Michael Meisheit

Wir sehen dich sterben

Wir sehen dich sterben Blick ins Buch

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Berlin: An einem Dezembersonntag soll MyView der Weltöffentlichkeit präsentiert werden. Bei dem geheimen Projekt wurde eine bahnbrechende Technologie entwickelt: Mithilfe eines Chips im Sehnerv kann das Blickfeld eines Menschen live auf einen Bildschirm übertragen werden. Einen Tag vor der Präsentation entdeckt die junge Wissenschaftlerin Nina Kreutzer Videostreams, die durch die Augen von sechs ihr unbekannten Menschen blicken lassen. Menschen, die offensichtlich nicht wissen, dass ihnen ein Chip implantiert wurde – und die jetzt einer nach dem anderen ermordet werden. Zusammen mit dem Polizisten Tim Börde beginnt für Nina ein Wettlauf gegen die Zeit …

Wir sehen dich sterben - Rezension

Von: Booksandbluebells Datum: 11. December 2019

Handlung
: Was wäre, wenn man die Welt durch die Augen eines anderen Menschen sehen könnte?
Was sich sicher jeder schon einmal vorgestellt hat, wird in diesem Buch zur Realität. Circa ein Dutzend Menschen werden mit einem Kamerachip im Auge ausgestattet, teilweise ohne deren Wissen. Und plötzlich werden deren Streams für eine kleine Gruppe Menschen sichtbar. Was erst wie ein Wunder wirkt, wird schnell zum Alptraum, als man auf dem Bildschirm plötzlich sieht, wie die Probanden sterben. Eine wilde Katz-und-Maus Jagd beginnt, denn ihnen bleibt nicht viel Zeit, bei dem Versuch, die unwissenden Probanden zu retten.
 Meine Meinung: 
Die Thematik der fortschreitenden Verbindung von Medizin und Technik hat mich direkt angesprochen und ich wusste dieses Buch muss ich lesen!
Zu nächst einmal: ich bin begeistert, dass das Buch tatsächlich in Deutschland spielt, unter anderem in meiner Heimatstadt Leipzig. Zudem habe ich seit Ewigkeiten kein Buch mehr gelesen, in welchem typisch deutsche Namen vorkamen. So kann man sich, so finde ich, viel besser in die Charaktere hineinversetzen. Also lieber Jonas, Tim, liebe Nina und Franziska: dieses Buch ist für euch! ^^
Ich konnte mich wirklich schnell in die Geschichte einlesen und fand sie von Anfang an spannend. Neben äußerst wichtigen ethnischen Fragen, mit denen man sich in Zukunft vielleicht wirklich auseinandersetzen muss, schaffte es Michael Meisheit Fiktion und Wirklichkeit gut in Einklang zu bringen.
Die letzten 100 Seiten hingegen fand ich ziemlich anstrengend, da die Geschichte dauerhaft auf dem Klimax gehalten wird. Dieser Umstand hat mich persönlich als Leser ziemlich gestresst. Der Autor schien der Geschichte immer noch einen drauf setzen zu wollen und so wurde aus der mitfiebernden Spannung ein dann doch sehr langatmiges Leseerlebnis.
 Fazit: 
Alles in allem finde ich das Buch rundum gelungen. Ich konnte mich gut mit den Charakteren auseinandersetzen und dass die Geschichte an mir bekannten Orten spielt, hat die ganze Sache nur noch packender gemacht.
Definitiv empfehlenswert!


Mal was Neues

Von: Emma´s Bookhouse Datum: 10. December 2019

Wir sehen dich sterben – Michael Meisheit Verlag: Heyne Taschenbuch: 10,99 € eBook: 9,99 € ISBN: 978-3-453-43982-5 Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2019 Genre: Thriller Seiten: 448 Inhalt: Berlin: An einem Dezembersonntag soll MyView der Weltöffentlichkeit präsentiert werden. Bei dem geheimen Projekt wurde eine bahnbrechende Technologie entwickelt: Mithilfe eines Chips im Sehnerv kann das Blickfeld eines Menschen live auf einen Bildschirm übertragen werden. Einen Tag vor der Präsentation entdeckt die junge Wissenschaftlerin Nina Kreutzer Videostreams, die durch die Augen von sechs ihr unbekannten Menschen blicken lassen. Menschen, die offensichtlich nicht wissen, dass ihnen ein Chip implantiert wurde – und die jetzt einer nach dem anderen ermordet werden. Zusammen mit dem Polizisten Tim Börde beginnt für Nina ein Wettlauf gegen die Zeit … Mein Fazit: Zum Cover: Hier haben wir ein Cover, welches richtig gut passt. Leicht verpixelt sehen wir hier eine junge Frau und genauso stell ich mir das nach dieser Geschichte auch vor. Mir gefällt es richtig gut. Zum Buch: Hier haben wir eine Geschichte die es in sich hat und sie spielt auch noch in Berlin. Ich liebe es, wenn Geschichten in meiner Heimat spielen, denn meist kenne ich die Gegend und weiß dann genau wo die Protagonisten sich gerade aufhalten und wie es an diesem Ort aussieht. Dies war auch mein erstes Buch von diesem Autor, ich kannte ihn vorher gar nicht, aber das wird mit Sicherheit nicht mein letztes von ihm sein. Ich mag seinen Schreibstil. Er ist knackig und prägnant, er bringt die Fakten auf den Tisch und schreibt dazu flüssig und spannend. Die Charaktere war auch sehr gut herausgearbeitet. Nina war ein sehr starker Charakter, aber auch Tim hat mir gut gefallen. Charlotte war ein kleines, tapferes Mädchen, die die Geschichte zu einem wirklich guten Abschluss gebracht hat. Tim ist ein Mensch, der viel auf sein Bauchgefühl gibt, das kann auch mal nach hinten losgehen. Nina hat große Schuld auf sich geladen und muss damit leben. Kemal ist ein Computernerd und macht einen richtig guten Job. Wenn du Feinde in den eigenen reihen hast und nicht weißt wer es ist , was bleibt dir dann noch? Die Idee der Geschichte gefiel mir besonders gut, mit den Augen anderer zu sehen kann einem auch Angst machen, wie diese Geschichte nur zu gut zeigt. Alles ist hier wirklich bildlich sehr gut geschrieben. Hin und wieder hatte ich ein mulmiges Gefühl und auch bedrückend und beklemmend, aber genau so muss eine Geschichte sein um einen mit zu reißen. Ich wurde hier vollends überzeugt und bin froh das dieses Buch zu mir gefunden hatte. Ich kann es nur jedem, der gerne Thriller liest empfehlen, es reist einen einfach mit. Ich gebe hier 5 von 5 Sternen.

Beängstigender Pageturner

Von: Emma Stjern Datum: 01. December 2019

Stellt Euch vor, ihr könnt anderen Menschen live durch deren Augen im Internet zusehen oder stellt Euch vor, man kann Euch durch Eure Augen bei allem, was ihr macht, zusehen. Genau das passiert bei "Wir sehen dich sterben" von Michael Meisheit. Ein spannungsgeladener Thriller mit einer beängstigenden Story, bei dem wir Nina und Tim aus deren Perspektiven begleiten und kennenlernen. Der Schreibstil ist temporeich, präzise und flüssig. Das Ereignisse passieren von einem Samstag Morgen 10:00 Uhr bis Sonntag Abend 19:50 Uhr und die Kapitel sind nach den Uhrzeiten untergliedert. Der enorme Zeitdruck ist auch hierdurch und durch den Schreibstil fast greifbar. Die Protagonistin Nina war für mich eine Spur zu naiv und stur und die Entwicklung der "Beziehung" zwischen Nina und Tim ging mir zu schnell. Ebenso ging mir das Ende, oder besser gesagt, der Showdown, zu schnell, der unglaublich actiongeladen war. Die Frage, warum alles überhaupt passiert und das Mitfiebern bleiben bis zum Ende bestehen. Für mich ein gelungener Thriller mit leichten Schwächen, da mir manches zu schnell ging und das Ende zu actiongeladen war, die Story an sich aber vieles wieder wett macht.

