Hera Lind

Die Hölle war der Preis

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Buch

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Gisa Stein, genannt Peasy, wächst in Oranienburg nahe Berlin auf. Ihr Traum ist es, Tänzerin zu werden, und sie schafft es bis an die Staatsoper. Doch hier gerät sie in die Fänge der Stasi. In ihrer Verzweiflung versucht sie mit ihrem Ehemann Edgar, einem rebellischen Architekten, in den Westen zu fliehen. In einer kalten Januarnacht 1974 wird das Paar an der Grenze festgenommen und wegen Republikflucht zu fast vier Jahren Haft verurteilt. Was Gisa dann im Frauenzuchthaus Hoheneck durchmacht, ist die Hölle. Von unzähligen Briefen, die Edgar ihr schreibt, erreicht sie nur ein einziger: Er liebt sie und glaubt die Lügen nicht, die im Gefängnis über sie verbreitet werden. Aber Gisa hat ein Geheimnis. Wie hoch ist der Preis dafür?

Die Hölle war der Preis

Von: Birgit Brunsch Datum: 07. October 2020

Ein Buch das mich teilweise sehr bedrueckt hat. Hab es immer wieder weg gelegt. Kaum zu glauben was Menschen aushalten mussten.. Manche wie man es heraus liest, wohl auch nicht. Man sollte es lesen.... Sehr gut geschrieben.. Ereignisse werden sehr gut dargestellt.

Das Buch hat mich tief bewegt und es ist alles wahr

Von: Stephi Datum: 06. October 2020

Inhalt: Peasy bzw. Gisa Stein, wie sie wirklich heißt, wächst in Ostberlin auf und ist sehr verzweifelt darüber, wie ihr Leben aussieht, weshalb sie mit ihrem Mann Ed in den Westen zu flüchten versucht. Doch ihr Vorhaben endet in einer Nacht im Jahr 1974 endet mit vier Jahren Haft in dem Frauenzuchthaus Hoheneck... Der Roman basiert auf einer wahren Geschichte. Rezension: Dieses Buch ist erschreckend, weil man weiß, dass alles in dem Buch wahr ist. Die Autorin beschreibt das Grauen, was Frauen in Hoheneck  erleiden mussten auf unglaublich feinfühlige Art und Weise. Und gerade weil man zwischendurch immer wieder auch Dinge aus der Vergangenheit erfährt ist es immer wieder neu erschreckend, wenn man mehr über die Hölle erfährt, die Peasy durchleben musste, nur weil sie ihre Träume leben wollte. Dieses Buch ruft sehr deutlich in Erinnerung was eine der schlechten Seiten der DDR war und lässt es uns nicht vergessen, auch wenn nach nunmehr 30 Jahren es immer weniger Menschen gibt, die sich noch daran erinnern und davon erzählen können. Solche Zeitzeugen Berichte sind aber sehr wichtig. Das Buch gefällt mir trotz oder gerade wegen seines Inhaltes sehr gut und hat mich wirklich tief bewegt. Daher kann ich es euch sehr empfehlen. 

Von Anfang bis Ende spannend

Von: famosundkurios Datum: 22. September 2020

"Die Hölle war der Preis", der Roman nach einer wahren Begebenheiten von Hera Lind ist im Diana Verlag erschienen und erzählt das Schicksal einer mutigen jungen Frau. ⠀⠀⠀ Wir begleiten Peasy, die nichts anderes möchte als freibestimmt leben zu können. Das ist für sie in der DDR jedoch nicht möglich und so unternehmen sie und ihr Mann Ed einen Fluchtversuch. Beide werden erwischt und wegen Republikflucht verhaftet. Die Hölle beginnt... Das Buch war von Anfang bis Ende spannend und ich hätte es am liebsten in einem Zug durchgelesen, aber ab und an musste ich es mal aus den Händen legen, um durchzuatmen. Es ist zwar mittlerweile kein Geheimnis mehr, wie der Umgang mit Republikflüchtigen in den Gefängnissen der DDR war. Dennoch ist es immer wieder erschreckend darüber zu lesen und lässt einen, den Glauben an die Menschheit verlieren.  Vor allem die Schilderungen über Peasys Zeit in Hoheneck konnte ich mir gut vorstellen, da ich vor einiger Zeit an einer Führung durch das ehemalige Gefängnis teilgenommen habe. Sehr erschreckend und eindrücklich war das damals. ⠀⠀⠀ Es ist keine einfache Geschichte. Sie macht einen fassungslos, oft traurig, an manchen Stellen aber auch Mut. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.

Furchtbares furchtlos angefasst

Von: Isolde-Verena Kußmann Datum: 16. September 2020

Nie zuvor hat mich ein Buch emotional so berührt wie dieses. Hoheneck schien ein Synonym für "das Böse" zu sein.. "Die Hölle war der Preis" rüttelt Erinnerungen wach, lässt schaudern und erleichtern und lehrt Vieles: Seid wachsam. Die Existenz dieses Unrechtsstaates ist noch nicht lange her. Furchtbares wird in dem Werk furchtlos angefasst, ohne Klamauk beschrieben und strotzt nur so von Empathie. Danke.

Schockierend und erschütternd, aber so wertvoll

Von: hope23506 Datum: 10. September 2020

INHALT: Gisa und Ed leben in der DDR und erkennen schon bald, dass sie dort nie ihre beruflichen und privaten Ambitionen verwirklichen können. Immer mehr kommt der Gedanke einer Flucht in den Westen auf, die natürlich sehr riskant ist. Im Januar 1974 wagen sie diesen Schritt dennoch und werden Republikflucht verhaftet. Noch ahnen sie nicht, was sie in den nächsten Jahren erwartet. Sie werden verurteilt und müssen durch die Hölle gehen, um irgendwann ihren Traum von Freiheit leben zu können. MEINE MEINUNG: Mit Resekt, mit sehr viel Respekt bin ich dieser Geschichte entgegengetreten. Gerade auch, weil es sich um das wahre Leben der Protagonistin handelt und ich schon wusste, dass es keine leichte Kost wird. Ich hin sehr gut in das Buch gestartet, enn ich fand es von Anfang an sehr interessant. Den Schreibstil habe ich als sehr zurückhaltend und nüchtern mpfunden, was aber widerum perfekt zur Geschichte gepasst hat und die Emotionen so wirklich bei mir ankamen. Er konnte mich in die Zeit der siebziger Jahre in die DDR versetzten und mein Kopfkino in Gang setzten. Was Gisa, Ed und all die anderen erlebt haben, ist nicht zu beschreiben oder gar nachzuempfinden. Aber es kann wachrütteln und lässt diese schreckliche Seite der DDR niemals vergessen. Ich finde auch , dass hier sehr viel zwischen den Zeilen steht und das geht wirklich in die Tiefe. Ich bewundere vor allem den Mut und den Überlebenswillen der politschen Gefangenen. Sie sind standhaft geblieben, obwohl man ihnen jahrelang einfach alles, besonders auch die Würde, genommen hat. Ich finde, dieses Buch, diese Geschichte ist wichtig und man sollte sie lesen. FAZIT: Schockierend, emotional und erschütternd. Es war der erste Tatsachenroman der Autorin für mich, aber ich werde das Buch nie vergessen.

Ein fesselnder Roman

Von: Inga Kasparek Datum: 06. September 2020

"Die Hölle war der Preis" ist tatsächlich das erste Buch, das ich von Hera Lind gelesen habe. In dem Fall habe ich etwas getan, was ich sonst NIE tue, ich habe nämlich Ihr Nachwort zuerst gelesen und war somit noch motivierter für die Lektüre des Tatsachen-Romans. Welch natürliche Spannung, welch entsetzliches Leid und welch geniale, gefühlvolle Umsetzung und Darstellung treffen da aufeinander. Das Leben der Protagonistin ist unfassbar, insbesondere vor dem Hintergrund, dass ich jahrelang in die DDR gefahren bin, um meine Verwandten dort zu besuchen. Und jedesmal bin ich an dem Gefängnis Hohenstein vorbeigekommen. Bei der Vorstellung, dass es durchaus möglich gewesen sein kann, dass ich sorglos und voller Vorfreude ins tiefe Erzgebirge fuhr während sich zeitgleich solch unmenschlichen Geschehnisse "vor meiner Nase" abspielten. Grausam, unfassbar. Sicherlich hab ich auch als Kind (ich bin Jahrgang 1949) in Gornsdorf so einiges mitbekommen, aber richtig schlimm kam mir das alles nicht vor. Als Jugendliche dann, war es schon Gewohnheit und als junge Erwachsene hab ich mir keine Gedanken mehr drüber gemacht. Meine Verwandten müssen ja viele Repressalien, von denen auch in dem Buch die Rede ist, ebenfalls miterlebt haben, denn auch sie verweigerten sich in gewissem Maße dem System. Allerdings nicht bis hin zur (versuchten) Republikflucht. Unfassbar, es wird mich noch längere Zeit beschäftigen und bei nächster Gelegenheit MUSS ich mir die Stätte des Grauens mal aus der Nähe anschauen. Diese schreckliche Lebensgeschichte, die glücklicherweise noch einen guten Ausgang gefunden hat, derart zu erzählen, dass die Grausamkeiten, das Leid, die unendlichen Entbehrungen und persönlichen Opfer sehr deutlich wurden, aber gleichzeitig auch irgendwie ein hoffnungsvoller Schimmer über dem Ganzen schwebte, das ist in meinen Augen große Schreibkunst, das ist ein sehr starkes Einfühlungsvermögen, ich sage nur: Hut ab!! Ein gelungenes Buch, dank einer packenden Geschichte, die hervorragend aufgearbeitet wurde. Nun weiß ich, dass ich künftige Bücher aus der zweiten Hälfte des Autoren-Daseins der Hera Lind ganz sicher lesen werde. Und da "50" Ihr Ziel sind, wird es ja noch einige geben.

