Katherine Webb

Die Schuld jenes Sommers

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Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt?

Ich habe es gern gelesen.

Von: TubiBrest Datum: 23. May 2020

Der Schreibstil ist für mich neu. Ich habe vorher noch kein Buch von Katherine Webb gelesen. Ist aber sicherlich nicht das Letzte. Die Geschichte ist spannend und gut zu lesen. Ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen.

Erschütternd, aber auch berührend

Von: Monina83 Datum: 03. May 2020

Inhalt: Auch vierundzwanzig Jahre nach ihrem Verschwinden hat Frances ihre beste Freundin Wyn nicht vergessen und möchte an derem Geburtstag ein wenig allein sein und an sie denken. Deshalb gibt sie den kleinen Davy zu Freunden, die inzwischen auf ihn aufpassen sollen. Doch ausgerechnet in dieser Nacht werden überraschend Bomben über Bath abgeworfen und Davy verschwindet spurlos. Frances macht sich sofort auf die Suche nach dem Jungen. Während Davy verschwunden ist, haben jedoch die Bomben etwas anderes ans Licht gebracht: Wyns sterbliche Überreste. Was ist damals wirklich passiert und wieso kann Frances sich kaum an den letzten Sommer mit ihrer besten Freundin erinnern? Je mehr die junge Frau in die Vergangenheit zurückreist, desto deutlicher wird ihr bewusst, dass sie damals eine entscheidende Rolle gespielt hat … . Meine Meinung: Ich liebe die Bücher von Katherine Webb, deswegen musste ich auch dieses hier lesen. Anders, als bei ihren anderen Werken spielen hier jedoch nicht zwei verschiedene Protagonisten eine Rolle, sondern nur Frances, deren Leben einmal in der Gegenwart als junge Frau und das andere Mal in der Vergangenheit als kleines Mädchen erzählt wird. Dabei bewegen sich die Erzählstränge zwischen dem ersten und dem zweiten Weltkrieg. Ich fand es anfangs etwas schade, dass die Protagonistin hier in ihre eigene Vergangenheit eintaucht und wir keinen außenstehenden Blick bekommen, aber im Nachhinein war das genau die richtige Wahl. Zu Beginn lernt man Frances als erwachsene Frau kennen, die gerade nach einer gescheiterten Ehe wieder bei ihren Eltern eingezogen ist und auf den kleinen Davy aufpasst. Dieser ist der Neffe ihrer verstorbenen besten Freundin. Rasch merkt man, dass die Protagonistin auch vierundzwanzig Jahre nach dem Verschwinden von Wyn immer noch nicht damit abgeschlossen hat. Das wird dadurch verstärkt, dass nach einem Bombenangriff auch noch Davy verschwindet, auf den sie eigentlich aufpassen sollte. Von Schuldgefühlen überwältigt, macht sich die junge Frau auf die Suche nach dem Jungen. Diese gerät jedoch ein wenig in den Hintergrund, als die Knochen von Wyn gefunden werden. Sofort ist Frances sich sicher, dass an der Geschichte irgendetwas nicht stimmt und sie möchte Antworten auf all ihre Fragen und stellt deswegen Nachforschungen an. Dabei kommen auch immer wieder Erinnerungsfetzen ans Licht. Scheinbar hat Frances die Ereignisse aus dem Sommer von Wyns Verschwinden total verdrängt. In diese Erinnerungen tauchen wir durch Rückblenden hautnah ein und können so selbst erleben, was damals passiert ist. Allerdings bekommen wir nie einen Wissensvorsprung als Leser, sondern können nur Frances‘ Erinnerungen folgen. Dadurch hat man manchmal das Gefühl, nicht so recht in der Geschichte voran zu kommen und auf der Stelle zu treten, denn die Geschehnisse jenes Sommers kommen nur sehr langsam und Stück für Stück ans Licht. Für mich war das jedoch kein Problem, weil ich einfach das Ende etwas queer gelesen habe und somit schon wusste, was passiert war. Und ich muss gestehen, die Geschichte ging mir wirklich ordentlich unter die Haut. Es war so unglaublich schrecklich und erschütternd, was da passiert war, in welche Not sowohl Wyn, aber auch Frances geraten waren und wie die junge Frau mit den Ereignissen all die Jahre umgegangen ist und wie sie auch in Zukunft damit leben muss. Doch nicht nur die Geschehnisse jenes Sommers haben mich wirklich aufgewühlt, sondern die gesamte Familiengeschichte der Hughes. Jedes einzelne Mitglied hat sein eigenes Päckchen zu tragen und dabei war ich vor allem von Carys‘ (Wyns älteste Schwester) Schicksal ziemlich aufgewühlt und obwohl ich ihre Handlungen nicht verstehen konnte, konnte ich trotzdem ein Stück weit nachvollziehen, warum sie sich für diesen Weg entschieden hatte. Katherine Webb ist es mit ihren Figuren wirklich gelungen, mich sehr zu berühren. Ihre Charaktere handeln absolut authentisch und sie zeigt schonungslos auf, wohin sie deren Entscheidungen führen. Nicht immer ist nämlich der einfachste Weg, auch der bessere, was in dieser Geschichte ganz deutlich wird. Obwohl das Hauptaugenmerk in diesem Buch ganz klar auf der Familiengeschichte und dem Schicksal der beiden jungen Frauen liegt, bekommt man auch die Schrecken des Krieges hautnah mit. Doch dieses Mal geht es nicht um das Leid der Juden, denn es gab auch andere Unschuldige, die der Krieg hart getroffen hat. Man kann förmlich die Verzweiflung der Menschen spüren, die ihren ganzen Besitz oder Angehörige verloren haben, die ihre Liebsten vermissen und nicht wissen, was aus ihnen geworden ist, die Tag und Nacht im Einsatz sind, um anderen zu helfen und doch oft nur schlechte Nachrichten überbringen können. Man fühlt den Hunger und die Angst vor einem erneuten Angriff und würde so gerne vor all dem fliehen. Doch ich fand es wirklich gut, dass Katherine Webb hier auch einmal den Zweiten Weltkrieg aus einer anderen Sicht geschildert hat. Dieses Buch ist aber wirklich nichts für schwache Nerven. Insgesamt hat es eine sehr düstere Stimmung und auch, wenn es immer wieder kleine Lichtblicke gibt, begleitet man doch eine Protagonistin, die unter den Entscheidungen, die sie im Leben getroffen hat, sehr leidet, fast schon verzweifelt. Das kann einem beim Lesen sehr aufs Gemüt schlagen, ich fand es jedoch passend zur Geschichte. Trotzdem hat auch mich das Buch sehr aufgewühlt und konnte mich lange nicht loslassen. Doch das macht für mich eine gute Geschichte aus: Wenn sie in einem nachhallt. Fazit: „Die Schuld jenes Sommers“ von Katherine Webb ist in meinen Augen anders, als ihre anderen Romane. Er ist fast schon etwas schwermütig und hat mich mit seiner erschütternden Familiengeschichte wirklich sehr aufgewühlt. Trotzdem war dieses Buch ein echtes Highlight für mich, weil es mich auch sehr berührt, weil es mich zum Nachdenken gebracht hat und weil mir die Schicksale der Figuren sehr nahe gingen. Ein Buch, das definitiv unter die Haut geht. Von mir bekommt das Buch 5 Punkte von 5.

Eine Zeitreise

Von: Sannesu Datum: 24. April 2020

Ich finde es sehr spannend, wie die Geschichte immer wieder zwischen Davy und Wyn erzählt wird. Die Geschichte bewegt sich zwischen zwei Zeiten. Ich mag das Buch, obwohl es nicht gerade einfach zu lesen ist; man muss auf die Parallelen der beiden Zeiten achten. Ich bedanke mich dafür, dass ich das Buch vorweg lesen durfte!

Fesselnd!

Von: derMaerzhase Datum: 14. April 2020

Irgendwie war der Winter so trubelig, dass es mir erst jetzt gelungen ist, dieses Buch zu lesen - aber dafür konnte ich es nun kaum aus der Hand legen. Der Autorin gelingt es wunderbar, den Leser gefangen zu nehmen in dieser Geschichte die so voll mit Rätseln und Geheimnissen ist. Die Figuren sind so lebhaft gezeichnet, dass man sich nicht wundern würde, wenn man mal auf eine trifft und auch das Setting im Weltkrieg ist sehr bildhaft beschrieben. Obwohl ich das normalerweise gar nicht mag, wenn eine Geschichte im Krieg spielt, so finde ich es hier passend und gut geschrieben. Definitiv eine Empfehlung!

Ganz ok, aber leider nicht mehr

Von: Mirjam Lutter Datum: 07. April 2020

Als im britischen Bath 1942 ein Bombenangriff der Deutschen stattfindet, wird die Protagonistin Frances schmerzlich an den Sommer 1918 erinnert. Damals verschwand ihre gleichaltrige Freundin Wyn mit 6 Jahren spurlos. Nun wird nach einem Bombeneinschlag ihr Skelett nach all den Jahren gefunden. Gleichzeitig ist der kleine Davy nach dem Bombenangriff spurlos verschwunden und Frances, die auf ihn aufpassen sollte, sucht ihn verzweifelt. Hängen die Ereignisse zusammen? Was passierte im Sommer 1918 wirklich? Ich fand das Buch ganz ok - nicht mehr und nicht weniger. Es war relativ flüssig zu lesen und hatte auch eine gewisse Spannung zu bieten. Aber (es gibt leider ein deutliches Aber) die ständigen Versuche von Frances, sich an die Ereignisse im Sommer 1918 zu erinnern, wurden immer zäher und gingen mir zunehmend auf die Nerven. Außerdem war die eingestreute Liebesgeschichte für meinen Geschmack auch sehr platt und überflüssig für die Story. Ich hätte mir grundsätzlich etwas mehr Tiefgang gewünscht!

France starker Wille

Von: Andrea Schmidt Datum: 23. March 2020

1918 : Wyn verschwindet an einem Augusttag spurlos. Verantwortlich dafür gemacht wird ein geflüchteter Kriegsgefangener. 24 Jahre danach: der kleine Davy verschwindet in der Bombennacht auf Barth. 1942: Bombenangriffs auf Bath. Die Überbleibsel von Wyn werden durch eine Bombe freigelegt.  France Leben gerät vollkommen aus den Fugen. Erst verschwindet ihre beste Freundin spurlos und 24 Jahre später Wyns Neffe, auf den sie aufpassen sollte. France lässt beides keine Ruhe und setzt alles dran, Davy zu finden, aber auch endlich den Mord an Wyn aufzuklären. Sie hat nie dran geglaubt, dass der gefangene es war. Mit viel Geduld und einem wahnsinnigen Willen wird das Knäul der verstrickten Fäden und Handlungen nach und nach von France aufgerollt und die Wahrheit kommt ans Tageslicht. Meine Meinung: Das Buch ist in zwei Zeitebenen geteilt. Immer wieder wird man ins Jahr 1918 zurückversetzt und fängt nach und nach alles an zu verstehen. Diese Rückblende ist manchmal sehr düster und manchmal wahnsinnig bedrückend. Man erfährt, dass Wyn kein leichtes Leben hatte, auch wenn sie als Lieblingstochter ihres Vaters galt, musste sie sich oft seiner Willkür aussetzen. Viel Schläge, wenig Essen, keine schöne Zeit. Da war die Freundschaft zu France für Wyn ein echter Segen. Beeindruckt hat mich der kämpferische Wille von France, zu beweisen, dass der eigentliche Mörder noch rumläuft. Auch etliche Rückschläge bringen sie nicht ab alles ans Tageslicht zu holen. Mir kam es manchmal so rüber, dass France mehr als leidet und sich auch eine riesige Schuld gab. Ihre Nachforschungen und Fragen, sind für viele ein Dorn im Auge.  Ich muss gestehen, ich brauchte schon 100 Seiten, um endlich ins Buch zu kommen. Öfter hatte ich überlegt, ob ich abbrechen soll.  Hat man sich erst einmal durchgebissen, wird es ein spannend interessantes Buch, was manchmal gewaltig an die Nieren geht. Die Protagonisten werden ausdrucksstark dargestellt, die mit Verzicht, Verlust und viel Schmerz leben müssen. Dadurch kommt dieser Roman sehr komplex und stark rüber. Man spürt beim Lesen, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat.  Wäre diese lange Anlaufzeit ins Buch nicht gewesen, hätte ich 5 Sterne vergeben.

Spannender Familienroman zum Miträtseln in englischer Atmosphäre

Von: Sarah Sophie Datum: 07. February 2020

Frances und Wyn waren unzertrennliche Freundinnen, so verschieden sie auch waren. Wir erleben sie in der früheren Zeitebene 1918 in Bath und lernen die beiden aufgeweckten Mädchen im Alter von 7 kennen. Welche Geheimnisse dazu führen, dass Wyn plötzlich wie vom Erdboden verschwindet müsst ihr natürlich selbst lesen. :) In der 2. Zeitebene ist Frances erwachsen und hat auch heute ihre Freundin nie vergessen. Aber das Leben ging natürlich weiter und Frances ist heute eine Frau die ihren Mann steht. 1938 wird Bath bombardiert und der Junge Davy, auf den Frances aufpassen soll, verschwindet im Chaos des Bombenangriffs. Frances sucht ihn verzweifelt. Ob sie ihn lebend wieder finden kann? Was eine der Bomben zu Tage fördert, reißt alte Wunden in vielen der Einwohner wieder auf. Ich finde, dass Katherine Webb gewohnt flüssig schreibt. Sie springt geschickt in den Zeitebenen und hält den Spannungsbogen so gekonnt aufrecht. Die Umgebung Bath‘ wird sehr lebendig beschrieben. Ich konnte mir alle Figuren sofort lebhaft vorstellen. Die weiblichen Protagonistinnen vor allem, sind allermeist sehr fortschrittliche Frauen, die für die Zeit sehr modern und stark wirken. Frances als Protagonistin zB ist getrennt lebend von ihrem Mann und das war sicherlich damals sehr ungewöhnlich. Das Kriegsgeschehen spielt eine eher untergeordnete Rolle, daher kann man das Buch auf jeden Fall auch dann empfehlen, wenn man ein „Zweiter Weltkriegs Setting“ nicht so gern liest. Die Geschichte ist ungewöhnlich, verzwickt und spannend. Ich habe super gern mitgerätselt und fand das Ende sehr stimmig. 4,5 Sterne ⭐️

Die Schuld jenes Sommers

Von: Bookgirl Datum: 19. January 2020

Die Autorin entführt in dem historischen Roman „Die Schuld jenes Sommers“ die Leser ins England des 20. Jahrhunderts. Die Handlung spielt in zwei Zeitebenen, die durch die Kapitelüberschriften leicht zu unterscheiden sind. 1916 - 1918: Das schüchterne Mädchen Frances freundet sich mit der gleichaltrigen furchtlosen Wyn an. Sie werden zu besten Freundinnen und haben ein gemeinsames Geheimnis. Eines Tages verschwindet die 8-jährige Wyn spurlos. Bei der Suche nach ihr findet man Kleidungsstücke, ein vermeindlich Verdächtiger wird verurteilt. Die inzwischen erwachsene Frances quält sich auch über 20 Jahre nach dem Verschwinden ihrer Freundin mit quälenden Fragen: „Wurde ein Unschuldiger verurteilt? Hätte ich das Verbrechen verhindern können?“ 1942 Nacht der Bombardierung und die Tage danach : Die kinderlose Frances, die regelmäßig auf den Neffen ihrer damals verschwunden Kindheitsfreundin Wyn Davy aufpasst, übergibt den Jungen an ein älteres Ehepaar zur Aufsicht. Sie selbst braucht Zeit zum Nachdenken, da es sich an diesem Tag um den Geburtstag von Wyn handelt. Erinnerungen an damals werden wieder wach. In dieser Nacht wird Bath bombardiert. Das Ehepaar, welches auf Davy aufgepasst hat, wird tot in den Trümmern seines Hauses gefunden. Von Davy jedoch fehlt jede Spur. Die Mutter Carys gibt Frances die Schuld an seinem Verschwinden. Frances macht sich große Vorwürfe, dass sie nicht bei Davy geblieben ist. Als dann noch bei Aufräumarbeiten das Skelett von Wyn vor deren Elternhaus gefunden wird, weckt die Konfrontation mit der Vergangenheit wieder Zweifel bei Frances: Hat sie sich als Kind richtig verhalten? Von Schuldgefühlen geplagt macht sie sich auf die Suche nach Davy. Dieses gestaltet sich zwar als schwierig, aber Frances gibt nicht auf und sucht verzweifelt und hartnäckig, bis sie das Kind tatsächlich lebend findet. Doch selbst jetzt ist Frances nicht beruhigt, schließlich stellt sie sich der Vergangenheit und will ihre verdrängten Erinnerungen aufarbeiten. Sie ist überzeugt, dass man damals die falsche Person verurteilt hat und ist entschlossen, immernoch den wahren Mörder von Wyn zu finden. Der Leser fragt sich: Wieso fühlt sich Frances schuldig? Was hat sie versucht zu verdrängen, dass sie bis heute verfolgt? Durch den bildhaften Schreibstil der Autorin konnte ich mich gut in die Gefühlslage der Hauptdarstellerin versetzen. Man spürt die Traurigkeit über den Verlust der Freundin, die Verzweiflung, in Kindheitstagen etwas falsch gemacht zu haben. Aus dem damals ängstlichen Kind Frances wurde mit der Zeit eine mutige, starke Frau im Erwachsenalter. Der Krieg als historischer Hintergrund spielt für die Handlung eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht die Protagonistin mit Ihrem Gefühlchaos und der Suche in ihren Erinnerungen nach der Wahrheit. Leicht zu lesen. Gute Unterhaltung. Gern spreche ich eine Leseempfehlung dafür aus.

Wirklich zu empfehlen

Von: Stephi Datum: 17. January 2020

Inhalt: Wir haben das Jahr 1942. Frances passt regelmäßig auf den kleinen Davy auf. Nach einem Bombenangriff auf ihre Heimatstadt Bath ist er unauffindbar. Sie ist sich sicher, dass er überlebt hat und beginnt deshalb sofort verzweifelt nach ihm zu suchen. Und noch etwas passiert in der Bombennacht in der Davy verschwunden ist: Die leichte eines jungen Mädchens taucht plötzlich unter den Trümmern auf. Schnell ist klar, dass es sich dabei um Wyn handelt, die beste Freundin von Frances, die vor 24 Jahren ebenfalls spurlos verschwunden ist. Also muss sie nun gleichzeitig zwei Fragen klären: Wo ist Davy? Was ist vor 24 Jahren mit Wyn passiert? Rezension: Das Buch spielt in zwei verschiedenen Zeitebenen und das macht meiner Meinung nach Bücher immer besonders spannend. In der Gegenwart begleiten wir Frances bei ihrer unermüdlichen Suche nach Davy und in der Vergangenheit erfahren wir mehr darüber, was sie damals mit Wyn erlebt hat. Besonders brisant wird das Ganze dadurch, dass Davy das Kind von Wyns Schwester ist und auch noch andere Familienmitglieder eine entscheidende Rolle spielen. Das Buch hat nur wenig Handlung, es lebt von der Tiefe und davon, dass man so viel über die Hintergründe erfährt und die Protagonisten sehr gut kennenlernt. Ohne das ich zu viel verraten möchte, kann ich sagen, das es mich beeindruckt, wie mit den Themen Schuld und Wahrheit umgegangen wird. Es hat mich wirklich nachdenklich gemacht. Es ist kein „leichtes“ Buch aber wirklich sehr zu empfehlen.

umständlich erzählt

Von: Helgus Datum: 17. January 2020

Finde das Buch etwas langatmig und nicht flüssig erzählt. Für mich war es schwer in das Buch einzutauchen.

Eine Zeitreise zwischen Davy und Wyn

Von: Monika Dahlen Datum: 13. January 2020

Eine Zeitreise zwischen Davy und Wyn Ich finde es sehr spannend wie die Geschichte immer wieder zwischen Davy und Wyn erzählt wird. Die Geschichte bewegt sich zwischen zwei Zeiten und zwei unterschiedlichen Geschichten. Ich mag das Buch auch wenn es sich nicht so einfach lesen lässt man muss etwas mitdenken und auch immer auf die Parallelen der beiden Erzählungen achten.

Die Schuldfrage in Vergangenheit und Gegenwart

Von: Rosalie 2606 Datum: 08. January 2020

Die Handlung des Romans "Die Schuld jenes Sommers" von Katherine Webb spielt in der englischen Stadt Bath. Die Geschichte greift dabei auf zwei Zeitebenen zurück: Zum einen Zeitblenden ins Jahr 1918, als die achtjährige Wyn spurlos nach einem Streit verschwindet, zum anderen 1942, als die Protagonistin Frances den kleinen Davy, den sie beaufsichtigt, während eines Bombenangriffs im Zuge des Zweiten Weltkrieges verliert. Der Leser bekommt die Geschichte aus Sicht von Frances erzählt, kennt somit ihre Gedanken und Gefühle. Sie ist auch das Verbindungsglied dieser beiden Zeitstränge, da sie sowohl Wyn (als ihre beste Freundin) als auch Davy (auf den sie oft aufpasst) kannte. Der Roman zeigt sich als gefühlsintensiv mit einigen Spannungspunkten; z.B. als nach einem Bombeneinschlag 1942 das Skelett eines Kindes freigibt. Die bildliche Sprache ist sehr detailliert. Dies ist für mich auch die größte Schwachstelle des Romans. An einigen Stellen erscheint der 462 Seiten lange Roman sehr langatmig. Interessant fand ich allerdings die Verknüpfung der Handlung von Vergangenheit und Gegenwart.

