Katherine Pancol

Muchachas

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Katherine Pancol schreibt auf ihre unverwechselbare Weise über ein Kaleidoskop von Frauen, die kaum unterschiedlicher sein können, eines aber vereint: Was auch immer geschieht, sie lassen sich nicht unterkriegen.

Da ist zum Beispiel Stella. Sie lebt mit ihrem kleinen Sohn auf einem Bauernhof im Burgund und arbeitet auf dem Schrottplatz; oder Hortense, die ihr Glück in der Modewelt von New York sucht. Oder die von quälenden Selbstzweifeln heimgesuchte Erfolgsautorin Joséphine und schließlich Calypso, eine begnadete kubanische Geigerin, die auf dem Konservatorium Hortenses Freund Gary gefährlich nah kommt.

Jede dieser »Muchachas«, wie »junge Frau« auf Spanisch heißt, hat ihre ganz eigene Geschichte und dennoch kreuzen sich ihre Wege immer wieder - ein dichtes Romangeflecht, dessen Sogwirkung sich keine Leserin entziehen kann.

Die Erstausgabe erschien unter dem Titel "Muchachas - Tanz in den Tag".

Mich hat die Autorin mit diesem Roman absolut für sich eingenommen.

Von: Daniela Vödisch Datum: 28. June 2018

Von der Autorin hatte ich bisher noch nichts gelesen. Hier hat mich das wunderschöne Cover dazu bewogen, mir den Klappentext durchzulesen, der mich dann endgültig für den Roman eingenommen hat. Wie gut das Cover tatsächlich zu der Geschichte passt, habe ich allerdings erst im Nachhinein erkannt, denn jede der Figuren auf dem Cover ist eine der Frauen, um die es in der Geschichte geht. Mittlerweile bereue ich, dass ich nicht noch mehr Romane von der Autorin gelesen habe, denn Katherine Pancol erschafft authentische Figuren, von denen man das Gefühl hat, dass sie einem jederzeit im wahren Leben über den Weg laufen könnten. Das habe ich in ihrem Roman besonders geschätzt, denn so war es mir möglich, die Gedanken, Gefühl und Handlungen der Figuren zu verstehen und damit auch eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Deswegen war die Lektüre für mich wie ein Zusammensein mit guten Freunden. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist die Individualität der Figuren, keine gleicht der anderen, auch das hat viel zur Authentizät der verschiedenen Charaktere beigetragen. In diesem Teil geht es um Stella und ihren Sohn, die den anderen Figuren auf die ein oder andere Art und Weise über den Weg läuft. Stella als Figur habe ich sehr gemocht und hätte sie nur zu gerne das ein oder andere Mal in den Arm genommen und beschützt, denn sie und ihre Mutter werden von Stellas Vater misshandelt und können sich ihm aus verschiedenen Gründen nicht entziehen. Ich markiere mir gerne schön geschriebene Passagen in Büchern durch schmale Post-its. Das habe ich auch hier getan und dafür ist sage und schreibe ein ganzer Block dafür drauf gegangen. Dadurch, dass mir die Figuren sehr nahe waren und Katherine Pancol so gefühlvoll und tiefgehend schreibt, bin ich sehr schnell über die Seiten geflogen. Die Autorin hat mich komplett in die Geschichte gezogen und es ist mir sehr schwer gefallen, die Geschichte zwischendurch für das ein oder andere unterbrechen zu müssen. Ich bin freue mich daher sehr darüber, dass die Geschichte der erste Teil einer Trilogie ist und kein Einzelband. Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Geschichte weitergeht. Ich kann Euch nur den Rat geben, Euch von dem blumigen Cover nicht abschrecken zu lassen, denn die Geschichte ist alles andere als leichtes und fröhliches Chick-Lit. Ich möchte hier auch darauf hinweisen, dass Stellas Geschichte den ein oder anderen triggern könnte, der schon mal Erfahrung mit Misshandlung gemacht. Fazit: Ich habe hier liebend gerne 5 Sterne vergeben. Mich hat die Autorin mit diesem Roman absolut für sich eingenommen und ich werde mit auch alle (!) anderen Bücher von ihr anschauen.

[Rezension] „Muchachas – Tanz in den Tag“

Von: Ninespo Datum: 15. November 2016

„Muchachas – Tanz in den Tag“ in drei Worten? Emotional, ehrlich, schmerzlich. Cover & Gestaltung von „Muchachas – Tanz in den Tag“? Ich muss ehrlich sagen, die Covergestaltung von „Muchachas – Tanz in den Tag“ ist sehr farbenfroh und sprüht nur so vor Lebensfreude und Energie. Auf Blumenstängeln sitzen vier Frauen, die gut für die Frauen im Roman stehen könnten. Allerdings passen Tätigkeit der Frauen auf dem Cover und Charakter der Frauen im Roman nicht vollkommen zusammen. Das Buch an sich bietet auch auf haptischer Ebene einiges. Der Umschlag ist marmoriert, das Zentrum des Covers mit Titel und Autorennamen ist glatt. Es fühlt sich sehr angenehm an. Die Gestaltung im Inneren ist recht schlicht, sieht man von dem wunderschönen Schmutzpapier mal ab. Es gibt keine hervorgehobenen Kapitelanfänge durch Kapitale oder Ähnliches. Worum geht es in „Muchachas – Tanz in den Tag“? Katherina Pancol kann nicht nur mit einer starken und faszinierenden Protagonistin aufwarten, sondern gleich mit mehreren. Das Buch beginnt mit Hortense, einer jungen Frau, die Mode kreieren will, leitet dann über zu Stella, die auf einem Schrottplatz arbeitet und fährt dann mit Joséphine fort, die zwischen zwei Leben steht. Alle Frauen haben ihre Ängste und Sorgen, keine ist perfekt und doch sind sie alle unglaublich stark. Stella, deren Geschichte am genausten betrachtet wird, imponierte mir beim Lesen dabei am meisten. Sie ist die bisher für mich stärkste Figur, weil sie Schlimmes erleiden musste. Allerdings wurden die Geschichten von Joséphine und Hortense bisher nur angeschnitten, wer weiß also, was in Band 2 und 3 noch geschehen wird? Kurz gesagt geht es in diesem Roman um verschiedene Frauen und ihre Lebensgeschichte, die alles andere als perfekt und rosig ist. Sie haben mit Problemen zu kämpfen, die sehr real sind und einigen Kraft schenken können. Der Schreibstil von Katherine Pancol? Ich habe mich direkt in Katherine Pancols Schreibstil verliebt. Es klingt, als würde mir jemand seine Lebensgeschichte erzählen. Vielleicht nicht unbedingt die Person selbst, da der Leser es größtenteils mit einem heterodiegetischen Erzähler zu tun hat, der nur in bestimmten Situationen aus der Ich-Perspektive der jeweiligen Figur heraus erzählt. Dennoch weist der Schreibstil einen hohen Grad von Mündlichkeit auf, der die Geschichten noch lebendiger macht. Dabei wahrt die Erzählinstanz einen einigermaßen nüchternen Ton. Die emotionalen Einschübe stammen immer von der eingeschobenen Erzählperspektive aus Figurensicht. Die Wortwahl hat mir ebenfalls gut gefallen, da Katherine Pancol einen sehr angenehmen und leichten Schreibstil hat, trotz all der Schwere ihres Plots. Das Figurenpersonal in „Muchachas – Tanz in den Tag“? Ich könnte mir kaum bessere weibliche Hauptfiguren vorstellen, die das Selbstverständnis einer Leserin stärken. Die Geschichten, die die Frauen in „Muchachas – Tanz in den Tag“ durchleben müssen, wünscht man wahrlich keinem Menschen. Stella beispielsweise muss sich mit häuslicher Gewalt auseinandersetzen, während Joséphine zwischen ihrer Tochter und ihrer Liebe wählen musste. Das sind wirklich keine leichten Entscheidungen oder Themen. Zusätzlich sind die Frauen, ihre Umgebung, Situationen und Reaktionen so unheimlich lebensnah und real, dass mich ihre Geschichten tief berührt haben. Für mich waren die drei Frauen und ihre Freundinnen keine Romanfiguren, sondern echte Frauen mit einem echten Schicksal. Und ich finde ihren Mut und ihre Kraft bewundernswert. Jede ist auf ihre Weise stark und selbstbewusst. Stella, deren Geschichte gegen Ende des Buchs im Vordergrund stand, ist meine Heldin des Romans. Sie ist selbstbewusst und stark, ist mutig und zeigt Größe. Die anderen beiden Frauen wurden bisher weniger in den Fokus genommen, weshalb ich mich an dieser Stelle über sie ausschweige. Positives über „Muchachas – Tanz in den Tag“? Mich hat „Muchachas – Tanz in den Tag“ sehr berührt. Katherine Pancol schreibt in ihrem Nachwort, dass die Geschichte auf Recherchen zu den im Buch behandelten Themen häuslicher Gewalt und Gewalt gegen Frauen fußt und das spürt man. Katherine Pancol hat nicht einfach eine Geschichte geschrieben, nein, sie schafft es, das Schicksal unzähliger Frauen darzustellen, die Dinge erleiden mussten und müssen, die ich mir nicht vorstellen kann. Sie schafft es, das alles real und echt darzustellen. Nicht übertrieben melodramatisch oder künstlich, sondern einfach echt. Negatives über „Muchachas – Tanz in den Tag“? Es ist nichts wirklich Negatives, sondern einfach ein kleiner Hinweis. Ich war am Anfang ein wenig über den abrupten Perspektiv- und Szenenwechsel verwirrt, vor allem, da es stellenweise kleinere Bezüge der drei Handlungsstränge untereinander gibt, die ich am Ende des ersten Buchs noch nicht zusammenbringen kann. Daher eine kleine Warnung: An den bewegendsten Stellen kann es euch durchaus passieren, dass ihr einen Wechsel findet. Empfehlung zu „Muchachas – Tanz in den Tag“? Ich empfinde „Muchachas – Tanz in den Tag“ als Bereicherung meines Horizonts. Als Leserin kam ich in Kontakt mit Frauen, die ein schweres Schicksal erleiden und dennoch positive Dinge im Leben erkennen und schätzen. Sie sind mutig und kraftvoll, sie lassen sich nicht unterkriegen. Deswegen spreche ich „Muchachas – Tanz in den Tag“ eine absolute Leseempfehlung aus und danke dem Carls‘ Books Verlag herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Überraschend anders!

