Debbie Johnson

Veranda zum Meer

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Ich heiße Willow Longville. Ich lebe in einem Dorf namens Budbury an der unwerfenden Küste Dorsets, zusammen mit meiner Mutter Lynnie, die manchmal vergisst, wer ich bin. Ich arbeite als Kellnerin im Comfort Food Café, was tatsächlich so viel mehr als nur ein Café ist … es ist mein Zuhause.

Das baufällige Café mit Blick auf den Strand und seiner warmherzigen Gemeinde hat für Willow täglich Freundschaft im Angebot und immer ein herzliches Willkommen auf der Karte. Als aber ein gut aussehender Fremder mit einer Sommerbrise hereingeweht wird, wird Willow bald klar, dass sich ihr stilles Landleben für immer ändern wird ...

Alzheimer und seine Auswirkungen

Von: bookishhearts Datum: 09. June 2019

"Veranda zum Meer" von Debbie Johnson hat mein Interesse aufgrund des hübschen Covers und des Klappentexts geweckt. Dies ist nun nach "Frühstück mit Meerblick" der zweite Roman der Autorin, den ich lese. Bei "Veranda zum Meer" handelt es sich um den 4. Band der Comfort Food Café - Reihe der Autorin. Ich muss gestehen, dass ich Band 2 und 3 nicht gelesen habe, was für mich den Einstieg etwas schwierig macht, da die Handlung aus Sicht der weiblichen Hauptfigur Willow erzählt wird und sie auch direkt zu Beginn von Personen spricht, die im Roman zwar eine Rolle spielen, allerdings in der Handlung noch nicht aufgetaucht sind. Im Mittelpunkt des Romans steht die 26-jährige Willow, die zusammen mit ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter Lynnie lebt und hauptsächlich als Kellnerin im Comfort Food Café, welcher in der Romanreihe der Dreh- und Angelpunkt ist, arbeitet. Nebenbei führt sie noch eine Reinigungsfirma. Als sie damit beauftragt wird ein altes Herrenhaus für seinen neuen Besitzer zu reinigen, lernt sie am ersten Tag direkt diesen kennen. Es handelt sich um den etwas nerdigen und zurückhaltenden Tom kennen lernt. Zwischen den beiden sprühen sofort die Funken, auch wenn beide sich zunächst nicht aus unterschiedlichen Gründen nicht auf eine Beziehung einlassen wollen. Willow und Tom harmonisieren die meiste Zeit sehr gut miteinander, da sie zwar äußerlich beide sehr verletzliche, innerlich jedoch sehr charakterstarke Persönlichkeiten sind, denen das Wohl der Menschen um sie herum sehr wichtig ist. Beide stehen jedoch auch nicht gerne im Mittelpunkt, sondern ziehen lieber die Fäden im Hintergrund. Gleichzeitig hatte ich aber auch immer wieder das Gefühl, dass sie beiden bzw. insbesondere Willow sich selbst viel zu oft auf den eigenen Füßen treten und so nicht vorankommen. Insgesamt hatte ich zwischendurch leichte Probleme die einzelnen Figuren immer so ganz auseinander zuhalten, obwohl Willow diese Tom sogar in einer Art Fibel genau erläutert. Die Einzigartigkeiten, die Willow in ihrer Fibel en detail herausstellt, kamen beim Lesen leider nicht so ganz heraus. Zwar fand ich die Figuren gut durchdacht und und zum Teil auch wunderbar skurril. Allerdings kamen manche Eigenheiten nicht so recht raus. Des Weiteren wurde manche Themen nur leicht angerissen und verliefen dann sehr schnell im Sande bzw. waren plötzlich aus dem Weg geräumt, ohne dass eine komplette Auseinandersetzung mit diesem stattgefunden hat. In diesem Roman spielt das Thema Alzheimer eine zentrale Rolle. Wie selbstverständlich wird Lynnies Erkrankung und deren Auswirkungen auf die nahestehenden Personen (insbesondere Willow) in die Handlung mit eingewebt, so dass das Thema brutal ehrlich behandelt werden kann. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gefühlvoll und abwechslungsreich. Die Handlung ist in der Ich-Perspektive von Willow geschrieben. Dies fand ich einerseits gut, da man sich so sehr gut in Willow hineinversetzen konnte und so insbesondere die Auswirkungen von Alzheimer auf ihre familiären Beziehungen besser verstehen konnte. Anderseits kommen so die Gedanken und Gefühlswelten der anderen Personen ein wenig zu kurz. Insbesondere bei Tom hatte ich manchmal leichte Probleme sein Verhalten immer so ganz nachzuvollziehen. Am Anfang muss man sich zwar ein wenig durch die ersten Seiten kämpfen, da zunächst nicht ganz klar ist, in welche Richtung der Roman sich wendet. Wenn man diese allerdings überwunden hat, erwartet einen als Leser ein überaus gefühlvoller, emotionaler, aber auch sehr unterhaltsamer Roman. Fazit: "Veranda zum Meer" von Debbie Johnson hat einen etwas schwachen Start, wird dann aber auf emotionale Weise mehr als unterhaltsam. Der Roman lebt von seinen teils skurrilen Figuren und der Auseinandersetzung mit dem Thema Alzheimer und dessen Auswirkungen auf die Beteiligten. Für mich ein Lesemuss, vor allem, wenn man die vorherigen Bände der Comfort Food Café - Reihe bereits gelesen hat! Note: 2 (💗💗💗💗)

