Beate Maxian

Das Geheimnis der letzten Schäferin

Das Geheimnis der letzten Schäferin Blick ins Buch

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Die erfolgreiche Köchin Nina Ludwig ist stolz auf ihre gehobenen Kochkünste. Nun soll sie ausgerechnet mit Julian Leroy in einer Kochshow auftreten. Er gilt als exzentrischer Charmeur und hat sich der bodenständigen Küche verschrieben. Doch das Thema der gemeinsamen Show reizt Nina: Küche anno dazumal. Zudem soll die Aufzeichnung auf einem denkmalgeschützten Bauernhof in dem bayerischen Dorf stattfinden, aus dem Ninas geliebte Großmutter Lieselotte stammte. Sie war dort Ende der 1950er Jahre als letzte Wanderhirtin der Familie aufgebrochen. Während ihrer Zeit auf dem Hof findet Nina heraus, dass ein großes Unglück sie damals in die Ferne trieb ...

Wird Nina das Geheimnis um die letzte Schäferin lüften?

Von: Isabel Rommel Datum: 29. April 2019

Mal wieder ein Buch, das mir Dank meiner Rezensierfreudigkeit auf den SUB „gespült wurde“ und das ist auch gut so, denn aufgrund des für mich recht kitschig wirkenden Covers hätte ich es wohl eher nicht gekauft. Also an dieser Stelle ganz lieben Dank dafür. Ich nahm den Roman als Lektüre mit in den Urlaub, da er sich so schön nach einer leicht und lockeren Geschichte anhörte. Ganz überrascht war ich, als sich zwar der Anfang als ein wenig vorhersehbar herausstellte, dann aber eine bis tief in die Vergangenheit reichende Episode zu Tage kam, die in Ninas Familie doch einigen Staub aufwirbelte. Wie kam es, dass Ninas Großmutter so überraschend ihr Dorf und die Alm verließ, um in die Großstadt zu ziehen. Gerade sie, die doch so tief mit ihrer Umgebung und den Tieren verwurzelt war? Und warum war sie so anders als der Rest der Familie? „Zigeunerkind“ schimpften sie die Nachbarn … Nach und nach deckt Nina ein Geheimnis nach dem anderen auf und auch der schöne Julian spielt darin eine nicht unbedeutende Rolle … Lasst euch verzaubern von den Almen, den Schafen und natürlich von der wunderbaren Kochkunst der Beiden. Mir hat das Buch gut gefallen. Ein kleines Sternchen ziehe ich nur ab, da es mir am Schluss ein wenig zu gewollt wurde … dennoch, besonders als Urlaubslektüre einfach zauberhaft.

Das Geheimnis der letzten Schäferin

Von: freetimeguide Datum: 31. March 2019

Nina ist eine erfolgreiche Köchin mit eigenem Restaurant, schreibt Kochbücher und moderiert ihre eigene Kochshow. Da erhält sie das Angebot, gemeinsam mit Julian Leroy in einer Kochshow aufzutreten. Die Aufzeichnung soll auf einem alten Bauernhof in Bayern stattfinden, in einem Dorf, aus dem Ninas Großmutter stammt und noch Verwandte wohnen. Obwohl sie gegenüber Julian Bedenken hatte, finden sie zu einer harmonischen Zusammenarbeit. Während der Zeit auf dem Hof erfährt Nina von dem alten Bauern vieles über ihre geliebte Großmutter. Diese war als letzte Wanderhirtin aus dem Dorf weggegangen, aber Nina kann ihren Lebensweg nachvollziehen. Ganz besonders zu erwähnen sind die Kochrezepte auf den Umschlagseiten. Aber der interessierte Leser erfährt nicht nur etwas über die unterschiedlichen Bezeichnungen der Österreicher und Bayern, sondern erhält auch interessante Kochtipps. Fast ein Krimi, geschichtsträchtiges, Kochen und Rezepte, Näheres über Schafe und nicht zuletzt eine Liebesgeschichte. Wunderschön geschrieben!