Von: Tintenkinder Datum: 13. November 2016

~Nachts sagt sich Joséphine, dass das Glück kein Ware ist, die man auf den Ladentisch legt, die man abwiegt und kauft, um sie zu besitzen, nein, Glück ist ein Geisteszustand, eine Entscheidung der Seele, Glück bedeutet, die Augen weit offen zu halten, und überall danach zu suchen. Und sie hat beschlossen, glücklich zu sein.~ Hortense, Stella und Josephine könnten nicht unterschiedlicher sein. Die wunderschöne Hortense lebt gemeinsam mit ihrem Freund Gary in New York, er ist Musiker und immer auf der Suche nach den richtigen Noten, sie jedoch versucht in der Modewelt Fuß zu fassen. So unterschiedlich wie sie sind, ist es kein Wunder, dass diese Beziehung nicht immer problemlos verläuft. Anders ergeht es Joséphine. Für ihre große Liebe zieht die Erfolgsautorin mit ihrer jugendlichen Tochter nach London. Doch bald steht sie vor einer lebensverändernden Entscheidung: soll sie sich für die Liebe entscheiden, in London bleiben und dadurch vielleicht ihre Tochter verlieren oder für ihre Tochter zurück nach Paris ziehen und ihre Beziehung aufs Spiel setzen? Stella lebt mit ihrem Sohn Tom auf einem Bauernhof, kämpft immer wieder für sich und ihren Sohn, für ihre Sicherheit und ihr unbeschwertes Leben. Doch wieder und wieder wird sie von den Schatten ihrer Vergangenheit eingeholt, immer wieder versucht ihr Vater Ray sich zu holen was seiner Meinung nach ihm gehört, immer wieder versucht Ray ihr Leben zu zerstören und ihren Willen zu brechen. Und immer wieder ist Stella sich einer Sache sicher: Er wird sie nie bekommen! Katherine Pancols Trilogie-Auftakt ist ein wundervoller Roman, der nach einem schweren Einstieg eine großartige Geschichte offenbart. Eine Geschichte über das Leben und wie unvorhersehbar dieses sein kann. Die Charaktere sind unterschiedlicher als man es sich vorstellen kann. Hortense ist eine junge, oberflächliche Frau. Ihre Gedanken drehen sich zum Großteil um sie, ihr Aussehen und das Aussehen der Anderen. Joséphine ist voller Selbstzweifel, immer wieder fühlt sie sich fehl am Platz, zweifelt daran die Richtige für ihren Freund zu sein, versucht es allen Recht zu machen und ihre eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen. Stella dagegen ist eine selbstbewusste Kämpferin. Ihr Lebensziel: die Menschen die sie liebt zu beschützen und ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Diese drei Frauen zeigen uns das wichtigste im Leben: Egal wie übel das Leben ihnen mitspielt, nie lassen sie sich unterkriegen und kämpfen jeden Tag für ihr Glück! Das Cover ist wundervoll, es wirkt sehr verspielt, leicht und locker – und damit und dem Buchtitel wird der Leser auf eine falsche Fährte gelockt. Den hinter diesem fröhlichen Cover, verbirgt sich eine tiefsinnige und berührende Geschichte. Ein emotionaler Roman der uns an die Seite von wundervollen Frauen stellt, welche nicht unterschiedlicher sein könnten und doch alle, ohne es zu wissen miteinander verbunden sind und auch Tabuthemen nicht verschweigt. 3 von 5 Tintenklecksen

Toller Auftakt

Von: Mitch25 Datum: 08. November 2016

Muchachas - Tanz in den Tag von Katherine Pancol Muchachas erzählt die Lebensgeschichte verschiedener Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jedoch alle irgendwie miteinander in Verbindung stehen. Der Anfang in die Geschichte war für mich nicht so einfach, ich habe mich mit dem Schreibstil in der ersten Hälfte des Buches wirklich zu kämpfen, danach kam ich aber besser in die Geschichte und der Schreibstil hat mich keineswegs gestört. Das Cover gefällt mir unglaublich gut ich finde es schön und hoffnungsvoll. Am Anfang habe ich gedacht das Cover gibt dem Leser etwas fröhliches wieder aber nachdem ich den Band beendet habe gefiel mir das Cover um einiges besser. Es gibt Hoffnung und macht den Leser neugierig auf die anderen Bänder. Besonders gut finde ich dabei, dass die anderen Bände aufeinander aufbauen und die Cover somit sehr gut zu einander passen. Im Laufe der Geschichte lernt der Leser verschiedene Frauen kennen. Einige intensiver andere nur sehr kurz. Diese Art eine Trilogie zu schreiben finde ich unglaublich toll, es macht den Leser neugierig und gibt im die Möglichkeit sich eine Meinung zu den einzelnen Protagonisten zu bilden. Im ersten Teil der Muchachas Trilogie geht es um Stella und ihren Sohn. Stella ist mir eine sehr sympathische Protagonisten. Ihr Leben ist durch eine sehr schwere und gewalttätige Vergangenheit geprägt. Um so erstaunlicher finde ich es das Stella eine sehr mutige und starke Persönlichkeit ist die den Leser ermutigt und immer wieder erstaunt. Die Ängste die Stella empfindet finde ich sehr real und authentisch dargestellt und bringen den Leser dazu Stella als Kämpferin zu betrachten. Der erste Teil der Muchachas gefällt mir sehr gut, es ist eine neue Idee die sehr gut Umgesetz wurde und den Leser neugierig auf die weiteren Bänder macht.

Sehr bewegendes Buch!

Von: Carinas Welt der Bücher Datum: 22. October 2016

#Rezension Ihr Lieben, ich wünsche euch einen wunderschönen Samstag :-). Hoffe mit weniger regen als in Bonn 🙈. Gerade habe ich "Muchachas - Tanz in den Tag" beendet und wie ich dem ein oder anderen erzählt habe war ich erst hin und her gerissen. Aber - wenn man über die ersten 20-30 Seiten kommt - wird es berührend. Kurz zum Inhalt: es geht hier um eine Menge an Menschen und handelnden Personen die im Laufe des Buches mehr oder minder erwähnt werden. Katherine Pancol benutzt auch sehr viele Zeitsprünge und ich habe bisher nicht verstanden, in welchem Zeitalter das Buch spielt. Das meiste in den 70er Jahren, einiges in der jetzigen Zeit. Doch das meiste spielt tatsächlich in den 70er Jahren. Erfährt man erst relativ am Ende. Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wo ich die Rezension beginnen soll. Wenn wir am Titel beginnen, für meine Verhältnisse eine klare Themenverfehlung. Stopp! Nicht denken, dass ich eine 5 als Schulnote verteilen möchte. Im Gegenteil das Buch hat eine 1 mit Auszeichnung verdient. Warum? Der Titel klingt mehr als unbeschwert aber es ist das schwierigste Buch dass ich in letzter Zeit gelesen habe. So viele Schicksale und so viele starke Frauen. Die Angst kann man greifen und findet man in jeder Seite wieder. Daher meine Hochachtung! Ich glaube ich habe noch nie so sehr über ein Buch nachdenken müssen. Dafür dass ich schon überlegt habe, wem ich das Buch schenken kann, werde ich es höchstens verleihen können. Falls ihr das Buch lesen wollt, haltet durch😉. Ab Seite 50 werdet ihr belohnt.

