Karine Lambert

Und jetzt lass uns tanzen

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Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben?

Eine Liebe im Spätsommer des Lebens

Von: Niederrheinblond Datum: 18. November 2018

Und jetzt lass uns tanzen – Karine Lambert Marcel und Marguerite verlieren beide ihre Lebenspartner und fast ihren Lebensmut, doch dann kommt die Liebe ein zweites Mal. Meistens lese ich Romane, in denen die Protagonistin circa mein Alter hat. Bei “Und jetzt lass uns tanzen” war das komplett anders, aber von Anfang an war ich sehr angetan vom Klappentext, auf dem die Frage gestellt wird, ob die beiden Protagonisten Marcel und Marguerite es noch einmal wagen, zu lieben. Bevor ich aber den Klappentext überhaupt gelesen habe, hatte ich mich in das Cover und den Titel bereits verliebt. Ich fand es sehr passend die älteren Protagonisten auf einem Seil über zwei Häusern laufen zu lassen, denn schließlich geht es genau darum im Roman: Wagt man diesen Balanceakt, diesen Sprung ins Ungewissen, oder bleibt man beim Altbekannten und lässt sich trotz fortschreitenden Alters auf kein neues Experiment ein. So viel sei verraten: Marcel und Marguerite wagen den Sprung. Die Geschichte / Achtung Spoiler! Der Roman beginnt mit einer Beerdigung. Marguerite muss ihren geliebten Ehemann zu Grabe tragen und ist erschüttert von den Ereignissen: “Ich bin achtundsiebzig Jahre alt, was soll ich jetzt bloß mit mir anfangen?” (Seite 15). Sie fühlt sich vollkommen verunsichert und ist sich nicht sicher, wie sie das Leben ohne ihren Mann, Henri, leben soll: “Was, wenn die Sicherung herausspringt? Wenn sie das Marmeladenglas nicht aufmachen kann? Wenn sie im Bad ausrutscht?” (Seite 27). Aber nicht nur Marguerite trauert, sondern auch Marcel. Er hat seine Frau Nora ebenfalls verloren und leidet unter der Einsamkeit: “Allein vegetiert er nur noch dahin. Er braucht seine zweite Hälfte, die ihm ein Zuhause gibt.” (Seite 61). Doch dann passiert etwas, womit beide nicht mehr gerechnet haben. In einer Kur lernen sie einander kennen und beide spüren, dass da mehr ist. Auf einmal sind da wieder Gefühle, die sie beide schon lange nicht mehr kannten. Aufregung, Nervosität, Unsicherheit. Doch am Ende sind beide bereit, das neue Wagnis einzugehen, doch da haben sie nicht mit Frédéric, Marguerites Sohn gerechnet. "Die hervorstehenden Knochen über den eingefallenen Wangen, tiefe Falten, müde Körper. Zerbrechlich. Die Abenddämmerung des Alters. Aber von Alleinsein keine Spur." – Seite 221 Meine Meinung Der Einstieg in dem Roman wirkte im ersten Moment hart. Eine Beerdigung zum Einstieg? Umso mehr man von dem Buch liest, umso schlüssiger erscheint gerade dieser vermeintlich harte Einstieg. Man versteht die Trauer und Hoffnungslosigkeit, die die beiden Protagonisten fühlen. Es zerreißt einem das Herz, wie sehr die beiden leiden und umso schöner ist es dann zu merken, wie der Keim der Liebe die beiden wieder aufleben lässt. Wie beschreibt Marguerite es, als ihr Sohn ihr aufgrund ihres verliebten Verhaltens einen Arztbesuch verordnet? “Ich brauche keinen Arzt. Ich muss wie Gene Kelly im Regen tanzen.” (Seite 125). Und gemeinsam wagen es die beiden noch mal. Sie tanzen, lassen sich fallen und geben sich dem Wunder der Liebe hin. Einfühlsam und authentisch beschreibt Lambert die Annäherung der beiden, die Ängste, aber auch das Glück, das beide empfinden. Fazit: Ein Buch, bei dessen letzte Seite man ein Lächeln auf den Lippen hat und es mit einem warmen Gefühl ums Herz herum schließt.

Süß

Von: thebookworm.c Datum: 20. October 2018

Mich hat das Cover wirklich sehr angesprochen, ich finde es hat eine wirklich schöne Schrift, die Farben sind harmonisch abgestimmt und es passt einfach perfekt zum Inhalt. Als ich es ausgepackt habe, war ich überrascht wie "süß" das Büchlein ist, es hat nämlich nur 240 Seiten, was für mich wirklich wenig ist und auch das Format ist kleiner als das normale Taschenbuchformat. Es hat mir wirklich eine Freude bereitet, das Buch zu lesen weil es einfach alle Bereiche im Leben zeigt, die Schönen, sowohl auch die eher weniger Perfekten. Ich mochte die Charaktere und den Schreibstil nur manchmal hat sich das Buch einfach etwas gezogen.

Wunderschöne Geschichte mit wunderschöner Thematik

Von: Wortgetreu Datum: 23. May 2018

'Und jetzt lass uns tanzen' von der Autorin Karine Lambert erschien am 06. März 2017 im Diana Verlag. Ich habe noch nie zuvor ein Buch der Autorin gelesen und auch die Altersgruppe passt nicht so zu den Büchern, die ich sonst meistens lese und trotzdem hat mich der Klappentext magisch angezogen und ich wusste einfach, dass dies ein Buch sein könnte, das mir gefällt. Das Cover gefällt mir sehr gut und symbolisiert auf eine spielerische Art und Weise den Inhalt des Buches. Ich finde es wirklich sehr gelungen und passend. Dieses Buch kann ich nicht auf die selbe Art und Weise bewerten, wie ich es bei den anderen Büchern immer tue. Hier gibt es keinen heißen Bad Boy oder irgendwelche klischeehaften High School/Uni Intrigen. Dies ist ein Buch, dass dem Leben so nahe ist und das mich unglaublich berührt hat. In den ersten Kapiteln lernen wir Marguerites und Marcels jeweilige Vergangenheit kennen und kriegen den Verlust ihrer jeweiligen Ehepartner mit. Marguerite hat Angst vor allem, was unvorhersehbar ist, sie hat Angst vor dem alleine sein und dem Tod. Sie empfindet Ängste, die wohl jeder nachvollziehen kann und in die auch ich mich sehr gut hineinversetzen konnte. Mit ihren 78 Jahren ist sie nun wirklich nicht mehr die Jüngste und nach dem Tod ihres Mannes ist das Einzige, das ihr noch so richtig Freude bereitet ihr Enkel Ludovik und ein Museumsbesuch einmal im Monat. Sie stellt sich immer wieder die Frage, ob das Leben noch etwas für sie bereithält. Marguerite trifft bei einer Thermalkur auf den 73 jährigen Marcel. Überrascht stellen beide fest, dass sie den selben Humor teilen, obwohl sie unterschiedlicher kaum sein könnte. Sie folgte immer allen Regeln und möchte nichts dem Schicksal überlassen. Er ist freiheitsliebend und vergöttert den Sternenhimmel bei Nacht, wohingegen Marguerite den Tag liebt. Langsam lernen sie sich kennen und fühlen etwas füreinander was sie nicht für möglich erachteten noch einmal empfinden zu dürfen. Ich habe bei dem Klappentext an zwei Personen im mittleren Alter gedacht, als ich dann deren Alter erfuhr, war ich ein wenig überrascht. Positiv überrascht. Beide waren mir sofort sympathisch und ich hätte sie mehr als einmal liebend gerne in den Arm genommen und ganz fest gedrückt. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein ziemlich großes Herz für ältere Menschen habe und ich ihnen immer am liebsten helfen und etwas Gutes tun würde. Aber diese beiden Protagonisten haben mich sehr berührt und zum nachdenken angeregt. Das Buch wird teilweise wirklich humorvoll erzählt und dennoch geht der Ernst der Geschichte nicht verloren. Ich habe mich der Storyline durchweg sehr nahe gefühlt, habe mitgelacht und mit gelitten. Habe über die selben Fragen gegrübelt wie Marguerite und Marcel. Die Autorin Karine Lambert erzählt die Geschichte mit einer wundervollen Leichtigkeit und einem poetischen Schreibstil, ohne dabei irgendetwas zu beschönigen. Mir kam es beim Lesen vor, als würde sich alles vor meinen Augen abspielen und ich könne total in das Buch abtauchen. Diese Geschichte hat mir wirklich große Freude bereitet.

Ein ganz bezaubernder Roman.

Von: Sabine Datum: 26. January 2018

Marguerite und Marcel können verschiedener nicht sein. Sie hat sich ihrem langjährigen Ehemann total ergeben und immer gesiezt. Er ist als Kind aus Algerien eingewandert und hat seine Jugendliebe geheiratet. Beide verlieren ihre langjährigen Ehepartner und stehen vor einem Wendepunkt. Auf einer Kur treffen sie zufällig aufeinander und stellen zu ihrer Überraschung fest, dass sie mehr Gemeinsamkeiten haben als gedacht. Karine Lambert hat hier mit einer Leichtigkeit und einer wunderschönen Ausdrucksweise einen ganz bezaubernden Roman geschrieben. Die beiden Hauptcharaktere versprühen einen Charme, den man sich nicht mehr entziehen kann und möchte. Auch im Alter muss man nicht alleine sein, es ist möglich noch mal einen Neuanfang zu wagen. Trotz aller Hindernisse die sich ihnen in den Weg stellen. Alt zu sein heißt nicht, dass nun alles Schöne im Leben vorbei sein muss. Man muss sich nur trauen. Eine wunderschöne Liebesgeschichte, die Mut macht. Das späte Glück ist durchaus möglich. Einfach zauberhaft! Eine unbedingte Leseempfehlung.

Schön ohne kitschig zu sein!

Von: Ephraims Tochter Datum: 16. January 2018

Hach! *Und jetzt lass uns tanzen ist eine schöne Liebesgeschichte, die zum Glück so gar nicht kitschig ist! Die Geschichte von Marguerite und Marcel hat mich sehr bewegt und mich auch ein wenig zum Nachdenken gebracht: Wie wird mein Leben im Alter wohl so sein? Da die Protagonisten weit entfernt von meiner Altersgruppe sind (78 und 73) habe ich mich anfangs ein bisschen schwer getan, mich in sie hineinzufühlen. Nach den ersten 30 Seiten klappt das aber ganz gut und die beiden waren mir sehr sympathisch und ich konnte mich super in sie hineinversetzen und mitfühlen! Das Buch macht nachdenklich, berührt ohne kitschig zu sein und zeigt, dass Liebe in jedem Alter möglich ist!

Liebe kennt kein Alter

Von: Caroline Messingfeld Datum: 10. January 2018

Mit "Und jetzt lass uns tanzen" hat Karine Lambert einen anrührenden, charmanten Roman vorgelegt, der im wahrsten Sinne des Wortes aus der Reihe tanzt. Im Mittelpunkt stehen die Senioren Marcel und Marguerite, die ihren Lebenspartner verloren haben. Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Das Cover ist extravagant gestaltet. Man sieht zwei Figuren, die sich auf einem dünnen Seil, das zwischen zwei Hochhäusern gespannt ist, vorsichtig aufeinander zubewegen. Die Figuren und Häuser sind in Schwarz und Weiß gehalten, während der Himmel in einem klaren, warmen Blau leuchtet. Gewisse Assoziationen mit den Protagonisten Marcel und Marguerite, die einen schweren Verlust verarbeiten und sich (und das Leben und die Liebe) wieder neu entdecken müssen, sind nicht von der Hand zu weisen. Auch der Titel ist gut gewählt. In der Aufforderung "Und jetzt lass uns tanzen" liegt etwas Lebensbejahendes, das den Leser sofort für die betagten Helden einnimmt. Vor allem Marguerite zieht alle Sympathien auf sich. Sie ist eine alte Frau, die - meiner Meinung nach - vom Leben um das Glück betrogen wurde. Sicher: Sie war eine gehorsame Tochter, mustergültige Ehefrau und vorbildliche Mutter. Aber Liebe, Lust und Leidenschaft hat sie in ihrer Beziehung zu ihrem kühlen, steifen Mann Henri, der ein angesehener, pedantischer Notar war und sie nur als ein repräsentatives Accessoire gesehen hat, nie kennengelernt. Durch die Begegnung mit dem aus Algerien stammenden Marcel, mit dem sie auf den ersten Blick gar nichts zu verbinden scheint, blüht Marguerite auf – und kann alles nachholen, was ihr bisher verwehrt worden ist. Endlich tanzt sie aus der Reihe und macht, was ihr gefällt. Wer wollte ihr dieses späte Glück nicht von ganzem Herzen gönnen? Karine Lambert schreibt in einer einfachen, klar verständlichen, mitunter poetischen Sprache. Man mag das Buch gar nicht aus den Händen legen; die Seiten fliegen nur so dahin. Der Plot ist originell, die Umsetzung brillant. Das Buch spiegelt das wahre Leben in allen seinen Schattierungen. Man fühlt, lacht und weint mit den Protagonisten. Aus diesem Grunde kann es keine andere Wertung als "fünf Sterne" geben. Merci!

Diese Geschichte lässt dir das Herz aufgehen

Von: VB00KS Datum: 22. November 2017

Meine Zusammenfassung:
 Marguerite ist 78 Jahre alt, als ihr langjähriger Ehemann Henri verstirbt. Sie fühlt sich plötzlich verloren, da sie in der ganzen Zeit niemals ohne ihren Ehemann sein musste. Henri, ein angesehener Notar, war immer der, der sagte wo es lang ging. Er hat entschieden, welche Musik sie hören, welche Filme sie gut finden oder was gekocht werden soll. Auch Henri war es der entschied, dass ihr gemeinsamer Sohn Frédéric aufs Internat gehen soll, damit aus ihm ein stattlicher, kluger Mann wird. Frédéric ist es nun, der es seinem Vater gleichtun möchte und sich nun um seine altgewordene Mutter kümmert. Früher war es dieser kleine Junge, der an den Wochenenden, an denen er aus dem Internat nach Hause kam, liebevoll in ihren Armen lag, sich freute sie zu sehen und sich von ihr überall hin führen ließ. Heute ist es, dieser erwachsene Mann, der es ein wenig zu gut mit Marguerite meint. Alleine in einem großen Haus, mit einer Haushälterin, die in ihrer Abwesenheit die Kleider der Hausherrin trägt und das nach 30 Jahren Dienst im Hause, das geht doch nicht. Und dann hat sie auch noch diesen Fremden bei der Kur kennengelernt, die ihr der Arzt verschrieben hat, in ihrem Alter! Wo soll das nur enden? Marcel ist 73 Jahre alt und ist ebenfalls Witwer, nachdem seine Frau Nora starb. Sie war sein Stern, sein Leben. Ohne sie ist er verloren. Hätte er doch bloß nicht versucht, ein 50 Punkte Wort beim Scrabble zu legen, dann wäre er an diesem verhängnisvollen Tag bei ihr gewesen … Für ihn ist das Leben mittlerweile nur noch trist und grau. Selbst seine Tochter Manou kann ihn nicht aufheitern, wo sie doch selbst ihre eigene Mutter verloren hat und gerne Erinnerungen und Trauer mit Marcel teilen möchte. Sie beschließt, dass sie ihren Vater in Kur schickt. Dort lernt er die liebreizende Marguerite kennen, die er sogleich im Anschluss nach der Kur auf einen Kurztrip entführt, ohne, dass ihre Kinder, Frédéric und Manou, davon erfahren. Sie genießen den Ausflug und stellen fest, dass sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie der Tag, er die Nacht. Sie, die Dame die immer jeglichen Regeln gefolgt und den Wünschen ihrer Eltern oder denen ihres Mannes entsprochen hat, er, der das Leben bis ins kleinste Detail genossen und die Welt entdeckt hat. Doch kommen Marguerite Zweifel, als sie eines Tages beim Glühbirnenwechsel vom Stuhl fällt, ob sie das richtige Alter hat, um sich so einem ungestümen Mann noch einmal hinzugeben. Wie hätte sich wohl ihre lebens- und abenteuerlustige Schwester, die viel zu früh bei einem Unfall gestorben war, entschieden? Meine Meinung:
 Wirklich eine angenehme und freudig süße Geschichte für Zwischendurch. Hier merkt man, dass niemand zu alt ist, um sich noch einmal neu zu verlieben. Marguerite und Marcel sind einfach zwei sehr sympathische Charaktere, die einem das Herz aufgehen lassen. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die beiden Protagonisten so unterschiedlich sind und doch so viel gemeinsam haben. Beide dachten sie, dass es nicht möglich ist, sich noch ein zweites Mal zu verlieben und mussten dann das Gegenteil feststellen. Ebenfalls sind auch die Kinder Frédéric und Manou unterschiedlich wie Tag und Nacht. Er ist ebenfalls wie sein Vater früher angesehener Notar und ein wenig verklemmt, eher wenig bereit zu Herausforderungen und Überraschungen. Sie dagegen ist Lehrerin - in ihre Klasse geht auch Frédérics Sohn, Ludovic - und genauso offen wie ihr Vater und ihre Mutter. Doch eins haben auch die beiden gemeinsam, die Sorge um ihre Eltern. Es handelt sich hierbei einfach mal um eine etwas andere Liebesgeschichte, die mir Spaß gebracht hat und mich immer hat weiterlesen lassen. Ich fühlte mich diesen beiden Personen so verbunden und wollte sie schon selbst, zu ihrem Glück zwingen. Das Buch liest sich sehr angenehm und einfach. Außerdem hat es mich zum Lächeln gebracht. Mein Fazit:
 Mir ist das Herz aufgegangen. Ich habe mich unterhalten gefühlt und ich wünschte mir, dass auch ich in diesem Alter noch so einen Lebensfreude empfinden werde und mein Glück mit jemandem teilen kann. Ein kleiner Abzug, weil es mir an ein oder zwei Stellen zu langweilig wurde, aber im Großen und Ganzen eine bezaubernde Geschichte. 4 von 5 Sternen.

Eine ganz bezaubernde Geschichte über die Liebe im Alter

Von: Monika Schulte Datum: 16. November 2017

Marcel, 73 Jahre alt, er liebt die Sterne. Er weiß alles über sie. Sein ganzes bisherigen Leben hat er mit seiner großen Liebe aus Kindertagen verbracht, doch Nora ist nun tot.  Marguerite, 79 Jahre alt, ist seit kurzer Zeit Witwe. Viele, viele Jahre lang war sie mit Henri verheiratet, einem eher unterkühlten Mann, der keine Gefühle an sich heran ließ, der nach strengen Regeln lebte, denen sich auch seine Frau zu fügen hatte. Auch nach seinem Tod lebt sie mit diesen Regeln weiter. Sie ist es nicht anders gewöhnt. Ihr Sohn gleicht dem Vater. Am liebsten würde er die Mutter in einem Seniorenheim sehen. Einziger Lichtblick ist Ludovico, Marguerits Enkel, der sie einmal wöchentlich besucht. Marcel und Marguerite begegnen sich in einem Sanatorium. Er, der die Nacht liebt. Sie, die den Tag lieber mag. Die beiden spüren, dass sie zueinander gehören, doch ist eine zweite Liebe in dem Alter wirklich noch möglich?  "Und jetzt lass uns tanzen" - was für ein wunderwunderschöner Roman! Eine leise Geschichte um die Liebe im Alter, ein sehr lebensbejahender Roman. Gefühlvoll. Großartig.  Was für ein schönes Gefühl beim Lesen, als Marguerite die Regeln ihres Ehemannes über Bord wirft und im Alter anfängt, endlich zu leben! Wie sie zum Friseur geht, sich den altmodischen Dutt abschneiden lässt und sich eine Kurzhaarfrisur schneiden lässt! Diese und viele andere wunderbare Momente sorgen dafür, dass nicht nur Marguerite endlich das Glück findet, sondern auch der Leser.  "Und jetzt lass uns tanzen" - eine bezaubernde Geschichte aus der Kategorie "Glücklich-mach-Buch"!

Für die Liebe ist man nie zu alt...

Von: Rain Datum: 08. October 2017

Dieses Buch hat Charme. Ob das jetzt daran liegt, dass es von einer französischsprachigen Autorin stammt oder an der Geschichte, weiß ich nicht. Außerdem hat es mich ziemlich überrascht. Ich hatte mit einer französisch angehauchten Geschichte über zwei Mitfünfziger gerechnet, die sich verlieben und dann einfach ihr Leben zusammen weiterleben, aber WIE ICH MICH DA GEIRRT HABE! Das Buch ist alles andere als das, zumal die Protagonisten noch um einiges älter sind, quasi Senioren. Zuallererst erfährt man einiges über das bisherige Leben von Marguerite, vor dem Tod ihres Mannes Henry. Schnell wird klar, dass diese Ehe nicht auf Liebe oder Ähnlichem basiert hat und Marguerite eigentlich nicht viel aus ihrem bisherigen Leben herausholen konnte, aber auch keine Ahnung von dem hat, was sie verpasst hat. Sie versucht, wie davor, ein braves, vernünftiges Leben zu leben, was ihr jedoch nicht gelingt. Nach einigen Kapiteln aus ihrer Sicht kommt eines aus Marcels Perspektive, in dem ich sofort gemerkt habe, welcher der zwei Protagonisten mir sympatischer ist. Auch er hat seine Frau vor einer Weile verloren, im Gegensatz zu Marguerite verspürt er allerdings keine wirkliche Lebenslust mehr, da seine Frau für ihn die Welt bedeutet hat. Und anstatt dann mit der Liebesgeschichte loszustarten, wird erstmal das Leben von Marguerite und Marcel nach dem Tod ihrer Ehepartner beschrieben. Dieser Part des Buches hat sich ein wenig hingezogen sodass ich manche Passagen nur ungenau gelesen habe. Es war stellenweise romantisch, aber meist wurde mehr auf den roten Faden und die Storyline geachtet, wodurch es recht oberflächlich geschrieben waren. Hier hätte ich mir mehr Einblicke in die Gefühle der Protagonisten gewünscht. Die Rückblenden und Erinnerungen von Marguerite und Marcel waren schön dosiert und haben sehr geholfen, die gesamte Story zu verfolgen. Insgesamt war die Geschichte nicht sehr komplex aufgebaut und verlief recht geradlinig,aber so konnte man auch flüssig in einem durch lesen.

Eine herzerwärmende Liebesgeschichte

Von: janalovesboooks Datum: 17. September 2017

Das Cover: Das Cover ist meiner Meinung nach sehr ansprechend gestaltet und passt gut zu der Geschichte. Den Titel finde ich auch sehr passend und schön für die Geschichte. Meine Meinung: Fangen wir bei den Charakteren an, Marguerite sowie Marcel habe ich extrem lieb gewonnen. Beide haben einzigartige Charaktere und ergänzen sich sehr gut. Marguerites Sohn mag ich leider überhaupt nicht, man hätte ihn auch anders gestalten können ohne die Geschichte zu verändern. Alle weiteren Nebencharaktere mag ich sehr gerne. Zu der Geschichte: Ich finde die Geschichte sehr süß und herzerwärmend. Ich musste zu Beginn sehr viel weinen, da dieses Buch mit traurigen Passagen startet. Da die Geschichte sehr kurz ist, könnte man sie leicht an einem Nachmittag beenden und lernt dabei noch was fürs Leben dazu. Das Ende der Geschichte ist wunderschön, jedoch war schon sehr früh klar, dass es so enden wird... Fazit: Mir wird diese Geschichte im Kopf bleiben und mich immer wieder über das Leben nachdenken lassen. Trotz all den positiven Aspekten, kann ich dem Buch leider keine fünf Sterne geben. Dies liegt jedoch nicht am Buch, sondern an meinem Geschmack. Normalerweise lese ich nur Young/New-Adult und Fantasy, da ist Und jetzt lass uns tanzen mal etwas ganz anderes. Dieses Buch bekommt von mir 3,5 / 5 Sternen.

Kluges und warmherziges Buch über ein schwieriges Thema

Von: Sigismund von Dobschütz Datum: 02. July 2017

"Ich bin zwar Rentner, aber mein Herz hat keine Falten." Dieser kurze, aber vielsagende Satz fasst den Inhalt des im März 2017 im Diana-Verlag erschienenen Romans "Und jetzt lass uns tanzen" der Belgierin Karine Lambert in wenigen Worten zusammen. Warmherzig und humorvoll, offen und klug beschreibt Lambert das Aufeinandertreffen zweier kürzlich verwitweter Senioren (Marguerite,78, und Marcel, 73). Statt sich zu "verstecken", was Marguerites Sohn Frederic mit ihrer ungewollten Einweisung ins Seniorenheim fast gelingt, entdecken beide Senioren erneut die Schönheiten und Überraschungen gemeinsamen Lebens, eine neue Liebe und gegenseitige Fürsorge – anfangs zum Entsetzen ihrer erwachsenen Kinder. Beide Senioren befreien sich von den Ihnen auferlegten Zwängen und genießen noch viele glückliche Lebensjahre miteinander. Die Autorin versteht es wunderbar, sich in die Gefühlswelt alter Menschen hineinzudenken und das schwierige Thema (Liebe im Alter) offen, liebevoll, auch humorvoll auszudrücken. Dieses hervorragend geschriebene und überaus kluge Buch voller Lebensweisheit, das völlig zu Recht schon in über 20 Ländern erschienen ist, kann ich wirklich nur jedem weiterempfehlen. Es ist absolut LESENSWERT - vor allem für erwachsene Kinder!

