Katherine Webb

Die Schuld jenes Sommers

Die Schuld jenes Sommers Blick ins Buch

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Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt?

Sehr gute Unterhaltung mit spannendem Ende

Von: Sandra Datum: 11. December 2019

Die ersten Seiten war ich tatsächlich etwas skeptisch ob das Genre/die Geschichte wirklich etwas für mich ist. In dem Buch befinden wir uns in zwei Erzählzeiten. Die „aktuelle“ Zeit in dem Buch ist das Jahr 1942 (Kriegszeit) und die Zeit früher, 24 Jahre zuvor, ebenfalls Kriegszeit. Die Übergänge sind flüssig und das Buch lässt sich leicht lesen. Gerade zum Schluss fand ich dass die Erzählung spannender wurde und ich wollte unbedingt die Auflösung lesen um so vieles besser verstehen zu können. Da ich aber leider einige Seiten gebraucht habe um in der Geschichte anzukommen, gibt es einen Stern weniger. Wer aber eine spannende und unterhaltsame Geschichte zur Kaminzeit sucht, wird nicht enttäuscht werden.

Geschichte in zwei Zeiten

Von: meg Datum: 10. December 2019

Die Schuld jenes Sommers erzählt die Geschichte von Frances im Jahr 1918 und 1942. Als Kind erlebt sie das ungeklärte Verschwinden ihrer besten Freundin, als Erwachsene wird diese Geschichte durch das Verschwinden eines kleinen Jungen, den sie betreut hat, wieder "hervorgeholt" . Das Buch hat mir sehr gut gefallen, es ist interessant erzählt, sehr spannend, fast ein Kriminalroman. Man lebt und fiebert in beiden Zeiten mit, mit Frances als Kind und als Erwachsene. Durch diese Erzählweise wird die Geschichte an keiner Stelle langweilig. Man erfährt auf interessante Weise etwas über die Kriegszeiten und auch "fürs Herz" ist etwas dabei. Meine Meinung : Ein Buch, das sich wirklich zu lesen lohnt.

Faszinierend

Von: Melania Datum: 10. December 2019

Ich bin begeistert. Ich fand das Buch unglaublich gut, sehr spannend und gut detalliert. Die Gesichte von zwei Mädchen die ein Geheimniss hattennund das Schuldgefühle die eine von beide so viele Jahre hatte, macht das Buch sehr einzigartig. Ich konnte das Buch nicht mehr los lassen, ich habe es überall mitgebracht damit ich ein bisschen mehr erfahren kann. Ich kann es nur empfehlen, das Buch ist jezt für mich unter meiner Favoriten.

Die Schuld jenes Sommers

Von: Karin Römer Datum: 08. December 2019

Ein mitreißendes und spannendes Buch, erzählt vor dem Hintergrung der Bombenangriffe auf die britische Stadt Bath im 2. Weltkrieg. Durch den Fund der sterblichen Überreste ihrer als 8jähriger verschwundenen Freundin kommt bei Frances nach und nach die Erinnerung an die damaligen Ereignisse und den wahren Täter zurück. Zu empfehlen für Fans von Autorinnen wie Lucinda Riley, Kate Morton und Charlotte Link.

Katharine Webb

Von: Micha Datum: 08. December 2019

Der Roman ist mit seinen schwierigen Themen sehr gelungen. Der Wechsel Vergangenheit in Verbindung mit der Gegenwart wurde sehr einfühlsam gestaltet. Die Leser/innen werden abwechslungsreich durch die Erzählung geleitet. Ich kannte die Autorin nicht und bin sehr angenehm überrascht, wie sie den Verlauf spannend bis zur letzten Seite gestaltet hat. Ich kann das Buch nur empfehlen

Die Schuld jenes Sommers - Ein tragischer Roman über Krieg, Verzweiflung, Hoffnung und die quälende Ungewissheit

Von: BellaBelleStar Datum: 08. December 2019

Der Roman spielt im ländlichen Bath (England) 1942 und beginnt mit zwei aufeinanderfolgenden Bombenanschlägen. Im Vordergrund steht die Protagonisten Frances, die zu der Zeit der verhängnisvollen Nächte auf den kleinen Davy aufpassen sollte. Die Ereignisse überschlagen sich als Davy verschwindet und das Skelett von Frances bester Freundin Wyn durch einen Bombeneinschlag zutage gefördert wird. Frances versucht mit ständig wachsender Verzweiflung Davy zu finden, während sie gleichzeitig das Geheimnis um das Verschwinden ihrer besten Freundin, welches bereits über 20 Jahre zurückliegt, endgültig lüften will. Die Umsetzung der historischen Atmosphäre ist sehr gut gelungen. Man erfährt viel über die Lebensumstände der Charaktere und lernt liebevolle, aber auch eher unsympathische Personen kennen. Dennoch sind die Handlungen und das Verhalten der Figuren nachvollziehbar geschildert und durch ihr ganz eigenes Schicksal begründet. Die tragische Kriegsatmosphäre wird durchgehend aufrecht erhalten. Der Klappentext verspricht eine spannende und fesselnde Geschichte. Diesbezüglich wurde ich auch nicht enttäuscht. Ich habe zwar einige Kapitel gebraucht, bis ich mich in den Schreibstil und in die Geschichte reingefunden habe, aber dann ließ sich der Roman sehr gut lesen. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, 1942 und rückblickend 1918. Somit gewinnt man einen guten Einblick in die Kindheit von Frances und Wyn, die Lebensverhältnisse und die Beziehungen der Charaktere untereinander. Katherine Webb gelingt es, den Leser die Emotionen und die Verzweiflung, die insbesondere von der Protagonistin ausgehen, vor Augen zu führen. Bei der Suche nach dem kleinen Davy befand ich mich in einer emotionalen Achterbahnfahrt aus wachsender Hoffnung, Enttäuschung und der anschließenden Verzweiflung. Besonders in der zweiten Hälfte steigt die Spannung, als Frances mit allen Mitteln versucht dem Geheimnis um den Tod ihrer einstmals besten Freundin Wyn auf den Grund zu gehen. Allerdings scheint sie die Einzige zu sein, die an die Unschuld des damals bereits verurteilten Täters glaubt. Dies erschwert ihre Suche nach Antworten auf die immer neu auftretenden Fragen. Und dann ist da auch noch dieses quälende Gefühl der eigenen Schuld. Was ist damals wirklich passiert? Frances stößt bei ihren Nachforschungen auf immer neue Hinweise und Erinnerungen, die sie aber nicht zu fassen bekommt, da sie sie vor langer Zeit verdrängt haben muss. Verzweifelt versucht sie sich zu erinnern. Frances ist eine starke Protagonistin, die sich trotz ihrer Verzweifelt und ihrer eigenen Schuldgefühle für ihre beste Freundin Wyn, für die Gerechtigkeit und für die Anerkennung eines Unschuldigen einsetzt. Der Roman hat viele Gedanken zu den Themen Bewahrung eines Geheimnisses, Loyalität, Schuld und Unschuld sowie dem Vertrauen der eigenen Erinnerungen, in mir ausgelöst, was eindeutig für ihn spricht. Mein Fazit Die Schuld jenes Sommers ist ein tragischer Roman voller Verzweiflung, Hoffnung und dem quälenden Gefühl der Ungewissheit. Empfehlenswert ist das Buch für alle, die gerne über schwierigere, ernste Themen lesen, in die historische Atmosphäre Englands versetzt und emotional abgeholt werden möchten. Für Alle, die im ersten Teil vergeblich nach Spannung suchen, werden spätestens ab der zweiten Hälfte auf ihre Kosten kommen und mit Frances mit fiebern können.

... verdrängen, erleben und Krieg

Von: Anja Datum: 08. December 2019

Dieses Buch von Katherine Webb hat mein Interesse durch die Story geweckt. Allerdings hatte ich am Anfang etwas Mühe dran zu bleiben. Die verschiedenen Personen, die in die Handlung integriert sind, werden so gut beschrieben, dass sich Sympathien beim Leser aufbauen. Auf die Geschichte, die sich im Krieg abspielt und auch die Freundschaft zweier Mädchen mehr als zwanzig Jahre zuvor beschreibt, möchte ich nicht weiter eingehen um nicht zu viel zu verraten. Was mich an >>Die Schuld jenes Sommers<< fasziniert, ist die fast grenzenlos erscheinend formulierte Psyche, die so eindrucksvoll beschreibt, wie Frances ihrem eigenen Geheimnis, aus der Freundschaft mit Wyn, im erwachsenen Alter auf die Spur kommen möchte. Dieser Umstand wird begleitet von dem Druck, der aufgebaut wird, weil bei einem Bombenangriff der kleine Davy verschwindet, auf den Frances aufpassen sollte. Ihre Freundin Wyn hätte an diesem Tag Geburtstag gehabt, darum fühlt sich Frances nicht in der Lage, die Verantwortung für ihn zu übernehmen, während sie sich erinnern möchte und sie gibt Davy bei einem älteren Ehepaar ab. Der kleine, zarte Junge wollte bei ihr bleiben. Dann sind da auch noch Johannes und Owen, die in Frances` Gefühlswelt Raum fordern. Absolut gut geschriebener Roman mit Hintergrund, der nur anfänglich etwas schleppend startet.

Die Schuld jenes Sommers

Von: Bigi Datum: 07. December 2019

Die Bombadierung Bath (1942) endet damit das der kleine Davy auf den Frances aufpasst verschwindet. Als bei den anschließenden Aufräumarbeiten in Bath die Leiche eines Kindes gefunden wird und sich herausstellt, dass es sich dabei um Wyn handelt, Frances beste Freundin aus Kindertagen. Zwar ist jetzt der Verbleib ihrer Freundin geklärt, aber sie fürchtet sehr, dass Davys Verschwinden ebenso enden könnte. Nach Frances‘ Meinung ist der damals als Straftäter Verurteilte unschuldig gewesen und der tatsächliche Mörder ist immer noch frei und könnte wieder tätig geworden sein. Frances sucht Davy und den Mörder von Wyn. Diese Geschichte war zwar gut, aber sie hat mich nicht wirklich überzeugt. An manchen Stellen ist es recht langatmig und da mir Frances nicht so wirklich gefallen hat, konnte ich mich nicht so recht mit der Geschichte anfreunden. Bei den Zeitsprüngen in das Jahr 1914, als Wyn verschwand, fehlte mir der historische Hintergrund. Ich konnte keinen Unterschied zwischen 1914 und 1942 erkennen. Frances und ich sind einfach nicht richtig warm geworde, irgendwie hat mir der Kick gefehlt. An manchen Stellen ist es recht langatmig und da mir Frances nicht so wirklich gefallen hat, konnte ich mich nicht so recht mit der Geschichte anfreunden.