abgesehen vom Anfang wirklich unterhaltsam

Von: Manja Datum: 28. August 2016

Die neue Bestseller-Trilogie von Frankreichs beliebtester Autorin In ihrer neuen Trilogie schreibt Katherine Pancol auf ihre unverwechselbare Weise über ein Kaleidoskop von Frauen, die kaum unterschiedlicher sein können, eines aber vereint: Was auch immer geschieht, sie lassen sich nicht unterkriegen. Da ist zum Beispiel Stella. Sie lebt mit ihrem kleinen Sohn auf einem Bauernhof im Burgund und arbeitet auf dem Schrottplatz; oder Hortense, die ihr Glück in der Modewelt von New York sucht. Oder die von quälenden Selbstzweifeln heimgesuchte Erfolgsautorin Joséphine und schließlich Calypso, eine begnadete kubanische Geigerin, die auf dem Konservatorium Hortenses Freund Gary gefährlich nah kommt. Jede dieser »Muchachas«, wie »junge Frau« auf Spanisch heißt, hat ihre ganz eigene Geschichte und dennoch kreuzen sich ihre Wege immer wieder, und es entsteht ein dichtes Romangeflecht, dessen Sogwirkung sich keine Leserin entziehen kann. (Quelle: carl`s books) Meine Meinung „Tanz in den Tag“ stammt von der Autorin Katherine Pancol. Es ist der erste Teil der „Muchachas“ – Trilogie und ich war wirklich gespannt was mich hier wohl erwarten würde. Der Klappentext und auch das Cover haben mich jedenfalls sehr angesprochen. In diesem ersten Teil dreht sich alles um Stella, eine junge Frau, die mit ihrem Sohn auf einem Schrottplatz arbeitet. Stella musste bereits viel mitmachen, ihre Vergangenheit hat sie geprägt. Dennoch aber empfand ich Stella auch als mutige und starke Persönlichkeit. Sie kämpft für sich und ihren Sohn und lässt sich, auch wenns mal schwer wird oder sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird, nicht unterkriegen. Die Nebencharaktere sind der Autorin ebenso gut gelungen. Von den beiden anderen Frauen erfährt man nicht so viel sie werden dann in den beiden Folgebänden eine wichtige Rolle spielen. Der Schreibstil der Autorin ist recht flüssig lesbar. Zu Anfang musste ich mich erst daran gewöhnen, dann aber bin ich leicht durch die Seiten der Geschichte gekommen, es ist alles vielseitig und facettenreich gehalten. Die Handlung dreht wie, wie bereits erwähnt, rund um Stella und ihr Leben. Man erfährt als Leser was alles in ihrer Vergangenheit passiert ist, das sie beispielsweise viel Gewalt erlebt hat. Es hat mich ehrlich schockiert was Stella alles durchmachen musste. Katherine Pancol hat hier Feinfühligkeit bewiesen, man kann sich als Leser sehr gut in Stella hineinversetzen und mit ihr mitfiebern und mitleiden. Es ist wirklich ein schwieriges Thema das hier zur Sprache kommt. Das Ende ist, so wie es ist, passend gehalten. Es macht diesen ersten Roma rund und schließt ihn gut ab. Besonders gut fand ich, dass die Autorin im Nachwort ein wenig darüber schreibt wie ihr die Idee zu dieser Geschichte gekommen ist. Fazit Alles in Allem ist „Tanz in den Tag“ von Katherine Pancol ein sehr guter Auftakt der „Muchachas“ – Trilogie. Eine starke interessant gestaltete Protagonistin, der recht flüssig lesbare Stil der Autorin sowie eine Handlung, die eine sehr ernstes Thema anspricht, wobei die Autorin aber Feinfühligkeit beweist, haben mir, abgesehen vom recht schwierigen Beginn, unterhaltsame Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

Dramatische Familiengeschichte

Von: lifetime-hours Datum: 19. August 2016

Meine Erwartungen: Mein Wunsch war, ganz viele tolle und vor allem spannende Frauen kennenzulernen, die alle unterschiedliche Richtungen gehen wollen oder müssen und aus all ihren Lebenslagen das beste zaubern. Natürlich hoffe ich, dass mir alle Frauen ans Herz wachsen und sie mir sympathisch sind. Genial fände ich auch unterschiedliche Schreibweisen bzw. Wortwahlen, sodass man merkt, dass es sich um ganz andere Charaktere handelt. Gedanken während dem Lesen: Leider ging es gleich bei Hortense nicht so weit, dass sie mir ans Herz gewachsen ist. Sie und ihr Freund Gary sind mir total unsympathisch und auch die Erzählweise, die Pancol dort verwendet hat, empfand ich als störend. Liegt vielleicht daran, dass der Abschnitt sehr kurz war und man unverhofft in die nächste Geschichte gezogen wurde. Zwar hat mir das Ende der kurzen Sektion gut gefallen, da es einen riesig großen Cliffhanger hatte und ich eigentlich unbedingt wissen wollte, wie es mit Hortense und ihrer Modelinie weitergeht. Die Violinistin Calypso ist ebenfalls eine Randfigur im ersten Band und man hofft, mehr von ihr im Laufe der Reihe zu erfahren. Stella ist die erste große Protagonistin, die ich sympathischer finde und auch die Geschichte hat etwas mehr Tiefgang. Sehr viel Tiefgang und man gleitet immer mehr in die grausame Geschichte zwischen ihr, ihrem "Vater" und ihrer Mutter hinein, die von Gewalt geprägt ist. Stella hat dies nur stark und taff gemacht, wobei sie natürlich auch oft Angstzustände bekommt. Sie hat einen kleinen Jungen von einem Mann, der nicht immer bei ihr ist - und genau das erfährt man auch peu á peu, aus welchem Grund dies so ist. Léonie ist die Mutter von Stella und einfach schon immer total schüchtern, was durch die Beziehung bzw. Ehe mit ihrem Mann Ray ziemlich verstärkt wurde. Ray ist gewalttätig und unterdrückt seine Familie vehement. Genial, aber eben auch grausam zu erfahren, warum er so geworden ist, wie er ist. Dies wird ebenfalls beschrieben und so merkt man auch die ganzen Verflechtungen, die dieses Buch besonders machen. Suzon ist schon seit immer Dienstmädchen bei Léonies Vater und unzertrennlich von ihrem Bruder George. Sie kennt kein Leben außerhalb und hat leider keine eigene Familie gegründet. Als Léonies Vater stirbt bleibt sie trotzdem noch in ihrer Nähe, jedoch war sie und ihr Bruder nie so stark Léonie zu helfen, unterstützen jedoch Stella wo sie nur können. Jules ist die Tochter des ehemaligen Freundes von Ray, der sich schon länger von Ray abgewendet hat, obwohl er so viel Macht und Druck in dem Dorf ausübt. Sie hilft Stella in jeder Lebenslage und auch Edmond, der Vater, versucht sie vor Ray und seiner Aggressivität zu beschützen. Diese Handlungsstränge ziehen sich so die ganze Mitte des Buches durch, wobei ich hier oftmals nicht gleich mitkomme, wer wann spricht, wer wann welche Geschichte von früher mit einflechten möchte. Ab und an ist es wirklich schwierig den Charakteren zu folgen und wird einfach so mit reingezogen in die nächste, manchmal schreckliche, manchmal verstörende und manchmal auch schöne Erinnerung aus der Vergangenheit. Jósephine ist Autorin und sehr unsicher. Sie kann sich selbst irgendwie nicht lieben, eben auch, weil sie in ihrer Kindheit nicht schöne Erfahrungen in der Familie gemacht hat. Sie hat es total unsicher gemacht, Stella hingegen einfach nur stärker. Was die zwei Frauen verbindet wird am Ende noch klar, jedoch nicht wirklich vertieft. Ihre Tochter Zoé ist mitten in der Pubertät und heckt so manche Dinge aus, die ihre Mutter zum Handeln zwingt. Auch diese beiden Charaktere werden nur angeschnitten und werden im zweiten Band, zusammen mit Hortense weitergeführt. Mein Fazit: Der Schreibstil gefällt mir leider zu Anfang nicht so wirklich - irgendwie so ein Durcheinander an Sätzen und Informationen... Man muss sich regelrecht in den Schreibstil und die Handlungsstränge hinein arbeiten. Ich hätte mir mehr Struktur gewünscht, obwohl Katherine Pancol fließende Übergänge zaubern wollte. Leider hat das für mich nicht immer so gut funktioniert und die Sprünge waren mir zu extrem. Trotz alledem haben mich die Geschichten, bzw. die erste große Geschichte rund um Stella und ihre Mutter Léonie, gepackt. Zumal sich immer mehr ein Druck in meinem Bauch angehäuft hat, denn die Lebensgeschichte der beiden war einfach bedrückend und grausam. Es steckt sehr viel Ehrlichkeit und auch Liebe in den Worten Pancols. Letztendlich hat mir das Buch zu Anfang nicht besonders zugesagt, hat mich aber regelrecht mitgezogen und die Autorin hat es geschafft mich in ihren Bann zu ziehen und mich mit einem Hunger auf Mehr, also auf den zweiten Teil, zurückzulassen.

Der Titel und das Cover täuschen...

