Saundra Mitchell

The Prom

The Prom Blick ins Buch

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Buch

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Emma liebt Alyssa und Alyssa liebt Emma. Und die beiden wollen zusammen zum Highschool-Abschlussball gehen. Eigentlich keine große Sache. In Edgewater im tiefsten Indiana aber offenbar doch: Die Mädchen verursachen einen Skandal! Hilfe kommt von völlig unerwarteter Seite: Aus dem fernen New York mischen sich zwei Broadway-Stars ein, die für Emma und Alyssa kämpfen wollen – und nebenbei ein wenig Werbung in eigener Sache dringend benötigen. Das verschlafene Edgewater und die örtliche Highschool geraten plötzlich ins Scheinwerferlicht des nationalen Medienspektakels, und mittendrin Emma und Alyssa. Wird ihre Liebe das aushalten?

Liebe kennt kein Geschlecht - und keine Grenzen

Von: Mias Anker Datum: 20. January 2021

Das Förmliche Die Geschichte wird aus beiden Sichten der Protagonistinnen Emma und Alyssa erzählt. Die Kapitel sind kurz und angenehm. Der Schreibstil ist großartig. Ich liebe den Witz, die bildlichen Metaphern und die vielen emotionalisierenden Momente. Trotz der eher seichten Handlung ist das Buch von Autor*innen geschrieben, die etwas von ihrem Fach verstehen. The Prom – Handlung Emma und Alyssa wollen nur eins: gemeinsam zum Abschlussball gehen. Nur leider stehen ihnen viele Steine im Weg. Zum einen ist da Alyssa, die sich noch nicht geoutet hat. Dann ist da ihre Mutter, die Mitglied des Ballkomitee ist und nicht will, dass gleichgeschlechtliche Paare auf den Ball gehen. Und dann ist da noch die ganze Stadt – Edgewater, ein kleines Dorf im tiefsten Indiana, das sehr konservativ ist und nicht viel von Homosexualität hält. Der ganze Ball platzt zu drohen, weil Emma beim Kartenverkauf angibt, dass sie mit einem Mädchen zum Ball geht. Und um das zu verhindern tauchen plötzlich Dee Dee und Barrie auf, zwei Broadway Stars, die sich für Emma einsetzen wollen – nur leider nicht nur für sie, sondern auch für sich… Eine leichte Lektüre wie ein unterhaltsamer Netflix-Film! Schon beim Lesen des Klappentexts wusste ich, dass mich eine Menge Kitsch und Drama erwarten würde. Ich wurde definitiv nicht enttäuscht, wenn auch positiv überrascht, denn die Geschichte enthält nämlich eine gewisse Tiefe, die einen schönen Kontrast zu den albernen Handlungssträngen zeigt. Gay Love! Die Liebe zwischen Emma und Alyssa ist unheimlich süß. Seit einem Jahr heimlich ein Paar und noch so verliebt wie am ersten Tag. Emma lebt offen homosexuell, während Alyssa es nach wie vor geheim hält. Trotzdem finden sie immer wieder einen Weg, heimlich Berührungen und Küsse auszutauschen. Ich liebe die beiden, ganz besonders Emma ist mir ans Herz gewachsen. Ich habe mit ihr gelacht und gelitten. Homophobie Leider ist auch die Diskriminierung ein nicht geringer Bestandteil des Buches gewesen. Ich fand es einerseits wichtig, dass es aufgezeigt wurde, andererseits auch deprimierend und traurig. Oft standen mir Tränen in den Augen, weil es so unfair ist, dass homosexuelle Menschen nicht einfach in Frieden leben und lieben können. Heimliche Beziehungen haben nur anfangs ihren Reiz – früher oder später gehen sie einem an die Substanz. Representation Matters! Ich habe mich deshalb auf ein Rezensionsexemplar beworben, weil die Repräsentation von Homosexualität unsagbar wichtig ist. Wie bereits zu Anfang erwähnt, werden schwule oder lesbische Menschen meistens nur als Nebenrollen besetzt. Das muss sich dringend ändern, denn auch sie verdienen eine eigene Geschichte! Buchempfehlung für alle, die auf leichte, dramatische und kitschige Liebesromane stehen! Ich fand das Buch sehr erfrischend und angenehm zu lesen. Wer auch Lust auf eine niedliche Lesbian-Romance Story hat, sollte zu diesem Buch greifen!