Zwei Mädchen, zwei Kriege und ein Geheimnis

Von: yesterday Datum: 06. December 2019

Verliert man seine beste Freundin oder besten Freund im Kindesalter, ist das an sich schon dramatisch und er wirkt lange nach. Protagonistin Frances ist genau das passiert, aber im selben Sommer geschah noch einiges mehr, das viele Jahre im Dunklen lag… In den Wirren gegen Ende des ersten Weltkriegs lebten Frances und Wyn ein für damalige Zeiten in Großbritannien normales Kinderleben, träumten von fernen Ländern und reichen Männern die sie mal heiraten würden. Dann verschwand Wyn für immer und ihre Leiche wurde 24 Jahre lang nicht gefunden. Fast ein Vierteljahrhundert später, die ganze Nation noch einen großen Krieg überstehen muss, spielt die Geschichte im Jahr 1942. Bomben werden über Bath abgeworfen, wo Frances aktuell wieder lebt. Es gibt viele Tote und noch mehr zertrümmerte Gebäude, das Chaos bricht aus. Und mittendrin: Wyn. Dieser Tag nach den Bomben ist eine weitere Zäsur für Frances. Langsam kommen Erinnerungsfetzen von damals wieder zurück und sie setzt ein lange verschollen gedachtes Puzzle wieder zusammen, um zu lüften, was 1918 wirklich passierte. Mit Wyn - aber auch mit ihr selbst. “Die Schuld jenes Sommes” ist ein historischer Roman mit Spannungselementen, der sehr authentisch aufgebaut wurde, was das Setting, die Lebensumstände betrifft. Manches läuft sehr detailliert ab, daher gibt es ein paar Längen. Durch die häufigen Wechsel zwischen 1942 und 1918 (Rückblicke aus Frances’ Sicht) wird es aber nicht zu langweilig. Man kann selbst gut mitraten, versuchen, die Erinnerungen zu deuten, die wahren Ereignisse von den verklärten zu unterscheiden. Am Ende gibt es eine Auflösung für die drängendsten Fragen, danach bricht das Buch allerdings ab. Inwieweit Frances’ Aussagen und Entdeckungen noch nachwirken, kann sich der Leser selbst ausmalen. Die Geschichte (da so breit angelegt) wirft einige Nebenschauplätze und -geschichten auf. Wenn die alle ebenfalls zu einem Ende gekommen wären, hätten aber wohl noch einige Dutzend Seiten auf die ohnehin schon 462 folgen müssen.

ein Trauma

Von: Petra Wiechmann Datum: 04. December 2019

Klappentext Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt? Meinung ein sehr dramatisches Buches, es spiegelt die Zeit sehr authentisch wieder. Nicht nur das Kriegsgeschehen und die damit verbundene Angst, auch die Meinungen zu bestimmten Themen, oder die Verhaltensweisen in Konfliktsituationen werden sehr glaubhaft dargestellt. Frances ist mir ihrem Leben überfordert, weiß aber nicht so richtig warum. Auch wenn der Verlust ihrer Freundin schlimm war, so hätte sie nach zwanzig Jahren darüber hinweg sein müssen, so die Meinung von Familie und Freunden. Die Erklärung dafür ist einleuchtend. Langsam etwas zu langsam steuert das Buch auf den Höhepunkt zu. Es löst sich nicht alles in Wohlgefallen auf, es gibt kein richtiges Happy End aber ich bin als Leser zufrieden.

Langatmiger Einstieg, aber danach einnehmend bis zum Schluss

Von: Coffeetabletalks Datum: 04. December 2019

Katherine Webb hat es mir diese Mal nicht einfach gemacht. Obwohl sie inzwischen nach all den Jahren (neben Kate Morton und Lucinda Riley) eine Institution in meinem Bücherregal ist, habe ich mich zu Beginn von Die Schuld jenes Sommers mit der Lektüre ein wenig schwer getan. Schauplatz, Grundthema und Storyline sind wie bei jedem ihrer Bücher: Das (ländliche) England, (Vor)kriegszeit, eine weibliche Protagonistin und der Wechsel zwischen den Epochen. Vergangenheit und Gegenwart vermischen sich auf rätselhafte Weise und lassen den Leser auf immer neue Geheimnisse stoßen. Genau aus diesem Grund liebe ich Generationsromane dieser Art. Kurz zur Handlung: Während einer Bombardierung durch Deutsche im ländlichen Bath geht ein kleiner Junge (Davy) in der Obhut der Protagonistin Frances verloren. Er ist der Neffe ihrer besten Freundin Wyn, die 1918 im Kindesalter ebenfalls verschwand und bis dato unauffindbar blieb. Doch eine der Kriegsbomben schlägt ein Loch in den Hinterhof von Wyns hinterbliebener Familie und fördert (nicht nur) ihre Leiche, sondern auch ein lang gehütetes Geheimnis zutage. Aufgewühlt durch den Einbruch der Vergangenheit in ihre Gegenwart, zusammen mit dem aufwühlenden Verschwinden des geliebten Davy, wird Frances von einer unbenennbaren Schuld heimgesucht. Sie begibt sich auf die Suche: In Bath, in der Vergangenheit, in sich selbst. Und kommt letztendlich dem Mörder auf die Schliche. Obwohl der Anfang relativ langatmig war und ich mich in der Geschichte im ersten Drittel wenig angekommen fühlte, überzeugt mich der Roman im Ganzen. Ab der Hälfte nimmt die Handlung wirklich Fahrt auf, zieht einen in den Bann und lässt einen immer weiter lesen. Aus der Hand legen konnte ich das Buch während der letzten Tage dann keine Minute. Was mir ein wenig bitter aufstößt, ist die Tatsache, dass sich das Buch für meinen Geschmack zu sehr an eine Detektivgeschichte/Mordermittlung annähert und weniger das „verwunschene“ Geheimnis im Mittelpunkt stellt. Zwar ist ein Mord nicht selten Thema in Geschichten dieser Art, jedoch fühlte ich mich bei der Lektüre zwischendurch wie in einem Sherlock-Holmes-Roman. (Die ebenfalls nicht zu verachten sind, jedoch ist die Erwartungshaltung des Lesers da eine andere). Im Großen und Ganzen aber liefert Die Schuld jenes Sommers genau das, was man von einem Titel dieses Genres erwartet: Leichte Spannung, ein wenig Romantik und Melancholie, Geheimnisse, Schuld, Familienbande, Freude und Unterhaltung. Webbs Schreibstil überzeugt sowieso. Wer ihre bisherigen Romane kennt und liebt, wird auch von diesem hier begeistert sein.

Ein Roman für unaufgeregte Stunden

Von: Katharina Datum: 04. December 2019

Die Bombardierung eines ländlichen Ortes in England im 2. Weltkrieg und der damit verbundene Fund des Skeletts eines kleinen Mädchens, das 24 Jahre zuvor verschwunden war. Viel Potenzial, um daraus einen spannenden Roman mit interessanten Charakteren zu machen. Da ist meiner Meinung nach leider hier nicht gelungen. Die Charaktere, allen voran der der Protagonistin Frances, bleiben blass, man „lebt“ nicht mit ihnen. Der Schreibstil ist langatmig und langweilig und lässt leider keine Spannung aufkommen. Das ist wirklich schade, denn die Idee zur Handlung ist gut. Mir hat sich nur nicht wirklich entschlossen, was die vielen detaillierten Beschreibungen für die Handlung und den Spannungsbogen tun sollen. Für mich leider ein Roman, den man nicht unbedingt lesen muss und der keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Interessantes Buch... zeitweise mit Längen

Von: Barbara Datum: 04. December 2019

Bath 1918 Frances und Wyn sind beste Freundinnen und haben ein Geheimnis. Nach einem Streit verschwindet Wyn und taucht nie wieder auf. Bath 1942 Im Chaos eines Bombenangriffs verschwindet der kleine Davy und Frances ist erschüttert, da sie auf den Kleinen aufpassen sollte. Ausgerechnet in dieser Nacht wird das Skelett eines Kindes gefunden… es ist Wyn. Dunkle Schatten der Vergangenheit werden lebendig und fördern Erinnerungen zutage, die Frances tief in ihrem Unterbewusstsein vergraben hat und sie nun verfolgen. Sie will Davy wiederfinden und vor allem herausfinden, was genau mit Wyn vor vierundzwanzig Jahren passiert ist. Das Buch wird aus der Sicht von Frances erzählt. Die Schauplätze in und um Bath werden sehr detailgetreu geschildert. Obwohl Krieg ist und viele Häuser durch die Bombenangriffe zerstört werden, ist die Stimmung doch einigermassen ruhig. Die Polizei hat dadurch viel Arbeit und kümmert sich gar nicht um den Sekelettfund… der Mörder wurde dazumal ja erhängt. Und doch glaubt Frances nicht daran, denn immer mehr kommen bruchstückhafte Erinnerungen in ihr hoch und sie will Wyns Mörder finden. Die einzelnen Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und nicht immer sympathisch. Aber man muss natürlich auch berücksichtigen, dass das Leben dazumal nicht einfach war. Mir hat das Buch einigermassen gefallen, leider war es mir teilweise zu ausführlich und etwas langatmig. Da ich aber doch wissen wollte, wie es ausgeht, habe ich es zu Ende gelesen und es wurde im letzten Drittel spannender. Die Geschichte an sich ist sehr spannend, nur wäre etwas weniger wohl mehr gewesen.

Gut genug

Von: DP Datum: 03. December 2019

Ich muss sagen, dass ich bereits mehrere historische Romane gelesen habe, die dem Buch ähnlich sind. Es ist eine interessante Geschichte, die sich aber von anderen Büchern, zum Beispiel von Charlotte Link, nicht wirklich unterscheidet. Trotzdem habe ich mit dem Buch angenehme Zeit verbracht.

