Julie Cohen

Die andere Welt

Die andere Welt Blick ins Buch

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Buch

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Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben – und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Einfühlsam erkundet Julie Cohen in ihrem vielschichtigen Roman, wie das Geschlecht unser Leben und unsere Identität bestimmt.

Wunderschöne Ausstattung – edles Naturpapier, hochwertig mit Goldfolie veredelt

Ein einzigartiges Buch, das mit nichts zu vergleichen ist

Von: Luna von Lebensbetrunken Datum: 22. August 2020

Ein paar zufällige Klicks auf meinem Laptop, da sah ich plötzlich den Roman „Die andere Welt“ von Julie Cohen vor mir. Das Cover hat mich mit der pinken Gestaltung und den Libellen nicht direkt angesprochen, dafür aber der Klappentext. Eine Geschichte über Geschlechter, die Gesellschaft und verschiedene Welten. Mein Interesse war sofort geweckt und ich dachte mir: entweder ist dieses Buch unglaublich gut und besitzt eine authentische, feministische Umsetzung des Geschlechts-Themas. Oder aber: es ist ganz fürchterlich, versucht sich auf biologische Unterschiede zu beziehen und zeigt, wie „verschieden“ die Geschlechter scheinbar sind. Glücklicherweise traf die erste Variante zu. Worum geht es? „Die andere Welt“ ist ein ganz besonderer Roman, den ich kaum fassen und mit keinem anderen Buch vergleichen kann. Es ist praktisch eine Geschichte in zwei verschiedenen Welten. In der einen Welt wird ein Kind geboren, das Louise heißt. Sie bekommt rosa Strampler und Puppen, sie ist niedlich und süß und wenn sie auf Bäume klettert, heißt es: „Mit diesem Mädchen wirst du noch Schwierigkeiten bekommen“. In der anderen Welt wird ein Kind geboren, das Louis heißt. Er bekommt einen blauen Strampler und einen Ball, er ist stark und schlau und wenn er auf Bäume klettert, heißt es „Dieser Junge schafft alles“. „Wir haben keinen Einfluss darauf, in welchen Körper wir geboren werden oder wie Menschen uns deswegen behandeln.“ (S. 207) In dem Roman wird (Gottseidank!) nicht gezeigt, manche Menschen haben dies und andere das Geschlecht sind und deswegen sind sie so verschieden. Nein. Der Roman zeigt, manche Menschen haben dies und andere das Geschlecht und dadurch werden sie in der Gesellschaft anders behandelt. Dadurch entstehen bereits vor der Geburt Vorurteile, einem Kleinkind werden bestimmte „geschlechtstypischen“ Eigenschaften zugeschrieben, Jugendlichen werden bestimmte Rollen in der Gesellschaft zugeteilt und Erwachsene müssen bestimmte Erwartungen im Leben erfüllen. Und das alles prägt einen Menschen unglaublich, mal bewusst und ganz häufig unbewusst. Wie ist es? Der Roman hat mich durchweg den Atem anhalten lassen, weil ich immer dachte: „Bitte enttäusch mich nicht, die Idee hat so viel Potenzial“. Und ich bin so unendlich froh, dass ich nicht enttäuscht, sondern positiv überrascht ist. Ich weiß, dass es immer schwierig ist, sich mit Stereotypen auseinanderzusetzen, da sie dabei immer und immer wieder reproduziert werden. Doch Julie Cohen ist eine authentische Umsetzung gelungen. Sie zeigt nicht nur, dies und jenes ist unterschiedlich, sondern sie zeigt vor allem, das alles ist gleich. Ob Louis oder Louise, sie kommen aus dem gleichen Ort, wollen beide ein Buch schreiben, verlieben sich in die gleichen Menschen und haben das gleiche Lieblingsshirt. Während manche Kapitel aus Louis und manche aus Louises Sicht geschrieben sind, gibt es andere Kapitel, in denen es einfach nur um Lou geht. Dort wird nicht mehr das Leben eines cis*Mannes und einer cis*Frau thematisiert, sondern das Leben einer nicht-binären Person. Diese Kapitel haben mir besonders gut gefallen. Sie zeigen, manchmal ist es egal, wie sich eine Person verhält und was sie denkt, denn die Gesellschaft hat klare Vorstellungen von „Mann“ und „Frau“ und wie diese sich zu verhalten haben. Cohens Schreibstil ist dabei eindringlich und bildhaft. Es sind die kleinen Details und Worte, die diese Geschichte so besonders machen. Mein Fazit Das Einzige, das mir an diesem Buch nicht gefallen hat, ist wieder einmal, dass es keine Triggerwarnung gibt. CN sexueller Missbrauch! Man wird nicht darauf vorbereitet, doch auch in diesem Roman gibt es wieder eine detaillierte Beschreibung einer Vergewaltigung, sowie das Leben und die Auswirkungen danach. Auch hätte ich mir eine noch etwas intensivere Auseinandersetzung mit den verschiedenen Geschlechtern gewünscht. Ein kleiner Satz in Richtung: „Es gibt nicht nur männlich und weiblich. Und manchmal können sich Menschen nicht mit dem Geschlecht identifizieren, dass ihnen bei der Geburt zugewiesen wird“ wäre schön gewesen – auch wenn es sich um einen Roman handelt. Ich kann „Die andere Welt“ jeder Person wirklich sehr empfehlen. Das Buch ist etwas ganz Besonders und Lou wird mir noch lange durch den Kopf schwirren. Ich bin super glücklich, dass es einen beziehungsweise zwei bisexuelle Protagonisten gibt und finde die Umsetzung dieser queeren Personen ist im Großteil gut gelungen. Der Roman ist meiner Meinung nach genau die richtige Mischung aus lebenslustig und tieftraurig, hoffnungsvoll und deprimierend. Er ist einzigartig und zeigt, wie sehr die kleinsten Entscheidungen ein Leben beeinflussen können. Er zeigt, dass wir alle nur einen Schritt von einem völlig anderen Leben entfernt sind. Und dass Geschlecht dabei keine und doch gleichzeitig die eine Rolle spielt.

Wie wäre mein Leben als Mann/Frau?

Von: Prinzeras-Zeilenreisen Datum: 31. July 2020

Dieses Buch habe ich mir aufgrund des Covers als Rezensionsexemplar beim Bloggerportal angefragt. Das Cover ist so wunderbar knallig und mit den Libellen und Goldaspekten, hat es mich einfach sofort in den Bann gezogen, ohne das ich genau wusste was mich erwartet, denn ich habe den Klappentext nur teilweise überflogen. Ich mochte den Schreibstil von Julie Cohen wirklich ganz gerne. Sie schreibt flüssig und obwohl einige historische Elemente in die Geschichte mit einspielen, war es nie langweilig. Die Autorin hat es immer geschafft eine gewisse Lockerheit zu halten. Im Buch wurden wichtige Aspekte, wie auch Selbstmord, Vergewaltigung und Gewalt in der Familie behandelt und aufgezeigt, inwiefern diese den einzelnen Menschen und sein Leben beeinflussen können. Auch wurde gezeigt, dass auf die jeweiligen Probleme unterschiedlich reagiert wird und es auch keine "Masterlösung" gibt um diese anschließend richtig zu verarbeiten. Anfangs brauchte ich ein wenig um in die Geschichte hineinzukommen, denn es handelt sich im Grunde um zwei Geschichten über den gleichen Menschen, nur einmal wurde dieser als Frau geboren und einmal als Mann. Dementsprechend gibt es einige Parallelen aber in einigen Punkten laufen die zwei Stränge auch in komplett unterschiedliche Richtungen und durch die stetigen Sprünge zwischen den beiden Personen, brauchte ich immer erst wieder ein wenig um mich in die jeweilige Person und deren Gefühle hineinzufinden. Ich fand es jedoch unglaublich spannend zu sehen, wie die Geschichten jeweils verlaufen und vor allem inwiefern es auch die Mitmenschen beeinflusst, ob Mann oder Frau. Nicht nur das Leben der Protagonisten, sondern auch das derer Freunde, Familie und Bekannten, verläuft in einigen Aspekten komplett unterschiedlich und es lässt sich ableiten, an welchen Punkten die Geschichten sich aus welchem Grund zweigten. Louise und Louis, Hauptprotagonist der Geschichte, war mir leider an sich nicht so sehr sympathisch. Er/Sie ist eine Person, die gerne vor Problemen wegläuft, anstatt sich ihnen zu stellen und sich möglicherweise auch mit Freunden darüber auszutauschen. Er/Sie macht lieber alles mit sich selbst aus, was sich leider auch negativ auf ihre Mitmenschen auswirken kann. Fazit: Mir hat das Buch von Julie Cohen ziemlich gut gefallen. Es war interessant zu sehen wie unterschiedlich ein Leben und auch das Leben der Freunde/Familie/etc. verläuft einfach nur durch das Geschlecht. Es regt zum Nachdenken/Überdenken des eigenen Lebens, sowie der getroffenen Entscheidungen an und ermutigt uns ein bisschen offener mit unseren Problemen umzugehen.

Eine wunderschöne Geschichte

Von: Tinka1980 Datum: 17. July 2020

Das Buch hatt ein schönes Cover und die Geschichte ist einfach interessant ich würde das Buch weiter empfehlen.

Interessant

Von: Diebecca Datum: 21. May 2020

In dem Buch Die andere Welt von Julie Cohen geht es um Louis und Louise, die alles gemeinsam haben, bis auf ihr Geschlecht. Beide verlieben sich und träumen davon, Romane zu schreiben. In einer dramatischen Nacht verlieren beide das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später kehren sie in die Heimat zurück. Was denken die beiden? Wie verlaufen ihre Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Beim Titel habe ich mich gleich nach der Bedeutung gefragt. Die Schrift auf dem Cover wirkt edel und die goldene Schrift passt sehr gut zu dem pinken Hintergrund. Das Buch lässt sich flüssig lesen, kurz war ich etwas verwirrt, als die Louis und Louise vorgestellt wurden. Es wird abwechselnd über Louis und Louise erzählt, und es wird abwechselnd über Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Man muss wirklich dabei bleiben und sich konzentrieren, über wen man gerade liest, da beide den Spitznamen Lou tragen. Themen, die behandelt werden sind Familie und Freundschaft, beides spielt eine sehr große Rolle. Die beiden stammen aus einem Dorf, beide sehen es aber nicht mehr als Heimat an, nach dem Vorfall in jener Nacht. Auch das wird immer wieder thematisiert. Die Themen Schuld und Liebe spielen ebenfalls eine große Rolle. Das Buch will zeigen, was das Geschlecht in ein und dem selben Leben für einen Unterschied bewirken kann. Das wird an Beziehungen gezeigt und an ganz konkreten Situationen. Ich weiß nicht, ob man das so einfach sagen kann, aber es ist definitiv eine interessante Idee. Ein Buch mit einer interessanten Hintergrundidee.

Zwei Seiten

Von: Lena Marie Datum: 05. May 2020

Julie Cohen schreibt über die Protagonisten aus 2 Perspektiven. Am Anfang ist es etwas ungewohnt da beide Seiten (weiblich/männlich) abwechselnd beschrieben werden. Vielleicht wäre es einfacher gewesen, zuerst die eine "Sichtweise" und dann im 2 Teil die andere "Sichtweise" zu erzählen. Man muss den Text erstmal verarbeiten um darüber eine Leserstimme verfassen zu können. Es ist sehr interessant, gefühlvoll und spannend geschrieben. Jemand der sich mit beiden Seiten identifizieren kann.

Tolles Buch

Von: Gina Datum: 29. April 2020

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Am Anfang fand ich es etwas verwirrend, dass es nach jedem Kapitel in eine andere Perspektive gesprungen ist und die selbe Geschichte aus Sicht einer anderen Person erzählt worden ist. Das hat sich aber schnell gelegt und danach konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, so sehr hat es mich gefesselt. Ich kann es nur weiterempfehlen !

Sehr faszinierend

Von: Buchlieblich Datum: 12. April 2020

Heute zeige ich euch mal ein ganz besonderes Buch, das ich auch die Tage gelesen habe. Mich hat bereits der Klappentext sehr fasziniert. Klappentext: Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben – und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Meine Meinung: ich fand die Idee schon sehr sehr spannend hatte aber etwas bedeckten wegen der Umsetzung. Die waren jedoch total unbegründet da die Autorin es schafft, dass man ohne Probleme der Story, sowohl aus ihrer wie auch aus seiner Perspektive, folgen kann. Das Buch war faszinierend und was ganz besonderes. Es zeigt auf ganz einfühlsame Weise wie schon Erwartungen an Jungen oder Mädchen ein Leben beeinflussen können. Total fasziniert haben mich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen der beiden die stellenweise so unterschiedlich und manchmal aber total ähnlich waren egal welches Geschlecht Lou gerade hatte. Ein sehr emotionales und auch aufwühlendes Buch wie ich finde daher von mir 4/5

Wie Identität unser Leben bestimmt

Von: Maikeliestsichweg Datum: 04. April 2020

Julie Cohen hat wirklich einen tollen Roman geschrieben. Am Anfang war ich ein bisschen skeptisch, weil ich es verwirrend fand, dass die selbe Frau ein Kind gebährt, wobei das in dem einen Handlungsstrang weiblich und in dem anderen männlich ist. Aber im weiteren Verlauf hat man gemerkt, wozu Julie Cohen dies getan hat. Nämlich um aufzuzeigen, dass unseer Geschlecht und unsere Identität vom Leben bestimmt wird und trotzdem das Leben ein wenig gleich werden kann. Der Charakter Louise war für mich stark. Louise hat viel mitgemacht und entwickelt sich im Laufe der Handlung auch. Auch Louis, also der Handlungsstrang männlich, entwickelt sich während der Handlung, wodurch beide mir sehr sympathisch waren. Auch Allie, die in beiden Handlungssträngen eine wichtige Rolle spielt, war mir sympathisch. Dennoch fand ich es schade, dass es ab und zu zu vorhersehbar war.

