Ellen Alpsten

Die Zarin

Die Zarin Blick ins Buch

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Buch

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Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammen gebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann.

Ellen Alpstens emotionsgeladenes Epos über Zarin Katharina I. in überarbeiteter und modernisierter Fassung.

»Ein herausragendes Epos über eine ungewöhnliche Liebe.« Freundin

Die Zarin - es ist nicht alles Gold was glänzt

Von: Lisa89 Datum: 15. May 2021

Klappentext: Leibeigene, Liebende, Zarin - der bewegende Aufstieg von Zarin Katharina I. Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammen gebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann. Ellen Alpstens emotionsgeladenes Epos über Zarin Katharina I. in überarbeiteter und modernisierter Fassung. Vielenn Dank an das Bloggerportal, den Pengiun Random House Verlag und an den Heyneverlag für das tolle Buch. Ich muss erst auf das wunderschöne Cover eingehen, es ist passend zm Thema gestaltet aber lässt genug Freiraum. Es ist das erste Buch der Autorin Ellen Alpsten und auch eines meiner ersten das in Russland zur Zarenzeit spielt. Es hat mir sehr gut gefallen, die Autorin besitzt einen flüssigen Schreibstil und man fliegt durch das dicke Buch. Doch ich fand es schade das die russischen Worte immer nur einmal erklärt waren und es kein Glossar gab, Das Buch spielt in einer rauhen und unmenschlichen Land, es ist gut rechiert und einfach mal ein etwas anderes historischer Roman, Ich möchte nicht zu viel verraten, es ist ein tolles Buch und viel Freude beim Lesen,

Von einer Magd zu einer der mächtigsten Frauen von Russland

Von: Vanessa´s Bibliothek Datum: 21. April 2021

Ab und an lese ich gerne mal einen historischen Roman und die russische Geschichte mit den Zaren interessiert mich. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Das Buch hat mit 736 Seiten allerdings seine Längen. Was mich neben der Länge gestört hat, waren die Zeitsprünge. Die Zeit um den Tod des Zar Peters wurde angekündigt, aber die Vergangenheit der Katharina nicht. Manchmal war das am Anfang ein bisschen verwirrend, wenn man wieder in der Vergangenheit war. Zudem gab es unheimlich viele Namen und da hätte ich mir eine Erklärung am Ende oder am Anfang des Buches gewünscht, um einfach nochmal nachzuschlagen, wer das war. Ich habe aber auch keine großen Kenntnisse der russischen Gesichte, also ist das Buch definitiv kein Buch für Einsteiger. Die Lücke zwischen Reich und Arm wird hier sehr deutlich. Am Anfang ist Katharina auch ein armes Mädchen, was noch relativ Glück hat und irgendwann als Dienstmagd arbeitet und da lernt man die armen Verhältnisse kennen. Später, als sie den Zaren kennenlernt, zeigen sich die Exzesse im Reichtum auf. Nicht nur im Palast wird Geld verschwendet, sondern auch für Krieg und Mätressen. Andauernd wird getrunken und gefeiert. Trotz einiger Kritikpunkte war der Weg der Katharina von einer Magd zu einer der mächtigsten Frauen von Russland interessant zu lesen. Gute 4 Sterne dafür.

Marthas Weg zum Ruhm

Von: Andrea Schmidt Datum: 29. March 2021

1725  Peter I. stirbt in Sankt Petersburg. Bei ihm kniete Katharina l. Ihre Angst ist groß, denn nun steht vieles für sie auf dem Spiel. Wird sie nun durch den Senat ihr Leben verlieren, verband werden oder wird sie gar als 1. Frau über Russland herrschen?  Zitat Prolog: „Schwer fielen mir die Tränen nicht. In nur einigen Stunden war ich entweder tot, wünschte mir den Tod herbei, oder ich war die mächtigste Frau in ganz Russland.“  In dem Buch läßt Katharina ihr Leben Reveu passieren. Ein Leben was mit Sicherheit nicht einfach war, mit vielen Entbehrungen verbunden war, mit Angst und Hunger, mit Erniedrigungen und Vergewaltigungen. Nein, nicht wie man denkt nur mit Ruhm und Reichtum.  Als Martha wurde sie geboren. Eine arme Seele in russischem Kirchenbesitz. Sie war trotz schwerer Arbeit und Armut, ein unbekümmertes Mädchen und mit Sicherheit nicht auf den Mund gefallen. Dadurch landete sie bei Wassili, als Küchenmarkt. Ihr Leben war zwar etwas angenehmer, aber auch härter. Schläge und Vergewaltugungen waren an der Tagesordnung. Nach seinem Tode, hatte sie Glück und kam in eine deutsche Pfarrersfamilie. Diese verheiratete sie dann mit einem schwedischen Soldaten. Der Krieg kam näher.  Martha kam in Menschikows Gefolge und freundet sich mit Darja seiner Mätresse an. Bei einem Fest traf sie 1702 das erste Mal auf Peter, den Zar von Russland. Er brach nach einer wilden Nacht zusammen und Martha war für ihn da. Das war der Zeitpunkt, der alles in ihrem Leben ändern sollte. Sie wurde seine Geliebte, aber sie wollte auch noch mehr. Martha möchte an der Seite von Peter sein, ihm den Tronfolger gebären, den er sich wünscht.....  Es vergehen viele Jahre, mit 12 Schwangerschaften, mit ausufernden Festen, mit Krieg und Leid. Korruption, Intrigen und  Verrat sind an der Tagesordnung. Marthas Wunsch soll sich aber erfüllen, nur um welchem Preis.......  Meine Meinung:  Der Autorin Ellen Alpsten gelingt es  hervorragend, den Leser ins 18. Jahrhundert mitzunehmen und da gefangen zu halten. Mein Kopfkino ließ mich nicht zu Ruhe kommen. Ihre Bildhafte Beschreibungen waren wunderbar und nehmen den Leser mit nach Moskau, Sankt Petersburg, aber auch durch Europa.  Man begleit Martha auf ihrem Werdegang zur Zarin von Russland. Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig. Ich war sofort gefangen in der Geschichte und es fiel mir manchmal echt schwer, dass Buch aus der zu Hand legen. Man sollte aber sagen, dass es auch manchmal extrem war. Der Zar nahm nie Rücksicht, kennt keinerlei Respekt und war äußerst anmaßend und brutal. Saufen, Huren, Lachen und auch Bestrafen sind sein alltägliches Geschäft. Was mich persönlich etwas gestört hat, waren die seitenlangen Erzählungen der Sex-, Fress-und Sauforgien.  Alle historischen Fakten hat die Autorin zu einem sehr gut recherchierten Roman verknüpft. Schade, dass am Ende nichts mehr über die Regentschaft der Zarin erzählt wird.   Das Buch erhält eine ganz klare Leseempfehlung. Geschichtlich ist das Buch echt Gold wert, denn die Geschichte um Peter und Katharina ist hervorragend erzählt. ⭐⭐⭐⭐

Spannender Roman über eine besondere Persönlichkeit

Von: Marasbelovedbooks Datum: 19. February 2021

„Die Zarin“ von Ellen Alpsten ist der erste und einzige Roman über Katharina I. Die Geschichte beginnt 1725 mit dem Tod des Zaren Peter. Für seine Frau Katarina steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin Russlands erklärt? Sie hält Totenwache, reist in Gedanken zurück und der Leser erfährt so ihre Geschichte. Ich finde die Thematik so interessant. Der Aufbau der Geschichte hat mir richtig gut gefallen und das Ende hat die Geschichte sehr gut abgerundet. Ich hätte es schön gefunden, etwas mehr darüber zu erfahren, wie es nach dem Tod des Zaren weiterging, aber das werte ich hier absolut nicht negativ, denn der Roman ist so schon 730 Seiten lang. Der Schreibstil hat mir ebenfalls richtig gut gefallen, genauso wie die Ausarbeitung der Charaktere. Ich habe den Aufstieg der Protagonistin von einem armen Mädchen zur Zarin und ihre Stärke bewundert und mit ihr gelitten. Zweimal musste ich den Roman abends weglegen, weil ich vor dem Schlafen gehen keine detaillierten Beschreibungen mehr über den körperlichen Zustand eines Charakters lesen wollte, nachdem er gefoltert wurde. Aber das ist auch keine negative Kritik an dieser Stelle, sondern vielmehr eine Feststellung. Das Buch war sehr spannend. Ellen Alpsten zeichnet in diesem Roman die Lebensgeschichte von Katharina I. auf eine wundervolle und spannende Art und Weise. Ich kann das Buch nur jedem ans Herz legen, der gerne historische Romane liest und sich für die erste Zarin Russlands interessiert.

