, zu Ramadan nicht essen und trinken, weil ja keiner wissen soll, dass wir einen *gasp* natürlichen Prozess durchmachen. Die Enttabuisierung fängt ja schon bei der Werbung an, mit den ganzen happy (Cis-) Frauen an, die Berge erklimmen und 100KM am Fahrrad in einer Stunde hinterlegen, weil sie ja die perfekt sitzende Binde oder o.b tragen - Produkte, die unglaublich schädlich für uns und für unsere Umwelt sind.⁣ Außerdem Spoiler-Alarm: Regelblut ist nicht blau.

Ein Buch, das ALLE erwachsenen Menschen lesen sollten

Von: Readingfaraway Datum: 18. July 2020

Inhalt Ausgelöst durch einen Facebookpost im August 2018 begibt sich Franka Frei auf eine Reise, um die Geschichten von Frauen zu erzählen, die alle eins gemeinsam haben: die Menstruation und die damit verbundenen gesellschaftlichen Tabus, Ausgrenzungen und Benachteiligungen. Mit einer Mischung aus Faktenwissen und persönlichen Erfahrungen ruft Franka Frei dazu auf, das Thema Menstruation aus der Tabu-Ecke zu holen und für gleiche gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen auf diesem Planeten einzustehen, egal ob sie menstruieren oder nicht. Denn es geht um mehr als nur ein bisschen Blut. Meine Meinung Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr daran erinnern, ein Sachbuch jemals so schnell durchgelesen zu haben, wie Periode ist politisch von Franka Frei. Durch ihre erfrischende, wunderbar offene Art zu Schreiben und zu Erzählen bin ich nur so durch die Seiten geflogen. Wer sich schon ein bisschen mit dem Thema Feminismus und der strukturellen Benachteiligung von Frauen beschäftigt hat, dem werden viele Aspekte in diesem Buch nicht neu sein und doch glaube ich, dass jede*r, der/die dieses Buch liest, danach mit einem anderen Blick durch die Welt geht. Denn wie kann es sein, dass in Filmen zur Prime-Time menschliches Blut durch Verletzungen gezeigt wird, Menstruationsflüssigkeit in Werbespots aber so gut wie immer blau dargestellt wird? Warum sprechen Frauen selbst untereinander vom „Besuch der roten Blume“, der „Erdbeerwoche“ oder einfach nur von „diesen speziellen Tagen“? Auch ich erwische mich immer noch dabei, wie ich versuche Tampons und Slipeinlagen auf öffentlichen Toiletten möglichst leise zu öffnen, damit ja niemand mitbekommt, dass ich grade meine Monatsblutung habe. Dabei ist das so ein Bullshit, denn die Personen, die das in dem Moment mitbekommen könnten, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit entweder selbst jahrelang menstruiert, tun es noch oder werden es noch tun. Diese Absurdität der Tabus, Schamgefühle und Ausgrenzungen/Benachteiligungen rund um die Periode führt uns Franka Frei schonungslos vor Augen und zeigt: es geht mehr um das bisschen Blut und es geht uns vor allem ALLE etwas an. Und deshalb empfehle ich dieses Buch auch ausnahmslos allen erwachsenen Menschen auf diesem Planeten. Denn es ist ein globales, gesamtgesellschaftliches Problem, das Franka Frei da so wunderbar gekonnt und teilweise wunderbar provozierend zur Sprache bringt. "Denn der Kampf gegen Unwissen, Aberglauben, Stigmatisierung und mangelndes Interesse ist untrennbar mit unzähligen anderen Konflikten auf Gebieten der Weiblichkeit, Freiheit und Selbstbestimmung verbunden." (S.246).

Großartig, lehrreich und locker

Von: StadtLandLesen Datum: 12. July 2020

Im Zuge der Abschlussarbeit der Autorin entstand dieses Buch. Während ihrer Arbeit merkte sie, welch ein großes Tabuthema die Menstruation weltweit ist. Und so brach sie auf, um Menstruationsmythen in aller Welt zu erfahren. Durch einen Facebookaufruf lernte sie eine Vorkämpferin aus Indien kennen, die sie zu sich einludt um sie bei ihrer Aufklärungsarbeit zu begleiten. Aber bevor die Autorin von ihren Reisen erzählt, vergibt sie noch goldene Erdbeeren an die allerschrecklichsten Mythen und Menschen, die diese geprägt haben. Einige davon haben mich unfassbar schockiert gleichzeitig war es aber auch sehr lehrreich. Denn dem ein oder anderen Mythos wie z.B. während der Periode werden die Gurken im Glas schlecht, bin ich selbst auf den Leim gegangen. Franka Frei berichtet dann darüber wie schwer es viele Frauen immer noch haben, weil die Menstruation mit Ekel und Scham behaftet ist. In Indien ist es zwar besonders schlimm aber auch in der westlichen Welt wird die Periode immer noch unter den Teppich gekehrt. Und wenn man dann doch mal über sie reden muss z.B. in Werbung wird sie total verklärt. Das Buch ist unheimlich leicht und unterhaltsam geschrieben und man fliegt quasi durch die Seiten. Trotz des doch eher ernsten Anliegens ist es teilweise auch ziemlich witzig. Ein Vergleich mit der Mysterysendung X-Factor und den Periodenmythen hat mich wirklich zum Lachen gebracht. Und dann wiederum wird man nachdenklich. Vor allem wenn es darum geht wie viel Müll man eigentlich mit Hygieneartikeln fabriziert und wo dieser dann endet. Dass es nur wenige nachhaltige Alternativen zu Hygieneartikeln gibt. Dass Mädchen während ihrer Periode nicht zur Schule gehen können und Frauen nicht zur Arbeit. Und dass man selbst merkt, dass man immer noch nicht zu 100% augeklärt ist und es Menstruierende in ärmeren Ländern noch viel weniger sind. Und dass die Forschung Mestruierende mit ihren Schmerzen einfach ausblendet. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass die Periode in so vielen gesellschaftlichen Themen eine Rolle spielt. Und, und, und. Dieses Buch hat mich in meiner feministischen Arbeit nur weiter bestärkt. Es zeigt auf, wie wichtig es ist, dass wir endlich laut und deutlich über Menstruation sprechen und zwar auch die Männer! Nur, weil wir alle nicht offen darüber reden, existieren in der Gesellschaft große Probleme, die vor allem auch zur Unterdrückung der Frau* führen.

Eine tolle Auseinandersetzung mit einem wichtigen Thema

Von: bookxobsession Datum: 06. July 2020

Rezension "Periode ist politisch - Ein Manifest gegen das Menstruationstabu" von Franka Frei (256 Seiten, 12,5 x 20,0 cm) Random House hat mir dieses tolle Buch zur Verfügung gestellt, vielen Dank! ❤️ Inhalt: Was haben eine deutsche Hausfrau, die dänische Kronprinzessin und eine indonesische Fabrikarbeiterin gemeinsam? Sie menstruieren. Zumindest potenziell, denn sie gehören zu jenem Teil der Weltbevölkerung, der einen Zyklus hat. Die sagenumwobene Menstruation, Periode, Erdbeerwoche oder der Besuch von Tante Rosa machen weder Halt vor Herkunft noch vor Religion oder Klasse. Die Menstruation ist eine faszinierende Körperfunktion, dennoch gilt sie häufig als Tabu, was weitreichende Konsequenzen für die Umwelt, Wirtschaft und Geschlechtergleichstellung hat. Also ab in die Tonne mit dem Tabu! Franka Frei zeigt, wie das Menstruationstabu großen Schaden anrichtet, und dass es höchste Zeit ist, etwas dagegen zu tun. (Quelle: Random House) "Damals war es unter Neurologen, Psychiatern und Rechtsmedizinern gerade voll in, menstruierenden Frauen* ihre geistige Kompetenz abzusprechen." ~ "..mehr als 20 % der Mädchen* in Indien (brechen) mit dem Beginn der Menstruation die Schule (ab)" ~ Franka Frei spricht mit ihrem Buch ein ganz wichtiges Tabuthema der heutigen Gesellschaft an. Menstruation betrifft die Hälfte der Menschheit und doch wird es in der heutigen Zeit ständig unter den Teppich gekehrt. Lediglich die Wirtschaft zieht ihren Profit aus der Sache nutzt die Scham und den Ekel vor der Menstruation zu ihrem Vorteil. Warum vermitteln uns Werbungen für Monatsprodukte immer ein Frauenbild, das Erfolg, Mut und Stolz ausstrahlt? Und warum wird in der Werbung immer diese blaue Flüssigkeit verwendet, was spricht denn gegen die Farbe rot? Franka Frei klärt über viele Fakten der Menstruation auf und teilt ihr Wissen über Menstruation in der Geschichte & in anderen Kulturen mit. Es ist spannend und zeitgleich traurig wie wenig Fortschritte die Welt mit dem Thema macht und das auch in der westlichen Welt. Für jeden der sich gerne mit Tabuthemen beschäftigt (weil sie eben nicht tabu sein sollten), dem kann ich dieses Buch nur empfehlen!✌🏼 Ich vergebe 5/5⭐.

Wichtiges Thema

Von: Books_Movies_Nature Datum: 02. July 2020

TABU- Was bedeutet dies eigentlich? Im Internet findet man diese Beschreibung: "ungeschriebenes Gesetz, das aufgrund bestimmter Anschauungen innerhalb einer Gesellschaft verbietet, bestimmte Dinge zu tun". Tabus treten in unserer Gesellschaft häufiger auf und genau deshalb sollte man auch über sie reden. Franka Frei klärt in ihren Buch "Periode ist politisch" viele Vorurteile über die Menstruation auf und zeigt einem viele Seiten von dem Thema Menstruation. Ich mochte dieses Buch sehr besonders durch ihre humorvolle Art und Weise, wie sie bestimmte Themen erklärt hat. Neben vielen interessanten Fakten, findet sich in dem Buch auch ihre Erkenntnisse zur Menstruation in anderen Ländern. Wichtig hierbei ist, dass man über dieses Thema redet und alle Menschen über dieses aufklärt, da es so viel mehr ist als nur Blut.

Wir wollen Menstruationsblut sehen!

Von: Grenzenlos Datum: 29. June 2020

Ich blute. Regelmäßig. Alle 26-28 Tage (es variiert) verliere ich etwa eine halbe Tasse Menstruationsblut. Das ist das Natürlichste der Welt und trotzdem ist dieses Thema bei uns und in vielen anderen Ländern ein Tabuthema. Viele Menschen finden es anstößig, wenn man darüber redet, am besten wird einfach vergessen/verdrängt/versteckt, dass die Hälfte der Bevölkerung einen Zyklus mit Periode hat, haben wird oder gehabt hat. Irgendwo Blut zu sehen, das aus der Vagina kommt, ist sowieso von den Gesellschaften (glaubt ja nicht, dass das nur irgendwo weit weg so ist) zu dem Super-GAU (größter anzunehmender Unfall) schlechthin geworden - für die*jenige, der* es "passiert", und für die, die es sehen. Passiert setze ich in Anführungszeichen, da das Wort zum Vokabular einer Tabusprache gehört, die die Periode am liebsten aus der Welt schaffen möchte. Franka Frei schreibt in ihrem Buch gegen dieses Tabu an. Und das gelingt ihr auf sehr unterhaltsame Art und Weise. Ihr Schreibstil strotzt nur so vor lauter Ironie und ist in Sarkasmus getränkt. Was anfangs für mich etwas anstrengend war, fand ich mit der Zeit jedoch sehr passend, da ja wirklich nichts dabei sein sollte, über diese wunderbare Körperfunktion zu sprechen/schreiben, von der alles menschliche Leben abhängt, und die Autorin zieht damit viele Menschen ins Lächerliche, die sich dabei schwer tun, weil sie sich dafür schämen. Das Buch ist kein reines Sachbuch. Neben Fakten zum Zyklus, zu Hygieneprodukten, Verhütungsmitteln und Krankheiten etc. erzählt Frei von ihrer Reise nach Asien, wo sie sich mit mehreren jungen Frauen* getroffen hat, die sich, genau wie sie, dem Thema Menstruation und der Aufklärung darüber verschrieben haben, und zeigt auch, wie andere Länder mit dem Thema gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch umgehen. Aufgelockert hat das Ganze auch die "Verleihung" goldener Erdbeeren an Menschen, die besonders abstruses Zeugs über Frauen* und ihren Zyklus verbreitet haben. Vieles wusste ich schon und ich bin bereits jemand, der auch gerne mal im Freundeskreis das Thema anspricht, auch mit der Absicht, es zu etwas Normalem zu machen. Ich fand es aber trotzdem auch spannend, so zum Beispiel die Methoden von Firmen zu erfahren, wie sie ihre Menstruationsprodukte an die Frau* bringen. An einigen Stellen hält sich die Autorin sehr kurz und die spannenden Frauen* aus Pakistan, Indien und Nepal hätten auch noch mehr Aufmerksamkeit bekommen können. Fazit Alles in allem ist es ein lustiges Buch, das Fragen beantwortet, für die Sache motiviert und einen Schritt Richtung Enttabuisierung von Menstruation geht. Stilistisch für mich manchmal jedoch zu ironisch, aber leicht zu lesen und unterhaltsam.