Sehr spannender und packender Roman

Von: MissNellas86 Datum: 04. January 2020

Wer historische und spannende Romane mag, der ist hier genau richtig. Kurze Inhaltsangabe: Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Schatten aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy, und hat er überlebt? Bemerkenswert ist die unglaublich gut aufgebaute Spannung. Hier wird immer wieder zwischen den verschiedenen Zeiträumen hin und her gesprungen. Entweder Ende 1. Weltkrieg oder mitten im 2. Weltkrieg. Es ist ein unglaublich tiefgründiges Buch mit einem historischen Krimi und menschlicher Tragödien. Es ist spannend und auch sehr traurig. Fazit: Dieses Buch ist unglaublich spannend und packend von der ersten Seite an. Ich bin ein großer Fan dieser Autorin und sie schafft es immer wieder, mich mit ihren Geschichten zu fesseln. Der Schreibstil ist sehr flüssig und verständlich geschrieben. Ich konnte es sehr gut lesen. Historische Romane sind nicht jedermanns Sache aber Katherine Webb ist eine Meisterin ihres Fachs. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen. Wer auf Spannung und Krimi steht, der ist hier goldrichtig. Dazu kommt noch der sehr gut geschriebene historische Aspekt.

Dieses Buch konnte ich nicht aus der Hand legen!

Von: MamiAusLiebe Datum: 29. December 2019

"Die Schuld jenes Sommers" ist ein historischer Roman von Katherine Webb und ist 2019 beim Diana Verlag erschienen. Es geht um Frances, die 1942 während eines Bombenangriffs in Bath den kleinen Davy verliert und sich anschließend auf die Suche macht. Neben der andauernden Angst und der allgemeinen Zerstörung, taucht in den Bombentrümmern eine Leiche auf. Es handelt sich dabei um ihre beste Freundin Wyn, die vierundzwanzig Jahre zuvor verschwunden ist. Dies wirft viele Fragen auf und katapultiert Frances in den Schrecken des Sommers vor über zwanzig Jahren. Sie konnte Wyn nicht retten, doch schafft sie es Davy zu finden oder ist ihm auch etwas Schreckliches zugestoßen? Rückblick: Frances kam aus einer guten Familie, es fehlte ihr an nichts, außer vielleicht an Selbstvertrauen. Dieses brachte jedoch ihre beste Freundin Wyn im Übermaß mit. Wyn kam aus einer gewaltätigen und armen Familie. Es fehle ihr an Liebe und Essen, doch dafür wusste sie genau was sie wollte. Sie hatte Träume und Mut. Die beiden ergänzten sich perfekt und erlebten viel zusammen. Doch mehrere Geheimnisse überschlugen sich und so geschah nicht nur ein Mord. Meine Meinung: Katherine Webb hat mich nicht zum ersten Mal in eine andere Welt katapultiert, aber mit diesem Roman hat sie wieder einmal bewiesen wie fantastisch sie schreiben kann. Das Buch wird in zwei Zeiten erzählt. Einmal 1942 zur Zeit der Bombardierung und 1918 als Frances noch ein achtjähriges Kind war. Geschickt wird zwischen den Zeiten gesprungen und ich war so gefangen von den Ereignissen, den Ungerechtigkeiten, der kindlichen Neugier, den Geheimnissen, dem nie enden wollenden Schmerz und der unerfüllten Träume. Doch über all dem liegt in greifbarer Nähe die Erinnerung, die tief in Frances schlummert. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und war süchtig nach weiteren Einzelheiten. Dies ist eines von jenen Büchern, bei denen ich hin und her springe bei den Vermutungen eines Verdächtigen. Und es war ein so gelungenes Ende, mit einer traurigen Wahrheit. Fazit: Wer gern traurige Familiengeheimnisse und ungeklärte Todesfälle in Büchern mag, sollte hier unbedingt zugreifen! Ein mitreißendes Buch, welches man nicht aus der Hand legen kann! Und hier noch zwei schöne Zitate aus dem Buch: "» Kind zu sein ist das Beste auf der Welt. Ich glaube, das ist euch gar nicht klar, weil ihr noch welche seid.«" (Seite 119) "Sie wusste noch nicht, dass Menschen, genau wie Tiere, nicht wütend sein müssen, um gefährlich zu sein. Sondern auch gefährlich werden konnten, weil sie verzweifelt waren und Angst hatten." (Seite 212)

Was wäre, wenn....

Von: aebbies.buechertruhe Datum: 27. December 2019

Während eines Bombenangriffs im Jahr 1942 verschwindet der sechsjährige Davy. Für Frances beginnt ein Albtraum, denn sie hatte für den Jungen die Verantwortung. Schon einmal hat sie erleben müssen, daß ein Kind verschwindet. Vor 24 Jahren trennte sie sich im Streit von ihrer Freundin Wyn. Sie sollte sie nie wiedersehen. Als in einem Bombenkrater die verweste Leiche eines Kindes gefunden wird ist sofort klar, daß es Wyn ist. In Frances kommen alte Erinnerungen wieder hoch und sie begibt sich auf die Suche nach dem wahren Mörder ihrer Freundin. Sie glaubt nämlich nicht an die Schuld des jungen Mannes, der damals für die Tat hingerichtet wurde. Jetzt fürchtet sie um Davys Leben, denn der wahre Mörder könnte wieder zugeschlagen haben. Ich gebe ehrlich zu, daß ich anfangs etwas Schwierigkeiten mit diesem Buch hatte. Die Geschichte fing, meiner Meinung nach, etwas zäh an. Das Gefühl ging dann aber sehr schnell vorbei. Je weiter ich in dem Buch kam, desto packender wurde die Handlung. Der Leser wird hier geschickt vor Rätsel gestellt, die sich erst zum Schluß hin auflösen. Deshalb kann man etwa ab der Mitte des Buches kaum noch eine Lesepause einlegen. Die Neugierde auf die Lösung aller Fragen wird immer größer. In Zeitsprüngen erlebt man die Zeit zum Ende des ersten Weltkrieges und mitten im zweiten Weltkrieg in einer englischen Kleinstadt. Man bekommt den Eindruck, daß sich zwischen den Kriegen kaum etwas verändert hat. Die alten Zwänge sind die gleichen und Männer bewältigen ihren Frust, indem sie ihre Frauen und Kinder verprügeln. Erst langsam entwickeln einige wenige Frauen ein Selbstbewußtsein. Diese ganzen Eindrücke vermittelt Katherine Webb auf sehr bildhafte Art mit sympathischen Charakteren in einem Roman, der sich mit jeder Seite entwickelt! "Die Schuld jenes Sommers" ist eine Geschichte über Freundschaft, die über den Tod hinausgeht, über Schuldgefühle und über die berühmte Frage: Was wäre, wenn...."

Ein etwas langatmiger Weg zur Wahrheit

Von: Steffi Datum: 26. December 2019

Frances erlebt zwei Kriege mit. Während des ersten Krieges verschwindet ihre beste Freundin. Jahre später während des zweiten Weltkrieges verschwindet ein kleiner Junge, auf den sie aufpassen sollte. Durch die Verwüstungen von den Bombardierungen taucht eine Kinderleiche auf, die sich als Frances beste Freundin entpuppt. Den Verlust von damals hat Frances nie überwunden und nun tauchen neue Bilder über den damaligen Sommer vor ihrem inneren Auge auf, die sie nicht zuordnen kann. Sie begibt sich auf die Suche - sowohl nach dem kleinen Jungen, als auch nach der Wahrheit über den Tod ihrer besten Freundin. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Teilweise ist der innere Konflikt von Frances leider sehr langgezogen und wird genauso immer und immer wiederholt, was das Buch etwas langatmig macht. Im Großen und Ganzen handelt es sich jedoch um einen Roman, der einen abholt und bis zum Schluss mit der Auflösung wartet und somit spannend bleibt.

Fesselnd

Von: Christine Datum: 23. December 2019

Ich habe das Buch an einem regnerischen Vormittag begonnen und es nicht mehr weggelegt . Man fühlt das Entsetzen und die Panik förmlich , in der sie sich befunden hat . Ich werde es sicher noch ein zweites Mal lesen .

Eine bewegende Geschichte die jedoch oftmals langatmige Passagen hat

Von: Bea_liest Datum: 23. December 2019

Für mich war es das erste Buch welches ich von der Autorin gelesen habe und mit Sicherheit nicht das Letzte. Die Geschichte, welche in zwei Handlungssträngen erzählt wird war fesselnd und spannend zugleich, aber immer wieder zog es sich in die Länge. Der Schreibstil war flüssig und die Charaktere haben mir richtig gut gefallen, man konnte sich gut in sie rein versetzen, mit ihnen fühlen. Die Geschichte spielt 1942 in Bath. Damals herrschte Krieg und Francis hatte den kleinen Davy in ihrer Obhut, sollte auf ihn aufpassen bis er wieder von der Mutter abgeholt wurde. Nun war es aber so das Francis an diesem Tag Zeit für sich brauchte, war es doch der Tag an dem vor 24 Jahren ihre beste Freundin ,im Alter von gerade mal 8 Jahren, spurlos verschwand. Dieser Tag macht ihr seither zu schaffen und sie braucht Zeit für sich, muss raus, Luft holen, die Erinnerungen erschlagen sie quasi. Deshalb hat sie den kleinen Davy zu Bekannten gebracht, nichtsahnend das ausgerechnet an diesem Abend Bath bombardiert werden würde. Danach überschlagen sich die Ereignisse, der kleine Davy verschwindet spurlos und die Leiche ihrer Freundin wird gefunden. Francis leidet unter Schuldgefühlen, macht sich auf die Suche nach dem Kind und dabei begibt sie sich auch auf die Reise durch die Vergangenheit, in eine Zeit in der ihre beste Freundin einfach verschwunden ist. „Die Schuld jenes Sommers“ - der Titel passt gut zu der Geschichte, denn Francis plagen in beiden Handlungssträngen Schuldgefühle. Die Geschichte ist sehr tiefgründig und beide Zeitebenen fand ich sehr bewegend. Ich hatte während des Lesens Bilder vor Augen und ich fühlte mit den Charakteren welche schwere Zeiten durchlebten. Die Geschichte lässt einen nicht kalt, man überlegt immerzu was wohl mit dem kleinen Davy passiert ist und ob er noch lebt, gleichzeitig aber überlegt man warum die kleine Wyn damals verschwunden ist. Francis macht sich auf die Suche nach dem kleinen Davis, sie kann nicht zulassen das auch er einfach so verschwindet. Gleichzeitig wird ihr klar das der Tod von Wyn Ungereimtheiten aufweist und als der Fall zu den Akten gelegt werden soll, kann sie nicht anders, sie muss die Wahrheit herausfinden. Sie weiß das damals etwas passiert ist, etwas das sie damals als Kind nicht bedeutungsvoll hielt, aber sie kann die Erinnerung nicht greifen. Wird es ihr gelingen den kleinen Davy zu finden und wird sie das Rätsel um den Tod ihrer damals besten Freundin lösen können? Wird sie ihre Schuldgefühle loswerden? Die Autorin hat eine tiefgründige Geschichte geschrieben die mich von der ersten Seite an sehr bewegt hat. Francis mochte ich von Anfang an, eine einsame junge Frau die in ihrem Leben sehr viel durchgemacht hat, eine starke Persönlichkeit mit großem Herz. Ich war froh das sie mit Pam und Owen zwei tolle Menschen an ihrer Seite hatte denen sie vertrauen konnte. Man konnte sich gut in Francis rein versetzen, mit ihr fühlen. Francis Leben war nie einfach und den Verlust von Wyn hat sie nie überwunden. Nicht nur der Krieg, sondern auch der Wiederaufbau und der Schmerz kamen gut rüber. Dazwischen dann Francis die den Tod der Freundin aufklären wollte, in einer Zeit in der andere Verluste über dem von Wyn standen. So gut mir alles gefallen hat, es gab immer wieder so langatmige Passagen die, meiner Meinung nach, nicht sein hätten müssen und meinen Lesefluss dann doch trübten. Ich kann dem Buch eine Leseempfehlung aussprechen und vergebe vier Sterne.

Spannend und anders

Von: Borko75 Datum: 23. December 2019

Die Geschichte ist sehr komplex und manchmal auch recht verwirrend doch das wird wieder durch den Wortwitz wett gemacht. Der Zeitrahmen, in dem die Story spielt, wurde gut ausgewählt. Der Fortlauf der Handlung ist stehts fließend, so das keine Langeweile aufkommt.

Die Schuld jenes Sommers

Von: Svanvithe Datum: 22. December 2019

Katherine Webb siedelt ihren Roman „Die Schuld jenes Sommers“ in zwei Zeitebenen an: Es sind zum einen die letzten Monate des ersten Weltkrieges von 1918 und zum anderen das Jahr 1942, und sie verknüpft beide auf nahtlose Art und Weise. Sie schildert in stimmigen und detaillierten Bildern den Alltag der Menschen im von Traditionen geprägten Bath mit jenen Ereignissen, die eine solche Gemeinschaft ausmachen, und packt das Schicksal ihrer Figuren in eine fesselnde und teilweise mysteriöse Handlung, die tiefe Einblicke in die Seele besonders ihrer Heldin Frances ermöglicht. Dabei ist die Grundstimmung nicht nur in den Rückblenden des Jahres 1918 düster und oft sehr drückend. Während Frances in einer liebevollen Familie und ohne massive Entbehrungen aufwächst, sind Wyn und ihre Geschwister den Launen und Schlägen des Vaters ausgesetzt. Davon gibt es reichlich, die Mahlzeiten sind hingegen eher spärlich. Die lichten Momente der Freundschaft der beiden Mädchen verschaffen dem Geschehen für Augenblicke Frohsinn, der Frances auch Jahre später noch mit Wyn verbindet. Allerdings ist Frances' Erinnerung lückenhaft, ja ihr Geist wehrt sich sogar, einzelne Begebenheiten abzurufen. Lediglich unklare Bilder, oft in Albträumen, zeigen sich. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, dass nicht jener geflohene Kriegsgefangene Wyn getötet haben kann, mit dem sich „die kleinen Schwestern“ anfreundeten und mit Nahrung versorgten. Indes sind die Menschen nicht gewillt, dem Drängen von Frances nachzugeben, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Sie klammern sich an das Offensichtliche, Greifbare. Daher stößt Frances auf Unverständnis und Widerwillen und findet wenig Unterstützung in ihrem Bestreben, das Dunkel zu erhellen. Zudem muss sie sich mit ihren verschütteten und verdrängten Kindheitserinnerungen auseinandersetzen und diese in einen entsprechenden Kontext bringen. Frances leidet unter dem Tod von Wyn, ebenso belasten sie Carys Vorwürfe. Das Fatale: Carys ist nicht nur Davys Mutter, sondern auch die ältere Schwester von Wyn. Seit Jahren trinkt sie und vernachlässigt ihre Kinder. Im Gegensatz zu Frances gibt es für sie keine ungeklärte Wahrheit über den Tod ihrer Schwester. Die Vergangenheit ist abgeschlossen, und die Fragen und Nachforschungen von Frances sind ihr mehr als unangenehm. Katherine Webb meistert die emotionale Herausforderung ihrer Protagonistin mit hoher Ausdruckskraft und vermag es ausgezeichnet, die Verlustängste, die Verzweiflung, die Selbstbezichtigungen sowie den einhergehenden geistigen und körperlichen Schmerz spürbar werden zu lassen. Auch dadurch wird „Die Schuld jenes Sommers“ zu einem komplexen historischen Roman, der mit einer durchdachten und tiefgreifenden Handlung aufwartet, die einen bewegt und mitempfinden lässt. 4,5 Sterne

Die Schuld jenes Sommers

Von: Svanvithe Datum: 22. December 2019

Ein Augusttag vor 24 Jahre ist der Wendepunkt in Fances' Leben gewesen. Er beendet abrupt die Freundschaft der achtjährigen Mädchen Frances und Wyn, als letztere spurlos verschwindet. Doch eine Nacht des Jahres 1942 ändert alles: Die Deutschen bombardieren Bath, und am Morgen danach vermisst Frances den kleinen Davy, auf den sie aufpassen sollte. Sie hatte ihn in die Obhut eines Ehepaares gegeben, weil sie am Geburtstag von Wyn einen Moment ihrer Freundin gedenken wollte. Ist auch Davy im Bombenhagel umgekommen? Die Spuren sprechen dagegen, und die junge Frau ist sicher, dass Davy überlebt hat. Belastet von massiven Schuldgefühlen, die noch von Davys Mutter Carys verstärkt werden, begibt sie sich auf die Suche. Hierbei wird sie scheinbar von der Vergangenheit eingeholt. Denn außerdem werden in den Trümmern die sterblichen Überreste von Wyn gefunden. Immer mehr Hinweise offenbaren, dass die Wahrheit über deren Tod erschreckender ist als bisher gedacht. Und mit jeder tiefer gehenden Erinnerung verstärkt sich Frances' Überzeugung, dass für das damalige Verbrechen nicht die richtige Person zur Rechenschaft gezogen wurde und wie wichtig es ist, endlich zu wissen, was 1918 tatsächlich passiert ist? Katherine Webb siedelt ihren Roman „Die Schuld jenes Sommers“ in zwei Zeitebenen an: Es sind zum einen die letzten Monate des ersten Weltkrieges von 1918 und zum anderen das Jahr 1942, und sie verknüpft beide auf nahtlose Art und Weise. Sie schildert in stimmigen und detaillierten Bildern den Alltag der Menschen im von Traditionen geprägten Bath mit jenen Ereignissen, die eine solche Gemeinschaft ausmachen, und packt das Schicksal ihrer Figuren in eine fesselnde und teilweise mysteriöse Handlung, die tiefe Einblicke in die Seele besonders ihrer Heldin Frances ermöglicht. Dabei ist die Grundstimmung nicht nur in den Rückblenden des Jahres 1918 düster und oft sehr drückend. Während Frances in einer liebevollen Familie und ohne massive Entbehrungen aufwächst, sind Wyn und ihre Geschwister den Launen und Schlägen des Vaters ausgesetzt. Davon gibt es reichlich, die Mahlzeiten sind hingegen eher spärlich. Die lichten Momente der Freundschaft der beiden Mädchen verschaffen dem Geschehen für Augenblicke Frohsinn, der Frances auch Jahre später noch mit Wyn verbindet. Allerdings ist Frances' Erinnerung lückenhaft, ja ihr Geist wehrt sich sogar, einzelne Begebenheiten abzurufen. Lediglich unklare Bilder, oft in Albträumen, zeigen sich. Erst nach und nach kristallisiert sich heraus, dass nicht jener geflohene Kriegsgefangene Wyn getötet haben kann, mit dem sich „die kleinen Schwestern“ anfreundeten und mit Nahrung versorgten. Indes sind die Menschen nicht gewillt, dem Drängen von Frances nachzugeben, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Sie klammern sich an das Offensichtliche, Greifbare. Daher stößt Frances auf Unverständnis und Widerwillen und findet wenig Unterstützung in ihrem Bestreben, das Dunkel zu erhellen. Zudem muss sie sich mit ihren verschütteten und verdrängten Kindheitserinnerungen auseinandersetzen und diese in einen entsprechenden Kontext bringen. Frances leidet unter dem Tod von Wyn, ebenso belasten sie Carys Vorwürfe. Das Fatale: Carys ist nicht nur Davys Mutter, sondern auch die ältere Schwester von Wyn. Seit Jahren trinkt sie und vernachlässigt ihre Kinder. Im Gegensatz zu Frances gibt es für sie keine ungeklärte Wahrheit über den Tod ihrer Schwester. Die Vergangenheit ist abgeschlossen, und die Fragen und Nachforschungen von Frances sind ihr mehr als unangenehm. Katherine Webb meistert die emotionale Herausforderung ihrer Protagonistin mit hoher Ausdruckskraft und vermag es ausgezeichnet, die Verlustängste, die Verzweiflung, die Selbstbezichtigungen sowie den einhergehenden geistigen und körperlichen Schmerz spürbar werden zu lassen. Auch dadurch wird „Die Schuld jenes Sommers“ zu einem komplexen historischen Roman, der mit einer durchdachten und tiefgreifenden Handlung aufwartet, die einen bewegt und mitempfinden lässt. 4,5 Sterne

Die Schuld jenes Sommers

Von: U.R.Fischer Datum: 22. December 2019

Ich weiß nicht was die Schriftstellerin bewogen hat, diese Handlung in das Jahr 1942 zu setzen. Ich finde die Idee Kriegsgeschichte als Mahnmal, um die Grausamkeiten nicht zu vergessen und diese in Erinnerung zu behalten, generell wichtig. Jedoch mit einer Kriminalgeschichte, die mit einer unerfüllter Liebe sozialkritisch gepaart ist, kommen beide Themen für mich zu kurz. Dies finde ich schade, da alle Probleme zeitkritisch sind. Dabei allerdings mich als Leser nicht nur nachdenklich, sondern auch traurig machen. Die Inhaltsangabe lässt schon erahnen, dass es um sehr viele Trauer und Verwirrungen in diesem Buch geht.

wunderschöne Bilder-- aber nix für mich

Von: Gabi G Datum: 22. December 2019

Wir tauchen mit Frances in Bath im ersten und zweiten Weltkrieg in die Geschichte ein. Frances verliert in einer Bombennacht des Jahres 1942 den kleinen Davy, auf den sie aufpassen sollte. Es ist der Tag des Geburtstages ihrer Freundin Wyn, deren Verschwinden im Jahre 1918 sie sehr beschäftigt. Die Suche nach dem kleinen Davy und die Aufklärung des Verschwindens der Freundin entwickeln sich parallel im Buch.Ohne weiter auf geschichtliche Hintergründe einzugehen erzählt die Autorin sehr bildhaft mit den Augen von Frances die Auswirkungen der Bombardierung in Bath. Die Suche nach Davy und die Aufklärung von Wyns Verschwinden werden ebenso bildhaft beschrieben, Ausführlich und gut dargestellt reihen sich zwar die Beschreibungen und Eindrücke aneinander.... für mich reihten sie sich soviel, dass mich trotz der eindringlich und gut vorstellbaren Bilder die Frage beschäftigte, ob dies endlos so weiter geht im Buch. Es geht so weiter. Über seitenlange—wenn auch wunderschöne Beschreibungen -- habe ich mich gefragt: bringt das die Geschichte weiter? Bringt mir das einen Charakter näher? Für mich lautete die Antwort : nein, nicht wirklich. Die Geschichte plätschert dahin, wie die Gedanken und Erinnerungen von Frances. Frances, die in mir zunehmend den Wunsch weckte sie zu schütteln, Seltsam träumerisch, schon nahezu depressiv und passiv hat mich Frances fast dazu gebracht, das Buch zuzuklappen. OK ich hab es bis zum Ende gelesen. Dem Ende, das mich dann auch etwas unbefriedigt und eher unzufrieden zurück gelassen hat. Die in sehr schönen bildhaften Beschreibungen erkennbaren Familienstrukturen, die Begleithandlung und Begleitpersonen, ebenso wie die Hauptakteure und der Hauptstrang der Erzählungen plätscherten für mich leider nur dahin, die Handlung blieb blass und mühsam zu lesen.Die einzelnen Charaktere nahmen keine erkennbarere Formen an die Geschichte selber schlüssig aber nicht wirklich überraschend. Ein Buch für Leser, die gerne in Bildern schwelgen und keine feste Strukturen und Handlungsstränge bevorzugen—vielleicht auch soviel Gelassenheit besitzen, dass sie auch „rückwärts galoppieren“ könnten – aber nix für mich.