Die Schuld jenes Sommers

Von: Gelinde Datum: 03. December 2019

Die Schuld jenes Sommers, von Katherine Webb Cover: Sehr schön und passend, genau hier kann ich mir die Protagonisten vorstellen. Inhalt: Zwei Zeitebenen: einmal 1942, dann 1918. Handlungsart: Bath in England. Nach einem Bombenangriff 1942 in Bath, wird das Skelett eines Kindes zu tage gefördert das vor 24 Jahren spurlos verschwunden ist. Es war Frances beste Freundin Wyn. Frances ist fassungslos. Denn ausgerechnet bei diesem Bombenangriff, verschwindet der kleine Davy, auf den Frances aufpassen sollte. Von diesen beiden Ereignissen zerrissen, und einem eigenen unergründlichen Schuldgefühl bis ins tiefste erschüttert, versucht Frances den Jungen zu finden und herauszufinden was damals wirklich passiert ist. Meine Meinung: Bei dieser Geschichte ist eine traurige und beängstigende Atmosphäre während des ganzen Buches zu spüren. Es entwickelt sich relativ ruhig und unaufgeregt, ohne große Höhen und Tiefen, das ganze Drama und die unglaubliche Tragik habe ich erst am Ende überblicken können. Am Anfang und in der Mitte, dreht sich vieles im Kreis und es gibt ausschweifende Beschreibungen und sehr viel Details, die mit oft zu viel waren und es mir stellenweise (beim Lesen) zäh und langatmig vorkommen ließen. Doch je weiter man liest desto spannender entwickelt sich die Geschichte, es wird zum Krimi. Die Suche nach der Wahrheit, nach der eigenen, verdrängten Schuld (?), steht im Mittelpunkt, und hier wird es dann geheimnisvoll und spannend. Wie bei einem Puzzle findet Frances Teil für Teil heraus, findet schmerzhaft Erinnerungen und Beweise. Autorin: Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im ländlichen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Heute lebt sie in der Nähe von Bath, England Mein Fazit: Ein Roman der eher ruhig beginnt, dessen unglaubliche Tragik (von mir) erst am Ende ganz zu fassen und zu verstehen war. 4 Sterne.

Nichts besonderes.

Von: Hummel Datum: 30. November 2019

In der Geschichte geht es um ein traumatisches Ereignis eines Mädchens während des ersten Weltkrieges.Ihre Freundin verschwindet spurlos und ihre Leiche wird während des zweiten Weltkrieges nach einer Bombardierung zu Tage befördert.Dies und das verschwinden eines anderen Kindes wecken Erinnerungen die sie tief in ihrem Unterbewusstsein vergraben hat.Stück für Stück bahnen sich diese Erinnerungen einen Weg in ihr Bewusstsein und sie kommt dahinter wer für den Tod ihrer Freundin verantwortlich ist. Die Handlung wechselt immer wieder zwischen beiden Weltkriegen hin und her interessant aber nicht übermäßig spannend geschrieben.Für mich war es lesbar aber kein Buch das ich mir unbedingt hätte kaufen wollen.

ein toller Roman

Von: Franzi Datum: 30. November 2019

„Die Schuld jenes Sommer“ wurde von der 1977 geborenen Autoin Katherine Webb geschrieben, die bislang schon mehrere Romane veröffentlicht hat. Die junge Frances soll auf den kleinen Davy aufpassen, der wie so oft von seiner Mutter bei ihr abgegeben wurde. Plötzlich kommt es jedoch zu einem Bombenangriff und der Junge verschwindet spurlos. Frances wird aber an die Vergangenheit erinnert, als der Bombenangriff das Skelett ihrer, vor 24 Jahren im Sommer verschwundenen besten Freundin Wyn frei legt. Die damaligen Vorfälle und Wyns Verschwinden hat Frances bis heute nicht verarbeitet. Nach und nach offenbaren sich Frances Dinge, die sie an der Vergangenheit zweifeln lassen. War es damals wirklich so, wie sie es in Erinnerung hat? Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut und auch mit dem Wechsel der Handlungsorte Jetzt und vor 24 Jahren), kam ich besser zu recht als bei manch anderen Autoren. Leider beginnt der Einstieg etwas schleppend und dadurch fühlt es sich an, als wäre die Geschichte unnötig in die Länge gezogen worden. Dennoch habe ich die letzten Kapitel verschlungen, weil auch ich wissen wollte, was die Vergangenheit offenbart. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Wer einen leichten Thriller sucht, ist damit gut beraten.

lange aber lohnenswerte Erzählung

Von: Juliane Datum: 29. November 2019

Katherine Webb erzählt diesen Roman überzeugend historisch und spannend, wenn auch etwas langatmig. Zwischenzeitlich muss man sich durch Sprünge von Vergangenheit und Gegenwart "kämpfen", allerdings lohnt es sich für das gelungene Ende. Die Geschichte handelt von der jungen Francis, die nach einem Bombenangriff im englischen Bath auf der Suche nach dem ihr anvertrauten Davy ist. In dem Fall gibt es spannende Parallelen zu einem anderen Vermisstenfall, der viele Fragen aufwirft. Geeignet ist das Buch für alle Fans von britischen und historischen Romanen.

Ein historischer Krimi, der nachklingt

Von: lenislesestunden Datum: 28. November 2019

Im Jahr 1918 ist Wyn, die beste Freundin der Protagonistin Frances, spurlos verschwunden. Als im englischen Ort Bath dann 1942 die ersten Bomben fallen, taucht völlig unerwartet ihr Skelett in den Trümmern auf. Gleichzeitig verschwindet ein Junge, auf den Frances aufpassen sollte. Sofort fühlt sie sich zurückversetzt in die schreckliche Zeit von damals und mehr und mehr wird ihr klar, dass sie entscheidende Dinge verdrängt hat, die zur Aufklärung des Verbrechens hätten beitragen können. Denn der Täter ist nach wie vor auf freiem Fuß... Ich hatte euch ja schon erzählt, dass die Story meiner Meinung nach leider etwas langsam in Gang kommt. Katherine Webb nimmt sich sehr viel Zeit, um den Ort, die Gebäude und den Schrecken der Bombardierungen zu beschreiben. Auch Frances' Gefühle werden genau beleuchtet, was sich später auch als notwendig für den weiteren Verlauf der Geschichte herausstellt. Ich habe sehr mit ihr mitgefühlt und konnte ihre Verzweiflung, als sie entdecken muss, dass das ihr anvertraute Kind ebenso verschwunden ist wie ihre damalige beste Freundin, gut nachempfinden. Ab ca. Seite 150 wurde es dann deutlich spannender und die Geschichte spitzte sich mehr und mehr zu, sodass ich völlig gefesselt war. Die Verbindung des ersten und des zweiten Weltkrieges fand ich sehr gelungen, es wird immer wieder deutlich, welche Auswirkungen beide Kriege auf die Menschen hatten. Frances ist eine sensible, verantwortungsvolle Persönlichkeit und ihre Entwicklung ist sehr gut dargestellt. Wenn ihr historisch interessiert seid, kann ich euch diese Mischung aus Krimi und Familienroman trotz des langatmigen Anfangs empfehlen. Es lohnt sich, durchzuhalten!

Überraschendes Ende

Von: Hatzi Datum: 28. November 2019

Interessante Geschichte mit überraschendem Ende. Eine Geschichte über eine junge Frau, die eine schreckliche Erfahrung in ihrer Kindheit machen musste und so gut es ging verdrängte. Durch ein neues,ähnliches Erlebnis muss/will sie sich mit der Vergangenheit auseinander setzen, was sehr mühselig erscheint. Somit wird in der Gegenwart und Vergangenheit herumgesprungen, was aber leicht zu verstehen ist. Der Ausgang war nicht zu erwarten. Richtig gut geschrieben.

Spannung pur

Von: Pudelpointer Datum: 27. November 2019

Der Roman beginnt am 25.April im Kriegsjahr 1942 in Bath. An diesem Tag hätte Frances, die Hauptperson des Romans, auf Davy einen Neffen ihrer besten Freundin Wyn aufpassen sollen. Da dieser Tag jedoch auch der Geburtstag der im Jahr 1918 spurlos verschwundenen Wyn ist, und sie alte Erinnerungen heimsuchen, bringt Frances Davy vor dem ersten Bombenangriff zu einem älteren Ehepaar. Nachdem der Angriff der deutschen Flieger vorbei ist, ist das Ehepaar tot und ihr Haus ist zerstört von Davy fehlt jedeSpur. Frances beginnt ihre verzweifelte Suche nach dem kleinen Davy. Durch diese Suche erinnert sich Frances nach und nach an die Vorkommnisse des Jahres 1918 als ihre beste Freundin Wyn von jetzt auf nachher verschwand. Frances, die sich die Schuld am Verschwinden ihrer besten Freundin gibt, hat viele Erinnerungen daran in ihrem Unterbewußtsein vergraben. Da sich die beiden Mädchen 1918 mit einem jungen deutschen Soldaten, der sich in einem verlassenen Haus versteckt hielt angefreundet hatten, war von der Justiz bald ein Schuldiger gefunden. Diesem traumatisierten Johannes Ebner, der aus dem Kriegsgefangenenlager wird der Prozess gemacht und er wird hingerichtet, obwohl er bis zuletzt seine Unschuld beteuerte. Durch den Bombadierung von Bath kommt die verscharrte Leiche des ermordeten Mädchens beim Haus ihrer Eltern wieder ans Tageslicht. Von Schuldgefühlen und von ihren Erinnerungen geplagt sucht Frances überall nach dem verschwundenen Neffen ihrer ermordeten Freundin. Sie sucht die alten Plätze auf an denen sie mit Wyn war und nach und nach taucht die Vergangenheit und ihre Erinnerung wieder auf. Schließlich hat Frances Suche ein unerwartetes Ende. Das Buch fesselt von Beginn an mit seinen realistischen Beschreibungen. Die Gefühle von Frances finde ich einfühlsam dargestellt. Die Personen des Romans kann man sich sehr gut vorstellen und die Beweggründe für ihr Tun nachvollziehen. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Ich finde es gut, dass immer ein Rückblick ins Jahr 1918 gemacht wird, was die Handlung noch spannender werden lässt. Ein Roman, der nach und nach zum Krimi wird. "Die Schuld jenes Sommers" kann ich jedem empfehlen der Spannende gut beschriebene und geschriebene Unterhaltung sucht.

Langatmig

Von: onaltin Datum: 25. November 2019

Das Buch dreht sich um ein im ersten und ein im zweiten Weltkrieg vermisstes Kind. Das erste findet man nur durch einen Bombenangriff im zweiten Weltkrieg wieder und entschlüsselt in langatmigen und sich immer wiederholenden Suchen, wer für dessen Tod verantwortlich ist. Das andere Kind kommt heil wieder nach Hause. Insgesamt ist das Buch nicht gerade spannend und zieht sich beim Lesen.