Von: Ritja Datum: 10. July 2016

Blumencover, vier Frauen und der Titel "Muchachas-Tanz in den Tag" suggerieren dem Leser eine schöne leichte Sommerlektüre mit Witz, Charme und guter Unterhaltung. Wer sich für dieses Buch aufgrund dieser Merkmale entscheidet, wird überrascht und am Ende vielleicht etwas enttäuscht sein. Denn die Geschichte zwischen den buntem Coverdeckeln ist weder locker-leicht noch beschwingt oder einfach. Man muss sich mit häuslicher Gewalt, Kindesmissbrauch, Erpressung, Demütigung und Unterdrückung auseinandersetzen. Katherine Pancol hat eine sehr verzweigte Geschichte geschrieben. Anfangs fand ich mich nur schwer zurecht, da die einzelnen Figuren nur kurz und sehr oberflächlich vorgestellt wurden und dadurch wirkte die Geschichte etwas durcheinander und wenig übersichtlich. Doch später rückten Stella und ihre Mutter Leonie in den Vordergrund. Eine traurige und schwierige Kindheit (Stella) wurde aufgedeckt, eine schockierende "Liebes"geschichte (Leonie und Ray) erzählt. Man sitzt als Leser vor diesem Buch und ist fassungslos, schockiert und wird mit jeder Zeile wütender auf die männliche Hauptfigur. Und ständig tauchen auch die Fragen auf "Warum?", "Warum lässt sie sich das alles gefallen?", "Warum geht sie nicht?". Die Fragen werden von der Autorin beantwortet und die ganze Situation wirkt dadurch noch trauriger und aussichtsloser. Sie erzählt die Geschichte so realistisch, dass man manchmal Gänsehaut beim Lesen bekommen hat. Der Schreibstil ist nicht ganz so leicht zu lesen, aber er ist gut. Die Geschichte wurde immer interessanter und zum Schluss klappt man das Buch zu und fragt sich wie es wohl weitergehen wird. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte mittendrin aufhört. Es gibt kein richtiges Ende und auch die Geschichten der anderen Frauen wurden nicht weitererzählt. Gehören sie zusammen? Was verbindet sie? Ich werde auf jeden Fall den Band zwei und drei noch lesen, damit ich auch die letzten Zusammenhänge noch erfahre und bin gespannt auf die Geschichten von den anderen Frauen und ich möchte zudem gern noch wissen, ob es Leonie und Stella schaffen werden. Es bleibt spannend....

Aus dem Leben erzählt

Von: Silly2207 Datum: 07. July 2016

In diesem Buch geht es um drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können und doch haben sie alle eines gemeinsam: sie geben niemals auf und kämpfen für das, was ihnen wirklich wichtig ist. Da ist zum einen die junge Hortense kennen, die in New York mit ihrem Lebensgefährten Gary lebt. Hortense ist jung und ehrgeizig und würde alles dafür tun, ihren Traum eine berühmte Modedesignerin zu werden, zu erfüllen. Gary ist Musiker und lebt hauptsächlich für seine Musik. Dann gibt es da Joséphine, die mit ihren Kindern Zoe und Alexandre zuerst der Liebe wegen in London lebt, doch wegen ihrer Tochter kehrt sie zurück nach Paris und führt seitdem eine Fernbeziehung zu Philippe. Zu guter Letzt gibt es auch noch Stella, eine Frau, die sich viel unscheinbarer macht, als sie eigentlich ist. Sie lebt mit ihrem Sohn Tom zusammen und arbeitet bei ihrer Freundin auf dem Schrottplatz. Doch sie wird geprägt von Geschehnissen aus ihrer Vergangenheit und dem Leben, dem sie einst ausgesetzt war. Denn, auch wenn ihre Familie nach aussen hin angesehen und ehrenhaft erscheint, gibt es Geheimnisse, die kaum schrecklicher sein könnten. Genau hierauf wird in diesem ersten Band dann auch das Hauptaugenmerk gelegt und die Geschichte rund um Stella und deren Leben wird vertieft. Meine Meinung Ich muss sagen, dass ich nach der reinen Optik des Buches einen kurzweiligen Frauenroman erwartet und dann doch tatsächlich ein vielseitiges und vielschichtiges Buch erhalten habe, dass durch seine Charaktere zum Leben erwacht. Katherine Pancols Schreibstil war zunächst recht gewöhnungsbedürftig für mich, denn sie beschreibt vieles mit beinahe poetischen Worten, möchte sie jedoch etwas eindringlich schildern, so werden auch ihre Sätze kurz und prägnant. Sie hat eine unglaubliche Art, ihr Erzähltes dem Leser zu präsentieren, die das Buch zwar etwas schwerer lesen läßt, aber auch eine Portion Eindruck bei mir hinterlassen hat. Während es einen sehr langen Einstieg in die Geschichte gibt und man erst einmal alle drei Hauptcharaktere vorgestellt bekommt, wirkt das Buch trotz des ausgefallenen Schreibstils oder gerade deswegen, recht langatmig. Doch dann bekommt man die Protagonistin Stella und deren Erlebtes geschildert und man ahnt schon zu Beginn, dass hinter der jungen Frau, eine erschreckende Vergangenheit steckt. Stella bekommt dann auch den Hauptaugenmerk der Geschichte und je mehr ich über sie erfuhr, desto mehr zog mich die Geschichte in ihren Bann. Katherine Pancol beginnt nun mit den Gefühlen des Lesers zu spielen und es wird emotionsgeladener, denn ich machte ein Gefühlskarussel mit, das es in sich hatte. Ich habe mit der Protagonistin gelitten, gehofft, geweint, gebangt und war schockiert von ihrem Erlebten. Es geht hier um eine gewaltgeprägte Kindheit und auch Kindesmissbrauch und diese Themen lassen meine Gefühle immer völlig durcheinander geraten. Aber die Autorin besitzt die richtige Portion an Sentimentalität und Einfühlungsvermögen, um dieses schwere Thema glaubwürdig zu erzählen und dem Leser nahe zu bringen. Trotz des schockierenden Themas spürt man die Hoffnung, die hier als Grundton erhalten bleibt. Stella ist eine beeindruckende Protagonistin und auch die Geschichte ihrer Mutter hat einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Stella ist unglaublich mutig und trotz des Missbrauchs und des Leidens ihrer Mutter, eine wirklich beeindruckende Persönlichkeit, die Herz und Mut hat, aber auch ihre Schwächen zeigen und annehmen kann. Ihre Mutter Leonie hat mir so furchtbar leid getan und ich hätte vor Wut und Hass auf den Vater, den ach so tollen und angesehenen Ray, schreien können. Welch Demütigungen diese Frau ertragen hat, kann man kaum in Worte fassen. Alle weiteren Figuren bleiben erstmal noch im Hintergrund und trotzdem merkt man, dass hier die Fäden langsam aufeinander zu laufen. Ich denke, dass diese einzelnen Geschichten noch zusammengeführt werden und auch die Charaktere eine Verbindung zueinander finden. Denn noch findet man drei völlig unterschiedliche Frauen vor, die auf den ersten Blick keine Gemeinsamkeiten haben. Mein Fazit: Ein eindringliches Buch, dessen Erzählung mit den Emotionen der Leserin spielt. Es greift ein Thema an, dass mittlerweile schon fast alltäglich ist und dementsprechend realistisch wirkt. Es ist beängstigend und macht wütend und gleichzeitig gibt es eine große Portion Hoffnung, ich habe gelitten, gelächelt und geweint, habe gehasst und Mitleid verspürt. Katherine Pancol hat es ausgezeichnet verstanden, mit meinen Gefühlen zu spielen und mich ihren Charakteren nahe kommen zu lassen. Es ist eine eher anspruchsvolle Lektüre und nicht der leichte Roman für zwischendurch und ich denke auch, dass hier Jugendliche nicht viel mit dem Buch anfangen können, denn dafür ist der Schreibstil einfach zu speziell. Mir hat es mit Beginn der Geschichte rund um Stella richtig gut gefallen, nur der Einstieg fiel mir schwer. Deshalb bekommt das Buch von mir vier Sterne und ich bin gespannt, wie es mit den Muchachas weitergeht.

Eine Geschichte, wie sie überall passieren könnte!

