Ellen Alpsten

Die Zarin

Die Zarin Blick ins Buch

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Buch

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Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammen gebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann.

Ellen Alpstens emotionsgeladenes Epos über Zarin Katharina I. in überarbeiteter und modernisierter Fassung.

»Ein herausragendes Epos über eine ungewöhnliche Liebe.« Freundin

Träume aus Schnee und Eis …

Von: Diane Jordan Datum: 17. January 2021

Mein neuester Roman „Die Zarin“ von Elen Alpsten lässt mich lesetechnisch tief in die russische Geschichte eintauchen. Mit einem süffigen Vodka/O-Saft sitze ich gemütlich, mit meinem Lieblingsmenschen Karsten, auf dem Sofa und plaudere ein wenig. Großfürstin Anastasia von Russland sowie die Legendenbildung um sie fand ich schon als junges Mädchen faszinierend. Um so spannender ist jetzt für mich, den Auftakt zur historischen/fiktiven Saga um „Die Zarin“ rund zweihundert Jahre zuvor zu erhaschen. Das Cover sieht ansprechend und hübsch gestaltet aus. Man sieht die Rückensicht einer vornehmen Dame in einem roten Kleid, mit übergeworfenem Pelzmantel. Unter dem Ärmel kann man Teile eines Palastes mit vorgelagerten Springbrunnen erahnen. Geheimnisvoll wird das Ganze dadurch, das der Kopf der Trägerin nicht im Bild ist. Neugierig fange ich an zu lesen. Der gut recherchierte Plot hat es in sich. Das flächenmäßig größte Land der Erde steht damals entwicklungstechnisch noch ganz am Anfang quasi in den Kinderschuhen. Die Tundra, riesige Waldgebiete, Sümpfe und mitten drin Zar Peter der Große, der mit Hilfe von Zwangsarbeitern Sankt Petersburg sowie der barocken Winterpalast erbauen lässt. Ob die Arbeiter wohl auch schon aus Deutschland kamen? Leider steht das nirgendwo. Großes Leid bei den einen, Verschwendung und Luxus bei den anderen. Das Gefälle arm/reich wird nach und nach besonders deutlich. Der Adel hatte alle Vorrechte, wie zum Beispiel die Aufhebung des Standes, was wie ich finde, auch gut in diesem Roman deutlich wird. Die Autorin hat die zweite Ehefrau des Zaren (Katharina I., den Zaren Peter I. sowie die zahlreichen Nebenprotagonisten, wie zum Beispiel: Anna, Elisabeth I., Menschikow, Darja Arsentjewa oder Warwara eindrucksvoll und detailreich beschrieben. Auch von der ersten Ehefrau, Ewdokia sowie deren Sohn Alexej I. erfährt der Leser schockierendes. In meiner Fantasie könnten sie so tatsächlich gelebt haben. Toll finde ich auch die große Übersichtskarte von St. Petersburg zu Beginn der Lektüre, aber auch den Stammbaum zur Übersicht am Ende des dicken Wälzers, das ist bei so vielen Personen und so einem großen Land sehr hilfreich. Schillernd, extravagant, rücksichtslos der Zar und sein Gefolge. Arm und unterdrückt, ohne Rechte die Bevölkerung. Der Spagat wird fantastisch von Ellen Alpsten beschrieben. Der Schreibstil, der mir vorher unbekannten Autorin, ist flüssig und die Wortwahl treffend. Man lernt nach und nach sogar ein paar russische Begriffe, was ich ganz nett finde. Ich mag das Buch kaum aus der Hand legen. Die über 700 Seiten fliegen vor meinen Augen nur so dahin. Eine starke Frau, die für das was sie möchte kämpft und es auch bekommt. Jedenfalls fast immer. Grins , an Schlaf ist kaum zu denken. Auch in diesem Buch gibt es - ähnlich wie auch schon bei „Paracelus – auf der Suche nach der unsterblichen Seele“ - wieder einige Sexszenen. Allerdings fühle ich mich lesetechnisch hier nicht mehr so gestört. Und daher tue ich der anderen Autorin nun innerlich Abbitte, denn historisch-fiktives auf so vielen Seiten spannend zu halten, ist schon eine Kunst. Und „Sex sells“, das ist auch in diesen Romanen zu merken. Ich fiebere mit Marta/Katharina bis zur letzten Seite mit und bewundere ihren grenzenlosen Mut und auch ihre Energie, all das was sie sich vorgenommen hat, umzusetzen. Diese Erzählung hat mich nach und nach in den Bann gezogen und wie ein Strudel seine Sogwirkung entwickelt. Ich warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieser melodramatischen Geschichte, die mich gedanklich eine spannende Zeitreise antreten lassen hat. Zum Inhalt: Leibeigene, Liebende, Zarin - der bewegende Aufstieg von Zarin Katharina I. Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammengebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann. Mehr über die Autorin: Ellen Alpsten wurde 1971 in Kenia geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend dort und studierte dann in Köln und Paris. Sie arbeitete in der Entwicklungshilfe an der Deutschen Botschaft Nairobi und als Moderatorin bei Bloomberg TV. Heute ist sie freie Schriftstellerin und Journalistin, u.a. für die FAZ, Vogue und Spiegel Online. "Die Zarin" - erstmals 2002 in Deutschland erschienen - ist ihr Debüt. Heute ein internationaler Bestseller, liegt der erste und einzige Roman über Katharina I. nun in überarbeiteter Neuausgabe vor. Weitere Bücher: Die Tochter der Zarin Fazit: 4 Sterne**** Der Roman „Die Zarin-Saga, Band 1“ ist im Heyne Verlag erschienen. Er hat 736 Seiten, die den rasanten Aufstieg von Katharina der I sehr unterhaltsam in Szene setzen.