Toller Plot, aber teils sehr, sehr langatmig in der Umsetzung

Von: sbs Datum: 24. November 2019

1918 verschwindet die achtjährige Wny spurlos, ihre Freundin Frances bleibt traumatisiert zurück. Nach Kriegsende versucht sie ihr Leben zu leben, doch mit dem zweiten Weltkrieg und der Bombardierung ihres Wohnortes Barth, kommen die Dämonen der Vergangenheit wieder ans Licht. Außerdem verschwindet der kleine Davy während einer Bombennacht spurlos, als er in Frances Obhut hätte sein sollen… Ein toller Plot, der eine interessante Suche – sowohl nach dem Jungen, als auch nach der ganzen Wahrheit- verspricht und in Teilen auch genau meinen Erwartungen entsprach. Zwischendurch war irgendwie ein wenig die Luft raus. Das Potential war gegeben, aber die Autorin konnte mich in der Mitte nur wenig fesseln. Vor allem die Rückblenden in 1918, kurz vor das Verschwinden von Wyn haben mich oft nicht überzeugt, sodass ich immer froh war, wenn zur aktuellen Handlung 24 Jahre später gesprungen wurde. Doch auch dort war im Mittelteil vieles zu langatmig, zu ausufernd und teils auch emotionslos (die Stadt wurde bombardiert und man hat den Eindruck, als würde es kaum einen kümmern, - finde ich wenig überzeugend). Die verständlicherweise niedergeschlagene Frances und ihre Schuldgefühle wogen schwer und die teils ellenlangen Landschaftsbeschreibungen machten das Lesen nicht leichter. Zu Beginn und zum Ende hin war das Buch aber wirklich sehr lesenswert, interessant und spannend. Es war für mich das erste Buch der Autorin und trotz Kritik nicht das letzte, denn Potential habe ich gesehen und ich gebe ihr noch eine Chance. Die Geschichte als solche ist sehr gut, die Auflösung gleichermaßen interessant wie spannend und rund, aber der detaillierte Schreibstil war hier an manchen Stellen einfach zu viel des Guten, sodass ich zwischen zwei und drei Sternen schwankte. Auf der einen Seite hielt sich zwar das Lesevergnügen an einigen Stellen in Grenzen, andererseits waren die Idee toll und die Auflösung gelungen, sodass ich mich zu drei Sternen durchgerungen habe.

Absolut empfehlenswert

Von: Nina S. Datum: 23. November 2019

Katherine Webb hat mich von der ersten Seite völlig in ihren Bann und in die Geschichte gezogen. Die Geschichte verläuft in zwei Zeitsträngen, die einen noch tiefer in die Geschichte eintauchen lassen. Das Ende hatte ich nicht erwartet und war bis zum Schluss mitgerissen.

Interessant, spannend, absolut lesenswert

Von: Dandy Datum: 23. November 2019

Bei „Die Schuld jenes Sommers“ von Katherine Webb handelt es sich um einen Roman. Bath 1942: Frances, die auf Davy aufpassen sollte, macht sich auf die Suche nach ihm. Denn seit dem Chaos eines Bombenangriffs ist er unauffindbar. Sie ist verzweifelt, denn ein Kind ist schon einmal verschwunden: Nach einem Streit ist ihre beste Freundin Wyn, vor vierundzwanzig Jahren, nie wieder aufgetaucht. Der Einschlag einer Bombe fördert das Skelett eines Kindes zutage. Es ist Wyn. Frances ist tief erschüttert und dunkle Erinnerungen werden lebendig. Was geschah damals, wo ist Davy und lebt er noch? Der knackige Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Dieser Roman lässt sich sehr flüssig lesen ist interessant und spannend. Zur Spannung tragen die zwei Zeitebenen, die Wendungen, die falschen Fährten und vorallem, dass die Autorin immer nur Stückchenweise dem Leser Informationen zukommen lässt, bei. Bis zum Schluß war ich auf dem Irrweg und dieses Ende konnte mir beim Besten Willen nicht einfallen. Hier wird in zwei Fällen ermittelt. Einmal der Cold Case Fall Wyn und die aktuelle Suche nach Davy. Dies hat mir gut gefallen, da so die Spannung die ganze Zeit über sehr hoch ist und ich bei zwei Fällen mitfiebern und miträtseln konnte. Die Protagonisten werden sehr authentisch beschrieben. Ihr handeln ist plausibel und realistisch. Sehr gut wird das Leben der Protagonisten beschrieben. Wie es ihnen während dieser Zeit ergeht, welche Gefühle, Hoffnungen und Ängste sie haben. Wichtige Handlungsorte werden sehr bildlich beschrieben, sodass ich mir diese sehr gut vorstellen konnte. Die Atmosphäre konnte ich richtig spüren. Während dem Lesen fühlt ich mich manchmal, als ob ich vor Ort wäre. Interessant fand ich die historischen Szenen. Der Bombenangriff auf Barth wird sehr gut beschrieben. Hier habe ich richtig Gänsehaut bekommen. Ich empfehle dieses Buch weiter.

Die ganze Wahrheit

Von: Siggi58 Datum: 21. November 2019

Dieser Roman hat mir viele spannende Lesestunden bereitet. Es ist eine Geschichte über Geheimnisse, Loyalität und die Macht eines Versprechens. Die fesselnde Schreibweise hat mich emotional stark berührt, zumal die geschilderten Ereignisse im Jahr 1942, im Krieg, stattgefunden haben. Durch die gelungenen Rückblicke in das Jahr 1916, dem ersten Weltkrieg, entstand eine spannende Erzählweise. Oftmals hatte ich das Gefühl einen Krimi in den Händen zu halten. Sehr beeindruckt hat mich die Protagonistin " Frances ", die durch ihre Hartnäckigkeit niemals aufgegeben hat, um das plötzliche Verschwinden ihrer besten Freundin aufzuklären. Die Autorin " Katherine Webb " berichtet sehr real über die Kriegszustände, und das absolute Durcheinander nach den Bombenangriffen. Natürlich hat mich dies beim Lesen sehr traurig gestimmt, aber anhand des Klappentextes war mir bewusst, dass ich keinen " Honeymoon " Roman in den Händen halte. Mich hat dieser Roman vollkommen mitgenommen in eine sehr traurige Zeit, in der schreckliche Ereignisse passierten. Ich möchte über den Inhalt nicht weiter berichten, denn die Spannung, die sich wie ein elastischen Band durch die gesamte Geschichte zieht, möchte ich der interessierten Leserschaft nicht zerschneiden. Ich möchte diesen Roman weiterempfehlen. Er regt zum Nachdenken an, und er hat mich am Ende noch eine Weile gedanklich beschäftigt..

Tragische Handlung die ohne Spannung geschrieben wurde

Von: Dragonfly Datum: 20. November 2019

Es fiel mir schwer das Buch bis zum Ende zu lesen. Die Handlung ist tragisch aber leider absolut ohne Spannung oder merkliche Höhen und Tiefen erzählt. Die Absicht der Autorin ist erkennbar, wurde aber meiner Meinung nach, nicht gut umgesetzt. Der Klappentext lässt ein gutes Buch vermuten, aber die Erzählung plätschert so vor sich hin und es lässt sich auch schnell vermuten wer der Bösewicht ist. Das Buch ist nicht mein Fall.

Ich habe es angefangen zu lesen

Von: TubiBrest Datum: 17. November 2019

Der Schreibstil ist für mich neu. Ich habe noch kein Buch von Katherine Webb gelesen. Es ist einer von wenigen historischen Romanen, die ich kenne.

Leider wird das Buch seinem Potential nicht gerecht

Von: Andrea B. Datum: 13. November 2019

1942: Frances hat das Gefühl im Haus zu ersticken. Es ist der Geburtstag ihrer besten Freundin Whyn, die vor 24 Jahren, als Kind, spurlos verschwunden ist. Sie braucht Luft! Also bringt sie Davy, auf den sie aufpassen soll zu einem befreundeten Ehepaar. Auf dem Heimweg wird Bath von einem Bombenangriff schwer getroffen. Frances stürzt und wird ohnmächtig. Am nächsten Tag hat sie Gedächtnislücken und erst viel später fällt ihr Davy wieder ein. Das Ehepaar ist tot, ertrunken in seinem Keller. Doch von Davy fehlt jede Spur. Er kann doch nicht einfach weg sein! Andererseits ist auch Frances Freundin damals spurlos verschwunden. Ist das alles Zufall oder steckt mehr dahinter? Dann wird nach einem weiteren Bombenangriff eine Leiche gefunden und es ist ziemlich schnell klar: das muss Whyn sein. Doch der Fundort macht auch klar, dass der Mann, der damals für den Mord an ihr gehängt wurde, unschuldig war. Noch mehr Schuld, die sich Frances aufgeladen hat, denn ihre Aussage hat dazu geführt. Zusammen mit Owen, Whyns Bruder macht sie sich auf die Suche nach Davy und Whyns Mörder. Die Handlung wechselt zwischen Rückblenden aus den Jahren 1915-1918 und der Gegenwart im Jahr 1942. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Ich habe ja vor nicht allzu langer Zeit „Der Frauenchor von Chillbury“ gelesen und hatte irgendwie gedacht, dass das Buch so ähnlich sein könnte mit der Schilderung der Bombenangriffe und des Krieges in England. Leider hat das Buch aber eine gänzlich andere Stimmung. Ich konnte keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Frances war mir nicht direkt unsympathisch, sonderlich sympathisch aber auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie schlimm das für sie sein muss mit dem verschwundenen Kind und sie gibt sich selbst die Schuld dafür. Ihre Familie war mir auch nicht sympathisch, ich empfand sie alle als ziemlich seltsam. Davys Mutter, die anscheinend dem Alkohol gern zuspricht, konnte ich am wenigsten verstehen. Ihr Kind ist verschwunden und alles was von ihr kommt ist ein „such ihn!“ und sie selbst macht keinen Wackler um nach Davy zu suchen?! Das erscheint mir sehr unrealistisch. Die Handlung rund um Whyn in den Rückblenden war oft sehr verwirrend. Die Erzählung war immer etwas weitschweifig, aber besonders in den Rückblenden konnte man oft nicht den Sinn dahinter verstehen. Warum ist das wichtig? Warum wird das so ausführlich geschildert? Es sind letztlich die winzigen Details, die zur Lösung beitragen, aber leider gehen diese Details in der Flut an Beschreibungen unter. Die Auflösung fand ich sehr gut und schlüssig. Ich hätte es nur schöner gefunden, wenn man eine Chance gehabt hätte das Puzzle als Leser zusammenzusetzen, doch das war aufgrund der vielen Details, die praktisch jeden Charakter verdächtig machten einfach nicht möglich. Mich konnte der Roman nicht bei der Stange halten. Meine Gedanken sind immer wieder abgeschweift. Ich finde das sehr schade, denn die Grundhandlung und die Auflösung sind wirklich richtig gut. Meiner Meinung nach hätte das Buch gut um ein Drittel gekürzt werden können, vielleicht wäre es dann gelungen die Spannung konstant aufrecht zu erhalten. So haben die langatmigen Passagen leider immer den Spannungsbogen abreißen lassen. Es werden trotz des detailreichen Erzählens auch nicht alle Fragen beantwortet, was ich schade finde. Wenn man schon so detailliert erzählt, hätte man doch wenigstens dafür sorgen können, dass keine Fragen offen bleiben. Mir fehlten in diesem Buch die Emotionen. Frances zeigt als einzige wirklich Gefühle, alle anderen (bis auf Owen später im Buch) sind total tiefenentspannt. Es fallen Bomben und die Stadt brennt – alle bleiben ruhig. Ein Kind verschwindet – niemand sucht es. Eine Leiche wird nach 24 Jahren gefunden – niemand kümmert wer der Mörder sein könnte. Fazit: Dieses Buch hat echt viel Potential. Leider ist es viel zu langatmig, um die Spannung für mich aufrecht zu erhalten. Zudem waren die Charaktere leider nicht sympathisch und bei fast allen fehlten die Emotionen. Die Story an sich und die Auflösung sind richtig gut, aber das geht fast unter. Ich habe lange überlegt, wie ich das Buch bewerten soll. Ich habe zwischen 2 und 3 Sternen geschwankt und mich letztlich für 3 Sterne entschieden wegen der wirklich guten Story und der sehr guten Auflösung.

