Laura Dave

Ein wunderbares Jahr

Ein wunderbares Jahr Blick ins Buch

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Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat ...

unterhaltsamer Roman - teilweise aber doch etwas langatmig

Von: Kuhni77 Datum: 11. February 2016

Inhalt: Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat ... Meinung: Ich habe leider etwas anderes erwartet, als ich in diesem Roman gefunden habe. Er war unterhaltsam und hat sich gut lesen lassen, aber mir war er dann doch etwas zu langatmig. Giorgia flüchtet zu ihren Eltern, zu ihren geliebten Weinbergen. Aber dass dort auch nicht mehr alles so ist, wie es früher war, muss sie schnell feststellen. Nicht nur Giorgia hat Probleme, sondern die ganze Familie hat ihr Päckchen zu tragen. Das war mir etwas zu viel, da dadurch viele Probleme auf einmal angesprochen wurden und ja auch irgendwie gelöst werden mussten. Der Roman war stellenweise etwas langatmig. Sehr verwirrend fand ich das Cover zum Buch, der so gar nicht zum Inhalt passt. „ein wunderbares JAHR“ spielt sich hier in einigen Tagen ab und ich habe den Zusammenhang zum Jahr gesucht. Auch das es sich in den Weinbergen abspielt, spiegelt sich im Cover nicht wieder. Fazit: Ein schöner Roman, der einen unterhält, aber teilweise recht langatmig ist.

Anders als erwartet - dennoch ganz gut

Von: Bücherleben-Bücherfreude Datum: 27. August 2015

ZUM INHALT: Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat ... MEINE MEINUNG: Bei diesem Buch geht es nicht in erste Linie um einen Liebesroman oder um ein Sommerbuch, wie man vielleicht bei diesem Cover denken mag, sondern diese Geschichte beinhaltet zwar eine kleine Liebesgeschichte, aber eben auch mehr. Zuerst mal muss ich etwas zum Cover loswerden, ans sich finde ich es wirklich hübsch gemacht, aber, diese Geschichte spielt zu 90% auf einem Weinberg, spricht es geht hier um Wein und Trauben, warum macht man dann auf einem Cover Pfirsiche drauf, dass passt so gar nicht dazu, auch wenn es schön anzuschauen ist. Ich muss sagen, ich habe das Buch innerhalb weniger Stunden gelesen und am Anfang bis ca. 100 Seiten dachte ich so, ja, was für ein Buch, dass wird ein 5 Sterne Buch werden, ich war davon wirklich überzeugt, wenn man so ein Gefühl von Anfang an hat, dass dies genau das richtige für einen ist, dennoch sind es nun nur 4 geworden, weil ich finde, danach hat es ein wenig nachgelassen und ich hatte doch gehofft, hier eine schöne Liebesgeschichte zu bekommen. Es geht hier um eine Frau Georgia, die auf dem Weinberg ihrer Familie aufgewachsen ist, aber dann doch diesem den Rücken gekehrt hat, weil sie Jura studieren wollte, dies hat sie auch getan, nun steht ihre Hochzeit an, aber leider kommt da etwas an sich Licht, womit sie nicht gerechnet hat und sie stellt alles in Frage und sie kennt nur einen Ort wo sie hin kann und möchte, nach Hause.Doch dort angekommen, findet sie ihr Heim nicht mehr so wieder wie es einmal war, ihre Eltern haben eine Krise und auch bei ihren Brüdern sieht es auch nicht so dolle aus, zudem soll der Weinberg an den größten Gegner verkauft werden. Also nicht nur das sie nicht weiß, ob sie ihren Verlobten heiraten will, bricht gerade ihre ganze Familie irgendwie zusammen. Das ist der grobe Inhalt, man kann demnach schön sehen, es ist eher ein Familienroman, der sich mit den Krisen des Lebens auseinandersetzt und eben nicht wirklich locker leicht ist. An sich fand ich es wirklich gut gemacht, sonst hätte ich es nicht so verschlungen, dennoch muss ich sagen, weniger Dramatik wäre besser gewesen und mehr Liebe wäre schöner gewesen, wenn man daraus einen guten Mix gemacht hätte, wäre das Buch entspannter für den Leser gewesen.Zudem gingen mir manchmal die Eltern von ihr auf den Keks, weil die so wortkarg sind und wenn das meine Eltern gewesen wären, ich hätte Klartext gesprochen.Und es gibt noch ein anderes Problem, klar, es spielt auf einem Weinberg, aber muss in allen Details und immer wieder über Wein reden, für jemanden der wenig oder überhaupt nichts trinkt und sich damit auch nicht auskennt, für den kann es langatmig sein und so ging es mir, ich fand es einfach viel zuviel.Und das Ende war mir dann doch zu schnell und nicht richtig ausgearbeitet, da denke ich einfach, hätte man von manchen Beschreibungen einfach etwas weggelassen, wäre für das Ende mehr Zeit gewesen. Dennoch hat das Buch eine gute Botschaft, auch wenn sie die Richtung in deinem Leben ändern sollte, heißt das nicht, dass diese nicht richtig ist, dass auch ein Neuanfang gut sein kann, aber es sich lohnt zu kämpfen. Das habe ich aus diesem Buch mitgenommen. 4/5 Sterne

Ein wunderbares Jahr

Von: nana_fkb Datum: 22. June 2015

Dieses Buch habe ich über das Bloggerportal als E-Book erstanden und sofort gelesen. Innerhalb weniger Tage hatte ich es auch schon fertig. Also vorneweg: ein super Buch, mit einer interessanten und fesselnden Story :) Das Buch handelt von Georgia und ihrer Familie, die einen Weinberg besitzen. Georgia ist vor einigen Jahren von zu Hause weggezogen und kommt nur noch selten zu ihrer Familie zurück. Gemeinsam mit ihrem Verlobten hat sie sich ein neues Leben aufgebaut, sie stehen kurz davor, nach London umzuziehen. Doch dann kommt alles anders. Die Vergangenheit holt die Beiden ein und sie müssen versuchen, mit den Geschehnissen klar zu kommen. Georgia flüchtet direkt zu ihrer Familie, um dort Halt und Trost zu bekommen. Doch als sie ankommt, stellt sie fest, dass sich vieles geändert hat und ihre Unsicherheit bezüglich der bevorstehenden Hochzeit gar nicht das schlimmste Ereignis ist. Mehr möchte ich inhaltlich gar nicht verraten. Ihr sollt ja Lust haben, das Buch selbst zu lesen ;) Georgia hat es mir sehr angetan. Man merkt ihr direkt an, dass sie mit der Situation sehr unglücklich ist und nicht weiß, wie sie sich verhalten soll. Sowohl ihrem Verlobten als auch ihrer Familie gegenüber. Das Weingut der Eltern ist ihr da ein Trost. So kann sie sich dort von ihren Gedanken ablenken und lernt, was es heißt, zu lieben. Von der Autorin habe ich vorher noch kein Buch gelesen. Aber es hat mich wirklich gefesselt. Ihr solltet es auch unbedingt lesen, wenn ihr auf Bücher über Familie, Liebe und ein bisschen Drama steht ;) Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

Anstrengende Geschichte

Von: Carmen Vicari Datum: 20. August 2019

Giorgia ist in den Vorbereitungen zum schönsten Tag ihres Lebens. Doch dann sieht sie ihren künftigen Ehemann mit Frau und Kind vorbeilaufen und es sieht ganz und gar nicht nach einer flüchtigen Bekanntschaft aus. Hals über Kopf verlässt Giorgia das Brautmodengeschäft. Flüchtet nach Hause, in den Schoß der Familie. Doch auch hier scheint nicht alles Eitelsonnenschein zu sein. Die Geschichte ist sehr emotional und hat viele Rückblicke und Szenenwechsel. Als Leser ist man schon sehr gefordert, muss sich konzentrieren und sich auf die Geschichte einlassen. Ich selbst hatte, da ich es an mehreren Tagen gelesen habe, immer wieder ein wenig Startprobleme. Musste erst wieder in die Geschichte einfinden. Die Familiengeschichte ist zwar im Kern interessant, jedoch wird sie nicht so spannend präsentiert, wie ich es erwartet hätte. Fazit: Ein eher anstrengendes Buch, das zwar einen interessanten Kern in sich birgt, diesen aber auch leider gut zu verstecken weiß.

schöne Geschichte

Von: Dorothea Müller Datum: 05. September 2016

Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Doch bei der Anprobe ihres Kleides. erlebt sie eine Überraschung. Ihre Welt zerbricht und sie flieht zu dem Weingut ihrer Eltern. Auch dort ist nicht mehr alles wie es war und sie versucht ihr Glück wieder zu finden. Eine Botschaft begleitet mich das ganze Buch über, reden, einfach nur miteinander reden. Die Geschichte ist sehr schön zum Lesen und die Probleme die jeder Charakter zu bewältigen hat lässt einen das Buch nicht so schnell aus der Hand legen. Giorgia ist eine Frau die man schnell ins Herz schließt und man schnell mit fühlen kann was ihr alles passiert. Auch alle anderen Familienmitglieder lassen einen nicht mehr so schnell los. Man fühlt sich min. mit einem verbunden und weiß was er durchmacht. Mir gefällt das Cover sehr gut. Ich freue mich auf weitere Geschichte von Laura Dave.

Sehr bewegend!

Von: Sonja Datum: 16. March 2016

Dieses Buch hat mich wirklich sehr zum Nachdenken gebracht. Besonders auf Seite 325 hat mich was sehr berührt. Es heißt: "Du solltest darauf achtgeben. Du solltest darauf achten, dass du den Menschen, den du liebst, nicht für selbstverständlich nimmst" Georgia hat mich von der ersten Seite an nicht mehr losgelassen. Sie und ihr Leben haben mich total in den Bann gezogen. Kapitel für Kapitel konnte man den Kampf mit ihren Gefühlen voll miterleben und bis zum Schluss blieb auch offen, wie sie sich entscheidet. Sie ist eine sehr sympathische Frau, die das Herz auf den richtigen Fleck hat und andere über sich selber stellt. Für viele Menschen würde sie durchs Feuer gehen. Doch sie hat auch viele Personen an ihrer Seite, die das auch für sie machen würden. Georgia ist sehr hilfsbereit und hat eigentlich eine genaue Vorstellung, wie ihr Leben verlaufen wird. Sie ist keine Frau, die Entscheidungen aus dem Bauch heraus trifft. Und ich glaube genau das ist der Grund warum sie nicht aufgibt. Ihre Familie ist einfach wundervoll und jeder ist auf seine eigene Weise sehr faszinierend. Ich konnte von niemanden sagen, das ich ihn nicht mag. Trotz der Spannungen, hatte man das Gefühl das sie eine Einheit sind, die so schnell keiner durchbrechen kann. Jeder ist offenherzig und geht mit offenen Armen auf andere zu. Die Umgebungsbeschreibungen sind absolut magisch. Ich glaube wenn man durch diese Weinberge spaziert, sind die Menschen glücklich und zufrieden. Es wird alles genau beschrieben ohne das es überladen wirkt. Ich hatte immer wieder Lust einen Wein zu trinken, obwohl ich eigentlich gar keinen mag. Der Schreibstil passt super zur Geschichte und sehr einfach zu lesen. Dem Leser wird Romantik aber auch eine gewisse Dramatik vermittelt. Das einzige was wirklich nicht passt ist das Cover, denn das hat leider nichts mit den Trauben zu tun, dass hätte man vielleicht besser umsetzen können.

macht Lust auf Sommer

Von: JustArtBooks Datum: 20. September 2015

Die Geschichte ist wirklich gut erzählt und man kann sich schnell in die Handlung und die Protagonisten hinein fühlen. Die Autorin Lara Dave schafft es, durch ihren lockeren Schreibstil, der Handlung problemlos zu folgen. Um bestimmte Gefühle und Handlungen der einzelnen Personen zu verstehen, findet man viele Rückblenden, diese stören aber weder den Lesefluss noch das Verständnis für die Geschichte/ Handlung. Ein bisschen mehr Spannung hätte dem Buch aber gut getan, da ich jederzeit das Buch weglegen hätte können. Dazu kommt, dass man nebenbei noch viel über Weinanbau lernt, was zum einen sehr interessant aber auch manchmal etwas überflüssig war. Alles im Allem aber hat mir der Roman sehr gut gefallen und war perfekt um an warmen Sommerabenden gelesen zu werden.