Ein wichtiges und inspirierendes Buch

Von: Buchmagie Datum: 21. June 2020

Wie oft wurde die Menstruation als 'Frauenproblem' abgetan, mit der es sich nicht weiter zu beschäftigen galt? Wie oft wurde die Menstruation gar tabuisiert oder wurde nieder geschwiegen, so dass sie ein Geheimnis oder sogar Mysterium wurde, über das nur hinter vorgehaltener Hand geredet wurde? Dabei handelt es sich bei der Menstruation um eine faszinierende Körperfunktion, um die sich immer noch zahlreiche falsche Annahmen ranken. Aus diesem Grund macht sich Franka Frei daran eines der größten Tabus unserer Zeit zu brechen und zeigt auf, welchen gravierenden Einfluss das Schweigen über die Periode auf alle Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens hat... Die Revolution kommt. Und sie wird blutig. Diese Bücher, die alles an die richtige Stelle zu rücken scheinen. Diese Bücher, in denen du dich selbst sooft wiederfindest, dass es schon fast unheimlich zu sein scheint. Die aufgeschriebenen Wörter, diese Gedanken, die dich an manchen Stellen ungläubig den Kopf schütteln lassen, auf anderen Seiten lassen sie dich wissend nicken und manchmal bescheren sie dir so viele 'Aha-Momente' auf einem Schlag, dass es einer Erleuchtung gleich kommt. So viel Inspiration, diese Bücher, von denen du überzeugt bist, dass sie die Welt besser machen könnten, wenn sie nur genügend Leute lesen würden. All das hat "Periode ist politisch" mit mir gemacht. Ein gutes Anzeichen dafür, dass mir ein gelesenes Buch besonders gut gefallen hat, ist, dass ich noch lange, nachdem ich die letzte Seite gelesen habe, immer wieder anfange darüber zu sprechen. Bei Franka Frei's "Periode ist politisch" kam das sogar noch häufiger vor, da das Thema besonders bei Frauen in meinem Alter quasi immer präsent ist. Fast jeden Tag werden wir mit unserer Menstruation in irgendeiner Weise konfrontiert, sei es in der Werbung, wenn wir mit einem schnellen und geübten Griff die Packung Tampons in den Einkaufswagen packen oder gute Miene zum bösen Spiel machen, wenn wir mit einem von Menstruationskrämpfen geplagten Unterleib versuchen unseren Alltag auf die Reihe zu bekommen. Aber vor allem werden wir meistens mit der Periode heimlich konfrontiert, weil es in der Gesellschaft nicht angesagt ist offen über das zu sprechen, was den Alltag von vielen menstruierenden Menschen auf massive Weise beeinflussen kann. Seit ich "Periode ist politisch" gelesen habe, hat in dem Bereich ein Umdenken bei mir statt gefunden. Ich fange an offener zu sein, mich ganz bewusst und vielleicht ein wenig selbstbewusster mit meiner Menstruation auseinander zu setzen und vor allem beginne ich drüber zu reden. Und dabei heraus kam Erstaunliches: in meinem Freundeskreis haben wir uns gefragt, warum wir erst jetzt angefangen haben so ausführlich über die Menstruation zu reden. Schließlich ist es ein gutes Gefühl zu wissen, dass man mit manchen Problemen innerhalb der eigenen Periode nicht alleine ist und sich darüber austauschen kann. Franke Frei hat vieles geschrieben, mit dem ich mich identifizieren konnte. Sie hat vieles geschrieben, dass ich noch nicht wusste oder dass mir nicht bewusst war, beispielsweise der problematische Umgang mit Werbung für Menstruationsprodukte, die genau diese gesellschaftliche Ächtung, dass Frauen in der Öffentlichkeit bluten, ausnutzt, um ihre Produkte zu vermarkten. Franka Frei hat mir beigebracht über den Tellerrand hinauszuschauen und gezeigt, in wie vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens negativ eingegriffen wird, wenn die Menstruation weiterhin tabuisiert wird. Deswegen ist es wichtig, dass solche Bücher in die Welt hinausgetragen werden, denn nur so können Dinge verstanden werden, über die sich manche Menschen wahrscheinlich vorher nie Gedanken gemacht haben, und das Leben menstruierender Menschen in vielerlei Hinsicht verbessert werden. Die Revolution kommt. Und sie wird blutig.

... und Periode ist weder "Frauensache" noch unpolitisch!

Von: oceanloveR Datum: 11. June 2020

[4.5/5] Von dieser Lektüre nehme ich einiges mit und kann sie menstruierenden und nicht-menstruierenden Menschen nur empfehlen; schreibt die Autorin doch frank und frei, ohne sich von Tabus oder Scham aufhalten zu lassen, über die verschiedensten Aspekte der Periode. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie ich eigentlich über dieses Buch gestolpert bin - all zuviel Aufmerksamkeit bekommt es ja nicht. Videotrailer und Leseprobe machten mich jedoch mehr als neugierig, mich zum "Tabuthema" Periode zu belesen. Und das habe ich nicht bereut! Nicht nur schreibt Franka Frei sarkastisch, unterhaltsam und frisch; sie sorgte bei mir dabei auch für einige Aha-Momente. Von Bedeutung für sozialen und finanziellen Gesellschaftsstatus, über kulturelle Stigmata, Produktbandbreite und die Pille zu Auswirkungen auf Umwelt und Ökonomie - das Buch thematisiert eine Menge Aspekte von Menstruation und zeigt, dass sie definitiv kein "Frauenproblem" ist. Weil Menstruation - hey JKR! - weder ausschließlich Frauen* betrifft noch an sich als Problem gesehen werden sollte. Es ist unglaublich, dass Menstruation (immer noch) ein solches Tabuthema ist; so wenig darüber gesprochen und geforscht wird... umso mehr braucht es Bücher wie dieses! Auch das Verlagslabel ist bereits Ausdruck der Marginalisierung und Tabuisierung des Themas; ist Heyne Hardcore doch ein Label für "unkonventionelle, kritische, unbequeme Alternativen abseits ausgetretener Mainstream-Pfade" und veröffentlicht sonst vor allem Underground, Erotik, Rock ’n’ Roll und Spannung. Ganz oft habe ich beim Lesen zustimmend mit dem Kopf genickt oder selbigen ungläubig geschüttelt, so manches Mal verblüfft oder überrascht die Augen aufgerissen oder gar das Internet durchforstet. Gerade über die Pillenpause als "Friedensangebot" an die Kirche stolperte ich ^^ Kleine Kritik gibt es für den stellenweise belehrend wirkenden Ton - gerade bezüglich Menstruationsprodukte positioniert sich die Autorin mehrfach deutlich und lässt wenig Raum für Diskussion. Aber in Ordnung, das Buch heißt ja auch Manifest und nur weil eine Meinung geäußert wird, muss ich der ja nicht blind folgen, sondern kann eigene Recherche anstellen und/oder eine eigene Einstellung entwickeln/haben. Bezüglich Patriarchat, Homo- und Transphobie, oder was Menschen noch für unlogischen Hass entwickeln können, kann ich ihre Statements jedoch nur lauthals bejahen, wir brauchen (leider) viel mehr öffentlichen Stimmen, die benennen, was schiefläuft und warum wir in unseren Köpfen ausmisten müssen!

Für die Enttabuisierung der Menstruation

Von: Naraya Datum: 05. June 2020

Eigentlich wollte Franka Frei nur ihre Bachelorarbeit verfassen. Doch als sich zunehmend Professoren und auch Professorinnen weigerten, das Thema Menstruation zu genehmigen und zu begleiten und sie außerdem darauf hinwiesen, es habe keinerlei aktuelle Relevanz, begann die Autorin nachzuforschen. Aus einer rein wissenschaftlichen Recherche wurde ein weit größeres Anliegen, aus der Studentin Franka Frei eine Aktivistin für das Thema Menstruation - eine Tätigkeit, die sie rund um den Globus zu vielen spannenden Frauen schicken sollte. Von diesen Erlebnissen berichtet sie nun in "Periode ist politisch", nimmt sich aber auch wissenswerten Fakten und Zahlen an. Ihr Schreibstil ist zuweilen sehr flapsig, das erleichtert aber den Zugang zu einer Materie, die mit unglaublich vielen Tabus und Vorurteilen belegt ist. Das Thema Menstruation betrifft etwa die Hälfte der Weltbevölkerung. Dennoch wird dazu kaum geforscht und wenig darüber gesprochen. Frauen verbergen ihre Monatsblutung so gut es geht, schmuggeln Binden und Tampons heimlich auf die Toilette im Büro oder Restaurant. Auch die Werbung für Periodenartikel suggeriert Dinge, die nicht der Wahrheit entsprechen. Menstruationsblut wird als klare bläuliche Flüssigkeit dargestellt und die gezeigten vornehmlich jungen hübschen Frauen sprühen während ihrer Periode geradzu vor Energie, um Reiten, Wandern oder Tennis spielen zu gehen. Die Realität sieht da ganz anders aus. Viele Frauen leiden an (teilweise undiagnostizierten) Leiden wie Zysten oder Endometriose. Ihre Periode ist so schmerzhaft, dass sie sich nur mit Mühe zur Arbeit schleppen können. An Freizeitaktivitäten ist nicht zu denken. Zusätzlich müssen sie noch neunmalkluge Bemerkungen über sich ergehen lassen: "Die Periode ist doch keine Krankheit!" oder "Ach, bist Du heute wieder schwierig, Du hast wohl Deine Tage" - mal ehrlich, welche Frau hat das noch nicht gehört? Dabei sind die Ausprägungen von Frau zu Frau unterschiedlich und, wie Franka Frei richtig bemerkt, es menstruieren nicht nur Frauen; eine Feststellung, die sie durch Verwendung des Gendersternchens im gesamten Text noch unterstreicht. Auch der Blick in andere Länder darf in diesem Buch nicht fehlen. So trifft die Autorin Frauen aus Indien, Pakistan oder Bangladesh, die es sich zum Ziel gesetzt haben, mit dem Tabu der Menstruation aufzuräumen. Während für deutsche Frauen die Periode zwar lästig und schmerzhaft sein kann, bedeutet sie in anderswo auf der Welt den Verlust der Arbeitskraft und damit des dringend benötigten Einkommens. Oft gilt die Frau während ihrer Tage als unrein und darf entsprechend nicht mit anderen in Berührung kommen. Dies führt sogar dazu, dass Mädchen ab der ersten Blutung häufig nicht mehr zur Schule gehen können, weil Periodenartikel zu teuer für die Familie sind. Zudem müssen sie für die Dauer ihrer Menstruation isoliert von ihrer Familie im Freien oder extra dafür gebauten Menstuationshütten verbringen. Was es für diese jungen Mädchen bedeutet, ohne den Schutz ihrer Familie ständig Angst vor Vergewaltigungen haben zu müssen und welche Chancen ihnen ohne Schulbildung bleiben, das kann man sich gut ausrechnen. Ein Thema ohne aktuelle Relevanz? Wohl kaum. Doch Franka Frei leistet in ihrem Buch noch mehr. Sie nimmt Trumps Wahlkampf ebenso unter die Lupe wie die verschiedensten historischen Theorien zum Wesen der Frau. Sie räumt mit Mythen rund um das Thema auf und erklärt noch einmal die biologischen Grundlagen. Ein wichtiges und spannendes Buch über einen ganz natürlichen Vorgang, dem wir alle unsere Existenz verdanken und der daher dringend enttabuisiert werden muss. Denn Periode, das beweist die Autorin, ist mehr als nur eklig und unbequem, sie ist politisch.

Menstruation darf kein Tabu mehr sein!

Von: Sandra Mickler - swiaty.library Datum: 02. June 2020

Cover & Titel Der Titel beschreibt genau das, was die Periode in unserer Gesellschaft ist: Politisch. Das Cover ist absolut passend. Ich glaube es braucht gar keiner weiteren Worte. Und wer das eklig oder abstoßend findet, sollte noch genauer hinsehen. Wegschauen kann jeder. Thematik & Schreibstil Die Thematik ist eine sehr wichtige und leider noch heute sehr mit Tabus behaftet. Was absolut schade ist, da es nicht nur uns betrifft, sondern auch viele Frauen in anderen Ländern, wo die vollkommen natürliche Menstruation so behandelt wird, als seien junge Mädchen und Frauen krank, würden Viren übertragen und mehr. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Sie werden anhand ihrer Menstruation ausgegrenzt, übernachten in Hütten, die extra dafür gedacht sind. Sie gelten als unrein. Und nicht nur das, es fehlt ihnen auch an Möglichkeiten gut durch die Tage zu kommen. Tampons? Binden? Oder doch waschbare Binden? Fehlanzeige! Es werden dreckige Lumpen genommen und nicht selten kommt es zu Infektionen. Und noch viel mehr, denn auch alte Meinungen, ohne Sinn und Verstand, wie zum Beispiel von Prophet Moses oder Hildegard von Bingen halten sich hartnäckig und machen es schwer, die Periode zu entabuisieren. Und wäre all das nicht genug, gibt es auch noch das sogenannte #mansplaining. Männer wollen erklären... Ähm, danke, fein. Die Autorin Franka Frei bringt mit ihrem Buch "Periode ist politisch - Ein Manifest gegen das Menstruationstabu" die Thematik auf den Punkt. Sie zeigt auf, warum es eine neue Periodenrevolution braucht, warum es das globale Menstruationstabu gibt, räumt mit alten Aussagen auf und mit dem Geschäft der Scham. Und noch so, so viel mehr, was sich nicht in einer einzigen Rezension beschreiben ließe. Dieses Buch muss man gelesen haben, um zu verstehen und auch Männer sollten es lesen, denn auch ihr könnt euren Teil dazu beitragen, ohne dem Mansplaining zu verfallen.

Wichtiger Tabubruch

Von: Literatouristik Datum: 13. May 2020

Das Thema Menstruation wird hier aus mehreren Sichten beleuchtet und somit ein wenig aus seiner Tabu-Ecke befreit. Ein Thema, über das man offener reden können sollte, ob menstruierender oder auch nicht menstruierender Mensch.

Periode ist Politisch

Von: Matilda Datum: 05. May 2020

Franka Frei erklärt in ihrem Buch „Periode ist Politisch“, sachlich und mit etwas Humor, wieso man offen über die Periode reden sollte, statt sie als etwas widerliches und unreines anzusehen. Ich finde das Buch ist sowohl für Frauen als auch für Männer geeignet, da es neben der Periode auch um viele andere Themen geht, welche uns alle betreffen, wie Geschlechtsverkehr, Körperbehaarung und vieles mehr. Meiner Meinung nach eine Leseempfehlung!

Wir wollen Blut sehen!