Ellen Alpsten: Die Zarin

Von: Michael Pick Datum: 13. January 2021

Der Titel führt den Leser auf die richtige Spur: Der Roman hat sich eine der großen Figuren der Weltgeschichte zum Thema gesucht: Katharina die I. Sie war nach dem Tod von Peter dem Großen für zwei Jahre die Kaiserin oder eben Zarin von Russland. Der Roman führt den Leser zu Beginn (leider in einem Prolog) an das Sterbebett des großen aber auch brutalen Zaren. Der Leser erlebt diese Situation und die gesamte Handlung des Buches aus der Ich-Perspektive Katharinas. Das Ableben des Zaren hinterlässt ein Macht-Vakuum in Sankt Petersburg des Jahres 1725. Katharina berät sich mit Fürst Menschikow, wie sie die Regierung des Zarenreiches in den eigenen Händen behalten kann. Mit dem Ende des Prologs schlägt der Beginn des ersten Kapitels eine zeitliche Rückblende und räumlichen Bogen zur jugendlichen Katharina irgendwo in Litauen. Der Leser, der sich gerade auf die eingangs genannte Situation eingelassen hat, darf sich neu orientieren. Die Autorin erzählt die Geschichte dieser beeindruckenden Frau auf der Grundlage geschichtlicher Daten. Katharina wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Damals hieß sie noch Martha. Später heiratet sie einen schwedischen Soldaten und wurde nach dem Tod ihres Mannes mit dem Fürst Menschikow bekannt. Hier trifft sie Zar Peter, der sich in Martha verliebt. Martha konvertiert zum griechisch-orthodoxen Glauben und nennt sich von da an Katharina. Katharina ist eine ungewöhnliche und starke Frau. Sie begleitet den Zaren auf Schlachtfelder, hat keine Hemmungen, sich um das Wohlbefinden der einfachen Soldaten zu kümmern. Ab Kapitel 1 wird die Handlung chronologisch fortgeschrieben und schließt am Ende wieder an den Prolog an, der doch besser ein Epilog geworden wäre. „Die Zarin“ ist ein klassischer Historien-Schmöker. Auffällig ist die herausragende Recherche nicht nur der geschichtlichen Fakten, sondern auch der Kleidung, Lebensweise und Sprache der Menschen im Großraum Russlands des 18. Jahrhunderts. Historisch bedingte Lücken füllt die Autorin mit authentischer Fiktion. Klug gewählt ist die Ich-Perspektive, die den Leser in die Rolle Katharinas schlüpfen lässt. Dies erzeugt Nähe und eine emotionale Verbundenheit. Sprachlich zeigt sich der Roman beinahe schulmäßig. Bilder werden dort verwendet, wo sie passen, man spürt förmlich das erfolgreiche Ringen um die richtigen Wörter. So bleibt die Sprache ein wenig steril. „Die Zarin“ vermittelt das Bild einer starken Frau in einer grausamen Zeit. Nach der Autorin soll die Geschichte eine Fortsetzung erfahren. Der Roman funktioniert, weil er einerseits das Interesse und die Empathie des Lesers zu wecken vermag und auf der anderen Seite herausragend gut recherchiert ein glaubhaftes Bild Russlands des 18. Jahrhunderts entwirft. Mithin ist der Roman mit seinen mehr als 700 Seiten das perfekte Buch für ein langes Wochenende mit viel Zeit. Lesenswert? Unbedingt! Ellen Alpsten: Die Zarin. Heyne, Oktober 2020. 736 Seiten, Taschenbuch, 12,99 Euro.

Das bewegte Leben der Zarin Katharina I.

Von: Rebecca K./ Meine Leseecke Datum: 11. January 2021

In einer stürmischen Nacht im Jahr 1725 stirbt Zar Peter I.. Die Zarin Katharina I. steht unter Druck, denn für sie und ihre Familie steht viel au dem Spiel und sie muss schnell entscheiden wie es weitergehen soll. Während sie Totenwache hält reist Katharina in ihren Gedanken durch ihr Leben zurück zum Anfang und reflektiert was sie alles erlebt hat seit sie als Leibeigenen als sie noch Marta hieß auf den Zaren getroffen ist. Ich lese sehr gerne Historische Romane und da ich von Ellen Alpsten schon das eine oder andere Buch gelesen habe, hatte ich mich schon sehr auf die Lektüre gefreut. Mir war klar das wohl nicht alles zu 100% stimmen wird da ja gerade Frauen im 18. Jahrhundert noch nicht den Stellenwert hatten wie heute und ja auch bestimmt einiges nur überliefert war und nicht alles geschichtlich verbrieft ist. Man begleitet in diesem Roman die Zarin Katharina I. von der Zeit an als sie als junges Mädchen noch Marta hieß und als Leibeigene verkauft wurde bis zum Jahr 1725 als der Zar ihr Mann stirbt. Katharina hat ein bewegtes Leben hinter sich und dies schon bevor sie den Zaren kennenlernt und danach wird es nicht weniger bis sie von seiner Geliebten zur Zariza wird und viel später noch zur Zarin an seiner Seite. Der Einstieg ins Buch ist mir noch relativ leicht gefallen und obwohl das Buch mit 731 Seiten nicht gerade dünn ist kam ich doch recht gut voran. Irgendwann hatte ich so das Gefühl, als ob sich die Schlachten und auch der Streit immer wieder wiederholen würde und es beginnt wieder von vorn dies fand ich etwas ermüdet und ich habe mich etwas schwer getan und wurde dadurch auch etwas im Lesefluss gestört. Der gesamte Roman wird vollständig aus der Sicht von Katharina erzählt, wobei man durch die Gespräche die sie mit den anderen geführt hat und ihren Gedanken ein völlig rundes Bild für mich als Leserin ergab. Man konnte dem Handlungsverlauf sehr gut folgen und auch wenn ich nicht jede Entscheidung von Katharina als vollkommen nachvollziehbar fand muss man ja auch die damalige Zeit berücksichtigen und von daher war alles sehr schlüssig und verständlich erzählt. Für mich persönlich war der Spannungsbogen auch immer sehr straff gespannt und ja nicht alles in Katharinas Leben hätte ich auch so erwartet gehabt. Auch wenn die Handlungsorte wirklich alle sehr detailliert beschrieben waren, so hatte ich doch das eine oder andere Problem mir alles vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Die Figuren des Romans waren alle sehr anschaulich beschrieben, so dass ich sie mir während des Lesens alle gut vorstellen konnte. Alles in allem habe ich den Roman wirklich sehr gerne gelesen und auch wenn ich mich etwas schwer getan habe diesen Schinken zu lesen habe ich mich entschlossen für das Buch alle fünf Sterne zu vergeben.