Eine perfekte Sommer-Sonne-Gute-Laune-Lektüre mit Tiefgang

Von: zauberblume Datum: 07. June 2019

Debbie Johnson entführt uns in "Veranda zm Meer" zum vierten Mal in das Comfort Food Cafe. Für mich war es der erste Buch in diesem tollen Cafe und das hat meiner Lesefreude keinen Abbruch getan. Das Buch kann man auch ohne Vorkenntnisse genießen. Der Inhalt: Unsere Protagonistin Willow Longville lebt mit ihrer Mutter in einem kleinen Dorf namens Budbury. Im Gegensatz zu ihren Geschwistern, die es in die weite Welt verstreut hat, ist Willow ihrer Heimat treu geblieben. Sie betreibt eine Reinigungsfirma und arbeitet nebenher noch in dem Comfort Food Cafe. Und dieses Cafe bedeutet Willow alles. Es ist wie ihr zuhause, hier fühlt sie sich wohl und geborgen. In dem kleinen Cafe hat man einen herrlichen Blick auf den endlosen Strand. Doch als eines Tages ein Fremder das Cafe betritt, merkt Willow sofort, dass es mit ihrem stillen Landleben bald vorbei ist .... Wie immer hat mich Debbie Johson auch dieses Mal total begeistert. Schon der Prolog hat mich neugierig gemacht, hat mich zum Schmunzeln gebracht und kurzzeitig für Gänsehautfeeling gesorgt. Welche unbeschwerte Kindheit hat Willow mit ihren Geschwistern verbracht. Und jetzt kümmert sie sich rührend um ihre an Alzheimer erkrankte Mutter. Und jeder der mit dieser Krankheit schon konfrontiert wurde, zieht sicher den Hut vor Willow. Ich habe wirklich großen Respekt vor ihr. Und dann taucht plötzich dieser Fremde im Cafe auf und es stellt sich heraus, dass es für Willow gar kein Fremder ist. Und eine wirklich spannende und aufregende Zeit beginnt. Und ich fand es klasse, dass ich sie eine Zeit auf diesem Weg begleiten durfte. In dieser Geschichte liegen so viele Emotionen, die wirklich unter die Haut gehen und die mich berührt haben. Außerdem habe ich meine Auszeit in dem kleinen Cafe auch genossen. Es strömt ein Glückgefühl und Harmonie aus. Man fühlt sich einfach pudelwohl. Das Cover ist wieder einmal traumhaft - ein echter Hingucker. Ein absolutes Gute-Laune-Sommer-Sonne-Wohlfühlbuch, das sich aber auch mit einem Thema auseinandersetzt, dass jeden von uns treffen kann. Ein Lesevergnügen der besonderen Art, einfach klasse! Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne und freue mich jetzt schon auf das nächste Buch der Autorin.

Tgiefgründig, sensibel und mit viel Humor

Von: Kathrin Nievelstein Datum: 03. June 2019

Willow Longville arbeitet hat nicht nur eine Reinigungsfirma, sondern sie arbeitet auch noch als Kellnerin im Comfort Food Cafe, welches Debbie-Johnson-Fans schon aus früheren Romanen der englischen Autorin kennen ;) Willow hat rosa Haare, eine Border Terrierhündin namens Bella Swan und einen Transporter voller Aufkleber wie „Rettet die Wale“ oder „Umarmt die Bäume“... klingt strange? Na, dann lasst euch nicht vom erster Eindruck leiten, denn Willow ist ein patentes Persönchen, die ihre an Alzheimer erkrankte Mutter pflegt und sich in die Ortsgemeinde integriert. Sie hat mit der Vergangenheit in Form ihrer 3 Geschwister und einer gruseligen Zimmerflucht zu kämpfen, aber auch mit der Gegenwart in Gestalt von Edward Cull.... sorry, nicht dem glänzenden Vampir, sondern Tom Mulligan, dem stolzen Besitzer von Briarwood – besagtem „House on the Hill“ mit Vergangenheit & Gruselzimmer. Und ja, lasst euch immer noch nicht täuschen! Bei „Veranda zum Meer“ handelt es sich nicht (nur) um eine kleine Liebesgeschichte, sondern um ein ganzes Paket an Emotionen auf den unterschiedlichsten Ebenen, die man hinter dem unverfänglich klingenden Buchtitel und dem maritimen Buchcover so gar nicht vermutet. Der Roman geht in die Tiefe und zeigt so viel Menschlichkeit auf, dass ich ehrlich gesagt irgendwann das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte... wieder eine Nacht durchgelesen ;) Mit viel Geschick und offensichtlichem Feingefühl packt Debbie Johnson ernste Themen wie Alzheimer und die damit zusammenhängenden Veränderungen, die Belastungen im Familienleben, aber auch das zarte Gefühl der ersten (ernsten?) Liebe und den unglaublichen Zusammenhalt der Gemeinschaft ohne große Worte an. Dabei bleibt aber Raum für viel Humor und so manches Augenzwinkern, welches vor allem in Form von Willows „24-Stunden-Liste“ zu Tage tritt: „Zitat Anfang: 1. ... 2. Bella Swan hat einen Frosch gefressen. 3. Der Buchladen im Comfort Food Cafe ist offiziell eröffnet worden, was wir mit sehr viel Kuchen gefeiert haben, alle verziert mit den Konterfeis berühmter literarischer Figuren wie Oliver Twist, …. dem furchterregenden Clown aus Es. Der Clown war meine Idee gewesen , und sein Gesicht zu essen war ziemlich gruselig. 4. ... (Zitat Seite 15/16) Ja, beim Lesen war mir manchmal nach tief Durchatmen und dann wieder zum Schmunzeln... eine gelungene Mischung für einen guten Roman, findet ihr nicht auch? Für mich ist „Veranda zum Meer“ ein Highlight, welches ich sehr gerne empfehle für alle, die nicht immer alles „bierernst“ nehmen, sondern auch über rosa Haare (übrigens mit logischem Sinn ;)), Freundschaft und ganz viel Familiensinn lachen können. Viel Spaß beim Lesen!