Das Buch hat mich gefesselt

Von: Andreas Sommer Datum: 20. August 2020

Ich hatte ein Buch für den Urlaub gesucht und bin zufällig auf dieses Buch gestoßen. Da ich aus der ehemaligen DDR komme und schon einiges gehört und gesehen habe was da so gemacht wurde in dieser Zeit, war ich total erschüttert nach diesem Buch. Unglaublich wie doch Menschen mit Menschen da umgegangen sind,- hatte ich so noch nie gehört oder gelesen. Das Buch hat mich so gefesselt, ich hatte es in 3 Tagen ausgelesen. Hatte sogar von dem Buch noch geträumt es hat mich so mitgenommen. Ich hab da echt mit gelitten. Nur gut das diese Zeit vorbei ist, aber wie viele mußten da durch die Hölle gehen, nur weil sie Frei leben wollten. -Ein tolles Buch-

Lesenswert

Von: Siegrun Schmidt Datum: 18. August 2020

wieder ein Buch von Hera Lind ausgelesen. Ihre Bücher sind so spannend und gefühlvoll geschrieben,sodass ich mich beim Lesen in einer anderen Welt befinde. Das heißt,ich bin mittendrin unter den Leuten des Geschehens. Ich habe bereits das 10. Buch von ihr gelesen und möchte und werde weiterhin Ihre Bücher lesen. Danke Frau Lind,Sie sind meine Lieblingsautorin.

Bewegend, fesselnd - lesenswert!

Von: Ulrike Berg Datum: 10. August 2020

„Die Hölle war der Preis“ hat mich so sehr bewegt, betroffen gemacht und zugleich gefesselt, dass ich Ihnen, Frau Lind, ein Kompliment und meine Hochachtung aussprechen möchte. Sie haben diesen sensiblen und brisanten Stoff mit so viel Feingefühl, Takt und Respekt vor den politischen (und auch anderen) Häftlingen in diesem furchtbaren Zuchthaus Hoheneck behandelt. Ich selbst bin in der DDR erwachsen geworden und habe von 1974 bis 1978 in Karl-Marx-Stadt studiert, also zu etwa der Zeit, als die Protagonistin nach Chemnitz überstellt wurde. Es machte mich sehr betroffen, durch den Roman von diesem Gefängnis am Kaßberg zu erfahren. Während wir ein relativ unbeschwertes Studentenleben führten, litten Menschen in fast direkter Nachbarschaft unendlich unter dem Regime der DDR. Wir wussten um die Zuchthäuser in der DDR, aber die volle Wucht der Grausamkeit kannten wir nicht. Diese menschlichen Abgründe, die Sie beschreiben sind so furchtbar. Ich möchte Ihnen für diesen Roman danken und hoffe, er findet viele Leser, denn diese Grausamkeiten, die auch wieder von Deutschen an Deutschen begangen wurden, dürfen nicht vergessen werden.

Eine mitreißende Geschichte aus einer nicht weit entfernten Zeit

Von: woerterwunderland Datum: 01. August 2020

Das Buch, die Hölle war der Preis, von der Autorin Hera Lind, ist bisher mein Jahreshighlight. Es vereint Stärke, Spannung und Mitgefühl sowie Freude in einem Buch und führt uns dadurch in eine uns bekannte und doch unbegreifliche Zeit in dem es um die Flucht aus der DDR in die BRD geht. Dabei geht es um die junge ehemalige Tänzerin Gisa und ihren Ehemann Ed die nichts sehnlicher wollen, als aus der DDR zu verschwinden und ein besseres Leben zu starten. Dies wurde von der Autorin gefühlvoll und mit den richtigen Emotionen rübergebracht. Geschrieben wurde das Buch aus der Sicht von Gisa wobei die Autorin nicht nur in der Gegenwart schrieb sondern auch ab und zu einbrachte, was in der Vergangenheit herauskam, als die Akten gelesen wurden. Da das Buch nach einer wahren Begebenheit geschrieben wurde, und Gisa Stein diese Geschichte erzählte, ist das Buch noch einmal ergreifender. Die Autorin schaffte es, über das Buch hinweg die Spannung zu behalten auch wenn der Alltag eintönig war, bangten man mit den zwei Liebenden mit. Dies war das erste Buch der Autorin, welches ich gelesen habe und ihr Schreibstil gefällt mir gut. Er ließ sich leicht und flüssig lesen obwohl ich mit dem Dialekt manchmal Probleme hatte und es im Kopf in Hochdeutsch gelesen habe. Wenn man es jedoch mit dem Dialekt liest, wird manch eine ernste Situation auch mal etwas humorvoller, da es einem fremd vorkommt. Die Charaktere haben mir in diesem Buch am besten gefallen. Nicht nur unsere Protagonisten Gisa und Ed. Es waren die ganzen Nebencharaktere, die der Geschichte Leben einhauchten. Die Zellengenossinnen, die Wärterinnen und auch die Personen außerhalb von Hoheneck wie ihre Mutter oder die Schwiegereltern. All diese kleinen Rollen, die eher eine kurze Zeit, den Leseweg begleiteten, machten das Buch so lebendig und anschaulich. Gisa Stein oder auch Peasy ist für mich eine der Powerfrauen, über die ich ein Buch lesen durfte und ich bin jetzt schon ein riesen Fan von ihr. Sie zeigte über fast drei Jahre hinweg keine Schwäche. Sie blieb sich treu, versuchte immer etwas Gutes aus der Situation zu machen und den Gedanken, an eine bessere Welt nie zu vergessen. Egal wie schlimm ihre Situation wurde, sie meisterte sie und wurde dadurch nur noch stärker. Ihr Verhalten würde ich nicht einmal als Naiv bezeichnen. Sie hatte Hoffnung und eine Traum den sie mit aller Kraft erfüllen wollte. Dafür setzte sie viel aufs Spiel. Das macht sie so stark. Die Autorin schaffte es, Gisa so lebendig werden zu lassen, wie sie nun mal ist. Mit all ihren Emotionen, Gedanken und Handlungen die man nachvollziehen und mitfühlen konnte. Ed war ihr Mann, wenn man ihn in dem Buch erlebt hat, dann als aufrichtigen, abenteuerlustigen und immer optimistischen Menschen. Egal in welcher Lage er war, er machte Gisa Mut. Die zwei waren für mich ein richtig gut zusammenpassendes Paar. Von so einer innigen und vertrauten Beziehung träume ich heute noch. Es war wirklich unglaublich mitzuerleben, wie die beiden trotz dem Jahrelangen Abstand trotzdem so vertrauensvoll miteinander umgegangen sind. Mein Fazit ist eindeutig. An dem Buch kann ich nichts bemängeln. Jeder sollte mal so eine herzergreifende Geschichte gelesen haben. Es ist ein Erlebnisbericht wenn man es so will aber einer mit viel Gefühl und einem Haufen Hoffnung weswegen das Buch volle 5 von 5 Sternen erhält.

Beeindruckend

Von: Volker Buurman Datum: 30. July 2020

Ich habe das Buch “Die Hölle war der Preis” während eines Einkaufsbummels zufällig im Schaufenster entdeckt. Schnell die Rezensionen gecheckt und dann mitgenommen. Ich hatte es nicht bereut: Das Buch war so spannend und hat mich so gefesselt, dass ich es binnen 3 Tagen durchgelesen hatte. Ich finde es sehr wichtig, dass Frau Lind die brutalen Grausamkeiten des DDR-Regimes hier schonungslos und in aller Deutlichkeit zu Papier gebracht hat. Das sollte alle DDR-Nostalgiker nochmals zum Nachdenken bringen. Vielen Dank für dieses tolle Buch!