Ein Leben, 2 verschiedene Welten

Von: diana.and.books Datum: 04. April 2020

dieanderewelt von @juliecohenauthor aus dem #dianaverlag hat mich schwer begeistert. Was wäre wenn wir mit einem anderen Geschlecht auf die Welt gekommen wären? Wie wäre unser Leben, und das der Menschen um uns, verlaufen? Genau darum handelt dieses Buch. In der einen Welt ist Lou eine Louise und in der anderen ist er ein Louis. Die gleichen Eltern, die gleiche Heimat, die gleichen Freunde, nur ihr Geschlecht ist unterschiedlich. Beide verlassen sie ihre Heimat Casablanca, nach einer tragischen Nacht. Beide kehren sie nach Jahren aus einem tragischen Grund zurück. Wie verliefen ihre Leben bis dahin, das nur durch einen Unterschied geprägt ist, ihr Geschlecht. Ich habe mich schon oft gefragt, wer wäre ich heute, wenn ich ein Junge geworden wäre? Was wäre anders, wie würde ich fühlen, wie denken? Hätte ich mehr Chancen im Leben gehabt? Julie Cohen führt uns genau in diese Welt, was wäre wenn? Welche Unterschiede macht es ob man Junge oder Mädchen ist? Wie wird man behandelt? Wie wird man gesehen? Wieviel darf man von sich preisgeben? Ich habe dieses Buch von Seite eins geliebt. Es hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, wie Geschlechtsneutral ist meine Denkweise? Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

Louise & Louis - zwei Leben eine Person

Von: Weeping Angel ➰ Datum: 01. April 2020

🌺 Autor: Julie Cohen Erscheinungsdatum: 13.01.2020 Taschenbuchausgabe: 384 Seiten Verlag: Diana Verlag Genre: Roman ISBN: 978-3453360532 Bewertung: 4/5 🌟 🌺 KURZMEINUNG: »Eine fesselnde, besonders berührende Geschichte, die einem ans Herz geht.« 🌺 REZI*TITEL: Louise und Louis 🌺 DIE CHARAKTERE IM BUCH SIND … mit viel Liebe geschaffen worden. Sie wirken realistisch und durchaus lebendig. Auch als die Spannung steigt und das prägende Ereignis aus der Zeit von vor 13 Jahren beschrieben wird. Die Schilderungen des Ereignisses waren für mich durchaus realistisch beschrieben. 🌺 DIE STORY… ist definitiv interessant und mal etwas vollkommen anderes. Hier wird die Geschichte von der Autorin aus zwei Perspektiven in der Erzählform erzählt. Es ist die Geschichte von Louise und Louis - doch sie sind ein und dieselbe Person. Allerdings hat mich gerade das am Anfang etwas irritiert und ich hatte drei Fragezeichen über den Kopf schweben und es hat Gelegentlich einen Moment gedauert, bis ich mich [trotz Kapitelüberschriften] orientiert habe. Wenn man sich aber erstmal an diese Situation und den Wechsel zwischen Louise und Louis gewöhnt hat ist es etwas einfacher. 🌺 DER SCHREIBSTIL … ist flüssig, gut verständlich und angenehm zu lesen. Man bekommt auch einen sehr bildlichen Einblick in die Geschichte geliefert und man kann sich alles sehr gut vorstellen. 🌺 DAS COVER … gefällt mir sehr gut. Es ziert von einer wunderschönen Ausstattung – edles Naturpapier, hochwertig mit Goldfolie veredelt, welches perfekt mit der Coverfarbe und den farbigen Libellen harmoniert. Es fühlt sich schön an über die filigranen, goldenen Linien zu streichen und die Prägung zu spüren. Desweiteren hat jedes Kapitel eine Überschrift - in diesem Fall die Namen der Protagonisten und eine Jahreszahl. 🌺 DAS BUCH … ist ein interessanter über weite Strecken sehr ruhig erzählter Roman, der sich mit der aktuellen Thematik Erziehung und Geschlechterrollen befasst. Dieser Roman regt zum Nachdenken an. Allerdings hätte ich mir mehr Beispiele zur Thematik: Die unterschiedliche Behandlung der Geschlechter gewünscht. Hier eine kleine Triggerwarnung: Krebs, Selbstmord, Vergewaltigung Alles in allem kann ich das Buch wirklich wärmstens empfehlen, großartiges Lesevergnügen! 🌺 KEYWORDS: #DieAndereWelt #JulieCohen #Blogger #NetGalleyBlogger #BloggerPortalBlogger #LovelybooksBlogger #BloggerTeam #WeepingAngelsBlog #Bücherwurm #Bookworm #Leseratte #WeepingAngelsBookBlog #WeepingAngelsBookstagram #WeepingAngelsBuchBlog #BloggerLeben #BloggerAlltag #Buchblog #Bookblog #Bookstagram #LesenMachtSpaß #ReadingIsFun #BooksAreLife #Lesen #Lovelybooks #BloggerPortal #NetGalleyDe #NetGalley 🌺

Emotionslos und wenig innovativ

Von: Eulenmärchen Datum: 01. April 2020

Die Idee für die Handlung fand ich super, sodass ich mich sehr über das Rezensionsexemplar gefreut habe. Das Leben zweier Personen nur durch das Geschlecht zu unterscheiden, lässt viel Spielraum für die Reflektion unserer Gesellschaft. Leider wird das nicht so umgesetzt. Die Handlung an sich ist nicht schlecht. Es wird ein guter Spannungsbogen aufgebaut, der darauf basiert, dass es in der Vergangenheit ein einschneidenes Erlebnis gab, dass die unterschiedliche Entwicklung von Lous Leben begründet. Auch das ist gut gemacht, jedoch basiert es meiner Meinung nach nicht (ausschließlich) auf dem Geschlecht. In beiden Körpern hätte es anders verlaufen können. So aber ergibt sich eine Geschichte, die eigentlich nicht neu ist und die man gefühlt schon einmal gelesen hat. Dabei wird auch noch möglichst viel Drama reingepackt, sodass das ganze Buch eigentlich nur traurig ist. Auch an den recht hölzernen, emotionslosen Schreibstil konnte ich mich das gesamte Buch hindurch nicht gewöhnen. Damit wurden trotz aller Tragik keine Gefühle rübergebracht. Insgesamt ist es eine nette Geschichte, aber nicht so besonders wie es auf dem Klappentext angeprisen wird. Man hätte mehr daraus machen können.

Interessanter Gedanke

Von: inkpaperandbooks Datum: 29. March 2020

Was ich als erstes zugeben muss, ich habe echt lange für dieses Buch gebraucht, weil mich anfangs die Geschichte nicht wirklich überzeugt hat. Der Klappentext hingegen hat mich sofort interessiert, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Der Gedanke, dass man eine Geschichte aus zwei Sichtweisen (weiblich/männlich) fand ich sehr interessant. Auch die Umsetzung hat gut funktioniert. Wir lernen Louise/Louis kennen und verfolgen ihren/sein Werdegang, wie sie Probleme überwinden und ihr Leben leben. Ich hätte nicht gedacht, dass eine Geschichte so anders verlaufen kann, nur weil das Gechlecht ein anderes ist. Das sagt schon recht viel über unsere heutige Gesellschaft aus. Trotzdem fand ich das Buch und die Geschichte sehr ineressant, auch wenn ich paar Anfangsschwierigkeiten hatte. Insgesamt gebe ich dem Buch 4 ⭐

Interessante Sichtweise

Von: Yvonne Datum: 23. March 2020

Louis und Louise, oder einfach nur L. Die Sichtweise aus zwei Perspektiven. Wie empfindet Mann und wie empfindet Frau das Geschehene? Teilweise leichte Abweichungen in der Erzählung aber ein interessantes Thema. Man fühlt mit, egal aus welcher Sicht gerade erzählt wird. Toll, die Andersartigkeit mal in einem Buch aufzunehmen.

Interessant und mitfühlend

Von: Büchermadl Datum: 21. March 2020

Klappentext Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jugen Mneschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben und verlieren in einer dramtischen Nacht viel zu früh das Vertrauen in das Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Einfühlsam erkundet Julie Cohen in ihrem vielschichtigen Roman, wie unterschiedlich wir die Welt um uns herum erfahren. Cover Das Cover spricht mich leider gar nicht an. Auch wenn es farblich sehr gut aufeinander abgestimmt ist, finde ich es für meinen Geschmack etwas zu kitschig und ich hätte im Buchladen eher nicht danach gegriffen. Eine Empfehlung auf Instagram und auch der Klappentext haben mich neugierig gemacht. Schreibstil Wie auch schon bei dem ersten Buch der Autorin gefällt mir hier auch wieder der Schreibstil. Er ist angenehm leicht und man taucht ganz einfach in die Geschichte hinein und wird sanft davon weggetragen. Die Zeilen und Seiten fliegen dahin und man kann gar nicht mehr aufhören zu lesen. Inhalt/Rezension Man sieht das Leben von Louis und Louise aus dem jeweiligen Blickwinkel ab der Geburt und entdeckt Parallelen, aber auch Sachen die total auseinander gehen. Die beiden haben alles gleich, die Freunde, Familie, sind an der gleichen Schule, nur das Geschlecht ist anders. Mir wurde schon gleich zu Beginn sehr deutlich wie schnell die Leute die Kinder beurteilen wenn sie aus ihrer Geschlechterrolle fallen. Das Buch führt einen durch das Leben der beiden bis zu einem entscheidenden Abend, der für beide auf unterschiedliche Weise sehr dramatisch ist. Danach entwickeln sich das Leben von Mädchen und Junge massiver auseinander. Dadurch das Louis anders entscheidet wie Louise verändert sich auch das Leben der Leute um den beiden herum. Das hat mir deutlich gemacht wieviel Einfluss wir aufeinander haben und was von einer kleinen Entscheidung alles abhängig ist. Fazit Der Roman hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Julie Cohen hat es wieder geschafft, mich zu fesseln und zu beeindrucken. Es steckt mehr hinter diesem Buch, als man beim ersten Anblick vermutet. Ich danke dem Bloggerportal und dem Diana Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplares. Die Rezension passiert auf meinen eigenen Eindrücken und wird nicht dadurch beeinflusst. Zum Buch Autorin: Julie Cohen Verlag: Diana Preis: 10,99 Euro Buchlänge: 383 Seiten

Interessantes Thema..

Von: buecher.eule92 Datum: 13. March 2020

Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich der Meinung ein Buch über die gesellschaftliche Betrachtung der Geschlechterrollen zu erhalten. Doch es hat sich als emotionale Geschichte entpuppt. Louis und Louise sind ein- und dieselbe Person, nur das Geschlecht unterscheidet die Beiden. Die Autorin Julie Cohen erzählt das Buch aus der Sicht von beiden "Lous" und gibt uns einen Einblick, wie das Leben der weiblichen Lou und des männlichen Lous verlaufen wäre. Ich hatte ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte reinzukommen, denn die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht von Louis und Louise oder auch mal aus der gleichen Sicht geschrieben. Darauf musste ich gedanklich erstmal klar kommen. Dazu beginnt die Handlung ein wenig langweilig. Nachdem beide Lous nach Hause gebeten werden, fängt die Geschichte langsam an mehr Tiefe zu bekommen. Ab diesem Zeitpunkt ist für mich die "das Geschlecht bestimmt das Leben"-Theorie Nebensache. Die Tragödien und Erlebnisse die Louis/Louise erlebt haben stehen mehr im Fokus und prägen meiner Meinung nach die Charaktere und deren Leben am meisten. Einige Dinge sind zwar vorhersehbar gewesen, dennoch konnte mich das vom Weiterlesen nicht abhalten. Sehr interessant ist für mich, wie sich die Beziehungen von Louis/Louise zu den Eltern und den besten Freunden Allie und Benny unterscheidet. Denn diese gehen teilweise sehr weit auseinander, liegen sich in manchen Punkt aber sehr nahe ;-) Es fällt mir wirklich schwer eine ausführliche Rezension zu schreiben, ohne zu viel über das Buch und seine Handlung zu verraten. Das Buch "Die andere Welt" hat mir gut gefallen, denn es zeigt uns, was einen Menschen im Leben prägt. Es ist nicht allein das Geschlecht, sondern vielmehr die Beziehungen und Erlebnisse. Die Autorin hat es geschafft die beiden Leben einfühlsam und gut durchdacht zu erzählen. Trotz kleine Kritikpunkte wurden meine Erwartungen, die ich durch den Klappentext hatte, übertroffen. Es ist auf jeden Fall mal eine andere Art von Roman.

