Sue Watson

Mein wunderbarer Eiscremesommer

Mein wunderbarer Eiscremesommer Blick ins Buch

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Kaum sind die Kinder aus dem Haus, hat sich auch der Mann aus dem Staub gemacht. Das Leben ist kein Zuckerschlecken für Ella: ohne Job, ohne Partner, bald wohnungslos und als Sitterin eines kleinen Hündchens, das besser gekleidet ist als sie selbst. Doch als Ella den alten Eiscremewagen ihrer Tante erbt, ergreift sie kurzerhand die Chance für einen Neuanfang. Sie packt ihre Tasche und macht sich auf den Weg ins malerische Küstenörtchen Appledore in Devon. Dort möchte sie die glücklichen Sommer ihrer Kindheit wiederaufleben lassen. Der sympathisch-chaotische Anwalt Ben, der sich um den Nachlass von Ellas Tante kümmert, hat auch schon eine Idee, wie man den Wagen und Ellas Leben wieder in Gang bekommen könnte. So stürzt sich Ella in das Geschäft mit den sahnigen Träumen und erlebt den Sommer ihres Lebens.

Gelato gegen Midlife-Crisis

Von: Erlesene Seiten Datum: 04. August 2020

Ellas Leben steht an einem Wendepunkt. Ihre Ehe ist bereits gescheitert. Ellas Ex postet fleißig Bilder von seinem perfekten Luxusleben mit der Neuen auf Instagram. Beide Kinder werden selbstständig und ziehen hinaus in die weite Welt, sodass Ella in einem leeren Nest zurückbleibt. Obendrauf verliert sie ihren Job und schließlich auch noch ihr Haus. Ganz schön viel Drama aus der Klischee-Kiste für Mittvierziger. Die einzige Hoffnung, die Ella hat, ist das überraschende Erbe ihrer verstorbenen Tante. Ein alter Eiswagen, der sie an unbeschwerte Sommer aus Kindheitstagen erinnert. Ella startet einen Neubeginn und kreiert leckere Eissorten, die sie am Strand des Küstenstädtchens Appledore verkaufen möchte. Um all das herum entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte mit dem charmanten Anwalt. Außerdem gibt es noch ein Familiengeheimnis zu lüften. Denn was mag nur der Grund gewesen sein, aus dem sich Ellas Mutter und deren Schwester zeitlebens nicht versöhnen konnten? Trotz der Bandbreite deprimierender Fehlschläge in Ellas Leben lässt sie sich niemals unterkriegen, bleibt durchweg optimistisch und geht tapfer neue Wege. Man kann sie nur ins Herz schließen und für ihren Mut bewundern. Überhaupt ist sie eine sehr warmherzige und selbstreflektierende Person. Auch die anderen Figuren sind auf unterschiedliche Weise sympathisch, witzig, schrullig, was sehr dazu beiträgt, dass man sofort in den Roman eintaucht. Dazu kommen das sommerliche Flair des britischen Küstenstädtchens und ein Hauch Italien. Am Ende kommt ein herrlich leichter Gute-Laune-Sommer-Roman heraus, der Lust auf einen großen Becher Eis macht! Im Mittelpunkt der Handlung steht die Midlife-Problematik von Ella. Ihr Leben wandelt sich von Grund auf und richtet sich neu aus. Vermutlich fühlen sich Leserinnen, die sich in einer ähnlichen Lebensphase befinden, von dem Roman eher angesprochen als andere. Ich persönlich konnte mich zwar nicht mit Ella identifizieren, trotzdem hat es Spaß gemacht, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Denn wie gesagt, es ist ein absoluter Wohlfühlroman für den Sommer! Vielen lieben Dank an das Bloggerportal und den Heyne Verlag für das Rezensionsexemplar!