Nicht ganz überzeugend

Von: EvaMaria Datum: 28. May 2019

Ich fühlte mich angesprochen von dem Cover und habe mich so entschlossen, dass ich das Buch lesen muss. Im Mittelpunkt steht Willow, diese hat einen regelmäßigen Alltag. Sie arbeitet in einem Cafè, hat ein Reinigungsunternehmen und kümmert sich noch um ihre erkrankte Mutter. Plötzlich taucht Tom auf, welcher ein Fremder ist und so beginnt sich das Leben plötzlich zu ändern. Nun, ich muss sagen, dass ich so meine Schwierigkeiten hatte mit der Geschichte, denn diese war zwar sehr nett zu lesen, aber es hat sich stellenweise extrem gezogen. Das Hauptaugenemerk der Autorin liegt auf dem Alltag von Willow, welchen ich zwar interessant fand, aber es hat so auch immer etwas gedauert bis mal etwas passiert und die Handlung weiterging. Die Idee, wie Tom Willow helfen will und ihr Leben total umkrempelt hat mir gefallen, fand ich aber nicht optimal umgesetzt, denn es ging einfach im großen und ganzen zu wenig voran. Die Autorin beschreibt auch das Leben und den Umgang mit einer Person, die an Alzheimer erkankt ist, welche hier die Mutter von Willow ist. Ich muss sagen, dass ich die Beschreibungen doch recht interessant fand, aber ich hatte das Gefühl, dass die Autorin dies nicht so toll gemacht hat, denn es gab an so manchen Stellen Kommentare, die nicht passend waren. Willow fand ich eigentlich ganz sympathisch. Ich muss sie bewundern, denn wer so toll mit seiner Lebenssituation umgeht, muss eine starke Persönlichkeit sein. Sie machte auch einen recht fleißigen Eindruck. Die Nebencharaktere würde ich ebenso als gelungen bezeichnen. Der Schreibstil war leicht zu lesen und man konnte der Handlung so wirklich gut folgen. Die Geschichte wird aus der Ich – Perspektive von Willow erzählt und es gab hin und wieder Unterbrechungen von Willows Gedanken. Die Atmosphäre mit dem Cafè hat mir gefallen und empfand ich als sehr positiv. Das Cover finde ich einen totalen Hingucker und gefällt mir sehr gut. Ich finde es sehr passend für so eine Geschichte. Fazit: Nette Geschichte, die mich aber nicht überzeugen konnte. 3 von 5 Sterne

Vierter Besuch im Comfort Food Café

Von: Frau Goethe liest Datum: 27. May 2019

Willow Longville hat in den 26 Jahren ihres Lebens ihren Heimatort Budbury niemals für lange verlassen. Während ihre drei älteren Geschwister in die Welt hinauszogen, blieb sie bei ihrer Mutter Lynnie. Die ehemalige Yoga-Lehrerin pflegte immer einen unkonventionellen Lebensstil, leidet aber inzwischen an Alzheimer und bedarf Willows ganzer Aufmerksamkeit. Die junge Frau mit den rosa Haaren und den Doc-Martens-Stiefeln kommt vor lauter Verpflichtungen nicht dazu, über ihr mangelndes Privatleben nachzudenken. Wenn sie sich nicht um ihre Mutter kümmert, bedient sie im Café oder erfüllt Reinigungsaufträge ihrer Kunden. Gerade soll sie Briarwood, das frühere Kinderheim und von den Einwohnern nur das alte Haus auf dem Hügel genannt, putzen. Tom, ein erfolgreicher Investor, hat das Anwesen gekauft. Vor Jahren hatte Willow dort als Achtjährige ein prägendes Erlebnis. Ihre Geschwister hatten ihr weisgemacht, dass es in einem der oberen Zimmer spuke. Sie ahnt nicht, dass Tom damals schon mit von der Partie war. Debbie Johnson gibt den Lesern ab der ersten Seite einen Einblick in das Leben ihrer Figuren. Willow hält ihren Tagesablauf in Form einer Liste fest. Diese Liste soll nicht nur Ordnung in ihre Gedanken bringen, sondern auch ihrer Mutter beim Erinnern helfen. Gleichzeitig werden Vorfälle angesprochen, die die Leser neugierig werden lassen, schreibt sie doch davon, dass die Polizei nach Hause kam und sie vermutlich Edward Cullen (ja, den Vampir aus der Biss-Reihe) im Teich baden gesehen hat. Im vierten Teil der Comfort Food Café-Reihe steht diesmal also Kellnerin Willow im Mitteilpunkt. Man trifft dabei auf einige Bekannte, wenngleich man keinen der Vorgängerbände gelesen haben muss, um mit diesem Lesespaß zu haben. „Denken ist der Feind des Glücks.“ (Willow Longville) Stück für Stück wird die verzwickte Familiengeschichte um die alleinerziehende Mutter und ihrer vier Kinder aufgezeigt. Lynnies Lebensgeschichte bietet unzählige Überraschungen, da sie auch ihren Kindern nie viel über ihre Herkunft erzählt hat. Sie förderte es aber, dass alle vier ihren Weg finden. Während es die drei älteren in die Welt hinaus getrieben hat, ist Willow geblieben. Das unaufgeregte Landleben an der Küste Dorsets hat ihr alles geboten, was sie sich gewünscht hatte. Erst als Tom in ihr Leben tritt, merkt sie, dass es noch mehr als das dörfliche Sozialleben gibt. Aber auch Tom hatte es im Leben nicht einfach. Nach dem Tod seiner Eltern verbrachte er einige Jahre im Kinderheim und lernte dennoch nie, sich sozial zu integrieren. Die empfindsamen Charaktere nähern sich also vorsichtig an. Diese Entwicklungsgeschichte ist der Autorin gelungen. Alles erscheint authentisch, wenn sie sich einen Schritt vor oder zurück wagen. Das zweite große Thema ist das Vergessen. Lynnie ist bereits in ihrer Krankheit an einem Punkt, bei dem sie auf Hilfe anderer angewiesen ist. Willow ist in diese Situation hineingewachsen. Erst als ihre Schwester Auburn plötzlich hinzukommt, merkt sie, dass viele Handgriffe auf Erfahrung beruhen. Das Zusammenspiel der Schwestern wird zusätzlich erschwert, weil sie die alten Rollenmuster nicht abgelegt haben. So streiten sie wie Kinder über Kleinigkeiten, ohne ihrer Mutter dabei zu helfen. Das häusliche Konstrukt steht auf wackeligen Säulen, die auch das Auftauchen der beiden Brüder kaum stützen. Beeindruckend ist dabei die Ehrlichkeit, mit der diskutiert wird und die Suche nach Lösungen. Die Familiengeschichte ist emotional bewegend und lässt den Leser nahezu in Willows Gedankenwelt hineinblicken. Man empfindet sofort Sympathie für die junge Frau, sodass man das Buch mit den tiefgehenden Gedanken in fluffiger Schreibweise nur schwer wieder aus der Hand legt.

