Bettina Storks

Klaras Schweigen

Klaras Schweigen Blick ins Buch

Jetzt bestellen:

Buch

€ 12,99 [D] inkl, MwSt, | € 13,40 [A] | CHF 18,90 * (* empf, VK-Preis)

oder hier kaufen:

Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses …

Chanson D'Amour ...

Von: Isabel (engi) Datum: 30. April 2021

Mit ihrem neuen und mal wieder sehr gelungenen Roman greift Bettina Storks ein interessantes Thema auf. Als „Franzosenhure“ wird die arme Klara von ihrem eigenen Vater beschimpft, was mir den Mund offenstehen ließ beim Lesen. Hintergrund dieser verletzenden Betitelung sind die französischen Streitkräfte, die Klaras Heimatstadt seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs besetzt halten. Doch das ist nicht der einzige Dorn im Auge des wenig liebevollen Vaters, der in seinem eigenen Leben so kläglich versagt hat. Ist es da ein Wunder, dass Klara sich Hals über Kopf in den „falschen“ Mann verliebt? In der Gegenwart versucht Miriam, Klaras Enkelin, Licht in diese nebulöse Vergangenheit zu bringen. Warum haben Oma und Opa zur Vergangenheit stets geschwiegen? Was war damals geschehen, dass Klara heute auf einmal französisch zu sprechen beginnt? Und warum musste sie ihre Eltern so früh verlieren? Die vielen offenen Fragen lösen sich dank Miriams Hartnäckigkeit und guter Kombinationsgabe im Laufe des Romans, doch so manche Entdeckung schmerzt mehr als vermutet. Für Klara und Miriam reißen gleichermaßen alte Wunden auf, doch noch ist Zeit für diese zu heilen, eine Heilung, die seit Jahren überfällig war … Liebe Bettina, du hast mir mit deinem neuen Buch mal wieder ganz wunderbare Lesestunden verschafft. Wie bereits aus den Vorgängerromanen gewohnt, konnte mich auch dieser Roman wieder fesseln. Du schreibst lebendig und farbenfroh, ohne kitschig zu wirken, wirklich ganz große Klasse. Von mir gibt es mit fünf Sternen die volle Punktzahl verbunden mit einer verdienten Leseempfehlung. Freue mich heute schon auf das nächste Buch aus deiner Feder.

Ein Roman, mit viel Gefühl geschrieben, über eine bewegende Zeit und familiäre Dramen

Von: Ingrid Eßer Datum: 29. April 2021

In ihrem Roman „Klaras Schweigen“ stellt Bettina Storks Miriam und ihre Großmutter Klara in den Mittelpunkt. Ein Teil der Handlung spielt in Freiburg im Breisgau im Jahr 2015, aber die Recherchen Miriams zur Aufarbeitung der Familiengeschichte und die Erinnerungen von Klara führten mich als Leserin in die Nachkriegszeit des Zweiten Weltkriegs über die die betagte Klara bisher geschwiegen hat. Das Cover entspricht einem Foto aus der damaligen Zeit, welches Miriam im Album ihrer Oma findet. Klaras Blick darauf, abgewandt vom Betrachter, scheint sich in eine hoffnungsvolle Zukunft zu richten. Nach einem Schlaganfall, von dem Klara mitten in einem Telefonat mit ihrer Enkelin getroffen wurde, ist ihr Sprachvermögen stark eingeschränkt. Bei einem Besuch im Krankenhaus spricht Klara erste Worte in Französisch, was Miriam sehr wundert. Außerdem erhält sie von ihrer Großmutter bei der Gelegenheit eine alte Taschenuhr mit Gravur in französischer Sprache. Auch Miriams Großtante, die jüngere Schwester von Klara, kann zu den Merkwürdigkeiten keine Auskunft geben. Bald schon wird Miriam klar, dass ihre Großmutter Geheimnisse vor ihr hat, die lange zurückreichen bis zur Besatzung Freiburgs nach dem Zweiten Weltkrieg durch das französische Militär. Die Geschichte entwickelt sich zügig, beginnend mit der Bombennacht auf Freiburg im November 1944, die Klara als Jugendliche im Keller des Mehrfamilienhauses erlebt, in dem die Familie wohnt und auf diese Weise verdeutlicht, welche Ängsten sie damals wie viele andere gehabt hat. Nach dem Besuch bei ihrer Großmutter beginnt Miriam über die Vergangenheit Klaras Fragen zu stellen und kommt schnell dabei an die Grenzen des verfügbaren Wissens in der Familie. Doch sie gibt nicht auf und es sind kleinste Details, die sie tief in die Familiengeschichte hineinführen nach Konstanz, wo ihre Großmutter eine Weile gelebt hat und schließlich bis in die Bretagne. Bettina Storks schildert mit sehr viel Einfühlungsvermögen eine Kindheit und Jugend von Klara mit einem strengen Vater, der es versteht, seine Prinzipien durchzusetzen. Sie zeigt die Ohnmacht Klaras, sich dem Vater in bestimmten Punkten zu widersetzen, aber auch ihre klare Vorstellung einer Zukunft und ihr Selbstbewusstsein an ihren Wünschen festzuhalten sowie das Bestreben danach, sie zu verwirklichen. Die Autorin verdeutlicht, welchen Gesetzen und Konventionen Frauen früher ausgesetzt waren und welche Auswirkungen ihr Tun auf ihr Bild und das ihrer Familie in der Öffentlichkeit hatten. Es war eine schwierige Zeit, Lebensmittel und Heizstoff fehlten noch immer. Das Verhältnis der französischen Besatzer zur deutschen Bevölkerung unterlag einem Fraternisierungsverbot, so dass Freundschaften von Beginn an unterbunden wurden. Bis hierher ist die Erzählung bereits dramatisch, manchmal sind Geschehnisse auch absehbar, doch es wurde noch nicht ganz deutlich, warum Klara über eine bestimmte Zeit bisher geschwiegen hat. Zusammenhänge und das Begreifen der Verwicklungen dazu ergeben sich für Miriam erst im Laufe der Geschichte. Es ist aber längst noch nicht das Ende der Geheimnisse, denn allmählich begreift sie, dass sie bisher nie erfuhr, was sich in der Nacht, als ihre Eltern tödlich verunglückten, zugetragen hat. Es ist ein langer Weg den Klara und Miriam gemeinsam im Austausch auf der Suche nach Verständnis und Verstehen gehen müssen, angefüllt mit großen Emotionen, Enttäuschungen, Erkenntnissen, mit Freude, Leid und Hoffnung. Beide Charaktere sind gut ausformuliert. Für jede ihrer Figuren zeigt die Autorin Wege zum Verständnis von deren Handlungen auf, auch wenn einige eher unsympathisch bleiben. Bettina Storks verbindet in ihrem Roman „Klaras Schweigen“ eine Sprachstörung der Großmutter Klara mit einer Chance für ihre Enkelin Miriam, sich mit der Familiengeschichte zu beschäftigen. Sie schreibt mit viel Gefühl und mich berührend über eine bewegende Zeit, familiäre Dramen und Miriams Suche nach Identität, die Klaras langes Schweigen verständlich machen. Gerne empfehle ich den Roman weiter.

Lässt Geschichte greifbar und lebendig werden!

Von: Martina - Schmökerwelten Datum: 18. April 2021

Was liebe ich diese Autorin! Bettina Storks hat diese fantastische Gabe, in ihren Romanen Geschichte greifbar und lebendig werden zu lassen! Und auch in "Klaras Schweigen" ist ihr das wieder grandios gelungen! Im Wechselspiel zwischen Gegenwart und Vergangenheit begleiten wir Miriams Versuche, Licht ins Dunkel zu bringen. Ein Geheimnis, das ihre Großmutter umgibt, zu lüften und Teile ihres Lebens zu rekonstruieren. Und dabei tauchen wir in Klaras Vergangenheit ein, in ihr ganzes Leben und in ein Stück deutsch - französische Nachkriegsgeschichte. Nicht zu vergessen in eine Gesellschaft, die sich im Laufe der Jahrzehnte enorm verändert hat. Man fühlt sich beinahe selbst wie eine Zeitzeugin. Miriams hartnäckige Nachforschungen in der Vergangenheit ihrer Großmutter reißen bei Klara alte Wunden auf, lassen ein Lügenkonstrukt zusammenfallen, helfen aber letztlich bei der Aufarbeitung der damaligen Ereignisse. Es ist wie ein Kreislauf der sich schließt. Bettina Storks spielt dabei geschickt mit der Neugier, dem Wissenwollen des Lesers und gibt nur Stück für Stück einen winzigen Teil der Wahrheit preis, die viel komplexer zu sein scheint, als man meint. Dadurch erzeugt sie natürlich eine ungemeine Spannung. Der Kern der Geschichte ist ganz klar Klara. Es ist nicht leicht einen Charakter eines jungen Mädchens von achtzehn Jahren und als achtzigjährige alte Frau so überzeugend darzustellen, dass diese Entwicklung so überzeugt, dass man noch die gleiche Person darin erkennt. Und nicht nur die Hauptfigur ist grandios gezeichnet, auch alle noch so kleinen Nebenfiguren können da mithalten. Ein großartiger Roman. Eine Story, die mich wieder mitten ins Herz getroffen hat. Voller Emotionen. Historisch wahnsinnig interessant und atmosphärisch kaum zu überbieten. Bettina Storks überzeugt mich einfach immer wieder.

Das Buch hat mir viele interessante und spannende Lesestunden bereitet.

Von: Angela Datum: 16. April 2021

Dieses Buch habe ich verschlungen. Man konnte sich in die verschiedenen Charaktere hineinversetzen und sich fallen lassen. Ein sehr schön geschriebenes Buch. Kann ich nur weiterempfehlen.

Eine wunderschöne Reise in die Vergangenheit

Von: Christine Datum: 12. April 2021

Dieser Roman behandelt die Geschichte rund um Miriam und ihre Großmutter Klara, welche einen Schlaganfall erleidet und nach ihrem Erwachen plötzlich Französisch spricht. Miriam packt die Neugierde und sie begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit ihrer Großmutter in das Deutschland der 1940 und 50er-Jahre... Der Roman verwendet eine große Schrift, ist in einfacher Sprache gehalten und wechselt pro Kapitel zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, sodass es zu einem aufregenden Spiel zwischen den Erzählperspektiven Klaras und Miriams kommt. Durch den verwendeten Stil werden die Charaktere und deren Gefühlswelten gut herausgearbeitet und kommen Langeweile oder ein Eindruck der Langatmigkeit keinesfalls auf - vielmehr verging beim Lesen Stunde um Stunde und fieberte ich bis zuletzt mit. Zudem bekam ich nähere Eindrücke in Bezug auf die Nachkriegszeit in Deutschland, sodass ich auch im geschichtlichen Sinn einige neue Informationen für die Zukunft mitnehmen konnte. Unterschiedliche Charaktere werden in die Erzählung nach und nach eingeführt und möchte ich - ohne Näheres zu verraten - die wunderschöne Seele Eduards besonders hervorheben. Diesen Charakter werde ich aufgrund seiner Taten noch lange voller Bewunderung in Gedanken behalten! Bettina Storks schaffte es mit ihrem Werk, dass mir Tränen aus Mitgefühl und Tränen vor Freude kamen. Ich habe das Buch in kürzester Zeit ausgelesen und mir auch wunderschöne Zitate herausgeschrieben, da einige Weisheiten und Inspirationen im Buch zu finden sind. Ich habe nun meinen ersten Roman von Bettina Storks gelesen und bin ich mir sicher, dass noch viele weitere Bücher folgen werden! Hiermit möchte ich eine klare Leseempfehlung für Roman-Liebhaberinnen aussprechen.

Unterhaltsamer Roman

Von: die.buecherdiebin Datum: 12. April 2021

Inhalt: Freiburg 2018: Miriam wächst nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei ihren Großeltern Klara und Eduard auf. Als Klara nach einem Schlaganfall plötzlich französische Worte spricht, wird Miriam neugierig und möchte mehr aus der Vergangenheit ihrer Großmutter erfahren. Was passierte in den Jahren nach dem Krieg, als Freiburg unter französischer Besatzung stand? Miriam kommt erschütternden Familiengeheimnissen auf die Spur… Meine Meinung: Bettina Storks erzählt die Geschichte im Wechsel auf zwei Zeit- und Handlungsebenen. Zuerst war ich überrascht und auch etwas enttäuscht von den Kapiteln, die in der Vergangenheit spielen, denn ich hatte etwas ganz anderes erwartet. Der Mann, dessen Name Klara im Krankenhaus erwähnt, nimmt in der Geschichte kaum Raum ein und bleibt deshalb eher uninteressant und blass. Auch die häufigen Zeitsprünge, die Klaras Leben wie im Schnelldurchlauf erzählen, fand ich nicht ganz so gut. Nachdem ich mich aber auf einen anderen Handlungsverlauf eingestellt hatte, begann mich das Buch doch immer mehr zu fesseln. Das hatte allerdings auch ganz viel mit dem angenehm zu lesenden und flüssigen Schreibstil der Autorin zu tun. Auch die Protagonisten Klara, Eduard und Miriam gefielen mir gut, auch wenn ich nicht all ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Klara hat schwere Jahre hinter sich, doch ich fand sehr positiv, dass sie nicht dem hinterhertrauert, was hätte sein können, sondern sich etwas Neues aufbaut und eine glückliche Ehe führt. Es wird die Frage gestellt (ich glaube von Miriam), ob wir - oder die Generationen vor uns - verpflichtet sind, alles aus unserer Vergangenheit zu erzählen. Ich bin der Meinung, dass niemand dazu verpflichtet ist und auch Klara das Recht hatte zu schweigen. Vielleicht kam ich deshalb nicht so gut damit zurecht, dass Miriam Klaras komplette Vergangenheit wieder aufwühlt. Dabei kommen einige Geheimnisse ans Licht, die auch für Miriam schmerzhaft sind. Andere bringen Klara aber auch ihren Frieden. Fazit: Ich habe "Klaras Schweigen" trotz einiger Kritikpunkte sehr gerne gelesen. Ein unterhaltsamer und berührender Roman, bei dem mir vor allem Klaras Geschichte und der geschichtliche Hintergrund der Nachkriegszeit gut gefallen hat.

Klaras Schweigen

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 11. April 2021

Bettina Stork schreibt regelmäßig Romane, die ich „in einem Zug“ auslese. So auch bei diesem hier. Eigentlich wollte ich zum Feierabend nur einige Seiten lesen, daraus wurde nichts. Ich las das Buch an einem Abend durch. St. Malo war mal ein Piratennest, Konstanz wurde wegen der Nähe zur Schweiz im 2. Weltkrieg von Bomben verschont während die Freiburger Altstadt reichlich zerstört wurde. Dies und einiges mehr lernt man beim Lesen. In zwei Handlungssträngen, der eine spielt in den 1950-er Jahren und der andere in der Gegenwart, lernt man das Leben junger Frauen kennen. Dank der ausgewählten Zeiten kommt man nicht umhin, die Unterschiede festzustellen. Klara ist die ältere. Sie ist die Großtante von Miriam und bekommt zum Anfang des Romans einen Schlaganfall. Sie erholt sich zwar davon, spricht, als sie erwacht, allerdings französisch und hat offensichtlich etwas auf dem Herzen. Was dann folgt, ist eine Spurensuche nach dem Großvater von Miriam. Miriam sucht und findet in Unterstützung an unterschiedlichen Stellen. Zwischendurch gibt es Rückblenden in die 1950-er Jahre. Dabei arbeitet Klara in einem französischen Economat – Lebensmittelgeschäft – in Freiburg, verliebt sich in einen Soldaten und erwartet irgendwann ein Kind. Klaras Geheimnis – ist vielschichtig Klara zog Miriam auf, weil deren Eltern früh verstorben sind. Das Wie und Warum klärt sich zum Ende. Ebenso wird klar: Jeder Mensch hat Geheimnisse und gibt sie aus unterschiedlichen Gründen preis oder nicht. Jede Generation hat ihr Päckchen zu tragen. Im Falle Klara war es, dass ihre Tochter unehelich zu Welt kam, was damals als Stigma galt. Allerdings fand sich bei Klara eine schnelle und gute Lösung. Miriam wiederum stößt bei ihren Recherchen auf so einiges, was ihr sauer aufstößt und auch auf einiges, was sie fasziniert. Auch die Großtante trägt zum Lüften von Klaras Geheimnis einiges bei. Und auch hier wird klar: was man als Kind faszinierend fand, bleibt oft jahrzehntelang hängen, auch, wenn man diese ganzen Jahre über nicht mehr daran denkt. Manches findet den Weg der Wahrheit. Hervorragen verfasst und so logisch und wunderbar aufeinander aufbauend miteinander verwoben, dass ich nur weiterlesen mochte. Ich wollte wissen, wie das Knäuel sich entwirrt und was noch dabei herauskommen würde. Nicht alles könnte genauso passieren, oder doch?

Klaras Schweigen

Von: Veronika Zipfel Datum: 11. April 2021

Ein sehr ergreifendes Buch aus der Nachkriegszeit. Ich fand es sehr gut, das immer ein Kapitel von früher und jetzt zum Verständnis war. Mich hat es sehr gut gefallen.

Wohlfühl-Schmöker

Von: Lisa Datum: 11. April 2021

Das Buch hat mir gut gefallen. Die Grundidee - junge Frau enthüllt ein altes Familien-Geheimnis - ist natürlich nicht neu, trotzdem habe ich mich bei der Lektüre des Romans sehr gut unterhalten gefühlt. Das lag vor allem an den sympathischen Protagonisten und dem angenehmen Schreibstil der Autorin. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Geschichte in meiner süddeutschen Heimat spielt.

Jede Familie hat ihre Geheimnisse

Von: Ulrike Rosina Datum: 11. April 2021

Seit einiger Zeit habe ich mein Herz für “Nachkriegsgeschichten” entdeckt. Vermutlich liegt das daran, dass in meiner Familie nur noch eine Zeitzeugin lebt. Und die weigert sich standhaft, über die Ungereimtheiten unserer Familiengeschichte zu sprechen. Klaras Schweigen von Bettina Storks hat mich immer wieder daran erinnert. In diesen Büchern sind es meist die Frauen, die die Rätsel lösen wollen. Auch der Aufbau ist fast immer ähnlich. Kapitel aus der Gegenwart und Rückblicke in die Vergangenheit wechseln sich ab. Bettina Storks hat dafür die perfekt passende Länge gefunden und der Story so richtig Drive gegeben. Ich habe Klaras Schweigen von Bettina Storks sehr gerne gelesen. Klaras Geschichte ist einfach sehr berührend und wahrscheinlich alles andere als selten für die Nachkriegszeit. Die Gründe, warum in Familien nicht offen gesprochen wird, könnten sehr ähnlich sein.

"Klaras Schweigen" - ein weiteres Lesehighlight!

Von: sk Datum: 11. April 2021

Zum Cover: Das Cover ist sehr schön und passt zur Handlung des Romanes. Zu sehen ist im Hintergrund der ein See sowie ein Wald und ein paar Häuserspitzen. Das Cover sieht alleine schon wie eine Fotografie aus und ist dementsprechend auch ein Eyecatcher. Im Vordergrund erkennt man jedoch eine Person. Die Frau trägt einen blauen Mantel sowie ein rotes Kleid und einen schwarzen Hut. Die Frau ist mit dem Rücken zum Betrachter dargestellt worden. Es scheint, als ob die Frau schweigend über die Landschaft blickt. Zum Inhalt: Auch in diesem Roman geht es um eine bewegende und ergreifende Geschichte einer Familie. Nach einem Schlaganfall spricht die Großmutter Klara der Protagonistin Miriam plötzlich Französisch - eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Ihre Enkelin merkt schnell, dass Klara mehr verbirgt. Miriam macht sich auf die Suche nach Antworten und kommt einem lange gehüteten Familiengeheimnis auf die Spur, welche sie bis in die Bretagne führt. Die Autorin taucht ein in die deutsch- französische Geschichte. Zum Schreibstil: Von der ersten Seite an findet man sich als Leser wieder in die Geschichte der Autorin Bettina Storks eingebunden. Der wunderbar flüssige Schreibstil der Autorin hat mir besonders gefallen. Auch dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen: Die Leser werden einerseits in die späte 1940er und Anfang der 1950er Jahre entführt, andererseits ins Jahr 2018. Die Geschichte hat dementsprechend auch zwei Sichtweisen: Einmal erfahren wir über die Vergangenheit Klaras durch Klara selbst und auf der anderen Seite von der Enkelin Miriam. Die Autorin Bettina Storks hat es geschafft mit sehr viel Einfühlungsvermögen das Leben dieser beiden Personen zu beschreiben. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und sind mir schnell ans Herz gewachsen. Durch die wechselnden Zeiten hatte man das Gefühl, alle Protagonisten genau zu kennen. Insgesamt ist das Buch aufgeteilt in 35. Kapitel sowie einem Prolog und Epilog. Zusätzlich gibt es auch ein sehr interessantes Interview mit der Zeitzeugin Lilly Heinze. Mein Fazit: Bettina Storks weiß, wie Sie Ihre Leser:innen zu fassen hat! "Klaras Schweigen" ist ein Roman, das mich bereits ab der ersten Seite an begeistert hat und weit mehr als ein bloßes Lesehighlight war! Insgesamt gebe ich diesem Roman 5 von 5 Sternen und empfehle es gerne weiter! Auch andere Bücher von Bettina Storks kann ich jederzeit weiterempfehlen.

Fesselnde Familiengeschichte

Von: Anatolia Datum: 09. April 2021

"Klaras Schweigen" war der erste Roman von Bettina Storks, den ich gelesen habe. Da ich sehr gerne historische Romane lese und auch einen besonderen Bezug zu Frankreich habe, war ich als gebürtige Baden-Württembergerin gleich an der vielschichtigen Handlung interessiert. Und ich bin glücklicherweise auch nicht enttäuscht worden. Der Roman wird in zwei Handlungssträngen erzählt: Miriams Großmutter Klara spricht nach einem Schlaganfall plötzlich Französisch, obwohl sie angeblich diese Sprache nie gelernt hatte. Miriam merkt, dass ihre Großmutter so einiges verbirgt und so beginnt eine spannende Spurensuche in die Vergangenheit... Doch auch die Lebensgeschichte von Miriam kommt nicht zu kurz, denn auch sie hat schon so einiges erlebt... Die Geschichte hat mir unglaublich gut gefallen, sie ist fesselnd, gefühlvoll und mit ganz viel Herzblut geschrieben. Ich kann dieses tolle Buch wirklich nur weiterempfehlen und freue mich, schon bald die anderen Romane von Bettina Storks zu lesen.