Portrait einer beeindruckenden Frau

Von: Letterloves Bücherwunderland Datum: 09. February 2021

Ich hatte schon länger wieder mal Lust einen historischen Roman zu lesen. Aufgrund der vielen positiven Bewertungen bin ich auf Die Zarin von Ellen Alpsten aufmerksam geworden. Und was soll ich sagen? Ich kann mich den vielen guten Meinungen nur anschließen. Das Buch ist bildgewaltig, imposant, mitreißend und dramatisch. Ein unheimlich gut recherchiertes, historisches Zeitzeugnis! Ellen Alpsten hat es mit ihrem einnehmenden Schreibstil bereits nach den ersten Seiten geschafft mich ins kalte Russland des 18. Jahrhunderts zu entführen. Auf nicht weniger als 700 Seiten bekommt man ein unglaublich authentisches und ungeschöntes Bild des Zarenreiches präsentiert. Armut und Not, Gewalt, sowie Vergewaltigung und Machtmissbrauch prägen die Zeit, in der die junge Marta als uneheliche Tochter eines Leibeigenen aufwächst, um später einmal zur mächtigsten Frau des Reiches zu werden. Als Zarin Katharina I. geht sie in die Geschichtsbücher ein. Dadurch, dass das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, konnte ich mich unglaublich gut in diese außergewöhnliche Protagonistin hineinversetzen. Katharinas Leben präsentiert sich intensiv und ungeschönt. Und ich möchte niemanden vorenthalten, dass ich beim Lesen das eine und andere Mal an meine persönlichen Grenzen gestoßen bin. Es kommen so einige furchtbar grausame, menschen- und frauenverachtende Szenen vor. Sicher nichts für schwache Nerven und zarte Gemüter. Ein weiterer Punkt, den man vor dem Lesen eventuell bedenken sollte, sind die große Zahl an Namen und Persönlichkeiten, die auf einem einprasseln. Mir war bereits nach dem Prolog klar, dass das Buch trotz Ellen Alpstens klarer Handschrift keine leichte Lektüre wird. Für Einsteiger ins Genre würde ich Die Zarin daher nur bedingt empfehlen. Man kann schon leicht durcheinander kommen. Alle, die kein Problem mit den genannten Punkten haben, die an russischer Geschichte interessiert sind und im Allgemeinen gerne in historischen Romanen versinken, denen sei Die Zarin wärmstens empfohlen. Fazit Die Zarin ist ein beeindruckendes und bildgewaltiges Zeitzeugnis russischer Geschichte und das Portrait einer eindrucksvollen, starken Persönlichkeit

Katharina I. von Russland: Aus der Armut an die Spitze der Macht

Von: Stopfi's Bücherwelten Datum: 03. February 2021

Bevor ich überhaupt irgendwas schreibe, ist anzumerken, dass dieses Buch nicht für schwache Nerven ist. Ich würde hier definitiv eine Triggerwarnung für Vergewaltigung, (sexuelle) Gewalt und Folter, Tod aussprechen. Dieses Buch ist im Prinzip eine Biografie von Katharina I., Kaiserin von Russland, in Romanform. Das Buch beginnt mit dem Tod ihres Ehemanns Peter I. (Peter der Große). Von diesem Punkt aus erleben wir einen Rückblick auf Katharinas Leben, zu der Zeit, als sie noch Martha hieß und die Tochter eines Leibeigenen war… Ich muss ganz ehrlich zugeben – so sehr mich die Geschichte auch interessiert hat, so sehr war ich gleichzeitig auch eingeschüchtert von dem Ausmaß des Buches. Über 730 Seiten, das ist nicht ohne. Jedoch hat dann meine Neugier gesiegt – ich interessiere mich sehr für die Historie Russlands. Kunst, Kultur, Geschichte. Nach Beenden dieses Wälzers muss ich ganz ehrlich sagen: was für ein Buch. Ich bin zutiefst beeindruckt, sowohl von dem Leben unserer Hauptprotagonistin Katharina I., als auch von dem Geschick, dass die Autorin beim Schreiben dieser Geschichte an den Tag legt. Das Buch beginnt in Katharinas Jugend, als sie noch Martha hieß und im heutigen Litauen als Tochter eines Leibeigenen ein Leben voller Armut lebte. Von diesem Zeitpunkt an begleiten wir als Leser ihren Aufstieg an die Spitze der Macht. Die Geschichte ist immer spannend und unterhaltsam, und gleichzeitig kriegt man sehr viele geschichtliche Hintergrundinformationen geliefert. Diese sind auch – soweit ich das beurteilen kann – historisch größtenteils korrekt. Die Geschichte lässt einen auch nach Beenden des Buches erstmal nicht los und ich freue mich schon, falls die Autorin weitere Bücher über dieses Thema schreiben sollte – das ist scheinbar auch in Planung. Der Schreibstil der Autorin ist dabei keineswegs sachlich und trocken, sondern emotional und dennoch informativ. Ich habe mich immer aufs Weiterlesen gefreut und hatte sehr viel Spaß daran. So sind die 700 Seiten auch sehr schnell vergangen. Besonders gut haben mir ihre Beschreibungen der Städte und Landschaften gefallen, sowie die Fähigkeit die Handlung und Figuren sehr real werden zu lassen. Zu den Protagonisten kann ich nicht viel sagen, das fällt mir bei biografischen oder lebensgetreuen Geschichten immer schwer. Katharina/Martha mochte ich aber als Hauptcharakter sehr gerne, weil sie als eine starke Persönlichkeit mit Ecken und Kanten dargestellt wurde. Aber auch die anderen Protagonisten haben mir gefallen. Die Autorin hat es besonders gut geschafft, die Charaktere lebendig wirken zu lassen. Man könnte die Geschichte Katharinas fast als Märchen bezeichnen, auch wenn ihr Leben von Gewalt gezeichnet war. Einige Dinge muss ich aber dennoch anmerken – ich hätte mir sowohl ein Personenverzeichnis, als auch eine Karte mit allen erwähnten Orten aus dem Buch gewünscht. Während dem Lesen habe ich immer wieder recherchiert, um ein noch besseres Bild von den Vorgängen im Buch zu bekommen. Zudem ist mir aufgefallen, dass manche Charaktere zunächst eine große Rolle spielen und dann plötzlich sang- und klanglos aus der Geschichte verschwinden. Das war teilweise ein bisschen verwirrend. Allgemein wäre es schön gewesen, am Kapitelanfang immer eine Jahreszahl stehen zu haben. Das sind jedoch nur minimale Anmerkungen, denn allgemein habe ich dieses Buch verschlungen und geliebt. Ich habe mit „Die Zarin“ so viel mehr bekommen, als ich erwartet hätte. Dieser Roman ist nicht nur ein sehr guter Einblick in die russische Geschichte Anfang des 18. Jahrhunderts, sondern auch die spannende Lebensgeschichte einer beeindruckenden Frau. Für alle Fans der russischen Geschichte ist dieses Buch ein Muss!

spannend und bildhaft

Von: Tanis Bücherwelt Datum: 01. February 2021

Zuerst einmal muss ich sagen, dass es mir wahnsinnig schwer gefallen ist, in das Buch reinzukommen. Ich fand den Prolog verwirrend und war ziemlich skeptisch. Aber es hat sich sehr schnell geändert, sobald ich ein paar Kapitel gelesen hatte, war ich voll im Schreibstil und der Geschichte drin. Die Geschichte hat mich fasziniert. Vorher wusste ich gar nichts über Katharina I. Auf ihrem Weg zur Zarin musste sie einiges durchmachen und hat viel erlebt und man bekommt im Buch sehr gut mit, wie sie sich weiterentwickelt und an ihrer Aufgaben und Widersachern wächst. Was mir auch super gut gefallen hat, waren die Beschreibungen von Moskau und St. Petersburg. Man erfährt viel darüber, wie St. Petersburg entstanden ist und hat das Gefühl vor Ort zu sein. Alles in allem ein sehr toller und spannender historischer Roman, der definitiv auch für Einsteiger in das Genre geeignet ist. Absolute Leseempfehlung!

Spannender historischer Roman

Von: Vanni Datum: 31. January 2021

Ein historischer Roman der 1725 in Russland spielt. Das Buch war mein erstes von Ellen Alpsten, welches ich gelesen habe und auch das erste aus dieser Zeit. Die Geschichte startet mit einem Prolog in welchem der Zar, Peter I., stirbt und daraufhin seine Frau Katharina I. unter Druck steht und sich schnell überlegen muss wie es weiter geht. Daraufhin erleben wir in den folgenden Kapiteln ein Rückblick in ihr Leben und wie sie bis zu dieser Situation gekommen ist. Das Gefühl von Russland in dieser Zeit kommt sehr gut rüber, es wird Bildreich beschrieben und nachdem man einmal in der Atmosphäre drinnen ist, ist das Buch sehr gut zu lesen. Ellen Alpsten hat einen angenehmen Schreibstil, welcher einen dazu bringt das Buch schnell hintereinander zu lesen trotz seiner 730 Seiten. Das Thema im generellen ist sehr genau und gut recherchiert und besonders gefreut hat mich das das Buch in der ich Perspektive geschrieben ist,was es nicht mehr so oft gibt. Ein sehr gut geschriebener Roman, das einzige Manko für mich war das es von Zeit zu Zeit sich etwas gezogen hat. Trotzdem eine absolute Leseempfehlung von mir

ein Meisterwerk der aktuellen Literatur

Von: abc_buchstabensalat Datum: 28. January 2021

Das Buch 𝔻𝕚𝕖 ℤ𝕒𝕣𝕚𝕟 von @ellenalpsten_author ist mit wenigen Worten beschrieben: ein Meisterwerk der aktuellen Literatur. Die Autorin schafft es mit ihren Worten, das Leben der späteren Zarin authentisch zu beschreiben, sodass man das alte Russland, die Kriege & Konflikte, die ärmlichen Verhältnisse, aber auch die Verschwendungssucht des Adels förmlich vor sich sehen kann. Wie aus der Leibeigenen Martha die große, mächtige und anmutige Herrscherin Katharina I wird. Wie sie, trotz fehlender Bildung (nicht einmal lesen konnte Katharina) ihre Klugheit und Schläue einsetzt, manchmal schonungslos ist, oft aber auch Güte walten lässt. Wie sie Peter, den amtierenden Zaren, für sich einnehmen kann und ihn hält und ihn in vielerlei Hinsicht lenkt. Was mich aber als moderne Frau immer noch schockiert (obwohl ich natürlich weiß, dass es so gewesen ist), ist die Tatsache, wie einfach Frauen früher vergewaltigt, misshandelt und unterdrückt wurden. Auch dies wurde eindrucksvoll und schonungslos ehrlich von Alpsten beschrieben. Und eines wird hier klar: die Rolle der Frau mag Jahrhunderte, nein eher Jahrtausende von Unterdrückung geprägt gewesen sein... und doch gab es sie: die klugen und mächtigen Frauen. Die wussten, wie man Männer und Reiche lenkt und die Zukunft mitgestaltet und verändert. Ein großes Dankeschön geht an das @bloggerportal und den @heyne.verlag für dieses wunderbare #rezensionsexemplar ♥️♥️ Ich habe das Foto übrigens bewusst schmucklos gelassen, da das Cover mit seiner Einfachheit unglaublich schön und gut gelungen ist! Großes Kompliment hierfür an den Verlag! 🤩