Historischer Roman mit Sogwirkung

Von: Luilines Blog Datum: 09. January 2021

Obwohl ich gerne historische Romane lese, ist dies mein erstes Buch über das Zarenreich in Russland gewesen. Nach mehreren positiven Besprechungen zu dem Buch, wollte ich es auch unbedingt lesen und was gibt es besseres im Winter und zur Weihnachtszeit als in einem dicken Schmöker zu versinken. Die Geschichte beginnt mit dem Tod des Zaren Peter I. und Katharina erinnert sich an ihre Kindheit und wie sie von einer armen Leibeigenen zur Gemahlin des mächtigen Zaren geworden ist. Dabei darf man sie aber nicht mit Katharina "Die Große" verwechseln! Am Anfang hatte ich ein paar Probleme mit dem Buch, denn es hat etwas gedauert bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt hatte. Die Autorin schildert das harte Leben von Katharina, die damals noch Martha hieß sehr ausführlich. Manche Abschnitte waren mir da zu lang und andere wichtige Ereignisse, z.B. wie sie den Zaren kennenlernte, wurden für mich dann etwas zu schnell abgehandelt. Dennoch hatte das Buch nach einem Drittel eine richtige Sogwirkung entwickelt und als es dann an den Hof nach Moskau und später St. Petersburg ging war ich in der Geschichte gefangen. Ellen Alpsten beschreibt ihre Figuren so lebhaft, dass man mit ihnen mitfiebert, oder sie überhaupt nicht mag. Ich persönlich hätte mir noch ein Personenverzeichnis gewünscht, da man gerade am Anfang doch schnell den Überblick verlieren kann. Außerdem werden oft Personen mit unterschiedlichen Namen oder Bezeichnungen angesprochen und das kann manchmal irritieren. Eine Landkarte mit den Orten aus dem Roman wäre ebenfalls noch eine schöne Ergänzung gewesen. Man merkt aber, dass die Autorin sich sehr viel Mühe mit der Recherche gegeben hat und ich habe aus Interesse während und nach der Lektüre oft noch mehr über die realen historischen Personen wissen wollen. Auch mit dem Schreibstil konnte ich mich dann später arrangieren und das Buch hat sich sehr flüssig lesen lassen. War der Anfang noch etwas schleppend, habe ich die letzten 200 Seiten sehr schnell gelesen. Bei den Pressestimmen gibt es eine Zitat, dass "Game of Thrones" daneben ein Kinderreim ist. Das konnte ich mir am Anfang nicht vorstellen, aber am Ende wird das Buch teilweise doch sehr brutal und grauenvoll. Fazit: Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat sich das Buch zu einem tollen historischen Roman entwickelt. Besonders stark sind die gut ausgearbeiteten Charaktere und die Atmosphäre. Die Autorin nimmt den Leser mit in eine andere Zeit. Für mich definitiv nicht das letzte Buch, welches im historischen Russland spielt. Nach fast 20 Jahren wird es dieses Jahr auch eine Fortsetzung geben, in der es um eine der Töchter von Katharina gehen wird. Das Buch wandert auf jeden Fall auf meine Wunschliste! Daher gibt es von mir 4 Sterne!

[REZENSION] Die Zarin

Von: book_opolis Datum: 05. January 2021

Ellen Alpsten Heyne Verlag Seiten 731 Roman/Biografisch 1725 liegt der Zar Russlands im sterben, an seiner Seite hält ihm seine geliebte Frau Katharina I. die Hand. Für sie steht alles auf dem Spiel. Wird sie nun zur ersten Zarin Russlands in der Geschichte gekrönt oder durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren. Während sie neben Peter an seinem Sterbebett sitzt, reist sie zurück in die Vergangenheit als sie noch Martha hieß und nichts als eine arme Seele war, hinweg über ihre Zeit als Magd, Ehefrau eines Soldaten und schließlich Geliebte und anschließen Gattin des russischen Zaren Peter dem Großen. Wow, ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Wenn ich eine Sterne Bewertung geben müsste wäre sie weit über fünf Sterne. Diese Biografie in Roman Form hat mich mit sich gerissen und ich konnte Zeitweise an nichts anderes denken. Die Geschichte um Martha, später dann Katharina Alexejewna war herzzerreißend, spannend, wunderschön aber auch schrecklich zugleich, sodass sie mich nach dem beenden des Buches immer noch nicht loslassen konnte. Nach abschließen des Buches habe ich mich noch etwas über die Geschichte der ersten Zarin Russlands informiert und ich muss sagen das Ellen Alpsten hier sehr gut recherchiert und großartige Arbeit geleistet hat.

