Nina Blazon

Der Winter der schwarzen Rosen

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In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ...

Zeit ist etwas, das sich Menschen bauen...

Von: Mikka Liest Datum: 05. November 2015

Die Welt des Buches hat mich auf den ersten Seiten schon gepackt, denn ich fand sie sehr interessant und gut durchdacht, bis hinein in die kleinsten Details. Das machte die Geschichte für mich sehr glaubhaft, obwohl sie viel Märchenhaftes an sich hat: eine böse Königin, die das Blut besiegter Feinde trinkt und sich mit ihren Knochen schmückt, Geister, Todesfrauen und schwarze Hirsche, deren Fell jeder Waffe trotzt... Sehr gut gefallen hat mir, dass viele Dinge nicht das sind, was sie zu sein scheinen, und viele Charaktere ihre vielschichtigen Geheimnisse und verborgenen Wünsche erst nach und nach preisgeben. Besonders gegen Ende hat mich die Autorin immer wieder überraschen können! Ich fand das Buch wirklich von der ersten bis zur letzten Seite spannend und unterhaltsam. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zwei Zwillingsschwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Liljann ist die Erstgeborene und stand dennoch, unscheinbar und farblos, immer im Schatten ihrer lebenslustigen Schwester Tajann. Liljann ist die Zaudernde, die Ängstliche, ein echtes Hasenherz... Und ausgerechnet sie soll nach den Gesetzen ihres Volkes losziehen, um neue Gebiete auszukundschaften und zu erobern! Mit Schrecken blickt sie dem Tag entgegen, an dem ihr vorbestimmter Weg sie ins Grauland führen soll - ein sicheres Todesurteil. Aber sie verbirgt eine magische Gabe: sie kann Bannzauber sprechen und Geister sehen. Allerdings muss sie diese Gabe sogar vor ihrer Schwester verstecken, denn Magie ist für ihr Volk etwas Teuflisches, das gnadenlos ausgerottet werden muss. Nur zu schnell könnten die Scheiterhaufen brennen... Tajann dagegen war als Kind schon die Erwählte der Feen, die ihr Reichtum, Macht und den perfekten Ehemann prophezeiten. Als Zweitgeborene darf sie tun und lassen, was sie will - sobald ihre Schwester endlich ihre Pflicht erfüllt hat. Tajann ist bildschön, anmutig, intelligent, strahlend vor Lebenslust, aber auch arrogant, machthungrig und gelegentlich kalt und skrupellos. Am Anfang konnte und wollte ich sie deswegen nicht mögen! Erst so nach und nach verstand ich, was sie motiviert und bewegt, und irgendwann begriff ich, dass ihr stolzes Herz tatsächlich auch selbstlose Liebe kennt... Die beiden Zwillingsschwestern treffen manchmal fatale Entscheidungen, sie haben Charakterschwächen und Eigenschaften, die ich an ihnen nicht immer sympathisch fand, aber genau das macht sie auch so überzeugend und echt, und mit jeder Seite schloss ich sie mehr ins Herz So, wie ich erst Tajanns liebevolle Seite entdecken musste, um wirklich mit ihr mitzufühlen, musste ich hinter Liljanns Zaghaftigkeit erst den stillen Mut erkennen. Auch die anderen Charaktere fand ich wunderbar geschrieben, über sie möchte ich aber noch nichts verraten, denn für mich ist ein Reiz des Buches, die Charaktere selber nach und nach kennen zu lernen! Alleine schon deswegen, weil sich hinter manch menschlicher Fassade ein Monster verbirgt, und hinter manch grässlichem Aussehen ein fühlendes Wesen... Auch über die Liebesgeschichten möchte ich daher noch nicht zu viel sagen, nur soviel: in meinen Augen ist das Buch oft herzzerreißend romantisch, aber nicht triefend kitschig. Und auch hier gilt: es ist nicht immer alles, wie es scheint... Das Ende hätte ich so niemals vorhergesehen! Den Schreibstil fand ich großartig: berückend sowohl in den malerisch-poetischen als auch in den düster-schaurigen Szenen. Von der dichten, märchenhaften Atmosphäre her hat das Buch mich manchmal an das grandiose "Grisha" von Leigh Bardugo erinnert! Fazit: Die Geschichte hat mich gefesselt und begeistert, mich glücklich und traurig gemacht, mich immer wieder überrascht und bewegt... Die Handlung hat viele unerwartete Wendungen zu bieten, und die Charaktere oft ungeahnte Tiefen - und Abgründe. Am meisten beeindruckt hat mich allerdings der wunderbar atmosphärische Schreibstil, der das Märchenhafte des Buches unterstreicht und dennoch der Glaubwürdigkeit keinen Abbruch tut!

Märchenhaft, poetisch und berührend - Eine zauberhafte Geschichte

Von: Vanessas Bücherecke Datum: 27. October 2015

Inhalt aus dem Klappentext: In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ... Meinung: Tajann und Liljann sind Zwillingsschwestern, die einander sehr nahe stehen. Gemeinsam mit ihrem Vater leben sie im Forsthaus des Hoheitsgebiets der Lady Jamala. Doch ihre gemeinsame Zeit ist begrenzt, denn die Gesetzte sehen vor, dass Liljann in nicht allzu ferner Zeit vom Elternhaus losgesprochen werden soll, um ihr Schicksal in den Graulanden zu finden. Auch Tajann wäre dann frei und sie sehnt insgeheim der Lossprechung entgegen, denn sie will unbedingt im Palast der Lady ihren Weg gehen. Nach einem Fest scheinen die Weichen für ihr Ziel gelegt zu sein, denn sowohl Tajann, als auch Liljann finden jeweils einen jungen Mann, der das jeweilige Herz der Schwestern erobern möchte. Doch Liljann zögert, denn im Gegensatz zu ihrer Schwester kann sie Magie wahrnehmen, und ahnt Schreckliches, was auf sie zukommen wird. Ein Seelenfresser scheint sich an ihre Fersen gehangen zu haben und auch die Lady ist alles andere als eine freundliche Person. Zwietracht und Zweifel werden zum ständigen Begleiter der Schwestern. Die schüchterne Liljann habe ich direkt ins Herz geschlossen und gebannt ihren Weg im Buch verfolgt. Tajann ist das komplette Gegenteil von ihr und wirkt oft arrogant und selbstsüchtig. Aber auch wenn ich ihre Handlungen nicht immer gut gefunden habe, so konnte ich doch ihre Beweggründe verstehen und nach und nach Sympathien für sie aufbauen. Die Nebenfiguren sind ebenfalls gut ausgearbeitet und weisen so manche Eigenarten auf, die Abwechslung in die Geschichte bringen. Nina Blazon hat es wieder geschafft, eine wunderschöne, märchenhaft anmutende Geschichte zu erzählen, die in bezaubernd schönen Sätzen in eine andere Welt einlädt. Ihr Weltenentwurf ist faszinierend und lässt einen richtig in das Buch versinken. Die Geschichte ist originell und magisch, aber nicht kitschig und das Ende hat mich leicht wehmütig zurück gelassen. Die Geschichte ist komplex und spannend bis zur letzten Seite. Manch einer wird sich vielleicht über den etwas langen und ruhigen Einstieg beschweren. Mich persönlich hat er aber überhaupt nicht gestört, denn ich empfand die behutsame Einführung in die Welt und das Kennenlernen der Schwestern als sehr angenehm. Das Ende des Buches wird zwar vielleicht nicht jedermanns Sache sein, mir hat es aber gut gefallen, da es konsequent, logisch und rund ist. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive, die Sichtweise wechselt dabei zwischen Liljann und Tajann. Auch optisch unterscheiden sich die Perspektiven, denn jede Schwester hat ein anderes Schriftbild zugewiesen bekommen. Das Buch ist in 5 Teile aufgegliedert und die Kapitel sind insgesamt recht kurz gehalten. Der flüssige und eingängige Schreibstil ist etwas verspielt, hat einen leicht poetischen Ton und macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Nina Blazon hat mich nicht enttäuscht und ich bin weiterhin ein großer Fan ihrer Geschichten. Fazit: „Der Winter der schwarzen Rosen“ wirkt wie ein Märchen mit modernen Ansätzen. Bezaubernd und verspielt, aber auch ernst und spannend, entführt uns Nina Blazon in eine Welt voller Magie und Wunder, aber auch voller Gefahren und Schrecken. Ein wunderschönes Buch über die Liebe und die Vielschichtigkeit dieser. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

Der Winter der schwarzen Rosen – voller Fantasy!

Von: Janas Traumwelten Datum: 19. October 2015

Meinung: Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil der Klappentext sich richtig gut anhörte. Leider kam ich anfangs nicht so richtig gut rein in das Buch, die Geschichte hat mich nicht gefesselt, weil sie so fern wirkte. Diese Welt, die Nina Blazon hier geschaffen hat, ist gewaltig. Sie hatte unglaublich viele Ideen und hat sich auch große Mühe gegeben, diese Welt zu beschreiben, was ihr durchaus gut gelungen ist. Ich habe ein genaues Bild der Welt im Kopf. Allerdings war man am Anfang damit beschäftigt, in die Welt hineinzufinden und hatte deswegen nicht so viel Aufmerksamkeit für die eigentliche Handlung und die Charaktere, die auch schwer zu fassen sind. Wie gesagt halte ich die Idee für sehr interessant. Nina Blazon hat eine Welt erfunden, in der eine sture, grausame Herrscherin, die sehr geschickt ist, andere Menschen zu manipulieren, mal mit Angst, aber auch mit Freundlichkeit, sämtliche Magie verbietet. Als Erstgeborene hatte sie die Pflicht, dieses Land zu erobern und es von Magie zu befreien, ohne Rücksicht auf Verluste der Urbewohner. Trotzdem hält sich der Glaube an Magie hartnäckig und auch Liljann sieht Wesen, Geister, die sie eigentlich nicht sehen dürfte. Ich will jetzt gar nicht zu viel über diese Welt verraten, da könnte ich noch Stunden erzählen, man muss das einfach selbst erleben. Nach einer gewissen Zeit bin ich in die Handlung reingekommen und ab da hat sie mich auch gefesselt, besonders spannend dabei war, dass sich die Leben der beiden Schwestern so stark in unterschiedliche Richtungen entwickeln, die eine kommt an den Hof der Königin, die andere muss ins Grauenland. Doch Beide sind nachher auf der Flucht vor ganz unterschiedlichen Menschen. Man fiebert mit Beiden mit, wie Tajann langsam lernt, wie scheinheilig der Hof ist und eine heimliche Affäre hat, die sie nachher zur Flucht zwingt und wie Liljann ängstlich wie sie ist, versucht im Grauenland zu überstehen und dabei vor einem Mann flieht, der gleichzeitig auch noch ein Monster ist. Das Buch steckt voller Überraschungen und Wendungen, man weiß nie, wie es mit Liljann und Tajann im nächsten Kapitel weiter geht und bis zum Schluss konnte man nicht erahnen, wie alles ausgeht. Leider wurde mir ab der späten Mitte bis kurz vor Ende alles etwas sehr undurchsichtig. An jeder Ecke lauerte ein dunkler Schatten, ständig schwebte eine dunkle Bedrohung über allem. Es gab so viel Düsterkeit, dass man irgendwie gar kein „Licht“ mehr gesehen hat. Prinzipiell sehe ich ein, dass das zum Buch gehörte und nachher verstand man das auch, aber irgendwie hat es mir einfach nicht mehr so Spaß gemacht zu lesen, wie vorher. Das Ende dagegen war noch einmal ein Highlight, es hat mich sehr überrascht und ehrlich gesagt auch traurig gestimmt, weil es nicht für beide Schwestern ein klassisches Happy End gab. Aber das Ende passte perfekt und beide sind zufrieden. Liljann und Tajann, die beiden Schwestern, waren völlig unterschiedliche Typen, wie sie beide auch selbst bemerkt haben. Tajann strebt nach Freiheit, nach Ruhm, nach der glamourösen Liebe und ist sehr mutig, sie ist eine fantastische Jägerin und auch ziemlich geschickt im Manipulieren. Allerdings versteht sie ihre Schwester nicht, sie verachtet sie sogar für ihre Feigheit. Dabei mochte ich Liljann eigentlich ganz gerne, natürlich war sie nicht die mutigste Person, aber sie hatte auch schon ihr Leben lang mit beängstigenden Gestalten zu tun, die kein anderer sehen konnte und ihre Zukunft war auch sehr bedrohlich. Aber sie war ein guter Mensch, sie wollte immer ihre Schwester und ihren Vater beschützen und sie ist sehr sanftmütig. Tajann dagegen war mir nicht so sympathisch, weil sie rücksichtlos sein kann, aber nach und nach habe ich gemerkt, dass sich die Beiden eigentlich gut ergänzen und auch Tajann gute Seiten hat. Obwohl die Beiden sich nie gegenseitig verstanden haben, sie sich kaum vertrauen können, vor allem durch den Verrat von Tajann, merkt man doch, dass sie sich lieben, denn sie sind schließlich Schwestern. Es gibt sehr viele weitere Personen in dem Buch, sodass einem eine große Bandbreite an verschiedenen Charakteren geboten wurde. Die Meisten konnte man nie einschätzen, vor allem eine Person hat mich am Ende überrascht. Jeder hatte andere Ziele und vor allem die Menschen am Hof können ihre Gefühle mehr als gut verstecken. Wie vieles an diesem Buch, waren auch die Liebesgeschichten ganz und gar nicht „klassisch“. Die eine Liebe ist wie eine lodernde Flamme, die auch schnell man in Wut umschlägt, während die Andere sich erst sehr spät und wie ein zartes Flämmchen entwickelt. An den Schreibstil muss man sich gewöhnen, er ist sehr bildlich, was eigentlich gut ist, denn so kann man sich diese Welt besser vorstellen, aber auch anfangs etwas schwer ist. Fazit: Insgesamt fand ich das Buch richtig faszinierend, an der ein oder anderen Stelle habe ich mir etwas schwer damit getan, aber es ist auf jeden Fall etwas Großes, dass man irgendwie kaum in Worte fassen kann. Von mir gibt es gute 4 Sterne!

Magisch

Von: Jessica S. Datum: 05. November 2018

Inhalt: In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Liljann Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die Liebe der einen Schwester wird zur Obsession werden und die der anderen wird eine wahre Liebe sein. Denn mit den dunklen Mächten spielt man nicht und etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ... Fazit: Die Geschichte ist gut jedoch hat es etwas gebraucht bis sie mich erreicht hat. In der Story geht es um liebe, Intrigen, Wut und Kampf an sich alles was ein guter Roman braucht - jedoch kam ich mit den unterschiedlichen Sichtweisen etwas durcheinander, da für mich kein eindeutiges Schema erkennbar war, deswegen sind es "nur" 4 Sterne ❤

Düster, bitter und doch wunderschön

Von: Madita Datum: 24. July 2018

Tajann und Liljann sind Zwillinge und könnten doch unterschiedlicher nicht sein. Während die erstgeborene Liljann ruhig und in sich zurückgezogen ist, ist Tajann die wildere und vor Energie strotzende Person. Die Zwillinge leben in einer Welt, in der der Erstgeborene in eine vorgegebene Richtung gehen muss, um dort Land zu erobern. Erst dann ist das zweitgeborene Kind frei und kann entscheiden, wohin es möchte. Tajann kann es kaum erwarten, ihr eigenes Leben zu beginnen, denn sie möchte in die Zirtadelle zur Lady und hat sich außerdem in Janeik verliebt. Doch Liljann macht es ihr nicht gerade einfach - denn sie möchte nicht gehen! Und gemäß dem Gesetz darf Tajann ihr Elternhaus nicht verlassen, bevor Liljann das tut. Sie schmiedet einen Plan, doch was sie damit ins Rollen bringt, hätte sie nie voraussehen können... Magie. Liebe. Verrat. Und das alles in einer sehr düsteren Umgebung. Nina Blazon gelingt es, eine düstere Welt zu erschaffen, die etwas Besonderes und Eigenes ist und einen sofort in ihren magischen Bann zieht. Der Schreibstil der Autorin ist fließend und angenehm zu lesen, wenn auch sehr poetisch. Anfangs muss man sich an die detaillierte und etwas ausschweifende Erzählung gewöhnen, doch dafür braucht man nicht lange. Durch den Erzählstil wirkt die Geschichte wie eine Art Märchen, roh, dunkel und verschlingend. Die Story selbst ist sehr abwechslungsreich und spannend. Es wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Zwillingsschwestern erzählt, sodass man sich in beide hineinversetzen kann. Liljann fand ich persönlich die nettere der beiden, doch auch Tajann konnte man irgendwie verstehen. Wer will schon für immer daheim eingesperrt sein, wenn man eigene Träume hat? Wir erhalten hier gleich zwei bittersüße und träumerische Liebesgeschichten gepaart mit viel Verrat, Traurigkeit, Mystik, Magie, düsteren Entwicklungen und einem sehr faszinierten Gesellschafts- und Weltenentwurf. Erst nachdem ich das Buch fertig gelesen hatte, habe ich gelesen, dass es noch weitere Bücher in dieser Welt gibt. Man kommt jedoch auch wunderbar mit, ohne diese Bücher zu kennen, denn es ist ein eigenständiger Band. Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam und bedächtig und nimmt erst später an Fahrt auf. Dennoch wird es nie langweilig und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende ist auf den ersten Blick erschreckend - und durchaus unvorhersehbar. Aber gerade deswegen gefällt es mir sehr gut, denn es ist bittersüß und konsequent. Fazit Ein Rausch der Sinne und ein perfekter Fantasyroman. Düster und bitter und doch so wunderschön. Die Geschichte hat alles, was ein Fantasyroman braucht: eine gute Story, Spannung, Liebe, Magie, eine fantastische und detailliert ausgearbeitete Welt und vielseitige Charaktere. Außerdem ist die Story wirklich mal etwas Anderes und nicht der xte Aufwasch einer altbekannten Geschichte... Und damit wäre auch geklärt, dass das nicht mein letzter Nina Blazon Roman bleiben wird.

Perfekt für alle Fantasy Fans!