Zwei Bücher in einem

Von: Marlen Blume Datum: 13. November 2019

Bath, England, 1942: Mitten in den Wirren des 2. Weltkriegs gerät die Welt der 32-jährigen Frances aus den Fugen. Bei der Bombardierung der Stadt verschwindet der 6jährige Davy, auf den sie an diesem Abend aufpassen sollte. Doch statt sich nach dem Bombenangriff auf die Suche konzentrieren zu können, sucht sie ein weiterer Schicksalsschlag heim: In einem Bombenkrater wird das Skelett eines Mädchens gefunden – ihre Freundin Bronwyn, die vor langer Zeit im Alter von nur 8 Jahren spurlos verschwand. Das erschüttert Frances zutiefst, denn man ging damals von einem Mord aus, ein mutmaßlicher Täter wurde hingerichtet. Doch insgeheim hegte Frances immer Zweifel daran, dass der richtige Täter gefasst wurde. Während sie versucht, Davy zu finden, taucht sie gleichzeitig immer tiefer in den Kriminalfall von damals ein und versucht die Wahrheit über den Mord an ihrer besten Freundin herauszufinden. Das Besondere dieses Buches ist aus meiner Sicht gleichzeitig auch seine Schwäche: hier werden zwei ebenbürtige Handlungsstränge zu einer Geschichte verwoben. Für meine Begriffe gelingt das aber nicht wirklich gut. Da der Vermisstenfall Davy und auch der Mordfall Bronwyn beide das Potential hätten, den Plot zu tragen, entsteht eine gewisse Konkurrenz, die das Buch für mich zerrissen erscheinen lässt. Ich fühlte mich als Leser oft hin und hergerissen zwischen den beiden Handlungssträngen und das hat meine Lesefreude etwas getrübt. Zwei Bücher in einem – aber nicht immer ist so ein Doppelpack das Nonplusultra. Dazu kam, dass ich die Geschichte etwas zu ausführlich erzählt fand. Man hätte hier vieles straffen können, um zu einem rasanten Spannungsroman zu kommen – so wirkte er über weite Teile behäbig. Man merkt also schon – ich wurde nicht so richtig warm mit diesem Buch. Auch wenn durch die eingestreuten Rückblenden in die Zeit kurz vor Bronwyns Tod eine gewisse Spannung und Dynamik entstand, empfand ich den Roman doch insgesamt als etwas langatmig (wer detailreich erzählte Geschichten mag, wird das vielleicht anders sehen). Ich muss zugeben, dass ich einige Passagen dann nur noch quergelesen habe. Die Figuren waren mir durchweg nicht besonders sympathisch – einzig die patente Pam war eine Ausnahme für mich. Sie war erfrischend anders und strahlte Herzenswärme in ihrer Beziehung zu Frances aus. Tja...was soll ich sagen... nicht gerade ein Glücksgriff für mich, dieser Roman. Und ich habe lange überlegt, ob ich ihm 2 oder 3 Sterne geben soll angesichts meiner vielen Kritikpunkte. Letztlich überzeugte mich aber die umfassende „Verarbeitung“ der Kriminalgeschichte, die für mich keine Fragen offenließ und ich habe auf 3 Sterne aufgerundet.

Historischer Roman mit vielen Emotionen

Von: Lulu2305 Datum: 07. November 2019

„Die Schuld jenes Sommers“ ist ein historischer Roman von Katherine Webb, übersetzt von Babette Schröder. Er erschien im Oktober 2019 im Diana Verlag und ist in sich abgeschlossen. Bath, 1942: Inmitten des zweiten Weltkrieges verschwindet der kleine Davy bei einem Bombenangriff nahezu spurlos. Frances, seine Ziehmutter, die immer auf ihn aufpasst, wenn Davys leibliche Mutter dazu nicht in der Lage ist, ist sich aber sicher: Davy lebt. Verzweifelt beginnt die junge Frau das Kind zu suchen, sie möchte nicht erneut schuld an dem Verschwinden eines Menschen sein. Denn obwohl sie, als ihre beste Freundin Wyn während des ersten Weltkrieges verschwand, selbst noch ein Kind war, ist das dumpfe Gefühl der Schuld niemals von ihren Schultern gewichen. Als dann in den Wirren des zweiten Weltkrieges auch noch Wyns Leiche gefunden wird, wird diese Schuld wieder präsenter und Frances beginnt nicht nur Davy zu suchen, sondern auch die Wahrheit über Wyn. Frances ist eine sympathische und moderne junge Frau. Sie hat ihren Mann verlassen, weil sie davon überzeugt ist, ihm keine gute Ehefrau zu sein und sie ihm jemanden gönnt, der ihm Kinder schenken und die Liebe entgegenbringen kann, die er verdient. Dies war in den 50er-Jahren noch nicht gerade üblich, weshalb ich Frances für ihren Mut sehr bewundere. Insgesamt scheint aber ihre gesamte Familie sehr fortschrittlich und tolerant zu sein, so führt ihre Tante Pam ihr Leben nicht mit einem Ehemann, sondern mit einer „guten Freundin“ an ihrer Seite. Ich fand es sehr angenehm, wie diese Aspekte abseits der normalen Rollenverteilungen und Vorstellungen aufgegriffen und eingearbeitet wurden. Die recht modernen und selbständigen Frauen sind symbolhaft für den Beginn einer neuen Zeit, in der die Emanzipation voranschreitet und Frauen sich auch während und nach dem Krieg behaupten müssen. Auch der zweite Weltkrieg wird im Roman mitangerissen, wobei sich die Details hier auf das reduzieren, was für die Geschichte notwendig ist. Es ist also eher ein Roman mit historischen Aspekten, kein historischer Roman, der von der Historie lebt. Die angerissenen Themen sind dafür aber gut ausgearbeitet und präzise in die Handlung eingebaut. Die Figuren sind ebenfalls mit Liebe zum Detail beschrieben und Sympathien werden schnell klar und greifbar. Der Roman ist als personale Erzählung aus Frances Sicht geschrieben. Der Leser bekommt ihre Gedanken und Gefühle dadurch gut übermittelt und es wird klar, dass das Verschwinden Wyn große Wunden bei Frances hinterlassen hat. Noch 20 Jahre nach Wyns Verschwinden beschäftigt Frances die Frage, was in dem schicksalshaften Sommer jenes Jahres passiert ist. Weiß sie mehr als sie glaubt und hängt Davys Verschwinden wohlmöglich mit Wyns Verschwinden zusammen? Fragen über Fragen, doch eins ist klar: Frances kann nicht hinnehmen, dass ein weiteres Kind verschwunden ist, weshalb sie alles daransetzt, Davy wiederzufinden und sich an den Sommer in dem Wyn verschwand zurückzuerinnern. Dabei scheut sie nur wenige Situationen und begibt sich mit großem Mut auf die Suche nach der Wahrheit. Auf ihrer Suche stellt sie sich nicht nur alten Gefühlen und Ängsten, sondern erfährt auch Dinge über sich, die sie lange verdrängt hatte, um sich selbst zu schützen. Ich bewundere ihre Stärke und ihr Auftreten, ihre Selbständigkeit und Freundlichkeit, welche sie sich trotz der schrecklichen Erlebnisse bewahrt. Auch die anderen Personen werden authentisch dargestellt, was einen einfachen Zugang in den Roman erlaubte. Frances Suche nach der Vergangenheit wird in zwei Zeitebenen erzählt – damals und heute. Diese sind durch entsprechende Kapitelüberschriften leicht auseinander zu halten und auf eine großartige Art miteinander verknüpft. Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Bis zum Ende war mir nicht klar, wer Wyns Mörder sein könnte und auch was mit Davy geschehen ist bleibt lange Zeit fraglich. Neben dem Hauptthema, lässt Katherine Webb geschickt auch noch eine Liebesgeschichte in den Roman einfließen, welche sich, ebenfalls abseits aller Klischees, schon lange angebahnt hat, aber am Ende nicht gut enden konnte. Diese Romanze gibt dem eher ernsten und spannenden Roman eine leichte Note, die sich gut in das Gesamtbild einfügt. Auch der Handlungsort, den wir bereits aus Romanen von Katherine Webb kennen hat mir wieder gut gefallen. Die Umgebung des Ortes Bath ist sehr vielseitig und durch die bildliche Beschreibung kann man in seiner Fantasie die Orte wunderbar erkennen. Mein Fazit: „Die Schuld jenes Sommers“ ist ein weiterer Roman von Katherine Webb, der mich wieder vollständig überzeugt hat. Nachdem die „Frauen am Fluss“ mich nicht abholen konnte, hat dieses neue Buch alles wieder wett gemacht. Die Autorin schreibt eine Geschichte über Schuld und Wahrheit, voller Emotionen und Gefühl mit einer guten Prise Spannung. Vergangenheit und Gegenwart werden wunderbar miteinander verknüpft, der Handlungsort nahezu bildlich dargestellt. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und vergebe 5 von 5 Sternen für einen wunderbaren historischen Roman!