Ein tolles Buch

Von: Bambee Datum: 22. December 2020

Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammen gebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann. Ellen Alpstens emotionsgeladenes Epos über Zarin Katharina I. in überarbeiteter und modernisierter Fassung. »Ein herausragendes Epos über eine ungewöhnliche Liebe.« Freundin Ich liebe Geschichten aus alten Jahrhunderten- ich weiß nicht warum aber diese packen mich immer wieder und ich finde die damalige Zeit sehr interessant ( bin aber froh nicht in dieser gelebt zu haben ). Das Cover spricht mich total an und wenn ich es in der Buchhandlung sehen würde, hätte es mich direkt in den Bann gezogen. Die Autorin Ellen Alpsten kannte ich bis zu diesem Buch noch nicht und es war somit mein erster Roman von ihr, denn ich gelesen habe. Schon die ersten Zeiten haben mich gefesselt und ja ich habe das Buch innerhalb weniger Tagen verschlugen. Man kann sich in das alte JHD hineinleben und in die Protagonistin einfühlen. Es hat 731 Seiten zum lesen und beinhaltet 85 Kapitel. Der Schreibstil ist einfach und flüssig gehalten worden, sodass das lesen, keine Stolper fallen enthält.

Die Zarin

Von: Literaturblogsaarland Datum: 20. December 2020

Inhalt : Sankt Petersburg, 1725. Es ist eine stürmische Nacht, in der Peter I. stirbt. Für seine Frau Katharina I. steht alles auf dem Spiel: Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt? Sie hält Totenwache und reist in Gedanken zurück. Zu den zwölf Kindern, die sie Peter schenkte, und von denen die meisten starben. Zur Ehe mit dem Zaren, den sie geliebt und verachtet, gefürchtet und umworben hat. Zu dieser Stadt, Sankt Petersburg, Peters Stadt, die sie zusammen gebaut haben. Und in die Zeit, als sie noch Marta hieß und die uneheliche Tochter eines Leibeigenen war – bevor ihr unaufhaltsamer Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft begann. Ellen Alpstens emotionsgeladenes Epos über Zarin Katharina I. in überarbeiteter und modernisierter Fassung. Vita : Ellen Alpsten wurde 1971 in Kenia geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend dort und studierte dann in Köln und Paris. Sie arbeitete in der Entwicklungshilfe an der Deutschen Botschaft Nairobi und als Moderatorin bei Bloomberg TV. Heute ist sie freie Schriftstellerin und Journalistin, u.a. für die FAZ, Vogue und Spiegel Online. Meine Meinung : Ellen Alpsten entführt uns Leser hier an den Hof von Peter dem Großen und seiner Gemahlin, der Zarin Katharina. Das Buch beginnt 1725 mit dem Tod des Zaren im Winterpalast in Sankt Petersburg. In Rückblenden erzählt Zarin Katharina uns hier ihre Lebensgeschichte. Katharina I. Alexejewna stammte aus einfachsten Verhältnissen und war zunächst die Lebensgefährtin des Zaren, bis sie 1712 seine Gattin wurde. Sie gebar ihm zwölf Kinder, von denen zehn schon relativ früh verstarben. Nach dem Tod des Zaren 1725 war sie zwei Jahre lang Kaiserin von Russland, bevor sie 1727 an der Schwindsucht verstarb. Ellen Alpsten zeichnet hier ein sehr detailliert ausgearbeitetes Sittengemälde des russischen Hofes. Besonders deutlich wird die immense Kluft zwischen arm und reich. In opulenten Bildern lässt uns die Autorin am Leben im Winterpalast teilnehmen und auch das Leben der Zarenfamilie wird bis ins kleinste beschrieben. Als Leserin  fühlte ich mich mitten im Hofleben und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Wir werden als Leser Zeuge von der Entstehung Sankt Petersburgs und der grauenhaften Ausbeutung der Arbeiter. Die Schilderungen vom ausschweifenden Leben des Zaren haben mir mehr als einmal den Atem stocken lassen. Saufgelage, durchzechte Nächte, Grausamkeiten an Frauen werden in diesem Roman bildgewaltig wiedergegeben. Ellen Alpsten hat einen tollen und eingängigen Sprachstil, der diese vergangene Zeit wieder aufleben lässt. Gut gefallen hat mir, dass Ellen Alpsten akribisch recherchiert hat und dieser Roman wirklichkeitstreu erzählt wird. Wer einen anspruchsvollen historischen Roman sucht, dem kann ich dieses tolle Werk nur wärmstems ans Herz legen. Ich vergebe für das Buch 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung. Einen ganz, ganz lieben Dank an die Verlagsgruppe Random House GmbH und das Bloggerportal für die kostenlose Zusendung des Rezensionsexemplares.