Erschreckend und hochspannend von Anfang bis Ende ... ein toller Thriller.

Von: kikiwees.welt.der.buecher Datum: 29. November 2019

Der Thriller "Wir sehen die sterben" von Michael Meisheit ist im Oktober 2019 im Heyne Verlag erschienen. Ich finde das Cover gelungen, es passt zum Titel und zum Buch. Eine erschreckt blickende Frau, deren Gesicht , bis auf das Auge verpixelt ist ... man sieht die Skepsis und das Unbehagen. Ein eigentlich schlichtes Cover, das trotzdem die Neugier weckt. Einen Tag vor der Präsentation von MYVIEW, einer innovativen Technologie, bei der ein Chip. der im Sehnerv implantiert ist, das Blickfeld eines Menschen live auf einen Bildschirm überträgt, entdeckt IT-Expertin Franziska auf ihrem PC Videostreams von sechs Probanden. Live erlebt, sie, wie einer der Probanden getötet wird, sieht sogar den Mörder. Zusammen mit Nina Kreutzer, einer angesehenen Augenärztin macht sie sich auf den Weg zur Polizei. Es beginnt ein Wettlauf mit dem Mörder, um das Leben der verbliebenen Probanden zu retten. Ich fand die Ausgangssituation sehr beklemmend, denn die Probanden wissen nicht, dass alles, was sie in ihrem Leben tun, irgendwo auf einen Bildschirm übertragen wird. Ich habe mir vorgestellt, wie es wäre, wenn mein Leben auf einen Bildschirm übertragen würde ... der morgendliche Blick in den Spiegel, das Lesen des Kontoauszugs, ein Arztbesuch, das Versorgen deines Säuglings und und und ... das sind intime Situationen, die ich sicher mit niemandem teilen möchte und genau das geschieht hier. Eine Vorstellung, die mich mehr als einmal frösteln ließ. Wir erleben die Geschichte gößtenteils aus den Perspektiven der drei Hauptpersonen und erhalten dadurch einen guten Einblick in die Charaktere, die Augenärztin Nina Kreutzer, den Polizisten Tim Börde und den Mörder Ole. Ebenso animiert der Perspektivwechsel und das sehr hohe Spannungsniveau zum stetigen weiterlesen. Der Schreibstil ist treffend, temporeich, flüssig zu lesen und verzichtet auf abschweifende Schilderungen, so konnte zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen. Mir waren sowohl Nina, als auch Tim sympathisch und ich mochte auch die Chemie zwischen den beiden. Nina war zwar stellenweise etwas naiv und stur, trotzdem war ihre Handlungsweise nachvollziehbar und glaubhaft. Besonders toll fand ich auch Kemal, seine Befangenheit und seine Skrupel beim Analysieren der Livestreams war -trotz der eigentlich ernsten Situation- teilweise richtig amüsant. Das Buch hat mich in Atem gehalten, ständig die Frage, wer stirbt als Nächstes, werden sie es vielleicht doch schaffen sie/ihn zu retten und vor allem ... wer steckt eigentlich hinter dem Ganzen? Zum Ende hin wird es immer actiongeladener und das Finale ist ein richtiger Showdown, wie ich ihn mir auch in einem Kinofilm vorstellen könnte. Mein Fazit: Ein Thriller zum "An-den-Nägeln-Knabbern", in dem eine Technologie zum Einsatz kam, die ich erschreckend realistisch fand. Nina Kreutzer und Tim Börde sind sympathische Charaktere, von denen ich gerne noch mehr lesen würde! Meine Erwartungen wurden auf jeden Fall übertroffen.

Ein super Thriller zu einem sehr aktuellen Thema - überzeugend!

Von: Lesenfroenen Datum: 22. November 2019

Der Thriller zum aktuellen Thema "Big Brother" und ganzheitliche Überwachung von Michael Meisheit erschien 2019 im Heyne-Verlag. Die Firma GEM plant die neue Sensation "My View" - ein Chip im Sehnerv der Probanden, der 24 Stunden überwacht und streamt, egal, was Du tust. Doch plötzlich ist in den Streams zu sehen, wie die jeweilgen Probanden ermordet werden. Einer nach dem anderen. Augenärztin Nina und Polizist Tim versuchen, die Probanden zu retten, es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Können sie die My View-Teilnehmer rechtzeitig retten? Michael Meisheit gelang hier ein spannender Pageturner zu einem erschreckend aktuellen Thema. Die Erzählweise ist flüssig und die Kapitel sehr gut strukturiert. Längen kommen nie auf, trotzdem lernen wir die Chraraktere sehr gut kennen. Nach meinem Geschmack ist Protagonistin Nina manchmal zu naiv und stürzt sich in nicht immer sinnvolle Abenteuer. Auch Tim erscheint manchmal ein wenig sprunghaft in seinen Emotionen. Ein kleiner Wehmutstropfen, der aber der Gesamtgeschichte keinen wirklichen Abbruch tut. Das Ende ist ein wenig zu actionreich, wo man als Leser manchmal denkt "wie konnte das denn jetzt wieder passieren?!", Jedoch bleibt alles realistisch und sehr spannend. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und würde mich freuen, mehr von Nina und Tim zu lesen. Verdiente 4 von 5 Sternen! Lesenfroenen.

Sehr große Empfehlung

Von: oldbookcat Datum: 22. November 2019

Ich habe mal wieder ein Bcuh gebraucht, welches mich so mitreiss, dass ich nicht mehr aufhören kann zu lesen und dieses Buch hat es geschafft. Als ich mir den Klappentext durchgelesen habe, kam mir sofort eine Sache in den Sinn: Black Mirror. Die Netflix- Serie, bei der es um die verschiedenen Auswirkungen von Technik und Medien auf die Gesellschaft geht. Vor allem „Das transparente Ich “ (Staffel 1 Folge 3). In der Folge geht es darum, dass Menschen in der Zukunft ein Chip implantiert haben, und somit ihre Errinerungen abspeichern und auf Knopfdruc abspielen können. So oder so ähnlich verläuft es auch in dem Buch „Wir sehen dich sterben“. Die Firma GEM, die von Ruby und Christoff geleitet wird, hat 8 Personen „heimlich“ einen Chip an den Sehnerv am Rechten Auge (Bis auf eine Person) implaniert. SOmit können sie über einen Livestream alles sehen was die „Versuchspersonen“ sehen. Das das Buch direkt mit den Morden einsteigt hat mich sehr überrascht. Positiv überrascht. Ich meine in den ersten 59 Seiten gibt es schon 4 morde. Diese Spannug wer alles sterben wird, weölche Versuchsperson sich wo befindet und wer von ihnen gerettet werden kann zeiht sich durch das ganze Buch. Ich bin das angespannte Gefühl nicht losgeworden bis ich die letzte Seite des Buches gelesen habe. Es ist faszinierend wie der Autor das geschafft hat bei 448 Seiten. Was ich auch sehr gut fande, war dass es zwischen der Protagonistin NIna und dem polizisten Tim eine Romanze gab. Diese stand aber absolut im Hintergrund und wurde nur kurz erwähnt und am Schluss nichmal aufgegrifen, was die perfekte Lösung für das Buch war. Die Beziehungen zwischen den Charakteren und vor allem die Interaktionen und Dialoge waren sehr gut geschrieben. Was mir auch sehr gut gefallen hat war, dass man sofort gemerkt hat wer sprcht allein am Schreib bzw sprechstil. Dieses Buch ist der beste Thriller den ich geksesn habe und ich habe ihn schon auch weiter empfohlen. Ein echtes Meisterwerk. 5/5 Sternen

Wow!