Verdrängung und Schuldgefühle

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 06. November 2019

Meine Meinung zur Autorin und Buch: Ich habe schon einige Romane von Katherine Webb, gelesen sie versteht es einem immer wieder auf die Folter zu spannen. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen die sie gut miteinander verknüpft an, es liest sich schon fast wie ein Krimi. Die Geschichte ist sehr gut und flüssig erzählt, wenn auch oft sehr ausschweifend, das manchen Plot in die Länge zog, aber dem Geschehen keinen Abbruch tat. Alles ist sehr Bildhaft und Authentisch dargestellt, auch jede einzelne Figur ist gut heraus gearbeitet. Eine Geschichte voller dunkler und düsterer Geheimnisse, aber auch voller tiefer Loyalität und der Macht eines Versprechens, einer tiefen und innigen Freundschaft zweier Mädchen, über den Tod hinaus. Wyn ist genau das Gegenteil von Frances, zwei Freundinnen von 8 Jahren wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Auch ihre Familie Herkunft, Frances in einem gut behüten Elternhaus aufgewachsen, Wyn dagegen stammt aus sehr zerrütteten Verhältnissen. So lieblos wie Wyn aufwuchs, das tat mir in der Seele weh, vielleicht war sie deshalb immer so forsch und furchtlos. Aber die zwei hängen sehr aneinander und teilen ein Geheimnis, das auch noch 24 Jahre später, nach dem Verschwinden von Wyn damals, noch Frances Seele belastet. Frances hat es nie verwunden das Wyn damals 1918 so spurlos verschwand, ihre Seele ist so richtig zerrissen, das spürte man bei jeder Zeile die man las. Und dann verschwindet auch noch der kleine Davy, der Sohn von Wyns großer Schwester, auf den Frances aufpasst, und nach dem schrecklichen Bombenhagel über dem kleinen Ort Bath, taucht nach einen Einschlag, plötzlich das Skelett einer Kinderleiche auf. Frances wird von der Vergangenheit eingeholt, dunkle Geheimnisse und Erinnerungen die sie tiefst in ihrem Inneren vergraben hatte, wollen nicht so richtig ans Licht kommen. Man spürt Frances Seelenqualen und Schuldgefühle, erstens das Davy verschwunden ist, und auch was in jener Zeit als ihre liebste und beste Freundin verschwand. Was ist so schreckliches passiert, das ihr Gehirn sich weigert zu erinnern. Da ist auch noch der österreichische Soldat von jenem Sommer vor 24 Jahren. Frances hat das Gefühl , das der wahre Mörder noch herum läuft. Ob, Davy wieder auftaucht, oder Frances Erinnerungen wieder ans Tageslicht treten ? Wer weiß, eine Geschichte voller unvorhergesehener Wandlungen….. Spannend und Lesenswert.

Verdränung und Schuldgefühle

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 05. November 2019

Ein Roman voller Schuldgefühle und Seelenqualen Hier meine Rezension: Inhaltsangabe: Quelle Diana-Verlag Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt? Meine Meinung zur Autorin und Buch: Ich habe schon einige Romane von Katherine Webb, gelesen sie versteht es einem immer wieder auf die Folter zu spannen. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen die sie gut miteinander verknüpft an, es liest sich schon fast wie ein Krimi. Die Geschichte ist sehr gut und flüssig erzählt, wenn auch oft sehr ausschweifend, das manchen Plot in die Länge zog, aber dem Geschehen keinen Abbruch tat. Alles ist sehr Bildhaft und Authentisch dargestellt, auch jede einzelne Figur ist gut heraus gearbeitet. Eine Geschichte voller dunkler und düsterer Geheimnisse, aber auch voller tiefer Loyalität und der Macht eines Versprechens, einer tiefen und innigen Freundschaft zweier Mädchen, über den Tod hinaus. Wyn ist genau das Gegenteil von Frances, zwei Freundinnen von 8 Jahren wie sie nicht unterschiedlicher sein könnten. Auch ihre Familie Herkunft, Frances in einem gut behüten Elternhaus aufgewachsen, Wyn dagegen stammt aus sehr zerrütteten Verhältnissen. So lieblos wie Wyn aufwuchs, das tat mir in der Seele weh, vielleicht war sie deshalb immer so forsch und furchtlos. Aber die zwei hängen sehr aneinander und teilen ein Geheimnis, das auch noch 24 Jahre später, nach dem Verschwinden von Wyn damals, noch Frances Seele belastet. Frances hat es nie verwunden das Wyn damals 1918 so spurlos verschwand, ihre Seele ist so richtig zerrissen, das spürte man bei jeder Zeile die man las. Und dann verschwindet auch noch der kleine Davy, der Sohn von Wyns großer Schwester, auf den Frances aufpasst, und nach dem schrecklichen Bombenhagel über dem kleinen Ort Bath, taucht nach einen Einschlag, plötzlich das Skelett einer Kinderleiche auf. Frances wird von der Vergangenheit eingeholt, dunkle Geheimnisse und Erinnerungen die sie tiefst in ihrem Inneren vergraben hatte, wollen nicht so richtig ans Licht kommen. Man spürt Frances Seelenqualen und Schuldgefühle, erstens das Davy verschwunden ist, und auch was in jener Zeit als ihre liebste und beste Freundin verschwand. Was ist so schreckliches passiert, das ihr Gehirn sich weigert zu erinnern. Da ist auch noch der österreichische Soldat von jenem Sommer vor 24 Jahren. Frances hat das Gefühl , das der wahre Mörder noch herum läuft. Ob, Davy wieder auftaucht, oder Frances Erinnerungen wieder ans Tageslicht treten ? Wer weiß, eine Geschichte voller unvorhergesehener Wandlungen….. Spannend und Lesenswert. https://www.facebook.com/groups/1672928882728858/permalink/2653940774627659/

Quälende Erinnerungen,,,,

Von: Angela Busch Datum: 03. November 2019

Meine Meinung: Katherine Webb hat mich bisher immer mit ihren Romanen begeistert, in eine andere Welt versetzt und zwar auf Grund ihres guten und flüssigen Schreibstils, ihren tollen Ideen über unterschiedliche Inhalte und Zeiten, die sie prima für den Leser aufbereitet und recherchiert hat. Diesmal war es etwas anders für mich beim Lesen. Ich empfand den Roman, der auf zwei Zeitebenen spielt, etwas langweilig und viel zu langatmig verfasst. Es war kein echter historischer Roman, der zweite Weltkrieg wurde halbherzig beschrieben, zwar mit der Schilderung erschütternder Bombenangriffe der deutschen Wehrmacht auf die englische Zivilbevölkerung, politische Tatsachen wurden leider in keiner Weise erwähnt. Es war auch kein wirklicher Krimi, sondern eher das ausführliche Psychogramm einer traumatisierten jungen Frau (Frances) aus ihrer Umwelt, die den kleinen Davy in einer Bombennacht im Jahr 1942 verloren hat und sich daraufhin auf eine intensive Suche nach ihm begibt. Immer wieder quälen Frances dabei Erinnerungen an das mysteriöse Verschwinden ihrer achtjährigen Freundin Wyn vor vierundzwanzig Jahren. Gekoppelt mit der gefahrvollen und anstrengenden 12 tägigen Suche nach Davy bringen sie diese Gedanken und Erinnerungen an den Rand einer depressiven Verzweiflung. Im zweiten Erzählstrang versetzt uns die junge und talentierte Autorin in die Kindheit der achtjährigen Frances und Wyn. Die beiden unterschiedlichen Kinder befreunden sich eng miteinander, obwohl sie sich kaum ähneln vom Charakter und Aussehen. Frances ist sehr gross für ihr Alter, sehr schüchtern und leidet darunter. Die kleine Wyn ist ziemlich klein, keck und gar nicht zurückhaltend im Auftreten. Die beiden Kinder ergänzen sich , lieben sich innig, wobei sie auch noch aus unterschiedlichen Elternhäusern stammen. Frances Familie ist konservativ, bodenständig und fürsorglich. Bei Wyn läuft es etwas anders. Gewalt, Alkoholexzesse und psychische und körperliche Vernachlässigung in der Familie prägen ihren Alltag. Mehr möchte ich gar nicht verraten, sondern noch erwähnen, das auch viele andere Protagonisten sehr treffend und gefühlvoll beschrieben wurden - und trotzdem hat mich das Buch nicht völlig in seinen Bann ziehen können, wobei die Auflösung am Ende recht interessant war. Meine Bewertung: VIER **** Sterne für diesen Roman mit kleinen Schwächen! Herzlichen Dank an die Autorin und den Diana Verlag für das schöne gebundene Rezensionsexemplar mit dem ansprechenden Cover!

Schatten der Vergangenheit

Von: Snowbell Datum: 03. November 2019

Vor einigen Jahren habe ich die historischen Romane der englischen Schriftstellerin Katherine Webb entdeckt. Seitdem fiebere ich jeder Neuerscheinung entgegen. In ihrem Buch "Die Schuld jenes Sommers" führt sie ihre Leser in eine dunkle Epoche. Im April 1942 verschwindet der kleine Davy im Chaos eines Bombenangriffs auf die englische Stadt Bath. Frances wird von schrecklichen Schuldgefühlen geplagt. Warum nur hat sie Davy allein gelassen? Und lebt er noch? Am nächsten Morgen wird das Skelett eines kleinen Mädchens gefunden: Die Tote ist Frances Freundin Wyn, die vor über 20 Jahren spurlos verschwand. Und so taucht Frances während ihrer unermüdlichen Suche nach Davy ein in die Vergangenheit, deren dunkle Schatten sie bis heute begleiten. Doch sie ist fest entschlossen herauszufinden, was in jenem Sommer vor 20 Jahren geschah ... Das ansprechende Cover ist in warmen Farben gehalten. Der Betrachter blickt direkt auf einen gewundenen Weg, der durch eine naturbelassene Landschaft zu einem alten Haus führt. Es scheint ein warmer Sommerabend zu sein, die Sonne scheint untergegangen zu sein, aber von einer heiteren ländlichen Idylle kann keine Rede sein. Man ahnt eine drohende Gefahr, die irgendwo im Nirgendwo auf einen nichtsahnenden Spaziergänger lauert. Auch der aussagekräftige Titel zielt in die gleiche Richtung und weckt eine gewisse Erwartungshaltung , Angesiedelt ist der Roman in der englischen Stadt Bath im Südwesten Englands, wo die Schriftstellerin Katherine Webb ganz in der Nähe lebt. Diesmal nimmt sie ihre Leser mit in eine dunkle Epoche Europas, die von zwei Weltkriegen geprägt ist. Die Handlung spielt auf zwei zeitlichen Ebenen, nämlich im Jahre 1942 und in der Zeit des Ersten Weltkriegs, an die sich die Protagonistin Frances in Form von Rückblenden erinnert. Zentrales Motiv ist die verzweifelte Suche nach einem vermissten Kind, das in dem Leben von Frances eine besondere Rolle einnimmt. Man kann das literarische Können von Katherine Webb nur bewundern. Einfühlsam schildert sie die schreckliche Bombardierung Baths durch die deutsche Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg. Man erlebt das Chaos der Kriegswirren, man fühlt Hunger, Not und Verzweiflung der Zivilbevölkerung, die viele Schicksalsschläge ertragen muss. Die Grundstimmung dieses Romans ist düster; auch die Protagonistin Frances ist eine depressive, gebrochene Figur, die mit dem Gefühlschaos in ihrem Inneren ringt, als die Leiche ihrer ehemals besten Freundin Wryn gefunden und ein "cold case" wieder aufgerollt wird. Vorsicht: Spoiler! Mit einem Schlag wird die lange verdrängte Vergangenheit wieder lebendig, und Frances erinnert sich an ihre Kindheit in Bath. Während sie selbst in einer liebevollen Familie aufgewachsen war, stammte Wryn aus einer bitterarmen dysfunktionalen Familie, in der brutale Gewalt an der Tagesordnung war. Frances hat den Verlust ihrer besten Freundin nicht verarbeitet, nur verdrängt. Die schrecklichen Ereignisse haben ihr Leben zerstört. Nach dem Verschwinden von Wryn war ein geflohener deutscher Kriegsgefangener, der losen Kontakt zu den kleinen Mädchen hatte, für den Tod von Wryn verantwortlich gemacht und hingerichtet worden. Nun kämpft sie mit tiefen Schuldgefühlen, weil sie selbst niemals über eine an ihr begangene sexuelle Gewalttat in jenem Sommer gesprochen und durch ihr Schweigen wider besseres Wissen mitschuldig an einem grausamen Verbrechen geworden ist. Mit dem Roman "Die Schuld jenes Sommers" ist Katherine Webb ein packender historischer Roman um einen lange zurückliegenden Mord gelungen, in dem ein schockierendes Familiengeheimnis aufgedeckt wird. Mich hat dieses dramatische, emotionale Buch trotz einiger Längen überzeugt, und ich spreche eine klare Lese-Empfehlung aus.