Rollenbilder

Von: Annychristin Datum: 27. February 2020

Mich hat dieser Roman eher gelangweilt. Anfänglich fand ich es verwirrend, dass aus der Geburt eines Kindes plötzlich zwei Lebenswege wurden. Alles in allem geht es um Rollenbilder und sexuelle Orientierung, aber auch darum wie das Leben durch kleinste Veränderungen ganz anders verlaufen kann. Diese haben sich im Laufe des letzten Jahrhundert gravierend verändert. Eingebettet ist alles in das Krebsleiden der Mutter und andere Geschehnisse, die das Leben bringt oder auch nicht. Das Leben kann sicherlich viele Wendungen nehmen, aber diesem Roman fehlte etwas Entscheidendes, damit man ihn gerne liest. Für mich gehört er in die Kategorie „Kann man lesen, aber muss man nicht.“

Besondere Erzählung aus zwei Perspektiven

Von: Becki Datum: 26. February 2020

Ein sehr interessantes Buch , das erzählt wie unterschiedlich ein Leben verlaufen kann ,wenn man männliche oder weiblich ist. Obwohl man dem gleichen Background hat. Man liest praktisch 2 Bücher gleichzeitig und muss aufpassen, nicht durcheinander zu kommen.

Angenehm

Von: H. Datum: 25. February 2020

Es ist ein gutes Buch, dass sehr angenehm zu lesen ist. Ideale Lektüre auch für den nächsten Urlaub am Strand. Ich persönlich werde das Buch noch ein zweites Mal lesen.

Eine beeindruckende Schreibidee, die sowohl inhaltlich als auch stylistisch super umgesetzt wurde!

Von: GROSSSTADTHELDIN.liest Datum: 24. February 2020

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde: Das Buch entdeckte ich beim Bloggerportal. Die Autorin kannte ich schon, da ich "Das geheime Glück" gelesen hatte. Auch bei ihrem neuen Buch sprach mich der Klappentext sehr an. Handlungsüberblick: Das Buch erzählt zwei Geschichten zugleich. Die Geschichte von Louise und die Geschichte von Louis. Beide wachsen in derselben Stadt, in derselben Familie auf, sie verlieben sich und träumen davon Romane zu schreiben. Nach einer dramatische Nacht lassen sie alles hinter sich, doch 13 Jahre später kehren die beiden in ihre Heimat zurück. Ein Buch, das feinfühlig dem "was wäre wenn..?" nachgeht. Was wäre, wenn Louise ein Junge wäre oder was wäre, wenn Louis ein Mädchen wäre? Wie verlaufen diese zwei Leben, die sich nur in einem einzigen Detail unterscheiden? Und gibt es vielleicht trotzdem eine Art Schicksal? Mein Bucheindruck: Mir gefällt es unheimlich gut, dass das Cover von "Die andere Welt" so gut zu "Das geheime Glück" passt. Man sieht gleich, dass die Bücher zu derselben Autorin gehören. Besonders schön finde ich die goldenen Highlights auf dem Cover. Mein Leseeindruck: Ich bin nur so durch das Buch geflogen. Mich hat die Idee der Autorin unheimlich fasziniert, zwei Geschichten gleichzeitig zu erzählen und den Möglichkeiten nachzuspüren, die das Geschlecht ihren Figuren gibt. Es ist wirklich eine außergewöhnliche Idee, der ich so in der Literatur bisher noch nicht begegnet bin. Dabei habe ich mir auch schon oft die Frage gestellt, was wäre, wenn ich ein Mann wäre? Hätte ich trotzdem dieselben Hobbies, Vorlieben und Handlungsmuster? Ich fand es sehr spannend, dass dieses Buch versuchte, darauf Antworten zu finden. Und irgendwie war es auch gleichzeitig beruhigend zu sehen, dass sich trotz einiger Unterschiede auch eine Art Schicksal in die Geschichte schlich. Das Buch ist sehr kreativ und dabei unglaublich berührend. Ich bin wirklich sehr beeindruckt von der Idee von Julie Cohen! Mein Eindruck vom Schreibstil: Ein spezielles Buch erfordert einen speziellen Schreibstil. Ich fand es toll, dass es sowohl Abschnitte gab, die aus der Sicht von Louise oder Louis erzählte als auch Abschnitte, in denen die Geschichte für beide Figuren gleichzeitig erzählt wurde. Diese Wechsel habe ich bisher in keinem Buch gefunden. Sie faszinierten mich sehr. Das Buch wurde durch diese Wechsel sehr spannend und unvorhersehbar. Außerdem passte der besondere Schreibstil natürlich auch zu der Geschichte, die er erzählte. Mein Abschlussfazit: Eine beeindruckende Schreibidee, die sowohl inhaltlich als auch stylistisch super umgesetzt wurde!

Genial. Raffiniert. Ganz Besonders.

Von: BücherPi Datum: 23. February 2020

Ein Buch, das sich absolut lohnt gelesen zu werden - mehr noch, das es verdient hat, gelesen zu werden! Auf ganz raffinierte Art und Weise zwingt die Geschichte und der Schreibstil den Leser, die durch die Sozialisation erlernte Denkweise, in Frage zu stellen. Eine perfekte Verwirrung, die zwangsweise erzeugt, was jedem schon lange klar sein müsste: Dass es beim Geschlecht nicht auf zwei Alternativen heruntergebrochen werden kann. Für alle, denen es ebenfalls die Nackenhaare aufstellt, wenn man in einem Geschäft hört “Das hier sind die Mädchenschulränzen - die für die Jungen hängen dort drüben.” und für alle, die wissen wollen warum es diese Reaktion erzeugt und für alle, die offen dafür sind, dass das Gewohnte plötzlich ganz neu geordnet werden muss - einfach ein Muss für alle Menschen, mit welcher Bezeichnung sie auch immer bei der Geburt bestückt wurden.

Spannende Idee

Von: Verena Datum: 22. February 2020

Es ist schwer, eine Rezension über „Die andere Welt“ zu schreiben, ohne dabei zu viel vom Inhalt zu verraten. Es geht um Louise und Louis, die alles gemeinsam haben, bis auf eines: ihr Geschlecht. Ich muss zunächst auch sagen, dass ich mir etwas ganz anderes vorgestellt hatte. Eher, eine Geschichte mit den zwei Figuren, die eine männlich, die andere weiblich, die beide ähnliche Biografien haben und aufgrund eines Vorfalls zurück in ihre Heimatstadt kehren, die sie 13 Jahre zuvor hinter sich gelassen haben. Ich dachte, die Autorin Julie Cohen widmet sich so der (ohnehin sehr komplexen) Thematik. Der Roman ist aber tatsächlich ganz anders aufgebaut. Louise und Louis leben sozusagen in „Paralleluniversen“: in der einen Welt wird das Baby als Mädchen geboren und wird Louise, in der anderen Welt ist es ein Junge und wird Louis. Cohen gibt ihnen die gleichen Interessen, den gleichen Berufswunsch, die gleiche sexuelle Orientierung und obwohl das ganze „Startpaket“ gleich oder zumindest sehr ähnlich ist, sind ihre Lebensläufe, als wir sie mit Anfang 30 kennenlernen, durchaus sehr verschieden. Es ist interessant zu lesen, wie die Autorin versucht die (gesellschaftlich konstruierten) binären Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern aufzuzeigen, ihnen gleichzeitig aber auch nicht selbst verfallen darf (es klingt logischer, wenn man das Buch liest) um dem Non-Binären Ansatz gerecht zu werden und beide Protagonisten als „Lou“ (Lou ist ein*e binär*e Cisgender) zu präsentieren. Sie hat sich für die Darstellung auch viel Rat geholt, einerseits um ihre Figuren möglichst authentisch darzustellen, anderseits um die Thematik sprachlich korrekt anzugehen (wie viel dabei eventuell in der Übersetzung verloren gegangen ist, kann ich nicht beurteilen). Besonders gut hat mir auch das wunderbar gezeichnete Bild über die Kleinstadt in Maine, Schauplatz des Ganzen, gefallen. Cohen, die selbst in Maine aufgewachsen ist, hat Ort und Geschichte perfekt miteinander verknüpft. Einziger Wehmutstropfen ist, dass Teile der Geschichte, vor allem Lous Beziehung zu den Zwillingen Ben und Allie und die mit der Freundschaft zusammenhängende Entwicklung der Stadt ein bisschen arg konstruiert und dadurch sehr vorhersehbar ist. Dennoch eine Leseempfehlung.

Außergewöhnlicher Roman - absolut lesenswert!

Von: Lisa_S Datum: 21. February 2020

Der Roman "Die andere Welt" von Julie Cohen erzählt eine gefühlvolle und besondere Geschichte über ein Kind, das in Casablanca geboren wird. Besonders ist das Buch deshalb, da die Autorin die Geschichte der Kinds aus zwei Perspektiven erzählt. Einmal als Mädchen Louise und als Junge Louis. Die Ereignisse werden in den Kapitel abwechseln aus beiden Perspektiven erzählt. Zuerst könnte man meinen, dieses ständige Wechseln mit der damit verbundenen Doppelung des Inhalts wäre etwas langweilig, aber das ist überhaupt nicht so. Neben den tollen Eindrücken die man von den beiden gleichen Personen bekommt, die sich nur durch ihr Geschlecht unterscheiden, bleibt die eigentliche Erzählung bis zum Schluss spannend und das Ende überraschend. Der Erzählstil ist spannend gestaltet und liest sich leicht, man hat zu keiner Zeit das Gefühl, es sollte mit zu vielen Details etc. Inhalt gefüllt werden, wie es oft bei vergleichbaren Romanen der Fall ist. Ein weitere Pluspunkt neben dem Inhalt, ist die wunderschöne Gestaltung des Covers. Als Fazit lässt sich sagen, dass mich die Autorin mit ihrer feinfühligen und sensiblen Erzählweise für diese Geschichte und das Thema allgemein äußerst berührt hat. Sie regt selbst nach dem Lesen des Romans zum Nachdenken über die Thematik an, die heutzutage nicht aktueller sein könnte. Das Buch kann ich jedem wärmstens empfehlen, der nach einem besonderen Roman mit tiefgründigem und spannenden Thema sucht.

Ich habe mehr erwartet

Von: Verena13 Datum: 21. February 2020

In dem Buch geht es um Louis und Louise, die jedoch die gleiche Person sind, die gleichen Freunde, die gleichen Eltern, sogar einen sehr ähnlichen Charakter, nur das Geschlächt unterscheidet sie. Dieses Buch beschreibt das Leben von einer Person, wie es einmal als Louis wäre, das andere mal als Louise. Leider muss ich sagen, dass es mich nicht besonders gepackt hat. Ich habe nicht als sehr tiefgründig wahr genommen und es hat mich oftsmals verwirrt, dass sowohl Louis als auch Louise als Lou bezeichnet wurden, weshalb ich immer wieder am Anfang des Kapitels nachgeschaut habe, um wen es sich gerade handelt. Es war ganz in Ordnung zu lesen, jedoch hat es mich nicht gefesselt.

Julie Cohens Transgender-Roman "Die andere Welt"

Von: stormykitchen Datum: 21. February 2020

Dies ist mein erster Roman von Julie Cohen und meine erste Testleser-Rezension. Ich lese seit Jahren nebenberuflich, häufig Klassiker und prämierte Titel. Ich habe diesen Roman mit Freude gelesen, es kommt auch eine gewisse Spannung auf wie sich Probleme nachher lösen, man bleibt dran. Das Konzept, in (meist) abwechselnden Kapiteln aus zwei verschiedenen Erzählperspektiven zu erzählen ist nicht neu. Cohen entwickelt aber in den beiden Perspektiven zwei völlig unterschiedliche Plots. Einmal ist der Protagonist männlich, einmal weiblich. Es wird nicht dieselbe Geschichte aus zwei Blickwinkeln erzählt, sondern die jeweilige Geschichte entwickelt sich ganz anders - nicht immer nur, weil Rollenklischees zuschlagen. Auch die beteiligten Antagonisten und Randfiguren treffen andere Entscheidungen. Beide Geschichten sind spannend und schlüssig, allerdings lässt die weibliche Variante am Ende Fragen offen. In der Danksagung und im Klappentext betont die Autorin wie intensiv sie sich mit verschiedenen Transgender-Fragen befasst hat. Das kommt leider für mich nur im Konzept des Romns rüber, nicht in der Handlung. Vielleicht liegt es daran, dass wir hier in Europa schon immer weniger Probleme mit Lesben und Schwulen hatten. Das Thema spielt im Roman eine Rolle, kommt aber über Alltägliches nicht hinaus. Insgesamt liest sich der Roman mit seiner wiederholten Beschreibung des Provinzstädtchens in Maine eher als spiele er in den 60ger Jahren, tatsächlich ist die Story in den Jahren 1978 bis 2010 angesiedelt. Das mag aber daran liegen, dass das Leben und die Weltsicht in der amerikanischen Provinz tatsächlich ziemlich antiquiert ist. Ich erlaube mir dieses Urteil, weil ich selbst dreieinhalb Jahre dort gelebt habe. So gesehen, ein netter Roman zum Entspannen. Leider bleibt er weit hinter seinem politischen bzw. gesellschaftskritischen Anspruch zurück.

