Hera Lind

Die Frau, die frei sein wollte

Die Frau, die frei sein wollte Blick ins Buch

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Selma kommt Anfang der 1960er-Jahre als Gastarbeiterkind mit ihren Eltern und Geschwistern aus der Türkei nach Köln. Sie schwebt im siebten Himmel, als sie sich mit siebzehn mit ihrer großen Liebe Ismet verloben darf. Doch ein zufälliges Zusammentreffen mit Orhan wird ihr zum Verhängnis. Arglos steigt Selma in das Auto des ihr fast unbekannten Mannes – was dann passiert, ist ein einziger Albtraum. Sie verliert ihre Ehre und ihre Freiheit, und das Glück mit Ismet zerplatzt für immer. Sie gehört nun Orhan. Aber Selma gibt nicht auf...

Ein Buch das Sensibilisiert!

Von: Graziella Bellusci Datum: 27. September 2019

Dieses Buch hat mich direkt am Anfang , in seinem Bann gezogen. Durch wahre Begebenheit , musste ich manchmal bewusst eine Pause machen.So sehr hat mich die Geschichte Selmas berrührt. Eine starke Frau, die nie den Glauben verloren hat,trotz Begegnungen mit Menschen die Sie maßlos verletzt haben.Sich dessen aber vielleicht nie wirklich bewusst wahren. Ein tolles Buch das, beweist das nichts unmöglich ist.Selbst wenn jegliche Hoffnung zu schwinden scheint.

Aufgewühlt! Schockiert! Trotzdem Glücklich...

Von: SarielaBooks Datum: 01. September 2019

An erster Stelle möchte ich mich bei Diana Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken. Viele von uns haben, allein durch die heutigen Medien schon öfters von häuslicher Gewalt gehört. Männer, die ihre Frauen als Eigentum ansehen, sie auf Schritt und Tritt bewachen, die das Selbstbewusstsein ihrer Frauen gegen Null drücken und sich als der besten Ehemann der Welt sehen. Die Frau muss gehorchen, Hausarbeit erledigen, den ehelichen Pflichten nachkommen und zwar dann wann es dem Herrn beliebt, die Kinder erziehen und sie darf bloß keine eigene Meinung haben. Aber wie geht es diesen Frauen? Sind sie glücklich? Was spielt sich hinter verschlossenen Türen ab? Genau um dies geht es in Hera Lind´s Werk „Die Frau, die frei sein wollte“. Dies ist nicht nur ein Roman – sondern er ist wirklich so passiert. Hier mitten unter uns! Puh, also ich muss sagen, diese Story hat es in sich. Es ist kein Buch für zart besaitete Leser. Auch ich musste bei dem ein oder anderen Kapitel kurz schlucke und habe mich gefragt, wie so etwas in der heutigen Zeit noch sein kann. Oftmals ist das Wort Ehre gefallen und Tradition. Klar, andere Kultur – andere Sitten. Ob dies nun türkisch, kurdisch oder sonst etwas ist. Aber eine Frau, wie – sorry- den letzten Dreck zu behandeln – ich war entsetzt. Gott sei Dank haben wir es hier mit einer sehr starken Frau zu tun, die sich nicht unterkriegen lässt und versucht, trotz massiven Widerstand und Rückschlägen, ihr Leben zu leben. Wenn ihr dieses Buch lest, seid euch bewusst, es wird hart, aber durch Selma und ihre Kraft trotz allem wunderschön. Wie gewohnt ist Hera Lind´s Schreibstil wieder sehr flüssig und allein durch dieses schwierige Thema, hält sie den Spannungsbogen extrem hoch. Anhand der Jahreszahlen in den Kapitelüberschriften fällt es dem Leser sehr leicht vom hier und jetzt in die Vergangenheit mitgenommen zu werden. Mir persönlich haben die Kapitel „Damals“ sehr gut gefallen und man konnte sich noch besser in Selma hineinversetzen. Die Protagonisten sind allesamt sehr gut gezeichnet. Ihr werdet 75% der hier erscheinen Personen nicht mögen, aber das müsst ihr auch nicht. Jedoch wäre die Geschichte ohne diese nie so passiert. Ich für meinen Teil bin froh, dass Selma zu einer so starken Person geworden ist. Viele wären daran zerbrochen. Für mich ist „Die Frau, die frei sein wollte“ ein Buch, welches mich schockiert und gleichzeitig glücklich zurück gelassen hat. Schockiert darüber, dass es solche Zustände mitten unter uns immer noch gibt. Dass sich Keiner traut, diesen Frauen zu helfen. Dass die Frauen der Meinung sind, dass dieses „Leben“ so wie es ist normal ist. Dass auch den Verwandten mehr oder weniger die Hände gebunden sind – Tradition und so. Diese Liste könnte ich noch ewig fortführen, so sehr habe ich mich stellenweise aufgeregt. Glücklich darüber, dass es Selma geschafft hat. Und ich hoffe, dass es vielen Menschen ein klein wenig die Augen öffnet und dass vielleicht mehr Frauen den Absprung schaffen. Denn Frauen sind keine Menschen zweiter Klasse. Liebe Hera Lind, Liebe Selma, vielen Dank, dass ihr diese Geschichte aufgeschrieben habt! 5 Sterne!

Die Frau die frei sein wollte

Von: Sabine Beiler Datum: 12. June 2019

Hallo, Bin eigentlich keine Leseratte,aber das Buch war so emotional, dass ich es in ein paar Tagen fertig hatte.Habe es alles vor Augen gehabt als wäre ich dabei gewesen. Selma ist eine tolle starke Frau.... Hut ab!!!

Sehr emotionale Geschichte

Von: Another Blog Story Datum: 04. June 2019

Das war nicht das erst Buch, welches ich von der Autorin Hera Lind, gelesen habe. Jedoch muss ich sagen, war es das erste Buch, dass ich leider abbrechen musste. Die Geschichte ging mir so nahe, dass ich einfach zu dem Zeitpunkt nicht weiterlesen konnte. Vielleicht werde ich es eines Tages, wenn ich denke das ich es nochmals lesen kann, wieder hervorholen. Hera Lind schreibt über wahre Geschichten. In diesem Buch geht es um Selma, die mit ihren Eltern als Gastarbeiter aus der Türkei nach Deutschland kommen. Mit 17 Jahren verlobgt sie sich mit ihrer ersten grossen Liebe Ismet, jedoch ist das Glück nicht lange auf ihrer Seite. Den ein zufälliges Treffen mit Orhan, verdreht ihr ganzes Lebes auf den Kopf. Die Autorin greift in diesem Buch Themen auf, die leider noch heutzutage in den meisten Familien vorkommen. Sehr emotional und ein Buch zum nachdenken, obwohl ich es nicht beenden konnte.

Kampf um die Freiheit

Von: Miel Datum: 11. May 2019

Ein sehr spannendes und gleichzeitig erschütterndes Buch. Mitten in modernem freien Deutschland wird ein junges Mädchen entführt, missbraucht und zwangsverheiratet. Kaum vorstellbar für uns, für unsere Kultur. Absolut empfehlenswert.

Tolles Buch

Von: Doro Datum: 18. February 2019

Mich hat das Buch am Anfang etwas gelangweilt, aber ab der Mitte war es Fesselnd.

Eine inspirierende Geschichte

Von: Geertje Graehn Datum: 11. February 2019

Hera Linds „Die Frau, die frei sein wollte“ erzählt die wahre Geschichte einer jungen Türkin in Deutschland, die erlebt hat, was wahrscheinlich viele erleben, die meisten jedoch totschweigen. Es geht um häusliche Gewalt und Freiheitsberaubung, um Zwangsehe und Ehre. Und besonders geht es um eine starke junge Frau, die es immer wieder geschafft hat, aufzustehen. Weil sie frei sein wollte. Selmas Geschichte berührt. Ich konnte nicht umhin, sie zu bewundern. Trotz den vielen Dingen, die ihr passiert sind, und den Jahren der Gefangenschaft und Erniedrigung, gelang es ihr immer wieder, Kraft zu sammeln und die Hoffnung nicht aufzugeben. Hera Lind schildert diese erschreckende Geschichte ohne den Leser in Watte zu packen. Trotz der vielen erschreckenden, grausamen Szenen, gibt es jedoch auch immer einen Ausgleich. Die Liebe Selmas zu ihrer Familie, ihrer Tochter Elif, ihren künftigen Partnern. Lind balanciert Furcht und Hoffnung, sodass man das Buch nicht lange aus der Hand legen möchte. Am Anfang irritierte mich der sehr einfache Schreibstil, jedoch fand ich immer mehr, dass er zu der Geschichte passte, denn dadurch kommt diese Direktheit, die für den Roman so wichtig ist. Der einzige Kritikpunkt, der mir auffiel, waren die zum Teil unrealistisch erscheinenden Dialoge. Der Schluss ist beinahe übertrieben kitschig, würde man meinen, da es sich jedoch um eine wahre Geschichte handelt, freut man sich mit Selma über das endlich gefundene Glück. Obwohl es in Deutschland einige türkischstämmige Familien gibt, wusste ich vor dieser Lektüre erstaunlich wenig über dessen Kultur. Das Buch schildert durch Selmas Geschichte wichtige Bräuche, Moral und Traditionen, wie Ehre und Familienzusammenhalt. Wie jedoch im Nachwort betont wird, ist dies kein rein türkisches Thema und es ist wichtig, davor nicht die Augen zu verschließen. Das Buch regt zum Nachdenken an, gibt jedoch durch die starke Protagonistin und den positiven Schluss auch Hoffnung. Der Roman ist zugleich unterhaltsam und lehrreich, daher würde ich es weiterempfehlen. Jedem, der sich für türkische Kultur, Freiheitsberaubung oder einfach eine inspirierende Geschichte interessiert.