Von: Gisela Simak Datum: 17. June 2016

Zum Inhalt Wenn man das wunderschöne Cover anschaut, vermutet man leichte Frauenlektüre. Davon ist die Geschichte jedoch weit entfernt. Das Buch ist leicht zu lesen; jedoch ist der Inhalt stellenweise schwer verdaulich. Es beginnt mit Hortense und ihrem Freund Gary. Sie leben in einer tollen Wohnung in New York, die ihnen von der betagten Hausbesitzerin kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die ältere Dame hat ein Herz für Künstler. Gary ist Musiker und Hortense möchte in der Modewelt berühmt werden. Beide sind sehr extrem. Beide haben ständig ihren beruflichen Werdegang im Kopf. Da bleiben Unstimmigkeiten nicht aus. Die unscheinbare Violistin Calypso ist nicht mit Schönheit gesegnet. Beim Musizieren wird aber aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan. Josephine zieht der Liebe wegen von Paris nach London. Da macht ihr ihre 16 jährige Tochter Zoe einen Strich durch die Rechnung. Sie büchst von Zuhause aus, um mit ihrer ersten großen Liebe zusammenzuleben. Die erfolgreiche Autorin zieht mit ihrer Tochter zurück nach Paris und führt nun eine Fernbeziehung. Stella ist eine hübsche Blondine, die sich ihren Lebensunterhalt auf einem Schrottplatz verdient. Ihre beste Freundin Julie und ihr Vater sind Besitzer des Schrottplatzes. Stella liebt ihren kleinen Sohn abgöttisch. Leonie ist die Mutter von Stella und führt seit jeher ein Leben, welches man eigentlich gar nicht als solches bezeichnen kann. Meine Meinung Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Als ich richtig drinnen war, habe ich jedes einzelne Wort genossen. Die Geschichte handelt hauptsächlich von Stella und ihrer Mutter Leonie. Der Schreibstil der Autorin hat absoluten Erkennungswert. Es wird in der dritten Person erzählt. Leonie hatte es schon in ihrer Kindheit nicht leicht. Von der Mutter verlassen und vom Vater mehr oder weniger ignoriert. Zu ihrem Bruder Andrew hatte sie auch keinen guten Draht. Ihre Heirat, mit dem bekanntesten Mann im Ort, war auch nicht von Glück geprägt. Einzig ihre Tochter Stella gibt ihrem Leben einen Sinn. Stella ist eine Frau, die man einfach gern haben muss. Trotz schlimmen Erlebnissen lässt sie sich nicht unterkriegen. Ihrem Sohn Tom ist sie eine fabelhafte Mutter. Ihre Freundin Julie hält zu ihr und stärkt ihr, wenn nötig, den Rücken. Das Leben der anderen Frauen wurde im 1. Band nur kurz angeschnitten. Die Leben der Frauen sind sehr unterschiedlich; trotzdem besteht eine Verbindung. Fazit Eine Geschichte über Gewalt und sexuellen Missbrauch, die mir mehr wie einmal kalte Schauer über den Rücken gejagt hat. Eine Geschichte, in der ein einziger Mann für sämtliche Korruptionen verantwortlich ist. Eine Geschichte, in der ein Mann aus dem beschauliche Städtchen Saint-Chaland in Frankreich, einen Ort des Verbrechens macht. Wenn ich nur an eine bestimmte Hochzeitsnacht denke, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken hinunter. Es ist purer Wahnsinn, dass sämtliche Menschen über Verbrechen Bescheid wissen und nichts unternehmen. Die Geschichte zeigt sehr deutlich, dass Kinder, die in ihrem Elternhaus nichts wert waren, auch selten im späteren Leben Selbstbewusstsein entwickeln. Welche Auswirkungen es haben kann, wenn man als Kind ständig erniedrigt wurde, sieht man sehr deutlich in diesem Buch. Ich denke, dies ist der Grund, warum ich vor Stella allen Respekt dieser Welt habe. Trotz schlimmer Erlebnisse hat sie ihr Leben im Griff und ist in der Lage, sehr viel Liebe zu geben. Besonders die Familiengeheimnisse- und der Gruppenzwang verleihen der Story eine extra Portion Spannung. Schritt für Schritt werden wir der Wahrheit näher gebracht. Diese ist so anders, als ich erwartet hätte. Im Nachwort erzählt die Autorin, wie sie auf die Idee der Geschichte gekommen ist. Ich fand ihre Worte sehr emotional. Ich denke, auch die Autorin wollte mit dieser Geschichte ein Erlebnis verarbeiten.

Eine Geschichte, wie sie überall passieren könnte!

Von: Gisela Simak Datum: 17. June 2016

Wenn man das wunderschöne Cover anschaut, vermutet man leichte Frauenlektüre. Davon ist die Geschichte jedoch weit entfernt. Das Buch ist leicht zu lesen; jedoch ist der Inhalt stellenweise schwer verdaulich. Es beginnt mit Hortense und ihrem Freund Gary. Sie leben in einer tollen Wohnung in New York, die ihnen von der betagten Hausbesitzerin kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die ältere Dame hat ein Herz für Künstler. Gary ist Musiker und Hortense möchte in der Modewelt berühmt werden. Beide sind sehr extrem. Beide haben ständig ihren beruflichen Werdegang im Kopf. Da bleiben Unstimmigkeiten nicht aus. Die unscheinbare Violistin Calypso ist nicht mit Schönheit gesegnet. Beim Musizieren wird aber aus dem hässlichen Entlein ein schöner Schwan. Josephine zieht der Liebe wegen von Paris nach London. Da macht ihr ihre 16 jährige Tochter Zoe einen Strich durch die Rechnung. Sie büchst von Zuhause aus, um mit ihrer ersten großen Liebe zusammenzuleben. Die erfolgreiche Autorin zieht mit ihrer Tochter zurück nach Paris und führt nun eine Fernbeziehung. Stella ist eine hübsche Blondine, die sich ihren Lebensunterhalt auf einem Schrottplatz verdient. Ihre beste Freundin Julie und ihr Vater sind Besitzer des Schrottplatzes. Stella liebt ihren kleinen Sohn abgöttisch. Leonie ist die Mutter von Stella und führt seit jeher ein Leben, welches man eigentlich gar nicht als solches bezeichnen kann. Meine Meinung Anfangs hatte ich Schwierigkeiten in die Geschichte einzutauchen. Als ich richtig drinnen war, habe ich jedes einzelne Wort genossen. Die Geschichte handelt hauptsächlich von Stella und ihrer Mutter Leonie. Der Schreibstil der Autorin hat absoluten Erkennungswert. Es wird in der dritten Person erzählt. Leonie hatte es schon in ihrer Kindheit nicht leicht. Von der Mutter verlassen und vom Vater mehr oder weniger ignoriert. Zu ihrem Bruder Andrew hatte sie auch keinen guten Draht. Ihre Heirat, mit dem bekanntesten Mann im Ort, war auch nicht von Glück geprägt. Einzig ihre Tochter Stella gibt ihrem Leben einen Sinn. Stella ist eine Frau, die man einfach gern haben muss. Trotz schlimmen Erlebnissen lässt sie sich nicht unterkriegen. Ihrem Sohn Tom ist sie eine fabelhafte Mutter. Ihre Freundin Julie hält zu ihr und stärkt ihr, wenn nötig, den Rücken. Das Leben der anderen Frauen wurde im 1. Band nur kurz angeschnitten. Die Leben der Frauen sind sehr unterschiedlich; trotzdem besteht eine Verbindung. Fazit Eine Geschichte über Gewalt und sexuellen Missbrauch, die mir mehr wie einmal kalte Schauer über den Rücken gejagt hat. Eine Geschichte, in der ein einziger Mann für sämtliche Korruptionen verantwortlich ist. Eine Geschichte, in der ein Mann aus dem beschauliche Städtchen Saint-Chaland in Frankreich, einen Ort des Verbrechens macht. Wenn ich nur an eine bestimmte Hochzeitsnacht denke, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken hinunter. Es ist purer Wahnsinn, dass sämtliche Menschen über Verbrechen Bescheid wissen und nichts unternehmen. Die Geschichte zeigt sehr deutlich, dass Kinder, die in ihrem Elternhaus nichts wert waren, auch selten im späteren Leben Selbstbewusstsein entwickeln. Welche Auswirkungen es haben kann, wenn man als Kind ständig erniedrigt wurde, sieht man sehr deutlich in diesem Buch. Ich denke, dies ist der Grund, warum ich vor Stella allen Respekt dieser Welt habe. Trotz schlimmer Erlebnisse hat sie ihr Leben im Griff und ist in der Lage, sehr viel Liebe zu geben. Besonders die Familiengeheimnisse- und der Gruppenzwang verleihen der Story eine extra Portion Spannung. Schritt für Schritt werden wir der Wahrheit näher gebracht. Diese ist so anders, als ich erwartet hätte. Im Nachwort erzählt die Autorin, wie sie auf die Idee der Geschichte gekommen ist. Ich fand ihre Worte sehr emotional. Ich denke, auch die Autorin wollte mit dieser Geschichte ein Erlebnis verarbeiten. Mein Lieblingszitat: >>Seine Seele sei von fern gekommen, sagt sie, um ihre Seele zu berühren.<< (Seite 305) Um welche Seelen es sich handelt, müsst Ihr selber herausfinden! Mich hat diese emotionale Handlung sehr berührt. Trotz Gewalttätigkeit ist noch sehr viel Platz für Liebe .... Danke Katherine Pancol

Ein Roman der tief berührt!

Von: die Selbermacherin Datum: 16. June 2016

Uff was ein Buch! Ich hatte ein nettes Buch zum schmökern und lachen erwartet... Das hat sich nicht erfüllt! Aber was habe ich dafür bekommen? Ich habe einen wirklich wahnsinnig aufwühlenden, liebevoll geschriebenen, tiefgehenden, manchmal brutal ehrlichen Roman mit echter Sogwirkung gelesen. Ja, es geht um starke Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen, aber es geht in diesem Band auch wirklich zur Sache. Eine der Muchachas (Stella) lebt mit ihrem Sohn auf einem Bauernhof in ständiger Angst - geflohen vor der Gewalt in ihrem Elternhaus. Katherine Pancol schafft es in diesem Roman auf der einen Seite schonungslos-offen aber gleichzeitig auch respektvoll (für die Frauen) von Gewalt gegen Frauen und in der Ehe zu schreiben. Dieses Buch hat mich oft zum Weinen gebracht, aber ich konnte mich trotzdem nicht losreißen! Ich wollte/konnte Stella einfach nicht alleine lassen! So gefangen war/bin ich in der Geschichte. Immer wieder musste ich ganz bewußt das Buch aus der Hand legen um mich wieder zu sammeln... Natürlich geht es auch noch um andere Frauen. Da gibt es noch Hortense, die in der Modewelt New Yorks Fuß fassen will, Calypso eine begnadete Geigerin und die erfolgreiche Schriftstellerin Joséphine. Diese Figuren verblassten bei diesem Band für mich aber etwas neben Stella. Ihre Geschichte hat mich am meisten berührt und beschäftigt... auch weit nach dem lesen... Wenn man sich die Statistiken so ansieht, erleiden mehr Frauen diese Schicksal als man denkt. Diesen Frauen hat Katherine Pancol dieses Buch auch im Nachwort gewidmet. Ich werde definitiv die anderen Teile der Trilogie lesen, da wie ich schon sagte, mir die Frauen extrem ans Herz gewachsen sind.