Manchmal ist Vertrauen die Lösung.

Von: VB00KS Datum: 26. May 2019

Meine Zusammenfassung: Willow lebt mit ihrer Mutter Lynnie schon eine Weile allein. Ihre älteren Geschwister, Van, Auburn und Angel, sind über die Lande verstreut. Wo genau, vermag sie gar nicht zu sagen. Das macht ihr aber nichts aus. Sie war schon immer das Nesthäkchen und hat ihr trautes Heim nie verlassen. Was vermutlich auch daran liegt, dass ihre Mutter an Alzheimer leidet. Die Diagnose liegt noch nicht allzu lange zurück, daher befindet sie sich noch im Anfangsstadium, aber auch das ist nicht immer leicht. Lynnie vergisst gerne mal, wer sie überhaupt ist. Doch ihre Tagebücher helfen ihr dabei, sich immer wieder zu erinnern. Eine positive Form der Therapie. Auch Willow hat sich angewöhnt, solche Tagebücher zu schreiben, sollte sie selbst einmal an dieser Krankheit leiden, aber auch, um sich an die schönen Dinge im Leben zu erinnern, denn sie liebt ihr Leben. Zusätzlich zu ihrer Arbeit im Café, bietet sie noch ihren eigenen Reinigungsservice an. Doch als ihr nächster Auftrag sie nach Briarwood, The House on the Hill, führt, ist sie etwas nervös. Das letzte Mal, als sie diesen Ort betreten hat, haben ihr ihre Geschwister eingeredet, dass es dort spukt. In einem Zimmer ganz besonders. Damals war es für sie ein Riesenschreck, als sie das Zimmer betrat, diesen Jungen dort sah und schreiend weglief. Sie vermochte gar nicht daran denken, was es in diesem Jungen ausgelöst hat. Gemeinsam mit ihrer Hündin Bella Swan wagt sie sich jedoch auch nach so vielen Jahren in dieses uralte Haus. Womit sie jedoch nicht gerechnet hat ist, dass plötzlich Edward Cullen vor ihr steht. Naja, nun ist es nicht wirklich Edward Cullen, er sah nur einen kurzen Moment so aus, tatsächlich handelt es sich hier um Tom. Tom, den Jungen von vor so vielen Jahren, den sie mit ihrem Schrei wahrscheinlich genauso zu Tode erschreckt hat, wie er sie. Zwischen den beiden entwickelt sich in kürzester Zeit eine intensive Freundschaft. Der schüchterne Tom erweist sich als ziemlich kluger Kopf, doch als eher menschenscheu. Willow hilft ihm dabei, sich in die Gemeinschaft einzufügen und sich an die Leute zu gewöhnen. Dabei entwickelt sich jedoch auch mehr zwischen den beiden. Doch das geht nicht, denn sie muss sich um ihre Mutter kümmern, für Männer hat sie keine Zeit. Und der Beweis dafür folgt schnell, als ihre Mutter plötzlich spurlos verschwindet … Meine Meinung: Niedlich. Ich habe mich etwas schwer damit getan, dieses Buch zu lesen. Was aber nicht am Buch selbst lag, sondern an meiner Leseflaute. Ich hatte leider nicht so die Lust zu lesen, weswegen ich mich circa zwei Wochen mit diesem Buch beschäftigt habe. Mit 430 Seiten ist leider auch nicht das dünnste, sodass ich leider ziemlich lange gebraucht habe. Nichtsdestotrotz fand ich das Buch ganz nett. Die Geschichte um die etwas verrückte WIllow mit ihren rosa Haaren und ihrer an Alzheimer erkrankten Mutter, die in ihrer Vergangenheit stecken geblieben ist, war ziemlich amüsant zu lesen. Zum Glück hat mir das Buch nicht viel abverlangt. Ich konnte das Geschehen weiterhin verfolgen, obwohl ich mehrere Tage nicht ins Buch geschaut hatte. Natürlich hatte alles seine Vorhersehbarkeit, aber dennoch habe ich mich von der Geschichte berieseln lassen. Sie war angenehm und entspannt und auch die Protagonisten haben mir gut gefallen. Ich könnte diesmal nicht behaupten, dass mich jemand extrem genervt hat. Die Beziehung zwischen WIllow und Tom fand ich wirklich prickelnd. Das war mal etwas anderes, als immer diese Macho Männer und ihre Barbie Puppen. Zwei freakige Nerds, die sich ineinander verlieben und dessen Hunde sogar perfekt zusammen passen, ist mal was Neues und angenehmes. Veranda zum Meer ist zwar kein Buch, das ich ein zweites Mal lesen würde, aber ich freue mich, diese Geschichte ein einziges Mal gelesen zu haben. Sie war herzerwärmend und lustig, manchmal albern und hin und wieder auch spannend. Irgendwie goldig. Mein Fazit: Manchmal ist Vertrauen die Lösung. 4 von 5 Sternen.