Kann man wirklich von Schuld sprechen?

Von: C. F. Datum: 22. December 2019

Das Buch handelt von einer Frau, die Schuld bei sich sucht - aber handelt es sich tatsächlich nicht um ein paar falsch getroffene Entscheidungen? Das muss jeder Leser für sich entscheiden... Die Geschichte wird wechselnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Für mich hat es sich flüssig, aber nicht sehr spannend gelesen. Es hat mich nicht gefesselt. Dennoch gibt es ein paar überraschende Wendungen und auch am Ende drei Situationen, die mich auf eine positive Zukunft der Protagonisten hoffen lässt. Und auch ein gewisser Frieden in der vermeintlichen Schuldfrage. In sofern ein tolles Buch für alle, die zwar die Lösung eines Rätsels mögen, jedoch nicht die volle Spannung mit Herzklopfen erwarten.

Verdrängen ist keine Lösung

Von: Catharina Luft genannt Pläsir Datum: 21. December 2019

Frances wird verfolgt von Trauer und der Frage, was mit ihrer besten Freundin Wyn vor vierundzwanzig Jahren geschehen ist. Im Jahr 1942 verschwindet auch der kleine Davy in der Nacht eines Bombenangriffs. Frances wird geplagt von Schuldgefühlen, denn sie hätte auf ihn aufpassen sollen in dieser Nacht. Als dann durch den Einschlag einer Bombe das Skelett ihrer verschwunden Freundin auftaucht, kommen Erinnerungen hoch. Während für die Polizei der Fall der verschwunden Wyn abgeschlossen ist, gibt es einige Ungereimtheiten. So stellt sich ziemlich schnell heraus, dass ein Unschuldiger für eine Tat büßen musste, die er nicht begangen hat. Frances muss sich an das erinnern, was passiert ist, damit der wahre Mörder gefasst werden kann. Die Geschichte von Frances und dem was geschehen ist, wird von Katherine Webb aus zwei verschiedenen Zeiten erzählt. So wird die Geschichte begonnen mit den Bombenangriffen im Jahr 1942, dem Jahr, in dem die Erinnerungen an das Verschwinden von Wyn wieder an die Oberfläche gelangen. Auf der zweiten Zeitebene ist es das Jahr 1918. Es ist das Jahr, in dem Wyn verschwunden ist. Frances versucht ihre verdrängten und tief in ihr verborgenen Erinnerungen an diese Zeit und ihr Wissen rund um die Geschehnisse zurückzuholen. Katherine Webb beschreibt die innere Zerrissenheit von Frances auf eindrucksvolle Weise. So will sie das Verschwinden ihrer besten Freundin endlich aufklären und hat gleichzeitig aber große Angst vor der Wahrheit. Die dunklen Schatten der Vergangenheit werden mit der fortlaufenden Handlung immer lebendiger. Die Geschichte rund um das tatsächliche Geschehen und um das Verschwinden bietet einige dramatische Elemente, die die Spannung im Laufe des Romans immer höher treiben. Auch dass sich langsam herauskristallisiert, wer der wirkliche Mörder Wyns ist, tut der Spannung keinen Abbruch. "Die Schuld jenes Sommer" zeichnet sich aus durch die hohe Intensität und Spannung, die im Laufe der Handlung immer weiter aufrecht erhalten werden. Es ist ein Roman, der seinen Leser in den Bann zieht, ihn am Geschehen teilhaben lässt und nicht mehr loslässt. Die Geschichte rund um das Verschwinden von Wyn und Davy ist so bewegend wie authentisch. Auch der Schreibstil der Autorin ist sehr ansprechend, sodass ich diesen Roman kaum aus der Hand legen konnte.

Im Gesamten ein spannendes Buch

Von: Tortugalita Datum: 21. December 2019

Der Schreibstil von Katherine Webb ist wie gewohnt toll und lässt sich sehr schön lesen. Sie schildert sehr Detail verliebt, so dass man sich die Umgebung und die Personen sehr gut vorstellen und sich auch gut hinein versetzen kann. Leider fand ich, dass sich zwei Drittel der Geschichte sehr gezogen hat-aber das kann jemand anderes ganz anders empfinden. Zum Schluss wurde es dann richtig spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte. Toll fand, dass man sich nie sicher sein konnte, wie es endet, da immer wieder neue Fakten ans Licht befördert wurden. Insgesamt hat mir das Buch daher gut gefallen und würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Etwas langatmig

Von: Alona Wendling Datum: 21. December 2019

Der Roman handelt von der 32jährigen Francess, die in Bath (England) wohnt und häufig auf den kleinen Davy aufpasst, da seine Mutter dazu oft nicht in der Lage ist. Es ist April 1942 und Francess braucht dringend Zeit für sich, denn es ist der Geburtstag ihrer Freundin die vor 24 Jahren verschwunden ist. So bringt Francess den kleinen Davy zu Bekannten, die bei der Bombardierung ums Leben kommen. Doch von Davy fehlt jede Spur. So macht sich Francess auf die Suche nach dem kleinen Davy, da sie nicht verkraften könnte, wenn ein weiters Kind einfach verschwindet. Bei der Bombardierung ist nicht nur Davy verschwunden, sondern auch die Leiche ihrer Freundin Wynn frei gelegt worden. Francess glaubt daran, dass der verurteilte und gehängte Täter unschuldig war und hat immer mehr das Gefühl das sie Mitschuld an dem Verschwinden ihrer Freundin hat. Das Buch erzählt auf zwei Zeitebenen. Zum einem im Jahre 1942 der Bombardierung im zweiten Weltkrieg und zum anderen aus der Zeit als Francess und Wynn Kinder waren. Die Zeitsprünge werden durch die Kapitalüberschrift immer klar gekennzeichnet, somit fallen einem die Zeitsprünge nicht schwer nachzuvollziehen. Ich hatte einige Schwierigkeiten in das Buch einzufinden und habe einige Anläufe gebraucht. Das Buch ist sehr detailliert geschrieben, in meinen Augen zu detailliert. Einige Passagen ziehen sich sehr in die Länge, was für mich das ganze etwas langatmig gemacht hat. Leider hat mich das Buch nicht so ganz überzeugt.

Historischer Kriminalfall mit Längen

Von: Viki04 Datum: 20. December 2019

Bath 1942: Während einer Bombennacht im zweiten Weltkrieg verschwindet der kleine Davy spurlos. Frances, die auf ihn aufpassen sollte, dreht auf der Suche nach ihm jeden Stein in dem kleinen Ort um. Durch die Bombeneinschläge wird jedoch zunächst das Skelett eines Kindes zu Tage gefördert. Hierbei handelt es sich um die achtjährige Wyn, die seit 24 Jahren vermisst wurde und Frances' beste Freundin aus Kindertagen war. Neben der Suche nach Davy verstrickt sich Frances immer mehr in die Vergangenheit und die Hintergründe des Verschwindens ihrer besten Freundin. Was ist damals wirklich passiert und war der verurteilte Johannes wirklich der Mörder? Ich habe schon vorher Bücher von Katherine Webb gelesen ("Das geheime Vermächtnis" und "Das verborgene Lied"). Das aktuelle Werk hat mich jedoch leider enttäuscht. Während die spröde, von Schuld und Angst zerfressene Hauptfigur Frances auf der Suche nach den Geheimnissen der Vergangenheit ist, entstehen immer wieder Längen, die kaum Spannung aufrecht erhalten können. Den meisten Figuren fehlt es an Tiefe und so bleiben sie nur blasse Schatten am Rande des Geschehens. Es fällt daher schwer, mit einer der Figuren mitzufühlen oder sie sogar liebzugewinnen - das gelingt noch am ehesten mit dem verurteilten Mörder. Insgesamt ist es ein solider Roman mit detailreichen Beschreibungen. Er fesselt den Leser jedoch nicht und so fällt es mir nicht schwer, das Buch nun wegzulegen und mich einem neuen Roman zu widmen.

ein ewiges Thema

Von: s. Scheer Datum: 20. December 2019

Die Geschichte in Bath 1942 beginnend , nimmt ihren Lauf ,als nicht nur das Kind Davy während eines Bombenangriffs der Deutschen verschwindet ,sondern auch die lang vermissten Überreste von Wyn der Herzensfreundin der Hauptfigur Frances aus der Kindheit auftauchen. Beide Ereignisse sind das Haupthema dieser Geschichte ,die sich ungewöhnlich ausführlich und eindringlich aufbaut. Es ist kein Roman ,der sich schnell verschlingen lässt .Das Thema ist vielleicht nicht ungewöhnlich aber der Hintergrund der Geschichte für Deutsche Leser eher selten thematisiert. Ich habe für das Buch Zeit gebraucht und wurde dann aber gegen Ende wirklich auch mit einem interessantem Verlauf belohnt. Was mir sehr gefallen hat ,war die zeitliche Darstellung und die ausführliche Beschreibung des Lebens in Bath in dieser schwierigen Zeit. Das Buch hat anfangs einige Längen ,die es zu überwinden gilt ,dennoch habe ich aber über die Thematik ,die nach wie vor aktuell ist , auch im Nachhinein noch viel nachgedacht. Kein typisches Katherine Webb Buch , das sollte einen aber nicht abhalten.

Die Schuld jenes Sommers

Von: nasa Datum: 20. December 2019

Die Schuld jenes Sommers von Kathrine Webb ist ein spannender Roman mit einem alten Kriminalfall. Die Autorin schafft eine authentische, melancholische Atmosphäre mit tiefsinnigen Charakteren und einem malerischen und historischen Hintergrund.  1942 Bath Francis soll auf den kleinen Davy aufpassen, doch sie möchte abends noch eine Runde raus und bringt ihn zu bekannten. Doch in dieser Nacht wird Bath bombardiert und Davy verschwindet. Keiner weiß wo der kleine Junge ist. Francis plagen Schuldgefühle. Dann wird die Leiche der kleinen Wyn gefunden. Diese verschwand vor 24 Jahren und war die beste Freundin von Francis. Bei der Suche nach Davy macht sich Francis auch auf einen Weg in die Vergangenheit. Die Schatten von damals wirken ich immer noch auf das Leben von Francis aus und sie hat das Gefühl schuldig zu sein.  Ich kannte die Autorin bis dato nur von hören sagen, habe aber noch nichts von ihr gelesen. Ich muss sagen das ich begeistert bin. Ihr Schreibstil ist flüssig und tiefgründig. Anfangs brauchte ich zwar etwas um in die Geschichte rein zu kommen, dies legte sich aber wieder.  Die Geschichte ist spannend und man rätselt die ganze Zeit über mit. Das Buch wird auf zwei Zeitebenen beschrieben. Zum einen wird dem Leser das Geschehen im Jahr 1942 geschildert und näher gebracht. Aber auch der Sommer des Jahres 1918 wird immer wieder beschrieben. Leider dreht sich die Geschichte in der Mitte des Buches etwas im Kreis und dadurch wird es etwas langatmig.  Die Protagonisten sind authentisch und sehr lebendig beschrieben. Gerade Francis als Hauptprotagonisten war mir sehr sympathisch. Ich habe mit ihr mitgelitten und gefiebert. Sie ist eine sehr taffe Frau, in einer schweren Zeit die sich ihrem Leben stellt und sich nicht unterkriegen lässt.  Eine wirklich tolles Buch, das zwar eine melancholische und traurige Stimmung vermittelt aber zugleich spannend ist. Es hätte aber alles etwas kürzer sein können. Es wurden doch einige längen eingebaut die nicht nötig gewesen wären.

Ein unfassbar fesselndes Buch

Von: Denise H. Datum: 20. December 2019

Das Buch wird in zwei verschiedenen zeitlichen Ebenen erzählt, der Gegenwart von Frances mit dem Verschwinden von Dany und einmal der Vergangenheit, in der ihre damals beste Freundin spurlos verschwunden ist. Dieses Buch ist rein von der Geschichte gesehen absolut spannend und fesselnd. Es hat nicht nur einen Roman Charakter, sondern durch die Vergangenheit auch Züge des historischen Romanes. Die Sprünge von der Gegenwart und die Vergangenheit sind sehr gelungen und man kann die Beweggründe und die Gefühle der Hauptcharaktere nur zu gut nachvollziehen. Leider ist die Schreibweise der Autorin hier und da etwas langatmig, weshalb ich schlussendlich 4 von 5 Sterne vergeben möchte. Wenn Sie also eine Person sind, die das beim Lesen nicht stört und den Hauptfokus auf die Geschichte und deren Handlung legen, ist dieses Buch genau das richtige für sie und sie werden in eine tolle Zeitreise eintauchen können. Wenn Sie allerdings Wert auch eine kurz und knappe Erzählweise legen, in der direkt zum Punkt gekommen wird, ist dieses Buch vielleicht nicht das richtige für Sie, da Sie dieses dann wohl schnell wieder aus der Hand legen werden, obwohl es sich für die Geschichte wirklich lohnt durchzuhalten.

Ein etwas anderer Kriminalroman

Von: Anoli Datum: 20. December 2019

Frances, die Hauptfigur in diesem Roman, erlebt im 2. Weltkrieg einen Bombenangriff auf ihre Stadt Bath mit. In den Wirren dieser Nacht verschwindet der ihr anvertraute Davy spurlos. Sie glaubt nicht an seinen Tod und beginnt ihn zu suchen. Durch den Bombenangriff wird zu dem das Skelett der vor über 20 Jahren verschwundenen Wyn, Frances' beste Freundin, freigelegt. Damals wurde ein Verdächtiger gefunden und auch verurteilt. Nun jedoch kommen Erinnerungen in Frances hoch, die darauf hindeuten, dass 1918 ein Unschuldiger für die Tat bestraft wurde. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: im Jetzt 1942 und in der Erinnerung von 1918. Stück für Stück geht die Suche nach Davy voran sowie auch die Suche nach einer wichtigen Erinnerung bezüglich des Todes von Wyn. Das Buch ist durchaus spannend, auch wenn ich anfangs etwas Probleme hatte mich einzufinden. Aber mit jeder neuen Erinnerung wird der Spannungsfaden etwas straffer gespannt.

Leider keine Empfehlung

Von: Gabriele Datum: 19. December 2019

Der Roman bietet durchaus ein interessantes, zeitgeschichtliches und daher berührendes Thema. Aber das Buch ist gähnend langweilig. Es entwickelt sich von der ersten Seite an eine ermüdende Monotonie des Erzählens, die jegliche Neugier auf den Fortgang der Geschichte erstickt. Aufgrund der von mir erbetenen Rezension habe ich bis zum Ende durchgehalten, was mir sehr schwergefallen ist. Frances, die Hauptfigur des Geschehens, ist eine im Denken und Handeln zutiefst verworrene und widersprüchliche Person und gewinnt trotz ihres Schicksals bis zur letzten Seite keinen einzigen Sympathiepunkt.

Ein Buch für einen entspannten Sonntag

Von: Stefanie Datum: 19. December 2019

Ich mag diese Art Bücher. Nicht zu aufregend, nicht so hektisch, eine sagen wir "leichte Kost". Und das ist nicht negativ gemeint. Ich mag es mich mit diesen Geschichten an einem verregneten Sonntag ins Bett zu legen und mich darin zu verlieren. Das Buch ist gut geschrieben, man findet sich direkt von der ersten Seite an in die Geschichte hineinversetzt. Fühlt was die Charaktere fühlen, spürt die Anspannungen, das Wetter,... Je weiter man liest, desto spannender wird die Geschichte, man erfährt nach und nach die Geheimnisse und es ist als ob man selbst die Hauptperson in der Story spielt. Ein rund um gelungenes Buch für alle, die sich entspannen und eine kleine Geschichte lesen wollen. Für alle die keine Lust auf die gehypten Themen von Krimis, Jugendromanen oder ähnlichen hat.

Leider sehr langatmig

Von: Laura Datum: 18. December 2019

Ich hatte mich wirklich gefreut, dieses Buch als Testleseexemplar zu bekommen. Leider musste ich schnell feststellen, dass mir der Schreibstil von Katherine Webb so gar nicht zusagt. Ich finde es unglaublich schwer zu lesen und dazu auch noch unglaublich langatmig. Es fiel mir wirklich schwer, lange im Buch zu lesen, und ich habe es auch nicht zu Ende geschafft bisher, da mich der Roman so gar nicht gefesselt hat. Die Story hatte meiner Meinung nach wirklich Potenzial, welches leider nicht ausgeschöpft wurde. Sehr schade!

Gelungenes Buch

Von: Manuela Klingner Datum: 18. December 2019

April 1942. Die englische Stadt Bath wird angegriffen. In diesem Tumult verschwindet der kleine Davy. Frances, die auf ihn achten sollte, hat schwere Schuldgefühle, da ihre beste Freundin, Davys Tante, vor 24 Jahren ebenfalls spurlos verschwand. Es wurden nur Teile ihrer Kleidung gefunden. Die dunklen Schatten der Vergangenheit sind bis heute Teil von Frances' Leben. Sie weiß, dass ein Unschuldiger für den Mord an ihrer Freundin getötet wurde. Ihr fällt nicht ein, was sie damals beobachtete, als sie Wyn zum letzten Mal sah. Frances ist fest entschlossen, das Rätsel um Wyns Ermordung und Davys Verschwinden zu lösen. Die Charaktere sind gut gezeichnet und haben Tiefgang. Die Geschichte ist spannend erzählt und lädt zum Weiterlesen ein. Man bekommt Lust auf andere Werke der Autorin. Allerdings konnte ich nicht nachvollziehen, warum Frances sich von Davys Mutter, die gleichzeitig Wyns Schwester ist, wegen seines Verschwindens solche Vorwürfe und Beschimpfungen gefallen lässt. Frances ist letztendlich die Einzige, die unermüdlich nach ihm sucht und daran glaubt, dass er noch lebt. Dennoch ist der Roman sehr gut geschrieben und bekommt von mir 5 Sterne. Das Bedrückende des Krieges wird in diesem Roman greifbar. Das tragische Schicksal zweier Familien lässt einen auch nach Beendigung des Romans nicht los. Falls diese Rezension noch nicht gelungen ist, möge man mir verzeihen. Es ist meine erste.