Vielfalt historie und traumhaft schön

Von: Gremlins2 Emotionbookworld Datum: 28. November 2020

Ellen Alpsten Die Zarin: Roman Eins gleich mal vorweg, ich habe dieses mega dicke Buch innerhalb von drei Tagen, regelrecht inhaliert. Die Geschichte hat mich so unglaublich beeindruckt und fasziniert, daß es mir schwer fiel, sie aus der Hand zu legen. Völlig authentisch stellt die Autorin mit brillanter Spannung hier eine Frau und ihren Lebensweg dar, der nicht nur den Atem stocken lässt, sondern der tief berührt und unter die Haut geht. Ebenso regt er zum Nachdenken an und lässt vieles in einem andern Licht stehen. Wenn man sich einmal durch das Namensgewusel gelesen hat, gibt es kein Halten mehr, zumindest mir ging es so. Der Schreibstil ist durchgehend harmonisch und lässt sich angenehm lesen, was auf Grund der hohen Seitenzahl sehr positiv ist. Apropos Seitenzahl, trotz der Größe gibt es keine Längen, im Gegenteil,denn ich habe eine grandiose Vielfalt und einen explosiven inhaltsreichen Roman von Augen bekommen.

Was für eine bewegende Lebensgeschichte.

Von: Seitenzauberin Datum: 28. November 2020

Es gibt viele Bücher über Katharina II aber nur so wenige über Katharina die I, schade eigentlich. Umso mehr war ich neugierig auf die Zarin und ich wurde auch nicht enttäuscht. Ich war mir auch nicht sicher ob ich mich mit einer historischen Geschichte anfreunden kann, aber nach nur wenigen Sätzen war ich mitten in der Geschichte gefangen und konnte und wollte nicht mehr mit dem Lesen aufhören. Das lag nicht nur am wunderbar bildhaften und leicht leserlichen Schreibstil der Autorin, sondern auch an der ergreifenden Lebensgeschichte der Zarina. Die Handlung: Alle die sich mit Geschichte auskennen werden hier sicher nicht gespoilert, wenn ich ein wenig was erzähle. Katharina, die eigentlich Martha heißt lernen wir als junges Mädchen kennen. Sie führt ein armes, aber trotzdem recht glückliches Leben. Jedenfalls sprang mir beim Lesen die pure Lebensfreude von ihr entgegen. Ihr Lebensweg nimmt eine deutliche Wendung als sie beim Wäsche machen auf Wassili trifft. von da an ändert sich für sie alles. Sie kommt in Wassilis Haushalt und lernt die schlechten Seiten ihres Herren kennen. Arbeit und Misshandlungen sind an der Tagesordnung und ein aufbegehren würde den sichern Tod bedeuten. Trotzdem wehrt sich Martha eines Tages und ist zur Flucht gezwungen. Auf dieser Fluch gerät sie in die Wirren des Krieges und wir einmal mehr Opfer. Aber trotz allen widrigen Umständen kämpft die junge Frau weiter und gibt nicht auf. Schließlich landet sie bei einer Familie die ihr für kurze Zeit eine Familie wird. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer. Wieder scheint alles schlimme über Martha hereinzubrechen, doch es gibt einen Lichtblick. Sie wird gerettet und lernt Zar Peter kennen. von da an ändert sich ihr Leben grundlegend. Ich muss ehrlich sagen das ich von dieser Achterbahnfahrt ihrer Lebensgeschichte richtig gefangen war. Sie hatte soviel Höhen und Tiefen das ich oft mit ihr gelitten habe. Vor allem der Verlust ihrer Kinder hat mich immer sehr mitgenommen, weil sie so voller Hoffnung war. Und alles was man sich sonst in fiktiven Geschichten wünscht, wurde einem hier geboten: Liebe, Intrigen und starke Figuren. Die Charaktere: Martha mochte ich auf Anhieb. Ich weis nicht wieso aber als ich sie als junges Mädchen kennenlernte, mochte ich sie schon umso mehr fand ich es spannend ihrer Geschichte zu folgen. Es las sie zunächst wie der blanke Horror und sie tat mir oft richtig leid. Ich litt und fühlte mit ihr, hoffte mit ihr auf eine bessere Zeit und als diese dann kam, habe ich mich mit ihr gefreut. Sie war eine starke Figur die mit Wünschen und Sehnsüchten daher kam und sich immer an ihre Hoffnung geklammert hat. Sogar als es so aussah als wäre die Liebe des Zaren für sie erloschen. Auch die anderen Figuren im Roman waren sehr lebhaft und interessant. So war für mich der Zar, zwar grausam aber auch ein Stück liebenswert. Fazit: Die Zarin ist ein wahnsinnig schönes und nahe gehendes Buch. Ich hätte nie gedacht das mich ein historischer Roman so in seinen Bann ziehen kann. Aber ich konnte und wollte einfach nicht zu lesen aufhören. Es hat mich komplett abgeholt und ich konnte mit Martha/Katharina leiden, hoffen und lieben. Das war für mich beim Lesen einfach klasse und ich hatte oft das Gefühl einen Film vor Augen zu haben, so gut konnte ich mir alles Vorstellen. mich hat ihr Schicksal sehr bewegt und ich würde gerne noch mehr von Katharina I lesen. Ein richtiges Lese-Highlight zum Ende des Jahres.