Dieses Buch macht Mut

Von: Sabine M Datum: 10. February 2019

Die 17jährige Selma ist glücklich mit ihrem Verlobten Ismet und freut sich auf die baldige Heirat. Doch eines Tages passiert etwas Schreckliches. Sie wird von Orhan entführt, verliert dadurch ihre Ehre und muss von nun an bei ihm bleiben. Aber Selma lässt sich nicht unterkriegen. Hera Lind war mir bisher nur von ihren Unterhaltungsromanen bekannt. Dieses Buch unterscheidet sich sehr davon. Die Autorin hat ein sehr ernstes Thema aufgegriffen und erzählt uns die grausame und wahre Geschichte einer jungen Türkin. Schonungslos und schockierend. Einfach unvorstellbar!   Das Buch liest sich zwar leicht, lässt den Leser aber nur als Beobachter an der Geschichte teilhaben. Die Autorin hält uns mit ihrem fast nüchternen Schreibstil auf Distanz und das ist gut so, denn mehr würde man wohl nicht ertragen. Der Gedanke daran, dass es sich um eine reale Begebenheit handelt, ist schon schlimm genug und kaum auszuhalten. Interessant sind vor allem die Ausführungen, was Religion und Gebräuche betrifft, denn obwohl Selma in einer eher modern denkenden Familie aufgewachsen ist, wird sich hier dann doch wieder auf "alte Traditionen" besonnen. Was für eine Scheinheiligkeit! Für Selma ist dies der Beginn eines jahrelangen Martyriums, bei dem sie kaum Hilfe aus der Familie bekommt. Sie wird ständig psychisch und physisch gebrochen und lebt in permanenter Angst. Umso erstaunlicher ist ihre Kraft und Willensstärke. Wieviel Mut muss eine Frau haben, dies auszuhalten? In all seiner Grausamkeit gibt uns die Geschichte aber auch ein wenig Hoffnung. Denn Selma hat sich befreit und ich hoffe, dass sie jetzt ein Leben ohne Angst führen kann.

Fesselnd, ergreifend, berührend

Von: JSMD Datum: 27. January 2019

Dieses Buch ist sooo berührend und schockierend. Was diese Frau durchgemacht hat ... unfassbar. Und das kann so auch nebenan passiert sein. Oder findet man es heute noch? Hoffentlich nicht. Ich gebe eine ganz klare Leseempfehlung.

Schweres Schicksal einer jungen Türkin, oder schwere häusliche Gewalt

Von: EuleHetty Datum: 27. January 2019

Zunächst einmal ist das mein erstes, aber bestimmt nicht letztes Hera Lind Buch. Die Autorin hat einen schönen flüssigen Schreibstil. :-) Selma ein türkisches Gastarbeiterkind wächst unter strengen Erziehung auf. Lange Zeit bestimmen andere Menschen über ihr Leben und Schicksal, bevor sie endlich den Mut findet, es in die eigene Hand zu nehmen. ACHTUNG SPOILER: Unter tragischen Umständen, aufgrund ihrer jungen Naivität gerät sie an einen Ehemann, der sie jahrelang terrorisiert, körperlich und psychisch. Ihre Familie ahnt etwas, fragt aber nicht direkt nach und ist eher mit den eigenen Problemen beschäftigt. Selma erzählt ihre Leidensgeschichte ihrem 2. Lebensgefährten, der vieles nicht nachvollziehen konnte. Warum sie sich nicht schon eher befreit hat usw. So springt die Geschichte in verschiedene Zeiten ihrer Jugend, Kindheit, Gegenwart hin und her. Um zu erklären warum Selma so gehandelt hat. Andererseits handelt die Geschichte von häuslicher Gewalt. Wo eine Frau endlich den Mut findet daraus herauszubrechen, um ein neues Leben zu beginnen.

Fesselnd und erschütternd

Von: Marlene Datum: 22. January 2019

Liebe Frau Lind, ich lese Sie seit ihren ersten Veröffentlichungen und mag Ihren Schreibstil schon immer. Jetzt machte mich meine Mutter auf "Die Frau, die frei sein wollte" aufmerksam, da auch ich selbst einige Jahre in den Fängen meines Expartners, einem Psychopathen, gefangen war. Dieses Buch fällt mir dementsprechend schwer zu lesen, aber ich bewundere Selma für ihren Mut und ihre Kraft. Was Sie mit Ihrer schriftstellerischen Arbeit für die Opfer leisten, ist wirklich bemerkenswert und sehr hilfreich. Ich finde es toll, dass Sie solche Tatsachenromane verfassen, sicher ist das nicht immer einfach. Vielen Dank für Ihre tolle Arbeit!

Fesselnde Lebensgeschichte einer Stehauffrau

Von: Dr. Elisabeth N. Neipp Datum: 19. January 2019

Spannender und berührender Tatsachenroman über eine Frau, die unglaublich tapfer viele Jahre ein scheinbar auswegsloses grausames Schicksal erträgt, sich und ihre Tochter aber schließlich mühsam freikämpft. Am Ende schafft sie es aber nicht nur mit ihrer Tochter glücklich in Freiheit und Unabhängigkeit zu leben, sondern auch noch eine steile Karriere hinzulegen. Hera Lind ist wieder ein Mal ein richtiger Mutmacherroman gelungen, den man schon nach den ersten Seiten nicht mehr aus den Händen legen möchte, bis man erleichtert am wunderbaren Ende angelangt ist.

Muss jede Frau mal gelesen haben

Von: Buket Datum: 14. January 2019

Perfekt geschrieben, ich wollte wirklich nicht dass dieses Buch zu Ende geht. Jetzt fühle ich mich irgendwie leer. Dieses Buch tat mir wirklich sehr gut. Man merkt dann wirklich was man eigentlich hat und wofür man dankbar sein sollte. LG an alle Selmas und vielen Dank an sie Frau Lind, dass wir durch sie diese wundervolle Frau kennenlernen konnten.

Traditionen hochhalten

Von: Gerda Maria Datum: 11. January 2019

Die Frau, die frei sein wollte, ist ein Roman der ein Gänsehausfeeling hervorruft. Selma wurde in gewisserweise nach türkischen Traditionen und dennnoch frei erzogen. Was ihr passiert ist, ist unglaublich und es ist bewundernswert wie sie sich ins Leben zurückkämpft. Hera Lind schreibt diese Geschichte in einer derartigen fesselnden Art, dass es schwerfällt das Buch aus den Händen zu legen. Trotz Integration möchte ich nicht wissen wie viele Frauen solch ein Schicksal wie Selma heute noch erleben müssen. Dieses Buch ist ein Muss zum Lesen.

Sehr bewegend

Von: Janesway Datum: 11. January 2019

Alte türkische Vorstellungen von Ehre und Verpflichtung bestimmen Selmas Leben. Glücklicher Weise kommt sie mit ihrer Familie bei der Wahl ihres zukünftigen Ehemannes überein. Doch dann steigt sie zu Orhan ins Auto. Ab diesem Moment gibt es kein Zurück. Denn Orhan wird sie nicht freigeben. Wie eine einzige Entscheidung im Leben alles umwerfen und auf den kompletten weiteren Lebensweg Einfluss haben kann, dessen wird man hier auf äußerst erschreckende Weise gewahr. Selmas Los wünscht man wahrhaftig niemandem und ihre Verzweiflung in ihrer ausweglosen Lage ist so greifbar, dass ich manche mitfühlende Träne ließ. Schon nach wenigen Seiten sind wir auf dem Stand, den uns der Buchrücken vorgibt und damit mit dem bereits zu erwartenden Handlungsverlauf am Ende. Was danach kommt, trifft ganz unvorbereitet, aber zielsicher. Es ist eine Erzählung von schrecklicher Ungerechtigkeit, Machtlosigkeit und körperlichem sowie seelischem Leid. Aber auch von dem Recht auf ein unbeschwertes Leben, dem Wunsch nach Selbstbestimmung und von dem Versuch einer Blume, sich trotz grauer Wolken Richtung Sonne zu strecken. Selma macht charakterlich viele Entwicklungen durch: mal ist sie stolz, mal voller Trauer, mal sehnsüchtig, dann ängstlich…sie ist sehr facettenreich. Und sie zu begleiten, war mir ein echtes Erlebnis. Zeitsprünge in Selmas Kindheit brachten nochmal ganz andere Seiten von ihr zum Vorschein oder erklärten Hintergründe und Beweggründe, auch wenn ich am liebsten bei der Haupthandlung blieb. Das Buch habe ich regelrecht verschlungen, wie es mir schon ewig nicht mehr passiert ist. Hera Linds schonungslose Beschreibungen verfehlen ihre Wirkung nicht. Mit dem Wissen darum, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, prägen sich die Ereignisse sehr ein. Ich wünsche dir, „Selma“, weiterhin viel Stärke im Kampf gegen deine Dämonen aus der Vergangenheit. So viele Jahre, in der deine Geschichte verschlossen in dir ruhte…jetzt wird sie hinausgetragen in die Welt, auf dass das Leid und das Unrecht Gehör finden und dein Mut andere ansteckt, sich nicht in ihr vermeintliches Schicksal zu ergeben. „Sobald der erste Schritt getan ist, kann es nur noch vorwärts gehen.“

Das Thema ist sehr interessant

Von: Raphaela_1 Datum: 10. January 2019

aber die Art der Erzählung fand ich etwas fad und sehr vorhersehbar. Auch die Dramatik kam aus dem Erzählstil nicht so heraus, wie es das Thema verlangte. Man arbeitet viel mit Plattitüden und Vorurteilen und der ständige Wechsel zwischen Vergangenheit und Zukunft verwirrt auch.