Eine tolle Geschichte für den Sommer!

Von: Tamara Öfner Datum: 21. May 2019

[Werbung] Heute stelle ich das Buch „Veranda zum Meer“ vom Heyne Verlag vor. Autor/in: Debbie Johnson Originaltitel: Sunshine at the Comfort Food Café Originalverlag: HarperCollins Übersetzer/in: Irene Eisenhut Verlag: Heyne Verlag Preis: 9,99€ Taschenbuch Seitenzahl: 432 ISBN: 978-3-453-42320-6 Erscheinungsdatum: 08. April 2019 Inhaltsangabe »Genauso heimelig wie gebuttertes Teegebäck« Sunday Times Ich heiße Willow Longville. Ich lebe in einem Dorf namens Budbury an der unwerfenden Küste Dorsets, zusammen mit meiner Mutter Lynnie, die manchmal vergisst, wer ich bin. Ich arbeite als Kellnerin im Comfort Food Café, was tatsächlich so viel mehr als nur ein Café ist … es ist mein Zuhause. Das baufällige Café mit Blick auf den Strand und seiner warmherzigen Gemeinde hat für Willow täglich Freundschaft im Angebot und immer ein herzliches Willkommen auf der Karte. Als aber ein gut aussehender Fremder mit einer Sommerbrise hereingeweht wird, wird Willow bald klar, dass sich ihr stilles Landleben für immer ändern wird ... Meine Meinung Eine interessante und nette Geschichte voller Spannung und Liebe! Besonders für alle leidenschaftliche Koch- und Backfans zu empfehlen. An diesem Buch finde ich toll, dass auch das Thema Alzheimer angesprochen wird. Dies ist eine Krankheit, die so gut wie jeden einmal betreffen wird. Da dies für alle Familienangehörige alles andere als einfach zu bewältigen ist, empfehle ich jedem das Buch. Es hilft unglaublich im Umgang mit dem Thema Alzheimer, da uns durch die Geschichte die Krankheit näher gebracht wird.Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und die kräftigen Farben fallen sofort auf. Die Muscheln und Boote auf hellblauen Hintergrund passen gut zum Inhalt. Einfach herrlich! Eine tolle Geschichte für den Sommer, welche einem Meer- und Urlaubsfeeling bringt. Der Sprachstil ist gut und dadurch ist das Buch angenehm zum Lesen. Die Handlung ist leicht verständlich und nachvollziehbar. Insgesamt gebe ich dem Buch 5 von 5 Sternen und bedanke mich beim Heyne Verlag ganz herzlich für das kostenlose Rezensionsexemplar!

Wenn ein Mensch langsam verschwindet...

Von: Marlen Blume Datum: 13. May 2019

An alle, die manchmal Bücher aufgrund des Titels kaufen: bitte lasst euch hier nicht ins Bockshorn jagen! Denn die titelgebende Veranda zum Meer werdet ihr hier vergeblich suchen. Auch ich fand den Titel toll und idyllisch und einfach schön – und war dann enttäuscht, dass er so gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Aus verkaufsstrategischen Gründen kann ich nachvollziehen, dass ein wohlklingender Titel gefunden werden musste. Aber es hätte sicherlich passendere Varianten gegeben als diese. Doch nun zum Buch bzw. zur Story: In diesem schon 4. Band rund um das Comfort Food Café geht es diesmal um die Mittzwanzigerin Willow, die im Café arbeitet und die ihr Leben ansonsten seit einigen Jahren fast komplett ihrer Mutter widmet – und sich selbst dabei fast verliert. Denn Lynnie Longville hat Alzheimer und braucht mittlerweile ständige Betreuung. Ein Kraftakt für Willow, die sich als einziges daheimgebliebenes von 4 Kindern alleingelassen sieht mit der Situation. Ihre Geschwister sind in alle Welt verstreut und Willow hat nie ernsthaft versucht sie zu finden und um Hilfe zu bitten – zumal sie zu ihnen nicht das beste Verhältnis hat. Die Suche nach den Angehörigen nimmt ihr der neu zugezogene Tom ab, der als Außenstehender sehr schnell mitbekommt, wie überfordert Willow ist und der ihr einen Gefallen tun will. Schnell macht er die Geschwister ausfindig und schon nehmen plötzlich Veränderungen ihren Lauf, die Willow Angst machen – obwohl sie ihr doch einen Lichtblick bescheren sollten. In einem sehr großen Teil der Geschichte geht es um den Umgang mit Alzheimer-Patienten, aber auch um die Hilflosigkeit, die man als Pflegender oftmals empfindet. Ein Zitat von Willow aus dem Buch macht das besonders deutlich: „Das Traurige ist, dass ich meine Mom noch immer vermisse – gelegentlich selbst dann, wenn wir beide im selben Zimmer sind“ (S. 169). Willow war für mich eine Figur, der ich etwas zwiespältig gegenüber stand. Einerseits habe ich ihre Tatkraft und ihre Geduld bewundert, mit der sie so ausdauernd für ihre Mutter gesorgt hat, obwohl sie sich selbst dabei vernachlässigen musste. Andererseits hat Willow – besonders am Anfang des Buches – einen für mich etwas eigenwilligen Humor, mit dem ich nicht recht warm geworden bin. Vielleicht ist das der generelle Schreibstil der Autorin, aber durch die Ich-Erzählerin klingt es immer so, als kämen die Witze direkt von Willow. Aus meiner Sicht wurden zum Teil an unpassenden (sehr ernsten) Stellen Sachen mit gewollt witzigen Kommentaren ins Lächerliche gezogen – mir kam es unpassend vor, aber vielleicht empfinden das andere Leser anders. Die Autorin hat sich hier an ein vielschichtiges Thema gewagt, das schwer in einem Unterhaltungsroman umsetzbar ist. Gelungen ist es ihr aus meiner Sicht nicht ganz. Der für mich unpassende Titel gab den Ausschlag, das Buch „nur“ mit 3 Sternen zu bewerten, obwohl es grundsätzlich lesenswert ist.