Sehr zu empfehlen

Von: Siwa Datum: 08. April 2021

Ich habe dieses Buch in erwarteter Spannung gelesen und konnte es fast nicht aus der Hand legen. Die Autorin taucht ein in die deutsch- französische Geschichte. Es handelt vorwiegend um zwei Personen: Klara und ihre Enkelin Miriam. Mit viel Einfühlungsvermögen wird das Leben dieser zwei Personen beschrieben. Die Verbindung zwischen ihnen ist sehr eng. Nach einem Schlaganfall gibt Klara einige Dinge aus ihrer Vergangenheit preis. Miriam wird stutzig und beginnt zu recherchieren. Eine mühselige Arbeit beginnt, es ist nicht leicht, hinter die Vorkommnisse zu kommen. Miriam deckt einiges auf, aber nicht alles. Bis Klara eines Tages ihr Schweigen bricht.. Vielen Dank, dass ich dieses Buch lesen und beurteilen durfte, ich habe es genossen. Liebe Grüße an das ganze Team.

Eine hervorragende Geschichte

Von: Bärbels-Buchempfehlung Datum: 07. April 2021

Cover Das Cover gefällt mir sehr gut Meine Meinung: Dieses Buch hat mich von Anfang an wieder in den Bann gezogen. Die Geschichte spielt in 2 Zeitebenen, und zwar nach dem Krieg und dann in der jetzigen Zeit. Klara und ihre Schwester Lotte erleben keine schöne Kindheit aufgrund des strengen Vaters, sodass Klara ausbricht aus der Familie. Es beginnt keine einfache Zeit für Alle. Nach Jahrzehnten kommt Miriam, die Enkeltochter von Klara, hinter ein Geheimnis, welches sie veranlasst auf eine Reise in die Vergangenheit zu gehen in Form von Recherchearbeiten. Wird sie das Geheimnis von Klara herausfinden? Die Autorin Bettina Storks hat einen flüssigen Schreibstil und die Zeitsprünge waren hervorragend geschrieben. Man litt und freute sich mit den Protagonisten und die Umgebungen wurden auch genau beschrieben.

Klaras langgehütetes Geheimnis

Von: Undine Sittel Datum: 06. April 2021

Heute Nacht habe ich ,, Klaras Schweigen,, von Bettina Storia beendet. Eigentlich bin ich nicht der Typ für Liebesgeschichte, aber diese Geschichte war sehr anrührend und keinesfalls kitschig geschrieben. Die spielt in 2 Zeitebenen, 1948 und 2018. Auch damit hatte ich in der Vergangenheit so meine Probleme. Dieses Buch jedoch hat mir gezeigt das Liebesgeschichte und 2 Zeitebenen sogar für mich gehen. Es ist sehr spannend geschrieben, nicht zu kitschig und durch klaras Schweigen wurde immer mehr Spannung aufgebaut sodaß ich einfach nur noch wissen wollte was hinter Klaras Schweigen steckte. Es kam dann auch ein familiäres Drama zutage welches schon ewig zurück liegt. Ich fand es spannend und trotzdem leicht zu lesen. Da es eine überschaubare Zahl von mitwirkenden gab hatte ich auch nicht die befürchteten Probleme mit den 2 Zeitebenen. Ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben und finde es sollte auch im wahren Leben mehr solcher Geschichten geben. Ich bin nur durch andere auf dieses Buch aufmerksam geworden,nun hoffe ich das ich auch euch neugierig machen konnte. Ich geb 5*und eine absolute Leseempfehlung

Klaras Schweigen

Von: freetimeGuide Datum: 05. April 2021

Freiburg: Nach einem Schlaganfall lernt Klara langsam wieder zu gehen, aber erst nach 6 Wochen kann sie wieder sprechen. Einzelne Worte und undeutlich. Miriam, ihre Enkelin, fährt sofort nach der Nachricht ins Krankenhaus. Und nach einer Weile versucht ihre Großmutter zu sprechen, es sind französische Worte, aber sie kann doch kein französisch…. Miriam will ihrer Großmutter bei ihren Erinnerungen helfen. Sie führen in das Freiburg 1948, Nachkriegszeit und französische Besatzungszone. Klara ist 18, arbeitet in einem französischen Geschäft und lernt dort Pascal kennen. Aber der Umgang mit Besatzern ist zu dieser Zeit nicht erlaubt, und ihr Vater ist besonders streng und verbietet jeglichen Umgang. Klara geht nach Konstanz und macht dort eine Schneiderlehre, sie heiratet mit 21 einen Beamten. Später ziehen sie mit ihrer Tochter zurück nach Freiburg. Miriam findet nach und nach Spuren aus der Vergangenheit, da gibt es ein Familiengeheimnis, das in die Bretagne führt. Ein wunderbares Buch. Die Regeln in der Besatzungszeit, Standesunterschiede und das Leben unter schwierigen Verhältnissen nach dem Krieg ist hier einfühlsam und doch spannend erzählt.

Sehr bewegend

Von: Anne E. Datum: 05. April 2021

Das Buch hat mir sehr gefallen. Der Schreibstil ist einmalig meiner Meinung nach. Die Geschichte ist mir sehr zu Herzen gegangen und ich kann dieses Buch einfach nur weiterempfehlen. Die Autorin weiß jedes Mal wie sie den Leser packt.

Wahrhaftigkeit schmerzt weniger

Von: Melanie E. Datum: 05. April 2021

Der Klappentext zu "Klaras Schweigen" sprach mich sehr an, sodass ich mich sehr darauf freute, in diese Geschichte einzutauchen und Familiengeheimnisse zu entdecken. Klaras Leben hat mich zutiefst berührt, denn ein Drama fügt sich in das andere, zumal die damalige Zeit Frauen wenig Entscheidungsfreiheiten zugestanden hat. Klara bekommt die Möglichkeit bei ihrem Onkel zu leben und sich handwerklich weiter zu entwickeln. All das, was ihr Vater ihr untersagt hat. Dieses sind nur kleine Bruchteile ihres Lebensweges und ich bin entsetzt, wie viel Macht Eltern auf ihre Kinder ausüben und ihnen durch Verblendung eher schaden als nutzen. Emanzipation war ein Fremdwort und gerade im Beispiel von Klara zeigt sich, wie grausam Eltern agieren können. Selbst Glück wird ihr nicht zugestanden, sondern abgelehnt. Sehr spannend waren für mich die Einblicke in die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, wovon mir vieles unbekannt war. Ich konnte eintauchen in eine Deutsch - Französische Liebesgeschichte, die leider irgendwann endet. Klara offenbart diese erst nach einem Schlaganfall, als sie anfängt Französisch zu sprechen und ihre Enkeltochter auf die Spur ihrer eigenen Vergangenheit führt. Es wird eine außergewöhnliche Reise, die mitunter auch schmerzhaft ist. Manche Aussprachen sollten unbedingt geführt werden, bevor der Mensch an Schuldgefühlen zerbricht. Auch für Miriam werden Dinge aufgedeckt, die schwer zu verarbeiten sind, dennoch macht sie sich auf der Suche nach der großen Liebe ihrer Großmutter. "Klaras Schweigen" ist ein Roman der viele Einblicke in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg bietet und auch die Not der Menschen darstellt. In Klaras Leben ist es die Flucht aus einem Elternhaus, heraus aus der Gewalt und Unbeherrschtheit des Vaters. Der Titel des Buches passt letztendlich sehr gut, da Schweigen eine große Macht entwickelt und aufzeigt, das es dem Menschen nicht immer nur Gutes hervorbringt und von einem Moment zum anderen in großes Unglück stürzen lässt. Hier werden einige dramatische Bereiche abgedeckt und zeigen auf, das es für Klara auch einen anderen Weg gegeben hätte, wenn das Schicksal ihr nicht Übel mitgespielt hätte. Die unerwünschte Liebe zwischen der französischen Besatzung und den deutschen Frauen war mir nicht bekannt, was den Roman als sehr interessant, mit vielen neuen Aspekten für mich, erzählen konnte. Durch die unterschiedlich dargestellten Perspektiven von Zeit und Person wirkt "Klaras Schweigen" authentisch und ich konnte mich gut darauf einlassen. Die aufgezeigten Dramen innerhalb des Lebens von Miriam und Klara geben Lebendigkeit, auch wenn es mitunter schmerzlich ist, die Wahrheiten aber ausgesprochen werden sollten, um innerlich Ruhe zu finden. Ich vergebe sehr gerne eine Leseempfehlung, da ich mich gut auf die Story einlassen konnte und vieles innerhalb der Erzählung als sehr spannend empfunden habe. Man fliegt während des Lesens förmlich durch die Zeit und kann sich am Ende über Aussprachen freuen, die einem Happy End gleichen.

Tragische Familiengeschichte

Von: Ay Datum: 03. April 2021

In dem Buch geht es um eine Familiengeschichte. Eine viel tragischere Familiengeschichte, als der Klappentext vielleicht vermuten lässt. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Einmal von der Großmutter Klara und einmal von der Enkelin Miriam. Ich mag verschiedene Zeitebenen in Büchern sehr gerne und die Autorin hat das in diesem Fall auch sehr gut gemacht. Es war nicht verwirrend und man wusste stets in welcher Zeit man sich gerade befindet. Eine kleine Sache ist mir aber irgendwie im Kopf geblieben, die ich nicht so wirklich verstanden habe. Dieser "Vorfall" wird nur am Ende eines Kapitels erwähnt, im nächsten gleich zu Beginn wieder geklärt und hatte meiner Meinung nach nicht unbedingt einen Einfluss auf das Geschehen. Näher will ich dazu wegen Spoilern nicht eingehen, es hat mich nur kurz verwirrt. Der Schreibstil war toll. Man war sofort in der Geschichte und die Seiten sind beim lesen nur so dahin geschmolzen. Würde jederzeit wieder ein Buch der Autorin lesen.

Eine wunderschöne Geschichte mit vielen Emotionen und Tiefgang

Von: Sylvia Hertel Datum: 02. April 2021

Nach einem Schlaganfall spricht Klara, die Großmutter von Miriam plötzlich Französisch. Miriam ist das unbegreiflich, denn sie wusste nicht, dass ihre Großmutter dies Sprache beherrscht. Sie spürt, auch wenn sich ihre Großmutter nach dem Schlaganfall noch nicht ausdrücken kann, dass sie ihr etwas aus ihrer Vergangenheit erzählen möchte. Miriam versucht dem Geheimnis auf den Grund zu gehen. Das führt zurück bis ins Jahr 1949 als Klara Freiburg verlassen hat und nach Konstanz zu ihrer Patenfamilie gegangen ist und weiter bis in die Bretagne. Mit ihrem Buch „Klaras Schweigen“ hat Bettina Storks mich wieder einmal begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist beeindruckend. Sie schreibt unkompliziert, gefühlvoll, spannend und versteht es ihren Charakteren Leben einzuhauchen. Ich war von der 1. Seite an von der Geschichte gefangen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Beim Lesen ist in meinem Kopf ein richtiges Kopfkino entstanden. Die Geschichte hat 2 Handlungsstränge. Einmal die Gegenwart, das Jahr 2018. Das ist die Geschichte von Miriam. Miriams Eltern sind bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen da war sie gerade einmal 2 Jahre alt. Ihre Großeltern Klara und Eduard haben alles getan um ihr eine sorglose Kindheit zu geben. Jetzt kümmert sich Miriam um ihre hochbetagte Großmutter, ihr Großvater den sie sehr geleibt hat ist schon vor einigen Jahren verstorben. Dann die Vergangenheit die bis in das Jahr 1948 zurückführt. Hier hat Klara in einem Supermarkt der französischen Besatzung gearbeitet und Pascal kennengelernt. 1949 hat Klara Freiburg verlassen und ist nach Konstanz zu ihrer Patenfamilie gezogen. Die Protagonisten waren mir auf Anhieb sympathisch. Ich habe mit ihnen gefreut und habe mit ihnen geweint. Manchmal war es eine richtige Achterbahn der Gefühle. Ich liebe Geschichten in denen ein Geheimnis aus der Vergangenheit in der Gegenwart langsam entblättert wird. Wenn die Ereignisse der Vergangenheit langsam mit der Gegenwart verflochten werden. „Klaras Schweigen“ ist genauso eine wunderschöne und emotionale Geschichte. „Klaras Schweigen“ bekommt von mir 5 Sterne, wenn ich mehr Sterne vergeben könnte hätte ich es getan. Das Buch hat es mehr als verdient.

Dramatische Familiengeschichte

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 01. April 2021

Meine Meinung zur Autorin und Roman Bettina Storks, hat es wieder geschafft mich mit ihrem neuen Roman zu begeistern und beim Lesen in Atem zuhalten. Man spürt mit wieviel Herzblut sie ihn geschrieben hat, und ihre Liebe zu Freiburg und dem Bodensee. Sie nimmt einem bei der Hand und führt uns durch ihre Geschichte, die atemberaubend und spannend erzählt ist, Gänsehautfeeling war angesagt. Alles ist sehr Authentisch und Atmosphärisch erzählt, Fiktion und reale Begebenheiten sind hervorragend mit einander verwoben. Sie lässt uns hinter die Fassaden ihrer einzelner Figuren schauen, lässt sie Eigenleben entwickeln, alles ist so spürbar und Nachvollziehbar. Ihre Charaktere und deren Emotionen, konnte man am eigenen Laibe spüren, ich habe mit ihnen gelitten und auch gefreut. Der Schreibstil ist sehr spannend, Bildhaft und Einfühlsam, man kann sich der Geschichte einfach nicht entziehen. Sie lässt die deutsche- französische Nachkriegsgeschichte wieder auferstehen. Alles ist so Bildhaft und lebendig erzählt, auch die verschiedenen Zeitebenen sind wunderschön miteinander verwoben. Ich habe Klara und ihre Enkelin von Anfang an in mein Herz geschlossen, mit ihnen Gefühlt, gelacht und geweint. Sehr schön fand ich das Nachwort und das Interview mit der Zeitzeugin Lilly Heinzle , die Leider das fertige Buch nicht mehr erlebte. Hätte Klara nicht ihren Schlaganfall gehabt, und nach dem Erwachen ihre ersten Worte französisch waren, hätten wir wohl die wahren Hintergründe und Geheimnisse nie erfahren. Gut das sich ihre einzige Enkelin Miriam, sich so sehr um sie kümmerte und sich dahinter klemmt, weshalb Klara auf einmal Französisch sprach . Langsam tauchen wir ein, in Klaras Vergangenheit, die nach dem 2. Weltkrieg so richtig beginnt, es war schön mit ihr durch Freiburg zu bummeln, mit den schönen Bächle in der Stadt. Wie sie den französischen Besatzungssoldat Pascal kennen lernte, eine verbotene Liebe. Man erfährt so vieles über die damalige Zeit. Es war spannend, aufregend und aufwühlend mit Miriam zusammen auf Klaras Spurensuche zu gehen. Mit den beiden an den Bodensee und in die Bretagne zu reisen. Es gibt sehr viele sehr gut gehütete Geheimnisse zu lüften, die teilweise sehr erschütternd waren, wie gerne hätte ich die beiden in die Arme genommen. Aber Opa Eduard habe ich sehr bewundert, für seinen Großmut, er war für mich der Fels in der Brandung. Auch Klara Verwandten am Bodensee, waren besondere Menschen für mich, mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Nur Klaras Eltern fand ich kalt und Herzlos, und Lotte ihre Schwester, empfand ich sehr übergriffig.

Absolut mitreißend!

Von: Sabine Datum: 01. April 2021

Nach einen Schlaganfall spricht Miriams Oma Klara unerwartet französische Worte. Miriam merkt schnell, dass etwas dahinter steckt und Klara mehr vor ihr verbirgt. Es beginnt eine Suche nach der Vergangenheit, die Miriam und den Leser nach Freiburg, Konstanz und in die Bretagne sowie in die deutsch-französische Nachkriegsgeschichte führen. Sie kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur, dass sehr authentisch und berührend beschrieben wird. Während der Aufarbeitung ihrer Vergangenheit werden die einzelnen Charaktere gut beschrieben und durch die Erzählung auf zwei Zeitebenen ist dieser Roman absolut abwechlungsreich und mitreißend zu lesen. Man spürt förmlich den Schatten der Vergangenheit, aber auch die Hoffnung, dass Vergangenes vergeben werden kann, wenn man es auspricht. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und es bleibt bis zum Schluss spannend.Ich mag den Charme der französischen Sprache sehr und den Ausflug in die Bretagne. Für mich war es der erste Roman von Bettina Storks und es werden ganz bestimmt viele weitere folgen!

Sehr spannend

Von: Danuta Datum: 31. March 2021

Das Buch ist sehr spannend und fesselnd.

Unterhaltsames Buch

Von: obruhldi Datum: 29. March 2021

In diesem Buch wird ein Familiengeheimnis auf über 300 Seiten gelüftet. Es spielt abwechselnd im Jetzt (2018) und es gibt Rückblenden bis in die Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Es ist sehr unterhaltend geschrieben, man wird gefesselt durch die Enthüllungen der Vorfahren, es bleibt spannend bis fast zum Ende des Buches. In den einzelnen Kapiteln springt die Autorin von der Gegenwart in die Vergangenheit, was kein Problem ist. Man kann gut unterscheiden, um welche Personen es geht. Wer ein unterhaltendes und interessantes Buch lesen möchte, liegt bei diesem Buch nicht falsch.

Leider bin ich dieses Mal nicht restlos überzeugt

Von: Monina83 Datum: 27. March 2021

Inhalt: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams Großmutter Klara plötzlich Französisch und das obwohl sie die Sprache nie gelernt hat. Miriam will ihrer Oma helfen und macht sich deswegen auf die Suche nach Antworten. Dabei ahnt sie nicht, dass ihre eigene Geschichte ganz eng mit der Vergangenheit ihrer Großmutter verknüpft ist und dass ein jahrzehntelang gehütetes Familiengeheimnis auch ihr Leben in Frage stellen wird. Meine Meinung: Als Leser beginnt man im Jahr 1944 und erlebt mit, wie Klaras Heimat sich nach einem Bombenangriff verändert. Nach dieser kurzen Sequenz findet man sich dann im Jahre 2018 wieder. Klara ist gerade im Krankenhaus und hat nach einem Schlaganfall wieder begonnen zu sprechen. Miriam, die eine sehr enge Beziehung zu ihrer Großmutter hat, da sie bei dieser aufgewachsen ist, macht sich sofort auf den Weg, um Klara beizustehen. Doch sie ist völlig verwirrt, als Klara plötzlich Französisch spricht. Obwohl ich das tatsächlich schon öfter gelesen habe, war ich doch total fasziniert davon und fragte mich, was wohl hinter dem Ganzen stecken wird. Gemeinsam mit Miriam macht man sich schließlich auf die Suche nach Antworten und ich muss sagen, ich liebe es, in Büchern nach Familiengeheimnissen zu fahnden. Das ist immer sehr spannend und nicht immer kann ich erahnen, was es damit auf sich hat. In diesem Buch taucht man auch immer wieder in die Vergangenheit ein und hat somit gegenüber Miriam einen kleinen Wissensvorsprung. Allerdings muss ich gestehen, dass es mir dieses Mal etwas zu schnell geht. Quasi im Schnelldurchlauf durchleben wir Klaras Vergangenheit und werden Zeugen der wichtigsten Stationen. Leider rauschen wir jedoch geradezu durch das Leben von Klara. Mir bekamen die Ereignisse teilweise zu wenig Raum z.B. die Liebesgeschichte, so dass ich mich nicht wirklich hineindenken und mitfühlen konnte. Trotzdem fand ich gerade den geschichtlichen Hintergrund sehr interessant. Tatsächlich habe ich noch nicht so viele Bücher über die französische Besetzung nach dem Zweiten Weltkrieg gelesen und wusste auch nicht, dass Beziehungen zwischen den französischen Soldaten und den deutschen Frauen unerwünscht waren. Deshalb fand ich es sehr schön, dass Bettina Storks dieses Thema aufgriff und anhand ihrer Protagonisten näher beleuchtete. Doch das Hauptthema dieses Romans liegt in meinen Augen ganz klar darauf, was Familiengeheimnisse in einer Familie anrichten können, wenn sie doch noch ans Licht kommen. Das Schweigen von Klara hat nämlich zu einem tragischen Ereignis geführt, das nicht nur ihr eigenes Leben sehr verändert und ihre Persönlichkeit geprägt hat. Mich hat das sehr berührt und ich konnte hier wirklich mit Klara und auch Miriam mitfühlen. Ich muss gestehen, dass ich mich ständig fragte „was wäre wenn…“. Wie anders wäre das Leben von allen Familienmitgliedern wohl verlaufen, wenn Klara mit offenen Karten gespielt hätte, zumindest ihrer Familie gegenüber. Tatsächlich konnte ich dieses Mal nicht alle Handlungen nachvollziehen und auch einige Charaktere machten es mir etwas schwer. Z.B. war mir Klaras Schwester Lotte durchweg unsympathisch und auch mit Ronan wurde ich nicht wirklich warm. Trotzdem hat mir das Buch einige schöne Lesestunden beschert und der Schreibstil ließ sich auch dieses Mal wieder leicht lesen. Bettina Storks macht mit ihren Beschreibungen sowohl das Setting, als auch die Handlung lebendig, so dass man das Gefühl hat, selbst mitten in der Geschichte zu stecken. Fazit: „Klaras Schweigen“ konnte mich leider nicht restlos überzeugen. Zwar durfte ich auch dieses Mal wieder in die Vergangenheit eintauchen und fand das Thema des Buches wirklich interessant und auch berührend, aber nicht alle Handlungen konnte ich wirklich nachvollziehen, manche Charaktere waren mir schlichtweg unsympathisch und wir rasen förmlich im Schnelldurchgang durch Klaras Leben. Trotz allem hat mir auch in diesem Buch die Spurensuche wieder großen Spaß bereitet und Bettina Storks kann mich immer mit ihrem Schreibstil mitreißen. Von mir bekommt das Buch 4 Punkte von 5.