Von: Schwarzbuntmärchen Datum: 05. May 2020

Dieses Buch ist absolut lesenswert! Unterhaltsam - aber niemals albern oder gar peinlich - wird hier Interessantes, Historisches und auch mal Befremdliches zum Thema Menstruation aus der Tabu-Ecke befreit und völlig unverkrampft präsentiert! Interessant für menstruierende und nicht menstruierende Menschen aller Altersstufen - und ganz bestimmt ein Topp-Tipp für jede Mittelstufenbücherei und die Bücherregale von Jugendtreffs und Schulklassen besonders in der Sekundarstufe I (aber auch danach durchaus lesenswert). Die Periode ist politisch! Schluss mit dem Tabu und all den Vorurteilen und dem Halbwissen rund um das Thema Menstruation: Wir wollen Blut sehen!!!

Informativ, klug, kritisch und kraftvoll

Von: Livia Datum: 29. April 2020

Inhalt: In kurzen und flüssig zu lesenden Kapiteln werden nicht nur diverse Periodenprodukte und deren Einsatz, sowie zahlreiche informative Fakten, sondern vor allem auch menstruierende Personen aus verschiedenen Teilen der Welt und ihre Lebensumstände vorgestellt. Die Autorin hat auf ihren Reisen Gespräche mit sehr vielen Menschen geführt und dabei herausfinden und nachvollziehbar aufbereiten können, inwiefern Menstruierenden oft der Zugang zu Bildung, Integration in die Gesellschaft und Selbstbestimmung erschwert oder gar verweigert wird und welche Probleme daraus für ganze Familien, Wirtschaftszweige und Länder entstehen können. Meine Meinung: "Periode ist politisch" hat mich fasziniert, sehr gut unterhalten, mit lesenswerten Infos versorgt und mir ein paar Zusammenhänge aufgezeigt, die mir zwar schon bewusst waren, deren Ausmass ich mir aber noch nie so ausführlich vor Augen geführt habe. Besonders gut gefallen haben mir die Vielseitigkeit dieses Buches und der Aufbau, der durch die sinnvolle Einteilung der Kapitel sehr stimmig wirkt. Zuerst wird ganz allgemein erklärt, in welchen Bereichen die Verteufelung der Menstruation seit Jahrhunderten anhält und die Autorin geht dieses Thema äusserst kritisch, aber auch humorvoll an und verleiht fleissig goldene Erdbeeren für diese Menschen/Gruppen, welche menstruierende Personen gezielt diskriminieren, Falschinformationen und Menstruationsmythen verbreiten und sich damit gegen die Wissenschaft, den Fortschritt und die Menschenrechte stellen. Weiter werden die Steuer auf Menstruationsprodukte, die Werbefarcen von Herstellern ebendieser, die Rechte, Bildungschancen und Zukunftsperspektiven von Menstruierenden in Indien und Pakistan beleuchtet und es wird dargestellt, wie sich Periodenscham und Unterdrückung auf einzelne Personen, Länder, die Wirtschaft und letztendlich uns alle auswirken kann. Ein kleiner Hinweis an den Verlag, den ich aber nicht in die Beurteilung einbeziehen werde, erlaube ich mir aber hier trotzdem noch zu platzieren: erstaunlich viele Druckfehler haben sich in dieses Buch geschlichen, da hätte ich mir ein genaueres Lektorat gewünscht. Weshalb ist dieses Buch ein Muss für alle? Periodenscham geht uns alle an, weil ca. die Hälfte der Weltbevölkerung viele Jahre ihres Lebens menstruiert und trotzdem fast gar nie über dieses wichtige Thema gesprochen wird. Damit wird aber bereits jungen Menstruierenden suggeriert, die Vorgänge in ihrem Körper seien irgendwie komisch und unrein und die damit einhergehenden Symptome seien naturgegeben. Wie aber soll man, wenn dieses Thema stets totgeschwiegen wird, erkennen, was denn eigentlich im Körper abgeht, welche Begleiterscheinungen noch zu erwarten sind und welche bereits gefährliche Symptome für schwere Erkrankungen sein können, die vielleicht einmal von einer Fachperson begutachtet werden müssten? "Stell dich nicht so an, ist doch nur Blut", "Du hast doch nur wieder deine Tage" oder "Das geht halt allen Frauen so" sind nicht nur Aussagen, die fast alle von uns kennen, sondern die erstens eine (wahlweise sexistische und/oder rassistische oder sogar religiös begründete) Herabwürdigung von menstruierenden Personen sind - also vor allem von Frauen, die so oder so schon benachteiligt werden und dann aufgrund ihrer Menstruation zusätzliche Benachteiligungen erleben müssen - und zweitens auch gefährlich sein können, weil sie dazu anregen, wichtige Symptome von ernsten Erkrankungen zu ignorieren. Noch heute wird beispielsweise Endometriose auch von Gynäkolog*innen oft nicht erkannt, einige Freundinnen von mir können davon ein Lied singen. Jungen Menstruierenden wird gedankenlos die Pille verschrieben und Alternativen zu Tampons und Binden sind kaum bekannt. Nur, wer sich aber ganzheitlich informieren und dann aus einem breiten Angebot auswählen kann und nur wer aufgrund der Menstruation keine Benachteiligung in der Ausbildung und beim Ausüben eines Berufs, aber auch in einer Beziehung, religiösen Gemeinschaft, im Verein und generell im Privatleben erfährt, kann sein Leben als Mensch vollwertig und gleichberechtigt leben. Genau in diese Richtung, also hin zu Aufklärung, Information, breitem Austausch und Ländergrenzen überwindender Gemeinschaft appelliert und arbeitet dieses Buch, weshalb ich es euch allen sehr gerne empfehle. Meine Empfehlung als Fazit: "Periode ist politisch" ist informativ, umfassend und sehr verständlich geschrieben und deshalb in meinen Augen ein Buch, das wirklich von allen Menschen, egal welchen Geschlechts und Alters, gelesen werden sollte. Komplexe und weitreichende gesellschaftliche und strukturelle Zusammenhänge und Schwierigkeiten werden aufgezeigt und können allen Leser*innen ins Bewusstsein rufen, dass eine - in unseren Augen - kleine Menge Blut eben nicht überall auf der Welt die gleiche Bedeutung hat.

Bitte lest dieses Buch!

Von: Valerie Datum: 20. April 2020

„Es fehlt an Bewusstsein für die Existenz des Zyklus, für weibliche Sexualität, weibliche Lust und alles, was damit zusammenhängt. Und uns fehlt es an Selbstbewusstsein, um aufzustehen und zu sagen: «Wir bluten. Get over it.»“ Die Hälfte der Weltbevölkerung menstruiert über einen großen Teil ihres Lebens. Eigentlich ein Wunder, dass wir so wenig darüber sprechen. Franka Frei erklärt in ihrem Manifest, wie es dazu gekommen ist und wieso es sich dringend ändern sollte. Ich fand das Buch sehr spannend zu lesen. Franka Frei schreibt mit einem sarkastisch-humorvollen, flüssigen Schreibstil. Sie beleuchtet das Thema von allen Seiten und man merkt, dass sie sich sehr ausführlich mit dem Thema beschäftigt hat. Kein Aspekt kommt zu kurz: so schreibt sie u.a. darüber, dass Millionen Frauen nicht wissen, dass man unter der Pille keine Menstruation hat, sondern eine Abbruchblutung, und dass diese eigentlich umsonst ist (außer, dass sie der Menstruationsprodukte-Industrie hilft). Auch die Berichte über die Situation in Pakistan, Indien und Nepal fand ich sehr anschaulich. Ich hatte einige schlechte Bewertungen über das Buch gelesen, z.B. dass medizinische Fakten nicht korrekt dargestellt seien – dem kann ich nicht zustimmen, mir scheint das Buch sehr gut recherchiert. Franka Frei ist mit diesem Manifest ein sehr wichtiges Buch gelungen, das ich jedem (ob Frau oder Mann) nur empfehlen kann! Ich hoffe sehr, dass Frau Frei in Zukunft weitere Bücher schreiben wird, ich werde sie auf jeden Fall lesen.

Wichtiges Thema in unterschiedlichen Zusammenhängen betrachtet

Von: Fleurdesel Datum: 15. April 2020

"Periode ist politisch" ist ein Buch, das (nicht nur) Menstruation in (fast) all ihren Facetten aufgreift und somit einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über fragwürdige Gerüchte (menstruierende Menschen sind gefährlich?!), Missverständnisse (Tassen, die Menstruationsblut auffangen?!) und die gesellschaftlichen Mechanismen in verschiedenen Ländern der Erde leistet, die dazu führen, dass Menstruation auch heute noch ein Thema ist, das zwar direkt oder indirekt jede*n betrifft, von dem in der Öffentlichkeit aber verhältnismäßig selten die Rede ist. Franka Frei schafft es historische, globale und kulturelle Zusammenhänge unterhaltsam zu präsentieren und greift dabei immer wieder auf ihre persönlichen Erlebnisse in der Konfrontation anderer und sich selbst mit dem Thema Periode zurück, sodass sich viele Leser*innen wohl mit der ein oder anderen Situation identifizieren können. Die thematische Gliederung des Buchs ist der einzige Punkt, der mir persönlich beim Lesen teilweise Schwierigkeiten bereitet hat, da die "Reiseberichte", die den Umgang mit dem Thema Periode in Ländern wie Indien und Pakistan anhand von verschiedenen Organisationen und Personen, die die Autorin besucht hat, eindrucksvoll zeigen, mit anderen Themen wie der Vermarktung von Menstruationsprodukten, nicht nur dort vorhandenen Mythen und zum Beispiel auch dem Zusammenhang von Sprache und Weiblichkeit in Deutschland vermischt wurden. Das zeigt zwar umso mehr die globale, auf verschiedensten Ebenen verwobene Bedeutung und damit die Komplexität des Themas, eine klarere Untergliederung in beispielsweise die Beschreibung der Situation und einer anschließenden Betrachtung der verschiedenen Auswirkungen auf persönlicher, gesellschaftlicher, wirtschaflticher, politischer und globaler Ebene getrennt von den allgemeinen (mir nicht immer ganz neuen) Fakten und Mythen zu Menstruation, hätte zumindest mir persönlich geholfen, den Ausführungen aufmerksamer folgen zu können. Insgesamt trotzdem ein lesenswertes Buch, was die Periode von persönlichen Erfahrungen bis hin zu globalen Zusammenhängen thematisiert und zeigt, dass sie auch in unserem Alltag einen bedeutsameren Platz verdient hätte.

Es ist ein Genuss, dieses Buch zu lesen!

Von: Leyla Datum: 15. April 2020

Ja, wirklich, anders kann ich es nicht ausdrücken! Ich habe es genossen, fast jede Seite war ein befreiendes und befriedigendes Gefühl. Vor Jahren mal versuchte ich in meinem Umfeld, mehr über den ganzen Menstruationszyklus zu sprechen. Mir wurde allgemein zugestimmt, dass es ein wichtiges Thema sei... Aber was konkretes erzählte dann doch niemand. Das zeigt nur, wie das Tabu noch so sehr wirkt, dass viele Frauen wenig darauf achten, was während des Zyklus passiert. Das höchste der Gefühle war nur: Schmerzen oder nicht? Dabei gibt es soviel mehr zu sagen! So liebe ich z.B. meine kreativen Phasen, die mich regelmäßig zu Höchstleistungen befähigen, sich aber wie lässiges aus dem Ärmel schütteln anfühlen! Zwei Kritikpunkte habe ich: 1. Ich unterstütze die berechtigten Forderungen von Menschen, die zum Beispiel bei der Geschlechtsfrage "divers" ankreuzen. Niemand soll aufgrund des Geschlechts diskriminiert werden. Aber bitte schön - auch nicht wir Frauen! Es darf auch mal nur von Frauen gesprochen werden, ohne gleich angemacht zu werden, man würde allein dadurch andere ausgrenzen. Am schlimmsten ist das in meinen persönlichen Erfahrungen ausgerechneten beim internationalen Frauentag geworden! Das wird von der Autorin nicht richtig geklärt, finde ich. Am Anfang des Buches wirkt ihre Erklärung etwas abstoßend und konstruiert. 2. Periode ist politisch - aber wenn das Buch politisch wird, wird es schwach. Berechtigt wird der Kapitalismus kritisiert, aber nur in einzelnen Seiten, um dann doch mit Vorteilen für das BIP zu argumentieren und auf die heutigen Politiker zu setzen. So werden wir den Kapitalismus weder überwinden, noch uns "unabhängig von den Konzernen" machen (können). Die Befreiung der Frau wird nur dann zur Perspektive, wenn wir über den Kapitalismus hinaus denken und ihn irgendwann überwinden. Warum ich trotzdem volle Punkte gebe? Weil das einfach 2 Fragen sind, die geklärt werden müssen. Und geklärt werden können nur Dinge, über die gesprochen wird - genauso wie über die Menstruation. Dieses Buch bricht ein Tabu. Es ist leicht verständlich, frisch und lebendig geschrieben. Meiner Meinung sollte es Pflichtlektüre werden in den Schulen - und zwar für alle, egal welches Geschlecht! Vielen lieben Dank an Franka Frei!