Kurzweiliger Zutatenmix aus der Küche, dem dörflichen Leben gewürzt mit einer Prise Liebe

Von: Lesendes Federvieh Datum: 31. January 2019

Die österreichische Fernsehköchin Nina soll zusammen mit dem Münchner Koch Julian Leroy in einer gemeinsame Kochshow auftreten. Zuerst ist sie nicht sonderlich begeistert, aber als sie erfährt, dass die Aufzeichnung in einem Bauernhof im Heimatort ihrer Großmutter Lieselotte stattfinden soll, sagt sie doch zu. Die Dreharbeiten sind für Nina aufregend, denn nicht nur Julian entpuppt sich als angenehmer Zeitgenosse, sondern sie kommt auch dem Geheimnis ihrer Großmutter immer näher... Beate Maxian entführt den Leser diesmal nach Salzburg und ins ländliche Hofberg. "Das Geheimnis der letzten Schäferin" ist ein unterhaltsamer Familienroman, der in zwei Zeitebenen spielt. In der Gegenwart bei Nina, die eine renommierte Fernsehköchin, Buchautorin und Restaurantbesitzerin ist. In der Vergangenheit wird die Geschichte ihrer Oma Lieselotte erzählt, die den Leser teilhaben lässt am Leben auf dem Dorf und auf einer Alm. Beate Maxian verknüpft diese beiden Erzählstränge gekonnt, so dass am Ende die Lösung des Geheimnisses als Dessert serviert wird. Für mich ist dieses Buch eine perfekte Kombination aus Kochshow, Liebesgeschichte und Heimatroman. Alles ist so authentisch geschildert, dass ich beim Lesen von leckeren Küchendüften umwoben wurde und am liebsten mit gekocht hätte. Die Passagen mit Liesl auf der Alm wirkten für mich richtig nostalgisch und entschleunigend, eben wie ein Teil aus alten Heimatfilmen. Durch die detailliert und authentisch ausgearbeiteten Charaktere spürt man die Enge im Dorf und das eingeschränkte Leben Liesels. Daneben hat ihre Enkelin in der Stadt schon viel mehr Möglichkeiten ihren Berufswunsch durchzusetzen und Karriere zu machen. Wie immer bei Beate Maxian hat mich ihr flüssiger, lockerer Schreibstil begeistert. Neben einem kurzweiligen Frauenroman gab es für mich auch viel Wissenswertes über Schafhaltung zu lesen. Das war mal etwas anderes und hat mir gut gefallen. Fazit: Kurzweiliger Zutatenmix aus der Küche, dem dörflichen Leben gewürzt mit einer Prise Liebe.

Die schwarzen Schafe in der weißen Herde

Von: hasirasi2 Datum: 16. January 2019

Nina Ludwig sieht ihrer leider schon verstorbenen Oma Lieselotte (Liesel) nicht nur extrem ähnlich, sondern hat von ihr auch die Liebe und das Talent für Kochen geerbt. Sie betreibt ein erfolgreiches 2-Hauben-Restaurant in Salzburg und hat eine eigene Koch-Sendung im österreichischen Fernsehen. Als deren Einschaltquoten zurückgehen wird sie dazu „verdonnert“, eine gemeinsame Show mit dem deutschen Sternekoch Julian Leroy zu machen (der ihr nicht besonders sympathisch ist). Diese wird ausgerechnet in dem bayrischen Dorf gedreht, aus dem Lieselotte stammte und Ninas Mutter kennt sogar den Bauern Vinzenz Binder, auf dessen Hof das stattfinden wird. Vinzenz und Nina freunden sich schnell an und als sie ihm sagt, dass Liesel ihre Oma war, erkennt er sie sofort in ihr wieder: „Unglaublich, wie sich das Blut ... Glaubst Du an das Schicksal, Kind? Wenn du nicht daran geglaubt hast, dann glaubst ab heute daran. Du und der Münchner (Julian) ... Schicksal, sag ich nur.“ (S. 85) In einem parallelen Erzählstrang geht es um Liesels Jugend. Diese ist in ihrem Dorf die erste und leider auch letzte Wanderschäferin, weil sich das bäuerliche Leben durch die Industrialisierung Anfang der 60er Jahre stark ändert. Liesel hat eine dunklere Haut- und Haarfarbe als die anderen Familienmitglieder und wird im Dorf oft angefeindet – sie ist sozusagen das schwarze Schaf. Um dem zu entfliehen, verdingt sie sich als Wanderschäferin und Sennerin auf einer Alm. Ninas und Julians Geschichte war mir leider zu seicht und vorhersehbar mit zu wenig Spannung. Ab der ersten Drehszene war klar, dass sie sich mögen, auch wenn sich Nina lange ziert. Ich bin mit den Beiden nicht richtig warm geworden – Nina ist so distanziert und pingelig und Julian war mir zu stereotyp. Aber sie entdecken (leider erst recht spät) ein dramatisches Familiengeheimnis, das am Ende gelüftet wird. Mir hätte es besser gefallen, wenn sich Beate Maxian nur auf Liesels Geschichte und das Geheimnis konzentriert hätte. Sie beschreibt sehr bildlich und fesselnd, wie deren Leben, der Bauernhof und die Schafzucht organisiert waren. Liesel war sehr naturverbunden und tierlieb und hat für ihre Vorstellungen und Wünsche gekämpft – eine sehr sympathische Protagonistin. Auch ihre Liebesgeschichte hat mir sehr gut gefallen. Ein weiteres Schmankerl sind die im Buch beschrieben Gerichte – zwei Rezepte dazu finden sich auf den Cover-Innenseiten. Fazit: Viel Liebe, leckeres Essen und ein spannendes Familiengeheimnis, aber bis da hin leider zu langatmig. 3,5 Sterne