Die Zarin

Von: MarySophie Datum: 26. January 2021

Handlung Katharina I., die zweite Ehefrau von Peter I. wird als Martha geboren, sie ist die Tochter von baltischen Leibeigenen. Sie wird von ihren Eltern verkauft, lernt das Leben mit seinen verschiedenen Nuancen kennen, muss immer wieder Rückschläge hinnehmen und kommt schließlich in Gefangenschaft, als Marienburg durch den Zaren eingenommen wird. Doch mit ihrem frechen Mundwerk, ihrer aufgeweckten und keineswegs verlegenen Art und ihrer Schönheit schafft es Martha schließlich, dass nicht nur die russischen Generäle sich nach ihr umdrehen. Auch der Zar Peter wird auf sie aufmerksam und kann sich nicht lange gegen ihre Verlockungen wehren. Martha gelingt es, den obersten russischen Herrscher so um ihren Finger zu wickeln, dass sie nicht nur seine Mätresse wird, sondern später auch seine Ehefrau, weshalb sie sich von nun an als Katharina bezeichnet. Doch trotzdem muss sie sich immer in Acht nehmen, sowohl vor Lästereien, als auch vor dem Zorn des Zaren. Schließlich weiß sie genau, wie schnell er sich seiner ersten Ehefrau entledigt hat und mit welch kritischem Blick sie betrachtet wird... Aber so schnell gibt Katharina nicht auf. Sie hat sich ihren Weg nach oben hart erkämpft und setzt alles daran, diesen Platz auch beizubehalten! Meinung Ich mag das Cover ganz gerne. Es ist auf jeden Fall perfekt an die Handlung angepasst und wirkt auch farblich sehr stimmig. Den Großteil des Bildes nimmt eine Dame ein, von der man lediglich den Rumpf sieht, welcher mit einem prächtigen Mantel / Kleid geschmückt ist. Das Kleidungsstück ist sehr würdevoll, es wirkt edel und schick, gleichzeitig merkt man, dass eine gesellschaftlich höhergestellte Person dargestellt wird. Im Hintergrund sieht man noch einen winzigen Ausschnitt eines schlossähnlichen Gebäudes, eventuell handelt es sich hierbei um Petershof? Außerdem finde ich noch den Titel erwähnenswert, der in Gold gedruckt wurde und sehr edel wirkt, das Cover eindeutig nochmals aufwertet. Insgesamt also ein schönes und stimmiges Bild, welches gut auf den Inhalt zugeschnitten wurde. Mir ist der Roman bereits in der Verlagsvorschau aufgefallen, der Titel ist mir direkt ins Auge gefallen und daraufhin wollte ich gern mehr über den Inhalt erfahren. Auch dieser hat meinen Geschmack getroffen und klang interessant, weshalb das Buch schnurstracks auf meine Wunschliste gewandert ist. Ich finde die russische Zarenfamilie sehr spannend und habe darüber bereits einige, wenige Bücher gelesen. Und mit jedem konnte ich mein Wissen erweitern und habe allerhand neue, interessante Fakten über die Personen, aber auch die Politik und Russland erfahren. Und genau diese Hoffnung hatte ich auch mit diesem Buch, weshalb ich sehr dankbar bin, es als Rezensionsexemplar erhalten zu haben. Daher ein großes Dankeschön an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Buches! Die Umschlaginnenseiten wurden ansprechend mit einer Karte und einem Stammbaum versehen. Die Karte bildet St. Petersburg ab, man erhält ein Gefühl von der Stadt und ihrer Ausweitung und kann schauen, inwieweit diese sich im Vergleich zum Anfang des Romans entwickelt hat und wie sie gewachsen ist. Außerdem gibt es noch einen kleinen Stammbaum, wo sich auf die Zaren und ihre Thronfolger konzentriert wird. Anhand dessen kann man genau schauen, wer vor Peter I. auf dem Thron war und wer ihm folgen wird. Zudem werden immer noch die Regierungsjahre genannt und man kann sich einen ersten kleinen Eindruck von der russischen Zarenfamilie machen. Ich hätte mir ein Personenverzeichnis gewünscht, wo auch die jeweiligen Titel und die Ämter, die sie begleiten, vermerkt sind. Anhand der Seitenanzahl, aber auch der teilweise komplizierteren und ähnlichen Namen wäre es hilfreich gewesen, wenn man auf ein solches hätte zurückgreifen können. Den Großteil der Namen konnte ich mir zwar schnell merken, aber einige waren doch etwas außergewöhnlicher und ich muss leider zugeben, dass ich teils das jeweilige Amt vergessen haben, was die jeweiligen Personen begleiten. Da hätte ein Verzeichnis der handelnden Personen wirklich sehr geholfen und hätte ein wunderbar passendes Begleitmaterial dargestellt. Obwohl die Handlung für mich direkt spannend und interessant begann, brauchte ich einige Seiten, um mich nicht nur an die Situation, sondern auch an die Protagonisten und die Sprache zu gewöhnen. Zumal die Handlung mit einem Prolog startet, der ein kommendes Ereignis darstellt und sich die Geschichte erst danach dem Leben von Katharina I., damals noch Martha, widmet. Sobald ich mich an die Schreibweise gewöhnt hatte, empfand ich sie als sehr angenehm und gut lesbar. Es gibt nicht nur von Entwicklungen und den Personen gute Beschreibungen, sodass man sich viele Szenen fein vorstellen kann. Auch das Setting wird mit leuchtenden Farben beschrieben und lässt viele Orte bildhaft werden. Diese Punkte regen natürlich nicht nur zum Weiterlesen an, sondern helfen auch damit, dass man sich mit den Protagonisten verbundener fühlt und ihnen gerne auf ihrem Weg folgt. Ab und an werden slawische Worte in die Geschichte eingebunden. Mit zunehmender Handlung flaut dies ab, aber stets werden die Worte so erklärt, dass man den Zusammenhang versteht. Auch hierzu hätte ich mir vielleicht am Ende noch eine Art Glossar gewünscht, indem die Begriffe gesammelt werden und man die Bedeutungen noch mal auf einen Blick erfassen kann. An sich mochte ich die Einflechtung dessen gern, es hat dem Buch noch einen besonderen Charme verfasst und lässt die Handlung einen Hauch authentischer und lebhafter wirken. Weiterhin hätte es mir gut gefallen, wenn es mehr Erwähnungen gegeben hätte, in welchem Jahr die folgende Handlung spielt. Selten gibt es dazu ein kleines Detail, meist oft gehen die Kapitel so ineinander über, dass man nicht unterscheiden kann, wie viel Zeit vergangen ist. Das hat mir etwas gefehlt, gerade anhand der unglaublichen Anzahl von ungefähr 730 Textseiten, hatte ich schnell das Zeitgefühl vergessen und war in dieser Hinsicht oft etwas planlos. Stimmungstechnisch konnte der Roman vor allem mit negativen Gefühlen punkten. Nur sehr selten habe ich in dieser Hinsicht etwas gespürt, wenn freudige Ereignisse gefeiert werden. Stattdessen habe ich besonders in den Momenten, in denen Katharina Abscheu, Ekel oder Neid verspürt hat, auch etwas davon gespürt. Es gibt selten einen Blick in die Zukunft, meist wird die Geschichte sehr geradlinig erzählt. Man lernt Katharina als junges Mädchen kennen und erfährt allerhand über ihren Lebenslauf, über Entwicklungen und Schicksale. In all dieser Zeit durchläuft sie viele Etappen und auch gesellschaftliche Schichten und man erlebt hautnah ihren Aufstieg mit. In den meisten Fällen empfinde ich die Kapitel immer ausreichend und gut beschrieben, man kann die Abfolgen gut nachvollziehen und zusammenfassend machen viele Ereignisse Sinn. Nur selten hatte ich das Gefühl, dass es mal eine Länge gibt und Kürzungen ganz sinnvoll gewesen wären. Ich empfand es mal wieder als besonders, ein Buch mit einem Ich-Erzähler zu lesen. Das habe ich lange Zeit nicht gehabt und es war eine willkommene Abwechslung. So konnte man Katharina nicht nur gut kennenlernen und sich von ihr ein solides und weitreichendes Bild machen, sondern auch von ihren Gefühlen und Gedanken, Ängsten und Sorgen erfahren. Das hat mir häufig dabei geholfen, dass ich sie besser verstehen kann und auch menschlicher finde. Zudem erlaubt dies einen ungeschönten und offenen Blick auf die Politik und auf andere Personen, man versteht besser, was Katharina an einigen Menschen mag und was sie an anderen abstoßend und unsympathisch empfindet. Vor allem anhand von politischen Ereignissen, aber auch durch die Lebensweise gibt es zahlreiche Einblicke in das historische Russland und man erhält dadurch viele Aussagen über die Vergangenheit. Anhand all dieser Szenen lässt sich ansatzweise nachvollziehen, wie stark sich die Autorin in die behandelten Themen eingearbeitet hat und das am Ende jeder Satz Hand und Fuß hat. Und durch die Fakten bekommt man auch einen kleinen Einblick in das Lebensgefühl und die Wünsche und Sorgen der Bevölkerung, kann nachvollziehen, was Peter I. alles für Pläne hatte und was er sich für sein Reich vorgestellt hat. Ganz besonders eindrucksvoll dargestellt und ausführlich behandelt wird der Bau von St. Petersburg und die Meinungen der Menschen. Vom ersten Spatenstich bis zur in Blüte kommenden Stadt erlebt man den Bau und die Entwicklung mit und es war sehr spannend, dies zu beobachten und zu verfolgen. Bei den Handlungsorten gibt es ebenfalls interessante Entwicklungen. Anfangs sind die Orte sehr einfach und ärmlich, je mehr Katharina jedoch aufsteigt und die Achtung von dem Zaren erhält, desto würdevoller und edler wird das Setting und die Personen, mit denen sich die künftige Zarin abgibt. Daher erlebt man als Leser sowohl bescheidene Katen mit dem Nötigsten und dem Leben auf engsten Raum, als auch riesige Paläste mit allerhand Dienstboten mit. Man kann sich von verschiedenen Lebensweisen ein Bild machen und verfolgen, wie groß die Unterschiede zwischen den gesellschaftlichen Schichten sind. Für mich hat sich die Geschichte durchweg als spannend gestaltet. Ich muss zugeben, dass ich über Peter I., seine Frau oder die russische Politik nur wenig weiß. Grob kenne ich mich mit den Reformen des Zaren aus, ein-zwei Fakten kann ich auch zu der Entstehung von St. Petersburg nennen, das war es auch schon. Daher wusste ich nicht, wie der Roman enden wird, welche Probleme für Katharina während ihres gesellschaftlichen Aufstiegs entstanden sind und was als nächstes geschehen könnte. Vieles war für mich Neuland und ich hatte davor noch nie von manchen Dingen und Ereignissen gehört. Auf jeden Fall wurde mein Interesse angeregt, mich auch nach dem Beenden des Buches noch ein wenig mit manchen Fakten, aber auch Personen zu befassen und noch mehr über ihr Leben zu erfahren. Ein großer Teil der Figuren ist historisch verbürgt und hat tatsächlich mal gelebt. Nur wenige scheinen erfunden zu sein, zumindest habe ich zu ihnen nichts im Internet gefunden. Es gibt gute Entwicklungen, gerade bei Katharina ist dies sehr interessant zu betrachten, da man ihrem Charakter am Ende am vertrautesten gegenübersteht. Doch auch die anderen Protagonisten werden nicht nur älter, sondern auch reifer und zeigen sich reflektierter. Solche Personen, die häufiger auftreten haben ausgefeiltere und unvergleichliche Wesen erhalten, es wurde eindeutig, dass sich mit ihrer Zeichnung viel Zeit gelassen wurde, um sie so besonders und tiefgehend zu gestalten. Das ist bei den meisten auch gelungen, sie haben starke Charaktere bekommen und eigene Attribute, die sie einzigartig und damit herausstechend machen. Man merkt wirklich, dass nur bei solchen Personen, die eine eher unwichtigere Rolle einnehmen und die nur selten oder für eine kurze Zeit auftreten, eine oberflächlichere und lockerere Darstellung genutzt wurde. Sie wurden mit deutlich einfacheren Merkmalen ausgestattet und teils kann man anhand ihres Auftretens schon vorher erkennen, ob sie nur einen kurzen Auftritt haben oder noch mehrmals auftauchen werden. Fazit Ich hatte ja eingangs bereits gesagt, mit welcher Erwartungshaltung ich an das Buch ran gegangen bin. Ich wollte ganz viel über die tatsächliche Geschichte von Katharina I. wissen, über ihr Leben und ihre Ehe mit dem Zaren, sowie über dessen Politik und die Gesellschaft. Genau diese Punkte wurden auch sehr ausführlich angesprochen und geben spannende und tiefe Einblicke in die Handlungszeit. Es war ein unglaubliches Erlebnis, so tief in die Gesellschaft einzutauchen und sie ein Stück weit hautnah mitzuerleben! Ein paar kleine Kritikpunkte habe ich bereits angemerkt, die meinen Lesefluss jedoch nicht sonderlich gestört haben. Trotzdem bin ich ohne große Probleme durch die Handlung gekommen und habe jetzt sehr große Lust, wieder mehr über die russische Zarenfamilie zu lesen und zu erfahren. Ein tolles und sehr gut recherchiertes Werk, das informative und anregende Lesestunden bietet!