Tiefgründig und bewegend

Von: Jarlina Datum: 25. March 2021

Das Cover sieht sehr schön aus und passt zu dem emotionalen Roman sehr gut. Die Hauptprotagonistin Miriam ist eine starke und sympathische Frau. Die Handlung spielt in zwei Zeitsträngen. In dem einen Zeitstrang begleitet man Miriam bei ihren Nachforschungen und der andere Zeitstrang beschreibt die Ereignisse aus der Vergangenheit. Der Schreibstil ist fesselnd und gut zu lesen. Insgesamt ist es ein tiefgründiger und bewegender Roman einer Familiengeschichte.

Fesselnder Schmöker

Von: SF Datum: 23. March 2021

Auch wenn es sich nicht um „große Literatur“ handelt, die Geschichte ist fesselnd und interessant, die Charaktere sind glaubwürdig und treffend entworfen. Insbesondere, wenn man die Orte kennt (Freiburg, Konstanz, Bretagne), schafft die Geschichte Identifikation. Wie falsch verstandene Vaterlandsliebe, Bigotterie und falsch definierte elterliche Liebe Lebensmöglichkeiten vernichten, wird bitter demonstriert. Der Leser bleibt zwar durchaus besänftigt zurück, dennoch ist es unausweichlich, sich vorzustellen, was sich mit etwas menschlicher Größe, Nächstenliebe und Vernunft aus diesen in vielen Punkten gescheiterten und unglücklichen Lebensrealitäten hätte Positives und Schönes entwickeln können.

Toll recherchierter historischer Roman

Von: madiko Datum: 22. March 2021

Bettina Storks neuer historischer Roman ist sehr gefühlvoll geschrieben. Sie führt den Leser direkt in die deutsch französische Nachkriegsgeschichte. Bettina Storks verbindet gekonnt die Nachkriegszeit mit dem Jahr 2018 und nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Bretagne. Man ist gespannt ob und wie das Familiengeheimnis der inzwischen hochbetagten Klara gelüftet wird. Sehr interessant ist das Schlusswort und das Interview mit der Konstanzer Zeit Zeugin. Fazit: Ein Roman der ein tolles Lesevergnügen bereitet. Absolute Leseempfehlung von mir.

Spannende deutsch-französische Familienroman.

Von: Coco Datum: 22. March 2021

Als Miriams betagte Großmutter Klara, nach ihrem Schlaganfall plötzlich Französisch sprechen kann, beginnt eine unaufhaltsame Reise in die Vergangenheit, unter anderem in Freiburg der Nachkriegszeit, Konstanz und Frankreich. Ich habe beim Lesen Miriam auf ihre Suche bis in die Bretagne begleitet, parallel durfte Ich Freiburg und Konstanz der deutsch-französischen Nachkriegszeit zwischen Wiederaufbau und Wirtschaftswunder entdecken. Die Autorin Bettina Storks verbindet in ihrem Buch ein authentisches Bild der deutsch-französische Geschichte nach dem Krieg, zwischen Liebe, Akzeptanz und Ablehnung. Aus dieser konfliktreichen Geschichte entsteht einen Kreis des Schweigens im Leben von Klara, der bis in dem Leben ihrer Enkelin Miriam 2018 wüten wird. Miriam bricht diesen Kreis. Mir hat es sehr gefallen, dass nie künstliche Gefühle des Mitleides oder der Schuldzuweisung in den verschiedenen Figuren aufkommt, ganz im Gegenteil stehts bleiben die Entscheidungen emotional nachvollziehbar, befreit von Beurteilung. Es ergibt ein sehr ehrliches, wahrhaftes Bild, in dem man sich als Leser/in gut wiederfinden kann. Die Vergangenheit und die Gegenwart schließen einen Kreis, für uns Leser/in erweckt es einen sehr positiven und optimistischen Blick mit sich und die eigenen Entscheidungen Frieden zu schließen. Das Duo Miriam/ Klara scheint einem sehr nah zu sein. Die Geschichte wird sehr spannend und authentisch erzählt, so dass man ungern das Buch zur Seite legen möchte. Man begleitet unermüdlich Miriam in ihrem Vorhaben und empfindet ähnliche Emotionen wie Ihre Großmutter Klara, ohne künstliche Sentimentalität. Ich hatte schon „das geheime Lächeln“ von Bettina Storck gelesen, die Verbindung von damals und jetzt, von Frankreich und Deutschland bleibt für mich auf viele Ebene ein spannendes Thema und ich erfreue mich immer wieder Romane, die alle diese Elemente verbinden, zu lesen. Bettina Storck schafft es auf einer sehr spannenden Art ein ehrliches Bild davon in ihre Bücher zu erschaffen.

Spannend

Von: missy Datum: 21. March 2021

Der Roman hat mir richtig gut gefallen. Erzählt wird eine spannende Familiengeschichte, die in der Nachkriegszeit beginnt und bis in die Zukunft geht.Der Roman um ein spannendes Familiegeheimnis ist sehr vielseitig und äußerst spannend geschrieben.

Die Zeit ist kostbar

Von: Miss Norge Datum: 21. March 2021

✿ Meine Meinung ✿ Nachdem mir "Das geheime Lächeln" von der Autorin gut gefallen hat, war ich sehr gespannt, auch den neuen Roman von ihr zu lesen. Familiengeheimnisse, zwei Erzählungen (Damals / Heute) und ein Bezug zur Bretagne, das muss doch klappen. Bis Seite 303 hat das gut geklappt, doch ab diesem Zeitpunkt hat für mich die Geschichte den flüssigen Erzählstil verloren. Ich hatte irgendwie das Gefühl, als würde hier ein Bruch stattfinden. Ich kann es nicht besser beschreiben, aber ab diesem Zeitpunkt kamen mir die restlichen Seiten so heruntergerattert vor. Mit Miriam, der Enkelin von Klara, bin ich nicht so ganz "warm geworden", dafür hat mir Klara sehr gut gefallen. Es wurden sehr emotional und intensiv ihre Gefühle und Gedanken beschrieben, als sie sich, aufgrund ihres Schlaganfalls, nicht mehr richtig ausdrücken konnte. Diese Passagen haben mich tief berührt. Doch auch als man nach und nach dem Geheimissen der Familie Schilling auf die Spur kommt, bleibt für mich Klara eindeutig der stärkste Charakter. Durch die klaren und eindeutigen Überschriften der Kapitel entsteht keine Verwirrung und was mir auch außerordentlich gut gefallen hat ist, das die Szene des Bildes auf dem Cover in der Geschichte vorkommt. Gewünscht hätte ich mir auch das man noch näher auf Ronan eingegangen wäre. Er kam mir leider ein bisschen zu kurz, außer am Ende, als irgendwie alles noch ein gemeinsames Ende finden musste. ✿ Mein Fazit ✿ Bis auf die kleinen Schwachstellen, die ich erwähnte, hat mir der Roman ansonsten gefallen.

"Alles bleibt ein Teil von uns"

Von: tines_chamber_of_books Datum: 19. March 2021

Nachdem mich der letzte Roman der Autorin, “Leas Spuren“, absolut begeistert hat, freute ich mich umso mehr auf eine neue Geschichte, in die ich abtauchen konnte. Diesmal führt uns die Autorin nach Freiburg. Dort hat die hochbetagte Klara einen Schlaganfall und spricht plötzlich französisch Eine Sprache, die sie angeblich niemals gelernt hat. Ihre Enkelin Miriam ist der Sprache mächtig und erkennt, dass ihre Großmutter etwas verschweigt. Doch auf all ihre Nachfragen erhält sie keine Antworten. So begibt sie sich auf Spurensuche im Leben ihrer Großmutter und stößt schnell auf die Frage, warum Klara 1949 völlig überstürzt von Freiburg nach Konstanz gezogen ist. Miriams Suche nach Antworten führt sie schließlich in die Bretagne. Sie hofft, dass sie dort die Mauer des Schweigens durchbrechen kann. Die Autorin schafft es wieder einmal mit ihrem bildhaften Schreibstil den Leser in ein Stück deutsche Geschichte mitzunehmen, welches sie gekonnt mit ihrer fiktiven Geschichte verwebt. Miriam, als Enkelin von Klara, war mir auf Anhieb sympathisch. Ich hätte auch nicht locker gelassen und wäre auf Spurensuche in der Familiengeschichte gegangen. Mit Klara hingegen hatte ich so meine Probleme. Gerade die junge Klara, die in Rückblenden immer wieder näher beleuchtet wird, fällt Entscheidungen, die ich nicht immer wirklich nachvollziehen, da man absehen kann, dass diese zu Problemen führen. Da stellte ich mir oft die Frage, ob sie einfach naiv war oder einem Problem wegrennen möchte. Leider war Pasqual, der wirklich viel Potential als Figur hatte, auch eher enttäuschend für mich. Er blieb viel zu blass, was ich absolut schade fand. Dennoch muss ich zugeben, dass mich die Geschichte gefesselt hat und ich am Ende sogar das ein oder andere Tränchen verdrückt hatte.

Vom Leben nach dem Krieg und einem gut gehüteten Familiengeheimnis

Von: Karin P. Datum: 16. March 2021

Miriam macht sich Sorgen um ihre Großmutter Klara: Die Seniorin hatte einen Schlaganfall und kann nicht mehr sprechen. Doch nach einigen Wochen findet Klara wieder erste, einzelne Worte – allerdings in französischer Sprache. Miriam hat keine Ahnung, woher Großmutters Sprachkenntnisse kommen. Doch das soll sich im Laufe des Romans ändern. Der Leser kann sich schon früher ein Bild davon machen, welches Verhältnis Klara zur französischen Sprache und zu einem bestimmten Franzosen hat. Denn im Roman wird abwechselnd von der Gegenwart im Jahr 2018 erzählt, also von der Zeit, in der Miriam das Geheimnis ihrer Großmutter entdeckt, und von der Nachkriegszeit, als Klara eine junge Frau ist und das Geheimnis seinen Anfang nimmt. Die Schauplätze sind jeweils Freiburg und Konstanz, also die deutsch-französische Grenzregion im Süden, und später dann auch die Bretagne. Um ehrlich zu sein: Man kann sich relativ bald denken, was das Familiengeheimnis ist und warum nicht darüber gesprochen wird – denn so ungewöhnlich oder spektakulär ist die Geschichte nicht. Interessant wird es vor allem durch die Kapitel, die in der Nachkriegszeit spielen. Wie das Verhältnis zwischen den französischen Soldaten und der deutschen Bevölkerung war, darüber hatte ich mir noch nie Gedanken gemacht. Dieser Aspekt des Buches war für mich am spannendsten. Klaras Leben, beeinflusst durch ihren strengen Vater, wird glaubhaft erzählt; ebenso ihre Träume als junge Frau, ihre Ängste und ihre Motivation, eine entscheidende Wahrheit in ihrem Leben zu verheimlichen. Bald weiß der Leser oder die Leserin mehr über Klaras Vergangenheit als ihre Enkelin Miriam, die sich in der Gegenwart auf Spurensuche begibt. Gerade weil es um regelrechte Detektivarbeit geht, habe ich erwartet, dass die Kapitel, die im Jahr 2018 spielen, besonders spannend sind. Leider ist das nicht der Fall, was meiner Ansicht nach an der Figur der Miriam liegt. Von ihrer Persönlichkeit bleibt beim Lesen so wenig hängen, dass sie für mich nicht richtig greifbar war. Obwohl Miriam in meinem Alter ist, in einer ähnlichen Lebenssituation, konnte ich mich überhaupt nicht mit ihr identifizieren. Ihre Beweggründe, ihre Erwartungen, ihr Alltag und ihre Träume sind mir überhaupt nicht klar geworden. Sie wirkt nicht unsympathisch oder seltsam, aber sie ist für meinen Geschmack zu austauschbar, als dass sie als eine der Hauptfiguren Leseanreize gibt. Etwas ärgerlich habe ich es empfunden, dass die Spurensuche zum Teil unlogisch dargestellt wird. So gibt es einen Punkt in der Geschichte, an der Miriam Dinge erfährt, die sie meines Erachtens nach fast sofort zur Auflösung des Geheimnisses geführt hätten. Stattdessen geht Miriam diesen Hinweisen nicht weiter nach, sondern verfolgt kompliziertere Strategien. Das hat mir etwas die Lust am Buch genommen, da es mir so vorkam, als sollte die Auflösung künstlich hinausgezögert werden. Weil es leicht zu lesen ist und es trotz einiger Ungereimtheiten stetig vorwärtsgeht in der Geschichte, habe ich das Buch dennoch sehr schnell durchgelesen. Ich wollte auch unbedingt wissen, ob alles, was man als Leserin an Erkenntnissen gewinnt, dann am Ende auch stimmt, sobald das letzte fehlende Puzzlestück erzählt wird. Für ein entspanntes Lesewochenende oder als Urlaubslektüre kann man das Buch also durchaus genießen. Allerdings: Lange im Gedächtnis wird es mir nicht bleiben, dazu ist die Geschichte zu unspektakulär.

Der Verstand vergisst. Der Körper nicht.

Von: Hopeandlive Datum: 16. March 2021

Diesen beiden Sätzen sieht sich Miriam, eine relativ junge Frau mit einem Lehrstuhl in Literaturgeschichte an der Uni in Freiburg, im Jahr 2018 konfrontiert, nachdem ihre geliebte Großmutter Klara mit 90 Jahren einen Schlaganfall erleidet und während des Krankenhausbesuchs Miriam mit französischen Worten überrascht. Französisch - eine Sprache, die Klara angeblich nie gelernt hat. Miriam hat eine sehr enge Verbindung zu ihrer Großmutter, hat diese doch in Miriams jungen Jahren die Mutter für sie ersetzt, nachdem Miriams Eltern bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben kamen und spürt deshalb sofort, dass Klara wesentlich mehr verbirgt, doch das Nachfragen wird durch die Folgen des Schlaganfalls sehr schwierig und auch Tante Lotte, Karlas Schwester ist keine wirkliche Hilfe. Miriam ist allerdings nicht ganz klar, aus welchem Grund Lotte so mauert. Neugierig geworden und auch getrieben von einer tiefen inneren Unruhe, was den Verlauf ihres eigenen Lebens betrifft, macht sich Miriam auf die Suche, tatkräftig unterstützt von ihrer besten Freundin Pia, einer Historikerin, die ihr mit sehr vielen nützlichen Tipps zur Seite steht. Doch während dieser Suche, die Miriam gar nicht in erster Linie so eng mit ihrer eigenen Geschichte verbunden sieht, tun sich wahre Abgründe auf und ein Familiengeheimnis nach dem anderen tritt zu Tage. Auch wenn Miriam manchmal kurz vor dem Aufgeben ist, kann sie nicht aufhören und ihre Suche nach der Wahrheit führt sie nicht nur nach Freiburg und Konstanz im Jahre 1949, sondern auch in die Bretagne..... Klara, eine ungewöhnliche Frau, doch waren nicht alle jungen Frauen, die in dieser Zeit ums Überleben kämpften ungewöhnlich, kämpft mit den Erinnerungen ihres Gewissens, die nach dem Schlaganfall ans Licht kommen und der Leser begibt sich mit ihr in eine sehr dunkle Zeit Deutschlands und ganz Europas. Wir erfahren von einer zarten, wunderbaren und hoffnungsvollen ersten Liebe zwischen zwei jungen Menschen, die so frisch nach dem Krieg nicht sein darf und doch...... Bettina Storks hat es wieder geschafft einen ganz wunderbaren historischen Roman mit ausgefeilten Charaktären zu schaffen, denen eine feine Melancholie, unserer Geschichte schuldend, anhängt. Sie nimmt uns gekonnt auf eine Zeitreise mit und wir erleben die Enge, die Resignation und die Hoffnungslosigkeit im Nachkriegsdeutschland, ebenso wie den Hunger nach Liebe, Leben und Zukunft bei den damals jungen Menschen. Gleichzeitig befinden wir uns in der Gegenwart und spüren doch die Schatten, die die Vergangenheit und ganz besonders Familiengeheimnissse, werfen. Es ist eine Familiengeschichte um Schuld und Versöhnung, Liebe zwischen Mann und Frau, zwischen den Generationen, welche nicht ohne Vergebung auskommt und auch der Liebe und der Versöhnung mit sich selbst. Eine Geschichte, die noch nachwirkt und einem Zitat, ziemlich am Anfang, "Die Wahrheit wird euch freimachen", kann ich nur zustimmen und es wird in diesem Roman sehr gut umgesetzt. Höchste Leseempfehlung!

Familiengeheimnisse

Von: Schnucki Datum: 15. March 2021

Klara spricht nach einem Schlaganfall französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Alle Nachfragen von Miriam, Klaras Enkelin, finden kein Gehör. Die Großmutter und die Tante schweigen beharrlich. Miriams Reise geht bis in die Bretagne, wo sie nach Antworten sucht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, der Schreibstil ist einfach gehalten und leicht zu lesen. Die Kapitel beginnen im Jahre 1944, dann Krieg, Nachkriegszeit, ein Sprung bis 1977 und Heute. Das angespannte Verhältnis Deutschland – Frankreich ist sehr gut beschrieben. Die Großmutter schweigt sehr, sehr lange, bis am Ende die Familiengeheimnisse eins nach dem anderen gelüftet werden. Der Spannungsbogen wird bis zum Schluss sehr schön aufrechterhalten, so dass ich am Ende das Buch gar nicht mehr zur Seite legen konnte. Im Großen und Ganzen ein gelungenes Buch, das ich nur weiterempfehlen kann.

Manchmal verändert Schweigen alles

Von: Rebecca K./ Meine Leseecke Datum: 15. March 2021

Klara die Oma von Miriam hat einen Schlaganfall erlitten und als sie sich langsam wieder davon erholt spricht sie auf einmal Französisch, eine Sprache die sie nie gelernt hat. Miriam merkt schnell, dass ihre Oma etwas vor ihr verbirgt und beginnt langsam mit ihr ihr Leben aufzuarbeiten. In diesem Prozess der Aufarbeitung erfährt Miriam Dinge sie sie nie für möglich gehalten hätte und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit was sie bis in die Bretagne führt. Als ich diesen neuen Roman von Bettina Storks entdeckt habe wollte ich ihn sofort lesen und konnte es nicht erwarten bis ich loslegen konnte. Mir war klar das es unter Umständen ein nicht einfach zu lesender Roman wird da einiges an Themen die nicht so leicht sind aufgearbeitet werden muss. Miriam sorgt sich um ihre Oma die sie großgezogen hat und ihre einzige Familie ist. Doch sie erfährt dann etwas was sie in ihrem Glauben erschüttert und sie muss diesen Schlag erstmal verarbeiten um in die Zukunft schauen zu können. Klara hat als Jugendliche den Krieg erlebt und die Zeit der Besatzung durch die Franzosen erlebt, wobei es auch schöne Zeiten und Erlebnisse gab bis etwas passiert ist und sie ihr Leben lang hat Schweigen lassen. Leider ist mir der Einstieg ins Buch nicht sehr leicht gefallen und es hat recht lange gedauert bis ich richtig in die Geschichte eingetaucht war. Der gesamte Roman war auf zwei Zeitebenen aufgebaut, einmal das Jahr 2018 und dann noch die Nachkriegszeit welche Klaras Zeit und Leben war. Gut gefallen hat mir wie der Roman auf die zwei Handlungsstränge von Klara und Miriam aufgebaut war und da zu Beginn eines jeden Kapitels angezeigt war aus wessen Sicht es erzählt wird hatte ich damit auch während des Lesens keine Probleme es den richtigen Figuren zuzuordnen. Dem Handlungsverlauf konnte ich auch sehr gut folgen auch wenn manche Entscheidungen für mich nicht nachvollziehbar waren und damit meine ich nicht die von Klara denn das war die Zeit damals und für mich vollständig verständlich. Miriam ging mir teilweise mit ihrer Art wirklich mehr als nur etwas auf die Nerven und ganz ehrlich mit ihr wurde ich als Figur auch nie so richtig warm. Von den Ausdrücken in Mundart die verwendet wurden wie aushorchen, etc. konnte ich noch lernen woher sie kommen da man die auch im schwäbischen benutzt jedenfalls in dem Ort aus dem ich stamme. Man konnte sich alle Figuren des Romans sehr gut anhand ihrer Beschreibungen während des Lesens vorstellen. Auch die Handlungsorte waren mit viel Liebe zum Detail beschrieben, so hatte ich keine Probleme mir diese vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Leider wurde ich mit dem Roman bis zum Schluss nie so ganz warm und deshalb habe ich mich nach längerer Überlegung entschlossen vier von fünf Sternen zu vergeben.

Berührende Versöhnung,,,,

Von: Angela Busch Datum: 15. March 2021

Meine Meinung: Eine berührende und fesselnde Familiengeschichte hat uns die Autorin Bettina Storks mit dem obengenannten Buch präsentiert. Der Roman ist auf zwei Zeitsträngen aufgebaut . Wir nehmen teil am unruhigen Leben der jungen Klara während des 2. Weltkrieg in Freiburg, während der Nachkriegsjahre in Konstanz am Bodensee - sowie im *Heute und Jetzt von Freiburg*. Klara ist inzwischen eine alte Dame , die durch einen Schlaganfall ihr Sprachvermögen verloren hat - bis auf einige französische Worte und Sätze. Ihre Enkelin Miriam ist völlig erstaunt darüber, denn ihre geliebt Grossmutter hatte früher nie Französisch gesprochen. Dann begleiten wir Miriam in heutiger Zeit, eine Literaturwissenschaftlerin, die in der Mitte ihres Lebens steht und doch immer wieder mit inneren Unsicherheiten und Ängsten zu kämpfen hat. Besonders gut gefallen hat mir die stimmige Beschreibung vom damaligen Freiburg, der Bodenseeregion und Klaras komplizierter Familiengeschichte inmitten dieser wunderschönen Region. Sie erlebte mit Mutter, jüngerer Schwester und einem schwierigen zänkischen Vater den zweiten Welt-Krieg in Freiburg, arbeitete in einem Économat (Lebensmittelgeschäft für die französischen Soldaten) und erlernte später den Beruf der Schneiderin. Der damalige Hass zwischen der deutschen Bevölkerung und den französischen Besatzern kommt ehrlich und schockierend zu Tage, wird von der Autorin ergreifend beschrieben. Sehr einfühlsam und fesselnd , in einem professionellem und perfekten Schreibstil gehalten , verfolgen wir die Suche der Enkelin Miriam nach ihren plötzlich auftauchenden französischen Wurzeln. Da ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind als Miriam erst zwei Jahre alt war , ist sie geborgen und behütet aufgewachsen bei den Grosseltern Klara und Edi. Trotzdem spürt sie instinktiv , dass irgendetwas in der Familien-Vergangenheit passierte, welches ihr die Grosseltern und Tante Lotte verheimlichten und verschwiegen hatten. Völlig schockiert erfährt sie auf Grund ihrer Nachforschungen, dass sie wohl einen französischen Grossvater hat. Sie macht sich auf eine spannende Suche, wird von sympathischen Franzosen und Deutschen darin unterstützt und hilft dadurch auch ihrer geliebten Grossmutter Klara, die nun endlich mit einigen dramatischen Ereignissen abschliessen kann , die während ihrer Jugendzeit im zweiten Weltkrieg passiert sind. Ein absolut lesenswertes Buch, welches eine Verbindung schlägt zwischen deutscher und französischer Geschichte in der damaligen schwierigen Kriegszeit, die endlich durch eine heutige Versöhnung beider Länder miteinander gekennzeichnet ist. Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für diesen grossartigen Roman. Ich danke der Autorin und dem Verlag herzlich für das Leseexemplar.