Kluger Roman über ein schwieriges Thema

Von: Sigismund von Dobschütz Datum: 02. July 2017

"Ich bin zwar Rentner, aber mein Herz hat keine Falten." Dieser kurze, aber vielsagende Satz fasst den Inhalt des im März 2017 im Diana-Verlag erschienenen Romans "Und jetzt lass uns tanzen" der Belgierin Karine Lambert in wenigen Worten zusammen. Warmherzig und humorvoll, offen und klug beschreibt Lambert das Aufeinandertreffen zweier kürzlich verwitweter Senioren (Marguerite,78, und Marcel, 73). Statt sich zu "verstecken", was Marguerites Sohn Frederic mit ihrer ungewollten Einweisung ins Seniorenheim fast gelingt, entdecken beide Senioren erneut die Schönheiten und Überraschungen gemeinsamen Lebens, eine neue Liebe und gegenseitige Fürsorge - anfangs zum Entsetzen ihrer erwachsenen Kinder. Beide Senioren befreien sich von den Ihnen auferlegten Zwängen und genießen noch viele glückliche Lebensjahre miteinander, sogar als zehn Jahre später bei Marguerite dann doch die Demenz einsetzt. Die Autorin versteht es wunderbar, sich in die Gefühlswelt alter Menschen hineinzudenken und das schwierige Thema (Liebe im Alter) offen, liebevoll, auch humorvoll auszudrücken. Dieses hervorragend geschriebene und überaus kluge Buch voller Lebensweisheit, das völlig zu Recht schon in über 20 Ländern erschienen ist, kann ich wirklich nur jedem weiterempfehlen. Es ist absolut LESENSWERT - vor allem für erwachsene Kinder!

Liebe kennt keine Falten.

Von: Liane Marth *LimaKatze bei LovelyBooks* Datum: 02. July 2017

*** ZUM INHALT *** Die 78-jährige Marguerite führte bisher ein Leben, in dem sie nur selten selbstbestimmt handeln konnte. Die Eltern suchten sogar den Ehemann für die Tochter aus, denn es wurde in erster Linie Wert auf eine gute Partie gelegt. Insofern war die Hochzeit mit Henri nicht unbedingt eine Liebesheirat, sondern eher eine Art Zweckgemeinschaft. Er, der Mann, der für das finanzielle Auskommen und das Wohlergehen der Familie sorgte. Und sie die Frau, die sich ihm zu fügen hatte und für den Haushalt und die Kindererziehung zuständig war. Hin und wieder diente sie ihm auch als apartes Aushängeschild. Als ihr Mann stirbt ist Marguerite, der bisher für gewöhnlich jede Entscheidung abgenommen wurde, ratlos. Was soll sie nun mit dem Rest ihres Lebens beginnen? Der 73-jährige Marcel hat eine ganz andere, viel bewegtere Vergangenheit hinter sich. Er war stets ein Mann, der mit beiden Beinen fest im Leben stand, und auch das Alter konnte seinem Tatendrang und seinem Streben nach Freiheit nichts anhaben. Marcel und Nora kannten sich seit ihrer Kindheit und heirateten aus Liebe. Ihre tiefe und unerschütterliche Zuneigung hatte im Laufe der Jahre ein sehr starkes Band zwischen ihnen geknüpft. Als seine Frau stirbt, ändert sich für Marcel alles. Er ist verzweifelt und beginnt sich zu vernachlässigen. Jegliche Lebensfreude ist dahin. Zu groß ist die Lücke, die Nora in seinem Herzen zurückgelassen hat. Marguerite und Marcel sind also zwei Menschen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Bei einem Kuraufenthalt, zu dem beide zunächst überzeugt werden mussten, lernen sie sich kennen. Ein glücklicher Zufall, denn die beiden sind sich gleich sympathisch und sehr schnell wird aus zunächst freundschaftlichen Gefühlen mehr. Darf man in diesem Alter wagen, an ein neues Zusammensein zu denken? Es gibt viele Bedenken auf beiden Seiten. Dennoch: Für Marcel wäre es die Chance auf ein zweites Mal, und für Marguerite wäre es sogar das erste Mal, dass sie sich aus Liebe auf einen Mann einlassen würde. Irgendwann muss eine Entscheidung getroffen werden. … „... Die Worte waren seit Jahren da gewesen, aber sie hatte sie nie ausgesprochen. Nur diesem Unbekannten vertraute sie sich an, diesem Unbekannten, der ihre Hand nahm, die auf einem blau-weiß karierten Tischtuch lag, und sie nicht mehr losließ. Das Leben kann bisweilen zauberhaft und zart sein, auch das hatte sie zuvor nicht gewusst.“ (Seite 120) *** MEIN FAZIT *** „Und jetzt lass und tanzen“ ist ein ganz wunderbarer Roman, der sehr schön zeigt, dass auch spätere Lebensphasen Überraschungen bereithalten können, ja sogar die Chance auf einen Neubeginn und die Liebe möglich sind. Das macht nicht nur viel Freude beim Lesen dieses Buches, sondern schenkt außerdem Hoffnung und Mut in Bezug auf das eigene Älterwerden. Mit sehr viel Feingefühl hat die Autorin Karine Lambert eine außergewöhnliche und bezaubernde Liebesgeschichte geschrieben, die zu Herzen geht. Dennoch kommt der Roman ohne jeglichen Kitsch aus, sondern gefällt durch eine feine und zurückhaltende Sprachauswahl, sowie durch glaubwürdig und einfühlsam gezeichnete Charaktere. Sicherlich steht in diesem Buch das anrührende Schicksal von Marguerite und Marcel im Vordergrund, aber es gibt auch Themen, die geschickt im Hintergrund ablaufen. So geht es beispielsweise um den Respekt beim Umgang mit älteren Menschen, denn der Körper mag alt sein, aber der Geist ist oft noch hellwach. Um Kinder, die mitunter unangebracht ihre Eltern bevormunden oder womöglich in ein Pflegeheim abschieben wollen. Um Pflegeheime, die den Menschen verändern und Tristesse und Hoffnungslosigkeit auslösen können, bis hin zur Apathie. Und, und, und. Insofern ist dieser gelungene Roman nicht nur ein sehr schönes, sondern auch ein kluges Buch. Sehr gerne vergebe ich hier insgesamt gesehen fünf Sterne.

Die zweite Liebe

Von: Bookish Jay Datum: 20. June 2017

Inhalt Marguerite Delorme ist 78 Jahre alt und hat ihren Mann Henri verloren, jetzt ist sie Witwe. Marcel Guedj ist ebenfalls Witwer, seine Frau Nora ist auch verstorben. Die beiden sind grundverschieden, doch das Schicksal führt die beiden zusammen. Marguerite und Marcel sind wie Pech und Schwefel. Kann es trotzdem eine Zukunft für die beiden geben? Hat die Liebe eine Chance? Meinung Karine Lambert hat einen einfachen, unverschnörkelten, fast schon subtilen Schreibstil. Die unterschiedlichen Perspektivwechsel haben mir sehr gut gefallen und waren für die Geschichte sehr gut gewählt. Und hier ist auch schon mein einziger Kritikpunkt: an einigen Stellen war mir der Wechsel zu krass, sodass ich einige Passagen doppelt lesen musste. Die Protagonisten waren toll! Vor allem Marcel hat mir mit seiner charmanten Art gut gefallen. Marguerite ist da eine ganz andere Protagonistin, befolgt alle Regeln und hat ein steifes Leben geführt. Daher ist ihre Charakterentwicklung echt super gelungen! Frederic, Marguerite’s Sohn, war mir leider ein Dorn im Auge - super nervig, stocksteif, humorlos und mehr als konservativ - und so hat er auch seine Mutter behandelt. Marguerite’s Ehemann war meines Empfindens nach ein schrecklicher Mensch - langweilig, konservativ (wie der Vater, so der Sohn), regelkonform. Nora hingegen - Marcel’s Ehefrau - war das blühende Leben! Sie war aufregend, schrill, ausgefallen. „Auch Marguerite nimmt ihr Glas, sie ist verschüchtert. Hitze steigt ihr in die Wangen, und sie erwidert ganz sanft: »Auf das Leben und seine schönen Überraschungen.«“ Zitat S. 117 Die Thematik wurde sehr schön geschildert. Auch wenn es ein ernstes Thema ist, so wurde die Geschichte von Marguerite und Marcel von gut nuancierten Humor begleitet und aufgelockert. Hach, und dieses Ende… Ich habe das Buch mit einem weinenden und einem lachenden Auge geschlossen. Fazit Eine sehr einfühlsame Geschichte über zwei Menschen, die spät im Leben ihre zweite Liebe finden. „Und jetzt lass uns tanzen“ bekommt vier von fünf Sternen! ⭐️⭐️⭐️⭐️ Weitere Informationen Verlag: Diana https://www.randomhouse.de/Buch/Und-jetzt-lass-uns-tanzen/Karine-Lambert/Diana/e513970.rhd Seiten: 222 Erscheinungsdatum: 06. März 2017 Preis: 17,99€ Gebundene Ausgabe ISBN: 978-3-453-29191-1

Liebe im Alter? Alles ist möglich ...

Von: AntjeDomenic Datum: 18. June 2017

Karine Lambert "Und jetzt lass uns tanzen" Verlag: Diana Seitenzahl: 222 ISBN: 978-3-453-29191-1 Erstausgabe: 6. März 2017 Preis: 17,99 Euro Klappentext: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? "Mit 'Und jetzt lass uns tanzen' ist der belgischen Schriftstellerin Karine Lambert eine ungewöhnlich zauberhafte Lovestory gelungen, die 222 Seiten lang mitten ins Herz trifft, ohne dabei auch nur einmal ins Kitschige abzugleiten." FREUNDIN (08.03.2017) Gestaltung des Buches: Die Gestaltung des Buches sowie des Covers sind für mich nicht typisch für eine wundervoller Liebesgeschichte. Es ist ganz anders und hebt sich von den anderen Romanen ab. Was dem Buch nicht zum Nachteil wird. Meine Meinung: Ich brauchte ein wenig um in die Geschichte zu finden. Der Schreibstil ist für mich nicht so typisch wie bei anderen Liebesromanen. Ob es an der Übersetzung liegt oder nicht kann ich nicht sagen. Nachdem ich in die Geschichte gefunden habe fand ich diese einfach toll. Die meisten Romane haben deutlich jüngere Protagonisten hier ist das nicht der Fall. Und es bestätigt mal wieder, auch im Alter kann man die Liebe finden und Sie in vollen Zügen genießen. Auf jeden Fall bin ich auf den kommenden Roman der Autorin gespannt. Vielen Dank an das Bloggerportal und den Verlag für die Zusendung des Buches. Meine Bewertung: 4 von 5 *

Schöne Geschichte

Von: Storytime Datum: 13. June 2017

Insgesamt habe ich 2 Tage gebraucht, um das Buch zu lesen. Es hat mich zwar nicht vom ersten Moment mitgenommen, aber danach hat es mich nicht mehr losgelassen. Ich wollte auf jeden Fall wissen, wie es weiter geht, ob die beiden sich näher kommen oder nicht und ob das Schicksal, dass sie auf so seltsame Art und Weise zusammen geführt hat, ein Happy-End für die beiden bereit hielt oder nicht. Für mich ist das Buch schon etwas Besonderes. Es ist keine klassische Liebesgeschichte und im Grunde ist es wahnsinnig interessant mitzuerleben, wie sich Menschen im hohen Alter, trotz eingefahrenen Lebensweisen dennoch näher kommen können. Besonders berührt hat mich eigentlich Marguerite. Ich habe so viel Mitgefühl für sie empfunden. Mit 78 Jahren verliert sie ihren Ehemann (einen angesehenen Notar) und stellt fest, dass sie ihr ganzes Leben mit einem Mann verbracht hat, den sie im Grunde nicht wirklich geliebt hat. Der sie eigentlich in einem goldenen Käfig ohne eigenen Spielraum und ohne Freiheiten eingesperrt hat. Nun steht sie mit 78 Jahren vor den Trümmern ihres Lebens. Ihr Sohn Frédéric ist viel zu beschützerisch und versucht ihrer Mutter dieselbe Stabilität und Rahmenbedingungen zu bieten, wie es zuvor sein Vater getan hat. Dabei merkt er überhaupt nicht, dass es nicht das ist, was seine Mutter nun braucht. Sie fährt nun zur Kur, was ihrem Sohn zutiefst widerstrebt. Dort lernt sie Marcel kennen und wird sich umso mehr bewusst, dass sie ihr ganzes Leben einem Mann geopfert hat, der sie in einem goldenen Käfig gehalten hat. Sie konnte nie sie selbst sein oder tun und lassen, wonach ihr war. Mit Marcel schein nun alles so einfach zu sein. Alles in Allem ist dies eine überaus bezaubernde Geschichte. Sie lässt einen hoffen (ja ich kann Fiktion von Realität unterscheiden), dass es auch im hohen Alter noch ein Happy-End geben kann. Man muss es nur zulassen und wirklich wollen. Mich hat es nur erneut in meiner Meinung bestärkt sich nicht in einer Beziehung jemandem zu unterstellen und zu machen, was der Partner von einem erwartet. Es bringt nichts eine Beziehung einzugehen, in der man sich nicht wohlfühlt und mit der man eigentlich nur wertvolle Zeit verschwendet. Zeit, in der man einen zauberhaften Partner kennenlernen kann oder einfach nur viele schöne Momente mit guten Freunden erleben kann.

Liebe kennt kein Alter

Von: Martina Meyen Datum: 05. June 2017

Ist das Verlieben im Alter tatsächlich so ein Drahtseilakt, wie es auf dem überaus gelungenen Cover dargestellt wird? Es ist auf jeden Fall anders, wenn man die Unbeschwertheit und Spontanität der Jugend schon lange abgelegt hat. Marguerite wurde ihr Leben lang von einem verstockten und überaus korrekten Ehemann dominiert. Es beginnt mit seiner Beerdigung und schon da wird ihre Entscheidungsunfreudigkeit deutlich: „Ich bin achtundsiebzig Jahre alt, was soll ich jetzt bloß mit mir anfangen?“ S.15 Marcel ist in jeder Hinsicht das genaue Gegenteil von Marguerite. Er ist aus seiner Heimat geflohen und hat mit seiner Jugendliebe ein wunderbares und intensives Leben gehabt. Dafür ist sein Schmerz umso größer als sie ihm genommen wird. Marguerite tut mir Leid, aber mit Marcel leide ich. Nach der Vorstellungsphase und vielen Erinnerungen begegnen sich die beiden und das ist eher drollig als romantisch und gleichzeitig berührend und tröstlich. Die kleine Liebesgeschichte, die ohne jeden Kitsch auskommt, geht mitten ins Herz. Die Unbeholfenheit, das Zögern, die Gedanken, die Ängste und dann doch der Mut, es noch einmal zu wagen, das war einfach wunderschön. „Sie sinniert über all das, was sie nie getan hat. Nun ist sie frei. Aber es ist zu spät.“ (S. 48) Ist es nicht genau das, wovor wir alle Angst haben? Dass es irgendwann zu spät ist? Sätze wie dieser haben mich sehr nachdenklich gemacht. In jungen Jahren habe ich darüber nie nachgedacht, aber je weiter die Zeit fortschreitet, kommen auch solche Gedanken. Genau deshalb finde ich Geschichten wie diese so wichtig. Sie machen Mut und sie zaubern ein Lächeln ins Gesicht. Karine Lambert hat mir ihrem sanften Stil so viele zauberhafte Momente eingefangen und Marcel mit einem Humor ausgestattet, der mich sehr oft grinsen ließ. Ebenfalls sehr treffend beschrieben fand ich das Verhalten der Kinder. Irgendwann kehrt sich alles um und die Jungen wollen über die Alten bestimmen. Daraus kann man schon einige Lektionen lernen, die für beide Generationen wichtig sind. Den Alten macht es vielleicht Mut, sich noch einmal auf das Abenteuer Leben und auch Liebe einzulassen und den Jungen führt es vor Augen, dass das Einmischen in jedem Alter nicht gut ist. Und alle anderen sollten dieses schöne Buch einfach nur genießen. Denn manchmal hält das Schicksal am Ende eben doch noch eine Überraschung bereit. Fazit: Ein wunderschöne Geschichte über die späte Liebe mit der richtigen Prise Humor, vielen Weisheiten und frei von jeglichem Kitsch!

Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert

Von: Tamii Datum: 28. May 2017

Marguerite verliert ihren Mann Henri und steht auf einmal ganu alleine in ihrem rießigen Haus. Noch dazu bemerkt sie immer mehr, dass diese Ehe sie nie wirklich glücklich gemacht hat. Marguerite war immer eine brave Gattin und hat sich den Wünschen ihres Mannes gefügt. Bei den Rückblenden hat mir Marguerite sehr leid getan. Die Ehe mit Henri wurde von ihren Eltern arangiert und nie hat sie jemand nach ihrer Meinung gefragt. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass Marguerite am liebsten ausgerissen wäre. Das sie äußerlich brav lächelt und die Glückliche spielt, aber innerlich nur am schreien ist. Sie durfte ihren Gatten nicht einmal dutzen. Immer musste sie gehörsam sein. Sie redet sich gerne ein, dass sie mit Henri glücklich war, aber beim Lesen merkt man schon wie verzweifelt sie in ihrer Ehe manchmal war. Das merkt man besonders stark in der Szene, als ihr ihr Sohn vorwirft das Grab ihres Mannes zu vernachlässigen. Erst als sie Marcel kennenlernt lernt sie mit 78 wie schön die Liebe wirklich sein kann. Marcels bisheriges Leben ist das genaue Gegenteil. Er hat seine Frau Nora schon in der Kindheit kennengelernt und sich sofort in sie verliebt. Fast 50 Jahre waren sie glücklich miteinander verheiratet und liebten sich jeden Tag immer mehr. Doch wärend eines gemeinsamen Urlaubs, stirbt Nora einen plötzlichen Tod, von dem sich Marcel Monate lang nicht erholt. Er wird grimmig und ist immer schlecht gelaunt. Es sieht keinen richtigen Sinn in seinem Leben mehr und wünscht sich mehr als ein mal, ihre Plätze wären vertauscht. Nicht einmal seine Tochter dringt mehr zu ihm durch. Doch durch einen glücklichen Zufall lernt er Marguerite kennen. Und auch wenn sie Anfangs Startschwierigkeiten hatten, haben sie eine gemeinsame glückliche Liebe gefunden. In der ersten Hälfte des Buches ist die Geschichte, durch die beiden Verluste der Hauptprotagonisten sehr deprimierend. Der Leser spürt den Schmerz der von den gebrochenen Herzen ausgeht. Irgendwie hat man das Bedürfnis den Charakter in die Arme zu nehmen. Vor allem die Rückblenden von Marguerite sind sehr hart zu verarbeiten. Doch gegen Mitte des Buches lernen sich die beiden kennen und die Stimmung hebt sich schlagartig. Man spürt beim Lesen die Schmetterlinge im Bauch die von den beiden alten Personen ausgeht, die sich verhalten wie beim ersten Date. Die hat mir besonders gefallen. Man liest immer nur Liebesgeschichten von jungen Menschen mit ihrer und-sie-lebten-glücklich-bis-an-ihr-Lebensende-Masche, doch auch im Alter kann man sich neu verlieben und es ist nie zu spät um ein neues Leben zu beginnen.

Und jetzt lass uns tanzen: Liebe ist zeitlos

Von: Chochi Rain Datum: 22. May 2017

Marguerite hat ihr Leben damit verbracht ihren Eltern und ihrem Mann zu gefallen ohne jemals an sich selbst zu denken. Nun, nach dem Tod ihres Mannes fährt sie zu einer Kur, die ihr Leben verändern wird. Karine Lamberts zweiter Roman Und jetzt lass uns tanzen handelt von der Liebe und wie Familien mit dieser umgehen, wenn es sich bei den Verliebten um die eigenen Eltern handelt. Was tun, wenn die 78jährige Mutter aus dem Kuraufenthalt einen neuen Liebhaber mitbringt? Genau in diese Situation werden Frederic und Manou geworfen, nachdem ihre Eltern sich während eines Kuraufenthalts kennenlernen. Die kleine, zierliche Marguerite, die ihr Leben lang davon geträumt hat Abenteuer zu erleben, aber in einer Ehe gefangen war, die sie nicht wollte und in der sie ihren Mann siezen musste. Und Marcel, der seine Kindheitsliebe geheiratet hat, nachdem ihre Famlien gemeinsam von Algerien nach Frankreich geflohen sind. Doch dieser Roman ist nicht in erster Linie über Frederic und Manou, nein, er wird aus der Sicht der beiden Liebenden erzählt, die sich langsam aneinander rantasten. Die selber unentschlossen sind, ob sie in ihrem Alter sich noch verlieben dürfen. Vor allem sind sie hin- und hergerissen zwischen der Vernunft und dem Wissen, dass ihnen vielleicht nur noch ein paar gute Jahre bleiben. Holperig erzählte Geschichte, die einen Tief berührt Was diesen Roman ausmacht ist das wirklich selten aufgegriffene Thema der Liebe im Alter. Lambert selber sagt, dass die Mutter ihrer besten Freundin sie zu dieser Geschichte inspiriert hat. Nach Jahren in einer unglücklichen Ehe, lernte sie einen Mann kennen, mit dem sie in der Küche tanzen konnte. Nach dieser rührenden Geschichte begann Lambert ihre Recherche um mehr über die Liebe und das Alter zu lernen. In Altersheimen wurde ihr erzählt, dass Nachts die Zimmertüren der Bewohner verschlossen wurden, damit diese sich nicht heimlich Nachts besuchen konnten. Diese Aussagen machten für sie schnell klar, wie sehr ältere Menschen plötzlich wieder zu Kindern degradiert wurden, die selber nicht entschieden dürfen ob sie jemanden Lieben und mit ihm Zeit verbringen wollen. All diese Themen finden sich eindrücklich in Und jetzt lass uns tanzen wieder. Vor allem Marguerite muss darum kämpfen, dass ihr Sohn sie nicht einfach als Dement abstempelt, als sie plötzlich anfängt ihre Gewohnheiten zu ändern. Gleichzeitig erzählt der Roman auch von der Vergangenheit. Von Marguerites Schwester, die Abenteuerin, und über Marcels Liebesgeschichte mit Nora, die alleine einen ganzen Roman ausfüllen könnte. All diese schönen Geschichten sind leider in einen etwas holperigen Erzählstil eingefasst, der Erzählungen und Gespräche nachahmen soll, gerade deswegen jedoch in der gelesenen Variante schnell grob wirkt. Die Perspektive und Erzählzeit springt innerhalb einzelner Kapitel von einem Abschnitt zum anderen und sorgt häufig dafür, dass der Leser nicht weiß wer gerade in welcher Zeit redet. Die Gespräche zwischen Marguerite und Marcel schwanken zwischen Erzählungen und wirklichen Ereignissen, bis man nicht mehr weiß, was gerade wirklich geschieht. Marguerite selbst erzählt in Interviews gerne, dass sie ihre Kapitel gerne laut vorliest um zu überprüfen ob sich die Dialoge und Erzählungen gut anhören. Und während dies während einer Lesung durchaus der Fall ist, macht der Roman es dem eigentlichen Leser dennoch schwer ihm zu folgen. Daher empfehle ich eher die Hörbuchversion des Romans zu kaufen als den Roman an sich, der als Buch sehr viel seiner Farbigkeit und seines Temperaments verliert. An vielen Stellen wirkt Und jetzt lass uns tanzen eher so, als wäre an Lambert eine großartige Drehbuchautorin verloren gegangen.