Kulinarischer Schmöker

Von: eulenmatz liest Datum: 14. January 2019

INHALT: Die erfolgreiche Köchin Nina Ludwig ist stolz auf ihre gehobenen Kochkünste. Nun soll sie ausgerechnet mit Julian Leroy in einer Kochshow auftreten. Er gilt als exzentrischer Charmeur und hat sich der bodenständigen Küche verschrieben. Doch das Thema der gemeinsamen Show reizt Nina: Küche anno dazumal. Zudem soll die Aufzeichnung auf einem denkmalgeschützten Bauernhof in dem bayerischen Dorf stattfinden, aus dem Ninas geliebte Großmutter Lieselotte stammte. Sie war dort Ende der 1950er Jahre als letzte Wanderhirtin der Familie aufgebrochen. Während ihrer Zeit auf dem Hof findet Nina heraus, dass ein großes Unglück sie damals in die Ferne trieb ... MEINUNG: Beate Maxian habe ich das erste Mal auf der Lit.Love* kennengelernt und habe ihren zweiten Roman, nach Die Frau im blauen Kleid mit Spannung erwartet. Wie der Klappentext erahnen lässt, bekommen wir hier eine Geschichte auf zwei Zeitebenen ähnlich wie bei Lucinda Riley und Teresa Simon, wobei sich hier nicht kapitelweise gewechselt wird, sondern in größeren „Blöcken“, was mir sehr gut gefallen hat. Die Autorin hat die Vergangenheitsteile immer dann eingesetzt, wenn jemand etwas aus dieser zu erzählen hatte. Diesen Aufbau fand ich geschickt gewählt. Ich hatte nicht das übliche Gefühl, eine Seite lieber zu mögen und zu dadurch zu hoffen, dass das Kapitel wieder in die von mir präferierte Sicht springt, sondern die Erzählung war aus einem Guss (ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen). Nina Ludwig und Julian Leroy sind anfangs wie Katz und Maus, wobei Nina eindeutig, die äußerst kratzbürstige Katze ist, die Julian absolut nicht leiden kann. Sie kennt ihn zwar nicht persönlich bevor es zum gemeinsamen Kochen kommt, aber sie hat ein Bild von ihm, was bei ihr eine tiefe Abneigung hervorruft. Julian erweckt allerdings nicht den Eindruck als wäre das viel an Ninas Vorbehalten dran, dennoch kann ich das als weibliche Leserin schon nachvollziehen. Nina wirkt insgesamt deutlich kühler als Julian. Das mag auch an ihrem Hang zur Perfektion liegen, die sie manchmal etwas unnahbar wirken lässt. Zwischen den beiden baut sich, wie zu erwarten, dann doch eine gewisse Anziehung auf. Allerdings passiert das recht beiläufig und wirkte für mich deswegen etwas zu gewollt. Mir gefiel die Beschreibung der Rezepte sehr. Die Autorin hat grundsätzlich sehr gut recherchiert und liefert viel Hintergrundwissen zu Land und Leuten. Sie gibt auch einen kleinen Crashkurs in die sprachlichen Unterschiede der deutschen und österreichischen Geschichte, was ich sehr interessant fand. Nach dem Buch habe ich auf jeden Fall große Lust Österreich mal wieder einen Besuch abzustatten. Neben dem kulinarischen Aspekt, spielt auch Ninas Familiengeschichte eine Rolle. Nina begibt sich ein wenig auf die Spurensuche ihrer Großmutter. Auch hier was es äußerst spannend zu erfahren, wie die Leute gelebt haben zu dieser Zeit in kleinem bayerischem Dorfe und vor allem das Handwerk der Schäfer und Schäferinnen. Beate Maxian beschreibt die Liebe zu den Tieren zu tief, dass sie auch beim Leser ankommt. Ich hätte mir ein wenig gewünscht, dass die Geschichte zu Ninas Großmutter nicht erst mit einer bestimmten Wendung, die relativ am Ende kommt, einen Spannungsbogen bekommt, sondern schon vorher. Hier hätte man schon vorher ein paar Anhaltspunkte einstreuen können, die der ganzen Geschichte ein wenig mehr Sogwirkung gegeben hätten. FAZIT: Das Geheimnis der Schäferin ist ein schöner Schmöker für die kalten Herbst- und Wintertage. Man sollte das Buch definitiv nicht auf leeren Magen lesen, denn bei den ganzen Rezepten läuft einem das Wasser im Mund zusammen. 😉 Auch wenn die Handlung sehr flüssig geschrieben und gut recherchiert ist, hätte der Spannungsbogen schon etwas früher aufgebaut werden können. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Beeindruckend und emotional