Die Frau, die frei sein wollte

Von: Angel B Datum: 07. January 2019

In diesem Buch wird die Situation eines türkischen Mädchens beschrieben, die einen Mann heiraten muss, den sie nicht liebt. Die Geschichte ist unfassbar ergreifend, dramatisch und für Menschen, die die türkische und kurdische Kultur nicht kennen, erschreckend. Man wird mit der Kultur vertraut gemacht, so dass viele Situationen erklärbar werden, aber nichts desto trotz unfassbar. Doch ohne diese Erklärungen kann der Mut der jungen Frau nicht erfasst werden und das macht dieses Buch so fesselnd. Alle, die die uns doch ziemlich fremde Kultur der Türken und Kurden in unserem Land ergründen und verstehen lernen möchten, sei dieses Buch ans Herz gelegt. Ich betrachte unsere muslimischen Mitbürger nach diesem Buch auf jeden Fall mit anderen Augen und diese Frauen mit sehr viel mehr Respekt.

Ein entsetzliches Schicksal

Von: Katharina von Booksline Datum: 07. January 2019

Inhalt: Selma kommt Anfang der 1960 Jahre als Gastarbeiterkind mit ihren Eltern und Geschwistern aus der Türkei nach Köln. Sie schwebt im siebten Himmel, als sie sich mit siebzehn mit ihrer großen Liebe Ismet verloben darf. Doch ein zufälliges Zusammentreffen mit Orhan wird ihr zum Verhängnis. Arglos steigt Selma in das Auto des ihr fast unbekannten Mannes – was dann passiert, ist ein einziger Albtraum. Sie verliert ihre Ehre und ihre Freiheit, und das Glück mit Ismet zerplatzt für immer. Sie gehört nun Orhan. Aber Selma gibt nicht auf... Meine Meinung: Was für ein entsetzliches Schicksal! Die Geschichte geht unter die Haut, vorallem wenn man weiß, dass es genau so oder ähnlich tatsächlich passiert ist. Man steigt mit Selma ins Auto und weiß, dass etwas Schlimmes geschehen wird und würde ihr am liebsten zurufen: Steig nicht ein! Mit einem flüssigen Schreibstil gelingt es Hera Lind, die Geschichte von Selma einfühlsam zu erzählen. Nicht alles war für mich vollkommen nachvollziehbar und doch konnte ich nicht anders, als mitzufühlen. Die Entwicklung von Selma zu sehen, wie sie zunächst alle Hoffnung verliert und dann immer stärker wird, hat mir unglaublich gut gefallen! Die Handlung ist interessant erzählt und mit solch einem Ende hätte ich nicht gerechnet. Schade fand ich, dass trotzt allem eine Distanz vorherrscht und nicht völlig in die Geschichte Einlass gewährt wird. Vielleicht liegt dies auch an den vielen Zeitsprüngen, die bei mir immer wieder neu für Verwirrung gesorgt haben. Fazit: Trotz der Zeitsprünge hat mich die Geschichte von Selma berührt und bewegt! Ein grausames Schicksal und eine Frau, die zu einer unglaublichen Stärke findet!

Bestürzendes Martyrium oberflächlich und altbacken erzählt

Von: Holzdrache Datum: 06. January 2019

Wurde ich gut unterhalten? Es ist bestürzend, welches Martyrium das junge Mädchen erleben muss. Ich wollte wissen, wie es weitergeht und habe das Buch zu Ende gelesen, obwohl mir der Schreibstil nicht gefiel. Hat mir der Schreibstil gefallen? Der Stil ist zuweilen kitschiger als ein Groschenroman mit Redenwendungen wie „stand er lichterloh in Flammen“ oder unsinnigen Ausdrücken wie „das Herz aus dem Mund fallen“. Eine Formulierungswiederholung in ein und demselben Handlungsstrang ist auffällig: „wie von Geisterhand“ (Seite 19/20). Außerdem ist der gesamte an sich gute Geschichtenstoff altbacken, oberflächlich und teils sehr kühl erzählt, so dass trotz der erschütternden Erlebnisse der Selma nur wenig Mitleid oder Trauer erzeugt wird. Ein Fehler fiel mir auf. Es heißt, dass in dem Kinderbuch „Das doppelte Lottchen“ von Erich Kästner die Zwillinge vertauscht wurden. Das stimmt aber nicht, sie wurden nicht vertauscht. Sie haben selbst beschlossen, ihre „Leben zu tauschen“. Müsste eine Autorin das nicht wissen? Gewundert habe ich mich auch darüber, dass die Anwältin „die ganze Nacht über das Handy erreichbar“ sein sollte – und das 1988? Was ist für mich das Besondere an diesem Buch/Hörbuch? Mir wurden Besonderheiten anderer Kulturkreise nahegebracht. Er ist unfassbar, wie machtlos die junge Frau ist und wie viel sie sich gefallen lassen muss. Und dennoch beweist sie später großen Mut. Wem könnte dieses Buch gefallen? Der Roman beruht auf Tatsachen. Ich hoffe, dass es der Selma als Therapie hilft, dass sie ihre Geschichte erzählt hat und sie zu Papier gebracht wurde. Die Autorin bittet ihre Leser/innen, ihr ihre persönlichen Geschichten zu schicken, um sie evt. in einem Roman zu verwenden. Ich würde mir wünschen, dass es der Autorin gelänge, in ihren Romanen einen verantwortungsvolleren Stil zu finden, der sowohl die Protagonisten als auch die Leser mehr „in den Arm nimmt“.

Emotionale Geschichte über das Schicksal einer jungen Türkin

Von: Lea Datum: 06. January 2019

In dem Buch geht es um die junge Türkin Selma, die sich mit 17 mit ihrer großen Liebe Ismet in Deutschland verlobt und dann nach einer Entführung von Orhan mit diesem zwangsverheiratet wird. Was ihr während dieser Ehe alles widerfährt, ist schockierend und hat mich zum Teil tief berührt. Der Schreibstil gefällt mir gut und hat zum Weiterlesen animiert, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Die Frau, die frei sein wollte

Von: Xaya* Datum: 06. January 2019

Die Frau, die frei sein wollte ist eine herzergreifende und aufwühlende Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht. Kurz zum Inhalt des Buches: Die in Deutschland lebende 17-jährige Türkin Selma wird gegen ihren Willen zu einer Zwangsheirat gezwungen und somit beginnt ein jahrelanger Kampf gegen Gewalt, um ihre Ehre und ihre Freiheit. Ich finde diesen Tatsachenroman sehr spannend und unterhaltsam, daher hatte ich das Buch innerhalb von 2-3 Tagen durchgelesen. Meiner Meinung nach ist es ein heikles Thema, welches von der Autorin Hera Lind sehr gut umgesetzt wurde. Mit Ihrem Schreibstil hat die Autorin die Szenen sehr gut beschrieben, sodass man sich die verschiedenen Geschehnisse gut vorstellen konnte und einfach mitfühlen musste. Weiterhin hat die Autorin Rückblicke (Zwischen-Kapitel über Selmas Vergangenheit und wie sie aufgewachsen ist) eingebaut. Diese tragen sehr zum Verständnis der Protagonistin, ihres Verhaltens und ihres Lebens bei. Zudem wurde die Geschichte aus der Sicht der jungen Selma erzählt, wodurch man noch weiter in die Geschichte eingebunden wurde. Man versteht einfach, was sie fühlt und was gerade passiert. Es war das erste Buch von Hera Lind, das ich gelesen habe, aber wahrscheinlich nicht das letzte.

Bewegende Lebensgeschichte

Von: Anke K. Datum: 05. January 2019

"Die Frau, die frei sein wollte" erzählt die Geschichte von Selma, Tochter von türkischen Gastarbeitern, die mit ihrer Familie in Köln lebt. Die Story beginnt, als Selma siebzehn Jahre alt ist. Sie schwebt im siebten Himmel, darf sie sich doch mit ihrer großen Liebe verloben. Doch vor der ersehnten Hochzeit mit Ismet verändert eine unerwartete Begegnung alles und zerstört Selmas großes Glück. Sie kennt Orhan kaum als sie in sein Auto steigt - doch danach steht sie plötzlich da ohne Ehre und Freiheit. Als Leser begleitet man Selma mehrere Jahrzehnte durch ihr Leben, genauer gesagt von 1979 bis 2013. Hera Lind erzählt Selmas Lebensgeschichte auf bewegende und fesselnde Weise. Zusätzlich zu dem Wissen, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, wird es noch persönlicher dadurch, dass das gesamte Buch aus Selmas Sicht in der Ich-Form geschrieben ist. Man kann nur schwer begreifen, wie schnell ein Leben durch eine zufällige Begegnung komplett aus den Fugen gerät. Schwer fassbar, welches Mar­ty­ri­um Selma erleiden muss und umso faszinierender ist es, wie sie sich nach einer langen Zeit der Unterdrückung und des Leids von ihrem ungeliebten Mann befreit und sich zurück in ein selbständiges, freies Leben kämpft. Wirklich Hochachtung davor, dass sie sich nicht aufgegeben hat. Das Buch ließ sich gut und flüssig lesen und weil ich unbedingt erfahren wollte, wie Selmas Geschichte weitergeht, waren die 415 Seiten doch ziemlich schnell gelesen. Und auch zum Nachdenken wird man angeregt, denn es kommt einem während des Lesens doch der Gedanke daran, wie viele Frauen wohl auch in der heutigen Zeit noch ein solches Schicksal erleiden. Einfach lesenswert.