Die andere Welt

Von: pias_booklove Datum: 21. February 2020

Autor/in: Julie Cohen Verlag: DIANA Seiten: 383 Preis: 10,99 EUR geschmökert: 12.02.20-19.02.20 Inhalt Ein Leben, zwei Welten. Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben - und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Meine Meinung Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich beim Lesen des Klappentextes etwas anderes von diesem Buch erwartet hatte. Ich dachte es wäre sehr viel gesellschaftskritischer und würde viel die Klischees behandeln, die mit dem weiblichen und männlichen Geschlecht einhergehen. Doch so war es nicht. Das Leben von Louis/Louise wird nicht durch Klischees bestimmt, die sie aufgrund ihrer Geschlechter erfahren. Doch obwohl ich mir etwas anderes vorgestellt hatte, war das Buch ausgesprochen lesenswert. Louis und Louise sind nämlich wirklich exakt dieselbe Person und unterscheiden sich eben nur durch ihr Geschlecht. Und gerade durch dieses Detail treffen sie manches Mal andere Entscheidungen in ihrem Leben, die schon in der Kindheit anfangen, die ihr ganzes weiters Leben beeinflusst. Das Buch beginnt mit Geburt des Kindes, einmal aus Sicht der Mutter und dann aus Sicht des Vaters geschildert. Im Folgenden wechseln sich die Kapitel dann ab: einmal erfährt man aus Louises aktuellem Leben, dann aus Louis. Dabei steht aber immer im Hintergrund, dass beide, bis auf ein paar Details, dasselbe Leben führen und dasselbe erleben. Die Kapitel sind allerdings so aufgebaut, dass die Geschichte wirklich fortlaufend erzählt wird und nicht jedes Mal das gleiche Ereignis aus zwei Perspektiven erzählt wird, was wirklich gut war, da es wahrscheinlich sehr ermüdend gewesen wäre, alles doppelt zu lesen. Aber so war es eine wirklich gute Erzählstruktur und es hat auch nochmal deutlicher werden lassen, dass es sich bei Louis und Louise um ein und dieselbe Person handelt. Inhaltlich hat es zunächst sehr vorhersehbar gewirkt. Louis und Louise leben aufgrund von Ereignissen, die sich in ihrer Jugend abgespielt haben, leicht veränderte Leben: Beide wohnen in New York, allerdings arbeitet Louise noch als Lehrerin, um sich und ihre Tochter zu versorgen, und träumt nur davon ein Buch zu schreiben, während Louis bereits eines veröffentlicht hat und auf Buchtour durchs Land reist. Beide erhalten dann jedoch schlechte Nachrichten und reisen zurück in die Heimatstadt zur Familie. Den Sommer über verbringen sie also in Casablanca, dass sich seit ihrer Kindheit stark verändert hat. In beiden Versionen der Geschichte sieht diese Veränderung allerdings anders aus. Dort treffen sie auch wieder auf alte Freunde und durch Rückblenden in die Kindheit und Jugend von Louis und Louise werden Erzählstränge aufgebaut, die sehr vorhersehbar erscheinen und in mancher Hinsicht sind sie es auch, aber mit einem Ereignis habe ich überhaupt nicht gerechnet und ich war sehr überrumpelt - aber nicht in negativem Sinne, weil es dem Buch nochmal eine andere Wendung gegeben hat und nochmal mehr zum Nachdenken veranlasst hat. Generell war es ein Buch zum Nachdenken. Die Geschichte an sich war gar nicht so anspruchsvoll - sie hatte definitiv schwerwiegende Momente und es war keine seichte Liebesgeschichte (wie vielleicht das Cover vermuten lassen könnte), aber sie lies sich leicht und flüssig lesen. Es war sehr interessant zu lesen, wie ein Leben aussehen kann, wenn sich nur das Geschlecht unterscheidet und wie sehr es die Entscheidungen beeinflusst. Und dabei ging es nicht nur um Louis/Louises Entscheidungen, sondern auch von allen nahestehenden Personen, vor allem den guten Freunden Allie und Benny, die Zwillinge sind und gemeinsam mit Louis/Louise aufgewachsen sind. Anhand der Beziehungen, die sich zwischen den drei Freunden entwickeln, lassen sich die Unterschiede, die durch das Handeln und die daraus resultierenden Situationen entstehen, am deutlichsten aufzeigen. Aber ich möchte hier jetzt wirklich nicht auf den Inhalt eingehen, da es nur spoilern würde. Fazit Alles in allem ist es ein sehr lesenswertes Buch, das obwohl es chronologisch beginnt, die Ereignisse eher von hinten aufrollt und damit sehr viel mehr Spannung aufbaut. Nach und nach werden aber die Zusammenhänge zwischen den Leben von Louise und Louis immer deutlicher und es ist ganz leicht, die beiden als ein und dieselbe Person zu betrachten. Es ist eine wirklich interessante Erzählung, die einen wirklich mal darüber nachdenken lässt, wie einzelne Handlungen das Leben eigentlich beeinflussen und dass nur ein einziger Unterschied zu einer völlig anderen Verkettung von Ereignissen führen kann. 4/5 Sterne

Ein Mensch in zwei verschiedenen Leben

Von: Julia S. Datum: 21. February 2020

Eine Geschichte über Louise und Louis. Es ist ein- und dieselbe Person in zwei verschiedenen Leben... Ich muss zugeben, ich war anfangs etwas irritiert und hatte ein wenig Probleme, mich in der Geschichte einzufinden, aber wenn man sich darauf einlässt, wird man am Ende dafür belohnt! Es ist ein sehr interessantes Thema, die unterschiedlichen Geschlechterrollen und wie unterschiedlich das Leben verlaufen kann, je nachdem, ob man als Mädchen oder als Junge geboren wird. Am Ende ist man einfach ein Kind, ein Mensch, es spielt keine Rolle, aber irgendwie doch... Die Autorin hat es spannend und liebevoll erzählt, die Geschichten waren super miteinander verbunden. Ich habe das Buch gerne gelesen!

Louise und Louis

Von: Lesehörnchen99 Datum: 19. February 2020

Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben – und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Einfühlsam erkundet Julie Cohen in ihrem vielschichtigen Roman, wie das Geschlecht unser Leben und unsere Identität bestimmt. Eine, für mich, besondere Geschichte. Wie wird sich das Leben von Lou entwickeln, wenn die Voraussetzungen genau dieselben sind, aber das Geschlecht ein anderes. Die Thematik fand ich sehr interessant, ich brauchte allerdings eine ganze Zeit im mit dem speziellen Schreibstil zurecht zu kommen. Die Kapitel waren zwar jeweils mit dem Namen überschreitet, aber trotzdem musste ich aufpassen, dass ich nicht durcheinander komme. Ein durchaus interessantes Buch über ein, wie schön gesagt, spezielles Thema. Irgendwie total faszinierend und absolut lesenswert.

Geschlechterrollen

Von: Buchwoerter Datum: 19. February 2020

Ein brillianter und kluger Roman, der den gesellschaftlichen Einfluss auf das Leben beschreibt! • Darum geht’s: Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben – und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Einfühlsam erkundet Julie Cohen in ihrem vielschichtigen Roman, wie das Geschlecht unser Leben und unsere Identität bestimmt. • “Das wird eine kleine Prinzessin. Die lässt alle warten.” - Bereits vor der Geburt werden Stereotype/ Vorurteile gegenüber des ungeborene Baby ausgesprochen. Doch nicht nur da - unser Leben wird durch bestimmte gesellschaftliche Erwartungshaltungen beeinflusst. Der Roman von Julie Cohen versucht genau dies aufzuarbeiten, indem sie die Geschichte und den Lebensweg einer Person - einmal als weibliche Person und einmal als männliche Person - schildert. Beide wachsen unter identischen Bedingungen auf und dennoch entwickeln sich beide Leben ganz unterschiedlich. Ein wirklich toller und zeitgemäßer Plot. Dennoch hätte ich mir mehr Beispiele gewünscht, die den Einfluss der Gesellschaft stärker beleuchten. Ich hätte mir gewünscht dass eigene Verhalten und die eigene Rolle dabei mehr zu hinterfragen. Dennoch ist der Roman einfühlsam und interessant, auch wenn er für mich nicht genug Tiefe aufweist. Ein ruhiger Erzählton, die Erziehung der Eltern und das hinein Drähten in eine Geschlechterrolle ist gut gelungen. Ein anregender, leichter und unterhaltsamer Roman, der nicht allzu sehr in die Tiefe geht.

Leider nicht meins

Von: Becci Datum: 19. February 2020

Was soll ich sagen. Dieses Buch klang sehr interessant. Doch leider war es dies für mich nicht. Ich habe es auch nicht geschafft es zu ende zu lesen. Es hat mich einfach nicht gepackt. Die Idee eine Lebensgeschichte einmal als Frau und einmal als Mann zu schreiben ist eine sehr interessante Idee. Doch die Umsetzung ist meiner Meinung nach nicht wirklich gelungen. Man weiß nämlich quasi schon im Groben was dem anderen Geschlecht wiederfährt, da es ja schon einmal passiert ist. Lediglich ein paar Eckdaten unterscheiden sich. Auch finde ich lässt sich das Buch, für mein Empfinden, nicht sehr gut lesen. Vielleicht werde ich es irgendwann noch einmal zu Hand nehmen und es auch zu Ende lesen. Vielleicht finde ich es dann auch besser. Manchmal muss ein Buch ja auch zu einem in dem Moment passen, dass ist diesmal leider nicht der Fall gewesen. Dies ist lediglich meine eigene Meinung. Sicherlich gibt es auch Leute, die das Buch super finden bzw. für die das Buch passt. Jeder hat ja seinen eigenen Geschmack.

Große Erwartungen werden nicht erfüllt

Von: Mina Datum: 17. February 2020

Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben – und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Einfühlsam erkundet Julie Cohen in ihrem vielschichtigen Roman, wie das Geschlecht unser Leben und unsere Identität bestimmt. Wunderschöne Ausstattung – edles Naturpapier, hochwertig mit Goldfolie veredelt Meine Meinung: Dieser Roman hätte ruhig anspruchsvoller sein können. Es hat mich extrem verwirrt und musste lange damit kämpfen um es endlich zu kapieren was jetzt Sache ist und was die die Geschichte mir erzählen will. Ich fand diesen Roman eindeutig, als die schlechteste von ihren Romanen aber nur vom der Erzählungsweise. Als Thema ist es gelungen es ist etwas besonderes, offengeschrieben über zwei Welten von Homosexualität zu schreiben. Aber dass hätte man irgendwie bei jeweiligen Kapiteln deuten können dass es "eine andere Welt" ist wenn man als Louis und die "andere Welt" als Louise geboren worden wären. Wer von den Lesern anfangs es abbrechen will zu Lesen, ( so wie ich beinahe ) tut es nicht, lest bis zum Schluss bitte weiter, es lohnt sich... denn erst in der Mitte ungefähr wird es interessanter. Schade, dass es so kompliziert und träge war anfangs, sonst hat mir die Geschichte gut gefallen.

Louise oder Louis, zwei Geschichten die Bewegen

Von: Stuttgarterin1980 Datum: 17. February 2020

Kurz zum Inhalt: Die Geschichten des Romans werden aus den Perspektiven von Louise und Louis (gerne auch kurz durch 'Lou" abgekürzt) Alder erzählt. Sie haben alles gemeinsam, außer ihr Geschlecht. Beide wachsen gemeinsam mit ihren besten Freunen, Allie und Benny, in einem kleinstädtischen Leben in Casablanca in Maine auf. Beide teilen einen großen Traum, weggehen und einen Roman schreiben. Und beide verlieren an einem dramatischen Abend das Vertrauen in ihr Leben sowie ihre besten Freunde. Sie verlassen aus unterschiedlichen Gründen die kleine Stadt und flüchten in die große Stadt. Nach dreizehn Jahren müssen sie aber wieder zurück in ihre Heimat und sich den Dingen stellen, vor denen sie in der Vergangenheit davongelaufen sind. Das Cover ist recht übersichtlich und filigran gestaltet. Der Schreibstil von Julie Cohen war angenehm zu lesen und sehr einfühlsam. Auch die ständigen Wechsel zwischen Louise und Louis waren gut konstruiert, so dass man dem Lauf der Geschichte gut folgen konnte. Durch die Rückblenden kann man die Entwicklungen von Lou gut nachvollziehen und sie vervollständigen das Bild. Der Spannungsbogen baute sich über die einzelnen Kapitel langsam auf und bis zum Ende war es ein Vergnügen, die Geschichten zu verfolgen. Ich habe des Buch förmlich gefressen und konnte es kaum aus der Hand legen. Auch heikle Themen (ACHTUNG SPOILER!) wie Vergewaltigung, Selbstmord, Krebs und Tod werden in dem Buch sensibel und gefühlvoll behandelt. Der Leser leidet mit, aber die Themen werden nicht ausgeschlachtet. Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn es nicht das Genre ist, zu welchem ich normalerweise greifen würde. Ich habe mit Louise und Louis mitgelitten und das ist es doch, was ein gutes Buch ausmacht.