Schöne Geschichte für zwischendurch

Von: Buecherholic Datum: 18. May 2017

Name: Und jetzt lass uns tanzen Autor: Karine Lambert Seitenzahl: 224 Seiten Verlag: Diana Preis: 17,99 € ISBN: 9783453291911 Inhalt Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Meine Meinung Cover/Gestaltung Das Cover ist wie ich finde, mal was anderes. Besonders diese Zeichenart, Comicmäßig, ist für so einen Roman sehr ungewöhnlich. Die 'Personen' bzw. Silhouetten sind im Buch aufzufinden, denn sie haben Merkmale, die die Personen auch haben. Ansonst finde ich die Gestaltung vom Cover 'nur' ok, denn sie spricht mich von den Farben her nicht so an. Inhalt Ich muss sagen, ich war schon sehr gespannt dieses Buch zu lesen. Denn meistens lese ich nur Bücher, wo die Protagonisten 16-25 Jahre alt sind. Ich muss ehrlich sagen, dass es eine sehr schöne Geschichte ist, besonders für zwischendurch. Zu Anfang erfährt man, wie Marcel und Marguerite mit dem Verlust ihrer Ehepartner umgehen. Alle Phasen der Trauer sind mit bei. Doch bei Marguerite ist es noch etwas anderes, denn sie weiß einfach nicht was sie mit ihrem restlichen Leben anfangen soll. Sie hat immer nur das getan, was ihr Mann ihr 'befohlen' hat. Sie war immer sehr zurückhaltend und hat alles 'runtergeschluckt'. Nachdem sie Marcel auf einer Kur trifft, merkt man, wie sie sich verändert. Genau das hat mich gefreut, dass sie durch ihn sich so positiv entwickelt hat und es bis zum Ende hin erkennbar ist. Zudem finde ich die Charaktere einfach nur mega toll. Marcel ist witzig und charmat, Marguerite ist unschuldig und warmherzig. Das macht dieses Buch so aus. Meiner Meinung nach, ist es auch nicht zu kitschig oder dramatisch. Schreibstil Der Schreibstil der Autorin ist ganz okay, man kommt gut und schnell durch die Seiten. Was mich aber ein wenig gestört hat, war dass es nicht aus der ICH-Perspektive geschrieben wurde, ich weiß nicht, ich habe mich irgendwie so ausgeschlossen gefühlt. Ja, hört sich komisch an aber...na ja. Fazit: Durch die geringe Seitenanzahl, ein gutes, mal anderes Buch für zwischendurch. Tolle Charaktere, super Handlung. Einfach eine schöne Geschichte! 🌟🌟🌟🌟 4/5 Sternen

Nicht jeder Roman kann ein Highlight sein

Von: Moira Datum: 17. May 2017

Inhalt Der Zufall wolle, dass sie sich trafen: Marcel, ein Träumer, stets mit dem Blick zu den Sternen am Nachthimmel gewandt und Marguerite, die ihr ganzes Leben in einem goldenen Käfig verbrachte und verlernt hat zu träumt. Beide verlieren plötzlich ihre Ehepartner und nach langer Zeit sind sie wieder alleine. Statt sich in der Trauer und modernen Welt zu verlieren finden sie zueinander und wollen von vorne beginnen. Sich alte Wünsche erfüllen, impulsiv sein und verliebt durch die Straßen Frankreichs tanzen. Meine Meinung Heute versuche ich mal flotter fertig zu sein und ausnahmsweise sollte das kein Problem sein, denn all zu viel habe ich nicht zu sagen. Und jetzt lass uns tanzen ist eine wirklich süße Geschichte, deren Aussage ich sehr mag: Alter ist keine Grenze für neue Liebe und Wandel in deinem Leben, solange du nicht zulässt, dass die Angst vor dem Unbekannten dich fesselt und übermannt. Ich lese nicht oft pure Liebesromane, schon gar nicht mit 70-jährigen Protagonisten und somit war es eine willkomene Abwechlung von all den schweren, pompösen Draman, sie sich sonst so in meinem Zimmer stapeln. Wie jedoch diese Botschaft an den Leser weitergegeben wird, ist nicht besonders großartig oder hervorstechend. Wie bereits gesagt, es ist eine süße Geschichte, die sich schnell und locker flockig lesen lässt, wahrscheinlich auch wegen den nur knapp über 200 Seiten. Ich denke mir fehlt etwas der Charakter des Buches. Werder der Schreibstil noch die Handlung haben mich sonderlich inspiriert. Wenn mich doch etwas interesseiert hat, zum Beispiel die Kindheit von Marcel, so wurde das nur kurz angeschnitten und nie wieder aufgegriffen. Mein Leseerlebnis war also eher von flüchigem Geschmack und der Sorte, die man schnell vergisst. Dementsprechend nur schwer einzigartig. Natürlich hat das auch viel mit dem persönlichen Geschmack jedes einzelnen Lesers zu tun, so etwas wie objektive Kritik gibt es in diesem Bereich der Literatur immerhin nicht. Dass es jedoch nur daran liegt, dass dieses Genre zum Beispiel für eine 18-Jährige nicht sonderlich spannend ist, bezweifle ich. Der richtige Autor kann dir mit seiner Stimme alles verkaufen, Alter sollte da keine Rolle spielen und somit bin ich nicht all zu beeindruckt von Karine Lamberts Geschichte. Fazit Wirklich? Nach so wenigen Sätzchen noch ein Fazit? Na schön, für die ganz lesefaulen heute ;) So ziemlich alle Stilmittel eines Romanes, die ihn als ein einprägsames und kreatives Werk auszeichen, sind bei Und jetzt lass und tanzen von eher unauffälliger Qualität. Die Handlung? Ganz nett. Schreibstil? Mau. Charaktere? Zu flüchtig beschrieben. Was ich jedoch aus dem Roman mitgenommen habe ist die Hauptaussage hinter der Geschichte und das ist ja ein sehr wichtiger und nicht immer selbstverständlicher Punkt. Somit erhält diese süße, leichte Geschichte für den kleinen Hunger drei von fünf Sterne.

Schöne Liebesgeschichte, die auch wichtige Themen behandelt

Von: NaddlDaddl Datum: 15. May 2017

Ich war ziemlich gespannt auf diesen Roman. Meistens lese ich Geschichten mit jugendlichen Protagonisten oder sie sind in den Mittzwanzigern, höchstens Anfang 30. Das hier dürfte das erste Buch von mir sein, das ich lese, bei dem die Hauptpersonen schon im Rentneralter sind, und ich war neugierig darauf zu erfahren, wie ich das eigentlich finde. Im Nachhinein kann ich sagen, dass es mein Leseerlebnis nicht verändert hat. Die Geschichte hört sich auf jeden Fall ziemlich interessant an: Marguerite und Marcel, beide schon über 70 Jahre alt, sind sehr verschieden und haben doch etwas gemeinsam, nämlich dass beide vor nicht allzu langer Zeit ihren langjährigen Ehepartner verloren haben. Als sie sich dann kennenlernen, kommen sie trotz der Unterschiede auf Anhieb miteinander klar. Aber sollten sie sich jetzt noch auf die Liebe einlassen? Ich konnte die Geschichte durchweg gut verfolgen, auch wenn ich finde, dass die ersten paar Kapitel und eine kurze Passage kurz vor dem Ende nicht ganz so spannend sind. Ansonsten ist das Buch zwar nicht unbedingt ein Pageturner, aber ich finde die Themen, die Karine Lambert hier anspricht, nicht nur interessant sondern auch wichtig. Es geht sehr viel darum, wie Ehen verlaufen können, um zweite Chancen, um Familie und darum, was man älteren Menschen noch zutraut, das alles stellt die Autorin richtig gut dar. Außerdem wird die Liebesgeschichte zwischen Marguerite und Marcel gänzlich ohne Kitsch erzählt und das kommt ja auch nicht sehr häufig vor. Der Schreibstil ist nicht überragend, lässt sich aber auf jeden Fall schön lesen, ich habe wirklich nicht lange für "Und jetzt lass uns tanzen" gebraucht - was natürlich auch daran liegen könnte, dass das Buch nur gut 200 Seiten lang ist. Der Stil ist schnörkellos und einfach und hat für mich sehr schön zu den beiden Protagonisten gepasst, aus deren Sicht das Buch erzählt wird. Was mich auch schon zu den Charakteren bringt, meiner Meinung nach das Beste an diesem Roman. Denn obwohl er ziemlich kurz ist, konnte ich mir fast jeden Charakter, der auftauchte, sehr gut vorstellen, selbst wenn er eigentlich gar nicht so wichtig war. Am besten haben mir jedoch die beiden Protagonisten gefallen, Marguerite und Marcel. Marguerite sogar noch ein wenig mehr, denn ihre Entwicklung fand ich toll mitzuverfolgen und vor allem gut beschrieben. Ich mochte ihren Charakter einfach. Wie sie so lange durch ihren Mann in eine Rolle gezwängt wurde und damit so viele Träume aufgab. Wie sie sich nach Henris Tod erst verloren fühlt, aber auf gewisse Art und Weise auch erleichtert. Und wie sie schließlich anfängt, sich zu verändern. Marguerites Entwicklung mitzuerleben war einfach toll. Aber auch Marcel war ein sympathischer Charakter. Seine Voraussetzungen für das erste Treffen mit Marguerite sind ganz andere, denn er liebte seine Frau Nora über alles, ist nach deren Tod in Trauer versunken und hätte eigentlich nie und nimmer damit gerechnet, wieder jemandem zu begegnen, der ihm so viel bedeuten könnte. Wie diese beiden so unterschiedlichen Menschen aufeinandertreffen und sich annähern, ist richtig schön beschrieben. Bei mir hat dann nur noch der entscheidende Funke gefehlt, der mich hat mitfiebern und restlos begeistern können. "Und jetzt lass uns tanzen" war sehr interessant für mich und das Ende hat mich tatsächlich ein wenig melancholisch werden lassen, aber mehr auch nicht. Trotzdem ist das Buch auf jeden Fall lesenswert.

Liebe kennt kein Alter

Von: Eliza Datum: 14. May 2017

Das Cover ist ein wenig ungewöhnlich, Strichzeichnungen lassen eher einen Comic bzw. Cartoon vermuten, als einen Liebesroman. Der Klappentext hingegen spricht eine eindeutige Sprache und der Leser kann sehr gut einschätzen, um welches Thema es sich im Buch dreht. Zuerst scheint der Bezug vom Inhalt zum Titel etwas unklar, allerdings gibt es eine Szene im Buch, die auch diesen relativ ungewöhnlichen Titel erklärt. Das Thema dieses Romans könnte man wie folgt zusammenfassen: Gibt es eine Liebe nach der großen Liebe in der dritten Lebenshälfte? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Roman, was durch die beiden Protagonisten Marcel, Witwer, und Marguerite, Witwe, schnell klar wird. Der gesamte Roman wird auch aus diesen beiden Perspektiven erzählt, wir bekommen Einblick in die Gefühlswelt von Marcel und Marguerite. Die relativ vielen kurzen Kapitel und die knappen, zum Teil auch witzigen Dialoge tragen dazu bei, dass der Roman sehr flott und leicht zu lesen ist. Er versprüht eine gewisse Leichtigkeit, die auch dem Humor in der Geschichte geschuldet ist. Aber es gibt auch traurige bzw. bedrückende Passagen, die sich an einen Zipfel Hoffnung klammern. Der Schreibstil der Autorin in leicht und flüssig zu lesen, sie verwendet größtenteils Alltagssprache und verzichtet auf Fremdworte bzw. Fachausdrücke. Erzählende Passagen findet man in diesem Roman eher weniger, er lebt vor allen Dingen durch die Dialoge. Der Roman hat aber nicht nur das Thema Liebe im Alter, sondern auch der Umgang mit dem Alter an sich, sowohl aus Sicht der Betroffenen selber, als auch aus der Perspektive der Angehörigen. Wie kann sich das Leben in der dritten Lebenshälfte noch einmal ändern? Wieviel Selbstbestimmung ist auch im Alter noch möglich? Dieser Roman hat viele kleine feine Zwischentöne, die von Hoffnung und Zuversicht sprechen, sodass die Geschichte immerzu Spaß macht. Diesen Roman kann ich allen Liebenden empfehlen, egal ob Mann oder Frau, denn Liebe kennt kein Geschlecht und kein Alter. Von mir gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung. Ich bedanke mich recht herzlich beim Diana Verlag und dem Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Das Glück später Liebe

Von: Das Echo vom Alpenrand Datum: 12. May 2017

Nur einem großen Zufall ist es zu verdanken dass Marcel und Marguerite sich während eines Kuraufenthalts, den beide nur mit Widerwillen wahrgenommen haben, begegnen. Beide sind noch nicht lange verwitwet und der Verlust ihrer Partner steckt ihnen noch tief in den Knochen. Doch bereits nach ihrem ersten Aufeinandertreffen spüren beide dass das Leben vielleicht doch noch nicht zu Ende ist. Obwohl sie beide vollkommen unterschiedliche Charaktere sind, verspüren sie eine innere Verbundenheit, die ein ganz neues Lebensgefühl in ihnen weckt. Aus Mutlosigkeit wird Hoffnung und allen Konventionen zum Trotz, beschließen sie einer gemeinsamen Zukunft eine Chance zu geben. Fazit Eine wunderbare Geschichte, die beweist das Liebe und Gefühle nicht ans Alter gebunden sind und man gut daran tut, auf seine innere Stimme zu hören.

Etwas für's Herz und zum Nachdenken

Von: Beauty Butterflies Datum: 05. May 2017

Die Geschichte wird immer abwechselnd aus Marcels und Marguertites Sicht erzählt. Man erfährt sehr viel über die beiden und ihre Vergangenheit. Die jeweiligen Ehen und wie unterschiedlich ihr Leben bisher verlief. Gemeinsam haben sie, dass sie direkt zu Beginn des Buches ihren jeweiligen Ehepartner verlieren. Während Marguetite eher eine Zweckehe führt (sie muss ihren Mann Henri „siezen“) sind Marcel & Nora ein Traumpaar, so dass beide auch unterschiedlich trauern. Beide treffen während einer Kur aufeinander und die Dinge nehmen ihren Lauf… Ich hatte vermutet, dass der Roman lustiger ist, aber trotzdem konnte ich einige Male schmunzeln. Aber ich habe auch mir Marguy & Marcel mitgelitten und mich aufgeregt. Denn wie ihre Umwelt und besonders die Kinder zum Teil reagieren ist schon erschreckend, aber sicher nicht unrealistisch. Alles ist liebevoll geschrieben, aber keinesfalls kitschig. Das Fazit könnte lauten – Es ist nie zu spät glücklich zu sein. Nach 3 kurzen Leseabenden hatte ich es verschlungen und das Buch lies mich mit einem guten Gefühl zurück!

Eine ganz besondere Liebe

Von: zauberblume Datum: 01. May 2017

In ihrem neuesten Roman "Und jetzt lass uns tanzen" entführt uns die Autorin Karine Lambert nach Frankreich. Und hier dürfen wir ganz außergewöhnliche, liebenswerte Protagonisten kennenlernen. Die Geschichte: Da ist die 78jährige Marguerite. Plötzlich ist sie Witwe. Ihr Mann, ein bekannter Notar hat ihr Leben nach strengsten Regeln geführt. Um Marguerite auf andere Gedanken zu bringen, schickt ihr Arzt sie auf Kur. Und auf dieser Kur lernt sie Marcel kennen. Auch ihr hat seine Frau verloren. Doch das Leben dieses Paares war ganz anders. Sie haben das Leben genossen, sind zusammen gereist und waren eine Einheit. Und nun stehen Marcel und Marguerite an einem Wendepunkt in ihrem Leben. Die beiden verstehen sich prächtig und können gemeinsam lachen. Doch ist in ihem Alter auch eine neue Liebe möglich? Die Geschichte hat mich tief berührt und sie regt auch zum Nachdenken an. Der Schreibstil der Autorin hat mich begeistert. Ich konnte mir Marguerite in ihrem großen Haus vorstellen. Sie muss sich furchtbar gefühlt haben, zumal sie eigentlich in ihrer Ehe nichts zu sagen hatte. Bei den Regeln, die ihr Mann aufgestellt hat, mußte ich schmunzeln (auch wenn es eigentlich nicht zum Schmunzeln ist). Aber ich sehe den steifen Herr Notar direkt vor mir. Und dann ihr Sohn , fast genauso schlimm wie sein Vater. Traut seiner Mutter nichts zu. Aber es ist schön am Ende des Buches eine gewissen Veränderung festzustellen. Und dann ist da Marcel. Welches Unglück als er seine geliebte Nora verloren hat. Zumal ihr Lebensweg ja nicht einfach war. Aber dann das Kennenlernen der beiden älternen Menschen, dieses Knistern und diese Blitze am Himmel. Ein sehr berührendes Erlebnis. Ich bewundere die beiden für ihren Mut und ihre Entschlusskraft. Ein absolutes Traumbuch. Ein Buch das Mut macht. Ein absolutes Lesevergnügen. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne. Das Cover finde ich auch äußerst gelungen.

Die Kraft der Liebe

Von: Angela Busch Datum: 27. April 2017

INHALT/KLAPPENTEXT: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? MEINE MEINUNG: Das gebundene Buch mit dem ansprechenden blauen Cover beinhaltet nur über 220 Seiten und ich bin sehr schnell dank des schönen und flüssigen Schreibstils der Autorin in dieses Thema hineingekommen, da ich ausserdem vor kurzem einen ähnlichen Roman über die *Liebe im Alter* rezensiert hatte. Liebenswert und aufschlussreich wird das französische Lebensumfeld, in dem die Geschichte spielt, geschildert. Sie vermittelt viel Freude, Lebenslust und französisches Ambiente. Das Verlieren eines geliebten langjährigen Partners ist sicher DAS einschneidende Erlebnis im Alter, dem man hilflos und meist überraschend ausgeliefert wird. Die Autorin Karine Lambert hat sensible und berührende Charaktere erschaffen, die sofort mein Herz eroberten. Der lebenslustige 73 jährige Marcel bezauberte mich mit seinem charmanten Wesen und seinen schönen Erinnerungen über das Leben während seiner Kindheit in Algerien mit der fröhlichen Ehefrau Nora, die er schon als Junge liebte und verehrte. Sein plötzlicher Verlust des liebsten Menschen macht ihn fast zum gebrochenen Mann. Bis die 78 jährige Marguerite in sein Leben tritt. Diese Frau, die ganz stereotyp alle gesellschaftlichen Regeln und Forderungen ihres nun verstobenen Ehemannes fünfzig Jahre starr befolgte , ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle verleugnete , war mir ein wenig fremd. Aber sie springt über ihren eigenen Schatten und befreit sich von vielen Zwängen und den von ihrem Mann aufgestellten Verhaltensregeln. Das war für mich eigentlich eine wichtige, notwendige, zwingende Entwicklung in diesem Roman. Vor allem für die Figur der Marguerite. Ihre Ehe war nicht besonders glücklich, sie liebte ihren Mann verhalten und mit zu vielen Vorbehalten. Verständlich bei den merkwürdig konservativen Charakterzügen des verstorbenen Nebenprotagonisten! Ob diese Neigung zu starrer Akzeptanz von Regeln bei einer Frau in diesem Alter durch die Kraft der Liebe und Zuneigung noch zu ändern wären , sei dahingestellt. Die Autorin hat diese Veränderungen allerdings glaubhaft geschildert. Umso mehr gönnt man als Leser dieser gefesselten Frau die neue vorbehaltlose Liebe von und zu Marcel , die sie das erste Mal in ihrem Leben fühlt. Die Liebe und Sympathie der beiden Alten zueinander wächst stetig und wird in zärtlichen und rührigen Beschreibungen von der Autorin dargestellt. Wenn da nicht wieder übereifrige Kinder von beiden Familienseiten wären, die das sogenannte *BESTE* für ihre jeweiligen Eltern wollen und deren glückliche letzten Lebensjahre in neue Regeln lenken möchten ,,,,, Meine Bewertung : Vier **** Sterne

Gut, aber etwas oberflächlich

Von: LarasBookworld Datum: 25. April 2017

Meine Meinung Als ich das Buch auf LovelyBooks gewonnen habe, habe ich mich sehr gefreut. Zum einen war es das erste Buch, das ich jemals gewonnen hatte, zum anderen war ich von der Inhaltsangabe sehr angetan und war schon sehr daraus gespannt es zu lesen. Das Cover finde ich wirklich so schön! Die Farbe sticht direkt hervor und auch auch die schwarze Gestaltung mit den beiden Menschen die über den Hochhäusern auf dem Seil laufen und darunter die bunten Fenster, finde ich so hübsch! Von der Geschichte allerdings hätte ich mir etwas mehr erwünscht. Nicht falsch verstehen - ich fand die Liebesgeschichte der beiden älteren Leute so bezaubernd und niedlich. Es regt sehr zum nachdenken an. Kann man eine zweite große Liebe haben? Das Buch zeigt, dass Liebe kein Alter kennt und man sich selbst im Alter noch verlieben kann. Auch ansprechend fand ich, dass das Buch kurze Kapitel hat und man somit durch die Geschichte geflogen ist. Man konnte generell sehr schnell lesen, da es nicht so viele Erklärungen gab. Was allerdings auch ein paar negative Seiten hat. Manchmal fehlte mir die Liebe zum Detail und auch die Handlung ging mir zu schnell voran. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autoren den Figuren mehr Zeit gegeben hätte. Aber gerade lernen die beiden Protagonisten sich kennen und sind direkt voneinander verzaubert, somit lässt auch der erste Kuss der beiden nicht lange auf sich warten. Das fand ich sehr schade, da die Geschichte etwas ins Unrealistische abgerutscht ist. Durch die wenigen Details fehlt es dem Buch auch etwas an Tiefe, etwas, das wirklich im Kopf bleibt. Interessant fand ich jedoch auch die Rückblenden und Erinnerungen der Protagonisten. Man erfährt über die früheren Leben, die früheren Ehepartner der beiden. Die Idee an sich ist einmalig, bei der Umsetzung mochte ich aber das ein oder andere nicht. Der Schreibstil der Autorin ist gut und man konnte das Buch schnell weg lesen, da es kurz ist und auch keine langatmigen Stellen hat. Die Charaktere waren sehr süß ausgearbeitet. Ich konnte mich aber nicht sehr gut in sie hineinversetzen, was wahrscheinlich daran liegt, dass sie rund 60 Jahre älter als ich selbst sind. Frédéric und Henri haben mir ein bisschen das Klischee der Spießer zu sehr erfüllt und haben mich echt wütend gemacht. Vor allem in ihrer Beziehung zu Marguerite. Für sie war der Verlust ihres Mannes in gewisser Weise eine Erleichterung. Sie wird zwar immer noch von ihrem Sohn Frédéric bevormundet, aber da ihr Mann nicht mehr da ist, wird sie nicht mehr von beiden tyrannisiert. Die Beziehung von Marcel und seiner damaligen Frau Nora fand ich jedoch sehr schön und für ihn war es sicherlich schwerer seine Frau, die er über alles liebte, mit der er seine Kindheit und weiteres Leben verbrachte, zu verlieren. Dennoch fand ich die Entwicklung der beiden schön mit anzusehen. Wie sie aus den traurigen, einfältigen Leben herauskommen und neue Sachen wagen. Fazit Eine wunderschöne Idee, aus der man mehr hätte machen können. Auch die Tiefe hat mir etwas gefehlt. Dennoch ein tolle Geschichte, die zum nachdenken anregt. Ich vergebe dem Buch "Und jetzt lass uns tanzen" insgesamt 4 von 5 Sternen.

Eine Alt-Neue Geschichte

Von: Romina Datum: 22. April 2017

Rezension "Und jetzt lass uns tanzen" 👯💃👫👴👵 Autor: Karine Lambert 222 Seiten Fester Einband Verlag: Diana Gerne: Roman Zwei Menschen, je ein Ehepartner verloren. Beide warten auf das Sterben. Doch hätte Marguerite sich nicht überreden lassen ins Bagnères-de-Bigorre zu gehen, um sich zu entspannen, hätte sie Marcel nie kennengelernt. Marguerite hat ihren langjährigen Ehemann verloren. Genauso hat Marcel um die gleiche Zeit seine Ehefrau verloren. Er sucht Erholung in den Pyrenäen und lernt dort Marguerite kennen. Beide erzählen ihre Lebensgeschichte und blühen erst richtig auf, da beide noch nie das gemacht haben, was sie wollten. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Marguerite und Marcel erzählt, zum Teil auch kurz von ihren Söhnen oder Töchtern. Es liest sich recht schnell, das liegt wahrscheinlich auch daran, dass das Buch nur 220 Seiten hat. Beide Charaktere sind sehr unzufrieden mit dem Altern, doch man merkt noch gut die alte Frische, die in ihnen wieder zum Vorschein kommt. Dies ist eine besondere Geschichte, da sie nicht gerade alltäglich ist. Sonst liest man nur Geschichten über junge Personen, die die Liebe ihres Lebens finden und nicht über alte, die neu aufblühen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, wobei mich manchmal die französischen Ausdrücke störten, aber schliesslich ist ja auch ein französischer Roman. Die Kapitel fingen immer auf der rechten Seiten an, was ich noch speziell fand. Das Cover ist passend zu dem Inhalt gewählt worden, da es zeigt, wie Marguerite und Marcel aufeinander zulaufen/zueinander finden. Fazit: Das Buch hat mir sehr gut gefallen und darum auch 5/5 Sternen.

Rezension zu "Und jetzt lass uns tanzen"

Von: celinesweltderbuecher Datum: 18. April 2017

Titel: Und jetzt lass uns tanzen Autorin: Karine Lambert Verlag: Diana Genre: Liebesroman Format: Hardcover, eBook Seiten: 222 Preis: Buch 17,99€ eBook 13,99€ ISBN: 978-3-453-29191-1 Über die Autorin: Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin. Nach vielen Reisen und Aufenthalten in verschiedenen Ländern lebt sie heute wieder in ihrer Geburtsstadt Brüssel. Für ihr erstes Buch, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie 2014 den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt. Mit ihrem zweiten Roman Und jetzt lass uns tanzen erscheint sie nun im Diana Verlag erstmals auf Deutsch. Das Buch wird in neun Sprachen übersetzt und in 21 Ländern veröffentlicht. Inhalt: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Rezension: An dieser Stelle möchte ich mich erst einmal beim Diana Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken. Das Buch hat mich leider enttäuscht. Ich habe mir von dem Buch definitiv mehr erwartet. Die Handlung kam sehr langsam voran finde ich. Das hat es mir erschwert, durch das Buch durchzukommen. Auch die Story konnte mich nicht überzeugen, da meiner Meinung nach keine Spannung erzeugt wurde. Trotzdem fand ich die beiden Protagonisten sympathisch. Der Schreibstil war in Ordnung. Er war nicht wirklich gut, aber auch nicht wirklich schlecht. Trotzdem fand ich "die Nachricht", dass Lieben auch im hohen Alter noch möglich ist, den das Herz hat keine Falten Dem Buch gebe ich insgesamt ⭐️⭐️⭐️/⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️, da es mich nich mitreißen konnte.