Die Frage nach der "Schuld"

Von: Tanjas Buchgarten Datum: 18. December 2019

Eine berührende, melancholisch angehauchte Geschichte über persönliche Schuld und Verdrängen sowie die daraus resultierenden Folgen. Eingebarbeitet in den historischen Kontext, vor dessen Hintergrund die Reaktionen und Handlungsweisen der Protagonisten verständlich werden. Die Geschichte selbst wird in zwei Zeitebenen erzählt. Mit dem Verschwinden Davys und der Entdeckung von Wyns Leiche wird ihre beste Freundin Frances von ihrer verdrängten Vergangenheit eingeholt. So erlebte ich als Leser die Suche nach Davy und das Leben in Bath im Jahre 1942 mit. Ging mit Frances auf Spurensuche – und erfuhr durch die langsam und bruchstückhaft wiederkehrenden Erinnerungen von Frances, was zur Zeit von Wyns Verschwinden geschah. Sehr gut herausgearbeitet wurde hier die Frage/die verschiedenen Aspekte der Schuld. Wer ist Schuld am … Krieg, wem wird die Schuld in die Schuhe geschoben, wer ist für meinen Kummer verantwortlich, gebe ich mir selbst – gerechtfertigt – oder ungerechtfertigt die Schuld an den Geschehnissen. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die sich mit dem Thema der „Schuld“ auseinandersetzten möchten.

Die Schuld jenes Sommers

Von: dorli Datum: 17. December 2019

Bath im Südwesten Englands, 25. April 1942. Wie so oft passt Frances Parry auf den 6-jährigen Davy auf. Da dieser Tag der Geburtstag ihrer vor 24 Jahren verschwundenen Freundin Wyn Hughes ist, lässt Frances Davy am Abend bei dem befreundeten Ehepaar Landy zurück, um für ein paar Stunden allein mit ihren Erinnerungen zu sein. Als sie auf dem Beechen Cliff hoch über der Stadt zur Ruhe kommen will, bricht das Chaos in Form eines deutschen Luftangriffs über Bath herein. Am nächsten Tag muss Frances erfahren, dass die Landys ums Leben gekommen sind und von Davy jede Spur fehlt. Während der verzweifelten Suche nach dem Jungen trifft Frances der nächste Hieb – der Einschlag einer Bombe hat im Garten der Hughes Wyns Skelett zu Tage gefördert… Schon nach wenigen Seiten zeigt sich, dass die Erlebnisse in ihrer Kindheit Frances’ Lebensweg umfassend geprägt haben und sie eine ungeheure Last mit sich herumschleppt, die sich einfach nicht abschütteln lässt. Die aktuellen Ereignisse lassen die alten Wunden aufbrechen - die Sorge um Davy und die damit einhergehenden Selbstvorwürfe, für sein Verschwinden verantwortlich zu sein, geben jahrelang schwelenden Schuldgefühlen neue Nahrung: Frances fühlt sich nicht nur mitschuldig an Wyns Tod, sie ist sich jetzt auch sicher, dass ein Unschuldiger für die Tat büßen musste, weil sie damals nicht in der Lage war, über ihre Beobachtungen zu sprechen. Sie will den wahren Mörder zur Strecke bringen, doch das ist leichter gesagt als getan, denn die tief in ihrem Gedächtnis vergrabenen Erinnerungen an die Geschehnisse im Sommer 1918 weigern sich hartnäckig, wieder zum Vorschein zu kommen. Katherine Webb gelingt es ausgezeichnet, Frances innere Zerrissenheit darzustellen - dem Drang, die tatsächlichen Ereignisse von vor 24 Jahren endlich ans Licht zu zerren und damit den damals verurteilten Kriegsgefangenen zu rehabilitieren, steht die fast übermächtige Angst gegenüber, der Wahrheit ins Gesicht sehen zu müssen. Die Geschichte wird im Verlauf der Handlung immer dramatischer; sich ständig wiederholende Erinnerungsfetzen und das Entdecken kleiner Hinweise bringen nicht nur Frances immer näher an die Wahrheit, sie treiben die Spannung auch mehr und mehr in die Höhe und haben mich durchweg mit Frances mitfiebern lassen. Dass man als Leser schon recht bald eine Ahnung hat, um wen es sich bei dem wahren Täter handelt, nimmt der Geschichte dabei zu keiner Zeit die Intensität. In die laufende Handlung sind mehrere Rückblenden in die 1910er Jahre eingeflochten, in denen man die gemeinsame Zeit der Mädchen von ihrem Kennenlernen bis hin zu Wyns plötzlichem Verschwinden mitverfolgen kann. Diese Einschübe runden Frances Spurensuchen ab und liefern darüber hinaus auch die Begründung dafür, warum die damals 8-jährige Frances nicht in der Lage war, ihr Wissen preiszugeben, sondern dieses hinter hohen Mauern in den Tiefen ihres Gedächtnisses vergraben hat. „Die Schuld jenes Sommers“ hat mir sehr gut gefallen - ein mitreißender Roman, der anschaulich und eindringlich erzählt wird und den Leser intensiv an dem Schicksal der Akteure teilhaben lässt.

Vergangenheit lässt sich nicht vergessen

Von: Schimy Datum: 16. December 2019

Die Schuld jenes Sommers, erzählt eine Geschichte auf zwei Zeitebenen: einmal von 1942 und auf der anderen Seite von 1918. Bath 1942: Frances, die auf Davy aufpassen sollte, macht sich auf die Suche nach ihm. Denn seit dem Chaos eines Bombenangriffs ist er unauffindbar. Sie ist verzweifelt, denn ein Kind ist schon einmal verschwunden: Nach einem Streit ist ihre beste Freundin Wyn, vor vierundzwanzig Jahren, nie wieder aufgetaucht. Der Einschlag einer Bombe fördert das Skelett eines Kindes zutage. Es ist Wyn. Frances ist tief erschüttert und dunkle Erinnerungen werden lebendig. Was geschah damals, wo ist Davy und lebt er noch? Die Geschichte als solche ist sehr gut, die Auflösung gleichermaßen interessant wie spannend und rund, aber der detaillierte Schreibstil war hier an manchen Stellen einfach zu viel des Guten, sodass ich zwischen zwei und drei Sternen schwankte. Auf der einen Seite hielt sich zwar das Lesevergnügen an einigen Stellen in Grenzen, andererseits waren die Idee toll und die Auflösung gelungen, sodass ich mich zu drei Sternen durchgerungen habe. Die Umsetzung der Geschichte hätte weitaus interessanter sein können. Schade!

Die Schuld jenes Sommers

Von: Annica Datum: 15. December 2019

Klappentext: April, 1942. Im Chaos eines Bombenangriffs auf die englische Stadt Bath verschwindet der kleine Davy. Frances wird von schrecklichen Schuldgefühlen geplagt. Warum nur hat sie Davy allein gelassen? Und lebt er noch? Am nächsten Morgen wird das Skelett eines kleinen Mädchens gefunden: Die Tote ist Frances Freundin Wyn, die vor über 20 Jahren spurlos verschwand. Und so taucht Frances während ihrer unermüdlichen Suche nach Davy ein in die Vergangenheit, deren dunkle Schatten sie bis heute begleiten. Doch sie ist fest entschlossen herauszufinden, was in jenem Sommer vor 20 Jahren geschah ... Meinung: Ich habe dieses Buch mit freude gelesen. Die Geschichte von Frances und Ihrer Freundin Wyn war wirklich aussergewöhnlich und unterhaltsam. Wie sich zwei so unterschiedliche Mädchen finden können ist schon bewundernswert aber auch irgendwie so normal. Und Frances tut mir auch leid das sie immer noch so darunter leidet wegen Wyn und genauso wegen Davys verschwinden denn die Mutter des Jungen macht es ihr auch nicht wirklich leicht. Aber ich will nicht Spoilern deshalb schweige ich. :-) Ich könnte soviel schreiben aber ohne Spoilern geht es nicht und ich finde man sollte selber rausfinden was damals und auch heute passiert ist. Denn die Geschichte um Frances dreht sich um die Vergangenheit und Gegenwart. Ich kann das Buch aber auf jedenfall weiter empfehlen es hat sich sehr gelohnt und ich habe mich gefreut dieses Buch als Testlser lesen zu dürfen.

Die Suche nach der Wahrheit

Von: J.E. Datum: 15. December 2019

Das Buch von Katherine Webb spielt in dem, von Bombenangriffen zerschütterten, Bath zur Zeit des zweiten Weltkriegs. Frances sollte auf einen Nachbarsjungen aufpassen, der nach einem der Bombenangriffe spurlos verschwindet. Dieses Ereignis versetzt Frances in ihre Kindheit, in der ihre beste Freundin ebenfalls auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Nach einem der Bombenangriffe wird das Skelett ihrer besten Freundin gefunden. Frances begibt sich, erschüttert von den Ereignissen, verzweifelt auf die Suche nach dem Jungen und der Wahrheit. Das Buch fängt spannend an und die beschriebende Angst von Frances während des Bombenangriffs ist fast greifbar. Die Erzählung springt zwischen der Gegenwart und Frances' Kindheit hin und her. Das Thema des Buches finde ich sehr interessant, jedoch fült sich der Fortschritt durch das Hin und Her sehr langsam an. In den einzelnen Abschnitten ist immer nur recht wenig Handlung, sodass sich das Buch leider ein wenig zieht.

Was anderes erwartet

Von: Pseudo Datum: 14. December 2019

Ich lese Bücher der Autorin Katherine Webb sehr gerne. Da die Inhaltsangabe von diesem Buch sehr vielversprechend war und auch das Cover wunderschön war, habe ich mich sehr gefreut, dass ich hier eine Leserstimme verfassen darf. Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal als Francis acht Jahre alt war und jetzt in der Gegenwart in der Francis 32 ist. Ihre beste Freundin ist damals spurlos verschwunden. Und auch in der Gegenwart hat es etwas mit einem verschwundenen Kind zu tun. Ist doch der kleine Dave nach einer Bombennacht verschwunden. In dem Roman wird nun auf beiden Ebenen immer hin und her geswitcht. Was geschah damals mit der Freundin von Francis, die jetzt als Skelett wieder auftauchte. Der Anfang des Buches ist wirklich gut und sehr interessant. Aber dann zog es sich für mich unendlich lang hin. Irgendwie passierte auch gar nichts großartig, man verharrte in dem Moment. Alles in allem bin ich ziemlich enttäuscht von dem Roman. Schade.

Toller historischer Roman

Von: Anonym Datum: 13. December 2019

Für mich hat dieses Buch einen perfekten Mix aus Krimi, Drama und Liebesgeschichte geschaffen. Das Thema ist sehr bewegend und hat mich mitfiebern lassen auch wenn manche Passagen ein bisschen in die Länge gezogen wurden. Gerade bei den letzten 100 Seiten konnte ich beim Lesen keine Pause einlegen. Klare Weiterempfehlung!

Solider Durchschnitt

Von: tb.devil Datum: 13. December 2019

Das Buch war zu Beginn ziemlich zäh, ich hatte wirklich Mühe in die Geschichte zu kommen, später wurde das etwas besser, aber trotzdem konnte mich das Buch nicht so fesseln wie gehofft. Das Buch spielt 1942 im zweiten Weltkrieg in Bath, in Rückblicken im Jahr 1918, ebenfalls im Krieg, allerdings im ersten Weltkrieg. 1918 war die Freundin von Frances, der Protagonistin, Wyn spurlos verschwunden. Nun 1942 wird ihr Skelett durch einen Bombeneinschlag gefunden, womit in Frances viele Erinnerungen hochkommen. Fast gleichzeitig verschwindet Davy, ein Junge auf den Frances aufpassen sollte und so versucht sie einerseits Davy zu finden und andererseits Wyn's damaliges Verschwinden zu lüften. Die beiden Zeitebenen sind schon miteinander verknüpft und die Übergänge sind gut geschrieben. Auch die Charaktere sind gut geschildert. Leider konnte mich das Buch trotzdem nicht mitreißen, woran das genau lag, kann ich schlecht erklären. Vielleicht lag es an der düsteren Atmosphäre des Kriegsschauplatzes, vielleicht auch mit dem ständigen Schuldigfühlen von Frances. Mich konnte das Buch jedenfalls nicht vom Hocker reißen. Solides Buch, aber nicht mein Geschmack. Fazit: Solider Durchschnitt, mein Fall war's nicht.

dramatische Familiengeschichte

Von: Ilona Datum: 13. December 2019

Frances ist die Hauptperson in diesem Roman. Mittlerweile ist sie eine erwachsene Frau von 36 Jahren und trägt seit 28 Jahren eine sehr große Last mit sich rum, an der sie fast zerbricht. Im Jahr 1914 verschwindet die beste Freundin von Frances. Mit Wyn, die so ganz anders als die ruhige Frances war, hat sie alles geteilt. Das ging sogar so weit, dass sie ein großes Geheimnis hatten, welches sie nie jemanden verraten wollten. Als Wyn aber verschwand, musste Frances dieses Versprechen brechen. Ihr Geheimnis war nämlich eine Person. Johannes war ein Soldat aus Österreich, der in einem verlassenen Gebäude überlebt hatte und in diesen beiden kleinen Mädchen eine Überlebenschance bekam. Als Frances im Jahr 1942 auf den kleinen Davy aufpasst und in einer Bombennacht Davy verschwindet, da sich Wyn’s Todestag jährt und Frances ihn bei einem älteren Ehepaar abgibt, verändert sich alles. Sie sucht Davy verzweifelt. Dabei hilft ihr ihre Jugendliebe und Wyn’s Skelett wird in dem Chaos gefunden. Damit werden bei Frances alte Wunden und Erinnerungen aufgerissen, an denen sie fast zerbricht. Sie weiß mehr, als sie damals erzählt hat und alles setzt sich Stück für Stück, wie in einem Puzzle zusammen. Die Schriftstellerin beschreibt sehr einfühlsam, wie sich die Hauptperson fühlt, was sie empfindet und somit ist es ein gelungenes Buch für alle empathischen Personen, die gerne Schicksalsromane lesen. Für mich persönlich war das Buch an manchen Stellen etwas langatmig, aber das letzte Drittel war dann wieder recht interessant, als sich alles zusammenfügt.

Ein Roman in zwei Kriegen

Von: ManuKind Datum: 12. December 2019

Die Schuld jenes Sommers Von Katherine Webb Für Frances ist es ein Albtraum, als der kleine Davy verschwindet, der sich in ihrer Obhut befindet. Durch diesen schrecklichen Vorfall tauchen Erinnerungen aus ihrer Kindheit auf, die lange Zeit verdrängt wurden. Vor vielen Jahren verschwand ihre beste Freundin Wyn und wurde nie gefunden. Was passierte damals mit der kleinen Wyn? Wurde der kleine Davy beim Bombenangriff getötet? Frances durchlebt zwei Höllen gleichzeitig. Sie sucht verzweifelt nach Davy und stellt sich den langsam greifbar werdenden Erinnerungen ihrer Kindheit. Sie fühlt sich an so vielen Dingen schuldig, aber ist sie es auch? Ich habe den Roman von Katherine Webb sehr gerne gelesen, konnte ich mich doch in ihren Beschreibungen regelrecht suhlen. Das hat mir sehr gefallen. Einfühlsam und bilderreich erzählt sie die Geschichte über die Zeit aus Frances Kindheit, als ihre beste Freundin plötzlich verschwand. Ebenso gekonnt bringt sie dem Leser die erwachsene Frances nahe. Man versteht, warum Frances ihren Mann verließ, wonach sie sucht. Am Ende des Buches hat man auf jede Frage eine Antwort. Ab und zu hätte die Autorin die Geschichte ein klein wenig kürzen können, denn ich hatte hin und wieder das Gefühl, die Geschichte geht stellenweise nicht voran. Trotzdem hat das Lesen mir Freude bereitet und ich folgte der Autorin gerne durch ihre Erzählung. Die Protagonistin ist mir ans Herz gewachsen, ebenso die kleine Wyn und ihr Bruder Owen. Die Charaktere sind stark und einprägsam und das ist für eine Geschichte sehr wesentlich. Ein großes Dankeschön möchte ich der Übersetzerin aussprechen. Mir bereitet es jedesmal große Freude, wenn ich ein fehlerfreies Buch in den Händen halte.

Sehr gute Unterhaltung mit spannendem Ende

Von: Sandra Datum: 11. December 2019

Die ersten Seiten war ich tatsächlich etwas skeptisch ob das Genre/die Geschichte wirklich etwas für mich ist. In dem Buch befinden wir uns in zwei Erzählzeiten. Die „aktuelle“ Zeit in dem Buch ist das Jahr 1942 (Kriegszeit) und die Zeit früher, 24 Jahre zuvor, ebenfalls Kriegszeit. Die Übergänge sind flüssig und das Buch lässt sich leicht lesen. Gerade zum Schluss fand ich dass die Erzählung spannender wurde und ich wollte unbedingt die Auflösung lesen um so vieles besser verstehen zu können. Da ich aber leider einige Seiten gebraucht habe um in der Geschichte anzukommen, gibt es einen Stern weniger. Wer aber eine spannende und unterhaltsame Geschichte zur Kaminzeit sucht, wird nicht enttäuscht werden.

Geheimnisse mit Tiefgang vor geschichtlichem Hintergrund

Von: Constanze SchroePo Datum: 11. December 2019

Oft sind die Buchrücken verziert mit eher geschwollenen Sprüchen – bei diesem Buch ist die Widmung, wenn man es so nennen kann, zumindest zur Hälfte gut getroffen. Die Geschichte dreht sich wahrlich um „die Macht eines Versprechens“. Was sich zwei Mädchen versprechen, als sie gerade mal 8 Jahre alt sind, soll die Geschichte verhängnisvoll vorantreiben. Eigentlicher Kern der Erzählung ist nach meiner Meinung jedoch vielmehr die Macht, die Scham und Schuldgefühl, vor allem aber Angst über uns haben. Wir starten quasi mitten in der Geschichte und lernen zunächst kurz den kleinen Davy kennen, der direkt am Anfang in einer Bombennacht verschwindet, und natürlich Frances, in deren tragische, aber zugleich wunderbare Geschichte wir nun eintauchen dürfen. Wir erleben zwei sehr gut strukturierte Handlungsstränge, die sich am Ende wunderbar ineinander auflösen. Einerseits dürfen wir der kleinen Frances folgen und ihre Freundin Bronwyn kennenlernen, die am Ende des Ersten Weltkrieges nach einem Streit mit Frances spurlos verschwindet. Im Hier und Jetzt erleben wir mit, wie Frances nicht aufgibt, den kleinen Davy zu suchen aber vor allem bis sie endlich herausfindet, was sie so tief in sich vergraben und vergessen hat und somit aufdeckt, was damals 1918 wirklich geschehen ist. Eine fesselnde Geschichte, die einen nach ein paar Seiten erfasst und nicht mehr loslässt. Die Atmosphäre der beiden Zeiten hat mich absolut erreicht, ebenso die erschaffenen Charaktere, sodass ich es sehr bedaure, dass die Geschichte nach „nur“ 460 Seiten zu Ende ist.

Geschichte in zwei Zeiten

Von: meg Datum: 10. December 2019

Die Schuld jenes Sommers erzählt die Geschichte von Frances im Jahr 1918 und 1942. Als Kind erlebt sie das ungeklärte Verschwinden ihrer besten Freundin, als Erwachsene wird diese Geschichte durch das Verschwinden eines kleinen Jungen, den sie betreut hat, wieder "hervorgeholt" . Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es ist interessant erzählt, sehr spannend, fast ein Kriminalroman. Man lebt und fiebert in beiden Zeiten mit, mit Frances als Kind und als Erwachsene. Durch diese Erzählweise wird die Geschichte an keiner Stelle langweilig. Man erfährt auf interessante Weise etwas über die Kriegszeiten und auch "fürs Herz" ist etwas dabei. Meine Meinung : Ein Buch, das sich wirklich zu lesen lohnt.

Faszinierend

Von: Melania Datum: 10. December 2019

Ich bin begeistert. Ich fand das Buch unglaublich gut, sehr spannend und gut detalliert. Die Gesichte von zwei Mädchen die ein Geheimniss hattennund das Schuldgefühle die eine von beide so viele Jahre hatte, macht das Buch sehr einzigartig. Ich konnte das Buch nicht mehr los lassen, ich habe es überall mitgebracht damit ich ein bisschen mehr erfahren kann. Ich kann es nur empfehlen, das Buch ist jezt für mich unter meiner Favoriten.

Bath 1942 und 1915, zwei Jahre im Leben Frances.