Starke Protagonistin

Von: buchkenner Datum: 20. January 2021

Meinung: Eine Teenagergeschichte im klassischen Highschool-Setting, eine Außenseiterin, die beliebten Sportlerkids und ein Abschlussball. So weit, so bekannt. Hier gibt es lediglich den Unterschied, das die Protagonistin homosexuell ist. Ein gerade in heutigen Zeiten viel diskutiertes Thema, das mittlerweile eigentlich nicht mehr der Rede wert sein sollte. Nicht weil es darüber nichts zu erzählen gäbe, sondern weil es egal sein sollte, wen man liebt. Doch diese Geschichte macht deutlich, dass dem nicht so ist. Protagonistin Emma muss in der Geschichte viel leiden, weil sie von ihrem konservativen Umfeld als nicht normal wahrgenommen wird. Eine Tatsache, die wenig verwunderlich ist im ländlichen Amerika mit der Bibel als Leitfaden für alle Lebenslagen. Doch Emma ist für mich in diesem Buch noch annähernd die „normalste“ Person. Sie vermittelt wunderbar die Ängste, Enttäuschungen und die heimlichen Freuden, die mit ihrer Sexualität einhergehen. Im Vordergrund steht dabei immer nur der eigentlich simple Wunsch dazugehören zu wollen. Auch ihre Freundin Alyssa gibt ein gelungenes Beispiel ab für jemanden, der vor lauter Ängsten sein eigenes Glück verschläft. Man möchte ihr während des Lesens mehrfach den Hals umdrehen für ihre Feigheit, auch wenn man im Grunde nachvollziehen kann, wie schwierig mancher Schritt für sie ist. Diese beiden Charaktere machen das Buch zu mehr als einer oberflächlichen Teeniegeschichte und haben mich zeitweise wirklich berührt. Doch natürlich geht es nicht ohne amerikanisches Drama. Dafür sind die Freunde am Broadway und das realitätsferne Ende zuständig. Schade, dass die Geschichte so schließen musste, auch wenn die Autorin da nicht viel Wahl hatte. Denn soweit ich weiß, basiert die Geschichte auf einem Musical, sodass ich eigentlich die Autoren von Selbigem hier ausschimpfen möchte. So bleibt mir schlussendlich nur ein Punktabzug für eine Geschichtes deren leise Töne deutlich stärker wirken als das laute Brimborium. Fazit: Mich hat die Geschichte teilweise wirklich mitgenommen, ich hätte mir nur mehr Sinn für Realität und weniger Hollywood gewünscht.

Eine wichtige Geschichte

Von: Emma´s Bookhouse Datum: 16. January 2021

The Prom – Saundra Mitchell Bob Martin, Chad Beguelin und Matthew Sklar Verlag: Heyne fliegt Taschenbuch: 12,00 € eBook: 9,99 € ISBN: 978-3-453-27303-0 Erscheinungsdatum: 14. Dezember 2020 Genre: LGBTQ Seiten: 288 Alter: ab 14 Jahren Inhalt: Emma liebt Alyssa und Alyssa liebt Emma. Und die beiden wollen zusammen zum Highschool-Abschlussball gehen. Eigentlich keine große Sache. In Edgewater im tiefsten Indiana aber offenbar doch: Die Mädchen verursachen einen Skandal! Hilfe kommt von völlig unerwarteter Seite: Aus dem fernen New York mischen sich zwei Broadway-Stars ein, die für Emma und Alyssa kämpfen wollen – und nebenbei ein wenig Werbung in eigener Sache dringend benötigen. Das verschlafene Edgewater und die örtliche Highschool geraten plötzlich ins Scheinwerferlicht des nationalen Medienspektakels, und mittendrin Emma und Alyssa. Wird ihre Liebe das Aushalten? Mein Fazit: Zum Cover: Das Cover passt gut zur Geschichte, wir sehe hier ein gebrochenes Herz und oben steht The Prom, aufgewertet wird das Cover durch kleine leuchtende Sternchen. Zum Buch: Wo fange ich hier am besten an? Emma ist verliebt in Alyssa und Alyssa ist auch in Emma verliebt, doch im Gegensatz zu Emma, kann sich Alyssa noch nicht outen. Als der Abschlussball stattfinden soll, fangen die ganzen Probleme an. Emma wird gemobbt und Alyssa kann einfach nur zusehen. Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte liest sich schnell, aber hier erleben wir auch, wie intolerant die Menschen sind, gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe. Ich finde es noch immer grausam, dass es heutzutage tatsächlich noch immer so ist bei vielen Menschen. Eine Kleinstadt in Indiana und alle sind der Meinung das Emma nicht normal ist, weil sie eben lieber Frauen als Männer mag. Homosexualität ist dort verpönt und selbst Emmas Eltern habe sie nach dem Outing verstoßen, seitdem lebt sie bei ihrer Großmutter. Eine wie ich finde, sehr wichtige Geschichte, denn man sollte doch meinen im jetzigen Zeitalter spielt das keine Rolle, doch man sieht es fast alltäglich, das es eben doch noch für viele ein Problem ist. Die Charaktere sind schön erzählt, besonders natürlich Emma, sie hat sich früh geoutet und lebt damit, dass die Leute sie meiden und auch das sie, sie mobben. Bis es zum Prom kommt, denn sie hat nur einen Wunsch, sie möchte am Prom mit ihrer Liebe tanzen, sie möchte einen ganz normalen Prom, doch leider sehen die Schüler und Eltern das anders und machen ihr das Leben schwer. Alyssa liebt Emma, doch sie kann sich nicht outen, ihre Mutter würde es nicht verkraften, denn alles was anders ist, ist für ihre Mutter nicht normal. Barry und Dee Dee kommen zu Hilfe, doch ob sie wirklich im Sinne von Emma handeln bleibt fraglich. Sie sind außergewöhnliche Charaktere und ich musste mitunter auch schmunzeln. Die Geschichte ist dramatisch und voller Gefühl, aber auch voller Intoleranz und Mobbing. Eine Geschichte, die ich persönlich sehr wichtig finde. Wird sie zu ihrem Abschlussball kommen, wird sie mit ihrer Liebe tanzen können? Erzählt wird die Geschichte, in der Ich Form und die Kapitellänge ist sehr angenehm. Die Kapitel werden jeweils aus der Sicht von Emma und Alyssa erzählt. Ich gebe hie 4 von 5 Sternen

Sehr wichtige Handlung mit schöner Message!