Träume aus Schnee und Eis …

Von: Diane Jordan Datum: 17. January 2021

Mein neuester Roman „Die Zarin“ von Elen Alpsten lässt mich lesetechnisch tief in die russische Geschichte eintauchen. Mit einem süffigen Vodka/O-Saft sitze ich gemütlich, mit meinem Lieblingsmenschen Karsten, auf dem Sofa und plaudere ein wenig. Großfürstin Anastasia von Russland sowie die Legendenbildung um sie fand ich schon als junges Mädchen faszinierend. Um so spannender ist jetzt für mich, den Auftakt zur historischen/fiktiven Saga um „Die Zarin“ rund zweihundert Jahre zuvor zu erhaschen. Das Cover sieht ansprechend und hübsch gestaltet aus. Man sieht die Rückensicht einer vornehmen Dame in einem roten Kleid, mit übergeworfenem Pelzmantel. Unter dem Ärmel kann man Teile eines Palastes mit vorgelagerten Springbrunnen erahnen. Geheimnisvoll wird das Ganze dadurch, das der Kopf der Trägerin nicht im Bild ist. Neugierig fange ich an zu lesen. Der gut recherchierte Plot hat es in sich. Das flächenmäßig größte Land der Erde steht damals entwicklungstechnisch noch ganz am Anfang quasi in den Kinderschuhen. Die Tundra, riesige Waldgebiete, Sümpfe und mitten drin Zar Peter der Große, der mit Hilfe von Zwangsarbeitern Sankt Petersburg sowie der barocken Winterpalast erbauen lässt. Ob die Arbeiter wohl auch schon aus Deutschland kamen? Leider steht das nirgendwo. Großes Leid bei den einen, Verschwendung und Luxus bei den anderen. Das Gefälle arm/reich wird nach und nach besonders deutlich. Der Adel hatte alle Vorrechte, wie zum Beispiel die Aufhebung des Standes, was wie ich finde, auch gut in diesem Roman deutlich wird. Die Autorin hat die zweite Ehefrau des Zaren (Katharina I., den Zaren Peter I. sowie die zahlreichen Nebenprotagonisten, wie zum Beispiel: Anna, Elisabeth I., Menschikow, Darja Arsentjewa oder Warwara eindrucksvoll und detailreich beschrieben. Auch von der ersten Ehefrau, Ewdokia sowie deren Sohn Alexej I. erfährt der Leser schockierendes. In meiner Fantasie könnten sie so tatsächlich gelebt haben. Toll finde ich auch die große Übersichtskarte von St. Petersburg zu Beginn der Lektüre, aber auch den Stammbaum zur Übersicht am Ende des dicken Wälzers, das ist bei so vielen Personen und so einem großen Land sehr hilfreich. Schillernd, extravagant, rücksichtslos der Zar und sein Gefolge. Arm und unterdrückt, ohne Rechte die Bevölkerung. Der Spagat wird fantastisch von Ellen Alpsten beschrieben. Der Schreibstil, der mir vorher unbekannten Autorin, ist flüssig und die Wortwahl treffend. Man lernt nach und nach sogar ein paar russische Begriffe, was ich ganz nett finde. Ich mag das Buch kaum aus der Hand legen. Die über 700 Seiten fliegen vor meinen Augen nur so dahin. Eine starke Frau, die für das was sie möchte kämpft und es auch bekommt. Jedenfalls fast immer. Grins , an Schlaf ist kaum zu denken. Auch in diesem Buch gibt es - ähnlich wie auch schon bei „Paracelus – auf der Suche nach der unsterblichen Seele“ - wieder einige Sexszenen. Allerdings fühle ich mich lesetechnisch hier nicht mehr so gestört. Und daher tue ich der anderen Autorin nun innerlich Abbitte, denn historisch-fiktives auf so vielen Seiten spannend zu halten, ist schon eine Kunst. Und „Sex sells“, das ist auch in diesen Romanen zu merken. Ich fiebere mit Marta/Katharina bis zur letzten Seite mit und bewundere ihren grenzenlosen Mut und auch ihre Energie, all das was sie sich vorgenommen hat, umzusetzen. Diese Erzählung hat mich nach und nach in den Bann gezogen und wie ein Strudel seine Sogwirkung entwickelt. Ich warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieser melodramatischen Geschichte, die mich gedanklich eine spannende Zeitreise antreten lassen hat. Zum Inhalt: Leibeigene, Liebende, Zarin - der bewegende Aufstieg von Zarin Katharina I. Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammengebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann. Mehr über die Autorin: Ellen Alpsten wurde 1971 in Kenia geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend dort und studierte dann in Köln und Paris. Sie arbeitete in der Entwicklungshilfe an der Deutschen Botschaft Nairobi und als Moderatorin bei Bloomberg TV. Heute ist sie freie Schriftstellerin und Journalistin, u.a. für die FAZ, Vogue und Spiegel Online. "Die Zarin" - erstmals 2002 in Deutschland erschienen - ist ihr Debüt. Heute ein internationaler Bestseller, liegt der erste und einzige Roman über Katharina I. nun in überarbeiteter Neuausgabe vor. Weitere Bücher: Die Tochter der Zarin Fazit: 4 Sterne**** Der Roman „Die Zarin-Saga, Band 1“ ist im Heyne Verlag erschienen. Er hat 736 Seiten, die den rasanten Aufstieg von Katharina der I sehr unterhaltsam in Szene setzen.

