Rebecca Martin

Die vergessene Freundin

Die vergessene Freundin Blick ins Buch

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Frankfurt. Elisabeth Kramer, einst eine berühmte Schauspielerin, ist entsetzt als sie von den Plänen ihrer Nichte erfährt. Diese möchte eine Festschrift zum 90. Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon schreiben lassen. Elisabeths Vater gründete das Odeon einst, und die alte Frau fürchtet, dass mit den Recherchen ihre Vergangenheit aufgerührt wird. Eine Vergangenheit, die sie seit Jahrzehnten verdrängt hat - und damit eine lang zurückliegende Schuld … Die Geschichte nahm ihren Anfang im Jahr 1923 als die forsche und doch verletzliche Tonja in Elisabeths Klasse kam. Eine tiefe Freundschaft begann – und sie endete in einer Katastrophe.

Ein Freundschaft

Von: karoli_testet Datum: 05. March 2019

Es ist ein spannendes Buch. Die Kapitel in der Vergangenheit und in der Gegenwart spielen. Durch diese Erzählweise kommt sofort Spannung auf, die bis zum Schlussandauert. Man kann sich so richtig fallenlassen , und die Zeit vergessen.Man will das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Wer gefühlvolle Familiensagas mag, würde ich " Die vergessene Freundin " sofort weiterempfehlen.

Die vergessene Freundin

Von: Franziska K. Datum: 03. March 2019

Ein durchaus lesenswertes Buch über eine innige Mädchenfreundschaft Anfang des 20. Jahrhunderts und das Schicksal, welches diese zerbrechen lässt. Erzählt wird in zwei Handlungssträngen, wobei meines Erachtens die Figuren der Gegenwart etwas blass und widersprüchlich sind. Das wird aber durch die Geschichte der beiden Hauptprotagonisten weitestgehend wett gemacht. Zur Handlung will ich nicht mehr verraten als in der Zusammenfassung beschrieben. Das Buch hat einen schönen Spannungsbogen und man kann sich wirklich von der Geschichte mitreißen lassen. Zum Schluss möchte ich noch das wunderschön gestaltete Cover loben!

Die vergessene Freundin von Rebecca Martin.

Von: Simonatra Datum: 26. February 2019

Das Buch handelt von der Freundschaft zweier Frauen. Es wird größtenteils aus der Sicht der Elisabeth Kramer, genannt Elly, erzählt und spielt in verschiedenen Zeitepochen. Die Spannung in dem Buch wurde durch die Sprünge in den Zeitepochen lange gehalten, hat sich dadurch jedoch auch zu sehr in die Länge gezogen. Dies hat zur Folge gehabt, dass das Interesse das Buch zu lesen mit der Zeit abgenommen hat, da man zu lange auf die Auflösung gewartet hat, warum die Freundschaft der beiden Frauen beendet wurde. Der im Buch verwendete Schreibstil war unterhaltsam und hat mich persönlich angesprochen. Ich würde dieses Buch Frauen empfehlen, die gerne über frühere Zeiten lesen, in diesem Fall die 30er bis 70er Jahre des 20sten Jahrhunderts.

Solide aber nicht mehr

Von: Lissy Datum: 26. February 2019

Der Roman konnte mich persönlich leider nicht richtig überzeugen. Ich fand die Handlung zu vorhersehbar und auch mit den einzelnen Charakteren bin ich nicht wirklich "warm geworden". Meiner Meinung nach fehlt es der Geschichte insgesamt an Spannung und Tiefe. Dem Buch ist es nicht gelungen mich als Leserin zu fesseln. Positiv hervorzuheben ist die Sprache und der Schreibstil, die ich sehr angenehm fand. Auch die Gestaltung und Haptik des Einbandes sind ansprechend. Schön finde ich auch, dass die Handlung in Deutschland spielt. Insgesamt ist "Die vergessene Freundin" ein solides Buch, dass man durchaus lesen kann aber man verpasst auch nichts, wenn man es nicht gelesen hat. Ich habe schon einige Romane gelesen, die mir besser gefallen haben. Daher werde ich dieses Buch eher nicht an meine Freunde/Bekannten weiterempfehlen.

Eine lesenswerte Geschichte einer Freundschaft welche in einer Katastrophe endet

Von: ingalein Datum: 26. February 2019

Die Geschichte beginnt im Prolog mit den beiden Freundinnen - Elly und Tonja - in deren Freunschaft es zu einem schrecklichen Bruch kommt. Die Geschichte wir in zwei Zeitfenstern erzählt. Einmal in der Vergangenheit beginnend in den 1920iger Jahren und in der Gegenwart in der Zeit des 90. Jubiläums des Kinos Odeon. Welches in der Kindheit und Freunschaft der beiden Mädchen eine große Rolle spielt. Das Kino ist in der Anfangszeit der innigen Freundschft der Mädchen ihr Mittelpunkt und Liebelingsort.Elly und Tonja sind als Kinder unzertrennlich, obwohl sie aus unterschiedlich sozialen Verhältnissen stammen. Die Geschichte ist fesseln und einfühlsam geschrieben. Das Buch ist bis zum Ende spannend und man wird von den tragischen und berührenden Ereignissen und Momenten nicht mehr losgelassen. Rebecca Martin hat einen lebendigen und detailreichen Schreibstil. Ich habe schon 2 Bücher der Autorin gelesen und kann die Bücher von Rebecca Martin nur weiterempfehlen. Schön ist auch wie das Kino Odeon beschrieben wird. Im Inneneinband hat man auch ein sehr schönes Bild vom Kino und kann sich gut vorstellen wie die beiden Freundinnen sich dort wohlgefühlt haben. Alles in allem ein lesenwertes Buch der Autorin

Die vergessene Freundin

Von: Alegna Datum: 25. February 2019

Das Buch „Die vergessene Freundin“ von Rebecca Martin spielt in der Gegenwart sowie der Vergangenheit. Alle die Geschichten mit vielen Facetten lieben werden auch dieses Buch mögen. Es ist spannend geschrieben und man ist von der ersten Minute an gefesselt von der Geschichte. Die Handlung der Vergangenheit spielt zum großen Teil zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg. Es wird gut beschrieben mit was für Schwierigkeiten die Menschen zu kämpfen hatten. Und auch die schillernden Seiten der Vergangenheit kommen zum Ausdruck. Es handelt von der Freundschaft der wohl behüteten Elly und Tonja, die leider nicht so viel Glück hat. Von Freundschaft, Liebe und Eifersucht. Teile der Geschichte, die in der Gegenwart spielen, sind in meinen Augen überflüssig und anderes hat mir gefehlt. Ich hätte gerne mehr über die Protagonisten erfahren. Für mich hätte die Geschichte noch detailreicher sein können. Auch einige Fragen blieben für mich unbeantwortet. Aber alles in allem kann ich dieses Buch empfehlen. Kurzweilige Unterhaltung die auch mal zu tränen rührt.

Eine Vielzahl an Charakteren

Von: Lynn253 Datum: 25. February 2019

In Rebecca Martins neuem Roman „Die vergessene Freundin“ wechseln sich hauptsächlich zwei Zeitebenen ab - Gegenwart und Vergangenheit. Die zentrale Figur ist Elly Kramer, ehemalige Schauspielerin, die 2013 ein beachtliches Alter von 101 Jahren vorweist. Und die beharrlich über ihre Vergangenheit schweigt. In dieser Gegenwart beauftragt Ellys Nichte die junge Historikerin Carina damit, eine Festschrift anlässlich des 90. Jubiläums des Lichtspieltheaters der Familie zu verfassen. Doch Ellys Geschichte und die des Kinos sind untrennbar miteinander verbunden. Nachdem es von ihrem Vater gegründet wurde, hat sie einen Großteil ihrer Kindheit dort verbracht, hat ihre Leidenschaft für den Film gefunden und dort 1924 zum ersten Mal das Mädchen gesehen, das in den folgenden Jahren ihre beste Freundin sein sollte. Dieses Mädchen, Tonja, war gerade aus Berlin hergezogen und hat vor Kurzem ihren Vater verloren. Und in gewisser Weise auch ihre Mutter - die nicht mehr in der Lage war, für sich selbst zu sorgen geschweige denn für ihre Tochter. Während Tonjas Alltag von Entbehrung und der plötzlichen Last der Verantwortung geprägt ist, wächst Elly in einer wohlhabenden Familie sehr behütet auf. Diese ungleichen Verhältnisse, aber auch Ellys emotionale Abhängigkeit von ihrer besten und einzigen Freundin belasten die Beziehung der Mädchen. Trotzdem entsteht eine starke Freundschaft. Bis schließlich Geheimnisse zwischen sie kommen und Elly eine Entscheidung trifft, die eine Aussprache unmöglich macht. Die Erzählweise ist von starken Zeitsprüngen geprägt, auch innerhalb der Zeitebenen. So ging es beispielsweise von den 30er Jahren in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, in die Gegenwart und zurück zu den 30er Jahren. Dennoch gelang es mir gut, der Handlung zu folgen. Auch wird der Auflösung am Ende dadurch nicht Wesentlich vorweg gegriffen. Ein zentrales Thema ist die Schuld, die Elly auf sich geladen hat, das Ereignis, das das Ende der Freundschaft unwiderruflich besiegelt hat. Es wird nach einer ersten Andeutung im Prolog nicht weiter charakterisiert. Stattdessen scheint die ganze Geschichte darauf zuzulaufen. Der Gegenwart wird relativ wenig Erzählzeit eingeräumt, wodurch die darin verankerten Charaktere und vor allem ihre Beziehung zueinander für mich an Tiefe einzubüßen schienen. Insgesamt treten in dem Roman eine Vielzahl sehr unterschiedlicher, interessanter und vielschichtiger Charaktere auf, aus deren Sicht wechselweise erzählt wird. Ich fand es spannend, die verschiednen Blickwinkel und Schicksale zu verfolgen. Allerdings hätte der Roman wohl deutlich länger sein müssen, um ihnen allen gerecht zu werden. Bereits gleich zu Beginn des Romans wird man mit vielen verschiedenen Namen konfrontiert. So ist es nicht einfach, deren Beziehung zueinander zu erfassen zumal der Prolog einen ohne Einleitung mitten in den Konflikt zwischen Elly und Tonja hineinwirft. Die Sprache ist flüssig und angenehm zu lesen. Außerdem passt sie zu der Geschichte. Sehr gefallen haben mir auch die Details, die ein jeweils anschauliches Bild der Epoche zeichnen. Eine wichtige Rolle nimmt dabei die Geschichte des Kinos ein. So zeigt das familieneigene Lichtspieltheater zunächst Stummfilme begleitet vom Kinoorchester, später wird zu Tonfilmen gewechselt. Auch andere Aspekte kommen zum Tragen, wobei das politische Geschehen allerdings nur am Rande angedeutet wird. Ein letztes Wort noch Titel: Mir ist nicht ganz klar, weshalb der Roman „Die vergessene Freundin“ heißt - denn Elly mag ihre beste Freundin zwar verloren haben, vergessen hat sie sie jedoch nie.