Ein herzergreifender Roman, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte

Von: Steffi86 Datum: 05. January 2019

Hera Linds Roman "Die Frau, die frei sein wollte", der auf einer wahren Geschichte beruht, ist ein Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Geschichte um die junge Türkin Selma hat mich zutiefst berührt. Man leidet mit Selma mit und ist fasziniert, wie die junge Frau all die schrecklichen Dinge, die ihr widerfahren, im Laufe der Jahre meistert, um ihr und ihrer Tochter ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Besonders gefallen haben mir die Zeitsprünge. Die Zeitsprünge zeigen Selma als junge Frau, die von ihrem Entführer gepeinigt wird und als Frau, die für ihre Freiheit gekämpft hat und nun endlich ein freies Leben ohne Gewalt und Zwang leben kann. Mithilfe dieser Sprünge erlebt man den Kampf Selmas hautnah mit. Es ist erschreckend, dass solche Gewalttaten an Frauen auch heute noch immer aktuell sind. Selma ist ein Vorbild für jede Frau, die solch Schreckliches erleben muss und eine Frau, die vielen anderen Frauen durch ihre Geschichte Mut macht, sich aus dem Kreislauf von Gewalt und Unterdrückung zu befreien und Hoffnung gibt, für die eigene Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen.

Aufwühlend

Von: Anne Datum: 05. January 2019

Ich fand das Buch toll. Es war gut geschrieben und ich konnte es kaum weglegen. Ich fand es jedoch auch sejr aufwühlend was der Frau passiert ist und finde es traurig, weil es heutzutage noch genug frauen gibt die das selbe durch machen müssen.

Familie und Erziehung vs. Freiheit und Selbstbestimmung

Von: S. Klingmann Datum: 02. January 2019

In "Die Frau, die frei sein wollte" erzählt Hera Lind die Geschichte einer jungen türkischen Frau, die zwischen moderner, freier Welt und ihrer strengen, türkischen Erziehung und Sitte hin- und hergerissen ist. Ein ständiges Dilemma zwischen Familie und angelernter Erziehung, sowie dem Willen zur eigenen Freiheit und Selbstbestimmung. Die Autorin beschreibt auf sehr direkte Art die manchmal auch grausamen Rituale und Vorgänge, die für viele ungesehen, quasi "hinter verschlossenen Türen", vielen Frauen angetan wurden, die sich nicht zutrauten, den durch ihre Erziehung vorgeschriebenen Wegen zu entfliehen. In diesem Buch erhält man Einblicke in das Leben von Menschen, die versuchen mit ihrer eigenen Kultur in einem fremden Land, in mancher Hinsicht einer moderneren Welt, zurecht zu kommen. Man lernt Sitten und Bräuche der türkischen Kultur kennen, sowie Unterschiede und Gemeinsamkeiten zur westeuropäischen Vorstellung eines Familienlebens und von Kindererziehung. "Die Frau, die frei sein wollte" ist ein Buch, das aufrütteln und zum Nachdenken anregen möchte. Nicht nur eine einfache Geschichte, sondern eine Geschichte, die zeigt, dass es wichtig ist, hinter die Fassade anderer Menschen zu blicken, um sich ein Bild ihres Lebens machen zu können. Etwas verwirrend erscheint mir hierbei der häufige Zeitenwechsel. Hera Lind springt Kapitel für Kapitel quer durch Selmas Leben. Sie greift rückblickend zwar immer auf verschiedene passende Episoden in Selmas Geschichte zurück, beim ersten Lesen muss man sich aber erst darin zurecht finden. Viele würden hier das Buch frustriert weglegen, ich rate Ihnen aber, lesen Sie bis zum Ende, denn es lohnt sich! Für mich eine fesselnde, aufrüttelnde Geschichte, die mich den Hut ziehen lässt vor Frauen, die einen solch herausfordernden Lebensweg hinter sich bringen mussten.

Kampf gegen Traditionen

Von: Britta Grünberg Datum: 02. January 2019

Als ich das Buch beendet habe, musste ich erst Mal tief durchatmen. Kann so etwas hier in Deutschland unbemerkt geschehen? Warum kann sich eine junge Frau, die doch relativ modern erzogen wurde, nicht aus dieser Situation befreien? Warum kann sie ihre Familie nicht um Hilfe bitten? Um das Verstehen zu können, wird viel über türkische Traditionen erzählt, mit denen Selma aufwuchs. Andererseits aber sind ihre Eltern, auf Betreiben der Mutter, geschieden. Was sicherlich eher ungewöhnlich ist. Es dreht sich alles um Ehre und Tradition. Da steigt also die 17jährige Selma zu Orhan ins Auto. Für jedes andere Mädchen wäre das kein Problem, dann wird es eben von einem jungen Mann nach Hause gefahren. Doch für Selma bedeutet es als unverheiratete Frau zu einem Mann ins Auto zu steigen, ein Verstoss gegen die Tradition, ein Angriff auf ihr Ehre und die ist für eine junge Türkin ihr höchstes Gut. Sie darf sich durch nichts kompromittieren lassen, andernfalls ist es schwierig einen geeigneten Ehemann zu finden. Orhan hat nicht vor Selma nach Hause zu bringen, sondern bringt sie zu sich nach Hause, was ihre Ehe mit Ismet gefährdet. Selma wehrt sich, doch gegen den kräftigen Orhan hat sie keine Chance. Seine Familie steht hinter ihm und unterstützt ihn tatkräftig bei dieser Geiselnahme. Damit beginnt Selmas Martyrium. Orhan quält sie, misshandelt sie und vergewaltigt sie. Dadurch ist sie ihm auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und muss ihn gezwungenermaßen heiraten. Ihrer Familie muss sie vorgaukeln, ihren Entführer zu lieben. Sie darf nicht mit ihr telefonieren, die Wohnung nicht verlassen, sie wird völlig isoliert, so dass sie nicht an der „Allmacht“ von Orhan zweifeln kann. Erst als sie schwanger wird und die kleine Elif das Licht der Welt erblickt, versucht sie die Flucht aus dieser Hölle. Ihre Panik und Verzweiflung ist für den Leser greifbar. Er wird so in die Handlung hineingezogen, dass er immer hofft, sie möge doch endlich die Chance zur Flucht ergreifen, sich nicht weiter von ihm einschüchtern lassen. Man durchlebt ihr ganzes Trauma, hofft und bangt mit ihr und ist erleichtert, als sie Orhan endlich entkommt. Doch dann stellt sich die nächste Frage, wie wird sie mit diesem Trauma fertig, kann sie doch noch den Mann fürs Leben finden? Wieviel ist Fiktion und wieviel ist wahr? Ich kann nur hoffen, dass die Darstellung von Orhan und seiner Familie stark übertrieben ist, denn ich mag mir wirklich nicht vorstellen, dass es solche „Arschlöcher“ wirklich gibt. Er fühlt sich im Recht, aber mal ehrlich, welche Religion gibt einem Menschen das Recht, so mit einem anderen Menschen umzugehen, ihn wie sein Eigentum zu behandeln, als Punchingball zu nutzen. Kann man so einem Menschen ehren und ihm Achtung entgegenbringen? Was hat das mit Ehre zu tun? Kann sich ein Mann geehrt fühlen, wenn er einen anderen Menschen zwingt ihm zu willen zu sein? Das Buch macht noch mal klar wie unterschiedlich die Wertvorstellungen sind. Selbst heute noch in den modernen Zeiten, wo viele türkische Mitbürger freier erzogen werden. Mein Fazit Klare Leseempfehlung. **** Sterne

Richtig gutes Buch

Von: Nicole Datum: 02. January 2019

Selma kommt als Gastarbeiterkind mit ihrer Familie aus der Türkei nach Köln. Sie schwebt im 7. Himmel, als sie sich mit ihrer großen Liebe Ismet verloben darf. Doch ein zufälliges Treffens mit einem anderen Mann wird für Selma zum Verhängnis. Sie verliert ihre Ehre und ihre Freiheit und das Glück mit Ismet zerplatzt für immer. Ein Buch, dass man nicht mehr aus der Hand legen mag. Es ist sehr spannend geschrieben und man fragt sich, ob es heute auch immer noch so etwas gibt ... unfassbar manchmal. Unbedingt lesen ....

Gefühlvolle Erzählung

Von: Andrea Wamser Datum: 01. January 2019

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Da es in der Ich-Form geschrieben ist, findet man schnell Zugang zum Gefühlsleben der Protagonistin. Man fiebert gleich mit und fühlt auch regelrecht das Gefühlschaos und die Schmerzen selbst. Man kommt der türkischen Familientraditionen schnell näher und kann als Nicht-Muslime da teilweise nur den Kopf schütteln, dass es "so etwas" heute auch noch gibt. Das Buch kann man flüssig lesen und kann auch nicht aufhören, da man wissen möchte, woe es weiter geht und ob Selma noch ihr Glück findet. Manchmal stört leider der Zeitenwechsel.

