Krystal Sutherland

Es muss ja nicht perfekt sein

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Esthers Familie ist ungewöhnlich. Das ist das Mindeste, was man sagen kann. Ihr Vater wagt sich nicht mehr aus dem Keller, der Bruder kann nur bei Licht schlafen und die Mutter hat panische Angst vor allem, was Unglück bringen könnte. Was Esthers größte Angst ist, weiß sie nicht. Aber vorsichtshalber notiert sie alles, was infrage kommen könnte, in einer Liste. Und die gerät ausgerechnet in die Hände von Jonah Smallwood – ihrem Schwarm aus der Grundschule. Doch statt sie auszulachen, hilft Jonah ihr, sich ihren Ängsten zu stellen. Gemeinsam arbeiten sie die Liste ab und kommen sich immer näher. Bis Esther erfährt, was Jonah getan hat.

Ein echter Geheimtipp!

Von: Janine Gimbel Datum: 31. December 2019

Esthers Familie ist verflucht. Und das liegt alles nur an Erlebnissen, die ihr Großvater einst im Vietnamkrieg hatte. Dort traf er den Tod höchstpersönlich und wurde mit einem Fluch belegt. Seitdem stirbt ein jeder aus der Solar-Familie an seiner größten Angst. Esthers Zwillingsbruder Eugene fürchtet sich vor der Dunkelheit, der Vater verlässt wegen Agoraphobie den Keller nicht mehr und die Mutter ist abergläubig. Ein Onkel starb an seiner Angst vor Keimen und auch für Esther sieht es nicht gut aus. Sie kennt ihre größte Angst noch nicht, hat aber deshalb Angst vor allem Möglichen. Sie führt eine Liste, auf der sie all diese Dinge notiert. Als diese Liste in die Hände ihres ehemaligen Klassenkameraden Jonah gerät, ändert sich alles. Jonah möchte Esther helfen, sich ihren Ängsten zu stellen. Jeden Sonntag möchte er sich mit ihr treffen und eine der 50 auf dem Zettel notierten Ängste aufarbeiten. Esther ist wenig begeistert, willigt dann aber doch ein. „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist ein ganz besonderer Jugendroman. Auch wenn das auf den ersten Blick nicht gerade deutlich wird. Denn es beginnt alles etwas holprig. Man lernt eine Familie kennen, die mehr als sonderbar ist. Alles wird aus Esthers Perspektive beschrieben. Sie ist eine Außenseiterin und hat nur eine wirkliche Freundin, Hephzibah, die an selektivem Mutismus leidet und mit niemandem spricht. Viele Jahre dachte Esther sogar, dass Hephzibah nur eine einbildete, nicht real existierende Freundin sei. In Jonah war sie zu Grundschulzeiten sogar mal verknallt. Doch dann verschwand er vom einen auf den anderen Tag. Als sie ihn an einer Bushaltestelle im Regen wiedertrifft, ist sie deshalb mehr als überrascht. Leichtgläubig leiht sie ihm Geld und wird aufs Übelste von ihm bestohlen. Doch damit beginnt die Geschichte erst so richtig, denn ohne es zu wissen, nimmt Jonah auch ihre Liste mit den Ängsten mit. Krystal Sutherland gelingt es in ihrem Jugendroman für Jugendliche ab 14 Jahren ganz toll, alle Facetten von Esthers Persönlichkeit zum Tragen zu bringen. Sie verlässt das Haus beispielsweise nur in aufwendigen Verkleidungen, z.B. als Audrey Hepburn in einem ihrer bekannten Filme oder als Rotkäppchen. Der Tod hält schließlich nach Esther Solar Ausschau, nicht nach den beliebten Figuren aus Film, Fernsehen oder Literatur! Jonah blickt allerdings schnell hinter die Masken und möchte dem Mädchen helfen. Doch auch er selbst hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, wie Esther bald klar wird. „Es muss ja nicht perfekt sein“ geht dabei unheimlich in die Tiefe. Es ist ein berührender, aber auch lustiger Roman, der zum Schmunzeln und Nachdenken gleichzeitig anregt. Ganz tolle, überraschend gute Lektüre. Ein echter Geheimtipp!

Gutes Buch

Von: Elfen Zauberei Datum: 06. December 2019

Es muss ja nicht perfekt sein Esther ist 17 Jahre alt und hat es nicht einfach. Ihre Familie ist anders. Der Vater hat Angst das Haus zu verlassen und lebt im Keller, ihre Mutter hat Angst vor Pech und der Bruder kann in der Dunkelheit nicht schlafen. Die Ängste bestimmen das Leben der Familie. Und Esther? Sie hat das Glück, dass Jonah ihr hilft sich ihren Ängsten zu stellen. Die Autorin Krystal Sutherland schreibt in ihrem Jugendbuch über ein sehr wichtiges Thema "Phobien und Depressionen", das mich im Anschluss noch sehr beschäftigt hat. Trotz der ergreifenden Thematik habe ich mich manchmal ertappt, dass ich Zeilen übersprungen habe, da mir manche Situationen zu ausschweifend beschrieben wurden. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen. Krystal Sutherland hat sehr interessante aber auch ausgefallene Charaktere erschaffen. Mit den Jugendlichen, Esther, Jonah und auch Eugene, habe ich oftmals mitgelitten. Esther hat es nicht immer leicht aber sie versucht trotzdem Verständnis für ihre Familie aufzubringen. Jonah war mir auf anhieb sympathisch. Es war amüsant, wie er es immer schaffte, Esther dazu zu bringen, sich ihren Ängsten zu stellen. Je mehr sie sich darauf einließ, desto mehr wurde Esther bewusst, dass ihre Ängste ihr wunderbare Dinge vorenthalten hatten. Die Autorin vermittelt mit diesem tiefgründigen Buch, wie wichtig es ist sich Ängsten zu stellen und besonders bei psychischen Erkrankungen Hilfe von außen zu holen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es gibt von mir eine klare Leseempfehlung.

Facettenreiche Charaktere und eine wunderbare Idee, authentisch umgesetzt !!

Von: Lena Datum: 10. September 2019

Cover: Die Gestaltung des Covers ist sehr ansprechend. Es erinnert mich irgendwie an einen lauen Sommertag. Der Hintergrund ist in einem warmen, aber hellen Gelbton gestaltet. Es wirkt eher ruhig auf mich, aber die liebevollen kleinen Details, wie beispielsweise Wassertropfen oder kleine Herzchen, mag ich sehr. Inhalt: Nachdem mir der Debütroman „Unsere verlorenen Herzen“ sehr gut gefallen hat, war ich wahnsinnig gespannt auf ihr aktuelles Werk „Es muss ja nicht perfekt sein“. Dabei hat mich zuallerst der Titel angesprochen, aber auch auf den Inhalt war ich sehr neugierig. Auch wenn die Hauptgruppe der Leser sicherlich im Jugendalter zu finden, stechen ihre Werke absolut hervor. Denn sie sprechen Themen an, die nicht einfach abgetan werden können und haben Tiefgang. So begleiten wir als Leser in „Es muss ja nicht perfekt sein“ die junge Esther. Esthers Leben ist nicht einfach, denn es wird von vielen Ängsten bestimmt. Ihre Eltern leben es ihr schon lange vor, sodass sie selbst sich mehr oder weniger nahtlos eingefügt. Es ist so arg, dass sie sogar eine Liste führt, wovor sie vielleicht Angst haben könnte. Alleine dass man als junger Mensch eine solche Einstellung hat und sich vor allem fürchtet. Ich stelle mir das so schlimm vor, ganz besonders, wenn man überlegt, wie sehr einem die Angst oftmals im Weg steht. Alleine deshalb, weil man dadurch soviele schöne Dinge im Leben verpasst, sollte man versuchen die Angst zu besiegen. In einem gewissen Maß wird sich wohl jeder vor Sachen, Menschen oder Ereignissen fürchten. Ich hätte Esther so gerne einfach mal ein bisschen Halt gegeben und mir gewünscht, dass sie mehr Freude in ihrem Leben hat. Sie war mir von Beginn an sympathisch, jedoch hatte ich oft Mitleid mit ihr. Nicht nur die familiäre Situation belastet sie enorm, auch in der Schule hat sie kaum Kontakte. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Art sich zu kleiden, wird sie auch noch gemobbt. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sich ihr Alltag durch die Begegnung mit Jonah positiv verändert. Besonders die Situationen, in denen sie gemeinsam Zeit miteinander verbringen, haben mir sehr gut gefallen. Aufbau, Struktur & Stil: Die Handlung in „Es muss ja nicht perfekt sein“ wird dem Leser aus Sicht von Esther, in der dritten Person, geschildert. Ich hätte mich sehr gefreut, wenn wir sie aus der Ich-Perspektive hätten begleiten dürfen, ganz besonders, weil sie einen wirklich schwierigen Alltag hat. Für mich wäre die emotionale Verbindung so noch intensiver gewesen. Aber auch so konnte ich mit ihr mitfühlen und sie oftmals verstehen. Zu Beginn hatte ich ein paar Schwierigkeiten mich in die Geschehnisse und die gegebene Lebenssituation hineinzufinde. Nach wenigen Seiten hatte sich das aber erledigt. Dazu beigetragen hat sicherlich der angenehme bildliche Schreibstil von Krystal Sutherland. Die oftmals skurrilen Situationen, die aber meist einen traurigen und nachdenklichen Hintergrund haben, konnte ich mir so gut vorstellen. Dadurch, dass bei bestimmten Charakteren immer mehr Fragen aufgeworfen werden, fieberte ich bis zum Schluss mit. Fazit: „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist ein Jugendbuch, welches mich emotional berührt und zum Nachdenken gebracht hat.

Ein Buch mit viel Tiefe

Von: Simi von BookieDreams Datum: 22. August 2019

„Alles, was du begehrst, liegt jenseits der Angst.“ feat. „Hör zu, du Arschloch. Wir sterben nicht. Wir haben nämlich noch was vor.“ Meinung Zu Beginn der Geschichte hatte ich echt Schwierigkeiten, mich mit Flüchen und deren Vorzeichen auseinanderzusetzen. Klar, Hufeisen über der Tür, Freitag, der 13. und die schwarze Katze sind bekannt, aber Esthers Familie macht wirklich ALLES, um angehende Flüche im Keim zu ersticken: Die siebzehnjährige Esther kostümiert sich, um nicht sie selbst sein zu müssen und die Mutter setzt Gewürze ein, um alles Pech und Unheil abzuhalten, während sich der Vater im Keller verschanzt hat und ihr Bruder wie eine wandernde Lichterkette sein Leben bestreitet. „Das Schlimmste war, dass die Angst sich nicht nur auf das Denken und die Sprechweise oder das Sozialverhalten auswirkte. Sie beeinflusste auch den Herzschlag. Die Atmung. Essen. Schlaf. Angst, die sich wie ein vierzackiger Anker anfühlte, den man ihr in den Rücken gerammt hatte. Je eine Spitze schien sich durch einen Lungenflügel, das Herz und die Wirbelsäule zu bohren. Das Gewicht zog einen nach unten, wie zu den trüben Tiefen des Meeresbodens ….“ (Seite 29) In Esthers Augen kann sie selbst nur am Leben bleiben, wenn sie sich ihren Ängsten stellt. Denn dann hat sie einen Schutzwall, damit die große, die schlimmste und bis dahin noch unbekannte Angst von ihr ferngehalten und sie nicht von innen heraus aufgefressen wird. Denn diese große Angst ist der Fluch, der dann ihr Leben beherrscht und es ihr irgendwann raubt. Also gibt sie sich selbst 49 Chancen, dem Tod zu begegnen … Die Geschichte um Esther Solar fängt skurril und locker flockig an. Hinter den Gedankengängen sowie Schlagabtauschen, die zum Schmunzeln verführen, kommen dann zwischen den Zeilen aber die ernsthaften Themen hervor, die aus dem Klappentext für mich nicht ansatzweise ersichtlich waren. Die Geschichte beinhaltet einen teilweise skurrilen Schreibstil und es wird auch viel mit schwarzem Humor erzählt, jedoch wird nichts und niemand ins Lächerliche gezogen. Es gab für mich zwei absolute Schlüsselszenen, die mich im Endeffekt von der Story überzeugten. Jeder Charakter ist liebenswürdig, auch wenn dies zu Beginn nicht so scheint. Im Laufe der Geschichte kommen immer wieder Kleinigkeiten ans Licht, die für ein rundes Bild der Story sorgen. Die Altersempfehlung ab 14 Jahre finde ich gerecht. Zum Abschluss möchte ich noch erwähnen, dass die Autorin auch Anmerkungen notiert hat, welche die Tiefe der Geschichte verdeutlichen. Fazit Das ist Esther Solars Geschichte und wie sie sich ihren größten Ängsten stellt. Auch wenn es zu Beginn nicht so scheint, dranbleiben lohnt sich.

Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen funktioniert anders...