Louise oder Louis, zwei Geschichten die Bewegen

Von: Stuttgarterin Datum: 17. February 2020

Kurz zum Inhalt: Die Geschichten des Romans werden aus den Perspektiven von Louise und Louis (gerne auch kurz durch 'Lou" abgekürzt) Alder erzählt. Sie haben alles gemeinsam, außer ihr Geschlecht. Beide wachsen gemeinsam mit ihren besten Freunen, Allie und Benny, in einem kleinstädtischen Leben in Casablanca in Maine auf. Beide teilen einen großen Traum, weggehen und einen Roman schreiben. Und beide verlieren an einem dramatischen Abend das Vertrauen in ihr Leben sowie ihre besten Freunde. Sie verlassen aus unterschiedlichen Gründen die kleine Stadt und flüchten in die große Stadt. Nach dreizehn Jahren müssen sie aber wieder zurück in ihre Heimat und sich den Dingen stellen, vor denen sie in der Vergangenheit davongelaufen sind. Das Cover ist recht übersichtlich und filigran gestaltet. Der Schreibstil von Julie Cohen war angenehm zu lesen und sehr einfühlsam. Auch die ständigen Wechsel zwischen Louise und Louis waren gut konstruiert, so dass man dem Lauf der Geschichte gut folgen konnte. Durch die Rückblenden kann man die Entwicklungen von Lou gut nachvollziehen und sie vervollständigen das Bild. Der Spannungsbogen baute sich über die einzelnen Kapitel langsam auf und bis zum Ende war es ein Vergnügen, die Geschichten zu verfolgen. Ich habe des Buch förmlich gefressen und konnte es kaum aus der Hand legen. Auch heikle Themen (ACHTUNG SPOILER!) wie Vergewaltigung, Selbstmord, Krebs und Tod werden in dem Buch sensibel und gefühlvoll behandelt. Der Leser leidet mit, aber die Themen werden nicht ausgeschlachtet. Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen, auch wenn es nicht das Genre ist, zu welchem ich normalerweise greifen würde. Ich habe mit Louise und Louis mitgelitten und das ist es doch, was ein gutes Buch ausmacht.

Rezension

Von: wunderweltenbuecher Datum: 15. February 2020

Julia Cohen beschreibt in ihrem Roman, welchen Einfluss das Geschlecht und die Zuschreibungen des Umfeldes auf das heranwachsende Kind haben. Wie hat sich das Leben von Louis und Louise entwickelt? Haben sie Kinder? Welche Beziehung haben sie zu ihren Eltern? Inspiration war für sie der Roman "Orlando" von Virginia Woolf. Abwechselnd erzählt die Autorin von Louises und Louis` Rückkehr. Dazwischen kommentiert sie in Kapiteln, die mit "Louis & Louise" überschrieben sind, die Geschehnisse und vergleicht sie. Ich hatte mehr Beispiele von unterschiedlicher Behandlung der Geschlechter erwartet. (Ich erinnere mich grob an das Sachbuch "Wir werden nicht als Mädchen geboren - wir werden dazu gemacht" von der Psychologin Ursula Scheu.) Die Geschichte begann etwas langsam, und ich empfand es als verwirrend, dass Louis auch Lou genannt wurde und beide Protagonisten die gleichen Freunde, das gleiche Umfeld, die gleichen Eltern haben. Gelegentlich hat es einen Moment gedauert, bis ich mich (trotz Kapitelüberschrift) orientiert hatte. Während der Lektüre war ich eher damit beschäftigt, Unterschiede in beiden Lebensläufen zu finden, als mich mit den Figuren zu identifizieren. Die Spannung zog stark an, als das prägende Ereignis von vor 13 Jahren beschrieben wurde. Die Schilderungen waren für mich sehr realistisch. Unter dem Einfluss des Familiennarrativs "Du bist ein/e Alder!" sollten die Kinder außerdem in bestimmte Rollen gedrängt werden, die von der Vergangenheit mitbestimmt waren. Ein interessanter über weite Strecken ruhig erzählter Roman über Erziehung und Geschlechterrollen, der mich zum Nachdenken eingeladen hat. Triggerwarnung: Krebs, Selbstmord, Vergewaltigung

Interessanter Klappentext

Von: Simone aus Saarbrücken Datum: 15. February 2020

Bei der Auswahl in der Bücherliste zum Testlesen hat mich der Klappentext sofort angesprochen, der Ansatz und der Gedanke zum Verfassen dieses Buches hat mich neugierig gemacht. Auch fand ich die Covergestaltung ansprechend. Die Sprachwahl ist einfach und man kann flüssig durchlesen. Aber leider hat mich die Umsetzung des Gedankens überhaupt nicht überzeugt. Ich fand alles eher sehr verwirrend. Als nach ca. 100 Seiten die Erinnerungen an Personen noch zu variieren begannen, habe ich nicht mehr weitergelesen. Schade.

Geschlechterfrage

Von: Casaplanca Datum: 14. February 2020

Das Buch “Die andere Welt” von Cohen ist ein wunderbares, gefühlvolles Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. In Casablanca, Maine wird ein Kind geboren, Louise oder/und Louis, genannt Lou. Die Geschichte berichtet von diesem Kind in unterschiedlichen Zeiten, beginnend mit ihrer/seiner Geburt. Zum besseren Verständnis sind die einzelnen Kapitel auch so überschrieben, von wem gerade die Rede ist. Beide sind nach der Schule von zu Hause fort gezogen und haben ihre/seine beste Freundin dort zurück gelassen. Bei beiden aus gutem Grund, der sich aber unterscheidet. Zum sterben der Mutter geht sie/er in die Heimat zurück und muß klären und aufarbeiten, was damals geschah. “Denn Wasser friert, fließt und formt eine Landschaft, Flüsse werden umgeleitet, Seen überflutet, Füsse tragen die Erde fort, doch das Wasser selbst bleibt immer das Gleiche.” Absolut gut und einfallsreich erzählt, was ein kleiner Unterschied, eine kleine andere Entscheidung an Lebenswegen ändern kann. Ein Buch, zum nicht mehr aus der Hand legen.

Überfrachtet

Von: Ella Hansen Datum: 13. February 2020

Ein ambitioniertes Werk, das leider hinter meinen Erwartungen zurück blieb. Der Leserin wird zu wenig zugetraut, immer wieder richtet die Autorin belehrende Worte an die wohl - leider nur weibliche - Zielgruppe. Das Thema Gender, Rollenerwartungen an Geschlechtsidentitäten ist hier meiner Ansicht nach nur der Aufhänger für eine überfrachtete Geschichte. Vorsicht SPOILER: Missbrauch, Gewalt, Vergewaltigung, Schuld, Selbstmord, Epilepsie, Krebs, ... Es fehlt leider die Leichtigkeit beim Lesen.

überraschender Ansatz - aber sehr lesenswert

Von: PhiPhi Datum: 12. February 2020

Zunächst hat mich das Cover überrascht. Sehr schön und farblich unglaublich gut gestaltet verspricht das Buch Romantik. Aber hier gibt es in der Erzählung einen unglaublichen Ansatz. Erzählt wird in unterschiedlichen Kapiteln und jeweils als Rückblick die Geschichte von Lou. Hier wird mit den Geschlechtern gespielt. Der Rückblick erfolgt jeweils aus weiblicher (Louise) und männlicher (Louis) Perspektive. Das regt sehr zum Nachdenken an. Und obwohl es viel um Verlust und Tod geht, wird es am Ende versöhnlich. Hauptthema "Welche Auswirkungen hat das Geschlecht auf das Leben eines Menschen" Man muss sich auf die Geschichte einlassen. Und man fragt sich unwillkürlich "Wäre dein Leben anders verlaufen, wenn du im anderen Geschlecht zur Welt gekommen wärst? Das Buch ist sehr empfehlenswert.

Das Leben einmal aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachtet...

Von: Christiane Datum: 12. February 2020

Als ich "Die andere Welt" von Julie Cohen in die Hand nahm und den Text auf dem Buchrücken las, dachte ich: "Ja, kann man mal zwischendurch lesen." Es klang interessant, jedoch auch nicht übermäßig spannend. Nun, nachdem ich das Buch nach kaum mehr zwei Tagen durchgelesen aus der Hand lege, kann ich meinen ersten Eindruck ganz und gar nicht bestätigen. Julie Cohen ist es gelungen, mich auf sprachlich geschickte Weise an ihr Buch zu fesseln. Sie erzählt von zwei Menschen, die lediglich in ihrer Phantasie parallel existieren. Auf einfühlsame Weise beschreibt sie ihre Lebensmodelle, die allein durch ihr Geschlecht in gewisse Bahnen gelenkt werden. Dabei wird dem Leser trotzdem immer wieder verdeutlicht, dass letztlich der Mensch allein zählt, ganz gleich, ob Mann oder Frau. Louis und Louise weisen durchaus Parallelen auf und ähneln sich in ihren Charakterzügen, nicht zuletzt durch ihre Liebe zum Schreiben oder auch zu Allie. Aber die Gesellschaft hält für Jungen und Mädchen unterschiedliche Wege bereit und die Erwartungshaltung ist eine andere. Dies flechtet Cohen an unterschiedlichen Stellen in ihren Roman ein. Dabei gestaltet sie die Geschichten der beiden Protagonisten sehr sensibel und führt sie in diversen Kapiteln zusammen. So verliert der Leser nie die Orientierung und wird an das Buch nahezu gefesselt. Welche Entscheidungen im Leben führen zu welchen Lebenswegen? Wodurch wird der Charakter geprägt? Was beeinflusst uns in unseren Lebensplänen, in denen wir entscheiden, welchen Beruf wir erlernen, ob wir eine Familie gründen, wo wir wohnen? All diese Fragen wirft die Autorin in das Buch hinein. Zurück bleibt ein Leser, der, beeindruckt von der Geschichte Lous, wohl auch ein Stück weit sein eigenes Leben analysieren will. Sehr empfehlenswert! Ein Roman mit viel Gefühl und einer starken Botschaft, die zum Nachdenken anregt.

Positive Überraschung

Von: marion selzer Datum: 11. February 2020

Das Cover des Buches hat mich beim Auspacken als Erstes an einen schnulzigen Liebesroman erinnert, zum Glück ist es das nicht. Ich bin sehr positiv überrascht, wie gut das Buch die Geschichte aus beiden Perspektiven beschreibt. Leichtfüßig, unaufdringlich und sehr schön zum lesen. Tatsächlich hatte ich einige Vorurteile, da mir der momentane Gender-Irrsinn, der zur Zeit herrscht, völlig auf die Nerven geht. Ein sehr schönes Buch, absolut lesenswert!

Nicht Sio gut wie ihr letztes Buch

Von: Die Bibliothekarin Datum: 09. February 2020

Nachdem ich gesehen habe, dass es von der Autorin bald etwas neues geben wird, war ich Feuer und Flamme, da ich "Das geheime Glück" damals verschlungen habe und mich vor allem in den interessanten Schreibstil verliebt habe. Das Cover ist noch dazu, an das andere Buch angenähert was gleich noch mehr Pluspunkte gab. Der Klappentext hatte dann das übrige getan und mir war klar ich muss dieses Buch lesen. Ich fand die Thematik des Buches auf Anhieb interessant, die selbe Geschichte aus einer weiblichen und aus einer männlichen Perspektive zu lesen war anfangs noch einfach, mit der Zeit wurde es aber auch unübersichtlicher und für mich schwer auseinander zu halten ob ich jetzt "Louis" oder "Louise" vor mir habe. Grundsätzlich fand ich den Ansatz gelungen aber es wurde auch sehr klischeehaft beschrieben, das fand ich etwas schade und da hätte ich mir doch mehr Ideenreichtum und Tiefgang gewünscht. Am Anfang plätscherte die Geschichte noch gemächlich vor sich hin um dann rasant an Tempo zu gewinnen, das eine Ereignis jagt das nächste und viele Emotionen werden vermittelt. Die Emotionen wurden auch sehr realistisch beschrieben, wodurch manchmal echt schlucken musste. Fazit: Ich hatte mir zwar hier und da etwas mehr Tiefgang gewünscht und vor allem das eine oder andere Klischee zu viel. Ansonsten fand ich aber die Idee ganz interessant und habe es so in dieser Art noch nicht gelesen. Ich würde auch weiterhin Bücher der Autorin lesen, weil sie einen interessanten Schreibstil hat.

Don't judge a book by its cover!

Von: Susanne S. Datum: 08. February 2020

Als ich das Buch bekam, wusste ich nicht so recht, was ich davon halten soll: ein nichtssagender Titel, ein esoterisch anmutender Spruch und dazu ein Einband, der lieblich, romantisch und verspielt wirkt. Ich muss zugeben, groß waren meine Erwartungen nicht. Doch ich wurde eines Besseren belehrt. "Die andere Welt" ist eine realistische Geschichte mit unrealistischem Ausgangspunkt. Die Autorin spielt das Leben eines Menschen durch, einmal als Mann, einmal als Frau. Die Rahmenbedingungen bleiben die gleichen. Es geht um Liebe und Verzeihen, um den Tod geliebter Menschen und um das "Was wäre, wenn". Man kommt nicht umhin, auch seine eigene Geschichte zu hinterfragen. Was wäre, wenn ich selbst in einem anderen Geschlecht geboren worden wäre? Wie hätte ich mich, wie hätte sich meine Familie entwickelt? Nur am Ende flacht die Geschichte etwas ab, der Schluss ist ebenso rosa wie der Einband. Das tut aber auch ein bisschen gut, denn das Schicksal der Hauptpersonen ist kein einfaches. Eine klare Leseempfehlung.