Ein schöner Sommerroman

Von: Amber144 Datum: 11. May 2019

Das Cover finde ich wirklich schön gewählt. Man verbindet es gleich mit dem Meer. Das Buch ist Teil einer Reihe. Allerdings muss man die Vorgängerbände nicht gelesen haben um in diesem Buch der Geschichte folgen zu können. Der Schreibstil hat mir sofort gefallen. Willow ist eine außergewöhnliche Person und das konnte man sofort merken. Außerdem ist einem sofort klar, wie sehr Willow ihr Leben mag. Die Geschichte gewinnt durch Willow eine tolle Person als Hauptcharakter. Gerade den Umgang mit Alzheimer finde ich sehr gut beschrieben. Ich habe selber diese Erfahrung mit einem nahen Angehörigen machen müssen und kann deswegen Willow sehr gut verstehen. Auch ihre Zweifel und Fragen verstehe ich. Die Autorin schafft es so dem Leser diese Krankheit vorsichtig näher zu bringen und lässt die Krankheit aber nicht das ganze Buch einnehmen. Gesehen habe ich das Buch zuerst als Sommerroman. Durch die Einbringung des Themas Alzheimer wird das Buch aber tiefgründiger und bringt den Leser auch zum nachdenken und reflektieren. Ich vergebe 4 Sterne.

Gefühlvoll, romantisch, humorvoll und eine tolle Stimmung!

Von: Fanti2412 Datum: 07. May 2019

Bereits zum vierten Mal sind wir zu Gast in dem kleinen Dorf Budbury in Dorset und dem dortigen Comfort Food Café. In diesem Teil steht Willow im Mittelpunkt, die wir schon aus den früheren Teilen kennen, da sie im Café als Kellnerin arbeitet. Willows Mutter Lynnie ist an Alzheimer erkrankt und Willow kümmert sich liebevoll um sie. Sie hat sich als Wiedererkennungsmerkmal für ihre Mutter die Haare pink gefärbt, arbeitet neben ihrem Job im Café noch selbständig mit einem eigenen Reinigungsdienst. So sorgt sie für Einkünfte, die sie für die Betreuung ihrer Mutter und das gemeinsame Leben braucht. Unterstützung erhält sie ab und zu auch aus dem Freundeskreis im Dorf. Dennoch bleibt für ein eigenes Privatleben kaum Zeit. Die Geschichte beginnt mit einem Prolog, der ein Ereignis aus dem Jahr 2000 schildert, als Willow 8 Jahre alt war. Ihre Mutter arbeitete in dem Kinderheim Briarwood und Willow war mit ihren Geschwistern Auburn und Angel zum Spielen im Haus. Dabei traf Willow auf einen kleinen Jungen, der verschüchtert allein in einem Zimmer saß. Jetzt, viele Jahre später, hat Willow den Auftrag, das inzwischen verlassene Haus zu reinigen, da es verkauft wurde. Dort trifft sie auf den neuen Eigentümer Tom und es stellt sich heraus, dass er der kleine Junge von damals ist. Die beiden werden schnell Freunde und irgendwann spürt man, dass es sehr knistert zwischen den beiden. Das war vielleicht zu erwarten, bei einer Geschichte dieser Art, aber nicht, wie es dann weiter geht. Sehr gefühlvoll erzählt Debbie Johnson Willows Geschichte aus deren Perspektive. Das lässt den Leser intensiv an Willows Gefühlen und Gedanken teilhaben. Schnell habe ich ihre innere Zerrissenheit gespürt, denn sie hat ihr Leben komplett an der Betreuung ihrer Mutter ausgerichtet. Aber auch sie hat Sehnsüchte und Wünsche, die sie immer zurückstellt. Willows Geschwister haben schon lange nichts mehr von sich hören lassen und sich bisher nicht um die kranke Mutter gekümmert. Es muss sich einfach etwas ändern in Willows Leben, das denken auch ihre Freunde im Dorf. Mir hat es sehr gut gefallen, wie einfühlsam die Autorin das ernste Thema Alzheimer Erkrankung in dieser Geschichte behandelt und verarbeitet. Sie zeigt viele der Probleme und Nöte auf, die Angehörige bei der Betreuung haben, sowohl psychisch als auch physisch. Dabei zeigt sie aber auch, dass Willow trotz allem ihren Humor nicht verloren hat. Es gibt viele sehr amüsante Dialoge und Situationen und auch die Romantik kommt nicht zu kurz. Aber die Liebesgeschichte gestaltet sich unerwartet schwierig, denn Willow steht sich immer selbst im Weg. Und natürlich sind da auch noch Willows Freunde aus dem Ort und dem Café. Ich fand es sehr schön, die schon bekannten Figuren aus den früheren Teilen der Reihe wieder zu erleben und in kleinen Nebenhandlungen zu erfahren, wie es mit ihnen weiter geht. Eine schöne Rolle spielt auch die 92-jährige Edie, die mit ihrem Elan und ihrer Lebensweisheit immer noch für alle eine besondere Freundin ist. Insgesamt zieht sich das Thema Freundschaft und Zusammenhalt wie ein roter Faden durch die gesamte Reihe. Der vierte Teil der Reihe um das Comfort Food Café hat zwar ein ernstes Grundthema ist aber dennoch sehr unterhaltsam und auch berührend. Durch den lockeren und lebendigen Schreibstil und die besondere Hauptprotagonistin Willow, deren Gedanken oft mit viel Wortwitz dargestellt werden, hat die Geschichte eine ganz besondere Atmosphäre und Stimmung, die mich begeistert hat! Fazit: 5 von 5 Sternen