Die Autorin besitzt die Gabe, das Leben in ein Märchen zu verwandeln. Und das leben fängt jetzt erst an... Ein Märchen beginnt!

Von: Floh Datum: 10. June 2016

Dass ich gar nicht so die Romanleserin bin, trifft wohl gar nicht mehr pauschal wirklich auf mich und meinem Lesegeschmack zu. Sehr viele schöne und sehr emotionale Bücher sind mir in den letzten Wochen in diesem, mir fast noch neuartigen und unbekannten Genre, begegnet. So empfinde ich auch die Muchachas-Trilogie als wahren Glücksgriff. Mit dem ersten Band „Muchachas – Tanz in den Tag“ ebnet die französische Autorin Katherine Pancol den Weg zu ihrer herzerwärmenden, gefühlvollen und mit dezentem Humor versehenen Trilogie unterschiedlicher Frauen und ihrer Schicksale, die langsam aufeinander zulaufen und berührende, hoffnungsvolle, bemerkenswerte und wunderschöne Lesemomente bescheren. „Muchchachas – Tanz in den Tag“ ist ein Buch, ein Auftakt, mit Ecken und Kanten. Wohl gerade deshalb kann dieser Diamant der Romanwelt und Frauenromane so schön schillern und leuchten. Wie die Charaktere und Protagonisten im Buch, die geschliffen werden und sehr viel Glanz zu bieten haben und brillieren… Ein Buch, dass auf eine ganz besondere Weise glücklich gestimmt. Eine perfekt abgestimmte und wohl dosierte Mischung aus Hoffnung, Angst, Leid, Stärke, Mut und Schicksal. Vereint zu einem bezaubernden Roman, der die Leser mit besonderen Frauen auf die Reise ihrer unterschiedlichen Leben mitnimmt, … aber auch seine Stolpersteine besitzt. Erschienen im carl´s books Verlag (http://www.randomhouse.de/Verlag/carl's-books/65000.rhd) Inhalt / Die Beschreibung: "In ihrer neuen Trilogie schreibt Katherine Pancol auf ihre unverwechselbare Weise über ein Kaleidoskop von Frauen, die kaum unterschiedlicher sein können, eines aber vereint: Was auch immer geschieht, sie lassen sich nicht unterkriegen. Da ist zum Beispiel Stella. Sie lebt mit ihrem kleinen Sohn auf einem Bauernhof im Burgund und arbeitet auf dem Schrottplatz; oder Hortense, die ihr Glück in der Modewelt von New York sucht. Oder die von quälenden Selbstzweifeln heimgesuchte Erfolgsautorin Joséphine und schließlich Calypso, eine begnadete kubanische Geigerin, die auf dem Konservatorium Hortenses Freund Gary gefährlich nah kommt. Jede dieser »Muchachas«, wie »junge Frau« auf Spanisch heißt, hat ihre ganz eigene Geschichte und dennoch kreuzen sich ihre Wege immer wieder, und es entsteht ein dichtes Romangeflecht, dessen Sogwirkung sich keine Leserin entziehen kann." „Sie muss ein Stück zu Fuß gehen. In ihrer Brust hat sich zu viel Glück gesammelt, als dass sie sich in den Bus setzen könnte. Sie wird die Madison Avenue hinunterspazieren, jenes lange Lichterband, wo Luxus funkelt, und ihren Bus später nehmen.“ (Calypso) Seite 38 Handlung / Thema: Das Buch nimmt eine ganz überraschende Richtung ein und entwickelt sich ganz anders, als der Anfang erwarten lässt. Zunächst lernen wir die Modedesignerin Hortense Cortes mit ihrem komponierenden Partner Gary Ward kennen. Beide sind erfolgshungrig und auf der Suche nach der richtigen Inspiration. Gray sucht die Notenabfolgen und Hortense die idealen Schnitte und Stoffe um den weiblichen Körper mit ihrer Mode glänzen zu lassen. Sie besitzen eine große Wohnung im Herzen New Yorks. Hortense arbeitet hart, doch der Erfolg stellt sich nicht ein. Ist vielleicht Gary Schuld, der ihr kaum zuhört und sich nur für seine Musik interessiert? Liegt es an New York? Ist es nicht der Nabel der Modewelt? Oder liegt es an ihrem Vertrag mit Frank? Gary geht ihr immer mehr aus dem Weg, an einem nasskalten Tag lässt er Hortense sogar einfach stehen, hüpft in ein Taxi und fährt davon. In sein Lieblingscafé. Dort trifft er die zarte, mausgesichtige Violinistin Calypso. Irgendetwas fasziniert ihn an ihr… Dann lernen wir noch Josephine und Phillippe kennen, auch diese beiden führen eine sonderbare Beziehung. Josephine fühlt sich in der Gegenwart von Phillippe immer unsichtbar, hässlich und minderwertig. Warum nur liebt dieser erfolgreiche, einflussreiche und starke Mann genau sie, die graue, unscheinbare, schlecht gekleidete und eifersüchtige Josephine? Das einzige, was sie bestärkt ist das Schreiben. Das Schreiben von Romanen. Das Hauptaugenmerk des ersten Bands von Muchachas zeigt uns jedoch das bewegte und schicksalhafte Leben von Stella und ihrer unterdrückten Mutter Léonie. Stella ist das Kind der Ehe vom heldenhaften und überall angesehenen Ray und Léonie. Doch Ray ist nicht der nach außen hin heldenhafte Mann. Ray ist ein Monster, er schlägt seine Frau Leonie windelweich, er missbraucht seine Tochter Stella und beeinflusst das ganze Dorf mit seiner Macht… Die Auswirkungen dieser Drangsalierungen werden hier geschildert und ein ungeahntes Bild mit ungeahnten und überraschenden Konstellationen zeigt sich hier. Mehr möchte ich jedoch noch nicht verraten, doch es zeichnet sich ab, dass sich die Wege dieser und weiterer Protagonisten kreuzen werden…. „Nachts habe ich Albträume, ich bin ein Stuhl in einem großen Konzertsaal zwischen Hunderten anderer Stühle. Und nichts, hörst du, nichts unterscheidet mich von den anderen Stühlen. Und dann setzt sich plötzlich ein dicker Hintern auf mich, und ich wache schreiend auf.“ (Hortense)… „Du wirst niemals ein Stuhl sein, Hortense.“ (Gary). Seite 36 Schreibstil: In den Medien und in der Presse wurde die mir bisher noch unbekannte Autorin Katherine Pancol hoch gelobt. Ihre Trilogie erzeugte Presserummel und Aufmerksamkeit. Ihr Schreibstil ist auch wirklich wunderbar, Katherine Pancol versteht es mit Poesie und sogleich Witz zu spielen. Sie malt mit Worten Bilder, sie holt die Kulissen vor die Augen der Leser, sie verliebt sich in details und Ausformungen. Katherine Pancol hat sich bereits einen Rang in der Frauenromanwelt gesichert. Ich kenne bisher noch keine Bücher oder Romane dieser Autoren und kann daher keine Vergleiche ziehen. Gerne erwähne ich an dieser Stelle, dass ich in der Regel gar keine Romanleserin bin und eher zu Krimi und Thriller tendiere. Doch in diesem Frühjahr und Sommer scheint sich mein Lesegeschmack gewandelt zu haben. Nachdem ich zu diesem Buch die Lobeshymnen und auch die schöne Leseprobe genossen habe, die wunderschönen Cover gesehen und gefühlt habe, wollte ich diese vielversprechenden Bände einfach unbedingt kennenlernen. Ich bereue nichts. Ein Glücksgriff. Es hat sich definitiv gelohnt, denn ohne diesen besonderen Schreibstil der Autorin, wäre dieser Roman keine so bewegende Geschichte geworden. Die Autorin schreibt sehr nah und dennoch routiniert und nimmt den Leser vorwiegend in der ersten Buchhälfte mit auf ein erstes Kenneklernen, um sich später im Verlauf fokussiert dem Schicksal und der Lebensgeschichte von Stella und ihrer Mutter Léonie zu widmen. Spannendes, emotionale, bewegende, schockierende, unglaubliche, herzerwärmende, hoffnungsvolle, beängstigende, mutige und tragische Passagen und Ereignisse. Katherine Pancol erzeugt starke Gefühle. Sie rührt zu Tränen, schenkt ein Lächeln und spielt mit Fassungslosigkeit und Wut. Katherine Pancol findet wunderbare Worte, beschwört Emotionen herauf, behandelt eine sehr dramatische Thematik, die leider viel zu oft in unserer Gesellschaft und in den Familien hinter Schloss und Riegel passieren. Die Worte der Autorin berühren trotz allem Leid jedoch auch das Herz, muntern auf, sorgen für Schmunzler und Glück. Sie lässt all ihre Sensibilität und Sentimentalität in Worte und Bilder schwingen, durch ihre enorm gezeichneten Charaktere wirken und wahr