Nora Imlau

So viel Freude, so viel Wut

So viel Freude, so viel Wut Blick ins Buch

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Gefühlsstarke Kinder – so nennt Nora Imlau Jungen und Mädchen, die von Geburt an anders sind als andere Kinder: wilder, bedürfnisstärker, fordernder. Aber gleichzeitig auch feinfühliger, sensibler, verletzlicher. Jedes siebte Kind kommt mit dieser besonderen Spielart der Persönlichkeitsentwicklung zur Welt. So viele! Und doch fühlen sich viele Eltern sehr allein, wenn ihr Kind als gefühlt einziges als Baby den Kinderwagen hasst und im Rückbildungskurs nicht auf der Matte liegen mag, auch als Kindergartenkind noch nicht alleine einschlafen kann und selbst im Schulalter noch viel Hilfe im Umgang mit seinen heftigen Gefühlsausbrüchen braucht.

Gewohnt fachkundig und einfühlsam leuchtet Nora Imlau aus, warum gefühlsstarke Kinder sich so von Gleichaltrigen unterscheiden und was sie von ihren Eltern brauchen, um einen gesunden Umgang mit ihren intensiven Emotionen zu erlernen. Plus: Ganz praktische Hilfestellungen für typische Stress- und Konfliktsituationen mit gefühlsstarken Kindern – vom Anziehen über den Kindergarten- und Schulbesuch bis zum Zähneputzen.

* Mit Einschätzungsbogen für Eltern und Kinder

* Mehr Informationen und Test auf gefuehlsstarke-kinder.de

Vielen Dank an Nora Imlau

Von: bines_buecherwelt Datum: 26. November 2021

Es wird für mich sehr schwierig, da es auch ein Stück weit sehr persönlich wird und ich mich damit etwas schwer tue. Ich habe mir oft Gedanken gemacht, irgendwas ist doch mit meinem Kind nicht normal. Klingt jetzt erstmal krass, wenn man das so hört. Die Kommentare von anderen, das Kind müsse besser erzogen werden, wir lassen ihm zu viel durchgehen - wer hat diese Sätze nicht auch schon gehört... Mit fast vier Jahren kommt er immer noch zu uns ins Bett, flippt scheinbar ohne Grund aus, ist dafür aber super anhänglich und überschüttet einen nur so mit seiner Liebe. Und ganz ehrlich, natürlich habe ich ihn mit seinem großen Bruder verglichen. Der so ganz anders in dem Alter war. Ich wusste einfach nicht, was mit ihm los ist. Ist er wirklich einfach nur unerzogen? Ich muss zugeben, hätte ich nicht zufällig einen Post bei einer Mamabloggerin gesehen und mit einer Freundin drüber gesprochen, wo ihre Tochter genau die selben "Probleme" hat, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, nach einem Ratgeber/Sachbuch zum Thema gefühlsstarke Kinder zu gucken. Und was soll ich sagen? Mein Kind ist anders. Aber nicht im schlimmen Sinne. Und trotzdem auf seine Art normal. Viele Sachen passen auf ihn gar nicht, so liebt er es in den Kindergarten zu gehen und hat ganz selten Trennungsängste. Auf dem Spielplatz findet er sofort Anschluss und ist bei allen Schandtaten dabei. Aber da sind dann diese Punkte wie eben das Ausflippen (für uns erstmal ohne ersichtlichen Grund) oder auch das extreme Lautsein in für ihn Stresssituationen. Und wie oft haben wir selbst gesagt, warum bist du so laut, wenn es dir selber in den Ohren weh tut? Schon während des Lesens habe ich versucht herauszufinden, wo für ihn Stresssituationen entstehen und wie wir diese vermeiden oder zumindest entzerren können. Und glaubt mir, so manches Mal musste ich die ein oder andere Träne vergießen. Mir kamen Gedanken in den Sinn: Was habe ich nur alles falsch gemacht? Was haben wir unserem Kind nur (unbewusst) angetan? Aber mit am wichtigsten war, WIR SIND NICHT ALLEIN!! Jedes siebte bis zehnte Kind wird als gefühlsstarkes Kind geboren. Weil man dies aber kaum mitbekommt und kaum darüber gesprochen wird, werden diese Kinder oft in die ADHS-Schiene gesteckt, obwohl man ihnen oft mit ganz einfachen Mitteln helfen kann. Aber ich bin auch ehrlich, es zerrt noch oft an meinen Nerven. Wir haben noch lange nicht den einen Weg gefunden, aber wir sind auf dem Weg dahin. So weiß ich, mein Kind braucht eben die Mama zum Einschlafen und es ist ganz normal. Gerade haben wir aber wohl die Phase erwischt, egal was wir machen, vor einer Stunde ist er nicht im Bett. Da bleibt es schon manchmal schwer, nicht in alte Muster zu verfallen und an die Tipps zu denken. Aber sehen wir's mal so, so komme ich auch endlich mal früh ins Bett. Ich glaube aber, dass er solche Züge hat, aber nicht komplett in diese Schublade gesteckt werden (ich weiß, soll man vermeiden, mir fällt gerade nichts anderes ein). Nichts desto trotz haben wir nun einige Hilfen erhalten, die uns den Umgang und das Leben mit ihm einfacher machen werden. Zuletzt möchte ich noch sagen, dass das Buch wunderbar geschrieben ist. Überhaupt nicht zu fachlich und trotz des Themas mit einer Leichtigkeit, dass es mir an sich nicht schwer fiel, es zu lesen. Ich musste es nur aus dem Grund zur Seite legen, weil es mich manchmal einfach erwischt und persönlich teilweise sehr berührt hat. Gerade der Elternbrief, der ließ mich kurz vor Ende nochmal richtig Gefühle zeigen. Und das ist wichtig, nicht nur für unseren Sohn, auch für mich. Es ist wichtig, Gefühle zu zeigen.