Ein toller, neuer Roman von Katherine Webb

Von: Literaturblogsaarland Datum: 28. October 2019

Bath 1942: Im Chaos eines Bombenangriffs ist der kleine Davy plötzlich unauffindbar. Frances, die auf den Jungen aufpassen sollte, macht sich auf die Suche. Sie ist verzweifelt, denn schon einmal ist ein Kind verschwunden: Vierundzwanzig Jahre zuvor war ihre beste Freundin Wyn nach einem Streit nie wieder aufgetaucht. Ausgerechnet in dieser schicksalhaften Nacht fördert der Einschlag einer Bombe das Skelett eines Kindes zutage. Das tote Mädchen ist Wyn. Frances ist zutiefst erschüttert, und dunkle Erinnerungen aus der Vergangenheit werden lebendig. Was geschah in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren? Wo ist Davy? Und hat er überlebt? Vita : Katherine Webb, geboren 1977, wuchs im englischen Hampshire auf und studierte Geschichte an der Durham University. Später arbeitete sie mehrere Jahre als Wirtschafterin auf herrschaftlichen Anwesen. Auf ihr großes internationales Erfolgsdebüt »Das geheime Vermächtnis« folgten weitere SPIEGEL-Bestseller-Romane. Nach längeren Aufenthalten in London und Venedig lebt und schreibt sie heute in der Nähe von Bath, England. Meine Meinung : In ihren neuesten Roman nimmt uns Katherine Webb mit auf eine Zeitreise. Wir befinden uns in Bath im Jahre 1942. Unsere Protagonistin, die zweiunddreißigjährige Frances soll während der Bombenangriffe auf den kleinen Davy aufpassen. Während sie ihn für kurze Zeit einem befreundeten Ehepaar überläßt, fallen die Bomben auf Bath und richten große Schaden an. Während dieser Kriegswirren verschwindet der kleine Davy. Das Ehepaaar, in dessen Obhut er sich befand, ist ums Leben gekommen und von dem kleinen Davy fehlt jede Spur. Tragischerweise ist Frances etwas ähnliches schon einmal passiert. Vor vierundzwanzig Jahren verschwand ihre achtjährige Freundin Wyn spurlos und tauchte nie wieder auf. Schrecklicherweise wurden jetzt in einem Bombenkrater die sterblichen Überreste der kleinen Wyn gefunden. Sie wurde im Garten ihres Elternhauses vergraben. Was ist damals passiert und was ist mit Davy geschehen? Wir lernen Frances kennen, die diesen tagischen Verlust nie überwunden zu haben scheint. Damals wurde zwar ein vermeintlicher Täter gefasst und hingerichtet, aber war er auch tatsächlich der Mörder? Da Frances mit zur damaligen Verhaftung beigetragen hat, bekommt sie nun Gewissensbisse. Hat man den falschen Mann hingerichtet? Unser Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Parallel zur aktuellen Zeit werden wir ins Jahr 1916 zurückversetzt. Dort lernen sich die zwei unterschiedlichen Mädchen Frances und Wyn als knapp sechsjährige kennen. Unterschiedlicher könnten die beiden kaum sein. Frances ist für ihr Alter gross und schlaksig, während die kleine, unerschrockene Wyn nur aus Haut und Knochen zu bestehen scheint. Trotzdem werden die beiden Freundinnen. Wir begleiten die beiden temporär bis zu Wyns Verschwinden. Uns als Leser ist schnell klar, dass damals der falsche Mann verhaftet wurde. Doch was ist zu jener Zeit wirklich geschehen ? Katherine Webb hat hier einen eindringlichen Roman über Freundschaft, Schuldgefühle und auch verdrängte Erinnerungen geschrieben. Bei mir hat es einige Zeit gebraucht, bis ich mit Frances warm geworden bin. Trotzdem habe ich mit ihr gefühlt und konnte mich gut in ihr Seelenleben hineinversetzen. Auch am Ende schaffte es Ketherine Webb wieder mühelos, mich mit der Auflösung komplett zu überraschen. Auf dieses Ende wäre ich so nicht gekommen. Dank der Erzählkraft der Autorin konnte ich mir das zerstörte Bath jener Zeit bildlich genau vorstellen. Das macht Katherine Webb für mich zu so einer hervorragenden Autorin. Ich freue mich schon auf viele weitere Bücher dieser wunderbaren Schriftstellerin. Ich vergebe für dieses Buch die Höchstbewertung von 5 Sternen. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Historischer Roman mit Krimielementen über Freundschaft, qualvolle Erinnerungen, Schuldgefühle und Wahrheitssuche - langatmig erzählt

Von: schnäppchenjägerin Datum: 25. October 2019

Während eines Bombenangriffs im April 1942 verschwindet der sechsjährige Davy spurlos, als Frances auf ihn aufpassen sollte. Schuldbewusst sucht sie die darauf folgenden Tage verzweifelt nach ihm. In dem zerstörten Bath werden währenddessen die sterblichen Überreste von Wyn, Frances bester Freundin gefunden, die vor 24 Jahren verschwunden war. Damals hatte man einen österreichischen entflohenen Kriegsgefangenen als ihren vermeintlichen Mörder zum Tode verurteilt. Durch den Fund der Leiche zweifelt Frances inzwischen daran, dass der richtige Täter zur Verantwortung gezogen wurde und beginnt sich zu fragen, ob der Täter von damals auch mit Davys Verschwinden in Zusammenhang stehen könnte. Sie kann einfach nicht glauben, dass der Junge in der Bombennacht ums Leben gekommen ist. Frances ist eine junge Frau, die den Verlust ihrer besten Freundin nie überwunden hat. Ihr Leid und Schmerz und die Tatsache, dass sie nie glücklich geworden ist, ist spürbar. Als 24 Jahre später das Skelett von Wyn gefunden wird und Gewissheit herrscht, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, erinnert sich Frances wieder an ihre Kindheit ab dem Jahr 1916. Sie denkt daran zurück, wie sie Wyn kennengelernt und sich mit dem dünnen, armseligen Mädchen angefreundet hat, das aus einer Familie stammte, in der Gewalt an der Tagesordnung war. Als Frances Davy, für den sie verantwortlich war, während der Bombardierung von Bath verliert, übermannen sie die Schuldgefühle. Zudem kommen Erinnerungen in ihr hoch, die sie zunächst nicht einordnen kann, Dinge, die sie damals verschwiegen hatte. Es ist ein Roman mit einem eigentlich spannenden Plot, der auf zwei Zeitebenen spielt, der aber etwas langatmig erzählt wird. Sowohl die Gegenwart als auch die Vergangenheit - zu Zeiten eines der beiden Weltkriege - handelt von einem vermissten Kind, das für Frances jeweils eine wichtige Rolle in ihrem Leben spielte. Die Suche nach Davy ist allerdings repetitiv und eintönig, Frances Erinnerungen an ihre Kindheit, die aufgrund Wyns dysfunktionaler Familie erschütternd sind, dagegen von mehr Ideenreichtum geprägt. Dass der falsche Täter gefasst wurde, ist offensichtlich und so beginnt man als Leser selbst Vermutungen anzustellen, wer am Tod von Wyn Schuld ist und hofft, dass Frances endlich abschließen und zur Ruhe kommen kann. Auch ist fraglich, ob es nur Frances Wunschvorstellung entspricht, dass Davy die Bombennacht überlebt hat oder ob er unter den Trümmern begraben liegt. "Die Schuld jenes Sommers" ist ein historischer Roman mit Krimielementen über Freundschaft, qualvolle Erinnerungen, Schuldgefühle und die Suche nach Wahrheit. Frances ist eine traumatisierte, gebrochene Frau, die sich der Vergangenheit stellen muss, davor jedoch eine seltsame Abneigung hat. Es ist etwas ermüdend, immer wieder sich wiederholenden Sätze zu lesen, die in Frances Verzweiflung in ihrem Kopf herum schwirren und dadurch wird auch die Aufklärung von Wyns Verschwinden nicht enden wollend in die Länge gezogen. Am Schluss kam zwar doch noch die bislang vermisste Spannung auf und auch die Klärung des Falls war so nicht vorhersehbar, aber selbst nach der Auflösung schafft es die Autorin noch das Ende weiter hinauszuzögern.

Schuld und Freundschaft

Von: Nadine Dietz Datum: 14. October 2019

Dies war mein erster Roman der Autorin. Da ich Geschichten in zwei Zeitebenen liebe, in denen ein Geheimnis im Raum steht, machte ich mich voller Vorfreude ans Lesen. Die Geschichte begann 1942 und sehr spannend. Man merkt Frances an, dass sie an der Tragödie 1916 noch immer leidet. Ich lernte sie als emotionale, starke junge Frau kennen,die mich beeindruckt hat. Die Schreibweise ist leicht und sehr bildhaft. Die wechselnden Zeiten machten die Geschichte spannend und es war wie ein Sog für mich. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Das Cover finde ich auch schön und passend. Fazit: Ein berührender und fesselnder Roman über Freundschaft und Schuld. Ich vergebe 4/5 ⭐.