Psychoterror & Mittelalterliche Foltermethoden im modernen Europa

Von: mirabellaparadise Datum: 28. July 2020

Die WAHRE GESCHICHTE wird aus der Perspektive der Protagonistin Peasy erzählt. Sie beschreibt ihren Leidensweg und ihre Inhaftierungserfahrungen in verschiedenen Gefängnissen der DDR (u. a. Hoheneck) in den 70er Jahren. Dabei bewegt sie sich zwischen Hoffnung (Freikauf durch die BRD) und Mutlosigkeit, da so viel Zeit ergebnislos verstreicht. Ihr (von ihrer Ballett-Lehrerin beigebrachtes) Mantra „Hintern zusammenkneifen und durch“ hilft ihr, die schlimmsten Stunden zu überstehen. Warum musste Peasy ins Gefängnis? Sie wollte Primaballerina an der Staatsoper Berlin werden und hat ihr Ziel sogar erreicht. Die Hürden, die sie für ihren Berufswunsch bewältigen musste, zeugen von ihrer großen Disziplin. Während ihrer Schulzeit musste sie neben den Hausaufgaben auch eine vierjährige Ausbildung als Maschinenbauzeichnerin mit einer täglichen zweistündigen Fahrtzeit absolvieren, um zum Abitur zugelassen zu werden. Dazu kamen das harte Balletttraining, Proben und erste Auftritte. Ich frage mich, wie viel Ehrgeiz muss man haben, um in diesem jungen Alter ein derart gewaltiges Pensum zu bewältigen? Aufgrund diverser Umstände, die ich nicht näher beschreiben möchte, um den Leser/innen nicht die Spannung zu nehmen, wurde Peasy degradiert und hat demzufolge gemeinsam mit ihrem Ehemann unter Lebensgefahr versucht, in einem PKW-Kofferraum aus der DDR zu fliehen. HERA LIND schildert beeindruckend den Zuchthaus-Alltag mit seinen harten Regeln und schärfsten Disziplinarmaßnahmen durch unberechenbare Wärterinnen, die die Insassinnen gnadenlos schikanieren. „Politische Gefangene“ wurden, da sie in der Gefängnishierarchie ganz unten standen, aus purer Bosheit mit Mörderinnen und Berufsverbrecherinnen zusammengelegt, um sie einzuschüchtern und bespitzeln zu lassen. Psychoterror und drakonische Strafen erinnern an mittelalterliche Foltermethoden. Für mich ist es fast unvorstellbar, dass dieses Vorgehen bis vor wenigen Jahrzehnten in einem europäischen Land ohne Konsequenzen möglich war. Am Schlimmsten empfand ich die Schilderungen über den Arrest in der engen, sargähnlichen Dunkelzelle oder im Keller, wo die Frauen nackt angekettet in Einzelhaft tagelang in kaltem Wasser ausharren mussten. Weiterhin wird in Rückblenden über verschiedene Problematiken und Gepflogenheiten in der DDR berichtet, wie z. B. den Wohnraum-Mangel, das „Schlange stehen“ beim Einkaufen und die ständige Angst, bespitzelt zu werden. Ich möchte an dieser Stelle nicht nur Hera Lind und Peasy für die beeindruckende Lektüre danken. Sondern auch meiner tapferen Mutter, die sich Anfang der 60er Jahre alleine im zarten Alter von 16 Jahren, zwei Tage vor der endgültigen Grenzschließung, in den Westen auf eine unsichere Zukunft aufgemacht hat.

Die Hölle war der Preis

Von: Franzip86 Datum: 27. July 2020

Das war jetzt mein 2. Buch von Hera Lind und ich bin begeistert. Trotz dieser schaurigen Geschichte, hat mich diese sehr begeistert. Ich konnte und wollte das Buch nicht mehr zur Seite legen und war sehr enttäuscht als es vorbei war. Worum gehts? Gisa Stein, genannt Peasy, lebt in der DDR, ihr größter Traum ist es Tänzerin an der Staatsoper zu werden, doch ein Fehler in ihrem Leben, legt ihr Steine in den Weg. Sie wird immer weiter degradiert. Sie denkt immer mehr an Flucht. In ihrer Verzweiflung, planen sie und ihr Mann Edgar (ein rebellischer Architekt) die Flucht. In einer Januarnacht im Jahr 1974, werden sie an der Grenze aufgegriffen. Gisa und ihr Mann werden zu 4 langen Jahre Zuchthaus verurteilt. Was sie dann im Zuchthaus Hoheneck durchmacht, ist die Hölle. Von den vielen Briefen, die ihr Mann ihr schreibt, erreicht sie nur einer. Ihr Mann steht immer zu ihr und glaubt nicht allem, was er erfährt. Doch sie hat ein sehr großes Geheimnis. Werden sie es schaffen? Charaktere Gisa ist mir von Anfang an eine sympathische Frau, die sehr stark ist und diese Hölle sehr gut meistert. Meinung Ich kann es nur empfehlen zu lesen. Es ist zwar oft schockierend, was in diesem Buch passiert, aber es ist ein Stückchen weit Geschichte, die wir erfahren sollten. Daher gebe ich dem Buch auch 5 Sterne von 5!

Von: Jurriën Wind Datum: 24. July 2020

Beste Frau Lind, Zurzeit bin ich in Deutschland unterwegs und laufe (ein Teil) des Moselsteigs. In Trier habe ich vorgestern das Buch 'die Hölle war der Preis' gekauft und jetzt, ich bin auch noch den Moselsteig gelaufen, habe ich das Buch schon zu Ende gelesen. Die geschichte von Peasy und Ed hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Ich bin ein Mann und es wundert mich dass Sie am Ende des Buches, im Nachwort, mehrere Male 'die Leserinnen' ansprechen und nur einmal 'mich als Leser...' Ich möchte hier mal sagen / schreiben dass Sie auch für Männer ein sehr interessantes und spannendes Buch geschrieben haben. Gleich fängt meine nächste Etappe des Moselsteigs wieder an (Trier - Schweich) aber zuvor besuche ich noch den Buchladen für ein anderes Buch Ihrer Hand. Danke vielmals, Jurriën Wind - Leser aus Holland

Mich hat dieser Roman so unfassbar wütend und schockiert zurückgelassen, dass er heute noch nachwirkt

Von: Ricarda Ohligschläger Datum: 24. July 2020

Ich selbst bin in der DDR aufgewachsen und ich weiß wie schwer es manche Menschen, die nicht „parteikonform“ lebten, hatten. Aus diesem Grund hat mich dieser Tatsachenroman einmal mehr interessiert und ich bin zutiefst geschockt über die Grausamkeiten, zu welchen Menschen fähig sind. Mir hat total imponiert wie stark Gisa während all der Zeit im Gefängnis geblieben ist und wie sehr sie an ihren Träumen festgehalten hat. Hera Lind hat die Tragik sehr gut umgesetzt und auch keine noch so kleine Grausamkeit und menschenverachtende Handlung ausgelassen. Die systematische Beeinflussung durch Stasi-Mitarbeiter ist hier sehr gut beschrieben und thematisiert worden, denn es fing durchaus schon im Kindesalter an die Bürger der DDR zu beeinflussen. Pioniere, FDJ und später Parteizugehörigkeit – das alles war vorgeschrieben und wer dem nicht pflichtbewusst nachkam, hat die Konsequenzen zu spüren bekommen. So auch Gisa und mich hat dieser Roman so unfassbar wütend und schockiert zurückgelassen, dass er heute noch nachwirkt. Hera Lind greift zusammen mit Gisa die Frage auf, wie Menschen, die den ganzen Tag Leute quälen abends mit ihrer Familie unbekümmert umgehen können, wie sie privat ein ganz normales Leben führen können, obwohl sie wissen, dass sie jemandem parallel das Leben zur Hölle machen. Diese Frage hat mich sehr beschäftigt und ich bin mir sicher, dass sie bei vielen Lesern des Romans auftauchen wird. Und eines ist mir einmal mehr bewusst geworden: Wir lebten in einem Land voller Gegensätze. Wir waren eingesperrt in vermeintlicher Sicherheit, die von Parteibonzen dirigiert und vorgegeben wurde! ©Ricarda Ohligschläger

Fesselnde und emotionale Lektüre

Von: Uta Gast Datum: 22. July 2020

Ein harter Preis für die ersehnte Freiheit. Schrecklich, wie viele Menschen DAS erleben mussten. Das Buch müsste zur Pflichtlektüre erkoren werden, damit erkannt wird, wie wertvoll unsere Zeit und unser Leben nach der "Wende" geworden ist. Viele Menschen in der ehemaligen DDR haben diese Zeit im Stasisystem anscheinend komplett vergessen oder verdrängt. Ich nicht !! Meine Familie stand auch auf deren Liste.....

Schockierend und wahr !