Hinweise für

Von: Mausezahn Datum: 14. June 2020

Die in Leipzig lebende Nora Imlau hat inzwischen viele Bücher veröffentlich, unter anderem ” So viel Freude, so viel Wut.” Das Buch ist im Kösel Verlag erschienen, 300 Seiten lang und in 7 Kapitel eingeteilt. Laut Nora Imlau sollen Kinder nicht in Schubladen gesteckt werden, aber meiner Meinung nach passiert genau das ein Stück weit mit der Etikettierung ” gefühlsstarke Kinder”. Ich finde das Buch holt Eltern ganz gut ab, die sich mit gefühlstarken Kindern überfordert fühlen und nimmt ihnen ein Stück weit das Gefühl etwas falsch zu machen. Für mich stellte sich beim Lesen immer wieder die Frage nach dem Umgang mit herausforderndem Verhalten und ob es etwas angeboren oder anerzogen ist interessiert mich nicht im besonderen Maße, sondern ich habe mich gefragt ob es wirklich aktuelle Forschungsergebnisse gibt. Meiner Erfahrung nach sehen Eltern oft nicht das Eltern Kinder mit zu viel Wahlfreiheit, großen Gruppen etc schlichtweg überfordern. Das Buch gibt hilfreiche Hinweise, wie man z.B Überreizung minimieren kann. Nora Imlau beschreibt auch verschiedene Arten von Betreuung und gibt Tipps wie eine gute Eingewöhnung im Kindergarten laufen sollte, und was man schon vorher abklären kann. Ich stimme zu, dass es Kinder gibt für die eine große Gruppe schlichtweg überfordernd ist und die besser bei einer Tagesmutter/Tagesvater aufgehoben wären.Ein wenig schade finde ich das auch hier nicht thematisiert wird das jedes Bundesland in der Kinderbetreuung einen anderen Personalschlüssel hat und das es zB. wegen Urlaubszeiten und Krankheitsausfällen z.B in Sachsen nicht immer leicht ist adäquat auf “gefühlsstarke ” Kinder so einzugehen, wie jedes einzelne Kind es bräuchte. Fazit: Da Buch beruhigt Eltern die sich selbst Vorwürfe machen und gibt gezielte Anregungen für den Alltag mit " gefühlsstarken" Kindern.

Nicht jedes Kind mit starken Emotionen ist gefühlsstark, aber für Eltern mit gefühlsstarken Kindern kann dieses Sachbuch sehr hilfreich sein.