Nicht das was ich erwartet habe

Von: Influ Datum: 21. August 2015

Der Inhalt: Georgia steht grade zum letzten Abstecken und Umändern ihres Brautkleides im Brautmodenladen, als sie vor dem Geschäft den Mann vorbei gehen sieht, den sie plant in der darauffolgenden Woche zu heiraten und anschließend mit ihm ihre Zelte in Los Angeles abzubrechen und sich ein gemeinsames Leben in London aufzubauen. Doch die Szenerie die Georgia vor dem Ladenfenster erblickt stellt alles geplante in Frage. Ihr verlobter Ben schlendert dort in regelrecht familiärer Vertrautheit mit einer anderen Frau und einem Mädchen über die Straße. Einem Mädchen, das regelrecht seine Miniatur Ausgabe darstellt. Völlig perplex und ohne weiteres Nachdenken steigt Georgia in ihr Auto und fährt die 9 Stunden von Los Angeles nach Sonoma County. Zurück zu dem Weinberg ihrer Eltern. Zurück in die Heimat, in der sie gemeinsam mit ihren Brüdern Finn und Bobby umgeben und behütet von der Liebe ihrer Eltern aufwachsen konnte. Doch auch hier muss Georgia feststellen, das nichts mehr so idyllisch und harmonisch abzulaufen scheint wie sie es in Erinnerung hat. Während sie sich also mit den Fragen quält warum Ben ihr nie etwas von seiner Tochter erzählt hat und ob sie ihn nun dennoch heiraten soll oder nicht, stellt sie fest, das ausnahmslos jeder in der Familie sein „Päckchen“ an Sorgen, Problemen und Schwierigkeiten zu tragen hat. Meine Meinung: Ich muss zugeben, ich bin mit völlig falschen Erwartungen an das Buch gegangen. Ich habe dieses Wunderschöne Cover mit den Pfirsischen und zarten Farben gesehen, gemeinsam mit dem Titel „ein wunderbares Jahr“ und dem Klappentext habe ich ein wunderbar leichtes und witziges Sommerbuch für zwischendurch erwartet. Ich hatte einen völlig falschen Eindruck, es war weder sonderlich leicht, noch lustig. Im Gegenteil. Ich erwartete quasi eine rosa rote Liebeswelt mit tollpatschigen Fehltritten und las mich stattdessen durch ein Familiendrama. Ausnahmslos jeder in diesem Buch scheint unglücklich und hat seine Probleme zu Meistern. Während Georgia versucht ihre noch nicht stattgefundene Hochzeit zu retten, scheinen alle anderen Ehen um sie herum zu zerbrechen. Ihre Brüder haben sich zerstritten, ihre Eltern wollen den mühsam aufgebauten Weinberg an einen Großkonzern für Billigwein verkaufen. Insgesamt, scheint einfach alles was Georgia bisher kannte und liebte wie ein Kartenhaus in sich zusammenzubrechen. Jedenfalls bis ein Einziges Ereignis ihnen allen wieder aufzuzeigen scheint, was im Leben wirklich wichtig ist und sie alle ihre Probleme in den Griff bekommen und Lösungen finden. Hmmmmm…. ich suche immer noch das „wunderbare Jahr“ tatsächlich spielt die Geschichte nämlich nur wenige Wochen lang und zeigt hier und da ein paar Rückblenden auf. Insgesamt finde ich den deutschen Titel und das Cover schlecht gewählt, beides suggeriert etwas was die Geschichte nicht hat. Lässt man beides aber außer Acht, hat die Autorin durchaus eine ehr traurige Familiengeschichte geschrieben, die den Leser mitfühlen und nachdenken lässt. Meiner Meinung zwar kein „Must Read“, aber auch kein totaler Flop, sondern ein absolutes Mittelding an Lesestoff zum eintauchen Zwischendurch.

Ein Buch, dass einen wunderbar sprachlos zurücklässt

Von: bookish-heart-dreams Datum: 15. August 2015

Ich kann schon mal vorweg sagen, dass dies mein bisheriger Buchhöhepunkt 2015 (wenn nicht sogar der letzten Jahre) ist. Kein Roman hat mich in diesem Jahr so sehr berührt, wie dieser. Dies ist eins der wenigen Bücher, in die man eintaucht und auch nach dem Ende noch nicht auftauchen mag. Es ist voller Emotionen, die einen beim Lesen nicht kaltlassen. Anfangs denkt man noch dies ist ein relativ typischer Sommer- bzw. Urlaubsroman. Bis etwas schreckliches geschieht, was alles aus der Bahn lenkt und einen man wie die Charaktere ein wenig verzweifelt. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die 20jährige Julie, die alleinerziehende Mutter des 3jährigen Lulu ist, dem 51jährigen Paul, der nach 30 Ehejahren von seiner Frau verlassen wurde, und dessen Sohn Sohn Jérôme, der nach dem Selbstmord seiner Frau mit sich und seinem Leben hadert. Paul lernt Julie per Zufall als Kassiererin eines Supermarkts kennen und lädt sie und ihren Sohn ein, gemeinsam mit seinem Sohn einen Familienurlaub am Meer zu verbringen. Nach einigem Hadern sagt Julie zu, vor allem weil sie ihrem Sohn mal etwas bieten möchte. In den kommenden Tagen verändert sich für alle Beteiligten das Leben und die Sichtweise darauf. Alle drei können während der Urlaubstage neue Kraft sammeln und blicken voller Zuversicht in die Zukunft. Bis es zu einem verhängnisvollen Unfall kommt, der alles verändert. Ich möchte hier nicht zu viel über den Unfall verraten. Aber dieses Ereignis sorgt auf jeden Fall dafür, dass die Charaktere ihr volles Potential an Emotionen und Gefühlen ausleben können. Dies ist definitiv ein Roman, der einem total zu Herzen geht. Man kann nicht anders, als mit den Figuren mitleiden. Die Figuren durchleben im Laufe des Romans einen Wandel, wie man ihn sich zunächst nicht hätte vorstellen können. Selbst wenn man einzelne Figuren zunächst nicht ganz so positiv wahrnimmt (bei mir war dies beispielsweise bei Caroline, Jérômes unsicherer Praxisvertretung, der Fall), lernt man diese Figuren im Laufe des Romans zu schätzen, da sie auch mit ihrer Art zum Gelingen der Handlung beitragen. Man sollte beim Lesen auf jeden Fall eine Packung Taschentücher zur Hand haben, da es mehr als eine Situation gibt, die einem so sehr zu Herzen geht, dass einem die Tränen kommen. Dieser Roman behält eine Vielzahl von Emotionen bereit, die einen einfach mitreißen. Wer hier mit einer einfachen Sommerlektüre rechnet, der wird positiv überrascht sein. Dieser Roman ist viel mehr als das. Es ist ein Roman über Liebe, das Leben und echter Freundschaft, die über die Grenzen von Alter oder sozialem Status hinausgeht. Beim Lesen denkt man über sein eigenes Leben nach und merkt, wie gut man es eigentlich hat und dass man sein Glück oftmals nicht zu schätzen weiß. Es packt die Leser bei ihrem Herzen und reißt sie mit in einen Strudel voller Gefühle und Gedanken. Es gibt nur wenige Bücher, bei denen ich direkt nach dem ersten Lesen geneigt bin, dieses direkt nochmals von vorne lesen zu wollen. Bei diesem Buch war es so. Nach dem Lesen hatte ich das Gefühl "und jetzt". Dieses Gefühl bekomme ich immer, wenn ein Roman so gut war, dass ich Angst vor dem nächsten Buch habe, weil ich schon weiß, dass dieses wahrscheinlich bei weitem nicht an diesem herankommt. Dieser Roman bekommt von mir volle 5 von 5 Punkten! Wenn ich könnte, würde er sogar 6 bekommen!

800 Trauben

Von: Martinas Buchwelten Datum: 13. August 2015

Darum geht's: Georgia Ford ist eine erfolgreiche Anwältin in LA und steht kurz vor ihrer Hochzeit, als sie bei der Anprobe ihres Brautkleides kurz aus dem Schaufenster auf die Straße blickt. Dabei macht sie eine Entdeckung, die ihre heile Welt einstürzen lässt. Kurzerhand setzt sie sich noch im Brautkleid in ihr Auto und fährt die neun Stunden nach Hause zum Weingut ihrer Eltern ins Hinterland von Kalifornien. Doch dort erwarten sie weitere böse Überraschungen.... Meine Meinung: Die Leseprobe zu diesem Roman, der sich hier etwas fälschlich als Sommerroman verkauft, hat mir sehr gut gefallen. Man erlebt die überstürzte Fahrt der Protagonistin im Brautkleid in ihren neun Stunden entfernten Heimatort Sebastopol im nördlichen Kalifornien. Die ersten Seiten erwecken einfach den Wunsch nach mehr.... Doch als Georgia in den Schoß der Familie zurückkehrt, ist dort alles anders, als sie das letzte Mal Sebastopol verlassen hat. Ihre Eltern haben sich getrennt, ein fremder Mann kommt aus Mutters Schlafzimmer, beide Brüder stecken in der Krise und der Höhepunkt ist für sie, dass ihr Vater das Weingut verkauft hat und bereits die letzte Ernte eingeholt wird. Der Leser wird in ein einziges Durcheinander von Gefühlen geworfen, denn alle Personen in der Familie Ford sind problembehaftet. So steht Georgia nicht nur mit ihrer Frage "Hochzeit oder nicht?" da, sondern mit mehr Belastungen als zuvor. Für sie bedeutet das Weingut Heimat. So zieht es ihr einfach den Boden unter den Füßen weg, als sie hört, dass sie diesen Flecken Erde verlieren wird und noch dazu an die Konkurrenz. Denn ihr Vater widmete sich dem biodynamischen Weinanbau, während der potentielle Käufer Massenwein produziert. Charaktere und Schreibstil: Die Charaktere werden sehr bildhaft beschrieben, die auch teilweise in die Tiefe gehen. Allerdings stehen hier die Probleme des Einzelnen im Vordergrund. Schwierigkeiten hatte ich mit Georgias Mutter, die ich zwar betreffend ihrem Ausbruch aus ihrem jetzigen Leben verstehen konnte, jedoch nicht ihre eher egoistischen Züge. Auch ihre letztendliche Entscheidung am Ende des Romans war mit zu unglaubwürdig. Auch bei Georgia konnte ich ihre Gleichgültigkeit gegenüber den Hochzeitsvorbereitungen nicht verstehen. Alle zerbrechen sich den Kopf darüber, nur die Braut nicht. Aus Ben wurde selbst ich nicht schlau. Er ist, wie viele Männer, sehr entscheidungsarm und wartet einfach ab... Positiv ist mir hingegen Georgias Vater in Erinnerung geblieben, der als Einziger weiß, was er tut und auch dazu steht. Georgia's Brüder, Finn und Bobby, beneiden den jeweils anderen um sein Leben. Finn mochte ich gerne, auch wenn er hier als Schwerenöter beschrieben wird, der jedoch seiner einzigen großen Liebe nachtrauert. Mit all den verzwickten Problemen der einzelnen Familienmitglieder kommt hier nie Langeweile auf und der Roman lässt sich sehr schnell lesen. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig und temporeich. Die Autorin versteht zu schreiben. Auch erfährt der Leser einiges über den biodynamischen Weinbau und über die richtige Zeit zur Weinlese. Manche Ereignisse waren allerdings auch vorhersehbar und das "gewisse Etwas" fehlte mir. Trotz einiger Kritiken meinerseits hat mich der Roman unterhalten und ließ sich wunderbar lesen. Richtig "abgeholt" hat er mich allerdings nicht. Obwohl die Geschichte nicht im Sommer spielt, ist es eine perfekte Sommerlektüre! Cover: Das deutsche Cover um VIELES schöner, als das Originalcover und ist ein echter Hingucker. Allerdings bin ich hier auch schon bei meinem großen Kritkpunkt! Das deutsche Titelbild geht völlig am Inhalt vorbei! Pfirsiche? Warum? Hier geht es um Weinbau!!! Man hätte doch genauso ein wunderschönes Cover mit Weintrauben gestalten können. Außerdem spielt die Geschichte nicht im Sommer. Der deutsche Titel ist ebenso irreführend. Die Zeitspanne der Geschichte behandelt wenige Tage, jedoch nie die von einem Jahr. Der Originialtitel "800 Grapes" nimmt Bezug zum Thema. Diese 800 Trauben sind der Inhalt einer Weinflasche der Familie Ford. Fazit: Eine nette Sommerlektüre, die sich den Themen Familie, Heimat und dem Weinanbau widmet. Obwohl es an Spannung nicht fehlte und mich der temporeiche Schreibstil überzeugte, tut dies das Gesamtpaket nicht ganz. Ich schwanke zwischen 3 1/2 und 4 Sternen und entscheide mich für letztendlich für knappe 4 Sterne....