„Die andere Welt“

Von: LinesLieblingsbuecher Datum: 07. February 2020

Vielen Dank an das @bloggerportal für die Bereitstellung des Buches! Autorin: Julie Cohen Verlag: Diana Erschienen am: 13.01.2020 Für mich war es das zweite Buch der Autorin. Und auch mit diesem Roman hat sie mich völlig überzeugt! Zum Inhalt: Als Peggy und Irving Alder ihr erstes Kind erwarten sind sie überglücklich. Das Kind ist wohlauf und hört auf den Namen Lou. Und ab hier teilt sich die Geschichte bereits: Denn in einer Variante ist Lou ein Mädchen (Louise) und in der zweiten Version ist Lou ein Junge (Louis). Wir verfolgen beide Leben und erleben die unterschiedlichen Wege, die Lou als Louise bzw. als Louis einschlagen wird. In beiden Geschichten haben Louise/Louis ähnliche Erfahrungen gesammelt. Beide habe das gleiche Umfeld, die gleichen Bezugspersonen. Und doch passiert etwas, dass das Leben der beiden in völlig unterschiedliche Richtungen verlaufen lässt. Fazit: Ich fand die Idee hinter diesem Roman unglaublich gut!!! Der Gedanke, wie das Geschlecht möglicherweise dein Leben bestimmt finde ich wirklich spannend. Das ist auch sogleich mein einziger Kritikpunkt an dieser Geschichte. Es gibt durchaus Passagen, die aufgrund des Geschlechtes ausschlaggebend waren. Vieles war meiner Meinung nach aber unabhängig davon und somit nicht relevant für den Lebensweg. Ich hatte erwartet, dass das stärker in den Fokus genommen würde. Nichtsdestotrotz hat mich die Story total überzeugt. In diesen parallel verlaufenden Geschichten lesen wir über Freundschaft, Trauer, tiefe Traumata und wie wichtig es ist, zu verzeihen. Anderen aber vor allem sich selbst. Für mich war es eine außergewöhnliche Leseerfahrung. Denn die Art, wie die Autorin diese beiden Verläufe gegenüber stellt und daraus trotzdem eine einzige Geschichte gemacht hat, war für mich interessant und auch neuartig!!! Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung!!!

Zwei unterschiedliche Leben, aber eine Person...

Von: sk Datum: 05. February 2020

Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover gefällt mir sehr und macht direkt Lust auf mehr. Zusehen ist ein lila Hintergrund mit drei Wolken. Das herausstechende Element aber sind die zwei Libellen, wobei eines pink und golden ist, das andere aber blau. Zum Inhalt: Louis und Louise Alder haben die selben Eltern und sind zudem beide im Jahre 1979 geboren, jedoch sind sie keine Zwillinge. Die Eltern, Peggy und Irving, bekommen ein einziges Kind, das sie Lou nennen - die Kurzform von Louise und Louis. Cohen entwirft eine Geschichte, in der Lou einmal als Mädchen und einmal als Junge zur Welt kommt. Es handelt sich dennoch um ein und dieselbe Person, die sich nur durch das Geschlecht unterscheidet. Beide Lou's wachsen im selben Umfeld, in identischen familiären Verhältnissen und mit den gleichen Freunden auf. Zudem kehren beide ihrer Heimatstadt, Casablanca, nach einem dramatischen Ereignis den Rücken. Dreizehn Jahre später müssen sich beide der Vergangenheit stellen und wieder nach Casablanca zurückkehren. Welche Auswirkungen das Geschlecht auf das Leben eines Kindes und späteren Erwachsenen, auf die Eltern, aber auch auf die Freunde hat, wird in diesem Roman thematisiert. Zum Schreibstil: Die Autorin Julie Cohen hat einen angenehmen, einfühlsamen und melancholischen Schreibstil. Die Geschichte von Louise und Louis handelt im Jahre 2010 und erzählt in Rückblenden, was sich von 1979 bis 1997 ereignet hat. Dabei wird die Handlung aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, bei denen es rückblickend in die Vergangenheit geschaut wird. Die Wechsel sind jeweils mit dem Namen der Person, die gerade im Zentrum steht, als auch mit der entsprechenden Jahresangabe gekennzeichnet. Da Louise und auch Louis in der jeweiligen Handlung allerdings als Lou bezeichnet werden, ist es besonders wichtig zunächst konzentriert zu lesen, um den Überblick zu behalten. Julie Cohen schafft es dabei, die Protagonisten und Handlungsorte so detailliert zu beschreiben, dass man diese mühelos vor Augen hat. Man merkt direkt, dass weder Louise noch Louis im Jahre 2010 glücklich sind und beide mit ihrer Vergangenheit hadern. Dabei wird nicht von zu Beginn an verraten, was vor dreizehn Jahren geschehen ist und weshalb beide Casablanca im Jahre 1997 verlassen haben. Der Spannungsbogen wurde nach einigen Seiten aufgebäumt und bis zum Schluss gehalten. Der Einstieg verlief etwas gemächlich: anfangs war es etwas schwer herauszufinden, was nun eigentlich vor sich ging und vor allem die verschiedenen Leben mit den Szenarien auseinander zu halten. Nichtsdestotrotz sorgt der einfühlsame Schreibstil der Autorin dafür, dass man sich in der Geschichte wohl fühlt und somit das Geschehen interessiert verfolgt. Ein guter Leseverlauf wurde durch eine einfühlsame Erzählweise und vor allem durch einen flüssigen und leichten Schreibstil, kurzen Sätzen, Absätzen sowie Dialogen ermöglicht. Insgesamt besteht dieser Roman aus 45. Kapiteln. Mein Fazit: Mit diesem Roman möchte die Autorin Julie Cohen aufzeigen, dass das Geschlecht eines Menschen unterschiedliche Lebensläufe entwickelt. Beim Lesen wurde ich oft zum Nachdenken angeregt. Es zeigt sich, wie selbst die kleinste Entscheidung das eigene Leben, sowie das Leben anderer beeinflussen kann. Diese Gegenüberstellung ist außergewöhnlich und hebt sich durch die Idee, ein und dieselbe Person einmal als Mädchen und andererseits als Junge zu betrachten, aus der Masse hervor. Nach einem eher gemächlichen Einstieg, nimmt die Handlung dennoch an Fahrt auf! Dementsprechend gebe ich diesem Roman 4,5 von 5 Sternen und spreche eine Leseempfehlung aus! Danke an das Bloggerportal und dem Diana - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!

Zwei Schicksale in einer Person

Von: madiko Datum: 04. February 2020

Julie Cohen beschreibt in ihrem Buch " Die andere Welt " sehr genau eine Familie in einer Kleinstadt in Maine. Diese Kleinstadt kann überall auf der Welt sein. Den Lebensweg einer Person unterschiedlich darzustellen hat mir sehr gut gefallen, wobei es egal ist, ob man männlich oder weiblich ist. Wichtig ist der Mensch an sich. Zuerst brauchte ich einige Zeit um Mit Louis und Louise klar zu kommen aber nach einigen Seiten war man in der Geschichte gefangen und wollte wissen was vor 13 Jahren passiert ist. Es ist ein interessantes Buch das zum Nachdenken anregt. Es hat mir sehr gut gefallen.

Die andere Welt

Von: Andy 1966 Datum: 04. February 2020

Bis ich mich in der Geschichte zurecht fand dauerte es eine Weile. Aber dann fand ich die Geschichte sehr interessant, das ganze aus zwei Perspektiven zu betrachten. Eine ganz andere Sicht auf die Dinge wie sie waren.

Ein Buch über das was uns prägt

Von: Sabine Datum: 31. January 2020

Es ist ein auffallend hübsches Cover, das sehe ich sofort. Pink-flieder, der Titelschriftzug „Die andere Welt“ in Goldprägung, ein Libellenpaar in rosa und blau, ein paar angedeutete Wolken und im zarten Hellblauton der Name der Autorin sowie ein Zitat der Autorin Rosie Walsh über dieses Buch. Der pinke Farbton ist sehr gut gewählt, wie ich finde. Deutet diese Farbe für mich sofort auf Sensibilität und Einfühlungsvermögen hin. Eine Mädchenfarbe eben, die aber auch einige Jungs unterdessen toll finden. Im Gegensatz dazu der Blauton. Der steht für mich für Ausgeglichenheit, Harmonie, Ruhe aber auch für Unternehmungsgeist. Aber auch für das traditionelle, Mädchen rosa, Jungen blau. Ob das Zufall ist? Oder eher bewusst gewählt wurde, werde ich bei der Lektüre sicher noch herausfinden.

Ist es so wichtig, ob man männlich oder weiblich ist?

Von: Blumiges Bücherparadies Datum: 30. January 2020

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich die Idee echt interessant finde. Julie Cohen möchte aufzeigen, dass obwohl man exakt unter denselben Voraussetzungen aufwächst, es doch unterschiedlich sein kann, wie man behandelt wird nur aufgrund des Geschlechts. In diesem Buch gebärt Peggy (die Mutter) ein einziges Kind und abwechselnd wird über das Leben von Louise und Louis erzählt, da die beiden aber ihren Spitznamen - Lou - teilen, ist es doch manchmal echt schwierig gewesen zu unterscheiden, ob man gerade aus der Perspektive liest, wo es um den Sohn oder um die Tochter geht. Beide machen relativ ähnliche Erfahrungen, aber das Verhältnis zu ihrer Mutter ist unterschiedlich. Louis versteht sich nämlich sehr gut mit seiner Mutter, währenddessen Louise einen so heftigen Streit mit Peggy hatte, dass sie aus Casablanca flieht. Durch das unterschiedliche Geschlecht werden unterschiedliche Kettenreaktionen, die ich ziemlich faszinierend finde. Ich hatte zwar wirklich starke Probleme mich zu konzentrieren, in welchem Jahr wir jetzt sind, um wen es geht (es gab nämlich auch Kapitel, wo es irrelevant war, ob es um Louis oder Louise ging). Dennoch ist es ein gutes Buch, dass die Menschen anregen kann.

Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen?

Von: Souzanna Datum: 30. January 2020

Die Protagonisten und auch Freunde und Familienmitglieder werden authentisch beschrieben, ihre Beweggründe und Handlungen sind für mich als Leser nachvollziehbar und ich fühle mich ihnen nah. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und ich als Leser will unbedingt wissen, was „damals“, vor dreizehn Jahren, passiert ist und als dieses Geheimnis dann gelüftet ist, will ich wissen, wie es denn nun für alle weiter geht. Ich empfinde beide Lebensverläufe als sehr ähnlich und würde nach dem Lesen des Buchs sagen, nein, das Geschlecht macht keinen Unterschied. Die Autorin lässt sowohl Louis als auch Louise im Laufe der Geschichte sinngemäß sagen, dass es nicht auf die sexuelle Identität, sondern auf den Menschen ankommt. Das Buch handelt von Liebe, Vergebung, Loslassen, Entscheidungen und ihren Konsequenzen, und von Mut. Julie Cohen beweist hier meiner Meinung nach neben schriftstellerischem Können sehr viel Lebensweisheit.

Das was uns prägt und die Schmerzen im leben

Von: My.book.pages Datum: 28. January 2020

In "Die andere Welt" geht es um einen jungen Menschen der in einem Universum ein Mann ist und in der anderen eine Frau ,also gleiten wir gleich in zweiverschiedene Welten und der einzige unterschied besteht darin das Lou ein anderes Geschlecht hat, bis auf das Details haben sie alles gemeinsam. Wollen wir doch mal sehen was aus ihrem Leben gemacht wird wenn es diesen einen  unterschied gibt. Lou hast die Kleinstadt Casablanca in der die beiden aufgewachsen sind. Doch an einem Tag schicken ihre ganzen Probleme  die beiden zurück in die Stadt. Was ist mit Louise passiert?, Wieso will sie nicht zurück nach Casablanca? und was geht in Louis vor sich. Meinung: Ich war schon ganz gespannt was mich erwarten wird. Der Schreibstiel war angenehm  und man fühlte sich sofort wolle. Anfangs jedoch war es etwas schwer heraus zu finden was nun eigentlich vor sich ging und die verschieden Leben mit dem ganzen Szenarien auseinander zu halten den die Erzählung findet einmal von Louises Seite und einmal von Louis Seite. Kindheit Erinnerungen werden auch erzählt damit wir als Leser die Protagonisten gleich noch besser verstehen können. (Was ich auch total spannend fand) Es war wirklich spannend und total interessant zu lesen was aus dem leben dieser beiden heranwachsenden jungen Menschen passiert, wenn sie einfach nur das Geschlecht unterscheidet. Das Buch spielt in diesem Jahrhundert also findet man auch nicht Geschlecht feindliches oder so. Es geht eben wirklich darum wie sich auch die Leben andere Menschen aufgrund von Lou verändern. Es werden aber dennoch schwierige Themen behandelt wie Selbstmord, Krebserkrankungen, Vergewaltigung und Scheidung. Fazit: Alles in einem fand ich das Buch wirklich gut, es hat mir gefallen und ich fand es spannend. Die Themen auf denen das Buch basiert hat mich geprägt. Dabei konnte ich auch ein paar dinge mit nehmen.

Außergewöhnlich

Von: Biggi Schuhwerk Datum: 27. January 2020

Dieser Roman kommt eindeutig auf meine Lieblingsbücherleseliste ! Er ist wirklich etwas ganz Besonderes. Nicht die Geschichte macht das Buch besonders, sondern die Herangehensweise der Autorin. Wenn ich nach dem Cover oder dem Klappentext gegangen wäre, hätte ich mir dieses Buch nie ausgesucht. Es sieht aus wie ein leichter Liebesroman und liest sich auf der Rückseite auch so. Aber... weit gefehlt. Dieses Buch ist wirklich sehr außergewöhnlich. Ich hab erst ein paar Seiten gebraucht um in die Gedankenwelt der Autorin einzutauchen. Ab ca Seite 45 war ich dann wie hypnotisiert und konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Die Idee hinter diesem Buch ist unglaublich. Unglaublich spannend. Unglaublich berührend. Unglaublich gedankenanregend. Ich will aber nicht zu viel verraten. Das wäre schade für jeden, der sich für das Buch entscheidet . Darum nur noch eins : Unbedingt lesen !!!