Zurück in die Vergangenheit

Von: Chrissy Schnell Datum: 25. February 2019

Ich fande das Buch super, es hat mich in seinen Bann gezogen. Es ist eine fantastische Geschichte über die Freundschaft zweier Menschen. Am Anfang fand ich die Zeitwechsel ein bisschen verwirrend, aber man gewöhnt sich schnell daran. Der Schreibstil war frisch und verständlich, es hat Spaß gemacht das Buch zu lesen.

Lesenswert

Von: Brianna Datum: 25. February 2019

Die Geschichte einer Mädchenfreundschaft Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts und die Aufarbeitung der Vergangenheit fast 90 Jahre später. Spannend geschrieben und wunderbar umgesetzt. Ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen , immer wieder stellte sich mir die Frage wie geht es weiter. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen besonders Lesern die Familiengeschichten mögen.

Die (un)vergessene Freundin

Von: Ute T. Datum: 24. February 2019

2013: Carina wird beauftragt eine Festschrift zum 90. Jubiläum vom Lichtspieltheater Odeon zu schreiben. Elisabeth (genannt Elly) Kramer, die Tochter des Gründers ist inzwischen 100 Jahre alt. Sie wird gebeten aus der Vergangenheit zu berichten. Doch die berühmte Schauspielerin ist entsetzt. Immer wieder gibt es Rückblenden in die historische Vergangenheit.... Alles beginnt im Jahr 1924 als die 11jährige Elly ihre Freundin Tonja im Odeon kennen lernt. Eine schwierige, fassettenreiche Freundschaft beginnt. Die Lebensgeschichte von Elly hat viele Ebenen. Die Mädchen- bzw. Frauenfreundschaft, Liebe, Leid, ein großes Geheimnis. Hier möchte ich tatsächlich nicht zu viel vorweg nehmen. Ein flüssig geschriebenes Buch welches eintauchen lässt in die vergangene Zeit der Kinos.

Fesselnde Geschichte, nicht mehr aus der Hand zu legen!

Von: Lisa M. Datum: 23. February 2019

Ich fand die Handlung des Buches sehr fesselnd. Anfangs habe ich etwas gebraucht um in der Geschichte zu sein und auch um Zugang zu den Charakteren zu bekommen, aber dann konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen! Vor Allem haben mir die Teile der Geschichte gefallen, die den Leser mit in die Vergangenheit nehmen und besonders das Odeon konnte ich mir lebhaft vorstellen. Den Schreibstil mochte ich nicht so gerne, aber die Autorin hat es trotzdem geschafft mich mitzureißen. Auf jeden fall lesenswert!

Eine Freundschaft zwischen Licht und Schatten

Von: Vani Datum: 22. February 2019

Der Roman von Rebecca Martin ist eine wunderschöne seichte Unterhaltung - perfekt für uns Frauen und einen ruhigen Abend auf der Couch (oder die ein oder andere Stunde am Strand oder Pool). Im Buch wird man abwechselnd in die Vergangenheit um 1925 und die Gegenwart geführt. So entwickelt sich die Geschichte rund um Elly und ihre beste Freundin Tonja Schritt für Schritt. Die Sprünge in den Zeiten haben mir sehr gut gefallen - denn egal an welchem Handlungsstrang man gerade ist, man möchte immer unbedingt wissen, wie es "in der anderen Zeit" weitergeht. Denn nicht nur Elly spielt eine Hauptrolle in dem Buch. Auch Carina, die die Geschichte des Lichtspieltheaters Odeon festhalten soll, wird im Laufe der Erzählung eine Entwicklung durchleben. Die Geschichte ist spannend bis zum Schluss und man ahnt erst spät, welche Wendungen es in Ellys Leben gab.

Ein gelungenes Buch

Von: Sophie Datum: 22. February 2019

Rebecca Martin hat hier ein wirklich gut gelungenes Buch geschrieben, wer allerdings keine Zeitsprünge in Büchern mag oder gewohnt ist wird einige Zeit brauchen um sich einzufinden. Diese sind jedoch notwenig um die Geschichte zu der zu machen die sie ist, nämlich eine die durchaus auch in dem eigenem Umfeld vorkommen kann. Sei es in der eigenen Familie , der Freundin oder dem netten Nachbarn. Wer also mit Zeitsprüngen kein Problem hat kann sich über eine spannende, ergreifende und schöne Geschichte freuen die einen an der einen oder anderen Stelle zum schmunzeln oder zu Tränen bringen kann. Den einen Stern Abzug gibt es von mir dafür , dass sich das Buch manchmal etwas in die länge gezogen hat.

Ein "Frauenbuch"? Jein.

Von: hjmandel Datum: 20. February 2019

Klappentext: Frankfurt. Elisabeth Kramer, einst eine berühmte Schauspielerin, ist entsetzt als sie von den Plänen ihrer Nichte erfährt. Diese möchte eine Festschrift zum 90. Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon schreiben lassen. Elisabeths Vater gründete das Odeon einst, und die alte Frau fürchtet, dass mit den Recherchen ihre Vergangenheit aufgerührt wird. Eine Vergangenheit, die sie seit Jahrzehnten verdrängt hat - und damit eine lang zurückliegende Schuld … Die Geschichte nahm ihren Anfang im Jahr 1923 als die forsche und doch verletzliche Tonja in Elisabeths Klasse kam. Eine tiefe Freundschaft begann – und sie endete in einer Katastrophe. Soweit das, was der Verlag an Infos an interessierte Leser*innen rauslässt … Als ich das Buch zum ersten Mal in der Hand hatte, dachte ich sofort: „Ein Frauenbuch“. Das ist natürlich ein Klischee, aber das Cover ließ diese Assoziation in meinen Gedanken aufkommen. Und wenn man dieses Klischee „Frauenbuch“ heranzieht, dann könnte man auch vom Inhalt auf diese Idee kommen. Denn es ist nun mal ein actiongeladener Agententhriller, sondern eher ein „ruhiges“ Buch, ein „emotionales“ Buch. Vielleicht ein "Frauenbuch". Das heißt jedoch nicht, dass das ein Buch nur für Frauen ist. Ich habe es großteils mit großem Vergnügen gelesen. Grundsätzlich gibt es zwei Handlungsebenen: Die „Gegenwart“ in Form des Jahres 2013, in dem die Festschrift zum 90-jährigen Jubiläum des Kinos produziert werden soll und die „Vergangenheit“ – größtenteils die Jahre 1924 bis ca. 1933/34 umfassend. Teilweise gibt es auch noch Rückblenden in die 1950er und 1960er Jahre, das sind aber eher Randnotizen. Haupthandlung ist eindeutig die Handlungsebene „Vergangenheit“ – hier „spielt die Musik“ sozusagen. Hier entwickelt sich der Handlungs- und Spannungsbogen. Die Handlungsebene „Gegenwart“ scheint eher so eine Art Beiwerk zu sein. Als Rahmenhandlung sicherlich geeignet, aber maßgebliche Informationen für die Leserin oder den Leser gibt es aus dieser Handlungsebene so gut wie keine. Teilweise setzt die über 100-jährige Elly Kramer zu einer Erzählung an, die dann aber in der Vergangenheits-Ebene weitergeführt wird. Ansonsten entwickelt sich hier eine etwas kitschige Liebesgeschichte, die jedoch nichts zur eigentlichen Handlung beiträgt. Dadurch bleibt die Gegenwart relativ blass. Die Hauptpersonen sind aus meiner Sicht gut herausgearbeitet und entwickelt. Hier merkt man, dass die Autorin einiges an Mühe hineingesteckt hat und das tut dem Buch auch gut. Was mich ein wenig gestört hat, ist, dass man schon recht bald im Buch eine Ahnung bekommt, wie es weitergehen könnte bzw. worauf die Handlung letztendlich hinausläuft. Einen ersten Hinweis bekommt man schon nach zwei oder drei Seiten im Prolog. Trotzdem muss ich sagen, dass es am Ende doch ein wenig anders kommt als ich angenommen habe. Insofern fand ich es überraschend. Letztendlich sind es Kleinigkeiten, die dafür sorgen, dass die Freundschaft tatsächlich in einer Katastrophe endet, wie der Klappentext es beschreibt. Man fragt sich, ob es nicht auch ganz anders hätte laufen können – und die Antwort ist eindeutig: „Ja, hätte es“. Hat es aber nicht – insofern ist es eben so, wie es ist. Es ist okay. Ich fühlte mich beim Lesen insgesamt gut unterhalten, war zwischendurch aber schon ein wenig enttäuscht, weil ich dachte, ich wüsste, wie es ausgeht. Das nimmt mitunter auch die Lust am Lesen. Letztendlich habe ich es aber durchgelesen und bin zufrieden. Wenn ich das Buch mit einer Schulnote bewerten wollte, wäre das eine 3+ oder eine 2–3. Äquivalent hierfür sind knappe 4 Sterne, die ich gern vergebe.

Wer's mag

Von: Stefan Urban Datum: 20. February 2019

Eine Geschichte von zwei Freundinnen,die ihren Anfang in den 20iger Jahren nimmt.Erzählt wird die Geschichte von Elly (die ihren Hunderten Geburtstag schon vor einen Jahr feiern konnte) in der Rahmenhandlung der Historikerin Carina.Ein recht flüssig zu lesender Roman von Rebecca Martin,der alle Klischees erfüllt.Von allen was dabei.Liebe,Leidenschaft,Eifersucht,Leid,Glück & Tod.Kann man lesen,und schnell wieder vergessen.Wer den Film Titanic mit Rose & Jack mag,wird das Buch aber sicher lieben.