Ein Emotionales Meisterwerk

Von: Skupinski Beate Datum: 23. November 2020

Katharina l geboren als Martha, Tochter aus einfachen Verhältnissen hat keine leichte Kindheit. Als der Handelsreisenden Wassili auf sie aufmerksam wird und sie von ihm als Magd in seine Dienste gekauft wird lernt sie schnell das nicht nur der Haushalt ab sofort ihre Pflicht ist sondern auch die misshandlungen durch Wassili zu ihrem Alltag gehört. Als seine Handgreiflichkeiten zu eskalieren drohen schafft sie es aus den Quallen zu entkommen und flieht nach Marienburg und dort scheint ihr das Glück gnädig, sie wird von einer Pfarrersfamilie aufgenommen und heiratet einen ehrenvollen schweden den sie zwar nicht liebt aber ehrt. Doch das Glück hält nicht lange den Johann wird im Krieg schwer verletzt und auf den weg zu ihm wird sie von russischen Soldaten abgefangen und geschändet doch Feldmarschall Scheremetew kommt ihr zur Hilfe und nimmt sie mit ins Kriegslager des Zaren wo sie zum ersten mal auf Peter trifft und es beginnt eine Geschichte die von Verachtung, Hass, Betrug aber auch einer starken Liebe erzählt. Wir begleiten Martha von Anfang an durch ihre schwersten Zeiten bis zu ihrem Aufstieg an die Spitze der russischen Gesellschaft Ein Historisches Meisterwerk das zu keinem Zeitpunkt langweilig war das mich Emotional abgeholt hat und dessen Spannung mich nicht losgelassen hat.

Wenn es Cinderella gegeben hätte...

Von: JKHuegel Datum: 25. October 2020

Meine Meinung: Wahrscheinlich ist Katharina I. die Frau, die all den Märchen um Cinderella, das arme familienlose Aschenputtel, welches auf den Traumprinzen trifft und zur Prinzessin wird, am nächsten kommt. Doch gleichzeitig zeigt dieser autobiografische Roman, dass eine Leibeigene viel mehr braucht, als ein hübsches Ballkleid und gläserne Schuhe. Vollkommen authentisch führt uns die Autorin in diesem Buch durch eine Zeit und ein Leben voller Krieg und größten Unterschieden zwischen arm und reich. Martha, die später einmal Katharina I. wurde, lebte in beiden Welten, schaffte es allerdings der einen zu entfliehen. Ihre Reise hat mich gerührt und immerzu bewundernd zurückgelassen. Besonders fassungslos ließen mich die 10 Tode ihrer 12 Kinder zurück und die Ängste die in Verbindung zur Trauer diese Frau ereilten. Gleichzeitig war da auch die große Ungerechtigkeit, die Frauen in dieser Zeit erleben mussten. Zwei kleine Kritikpunkte habe ich allerdings doch. In dem Buch werden Vergewaltigungsszenen explizit ausgeschrieben, weshalb ich mir eine Triggerwarnung am Anfang der Bücher gewünscht hätte. Auch, wenn die Autorin sich die größte Mühe gegeben hat, nicht künstlich zu verlängern, muss ich doch zugeben, dass ich nach einiger Zeit doch auch mal Luft schnappen musste. Das Buch ist ein ziemlicher Schinken und erfordert Geduld. Dies ist jedoch nur ein winziger Kritikpunkt und fließt nicht in die Bewertung mit ein. Insgesamt lege ich allen, die sich gerne mit der Geschichte einer starken Frau ihrer Zeit beschäftigen wollen, dieses Buch ans Herz. 5/5 Sterne

Super Buch!

Von: Helenas_buchliebe Datum: 25. October 2020

Sankt Petersburg 1725. Zar Peter stirbt und für seine Frau Katharina heißt es nun, die erste Zarin Russlands werden, oder die Verbannung. In diesem Buch begleitet wir Katharina auf ihrem Lebensweg. Von ihrer Familie verkauft und als Sklavin gehalten, schlägt sie sich mit ihren jungen Jahren durchs Leben. Eines Tages kreuzen sich ihre Wege mit denen von Peter und eine einzigartige Beziehung beginnt, welche voll von Verachtung, Hass, Betrug aber auch einer starken Liebe ist. Mir hat das Buch unfassbar gut gefallen und es zeigt ganz deutlich, dass Geschichte auch spannend erzählt werden kann. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Nicht nur deswegen bin ich nur so durch die Seiten geflogen, sondern auch weil die Geschichte gefüllt mit Spannung war. Auf den knapp über 700 Seiten entstehen keine Längen und lassen den Leser komplett in die Geschichte eintauchen. Die geschichtlichen Hintergründe werden hier auf eine ganz natürliche Weise mit eingebaut und ich habe einiges Neues über die Geschichte Russlands gelernt. Auch die Darstellung der Charaktere und der damaligen Mentalität ist sehr gut gelungen. Ich bin von Katharina sehr beeindruckt, da sie eine unglaublich starke Frau war. Sie wusste ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, aber musste trotzdem einiges erdulden. Im November kommt die Fortsetzung auf englisch raus und nächstes Jahr im Herbst auf deutsch, auf die ich bereits jetzt hinfiebere.

Eine wirklich schöne Erzählung, gut umgesetzt.

Von: Samy Datum: 15. October 2020

Ich war von diesem Buch durch den Klappentext wirklich beeindruckt und wollte Lesen was die Autorin geschrieben hat. Irgendwie war ich immer Freund der Zaren Familien, wollte immer ein bisschen darüber lesen oder schauen. Irgendwie kam dann immer mehr Interesse auf und deswegen war dieses Buch für mich so interessant. Die Autorin kenne ich nicht, das war mir aber egal denn hier interessierte mich nur der Inhalt vom Buch. Die Autorin hat auch die Geschichte toll geschrieben, doch manchmal war es mir doch etwas zu langatmig. Es gab Situationen die haben sich in dem Buch wirklich gezogen. Trotzdem aber kann man das Buch durchaus sehr gut in einem rutsch lesen, wären da nicht die vielen Seiten. Es kommt einem auch Dicker vor als das es dann ist. Da dieses Buch auf Personen basiert die es gegeben hat möchte ich eigentlich nichts zu den Personen selber sagen, hier ist nämlich nicht alles wie es wahr. Man kannte die Personen ja immerhin nicht persönlich. Jeder soll sich hier sein eigenes Bild machen. Vielleicht sind auch Personen dazu gedichtet worden, auch das weiß man ja nicht zu 100%. Darum werde ich nicht viel zu den Charakteren sagen. Ich sage nur dazu das die Autorin die Charaktere schön rüber gebracht hat, sie hat alles toll ausgeschrieben und das hat mir gut gefallen. Manchmal war es aber der Sprung zwischen den Zeiten nicht so einfach zu lesen. Trotzdem war das Buch aber nicht schlecht. Es hat sich nur ein bisschen gezogen.