Von: Susanne Nowak Datum: 06. January 2019

Die Protagonistin des Romans Nina Ludwig hat mit Fleiß und ihren Kochkünsten in Salzburg ein sehr bekanntes und viel frequentiertes Restaurant aufgebaut und bekommt das Angebot, in einer Koch Show in Hofberg, dem Geburtsort ihrer Lieblingsoma Lieselotte aufzutreten. Was sie begeistert annehmen würde, wäre da nicht Julian Leroy, mit dem sie in dieser Show zusammen moderieren soll, denn er gilt als exzellenter Koch mit eigenem Restaurant in München, aber auch als exzentrisch und als Charmeur. Aber wie so oft im Leben, muss man manchmal hinter die Fassaden blicken ... Beate Maxian nimmt uns mit auf eine außergewöhnliche Reise in Gegenwart und Vergangenheit, bestimmt durch sehr starke Frauencharaktere, Nina, die Köchin aus Salzburg im Gegenwartstrang und in der Vergangenheit Lieselotte, die Großmutter von Nina, die als letzte Wanderschäferin vor vielen Jahren Hofberg geheimnisumwittert schweren Herzens verlassen hat. Der Schreibstil ist flüssig, leicht lesbar und wirkt von Beginn an authentisch. Wunderbar verknüpft sie die beiden doch so unterschiedlichen Erzählstränge und baut einen Spannungsbogen, der am Ende beide Zeiten harmonisch ineinanderfließen lässt. Die Beschreibungen der Gerichte sind detailliert und man sieht und glaubt förmlich zu riechen, man ist als Leser mitten im Geschehen. Ganz besonders hat mich Lieselotte, Liesls, Geschichte berührt und ich habe mitgefiebert, mitgelitten und mitgeliebt. Eine wunderbare Traumgeschichte, emotional, gefühlvoll und ein absolut lesenswerter Frauenroman.

Ein wahrer Genuss!

Von: zauberblume Datum: 03. January 2019

In ihrem neuen Roman "Das Geheimnis der Schäferin" nimmt uns die Autorin Beate Maxian auf eine aufregende Reise mit, auf der wir in zwei Handlungssträngen zwei starke Frauen kennenlernen dürfen. Eine davon ist Nina, eine erfolgreiche Köchin, die in Salzburg mit der Eröffnung eines eigenes Restaurants einen Traum erfüllt hat. In ihrem "Ludwig" bietet sie gehobene Küche in Bioqualität. Nun soll sie zusammen mit Julian Leroy, der in München ein Lokal betreibt, in einer Kochshow auftreten. Nina ist alles andere als begeistert. Doch das Thema der Show reizt sie, außerdem soll die Aufzeichnung auf einem denkmalgeschützten Bauernhof in einem bayerischen Dorf stattfinden. Dieses Dorf ist ausgerechnet Hofberg. Von hier stammt Ninas geliebte Großmutter Lieselotte. Sie war von hier als letzte Wanderhirtin der Familie aufgebrochen. Während ihrer Zeit auf dem Hof stößt Nina auf ein altes Geheimnis. Außerdem entwickelt sich die Zusammenarbeit mit Julian anders als erwartet..... Einfach klasse! Auch nach Beendigung des Buches bin ich total begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist einfach spitze. Sie hat mich sofort in die Geschichte, die ja eigentlich zwei Geschichten sind, eintauchen lassen. Wenn ich die Augen schließe, mache ich eine Reise von München, nach Salzburg und Wien, am liebsten bin ich aber in Hofberg auf dem alten Bauernhof. Hier fühle ich mich sofort wohl. Auch sind alle Charaktere so liebevoll beschrieben, ich kann mir jeden einzelnenn bildlich vorstellen. Allen vor Nina, die mit großer Leidenschaft ihren Beruf ausübt. Sehe wie sie mit Begeisterung die Speisen zubereitet, den köstlichen Duft habe ich noch jetzt in der Nase. Besonders der Wechsel bzw. die Erklärung der deutschen und österreichischen Ausdrücke der Speisen hat mich begeistert. Ich sehe Nina vor mir, wie sie zum ersten Mal auf Leroy trifft und welche Willenskraft es sie gekostet hat, mit ihm gemeinsam zu kochen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden hat mir auch gefallen. Aber besonders angetan war ich von der zweiten Geschichte, in der Ninas Großmutter die Hauptrolle spielt. Wir durften die ganze Lebensgeschichte erfahren und diese hat mich wirklich sehr berührt. Genossen habe ich die Zeit mit Liesl auf Maria Alm. Ich kann mir vorstellen, wie herrlich es hier war. Die beiden Handlungsstränge sind so toll miteinander verwoben und bilden am Ende ein großes Ganzes. Eine absolute Traumgeschichte, Lesevergnügen pur. Ich war total begeistert. Auch das Cover gefällt mir sehr gut. Gerne vergebe ich für diesen perfekten Frauenroman 5 Sterne.