Ein wunderbares Jahr

Von: Caras Bücherwahn Datum: 13. August 2015

Ich möchte mich erstmal dafür entsculdigen, dass die Rezension so spät kommt. Es tut mir sehr leid. Titel: Ein wunderbares Jahr Autorin: Laura Dave Meine Meinung: Mir hat das Buch gut gefallen, da es das Sommer Feeling was ich sowieso schon hatte noch weiter verstärkt hat.Die Atmosphäre ist leicht, obwohl es in dem Buch um wichtige Probleme geht. Die Hauptfigur hätte gerne etwas deutlicher sein können, aber insgesamt waren die Personen nachvollziehbar und gut gestaltet. Ich kam anfangs etwas schwer in das Buch ein, es hat ich allerdings schnell überzeugen können und hat mich schließlich mitgerissen. ein sehr geeignetes Buch für die Sommermonate. Eine genauere Rezension findet man auf meinem YouTube Kanal.

Rezension "Ein wunderbares Jahr"

Von: Kathis Bücherstapel Datum: 28. July 2015

Klappentext: Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat ... Aufbau: Der Roman wird fast ausschließlich aus der Sicht von Giorgia erzählt. Zwischendurch gibt es ein paar Passagen, die aus der Sicht von einem der Nebencharaktere geschildert wird. Diese Passagen drehen sich um die Geschichte in der Vergangenheit. Es gibt immer mindestens zwei oder mehr Kapitel, die vom Tag der Brautkleidanprobe chronologisch die weitere Geschichte erzählen und dann gibt es ein Kapitel aus der Vergangenheit. Diese Kapitel aus der Vergangenheit drehen sich dann um die Entstehung und den Aufbau des Weingutes. Das hat mir sehr gut gefallen. Da die Geschichte größtenteils auf einem Weingut spielt. Geht es sehr viel um Wein. Ich konnte alles sehr gut verstehen, obwohl ich mich mit dem Thema nicht sonderlich gut auskenne. Mich hat es auch nicht gestört. Gestaltung: Das Cover sieht sehr sommerlich und schön aus. Leider passt es nicht ganz so gut zu der Story, den es geht es viel um Wein und Weintrauben. Warum man dann Pfirsiche auf's Cover gebracht hat, ist fraglich. Charaktere: Die ganze Familie Ford fand ich wirklich toll. Jeder Charakter hatte etwas besonders und musste mich einfach in die Familie verlieben. Besonders die beiden Brüder von Giorgia haben es mir angetan. Außerdem vermittelt das Buch sehr viele Weisheiten, die vor allem vom Vater von Giorgia gegeben werden. Mein absolutes Highlight im Buch! Das Buch lebt von seinen unterschiedlichen Charaktere, die im Laufe des Buches so eine tolle Entwicklung machen. Einfach total klasse geschildert. Ende: Das Ende. Wie fasse ich das, was ich beim lesen empfunden habe, bloß in die richtigen Worte. Ich fand das Ende toll. Mich hat es umgehauen. Die Entwicklung der Charaktere war grandios. Wirklich mal ein Ende, was mich umgehauen hat. Fazit: Der Aufbau war mal was anderes und mir hat es sehr gut gefallen, dass man auch mal die Hintergrundgeschichte des Weinberges erfahren hat. Die Gestaltung finde ich schön – passt aber leider nicht so gut zum Inhalt des Buches. Die Charaktere sind einfach nur wahnsinnig toll. Die Vielfalt und die Entwicklung einfach nur top. Das Ende hat mich auch sehr ergriffen. Sehr schön. Insgesamt ein sehr tolles Buch. Für alle Leute, die ein sommerliches Buch mit etwas mehr Tiefgang suchen. 5/5 Sterne für "Ein wunderbares Jahr" von Laura Dave.

Das vorhandene Potential wurde leider nicht genutzt

Von: Biluma Datum: 04. July 2015

Bei der letzten Brautkleidanprobe sieht Georgia Ford ihren Verlobten auf der Straße. Als sie nach ihm ruft, hört sie, wie das kleine Mädchen neben ihm ihn „Daddy“ nennt. Für Georgia bricht eine Welt zusammen, hat er doch nie erwähnt, dass er Vater ist. Völlig aufgelöst packt sie ein paar Sachen zusammen und fährt auf das Weingut ihrer Familie. Sie hofft dort in Ruhe nachdenken zu können und sich über ihre Gefühle für Benjamin klar zu werden. Doch auch auf dem Weingut hat sich einiges verändert und die heile Welt ihrer Kindheit existiert nicht mehr. Georgia beschließt erst das Weingut zu retten und dann über ihre Hochzeit nachzudenken. Langsam wird ihr klar, was sie wirklich vom Leben erwartet. Das Cover finde ich einfach wunderschön. Leider passen die Pfirsiche überhaupt nicht zum Buch. Ein Gleis Wein, Weintrauben oder auch Weinreben wären hier viel passender gewesen. Auch der Titel ist nicht ganz schlüssig, da sich die Geschichte nicht über ein ganzes Jahr streckt, sondern nur über ein paar Wochen. So ganz konnte mich auch der Inhalt nicht überzeugen. Die Geschichte plätschert vor sich hin und hat keine nennenswerten Höhen oder Tiefen. Die Charaktere bleiben ziemlich oberflächlich und eine Beziehung konnte ich zu keinem Aufbauen. Georgias Entscheidungen waren für mich auch nicht immer schlüssig oder nachvollziehbar. Jeden Tag sieht sie das Sonnensegel für Ihre Hochzeit im Garten und auch der Rest der Familie plant die Hochzeit weiter und Georgia sagt nicht einen Ton dazu, obwohl sie an der Hochzeit zweifelt. Und auch ihre Familie frägt nicht wirklich weiter nach, ob denn alles wie geplant verlaufen wird. Laura Dave gibt viel über biodynamischen Weinbau preis. Das fand ich anfangs ganz interessant, da ich keine Wein trinke war es insgesamt jedoch etwas viel und hat mich dann im Lesefluss gestört. Rückblenden bieten einen Einblick in die Geschichte des Weingutes, tragen aber nicht viel zur Story bei. Das Finale kam dann ziemlich plötzlich und überhastet. Hier hätte mehr Spannung aufgebaut werden können. Fazit: Etwas mehr Tiefe und Logik hätten dem Buch gut getan. Das vorhandene Potential wurde leider nicht genutzt. Kann man lesen, muss man aber nicht. 3 von 5 Sternen.

Wein,Wein,Wein

Von: Aleena Datum: 03. July 2015

Fast hätte Giorgia geheiratet, aber nur fast. Ihre Welt zerbricht als sie ihren Zukünftigen mit einer anderen Frau und einem kleinen Mädchen sieht, das ihn Daddy nennt. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt zu ihren Eltern auf einen Weinberg nach Kalifonien. Dort hat sie sich immer wohl gefühlt, schon als Kind hat sie das Weingut geliebt und wollte Winzerin werden. Die Zukunftspläne der Eltern haben sich aber geändert und plötzlich muss Giorgia, für ihre heile Welt der Kindheit kämpfen. Wein,Wein,Wein, alles dreht sich um Wein. Wo hat sich das Sommerfeeling, wo ist die versprochene Liebesgeschichte? Warum geht es nur noch um Beziehungskrisen anderer? So viele Leute und alle haben irgendwelche Probleme, die Giorgia zu lösen versucht. Dabei geht einfach ihr Dasein als Protagonistin und Liebesgeschichtenerzählerin flöten. Denn es gibt eigentlich keine, zu mindestens nicht bei ihr oder nur am Rande. Auch konnte ich die Hitze des Sommers nicht spüren und das knistern war nur ein Brand im Haus.Zum schmunzeln kam ich leider auch nicht auf meine Kosten. Ja und dazu kam der Wein oder die Lese des Weins. Mir hat hier eindeutig was gefehlt. Es liest sich auch zäh und kam trotz weniger Seiten nicht zum Punkt. Ja man kann es lesen und es gibt auch den einen oder anderen Satz, der sich sehr schön anhört und nur so von Weisheit strotzt, aber das ganze drum herum hat mich nicht wirklich berührt. Es gibt weit bessere Sommerbücher, die den Namen ehr verdient haben. 3 Sterne, mehr ist leider nicht drin.

Sehr weinhaltige Familiengeschichte

Von: Ramona Strutz Datum: 27. June 2015

Bei ihrer Brautkleidanprobe entdeckt Giorgia etwas Unfassbares, weshalb sie Hals über Kopf zu ihren Eltern fährt. Doch da erfährt sie noch mehr Unfassbares: Nicht nur, dass sich ihre Eltern getrennt haben, sondern auch noch, dass diese ihr Weingut verkauft haben und nach dieser Weinsaison alles vorbei ist. Nun versucht Giorgia, um ihre Kindheit zu kämpfen und entdeckt dort nicht nur das ein oder andere Familiengeheimnis, sondern erkennt auch, wo sie wirklich hingehört. An sich ist die Geschichte wirklich schön geschrieben. Man bekommt sofort ein Gefühl für Giorgias Verzweiflung, die ihr Verlobter anrichtet und leidet auch mit ihr, als sie bemerkt, dass ihr Familienidyll nicht mehr existiert. Doch für meinen Geschmack wurde leider zu viel über das Weingut und das ganze „Weingeschehen“ erzählt. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Ich gebe zu, dass ich einige Absätze nur überflogen habe, wenn mir alles über Wein erklärt wurde und ich nur das gelesen habe, was Giorgia betraf. Das hingegen war wunderschön erzählt. Der Schreibstil fängt einen ein und man kann gar nicht genug davon bekommen. Auch die Nebenhandlungen, wie das Leben ihrer Eltern, welches auch gesonderte Kapitel beansprucht, oder die Beziehungen ihrer Brüder, nehmen einen schönen Teil der Geschichte ein. Im Großen und Ganzen ist es eine schöne Familiengeschichte auf der Suche nach sich Selbst.