Von: Sarah Romina Datum: 19. November 2019

WOW! Ich bin wirklich begeistert von diesem Thriller. Spannung von der ersten Seite an und man fiebert so mit als wäre man Teil des Geschehens. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite. Ich kann es gar nicht glauben das es Michael Meisheits erster Thriller ist! Sehr gelungen und absolut zu empfehlen!

Spannender Wettlauf in Berlin

Von: Laberladen Blog Datum: 16. November 2019

Darum geht's: Die Berliner Augenärztin Nina Kreutzer bekommt eine Einladung zur Präsentation von MyView, einer Technologie, an deren Anfängen sind mitgearbeitet hat. Mit diesem Projekt verbindet sie auch persönliche Enttäuschungen und deshalb reagiert sie abweisend, als eine ehemalige Kollegin, die noch dort arbeitet, auf sie zukommt. Sie hat eine entsetzliche Entdeckung gemacht, bei der sie Hilfe braucht. Denn die Technologie, durch einen Chip am Sehnerv andere durch die eigenen Augen sehen zu lassen, hat die Testpersonen in akute Lebensgefahr gebracht, ohne dass sie vom Chip und der Gefahr überhaupt wissen. So fand ich's: Als ich den Namen Michael Meisheit auf dem Buchcover las, habe ich sofort aufgehorcht. Als großer Fan der Lindenstrasse sagte mir dieser Name natürlich etwas, denn Michael Meisheit hat die Drehbücher für viele schöne Lindenstrassen-Folgen geschrieben. Nun war ich neugierig, ob mir sein Thriller-Debüt genauso gut gefällt. Die Story hat mich gleich neugierig gemacht. Dass über einen Chip im Auge aus der Perspektive des Opfers die Ermordung miterlebt werden muss, rüttelt einen auf. Das soll den anderen Probanden nicht passieren. Doch Nina und auch die Polizei kennt die Identität der Menschen nicht, die diesen Chip tragen. Das führt zu einem temporeichen Wettlauf mit dem Auftragskiller, gleichzeitig zu Ermittlungen darüber, wieso diese Menschen sterben sollen und wer aus den Reihen der Polizei Informationen weitergibt und das Team dazu zwingt, im ganz kleinen Kreis zu arbeiten. Die handelnden Personen kamen sehr realistisch rüber, denn sie waren alles andere als perfekt, müssen mit ihren Schwächen und Unzulänglichkeiten kämpfen und haben ihren ganz eigenen moralischen Kompass, der sie in manchen Fällen sehr sympathisch macht, in anderen eher das Gegenteil hervorruft. Michael Meisheit erzählt flott und locker, und obwohl Spannung und Dramatik die Oberhand haben, kommt auch eine gute Prise Humor in diesem Mix und ich musste mehr als einmal schmunzeln. Die Handlung war trotz der extremen Ereignisse immer glaubwürdig und dass jeder sein eigenes Süppchen kochte, machte die Geschichte nur umso interessanter. Außerdem gefällt es mir immer, wenn spannende Thriller in Deutschland spielen - hier wurde die Story nach Berlin gelegt. Für mich ein gelungenes Krimidebüt, spannende Unterhaltung und eine Neuentdeckung im Thriller-Genre. ich hoffe, Michael Meisheit bleibt dabei und schreibt noch mehr davon!

Verstörende Zukunftsvision

Von: Ulrike Rosina Datum: 11. November 2019

Franziska ist verwirrt. Offensichtlich war während ihrer Pause jemand an ihrem Rechner, denn plötzlich hat sie mehrere Livestreams auf ihrem Bildschirm, die vorher nicht da waren. Während sie noch auf Spurensuche ist, um herauszufinden, wer das war, spitzen sich die Ereignisse in einem der Streams dramatisch zu. Franziska wird Zeuge, wie ein Mann in den Bergen einen Abhang hinunter gestürzt wird. Dem Täter kann sie einen Moment ins Gesicht blicken. ICH SEHE DICH STERBEN Kurze Zeit später sieht ihn wieder. Durch die Augen einer Frau, die mit ihrem Hund spazieren geht. Plötzlich zuckt die Frau zusammen, schaut ihren Hund an. Der bricht blutüberströmt zusammen. Franziska sieht gerade noch die Waffe in der Hand des Mannes. Dann erlischt auch dieser Stream. Franziska beschließt, sich Nina Kreutzer, einer ehemaligen Kollegin bei MYVIEW, anzuvertrauen. Kurze Zeit später ist Franziska ebenfalls tot. Gemeinsam mit dem Polizisten Tim Börde setzt Nina alles daran, die Menschen, deren Streams sie weiter verfolgen zu identifizieren ehe der Mörder sie erreicht. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. In den letzten Monaten habe ich einige Thriller gelesen, die rund um neue digitale Ideen und Produkte gestrickt wurden. Und jedes Mal war ich fasziniert. Das liegt natürlich an meiner Arbeit in den digitalen Medien. Seit über zwanzig Jahren sind sie mein zuhause. Deshalb hat es auch Wir sehen dich sterben von Michael Meisheit hat mich deshalb auch sofort in den Bann gezogen. WIR MÜSSEN DIESE MENSCHEN RETTEN. UNBEDINGT! Michael Meisheit hat es hervorragend geschafft, mich als Leserin jede Minute bei der Suche nach den noch lebenden Protagonisten der Streams mitfiebern zu lassen. Er ließ mich grübeln, wie praktisch ich es fände, wenn ich mit anderen Menschen einfach meinen “Blickwinkel” teilen könnte. Wenn sie sehen könnten, was mich gerade bewegt. Würde ich das wollen? Hätte ich das Vertrauen, selbst bestimmen zu können, wer dann durch meine Augen sieht? Dass so eine Technologie Begehrlichkeiten wecken würde, kann ich mir gut vorstellen. Für Geheimdienste und sonstige skrupellose Unternehmen wäre sie ein Traum. Was Spione sehen, wird sofort aufgezeichnet und ausgewertet. Keine umständlichen Fotos oder sonstige Dokumentationen mehr. Dabei dezent und unauffällig. Für Kriegstreiber, Wirtschaftsspionage, Produktpiraterie, usw. unbezahlbar. Manch einer würde für diese “Waffe” sicher über Menschenleben gehen. Wir sehen dich sterben von Michael Meisheit ist einfach ein toller Thriller, der sich vom Mainstream abhebt. Gerne mehr davon!