Von: Avery Little Book Datum: 05. November 2017

Das Cover entspricht total meinem Geschmack. Es strahlt eine gewisse schlichte Eleganz aus und die Gestaltung passt einfach wunderbar zum Inhalt des Buches. Inhalt: Tajann und Liljann sind Schwestern und leben in einer magischen und düsteren Welt, die von einer machtgierigen Königin beherrscht wird. Liljann ist die Erstgeborene und muss nach ihrem siebzehnten Geburtstag wegen einer alten Tradition ihre Heimat verlassen, damit auch Tajann frei wird. Tajann und Liljann verlieben sich beide, doch nur eine Liebe ist echt. Die andere ist eine gefährliche Besessenheit. Um ihre Freiheit zu erlangen, lässt sich Tajann auf einen düsteren Pakt mit der Königin ein, der ihr Leben und das ihrer Schwester gefährdet... Einstieg: Dieses Buch hat mich schon eine ganze Weile interessiert und nun ist es endlich als Taschenbuch erschienen. Die vielen Seiten haben mich zuerst etwas abgeschreckt, aber man kommt schon am Anfang sehr schnell durch und nach einer kleinen Eingewöhnungsphase bin ich auch damit zurechtgekommen, dass das Buch aus der Sicht beider Schwestern geschrieben ist. Schnell ist man in dieser magischen Welt gefangen. Tajann ist impulsiv, leidenschaftlich, selbstbewusst, abenteuerlustig und sehnt sich in vollen Zügen nach Freiheit. Endlich möchte sie ihren Vater zurücklassen und an den königlichen Hof gehen. Man merkt ihr dabei auch an, dass sie eine skrupellose und listige Seite hat, doch sie vergisst nie ganz ihre Familie. Ihr Charakter ist wirklich wunderbar ausgearbeitet; mit Ecken und Kanten; und wirkt daher sehr realistisch. Sie macht Fehler, was sie unheimlich menschlich macht. Liljann ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil ihrer Schwester und doch haben die beiden viel gemeinsam. Man merkt ihnen beiden an, dass sie einander lieben, auch wenn sie, wie es bei Schwestern ja auch üblich ist, oft voneinander genervt sind. Liljann ist eher zurückhaltend und man hat das Gefühl, sie lebt in ihrer eigenen Welt, denn im Gegensatz zu ihrer Schwester hat sie sich der Magie zugewandt. Sie hat eine sehr gefühlvolle Seite und weiß sich durchzukämpfen. Insgesamt ist auch sie ein wirklich gut ausgearbeiteter Charakter, den man einfach gernhaben muss. Auch auf die Ausarbeitung der Nebencharaktere wurde in diesem Buch viel wert gelegt, weshalb man vielen facettenreichen Personen begegnet, die man nicht sofort entschlüsseln kann. Man weiß auch nie, wem man nun vertrauen kann und wem nicht... Die Welt wirkt alles in allem realistisch und detailreich. Der einzige Kritikpunkt, der mir da einfällt, ist, dass der Horizont im Buch eher begrenzt ist und man über die anderen Königreiche nur wenig bis gar nichts erfährt, was ich etwas schade fand, da so das große Ganze fehlt. Sonst ist die Welt allerdings gut aufgebaut und auch die magischen Wesen, die auftreten, sind super konzipiert und alles hängt in gewisser Weise miteinander zusammen. Auch über die Geschichte hinter der Entstehung dieser Welt erfährt man in diesem Buch einiges. Die Story hat sich meiner Meinung nach unheimlich spannend angehört und ich war wirklich gespannt, ob das Buch meinen Erwartungen gerecht werden würde. Dadurch dass man nie weiß, wer in diesem Buch nun ein falsches Spiel spielt oder wer ernste Absichten verfolgt, wird eine gute Grundspannung erzeugt, die durch den magischen Aspekt nochmals ausgeweitet wird. Auch das ewige Spiel um Leben und Tod macht das Buch schlichtweg sehr interessant. Zwischendurch gab es dennoch auch mal ein paar Längen, was im großen und ganzen aber nicht allzu schlimm war. Der Wechsel der Perspektiven zwischen den beiden Schwestern empfand ich zunächst als etwas störend, aber man gewöhnt sich daran und die Idee dahinter ist natürlich auch super, denn so weiß man, was gerade im Leben beider passiert und was beide fühlen und denken. Der Schreibstil hat mir insgesamt sehr zugesagt, da man dem Geschehen gut folgen konnte und alles detailreich beschrieben wurde, sodass man sich ein ausführliches Bild der jeweiligen Situation machen konnte. Fazit: Ein tolles Buch für alle Fantasy Fans, das von einer gut ausgearbeiteten Welt und klasse Charakteren zeugt! Bewertung: 4,5 von 5 Sternen Vielen Dank an den cbt Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

Unterhaltsames Fantasy-Abenteuer

Von: Buchperlenblog Datum: 12. February 2018

Zugegeben, anfangs hatte ich mit der Geschichte so einige Probleme. Die ersten 100 Seiten lernt man die beiden Schwestern kennen, ihre Sehnsüchte und Ängste. Abwechselnd erzählt Tajann in der Gegenwart, Liljann in der Vergangenheit ab dem Zeitpunkt, an dem sie zum Roten Fest der Lady gerufen werden. Beide lernen hier geheimnisvolle Männer kennen und man gewinnt den Eindruck, dass sie die Liebe des Lebens gefunden haben. Wenn da nicht die äußeren Umstände wären. Liljann hat bereits als Kind ihren Weg als Erstgeborene gewählt, fernab der Heimat im barbarischen Grauland. Alles in ihr sträubt sich gegen ihr Schicksal. Doch bleibt ihr nichts anderes übrig, wenn sie dem Leben ihrer Schwester nicht länger im Weg stehen will. Die Geschichte an sich gefiel mir zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut, jedoch hätte ich auf den - für meinen Begriff vielen - Schmalz und Herzschmerz verzichten können. Als Liljann nun endlich mit Volok ins Grauland aufbricht und Tajann in die Burg der Lady darf, beginnt die Geschichte an Tiefe zu gewinnen. Der Verrat der Schwester sitzt tief und allgemein erzählt das Buch von sehr viel Verrat. Man weiß nie, wem man wirklich vertrauen kann und darf. Liljanns Geschichte ging mir persönlich näher als die ihrer Schwester, da sie lange Zeit allein mit ihren Geheimnissen ist. Doch auch Tajann konnte mich irgendwann für sich und ihre Sache einnehmen und so flogen die Seiten nur noch so dahin. Es ist eine wundervolle Mischung aus fantastischen und märchenhaften Elementen, verflochten in einer magischen Geschichte. Auch das Ende konnte mich überzeugen, denn auch wenn es die ganze Zeit so scheint: Es endet anders, als angenommen. Und das fand ich gut, denn das wog den Jugendschmalz der ersten Seiten wieder auf. Ein wenig schade ist natürlich, dass man nicht alle Fäden bis zum Ende hin verfolgen konnte, denn dank der Perspektiven der Schwestern blieben die Ereignisse außerhalb ihres Wirkens etwas blass und unscheinbar. Fazit Eine märchenhafte Reise in ein fernes Land, das irgendwo hinter unserem liegt. Eine Geschichte voller Verrat, Liebe und mit einer Prise Magie. Eine Geschichte, bei der es sich lohnt, am Ball zu bleiben.

Man ist sich ja als Leser so sicher, wer in dieser Geschichte die Guten und wer die Bösen sind. Aber ist alles wirklich so?

Von: theklaus Datum: 19. April 2017

Sehr spannend geschrieben! Tajann und Liljann schlagen zwar unterschiedliche Wege ein, treffen aber im Laufe der Geschichte wieder aufeinander. Diesmal aber unter anderen Voraussetzungen, da Liljann um ihr Überleben kämpft, da sie von einem Monster, mit dem sie durch ihre Schwester verheiratet ist, verfolgt wird. Tajann ist mit Janeik auf der Flucht vor dessen Mutter, da Janeik eigentlich mit einer anderen Frau verheiratet werden soll. Die Festung, in der sie sich verstecken, wird von Magie geschützt. Diese wird von ihnen genutzt, obwohl sie nicht wissen, was sie damit auslösen. Fazit: Man ist sich ja als geneigter Leser so sicher, wer in dieser Geschichte die Guten und wer die Bösen sind. Aber ist alles wirklich so? In diesem Buch ist nichts so, wie es scheint. Also heißt es auch beim Lesen: Vorsicht! Wer weiß, wem du gerade dein Vertrauen schenkst. Das Cover: ein Hingucker! Die Autorin: wie immer klasse! Hab ich schon erwähnt, dass ich ihre Bücher liebe? Ja? Macht nichts. Kann man nicht oft genug sagen. Wie immer ein Leseerlebnis der besonderen Art! Vielen Dank, Nina!

Keine Empfehlung. Die Autorin hat in meinen Augen schon bessere Bücher geschrieben!

Von: Yvonne Datum: 13. March 2017

Endlich habe ich dieses Buch beendet. Ich bin eigentlich immer sehr begeistert von den Büchern der Autorin gewesen, aber mit „Der Winter der schwarzen Rosen“, habe ich mich leider sehr schwer getan. Ich musste es mehrfach erneut anfangen und hatte auch nachdem ich den Einstieg gefunden habe, öfter Pausen gebraucht. Man kann wohl schlicht und ergreifend sagen, dass dies einfach nicht mein Buch war. Die zweite Hälfte des Buches konnte ich dann jedoch in einem Rutsch beenden, was mir die Bewertung des Gesamtwerkes auch unglaublich schwer macht. Die beiden Schwestern Tajann und Liljann kommen in dem Buch beide relativ abwechselnd zu Wort. Es wird stetig aus beiden Perspektiven geschildert und dieser Wechsel wurde einem optisch in der Schriftart und manchmal durch Überschriften näher gebracht. Trotzdem hatte ich am Anfang enorme Schwierigkeiten ständig die Perspektiven zu wechseln und kam öfter durcheinander. Das hat meinen Lesefluss deutlich gestört und dadurch kam ich auch einfach nicht in die Geschichte rein. In der ersten Hälfte des Buches gab es einige Längen, die ich kaum ausgehalten habe und als sehr langweilig empfunden habe. Oft hatte ich einfach keine Lust weiterzulesen. Der Schreibstil von Nina Blazon hat mir allerdings wie immer sehr gefallen, daran hat es wirklich absolut nicht gelegen. Ich denke, es war einfach nicht meine Geschichte und anderen Lesern wird es vielleicht durchaus gefallen. Die geschaffene Atmosphäre hat mir nämlich sehr gut gefallen. Tajann und Liljann sind mir beide nicht sonderlich nah gegangen und ich bin froh, dass das Buch ein abschließendes Ende bekommen hat. Die schwesterlichen Gefühle der beiden wurden gut rübergebracht, allerdings habe ich einige Aktionen nicht nachvollziehen können. Auch die anderen Charaktere haben es mir einfach nicht angetan. Es gab nicht einen unter ihnen, von dem ich gern mehr erfahren hätte. Das Cover und die Umschlaggestaltung ist ein Traum und passt perfekt zu dem Inhalt, hier kann man wirklich ein großes Lob aussprechen. Da ich schon einige Bücher von Nina Blazon gelesen habe, die mir durchaus gefallen haben, werde ich ihr sicher nochmal eine Chance einräumen und ich bin auf ihre nächste Veröffentlichung gespannt. Abschließend kann ich sagen, dass mich dieses Buch einen sehr langen Zeitraum begleitet hat und mir die Geschichte dadurch wohl auch noch lange Zeit in Erinnerung bleiben wird. Fazit: Keine Empfehlung. Die Autorin hat in meinen Augen schon bessere Bücher geschrieben!

Ein magisches Märchen aus archaischen Zeiten.

Von: Sophie von Buchstabenmagie Datum: 04. January 2017

Denke ich an meine Teenie- Lesejahre zurück, dann ist NINA BLAZON mit ihren wunderbaren magischen Büchern nicht wegzudenken. Wenn ich jetzt zu ihren Büchern greife, dann ist das immer wie nach Hause zu kommen. Jedes Mal nimmt sie mich wieder gefangen mit ihren wunderbaren Weltenentwürfen. Aber ganz wichtig: Nina Blazon ist (für mich) ALL AGE. Egal wie alt, ihre Bücher versprühen diesen besonderen Zauber, der einen in jeder Lebenslager zu begeistern schafft. Also nicht von dem Etikett "Jugendbuch" abschrecken lassen und sich entführen lassen in den WINTER DER SCHWARZEN ROSEN... MAGIE. LIEBE. VERRAT. und DÜSTER. Liljann und Tajann sind Zwillingsschwestern und doch so wie Tag und Nacht. Liljann ist das Helle, das in sich Zurückgezogene, das, was liebt und verzeiht. Sie lebt mit einem Fuß im Jenseits, sieht Feen und scheint manchmal nicht von dieser Welt zu sein. Tajann hingegen liebt das Leben und bestreitet es voller Energie und Wünsche. Sie ist das Düstere, das aus Leidenschaft nur an sich denkt und dazu neigt die zu verraten, die sie lieben sollte. Und trotzdem ist es die schüchterne Liljann, die als Erstling, wie die Erstgeborenen in der Welt der Zwillinge genannt werden, die nach dem Gesetz ihres Landes an ihrem siebzehnten Geburtstag das Haus ihres Vaters verlassen muss, um neue Lande zu erkunden und zu erobern. Doch drei Wochen vor diesem einschneidenden Ereignis werden die beiden unterschiedlichen Mädchen zu einem Fest an den Hof der gefährlichen & tyrannischen Lady geladen. Nicht nur sie hat ihre eignen Pläne mit Liljann und Tajann, sondern auch die beiden Männer, die die beiden in dieser Nacht kennenlernen. Auf ihrer Flucht vor einem fremdbestimmten Schicksal werden die beiden getrennt und müssen feststellen, dass dort draußen etwas viel größeres, magisches und dunkles lauert. Im Winter der schwarzen Rosen hat Nina Blazon wieder eine meisterhafte Welt geschaffenen, die so eigen und besonders ist in ihren Regeln und Entwürfen, dass man nicht anders kann, als sich von ihr in ihren magischen Bann ziehen zu lassen. Es ist ein Märchen aus uralten Zeit, aus einer längst vergessenen Vergangenheit, das noch nicht weichgespült worden ist. Kein Vergleich zu den "modernen" Versionen von Cinderella oder Die Schöne & das Biest. Das hier ist roh, dunkel und verschlingt einen. Es ist archaisch und man kann der Magie noch nachspüren, auch wenn die Lady auf grausame Weise versucht diese auszurotten. Beim Lesen weiß man genau, dass es ein Happy End geben könnte, aber genau so gut könnte Liljanns und Tajanns Geschichte vollkommen von der dunklen Magie der schwarzen Rosen verschlungen werden. Die Spannung ist auf jeder einzelnen Seite spürbar. Ich habe 2016 viele gute Bücher gelesen, auch einige sehr gute. Aber von dieser Sorte, die man beim besten Willen nicht aus der Hand legen kann, waren nur eine handvoll dabei. Und dieses ist eines davon. Die Autorin hat diese ganz spezielle Weise zu erzählen, die etwas poetisches an sich hat. Sie macht aus ihren Geschichten Märchen. Märchen mit Gut und Böse, in denen die Grenzen aber nach und nach verschwimmen. Jedes Buch und somit jedes Märchen hat ihre eigenen Motive, Regeln und Welten. Und jedes ist einzigartig und besonders. Ihr Schreibstil ist wahnsinnig bildlich und entführt in fremde Welten, die man sich auf den ersten Seiten des Buches zunächst noch erschließen muss. Besonder schön dabei ist, dass Blazon es versteht ihre Leser in die Irre zu führen und man sich nicht immer auf das verlassen kann, was da schwarz auf weiß vor einem steht. Alles in allem kann ich nur sagen: LESEN! Dieses Buch hat alles, was eine gute Geschichte braucht: Ein wunderbarer Schreibstil, charakterlich stark ausgearbeitete Charaktere, Liebe & Magie und zuguterletzt eine wunderbare fantastische Welt, in der wir Liljann und Tajann begegnen. Das ist einer dieser Roman, die uns an nichts erinnern, was wir schon einmal gelesen haben. Weil es so wunderbar anders ist!

Eintauchen in eine völlig verzauberte Welt

Von: Aleshanee von Weltenwanderer Datum: 11. May 2016

Endlich hab ich mein erstes Buch von Nina Blazon gelesen und ich bin total begeistert! Ich konnte mich lange nicht entscheiden, aber das wunderschöne Cover hat mich überzeugt, es mit dem Winter der schwarzen Rosen zu versuchen. Schon allein der Schreibstil hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Sehr bildhaft und mit leisen, stimmungsvollen Tönen erzählt die Autorin die Geschichte aus der Sicht der beiden Schwestern. Immer abwechselnd erlebt man die Gefühlswelten, die unterschiedlicher nicht sein können. - Liljann van Torra ist ein eher schüchternes, in sich gekehrtes Mädchen. Voller Zweifel und in ständiger Angst, dass jemand ihr Geheimnis entdeckt oder dass ihr Vater sie endlich freigibt. Denn die Erstgeborenen müssen noch in jungen Jahren fort von zu Hause und neue Länder erkunden. - Tajann van Torra dagegen sprüht geradezu vor Lebendigkeit. Sie ist von fröhlicher Natur, aber auch ehrgeizig und egoistisch. Als Zweitgeborene ist sie erst frei, wenn Liljann fortgeschickt wird und die Grenzen, die sie an ihr karges Zuhause binden, lassen sie alle Moral über Bord werfen. Auf dem schicksalhaften Fest zur Roten Nacht lernen beide jemanden kennen, der ihr Leben von Grund auf ändern und den Weg bestimmen wird, den sie weiterhin gehen. Alle wichtigen Figuren hier haben ihre Geheimnisse, und eine Sehnsucht, die sie vorantreibt. Sehr differenziert ausgearbeitet, auch wenn man natürlich nicht bei jedem sofort ahnt, was hinter seinen Impulsen steckt, ist mir (fast) jeder Charakter doch irgendwie ans Herz gewachsen. Vor allem die beiden Schwestern, die scheinbar gefangen sind in ihren Gefühlen, die sie erst noch verstehen lernen müssen - jede auf ihre ganz eigene Art - und damit auch zu sich selbst finden. Anfangs war ich noch etwas hin- und hergerissen, denn nicht immer war alles sympathisch, was die beiden gedacht und gemacht haben; aber wie auch im wirklichen Leben ist die eigene Sichtweise objektiv und die eigenen Emotionen rechtfertigen für sich genommen alles, was man tut. Von der Welt, auch wenn sie teilweise nur am Rande beschrieben wird, bekommt man einen guten Eindruck. Ich habe ja leider erst beim Lesen erfahren, dass dieser Band zu einer Art "Reihe" aus der Faunblutwelt gehört - die zwar unabhängig voneinander zu lesen sind, aber eben alle in dieser Welt spielen sollen. Ich werde mir hier auch die anderen Bücher holen und freu mich schon darauf, mehr darüber zu erfahren! Besonders auch die Magie und deren Wesen zeugten von einigen neuen Ideen, die mir wirklich gut gefallen haben. Überhaupt gibt es viele schöne Impulse und Gedanken, die Nina Blazon hier in ihre Geschichte mit eingebracht hat. Der Verlauf der Handlung war für mich immer überraschend, weil ich nicht einschätzen konnte, wohin das ganze führen wird und vor allem gegen Ende ist die Spannung mehr und mehr gewachsen. Bei einigen anderen Rezensionen hab ich gelesen, dass man mit dem Schluss nicht zufrieden war, aber ich fand es genau richtig und stimmig für diese Geschichte. Der Kampf um das eigene Leben und die Erfüllung innerer Sehnsüchte steht groß im Vordergrund - um was es dabei geht und wie es erreicht wird, das ist natürlich so vielfältig wie das Leben selbst: Liebe - Hass, Hoffnung - Enttäuschung, Angst - Sehnsucht, Vertrauen - Verrat ... Das alles lässt uns Grenzen überschreiten, unsere eigenen und auch die von anderen, und für jeden ist etwas anderes wichtig, für das es sich zu kämpfen lohnt. Fazit Eine sehr berührende und in sanften Tönen erzählte Geschichte über zwei Schwestern, deren starkes Band das Schicksal zu zerreißen droht. Mit viel Gefühl erzählt, voller Magie und Spannung und mit einigen verblüffenden Wendungen, die mich sehr überrascht haben.

düster,magisch ... man möchte es nicht mehr aus der Hand legen

Von: dieSeitenfluesterer-unserBuchblog Datum: 01. April 2016

Im Oktober 2015 erschienen die 544 Seiten von Nina Blazon, welche den tollen Titel “Der Winter der schwarzen Rosen” tragen. Mit seinem auffällig gestalteten und passend dekorierten Cover hat der cbt-Verlag ein kleines Kunstwerk geschaffen. Liljann und Tajann könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch sind sie Zwillingsschwester. Zusammen mit ihrem Vater leben im Jagdhaus und sorgen dafür, dass die Lady immer ihre schwarzen Hirschfelle geliefert bekommt. Etwas Magisches haben diese Felle, sie lassen nichts hindurch und schützen so ihre Wachen vor Angriffen aus dem Grauwald. Auf dem Fest der roten Nacht lernen die Mädchen zwei Männer kennen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und reißt sie auseinander … In die Geschichte hinein zu kommen war für mich sehr schwer, denn viele Begriffe und fremde Bezeichnungen liefern mir über den Weg. Nina Blazon lässt beide Mädchen die Geschichte erzählen und mit jedem neuen Kapitel wechselt diese dann hin und her. Von einer starsinnigen und sehr gefährlichen Lady ist die Rede und von schweren Strafen für diejenigen, die Magie benutzen, oder sich den heidnischen Ritualen hingeben. Liljann ist anders als ihre Schwester, sie spürt die Magie in der Welt und auch wie die weißen Frauen ihre Schwestern umlagern und huldigen. Tajann hingegen ist eine Jägerin, hochmütig und sehr schön, sie scheint sich vor nichts zu fürchten. So kommt es, dass man, zusammen mit den Figuren, sich auf dem Ball der roten Nacht wiederfindet. An diesen, so erzählt man sich, hat die Lady vor Jahren den Hirschkönig Jar niedergestreckt. Er soll ein Halbwesen gewesen sein. Liljann übernimmt hier die Rolle der verängstigten Maus und ihre Schwester ist die Rose in einem Nest von Schlangen. Als Erstgeborene liegt es an Liljann davon zu reiten, um neue Gebiete zu erschließen und ihrer Schwester den Weg für eine eigene Zukunft zu ebnen. Das Ganze war also komplett umgedreht, zu unserer Welt, in denen die Erstgeborenen “das Königreich” übernehmen und die Zweiten meist gewinnbringend verheiratet werden. Hier ist es jedoch so, dass die Männer, welche die Mädchen treffen ,nicht das sind, wie man es im ersten Moment erwartet. Diese führen beide Frauen in eine ihnen unbekannte Welt und schnell ist klar, dass die Magie, welche die Lady auszurotten versucht, nie verschwunden ist. Die Autorin hat eine sehr fantasievolle Welt erschaffen, die in manchen Szenen sehr übererklärt war, aber ich zum Ende hin schon sagen muss, dass ich die Figuren nicht ziehen lassen wollte. Alles ist in sich verschachtelt und ergibt ein großes Bild. Ganz toll empfand ich auch die Entwicklung der Figuren, besonders natürlich der Schwestern. “Der Winter der schwarzen Rosen” ein düsterer Eintritt, an dessen Ende man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

düster,magisch ... man möchte es nicht mehr aus der Hand legen

Von: dieSeitenfluesterer-unserBuchblog Datum: 01. April 2016

Im Oktober 2015 erschienen die 544 Seiten von Nina Blazon, welche den tollen Titel “Der Winter der schwarzen Rosen” tragen. Mit seinem auffällig gestalteten und passend dekorierten Cover hat der cbt-Verlag ein kleines Kunstwerk geschaffen. Liljann und Tajann könnten unterschiedlicher nicht sein. Und doch sind sie Zwillingsschwester. Zusammen mit ihrem Vater leben im Jagdhaus und sorgen dafür, dass die Lady immer ihre schwarzen Hirschfelle geliefert bekommt. Etwas Magisches haben diese Felle, sie lassen nichts hindurch und schützen so ihre Wachen vor Angriffen aus dem Grauwald. Auf dem Fest der roten Nacht lernen die Mädchen zwei Männer kennen. Das Schicksal nimmt seinen Lauf und reißt sie auseinander … In die Geschichte hinein zu kommen war für mich sehr schwer, denn viele Begriffe und fremde Bezeichnungen liefern mir über den Weg. Nina Blazon lässt beide Mädchen die Geschichte erzählen und mit jedem neuen Kapitel wechselt diese dann hin und her. Von einer starsinnigen und sehr gefährlichen Lady ist die Rede und von schweren Strafen für diejenigen, die Magie benutzen, oder sich den heidnischen Ritualen hingeben. Liljann ist anders als ihre Schwester, sie spürt die Magie in der Welt und auch wie die weißen Frauen ihre Schwestern umlagern und huldigen. Tajann hingegen ist eine Jägerin, hochmütig und sehr schön, sie scheint sich vor nichts zu fürchten. So kommt es, dass man, zusammen mit den Figuren, sich auf dem Ball der roten Nacht wiederfindet. An diesen, so erzählt man sich, hat die Lady vor Jahren den Hirschkönig Jar niedergestreckt. Er soll ein Halbwesen gewesen sein. Liljann übernimmt hier die Rolle der verängstigten Maus und ihre Schwester ist die Rose in einem Nest von Schlangen. Als Erstgeborene liegt es an Liljann davon zu reiten, um neue Gebiete zu erschließen und ihrer Schwester den Weg für eine eigene Zukunft zu ebnen. Das Ganze war also komplett umgedreht, zu unserer Welt, in denen die Erstgeborenen “das Königreich” übernehmen und die Zweiten meist gewinnbringend verheiratet werden. Hier ist es jedoch so, dass die Männer, welche die Mädchen treffen ,nicht das sind, wie man es im ersten Moment erwartet. Diese führen beide Frauen in eine ihnen unbekannte Welt und schnell ist klar, dass die Magie, welche die Lady auszurotten versucht, nie verschwunden ist. Die Autorin hat eine sehr fantasievolle Welt erschaffen, die in manchen Szenen sehr übererklärt war, aber ich zum Ende hin schon sagen muss, dass ich die Figuren nicht ziehen lassen wollte. Alles ist in sich verschachtelt und ergibt ein großes Bild. Ganz toll empfand ich auch die Entwicklung der Figuren, besonders natürlich der Schwestern. “Der Winter der schwarzen Rosen” ein düsterer Eintritt, an dessen Ende man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.