Von: Eve Datum: 09. December 2019

Frances ist eine moderne Frau in den Wirren der Bombardierung Baths 1942. Sie hat sich von ihrem Mann getrennt, weil sie ihm keine gute Ehefrau sein kann, sie nicht glücklich wird und sich auch kein Nachwuchs einstellt. Zunächst lebt sie bei ihren Eltern und passt auf Davy auf. Davy ist Wyns Schwester Sohn, Wyn war ihre beste Freundin. Aber 1915 verschwand sie spurlos. In der 1. Nacht der Bombardierung verschwindet auch Davy. Frances macht sich auf die Suche nach ihm, doch Davys Mutter Carvy unterstützt sie nicht. Sie hat nur Vorwürfe für Frances Nach den Bombardierungen der nächsten Nacht wird ein Kinderskelett gefunden. Es ist Wyn. Frances macht sich auf die Suche nach ihrem Mörder. Um ihn zu finden, muss sie sich an die Ereignisse im Sommer 2015 erinnern, an ihre Geheimnisse und ihre Versprechen. Das Buch nimmt uns mit auf eine interessante Reise in die Vergangenheit, in die Jahre 1942 und 1915. Die an einigen Stellen zu moderne Darstellung von Frances und ihre Tante Pam schaden dem Roman nicht. Er liest sich sehr gut und ist durchaus empfehlenswert.

Die Schuld jenes Sommers

Von: Karin Römer Datum: 08. December 2019

Ein mitreißendes und spannendes Buch, erzählt vor dem Hintergrung der Bombenangriffe auf die britische Stadt Bath im 2. Weltkrieg. Durch den Fund der sterblichen Überreste ihrer als 8jähriger verschwundenen Freundin kommt bei Frances nach und nach die Erinnerung an die damaligen Ereignisse und den wahren Täter zurück. Zu empfehlen für Fans von Autorinnen wie Lucinda Riley, Kate Morton und Charlotte Link.

Katharine Webb

Von: Micha Datum: 08. December 2019

Der Roman ist mit seinen schwierigen Themen sehr gelungen. Der Wechsel Vergangenheit in Verbindung mit der Gegenwart wurde sehr einfühlsam gestaltet. Die Leser/innen werden abwechslungsreich durch die Erzählung geleitet. Ich kannte die Autorin nicht und bin sehr angenehm überrascht, wie sie den Verlauf spannend bis zur letzten Seite gestaltet hat. Ich kann das Buch nur empfehlen

Die Schuld jenes Sommers - Ein tragischer Roman über Krieg, Verzweiflung, Hoffnung und die quälende Ungewissheit

Von: BellaBelleStar Datum: 08. December 2019

Der Roman spielt im ländlichen Bath (England) 1942 und beginnt mit zwei aufeinanderfolgenden Bombenanschlägen. Im Vordergrund steht die Protagonisten Frances, die zu der Zeit der verhängnisvollen Nächte auf den kleinen Davy aufpassen sollte. Die Ereignisse überschlagen sich als Davy verschwindet und das Skelett von Frances bester Freundin Wyn durch einen Bombeneinschlag zutage gefördert wird. Frances versucht mit ständig wachsender Verzweiflung Davy zu finden, während sie gleichzeitig das Geheimnis um das Verschwinden ihrer besten Freundin, welches bereits über 20 Jahre zurückliegt, endgültig lüften will. Die Umsetzung der historischen Atmosphäre ist sehr gut gelungen. Man erfährt viel über die Lebensumstände der Charaktere und lernt liebevolle, aber auch eher unsympathische Personen kennen. Dennoch sind die Handlungen und das Verhalten der Figuren nachvollziehbar geschildert und durch ihr ganz eigenes Schicksal begründet. Die tragische Kriegsatmosphäre wird durchgehend aufrecht erhalten. Der Klappentext verspricht eine spannende und fesselnde Geschichte. Diesbezüglich wurde ich auch nicht enttäuscht. Ich habe zwar einige Kapitel gebraucht, bis ich mich in den Schreibstil und in die Geschichte reingefunden habe, aber dann ließ sich der Roman sehr gut lesen. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, 1942 und rückblickend 1918. Somit gewinnt man einen guten Einblick in die Kindheit von Frances und Wyn, die Lebensverhältnisse und die Beziehungen der Charaktere untereinander. Katherine Webb gelingt es, den Leser die Emotionen und die Verzweiflung, die insbesondere von der Protagonistin ausgehen, vor Augen zu führen. Bei der Suche nach dem kleinen Davy befand ich mich in einer emotionalen Achterbahnfahrt aus wachsender Hoffnung, Enttäuschung und der anschließenden Verzweiflung. Besonders in der zweiten Hälfte steigt die Spannung, als Frances mit allen Mitteln versucht dem Geheimnis um den Tod ihrer einstmals besten Freundin Wyn auf den Grund zu gehen. Allerdings scheint sie die Einzige zu sein, die an die Unschuld des damals bereits verurteilten Täters glaubt. Dies erschwert ihre Suche nach Antworten auf die immer neu auftretenden Fragen. Und dann ist da auch noch dieses quälende Gefühl der eigenen Schuld. Was ist damals wirklich passiert? Frances stößt bei ihren Nachforschungen auf immer neue Hinweise und Erinnerungen, die sie aber nicht zu fassen bekommt, da sie sie vor langer Zeit verdrängt haben muss. Verzweifelt versucht sie sich zu erinnern. Frances ist eine starke Protagonistin, die sich trotz ihrer Verzweifelt und ihrer eigenen Schuldgefühle für ihre beste Freundin Wyn, für die Gerechtigkeit und für die Anerkennung eines Unschuldigen einsetzt. Der Roman hat viele Gedanken zu den Themen Bewahrung eines Geheimnisses, Loyalität, Schuld und Unschuld sowie dem Vertrauen der eigenen Erinnerungen, in mir ausgelöst, was eindeutig für ihn spricht. Mein Fazit Die Schuld jenes Sommers ist ein tragischer Roman voller Verzweiflung, Hoffnung und dem quälenden Gefühl der Ungewissheit. Empfehlenswert ist das Buch für alle, die gerne über schwierigere, ernste Themen lesen, in die historische Atmosphäre Englands versetzt und emotional abgeholt werden möchten. Für Alle, die im ersten Teil vergeblich nach Spannung suchen, werden spätestens ab der zweiten Hälfte auf ihre Kosten kommen und mit Frances mit fiebern können.

... verdrängen, erleben und Krieg

Von: Anja Datum: 08. December 2019

Dieses Buch von Katherine Webb hat mein Interesse durch die Story geweckt. Allerdings hatte ich am Anfang etwas Mühe dran zu bleiben. Die verschiedenen Personen, die in die Handlung integriert sind, werden so gut beschrieben, dass sich Sympathien beim Leser aufbauen. Auf die Geschichte, die sich im Krieg abspielt und auch die Freundschaft zweier Mädchen mehr als zwanzig Jahre zuvor beschreibt, möchte ich nicht weiter eingehen um nicht zu viel zu verraten. Was mich an >>Die Schuld jenes Sommers<< fasziniert, ist die fast grenzenlos erscheinend formulierte Psyche, die so eindrucksvoll beschreibt, wie Frances ihrem eigenen Geheimnis, aus der Freundschaft mit Wyn, im erwachsenen Alter auf die Spur kommen möchte. Dieser Umstand wird begleitet von dem Druck, der aufgebaut wird, weil bei einem Bombenangriff der kleine Davy verschwindet, auf den Frances aufpassen sollte. Ihre Freundin Wyn hätte an diesem Tag Geburtstag gehabt, darum fühlt sich Frances nicht in der Lage, die Verantwortung für ihn zu übernehmen, während sie sich erinnern möchte und sie gibt Davy bei einem älteren Ehepaar ab. Der kleine, zarte Junge wollte bei ihr bleiben. Dann sind da auch noch Johannes und Owen, die in Frances` Gefühlswelt Raum fordern. Absolut gut geschriebener Roman mit Hintergrund, der nur anfänglich etwas schleppend startet.

Die Schuld jenes Sommers

Von: Bigi Datum: 07. December 2019

Die Bombadierung Bath (1942) endet damit das der kleine Davy auf den Frances aufpasst verschwindet. Als bei den anschließenden Aufräumarbeiten in Bath die Leiche eines Kindes gefunden wird und sich herausstellt, dass es sich dabei um Wyn handelt, Frances beste Freundin aus Kindertagen. Zwar ist jetzt der Verbleib ihrer Freundin geklärt, aber sie fürchtet sehr, dass Davys Verschwinden ebenso enden könnte. Nach Frances‘ Meinung ist der damals als Straftäter Verurteilte unschuldig gewesen und der tatsächliche Mörder ist immer noch frei und könnte wieder tätig geworden sein. Frances sucht Davy und den Mörder von Wyn. Diese Geschichte war zwar gut, aber sie hat mich nicht wirklich überzeugt. An manchen Stellen ist es recht langatmig und da mir Frances nicht so wirklich gefallen hat, konnte ich mich nicht so recht mit der Geschichte anfreunden. Bei den Zeitsprüngen in das Jahr 1914, als Wyn verschwand, fehlte mir der historische Hintergrund. Ich konnte keinen Unterschied zwischen 1914 und 1942 erkennen. Frances und ich sind einfach nicht richtig warm geworde, irgendwie hat mir der Kick gefehlt. An manchen Stellen ist es recht langatmig und da mir Frances nicht so wirklich gefallen hat, konnte ich mich nicht so recht mit der Geschichte anfreunden.

Zwei Mädchen, zwei Kriege und ein Geheimnis

Von: yesterday Datum: 06. December 2019

Verliert man seine beste Freundin oder besten Freund im Kindesalter, ist das an sich schon dramatisch und er wirkt lange nach. Protagonistin Frances ist genau das passiert, aber im selben Sommer geschah noch einiges mehr, das viele Jahre im Dunklen lag… In den Wirren gegen Ende des ersten Weltkriegs lebten Frances und Wyn ein für damalige Zeiten in Großbritannien normales Kinderleben, träumten von fernen Ländern und reichen Männern die sie mal heiraten würden. Dann verschwand Wyn für immer und ihre Leiche wurde 24 Jahre lang nicht gefunden. Fast ein Vierteljahrhundert später, die ganze Nation noch einen großen Krieg überstehen muss, spielt die Geschichte im Jahr 1942. Bomben werden über Bath abgeworfen, wo Frances aktuell wieder lebt. Es gibt viele Tote und noch mehr zertrümmerte Gebäude, das Chaos bricht aus. Und mittendrin: Wyn. Dieser Tag nach den Bomben ist eine weitere Zäsur für Frances. Langsam kommen Erinnerungsfetzen von damals wieder zurück und sie setzt ein lange verschollen gedachtes Puzzle wieder zusammen, um zu lüften, was 1918 wirklich passierte. Mit Wyn - aber auch mit ihr selbst. “Die Schuld jenes Sommes” ist ein historischer Roman mit Spannungselementen, der sehr authentisch aufgebaut wurde, was das Setting, die Lebensumstände betrifft. Manches läuft sehr detailliert ab, daher gibt es ein paar Längen. Durch die häufigen Wechsel zwischen 1942 und 1918 (Rückblicke aus Frances’ Sicht) wird es aber nicht zu langweilig. Man kann selbst gut mitraten, versuchen, die Erinnerungen zu deuten, die wahren Ereignisse von den verklärten zu unterscheiden. Am Ende gibt es eine Auflösung für die drängendsten Fragen, danach bricht das Buch allerdings ab. Inwieweit Frances’ Aussagen und Entdeckungen noch nachwirken, kann sich der Leser selbst ausmalen. Die Geschichte (da so breit angelegt) wirft einige Nebenschauplätze und -geschichten auf. Wenn die alle ebenfalls zu einem Ende gekommen wären, hätten aber wohl noch einige Dutzend Seiten auf die ohnehin schon 462 folgen müssen.

ein Trauma

Von: Petra Wiechmann Datum: 04. December 2019

Klappentext Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt? Meinung ein sehr dramatisches Buches, es spiegelt die Zeit sehr authentisch wieder. Nicht nur das Kriegsgeschehen und die damit verbundene Angst, auch die Meinungen zu bestimmten Themen, oder die Verhaltensweisen in Konfliktsituationen werden sehr glaubhaft dargestellt. Frances ist mir ihrem Leben überfordert, weiß aber nicht so richtig warum. Auch wenn der Verlust ihrer Freundin schlimm war, so hätte sie nach zwanzig Jahren darüber hinweg sein müssen, so die Meinung von Familie und Freunden. Die Erklärung dafür ist einleuchtend. Langsam etwas zu langsam steuert das Buch auf den Höhepunkt zu. Es löst sich nicht alles in Wohlgefallen auf, es gibt kein richtiges Happy End aber ich bin als Leser zufrieden.

Langatmiger Einstieg, aber danach einnehmend bis zum Schluss

Von: Coffeetabletalks Datum: 04. December 2019

Katherine Webb hat es mir diese Mal nicht einfach gemacht. Obwohl sie inzwischen nach all den Jahren (neben Kate Morton und Lucinda Riley) eine Institution in meinem Bücherregal ist, habe ich mich zu Beginn von Die Schuld jenes Sommers mit der Lektüre ein wenig schwer getan. Schauplatz, Grundthema und Storyline sind wie bei jedem ihrer Bücher: Das (ländliche) England, (Vor)kriegszeit, eine weibliche Protagonistin und der Wechsel zwischen den Epochen. Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich auf rätselhafte Weise und lassen den Leser auf immer neue Geheimnisse stoßen. Genau aus diesem Grund liebe ich Generationsromane dieser Art. Kurz zur Handlung: Während einer Bombardierung durch Deutsche im ländlichen Bath geht ein kleiner Junge (Davy) in der Obhut der Protagonistin Frances verloren. Er ist der Neffe ihrer besten Freundin Wyn, die 1918 im Kindesalter ebenfalls verschwand und bis dato unauffindbar blieb. Doch eine der Kriegsbomben schlägt ein Loch in den Hinterhof von Wyns hinterbliebener Familie und fördert (nicht nur) ihre Leiche, sondern auch ein lang gehütetes Geheimnis zutage. Aufgewühlt durch den Einbruch der Vergangenheit in ihre Gegenwart, zusammen mit dem aufwühlenden Verschwinden des geliebten Davy, wird Frances von einer unbenennbaren Schuld heimgesucht. Sie begibt sich auf die Suche: In Bath, in der Vergangenheit, in sich selbst. Und kommt letztendlich dem Mörder auf die Schliche. Obwohl der Anfang relativ langatmig war und ich mich in der Geschichte im ersten Drittel wenig angekommen fühlte, überzeugt mich der Roman im Ganzen. Ab der Hälfte nimmt die Handlung wirklich Fahrt auf, zieht einen in den Bann und lässt einen immer weiter lesen. Aus der Hand legen konnte ich das Buch während der letzten Tage dann keine Minute. Was mir ein wenig bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass sich das Buch für meinen Geschmack zu sehr an eine Detektivgeschichte/Mordermittlung annähert und weniger das „verwunschene“ Geheimnis im Mittelpunkt stellt. Zwar ist ein Mord nicht selten Thema in Geschichten dieser Art, jedoch fühlte ich mich bei der Lektüre zwischendurch wie in einem Sherlock-Holmes-Roman. (Die ebenfalls nicht zu verachten sind, jedoch ist die Erwartungshaltung des Lesers da eine andere). Im Großen und Ganzen aber liefert Die Schuld jenes Sommers genau das, was man von einem Titel dieses Genres erwartet: Leichte Spannung, ein wenig Romantik und Melancholie, Geheimnisse, Schuld, Familienbande, Freude und Unterhaltung. Webbs Schreibstil überzeugt sowieso. Wer ihre bisherigen Romane kennt und liebt, wird auch von diesem hier begeistert sein.

Ein Roman für unaufgeregte Stunden

Von: Katharina Datum: 04. December 2019

Die Bombardierung eines ländlichen Ortes in England im 2. Weltkrieg und der damit verbundene Fund des Skeletts eines kleinen Mädchens, das 24 Jahre zuvor verschwunden war. Viel Potenzial, um daraus einen spannenden Roman mit interessanten Charakteren zu machen. Da ist meiner Meinung nach leider hier nicht gelungen. Die Charaktere, allen voran der der Protagonistin Frances, bleiben blass, man „lebt“ nicht mit ihnen. Der Schreibstil ist langatmig und langweilig und lässt leider keine Spannung aufkommen. Das ist wirklich schade, denn die Idee zur Handlung ist gut. Mir hat sich nur nicht wirklich entschlossen, was die vielen detaillierten Beschreibungen für die Handlung und den Spannungsbogen tun sollen. Für mich leider ein Roman, den man nicht unbedingt lesen muss und der keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Interessantes Buch... zeitweise mit Längen

Von: Barbara Datum: 04. December 2019

Bath 1918 Frances und Wyn sind beste Freundinnen und haben ein Geheimnis. Nach einem Streit verschwindet Wyn und taucht nie wieder auf. Bath 1942 Im Chaos eines Bombenangriffs verschwindet der kleine Davy und Frances ist erschüttert, da sie auf den Kleinen aufpassen sollte. Ausgerechnet in dieser Nacht wird das Skelett eines Kindes gefunden… es ist Wyn. Dunkle Schatten der Vergangenheit werden lebendig und fördern Erinnerungen zutage, die Frances tief in ihrem Unterbewusstsein vergraben hat und sie nun verfolgen. Sie will Davy wiederfinden und vor allem herausfinden, was genau mit Wyn vor vierundzwanzig Jahren passiert ist. Das Buch wird aus der Sicht von Frances erzählt. Die Schauplätze in und um Bath werden sehr detailgetreu geschildert. Obwohl Krieg ist und viele Häuser durch die Bombenangriffe zerstört werden, ist die Stimmung doch einigermassen ruhig. Die Polizei hat dadurch viel Arbeit und kümmert sich gar nicht um den Sekelettfund… der Mörder wurde dazumal ja erhängt. Und doch glaubt Frances nicht daran, denn immer mehr kommen bruchstückhafte Erinnerungen in ihr hoch und sie will Wyns Mörder finden. Die einzelnen Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und nicht immer sympathisch. Aber man muss natürlich auch berücksichtigen, dass das Leben dazumal nicht einfach war. Mir hat das Buch einigermassen gefallen, leider war es mir teilweise zu ausführlich und etwas langatmig. Da ich aber doch wissen wollte, wie es ausgeht, habe ich es zu Ende gelesen und es wurde im letzten Drittel spannender. Die Geschichte an sich ist sehr spannend, nur wäre etwas weniger wohl mehr gewesen.

Gut genug

Von: DP Datum: 03. December 2019

Ich muss sagen, dass ich bereits mehrere historische Romane gelesen habe, die dem Buch ähnlich sind. Es ist eine interessante Geschichte, die sich aber von anderen Büchern, zum Beispiel von Charlotte Link, nicht wirklich unterscheidet. Trotzdem habe ich mit dem Buch angenehme Zeit verbracht.

Die Schuld jenes Sommers

Von: Gelinde Datum: 03. December 2019

Die Schuld jenes Sommers, von Katherine Webb Cover: Sehr schön und passend, genau hier kann ich mir die Protagonisten vorstellen. Inhalt: Zwei Zeitebenen: einmal 1942, dann 1918. Handlungsart: Bath in England. Nach einem Bombenangriff 1942 in Bath, wird das Skelett eines Kindes zu tage gefördert das vor 24 Jahren spurlos verschwunden ist. Es war Frances beste Freundin Wyn. Frances ist fassungslos. Denn ausgerechnet bei diesem Bombenangriff, verschwindet der kleine Davy, auf den Frances aufpassen sollte. Von diesen beiden Ereignissen zerrissen, und einem eigenen unergründlichen Schuldgefühl bis ins tiefste erschüttert, versucht Frances den Jungen zu finden und herauszufinden was damals wirklich passiert ist. Meine Meinung: Bei dieser Geschichte ist eine traurige und beängstigende Atmosphäre während des ganzen Buches zu spüren. Es entwickelt sich relativ ruhig und unaufgeregt, ohne große Höhen und Tiefen, das ganze Drama und die unglaubliche Tragik habe ich erst am Ende überblicken können. Am Anfang und in der Mitte, dreht sich vieles im Kreis und es gibt ausschweifende Beschreibungen und sehr viel Details, die mit oft zu viel waren und es mir stellenweise (beim Lesen) zäh und langatmig vorkommen ließen. Doch je weiter man liest desto spannender entwickelt sich die Geschichte, es wird zum Krimi. Die Suche nach der Wahrheit, nach der eigenen, verdrängten Schuld (?), steht im Mittelpunkt, und hier wird es dann geheimnisvoll und spannend. Wie bei einem Puzzle findet Frances Teil für Teil heraus, findet schmerzhaft Erinnerungen und Beweise. Autorin: Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im ländlichen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Heute lebt sie in der Nähe von Bath, England Mein Fazit: Ein Roman der eher ruhig beginnt, dessen unglaubliche Tragik (von mir) erst am Ende ganz zu fassen und zu verstehen war. 4 Sterne.

Nichts besonderes.