Interessante Geschichte

Von: JM Datum: 15. March 2021

Die Geschichte ist sehr interessant erzählt. Es erzählen immer abwechselnd die Großmutter über ihre damalige Zeit und dann wieder die Enkelin aus heutiger Sicht. Am Anfang braucht man ein wenig, um in die Geschichte abzutauchen, aber wenn man einmal drin ist, lässt sie einen nicht mehr los.

Das Herz vergisst nicht...

Von: Furbaby_Mom Datum: 14. March 2021

Seit "Leas Spuren", einem der besten historischen Romane aller Zeiten, gehört Bettina Storks zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen; folglich war die Lektüre ihres neuen, im März 2021 beim Diana Verlag erschienenen Werkes ein Muss für mich. Wie in all ihren bisher veröffentlichten Büchern dominieren auch in "Klaras Schweigen" das Thema Familie sowie der Bezug zu Frankreich, vor allem letzteres ist ein wichtiges Element der Handlung. Meisterhaft verknüpft die Autorin die parallel auf zwei Zeitebenen erzählten Handlungen. In der Gegenwart (2018) kümmert sich die sympathische Miriam (Mitte 40, Literaturprofessorin, Single) rührend um ihre Großmutter Klara, die kürzlich einen Schlaganfall erlitten hat und seitdem massive Sprachfindungsschwierigkeiten und Artikulationsprobleme hat; einzig ein paar französische Begriffe kommen ihr zunächst über die Lippen. Dies reicht jedoch aus, um Miriam, die nach dem frühzeitigen Tod ihrer Eltern von Klara großgezogen worden war, zu verdeutlichen, dass sie im Grunde kaum etwas über die Vergangenheit ihrer Großeltern weiß. Ihr Großvater ist mittlerweile verstorben, und merkwürdigerweise hüllt sich die einzige weitere verbleibende Zeitzeugin, Klaras Schwester Lotte, in Schweigen – sogar regelrecht abweisend wird sie, als Miriam sich über die Nachkriegsjahre erkundigt, in denen Baden-Württemberg unter französischer Besatzung stand. Bald muss sie sich fragen, ob die Wahrheit wirklich frei macht – oder ob ihre Recherche in Sachen Familiengeschichte, die sie bis in die Bretagne führen wird, womöglich nur alte Wunden aufreißen und Klara unnötig verletzen wird. Allerdings spürt Miriam, dass es Klaras Herzenswunsch ist, Frieden mit der Vergangenheit zu schließen und muss sich zudem eingestehen, dass auch ihre eigenen Motive, wie z.B. die Suche nach ihrer eigenen Identität, Antworten verlangen. Die Vergangenheitsebene, beginnend im Jahr 1944, lässt das Grauen der Bombennächte des Zweiten Weltkrieges lebendig werden und entführt uns in das später von Franzosen besetzte Freiburg im Breisgau. Die junge Klara steht gerade an der Schwelle zum Erwachsensein und ist stolz darauf, dass sie mit ihrer Arbeit in einem französischen Lebensmittelgeschäft einen wichtigen Beitrag zum Familieneinkommen leisten kann. Ihr vom Krieg verbitterter, trunksüchtiger Vater weiß dies nicht zu schätzen, er ist ein leidenschaftlicher Franzosenhasser und beschimpft Klara aufgrund ihres Jobs regelmäßig als Franzosen-Flittchen. Als sie sich ausgerechnet in Pascal, einen attraktiven jungen Besatzer verliebt, scheint die Katastrophe vorprogrammiert. Plötzlich nimmt Klaras Leben eine unvorhergesehene Wendung und sie ist gezwungen, sich in ein neues Schicksal zu fügen. Aber ihr Herz kennt die Wahrheit und lässt sie auch Jahrzehnte später nicht zur Ruhe kommen… In diesem eindrucksvollen Roman sind zahlreiche historische Fakten liebevoll mit Fiktion verknüpft worden, wie auch das im Anhang angefügte Zeitzeugen-Interview mit der inzwischen leider verstorbenen Konstanzer Schneiderin Lilly Heinzle (Jahrgang 1930) verdeutlicht. Nicht nur die intensive Recherchearbeit der Autorin, sondern auch ihre Liebe zu den Handlungsorten Freiburg, Konstanz und der Bretagne sind offensichtlich. Sobald man einmal in den unglaublich atmosphärischen Beschreibungen versinkt, möchte man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die liebenswerten weiblichen Hauptprotagonistinnen tragen ihren Teil dazu bei; insbesondere Klara, die allen Widrigkeiten trotzt, habe ich ins Herz geschlossen. Überhaupt wirken alle Charaktere wie aus dem Leben gegriffen und die Handlung so realistisch, dass sie sich durchaus tatsächlich so abgespielt haben könnte. Hinsichtlich des Schreibstils treffen es die Begriffe einfühlsam, fesselnd und poetisch schön wohl am besten. Während der Entfaltung der dramatischen Ereignisse verzichtet die Autorin auf jeglichen Kitsch, lässt uns Momente des Glücks und der Trauer erleben, und hat einen sensiblen, aufwühlenden Roman erschaffen, der so viel mehr ist als bloße Unterhaltungsliteratur. Fazit: Bettina Storks enttäuscht nie. Ihre stimmungsvollen, wundervoll geschriebenen Geschichten sind ein Garant für spannende Lesestunden und große Emotionen, die noch lange nachwirken. Bravo!

Emotionen pur...

Von: Nicoletta49 Datum: 14. March 2021

"Klaras Schweigen" war das erste Buch von Bettina Storks das ich gelesen habe. Die Autorin ist bekannt für ihre historisch angelehnten Romane, die sehr atmosphärisch und hoch spannend erzählt werden. In der Geschichte geht es um die hochbetagte Klara, die nach einem Schlafanfall plötzlich französische Worte spricht und damit viele Fragen aufwirft. Ihre Enkelin Miriam geht dem Ganzen nach und macht sich auf eine Reise in die Vergangenheit, die sie u.a. nach Frankreich in die Bretagne führt. Dort erfährt sie von einem lange gehüteten Familiengeheimnis... Die Autorin erzählt in zwei Ebenen: einmal aus der Sicht Klaras und einmal von Miriam, ihrer Enkelin. Dies macht die Geschichte unheimlich spannend und kurzweilig und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Beide Erzählstränge faszinieren und sind auf ihre Art sehr emotional geschildert. Überhaupt ist der ganze Roman ein Feuerwerk der Gefühle und lässt einen förmlich durch die Seiten fliegen. Ich muss sagen, dass ich selten ein Buch gelesen habe, dass mich so mitgenommen und gepackt hat. Ich bin absolut begeistert vom Schreibstil Bettina Storks`. Sie schafft es, einen hostorischen Roman nicht "angestaubt" wirken zu lassen, sondern auf eine moderne Art zu interpretieren. Die Autorin hat sich mit "Klaras Schweigen" definitv in mein Herz geschrieben und ich habe mit ihr eine neue Lieblingsautorin gefunden. Wie schön, dass es schon dieses Jahr Lesenachschub von ihr gibt, den ich mir ganz bestimmt nicht entgehen lasse!

Ein schönes Buch

Von: Christian Schwochert Datum: 12. March 2021

Ein sehr schönes Buch. Und darum geht es: Miriam wuchs bei ihrer Oma Klara und Opa Eduard auf, weil ihre Eltern bei einem Autounfall verstorben sind als Miriam zwei Jahre alt war. Miriam hatte nie Anlass, an ihrer Familie zu zweifeln. Durch die Recherche zu ihrer Familiengeschichte, vor allem Klaras Jugend und jungen Erwachsenenjahre betreffend, beginnt sie, an der Aufrichtigkeit ihrer Mutter und auch deren Schwester Lotte, die mit Klara heute in einem Haus in zwei verschiedenen Wohnungen lebt, zu zweifeln.

Berührende Geschichte die mich begeistern konnte.

Von: Susanne Glahn/ Solara300/ Solaria Datum: 12. March 2021

Wenn die Gefühle im Inneren nicht verblassen … Dann sind wir in Freiburg im Breisgau bei Miriam Schilling, die gerade die erleichternde Nachricht erhält, dass ihre Großmutter Klara nach ihrem Schlaganfall endlich wieder etwas gesprochen hat. Miriam stellt bei ihrem Besuch fest, dass Klara Französisch spricht und mit ihren Gedanken weit fort zu sein scheint, in einer Zeit, wo ein Pascal existiert hat. Nach einem Gespräch mit dem behandelnden Arzt steht für Miriam fest, das sie herausfinden will was Klara in den Kriegsjahren passiert ist, auch wenn nicht jeder in der Familie das für gut befindet. Denn Erinnerungen sollte man doch ruhen lassen … oder nicht!? Meine Meinung Interessante Reise in die Gegenwart der deutsch-französischen Nachkriegsjahren. Dazu eine berührende Geschichte, dass Erinnerungen tief in der Seele verweilen und nie vergessen werden. Ich liebe die Idee von Miriams Großmutter, die sich nach einem Schlaganfall an etwas erinnert das längst in Vergessenheit durch das reale Leben geriet. Dazu gefällt mir Miriam sehr gut, die sich auf Spurensuche macht auch wenn davon nicht jeder begeistert ist. Man wird immer wieder in die Gegenwart 2018 und in die Vergangenheit entführt bis zu dem Zeitpunkt wo Klara erst vierzehn Jahre alt war und wie der Krieg ihr Leben durcheinanderbrachte. Gewohnheiten veränderte und auch Narben hinterließ. Toll finde ich auch von der Autorin Bettina Storks, das sie eine Zeitzeugin aus eben dieser Zeit aus Konstanz hatte, deren Interview am Ende des Buches noch einen Einblick in Lilly Heinzles Leben gibt die, wie Klara, Schneiderin von Berufswegen war. Hier hat mich das bildhafte Setting berührt, die starken Protagonisten die man hier kennenlernt und einen Weg, in dem die Hoffnung nie erlischt.

Wunderschön

Von: Katzenmicha Datum: 12. March 2021

Miriams fast neunzigjährige Großmutter Klara erleidet einen Schlaganfall.Dank Miriams schelles Handeln kommt Klara schnell ins Krankenhaus und wird gerettet.Miriam ist erleichtert,das sich ihre Großmutter wieder ins Lebenzurüch kämpft.Doch ihr Sprechvermögen macht Klara zu schaffen.Als Miriam ihre Großmutter besucht und Klara plötzlich französich spricht wunder sich Miriam.doch als Miriam die Großmutter darauf anspricht hüllt diese sich in Schweigen.Was verheimlicht die Großmutter Miriam?Miriam sucht Antworten und stößst bei ihrer Suche auf ein altes Fotoalbum,eine wunderschöne Zeichnung und einen alten Brief.Dieser Brief gibt Miriam Hinweise das ihre Großmutter früher in Konstanz war.Miriam begibt sich in die Vergangenheit von Klara und lüftet ein langgehütendes Familiengeheimnis-das sie in die Bretagne führt… Die Autorin Bettina Storks erzählt die Geschichte feinfühlig und warmherzig.Mit ihrem Schreibstil hat sie mir Klaras Geschichte auf eine wundervolle Art,sehr nahe gebracht.An der Seite von Klara und Miriam habe ich die wunerschöne Geschichte erlebt-5 Sterne. Vielen Dank das ich das Buch lesen durfte.

Klaras Schweigen

Von: Kristall86 Datum: 11. March 2021

!ein Lesehighlight 2021! Klappentext: „Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses …“ Autorin Bettina Storks hat mit ihrem Buch „Klaras Schweigen“ ein echtes Lesehighlight 2021 geschaffen. Die Geschichte um Miriam und die ihrer Großmutter sind nicht nur spannend, nein, sie sind auch voller Gefühl und Emotionen und voller Staunen. Storks hat einen klaren und begeisternden Schreibstil. Sie weiß genau wie sie die Leser fesseln muss. Die Zeitenwechsel zwischen Klara und Miriam waren äußerst gekonnt strukturiert und gaben dem Leser einen roten Faden vor, den man unbedingt bis zum Ende mit Spannung entgegen fieberte. Klaras Geschichte zu beleuchten war wirklich besonders und Storks hat es einfach drauf, bildhafte Beschreibungen zum Leben zu erwecken. Als Leser hat man alles vor dem inneren Auge und fühlt sich sicher an die Hand genommen. Aber nicht nur das, auch ihre Figur Miriam (Klaras Enkelin) hat eine ganz besondere Geschichte bekommen und man hat von der erste Seite an eine gewisse Bindung zu ihr. Aber nicht nur die beiden Hauptfiguren schließt man in sein Herz, auch die vielen Nebencharaktere, die auch im Nebenbild behutsam bleiben, ergänzen die Geschichte wahrlich grandios und rund. Bei dieser Geschichte stimmt wirklich alles und es war ein Genuss von der ersten bis zur letzten Seite! Das war definitiv nicht mein letztes Buch von Bettina Storks. Hier kann ich sehr gern mit voller Überzeugung 5 von 5 Sterne vergeben....

Spitze!

Von: Ulrike Hartwig Datum: 10. March 2021

„Sie sind der Meinung, das war…spitze!“ An diesen Spruch des 1987 verstorbenen Quizmoderators Hans Rosenthal musste ich beim Lesen von „Klaras Schweigen“ immer wieder denken. Die Autorin Bettina Storks hat einen sehr berührenden und einfühlsamen Roman geschrieben, den ich kaum aus der Hand legen mochte. Sie erzählt Klaras Geschichte von Ende 1944 bis 2018. Schon das Cover des Buchs ist wunderbar gestaltet. Es zeigt eine junge hübsche Frau in einem hellblauen Mantel und eleganten Schuhen mit Fesselriemen von hinten. Im Buch er-fährt der Leser, dass dies die junge Klara ist, die auf der Rheinbrücke in Konstanz in den Sonnenuntergang blickt. Auf den ersten Blick scheint es, als könne Klara auf ein „schönes“ Leben zurückblicken. Sie, ihre Eltern und die jüngere Schwester Lotte haben den 2. Weltkrieg überlebt und auch ihr Dach über den Kopf nicht verloren. Klara absolvierte eine Schneiderlehre und führte später ihr eigenes Atelier, sie liebte ihren Mann Eduard, mit dem sie mehr als 50 Jahre verheiratet war. Gemeinsam zogen sie Tochter Henriette groß und später auch Enkelin Miriam, die ihre Eltern im Alter von zwei Jahren durch einen Unfall verlor. In Kapitel 1 lernen wir Klara und ihre Enkeltochter Miriam im Jahr 2018 kennen. Die fast 90jährige Klara erholt sich in einer Rehaklinik nahe ihrer Heimatstadt Freiburg i. Breisgau von den Folgen eines Schlaganfalls. Dadurch wurde auch ihr Sprachzentrum in Mitleidenschaft gezogen, und nur langsam findet die alte Dame ihre Stimme und die richtigen Worte wieder. Zur großen Überraschung ihrer Enkelin redet sie plötzlich französisch. Es scheint im Leben ihrer Omi das eine oder andere „Geheimnis“ zu geben, wie Miriam nun ahnt. Ein Geheimnis, über das Klara jahrzehntelang geschwiegen hat. Ein Geheimnis, das all die Zeit gewahrt bleiben musste, denn „Es hängt zuviel dran!“, wie Klaras verstorbener Mann sagte. Dies ist nun Klaras Bitte an Miriam, sie möge ihr helfen, ihre Erinnerungen wieder zu finden. Auf der Suche nach Klaras Erinnerungen wendet sich Miriam zunächst an ihre Großtante Lotte. Diese reagiert seltsam abweisend und erzählt nur zögernd, wie das Leben damals nach dem Zweiten Weltkrieg in der französisch besetzten „Zone“ war. Sie erzählt von Économats - Läden, in denen nur die französischen Besatzer einkaufen durften, vom Fraternisierungsverbot und vom strengen Vater, der nach dem Krieg mehr und mehr verbittert wurde und alles französische hasste, und von der Mutter, die viel Wert auf ihren katholischen Glauben legte. Immerhin hat Miriam nun einen Punkt, an dem sie ansetzen kann. Nicht ohne leichte Gewissensbisse stöbert sie in Klaras Unterlagen und findet einen Brief, der ihr Leben sozusagen auf den Kopf stellt. Dennoch verfolgt sie die Spuren weiter, die sie letztendlich nach St. Malo führen. Und auch Klaras Erinnerungen kehren Stück für Stück zurück. Eine davon ist entsetzlich… Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Diana-Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, dies hat aber meine Meinung nicht beeinflusst.

Brisante Familiengeheimnisse

Von: onaltin Datum: 10. March 2021

Ein sehr interessant geschriebener Roman.Leicht und flüssig zu lesen. Man erfährt von Seite zu Seite eine neue Entwicklung und man wartet darauf, wie die Geschichte ausgeht. Eine unerwartet laufende Familiengeschichte.

Vererbte Notlügen

Von: Ines Datum: 10. March 2021

Rezensionsexemplar “Ich urteile nicht, ich mache mir ein Bild von der Urteilsfähigkeit meiner eigenen Familie.” Miriam, Seite 47 Miriam wuchs bei ihrer Oma Klara und Opa Eduard auf, weil ihre Eltern bei einem Autounfall verstorben sind als Miriam zwei Jahre alt war. Miriam hatte nie Anlass, an ihrer Familie zu zweifeln. Durch die Recherche zu ihrer Familiengeschichte, vor allem Klaras Jugend und jungen Erwachsenenjahre betreffend, beginnt sie, an der Aufrichtigkeit ihrer Mutter und auch deren Schwester Lotte, die mit Klara heute in einem Haus in zwei verschiedenen Wohnungen lebt, zu zweifeln. “Es geht um viel mehr. Es geht um mich. Um meine Wurzeln. Meine Identität. Die Wahrheit. Ich mache das nicht nur für meine Großmutter. Ich möchte wissen, wer ich bin.” Miriam, Seite 87 Der Roman beginnt damit, dass Miriam ihre Oma nach dem Schlaganfall wieder in die Sprache und Erinnerung führen möchte. Schnell merkt sie aber, dass es am Ende darum geht, die eigene DNA zu finden. Zumal Klara und Lotte, vorsichtig formuliert, nicht gerade begeistert davon sind, dass Miriam alte Steine umzudrehen beginnt. “Menschen verändern sich nicht. Sie entfalten sich bloß.” Ronan, Seite 300 Wer Ronan ist, findest Du am besten selbst beim Lesen heraus. Diese These von ihm merke ich mir auf jeden Fall, denn genau das ist meine Erfahrung: Menschen ändern sich nicht. Mal kommen mehr diese, mal mehr jene Facetten zu Tage, aber der Kern bleibt. Ich habe den Roman zügig gelesen und war mit Klara in der Nachkriegszeit und Miriam heute gerne unterwegs. Auch wenn einige Teile beim Lesen zu ahnen waren, blieb es bis zum Ende spannend. Die Geschichte ist rund und es bleiben keine losen Enden.

Jedes Geheimnis will irgendwann ans Licht

Von: leseratte1310 Datum: 10. March 2021

Miriam hat ein ganz besonderes Verhältnis zu ihrer Großmutter Klara, denn sie wurde nach dem Unfalltod ihrer Eltern von ihren Großeltern aufgezogen. Nach einem Schlaganfall sagt Klara plötzlich einige französische Worte. Miriam ist erstaunt, denn sie hatte keine Ahnung, dass ihre Großmutter diese Sprache spricht. Daher versucht Miriam herauszufinden, welches Geheimnis ihre Großmutter hat. Doch sie bekommt auf ihre Fragen keine Antworten. Schließlich führen ihre Spuren in die Bretagne. Von der Autorin Bettina Storks habe ich bereits „Das Haus am Himmelsrand“ und „Leas Spuren“ gelesen und jedes Mal konnte sie mich mit den Geschichten packen. Daher wollte ich natürlich auch dieses Buch lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Der Schreibstil lässt sich einfach toll lesen und die Geschichte ist so fesselnd, dass man das Lesen nicht unterbrechen will. Natürlich geht es wieder um die Folgen des Krieges und was der Krieg aus Menschen macht. Die Charaktere sind authentisch dargestellt. Eine schwere Krankheit verändert etwas in Menschen und oft bricht dann etwas auf, dass lange geheimgeblieben ist. So ergeht es auch Klara, die keine leichte Kindheit und Jugend hatte. Nach dem krieg muss sie miterleben, was der Krieg aus Menschen machen kann. Aus ihrem Vater hat er nur das Schlechteste herausgeholt. Er ertränkte die Erinnerungen im Alkohol und lies seinem Hass auf die Franzosen freien Lauf. Das bekommt auch Klara zu spüren. Ihre Mutter Adelheid war streng katholisch und ordnete alles dem Glauben unter. Zum Glück gibt es Menschen, die Klara zur Seite stehen. Miriam kommt dem Geheimnis erst durch einen alten Brief auf die Spur, denn Lotte, die jüngere Schwester der Großmutter, will die Vergangenheit unbedingt ruhen lassen. Was Miriam dann erfährt, hat auch Folgen für ihre eigene Geschichte. Ich habe Miriam bei ihren Nachforschungen gerne begleitet. Mich hat diese emotionale und tragische Familiengeschichte sehr berührt.