Eine außergewöhnliche Frauenfreundschaft

Von: Juliana Datum: 20. February 2019

Die Geschichte erzählt in zwei Zeitebenen. Einmal in der Gegenwart, dort ist die Historikerin Carina, die eine Festzeitschrift über das 90. Bestehen des Lichtspieltheaters Oreon schreiben soll. Die über 100 jährige Elisabeth Kramer, genannt Elly, Tochter des Gründers von Oreon, ist zuerst nicht begeistert in die Vergangenheit zu tauchen. Sie glaubt, dass viele verdrängte und ruhende Erinnerungen zu Tage kommen werden, oder ist es eine Chance nicht ausgesprochene Erlebnisse und Gefühle zu verarbeiten? Sie nutzt die Möglichkeit und erzählt ihre Biographie. Wir Leser merken wie eng die Geschichte vom Oreon und die Vergangenheit von Elly verwoben sind. Die zweite Zeitebene erzählt in der Vergangenheit. Das Buch beginnt im Jahre 1918 und beschreibt, wie zurückgezogen und schüchtern Elly ist.1924 kommt eine neue Mitschülerin in Ellys Schulklasse und eine wunderbare tiefe Freundschaft beginnt und die Geschichte endet in mit schweren Schuld. Die Protagonistin erzählt in verschieden Zeitabschnitten aus ihrem Leben. Dabei werden historische Ereignisse miteingebunden, ohne ins Detail zugehen. Die Autorin schreibt sehr flüssig und leicht, sodass die Geschichte fesselnd ist, obwohl sie sehr durchsichtig ist. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, weil ich gerne wissen wollte, wie es zu der Ausgangssituation gekommen ist. Die Charaktere fand ich sehr gut beschrieben und ich konnte mich sehr gut in Elly einfühlen, habe mit ihr gehofft, gebangt und ihre Reaktionen gut verstehen können. Das war mein erster Roman von Rebecca Martin. Ich habe das Buch verschlungen und war begeistert, obwohl das Ende der Geschichte schon in den ersten Seiten erkennbar war.

Die vergessene Freundin?

Von: hannelore Datum: 19. February 2019

Als Tonja in das Leben der elfjährigen Elly tritt, ahnen beide Mädchen nicht, wie entscheidend sich ihre Lebensgeschichten dadurch beeinflussen werden. In jungen Jahren verbringen die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Tonja ( Mutter: alleinerziehend, krank und dem Alkohol verfallen) und die aus besserem Haus stammende Elly den Großteil ihrer Freizeit im Kino Odeon, welches Ellys Vater gehört. Das ändert sich, als die Mädchen zu jungen Damen heranwachsen und Ellys bester Freund aus Kindertagen, Corbin, wieder nach Frankfurt zurückkehrt. Welches Fügungen auf Tonja, Elly und Corbin warten bzw. wie diese mit Schicksalsschlägen und ihrer Freundschaft umgehen, davon erzählt ein Großteil des Buches. Ein zweiter Handlungsstrang ist die Herausforderung für Carina Wahlsberg, anlässlich des 90. Jahrestages des Odeons eine Festschrift zu erstellen. Dazu stehen ihr unzählige vollgestopfte Kisten mit Material als Archiv zur Verfügung. Die Festschrift wurde übrigens von Alena in Auftrag gegeben, die im Haus ihrer Tante Elly wohnt. Wie es Carina gelingt, dass sich die über hundertjährige Elly als Zeitzeugin äußert, müssen Sie schon selbst nachlesen. Mir hat der Handlungsverlauf gut gefallen, allerdings fand ich es sehr anstrengend, zwischen den verschiedenen Handlungszeiten ständig hin und her zu springen. Dadurch brauchte ich erst einmal ca. 50 Seiten, um in das Thema einzusteigen. Dann konnte ich aber flüssig lesen. Teilweise war ich von der Rahmenhandlung (Verfassen der Festschrift) mehr gefangen, als von den Wirren der Beziehung zwischen Elly und Tonja. Alles in allem ein lesenswertes Buch, wenn man keine Probleme mit ständigen Zeitsprüngen hat.

Die vergessene Freundin

Von: Tanja Datum: 18. February 2019

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die beiden Freundinnen sind sehr gut beschrieben, die Geschichte ist gut erzählt. Die Liebesgeschichte in der Jetzt Zeit hätte nicht sein müssen, dies fand ich nicht ganz so wichtig für die eigentliche Geschichte. Mir hätte es gut gefallen noch etwas von Tonjas Geschichte zu erfahren, leider geht es ja nicht. Alles in allem ein durchaus lesenswertes Buch.

Das dramatische Ende einer Freundschaft

Von: hereIam-Andrea Datum: 18. February 2019

In dem Roman „Die vergessene Freundin“ von Rebecca Martin dreht es sich um die Lebensgeschichte der ehemals berühmten Schauspielerin Elly Kramer. Das Buch beginnt in der Vergangenheit der 1930er Jahre mit einem dramatischen Zusammentreffen zweier Freundinnen in einem Kino und wechselt dann in die Zeit, als die beiden Freundinnen Tonya und Elly sich im Nachkriegsdeutschland kennen lernen. Es wird die Geschichte der Freundschaft der beiden aus sehr unterschiedlichen Schichten stammenden Mädchen erzählt, die schon bald unzertrennlich sind. Zwischenzeitlich wechselt der Roman dann immer mal wieder in die Gegenwart, wo Elly Kramer bereits hochbetagt ist. Ihre Nichte möchte von der Historikerin Carina eine Festzeitschrift über das Kino schreiben lassen und im Zuge dessen versucht die Historikerin, mit der alten Dame in Kontakt zu kommen. Dies erweist sich aber als schwierig, da es im Leben der ehemaligen Schauspielerin Elly scheinbar ein Geheimnis gibt. Das Buch ist gut aufgebaut und erzählt die Geschichte der Freundschaft der beiden Mädchen und geht dabei auch auf die Gedanken der zwei ein, die, wie bereits beschrieben, einen sehr unterschiedlichen familiären Hintergrund haben. Das Buch hat mich überaus schnell in seinen Bann gezogen und die Geschichte wird durchgängig gut und plausibel beschrieben. Das Leben der beiden Mädchen zwischen zwei Weltkriegen ist geprägt von dem Reichtum der einen Familie und gestaltet sich deutlich einfacher, als man es in der Zeit vermuten sollte. Bis die Armut des anderen Mädchens dafür sorgt, dass die Freundschaft erste Risse bekommt und durch das Auftauchen eines Mannes dann nahezu zum Erliegen kommt. Dazwischen gibt es immer wieder „Ausflüge“ in die Gegenwart, wo noch eine kleine Nebengeschichte erzählt wird. Wie bereits erwähnt, bin ich sehr schnell in diese spannende Geschichte eingetaucht und konnte die Handlungen der beiden Hauptcharaktere gut nachvollziehen. Viele kleine, interessante Elemente haben das Buch für mich zu einem Lesegenuss gemacht, den ich an dieser Stelle gerne empfehle. Aufgrund der guten Geschichte und des flüssigen Schreibstils bekommt dieses Buch von mir 5 von 5 Sternen.

Kurzweilig

Von: Alexa Datum: 18. February 2019

Eine kurzweilige Geschichte zweier Freundinnen in verschiedenen Zeitebenen. Mitreißend zu lesen und interessant zu erleben, wie das gesellschaftliche Leben um 1920/30 vonstatten ging. Sehr empfehlenswert

FREUNDINNEN

Von: Andrea Schmid Datum: 16. February 2019

Die vergessenen Freundin von Rebecca Martin. Erschienen im Diana Verlag .Die Autorin Rebecca Martin reist leidenschaftlich gerne liebt Geschichte und schreibt sehr gerne darüber .Das merkt man auch in ihren wunderschönen Romanen. Daher lese ich ihre Bücher sehr gerne. Auffallend schön finde ich das Buchcover und die besondere Aufmachung des Buches. Innen, in der aufklappbaren Seite ,ein beeindruckender historischer Kino/ Theatersaal, passend zur Geschichte des Buches. Das Buchcover lädt zum Träumen ein und man fühlt sich mit dem Blick aus dem Fenster, auf ein wunderschönes Anwesen sofort zurückversetzt in eine andere Zeit Frankfurt am Main: Elisabeth Kramer ,genannt Elli, ist überhaupt nicht begeistert von den Plänen ihrer Nichte, eine Festschrift schreiben zu lassen anlässlich des 90. Jubiläums des Lichtspieltheaters, das Odeon .Der Vater von Elli gründete einst das Kino und an diesem Ort wurde Elli auch groß. Nun hat die alte Dame aber Angst, das sie dadurch zu sehr an ihre Vergangenheit erinnert wird, die sie bis dahin verdrängt hat ,denn in den 20er Jahren lernte Elli im Kino Tonja kennen. Tonja stammt aus ärmlichen Verhältnissen und lebt alleine mit ihrer kranken Mutter .Elli kommt aus einem sehr guten und behüteten Elternhaus. Beide freunden sich an auch wenn die Mädchen unterschiedlicher nicht sein könnten. Für Elly gibt es nur zwei wichtige Freunde in ihrer Kindheit, Tonja und Corbin. Als er später nach Frankfurt zurückkehrt und Tonja ihn kennen und lieben lernt, beginnt die Freundschaft zwischen Elly und Tonja zu Brechen. Ein Schicksalsschlag lässt die beiden Freundinnen erstmal wieder einander näher kommen, doch dann passiert das Unfassbare und ihre Freundschaft droht zu zerbrechen Mit dem wunderschönen Roman ,Die vergessene Freundin, hat die Autorin eine spannende Geschichte in zwei Zeitebenen geschrieben .Ich persönlich mag das sehr gerne ,denn das gestaltet das Lesen sehr abwechslungsreich. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und ich konnte das Buch schwer zur Seite legen .Beide Zeitgeschichten im Wechsel haben mir sehr gut gefallen. Eine tragische aber auch wundervolle Geschichte die sich über mehrere Generationen zieht und mich berührt hat.5 Sterne

Gelungener Roman um Liebe und Freundschaft

Von: Isa Schornstein Datum: 16. February 2019

Der Wechsel von Vergangenheit und Gegenwart macht den Roman spannend und den Leser neugierig, wie es weitergeht. Die Zeit des Stummfilms und der ersten vertonten Filme sowie das Leben der Schauspieler fliesst in die Geschichte ein, die dadurch unterhaltsam und interessant wird. Auch die politischen Gegebenheiten spielen eine Rolle und bringen die Geschichte voran. Bis nach Amerika führt die wechselvolle Lebensgeschichte von Elly den Leser. Es geht sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart um Freundschaft und um Liebe. Ein rundum gelungener, empfehlenswerter Roman.