Unterhaltsamer Roman mit kulinarischen Spezialitäten

Von: Patno Datum: 28. December 2018

In der Weihnachtszeit stand mir der Sinn nach herzerwärmenden unterhaltsamen Geschichten. Von Buchautorin Beate Maxian hatte ich bereits den Vorgängerroman „Die Frau im hellblauen Kleid“ gelesen und daher lag es nahe, das Geheimnis der letzten Schäferin zu ergründen. Die Aufmachung des Buches ist ansprechend. Da im Roman die viele kulinarische Köstlichkeiten serviert wird, befinden sich auf den Umschlagseiten zwei leckere Rezepte. Nina ist eine leidenschaftliche Köchin. Neben ihrem gutgehenden Restaurant mit gehobener Küche, tritt sie in Kochshows auf. Nun soll Nina gemeinsam mit dem erfolgreichen Koch Julian Leroy vor die Kamera treten. Nina ist von der Idee zunächst wenig begeistert und voller Vorurteile gegen den charmanten Frauenliebling. Doch als sie erfährt, dass auf einem denkmalgeschützten Bauernhof in Bayern gedreht wird, ist ihre Neugier geweckt, stammt doch Großmutter Lieselotte aus diesem kleinen Dorf. In den 50 er Jahren war Ninas Oma Liesl als Wanderhirtin unterwegs. Während ihres Aufenthalts in dem bayrischen Dorf findet Nina heraus, dass ihre Großmutter damals ein großes Unglück in die Ferne trieb. Zudem muss sich Nina eingestehen, dass ihr die Zusammenarbeit mit Julian gefällt. Doch wie hängen die Lebenswege ihrer beider Vorfahren miteinander zusammen? Die Geschichte beginnt im Hier und Jetzt mit einer klassischen Situation. Sie trifft ihn und beide mögen sich nicht, bis sie entdecken, dass da mehr ist. Doch als die Handlung in die Vergangenheit springt, ist das typische Klischee schnell verschwunden und auch ich wollte wissen, was Oma Liesl widerfahren ist. Stück für Stück offenbart sich eine interessante Lebensgeschichte, die erst bis in die 50er Jahre und später sogar bis ins Jahr 1939 zurückgeht. Beate Maxian schreibt flüssig und lebendig. Schnell zog sie mich damit in den Bann ihrer Geschichte. Mehrmals ist mir bei der Beschreibung der leckeren Gerichte sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammengelaufen. Die Sennenhupfer muss ich unbedingt probieren. „Woher kommt der Name Sennenhupfer?“, fragte Leroy und sah ihr interessiert über die Schulter. Schau, sagte sie und setzte erneut vorsichtig eine Teigkugel in die Pfanne. Die Nocken springen beim Herausbacken, wir sagen hupfen, daher Hupfer.“ (Auszug aus „Das Geheimnis der letzten Schäferin“) Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Besonders Vinzenz Binder mochte ich sehr gern. Natürlich habe ich auch mit Nina und Julian sympathisiert und ihnen die Verbandelung gewünscht. Bei den Rückblicken, besonders ins Jahr 1939, hätte ich mir etwas mehr Tiefgang gewünscht. Interessant fand ich die Hintergrundinformationen zum Thema Schafhaltung. Gedanklich habe ich mit Liesl die Schafherde gehütet und aufgrund der detaillierten Beschreibungen bekam ich eine konkrete Vorstellung von den örtlichen Gegebenheiten. Kurzweiliges Lesevergnügen, ein Frauenroman mit Gaumenfreuden und bayrisch-österreichischem Flair!