Von: paperlove Datum: 18. August 2019

Das neue Buch von Krystal Sutherland ist eher spontan auf meiner Wunschliste gelandet, nachdem ich eines ihrer anderen Bücher gelesen und für gut befunden habe. Ohne grosses Vorwissen über das Buch und mit dementsprechend einer neutralen Erwartungshaltung, habe ich "Es muss ja nicht perfekt sein" schliesslich begonnen, das durch ein besonders ansprechendes und sommerliches Cover besticht. Im Fokus der Geschichte steht Esther, deren gesamte Familie an schweren psychischen Störungen leidet. Die meisten davon sind Angststörungen. Was für viele andere Betroffene sehr belastend und eine Einschränkung in ihrem Leben darstellt, wird in Sutherlands Buch allerdings auf die Spitze getrieben. Esthers Vater leidet zum Beispiel an einer so starken Agoraphobie, dass er sich seit Jahren im Keller verschanzt und nur sporadisch Kontakt zu seiner Familie hat. Die Diagnose der Mutter konnte ich auf Anhieb nicht so ganz erfassen - sie wirkte aber tatsächlich so, als hätte sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. Sie trägt beispielsweise ständig ein lebendiges Huhn mit sich herum und nimmt jeden Aberglauben, der existiert, beim Wort. Esther selbst ist in ihrer Familie wohl diejenige, die ihr Leben noch halbwegs im Griff hat - aber das nur, weil sie selbst davon ausgeht, ihre ganz spezifische Angst (die jeder in ihrer Familie hat) noch nicht entdeckt zu haben. Und da kommt ihr Kindheitsfreund Jonah Smallwood ins Spiel: Er bestiehlt Esther und findet dadurch eine Liste von Dingen, von denen sie womöglich eine spezifische Phobie haben könnte (ohne es bislang zu wissen). Statt Esther in ihrem quälenden Unwissen zu lassen, beschliesst er eine Art Expositionstherapie zu machen und arbeitet mit Esther gemeinsam die Liste durch, um so herauszufinden, wovor sie nun tatsächlich Angst haben könnte. Dabei kommt Esther nicht nur ihren Ängsten, sondern auch Jonah näher... Was soll ich sagen? Die Story klingt nicht nur verrückt, sie ist es auch. Ich bin ein grosser Fan von Büchern, die sich mit psychischen Erkrankungen befassen und diese auf eine möglichst authentische Weise beschreiben, so dass auch Laien sich vorstellen können, wie belastend eine solche Krankheit sein kann. Hier fand ich die Darstellung von Angststörungen aber sehr übertrieben und damit auch eher unglaubhaft. So wie Esthers Familie geschildert wird, hätte (zumindest hier in der Schweiz) schon längst eine Erwachsenen- und Kinderschutzbehörde eingegriffen und die Familienverhältnisse genauer unter die Lupe genommen, um den entsprechenden Familienmitgliedern eine absolut notwendige Therapie zukommen lassen. Was mir hier nämlich gefehlt hat, ist der Umstand, dass sich Angststörungen in der Regel sehr gut therapieren lassen und sie sogar die grössten Erfolgschancen für eine Behandlung aufweisen. Im Buch wird zwar noch versucht, die übertriebene Darstellung der Angststörungen durch eine Art Mythos über einen "Familienfluch" zu erklären, aber das hat für mich das Ganze nicht viel glaubhafter gemacht. Dadurch, dass die betroffenen Familienmitglieder untherapiert unter ihren Symptomen leiden, fand ich die gesamte Familiensituation sehr tragisch mit anzusehen. An einer Stelle geht Esther beispielsweise endlich mal in den Keller zu ihrem Vater herunter und man erfährt, dass dieser vor ein paar Jahren einen Schlaganfall hatte und nun halbseitig gelähmt ist. Die ganze Zeit über habe ich mich gefragt, ob es denn niemanden gibt, der von diesen Vorkommnissen Wind bekommen hat und dieser Familie bei ihren Problemen helfen will - denn wie gesagt: Die Erfolgschancen, dass ihr Leidensdruck mit Hilfe von Therapie oder wenigstens Medikamenten gelindert oder ganz aus der Welt geschaffen werden kann, wäre sehr gross. Zumal die Ausprägungsgrade der jeweiligen Angsterkrankungen so überspitzt dargestellt wurden, dass ich nur den Kopf schütteln konnte. Neben dem seltsamen Plot, ist auch der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig. Er ist sehr umgangssprachlich und einfach gehalten, was der Geschichte nicht unbedingt zu mehr Ernsthaftigkeit verholfen hat - im Gegenteil. Als ich bei der Hälfte des Buches angekommen war, habe ich es dann nicht mehr länger ausgehalten und musste das Buch abbrechen. Während Esthers Storyverlauf sehr vorhersehbar war, hätte es mich zwar interessiert, was mit ihren Eltern am Ende des Buches passieren würde, aber das allein hat nicht ausgereicht, um mich weiter durch das Buch zu quälen. Die Idee wäre sicher gut gewesen, aber die Darstellung der Angsterkrankungen war so dermassen übertrieben und unrealistisch beschrieben, dass ich nur noch genervt war. Entstigmatisierung funktioniert anders. Fazit: Ein Buch das sich mit dem Thema psychische Erkrankungen befasst, diese aber so überspitzt darstellt, dass es einfach unglaubhaft wirkt. Anders als im Buch dargestellt, lassen sich Angststörungen sehr gut behandeln und Betroffene sind nicht so verrückt, wie die Autorin es einem im Buch weissmachen will. Für mich leider eine grosse Enttäuschung. Der Storyverlauf und der Schreibstil haben mich irgendwann so genervt, dass ich das Buch schliesslich abbrechen musste. Eine Leseempfehlung kann ich dieses Mal leider nicht abgeben.

Ungewöhnlich, aber auch sehr enttäuschend

Von: alina Datum: 23. July 2019

Esther glaubt fest daran, dass ihre Familie verflucht ist und jeder eine Angst hat. Doch nur sie weiß nicht, was ihre größte Angst sein könnte, weswegen sie alle Dinge, die in Frage kommen könnten, auf einer Liste festhält. Als ausgerechnet Jonah Smallwood die Liste in die Finger bekommt, ahnt Esther böses. Doch anders als Esther denkt, hilft Jonah ihr die Liste abzuarbeiten und sich ihren Ängsten zu stellen. Esther Solar ist ein eher ungewöhnliches Mädchen. Sie verkleidet sich jeden Tag und verkauft heimlich Backwaren in der Schule, um etwas Geld dazu zu verdienen. Leider bin ich mit Esther nicht so ganz warm geworden. Zwar konnte ich nachvollziehen, warum sie sich so um ihre Familie sorgt, aber das war es dann auch schon. Ansonsten habe ich Esther eher als nervigen Charakter empfunden, mit dem ich mich nie so ganz identifizieren konnte. Jonah Smallwood war mir im ersten Moment sehr unsympathisch. Doch nach und nach konnte er mich immer mehr von sich überzeugen, denn im Grunde ist er ein liebevoller Charakter, der sich um seine Liebsten sorgt und alles für sie tun würde. Dabei fällt er vor allem durch seine kreative Art und seinen Charme auf. Außerdem hat es mir gefallen, dass er auch immer mal wieder seine verletzliche Seite gezeigt hat. Die Beziehung der beiden hat sich sehr langsam und in einem authentischen Tempo entwickelt. Leider muss ich aber zugeben, dass ich mit beiden Charakteren nicht so ganz warm geworden bin und deshalb auch nicht so ganz nachvollziehen konnte, was die beiden aneinander finden. Als Nebencharaktere wirken hauptsächlich Esthers Familie sowie ihre beste Freundin Hephzibah mit. Vor allem in Esthers Familie hat jeder mit seinen Ängsten und Problemen zu kämpfen, was allerdings alle für völlig normal ansehen und sich dementsprechend auch nicht darum kümmern. Auch Jonahs Familie lernt man kennen, wobei mir sein Vater richtig unsympathisch war. Der Einstieg in das Buch ist mir leider sehr schwer gefallen, denn ich bin nicht wirklich mit dem Schreibstil von Krystal Sutherland warm geworden. Auf der einen Seite war er locker leicht und ließ sich angenehm lesen, aber es gab auch viele langatmige Stellen. Am meisten hat es mich allerdings gestört, dass das gesamte Buch aus der Erzählerperspektive geschrieben wurde, denn so kamen weder die Gefühle und Emotionen, die bei so einer Geschichte eigentlich im Spiel sein sollten, bei mir an, noch konnte ich mich gut in die Geschichte hineinversetzen. Außerdem hat die Nebengeschichte rund um Esthers Opa und eine bestimmte Person bei mir für Verwirrung gesorgt, sodass ich diese Kapitel meist nur überflogen habe. Auch das Ende ging mir leider etwas zu schnell und es blieben noch die ein oder andere Frage offen. Trotzdem hat die Autorin es geschafft mit Angststörungen ein ernstes Thema in einem ungewöhnlichen Jugendroman zu verarbeiten - auch wenn mir einige Dinge etwas zu übertrieben dargestellt waren. Zwar hat mir der Umgang der Familie mit dem Thema über weite Strecken nicht wirklich zugesagt, aber gegen Ende hat sich das Ganze doch noch positiv entwickelt. Auch die Anmerkung der Autorin finde ich hier sehr gelungen. Da begriff sie, dass die Dunkelheit auch in einem Menschen leben und ihn von innen zerstören konnte. (Seite 171) Das Cover des Buches finde ich wunderschön, denn es wirkt durch die Farbgestaltung sehr sommerlich. Außerdem hat es mir gefallen, dass die Gestaltung sich auch durch die einzelnen Kapitel gezogen hat. Ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich mit hohen Erwartungen an das Buch herangegangen bin, weil mir Unsere verlorenen Herzen von Krystal Sutherland richtig gut gefallen hat. Deswegen bin ich umso enttäuschter, dass mich Es muss ja nicht perfekt sein fast überhaupt nicht in den Bann ziehen konnte, was vor allem an der Erzählperspektive und den Charakteren sowie deren Umgang untereinander lag. Dafür kann ich leider nur 2/5 Sterne geben.

Schöne Geschichte zwischen zwei Figuren eingepackt in sonderbare Nebenstränge und -figuren

Von: Laura von Skyline of Books Datum: 06. July 2019

Klappentext „Esthers Familie ist ungewöhnlich. Das ist das Mindeste, was man sagen kann. Ihr Vater wagt sich nicht mehr aus dem Keller, der Bruder kann nur bei Licht schlafen und die Mutter hat panische Angst vor allem, was Unglück bringen könnte. Was Esthers größte Angst ist, weiß sie nicht. Aber vorsichtshalber notiert sie alles, was infrage kommen könnte, in einer Liste. Und die gerät ausgerechnet in die Hände von Jonah Smallwood – ihrem Schwarm aus der Grundschule. Doch statt sie auszulachen, hilft Jonah ihr, sich ihren Ängsten zu stellen. Gemeinsam arbeiten sie die Liste ab und kommen sich immer näher. Bis Esther erfährt, was Jonah getan hat.“ Gestaltung Das Cover finde ich sehr sommerlich und süß. Das Stück Wassermelone am oberen Bildrand aus dem sowohl Regentropfen als auch kleine Herzchen regnen gefällt mir aufgrund des Zeichenstils und weil es einen Farbtupfer auf dem ansonsten ruhigen Cover darstellt richtig gut. Ich mag auch die Schriftart und Farbe des Titelschriftzuges, denn der rötliche Ton hebt sich von dem Hintergrund schön ab. Das helle Gelb des Hintergrundes sorgt zudem für den sommerlichen Effekt und ist gleichzeitig nicht zu knallig, sodass ich das Cover insgesamt sehr stimmig finde. Meine Meinung Nachdem ich von Autorin Krystal Sutherland schon „Unsere verlorenen Herzen“ gelesen hatte und dieses Buch mir richtig gut gefallen hatte, war ich gespannt auf ihr neustes Werk. In „Es muss ja nicht perfekt sein“ geht es um Esther, die in einer Familie aufwächst, in der einige Ängste vorherrschen. Esther weiß nicht, was ihre größte Angst ist, aber sie schreibt sicherheitshalber alles in Frage kommende auf. Als Esters Grundschulschwarm Jonah an diese Liste kommt, hilft er ihr, sich ihren Ängsten zu stellen und so kommen sich die beiden näher. Doch Jonah verbirgt ein Geheimnis… Wenn ich „Es muss ja nicht perfekt sein“ mit „Unsere verlorenen Herzen“ vergleiche, muss ich doch sagen, dass mich das neue Buch der Autorin etwas irritiert hat, denn „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist ziemlich skurril. Direkt mit den ersten Seiten geht es eigentlich schon los, denn Esther trägt beispielsweise ein Rotkäppchenkostüm (und im Verlauf der Geschichte viele weitere seltsame Verkleidungen). So ist sie genau wie ihre ganze Familie ziemlich komisch. Für meinen Geschmack manchmal etwas zu komisch und abgedreht, denn ich vermisste doch etwas die realistischen Züge bei dieser Familie. Das fand ich etwas schade, denn die Idee hinter der Geschichte fand ich eigentlich richtig gut. Es geht darum zu zeigen, dass man sich seinen Ängsten stellen kann und sollte und es in Ordnung ist, sich dafür Hilfe zu holen. Diese Botschaft fand ich schön und vor allem die Geschehnisse mit Esther und Jonah fand ich sehr bewegend und berührend. Hier hat die Autorin das geschaffen, was mich schon bei „Unsere verlorenen Herzen“ so überzeugt hat: sie konnte mich mit der Geschichte ergreifen und berühren. Der Aspekt mit Esther und Jonah war auch wirklich schön ausgearbeitet, denn es gab hier auch ein paar lustigere Momente, sodass mir die Abwechslung in diesen Szenen gut gefallen hat – von ernst bis zu humorvoll war alles dabei. Aber dennoch konnte mich die Skurrilität all der Charaktere und Gegebenheiten, die Esther und Jonah umgeben, nicht überzeugen. Es war mir einfach zu abgedreht und unglaubwürdig, denn nicht nur Esthers Familie hat einige psychische Probleme zu bewältigen, auch andere Charaktere wie z.B. ihre beste Freundin kämpfen damit. So war mir dies einfach zu gehäuft bei zu vielen Figuren, die einander kennen und miteinander in Verbindung stehen. Zwar finde ich es toll, dass die Autorin sich dem Thema der Ängste und der psychischen Erkrankungen annimmt und diese auch ernsthaft darstellt und thematisiert, aber es war dann teilweise doch zu überspitzt (wenn beispielsweise noch ein Familienfluch hinzukommt). Den Schreibstil von Krystal Sutherland fand ich wieder sehr gelungen, denn ich habe das Gefühl, dass ich mich in diesen fallen lassen kann. Die Autorin schreibt leicht und locker, sodass ich die Geschichte sehr schnell gelesen habe. Auch die ernste Thematik, die die Autorin mit Jonahs Charakter in die Geschichte einbringt, fand ich von ihr sehr gefühlvoll dargestellt und passend aufgegriffen. Hiermit konnte sie mich wirklich überzeugen und Jonahs Bürde auch sehr emotional beschreiben, sodass mein Herz schwer wurde, als ich von seinen Schwierigkeiten las. Fazit Wie schon bei „Unsere verlorenen Herzen“ zeichnet sich auch „Es muss ja nicht perfekt sein“ durch den locker-leichten Schreibstil der Autorin aus. Die Chemie zwischen den beiden Protagonisten gefiel mir sehr und ich mochte die Bewältigung von Esthers Ängsten mit Hilfe von Jonah am liebsten an diesem Buch. Die Nebencharaktere fand ich etwas zu skurril und sonderbar, was mir leider nicht gefallen hat. Dafür fand ich die Botschaft des Buches ansprechend und vor allem wichtig: stell dich deinen Ängsten und dabei Hilfe in Anspruch zu nehmen ist nicht schlimm. Knappe 4 von 5 Sternen! Reihen-Infos Einzelband