Die perfekte Unterhaltungslektüre

Von: zauberblume Datum: 02. August 2020

Die Autorin entführt uns in ihrem Sommerroman in das malerische Küstenörtchen Appledore. Und mit diesem Ort verbindet unsere Protagonistin Ella herrliche Kindheitserinnerungen, denn hier in Sophias Eiscafé in diesem kleinen Dorf hat sie die schönsten Sommer ihrer Kindheit verbracht. Aber das ist lange her. Im Moment weiß Ella nicht was sie machen soll. Ihr Job ist weg, ihr Partner ebenso, ihre Kinder werden flügge und gehen ihre eigenen Wege und zu guter Letzt hat sie auch plötzlich kein Dach über dem Kopf. Da kommt die Erbschaft von Tante Sophia gerade recht. Doch Ella erbt nicht einen Teil des Eiscafé, nein, sie bekommt den alten Eiscremewagen, der den stolzen Namen Reginaldo hat. Und Ella hat eine Idee, sie will mit diesem Eiswagen und köstlichen Eiskreationen das Geschäft wieder beleben. Ober ihr das gelingen wird? Unterstützung bekommt sie von dem sympathischen Nachlassverwalter ihrer Tante. Ben hat da nämlich eine Idee. Doch dann steht plötzlich jemand vor der Tür mit dem Ella nicht gerechnet hat….. Wunderbar – die perfekte Sommer-Sonne-Gute-Laune- Lektüre, die mich den Alltag für kurze Zeit vergessen lässt. Ich habe mich in dem herrlichen Küstenort sofort wohlgefühlt. Und durch die tollen Beschreibungen der Autorin habe ich traumhafte Bilder vor meinem inneren Auge. Außerdem lerne ich äußerst sympathische Protagonisten kennen, Ella ist ja besonders liebenswert. Beeindruckend wie sie den alten heruntergekommenen Eiscremewagen wieder zum Leben erweckt. Toll mit wie viel Feuereifer sie sich in die neue Aufgabe gestürzt hat. Sie ist mutig und will diesen Sommer mit ihren Eiskreationen durchstarten. Und mit Ben, dem sympathischen, aber etwas chaotischen Anwalt, hat sie ja eine tatkräftige Hilfe. Und auch die Schmetterlinge in ihrem Bauch beginnen wieder zu fliegen. Doch dann taucht plötzlich jemand auf mit dem sie nie gerechnet hat und bringt alles durcheinander. Außerdem kommt Ella noch einem Familiengeheimnis auf die Spur. Das sind viele Dinge, die sie verkraften muss. Ein unvergesslicher Sommer für alle Beteiligten. Und für mich ein unvergesslicher Sommerroman, für den ich sehr gerne 5 Sterne vergebe. Das Cover ist übrigen ein echter Hingucker.

Midlife-Crisis oder Liebesgeschichte? Auf jeden Fall sehr unterhaltsam!

Von: Kathrin N. Datum: 16. June 2020

„Seit ich hier in Appledore bin, habe ich erkannt, dass meine Familie, meine Herkunft,das Glück meiner Kindheit und die Liebe für meine Kinder mir die Kraft und Zuversicht gegeben haben, meinen Traum beharrlich zu verfolgen... Appledore hat mich gerufen und in seine Arme geschlossen...“ (Auszug S. 390) Ella ist Mitte vierzig, hat zwei fast erwachsene Kinder, lebt mit ihrer etwas kauzigen Mutter unter einem Dach; ihr Mann hat sich von ihr wegen einer Jüngeren mit „Plastik-Ti...“ getrennt und nun hat sie auch noch ihren Job verloren... ganz schön viel Klischees, oder? Es geht noch weiter ;) Ihre Tante vererbt ihr in einem malerischen Küstenort Appledore einen alten Eiswagen und Ella springt ins kalte Wasser, lässt ihr altes Leben samt Mutter (die Kids sind eh gerade auf Weltreise) hinter sich und beginnt ein neues. Nun, was sich wie ein unterhaltsamer, aber eher seichter Sommerroman für die Sonnenliege am Pool liest, entpuppt sich nach und nach als interessanter Midlife-Roman rund um eine Frau, die für das Idealbild einer Ehe ihre Träume hintenan gestellt hat und nun die Chance ergreift, sich neu zu entdecken und entfalten. Dabei bekommt sie Unterstützung von dem etwas chaotischen, aber unkonventionellen Anwalt Ben und (unerwartet) auch von ihrer Mutter, die lange ein gut gehütetes Familiengeheimnis verbirgt. Im Laufe des Romans nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf, nicht nur inhaltlich, sondern auch sprachlich, wobei sich hier auch die gekonnte Übersetzung zeigt ;) Die Geschichte lässt sich gut lesen, manchmal muss man schmunzeln und nicht nur einmal habe ich Lust auf ein gutes Eis bekommen – herrje, wo habe ich meine Eismaschine versteckt? Ja, diese habe ich tatsächlich rausgeholt, da das Buch am Ende ein leckeres Basis-Vanillerezept offenbart – viel Spaß beim Nachmachen :-) „Mein wunderbarer Eiscremesommer“ ist kein typischer Liebesroman – die Liebesgeschichte rahmt das eigentliche Geschehen rund um Ella nur ein – sondern der Fokus liegt auf der Entwicklung der Protagonistin, was mir wirklich gut gefallen hat. Ich konnte mich gut mit ihr identifizieren (liegt wohl auch am Alter) und habe so manches auch nachvollziehen können, was für mich immer einen Pluspunkt wert ist. Alles in allem ist der zweite bei Heyne erschienene Roman von Sue Watson (der erste spielt übrigens auch in Appledore und erschien 2019) eine echte Überraschung, die ich gerne als Empfehlung weitergeben möchte. PS: Liebe Covergestalter – wie wäre es mit einem passenden Eiswagen in weiß-rosa gewesen?