Authentisch und warmherzig

Von: Vanessas Bücherecke Datum: 19. June 2015

Inhalt aus dem Klappentext: Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat ... Meinung: Georgia macht bei ihrer finalen Brautkleidanprobe eine Entdeckung, die ihr gar nicht gefällt und bricht unerwartet nach Hause auf. Natürlich noch im Brautkleid. Dort angekommen muss sie aber feststellen, dass ihr Zuhause nicht mehr dem Idyll gleicht, das sie in Erinnerung hat. Georgia scheint ihren Rückhalt und Zufluchtsort zu verlieren und wird gezwungen, sich mit unschönen Tatsachen in ihrem und dem Leben ihrer Familie auseinander setzen. Aber gleichzeitig lernt sie auch, was ihr persönlich wichtig ist und wo sie ihr Glück findet. Bei diesem Buch fällt es mir schwer nicht zu viel vom Inhalt zu verraten, um den Lesespaß nicht vorweg zu nehmen. Georgia ist eine unheimlich authentische und sympathische Protagonistin, die ich mit jeder Seite mehr ins Herz geschlossen habe. Sie ist unheimlich stur, aber auch sehr loyal und liebevoll. Überhaupt hat Laura Dave hier tolle Charaktere geformt, und konnte mich irgendwie mit seinen Macken, Eigenarten und Wesenszüge einnehmen. Dabei sind alle sehr realistisch, nicht übertrieben böse oder zu nett und man findet sich immer wieder selber in der einen oder anderen Situation oder Wesenszug. Geschrieben ist das Buch hauptsächlich aus der Ich-Perspektive und wir begleiten Georgia durch dieses Buch. Das Buch wird ergänzt durch einige Rückblicks Kapitel, die das Geschehen rund um das Weingut festhalten und in der dritten Person erzählt werden. So werden einem nach und nach die Hintergründe für die Verhaltensweisen der Protagonisten näher gebracht. Der Schreibstil ist sehr einnehmend und flüssig, die kurzen Kapitel sorgen für ein schnelles Vorankommen im Buch und ehe man sich versieht ist man auch schon am Ende angelangt. Laura Dave präsent hier einen so lebensnahen und herzerwärmenden Roman, der das Thema Liebe in all seinen Facetten behandelt und das viele Denkanstöße bietet, z. B. bei Entscheidungsfragen. So überlegt Georgie z. B., was passiert wäre, wenn ihre Eltern sich in manchen Situationen anders entschieden hätten und projiziert diese Überlegungen auf ihr eigenes Leben. Die Rahmengeschichte rund um das Weingut und den Weinanbau hat die Autorin sehr interessant gestaltet, informiert den Leser in einer ausreichenden Menge, wird dabei aber nicht langweilig oder reizt es zu sehr aus. Das hat mir richtig gut gefallen. Das Buch ist kurzweilig, informativ und unterhaltsam. Fazit: Wunderbar ehrlich und menschlich. Ein bezaubernderes Buch, das ans Herz geht, ohne kitschig zu werden und einem wunderschöne Lesestunden bereitet. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. (Mein Blog: vanessasbuecherecke.wordpress.com)

Tolles Buch

Von: Pitti Kö Datum: 18. June 2015

-Ein wunderbares Jahr von Laura Dave-- Das Cover: Das Bild strahlt Sommer und süße aus. Die Pfirsiche gehören für mich zum Sommer dazu. Was mich jedoch etwas wundert ist, dass da keine Weintrauben darauf sind. Ansonsten finde ich es schön und schon das Cover hat dazu geführt, dass ich es lesen wollte. Zum Inhalt: Georgia ist eigentlich sehr glücklich, sie hat einen Freund, den sie bald heiratet, einen Job und eine wundervolle Familie. Doch auf einmal bröckelt die Fassade, sie sieht ihren künftigen Mann mit einer Anderen und das Kind nennt ihn "Papa". Sie flieht zu ihren Eltern. Dort ist aber auch nicht mehr alles so, wie es einmal war, ihre Eltern wollen sich trennen, ihre Brüder sind zerstritten und "Dad" will seinen Weinberg und den gesamten Besitz verkaufen. Dabei ist er eine leidenschaftlicher Winzer. Kann sie es abwenden, dass der Weinberg verkauft wird ? Werden sich die Brüder wieder vertragen? Und hat es miit der Frau und dem Kind auf sich? Meine Meinung: Ich fand das Buch sehr spannend und der Schreibstil von Laura Dave ist sehr flüssig. Es ist eine wahnsinnig tolle Familientragödie, direkt aus dem Leben. Die Charaktere sind sehr sympathisch und mit Ecken und Kanten, dass finde ich sehr gut, denn perfekt sein ist langweilig. Ich habe das Buch "verschlungen" und konnte es kaum aus der Hand legen. Das Buch ist Laura Daves Debüt. Das Buch gibt es überall zu kaufen, sowohl als Print, wie auch als Ebook:

Leichte Sommerlektüre

Von: Katjas Bücher und Rezepte Datum: 17. June 2015

Als erstes hat mich das hübsche, sommerliche Cover von “Ein wunderbares Jahr” angezogen, nachdem ich eine ausführliche Leseprobe von diesem Roman in die Hand bekam. Und nur deswegen begann ich überhaupt die ersten Seiten zu lesen. Auf den zweiten Blick war ich allerdings irritiert warum auf einem Buch über ein Weingut unbedingt Pfirsiche abgebildet sein müssen? Nun ja. Eine weitere Besonderheit hat der Einband außerdem zu bieten. Er ist nämlich nicht beschichtet. Dadurch fasst er sich zwar angenehm an, aber feuchte Hände darf man dabei nicht haben… Ansonsten bietet “Ein wunderbares Jahr” kurzweilige Unterhaltung. Trotz des Titels spielt sich der Hauptteil der Handlung jedoch in nur wenigen Tagen ab, was mich erst einmal überraschte, aber immerhin ein klein wenig Tempo in die ansonsten eher ruhige Geschichte brachte. Denn viel passiert eigentlich nicht in diesem Buch. Das soll nicht heißen, dass man sich langweilt, aber wer große Dramen erwartet, der wird enttäuscht werden. Und trotz der wunderbar lockeren, flockigen Stils erwartet einen auch nicht unbedingt ein heiterer, leichter Sommerroman, denn dafür sind die Familienprobleme doch etwas zu groß. Ich-Erzählerin Georgia flieht, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Verlobter ihr etwas Wichtiges verheimlicht hatte (noch im Brautkleid) in ihren Heimatort, um in Ruhe nachzudenken. Dort erwarten sie aber noch größere Schwierigkeiten. Ihre Brüder sind zerstritten, ihre Eltern leben getrennt und das biodynamische Weingut soll auch noch an einen Massenproduzenten verkauft werden! Was ist nur auf einmal los? Es gibt keine “Bösen” in dieser Geschichte, keine Schuldzuweisungen, sondern vielmehr eine ständige Suche nach den Gründen und Lösungswegen. Dabei geht es allerdings oftmals kaum voran, man lernt als Leser aber alle sympathischen Beteiligten besser kennen. Manchmal gleitet die Autorin fast ins Philosophische ab oder wird sehr poetisch, ohne jedoch den lockeren Erzählstil zu vernachlässigen, dennoch war es mir da ab und an etwas zu viel an unkonkreten Hin und Her. Die eigentliche Liebesgeschichte kommt in meinen Augen dann leider zu kurz, ebenso wie die Lösungen am Ende des Buchs. Da hätte ich dann doch gerne mehr gelesen. Fazit: Nette Sommerlektüre rund um zahlreiche Probleme einer Winzerfamilie, der allerdings etwas mehr Pfiff gut getan hätte.

Eine ganz nette Familiengeschichte im sonnigen Kalifornien.

Von: primeballerina Datum: 17. June 2015

“Ein wunderbares Jahr” ist der erste Roman der amerikanischen Autorin Laura Dave, welcher auf deutsch erschienen ist. Georgia Ford ist erfolgreiche Anwältin, lebt in Los Angeles und ist auf einem Weingut in Kalifornien aufgewachsen. Eigentlich ist sie zudem glücklich verlobt mit ihrem baldigen Ehemann Ben. Als sie gerade bei der Anprobe ihres Brautkleids ist, macht sie eine Entdeckung, welche sie dazu veranlasst, mit ihrem Brautkleid sofort in ihr Auto zu steigen und die folgenden neun Stunden lang nach Hause zu fahren. Dort folgt dann die nächste böse Überraschung: das Weingut ihrer Familie soll an einen großen Konzern verkauft werden. Damit würde Georgia nicht nur ihr Zuhause, den Rückzugsort für sich und ihre Geschwister, sondern auch die Existenzgrundlage ihrer Familie verlieren. Doch so leicht gibt Georgia nicht auf. Sowohl der Titel als auch das Buchcover klangen schon im Voraus sehr vielversprechend und gerade das farbenfrohe Cover macht sofort Lust auf Sommer. Im Nachhinein stellt sich aber recht schnell heraus, dass der deutsche Titel irgendwie so gar nicht passt. Nicht nur weil der Originaltitel “800 Grapes” lautet, welches auch von der Handlung her Sinn macht – 800 Trauben sind nämlich in einer Flasche Wein der Familie Ford vorhanden. Vielmehr spielt sich die Handlung gar nicht in einem Jahr ab, sondern lediglich in einigen Tagen. So wie der Titel aber trotzdem ganz nett klingt, sieht das Cover zwar auch hübsch aus, wieso jedoch Pfirsiche drauf abgebildet sind und nicht Trauben, ist mir immer noch ein Rätsel. Aber das waren lediglich die Äußerlichkeiten – der Inhalt ist glücklicherweise sehr viel ansprechender und auch deutlich logischer. Anfangs kommt mit all den unschönen Überraschungen, mit denen Georgia nach und nach konfrontiert wird, so einiges zusammen, so dass es auch im weiteren Handlungsverlauf nie langweilig wird. Georgia hat zudem noch zwei Brüder, welche noch ihre eigenen Problemchen mitbringen, genauso wie deren Eltern. Es geht also ziemlich drunter und drüber. Allerdings lockert dies auch die Handlung auf. So auch die wenigen Rückblenden, die uns Lesern ausgewählte Momente im Leben von Georgias Eltern zeigen. So wird beispielsweise beschrieben, wie der Vater die ersten Hektar des zukünftigen Weinguts kauft. Das ist generell ein interessanter Aspekt in der Handlung: man erfährt so einiges über das Führen eines Weinguts, insbesondere die Ernte und Reifen der Trauben, da die Handlung während der Erntezeit spielt. Auch den Prozess der Deklassifizierung fand ich persönlich sehr interessant und finde es klasse, dass die Autorin das Thema so gut recherchiert hat und in die Handlung hat einfließen lassen. Davon mal abgesehen prägen vor allem die Charaktere die Geschichte. Die meisten gehören zwar zur Familie Ford, aber Georgia, ihre Brüder sowie ihre Eltern sind doch jeder einzeln recht unterschiedlich. So hat jeder von ihnen seine eigenen “Macken” und eine völlig selbständige Persönlichkeit. Bei so vielen anstehenden Schwierigkeiten ist es dadurch umso spannender zu lesen, wie jeder von ihnen mit diesen umgeht, da sie eben fast immer alle anders reagieren. Zugleich gibt es aber auch tolle familiäre Momente, in denen sie sich alle einig sind und als ein Ganzes für einander da sind. Gerade die diversen Momente zwischen den Geschwistern haben mir unheimlich gut gefallen. “Ein wunderbares Jahr” beschreibt eine schöne Familiengeschichte, in der verschiedenste Schwierigkeiten mehr oder weniger gelöst werden müssen, da dadurch eine ganze Familie auseinander brechen könnte. Ein Roman, der mir zwar ein paar nette Stunden bescherte und den ich im Grunde gerne gelesen habe. Doch vollkommen überzeugen konnte mich die Geschichte dann doch nicht, da für mich das gewisse Etwas fehlte. Wer sich auf einen kurzweiligen gedanklichen Urlaub ins sonnige Kalifornien auf machen möchte, kann hier gerne zugreifen.