Wir sehen dich sterben

Von: Frolleinbücherwurm Datum: 11. November 2019

Zum Inhalt: In "Wir sehen dich sterben" von Michael Meisheit, geht es im eine bahnbrechende Erfindung, bei der das Blickfeld eines Menschen live übertragen werden kann. Möglich macht dies ein winziger Chip, welcher in den Sehnerv implantiert werden muss. Das Projekt trägt den Namen "MyView" und soll eines Sonntags präsentiert werden. Natürlich ist solch eine Erfindung vorallem für Kriminelle ein Segen. So können zum Beispiel Politiker oder Dikatatoren ausspioniert und geschlagen werden. Die Diebe wollen die Präsentation im jeden Preis verhindern, da MyView nur wertvoll bleibt, wenn keiner von dessen Existenz weiß. Um das Geheimnis aufrecht zu erhalten schrecken die Diebe vor nichts zurück, nichtmal vor kleinen Kindern. Für die Augenärztin Nina und den Polizisten beginnt ein spannender Wettlauf gegen die Zeit, denn zu Testzwecken wurden die Chips heimlich verschiedenen Probanden implantiert. Diese Probanden könnten die Geheimhaltung MyView's gefähren und müssen schnellstmöglich aus dem Weg geräumt werden... Meine Meinung: Der Klappentext hat mir von Anfang an zugesagt. Der Punkt, dass die Morde über einen Stream zu verfolgen sind, verspricht einiges an Spannung und Dramatik. Wie spannend und dramatisch es dann tatsächlich wurde, hätte ich nicht erwartet. Der Einstieg in die Geschichte beginnt direkt mit dem ersten live übertragenden Mord und der Beseitigung der ersten Zeugin. Es beginnt ein wirklich spannender Wettlauf gegen die Zeit und um alles realistisch wirken zu lassen, kann das Team Kreutzer - Börde natürlich auch nicht alle Probanden retten. Ich will nicht zu viel verraten aber dieses Buch hat mich wirklich geflasht. Klare Leseempfehlung!

"Wir sehen dich sterben" - Rasant und überraschend...

Von: Bibliophiler Booknerd Datum: 02. November 2019

Ich habe schon lange nicht mehr so einen grandiosen, spannenden und rasanten Thriller gelesen, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Innerhalb von wenigen Stunden habe ich das über 400 Seiten starke Meisterwerk inhaliert und mein Herz rast immer noch. Zunächst möchte ich auf die sehr innovative Thematik eingehen. Ich mag es, wenn Thriller sich nicht nur um Ermittlungsarbeiten drehen, sondern auch auf zukünftige Innovationen eingehen und nicht dem üblichen 0815 Schema folgen. Ich habe tatsächlich noch nichts über Chips gelesen, über die man live den Träger begleiten kann. Besonders die sehr intensive Auseinandersetzung mit dieser Thematik finde ich sehr gut umgesetzt. Man merkt, dass Michael Meisheit sehr gründlich recherchiert und sich mit der Materie beschäftigt hat. Es wirkt alles sehr authentisch und professionell, so als könnte es jeden Tag soweit sein, dass so eine Technologie auf den Markt kommt. Auch die Wissenschaftlerin Nina mag ich sehr gerne. Sie hat einen starken Willen, lässt nicht locker und steht hinter ihren Prinzipien. Ich konnte mich zu 100% mit ihr identifizieren. Der Klappentext bezüglich ihrer anfänglichen Rolle kann vllt. ein wenig irreführend sein, weil sie die Streams gar nicht entdeckt, sondern diese gezeigt bekommt. Ebenfalls den Polizisten Tim habe ich in mein Herz geschlossen. Er ist charmant und hört überwiegend auf sein Bauchgefühl. Es war sehr erfrischend, dass er allen ein gutes Gefühl geben wollte und kein griesgrämiger Polizist ist, der denkt er sei der Größte. Des Weiteren mag ich eigentlich die ganze Einheit, sei es der Computernerd, den Boss oder Tims Kollegin. Alle waren plastisch und individuell gestaltet und nicht austauschbar. Ich mag es auch, dass die Antagonisten echt wirkten und nicht einfach nur "böse" sind, weil es einfach so ist. Hinter ihnen stecken Menschen mit Motiven, Vergangenheiten und Schicksale. Meine anfänglichen Worte haben die Handlung eigentlich schon sehr gut zusammengefasst. Bereits der Prolog hat meine Neugier geweckt und es ging spannend, überraschend und rasant weiter. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt, sondern wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.Die Auflösung hinter allem fand ich unglaublich spannend und habe ich auch so nicht vorausgesehen. Es wirkt genau richtig und nicht überzogen. Insgesamt habe ich mich sehr gut unterhalten gefühlt und würde mich sehr über weitere Bücher des Autoren freuen. Sei es Nina und Tim folgend oder eine ganz neue Geschichte.

Absoluter Pageturner

Von: World of books and dreams Datum: 31. October 2019

MyView, so heißt die neue Technologie, bei der Mithilfe eines Chips im Sehnerv das Blickfeld eines Menschen eingefangen und auf einem Bildschirm übertragen werden kann. Als eine der Mitarbeiterinnen der Firma auf ihrem Rechner unterschiedliche Streams entdeckt, wird sie neugierig. Doch beim Zusehen passiert etwas schreckliches, die Person, die den implantierten Chip trägt, wird vor ihrem Augen getötet. Franziska weiß nicht weiter und wendet sich an Nina Kreutzer, die einst mit dem Wissenschaftler liiert war, der MyView mitentwickelte. Gemeinsam wollen sie sich an die Polizei wenden, denn es sieht ganz danach aus, dass die Streams Menschen zeigen, die nichts von dem Chip wissen. Dann beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen und Nina Kreutzer beginnt gemeinsam mit dem Ermittler Tim Börde zu ermitteln. Meine Meinung Das Cover machte mich neugierig, doch hier war es schon mehr der Klappentext, der mich noch mehr interessierte, denn dieser Thriller versprach mal etwas ganz anderes. Von Beginn an wird hier ganz viel Spannung aufgebaut und Michael Meisheit erzählt absolut mitreißend und flüssig. Dabei gefiel mir der direkte und schnörkellose Schreibstil besonders gut. Die Taten sind brutal, dabei werden diese gar nicht so detailliert beschrieben, doch Meisheit gibt die passenden Stichworte, so dass das Kopfkino lebendig wird. Um das ganze aber auch etwas aufzulockern, sorgen Sprüche in bestimmten Situationen doch dafür, dass man hin und wieder auch schmunzeln muss. Der Prolog lässt den Leser noch mit lauter Fragen zurück, denn die Handlung beginnt dann an einem gänzlich anderen Punkt. Dabei ist das Grundthema, die Chips im Sehnerv schon eine sehr beängstigende Vorstellung, die gar nicht mal so abwegig klingt. Das Tempo steigert sich dann von Anfang an und nimmt immer mehr Fahrt auf. Immer wieder sorgen überraschende Wendungen dafür, dass man das Buch einfach nicht mehr zur Seite legen kann. Letzten Endes habe ich diesen Thriller an nur einem Abend regelrecht inhaliert Mit Perspektivwechseln, hauptsächlich aus den Sichten der Wissenschaftlerin Nina Kreutzer und dem Polizisten Tim Börde, aber auch aus der Sicht des Täters Ole verfolgt man die Handlung. Gerade diese Perspektive des Täters fand ich unheimlich spannend, denn die Denkweise war unheimlich interessant und man versuchte, sich da ein wenig hineinzudenken und zu hinterfragen, wie man so kalt agieren kann. Die Charaktere werden nicht bis in kleinste Details beschrieben. Der Leser erhält aber trotzdem genügend Informationen, damit diese lebendig werden. Gerade auch durch die unterschiedlichen Perspektiven kann man sich in die einzelnen Personen hineinfühlen und ihre Handlungen nachvollziehen. Mein Fazit Michael Meisheit gibt hier ein absolut spannendes Thrillerdebüt ab, bei dem man das Buch einfach nicht zur Seite legen kann. Von der spannenden Grundidee des Chips auf dem Sehnerv bis hin zu den unterschiedlichen Perspektiven, die zum Nachdenken anregen und mitfühlen lassen. Michael Meisheit führt klar auf, zu was Menschen wie du und ich fähig sein können. Niemand ist nur gut oder nur böse und gerade das macht die Geschichte noch einmal mehr glaubwürdig. Ein Thriller, der es in sich hat.