Anders als erwartet

Von: Sophie Sprenger Datum: 12. June 2019

Ist das Cover nicht der Wahnsinn? Es verspricht (ungeachtet des Klappentextes) ein wundervolles Sommerbuch. Allein die Aufmachung war für mich Anlass genug, dieses Buch lesen zu wollen. Bekommen habe ich dann allerdings etwas völlig anderes als erwartet - und ich war durchaus positiv überrascht. Die Autorin behandelt die Themen Depressionen, Anderssein, Phobien und ganz allgemein die Selbstfindungsphasen von Teenagern. Dabei gelingt es ihr wirklich meisterhaft, all diese Schwierigkeiten anzusprechen und kompakt in einen Roman zu verpacken. Der Schreibstil ist ein wenig besonders allerdings durchaus angenehm. Die Charaktere sind vielschichtig, facettenreich und in der Lage, eine Wandlung durchzumachen. In diesem Buch ist kaum etwas vorhersehbar. Allerdings gibt es auch einige Längen, etliche Passagen sind sehr, sehr ausschweifend dargestellt und wirken so etwas gewollt. Ich denke, die Leser sind durchaus in der Lage, dem Geschehen zu folgen, ohne das seitenlange Erklärungen zum jeweiligen Gemütszustand des betreffenden Charakters von Nöten sind. :) Insgesamt allerdings ein wirklich lesenswertes Buch, das auch im Nachhinein noch nachdenklich stimmt. Definitiv mit Fingerzeig: du bist einzigartig! Du bist richtig so, wie du bist und es ist absolut okay, anders zu sein. Du musst nicht mit der Masse schwimmen und kannst definitiv zu dir selbst stehen!

Eine besondere Jugendbuch-Geschichte

Von: Corinnas World of Books Datum: 04. June 2019

Meine Meinung: Esther ist eine authentische Protagonistin, die in einer etwas anderen Familie lebt. Sie ist eine authentische Protagonistin, die ich mit jeder Seite gerne mehr begleitet habe. Der Schreibstil ist angenehm flüssig und wird am meisten aus der Perspektive von Esther erzählt. Der Leser kann sie so noch näher kennen lernen und ihre Gedanken und Gefühle erfahren während der Handlung. Die Nebenfiguren sind ebenso authentisch und gestalten die Geschichte mit. Die Handlung hat mich langsam mitgezogen und ich habe mit jeder Seite, die Charaktere begleitet und konnte so in die Geschichte finden. Esther notiert sich ihre Ängste anhand einer Liste und als diese in die Hände ihres Schwarms kommt wird alles anders.... Das Cover sieht einfach toll aus und macht neugierig auf die Geschichte. Fazit: Eine etwas andere Jugendbuch-Geschichte, die einen zum Nachdenken anregt.

Wenn Angst von noch mehr Angst begleitet wird

Von: Lesefieber-Buchpost Kati Datum: 02. June 2019

"Ihre Mutter Rosamary Solar erklärte ihr am Telefon, dass sie sich unter keinen Umständen mehr in der Lage sehe, ihre Tochter abzuholen. Eine Katze, schwarz wie die Nacht und mit Dämonengelben Schlitzaugen, hatte sich auf der Motorhaube der Familienkutsche niedergelassen." Nach diesem ersten Satz hatte ich mir zusammen mit dem Klappentext eine eher lustige Geschichte vorgestellt. Doch so oft der Sarkasmus in diesem Buch einem auch zum schmunzeln bringt, so verbirgt sich hinter der Geschichte dennoch ein ernstes Thema. Es geht um Angst. Und in Esthers Familie hat fast jedes Familienmitglied damit zu kämpfen. Das traurige daran ist, das alle so sehr mit sich selbst zu kämpfen haben, das Esther und ihr Bruder dabei völlig hinten runterfallen. Die Angst bestimmt ihr aller Leben und lässt sich trotz verschiedenster versuche wie einem Hufeisen über der Tür oder Salbei unter dem Bett nicht verscheuchen. Esthers Vater ist so sehr seiner Angst verfallen, das er sich seit Jahren nicht mehr aus dem Keller traut, ihre Mutter glaubt vom Pech verfolgt zu werden und ihr Bruder hat panische Angst vor der Dunkelheit. Ein Familienleben ist unter diesen Umständen nicht denkbar. Auch Esther glaubt diesem Familienfluch zu unterstehen und hat deshalb gleich eine ganze Liste angefertigt, auf der sie ihre Ängste aufzählt. Zum Glück trifft sie auf Jonah, der ihr beim Kampf gegen die Angst unter die Arme greift. ------------- Dieses Buch geht einem sehr nahe. Zu Anfang dachte ich, wie bereits erwähnt, es handelt sich eher um eine humorvolle Geschichte, doch Esthers Leben ist alles andere als das. Es scheint wirklich ein Fluch auf der Familie zu liegen, alles spricht dafür, und genau deshalb klammert sich Esther daran, ihre persönlich größte Angst zu finden. Dabei lernt sie Jonah besser kennen und muss feststellen, das nicht nur in ihrer Familie Chaos herrscht. Die Autorin hat sehr deutlich gemacht, das nicht überall heile Welt ist und das man mit seinen Problemen nicht alleine dasteht. Das besondere an diesem Buch ist, das die Geschichte so gewaltig ist. Es wird nicht nur ein Thema angesprochen, sondern gleich ein ganzer Batzen. Selbstmordgedanken, Ängste, psychische Probleme und auch Selbstwahrnehmungsstörungen sowie Häusliche Gewalt. Wenn man bedenkt, das dieses Buch nur 400 Seiten hat, könnte man denken, es wirkt durch die ganzen Probleme sehr überladen und unglaubwürdig, doch das sehe ich überhaupt nicht so. Ich bin der Meinung, das die Autorin alles wichtige auf den Punkt gebracht hat und sogar noch etwas Platz für eine zarte Liebesgeschichte gelassen hat. Dieses Buch soll Mutmachen und ich denke genau das kann es auch. Man spürt bis zuletzt, das die Autorin sich mit dem Thema auseinander gesetzt hat. Was ich auch wichtig finde sind die Stellen, an die man sich im Hilfefall wenden kann! Mit diesem ernsten Thema und den glaubwürdigen Protagonisten bekommt dieses Buch eine klare Leseempfehlung.

Ein ungewöhnliches und ganz besonderes Buch!