Interessante Reise in die Vergangenheit

Von: Ebbi Datum: 15. February 2019

Das Buch liest sich sehr flüssig und ist zu keinem Punkt langweilig. Dem Handlungsverlauf kann man trotz der Zeitsprünge gut folgen. Das Buch ist eine nette Unterhaltung und lesenswert.

Eine Reise in die Vergangenheit

Von: Itzybiene Datum: 14. February 2019

Die vergessene Freundin von Rebecca Martin ist ein spannendes Buch, das einen von Anfang an in den Bann zieht und bis zum Ende nicht mehr los lässt. Da die einzelnen Kapitel mal in der Vergangenheit und mal in der Gegenwart spielen, baut sich die gesamte Geschichte nach und nach wie ein Puzzle zusammen. Durch diese Erzählweise kommt sofort Spannung auf, die bis zum Schluss andauert. Man will das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen.

bedingt empfehlenswert

Von: Booklover Datum: 14. February 2019

Über den Inhalt des Buches haben sicherlich schon andere Rezensenten genug geschrieben. Die Geschichte des Buches spielt mehr oder weniger in zwei Zeitsträngen, in der Vergangenheit, größtenteils den Zwanzigern, und in der heutigen Zeit. Es wird oft hin- und hergesprungen zwischen diesen beiden Zeiten, gegen später tauchen auch noch kurze Episoden in den Fünfzigern und Sechzigern auf, die aber nur einige Seiten füllen. Das klingt verwirrend, ist aber alles in allem gut nachvollziehbar. Mich hat die Geschichte Ellys und Tonjas in der Vergangenheit deutlich mehr in den Bann gezogen als das der Carina in der Gegenwart. Carinas Geschichte und (emotionale) Erlebnisse werden immer wieder angerissen, wiederholt, aber nie wirklich vertieft. Ganz ehrlich, das hat mich im Verlauf des Buches eher genervt als angesprochen. Das hätte es nicht gebraucht, um die Geschichte der "vergessenen Freundin" zu erzählen. Was ich außerdem sehr schade fand war, dass nichts über das weitere Leben von Tonja zu erfahren ist. PS: Warum heißt der Titel des Buches eigentlich "Die vergessene Freundin"? War sie je vergessen?? Ein nettes Buch, leicht zu lesen, bedingt empfehlenswert.

Naja

Von: ekdalfan Datum: 14. February 2019

Hey zusammen in diesem Buch geht es grob um zwei Freundinnen und ihr leben früher und heute. Und eine rettung des Odeon spielt auch noch eine Rolle. Ich habe das buch jetzt zur Hälfte durch und musste es leider abbrechen. Die Geschichte konnte mich nicht wirklich mitnehmen. Trotz manch gewollten Spannungsaufbau fand ich es keineswegs spannend. Auch die Sprünge zwischen den Jahren fand ich nervig weil ich der Geschichte dadurch kaum folgen konnte. Daher von mir nur zwei Sterne

Ein Roman über eine vergessene Freundschaft..

Von: sk Datum: 14. February 2019

Klappentext: Frankfurt. Elisabeth Kramer, einst eine berühmte Schauspielerin, ist entsetzt als sie von den Plänen ihrer Nichte erfährt. Diese möchte eine Festschrift zum 90. Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon schreiben lassen. Elisabeths Vater gründete das Odeon einst, und die alte Frau fürchtet, dass mit den Recherchen ihre Vergangenheit aufgerührt wird. Eine Vergangenheit, die sie seit Jahrzehnten verdrängt hat - und damit eine lang zurückliegende Schuld … Die Geschichte nahm ihren Anfang im Jahr 1923 als die forsche und doch verletzliche Tonja in Elisabeths Klasse kam. Eine tiefe Freundschaft begann – und sie endete in einer Katastrophe. Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover macht Lust, in das Buch reinzuschauen! Zusehen ist ein Erker einer alten Villa. Im Hintergrund sieht man eine schöne Landschaft, auf die man doch jeden Tag gerne rausschaut. Im Vordergrund steht ein kleiner, runder Tisch mit einer Zeitung, sowie einem Stuhl vor dem rote Pumps stehen und auf dessen Lehne eine rote Federboa liegt. Zum Inhalt: Im Jahr 2013 möchte die Historikerin Carina zum 90. Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon eine Festschrift fragen. Zu ihrer Recherche befragt sie ihre 101-jährige Tante Elly befragen, doch diese ist über die Pläne ihrer Nichte nicht begeistert. Durch die Gespräche mit ihrer Nichte kommt Elly wieder mit ihrer eigenen Lebensgeschichte in Berührung und muss sich so mit ihrer Vergangenheit stellen. Eine Vergangenheit, die sie seit Jahrzehnten verdrängt hat. Die Geschichte nahm ihren Anfang im 1924, als Tonja in Ellys Schulklasse kommt. Trotz unterschiedlicher Charaktere und Milieus stammend, freunden sie sich an. Ellys Vater gehört das Odeon, ein prachtvolles Lichtspielhaus in Frankfurt am Main, während sich Tonja in eher prekären Verhältnissen mit einer kranken Mutter befindet. Die beiden Mädchen werden unzertrennlich, doch die Liebe zu einem Mann wird ihre Freundschaft verändern. Dieser Roman thematisiert nicht nur Freundschaft, sondern auch Liebe, Konflikte, Verrat, Schmerz, Verlust, Theater, Filme, und zu meiner Freude auch die damalige Gesellschaft. Zum Schreibstil: Die Autorin Rebecca Martin hat einen sehr tollen Schreibstil. Dieser ist detailreich, fesselnd, gefühlsvoll und lebendig. Der überaus fesselnde Schreibstil reißt einen wirklich mit, man taucht sofort in die Handlung ein. Bei einem guten Schreibstil fliegen die Seiten fast nur so dahin, doch gibt es in diesem Buch auch manche Stellen, die sich ziemlich in die Länge gezogen haben. Rebecca Martin erzählt diese Handlung in zwei Handlungssträngen. Zum Einem in der Gegenwart im Jahre 2013, in dem Ellys Nichte den Auftrag für die Festschrift erhält, zum Anderen Ellys früheres Leben. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen eindeutig Elly und Tonja, daher nimmt der Handlungsstrang in der Vergangenheit den größeren Teil des Buches ein. Dieser beginnt mit einem Prolog im Jahre 1934, doch die eigentliche Handlung beginnt 1918 mit der Gründung des Lichtspieltheaters Odeon. Außerdem gibt es einige Episoden in den Jahren 1955, 1966 und 1992. Dabei werden auch einige historische Ereignisse erwähnt und bilden den Hintergrund für die Handlung, ohne dabei groß ins Detail zu gehen. Allerdings muss ich zugeben, dass mich die Zeitsprünge manchmal etwas irritiert und daher aus dem Lesefluss gebracht haben. Die beiden Protagonistinnen, Elly und Tonja, sind sehr gut gezeichnet und ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung ist gut erkennbar und glaubwürdig. Da der Mittelpunkt doch auf die beiden ehemaligen Freundinnen liegt, sind andere Charaktere vor allem aus der Gegenwart eher blass. Dieses Buch ist in insgesamt einem Prolog, 83. Kapitel und einem Epilog unterteilt. Das Buch bietet zudem im Innband ein Prunkkino. Mein Fazit: „Die vergessene Freundin“ ist ein schöner Roman um eine Freundschaft, die in schwierigen Zeiten zu bestehen versucht. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung! Danke an das Bloggerportal und dem Diana - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Freundschaft mit Höhen und Tiefen

Von: Ani Datum: 13. February 2019

Schon ab dem ersten Kapitel wird der Leser abgeholt und mitten in die Geschichte gebracht, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Eine Geschichte über eine tiefe Freundschaft zweier Mädchen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Trotz ihrer starken Verbundenheit scheint die gemeinsame heile Welt nach und nach zu bröckeln... Im gesamten Buch steigert sich die Spannung bis hin zum Schluss, der erst eine Auflösung bringt. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Charaktere mitten aus dem Leben und (meist) sympatisch. Vier Sterne nur, weil ich die Haupterperson, Elly Kramer, leider irgendwann weniger mochte, alls die anderen Charaktere. An keiner Stelle kommt die Geschichte ins Stocken, sondern bleibt super im Fluss und es passiert immer wieder etwas Überraschendes. Auch unerwartete Wendungen der Charaktere bringen immer wieder frischen Wind in die Erzählung. Dieses Buch ist wirklich lesenswert, für jeden, der Geschichten über Freundschaft, Liebe und vielleicht auch falsche Entscheidungen im Leben mag.

"Die vergessene Freundin"

Von: Krysia Fischer Datum: 13. February 2019

Die Thematik - Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts im Spiegel einer besonderen Mädchenfreundschaft - hatte mein Interesse geweckt. Leider bleiben Handlung und Hauptfiguren seltsam blass. Es gelang mir nur schwer, eine eigene Vorstellung von und eine Beziehung zu den Figuren zu entwickeln. Die Handlung wirkt zuweilen etwas zu konstruiert, wodurch die Glaubwürdigkeit der gesamten Geschichte beeinträchtigt wird. Des Weiteren drängt sich mir der Eindruck auf, dass die Textqualität unter einem zu hohen Arbeitstempo der Autorin gelitten hat.

Ein sehr lesenswertes Buch

Von: Andrea Datum: 12. February 2019

Das Buch "Die vergessene Freundin" von Rebecca Martin spielt auf verschiedenen Zeitebenen. Den größten Anteil haben die 1920er und 1930er Jahre in Frankfurt, in denen von der Freundschaft zwischen den beiden Protagonistinnen Elly und Tonja berichtet wird. Dies geschieht zumeist in Form von Rückblenden aus der heutigen Zeit, in der Carina, eine junge Frau, eine Festschrift zum 90. Jubiläum des Odeon Kinos, das seinerzeit von Ellys Vater eröffnet wurde, schreiben soll und in diesem Zusammenhang auch die inzwischen 100jährige Elly interviewt.. Das Buch hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich mochte es kaum aus der Hand legen. Ich mag Bücher, die auf verschiedenen Zeitebenen spielen und es war nicht mein erstes Buch der Autorin. Der Schreibstil hat mir gefallen, die Spannung wird bis zuletzt aufrecht erhalten, wenn man erfährt, welche "Schuld" Elly auf sich geladen hat, und man lernt nebenbei etwas über die 1920er und 1930er Jahre in Deutschland. Empfehlen würde ich das Buch allen Fans von Lucinda Riley, Corina Bomann und Katherine Webb!

best friends forever?