werden. Katherine Pancol klärt über die familiären Probleme und Ängste einer von Gewalt, Schweigen und Zorn geprägten Ehe und Kindheit auf, sie verweist auf die Schwierigkeit einer solchen plötzlichen Wendung im Leben, glänzt mit hoffnungsvollen Worten und Passagen, spielt mit dem Schicksal, der Hoffnung und Mut. Autorin Katherine Pancol nutzt einen überraschenden Aufbau für ihre Trilogie, die mit dem Auftakt noch völlig offen bleibt. Band 1 findet zu keinem Abschluss, man muss und will also weiterlesen. Durch einen gekonnten Schachzug und schriftstellerisches Talent laufen die Handlungsstränge noch parallel, lassen aber erkennen, das in den Folgebänden diese sich aufeinander zu bewegen werden. Ganz gleich, diese gefühlvollen Worte der Autorin erzeugen Bilder, bieten größte Emotionsvielfalt, berührendes und großartiges Kopfkino. Katherine Pancol teilt viele Hintergrundinformationen und fundiertes Wissen mit, erzeugt starke Gefühle, Entsetzen, Ungläubigkeit und Hoffnung. Der Leser befindet sich durch das schriftstellerische Geschick und dem enormen Herzblut der Autorin in einem Sog der Gefühle und wird mitten in die Welt der großen Romangefühle katapultiert. Leider, gerade durch die emotionale Dramaturgie und Zusammenwirken der Zufälle, wirkt dieser Roman stellenweise überladen oder gar aufgesetzt, um in anderen Passagen wieder ganz weich und sanft zu erscheinen. Die Autorin hat eine wundervolle Gratwanderung aus bitterer Realität und hoffnungsvollen Gedanken erschaffen, die die Leser ganz nahe an das Buch bindet und sie mitnimmt. „Sie war oft traurig, melancholisch. Verwundert darüber, einen solchen Sohn zur Welt gebracht zu haben. André war eine Sonne, er spendete Leben und Fröhlichkeit. Ein wahrer Zauberer. Er besaß die Gabe, das Leben in ein Märchen zu verwandeln.“ (Léonie) Seite 70 Charaktere: Die Charaktere sind hier von ganz besonderer und gegensätzlicher Natur, genau wie die packenden Hürden und Schicksale, die sie erleben und durchlaufen. Das Kernstück eines jeden Romans. Wenn man sich mit den Charakteren anfreunden kann, sie intensiv erleben und begleiten kann, dann ist ein Roman gelungen und sorgt für wunderbare Leseerlebnisse. Dass gelingt mit bei Stella und Léonie besonders gut. Ich habe sehr mit ihnen gelitten, geweint, gehofft, gezittert und geliebt, nein ich leide, weine, hoffe, zittere und liebe immer noch mit ihnen, denn die Geschichte ist noch nicht vorbei. Mit der Einführung von Hortense und Gary und später Calypso, sowie Josephine und Phillippe konnte ich mich noch nicht anfreunden, daher war ich in den ersten knapp 150 Seiten vom Roman auch etwas enttäuscht. Aber mit Stella und Léonie wendet sich das Blatt und der Roman, nein, besser die Protagonistinnen haben mich gefangen genommen. Wir begegnen hier sehr toll formulierten Protagonisten, die unterschiedlicher und dennoch gleicher nicht sein könnten. Es sind die geprägten Charaktere, aus Familie, Freunde, Liebsten und Nebenbuhler oder gar Neider. Jeder mit seiner eigenen und persönlichen Art, die Dinge und Momente zu meistern. Stellas Familie polarisiert durch Sympathie, durch eine lange Familiengeschichte, durch Schicksal und der Unterdrückung und Qualen eines gewalttätigen Mannes und einem Dorf dass zum Schweigen gebracht wurde. Stella ist sehr aufopfernd, kümmert sich rührend um ihre Mutter, den Bauernhof, arbeitet hart auf dem Schrottplatz und wacht liebevoll über ihren Sohn Tom, wartet auf ihren Partner Adrian und meistert ihr schweres Leben bemerkenswert. Wann bricht sie zusammen? „Auch wenn ich zu schwach war, um ihn abzuwehren. Mit meinem Körper konnte er machen, was er wollte, aber ich verbarrikadierte mich in meinem Kopf, damit er da nicht reinkam. Seit meinem fünfzehnten Geburtstag wollte ich jeden Tag sterben. … Ich konnte nicht sterben, denn das hätte bedeutet, sie im Stich zu lassen.“ (Stella) Seite 169/170 Autorin Katherine Pancol bringt besondere Charaktere aus Haupt- und Nebenrollen ins Geschehen und spielt mit ganz scharfen Charakterzügen, die diesen Roman prägen werden. Für Humor und Ruheoasen im Buch sorgen neben all der Turbulenzen auch ruhigere Momente aus Liebe, Zusammenhalt und Mitgefühl,, welches durch Familie und Freunde gemischt wird. Einen ganz hervorzuhebenden Part nimmt der Edmond Courtois, aber auch seine Tochter und Stellas Freundin Julie, sowie Zuson und Georges, Adrian oder Schwester Amina… in diesem Roman ein, denn dieser „Wegkreuzer“ wird Stellas gesamtes Leben und Weltbild verändern. Auch für die Leser ist Adrian eine gelungene Würze, denn die Thematik ist schwer genug und die erfrischenden Dialoge streicheln auch das Herz des Lesers. Und natürlich Stella – Dreh- und Angelpunkt dieser anrührenden und dennoch hoffnungsvollen Geschichte des ersten Bandes. Stella, die als Sinnbild einer hart arbeitend, flüchtenden und ängstlichen Frau. Geschunden, gepeinigt, ihrer Weiblichkeit durch Vater Ray Valenti geraubt. Eine vom Schicksal Betroffene, die mit ihrem Schicksal und der Ausweglosigkeit und der Angst um ihrer gebrochenen Mutter Leonie, die als Fußabtreter und Dienstmädchen im Hause Valenti von Ray und Fernande Prügel und Demütigungen kassiert. Man spürt in jeder Zeile, wie sehr Stella kämpft tapfer zu sein, doch auch sie als Mutter darf und kann sich manchmal einfach nur schwach zeigen und den Dingen ihren Lauf lassen. Die Geschichte handelt von Zusammenhalt, Freundschaft, Liebe, Neid, Gewalt und das große persönliche Glück. Dieses Wirken wird durch die Autorin stimmig und authentisch auf die Charaktere übertragen und ein Roman der Gefühlswelt entsteht. „Nachts bedrohte er sie mit seiner rot glühenden Zigarette und verbrannte die Haut an ihrem Bauch. Oder an ihrem Kreuz. Oder zwischen ihren Pobacken. Das gab braune Flecken, ein Sternbild aus kleinen toten Sternen.“ (Stella) Seite 183 Meinung: "Muchachas – Tanz in den Tag“. Dieser Titel deutet ja bereits darauf hin, dass es um besondere Frauen gehen wird, den Muchachas. Tanzen verheißt Glück, und auch das ist hier beim Lesen trotz aller Schwere spürbar. Das Buch ist voller Hoffnung und schöner Worte. So gestaltet sich auch der Aufbau vom Roman. Katherine Pancol lässt uns Leser durch die Seiten Tanzen, sie beschert nicht das allergrößte Leseglück, sondern eher ein mittelgroßes Superglück, diesen Roman gefunden zu haben und ihn zum Abschluss bringen zu wollen. Glücklicherweise sind alle drei Bände inzwischen erschienen, sodass man nahtlos fortsetzen kann. Der Roman zeigt sich in seinen ersten rund 150 Seiten eher schwach und ich fühlte mich schon enttäuscht, da ich keinen Zugang zum geschehen fand. Hortense und Gary lagen mir gar nicht und den Blick zu Calypse konnte ich noch gar nicht zuordnen, auch Josephine und Phillippe tauchten für mich zunächst sinnlos im geschehen und im Wechsel der Perspektiven auf. Doch nach und nach lässt sich erkennen, dass dieser Einstieg sowohl eine Rolle spielen wird. Es ist das Fundament für die Trilogie. Mit Stellas und Leonies Geschichte hat mich der Roman, und die Autorin, für sich gewonnen. Sehr wunderbar. Absolut stark und unschlagbar facettenreich. Ein Leseglück der Extraklasse. Im späteren Verlauf bleibt diese Euphorie erhalten, bis zur letzten Zeile und da bin ich traurig, dass das Ende absolut offen bleibt. Dennoch habe ich von Anfang bis Ende mit den Figuren und Persönlichkeiten im Buche gelitten, gehofft, geschmunzelt und gelacht. In dieser Geschichte dreht sich die Thematik um eine plötzliche Wendung im Leben, eine lähmende und gefährliche Ehe mit einem brutalen Mann, eine