Ein schöner Roman zum Entspannen

Von: Hanne / Lesegenuss Datum: 06. May 2019

Das Buch beginnt mit einem Rückblick auf das Jahr 2000 und der Leser erfährt, dass Willow noch Geschwister hat. Genau in diesem Jahr hat sie nunmehr ein Erlebnis, welches sich in ihr Gedächtnis eingeprägt hat. Heute ist Willow sechundzwanzig Jahre, hat einen eigenen Reinigungsdienst und eine Hündin, Bella Swan. Nebenbei hilft sie auch noch als Bedienung im Comfort Food Café.. Ihr neuer Auftrag führt sie zu The House on the Hill. Das ist der Ort, wo sie als Achtjährige dieses besagte angsteinflößende Erlebnis hatte. Dort macht sie die Bekanntschaft mit dem Käufer des Hauses und Bella Swan freundet sich sogleich mit Rick Grimes an, dem Hund des Besitzers. Die beiden sind unzertrennlich. Tom Mulligan heißt der neue Eigentümer und bald wird klar, er ist der Junge von damals aus dem Haus. Er ist ein Universalgenie, hat durch Erfindungen viel Geld gemacht und nunmehr dieses Haus gekauft. Hieraus soll eine High School für Erfinder werden. Tom lebt sehr zurückgezogen in London, ist menschenscheu. Willow und er führen ein aufschlussreiches Gespräch. Bis hierhin liest sich die Handlung gut, dann allerdings flacht die Story ab, leider. Wie gesagt, als ich mit dem Lesen begonnen hatte, dachte ich, das mir die Geschichte gefallen wird. Doch dann zog es sich mehr denn je in die Länge. Mir kam es so vor, als ob ich auf einer Stelle stehen bleiben würde und nur ab und an der Kreis sich dreht. Das hat meine Lesefreude doch ein wenig gemindert. Zum Verständnis der weiteren Handlung sei gesagt, dass die Geschwister von Willow alle weit weg wohnen. Für Willow lag es nah, sie kümmert sie um Lynne. Doch nur gut, dass Familie dann doch da ist, wenn man sie braucht. Die Darstellung der Charaktere haben mir gefallen. Willow näher kennenzulernen, das hat die Autorin durch den Blick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt geschafft. Auf den ersten Blick hat der Roman den Anschein einer leichten Lektüre. Die Handlung fand ich so in Ordnung, denn es gibt auch noch die Prise Romantik neben dem Thema der Alzheimer-Erkrankung. Das Setting war wieder einmal top. Ich liebe diese Gegend, auch wenn sie mir persönlich nicht bekannt ist. Wieder sind auch die Nebencharaktere wie immer recht interessant und authentisch herübergebracht. Für Willow und Tom - ein Ende über den Anfang hinaus, oder ist es ein Anfang und kein Ende. Protagonisten, die ihre Prioritäten und Liebe neu ordnen.

Dieser Roman schafft es gekonnt, negatives in positives zu verwandeln und mir so ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Von: buecherwolde Datum: 01. May 2019

Die Handlung: Der Leser begleitet Willow, eine fleißige Frau mit starkem Charakter, in ihrem Alltag. Neben der Arbeit in einem Café leitet sie ihr eigenes Reinigungsunternehmen und kümmert sich sehr liebevoll um ihre an Alzheimer erkrankte Mutter. Ihr Leben nimmt eine Kehrtwende an, als sie Tom durch ihre Arbeit kennenlernt und sich mit ihm anfreundet. Besonders am Schreibstil der Autorin ist, dass sie den Leser ständig an den Gedanken von Willow teilhaben lässt. Die Geschehnisse erzählt Debbie Johnson aus der Sicht von Willow, die oft auch plötzlich von einem ihrer spontanen Gedanken unterbrochen wird. Ob das etwas für einen ist, muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich war anfangs etwas genervt, da Willow teilweise sehr ins Kindliche abrutscht. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase fand ich ihre fröhliche Art jedoch sehr erfrischend und konnte öfters auch mit ihr lachen. Etwas schade fand ich, dass die Geschichte kaum vorankam. Einen Wendepunkt gab es nicht und auch sonst dauert es eine Weile, bis etwas „besonderes“ passiert. Der Hauptteil des Buches beschäftigt sich mit dem Alltag von Willow, ohne, dass etwas spannendes passiert. Einerseits ist das teilweise auch langatmig zu lesen, aber anderseits war ich überrascht, welche Alltäglichkeit dadurch entsteht. Durch diese langsame Entwicklung entsteht eine Realität, die dem Roman tatsächlich guttut. Ich gebe aber zu: Wäre Willows Charakter nicht so unterhaltsam gewesen, dann hätte sich das Buch vermutlich sehr in die Länge gezogen. Ansonsten hatte ich beim Lesen sehr viel Spaß, die Gedanken und den Alltag von Willow kennenzulernen. Sie besitzt einen durch und durch ungewöhnlichen und interessanten Charakter! Mein Fazit: Dieser Roman schafft es gekonnt, negatives in positives zu verwandeln und mir so ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Anmerkung: Dies ist der vierte Band einer bisher vierteiligen Buchreihe, die unabhängig voneinander gelesen werden kann.