Von: AlterEgo Datum: 12. February 2019

Elly, die sorgenfreie und verwöhnte Tochter des Kinobesitzers Anton Kramer hat keine Freundinnen. Das ändert sich 1923, als die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Tonja in Ellys Klasse kommt. Die beiden werden beste Freundinnen und wachsen gemeinsam auf. Doch die Freundschaft wird nicht ein Leben lang halten. Der Prolog lässt darauf schließen, dass etwas Schlimmes passiert ist. Doch was? Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Anfang des letzten Jahrhunderts sind Elly und Tonja unzertrennlich. Sie verbringen viel Zeit im Odeon, dem Kino, mit dem Ellys Vater den Wohlstand der Familie sichert. Ein Kinobesuch war damals etwas Besonderes und wird von Rebecca Martin sehr schön beschrieben. Wer erinnert sich denn noch an die Stummfilmzeit und die Begleitmusik durch das Kinoorchester? Diese Erinnerung soll in der zweiten Zeitebene mit einer Festschrift zum 90. Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon bewahrt werden (lt. Seite 32 das 95. Jubiläum?). Ellys Nichte beauftragt Carina die Geschichte des Odeons zu recherchieren und aufzuschreiben. Elly ist jetzt bereits 101 Jahre alt und ist gegen das Projekt. Es ist offensichtlich, dass Elly sich nicht mit der Vergangenheit beschäftigen möchte und befürchtet, dass etwas lang Verdrängtes ans Tagelicht kommen könnte. Mir hat sehr gut gefallen, dass die beiden Zeitebenen durch den Garten der Kramerschen Villa miteinander verbunden sind. Dort blühen die Himbeeren und Brombeeren genauso schön wie vor fast 90 Jahren. Dort steht auch das Gartenhaus, in dem Carina die in Kartons aufbewahrten alten Schriftstücke und Bilder sortiert und die Vergangenheit zum Leben erweckt. Weniger gefallen hat mir, dass ich für Elly keine Sympathie aufbringen konnte. Sie konzentriert ihr gesamtes Sein nur auf Tonja. Den Empfindungen anderer Menschen steht sie völlig gefühllos gegenüber. Im Leben spielt sie ihrer Umwelt eine Rolle vor, je nach dem was von ihr erwartet wird beziehungsweise was ihr am meisten Nutzen bringt. Ein schönes Cover, aber noch schöner finde ich die Darstellung des Lichtspieltheaters mit dem prunkvollen Charme der vergangenen Zeit auf der Innenseite. Der Roman ist sehr unterhaltsam und auch spannend und ich kann ihn weiterempfehlen.

Fesselnd

Von: Sarah Datum: 11. February 2019

Sehr spannende Story, die mich gefesselt hat. Tolle Beschreibung der Figuren und herzberührendes Ende!

Eine berührende Geschichte über eine schwierige Freundschaft

Von: Literaturblogsaarland Datum: 11. February 2019

Frankfurt. Elisabeth Kramer, einst eine berühmte Schauspielerin, ist entsetzt als sie von den Plänen ihrer Nichte erfährt. Diese möchte eine Festschrift zum 90. Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon schreiben lassen. Elisabeths Vater gründete das Odeon einst, und die alte Frau fürchtet, dass mit den Recherchen ihre Vergangenheit aufgerührt wird. Eine Vergangenheit, die sie seit Jahrzehnten verdrängt hat - und damit eine lang zurückliegende Schuld … Die Geschichte nahm ihren Anfang im Jahr 1923 als die forsche und doch verletzliche Tonja in Elisabeths Klasse kam. Eine tiefe Freundschaft begann – und sie endete in einer Katastrophe. Vita : Rebecca Martin studierte Englisch und Deutsch in Frankfurt am Main und in Dublin, Irland. Ihre Leidenschaft gehört dem Reisen und dem Schreiben. Ihr Roman "Die verlorene Geschichte" gelangte sofort nach Erscheinen auf die SPIEGEL-Bestsellerliste, gefolgt von "Der entschwundene Sommer", "Die geheimen Worte" und "Das goldene Haus". Die Autorin lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf im Nahetal. Ich bin ja ein bekennender Anhänger der Bücher von Rebecca Martin und konnte kaum abwarten, mit dem Lesen ihres neuesten Romanes zu beginnen. Der Klappentext hat mich ebenfalls wieder sehr neugierig auf die Geschichte gemacht. Diesmal nimmt uns die Autorin mit nach Frankfurt am Main. Carina Wahlsberg, die gerade ihr Studium abgeschlossen hat, bekommt den Auftrag, eine Festschrift zum 90.Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon zu schreiben. Ihre Tante Elly, deren Vater das Kino gründete, ist entsetzt. Zuvieles von der Vergangenheit würde durch die Recherchen ihrer Nichte aufgerührt und alte Wunden wieder aufreissen. Elly hat vor vielen, vielen Jahren eine schwere Schuld auf sich geladen, die jetzt wieder ans Tageslicht gezerrt würde. Alles begann im Jahre 1924, als die junge Elly eine neue Mitschülerin namens Tonja bekommt. Und so nimmt die Geschichte ihren verhängnisvollen Lauf. Rebecca Martin schafft es immer wieder, dass man als Leser sofort in die Geschichte versinken kann. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal begleiten wir die Schauspielerin Elly ab 1918 durch ihr Leben und wir recherchieren mit Carina im Jahre 2013. Ich war wieder einmal restlos begeistert von der Geschichte, insbesondere auch vom fantastischen Schreibstil von Rebecca Martin. Ich konnte gar nicht anders, wie das Buch in einem Rutsch zu lesen und mich komplett in die Geschichte fallen zu lassen. Für mich war dieses Buch das bisherige Lesehighlight in 2019. Wie gerne würde ich im Odeon, diesem einmaligen Kino, einmal einen Abend verbringen. Ich vergebe hier die Höchstbewertung von 5 Sternen.

Ein packendes Buch

Von: Kuhmuh Datum: 10. February 2019

Es hat mich voll überzeugt. Am Anfang weiß man nicht wohin die Reise geht und dann hat sie ein einfach mit genommen. Auf eine wunderschöne,faszinierende Reise abwechselnd ins heute ,aber vor allem in die Zeit wo der Stummfilm so atemberaubend für die Menschen damals war, wie heute 3D Kino für uns. Das hin und her immer genau an der richtigen Stelle und interessant das es sowohl damals wie auch heute schon die gleichen Probleme gab, ... , Freundschaft, aber vor allem zeigt einem die Geschichte wie wichtig reden ist und zwar mit einander und nicht aneinander vorbei, mich hat das Buch total angeregt ,wie schön auch die damalige Zeit gewesen ist trotz krieg und Armut... ich werde es garantiert noch das eine oder andere mal nochmals lesen, Dankeschön fürs lesen dürfen

Was bedeutet Freundschaft?

Von: Skyhopser Datum: 10. February 2019

Elly ist zurückhaltend und stammt aus gutem Haus. Ihrem Vater gehört das Lichtspielhaus Odeon in Frankfurt am Main. Tonya, Ellys einzige Freundin, hingegen lebt in ärmlichen Verhältnissen und muss sich um ihre alkoholkranke Mutter kümmern. Dennoch verbindet beide Mädchen eine tiefe Freundschaft. Seite an Seite wachsen sie zu jungen Damen heran. Doch als Ellys Kamerad aus Kindertagen, Corbin Harloff, nach Frankfurt zurückkehrt, beginnt sich ein feiner Riss durch die Freundschaft der beiden Mädchen zu ziehen. Tonya fühlt sich zu dem charismatischen jungen Mann hingezogen. Die wachsende Liebe von Corbin und Tonya führt zum Bruch zwischen den Freundinnen. Erst ein furchtbarer Schicksalsschlag bringt sie einander wieder näher. Bis etwas geschieht, was ihre Freundschaft auf die härteste Probe stellt …. Ich habe in den letzten Wochen viele Bücher gelesen die Anfang des 1900 Jahrhundert gespielt haben. Und ich habe mich sehr auf eine Geschichte gefreut, die als Rahmenhandlung die ersten Lichtspielhäuser einbindet. Ich habe mich darauf gefreut in die Welt der Stummfilme, der Kinoorchester, der großen Stars, der üppig ausgestatteten Lichtspielhäuser, den Glanz und Glamour der alten Zeiten einzutauchen. Doch es gelang mir durch diesen Roman nicht. Denn die Erzählung bleibt stets sehr oberflächlich und ich konnte keine Atmosphäre spüren und mich auch nicht in die Geschichte fallen lassen. Mit der Hauptprotagonistin Elly erging es mir leider nicht besser. Ich verstand diese Figur einfach nicht. Sie wächst als verwöhntes Kind einer gutsituierten Familie auf. Von klein auf hat sie Schwierigkeiten Freundschaften zu schließen. Dann schafft es der etwas ältere Corbin sie als Freundin zu gewinnen. Elly beginnt sich zu öffnen, Corbin ist das wichtigste für sie, doch Corbins Familie verlässt Deutschland. Elly und Corbin bleiben jedoch in Briefkontakt. Kurz darauf kommt Tonya in Ellys Klasse. Die Mädchen freunden sich an – Corbin wird schnell vergessen und fallengelassen. Zu Tonya unterhält Elly nun eine sehr enge, für mich fast bedrohliche Beziehung. Elly ist von Tonya fast besessen. Auch ist sie extrem eifersüchtig, diese Eifersucht richtet sich sogar gegen den Hund ihrer eigenen Mutter. Ich konnte Ellys Verhalten nicht wirklich nachvollziehen. Ich mochte sie auch nicht. Sie war mir einfach unheimlich. Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt. Die Vergangenheit ist noch der interessantere der beiden Erzählstränge. Die Gegenwart plätschert meist nur so dahin, ist langatmig und streckenweise sogar langweilig. Der furchtbare Schicksalsschlag und die Bewährungsprobe der Mädchenfreundschaft beginnt erst auf den letzten 100 Seiten des Buches in Fahrt zu kommen. Der Inhalt des Buches ist die Frage, was zwischen Elly und Tonya vorgefallen ist. Als es dann so weit ist, ist die Geschichte auch schon zu Ende. Für mich stimmt die Gewichtung in diesem Buch nicht. Was sehr bedauerlich ist, denn aufgrund der vielen Ideen von Rebecca Martin, hätte es eine tolle Erzählung werden können. Ich bin doch ziemlich enttäuscht von Rebecca Martins Buch „Die vergessene Freundin“. Ich habe aufgrund des Klappentextes und der bisher außerordentlich guten Bewertungen einfach etwas ganz anderes erwartet.