Von: CorniHolmes Datum: 26. May 2019

Da mich Krystal Sutherland mit ihrem Debütroman „Unsere verlorenen Herzen“ richtig begeistern konnte, war meine Neugierde sofort geweckt, als ich beim Durchstöbern der cbj Verlag-Vorschau auf ihr neues Jugendbuch gestoßen bin. Cover und Klappentext überzeugten mich auf Anhieb, sodass für mich sehr schnell feststand, dass ich das Buch unbedingt lesen muss. Esthers Familie ist ungewöhnlich. Mehr als ungewöhnlich. Ihr Vater lebt im Keller und hat diesen seit vielen Jahren nicht mehr verlassen, ihr Zwillingsbruder Eugene hat eine panische Angst vor der Dunkelheit und ihre Mutter fürchtet sich vor allem, was Pech bringen könnte, daher laufen überall im Haus Kaninchen rum (Kaninchenpfoten sollen schließlich Glück bringen) und auch sonst hat Esthers Mum viele Vorkehrungen gegen das Unglück getroffen. Und Esther? Was ihre größte Angst ist, weiß die 17-jährige nicht, aber normal ist sie auch nicht. Nicht nur, dass man sie nur in den merkwürdigsten Verkleidungen antrifft, als Rotkäppchen zum Beispiel, sie führt auch eine recht seltsame Liste. Auf dieser notiert Esther all die Dinge, die ihr Angst machen. Das sind mittlerweile erstaunlich viele, 50, um genau zu sein. Maisfelder, Hummer, Motten…Ob es normal ist, dass man sich vor so vielen Dingen fürchtet? Vermutlich nicht, daher soll diese Liste auch nur ja keiner zu sehen bekommen! Leider fällt sie dann ausgerechnet Jonah Smallwood in die Hände, Esthers Schwarm aus der Grundschule. Doch anstatt sich über Esther lustig zu machen, bietet er ihr ihre Hilfe dabei an, sich ihren vielen Ängsten zu stellen. Gemeinsam beginnen sie die Liste Punkt für Punkt abzuarbeiten und kommen sich dabei immer näher… „Es muss ja nicht perfekt sein“ war irgendwie so ganz anders als erwartet hatte. Ich hatte hier mit einer emotionalen, tiefgründigen und unterhaltsamen Liebesgeschichte gerechnet. All dies ist die Story zwar auch, nur eben nicht so, wie ich angenommen hatte. Das Buch ist ziemlich skurril und abgedreht, zugleich ist es aber auch ernst und tiefsinnig. Das Buch nimmt einen wahrlich auf eine emotionale Achterbahnfahrt der Gefühle mit. Es bringt einen mit seinen vielen verrückten Ideen zum Lachen und Schmunzeln, es berührt und schockiert einen aber auch und beschäftigt einen noch eine ganze Weile nach dem Lesen. Schon das erste Kapitel beginnt sehr schräg. Wir lernen Esther im ersten Kapitel als Rotkäppchen verkleidet kennen und ich kann euch ja schon mal verraten, dass noch so eine weitere ausgefallene Kostümierungen folgen werden. ;) Esther ist schon ein bisschen komisch, aber auch total lieb und sympathisch. Ich mochte sie auf Anhieb und habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen. Wen man als noch viel ungewöhnlicher bezeichnen kann, ist Esthers Familie. Ich muss gestehen, dass ich mich stellenweise köstlich über die Ticks und Eigenarten der Solars amüsiert habe, da sie manchmal einfach so witzig und auch etwas überspitzt dargestellt werden. Eigentlich aber ist all dies gar nicht zum Lachen. Esthers Eltern, ihr Bruder, sie selbst – sie alle haben psychische Probleme, leiden unter Ängsten, Phobien und Depressionen, sodass man eigentlich nur Mitleid mit ihnen empfinden sollte. Besonders schockiert hat mich die Geschichte des Vaters. Dieser lebt seit sechs Jahren im Keller des Hauses und hat diesen tatsächlich seit seinem Einzug nicht mehr verlassen. Ich fand das einfach nur schlimm. Sehr getroffen haben mich aber auch Eugenes Probleme. Er leidet an Depressionen und hat eine panische Angst vor der Dunkelheit. Jeden Abend, ehe es dunkel wird, läuft er durchs ganze Haus, um alle Lampen anzuschalten und viele, viele Kerzen anzünden, damit die Dunkelheit auch nur ja keine Chance hat, in das Haus der Solars einzuziehen. Das Schicksal der Mutter ist ebenfalls furchtbar. Man kann zwar irgendwie nicht anders, als über ihre ganzen Schutzvorkehrungen gegen das Unglück und ihren großen Glauben daran zu schmunzeln, aber lustig ist es ja eigentlich nicht. Das Leben, dass die Solars durch ihre Ängste führen, ist alles andere als schön und fröhlich. Hinzu kommt dann auch noch der Familienfluch, der angeblich schon seit vielen Jahren auf den Solars lastet. Der Handlungsstrang mit dem Fluch hat mir persönlich nicht ganz so gut gefallen. Wir erfahren durch Rückblenden wie dieser sonderbare Familienfluch entstanden ist und, keine Ahnung, mir war das irgendwie etwas zu creepy und verrückt. Spannend sind diese Erzählungen zwar, sogar gruslig, finde ich, aber eben auch komisch. Die Geschichte, die hier erzählt wird, wird definitiv nicht jedermanns Sache sein. Es ist schon eine recht spezielle Art, wie wichtige Themen wie psychische Erkrankungen, Tod und Ängste hier behandelt werden. Da ich total auf einen schwarzen Humor stehe, hat mir diese Erzählweise sehr gefallen, nur eben die Sache mit dem Fluch, die fand ich dann doch etwas eigentümlich. Was mir dafür umso besser gefallen hat, sind die gemeinsamen Erlebnisse von Esther und Jonah. Die beiden machen sich zusammen daran, Esthers Angst-Liste abzuarbeiten und wie das beschrieben wird, ist einfach nur wunderschön, sehr berührend und stellenweise auch richtig lustig. In der Mitte hat sich das Buch für meinen Geschmack zwar ein bisschen gezogen, aber wirklich schlimm fand ich das nicht. Durch den locker-leichten Schreibstil haben sich auch die etwas langatmigen Passagen sehr gut lesen lassen. Wen ich im Verlaufe des Buches unheimlich liebgewonnen habe, ist Jonah. Mit ihm ist Krystal Sutherland ein wundervoller Charakter gelungen, er ist so ein lieber und hilfsbereiter Kerl. Leider aber hat auch Jonah sein Päckchen zu tragen. Mit ihm bringt Krystal Sutherland ein weiteres ernstes Thema zur Sprache: Häusliche Gewalt. Esther und Jonah haben es also beide nicht leicht im Leben. Gemeinsam werden sie sich ihren Problemen stellen und geben sich gegenseitig halt. Die zarte Liebesgeschichte, die dabei entsteht, hat mich sehr berührt. Ich hatte zwar mit mehr Romantik gerechnet, aber gestört hat es mich nicht, dass das Augenmerk der Handlung deutlich mehr auf den bereits genannten ernsthaften Themen liegt. Mit weiteren Nebencharakteren bringt die Autorin sogar noch weitere Erkrankungen mit ins Spiel. So leidet der Großvater der Zwillinge an Demenz und Esthers beste Freundin Hephzibah weigert sich zu sprechen. Heph ist ebenfalls ein sehr wundersamer Charakter. Da hatte ich sogar zuerst gedacht, dass sie nur eine Fantasiefreundin von Esther sei. Erst später habe ich dann festgestellt, da sie wohl doch existiert. Als normal kann man hier wirklich keinen der Charaktere bezeichnen. Wobei – was ist schon normal? Mir haben die Charaktere wahnsinnig gut gefallen. Sie wirken einfach so echt und authentisch und sind durch ihre vielen Eigenarten allesamt einzigartig. Krytal Sutherland ist mit „Es muss ja nicht perfekt sein“ ein ungewöhnliches, aber wirklich tolles Buch gelungen, welches eine großartige Message enthält: Es ist wichtig sich seinen Ängsten zu stellen und sich Hilfe zu holen, wenn man Probleme hat oder an einer psychischen Erkrankung leidet. Sich Hilfe holen ist nicht schlimm und man wirkt dadurch nicht schwach. Im Gegenteil, es zeigt, wie stark und mutig man ist, wenn man den Schritt tut, seine Probleme anzugehen und bereit ist, Hilfe von außen anzunehmen. Fazit: Ganz anders als erwartet, aber keineswegs schlecht anders. Mir hat das Buch ein sehr ungewöhnliches und unerwartetes Leseerlebnis beschert. Es behandelt auf eine ganz besondere Weise ernste Themen wie psychische Erkrankungen, Tod und Ängste. Die Geschichte ist stellenweise ziemlich abgedreht und skurril, zugleich ist sie aber sehr berührend und emotional. Man muss sich darauf einlassen können und wenn einem das gelingt, wird man unvergessliche Lesestunden mit dem Buch erleben. Für volle 5 Sterne hat es mir hier zwar nicht gereicht, aber wärmstens empfehlen kann ich „Es muss ja nicht perfekt sein“ natürlich dennoch. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

Es muss ja nicht perfekt sein

Von: Denise_H Datum: 18. May 2019

Inhalt 50 irre Sonntage, viele Ängste und eine große Liebe Esthers Familie ist ungewöhnlich. Das ist das Mindeste, was man sagen kann. Ihr Vater wagt sich nicht mehr aus dem Keller, der Bruder kann nur bei Licht schlafen und die Mutter hat panische Angst vor allem, was Unglück bringen könnte. Was Esthers größte Angst ist, weiß sie nicht. Aber vorsichtshalber notiert sie alles, was infrage kommen könnte, in einer Liste. Und die gerät ausgerechnet in die Hände von Jonah Smallwood – ihrem Schwarm aus der Grundschule. Doch statt sie auszulachen, hilft Jonah ihr, sich ihren Ängsten zu stellen. Gemeinsam arbeiten sie die Liste ab und kommen sich immer näher. Bis Esther erfährt, was Jonah getan hat. Meine Meinung Was macht man, wenn einem Ängste umbringen können? Und wie geht man vor, um die potenziell tödlichste Angst identifizieren zu können? Ist jetzt die Angst vor Motten verglichen mit der Höhenangst weniger tödlich? Oder muss man sich trotzdem eher vor Hummern fürchten? Esther ist davon überzeugt, dass ihre Familie verflucht ist und das jeder einzelne von ihnen an seiner schlimmsten Angst sterben muss. Aus diesem Grund hat sie sich auch entschieden, alle potenziellen Ängste aufzuschreiben und ihnen von da an aus dem Weg zu gehen. Die Idee an sich wäre ja gar nicht schlecht gewesen, würden nicht ständig neue Sachen hinzukommen. Als die Lage schon fast aussichtslos erscheint, taucht auf einmal ihr alter Freund Jonah auf und überredet sie, sich jeden Sonntag einer ihrer Ängste zu stellen. Aber so einfach kann es wohl nicht sein und wer weiss vielleicht stehen ihre eigentlichen Ängste gar nicht auf der Liste. Nach einem eher schrägen dafür aber amüsanten Einstieg, konnte mich die Autorin schnell für ihre einzigartige und originelle Geschichte gewinnen. Mit ihrem leichten und flüssigen Schreibstil erzählt sie uns nicht nur von Esther und ihrer Familie, sondern mischt zum Verständnis auch noch die ursprüngliche Erzählung zum Familienfluch hinzu. Leider wurde mir jedoch schnell klar, dass hier zwar wichtige Themen wie etwa Depressionen und Phobien behandelt werden, zur gleichen Zeit jedoch andere genauso wichtige Aspekte völlig falsch dargestellt wurden. So hatte es zum Beispiel Abschnitte in denen sie Sommersprossen und rote Haare als hässlich bezeichnet, Taschendiebe verharmlost und Familienprobleme viel zu einfach repräsentiert hat. Versteht mich nicht falsch, das Leben ist nicht perfekt und das kann man auch in einem Buch einbauen, solche Angaben sollten aber zumindest zu einem späteren Zeitpunkt als Ergänzung anders dargestellt werden. Fazit Trotz der liebenswerten und für einmal etwas anderen Charaktere und dem guten und flüssigen Schreibstil, lies mich dieses Buch mit sehr gemischten Gefühlen zurück. Beschrieb die Autorin auf der einen Seite eine sehr gute und wichtige Unterhaltung über Ängste und das Leben an sich, ruinierte sie dies gleich wieder mit einer negativen Darstellung über das Aussehen von Esther. Weckt die Geschichte jedoch euer Interesse oder seid ihr auf der Suche nach einem Jugendbuch, dass durchaus wichtige Themen bespricht, würde ich diesem Buch auf jeden Fall eine Chance geben.

Ein bewegendes Buch über die Liebe und starke Ängste

Von: chrissysbooks Datum: 09. May 2019

Esther ist 17 Jahre alt und hat es nicht einfach. Ihre Familie ist anders. Der Vater hat Angst das Haus zu verlassen und lebt im Keller, ihre Mutter hat Angst vor Pech und der Bruder kann in der Dunkelheit nicht schlafen. Die Ängste bestimmen das Leben der Familie. Und Esther? Sie hat das Glück, dass Jonah ihr hilft sich ihren Ängsten zu stellen. Die Autorin Krystal Sutherland schreibt in ihrem Jugendbuch über ein sehr wichtiges Thema "Phobien und Depressionen", das mich im Anschluss noch sehr beschäftigt hat. Trotz der ergreifenden Thematik habe ich mich manchmal ertappt, dass ich Zeilen übersprungen habe, da mir manche Situationen zu ausschweifend beschrieben wurden. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig zu lesen. Krystal Sutherland hat sehr interessante aber auch ausgefallene Charaktere erschaffen. Mit den Jugendlichen, Esther, Jonah und auch Eugene, habe ich oftmals mitgelitten. Esther hat es nicht immer leicht aber sie versucht trotzdem Verständnis für ihre Familie aufzubringen. Jonah war mir auf anhieb sympathisch. Es war amüsant, wie er es immer schaffte, Esther dazu zu bringen, sich ihren Ängsten zu stellen. Je mehr sie sich darauf einließ, desto mehr wurde Esther bewusst, dass ihre Ängste ihr wunderbare Dinge vorenthalten hatten. Die Autorin vermittelt mit diesem tiefgründigen Buch, wie wichtig es ist sich Ängsten zu stellen und besonders bei psychischen Erkrankungen Hilfe von außen zu holen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es gibt von mir eine klare Leseempfehlung.

Außergewöhnlich

Von: kleinebuecherwelt Datum: 09. May 2019

Es muss ja nicht perfekt sein ist ein Buch, das mich überrascht hat. Zu Beginn habe ich ein gewöhnliches Jugendbuch erwartet, das eine unterhaltsame Liebesgeschichte erzählt, doch nach einer Weile wird klar, dass das Buch viel mehr Ernsthaftigkeit verbirgt. Die Liebe steht nämlich nicht im Fokus, sondern zahlreiche Themen, die sich mit psychischer Gesundheit auseinandersetzen. Vor allem Ängste werden behandelt, aber auch weitere relevante Themen. Das gelingt der Autorin so authentisch, dass mich das Buch sehr berührt hat und es immer wieder Szenen gibt, die den Leser mitten ins Herz treffen. Gleichzeitig zeigt die Autorin, dass keine Familie perfekt ist und beschäftigt sich hier mit der Bedeutung von Liebe auf tiefgründige Weise. Die außergewöhnliche Geschichte beginnt sofort spannend. Man lernt Esther als ungewöhnliches Mädchen kennen, das sich jeden Tag verkleidet und um ihre Familie sorgt. Auch Jonah hat seine Ecken und Kanten, was ihn sehr sympatisch macht. Die weiteren Charaktere sind ebenfalls besonders. Beispielsweise spricht Esthers beste Freundin nicht und ihr Bruder kann nur bei Licht schlafen. Die Charaktere wirken nicht perfekt, sondern echt. Das verknüpft mit ihren Besonderheiten führt dazu, dass man sie schnell ins Herz schließt. Die Geschichte wird hauptsächlich von den Tagen getragen, an denen sich Esther mit Jonah zusammen ihren Ängsten stellt. Jeden Sonntag ist eine andere Angst dran. Die Erlebnisse werden unterhaltsam beschrieben und man fühlt mit Esther mit. Die Autorin präsentiert amüsante Ideen, bei denen man merkt, dass sie sich viele Gedanken gemacht hat. Ich muss zugeben, dass sich die Geschichte in der Mitte etwas zieht und stellenweise langweilig wird, weil es dann nur noch um das Abarbeiten der Liste geht, aber das ändert sich gegen Schluss wieder. Die letzten 100 Seiten sind nämlich so spannend, dass man gar nicht mehr aufhören kann zu lesen. Vor allem, weil etwas Überraschendes passiert und darauf weitere unerwartete Momente folgen. In den letzten 100 Seiten wird das Thema psychische Gesundheit sehr stark aufgegriffen und der ernste und wichtige Unterton des Buchs kommt komplett zum Vorschein. Bis zum Ende lässt die Autorin alle Charaktere eine Entwicklung durchlaufen, was schön mitanzusehen ist. Vor allem, weil die Charaktere dadurch dem Leser ein Gefühl von Hoffnung vermitteln. Ich habe kein vergleichbares Buch gelesen und finde, dass Es muss ja nicht perfekt sein eins der besten Bücher über psychische Gesundheit ist, das ich bisher gelesen habe. Fazit: Eine außergewöhnliche Geschichte hinter der sehr viel Ernsthaftigkeit steckt.