Von: www.buecherwesen.de Datum: 07. January 2019

Selten sieht man mich mit einem Sachbuch in der Hand, aber diesmal reizte mich das Thema schon sehr. Manchmal frage ich mich, ob diese starken Emotionen meiner Kinder normal sind, oder ob es Phasen sind. Ich habe das Buch nach und nach gelesen, denn es ist kein typischer Lesestoff und am Stück wäre es mir zu viel Input gewesen. Es geht um gefühlsstarke Kinder. Kinder, die mehr Nähe brauchen, sich aber gleichzeitig sehr gut allein beschäftigen können. Kinder, die oftmals empfindlicher sind, als der Durchschnitt. Kinder, die z.B. Kleidung als störend empfinden, oder Abweichungen der Norm verabscheuen. Schnell wurde mir klar, dass meine Kinder nicht so sind, wie die beschriebenen und auch wenn es wie eine Erleichterung war, musste ich öfter schlucken, denn viele der Sachen passten mehr zu mir und meinem Verhalten, als zu dem meiner Kinder. Vielleicht bin ich gefühlsstark, vielleicht auch nicht. Es gibt einige Tipps in dem Buch, die ich auf mich selbst anwenden werde, um zu testen, ob es mir damit besser geht. Fazit: Nicht jedes Kind mit starken Emotionen ist gefühlsstark, aber für Eltern mit gefühlsstarken Kindern kann dieses Sachbuch sehr hilfreich sein. Eine interessante Lektüre für alle Erzieherberufe!

Anstrengend, intensiv oder einfach gefühlsstark

Von: Julia Schürer Datum: 02. November 2018

Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch bereits jetzt gelesen habe, denn ich kann mich besser auf Paul einstellen und verstehe nun etwas mehr, was in ihm vorgeht. Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung!

Ein Buch mit Antworten

Von: Amber144 Datum: 14. October 2018

Ein Buch das endlich Antworten liefert, warum das Kind ist, wie es ist. Warum gab es das Buch nicht schon viel eher? Es liefert so viele Antworten auf die Fragen, die man sich als Eltern mit einem gefühlsstarken Kind stellt. Von außen werden solche Kinder als schwierig beschrieben. Sie schreien viel und verlangen ihren Eltern alles ab. Die Autorin nutzt das Wort gefühlsstark, was mir persönlich viel besser gefällt. Als Eltern stellt man sich die Frage, was hat man falsch gemacht. Lag es an der Schwangerschaft? Lag es an der Geburt? Bin ich zu weich zu meinem Kind? Die vielen Ratschläge von außen, dass man das Kind doch einfach schreien lassen soll und man sich nicht immer nach seinem Kind richten soll, helfen nicht und verunsichern einen nur noch mehr. Dieses Buch baut einen auf, wenn man mal wieder gerade ein Schreianfall von seinem Kind hinter sich hat, nachdem es eine Sekunde vorher gelacht und sich gefreut hat. Es baut einen als Eltern auf, dass man nichts dafür kann und wie besonders das Kind ist. Es zeigt die Vorteile, die so ein Kind auch haben kann, auch wenn es einen täglich mehrfach an seine Grenzen bringt und einen nachts wieder nicht schlafen lässt. Immer wieder lässt die Autorin auch Geschichten von berühmten Persönlichkeiten einfließen und was aus ihnen geworden ist. Die Autorin gibt viele Ratschläge für den Alltag mit einem gefühlsstarken Kind. Wie klappt das gemeinsame Essen, wie das schlafen gehen ohne zu viel Stress für alle Seiten und vor allem die Eingewöhnung in den Kindergarten/die Krippe/die Schule. Gerade das Kapitel "Ein fast normales Familienleben" bildet einen wirklich guten Abschluss, der einen noch einmal aufbaut. In diesem Kapitel ist auch das Thema erneuter Kinderwunsch angesprochen und wirklich einfühlsam thematisiert. Für mich eines der wichtigsten Bücher auf dem Markt und eine wirklich tolle Hilfe und Unterstützung für Eltern mit gefühlsstarken Kinder. Vielen Dank an die Autorin, dass sie dieses Buch geschrieben hat.