Der Franzose

Von: hasirasi2 Datum: 09. March 2021

Freiburg 1948/49: Klara ist 18 und hatte Glück, ihre ganze Familie hat den Krieg überlebt und ihr Haus steht auch noch. Sie arbeitet in einem Économat (Lebensmittelgeschäft für die französischen Soldaten) und geht am Wochenende gern tanzen. Ihre jüngere Schwester Lotte geht noch zur Schule und ihre Mutter verdient Geld mit Näharbeiten, da ihr Vater seit Jahren arbeitslos ist. Er ist kein angenehmer Charakter, macht den 3 Frauen das Leben zur Hölle, kontrolliert und beschimpft sie, will jeden ihrer Schritte bestimmen – schließlich ist sie erst mit 21 volljährig. Klara lehnt sich immer wieder auf, während ihre Mutter und ihre Schwester kuschen. „Ohne dich war alles viel besser. Da war der Krieg draußen. Jetzt haben wir ihn hier im eigenen Haus mit dir.“ (S. 78) Freiburg 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Klara plötzlich nur noch Französisch. Ihre Enkelin Miriam ist irritiert, sie wusste nicht einmal, dass Klara die Sprache beherrscht, dabei ist sie nach dem frühen Unfalltod ihrer Eltern bei ihr und Opa Eduard aufgewachsen. Eines der ersten Worte, die Klara sagt, ist „Pascal“. Miriam hat den Namen noch nie gehört, aber Klaras Schwester Lotte sagt abwertend, dass das „der Franzose damals“ gewesen sein könnte. Mehr will oder kann sie dazu allerdings nicht sagen. Miriam ist schon Mitte 40 und beruflich erfolgreich, aber privat läuft es nicht so gut. Ihr Leben ist von Verlusten geprägt, sie tut sich schwer damit, anderen zu vertrauen und Beziehungen einzugehen. Klara scheint ein erfülltes und glückliches Leben gehabt zu haben, wenn man vom frühen Verlust ihrer Tochter absieht. Doch sie, Eduard und Lotte haben sich vor Jahren geschworen, dass eine Sache nie ans Licht kommen darf und Klara hatte sie erfolgreich verdrängt. Durch den Schlaganfall kommen die Erinnerungen nach und nach wieder hoch und reißen die alten Wunden neu auf. Auf der Suche nach Klaras Vergangenheit und dem mysteriösen Pascal reist Miriam bis an die Atlantikküste, doch auch dort können nicht alle Fragen beantwortet werden – einigen Antworten wissen nur Klara und Lotte. „Ein Tisch und siebzig Jahre Klaras Schweigen trennten sie voneinander.“ (S. 284) Die werden gezwungen, sich endlich an damals zu erinnern und vor allem damit auseinander zu setzen. Am Ende muss auch Miriam ihre Biographie neu schreiben. „Klaras Schweigen“ ist eine sehr ergreifende Liebes- und Lebensgeschichte. Bettina Storks beschäftigt sich darin mit Vergangenheitsbewältigung und Verlusten, Familiengeheimnissen und welche Erfahrungen und oder Ängste wir (unbewusst) von unseren Vorfahren übernehmen. Sehr einfühlsam und gleichzeitig fesselnd erzählt Bettina Storks parallel auf zwei Zeitsträngen Klaras und Miriams Geschichte.

Klara erhält durch ihr Enkelin Miriam die Chance ihre Vergangenheit, wieder ins Reine zu bringen<3

Von: xeni_590 Datum: 09. March 2021

Kurzmeinung: Eine absolut herzliche Geschichte über Vergessene Geheimnisse die darauf gewartet haben, an die Öffentlichkeit zu kommen <3 Lange Form: Das Buch ist spannend und jederzeit absolut fesselnd geschrieben. Durch die Abwechslung der Verschiedenen Perspektiven ist es eine ständige Mischung aus Gefühlen zu den Charakter durchgängig vorhanden <3 Das Buch wirft ständig neue Fragen auf die Sie dann auch nach und nach gut auflöst ohne dabei auf gezwungen zu wirken. <3 Die Hauptcharakter sind mega sympathisch und sind einem schon nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen <3 Absolut Empfehlenswertes Buch, wer auf Drama Spannung und Geheimnisse steht sollte dies Buch unbedingt lesen <3 Achtung Spoiler!!!! Meine Lieblingszitate: *Schließlich bin ich auch wer *Klara kann Drama- *Halbe Wahrheiten verkommen zur Lüge *Menschen ändern sich nicht, sie entfalten sich nur

Klaras Schweigen - Ganz große Klasse!

Von: Gelinde Datum: 09. March 2021

Klaras Schweigen , von Bettina Storks Cover: Es weckt in mir eine unbestimmte Sehnsucht. Inhalt: Zwei Zeitebenen: 2018 und 1949 und die Jahre nach dem Krieg. Nach einem Schlaganfall, spricht die hochbetagte Klara plötzlich französisch und Bruchstücke einer Erinnerung an nie Ausgesprochenes kommen ans Tageslicht. Miriam, die Enkelin erkennt bald, dass hier ein Familiengeheimnis schlummert. Sie macht sich auf die Suche nach Antworten und erkennt, dass es letztendlich auch um sie Spurensuche nach ihren eigenen Wurzeln geht. Meine Meinung: Eine durchweg fabelhafte Geschichte. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Der Schreibstil ist flüssig, einfühlsam und voller Spannung geschrieben, die sich bis zum Schluss steigert und da sogar eine weitere neue Wende mit einbaut. Die Autorin nimmt mich als Leser mit auf eine emotionale Reise auf der Suche nach der Lösung eines Familiengeheimnisses und auch auf die Suche nach den eigenen Wurzeln von Miriam. Mit dem Roman ist der Autorin ein besonderes Kunststück gelungen. Es ist nicht die =/8/15 –Story. Es geht zwar auch um die große Liebe, aber es ist eben nicht Herz-Schmerz, sie finden sich wieder und fallen sich in die Arme, sondern diese große Liebe finden wir woanders. Dann geht es um wahre Freundschaft. Die finden wir bei Pia und Miriam. Und gerade Miriam finde ich auch eine außergewöhnliche Protagonistin, sie ist nicht die gängige Frauenromanfigur (jung, hübsch, oder alt und weise, sondern eine ganz normale Frau um die 40). Sehr realistisch und authentisch wird die Nachkriegsgeneration mit ihren Problemen, Gefühlen und Sehnsüchten dargestellt. Hier noch zwei Zitate, die die wunderbare Grundstimmung deutlich machen. 1.Eine Weile darf man hadern. Dann aber setzt man sich hin, nimmt die Dinge, wie sie sind, und geht einen andern Weg. Das Schicksal lässt sich nicht bestachen. Es ist, wie es ist. 2.Das Leben versetzt Schrammen und Wunden, manche so tief, dass man schreien wollte vor Schmerz, aber trotzdem konnte man weitermachen, Abschied nehmen, sich für Neues öffnen und sich selbst annehmen, wie man war. Autorin: Bettina Storks, geboren bei Stuttgart, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Autorin. Sie war viele Jahre als Redakteurin tätig, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlichte. Die Leidenschaft für Familiengeheimnisse und die Faszination für die deutsch-französische Geschichte vereint Bettina Storks immer wieder in ihren vielschichtigen Romanen. Die Autorin lebt und arbeitet am Bodensee. Mein Fazit: Ganz große Klasse! Ich bin begeistert. Ein Buch in dem man ganz versinken kann. Voll positiver Energie. Von mir eine klare Lese- und Kaufempfehlung. Volle 5 Sterne.

Familiengeschichte zwischen Freiburg und Saint Malo

Von: Sarita Datum: 09. March 2021

Dieser Roman behandelt eine ergreifende Familiengeschichte zwischen Freiburg und Saint Malo. Abgründe und Geheimnisse, die das Schicksal einer wie aus dem Nichts französisch sprechenden alten Dame betreffen machen dieses Werk zu einer packenden Story zwischen der Nachkriegszeit und heute. Ein Ausflug in die Bretagne kommt als besonderes landschaftliches und kulturelles Schmankerln hinzu. Absolut empfehlenswert. Mehr wird nicht verraten: selber lesen!

Eingroßes Geheimnis, was gelöst werden will

Von: Gabriela Datum: 09. March 2021

Die Geschichte von Klara und Miriam durchzieht dieses Buch wie ein roter Faden. Klara liegt nach einem Schlaganfall im Krankenhaus und ist verbal und körperlich beeinträchtigt. Doch auf einmal kann sie französisch sprechen. Eine Sprache, mit der sie nie etwas zu tun hatte, glaubt ihre Enkelin Miriam. Klara geht es nach einiger Zeit besser und sie spricht von Pascal. Doch wer ist dass? Miriam beginnt, in der familiären Vergangenheit zu forschen und trifft auf eine Mauer des Schweigens. Ihre Großtante Lotte, Klaras Schwester sagt, sie soll die Vergangenheit ruhen lassen. Doch als ihr ihre Oma Klara auch noch ein Bild und eine alte Taschenuhr zeigt, ist die Neugierde von Miriam zu groß, als dass sie alles auf sich beruhen lassen kann. Auch Klara arbeitet immer mehr von ihrer Vergangenheit auf und bitte Miriam um etwas unmögliches. Kann sie ihrer Oma helfen? Wieder hat Bettina Storks es geschafft, die Vergangenheit mit der Gegenwart zu verbinden. Und dass in einem Ausmaß, der ihre Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Von mir gibt es die vollen 5 Sterne

Herzberührend und wunderschön erzählt! Ein absolutes Lesehighlight!

Von: Marion Schmidt Datum: 08. March 2021

Freiburg, März 2018. Für Miriam ist es ein Schock, als ihre fast neunzigjährige Großmutter Klara einen Schlaganfall erleidet und ins Krankenhaus eingeliefert wird. Nur dank ihrer schnellen Reaktion kann sie gerettet werden und sie ist erleichtert darüber, dass sie sich wieder ins Leben zurückkämpft. Einzig ihr Sprachvermögen macht ihr noch zu schaffen und so wundert sich Miriam, als Klara bei ihrem Besuch plötzlich auf Französisch zählt und beim Anblick einer gravierten Taschenuhr den Namen Pascal fallen lässt. Die Worte „Les temps est un bien préciuex“ erzeugen Aufruhr und Resignation in Klaras Augen und sie hüllt sich in Schweigen. Was verheimlicht ihre Großmutter vor ihr? Miriam sucht nach Antworten und stößt bei ihrer Suche nach weiteren Erinnerungsstücken auf ein altes Fotoalbum, eine wunderschöne Zeichnung, einen Brief und Hinweise auf eine Zeit, die ihre Oma in Konstanz verbracht hat. Sie begibt sich damit auf eine Reise in Klaras Vergangenheit und beginnt ein lang gehütetes Familiengeheimnis zu lüften, dass sie bis in die Bretagne führt. „Die Zeit ist kostbar“ und wunderschön geschriebene Romane auch! Ich liebe Bettina Storks unglaublich warmherzige, feinfühlige und berührende Erzählweise, die sie ihn ihrem neuen Roman “Klaras Schweigen“ wieder hervorragend zum Ausdruck bringt! Eine Geschichte, die von Verlust und Neuanfang, Enttäuschung und Hoffnung, Glück und Zufriedenheit, Verzeihen und Versöhnen und das Finden der eigenen Wurzeln handelt. Wie in einem Sog wird man durch zwei zeitlich sich abwechselnde Erzählstränge, die von Klaras Vergangenheit und Miriams Suche und Aufdeckung eines bewegenden Familiengeheimnisses handeln, ins Buch hineingezogen und kann es nicht mehr aus der Hand legen. Sehr gekonnt, authentisch und atmosphärisch wird dabei die deutsch-französische Nachkriegsgeschichte, die Lebensansichten der Menschen zur damaligen Zeit und das Thema Restitutionsprüfung und -zahlungen mit eingebunden. Es war wunderschön die feingezeichneten Charaktere ein Stück ihres Lebens begleiten und dabei die besonders innige Beziehung von Klara und Miriam miterleben zu dürfen. Beide habe ich sofort in mein Herz geschlossen und mit ihnen mitgefiebert, gelitten und mich mit ihnen zusammen gefreut. Außerordentlich berührt und bewegt hat mich das Ende der Geschichte, bei dem eine sehr vertrauensvolle und wertschätzende Stimmung aufkam. Klara ist eine Kämpferin, die sich nicht einschüchtern lässt, ihren eigenen Weg geht, Schicksalsschläge überwindet, den Kopf nicht in den Sand steckt und aufopferungsvoll für ihre Enkeltochter da ist, nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Ihre Liebe hat Miriam zu einem herzensguten Menschen werden lassen, die ihre Leidenschaft zur Literatur als Dozentin an der Albert Ludwig Universität auslebt. Sie steckt so voller Hilfsbereitschaft, Fürsorge, Hartnäckigkeit und Herzenswärme. Viele weitere tolle Charaktere begleiten und bereichern das Leben der beiden Frauen, zu denen Klaras Schwester Lotte, Eduard Schilling, Pia, Patrick und Ronan zählen, auf die ich hier aber nicht näher eingehe, da ich sonst zu viel von der Geschichte verraten würde. Mein Fazit: „Klaras Schweigen“ war für mich ein ganz besonders Lesehighlight. Ein historischer Roman, bei dem ich alles um mich herum vergessen und einfach nur genießen konnte. Diesen Buchschatz kann ich jedem nur ans Herz legen! Besonders gut gefallen haben mir auch noch das Schlusswort der Autorin und ihr Interview mit Lilly Heinzle, einer Konstanzer Zeitzeugin.

Wundervoller Roman, mit vielen Emotionen

Von: Karins LeseLounge oder nirak03/nirak Datum: 08. March 2021

Miriam lebt und arbeitet in Freiburg, sie liebt ihre Großmutter Klara über alles. Dann erleidet diese plötzlich einen Schlaganfall und alles im Leben von Miriam ändert sich. Die alte Dame muss mühsam wieder das Sprechen erlernen, doch plötzlich spricht sie französisch, Worte, die Miriam von ihr noch nie gehört hat. Auf ihre Fragen gibt es keine Antworten, nur eins weiß Miriam, Klara verließ Freiburg 1949, um in Konstanz zu leben, aber warum? Miriam begibt sich auf Spurensuche und stößt auf ein lang gehütetes Familiengeheimnis. Was hat Klara als junges Mädchen erlebt? Die Autorin Bettina Storks hat schon einige Bücher herausgebracht und als ich gefragt wurde, ob ich ihr neuestes Buch lesen möchte, war ich neugierig, was diese Autorin zu erzählen hätte. Gleich vorweggenommen, ich wurde nicht enttäuscht. Auf zwei Zeitebenen erzählt die Autorin eine Geschichte von Liebe und Leid in den Nachkriegswirren in Freiburg/Konstanz. Die Zeit ab 1948 und aus dem Leben von Klara und ihrer Familie hat sie dabei lebendig werden lassen. Der zweite Handlungsstrang erzählt aus dem Jahr 2018 und davon, wie Miriam sich die Familiengeschichte erarbeitet. Die Suche nach der Wahrheit fordert ihr alles ab. Sie muss sich den eigenen Gefühlen stellen und auch hinterfragen, wie war mein Leben bisher und wie soll es weitergehen? Erwartungsvoll habe ich das Schicksal von Klara mitverfolgen. Diese Geschichte ist eine Geschichte voller Emotionen, die einen auf eine Achterbahn der Gefühle entführt. Ich hatte sehr schnell Bilder im Kopf, denn wie Bettina Storks ihre Geschichte erzählt, ist facettenreich, poetisch und wortgewandt. Mal ist man bei Klara, die Schritt für Schritt wieder ins Leben zurückfindet und gleichzeitig wird aus deren Leben erzählt, um dann im nächsten Kapitel Miriam dabei zuzusehen, wie sie die Puzzleteile aus dem Leben von Klara zusammensetzt und dabei auch für sich selbst ihr Leben hinterfragt. Gerade die Nachkriegsjahre waren nicht einfach. Bettina Storks schildert davon, wie das Leben für die Menschen weitergehen musste und vor allem davon, wie sie damit umgangen sind. Sie hat perfekt historische Details dieser Zeit in ihre fiktive Geschichte einfließen lassen. Die einzelnen Charaktere hat die Autorin dabei lebhaft geschildert. Sie haben ihre Ecken und Kanten und müssen sich ihrem Schicksal stellen. Dies gelingt mal gut und mal weniger gut. Mir haben nicht nur Klara und Miriam gefallen, auch wie die Familie dargestellt wurde, war glaubhaft in Szene gesetzt. Fazit: Bettina Storks ist es hervorragend gelungen, aus Vergangenheit und Gegenwart einen Roman zu erschaffen, der mich eine Zeit lang wunderbar unterhalten hat. Dies war zwar erst mein erstes Buch dieser Autorin, aber bestimmt nicht mein letztes. Ich mag Geschichten, die aus der Vergangenheit erzählen und dabei eine Brücke in die Gegenwart schlagen. In „Klaras Schweigen“ ist dies für mich perfekt umgesetzt.

Eine ganz besondere Geschichte

Von: friederickes bücherblog Datum: 08. March 2021

Das Cover: Das Cover hat mich bereits auf den ersten Blick fasziniert und angesprochen. Es zeigt Klara und den Bodensee, erzählt gemeinsam mit dem Klappentext ein wenig über die Geschichte. Beim Lesen des Buches erfuhr ich dann, dass das Cover ein Foto nachstellt, das in der Geschichte eine Rolle spielt und, dass Klara ihren blauen Mantel, ihr Meisterstück als Schneiderin trägt. Was für eine Tiefe und welch eine Liebe zum Detail. Eine ganz besondere Buchpräsentation, die mich sehr berührte. Die Geschichte: Miriams Großmutter, muss nach einem Schlaganfall ihre Sprache neu finden und trainieren. Dabei beginnt sie plötzlich französische Worte zu formulieren. Eine Sprache, die sie eigentlich nie gelernt hat. Miriam erkennt nach mehreren Hinweisen von Klara, dass es da mehr geben muss. Sie beginnt in Fotoalben zu suchen und stellt in der Familie Fragen. Nach und nach rücken lange gehütete Geheimnisse in den Vordergrund. Sie schreiben die Familiengeschichte völlig neu. Meine Meinung: Wieder ein Buch von Bettina Storks, das bereits auf den ersten Seiten dafür sorgte, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen wollte. Eine Geschichte, die mich vereinnahmte und nicht mehr losgelassen hat. Die Protagonisten sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Ich möchte nicht spoilern, aber alle tragen mit ihrem Verhalten und auch mit ihrem Schweigen über die Vergangenheit dazu bei, dass diese Erzählung so ganz besonders wird. Sie gestatten mir, in ihr Innerstes hinein zu schauen, und sie lassen mich an ihrem Leben teilhaben, als ob ich dabei wäre. Wie in all ihren Büchern schreibt Bettina Storks in einer vielseitigen, teils poetischen, bildhaft starken, berührenden und leicht verständlichen Sprache, die besonders ist. Die Zeitgeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg und speziell die Besonderheiten zwischen Frankreich und Deutschland wurden eindrucksvoll recherchiert und großartig eingearbeitet. Das Buch führt in eine Zeit mit Entbehrungen, politischen Nachwirkungen, konservativen Einstellungen und Hindernissen, die uns heute unvorstellbar erscheinen. Kleinste regionale Details an passenden Stellen, sowie eingefügte kleine sprachliche Feinheiten aus Frankreich und dem Badischen, machen das Buch sehr authentisch. Die Schauplätze sind bei Bettina Storks bildlich immer sehr stark beschrieben. Dieses Mal führt sie uns nach Freiburg, nach Konstanz an den Bodensee und nach Saint-Malo in der Bretagne. Die Geschichte wird aus zwei Zeitebenen erzählt. Klaras Leben ab 1949 und Miriams Suche 2018, was den Spannungsbogen bis zur letzten Zeile hochhält. Die Autorin hat sich wieder einmal selbst übertroffen. Mein Fazit: Ein berührender, zu Herzen gehender Roman, der beeindruckt, der zeigt, was Literatur kann und der pures Lesevergnügen verbreitet. Ich kann ihn nur wärmstens empfehlen. Er wird bei mir auf jeden Fall zu den Highlights 2021 gehören. Heidelinde von friederickes bücherblog

Ein beeindruckender Roman, der lange nachhallt...