Eine nette Sommerlektüre für zwischendurch mit kleinen Schwächen

Von: Claudis Gedankenwelt Datum: 08. June 2015

Georgia Ford fährt von ihrem Wohnort in Südkalifornien nach Sonoma County in Nord-Kalifornien. Und sie nimmt die 9 Stunden lange Fahrt in ihrem Brautkleid auf sich. Doch sie ist nicht etwa vor der Trauung geflohen, sondern sie ist von ihrer letzten Anprobe getürmt. Ihr Mann sollte Ben sein, ein erfolgreicher Architekt. Doch in dem Moment als sie die Anprobe hat sieht sie ihn mit einer anderen Frau und einem Kind die Straßen entlanggehen. Als das Kind ihn auch noch “Daddy!” nennt erhofft sie sich in ihrem sicheren zu Hause eine Welt, die noch in Ordnung ist. Doch kaum zu Hause angekommen erfährt sie, dass auch bei ihren Eltern und ihren Brüdern Bobby und Finn ganz und gar nichts in Ordnung ist und Georgia muss um ihre heile Welt kämpfen. Und das Glück verbirgt sich genau da, wo man nie nachsehen würde…… Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben und Georgia erzählt nicht nur aus der Gegenwart, sondern sie springt auch in ihren Erinnerungen immer wieder in die Vergangenheit zurück. Dort erfährt man wie sich ihre Eltern kennenlernten und wie sie Ben traf. Und auch die derzeitigen Ereignisse, nachdem sie weggelaufen ist, werden Schritt für Schritt vorangetrieben. Dennoch bleibt die Autorin bei allem etwas zu distanziert und ich konnte zu Georgia keine richtige Verbindung aufbauen. Die vielen Gleichnisse mit dem Weinanbau haben mir das Ganze zusätzlich etwas erschwert, da viele der Vorgänge zwar erläutert werden im Buch, aber mir persönlich fehlt einfach der Draht zu Wein um nachvollziehen zu können wie man die Weinlese und die Weinproduktion auf das eigene Leben beziehen kann. Hinzu kam, dass einige der Konflikte mir ein wenig zu konstruiert erschienen, weil ganz zufällig jeder gerade eine große Lebenskrise zu meistern hat in der Familie. Die Tatsache, dass gerade nicht eine Beziehung so läuft wie sie soll, war mir etwas zu weit hergeholt. Und auch Georgias Freunde sind ihr keine echte Hilfe und verändern ihre Ratschläge bei Bedarf immer wieder. Der Schreibstil ist leicht lesbar und ich konnte alles gut nachvollziehen, die Atmosphäre war allerdings zu wenig emotional für meinen Geschmack. Georgia ist mir viel zu sachlich dafür, dass gerade ihre ganze Zukunft auf dem Spiel steht. Außerdem wird trotz des Vorfalls immer weiter die Hochzeit vorbereitet und sie sagt auch dagegen nichts, sondern lässt alles so weiterlaufen als gäbe es die Differenzen zwischen ihr und Ben nicht. Fazit: Eine sommerlich leichte Geschichte für zwischendurch, aber ich hatte mir mehr Emotionen erhofft und mir etwas logischere Handlungsweisen der Protagonisten gewünscht.

Ein wunderbares Jahr

Von: Erdhaftig schmökert Datum: 06. June 2015

Das Titelbild impliziert einen heiteren, sonnigen Roman. Der Inhalt liefert einen problembeladenen Inhalt, der aus vielen Erzählsträngen - jeder mit eigenen Herausforderungen behaftet - besteht. Das "wunderbare Jahre" stellt sich als gut zu lesen und gleichzeitig nicht einfach zu verkraften heraus, denn es kommt auf die Leser viel zu, manchmal zuviel. Die Anwältin Giorgia steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch auch dort ist nicht alles beim Alten: Ihre Mutter hat einen Liebhaber, ihr jüngerer Bruder betrügt den älteren mit dessen eigener Frau, ihre Eltern verkauften Haus und Weinberg... und irgendwann taucht ihr Verlobter mit seiner Tochter auf von der sie bisher nichts ahnte. Kurz gesagt: der lockerflockig geschriebene Roman zeigt eine Welt auf, die zerbricht. Und Giorgia muss schauen, wo sie jetzt steht und wohin sie will, erkennen, dass die anscheinend heile Welt der Kindheit auch nicht das ist was sie mal war und entdecken, was sie im privaten Leben erreichen möchte. Es ist sehr viel schon im ersten Viertel des Titels zu verkraften, dass ich beim Lesen dachte: "Dieser Roman ist nichts für mich." Das stimmt so allerdings nicht. Es ist nur etwas völlig anderes als durch das Titelbild Erwartete und definitiv kein Roman, den man in kurzen Häppchen verdauen kann - lesen, weglegen, weiterlesen, etc... Man sollte sich Zeit nehmen und mindestens bis zur Hälfte dranbleiben, um die Protagonisten intensiver kennenzulernen.

Ich hatte eine leichte Sommerlektüre erwartet und wurde angenehm überrascht.

Von: schockverknallt Datum: 05. June 2015

Als erstes dachte ich, dass es sich bei diesem Buch um eine leichte Sommerlektüre handelt. Weit gefehlt, stellte ich nach recht kurzer Zeit fest. Wir befinden uns im Bereich gehobener Literatur, es werden viele Worte verwendet, die man in einem normalen Roman nicht zu lesen bekommt. Was mich aber nicht weiter stört, ich finde es ganz angenehm, dass der Kopf auch mal ein bisschen zum Denken angeregt wird. Ich finde den Schreibstil der Autorin wunderbar. Flüssig und realitätsnah wir hier die Problematik einer ganzen Familie beschrieben. Man taucht direkt in die Geschichte ein. Giorgia ist nett, freundlich und sehr hilfsbereit, gerade im Bezug auf ihre Familie, als sie merkt das es zu Hause Probleme gibt, begibt sie sich auf direkten Wege dorthin um zu helfen, obwohl das Weingut ihrer Eltern nicht der Ort ist, an dem sie gerne zu Gast ist, da dort eigentlich ihre Hochzeit mit Ben stattfinden sollte. Als sie dort ankommt, wir ihr das ganze Ausmaß der Katastrophe bewusst. Ihre Eltern haben sich getrennt, in dem Elternhaus wohnt ein fremder Mann und ihre beiden Brüder wollen nichts mehr miteinander zu tun haben. Zudem soll das geliebte Weingut verkauft werden, ganz klar das Giorgia das nicht zulassen will und kämpft mit ihren eigenen Methoden dagegen an. Und als wenn das ALLES noch nicht genügend Probleme wären, findet sie auch noch heraus , das ihr verlobter ein Kind hat. 5 Monate hat er geschwiegen, ganz klar das Georgia da misstrauisch wird und alles infrage stellt. Ich kann also nur nochmals betonen, das hier ist keine leichte Kost, nichts für mal kurz zwischendurch. Die Problematiken der verschiedenen Protagonisten sorgen dafür, dass das Buch durchgehend spannend ist. Aber ich muss auch zugeben, dass es einem schnell alles zu viel werden kann. Deshalb habe ich zwischendrin Pausen eingelegt. Dennoch empfand ich das Buch als eine wundervolle Bereicherung.

Eine schöne Lektüre für zwischendurch, nicht mehr, und nicht weniger.

Von: Fairy-book Datum: 03. June 2015

Wie konnte er ihr so etwas antun? Ohne ihren Bräutigam erklären zu lassen, macht sich Georgia aus dem Staub! Und zwar im Brautkleid, da sie gerade mitten in der Anprobe war. Kaum am schönsten Ort ihrer Kindheit angekommen, gibt es die nächste schreckliche Botschaft: Das Weingut ihrer Eltern soll verkauft werden! Das möchte sie unter allen Umständen verhindern, egal zu welchem Preis. Das Cover verspricht Sommer und Sonne, und davon gibt es in diesem Roman tatsächlich eine Menge. Der Klappentext hörte sich nicht nach einem Chicklit Roman an, eher nach einem schönen klassischen Frauenroman. Als Georgia dann aber im Brautkleid davon lief war ich doch kurz am Überlegen wohin mich diese Geschichte führt. Leider gab es noch weitere Verwirrungen. Chicklit Romane haben fast immer naive Protagonistinnen, die überreagieren. Aber eben weil es kein Chicklit ist, war ich hier doch von einigen Verhaltensweisen enttäuscht. Georgia ist eine intelligente, junge Frau, die völlig irrational handelt! Die erste Reaktion mit dem Abhauen kann ich ja noch kurz nach voll ziehen. Doch nach der Auflärung des "Problems" finde ich ihr Handeln total und verständlich und übertrieben. Ihre Eltern möchten ihr Weingut verkaufen! Ok, das trifft einen als Kind vielleicht, wieder im ersten Moment. Doch als erwachsene Frau muss man doch die Meinung Anderer akzeptieren, und diejenigen bei ihrer Entscheidung unterstützen. Es gab noch so einige Situtationen, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte. mehr verrate ich aber nicht, um Spoiler zu vermeiden. Ok, bisher war meine Meinung negativ, meine Kritikpunkte haben das Lesevergnügen für mich ein wenig gedämpft. Aber trotz der Kritik ist es ein schöner leichter Roman, den man mal zwischendurch lesen kann. Ich hätte mir einfach eine klarere Linie gewünscht. Entweder lustig und chaotisch, oder aber eine ernst zunehmende Geschichte. Georgia Idee, das Weingut, zu retten, hätte genügend Potenzial geliefert um Leser zu begeistern.

Absolute Leseempfehlung!