Die andere Welt

Von: Mel S Datum: 27. January 2020

Zuerst einmal muss ich sagen, dass dieses Buch sehr schön designed wurde. Es wurden die "typischen" Farben gewählt, für Junge und Mädchen. Dazu wurde Gold wirklich gut eingebracht. Es sieht sehr ansprechend aus und hat gleich mein Interesse geweckt, obwohl ich nicht dem typischen Farbklischee folge, das den Geschlechtern zugeschrieben wird. Dieses Buch entführt einen wirklich immer wieder in die andere Welt. Ob man nun bei Louis ist oder bei Louise, die eben nun den einen Unterschied haben. Ihr Geschlecht. Sonst sind sie genau die gleichen Menschen, sie haben die gleichen Interessen und Vorlieben, die gleichen Freunde, die gleiche Familie, usw... Dennoch wird klar, dass in dieser Welt das Leben ganz unterschiedlich verläuft. Je nach Geschlecht. In einer Welt wo ein Mann eine Firma weiterführen könnte, ist es für eine Frau undenkbar. Wo ein Junge nach dem Vater kommen soll und ein Mädchen hübsch gekleidet für den Mann (der nicht unbedingt ihre Wahl ist) da sein soll. Da verlaufen auch Begebenheiten ganz unterschiedlich. Selbst diese eine Situation, die ich nicht spoilern möchte, endet beim Mädchen auf eine ganz andere Weise wie beim Jungen, auch wenn es durch die selbe Person passiert. Für beide eine ganz furchtbare Situation, weswegen beide sich ein neues Leben aufbauen. Auch in diesem neuen Leben entwickeln sich beide unterschiedlich. Jedoch haben sie noch vieles gemeinsam. Vor allem, dass sie nicht länger vor der Vergangenheit davon laufen sollten. "Achtung Spoiler:" Als sie die Nachricht erreicht, dass ihre Mutter im sterben liegt, machen sich beide auf den Weg nach Hause. In die Stadt, die ihr Leben so geprägt hat, vor der sie geflüchtet sind um nicht mehr an das schlimme Ereignis zu denken. Im Leben von Louis haben sich seine Eltern getrennt und er kümmert sich alleine um seine Mutter, bis er mit seiner großen Liebe Allie den Vater besucht um ihm die Wahrheit von damals zu erzählen. Damit er mit zu seiner Mutter kommt. Bei Louise sind die Eltern zusammen, dafür ist sie eigentlich mit der Mutter zerstritten, weil sie ihr damals nicht geholfen hat. Sie hat sich gegen ihr Kind für die Stadt entschieden. In einer Situation, die ein Mensch nicht allein bewältigen sollte. Doch Louise fängt an mit der Situation abzuschließen, als sie Allie erzählt was passiert ist und Allie ihr ohne Zweifel glaubt. Auch die Mutter hat angefangen über diese Situation nachzudenken und spricht sich mit ihrer Tochter aus. Man bekommt den Eindruck die Mutter wollte in beiden Leben erreichen, dass alle ins Reine kommen. Denn nachdem die größten Hürden geschafft sind, stirbt sie. Nach der Beerdigung fangen Louise und Louis an zu merken, was ihnen in den letzten Jahren wirklich gefehlt hat und können nach und nach ihre Blockaden ablegen um endlich ein glückliches Leben zu beginnen, das ihnen seit dieser einen Nacht verwehrt blieb. Zusammenfassend möchte ich eine Stelle aus dem Buch zitieren: "Wir können einen Fluss kennen, aber nicht alle Tropfen in ihm,..." Vielleicht ist es vorgegeben, auf welchen Weg uns unser Leben bringt, aber den Verlauf werden wir erst dann erfahren, wenn wir es wirklich erleben und selbst mitbestimmen. Ein noch so kleiner Unterschied kann bewirken, dass unser Leben in einer ganz anderen Art verläuft. Wir müssen immer versuchen das positive daraus zu nehmen und wir dürfen nicht an den negativen Ereignissen festhalten. Dieses Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht und zu Tränen gerührt. Es ist sehr verständlich geschrieben und hat einen charmant ehrlichen Schreibstil. Wenn man ein Buch lesen möchte, von dem man mitgenommen wird auf eine Reise von zwei Personen, in dem man mitfühlt, wie sie sich fühlen in ihrer Vergangenheit, Gegenwart und in ihrer Zukunft, in dem man traurig sein kann, fröhlich und zum nachdenken angeregt wird, dann sollte man dieses Buch auf jeden Fall lesen.

Überraschend wenig SJW

Von: TJ Datum: 26. January 2020

Das interessante Konzept des Buches war es, das mein Interesse geweckt hat und auch wenn ich ein wenig Angst davor hatte auf ein Buch zu stoßen, welches sich voll und ganz der Social Justice Warrior Welle anschließt, die im Moment die Erde überschwemmt, habe ich mich darauf eingelassen und wurde nicht enttäuscht. Die Geschichte die aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt wird ist lyrisch sehr gelungen und regt zum Nachdenken an. Sie bedient sich mancher Geschlechterrollenklischees, was die Handlung ein wenig vorhersehbar macht. Der Fokus des Buches liegt aber ohnehin eher auf der zu übermittelnden Botschaft: Man kann erreichen was man möchte unabhängig vom Geschlecht und manche Eigenschaften sind genetisch vorgegeben. An sich ein interessantes Buch, aber nichts außergewöhnliches.

sehr unterhaltsamer Roman, der zum Nachdenken anregt

Von: Manja Datum: 24. January 2020

Meine Meinung Von Julie Cohen kannte ich bereits andere Romane. Nun stand mit ihrem Buch „Die andere Welt“ wieder etwas aus ihrer Feder auf meinem Leseplan und ich war echt total gespannt darauf. Das Cover hat mich total angesprochen und der Klappentext versprach mir richtig schöne Lesestunden. Daher habe ich das Buch auch nach Erhalt flott gelesen. Die Charaktere hier sind der Autorin wirklich gut gelungen. Ich empfand sie als vorstellbar beschrieben und die Handlungen sind auch nachvollziehbar. Beide Protagonisten waren mir sehr sympathisch. Sie sind beide detailliert beschrieben und wirkten lebendig und realistisch auf mich. Louise empfand ich als gut ausgearbeitet. Als weibliche Leserin konnte ich mich sehr gut in sie hineinversetzen. Im zweiten Erzählstrang wird aus Louise Louis. Er ähnelt ihr, dennoch aber gibt es eben Unterschiede im Leben, die aber nicht gravierend sind. Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und flüssig. Dadurch bin ich wirklich sehr gut durch die Seiten gekommen und konnte auch problemlos folgen. Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen von Louise und Louis. Mir gefiel dies sehr gut, denn so konnte ich beiden noch besser folgen. Zwischendrin gibt es zudem auch Kapitel, die aus beider Sichtweisen dargestellt sind, wo die Geschehnisse von beiden miteinander verglichen werden. Die Handlung selbst beginnt ziemlich langsam. Gerade zu Beginn war ich doch sehr verwirrt, musste mich erst einmal vollkommen zurecht finden. Das hat sich mit der Zeit gegeben, ich konnte mich dann gut orientieren und dem Geschehen gut folgen. Der Roman hier weicht doch merklich davon ab was ich sonst so lese. Es kommt hier nach dem Anfang auch gut Spannung auf, die Autorin widmet sich hier vor allem auch dem Thema der Geschlechter. Sie versucht zu klären was männlich und was weiblich ist. Sie stößt Fragen an, gibt Antworten, die gerade auch für den Leser interessant gehalten sind. So wird es auch geheimnisvoll, es kommen ungeahnte Dinge an Licht und der Leser wird unweigerlich auch zum Nachdenken angeregt. Das Ende ist dann in meinen Augen doch ganz gut gelungen. Ich empfand es für mich persönlich als passend zur Gesamtgeschichte gehalten, es macht rund und schließt alles gut ab. Fazit Insgesamt gesagt ist „Die andere Welt“ von Julie Cohen ein Roman, der mich bis auf ein paar Kleinigkeiten wirklich gut für sich gewinnen konnte. Die gut beschriebenen Charaktere, ein angenehm flüssig zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die zwar am Anfang verwirrend sein mag, in der sich dann aber doch Spannung entwickelt und die sich auch mit interessanten Themen beschäftigt, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

Jede Entscheidung beeinflusst unser Leben

Von: cbee Datum: 24. January 2020

Inhalt: Lois und Louise unterscheiden sich nur durch ihr Geschlecht. Sie durchleben beide ihre Kindheit und wachsen zu willensstarken jungen Erwachsenen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben und in einer verhängnisvollen Nacht verlieren sie beide etwas sehr Wertvolles und verlasse den kleinen Ort. 13 Jahre später können sie aber nicht mehr vor ihrer Vergangenheit davonlaufen und kehren zurück. Wie verlaufen zwei Leben, die nur mit einem Unterschied beginnen? Meinung: Ich muss zugeben, dass ich mir mit dem Buch etwas schwer getan habe, zumindest bei der ersten Hälfte. Wobei ich das Thema und die Herangehensweise sehr interessant finde. Die Autorin erkundet, wie das Geschlecht eines Kindes, mit völlig gleichen Voraussetzungen, sein Leben beeinflusst. "Doch als Lou geboren wird, sehen alle zuerst das biologische Geschlecht. Es ist das Erste, wonach jeder fragt. Die Grundlage jeder einzelnen Entscheidung, die über diesen kleinen Menschen getroffen wird, bevor er die Macht besitzt, eigene Entscheidungen zu treffen." Es klingt interessant und es ist auch interessant und trotzdem wollte es mir nicht so recht gelingen, in die Geschichte hineinzukommen. Vielleicht lag es auch gerade daran, dass mit jedem Kapitel die Erzählperspektive zwischen Louis und Louise geändert wurde. Oft hatte ich auch Probleme, weil ich gerade nicht wusste, über wen ich gerade lese, da beide Lou genannt wurden. Ab ungefähr der Mitte des Buches nimmt die Handlung Fahrt auf und ab dem Zeitpunkt hat mich die Geschichte dann doch gepackt. Normalerweise würde ich in so einem Fall 3 Sterne vergeben, doch da ich das Thema wirklich interessant finde und es auch bewundere, wie die Autorin es geschafft hat, die beiden Leben, die sich anfangs nur durch das Geschlecht unterschieden haben, durchzudenken und einfühlsam zu erzählen. Uns ist es meistens nicht bewusst, aber jede kleine Entscheidung beeinflusst unser weiteres Leben und auch das Leben anderer. Und genau das wird in diesem Buch gezeigt. Fazit: Sehr interessantes Thema und Herangehensweise. Einfühsam erzählt.

Gelungenes Gedankenspiel

Von: Carola1475 Datum: 24. January 2020

Inhalt/Verlagstext: Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben – und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Meine Meinung: Das Cover ist farblich und vom Motiv her schön gestaltet und die symbolträchtigen Libellen mit ihren zwei Flügelpaaren zieren auch jede Kapitelüberschrift: „Louis“, „Louise“ und „Louis & Louise“. In den „Louis & Louise“-Kapiteln werden Begebenheiten erzählt, bei denen es keine Rolle spielt, ob sie „ihm“ oder „ihr“ passieren. Die Protagonisten und auch Freunde und Familienmitglieder werden authentisch beschrieben, ihre Beweggründe und Handlungen sind für mich als Leser nachvollziehbar und ich fühle mich ihnen nah. Die Geschichte ist von Anfang an spannend und ich als Leser will unbedingt wissen, was „damals“, vor dreizehn Jahren, passiert ist und als dieses Geheimnis dann gelüftet ist, will ich wissen, wie es denn nun für alle weiter geht. Ich empfinde beide Lebensverläufe als sehr ähnlich und würde nach dem Lesen des Buchs sagen, nein, das Geschlecht macht keinen Unterschied. Die Autorin lässt sowohl Louis als auch Louise im Laufe der Geschichte sinngemäß sagen, dass es nicht auf die sexuelle Identität, sondern auf den Menschen ankommt. Das Buch handelt von Liebe, Vergebung, Loslassen, Entscheidungen und ihren Konsequenzen, und von Mut. Julie Cohen beweist hier meiner Meinung nach neben schriftstellerischem Können sehr viel Lebensweisheit. Gern vergebe ich fünf Sterne.

Anderes Geschlecht - anderes Leben?