Drahtseilakt

Von: Literaturwerkstatt-kreativ /Blog Datum: 16. April 2017

„Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert Ist eine Geschichte über die 78-jährige Marguerite und den 73-jährigen Marcel, die beide ihre Ehepartner verloren haben und nun alleine sind. Zu Beginn des Buches bringt uns Karin Lambert die beiden Protagonisten erst einmal nahe. Wir tauchen ein in ihre Vergangenheit und ihre Gedankengänge. Rückblicke werden in kurzen Fragmenten geschildert. Marguerite hat ihren Mann Henri verloren mit dem sie fünfzig Jahre verheiratet war. Ihre Beziehung war zwar höflich und ohne Streit, aber sehr mechanisch und gefühlsarm. Sie war die nette Frau an der Seite ihres Gemahls, einem angesehenen Notar der oberen Gesellschaftsschicht. Sie hat stets den gesellschaftlichen Erwartungen und Pflichten ihres Gemahls entsprochen. Marguerite hat einen Sohn Frederic, der seinem Vater im Verhalten sehr ähnlich ist und ebenfalls Gefühle für sich behält. Ludovico ist Marguerites Enkel und ihre ganze Lebensfreude. Marcels Frau Nora ist bei einem Badeunfall gestorben. Beide kannten sich seit Kindheitstagen aus Algerien, wo beide geboren wurden. Die beiden führten ein sehr glückliches Eheleben in Frankreich und haben eine gemeinsame Tochter Manou. Bei einer Kur in den Bergen lernen Marguerite und Marcel sich kennen. Die beiden finden sich sympathisch und kommen sich schnell näher. Sie wollen mehr von einander wissen. Nach der Kur bleiben sie in Kontakt. Beide müssen sich erst einmal mit sich und ihren eigenen Gefühlen und Gedanken auseinandersetzen. Marcel, der seine Frau Nora über alles liebte fragt sich: “Verrät man mit einer neuen Liebe die frühere Beziehung?“ Marguerite bringt ihre Gefühle in einem Brief an Marcel auf den Punkt: “Ich bin Müde. Ich habe mich kurz jünger gefühlt, aber ich bin achtundsiebzig Jahre alt ! Und ich bin nicht Jane Fonda. Ich muß dieser Tatsache ins Auge blicken.“ Auch müssen sich die Beiden mit ihren Kindern auseinandersetzen, die dieser Beziehung gegenüber nicht sehr aufgeschlossen sind. Vor allem Marguerites Sohn Frederic steht dieser Beziehung sehr skeptisch gegenüber. Fazit: Karine Lambert hat einen wunderbaren Erzählstil. Locker und leicht mit einer guten Portion Humor, so kann man das Buch gut in einem durchlesen. Die Aufteilung des Buches hat mir gut gefallen, auch das Gespür der Autorin für die ruhigeren Momente. Das Buch hat gerade mal 220 Seiten, es hätten ruhig ein paar Seiten mehr sein können, denn ich wäre an einigen Stellen gerne länger geblieben. Beim Lesen hatte ich dann noch ein Déjà-vu. Ich erinnerte mich an ein Buch, das ich vor gut 30 Jahren gelesen hatte, - „Späte Liebe“ von Max von der Grün. In dem Moment wurde mir klar, Liebe im Alter ist immer noch bei vielen ein Tabu-Thema und noch lange nicht bei allen in unserer Gesellschaft angekommen. Von daher ist es gut, dass Karin Lambert mit ihrem Buch wieder auf dieses Thema aufmerksam gemacht hat. Das Cover mit seinem schönen hellen blau - fast Türkis - zieht einen magisch an. Dazu Marguerite und Marcel als Scherenschnitt auf einem Seil, das zwischen zwei Häuser gespannt ist. Die Beiden als Tänzer, die versuchen sich auf dem Seil zu halten und nicht herunterzufallen. Ein langsames auf einander zubewegen. Balance halten – Inne halten. Diese Szene spiegelt die Geschichte wunderbar wieder. Sozusagen das ganze Buch in diesem Bild - fantastisch. Ich kann dieses Buch nur allen ans Herz legen - egal ob jung, alt, verliebt oder nicht. Eine absolute Leseempfehlung !!!

Liebe kennt kein Alter

Von: Bibliomarie Datum: 16. April 2017

Kann man zweimal im Leben die große Liebe finden? Oder findet man sie gar im hohen Alter zum ersten Mal? Eine Kur bringt Marcel und Marguerite zufällig zusammen, beide haben erst vor kurzer Zeit ihre Partner verloren. Während Marcel in jeder Minute um seine große Liebe Nora trauerte und darüber seinen ganzen Lebensmut verlor, ist Marguerite nach 55 Ehejahren endlich befreit und doch in ein tiefes Loch gefallen. Ihre Ehe war zwar von Respekt, aber auch von fehlender Herzensgüte geprägt. Und nun will ihr Sohn das über sie bestimmende Regiment fortführen. Doch die Begegnung der beiden ändert ihre Welt. Dieser kleine Roman ist so warmherzig geschrieben, dass er wohl niemanden unberührt lassen kann. In dieser einfachen Handlung ist so viel Lebensweisheit versteckt, dass ich beim Lesen immer wieder innehalten musste. Es gibt im Alter noch ein Recht auf Liebe und Leidenschaft, auf Sexualität. 78 Jahre alt musste Marguerite werden um zu sagen: „Es war das erste Mal …“ Beschwingte Heiterkeit und Melancholie und Traurigkeit liegen in dieser Geschichte sehr nah zusammen, genau wie im richtigen Leben, und das hat mich so besonders angesprochen. Für die Liebe gibt es keine Altersgrenze und mit Mut und Entschlossenheit ergreifen Marcel und Marguerite ihre Chance. Ein beschwingter Roman über die Macht der Liebe und den Zauber des Neubeginns.

Späte Romanze

Von: Rosa Emma Datum: 15. April 2017

Die Liebe trifft uns immer dann, wenn wir es am wenigsten erwarten. Zu banal? Gleichwohl absolut zutreffend auf Marguerite und Marcel, die Protagonisten des wunderbaren Romans von Karine Lambert "Und jetzt lass uns tanzen", denn die beiden einsamen Seelen trifft Amors Pfeil aus heiterem Himmel – und das, obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Die 78-jährige Marguerite Delorme, wohlhabende Notarswitwe, ist der Inbegriff der fügsamen Ehefrau und Mutter. Ihre arrangierte, lieb- und leidenschaftslose Ehe mit dem angesehenen Notar Henri, die nach 55 pflichtbewussten Jahren durch seinen plötzlichen Tod ein jähes Ende findet, ist nicht spurlos an ihr vorübergegangen. Sie, die sich nie als Individuum wahrnahm und stets die Bedürfnisse und Interessen ihres Mannes und ihres Sohnes Frédéric über ihre eigenen stellte, weiß nun nichts mit sich anzufangen. Henri, der immer alle Entscheidungen traf und ihr Leben bis ins kleinste Detail durchplante, lebt nicht mehr und nun ist es an ihr, aus ihrem Dornröschenschlaf zu erwachen. Doch das ist gar nicht so einfach, denn ihre Einsamkeit macht ihr schwer zu schaffen – einzig ihr aufgeweckter Enkel Ludovic vermag es, etwas Licht in ihren grauen Alltag zu bringen. Plötzlich Witwe Sohn Frédéric, der an Spießigkeit und Borniertheit selbst seinen verstorbenen Vater noch übertrifft, übernimmt nun dessen Rolle und versucht, über das Leben seiner immer fragiler werdenden Mutter zu bestimmen. Doch Marguerite hat genug davon, sich unterdrücken und vorschreiben zu lassen. wie ihr Leben zu verlaufen hat. Da kommt der Vorschlag ihres Arztes, sich doch mal eine Thermalkur in dem kleinen Pyrenäenort Bagnères de Bigorre zu gönnen, gerade recht. Obwohl sie anfangs noch recht unsicher ist und sich vor dem Alleinreisen fürchtet, gewinnt sie schnell an Selbstvertrauen. Sie genießt ihren Aufenthalt und die Anwendungen in der erlesenen Kurklinik und nimmt sich und ihren Körper zum ersten Mal richtig wahr, obwohl sie mit ihrem Alter hadert. Sie blüht auf und fühlt sich ganz sie selbst. Zurück ins Leben? Dies trifft jedoch in keiner Weise auf den 73-jährigen Algerienfranzosen Marcel Guedj zu, dessen Tochter Manou ihm diese Kur förmlich aufzwingen musste. Durch einen Schwimmunfall hatte er seine Frau Nora nach 50 liebevollen Ehejahren auf tragische Weise verloren und findet seitdem nicht mehr ins Leben zurück. Der ehemalige Tierpfleger, dessen bester Freund Nashorn Hector ist, fühlt sich in der Klinik mehr als fehl am Platz. Die ganzen alten Leute, zu denen er sich nicht zählt. und die wohltuenden Anwendungen sind ihm zuwider, das gesunde Essen ist dem Schokoladenfan ein Graus. Der freiheitsliebende Naturfreund hasst es, sich nach der Uhr zu richten und macht lieber lange Spaziergänge als in einer solchen Institution eingesperrt zu sein. Mektoub Als er eines Tages auf Marguerite trifft, ändert sich alles. Obwohl der temperamentvolle, offene Marcel und die scheue, introvertierte Marguerite auf den ersten Blick nichts gemein haben, fühlen sie sich auf unerklärliche Weise zueinander hingezogen. Es entwickelt sich eine innige Liebesbeziehung zwischen den beiden, die sie völlig überrascht und ihnen eine ganz neue Welt eröffnet. Marcel lässt Marguerite sein, wie sie all die Jahre nicht sein durfte. Sie machen Ausflüge und tanzen zusammen nach Marcels geliebter Chaâbi-Musik und Marguerites Line Renauds Chansons. Sie lassen es sich gut gehen, reisen nach Paris und sind dankbar für die zweite Chance, die das Schicksal (Mektoub in Marcels Heimatsprache) ihnen gewährt hat. Die zweite große Liebe Während Marcels Tochter Manou sich für ihren Vater und sein neues Glück freut, ist Marguerites Sohn Frédéric außer sich. Er zweifelt am Geisteszustand seiner Mutter und beabsichtigt, sie ihn ein Heim zu stecken. Als Marguerite einen kleinen Haushaltsunfall hat, sieht sich Frédéric im Recht und lässt seine Mutter einweisen. Wider Erwarten fügt sich Marguerite ihrem Schicksal – sie ist noch geschwächt und fühlt sich außerstande, einen Versuch zur Gegenwehr zu starten. Doch sie hat nicht mit Marcel gerechnet, der alles daran setzt, um die zweite große Liebe seines Lebens zurückzuholen… Ein wunderschöner Roman über eine späte Amour Tendre Dieser zauberhafte Roman ist das beste Mittel gegen Angst vor dem Alter. Er beschwingt, stimmt glücklich, amüsiert mit subtiler Situationskomik und hält uns vor Augen, wie das Leben trotz zunehmender altersbedingter Unpässlichkeiten durch eine neue, innige und zärtliche Liebe nochmals auf den Kopf gestellt werden kann. Denn die größten Geschenke des Alters sind die Freiheit und die Liebe: Die Freiheit, so zu sein, wie man ist, ohne sich verstellen zu müssen und sich darum zu scheren, was die Leute sagen. Die Liebe, weil sie die Einsamkeit durchbricht und die Seele strahlen lässt. Die Geschichte um Marguerite und Marcel ist deshalb so berührend, weil sie von großer Einfühlungsgabe, bewegender Emotionalität und von profundem menschlichem Verständnis zeugt. Als Leser durchleben wir zunächst die dunklen, einsamen Stunden mit den Protagonisten, in denen sie in ihrem Alleinsein nichts mehr vom Leben erwarten. Umso schöner ist es dann, sie angesichts ihres neu gefundenen Glücks plötzlich aufblühen zu sehen. Gerne begleiten wir die liebgewonnenen Senioren ein Stück auf ihrem Weg und hoffen mit ihnen, dass sie diese späte Liebe noch lange genießen werden. Mein Fazit: Einer der außergewöhnlichsten Romane dieses Jahres! Unbedingt lesenswert!

Kleines Buch, großes Gefühl

Von: Seite 101 Datum: 15. April 2017

Klein, fein, voller Tiefgang, Gefühl und Liebe. Der Roman fängt traurig an. Mit zwei Todesfällen und Trauerphasen der Protagonisten. Doch die Stimmung ändert sich schnell. Marcel und Marguerite treffen aufeinander und knüpfen erste zarte Bande. Ein Liebesroman mit leisen Untertönen, der zum Nachdenken über das eigene Leben anregt? Was bedeutet Liebe? Wird es irgendwann Alltag und Gewohnheit? Und wie festgefahren ist man im fortgeschrittenen Alter? Eine Geschichte, die mit wenig Seiten auskommt und doch ein ganz großer Roman ist. Flüssig geschrieben, mit überzeugenden Charakteren und einem angenehmen Lesegefühl im Bauch. Nach dem lesen fühlte ich mich leicht, befreit und frei. Wie eben beim Tanzen. Und ich weiß, Liebe ist immer möglich und man kann sich seine Unbeschwertheit, Jugend und Neugier im Herzen bewahren. Von mir 5 Eselsöhrchen!

Und jetzt lass uns tanzen

Von: Iris Gasper Datum: 12. April 2017

Marguerite ist 78 Jahre alt als sie ihren Mann Henri verliert. Nie hat es für sie einen anderen Mann gegeben. Henri hat ihr Leben und ihren Tagesablauf bestimmt und einfach alles geregelt. Marguerite hat sich seinen Wünschen und Vorstellungen stets untergeordnet und ein Schattendasein geführt. Nun ist sie auf sich alleine gestellt und auch etwas verunsichert. Andersherum verspürt sie tief in sich den Drang Dinge jetzt vielleicht anders machen zu wollen, einmal über die Stränge zu schlagen. Doch daran hindert sie ihr Sohn, der wie sein Vater als Notar tätig ist und einfach alles regeln möchte. Er hält seine Mutter alleine für nicht lebensfähig und behandelt sie auch so. Marcel ist 73 und hat seine Frau Nora bei einem schrecklichen Unfall verloren. Er stammt aus Algerien, hat jedoch fast sein ganzes Leben gemeinsam mit Nora in Frankreich verbracht. Dieses Paar hat das Leben gemeinsam gelebt, Entscheidungen stets gemeinsam getroffen und das Leben geliebt. Umso einsamer fühlt sich nun Marcel. Durch einen Zufall verschlägt es sowohl Marguerite als auch Marcel zu einer Kur in ein Thermalbad. Dort nähern sie sich einander an. Zarte Bande entstehen zwischen ihnen. Marguerite genießt an der Seite von Marcel die Leichtigkeit des Lebens und entdeckt immer mehr ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen, die Zeit ihres Lebens immer im Hintergrund standen. Marcel ist glücklich über seine neu entdeckte Zuneigung und sieht mit dieser Frau an seiner Seite wieder einen Sinn in seinem Leben. Zwei vollkommen unterschiedliche Menschen entdecken hier im Alter mit wie wenig man im Leben eigentlich glücklich und zufrieden sein kann. Dabei werden auch unterschiedliche Lebensverhältnisse und gesellschaftliche Zwänge vollkommen belanglos. Karin Lambert hat mit „Und jetzt lass uns tanzen“ eine zauberhafte Geschichte geschrieben bei der Emotionen wie Traurigkeit und Heiterkeit ganz nah beieinander liegen. Das Leben ist immer lebenswert, egal wie alt du bist ist die Essenz dieses Buches. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken. Liebe ist zeitlos und Freude steckt in vielen kleinen Dingen des Alltags. Marguerite und Marcel weisen dem Leser hier den Weg. Copyright © 2017 by Iris Gasper

Ein berührender Roman voller Melancholie und Poesie.

Von: Liane Marth / LimaKatze Datum: 08. April 2017

*** KLAPPENTEXT: *** Ein junger Mann, der vergessen hat, was es heißt, geliebt zu werden. Eine junge Frau, die einen Pakt mit dem Schicksal geschlossen hat. Gemeinsam überwinden sie alle Hindernisse und holen sich die Hoffnung zurück. *** ZUM INHALT: *** „... Michele schlug das rote Heft zu, nachdem er es immer wieder gelesen hatte. Seine Kinderschrift, die kleinen, längst vergessenen Episoden, hatten ihn in eine von Nebeln verhangene Zeit zurückversetzt. Er hatte sich nicht wiedererkannt in diesen Seiten, die er vor mehr als zwanzig Jahren geschrieben hatte. Als hätte dieser Junge, der genauso hieß wie er selbst und im selben Haus gewohnt hatte, nie existiert. Dieser Junge hatte eine Mutter an seiner Seite gehabt. Michele hingegen hatte fast nur noch Erinnerungen an die Tage, Monate und Jahre nach ihrem Verschwinden. Er schwieg, und der Gedanke, welch vollkommenes Glück das Tagebuch ausstrahlte, grub sich als tiefer Schmerz in ihn ein.“ (Buchzitat, Seite 49/50) Als Michele sieben Jahre alt war, verschwand seine Mutter aus seinem Leben. Vor seinen Augen stieg sie eines Tages in einen Zug und kehrte nie wieder zurück. Warum nur, wie konnte sie ihm so etwas antun? Diese und ähnliche Fragen beschäftigen Michele sein ganzes Leben lang und die tiefe Wunde, die er im Herzen erlitt, wurde immer größer. Der Vater flüchtete sich in den Alkohol. Statt den Jungen in seinem Kummer aufzufangen, entfernte er sich immer mehr von ihm. Michele blieb allein mit seinem Schmerz, den offenen Fragen und seiner Sehnsucht nach der Mutter. In der Gegenwart ist Michele dreißig Jahre alt und lebt noch immer an dem Ort seiner Kindheit, in einem kleinen Dorf in Italien. Sein Vater ist inzwischen verstorben. Die früheren Erfahrungen haben dafür gesorgt, dass Michele niemals wieder Vertrauen zu Menschen fassen konnte. Er igelte sich in seinem Elternhaus ein und baute um sich herum einen Schutzwall aus verlorenen Gegenständen, die er im Laufe der Jahre im Zug gefunden hatte. Gegenstände können nicht lügen und verletzen, Gegenstände sind verlässlich und bleiben an dem Ort, den man für sie erwählt hat. Sie sind Micheles Burg gegen die Welt da draußen. Alles ändert sich, als die fünfundzwanzigjährige Elena in sein Leben tritt. Wie ein Wirbelwind fegt sie durch sein Haus und sein Leben, und bringt alles durcheinander. Michele spürt, wie nach und nach Zuneigung für diese Frau in sein Herz schleicht. Doch sein bisheriges Misstrauen richtet sich nicht nur gegen Andere, sondern auch gegen sich selbst. Er spürt, dass er sein Leben ändern muss, sieht sich aber nicht dazu in der Lage. Kurz nach der ersten Begegnung mit Elena taucht völlig überraschend sein Tagebuch aus Kindertagen wieder auf. Dieser Umstand ist Micheles Schlüsselerlebnis für den ersten Schritt, der ihn hinausführt in das Leben außerhalb seiner Schutzmauer der verlorenen Gegenstände. Er weiß, dass Elena recht hat. Michele muss seine Mutter finden, damit er endlich Frieden mit sich machen kann, und sein betäubtes Herz frei wird für andere Menschen und vielleicht auch für die Liebe. Auch Elena hat in ihrem jungen Leben bereits eine sehr schmerzvolle Erfahrung machen müssen und ist dadurch sehr verletzlich. Obwohl sie sich von Beginn an zu Michele hingezogen fühlt, ist sie doch manches Mal überfordert mit seinen Ängsten und Kümmernissen. Hier haben sich zwei verletzte Seelen gefunden, die einander eine Kraft geben müssen, die sie mitunter nicht aufbringen können. Werden sie es dennoch schaffen? „... Als sie dem wartenden Gast jetzt seinen Kaffee mit Milchschaum servierte, lächelte Elena. Vielleicht war genau dies der Grund für die Liebe, die sie für Michele empfand: Zwei mit derselben Traurigkeit, die sich begegnen, sich erkennen und gemeinsam versuchen, das Traurige in Hoffnung zu verwandeln. Zwei Spatzen mit gebrochenen Flügeln, die zum Himmel fliegen.“ (Buchzitat, Seite 115/116) *** MEIN FAZIT: *** „Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands“ von Salvatore Basile ist ein äußerst berührender und herzerwärmender Roman über Vertrauen, Hoffnung und die Kraft der Liebe. Das Handlungsgeschehen und auch die Schauplätze sind sehr detailliert beschrieben, und somit entstehen während der Lektüre jede Menge Bilder im Kopf. Die fein ausgearbeiteten Hauptprotagonisten wachsen einem schnell ans Herz und man möchte am liebsten eine schützende Hand über sie legen. Die ruhige Erzählweise mit der wunderbaren Sprache zaubert eine ganz eigene Atmosphäre beim Lesen, die noch lange nachwirkt. Der Autor versteht es ganz ausgezeichnet, die Stimmungen und Emotionen seiner Romanfiguren einzufangen und für den Leser nachspürbar zu machen. Seine feinfühligen Zeilen sind voller Melancholie und Poesie, und unterstreichen die Geschichte noch. Ich liebe es einfach, wenn Autoren derart mit Worten malen können, so wie in diesem Buch. Neben all diesen Vorzügen gab es für mich allerdings doch einen Kritikpunkt: Der Zufall wurde allzu häufig als Hilfsmittel eingesetzt. Das gilt besonders für den Schluss, der dadurch leider etwas konstruiert daherkommt. Das fand ich sehr schade, weil die so schön aufgebaute Geschichte das eigentlich gar nicht nötig hatte. Ansonsten hatte ich mit diesem Roman auf jeden Fall eine schöne Lesezeit und wäre ziemlich neugierig auf ein weiteres Werk des Autors. Sehr gerne vergebe ich für dieses Debüt vier Sterne!

Ist Liebe auch im Alter möglich?

Von: Ingrid Eßer Datum: 07. April 2017

Marguerite, 78 Jahre alt, und Marcel, 73 Jahre alt, begegnen sich bei einem Kuraufenthalt im Süden Frankreichs zum ersten Mal. Beide haben vor geraumer Zeit ihren Ehepartner verloren. Sie sind die Protagonisten des Buchs „Und jetzt lass uns tanzen“ der Belgierin Karine Lambert. Nicht nur die zunehmenden großen und kleinen Zipperlein sondern auch die Leere in ihren Wohnungen gestalten ihr Leben wie einen Tanz auf dem Drahtseil. Die Figuren auf dem Cover des Romans nehmen den Leser auf direktem Weg mit hinein in die Geschichte. Für Marguerite und Marcel wird die gemeinsame Zeit zu einem Balanceakt auf schmalem Grat zwischen dem Bekenntnis zueinander und der Sorge ihrer Kinder über das entstandene Verhältnis. Marguerite war mit ihrem Mann Henri über 50 Jahre verheiratet. Henri war einige Jahre älter als sie und ein angesehener Notar. Er ist unerwartet verstorben. Nach einem großen Schicksalsschlag in der Familie hat sie als junge Frau bei Henri Sicherheit, Beständigkeit und in gewissem Maße auch Wohlstand im Leben gefunden. Seine Entscheidungen hat sie nie in Frage gestellt. Ganz nach seinen Vorstellungen war sie das Schmuckstück an seiner Seite. Eigene Wünsche hat sie den seinen routinemäßig untergeordnet. Das Glück wurde von einem gemeinsamen Sohn ergänzt, der in die Fußstapfen des Vaters getreten ist. Ganz anders ist das bisherige Leben von Marcel verlaufen. Der frühere Tierpfleger ist gebürtig aus Algerien und als Jugendlicher mit seinen Eltern während des Unabhängigkeitskampfs nach Frankreich geflüchtet. Begleitet wurden sie von der Nachbarsfamilie, die es aber eines Tages wieder in die Heimat zog. Doch sieben Jahre später kehrt Nora, die Tochter der Nachbar zu ihm zurück. Hier zeigt sich die Geschichte einer Flucht und Möglichkeiten eines Neuanfangs, wie sie heute nicht aktueller sein könnten. Marcel und Nora sind ebenfalls fast 50 Jahre verheiratet als Nora tragisch verstirbt. Marcels Tochter sorgt sich um ihren Vater und schenkt ihm eine Reise, auf der er Marguerite kennen lernen wird. Marguerite und Marcel sind zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Wären sie noch jung, würde wahrscheinlich auch der Altersunterschied deutlich sichtbarer sein. Außerdem kommen sie aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Marguerite wohnt im großzügigen Einfamilienhaus, Marcel lebt in einer Wohnung im 2. Stock eines Mietshauses. Aber sie haben auch eine große Gemeinsamkeit: Beide bringen Erfahrungen aus langen Ehejahren mit. An schöne Dinge erinnern sie sich gerne und wünschen sich, diese mit jemandem wieder erleben zu können. Andere Situationen möchten sie lieber vergessen und nie mehr daran denken. Nach ihrer ersten Begegnung brauchen beide eine gewisse Zeit um zu begreifen, welche Erfahrung sie da gerade gemacht haben. Marguerite ist gemeinsame Lachen aufgefallen, dass sie befreiend fand und Marcel war von ihrer Offenheit sehr angetan. Jeder verarbeitet das kurze Aufeinandertreffen auf seine Art und Weise mit allem Für und Wider einer weiteren Kontaktaufnahme. Doch eine Variable haben sie bei ihren weiteren Aktivitäten nicht berücksichtigt und das ist ihr Nachwuchs. Vor allem der Sohn von Marguerite, dem das Verhalten seines Vaters zu seiner Mutter ein Vorbild zu sein scheint, ist gegen eine neue Beziehung seiner Mutter zu einem Mann. Karine Lambert schreibt in einem leicht lesbaren, einnehmenden, warmherzigen Schreibstil. Man kann gar nicht anders als die beiden Protagonisten zu mögen. Marguerite und Marcel zeigten mir als Leser, dass man auch mit fortgeschrittenem Alter noch viel Neues entdecken und erleben kann und das diese Erfahrungen gemeinsam noch mehr Freude machen können. Die Autorin schneidet in ihrer Geschichte auch das Thema der körperlichen Anziehungskraft zueinander an. Sie verschweigt nicht den Schmerz der Trauer um den Verlust des geliebten Menschen, der niemals ganz vergehen wird. Gleichzeitig zeigt sie einen Weg auf, damit umzugehen und auch die Trauer des neuen Partners zu respektieren, sowie sich gegenseitig zu stützen. Auch das Problem, seine Liebe erneut zu verlieren, wird von ihr thematisiert. In ihrer realistischen Darstellung der Beziehung gibt es nicht nur Verständnis füreinander, sondern auch Auseinandersetzungen. Das Buch ist eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art, die zeigt, dass Liebe in jedem Alter möglich ist. Sie ist einfühlsam geschrieben und entbehrt nicht einer gewissen Heiterkeit, die mich immer wieder zum Schmunzeln brachte, wenn Marguerite und Marcel ihre Wünsche wahr werden ließen. Gerne empfehle ich diesen Roman weiter.

Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert

Von: Manel Datum: 07. April 2017

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Am Anfang spürt man aus jeder Zeile die tiefe Traurigkeit, die Marguerite umgibt. Je weiter die Geschichte geht, je mehr spürt man wie Marguerite ihren Lebensmut wiederfindet. Während einem Kuraufenthalt lernt sie Marcel kennen, der ebenfalls verwitwet ist. Die beiden lernen sich allmählich kennen und kommen sich näher. Doch kann man sich in diesem Alter noch einmal verlieben? Ein rührender Liebesroman, bei dem man so richtig mitfühlen kann. Karine Lambert zeichnet mit ihrem Buch liebenswürdige Charaktere, die man sofort ins Herz schließt und ungern wieder gehen lässt. Die Autorin schreibt dabei in einfacher Sprache, aber so lebendig, dass man versucht ist zu glauben es gäbe sie wirklich – Marcel und Marguerite. Der Schreibstil von der Autorin gefällt mir sehr, sehr gut! Er ist flüssig, leicht und man fliegt sehr schnell durch die Geschichte und die Seiten. Das Cover ist ja mal ein richtiger Hingucker. Es wirkt sommerlich, mit bunten, hellen, fröhlichen Farben. Die Farben, die Motive - wundervoll und wirklich passend. Fazit: Eine bewegende Geschichte, geschrieben in einem tollen Schreibstil mit sympathischen Charakteren. Angefangen bei dem zum Titel und Inhalt, passenden Cover bis zu der Geschichte selbst ist es ein gelungenes und stimmiges Ganzes.

Und jetzt lass uns tanzen

Von: Charlene Datum: 03. April 2017

Handlung: Die beiden Rentner Marcel und Marguerite lernen sich auf einer Kur kennen und spüren sofort eine Verbindung zueinander. Beide haben erst vor kurzer Zeit ihre Lebensgefährten verloren, Marguerite hatte nie eine wirklich besondere Verbindeung zu ihrem Mann, es war eine arrangierte Ehe. Marcel liebte dagegen seine Frau über alles und ihr Verlust schmertzte ihn sehr. Und trotz dessen das die beiden schon so alt sind, kommen sie zusammen, ganz zum trotz des Sohnes von Marguerite. Doch wahrscheinlich sogar das erste mal in ihren Leben tut sie das was sie will und findet sich selbst und ihren Lebenssinn. Und schließlich hat ihr Alter nichts mehr damit zu tun und beide fühlen sich wieder jung. Orte: Das Buch spielt im wunderbaren Frankreich, ich war selber schon mehrmals dort und es ist einfach großartig dort, es spielt in den bergen, aber auch am Meer und in Paris. Einfach Perfekt! Personen: Hier war es mal wieder so das ich beide Protagonisten toll fand, aber andere Nebencharaktere einfach nicht verstehen konnte, aber vielleicht hat die Autorin es darauf abgesehen. Beide Protagonisten haben schon fast ein ganzes Leben hinter sich, mit Leidenschaft und ohne. Ich mochte die Entwicklung von Marguerite, sie entwickelte sich von einer unsicheren Frau zu etwas viel größerem. Schreibstil: Davon abgesehen das, das Buch nur etwas über 200 Seiten hat, konnte man es echt gut und vor allem auch schnell lesen. Ich war so schnell durch mit dem Buch! Gestaltung: Das Cover finde ich sehr schön, es hat mich sofort angesprochen, weshalb ich mich auch gleich bei dem Verlag danach erkundigt habe. Es gefällt mir vor allem, weil man nicht sehen kann, ob es nun alte oder junge Leute sind und ich denke das spiegelt auch den Inhalt des Buches wieder. Hier gibt es auf jeden Fall volle Punktzahl. Geschichte: Also an sich fand ich die Geschichte echt toll, es war eine super gute Grundstory die für mich auch gut umgesetzt wurde. Allerdings habe ich einen Kritikpunkt, ich fand es am Anfang viel zu langweilig, weil sie sich erst nach den 50 Seiten kennenlernen und das Buch hat nur 200. Aber dafür wurde es danach besser und man erfuhr auch mehr über die Personen, an manchen Stellen wurde es zwar auch ein wenig langweilig, aber dafür wurden die guten Stellen besser. Fazit: Mich hat die Geschichte wirklich interessiert, sie hat einfach eine Bedeutung und ich finde das Zitat von Grégoire Delacourt da oben trifft wirklich zu. Die Grundstory war super und obwohl es an manchen Stellen etwas ziehend und langweilend wurde, waren auch mindestens genauso viele tolle Szenen dabei, die Gestaltung ist klasse und auch die Orte waren fantastisch. Ich fand das Buch wirklich gut, konnte aber leider keine volle Punktzahl geben. 3,5 von 5 Sternen.

Eine witzige und emotionale Geschichte über das Älterwerden und die zweite große Liebe.

Von: Steffinitiv Datum: 28. March 2017

Das Buch Gebunden: 224 Seiten Verlag: Diana Verlag (erschienen am 6. März 2017) Sprache: Deutsch ISBN: 978-3453291911 Alter: Erwachsene Kurzmeinung: Eine witzige und emotionale Geschichte über das Älterwerden und die zweite große Liebe. Klappentext: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Mein Fazit Inhalt: Maguy, die ihren Mann über alles geliebt hat, aber darüber hinaus vergessen hat, sich selbst zu lieben und sich etwas Gutes zu tun, ist am Boden zerstört, als ihr Ehemann stirbt. Doch sie versucht nun wieder sie selbst zu sein, rebelliert - oder zumindestens sieht das ihr Sohn so, denn der war ganz der Vater: adrett, geschniegelt und kein bisschen wild und frech. Auch Marcel verliert seine große Liebe, doch er war immer er selbst, konnte sein Leben lang verrückt sein und musste sich nie bzw selten anpassen. Doch nun, woher soll er nun all seine Lebensfreude und die Energie nehmen?! In einer Kur treffen die beiden doch so unterschiedlichen Charaktere aufeinander und doch merken beide, dass dieses Treffen etwas sehr besonderes ist. Sie kommen sich näher, was jedoch dem Sohn von Maguy nicht wirklich gefällt, er hätte seine Mutter lieber brav zuhause oder noch besser in einer Senioreneinrichtung. Doch wie sollte es auch anders sein, das Leben zu lieben hat keine Altersbeschränkung, weder nach unten, noch nach oben. Sprache: Sprachlich war der Roman ein wenig zu sachte, ich finde man hätte die Verrücktheit bzw die Lebenslust von Maguy noch ein wenig bunter ausgestalten können. Das Buch ist zwar recht kurz, dennoch kam ich nur sehr langsam voran mit dem Lesen, was dem Inhalt aber keinen Deut schlechter macht. Meine Meinung: Das Buch und die Story gefallen mir gut, die zweite große Liebe und das Älterwerden betreffen uns doch irgendwie alle. Keiner kommt drum herum und die wenigsten sind immer noch mit ihrer ersten Liebe zusammen - geschweige denn verheiratet. Das Buch zeigt auch deutlich, dass man für das Leben nie zu alt sein kann - man muss es nur leben und nehmen, wie es kommt, solange man noch kann. Einen Abzug bekommt das Buch jedoch für die fehlende verrückte Ausgestaltung von Maguy, da hätte man noch mehr Lebenslust zeigen können - auch ein wenig die dann doch einknickende Rebellion gegen ihren Sohn (Altersheim) hat mir auch nicht so gefallen. Dennoch ein schönes Leseerlebnis! Danke an das Bloggerportal für das Exemplar. Bewertung Handlung * * * / 5 Romantik/Spannung * * * * / 5 Charaktere * * * / 5 Schreibstil * * * * / 5 Gesamt * * * / 5

Und jetzt lass und tanzen - bezaubernde Lovestory

Von: Seehase Datum: 27. March 2017

Zum Inhalt: Marguerite und Henri führen eine unterkühlte Ehe. Er entscheidet alles in ihrem Leben und Seriosität und Ansehen stehen vor Spaß und vor allem vor der Liebe. Trotz allem war Henri eine wichtige Konstante in Marguerites Leben, bis er eines Tages stirbt. Die alte Dame fühlt sich einsam, verlassen und vor allem überfordert. Auf einmal muss sie Dinge selbst regeln und entscheiden. Während einem Kuraufenthalt lernt sie Marcel kennen, der ebenfalls verwitwet ist und immer noch sehr darunter leidet. Die beiden kommen sich näher und zarte Bande der Liebe werden gesponnen. Doch darf man im Alter noch Liebe und Leidenschaft erleben? Mit dem Roman „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert wage ich mich mal wieder weit über die Grenzen meines Lieblingsgenres „Krimi und Thriller“ hinaus und wurde für meinen kleinen Ausflug mehr als belohnt. Die Begegnung mit der 78jährigen Marguerite hat mich von Beginn an berührt. Ihre bescheidene Art, ihr liebenswertes Wesen, aber auch ihre Unsicherheit und ihre Ängste nach dem Tod ihres Mannes, ich konnte nicht anders, als die alte Dame in mein Herz zu schließen. Auch der etwas jüngere Marcel, dessen Frau nach einem tragischen Unfall ebenfalls verstorben ist, wird von der Autorin als warmherziger und humorvoller Mensch dargestellt, Eigenschaften, die erst wieder zum Vorschein kommen, als er Marguerite kennenlernt. Karine Lambert erzählt mit wunderschöner Sprache die Geschichte einer zweiten Liebe, die auch trotz hohem Alter der ersten Liebe in nichts nach steht. Herzklopfen und Leidenschaft beflügeln und beleben das frischverliebte Paar und vor allem Marguerite darf Gefühle erleben, die sie mit ihrem Mann Henri nie hat erfahren dürfen. Aber auch Ängste, Zweifel und vor allem Verwunderung beherrschen die Gedanken von Henri und Marguerite. Nie hätten sie gedacht, dass sie in ihrem Alter noch zu solch leidenschaftlichen Gefühlen fähig sind. Zwei Menschen im späten Herbst ihres Lebens haben die Liebe und das Glück neu gefunden und entdeckt und es war mir eine Freude, dass ich Marguerite und Henri hierbei begleiten durfte. „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert ist eine zauberhafte und entzückende Liebesgeschichte zweier alter Menschen, die nie auch nur eine Spur ins Kitschige ging. Mich hat das Buch berührt und verzaubert und es war eine Freude es zu lesen. Die Botschaft die es hinterlässt: Lebe und liebe, so lange Du kannst, denn liebevolle und leidenschaftliche Gefühle kennen keine Altersgrenze. Ich kann diesen Roman nur jedem ans Herz legen, jede Seite ist es wert, gelesen zu werden!

... über die Liebe im Alter

Von: Carina Datum: 27. March 2017

Inhaltsbeschreibung: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Pressestimmen: „Es gibt sie doch, die zweite große Liebe. Karine Lambert erzählt warmherzig vom großen Glück, das zu dem kommt, der es zulässt – klug, nicht kitschig.“ (PETRA) Meine Meinung: Die Hauptcharaktere in diesem Buch sind Marguerite und Marcel. Marguerite hat vor kurzem ihren Ehemann Henri verloren, während Marcel um seine große Liebe Nora trauert, welche ebenfalls verstorben ist. Durch Zufall treffen Marguerie und Marcel aufeinander und lernen sich allmählich kennen. Dabei kommen sie sich näher und es drängt sich die Frage auf: Kann man sich in diesem Alter noch einmal verlieben? Der Roman erzählt die wunderbare Geschichte über die Liebe im Alter und dass sie ohne weiteres möglich ist. Die Autorin erzählt mit einer Leichtigkeit, dass man ihr die Handlung sofort abkauft und sich gut dort hineinversetzen kann. Zudem sind die Kapitel recht kurz gehalten, sodass man auch gut immer mal wieder zwischendurch ein paar Seiten lesen kann, auch wenn man gerade nicht so viel Zeit hat. Das hat mir auch gut gefallen. Den Schreibstil fand ich zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit konnte ich mich ganz gut dort hineinfinden. Die beiden Protagonisten waren mir von Anfang an sympathisch, obwohl sie beide so grundverschieden sind. Obwohl das Buch mit seinen 224 Seiten recht kurz ist, steckt sehr viel Inhalt darin – und auch viele Emotionen. Es hier zwar nicht – wie bei manch anderen Büchern – der Fall, dass ich Tränen vergießen musste, aber nichtsdestotrotz konne man die Gefühle der Figuren als Leser sehr gut nachempfinden. Insgesamt ein schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle! Ich vergebe 4 von 5 Sternen!

Eine wunderschöne, unkonventionelle Liebesgeschichte

Von: Wolly Datum: 27. March 2017

Karine Lambert gibt in ihrem neuen Roman einen zauberhaften Einblick in die Liebe. Nein, nicht in die junge Liebe der verunsicherten Teenager, mit den unbekannten Schmetterlingen im Bauch und völlig neuen Erfahrungen, sondern in die Zweite. Die Liebe, die man nach Jahrzehnten der Ehe und dem Tod des Partners finden kann, wenn man sich traut auch fernab der Jugend auf sie zuzugehen. Diesen Schritt wagen auch Marcel und Marguerite. Nachdem der Tod ihrer Partner sie aus dem gewohnten Alltag gerissen hat, fühlen sich beide hilflos und ohne Ziel. Doch eine Reise verändert alles. Sie lernen einander kennen und stellen schnell fest, dass sie trotz ihrer Gegensätze viel gemeinsam haben. Doch darf man im hohen Alter noch einmal etwas wagen und sich jemand völlig neuem öffnen? Karine Lambert sagt ja, ja zur Liebe unabhänig von Alter und Konventionen. Auf sanfte Weise erzählt sie liebevoll, dass man sich auch mit der Reife des Lebens fühlen kann wie ein junges Mädchen. Aufgeregt, aber auch voller Zweifel, freudig und fragend zugleich. Mit wechselnden Perspektiven erlebt man die Gefühle der Protagonisten hautnah und besonders die kleinen Dinge gehen zu Herzen. Iris Berben als Sprecherin unterstreicht unaufgeregt, aber mit viel Gefühl den Roman mit ihrer Stimme und zeigt eindrucksvoll, dass sie genau die richtige Wahl für diese Geschichte ist. Und diese Geschichte geht wahrlich nah, werden wir doch alle älter und möchten unsere letzten Jahre nicht einsam verbringen. So freut sich der Leser mit der schüternen Marguerite und wünscht sich selbst einen lebensfrohen, kreativen Marcel an seiner Seite. Man bangt mit ihnen und hofft, dass noch viele Jahre bleiben um das Glück auszukosten. Denn für die Liebe ist es nie zu spät.

Auch im Alter darf man lieben

Von: Nickis Lesewelt Datum: 26. March 2017

Die französische Autorin Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin. Mit ihrem zweiten Roman Und jetzt lass uns tanzen erscheint sie nun erstmals auf Deutsch. Die Witwe Marguerite hat ihren langjährigen Lebenspartner Henri verloren, der mehr konservativ und eher zu steifen und aufgesetzten Verhalten neigte. Er war quasi ihr Vormund sie braucht wieder einen Sinn im Leben. Auf einer Kur lernte sie dann Marcel kennen. Marcel, ebenfalls Witwer, liebt den Sternenhimmel und macht eher widerwillige eine Kur. Doch bei seinem Aufenthalt hilft im Marguerite erstmals seine geliebte und tote Frau zu vergessen. Der Roman wird in der dritte Person erzählt. Die Szenenwechseln geschehen mit jedem Kapitel und einmal wird aus Perspektive von Marguerite und dann auch Sicht von Marcel erzählt. Dadurch erhält man schnell Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden Protagonisten und die tragischen Umstände ihres Daseins. Der Einstieg in die Geschichte gelingt meiner Meinung nach sehr gut. Die Autorin schafft es auf fließend emotionale Weise den Leser zu fassen. Durch starke Metaphern und lockere Dialoge ist man sofort in der Erzählung drinnen. Bis zum Ende hin ist das Buch sehr schön und authentisch verfasst und Geschichte plätschert förmlich dahin. In meinen Augen flacht der Spannungsbogen gegen Ende hin etwas ab, doch hier ist nicht das Abenteuer im Vordergrund sondern die Gefühle. Darüber hinaus trifft die Autorin mit ihrer Geschichte einen Nerv, der in der heutigen Zeit leider noch verpönt wird, denn auch im Alter kann man sich nochmals neue verlieben und die letzten Jahre seinen Lebens in vollen Zügen zu genießen. Weiters kann man sich mit den beiden Protagonisten schnell identifizieren. Sie werden authentisch beschrieben, ihre Handlungen sind nachvollziebar, die Gedanken regen zum selbständigen Nachdenken an und die Geschichte geht einfach ans Herz. Fazit: Und jetzt lass uns tanzen ist eine schöne und ergreifende Liebesgeschichte für gemütliche Stunden, in dem nicht nur das Herz sondern auch die Seele einen Platz findet. Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen, der auf die Liebe schwört und findet, dass es sich lohnt, darum zu kämpfen - auch im hohen Alter. Und jetzt lass uns tanzen erhält von mir 4 von 5 Sternen. (Ein Dank an den Diana-Verlag für das Rezensionsexemplar.)

Wundervoll, bewegend und berührend

Von: Vanessas Bücherecke Datum: 25. March 2017

Klappentext: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Meinung: Die 78-jährige Marguerite hat gerade ihren Mann, einen erfolgreichen Notar, zu Grabe getragen und befindet sich nun in einer für sie sehr verstörenden Situation. Denn zum ersten Mal ist sie auf sich selber angewiesen und keiner gibt ihr mehr Vorschriften, wie sie was zu machen hat. Marguerite fühlt sich überfordert und ist einsam, ihr Sohn keine große Hilfe, denn dieser reagiert übervorsichtig und bevormundend. Marguerite reist zur Erholung in eine Thermal-Kur, wo sie den 72-jährigen Witwer Marcel kennen lernt. Dieser trauert um seine geliebte Frau und hadert mit dem Verlust. Trotzdem fühlt er sich direkt zu Marguerite hingezogen. Auch sie kann sich seinem Wesen nicht entziehen und beide lernen sich besser kennen. Doch im Leben verläuft nicht immer alles nach Plan und so stellt sich die Frage, ob man sich in ihrem Alter wirklich noch verlieben kann und wie die Kinder reagieren werden. Dieser Roman hat nicht lange gebraucht, um sich in mein Herz zu schleichen. Marguerites Leben hat mich bewegt, ihre Figur tief berührt und ich habe mir so gewünscht, dass sie im Buch ihren Mut finden wird, für sich und ihr Leben einzustehen. Auch Marcel mochte ich unheimlich gerne und sein Verlust und seine Geschichte haben mich sehr bewegt. Karine Lambert hat hier wundervolle Protagonisten geschaffen. Auch der Handlungsverlauf sagte mir sehr zu, war zwar etwas vorhersehbar, aber dafür wunderschön erzählt. Die Übersetzung stammt von Pauline Kurbasik. Leicht melancholisch, fast schon poetisch, erzählt hier Karine Lambert eine Geschichte über Verlust, Tod, Lebensmut und Neufindung. Gerade die alltäglichen Hürden, vor denen die Protagonisten stehen, machen den Roman so authentisch und berührend. Die Geschichte regt zum Nachdenken an, denn irgendwann werden wir selber mal in dieser Situation stehen. Fazit: Und jetzt lass uns tanzen hat mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Zwar ließ sich der Handlungsverlauf ein wenig vorhersehen, trotzdem hat das dem Erzählsog keinen Abbruch getan. Klug und berührend konstruiert, regt Karine Lambert ihre Leser zum Nachdenken an und erzählt hier eine bittersüße Liebesgeschichte. Von mir gibt es 5 von 5 Punkt. Vielen Dank an den Diana Verlag für das Rezensionsexemplar.

Rezension | "Und jetzt lass uns tanzen" von Karine Lambert

Von: Julia | Archive of Longings Datum: 19. March 2017

"Und jetzt lass uns tanzen" ist ein Buch, das mich schon direkt und von Anfang an überrascht hat. Der Klappentext spricht zwar von langjänhrigen Ehepartnern, doch trotzdem hätte ich die beiden Hauptprotagonisten eher um die 50 geschätzt, als um die 70. Natürlich habe ich mich dann auf eine komplett andere Geschichte und eine andere Sicht einstellen müssen, was mich allerdings nicht wirklich gestört hat. Ich wusste schließlich, dass mich da ein tolles Buch erwartet ;) Womit ich ebenfalls nicht gerechnet habe, ist der Pageturner-Effekt, der dieses Buch bei mir ausgelöst hat. Zugegeben habe ich in der letzten Woche nicht allzu viel gelesen und daher 2 1/2 Tage für das kurze Buch gebraucht, aber die Charaktere, der Plot und der Schreibstil haben mich vollständig eingenommen. Die Geschichte an sich ist wunderschön erzählt und hat in mir sehr unterschiedliche Gefühle ausgelöst. Die ersten paar Seiten, die den Tod der beiden Ehepartner aufarbeiten, fand ich sehr traurig, denn ich habe den Schmerz der beiden Hauptprotagonisten durch das Buch hindurch eindeutig wahrgenommen. Ich habe sehr mit beiden mitgelitten, obwohl der eine ein wenig besser damit umgehen konnte, während es den anderen sehr lange zu beschäftigen scheint. Aber ich habe auch viel geschmunzelt und mich für beide sehr gefreut, als sie sich kennenlernen und fast sofort aneinander Interesse bekunden. Maguy und Marcel mochte ich beide ab der ersten Seite. Sie sind zwei typische alte Menschen: klagen über ihre Wehwehchen, sitzen dauernd beim Arzt, reden mit fremden Leuten zuerst über ihre Kinder und fragen sich, was sie mit ihrem Leben noch anfangen können. Aber gerade deshalb sind mir beide ans Herz gewachsen, gerade deshalb haben mir beide so gut gefallen; auch in ihrem Umgang miteinander. Maguy hat mich sehr an meine eigene Oma erinnert, weshalb ich mich sofort mit ihr verbunden gefühlt habe. Während ich ohne Probleme warm mit den beiden Hauptfiguren wurde, gab es noch andere Charaktere, beispielsweise die Kinder von Maguy und Marcel, die mir überhaupt nicht gefallen haben und deren (anfängliche) Missgunst und Abneigung für mich auch völlig fehl am Platz waren. Klar, beide Familien trauern noch um das verlorene Familienmitglied und man möchte sein verbliebenes Elternteil so "kurz" nach dem Tod des Ehepartners nicht unbedingt mit einem neuen Menschen zusammen sehen, doch Marcel und Maguy sind sehr glücklich miteinander und tun sich gut. Sie passen auf einander auf und geben sich gegenseitig einen Sinn. Der Schreibstil der Autorin ist meiner Meinung nach etwas anspruchsvoll. Er lässt sich zwar leicht lesen, ohne große Stolpersteine, aber die Wortwahl und die verschiedenen Metaphern sowie Vergleiche waren schon sehr poetisch, tiefsinnig und eindrucksvoll. Ich habe mir mehrere Zitate notiert, die mich nicht losgelassen haben. Dadurch hat mich die Geschichte nur noch mehr berührt und nachdenklich zurückgelassen – vor allem das Ende. Schließlich bekommt man im Leben nicht ständig eine zweite Chance. Auch das Cover verdient großes Lob. Die Gestaltung hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen und zusammen mit dem Klappentext und dem Titel des Buches hat mich die äußere Optik und das "oberflächliche" Paket direkt überzeugt; ein Buch, das alleine deswegen sicher schon in Erinnerung bleibt. Fazit "Und jetzt lass uns tanzen" ist ein wunder-, wunderschönes Buch, das nicht nur "Ja" zum Leben und zur Liebe sagt, sondern auch zeigt, wie wertvoll letzteres ist; dass es niemals zu spät ist und dass sich uns auch im hohen Alter Chancen bieten, die man ergreifen sollte. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen; ein paar mehr Seiten hätte ich mir jedoch gewünscht, um die Beziehung von Maguy und Marcel noch reifen zu sehen.