Wichtiges Manifest

Von: girl.with.the.bookshelves Datum: 14. April 2020

In vielen Länder ist die Periode noch immer das sprichwörtliche rote Tuch. In vielen? Naja, eigentlich in allen. Ja, auch in den westlichen Ländern. Auch hier ist es am besten, die Periode zu verstecken (schon mal ganz offen einen Tampon mit auf die Toilette genommen?) und sie zu verschweigen, Aufklärung zum weiblichen* Zyklus und zur weiblichen* Anatomie generell wird in den Schulen eher sparsam betrieben, Ärtz*innen erkennen eine Endometriose in den seltensten Fällen. Frei @frankafrei will das Tabu brechen und hat sich dazu nicht nur auf eine Reise in ferne Länder begeben, sondern auch die hiesige Tabuisierung von Menstruation beleuchtet. Denn damit hängen nicht nur kulturelle und religiöse Stigmatisierungen zusammen, wie Frei sie auf ihrer Reise zuhauf antrifft. Periode hat mit weitaus mehr zu tun als „nur“ Blut. Steuer auf Periodenprodukte, perfide Werbung, Umweltverschmutzung durch Einmalprodukte - da scheint eine ganze Reihe von Themenfeldern auf. Auf eine höhere Ebene gebracht, ist die Tabuisierung der Periode symptomatisch für das Unwissen über und die Stigmatisierung des „mangelhaften“ weiblichen Körpers. Um unsere Körper zu „normalisieren“, verstecken wir sie also und reden nicht darüber, was bei den meisten von uns jeden Monat passiert. Frauen* sollten dieses Buch unbedingt lesen, um zu verstehen, was mit ihren Körpern geschieht und warum das ein Politikum ist. Zwei Kritikpunkte habe ich jedoch: Erstens die etwas schwammige Bezeichnung der Blutung in der ggf. monatlichen Pillenpause als „Fake-Blutung“ („Hormonentzugsblutung“ oder wie der bspw. bei Sabine Kray verwendete Begriff „Abbruchblutung“ wären besser geeignet, um den Mechanismus zu verstehen) und das erste Drittel des Endes, in dem eine Perioden-positive Utopie entworfen wird. Ich weiß, dass dies teilweise analog zum vielbeschworenen „Penisneid“ zu lesen ist, allerdings finde ich es schwierig, ein Thema, das normalisiert werden soll, so zu überhöhen.

Wir wollen Blut sehen!

Von: Laura Datum: 13. April 2020

Ein Buch, das dringend nötig ist, in meinen Augen. Dass es bei "Heyne Hardcore" erscheint, ist nur eines der Signale, dass die Enttabuisierung der Periode noch in den Kinderschuhen steckt! Franka Frei erläutert im lockeren Plauderton viele Probleme, die Frauen betreffen, die menstruieren. Angefangen von der "Luxussteuer" bis hin zu dem geflüsterten "Hast du mal nen Stöpsel?" an die beste Freundin am Essenstisch, weil man sich nicht traut, es laut zu sagen. Franka Frei hat hiermit ein Buch vorgelegt, das nicht nur einfühlsam und locker ist, sondern auch Augen öffnend und in meinen Augen ein sehr wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich werde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen!

Periode ist politsich und das sollte jeder wissen

Von: Alexandra Datum: 13. April 2020

Franka Frei greift mit diesem Buch ein Thema auf, das in unserer Gesellschaft einen viel zu kleinen Stellenwert hat. Und dabei betrifft es doch die Hälfte der Weltbevölkerung. Mit Humor und einem tollen Schreibstil hat mich ihr Buch gefesselt, sodass ich es nicht mehr weglegen konnte. Einiges lässt mich einfach nur staunen.. Da dachte ich, ich wüsste so einigermaßen über mich selbst Bescheid, doch Franka Frei belehrte mich eines Besseren. 'Periode ist politisch' ist eine klare Empfehlung von mir für alle, die mehr über das Thema Menstruation erfahren wollen, sollten, aber vor allem auch für diejenigen, die das überhaupt nicht wollen, genau euch wird dieses Buch die Augen öffnen, und uns alle hoffentlich zumindest ein Stück weit in die richtige Richtung schubsen.

Gut recherchiert, informativ und witzig

Von: Sarah Datum: 13. April 2020

Die Autorin verzichtet auf umständlich umschriebene Szenarios und spricht einfach alles an, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Auch wenn sehr viele Informationen vermittelt werden, wirkt es nicht unbedingt wie Sachlektüre. Meiner Meinung ist es sehr leicht zu lesen und man muss öfters schmunzeln über die Beschreibungen. Weiterhin wird endlich ein Tabuthema angesprochen, was überhaupt kein Tabu sein sollte und einfach nur natürlich ist. Ich stimme zwar nicht mit allen Positionen hundert Prozent überein, jedoch finde ich es gut, da man dadurch kritisch reflektiert und noch mehr davon mitnehmen kann. Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!

Überzeugt!

Von: gnuzii Datum: 13. April 2020

Ich hatte anfangs etwas Angst, dass dieses Buch zu "drüber" ist und man es schnell in die "Femicore-Ecke" stellt, aber das ist nicht der Fall. Franka Frei argumentiert sehr sachlich (zuweilen auch emotional, aber an Stellen, an denen es durchaus gerechtfertigt ist) und zeigt fundiert auf, dass das heutige Tabuthema "Menstruation" eines ist, welches endlich mal thematisiert gehört. Die Hälfte der Bevölkerung menstruiert und niemand redet darüber. Vielmehr wird frau suggeriert, die Menstruation sei etwas ekliges - währenddessen hat man sich unwohl zu fühlen und vor allem sollte man darauf bedacht sein, dass das alles im Verborgenen passieren muss. Wie furchtbar peinlich ist es denn, wenn einem ein Tampon aus der Tasche fällt!!!! Freis gelungenes Buch ist wahrlich ein Manifest für das Natürliche!

ein Buch über dieses Thema war längst überfällig! unbedingt lesen!

Von: frau-croi Datum: 12. April 2020

Der Zyklus ist so ein wichtiges Thema für Frauen. Es war längst überfällig, dass dieses Thema präsenter wird. Zum Glück passiert dies jetzt über neue Periodenprodukte, youtube-videos, Zyklus-Apps oder eben dieses Buch. Seit ich mich mit meinem Zyklus auseinandersetze, geht es mir so viel besser - schlechte Laune, kopfschmerzen, "Fressattacken"... sind jetzt viel besser planbar - dank meiner Zyklus-App ;). Auch die Menstruationstasse erhöht die Lebensqualität deutlich. Ich bin so glücklich, dass ich mittlerweile "im Einklang mit meinem Zyklus" lebe. Ich wünschte, ich hätte das viel früher schon gemacht. Auch dass das Thema vielen so peinlich ist, nicht nur Teenies, sondern auch Erwachsenen. Dagegen muss man auch angehen. Wenn man das buch liest, merkt man, wie peinlich es ist, dass es einem peinlich ist. Sie beschreibt das echt gut. Man kann das Buch allgemein gut einfach so runter lesen - es sei denn man will sich Notizen machen beim Lesen. Zum vertiefen gibt es ja die Quellen. Mit dem Kapitel über die Pille bin ich nicht so einverstanden, wer sich die Pille verschreiben lassen will, sollte sich unbedingt von der Gynäkologin beraten lassen.

sollte pflichtlektüre für teenies sein! (und für viele erwachsene auch noch!)

Von: june87 Datum: 12. April 2020

ich freue mich sehr, dass ich das Buch testlesen durfte. Das ist so ein wichtiges Thema, das das Leben von uns Frauen so beeinflusst. Das meiste war zwar nichts neues für mich, da ich mich schon lange mit meinem Zyklus beschäftigt habe, da er die Lebensqualität so beeinflusst. Und auch die "Verklemmtheit" mit dem Thema muss aufhören. Sie beschreibt das ganze auch sehr gut! Es ist trotzdem gut (auch wenn das meiste für erwachsene Frauen hoffentlich nichts neues ist), dass man das ganze Thema mal niedergeschrieben vor sich hat. Ich hätte mich als Teenie sehr gefreut, wenn cih dieses buch gehabt hätte und es schon mehr offeneren Umgang damals gegeben hätte.

Starke Empfehlung

Von: Michelle Meinold Datum: 12. April 2020

Cover/Titel/Klappentext: Mich persönlich hat sowohl das Cover, als auch der Titel sofort angesprochen, sodass ich mir direkt den Klappentext genauer ansehen musste. Auch dieser ist meiner Meinung nach sehr ansprechend formuliert und fasst gut zusammen, was in diesem Buch auf den Leser zukommt. Schreibstil: Franka Frei hat einen flüssigen und ironischen Schreibstil, der sich sehr angenehm lesen lässt. Sie schreibt leicht verständlich und versieht all ihre Darlegungen mit Fußnoten. Inhalt: Dieses Buch gibt dem Leser alle möglichen Fakten rund um die Periode mit auf den Weg. So geht es beispielsweise um andere Kulturen und wie die Periode dort beurteilt oder auch verurteilt und teilweise regelrecht verteufelt wird. Außerdem hat sich die Autorin damit beschäftigt, wie die Periode und ihr Tabu den Alltag oder das Berufsleben menstruierender Menschen beeinflusst. Fazit: Ich bin positiv überrascht von diesem Buch. Normalerweise bin ich kein Fan von Sachbüchern, sie sind oft langweilig geschrieben und können mich nicht wirklich fesseln. Doch hier war es anders. Durch den angenehmen Schreibstil hatte ich Spaß am Lesen und das Thema wurde wirklich gut behandelt. Wer Interesse an diesem Thema hat sollte das Buch unbedingt lesen.

Super informativ

Von: Suse Datum: 11. April 2020

Es ist an der Zeit, eines der größten Tabus unserer Gesellschaft zu brechen. Was haben eine deutsche Hausfrau, die dänische Kronprinzessin und eine indonesische Fabrikarbeiterin gemeinsam? Sie menstruieren. Zumindest potenziell, denn sie gehören zu jenem Teil der Weltbevölkerung, der einen Zyklus hat. Die sagenumwobene Menstruation, Periode oder Erdbeerwoche machen weder Halt vor Herkunft noch vor Religion oder Klasse. Die Menstruation ist eine faszinierende Körperfunktion, dennoch gilt sie häufig als Tabu, was weitreichende Konsequenzen für die Umwelt, Wirtschaft und Geschlechtergleichstellung hat. Also ab in die Tonne mit dem Tabu! Franka Frei zeigt, wie das Menstruationstabu großen Schaden anrichtet, und dass es höchste Zeit ist, etwas dagegen zu tun. Die Autorin: Franka Frei, 1995 in Köln geboren und im österreichischen Salzburg aufgewachsen, wurde quasi aus Versehen zur Expertin auf einem Gebiet, das sie seitdem nicht mehr loslässt. Seit ihrem Bachelor-Abschluss im Fach Angewandte Medien und dem plötzlichen Viral-Gehen in den sozialen Medien ist sie Menstruationsaktivistin – ein Vollzeitjob, der selbst im hippen Berlin Fragezeichen in die Gesichter zeichnet. Wenn sie nicht gerade in der Gender Studies-Vorlesung an der Humboldt-Universität sitzt, hält Franka Frei Vorträge an Universitäten, Volkshochschulen und Festivals im In- und Ausland und tritt bei Science Slams auf. Meine Meinung: Durch den Titel und das Cover angesprochen musste ich mir das Buch doch mal genauer anschauen. Auch der Klappentext hat mich sehr interessiert. Man sollte gleich vorweg sagen, dieses Buch ist nicht nur für Frauen geeignet. Auch die Männer sollten sich dieses Buch zu Gemüte führen. Man bekommt so viele informative Sachen geboten. Angefangen bei anderen Kulturen und Lebensweisen, wie wird die Periode dort gesehen oder auch verteufelt. Was macht es mit uns Frauen, im Alltag und im Berufsleben. Und natürlich auch viele Fakten rund um die Monatsblutung. Vieles Neues konnte ich lernen und entdecken. Der Schreibstil ist super flüssig und wirklich toll zu lesen. Die Autorin hat selbst einige Länder bereist und weiß wovon sie schreibt, das merkt man dem Buch an. Für mich war es ein Genuss. Ich mochte es sehr und kann es jedem nur empfehlen. Eine ganz klare Empfehlung.

Mir war nicht bewusst, welche großen Auswirkungen dieses Tabu hat. Bis ich dieses Manifest las.

Von: Sonja Seinke Datum: 11. April 2020

Vielen Dank, liebe Frau Frei, für dieses ehrlich lehrreiche und längst überfällige „Manifest gegen das Menstruationstabu“! Hätte mich jemand vor dem Lesen dieses Buches gefragt, ob das Thema Menstruation für mich mit einem Tabu belegt ist, hätte ich glatt mit „nein“ geantwortet. Doch dieses Werk hat mir die Augen geöffnet und ich bin, ehrlich gesagt, tatsächlich etwas schockiert darüber, wie wenig aufgeklärt wir sogar in der westlichen Welt über diesen Themenkomplex sind – mich selbst eingeschlossen. Hier und da für meinen Geschmack zwar etwas zornig geschrieben, was ich jedoch sogar nachvollziehen kann, schafft es Franka Frei insgesamt, viele Fakten über ein eben immer noch „heikles Thema“ unterhaltsam verpackt rüberzubringen, ohne dass sie dabei jemals belehrend rüberkommt. Ich bin dankbar, sowohl noch einiges über meinen eigenen Körper und seine Funktionen, als auch über die größeren Auswirkungen der Menstruation z.B. auf die Gleichberechtigung und über wirtschaftliche sowie umweltpolitische Zusammenhänge gelernt zu haben und ich kann jedem Menschen, menstruierend oder nicht, das Lesen dieses Manifestes empfehlen. Es öffnet die Augen. Nie wieder werde ich künftig verschämt flüsternd meine Freundin fragen, ob sie mal einen „ob“ hat! Nix da! Ab sofort wird diese Frage in einer ganz normalen Lautstärke gestellt! Da geht es nämlich schon los, das Tabu. Und es endet bei Mädchen in anderen Ländern, die die Schule abbrechen, sobald sie ihre Tage bekommen und somit keine Chance haben, jemals auf eigenen Füßen zu stehen. Das alles und noch viel mehr erklärt Franka Frei ausführlich, gut recherchiert und sachlich. Unterhaltsam untermalt wird das Ganze von Reiseberichten zu Mitstreiterinnen auf der ganzen Welt und Darstellungen von teils haarsträubenden (früheren) wissenschaftlichen, philosophischen und religiösen Theorien über die Menstruation. Ein wirklich gutes Buch über ein Thema, das es wert ist, sich einmal damit zu befassen.

Unbedingt lesen!