Spannend!

Von: Ladybug.liest Datum: 27. October 2019

Wieder ein Thriller, der mich großartig gefesselt hat. Michael Meisheits Debut in diesem Genre ist ihm absolut gelungen – Gratulation! Meisheit schreibt immer in der Ichform der drei Hauptcharaktere Tim, dem Polizist, Nina, der Augenärztin und Ole, dem Auftragsmörder! Dies lies einen als Leser immer wieder in die Rolle der einzelnen Protagonisten reinschlüpfen. Mit Kemal, dem IT-Spezialisten, suchten sie zusammen als Team nach den Opfern, um sie vor dem Tod befreien zu können. Sie konnten mithilfe von Livestreams aus dem eingebauten Chip im Sehnerv der Opfer alles miterleben… manchmal lies mich Meisheit mit einigen Details sogar schmunzeln. Bis zum Schluss ließ mich der Autor über den Auftraggeber im Dunkeln! Toll!

Atemlos spannend bis zum fulminanten Ende

Von: heinoko Datum: 26. October 2019

Mehr Spannung geht kaum noch! Diesen Thriller sollte man nur zu lesen beginnen, wenn man Zeit hat. Denn einmal angefangen, kann man das Buch nicht mehr weglegen. Eine geniale bahnbrechende Erfindung soll in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt werden: Ein Chip wird im Sehnerv eines Menschen implantiert, und in der Folge kann man mithilfe komplexer Software das Blickfeld dieses Menschen live auf einen Bildschirm übertragen. Doch dass diese Erfindung sich in Händen skrupelloser Menschen befindet, wird Nina Kreutzer, einer jungen Wissenschaftlerin und Augenärztin, erst nach und nach klar. Denn es wurden 6 Chips verschiedenen Menschen ohne deren Wissen implantiert. Als einer nach dem anderen dieser Chipträger ermordet wird und Nina in vollem Ausmaß klar wird, mit welch gewaltbereiten gewissenlosen Drahtziehern sie es zu tun hat, nimmt sie zusammen mit dem Polizisten Tim Börde den Kampf auf. Aber ein ums andere Mal kommen sie zu spät, denn es gibt wohl einen Maulwurf bei der Polizei selbst… Thriller, deren Plot die fiktive Technik und deren Missbrauch zum Thema haben, besitzen eine besonders starke Wirkung auf uns, denn können wir wirklich ausschließen, dass Technologien, die uns komplett überwachen, nicht schon bald, ohne dass wir es merken, die Herrschaft übernehmen? Anfänglich hatte ich ein wenig Mühe, mich einzulesen. Ich empfand den Schreibstil zunächst als etwas schwerfällig, die langen Passagen ohne Absätze erschwerten zusätzlich das Lesen. Auch wirkten die Schilderungen wenig empathisch, sodass mir die Protagonisten allesamt nicht besonders nahe kamen. Dennoch war der Thriller für mich ein Lese-Highlight. Die relativ kurzen Szenen werden ohne vorsätzliches Verzetteln minutiös chronologisch aufeinander folgend beschrieben. Auch wenn die Örtlichkeiten und die Perspektiven wechseln, verhilft die klare zeitliche Linie des Erzählens zu einem enorm intensiven Spannungsaufbau. Der Autor schafft es grandios, die Spannung Seite um Seite kontinuierlich ansteigen zu lassen bis hin zu dem fulminanten Ende. Schließlich legt man erschöpft das Buch weg, aber der fiktive Plot bleibt im Kopf. Denn wer weiß… So ganz unbefangen gehe ich ab sofort nicht mehr zum Augenarzt.

die Welt durch andere Augen sehen

Von: stefanb Datum: 25. October 2019

„Der Läufer ging nicht. Er rannte. Er rannte um sein Leben.“ [12] Der Beginn des Romans „Wir sehen dich sterben“ von Michael Meisheit ist rasant und spannend. Der Prolog erzeugt aber nicht nur Spannung, sondern gibt auch das Tempo für die ganze Geschichte vor. Man merkt sehr schnell, dass sich die Charaktere nicht ausruhen dürfen. Wie wäre es, wenn man die Welt durch andere Augen sehen könnte? Der Sehnerv übermittelt die Bilder mit einer Geschwindigkeit von einem Mbit/s direkt zum Gehirn. Doch was wäre, wenn diese Informationen nicht nur dort ankommen, sondern auch als Stream live auf einer Internetseite zur Verfügung stehen würde? Faszinierend, spannend, bedenklich oder gar angsteinflößend? Und dann sieht man dort eine Person sterben. Man ist live dabei, kann aber nicht in die Handlung direkt eingreifen. Und genau hierum geht es in dem Thriller von Meisheit. Wie so oft, startet vieles mit einer Forschung und dem Ziel etwas zu verbessern, bis jemand auf die Idee kommt, die neue Erkenntnis für andere Zwecke einzusetzen. Man sollte gar nicht glauben, dass Meisheits Werk sein erster Thriller ist. Durch seinen flüssigen Schreibstil, die Ausführungen, die wechselnden Perspektiven, wird der Spannungsbogen konstant hochgehalten. Der Leser folgt den rastlosen Charakteren im Buch und die Seiten fliegen nur so dahin. Man ist gefesselt, kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Spannung pur und mittendrin immer die entscheidende Frage: wer steckt hinter all den Geschehnissen? Man darf sich durchaus an der Ermittlung nach dem Drahtzieher beteiligen. Aber nicht allzu viel Zeit lassen. Denn auch der Mörder steht unter Zeitdruck. Es ist ein spannendes Spiel um die Zeit. Wer wird das nächste Opfer?

spannend und lesenswert

Von: Lesezauber Datum: 25. October 2019

Meinung: Das Grundthema finde ich ja total interessant. Ich hab Anfang des Jahres schon mal ein Buch gelesen, bei dem es auch darum ging, dass ein Chip am Sehnerv angebracht wurde und fand das faszinierend und erschreckend zugleich, weshalb ich auch dieses Mal auf die Umsetzung gespannt war. Hier startet die Geschichte mit einem spannenden Prolog, bei dem gleich einer dieser angesprochenen Morde passiert. Schon auf diesen wenigen Seiten habe ich eine große Spannung gefühlt. Aber auch in der Hauptgeschichte werden sehr schnell die Streams entdeckt und die Handlung nimmt ihren Lauf. Ich muss sagen, dass ich die Ausgangslage schon sehr glaubhaft dargestellt fand und immer mitfiebern konnte. Dabei gab es einige interessante Wendungen und Überraschungen, die ich so teilweise auch überhaupt nicht erwartet habe und es ist immer was los. Es ist stetig eine hohe Grundspannung vorhanden, da der Mörder mit viel Tempo die Chipträger umbringt und Ermittler Tim mit seinem Team, sowie Nina alles versuchen, dies zu verhindern. Und je näher sie ans Geschehen kommen, desto gefährlicher und brisanter wird die ganze Ausgangslage und umso schneller fliegen die Seiten dahin. Am Ende konnte ich das Buch wirklich kaum noch aus der Hand legen, da geht es nochmal richtig zur Sache und es werden auch alle wichtigen Fragen beantwortet. Dabei gibt es auch einen schönen, runden Abschluss. Erzählt wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. Anfangs dominiert die von Franziska, die die Streams findet und Nina hinzuzieht, später wird meist aus den Perspektiven von Nina und Tim erzählt, aber es gibt auch einige Kapitel aus der Sicht des Mörders Ole. Mir hat die Abwechslung sehr gut gefallen, da man so auf allen Seiten hautnah dabei ist und einem alle Figuren näher kommen. Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, einfach, aber doch flüssig und packend. Den Plot an sich fand ich auch recht stimmig, auch wenn es manche Ansätze gab, die ich so nicht unbedingt gebraucht hätte, oder die ich mir teilweise auch ein bisschen schwer umsetzbar vorstelle. So hätte ich das manchmal angedeutete Interesse der Protagonisten aneinander nicht gebraucht und fand es zum Beispiel auch ein bisschen komisch, dass Polizist Tim allen gleich seine Wohnung anbietet. Aber der Autor hat es sehr gut verkauft, hat die Sachen nicht unnötig vertieft und so haben auch diese Elemente alle wirklich gut und stimmig in den Thriller gepasst. Fazit: Ein Thriller, der mich total gefesselt und überzeugt hat. „Wir sehen dich sterben“ bietet eine faszinierende Grundidee, die mitreißend, mit viel Spannung und einigen interessanten, sowie teils auch unerwarteten Wendungen umgesetzt um am Ende rund abgeschlossen wurde. Auch wenn ich ab und an Kleinigkeiten hatte, die ich so nicht unbedingt so gebraucht hätte, schafft der Autor es geschickt, diese Aspekte genau in der Menge stehen zu lassen, sodass es am Ende einfach stimmig passt. Ich bin wirklich begeistert und vergebe natürlich die vollen 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