Von: Lara Datum: 11. January 2021

Meine Meinung Obwohl mir das Musical dieser Geschichte nicht bekannt war, stand das englische Original schon länger auf meiner Wunschliste. Als ich entdeckt habe, dass die deutsche Übersetzung von Heyne veröffentlich wird, war ich gleich ganz gespannt. Eigentlich sind Emma und Alyssa zwei normale Mädchen, die sich auf ihren Abschlussball freuen. Eigentlich. Doch die beiden sind lesbisch – und das in einer schrecklich konservativen und religiösen Stadt, die LGBTQ* nicht zulässt. Als zwei Broadway-Stars davon erfahren, bringen sie einen riesigen Medien-Rummel in die Stadt, der das ruhige Örtchen in Schrecken versetzt. Und mittendrin stehen Emma und Alyssa, die nichts wollen, außer auf ihrem Prom miteinander zu tanzen… Emma singt gerne, teilt häufig Videos davon auf YouTube und ist lesbisch. Eigentlich kein großes Problem, würde sie nicht Edgewater leben, wo Homosexualität eine Sünde ist. Sie ist eher unscheinbar, zurückhaltend und steht ungerne im Mittelpunkt, bis sie sich eher unabsichtlich outet und nun von fast der ganzen Stadt verstoßen wird. Alyssa hingegen ist in der Schule beliebt, wunderschön und die perfekte Vorzeigetochter – aber nur, weil niemand weiß, dass sie auf Frauen steht. Sie liebt Emma, doch traut sich nicht, das öffentlich zuzugeben, vor allem weil sie ihre Mutter einfach nicht enttäuschen kann… Beide Charaktere waren mir unglaublich sympathisch, vor allem weil die beiden so unterschiedlich sind. Emma ist wie gesagt geoutet und kämpft sich ziemlich wacker durch ihre Schultage, die häufig von Beleidigungen und Mobbing geprägt werden. Obwohl sie ungern im Mittelpunkt steht und nicht sonderlich selbstbewusst wirkt, bleibt sie stets standhaft und behält den Kopf immer oben. Alyssa hingegen wirkt selbstbewusst und stark, während sie eigentlich etwas unsicherer ist. Sie ist nicht geoutet, traut sich das aber auch nicht, weil sie an Emma sieht, was dann passieren wird. Ich mochte die Konstellation der Charaktere, da so beide Realitäten für Anhänger der LGBTQ*-Community dargestellt werden können. Einmal die, die offen mit ihrer Sexualität leben und dafür stets schreckliche Dinge über sich ergehen lassen müssen und dann die, die sich nicht trauen, sich zu outen. Beides Situationen, die der Realität entsprechen, was mir in Bezug auf die Darstellung sehr gefallen hat. Trotzdem waren mir beide Charaktere abgesehen von ihrer Sexualität etwas zu flach. Ich mochte die beiden zwar, doch waren sie leider auch relativ austauschbar, was ich sehr schade fand. Die Nebencharaktere sind ebenfalls oberflächiger gehalten. Da hätten wir einmal die zwei Broadway-Stars, die als glitzernde Sternchen wie Retter in der Not auftauchen und Emma beistehen. Sie kümmern sich ein wenig um sie, veranstalten aber auch (wie erwartet) sehr viel Show. Während das zwar ein interessantes Extra für die Story war und im Musical/Film bestimmt sehr beeindruckend ist, war es hier leider sehr oberflächig umgesetzt. Da hatte ich einfach noch mehr erwartet, mehr Show und mehr WOW-Effekt. Andererseits tauchen Emmas und Alyssas Mitschüler*innen als Nebenfiguren auf und auch hier fehlte es mir ein wenig an Tiefe. Es sind ganz stereotypische Teenager und Eltern, die einfach dem typischen Klischee von wütenden, homophoben Menschen entsprechen. Sie haben ihre Funktionen gut erfüllt, mehr aber auch nicht. Der Roman ist in der Ich-Form, jeweils aus Emmas und aus Alyssas Perspektive geschrieben, wobei Emmas Perspektive (aus meiner Sicht) tiefgehender und ausführlicher war. Der Schreibstil ist sehr locker und somit sehr angenehm und schnell zu lesen. Hin und wieder wird der Leser direkt angesprochen, wovon ich eigentlich kein großer Fan bin, doch hier hat es einfach gepasst. Die Handlung ist genau das, was der Klappentext verspricht. Als Emma sich Tickets für den Prom kauft und heraus kommt, dass sie mit einer weiblichen Begleitung auftauchen möchte, stellt der Elternverband sich quer. Es wird gedroht, den Prom komplett abzusagen, was Emma nur noch mehr in die Schusslinie ihrer Mitschüler*innen setzt. Wie hier mit der homosexuellen Protagonistin umgegangen wird ist erschreckend und absolut widerlich. Sie wird nicht mal wirklich als Mensch behandelt, wird benachteiligt, gemobbt und aus dem normalen Leben ausgegrenzt. Was für ihre heterosexuelle Mitmenschen absolut normal und selbstverständlich ist, wird ihr abgesprochen. Und all das stellt leider für viele Anhänger der LGBTQ*-Community die Realität dar, was es nur noch trauriger macht. Während des gesamten Buches hat sich ein Knoten um mein Herz gelegt, welcher einfach nicht locker lassen wollte. Emma macht hier einiges durch, ihre Mitmenschen sind absolut schrecklich und uneinsichtig und all das hat mir einfach nur das Herz gebrochen. Und genau deswegen finde ich das Buch und die Repräsentation in diesem super wichtig und habe es letztendlich auch sehr gerne gelesen. Die Geschichte zwischen Emma und Alyssa hat mich wirklich einnehmen und absolut fesseln können. Die Charaktere habe ich vielleicht als nicht tiefgründig genug bezeichnet, die Handlung ist es mitsamt ihrer Message aber auf alle Fälle. Das Ende war mir ein wenig zu plötzlich, ein paar Entwicklungen sind mir zu schnell geschehen, trotzdem passte es zum Stil der Broadway-Vibes, weswegen es mich nicht großartig gestört hat. Fazit Ein sehr wichtiges Buch, das vor allem die Schattenseiten davon zeigt, was es bedeutet, zur LGBTQ*-Community zu gehören. Es zeigt, wie schnell Menschen verurteilen und wie schrecklich sie sein können, aber auch, dass Entwicklungen und Verbesserungen möglich sind. Gepaart wird das ganze von ein wenig Broadway-Vibes und meine Lust auf den passenden Film dazu ist auf jeden Fall geweckt!