"Der ersten und der letzten Liebe..."

Von: Caras Bücherwahn Datum: 18. March 2017

"Der ersten und der letzten Liebe..." Titel: Und jetzt lass und tanzen Autorin: Karine Lambert Genre: Roman ISBN: 978-3-453-29191-1 Erschienen: 06.03.2017 Klappentext: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Meine Meinung: Ich war sehr gespannt auf das Buch, vor allem, weil ich finde, dass 18€ (HC) für 224 Seiten doch recht viel ist, aber die Kurzbeschreibung hat mich einfach überzeugt. Der Anfang ist traurig, da man dort erstmal in die Situation geworfen wird einen geliebten Menschen zu verlieren. Es wird schön und bewegend geschildert, wie die beiden Hauptfiguren mit dem Verlust umgehen und vor welche Problemen sie durch diesen geraten. Sie treffen sich dann zufällig bei einer Kur und es entwickelt sich eine unglaublich süße und liebenswerte Geschichte um sie herum - voller Zweifel und voller Sehnsucht. Mir hat besonders gut gefallen, wie die Kinder sich um ihre Eltern sorgen, da diese sich plötzlich wieder verhalten wie Teenager. Dabei hat mich Marguerites Sohn besonders fasziniert, weil er seine mutter komplett kontrollieren möchte und es einfach toll war, wie sie sich nach und nach davon befreit. Das Buch hätte von mir aus auch gerne länger sein können, da man es - wenn man dabei bleibt - locker in drei vier Stunden durch lesen kann. Aber trotz dieser Kürze bleibt es noch lange im Gedächtnis und klingt in einem nach. Man fängt an sich zu fragen wo man selber ist, wenn man 70 - 80 - 90 ist und ob man überhaupt noch "ist". Ich kann das Buch einfach nur weiter empfehlen!

Rezension: „Und jetzt lass uns tanzen“

Von: Unendliche Geschichte Datum: 18. March 2017

Inhalt Nach 55 Jahren Ehe als Notarsgattin verliert Marguerite ihren Ehemann Henri. Marcels 68-jährige Ehefrau Nora, die Liebe seines Lebens, stirbt bei einem tragischen Unfall. Als beide glauben, aus dem tiefen Loch der Trauer und der Einsamkeit nicht mehr entkommen zu können, treffen sie sich zufällig bei einer Kur in den Pyrenäen, die Marguerite von ihrem Arzt verschrieben und Marcel von seiner Tochter geschenkt bekommen hat. Die beiden erkennen, dass es zwischen ihnen eine ganz besondere Verbindung gibt und dass der jeweils Andere Gefühle in ihnen hervorruft, die weder Marguerite noch Marcel für möglich gehalten hätte. Doch es fällt ihnen nicht ganz leicht, ihr Leben noch einmal in die Hände einer unbekannten Person zu legen. Außerdem halten ihre Kinder die Beziehung für eine Folge des schwindenden geistigen Urteilsvermögens und versuchen sie zur „Vernunft“ zu bringen. Meine Meinung „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert ist anders als die Bücher, die ich normalerweise lese und hat mich trotzdem unglaublich berührt. Das Cover ist sehr stimmig und vor allem zum Inhalt passend gestaltet. In den ersten Kapiteln des Buches werden die Lebensgeschichten von Marguerite und von Marcel erzählt. Die beiden Charaktere sind einem schnell vertraut und ans Herz gewachsen. Ihre Trauer und ihre Einsamkeit machen nachdenklich und betroffen. Man kann ihren Verlust mitfühlen, ihren verlorenen Lebensmut nachvollziehen. Das Zusammentreffen der beide ist wie ein großes Aufatmen. Licht im Dunkel. Die sich daraufhin aufbauende Beziehung wird liebevoll und besonders, aber nie realitätsfern dargestellt. Das Alter ist stets ein Thema, doch nie ein Hindernis. Sehr rührend wird, besonders durch Marcel, gezeigt, dass die Liebe und die Beziehung zum verstorbenen Ehepartner nicht unter der neuen Liebe leiden muss. Das Vermissen und vor allem die Erinnerungen bleiben. Trotzdem wird deutlich, dass das Leben bis zum eigenen Tod nicht nur aus Trauer bestehen muss. Lachen ist erlaubt, Lieben ist erlaubt. Die Kinder von Marguerite und Marcel, besonders Marguerites Sohn Frédéric, können die Beziehung nicht verstehen, schreiben sie als „senile Dummheit" ab. Ihr Gefühlschaos aus Solidarität zum verstorbenen Elternteil, Sorge um den verbliebenen Elternteil und Ärger über den Ausbruch aus der Normalität wird nachvollziehbar dargestellt. Die Geschichte von Marguerite und Marcel ist eine bewegende Geschichte über das Altsein, über Verlust und über Einsamkeit. Eine Geschichte über die Kraft, trotzdem weiterzumachen und über den Mut, noch einmal zu lieben. Die Geschichte ist kurzweilig. Das Ende ist befriedigend und rührend, aber enthält trotzdem die nötige Prise Realität. Die Sprache ist sehr leicht und angenehm zu lesen. Fazit Ich kann das Buch sehr empfehlen. Es nähert sich auf respektvolle Art und Weise einem schwierigen Thema und lässt einen Blick aus verschiedenen Perspektiven zu. Jung und Alt kann aus der Geschichte von Marguerite und Marcel etwas mitnehmen! Ich danke dem DIANA-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Rezension zu Und jetzt lass uns tanzen von Karine Lambert

Von: Emily Datum: 17. March 2017

Am Anfang machten mir die französischen Namen und Begriffe etwas Probleme. Ich brauchte etwas Zeit um mich daran zu gewöhnen. Aber dann machte das Lesen auch wieder viel Spaß. Wenn man das bei der Thematik so nennen kann. Denn eigentlich ist das Buch einfach nur traurig. Natürlich gibt es schöne Momente zwischendurch, aber die Grundstimmung ist wirklich traurig. Am Anfang habe ich gedacht, Marcel und Marguerite könnten unterschiedlicher nicht sein. Auch wenn ich sagen muss, dass dieser Tag und Nacht Vergleich im Buch für mich nicht so richtig rüber kommt, der ja in der Info erwähnt wird vom Verlag. Aber schnell stellt man als Leser fest, dass die beiden gar nicht so unterschiedlich sind. Marguerite war nur sehr lange Zeit nicht sie selbst. Diese Buch auf wirklich wunderbare weise, dass in der Liebe nichts unmöglich ist und jeder ein Recht auf Selbstbestimmung hat, auch wenn man schon Älter ist und vielleicht genau dann. Ebenso zeigt aber auch auf, dass man sein Leben nicht vergeuden sollte und versuche sollte, immer sich selbst treu zu bleiben. Aber es ist nie zu spät, solange man noch lebt. Ich vergebe 5 Sterne für dieses tolle berührende Buch.

Die Roman-Rezension „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert

Von: literaturricci Datum: 15. March 2017

Der Roman „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert erzählt herzerfrischend und humorvoll die zauberhafte Geschichte einer späten Liebe. Gemeinsam erleben Marguerite und Marcel im Alter den zweiten Frühling des Verliebtseins. Marguerite hat Angst vor Unvorhersehbarem, Angst vor dem Alleinleben und Angst vor dem Sterben. Nach dem Tod ihres Mannes ist ihre Welt noch keiner geworden. Die einzigen Lichtblicke in den langen Wochne sind ihr Enkel Ludovic und einmal im Monat ein Museumsbesuch mit der Seniorenkarte. Sie weiß, dass sie mit ihren 78 Jahren zum alten Eisen gehört. Die Tage vergehen schleppend und um ihrer neuen Rolle gerecht zu werden, verlangsamt sie ihre Schritte. „Nichts eilt mehr, und niemand erwartet sie noch.“ Sie sinnt nach über all das, was sie nie getan hat. Nun ist sie frei. „Kommt da noch was?“, fragt sie sich. Bei einer Thermalkur lernt sie den 73-jährigen Marcel kennen, dessen Leben bisher aus einer Reihe von Abschieden und Ankünften bestand. Seine Frau, die er von Jugend an kannte, hat er bei einem Unfall verloren. Sie stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge herzhaft lachen können, obwohl er den Sternenhimmel liebt und sie den Tag. Zaghaft lernen sie sich kennen und kommen sich näher. Wagen sie es, sich noch einmal auf das Abenteuer Liebe einzulassen? Liebesglück im Lebensherbst Karine Lambert erzählt in ihrem Roman „Und jetzt lass uns tanzen“ von einer großen Liebe im Alter. Die belgische Autorin zeichnet mit viel Herz und Augenzwinkern die Lebensgeschichten von Marguerite und Marcel nach und beschreibt, wie sie sich in ihrem letzten Lebensabschnitt fühlen. Mit viel Feingefühl lässt sie den Leser an ihren Träumen und Wünschen teilhaben, die beide noch ans Leben haben, ohne dabei sentimental oder kitschig zu werden. Lambert zeichnet zwei sympathische ältere Menschen, die trotz vieler Unterschiedlichkeiten zueinanderfinden und die sich verhalten wie zwei verliebte Teenager. Lambert erzählt von den anfänglichen Unsicherheiten und den besonderen Hürden einer neuen Liebe im Alter. Probleme gibt es mit den eigenen Kindern, die alles andere als begeistert von der neuen Beziehung sind. Es geht um ihre Zweifel, ob das überhaupt gut gehen kann. Gefühle der Mutlosigkeit tauchen auf, aber auch der Zauber, der in einem Neuanfang steckt. „Ich habe achtundsiebzig Jahre lang gewartet, um mir die Strümpfe auszuziehen und in Gesellschaft eines Mannes meine Füße in einen See zu tauchen“, schwärmt Marguerite. Gefühle kennen kein Alter Karine Lambert erzählt die Geschichte von Marguerite und Marcel mit einer Leichtigkeit und in wundervoll stimmigen poetischen Bildern, klammert aber auch nicht die Klippen aus, die es im Alter zu umschiffen gilt. „Und jetzt lass uns tanzen“ ist eine zauberhaft anrührende Geschichte, die immer wieder ein Lächeln hervorlockt und das Herz erwärmt. Vor allem eins macht der Roman deutlich: Liebe ist keine Frage des Alters, sondern eine Frage des Gefühls. Kurz&Knapp: Lesenswert. Ein berührender und feinfühliger Roman über die späte Liebe und das Jungsein im Alter.

So Wunderschön

Von: Buecherverrueckt Datum: 11. March 2017

ich dachte am Anfang es geht um zwei junge Erwachsene die ihre Partner verloren haben, und sich auf besondere Art finden. Doch das Buch hat mich mehr als Überrascht als ich festgestellt habe, dass das so nicht ganz stimmte. Es geht zwar um zwei Wundervolle Erwachsene, aber jung würde ich sie nicht mehr Bezeichnen eher Erwachsene mit viel gelebter Zeit ? Sie die ihren Mann nach 55 Jahren ehe Verliert und Er der seine Frau bei einer Scrabble reise am Meer verliert. Karine Lambert hat hier zwei super schöne Protagonisten geschaffen die man sich super auch Bildlich vorstellen kann. Ich finde es ist wirklich eine sehr gelungene Geschichte von Anfang bis Ende war es ein sehr gefühlsvolles Buch.

Feinfühlig und ehrlich erzählt

Von: buecherecke Datum: 09. March 2017

Inhalt: Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Mein Lieblingszitat: Meine Meinung: Bei diesem Buch wurde ich zuerst vom Cover, direkt darauf vom Klappentext angesprochen. Auch der Titel, der übrigens perfekt zum Inhalt passt, hat mich sehr neugierig auf den Roman gemacht. Als ich einmal mit dem Lesen angefangen hatte, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und habe es mit Ausnahme eines kleinen Zwischenstopps in einem Rutsch durchgelesen. Es hat mich schlicht und ergreifend in seinen Bann gezogen, da es mir vorkam, als würde auf jeder Seite etwas entscheidendes geschehen. Die ersten paar Kapitel wird noch aus der Vergangenheit der beiden Hauptprotagomisten Marguerite und Marcel und ihrem Verlust der Ehepartner, dann aus ihrer gemeinsamen Gegenwart erzählt. Beim Lesen des Klappentextes dachte ich an zwei junge Erwachsene, die sich neu verlieben, jedoch handelt es sich, wie ich nach einiger Zeit positiv überrascht festgestellt habe, um zwei Senioren. Diese beiden waren mir von Anfang an sympathisch, einfach, da sie sich ziemlich in ihren Gewohnheiten unterscheiden, aber beide auf ihre Art wunderbar sind. Der Roman hat zwar eine witzige Seite, regt aber hauptsächlich zum Nachdenken an. Es gibt Antworten auf die Fragen: Kann man sich im Leben auch noch ein zweites Mal glücklich verlieben, ohne den ersten Ehepartner in ihrem Tod zu kränken? Besteht die Möglichkeit einer glücklichen Partnerschaft auch noch im Seniorenalter? Am Ende gab es meiner Meinung nach eine super überraschende Wendung, die den Roman perfekt abgerundet hat. Mein Fazit: Ich kann das Buch jedem, der gerne über das Leben nachdenkt und liest mit vollster Überzeugung ans Herz legen! Ein riesiges Dankeschön an den Diana Verlag! Und jetzt lass uns tanzen bekommt von mir volle 5/5 Sterne!

Ein berührendes Büchlein. Nachdenklich aber nicht ohne Humor und Hoffnung.

Von: Bettys Welt Datum: 07. March 2017

Sie haben beide im Alter ihren langjährigen Ehepartner verloren, aber sonst sind die Situationen von Marguerite und Marcel doch sehr unterschiedlich. Die 78-jährige Marguerite hatte eine ruhige sehr geregelte Ehe, keine große Liebe, aber Gewohnheit und Arbeit, die die Tage füllte. Ihr Mann wurde damals von ihrem Vater ausgesucht und sie hat sich in ihre vorgezeichnete Zukunft geschickt. Sie war Begleiterin und Dekoration für ihren Mann. Doch jetzt fühlt sie sich einsam, verlassen und ängstlich. Sie denkt, dass sie viel im Leben verpasst hat und es jetzt zu spät ist. Von der modernen Welt ist sie überfordert und weiß nicht wie sie ihre Tage füllen soll oder die Veränderungen annehmen kann. Marcel, 73 Jahre alt, dagegen hatte in seiner Jungendliebe Nora die eine große Liebe des Lebens gefunden. Ihr Leben war voller Zuneigung, Zärtlichkeit, Auseinandersetzungen und Erlebnissen. Doch dann kam sie mitten in ihren Plänen für das zukünftige Leben durch einen Unfall zu Tode. Marcel ist am Boden zerstört und wünscht sich, die Welt würde innehalten. Er kann sich nicht wieder in das alltägliche Leben einpassen. Wer selber schon etwas älter ist und einen langjährigen Lebenspartner hat, kann sich in die Gefühlswelt der beiden sehr gut einfinden. Das Buch macht nachdenklich und berührt. Marguerite folgt dann der Empfehlung ihres Hausarztes, eine Kur zu machen, auch wenn ihr Sohn dagegen ist. Marcel dagegen hat Gesundheitsanwendungen von seiner Tochter geschenkt bekommen um ihn aufzurütteln. So treffen die beiden sich zufällig in Baguères-de-Bigorre. Marguerite wird übermütig und Marcel hat Lust auf Neues. Sie fühlen sich endlich wieder lebendig. Doch der Weg der beiden ist nicht einfach. Soll man sich dem Alter ergeben oder die letzten Wochen und Monate genießen und noch mal richtig leben?! Kann man sich in dem Alter nach so langen Ehejahrzehnten noch mal neu einlassen? Gibt es wirklich noch mal eine Chance auf Lachen und Licht im Leben? Marguerites Sohn Frédéric ist ein unsympathischer verständnisloser Mensch, der seine alternde Mutter am liebsten konservieren möchte. Er will sie klein halten und kann dabei auch sehr verletzend werden. Stellenweise tut es dem Leser in der Seele weh, dabei ist er fest überzeugt nur das richtige zu tun. „Und jetzt lass uns tanzen“ von Karine Lambert ist ein tiefsinniges Buch über Alter, Trauer, Liebe und die Sorgen der Kinder. Kann man dem Alter die Stirn bieten? Das Buch findet ein sehr passendes Ende, das einen nachdenklich aber nicht ohne Mut zurück lässt. Auch ich möchte dem Alter lieber trotzen, das Leben bis zum Ende auskosten. Ein berührendes Büchlein. Nachdenklich aber nicht ohne Humor und Hoffnung. Der Schreibstil ist stellenweise fast schon poetisch. Das Buchcover ist sehr passend gestaltet. 5 von 5 Punkten

Und jetzt lass uns tanzen

Von: Miss.mesmerized Datum: 06. March 2017

Das Leben hat der 78-jährigen Marguerite wenig zu bieten seit ihr Mann Henri gestorben ist. Aber die gemeinsamen fünfzig Jahre zuvor waren auch nicht gerade von Heiterkeit und Ausgelassenheit geprägt. Sie war die adrette Dame an der Seite des seriösen Notars, hat die gesellschaftlichen Erwartungen – und die des Gatten – voll erfüllt und bekam dafür die absolute Sicherheit in ihrem Leben. Nun ist Henri weg und vieles droht in einem Strudel zu versinken. Ihr Arzt empfiehlt eine Kur im Süden, widerstrebend beugt sie sich. Marcel trauert ebenfalls, kaum jünger als Marguerite hat er seine geliebte Nora verloren, die er schon seit Kindesbeinen an kannte und liebte. Welchen Sinn soll das Leben ohne sie haben? Seine Tochter ist besorgt um ihn, mehr und mehr droht er zu versauern, eine kurze Reise sollte ihm guttun. Und so treffen die beiden Neuverwitweten zufällig aufeinander und Amors Pfeil trifft sie – zur ihrer eigenen Verwunderung und zum Entsetzen ihrer Kinder. Darf man in diesem Alter noch einmal die Liebe erleben? Karine Lambert erzählt eine Geschichte von der zweiten Liebe, die jedoch der ersten in nichts nachsteht: schlagende Herzen, Unsicherheit, sehnsüchtiges Warten auf einen Anruf. Dass Alter merkt man Marguerite und Marcel nicht an, die lassen einfach ihre Herzen entscheiden, denn immer wenn sich der Verstand einschaltet, geht es daneben. Sie sind nicht stürmisch, aber ungestüm; sie ist nicht animalisch, aber aphrodisierend und lockt Gefühle hervor, die sie schon gar nicht mehr kannten; sie beflügelt und lässt die beiden nochmals fliegen. In wunderbar leichtem Ton wird bezaubernd das Gefühl vermittelt, das sich in den beiden Protagonisten nach der ersten Begegnung breitmacht. Man ist kein Voyeur, sondern ein dezenter Beobachter, der diese romantischste aller Formen der Liebe miterleben darf. „Und jetzt lass uns tanzen“ ist durchaus ein Wohlfühlroman. Man freut sich für die beiden Figuren, die liebevoll gezeichnet werden. Sie haben ihre Schwächen, die ihnen Tiefen und Persönlichkeit verleihen. Sie agieren stets innerhalb ihres persönlichen Rahmens, insbesondere Marguerite merkt man ihre lebenslange Gefangenschaft im goldenen Käfig an, wie schwer es ihr fällt, ihre Freiheiten zu nutzen und zu leben und einfach loszufliegen. Auch Marcel erscheint mir sehr differenziert, insbesondere in den Momenten, in denen er Zweifel hat, ob er nach Nora noch eine andere Frau lieben darf. Karine Lambert findet die richtigen Worte, die zu diesem großartigen Roman passen und ein stimmiges Bild aus Geschichte und Erzählstimme schaffen. Trotz durchaus ernster Rahmenbedingungen - der Verlust des geliebten Partners, die Tücken des Alters, die gesellschaftlichen und familiären Erwartungen - ist eine leichtfüßige Liebesgeschichte entstanden, die natürlich nur in Paris stattfinden kann.

Große Liebe kennt kein Alter

Von: Claudia M. S. Datum: 06. March 2017

Marguerite ist 78 und Witwe. Sie wurde ihr Leben lang fremdbestimmt – erst von ihren Eltern, dann von ihrem Mann, der wenig von wahrer Liebe und gar nichts von Fröhlichkeit und Spaß verstanden hat. Marguerite fügte sich still und wacht erst langsam auf, als sie merkt, dass nun ihr Sohn über sie verfügen und bestimmen will. Als sie auf Marcel trifft, beginnt sich in ihr Hoffnung zu regen – Hoffnung darauf, dass es noch nicht zu spät ist, alles nachzuholen. Marcel ist das Gegenteil von Henri, Marguerites verstorbenem Mann. Er hat seine Frau Nora schon als Junge kennengelernt und beide waren glücklich und verliebt, bis Nora überraschend an einem Herzinfarkt verstorben ist. Die Trauer überwältigt Marcel fast, bis er auf einer Kur weit weg von zu Hause Marguerite begegnet, die nur ein paar Straßen weiter von ihm die ganze Zeit gelebt hat. Darf und kann man zweimal lieben? Dieses Buch ist so erstaunlich leise, geht aber extrem tief unter die Haut und ins Herz. Mich hat Marguerites Schicksal sehr berührt und ich war entsetzt, wie Henri und Frédéric diese zarte, kleine Frau, die so voller Liebe steckt, behandelt haben. Gerade von ihrem Sohn hätte ich mehr erwartet. Dagegen das Leben von Marcel und Nora und ihrer Tochter Manou – das ist es, was man sich selbst und Marguerite von Herzen wünscht. Das Leben ist zu kurz, um auf wahre Liebe zu verzichten und zu lang, um ohne Humor und Fröhlichkeit, ohne Liebe zu sein. Der Stil dieser wundervollen Geschichte ist schlicht, einfach, gerade und sehr leise. Abwechselnd wird aus Marguerites und Marcels Position aus erzählt. Kurz vor dem Ende wechseln diese Kapitel in eines in der Ich-Form und beide kommen direkt zur Rede. Danach folgen zwei Kapitel, in denen der Erzähler über allem schwebt und keine Position einnimmt. Das kannte ich so noch nicht, aber es hat eine enorme Wirkung. Karine Lambert verwendet eine einfache, aber dennoch bildhafte Sprache. Ihr unaufgeregter Erzählton macht die Unterschiede der beiden Leben umso deutlicher. Die Geschichte entwickelt eine enorme Tiefe. Ohne viele Worte zieht die Autorin den Leser so tief in die Geschichte, als wäre er selbst daran beteiligt – und das wäre ich auch so gerne gewesen, denn diese beiden alten Leutchen habe ich ganz tief ins Herz geschlossen. Wer einen Elternteil verloren hat, wird wie ich dieses Buch noch mal mit anderen Augen sehen und sich überlegen, wie er selbst handelt und was für beide – den lebenden und den verstorbenen Elternteil – wichtig war und wichtig ist. „Und jetzt lass uns tanzen“ ist ein kluges, tröstendes und Mut machendes Buch. Von mir bekommt es die vollen fünf Sterne!

Auch im Alter darf man sich noch einmal verlieben!