Von: Ugur Datum: 24. January 2020

In Julia Cohens neuem Buch 'Die andere Welt' geht es um zwei verschiedene Welten. Auf der einen Seite wird das Leben von Louis und auf der anderen Seite von Louise dargestellt, die unter den selben Umständen leben, nur eben unterschiedliche Geschlechter haben. Das Cover ist in einem sehr schönen pinken Ton mit goldener Schrift. Deshalb würde das Buch so gut wie jeder Frau direkt ins Auge springen :) Die Idee hinter der Geschichte: Wie man die Umgebung je nach Geschlecht anders wahrnehmen kann, ist zunächst sehr interessant. Jedoch fiel es mir teilweise schwer der Geschichte zu folgen, da ich nicht mehr genau wusste, ob jetzt von Louis oder von Louise dir Rede war. Mir fehlte an der Stelle mehr Gefühl, mehr Ausdrücke, die die Unterschiede stark deutlich gemacht hätten. Man wird trotzdem zum Nachdenken gebracht und fragt sich, ob das eigene Leben anders wäre bzw. inwieweit das anders wäre, wenn man das andere Geschlecht hätte.. Alles in einem kann ich sagen: Das Buch ist lesenswert, würde aber meiner Meinung nach eher Frauen ansprechen. Von mir bekommt das Buch 3 von 5 Sternen!

Was wäre wenn ich das andere Geschlecht hätte?!

Von: Merve Ugur Datum: 24. January 2020

In Julia Cohens neuem Buch 'Die andere Welt' geht es um zwei verschiedene Welten. Auf der einen Seite wird das Leben von Louis und auf der anderen Seite von Louise dargestellt, die unter den selben Umständen leben, nur eben unterschiedliche Geschlechter haben. Das Cover ist in einem sehr schönen pinken Ton mit goldener Schrift. Deshalb würde das Buch so gut wie jeder Frau direkt ins Auge springen :) Die Idee hinter der Geschichte: Wie man die Umgebung je nach Geschlecht anders wahrnehmen kann, ist zunächst sehr interessant. Jedoch fiel es mir teilweise schwer der Geschichte zu folgen, da ich nicht mehr genau wusste, ob jetzt von Louis oder von Louise dir Rede war. Mir fehlte an der Stelle mehr Gefühl, mehr Ausdrücke, die die Unterschiede stark deutlich gemacht hätten. Man wird trotzdem zum Nachdenken gebracht und fragt sich, ob das eigene Leben anders wäre bzw. inwieweit das anders wäre, wenn man das andere Geschlecht hätte.. Alles in einem kann ich sagen: Das Buch ist lesenswert, würde aber meiner Meinung nach eher Frauen ansprechen. Von mir bekommt das Buch 3 von 5 Sternen!

Starker Anfang, lässt aber dafür auch stark nach

Von: Kiarafee Datum: 24. January 2020

Ich war von der Idee die in diesem Roman steckt sehr begeistert und gespannt was daraus gemacht wird. Der Anfang der Geschichte ist vielversprechend, nach etwa 150 Seiten war ich von der Entwicklung der Story so enttäuscht, das ich nach weiteren sehr schleppenden 100 Seiten aufgegeben habe. Schade, das Thema hätte deutlich mehr hergeben können.

berührend

Von: makopi Datum: 23. January 2020

Julie Cohen ist mit diesem Buch etwas ganz besonderes gelungen. An einem kleinen Ort in Maine wird ein Kind geboren. Wie sehr beeinflusst das Geschlecht dieses Kindes den Lebenslauf? Wie entwickeln sich Louis und Louise? Was macht ihr Leben als Erwachsene aus, als sie nach Maine zurück kommen? Es gelingt der Autorin wunderbar, diese beiden Leben einfühlsam zu schildern. Selten etwas so berührendes gelesen.

wirklich anders

Von: Helgus Datum: 23. January 2020

das Buch ist sehr schön geschrieben und sehr gut zum Lesen. Einmal wird das Buch aus der Sicht Louises und einmal aus der Sicht Louis geschrieben obwohl es nur eine Person ist. Traurig und faszinierend zugleich.

Eine faszinierende Idee - ein Buch über das, was uns prägt

Von: Virginie Storm Datum: 19. January 2020

"Das wird eine kleine Prinzessin. Die lässt alle warten", sagt jemand zur Mutter, als die Geburt zwei Wochen überfällig ist. In einer anderen Geschichte seufzt die Mutter, als ihre Fruchtblase platzt: "Nur ein Junge würde ein Gespräch unterbrechen, wenn es gerade interessant wird!" Louise kehrt in ihre kleine Heimatstadt in Maine zurück und muss sich einem schrecklichen Ereignis stellen, das vor 13 Jahren geschehen ist. Außerdem trifft sie das erste Mal wieder auf ihre Jugendfreundin Allie und deren Zwillingsbruder Benny. In zweiten Erzählstrang dieses Buches ist alles gleich: der Ort, die Familie, die Freunde. Nur heißt der Protagonist Louis statt Louise. Julia Cohen beschreibt in ihrem Roman, welchen Einfluss das Geschlecht und die Zuschreibungen des Umfeldes auf das heranwachsende Kind haben. Wie hat sich das Leben von Louis und Louise entwickelt? Haben sie Kinder? Welche Beziehung haben sie zu ihren Eltern? Abwechselnd erzählt die Autorin von Louises und Louis` Rückkehr. Dazwischen kommentiert sie in Kapiteln, die mit "Louis & Louise" überschrieben sind, die Geschehnisse und vergleicht sie. Ich hatte mehr Beispiele von unterschiedlicher Behandlung der Geschlechter erwartet. (Ich erinnere mich grob an das Sachbuch "Wir werden nicht als Mädchen geboren - wir werden dazu gemacht" von der Psychologin Ursula Scheu.) Die Geschichte begann etwas langsam, und ich empfand es als verwirrend, dass Louis auch Lou genannt wurde und beide Protagonisten die gleichen Freunde, das gleiche Umfeld, die gleichen Eltern haben. Gelegentlich hat es einen Moment gedauert, bis ich mich (trotz Kapitelüberschrift) orientiert hatte. Während der Lektüre war ich eher damit beschäftigt, Unterschiede in beiden Lebensläufen zu finden, als mich mit den Figuren zu identifizieren. Die Spannung zog stark an, als das prägende Ereignis von vor 13 Jahren beschrieben wurde. Die Schilderungen waren für mich sehr realistisch. Unter dem Einfluss des Familiennarrativs "Du bist ein/e Alder!" sollten die Kinder außerdem in bestimmte Rollen gedrängt werden, die von der Vergangenheit mitbestimmt waren. Ein interessanter über weite Strecken ruhig erzählter Roman über Erziehung und Geschlechterrollen, der mich zum Nachdenken eingeladen hat. Triggerwarnung: Krebs, Selbstmord, Vergewaltigung

Identität ...

Von: Diane Jordan Datum: 13. January 2020

Die andere Welt Neues Jahr – neues Buch. Ich starte den Januar mit dem Taschenbuch- Roman „Die andere Welt“ von Julie Cohen. Es ist ein auffallend hübsches Cover, das sehe ich sofort. Pink-flieder, der Titelschriftzug „Die andere Welt“ in Goldprägung, ein Libellenpaar in rosa und blau, ein paar angedeutete Wolken und im zarten Hellblauton der Name der Autorin sowie ein Zitat der Autorin Rosie Walsh über dieses Buch. Der pinke Farbton ist sehr gut gewählt, wie ich finde. Deutet diese Farbe für mich sofort auf Sensibilität und Einfühlungsvermögen hin. Eine Mädchenfarbe eben ☺, die aber auch einige Jungs unterdessen toll finden. Im Gegensatz dazu der Blauton. Der steht für mich für Ausgeglichenheit, Harmonie, Ruhe aber auch für Unternehmungsgeist. Aber auch für das traditionelle, Mädchen rosa, Jungen blau. Ob das Zufall ist? Oder eher bewusst gewählt wurde, werde ich bei der Lektüre sicher noch herausfinden. Jedenfalls ist der Klappentext sehr interessant und weicht auch von meinem sonstigen Lesestoff gewaltig ab. Gespannt fange ich an zu lesen und freue mich über das griffige Naturpapier, was sich sehr gut anfühlt, wie ich finde. Gut gefällt mir auch, dass die einzelnen Kapitel mit den Namen der Protagonisten Louis & Louise sowie den Libellen vom Cover geschmückt sind. Die Autorin beschreibt ihre Romanfiguren detailreich. Dadurch haucht sie ihnen Leben ein und macht sie greifbar und authentisch. Mir sind die beiden sympathisch. Aber auch die anderen Familienmitglieder und Freunde werden überzeugend geschildert. Und ich spiele gedanklich das Spiel, was, wäre, wenn? Und natürlich stelle ich mir schnell die Frage: „Gibt es mehr als zwei Geschlechter, oder ist es am Ende gar nur eins...? Sind es Rollentausch oder sich einfach nur in das andere hineindenken. Dies bietet viel Spielraum für Spekulationen.“ „Was macht „nur“ weiblich oder „nur“ männlich aus?“ Aber auch Fragen aus der Biologie oder Psychologie schießen mir bei der Lektüre durch den Kopf. Grins ☺ als Rezensent finde ich es natürlich mega spannend, ob es einen Unterschied macht als Frau oder als Mann einen Roman zu schreiben. Und welche Hindernisse einen da erwarten. Gekonnt gelingt es Julie Cohen meiner Meinung daher, die zwei Biografien/Lebensläufe von Louis & Louise gekonnt wie eine DNA Doppelhelix aufzudröseln. Der Wortlaut, Sprachstil und Syntax sind dabei angenehm und leicht verständlich. Spoiler: Der Plot hat es in sich und macht nachdenklich. Unbewältigte Konflikte, dunkle Geheimnisse, Jugendsünden und der verhängnisvolle Schuss .... ... Ein Leben, zwei Welten ... Der kleine Unterschied und ob signifikante Unterschiede dem gängigen Rollenklischee zuträglich sind oder nicht, nach diesem Roman denkt ihr vielleicht etwas intensiver darüber nach. Inhalt: Louise und Louis haben alles gemeinsam, bis auf eines: ihr Geschlecht. Beide wachsen zu willensstarken jungen Menschen heran, verlieben sich, träumen davon, Romane zu schreiben – und verlieren in einer dramatischen Nacht viel zu früh das Vertrauen ins Leben. Dreizehn Jahre später können beide nicht mehr vor der Vergangenheit davonlaufen und kehren in die Heimat zurück. Was denkt und fühlt Louise, was Louis? Wie verlaufen zwei Wege, die mit nur einem Unterschied beginnen? Einfühlsam erkundet Julie Cohen in ihrem vielschichtigen Roman, wie das Geschlecht unser Leben und unsere Identität bestimmt. Die Autorin: Julie Cohen wurde in Maine, USA, geboren und verbrachte ihre Kindheit zwischen Büchern in der Bibliothek. Sie studierte Literatur an der Brown und der Cambridge University, und wenn sie nicht gerade an ihren Romanen arbeitet, leitet sie Schreibworkshops. Sie lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in Berkshire, England. Weitere Bücher: Der Tag, an dem der Sommer begann, Mit den Augen meiner Schwester, Das geheime Glück. Fazit: 4**** Der Roman „Die andere Welt“ ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 384 berührende Seiten, die auch nach Beenden der letzten Seite noch lange nachwirken.

Das war in den 70ern Thema

Von: Juliana Datum: 17. February 2020

Die andere Welt Luise und Luis haben alles gemeinsam außer ihr Geschlecht. Dieses Buch handelt vom Unterschied zwischen Mann und Frau, insbesondere welche Unterschiede es in der Prägung und Erziehung zwischen Junge und Mädchen gibt. Das Buch habe ich nach etwa 100 Seiten nicht weiter gelesen, weil es viel Konzentration erfordert zu verfolgen, welchen der beiden die aktuelle Handlung betrifft. Erschwert wird dies durch die starke Namensähnlichkeit. Die Thematik war für mich nicht interessant und ansprechend genug, um es trotzdem weiter zu lesen.

Erlebnisse, Entscheidungen, Geschlecht - Was beeinflußt den Lebensverlauf und ob wie wir glücklich werden?

Von: ArToc Datum: 10. February 2020

Julie Cohen wirft in ihrem Buch "Die andere Welt" interessante Fragen zu den Einflüssen auf unseren Lebensverlauf auf und verarbeitet diese in zwei mitreißende Lebensgeschichten. Der Leser verfolgt dabei die Lebensgeschichte einer Person, die in zwei Verläufen dargestellt wird. Ein Mensch wird geboren und bekommt durch Julie Cohen zwei Lebensgeschichten. Durch Rückblenden in beide Leben versteht der Leser nach und nach, welche Erlebnisse oder äußere Einflüsse das jeweile Leben beeinflusst hat. Warum handelt Luis so und warum Luise so? Warum ist das Verhältnis zu den Eltern unterschiedlich? Woher kommen Selbstzweifel und wie kamen Entscheidungen zustande. Sind wirklich alle Entscheidungen und Erlebnisse durch das Geschlecht bestimmt? Oder gibt es eventuell viele Entscheidungspunkte im Leben, an denen es heute keine Relevanz mehr hat? Julie Cohen hat einen angenehmen Schreibstil und hält den Spannungsbogen durch Rückblenden und dem anfänglichen Zurückhalten von Erklärungen. Gegen Ende des Buches werden die Ereignisse etwas vorhersehbarer. Aber dem Lesespaß tat dies keinen Abbruch. Die fehlenden und fehlerhaften Worte im e-book-format jedoch sehr. Das störte den Lesefluß immenz. Schade. Denn Buchidee und -umsetzung sind durchaus 5 Sterne wert. Ich zählte ca 20 fehlende oder fehlerhafte Worte in ca 300 Seiten. E-Book-Format würde daher nur 4 Punkte bekommen.