Es war einfach nicht so meins

Von: Luna Datum: 07. May 2019

Esther hat es mit ihrer Familie echt nicht leicht. Alle glauben an den Fluch, der auf ihnen lasten soll und sind an irgendeine Phobie gebunden, die ihnen das Leben zur Hölle macht. Ihre Mutter ist vom Pech verfolgt und hortet jeden Glücksbringer, den sie zu fassen bekommt. Das geht sogar so weit, dass sie alle möglichen Kräuter schluckt/sich damit einreibt oder dabei hat, oder eben ihre Tochter nicht abholen kann, weil eine schwarze Katze auf dem Auto sitzt. Eugene, der Bruder lebt Tag und Nacht in völliger Beleuchtung, weil in der Dunkelheit Dämonen lauern, die selbst jeder von uns panisch betrachten würde, wenn wir solche Wahnvorstellungen hätten. Und der Vater der Familie lebt seit 6 Jahren im Keller. Nur Esther hat ihre Angst noch nicht gefunden und trägt daher eine Liste mit sich herum, auf der sie mögliche Phobien notiert hat. Als diese Liste zu Jonah gelangt, ist das zunächst mal ein ganz schönes Ärgernis. Denn wer möchte schon, dass so etwas Wichtiges einem Dieb und Lügner in die Hände fällt. Doch auch er hat sein Päckchen zu tragen und auf dem Weg, herauszufinden welche Angst Esther packen könnte, macht auch der große, verrückte Junge einige Erfahrungen. “Es muss ja nicht perfekt sein” habe ich mir anders vorgestellt, als es dann wirklich wahr. Ich hatte auf eine tiefgehende, sehr emotionale Geschichte gehofft, aber das war schwierig. Irgendwie waren beide Attribute schon gegeben und irgendwie eben auch nicht. Ich kam an die Charaktere nicht wirklich ran, konnte mich nie lange vom Buch fesseln lassen. Die Tatsache, dass hier wirklich schlimme, ja schon krankhafte Ausmaße von Angstzuständen ziemlich trocken dar gestellt wurden, erschreckte mich. Versteht mich nicht falsch, es wurde nichts ins übertrieben Lächerliche gezogen oder verharmlost, aber Esther sah das alles so als gegeben an, als normal, dass ich nicht mal darüber schmunzeln konnte. Es war übertrieben beschrieben, aber eben nicht mit lustigem schwarzen Humor, sondern dermaßen düster, traurig und dramatisch, dass ich oftmals das Buch einfach zur Seite gelegt habe und mich fragte, warum dieser Familie denn nicht einfach schon eher jemand mal geholfen hat. Natürlich war es schon interessant zu lesen, was sie mit Jonah alles erlebt, aber viele Momente oder auch Rückblenden waren so obskur, dass das Lesen der Geschichte einfach anstrengend war. Was Eigenschaften und Persönlichkeiten angeht konnte Krystal Sutherland die Charaktere schon toll darstellen. Ich finde sie hat, was die Beschreibungen des Settings angeht, auch Talent das zu verbildlichen, aber hier kam ich dann auch leider schon an meine Grenzen. Es war einfach zu viel von allem auf einmal. Auch der Stil der Autorin war etwas mühsam für mich. Es wurden so viele Informationen in möglichst wenig Platz gepresst und ich fühlte mich erschlagen von den Szenen. Wenn man sich auf den Schreibstil einlassen kann, ist “Es muss ja nicht perfekt sein” vielleicht sogar etwas emotionaler, aber bei mir kam echt nicht so viel an. Ich war enttäuscht.

Ganz nette Liebesgeschichte

Von: Trinity_41 Datum: 25. August 2019

Das Cover lässt in keiner Weise auf den teils ernsten, teils schwarzhumorigen Inhalt schließen. Die kleinen Herzchen deuten zwar eine Liebesgeschichte an, aber die leichten Frühlingsfarben führen auf den ersten Blick in die Irre. Doch bereits der Klappentext verrät, dass es sich um eine außergewöhnliche Liebesgeschichte handelt. Esther Solar ist familiär vorbelastet, was alltägliche und ausgefallene Phobien angeht. Jeder in ihrer Familie hat mehr oder minder ausgeprägte Ängste. Aus "Angst vor der Angst" und weil sie nicht weiß, wovor sie am meisten Angst hat, schreibt Esther alle möglichen Phobiequellen in einer Liste nieder. Diese findet ausgerechnet ihr ehemaliger Schwarm au Grundschultagen, Jonah. Doch anstatt sie - wie alle anderen - zu belächeln oder zu mobben, hilft er ihr, die Ängste zu überwinden. Eine sehr ungewöhnliche Geschichte mit ernstem Hintergrund. Ich finde, der Autorin gelingt es, nicht in den Ratgeber-Kanon einzustimmen und durchgehend leicht und flüssig zu schreiben. An manchen Stellen war es mir dennoch zu langatmig - obwohl ich versucht habe, mich in die Zielgruppe hineinzuversetzen. Daher mein Punktabzug.

Perfekt für zwischendurch

Von: Jassi177 Datum: 12. June 2019

Dies war der erste Roman, den ich von Krystal Sutherland gelesen habe. Ich fand die Geschichte rund um Esthers Familie sehr unterhaltsam . Mir hat der schreibstil ganz gut gefallen und es ist ein schönes Jugendbuch, dass auch etwas zum nachdenken anregt.

Ein unfassbar gut gelungenes und fesselndes Buch

Von: Smaragdlizzl Datum: 09. June 2019

Die Geschichte um Esther und Jonah hat mich unglaublich gefesselt. Ich war immer gespannt welche Angst sie als nächstes überwinden und wie sie das anstellen. Die Liebesgeschichte drumherum ist wunderschön. Auch das Ende ist unglaublich gut gelungen (um nicht zu viel zu verraten). Also alles in allem habe ich es sehr genossen das Buch zu lesen und kann es nur weiterempfehlen.

Auch was für Ü14

Von: Kathi Datum: 28. May 2019

Es muss ja nicht perfekt sein Ein sehr einfacher und fast nichtssagender Titel und trotzdem hat es mich irgendwie angesprochen. Dazu kam dann allerdings auch noch der Hinweis, dass das Buch für 14 Jährige empfohlen wird, was mich dennoch - 5 Jahre älter nicht davon abgehalten hat es zu lesen und ich muss sagen... Ich bin begeistert. Es zeigt einfach unglaublich gut wie es Menschen mit Angstzuständen geht, wie es ihnen aber auch gehen kann. In meinen Augen ist es wichtig, dass so ein Thema nichz dtill geschwiegen wird, damit Menschen dich nicht als 'schwach' oder 'weniger Wert' empfinden und das schafft dieser Roman sehr gut. Auch die Freundschaft zwischen Esther und Jonah ist sehr süß und mitziehend. Keiner der Nebencharaktere wirkt irgendwie fehl am Platz, es ist alles sehr gut durchdacht. Trotzdem muss ich leider einen Stern abziehen. Jonah und Esther versuchen eine Liste mit 50 potentiellen Ängsten abzuatbeiten, was sich leider zwischendurch etwas zieht. Trotzdem sehr zu empfehlen :)

Leider nicht mein Fall

Von: Laura Datum: 28. May 2019

Nachdem ich die Beschreibung gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Ich lese immer noch gerne Teenie-Bücher, auch wenn ich längst aus dem Alter raus bin. Ich habe es leider nicht über mich gebracht, dieses Buch zu Ende zu lesen; nach ein paar Kapiteln habe ich aufgegeben. Der Schreibstil hat mich überhaupt nicht angesprochen und ich musste mich regelrecht dazu zwingen, zumindest die ersten Kapitel zu lesen.

das Überraschungsei unter den Jugendbüchern

Von: Blumentopferde Datum: 28. May 2019

Mir war nicht bewusst, dass dieses Buch ein Jugendbuch ist und ich bin mir auch nicht sicher, ob es dieser Bezeichnung gerecht wird. Esther und Jonah, die beiden Hauptpersonen, sind Jugendliche, die zur Schule gehen, sich auf illegal veranstaltete Partys trauen und die sich den Wirren und Herausforderungen des Verliebtseins stellen. Das Buch, das an dieser Stelle nach typischem Jugendbuch klingt, kann aber sehr viel mehr: Es ist tiefgründig und befasst sich ernsthaft mit Themen wie anders zu sein, dem Unperfekten, Ängsten oder Phobien. Der Autorin gelingt es, typisch jugendliche Erlebnisse mit diesen Themen zu verknüpfen ohne in Oberflächlichkeit oder Lächerlichkeit abzudriften. "Es muss ja nicht perfekt sein" ist eine bezaubernde Geschichte über Liebe, Erwachsenwerden, Familie, Ängste und den Mut sich diesen zu stellen. Es wird zwar für Leser/innen ab 14 Jahren empfohlen, ist aber meiner Meinung nach genauso gut für erwachsene Leser/innen geeignet.

es muss ja nicht perfekt sein

Von: CBGB Datum: 28. May 2019

Ich mochte den Schreibstil sehr. Die Geschichte war niedlich, wie die Hauptcharaktere im ersten Kapitel vorgestellt werden und dass es eine Vorrausschau gibt was im Buch noch passiert ohne zusagen, das die Geschichte noch in eine ganz andere Richtung dreht, top. Das ein oder andere hätte ich mir noch ein bisschen emotionaler gewünscht, aber alles in allem eine sehr schöne Geschichte.

Skurril und Humorvoll

Von: V.Höcker Datum: 28. May 2019

Als Testleseexemplar durfte ich „Es muss ja nicht perfekt sein“ lesen und fühlte mich von diesem Jugendbuch, ab 14 Jahren, gut unterhalten. Der humorvoll ironische Schreibstil und die Detailtreue bei der Charakterzeichnung der Protagonistin und der Nebenfiguren gefiel mir besonders gut. Krystal Sutherland wagt sich an Themen wie Ängste, psychische Störungen und Tod, verbindet dies mit einer Liebesgeschichte und schafft es durch manchmal skurrile und humorvolle Darstellung, dass diese Themen meiner Meinung auch Jugendliche ansprechen, nicht nur jung Gebliebene, die gerne Jugendbücher lesen. Der Schluss jedoch war für mich persönlich zu konstruiert, alles in allem aber ist dies ein Roman, der sich zu lesen lohnt.

Wundervolles Jugendbuch mit dem nötigen Tiefgang

Von: Natascha Datum: 27. May 2019

Auf der Familie Solar lastet ein Fluch. Jeder in der Familie leidet unter (mindestens) einer Phobie und diese Phobie wird dem Betroffenen letztendlich auch zum Verhängnis werden. Esther Solar ist die Tochter der Familie und dank der Familiengeschichte und ihrer Andersartigkeit Zielscheibe von Mobbing und Ausgrenzung. Da Esther Solar noch nicht mit Sicherheit sagen kann, was ihr größte Angst ist, führt sie sicherheitshalber einer Liste und meidet alles, was eventuell in Frage kommen könnte. Die Taktik funktioniert eigentlich recht gut - bis die Liste eines Tages ihrem Schwarm aus Grundschultagen, Jonah, in die Hände fällt. Doch anstatt sich über Esther lustig zu machen, hilft er ihr, die Liste abzuarbeiten und die Phobien zu überwinden. Dabei kommen sich die beiden näher und Ester erkennt, dass auch in Jonahs Leben vielleicht nicht alles ganz so perfekt ist. "Es muss ja nicht perfekt sein" ist anders als die meisten Jugendbücher, die ich kenne. Das Thema an sich ist anders und auch die entsprechende Aufbereitung. Für mich ist dies ein Paradebeispiel dafür, wie Jugendbücher 2019 gestaltet sein sollten: Freundschaft und Respekt für den Anderen (auch oder gerade weil er anders ist), die erste Liebe (ohne großen Kitsch), das Überwinden scheinbar unüberwindbarer Hindernisse und das klare Benennen von Problemen, mit denen unsere Gesellschaft zu kämpfen hat (Süchte, Phobien, Alzheimer, Mobbing, etc.). Der Schreibstil ist locker und leicht, wie ich es mir für ein Jugendbuch auch wünsche, und daher lässt sich das Buch zügig und recht schnell lesen. Ich persönlich finde es schwierig, ernste Themen, wie Mobbing, Süchte und psychische Erkrankungen altersgerecht in einem Jugendbuch zu verarbeiten, ohne dass das Buch dabei in die Ecke der "Problem-Ratgeber" abdriftet. Krystal Sutherland ist hier meiner Meinung nach eine gekonnte Mischung aus Ernsthaftigkeit, Aufklärung und Unterhaltung mit der benötigten Portion Humor gelungen. Das Buch ist sehr unterhaltsam und auch humorvoll geschrieben, so dass man von Anfang an mit Esther mitfiebern will und muss. "Es muss ja nicht perfekt sein!" würde ich nicht nur Jugendlichen, sondern generell Menschen empfehlen, die auf der Suche nach sich selbst sind.