Eine Heimkehr nach Budbury

Von: Livia Datum: 25. April 2019

Meine Meinung: Endlich ist der vierte Teil der Reihe um das so charmante und gemütliche Comfort Food Café erschienen und ich konnte es kaum mehr erwarten, Willow Longville, die sich rührend um ihre demente Mutter kümmert, in der Hauptrolle zu erleben. Es wird Frühling in Budbury und für mich war es eine Rückkehr in eine buchige Heimat. Was Debbie Johnson mit ihrer berührenden Reihe um dieses kleine Café am Ende der Welt geschaffen hat, ist eine einzigartige kleine Welt, in der Freundschaft, Mitgefühl, Kuchen und Kaffee zum täglichen Leben dazugehören und in der Schicksale, ganz grosse Gefühle und viele traurige, überraschende, überwältigende und zärtliche Momente aufeinanderprallen. Am liebsten würde ich regelmässig eine Tasse Kaffee mit den Bewohnern von Budbury trinken, ihren Geschichten lauschen und mit ihnen Geburtstage und Hochzeiten feiern. Die Mischung aus Wohlfühlbuch und den teilweise äusserst tragischen Einzelschicksalen hat es in sich. Bei mir sind auch beim Lesen dieses vierten Teils der Reihe ein paar Tränen gekullert und ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Schreibstil und Handlung: Willow, diese bunte, mutige und so einfühlsame junge Frau, scheint in ihrem eigenen Leben nur die Nebenrolle zu spielen und tut dies voller Liebe zu ihrer Mutter, aber auch mit einer grossen Portion Selbstzweifel und Selbstmitleid. Vor lauter Aufopferung und Sturheit vergisst Willow nämlich zuweilen, dass sie nicht alles alleine schaffen muss, sondern auch die Hilfe ihrer Freunde in Budbury in Anspruch nehmen darf. Als ein Mensch aus ihrer Vergangenheit überraschend in Willows Leben tritt, sieht sie sich mit Gedanken und Gefühlen konfrontiert, die keinen Platz in ihrem Alltag zu haben scheinen und muss sich ganz neu orientieren und dabei aufpassen, dass auch ihre Mutter nicht die Orientierung verliert. Obwohl mir in diesem Band ein paar orthografische Schnitzer aufgefallen sind, hat dies meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Sprachlich schafft es Debbie Johnson nämlich erneut, eine ausgewogene Mischung aus Tiefgang, Romantik, Wohlfühlmomenten, Tragik und Humor zu kreieren. Sie beschreibt ihre Figuren dabei sehr liebevoll, verpasst ihnen allen eine spannende Hintergrundgeschichte und sorgt dabei für eine sehr positive Grundstimmung mit ein wenig Drama, was mir persönlich sehr gut gefällt. Meine Empfehlung: Von mir gibt es auch für diesen Band der Reihe eine klare Leseempfehlung und wer auf der Suche nach einer Reihe ist, mit der man sich rundum wohlfühlen kann, die aber dennoch viel Tiefgang hat, ist mit der Reihe um das Comfort Food Café sehr gut beraten.

Feinfühlig erzählt

Von: Bücher in meiner Hand Datum: 23. April 2019

Willow Longville mag ihr Leben. Meistens. Sie kellnert im Comfort Food Café und putzt, hat ihre eigene Reinigungsfirma und kümmert sich um ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Lynnie. Als Willow im ehemaligen Kinderheim Briarwood eine Grundreinigung für den neuen Besitzer vornimmt, lernt sie Tom Mulligan kennen, den sie schon einmal gesehen hat. Damals war sie acht Jahre alt. Auch Tom kann sich an die Begegnung erinnern. Die zwei freunden sich an, bald ist mehr da. Aber Willow redet sich ein, keine Zeit für eine feste Beziehung zu haben. Der vierte Teil der Comfort Food Café kommt im Schreibstil wie bisher gewohnt flüssig und mit viel Wortwitz daher. Beim Lesen halten wir uns mehr bei Willow zu Hause auf und weniger im Café als in den ersten drei Bänden. Deshalb kann "Veranda zum Meer" viel besser als die Vorgänger als Stand Alone gelesen werden. Willow gibt Tom eine Einführung in die Verhältnisse vor Ort, die auch für Neueinsteiger dienlich ist. Tom ist ein scheuer Erfinder und somit der perfekte Kandidat für die Budburytruppe. Schnell ist Tom dem Comfort Food Café Virus und Willows Charme erlegen. Bloss ihre Familiensituation macht es ihr nicht leicht. Bisher spielten Willow und Lynnie nur Nebenfiguren, hier lernt man sie nun richtig gut kennen. Debbie Johnson schafft es, die Gefühle und Nöte von Alzheimer-Angehörigen sehr gut rüberzubringen. Dabei erfährt man auch den praktischen Aspekt von Willows rosafarbenem Haar. Willow hat sich ideenreich einen lebbaren Alltag mit ihrer Mutter aufgebaut, der sich bewährt hat. Auch auf die Hilfe von ihren Freunden aus dem Café kann sie zählen. Dennoch: kann Willow es wagen, einmal über Nacht wegzubleiben oder stresst das Lynnie zu sehr? Immer nur Rücksicht nehmen ist nicht leicht. Willows Wünsche, Ängste und Befürchtungen - vielleicht mal zwei Tage alleine irgendwohin fahren, die Betreuung aufzuteilen oder abzugeben, was passiert dann mit ihrer Mutter? - fand ich nachvollziehbar beschrieben. Trotz aller Ernsthaftigkeit schafft es die Autorin wie immer einen locker-leichten Ton anzuschlagen, begleitet von viel Humor, der Willow zum Glück nie abhanden gekommen ist. Fazit: Feinfühliger Roman über den Alltag als Hauptbetreuungsperson eines an Alzheimer erkrankten Familienmitglieds. 4 Punkte.