Berührend und super wichtig!

Von: worteundgedanken Datum: 05. January 2021

Dieses Buch öffnet einem die Augen in Bezug auf die Wichtigkeit von Akzeptanz und Nächstenliebe. Emma ist lesbisch und wird von allen in ihrem Umfeld, bis auf wenige Ausnahmen, deswegen schikaniert und schlecht behandelt. Es ist ihr letztes Schuljahr und sie möchte einfach nur mit ihrer Freundin Alyssa auf den Prom gehen. Doch da macht ihnen das Prom-Komitee einen Strich durch die Rechnung, denn der Ball droht abgesagt zu werden, nur weil Emma eine weibliche Begleitung mitbringen möchte... Das Buch war unfassbar emotional, denn Emma ist einfach ein normales Mädchen, wird aber so behandelt von allen, als wäre sie ein krankhaftes Wesen, das alle anstecken möchte. Ich habe während des Lesens unfassbar mit ihr gefühlt, denn jeder Mensch verdient es, so akzeptiert zu werden, wie er ist.

Tolle Geschichte, mittelmäßiger Stil & markante Änderungen zum Musical

Von: textandtunes Datum: 03. January 2021

Inhalt: Emma ist lesbisch und wohnt in einer religiösen Kleinstadt in Indiana. Sie will nur eins: mit ihrer Freundin Alyssa zusammen zum Abschlussball, zur Prom, gehen 💃🏻. Allerdings erlaubt das die Elternvertretung nicht, und der kleine Wunsch wird zum großen Skandal. Zufällig bekommen zwei Broadway-Stars von diesem Vorfall mit und eilen zur Hilfe! Ich liebe das Musical und den Netflix-Film zu The Prom und habe mich extrem auf das Buch gefreut. Und zu Beginn ist mir gleich etwas negativ aufgefallen: aus den 4 Stars sind im Buch 2 gemacht worden. Jeder der vier hat Emma eine bestimmte Sache beigebracht, und im Buch bringen zwei Personen Emma mehrere Sachen bei. Ich finde es schade, dass zwei so tolle Charaktere weggelassen wurden. Die Geschichte kannte ich ja schon, und mag sie wirklich gerne. Im Buch werden viele Szenen nochmal vertieft, die im Musical zu kurz kommen. Allerdings fehlen meiner Meinung nach ein paar wichtige Szenen zu den Broadway-Stars. Hätte ich das Musical nicht gekannt, hätte ich da den Kontext wahrscheinlich nicht verstanden. Das Buch liest sich schnell und es ist einfach geschrieben, wahrscheinlich eher an Jüngere gerichtet. Es gibt öfters direkte Leseransprache, was ich persönlich nicht mag. Und an manchen Stellen habe ich das Gefühl, dass die Übersetzung des Slangs aus dem Englischen nicht so gut funktioniert hat - wie „Nicht homo“ statt „No homo“. Ich kenne auch im Deutschen nur die englische Version. Ich gebe der Geschichte insgesamt 3,5 🌟. Die Story an sich ist wirklich besonders! Obwohl das Buch ein paar nette Ergänzungen bietet, überwiegt das Fehlen wichtiger Aspekte aus dem Musical für mich. Der Stil ist okay, aber manche Stellen finde ich krumm übersetzt. Solltet ihr das Musical/den Film überhaupt nicht kennen, kann ich euch das Buch trotzdem empfehlen! Es ist wie gesagt eine sehr wichtige und besondere Story.

Wichtiges Thema - mittelmäßige Umsetzung

Von: JosBuecherblog Datum: 03. January 2021

Ehrlich gesagt, bin ich ziemlich zwiegespalten, wie ich zu dieser Geschichte stehen soll. Einerseits ist das Thema des Buches sehr wichtig und gerade in dieser Zeit wird es immer präsenter. Viele Menschen, besonders Jugendliche, stehen vor der Thematik ihres Coming-outs. Die Gefühle, Gedanken und mögliche negative Reaktionen der Mitmenschen werden in diesem Buch thematisiert und vor allem am Ende wird auch die Vielseitigkeit der LGBTQ-Community dargestellt. Andererseits fehlte mir in großen Teilen des Buches die Tiefgründigkeit und etwas, das mich einfach mitreißt. Vor allem, da ich vorher „Die Mitte der Welt“ gelesen habe, in dem auch eine gleichgeschlechtliche Beziehung Mittelpunkt der Handlung war, musste ich die beiden Bücher immer miteinander vergleichen. Mir fehlte hier die gesamte Tiefe innerhalb der Erzählung, da meiner Meinung nach, alles sehr oberflächlich gehalten wurde. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass viele Menschen in kleineren Dörfern auf dem Land durchaus intolerant sind, wobei es mir dann allerdings unrealistisch erscheint, dass diese Menschen, die so festgefahren in ihren Ansichten sind, plötzlich und nur durch ein Gespräch ihre Meinung ändern. Für mich fehlte das Realistische, der Übergang in ihren Gedanken. Der Schreibstil konnte mich nicht wirklich mitreißen und insgesamt fand ich die Umsetzung eher mittelmäßig. Dieses Thema ist sehr präsent und wichtig, jedoch weist es meiner Meinung nach auch deutlich mehr Potenzial auf, als in diesem Buch ausgeschöpft wurde.