Von: Hanne/Lesegenuss Datum: 08. March 2021

Der neue Roman "Klaras Schweigen" von der Autorin Bettina Storks beginnt schon dramatisch. Es ist der 27. November 1944, als ein Bombenhagel die Stadt Freiburg ziemlich zerstört. Es ist die Stadt, in der die Protagonistin Klara mit ihren Eltern und der jüngeren Schwester Lotte lebt. Diese Nacht wird Klara für immer in Erinnerung behalten (Zitat S. 10) Der zweite Zeitstrang spielt im Jahr 2018. Im Frühjahr hatte Klara einen Schlaganfall erlitten, von dem sie sich nur langsam erholt. Als sie wieder anfängt zu sprechen, wird Miriam, ihre Enkelin von der Großtante Lotte informiert. Im Alter von zwei Jahren kam Miriam zu den Großeltern und wuchs dort auf. Ihre Mutter war die Tochter von Klara. Sie und der leibliche Vater waren bei einem Unfall tödlich verunglückt. ► Die Wahrheit wird euch freimachen Umso größer ist das Erstaunen von Miriam, dass Klara mit ihr französisch spricht und zum Schluss das Wort "Pas-cal". Miriam war sich sicher, dass ihre Großmutter nie die Sprache erlernt hatte. Und nun das. In einer Zigarrenkiste findet sie einen Brief ihres Großvaters, und ein gewaltiger Riss in ihrer eigenen Biografie tut sich auf. So begibt sie sich auf Spurensuche. Die Geschichte spielt in der Gegenwart und Vergangenheit. Die Kapitel sind jeweils mit dem handelnden Ort als auch dem Monat und Jahr versehen. So ist es nicht nur ein Rückblick der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, offen dargelegt wird auch hier der Franzosenhass von Klaras Vater. Zumal Klara in einem Franzosenladen arbeitete und dort "den Franzosen" kennen lernt. Was der Vater für ein Mensch ist, liest sich in verschiedenen Absätzen. Doch Klara geht ihren eigenen Weg, widersetzt sich dem Vater. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Natürlich haben sie Ecken und Kanten, vom Leben geprägt. Die Mauer des Schweigens, es wirkt wie eine Art Selbstschutz. Doch manchmal muss man Dinge tun, die in den Augen anderer falsch sind. "Miriam wird fragen und der Franzose auch! Dann fliegt uns hier alles um die Ohren. … Es hängt zu viel dran, Klara." (Zitat S. 271) ► Die Wahrheit wird euch freimachen. (Bibelspruch) Wenn man davon überzeugt ist, dass es für einen selbst richtig ist, gibt es Hoffnung. Der Sturm der Wellen legt sich - draußen sprüht das Meer Funken. "Klaras Schweigen" ist nicht der erste Roman von der Autorin Bettina Storks, den ich gelesen habe. Aber es ist definitiv eines der Bücher, die Eindruck hinterlassen und man sich daran erinnern wird. Die Autorin zeigt erneut nicht nur durch ihren ganz besonderen Schreibstil, sondern auch der sehr feinsinnigen und einfühlsamen Art, einen sehr guten Roman zu schreiben, von dem man mitten in die Geschichte hineingezogen wird. Ebenso diese tolle Gespür für großartige Geschichten. Es ist nicht nur ein Buch, in dem es um Verletzlichkeiten geht, um das, was diese aus Menschen macht, wie sie damit umgehen. Es ist ein Buch, welches man in die Hand nimmt und (normalerweise) in einem Rutsch lesen möchte. Ein großartig geschriebener Roman, der den Leser von Beginn an nicht mehr los läßt! Ich möchte euch dieses Buch ans Herz legen - kauft und lest es!

Ein grandioser Roman

Von: Mareike Lenz Datum: 08. March 2021

Ich war sehr gespannt auf das neue Buch von „Bettina Storks“, denn ich liebe ihre Geschichten und auch ihren fantastischen Schreibstil, der immer sehr fesselnd, spannend und bildhaft ist. Auch diese Geschichte hier, die auf zwei Zeitebenen spielt, hat mir wieder richtig gut gefallen und mich von der ersten- bis zur letzten Seite total begeistert. Ich habe die 43-jährige Miriam kennengelernt, eine sehr liebenswerte Protagonistin, die in Freiburg wohnt und die bei ihren Großeltern Klara und Edi aufgewachsen ist, da ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind. Ihr geliebter Großvater starb, als Miriam siebenunddreißig Jahre alt war und er hinterließ eine große Lücke, denn er hatte ihr immer den Vater ersetzt. Er war siebenundachtzig Jahre alt geworden. Und nun Jahre später, bekommt plötzlich ihre fast neunzigjährige Großmutter Klara einen Schlaganfall und Miriam ist total schockiert und fassungslos, denn auch sie noch zu verlieren, wäre fürchterlich. Aber ihre Großmutter Klara ist eine starke Frau, die so schnell nicht aufgibt und die sich schon nach kurzer Zeit wieder so einigermaßen erholt hat, allerdings macht ihr Sprachvermögen ihr doch sehr zu schaffen. Und als Miriam dann hört, dass Klara nur einzelne französische Wörter redet, obwohl sie doch die Sprache nie gelernt hat, ist ihre Neugier geweckt. Immer wieder stellt sie ihrer Großmutter Fragen, doch Antworten erhält sie keine. Als Miriam dann von ihr eine alte Taschenuhr gezeigt bekommt, in die etwas eingraviert ist und der Name Pascal ausgesprochen wird, bemerkt sie, dass ihre Großmutter wohl so ihre Geheimnisse hatte. Miriam will unbedingt herausfinden, was Klara ihr eventuell all die Jahre verheimlicht hat und als sie dann bei ihrer Suche auch noch ein altes Fotoalbum, eine wunderschöne Zeichnung und einen Brief findet, begibt sie sich auf eine Reise in Klaras Vergangenheit und die führt sie in die Bretagne, an den malerischen Küstenort Saint Malo. Doch hier an dieser Stelle möchte ich nicht mehr verraten, denn diese großartige Geschichte muss man unbedingt selbst gelesen haben. Ach, es war so herrlich, Miriam in der heutigen Zeit, nämlich im Jahr 2018 zu begleiten und gleichzeitig von Klara, aus der Vergangenheit ab November 1948 zu erfahren. Während des Lesens kam es mir vor, als hätte ich am Leben der beiden Frauen teilgenommen, hätte alles selbst miterlebt und am liebsten würde ich nun die Schauplätze Konstanz, Freiburg und Saint Malo gerne einmal selbst bereisen. Vielen Dank an die Autorin, die mir mit diesem Buch wunderschöne Lesestunden beschert hat. Auch möchte ich mich noch recht herzlich bei dem Diana-Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Wunderschöne Geschichte

Von: Claudias Bücherhöhle Datum: 08. March 2021

Klaras Schweigen von Bettina Storks erschienen bei Diana Zum Inhalt Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses … (Quelle: Verlag) Zum Buch Le temps est un bien précieux. Seite 21 Das Cover dieses Buches ist minimalistisch gehalten, passt aber für mich hervorragend zur Geschichte. Diese spielt auf zwei Zeitebenen und wird in der dritten Person aus der Sicht von Miriam und Klara geschildert. Das Buch startet mit einem Prolog, der 1944 während eines Fliegeralarms spielt. Ich war von den wenigen Seiten schon völlig eingenommen und hatte einen Kloß im Hals. Miriam empfand ich als zielstrebige Frau, die auf der Suche nach Antworten ist. Ihre Großmutter Klara erleidet einen Schlaganfall und spricht danach nur sehr wenig und wenn, dann eher zusammenhanglos. Doch mehr und mehr wird der Leser in Klaras Leben gezogen und kann die Puzzleteile zusammen mit Miriam zusammensetzen. Klara wurde 1930 geboren und ist eine starke Persönlichkeit. Sie verhält sich gerade im Zweiten Weltkrieg nicht unbedingt so, wie es von einer Frau erwartet wird. Entgegen der Erlaubnis ihres Vaters arbeitet Klara in einer kleinen französischen Bäckerei, lernt die Sprache und jemanden kennen, der ihr Leben verändert. Und den Titel kann man auf zwei verschiedene Arten interpretieren … Ich fand es sehr interessant, wie die Autorin die deutsch-französische Nachkriegszeit schildert und welche damit unüberwindbaren Hindernisse auftauchen. Bettina Storks hat mir mit ihrem neuesten Werk schöne Lesestunden beschert. Ich mochte ihren Schreibstil sehr und die Schilderung der Ereignisse auf verschiedenen Zeitebenen war wunderbar. Ich muss sagen, dass ich die Vergangenheits-Sequenzen bald noch lieber mochte als die Gegenwart. Das ergeht mir bei solchen Romanen aber oft so ;) Die Spurensuche von Miriam war interessant und ehe man sich versieht, steckt auch der Leser in einem Gewirr aus Geheimnissen, Lügen und Vertuschungen. Am Ende wird natürlich alles aufgeklärt und so manche Überraschung kommt ans Licht. Mit dieser Geschichte hat mich die Autorin in ein authentisches Nachkriegs-Deutschland geführt und mich mit ihren Figuren mitleiden lassen. Bettina Storks hat eine ganz besondere Art und Weise, ihre Geschichte zum Leben zu erwecken und ich werde sicherlich noch weitere Bücher von ihr lesen. Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. Seite 33 Zum Autor Bettina Storks, geboren bei Stuttgart, ist promovierte Literaturwissenschaftlerin und Autorin. Sie war viele Jahre als Redakteurin tätig, bevor sie ihr erstes Buch veröffentlichte. Die Leidenschaft für Familiengeheimnisse und die Faszination für die deutsch-französische Geschichte vereint Bettina Storks immer wieder in ihren vielschichtigen Romanen. Die Autorin lebt und arbeitet am Bodensee. WERBUNG Nachfolgende Links kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung: 400 Seiten ISBN 978-3-453-36047-1 Preis: 12,99 Euro erschienen bei https://www.randomhouse.de/Verlag/Diana-Verlag/31000.rhd Leseprobe https://www.randomhouse.de/Paperback/Klaras-Schweigen/Bettina-Storks/Diana-Verlag/e554402.rhd © Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag und der Autorin für die Bereitstellung dieses Exemplars bedanken!

Eine atemberaubende Erzählung

Von: Christina Boersch Datum: 08. March 2021

Hinweise: – Das Buch habe ich als kostenloses Rezensionsexemplar (Leseexemplar) vom Diana-Verlag erhalten. Ich habe für diese Rezension keinerlei finanzielle Gegenleistungen seitens des Verlages oder der Autorin bekommen. Diese Rezension spiegelt mein persönliches Lese-Empfinden wieder. – Alle angeführten Zitate beziehen sich auf die Seitenzahl der gedruckten Ausgabe. Das Buch „Klaras Schweigen“ von Bettina Storks spielt auf zwei Zeitebenen und begleitet zwei Frauen in ihren Leben. Eine hütet ein großes Geheimnis, die andere begibt sich auf die Suche nach ihren familiären Wurzeln. Der Prolog des Buches beginnt im Jahr 1944 in Freiburg im Breisgau. Die junge Klara, die mit ihrer Familie dort wohnt, erlebt die schreckliche Bombennacht vom 27. November 1944. Ein großer Teil der Stadt wird zerstört, etwa 2.800 Bewohner werden getötet. Kurz nach Ende des Krieges ist das Leben für Klara nicht mehr das Selbe: Ihre Lehre zur Schneiderin konnte sie nicht beenden, sie möchte aber dennoch etwas zum Lebensunterhalt beitragen. Sie findet eine Anstellung in einem französischen Supermarkt, einem sogenannten Économat. Doch bei ihrem Vater stößt sie mit ihrer Arbeit auf Ablehnung, er sieht darin eine Verbrüderung mit dem Feind. Als Klara sich dann auch noch den französischen Soldaten Pasquale verliebt, bringt sie ihren Vater vollends gegen sich auf. Der zweite Erzählstrang setzt im März 2018 an: Klara, inzwischen hochbetagt, hatte einen Schlaganfall. Zum Erstaunen ihrer Enkeltochter Miriam beginnt Klara französische Worte zu sprechen. Auf ihre Nachfragen bekommt Miriam keine Antworten, ihre Großtante Lotte, aber auch Klara selbst, schweigen. Miriam beginnt mit ihren Nachforschungen und kommt einem großen Familiengeheimnis auf die Spur, welches ihr Leben verändern wird. Ich muss gestehen, dass ich bisher kein Buch von Bettina Storks gelesen habe. Auch wenn mir ihre Bücher immer wieder in den sozialen Medien begegnet sind und mich die Klappentexte und die Cover verzauberten, schafften sie es nie in mein Bücherregal. Warum das so ist, kann ich leider gar nicht genau sagen. „Klaras Schweigen“ hätte wahrscheinlich ein ähnliches Schicksal ereilt, wenn mich die Autorin nicht angeschrieben hätte. Sie nahm mich auf eine Bloggerliste auf und ich bekam das Buch mit wundervollen Goodies als Rezensionsexemplar zugesendet. An dieser Stelle möchte ich nochmal ein herzliches Dankeschön an die Autorin und an den Diana-Verlag aussprechen, die mir das Buch und die Goodies zugesendet haben. Wie schon gesagt, spielt dieses Buch auf zwei Zeitebenen. In der ersten Zeitebene lernen wir Klara als junge Frau kennen. Trotz der Zerstörung um sie herum, gibt sie sich nicht auf und hat den Kopf voller Ideen und Träume. Auch wenn ihr egozentrischer Vater ihr das Leben schwer macht und sie schließlich in eine Flucht treibt, kämpft sie für ihr Glück und für ihr Leben. 74 Jahre später ist Klara eine alte Frau, die in ihrem Leben Höhen und Tiefen erlebt hat und ein großes Geheimnis in sich trägt. Ich mochte Klara sehr gerne. Sie ist kein perfekter Charakter, sie hat ihre Stärken und ihre Schwächen. Klara lebt ihr Leben, so gut es in den schwierigen Zeiten eben geht und hat stets versucht das Beste aus Allem zu machen. Auch hochbetagt hat sie ihre Willensstärke behalten. „«Die Wahrheit macht dich nicht frei, sondern kaputt.«“ [S. 362, Z. 1-2] In der zweiten Zeitebene spielt Miriam die tragende Rolle: Sie ist Mitte 40, hat gerade eine langjährige Beziehung beendet und ist die Enkeltochter von Klara. Zu ihrer Großmutter Klara pflegt sie einen sehr vertraulichen Umgang – Klara ist fast wie eine Mutter für sie. Doch Miriam hat die Vermutung, dass es in ihrer Familie ein Geheimnis gibt, ein Geheimnis, welches das Vertrauen zu ihrer Großmutter auf eine harte Probe stellt. Ich mochte Miriam auf Anhieb sehr gernr. Sie ist eine Frau, die sich ihren Traumberuf erfüllt hat, sie arbeitet als Doktorin der Literatur an der Universität Freiburg. Sie ist, ähnlich wie ihre Großmutter Klara, ein sehr starker Charakter, der auch schwach werden kann, dann aber auch bereitwillig Hilfe von außen annehmen kann. Was Miriam sich in den Kopf gesetzt hat, setzt sie auch durch, auch wenn sie sich selbst damit verletzt. „Nichts mehr war wie vorher, aber beim Wissen gab es kein Zurück, denn Miriam hatte den Brief ihres Großvaters gelesen, und sein Inhalt ließ sich nicht auslöschen. Weder in ihrem Kopf noch in ihrem Herzen.“ [S. 96, Z. 1 – 4] Lotte, Klaras Schwester und damit Miriams Großtante, spielt eine eher kleine, aber doch wichtige Rolle. Sie wirkt sehr unzufrieden mit sich und ihrem Leben, scheint immer wieder an sich zu zweifeln. Lotte empfand ich als etwas anstrengend, aber sie trägt einen großen Teil zur Geschichte bei. Als eine wichtige Figur sei noch der Vater von Klara und Lotte genannt: Ein Kind seiner Zeit. Ein unzufriedener und mürrischer Mann, gezeichnet vom Krieg. Er ist so starrsinnig in seinem Blickwinkel. Auch seine Frau ist nicht viel besser. Beide leben in ihrer Welt, in der nicht jeder willkommen ist. Es gibt noch einige Charaktere in diesem Buch, auf die jetzt nicht eingehen möchte, da ich sonst zu viel von der Handlung vorwegnehme. Eines möchte ich aber zu allen Charakteren sagen: Sie sind alle authentisch und lebensecht gezeichnet und tragen zu der Geschichte und dem großen Geheimnis bei. Sie wuchsen mir größtenteils so sehr ans Herz, dass ich bei einigen Szenen weinen musste. So sehr nahmen sie mich mit in ihre Geschichte. Schon ab der ersten Zeile hat mich die Sprache von Bettina Storks mit in die Geschichte genommen. Sie beschreibt Freiburg und die anderen Orte mit so einer bildhaften Sprache, dass ich immer weiter lesen wollte. Auf keiner Seite kam Langeweile auf, die Geschichte ging mit einem gleichbleibenden Tempo immer weiter und spitze sich dann gegen Ende zu. Teilweise waren einige Begebenheiten und Ereignisse etwas knapp gehalten, diese werden aber dann am Ende der Geschichte noch einmal etwas vertieft. Man erfährt, ähnlich wie Miriam, nach und nach die ganze Geschichte. Da ich selbst in Freiburg wohne, kenne ich auch die örtlichen Begebenheiten sehr gut, konnte ich noch lernte einiges über die Freiburger Geschichte dazu lernen. Das Buch spielt aber nicht nur in Freiburg, es entführt den Leser/ die Leserin von Freiburg, über Konstanz bis in die Bretagne. Ich empfand beide Erzählstränge als absolut gleich hochwertig: Ich konnte in der Vergangenheit mit Klara mitfiebern, in der Gegenwart war ich an Miriams Seite und litt mit ihr mit. Die großen Themen des Buches sind die Suche nach den eigenen Wurzeln und die Vergebung von Schuld. Das sind Themen, die Menschen immer beschäftigen. Es ist ein Grundbedürfnis des Menschen zu wissen, woher man kommt, was vor einem passiert ist und wieso. Miriam lässt sich auf diese Suche ein und muss lernen, mit Geschehnissen und Geheimnissen aus der Vergangenheit klar zu kommen und auch zu vergeben. Aber auch Klara und ihre Schwester Lotte müssen sich und anderen vergeben. Ungeschehen kann man Dinge nicht machen. Die Ausstattung des Buches ist sehr hochwertig: Es handelt sich um eine Klappbroschur, die im inneren ein wunderschönes Bild bereithält. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches und macht gleich neugierig. Die geschichtlichen Hintergründe bilden das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Nachkriegszeit in Freiburg. Am 27. November 1944 fand der mit schwerste Luftangriff auf Freiburg durch die Royal Air Force statt. Bei dieser sogenannten „Operation Tigerfish“ wurden über 14.500 Bomben auf Freiburg abgeworfen, fast 2.800 Menschen fanden den Tod. Dazu wurde der historische Stadtkern Freiburg wurde fast gänzlich zerstört. Der andere geschichtliche Hintergrund ist die Nachkriegszeit. Freiburg war französisch besetzt, einem Großteil der der Bevölkerung fehlte es noch an fast Allem. Französische Soldaten prägten das Stadtbild, Verbindungen zwischen diesen und deutschen Frauen nicht gerne gesehen, galten diese doch als Verbindung mit dem Feind (Fraternisierung). Bettina Storks hat diese geschichtlichen Hintergründe akribisch recherchiert und bettet ihre Geschichte und die fiktiven Charaktere perfekt ein. Mit ihrer fiktiven Familiengeschichte und lebensechten Charakteren wird die reale Geschichte der Stadt Freiburg erleb- und spürbar. Fazit: „Klaras Schweigen“ hat mich von der ersten Seite an begeistert und mich auf eine turbulente Zeitreise durch meine Heimatstadt mitgenommen. Die Charaktere wuchsen mir sehr ans Herz und es flossen auch mal Tränen. Eine atemberaubende Erzählung, die ich euch sehr ans Herz lege. Unbedingt lesen!

Lügenkonstrukt

Von: Lesefee23.05 Datum: 08. March 2021

„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können.“ „Klaras Schweigen“ ist ein historischer Roman von Bettina Storks. Er erscheint am 08.03.2021 im Diana Verlag und ist in sich abgeschlossen. Als Miriams Großmutter beginnt, sich im Krankenhaus von ihrem Schlaganfall zu erholen, sind ihre ersten Worte Französisch. Diese Sprache hat Klara aber bisher nie gesprochen und wer ist der unbekannte „Pascal“ von dem Klara versucht zu erzählen? Miriam beschließt die Vergangenheit ihrer Großmutter zu erforschen und stößt dabei auf ungeahnte Familiengeheimnisse… Der neuste Roman von Bettina Storks hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Man ist sofort mitten in der Geschichte und hat das Gefühl alles live zu erleben. Während Miriam beginnt die Vergangenheit ihrer Familie zu erforschen erfährt sie einige Dinge, die nicht gerade leicht zu verarbeiten sind. Sie stolpert über Familienfehden, Vorurteile, Missverständnisse sowie Geheimnisse und Lügen und stellt sich dabei immer wieder die Frage, wieso ihre Großmutter so lange geschwiegen hat. Der mitreißende und unkomplizierte Schreibstil der Autorin lässt die Buchseiten nur so dahinfliegen. Mir gefällt, dass Bettina Storks ihre Romane sehr gradlinig und präzise aufbaut. Die Handlung ist auf die wichtigsten Aspekte reduziert ohne dabei zu kurz zu wirken. Sie ist schnörkellos, aber gerade dadurch unglaublich gut nachvollziehbar und der rote Faden, der in anderen Geschichten manchmal abhandenkommt, klar erkennbar. Gefühle und Gedanken sind nahezu greifbar und einige Szenen waren wirklich sehr emotional. Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt, welche sich immer wieder miteinander abwechseln. Die jeweiligen Abschnitte haben eine sehr gute Länge, der Wechsel gelingt fließend und durch entsprechende Kapitelüberschriften eindeutig. Die Geschichte baut sich durch Miriams Suche und die eingebauten Rückblicke auf Klaras Vergangenheit nach und nach auf, bis schließlich alle Familiengeheimnisse aufgedeckt sind und auch Klara mit den Ereignissen in ihrem Leben abschließen kann. Es wird klar, warum Klara während ihres gesamten Lebens geschwiegen hat und was sie zu ihren Handlungen bewogen hat. „Es hängt zu viel dran“ ist dabei ein Satz, der zunächst unlogisch erscheint, sich aber nach und nach besser erklärt und schließlich eindeutig wird. Beide Protagonistinnen waren mir sehr sympathisch. Ich kann sehr gut verstehen, dass Miriam die Geschichte ihre Familie aufarbeiten will, auch wenn sie damit alte Wunden aufreißt und gerade ihre Tante Lotte verstimmt. Während ihrer Suche stößt sie auf Tatsachen, die ihr Leben in ein anderes Licht rücken und sie zum Nachdenken und Grübeln bringen. Es wird sehr deutlich, wieso Miriam mit manchen Handlungen ihrer Vorfahren hadert, was vermutlich auf viele Menschen der Gegenwart zutrifft, wenn sie sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandersetzen würden. Thematisiert wird dabei die Enteignung der Juden zur Zeit des Nationalsozialismus sowie die „Entschädigungen“ die anschließend zu leisten waren, aber auch die Frage, ob unsere Eltern und Großeltern es uns überhaupt schuldig sind von ihrer Vergangenheit zu erzählen. Der historische Kontext wird anschaulich und authentisch in die fiktive Handlung eingebaut und erläutert ohne dabei langweilig zu wirken. Der Leser erhält realistische Einblicke in die Besatzungszeit nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Ansichten und Weltbilder der damaligen Bevölkerung, was den Roman sehr intensiv und teilweise tragisch macht. Besonders gefallen haben mir aber auch die bildlichen Beschreibungen der Stadt Freiburg sowie dem Freiburger Umland, da ich selbst Familie in dieser Umgebung besitze und daher einige der Orte zuordnen konnte. Mein Fazit: „Klaras Schweigen“ ist ein weiterer brillanter und unterhaltsamer historischer Roman aus der Feder von Bettina Storks. Mitreißend und interessant beschreibt er die Suche von Miriam nach ihrer Familiengeschichte und dem Grund für das jahrelange Schweigen ihrer Großmutter. Fiktion und historische Ereignisse werden sehr gut miteinander verknüpft, die Handlung im historischen Kontext anschaulich erläutert. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und vergebe 5 von 5 Sternen!