Von: Eulenhummel Datum: 19. July 2020

Fazit: 5⭐️ würde ich gern geben, was mir schwer fällt, aufgrund der Tatsache, das dieser Roman nach einer wahren Geschichte geschrieben wurde! Ich selbst bin ein in der DDR geborenes „Kind“! Was ich hier las, hinterlässt mich sprachlos und schockiert ! Diese unfassbaren Grausamkeiten hat es vor gar nicht langer Zeit in UNSEREM Land gegeben ! Was Peasy & Ed erlebten, ist erbärmlich und so hässlich, dass ich dafür fast keine Worte habe ! Allein die Vorstellung, ich müsste in Hoheneck diese Schikanen erdulden, nahm mir beim Lesen oft die Luft zum Atmen! Unvorstellbar, was UNSCHULDIGE !!! Menschen jahrelang erdulden mussten! Beim Lesen schnürte mir sich oftmals die Kehle zu, sodass ich einige Male das Buch zur Seite legen musste ! Nach dem Lesen dieses Buches werde ich ganz sicher all meine Freiheiten, die ich längst für selbstverständlich hielt, für noch kostbarer empfinden! Der Schreibstil war von der ersten Seite an spannend, mitreißend und mitfühlend! Anbei - die Fotos zu meinem Post ....

Die Hölle war der Preis

Von: Stephanie Fricke Datum: 16. July 2020

Fr. Lind, mit großer Begeisterung habe ich Ihr Buch „Die Hölle war der Preis" gelesen! Das Buch hat mich so gefesselt, dass ich es an einem Tag gelesen habe und nicht zur Seite legen konnte! Das Schicksal von Ed und Peasy hat mich so in den Bann gezogen, wie sie die Hölle im Frauenzuchthaus Hoheneck durchgestanden hat. Beim Lesen fühlt man sich so, als wenn man das schreckliche Geschehen, was ihr und Ed angetan wurde, miterleben würde! Die Liebe zu Ed hat ihr oft die Kraft gegeben und die Liebe zu ihrem Kind, nicht zu resignieren und sich nicht aufzugeben! Was für eine starke Persönlichkeit diese Frau! Vielen Dank, liebe Peasy, dass du uns deine Lebensgeschichte zur Verfügung gestellt hast, die vielen Lesern unter die Haut gegangen sein wird! Ihr habt euch von dem Regime nicht brechen lassen und habt die vielen Qualen, Entbehrungen, Erniedrigungen über euch ergehen lassen müssen, immer in der Hoffnung, doch noch ein freies Leben in der Bundesrepublik Deutschland führen zu können, was dann auch in Erfüllung ging! Nochmals Dank🙏 Stephanie Fricke Aus der Autostadt Wolfsburg

Hervorragende Schreibkunst

Von: Lore S. Datum: 14. July 2020

Ich bin emotional noch ganz aufgewühlt von dieser unglaublichen Geschichte „Die Hölle war der Preis“. Es war mir kaum möglich, dieses spannende Buch aus der Hand zu legen! Immer wieder wurde ich magisch angezogen, weiterzulesen! Hera Lind hat eine großartige Leistung erbracht, die dramatische Thematik durch lustig anmutende Vergleiche aufzuhellen. Ein erneut absoluter Beweis ihrer hervorragenden Schreibkunst!

Bewegend, fesselnd - lesenswert!

Von: Ulrike Berg Datum: 09. July 2020

„Die Hölle war der Preis“ hat mich so sehr bewegt, betroffen gemacht und zugleich gefesselt, dass ich Ihnen, Frau Lind, ein Kompliment und meine Hochachtung aussprechen möchte. Sie haben diesen sensiblen und brisanten Stoff mit so viel Feingefühl, Takt und Respekt vor den politischen (und auch anderen) Häftlingen in diesem furchtbaren Zuchthaus Hoheneck behandelt. Ich selbst bin in der DDR erwachsen geworden und habe von 1974 bis 1978 in Karl-Marx-Stadt studiert, also zu etwa der Zeit, als die Protagonistin nach Chemnitz überstellt wurde. Es machte mich sehr betroffen, durch den Roman von diesem Gefängnis am Kaßberg zu erfahren. Während wir ein relativ unbeschwertes Studentenleben führten, litten Menschen in fast direkter Nachbarschaft unendlich unter dem Regime der DDR. Wir wussten um die Zuchthäuser in der DDR, aber die volle Wucht der Grausamkeit kannten wir nicht. Diese menschlichen Abgründe, die Sie beschreiben sind so furchtbar. Ich möchte Ihnen für diesen Roman danken und hoffe, er findet viele Leser, denn diese Grausamkeiten, die auch wieder von Deutschen an Deutschen begangen wurden, dürfen nicht vergessen werden.

eine wahre Geschichte

Von: lalaundfluse Datum: 06. July 2020

Ich habe dieses Buch verschlungen, da ich ebenfalls aus einer Flüchtlingsfamilie der ehemaligen DDR stamme. Es ist erschreckend und unglaublich was einem als Regimegegner widerfahren ist. Dieses Buch ist dringend nötig gewesen, um gerade in politisch schweren Zeiten auf die Missstände einer kommunistischen Systems aufmerksam zu machen. Eine klare Leseempfehlung an alle Fans der ehemaligen DDR!

Ein Roman gegen das Vergessen

Von: Heike Kunert Datum: 05. July 2020

In dem Roman "Die Hölle war der Preis" trifft Hera Lind den Nerv der Menschen, die aufgrund ihres misslungenen Fluchtversuches aus der DDR ein ähnlich vernichtendes Schicksal aushalten mussten. Ein beklemmender und hochspannender Roman, der auch für diejenigen empfehlenswert ist, die nicht selber in der DDR gelebt haben.

Wie der Traum von Freiheit zur Hölle wird

Von: Rebecca K./ Meine Leseecke Datum: 19. June 2020

Gisa und Ed sind beide Mitte Zwanzig als sie sich völlig Sicher sind, dass sie weder beruflich noch privat in der DDR glücklich werden können. Sie Wissen es ist gefährlich zu fliehen und doch wagen sie im Januar 1974 die Flucht. Leider gelingt diese nicht und sie werden wegen Republikflucht verurteilt. Nun beginnt für Beide die Hölle durch die sie müssen um den Traum von Freiheit vielleicht doch noch leben zu können. Ich liebe es die Tatsachenromane von Hera Lind zu lesen, denn sie schafft es auch die schlimmsten oder brutalsten Geschehnisse so zu erzählen das man keine Alpträume davon bekommt. Hier geht es um ein junges Paar das sich dem Zwang der DDR nicht unterordnen wollen und möchten einfach ein selbstbestimmtes Leben führen. Für sie ist die Flucht die einzige Möglichkeit die sie sehen um ihr Leben so zu gestalten wie sie wollen. Leider gelingt diese nicht und für die Zwei beginnt ab diesem Tag die Hölle die für lange Zeit nicht Enden soll. Hier in diesem Roman geht es um Peasy aus deren Sicht der ganze Roman erzählt wurde, doch durch Gespräche mit den anderen Figuren ergab dann alles ein rundes Bild für mich als Leserin. Mir war auch von Anfang an klar, dass es einige Szenen geben wird die es vielleicht im wahren Leben so nicht gab aber so wurde eben alles etwas runder beim Lesen. Der Einstieg ins Buch ist mir sehr leicht gefallen und da mich das Schicksal von Peasy von Anfang an in seinen Bann gezogen hat, konnte ich das Buch erst wieder aus der Hand legen als ich wusste es ist alles noch gut ausgegangen. Wobei ich aber gestehen muss, dass ich immer wieder Lesepausen einschieben musste um das gelesene auch richtig sacken zu lassen da es teilweise schon etwas brutal war. Man konnte dem Handlungsverlauf immer sehr gut folgen, auch die getroffenen Entscheidungen waren immer nachvollziehbar auch wenn Peasy irgendwann sowieso nichts mehr selbst Entscheiden konnte um die Hölle zu überstehen. Da auch der Spannungsbogen bis zum Schluss gespannt war und man ja auch nie wusste was als nächste Schikane passieren würde, war ich immer gespannt wie es wohl weitergehen wird. Ganz ehrlich den Großteil der Handlungsorte möchte ich mir eigentlich gar nicht so genau vorstellen, aber ja ich konnte mir wirklich alles allein durch die Beschreibungen von Frau Lind genau vor dem inneren Auge entstehen lassen. Auch die doch vielen Figuren des Romans egal ob sie mir sympathisch oder unsympathisch waren so waren sie doch so detailliert beschrieben, dass ich sie mir alle während des Lesens sehr gut vorstellen konnte. Dieser Roman hier hat mich nachdem ich ihn beendet hatte doch sehr nachdenklich zurück gelassen und ja ich bin froh im „Westen“ geboren und aufgewachsen zu sein. Für mich war dies der beste Tatsachenroman den ich bis jetzt von Frau Lind gelesen habe. Für diesen Roman vergebe ich sehr gerne alle fünf Sterne.