Ellen Alpsten: Die Zarin

Von: Michael Pick Datum: 13. January 2021

Der Titel führt den Leser auf die richtige Spur: Der Roman hat sich eine der großen Figuren der Weltgeschichte zum Thema gesucht: Katharina die I. Sie war nach dem Tod von Peter dem Großen für zwei Jahre die Kaiserin oder eben Zarin von Russland. Der Roman führt den Leser zu Beginn (leider in einem Prolog) an das Sterbebett des großen aber auch brutalen Zaren. Der Leser erlebt diese Situation und die gesamte Handlung des Buches aus der Ich-Perspektive Katharinas. Das Ableben des Zaren hinterlässt ein Macht-Vakuum in Sankt Petersburg des Jahres 1725. Katharina berät sich mit Fürst Menschikow, wie sie die Regierung des Zarenreiches in den eigenen Händen behalten kann. Mit dem Ende des Prologs schlägt der Beginn des ersten Kapitels eine zeitliche Rückblende und räumlichen Bogen zur jugendlichen Katharina irgendwo in Litauen. Der Leser, der sich gerade auf die eingangs genannte Situation eingelassen hat, darf sich neu orientieren. Die Autorin erzählt die Geschichte dieser beeindruckenden Frau auf der Grundlage geschichtlicher Daten. Katharina wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Damals hieß sie noch Martha. Später heiratet sie einen schwedischen Soldaten und wurde nach dem Tod ihres Mannes mit dem Fürst Menschikow bekannt. Hier trifft sie Zar Peter, der sich in Martha verliebt. Martha konvertiert zum griechisch-orthodoxen Glauben und nennt sich von da an Katharina. Katharina ist eine ungewöhnliche und starke Frau. Sie begleitet den Zaren auf Schlachtfelder, hat keine Hemmungen, sich um das Wohlbefinden der einfachen Soldaten zu kümmern. Ab Kapitel 1 wird die Handlung chronologisch fortgeschrieben und schließt am Ende wieder an den Prolog an, der doch besser ein Epilog geworden wäre. „Die Zarin“ ist ein klassischer Historien-Schmöker. Auffällig ist die herausragende Recherche nicht nur der geschichtlichen Fakten, sondern auch der Kleidung, Lebensweise und Sprache der Menschen im Großraum Russlands des 18. Jahrhunderts. Historisch bedingte Lücken füllt die Autorin mit authentischer Fiktion. Klug gewählt ist die Ich-Perspektive, die den Leser in die Rolle Katharinas schlüpfen lässt. Dies erzeugt Nähe und eine emotionale Verbundenheit. Sprachlich zeigt sich der Roman beinahe schulmäßig. Bilder werden dort verwendet, wo sie passen, man spürt förmlich das erfolgreiche Ringen um die richtigen Wörter. So bleibt die Sprache ein wenig steril. „Die Zarin“ vermittelt das Bild einer starken Frau in einer grausamen Zeit. Nach der Autorin soll die Geschichte eine Fortsetzung erfahren. Der Roman funktioniert, weil er einerseits das Interesse und die Empathie des Lesers zu wecken vermag und auf der anderen Seite herausragend gut recherchiert ein glaubhaftes Bild Russlands des 18. Jahrhunderts entwirft. Mithin ist der Roman mit seinen mehr als 700 Seiten das perfekte Buch für ein langes Wochenende mit viel Zeit. Lesenswert? Unbedingt! Ellen Alpsten: Die Zarin. Heyne, Oktober 2020. 736 Seiten, Taschenbuch, 12,99 Euro.

Das bewegte Leben der Zarin Katharina I.

Von: Rebecca K./ Meine Leseecke Datum: 11. January 2021

In einer stürmischen Nacht im Jahr 1725 stirbt Zar Peter I.. Die Zarin Katharina I. steht unter Druck, denn für sie und ihre Familie steht viel au dem Spiel und sie muss schnell entscheiden wie es weitergehen soll. Während sie Totenwache hält reist Katharina in ihren Gedanken durch ihr Leben zurück zum Anfang und reflektiert was sie alles erlebt hat seit sie als Leibeigenen als sie noch Marta hieß auf den Zaren getroffen ist. Ich lese sehr gerne Historische Romane und da ich von Ellen Alpsten schon das eine oder andere Buch gelesen habe, hatte ich mich schon sehr auf die Lektüre gefreut. Mir war klar das wohl nicht alles zu 100% stimmen wird da ja gerade Frauen im 18. Jahrhundert noch nicht den Stellenwert hatten wie heute und ja auch bestimmt einiges nur überliefert war und nicht alles geschichtlich verbrieft ist. Man begleitet in diesem Roman die Zarin Katharina I. von der Zeit an als sie als junges Mädchen noch Marta hieß und als Leibeigene verkauft wurde bis zum Jahr 1725 als der Zar ihr Mann stirbt. Katharina hat ein bewegtes Leben hinter sich und dies schon bevor sie den Zaren kennenlernt und danach wird es nicht weniger bis sie von seiner Geliebten zur Zariza wird und viel später noch zur Zarin an seiner Seite. Der Einstieg ins Buch ist mir noch relativ leicht gefallen und obwohl das Buch mit 731 Seiten nicht gerade dünn ist kam ich doch recht gut voran. Irgendwann hatte ich so das Gefühl, als ob sich die Schlachten und auch der Streit immer wieder wiederholen würde und es beginnt wieder von vorn dies fand ich etwas ermüdet und ich habe mich etwas schwer getan und wurde dadurch auch etwas im Lesefluss gestört. Der gesamte Roman wird vollständig aus der Sicht von Katharina erzählt, wobei man durch die Gespräche die sie mit den anderen geführt hat und ihren Gedanken ein völlig rundes Bild für mich als Leserin ergab. Man konnte dem Handlungsverlauf sehr gut folgen und auch wenn ich nicht jede Entscheidung von Katharina als vollkommen nachvollziehbar fand muss man ja auch die damalige Zeit berücksichtigen und von daher war alles sehr schlüssig und verständlich erzählt. Für mich persönlich war der Spannungsbogen auch immer sehr straff gespannt und ja nicht alles in Katharinas Leben hätte ich auch so erwartet gehabt. Auch wenn die Handlungsorte wirklich alle sehr detailliert beschrieben waren, so hatte ich doch das eine oder andere Problem mir alles vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Die Figuren des Romans waren alle sehr anschaulich beschrieben, so dass ich sie mir während des Lesens alle gut vorstellen konnte. Alles in allem habe ich den Roman wirklich sehr gerne gelesen und auch wenn ich mich etwas schwer getan habe diesen Schinken zu lesen habe ich mich entschlossen für das Buch alle fünf Sterne zu vergeben.

Historischer Roman mit Sogwirkung

Von: Luilines Blog Datum: 09. January 2021

Obwohl ich gerne historische Romane lese, ist dies mein erstes Buch über das Zarenreich in Russland gewesen. Nach mehreren positiven Besprechungen zu dem Buch, wollte ich es auch unbedingt lesen und was gibt es besseres im Winter und zur Weihnachtszeit als in einem dicken Schmöker zu versinken. Die Geschichte beginnt mit dem Tod des Zaren Peter I. und Katharina erinnert sich an ihre Kindheit und wie sie von einer armen Leibeigenen zur Gemahlin des mächtigen Zaren geworden ist. Dabei darf man sie aber nicht mit Katharina "Die Große" verwechseln! Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mit dem Buch, denn es hat etwas gedauert bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte. Die Autorin schildert das harte Leben von Katharina, die damals noch Martha hieß sehr ausführlich. Manche Abschnitte waren mir da zu lang und andere wichtige Ereignisse, z.B. wie sie den Zaren kennenlernte, wurden für mich dann etwas zu schnell abgehandelt. Dennoch hatte das Buch nach einem Drittel eine richtige Sogwirkung entwickelt und als es dann an den Hof nach Moskau und später St. Petersburg ging war ich in der Geschichte gefangen. Ellen Alpsten beschreibt ihre Figuren so lebhaft, dass man mit ihnen mitfiebert, oder sie überhaupt nicht mag. Ich persönlich hätte mir noch ein Personenverzeichnis gewünscht, da man gerade am Anfang doch schnell den Überblick verlieren kann. Außerdem werden oft Personen mit unterschiedlichen Namen oder Bezeichnungen angesprochen und das kann manchmal irritieren. Eine Landkarte mit den Orten aus dem Roman wäre ebenfalls noch eine schöne Ergänzung gewesen. Man merkt aber, dass die Autorin sich sehr viel Mühe mit der Recherche gegeben hat und ich habe aus Interesse während und nach der Lektüre oft noch mehr über die realen historischen Personen wissen wollen. Auch mit dem Schreibstil konnte ich mich dann später arrangieren und das Buch hat sich sehr flüssig lesen lassen. War der Anfang noch etwas schleppend, habe ich die letzten 200 Seiten sehr schnell gelesen. Bei den Pressestimmen gibt es eine Zitat, dass "Game of Thrones" daneben ein Kinderreim ist. Das konnte ich mir am Anfang nicht vorstellen, aber am Ende wird das Buch teilweise doch sehr brutal und grauenvoll. Fazit: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat sich das Buch zu einem tollen historischen Roman entwickelt. Besonders stark sind die gut ausgearbeiteten Charaktere und die Atmosphäre. Die Autorin nimmt den Leser mit in eine andere Zeit. Für mich definitiv nicht das letzte Buch, welches im historischen Russland spielt. Nach fast 20 Jahren wird es dieses Jahr auch eine Fortsetzung geben, in der es um eine der Töchter von Katharina gehen wird. Das Buch wandert auf jeden Fall auf meine Wunschliste! Daher gibt es von mir 4 Sterne!