Von: Katy15986 Datum: 11. April 2020

Endlich mal eine Frau die sich traut, öffentlich über das "Tabu" der Menstruation zu sprechen. Franka Frei nimmt uns mit auf Ihre Reisen und erzählt uns von Ihren Gesprächen mit Frauen aus anderen Ländern. Warum die Menstruation allerdings immer noch so ein Tabuthema ist, kann ich leider nicht verstehen. Überall sieht man nackte Frauen, doch die Monatsblutung wird in vielen Kulturen noch als Unglücksbringer und als schmutzig angesehen. Dabei trägt sie doch unvermeidlich zur Frauengesundheit bei und ist sehr wichtig für die Fortpflanzung. Warum dieses Thema allerdings immer noch als Tabuthema gilt, für mich unerklärlich, denn ohne die Menstruation gäbe es uns ja nicht und wir können stolz auf diese von der Natur erschaffene Funktion unserers Körpers sein. Das Thema der Periodenarmut hat mich sehr aufgewühlt und mir vor Augen geführt wie gut es uns Frauen in Deutschland eigentlich geht. Es gibt auch ein paar Anekdoten im Buch über die ich schmunzeln musste. Dies ist das erste Sach-/Fachbuch, bei dem ich wirklich jedes Kapitel gelesen habe ohne Seiten zu überspringen!

Stolz statt Scham!

Von: Alinskaja Datum: 10. April 2020

Als dieses Rezensionsexemplar mir genehmigt wurde habe ich mich riesig gefreut! Denn zugegeben ist mir das Thema Periode selbst immer sehr unangenehm gewesen. Peinliche Erinnerungen und Scham - das habe ich mit meiner Blutung verbunden. Gesprächsthema war die Menstruation für mich nicht. Ein paar Tage im Monat habe ich sie ertragen und alle Menschen angefaucht, die den Kommentar "Hast du schon wieder deine Tage?" haben fallen lassen. Die liebe Rebecca Chelbea hat mich durch ihre Instagrambeiträge wieder neugierig auf das Thema gemacht. In erster Linie bin ich ihr gefolgt, weil sie so viel über Nachhaltigkeit und Selbstliebe spricht. Menstruation ist für sie ein genau so wichtiges Thema, was mich dazu angeregt hat, meine Sichtweise nochmal zu überdenken. Die Veröffentlichung von "Periode ist Politisch" hätte für mich kein besserer Zeitpunkt sein können! Mit großem Wissensdurst und vielen Wissenslücken habe ich das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen. Franka Frei hat einen sehr witzigen, jungen Schreibstil, der angenehm zu lesen ist. Für eine Erstveröffentlichung eine sehr herausragende Leistung! Die Autorin gibt einen facettenreichen Überblick über die Erdbeerwoche. Sie verteilt goldene Erdbeeren für die ganzen Idioten, die keine Ahnung vom weiblichen Zyklus haben und trotzdem so tun als wären sie Genies auf diesem Gebiet. Sie erzählt von ihrer weiten Asienreise und schaut aus globaler Perspektive auf die Menstruation. Zwischendrin gibt es Anekdoten aus ihrem persönlichen Leben zum Thema Menstruation. Sie gibt einen Überblick über die verschiedensten Produkte, die während der Menstruation genutzt werden können und räumt sämtliche Mythen auf. Wer sich vorher nicht mit der Periode auskennt, hat danach definitiv einen Überblick! Ich muss sagen, ich war sehr erschrocken! Viele Dinge waren mir nicht bewusst und verärgern mich sehr. Besonders die Feministin in mir wurde enttäuscht. Denn die Welt und auch Deutschland (nicht nur die ganzen Entwicklungsländer) hat immer noch nicht verstanden, dass Menschen Menschen sind. Gleichberechtigung ist immer noch ein Fremdwort. Leider. Mich hat dieses Werk sehr dazu inspiriert mich mehr mit meinem eigenen Zyklus auseinander zu setzen und vor allem STOLZ auf meinen Körper und dessen Funktionen zu sein. Ganz besonders auf meine Menstruation. Für mich gibt es nichts an dem Buch auszusetzen, also vergebe ich sehr wohlverdiente 5 von 5 Sterne. Über weitere Bücher der Autorin würde ich mich sehr freuen!

Hör auf, dich zu schämen!

Von: Mathilde Klinke Datum: 09. April 2020

Ebenso leidenschaftlich wie fundiert kommt dieses Manifest gegen das Menstruationstabu daher. Frei klärt am Rande auf über die Menstruation an sich, widmet sich aber schwerpunktmäßig der global festzustellenden Ausblendung oder sogar Dämonisierung der Menstruation - und in der Folge auch der menstruierenden Menschen. Mit wachem Blick und frech-frischem Ton berichtet und analysiert die Autorin Beobachtungen im eigenen Umfeld und während einer Reise durch Indien, Pakistan und Bangladesch. Mit Belegen aus der Kultur- und Wissenschaftsgeschichte wird bestürzend deutlich, wie sehr der Umgang mit der Menstruation ein Mittel der Unterdrückung und Ausbeutung war und ist. Ausgewählten Menschen, die im Laufe der Geschichte besonders nachhaltig die Menstruation in die Schmuddelecke oder den Giftschrank verbannt haben, verleiht Frei eine goldene Erdbeere für ihren schädlichen Erfolg. Dass in manchen Gegenden dieser Welt Mädchen für die Dauer ihrer Monatsblutung in Hütten ausgesetzt werden, ist für Frei noch lange kein Grund, sich hier im sog. aufgeklärten Teil der Welt für viel weiter entwickelt zu halten. Nicht, solange Millionen von Mädchen und Frauen sich unkritisch mit Hormonen vollstopfen, die Pseudo-Blutungen auslösen, und solange wir es für richtig und natürlich halten, die Menstruation wie eine peinliche Krankheit zu verschweigen. Freis Darlegung des schamlosen Geschäfts mit der Scham (das buchstäblich über Leichen geht, siehe Suizide von Mädchen, die Opfer von Period-Shaming sind) ist ein echter Augenöffner von psychologischer, soziologischer und ökologischer Brisanz. So wird die blutige Angelegenheit aus dem Privatbereich herausgeholt und höchst überzeugend zum Politikum erklärt. Die Notwendigkeit einer von Pharmaindustrie und Hygiene-Einmalartikelherstellern unabhängigen Sexualerziehung für alle jungen Menschen - egal welchen Geschlechts - leuchtet genauso ein wie die Forderung nach Anerkennung der Menstruation als Forschungsgebiet in der Medizin und Soziologie und die Abschaffung der Luxussteuer auf Binden oder Tampons. Kurzum: Absolut lesenswert! Meines Erachtens sollte diese Schrift Pflichtlektüre für PolitikerInnen, aber auch an allgemeinbildenden Schulen sein, mindestens aber für alle, die in irgendeiner Weise mit Bildung und Erziehung von Kindern zu tun haben. Bei flächendeckender Lektüre sehe ich gute Chancen auf Besserung der derzeitigen Lage.

Ein lange überfälliges Manifest

Von: Marleen Datum: 09. April 2020

Franka Frei schreibt auf eine amüsante und leicht zu lesende Weise Dinge, die jede menstruierende Person wissen sollte. Und wenn wir schon dabei sind auch eigentlich jede nicht menstruierende Person. Das ist kein entspannter Roman oder ein spannender Krimi, aber nicht weniger Unterhaltsam. Ich selbst hielt mich immer für absolut aufgeklärt in Dingen Periode, doch auch ich hab viel neues gelernt in diesem Buch. Hier werden Mythen, Fakten und Erfahrungen auf wirklich schöne und teilweise lustige Weise dargestellt. Es macht Spaß das Buch zu lesen. Vom Lord Vulva über den nicht gesprochen werden darf, bis hin zu Szenen aus einem Tarantino Film, Franka Frei spricht offen und ehrlich über ein Tabu das nicht sein müsste. Sie vergleicht Menstruationsblut mit anderen Körperausscheidungen (oder eher macht sie klar warum sie nicht vergleichbar sind) und zeigt die Folgen dieses Tabus auf, weltweit. Ich empfehle dieses Buch jeder Person, die gerne aufgeklärter in Sachen Periode wäre. Jede Person, die sich schon mal wegen ihrer Periode geschämt hat und jeder Person die findet, dass man über Monatsblutungen nicht sprechen sollte. Und wenn man einfach mal ein gutes Buch lesen möchte, etwas lachen und gleichzeitig neues lernen, dann bitte, lies dieses Buch!

Periode ist politisch~Ein Manifest gegen das Menstruationstabu

Von: Seelen.Momente Datum: 08. April 2020

Hallo ihr Lieben, heute möchte ich ein Buch vorstellen, welches ein ganz bestimmtes Thema anspricht. Nicht zu selten wird es als Tabuthema angesehen. Wir kennen es unter den verschiedensten Bezeichnungen. Besuch von Tante Rosarot, rote Woche, Erdbeerwoche, Tage, und noch viele mehr. Falls ihr es nicht bereits schon wisst, es geht um die berühmt berüchtigte Menstruation, in dem Buch "Periode ist politisch ~ Ein Manifest gegen das Menstruationstabu". Dazu erst einmal ein paar Fakten. Autor: Franka Frei Verlag: Heyne Hardcore Genre: Sachbuch ISBN: 978-3-453-27265-1 Preis: 18,00 Damit ihr einen kleinen Einblick bekommt worum es genauer geht, hier der Klappentext: Wir wollen Blut sehen! Die Menstruation ist eine faszinierende Körperfunktion. Trotzdem gilt sie als Tabu und wird gern als "Frauenproblem" abgetan. Das hat weitreichende Konsequenzen für die Gesellschaft. Deshalb macht sich Franka Frei daran, eines der größten Tabus unserer Zeit zu brechen. Die Revolution kommt. Und sie wird blutig. Seid ihr gespannt und wollt mehr erfahren? Dann könnt ihr hier gerne weiter lesen. Meinung: Bereits der Klappentext hat mich aufhorchen lassen und durch den Buchtrailer war ich vollends überzeugt das Buch lesen zu wollen. (Den Trailer findet ihr, wenn ihr diesen Link kopiert: https://youtu.be/4ZvImSge2OE) Das Cover finde ich sehr passend zum Inhalt gewählt. Durch das schwarz weiß gewählte Foto springt die rote Farbe einem förmlich ins Auge. Doch nicht nur das Cover ist gut gelungen, sondern auch die Umsetzung der Thematik. Zu Beginn, es ist kein objektives Sachbuch mit puren Fakten. Die Autorin äußert klar und deutlich ihre Meinung zu dem Thema, doch das ist das tolle an dem Buch. In dem Vorwort erklärt sie dem Leser erst einmal wie es überhaupt zu der Entstehung des Buches kam, somit bekommt man einen guten Einblick für die folgenden Kapitel und lernt die Autorin und ihre Ansichten schon etwas näher kennen. Man erfährt sehr viel über die Menstruation und den ganzen zusammenwirkenden Außenfaktoren. Politik, Wirtschaft, Kultur, Religion, Soziales. Denn wie man von der Autorin erfährt, geht es bei der Menstruation nicht bloß um deren biologischen Prozess, sondern um so viel mehr. Es ist deutlich geworden, dass die Tabuisierung des Themas erhebliche Folgen mit sich bringen kann. Viele Fakten die genannt wurden, empfand ich persönlich als sehr erschreckend und empörend. Wisst ihr eigentlich wie viel Geld menstruierende Menschen im Leben allein für notwendige Hygieneartikel ausgeben müssen? Die Zahlen sind sehr ernüchternd. Und auch viele weitere Aspekte werden genannt, die zum nachdenken anregen. Es wird beispielsweise auf die sogenannte "Periodenarmut" in verschiedenen Ländern eingegangen oder welche Auswirkungen die Hygieneartikel auf die Umwelt haben. Desweiteren zählt sie auch Hygieneartikel für die Menstruation auf, um zu zeigen, dass es nicht nur die Wahl zwischen Binden und Tampons gibt, was viele Menschen nicht wissen. Statt bloßem aufzählen der Fakten, berichtet Franka Frei dem Leser ihre Erlebnisse der Recherche. Dadurch lernt man mit ihr einige inspirierende Menschen kennen, die dem Thema noch mehr Bedeutung schenken. In ihren Erzählungen lässt sie persönliche Eindrücke einfließen, wodurch man die Chance bekommt das Gefühl zu haben, es mit der Autorin gemeinsam zu erleben. Doch nicht nur das, man erfährt erstaunliche Erfahrungen von den vorgestellten Menschen und der Autorin selbst, was dem Ganzen eine individuelle Note verleiht und das Thema noch greifbarer für den Leser macht. Durch die vielen Vergleiche die gestellt werden, wird der Inhalt sehr verständlich gemacht, sodass die Lesefreude erhalten bleibt. Außerdem werden viele Nebeninformationen hinzugefügt, die auf andere Tabuthemen oder Problematiken, wie zum Beispiel Gender Rollen, hinweisen. Diese waren teils sehr interessant, doch an manchen Stellen empfand ich die Informationen zu langatmig. Das gleiche gilt für die Kommentare, die sie ab und zu in dem Buch zu gewissen Aspekten gibt. An vereinzelten Stellen, wurden sie mir zu ausschweifend. Ansonsten wurde der Inhalt jedoch von den Kommentaren und dem Schreibstil sehr aufgelockert. An einigen Stellen hat die Autorin einen sehr ironischen Schreibstil, was dem ganzen mehr Schwung verleiht und noch interessanter gestaltet. Der Stil ist sehr umgangssprachlich und locker gehalten, sodass alles sehr verständlich und flüssig zu lesen war. Fazit: Die Aufmachung und Gestaltung des Buches hat mich sehr angesprochen, vor allem die Idee der Verleihung der goldenen Erdbeere fand ich sehr amüsant. Insgesamt war der Inhalt sehr interessant und ich persönlich habe einiges neues erfahren. Meiner Meinung nach hat Franka Frei es geschafft, die Problematik näher zu bringen und ein Verständnis dafür aufzubauen, weshalb es wichtig ist, das Thema Menstruation nicht zu tabuisieren. Abgesehen von ein paar kleinen Faktoren, die bereits genannt wurden, finde ich das Buch sehr ansprechend und gut gelungen. Deshalb bekommt es von mir 4 von 5 Sternschnuppen 🌠🌠🌠🌠 Und zum Abschluss noch etwas worüber wir uns alle bewusst werden sollten, "Die Periode existiert. Und wir alle existieren nur wegen der Periode." (S. 15)