die Autorin konnte mich wieder überzeugen

Von: Letanna Datum: 13. March 2016

In der Welt, in der die Zwillinge Liljann und Tajann leben gilt das Gesetz, dass die Erstgeborene mit 17 Jahren das Elternhaus verlassen muss, um neue Länder zu erobern. Liljann ist vorbestimmt, dass sie ins Grauland muss, wo schreckliche Monster ihr Unwesen treiben. Ihr Vater hat sie aus diesem Grund auch noch nicht freigesprochen, sehr zum Leidwesen von Tajann, die endlich frei will, um am Hofe von Lady Caila zu diesen. Als die Lady die beiden an ihren Hof einlädt, lernen beide dort einen Mann kennen, der ihr restliches Leben verändert wird. Endlich kann Tajann machen was sie will, aber für welchen Preis? Ninas Blazons gehört mittlerweile zu meinen Autoby Autoren. Ihre Bücher sind immer etwas besonders, wie auch dieses hier. Der Einstieg fiel mir dieses Mal aber etwas schwerer, die Handlung ist recht komplex und ein wenig verwirrend. Erst nach und nach hat mich dann diese Geschichte in den Bann gezogen und gar nicht mehr los gelassen. Erzählt wird diese Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden Zwillinge Tajann und Liljann. Ihre Mutter ist bereits seit vielen Jahren tot und die beiden leben bei ihrem Vater, der ein Jäger ist. Die beiden sind völlig unterschiedlich Tajann ist wild und sehr selbstbewusst. Sie sehnt sich nach ihrer Freiheit und würde dafür was alles tun. Fast schon könnte man sie als skrupellos bezeichnen. Liljann ist eher zurückhaltend und vorsichtig. Sie verfügt über eine besondere Gabe, die im Laufe der Handlung noch eine wichtige Rolle spielt. Um diese beiden Schwestern strickt die Autorin eine unglaubliche Geschichte, die gespickt ist mit viel Fantasy und jeder Menge Liebe. Wir begleiten die beiden eine Zeit lang und lernen das Land in dem sie leben kennen. Selbst die beiden Schwestern kennen nicht alle Geheimnisse ihrer Heimat, aber diese werden nach und nach offenbart. Sie Sitten und Gebräuche sind sehr gewöhnungsbedürftig und Lady Caila herrscht mit einer eisener Faust. Der Anteil an Romantik ist recht hoch und spielt eine tragende Rolle in dem Ganzen. Auch wenn ich anfänglich so meinen Schwierigkeiten hatte, konnte mich diese tragisch schöne Geschichte völlig überzeugen und bekommt 10 von 10 Punkte von mir.

So magisch, so düster, so märchenhaft ...

Von: Sharon Baker Datum: 01. February 2016

Die Zwillingsschwestern Liljann und Tajann leben zusammen mit ihrem Vater, dem Jäger im Wald, abseits der Stadt und spüren immer mehr das ihre gemeinsame Zeit abläuft. Liljann muss nämlich bald ihr zu Hause verlassen, denn als Erstgeborene ist es ihr vorherbestimmt in die Welt hinausziehen und so nimmt das Schicksal seinem Lauf. Sie gerät an einem Gestaltenwandler, der eine zerstörerische Liebe für sie empfindet und Tajann verliebt sich in den Junglord, doch diese Liebe darf nicht sein. Beide Schwestern müssen um ihr Leben und ihre Liebe kämpfen und befinden sich auf einen unsicheren Pfad. Können sie die Mächte die sie riefen bewältigen? Hat Tajanns Liebe eine Chance? Wird sich Liljann eine Freiheit erkämpfen können? Und welche Kräfte sind noch hinter den beiden Schwestern her? Mein erster Roman von Nina Blazon und ich bin absolut geflasht. Nun gut ich muss gestehen, dieses Märchen hatte mich schon vom Klappentext total begeistert und die Buchgestaltung hat zum letztendlichen, muss ich Lesen verleitet. Aber das ich so eine Geschichte geliefert bekomme, die Düster, magisch, fühlbar und unglaublich atmosphärisch ist, hätte ich nicht erwartet. Da hat mein Märchenherz höher geschlagen und ich glaube, ich muss mir da noch mehr Bücher von ihr zulegen. Tajann ist die jüngste Schwester und kann es kaum erwarten, dass ihre große Schwester endlich weggeht, damit sie dem Vater und seinem Leben entfliehen kann. Sie hat für sich schon ganz andere Pläne geschmiedet und nach dem großen Ball auf der Burg, setzt sie alle Hebel in Bewegung und spinnt äußerst geschickt eine Intrige. Für mich war Tajann am Anfang der Geschichte eine absolute Ziehkraft, man wollte einfach ihren Weg miterleben und sehen, wie weit sie für ihr Glück und ihre Liebe geht. Unglaublich geschickt, raffiniert und immer den Hang sich alles so zurecht zulegen, wie sie es benötigt, beeinflusst sie das Schicksal der ganzen Familie. Dazu kommt auch noch, dass sie nicht immer im Guten handelt und so entwickelte ich beim Lesen einen Hang zwischen Faszination und Abscheu bei ihr. Dagegen haben wir Liljann am Anfang ist sie sehr scheu, blass, ängstlich und mit der ganzen Situation überfordert. Durch ihre Unsicherheit und ihrem Pflichtgefühl, tappt sie in die gestellte Falle und man leidet einfach extrem mit dieser Schwester mit. Wenn ich am Anfang eher dachte, Liljann reiße dich zusammen, mach was draus, verkriech dich nicht und sie es doch tat, war ich immer froh, dass die Kapitel schnell zu Tajann übergesprungen sind. Tja und ab der Mitte es Romans macht die unsichtbare Liljann eine Wandlung durch, die mich absolut verzaubert hat. Sie gewinnt an Stärke, lässt sich nicht mehr rumschubsen und kämpft, für sich und ihre Gefühle. Was habe ich mit ihr mitgefiebert, gelitten und gekämpft, für mich war Liljann die Schwester des Herzens und es hatte sich so stark gedreht, das ich meinen absoluten Lesesog bei ihr hatte. Nina Blazon lässt hier die Märchen der alten Zeit wieder aufleben, sie verstrickt uns in eine Welt, die noch im Dornröschen schlaf liegt und von Disney nicht weichgespült wurde. Das heißt natürlich, das wir ein Ende haben, was nicht jeden gefallen wird, mich aber mehr als zufrieden zurück gelassen hat. Ganz besonders hat mir aber ihre geschaffene Atmosphäre gefallen, was steckte ich mit Liljann im Wald fest und hatte Angst, wie sie, vor dem Gestaltenwandler. Oder was hatte ich ein beklemmendes Gefühl in der Burg, wenn Tajann durch die dunklen Flure huschte, um zu ihrem Junglord zu eilen. Diese ganze Welt lief einen nicht nur innerlich vor Augen mit, nein man hat sie am eigenen Körper gespürt, erlebt und mit verzerrt. Auch ihre Einflüsse zum Unheimlichen, fremden und magischen war wunderbar mit eingewoben und hatte seinen ganz besonderen Zauber. Für mich eine ganz großartige Entdeckung, die meinen Geschmack perfekt getroffen hat und mein Märchenleserherz höher schlagen lässt. Wunderbare Charakte, die für ihre Liebe, Freundschaft und Freiheit kämpfen müssen und nicht nur einen Punkt Weisheit in sich haben. Jeder, der sich noch für die richtige ursprüngliche Märchenwelt begeistern kann, sollte hier reinlesen und alle anderen müssen es einfach entdecken. Für mich ein MUSS im Bücherregal.

Ein einzigartiges Buch - perfekt für die kalte Jahreszeit

Von: Ricas Fantastische Bücherwelt Datum: 25. January 2016

Meine Meinung: "Der Winter der schwarzen Rosen" von Nina Blazon ist eine einzigartige Geschichte - perfekt für die kalte Jahreszeit. Blazon hat einen wundervollen Schreibstil; in jeglicher Form bildhaft und flüssig zu lesen. Auch wenn es erst mein zweites Buch der Autorin ist, komme ich nicht umhin, zu bemerken, wie flexibel sie bei ihrem eigenen Stil ist. Während sich "Der dunkle Kuss der Sterne" wie ein Jugend-Fantasy-Roman liest, kleidet sich "Der Winter der schwarzen Rosen" in ein weitaus dunkleres Gewand. Es ist wesentlich erwachsener, obwohl es sich nicht ausdrücklich an ältere Leser richtet. Die Geschichte ist fürwahr einzigartig, dabei bedient sich Blazon so einiger bekannter Motive aus der Welt der Märchen, Sagen und Legenden. Diese vermischt sie auf originelle Weise und überrascht so den Leser umso mehr, wenn man sich mal wieder einbildet, man wüsste, wo die Geschichte hinführt. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Handlung im Mittelteil auf zwei Erzählstränge aufteilt, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das Konzept mehrerer Handlungsstränge gefällt mir grundsätzlich immer gut. Es kann einfach mehr passieren und in der Regel sorgt es für ein höheres Erzähltempo. Allerdings ist es doch etwas unglücklich, wenn man sich für eine der Perspektiven so gut wie gar nicht interessiert. Glücklicherweise merkt man schnell, dass die auseinanderdriftende Geschichte letztlich doch untrennbar verbunden ist. Ebenso realisiert man früher oder später, dass es all das braucht - die Unsicherheit, die Abneigung und auch der Unwille -, um die Entwicklung der beiden Schwestern und die verschiedenen Schattierungen der Liebe zu begreifen. Es ist das Gesamtpaket, das seine Spuren hinterlässt. Das Ende, das in seiner Tragik vollkommene Perfektion verkörpert. Ich brauchte meine Zeit, um die Geschichte sacken zu lassen; musste sie gedanklich immer und immer wieder Revue passieren lassen. Erst danach konnte ich es akzeptieren und jetzt bin ich mir sicher, dass es für immer ein Herzensbuch für mich sein wird. Fazit: Nina Blazons "Der Winter der schwarzen Rosen" ist ein ganz besonderer Roman, den ich für immer in meinem Herzen tragen werde. Die Autorin erzählt die tragische, zugleich glückliche Geschichte zweier Schwestern, die in einer unbeugsamen Welt die Liebe finden - und verlieren. Dabei zeigt sie uns - einfühlsam und poetisch - die verschiedensten Formen der Liebe in all ihrem Schrecken und ihrer Herrlichkeit. Es ist kein Buch für Zwischendurch, dafür aber umso lohnenswerte. Starke 5/5 Bücher!

düster, magisch, vielschichtig

Von: Favola Datum: 17. January 2016

Taris hat seine ganz eigenen Gesetze. So muss die Erstgeborene bis zu ihrem 17. Geburtstag das Elternhaus in eine vorbestimmte Richtung verlassen und darf nie mehr zurückkehren. Wenn dies geschehen ist, ist die Zweitgeborene frei und darf tun und lassen, was sie möchte. Liljann und Tajann sind Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Liljann ist schüchtern und kann Magie wahrnehmen, so dass sie immer versucht nicht aufzufallen. Sie ist älter als ihre Schwester und muss sich bald auf den Weg ins Grauland machen. Doch davor fürchtet sie sich, denn dort ist die Wildnis voller Gefahren und kaum einer kehrte lebend zurück. Tajann ist ein Lebemensch und hat grosse Pläne. Sie kann es kaum erwarten, bis ihre Zwillingsschwester das Haus verlässt und sie endlich frei ist. So wirkte sie auf mich sehr oft selbstsüchtig. Nach einem Fest in der Zitadelle scheinen sich ihre Wege zu trennen, denn beide haben einen Mann kennengelernt, der ihr Herz höher schlagen lässt. Viel zu spät realisieren die unterschiedlichen Schwestern, dass ihre Schicksale unweigerlich miteinander verbunden sind, sie nur Spielfiguren in einem von Geheimnissen und Intrigen geprägten Plan sind und dass Liebe viele Schattierungen aufweisen kann. Das Buch wird abwechselnd aus den Perspektiven von Liljann und Tajann erzählt. Dies wird durch verschiedene Schriftarten verdeutlicht. Doch auch so merkt man immer schnell, welche Schwester man gerade begleitet, denn die Autorin versteht es sehr gut, die beiden Charaktere herauszukristallisieren. Ihr Schreibstil ist bildhaft und zum Teil schon fast poetisch, was die Besonderheit der Geschichte unterstreicht. "Der Winter der schwarzen Rosen" ist definitiv mehr als ein jugendliches Fantasybuch. Es ist erwachsener, dunkler und komplex. So braucht man zu Beginn etwas um sich in die Welt einzulesen, kann sich dann aber umso tiefer fallen lassen. Nina Blazon fesselt mit facettenreichen Charaktere, einer vielschichtigen Welt, Magie und Mytoholgie, grossen Emotionen und Intrigen und versteht es, den Leser in die Irre zu leiten. Fazit: düster, magisch, vielschichtig Nina Blazon bietet einmal mehr Fantasy vom Feinsten und beweist, dass viele Schattierungen von Liebe existieren. "Der Winter der schwarzen Rosen" ist ein Lesegenuss der Extraklasse.

Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon

Von: Nana - What else? Datum: 09. January 2016

Das verspricht der Klappentext: In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Liljann Zuflucht vor ihren Verfolgern. Tajann versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Liljann will der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers entkommen. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht … (Textrechte: cbt) Die Protagonistinnen Tajann und Liljann sind Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und in Hass-Liebe miteinander verbunden sind. Denn Liljanns Schicksal versperrt Tajann den Weg in ihre Freiheit. Als die beiden von der Lady auf die Burg zum Fest der Roten Nacht eingeladen werden, ahnen sie noch nicht, dass sie dort zwei jungen Männern begegnen werden, die ihre Leben für immer verändern und ihre Loyalität zueinander auf die Probe stellen werden. Mit Liljann wurde ich sofort warm, ihr flog mein Herz zu – Tajann gewann mich erst nach und nach für sich. Die männlichen Protagonisten haben – allesamt – zwei Gesichter: Monster und Mann, Held und Feigling, Beschützer und Todbringer. „Manchmal hat man Angst, wenn man sein Herz verliert, Mirahar.“ aus: Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon, Seite 107 (Zitatrecht: cbt) Nina Blazon hat es einmal mehr geschafft, mich Nächte durchlesen zu lassen. „Der Winter der schwarzen Rosen“ ist eine Mischung aus brillant durchdachter Fantasy-Lovestory, die zeitlich irgendwo zwischen tiefstem Mittelalter und ferner Zukunft spielt ohne ein Zeitreiseroman zu sein, und der tragischen Geschichte zweier Schwestern, die in Hass-Liebe miteinander verbunden sind. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite absolut gefesselt von dieser temporeichen und ungemein spannenden Geschichte rund um dunkle, uralte Magie, Verrat und Schicksal. Nina Blazon versteht es, vor dem geistigen Auge des Lesers fantastische Welten auferstehen zu lassen, die zugleich faszinieren und abschrecken. Es gibt diesen Moment, wenn das Schicksal des Hirsches besiegelt ist. Da wissen wir es beide – das Tier und ich. Wir wissen, wer sterben wird und wer siegt. Ich wusste nur nicht, dass es bei Menschen genauso ist. aus: Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon, Seite 138 (Zitatrecht: cbt) Voller unerwarteter Wendungen, magischer Momente und rätselhaften Ereignissen, die sich erst im Verlauf zusammenfügen ist diese außergewöhnliche Geschichte, die mich atemlos, fasziniert und auch ein wenig bedrückt zurückließ und mich noch Tage, nachdem ich das Buch ausgelesen und zugeklappt hatte, in Gedanken gefangen hielt. Die unglaubliche Dynamik des Romans „Der Winter der schwarzen Rosen“ ist sicherlich mitunter auch dem Perspektivenwechsel geschuldet – ein Kapitel wird aus der Sicht von Tajann erzählt, das nächste wieder aus Perspektive von Liljann. So fügte sich schließlich die Geschichte zu einem perfekten Ganzen – auch wenn mir persönlich das Ende etwas zu plötzlich kam und mich ziemlich (ja, ziiiiieeemlich!) verdattert zurückließ. (Kann man auf eine Fortsetzung hoffen?!) „Versuchst du mir Angst zu machen?“ „Ich sage nur, dass es immer mehr als nur eine Geschichte gibt. Und meistens auch mehr als eine Wahrheit.“ Er lehnte sich nach hinten, stützte sich auf seine Ellenbogen und blickte in den Himmel. aus: Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon, Seite 331 (Zitatrecht: cbt) Auch zu der traumhaften Aufmachung muss ich ein paar Worte verlieren: Wie schön darf ein Buch eigentlich sein? Ist so viel zauberhafter Kitsch denn überhaupt erlaubt? Ich liebe liebe liebe das wundervolle Cover, in dem sich der Inhalt so perfekt widerspiegelt. Auch auf dem schwarzen Einband, der sich unter dem Schutzumschlag versteckt glänzen ockerfarben Rosenranken. Manchmal ist weniger ja wirklich mehr. Aber in diesem Fall ist das MEHR einfach perfekt geglückt. „Der Winter der schwarzen Rosen“ ist auch optisch eines der wohl schönsten Bücher in meinem Regal. Abschiede schleichen sich langsam heran, das sollte ich bald erfahren: das allmähliche Ausbluten von Vertrautheit und das schmerzliche Aufblühen von Erinnerungen, die stets strahlender oder dunkler sind als die Wirklichkeit. aus: Der Winter der schwarzen Rosen von Nina Blazon, Seite 143 (Zitatrecht: cbt) Fazit: Nina Blazon schafft mit „Der Winter der schwarzen Rosen“ einen epischen Fantasy-Roman, mit dem sie eine Welt voller Magie, Intrigen und Machtkämpfe auferstehen lässt, in der zwei Schwestern um ihr Schicksal und ihre Liebe kämpfen. Ein brillanter Pageturner der das Beste aus Fantasy und Romance miteinander vereint. Ich vergebe 4 von 5 Gerrys für diesen außergewöhnlichen Jugend-Romantasy-Roman!

Einfach ganz FANTASTISCH...