Sehr bewegendes Buch

Von: Krimioma V.J. aus Potsdam Datum: 19. June 2020

Ich konnte nicht aufhören zu lesen. Da ich auch ( Jahrgang 1958) ein DDR Kind/ Heimkind bin, wurden viele Passage bildlich in meinem Kopf lebendig. Leider weiß ich aus Erzählungen (mein Bruder wurde in Leipzig inhaftiert) dass es so war. Aber dass es noch schlimmer ging, übertrifft meine Vorstellungskraft. Große Hochachtung vor Gisa und Ed, dass sie es durchgestanden haben. Mit Spannung warte ich auf Hera Linds nächstes Buch.

Dieses Buch ist ein

Von: Margit Winkel Datum: 18. June 2020

Liebe Hera Lind, liebe Gisa Stein. Danke liebe Gisa, dass Hera Lind Ihre Geschichte veröffentlichen durfte. Dieses Buch ist ein Muss für alle, die in Freiheit aufwachsen durften und in Freiheit leben dürfen. Wer dieses Buch gelesen hat, weiß unsere Freiheit hoffentlich zu schätzen.

Eine aufwühlende Geschichte über die Suche nach der Freiheit

Von: Zeilenauslese Datum: 29. May 2020

Cover Das Cover ist typisch für die Tatsachenromane von Hera Lind. Optisch haut es mich zwar nicht um, aber es passt perfekt zum Buch! Inhalt Gisa und Ed leben in der DDR, sie hassen das Leben dort und wollen endlich frei sein. Während Ed ein Freigeist ist und seine Abneigung gegenüber dem Staat durch seine Kleidung und seine Haltung öffentlich zeigt hält Gisa, die alle Peasy nennen, sich immer zurück. Irgendwann reift der Gedanke in ihnen, dass sie aus dem verhassten Land in den Westen fliehen wollen, denn einer Freundin von Ed ist das bereits gelungen. Aber die Flucht erweist sich als wahre Katastrophe und so müssen beide erst einmal Unfassbares durchmachen in der Hoffnung, danach endlich in der ersehnten Freiheit leben zu können. Meine Meinung Direkt am Anfang der Geschichte wird klar, wie unglaublich schwer das Leben in der damaligen DDR war. Die Autorin fängt dabei die Eindrücke über das Leben von Peasy perfekt ein. Hera Lind weiß einfach, wie man solche Geschichten so wiedergibt, dass es den Leser fesselt. Dabei fiebert man mit Peasy mit, die so verzweifelt versucht, endlich in Freiheit leben zu können. Zitat Peasy: "Hatten wir innerlich gekündigt? Dem Staat, der uns einengte und unterdrückte? Der uns bespitzelte und bewachte? Der uns zwang, ein Leben zu führen, das wir nicht führen wollten? Der uns dazu brachte, zu lügen und einander etwas vorzuspielen?" Das Buch ist spannend und dramatisch von Anfang bis zum Ende. Die Charaktere werden super zur Geltung gebracht und auch die ganze widerwärtige Atmosphäre und die Machenschaften der DDR werden perfekt eingefangen. Die Autorin bringt die Ausschnitte von Peasys schlimmster Zeit ihres Lebens einfach sehr gut rüber, es gibt so gut wie keine Längen und mir erscheint auch alles sehr wahrheitsgetreu.  Inwieweit alles tatsächlich der Realität entspricht und ob alle Informationen so stimmen kann ich jedoch natürlich nicht sagen, da mir da die Erfahrungswerte fehlen, aber mich hat diese Geschichte einfach gefesselt und daher war es für mich wirklich ein Lesehighlight. Mir ist lediglich ein kleiner Fehler aufgefallen. So erzählt Peasy, dass sie erst viele Jahre später Einsicht in ihre Akten erhalten hat und darin liest, dass eines ihrer Verhöre 12 Stunden gedauert hat, als sie damals im Verhör saß hatte sie jedes Zeitgefühl verloren und wusste nicht, wie lange es tatsächlich gedauert hat, sie erfuhr es erst aus dem Protokoll. Kurz nach dem Verhör erzählt sie jedoch einer neu gewonnen Freundinnen, dass ihr Verhör 12 Stunden gedauert habe, was Peasy zu diesem Zeitpunkt ja aber noch gar nicht wusste. Für mich hat das die Geschichte aber nicht schlechter gemacht. Fazit Ich denke, jeder weiß, wie schlimm es damals in der DDR gewesen sein muss, aber der wahre Umfang bleibt vielen verborgen. Die Geschichte von Peasy zeigt wahre Abgründe auf, die mir so nie bewusst waren. Dieses Buch lässt den Leser nachdenklich und fassungslos zurück und lernt, die Freiheit und das Leben wert zu schätzen. Für die ganzen Nörgler in unserem Land, die sich verfolgt und kontrolliert fühlen sollte dieses Buch zur Pflichtlektüre werden, damit sie verstehen, was es wirklich bedeutet, seiner Freiheit beraubt zu werden. Ich fand das Buch großartig, von mir gibt es eine klare Leseempfehlung dafür!

Erschütternd!

Von: Claudia Ehrlinger Datum: 29. May 2020

Liebe Frau Lind, liebe Gisa Stein, vielen Dank für dieses Buch. Ich lebe in Österreich, ich bin 43 Jahre. In meiner Kindheit hat mich diese Stadt Berlin mit seiner Mauer schon sehr berührt - generell die Geschichte der DDR. Ehrlicherweise hab ich nie darüber nachgedacht, wie es Häftlingen in den Gefängnissen ergangen ist. Ich bin zutiefst erschüttert und bewegt! Mich erschüttert, wie man auf derartige Schikanen und Foltern überhaupt kommen kann - und wie es einem menschlichen Wesen dann überhaupt noch möglich ist, diese auch durchzuführen. Und mich berührt, wie viel Kraft und Vertrauen Peasy aufbringen konnte um diese Zeit zu überstehen. Vielen Dank nochmal - dass sowas endlich auf derartige Weise ans Licht kam! Beste Grüße Claudia Ehrlinger

erschütternder Roman

Von: Eva Henschke Datum: 20. May 2020

Ich habe lange überlegt, ob ich mir das Buch kaufen soll (aus ganz persönlichen Gründen). Jetzt bin ich froh dass ich es getan und auch gelesen habe! Dass in Hoheneck die Hölle war, wurde hinter vorgehaltener Hand gemunkelt - aber die Dinge, die im Buch beschrieben werden, sind zutiefst verachtenswert und unmenschlich! Ich durfte den "sozialistischen SV" auch 10 Monate "genießen", habe ähnliche Erfahrungen gemacht, aber keinesfalls so grausame Dinge erleben müssen! Mein Mitgefühl und meine Bewunderung gelten Peasy aus tiefsten Herzen! Ich wünsche ihr, dass sie ein gutes Leben nach der Aussiedlung gefunden hat!

Von: Günter Stipits, München Datum: 20. May 2020

Meine Frau und ich (68 u. 73 J.) haben dieses Buch nicht gelesen, sondern in kürzester Zeit "verschlungen" ! Lange keine solchen Tatsachen in Romanform gelesen. Es ist unvorstellbar was DDR-Verantwortliche freiheitsliebenden Menschen angetan haben. Wahnsinn. Man findet zur Realität, die von Frau H. Lind suuuper umgesetzt wurde, eigentlich keine Worte mehr. Dass Buch ist mehr als gelungen und wir beide wünschen den 2 Protagonisten, die es überlebten, weiterhin alles Gute.

Ein erschütternder Tatsachenbericht

Von: Sissy0302 Datum: 19. May 2020

Gisa, genannt Peasy, fühlt sich eingeengt in ihrem Leben in der DDR, möchte sie doch nur ihrem Traum folgen, Tänzerin zu werden - und diesem Traum war sie doch schon so nah. Nachdem einer gemeinsamen Freundin die Flucht in die BRD gelungen ist, reift auch in ihr und ihrem Mann Ed, der ebenfalls gegen die DDR rebelliert, der Gedanke, ob sie es nicht auch wagen sollten. Doch die beiden werden bei ihrem Fluchtversuch verhaftet und Peasy landet letztendlich im Frauenzuchthaus Hoheneck. Eindrucksvoll erzählt Hera Lind in diesem Tatsachenroman die Erinnerungen von Gisa Stein an die Zeit als der Fluchtplan in dem jungen Paar heranreifte, die Verhaftung und die schreckliche Zeit danach - die U-Haft und die grauenvollen Jahre im Frauenzuchthaus. Am Anfang des Buches gibt es noch ein bisschen Aufatmen durch Kindheitsrückblicke, doch irgendwann durchleidet man mit Peasy ihre persönliche Hölle und fragt sich wie ein Mensch sowas überhaupt aushalten kann - und auch was in den Menschen vorgeht, die zu solchen Quälereien fähig sind. Dies ist ein Buch, das tief berührt und man gelesen haben sollte, wenn man sich für Geschichte interessiert.