Ein gut gehütetes Familiengeheimnis

Von: Martinas Buchwelten Datum: 20. December 2018

Da ich die Bücher von Beate Maxian lese, ohne mir den Klappentext vorher durchzulesen, bin ich bei ihrem neuen Roman eigentlich (wegen Titel und Cover) von einem historischen Roman ausgegangen. Dies ist jedoch nicht der Fall! Es handelt sich um eine Geschichte, die in der Gegenwart spielt, bei der es jedoch Rückblenden in die Vergangenheit gibt. Diese beginnen erst nach den ersten hundert Seiten, werden danach aber raumfüllender. Ich habe den Roman nun dem Genre "Familiensaga" zugeordnet, denn unsere Hauptprotagonistin Nina kommt hier einem alten Familiengeheimnis auf die Spur. Nina führt ein gehobenes Lokal in Salzburg und hat zusätzlich eine TV-Kochshow. Um die Einschaltzahlen zu pushen, soll sie gemeinsam mit ihrem deutschen Konkurrenten Julian Leroy auftreten. Sie hasst den arroganten Charmeur, der sich der bodenständigen Küche verschrieben hat. Doch das Thema "Küche anno dazumal" reizt Nina und ihr Manager lässt ihr sowieso keine Wahl. Just in dem bayrischen Dorf, wo Ninas geliebte Großmutter Lieselotte einst aufgewachsen ist, soll auf einem alten Bauernhof gedreht werden. Der alte Vinz, der seine Küche zur Verfügung stellt, hat sich bald in Ninas Herz geschlichen. Nach und nach erfährt sie durch ihn auch mehr über das damalige Leben ihrer Großmutter, welche durch die Erkrankung ihres Vaters als Schäferin einspringen musste. Liesel liebt seit ihrer Kindheit die Schafe und ist mit Leib und Seele Schäferin, ein Beruf, den eigentlich nur Männer ausüben. Mit der wandernden Herde hat sie auch die Möglichkeit ihre heimliche Liebe zu treffen, dessen Eltern, sowohl den größten Einfluss, als auch Bauernhof des Dorfes besitzen. Da kommt ein einfaches Bauernmädel natürlich nicht als zukünftige Schwiegertochter in Frage und die Großbäuerin tut auch alles dafür, dies zu vermeiden. Trotzdem möchte Lieselotte ihren Traum als Wanderschäferin verwirklichen, jedoch hält sich bis heute das Gerücht, dass sie damals das Dorf fluchtartig verlassen musste...... Die Liebesgschichte in der Gegenwart ist schon ab den ersten Seiten vorhersehbar. Deswegen möchte ich aber keine Sterne abziehen, denn es gibt mehr als genug Romane, wo man schon beim Durchlesen des Klappentextes weiß, dass die beiden Protagonisten zusammenkommen werden. (Hier verrate ich wirklich nichts Unvorhersehbares) Der Erzählstrang aus der Vergangenheit rund um Lieselotte, Ninas Großmutter und letzte Wanderschäferin, hat mir gut gefallen. Er enthält viele Details über die Almwirtschaft, dem Leben als Schäferin und der Dörfler. Die damalige Tratscherei hat sich bis heute nicht geändert und auch die Dorfkonstellationen sind heute noch ähnlich, aber natürlich nicht mehr so streng. Nina und Lieselotte standen sich Zeit ihres Lebens sehr nahe und ihre Oma ist auch diejenige, die Nina zum Kochen brachte. Das Kulinarische kommt hier nicht zu kurz. Hungrig sollte man sich nicht an die Lektüre setzen, denn egal, ob österreichische oder bayrische Spezialitäten...es läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Auch das Lokalkolorit wird groß geschrieben und die österreichische Küche, sowie die verschiedenen Regionen rund um Salzburg und Wien werden sehr liebevoll beschrieben. Der Spannungsbogen hätte hingegen etwas straffer sein können und das angesprochene Familiengeheimnis noch etwas mehr ausgeführt. Während einige Seiten mit eher unwichtigen Detailes gefüllt wurden, wird die Auflösung meiner Meinung nach etwas zu schnell abgehandelt. Trotzdem hat mich der Roman von der ersten Seite an gut unterhalten. Schreibstil: Wie gewohnt schreibt Beate Maxian auch in ihrem neuen Roman sehr bildhaft und mit viel Lokalkolorit. Beim Kochen der Gerichte lief mir regelmäßig das Wasser im Mund zusammen, aber auch die Beschreibungen der Landschaft ist wieder äußert gelungen. Ich hatte immer wieder lebhafte Bilder im Kopf. Auch die Charaktere, vorallem Lieselotte, wurden sehr facettenreich und liebevoll dargestellt. Fazit: Eine Mixtour aus viel Kulinarik, einem Familiengeheimnis, Schafen und dem Dorfleben von damals, das die Autorin mit einer TV-Kochshow rund um zwei ehrgeizige Sterneköche vereint hat. Atmosphärisch, viel Lokalkolorit und gut zu lesen, aber teilweise plätschert die Geschichte zu viel vor sich hin. Für Feinschmecker aber zu empfehlen...