Von: LeFaBook.blogspot.de Datum: 01. January 2016

Inhalt: In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ... [Quelle: Verlag] Meine Meinung: Nina Blazon war eine Entdeckung, die ich nun schon seit ein paar Jahren nicht mehr loslasse. Ihre Zeilen wohnt eine ganz besondere Art von Magie inne, die einen beim Lesen unumgänglich im Herzen berührt und dunkle Löcher mit Worten verschließt! "Winter der schwarzen Rosen" hatte somit obere Priorität, was das Lesen angeht und was soll ich sagen? Ich wurde nicht enttäuscht! Im Buch geht es um zwei junge Frauen. Zwei Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, die eine schüchtern und ängstlich, die andere wagemutig und impulsiv: Liljann und Tajann. Die beide in Hass&Liebe miteinander verbunden sind! So unterschiedlich wie ihr innerstes Wesen und die daraus geleiteten Zukunftsträume, soll auch ihr vom Schicksal vorherbestimmter Lebensweg sein. Denn ganz noch dem Spruch "Des einen Freud ist des anderen Leid" müssen beide Schicksale die Balance zwischen zweier Leben meistern. Denn während Tajann ihr Glück am Hof der Lady ihres Reiches sucht und dort eine verbotene Liebe zu deren Sohn verstecken muss, reist Liljann in das gefährliche Grauland voller alter Sagen und begleitet von einem Mann, dessen dunkle Seite, mehr verbirgt, als ein Blick zu erraten vermag. Was die Schwestern nicht ahnen: dunkle Magie verfolgt sie beide und droht, ihrer beider Leben zu zerstören... Die Protagonistinnen Tajann und Liljann sind Zwillingsschwestern sind wie Mond und Sonne, so unterschiedlich wie Tag und Nacht und ergänzen sich am Ende doch perfekt! Aus wechselnder Erzählperspektive erleben wir somit eigentlich zwei Geschichten, die mit der Zeit getrennt werden -und am Ende wieder zueinander finden... Die männlichen Protagonisten haben zwei Gesichter und sind am Ende ein Stück von beidem: Beschützer und Todbringer zugleich. Die Liebe findet in dieser Geschichte zwei ganz unterschiedliche und doch so betörende Wege, zu denen ich nicht viele Worte verlieren möchte, da man sie selbst so zart und allgegenwärtig wie Nebel wahrnehmen und auf sich zukommen lassen sollte! Generell kann man den Inhalt nur schwer mit eigenen Worten beschreiben, da Nina Blazon -zumindest mich- wieder sprichwörtlich umgehauen hat, nur um mich im nächsten Moment, mit bittersüßen Zeilen zum Tagträumen zu erwecken. Der Schreibstil der Autorin lässt ein Gefühl zutage kommen, als würden die Seiten vom Buch ein Eigenleben führen und sich selbst bewegen und weiterblättern. Einmal mit dem Lesen begonnen, lässt es sich nur sehr schwer vom Buch losreißen, weil die Mischung aus dunkler Magie und Sagen mit Liebe und Spannung verwoben ist. Die Handlung war auf den ersten Seiten noch etwas schwerfälliger, wurde aber schon im nächsten Moment von tosenden Gefühlswellen abgelöst, die einem bis zum Ende der Geschichte getragen haben. Je mehr Seiten verfliegen, desto mehr ergiben die Puzzle-Teile bestehen aus beiden Schwestern ein Bild, das man einordnen kann. Im Gegensatz zu Liljann, die mit Magie im Herzen und Kopf verbunden ist, hatte ich eine ganze Weile ein Problem mich in Tajanns Wesen hineinzuversetzen - was den Lesefluss nicht unterbrochen, aber für eine gewisse Zeit an manchen Textpassagen, zäher hat werden lassen. Doch die detailreichen Beschreibungen im Buch, die mir jede Umgebung, Geste und Person vor Auge gerufen hat, lässt selbst diesen genannten Kritikpunkt fast verblassen.... Das Buch ist wie der Winter, der so faszinierend ist, dass er einem aus unterschiedlichsten Gründen unter die Haut geht und gleichzeitig wie eine Rose, die je mehr Zeit verstreicht in gänzlicher Form erblüht und Blicke gefangen nimmt und die Gedanken umschmeichelt ♥

Märchenhaft

Von: Books and Biscuit Datum: 22. December 2015

Schon lange habe ich keinen Fantasy-Jugendroman mehr gelesen, aber bei Nina Blazons neustem Werk Der Winter der schwarzen Rosen konnte ich einfach nicht widerstehen, sowohl der Titel wie auch das Cover haben mich sofort angesprochen. Zudem weiß ich, dass Nina Blazons Jugendbücher mich einfach immer begeistern (anders ihr Roman Liebten wir). Der Winter der schwarzen Rosen entführt uns in eine durch und durch magische Welt, in der die Zwillingsschwestern Tajann und Liljan leben. Früher gehörte Magie dort zum Alltag, doch die grausame Herrscherin Jamala hat die Ausführung dieser verboten. Wer sich ihr widersetzte, wird grausam bestraft. Die ungleichen Zwillinge versuchen, in dieser Welt zurecht zu kommen, was der einen besser gelingt als der anderen. Liljan, die ältere, darf nie wieder in ihre Heimat zurückkehren, wenn sie sie einmal verlassen hat, und fürchtet sich vor dem Tag, an dem sie gehen muss. Sie ist still und schüchtern und schreckt vor Abenteuern zurück. Tajann dagegen ist ein Wirbelwind und wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich die Welt zu entdecken. Die Geschichte ist in fünf Teile unterteilt, jedes wird durch eine Wiederholung des wunderschönen Covermotivs eingeleitet. Je ein Abschnitt folgt einer der beiden Ich-Erzählerinnen, beginnend bei Liljan, die im zweiten Teil von Tajann abgelöst wird, und so weiter. Auf der letzten Doppelseite gibt es zudem eine Karte des Landes, in dem die Zwillinge leben, aber die ist eigentlich nicht nötig. Nina Blazon hat wieder einmal eine Welt geschaffen, die ich mit meinen eigenen Worten nicht fassen kann. Sie ist düster, magisch und dabei unglaublich greifbar und echt. Nach nur wenigen gelesenen Zeilen ist man mitten drin in dieser Welt und kann sich die Umgebung wie auch die Figuren lebhaft vorstellen. Blazons Geschichten sind lebendig, sie vibrieren vor Magie und Zauber. Gleichzeitig fesseln sie mich immer wieder durch einen spannenden Plot, in dem, versteckt, eine böse Überraschung lauert.

Ein perfektes Weihnachtsgeschenk!

Von: Kathrineverdeen Datum: 16. December 2015

An besonders stressigen Tagen in meinem Alltag lasse ich mich gerne in fremde Welten entführen, um darin zu versinken und alles um mich herum zu vergessen. Jedoch schaffen es nicht viele Autoren, mich mit ihren Weltentwürfen zu überzeugen. Einer Autorin gelingt dies hingegen immer: Nina Blazon. Denn ihre Geschichten sind absolut greifbar und stimmig. Blazon erschafft atemberaubende Kulissen, die so unfassbar lebendig wirken und mich immer wieder faszinieren und buchstäblich in die Handlung eintauchen lassen. In ihrem neuen Werk „Der Winter der schwarzen Rosen“, entführt sie mich in eine sehr stimmungsvolle und magische Welt, die von dunklen Mächten regiert wird. Die Geschichte beginnt in dem Heimatland der beiden literarischen Hauptfiguren – den Zwillingsschwestern Liljan und Tajann. In diesem Land war die Magie einst ein fester Bestandteil des Alltags eines jeden Bewohners. Doch nach einem blutigen Feldzug der dunklen Lady Jamala, die es seitdem mit eiserner Faust regiert, ist die Magie fast verschwunden, weil Jamala sie mit allen Mitteln bekämpft. Die Furcht einflößende Jamala kleidet sich mit dunklen Roben, an denen sie Knochen von ihren besiegten Feinden zur Schau stellt. Wer diese Warnung ignoriert und sich ihr widersetzt, wird lebendig verbannt. Möglichst so, dass ein jeder es sehen kann. Aber auch Jamala hat nach ihrer Eroberung mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen, weil alte Sitten und Gebräuche sich nicht einfach verbrennen lassen. Auch die Zwillingsschwestern sind mit den Gesetzen der launischen Lady aufgewachsen und haben gelernt, sie zu befolgen oder ihre Taten gut zu verstecken. Als Erstgeborene muss Liljan ein besonderes Schicksal erfüllen und darf, wenn sie das Elternhaus mit siebzehn Jahren verlassen hat, nie wieder zurückkehren. Liljans Schwester Tajann ist als Zweitgeborene ein Kind der Freiheit und darf ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Während Liljan große Furcht davor hat, ihr Elternhaus für immer zu verlassen, kann Tajann es kaum erwarten, dass es endlich so weit ist. Denn dann ist sie frei und kann ihre großen Träume verwirklichen. Die Handlung ist in fünf Teile gegliedert und wird abwechselnd je aus der Sichtweise von Tajann und Liljan erzählt. Obwohl man Zwillingsschwestern eine sehr enge Bindung nachsagt, trifft dies bei Tajann und Liljan nicht zu. Im Vergleich sind sie eher wie Feuer und Wasser. Die Erstgeborene Liljan führt ein sehr stilles und zurückhaltendes Leben in dem Haus ihres Vaters, um ihr Geheimnis zu hüten, das ihr den Tod bescheren könnte. Dafür besitzt Tajann ein sehr wildes und eigensinniges Wesen. Um ein Leben nach ihren eigenen Vorstellungen zu führen, würde sie einiges aufs Spiel setzen. Womöglich sogar das Leben ihrer Schwester. In dem Buch „Der dunkle Kuss der Sterne“ von Nina Blazon, habe ich ein Zitat gefunden, das zu jeder Geschichte aus der Feder dieser außergewöhnlichen Autorin passt: „Manchmal ist das, was man sieht, nicht die einzige Wirklichkeit.“ Auch wenn ihre Bücher sich mit vielen unterschiedlichen Themen beschäftigen und gekonnt Realität und Fiktion miteinander vermischen, so haben sie doch eins gemeinsam: Der Leser muss auf alles gefasst sein und darf sich nie zu sicher mit den literarischen Figuren sein. Denn Nina Blazon führt ihre Leser auf viele dunkle Wege in ein ungewisses, immer wieder überraschendes und spannendes Abenteuer. Die alles verändernden und dramatischen Ereignisse, die Nina Blazon in jede ihrer Geschichten einbaut, lassen in „Der Winter der schwarzen Rosen“ jedoch etwas auf sich warten. Was für mich ein purer Genuss war, denn ich spürte es zwischen den Zeilen knistern und ahnte, dass etwas Unberechenbares, etwas Böses zwischen den Kapiteln lauert, dass nur darauf wartet die gesamte Handlung auf den Kopf zu stellen, um mich eiskalt zu erwischen. Blazon lockt den Leser mit einem bildgewaltigen und wunderschönen Schreibstil in ihre eigens kreierte und fantasievolle Welt - die keiner anderen gleicht - und verzaubert ihn mit interessanten und authentischen literarischen Figuren. Das komplexe, sehr stimmungsvolle und scharfsinnige Geschehen nimmt mit jeder Seite an Spannung zu und wird durch einige unvorhersehbare Wendungen bereichert. Die Gesamtgestaltung ist dem cbt Verlag wieder einmal sehr gelungen. Neben dem wunderschönen Cover, dessen Motive sich auch immer wieder über den Kapiteln finden lassen, untermalt eine Landkarte die Geschichte, auch wenn sie dank des bildhaften Schreibstils Blazon für die Abhandlung nicht notwendig ist. Es ist vielmehr ein kleiner Bonus, der das Gesamtkonzept vervollständigt. Nina Blazon hat in ihrer neuen Geschichte über Magie, Verrat und Liebe alles vereint, was ich an guten Geschichten liebe. Wer noch ein perfektes Weihnachtsgeschenk in Buchform sucht, sollte sich dieses Schmuckstück etwas genauer ansehen.

Eine wundervoll poetische Geschichte

Von: Umblättern Datum: 15. December 2015

„Der Winter der schwarzen Rosen“ war nicht mein erstes Buch von Nina Blazon, mit Sicherheit aber das bisher schönste. Das lag einerseits an der wunderbar poetischen Sprache, die die Autorin an sich ja schon innehat, die sie hier aber für mein Empfinden besonders schön einsetzt, um so deutliche Bilder einer ganz besonderen Welt zu zeichnen. Viele Schauplätze hatte ich sehr deutlich vor Augen – die Burgen, den Wald mit seinen schwarzen Hirschen, die rankenübersäten Gänge von Tajanns Trutzburg. Auch die Figuren traten mir ganz deutlich vor Augen, weil sie so ungewöhnlich und liebevoll ausgeschmückt waren. Tajann und Liljann sind zweieiige Zwillinge, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Tajann, dunkelhaarig und selbstbewusst, ist eine geborene Jägerin mit der Sehnsucht, es ihrer Mutter gleichzutun, und ihren Weg in den Palast der Lady zu finden. Liljann, blond und zerbrechlich, ist dagegen magiebegabt und hat gar keine Ambitionen, ihr Elternhaus zu verlassen, weil im Grauland nur der Tod auf sie zu warten scheint. Beide machen im Laufe des Buches eine unheimliche Entwicklung durch, was vor allem für Tajann ein großer Pluspunkt war, weil sie zu Beginn in ihrem Egoismus sogar ihre Schwestern opfert, um in den Palast zu gelangen. Aber auch dass Liljann so stark und mutig geworden ist, hat mich sehr beeindruckt. Lady Jamala und Antija sind ebenfalls beeindruckende Gestalten und zumindest Antija schafft es sogar, ein paar Sympathien zu wecken, obwohl sie doch klar die Gegenspielerin zu Tajann ist. Im Vergleich zu den Frauen wirken die Männerfiguren wie Janeik und Naveen beinahe blass, was ich jedoch nicht schlimm finde. Viel zu oft sind es in anderen Büchern die Frauen, die austauschbare Klischees sind. Insgesamt hatte ich nie das Gefühl, dass ich jetzt etwas bahnbrechend Neues lese, die eine oder andere Grundidee fühlte sich so an, als wäre sie mir bekannt. Als Ganzes gesehen aber war die Geschichte, der Lebensweg der Figuren und auch das Ende so stimmig, mitreißend und schön, dass mir nichts davon wie ein Abklatsch vorkam. Auch den Weltenaufbau fand ich interessant – wieso kann der oder die Erstgeborene nicht über sein Schicksal entscheiden und die Zweitgeborenen sind die Eroberer der Welt? Dass auch diese Ansicht kritisch ist, zeigt sich in Tajanns und Liljanns Schicksalen. Ein gelungenes Buch voller poetischer Sprache mit Charakteren, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben.

Ein weiterer gelungener Fantasyroman von Nina Blazon

Von: Nadja Datum: 04. December 2015

Meine Meinung: Ich habe schon einige Bücher von Nina Blazon gelesen und bin jedes Mal fasziniert von den Welten die sie erschafft. Der Winter der schwarzen Rosen spielt in derselben Welt, wie einige der anderen Werke der Autorin, man kann jedoch die Bücher alle unabhängig voneinander lesen. Auch dieses Buch erzählt eine in sich abgeschlossene Geschichte. Schon von den ersten Seiten an war ich fasziniert davon, wie die Autorin die Heimat von Liljann und Tajann geschildert hat. Der Schauplatz ist wirklich einzigartig. Obschon diese Welt sich stark von unserer unterscheidet, es geheimnisvolle Wesen und Magie gibt, konnte ich sie mir durch die Beschreibung der Geschichte dieses Ortes und seinen Bräuchen und Traditionen, sehr gut vorstellen. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Liljann und Tajann. Dabei sind Tajanns Teile in der Gegenwartsform geschrieben, während Liljanns Teile rückblickend erzählt werden. Ich fand diese Unterscheidung sehr interessant und es hat auch sehr gut zu den Figuren gepasst. Man merkt nämlich schon früh, dass die beiden, obschon sie Zwillingsschwestern sind, kaum etwas gemeinsam haben. Liljann ist eher zurückhaltend und vorsichtig, sie glaubt an die alten Legenden und an Magie. Besonders am Anfang wirkt sie ziemlich verletzlich und träumerisch, doch im Verlauf der Geschichte merkt man, dass sie genauso entschlossen und stark sein kann wie ihre Schwester. Tajann ist von Beginn an die ehrgeizigere der beiden Schwestern. Sie ist nicht zufrieden mit einsamen Leben als Jägerin und möchte eine Stellung am Hof der Lady erlangen, um ihre Ziele zu erreichen kann sie auch sehr berechnend sein. Im Gegensatz zu ihrer Schwester ist sie temperamentvoll und lässt sich eher von ihren Gefühlen leiten, hat teilweise auch kein Verständnis dafür, dass ihre Schwester so vorsichtig und sensibel ist. Doch sie hat auch eine verletzlichere Seite, die man im Verlauf der Geschichte kennen lernt. Der Konflikt zwischen den beiden Schwestern spielt eine grosse Rolle in der Geschichte. Beide sind nicht immer wirklich ehrlich miteinander, was auch daran liegt wie unterschiedlich sie sind. Ehrlich gesagt hat es für mich auch bei beiden etwas gedauert, bis ich mich wirklich mit ihnen angefreundet habe. Beide gingen mir mit ihrem Verhalten teilweise ziemlich auch die Nerven. Doch genauso wie sich die beiden trotz ihrer Differenzen lieben, sind mir auch beide im Verlauf der Geschichte ans Herz gewachsen. Das Tempo der Geschichte ist fast durchgehend ziemlich gemütlich und die Geschichte konzentriert sich mehr auf die Konflikte der Figuren, politische Intrigen und Liebesgeschichten, als auf epische Kämpfe und Action. Teilweise hat sich die Geschichte etwas gezogen, dennoch wurde sie nie langweilig. Man kann nie vorausahnen, in welche Richtung sich die Geschichte bewegt und so erlebt man immer wieder Überraschungen. Besonders das Ende hätte ich so nie erwartet. Zudem lies mich der wunderschöne Schreibstil der Autorin tief in die Geschichte versinken und hat die beschriebene Welt zum Leben erweckt, so dass es mir schwer fiel mich von der Geschichte loszureissen. Dennoch hat mir etwas der Drang gefehlt weiterzulesen. Wenn ich das Buch zur Seite gelegt habe, hatte ich nicht wirklich den Wunsch sofort wieder danach zu greifen. Dies lag zu einem Teil daran, dass mich die Liebesgeschichten nicht wirklich überzeugen konnten. Ich wurde mit den Partnern der beiden Schwestern einfach nicht warm. Sie waren mir nicht direkt unsympathisch und mir hat gefallen, dass die Liebe hier nicht zu perfekt dargestellt wurde, doch irgendwie hat mich ihr Schicksal einfach nicht besonders interessiert. Fazit: Der Winter der schwarzen Rosen ist ein aussergewöhnliches Buch, welches durch eine tolle Welt, einen wunderschönen Schreibstil, überraschende Wendungen und vielschichtige Figuren überzeugt. Leider hatte die Geschichte jedoch ein paar Längen und die Liebesgeschichten konnten mich nicht vollständig überzeugen. Dennoch hat mir dieser Ausflug in Nina Blazons magische Welt wieder gut gefallen und ich freue mich schon auf ihr nächstes Buch.

Die Erstgeborene muss gehen, damit die Zweitgeborene frei sein kann

Von: Barbara Diehl Datum: 28. November 2015

Liljann und Tajann sind Schwestern. Ohne Mutter aufgewachsen, leben sie mit ihrem Vater in einer einsamen Hütte im Wald. Der Vater steht als Jäger im Dienste der Lady Jamala. Tajann träumt von einem Leben am Hofe der Lady, doch bevor sich ihre Träume verwirklichen können, muss Liljann ihren von Geburt an vorbestimmten Weg gehen. Laut Gesetz müssen die Erstgeborenen ihre Familie verlassen damit die Zweitgeborenen frei sein können - wohin sie gehen müssen, das wird schon kurz nach der Geburt des Kindes entschieden. Erst nachdem Liljann, die Erstgeborene, das Haus verlassen hat, kann Tajann ihren Traum leben. Der Vater möchte Liljann jedoch nicht freigeben - Tajann wiederum möchte sich nicht länger einsperren lassen. Nachdem ich Nina Blazon bei einer Lesung im Drachenwinkel Dillingen/Saar gehört hatte, habe ich mich zur Leserunde zu "Der Winter der schwarzen Rosen" angemeldet. Die beiden Bücher, die ich beim Leseabend gekauft habe, schlummern - leider - noch in meinem Regal, aber dieser Zustand wird sich in Kürze ändern. Das Buch wird aus der Sicht der Schwestern Liljann und Tajann erzählt. Um es dem Leser zu vereinfachen, wechselt jeweils die Schriftart wenn die Erzählerin wechselt. Zudem erzählen die Schwestern aus unterschiedlichen Perspektiven. Liljann und Tajann sind Zwillinge, so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Sie lieben sich, aber es stehen oft auch negative Gefühle zwischen ihnen. Liljann, die Ältere der Schwestern, ist ruhig, zurückhaltend und möchte am liebsten immer zu Hause bei Vater und Schwester bleiben. Das Schicksal hat es ihr jedoch vorherbestimmt, dass sie ihr Elternhaus in einem bestimmten Alter verlassen muss. Tajann möchte so gerne am Hof der Lady Jamala leben, wie auch ihre Mutter das getan hat. Ihr Ehrgeiz, dieses Ziel zu erreichen, treibt sie fortwährend an. Da der Vater die ältere Schwester jedoch noch nicht freigeben möchte um sie ins Grauland zu schicken, ersinnt Tajann einen Plan, wie sie diesen Umstand ändern kann. Bei "Der Winter der schwarzen Rosen" handelt es sich um einen Jugendfantasyroman, der aber sehr gut auch von erwachsenen Personen gelesen werden kann. In unserer Leserunde wurde deutlich, dass sich sowohl Personen als auch Ortschaften aus früheren Büchern der Autorin hier wiederfinden, aber ich konnte das Buch auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen. Die Charaktere sind sehr schön beschrieben, sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und diese Entwicklung ist für den Leser sehr spannend zu beobachten. Sie tun nämlich nicht immer das, was man erwartet. Auch die Nebenprotagonisten werden sehr gut charakterisiert und in der ein oder anderen Person kann man sich so richtig schön täuschen. Das alles macht die Geschichte vielfältig, interessant und spannend und der schöne Schreibstil von Nina Blazon rundet die Sache ab.