Von: Sarahs kleine Bücherwelt Datum: 30. October 2018

In dieser wundervollen Geschichte „Und jetzt lass uns tanzen“ lernen wir Marguerite und Marcel kennen und lieben. Beide über 70 führen ein beständiges, schönes Leben, bis beide plötzlich verwitwet sind. Beide können sich nicht so recht mit ihrem neuen, einsamen Leben zurechtfinden und suchen noch ihren Weg. Marguerite, die jung geheiratet und immer auf ihren Mann gehört hat steht plötzlich alleine da, dabei hat ihr Herr Notar doch immer alles geplant und Marcel... Marcel hatte die Liebe seines Lebens bereits in Kindertagen gefunden und vermisst sie nun so sehr, das er eigentlich keinen Sinn mehr im Leben sieht. Während der Arzt von Marguerite ihr eine Kur empfiehlt hält ihr Sohn sie für verrückt alleine zu verreisen. Marcels Tochter hingegen drängt ihren Vater zu verreisen und plötzlich lernen sich zwei sehr unterschiedliche Menschen in einer Kur kennen. Beide nähern sich vorsichtig an und merken schnell eine Verbindung zwischen ihnen, allerdings sind sie so alt und ihre Kinder könnten dies nicht verstehen.... Im alter sollte man beständig sein und sich nicht nochmal verlieben, oder etwa doch? Wenn ich an dieses wundervolle Buch denke muss ich einfach seufzen und „süß“ sagen. Eigentlich beginnt dieses Buch so traurig mit dem Verlust von geliebten Menschen, aber das Kennenlernen von Marguerite und Marcel ist so herzlich, vorsichtig und zerbrechlich. Die zwei haben ein ganzes Leben bereits gelebt und fühlen sich plötzlich jung und lebhaft. Der Sohn von Marguerite hat mich allerdings sehr aufgeregt, der ging wirklich gar nicht!!! Aber Marguerite und Marcel, Marcel und Marguerite gehören irgendwie zusammen und manchmal kann man auch ein zweites Mal die große Liebe treffen, oder? Dieses Buch hat mich ganz tief in mir berührt und wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. Am Ende konnte ich die kleinen Tränchen im Auge nicht zurück halten. So schön und so traurig zugleich und voller Hoffnung! Vielen Dank an das Bloggerportal, für dieses wundervolle und gefühlvolle Buch. * seufz *

Ein Herz bekommt keine Falten

Von: Tine Datum: 16. May 2017

Als ihr Mann stirbt, steht die 78-jährige Marguerite plötzlich alleine da. Das ist sie aber gar nicht gewohnt, denn ihr Mann, der gestrenge Herr Notar hat sich bisher um alles gekümmert, auch darum wie seine Frau zu denken, auszusehen und ihr Leben an seiner Seite zu sein hatte. Nun will das alles zwar ihr Sohn übernehmen, doch erstmalig begehrt Marguerite dagegen auf. Sie will mehr vom Leben und nun da sie keinen Aufpasser mehr hat wagt sie sich in neue Gefilde. Sie reist auf Anraten ihres Arztes in die Berge zur Kur. Dort trifft sie auf den etwas jüngeren Marcel, der gerade überraschend seine geliebte Frau verloren hat. Etwas an Marguerite rührt ihn an... so schlägt das Schicksal zu! Mit über 70 noch Herzklopfen, gibt es das eigentlich!? Für die 78-jährige Marguerite fast unvorstellbar, denn Liebe hat sie in ihrem Leben noch nie erlebt. Sehr traurig! Somit ist der Tod ihres verklemmten und snobistischen Ehemanns eigentlich ein Segen für sie. Fast lässt sie zu, dass ihr Sohn in die Rolle des Vaters schlüpft. Doch Marguerite kämpft sich frei und lebt ihre neuentdeckte Liebe. Endlich darf auch sie erleben wie Liebe eigentlich sein sollte, nämlich ein Geben und Nehmen. Sehr gefühlvoll wird diese wunderschöne Liebesgeschichte von Iris Berben vertont, ihre Stimme ist perfekt dafür. Abwechselnd erzählen im Hörbuch die beiden liebenswerten Protagonisten ihre Erlebnisse und Gefühle. Besonders gefallen hat mir natürlich, dass sich Marguerite nicht wie eine ausgesetzte Katze im Altersheim entsorgen lässt :) Wirklich schön zu wissen, dass die Liebe auch im Alter noch zuschlagen kann, denn im Herzen ist man einfach immer noch so jung, wie man sich fühlt ;) Ein sehr nettes Hörbuch, das ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gewonnen und angehört habe. Ich würde es besonders älteren und einsamen Menschen ans Herz legen. Der Roman zeigt, dass das Leben selbst im Alter noch Überraschungen parat hält.

Ein Herz bekommt keine Falten

Von: Tine Datum: 16. May 2017

Als ihr Mann stirbt, steht die 78-jährige Marguerite plötzlich alleine da. Das ist sie aber gar nicht gewohnt, denn ihr Mann, der gestrenge Herr Notar hat sich bisher um alles gekümmert, auch darum, wie seine Frau zu denken, auszusehen und ihr Leben an seiner Seite zu sein hatte. Nun will das alles zwar ihr Sohn übernehmen, doch erstmalig begehrt Marguerite dagegen auf. Sie will mehr vom Leben und nun, da sie keinen Aufpasser mehr hat, wagt sie sich in neue Gefilde. Sie reist auf Anraten ihres Arztes in die Berge zur Kur. Dort trifft sie auf den etwas jüngeren Marcel, der gerade überraschend seine geliebte Frau verloren hat. Etwas an Marguerite rührt ihn an – so schlägt das Schicksal zu! Mit über 70 noch Herzklopfen, gibt es das eigentlich!? Für die 78-jährige Marguerite fast unvorstellbar, denn Liebe, das hat sie in ihrem Leben noch nie erlebt. Sehr traurig! Somit ist der Tod ihres verklemmten und snobistischen Ehemanns eigentlich ein Segen für sie. Fast lässt sie zu, dass ihr Sohn in die Rolle des Vaters schlüpft. Doch Marguerite kämpft sich frei und lebt ihre neuentdeckte Liebe. Endlich darf auch sie erleben wie Liebe eigentlich sein sollte, nämlich ein Geben und Nehmen. Sehr gefühlvoll wird diese wunderschöne Liebesgeschichte von Iris Berben vertont, ihre Stimme ist perfekt dafür. Abwechselnd erzählen im Hörbuch die beiden liebenswerten Protagonisten ihre Erlebnisse und Gefühle. Besonders gefallen hat mir natürlich, dass sich Marguerite nicht wie eine ausgesetzte Katze im Altersheim entsorgen lässt :) Wirklich schön zu wissen, dass die Liebe auch im Alter noch zuschlagen kann, denn im Herzen ist man einfach immer noch so jung, wie man sich fühlt ;) Ein sehr nettes Hörbuch, das ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks angehört und gewonnen habe. Ich würde es besonders älteren und einsamen Menschen ans Herz legen. Der Roman zeigt, das Leben hält selbst im Alter noch Überraschungen parat.

Eine Geschichte, die nachdenklich stimmt

Von: Ritja Datum: 23. August 2018

Ein ruhiges, leises und nachdenkliches Hörbuch. Es wird aus der Perspektive von Marguerite und Marcel erzählt. Beide haben ihre langjährigen Partner verloren und müssen sich nun an die neue Situation gewöhnen. Es fällt ihnen schwer allein zu sein und ihre alten Gewohnheiten abzulegen. Marguerite hat ihren Mann jung geheiratet und war wenig glücklich in der Beziehung. Bis zum Schluss haben sich die Eheleute gesiezt und waren sehr distanziert. Sie wurde klein gehalten und ihr wurden die Entscheidungen abgenommen. Nun muss sie lernen ihre Entscheidungen selbst zu treffen. Marguerite entscheidet sich eine Kur zu machen. Marcel hatte eine glückliche und harmonische Ehe mit Norah und sie feierten gerade ihre Rubinhochzeit. Er kommt nur schwer mit dem Verlust zurecht und wird nun auch von seiner Tochter zur Kur überredet. Die Geschichte lässt die beiden langsam zusammenkommen. Es beginnt eine leise, vorsichtige Annäherung und neue zarte Bande entwickeln sich. Doch nicht jeder freut sich darüber, so dass Marguerite und Marcel ein paar Hürden umkreisen müssen. Mir hat die Perspektive gefallen. Alles wurde aus der Sicht der älteren Charaktere erzählt. Wie sie die Trauer, die Kinder und deren Aussagen wahrnehmen. Wie sie sich selbst wahrnehmen und einschätzen und was mit ihnen passiert, wenn die Liebe zurückkommt. Die Autorin hat eine schöne und nachdenkliche Geschichte geschaffen, die leider ein paar Längen hat und manchmal (für mich) zu kitschig wurde. Aber der Humor des Paares war gut und unterhaltsam.

Ein schönes Hörbuch für Zwischendurch

Von: Büchertraum Datum: 15. March 2018

Facts Die ungekürzte Lesung dauert 4 Stunden und 50 Minuten und ist auf vier Audio CDs verteilt. Geschrieben wurden die 222 Seiten von Karine Lambert - es ist ihr zweites Buch und wurde aus dem Französischen übersetzt von Pauline Kurbasik. Gelesen wird das ganze von Iris Berben. Darum gehts Es geht um Marguerite und Marcel. Sie lebten beide ihre sehr unterschiedlichen Leben bis ihre Partner starben. Monate später treffen sie aufeinander - wagen sie es nocheinmal zu lieben? So hats mir gefallen Zuallererst will ich euch sagen: Ich habe die Geschichte komplett gehört aber auch teilweise gelesen. Und Iris Berben hat der Story definitiv in der Hörfassung einen Aufschwung gegeben. Gelesen finde ich den Schreibstil persönlich unangenehm und abgehakt. Definitiv nicht meins ABER von Iris Berben vorgelesen wirkt er um längen angenehmer. Natürlich ist es dieselbe Formulierung aber es wirkt so toll betont als Hörfassung um längen besser. Die Geschichte an sich ist soweit ganz schön. Auf der ersten CD erfährt man wie die Leben der zwei Protagonisten mit ihren Partnern verlief als diese noch lebten. Dabei fand ich vor allem Marguerites leben Spannend denn obwohl es in Frankreich spielt, kenne ich ähnliches von Erzählungen, durch das Hörbuch wurde es jedoch viel greifbarer. Es war eine andere Zeit als der Ehemann noch entscheiden konnte ob die Arbeiten darf, ihr gesamtes Leben wurde von diesem Kontrolliert. Das wurde richtig gut dargestellt. Marcels Leben stellt dagegen das absolute Gegenteil dar. Auch die Kinder und deren Umgang mit den Eltern fand ich gut dargestellt. Es gab zwar keinen richtigen Antagonisten aber wenn ich einen benennen müsste dann wäre es Maggis Sohn. Uhh... wie sehr ich ihn teilweise gehasst habe. Aber das macht glaubhafte Charaktere nun mal aus. Die Entwicklung der gemeinsamen Geschichte fand ich jedoch leider etwas zu abgehakt. Ich hätte es mir fließender gewünscht und einfach etwas mehr. Ich hatte das Gefühlt es wurde besondern viel Platz in den Aufbau und den Hintergrund gesteckt und zu wenig in die Eigentliche Hauptthematik. Vielleicht hatte ich auch einfach aufgrund des Klappentextes etwas anderes erwartet. Für mich ging es aufjedenfall zu wenig um die Eigentliche Liebe und das zusammen sein der zwei. Das Ende war ok - kein Knaller aber es war ok, was mich mit einem etwas bitteren Geschmack zurück lies. Ich werde eher kein Buch mehr von der Autorin lesen kann das kurze Hörbuch aber dennoch weiter empfehlen, das es einen schönen Unterhaltungsfaktor geboten hat und man mal einen Einblick in die Liebe einer anderen Generation erhält :-)

Unaufgeregter, feinsinniger Hörgenuss

Von: Tanja Hammer Datum: 30. August 2017

Das Hörbuch Und jetzt lass uns tanzen vom März 2017 erschien im RandomHouse Audio Verlag und ist die ungekürzte Lesung zum gleichnamigen Roman des Diana Verlages. Iris Berben spricht mit einer warmen, ruhigen Stimme. Sie erzeugt eine fast schon heimelige, teils melancholische Stimmung. Die Autorin Karine Lambert stellt mit den völlig unterschiedlichen Protagonisten Marcel und Marguerite zwei Figuren in den Mittelpunkt, die beide eine Verlusterfahrung gemacht haben. Marguerites sehr dominanten Ehemann, ein Notar, verstarb im hohen Alter. Das Paar siezte sich. Sie folgte seinen Ideen und Ansagen. Nach seinem Tod erinnert der Alltag die 78-Jährige schmerzhaft an den verstorbenen Ehemann. In der Metzgerei wird sie beispielsweise gefragt, ob sie auch noch Wurst für ihren Mann mitnehmen möchte. Der Sohn des Paares, Frédéric, sorgt sich um die Mutter, die nun alleine ist und macht seiner Mutter Vorschriften. Marcel kommt aus Algerien, ist Franzose. Er war glücklich verheiratet. Mit seiner Frau Nora war er schon mitten in der Planung für ein Ehejubiläum, als diese plötzlich verstarb. Marcel und Marguerite lernen sich in einem Kurort kennen. Sie können über die Gleichen Sachen lachen, haben ähnliche Vorstellungen. Die beiden verlieben sich in einander, zum Unverständnis der Kinder. In der fremden Umgebung entdeckt Marguerite ihre längst vergessen geglaubte Lebensfreude durch Marcel wieder. Die Geschichte wird durch den Perspektivwechsel der Figuren getragen. Humorvoll, berührend aber nie kitschig wird Älterwerden, Einsamkeit, Schicksal und der Mut, eine späte Liebe zu leben, thematisiert. Die sympathischen Figuren werden durch eine fein komponierte Wörterwelt regelrecht zum Leben erweckt. Fazit: 4h 50min Stunden feiner, unaufgeregter Hörgenuss auf vier CDs.

Und jetzt lass uns tanzen

Von: Lisa Datum: 30. August 2017

Marguerite ist schon seit sie denken kann mit ihrem Mann verheiratet. Schon immer hat sie genau das getan, was er von ihr erwartet hat und gab sich Mühe es ihm in allem recht zu machen, mochte die selben Sachen wie er, schickte ihren Sohn dorthin, wo ihr Mann es für richtig befand. Als ihre Ehemann dann verstirbt steht sie plötzlich alleine da: eine über 70-Jährige, die erst jetzt die Chance bekommt zu leben. Wie sie es möchte. Und dann begegnet sie Marcel... Allein vom Inhalt her, hat mir das Hörbuch schon sehr gefallen, doch als ich dann angefangen habe es zu hören, war ich wirklich skeptisch. Konnte das überhaupt gut werden? Ja, kann es. Die Vorleserin hat Marguerite genau die Stimme einer älteren, etwas gebrechlichen Dame gegeben, was einem das Gefühl gab, seiner Großmutter beim Geschichten erzählen zuzuhören und nebenbei ein paar Kekse zu knabbern. Auch Marcel gab sie wieder eine ähnlich ältere Stimme, die sich hervorragend an sein Alter anpasst. Auch wenn einem vor allem anfangs, der Ton etwas sehr langweilt, ist es dann, alles in allem nicht so schlimm und man gewöhnt sich daran. Marcel hat die Liebe seines Lebens gefunden und hat mit ihr ein verdammt glückliches Leben geführt. Sie kannten sich seit sie kleine Kinder waren und haben somit, ihr gesamtes Leben zusammen verbracht. Erst als Freunde, dann als Geliebte und schließlich als Ehepartner. Doch selbst die schönste Sache endet irgendwann und seine wundervolle Frau ertrinkt im Meer aufgrund eines Herzinfarktes. Sein Leben scheint nun endgültig vorbei zu sein. Doch dann trifft sie Marguerite... Die Story selber ist einfach mal etwas ganz anders.. eine Liebesgeschichte über zwei alte Menschen, die sich gerade erst finden. Klingt seltsam, ist es auch. Aber am wichtigsten: es hat auch noch funktioniert. Die Autorin hat es geschafft, das Geschehen so zu erläutern, dass es ganz egal ist, dass die beiden ihre besten Tage schon hinter sich haben. Die Probleme des Alters werden natürlich auch genügend einbezogen und ich für meinen Teil weiß, was ich bei meinen Eltern auf keinen Fall machen werde: ihnen bei dem was sie tun wollen, dazwischenreden. Man merkt, dass alte Menschen zu sehr wie Kinder behandelt werden.. meine Güte, sie haben ein ganzes Leben hinter sich, lasst ihnen doch den Spaß.

was das Herz berührt

Von: Heidi Datum: 09. August 2017

Zum Inhalt: Marcel ist 73 Jahre und seid ein paar Monaten Witwer. Er war mit seiner Jugendliebe Nora sehr glücklich verheiratet bis sie unerwartet stirbt. Marguerite ist 78 Jahre und ebenfalls seid ein paar Monaten Witwe, sie allerdings hat eine sehr distanzierte Ehe geführt. Wenig Liebe und Zärtlichkeit , dafür kühl und immer höflich. Sie fühlt sich beinahe von einer Last befreit, denn noch fehlt ihr Henri der ihr immer den nötigen Halt gegeben hat. Marcel hingegen hadert mit dem Schicksal und Schuldgefühle quälen ihn. Alles ändert sich, als sie sich in der Thermalkur begegnen. Erst zögern sie, lernen sich immer besser kennen und wünschen sich ein Leben zu zweit. Die Veränderung allerdings nimmt die Familie und das Umfeld nicht so gelassen. So das es erst einmal zu Spannungen auf allen Seiten kommt. Mein Fazit: Dies ist eines der wenigen Hörbücher welches alles hat. Selten kamen mir bei einem Hörbuch die Tränen, noch weniger kann ich mich daran erinnern Gänsehaut bekommen zu haben. Diese Geschichte ist so gefühlvoll erzählt ohne Kitschig zu sein, und mit so viel Hingabe und Zärtlichkeit durch seinen besonderes Schreibstil beschrieben das der Zuhörer ganz gerührt ist. Auf eine ganz besondere Weise wird das Herz berührt. Mit diesem Roman ist der Autorin Karine Lambert eine unvergleichliche Geschichte gelungen . Dies ist der 2. Roman der Autorin . Und meiner Meinung nach ein ganz besonderes Werk was sich unbedingt zu lesen lohnt . Daher vergebe ich sehr gerne 5***** und eine Kaufempfehlung .

Sehr warmherziger Roman, der Mut fürs Alter macht

Von: lenisvea Datum: 29. May 2017

€ 19,99 [D]* inkl. MwSt. € 22,50 [A]* | CHF 28,50* (* empf. VK-Preis) Hörbuch CD ISBN: 978-3-8371-3828-3 NEU Erschienen: 06.03.2017 Zum Hörbuch: https://www.randomhouse.de/Hoerbuch/Und-jetzt-lass-uns-tanzen/Karine-Lambert/Random-House-Audio/e519993.rhd Wenn das Leben Pirouetten dreht Die Wege von Marguerite und Marcel kreuzen sich bei einer Kur in den Pyrenäen. Sie ist nie aus dem Schatten ihres Mannes getreten und erkennt erst nach dessen Tod, dass sie ein Leben gelebt hat, das nicht ihres war. Er hat zusammen mit der Frau, die ihm alles bedeutete, auch seine Lebensfreude verloren. Obwohl Marguerite und Marcel einander so fremd sind, beschließen sie, sich zu vertrauen. Doch wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Mit der wunderbaren Iris Berben kongenial besetzt! (4CDs, Laufzeit: ca. 4h 50) Meine Meinung: Ich war auf der Suche nach einem neuen Hörbuch und bin dann auf dieses Werk gestoßen, da sich der Klappentext sehr interessant angehört hat. Der Einstieg in die Geschichte ist mir recht leicht gefallen. Man erfährt erst einmal die Eckdaten des Lebens von Marguerite und Marcel. Interessant fand ich dabei, dass Marguerite ein eher unscheinbares Eheleben hatte mit viel Verzicht und wenig Liebe und Marcel das Glück hatte, mit seiner großen Liebe verheiratet zu sein. Von Anfang an hat die Geschichte soviel Warmherzigkeit und Liebe versprüht, das konnte man zwischen den Worten deutlich heraushören. Die Sprecherin Iris Berben hat es sehr gut herüber bringen können. Mir persönlich war die Geschichte teilweise schon zu ruhig. Marguerites Sohn war ja fast das Ebenbild ihres Mannes, ein sehr schwieriger Charakter, er hat es seiner Mutter teilweise schon sehr schwer gemacht. Marguerite tat mir schon ein wenig leid, da sie einfach nicht den Mut hatte, sich zur Wehr zu setzen. Alles in allem hat mir das Hörbuch recht gut gefallen, auch wenn mir die Geschichte schon fast zu ruhig war. Andererseits konnte es mich aufgrund der Warmherzigkeit doch begeistern. Es ist auf jeden Fall eine Lektüre, die Mut macht, dass das Leben im Alter auch schön sein kann und man nie zu alt ist für eine zweite Liebe. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

Bezaubernd, zu Herzen gehend und einfach nur schön

Von: http://www.buecherwanderin.de/2017/05/lauschangriff-lambert-karine-und-jetzt.html Datum: 21. May 2017

50 Jahre war die 78-jährige Marguerite mit Henry verheiratet. Einem spießigem Notar, der ihr gemeinsames Leben nüchtern und von Regeln geprägt gestaltet hat. Dabei hat sich Marguerite ihr Leben ganz anders vorgestellt gehabt. Als Henry stirbt, muss Margueritte lernen ohne die Bestimmungen ihres Ehemannes zu leben. Marcel, 73 Jahre alt, liebte seine Nora fast 50 Jahre lang. Ihre Ehe war geprägt von Liebe und Leidenschaft. Als sie plötzlich stirbt, fälllt Marcel in ein tiefes Loch der Trauer. Nichtmal seine Tochter vermag es, ihn aus diesem Grau herauszuholen. Sie schickt ihren Vater eines Tages auf Kur in die Pyrinäen, wo Marcel Marguerite kennenlernt. Beide merken schnell, dass sie sich mögen und beginnen die Zeit miteinander zu verbringen. Ist es den beiden möglich, nochmal zu lieben? Darf man mit über 70 Jahren überhaupt nochmal an eine neue Beziehung und Liebe denken? Ich habe diese Buch schon länger ins Auge gefasst. Ich mag französische Geschichten bzw. Geschichten, die in Frankreich spielen und diese hier, die zwei ältere Menschen bei der Entdeckung ihrer zweiten Liebe begleitet, hat mir schon in der Vorschau zugesagt. Ich mochte auch das Cover sehr gerne. Es ist ein Eyecatcher und ludt mich genauso dazu ein, das Buch zu lesen bzw. zu hören, wie der Klappentext. Ich habe es gleich mal gewagt und ich wurde nicht enttäuscht. Karine Lambert hat mit Marguerite und Marcel zwei wirklich herzliche und rüstige Senioren geschaffen, die im Herzen noch jung geblieben und mutig sind. Besonders Marguerite hatte es mir angetan, da sie es schafft, nach dem Tod ihres Mannes Henry aus dessen Schatten zu treten und es nochmal wagt IHR Leben zu leben. Dank Marcel wirft sie das Korsett der alten Ehe und des ehemaligen Lebens ab und schreitet mutig voran in ein neues Abenteuer und auch eine neue Liebe. Marcel ist am Anfang ein verschlossener Griesgram, der den Tod seiner geliebten Frau einfach nicht überwinden kann. In der Trauer versunken glaubt er überhaupt nicht mehr daran, noch einmal glücklich zu sein. Aber das Schicksal hat was anderes vor und stellt Marguerite vor, von der er vom ersten Augenblick an angetan ist. Mit seiner ruhigen und geduldigen Art, kann er die alte Dame für sich gewinnen und gibt ihr sogar den Mut, sich gegen so manche Sache aufzulehnen und zu rebellieren. Diese Geschichte ging mir ans Herz und fesselte mich von der ersten bis zur letzten Minute. Karine Lambert hat eine warme und hingebungsvolle Erzählweise. Sie haucht ihren beiden sympathischen Senioren soviel Leben und Liebe ein, dass es mir warm ums Herz wurde. Ihr ganzes Leben lang wohnten die beiden nicht allzu weit voneinander entfernt. Doch erst zwei Verluste, bringen die beiden zusammen. Im hohen Alter noch einmal der Liebe zu begegnen? Damit gehen beide anfangs doch recht unterschiedlich um. Marguerite, die vom distanzierten Liebesleben mit ihrem Ehemann Henry geprägt ist, lernt erst langsam, sich auf die Gefühle von Marcel einzulassen und sich ihren mutig zu stellen. Lambert erzählt von der Liebe im Alter und darüber wie schön diese sein kann. Aber auch davon, wie Familienangehörige damit umgehen. Es berührte mich sehr, wie Marcel und Marguerite sich wie zwei junge verliebte Teenager vorsichtig annähern. Die Autorin hat es auf behutsamer Weise erzählt und gezeigt, dass auch im Alter noch eine echte, tiefe Liebe möglich ist, auf allen Ebenen. Die Handlung ist wie im Flug vergangen und war geprägt von einer wunderschönen, entspannten, romantischen und kessen Atmosphäre. Iris Berben ist eine tolle Sprecherin. Sie konnte Marguerite mit ihrer Stimme, den richtigen Charme und den richtigen Esprit verleihen. Das ganze Buch lebt von der Vielfalt der Stimme von Berben. Einfühlsam bringt sie die Geschichte an den Mann und ich habe ihren Darbietungen sehr gerne gelauscht. Gerne mehr davon! Ich kann euch diese doch ungewöhnliche aber ruhige Liebesgeschichte ans Herz legen. Vielleicht werde ich das Buch auch irgendwann mal lesen. Es gibt viele Zitate, die ich mir gerne notiert hätte. Lambert hat eine ganz bezaubernde Geschichte geschrieben, mit unglaublich schönen Worten und vielen besonderen Szenen, die mir noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Bezaubernd, zu Herzen gehend und einfach nur schön - Das sind die Wörter, die mir zu "Und jetzt lass und tanzen" von Karine Lambert einfallen. Die Autorin erzählt auf einfühlsamer Weise von der Liebe im hohen Alter und von Marcel und Marguerite. Zwei Charaktere, deren Sein und Leben mir zu Herzen ging. Gepaart mit der wunderbaren Sprecherin Iris Berben, ist dieses Hörbuch ein absoluter Glücksfall und gehört für mich schon jetzt zu den gelauschten Highlights in diesem Jahr.