Bäuerliches Leben anno dazumal trifft auf Schafe und die Jetztzeit

Von: Minangel Datum: 18. December 2018

Inhalt: Die erfolgreiche Köchin Nina Ludwig ist stolz auf ihre gehobenen Kochkünste. Nun soll sie ausgerechnet mit Julian Leroy in einer Kochshow auftreten. Er gilt als exzentrischer Charmeur und hat sich der bodenständigen Küche verschrieben. Doch das Thema der gemeinsamen Show reizt Nina: Küche anno dazumal. Zudem soll die Aufzeichnung auf einem denkmalgeschützten Bauernhof in dem bayerischen Dorf stattfinden, aus dem Ninas geliebte Großmutter Lieselotte stammte. Sie war dort Ende der 1950er Jahre als letzte Wanderhirtin der Familie aufgebrochen. Während ihrer Zeit auf dem Hof findet Nina heraus, dass ein großes Unglück sie damals in die Ferne trieb ... (übernommen) Meine Meinung: Es geht um die ehrgeizige TV-Köchin Nina und ihre Familie, wie sie ihr Leben meistert, sich hoffentlich wieder einmal nach einer Verletzung auf die Liebe einlässt und wie sie mehr aus dem Leben ihrer Großmutter Lieselotte erfährt. Zwei Handlungsstränge prägen den Roman: Ninas jetziges Leben und die Kindheit und Jugend ihrer Großmutter. Dabei gibt es einige ungeahnte Liebschaften und prägende Erlebnisse zu lüften. Hier möchte ich erwähnen, dass für mich die Auflösung des Geheimnisses zu wenig Raum bekommen hat. Es war mit den unterschiedlichen Personen, welche hierbei beteiligt waren, fast zu unübersichtlich und hätte ruhig mehr in die Tiefe gehen können. Ich habe es geliebt, wie die Autorin gekonnt österreichisches Feeling eingeflochten hat, sei es durch Situationsbeschreibungen oder durch typische Ausdrücke wie zum Beispiel Begrüßungen und Speisennamen. Überhaupt gefiel mir der Schreibstil sehr gut und man spürte beim Lesen die Begeisterung der Autorin für das damalige Leben, die Kochkunst und die verschiedenen Handlungsorte, wie auf der Alm oder in Wien. Achtung: nach der Lektüre des Romans mag man einfach Schafe 😉 Fazit: ein gelungener Ausflug in das bäuerliche Leben anno dazumal, verflochten mit der guten bürgerlichen Küche in die Jetztzeit und gewürzt mit einem gut gehüteten Geheimnis. Ich möchte gerne 4 Sterne zum Schäfchenzählen geben.