Zwei Schwestern im Kampf um ihr Glück

Von: Lunas Leseecke Datum: 22. November 2015

Über das Buch In der Welt von Liljann und Tajann sind die Rollen und Pflichten von Kindern klar gekennzeichnet. Die erstgeborenen sind verpflichtet, in neue Gebiete aufzubrechen, in eine Richtung, die sie bereits als Kind festlegten. Ihnen bleibt keine Wahl, als ihre Familie hinter sich zu lassen, und ohne Unterstützung in die Welt hinaus zu ziehen. Die Wahl fällt den Zweitgeborenen zu, welche selbst über ihre Zukunft entscheiden dürfen. Von den Zwillingsschwestern ist Liljann die Ältere, und so ist es ihr bestimmt, in das unwirtliche Grauland hinauszuziehen. Doch sie ist ruhig und verträumt, und obwohl als Tochter eines Jägers großgeworden, ist ihr das Töten zuwider. Daher weigert sich ihr Vater lange, sie freizusprechen, und sie ins Unbekannt zu schicken. Doch während Liljann ihren Aufschub genießt, führt sich Tajann zunehmend eingesperrt. Ganz anders als ihre Schwester kann sie es kaum erwarten, ihre Wahl zu treffen und in den Dienst der Lady zu treten, um endlich ein besseres Leben abseits der Jagdhütte zu führen. Doch sie wird nur frei sein, wenn auch ihre Schwester endlich geht. „Der Winter der schwarzen Rosen“ beinhaltet unglaublich viel. Er erzählt von Traditionen und von der Liebe unter Geschwistern, aber ebenso auch von Hass und Zwietracht, die ein solches Band entzweien können. Nina Blazon entführt uns in ihre Geschichte zweier Schwestern, unterschiedlich wie Tag und Nacht, getrennt durch ihre Träume und Hoffnungen und den Regeln ihrer Gesellschaft, zusammen geschweißt durch das Band der Liebe. Sie müssen sich entscheiden, wer oder was das wichtigste für sich ist, und wie weit zu gehen sie bereit sind, um ihren eigenen Träumen nachzujagen, und ihr Schicksal zu erfüllen. Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden Schwestern erzählt, wobei es am Anfang manchmal schwierig war, die Perspektiven der beiden auseinander zu halten. Dieses Problem wurde aber meist schnell durch das Nennen der jeweils anderen ausgeglichen und schob bald bekam man ein sehr gutes Gefühl für die beiden Schwestern, die auch in ihrer Ausdrucksweise ganz unterschiedlich sind. Während Liljann ruhig und ist, und eine Träumerin, die überall Geister sieht, und ein großes Geheimnis vor ihrer Familie hütet, ist Tajann eine begnadete Jägerin, die dem Tod ins Auge blickt und dann auf ihn schießt. Sie ist das überschäumende Leben und sehnt sich nach Freiheit und besserer Gesellschaft. Sie ist stark und unbeugsam und kam mir vor allem am Anfang in ihrer Selbstsucht fast grausam vor. Dennoch hat sie es geschafft, mich mit ihrer Beharrlichkeit letztendlich doch noch um den Finger zu wickeln, und obwohl ich nicht immer mochte, was sie tat, so konnte ich ihre Entscheidungen doch immer nachvollziehen, denn sie passten zu dem, was sie war. Liljann hingegen war mir gleich von Anfang an sympathisch. Sie ist scheu und unsicher, hütet aber ein großes Geheimnis, und bei ihr merkt man im Laufe der Geschichte eine unglaublich große Entwicklung, die sehr gut beschrieben war. Doch auch die anderen Charaktere haben mir sehr gefallen und für eine tolle Atmosphäre gesorgt, die manchmal die Luft beim Lesen fast zum knistern bracht. Angefangen bei der grausamen Lady Jamala mit ihren Lektionen, über ihren Sohn, den Junglord Janeik und die Prinzessin Antija aus den Nordlanden. Einige habe ich gehasst, andere mochte ich sehr gern, gemeinsam haben sie, dass sie sehr plastisch beschrieben waren, obwohl wir über manche gar nicht allzu viel erfahren haben. Die Story ist gut durchdacht und trägt deutlich zur Entwicklung der Charaktere bei. Auch an Spannung lässt die Geschichte nicht zu wünschen übrig. Wir reiten mit Liljann ins unbekannte Grauland und fliehen vor gefährlichen Schatten, während wir mit Tajann durch die Festung der Lady Jamala wandeln, und immerzu hoffen, nicht als nächstes auf einem der zahlreichen Scheiterhaufen zu landen. Intrige, Verrat, aber auch Liebe und Vergebung begegnen uns in dieser Geschichte ebenso wie Magie und der Tod. Der Perspektivenwechsel zwischen den Schwestern trägt dabei nur zu noch mehr Spannung bei. Besonders gefallen hat mir das Ende, dass für mich so absolut nicht vorhersehbar war und mich zwar ein bisschen geschockt, aber durchaus zufrieden zurück lässt.. Nina Blazon schafft es wieder einmal mit einer tollen Idee und authentischen zu überzeugen. Ihr schöner Schreibstil trägt dabei im Wesentlichen dazu bei, das die Bilder vor meinen Augen regelrecht lebendig wirken und ich manchmal das Gefühl hatte, auch nach mir würden die Schatten greifen. Fazit “Der Winter der schwarzen Rosen“ erzählt die Geschichte zweier unterschiedlicher Schwestern, die ihren Platz in der Welt suchen auf spannende und gefühlvolle Weise. Nina Blazons Sprache verleiht den Worten dabei einen ganz besonderen Zauber und lässt die Geschichte zu einem wahren Lesevergnügen werden, dass ich sehr gerne weiterempfehle.

Eine fantastisch, wunderschön erzählte Geschichte

Von: Hanne / Lesegenuss Datum: 22. November 2015

In der Geschichte "Der Winter der schwarzen Rose" geht es um die beiden Zwillingsschwestern Tajann und Liljann. Sie leben bei ihrem Vater, der Jäger ist, im Wald, fernab von jeglichem Kontakt, in ihrer eigenen Welt. Dankbar für jede Abwechslung folgen sie der Einladung zu einem Fest auf die Burg. Obwohl Liljann die Erstgeborene ist, steht sie doch im Schatten ihrer Schwester Tajann. Aber sie besitzt eine Gabe, die jedoch geheimgehalten werden muss. Denn wenn es bekannt würde, wäre es für das Todesurteil. Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt: Teil I - Holz und Marmor Teil II - Paläste und Zitadellen Teil III - Kammern und Schwellen Teil IV - Spiegel und Schatten. Kapitelweise in der Ich-Perspektive der Zwillingsschwestern erzählen diese jeweils im Wechsel die Handlung. Bereits von Nina Blazons "Der dunkle Kuss der Sterne" war ich begeistert. Eine fantasievolle Welt, zwei tragende Charaktere, deren Entwicklung im Lauf der Handlung positiv zu sehen ist. Hatte Anfangs erst die eine Person mich überzeugt, stellte sich jedoch im Laufe der Geschichte eine Wandlung ein. Die geschaffene Welt, die Charaktere, sowie die Idee zu "Der Winter der schwarzen Rose", man taucht ein und möchte nicht aufhören zu lesen. Ich vermeide eine ausführliche Inhaltswiedergabe. Davon kann man leider schon zu viel in anderen Rezensionen lesen. Wer Nina Blazons Bücher kennt, weiß um ihre fesselnde Art zu schreiben. Sie hat einen sehr persönlichen Erzählstil, der durch die gewählten Worte den Leser bildhaft die Geschichte vor Augen entstehen lässt. „Der Winter der schwarzen Rosen“ hat mich mit seiner poetischen, bildhaften Sprache und seinen vielschichtigen Charakteren überzeugen können. Der Fantasy-Romance-Roman hat Tiefgang, ist gefühlvoll, spannend, magisch und fesselt den Leser ungemein. Es ist durchgehend spannend und traumhaft schön zu lesen, auch für Erwachsene. Eine Lesereise, die einen mitnimmt und fesselt!

Wenn Du auf Dein Gefühl vertrauen solltest..

Von: Susanne Glahn (Solara300 / Solaria) Datum: 21. November 2015

Kurzbeschreibung Hier geht es um Zwei Geschwister die beide 16 Jahre sind und unterschiedlicher in ihrer Wesensart nicht sein könnten. Denn die beiden Schwestern ziehen verschiedene Leben vor. Während die Jüngere Tajann davon träumt Macht und Liebe ihr Ziel zu nennen. Ist es die Ältere Lilijann die mit ihrer zurückhaltenden Art und ihrer Weisheit viel mehr weiß als sie ahnt. Aber durch ein Schicksal ist es Lilijann bestimmt erst in ein Dunkles Tal zu gehen. Aber gibt es von dort überhaupt ein entrinnen... Cover Das Cover ist wunderschön gestaltete mit dem Rosenranken Muster das das Buch wie einen Rahmen einzeichnet und in der Mitte ein Hirsch der in den Tälern und Wäldern nicht nur sehr viel vorkommt sondern seine eigene Magie inne hat... Schreibstil Die Autorin Nina Blazon hat einen berührenden Schreibstil, der mich bildlich gefangen nahm und ich Seite um Seite hoffte, bangte und mit den beiden Schwestern denn steinigen Weg zur Wahrheit, Mut, Lüge, Intrige und Sehnsucht und vor allem Liebe ihr eigenen nennt. Ich war berührt von der Geschichte um zwei Schwestern, so ungleich sie auch sein mochten. So einfach dieser Satz sich anhört so tief ist die Verbundenheit und sogar Zerrissenheit wegen einer Tatsache die damals als Regel in Van Torra galt. Für mich toll beschrieben und ich persönlich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen ohne mich zu fragen, was passiert als nächstes. Meinung Wenn Du auf Dein Gefühl vertrauen solltest.. Dann sind wir bei den beiden Schwestern Tajann und Lilijann angekommen die beide mit ihren 16 Jahren bei ihrem Vater leben. Während die eine ihren Vater bei der Jagd unterstützt ist die andere ängstlich und ruhig daheim. Das die eine ruhiger ist und zwar Lilijann hat einen bestimmten Grund und zwar das Lilijann mehr sehen kann als andere und auch Bann Zauber ihr eigen nennt. Warum sie eine Gabe wie eine solche geheim hält? Da Menschen, andere Menschen die mehr sehen und etwas können das nicht zum alltäglichen gehört als Hexe ansehen und das hat sich auch zu diesem Zeitpunkt in Van Torra nicht geändert wo die Familie wohnt. Jedenfalls könnte alles seinen geregelten Gang gehen, wenn ein Gesetzt nicht besagen würde, das Lilijann als Älteste den Weg denn sie sich als Kind ausgesucht hatte begehen müsse ob sie wolle oder nicht. Nun kommt aber der Haken denn wir reden hier von Lilijann die weiß das sie nicht nur Angst hat zu gehen, sondern weil sie weiß wohin und zwar ins Grauland dort wo Niemandsland ist und wo sich keiner hinwagt. Denn dort soll sich ein Totenwesen mit dem Namen Corent aufhalten. Tajann hält dies nicht nur für eine Spinnerei ihrer Schwester, sondern sie ist regelrecht genervt, denn ihr Vater hat nicht vor die ältere ihrem Schicksal zu überlassen. Leider gibt es aber auch noch andere die ein Auge auf das Schicksal der Van Torra Schwestern haben und zwar eine davon ist die mächtigste Frau im Land und zwar die Lady, die mit ihren Regeln nicht nur unnachgiebig sondern hart ist und genau die, hätte die Schwester Tajann gerne in ihrem Gefolge. Wer nun denkt das der Vater damit einverstanden ist irrt. Denn Tajann hat in ihrer Zeit als Jägerin gelernt listig zu sein und ihre Beute zu beobachten und wenn es Zeit ist unnachgiebig zuzustoßen. Allerdings hat Tajann auch einen Grund, denn sie hat sich unversehens in einen jungen Mann namens Firan verliebt und zwischen beiden knistern die Funken. Was Tajann aber an dem Ball der roten Nacht nicht ahnte ist das der junge Mann, kein geringerer ist als der Sohn der Lady, die ihn mit einer Tochter des Meeres verkuppelt. Wegen den so genannten Geschäftsbeziehungen. Um also ihrem geliebten Jung Lord Janeik näher zu sein, versucht sie es mit einer List in dem Glauben das Lilijann ihr irgendwann Dankbar sein wird. Denn auch Lilijann hat auf dem Fest jemanden wiedergetroffen und zwar Volok. Einen Hünen von Mann der auf der einen Seite ihr ein Lächeln gezaubert hat und auf der anderen Seite ein brutaler Jäger sein kann. Was Lilijann nicht ahnt ist das man immer auf sein Gefühl hören sollte und nicht auf die wundervollen Worte die manche Lippen Lügen verlassen und noch ehe sie es sich versieht ist Lilijann nicht nur auf der Flucht vor Volok, sondern bemerkt den Verrat ihrer einst treuesten Schwester. Beide durchleben eine Zeit der Erkenntnisse und der Gefahr ohne zu wissen was als nächstes passiert.. Für mich eine tolle Geschichte die mich bewegt hat und tief in die innere Zerrissenheit einer Schwesternbande mitgenommen hat, die ich weder so erwartet habe, noch das die Geschichte mich so in ihren Bann schlägt. Ich bin ein Fan der Schwester Lilijann, da man zwar nicht auf den ersten Blick sieht was für eine starke junge und mutige Frau hinter ihr steckt und sie brachte mich manches Mal mit ihrer Selbsterkenntnis zum Lächeln. Für mich toll geschrieben und ich bin begeistert. Fazit Absolut Hammer und sehr empfehlenswert!!! 5 von 5 Sternen

Eine wunderschöne Geschichte voller Magie und Spannung

Von: Kopfkino-Blog Datum: 18. November 2015

Das Cover von "Der Winter der schwarzen Rosen" ist traumhaft schön. Die bronzefarbenen Blätter sowie die Schrift glitzern und es passt alles einfach super zusammen und ebenso gut zum Inhalt. Doch auch unter dem Schutzumschlag wurde die liebevolle Gestaltung fortgeführt, denn den Buchrücken zieren ebenfalls eine wunderschöne bronzefarbene Schrift und Rosenranken. Nachdem ich bereits "Faunblut", "Ascheherz" und vor Kurzem auch "Der dunkle Kuss der Sterne" von Nina Blazon gelesen habe, waren die Erwartungen an ihr neustes Werk gigantisch. Gerade dann, wenn die Erwartungen so hoch sind, schwingt immer eine leichte Angst mit, dass diese nicht erfüllt werden. Doch diese Angst war auch hier wieder völlig unbegründet. In diesem Buch geht es um Zwillingsschwestern, Liljann und Tajann, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Tajann, weiß genau was sie will. Sie ist mutig, offen und wild, während Liljann eher ruhig und zurückhaltend ist. Doch ausgerechnet Liljann muss als Erstgeborene ein neues Land erobern. So lautet das Gesetz. Mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten, da meiner Meinung nach schon der Klappentext ein wenig zu viel verrät. Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Liljann und Tajann geschrieben. Beide Perspektiven mochte ich sehr gerne. Der Perspektivenwechsel wird durch einen Wechsel in der Schriftart angekündigt. Obwohl man die Schriften klar voneinander unterscheiden kann, habe ich diesen Wechsel zunächst nicht bemerkt, weil ich mich eben nur auf die Handlung konzentriert habe. Eine zusätzliche Überschrift ist nicht gegeben. Wenn man über den Schriftwechsel Bescheid weiß, kann man die Perspektiven sehr gut voneinander unterscheiden. Ansonsten merkt man es eben beim Lesen ;) Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Schnell machte ich mir Gedanken über das Schicksal der Schwestern, ihr Handeln und auch über verschiedene Geschehnisse, die nicht lange auf sich warten lassen. Das Buch wird sehr schnell spannend und diese Spannung nimmt stetig zu, bis sie ca. 150 Seiten vor Schluss ihren Höhepunkt erreicht. Die verschiedenen Entwicklungen und Plottwists waren für mich nachvollziehbar und doch überraschend, sodass mich auch dieses Buch in seiner Handlung wieder voll überzeugen konnte. Am meisten begeistern konnten mich jedoch die Charaktere. Auch wenn die Schwestern sehr unterschiedlich sind und ich mich besser mit Liljann identifizieren konnte, konnte ich die Handlungsweisen von beiden verstehen und mich in sie hineinversetzen. Beide Schwestern machen Fehler und werden vor allem durch diese authentisch und greifbar. Doch auch die Nebencharaktere wurden einfach perfekt beschrieben und detailliert ausgearbeitet, ohne dadurch konstruiert zu wirken. Denn alles an diesem Buch ist "echt". Aus einigen Charakteren wird man erst zum Ende schlau, aus manchen auch gar nicht. Und das ist genau das, was gute Buchcharaktere für mich haben müssen: Tiefe und Authentizität. Der Schreibstil ist, wie man es von Nina Blazon gewohnt ist, wunderschön und beinahe poetisch. Jeder Satz ist für sich etwas ganz besonderes und ich genoss das Lesen sehr. Während des Lesens war ich durchgehend begeistert und schon fast euphorisch. Warum ziehe ich nun aber einen halben Stern ab? Wie schon erwähnt, habe ich die drei Bücher, die in der selben Welt wie "Der Winter der schwarzen Rosen" spielen, gelesen und geliebt. Die Bücher bauen nicht aufeinander auf und doch kann man immer wieder kleine Zusammenhänge und Details aus den anderen Büchern erkennen. So auch in "Der Winter der schwarzen Rosen". Da das Lesen von "Faunblut" und "Ascheherz" jedoch schon eine ganze Weile her ist, waren diese Zusammenhänge für mich zwar spürbar, aber ich konnte sie nicht einordnen. Und das machte mich verrückt, verwirrte mich und störte mich auch ein wenig im Lesefluss. Es war dieses Gefühl, das ich habe, wenn ich jemanden im Supermarkt treffe, mir aber partout der Name und dessen "Zugehörigkeit" nicht einfallen will. Es lies mir keine Ruhe. Fazit: Auch in "Der Winter der schwarzen Rosen" bewies mir Nina Blazon, dass sie es einfach drauf hat und zurecht zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Insbesondere die Charaktere konnten mich wieder zu 100% begeistern und mitreissen. Doch auch die Handlung hätte spannender nicht sein können. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