Emma und ihr Prom-Date

Von: Leseratte Austria Datum: 02. January 2021

„The Prom“ von Saundra Mitchell, Bob Martin, Chad Beguelin und Matthew Sklar. Im heyne Verlag erschienen, mit 287 Seiten. Passend zum Film/Musical von Netflix. Es geht um zwei Mädchen, die ineinander verliebt sind. Emma Nolan hat sich bereits geoutet und hat seitdem auch kein leichtest Leben. Sie wurde von ihren Eltern rausgeworfen und wohnt seitdem bei ihrer Großmutter. Sie wohnen in Edgewater in Indiana, sehr christlich und es werden Lesben sehr verachtet und gemobbt. Ihre Freundin Alyssa Greene ist noch geheim, denn sie hat sich noch nicht geoutet. Sie will es zuerst ihrer alleinerziehenden Mutter sagen, doch diese ist sehr christlich und wird damit nicht einverstanden sein. Alles soll für Alyssa Super und vor allem normal ablaufen, so hätte es Alyssa‘s Mutter gerne. Es steht der Highschool-Abschlussball „The Prom“ an. Ein Großereignis, dass die beiden Mädchen als Paar erleben möchten. Wie sollen sie das anstellen? Sie kaufen die Karten und geben fake Namen an. Allerdings bekommt Ms Greene mit, dass ein Mädchen mit einem anderen Mädchen auf den Ball will. Es gelten bestimmte Regeln und die besagen, unter anderem, dass nur Paare des unterschiedlichen Geschlechtes Karten kaufen dürfen. Ms Greene macht einen Aufstand und so beginnt eine Odyssey für Emma und Alyssa. Sogar die Presse bekommt Wind und verbreitet diese Ungerechtigkeit. Die weitentfernten Broadway Schauspieler Ms Dee Dee Allen und Mr Barry Glickman werden nach einem Musical Auftritt von der Presse zerrissen. Sie haben wirklich schlechte Kritiken, unter anderem allgemein an ihrer Persönlichkeit. Deshalb machen sie sich auf den Weg, um ihr Image aufzupolieren. Sie erfahren von Emma und ihrem Kampf als Lesbe auf den Prom zu gehen. Kurz überlegt beschließen sie, nach Indiana zu reisen und Emma bei zu helfen. Die Odyssey von Emma wird nun von Promis mal gut mal schlecht begleitet! Wie geht es mit Emma weiter, kann sie auf den Ball mit Alyssa? Wird Ms Greene einverstanden sein? Outet sich Alyssa überhaupt? Wird der Ball stattfinden? Was bewirken Dee Dee und Barry? Hält die Beziehung zwischen Emma und Alyssa dem allen stand? Meinen Meinung: Mir gefallen das Buch und der Film gut. Der Film als Musical hat schon eine eigenen Beachtung verdient. Das Buch liest sich sehr angenehm, ist spannend und mit viel Emotionen durchzogen. Die Kids machen sich allerhand mit!! The Prom wird als ein besonderes Erlebnis gefeiert. Allerdings wird in sehr christlichen Städten ein anders sein, wie lesbisch sein verachtet. Mit dem Happy End des Buches bin sehr Happy und gebe das gerne weiter! 4 von 5 Sternen

interessant und gefühlvoll - ein wirklich toller Jugendroman

Von: Manja Datum: 01. January 2021

Meine Meinung Bisher war mir die Autorin Saundra Mitchell noch vollkommen unbekannt. Nun also stand mit „The Prom“ mein erster Roman von ihr auf meiner Leseliste und ich war wirklich neugierig darauf. Das Cover hat mich, genauso wie der Klappentext auch, angesprochen und so habe ich mir das Buch nach dem Erhalt auf flott geschnappt. Die handelnden Charaktere hat die Autorin sehr gut gezeichnet. Diese wirkten auf mich vorstellbar und von den Handlungen her war es für mich auch gut zu verstehen. Die beiden Protagonistinnen Alyssa und Emma wirkten auf mich sehr gut beschrieben. Ich mochte sie beide, die Autorin hat ihnen hier gut Leben eingehaucht, hat sie sehr gut gezeichnet. Beide gehen sie noch zur Highschool und sie sind verliebt. Emma mochte ich wirklich von der ersten Seite an total gerne. Sie hat einen wirklich guten Humor und zum Teil kommt sie auch richtig sarkastisch rüber. Ein wenig aber war ich auch darüber schockiert wie schlecht es Emma zum Teil doch geht, wie sie aufgrund ihrer sexuellen Orientierung behandelt wird. Auch Alyssa mochte ich, sie ist eine wirklich gutes Gegenstück zu Emma. Oftmals wird Alyssa als perfekt angesehen, doch schaut man genauer hin erkennt man welche Probleme sie wirklich hat. Es sind aber nicht nur die beiden Protagonistinnen, die mir sehr gut gefallen haben. Auch die eingebauten Nebencharaktere sind der Autorin gut und stimmig gelungen. Der Schreibstil der Autorin ist richtig gut. Ich bin flüssig und leicht durch die Handlung hindurch gekommen und konnte auch ohne Probleme folgen. Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen der beiden Protagonistinnen Emma und Alyssa. Somit ist man beiden noch um einiges näher und lernt sie wirklich sehr gut kennen. Die Handlung selbst hat mir richtig gut gefallen. Es ist wirklich eine Geschichte mit Tiefgang, der Leser findet aber auch Humor vor. Die eingebrachten Emotionen und Gefühle waren für mich sehr gut nachzuempfinden und ja es hat mich auch berührt. Die Autorin greift hier die erste große Liebe auf, sie läuft nie so ganz ohne Probleme ab, es gibt Stolpersteine und sie ist auch immer einzigartig. Es geht aber eben auch um gleichgeschlechtliche Liebe und darum welche Skandale hierbei aufkommen. Als Kulisse hat sich die Autorin Amerika ausgesucht, hier ist das angesprochene Thema ja nochmals schwieriger als es woanders auf der Welt ist. Das Ende gefiel mir hier sehr gut. Ich empfand es als passend zur Gesamtgeschichte, es macht diese sehr gut rund und schließt sie stimmig und zufriedenstellend ab. Fazit Insgesamt gesagt ist „The Prom“ von Saundra Mitchell ein Jugendroman, der mich auch ganz gut für sich einnehmen konnte. Gut beschriebene interessante Charaktere, ein angenehm zu lesender flüssiger Stil der Autorin und eine Handlung, die ich als emotional und gefühlvoll empfunden habe und deren Thema nicht nur für Jugendliche interessant und aktuell gehalten ist, haben mir unterhaltsame und kurzweilige Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