Von: Hummel Datum: 30. November 2019

In der Geschichte geht es um ein traumatisches Ereignis eines Mädchens während des ersten Weltkrieges.Ihre Freundin verschwindet spurlos und ihre Leiche wird während des zweiten Weltkrieges nach einer Bombardierung zu Tage befördert.Dies und das verschwinden eines anderen Kindes wecken Erinnerungen die sie tief in ihrem Unterbewusstsein vergraben hat.Stück für Stück bahnen sich diese Erinnerungen einen Weg in ihr Bewusstsein und sie kommt dahinter wer für den Tod ihrer Freundin verantwortlich ist. Die Handlung wechselt immer wieder zwischen beiden Weltkriegen hin und her interessant aber nicht übermäßig spannend geschrieben.Für mich war es lesbar aber kein Buch das ich mir unbedingt hätte kaufen wollen.

ein toller Roman

Von: Franzi Datum: 30. November 2019

„Die Schuld jenes Sommer“ wurde von der 1977 geborenen Autoin Katherine Webb geschrieben, die bislang schon mehrere Romane veröffentlicht hat. Die junge Frances soll auf den kleinen Davy aufpassen, der wie so oft von seiner Mutter bei ihr abgegeben wurde. Plötzlich kommt es jedoch zu einem Bombenangriff und der Junge verschwindet spurlos. Frances wird aber an die Vergangenheit erinnert, als der Bombenangriff das Skelett ihrer, vor 24 Jahren im Sommer verschwundenen besten Freundin Wyn frei legt. Die damaligen Vorfälle und Wyns Verschwinden hat Frances bis heute nicht verarbeitet. Nach und nach offenbaren sich Frances Dinge, die sie an der Vergangenheit zweifeln lassen. War es damals wirklich so, wie sie es in Erinnerung hat? Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut und auch mit dem Wechsel der Handlungsorte Jetzt und vor 24 Jahren), kam ich besser zu recht als bei manch anderen Autoren. Leider beginnt der Einstieg etwas schleppend und dadurch fühlt es sich an, als wäre die Geschichte unnötig in die Länge gezogen worden. Dennoch habe ich die letzten Kapitel verschlungen, weil auch ich wissen wollte, was die Vergangenheit offenbart. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Wer einen leichten Thriller sucht, ist damit gut beraten.

lange aber lohnenswerte Erzählung

Von: Juliane Datum: 29. November 2019

Katherine Webb erzählt diesen Roman überzeugend historisch und spannend, wenn auch etwas langatmig. Zwischenzeitlich muss man sich durch Sprünge von Vergangenheit und Gegenwart "kämpfen", allerdings lohnt es sich für das gelungene Ende. Die Geschichte handelt von der jungen Francis, die nach einem Bombenangriff im englischen Bath auf der Suche nach dem ihr anvertrauten Davy ist. In dem Fall gibt es spannende Parallelen zu einem anderen Vermisstenfall, der viele Fragen aufwirft. Geeignet ist das Buch für alle Fans von britischen und historischen Romanen.

Ein historischer Krimi, der nachklingt

Von: lenislesestunden Datum: 28. November 2019

Im Jahr 1918 ist Wyn, die beste Freundin der Protagonistin Frances, spurlos verschwunden. Als im englischen Ort Bath dann 1942 die ersten Bomben fallen, taucht völlig unerwartet ihr Skelett in den Trümmern auf. Gleichzeitig verschwindet ein Junge, auf den Frances aufpassen sollte. Sofort fühlt sie sich zurückversetzt in die schreckliche Zeit von damals und mehr und mehr wird ihr klar, dass sie entscheidende Dinge verdrängt hat, die zur Aufklärung des Verbrechens hätten beitragen können. Denn der Täter ist nach wie vor auf freiem Fuß... Ich hatte euch ja schon erzählt, dass die Story meiner Meinung nach leider etwas langsam in Gang kommt. Katherine Webb nimmt sich sehr viel Zeit, um den Ort, die Gebäude und den Schrecken der Bombardierungen zu beschreiben. Auch Frances' Gefühle werden genau beleuchtet, was sich später auch als notwendig für den weiteren Verlauf der Geschichte herausstellt. Ich habe sehr mit ihr mitgefühlt und konnte ihre Verzweiflung, als sie entdecken muss, dass das ihr anvertraute Kind ebenso verschwunden ist wie ihre damalige beste Freundin, gut nachempfinden. Ab ca. Seite 150 wurde es dann deutlich spannender und die Geschichte spitzte sich mehr und mehr zu, sodass ich völlig gefesselt war. Die Verbindung des ersten und des zweiten Weltkrieges fand ich sehr gelungen, es wird immer wieder deutlich, welche Auswirkungen beide Kriege auf die Menschen hatten. Frances ist eine sensible, verantwortungsvolle Persönlichkeit und ihre Entwicklung ist sehr gut dargestellt. Wenn ihr historisch interessiert seid, kann ich euch diese Mischung aus Krimi und Familienroman trotz des langatmigen Anfangs empfehlen. Es lohnt sich, durchzuhalten!

Überraschendes Ende

Von: Hatzi Datum: 28. November 2019

Interessante Geschichte mit überraschendem Ende. Eine Geschichte über eine junge Frau, die eine schreckliche Erfahrung in ihrer Kindheit machen musste und so gut es ging verdrängte. Durch ein neues,ähnliches Erlebnis muss/will sie sich mit der Vergangenheit auseinander setzen, was sehr mühselig erscheint. Somit wird in der Gegenwart und Vergangenheit herumgesprungen, was aber leicht zu verstehen ist. Der Ausgang war nicht zu erwarten. Richtig gut geschrieben.

Spannung pur

Von: Pudelpointer Datum: 27. November 2019

Der Roman beginnt am 25.April im Kriegsjahr 1942 in Bath. An diesem Tag hätte Frances, die Hauptperson des Romans, auf Davy einen Neffen ihrer besten Freundin Wyn aufpassen sollen. Da dieser Tag jedoch auch der Geburtstag der im Jahr 1918 spurlos verschwundenen Wyn ist, und sie alte Erinnerungen heimsuchen, bringt Frances Davy vor dem ersten Bombenangriff zu einem älteren Ehepaar. Nachdem der Angriff der deutschen Flieger vorbei ist, ist das Ehepaar tot und ihr Haus ist zerstört von Davy fehlt jedeSpur. Frances beginnt ihre verzweifelte Suche nach dem kleinen Davy. Durch diese Suche erinnert sich Frances nach und nach an die Vorkommnisse des Jahres 1918 als ihre beste Freundin Wyn von jetzt auf nachher verschwand. Frances, die sich die Schuld am Verschwinden ihrer besten Freundin gibt, hat viele Erinnerungen daran in ihrem Unterbewußtsein vergraben. Da sich die beiden Mädchen 1918 mit einem jungen deutschen Soldaten, der sich in einem verlassenen Haus versteckt hielt angefreundet hatten, war von der Justiz bald ein Schuldiger gefunden. Diesem traumatisierten Johannes Ebner, der aus dem Kriegsgefangenenlager wird der Prozess gemacht und er wird hingerichtet, obwohl er bis zuletzt seine Unschuld beteuerte. Durch den Bombadierung von Bath kommt die verscharrte Leiche des ermordeten Mädchens beim Haus ihrer Eltern wieder ans Tageslicht. Von Schuldgefühlen und von ihren Erinnerungen geplagt sucht Frances überall nach dem verschwundenen Neffen ihrer ermordeten Freundin. Sie sucht die alten Plätze auf an denen sie mit Wyn war und nach und nach taucht die Vergangenheit und ihre Erinnerung wieder auf. Schließlich hat Frances Suche ein unerwartetes Ende. Das Buch fesselt von Beginn an mit seinen realistischen Beschreibungen. Die Gefühle von Frances finde ich einfühlsam dargestellt. Die Personen des Romans kann man sich sehr gut vorstellen und die Beweggründe für ihr Tun nachvollziehen. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Ich finde es gut, dass immer ein Rückblick ins Jahr 1918 gemacht wird, was die Handlung noch spannender werden lässt. Ein Roman, der nach und nach zum Krimi wird. "Die Schuld jenes Sommers" kann ich jedem empfehlen der Spannende gut beschriebene und geschriebene Unterhaltung sucht.

Langatmig

Von: onaltin Datum: 25. November 2019

Das Buch dreht sich um ein im ersten und ein im zweiten Weltkrieg vermisstes Kind. Das erste findet man nur durch einen Bombenangriff im zweiten Weltkrieg wieder und entschlüsselt in langatmigen und sich immer wiederholenden Suchen, wer für dessen Tod verantwortlich ist. Das andere Kind kommt heil wieder nach Hause. Insgesamt ist das Buch nicht gerade spannend und zieht sich beim Lesen.

Toller Plot, aber teils sehr, sehr langatmig in der Umsetzung

Von: sbs Datum: 24. November 2019

1918 verschwindet die achtjährige Wny spurlos, ihre Freundin Frances bleibt traumatisiert zurück. Nach Kriegsende versucht sie ihr Leben zu leben, doch mit dem zweiten Weltkrieg und der Bombardierung ihres Wohnortes Barth, kommen die Dämonen der Vergangenheit wieder ans Licht. Außerdem verschwindet der kleine Davy während einer Bombennacht spurlos, als er in Frances Obhut hätte sein sollen… Ein toller Plot, der eine interessante Suche – sowohl nach dem Jungen, als auch nach der ganzen Wahrheit- verspricht und in Teilen auch genau meinen Erwartungen entsprach. Zwischendurch war irgendwie ein wenig die Luft raus. Das Potential war gegeben, aber die Autorin konnte mich in der Mitte nur wenig fesseln. Vor allem die Rückblenden in 1918, kurz vor das Verschwinden von Wyn haben mich oft nicht überzeugt, sodass ich immer froh war, wenn zur aktuellen Handlung 24 Jahre später gesprungen wurde. Doch auch dort war im Mittelteil vieles zu langatmig, zu ausufernd und teils auch emotionslos (die Stadt wurde bombardiert und man hat den Eindruck, als würde es kaum einen kümmern, - finde ich wenig überzeugend). Die verständlicherweise niedergeschlagene Frances und ihre Schuldgefühle wogen schwer und die teils ellenlangen Landschaftsbeschreibungen machten das Lesen nicht leichter. Zu Beginn und zum Ende hin war das Buch aber wirklich sehr lesenswert, interessant und spannend. Es war für mich das erste Buch der Autorin und trotz Kritik nicht das letzte, denn Potential habe ich gesehen und ich gebe ihr noch eine Chance. Die Geschichte als solche ist sehr gut, die Auflösung gleichermaßen interessant wie spannend und rund, aber der detaillierte Schreibstil war hier an manchen Stellen einfach zu viel des Guten, sodass ich zwischen zwei und drei Sternen schwankte. Auf der einen Seite hielt sich zwar das Lesevergnügen an einigen Stellen in Grenzen, andererseits waren die Idee toll und die Auflösung gelungen, sodass ich mich zu drei Sternen durchgerungen habe.

Absolut empfehlenswert

Von: Nina S. Datum: 23. November 2019

Katherine Webb hat mich von der ersten Seite völlig in ihren Bann und in die Geschichte gezogen. Die Geschichte verläuft in zwei Zeitsträngen, die einen noch tiefer in die Geschichte eintauchen lassen. Das Ende hatte ich nicht erwartet und war bis zum Schluss mitgerissen.

Interessant, spannend, absolut lesenswert

Von: Dandy Datum: 23. November 2019

Bei „Die Schuld jenes Sommers“ von Katherine Webb handelt es sich um einen Roman. Bath 1942: Frances, die auf Davy aufpassen sollte, macht sich auf die Suche nach ihm. Denn seit dem Chaos eines Bombenangriffs ist er unauffindbar. Sie ist verzweifelt, denn ein Kind ist schon einmal verschwunden: Nach einem Streit ist ihre beste Freundin Wyn, vor vierundzwanzig Jahren, nie wieder aufgetaucht. Der Einschlag einer Bombe fördert das Skelett eines Kindes zutage. Es ist Wyn. Frances ist tief erschüttert und dunkle Erinnerungen werden lebendig. Was geschah damals, wo ist Davy und lebt er noch? Der knackige Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Dieser Roman lässt sich sehr flüssig lesen ist interessant und spannend. Zur Spannung tragen die zwei Zeitebenen, die Wendungen, die falschen Fährten und vorallem, dass die Autorin immer nur Stückchenweise dem Leser Informationen zukommen lässt, bei. Bis zum Schluß war ich auf dem Irrweg und dieses Ende konnte mir beim Besten Willen nicht einfallen. Hier wird in zwei Fällen ermittelt. Einmal der Cold Case Fall Wyn und die aktuelle Suche nach Davy. Dies hat mir gut gefallen, da so die Spannung die ganze Zeit über sehr hoch ist und ich bei zwei Fällen mitfiebern und miträtseln konnte. Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben. Ihr handeln ist plausibel und realistisch. Sehr gut wird das Leben der Protagonisten beschrieben. Wie es ihnen während dieser Zeit ergeht, welche Gefühle, Hoffnungen und Ängste sie haben. Wichtige Handlungsorte werden sehr bildlich beschrieben, sodass ich mir diese sehr gut vorstellen konnte. Die Atmosphäre konnte ich richtig spüren. Während dem Lesen fühlt ich mich manchmal, als ob ich vor Ort wäre. Interessant fand ich die historischen Szenen. Der Bombenangriff auf Barth wird sehr gut beschrieben. Hier habe ich richtig Gänsehaut bekommen. Ich empfehle dieses Buch weiter.

Die ganze Wahrheit

Von: Siggi58 Datum: 21. November 2019

Dieser Roman hat mir viele spannende Lesestunden bereitet. Es ist eine Geschichte über Geheimnisse, Loyalität und die Macht eines Versprechens. Die fesselnde Schreibweise hat mich emotional stark berührt, zumal die geschilderten Ereignisse im Jahr 1942, im Krieg, stattgefunden haben. Durch die gelungenen Rückblicke in das Jahr 1916, dem ersten Weltkrieg, entstand eine spannende Erzählweise. Oftmals hatte ich das Gefühl einen Krimi in den Händen zu halten. Sehr beeindruckt hat mich die Protagonistin " Frances ", die durch ihre Hartnäckigkeit niemals aufgegeben hat, um das plötzliche Verschwinden ihrer besten Freundin aufzuklären. Die Autorin " Katherine Webb " berichtet sehr real über die Kriegszustände, und das absolute Durcheinander nach den Bombenangriffen. Natürlich hat mich dies beim Lesen sehr traurig gestimmt, aber anhand des Klappentextes war mir bewusst, dass ich keinen " Honeymoon " Roman in den Händen halte. Mich hat dieser Roman vollkommen mitgenommen in eine sehr traurige Zeit, in der schreckliche Ereignisse passierten. Ich möchte über den Inhalt nicht weiter berichten, denn die Spannung, die sich wie ein elastischen Band durch die gesamte Geschichte zieht, möchte ich der interessierten Leserschaft nicht zerschneiden. Ich möchte diesen Roman weiterempfehlen. Er regt zum Nachdenken an, und er hat mich am Ende noch eine Weile gedanklich beschäftigt..

Tragische Handlung die ohne Spannung geschrieben wurde

Von: Dragonfly Datum: 20. November 2019

Es fiel mir schwer das Buch bis zum Ende zu lesen. Die Handlung ist tragisch aber leider absolut ohne Spannung oder merkliche Höhen und Tiefen erzählt. Die Absicht der Autorin ist erkennbar, wurde aber meiner Meinung nach, nicht gut umgesetzt. Der Klappentext lässt ein gutes Buch vermuten, aber die Erzählung plätschert so vor sich hin und es lässt sich auch schnell vermuten wer der Bösewicht ist. Das Buch ist nicht mein Fall.

Leider wird das Buch seinem Potential nicht gerecht

Von: Andrea B. Datum: 13. November 2019

1942: Frances hat das Gefühl im Haus zu ersticken. Es ist der Geburtstag ihrer besten Freundin Whyn, die vor 24 Jahren, als Kind, spurlos verschwunden ist. Sie braucht Luft! Also bringt sie Davy, auf den sie aufpassen soll zu einem befreundeten Ehepaar. Auf dem Heimweg wird Bath von einem Bombenangriff schwer getroffen. Frances stürzt und wird ohnmächtig. Am nächsten Tag hat sie Gedächtnislücken und erst viel später fällt ihr Davy wieder ein. Das Ehepaar ist tot, ertrunken in seinem Keller. Doch von Davy fehlt jede Spur. Er kann doch nicht einfach weg sein! Andererseits ist auch Frances Freundin damals spurlos verschwunden. Ist das alles Zufall oder steckt mehr dahinter? Dann wird nach einem weiteren Bombenangriff eine Leiche gefunden und es ist ziemlich schnell klar: das muss Whyn sein. Doch der Fundort macht auch klar, dass der Mann, der damals für den Mord an ihr gehängt wurde, unschuldig war. Noch mehr Schuld, die sich Frances aufgeladen hat, denn ihre Aussage hat dazu geführt. Zusammen mit Owen, Whyns Bruder macht sie sich auf die Suche nach Davy und Whyns Mörder. Die Handlung wechselt zwischen Rückblenden aus den Jahren 1915-1918 und der Gegenwart im Jahr 1942. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich habe ja vor nicht allzu langer Zeit „Der Frauenchor von Chillbury“ gelesen und hatte irgendwie gedacht, dass das Buch so ähnlich sein könnte mit der Schilderung der Bombenangriffe und des Krieges in England. Leider hat das Buch aber eine gänzlich andere Stimmung. Ich konnte keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Frances war mir nicht direkt unsympathisch, sonderlich sympathisch aber auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie schlimm das für sie sein muss mit dem verschwundenen Kind und sie gibt sich selbst die Schuld dafür. Ihre Familie war mir auch nicht sympathisch, ich empfand sie alle als ziemlich seltsam. Davys Mutter, die anscheinend dem Alkohol gern zuspricht, konnte ich am wenigsten verstehen. Ihr Kind ist verschwunden und alles was von ihr kommt ist ein „such ihn!“ und sie selbst macht keinen Wackler um nach Davy zu suchen?! Das erscheint mir sehr unrealistisch. Die Handlung rund um Whyn in den Rückblenden war oft sehr verwirrend. Die Erzählung war immer etwas weitschweifig, aber besonders in den Rückblenden konnte man oft nicht den Sinn dahinter verstehen. Warum ist das wichtig? Warum wird das so ausführlich geschildert? Es sind letztlich die winzigen Details, die zur Lösung beitragen, aber leider gehen diese Details in der Flut an Beschreibungen unter. Die Auflösung fand ich sehr gut und schlüssig. Ich hätte es nur schöner gefunden, wenn man eine Chance gehabt hätte das Puzzle als Leser zusammenzusetzen, doch das war aufgrund der vielen Details, die praktisch jeden Charakter verdächtig machten einfach nicht möglich. Mich konnte der Roman nicht bei der Stange halten. Meine Gedanken sind immer wieder abgeschweift. Ich finde das sehr schade, denn die Grundhandlung und die Auflösung sind wirklich richtig gut. Meiner Meinung nach hätte das Buch gut um ein Drittel gekürzt werden können, vielleicht wäre es dann gelungen die Spannung konstant aufrecht zu erhalten. So haben die langatmigen Passagen leider immer den Spannungsbogen abreißen lassen. Es werden trotz des detailreichen Erzählens auch nicht alle Fragen beantwortet, was ich schade finde. Wenn man schon so detailliert erzählt, hätte man doch wenigstens dafür sorgen können, dass keine Fragen offen bleiben. Mir fehlten in diesem Buch die Emotionen. Frances zeigt als einzige wirklich Gefühle, alle anderen (bis auf Owen später im Buch) sind total tiefenentspannt. Es fallen Bomben und die Stadt brennt – alle bleiben ruhig. Ein Kind verschwindet – niemand sucht es. Eine Leiche wird nach 24 Jahren gefunden – niemand kümmert wer der Mörder sein könnte. Fazit: Dieses Buch hat echt viel Potential. Leider ist es viel zu langatmig, um die Spannung für mich aufrecht zu erhalten. Zudem waren die Charaktere leider nicht sympathisch und bei fast allen fehlten die Emotionen. Die Story an sich und die Auflösung sind richtig gut, aber das geht fast unter. Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll. Ich habe zwischen 2 und 3 Sternen geschwankt und mich letztlich für 3 Sterne entschieden wegen der wirklich guten Story und der sehr guten Auflösung.