Eine wunderschöne Geschichte voller Magie und Spannung

Von: Kopfkino-Blog Datum: 17. November 2015

Das Cover von "Der Winter der schwarzen Rosen" ist traumhaft schön. Die bronzefarbenen Blätter sowie die Schrift glitzern und es passt alles einfach super zusammen und ebenso gut zum Inhalt. Doch auch unter dem Schutzumschlag wurde die liebevolle Gestaltung fortgeführt, denn den Buchrücken zieren ebenfalls eine wunderschöne bronzefarbene Schrift und Rosenranken. Nachdem ich bereits "Faunblut", "Ascheherz" und vor Kurzem auch "Der dunkle Kuss der Sterne" von Nina Blazon gelesen habe, waren die Erwartungen an ihr neustes Werk gigantisch. Gerade dann, wenn die Erwartungen so hoch sind, schwingt immer eine leichte Angst mit, dass diese nicht erfüllt werden. Doch diese Angst war auch hier wieder völlig unbegründet. In diesem Buch geht es um Zwillingsschwestern, Liljann und Tajann, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Tajann, weiß genau was sie will. Sie ist mutig, offen und wild, während Liljann eher ruhig und zurückhaltend ist. Doch ausgerechnet Liljann muss als Erstgeborene ein neues Land erobern. So lautet das Gesetz. Mehr möchte ich über den Inhalt gar nicht verraten, da meiner Meinung nach schon der Klappentext ein wenig zu viel verrät. Das Buch ist abwechselnd aus der Perspektive von Liljann und Tajann geschrieben. Beide Perspektiven mochte ich sehr gerne. Der Perspektivenwechsel wird durch einen Wechsel in der Schriftart angekündigt. Obwohl man die Schriften klar voneinander unterscheiden kann, habe ich diesen Wechsel zunächst nicht bemerkt, weil ich mich eben nur auf die Handlung konzentriert habe. Eine zusätzliche Überschrift ist nicht gegeben. Wenn man über den Schriftwechsel Bescheid weiß, kann man die Perspektiven sehr gut voneinander unterscheiden. Ansonsten merkt man es eben beim Lesen ;) Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht. Schnell machte ich mir Gedanken über das Schicksal der Schwestern, ihr Handeln und auch über verschiedene Geschehnisse, die nicht lange auf sich warten lassen. Das Buch wird sehr schnell spannend und diese Spannung nimmt stetig zu, bis sie ca. 150 Seiten vor Schluss ihren Höhepunkt erreicht. Die verschiedenen Entwicklungen und Plottwists waren für mich nachvollziehbar und doch überraschend, sodass mich auch dieses Buch in seiner Handlung wieder voll überzeugen konnte. Am meisten begeistern konnten mich jedoch die Charaktere. Auch wenn die Schwestern sehr unterschiedlich sind und ich mich besser mit Liljann identifizieren konnte, konnte ich die Handlungsweisen von beiden verstehen und mich in sie hineinversetzen. Beide Schwestern machen Fehler und werden vor allem durch diese authentisch und greifbar. Doch auch die Nebencharaktere wurden einfach perfekt beschrieben und detailliert ausgearbeitet, ohne dadurch konstruiert zu wirken. Denn alles an diesem Buch ist "echt". Aus einigen Charakteren wird man erst zum Ende schlau, aus manchen auch gar nicht. Und das ist genau das, was gute Buchcharaktere für mich haben müssen: Tiefe und Authentizität. Der Schreibstil ist, wie man es von Nina Blazon gewohnt ist, wunderschön und beinahe poetisch. Jeder Satz ist für sich etwas ganz besonderes und ich genoss das Lesen sehr. Während des Lesens war ich durchgehend begeistert und schon fast euphorisch. Warum ziehe ich nun aber einen halben Stern ab? Wie schon erwähnt, habe ich die drei Bücher, die in der selben Welt wie "Der Winter der schwarzen Rosen" spielen, gelesen und geliebt. Die Bücher bauen nicht aufeinander auf und doch kann man immer wieder kleine Zusammenhänge und Details aus den anderen Büchern erkennen. So auch in "Der Winter der schwarzen Rosen". Da das Lesen von "Faunblut" und "Ascheherz" jedoch schon eine ganze Weile her ist, waren diese Zusammenhänge für mich zwar spürbar, aber ich konnte sie nicht einordnen. Und das machte mich verrückt, verwirrte mich und störte mich auch ein wenig im Lesefluss. Es war dieses Gefühl, das ich habe, wenn ich jemanden im Supermarkt treffe, mir aber partout der Name und dessen "Zugehörigkeit" nicht einfallen will. Es lies mir keine Ruhe. Fazit: Auch in "Der Winter der schwarzen Rosen" bewies mir Nina Blazon, dass sie es einfach drauf hat und zurecht zu meinen Lieblingsautorinnen zählt. Insbesondere die Charaktere konnten mich wieder zu 100% begeistern und mitreissen. Doch auch die Handlung hätte spannender nicht sein können. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung!

Nina Blazon überzeugt auch in diesem Fantasy Epos

Von: Mel Buecherwurm Datum: 17. November 2015

Nina Blazon konnte mich auch mit "Der Winter der schwarzen Rosen" überzeugen. Ich las schon einige Bücher der Autorin und bisher konnte sie mich immer faszinieren. Dies war für mich auch ein guter Grund, um auch "Der Winter der schwarzen Rosen" lesen zu wollen. Der Anfang war etwas verwirrend und es dauerte einige Seiten bis ich mich zurechtfand in der Story. Es ist düster, voller Magie und der Schreibstil der Autorin überzeugt erneut. Das Cover passt wunderbar zur Story und ist, wenn man das Buch in den Händen hält, noch schöner als es im Internet dargestellt wird. Hirsche und Rosen finden ihren Platz und sind durchweg magisch. Es ist die Geschichte zweier Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher nicht sein können. Es trennt sie die Tatsache, dass eine Erstgeborene anders behandelt wird als die Zweitgeborene. Die Erstgeborene muss sich aufmachen und neue Gebiete entdecken, um diese zu übernehmen. Die Story wird abwechselnd von Tajann und Liljann erzählt und lässt dadurch noch mehr Spannung aufkommen, denn die beiden Schwestern erleben die Story unterschiedlich und werden am Ende wieder zusammengeführt. Es verläuft zwar für mich völlig unerwartet, dennoch konnte ich mich mit dem Ende zufriedengeben. Magie ist unter hoher Strafe verboten und dennoch ist sie vorhanden, auch wenn sie nur im Verborgenen betrieben wird, daher ist es schwierig gleich auf Anhieb zu erkennen, wer Gut und wer Böse ist. Nicht immer wird das wahren Gesicht gezeigt und die Erkenntnis dessen mit was man es zu tun hat ist oftmals erschreckend. Tajann und auch Liljann vertrauen so oftmals den Falschen. Manchmal ist es aber auch die Liebe die Grenzen überschreiten kann. Insgesamt gesehen ist "Der Winter der schwarzen Rosen" zwar sehr düster und hat wenig schöne Momente, dennoch hat es einen gewissen Zauber, der sich nach und nach entfaltet, um sich am Ende mit einem gewaltigen Knall zu entladen. Mich hat der Roman komplett überzeugt, auch wenn ich ein klein wenig gebraucht habe, um hinein zu finden. Es entwickelt sich im Laufe der Seiten eine gewissen Tiefe, die es zu entdecken gilt. Es ist zwar definitiv kein Wohlfühlbuch, da die Handlung einfach zu komplex ist, dennoch lädt "Der Winter der schwarzen Rosen" dazu ein, den grauen Alltag hinter sich zu lassen und eine wirklich ganz Besondere Story zu lesen. Sehr, sehr gerne eine Leseempfehlung! ★★★★★

Ein Buch voller Magie!

Von: Jacqueline Szymanski Datum: 11. November 2015

Dies war nun schon mein zweites Buch der Autorin, allerdings war es ihr erstes Jugendbuch welches ich gelesen hatte. Natürlich war gespannt was mich erwarten würde, allein das Cover ist ein absoluter Traum, ich bin völlig vernarrt. Voller Vorfreude stürzte ich mich also auf das Buch. Ich muss sagen der einstieg in die Story fiel mir ein wenig schwer, ich musste mich an den besonderen Stil der Autorin erst gewöhnen. Diese neue magische Welt mit ihren völlig neuen Wesen und mit ihren Bedeutungen musste ich erst sacken lassen. Doch nach wenigen Seiten war ich mitten im geschehen. Lili und Tajann sind zwei außergewöhnliche Charaktere, sie sind völlig unterschiedlich und man merkt kaum das sie Geschwister sind. Während Tajann ihre leidenschaftliche aber geheime Liebe zu Janeik genießt ist ihre Schwester Lili auf der Flucht. Lili flieht vor der eines Gestaltenwandlers. Bald merken beide das man mit dunkler Magie nicht spielt, schon bald werden sie für ihre Fehler bezahlen.... Der Schreibstil der Autorin ist etwas ganz besonderes, ja ich gebe zu das ich zu beginn etwas gebraucht habe um in die Geschichte hinein zu kommen. Doch nach wenigen Seiten hatte ich mich an den besonderes Stil gewöhnt. Dieses Buch entwickelte schon nach kurzer Zeit eine enorme Sogwirkung der ich mich nicht entziehen konnte. Dieses völlig neue Welt ist geprägt voller Magie, Geheimnisse und dunkler Macht. Die Wesen die die Autorin hier geschaffen hat sind wirklich einmalig, daher lässt sich dieses Buch mit keinen anderen vergleichen. Die Charaktere sind für mich authentisch und realistisch beschrieben, ich konnte mich gut in Lili und Tajann hineinversetzten, ich konnte auch ihre Handlung nachvollziehen. Und das obwohl Tajann teilweise doch Gefühlskalt wirkt und nur an sich zu denken scheint. Lili ist völlig anders sie denkt immer an das Wohl ihrer Mitmenschen und nimmt auch ihr Schicksal ihre Heimat zu verlassen gerne in Kauf. Die Handlung ist spannend und fesselnd beschrieben. Einmal das Buch in die Hand genommen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich bin restlos begeistert und dieses buch hat mir ein wahres Lesevergnügen beschert! Klare Empfehlung von mir!! Fazit: Mit Der Winter der schwarzen Rosen ist der Autorin ein grandioses, spannendes und fesselndes Jugendbuch gelungen das vor allen durch seine völlig neue Welt und der Magie überzeugt. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl! 5 Sterne!

Düster, rau und magisch

Von: Hörnchens Büchernest Datum: 06. November 2015

Inhalt: In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ... Meine Meinung: Eines möchte ich gleich zu Anfang sagen: Lest bloß nicht den Klappentext vorweg, denn dieser verrät leider schon Dinge die erst ziemlich spät im Buch passieren! Die Zwillingsschwestern Liljann und Tajann leben mit ihrem Vater in einem Jagdhaus im Wald, ziemlich abgeschirmt von der restlichen Welt. Ihr Leben besteht hauptsächlich darin die magischen Hirsche in den Wäldern zu jagen. Umso mehr freuen die beiden sich, als sie eine Einladung der Lady Jamala, der Herrscherin der Zitadelle, zu einem Fest in der Burg erhalten. Auf dem Fest nehmen zwei spannende Liebesgeschichten ihren Lauf, die das Leben der Schwestern komplett verändern werden. Denn ab diesem Punkt ist nichts mehr wie es war. Wer bereits Bücher von Nina Blazon gelesen hat weiß, dass einen immer eine magische und faszinierende Welt hinter den Buchdeckeln erwartet. Eine Welt die zum Träumen und Staunen einlädt, eine Welt die verzaubert. Auch in „Der Winter der schwarzen Rosen“ erschafft die Autorin genau so eine Welt. Jedoch brauchte ich dieses Mal ein wenig Zeit um komplett in das Buch eintauchen zu können, denn gerade zu Beginn wird ziemlich viel erklärt, so dass mein Lesefluss ein wenig getrübt wurde. Leser der Bücher „Faunblut“, „Ascheherz“ und „Der dunkle Kuss der Sterne“ werden des Öfteren über bekannte Informationen oder Zusammenhänge aus den anderen Büchern stolpern. Aber auch Leser, die die andern Bücher aus der Faunblut-Welt nicht kennen, werden ihre Freude an diesem Buch haben. Es ist auf keinen Fall zwingend erforderlich die anderen Bücher vorweg zu lesen, jedoch erscheinen manche Dinge in einem ganz anderen Kontext zueinander, wenn man das nötige Hintergrundwissen hat. Zu Beginn der Geschichte hatte ich ein wenig meine Probleme damit die beiden Schwestern Liljann und Tajann auseinander zu halten. Zwar wurde für jede Schwester eine andere Schriftart gewählt, dennoch haben sich diese ziemlich geähnelt. Hier hätte ich mir einfach gewünscht, dass zwei etwas unterschiedlichere Schriftarten gewählt worden wären. Beide Schwestern erzählen ihre Geschichte aus der ich-Perspektive und man merkt deutlich, dass sehr viel Wert auf die Beziehung der beiden Schwestern untereinander gelegt wurde. Denn die Beziehung von Liljann und Tajann ist etwas Besonderes und ganz bestimmt nicht typisch für ein Buch dieses Genres. Diese Besonderheit bot viel Platz für einige interessante Szenen und Entschlüsse, die mir das Lesen versüßt haben. Auch die Liebesgeschichten wirken zu Anfang klar und bereits vorbestimmt. Aber auch hier wurde ich überrascht, denn es entwickeln sich hier Dinge die man so nicht erwarten konnte. Das Buch ist an manchen Stellen recht rau und düster, aber auch sehr vielschichtig und immer ein wenig mit den anderen Büchern der Faunblut-Welt verbunden. Zum ganzen Szenario des Buches passt das Ende wie die Faust aufs Auge. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass manches nicht ganz so offen gelassen worden wäre. Fazit: Wenn man als Nina Blazon Fan zu „Der Winter der schwarzen Rosen“ greift, kann man einfach nichts verkehrt machen. Wie gewohnt liefert die Autorin eine bezaubernde Welt, die zum Träumen und Staunen einlädt. Aber auch Lesern die bisher noch kein Buch der Autorin gelesen haben, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Im Vergleich zu den anderen Büchern der Faunblut-Welt ist dieses Buch vielleicht ein wenig düster, aber nichtsdestotrotz genauso gut. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

Der Winter der schwarzen Rosen (Nina Blazon)

Von: Liesa (Immer mit Buch...) Datum: 06. November 2015

Cbt Verlag Die Autorin Nina Blazon wurde 1969 in Koper bei Triest geboren und wuchs in Neu-Ulm auf. Sie las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt derzeit in Stuttgart. Der Winter der schwarzen Rosen Tajann und Lilijann sind Schwestern. Lilijann, die Erstgeborene, soll vom Vater fortgeschickt werden, so will es die Tradition. Sobald Lilijann das Haus verlassen wird, wird Tajann frei werden. Doch ihr Vater lässt sich Zeit. Der Älteren kommt das gerade recht, denn sie hat Angst davor ihr schützendes Heim zu verlassen. Doch Tajann will endlich frei sein. Dafür riskiert sie sogar das Leben ihrer Familie. Sie verrät sie und begeht schwerwiegende Fehler. Für die Liebe riskiert Tajann alles. In einer Festung, welche durch dunkle Magie geschützt ist, finden sich die beiden Schwestern wieder und suchen Zuflucht vor ihren Verfolgern. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht… Fazit Ein interessanter Fantasyroman der Autorin Nina Blazon, welcher vor allem durch sein wunderbares Cover überzeugen konnte. Die beiden Schwestern Tajann und Lilijann sind völlig unterschiedliche Protagonistinnen, deren Leben zunächst ähnlich beginnt. Ein großer Unterschied ist, dass Lilijann, die Erstgeborene, von ihrem Vater traditionsgemäß fort geschickt werden wird. Daraufhin wird ihre jüngere Schwester Tajann frei sein. Tajann tritt zu Beginn sehr egoistisch und selbstbestimmt auf. Ihr fliegen die Männerherzen nur so zu und sie geht mit ihnen auch dementsprechend um. Fest binden darf sie sich nicht, da Lilijann noch nicht weg ist. Diese wiederum ist sehr schüchtern und schreckhaft, das genaue Gegenteil ihrer jüngeren Schwester. Doch als diese einen Verrat begeht, nimmt die Geschichte ihren Lauf… Der Schreib- und Erzählstil des recht fülligen (541 Seiten) Romans, war zu Beginn sehr angenehm. Ich kam sehr gut ins Geschehen hinein und konnte mich gut in die Geschichte einlesen. Ich mochte die Atmosphäre genauso wie die Landschaftsbeschreibungen. Besonders der erste Teil, in welchem es um die Beziehung zwischen den beiden Schwestern ging, fesselte mich. Jedoch lies die Spannung im Laufe des Romans meines Erachtens ein wenig nach. Es tauchten immer mehr Protagonisten auf, deren Namen ich mir nicht alle merken konnte. Auch die Fantasyelemente, welche immer mehr zunahmen, störten mich zunehmend. Es gab verschiedene Wendungen, die wiederum mit Spannung und Abwechslung daher kamen, aber ich kam nicht mehr richtig in die Geschichte hinein. Es kam fast soweit, dass ich das Buch aus der Hand legen wollte, allerdings hielt mich das Interesse am Ausgang der Geschichte dann doch fest. Alles in allem kein schlechter Roman, welcher mit einer spannenden Geschichte aufwartet, diese jedoch nicht perfekt umsetzen kann. Die Protagonisten sind spannend und in ihrer Tiefe beschrieben, jedoch fehlen mir ein paar Spannungsmomente.

Von magischen Wesen, Intrigen und den Träumen zweier Schwestern

Von: Karin Wenz-Langhans Datum: 05. November 2015

Die Schwestern Liljann und Tajann leben zusammen mit ihrem Vater, dem Jäger der Lady Jamala, abgeschieden im Wald. Während Tajann von einem Leben am Hofe der Lady träumt, will die schüchterne und ängstliche Liljann am liebsten den Status Quo erhalten. Lt. Gesetz muss der Vater aber zuerst Liljann freigeben, bevor Tajann in der Lage ist, ihre Träume zu verwirklichen. So lange will sie aber nicht warten. Mit diesem Buch taucht der Leser wieder in die Welt u.a. aus „Faunblut“ ein, der die Autorin bereits mehrere Bücher gewidmet hat. Es ist aber nicht notwendig, die früheren Bücher gelesen zu haben, da die Handlung in sich abgeschlossen ist. Ich selber kannte bisher nur „Der dunkle Kuss der Sterne“. Auch wenn es sich um ein Jugendbuch handelt, verzaubert die anspruchsvolle und poetische Sprache der Autorin. Bereits nach wenigen Seiten war ich vollständig in die Handlung eingetaucht und hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. Neben der Sprache sind die Figuren eine ganz große Stärke der Autorin: auch diesmal sind sie wieder alles andere als einseitig dargestellt, sondern sehr vielschichtig in ihren Stärken und Schwächen, Vorlieben und Abneigungen. Dadurch ist ihr Handeln nicht vorhersehbar und die Charaktere konnten mich einige Male überraschen. Liljann ist die Ältere der beiden Zwillingsschwestern und im Gegensatz zu ihrer Schwester ein ängstlicher Mensch, die sich daheim im abgelegenen Haus ihres Vaters am wohlsten fühlt. Außerdem ist sie in der Lage, Geisterwesen zu sehen, eine Fähigkeit, die nicht bekannt werden darf, da hierauf die Todesstrafe steht. Tajann dagegen ist sehr ehrgeizig und möchte ein Teil der höfischen Macht und Glanz sein. Jedoch ist sie an ihr Zuhause gebunden, so lange ihr Vater die ältere Schwester nicht freigibt, daher greift sie zu einer Intrige. Ich mochte beide Schwestern sehr gerne, ihre unterschiedlichen Träume und Emotionen und die damit verbundene Entwicklung der jungen Frauen runden die Geschichte perfekt ab. Und auch die Liebe kommt in dem Buch nicht zu kurz. Und oftmals fragt man sich als Leser, wie das Leben der Schwestern hätte verlaufen können, wenn ihr Leben nicht durch den Kodex des Landes geknebelt wäre. Das spannende Ende ist die Konsequenz des Handelns der Figuren und auch hier zeigt sich nochmal, dass nicht jeder das ist, was er auf den ersten Blick zu sein scheint.

Eine märchenhaft magische Geschichte voller Überraschungen

Von: Lilli33 Datum: 03. November 2015

Inhalt: Liljann und Tajann sind Zwillingsschwestern, doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Während Liljann ein Schicksal im gefährlichen Grauland vorherbestimmt ist, strebt Tajann nach Macht und einem Leben am Hof der Lady Jamala. Liljann muss sich gegen eine obsessive Liebe wehren, während Tajann mit dem Junglord glücklich ist. Doch schnell kann sich das Schicksal wenden … Meine Meinung: Obwohl „Der Winter der schwarzen Rosen“ in derselben phantastischen und magischen Welt angesiedelt ist wie „Faunblut“, „Ascheherz“ und „Der dunkle Kuss der Sterne“, ist es ein Einzeltitel. Es sind keinerlei Vorkenntnisse nötig. Wir begegnen hier neuen Charakteren und neuen Landstrichen. Der Roman spielt lange Zeit nach „Der dunkle Kuss der Sterne“. Die Handlung ist in sich abgeschlossen, jedoch trifft man immer wieder auf bekannte Figuren aus der Vergangenheit, auf bekannte Gegenden, bekannte Magie, wenn man die anderen Bücher gelesen hat. Für das Verständnis ist das nicht notwendig, es gibt aber ein schönes Gefühl von Nach-Hause-kommen. Nina Blazon konnte mich auch mit ihrem neuesten Fantasyroman wieder vollkommen überzeugen. Es ist jedes Mal ein tolles Lesevergnügen. Die Autorin beherrscht es, mit der Sprache wundervolle Bilder zu malen, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen, sondern sich zu einem farbenprächtigen Film verbinden. Dabei ist die Geschichte alles andere als farbenfroh, sie ist größtenteils recht düster. Zu gewaltsam ist die Herrschaft von Lady Jamala, zu gierig die Liebe von Volok. Und zu aussichtslos der Kampf gegen bzw. die Flucht vor den beiden. So lechzt man als Leser nach den wenigen glücklichen Momenten, die die beiden Protagonistinnen erleben dürfen. Liljann und Tajann wechseln sich beim Erzählen ab. Anfangs hat mich das verwirrt, weil ich kaum einen Unterschied bemerkte, bis ich mir die Sache dann genau angesehen habe. Die Schriftart ist geringfügig anders und auch die Erzählzeit. Liljann erzählt größtenteils in der Vergangenheit, Tajann in der Gegenwart. Dadurch, dass beide in der Ich-Form erzählen, lernt man als Leser auch beide sehr gut kennen und fühlt mit beiden mit. Scheint anfangs die eine Schwester sympathischer, lernt man doch auch bald die andere zu verstehen. Sehr schön ist es, mitzuerleben, wie die beiden sich entwickeln. Am Ende ist keine mehr so, wie sie am Anfang war. Nina Blazon gelingt es wieder einmal, die Leser an der Nase herumzuführen und nach Strich und Faden zu täuschen. Ständig muss man seine Meinung, wer nun gut und wer böse ist, revidieren. Nichts ist so, wie es scheint. Es gibt immer mehr als eine Wahrheit. Auch an Spannung wurde hier nicht gespart. Manche Szenen sind so nervenaufreibend, dass ich fast vergaß zu atmen. Dafür wäre ich bei anderen fast dahingeschmolzen, so schön und rührend sind sie. Mystische Geschichten innerhalb des Buches runden die Handlung perfekt ab. Fazit: Anspruchsvolle Jugendfantasy, auch für Erwachsene bestens geeignet 😃

Fast wie im Märchen...