Liebe und Spannung

Von: Julia Datum: 31. December 2020

Die Geschichte The Prom: Es geht um 2 lesbische Schülerinnen Emma und Alyssa. Die beiden lieben sich und wollen zusammen zum Highschool Abschluss gehen. Eigentlich kein Problem jedoch ist das in Edgewater, das in tiefstem Indiana liegt, gibt es damit ein Problem. Die beiden Mädchen verursachen ein Skandal. Doch unerwartet bekommen die beiden Hilfe von einer anderen Seite, aus New York mischen sich 2 Broadway-Stars ein, die für Emma und Alyssa kämpfen wollen. Nebenbei wollen die Stars auch in eigener Sache Werbung machen, die dringend gebraucht wird. Auf einmal geraten Edgewater und die Highschool ins Scheinwerferlicht des nationalen Medienspektakels, doch wird in dieser Situation die Liebe von Emma und Alyssa durchhalten und vor allem wie wird das weitere Leben aussehen? Der Autor von The Prom hat eine sehr interessante Geschichte geschrieben, die es so auch geben kann. Es ist leider, sodass es immer noch solche Dörfer gibt und die Leidtragenden sind dann die Menschen, die es betrifft. Der Autor hat die Story gut angefangen, dass man langsam in das Geschehen reingekommen ist und nach und nach sich die Spannung aufgebaut hat. Beim Lesen merkte ich das Knistern zwischen Emma und Alyssa, aber auch die Verzweiflung, was die Stadt macht und sie dafür verurteilt werden. Das nun 2 Stars zu Hilfe kommen, ist wieder gut ausgesucht und auch wie die beiden damit umgehen. Mir hat das Lesen viel Spaß gemacht und ich konnte gut in die Geschichte reinkommen und habe es bis zum Ende genossen. Leider war es irgendwann leider zu Ende. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, diese sanfte und einfühlsame Art hat mir besonders gut gefallen, was für die Geschichte ein Pluspunkt war, damit die Geschichte auch so rüberkommt, wie sie sein sollte. Ich konnte durchgehen, mich einfinden, ohne dass ich aus der Geschichte gekommen bin. Ein klarer Pluspunkt für die ganze Geschichte. Das Cover The Prom gefällt mir sehr gut und es passt auch zu der Geschichte. So vom Cover her wäre es mir aufgefallen im Regal. Das Herz, das durchgebrochen ist mit dem Neon pink und den dunklen Hintergrund. The Prom gebe ich gerne 5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung. Wer gerne was Romantisches, aber auch Spannendes Lesen möchte, der sollte sich das Buch nehmen und es lesen.

Ein tolles Buch über ein ganz wichtiges Thema!

Von: RoxysPodcast Datum: 30. December 2020

Mich hat das Buch voll und ganz überzeugt. Die beiden Protagonistinnen sind einfach wunderbar. Ihre Story ist einfach unglaublich! Oft habe ich da gesessen und mit dem Kopf geschüttelt weil ich es einfach nicht glauben kann wie manche Menschen mit der Liebe zwischen zwei gleichgeschlechtlichen umgehen. Ich finde es toll wie die Autorin die Story zwischen Emma und Alyssa und den zwei Brodwaystars zusammen führt! Mich hat das Buch bestens unterhalten & ich habe es an einem abend durch gesuchtet :-)

Ich liebe es

Von: Tinkas Buchwelten Datum: 30. December 2020

Was für ein wundervolles Buch. ❤️ Ab der ersten Seite war ich ihm verfallen. Es ist humorvoll, emotional und extrem wichtig!!! Denn das, was es uns vermittelt ist so viel mehr, als man meinen mag. Es gibt noch immer viel zu viele Menschen, die Quere nicht akzeptieren, dabei ist es doch egal welches Geschlecht wir lieben, solange man liebt und geliebt wird. ❤️ Aber zurück zum Buch, der Schreibstil ist locker, jung und bringt dennoch Gefühl rüber. Die wechselnden Sichten von Emma und Alyssa gab dem ganzen noch tiefere Einblicke in die ganze Problematik. Das dann noch ein paar Broadway Stars in die Angelegenheit hinein platzen macht das dann nur bedingt besser. 😅