Ein Manifest über Mut und Angst

Von: Junefeelings Datum: 27. May 2019

Krystal Sutherland schafft es, ohne in Kitsch zu verfallen, eine komplexe Geschichte über Mut, Freundschaft und Liebe zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Handlung steht die junge Esther Solar, deren Familie wohl nicht merkwürdiger sein könnte . Jedes einzelne Familienmitglied ist behaftet mit einer bestimmten Phobie, die das gesamte Leben und auch den Tod jener Person bestimmt, allerdings erst ab dem Zeitpunkt des Ausbruchs. Und genau das ist der Punkt: Esther hat ihre Phobie noch nicht entdeckt, dafür aber eine Liste aller für sie möglichen Phobien aufgestellt, denen sie sich nach und nach mit ihrem Kindheitsfreund Jonah stellt. Dieses Buch ist für all jene mit einer etwas verrückten Familie, einem Faible für Verkleidung oder dem Wunsch die Angst zu bezwingen.

Keine leichte Lektüre

Von: Ninni Datum: 27. May 2019

Am Anfang des Lesens dachte ich, es handelt sich um einen ganz normalen Roman, doch mit der Zeit wurde es immer verworrener und viele Details lassen mehr auf eine Art Fantasy Buch hindeuten. Bei diesem Buch muss man immer am Ball bleiben und es ist keine leichte Lektüre für zwischendurch, da man sonst sehr schnell den Zusammenhang verliert und manche Ereignisse nicht mehr so auf dem Schirm hat. Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, damit ich die Leser nicht unabsichtlich Spoiler. Was ich jedoch sagen kann, ist, dass sich die Hauptcharaktere, wie ich finde, oft unrealistisch benimmt und auch leider ein paar Passagen etwas in die Länge gezogen wurde. Hier fehlt ein bisschen der knackige Witz und die Spannung in der Erzählung um als Leser fokussiert am Ball zu bleiben. Auch die Schreibweise unterscheidet sich sehr zu normalen Lektüren, da die Sätze meist kurz und knapp gehalten sind und öfter so geschrieben wurden, als wären es Gedanken: Kurz, Knapp und viele Wort-Dopplungen. Also wer hier die Ausschweifungen und Schreibweisen eines klassischen Romanes erwartet ist hier absolut fehl am Platz. Alles in allem war das Buch ganz okay, habe mir erst allerdings etwas völlig anderes unter dem Titel vorgestellt.

Wunderbares Jugendbuch mit vielen Facetten

Von: Stefanie Sprung Datum: 27. May 2019

Das Buch kommt sehr skurill um die Ecke. Es geht um Esther, ein 17jähriges Mädchen, die einen Zwillingsbruder Eugen hat und eine Liste führt, mit Dingen vor denen sie Angst hat. Ihr Bruder hat Angst vor Monstern und der Dunkelheit, ihr beste Freundin ist ein Geist, ihre Mutter spielsüchtig und ihr Vater ist seit Jahren nicht mehr aus dem Keller gekommen. Sie glaubt, es gibt einen Familienfluch und der Opa hat Kontakt mit dem Gevatter Tod. Ein Mitschüler raubt sie aus, entschuldigt sich dann bei ihr und hilft ihr die Liste ihrer Ängste abzuarbeiten, dabei dreht er Videos, die er auf YouTube stellt und damit anderen Mut macht. Und nach und nach kommt Esther in ein ganz normales Teenager Leben an und versteht, dass ihre Welt nicht verflucht ist, sondern alles normale Bezeichnungen hat wie die Depressionen ihres Bruders, die Kontaktangst ihrer besten Freundin und ihre eigenen Ängste. Meine Meinung Ich fand das Buch sehr kurzweilig und mit vielen Gags in der Metaebene auch sehr amüsant. Ich weiß zwar nicht, ob Teenager so Witze auf Breaking Bad verstehen und ein paar andere Filme, aber es muss ja nicht alles zünden. Auch war die Geschichte sehr dicht auf vielen Ebenen, die Zwischengeschichte mit dem Opa und dem Tod. Auch war es alles sehr phantasievoll, so dass ich wirklich erst zum Schluss mitbekommen habe, dass es eigentlich sehr ernst um Depressionen, Suizidversuchen und andere Krankheuten geht. Ich habe es sehr gerne gelesen und kann es nur weiterempfehlen.

Schönes Buch für Jugendliche aber auch Erwachsene

Von: Nicole Datum: 26. May 2019

Inhalt: Esthers Familie ist ungewöhnlich. Das ist das Mindeste, was man sagen kann. Ihr Vater wagt sich nicht mehr aus dem Keller, der Bruder kann nur bei Licht schlafen und die Mutter hat panische Angst vor allem, was Unglück bringen könnte. Was Esthers größte Angst ist, weiß sie nicht. Aber vorsichtshalber notiert sie alles, was infrage kommen könnte, in einer Liste. Und die gerät ausgerechnet in die Hände von Jonah Smallwood – ihrem Schwarm aus der Grundschule. Doch statt sie auszulachen, hilft Jonah ihr, sich ihren Ängsten zu stellen. Gemeinsam arbeiten sie die Liste ab und kommen sich immer näher. Bis Esther erfährt, was Jonah getan hat. Fazit: Zu Beginn hatte ich etwas Probleme in das Buch rein zu kommen. Es behandelt ernste Themen, aber hatte auch einen mystischen Touch, den ich nicht ganz einordnen konnte / kann. Es lies sich dann aber sehr leicht lesen, war traurig, erschreckend, witzig, romantisch und einfach schön! Obwohl es ein Jugendbuch ist, hat es mich teilweise zum Nachdenken angeregt. Auch der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Irgendwann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und wollte wissen, wie sich die Geschichte um Esther und ihre Familie weiterentwickelt. Leider hat mir das Ende nicht ganz so gut gefallen, wie der Rest des Buches, aber es ist auf jeden Fall lesenswert.

Enttäuschend

Von: Susanne Weinsanto Datum: 25. May 2019

Da es ein Testlesebuch war, habe ich mich bis zum Ende "durchgebissen". Der Schreibstil war für mich gewöhnungsbedürftig. Nicht immer war mir klar, warum jetzt im nächsten Kapitel etwas völlig anderes behandelt wurde. Der Klappentext verspricht meiner Ansicht nach wesentlich mehr, als das Buch hält. Ich hatte eine Geschichte erwartet, bei der jeder seine Ängste hat, und auf irgendeine Art und Weise versucht damit umzugehen. Doch weit gefehlt. Es ist ein Buch bei dem es im wesentlichen um Esthers Ängste, ihren Bruder Eugene und Jonah geht. Mit Jonah gemeinsam versucht sie sich den Ängsten zu stellen, das ist für mich, der wesentliche Inhalt des Buches und das reicht nicht für eine gute Geschichte. Dass Esther sich in alle möglichen Verkleidungen schmeisst macht die Geschichte nicht besser. Tur mir leid, aber das war nix - hier kann ich nur 2 Sterne für die Grundidee geben - für mehr reichts beim besten Willen nicht

ein etwas anderes Buch

Von: MinnieMaus1983 Datum: 25. May 2019

Am Anfang des Buches werden zuerst einmal alle Hauptpersonen vorgestellt: Esther, eine 17 jährige Schülerin, die Probleme hat sich selbst zu zeigen und daher immer irgendwelche selbstgemachten Kostüme trägt. Ihr Zwillingsbruder Eugene, der immer nur in totaler Helligkeit sein kann und daher nachts das Haus mit tausenden von Kerzen und Lampen beleucht, da er Angst vor Dämonen im Dunkeln hat. Ihre Mutter Rosemary, welche jeden Abend in Spielhallen verbringt und alles an Glücksbringern sammelt, im Haus verteilt und mit sich herumträgt und ja kein Pech zu haben - daher kann sie auch ihre Tochter nicht abholen, da eine schwarze Katze auf dem Auto saß und Esther musste stundenlang durch den Regen nach Hause laufen. Ihr Vater kommt seit 6 Jahren nicht mehr aus dem Keller, selbst nach einem Schlaganfall. Ihr Großvater hat im Krieg den Tod persönlich kennengelernt und da er im sagt, dass er irgendwann ertrinken würde, hat er panische Angst vor Wasser und hat seitdem nicht einmal mehr die Badewanne oder die Dusche benutzt, sondern sich immer nur gewaschen... Also jeder in der Familie hat eine Phobie, nur Esther weiß nicht wovor sie sich am Meisten fürchtet. Daher trägt sie eine Liste mit 50 Angst einflößenden Dingen mit sich herum. Als sie dann auch noch ihren Grundschulschwarm wieder trifft und ihm ihre Liste in die Hände fällt ist sie natürlich total beschämt. Aber Jonah hilft ihr sich ihren Ängsten zu stellen - 50 Wochen lang, wird immer ein Punkt auf der Liste abgearbeitet. Es ist schon erstaunlich vor was man alles Angst haben kann, aber es ist interessant erzählt und man kann danach sogar mit Esther über ihre unbegründete Angst lachen... Das Ende des Buches hat mich etwas überrascht, aber ich fand es (nach den Vorstellungen aller Personen) dann doch recht interessant.

Lesenswertes Buch für Jugendliche und Erwachsene

Von: tarifun Datum: 24. May 2019

Ein schönes Buch, das ich in jedem Fall weiterempfehlen werde. Im wesentlichen geht es hier um Esther, ihre Familie und Freunde. Ängste, Selbstzweifel, psychische Erkrankungen und Liebe werden hier auf leichte, aber nicht lächerliche Weise thematisiert. Beim Start der Geschichte, wenn einem nach und nach die Figuren vorgestellt werden, hatte ich einen kurzen Moment in dem mir das etwas zu viel wurde, dass hier wirklich jeder ein solches Päckchen zu tragen hat. Ja, soll halt in dieser Geschichte so sein, und wenn man sich drauf einlässt mag man diese Figuren nachher auch wirklich. Ich mochte den Schreibstil und konnte zügig lesen ohne mich zu langweilen. Ich war gespannt wie sich die Charaktere entwickeln und hab sie gern durch die Geschichte begleitet. Der Schluß ist dann wieder etwas vollgepackt mit dem Entwirren der Handlungsstränge, das hat aber dem guten Gefühl welches das Buch bis dahin hinterlassen hat keinen Abbruch getan

Kurzweiliges Jugendbuch über Angst, Mut und den Tod

Von: @_exlibris Datum: 22. May 2019

Die 17jährige Esther hat es alles andere als leicht: die spielsüchtige Mutter verliert sich im Aberglauben, der Vater haust seit Jahren im Keller, der Zwillingsbruder hat Angst vor der Dunkelheit und Esther selbst schleppt gleich eine ganze Liste mit - zumindest potentiellen - Phobien mit sich herum. Kein Wunder, dass sie überzeugt ist, auf der gesamten Familie laste ein Fluch. Und da ist dann auch noch Jonah, ihr Schwarm aus Kindertagen, der sie mehr als einmal enttäuscht hat. Die beiden nähern sich wieder an und beginnen Esthers Ängste zu bekämpfen - eine nach der anderen. Doch kann man dem Familienfluch überhaupt entkommen? Esther will unbedingt der Vergangheit auf die Spur kommen - bis plötzlich das fragile Familiengefüge entgültig zu zerbrechen droht. Der Roman transportiert ein - für alle Altersklassen - wichtiges Thema in einer bitter-süßen Teenagergeschichte. Die Übersetzung scheint - bis auf wenige, etwas hölzern wirkende Formulierungen - gelungen, den deutschen Titel finde ich allerdings unpassend und wenig originell, hier wäre eine Übersetzung des englischen Originals besser gewesen. Der Erzählstil ist locker und flüssig, ohne zu sehr ins Alberne oder Gekünstelte abzudriften. Das lässt einen auch über einige inhaltliche Ungereimtheiten hinwegsehen. Wirklich enttäuscht hat mich nur das Ende, das irgendwie lieblos und unpassend an den Rest der Geschichte montiert wurde. Insgesamt jedoch eine kurzweilige und unterhaltsame Leküre, die gleichzeitig zum Nachdenken über gesellschaftliche Tabus wie seelische Gesundheit und zu mehr Empathie mit vermeintlichen Freaks anregt.

amüsante Lektüre

Von: danhen Datum: 21. May 2019

es liest sich leicht, was natürlich auch an der jungen Zielgruppe liegt, mir hat es sehr viel Spass gemacht es zu lesen. Wenn man einen gewissen Punkt (die ersten 100 Seiten) überwunden hat, will man es nicht mehr weglegen. Finde es sehr amüsant und nachdenklich, da es den jungen Menschen zeigen soll, Ziele zu verfolgen und Ängste zu überwinden.