Liebe altert nicht ...

Von: Diane Jordan Datum: 03. May 2017

Rezension Diane Jordan Verliebt sein, glückliche Zeiten verbringen und mit dem Partner uralt werden ☺, so stelle ich mir mein Leben vor. Und den meisten Menschen um mich herum scheint es auch so zu gehen. Was aber, wenn das Leben einem einen dicken, fiesen Strich durch diese Planung macht? Man plötzlich alleine und alt ist? Der Partner verstirbt. Die vorliegenden Audio CDs „Und jetzt lass uns tanzen“ von der belgischen Autorin Karine Lambert befassen sich mit dieser traurigen Thematik. Humorvoll und super gelesen von der bekannten Schauspielerin Iris Berben. Die Protagonisten Marguerite und Marcel lernen sich erst im hohen Alter, bei einer Kur, kennen und lieben. Und plötzlich ist nichts mehr wie es war. Irrungen, Wirrungen, schüchternes Händchenhalten und erste Küsse, aber auch die nicht begeisterten Blicke der restlichen Familienangehörigen. Gehört sich so etwas im hohen Alter?! Aber Liebe altert zum Glück nicht und vor Amors Pfeil ist keiner gefeit. Und plötzlich hat man Schmetterlinge im Bauch, egal wie alt man auch sein mag. Eine zarte Liebe, die beflügelt, einen hoffen und träumen lässt und eine neue Facette der Zweisamkeit im Alter zulässt. Auch wenn ich wahrscheinlich Tobsuchtsanfälle im Jenseits bekäme, denn ich bin sehr, sehr eifersüchtig. Die Vorstellung, dass „mein“ geliebter Ehemann nach mir wieder eine Liebe hätte, ist irgendwie momentan nicht so prickelnd, das mag ich mir noch nicht mal vorstellen. Aber zum Glück geht es ja nicht um mich, sondern um die wunderbare Marguerite und ihren Marcel und denen gönne ich ihr Glück natürlich von ganzem Herzen. Inhalt: Wenn das Leben Pirouetten dreht Die Wege von Marguerite und Marcel kreuzen sich bei einer Kur in den Pyrenäen. Sie ist nie aus dem Schatten ihres Mannes getreten und erkennt erst nach dessen Tod, dass sie ein Leben gelebt hat, das nicht ihres war. Er hat zusammen mit der Frau, die ihm alles bedeutete, auch seine Lebensfreude verloren. Obwohl Marguerite und Marcel einander so fremd sind, beschließen sie, sich zu vertrauen. Doch wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Die Autorin: Karine Lambert ist Fotografin und Schriftstellerin und lebt in Brüssel. Für ihr erstes Buch, das in Frankreich zum Bestseller avancierte, erhielt sie 2014 den Prix Saga Café für das beste belgische Debüt. Mit ihrem zweiten Roman Und jetzt lass uns tanzen erscheint sie nun erstmals auf Deutsch. Fazit: 4 Sterne**** für die gelungene Aufarbeitung und Darstellung der späten Liebe und des Glücks. „Und jetzt lass uns tanzen“ Die vier CDs sind im Random House Audio erschienen. Die CDs haben eine Laufzeit von zirka vier Stunden und 50 Minuten und kosten 18,99 Euro.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte

Von: die.buecherdiebin Datum: 24. April 2017

Inhalt: Der 73-jährige Marcel verliert nach 50 Ehejahren durch einen tragischen Unfall seine große Liebe. Seit seiner Kindheit liebte er Nora und ist nun sehr unglücklich. Marguerite ist 78 Jahre alt, als sie Witwe wird. Ihre Ehe war eher eine Zweckgemeinschaft und nie besonders glücklich. Die beiden Ehepartner lebten auf distanzierte Weise nebeneinander her, denn ihr Mann Henri war gefühlskalt und Marguerite hatte absolut nichts zu sagen. Während eines Kuraufenthaltes lernen sich Marcel und Marguerite zufällig kennen. Meine Meinung: Ich fand das Buch/Hörbuch einfach nur wunderschön. Ganz toll gelesen von Iris Berben! Außergewöhnlich an diesem Buch ist, dass die beiden Protagonisten schon relativ alt sind, aber vielleicht ist gerade darum die Geschichte so schön, gefühlvoll und bewegend. Karine Lambert beschreibt zuerst die Trauer und das neue Leben von Marcel und Marguerite ohne ihre Lebenspartner. Während Marcel tieftraurig ist, fängt Marguerite eher an, ihr neues selbstbestimmtes Leben zu genießen. Allerdings meint ihr Sohn, ihr nun anstelle seines Vaters Vorschriften machen zu können. Marguerite fällt es nicht leicht, sich gegen ihn zu behaupten. Während eines Kuraufenthaltes lernen sich Marcel und Marguerite zufällig kennen und verlieben sich ineinander. Das passiert allerdings nicht ohne Zweifel, Unsicherheiten und schließlich Widerstand von Marguerites Sohn. Diese Liebesgeschichte ist leicht, völlig ohne Kitsch und ohne überflüssige Beschreibungen geschrieben. Beide Protagonisten sind liebevoll gezeichnet und man schließt sie gleich ins Herz. Auch Marcels Tochter ist sehr sympathisch. Das Ende hat mich etwas traurig gemacht, vielleicht, weil einige mir nahestehende Menschen dasselbe Schicksal haben, bzw. hatten. Eine andere Alternative für ein Ende wäre aber wahrscheinlich noch trauriger gewesen. Fazit: Eine wunderschön erzählte Geschichte über eine Liebe im Alter, die Mut und Hoffnung macht, auch nach dem Verlust eines geliebten Partners und auch in reiferen Jahren, noch glücklich werden zu können. Liebe und Glück sind zeitlos!

Zauberhaftes Hörbuch über die späte Liebe für Genießer... so schön wie Paris.

Von: Littlewoodstar Datum: 17. April 2017

Karine Lambert erzählt eine wunderbare Geschichte, in der es wieder einmal um die Liebe geht. Aber nicht nur. Für mich zeigt die Geschichte, dass Mut und Offenheit keine Altersgrenze kennen und das wir selbst für unser Glück verantwortlich sind. Das Buch zeigt, wie wichtig es ist Veränderungen zuzulassen und aktiv Entscheidungen im Leben zu treffen statt ängstlich zuzusehen und das Leben einfach geschehen zu lassen. Die beiden Protagonisten haben über viele Jahre in ihren gewohnten Bahnen zufrieden dahingelebt. Marcel in einer glücklichen und erfüllten Beziehung mit seiner großen Liebe und Marguerite als brave Ehefrau eines wohlhabenden Notars. Als dieser so bequeme Alltag durch den Verlust ihrer Partner plötzlich nicht mehr aufrecht erhalten werden kann, beginnt für sie eine Zeit des Umbruchs. Plötzlich kommen Zweifel auf. Wie viel darf man im Alter noch wagen? Und muss man allen Erwartungen der Gesellschaft entsprechen? Wie verrückt ist es nach der großen Liebe noch einmal zu lieben? Und, was werden die Kinder dazu sagen? Schön, romantisch und gefühlvoll ohne ins Kitschige abzurutschen, für alle Altersklassen unterhaltsam und sehr kurzweilig. Auch als Hörbuch ein besonderer Hörgenuss, da Iris Berben dem Buch ihre schöne Stimme leiht. Wer soll mitlesen: mir hat es so gut gefallen, dass ich am lieben JEDE/JEDER schreiben möchte… Aber ich würde es besonders denen empfehlen, die sich von einem Buch gerne in eine gefühlvolle Welt entführen lassen, die mal zum Genießen und mal zum Nachdenken anregt – und sich anfühlt wie ein Tanz durch den warmen Sommer-Regen von Paris.

Berührender Roman über eine Liebe im Alter

Von: Dodo Datum: 12. April 2017

Die Protagonisten aus "Und jetzt lass uns tanzen", Marguerite und Marcel, sind beide in ihren 70-er Jahren und seit kurzem verwitwet. Sie lernen sich während eines Kuraufenthalts in den Pyrenäen kennen. Marcel ist immer noch lebenslustig, Marguerite aufgrund der jahrelangen Bevormundungen durch ihren Mann und nun auch durch ihren Sohn sehr vorsichtig und ängstlich. Nach ihrem Kennenlernen verliert Marguerite ganz schnell ihre Scheu und holt vieles nach, was sie in ihrem Leben versäumt hat. Dabei setzt sie sich auch gegen ihren Sohn durch, und schließlich verleben die beiden noch viele schöne gemeinsame Jahre. Mir hat diese ruhige Geschichte sehr gut gefallen. Es hat mich sehr berührt, wie Marcel und Marguerite zunächst zarte Bande knüpfen und dann sehr schnell ihre gemeinsamen Unternehmungen genießen. Die Geschichte zeigt dem Zuhörer, dass es immer noch möglich ist, sich im Leben zu verändern und seine Situation zum Besseren hin zu verändern, sogar noch im hohen Alter. Mich hat die Geschichte von Anfang an fasziniert und gleichzeitig Hoffnung vermittelt, dass es nie zu spät ist. Es ist ein Roman der leisen Töne und trotzdem sehr aussagekräftig. Ich habe das Zuhören sehr genossen und empfehle das Hörbuch gerne weiter. Iris Berben habe ich als eine sehr angenehme Sprecherin empfunden, die den Roman dem Zuhörer sehr einfühlsam rübergebracht hat. Außerdem möchte ich gerne noch das tolle Cover erwähnen, welches ich für ganz besonders gelungen halte!

Nicht ganz das was ich mir gewünscht hatte

Von: Nicole Katharina Datum: 09. April 2017

Meine Meinung zum Hörbuch: Und jetzt lass uns tanzen Aufmerksamkeit: Diesen Punkt erfahrt ihr auf meinem Original Post auf meinem Blog. Inhalt in meinen Worten: Marcel und Marguerite lernen sich kennen und erzählen sich gegenseitig ihre Lebensgeschichte. Die nicht immer so ist, wie man es erwarten möchte. Doch gerade weil beide ihre Partner verloren, lernen die beiden sich im hohen Alter lieben und erkennen, Liebe ist immer möglich. Wie empfand ich das Hörbuch: In dieses Hörbuch fand ich leider nicht ganz so gut, wie ich es selbst erwartet hatte, ich hab mir eine etwas andere Geschichte vorgestellt, als das ich letztlich hören durfte. Doch ist das an sich gar nicht so tragisch, denn dadurch darf ich mal wieder etwas neues erfahren. Wie werde ich, wenn ich 78 Jahre alt bin, über mein Leben denken? Was werde ich es zu erzählen haben, verbittert oder voller Lebensfreude? Marguerite ist eine Frau, die alles hatte und doch einsam war, Marcel hatte dagegen nicht viel und hatte ein glückliches Leben. Beide Personen erzählen im Rückblick ihre Geschichte. Und ich bin wirklich überrascht, wie das Leben zur damaligen Zeit war. Eine Frau zählte ja um 1900 nicht so sehr viel, wie es heute der Fall ist. Selbst heute gibt es das Problem, das wir Frauen um unsere Rechte und auch Privilegien kämpfen müssen und das fängt dieses Hörbuch wirklich sehr gut ein. Jedoch wie der Sohn von Marguerite mit seiner Mutter umgeht, finde ich echt heftig. Es kann ja nicht sein, das ein Kind sich als Kind über seine Mutter erhebt, und gerade das erzählt das Hörbuch. Man merkt auch den Französischen Hintergrund der Geschichte durch, was an sich aber nicht schlimm ist, sondern dieses Hörbuch authentisch macht. Hörbuchsprecherin: Iris Berben spricht diese Hörbuch so authentisch und echt das es einfach eine Freude ist, die Geschichte von Marguerite zu lauschen. Wenn sie die Frauenstimme spricht, spricht sie mit einer Stimme die einer Frau gerecht wird, die gebrochen und alt ist, und dennoch ihre Lebensfreude nicht verloren hat. Die Männerstimme betont sie tiefer, so das man gut versteht, welche Rolle gerade spielt. Das finde ich am Hörbuch sehr gut gewählt, aber bei Iris Berben weiß ich einfach das sie es schafft ein Hörbuch richtig in Szene zu setzen. Das Ende des Hörbuches? Irgendwie war das Ende des Hörbuches wie ein "und plötzlich ist das Ende da", und ich musste erst einmal verstehen, dass das Ende wirklich da ist. Und hier hätte ich mir vom Verlag irgendwie ein klareres Ende gewünscht, außer das man das Gefühl hat, hier fehlt irgendwie noch eine CD. Aber nachdem das Ende der Dame ja auch nicht erreicht war, wie sollte es dann enden? Bewertung: Ich kam mit dem Hörbuch einerseits sehr gut klar, andererseits fehlte es mir irgendwie an Dingen, an Stimmungen und am Ende knabberte ich deutlich, deswegen gebe ich diesem Hörbuch nur drei Sterne.

Wird sie endlich Wünsche wagen?

Von: Edelstella Datum: 05. April 2017

Eine poetische und zart berührende Liebesgeschichte, die durch die Sprache von Iris Berben zu einem außerordentlichen Hörgenuß wird und ein breites Lächeln auf die Gesichter zaubert. Iris Berben vermag es, mich zu berühren, mich in Aufregung zu versetzen, mich zu ängstigen, sie verleiht meiner Seele Flügel und sie kann mit ihrer wunderbaren, nuancenreichen Stimme Bilder malen. Nein, das ist nicht übertrieben, das ist Kunst. Ich mag und schätze sie im Film, aber ihr großes Können zeigt sie hier beim Hörbuch, wo ich nicht durch „vorgesetzte Bilder“ beeinflusst werde. Ich bin zögerlich, ein Hörbuch zu wählen, aber dieses hier hat mich vollkommen überzeugt! Nun zur Geschichte: Maguerite ist 78 Jahre alt und in Trauer. Sie hat ihren Ehemann verloren, nun ist sie allein, der Sohn Frederik ist streng und konservativ wie der Vater, der wunderbare Ludovic nur 1 x die Woche da. Da gibt es noch Maria, die ihr zur Hand geht in dem großen Haus und 1 x im Monat geht sie ins Museum. „...was kann sie jetzt noch tun mit 78, sie hat immer nur – Gehorsam – gezeigt. Dem Vater gegenüber und auch dem Ehemann – und jetzt ist sie frei. - zu spät - „ und dann ist da Marcel, 73 Jahre alt und auch er ist in Trauer. Kurz vor der goldenen Hochzeit hat er seine große Liebe Nora an einen Herzinfarkt verloren. Für ihn bricht eine Welt zusammen. Dann treffen die Zwei in einer Kur aufeinander : Marguerite, die nie eigene Wünsche kannte und Marcel, der nicht weiß, dass es so etwas gibt, denn er liebt die Freiheit und die Sternennacht, vor der sich Marguerite wiederum fürchtet. Sie treffen sich, dann nochmal, dann macht eine wunderschöne Sternennacht beide befangen und sie vergisst den Sohn anzurufen....... Karine Lambert hat ein außerordentliches Gespür für die Feinheiten in den Stimmungen der unterschiedlichen Charaktere. Sie weiß um Befindlichkeiten älterer Menschen, ihrer Grenzen, ihrer Träume und sie weiß, dass in jedem alten Menschen auch ein jüngerer und ein mittelalter und der jetzige Mensch steckt. Da gibt es nicht nur das biologische Alter und die äußerlichen Veränderungen, sondern da gibt es das Herz, das genause holpert und wild schlägt, wenn es Freude und Verliebtheit spürt, wie ein jüngerer Mensch. Diese Geschichte ist eine wertschätzende und brückenbauende Liebeserklärung an das Alter. Die Autorin berührt mit abwechselnd zu Worte kommenden Protagonisten in sehr sensibler Sprache. Iris Berben drückt mit ihrer Stimme jede Schwankung in den Gefühlen und Befindlichkeiten perfekt aus. Autorin und Sprecherin sind hier ein perfektes Duo, die absolut überzeugen. Mich hat das Hörbuch zittern lassen, liebevoll berührt, staunen und schmunzeln lassen und mir ganz oft ein breites Lächeln ins Gesicht gezaubert. „Wie schön ist es doch, im Alter zu tanzen“! Ich sage danke und vergebe 5 Lesesterne mit voller Überzeugung und eine Hörempfehlung an alle Altersgruppen!

Eine schöne Geschichte!

Von: die Selbermacherin Datum: 01. April 2017

Marcel hat seine über alles geliebte Frau verloren und ist unzufrieden mit seinem Witwer-Dasein. Marguerite ist ebenfalls vor Kurzem zur Witwe geworden. Ihr Eheleben verlief aber ganz anders und eher sachlich. Ihr Mann war sehr bestimmend und Marguerite weiß gar nicht, wer sie eigentlich wirklich ist. Bei einer Kur laufen sich diese beiden unterschiedlichen Menschen über den Weg und eine ungewöhnliche Reise beginnt.... Kann es im Alter eine neue Liebe geben? Dieses Hörbuch hat mich aus vielerlei Gründen angesprochen: 1. das Thema "Liebe im Alter" 2. der wirklich schön gewählte Titel 3. das wunderbar gestaltete Cover Das Hörbuch beginnt mit den Vorgeschichten von Marguerite und Marcel. Diese nimmt einiges an Zeit in Anspruch, was ich aber auch passend fand, denn so wurde ich schnell vertraut mit beiden Charakteren. Marguerite tat mir schon echt leid und ich hoffe sehr, dass ihr Leben nun endlich beginnen dürfe. Die Geschichte fand ich wirklich sehr schön und gut erzählt. Allerdings waren mir Marguerite Veränderungen ab dem Treffen mit Marcel doch etwas zu schnell und überstürtzt. Das hat für mich nicht ganz gepasst, denn später wird die Geschichte wieder ganz ruhig und "langsam". Da hätte ich mir für diesen wichtigen Part auch etwas mehr Zeit gewünscht. Ansonsten fand ich die Geschichte wirklich gelungen! So komme ich zu folgendem Fazit: Eine wirklich gelungene und schöne Geschichte, die in der Mitte kurzzeitig schwächelt um dann wieder richtig toll zu werden! Ich würde es empfehlen!

Über das Glück einer späten Liebe

Von: tootsy3000 Datum: 28. March 2017

Marguerite und Marcell sind beide verwitwet. Während Marcell seine große Liebe geheiratet hat und wundervolle Jahre mit seiner verstorbenen Frau verbringen durfte, hatte es Marguerite mitunter schwer. Sie hat ihren Mann auf wunsch ihres Vaters geheiratet, Liebe war es nie. Sie hat sich immer gefügt und nach den Regeln der Gesellschaft, in der sich ihr Mann bewegte, gehalten. Dessen Tod war für Marguerite fast wie eine Befreiung. Endlich keine Konzerte und Schlossbesichtigungen, endlich konnte sie tun, was sie schon immer tun wollte. Bei einem Kuraufenthalt lernt sie schließlich Marcell kennen. Er ist von Marguerite hingerissen und umwirbt sie mit seinem Charme und seiner Lebensfreude. Doch Marguerits Sohn steht dem Glück im Weg. Er ist von den „Eskapaden“ seiner Mutter in ihrem Allter alles andere als erfreut und setzt alles daran sie wieder zu der gehorsamen Frau zu formen, die er kannte. Eine wirklich nette Geschichte, die zeigt, dass man auch im fortgeschrittenen Altern eine besondere Liebe finden kann. Es hat mich sehr berührt die beiden alten Leutchen in ihrem Leben und ihrer Liebe zu begleiten. Marguerite blühte regelrecht auf und Marcell hat auch seine Lebensfreude durch sie wiedergefunden. Was mich etwas störte war wie Marguerite mit ihren 78 Jahren dargestellt war. Obwohl sie nie schwer arbeiten musste, gesund und agil war, kam sie als gebrechliche alte Frau rüber. Vielleicht lag das aber auch an ihrer Unterwürfigkeit und Bevormundung, die sie in ihren Ehejahren erlebt hat und die von ihrem Sohn fortgesetzt wird. Iris Berben als Sprecherin fand ich recht gelungen. Sie hat eine angenehme Stimme, der man gerne zuhört. Auch ändert sie ihre Stimmlage in den Dialogen und gibt so jedem Charakter seine eigene Note. Das Cover gefällt mir besonders gut. Es springt gleich ins Auge. Dieser Seiltanz macht den Eindruck, dass für die beiden Personen alles leicht und spielerisch ist. Während der Geschichte zeigt sich aber, dass die beiden alten Herrschaften einige Hürden zu nehmen hatten. Sie tanzen zwar nie, doch ist “das Leben genießen” ja auch eine Art von Tanz. Mein Fazit: Das Ende kam für mich viel zu schnell. Plötzlich findet man sich 10 Jahre später im Leben von Marguerite und Marcell. Das hat mich doch etwas überrumpelt, da die Geschichte ja doch recht kurz ist. Aber die Vorstellung ist doch schön, dass man auch im fortgeschrittenen Lebensalter noch eine große Liebe finden und vor allem Selbstbestimmt leben kann! Das Hörbuch wurde mir im Rahmen einer Hörbuchaktion auf lovelybooks zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Alter schützt vor Liebe nicht...

Von: parden Datum: 21. March 2017

Beinahe wären sie einander nie begegnet: Marcel, der den Sternenhimmel liebt, und Marguerite, die nur dem Tag Schönheit abgewinnen kann. Er, für den nur die Freiheit zählt, und sie, die ausnahmslos allen Regeln folgt. Doch dann verlieren beide ihre langjährigen Ehepartner. An diesem Wendepunkt in ihrem Leben treffen Marguerite und Marcel aufeinander und stellen überrascht fest, dass sie über die gleichen Dinge lachen. Wagen sie es auch, noch einmal zu lieben? Marguerite ist 78 Jahre alt, als der Mann, mit dem sie länger als ein halbes Jahrhundert verheiratet war, stirbt. Ein Leben in Abhängigkeiten hat sie bis dahin geführt, vom Elternhaus ist sie ins Eheleben geglitten, hat getan, was von ihr erwartet wurde. Ein kultiviertes Paar ohne Überraschungen waren Marguerite und der Notar Henri, seine Liebe zu ihr war 'würdevoll und tadellos'. Trotz der Lieblosigkeit der Verbindung entsprang ihr ein Sohn, und nun besteht der Höhepunkt der Woche darin, dass ihr einziger Enkel Marguerite besucht. Nach dem Tod ihres Mannes Henri ist Marguerite froh, dass ihr Sohn Frederic dessen Gewohnheiten kopiert und ihr vorgibt, wie sie sich zu verhalten hat. "Ihr wird die Leere in ihrem Leben bewusst (...) Früher hatte sie ihre Schwester. Aber vor knapp 60 Jahren veränderte eine vereiste Straße den Lauf der Geschichte (...) Weder eine Freundin noch Liebe. Damit ging sie wenigstens nicht das Risiko ein, ein zweites Mal einen geliebten Menschen zu verlieren (...) Deshalb ließ sich ihr Leben in einem Wort zusammenfassen: 'hätte'." Während einer ärztlich verordneten Thermalkur in den Bergen lernt Marguerite Marcel kennen. Mit seinen 73 Jahren ist er jünger als sie, doch ist er ebenfalls verwitwet. Sein ganzes Leben war er glücklich mit Nora, seiner Kindheitsliebe, nachdem ihre Familie ebenso wie die seine aus Algerien nach Frankreich geflüchtet war. Marcel ist nicht daran gestorben, dass er Nora überlebt hat, aber er ist wie versteinert. Nur dem Drängen seiner Tochter ist es zu verdanken, dass er sich ebenfalls in die Kur begeben hat. Keiner der beiden hätte damit gerechnet, dass sie sich in ihrem Alter noch einmal einem anderen Menschen zuwenden. Doch Marguerite und Marcel berühren einander - in der Seele, im Geist und auch körperlich. Was als Abenteuer beginnt, lässt sie schließlich nicht mehr los, und so suchen sie auch nach der Kur den Kontakt zueinander. Vor allem Marguerites Sohn stößt das Verhalten seiner Mutter auf, und so sucht er diese Liaison zu beenden. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück, Marguerite in ein Altersheim zu stecken, damit alles seine Ordnung hat. Doch lässt sich die Liebe wirklich unterdrücken? "Öse für Öse öffnet er das unsichtbare Korsett, das sie all die Jahre getragen hat. Er atmet sie ein." Die mir bis dahin unbekannt belgische Autorin Karine Lambert präsentiert hier eine berührende, lebensbejahende, behutsame Erzählung, die dem Alter der Hauptcharaktere entsprechend ein langsames Tempo anschlägt. Zu keiner Zeit gleitet das Geschehen ins Kitschige ab, und doch kennt der Roman kein Tabu. Liebe im Alter - welch tröstliche Vorstellung, dass es dafür nie zu spät ist. Das Leben genießen zu jeder Sekunde, das ist es, was Marguerite und Marcel bei allen vorhandenen Schwierigkeiten hier vorleben. Eine wahrhaft bezaubernde Geschichte, die von Iris Berben überaus passend gelesen wird. Ein Hörbuch, das ich gerne auch noch einmal als Buch genießen möchte, weil es so viele Passagen gab, die ich mir gerne notiert hätte. Hier konnte ich in jede einzelne Zeile eintauchen. © Parden