packend und mitreißend bis zum Schluss

Von: Andreas H. Datum: 20. October 2019

Ich mag Thriller, die sich im medizinischen Bereich bewegen. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass ich selber in diesem Bereich tätig bin. Als ich den Klappentext gelesen habe, fühlte ich mich sofort angesprochen. Bei dem Buch selber handelt es sich um ein 448 seitiges Taschenbuch mit einem ansprechenden dunklen Cover. Durch die verpixelte Darstellung der dargestellten Frau und das ins Zentrum genommene Auge, welches den Leser direkt anzuschauen scheint, wird der Titel "wir sehen dich sterben" noch einmal unterstrichen. Die einzelnen Kapitel sind durchnummeriert und mit einer Orts- und Zeitangabe versehen. Einzig der Prolog weißt keine näheren Informationen zu Zeit und Ort des Geschehens auf und lässt den Leser freien Spielraum zur Interpretation. Der Schreibstil ist flüssig und hat mich als Leser sofort angesprochen und mitgerissen. Der Autor versteht es zwischen den einzelnen Kapiteln den Leser mitzunehmen, was ihm durch "Cliffhanger" und Wechsel der Erzähler-Perspektiven klasse gelingt. Sein Faibel für die Arbeit der Polizei bringt er durch eine vertiefende Erzählweise ebenfalls gut herüber. Da er selber in Berlin lebt, passen auch die Beschreibungen der Stadt gut ins Bild. Oft finden sich auch humorvolle Abschnitte im Buch wieder, die mir als Leser das ein oder andere Grinsen entlockt haben. Die Geschichte wird in erster Linie aus Sicht der drei Protagonisten erzählt. Da wäre zum einen die Wissenschaftlerin und Ärztin Nina Kreutzer, der Polizist Tim Börde und deren Gegenspieler und Auftragskiller Ole. Weiblicher Enthusiasmus trifft auf männliches methodisches Vorgehen. Das dies nicht immer gut gehen kann, aber auch Hoffnungen mit sich bringt, zeigt dieser Thriller. Neben dem actionreichen Geschehen gelingt es dem Autor auch geschickt auf die genannten Charaktere einzugehen und deren Lebensgeschichte zu erzählen. So werden auch die Motive und Handlungen der Personen nachvollziehbar, was mir besonders beim Auftragskiller Ole gefallen hat. Ansonsten ist das Buch "gewürzt" mit geldgierigen Geschäftsmänner, korrupten und ehrlichen Polizisten, gnadenlosen Söldner, ahnungslosen Zivilisten, knallharten SEK-Typen, engagierten Wissenschaftlern, motivierten Polizeitechnikern und die typische "Berliner-Schnauze". Alles zusammen ergibt ein hervorragendes abgestimmtes "Menü", welches bei mir als Leser gut angekommen ist. Das sich Nina und Tim trotz ihrer Gegensätzlichkeit (oder gerade deswegen) zueinander hingezogen fühlen und sich dadurch eine Liebesgeschichte anbahnt, darf natürlich nicht fehlen. Trotzdem geht der Autor nicht soweit, dass die Beiden "im Bett landen" und die Story zu klischeehaft erscheinen lässt. Weiter möchte ich auf den Inhalt gar nicht so tief eingehen, um nicht so viel zu verraten. Es geht aber sofort zur Sache und auf den ersten 59 Seiten gibt es schon vier Tote. Auch im weiteren Verlauf geht es nicht zimperlich zur Sache. Zart beseelte Leser sollten dies bedenken. Die Geschichte ist ein Wettlauf gegen die Zeit und spitzt sich zum Ende hin dramatisch zu. Die Idee mit den im Sehnerv implantierte Chips und den unterschiedlichen Video-Streams finde ich besonders interessant. Die Protagonisten sind in ihrem Handeln eingeschränkt und die in manchen Situationen dargestellte und fassbare Hilflosigkeit konnte ich als Leser gut nachvollziehen. Es ist schon befremdlich, wenn man sich mal vorstellt, was jemand anders durch unsere Augen zu sehen bekommt und was es für ein Bild von uns ergeben kann. Wie ich zu Beginn meiner Rezension schon erwähnte, mag ich diese Art von Thriller mit medizinischem Hintergrund. Umso mehr musste ich bei einem Gedankengang der Protagonistin Nina Kreutzer grinsen. Auf Seite 87 versucht sie Kemal, dem IT-Speziallisten er Polizei, die Geschichte mit den implantierten Sehnerv-Chips zu erklären: „Der war zwar im ersten Moment ebenfalls skeptisch, aber als technisch interessierter Mensch und Leser von Science-Fiction Romanen sprang er schneller auf die Geschichte von dem Blick durch fremde Augen an.“ (aus "Wir sehen Dich sterben" (Michael Meisheit) - Heyne Verlag - 10/2019 - Seite 87) Vielleicht ist es genau dieser Punkt, der mich auch zum Lesen des Buches gebracht hat. Ich kann das Buch einfach nur weiterempfehlen! Ein toller Thriller, den ich nicht so schnell aus der Hand legen konnte und unbedingt erfahren wollte, wie dieser zu Ende geht. Zwei Sachen sind mir beim Lesen noch aufgefallen und wo mir der Autor Michael Meisheit weiterhelfen konnte. Zum einen habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wofür die Abkürzung des Firmennamens GEM steht. Erst dachte ich, ich habe was überlesen und habe das Buch noch einmal durchgeblättert. Leider wurde es nicht erwähnt. Dann habe ich mich gefragt, warum man bei einem schwarz/ weiß Stream einen blauen Werbeflyer identifizieren konnte. Da ich auch hier keine Antwort gefunden habe, habe ich den Autor angeschrieben. Die E-Mail-Adresse findet man hinten im Buch. Die Antwort kam recht schnell. "Guten Morgen! Ich sitze gerade in Frankfurt am Bahnhof - nach zwei Tagen auf der Messe - und versuche mich mal mit dem Handy an einer Antwort. Zunächst einmal vielen Dank für das Feedback. Das hat mich wirklich sehr gefreut! GEM wurde als Abkürzung tatsächlich nirgendwo aufgelöst. Es ist aber ja ein englisches Wort (Juwel) und so spreche ich es auch aus - daher schien mir eine weitere Erklärung nicht wichtig. Noch kurz zu GEM - der Name hat ja auch etwas mit dem Spitznamen „Ruby“ zu tun - Rubin ... Was das Blau angeht: Da haben Sie einen Fehler entdeckt, der bisher noch niemandem (auch mir nicht) aufgefallen ist. :) Wahrscheinlich, weil der Stream erst in der Überarbeitung schwarz-weiß wurde, ist mir dies durchgerutscht. Natürlich haben diverse Leute das Buch gelesen und auch auf solche Fehler geachtet. Aber es gibt nach meiner Erfahrung immer etwas, das allen durchrutscht. Ärgerlich natürlich, aber ja auch schön, weil menschlich. Ich hoffe, dies schmälert Ihre Freude an dem Roman nicht entscheidend. Liebe Grüße Michael Meisheit" Ich kann mich da dem Autor nur anschließen, es ist einfach menschlich, dass solche Fehler geschehen. Es tut dem Inhalt und der Spannung keinen Abbruch!!