Gefühlsstarke Kinder

Von: Sandra M. - beizeitenbuecher.de Datum: 08. October 2018

Dieses Buch ist ein wahrer Schatz, für so manch‘ verzweifelte Eltern. Ich bin Mutter von vier Kindern und habe mich desöfteren gefragt, warum sind meine Kinder gerade so? Eben war doch alles gut, mein Kind voller Freude und schon änderte es sich, ein Gewitter platzte herein. Sehr gut erinnere ich mich an meinen 3-Jährigen Sohn, der von heute auf morgen ein wahres Wutwunder war. Hatten wir kurz etwas anderes zutun und haben ihm gesagt er soll doch einen kleinen Moment warten, ging das Wutgewitter los. Haben wir uns dann seiner angenommen und sagen wir das Brot war nicht perfekt zusammengeklappt, so fing das Wutgewitter wieder an. Dies ging einige Monate so. Nach ein paar Minuten war dann alles wieder in Ordnung und ein „Mama, hab dich lieb!“ kam mir zu Ohren. Natürlich war ich darüber anfangs verwirrt und immer noch etwas genervt von der vorigen Situation, auch wenn ich wusste das all das nur Phasen sind. Ich aber konnte nicht von 100 auf 0 und musste das erstmal für mich lernen, vor allem gelassen zu bleiben. Dieses Buch hat mich inspiriert und mir Ratschläge gegeben. Einige davon setze ich sogar für unseren Familienalltag um und es ist vor allem gut für uns zu wissen, dass Kinder eben sind wie sie sind. Mit Gefühlen, mit Launen – eben wie wir auch. Für dieses Buch bin ich sehr dankbar.

Habe ich ein gefühlsstarkes Kind?

Von: Sabrina Datum: 31. July 2018

Ich bin ja mittlerweile wirklich begeistert von den Erziehungsbüchern aus dem Kösel Verlag und bisher konnte ich auch aus jedem Buch etwas mitnehmen. Das Buch "So viel Freude, so viel Wut" habe ich schon im Auge, seit ich es das erste Mal gesehen habe. Und ich muss sagen, dass ich ein wenig meinen ältesten Sohn darin wiederfinde und es ist oft sehr anstrengend. Situationen, in denen ich mit meiner Tochter gut klarkommen, wie beim Zähne putzen, werden bei ihm immer zum absoluten Drama. Er ist das liebste Kind, wenn er alleine bei Oma und Opa ist, und diese ihm die volle Aufmerksamkeit schenken - aber zu hause mit zwei Geschwistern sieht das alles wieder ganz anders aus. Anstrengender, lauter mit viel Streit... Und die Routinen, mein Sohn hat für jeden Ort seine genauen Abläufe, wie es zu sein hat. Ich hoffe, dass uns einige Ansätze aus Nora Imlaus Buch helfen werden mit diesen Situationen ruhiger und besonnener umzugehen. sE ist für mich jetzt auch nicht ein Buch, dass ich stur von vorne nach hinten lesen muss, sondern es nach meinem Bedürfnis immer wieder zur Hand nehmen kann, um bestimmte Themen nachzulesen. Der Schreibstil lässt sich gut lesen und die einzelnen Kapitel sind auch nicht zu lang, so dass man wirklich einfach mal in das Inhaltsverzeichnis schauen kann und es kurz nachlesen. Der Aufbau ist sehr übersichtlich, dass finde ich immer unglaublich wichtig. Wer ein Kind hat, dass auch ein bisschen mehr von allem zu haben scheint, sollte sich dieses tolle Buch einmal genauer ansehen!