Beeindruckendes Buch

Von: Dana Greve Datum: 01. January 2019

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend geschrieben. Man mochte das Buch nicht beiseite legen. Achtung Spoiler Es wird ausführlich über den Austausch, die Tradition und die türkische Familienehre berichtet. Dass die Männer über Frauen verfügen, wie sie wollen, ist undenkbar aus der heutigen deutschen Sicht. Man muss sich nicht schlagen und nicht beschimpfen lassen. Die Frauen sind genauso viel wert wie die Männer. Die Geschichte der Selma ist herzzerreißend. Beim Lesen kann man sich das Elend, welches sie in der Ehe mit Orhan erlebt hat, wahrhaftig vorstellen. Das wünscht man keiner Frau. Sie wurde als seine Frau so dargestellt, dass sie nichts war und nichts konnte. Die Flucht und die Scheidung war das Richtige für Selma. Durch Alex hat sie hat sie wieder zu sich selbst gefunden. Sie ist selbstständig geworden und hat durch ihre Arbeit ihre Lebensfreude wiedergefunden. Sie hat ihren beruflichen Weg gemacht. Privat hat sie auch ihr Glück gefunden, was ihr wirklich gegönnt ist. Ihr Leben als Alleinerziehende war ja nicht immer leicht. Was aus Alex geworden ist, hätte mich aber noch interessiert. Eine klare Kaufempfehlung für dieses sehr beeindruckende Buch.

Kein Unterhaltungsroman

Von: Mojameier Datum: 31. December 2018

Ich habe lange kein Buch von Hera Lind gelesen und erwartete eine unterhaltsame Urlaubslektüre. Das ist dieser Roman nach einer wahren Geschichte nicht. Das Buch ist packend geschrieben, obwohl mir die verschiedenen Zeitebenen nicht so gut gefallen. Der Inhalt des Buches macht mich zum Teil fassungslos, insbesondere das Selma und den anderen Frauen in ihrem Umkreis vermittelte Frauenbild, das Verhalten ihres Mannes und der anderen Beteiligten. Das Buch endet versöhnlich, ist aber teilweise schwer zu ertragen.

Die Frau, die frei sein wollte

Von: Lena Datum: 30. December 2018

Ich habe einige Bücher vor einigen Wochen auf einer Reise kennengelernt und sie haben mich alle gefesselt, vier Bücher habe ich jeweils in ein bis zwei Tagen durchgelesen, da ich nicht davon los kam. Auch das o. g. Buch hat mir sehr, sehr gut gefallen. Viele Grüße, Lena

Lesenswert

Von: P.U Datum: 30. December 2018

Der Roman ist nichts für schwache Nerven. -Gerade, weil er nach einer wahren Geschichte geschrieben ist. Kaum vorstellbar, was ein Mensch so alles verkraften kann, nur, weil man so erzogen ist, stillzuhalten und nicht nach Außen dringen lassen. Liest sich aber flüssig, unterhaltsam, -wenn man davon absieht, dass ein Großteil wohl wahr ist-. Stellenweise zieht sich das Geschehen etwas in die Länge, aber besonders nach der Hälfte möchte man das Buch nicht mehr weglegen. Der Schluss ist überraschend lang, als ich meinte, jetzt kommt schon das Ende, passiert grad wieder Etwas Unerwartetes. Ich werde das Buch sicher weiterempfehlen.

Ein sehr fesselndes Buch

Von: Rena Datum: 30. December 2018

Hera Lind habe ich vor Jahren schon immer mal wieder sehr gerne gelesen. Dieses Buch hat mich von der ersten bis zu letzten Seite gefesselt. Selmas traurige und brutale Lebensgeschichte lässt einem keine Ruhe mehr. Ich wollte unbedingt wissen, wie diese tolle Frau es schafft ihrem Gefängnis zu entkommen. Dabei ist es mir wichtig zu erwähnen, dass dies kein Schicksal nur von türkischen Frauen ist. Dies kann jeder Frau passieren, die von zu Hause aus nur Gehorsam und Unterwerfung beigebracht bekommt. Gepaart mit wenig oder keine Selbstbewusstsein und schon ist die Frau da, die alles mit sich machen lässt. Ich fand es toll zu lesen, wie Selma es schafft ihrem Peiniger zu entkommen, mit der Angst, dass er mit seiner Mutter immer wieder auftaucht. Aber Selma schafft es und mit ihr ihre Tochter, die erstaunlicher Weise keine bleibenden Schäden davon trägt. Es ist unglaublich was manche Menschen ihren Mitmenschen antun. So traurig, dass diese Geschichte eine wahre Geschichte ist!!! Ich wünsche Selma ein weiteres glückliches uns gewaltfreies Leben mit den Menschen um sich, die ihr gut tun. Und vielen Dank für den Mut uns Leser/innen an ihrem Leben teilhaben zu dürfen. Und Hera Lind danke ich für das fesselnde Buch und die Aufforderung an Menschen, die was zu erzählen haben, sich an sie zu wenden. Wenn es mehr Stern zu vergeben gäbe, würde ich immer die Höchstzahl geben.

Ein Buch, welches mich aufgrund der wahren Geschichte sehr betroffen gemacht und berührt hat

Von: Wuestentraum Datum: 28. December 2018

Selma ist mit ihren siebzehn Jahren überglücklich, bald ihre große Liebe Ismet heiraten zu können. Er ist mitsamt Selma's Mutter und ihren Brüdern in der Türkei, um die letzten Hochzeitsvorbereitungen zu treffen. Doch dann kommt alles anders und Selma's Albtraum beginnt. Sie wird von Orhan entführt, der sie nach Hause bringt, wo auch seine Eltern wohnen. In eine kleine 2-Zimmer-Wohnung, dunkel und stickig. Dort mißbraucht er sie am zweiten Tag ihrer Entführung, schlägt und beschimpft sie. Jeden Tag. Und dies jahrelang. Er droht, Selma's ganze Familie und sie selbst zu töten, sollte sie versuchen, jemandem die Wahrheit zu erzählen oder versuchen, wegzulaufen. Niemand kann ihr helfen. Dann wird sie auch noch schwanger und Orhan verspricht ihr Besserung. Doch er trinkt weiter, vergewaltigt und schlägt sie am Ende so schlimm, dass sie wochenlang in der Klinik bleiben muss. Sie hat große Angst, nicht um sich selbst, sondern um ihre kleine Tochter. Hera Lind hat mich mit diesem Buch sehr überrascht. Ich wusste nicht, dass sie Tatsachenromane schreibt und dieser hat es in sich. Ich war geschockt von so viel Brutalität, Grausamkeit und Psychoterror. Wie lange kann ein Mensch so etwas aushalten? fragte ich mich die ganze Zeit. Wie kann ein Mensch so brutal sein und denken, die Frau liebt ihn? Unvorstellbar. Auch die Mutter vor Orhan konnte ich nicht verstehen, die diese Brutalität tolerierte und auch noch unterstützte. Ich war einfach nur fassungslos. Umso mehr freute es mich, wie Selma versuchte, wieder in ein normales Leben zurückzufinden. Dass ein Mensch, der so etwas Schlimmes erlebt hat, sein Leben lang Therapien benötigt, ist nicht verwunderlich. Fazit: Ein Buch, welches mich sehr betroffen gemacht und berührt hat. Besonders bei dem Hintergrund, dass es sich hierbei um eine wahre Geschichte handelt. Absolute Leseempfehlung von mir.

Ein packendes Buch

Von: J.M. Datum: 26. December 2018

Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen. Die Geschichte von Selma, die als Gastarbeiterkind nach Deutschland kommt und hier mit 17 Jahren Zwangsverheiratet wird. Selma wird krankenhausreif geschlagen und es hat Ihr lange der Mut gefehlt aus dieser furchtbaren Situation auszubrechen. Ich hatte beim lesen teilweise Tränen in den Augen, wie leidensfähig doch einige Menschen sind. Trotz alldem hat sich Selma nicht unterkriegen lassen. Ich bin begeistert von dem Buch und kann es guten Gewissens empfehlen.

Selma - ein "Superweib" der anderen Art

Von: Susanne Sch. Datum: 26. December 2018

Hera Lind – dieser Name ist für mich immer noch mit lustig-leichten Frauenroman wie „Das Superweib“ verbunden. Aber sie hat sich mittlerweile einem ernsteren Genre zugewandt, nämlich den Romanen auf Basis von Tatsachenberichten. „Die Frau, die frei sein wollte“ ist alles andere als leichte Kost. Die Geschichte von Selma, die eigentlich schon einem Mann versprochen ist und dann von einem anderen entführt wird, ist manchmal kaum zu ertragen. Man möchte mit Selma schreien und weinen. Und manchmal möchte man sie schütteln, weil sie nicht das tut, was eigentlich auf der Hand liegt: Die Beine in die die Hand nehmen und gehen. Es ist fast unmöglich für Außenstehende zu begreifen, wie schwer Ehre und der Ruf der türkischen Großfamilie wiegen. Ich konnte mich nur schwer von diesem Buch lösen, Selma und ihr Schicksal haben mich auch in meinem Alltag begleitet. Laut Statistik ist jede vierte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von körperlicher oder sexueller Gewalt in der Partnerschaft betroffen. Das ist eine Zahl, die alarmiert und vor Augen führt, dass Selma nicht allein ist. Deswegen ist der Roman „Die Frau, die frei sein wollte“ so wichtig. Ein Buch, das eigentlich allen Frauen – und auch Männern – zum Lesen empfohlen werden kann. Denn vielleicht ist die Nachbarin, Freundin oder Kollegin Opfer häuslicher Gewalt und ein Gespräch, eine Geste oder ein Blick könnten dieser Frau helfen, sich aus der Spirale von Abhängigkeit und Brutalität zu lösen.

Bewegend

Von: S. D. Datum: 25. December 2018

Bewegend; Ergreifend; Emotional;

Interessant

Von: babybeau82 Datum: 24. December 2018

Dieses Buch ermöglicht einen interessanten Einblick in die türkische Kultur. Traurig und doch ermutigend zugleich! Man sollte nie aufhören zu kämpfen auch wenn die Lage noch so Ausweglos erscheint. Toll geschrieben von Hera Lind. Die Geschichte spielt sowohl in der Vergangenheit, als auch im hier und jetzt und lässt den Leser gut mitfühlen mit der Hauptperson Selma.