Ein aufregende Reise in die Vergangenheit

Von: zauberblume Datum: 07. March 2021

In ihrem neuen Roman – auf den ich schon sehnsüchtig gewartet habe – entführt uns die Autorin ins wunderschöne Freiburg im Breisgau, wir machen aber auch einen Abstecher nach Konstanz am Bodensee und zu guter Letzt befinden wir uns noch in Frankreich an der traumhaften Smaragdküste. Freiburg, im Breisgau, 2018. Die 43jährige Miriam ist nach dem tragischen Unfalltod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter Klara und ihrem Großvater Edi aufgewachsen. Leider hatte ihre 89jährige Großmutter einen Schlaganfall und als sie wieder zu sprechen anfängt, sind es französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriams Neugierde ist geweckt, doch auf ihre Fragen bekommt sie keine Antworten. Gibt es im Leben ihrer Großmutter etwa Geheimnisse? Warum ging sie im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Es scheint ein Familiengeheimnis zu geben und um dieses zu lösen unternimmt Miriam eine Reise in die Bretagne….. Wow! Einfach wieder sensationell. Wenn ich die Augen schließe, läuft dieses spannende und hochemotionale Geschichte wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitzenmäßig. Durch die herrlichen Beschreibungen sehe ich Freiburg vor mir – eine zauberhafte Stadt, die jedoch im Krieg total zerbombt wurde. Dann dass herrliche Konstanz am Bodensee – ein Ort der Ruhe und schließlich der malerische Küstenort Saint-Malo in der Bretagne. Ein Ort an dem man sich am liebsten niederlassen würde. Diese herausragende Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen und als ich in Klaras Geschichte eintauche und eine bewegende Reise in die Vergangenheit unternehme, hat mich die Lektüre total in ihren Bann gezogen. Alle mit wirkenden Charaktere sind so bildlich beschrieben, ich kann mir jeden Einzelnen vorstellen. Wir dürfen Klara als junges Mädchen kennenlernen, die unter der Herrschaft ihres jähzornigen Vater gelitten hat. Erleben ihre erste Liebe – die nicht sein durfte. Und hier bringt uns die Autorin auch längst vergangene Geschichte wieder nahe. Erleben Klara während ihrer Zeit in Konstanz – dürfen an ihrem neuen Glück teilhaben. Doch leider wird ihr Leben von einem Geheimnis überschattet. Und nun ist ihre Enkelin Miriam, die ich sofort ins Herz geschlossen habe, dabei, diesem Geheimnis auf den Grund zu gehen und dabei durfte ich sie begleiten. Habe mit ihr gehofft und gebangt und am Ende dieser beeindruckenden Lektüre hatte ich feuchte Augen. Klaras Geschichte hat mich wirklich sehr berührt. Für mich eine Traumlektüre mit der ich Traumlesestunden verbracht habe. Auch das Cover ist ein echter Hingucker. Dieses Lesevergnügen ist für mich ein Lesehighlight und erhält natürlich 5 Sterne.

Ein Absolutes Highlight 2021

Von: AnniBooklover Datum: 06. March 2021

Formblatt Rezension: Die Fakten: Titel: Klaras Schweigen Autor: Bettina Storks Reihe: Verlag: Diana Seiten: 401 Klappentext: „Freiburg im Breisgau, 2018: Nach einem Schlaganfall spricht Miriams hochbetagte Großmutter plötzlich französische Worte – eine Sprache, die sie angeblich nie gelernt hat. Miriam erkennt schnell, dass Klara weit mehr verbirgt, doch alle Nachfragen finden kein Gehör. Was genau passierte im Leben ihrer Großmutter? Warum verließ sie Freiburg und ging im Dezember 1949 überstürzt nach Konstanz? Miriams Suche nach Antworten führt sie bis in die Bretagne, immer auf der Spur eines jahrzehntelang gehüteten Familiengeheimnisses … „ Rezension: Der Roman „Klaras Schweigen “ spielt auf zwei Zeitebenen ,zum einem rund um das Jahr 2018, zum anderen 1949 und behandelt das Leben von Miriams Großmutter . Die Autorin charakterisiert die Protagonisten der Handlung mit Tiefe, ohne aber zu viel Detailverliebtheit, also ohne den Lesefluss zu beschränken. Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht lesen, so das die Seiten nur so an mir vorbei geflogen sind. Miriam als auch Klara wurden dem Leser als sehr kluge als auch emanzipierte Frau dargestellt. Die Orte der Handlung und vor allem der zeitgeschichtliche Rahmen wird von der Autorin sehr bildreich beschrieben. Dies und die von ihr sehr gekonnt dargestellten Charaktere machen das Lesen zum Vergnügen. Das Wechsel zwischen den Zeitebenen ist problemlos, der Leser kann diesen sehr gut folgen. Auch wird der Spannungsbogen sehr gut gehalten. Die Autorin schafft es mit ihren Worten gekonnt die Stimmung der Zeit dem Leser nahezubringen. Es wird dem Leser somit sehr leicht gemacht, sich in die Geschichte ein zu denken und diese mit zu verfolgen. Es war mir daher unmöglich das Buch aus der Hand legen. Fazit: Ich kann das Buch allen empfehlen die eine Geschichte suchen die auf zwei Zeitebenen spielt. Ich habe das Buch freundliche weise von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt bekommen, hierfür bedanke ich mich herzlich bei ihr.

Eine wunderschöne Familiengeschichte, mit vielen Geheimnissen

Von: Giselas Lesehimmel Datum: 04. March 2021

Eine wunderschöne Familiengeschichte, mit vielen Geheimnissen Zum Inhalt Die Geschichte beginnt in Freiburg am 27. November 1944. Es herrscht Krieg. 2018 In Freiburg. Miriam versucht einem großes Familiengeheimnis auf die Spur zu kommen. Nach einem Schlaganfall spricht ihre Großmutter auf einmal französisch. Miriam erkennt an den undeutlichen Worten, dass in der Vergangenheit vieles unausgesprochen blieb. Ihre Spurensuche führt sie in die Bretagne. Wird sie dort Antworten finden? Meine Meinung Prolog 1. Satz: Dieser Wintertag ist viel zu schön für Krieg. In zwei Zeitebenen erzählen uns Klara und Miriam eine sehr tragische, sowie unheimlich schöne Familiengeschichte. Dabei bezieht sich das Schweigen von Klara nicht nur auf ihren Schlaganfall. Vielmehr hat die alte Dame schon seit Jahrzehnten große Geheimnisse für sich behalten. Zu ihrer Enkelin Miriam hat sie ein sehr inniges Verhältnis. Miriam sucht Antworten. Sie bemerkt sehr wohl, dass sie ihrer Großmutter zu viele Fragen auf einmal stellt. Die alte Dame fühlt sich nach ihrem Schlaganfall schnell überfordert. Doch Miriam befürchtet, dass ihr die Zeit davon läuft. Klara will nun auch endlich ihr Schweigen brechen. Lotte ist die jüngere Schwester von Klara. Sie weicht Fragen von Miriam immer wieder aus. Will die Vergangenheit ruhen lassen. Diese Geschichte hat auf mich einen regelrechten Sog ausgeübt. Jede Unterbrechung beim Lesen empfand ich ziemlich ärgerlich. Schon der Prolog ist mir richtig ans Herz gegangen. Egal wie viele Bücher ich über den zweiten Weltkrieg lese, es gibt immer wieder Dinge, die mich emotional sehr berühren. Miriam ist eine sehr sympathische 43jährige Frau. Als sie zwei Jahre alt war, hat sie ihre Eltern bei einem tragischen Autounfall verloren. Klara und ihr Mann Eduard haben ihre Enkeltochter mit viel Liebe groß gezogen. Ich konnte Klaras Schweigen lange Zeit nicht nachvollziehen. Aber mit jeder Seite mehr, verstand ich ihre Beweggründe. Klara wuchs in einem Elternhaus auf, in dem der katholische Glaube einen zu großen Stellenwert einnahm. Der Vater war ein unzufriedener Kriegsveteran, der dem Alkohol stark zugesprochen hatte. Die Mutter duldete keine Abweichung vom katholischen Glauben. 1948 war die Zeit der französischen Besatzung in Freiburg. Mischehen wurden nicht gerne gesehen. Frauen musste stark um ihre Rechte kämpfen. Oftmals durften sie nach der Heirat nicht mehr arbeiten. In der Vergangenheit habe ich mit Klara das wunderschöne Konstanz am Bodensee besucht. In der Gegenwart mit Miriam die Bretagne ein Stück weit erkundet. Besonders fasziniert hat mich die Knopfhäuslesiedlung. Kleine gelbe Häuschen, die Arbeiterfamilien zur Verfügung gestellt wurden. Entstanden nach dem Vorbild der Fuggerei in Augsburg. Fazit Diese tragische, dennoch wunderschöne Familiengeschichte, hat mir unterhaltsame Lesestunden geschenkt. Von 1948-2018 habe ich zwei tolle Frauen begleitet. Die Protagonisten kommen authentisch rüber. Der angenehme Schreibstil hat mir Orte und Personen klar vor Augen geführt. Trotz der vielen dramatischen Umstände, enthält das Leben von Klara so viel Liebe. Heute wie damals. Und eins kann Klara besonders gut! Klara kann Drama. (Seite 83) Und Bettina Storks kann wunderbar schreiben. Es gibt viele Bücher, die sollte man gelesen haben. Klaras Schweigen muss man gelesen haben. Da war mein erstes, aber mit Sicherheit nicht mein letztes Buch der Autorin. Danke Bettina Storks, für diese spannende und emotionale Familiengeschichte.

"Alles bleibt ein Teil von uns"

Von: Tanja Rothert Datum: 04. March 2021

Mit den ersten Zeilen des Buches war ich sofort gefangen. Beide Zeitstränge sind sofort extrem fesselnd, einmal die Nachkriegszeit ab 1949 und aktuell das Jahr 2018. Welch tiefe Erinnerungen kommen plötzlich zu Tage, als Klara nach dem Schlaganfall plötzlich anfängt französisch zu sprechen und wer ist Pascal? "Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können." Miriam, deren Eltern bei einem Autounfall ums Leben kamen als sie 2 war, kümmert sich liebevoll um Ihre Oma und setzt alles daran, ihren Erinnerungen auf die Spur zu kommen. Nachdem Miriam einen Brief ihres Großvaters Eduard aus dem Jahr 1951 findet stößt Sie auf ein 70 Jahre verschwiegenes Familiengeheimnis um muss sich neu finden. Wir erfahren von Karas schwieriger Jugend unter der Hand ihres strengen Vaters Friedrich, der mit seiner Einstellung und seinen Prinzipien die ganze Familie tyrannisiert hat. Sein Hass auf die Franzosen war grenzenlos und dass Klara in einem französischen Supermarkt arbeitete ein gewaltiger Dorn im Auge. Überhaupt waren deutsch-französische Bindungen verboten. Als der Vater sie rauswirft, schafft es Klara mit Hilfe ihres Onkels und dessen Familie einen Neuanfang in Konstanz, durch die Heirat mit Eduard und ihre Tochter Henriette scheint ihr Glück vollkommen. Bis zu einem schicksalhaften Abend im Jahr 1977, wo sich durch einen unbedachten Satz von Lotte, Klaras Schwester, und den Folgen alles verändert. Schrittweise kommt Miriam dem Familiengeheimnis auf die Spur, welches Klara und sie in die Bretagne führt. „Am Ende geht nichts verloren“ „Alles bleibt ein Teil von uns“ Fazit: Ein Buch, das noch lange in mir nachklingen wird. Es hat mir das Leben der Nachkriegszeiten mit allen Einschränkungen bildhaft dargestellt. Wie schwierig und umstritten deutsch-französische Verbindungen waren, eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt. Erinnerungen sind etwas, dass man uns niemals nehmen kann und mag sie noch so klein sein, sie bleibt ein Teil von uns – in unserer Seele, unserem Herzen. Bettina Storks schafft es, uns mit ihren Büchern tief im Herzen zu berühren. Dies ist ihr mit diesem Buch mehr als gelungen. Ich bin dankbar für den Einblick in Klaras bewegtes Leben und die Stunden, die ich mit ihr und Miriam verbringen durfte. Tief glücklich blicke ich auf den smaragdgrünen Atlantik vor dem Fischerhäuschen an der Küste von Saint-Malo und trockne meine Tränen.

Ein erneuter und mehr als gelungener Roman aus der Feder von Bettina Storks!

Von: Monika Schulte Datum: 03. March 2021

Was für ein Geheimnis umgibt die Großmutter, die nach einem Schlaganfall plötzlich Französisch spricht? Miriam, die ihre Eltern schon im Alter von 2 Jahren bei einem Unfall verloren hat und die bei ihren Großeltern aufgewachsen ist, begibt sich auf Spurensuche. Eine Spurensuche, die ihre bisher gekannte Familiengeschichte komplett auf den Kopf stellen wird und die sie nach Saint Malo in die Bretagne führen wird. "Klaras Schweigen" - eine bewegender Roman über eine unerfüllte Liebe in unruhigen Zeiten. Handlungsorte der Geschichte sind Freiburg, Konstanz und Saint Malo. Die Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart gelingt Bettina Storks wieder einmal hervorragend. Dieser Roman, der in der französischen Besatzungszeit angesiedelt ist, wurde von ihr aufwändig recherchiert. Mühelos taucht man in eine vergangene Welt ein und erfährt hier ganz nebenbei viel Wissenswertes über eine Zeit der Entbehrungen. Es ist der Roman über eine Frau. die sich über die damalige Norm hinwegsetzt, die ihren eigenen Weg geht. Es ist Klara, die ihre erste große Liebe auch im hohen Alter nicht vergessen hat. "Klaras Schweigen" - eine wunderbar fesselnde Geschichte. Ein erneuter und mehr als gelungener Roman aus der Feder von Bettina Storks! Und wieder ein Roman, der mich von einer Reise in die Bretagne träumen lässt!

Klaras Schweigen

Von: Kathrin B. Datum: 28. February 2021

Auf Spurensuche nach den familiären Wurzeln. Eine Geschichte, die unter die Haut geht. Der Kontrast zwischen der Vergangenheit und dem Heute zeigt einmal mehr, wie schwer es Frauen früher hatten, ihr Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen. Ich persönlich mag ja die Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart sehr. So lernen wir zum einen die junge Klara kurz vor dem Ende des 2. WK kennen, und die sehr betagte Klara in der Gegenwart, die nach ihrem Schlaganfall plötzlich französisch spricht. Ihre Enkelin spürt, dass ihr etwas verschwiegen wurde, aber sie erhält keine Antworten und so macht sie sich auf die Suche nach dem Familiengeheimnis und stellt schnell fest, dass es viele Ungereimtheiten gibt. Bettina Storks schafft es, ihren Protagonisten Leben einzuhauchen, so dass man mitfühlt und -bangt und sich richtig in die einzelnen Charaktere hineinversetzen kann. Mit Entsetzen die eine Ahnung als Gewissheit hinnehmen zu müssen, aber auch die Erleichterung und das Aufatmen, dass sich eine andere Vermutung nicht bestätigt, fesselt einen dieser Roman von der ersten bis zur letzten Seite. Man fliegt förmlich durch die Kapitel auf der Suche nach der Wahrheit. Auch neue Aspekte zum Thema Besatzungsmächte und deren unterschiedliche Handhabung gab es für mich, auf die ich aber wegen Spoilergefahr nicht näher eingehen möchte. Nur wenige Autoren schaffen es in mir Gänsehautfeeling, feuchte Augen und Wehmut nach Beendigung eines Buches zu erzeugen. Bettina Storks hat es geschafft. Die emotionale Bandbreite ist einfach umwerfend und ich kann nur Danke für dieses Lesevergnügen sagen. LG Kathrin

Zwischen Gegenwart, Vergangenheit und Frankreich :-)

Von: LisaM Datum: 12. April 2021

Mein erster Roman von Bettina Storks und er hat mich überzeugt! Die Hauptfiguren Klara und ihre Enkelin Miriam stehen sich sehr nah. Als die sonst noch so fitte Oma Klara einen Schlaganfall bekommt und nicht mehr spricht leidet Miriam sehr darunter. Plötzlich jedoch findet Klara die Worte wieder, jedoch auf Französisch. Miriam versucht herauszufinden wieso ihre Großmutter fließend französisch spricht und wird nach und nach in ein lange behütetes Familiengeheimnis hineingezogen. Das Buch bleibt bis zum Ende spannend und überraschend. Die Figuren sind sympathisch und man kann sich vollkommen in die Geschichte einfinden. Für jemanden, der oft Romane mit Familiengeschichten liest, ist dies sicherlich kein gänzlich neu ausgedachte Geschichte, aber dennoch ist dieser Roman lesenswert und birgt die ein oder andere unvorhergesehene Wendung. Die Kapitel wechseln zwischen der heutigen Zeit (2018) und der Vergangenheit (hauptsächlich 40er und 50er). Zwischendurch erfolgt der Wechsel meiner Meinung nach etwas zu schnell und manche Inhalte werden nur sehr kurz angesprochen, das ist etwas schade. Aber insgesamt eine gelungene und spannende Familiengeschichte, die einem den Lockdown versüßt.

Familiengeheimnisse und ein Recht auf Schweigen

Von: Barbara T. Datum: 11. April 2021

Miriam sorgt sich um ihre Großmutter Klara, die vor kurzem einen Schlaganfall erlitten hat. Denn seitdem konnte die 89-jährige Dame nicht mehr sprechen. Miriams Freude ist dementsprechend groß, als sie erfährt, dass die Großmutter nach 6 Wochen Reha-Klinik wieder einzelne Wörter sprechen kann. Verwirrend ist es aber, dass Klara plötzlich Französisch spricht. Seit langem besteht eine besondere Beziehung zwischen Klara und ihrer Enkelin. Denn im Alter von 2 Jahren hat Miriam ihre Eltern verloren und wuchs seitdem bei den Großeltern auf. Miriam hilft der Großmutter bei den Sprachübungen und erfährt nach und nach Einzelheiten über Klaras Vergangenheit. Auf Wunsch der Großmutter beginnt Miriam mit der Suche nach Klaras ersten großen Liebe. So kommen lange verschwiegene Familiengeheimnisse ans Tageslicht und dabei viele alte Wunden aufgerissen wurden. _„Unsere Mütter und Väter, Großväter und Großmütter haben ein Recht auf die Lücken in ihren Biografien. Sie schulden uns keine Auskunft.“_ (107) Sehr emotional ist der neueste Roman von Bettina Storks. Die Autorin erzählt hier die Geschichte einer sehr starken Frau, die ziemlich früh Verantwortung für ihr Leben übernehmen musste. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen unterbrach Klara ihre Schneiderlehre und begann im Herbst 1948 in einem französischen Laden zu arbeiten. Dort traf sie ihre erste Liebe, einen in Freiburg stationierten Französen Pascal. Doch diese Liebe war von Anfang an zum Scheitern verurteilt; den weder das Gesetz noch ihre Familie haben solche Beziehungen erlaubt. Kurze Zeit später ist Klara gezwungen Freiburg zu verlassen. Sie bekommt Unterstützung ihres Patenonkels in Konstanz, kann ihre Schneiderlehre beenden und heiratet – gegen den Willen ihrer Familie - den Justizschreiber Eduard. Klara hatte viel Glück im Leben, aber sie musste auch viele Schicksalsschläge annehmen, an denen sie leicht zerbrechen könnte. Sie war bestimmt ein gutes Vorbild für ihre Enkelin Miriam, die ihr jetzt treu zu Seite steht. Auf Klaras Wunsch begibt sich Miriam auf Spuren der Vergangenheit, doch ihre Großtante Lotte reagiert mit Ärger: _„Nichts war…. Jedenfalls nichts, was für deine Ohren bestimmt wäre. Es ist einfach geschehen. Und nach all den Jahren kommst du mit deinen Fragen. Lass es gut sein, Miriam, lass es gut sein. Ich warne dich – du bringst sie ins Grab – das schwöre ich dir! Es hängt zu viel dran.“ _ (106) Bei ihrer Recherche stößt Miriam auf Lügen, die vor fast siebzig Jahren gesponnen wurden und das Leben der ganzen Familie verändert haben. Auch Miriam muss die entdeckten Wahrheiten verkraften. Bettina Storks platziert die Geschichte mit Miriam ins Jahr 2018, Klaras Geschichte erfasst die Nachkriegsjahre bis Jahr 2018. Beide Geschichten wurden abwechselnd erzählt und beide sind unheimlich spannend. Bildhaft hat die Autorin das Leben der deutschen Familien in der Nachkriegszeit, insbesondere in der französischen Besatzungszone, dargestellt. Interessant und authentisch hat sie über die Rolle der Frau in der Familie und in der Gesellschaft geschrieben. Der Erzählstil ist sehr ansprechend, extrem anschaulich, emotional und tiefgehend. „Klaras Schweigen“ ist eine berührende Geschichte, die ich regelrecht verschlungen habe. Sehr empfehlenswert!