Mutig und Ehrlich

Von: Michelle Datum: 08. April 2020

Format: Gebundene Ausgabe erschienen am 2. März 2020 im Heyne Verlag Die Autorin teilt uns in ihrem Werk ihre Ansichten klar und deutlich, wissenschaftlich belegt und ehrlich zum Thema Menstruation in unserer Gesellschaft mit. Sie schreibt angenehm und leicht verständlich und versieht all ihre Darlegungen mit Fußnoten. Franka Frei nimmt uns mit auf Ihre Reisen und erzählt uns von ihren Erfahrungen in anderen Länder. Der Unterhaltungswert kommt definitiv nicht zu kurz und hat mich das eine oder andere Mal doch schmunzeln lassen. Warum dieses Thema allerdings immer noch als Tabuthema gilt, für mich unerklärlich, denn ohne die Menstruation gäbe es uns ja nicht und wir können stolz auf diese von der Natur erschaffene Funktion unserers Körpers sein. Mein Fazit dazu: Dieses Buch hat mich von vorne rein sehr inspiriert , denn nach diesem Buch sollte Period wirklich kein Tabuthema mehr sein, viel mehr etwas was man verehren sollte auch wenn diese Begriff etwas weit hergeholt ist. Was mir besonders gefallen hat war die Einteilung der Kapitel und die gute verteilung. Alle Kapitel und Absätze waren miteinander verbunden und man wurde somit nicht aus dem Lesefluss gerissen, sondern wurde förmlich mitgetrieben von den wundervollen Umschreibungen bis zu den harten und mutigen aber auch ehrlichen sowie witzigen Fakten. Ich empfehle jeder Frau diese Buch zu lesen oder wenigstens zu kennen und nicht nur jeder Frau sondern auch die Männer die sich ruhig etwas mehr trauen sollten und an der realen Welt teilnehmen könnten. Liebe Grüße Michelle G.

interessant aber nicht meins

Von: nathalie Datum: 08. April 2020

dieses buch ist recht informativ und ich habe auch einiges dazugelernt. auch die schilderung der periodenarbeit in anderen ländern fand ich echt gut und es zeigt, wo noch ganz viel nachholbedarf ist ( bezgl. Hygieneprodukten, Aufklärung und umgang mit der Periode) was mich persönlich am buch aber etwas gestört hat war das es zu "aktivistisch" geschrieben ist. das ist aber nur mein ganz persönlicher eindruck. und als zweites kriterium muss ich leider das gendern nennen. ich persönlich finde es gar nicht schlimm nur eine männliche form von allem zu lesen. dagegen alles auch mit der Endung "innen lesen zu müssen ist nicht unbedingt nötig und auch etwas anstrengend. Trotz allem ist das Buch lesenswert

Endlich: Ein Manifest für die Menstruation

Von: Schnazu Datum: 07. April 2020

Nachdem ich 2018 Franka Frei‘s viralen Tweet gelesen habe, habe ich mich sehr auf ihr Buch gefreut. Ein Buch, das sich dem „peinlichen“, „unangemessenen“ und tabuisierten Thema Menstruation widmet. Das Thema wird von allen Seiten beleuchtet, sei es die körperlichen Vorgänge, dem Umweltaspekt von Einmal-Menstruationsprodukten, der Scham von Frauen und der Unwissenheit von Männern. All das wird dann immer wieder schlau zu einem Überthema herangeführt (und hat dem Buch auch seinen Namen gegeben): Periode ist politisch. Voll von Humor, Fachwissen und einer gehörigen Portion (verständlicher) Wut hat Franka Frei dieses Manifest geschrieben. Es ist wahnsinnig gut zu lesen, ohne zu oberflächlich zu sein, oder düstere Wahrheiten außen vor zu lassen. Ein Buch, das neben Menstruierenden (es sind nämlich nicht nur Frauen), die etwa 550 mal im Leben bluten, auch biologische Männer betrifft, da die Wichtigkeit dieses Buches für die ganze Gesellschaft, ob weiblich oder männlich, enorm hoch ist. Vielen Dank, liebe Frau Frei für dieses wunderbare Buch!

Mutig und ehrlich!

Von: Ladybug Datum: 07. April 2020

Die Autorin teilt uns in ihrem Werk ihre Ansichten klar und deutlich, wissenschaftlich belegt und ehrlich zum Thema Menstruation in unserer Gesellschaft mit. Sie schreibt angenehm und leicht verständlich und versieht all ihre Darlegungen mit Fußnoten. Franka Frei nimmt uns mit auf Ihre Reisen und erzählt uns von ihren Erfahrungen in anderen Länder. Der Unterhaltungswert kommt definitiv nicht zu kurz und hat mich das eine oder andere Mal doch schmunzeln lassen. Warum dieses Thema allerdings immer noch als Tabuthema gilt, für mich unerklärlich, denn ohne die Menstruation gäbe es uns ja nicht und wir können stolz auf diese von der Natur erschaffene Funktion unserers Körpers sein. Mein Fazit: Ein Tabuthema, dass spätestens nach diesem Buch keines mehr sein darf. Eine Leseempfehlung für eine wissenschaftlich gut belegte und unterhaltsame Lektüre. "Wir bluten. Get over it" ..... 5 Rezi-Ladybug's für dieses "mutige" Buch!

Mit der Rezension möchte ich dazu beitragen das Menstruationstabu zubrechen!

Von: Laura Alschner Datum: 01. April 2020

Ich glaube es ist ziemlich klar worum es in dem Buch von Franka Frei geht. Das Menstruationstabu muss endlich verschwinden. Wie und warum beschreibt die Autorin in ihrem Buch "Periode ist politisch". Mir war nicht klar das die Periode wirklich so zu einem Tabuthema geworden ist oder besser gesagt schon immer war. Durch Frankas Buch wurde auch ich richtig aufgeklärt, was den Menstruationszyklus betrifft und das sage ich als Person, die dachte schon alles zu wissen, was wichtig ist. Doch leider lag ich da unglaublich falsch. "Periode ist politisch" ist das erste Buch seit langem, dass mich wirklich zum Nachenken gebracht hat. Einiges war schon echt hart zu lesen aber so ist nun mal die Realität. Das Buch hat mir bewusst gemacht, wie wichtig die Periode für das Leben ist und das man ruhig stolz darauf sein kann ein Mensch zu sein der menstruiert. Die Geschichten von den Mädchen aus Indien haben mich fasziniert und ich bewundere es wirklich, dass sie sich für mehr Aufklärung in ihren Dörfern einsetzen, obwohl es sich nicht gehört über die Menstruation zu sprechen. Außerdem bin ich noch immer geschockt, wie viel Müll man allein dadurch produziert, dass man Binden oder Tampons verwendet und wie viel umweltschonender es doch ist eine Menstruationstasse zu benutzen. Auch das Thema hat mich sehr über meinen Binden und Tampon Verbrauch nachdenken lassen und denke jetzt tatsächlich darüber nach mir eine zu kaufen. Und wisst ihr was? Nachdem ich mit dem Buch fertig bin fällt es mir noch viel leichter das zuzugeben und darüber zu reden. Ich gehe schon lange offen mit dem Thema Menstruation um und rede viel mit Freundinnen und anderen Personen (ja, auch mit männlichen) über die Periode. Doch jetzt da ich das Buch gelesen habe kann ich noch offener und stolzer damit umgehen. Das Buch hat mir die Augen geöffnet und ich hoffe das es vielen anderen genauso geht wie mir und wenn nicht dann bestellt euch schleunigst dieses Buch!

Ein unglaubliches Buch

Von: book.mytruepassion Datum: 01. April 2020

Ich glaube es ist ziemlich klar worum es in dem Buch von Franka Frei geht. Das Menstruationstabu muss endlich verschwinden. Wie und warum beschreibt die Autorin in ihrem Buch "Periode ist politisch". Mir war nicht klar das die Periode wirklich so zu einem Tabuthema geworden ist oder besser gesagt schon immer war. Durch Frankas Buch wurde auch ich richtig aufgeklärt, was den Menstruationszyklus betrifft und das sage ich als Person, die dachte schon alles zu wissen, was wichtig ist. Doch leider lag ich da unglaublich falsch. "Periode ist politisch" ist das erste Buch seit langem, dass mich wirklich zum Nachenken gebracht hat. Einiges war schon echt hart zu lesen aber so ist nun mal die Realität. Das Buch hat mir bewusst gemacht, wie wichtig die Periode für das Leben ist und das man ruhig stolz darauf sein kann ein Mensch zu sein der menstruiert. Die Geschichten von den Mädchen aus Indien haben mich fasziniert und ich bewundere es wirklich, dass sie sich für mehr Aufklärung in ihren Dörfern einsetzen, obwohl es sich nicht gehört über die Menstruation zu sprechen. Außerdem bin ich noch immer geschockt, wie viel Müll man allein dadurch produziert, dass man Binden oder Tampons verwendet und wie viel umweltschonender es doch ist eine Menstruationstasse zu benutzen. Auch das Thema hat mich sehr über meinen Binden und Tampon Verbrauch nachdenken lassen und denke jetzt tatsächlich darüber nach mir eine zu kaufen. Und wisst ihr was? Nachdem ich mit dem Buch fertig bin fällt es mir noch viel leichter das zuzugeben und darüber zu reden. Ich gehe schon lange offen mit dem Thema Menstruation um und rede viel mit Freundinnen und anderen Personen (ja, auch mit männlichen) über die Periode. Doch jetzt da ich das Buch gelesen habe kann ich noch offener und stolzer damit umgehen. Das Buch hat mir die Augen geöffnet und ich hoffe das es vielen anderen genauso geht wie mir und wenn nicht dann bestellt euch schleunigst dieses Buch!

Wir bluten

Von: litterarumnebula Datum: 01. April 2020

Während ich das hier schreibe blute ich. Einmal im Monat. Dabei gehöre ich zu den Frauen bei denen es, leider, nicht immer so pünktlich ist, wie ich das gerne hätte. Es ist mir unangenehm das zu sagen. Franka Frei meint, dass es das nicht sein sollte. Ich sollte meinen Tampon nicht verstecken während ich mich zur Toilette bewege. Und zwar nicht um damit zu provozieren. Sondern um zu lehren. Noch heute wissen verdammt viele Mädchen und auch Frauen nicht was ihre Periode eigentlich genau ist. Was sie mit sich bringt. Was daran gesund ist und, viel wichtiger, weswegen man lieber mal zum Arzt gehen sollte. Aufklärung lautet die Devise. Und sie hat recht. Mit Sarkasmus und Ironie schreibt sie von Dingen, die ich nicht wusste. Und das als "Aufgeklärte" und auch noch aus einem Land mit starkem Bildungssystem. Zu allem was Franka geschrieben hat kann ich nur JA schreien. Ich habe gelacht beim Lesen. Mein Wissen bereichert. Mich verstanden gefühlt. Und ich kann dieses Buch wirklich nur jedem ans Herzen legen. Jedem. Den blutenden und den nicht blutenden. Allen.

Ein Buch, dass auf jede Booklist gehört!

Von: Sophie Müller Datum: 31. March 2020

Auch als Selbst-menstruierende, die schon einige Zyklen durchlebt hat, gab es so einige Aha-Momente. Auf 247 Seiten erzählt Franka Frei von ihrer Reise durch die Welt, auf den Spuren der Menstruation. Wirklich leicht zu lesen, macht es sehr viel Spaß, ihr zu folgen und dabei nicht nur den eigenen Körper und Zyklus besser kennen zulernen, sondern auch die Sichtweise auf die Menstruation in Entwicklungsländern zu erfahren. Man muss keine große Feministin, oder gar menstuierend sein, um sich dieser Thematik anzunähern, die eigentlich schon längst Teil des Allgemeinwissens sein sollte! Mit dem Ende des Buches ist es mir möglich, vor Freunden und Familie zu Klugscheißern, denn einiges an Wissen, das mich dieses Buch gelehrt hat, ist schlicht und ergreifend Neuland unter Ihnen! Und das ist sicherlich nicht nur in meinem Bekanntenkreis der Fall! Abschließend also ein absolutes must-read in JEDEM Bücherschrank und eine große Empfehlung von mir :))

Aufklärendes, offenes und humorvolles Buch über die Periode

Von: Emmi Datum: 31. March 2020

Periode ist politisch - ein Manifest gegen das Menstruationstabu von Franka Frei ist ein wundervolles, mit vielen einfachen Fakten, diese ein bisschen Humorvoll angerichtet wurden, sowie aufklärendes Buch. Ich finde es schön das viel über die Geschichte der Periode erzählt wird und das Hauptsächlich Männer diese geheimhalten wollten und diese eher als Strafe sahen. Sowie werden heutzutage noch x Frauen dafür weggesperrt, in der Zeit wo sie ihre Periode haben oder sind nicht aufgeklärt über die Menstruation. Auf der Welt gibt es auch Menschen die keine Hygieneartikel besitzen und immer ein Tuch nehmen müssen, welches aber kein Mann sehen darf. Sowie hat mich der Fakt erschrocken, dass wenn man die Pille einnimmt gar keine Periode hat sondern das einfach eine Imitation ist damit man Hygieneartikel weiter kauft. Fazit: Die sachliche Darstellung und die dazugehörigen zahlreichen Beispiele, die gut zum besseren Verständnis beitragen, lassen mich diesem Buch 5 Sterne und eine Leseempfehlung geben.

Periode ist K(l)asse!