Die Frau , die frei seim wollte

Von: Andy1966 Datum: 24. December 2018

Die Geschichte beruht auf eine wahre Begebenheit. Auch in unserer Zeit werden in Deutschland noch Frauen unterdrückt und geschlagen. Keiner bekommt das mit, nicht mal die eigenen Familien, da sich die Frauen schämen darüber zu sprechen. In diesem Buch wird von so einer Jungen Frau erzählt, was diese alles durchmachen mußte und wie sie endlich ihr Glück fand. Ein aufregendes und spannendes Buch. Das auf die Miststände in unserem Land aufmerksam macht.

Die Frau die frei sein wollte

Von: Mond1961 Datum: 22. December 2018

Die Geschichte von Selma, wie sie es schafft nach jahrelangen Martyrium diesem zu entkommen und ein selbstbestimmendes Leben zu führen ist spannend und mitreißend erzählt. Der Leser erhält zudem interessante Einblicke in die türkische Kultur. Das Buch hat meine Erwartungen voll erfüllt

Spannend bis zur letzten Seite

Von: Juliaweg Datum: 21. December 2018

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn sehr viel Gewalt vorkommt. Ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen und mitgefiebert, wann sie endlich den Qualen entkommt.

Traurig aber Wahr

Von: Willmina Datum: 18. December 2018

Nachdem ich einige Seiten gelesen habe, dachte ich "aha, wieder so ein Klischee Buch". Ich las weiter und merkte schnell dieses Buch ist doch anderes und die Geschichte hatte mich in ihren Bann gezogen. Es zeigt gut, wie manipulierbar junge Mädchen sind und welch großen Einfluss unsere Familien auf uns haben. Dies ist nicht nur ein Problem der im Buch beschriebenen Kultur. Es ist mitreizend und mitfühlend geschrieben und hat mich das ein oder andere feuchte Auge gekostet.

Bewegend und fesselnd

Von: Manu Datum: 18. December 2018

Sehr gut geschrieben,wenn man angefangen hat,fällt es schwer das Buch wegzulegen.Frau leidet mit der Huptperson förmlich mit und ist froh in einer liebevollen Beziehung zu leben.

Fesselnd

Von: Natalia J. Datum: 17. December 2018

Ich wollte nur mal anfangen um zu schauen, was mich erwartet. Nun ich habe angefangen und es war nicht leicht das Buch wie weg zulegen. Das hat mich schon nach paar Seiten gefesselt. Vielleicht auch mit dem Hintergedanken dass es wirklich alles passiert ist. Ich musste mich zwingen das Buch weg zu legen, aber auch danach ließ mich die Geschichte nicht los. Es ist berührend und so gut geschrieben, dass ich nachvollziehen konnte wie Frau gelitten hat. Aber auch die Momente wo sie glücklich war, konnte man nur denken: Wie stark ist diese Frau. In 3 Tagen habe ich das Buch durch und kann und werde es jedem weiter empfehlen, der gerne Geschichten nach wahren Begebenheiten liest. LG Natalia J.

Ein Plädoyer für alle Frauen, die unter häuslicher Gewalt leiden...

Von: Nicolotta Datum: 16. December 2018

Das Buch „Die Frau, die frei sein wollte“ von der Autorin Hera Lind ist 2018 im Diana-Verlag erschienen. Es beruht auf einer wahren Begebenheit und erzählt die Geschichte der jungen Türkin Selma, die kurz vor ihrer Hochzeit mit ihrer Jugendliebe Ismet von Orhan, dem seinerzeit abgelehnten Bräutigam, entführt wird. Damit beginnt für Selma ein Leidensweg, der sie für lange Zeit den Glauben an sich selbst, an ihre Familie und an das Leben verlieren lässt. Selma ist die Hauptprotagonistin des Buches und erzählt in der Ich-Perspektive. Die weiteren Personen, geben den Rahmen der Geschichte und werden nicht weiter vertieft. Die Handlung spielt zwischen 1966 und 2013. Die Autorin springt in der Zeit immer wieder vor und zurück, um für den Leser nach und nach immer mehr Hintergründe aufzudecken. Dies tut der Lesbarkeit des Buches aber keinen Abbruch und man kann der Handlung gut folgen. Selma wächst in einer nach außen hin modernen türkischen Familie auf, wird aber immer klein gehalten, was durch ihren Kosenamen „Spatzenhirn“, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, verdeutlicht wird und ihre Stellung/Wertschätzung innerhalb der Familie symbolisiert. Sie hat wenig Selbstvertrauen und sucht die Schuld für ihre Situation bei sich, wodurch sie handlungsunfähig wird und niemanden wirklich um Hilfe bittet. Alle ahnen zwar etwas von dem Martyrium, das sie in ihrer Ehe erlebt, aber lassen sich mit Lippenbekenntnissen abspeisen und unternehmen nichts, teilweise aus Angst, aber insbesondere aufgrund von traditionellen Vorstellungen, denn Selma's Familie, insbesondere ihr Vater, gibt sich zwar vordergründig modern, ist aber tatsächlich noch traditionellen, erzkonservativen Verhaltensmustern verschrieben. Nach der Geburt ihrer Tochter Elif erlangt Selma mit Hilfe ihres älteren Bruders Cihan nach und nach wieder etwas Selbstständigkeit und Selbstvertrauen, was ihre Situation aber nur noch verschlimmert, da Orhan befürchtet, die Kontrolle über sie zu verlieren. Die Situation eskaliert... An dieser Stelle will ich nicht zu viel verraten, nur soviel, dass hier der Wendepunkt der Geschichte ist und Selma nach und nach zu sich selbst findet, wobei aber noch ein langer und steiniger Weg vor ihr liegt. Selma's Geschichte steht stellvertretend für die vielen Fälle von häuslicher Gewalt und Demütigung von Frauen, die es leider immer noch gibt. Die Autorin bedient sich bei der Erzählung sämtlicher Klischees, aber auch, wenn nur ein Teil davon in der Realität stattfindet, dürfen wir davor nicht die Augen verschließen. Das Buch regt in jedem Fall zum Nachdenken und Überdenken der eigenen Haltung an. Wenn alle weniger gleichgültig wären und stattdessen zuhören, hinsehen und entschlossen handeln würden, wären Frauen wie Selma nicht auf sich allein gestellt und würden leichter „den Weg in die Freiheit“ finden.

Sehr bewegend

Von: emmy Datum: 15. December 2018

"Selmas langer Weg in die Freiheit" hat mich sehr berührt und mitgenommen, da es sich bei der Geschichte um einen sehr bewegenden Tatsachenroman handelt. Sehr intensiv und eindringlich wird die Geschichte der Protagonistin erzählt, die Anfang der 60er Jahre als Gastarbeiterkind nach Deutschland kommt.

Bewegende Geschichte

Von: mk Datum: 14. December 2018

Selma, mit allen türkischen Normen und Vorstellungen erzogen, wird kurz vor ihrer geplanten Verlobung mit ihrem Wunschmann gekidnappt und erlebt die Unterdrückung einer türkischen Ehefrau, die aus Angst und Scham nicht dagegen angeht. Im Laufe des Buches entwickelt sich die Geschichte aber so, dass sie ihren Fesseln doch noch entkommt. Eine sehr spannende und auch bewegende Geschichte, die mich gar nicht mehr losgelassen hat. Man lebt und zittert mit Selma und nachdem man anfangs kaum nachvollziehen kann, warum Selma sich nicht gegen ihren brutalen Ehemann wehrt und warum ihre Familie ihr nicht beisteht, versteht man im Laufe des Romans immer mehr der türkischen Mentalität.

Liest sich gut

Von: Silvia B. Datum: 13. December 2018

Es ist toll geschrieben, dass man unbedingt weiter lesen möchte - auch wenn man aufgrund einer anderen Kultur manches nicht nachvollziehen kann. Bewundernswerte frau, was sie alles ausgehalten hat und dann noch erreicht hat.

Ein Roman mit Nachklang

Von: Verena Datum: 11. December 2018

Der Roman „Die Frau, die frei sein wollte“ hat mich beeindruckt. Hera Lind beschreibt hier die wahre Geschichte einer jungen Deutsch-Türkin, die in einem stark patriarchisch geprägten Umfeld aufwächst. Immer wieder fügt sie sich ihrem vermeintlichen Schicksal, dass ihr einen gewalttätigen Ehemann zur Seite gestellt hat. Hilfe kann sie kaum erwarten, da Ehre und Stolz der Familie beschmutzt werden könnten. Beim Lesen habe ich mich immer wieder gefragt, warum die Protagonistin sich über so eine lange Zeit diesem Martyrium aussetzt, wieso sie nicht aufbegehrt und sich aus ihren Fesseln löst. Sie möchte frei sein, kann sich aber aufgrund ihre indoktrinierten Erziehung nicht aus ihrer Situation lösen. Das Buch steht meiner Meinung exemplarisch dafür, wie sehr Erziehung bzw. erlernte gesellschaftliche Konventionen einen Menschen prägen können. In diesem Fall fast bis zur Selbstaufgabe. Umso stärker, dass die Hauptperson es schafft, sich letztendlich doch zu befreien und ein neues Leben zu beginnen. Ein Vorbild für Frauen in der gleichen oder ähnlichen Position! Deshalb lesenswert! Einzig und allein der Schreibstil war nicht so mein Fall. Zwischendurch zog sich das Buch etwas und die Schreibweise war teilweise etwas „platt“.