Eine Liebe, die nicht sein sollte

Von: Jasika Datum: 10. April 2021

Miriam, inzwischen Mitte 40, hat früh ihre Eltern verloren und ist bei ihrer Großmutter Klara aufgewachsen. Klara ist jetzt 89 und kann nach einem Schlaganfall nicht mehr sprechen. Doch plötzlich spricht sie einige Worte französisch und erwähnt einen Pascal. Miriam möchte ihrer Oma helfen und kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur. Da ich selber in Freiburg wohne, fand ich es sehr interessant von den Schauplätzen Freiburgs zur Nachkriegszeit zu lesen. Miriam wohnt z. B. in unmittelbarer Nachbarschaft zu einer dort damals sehr bekannten Textilfirma Carl Mez in der Kartäuserstr. 47. Auch andere Schauplätze und bekannte Geschäfte wurden von der Autorin aufgegriffen, was mir sehr gut gefallen hat. Abwechselnd wird aus der Sicht von Miriam und Klara erzählt. Was hat Klara damals erlebt und wie kommt Miriam heute der Vergangenheit auf die Spur? Ich fand es schade, dass Klaras Liebesgeschichte nur im Schnelldurchlauf erzählt wurde. Gerne hätte ich an dieser Stelle mehr über ihre Gefühle gelesen. So blieben Klara und ihre große Liebe zu Pascal etwas blass. Die Stadt Freiburg war nach dem zweiten Weltkrieg von den Franzosen besetzt, das Verhältnis miteinander war schwierig und Liebesbeziehungen zwischen Deutschen und den Besatzern waren verpönnt. Damit erklärt sich Klaras Schweigen und ihr scheinbarer Riss in ihrer Biografie in den Jahren 1949 bis 1951. Fazit: Lesenswerter Roman über ein altes Familiengeheimnis mit Schauplätzen in Freiburg, Konstanz und der Bretagne!

Welches Geheimnis verbirgt Klara?

Von: Jule S. Datum: 09. April 2021

Klara, die Großmutter von Miriam, erlitt einen Schlaganfall und kämpft sich langsam wieder zurück. Klara liebte die Sprache und Literatur und gab diese Leidenschaft an ihre Enkelin weiter. Doch nach dem Schlaganfall sprach Klara erst einmal kein Wort. Plötzlich allerdings sprach sie einzelne französische Wörter. Miriam kommt dies reichlich seltsam vor. Noch nie hatte sie ihre Großmutter französisch sprechen hören. Woher kommt das auf einmal? Ihre Großtante darauf angesprochen, blockte diese plötzlich ab und legt Miriam nahe nicht weiter zu fragen. Was wird hier vor ihr verheimlicht? Dieses Buch gefiel mir unheimlich gut. Es spielt zu unterschiedlichen Zeiten. Zum einen in der Gegenwart (2018), in der sich Miriam zur Aufgabe gemacht hat, das Familiengeheimnis zu lüften und zu erfahren wo sie herkommt. Zum anderen in der Vergangenheit (von Klara) zur Nachkriegszeit. Das hat mir sehr gut gefallen und unterbrauch auf keinen Fall den Lesefluss. Gerade die Lebensumstände zur Nachkriegszeit sind für mich sehr interessant. In Klara konnte ich mich gut hereinversetzen. Wie muss es sein plötzlich die Sprache zu verlieren? Diese Erfahrung musste ich auch gerade in der Familie machen. Es ist sehr traurig dies mit anzusehen und zu erleben wie jemand plötzlich fast verstummt. Die Autorin versteht es gut Spannungen aufzubauen. Es war sehr kurzweilig geschrieben, so dass man kein Problem hat in die Geschichte einzutauchen. Alle Charaktere sind toll ausgearbeitet. Besonders Klara hat mir sehr gefallen. Einzig die beste Freundin von Miriam fand ich für die Handlung eher überflüssig. Die Autorin versteht auf jeden Fall ihr Handwerk. Das ist der erste Roman der Autorin, den ich gelesen habe. Ich werde aber auch ihre anderen lesen. Insgesamt ein rührender und auch trauriger Roman, ohne das es dabei kitschig wird. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen. Vor allem für diejenigen, die -so wie ich - sich für die deutsch-französische Beziehung interessieren.

Ein besonderes Buch

Von: Juliana.Juli Datum: 28. March 2021

Klaras Schweigen von Bettina Storks Das Buch wird in zwei Zeitebenen erzählt. Es beginnt im zweiten Weltkrieg und in der Gegenwart. Die Protagonistin Klara erleidet einen Schlaganfall und spricht auf einmal französische Worte. Ihre Enkelin Miriam wusste nicht, dass ihre Großmutter die französische Sprache erlernte. Was steckt dahinter, warum nennt Klara den Namen Pascal? Um dieses Familiengeheimnis aufzulösen muss Miriam in die Bretagne reisen, was sie dort erfährt wird ihr Leben verändern. Das ist der erste Roman dieser Autorin, den ich gelesen habe, aber sicherlich nicht mein Letzter. Den flüssigen Schreibstil empfand ich angenehm und leicht zu lesen. Das Buch hat mich mit den ersten Seiten eingefangen und ich konnte es schwer weglegen.

Wenn einen die Vergangenheit einholt

Von: Leseratte Datum: 28. March 2021

Es war mein erstes Buch von Bettina Storks. Als gebürtige Freiburgerin ,wollte ich es unbedingt lesen. Ich konnte beim Lesen, alles bildlich vor mir sehen. Die Geschichte wird in zwei Zeitsträngen verpackt erzählt. Zum einen ist da der Zeitstrang von Klara. Wie sie den Krieg erlebte und den Wiederaufbau. Ihr Leben wird erzählt. Zum anderen gibt es den Zeitstrang von Miriam, ihrer Enkelin, die nach und nach hinter die Vergangenheit und die Geheimnisse ihrer Oma kommt. Diese Geheimnisse ändern plötzlich alles! Super erzählt und wirklich schön geschrieben!

Auf den Spuren von Klara´s Geheimnis

Von: Simone G. Datum: 21. March 2021

Miriam, eine junge Frau, 40, Single ist bei ihren Großeltern aufgewachsen. Ihr Eltern sind bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Nach einem Schlaganfall spricht ihre Großmutter Klara plötzlich einige Wörter Französisch. Miriam weiß nicht weshalb, kennt die Vergangenheit von Klara nicht und macht sich auf die Suche. Wir tauchen ein in die Nachkriegsjahre in Freiburg, in denen Klara in einem strengen Elternhaus groß geworden ist. Sie führt aber das selbstbewusste Leben einer jungen Frau, findet eine Arbeit , begegnet der ersten Liebe und wird von einem Angehörigen der französischen Besatzer schwanger. Dieser verschwindet plötzlich und Klara steht mit dem Kind, von der Familie verstoßen uns enterbt allein da. Sie wird von einer nahen Tante in Konstanz aufgenommen und begegnet dort ihrem späteren Mann, der auch für ihre Tochter Henriette Vater sein möchte. Ihre Enkeltochter Miriam wird von Klara abgöttich geliebt. Als ihre Tochter tödlich verunglückt, nehmen Klara und ihr Mann ihre Enkeltochter in ihre Obhut und ziehen sie auf. Die Suche nach dem Familiengeheimnis führt Miriam in die Bretagne, wo sie ihrem leiblichen Großvater begegnet und sich auch für ihre Großmutter alles zum Guten wendet. Es ist ein bis zum Schluss spannender und packender Roman, der auf verschiedenen Zeitebenen das Leben von Klara schildert, ihr Lieben, Leiden, Verzeihen. Er hat mir sehr gut gefallen und ich kann ihn nur weiter empfehlen.

Eine Reise in die Vergangenheit

Von: Bonny Schmöller Datum: 20. March 2021

Die fast 90-jährige Klara und ihre Enkelin Miriam sind die Hauptprotagonisten in diesem Roman. In den einzelnen Kapiteln wird die gesamte Geschichte in den jeweiligen Zeitebenen –sprich nach dem Krieg, in den Siebziger Jahren, bis hin zur aktuellen Zeit – aus der Sicht der beiden Frauen beschrieben. Der Leser wird auch detailreich an verschiedene Orte wie das Gebiet am Bodensee bis zur Bretagne mitgenommen. Eine schöne Möglichkeit, in der jetzigen Zeit an andere Orte zu entfliehen. Klara sprach nach ihrem Schlaganfall zuerst nur französische Worte. Dies war der Beginn für Ihre Enkelin Miriam in die Vergangenheit ihrer eigenen Familiengeschichte einzutauchen. Die Autorin Bettina Storks hat die Probleme historischer Zeiten durch diesen Roman aufleben lassen und mich mit ihrem flüssigen Schreibstiel von der ersten Seite an mitgenommen. Von Kapitel zu Kapitel konnte ich nicht erkennen, wie es weitergeht und es blieb bis zum Ende des Buches offen, wie die Familiengeschichte ausgeht. Für mich ist „Klaras Schweigen“ ein berührendes und unwahrscheinlich schönes Buch, das ich nur empfehlen kann.

Nachkriegserinnerung

Von: Philiene Datum: 18. March 2021

Eine wunderschöne Geschichte über den langen Nachhall vom Schweigen. Der Roman beginnt im Jahr 2018. Miriams Großmutter Klara hatte einen Schlaganfall und als sie endlich wieder zu sprechen beginnt. spricht sie plötzlich Französisch. Doch sie hat immer in Deutschland gelebt. Und wer ist Pascal von dem Klara spricht. Miriam beginnt sich auf die Suche nach der Geschichte ihrer Großmutter zu machen.... Klara Geschichte beginnt imFreiburg der Nachkriegszeit. Die Zeiten sind schwer, die Stadt von den Franzosen besetzt, der Vater verbittert. Doch Klara geht ihren Weg und hat bald ein. Geheimnis, das sie ihr Leben lang begleiten wird... Was für eine wunderschöne Geschichte. Die beiden Zeitebenen sind perfekt aufeinander abgestimmt und ergeben zusammen einen harmonischen Roman. Die Einblicke in das Leben in der Nachkriegszeit und auch in die 50er Jahre fand ich sehr interessant und sehr authentisch beschrieben. Klara und Miriam waren mir vom ersten Moment an sympathisch und dabei so wunderbar normal. Aber auch die anderen Figuren waren so schön beschrieben, das man glaubte sie alle zu kennen. Ein Roman für jeden der Familiengeschichten mit Spurensuche in der Vergangenheit liebt.

Mit allen Sinnen geniessen

Von: Bücher in meiner Hand Datum: 17. March 2021

Das Reden fällt der fast 90jährigen Klara nach einem Schlaganfall noch schwer. Deshalb ist sich Miriam auch nicht sicher, ob sie ihre Grossmutter Klara richtig verstanden hat, denn das, was aus ihrem Mund ertönt, hört sich Französisch an. Wieso aber Klara auf einmal mit französischen Sprachbrocken kommuniziert, ist Miriam unklar. Erst ihre Grosstante Lotte bringt ein bisschen Licht ins Dunkel. Klara arbeitete anscheinend in der Nachkriegszeit (ab 1948) in Freiburg in einem französischen Lebensmittelladen. Doch was ist damals Wichtiges passiert, dass Klara sich auf einmal wieder daran erinnert? Miriam möchte nicht nur, dass Klara schnellstmöglich regeneriert, sondern auch mehr über Klaras Leben herausfinden. Und sie entdeckt Erstaunliches: eine grosse Liebe, schwierige Familienmitglieder wie Klaras Vater Friedrich und ihre Schwester Lotte, Familientragödien und vieles mehr. Geschichtlich interessant wird der Roman durch die beiden Schauplätze Freiburg (und für mich noch mehr) Konstanz. Hier zeigt sich einmal mehr, wie genau die Autorin, auch vor Ort, recherchiert hat. "Dieser Wintertag ist viel zu schön für Krieg". Mit diesem Satz beginnt nicht nur der Roman, sondern auch Klaras Geschichte. Abwechselnd tauchen wir in die Kapitel von Klara und jene von Miriam ein, jedesmal möchte man am liebsten bei der betreffenden Person weiterlesen, parallel am besten, damit man die ungemein spannende Geschichte mit allen Sinnen einsaugen kann. Fazit: Bettina Storks enthüllt in "Klaras Schweigen" eine berührende Geschichte, die immer wieder überrascht. 5 Punkte.

Ein Buch voller Emotionen

Von: Susanne Datum: 14. March 2021

Klaras Schweigen von Bettina Storks hat mir sehr gut gefallen. Das Buch ist flüssig zu lesen und die Geschichte - besonders das Ende - sehr emotional. Obwohl der Roman rein fiktiv ist, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es solche Familienschicksale in der Nachkriegszeit wirklich gab. Ich mag mir gar nicht ausmalen, was manche Menschen auf emotionaler Ebene in dieser Zeit aushalten mussten und wie viele nicht das Glück hatten, die große Liebe nach all der Zeit noch einmal lebend zu sehen.

Gutes Buch

Von: Masti Datum: 12. March 2021

Die Geschichte ist nichts neues, trotz allem gut umgesetzt und sie war zu keinem Zeitpunkt langweilig.

Ein schönes Buch

Von: L. Knödel Datum: 10. March 2021

Ein Bombenangriff auf Freiburg, die 14 jährige Klara mittendrin....und der Leser gleich mit ihr. Die Flugzeuge fliegen so niedrig wie nie, die Erde bebt, und Klara hält sich die Ohren zu. So beginnt der Roman "Klaras Schweigen " von Bettina Storks. Fast die ganze Stadt ist zerstört. Zerstört, wie das Leben der Menschen, die in ihr wohnen. Wie wird ihre Zukunft aussehen, wie die von Klara? 70 Jahre später holen sie die Ereignisse wieder ein. Alles was damals geschah, was Klara versuchte aus ihrem Leben zu verdrängen, holt sie wieder ein. Ihre erwachsene Enkelin Miriam steht vor einem Rätsel. Warum spricht ihre Großmutter nach einem Schlaganfall plötzlich Französisch, was geschah in ihrer Jugend, dass sich ihre Oma von ihrer Familie abwendete und woher stammt die Taschenuhr. Viele offene Fragen... Aber kann Miriam mit Klaras Hilfe dieses Rätsel lösen? Und warum schweigt die Schwester ihrer Oma vehement, wenn von dem Franzosen gesprochen wird ...? Ein alter Brief vom Großvater lässt vieles in einem anderen Licht erscheinen und der Leser fühlt sich gefangen in der Geschichte. Häufig fiel es mir sehr schwer, dass Buch zur Seite zu legen, wollte ich doch so schnell wie möglich erfahren, was damals geschah. Mit einem stetigen Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit war ich hautnah bei der Lösung des Rätsels anwesend. Der Roman bereitete mir einige schöne Lesestunden. Ich kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen...

Tolles Buch mit viel Spannung und Emotionen

Von: Christiane Datum: 08. March 2021

Kurz zum Inhalt: Klara, eine ältere Dame erleidet einen Schlaganfall und verliert Ihr Sprachvermögen. Als sie sich langsam erholt, spricht sie auf einmal französisch und ihre Enkelin sucht den Grund dafür und gibt nicht auf. Doch was ist passiert? Warum spricht Klara französisch? Vielleicht hat es ja mit Ihrer Vergangenheit zu tun, die sehr dramatisch und emotional ist, denn Klara hatte wirklich kein leichtes Leben. Aber vielleicht kann sie durch die Hilfe ihrer Enkelin Miriam ja Frieden finden? Das Buch ist leicht verständlich. Man kann in die Nachkriegszeit eintauchen, so wie in das hier und jetzt. Das Buch wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, was die Spannung nochmal erhöht. Emotional gesehen so wie auch von der schicksalhaften Handlung ist das Buch sehr spannend und ich habe wirklich sehr mitgefiebert und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da es mich sehr gefesselt hat. Ich kann das Buch nur empfehlen und ich hoffe, die Autorin lässt noch mehr von sich hören. Nach diesem Buch hat sie auf jeden Fall einen neuen Fan.

Klaras Schweigen - Familiengeheimnisse kommen ans Licht

Von: Sabine D. Datum: 08. March 2021

Mein erster Roman von Bettina Storks: Klaras Schweigen - Miriams hochbetagte Grossmutter spricht nach einem überstandenen Schlaganfall endlich wieder erste Worte; aber auf französisch! Miriam versucht herauszufinden, was ihre Grossmutter mitteilen möchte. Dabei kommt sie nach und nach einigen Familiengeheimnissen auf die Spur, die sie bis in die Bretagne führen. Die Geschichte wechselt zwischen den Zeiten - Klaras Geschichte von 1949 und den weiteren Nachkriegsjahren und Miriams Suche in der Gegenwart (2018). Ich lese gerne historische Romane, aber die Nachkriegszeiten habe ich immer als nicht interessant erachtet, da ich der Meinung war, meine Eltern (Jahrgang 1931 & 1933) hätten mir bereits genug erzählt. Aber ich wurde vollkommen überrascht. Eine Geschichte, die mich völlig in Beschlag nahm, ein flüssiger Schreibstil und die Erkenntnis, daß es doch noch immer etwas Neues zu entdecken gibt. Man kann Geschichtsbücher mit Fakten lesen, aber dieser Roman macht die Zeit lebendig und nachvollziehbar. Es war mein erstes Buch dieser Autorin, aber mit Sicherheit nicht mein letztes!

Einnehmende Handlung und familiäre Eigenheiten

Von: Toto2020 Datum: 08. March 2021

Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen, ist angenehm geschrieben und zieht den Leser direkt in die Geschichte. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Generationen und wird zu zwei Handlungszeiten erzählt - aus Sicht der Enkelin Miriam und der Großmutter Klara. Geschehnisse aus der Vergangenheit lassen Miriam keine Ruhe und sie versucht, diese aufzuklären, teilweise gegen den Widerstand aus der Familie. Das Buch entführt den Leser in die Nachkriegszeit der zweiten Weltkriegs und in die Gegenwart. Von mir gibt es eine definitive Leseempfehlung.

Eine wunderbare Mischung

Von: Nicki44 Datum: 07. March 2021

Der Roman Klaras Schweigen von Bettina Storks spiegelt eine wunderbare Mischung aus Liebe, Intrige, Sehnsucht und der Suche nach dem Verlorenen wieder. Die Gegend in der der Roman spielt, ist gut dargestellt und lässt den Leser in eine Zeit tauchen, die schon fast vergessen ist. Die Übergänge zwischen den Zeiten in Form der Kapitel sind fließend und erlauben dem Leser aus den Perspektiven der Figuren die Zeit mitzuerleben. Für historisch interessierte Leser ist der Roman ein lohnenswertes Buch und macht neugierig auf weitere Bücher der Autorin.

Macht die Wahrheit uns frei?

Von: Bettina Müschen Datum: 07. March 2021

Als Miriams Großmutter Klara, bei der sie nach dem frühen Tod ihrer Eltern aufgewachsen ist, nach einem Schlaganfall plötzlich französische Sätze spricht, kann Miriam sich dies nicht erklären. Ihres Wissens nach hat ihre Großmutter diese Sprache nie gelernt. Die Kommunikation mit Klara ist durch die Nachwirkungen des Schlaganfalls sehr schwierig, aber Miriam spürt, dass Klara ihr Schweigen, das nun schon siebzig Jahre anhält, brechen möchte und etwas mitzuteilen hat. Wer ist „Pascal“, von dem die Großmutter spricht und was ist in Klaras Jugend in Freiburg zurzeit der französischen Besatzung geschehen? Miriam begibt sich auf Spurensuche in die Vergangenheit und deckt dabei vieles auf, worüber in ihrer Familie jahrzehntelang geschwiegen wurde. Die Erzählebene wechselt dabei jeweils in den einzelnen Kapiteln zwischen der Gegenwart und Klaras Erlebnissen in der Vergangenheit, so dass man als Leser unmittelbar in die Geschichte eintauchen kann. Sehr berührend und emotional bewegend beschreibt die Autorin Klaras Leben, aber auch alle anderen handelnden Personen sind überzeugend und sehr menschlich dargestellt. Die geschilderten historischen Zusammenhänge sind sehr genau recherchiert und Klaras Schicksal steht sicher symbolisch für viele andere Liebesbeziehungen in der Nachkriegszeit, als die Liebe zwischen Siegern und Besiegten nicht erwünscht war. Mich hat dieser Roman sehr beeindruckt, die Gedankenanstöße, die das Buch vermittelt, werden gewiss noch lange nachwirken und ich kann die Lektüre sehr empfehlen. Für mich war es das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe, ich werde aber ganz sicher weitere Romane von Bettina Storks lesen, da mir der Schreibstil sehr gefallen hat.

Klaras Schweigen

Von: Lesefee1982 Datum: 07. March 2021

Das Buch hat mir im Großen und Ganzen sehr gut gefallen. Allerdings waren mir die Zeitsprünge teilweise etwas zu groß, z. B. wusste man nicht genau was mit Hetti passierte nachdem Klara Ihre alte Freundin Gretel wieder in Freiburg getroffen hatte. Hier wäre es schön gewesen, wenn die Erzählungen etwas detaillierte gewesen wäre. Ebenso nachdem Miriam die ganze Wahrheit erfahren hat. Allerdings muss ich sagen, das mir die Geschichte sehr gefallen hat. Das Leben im Nachkriegsdeutschland war bestimmt nicht leicht und vorallem Frauen in "Schwierigkeiten" wurden damals schlecht behandelt. Die Autorin hat das sehr gut geschrieben, man fühlte mit Klara und natürlich auch Miriam, die die Geschichte Ihrer Familie erst nach und nach erfährt, sehr gut mit. Ich kann das Buch nur empfehlen.

Klares Schweigen

Von: Rita Jörs Datum: 04. March 2021

Klara ist Miriams Großmutter. Ihre Großeltern haben Miriam aufgezogen, nachdem ihre Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen waren. Mariam hat ein glückliches Leben, einen guten Job und ihre Freundin Pia ist immer für sie da. Als Miriams Großmutter nach einem Schlaganfall in der Klinik plötzlich französisch spricht, versucht sie herauszufinden warum das so ist und woher sie diese Sprache kann. Um ihrer Großmutter zu helfen sich zu erinnern fängt sie an, in der Vergangenheit zu stöbern. Es dauert lange, bis sie hinter das Familiengeheimnis kommt. Nur soviel sei verraten: ihr Großvater ist nicht ihr leiblicher Großvater. Der Roman erzählt die Familiengeschichte aus 2 Perspektiven. Da ist Miriam und ihre Großmutter in der jetzigen Zeit und Henriette, Miriams verstorbene Mutter zu Zeiten des 2ten Weltkrieges bis zu ihrem Ableben. Ein schöner Roman, der einen von der ersten Seite mitnimmt und erst wieder frei gibt, wenn das Geheimnis gelöst ist. Sehr lesenswert.