„Diese Stadt ist auf den Knochen von Abertausenden Toten gebaut. Sie ist nicht besser als ein Leichenhaus.“

Von: ginnykatze,Ginnykatze Datum: 01. November 2020

Im Jahre 1725 stirbt Peter I. in Sankt Petersburg. An seinem Bett kniet seine Frau, Katharina I. Zitat Prolog, Post 326: „Schwer fielen mir die Tränen nicht. In nur einigen Stunden war ich entweder tot, wünschte mir den Tod herbei, oder ich war die mächtigste Frau in ganz Russland.“ Sie hat Angst, denn für sie steht alles auf dem Spiel. Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt. Katharina lässt ihr Leben Revue passieren, das nicht immer mit Liebe, Reichtum und Sicherheit, sondern auch mit Angst, Hunger, Schlägen und Arbeit, verlaufen ist. Als Martha Skawronska wurde sie geboren und lebte als deutsche Seele in den Weiten Schwedisch-Livlands in russischem Kirchenbesitz. Die Arbeit war schwer, aber sie war trotzdem zufrieden. Durch ihr vorlautes Mundwerk landet sie bei Wassili in Walk als Küchenmagd. Hier ist alles anders, als sie es kannte. Das Leben wird für sie angenehmer, sie hat genug zu essen, muss aber hart dafür arbeiten. Als dann Wassili sie immer wieder vergewaltigt schlägt sie hart zurück. Peter ist der Zar von Russland, er liebt es ausschweifend zu leben, trinken und essen. Er ist ein unruhiger Geist und stürzt sich von einem Krieg in den nächsten. Auf einer Feier von Alexander Menschikow im Jahre 1702 begegnen sich Martha und Peter das erste Mal. Sie ist inzwischen die Freundin von Darja Arentjewa, der Mätresse Menschikows. Der Zar ist ein Riese und nach einer langen durchzechten Nacht bricht er zusammen und bekommt Hilfe von Martha. Sie wiegt ihn an ihrem Busen und beruhigt ihn, sie schlafen nebeneinander ein und so entsteht eine Verbindung, die zu mehr führt. Sie wird die Geliebte des Zaren. Aber das ist ihr nicht genug, sie will mehr. Sie wird schwanger von Peter und will ihm einen Thronfolger schenken. Zitat Kap. 41, Pos. 4603: „Aber lass das Unabänderliche geschehen und sieh nach vorn. Wir alle haben unseren Weg zu gehen, dessen Verlauf nur Gott kennt. Dein Sohn ist nun im Himmel, wo wir alle sein wollen und verachtet unseren tagtäglichen Kampf.“ So vergehen die Jahre und Martha wird noch viele Male schwanger. Peter heiratet sie und macht sie zu Katharina Alexejewna und seiner Zarin. Fazit: Die Autorin Ellen Alpsten nimmt uns in ihrem Roman „Die Zarin“ mit ins Jahr 1725 nach St. Petersburg. Das gelingt ihr hervorragend, denn sofort schaltet sich mein Kopfkino an und ich begleite Martha auf ihrem Werdegang zur Zarin von Russland. Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig lesbar. Ich bin gefangen in der Geschichte und mag das Buch nicht aus der Hand legen. Was ich lesen muss ist schon sehr heftig, denn die Kriege des russischen Reichs sind extrem. Der Zar nimmt sich, was er will und keinerlei Rücksicht, wie es den Bewirtern danach ergehen mag. Alles was dem Volk gehört, gehört auch ihm. So brandschatzt er durch die Städte und Länder. Saufen, Huren, Lachen und auch Bestrafen sind sein tagtägliches Geschäft. Mir persönlich waren die seitenlangen Erzählungen der Sex-, Fress-und Sauforgien, zu häufig erzählt. Es wiederholt sich ständig und wenn hier nicht so oft ins Detail gegangen worden wäre, hätte man sicher 150 Seiten einsparen können. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Den Charakteren verleiht die Autoren allen ein interessantes Gesicht. Ich mag Martha von Anfang an, sie ist mutig und hat ein loses Mundwerk. Ich habe mich mit ihr gefreut, geweint, geflucht und gelitten. Auch Peter ist eine herausragende Figur. Die Beschreibungen dieser beiden Hauptprotagonisten ist es schon allein wert, dieses Buch zu lesen. Ein gleichmäßiger Spannungsbogen ist auch vorhanden. Es gibt viele Kriegsschauplätze und es war nicht immer absehbar, ob Peter I. heile und gesund heimkehren würde. Auch Katharina I. hatte da einiges zu beigesteuert, denn sie hat sich schon einige Male sehr weit aus dem Fenster gelehnt mit ihren Aussagen und war oft in sehr großer Gefahr. Zitat Prolog, Pos. 310: „Ich hatte schon lange keine echte Furcht mehr verspürt. Dieses beißende Gefühl, das den Magen verknotet, den Schweiß sauer macht und die Gedärme öffnet.“ Die historischen Gegebenheiten hat die Autorin zu einem interessanten und sehr gut recherchierten Roman zusammengefasst. Das Ende hingegen hat mich ein wenig enttäuscht. Warum keine Berichte über die Regentschaft der Zarin? Ich vergebe hier trotz meiner Anmerkungen 4 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung, denn die Geschichte um Peter und Katharina ist hervorragend erzählt. ,Im Jahre 1725 stirbt Peter I. in Sankt Petersburg. An seinem Bett kniet seine Frau, Katharina I. Zitat Prolog, Post 326: „Schwer fielen mir die Tränen nicht. In nur einigen Stunden war ich entweder tot, wünschte mir den Tod herbei, oder ich war die mächtigste Frau in ganz Russland.