Die etwas andere Heldin

Von: Velvet in Paradise Datum: 19. May 2019

Esther Solar ist alles andere als ein normaler Teenager. Sie ist 17 Jahre alt, hat unter anderem eine Sozialphobie und einen Faible für Kostüme. Esther Familie ist ebenfalls speziell. Ihre Mutter Rosemary ist spielsüchtig und hat Angst vor Pech.Ihr Vater Peter, lebt seit Jahren im Keller. Esthers Zwillingsbruder Eugene hat Angst vor der Dunkelheit und ihr Opa kennt den Tod persönlich und ist Schuld am Familienfluch. Doch was ist Esthers größte Angst? Eines Tages trifft sie auf Jonah Smallwood, der sie kurzerhand ausraubt. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und gemeinsam stellen sich die beiden Esthers Ängsten und ihrem Wunsch, den Tod persönlich zu treffen. Ein ganzes Jahr lang. Jeden Sonntag. 50 Ängste. 50 Wochen. 50 Videos und 50 Chancen den Tod herauszufordern, um den Familienfluch zu brechen. Und dann verliebt sich Esther in Jonah. Wo fange ich am besten an? Richtig, bei Esther Solar. Sie ist eine Aussenseiterin und wird auf Grund ihrer Vorliebe für Kostüme gemobbt. Esthers selbst findet sich hässlich und sonderbar, die Verkleidungen geben ihr das Gefühl stark und selbstbewusst zu sein, wie der jeweilige Charakter. Bis auf Hephzibah, die nicht spricht, hat Esther keine Freunde. Heph ist so unscheinbar, dass selbst Esther nicht ganz sicher ist, ob sie wirklich existiert oder ein Geist ist. Auch Jonah Smallwood hat zu Hause einige Probleme. Die Charaktere sind so toll beschrieben, dass man sich sofort mit ihnen identifizieren kann. Auch kommen dem ein oder anderen einige Phobien bekannt vor ;-). Mir gefällt die ganze Idee in dem Buch und durch den klaren Schreibstil fliegen die Seiten nur so dahin. Nach und nach bekommt man im Handlungsverlauf mit, was die Ursachen der Probleme sind und viele Dinge klären sich auf (mehr kann ich dazu nicht schreiben ohne zu spoilern). „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist ein Jugendbuch und beinhaltet schwere Themen wie z.B Depression, häusliche Gewalt durch Alkohol, Spielsucht, Demenz und Mobbing. Mit einer wichtigen Message: Nicht wegzuschauen, sondern zu helfen, zu zuhören und den Menschen mit seinen Ängsten zu akzeptieren und nicht als andersartig zu behandeln. Das Buch hat mich vom ersten Moment an gepackt. Gefühlsmässig war bei mir alles dabei. Die Geschichte hat mich zum Nachdenken gebracht. Wie oft sieht man sein Gegenüber wirklich? Und wäre es manchmal nicht besser mit anderen zu reden als den Mist dieser Welt mit sich rumzuschleppen? Fragen und Überlegungen kamen auf. „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist eine Geschichte mit der etwas anderen Heldin, die einen schweren Eindruck bei mir hinterlassen hat. 5 von 5 *

Amüsant und Lesenswert

Von: Sophie2010 Datum: 18. May 2019

Ein amüsantes Buch über eine schräge und ungewöhnliche Familie mit vielen Phobiebehafteten Mitgliedern, so auch die Romanheldin Esther. Das Buch hat mich zum Lachen und auch zum Nachdenken angeregt. Ich empfehle es gern weiter .

Wahrlich nicht perfekt...

Von: TuGa Datum: 17. May 2019

Esthers Familie und deren Leben ist von Ängsten geprägt: Der Vater lebt seit Jahren im Keller, abends müssen stets zahlreiche Kerzen angezündet werden, da sich Esthers Bruder vor der Dunkelheit fürchtet und auch die Mutter hat diverse Ängste. Phobien - das ist ein Thema, das (abgesehen von Ratgebern) selten in der Literatur behandelt wird. Die Schriftstellerin widmet sich diesem Sujet und richtet sich dabei v. a. an junge Leser. Fantastisch - so dachte ich. Die Umsetzung ist meiner Meinung nach leider gar nicht gelungen. Fünf Kapitel konnte ich - stets kopfschüttelnd - lesen, dann musste ich aufgeben. Schade. Die Familie und Esthers Verhalten wirken lächerlich und oberflächlich. Der Schreibstil ist sehr einfach und liest sich wie ein langer Schulaufsatz (was aber vielleicht auch an der Übersetzung liegen könnte). Die Chance eines sensiblen Umgangs mit dem Thema Ängsten wurde hier vertan. Empfehlen kann ich das Buch für Leser, die Lust auf eine leichte und etwas skurrile Urlaubslektüre haben, keinesfalls jedoch für (junge) Menschen, deren Leben von Phobien bestimmt wird und die sich vielleicht mehr vom Inhalt des Buches erhoffen.

... aber es ist es!

Von: Miss Emma Datum: 17. May 2019

Kurz gesagt: Das Buch ist der Wahnsinn! Es ist eines dieser Bücher, das man nicht nur einmal lesen kann, sondern mehrfach lesen muss. Krystal Sutherland erzählt auf 300 Seiten sehr dicht eine Geschichte, die mehr als ein Thema umspannt. Von der Beschreibung her ist zu erahnen, um was vorrangig geht: Ängste, Liebe, Abenteuer. Aber das Buch bietet noch viel mehr. Es ist eine realistische Darstellung von psychischen Erkrankungen - von den Symptomen, über die Gedanken der Betroffenen und Außenstehenden, bis hin zu der Beschreibung des Lebens.Dabei übertreibt Krystal Sutherland nicht, sondern schafft es, die Menschen als Menschen darzustellen - nicht als Patienten oder gar Verrückte. Sie zeigt, was passiert, wenn man sich psychischen Erkankungen nicht stellt, und ebenfalls, was möglich ist, wenn man es tut. Nebenbei oder eher vorrangig geht es dann auch noch um Liebe, Freundschaft und Familie, im Guten wie im Schlechten. Ein Kriminalfall wird am Ende gelöst. Die Frage bleibt, wer Jack Horowitz wirklich ist und wer Esther Solar wirklich sein wird. Ein absolutes Lese-Muss für Jugendliche und Erwachsene!

Was kommt nach der Angst?

Von: Jasmin Datum: 17. May 2019

Eine wilde Fahrt durch die Angstlandschaft eines Teenagers, aber auch so viel mehr. Das Buch beschreibt sehr authentisch und mit viel Humor, wie man seine Ängste überwindet, die einen manchmal fest im Griff haben. Der Tod wird als allgegenwärtig beschrieben und aus einem ganz anderen Blickwinkel beleuchtet (der arme Kerl mit seiner Arbeit). Alle waren mir mit ihren kleinen Macken und komischen Gedanken sehr sympathisch. Manchmal klang es gerade so, als wäre die liebe Frau Sutherland aus einem verrückten Traum hochgeschreckt und hätte sich sofort das Notizbuch gegriffen, um alles festzuhalten. Sich mit dem Tod auseinanderzusetzen ist wichtig. Sich mit Ängsten auseinanderzusetzen ist wichtig. Und den Unterschied zwischen Schwäche und Stärke durch menschliche Beziehungen zu kennen ist wichtig. Das Buch liefert keine Antwort auf Fragen wie "Was kommt danach?", aber gibt einen das Gefühl, keine klare Antwort zu brauchen. Ist das Schwimmen in tiefem Wasser eine Erfüllung? Das Buch schreit einem ins Gesicht "seek discomfort!", suche die Angst, denn "alles was du begehrst, liegt jenseits davon" (S. 141). Lass die Angst dich nicht kontrollieren. Ich könnte noch so viel mehr loben, zitieren und philosophieren, aber man sollte das Buch einfach selbst gelesen haben! Es gibt auch übrigens sehr gute Tipps, wie man seine ersten Dates gestalten kann: einfach mal vor Gänsen davonlaufen. Trotzdem noch meine Lieblingsstellen: (Vorsicht Spoiler!) "Du musst dich bis ins Mark fürchten, damit Mut überhaupt etwas bedeutet." "Ich hoffe schwer, dass deine Geheimwaffe nicht deine Genitalien sind." "Igitt. Heb mal den Kopf aus der Gosse, Esther. Also wirklich." "Was war dann der Sinn dieser Fleischklumpen mit Bewusstsein [...]?" "Jemand zu lieben, der dich [verletzen kann], macht dich noch nicht schwach."

Ein Buch, dass zum Nachdenken anregt

Von: Rike Vogel Datum: 16. May 2019

Ich habe eine Weile gebraucht, um mit dem Buch warm zu werden. Aber nach und nach hat sich mir Esther und ihre merkwürdige Familie ins Herz geschlichen. Es ist das erste Buch der Autorin, dass ich gelesen habe. Ihr gelingt es mit einer sehr lebhaften Art die Geschichte zu erzählen. Es geht um viel mehr als nur Ängste und sonderbare Familienmitglieder. Der Autorin gelingt es ernsthafte Themen wie Ängste, Depressionen, Mobbing, Spielsucht zu thematisieren, ohne zu belehren. Auch wenn ich oft schmunzeln musste, gerät man dennoch auch ins Nachdenken. Ich finde, das ist keineswegs nur ein Jugendbuch. Auch für Erwachsene ist das Buch empfehlenswert, weil es auch die Bedürfnisse von Jugendlichen, ihre Themen und ihre Sorgen thematisiert. Es lohnt sich!

Wichtige Themen unterhaltsam und gelungen verpackt!

Von: elliwil Datum: 14. May 2019

Der Roman "es muss ja nicht perfekt sein" von Krystal Sutherland ist das zweite Buch der Autorin, jedoch das erste, das ich von ihr gelesen habe. Es handelt von Esther und ihrer Familie, die alles andere als normal zu sein scheinen, da sie alle von einem "Fluch" befallen sind. Jedes Familienmitglied wird von einer furchtbaren Angst begleitet, die sie, so glauben sie, am Ende auch den Tod kosten wird. So hat Esthers Bruder Angst vor der Dunkelheit und muss immer von Licht umgeben sein. Esthers Großvater hat Angst vor Wasser und denkt, er wird einmal ertrinken. Esthers Vater lebt seit vielen Jahren im Keller und traut sich nicht mehr dort heraus. So schreibt Esther eine Liste mit all ihren Ängsten, da sie hofft, wenn sie all diese Dinge (z.B. Maisfelder oder Auto fahren) meidet, kann sie auch nicht vom Fluch befallen werden. Diese Liste findet Jonah, Esthers ehemaliger Schwarm aus der Schule. Er hilft Esther dabei, sich nach und nach ihren Ängsten zu stellen. Krystal Sutherland behandelt in diesem Roman vordergründig psychische Erkrankungen und macht darauf aufmerksam, dass betroffene Personen nicht "sonderbar" sind, sondern dass ihnen geholfen werden muss. Sie spricht Themen wie Depressionen, Panikattacken, Demenz oder Spielsucht an. Aber auch Mobbing, Selbstmord und häusliche Gewalt in Verbindung mit Alkoholismus spielen in dem Buch eine zentrale Rolle. Hierbei stellt die Autorin Humor und Ernsthaftigkeit in ein Wechselverhältnis, sodass ich als Leserin an manchen Stellen herzhaft lachen konnte, mir aber an anderen Stellen auch die Tränen kamen. Obwohl das Buch ein Jugendbuch (ab 14) ist, war ich mit meinen 24 Jahren sehr gefesselt und begeistert. Lediglich das Ende hat mich etwas enttäuscht, da dann doch alles sehr schnell und meiner Meinung nach zu oberflächlich aufgelöst wurde. Trotzdem sollte dieses Buch jeder lesen, der Interesse an menschlicher Diversität und Ehrlichkeit hat!