So viel Freude

Von: Lovin Books Datum: 02. July 2018

Auf der Seite von Randomhouse kann man einen Test machen und 25 Fragen beantworten, um ein Indiz dafür zu bekommen, ob man ein gefühlsstarkes Kind hat. Diesen Test habe ich allerdings erst nach dem Lesen gemacht und habe erfahren, dass meine Tochter gefühlvoll, aber nicht gefühlsstark ist. Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich oft an mir selbst gezweifelt. Es fing die Phase an, in der meine Tochter gefühlt nur noch wütend und bockig war. Sie bekam regelrechte Schreikrämpfe, wenn es nicht nach ihrem Willen ging und weil sie nunmal mein erstes Kind ist, weiß man nicht immer mit solchen Situationen umzugehen. Zudem kommt der Druck alles perfekt machen zu wollen und das Kind bloß richtig und gut zu erziehen. Doch Kinder sind keine Dressurtiere. Sie haben ihren eigenen Kopf und ihre eigenen Gefühle. Und auch wenn mein Kind nicht gefühlsstark ist, so habe ich mit "So viel Freude, so viel Wut" eine echte Unterstützung in meiner moralischen Motivation erhalten. Es steckt so viel Liebe und so viele gute Ratschläge in diesem Buch, dass ich der Meinung bin, dass es alle Eltern lesen können, um den Alltag leichter zu gestalten. Kind sein ist auch nicht immer einfach und manchmal bleibt den kleinen Würmern eben nur ein Ventil. Gefühle können sehr stark sein und nicht immer wissen Kinder damit umzugehen. Nora Imlau hat für mich persönlich hier ein Ratgeber Buch geschrieben, dass wirklich hilft und einen unterstützt! Ich kann es ehrlich jeden Eltern empfehlen. Egal ob gefühlsstarkes oder gefühlvolles Kind! Für mich ein Elternratgeber, den jegliche Eltern lesen können. Er gibt Mut und Durchhaltevermögen und verändert die Sicht auf so manche festgefahrenen Einstellungen.

BUCHTIPP: GEFÜHLSSTARKE KINDER

Von: Julia & Frieda Friedlich Datum: 07. June 2018

Gefühlsstark – WOW! Was für ein wunderschönes Wort für Kinder, die bedürfnisstärker, fordernder, feinfühliger und sensibler, aber gleichzeitig eben auch wild, forsch und mutig sind. Gefühlsstark. Klingt toll, so positiv, so stark. Einfach, weil es nicht so sehr auf das Anderssein und die damit verbundenen Schwierigkeiten im Familienalltag abzielt, sondern vor allem die Stärke dieser Kinder in den Vordergrund stellt. Und stark sein ist doch etwas sehr wunderbares, oder? Gefühlsstark – ich spreche das Wort immer wieder laut aus und strahle dabei. Ja, gefühlsstark. Obgleich unsere Frieda definitiv zu den introvertierten hochsensiblen Kindern gehört und insgesamt eher weniger abenteuerlustig, energiegeladen und rebellisch ist, musste dieses tolle Buch trotzdem unbedingt in mein Bücherregal wandern! „So viel Freude, so viel Wut. Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten.“ Nora Imlau aus dem Kösel-Verlag – meine absolute Empfehlung für euch! Wenn du Noras Buch liest, fragst du dich jedenfalls ernsthaft, ob da eigentlich von deinem eigenen Kind die Rede ist und du spürst sofort: Du bist doch nicht alleine und du hast auch nicht versagt! Insgesamt gehören rund 20 % aller Kind zu den Gefühlsstarken und benötigen aufgrund dieser enorm kraftvollen Chraktermerkmale besonderes Verständnis und eine durchdringendere Begleitung ihrer Eltern. Nora Imlau beantwortet in ihrem Buch wirklich fachkundig, einfühlsam und leichtverständlich all‘ eure Fragen nach dem „Warum?“ und dem „Wie?“ und öffnet euch bestimmt die Augen. Durch das Buch finden Eltern einen gesunden Umgang mit ihren gefühlsstarken Kindern, erkennen deren Bedürfnisse besser und entdecken das großartige Potenzial, das in diesen starken Kindern steckt. Dieses tolle Buch ist nicht nur voller Erklärungen, sondern auch vollgepackt mit praktischen Hilfestellungen für typische Stress- und Konfliktsituationen im Familienalltag. Obwohl Nora Imlaus neues Buch natürlich in erster Linie für Eltern von gefühlsstarken Kindern geschrieben ist, ist es aber irgendwie doch auch ein Buch für alle Eltern, die kindliches Verhalten besser verstehen und begleiten wollen. Es ist definitiv für jeden von uns eine absolute Bereicherung. Obwohl unsere Frieda nicht gefühlsstark, sondern hochsensibel und dabei eher introvertiert ist, konnte ich unser Mini-Menschen-Mädchen durch das Buch noch besser verstehen und viele Tipps und Ideen in unseren Familienalltag implementieren.