Von: Chantal Datum: 02. June 2015

Wenn man das Cover so sieht und den Titel liest, könnte man meinen, es ist ein lockere Sommerlektüre. Doch schnell erkennt man, das dem nicht so ist. Wirklich jeder der Protagonisten hat Probleme, angefangen natürlich von Georgia und ihrem Verlobten Ben, doch auch ihre Eltern, ihre beiden Brüder, die Schwägerin und der Nachbar, der das Weingut ihrer Eltern kaufen will. Georgia blickt bei ihrer Brautkleid Anprobe aus dem Fenster des Brautsalons und wen sieht sie da? Ihren Verlobten mit einer anderen Frau – und einem Kind. Sie flieht auf das Weingut ihrer Eltern, welches zig Kilometer von ihrem Wohnort entfernt liegt, nur um dort festzustellen, das auch dort irgendwie alles auseinanderbricht. Durch die große Entfernung und die kurz bevorstehende Hochzeit wollte niemand aus ihrer Familie sie mit Problemen belasten und so erfährt Georgia all dies erst bei der Ankunft. Eigentlich wollte sie in den Schoß der Familie kehren um sich trösten und aufbauen zu lassen, doch dazu hat eigentlich keiner Zeit oder Nerven. Es ist wirklich interessant, welche Kämpfe da ausgefochten werden. Bei den Eltern und Brüdern, dem Weingut und das alles so kurz vor der Hochzeit. Georgia steht vor der Frage: Trennung ja oder nein? Dann taucht ihr Verlobter Ben auf, den sie natürlich noch liebt und die Hochzeit rückt immer näher. Zudem wollten sie und Ben nach der Hochzeit auswandern, nach England. Plötzlich steht ihr ganzes Leben in Frage. Georgia jedoch kümmert sich um alles mögliche, ausser sich mit der Frage um ihre Hochzeit zu beschäftigen, denn sie ist scheinbar der Teil der Familie, der immer alle Probleme lösen will. Und da nunmal jeder Probleme hat, gibt es da sehr viel zu lösen. Natürlich löst sie ihr Problem am Ende auch noch… Die Protagonisten sind wirklich alle total symphatisch und liebenswert. Das Buch hat einen tollen Schreibstil und ich habe es in fast einem Rutsch gelesen und es wird sicherlich auf meiner Top 10 Liste der gelesenen Bücher 2015 landen. Mir hat es unheimlich gut gefallen, nur der Titel ist ein wenig unglücklich gewählt, denn ein wunderbares Jahr hat Georgia nicht wirklich.

Nett, von der Idee gut, aber wenig nachhaltend

Von: Hanne / Lesegenuss Datum: 02. June 2015

Angesprochen durch das Cover als auch dem Infotext des Verlags fühlte ich mich als Leserin gleich angesprochen - das war ein Buch für m ich! Leider habe ich die unkorrigierte Fassung als Leseexemplar erhalten. Schade, denn da waren noch einige Stellen, die sofort unangenehm auffielen. Doch das Buch musste schon gut sein, eine enorme Werbekampagne seitens des Verlags sprach dafür. "Ein wunderbares Jahr" handelt von Giorgia, ihrem Leben und ihrer Familie. Bei der Anprobe ihres Hochzeitskleids rauscht der Verlobte am Ladenfenster vorbei, an seiner Seite junge Frau mit Kind. Giorgia rennt hinaus und ist völlig konsterniert, als der Junge zu ihrem Verlobten Dad sagt. Davon hatte sie nichts gewusst. Hals über Kopf fährt sie in ihrer Bekleidung heim an den Ort, wo sie eigentlich in ein paar Tagen Ben heiraten wollte. Das Weingut der Eltern lag in Sebastopol, Kalifornien. Doch auch dort waren in ihrer Abwesenheit Veränderungen eingetreten. Die beiden Brüder hatten sich zerstritten, ihre Eltern lebten in getrennten Häusern auf dem Gut und überhaupt ... Die Nachricht, dass der Vater den Familienbetrieb verkaufen wollte bzw. die Papiere waren gezeichnet, trifft Giorgia mit aller Wucht. Doch kampflos wollte sie dem neuen Besitzer das Weingut nicht überlassen. Nicht IHR Heim, ihre Zuflucht. Los Angeles oder das Weingut? Viele Probleme kommen auf den Tisch, die auch mit den jeweiligen Protagonisten verbunden sind. Die Schreibart von Laura Dave ist sehr temporeich und so ergibt sich aufgrund der Komplexität oft ein "was zu viel ist ist zu viel". Vom Inhalt her ist die Geschichte nicht neu. Im Oktober 2014 gab es den Fernsehfilm "Geschenkte Jahre" von Katie Fjorde und dort findet sich die Idee dieses Buches z. T. wieder: Weingutverkauf, Frau verlässt Mann (in diesem Buch halt Verlobten), Frau will Weingut kaufen - verguckt sich in den Käufer usw ... Und genau daran erinnerte ich mich, als ich "Ein wunderbares Jahr" angefangen hatte zu lesen. Noch ein Wort zum Cover: Ich finde das deutsche ja wirklich wunderschön, allerdings das englische ebenso. Und es passt irgendwie besser - meiner Meinung nach. Pfirsiche hin - her ... Sicher ist die Sprache der Autorin bemerkenswert. Ihr Schreibstil hebt sich ab von anderen, und dennoch habe ich zwischendurch des öfteren den roten Faden aus den Augen verloren. Das ganz große Gefühl stellte sich nicht ein. Mir hat das gewisse "Etwas" gefehlt. Auch wenn es von mir Kritik gibt, hat mich das Buch für einige Stunden gut unterhalten.

Ein wundervoller Roman über die Familie!

Von: Jacqueline Szymanski Datum: 01. June 2015

Klappentext: (Quelle Blanvalet) Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat ... Der erste Satz: Mein Vater liebte es, die wundervolle Geschichte zu erzählen, wie er meine Mutter kennengelernt hat. Meine Meinung: Auf dieses Buch war ich mehr als gespannt, das Cover und auch der Klappentext haben mir sofort zugesagt. Man beginnt mit dem lesen und wird sofort mitten ins Geschehen geworfen. Giorgia ist eine starke Frau die mitten im Leben zu stehen scheint. Bei der Anprobe ihres Hochzeitskleid muss sie mit eigenen Augen feststellen das ihr Verlobter einige Geheimnisse vor ihr hat. Enttäuscht, verletzt und zu tiefst gekränkt flieht sie nach Somona um bei ihren Eltern unter zu kommen. Doch bald muss sie erkennen das auch in ihrer Heimat nicht alles perfekt ist. Ihre Brüder scheinen sich größtenteils aus dem Weg zu gehen und die Ehe ihrer Eltern läuft alles andere als gut. Ihre Eltern möchten sogar Giorgias heiß geliebten Weinberg verkaufen, um sich von ihren eigenen Problemen abzulenken stürzt sie sich in die Arbeit. Denn eines muss sie auf jeden Fall verhindern, den verkauf ihrer geliebten Weinberge.... Der Schreibstil der Autorin liest sich sehr angenehm er ist locker und flüssig. Ich habe dieses wundervolle Buch an einem lauen Abend im Garten gelesen. Eines kann ich euch schon jetzt versichern während der Geschichte sollte man sich ein Glas Wein bereit stellen. Man bekommt durch die Thematik der Weinberge und die bildhafte Beschreibung der Autorin sehr bald Lust auf ein gutes Glas Wein. Die Protagonisten sind authentisch und auch realistisch beschrieben. Giorgia scheint auf den ersten Blick eine reife und taffe Frau zu sein doch ihre Entscheidungen trifft sie meistens aus dem Bauch heraus und auch völlig unüberlegt. Auch die anderen Charaktere sind toll beschrieben wie Giorgias Eltern und ihre Brüder, es sind Charaktere mitten aus dem Leben. Es ist eben nicht immer alles rosa rot, das gegenteil ist viel öfter der Fall. Denn jeder hat über kurz oder lang sein Päckchen zu tragen. Die Handlung ist fesselnd. Man liest das Buch in Rekordzeit aus und kann es einfach nicht aus der Hand legen. Die Thematik und auch die Kulisse ziehen den Leser in den Bann und fesseln an die Seiten. Ich bin restlos begeistert und habe mich gut unterhalten gefühlt. Ich empfehle dieses Buch uneingeschränkt an Leser des Genres, denn mit diesem Buch wird man bestens bedient. Das Cover: Das Cover ist einfach traumhaft. Sommerlich, frische Farben und eine tolle Gestaltung machen dieses Cover zu einem echten Hingucker! Fazit: Mit Ein wunderbares Jahr ist der Autorin ein wundervoller Roman über die Familie, den Wein aber auch über eine zweite Chance gelungen der mich vollkommen gefesselt hat. Von mir bekommt dieses Buch 4 Sterne!

Familie

Von: Carmen Datum: 31. May 2015

Giorgia will in wenigen Tagen heiraten und während der Anprobe des Hochzeitskleides sieht sie aus dem Fenster und sieht Ben, den Mann ihres Lebens. Neben Ben ist eine wunderschöne Frau und ein kleines Mädchen, das zu Ben "Dad" sagt, dann rennt sie einfach davon. Sie packt ein paar Dinge in einen Koffer und steigt in ihr Auto um an den Ort zu fahren, wo sie sich immer Geborgen gefühlt hat, zu ihren Eltern die ein Weingut betreiben. 9 Stunden später hat sie ihr Ziel erreicht und geht aber erst mal zu ihrem Bruder, der in einer Bar arbeitet. Als sie sich dann Nachts ins Elternhaus schleicht, kommt ein nackter Mann aus dem Schlafzimmer der Eltern. Die Eltern haben sich getrennt, die beiden Brüder haben sich zerstrittenen und das Weingut soll verkauft werden. Giorgia ist von einem Elend ins nächste geflüchtet, aber es geht um ihre Familie und daher versucht sie zu Retten was noch geht. Laura Dave hat einen Roman geschrieben, der um viele Probleme geht und diese Baustellen rufen nach Beseitigung. Es spielen tolle Charaktere mit, nur manche hätten ein bisschen mehr Beachtung verdient und wurden zu kurz gehalten. Alles in einem aber wirklich toll geschrieben und es macht Spaß Georgia zu folgen und man sieht das sich manches eben doch ändern lässt. Es hat mir wirklich Spaß gemacht und es war schön Giorgia zu begleiten, von mir ★★★★ Sternchen

Wo ist das Wunderbar in diesem Jahr??

Von: Manuela G. Datum: 30. May 2015

Über die Autorin: Laura Dave hat bereits einige international erfolgreiche Romane veröffentlicht. . Ein wunderbares Jahr ist Laura Daves Debüt in deutscher Sprache. Zum Inhalt: Klapptext Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat. Meine Meinung: Aufgrund des Covers könnte man dieses Buch für einen locker leichten Unterhaltsroman halten. Weit gefehlt, die Charaktere der Geschichte sind alle durch die Bank weg mit Problemen behaftet, die es zu beseitigen gilt. Jeder, aber auch wirklich jeder hat seine eigene Baustelle an Problemen. Dabei redet jeder dem anderen rein und will gute Ratschläge geben, die der andere aber gar nicht hören will. Die Protagonistin Giorgia lag mir nicht. Ich fand sie sehr kindisch und egoistisch. Sie hat sich teils schlimmer verhalten als ein Kleinkind das bockt, weil die Aufmerksamkeit gerade mal nicht auf ihr liegt. Ich finde auch, dass der Titel etwas unglücklich gewählt ist. Es ist alles andere als ein wunderbares Jahr für die Beteiligten. Es herrscht ein großes Durcheinander an Gefühlen und Ereignissen. Auch die Logik mancher Charaktere, die sie sich so zurechtbasteln, dass sie ihr Handeln erklären können, ist mir nicht schlüssig. Irgendwie sind alle so weltfremd und teils einfach doof. Ich hatte mir so viel mehr von dieser Geschichte versprochen. Cover: Das Cover ist schön, aber ich finde dass es nicht so ganz zur Geschichte passt. Eine Rebe oder ein Weinberg hätte meiner Meinung nach besser gepasst. Fazit: Ich habe leider nicht so recht in die Geschichte hineingefunden. Die Protagonistin wollte mir einfach nicht sympathisch werden. Schade, da die Geschichte in einer traumhaften Location spielt.