Eine spannende Geschichte

Von: Anja M. Datum: 08. February 2019

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt, sprach mich der Umschlag gleich an. Es wird spannend, fang an mich zu lesen. Das tat ich und die Geschichte fesselte mich sogleich. Vom anfänglichen Vorstellen der Personen, über die geheimnisvolle Geschichte bis zum Ende bzw der Auflösung. Ich hatte spannende Lesestunden und würde es weiterempfehlen. Einziger Kritikpunkt: es ist unglücklich auf den Seiten abgedruckt.

Interessanter Roman aus der Zeit, als die Bilder laufen lernten...

Von: Kathrin Nievelstein Datum: 07. February 2019

Inspiriert von Besuchen bei ihren Großeltern nimmt uns die Autorin Rebecca Martin mit in die Anfänge des Kinos – die Zeit, als noch Stummfilme mit Orchester in prachtvollen Kinosälen gezeigt wurden und der Tonfilm erst nach und nach seinen Platz beim Publikum fand. Tragende Protagonistin ist Elly (Elisabeth Kramer), die wir in ihren jungen Jahren als schüchternes, eigenwillges Mädchen kennenlernen, die zu niemandem richtig Anschluss findet außer zu dem Jungen Corbin und einige Jahre später zu ihrer neuen Mitschülerin Tonya. Mit dieser verbindet sie bald eine ganz enge Freundschaft, obwohl hier zwei Welten (arm & reich) aufeinandertreffen. Im Laufe des Buches kann man sogar von einer Abhängigkeit oder vielleicht auch zarten Liebe von Seiten Ellys sprechen... aber dieses Empfinden wird von der Autorin nicht geschürt, sondern entsteht sicherlich nur im Auge des Lesers... oder doch? „'Ja, das ist wirklich ein Glück', füge Elly hinzu und starrte dann mit zusammengekniffenen Augen in den dunkelblauen Himmel hinauf. Das Einzige, was sie sich wünschte, war, dass Tonja immer bei ihr sein würde. Sie war bereit, alles dafür zu tun.“ (S. 163, Mitte) Während wir Elly in ihrer Jugend, Schulzeit und späteren Berufstätigkeit begleiten, switchen wir immer wieder in die Gegenwart zu Ellys Nichte Alea und Neffen Tom sowie zu der Historikerin Carina, welche den Auftrag erhält, eine Festschrift über das alte, prachtvolle Odeon-Kinotheater zu schreiben, welches seit sich seit über 100 Jahren in der Familie Ellys befindet und von ihrem Vater gegründet wurde. Thematisch nimmt sich die Autorin eines packenden Zeitgeschehens an: auch ich liebe alte Stummfilme, kann mich noch heute über Stan & Ollie beömmeln und wünsche mir manchmal noch einen prunkvollen Kinosaal mit dieser besonderen Stimmung herbei. Rebecca Martin nimmt uns mit ihrer anschaulichen Sprache gekonnt in die Zeit rund um die 30iger Jahre in Frankfurt mit und es macht Spaß, aus Sicht von Carina diese alte Zeit aus dem Mund einer Zeitzeugin (Elly) zu erfahren. Und auch das subtile Lenken der Lesergefühle (s.o.) ist wirklich gekonnt; es geschieht nicht nur durch die eindrückliche Sprache, sondern auch den Aufbau des Geschehens und der Situationen, von denen uns Rebecca Martin erzählt... Passend dazu bietet das Buch auch einen zauberhaft gestaltetes Buchcover an, welches innen ein solches Prunkkino zeigt und uns außen in den Erker einer alten Villa mitnimmt... gut gemacht! Das Cover macht Lust, in das Buch reinzuschauen – in Erwartung eines noch nicht ganz so alten Historienromans wird man nicht enttäuscht. Allerdings muss ich auch ehrlich zugeben, dass mich die Zeitsprünge – manchmal nicht nur zwischen zwei Ebenen – ab und zu etwas irritiert und aus dem Lesefluss gebracht haben. Wobei ich das Gefühl habe, diese Sprunghaftigkeit setzt erst ab dem Zeitpunkt ein, als Elly und Tonya auseinandertriften und außerdem in Deutschland eine extrem politische Wendung zu verzeichnen ist... also ist diese Unruhe vermutlich gewollt ;) Alles in allem ein unterhaltsamer Roman, die mich mehr als nur ein Wochenende beschäftigt hat. Ein Buch, welches meiner Meinung nach nicht zum Überfliegen oder zum entspannenden Lesen geeignet ist... aber ein Buch, welches es wert ist, auch noch ein zweites Mal gelesen zu werden.

Wunderbare Freundschaft

Von: Martina M. Datum: 06. February 2019

Der Einstieg in die Story ist mir sehr leicht gefallen, durch den Klappentext war mir schon ungefähr klar, was mich erwartet .Die Handlung beginnt im Jahr 1934, als die Hauptperson schon erwachsen ist, und von ihrer ehemaligen besten Freundin eines sehr schlimmen Vergehens beschuldigt wird. Im Laufe der Geschichte lernen wir Elly und ihre Freundin Tonja noch sehr gut kennen. Ein zweiter Erzählstrang berichtet von der Historikerin Carina, die2013 eine Festschrift über das 95jährige Bestehen des Filmtheaters Odeon schreiben soll. Und hier treffen die beiden Stränge zusammen: Ellis Vater gründete das Odeon, Auftraggeberin ist Ellis Nichte Alea. Elli ist anfangs gar nicht begeistert, stellt sich aber nach und nach ihrer Vergangenheit. Eine Handlung auf zwei Zeitebenen spielen lassen, ist keine neue Idee, aber ich mag es immer wieder gerne lesen . Ich konnte kaum aufhören , die Geschichte dieser für die damalige Zeit ungewöhnlichen Freundschaft zu folgen. Dabei hat mir die Story , die in der Vergangenheit spielt, besonders gut gefallen. Auch wenn Elli eine etwas spröde Hauptfigur ist, konnte ich mit ihr leiden, und für sie das Beste hoffen. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu verstehen, mit Liebe zum Detail ,aber niemals zu ausführlich oder langatmig .Man kann sich so richtig fallenlassen , und die Zeit vergessen. Wer gefühlvolle Familiensagas mag, würde ich " die vergessene Freundin " sofort weiterempfehlen Bezaubernd finde ich auch das wunderschöne Coverbild und die innere Abbildung eines prunkvollen Kinosaals.

Leider keine Familiengeschichte, die süchtig macht.

Von: SteffiKa Datum: 06. February 2019

Autorin: Rebecca Martin Erscheinungstag: 14. Januar 2019 Verlag: Diana-Verlag (Taschenbuch) Seiten: 496 Inhalt (übernommen) Frankfurt. Elisabeth Kramer, genannt Elly, einst eine berühmte Schauspielerin, ist entsetzt als sie von den Plänen ihrer Nichte erfährt. Diese möchte eine Festschrift zum 90. Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon schreiben lassen. Elisabeths Vater gründete das Odeon einst, und die alte Frau fürchtet, dass mit den Recherchen ihre Vergangenheit aufgerührt wird. Eine Vergangenheit, die sie seit Jahrzehnten verdrängt hat - und damit eine lang zurückliegende Schuld … Die Geschichte nahm ihren Anfang im Jahr 1923 als die forsche und doch verletzliche Tonja in Elisabeths Klasse kam. Eine tiefe Freundschaft begann – und sie endete in einer Katastrophe. Charaktere Leider konnte mich keiner der beiden Hauptprotagonisten überzeugen und berühren. Elly lernen wir als ein schwieriges, ruhiges und zurückgezogenes Kind kennen, das keinerlei sozialen Kontakte zu Gleichaltrigen hat. Erst als Tonja in ihr Leben tritt, findet sie eine erste und auch letzte Freundin in ihrem Leben. Sie "schliddert" von einem Extrem ins nächste. Sie entwickelt eine ungesunde Freundschaft, stellt Tonja auf ein Podest und richtet ihr komplettes Leben nach ihr. Im zweiten Zeitstrang erleben wir Elly als 100-Jährige. Auch hier finde ich leider keinen Zugang zu ihr. Voller Vorwürfe und Selbstzweifel strahlt sie nur negative Energie aus. Die zweite Protagonistin war für mich Carina, die die Festschrift zum Odeon schreiben soll. Sie wirkt blass, nüchtern und punktet zudem negativ durch zu schnelle Meinungs- und Verhaltensänderungen. Schreibstil Leider kann ich auch hier nichts Positives erwähnen. Eigentlich bin ich von Rebecca Martin spannende, schlüssige Familiengeschichten gewohnt, aber hier habe ich manchesmal quer gelesen. Es dauerte fast 150 Seiten, bis endlich mal was passiert ist, es mit der Geschichte weiterging. Die Entwicklung von Elly ging mir hingegen viel zu schnell (wir sprechen von einer Zeitspanne von 1919 bis 2013). Viele kurze Sätze und indirekte Reden haben mich die Emotionen vermissen lassen. Vielleicht konnte ich auch deshalb keinen Bezug zu Elly und Carina aufbauen. Fazit Leider, leider eine Familiengeschichte, die nicht süchtig macht.

Freundschaft und Katastrophe

Von: Chris Datum: 01. February 2019

Der Roman " Die vergessene Freundin " von Rebecca Martin hat mir gut gefallen. Da es zu Anfang der Geschichte viele Zeitsprünge gibt, dauert es etwas, bis man sich einliest. Es wird die Lebensgeschichte der Protagonistin Elly und ihrer damaligen Schulfreundin Tonja, erzählt, zu der Elly eine große Freundschaft hegt, bis es durch einen Schicksalschlag zu einem großen Eklat kommt. Sehr spannend und emotional geschrieben und nach Jahren kommt das düstere Geheimnis endlich ans Licht.