[REZENSION] Die Zarin

Von: book_opolis Datum: 05. January 2021

Ellen Alpsten Heyne Verlag Seiten 731 Roman/Biografisch 1725 liegt der Zar Russlands im sterben, an seiner Seite hält ihm seine geliebte Frau Katharina I. die Hand. Für sie steht alles auf dem Spiel. Wird sie nun zur ersten Zarin Russlands in der Geschichte gekrönt oder durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren. Während sie neben Peter an seinem Sterbebett sitzt, reist sie zurück in die Vergangenheit als sie noch Martha hieß und nichts als eine arme Seele war, hinweg über ihre Zeit als Magd, Ehefrau eines Soldaten und schließlich Geliebte und anschließen Gattin des russischen Zaren Peter dem Großen. Wow, ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Wenn ich eine Sterne Bewertung geben müsste wäre sie weit über fünf Sterne. Diese Biografie in Roman Form hat mich mit sich gerissen und ich konnte Zeitweise an nichts anderes denken. Die Geschichte um Martha, später dann Katharina Alexejewna war herzzerreißend, spannend, wunderschön aber auch schrecklich zugleich, sodass sie mich nach dem beenden des Buches immer noch nicht loslassen konnte. Nach abschließen des Buches habe ich mich noch etwas über die Geschichte der ersten Zarin Russlands informiert und ich muss sagen das Ellen Alpsten hier sehr gut recherchiert und großartige Arbeit geleistet hat.

Ein tolles Buch

Von: Bambee Datum: 22. December 2020

Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammen gebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann. Ellen Alpstens emotionsgeladenes Epos über Zarin Katharina I. in überarbeiteter und modernisierter Fassung. »Ein herausragendes Epos über eine ungewöhnliche Liebe.« Freundin Ich liebe Geschichten aus alten Jahrhunderten- ich weiß nicht warum aber diese packen mich immer wieder und ich finde die damalige Zeit sehr interessant ( bin aber froh nicht in dieser gelebt zu haben ). Das Cover spricht mich total an und wenn ich es in der Buchhandlung sehen würde, hätte es mich direkt in den Bann gezogen. Die Autorin Ellen Alpsten kannte ich bis zu diesem Buch noch nicht und es war somit mein erster Roman von ihr, denn ich gelesen habe. Schon die ersten Zeiten haben mich gefesselt und ja ich habe das Buch innerhalb weniger Tagen verschlugen. Man kann sich in das alte JHD hineinleben und in die Protagonistin einfühlen. Es hat 731 Seiten zum lesen und beinhaltet 85 Kapitel. Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten worden, sodass das lesen, keine Stolper fallen enthält.

Die Zarin

Von: Literaturblogsaarland Datum: 20. December 2020

Inhalt : Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammen gebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann. Ellen Alpstens emotionsgeladenes Epos über Zarin Katharina I. in überarbeiteter und modernisierter Fassung. Vita : Ellen Alpsten wurde 1971 in Kenia geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend dort und studierte dann in Köln und Paris. Sie arbeitete in der Entwicklungshilfe an der Deutschen Botschaft Nairobi und als Moderatorin bei Bloomberg TV. Heute ist sie freie Schriftstellerin und Journalistin, u.a. für die FAZ, Vogue und Spiegel Online. Meine Meinung : Ellen Alpsten entführt uns Leser hier an den Hof von Peter dem Großen und seiner Gemahlin, der Zarin Katharina. Das Buch beginnt 1725 mit dem Tod des Zaren im Winterpalast in Sankt Petersburg. In Rückblenden erzählt Zarin Katharina uns hier ihre Lebensgeschichte. Katharina I. Alexejewna stammte aus einfachsten Verhältnissen und war zunächst die Lebensgefährtin des Zaren, bis sie 1712 seine Gattin wurde. Sie gebar ihm zwölf Kinder, von denen zehn schon relativ früh verstarben. Nach dem Tod des Zaren 1725 war sie zwei Jahre lang Kaiserin von Russland, bevor sie 1727 an der Schwindsucht verstarb. Ellen Alpsten zeichnet hier ein sehr detailliert ausgearbeitetes Sittengemälde des russischen Hofes. Besonders deutlich wird die immense Kluft zwischen arm und reich. In opulenten Bildern lässt uns die Autorin am Leben im Winterpalast teilnehmen und auch das Leben der Zarenfamilie wird bis ins kleinste beschrieben. Als Leserin  fühlte ich mich mitten im Hofleben und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Wir werden als Leser Zeuge von der Entstehung Sankt Petersburgs und der grauenhaften Ausbeutung der Arbeiter. Die Schilderungen vom ausschweifenden Leben des Zaren haben mir mehr als einmal den Atem stocken lassen. Saufgelage, durchzechte Nächte, Grausamkeiten an Frauen werden in diesem Roman bildgewaltig wiedergegeben. Ellen Alpsten hat einen tollen und eingängigen Sprachstil, der diese vergangene Zeit wieder aufleben lässt. Gut gefallen hat mir, dass Ellen Alpsten akribisch recherchiert hat und dieser Roman wirklichkeitstreu erzählt wird. Wer einen anspruchsvollen historischen Roman sucht, dem kann ich dieses tolle Werk nur wärmstems ans Herz legen. Ich vergebe für das Buch 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Vielfalt historie und traumhaft schön

Von: Gremlins2 Emotionbookworld Datum: 28. November 2020

Ellen Alpsten Die Zarin: Roman Eins gleich mal vorweg, ich habe dieses mega dicke Buch innerhalb von drei Tagen, regelrecht inhaliert. Die Geschichte hat mich so unglaublich beeindruckt und fasziniert, daß es mir schwer fiel, sie aus der Hand zu legen. Völlig authentisch stellt die Autorin mit brillanter Spannung hier eine Frau und ihren Lebensweg dar, der nicht nur den Atem stocken lässt, sondern der tief berührt und unter die Haut geht. Ebenso regt er zum Nachdenken an und lässt vieles in einem andern Licht stehen. Wenn man sich einmal durch das Namensgewusel gelesen hat, gibt es kein Halten mehr, zumindest mir ging es so. Der Schreibstil ist durchgehend harmonisch und lässt sich angenehm lesen, was auf Grund der hohen Seitenzahl sehr positiv ist. Apropos Seitenzahl, trotz der Größe gibt es keine Längen, im Gegenteil,denn ich habe eine grandiose Vielfalt und einen explosiven inhaltsreichen Roman von Augen bekommen.

Was für eine bewegende Lebensgeschichte.

Von: Seitenzauberin Datum: 28. November 2020

Es gibt viele Bücher über Katharina II aber nur so wenige über Katharina die I, schade eigentlich. Umso mehr war ich neugierig auf die Zarin und ich wurde auch nicht enttäuscht. Ich war mir auch nicht sicher ob ich mich mit einer historischen Geschichte anfreunden kann, aber nach nur wenigen Sätzen war ich mitten in der Geschichte gefangen und konnte und wollte nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Das lag nicht nur am wunderbar bildhaften und leicht leserlichen Schreibstil der Autorin, sondern auch an der ergreifenden Lebensgeschichte der Zarina. Die Handlung: Alle die sich mit Geschichte auskennen werden hier sicher nicht gespoilert, wenn ich ein wenig was erzähle. Katharina, die eigentlich Martha heißt lernen wir als junges Mädchen kennen. Sie führt ein armes, aber trotzdem recht glückliches Leben. Jedenfalls sprang mir beim Lesen die pure Lebensfreude von ihr entgegen. Ihr Lebensweg nimmt eine deutliche Wendung als sie beim Wäsche machen auf Wassili trifft. von da an ändert sich für sie alles. Sie kommt in Wassilis Haushalt und lernt die schlechten Seiten ihres Herren kennen. Arbeit und Misshandlungen sind an der Tagesordnung und ein aufbegehren würde den sichern Tod bedeuten. Trotzdem wehrt sich Martha eines Tages und ist zur Flucht gezwungen. Auf dieser Fluch gerät sie in die Wirren des Krieges und wir einmal mehr Opfer. Aber trotz allen widrigen Umständen kämpft die junge Frau weiter und gibt nicht auf. Schließlich landet sie bei einer Familie die ihr für kurze Zeit eine Familie wird. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer. Wieder scheint alles schlimme über Martha hereinzubrechen, doch es gibt einen Lichtblick. Sie wird gerettet und lernt Zar Peter kennen. von da an ändert sich ihr Leben grundlegend. Ich muss ehrlich sagen das ich von dieser Achterbahnfahrt ihrer Lebensgeschichte richtig gefangen war. Sie hatte soviel Höhen und Tiefen das ich oft mit ihr gelitten habe. Vor allem der Verlust ihrer Kinder hat mich immer sehr mitgenommen, weil sie so voller Hoffnung war. Und alles was man sich sonst in fiktiven Geschichten wünscht, wurde einem hier geboten: Liebe, Intrigen und starke Figuren. Die Charaktere: Martha mochte ich auf Anhieb. Ich weis nicht wieso aber als ich sie als junges Mädchen kennenlernte, mochte ich sie schon umso mehr fand ich es spannend ihrer Geschichte zu folgen. Es las sie zunächst wie der blanke Horror und sie tat mir oft richtig leid. Ich litt und fühlte mit ihr, hoffte mit ihr auf eine bessere Zeit und als diese dann kam, habe ich mich mit ihr gefreut. Sie war eine starke Figur die mit Wünschen und Sehnsüchten daher kam und sich immer an ihre Hoffnung geklammert hat. Sogar als es so aussah als wäre die Liebe des Zaren für sie erloschen. Auch die anderen Figuren im Roman waren sehr lebhaft und interessant. So war für mich der Zar, zwar grausam aber auch ein Stück liebenswert. Fazit: Die Zarin ist ein wahnsinnig schönes und nahe gehendes Buch. Ich hätte nie gedacht das mich ein historischer Roman so in seinen Bann ziehen kann. Aber ich konnte und wollte einfach nicht zu lesen aufhören. Es hat mich komplett abgeholt und ich konnte mit Martha/Katharina leiden, hoffen und lieben. Das war für mich beim Lesen einfach klasse und ich hatte oft das Gefühl einen Film vor Augen zu haben, so gut konnte ich mir alles Vorstellen. mich hat ihr Schicksal sehr bewegt und ich würde gerne noch mehr von Katharina I lesen. Ein richtiges Lese-Highlight zum Ende des Jahres.