Wunderbare Sommerlektüre in Kalifornien

Von: AnnaDiaries Datum: 30. May 2015

Ich kenne mich mit Wein nicht aus. Soviel vorab. Ich trinke auch keinen Wein, außer er ist relativ süß. In diesem Buch geht es allerdings um Wein und Weinberge. Weinberge kenne ich. Davon haben wir ja einige in Deutschland und von daher kann ich mir sehr gut vorstellen, wie es auf dem Weingut von Georgias Eltern aussieht und ich muss sagen: Es ist idyllisch. Laura Dave hat hier einen wunderbaren Sommerroman geschaffen. Voller Geheimnisse, Liebe und Kindheitserinnerungen. Immer wieder gibt es ein Kapitel, dass die Anfänge des Weinguts zeigt, die Anfänge einer Liebe zwischen ihren Eltern. Ich dachte erst, dass ich weiß worum es in diesem Buch geht. Um Georgia und ihren Verlobten, aber sobald sie auf dem Weingut ankommt, enthüllen sich mehrere Sachen, die ihr Leben auf den Kopf stellen. Allgemein wird ihr Leben in diesem einen Jahr auf den Kopf gestellt und vieles verändert sich. Wie das Leben halt so ist. Das Buch ist wirklich sehr gut. Als Leser lernt man etwas über nachhaltigen Weinanbau, über Liebe und über das Leben. Es macht Spaß zu lesen und man muss das Buch nicht unbedingt aus der Hand legen. Allerdings frage ich mich, warum auf dem Cover keine Trauben sind?

Ein tolles Buch durchweg

Von: sunshinelady Datum: 28. May 2015

Wer kennt das nicht aus dem Bekannten Kreis,manchmal macht ein Moment ein ganzes Leben zunichte oder ändert alles,was man vorher meinte gut zu finden. So manches mal spielt das Leben einem einen Streich,den wir anfangs nie verstehen werden und oft auch später hinterfragen,warum was so passiert ist,wie es passiert ist. So geht es auch Giorgia,die kurz vor der Hochzeit steht und denkt,alles was sie tut ist schon richtig und die Hochzeit mit ihrem Verlobten Ben würde sie unglaublich glücklich machen.Jede Braut weiss jetzt in diesem Moment wie man sich da fühlt,grade ist sie bei der Anprobe des Hochzeitskleides,also schon die Finalen arbeiten,wo man wirklich ja schon im 7ten Himmel schwebt und das ganze garnicht mehr abwarten kann. Wie romantisch aber auch. Wenn sie nicht in diesem Augenblick aus dem Fenster schauen würde und ein Kind sehen würde,was Ben Daddy nennt und die passende Frau zu diesem Kind ist natürlich auch im Anhang. Für sie bricht die ganze Welt zusammen,alles ist plötzlich anders und nichts mehr wie es war. Heiraten wollte sie in 5 Tagen an dem Weingut ihrer Eltern,wo sie sich so wohl fühlte immer. Dort fühlt sie sich verbunden,das sie dahin jetzt flüchtet,hätte sie vor der Anprobe sicher auch nicht gedacht. Aber sie sucht halt jetzt die Geborgenheit,die Ruhe und das Wohlfühlen,was wohl jeder aus Kindheitstagen bei den Eltern und dem Zuhause kennt. Das nicht nur bei ihr alles anders ist,konnte sie durch die Entfernung und den Abstand zur Familie ja nicht wissen. Im Laufe des Buches stolpert man wirklich von einem Supergau in den nächsten. Die Arme muss echt immer wieder denken,mensch schlimmer gehts nimma. Ihre Mutter empfängt im Schlafzimmer einen anderen Mann als ihren Vater,ihre Brüder die sich sonst so gut verstanden sind verstritten und zu allem Überfluss,soll das ihr so wichtige Weingut auch noch verkauft werden. Zeit sich gegen das Schicksaal zu stellen. So erleben wir ganz schöne Kämpfe von ihr gegen das Schicksaal. Man darf gespannt sein,wie sie sich entscheidet,weil Ben sie natürlich auch weiterhin liebt,aber ist auch schwierig wie ich finde,wann ist der richtige Zeitpunkt zu sagen,das man ein Kind mit einer anderen Frau hat. Also ehrlich gesagt muss man das dem Mann zu gute halten. Ist nunmal ein schwieriges Thema wobei viele Frauen davon laufen;)

Ein Roman, der mit Humor, Drama, Romantik und einer guten Portion Selbsterkenntnissen überzeugt: Die perfekte Lektüre für den Sommer, herrlich leicht und doch erfrischend anspruchsvoll!

Von: Filia Libri Datum: 27. May 2015

"Ein wunderbares Jahr" von Laura Dave ist so ein typischer - und absolut wundervoller - Gute-Laune-Wohlfühl Roman für den Sommer. Und das mit deutlich mehr Tiefgang, als man vielleicht erwarten würde, denn dieser Roman ist nicht nur eine leichtgängige, romantische Komödie, die Autorin verpackt in ihre unterhaltsame Geschichte auch einige wichtige Weisheiten darüber, dass es oft gerade das Unperfekte ist, dass das Leben besonders lebens- und liebenswert macht und das es meist dazu gehört Opfer zu bringen, um das zu erreichen, was man sich wünscht. Nur eine Woche vor ihrer Hochzeit erfährt Giogria, dass ihr Verlobter Ben ihr etwas vorenthalten hat und in der vermeintlich heilen Beziehung nicht alles eitel Sonnenschein ist. Prompt macht sie sich - eingehüllt ins noch nicht ganz fertige Brautkleid - auf den Weg zum Weingut ihrer Familie, in der Hoffnung, sich dort in die heile Welt ihrer Kindheit flüchten zu können, nur um festzustellen, dass es um diese ähnlich steht, wie um ihre Beziehung. Was folgt ist eine wundervoll erzählte Geschichte über die Liebe, das Leben und die Familie, über das Glück im Kleinen und Großen, über Ziele und Wünsche, die Wege zu diesen und die Hindernisse, die man überwinden muss. Dabei schafft es Laura Dave schnell den Leser immer tiefer in ihre Geschichte hineinzuziehen, ihn mit den Figuren, die alle vor ihren eigenen, aber auch vor gemeinsamen Problemen stehen, mitleiden und mitfiebern zu lassen, immer in der Hoffnung, dass am Ende alle ihren Weg zum Glück finden können. Mir hat Laura Daves "Ein wunderbares Jahr" daher wahnsinnigen Spaß gemacht, es ist ein Roman, der mit Humor, Drama, Romantik und einer guten Portion Selbsterkenntnissen überzeugt: Die perfekte Lektüre für den Sommer, herrlich leicht und doch erfrischend anspruchsvoll!

Nicht immer führt der gerade Weg zum Glück....

Von: Ira Datum: 26. May 2015

Irrungen und Wirrungen wohin man auch sieht - ganz so hatte sich Georiga die Tage vor ihrer Hochzeit mit Ben nicht vorgestellt. Erst der Schock, als sie feststellen muss, dass er ganz offensichtlich vergessen hat zu erwähnen, dass er eine Tochter hat und dann muss sie bei der Ankunft auf dem Weingut ihrer Eltern entdecken, dass auch hier nichts mehr so ist wie es sein sollte - gar nichts. Plötzlich bricht alles auseinander, was eigentlich doch immer zusammengehörte und Georgia muss herausfinden, welcher Weg für sie der richtige ist. Hat ihre Zukunft mit Ben noch eine Chance? "Ein wunderbares Jahr" ist eine schöne Geschichte über über die Liebe und das Leben. In eher leisen Tönen erzählt sie davon, wie es ist jemanden zu lieben und der Angst, sich selbst dabei zu verlieren, sie erzählt von dem, was wirklich zählt und was wichtig ist, wenn man mit jemandem zusammen sein möchte und sie erzählt auch davon, dass es manchmal nicht der gerade Weg der richtige ist und dass es manchmal Irrwege braucht, um zu erkennen, wohin und zu wem man gehört. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, es ist gut geschrieben und wartet mit überzeugenden und authentischen Charakteren auf, deren Zwiespalt und deren Probleme man nachvollziehen kann. Es ist ein eher ruhiges Buch, das jedoch den Leser mit den verschiedenen Entwicklungen durchaus auf Trab hält, langweilig wird es nie und bis zum Ende fiebert man gespannt mit, wie es weitergeht und welche Entscheidung Georgia trifft. Ein Buch also, das mich bis zum Ende gefesselt hat und das ich deswegen auf jeden Fall empfehlen kann!

Süffiger Familienroman aus dem Hinterland Kaliforniens!

Von: Poesie und so Datum: 26. May 2015

Sicher kennt ihr solche Filme auch: ein besonderer Anlass steht an – meistens Weihnachten, ein runder Geburtstag oder die Silberhochzeit – und die ganze Familie findet sich im Elternhaus ein. Mutter, Vater, mehrere Geschwister samt Ehepartnern und Kindern sitzen um den Tisch – und dann kracht es, aber so richtig. Lange gehütete Geheimnisse kommen ans Licht, in der elterlichen Ehe stimmt es schon lange nicht mehr, der Ehemann der ältesten Tochter geht fremd, der mittlere Sohn hat seine Liebe zu Männern entdeckt, kurz: nichts ist mehr so, wie es noch vor einem Tag zu sein schien. Aber trotzdem schwingt durch solche Filme irgendwie immer ein heiterer Unterton, man befindet sich trotz aller Widrigkeiten in einer Komödie und nicht im Drama, und hat Freude beim Zuschauen, denn man weiß: am Ende ist alles nur noch maximal halb so schlimm, als es im ersten Moment aussah. Etwas Ähnliches ist Laura Dave mit „Ein wunderbares Jahr“ nun in Buchform gelungen. Vorwegschicken möchte ich, dass ich den deutschen Titel auch nach längeren Überlegungen nicht verstehe, denn die Erzählzeit im Roman erstreckt sich nur über ein paar Tage, die erzählte Zeit dagegen über mehrere Jahrzehnte. Aber sei es drum. Im Original heißt der Roman übrigens „800 Grapes“, also „800 (Wein)Trauben“. Und damit wären wir dann auch schon beim Setting: ein Weingut im wunderschönen Hinterland Kaliforniens. Hierher, in den Schoß ihrer Familie, zieht es Georgia Ford, nachdem sie – ausgerechnet bei der letzten Anprobe ihres Brautkleids – feststellen muss, dass ihr Verlobter ein Geheimnis hat, das alles über den Haufen wirft. Kurzentschlossen steigt Georgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: das Weingut ihrer Familie. Doch dort sind Georgias Eltern gerade dabei, Zukunftspläne zu schmieden, die den Verkauf des Weinbergs und das Ende ihrer Ehe beinhalten. Noch dazu tragen Georgias beiden Brüder lange schwelende Konflikte aus und ein gewisser Jacob taucht auf der Bildfläche auf und möchte die Weinberge der Familie kaufen. Als schließlich noch Georgias Verlobter samt „diversen Anhängen“ vorfährt, nimmt das Drunter und Drüber vollends seinen Lauf. „Ein wunderbares Jahr“ ist ein richtiger Wohlfühlroman, der einen von der ersten Zeile an reinzieht in die Fänge von Georgias Familie. Wie bereits erwähnt hat eigentlich jeder der Protagonisten sein Päckchen zu tragen und es wird keineswegs ein heiteres Familienidyll dargestellt, das kitschig vor sich hinplätschert. Dennoch hat man beim Lesen durchweg ein positives Gefühl und der Roman wird bei allen ernsthaften Momenten nie zu schwermütig oder melancholisch, sondern behält sich eine gewisse Leichtigkeit. Das Setting in den Weinbergen Kaliforniens ist natürlich ein Traum für jedes Kopfkino und die Charaktere sind ebenfalls so gezeichnet, dass man zu jedem ein konkretes Bild vor Augen hat. Ein interessanter Nebenaspekt ist der Weinanbau. Laura Dave hat hierfür gründlich recherchiert und lässt ihr Wissen geschickt in die Handlung einfließen. Man bekommt beim Lesen richtig Lust, sich nebenher ein gutes Gläschen Wein zu genehmigen – und auf der Seite des Blanvalet Verlags bekommt man sogar tolle Anregungen passend zum Roman: http://www.randomhouse.de/webarticle/aid58729.rhd?mid=12254 Ich empfehle diesen Roman jedem, dem der Sinn nach ein paar gemütlichen Lesestunden auf dem Balkon oder der Strandliege stehen und der gute Familiengeschichten zu schätzen weiß. Vielen Dank an den Blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

Ein wunderbares Buch, über Familienzusammenhalt und Wein. Aber auch darüber, wie man herausfindet, was man wirklich will und voralle, was einen glücklich macht.