Eine spannende und Aufregende Familiengeschichte

Von: Ariettas Bücherwelt Datum: 12. December 2018

Inhaltsangabe: Die erfolgreiche Köchin Nina Ludwig ist stolz auf ihre gehobenen Kochkünste. Nun soll sie ausgerechnet mit Julian Leroy in einer Kochshow auftreten. Er gilt als exzentrischer Charmeur und hat sich der bodenständigen Küche verschrieben. Doch das Thema der gemeinsamen Show reizt Nina: Küche anno dazumal. Zudem soll die Aufzeichnung auf einem denkmalgeschützten Bauernhof in dem bayerischen Dorf stattfinden, aus dem Ninas geliebte Großmutter Lieselotte stammte. Sie war dort Ende der 1950er Jahre als letzte Wanderhirtin der Familie aufgebrochen. Während ihrer Zeit auf dem Hof findet Nina heraus, dass ein großes Unglück sie damals in die Ferne trieb ... Meine Meinung zur Autorin: Beate Maxin, ist ein sehr unterhaltsames Buch gelungen, es ist mein zweites von ihr. Mit ihrem großartigen Werk“ Die Frau im hellblauen Kleid“ hat sie mich vollauf begeistert. Auch hier in dieser Geschichte ist der Schreibstil recht flüssig, auch wenn sie sich mit vielen Nebensächlichkeiten aufhielt, war das ganze doch mitreißend, alleine wenn ich an all die vielen kulinarischen Köstlichkeiten denke, läuft mir das Wasser im Munde zusammen. Ich fand es schön, das sie uns einige Rezepte der Schmankerln zur Verfügung stellte. Auch die zwei Zeitebenen worauf die Geschichte basiert sind gut miteinander verwoben. Ihre Figuren und deren Charaktere sind liebevoll und detailliert dargestellt. Ein Roman zum entspannen, schmökern und träumen. Sehr gut und gekonnt hat sie das Schicksal von Liselotte , einer Frau in dunklen Zeiten beschrieben. Ich muss sagen ich habe diese Frau bewundert, die sich in der damaligen Zeit durchzusetzen wusste, und ihren Traum als Wanderschäferin zu verwirklichen, ein harter und steiniger Weg. Jahre später, ihre Enkelin Nina ist eine hervorragende Köchin geworden, die in eigenen Kochshow auftritt. Wie es das Schicksal so will , ist vom TV eine gemeinsame Show mit ihren Konkurrenten Julian Leroy in einem bayrischen Dorf auf einem alten Historischen Bauernhof geplant. Nicht so einfach das ganze, es ist auch noch ausgerechnet das Dorf wo ihre verstorbene Großmutter geboren wurde. Der Besitzer der Alte Fritz und Nina werden langsam miteinander warm. Aber Fritz hütet ein Altes Familiengeheimnis, in dem es auch um ihre Großmutter geht. Keiner will so recht damit herausrücken, warum die Oma damals das Dorf fast fluchtartig Verlies. Was war vorgefallen, das sich Liselotte auf in die Ferne machte, ein großes Unglück und auch Missverständnis war geschehen. In dem beide Familien damals verstrickt waren. Wird es Nina lüften , und was ist mit Julian, beide sind wie Katz und Maus. Es wird jedenfalls ganz schön spannend und Aufregend.

Viele Nebensächlichkeiten nehmen dem Buch den Raum, um sich richtig zu entfalten

Von: katikatharinenhof Datum: 09. December 2018

Nina kann voller Stolz auf ihre Leistung als Köchin blicken, denn das, was sie auf den Teller zaubert, ist einfach nur köstlich. Umso mehr reizt es sie, an einer Kochshow teilzunehmen, deren Motto "Anno dazumal" lautet. Einziges Manko - der zweite Teilnehmer. Gilt er doch als Charmebolzen und sein Auftreten wirkt immer leicht überspannt. Doch es lockt Nina nicht nur der Reiz des Herzensbrecher, auch die Location hat einiges zu bieten, denn sie ist mit Ninas Familie auf gewisse Weise verbunden... Beate Maxian schreibt für mich normalerweise wundervolle Romane, in denen man einfach nur abtauchen und Zeit und Raum vergessen kann. Deswegen habe ich mich auch so auf ihr neues Buch gefreut...und bin enttäuscht Die Geschichte kommt einfach nicht in Fahrt und es sind unendlich viele ausschmückende Nichtigkeiten, die die Seiten füllen und das Buch künstlich in die Längen ziehen. Die Handlung ist in zwei Erzählstränge unterteilt, die aber nicht wirklich zueinander finden, was daran liegt, dass die Interpretation der Beteiligten nicht immer klar erkennbar ist. Das ruft einige Irrungen auf den Plan, die wahrscheinlich so nicht von der Autorin beabsichtig worden sind. Ich finde mich nur schwer in die Erzählung ein, werde von einer Flut von Wiederholungen eingekesselt und lese mehr über die Bewirtschaftung einer Alm und die daraus resultierenden Aufgaben, als über die eigentliche Familiengeschichte, die es zu entdecken gilt. Das alles nimmt dem Buch den nötigen Raum, um sich richtig zu entfalten, damit ich voller Begeisterung die Seiten umblättere. Für mich ein Roman, der mäßig begeistert, aber sicherlich in der großen Leserschaft einige Anhänger finden wird. Herzlichen Dank an Corinna Schindler vom Freelance-Team und an den Heyne Verlag für die kostenfreie Bereitstellung dieses Leseexemplares. Diese Tatsache hat jedoch nicht meine ehrliche Lesermeinung beeinflusst.