Von: Carolin Mücke Datum: 29. March 2020

Mit ihrem Buch „Periode ist politisch“ thematisiert Franka Frei das Menstruationstabu in der gesamten Gesellschaft. Auf dem Titel ist die Autorin abgebildet, während sie zwei blutige Tampons hält, womit ziemlich treffend der gesamte Inhalt des Buches zusammengefasst wird. Mit ehrlich, modernen Worten führt sie den Leser durch die Geschichte, Politik, Kulturen sowie Medizin. Dabei sind alle Fakten auf neustem Stand und durch Quellen auch zuverlässig hinterlegt. Durch ihren persönlichen Bezug baut man Sympathien zur Autorin auf und lernt neues über sich selbst kennen. Ich konnte einen neuen Blickwinkel auf alltägliche Dinge erlangen, die ich sonst als normal abgetan hätte. Mir hat das Buch viel gegeben, weshalb ich es Menstruierenden wie auch nicht Menstruierenden empfehlen kann!

"Tabus machen unfrei, denn sie beschneiden das elementare Recht, Fragen zu stellen."

Von: AnneH Datum: 27. March 2020

Das Buch hält definitiv was es verspricht. Und was noch viel besser ist: Auch nicht mehr und nicht weniger. Die Autorin beleuchtet so viele verschiedene interessante Aspekte und spricht somit jeden auf irgendeiner Ebene an und lässt kaum Fragen offen. Ich teile sicher nicht alle ihre Ansichten, aber das verlangt sie auch nicht! Sie tut ihre Meinung klar und deutlich auf sehr wissenschaftliche Weise kund. Sie hinterfragt ihren Standpunkt aber auch immer wieder. Ich hatte niemals das Gefühl sie würde dem Leser etwas aufzwingen. Sie lässt offen über die gut recherchierten und belegten Probleme nachdenken und gibt realistische Vorschläge, diese für sich im Alltag zu beseitigen oder zu verbessern . Das ist etwas, das ich sehr an dem Buch geschätzt habe. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Mich hat lediglich gestört, dass die Fußnoten am Ende des Buches erklärt wurden. Hier fand ich die Aufteilung leider etwas umständlich. Mir hätten Fußnoten am Ende jeder Seite besser gefallen. Das Leseerlebnis hat nicht auf einer rein sachlichen Ebene stattgefunden, sondern hatte auch Unterhaltungswert. Die Verleihung der goldenen Erdbeere für besonders rückständige Theorien über die Menstruation beispielsweise, hat mich selbst über völlig verrückte Theorien der Weltreligionen, von berühmten Philosophen oder frühen Wissenschaftlern schmunzeln lassen. Auch die Reiseberichte der Autorin zu ihren Erfahrungen in Ländern wie Indien und Bangladesch haben alles anschaulich gehalten. Am spannendsten fand ich aber zu hören, wie es denn bei uns aussieht was die Vermarktung, Herstellung und Inhaltsstoffe von Monatsprodukten, sowie Forschung zu Zyklus und Erkrankungen betrifft. Offensichtlich hatte ich keine Ahnung, obwohl ich immer dachte "Ach was bei uns ist doch alles super und fortschrittlich". Wohl doch nicht.. Man muss sicher offen für die Thematik sein um von selbst zu diesem Buch zu greifen und wer dazu bereit ist, dem kann ich dieses Buch definitiv empfehlen. Ich denke aber, dass dieses Buch so viel mehr Reichweite verdient hat und ich jedenfalls werde es auch sonst jedem nahe legen. Ein tolles Buch, das mir viel gegeben hat und von mir 4 von 5 Sternen bekommt.

Die Periode ist wichtig!

Von: Lena Datum: 25. March 2020

Franka Freit schafft es, die Aufmerksamkeit auf ein Thema zu lenken, welches die Menschheit schon seit Anbeginn beschäftigen sollte. Die Menstruation gehört nicht nur zum Leben, sie bedingt das Leben. Deshalb sollte jeder Mensch über dieses Thema Bescheid wissen. Es ist ein wunderbarer Anfang, dieses Buch zu lesen. Franka Frei beschreibt in ihrem Buch mit einer gehörigen Portion Ehrlichkeit, Humor und Nachdruck die Periode in ihrer ganzen Erscheinung. Sie räumt mit alten Klischees und Unwahrheiten auf, beschreibt die Probleme, die Mentruierende oftmals aufgrund der gesellschaftlichen Inakzeptanz nicht aussprechen können oder wollen und wirft dabei auch einen Blick auf den kulturellen Umgang mit der Menstruation. Nebenbei schafft sie es, herkömmliche Verhütungsmethoden infrage zu stellen und die gesellschaftlichen, politischen sowie medizinischen Probleme einzelner Montashygieneprodukte zu enttabuisieren. Leider fehlt mir hier ein wenig das Fingerspitzengefühl. Sie verteufelt mir zu sehr die Periodenprodukte und bedient sich dahingehend eines klassischen Schubladendenkens: Frauen, die sich für ihre Periodenprodukte auf dem Kassenabnd schämen oder es unangenehm empfinden. Alles in allem: Trotzdem eine absolute Empfehlung.

offen, ehrlich und informativ - nicht nur für Frauen!

Von: Tii Datum: 25. March 2020

Auch wenn man mir im Vorfeld prophezeihen wollte, dass es ein Feministen-Schinken sei oder ähnliches, muss ich jene “Schwarzmaler” enttäuschen. Denn es ist eigentlich viel mehr. Es ist ein Buch….oder eher eine Bachelorarbeit, die aufzeigt, welche wahnwitzigen Theorien und Mythen rund um die Periode / Menstruation durch die Menschheitsgeschichte irren. Eine Theorie wahnwitziger als die andere – da ist die Rede davon, dass Frauen zu Dieben und mordenden Bestien mutieren, wenn sie ihre Regel haben…oder Regelschmerzen daherrühren, wenn Frau “zu viel” denkt -, dass man sich am Boden kringeln möchte vor Lachen. Wenn es nicht so tragisch wäre, dass es wirklich Menschen (insbesondere Männer) gibt und gab, die solchen Humbug für bare Münze nehmen und nahmen. Und es selbst heute noch verpönt ist offen darüber zu reden und das Thema nachwievor ein Tabu ist. Franka Frei zeigt auf wie es um die Menstruation der Frau und das Leben mit dieser steht und nimmt uns mit auf eine kleine Reise durch die Geschichte rund um die Welt. Man erfährt von sogenannten “Menstruationshütten”, dass es selbst heute noch Zipfel dieser Welt gibt, wo es Frauen während ihrer Regel untersagt ist die Küche zu betreten oder ähnliches – aus Angst, dass sie (bedingt durch die Periode) das Essen verderben könnte oder schlimmeres. Kurz gesagt ein sehr informatives Buch, das nicht nur Frauen lesen sollten. Anders als man meinen sollte, ist das Buch reich an Informationen, aber dennoch niemals schwer oder trocken. Klare Leseempfehlung – besonders der Großteil der Herren sollte es als Pflichtlektüre sich mal zur Gemüte führen. 5 von 5 Tampons

Let's talk about blood

Von: Simone Ostendorf Datum: 23. March 2020

Als Frau von 52 Jahren, die es schon fast hinter sich hat, ging ich mit einem gewissen Hochmut an die Sache heran, frei nach dem Motto: ich kenne mich aus, 40 Jahre Bluten, ich habe alles erlebt. Aber sehr schnell wird mir klar, dass ich ein paar Dinge tatsächlich nicht weiß und über ganz vieles nie nachgedacht habe. Unverkrampft und unverblümt treibt uns Franka Frei duch die Historie und Gegenwart der Menstruationstabus, wirft einen kritischen Blick auf die Vermarktung von herkömmlichen Menstruationsprodukten wie Tampons und Binden, die weibliche Freiheit propagiert und doch weiterhin die Menstruation tabuisiert und das auf hohem wirtschaftlichen Niveau. Franka Frei schaut über den westlichen Tellerrand und untersucht unter anderem in Indien wie AktivistInnen dort den Spagat zwischen Aufklärung, Kultur und Religion angehen. Wer meint, das Buch hätte sich erledigt durch die Senkung des Mehrwertsteuersatzes auf Monatsprodukte in Deutschland, verkennt, dass „politisch“ noch so viel mehr umfasst, etwa die Umweltbelastung durch Einmalprodukte. Franka Frei legt schlüssig dar, wie die eine Hälfte der Menschheit durch überkommene Rollenmuster und Körperideale, (man denke nur an das relativ neue Körperbehaarungstabu bei Frauen, das Frauen einen vorpubertären Körper andient), einen ganz normalen gesunden körperlichen Vorgang als schambehaftet, peinlich und eklig ansehen soll. Franka Frei sieht die Lösung im offenen Dialog und im Tabubruch. Und warum bei der Menstruation haltmachen, in Sachen Tabus, mangelnde Selbstbestimmung und ungleiche Belastung der Geschlechter stehen die Themen „Wechseljahre“, „Schwangerschaftsabbruch“ und „Verhütung“ gleich hinter der nächsten Ecke.

Selbstbewusst, Humorvoll, Wissenschaftlich

Von: Die Leserin Datum: 23. March 2020

Das Buch ist genau das, "ein Manifest gegen das Menstruationstabu". Von Seite eins bis zum Schluss erfährt die Leserin des Buches wichtige wissenschaftliche Informationen über die Menstruation im Allgemeinen, biologische Aspekte und die Auffassung der Menstruation in der Umwelt, sowohl hier in Deutschland als auch in anderen Teilen der Welt. Es ist ein sehr interessant geschriebenes Buch, das der Leserin oder dem Leser mit viel Humor und zwischendurch einem Hauch von Feminismus die Menstruation erklärt und näher bringt. Bis zum Lesen des Buches habe ich mich selbst mit dem Thema auch nicht näher auseinandergesetzt (außer die nötigen Dinge). Es hat mir allerdings die Augen geöffnet, wenn es um den selbstbewussten Umgang mit dem Thema angeht, als ach wenn es um die Aufklärung von Kindern und Jugendlichen geht. Jeder Nicht-Menstruierende, der das Buch lesen wird, wird wohl mit etwas Scham auf das veraltete Frauenbild werfen, das es leider noch viel zu oft gibt. Jede Menstruierende, die das Buch lesen wird, wird am Ende des Buches vor Selbstbewusstsein nur so strotzen und stolz auf diese besondere Funktion ihres Körpers sein. Beibt zu wünschen übrig, dass das Thema weniger tabuisiert wird und eine ordentliche Aufklärung im privaten und auch schulischen Umfeld für alle stattfindet! Danke für dieses tolle Buch, Frau Frei!

Das wichtigste feministische Sachbuch seit Stokowkis "Untenrum Frei"

Von: Frieda Frei Datum: 21. March 2020

Wunderbar spitzzüngig und mit einem großartigen, angebracht bösartigen Zynismus legt die Autorin kapitalistische und patriarchale Strukturen frei, die jahrtausende alt sind und bis in die Gegenwart hinein dazu führen, dass Frauen* und Mädchen* auf der ganzen Welt sich für eine ihrer natürlichen Körperfunktionen schämen und wegen ihr diskriminiert werden. Franka Frei hat dabei verstanden, dass dieses System global strukturiert ist, dass kapitalistische Interessen immer internationale Konsequenzen haben. Der feministische Kampf zu dem sie aufruft, funktioniert nur weltweit, antirassistisch und vor allem genderübergreifend. Die Widmung lautet: „Für alle menstruierenden Menschen“ und ja, alle menstruierenden Menschen sollten das lesen, aber fast genau so sehr würde ich mir wünschen, dass alle NICHTmenstruierenden Menschen das lesen, um endlich zu begreifen, dass das, was da einmal im Monat bei ihren Frauen/Partner*innen/Töchtern/Schwestern/Freund*innen usw. abgeht, nichts ekliges ist, sie sich nicht „anstellen“ und auch nicht „hysterisch“ sind, sondern dass ein Tabu gemacht wird, aus etwas, das der Grund ist, für unser aller Existenz! Ich gebe zu: Ich war zunächst skeptisch und hatte nicht viel „neues“ erwartet. Ich so, als moderne, aufgeklärte Feministin und so. Pustekuchen. Selten so viel gelernt, selten so viele Zusammenhänge erkannt und verstanden, selten beim Lesen eines Sachbuchs so viel gelacht und mich selten so verstanden und gesehen gefühlt. DAS IST EIN ECHT WICHTIGES DING! Mädels, Jungs und alle anderen: LEST DAS! Trust me!

Der Titel ist Programm

Von: Lisa Freitag Datum: 20. March 2020

Das cover kommt meiner Meinung nach relativ schlicht, aber dennoch sehr aussagekräftig daher. Der Titel hat sofort mein Interesse geweckt, da ich selbst viele Jahre meines Lebens darunter gelitten habe, dass viele einfach nicht offen über das Thema "Menstruation" reden. Franka Freis Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut. Sie schreibt gnadenlos ehrlich und gern auch mal sarkastisch, auch die Verleihung der goldenen Erdbeeren lockert die Thematik weiter auf. Ich kann mir vorstellen, dass das Buch ohne eben diese Art des Schreibens ziemlich trocken geworden wäre. Statt dessen macht es Freude es zu lesen und nicht selten bin ich überrascht gewesen, welche absurden Theorien seit tausenden von Jahren zur Menstruation kursieren. Es gab für mich so einige "Bitte Was?!"-Momente, in denen ich den einen oder anderen Satz oder Abschnitt noch ein zweites Mal lesen musste, weil ich einfach nicht fassen konnte welchen Blödsinn so manche Person im Laufe der Geschichte bezüglich des Themas "Menstruation" zum besten gegeben haben. Auch dass Periodenarmut nicht nur in Entwicklungsländern ein großes Problem darstellt, wie man zunächst glauben könnte, sondern durchaus auch in Ländern wie Großbritannien, hat mich mehr als überrascht. Und so zog es sich durch das gesamte Buch. Was mir besonders positiv aufgefallen ist: Franka Frei klärt gleich auf den ersten Seiten darüber auf, dass Frausein nicht gleich Menstruieren bedeutet und Menstruieren nicht gleich Frausein. Für viele mag das nebensächlich oder verwirrend sein, ich finde es aber sehr wichtig. Mein Fazit also: Franka Frei räumt auf mit den absurden Mythen und Verschwörungstheorien, die sich um die Menstruation ranken. Genau deshalb ist das Buch nicht nur etwas für jene, die selbst vom Thema betroffen sind oder sich ganz einfach dafür interessieren, sondern auch für jene Verfechter der diskriminierenden Theorien zur Menstruation. Vielleicht kann auf diese Weise zumindest ein Stück weit das Tabu gebrochen und ein Umdenken erreicht werden.