Von: nicigirl85 Datum: 28. October 2015

Von Nina Blazon habe ich schon einige Bücher gelesen, die mich verzaubert haben, weshalb ich natürlich umgehend wissen wollte wie nun diese Geschichte ist und ich wurde wieder einmal von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. In der Geschichte geht es um die beiden Schwestern Liljann und Tajann, die zudem Zwillingsschwestern sind, aber unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Lil eher zurückhaltend, zuvorkommend und stets bedacht agiert, ist Tajann mehr auf ihren eigenen Vorteil aus. Aufgrund der herrschenden Gesetze werden die Mädchen voneinander getrennt. Während Liljann in der Wildnis ihr Glück versucht zu finden, zieht es Tajann, wie einst ihre Mutter, in den Palast zur Lady. Wie werden die Mädchen ihr Schicksal meistern? Und vor allem: werden sie sich jemals wiedersehen? Das Besondere an dem Buch ist wohl, dass sowohl Liljann als auch Tajann als Ich- Erzählerin fungieren. Da muss man ganz genau lesen, um den Wechsel nicht zu verpassen und zu wissen, wer denn gerade zu einem spricht. Die Wahl der Perspektive finde ich so gelungen, weil wir Leser so tiefe Einblicke in die Gefühlswelt und Denke von zwei Personen erhalten. Ich konnte mich persönlich zwar mehr mit Lil identifizieren, aber beide Charaktere haben etwas für sich. Richtig klasse fand ich, dass beide Mädchen im Verlauf der Geschichte über sich hinauswachsen und sich entwickeln. Das hat man in Jugendbüchern nicht immer. Toll ist zudem, dass diese Geschichte in einer Welt spielt, in der auch andere Bücher von der Autorin schon gespielt haben, so dass man Aha- Momente beim Lesen hat, wenn man vorher bereits andere Bücher der Autorin kennt. Dieses Wiedererkennungsmerkmal finde ich bei den Büchern von Frau Blazon toll. Die Geschichte braucht ein wenig um sich zu entwickeln, ist man aber hinter die ersten Geheimnisse gekommen, so folgt ein Showdown dem nächsten. Der Jugendroman hat alles was ein gutes Buch braucht: Spannung, eine Prise Mystik, Liebe, Intrigen, Freundschaft, ... Das Ende hat mich total überrascht und hat mich dann nochmal gänzlich mitgenommen. Eine Berg- und Talfahrt der Gefühle. Fazit: Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und kann das Buch nur wärmstens empfehlen. Wer ein Mal in eine andere Welt abtauchen will, der ist mit dieser Lektüre sehr gut beraten. Lesenswert und ein Highlight im Lesejahr 2015.

... erneut in die Welt von "Faunblut" ...

Von: Levenya (Levenyas Buchzeit) Datum: 27. October 2015

Der Winter der schwarzen Rosen Nina Blazon las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während dem Studium. Ihr erster Jugendroman wurde mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet. Die erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart. (Quelle: http://www.randomhouse.de/Buch/Der-dunkle-Kuss-der-Sterne/Nina-Blazon/e377656.rhd?mid=10&serviceAvailable=true#tabbox). Website der Autorin: http://www.ninablazon.de/ Erster Satz: „ Meine Schwester Tajann war schon immer ein Kind der Feen.“ Klappentext: Ein Epos über Magie, Verrat und Liebe In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ... Cover: Das Cover ist wunderschön gestaltet und hat sofort meine Neugier geweckt. Es ist sehr hochwertig verarbeitet und hat Glanz- und Glitzereffekte. Die Farben sind sehr passend zum Thema der Hirsche und Rosen gewählt. In schwarz, wie es schon in Titel erwähnt wird und wie es auch im Buch vorkommt. Ich muss sagen, dass dieses Cover sich sehr von „Faunblut“ und „Ascheherz“ abhebt, obwohl es mit in die Reihe gehört. Dennoch gefällt es mir ausgesprochen gut! Leseprobe: http://www.randomhouse.de/leseprobe/Der-Winter-der-schwarzen-Rosen/leseprobe_9783570163641.pdf Meinung: An dieser Stelle meinen herzlichsten Dank an cbt für das Rezensionsexemplar. Als großer Nina Blazon Fan habe ich schon lange auf ein neues Werk von ihr hingefiebert. Auch dieses Buch spielt wieder in der Welt von „Faunblut“ und wir tauchen ein in einen gänzlich neuen Zweig davon. Wieder einmal wurde ich nicht enttäuscht! Die Geschichte erfahren wir diesmal abwechselnd aus Sicht der beiden Zwillingsschwestern Tajann und Liljann VanTorra, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Tajann, die der verstorbenen Mutter sehr ähnlich sieht, wird von zauberhaften Wilen begleitet und beschützt, die sie allerdings nicht wahrnimmt. Ihr ist großes bestimmt und umso mehr sehnt sie sich danach, endlich hinaus in die Freiheit zu stürmen. Doch sie ist eine Zweitgeborene und kann nicht eher ihr Vaterhaus verlassen, bis Liljann den ihr vorherbestimmten Weg geht. Doch diese fürchtet sich davor und so trifft Tajann eine schwerwiegende Entscheidung und verrät dabei jene, die ihr am Herzen liegen … Tajann ist eine sehr selbstbewusste junge Frau, die weiß was sie will und das auch durchsetzt. Sie ist sehr klug, hat ein großes Herz und ist sehr leidenschaftlich. Von den beiden Schwestern mochte ich sie etwas weniger, aber je weiter das Buch voranschritt, umso mehr wuchs sie mir ans Herz. Vor allem ihre Standhaftigkeit und Ehrlichkeit haben mich sehr überzeugt. Sie trifft schwerwiegende Entscheidungen und blickt dabei stets in die Zukunft. Sie ist dazu bestimmt, eine der ganz großen zu werden und stellt sich mutig jeder Herausforderung. Liljann ist das genaue Gegenteil ihrer Schwester. Sie ist die Erstgeborene und sollte nach der alten Tradition mutig voranschreiten in die ihr bestimmte Zukunft. Doch sie fürchtet sich, denn Liljann sieht mehr als gewöhnliche Menschen. Sie beherrscht einen Schwellenzauber, den sie vor anderen verbirgt und erkennt Magie. In ihrem Land wird Magie aufs härteste verfolgt und so flieht sie stets in die Schatten und ist bemüht, nicht aufzufallen. Als sie aufgrund einer List verheiratet wird und mit ihrem Mann in eine ungewisse Zukunft aufbricht, ist sie ganz auf sich alleine gestellt. Ich mochte gerade ihre zurückhaltende Art sehr. Sie handelt bedacht, klug und je länger sie unterwegs ist, umso mehr wächst sie über sich hinaus. Sie stellt sich ihrer größten Furcht, wagt es, sich zu verlieben und setzt alles daran, diese Liebe zu behalten. Aber auch die übrigen Charaktere, wie z.B. der düstere und geheimnisvolle Volok, dessen Beweggründe sich erst spät erschließen und mich überraschen, Janeik, der heißblütige Junglord, der nicht so mutig ist, wie er vorgibt zu sein oder Nameen, der so voller Sehnsucht und Einsamkeit ist, sind alle so liebevoll und einzigartig gestaltet worden. Alle sind tiefgründig, vielschichtig und facettenreich, sodass die Spannung bis zum Ende erhalten bleibt. Kein Charakter ist nur gut oder nur böse. Wirklich jeder macht eine Entwicklung durch, macht unschöne und schöne Erfahrungen und erfährt eine lange gehütete Wahrheit. In diesem Buch tauchen wir in eine Welt aus alten Traditionen ein und erkunden wieder einen ganz neuen Abschnitt der Welt, die wir bereits aus „Faunblut“, „Ascheherz“ und „Der dunkle Kuss der Sterne“ kennen. „Diese Geschichte ist so etwas wie ein Abschluss der drei Romane, "Faunblut", "Ascheherz" und "Der dunkle Kuss der Sterne". "Der Winter der schwarzen Rosen" schließt nun den Kreis um die Wesen und Städte in der Faunblut-Welt. Muss man also die ersten drei Romane kennen, um den "Winter" zu verstehen? Nein, das muss nicht sein! Wie die anderen Bücher, kann man auch dieses hier als für sich stehenden Einzelband lesen. Aber natürlich hat es sicher einen ganz besonderen Reiz, wenn man die anderen Bände kennt und die Mosaiksteine sich hier auch in den Details zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Es treten Figuren auf, die man aus "Ascheherz" und "Faunblut" kennt.“ (Quelle: http://www.ninablazon.de/index.php?thema=100&seite=125). Was Nina Blazon noch über ihr neustes Werk zu berichten hat, könnt ihr HIER nachlesen: http://www.ninablazon.de/index.php?thema=100&seite=125 Dieser neue Abschnitt der Welt hat mich wieder voll und ganz verzaubert. Nina Blazon schafft es immer wieder aufs Neue, andere Mythen, Fabeln und phantastische Elemente einzubauen, die wie selbstverständlich in diese Welt gehören. Ich weiß nicht, was mich mehr überzeugt hat. Der Schwellenzauber von Liljann, die Menschtiere, das Geheimnis um Nameen, das ich einfach großartig fand, oder die vielen alten Bekannten, die man bereits aus den ersten drei Bänden kannte, wie z.B. die Zorya, eine Meeresprinzessin aus der Stadt am Wilafluss, die geheimnisvolle Stadt Gahn oder der Palast von Prinzessin Meda, deren Geschichte ich im vorigen Buch schon so sehr mochte. Eine Geschichte hinter denen Freundschaft, Familie, Liebe Verrat und Krieg steht. So viele Geheimnisse, Facetten und Charaktere und dennoch verliert Nina Blazon nicht den Überblick. Elegant schafft sie es, den Leser zusammen mit den unterschiedlichen Zwillingen Tajann und Liljann zum Ende ihrer Reise zu bringen, alle Fragen zu beantworten und eine logische Verbindung zu allen Elementen, Personen und Geheimnissen herzustellen. Auch die Liebe kommt nicht zu kurz und wird in vielen verschiedenen Formen beschrieben. Tajann liebt sehr leidenschaftlich, groß und vollkommen. Sie entbrennt für den Junglord Janeik und ihre Liebe darf nicht sein. Dennoch tun die beiden alles dafür, um zusammen sein zu können und gehen dafür bis zum äußersten. Jedenfalls würde Tajann so weit gehen … Liljann dagegen weiß nicht was Liebe ist. Ihre Schwester redet ihr ein, in Volok, den geheimnisvollen Söldner, verliebt zu sein. Aber erst nachdem sie auf den schweigsamen Nameen trifft, erkennt sie, was wirkliche Liebe ist. Auch sie liebt sehr leidenschaftlich, wenn auch anders als ihre Schwester. Für ihre Liebe geht sie sogar über das eigene Leben hinaus und opfert alles. Die beiden Liebesgeschichten sind sehr emotional, mitreißend und lassen einen die ganze Zeit über bangen, hoffen und das Herz höher schlagen. Ganz wunderbar. Aber auch die Liebe unter Schwestern und in diesem Fall von Zwillingsschwestern kommt nicht zu kurz und nimmt genau den richtigen Raum ein. Die Beziehung der beiden Schwestern ist nicht so harmonisch, wie sie sein könnte und erst ganz zum Ende erkennen die beiden, wer sie wirklich sind und akzeptieren den anderen, so wie er ist. Eine wunderschön erzählte Geschichte über die Liebe von Schwestern. Den Schreibstil von Nina Blazon kann ich nur als einzigartig, wunderschön und Wort gewandt beschreiben. Sie versteht es wie keine andere, mit Worten, Namen und Erzählungen zu verzaubern. Bildgewaltig lässt sie die Welt vor dem inneren Auge entstehen und man möchte nur eines, diese Welt erkunden. Jedes Mal aufs Neue schafft es Nina Blazon mich voll und ganz zu verzaubern, mich zum Stauen und zum dahin schmelzen zu bringen und eine Welt zu erschaffen, aus der ich gar nicht mehr auftauchen möchte. „Der Winter der schwarzen Rosen“ war für mich eine wunderschöne und traurige Geschichte um zwei Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten und deren Schicksale großes bereithalten. Es ist eine Geschichte voller Magie, Liebe und Verrat, Kampf und Zukunft. Ich kann dieses wundervolle Buch wirklich nur jedem empfehlen, der in eine magische Welt mit grandiosen Charakteren, Geschichten und Legenden eintauchen will. Nina Blazon überzeugt einfach immer und ich hoffe sehr, dass wir noch viel von ihr werden lesen dürfen. Los, erlebt die Geschichte von Tajann und Liljann und findet eure große Liebe. Lg Levenya http://levenyasbuchzeit.blogspot.de/ Vielen DANK für ein Rezensionsexemplar! Hier kaufen: http://www.randomhouse.de/Buch/Der-Winter-der-schwarzen-Rosen/Nina-Blazon/e450050.rhd Fakten: Gebundene Ausgabe: 544 Seiten Verlag: cbt (5. Oktober 2015) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3570163644 ISBN-13: 978-3570163641 Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren Preis: 16,99€

emotionsgeladen und fantasiereich - Ich bin verliebt :)

Von: Booknaerrisch Datum: 25. October 2015

die Autorin: Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm, las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgersschrieb, der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin lebt in Stuttgart. Klappentext: Ein Epos über Magie, Verrat und Liebe In einer Festung, geschützt durch dunkle Magie, suchen die Zwillingsschwestern Tajann und Lili Zuflucht vor ihren Verfolgern. Die eine Schwester versteckt sich hier mit dem Junglord Janeik, um ihre verbotene, aber leidenschaftliche Liebe leben zu können. Die andere ist auf der Flucht vor der zerstörerischen Liebe eines Gestaltwandlers. Doch mit den dunklen Mächten spielt man nicht. Das beginnen auch Tajann und Lili bald zu ahnen. Denn etwas lauert in den Mauern, etwas Unberechenbares, etwas Böses ... Zitate: "Junge Menschen brauchen Gefahren, nur daraus allein kann Neues entstehen, alles andere führt zu Verweichlichung und schließlich zum Untergang aller." Seite 36 "Andererseits: In Bezug auf die, die wir lieben, sind wir immer blind." Seite 37 "Ich stehe im Licht, er dagegen ist nur die Ahnung eines Mannes, ein Schatten im Schatten. Vielleicht mein Mörder." Seite 57 Charaktere: Tajann und Liljann leben mit ihrem Vater, dem Jäger, im Wald. Durch den Tod ihrer Mutter, an dem die regierende Lady Jamala dem Jäger die Schuld gibt, wurden sie dorthin verbannt. Tajann ist lebensfroh und abenteuerlustig. Sie will singen, tanzen und vor allem frei sein. Aus diesem Grund würde sie lieber gestern als morgen in die Welt hinausziehen. Das macht sie ein Stück weit berechnend und durchtrieben, denn um ihre Ziele zu erreichen macht sie fast alles. Liljann dagegen ist eher still und in sich gekehrt. Sie ist schüchtern und ängstlich, scheut aber keinerlei Arbeit und würde am liebsten bleiben, wo sie ist. Sie mag es ruhig und sicher. Die Schwestern lieben sich, auch wenn sie nichts gemeinsam haben. Meinung: Wir begleiten 2 Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die eine in sich gekehrt mit magischen Fähigkeiten, die sie unter anderem Feen -die sogenannten Wilen- sehen lässt und die andere ein Hitzeblitz, der am liebsten sofort alles hinter sich lassen und an den Hof von Lady Jamala gehen würde. Da gibt es nur ein Problem, denn Tajann darf ihr Elternhaus erst dann verlassen, wenn ihr Vater Liljann zuvor gehen lässt, so lautet das Gesetz. Aber abgesehen davon, dass ihr Vater durch den Verlust seiner Frau die Mädchen gar nicht ziehen lassen möchte, ist auch Liljann nicht wirklich erpicht darauf, das Haus zu verlassen. Ihr vorbestimmter Weg würde sie ins Grauland führen, ein tödliches Gebiet, das noch nicht einmal Soldaten freiwillig betreten. Denn abgesehen von gefährlichen Tieren soll dort auch der Corent, ein Dämon, sein Unwesen treiben. Und selbst wenn sie das Überleben würde, dürfte sie von Gesetzes wegen niemals zu ihrer Familie zurückkehren... Wie man sich vorstellen kann, ist diese Situation für alle drei nicht einfach. Und als wäre das noch nicht genug, hat sich dadurch im Laufe der Jahre eine Art Hassliebe zwischen den Schwestern entwickelt. Denn durch das Bleiben von Liljann fühlt sich Tajann gefangen in einem Leben, dass sie nicht möchte und Liljann kann ihrer Schwester nicht verzeihen, dass sie sie ohne Weiteres ins Grauland und somit wahrscheinlich in den Tod schicken würde, nur um endlich gehen zu dürfen. Doch als die beiden zur Feier der "Roten Nacht" an den Hof eingeladen werden, wittert Tajann ihre Chance und schmiedet einen wagemutigen Plan. Und obwohl es aussieht, als könnte diese Nacht ihrer beider Leben verbessern -denn jede lernt einen Mann kennen und verliebt sich- ist diese Nacht es, die alles zwischen den Mädchen verändert. Denn Tajanns Plan geht scheinbar auf und ab diesem Moment ist nichts mehr wie bisher... Dies war mein zweites Buch von Nina Blazon und ich wurde erneut verzaubert! Zum einen ist da der wundervolle Schreibstil. Verspielt, blumig und so detailgetreu, dass man die die meisten Dinge nahezu vor Augen sehen kann. Zum anderen bekommen wir eine mitreißende Geschichte, die uns mit Märchen und Mythen inklusive Monstern, Feen und Geistern bezaubert. Besonders toll fand ich die ständig wechselnde Perspektive zwischen den beiden Schwestern, die uns ihre Hoffnungen, Sehnsüchte und Ängste näherbringen und uns somit ihre Beweggründe offenbaren. Gerade die Gefühle der beiden füreinander sind so widersprüchlich, wechselhaft und vielfältig, dass sie uns tief bewegen. "Der Winter der schwarzen Rosen" war für mich wirklich mehr als bezaubernd und konnte mich durchgehend fesseln. Ich habe mit den beiden gelitten, gelacht und mitgefiebert. Definitiv eine sehr emotionsgeladene und fantasiereiche Geschichte über Lügen, Verrat, Liebe, Hass und nicht zuletzt der Erkenntnis, dass es immer mehr als nur eine Wahrheit gibt ;) Aber lest selbst! Ein klares Highlight, das ich nur empfehlen kann! Vielen herzlichen Dank an den cbt Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Ganz große Buchliebe.