Eine Geschichte über Freundschaft und Neid

Von: TemptationLady Datum: 28. January 2019

Elisabeth Kramer, genannt Elly, war einst eine berühmte Schauspielerin, die beim Theater anfing und später auch zum vertonten Film ging. Ihr Vater gründete das Odeon, ein Lichtspieltheater, bei dem auch noch Musiker angestellt waren. Als Kind schaute sie ihrem Vater immer bei der Arbeit zu und schaute sich auch den einen oder anderen Film an. Dort begegnet sie Tonja zum ersten Mal. Eine sehr enge Freundschaft zwischen den beiden beginnt. Sie gehen beide durch dick und dünn, erleben aufregende Sachen, kleiden sich mit schönen Sachen, denn Tonja kommt aus einer armen Familie. Einst war auch die sehr angesehen, doch Tonjas Vater starb und ihre Mutter verfiel dem Alkohol. Tonja selber hatte kaum etwas anzuziehen und das Geld war auch immer knapp. Durch die Freundschaft mit Elly bekam sie ab und an neue Kleidung. Nie wollte sie Elly und die Güte der Eltern ausnutzen. Ihr war es immer unangenehm, wenn sie etwas geschenkt bekam, oder wenn sie bei den Kramers zum Essen eingeladen wurde. Ellys Mutter mochte Tonja nie wirklich richtig. Sie hatte immer das Gefühl, ihre Tochter vor Tonja zu beschützen. Doch manchmal spielt das Leben einem nicht gut mit, zumindest ist Elly der Meinung. Irgendwann lernt Tonja einen Mann kennen, verheimlicht zum ersten Mal vor Elly, dass sie mit ihm zusammen ist. Sie entfernt sich immer mehr von Elly. Doch kann das eine Freundschaft aushalten? Die Geschichte, die Rebecca Martin hier gezaubert hat, ist eigentlich ganz wundervoll. Tragisch und wundervoll zugleich, denn sie handelt von Freundschaft, von Verrat, Missgunst, etc. Sie gibt dem Leser eigentlich soviel und doch ist da etwas, was mich persönlich gestört hat. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal Ellys früheres Leben, beginnend mit dem Kindesalter. Und dann in der Gegenwart im Jahr 2013. Dort wird Carina von Alea beauftragt, eine Festschrift zum 90. Jubiläum des Odeon zu schreiben. Ich mochte die Zeit, in der man Elly aufwachsen "sehen" konnte, total gern lesen. Trotzdem blieb Elly mir immer ein wenig fremd, genauso wie Tonja. Ich kann nicht sagen, woran es lag, denn über die Hälfte des Buches dreht sich um Elly von früher. Aber nicht nur Elly und Tonja blieben mir fremd. Auch Carina, Alea und Tom blieben für mich sehr schwache Charaktere. Ich konnte mit ihnen nicht viel anfangen, da sie auf mich nicht lebendig wirkten. Auch fand ich, dass die Geschichte sich an manchen Stellen ziemlich in die Länge zog. Es plätscherte vor sich hin, ohne dass ich als Leser wirklich das Gefühl hatte, ich komme vorwärts. Das fand ich schade, denn die Geschichte an sich war echt sehr gut. Mein Fazit: Mehr Tiefe bei den Charakteren, so dass man sie sich auch vorstellen kann, das hätte ich mir gewünscht. Die Geschichte an manchen Stellen nicht ganz so langwierig wäre auch schön gewesen, trotzdem hat Rebecca Martin hier etwas sehr tolles geschaffen. "Die vergessene Freundin" erhält von mir 4 Sterne!

Die vergessene Freundin

Von: Nicole Plath Datum: 27. January 2019

1924 kommt Tonja in die Schulklasse der elfjährigen Elly. Sie freunden sich an, obwohl sie verschiedene Charaktere haben und aus unterschiedlichen Milieus stammen. Ellys Vater gehört das Odeon, ein prachtvolles Lichtspielhaus in der Stadt. Die beiden Mädchen werden unzertrennlich, doch die Liebe zu einem Mann wird ihre Freundschaft verändern. Ein Schicksalsschlag wird zur Feuerprobe. Im Jahr 2013 möchte Ellys Nichte eine Festschrift zum 90. Jubiläum des Odeons herausbringen. Elly hat die damaligen Geschehnisse über Jahrzehnte verdrängt und ist nicht gerade von dem Plan begeistert, denn jetzt muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen. Mit viel Gefühl schildert Rebecca Martin die Geschehnisse aus Ellys Vergangenheit. Bereits im Prolog wird dem Leser klar, dass die Freundschaft zwischen ihr und Tonja beendet ist. Was genau geschehen ist, kommt aber erst nach und nach aus Ellys Erinnerungen ans Licht. Beginnend mit einer besonderen Freundschaft bis hin zu den ersten Konflikten erhält der Leser einen Einblick in das Leben der Mädchen und der damaligen Gesellschaft sowie dem Zeitgeschehen. Während Elly in der gehobenen Gesellschaft ohne große Sorgen leben kann, befindet sich Tonja in eher prekären Verhältnissen mit einer kranken Mutter. Die Autorin findet die richtigen Worte, um dem Leser die Hauptcharaktere ans Herz zu legen. Auch die Ereignisse im Jahr 2013, dem Jahr, in dem die Festschrift erscheinen soll, erhalten genug Raum. Auch die Charaktere dieser Zeit sind gut ausgearbeitet und entwickeln sich weiter. Bei einem guten Schreibstil fliegen die Seiten fast nur so dahin, wobei es auch einige Stellen gibt, die sich etwas in die Länge ziehen. Doch diese sind selten, und der Leser ist wieder schnell in der Geschichte drin. „Die vergessene Freundin“ ist ein schöner Roman um eine Freundschaft, die in schwierigen Zeiten zu bestehen versucht. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter. Ich danke dem Bloggerportal und dem Diana-Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Eine schwierige Freundschaft

Von: Miss Norge Datum: 23. January 2019

✿ Meine Meinung ✿ "Die vergessene Freundin" von Rebecca Martin ist ein Roman, der seine Zeit braucht bis er an Fahrt aufnimmt. Zu Beginn sind viele Zeitsprünge und man lernt die Hauptcharaktere in verschiedenen Phasen ihres Lebens kennen. Der Prolog deutet an, was zwischen den damals besten Schulfreundinnen Elly und Tonja geschehen sein muss, so das ihre Freundschaft einen enormen Knacks bekommt. Doch ansonsten wird erst einmal nicht weiter darauf eingegangen, was geschehen sein könnte, aber man merkt im Verlauf des Plots, wie sich alles auf diesen einen besonderen Punkt zuspitzt. Elly´s Vater Anton hat in den 1920er Jahren das Kino Odeon in Frankfurt eröffnet und damals war der Gang dorthin noch ein großes Ereignis mit einem Orchester, welches den Film mit Live-Musik untermalte. In den aktuellen Kapiteln, im Jahr 2013, soll Carina, die Historikerin, zum 95jährigen Jubiläum eine Festschrift auf das Odeon verfassen, welches seit 10 Jahren nicht mehr in Betrieb ist und dazu befragt sie Elly, die mittlerweile 101 Jahre alt ist und so mit ihrer Lebensgeschichte wieder in Berührung kommt. Durch diese Gespräche kämpft sich das düstere Geheimnis aus dem Damals so langsam ans Licht. Hier liegt ganz klar das Augenmerk auf den alten Erzählungen, deswegen bleiben die Personen im Heute, wie Carina, Alea und Tom etwas blass. ✿ Fazit ✿ Man braucht etwas Durchhaltevermögen, bis die Geschichte endlich in Gang kommt, aber dann konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Eine bewegende Reise in die Vergangenheit

Von: zauberblume Datum: 20. January 2019

In ihrem neuen Roman "Die vergessene Freundin" entführt uns die Spiegel-Bestsellerautorin Rebecca Martin nach Frankfurt am Main. Hier dürfen wir in eine spannende Geschichte eintauchen und lernen interessante Menschen kennen. Der Inhalt: Die 26jährige Carina Wahlsberg hat ihr Studium mit Erfolg abgeschlossen, doch die Jobsuche gestaltet sich äußerst schwierig. Da kommt ihr das Angebot, eine Festzeitschrift zum 90. Jubiläum des Lichspieltheaters Odeon zu schreiben, gerade recht. Doch die über 100jährige Elisabeth Kramer, genannt Elly, ehemals eine berühmte Schauspielerin ist entsetzt. Ungern reist sie in die Vergangenheit, denn damit begibt sie sich in eine Zeit, in der sie eine große Schuld auf sich geladen hat. Elly befürchtet, dass nun alles ans Tageslicht kommt. Ellys Geschichte beginnt im Jahre 1924 als eine neue Mitschülerin zu ihr in die Klasse kommt. Mit Tonja verbindet Elly bald eine tiefe Freundschaft, die jedoch in einer Katastrophe endet...... Einfach sagenhaft! Noch nach Beendigung des Buches läuft die ganze Geschichte, die mich wirklich berührt hat, wie ein Kinofilm vor meinem inneren Auge ab. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil. Man taucht sofort in die Geschichte ein, wird gefangennommen von den vielen spannenden, tragischen und berührenden Ereignissen und nicht mehr losgelassen. Außerdem sind alle Charaktere so bildlich beschrieben, ich kann mir jeden einzelnen so gut vorstellen. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. So lernen wir 1918 Elly als Kind kennen, erleben ihre Schulzeit und dürfen teilhaben an ihrer Freundschaft mit Tonja. Obwohl Tonja aus einer ganz anderen Gesellschaftsschicht kommt als Elly und in ihrem Leben schon viel mitgemacht hat, verstehen sie die zwei blendend. Gegensätze ziehen sich halt an. Wir dürfen die beiden einen langen Weg begleiten, der nicht immer leicht war und der tragisch geendet hat. Und dann kommt Carina ins Spiel. Sie soll aus alten Dokumenten der Familie Kramer eine Festschrift zusammenstellen. Und als sie Elly interviewt erzählt ihr diese eines Tages ihre Lebensgeschichte und die geht wirklich unter die Haut. Für sie als Historiker ein außergewöhnliches Erlebnis. Mit Alea, der Nichte von Elly versteht sie sich von Anfang an sehr gut und gemeinsam wollen sie dieses Projekt zu Ende führen. Nur Tom, Aleas Bruder, scheint etwas dagegen zu haben. Und als man die Beweggründe dafür erfährt, kann man ihn auch verstehen. Es ist schön zu beobachten, wie sich das Verhältnis von Carina, Alea und Tom im Laufe der Zusammenarbeit entwickelt. Das Odeon muss ja wirklich etwas ganz besonderes gewesen sein, hier hätte ich auch gerne mal einen Kinoabend verbracht. Eine fantastsiche Familiengeschichte. Für mich ein Lesehighlight der Extraklasse. Ich habe mich beim Lesen pudelwohl gefühlt und das Buch von der ersten bis zur letzten Seite genossen. Das Cover, das auf mich etwas verträumt wirkt, passt wunderbar. Selbstverständlich vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne.