Von: Sternenstaub Buchblog Datum: 19. May 2015

Meine Rezension Ich starte mal wieder mit dem wunderschönen Cover, welches erstaunlicher Weise nichts mit dem Inhalt zu tun hat, da es im ganzen Buch nicht einmal um Pfirsiche geht :D Nichts desto Trotz ist es ein mehr als ansprechendes, sommerliches Buchcover. Laura Dave hat einen bezaubernden Schreibstil, welcher einen tief in ihre Geschichte hineinzieht und so schnell nicht wieder loslässt. Es geht um Giorgia und ihre Familie und das damit verbundene Drama, um die Zukunft aller. Gefühle, die wohl jeder von uns schon einmal hatte, sind hier ein großes Thema. Geschwisterliebe, Unsicherheit in der Partnerschaft, Eifersucht und verblasste Liebe. Nach ihrer Flucht, versucht Georgia sich darüber klar zu werden, was sie eigentlich wirklich will und entdeckt dabei, dass sie nicht die einzige in ihrer Familie ist, die Zukunftsängste hat. Es droht eine komplette Familie zu zerbrechen und sie sieht es als ihre Aufgabe, dies zu verhindern - koste es, was es wolle! Ich finde es sehr schön, wie Laura Dave viele Details über die Entstehung von Wein einfließen lässt. Aber das geschieht nicht trocken und Fachmännisch, sondern sehr einfühlsam und anschaulich, anhand der Geschichte, welche sie uns hier erzählt. Auch Synchronisation im Leben spielt hier eine große und schöne Rolle. Es muss ja nicht immer alles Schicksal sein ;) Je mehr Seiten des Buches man hinter sich lässt, um so mehr sehnt man sich an diesen Ort, in diese atemberaubenden Weinberge Kaliforniens. Es ist unglaublich, was Georgias Vater aus dem nichts erschaffen hat und was nun in Gefahr schwebt. Es gibt überraschende Wendungen und Schicksalsschläge, denen sich die Protagonistin stellen muss und welche sie langsam, aber sicher in die richtige Richtung weisen. Manchmal braucht es ein Schockerlebnis, damit man erkennt, was man wirklich will...

Problematisch aber trotzdem wunderschön

Von: literatur(M)onster Datum: 18. May 2015

Als erstes dachte ich, dass es sich bei diesem Buch um eine leichte Sommerlektüre handelt. Weit gefehlt, stellte ich nach recht kurzer Zeit fest. Wir befinden uns im Bereich gehobener Literatur, es werden viele Worte verwendet, die man in einem normalen Roman nicht zu lesen bekommt. Was mich aber nicht weiter stört, ich finde es ganz angenehm, dass der Kopf auch mal ein bisschen zum Denken angeregt wird. Ich finde den Schreibstil der Autorin wunderbar. Flüssig und realitätsnah wir hier die Problematik einer ganzen Familie beschrieben. Man taucht direkt in die Geschichte ein. Giorgia ist nett, freundlich und sehr hilfsbereit, gerade im Bezug auf ihre Familie, als sie merkt das es zu Hause Probleme gibt, begibt sie sich auf direkten Wege dorthin um zu helfen, obwohl das Weingut ihrer Eltern nicht der Ort ist, an dem sie gerne zu Gast ist, da dort eigentlich ihre Hochzeit mit Ben stattfinden sollte. Als sie dort ankommt, wir ihr das ganze Ausmaß der Katastrophe bewusst. Ihre Eltern haben sich getrennt, in dem Elternhaus wohnt ein fremder Mann und ihre beiden Brüder wollen nichts mehr miteinander zu tun haben. Zudem soll das geliebte Weingut verkauft werden, ganz klar das Giorgia das nicht zulassen will und kämpft mit ihren eigenen Methoden dagegen an. Und als wenn das ALLES noch nicht genügend Probleme wären, findet sie auch noch heraus , das ihr verlobter ein Kind hat. 5 Monate hat er geschwiegen, ganz klar das Georgia da misstrauisch wird und alles infrage stellt. Ich kann also nur nochmals betonen, das hier ist keine leichte Kost, nichts für mal kurz zwischendurch. Die Problematiken der verschiedenen Protagonisten sorgen dafür, dass das Buch durchgehend spannend ist. Aber ich muss auch zugeben, dass es einem schnell alles zu viel werden kann. Deshalb habe ich zwischendrin Pausen eingelegt. Dennoch empfand ich das Buch als eine wundervolle Bereicherung.

Buchrezession

Von: Chilli23 Datum: 05. May 2015

Hallo ihr Lieben, ich möchte euch heute ein tolles Sommerbuch namens "Ein wunderbares Jahr" vom blanvalet Verlag vorstellen. Der Klappentext: "Giorgia Ford steht kurz davor, den Mann ihrer Träume zu heiraten. Es ist fast zu schön, um wahr zu sein. Bis ihre Welt plötzlich zerbricht – ausgerechnet in dem Moment, in dem sie ihr Brautkleid anprobiert. Kurzentschlossen steigt Giorgia in ihr Auto und fährt an den einen Ort, an dem sie sich geborgen fühlt: auf das Weingut ihrer Familie im Hinterland Kaliforniens. Doch dort schmieden Giorgias Eltern abwegige Zukunftspläne, die ihren Weinberg bedrohen. Giorgia muss um die heile Welt ihrer Kindheit kämpfen – und entdeckt dabei, dass sich das Glück manchmal dort versteckt, wo man es schon lange nicht mehr gesucht hat..." Meine Meinung: Eine wirklich anspruchsvolle Geschichte. Das Cover deutet auf ein lockeres Buch mit lässiger Story hin - ist es aber keineswegs. Das Buch ist behaftet durch Probleme der Hauptrolle und wirklich realtitätnah. Ich habe das Buch auch am vergangenen Wochenende gelesen. Es ist ein wenig behaftet von "schwierigen" Wörtern, von denen ich einige, wenn ich ehrlich bin, nicht wusste. Schon nach einem drittel des Buches hatte ich schon die Vermutung wie es enden wird und ich lag richtig :) Die Geschichte an sich ist aber gut ausgetüfftelt und auch die Überraschende Wende fand ich gut. Ich konnte gut mit Giorgia mitfühlen und sie auch total gut verstehen. Von einer Minute auf der anderen bricht ihre ganze kleine heile Welt auseinander. Und dann steht man da... Es passiert in diesem "kleinen" Buch sehr viel, fast schon zu viel. Aber so wird das Buch nicht langweilig. Ich finde das Cover allerdings, passt nicht zu diesem Buch. Eine Weinrebe etc. wäre schöner gewesen. Viele Grüße Mareike

Wenn alles auseinanderbricht

Von: Monika Stutzke Datum: 27. April 2015

Giorgia ist bereit für den schönsten Tag ihres Lebens, an dem sie ihren Verlobten Ben heiraten will. Als sie während der Anprobe ihres Hochzeitskleides aus dem Fenster guckt, sieht sie ihn mit einer wunderschönen Frau und einem Kind am Schaufenster vorbeilaufen. Als sie dann noch hören muss, dass das Kind zu Ben "Dad" sagt, dreht sie völlig durch. Wie sie ist, steigt sie in ihr Auto und fährt zu dem einzigen Ort, von dem sie denkt, dass sie dort aufgefangen wird, dem Ort ihrer Kindheit. An dem Ort, an dem sie auch in 5 Tagen ihren Ben heiraten wollte. Ihre Eltern betreiben ein Weingut und genau dorthin führt sie ihr Weg, eine Fahrt von über 9 h. Aber dort angekommen, ist alles nicht mehr, wie es war. Ihre Eltern haben sich getrennt, aus dem Schlafzimmer ihrer Mutter kommt ein fremder Mann, ihre beiden Brüder haben sich zerstritten. Der Gedanke, dass sie wie früher immer, gemeinsam über ihr Problem sprechen und beratschlagen, was zu tun ist, rückt in weiter Ferne. Zudem soll auch noch das Weingut verkauft werden. Dagegen geht Giorgia nun mit aller Macht an ... Als ich das Buch in Händen hielt, suggerierte es mir aufgrund der abgebildeten Pfirsiche einen beschwingten und lockeren Unterhaltungsroman. Das ist es eher nicht. Man hat einen Roman in den Händen, der mit vielen Problemen behaftet ist und deren reichliche Baustellen nach Beseitigung rufen. Es gibt viele Protagonisten, die gerade eine schwere Zeit durchmachen, deren Probleme aber leider ein wenig oberflächlich abgehandelt werden. Als Kernpunkt ist jedoch Giorgias Erkennen, dass ihr Verlobter Ben ein Kind hat, das er ihr bislang verschwiegen hatte. Selbst wenn auch er es erst kürzlich erfahren hatte, hätte er in den vergangenen 5 Monaten doch reichlich Gelegenheit gefunden, es Giorgia schonend beizubringen. Ihr Misstrauen ist erwacht und es stellt sich ihr die Frage, welche Dinge hat er noch vor ihr verborgen? Kann sie ihm jemals wieder vertrauen? Giorgia, die immer versucht hat, alles in der Familie zu richten, muss zusehen, wie sie dieses Mal nicht weiterkommt, die Probleme sind zu kompakt, als dass sie helfen kann. Ihr eigenes Problem ist auch noch offen, denn das Hochzeitszelt steht schon und ihr Verlobter ist ihr nachgereist. Für meinen Geschmack waren es ein paar Probleme zuviel, die bewältigt werden wollten. Für 350 Seiten definitiv zu viel. Interessiert habe ich jedoch mitverfolgt, wie Giorgia ihres in den Griff bekommen will. Natürlich war ich gespannt, ob sie sich nun letztendlich mit Ben vor dem Traualtar wiederfinden wird oder wie sie sich entscheiden wird. Es passiert viel auf diesen 350 Seiten, langweilig wird es einem nicht. Was für meinen Geschmack so gar nicht geht, ist das Cover. Der Roman spielt auf einem Weingut, was machen da die Pfirsiche auf dem Cover? Hatte sich keines mit Weintrauben gefunden? Ich habe lange überlegt, wieviel Sterne ich vergeben will. Meine Vergabe würde bei 3,5 Sterne liegen, da wir aber keine halben Sterne vergeben, gilt in diesem Fall - für den Angeklagten.