“ Sie hat Angst, denn für sie steht alles auf dem Spiel. Wird sie durch die korrupte Hand ihrer Gegner ihr Leben verlieren oder zur ersten Zarin in der Geschichte Russlands erklärt. Katharina lässt ihr Leben Revue passieren, das nicht immer mit Liebe, Reichtum und Sicherheit, sondern auch mit Angst, Hunger, Schlägen und Arbeit, verlaufen ist. Als Martha Skawronska wurde sie geboren und lebte als deutsche Seele in den Weiten Schwedisch-Livlands in russischem Kirchenbesitz. Die Arbeit war schwer, aber sie war trotzdem zufrieden. Durch ihr vorlautes Mundwerk landet sie bei Wassili in Walk als Küchenmagd. Hier ist alles anders, als sie es kannte. Das Leben wird für sie angenehmer, sie hat genug zu essen, muss aber hart dafür arbeiten. Als dann Wassili sie immer wieder vergewaltigt schlägt sie hart zurück. Peter ist der Zar von Russland, er liebt es ausschweifend zu leben, trinken und essen. Er ist ein unruhiger Geist und stürzt sich von einem Krieg in den nächsten. Auf einer Feier von Alexander Menschikow im Jahre 1702 begegnen sich Martha und Peter das erste Mal. Sie ist inzwischen die Freundin von Darja Arentjewa, der Mätresse Menschikows. Der Zar ist ein Riese und nach einer langen durchzechten Nacht bricht er zusammen und bekommt Hilfe von Martha. Sie wiegt ihn an ihrem Busen und beruhigt ihn, sie schlafen nebeneinander ein und so entsteht eine Verbindung, die zu mehr führt. Sie wird die Geliebte des Zaren. Aber das ist ihr nicht genug, sie will mehr. Sie wird schwanger von Peter und will ihm einen Thronfolger schenken. Zitat Kap. 41, Pos. 4603: „Aber lass das Unabänderliche geschehen und sieh nach vorn. Wir alle haben unseren Weg zu gehen, dessen Verlauf nur Gott kennt. Dein Sohn ist nun im Himmel, wo wir alle sein wollen und verachtet unseren tagtäglichen Kampf.“ So vergehen die Jahre und Martha wird noch viele Male schwanger. Peter heiratet sie und macht sie zu Katharina Alexejewna und seiner Zarin. Fazit: Die Autorin Ellen Alpsten nimmt uns in ihrem Roman „Die Zarin“ mit ins Jahr 1725 nach St. Petersburg. Das gelingt ihr hervorragend, denn sofort schaltet sich mein Kopfkino an und ich begleite Martha auf ihrem Werdegang zur Zarin von Russland. Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig lesbar. Ich bin gefangen in der Geschichte und mag das Buch nicht aus der Hand legen. Was ich lesen muss ist schon sehr heftig, denn die Kriege des russischen Reichs sind extrem. Der Zar nimmt sich, was er will und keinerlei Rücksicht, wie es den Bewirtern danach ergehen mag. Alles was dem Volk gehört, gehört auch ihm. So brandschatzt er durch die Städte und Länder. Saufen, Huren, Lachen und auch Bestrafen sind sein tagtägliches Geschäft. Mir persönlich waren die seitenlangen Erzählungen der Sex-, Fress-und Sauforgien, zu häufig erzählt. Es wiederholt sich ständig und wenn hier nicht so oft ins Detail gegangen worden wäre, hätte man sicher 150 Seiten einsparen können. Aber das ich Meckern auf hohem Niveau. Den Charakteren verleiht die Autoren allen ein interessantes Gesicht. Ich mag Martha von Anfang an, sie ist mutig und hat ein loses Mundwerk. Ich habe mich mit ihr gefreut, geweint, geflucht und gelitten. Auch Peter ist eine herausragende Figur. Die Beschreibungen dieser beiden Hauptprotagonisten ist es schon allein wert, dieses Buch zu lesen. Ein gleichmäßiger Spannungsbogen ist auch vorhanden. Es gibt viele Kriegsschauplätze und es war nicht immer absehbar, ob Peter I. heile und gesund heimkehren würde. Auch Katharina I. hatte da einiges zu beigesteuert, denn sie hat sich schon einige Male sehr weit aus dem Fenster gelehnt mit ihren Aussagen und war oft in sehr großer Gefahr. Zitat Prolog, Pos. 310: „Ich hatte schon lange keine echte Furcht mehr verspürt. Dieses beißende Gefühl, das den Magen verknotet, den Schweiß sauer macht und die Gedärme öffnet.“ Die historischen Gegebenheiten hat die Autorin zu einem interessanten und sehr gut recherchierten Roman zusammengefasst. Das Ende hingegen hat mich ein wenig enttäuscht. Warum keine Berichte über die Regentschaft der Zarin? Ich vergebe hier trotz meiner Anmerkungen 4 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung, denn die Geschichte um Peter und Katharina ist hervorragend erzählt.