Zwei Bücher in einem

Von: Marlen Blume Datum: 13. November 2019

Bath, England, 1942: Mitten in den Wirren des 2. Weltkriegs gerät die Welt der 32-jährigen Frances aus den Fugen. Bei der Bombardierung der Stadt verschwindet der 6jährige Davy, auf den sie an diesem Abend aufpassen sollte. Doch statt sich nach dem Bombenangriff auf die Suche konzentrieren zu können, sucht sie ein weiterer Schicksalsschlag heim: In einem Bombenkrater wird das Skelett eines Mädchens gefunden – ihre Freundin Bronwyn, die vor langer Zeit im Alter von nur 8 Jahren spurlos verschwand. Das erschüttert Frances zutiefst, denn man ging damals von einem Mord aus, ein mutmaßlicher Täter wurde hingerichtet. Doch insgeheim hegte Frances immer Zweifel daran, dass der richtige Täter gefasst wurde. Während sie versucht, Davy zu finden, taucht sie gleichzeitig immer tiefer in den Kriminalfall von damals ein und versucht die Wahrheit über den Mord an ihrer besten Freundin herauszufinden. Das Besondere dieses Buches ist aus meiner Sicht gleichzeitig auch seine Schwäche: hier werden zwei ebenbürtige Handlungsstränge zu einer Geschichte verwoben. Für meine Begriffe gelingt das aber nicht wirklich gut. Da der Vermisstenfall Davy und auch der Mordfall Bronwyn beide das Potential hätten, den Plot zu tragen, entsteht eine gewisse Konkurrenz, die das Buch für mich zerrissen erscheinen lässt. Ich fühlte mich als Leser oft hin und hergerissen zwischen den beiden Handlungssträngen und das hat meine Lesefreude etwas getrübt. Zwei Bücher in einem – aber nicht immer ist so ein Doppelpack das Nonplusultra. Dazu kam, dass ich die Geschichte etwas zu ausführlich erzählt fand. Man hätte hier vieles straffen können, um zu einem rasanten Spannungsroman zu kommen – so wirkte er über weite Teile behäbig. Man merkt also schon – ich wurde nicht so richtig warm mit diesem Buch. Auch wenn durch die eingestreuten Rückblenden in die Zeit kurz vor Bronwyns Tod eine gewisse Spannung und Dynamik entstand, empfand ich den Roman doch insgesamt als etwas langatmig (wer detailreich erzählte Geschichten mag, wird das vielleicht anders sehen). Ich muss zugeben, dass ich einige Passagen dann nur noch quergelesen habe. Die Figuren waren mir durchweg nicht besonders sympathisch – einzig die patente Pam war eine Ausnahme für mich. Sie war erfrischend anders und strahlte Herzenswärme in ihrer Beziehung zu Frances aus. Tja...was soll ich sagen... nicht gerade ein Glücksgriff für mich, dieser Roman. Und ich habe lange überlegt, ob ich ihm 2 oder 3 Sterne geben soll angesichts meiner vielen Kritikpunkte. Letztlich überzeugte mich aber die umfassende „Verarbeitung“ der Kriminalgeschichte, die für mich keine Fragen offenließ und ich habe auf 3 Sterne aufgerundet.

Historischer Roman mit vielen Emotionen

Von: Lulu2305 Datum: 07. November 2019

„Die Schuld jenes Sommers“ ist ein historischer Roman von Katherine Webb, übersetzt von Babette Schröder. Er erschien im Oktober 2019 im Diana Verlag und ist in sich abgeschlossen. Bath, 1942: Inmitten des zweiten Weltkrieges verschwindet der kleine Davy bei einem Bombenangriff nahezu spurlos. Frances, seine Ziehmutter, die immer auf ihn aufpasst, wenn Davys leibliche Mutter dazu nicht in der Lage ist, ist sich aber sicher: Davy lebt. Verzweifelt beginnt die junge Frau das Kind zu suchen, sie möchte nicht erneut schuld an dem Verschwinden eines Menschen sein. Denn obwohl sie, als ihre beste Freundin Wyn während des ersten Weltkrieges verschwand, selbst noch ein Kind war, ist das dumpfe Gefühl der Schuld niemals von ihren Schultern gewichen. Als dann in den Wirren des zweiten Weltkrieges auch noch Wyns Leiche gefunden wird, wird diese Schuld wieder präsenter und Frances beginnt nicht nur Davy zu suchen, sondern auch die Wahrheit über Wyn. Frances ist eine sympathische und moderne junge Frau. Sie hat ihren Mann verlassen, weil sie davon überzeugt ist, ihm keine gute Ehefrau zu sein und sie ihm jemanden gönnt, der ihm Kinder schenken und die Liebe entgegenbringen kann, die er verdient. Dies war in den 50er-Jahren noch nicht gerade üblich, weshalb ich Frances für ihren Mut sehr bewundere. Insgesamt scheint aber ihre gesamte Familie sehr fortschrittlich und tolerant zu sein, so führt ihre Tante Pam ihr Leben nicht mit einem Ehemann, sondern mit einer „guten Freundin“ an ihrer Seite. Ich fand es sehr angenehm, wie diese Aspekte abseits der normalen Rollenverteilungen und Vorstellungen aufgegriffen und eingearbeitet wurden. Die recht modernen und selbständigen Frauen sind symbolhaft für den Beginn einer neuen Zeit, in der die Emanzipation voranschreitet und Frauen sich auch während und nach dem Krieg behaupten müssen. Auch der zweite Weltkrieg wird im Roman mitangerissen, wobei sich die Details hier auf das reduzieren, was für die Geschichte notwendig ist. Es ist also eher ein Roman mit historischen Aspekten, kein historischer Roman, der von der Historie lebt. Die angerissenen Themen sind dafür aber gut ausgearbeitet und präzise in die Handlung eingebaut. Die Figuren sind ebenfalls mit Liebe zum Detail beschrieben und Sympathien werden schnell klar und greifbar. Der Roman ist als personale Erzählung aus Frances Sicht geschrieben. Der Leser bekommt ihre Gedanken und Gefühle dadurch gut übermittelt und es wird klar, dass das Verschwinden Wyn große Wunden bei Frances hinterlassen hat. Noch 20 Jahre nach Wyns Verschwinden beschäftigt Frances die Frage, was in dem schicksalshaften Sommer jenes Jahres passiert ist. Weiß sie mehr als sie glaubt und hängt Davys Verschwinden wohlmöglich mit Wyns Verschwinden zusammen? Fragen über Fragen, doch eins ist klar: Frances kann nicht hinnehmen, dass ein weiteres Kind verschwunden ist, weshalb sie alles daransetzt, Davy wiederzufinden und sich an den Sommer in dem Wyn verschwand zurückzuerinnern. Dabei scheut sie nur wenige Situationen und begibt sich mit großem Mut auf die Suche nach der Wahrheit. Auf ihrer Suche stellt sie sich nicht nur alten Gefühlen und Ängsten, sondern erfährt auch Dinge über sich, die sie lange verdrängt hatte, um sich selbst zu schützen. Ich bewundere ihre Stärke und ihr Auftreten, ihre Selbständigkeit und Freundlichkeit, welche sie sich trotz der schrecklichen Erlebnisse bewahrt. Auch die anderen Personen werden authentisch dargestellt, was einen einfachen Zugang in den Roman erlaubte. Frances Suche nach der Vergangenheit wird in zwei Zeitebenen erzählt – damals und heute. Diese sind durch entsprechende Kapitelüberschriften leicht auseinander zu halten und auf eine großartige Art miteinander verknüpft. Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Bis zum Ende war mir nicht klar, wer Wyns Mörder sein könnte und auch was mit Davy geschehen ist bleibt lange Zeit fraglich. Neben dem Hauptthema, lässt Katherine Webb geschickt auch noch eine Liebesgeschichte in den Roman einfließen, welche sich, ebenfalls abseits aller Klischees, schon lange angebahnt hat, aber am Ende nicht gut enden konnte. Diese Romanze gibt dem eher ernsten und spannenden Roman eine leichte Note, die sich gut in das Gesamtbild einfügt. Auch der Handlungsort, den wir bereits aus Romanen von Katherine Webb kennen hat mir wieder gut gefallen. Die Umgebung des Ortes Bath ist sehr vielseitig und durch die bildliche Beschreibung kann man in seiner Fantasie die Orte wunderbar erkennen. Mein Fazit: „Die Schuld jenes Sommers“ ist ein weiterer Roman von Katherine Webb, der mich wieder vollständig überzeugt hat. Nachdem die „Frauen am Fluss“ mich nicht abholen konnte, hat dieses neue Buch alles wieder wett gemacht. Die Autorin schreibt eine Geschichte über Schuld und Wahrheit, voller Emotionen und Gefühl mit einer guten Prise Spannung. Vergangenheit und Gegenwart werden wunderbar miteinander verknüpft, der Handlungsort nahezu bildlich dargestellt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und vergebe 5 von 5 Sternen für einen wunderbaren historischen Roman!

Verdrängung und Schuldgefühle

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 06. November 2019

Meine Meinung zur Autorin und Buch: Ich habe schon einige Romane von Katherine Webb, gelesen sie versteht es einem immer wieder auf die Folter zu spannen. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen die sie gut miteinander verknüpft an, es liest sich schon fast wie ein Krimi. Die Geschichte ist sehr gut und flüssig erzählt, wenn auch oft sehr ausschweifend, das manchen Plot in die Länge zog, aber dem Geschehen keinen Abbruch tat. Alles ist sehr Bildhaft und Authentisch dargestellt, auch jede einzelne Figur ist gut heraus gearbeitet. Eine Geschichte voller dunkler und düsterer Geheimnisse, aber auch voller tiefer Loyalität und der Macht eines Versprechens, einer tiefen und innigen Freundschaft zweier Mädchen, über den Tod hinaus. Wyn ist genau das Gegenteil von Frances, zwei Freundinnen von 8 Jahren wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Auch ihre Familie Herkunft, Frances in einem gut behüten Elternhaus aufgewachsen, Wyn dagegen stammt aus sehr zerrütteten Verhältnissen. So lieblos wie Wyn aufwuchs, das tat mir in der Seele weh, vielleicht war sie deshalb immer so forsch und furchtlos. Aber die zwei hängen sehr aneinander und teilen ein Geheimnis, das auch noch 24 Jahre später, nach dem Verschwinden von Wyn damals, noch Frances Seele belastet. Frances hat es nie verwunden das Wyn damals 1918 so spurlos verschwand, ihre Seele ist so richtig zerrissen, das spürte man bei jeder Zeile die man las. Und dann verschwindet auch noch der kleine Davy, der Sohn von Wyns großer Schwester, auf den Frances aufpasst, und nach dem schrecklichen Bombenhagel über dem kleinen Ort Bath, taucht nach einen Einschlag, plötzlich das Skelett einer Kinderleiche auf. Frances wird von der Vergangenheit eingeholt, dunkle Geheimnisse und Erinnerungen die sie tiefst in ihrem Inneren vergraben hatte, wollen nicht so richtig ans Licht kommen. Man spürt Frances Seelenqualen und Schuldgefühle, erstens das Davy verschwunden ist, und auch was in jener Zeit als ihre liebste und beste Freundin verschwand. Was ist so schreckliches passiert, das ihr Gehirn sich weigert zu erinnern. Da ist auch noch der österreichische Soldat von jenem Sommer vor 24 Jahren. Frances hat das Gefühl , das der wahre Mörder noch herum läuft. Ob, Davy wieder auftaucht, oder Frances Erinnerungen wieder ans Tageslicht treten ? Wer weiß, eine Geschichte voller unvorhergesehener Wandlungen….. Spannend und Lesenswert.

Verdränung und Schuldgefühle

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 05. November 2019

Ein Roman voller Schuldgefühle und Seelenqualen Hier meine Rezension: Inhaltsangabe: Quelle Diana-Verlag Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt? Meine Meinung zur Autorin und Buch: Ich habe schon einige Romane von Katherine Webb, gelesen sie versteht es einem immer wieder auf die Folter zu spannen. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen die sie gut miteinander verknüpft an, es liest sich schon fast wie ein Krimi. Die Geschichte ist sehr gut und flüssig erzählt, wenn auch oft sehr ausschweifend, das manchen Plot in die Länge zog, aber dem Geschehen keinen Abbruch tat. Alles ist sehr Bildhaft und Authentisch dargestellt, auch jede einzelne Figur ist gut heraus gearbeitet. Eine Geschichte voller dunkler und düsterer Geheimnisse, aber auch voller tiefer Loyalität und der Macht eines Versprechens, einer tiefen und innigen Freundschaft zweier Mädchen, über den Tod hinaus. Wyn ist genau das Gegenteil von Frances, zwei Freundinnen von 8 Jahren wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Auch ihre Familie Herkunft, Frances in einem gut behüten Elternhaus aufgewachsen, Wyn dagegen stammt aus sehr zerrütteten Verhältnissen. So lieblos wie Wyn aufwuchs, das tat mir in der Seele weh, vielleicht war sie deshalb immer so forsch und furchtlos. Aber die zwei hängen sehr aneinander und teilen ein Geheimnis, das auch noch 24 Jahre später, nach dem Verschwinden von Wyn damals, noch Frances Seele belastet. Frances hat es nie verwunden das Wyn damals 1918 so spurlos verschwand, ihre Seele ist so richtig zerrissen, das spürte man bei jeder Zeile die man las. Und dann verschwindet auch noch der kleine Davy, der Sohn von Wyns großer Schwester, auf den Frances aufpasst, und nach dem schrecklichen Bombenhagel über dem kleinen Ort Bath, taucht nach einen Einschlag, plötzlich das Skelett einer Kinderleiche auf. Frances wird von der Vergangenheit eingeholt, dunkle Geheimnisse und Erinnerungen die sie tiefst in ihrem Inneren vergraben hatte, wollen nicht so richtig ans Licht kommen. Man spürt Frances Seelenqualen und Schuldgefühle, erstens das Davy verschwunden ist, und auch was in jener Zeit als ihre liebste und beste Freundin verschwand. Was ist so schreckliches passiert, das ihr Gehirn sich weigert zu erinnern. Da ist auch noch der österreichische Soldat von jenem Sommer vor 24 Jahren. Frances hat das Gefühl , das der wahre Mörder noch herum läuft. Ob, Davy wieder auftaucht, oder Frances Erinnerungen wieder ans Tageslicht treten ? Wer weiß, eine Geschichte voller unvorhergesehener Wandlungen….. Spannend und Lesenswert. https://www.facebook.com/groups/1672928882728858/permalink/2653940774627659/

Quälende Erinnerungen,,,,

Von: Angela Busch Datum: 03. November 2019

Meine Meinung: Katherine Webb hat mich bisher immer mit ihren Romanen begeistert, in eine andere Welt versetzt und zwar auf Grund ihres guten und flüssigen Schreibstils, ihren tollen Ideen über unterschiedliche Inhalte und Zeiten, die sie prima für den Leser aufbereitet und recherchiert hat. Diesmal war es etwas anders für mich beim Lesen. Ich empfand den Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt, etwas langweilig und viel zu langatmig verfasst. Es war kein echter historischer Roman, der zweite Weltkrieg wurde halbherzig beschrieben, zwar mit der Schilderung erschütternder Bombenangriffe der deutschen Wehrmacht auf die englische Zivilbevölkerung, politische Tatsachen wurden leider in keiner Weise erwähnt. Es war auch kein wirklicher Krimi, sondern eher das ausführliche Psychogramm einer traumatisierten jungen Frau (Frances) aus ihrer Umwelt, die den kleinen Davy in einer Bombennacht im Jahr 1942 verloren hat und sich daraufhin auf eine intensive Suche nach ihm begibt. Immer wieder quälen Frances dabei Erinnerungen an das mysteriöse Verschwinden ihrer achtjährigen Freundin Wyn vor vierundzwanzig Jahren. Gekoppelt mit der gefahrvollen und anstrengenden 12 tägigen Suche nach Davy bringen sie diese Gedanken und Erinnerungen an den Rand einer depressiven Verzweiflung. Im zweiten Erzählstrang versetzt uns die junge und talentierte Autorin in die Kindheit der achtjährigen Frances und Wyn. Die beiden unterschiedlichen Kinder befreunden sich eng miteinander, obwohl sie sich kaum ähneln vom Charakter und Aussehen. Frances ist sehr gross für ihr Alter, sehr schüchtern und leidet darunter. Die kleine Wyn ist ziemlich klein, keck und gar nicht zurückhaltend im Auftreten. Die beiden Kinder ergänzen sich , lieben sich innig, wobei sie auch noch aus unterschiedlichen Elternhäusern stammen. Frances Familie ist konservativ, bodenständig und fürsorglich. Bei Wyn läuft es etwas anders. Gewalt, Alkoholexzesse und psychische und körperliche Vernachlässigung in der Familie prägen ihren Alltag. Mehr möchte ich gar nicht verraten, sondern noch erwähnen, das auch viele andere Protagonisten sehr treffend und gefühlvoll beschrieben wurden - und trotzdem hat mich das Buch nicht völlig in seinen Bann ziehen können, wobei die Auflösung am Ende recht interessant war. Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diesen Roman mit kleinen Schwächen! Herzlichen Dank an die Autorin und den Diana Verlag für das schöne gebundene Rezensionsexemplar mit dem ansprechenden Cover!

Schatten der Vergangenheit

Von: Snowbell Datum: 03. November 2019

Vor einigen Jahren habe ich die historischen Romane der englischen Schriftstellerin Katherine Webb entdeckt. Seitdem fiebere ich jeder Neuerscheinung entgegen. In ihrem Buch "Die Schuld jenes Sommers" führt sie ihre Leser in eine dunkle Epoche. Im April 1942 verschwindet der kleine Davy im Chaos eines Bombenangriffs auf die englische Stadt Bath. Frances wird von schrecklichen Schuldgefühlen geplagt. Warum nur hat sie Davy allein gelassen? Und lebt er noch? Am nächsten Morgen wird das Skelett eines kleinen Mädchens gefunden: Die Tote ist Frances Freundin Wyn, die vor über 20 Jahren spurlos verschwand. Und so taucht Frances während ihrer unermüdlichen Suche nach Davy ein in die Vergangenheit, deren dunkle Schatten sie bis heute begleiten. Doch sie ist fest entschlossen herauszufinden, was in jenem Sommer vor 20 Jahren geschah ... Das ansprechende Cover ist in warmen Farben gehalten. Der Betrachter blickt direkt auf einen gewundenen Weg, der durch eine naturbelassene Landschaft zu einem alten Haus führt. Es scheint ein warmer Sommerabend zu sein, die Sonne scheint untergegangen zu sein, aber von einer heiteren ländlichen Idylle kann keine Rede sein. Man ahnt eine drohende Gefahr, die irgendwo im Nirgendwo auf einen nichtsahnenden Spaziergänger lauert. Auch der aussagekräftige Titel zielt in die gleiche Richtung und weckt eine gewisse Erwartungshaltung , Angesiedelt ist der Roman in der englischen Stadt Bath im Südwesten Englands, wo die Schriftstellerin Katherine Webb ganz in der Nähe lebt. Diesmal nimmt sie ihre Leser mit in eine dunkle Epoche Europas, die von zwei Weltkriegen geprägt ist. Die Handlung spielt auf zwei zeitlichen Ebenen, nämlich im Jahre 1942 und in der Zeit des Ersten Weltkriegs, an die sich die Protagonistin Frances in Form von Rückblenden erinnert. Zentrales Motiv ist die verzweifelte Suche nach einem vermissten Kind, das in dem Leben von Frances eine besondere Rolle einnimmt. Man kann das literarische Können von Katherine Webb nur bewundern. Einfühlsam schildert sie die schreckliche Bombardierung Baths durch die deutsche Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Man erlebt das Chaos der Kriegswirren, man fühlt Hunger, Not und Verzweiflung der Zivilbevölkerung, die viele Schicksalsschläge ertragen muss. Die Grundstimmung dieses Romans ist düster; auch die Protagonistin Frances ist eine depressive, gebrochene Figur, die mit dem Gefühlschaos in ihrem Inneren ringt, als die Leiche ihrer ehemals besten Freundin Wryn gefunden und ein "cold case" wieder aufgerollt wird. Vorsicht: Spoiler! Mit einem Schlag wird die lange verdrängte Vergangenheit wieder lebendig, und Frances erinnert sich an ihre Kindheit in Bath. Während sie selbst in einer liebevollen Familie aufgewachsen war, stammte Wryn aus einer bitterarmen dysfunktionalen Familie, in der brutale Gewalt an der Tagesordnung war. Frances hat den Verlust ihrer besten Freundin nicht verarbeitet, nur verdrängt. Die schrecklichen Ereignisse haben ihr Leben zerstört. Nach dem Verschwinden von Wryn war ein geflohener deutscher Kriegsgefangener, der losen Kontakt zu den kleinen Mädchen hatte, für den Tod von Wryn verantwortlich gemacht und hingerichtet worden. Nun kämpft sie mit tiefen Schuldgefühlen, weil sie selbst niemals über eine an ihr begangene sexuelle Gewalttat in jenem Sommer gesprochen und durch ihr Schweigen wider besseres Wissen mitschuldig an einem grausamen Verbrechen geworden ist. Mit dem Roman "Die Schuld jenes Sommers" ist Katherine Webb ein packender historischer Roman um einen lange zurückliegenden Mord gelungen, in dem ein schockierendes Familiengeheimnis aufgedeckt wird. Mich hat dieses dramatische, emotionale Buch trotz einiger Längen überzeugt, und ich spreche eine klare Lese-Empfehlung aus.