Klasse

Von: Claudine Wittig Datum: 17. May 2020

Ihre neuen Bücher, die von wahren Geschichten und Schicksalen erzählen, werden von mir regelrecht verschlungen. Ein großes Kompliment an Ihre besondere Art zu schreiben! Das neue Buch über die erschütternden Verhältnisse in ehemaligen DDR-Gefängnissen ist der Hammer und vermittelt bisher nicht gekannte Informationen über die deutsch-deutsche Geschichte. Weiter so!

Tolles Buch

Von: Stephanie Petroschka Datum: 16. May 2020

Liebe Hera Lind, ich habe gerade eben dieses Buch fertig gelesen. Es war sehr sehr ergreifend. Meine Mutter ist 1962, kurz vor meiner Geburt aus Ost- Berlin nach West Berlin geflüchtet. Wie, hat Sie mir leider nie erzählt. Ich weiß nur, das mein Vater vorher schon in Bautzen "einsaß" und dennoch haben es beide mit meiner 6 Jahre älteren Schwester irgendwie geschafft abzuhauen. Aus einen Staat, der wirklich grausam und unbarmherzig war. Sie habe eine wirklich tolle und lesenswerte Geschichte geschrieben. Ab und zu musste ich das Buch dann doch weglegen, weil ich durch meine Tränen nichts mehr lesen konnte. Und die letzten Seiten,als peasy und ed sich wiederfanden,war ich so aufgewühlt, das ich nicht schlafen konnte. Und morgen gebe ich das Buch weiter an eine liebe Freundin, die ebenso Gundi heißt. Es grüßt sie herzlich aus den Norden von Berlin Stephanie

Ein fesselndes Buch

Von: Susanna Bauer Datum: 16. May 2020

Ich bin ein großer Hera Lind Fan, habe bis jetzt alle ihre Bücher gelesen und bin begeistert. Dieses Buch hat mich einfach nicht los gelassen. Habe es sogar in der Nacht gelesen, wenn ich munter wurde. Wie können die Mitmenschen so gemein sein, einfach unvorstellbar. Wieder ein großes Highlight. Freue mich schon wieder auf das nächste Buch. Viel Spannung beim Lesen wünscht Susanna Bauer

Unfassbar

Von: Ingrid Mueller Datum: 16. May 2020

Diese Geschichte aus dem Leben war wieder sehr ergreifend. Unfassbar welche Schikanen,Qualen Menschen aushalten mussten. Frauen wenn sie Macht haben auch kein Mitgefühl zeigen. Spannend geschrieben und auch wenn es ein Roman ist ,doch ein Stück Zeitgeschichte.

Mit großartigem Einfühlungsvermögen geschrieben. Absolut den Tatsachen entsprechend!

Von: Kerstin Utecht Datum: 16. May 2020

Ich habe einen ähnlichen Leidensweg in der DDR gehabt. U-Haft der Staatssicherheit, Strafvollzug, freigekauft von der Bundesrepublik. Immer diese Ungewissheit und die psychische Herabwürdigung an jedem einzelnen Tag. Ich bin sehr beeindruckt davon, wie Frau Lind sich in diese Situation hinein gefühlt hat. Sie hat es ja nicht erlebt. Jedes Detail stimmt! Vielen Dank dafür, dass sie den Opfern der DDR Diktatur eine Stimme geben. Es gibt ja inzwischen wieder einige Menschen die der Meinung sind, es war ja nicht so schlimm.

Was kann ein Mensch alles ertragen?

Von: biggis_books Datum: 14. May 2020

Gisa und Ed wissen, dass sie ihre privaten und beruflichen Ambitionen in der DDR nicht verwirklichen können. Natürlich ist es riskant zu fliehen, aber als sie im Januar 1974 wegen Republikflucht verhaftet werden, ahnen sie nicht was sie erwartet. Sie müssen durch die Hölle gehen, um den Traum von Freiheit irgendwann einmal leben zu können.... Gisas Geschichte beginnt mit Rückblicken in ihre Kindheit, Jugendzeit und wie sie das Erwachsenwerden in der DDR erlebt hat. Schon früh war ihr und Ed klar, dass sie dort nicht bleiben wollen sondern in die BRD flüchten werden. Der Versuch scheitert im Januar 1974. Die beiden inhaftiert und nun beginnt ein Martyrium. Hera Lind hat mit den Erinnerungen von Gisa "Peasy" einen Tatsachenroman geschaffen, der unter die Haut geht und erschüttert. Es ist für mich unfassbar, wie es in diesen Gefängnissen zu ging und wie die Menschen dort behandelt wurden. Unglaublich, was ein Mensch erleiden muss und was ein Mensch ertragen kann. Dies war mein erster Tatsachen Roman von Hera Lind und er hat mich komplett mitgenommen. In jeglicher Hinsicht. Ich werde mir die anderen auf jeden Fall auch noch ansehen. Für dieses Buch gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung! ,Gisa und Ed wissen, dass sie ihre privaten und beruflichen Ambitionen in der DDR nicht verwirklichen können. Natürlich ist es riskant zu fliehen, aber als sie im Januar 1974 wegen Republikflucht verhaftet werden, ahnen sie nicht was sie erwartet. Sie müssen durch die Hölle gehen, um den Traum von Freiheit irgendwann einmal leben zu können.... Gisas Geschichte beginnt mit Rückblicken in ihre Kindheit, Jugendzeit und wie sie das Erwachsenwerden in der DDR erlebt hat. Schon früh war ihr und Ed klar, dass sie dort nicht bleiben wollen sondern in die BRD flüchten werden. Der Versuch scheitert im Januar 1974. Die beiden inhaftiert und nun beginnt ein Martyrium. Dora Held hat mit den Erinnerungen von Gisa "Peasy" einen Tatsachenroman geschaffen, der unter die Haut geht und erschüttert. Es ist für mich unfassbar, wie es in diesen Gefängnissen zu ging und wie die Menschen dort behandelt wurden. Unglaublich, was ein Mensch erleiden muss und was ein Mensch ertragen kann. Dies war mein erster Tatsachen Roman von Hera Lind und er hat mich komplett mitgenommen. In jeglicher Hinsicht. Ich werde mir die anderen auf jeden Fall auch noch ansehen. Für dieses Buch gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung!

Keinerlei Recherchen

Von: Ameis Datum: 14. May 2020

Der Roman ist absolut fesselnd geschrieben, wobei einem die Rückblenden tatsächlich einmal die Möglichkeit zum Durchatmen geben. Leider wurde in diesen zum gesellschaftlichen Alltag in der DDR offenbar nichts recherchiert, sondern sich vollkommen falscher Klischees bedient, die die Glaubwürdigkeit der wahren Begebenheiten in Frage stellen. Das hat die Protagonistin, die mir als Oranienburgerin bekannt ist, nicht verdient. Schade!

Emotional, erschütternd und unheimlich bewegend

Von: lisaszeilen Datum: 14. May 2020

Nachdem Freundin Eileen die Flucht in die BRD gelungen ist, möchten auch Gisa und ihr Ehemann Edgar die Flucht wagen. Beiden ist klar, dass sie ihre Ziele und Träume im Osten niemals so verwirklichen können, wie sie es sich wünschen und schon bald steht der Entschluss, im Januar 1974 die verhasste Heimat zu verlassen und alles hinter sich zu lassen. Doch an der Grenze wird ihr Fluchtfahrzeug kontrolliert und Gisa und Ed festgenommen. Künftig muss Gisa jahrelang die Hölle auf Erden ertragen - das Frauenzuchthaus Hoheneck... Das Cover konnte mich sofort in seinen Bann ziehen. Trotz der Schlichtheit wird das Motiv der Freiheit sofort ersichtlich und der Leser erhält einen guten ersten Eindruck von der Geschichte. Mit dem Schreibstil der Autorin erging es mir ähnlich. Ich habe bereits viel Gutes über Hera Lind gehört, für mich selbst waren die Romane der Autorin allerdings Neuland. Bereits auf den ersten Seiten wurde deutlich, dass sie ihrem Ruf gerecht wird. Der Leser kommt unheimlich schnell in den Lesefluss und in die Geschichte und wird sofort gepackt von der berührenden Ehrlichkeit des Schreibstils. Diese Ehrlichkeit ist auch in der Geschichte selbst vorzufinden. Durch Ausschnitte aus dem Alltag des jungen Ehepaares und einiger Rückblenden aus Gisas Kindheit wird der Leser emotional berührt bis die erschütternde Realität des Alltags im Frauenzuchthaus ihn einholt. Nichts wird beschönigt dargestellt, die Einblicke in die furchtbaren Erfahrungen Gisas sind schonungslos ehrlich. Dabei werden Abläufe geschildert, die sich in ihrem Grundmuster größtenteils wiederholen. Für mich persönlich hat dies aber keinesfalls langweilig gewirkt, sondern die Eindrücke in das Leben ohne einen Funken Freiheit nur noch verstärkt. Und - obwohl es im Zusammenhang mit den monotonen Abläufen ein wenig kurios klingt - wird dadurch auch eine gewisse Spannung evoziert, die den Lesenden bis hin zur letzten Seite begleitet. Die genannten Abläufe werden unregelmäßig durch Gisas Erlebnisse im Kontakt mit anderen Gefangenen und deren Geschichten unterbrochen. Dies fand ich ebenfalls sehr gut eingesetzt, denn dem Leser wird so sehr gut ermöglicht, ein wenig aufzuatmen. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mich "Die Hölle war der Preis" vollkommen überzeugen konnte. Ich habe selten solch einen erschütternden, authentischen und zugleich unheimlich bewegenden Roman gelesen und würde ihn jedem Leser empfehlen, der Interesse an einer spannenden Lektüre mit erschreckenden autobiografischen Zügen hat. 5/5 Sterne