Bewegender, gefühlvoll geschilderter historischer Roman

Von: Ingrid Eßer Datum: 08. October 2019

Der Roman „Die Schuld jenes Sommers“ aus der Feder der Bestsellerautorin Katherine Webb führte mich als Leserin in das im Südwesten Englands gelegene Bath ins Jahr 1942. Damals wurde die Stadt am 25. und 26. April von der deutschen Luftflotte bombardiert. Die 32-jährige Protagonistin Frances Parry lebt nach der Trennung von ihrem Ehemann wieder bei den Eltern in Bath im Haus am Holloway. Neben ihrem Job als Gepäckträgerin am Bahnhof passt sie gerne auf den sechsjährigen Davy auf. Der Kleine ist der Neffe ihrer Freundin Wyn Hughes, an deren ungeklärtem Verschwinden im Jahr 1918 sie sich eine Mitschuld gibt. Der Roman beginnt am Tag vor der Bombardierung. An diesem Tag hätte Wyn Geburtstag gehabt und wie immer denkt Frances daran. Den Nachmittag über hat sie mit Davy gespielt, doch sie möchte eine Weile allein sein, darum bringt sie den Jungen zu Bekannten, die in der folgenden Nacht beim Luftangriff getötet werden, aber von Davy fehlt jede Spur. Dadurch wird bei Frances die Erinnerung an die Begebenheiten in jenem Sommer vor über zwanzig Jahren in besonderem Maße geweckt. Als bei den anschließenden Aufräumarbeiten in Bath die skelettierte Leiche eines Kindes gefunden wird und sich herausstellt, dass es sich dabei um Wyn handelt, ist Frances aufgewühlt. Zwar ist jetzt der Verbleib ihrer Freundin geklärt, aber sie fürchtet sehr, dass Davys Verschwinden ebenso fatal enden könnte. Nach Frances‘ Meinung ist der damals als Straftäter Verurteilte unschuldig gewesen und der tatsächliche Mörder ist immer noch frei und könnte wieder tätig geworden sein … Die Erzählung spielt auf zwei Zeitebenen. Zum einen erlebte ich als Leserin den Tag vor und die folgenden Tage nach der Bombardierung von Bath im Jahr 1942, zum anderen konnte ich die Entwicklung der Freundschaft zwischen Frances und Wyn vom Jahr 1916 an durch Rückblicke auf die Kindheit der beiden verfolgen. Schon auf den ersten Seiten spürte ich deutlich, dass die Ereignisse rund um das Verschwinden der Freundin immer noch bei Frances nachhallen, weil sie das Geschehen nie aufarbeiten konnte, sondern erfolgreich verdrängt hat. Aufgrund ihrer damaligen Erfahrungen hat sie persönliche Entscheidungen getroffen. Katherine Webb gestaltet ihre Geschichte von Beginn an interessant, denn natürlich wollte ich wissen, wie es zum Mord an Wyn kommen konnte und auch, warum Frances glaubt, dabei schuldig geworden zu sein. Frances wächst in bescheidenen, aber soliden Verhältnissen als Tochter eines Mechanikers auf. Die Hughes wohnen unweit der Familie, aber in deutlich ärmlicher Umgebung. Wyn hat schon als Kind einen ausgeprägten eigenen Willen mit dem sie sich gegen die älteren Geschwister und den trinksüchtigen Vater durchsetzt. Frances ist eher zurückhaltend und setzt gerne die burschikosen Ideen ihrer Freundin um. Um der Realität zu entfliehen, träumt sich Wyn in Gedanken oft ihre eigene Welt. Innerhalb kurzer Zeit bauen beide zueinander eine starke Bindung auf, das Vertrauen zueinander wächst. In diesem kindlichen Alter gestaltet sich ihre Freundschaft zunehmend fragiler in Bezug auf äußere Einflüsse. Frances hat an der Seite ihres Ehemanns versucht die Schatten der Vergangenheit hinter sich zu lassen, doch jetzt ist wieder Krieg und wieder verschwindet ein Kind, dem sie zugeneigt ist. Katherine Webb versteht es, mir als Leserin die Verzweiflung, die Traurigkeit und die Wut ihrer Protagonistin auf der zweiten Zeitebene zu vermitteln, die dazu führt, dass Frances entschlossen ist, die neuen Ereignisse nicht auf sich beruhen zu lassen, sondern diesmal ihre ganze Energie für die Suche nach Davy einzusetzen, um die absehbare Entwicklung zu ändern. Einfühlsam schildert die Autorin, wie Frances an ihrer Aufgabe wächst. Die Handlungsorte hat Kathrine Webb mit Liebe zum Detail und eigener Ortskenntnis so ins Bild gesetzt, dass ich sie mir sehr gut vorstellen konnte. In diesem Rahmen agieren ihre Figuren realitätsnah. Mit einigen Wendungen in der Geschichte sorgt die Autorin für manchen überraschenden Verlauf. „Die Schuld jenes Sommers“ ist ein bewegender, gefühlvoll geschilderter historischer Roman mit Kriminalelementen und kleinen Geheimnissen, deren schrittweise Aufdeckung auf den Leser wartet. Gerne vergebe ich hierzu eine Leseempfehlung.

Auf den Spuren der Vergangenheit

Von: Yvonne J. Datum: 02. December 2019

Katherine Webb hat mich mit ihrem Buch "Die Schuld jenes Sommers" wieder in ihren Bann gezogen. Die Geschichte spielt in Bath - einer kleinen Stadt in England - 1942 bzw. 1918. Bei einem Bombenangriff 1942 verschwindet der kleine Davy, auf den Frances aufgepasst hat. Gleichzeitig taucht plötzlich die Leiche ihrer vor 24 Jahren verschwundenen besten Freundin Wyn wieder auf. Durch die aktuellen Ereignisse kommen auch die Erinnerungen an ihre Kindheit und der Verlust von Wyn wieder hoch und Frances setzt sich sehr intensiv mit den Geschehnissen von damals auseinander. Am Ende nimmt die Geschichte einen doch sehr unerwarteten Ausgang. Katherine Webb erzählt spannend, sehr gefühlvoll und detailreich, so dass man sich wirklich gut in die Geschichte und das Leben reinversetzen kann. Auch der Wechsel zwischen den Zeiten ist gut gelungen. Aus meiner Sicht ist dieses Buch sehr empfehlenswert. Vielen lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH die mir ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Hab ich mir spannender vorgestellt!

Von: Giggi Datum: 30. November 2019

Ich denke, dass es in dieser Situation nicht sehr realistisch ist, sich über die Vergangenheit Gedanken zu machen, wo es doch hauptsächlich darum ging zu überleben und genug zu Essen zu haben... Es war relativ bald klar, wer der Mörder war. Fazit: leichte Lektüre, bei der einem das Denken abgenommen wird bzw leicht gemacht wird!

Katherine Webb gehört zu meinen Lieblingsautoren

Von: Hörbuchjunkie Uwe Datum: 11. November 2019

Katherine Webb gehört zu meinen Lieblingsautoren. Die Sprecherin Anna Thalbach ist für mich die beste Hörbuchsprecherin. Da wir 2016 zwei Tage in Bath verbracht haben, war meine Erwartungshaltung über die Beschreibungen der Stadt sehr hoch. Ich habe die gekürzte Fassung des Hörbuches ‚Die Schuld jenes Sommers‘ innerhalb von nur 3 Tagen gehört. Frances Parry ist von ihrem Ehemann getrennt und lebt wieder bei ihren Eltern in Bath. Sie kümmert sich um den kleinen Davy. Die Mutter des Jungen ist die alkoholkranke Schwester ihrer Freundin Wyn Hughes aus Kindertagen. In der Nacht auf den 25.April finden gleich mehrere Ereignisse statt. Bath wird bombadiert, die Leiche von Wyn wird freigelegt und der kleine Davy verschwindet. Frances erinnert sich an die Leichtigkeit des kindseins als 8 jährige und gleichzeitig begibt sie sich auf die Suche nach Davy. Mit jedem Tag wird es unwahrscheinlicher, dass er noch lebend gefunden wird. Jedoch ist die Suche nach dem wahren Mörder von Wyn die spannendere Geschichte. Das Thema ist immer noch ein Problem unserer Gesellschaft. Es ist ein historischer Roman der in zwei Zeitebenen spielt. Die erste erzählt von 1942, die zweite von 1918. Es existiert auch noch eine verschmähte Liebe aus jener ersten Zeit. Frances wird klar, dass sie ein scheinbar schlimmes Erlebnis verdrängt hat. Dieses muss an die Oberfläche damit das Rätsel gelöst werden kann. Flair von Bath wird nicht übermittelt. Mag sein dass dies daran liegt, dass ich nur die gekürzete Fassung des Hörbuches gehört habe. In anderen Romanen schafft es die Autorin, dass man sich mit den Hauptfiguren verbunden fühlt. Diesmal wirkt die Protagonistin kühl und fremd. Ich wurde nicht richtig warm mit ihr. Anna Thalbach spricht facettenreich. Sie hat viele Parts die sie wie eine 8 jährige sprechen muss. Das ist ihr zwar sehr gut gelungen, jedoch passt die Stimme nicht so ganz zur Figur. Dafür hätte ich mir eine weitere Sprecherin gewünscht. Dem historischen Hörbuch gebe ich 3,5 Sterne. Das Hörbuch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Hörverlag zur Verfügung gestellt. Dafür vielen Dank.

Perfekt

Von: Emotionbooksworld Datum: 20. October 2019

Katherine Webb Die Schuld jenes Sommers Hier wurde ein grandioser runder Roman der Extraklasse in Hörformat veröffentlicht. Die Erzählerstimme hätte passender nicht sein können. Perfekt! Der Roman ist auf zwei Zeitebenen aufgeteilt, die ideal miteinander verbunden sind. Die Protagonistin Frances hat vor dreißig Jahren ihre beste Freundin verloren. Wyn ist von jetzt auf gleich spurlos verschwunden und Frances fühlt sich auch heute noch mit verantwortlich. Sie passt seit ihrer Rückkehr nach Brain, hin und wieder auf den kleinen Davy auf dem sechsjährigen Neffen Wyns. Als Davy nach einem Bombardement spurlos verschwindet und Wyns Leichnam in den Trümmern gefunden wird glaubt Frances nicht an einen Zufall. Die Autorin versteht es meisterhaft ihre Leser zu fesseln. Ich war fasziniert und vollkommen gefangen in dieser inhaltsreichen und imposanten Geschichte. Die Protagonisten werden allesamt brillant beschrieben und sind fantastisch ausgearbeitet. Ich durfte die junge Frances ebenso erleben wie die Frau die sie dreißig Jahre später ist. Über die komplette Buchlänge legt sich eine magische Spannung, die mitreißend und einvernehmend ist. Hinzu wurde ich mit einem großartigen geschmeidig, fokkusiert und fliessenden Schreibstil verwöhnt. Ein wahrhaft gigantischer Roman der seinem Hörer eine unvergesslich Zeit schenkt und nachhaltig beeindruckt.