Ein Roman über Freundschaft und Verrat

Von: Rebecca K. Datum: 20. January 2019

Elisabeth Kramer war mal eine bekannte Schauspielerin und ist gar nicht begeistert als ihre Nichte Alea beschließt eine Festschrift zum Jubiläum des Lichtspieltheaters Odeon in Auftrag zu geben. Das Kino wurde damals von Ellys Vater gegründet, nur jetzt hat Elly Angst es könnte auch etwas von der Vergangenheit ans Tageslicht kommen was besser in der Vergessenheit bleibt. Als aber Carina mit der Durchsicht der Unterlagen beginnt kommt doch ganz langsam alles ans Tageslicht. Schon seit einigen Jahren schleiche ich immer wieder um die Romane von Rebecca Martin rum und nun endlich habe ich das erste Buch (für mich) gelesen. Familiengeschichten bzw. Romane die auf zwei Zeitebenen spielen finde ich immer wieder spannend und auch dieser hier hat mich von Anfang an gefesselt gehabt. Mir ist der Einstieg in den Roman sehr leicht gefallen und die Kapitel die in der Vergangenheit spielten habe ich auch immer recht zügig gelesen gehabt, bei der Gegenwart habe ich mich dagegen etwas schwerer getan bis ich Carina besser kennengelernt habe und dann kam ich auch recht zügig voran. Wie schon geschrieben war der Roman auf zwei Zeitstränge aufgebaut und dann noch in je zwei oder mehr Erzählstränge, wobei aber die von Elly und Carina überwogen haben. Der Hauptteil des Romans nimmt die Geschichte von Elly ein deren Leben man verfolgt und ja erlebt wie schwer oder leicht sie es in ihrem Leben hatte und wie wurde wer sie nun ist. Carina dagegen ist Historikerin und versucht sich an dieser Festschrift und auch ihr Leben ist nicht immer glatt verlaufen. Dies alles zusammen ergibt dann für den Leser eine vollkommen runde Geschichte bei der alle Fragen beantwortet waren am Ende. Dem Handlungsverlauf konnte man immer sehr gut folgen und auch wenn man vielleicht nicht der selben Meinung war wie eine der Figuren konnte man die Entscheidungen sehr gut nachvollziehen und verstehen. Gut gefallen hat mir, dass der Spannungsbogen bis zum Schluss erhalten war und ich mir nie Sicher war wie wohl Ellys Geschichte ausgehen würde. Die verschiedenen Handlungsorte in und um Frankfurt konnte man sich alle anhand der Beschreibungen sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen. Auch die vielen Figuren des Romans egal ob in der Vergangenheit oder der Gegenwart waren alle mit viel Liebe zum Detail beschrieben, so dass man sich diese während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Alles in allem ein sehr lesenswerter Roman bei dem mich nur die Schriftgröße die der Verlag gewählt hat etwas im Lesefluss behindert hat und deshalb vergebe ich sehr gerne alle fünf Sterne für das Buch.

Der Blick zurück tut weh - Bilder einer Freundschaft, die einem alles abverlangt

Von: katikathrinenhof Datum: 18. January 2019

Carina ist momentan nicht gerade vom Glück geküsst, als sie den Auftrag erhält, eine Festschrift zum 90jährigen Jubiläum des Frankfurter Lichtspieltheaters Odeon erhält. Sie erhofft sich durch die Recherche endlich den Sprung ins Berufsleben geschafft zu haben. Doch ihre Aufgabe gestaltet sich nicht ganz so einfach, denn Elisabeth Kramer, Tochter des einstigen Besitzers, ist mittlerweile eine betagte Dame und einst war sie ein gefeierter Star. Elisabeth möchte erst verhindern, dass Carina einen Blick in ihre Vergangenheit wirft. Doch dann stellt sie sich ihren Dämonen und erzählt von einer Mädchenfreundschaft, die einst wundervoll begann und in einer Katastrophe endete... "Die vergessene Freundin" lässt mich schon von den ersten Seiten an in Nostalgie schwelgen, entführt mich in das alte Frankfurt und nimmt mich mit auf eine Reise durch die Jahrzehnte unserer deutschen Geschichte. Die Figuren von Tonja und Elly sind auf der einen Seite sehr agil und kraftvoll ausgearbeitet, aber auf der anderen Seite bleiben mir beide Mädchen mitunter etwas fremd und so kann ich nicht mit Haut und Haaren in ihre Rollen schlüpfen. Ich bleibe ein bisschen aussen vor und betrachte manche Szenen wie durch Nebel. Doch je mehr Seiten gelesen sind, desto mehr fasziniert mich, wie beide sich in eine gegenseige Abhängigkeit stürzen und so sich Halt geben und doch mit unterschwelligen Vorwürfen nicht sparen. Ihre Freundschaft wird mehrmals hart auf die Probe gestellt - Elly gelingt der Durchbruch als Schauspielerin, Tonja liebt Ellys Kinderfreund Corbin und das treibt schon einen Keil zwischen die beiden. Doch über die Jahrzehnte hinweg gelingt es ihnen, eine Basis zu finden, auf der ihre Freundschaft halbwegs auf Augenhöhe bestehen kann. Die Autorin webt immer wieder kleine geschichtliche Ereignisse mit in ihr Grundgerüst ein, strickt so den Roman geschickt drumherum und lässt zum Schluss eine Bombe platzen, mit der ich so nicht gerechnet habe. Eine Freundschaft, die mir als Leser manchmal recht verstörerische Bilder aufzeigt und mir alles abverlangt - genau wie den Protagonisten. Ein toller Roman, der trotz nostalgischem Flair nicht angestaubt wirkt, sondern frisch und sehr flüssig erzählt ist und somit für kurzweilige Lesestunden sorgt.

Interessante Geschichte einer Freundschaft vor historischem Hintergrund

Von: Fanti2412 Datum: 21. January 2019

Elisabeth Kramer, genannt Elly, ehemals eine gefeierte Schauspielerin, ist inzwischen über 100 Jahre alt. Sie lebt mit ihrer Nichte und ihrem Neffen in der Familienvilla. Ellys Vater gründete einst in Frankfurt das Lichtspieltheater Odeon und nun beauftragt ihre Nichte eine Historikerin zum 90. Jubiläum des Kinos eine Festschrift zu schreiben. Elly ist von dieser Idee nicht begeistert, denn diese Geschichte wird auch ihre Vergangenheit berühren, die sie so viele Jahre erfolgreich verdrängt hat und in der sie eine Schuld auf sich geladen hat. Ellys Geschichte ist nicht nur die einer behüteten Tochter und später einer erfolgreichen Schauspielerin sondern auch die Geschichte einer Frauenfreundschaft, die in den 1920er Jahren begann, als Elly und Tonja sich als Kinder kennenlernen und beste Freundinnen werden. Rebecca Martin erzählt diese Geschichte in zwei Handlungssträngen. In der Gegenwart erleben wir im Jahr 2013 die Historikerin Carina, die von Ellys Nichte den Auftrag für die Festschrift erhält. Im Rahmen der Vorbereitungen muss Carina viele Kisten mit alten Fotos, Zeitungsausschnitten und sonstigen Materialien sichten. Aber wichtig wären Gespräche mit Elly, der einzigen Zeitzeugin, die zu all diesen Dingen einiges erzählen könnte. Diese wehrt sich jedoch anfangs heftig dagegen und nur mit viel Einfühlungsvermögen und Geduld kann sich Carina ihr nähern. Und irgendwann ist Elly dann auch bereit, Carina ihre Geschichte zu erzählen. Den größeren Teil des Buchs nimmt jedoch der Handlungsstrang in der Vergangenheit ein. Er beginnt mit einem Prolog im Jahr 1934, in dem klar wird, dass es zwischen Elly und Tonja zu einem schrecklichen Bruch kommt. Die eigentliche Handlung beginnt dann im Jahr 1918 mit der Gründung des Lichtspieltheaters Odeon, das bald auch zum Lieblingsplatz von Elly und später auch von Tonja wird. Der Leser erlebt, wie sich die beiden aus so unterschiedlichen Verhältnissen stammenden Mädchen kennenlernen und schnell unzertrennlich sind. Und so wie Elly in der Gegenwart Carina ihre Fragen beantwortet und ihre Geschichte in Etappen erzählt, wechselt die Zeitebene dann wieder in die Vergangenheit. Der Erzählstrang in der Vergangenheit erstreckt sich von 1918 bis 1932 und macht in einigen Episoden Abstecher in die Jahre 1955, 1966 und 1992. Dabei werden auch einige historische Ereignisse erwähnt und bilden den Hintergrund für die Geschichte, ohne dabei ins Detail zu gehen. Ellys und Tonjas Geschichte ist durchaus fesselnd, plätschert aber manchmal auch nur so dahin. Aber es wird deutlich, wie wichtig beiden die tiefe Freundschaft ist und wie sich aus den beiden Mädchen junge Frauen entwickeln. Die Liebe kommt auch ins Spiel und verändert das Leben der beiden entscheidend. Das Geheimnis, das Elly in der Gegenwart so lange gehütet hat, wird dann erst ziemlich zum Ende gelüftet und dadurch wird dann vieles klarer. Auch in der Gegenwart gibt es eine zarte Liebesgeschichte, die sich nur sehr zögerlich und langsam entwickelt, aber eigentlich nur eine Nebenhandlung ist. Denn im Mittelpunkt dieses Buchs stehen eindeutig Elly und Tonja. Die beiden sind als Protagonistinnen auch sehr gut gezeichnet und charakterisiert. Ihre Entwicklung im Verlaufe der Geschichte über die vielen Jahre ist erkennbar und glaubwürdig. Carina sowie Ellys Nichte und Neffe bleiben dagegen ein bisschen blass, was sicher daran liegt, dass der Handlungsstrang in der Gegenwart nicht im Vordergrund steht. Rebecca Martin entführt uns mit diesem Roman in die Welt des frühen Kinos, als Stummfilme noch von Orchestern musikalisch begleitet wurden. Wir erleben die ersten Tonfilme, die die Orchester überflüssig machten und damit auch ein Stück Filmgeschichte, die sich durch Ellys spätere Tätigkeit als Schauspielerin fortsetzt. Sehr gut gefallen hat mir der lebendige und detailreiche Schreibstil, der dazu beigetragen hat, dass mich die Geschichte gefesselt und auch immer wieder mein Kopfkino inspiriert hat. Diese Geschichte über eine Freundschaft zweier ungleicher Frauen, die viele Jahre mit Freud und Leid überdauert hat und durch ein tragisches Ereignis zerbricht, ist unterhaltsam, stellenweise bewegend und auf jeden Fall lesenswert! Fazit: 4 von 5 Sternen