Unfassbar beeindruckend

Von: Katja Büscher Datum: 11. May 2020

“Der Traum vom Westen zerbricht in einer kalten Winternacht“ (Zitat Buchrücken) Gisas Traum ist es Tänzerin zu werden. Ausreichend Talent bringt sie mit, doch ihre Karriere wird jäh von der Stasi beendet. Ohne wirkliche Zukunftschancen, beschließt sie im Jahr 1974 zusammen mit ihrem Ehemann Ed in den Westen zu fliehen. Doch ihr Fluchtversuch scheitert und beide werden zu knapp vier Jahren Haft verurteilt. Einzig ihre Hoffnung vom Westen und ihre Liebe hält sie am Leben. Gisas Leben ist von nun an von Schikanierungen und unmenschlichen Haftbedingungen geprägt. Gisa hat zudem noch ein Geheimnis, von dem selbst ihr Ehemann Ed nichts weiß. Und genau dieses Geheimnis kommt während der Haft ans Tageslicht. Wie steht Ed dazu? Das weiß sie nicht, denn nur ein einziger Brief von ihm wird ihr ausgehändigt. Was Gisa im Frauenzuchthaus Hoheneck durchmacht, ist einfach nur die Hölle. Und diese Hölle beschreibt sie knallhart und ungeschönt. Ein wirklich unfassbar beeindruckendes Buch. Ich bin zutiefst geschockt über die Zustände der Gefängnisse in der damaligen DDR. Natürlich kenne ich die geschichtlichen Hintergründe und Missstände der DDR und der Stasi, doch eine Geschichte so unverblümt und zudem noch auf der Basis einer wahren Begebenheit zu lesen, wühlt einen doch sehr auf. Ich kann dieses Buch nur jedem, der sich auch nur ein klein wenig für die deutsch-deutsche Geschichte interessiert, wärmstens empfehlen. Glückwunsch an Hera Lind für dieses beeindruckende Buch. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️

unfassbar was damals passiert ist

Von: kleine_Antje Datum: 09. May 2020

Gisa Stein, genannt Peasy, wächst in Oranienburg nahe Berlin auf. Ihr Traum ist es, Tänzerin zu werden, und sie schafft es bis an die Staatsoper. Doch hier gerät sie in die Fänge der Stasi. In ihrer Verzweiflung versucht sie mit ihrem Ehemann Edgar, einem rebellischen Architekten, in den Westen zu fliehen. In einer kalten Januarnacht 1974 wird das Paar an der Grenze festgenommen und wegen Republikflucht zu fast vier Jahren Haft verurteilt. Was Gisa dann im Frauenzuchthaus Hoheneck durchmacht, ist die Hölle. Von unzähligen Briefen, die Edgar ihr schreibt, erreicht sie nur ein einziger: Er liebt sie und glaubt die Lügen nicht, die im Gefängnis über sie verbreitet werden. Aber Gisa hat ein Geheimnis. Wie hoch ist der Preis dafür? Meinung: Wieder mal ein unfassbar gutes und fesselndes Buch von Hera Lind. Ich bin immer noch leicht schockiert was damals passiert ist. Mir fiel es an manchmal Stellen wirklich schwer ruhig zu bleiben, weil es einfach so unbegreiflich ist, was damals die Stasi gemacht hat. Was Gisa erlebt hat ist einfach nur grausam. Voller Schikane und unvorstellbaren Handlungen musste sie 3 Jahre und 6 Monat ins Gefängniss mit ihren Mann Ed. Beide haben sich erst nach der Freilassung so richtig sehen können. Ich möchte nicht so viel verraten, denn dann spoiler ich hier. Man muss diese Geschichte einfach lesen. Fazit: Was mir etwas gefehlt hat, war wie es mit Gisa und Ed weiterging. Wie haben sie es geschafft, wo sind sie hingekommen und wie war das Zusammenleben mit Lilly? Diese Fragen sind für mich noch offen aber man kann sich trotz allem ja seine eigenen Gedanken dazu machen. Es ist eine unfassbare Geschichte die sehr lesenswert ist.

Spannende und emotionale Geschichte

Von: Kostbarezeile Datum: 07. May 2020

Inhalt/ Klappentext: Gisa Stein, genannt Peasy, wächst in Oranienburg nahe Berlin auf. Ihr Traum ist es, Tänzerin zu werden, und sie schafft es bis an die Staatsoper. Doch hier gerät sie in die Fänge der Stasi. In ihrer Verzweiflung versucht sie mit ihrem Ehemann Edgar, einem rebellischen Architekten, in den Westen zu fliehen. In einer kalten Januarnacht 1974 wird das Paar an der Grenze festgenommen und wegen Republikflucht zu fast vier Jahren Haft verurteilt. Was Gisa dann im Frauenzuchthaus Hoheneck durchmacht, ist die Hölle. Von unzähligen Briefen, die Edgar ihr schreibt, erreicht sie nur ein einziger: Er liebt sie und glaubt die Lügen nicht, die im Gefängnis über sie verbreitet werden. Aber Gisa hat ein Geheimnis. Wie hoch ist der Preis dafür? Meine Meinung: Für mich war Gisas Geschichte sehr spannend und emotional - wie auch eigentlich alle anderen Bücher, die Hera Lind veröffentlicht hat. Inhaltlich konnte mich die Geschichte auf jeden Fall überzeugen! Vor allem gefällt mir die Ausarbeitung der Charaktere und ihre Authentizität. Es ist wirklich höhstspannend geschrieben und zusammen mit der Berlin-Thematik macht sich das Buch für mich wirklich zu einem Jahreshighlight. Ich kann es wirklich jedem empfehlen, der gerne emotionale und packende Bücher liest, die auf einer wahren Gegebenheit beruht! Insgesamt: Ins Auge bekommt das Buch von mir definitiv 5 von 5 Sternen! Einfach nur toll!

Von: Gert Koch Datum: 25. April 2020

Hallo, ich habe gerade das Buch auf einmal durchgelesen. "Erschütterung" ist das einzige Wort das mir dazu einfällt. Was täte ich, wenn ich einen dieser sadistischen Schliesser wieder erkennen würde? Solche Erlebnisberichte müssten in unseren Schulen in den Lehrplan aufgenommen werden. (Es war ja nicht alles schlecht in der DDR).....

Einfach unfassbar

Von: Gaby Hochrainer Datum: 23. April 2020

Nachdem ihre gute Freundin Eileen 1973 in den Westen „rüber gemacht“ ist, wissen Gesa Stein und ihr Mann Ed, sie wollen auch nicht länger in diesem Land ohne Meinungsfreiheit, ohne Reisefreiheit, unter Dauerbespitzelung leben. Sie wollen die Flucht wagen. Was leider schief geht. Gesa und Ed landen im Stasi-Gefängnis Berlin-Pankow… Hera Lind erzählt hier eine Geschichte, die ganz nahe an der Realität liegt. Gesa Stein hat ihr ihre Erinnerungen zur Verfügung gestellt. Herausgekommen ist ein Roman, den ich zwischendurch immer mal wieder zur Seite legen musste, um die Grausamkeiten, von denen hier berichtet wird, zu verarbeiten. Gesas Lebensgeschichte beginnt in Rückblicken auf ihre Kindheit und Jugend, die sich sehr gut in die Gesamtgeschichte einpassen. Hier erklärt sich, warum sie zusammen mit ihrem Ehemann Ed unbedingt aus den Fängen dieses Regimes raus wollte. Als sie nach langen Entbehrungen endlich am Zenit ihrer Karriere als Tänzerin angekommen ist, wird sie genau so schnell zurückgeholt auf den Boden, um nur noch als Näherin von Ballettschuhen arbeiten zu können. Aber ihr Leben ist der Tanz und dort will sie wieder hin. Und zwar in der BRD. Dieser Traum endet am 31.1.1974 am Kontrollpunkt Marienborn. Über das Stasi-Gefängnis Berlin-Pankow geht es zum Frauengefängnis Hoheneck, dann zum Stasi-Abschiebegefängnis Kaßberg. Am 11.8.1976 kommt sie zusammen mit ihrem Mann im Aufnahmelager Gießen an. Klar, man hat immer mal wieder gehört, dass so ein Gefängnisaufenthalt kein Zuckerschlecken war. Aber es hier von einer Inhaftierten zu lesen, die dieses Martyrium zweieinhalb Jahre lang ertragen hat, das ist schon sehr krass. Es ist kaum zu glauben, zu welchen Gräueltaten, zu welchen Erniedrigungen die Wärter und Wärterinnen imstande waren. Und es ist unglaublich, zu lesen, was ein Mensch alles zu erdulden und zu erleiden imstande ist. Oft habe ich gedacht, dass es Gesa sehr zugute gekommen ist, dass sie bei ihrer Ausbildung zur Primaballerina immer wieder einen Satz ihrer Trainerin im Ohr hatte: „Hinter zusammenkneifen und durch“. Das hat sie durch manch schwer Situation gebracht, einiges leichter ertragen lassen. Andererseits ist es schön zu lesen, wie die kleinste Kleinigkeit Freude bereiten und Zuversicht erzeugen kann. Sie lernt hier sehr schnell mit dem Allerwenigsten zurecht zu kommen und zu überleben. Ein fesselnder Roman, der mich noch mehr bewegt und erschüttert hat, weil ich immer vor Augen hatte, dass es sich um die Realität einer Frau in der DDR gehandelt hat. Ein Buch, das bei mir noch lange nachwirken wird.