Zurück zum normalen Familienleben

Von: Hilal Türe / Hilou Datum: 21. October 2021

Zum Inhalt: Nicht jedes Kind ist gleich. Manche sind umgänglich, manche wirken frühreif und manche wiederum sind sehr feinfühlig und sensibel. Nora Imlau nennt die Letzteren 'gefühlsstarke Kinder' und zeigt auf, woran man sie erkennt. Oft brauchen solche Kinder eine andere Herangehensweise, um alltägliche Belastungssituationen zu mindern und ihren Bedürfnissen gerecht zu werden. Mit diesem Buch gibt die Autorin Tipps zur Bewältigung dieser Herausforderungen und klärt auch über die fehlerhafte Haltung der Gesellschaft gegenüber gefühlsstarken Kindern auf. Meine Leseerfahrung: Eltern von gefühlsstarken Kindern werden sich womöglich immerzu in diesem Buch gänzlich wiederfinden. Ich persönlich habe es aus reinem Interesse gelesen, und auch nur kurzweilig, weil hier immens viele Informationen zusammengefasst sind, die ich erstmal für mich Stück für Stück verarbeiten musste. Hier und da gab es einige Punkte, die ich durchaus auch in unserer Alltagssituation wiedergefunden habe. Aber ich könnte nicht mit 100%iger Gewissheit sagen, dass unsere Jungs zu den gefühlsstarken Kindern gezählt werden könnten. Auf der einen Seite war ich erleichtert, weil ich die Belastung betroffener Eltern teilweise nachvollziehen kann. Auf der anderen Seite finde ich, ist das Buch stellenweise zu pauschalisierend, so dass man kaum wirklich sagen kann, ob man selbst betroffen ist oder nicht. Gefühlsstark zu sein, ist ja, wie mehrmals betont, keine abschließende Diagnose. Bei manchen Abschnitten musste ich mich sogar selbst fragen, ob ICH eventuell nicht die gefühlsstarke Person in der Familie bin. Einige Punkte sprechen dafür, einige wiederum dagegen. Die Grenzen sind meines Erachtens zu schwammig, um sie klar ziehen zu können. Nichtsdestotrotz habe ich Einiges an Hilfestellungen aus dem Buch für mich mitnehmen können und festgestellt, dass ich bereits ein paar der vorgeschlagenen Strategien zur Entschärfung von Krisensituationen und der optimalen Begleitung des Kindes selbst praktiziere, wenn bei uns mit zwei wilden Kleinkindern die Fetzen fliegen. Also scheine ich doch nicht alles falsch gemacht zu haben. Und das gibt mir persönlich eine Erleichterung, die Gold wert ist. Gut finde ich übrigens auch die Hilfestellungen für Eltern, wenn die Eingewöhnung in der Kita zum Desaster wird und wie man gefühlsstarke Kinder in das Schulsystem einführt. Solche Tipps sind sicherlich auch gut anwendbar bei Kindern mit womöglich anderen Besonderheiten. Zudem macht die Autorin auch auf das Schubladendenken von manchen Erziehern und Erzieherinnen sowie der Lehrerschaft aufmerksam und hilft, solches zu erkennen. So kann man viel besser darauf reagieren. Fazit: Nora Imlau bringt präzise die Schwierigkeiten in der Erziehung gefühlsstarker Kinder zum Ausdruck und gibt zahlreiche Hilfestellungen zur Bewältigung extrem belastender Alltagssituationen. Dabei geht sie auch oft genug auf die Gefühle und Ängste der betroffenen Eltern ein und nimmt ihnen die Selbstzweifel. Ein wirklich starkes Buch für Eltern mit besonderen Kindern!