Ein Emotionales Meisterwerk

Von: Skupinski Beate Datum: 23. November 2020

Katharina l geboren als Martha, Tochter aus einfachen Verhältnissen hat keine leichte Kindheit. Als der Handelsreisenden Wassili auf sie aufmerksam wird und sie von ihm als Magd in seine Dienste gekauft wird lernt sie schnell das nicht nur der Haushalt ab sofort ihre Pflicht ist sondern auch die misshandlungen durch Wassili zu ihrem Alltag gehört. Als seine Handgreiflichkeiten zu eskalieren drohen schafft sie es aus den Quallen zu entkommen und flieht nach Marienburg und dort scheint ihr das Glück gnädig, sie wird von einer Pfarrersfamilie aufgenommen und heiratet einen ehrenvollen schweden den sie zwar nicht liebt aber ehrt. Doch das Glück hält nicht lange den Johann wird im Krieg schwer verletzt und auf den weg zu ihm wird sie von russischen Soldaten abgefangen und geschändet doch Feldmarschall Scheremetew kommt ihr zur Hilfe und nimmt sie mit ins Kriegslager des Zaren wo sie zum ersten mal auf Peter trifft und es beginnt eine Geschichte die von Verachtung, Hass, Betrug aber auch einer starken Liebe erzählt. Wir begleiten Martha von Anfang an durch ihre schwersten Zeiten bis zu ihrem Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft Ein Historisches Meisterwerk das zu keinem Zeitpunkt langweilig war das mich Emotional abgeholt hat und dessen Spannung mich nicht losgelassen hat.

Wenn es Cinderella gegeben hätte...

Von: JKHuegel Datum: 25. October 2020

Meine Meinung: Wahrscheinlich ist Katharina I. die Frau, die all den Märchen um Cinderella, das arme familienlose Aschenputtel, welches auf den Traumprinzen trifft und zur Prinzessin wird, am nächsten kommt. Doch gleichzeitig zeigt dieser autobiografische Roman, dass eine Leibeigene viel mehr braucht, als ein hübsches Ballkleid und gläserne Schuhe. Vollkommen authentisch führt uns die Autorin in diesem Buch durch eine Zeit und ein Leben voller Krieg und größten Unterschieden zwischen arm und reich. Martha, die später einmal Katharina I. wurde, lebte in beiden Welten, schaffte es allerdings der einen zu entfliehen. Ihre Reise hat mich gerührt und immerzu bewundernd zurückgelassen. Besonders fassungslos ließen mich die 10 Tode ihrer 12 Kinder zurück und die Ängste die in Verbindung zur Trauer diese Frau ereilten. Gleichzeitig war da auch die große Ungerechtigkeit, die Frauen in dieser Zeit erleben mussten. Zwei kleine Kritikpunkte habe ich allerdings doch. In dem Buch werden Vergewaltigungsszenen explizit ausgeschrieben, weshalb ich mir eine Triggerwarnung am Anfang der Bücher gewünscht hätte. Auch, wenn die Autorin sich die größte Mühe gegeben hat, nicht künstlich zu verlängern, muss ich doch zugeben, dass ich nach einiger Zeit doch auch mal Luft schnappen musste. Das Buch ist ein ziemlicher Schinken und erfordert Geduld. Dies ist jedoch nur ein winziger Kritikpunkt und fließt nicht in die Bewertung mit ein. Insgesamt lege ich allen, die sich gerne mit der Geschichte einer starken Frau ihrer Zeit beschäftigen wollen, dieses Buch ans Herz. 5/5 Sterne

Super Buch!

Von: Helenas_buchliebe Datum: 25. October 2020

Sankt Petersburg 1725. Zar Peter stirbt und für seine Frau Katharina heißt es nun, die erste Zarin Russlands werden, oder die Verbannung. In diesem Buch begleitet wir Katharina auf ihrem Lebensweg. Von ihrer Familie verkauft und als Sklavin gehalten, schlägt sie sich mit ihren jungen Jahren durchs Leben. Eines Tages kreuzen sich ihre Wege mit denen von Peter und eine einzigartige Beziehung beginnt, welche voll von Verachtung, Hass, Betrug aber auch einer starken Liebe ist. Mir hat das Buch unfassbar gut gefallen und es zeigt ganz deutlich, dass Geschichte auch spannend erzählt werden kann. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Nicht nur deswegen bin ich nur so durch die Seiten geflogen, sondern auch weil die Geschichte gefüllt mit Spannung war. Auf den knapp über 700 Seiten entstehen keine Längen und lassen den Leser komplett in die Geschichte eintauchen. Die geschichtlichen Hintergründe werden hier auf eine ganz natürliche Weise mit eingebaut und ich habe einiges Neues über die Geschichte Russlands gelernt. Auch die Darstellung der Charaktere und der damaligen Mentalität ist sehr gut gelungen. Ich bin von Katharina sehr beeindruckt, da sie eine unglaublich starke Frau war. Sie wusste ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, aber musste trotzdem einiges erdulden. Im November kommt die Fortsetzung auf englisch raus und nächstes Jahr im Herbst auf deutsch, auf die ich bereits jetzt hinfiebere.

Eine wirklich schöne Erzählung, gut umgesetzt.

Von: Samy Datum: 15. October 2020

Ich war von diesem Buch durch den Klappentext wirklich beeindruckt und wollte Lesen was die Autorin geschrieben hat. Irgendwie war ich immer Freund der Zaren Familien, wollte immer ein bisschen darüber lesen oder schauen. Irgendwie kam dann immer mehr Interesse auf und deswegen war dieses Buch für mich so interessant. Die Autorin kenne ich nicht, das war mir aber egal denn hier interessierte mich nur der Inhalt vom Buch. Die Autorin hat auch die Geschichte toll geschrieben, doch manchmal war es mir doch etwas zu langatmig. Es gab Situationen die haben sich in dem Buch wirklich gezogen. Trotzdem aber kann man das Buch durchaus sehr gut in einem rutsch lesen, wären da nicht die vielen Seiten. Es kommt einem auch Dicker vor als das es dann ist. Da dieses Buch auf Personen basiert die es gegeben hat möchte ich eigentlich nichts zu den Personen selber sagen, hier ist nämlich nicht alles wie es wahr. Man kannte die Personen ja immerhin nicht persönlich. Jeder soll sich hier sein eigenes Bild machen. Vielleicht sind auch Personen dazu gedichtet worden, auch das weiß man ja nicht zu 100%. Darum werde ich nicht viel zu den Charakteren sagen. Ich sage nur dazu das die Autorin die Charaktere schön rüber gebracht hat, sie hat alles toll ausgeschrieben und das hat mir gut gefallen. Manchmal war es aber der Sprung zwischen den Zeiten nicht so einfach zu lesen. Trotzdem war das Buch aber nicht schlecht. Es hat sich nur ein bisschen gezogen.