Freiheit ...

Von: Diane Jordan Datum: 15. April 2020

Was Freiheit eigentlich bedeutet ☺, fällt dem einen oder anderen gerade jetzt in den Corona-Zeiten besonders stark auf. Ohne Zwang eigenständig tun zu dürfen was man möchte und nicht in irgend einer Art und Weise von „oben“ reglementiert zu sein. Reisen in ferne Länder, oder mal eben schnell über die Grenze nach Holland oder Polen, dass geht zur Zeit nicht. Man möchte eine weitere Ausbreitung der Pandemie ja verhindern und nicht weiter fördern. Mein neuester Roman „Die Hölle war ihr Preis“ von der Spiegel Bestseller-Autorin Hera Lind, ist ein Roman nach einer wahren Geschichte. Das finde ich cool, denn diese Geschichten liegen der Autorin besonders, wie ich finde. Vom Cover, das eine junge Frau hinter Gitterstäben zeigt, über den Klappentext der mir das erste mal die Nackenhaare zu Berge stehen lässt, merke ich schnell, auch dieser Plot wird wieder unter die Haut gehen... Die Protagonisten Gisa, genannt Peasy und Ed sind nicht „frei“, denn sie leben in der ehemaligen DDR und sind sehr verzweifelt. Genug, um eine waghalsigen Flucht zu riskieren. Doch dieser Plan scheitert und das Ehepaar landet im Gefängnis. Vier Jahre Zuchthaus wegen unerlaubter Republikflucht lautet das Urteil. Ups, ich werde mir prophylaktisch schon mal die Taschentücher parat legen, denn dies scheint eine sehr traurige Geschichte zu sein. Gespannt schlage ich das Buch auf und fange an zu lesen. Am Anfang steht eine Widmung der mir noch unbekannten „Peasy“ an ihre Eltern. Auf der nächsten Seite muss ich das erste Mal schwer schlucken... ...Nein, ich war keine Träumerin. Ich bin durch die Hölle gegangen, um den Traum von Freiheit irgendwann einmal leben zu können.... Das Buch hat es wahrlich in sich und das 1973 noch solche Zustände herrschten, finde ich unvorstellbar. Der Spannungsbogen baut sich nach und nach, gewohnt gekonnt auf. Die Wortwahl und der Schreibstil von Hera Lind gefällt mir sehr und ist gut verständlich wiedergegeben. Den Begriff "Stasi-Methoden" hatte ich zwar schon vorher gehört, aber so richtig bewusst war mir nicht, was das tatsächlich bedeutet. Das Nachbarn, Nachbarn ausspionieren oder belauschen, staatliche Behörden den Datenschutz aushebeln, wie im Roman beschrieben, oder ungesetzliche Aktionen zielgerichtet geplant und dann ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen werden. Der Grundbegriff „Demokratie“ zählt dann doppelt und dreifach und ich bin heil froh, im „hier und jetzt“ zu leben. Unvorstellbare Zustände, unermessliches Leid und bittere Tränen, was diesem Paar wiederfahren ist, und das stellvertretend für unzählige andere DDR-Bürger. Mir stellen sich die Haare zu Berge und die Tränen laufen beim Lesen. Das ich vorsorglich Taschentücher parat gelegt habe, war goldrichtig. Spoiler: „Um einen Staat zu beurteilen, muss man sich seine Gefängnisse von innen ansehen.“ Das Zitat (auf Seite 284) von Leo Tolstoi gefällt mir richtig gut und ist passend und treffend zum Fortgang der packenden Geschichte. Und die Stasi Gefängnisse Berlin-Pankow, Kaßberg oder das Frauengefängnis Hoheneck sind nicht ohne!!! Und von dort ins ferne Hamburg ist ein weiter und langer Weg, der wirklich durch die Hölle geführt hat. ...Der Traum vom Westen zerbricht in einer kalten Winternacht... Inhalt: Gisa Stein, genannt Peasy, wächst in Oranienburg nahe Berlin auf. Ihr Traum ist es, Tänzerin zu werden, und sie schafft es bis an die Staatsoper. Doch hier gerät sie in die Fänge der Stasi. In ihrer Verzweiflung versucht sie mit ihrem Ehemann Edgar, einem rebellischen Architekten, in den Westen zu fliehen. In einer kalten Januarnacht 1974 wird das Paar an der Grenze festgenommen und wegen Republikflucht zu fast vier Jahren Haft verurteilt. Was Gisa dann im Frauenzuchthaus Hoheneck durchmacht, ist die Hölle. Von unzähligen Briefen, die Edgar ihr schreibt, erreicht sie nur ein einziger: Er liebt sie und glaubt die Lügen nicht, die im Gefängnis über sie verbreitet werden. Aber Gisa hat ein Geheimnis. Wie hoch ist der Preis dafür? Die Autorin: Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen sensationellen Erfolg hatte. Mit den Tatsachenromanen wie »Die Frau, die zu sehr liebte«, »Hinter den Türen« und »Die Frau, die frei sein wollte«, eroberte sie erneut die SPIEGEL-Bestsellerliste und machte dieses Genre zu ihrem Markenzeichen. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg. Weitere Bücher: Vergib uns unsere Schuld, Hinter den Türen, Die Frau die frei sein wollte, Gefangen in Afrika, Drachenkinder, Himmel & Hölle, Die Sehnsuchtsfalle, Mein Mann, seine Frauen & ich, Verwandt in alle Ewigkeit, Der Prinz aus dem Paradies, Der Mann, der wirklich liebte, Tausend und ein Tag, Kuckucksnest und viele mehr ... Fazit: 4****Der Roman „Die Hölle war der Preis“: nach einer wahren Geschichte ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 448 lesenswerte Seiten, die das kostbare Gut „Freiheit“ noch „wertvoller“ machen und dem Leser dies, meiner Meinung nach, auch eindrücklich vor Augen führen.

Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit

Von: Chattys Bücherblog Datum: 14. April 2020

Dieser Roman spiegelt eine Geschichte wieder, die nahezu unfassbar klingt, aber leider sehr nah an der Realität grenzt. Die Autorin, bekannt durch ihre gefühlvollen und zugleich auch erschreckenden Tatsachenromane, zeigt in ihrem neuesten Roman den Umgang des Regiems mit Menschen, die das Land aus politischen Gründen verlassen möchte. Reisefreiheit? Nicht möglich! Meinungsfreiheit? Nicht möglich! Willkürlich des Staates? Jederzeit!  Es fiel mir beim Lesen dieses Buches teilweise wirklich schwer, ruhig zu bleiben. Wie viel war das Menschenleben in der ehemaligen DDR wert? Wer dem Ansinnen des Staates nicht treu ergeben war, stattdessen lieber blind den Parolen gefolgt ist, hatte kaum eine Chance auf ein ruhiges Leben. Der Staat hatte das Sagen und wer nicht spurt, wird verurteilt. So ja auch im vorliegenden Fall. Begründung: Republikflucht - Strafe: 3 Jahre und 6 Monate und das in Gefängnissen, in denen jegliche Menschlichkeit vor den Eingangstüren abgelegt wird. Schickanen, Erniedrigungen, Demütigungen und Folter, waren dort an der Ragesordnung. Die Autorin überzeugt durch ihre schonungslose Darstellung der Szenen und bindet diese hervorragend in die Romanerzählung ein. Es gab kaum eine Seite, bei der ich nicht das Wort "unfassbar"  ausgesprochen habe. Der Roman zeigt aber auch auf, mit welchen Kleinigkeit ein Mensch sich schon glücklich schätzen kann. Und wenn am Ende die Freiheit als Preis des Ganzen winkt, wird man so manche Qualen eher ertragen. Vergessen wird man diese jedoch nie.