Ein toller, neuer Roman von Katherine Webb

Von: Literaturblogsaarland Datum: 28. October 2019

Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt? Vita : Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im englischen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Später arbeitete sie mehrere Jahre als Wirtschafterin auf herrschaftlichen Anwesen. Auf ihr großes internationales Erfolgsdebüt »Das geheime Vermächtnis« folgten weitere SPIEGEL-Bestseller-Romane. Nach längeren Aufenthalten in London und Venedig lebt und schreibt sie heute in der Nähe von Bath, England. Meine Meinung : In ihren neuesten Roman nimmt uns Katherine Webb mit auf eine Zeitreise. Wir befinden uns in Bath im Jahre 1942. Unsere Protagonistin, die zweiunddreißigjährige Frances soll während der Bombenangriffe auf den kleinen Davy aufpassen. Während sie ihn für kurze Zeit einem befreundeten Ehepaar überläßt, fallen die Bomben auf Bath und richten große Schaden an. Während dieser Kriegswirren verschwindet der kleine Davy. Das Ehepaaar, in dessen Obhut er sich befand, ist ums Leben gekommen und von dem kleinen Davy fehlt jede Spur. Tragischerweise ist Frances etwas ähnliches schon einmal passiert. Vor vierundzwanzig Jahren verschwand ihre achtjährige Freundin Wyn spurlos und tauchte nie wieder auf. Schrecklicherweise wurden jetzt in einem Bombenkrater die sterblichen Überreste der kleinen Wyn gefunden. Sie wurde im Garten ihres Elternhauses vergraben. Was ist damals passiert und was ist mit Davy geschehen? Wir lernen Frances kennen, die diesen tagischen Verlust nie überwunden zu haben scheint. Damals wurde zwar ein vermeintlicher Täter gefasst und hingerichtet, aber war er auch tatsächlich der Mörder? Da Frances mit zur damaligen Verhaftung beigetragen hat, bekommt sie nun Gewissensbisse. Hat man den falschen Mann hingerichtet? Unser Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Parallel zur aktuellen Zeit werden wir ins Jahr 1916 zurückversetzt. Dort lernen sich die zwei unterschiedlichen Mädchen Frances und Wyn als knapp sechsjährige kennen. Unterschiedlicher könnten die beiden kaum sein. Frances ist für ihr Alter gross und schlaksig, während die kleine, unerschrockene Wyn nur aus Haut und Knochen zu bestehen scheint. Trotzdem werden die beiden Freundinnen. Wir begleiten die beiden temporär bis zu Wyns Verschwinden. Uns als Leser ist schnell klar, dass damals der falsche Mann verhaftet wurde. Doch was ist zu jener Zeit wirklich geschehen ? Katherine Webb hat hier einen eindringlichen Roman über Freundschaft, Schuldgefühle und auch verdrängte Erinnerungen geschrieben. Bei mir hat es einige Zeit gebraucht, bis ich mit Frances warm geworden bin. Trotzdem habe ich mit ihr gefühlt und konnte mich gut in ihr Seelenleben hineinversetzen. Auch am Ende schaffte es Ketherine Webb wieder mühelos, mich mit der Auflösung komplett zu überraschen. Auf dieses Ende wäre ich so nicht gekommen. Dank der Erzählkraft der Autorin konnte ich mir das zerstörte Bath jener Zeit bildlich genau vorstellen. Das macht Katherine Webb für mich zu so einer hervorragenden Autorin. Ich freue mich schon auf viele weitere Bücher dieser wunderbaren Schriftstellerin. Ich vergebe für dieses Buch die Höchstbewertung von 5 Sternen. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Historischer Roman mit Krimielementen über Freundschaft, qualvolle Erinnerungen, Schuldgefühle und Wahrheitssuche - langatmig erzählt

Von: schnäppchenjägerin Datum: 25. October 2019

Während eines Bombenangriffs im April 1942 verschwindet der sechsjährige Davy spurlos, als Frances auf ihn aufpassen sollte. Schuldbewusst sucht sie die darauf folgenden Tage verzweifelt nach ihm. In dem zerstörten Bath werden währenddessen die sterblichen Überreste von Wyn, Frances bester Freundin gefunden, die vor 24 Jahren verschwunden war. Damals hatte man einen österreichischen entflohenen Kriegsgefangenen als ihren vermeintlichen Mörder zum Tode verurteilt. Durch den Fund der Leiche zweifelt Frances inzwischen daran, dass der richtige Täter zur Verantwortung gezogen wurde und beginnt sich zu fragen, ob der Täter von damals auch mit Davys Verschwinden in Zusammenhang stehen könnte. Sie kann einfach nicht glauben, dass der Junge in der Bombennacht ums Leben gekommen ist. Frances ist eine junge Frau, die den Verlust ihrer besten Freundin nie überwunden hat. Ihr Leid und Schmerz und die Tatsache, dass sie nie glücklich geworden ist, ist spürbar. Als 24 Jahre später das Skelett von Wyn gefunden wird und Gewissheit herrscht, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, erinnert sich Frances wieder an ihre Kindheit ab dem Jahr 1916. Sie denkt daran zurück, wie sie Wyn kennengelernt und sich mit dem dünnen, armseligen Mädchen angefreundet hat, das aus einer Familie stammte, in der Gewalt an der Tagesordnung war. Als Frances Davy, für den sie verantwortlich war, während der Bombardierung von Bath verliert, übermannen sie die Schuldgefühle. Zudem kommen Erinnerungen in ihr hoch, die sie zunächst nicht einordnen kann, Dinge, die sie damals verschwiegen hatte. Es ist ein Roman mit einem eigentlich spannenden Plot, der auf zwei Zeitebenen spielt, der aber etwas langatmig erzählt wird. Sowohl die Gegenwart als auch die Vergangenheit - zu Zeiten eines der beiden Weltkriege - handelt von einem vermissten Kind, das für Frances jeweils eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielte. Die Suche nach Davy ist allerdings repetitiv und eintönig, Frances Erinnerungen an ihre Kindheit, die aufgrund Wyns dysfunktionaler Familie erschütternd sind, dagegen von mehr Ideenreichtum geprägt. Dass der falsche Täter gefasst wurde, ist offensichtlich und so beginnt man als Leser selbst Vermutungen anzustellen, wer am Tod von Wyn Schuld ist und hofft, dass Frances endlich abschließen und zur Ruhe kommen kann. Auch ist fraglich, ob es nur Frances Wunschvorstellung entspricht, dass Davy die Bombennacht überlebt hat oder ob er unter den Trümmern begraben liegt. "Die Schuld jenes Sommers" ist ein historischer Roman mit Krimielementen über Freundschaft, qualvolle Erinnerungen, Schuldgefühle und die Suche nach Wahrheit. Frances ist eine traumatisierte, gebrochene Frau, die sich der Vergangenheit stellen muss, davor jedoch eine seltsame Abneigung hat. Es ist etwas ermüdend, immer wieder sich wiederholenden Sätze zu lesen, die in Frances Verzweiflung in ihrem Kopf herum schwirren und dadurch wird auch die Aufklärung von Wyns Verschwinden nicht enden wollend in die Länge gezogen. Am Schluss kam zwar doch noch die bislang vermisste Spannung auf und auch die Klärung des Falls war so nicht vorhersehbar, aber selbst nach der Auflösung schafft es die Autorin noch das Ende weiter hinauszuzögern.

Schuld und Freundschaft

Von: Nadine Dietz Datum: 14. October 2019

Dies war mein erster Roman der Autorin. Da ich Geschichten in zwei Zeitebenen liebe, in denen ein Geheimnis im Raum steht, machte ich mich voller Vorfreude ans Lesen. Die Geschichte begann 1942 und sehr spannend. Man merkt Frances an, dass sie an der Tragödie 1916 noch immer leidet. Ich lernte sie als emotionale, starke junge Frau kennen,die mich beeindruckt hat. Die Schreibweise ist leicht und sehr bildhaft. Die wechselnden Zeiten machten die Geschichte spannend und es war wie ein Sog für mich. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Cover finde ich auch schön und passend. Fazit: Ein berührender und fesselnder Roman über Freundschaft und Schuld. Ich vergebe 4/5 ⭐.

Bewegender, gefühlvoll geschilderter historischer Roman

Von: Ingrid Eßer Datum: 08. October 2019

Der Roman „Die Schuld jenes Sommers“ aus der Feder der Bestsellerautorin Katherine Webb führte mich als Leserin in das im Südwesten Englands gelegene Bath ins Jahr 1942. Damals wurde die Stadt am 25. und 26. April von der deutschen Luftflotte bombardiert. Die 32-jährige Protagonistin Frances Parry lebt nach der Trennung von ihrem Ehemann wieder bei den Eltern in Bath im Haus am Holloway. Neben ihrem Job als Gepäckträgerin am Bahnhof passt sie gerne auf den sechsjährigen Davy auf. Der Kleine ist der Neffe ihrer Freundin Wyn Hughes, an deren ungeklärtem Verschwinden im Jahr 1918 sie sich eine Mitschuld gibt. Der Roman beginnt am Tag vor der Bombardierung. An diesem Tag hätte Wyn Geburtstag gehabt und wie immer denkt Frances daran. Den Nachmittag über hat sie mit Davy gespielt, doch sie möchte eine Weile allein sein, darum bringt sie den Jungen zu Bekannten, die in der folgenden Nacht beim Luftangriff getötet werden, aber von Davy fehlt jede Spur. Dadurch wird bei Frances die Erinnerung an die Begebenheiten in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren in besonderem Maße geweckt. Als bei den anschließenden Aufräumarbeiten in Bath die skelettierte Leiche eines Kindes gefunden wird und sich herausstellt, dass es sich dabei um Wyn handelt, ist Frances aufgewühlt. Zwar ist jetzt der Verbleib ihrer Freundin geklärt, aber sie fürchtet sehr, dass Davys Verschwinden ebenso fatal enden könnte. Nach Frances‘ Meinung ist der damals als Straftäter Verurteilte unschuldig gewesen und der tatsächliche Mörder ist immer noch frei und könnte wieder tätig geworden sein … Die Erzählung spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen erlebte ich als Leserin den Tag vor und die folgenden Tage nach der Bombardierung von Bath im Jahr 1942, zum anderen konnte ich die Entwicklung der Freundschaft zwischen Frances und Wyn vom Jahr 1916 an durch Rückblicke auf die Kindheit der beiden verfolgen. Schon auf den ersten Seiten spürte ich deutlich, dass die Ereignisse rund um das Verschwinden der Freundin immer noch bei Frances nachhallen, weil sie das Geschehen nie aufarbeiten konnte, sondern erfolgreich verdrängt hat. Aufgrund ihrer damaligen Erfahrungen hat sie persönliche Entscheidungen getroffen. Katherine Webb gestaltet ihre Geschichte von Beginn an interessant, denn natürlich wollte ich wissen, wie es zum Mord an Wyn kommen konnte und auch, warum Frances glaubt, dabei schuldig geworden zu sein. Frances wächst in bescheidenen, aber soliden Verhältnissen als Tochter eines Mechanikers auf. Die Hughes wohnen unweit der Familie, aber in deutlich ärmlicher Umgebung. Wyn hat schon als Kind einen ausgeprägten eigenen Willen mit dem sie sich gegen die älteren Geschwister und den trinksüchtigen Vater durchsetzt. Frances ist eher zurückhaltend und setzt gerne die burschikosen Ideen ihrer Freundin um. Um der Realität zu entfliehen, träumt sich Wyn in Gedanken oft ihre eigene Welt. Innerhalb kurzer Zeit bauen beide zueinander eine starke Bindung auf, das Vertrauen zueinander wächst. In diesem kindlichen Alter gestaltet sich ihre Freundschaft zunehmend fragiler in Bezug auf äußere Einflüsse. Frances hat an der Seite ihres Ehemanns versucht die Schatten der Vergangenheit hinter sich zu lassen, doch jetzt ist wieder Krieg und wieder verschwindet ein Kind, dem sie zugeneigt ist. Katherine Webb versteht es, mir als Leserin die Verzweiflung, die Traurigkeit und die Wut ihrer Protagonistin auf der zweiten Zeitebene zu vermitteln, die dazu führt, dass Frances entschlossen ist, die neuen Ereignisse nicht auf sich beruhen zu lassen, sondern diesmal ihre ganze Energie für die Suche nach Davy einzusetzen, um die absehbare Entwicklung zu ändern. Einfühlsam schildert die Autorin, wie Frances an ihrer Aufgabe wächst. Die Handlungsorte hat Kathrine Webb mit Liebe zum Detail und eigener Ortskenntnis so ins Bild gesetzt, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte. In diesem Rahmen agieren ihre Figuren realitätsnah. Mit einigen Wendungen in der Geschichte sorgt die Autorin für manchen überraschenden Verlauf. „Die Schuld jenes Sommers“ ist ein bewegender, gefühlvoll geschilderter historischer Roman mit Kriminalelementen und kleinen Geheimnissen, deren schrittweise Aufdeckung auf den Leser wartet. Gerne vergebe ich hierzu eine Leseempfehlung.

Kurzweiliger Roman

Von: Gabi Datum: 15. December 2019

Der Roman "Die Schuld jenes Sommers" spielt in zwei Zeitebenen: Im Jahr 1918 kurz vor Ende des Krieges und im Jahr 1942. Durch die Verknüpfung der beiden Handlungen, wird man immer zum weiterlesen animiert. Die Autorin schreibt eine spannende Geschichte über Schuld, Gefühle, das Erwachsen werden in Zeiten der beiden Weltkriege. Die Entwicklung/Lösung der Geschichte habe ich so nicht erwartet. Der Roman hat mich bestens unterhalten!

Auf den Spuren der Vergangenheit

Von: Yvonne J. Datum: 02. December 2019

Katherine Webb hat mich mit ihrem Buch "Die Schuld jenes Sommers" wieder in ihren Bann gezogen. Die Geschichte spielt in Bath - einer kleinen Stadt in England - 1942 bzw. 1918. Bei einem Bombenangriff 1942 verschwindet der kleine Davy, auf den Frances aufgepasst hat. Gleichzeitig taucht plötzlich die Leiche ihrer vor 24 Jahren verschwundenen besten Freundin Wyn wieder auf. Durch die aktuellen Ereignisse kommen auch die Erinnerungen an ihre Kindheit und der Verlust von Wyn wieder hoch und Frances setzt sich sehr intensiv mit den Geschehnissen von damals auseinander. Am Ende nimmt die Geschichte einen doch sehr unerwarteten Ausgang. Katherine Webb erzählt spannend, sehr gefühlvoll und detailreich, so dass man sich wirklich gut in die Geschichte und das Leben reinversetzen kann. Auch der Wechsel zwischen den Zeiten ist gut gelungen. Aus meiner Sicht ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Vielen lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH die mir ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Hab ich mir spannender vorgestellt!

Von: Giggi Datum: 30. November 2019

Ich denke, dass es in dieser Situation nicht sehr realistisch ist, sich über die Vergangenheit Gedanken zu machen, wo es doch hauptsächlich darum ging zu überleben und genug zu Essen zu haben... Es war relativ bald klar, wer der Mörder war. Fazit: leichte Lektüre, bei der einem das Denken abgenommen wird bzw leicht gemacht wird!

Katherine Webb gehört zu meinen Lieblingsautoren

Von: Hörbuchjunkie Uwe Datum: 11. November 2019

Katherine Webb gehört zu meinen Lieblingsautoren. Die Sprecherin Anna Thalbach ist für mich die beste Hörbuchsprecherin. Da wir 2016 zwei Tage in Bath verbracht haben, war meine Erwartungshaltung über die Beschreibungen der Stadt sehr hoch. Ich habe die gekürzte Fassung des Hörbuches ‚Die Schuld jenes Sommers‘ innerhalb von nur 3 Tagen gehört. Frances Parry ist von ihrem Ehemann getrennt und lebt wieder bei ihren Eltern in Bath. Sie kümmert sich um den kleinen Davy. Die Mutter des Jungen ist die alkoholkranke Schwester ihrer Freundin Wyn Hughes aus Kindertagen. In der Nacht auf den 25.April finden gleich mehrere Ereignisse statt. Bath wird bombadiert, die Leiche von Wyn wird freigelegt und der kleine Davy verschwindet. Frances erinnert sich an die Leichtigkeit des kindseins als 8 jährige und gleichzeitig begibt sie sich auf die Suche nach Davy. Mit jedem Tag wird es unwahrscheinlicher, dass er noch lebend gefunden wird. Jedoch ist die Suche nach dem wahren Mörder von Wyn die spannendere Geschichte. Das Thema ist immer noch ein Problem unserer Gesellschaft. Es ist ein historischer Roman der in zwei Zeitebenen spielt. Die erste erzählt von 1942, die zweite von 1918. Es existiert auch noch eine verschmähte Liebe aus jener ersten Zeit. Frances wird klar, dass sie ein scheinbar schlimmes Erlebnis verdrängt hat. Dieses muss an die Oberfläche damit das Rätsel gelöst werden kann. Flair von Bath wird nicht übermittelt. Mag sein dass dies daran liegt, dass ich nur die gekürzete Fassung des Hörbuches gehört habe. In anderen Romanen schafft es die Autorin, dass man sich mit den Hauptfiguren verbunden fühlt. Diesmal wirkt die Protagonistin kühl und fremd. Ich wurde nicht richtig warm mit ihr. Anna Thalbach spricht facettenreich. Sie hat viele Parts die sie wie eine 8 jährige sprechen muss. Das ist ihr zwar sehr gut gelungen, jedoch passt die Stimme nicht so ganz zur Figur. Dafür hätte ich mir eine weitere Sprecherin gewünscht. Dem historischen Hörbuch gebe ich 3,5 Sterne. Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Hörverlag zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank.

Perfekt

Von: Emotionbooksworld Datum: 20. October 2019

Katherine Webb Die Schuld jenes Sommers Hier wurde ein grandioser runder Roman der Extraklasse in Hörformat veröffentlicht. Die Erzählerstimme hätte passender nicht sein können. Perfekt! Der Roman ist auf zwei Zeitebenen aufgeteilt, die ideal miteinander verbunden sind. Die Protagonistin Frances hat vor dreißig Jahren ihre beste Freundin verloren. Wyn ist von jetzt auf gleich spurlos verschwunden und Frances fühlt sich auch heute noch mit verantwortlich. Sie passt seit ihrer Rückkehr nach Brain, hin und wieder auf den kleinen Davy auf dem sechsjährigen Neffen Wyns. Als Davy nach einem Bombardement spurlos verschwindet und Wyns Leichnam in den Trümmern gefunden wird glaubt Frances nicht an einen Zufall. Die Autorin versteht es meisterhaft ihre Leser zu fesseln. Ich war fasziniert und vollkommen gefangen in dieser inhaltsreichen und imposanten Geschichte. Die Protagonisten werden allesamt brillant beschrieben und sind fantastisch ausgearbeitet. Ich durfte die junge Frances ebenso erleben wie die Frau die sie dreißig Jahre später ist. Über die komplette Buchlänge legt sich eine magische Spannung, die mitreißend und einvernehmend ist. Hinzu wurde ich mit einem großartigen geschmeidig, fokkusiert und fliessenden Schreibstil verwöhnt. Ein wahrhaft gigantischer Roman der seinem Hörer eine unvergesslich Zeit schenkt und nachhaltig beeindruckt.

Bath 1942

Von: Kerstin C. Datum: 13. January 2020

Das Cover zeigt ein idyllisches Bild. Im Vordergrund sieht man Wiesenblumen und einen Weg zu einem kleinen Häuschen, das oberhalb einer größeren Stadt liegt. Es könnte der Blick auf Bath in England sein. Mich hat das Cover direkt angesprochen und so habe ich mir das Rezensionshörexemplar im Bloggerportal direkt angefordert. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen. Die meiste Zeit sind wir im hier und jetzt, was allerdings das Jahr 1942 ist. Um die Geschichte von Frances und Wyn besser verstehen zu können, blicken wir ab und zu in das Jahr 1918 zurück. Als die Welt der Mädchen noch mehr oder weniger in Ordnung war. Frances ist inzwischen Anfang dreißig und hat ihren Verlust aus Kindertagen nie wirklich verarbeitet. Mit diesem wird sie schlagartig konfrontiert, als nach dem Bombenangriff 1942 ein Mädchenskelett in den Trümmern gefunden wird. Anna Thalbach verleiht mit ihrer ruhigen und facettenreichen Stimme der Geschichte genau das richtige Flair. So kann ich sehr gut in die Geschichte um Frances eintauchen. Und kann an der Stimmlage erkennen, ob ich gerade die 8 jährige Frances höre oder aber die erwachsene. Ich habe die gekürzte Fassung des Hörbuches genossen. So konnte ich innerhalb kürzester Zeit die Geschichte verschlingen. In zwei Erzählsträngen wurden die Suche nach Davy Noyle 1942 und der Fall um die vermisste Wyn Hughes 1918 gut ineinander verwoben. Die Beschreibung der einzelnen Spielorte sind vermutlich der Kürzung zum Opfer gefallen. Doch war für mich die kurze Fassung für das Verständnis ausreichend. Frances wurde als Protagonistin in all ihren Facetten heraus gearbeitet. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Das Hörbuch hat Lust gemacht auf mehr von Katherine Webb. Ich hatte mit dem Hörbuch ein paar schöne Stunden und habe beim Hören die Zeit vergessen. Für mich war es ein gelungener Ausflug in das Genre der historischen Romane. Was ich in naher Zukunft vermutlich wiederholen werde. Von mir gibt es eine ganz klare Hör- bzw. Leseempfehlung ob nun für die original oder gekürzte Fassung. Da kann ein jeder nach seinem Geschmack und nach seiner Zeit wählen.