Ein Roman, der mich tief berührt hat

Von: Chattys Bücherblog Datum: 11. December 2018

Da ich schon mehrere Tatsachenromane der Autorin gelesen habe, war ich neugierig, was sich hinter der FRAU, DIE FREI SEIN WOLLTE, verbirgt. Schon das Cover deutet darauf hin, dass es in gewisser Weise um Flucht gehen sollte. Eine Frau fliegt mit ihrem Kind. Hiermit beginnt schon das Kopfkino. Auf 416 Seiten beschreibt die Autorin anhand der jungen Selma, was es heißt, der Familie bzw. dem Glauben ausgeliefert zu sein. Sie wächst in einer eher modern geprägten türkischen Familie auf, wird gut gehütet und steht kurz vor ihrem Abitur. Dann steht sie plötzlich einer anderen Auslegung des Glaubens, der Religion gegenüber. Eine Religion, die sehr viel Wert auf Unschuld, Ehre und Ansehen legt und viel Scheinheiliges offenbart. Es ist erschütternd zu sehen, wie sehr diese Traditionen einen modernen Menschen brechen können. Ebenso war ich teilweise wirklich schockiert, mit welcher Gewalt Orhan sich seine Frau gefügig machen wollte zw. sie ja wirklich gebrochen hat. Ihre Psyche, ihre Seele wurde komplett zerstört. Es zeigt sich an vielen Einzelfällen, wie aggressiv Selma entgegen getreten wurde. Eine Schwiegermutter, die ebenfalls den Willen brechen möchte, obwohl oder gerade weil sie selbst bei ihrem Mann hörig ein musste. Ich habe mir teilweise wirklich ertappt, wie die Stimmung der Geschichte auf mich übergegriffen hat, und wie ich selbst frustriert wurde. Frustriert, da Selmas Kampf lange Zeit nahezu aussichtslos erschien. 📚 Fazit 📚 Ich möchte hier nicht über Religion oder Glaube auslassen, da es wohl überall sone und solche gibt. Vielmehr betrachte ich die beiden Personen und das Thema Gewalt in der Ehe. Es war wirklich erschreckend zu lesen, wie Selma gedemütigt wurde. Sie hatte alles, wirklich alles verloren und zum Schluß noch ihre Seele. Dennoch hatte sie den Mut und die Kraft weiterzukämpfen. Ich hoffe, dass Selma ihren weiteren Weg ohne Demütigungen und Gewalt fortsetzen kann und wünsche ihr dafür alles erdenklich Gute.

Sehr berührend!

Von: Gabriele Datum: 11. December 2018

Dieses Buch ist wirklich sehr berührend. Sowohl der Protagonistin als auch der Autorin ist es diesmal gelungen, ein Buch nicht Seitenfüllend in die Länge zu ziehen, im Gegenteil, von der ersten bis zur letzten Seite ist das Buch spannend, mitreißend und lesenswert. Selma wird als junges Mädchen zwangsverheiratet, verliert ihre Unschuld, ihren Stolz, ihr Selbstvertrauen und all die Träume ihrer Kindheit. Ihr brutaler Ehemann missbraucht und schlägt die junge Frau brutal. Selmas einziger Halt in dieser schweren Zeit ist ihre gemeinsame Tochter, mit der ihr erst nach Jahren die Flucht aus dieser Ehehöhle gelingt. Schritt für Schritt kämpft sie sich als alleinerziehende Mutter mit türkischen Wurzeln, in Deutschland zurück ins Leben. Nicht nur die bedingungslose Liebe zu ihrer Tochter, auch der Wunsch, endlich frei zu sein, geben ihr unsagbar viel Kraft und Mut. Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch, dass der Leser immer wieder mit Selmas glücklicher Kindheit konfrontiert wird, ohne diese Einblicke und Kapitel, wäre das gelesene kaum verkraftbar gewesen für mich, da es dem Leser ja immer bewußt ist, es handelt sich hier um eine wahre Geschichte. Von Herzen wünsche ich "Selma" und ihrer Tochter für die Zukunft alles Glück dieser Welt.

Die Frau, die frei sein wollte

Von: Kiki Datum: 11. December 2018

Die junge Türkin Selma wächst in Deutschland in relativ modernen Verhältnissen auf. Sie will ihr Abitur machen und den Medizinstudenten Ismet heiraten. Eines Tages steigt sie zu Orhan, einem Bekannten, der sie nach Hause fahren will, ins Auto. Er bringt sie jedoch zu seiner Familie, dort wird Selma geschlagen und eingesperrt, bis sie einwilligt, Orhan zu heiraten. Dieser schlägt und demütigt sie über Jahre, und sie lässt alles über sich ergehen, denn er droht damit, sie und ihre Familie zu töten. Erst als sie eine Tochter bekommt, beginnt sie langsam sich zu wehren. Mit Hilfe ihrer Familie, die lange nur teilnahmslos zugeschaut hat, gelingt es ihr sich zu befreien und ein "normales" Leben zu führen.

Sehr bewegend

Von: Janesway Datum: 09. December 2018

Alte türkische Vorstellungen von Ehre und Verpflichtung bestimmen Selmas Leben. Glücklicher Weise kommt sie mit ihrer Familie bei der Wahl ihres zukünftigen Ehemannes überein. Doch dann steigt sie zu Orhan ins Auto. Ab diesem Moment gibt es kein Zurück. Denn Orhan wird sie nicht freigeben. Wie eine einzige Entscheidung im Leben alles umwerfen und auf den kompletten weiteren Lebensweg Einfluss haben kann, dessen wird man hier auf äußerst erschreckende Weise gewahr. Selmas Los wünscht man wahrhaftig niemandem und ihre Verzweiflung in ihrer ausweglosen Lage ist so greifbar, dass ich manche mitfühlende Träne ließ. Schon nach wenigen Seiten sind wir auf dem Stand, den uns der Buchrücken vorgibt und damit mit dem bereits zu erwartenden Handlungsverlauf am Ende. Was danach kommt, trifft ganz unvorbereitet, aber zielsicher. Es ist eine Erzählung von schrecklicher Ungerechtigkeit, Machtlosigkeit und körperlichem sowie seelischem Leid. Aber auch von dem Recht auf ein unbeschwertes Leben, dem Wunsch nach Selbstbestimmung und von dem Versuch einer Blume, sich trotz grauer Wolken Richtung Sonne zu strecken. Selma macht charakterlich viele Entwicklungen durch: mal ist sie stolz, mal voller Trauer, mal sehnsüchtig, dann ängstlich…sie ist sehr facettenreich. Und sie zu begleiten, war mir ein echtes Erlebnis. Zeitsprünge in Selmas Kindheit brachten nochmal ganz andere Seiten von ihr zum Vorschein oder erklärten Hintergründe und Beweggründe, auch wenn ich am liebsten bei der Haupthandlung blieb. Das Buch habe ich regelrecht verschlungen, wie es mir schon ewig nicht mehr passiert ist. Hera Linds schonungslose Beschreibungen verfehlen ihre Wirkung nicht. Mit dem Wissen darum, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, prägen sich die Ereignisse sehr ein. Ich wünsche dir, „Selma“, weiterhin viel Stärke im Kampf gegen deine Dämonen aus der Vergangenheit. So viele Jahre, in der deine Geschichte verschlossen in dir ruhte…jetzt wird sie hinausgetragen in die Welt, auf dass das Leid und das Unrecht Gehör finden und dein Mut andere ansteckt, sich nicht in ihr vermeintliches Schicksal zu ergeben. „Sobald der erste Schritt getan ist, kann es nur noch vorwärts gehen.“ (Hera Lind: Die Frau, die frei sein wollte. Diana Verlag)

Tolles Buch!

Von: Anja Datum: 09. December 2018

Mir hat das Buch sehr gefallen. Es war sehr bewegend, die Geschichte von Selma zu verfolgen, wie sie als Opfer um ihre Freiheit und Selbstständigkeit kämpft! Leider ist dieses Thema Gewalt in der Ehe weit verbreitet. Es rüttelt einen wach, mal genauer hin zu sehen. Wer weiß, wie vielen Frauen in der Nachbarschaft es so geht?

Lesenswert

Von: Biggi Datum: 05. December 2018

Die Geschichte ist tragisch, man kann sich kaum vorstellen, was die junge Frau erdulden musste! Sehr gutes Buch!

Ein schlimmes Schicksal, einer starken Frau

Von: Silke Datum: 03. December 2018

Hera Lind schreibt über das schlimme Schicksal von Selma, einer jungen Türkin, die mit 17 Jahren zwangsverheiratet wird. Andere Länder, andere Sitten möchte man bei dem Buch sagen und es ist schwer auszuhalten, wie Selma all die seelischen und körperlichen Grausamkeiten in ihrer Zwangsehe aushält. Ein Weg durch die Höhle mit einem dann doch guten Ende. Einzig der Sprung von Gegenwart in die Vergangenheit erschwert das flüssige Lesen.