Von: Kate Datum: 25. October 2015

Ich habe bisher nur „Totenbraut“ von der Autorin gelesen. Sowohl „Faunblut“ als auch „Ascheherz“ liegen noch sträflicherweise auf dem SuB. Aber als ich das wunderschöne Cover zu „Der Winter der schwarzen Rosen“ gesehen habe, habe ich mich spontan verliebt und musste es einfach lesen. Und was soll ich sagen, es war ganz große Buchliebe ab der ersten Seite. Nina Blazon hat einen einnehmenden und leicht poetischen Schreibstil. Es entstand eine wahre Bilderflut in meinem Kopf. Immer mehr und mehr bin ich in die Geschichte um Liljann und Tajann eingetaucht und wollte gar nicht mehr wieder auftauchten. Je mehr ich las, desto mehr wollte ich. Wie in einem Rausch habe ich die über fünfhundert Seiten förmlich inhaliert und alles um mich herum vergessen. Frau Blazon versteht ihr Schreibwerk meisterhaft. Abwechselnd wird „Der Winter der schwarzen Rosen“ aus der Sicht von Liljann und Tajann erzählt. Die Autorin hat die Spannung konstant gehalten und einen harmonischen Ausgleich geschaffen. Mal war die Sicht der einen Schwester spannender, mal die der Anderen. „Der Winter der schwarzen Rosen“ hat so viele Wendungen, die völlig überraschend kamen und wirklich nicht vorhersehbar waren. So manches Mal hat die Autorin den Leser in die Irre geführt. Auch das hat nochmals das Lesevergnügen enorm gesteigert, da man sich nie sicher war, was als nächstes geschehen würde. Zwei so unterschiedliche Zwillingsschwestern. Liljann war mir direkt sofort sympathisch. Tajann dagegen hatte es zu Anfang sehr schwer. Ihr Verhalten war für mich sehr egoistisch und weckte nur selten Sympathie. Liljann ist das komplette Gegenteil. Sie sind wie Feuer und Wasser. Licht und Dunkelheit. Und zusammen ergeben sie etwas ganz Besonderes. Denn im weiteren Verlauf hat es die Autorin geschafft mein Herz auch für Tajann zu erwärmen. Wenn auch nicht so sehr wie für Liljann. Dennoch fiebert und leidet man mit den Beiden. Hach, und was habe ich teilweise gelitten. Für mich persönlich war die Liebesgeschichte zwischen Tajann und Janeik stärker und hat mich auch mehr mitgerissen. Wobei Liljann auf ihre eigene Art wunderschön ist. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings bei „Der Winter der schwarzen Rosen“ und zwar das Ende. Es war wirklich unglaublich spannend. Und zwar so sehr, dass man sich beim Lesen beinah überschlagen hätte. Es war unmöglich das Buch bei Seite zu legen. Und dann als die letzte Seite gelesen war, war ich leider ein wenig zwiegespalten. Es ist ein durchaus gutes Ende und ich bewundere Frau Blazon für ihren Mut diesen Weg genommen zu haben. Aber - und dieses Aber ist ein Aber nach meinem persönlichen Lesegeschmack - ich hätte es mir anders gewünscht. Es hat mich halt ein wenig enttäuscht zurück gelassen. Vielleicht weil die Liebesgeschichte zwischen Tajann und Janeik für mich mit ein Highlight des Buches war. Ich will auch nicht zu viel verraten. Jeder Leser muss selber für sich entscheiden, denn es ist wie bereits gesagt keineswegs ein schlechtes Ende. Ich bin jedenfalls zu einem Blazon-Fan mutiert und werde ihre anderen Bücher sicherlich schnellstmöglich ebenfalls verschlingen. Zudem habe ich mir sagen lassen, dass auch wenn die Bücher durchaus einzeln gelesen werden können, es sich doch lohnt sie in Reihenfolge zu lesen. „Faunblut“ - „Ascheherz“ - „Der Kuss der Sterne“ - „Der Winter der schwarzen Rosen“. Fazit Mit „Der Winter der schwarzen Rosen“ hat Nina Blazon bei mir ganz große Buchliebe ausgelöst. Einnehmender, poetischer und bildgewaltiger Schreibstil. Authentische und lebhaft Charaktere. Ein Plot, der nicht nur konstante Spannung bietet, sondern den Leser mit vielen unvorhersehbaren Wendungen überrascht. Kleiner Wermutstropfen ist das Ende, allerdings ist dies nur mein persönlicher Lesegeschmack. Absolute und klare Empfehlung. Ich möchte unbedingt mehr von Frau Blazon!

ein zauberhafter und düster angehauchter Fantasyroman

Von: Kendra Datum: 23. October 2015

„Der Winter der schwarzen Rosen“ von Nina Blazon ist ein zauberhafter und düster angehauchter Fantasyroman der mit einem verblüffenden Ende den Leser zu überraschen weiß. Bereits das Cover ist einfach nur himmlisch und ich habe mich zugleich in die verschnörkelte teilweise goldene schimmernde Oberfläche verliebt. Sehr schön wurden hier die schwarzen Rosen in Szene gesetzt, die einen großen Teil der Handlung ausmachen und somit wird perfekt, mit diesem Titelbild ,das Innere des Buches aufgegriffen. Auch die weitere Gestaltung im Buch finde ich liebevoll und äußerst geschmackvoll in Szene gesetzt! Daher gibt es bereits für diesen Augenschmaus ein extra Sternchen auf meiner Bewertung^^ Das Buch ist insgesamt in 5 Teile untergliedert und am hinteren Ende findet sich eine Landkarte wieder, die die Gegend in unserer aktuellen Buchwelt darstellt. Eine tolle Idee, wobei ich selbst gestehen muss, dass ich nie Landkarten in Büchern benötigt^^ Dennoch eine weitere tolle Idee, die wieder einmal zeigt, dass sich das Buch von der Masse abhebt und seinen ganz eigenen Stil hat. Wir befinden uns in einer ganz eigenen erschaffenen Welt wieder , die uns die Autorin sehr gekonnt und detailliert präsentiert. Hierbei lernen wir die beiden Schwestern Tajann und Liljann kennen. Aus den Sichtweisen der beiden Hauptprotagonisten bekommen wir die Handlung erzäht. Hierbei können wir schon relativ schnell feststellen, dass die beiden sehr unterschiedliche Charaktere haben und nicht immer einer Meinung sind. Während Tajann, die Jüngere, sehr selbstbewusst auftritt und ihren Willen scheinbar mit fast allen Mitteln durchzusetzen versteht, ist Liljann wiederum sehr schüchtern und sehr mit ihren Gedanken in ihrer eigenen kleinen ,magischen Welt gefangen. Doch erst die Rote Nacht, ein Fest auf dem Schloss der Lady Jamala besiegelt die beiden Schicksale der beiden Schwestern, denn kurz danach werden sie getrennte Wege gehen.... Doch welcher von beiden ist der gefährlichere? Während sich Tajann im Schloss selbst gegen Intrigen und der Verschleierung ihrer heimlichen Liebe behaupten muss, muss Liljann sich gegen das gefährliche Grauland behaupten und den lauernden Halbwesen , die wirklich existieren und sich bald schon zu erkennen geben.... Während beide um ihr Leben und ihre Liebe kämpfen, werden sie tiefer in ihr Schicksal gezogen.....und müssen bald feststellen, dass der Tod sich nicht nur umsieht und weitergeht, sondern auch auf seine Chance lauert.... Zitat Seite 540: „Aber jeder Tod schafft Leben und jede Zerstörung Platz für Neues“ Ich fühle mich selbst sehr zwiegespalten, was die Bewertung dieses Buches angeht, da in mir 2 verschiedene Meinungen schlagen und ich mich fast so fühle, als würde ich die beiden grundverschiedenen Schwestern in meiner Brust tragen :-) Der Anfang der Geschichte war einfach nur zum Dahinschmelzen und ich habe die Seiten regelrecht mit Wonne gelesen. Doch dann ,gegen Ende der Handlung transformierte sich für mich plötzlich dieses Gefühl, denn im weiteren Verlauf nistete sich plötzlich eine leicht bedrückende und schwermütige Stimmung hinein. Natürlich hat diese Veränderung sicherlich etwas Gutes, denn so blieb es spannend und weiterhin mysteriös. Dennoch war es mir dann doch manchmal eine Schippe zu viel von fantastischen Vorfällen und Wesen, die hier die Fäden in den Händen hielten. Daher bekommt es von mir 4 Punkte mit einem extra Sternchen aufgrund der wundervoll, traumhaften bildlichen Umsetzung dieses Buches. Sicherlich wird : „Der Winter der schwarzen Rosen“ nicht das letzte Buch von der Autorin für mich gewesen sein, da sie wirklich über einen hinreißenden Schreibstil verfügt, der mich direkt entzückte!

Bittersüßes Romantasy-Spektakel

Von: Friedelchen Datum: 23. October 2015

"Versprich mir eines, Mirahar", flüsterte sie mir ins Ohr. "Wenn Vater dich freispricht, geh nicht so weit weg, dass wir uns nicht eines Tages wiedersehen könnten." Auch das war meine Schwester: ich bin sicher sie hasst mich für meine Feigheit und Angst, und sie betete an jedem einzelnen Tag darum, dass ich endlich aus ihrem Leben verschwand. Aber in manchen, kostbaren Augenblicken liebte sie mich auch so sehr, dass sie mich nicht loslassen wollte. (S. 24) Zwei Zwillingsschwestern, die unterschiedlicher kaum sein könnten, die eine schüchtern und ängstlich, die andere wagemutig und impulsiv: Liljann und Tajann. So unterschiedlich wie ihr Charakter soll auch ihr vom Schicksal vorbestimmter Lebensweg sein. Denn während Tajann ihr Glück am Hof der Lady ihres Reiches sucht und sich dort immer mehr zu ihrer engsten Vertrauten entwickelt und gleichzeitig ihre verbotene Liebe zu deren Sohn verstecken muss, reist Liljann in das wilde und gefährliche Grauland voller alter Sagen, begleitet von einem Mann, dessen Gefühle für sie fast schon an Besessenheit grenzen. Was die Schwestern jedoch nicht ahnen: dunkle Magie verfolgt sie beide und droht, ihr Leben zu zerstören... Wer die Fantasybücher von Nina Blazon kennt, weiß, dass sie eine berauschend kreative Fülle an mythischen Gestalten und Magie enthalten, meist gepaart mit einer bittersüßen und träumerischen Liebesgeschichte. Deshalb konnte ich es auch kaum erwarten, ihr neuestes Buch zu lesen, in dem sie uns wieder ein Fantasy-Feuerwerk präsentiert, welches mich fast wunschlos glücklich zurückgelassen hat. Die Geschichte der Zwillingsschwestern Liljann und Tajann ist dabei in derselben Welt angesiedelt wie auch schon Blazons frühere Bücher "Faunblut", "Ascheherz" und "Der dunkle Kuss der Sterne"; so finden sich hier vereinzelt bereits bekannte Orte oder auch magische Wesen wieder. Aber auch ohne Kenntnis der anderen Bücher ist "Der Winter der schwarzen Rosen" ein Genuss. Wobei ich gestehen muss, dass sich die Geschichte zuerst einmal recht langsam und bedächtig entwickelt und auch im weiteren Verlauf nach meinem Geschmack vereinzelte Längen aufwies (der Klappentext vom Verlag beispielsweise umreißt erst die Handlung des letzten Drittels), aber gestört hat es mich trotzdem irgendwie nicht. So blieb nämlich viel Raum, um die Charaktere und den Weltenentwurf besser kennenzulernen und zu vertiefen. Viel Aufmerksamkeit wurde so beispielsweise nicht nur den Haupt- sondern auch den interessanten Nebencharakteren geschenkt. Der Welten- und Gesellschaftsentwurf ist wieder sehr faszinierend: während die Erstgeborenen wie Liljann in die Welt hinausziehen müssen auf einem vorbestimmten Weg, um den Ruhm ihres Familiennamens zu mehren, steht den Zweitgeborenen die Freiheit zu, ihr eigenes Schicksal selbst zu wählen. Deshalb wartet Tajann auch ungeduldig darauf, dass Liljann endlich loszieht, damit sie selbst ihr düsteres Elternhaus verlassen kann. Liljanns Weg soll sie allerdings in das wilde Grauland führen, in dem nichts anderes als Gefahr und Tod lauern - kein Wunder, dass sie davor zurückschreckt. Ich brauchte eine ganze Weile, um mit Tajann warm zu werden. Sie ist eine sehr selbstbewusste und willensstarke junge Frau, die weiß was sie will, die dadurch am Anfang aber auch sehr selbstsüchtig wirkt. Für ihre Ziele ist sie bereit, große Opfer zu bringen, auch auf Kosten ihrer Schwester und ihres Vaters. Lange Zeit mochte ich sie deshalb nicht, aber im Verlauf der Geschichte gewinnt ihr Charakter an Tiefe und auch Sympathie. Mit ihrer Zwillingsschwester Liljann dagegen konnte ich von Anfang an mitfühlen. Sie ist in der Lage, Magie wahrzunehmen und interessiert sich sehr für die alten Sagen und Bräuche der Wildländer, was sie allerdings vor allen verbergen muss. Denn Magie wird im Reich der Lady streng verfolgt und mit dem Tod bestraft. Neben der Magie ist die Liebe das dominante Thema der Geschichte. So werden uns hier gleich zwei Liebesgeschichten geboten, die wie schon die Schwestern unterschiedlicher nicht sein könnten. Mehr will ich euch darüber aber gar nicht verraten :-) Nun noch kurz ein paar Worte zum Ende (keine Angst, natürlich spoilerfrei): Nachdem ich mit der Geschichte fertig war, blieb ein sehr bittersüßes Gefühl bei mir zurück. Das Ende ist nämlich kein klassisches Happy End und ich saß erstmal da und dachte mir "Waaas? So kann sie es doch nicht enden lassen!". Mit etwas Zeit wurde mir jedoch bewusst, dass es ein sehr konsequentes und realistisches Ende ist (soweit man bei einer Fantasygeschichte von realistisch reden kann :-p), auch wenn es vielleicht eher unerwartet und unbequem war. So bleibt es mir aber auf jeden Fall noch lange im Gedächtnis. Kurz gesagt: "Der Winter der schwarzen Rosen" bietet ein wundervolles, detailreiches Fantasyspektakel und gleich zwei Liebesgeschichten zum Mitfiebern, welches sich trotz vereinzelter Längen wieder ganz herrlich gelesen hat.

Liebe - Verrat - Magie

Von: sarahliest Datum: 21. October 2015

Cover & Titel “Der Winter der schwarzen Rosen” hat ein wunderschönes glitzerndes herbstliches Cover das mich total anspricht! Definitiv eines meiner Lieblingscover 2015 und ein echter Hingucker im Bücherregal :D! Meine Meinung Als ich durch Zufall entdeckte, dass ein neuer Fantasyroman von Nina Blazon erscheint habe ich innerlich einen kleinen Freudentanz aufgeführt. Nina Blazon zählt eindeutig zu meinen liebsten Autorinnen (Totenbraut von ihr war eines meiner aller ersten Fantasybüchern und hat deswegen einen besonderen Platz in meinem Herzen :D) von der ich schon viiiiel zu lange nichts mehr gelesen habe. Und gleich nach den ersten Seiten wusste ich wieder warum ich die Bücher von Nina Blazon so gerne habe – ich liebe einfach ihren Schreibstil und die Art wie sie ihre Welten und Leute darstellt. Bei ihren Büchern habe ich während dem Lesen nie das Gefühl so etwas schon so ähnlich gelesen zu haben. Auch in diesem Buch war die Welt wieder unglaublich gut ausgearbeitet und ganz besonders. Im Buch geht es um die Zwillingsschwestern Tajann und Liljann, die beide nicht unterschiedlicher sein könnten. Tajann wirkt zu beginn etwas selbstsüchtig, möchte unbedingt ihren Willen durchsetzen – auch auf Kosten ihrer Schwester. Denn Liljann ist die Erstgeborene und muss daher zuerst das Elternhaus verlassen, bevor Tajann frei ist. Und um an diese Freiheit zu gelangen ist sie auch zu einem Verrat bereit. Liljann ist zu beginn sehr schüchtern und zurückhaltend, was vielleicht etwas mit ihrer heimlichen Gabe zu tun hat – denn Liljann sieht Geister und Wesen, die sie eigentlich nicht sehen dürfte – den Magie ist in Lady Jamalas Reich verboten und soll ausgelöscht werden. Auch wenn sie vielleicht nicht die mutigste Person ist mochte ich Liljann immer etwas lieber als Tajann (wahrscheinlich weil sie mir auch etwas ähnlicher ist als Tajann). Dadurch, dass das Buch aus der Sicht von beiden geschrieben ist, hat man einen guten Einblick in die unterschiedlichen Entwicklungen und Wege der beiden Schwestern und man fiebert mit beiden mit. Und auch wenn die beiden sehr unterschiedlich sind, haben sie doch ihre Gemeinsamkeiten und müssen beide Flüchten – die eine von der Lady um endlich mit ihrem Geliebten glücklich zu sein – und die andere auf der Flucht vor den sie lieben sollte. Das Buch ist voller unerwarteter Wendungen und Entwicklungen, auf die ich nie gekommen wäre – besonders am Schluss! Zum Ende des Buches wurde es seeehr düster und dunkel und die Ereignisse haben sich überschlagen und mich teilweise total erschrocken. Auch mit dem Ausgang des Buches hätte ich nie im Leben gerechnet und auch wenn ich mir vielleicht ein anderes Ende erhofft hatte, fand ich es passend zu der Geschichte und es war auf keinen Fall ein “Standardende” (wisst ihr was ich meine :’D?). Insgesamt hat mir das Buch wieder gut gefallen, besonders die Welt und die Charaktere, fand es aber stellenweise doch etwas anstrengend und kompliziert. Wär Nina Blazon’s Fantasybücher gerne mag hat sicher seine Freude an dem neuen Buch :). ★★★★ Vielen Dank an den cbt-Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar!

Magisch und unvorhersehbar!

Von: Mara Datum: 19. October 2015

Gestaltung: Schon alleine der wunderschöne Schutzumschlag hätte mich bei einem Besuch in der Buchhandlung dazu bewogen, Nina Blazons neuestes Werk zu kaufen. Wie der Titel schon verspricht, finden sich dort Aufdrucke von schwarzen Rosen, zudem noch herrlich glitzernde braune Blätter und auch ein Hirsch, der in der Geschichte ebenfalls eine große Rolle spielt. In meiner früheren Rezensionen habe ich ja bereits erwähnt, dass ich es ziemlich gut finde, wenn Cover und Inhalt tatsächlich etwas miteinander zu tun haben. Das wurde hier wunderbar umgesetzt und macht das Buch zu einem wahren Blickfang im Regal! Handlung: Als ich hörte, dass Nina Blazon im Herbst ein neues Buch veröffentlicht, war mir sofort klar – das muss ich haben! Schließlich zählt sie zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen und hat es bisher mit jeder ihrer Geschichten geschafft, mich zu verzaubern! Auch „Der Winter der schwarzen Rosen“ hat mir ausnehmend gut gefallen, kam allerdings nicht ganz an ihre vorherigen Werke heran. Die Story ist wie gewohnt vielschichtig; erst ganz am Ende offenbart sich, was wirklich hinter allem steckt und wie die einzelnen Geschehnisse im Buch zusammenhängen. Ich habe es bisher bei noch keinem von Blazons Büchern geschafft, vor den letzten Seiten hinter die Geheimnisse ihrer Figuren zu kommen, auch hier war es (größtenteils) nicht anders. Zur Handlung an sich möchte ich deswegen auch gar nicht viel sagen, weil ich sonst wohl zu viel verraten bzw. vorweg nehmen würde. Ebenfalls genial fand ich die Verknüpfung mit ihren früheren Büchern, die ebenfalls in der gleichen Welt spielen, nur um einige Jahren bzw. Jahrhunderte früher. „Faunblut“, „Ascheherz“ und „Der dunkle Kuss der Sterne“ – zu jedem gibt es Anspielungen und Verweise, die das Lesen zu einem ganz besonderen Erlebnis machen. Wir hören von vielen bekannten Figuren (Lady Mar, die Zorya, Canda, die Echos) und wer die vorherigen Bücher gelesen hat, wird auch einige der dort vorkommenden Orte und Ereignisse in „Der Winter der schwarzen Rosen wiederfinden“! Charaktere: Liliann und Tajann sind Schwestern und wir begleiten beide durch das Buch. Auf den ersten Seiten hatte ich noch ein paar Schwierigkeiten damit, beide auseinanderzuhalten, aber das legt sich rasch. Die jeweiligen Kapitel der beiden sind in unterschiedlichen Schriften gedruckt und auch ihre Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein. Hier muss ich allerdings zugeben, dass ich die beiden zwar mochte, allerdings mit einigen ihrer Charakterzüge und den daraus resultierenden Handlungen so meine Probleme hatte. Tajann ist die selbstbewusste der beiden Schwestern, die unbeirrbar ihren Weg verfolgt und dabei mitunter auch sehr rücksichtslos vorgeht. Ihre Liebe zu Janneik kam mir etwas zu plötzlich, ebenso hat mich ihre Kaltblütigkeit in manchen Momenten sehr gestört. Liliann dagegen war mir teilweise zu sanft und konnte sich vor allem zu Beginn des Buches nicht wirklich durchsetzen. Hätte sich das im Laufe des Buches geändert, gut, aber auch gegen Ende war sie mir teilweise noch zu ängstlich. Wie bereits erwähnt war ich daher mit einigen ihrer Handlungen nicht ganz einverstanden, aber – und das ist ein großes aber! – es war immer logisch und nachvollziehbar, eben weil sie diese verschiedenen Charakterzüge haben. Das Ende des Buches fand ich leider nicht ganz so zufriedenstellend. Auch hier ist es wieder schwierig, ohne Spoiler auszukommen, aber ich hätte mir da einfach ein bisschen mehr gewünscht. Fazit: Das hört sich jetzt alles ziemlich negativ an, deswegen muss nochmal gesagt werden, dass das nur kleine Kritikpunkte sind und der Freude beim Lesen keinen Abbruch tun. Nina Blazons Schreibstil ist wie gewohnt meisterhaft, die genutzten Metaphern und Formulierungen grandios und die von ihr erschaffene Welt einfach magisch. Wenn ihr die vorherigen Bücher ebenso geliebt habt wie ich, dann solltet ihr euch „Der Winter der schwarzen Rosen“ definitiv nicht entgehen lassen!