MyView - Beängstigende Anschauung moderner Technologie

Von: Melanie E. Datum: 16. October 2019

"Wir sehen dich sterben" ist ein sehr gelungener Thriller, der mich aufgrund von moderner Technologie sehr beängstigt. Ein Implantat im Auge, damit ich komplett überwacht werden kann? Absoluter Wahnsinn und so entwickelt sich die Story auch, mit absoluten Wahn. Hinzu kommen die Morde an den Probanden, die live über Stream übertragen werden. In diesem Thriller müssen einige Menschen ihr Leben lassen und es ist erschreckend, wie ein hohes Streben nach Macht Menschen verändert. Der Maulwurf sitzt bei der Polizei, wem also können Tim und seine Kollegen vertrauen? Es ist an ihnen zu verhindern, das Unschuldige regelrecht hingerichtet werden. Nun aber zum Anfang der Story, die gleich einen hohen Spannungsbogen bereithält. Durch Zufall will ich es nennen, gelangt Ninas Kollegin an eine Internetseite, wo in Sreams gesehen wird, was die Probanden sehen. Manche freiwillig und manche ohne ihr Wissen, werden ihrem Mörder ins Auge sehen und Nina ist live dabei. Es ist echtes Grauen und der Mörder skrupellos. Auch nachdem die Polizei hinzugezogen wird, können sie nicht verhindern, das ein weiterer Mord geschieht. Mir hat "Wir sehen dich sterben" sehr gefallen, da die Story zum einen sehr hohen Spannungsbogen aufweist und zum anderen einen echten Sog entwickelt. Die Protagonisten sind nicht immer sympathisch, aber entwickeln sich mehr und mehr zu einem Team. Dieses ist zum späteren Zeitpunkt auch wichtig, um den Mörder und die Auftraggeber zu stellen. Leider habe ich nicht verstanden, warum die Menschen, denen zuvor die Implantate eingesetzt wurden, (meist in ganz normalen Augen - OP´s ohne ihr Wissen darum) um später umgebracht zu werden. Sehr zugesagt hat mir, das diese modernen Technologien zur kompletten Überwachung dienen könnten, was mich erschreckt, aber auch fasziniert. Ehrlich gesagt, wären manche Dinge mir sehr peinlich und zu intim. Dieses wird auch im Thriller mehrfach verdeutlicht. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung an einen Thriller, der sehr authentisch wirkt und verdeutlicht, das sich der Autor mit der Thematik hervorragend auseinandergesetzt hat, um dieses dann zu einer gelungenen Story zu verarbeiten.

Popcornkino als Buch

Von: Anja aka Ana Datum: 15. November 2019

Stellt Euch vor, dass Ihr einen Feed entdeckt, den Ihr eigentlich nicht hättet entdecken sollen und Ihr könnt online durch die „Augen“ völlig fremder Menschen sehen. Ihr erlebt, was die Probanden sehen und was wie ein langweiliges Experiment klingt, weitet sich zu einem Horrorszenario aus: Während Ihr den Feed betrachtet und eigentlich Eure wissenschaftliche Neugier angekurbelt wird, erlebt Ihr live den Mord an einem Probanden. Aber dem nicht genug, Euch ist auch ganz schnell klar, das keiner von den Menschen etwas von dem Implantat weiß… Was wird hier gespielt? Wer steckt hinter den Morden? Hier beginnt der Wettlauf gegen die Zeit und die Suche nach dem Auftragskiller. Auch die Frage warum die Menschen alle sterben müssen schwebt im Raum. Trotz der Ernsthaftigkeit der Situation und der wirklichen schrecklichen Tatsache der sterbenden Menschen schafft es Michael Meisheit uns als Leser zum Lachen zu bringen. “Penisalarm“ war wirklich zu schön. Wir haben hier einen waschechten Thriller mit ein wenig Polizeiarbeit und einen Ermittler, der auf Grund seiner Vorgehensweise nicht bei allen Kollegen gut ankommt. Alle Protagonisten in diesem Buch sind glaubwürdig aber auch polarisierend. Es ist erstaunlich, was der Killer für ein merkwürdig verschrobenes Selbstbildnis von sich hat. Auf Grund der vielen unterschiedlichen Probanden und deren Geschichten, blicken wir auch immer wieder in die Leben dieser Menschen und die damit verbundenen Anstrengungen diese zu identifizieren, um deren Leben zu retten, was ebenfalls zur Spannung beiträgt. Michael Meisheit schreibt locker und interessant. Sein Stil verleiht der ganzen Geschichte Tempo und lässt uns als Leser am Ball bleiben. Ein fesselnder Thriller mit interessanter Idee und gut durchdachtem Plot. Leider hat mich die Auflösung nicht ganz überzeugen können, da hat mir ein bißchen an Informationen gefehlt. Trotzdem spreche ich eine klare Leseempfehlung aus

extrem spannend, Pageturner mit Highlightstatus

Von: Nordlicht liest Datum: 20. October 2019

Eigentlich bin ich kein Fan von IT Thrillern, aber Micheal Meisheit hat mich auf ganzer Linie überzeugt und schon während des Prologs war mir klar, dass ich dieses Buch lieben werde. Die Firma GEM hat einen speziellen Mikrochip entwickelt der, einen durch die Augen von anderen Menschen blicken lässt. Um die Chips zu perfektionieren wurden sie über viele Jahre Menschen heimlich bei einer Augenoperation eingepflanzt. Das sogenannte „MyView“ ist nun soweit fortgeschritten, dass es der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Doch am Tag der bevorstehenden Präsentation gibt es ein Leck und die „Streams“ der Probanden geraten an die Öffentlichkeit. Zu sehen sind 8 Streams, einige davon dunkel auf den anderen gibt es live Bilder aus den Augen von 6 Probanden. Ein Stream hat es besonders in sich, er zeigt die letzten Minuten im Leben eines Bergsteigers, kurz bevor er eine Schlucht hinunter gestürzt wird inkl dem Gesicht seines Mörders. Für die Augenzeugin beginnt ein Spießrutenlauf, bei dem sie sich sehr schnell selbst dem Mörder gegenübersieht. Der Schreibstil ist leicht und locker und hat von Anfang an Tempo in der Geschichte. Es gab keinerlei Längen und so fliegt man durch die Seiten. Mein Herz hat teilweise gerast vor Spannung und ich habe so manches Mal aufgeschrieen – einige unerwartete Wendungen und ein Herzschlag Finale haben die Story dann komplettiert. Die Protagonisten sind authentisch, aber nicht alle auf Anhieb sympathisch. Manche krank und nur aufs Geld fixiert – bereit alles für eine entsprechende Summe zu tun. Andere selbstsicher und bereit für andere ihr Leben zu geben. Ich habe sie Michael Meisheit alle abgenommen, die Entwicklung die sich innerhalb der Gruppe über den Roman hinweg getan hat, war sehr schön zu lesen. Sie sind richtig zusammengewachsen und haben das eigene Wohl hintenangestellt. Dieses Buch ist auf jeden Fall mein Oktober Highlight, wenn nicht sogar Jahreshighlight. Lange hat mich kein Buch so gefesselt! Absolute klare Empfehlung von mir!!