Aufrüttelndes und informatives Buch

Von: Svenja Stein Datum: 19. March 2020

Ich finde, dass das Buch aufrüttelnd und sehr informativ ist. Die kurz gewählten Abschnitte ermöglichen einen schnellen und interessanten Lesefluss. Die Autorin gibt Einblicke in das Thema der Menstruation und deckt Ungerechtigkeiten auf. Ein aktuelles und wichtiges Thema wird hier vermittelt! Es wird angeregt sich darüber hinaus mit Themen des Feminismus zu beschäftigen und mit anderen in Diskussion zu treten. Vieles war mir und meinen Freunden neu und es regt mich definitiv an, einen sensibleren Sexualunterricht in der Grundschule zu praktizieren, wenn ich später im Lehrerberuf bin.

Wichtig! Nicht nur für Frauen

Von: LinaMae Datum: 12. March 2020

Ein wichtiges Thema, was oftmals nicht ernst genug genommen wird. Keine Frau hat dich dazu entschieden, monatlich zu bluten. Das Buch behandelt genau diesen Missstand und dir damit Zusammenhängenden Umstände. Ich persönlich sehe das Thema gerade nach dem Buch offener und vorallem Wichtiger und das nicht nur für Frauen.

Red – the blood of angry women

Von: The Booted Kat Datum: 08. March 2020

Sie betrifft ungefähr 50 Prozent der Weltbevölkerung, ist unvermeidbar und die Wirtschaft nutzt sie gnadenlos aus: Die Menstruation. Auch gerne als die Tage, Erdbeerwoche oder Besuch von Tante Rosa bezeichnet, denn über die Periode spricht man nicht. Zumindest, wenn es nach den anderen 50 Prozent der Weltbevölkerung geht. Und damit ist man auch schon beim Menstruationstabu, dass uns glauben macht, Binden würden vor allem blaue Flüssigkeit aus dem Reagenzglas sicher und vor allem diskret aufsaugen. Nur komisch, dass es in der Bepanthen-Werbung durchaus blutige Knie geben darf. In „Periode ist politisch – Ein Manifest gegen das Menstruationstabu“ zeigt Franka Frei, was das Menstruationstabu weltweit anrichtet und beschäftigt sich mit den Folgen für die Umwelt, Wirtschaft und Geschlechtergleichstellung. Angefangen hat alles mit einem Facebookpost 2018, auf den sie sowohl positive Resonanz als auch Hasskommentare bekommen hat. Tabubrechen ist eben alles andere als einfach. Damals hatte die Menstrationsaktivistin gerade ihre Bachelorarbeit zum Thema „Menstruation und Tabu“ verteidigt. Ein Jahr später war sie als Folge des Posts in Südostasien unterwegs, um andere junge Frauen zu treffen, die sich ebenfalls für die Abschaffung eines Menstruationstabus engagieren. Diese Begegnungen sind für Franka Frei immer wieder Ausgangspunkt, um auf bestimmte Missstände hinzuweisen und deutlich zu machen, was für weitreichende Folgen das Menstruationstabu weltweit hat. Der Begriff „Manifest“ im Untertitel gibt den Ton vor und wird dabei der Definition einer öffentlichen Erklärung von Zielen und Absichten, oftmals politischer Natur mehr als gerecht. Allerdings ist das Manifest mehr als das. Erlebnisse fließen ebenso in den Text ein wie die Richtigstellung von Menstruationsmythen. Unterfüttert werden die Ausführungen immer wieder von wissenschaftlichen Belegen und Zahlen bzw. Ergebnissen aus Studien. Wer jetzt trockene Kost erwartet, wird allerdings enttäuscht. Franka Frei ist nicht selten beißend ironisch und verteilt fleißig „Goldene Erdbeeren“ an alle, die von der Periode keine Ahnung haben und meinen, dieses Nichtwissen dennoch teilen zu müssen. Dabei ist sie ehrlich und kritisch ohne ungerecht zu sein. Nebenbei kann man einiges über die Menstruation lernen und in Anbetracht der Tatsache, dass selbst digitale Datensammler wie Facebook die Periode für sich instrumentalisieren, wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn auch Männer das „Manifest gegen das Menstruationstabu“ lesen würden.

Periode ist sowas von Politisch!

Von: sarahscourtofbooks Datum: 07. March 2020

Autor: Franka Frei Titel: Periode ist Politisch – Ein Manifest gegen das Menstruationstabu Verlag: Heyne HADCORE Seitenanzahl: 256 Seiten Preis: D: 18,00€ A: 18,50€ Inhalt Was haben eine deutsche Hausfrau, die dänische Kronprinzessin und eine indonesische Fabrikarbeiterin gemeinsam? Sie menstruieren. Zumindest potenziell, denn sie gehören zu jenem Teil der Weltbevölkerung, der einen Zyklus hat. Die sagenumwobene Menstruation, Periode, Erdbeerwoche oder der Besuch von Tante Rosa machen weder Halt vor Herkunft noch vor Religion oder Klasse. Die Menstruation ist eine faszinierende Körperfunktion, dennoch gilt sie häufig als Tabu, was weitreichende Konsequenzen für die Umwelt, Wirtschaft und Geschlechtergleichstellung hat. Also ab in die Tonne mit dem Tabu! Franka Frei zeigt, wie das Menstruationstabu großen Schaden anrichtet, und dass es höchste Zeit ist, etwas dagegen zu tun. Geschichte und Schreibstil WOW, die Menstruationsaktivistin Franka Frei hat die Menstruation, Periode, Tage, Erdbeerwoche oder wie auch immer die 3 bis 7 Tage im Monat einer Menstruierenden Person in so vieler Hinsicht näher gebracht, dass kann ich gar nicht wirklich in Worte fassen. Viele der Informationen z.B. Von den Menstruationshütten oder den Bibelstellen habe selbst ich – als Menstruierende Frau – noch nicht gehört. Franka Frei erzählt in ihrem Buch “Periode ist Politisch“ wie Menschen mit ihrer Menstruation umgehen und vor allem, wie Menschen aus Entwicklungsländern und “ärmeren“ Ländern damit umgehen bzw. nicht umgehen. Das Buch hat mich sehr überrascht, ich dachte nicht, dass so viele Menschen noch mit ihrer Menstruation umgehen als wäre das ein Verbrechen oder eine Krankheit. Dank Franka Frei habe ich selbst ebenfalls darüber nachgedacht was bedeuten würde, aufzuwachen und die Menstruation wäre ein ganz normales Thema und wäre nicht mehr Peinlich für Frauen, Transgender… Fazit Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen und hat mich auch sehr zum Nachdenken angeregt. Ich gebe dem Buch stolze 5/5 Sterne, dass das Buch auf jeden Fall verdient hat. P.S. Ich empfehle das auch an alle Männer die nicht menstruieren. Sie sollten ebenfalls wissen, was es mit der Menstruation auf unserem Planeten in all den verschiedenen Ländern auf sich hat

Periode ist politisch

Von: ahukader Datum: 16. July 2020

Als Franka Frei als Bachelorabschlussarbeit das Thema der „Menstruation“ bearbeiten möchte, wird ihr davon abgeraten. So merkt sie, dass dieses Thema immer noch tabuisiert wird. Nach einem Facebook-Beitrag erfährt sie ganz viele Kritik aber auch lernt sie durch diesen Beitrag Aktivistinnen in Indien, Pakistan etc. kennen, die sie dann besucht. S ie findet sich auf einmal in einer Welt, die voller Mythen um die Menstruation, Periode, Tage, Erdbeerwoche und wie man sie auch noch betitelt möchte, ist. Die Hälfte der Menschheit menstruiert und doch ist es ein absolutes Tabuthema. Vor allem werden menstruierende Menschen als unrein angesehen. In einem Kapitel gibt sie aus den Weltreligionen Beispiele dafür: (im 3. Buch Mose steht, dass eine Frau nach der Periode erst wieder „rein“ sei, nachdem sie eine Woche lang mit niemandem in Kontakt war, sich einer entwürdigenden Waschung unterzogen wurde – die zwei Tauben nicht zu vergessen, die für ihre wiederhergestellte Reinheit geopfert werden müssen. Kein Scheiß). Der nicht-menstruierenden Hälfte der Menschheit ist es nicht klar, welchen hormonellen Belastungen oder Schmerzen eine Person in diesem Zyklus Monat für Monat ausgesetzt ist. Wie oft hat man den Satz „Die hat doch bestimmt ihre Tage“, gehört? Dabei ist es kein Unding zu bluten, es steht dafür, dass alles in Ordnung ist und man gesund sei, schreibt Frei weiter. Sie erzählt von ihren Begegnungen in Indien und Pakistan. 20 % der Mädchen* die ihre Blutung bekommen, gehen während ihrer Menstruation nicht in die Schule oder brechen ihre Bildung sogar komplett ab. Es ist nicht in Ordnung, dass ein Mädchen* während ihrer unreinen Zeit anderen Menschen begegnet. Die Hygieneprodukte sind so teuer, dass viele sich diese nicht leisten können. Sie schneiden Stoffe zurecht und diese werden wieder gewaschen. Da keiner dies sehen darf, werden die Stofffetzen heimlich getrocknet, zum Beispiel unter einer Bettmatratze. Die Stoffe trocknen nicht richtig und führen bei feuchter Benutzung zu Krankheiten. All dies sind Themen dieses meiner Meinung nach sehr wichtigen Buches. Uns wird auch vieles von den Medien vorgekaut, wie in vielen anderen Themen dieser Gesellschaft. Vom Menstruationstabu sind nicht nur Menschen in den unterentwickelten Ländern betroffen, sondern auch wir in den westlichen.Warum versucht mir eine Werbesendung für Binden oder Tampons klar zu machen, dass die Periodenflüssigkeit blau ist? Und was zum Teufel soll Flüssigkeit in diesem Kontext? Ich blute einmal im Monat und Blut ist nun mal rot. Ich danke Randomhouse für das Rezensionsexemplar.

einfach nur genial

Von: Buchliebhaber Datum: 13. April 2020

In dem Buch von Franka Frei mit dem Titel "Periode ist politisch" geht darum den Frauen Mut zu geben, in der Zeit in der Sie Ihre Periode haben. Ich fand das Buch einfach nur genial. Ich hatte mir noch nie Gedanken gemacht, wie Frauen in Indien, Bangladesch oder anderen Ländern, die nicht so entwickelt sind wie Deutschland mit der Hygiene in der Mestruationszeit umgehen. Sich einen Lappen in den Schritt zu legen fand ich nur in der Vorstellung furchtbar. Zu hören was für Ängste diese Mädchen haben, weil sie nicht aufgeklärt sind und denken Sie verbluten. Aber nicht nur Philosophen und Politiker bekommen ihr Fett weg, auch die Werbeindustrie. Der Schreibstil ist sehr gut verständlich und anschaulich. Er lässt einen lachen, aufkeuchen, verwundert den Kopf schütteln und manchmal auch wütend zurück. Sehr witzig ist das für bestimmte Taten goldene Erdbeeren verteilt werden und diese Leute haben Sie echt verdient. Top-Leseempfehlung

Großartiges Buch zur Befreiung vom Tabuthema Menstruation

Von: Lina Igel Datum: 12. April 2020

Dieses wirklich mitreißend geschriebene Buch räumt mit jeglichen Vorurteilen, vermeintlichem Wissen zum Thema Menstruation und allem, was dazugehört, auf. Es ist wirklich schockierend, wie wenig man auch als Frau über ein so wichtiges Körperteil weiß. Es ist aber sicher nicht nur für Frauen geeignet, sondern auch die Männerwelt kann hier richtig was lernen. Ich hoffe, dass dieses Buch dazu beiträgt, dass dieses Wissen auch in der Allgemeinheit ankommt.

Wichtiges Thema, aber nicht mein Stil

Von: Merle K. Datum: 04. April 2020

Das Thema Menstruation finde ich wichtig, und auch eine Beseitigung des Tabus drumherum liegt mir am Herzen. Inhaltlich spricht das Buch viele Mythen aus anderen Teilen der Welt über die Menstruation an, die ich teilweise nicht kannte. Das fand ich spannend. Leider muss ich sagen, dass mir der Stil überhaupt nicht zugesagt hat. Es wirkt belehrend in Besserwisser-Manier; für mich ist klar: die Autorin wird kein Gegenargument akzeptieren. Finde ich schade; ich bin ein großer Fan von Diskussion und Kritikfähigkeit. Ein anderes großes Problem ist für mich das Fehlen von Quellenangaben. Entweder gibt es sie gar nicht oder erst am Ende des Buches. Da ich das E-Book zur Verfügung hatte, konnte ich nicht einfach ans Ende blättern. Als letztes noch ein persönlicher Kritikpunkt: Endometriose. Erstmal gut natürlich, dass Franka Frei die Krankheit erwähnt. Sie hat wirklich mehr Aufmerksamkeit verdient. Aber da ich selber an der Krankheit leide, kann ich sagen, dass die Definition und Erklärung hier in diesem Buch nicht ganz richtig sind. Darauf will ich jetzt nicht genauerer eingehen; aber daran merke ich, dass dem Buch eine Überarbeitung durch eine*n Gynäkolog*in gutgetan hätte. Wie gesagt; schade. Ich hatte mich echt auf das Buch gefreut und hatte große Hoffnungen. Aber ich kann hier nur einen Stern geben.