„Diese Stadt ist auf den Knochen von Abertausenden Toten gebaut. Sie ist nicht besser als ein Leichenhaus.“

Von: ginnykatze,Ginnykatze Datum: 01. November 2020

Im Jahre 1725 stirbt Peter I. in Sankt Petersburg. An seinem Bett kniet seine Frau, Katharina I. Zitat Prolog, Post 326: „Schwer fielen mir die Tränen nicht. In nur einigen Stunden war ich entweder tot, wünschte mir den Tod herbei, oder ich war die mächtigste Frau in ganz Russland.“ Sie hat Angst, denn für sie steht alles auf dem Spiel. Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt. Katharina lässt ihr Leben Revue passieren, das nicht immer mit Liebe, Reichtum und Sicherheit, sondern auch mit Angst, Hunger, Schlägen und Arbeit, verlaufen ist. Als Martha Skawronska wurde sie geboren und lebte als deutsche Seele in den Weiten Schwedisch-Livlands in russischem Kirchenbesitz. Die Arbeit war schwer, aber sie war trotzdem zufrieden. Durch ihr vorlautes Mundwerk landet sie bei Wassili in Walk als Küchenmagd. Hier ist alles anders, als sie es kannte. Das Leben wird für sie angenehmer, sie hat genug zu essen, muss aber hart dafür arbeiten. Als dann Wassili sie immer wieder vergewaltigt schlägt sie hart zurück. Peter ist der Zar von Russland, er liebt es ausschweifend zu leben, trinken und essen. Er ist ein unruhiger Geist und stürzt sich von einem Krieg in den nächsten. Auf einer Feier von Alexander Menschikow im Jahre 1702 begegnen sich Martha und Peter das erste Mal. Sie ist inzwischen die Freundin von Darja Arentjewa, der Mätresse Menschikows. Der Zar ist ein Riese und nach einer langen durchzechten Nacht bricht er zusammen und bekommt Hilfe von Martha. Sie wiegt ihn an ihrem Busen und beruhigt ihn, sie schlafen nebeneinander ein und so entsteht eine Verbindung, die zu mehr führt. Sie wird die Geliebte des Zaren. Aber das ist ihr nicht genug, sie will mehr. Sie wird schwanger von Peter und will ihm einen Thronfolger schenken. Zitat Kap. 41, Pos. 4603: „Aber lass das Unabänderliche geschehen und sieh nach vorn. Wir alle haben unseren Weg zu gehen, dessen Verlauf nur Gott kennt. Dein Sohn ist nun im Himmel, wo wir alle sein wollen und verachtet unseren tagtäglichen Kampf.“ So vergehen die Jahre und Martha wird noch viele Male schwanger. Peter heiratet sie und macht sie zu Katharina Alexejewna und seiner Zarin. Fazit: Die Autorin Ellen Alpsten nimmt uns in ihrem Roman „Die Zarin“ mit ins Jahr 1725 nach St. Petersburg. Das gelingt ihr hervorragend, denn sofort schaltet sich mein Kopfkino an und ich begleite Martha auf ihrem Werdegang zur Zarin von Russland. Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig lesbar. Ich bin gefangen in der Geschichte und mag das Buch nicht aus der Hand legen. Was ich lesen muss ist schon sehr heftig, denn die Kriege des russischen Reichs sind extrem. Der Zar nimmt sich, was er will und keinerlei Rücksicht, wie es den Bewirtern danach ergehen mag. Alles was dem Volk gehört, gehört auch ihm. So brandschatzt er durch die Städte und Länder. Saufen, Huren, Lachen und auch Bestrafen sind sein tagtägliches Geschäft. Mir persönlich waren die seitenlangen Erzählungen der Sex-, Fress-und Sauforgien, zu häufig erzählt. Es wiederholt sich ständig und wenn hier nicht so oft ins Detail gegangen worden wäre, hätte man sicher 150 Seiten einsparen können. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Den Charakteren verleiht die Autoren allen ein interessantes Gesicht. Ich mag Martha von Anfang an, sie ist mutig und hat ein loses Mundwerk. Ich habe mich mit ihr gefreut, geweint, geflucht und gelitten. Auch Peter ist eine herausragende Figur. Die Beschreibungen dieser beiden Hauptprotagonisten ist es schon allein wert, dieses Buch zu lesen. Ein gleichmäßiger Spannungsbogen ist auch vorhanden. Es gibt viele Kriegsschauplätze und es war nicht immer absehbar, ob Peter I. heile und gesund heimkehren würde. Auch Katharina I. hatte da einiges zu beigesteuert, denn sie hat sich schon einige Male sehr weit aus dem Fenster gelehnt mit ihren Aussagen und war oft in sehr großer Gefahr. Zitat Prolog, Pos. 310: „Ich hatte schon lange keine echte Furcht mehr verspürt. Dieses beißende Gefühl, das den Magen verknotet, den Schweiß sauer macht und die Gedärme öffnet.“ Die historischen Gegebenheiten hat die Autorin zu einem interessanten und sehr gut recherchierten Roman zusammengefasst. Das Ende hingegen hat mich ein wenig enttäuscht. Warum keine Berichte über die Regentschaft der Zarin? Ich vergebe hier trotz meiner Anmerkungen 4 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung, denn die Geschichte um Peter und Katharina ist hervorragend erzählt. ,Im Jahre 1725 stirbt Peter I. in Sankt Petersburg. An seinem Bett kniet seine Frau, Katharina I. Zitat Prolog, Post 326: „Schwer fielen mir die Tränen nicht. In nur einigen Stunden war ich entweder tot, wünschte mir den Tod herbei, oder ich war die mächtigste Frau in ganz Russland.“ Sie hat Angst, denn für sie steht alles auf dem Spiel. Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt. Katharina lässt ihr Leben Revue passieren, das nicht immer mit Liebe, Reichtum und Sicherheit, sondern auch mit Angst, Hunger, Schlägen und Arbeit, verlaufen ist. Als Martha Skawronska wurde sie geboren und lebte als deutsche Seele in den Weiten Schwedisch-Livlands in russischem Kirchenbesitz. Die Arbeit war schwer, aber sie war trotzdem zufrieden. Durch ihr vorlautes Mundwerk landet sie bei Wassili in Walk als Küchenmagd. Hier ist alles anders, als sie es kannte. Das Leben wird für sie angenehmer, sie hat genug zu essen, muss aber hart dafür arbeiten. Als dann Wassili sie immer wieder vergewaltigt schlägt sie hart zurück. Peter ist der Zar von Russland, er liebt es ausschweifend zu leben, trinken und essen. Er ist ein unruhiger Geist und stürzt sich von einem Krieg in den nächsten. Auf einer Feier von Alexander Menschikow im Jahre 1702 begegnen sich Martha und Peter das erste Mal. Sie ist inzwischen die Freundin von Darja Arentjewa, der Mätresse Menschikows. Der Zar ist ein Riese und nach einer langen durchzechten Nacht bricht er zusammen und bekommt Hilfe von Martha. Sie wiegt ihn an ihrem Busen und beruhigt ihn, sie schlafen nebeneinander ein und so entsteht eine Verbindung, die zu mehr führt. Sie wird die Geliebte des Zaren. Aber das ist ihr nicht genug, sie will mehr. Sie wird schwanger von Peter und will ihm einen Thronfolger schenken. Zitat Kap. 41, Pos. 4603: „Aber lass das Unabänderliche geschehen und sieh nach vorn. Wir alle haben unseren Weg zu gehen, dessen Verlauf nur Gott kennt. Dein Sohn ist nun im Himmel, wo wir alle sein wollen und verachtet unseren tagtäglichen Kampf.“ So vergehen die Jahre und Martha wird noch viele Male schwanger. Peter heiratet sie und macht sie zu Katharina Alexejewna und seiner Zarin. Fazit: Die Autorin Ellen Alpsten nimmt uns in ihrem Roman „Die Zarin“ mit ins Jahr 1725 nach St. Petersburg. Das gelingt ihr hervorragend, denn sofort schaltet sich mein Kopfkino an und ich begleite Martha auf ihrem Werdegang zur Zarin von Russland. Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig lesbar. Ich bin gefangen in der Geschichte und mag das Buch nicht aus der Hand legen. Was ich lesen muss ist schon sehr heftig, denn die Kriege des russischen Reichs sind extrem. Der Zar nimmt sich, was er will und keinerlei Rücksicht, wie es den Bewirtern danach ergehen mag. Alles was dem Volk gehört, gehört auch ihm. So brandschatzt er durch die Städte und Länder. Saufen, Huren, Lachen und auch Bestrafen sind sein tagtägliches Geschäft. Mir persönlich waren die seitenlangen Erzählungen der Sex-, Fress-und Sauforgien, zu häufig erzählt. Es wiederholt sich ständig und wenn hier nicht so oft ins Detail gegangen worden wäre, hätte man sicher 150 Seiten einsparen können. Aber das ich Meckern auf hohem Niveau. Den Charakteren verleiht die Autoren allen ein interessantes Gesicht. Ich mag Martha von Anfang an, sie ist mutig und hat ein loses Mundwerk. Ich habe mich mit ihr gefreut, geweint, geflucht und gelitten. Auch Peter ist eine herausragende Figur. Die Beschreibungen dieser beiden Hauptprotagonisten ist es schon allein wert, dieses Buch zu lesen. Ein gleichmäßiger Spannungsbogen ist auch vorhanden. Es gibt viele Kriegsschauplätze und es war nicht immer absehbar, ob Peter I. heile und gesund heimkehren würde. Auch Katharina I. hatte da einiges zu beigesteuert, denn sie hat sich schon einige Male sehr weit aus dem Fenster gelehnt mit ihren Aussagen und war oft in sehr großer Gefahr. Zitat Prolog, Pos. 310: „Ich hatte schon lange keine echte Furcht mehr verspürt. Dieses beißende Gefühl, das den Magen verknotet, den Schweiß sauer macht und die Gedärme öffnet.“ Die historischen Gegebenheiten hat die Autorin zu einem interessanten und sehr gut recherchierten Roman zusammengefasst. Das Ende hingegen hat mich ein wenig enttäuscht. Warum keine Berichte über die Regentschaft der Zarin? Ich vergebe hier trotz meiner Anmerkungen 4 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung, denn die Geschichte um Peter und Katharina ist hervorragend erzählt.