Die Frau, die frei sein wollte

Von: Gelinde Reiter Datum: 03. December 2018

Die Frau, die frei sein wollte, von Hera Lind Cover: Hier kommt gut das gehetzte und angstvolle Gefühl der Protagonistin rüber. Inhalt: Selma kommt Anfang der 1960er Jahre als Gastarbeiterkind mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie und ihre Familie lebt sich schnell ein, wenn auch der Balanceakt zwischen heimatlicher Kultur und deutscher Lebensweise immer zu spüren ist. Alles könnte so gut verlaufen, wäre da nicht Orhan! Ein Mann (Türke) der in türkischen Denkweisen verhaftet bleibt und Selma besitzen will. Er entführt Selma quasi und für sie beginnt ein jahrelanger Höllentripp. Meine Meinung: Eine Geschichte, die ich mit Entsetzen und Gänsehaut gelesen habe. Meine Gedanken fuhren Achterbahn: Es ist so unglaublich, was Selma erduldet hat, und immer wieder kommt der Gedanke, warum hat sie sich nicht gewehrt, warum niemandem anvertraut? Aber dann kommt immer wieder Ansatzweise das Verstehen: sie ist in ihrer Denkweise und ihrem erzogenen Rollenverhalten gefangen. Wie oft geht es uns nicht selber so: wir wollen ganz anders sein und handeln und schaffen es einfach nicht. Trotzdem finde ich einfach Widersprüche, die wir uns mit westlichen Denkweisen vermutlich nicht erklären können. Selma betont immer wieder, wie sehr die Familie zusammenhält, z.B. keine alleinerziehende Frau steht alleine da, aber dann wird eine junge Frau, sofort verstoßen, nur weil sie schwanger ist?? Auf jedenfall ist dies eine Lebensgeschichte, bei der man wirklich kaum glauben kann, dass Selma sich daraus wie der Phönix aus der Asche erhebt und immer stärker und selbstbewusster wird. Das Happy End am Schluss ist irgendwie unglaublich. Der Schreibstil hat mir nicht so gefallen. Hier wird kunterbunt durch die Jahre gesprungen. Zwar steht am Beginn der einzelnen Kapitel immer die Jahreszahl, aber es war schon schwierig zu überlegen was war jetzt 1979, 1988,1972, 2013 dann doch wieder 1985. Und dies mehr als 50 mal, das finde ich unnötig und total verwirrend. Auch ein inhaltlicher Widerspruch hat mich kurzzeitig sehr verwirrt. Autorin: Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg. Mein Fazit: Selma durchlebt einen jahrelangen Höllentripp, ein Martyrium, das ich mir nicht vorstellen kann. Doch sie erhebt sich wie ein Phönix aus der Asche und wird stark und selbstbewusst. Es wird zwar im Buch darauf hingewiesen, dass dies kein rein türkisches Problem ist, aber die Verflechtungen hier sind eben nun mal mit dieser mir so völlig fremden Kultur und Denkweise. Von mir 4 Sterne.

Andere Kulturen, andere Sitten

Von: Diane Jordan Datum: 28. November 2018

Die Frau, die frei sein wollte: Roman nach einer wahren Geschichte Diane Jordan Andere Länder, andere Sitten, so lautet ein bekanntes Sprichwort und über den eigenen Tellerrand schauen und Eigenheiten anderer Kulturen kennen zu lernen, ist manchmal ganz schön hart, wie mein neuester Taschenbuch-Roman aufzeigt. „Die Frau, die frei sein wollte“ von der Spiegel Bestseller Autorin Hera Lind ist extrem spannend. Ein Roman nach einer wahren Geschichte, die tief unter die Haut geht und den Leser noch lange nach dem er das Buch zu Ende gelesen hat, nachdenklich macht. Mir jedenfalls hat das schwere Schicksal der Türkin Selma, die hier in Deutschland gut integriert war, sehr zugesetzt. So etwas darf und sollte es in keiner Kultur geben. Zwangsehen, gegen den Willen eines der Heiratenden, gruselig alleine die Vorstellung.... Der damit verbundene psychische Druck ist schon eindrucksvoll im Titelbild des Covers umgesetzt. Es zeigt eine Frau mit Tochter, die sich scheinbar ängstlich und verfolgt aus einer schemenhaft im Hintergrund gehaltenen Stadt entfernt. Und der Tatsachenroman von Hera Lind erinnert mich an ein ähnliches Schicksal, das ein mir bekanntes Mädchen, damals in den 80ziger Jahren erleiden musste. Die wurde ebenfalls mitten aus Deutschland zwangsverheiratet und musste zurück in die Türkei, obwohl sie kein Wort türkisch sprach. Wahrscheinlich habe ich deshalb instinktiv nach diesem dicken Buch gegriffen. Fesselnd und einfühlsam gibt die Autorin die Geschichte um Selma wieder. Deren Lebensgeschichte wird in zwei parallele Zeitstränge, die Vergangenheit so wie die Gegenwart gegliedert und so bekommt der Leser schnell tiefere Einblicke in den spannenden Plot. Am liebsten würde ich zwischen die Seiten springen und der armen Selma beistehen und sie aus dieser Zwangslage befreien. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, was dort geschieht. Das die Familie nicht eingreift und hilft. Wahnsinn! Allerdings kenne ich wiederum türkische Familien, die so nicht handeln und solche Dinge ebenfalls nicht billigen und ihren Kindern helfen würden. Nichts desto trotz rüttelt dieses Buch auf und schärft den Blick für andere Kulturen, ihre Sitten und Gebräuche. Und ich bin heilfroh, dass ich mir meinen liebevollen Ehemann alleine aussuchen konnte und glücklich mit ihm verheiratet bin! SELMAS LANGER WEG IN DIE FREIHEIT Inhalt: Selma kommt Anfang der 1960 Jahre als Gastarbeiterkind mit ihren Eltern und Geschwistern aus der Türkei nach Köln. Sie schwebt im siebten Himmel, als sie sich mit siebzehn mit ihrer großen Liebe Ismet verloben darf. Doch ein zufälliges Zusammentreffen mit Orhan wird ihr zum Verhängnis. Arglos steigt Selma in das Auto des ihr fast unbekannten Mannes – was dann passiert, ist ein einziger Albtraum. Sie verliert ihre Ehre und ihre Freiheit, und das Glück mit Ismet zerplatzt für immer. Sie gehört nun Orhan. Aber Selma gibt nicht auf... Die Autorin: Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Mit den Tatsachenromanen wie »Die Frau, die zu sehr liebte«, »Mein Mann, seine Frauen und ich«, »Der Prinz aus dem Paradies« und »Hinter den Türen« eroberte sie erneut die SPIEGEL-Bestsellerliste und machte dieses Genre zu ihrem Markenzeichen. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg. Weitere Bücher: Hinter den Türen: Roman nach einer wahren Geschichte Mein Mann, seine Frauen und ich: Roman nach einer wahren Geschichte Der Mann, der wirklich liebte: Roman nach einer wahren Geschichte Die Frau, die zu sehr liebte: Roman nach einer wahren Geschichte Die Sehnsuchtsfalle: Roman nach einer wahren Geschichte Himmel und Hölle: Roman - Nach der wahren Geschichte u.v.mehr Fazit: 5 Sterne***** “Die Frau, die frei sein wollte“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 416 spannende Seiten.

Ein sehr fesselndes Buch

Von: Bettina Huber Datum: 23. November 2018

Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen, litt förmlich mit Selma mit. Und dann das Happy End, das vergönn ich ihr von Herzen, denn was diese Frau durchgemacht hat, ist einfach ein Wahnsinn. Meine Hochachtung, liebe Frau Lind, so toll geschrieben wie ja die meisten ihrer Bücher. Warte schon aufs nächste. Lg aus Oberösterreich

Bewegend und nachdenklich stimmend.

Von: Elke König Datum: 10. December 2018

Inhaltsangabe: Ruhrgebiet 1979: Selma, 17 Jahre alt und Türkin mit Herz und Seele, steht kurz vor ihrer ersehnten Hochzeit mit Ismet, als ihr Leben aus den Fugen gerät. Orhan, Sohn von entlassenen Mitarbeitern ihres Vaters, kann sie in einem unverfänglichen Moment entführen und raubt ihr die Ehre, ihre Fröhlichkeit und die Lust zum Leben. Mit Gewalt herrscht er über sie, hält sie in der Wohnung gefangen und manipuliert sie in jeder Sekunde. Den Kontakt zu ihrer Familie lässt er nicht zu. Als sie ihre Tochter zur Welt bringt, weiß sie, dass sie handeln muss. Doch sie braucht dazu Hilfe. Mein Fazit: Meine Eltern haben früher nicht mit Geschichten gespart, wenn es um die türkischen Gastarbeiter ging. Sehr viele Vorurteile wurden geschürrt, aber vieles stimmte auch einfach – so im Nachhinein betrachtet. Inzwischen bin ich erwachsen und habe mir schon mein eigenes Bild über meine Mitmenschen gemacht, die türkische Wurzeln haben. Es sind durchweg positive Erfahrungen gewesen, dennoch ist immer ein Rest Vorsicht geblieben. Das, was Selma in ihrer Geschichte schildert, hätte aber durchaus auch jedem deutschen Mädchen passieren können, wenn es in einer ähnlichen Familienstruktur aufgewachsen wäre. Jungs durften alles und die Mädchen mussten ihre Tugend bis aufs Blut verteidigen. Welche zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit, die dort immer wieder geschildert wird und die Selma für sich auch so verinnerlicht hat. Die Geschichte ist bewegend, bestätigt das eine oder andere Klischee und Vorurteil, doch offenbahrt sich an manchen Stellen, das auch in anderen Kulturen nicht alles gedulded wird. Doch der Preis scheint dafür oftmals sehr hoch zu sein. Ich habe mit Selma gelitten, mich mit ihr gefreut und sie für ihren Mut und ihren Kampfeswillen bewundert. Es ist schon fast unmenschlich, was sie geleistet hat. Aber sie hat sich vom Schicksal nicht klein kriegen lassen. Es soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass es mehr als nur schwer ist, aus so einer Situation auszubrechen. Mit überzeugten und nachdenklichen fünf Sternen kann ich das Buch sehr empfehlen. Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.