LGBT Roman

Von: Canan Datum: 30. December 2020

Werbung/Rezensionsexemplar* Hallo ihr lieben, das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich habe so ein tolles Buch beendet 🥰🙃🤫📖 „The Prom“ von Saundra Mitchell In dem Buch geht es um Emma die sich outet und danach von ihren Eltern aus deren Zuhause geschmissen wird. Ihre Oma ist die einzige die zu ihr hält. Bis sie auf Alyssa trifft. Die beide verlieben sich und Daten sich. Zuckersüß, wäre da nicht der Fakt, das sie das alles heimlich machen, da Alyssa sich immer noch nicht geoutet hat. Ihre Mutter würde es einfach nicht verstehen und akzeptieren. Als das Schuljahr fast vorbei ist und der Schulball ansteht, fasst sich Alyssa ans Herz und möchte nun öffentlich machen, dass sie und Emma ein Paar sind. Doch so einfach läuft das in Indiana leider nicht. Alyssas Mom stellt sich quer und möchte nur Heteropaare zu dem Prom kommen lassen. Da sie die Party organisiert hat sie eben konkrete Vorstellungen von dem „perfekten Abend“ für ihre Tochter. Kann die Liebe Stand halten ? Ich hab Emma so lieb gewonnen, sie ist ein wahnsinnig starker und lustiger Charakter. Sie kämpft für das was sie liebt. Alyssa liebt sie so sehr, dass es Freude macht weiter zu lesen. Dieses Buch ist ein wundervolles queeres LGBTQ+ Buch, für alle, die etwas über Liebe und Freundschaft lesen wollen. Coming out is in ! 5/5 Sterne für dieses tolle Buch, da übrigens auch verfilmt worden. Den Film werde ich mir bald anschauen 🥰👍🏻📖

eine zuckersüße Liebesgeschichte

Von: my.dreamy.bookworld Datum: 29. December 2020

Ich habe vor ein paar Tagen „The Prom“ beendet und mochte es wirklich gerne! In dem Buch geht es um Emma und Alyssa, die gemeinsam zu ihrem Abschlussball gehen wollen. Das ist aber in dem konservativen Ort in Indiana, in dem sie wohnen, ein No Go für viele. Als dann auch noch zwei Broadway Stars von dem Drama erfahren und mitmischen, ist das Chaos perfekt. Ich fand das Buch sowohl amüsant als auch oft wirklich traurig und frustrierend! Die Art wie Emma nur aufgrund ihrer sexuellen Orientierung behandelt wurde, war einfach nur furchtbar und oft saß ich echt fassungslos vor dem Buch. Mir hat das Herz wehgetan wenn ich gelesen habe, wie schlecht es Emma oft geht, und noch schlimmer war es, da Emma mir von der ersten Seite ans Herz gewachsen ist. Ihre Perspektive mochte ich sogar fast ein bisschen lieber, einfach weil ihre Kapitel sehr humorvoll und sarkastisch waren. Aber auch Alyssa mochte ich gerne, sie wird als das perfekte Mädchen gesehen und hat doch im Privaten mit so vielen Dingen zu kämpfen. Vor allem ihre Mutter hat mir beim Lesen oft den letzten Nerv geraubt. Die Beziehung der beiden ist zuckersüß, man kann die Gefühle der beiden wirklich durch die Seiten spüren!! Auch die Broadway Stars Dee Dee und Barry sind mir irgendwie ans Herz gewachsen, obwohl sie fast mehr Probleme geschaffen als gelöst haben. Mit ihrer lauten und liebenswerten Art (ok, liebenswert war eigentlich nur Barry), konnte ich gar nicht anders als sie zu mögen. Das Buch ist zwar echt kitschig, aber für mich genau die richtige Dosis an Kitsch! Es ist die Art Kitsch, bei der man am Ende glücklich und mit einem leicht dümmlichen Grinsen das Buch schließt und einfach nur zufrieden ist!

Es ist was es ist….