Lebensnahe Tipps zum entspannteren Alltag mit gefühlsstarken Kindern

Von: Lotte Datum: 13. October 2021

Wer selbst ein Kind daheim hat, das in gefühlten 0,0 Sekunden von einem Extrem ins andere verfällt, sich leider eher selten unauffällig verhält und einen regelmäßig an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt, der fragt sich über kurz oder lang doch mal, ob das eigentlich normal ist. Jaja, was "normal" ist, liegt ja immer im Auge des Betrachters und bei Kindern gibt es keine Norm, aber alle Eltern, die sich angesprochen fühle, wissen ziemlich genau, was ich meine. Nora Imlau, die Autorin von "So viel Freude, so viel Wut. Gefühlsstarke Kinder verstehen und begleiten" kennt diese Fragen auf alle Fälle sehr gut. Und lehrt uns erst einmal, dass wir nie in Kategorien denken dürfen, es keine Norm gibt und wir die negativen Adjektive, die uns manchmal im Bezug auf den Nachwuchs einfallen, durch positive ersetzen sollen. Zum Beispiel "mutig" statt "ungestüm", "meinungsstark" statt "stur" oder auch "durchsetzungsfähig" statt "rebellisch". Ja, das sollte ich mir durchaus zu Herzen nehmen, wenn ich meine kleine "Drama Queen" (so soll ich sie natürlich auch nicht nennen ;) ) mal wieder als sehr fordernd und anstrengend bezeichne.  Imlau gibt uns Abgrenzungen zu anderen Begrifflichkeiten wie "hochsensibel" und "high need" und zeigt uns, wo gefühlsstarke Kinder einzuordnen sind und, anhand welcher Eigenschaften man sie erkennt. Da sehe ich durchaus Parallelen zu uns, aber so ganz sicher bin ich  mir nicht. Sie erklärt uns, warum diese Kinder handeln, wie sie handeln und, wie wir ihnen helfen können, sich in ihrer Umwelt sicher zu fühlen. Wir erhalten wissenschaftliche Erklärungen dafür, wieso manche Kinder sich so entwickeln und andere nicht, zugleich aber auch den absolut wichtigen Hinweis, dass es weder ein Fehler am Kind noch in der Erziehung der Eltern ist, sondern schlicht eine Eigenschaft.  Anhand berühmter Persönlichkeiten, die ebenfalls gefühlsstark waren, lernen wir, wo die Stärken dieser Kinder liegen und, wie wir sie fördern können. Und natürlich geht es auch immer wieder um die Rolle der Eltern. Wo stehen diese selbst? Sind sie am Ende ebenfalls gefühlsstark oder doch regulationsstark? Sind wir uns unserer Rolle sicher oder sind wir noch auf der Suche und können wie Authentizität vermitteln? Alles wichtige Fragen, die sich im Verhalten des Kindes widerspiegeln.  Bei vielen Punkten geht es um größere Kinder, mit denen man glaube ich die Punkte etwas besser klären kann als mit einer 32-monatigen, bei der ich mir einfach nicht sicher bin, was schlicht Phasen, Entwicklungsschübe oder eventuell doch besondere Emotionen sind. Zumal sie eben noch nicht so richtig Emotionen zuordnen oder erkennen kann.  Ein zentrales Kapitel im Buch widmet sich dem Umgang mit Reizüberflutungen, also dem, was gefühlsstarke Kinder stresst. Was können die Ursachen sein und wie kann ich mein Kind in Extremsituationen, in denen es in einem Tunnel ist, noch erreichen?  Und für alle, die sich nach der Lektüre sicher sind, dass sie selbst so ein Kind daheim haben, gibt es dann noch mit den letzten kapiteln praktische Tipps für den Alltag. Als da wären: umfangreiche Vorschläge zum Thema "Schlafen gehen", "Essen", "Kleidung", "Umgang mit Medien" usw. Spannend finde ich die sechs Tipps zur richtigen Kommunikation und erkenne bei uns etliche Fehler - da kann ich auf alle Fälle nachbessern.  Auch die Fremdbetreuung bei einer Tagesmutter oder in der Kita wird umfangreich beleuchtet, Tipps werden gegeben und mögliche Fallstricke aufgezeigt, damit man diese umgehen kann.  Und natürlich geht es dann noch darum, wie man einen möglichst entspannten Familienalltag mit gefühlsstarkem Kind gestaltet, bei dem keiner zu kurz und doch jeder auf seine Kosten kommt. So viel Freiheit wie möglich, so viel Grenzen wie nötig. Definitiv ein lesenswertes Buch mit vielen Beispielen aus der Praxis und zahlreichen guten Tipps, die allen Eltern welche das Gefühl haben, hilflos von den Emotionen ihrer Kinder davon gerissen zu werden, helfen können, wieder festen Boden unter den Füßen zu spüren.