Genial und erschreckend realitätsnah

Von: Tina - Addicted2Books Datum: 16. October 2019

Also wow, was für ein Thriller. Vorweg: Ich kenne leider bisher keins der Bücher des Autoren (war bisher auch nicht mein Genre), aber sein erster Thriller hat mich auf Grund des gelungenen und absolut passenden Covers und des Klappentexts sofort angesprochen. Das Thema des Buchs ist etwas beängstigend, da es mit der aktuellen Entwicklung von Computer-Chips und Virtual Reality Brillen eigentlich nur noch eine Frage der Zeit ist, bis sich so etwas wirklich durchsetzen kann bzw. bis so etwas entwickelt wird. Ich hoffe trotzdem, dass dies weiterhin nur Zukunftsmusik ist. Mit MyView werden den Pobanden Microchips in den Sehnerv eingepflanzt, die alles von ihnen gesehene live auf den Bildschirm übertragen können. Nina findet zufällig die Streams auf denen die Bilder der Probanden zu sehen sind und muss mit ansehen, wie einer nach dem anderen ermordet wird. Mit Hilfe des Polizisten Tim versucht sie, die verbliebenen Probanden zu retten. Die Handlung wird größtenteils abwechselnd aus der Sicht von Tim und Nina erzählt, aber auch mal aus der Sicht eines anderen Charakters, was mir sehr gut gefallen hat und der Geschichte mehr Tiefe gibt. Man erlebt das Ganze einfach aus verschiedenen Blickwinkeln und hat einen 360-Grad-Blick auf die Handlung. So ist es noch einfacher, dieser zu folgen und sich dem Sog hinzugeben. Nina hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, sie war in ihren Entscheidungen durchaus glaubwürdig und ich ziehe den Hut vor ihrer selbstlosen Art. Tim ist der nicht ganz so typische Polizist, aber auch er hat mir als Protagonist wirklich gut gefallen. Durch die verschiedenen Erzähler kann man viele der Gedanken und Handlungen sehr gut nachvollziehen. Die Handlung wird niemals langweilig, man hetzt hinter Nina und Tim her und kann das Buch einfach nicht zur Seite legen, da man mit jedem Umblättern eine neue Wendung oder ein neues Detail erfährt und einfach wissen muss, wie es weiter geht. "Wir sehen dich sterben" lies sich flüssig lesen und an keiner Stelle sind Fragen oder Handlungsstränge offen geblieben. Das Einzige, was bleibt, ist die Frage, wieso jemand so grausam ist und ungefragt in die Privatssphäre von Menschen eingreifen kann. Der Schreibstil von Michael Meisheit ist wirklich grandios, ohne verschachtelte Nebensätze bringt er das Wesentliche auf den Punkt und schickt den Leser auf eine Achterbahnfahrt durch Berlin. Man kann der Handlung mühelos folgen und merkt, dass hier ein erfahrener, genialer Autor am Werk ist. Erschreckend, aber wirklich brilliant und authentisch beschrieben, fand ich auch, was Menschen für Geld, Ihr eigenes Wohl und/ oder Macht bereit sind zu tun. Wie zum Beispiel der General oder auch Ole. Es ist einfach beängstigend, wenn einem dies - mit Hilfe der Gedanken und Handlung eines Charakters - so glaubwürdig vor Augen geführt wird. Gerade deswegen finde ich den Charakter Ole äußerst genial, natürlich kein Sympath aber außerordentlich glaubwürdig. (Wobei dieser auf Grund seiner eigenen Vergangenheit psychisch etwas angeknackst war.) Fazit: Eine unbedingte Leseempfehlung. Erschreckend real mit großartigen Charakteren. Ich liebe Berlin-Thriller, und dieser hier ist einer meiner neuen Lieblinge! Vielen Dank für dieses absolut gelungene Leseerlebnis.

Rezension zu "Wir sehen dich sterben - HB"

Von: Zsadista Datum: 23. November 2019

MyView soll der neuste Megatrend auf dem Markt werden. Durch einen Chip am Sehnerv kann alles was das Auge sieht, im Internet übertragen werden. Die Veröffentlichung steht kurz bevor, als eine Mitarbeiterin auf ihrem Computer sechs Livestreams entdeckt. Die Streams zeigen Filme aus den Augen ihr unbekannter Menschen. Panisch macht sie sich auf den Weg zu der Freundin ihres Ex-Freundes. Alle drei haben ursprünglich an dem Projekt gearbeitet. Da sich die beiden Frauen nicht sonderlich riechen können, will Nina Kreutzer nicht helfen. Sie will, dass Franziska zur Polizei geht und denen das Eingreifen überlässt. Kurz danach ist die ungeliebte Konkurrentin tot. Nina ist allerdings so von den Streams gefangen, dass sie selbst die Polizei um Hilfe bittet. Der Polizist Tim Börde nimmt sich des Falles an. „Wir sehen dich sterben – HB“ ist ein Thriller aus der Feder des Autors Michael Meisheit. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört. Gelesen wurde es von dem Sprecher Yesmin Meisheit. Sie hat eine gute Arbeit geleistet. Ich habe ihrer Stimme gerne gelauscht. Den Inhalt des Hörbuches fand ich dann nicht so spannend, wie ich es mir erhofft hatte. Ich mag solche technologischen Zukunftsthriller sehr gerne. So war zum Beispiel „The Circle“ schon fast reiner Horror für mich. Hier mit dem Buch erwartete ich eigentlich ähnliches. Es ist eine gruselige Vorstellung, wenn man mit Chips in den Augen alles von anderen sehen kann. Daher dachte ich, dass der Thriller in diese Richtung laufen würde. Leider ging es dann nur um die Suche der sechs Stream-Opfer. Es war so auch schon teilweise recht spannend, jedoch dümpelte auch sehr viel Text für mich so dahin daher. Das Buch hatte für mich echt ziemliche Längen. Nina konnte ich überhaupt nicht leiden. Ich fand sie echt wahnsinnig unsympathisch und nervig. Durch ihre Art mutierte Tim auch immer mehr zum Deppen. Am Ende hatte ich das Gefühl, er konnte noch nicht mal mehr selbständig denken, ohne dass Nina ihm das sagen musste. Ich fand das sehr schade für die Figur von Tim, denn eigentlich war er ein recht thougher Polizist. Was ihm Nina leider mit der Zeit total wegnahm. Auf diese anbahnende Liebesgeschichte hätte ich auch super gut verzichten können. Zumal sie für mich hier auch absolut nicht rein gepasst hat. Im Allgemeinen fand ich das Hörbuch jetzt nicht so schlecht, aber auch nicht so wahnsinnig spannend, da ich im Grunde etwas anderes erwartet hatte. Da ich dann auch noch mit der Hauptprotagonisten nicht klar kam, vergebe ich hier drei Sterne. Für vier Sterne hat es im Gesamten dann leider nicht gereicht.