Von: Diane Jordan Datum: 28. December 2020

The Prom Rezension von Diane Jordan Es ist was es ist, sagt die Liebe! Das ist der Refrain eines Gedichtes von Erich Fried, was ich noch aus der Schulzeit kenne und hier ganz besonders passend finde. Denn mein neuester Roman „The Prom“ von Saundra Mitchell erzählt die Geschichte zweier lesbischer Schülerinnen. Das Cover des Taschenbuches sieht glamourös und aufregend aus. Schwarz, ein leuchtend rotes Herz in zwei Teilen, darüber der erhabene Titel: „The Prom“ und etwas Glitzer. Der Klappentext macht Lust auf mehr und zack bin ich lesetechnisch mittendrin in dieser herzerwärmenden Liebesgeschichte. Die Protagonisten Alyssa und Emma sind liebevoll erdacht und gut beschrieben. Zwei junge Mädchen, wie sie überall auf der ganzen Welt vorkommen. Auch alle anderen Romanfiguren mag ich sehr. Natürlich nur die, die zu den beiden Liebenden halten und sie unterstützen, das ist doch klar, oder? Humorvoll aber trotzdem mit einer gehörigen Portion Tiefgang beschreibt die Autorin gekonnt die Geschichte um diese zwei Highschool-Mädchen, die es schwer erwischt hat. Aber die erste Liebe ist ja immer irgendwie einzigartig und ungewöhnlich und auch nie ohne Stolpersteine. Warum soll es bei Alyssa und Emma dann anders sein? Diese Schmetterlinge im Bauch, dieses Herzklopfen prägen den Menschen und man vergisst sie nie. Hier im Roman erkennt der Leser allerdings schnell, dass es nicht überall ohne Ecken und Kanten geht seine gleichgeschlechtliche Liebe auch der ganzen Welt zu zeigen. Skandale, Enttäuschungen und bittere Tränen sind hier vorprogrammiert. Und dennoch erhalten die beiden Mädchen Unterstützung von zwei Broadwaystars. Das dies nicht reibungslos verläuft und zwischendurch beim Lesen urkomisch ist, kann ich nur bestätigen. Die Autorin scheut sich nicht, die sexuelle Orientierungsphase, das Coming Out, die erste Liebe und vieles mehr gefühlvoll in ihrem Buch „The Prom“ anzusprechen und aufzuzeigen. Gerade in Amerika, die ja eher prüde und verklemmt erscheinen und mit dem moralischen Zeigefinger fuchteln, besonders tricky. Sarah Connors Lied „Vincent“ über einen homosexuellen Jungen hat ja auch hier bei uns in Deutschland die Radiosender zu kontroversen Äußerungen genötigt. Ich jedenfalls habe es genossen dieses tolle humorvolle Buch, das aber trotzdem den nötigen Respekt und Tiefgang zur Thematik hat, lesen zu dürfen. Und da die Welt bunt wie ein Regenbogen ist, sollte so eine gleichgeschlechtliche Liebe auch nicht als Katastrophe angesehen werden, sondern als ein zerbrechliches Pflänzlein, das geehrt und geschützt werden sollte. … sie wollen nur einen einzigen gemeinsamen Tanz- und verursachen eine Revolution … Inhalt: Emma liebt Alyssa und Alyssa liebt Emma. Und die beiden wollen zusammen zum Highschool-Abschlussball gehen. Eigentlich keine große Sache. In Edgewater im tiefsten Indiana aber offenbar doch: Die Mädchen verursachen einen Skandal! Hilfe kommt von völlig unerwarteter Seite: Aus dem fernen New York mischen sich zwei Broadway-Stars ein, die für Emma und Alyssa kämpfen wollen – und nebenbei ein wenig Werbung in eigener Sache dringend benötigen. Das verschlafene Edgewater und die örtliche Highschool geraten plötzlich ins Scheinwerferlicht des nationalen Medienspektakels, und mittendrin Emma und Alyssa. Wird ihre Liebe das aushalten? Autorin: Saundra Mitchell hat sich bereits als Autorin von zahlreichen Kinder- und Jugendbüchern einen Namen gemacht. 20 Jahre lang arbeitete sie außerdem als Drehbuchautorin und Produzentin für Film und Fernsehen. In ihrer Freizeit beschäftigt sich Saundra Mitchell mit Fan-Fiction und Geschichte sowie mit ihrer Familie. Weitere Bücher: Breathkept, Mistwalker, All the Things we Do in the Dark, Out Now Queer We Go Again! Usw. Fazit: 4 Sterne***** Der Roman „The Prom“ von Saundra Mitchell ist im Heyne Verlag verlegt worden. Das humorvolle Taschenbuch hat 288 Seiten, die aber auch die Probleme, die dahinter stecken spannend aufzeigt. Ich empfehle es allen frisch verliebten. Grins und ebenso einen Tanzkurs.

Schön und ergreifend, allerdings nicht realitätsnah.

Von: EmpireofBookz Datum: 23. December 2020

SPOILER WARNUNG! Emma und Alyssa waren beide symphatische Protagonistinnen, doch nachdem die Geschichte so richtig Fahrt aufgenommen hat, habe ich diese Symphatie für Emma einfach verloren. Wo Alyssa einfach alles riskiert hat, um Emma glücklich zu machen – und eben gescheitert ist – hat Emma sich absolut unmöglich zu ihr verhalten. Bis zum Ende konnte sie mich leider nicht mehr von ihr überzeugen. Ihr fehlt es an Verständnis für ihre Freundin. Der Schreibstil war etwas unausgereift. Die Autorin war sehr bemüht, humorvolle und lustige Elemente ins Buch zu arbeiten, aber das war meiner Meinung nach einfach zu viel. Der Humor war an vielen Stellen passend und amüsant, aber an genauso vielen eher dümmlich. Außerdem – passend dazu – kam mir das ganze Geschehen etwas utopisch vor. So schön das auch wäre, es ist einfach unrealistisch, dass so viele Leute, die dich vorher gequäkt und dir sogar Todesdrohungen geschickt haben, nur wegen eines Videos zum Schluss ihre komplette Meinung über dich ändern und plötzlich super lieb und LGBTQ+ Freundlich werden. Diese Wendung wurde mir einfach ein bisschen zu übertrieben und plötzlich dargestellt. Das Buch war ein netter und benötigter Schritt in die richtige Richtung. Aber es hat auch einige Schwächen. Da ich selbst Teil der LGBTQ+ Community bin, nehme ich mir einfach mal das Recht zu sagen, dass Klischee–Schwule und Lesben absolut in Ordnung sind und normalisiert werden sollten, aber aus homophonen Gründen sind sie ja geradezu überrepräsentiert! Wir brauchen dringend mehr Bücher, Filme, Musicals und was sonst noch, in denen wir einfach als normale Menschen dargestellt werden. Emma und Alyssa sind ein guter Anfang, aber ich wünsche mir etwas besseres. Dennoch war das eine rührende und ergreifende Liebesgeschichte – vielleicht auch, weil sie so von der Realität abweicht. Es ist immerhin ein Roman. Und liest man nicht gerade Bücher, weil sie etwas haben, dass die Realität niemals bieten kann?