Ungewöhnlich und sympathisch

Von: Sonjalein1985 Datum: 14. May 2019

Inhalt: Esther und ihre Familie sind mehr als ungewöhnlich. Jeder hat Phobien und einige Verwandte sind diesen sogar schon zum Opfer gefallen. Um nicht ihrer eigenen Angst zu erliegen, meidet Esther vorsichtshalber alles, was infrage kommen könnte. So ist über die Jahre eine lange Liste entstanden, wo alles vermerkt wird, was auch nur ein mulmiges Gefühl auslöst. Als diese Liste ausgerechnet Jonah, ihrem Schwarm aus Grundschulzeiten, in die Hände fällt, starten die beiden eine spannende Challenge, bei der es darum geht, sich Esthers Ängsten zu stellen. Meinung: „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist ein wundervolles und andersartiges Jugendbuch mit einer ungewöhnlichen Heldin, die sich ihren Ängsten stellt. Im Mittelpunkt steht natürlich Esther. Sie hat Phobien und Ängste. Außerdem wird sie wegen ihres Aussehens und ihrer Angewohnheit, sich ständig zu verkleiden, massiv gemobbt. Halt findet sie nur bei ihrer besten Freundin, die sich entschieden hat, stumm zu sein und ihrem geliebten Zwillingsbruder, der panische Angst vor der Dunkelheit hat. Esther ist sympathisch und ich habe sie bereits nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen. Sie hat es nicht leicht im Leben und Ängste und Depressionen sollten ebenfalls nicht unterschätzt werden. An dieser Stelle möchte ich meine Anerkennung für die Autorin aussprechen, die es geschafft hat, dieses schwierige Thema ohne Klischees umzusetzen. Esthers Familie ist ebenfalls ungewöhnlich. Ihr Bruder Eugene hat große Angst vor Licht, ist jedoch immer für seine Schwester da. Ihre Mutter leidet nicht nur unter der Angst vor Pech, sondern sorgt mit ihrer Spielsucht auch dafür, dass die Familie oft unter Geldproblemen leidet. Und der geliebte Vater hat seit einem Schlaganfall den Keller nicht mehr verlassen. So ist es kein Wunder, dass sich Esther zu dem ebenso ungewöhnlichen wie attraktiven Jonah hingezogen fühlt, der ebenfalls Probleme Zuhause hat. Jonah und Esther geben sich gegenseitig Halt und ihre aufkeimenden Gefühle füreinander sind sehr schön dargestellt. Außerdem fand ich es super, wie Jonah mit Esthers Ängsten und ihre Begegnung mit diesen umgeht. Die Geschichte bringt einen zum Lachen, aber auch zum Nachdenken. Mir zumindest hat dieses andersartige Buch mit seinem ungewöhnlichen und leicht schrägen Charakteren sehr gut gefallen und so bekommt es seine wohlverdienten 5 Sterne. Fazit: Tolles Buch, das den Leser zum Nachdenken bringt. Außerdem mag ich die Charaktere.

Bin mir echt bicht sicher

Von: Ursula Heimann Datum: 14. May 2019

Vielleicht die falsche Altersklasse aber insgesamt weiss ich - leider - nicht, was ich dazu sagen soll. Teils hatte ich den Eindruck, es geht um Freundschaft, dann wieder war es irgendwie verstörend. Na ja, vielleicht bin ich doch zu alt...

Interessant ... und düster....

Von: Cathy82 Datum: 14. May 2019

Der amerikanische Titel dieses Buches "A Semi-Definitive List of Worst Nightmares" hätte mich wesentlich mehr auf den Inhalt gelenkt, als es die deutsche Übersetzung tut. Erst der Klappentext bewirkte, dass ich das Buch lesen wollte. Im ersten Kapitel wird man direkt in das Leben von Esther und ihrer verrückten Familie geworfen, und merkt gleich: Das stimmt was nicht. Was nicht stimmt, wird nach und nach aufgedeckt, so dass die ersten Kapitel sehr spannend waren - man wollte wissen, wie es weitergeht. In der Mitte jedoch verlor sich die Geschichte in Wiederholungen. Das einzig interessante, dass mich dazu verführte, weiterlesen zu wollen, war die Geschichte ihres Großvaters und später das Geheimnis um Jonahs Geschichte, die einem bis kurz vor Schluss durchhalten ließ. Der Schluss dagegen war meiner Meinung nach etwas übertrieben, und fühlte sich so an, als müsse die Autorin nun unbedingt ein Ende finden. Was ich gut fand, waren zwischendrin die makabren Anspielungen an den Tod, der lockere und schnelle Erzählstil, sowie die Geheimnistuerei um die Geschichte des Großvaters und seines Bekannten aus dem Krieg sowie die Geschichte um Jonah, die erst spät wirklich bekannt wird. Diese Häppchen, die einem als Leser immer wieder vorgeworfen wurden, um dann erst gegen Ende ein Bild zu ergeben: Genau meins. Es hätten aber auch noch ein paar mehr Häppchen sein können. Dabei war der Autorin aber scheinbar nicht die Geschichte an sich wichtig, sondern laut Nachbetrachtung sollte es ein Buch darüber sein, wie und dass Ängste überwunden werden können und sollten. Jedoch kommen die positiven Aspekte manchmal zu kurz und die negative, leicht depressive Stimmung hat mich als Leser teilweise mitgezogen. Dabei soll das Buch doch gerade positive Stimmung verleihen, damit die Ängste überwunden werden können. Was die Autorin geschafft hat, ist, dass ich mir überhaupt meiner Ängste in dem Maße bewusst geworden bin. Fazit: Kurzweilige Lektüre, aber ich weiß nicht, inwieweit jemand mit Angst wirklich durch dieses Buch aus seiner Angst herausfindet. Es hilft jedoch, Ängste besser zu erkennen, und dadurch vielleicht andere Menschen in ihrer Angst besser zu unterstützen....

Jugendliteratur mit Tiefgang

Von: Julia Tannenwald Datum: 13. May 2019

Obwohl ich mit Ende Zwanzig wohl nicht zwingend zur eigentlichen Zielgruppe des Buches gehöre, hat mich diese Lektüre von Anfang an gefesselt. Mit tiefgreifenden Gedanken nimmt einen die Geschichte schnell mit. Für Teenager fände ich persönlich eine Aufarbeitung der Themen psychische Erkrankungen und Sucht in Kontext sinnvoll. Gut vorstellen kann ich mir diese Lektüre im Deutschunterricht einer 7/8. Klasse. Oder zu einem Zeitpunkt an dem man reflektiert an diese doch schwierigen Themen herangehen kann. Traurig, erschütternd und doch voll Mut und der Hoffnung auf ein gutes Ende nimmt einen die Geschichte rund um Esther, ihre Familie und Jonah mit in ein anderes Leben.

Bewertung Ebook "Es muss ja nicht perfekt sein"

Von: Fasa2408 Datum: 12. May 2019

Das Buch hat mich dahingehend sehr überrascht, dass ich nicht damit gerechnet hätte, dass das Thema Suizid, Phobien, Süchte, Tod sowie Ängste sich in dem Buch so stark wieder Spiegeln, wie es am Ende hin ersichtlich wurde. Am Anfang hatte ich an das Buch eine ganz andere Erwartung, als die Tatsache, worum es sich indem Buch "später" wirklich handelt. Ich persönlich finde, dies spiegelt sich erst zum Ende des Buches deutlich wieder. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die heutigen Jugendlichen (14,15 jährigen) sich so intensiv wie in diesem Buch mit den oben genannten Themen auseinandersetzen. Jedoch ist dies natürlich von jeden individuell zu sehen. Daher finde ich das Buch eher geeignet für Jugendliche ab 16.Jahren. Worum es in diesem Buch geht: "Vorsicht Spoiler"! Esther wächst in einer Familie auf, die alles andere als gewöhnlich ist. Die Mutter ertränkt ihre Sorgen in einer Spielsucht,der Vater lebt nach einem Schlaganfall zurück gezogen im Keller und ihr Bruder erträgt die Dunkelheit nicht und was Esther's eigene Ängste sind, muss sie erstmal herausfinden. Um das Chaos perfekt zu machen, trifft Esther ihre alte Jugendliebe Jonah wieder....

Immer das Gleiche in verschiedenen Variationen

Von: Proxima Datum: 06. May 2019

Die Autorin Krystal Sutherland ist in Australien geboren. Sie hat als Auslandskorrespondentin in Amsterdam und Hongkong gearbeitet, bevor sie nach Sydney zog. Esthers Familie ist verflucht. Ihr Vater lebt im Keller und kommt nie nach oben, ihr Bruder hat panische Angst vor der Dunkelheit und ihre Mutter fürchtet sich davor kein Glück mehr zu haben. Esther kennt ihre Angst noch nicht aber sie hat eine Liste mit 50 Ängsten, die sie haben könnte. Die Liste fällt einem alten Schulfreund von Esther in die Hände, der sie dazu zwingt sich ihren Ängsten zu stellen… Die ersten paar Kapitel fand ich es spannend zu lesen - in den Kapitel geht es darum, wie sich Esther ihren Ängsten stellt -, doch irgendwann wird es langweilig und die Kapitel ziehen sich wie Kaugummi, erst wieder im letzten Drittel, war das Buch spannend. Ich muss zugeben, dass ich Esther irgendwann nur noch nervig fand und es mich stellenweise überhaupt nicht interessiert hat, wie es mit ihr weitergeht. Interessant fand ich die Erzählungen über ihren Großvater, die aber immer wieder das gleiche Thema behandeln – mehr will ich nicht verraten. „Es muss ja nicht perfekt sein“ ist ein Buch, dass man nicht unbedingt gelesen haben muss. Es ist stellenweise durchaus spannend und an anderen Stellen zieht es sich wie Kaugummi. Es wird – gefühlt – immer wieder die gleiche Geschichte erzählt, die sich einfach irgendwann totläuft. Die Autorin wartet nur mit wenigen Ideen auf, diese ziehen sich durchs ganze Buch und nerven dann nur noch.

Interessante Geschichte

Von: Sibylla Datum: 05. May 2019

Das Buch ist sehr interessant und die Geschichte ist unterhaltsam bis zum Schluss. Man kann sofort mit den Figuren mitfühlen und ich war sehr überrascht vor was man alles Angst haben kann.

Anders sein

Von: mk Datum: 04. May 2019

Esther ist anders, als die Menschen in ihrer Umgebung und auch ihre Familie ist ander. Der Vater, der sein Leben seit einigen Jahen im Keller verbringt, die Mutter die spielsüchtig ist und überall Glücksbringer verteilt hat, der Bruder, der in panischer Angst vor Dunkelheit lebt und nachts alle Lichter und Unmengen Kerzen anzündet und Esther selbst, die alle ihre Ängste auf eine Liste geschrieben hat und entsprechende Situation aus Angst vor dem Tod vermeidet. Als Esther Jonah wiedertrifft, für den sie in der Grundschule geschwärmt hat, beginnt eine Liebesgeschichte und eine Bewältigung der "Angstliste" und alles ändert sich. Das Buch ist gut und schnell zu lesen und gibt auf ungewöhnliche aber sehr interessante Weise einen Einblick in das Leben von Menschen mit Ängsten und Depressionen. Daneben eine schöne kleine Liebesgeschichte. Ein ideales nicht zu seichtes Buch für Jugendliche, das auch von Erwachsenen sehr gut zu lesen ist.

Ein fesselndes Buch von der ersten Sekunde an!

Von: HH78 Datum: 28. April 2019

Obwohl ich mit meinen 40 Jahren nicht zur Zielgruppe gehöre hat mich das Buch dennoch von der ersten Sekunde an gefesselt. Es wird eindrucksvoll geschildert das auch Teenager Probleme mit Depressionen oder Phobien haben. Kurz zur Story: Die Familie glaubt sie wäre verflucht worden vom Tod. Später stellt sich heraus das nur noch die Tochter diesen Glauben hat und alle anderen wissen das es Depressionen bzw. Angstzustände sind. Mit der Hilfe eines neuen/alten Freundes bewältigt die Tochter ihre Ängste. Allzuviel will ich aber gar nicht weiter verraten. Ich denke, dass die Geschichte eine wichtige Message weiter gibt: "Du musst da nicht alleine durch. Sprich das Problem an, gemeinsam gibt es immer eine Lösung ". Es ist eine Mutmach-Geschichte auf die heutige Zeit abgestimmt (Drehen von YouTube Videos). Was ich aber auch sagen muss, bei der Übersetzung weiß man gerade am Anfang nicht ob Eugine ein Junge oder Mädchen ist. Da gerät manchmal was durcheinander. Aber das tut der Geschichte keinen Abbruch. Ich habe das Buch direkt meiner Freundin empfohlen da ihre Tochter mit zwanghaften Ritualen zu kämpfen hat und sich deshalb auch schon in Therapie befindet. Mein Fazit: absolut empfehlenswert. Unbedingt kaufen und lesen egal ob 14 oder älter.

Ein spannendes Jugendbuch

Von: MaryRiedel Datum: 26. April 2019

Von Anfang bis Ende spannend geschrieben .

Mutige Ängstliche

Von: Pia Datum: 25. April 2019

Das Buch hat mir persönlich für zwischendurch gut gefallen. Es ist sehr leicht zu lesen und kommt ohne komplizierte Umschreibungen aus. Die Charaktere sind liebevoll beschrieben und die ganze Handlung ist lustig und teilweise auch sehr schräg. Der Autorin gelingt es durch ihre humorvolle Art auch tiefgreifende Probleme anzusprechen und verständlich zu machen. Besonders schön ist der Halt, den die Personen sich gegenseitig geben können. Zwischendurch ist es auch richtig spannend. Leider kannte ich die Personen der Kostüme nicht immer, das hätte das Lesen bestimmt noch lustiger gemacht. Insgesamt hätte ich mir aber weniger Ängste gewünscht und dafür mehrere Versuche eine Angst zu überwinden. Denn einige Ängste überwindet Esther ein bisschen zu leichtfertig. Denn Mutig sind doch die, die trotz ihrer Ängste weitermachen und nicht die, die keine Angst haben. Fazit: Ein tolles Buch für jeden, der gerne mutiger sein und seine eigenen Problemen angehen möchte.