Familiengeschichte, ein Schicksal über Generationen hinweg. Und alle wussten und wissen Bescheid. Es wurde Zorn in der Kindheit und Jugend von Ray Valenti gesät, es wird Gewalt und Hass geerntet. Schlimm. Ist auch nur Ray ein armes Opfer seiner Kindheit?... Darf man sich bei seiner Brutalität diese Frage überhaupt stellen? Warum macht sich Edmond diese nagenden Vorwürfe? Stella hat bei ihm alte Wunden mit Salz bedeckt. Schicksalsschläge, Schuld, Hilflosigkeit, der aber auch unerwarteter Weise ganz großes Glück mit sich bringt. Doch dies ist nicht einzig das, was dieses Buch zu diesem bewegenden Lesehighlight macht. Es sind die schönen Worte, die liebevollen Momente, die große Hoffnung nie aufgeben zu wollen. Ein Wechsel aus Vergangenheit, Lebenssinn, Freude und Rückblick, dann der Umgang mit dem Wissen, in seinem Körper gefangen zu sein, einen lieben Menschen so zu sehen, das Warten, die enormen Kräfte und unglaublichen Stärken, aber auch die Menschen, die sich wegdrehen, abwenden und einen allein lassen. Dieses Buch ist nicht nur einfach ein wunderbarer Roman, nein, dieses Buch ist eine große Reise, eine sagenhafte Metapher, ein Ritt zwischen den Emotionen und ein Lesevergnügen für jeden Romanliebhaber, Betroffenen oder neugierigen Leser. Die erzeugten Bilder und Gedanken hallen lange nach und ich bin sehr bewegt und zufrieden, auch wenn die erste Hälfte des ersten Bandes für mich störende Mankos aufweist. In der zweiten Hälfte stieg meine Begeisterung und meine anfängliche Enttäuschung verpuffte und wandelte sich in Euphorie Es hat mir leider nicht gefallen, wie arg die Autorin vom Beginn der Geschichte abweicht, einen anderen faden aufnimmt und diesen in den Kern des ersten Bands stellt. Das ist verwirrend und unsortiert. Der Plot hat wirklich hohes Potenzial, um daraus eine richtig gute, emotionale, rührende Lebensgeschichte aller einzelnen Charaktere zu machen, ich bin gespannt, was da noch folgen wird. Ein Buch, was mich spät, aber herzlich gefangen genommen hat. Ein Buch für Herz und Seele. Die Beziehung zwischen Tochter Stella und Maman Léonie nimmt einen ganz intensiven Part ein und regt zum Nachdenken an. Hat Leonie wirklich machtlos zugesehen, wie Ray sich an Stella vergeht? Ist er gar nicht ihr Vater? Hat Leonie ihre Liebesgeschichte zu Luciene allem vorn angestellt? War Leonie zu egoistisch? Oder einfach nur zu schwach zum Kämpfen? Für ihre Tochter?... Ja, das hat mich sehr bewegt und ich denke noch viel über den Schlussteil des ersten Bandes nach. Was wird sich mit der Rückkehr von Freundin Violette ändern? Warum hat Ray sie abgeholt? Warum ist Julie das Buch von Josephine so wichtig? Wegen der Danksagung?.... Ich habe jede Zeile wahrhaft durchlebt und kann die Lobeshymnen und die Begeisterung der vielen Leser teilen. Mich hat die Autorin für ihre Trilogie gewonnen und auch die Danksagung der Autorin habe ich aufmerksam gelesen, so wie es das Buch indirekt in den letzten Seiten rät. Man erfährt viel über das Buch und die Beweggründe. Persönliche Kritikpunkte: Das Buch ist wunderschön und ein Glücksgriff für Herz und Seele, dennoch habe ich einige Punkte, die mir persönlich als Schwächen aufgetaucht sind. Diese möchte ich hier kurz nennen, um meinen Sternabzug zu begründen. • Der Aufbau des Handlungsablaufs ist nicht gut zu erfassen, die Chronologie, der rote Faden, die Zeitebenen aus Rückblenden; Gedanken und Erinnerungen, lassen sich nur schwer einordnen und sortieren • Der Roman beginnt mit der Geschichte von der engagierten und nach Erfolg dürstenden Hortense mit ihrem Partner Gary, dann wird kurz das Intermezzo von Josephine und Phillippe angeritzt und ein Blick auf die zarte und unsichtbare Violinistin Calypso gerichtet, ehe diese Protagonisten erst einmal gar nicht weiter thematisiert und begleitet werden (das Fundament für die folgenden Bände dieser Trilogie? Ich nehme es stark an…) • Sehr viele französische Namen, wo sich kaum erkennen lässt ob Mann oder Frau, erschweren die Zuordnung und die verworrenen Konstellationen der Familienclans und Sippen (Bsp: Jules, Julie, Fernande, Phillippe, Leonie, Luciene, Violette, Stella, Gerorges, Zuson, Raymond, Edmond, Solange, Valerie, Andre, Adrian, Turquet, du Duré, Boubou, Houcine, Jerome, Armina, Gerson…) um nur einige der vielen Rollen und Nebenrollen zu nennen. Dazu gesellen sich dann noch Familiennamen und Kosenamen… Puuuh, schwer hier den Überblick zu behalten. • Französische Schauplätze und Kulissen, sowie französische Romane generell, locken mich eher selten. Auch hier gehe ich in der Landschaft, Kultur und Lebensart nicht ganz auf. Zwar bewegen wir uns auch in New York und London, aber Stellas und Leonies Geschichte spielen in Burgund. Maman, als Bezeichnung für Mutter oder Mama… die veilen Französischen Lieder und Zitate… nicht ganz mein Fall. • Manche Erzählungen und Aneinanderreihungen wirken sehr schwebend und aus dem Zusammenhang gerissen. Ja, es fiel mir oft schwer den Faden zu behalten und den Überblick zu wahren. • Einige Passagen sind sehr blumig und naiv geschrieben, hier werden Wortmalereien und Bilder erzeugt, die etwas aufgesetzt und gar schmalzig wirken. Hier wirken die Träume, Gefühle und Emotionen manchmal nicht wirklich real und nacherlebbar. Stella muss sich um ihre alte und geschundene Mutter kümmern, die oft wie ein Kleinkind in sich zusammenfällt. Tragisch, aber nicht immer (zwar meistens) optimal mit Gefühl und Ehrlichkeit versehen. • Das Buch war eine Überraschung für mich, eine Achterbahnfahrt, wo ich nicht erkennen konnte, wohin es mich bringen und leiten wird. Das Buch nimmt eine ganz andere Richtung ein, als die ersten Seiten, die ich weniger gut fand, andeuten. Das Weiterlesen lohnte sich hier für mich ganz besonders. Doch verstehe ich den Einstieg in den Roman dann nicht ganz. Das wird sich wohl erst mit den folgenden Bänden erklären, denke ich. • Der Cliffhanger ist wirklich gemein für den Leser. Ich bin froh, den Folgeband schon zu haben und gleich weiterlesen zu können… Denn „Muchachas – Tanz in den Tag“ ist lange noch nicht beendet. Es fängt gerade erst an. Viele Wendungen und Ereignisse am Schluss. Die Autorin: „Katherine Pancol wurde 1954 in Casablanca geboren und lebt seit ihrem fünften Lebensjahr in Frankreich. Nach ihrem Literaturstudium arbeitete sie als Lehrerin, Journalistin und Autorin. Ihr beispielloser Aufstieg zum „Phänomen Pancol“ begann 2006 mit dem Erscheinen des ersten Bandes der Joséphine-Trilogie "Die gelben Augen der Krokodile", der auch erfolgreich verfilmt worden ist. Auch ihre neue Trilogie "Muchachas" stürmte die Bestsellerlisten in Frankreich. Katherine Pancol lebt in Paris.“ Pressestimme: "„Bedingungslos weiblich.“ (Quelle: Verlagshomepage; Zitat: DB mobil)" Cover: Das Cover ist wirklich ein Eyecatcher und hat meine Blicke direkt angezogen. Durch dieses Cover wurde ich erst auf dieses Buch aufmerksam. Es passt zum Inhalt und zum Leben der Charaktere. Das Buch ist sehr bunt, edel und hochwertig verarbeitet. Einfach stimmig. Alle drei Bücher der Trilogie zeigen die gleiche Machart, sie sehen im Bücherregal aneinandergestellt einfach toll aus. Das Cover lässt sich erfühlen und wirkt auf mich richtig schön. Leider sieht der Buchrücken nach dem Lesen etwas gewölbt aus, hier erkennt man Leserillen. Aber macht nichts, es ist wie mit den Falten beim Menschen, sie erzählen eine Geschichte… Fazit: Dieser Auftakt ist überraschend, da das Buch eine ganz andere Richtung einnimmt, die man in den ersten 150 Seiten gar nicht erwartet hätte. Den Verlauf, den dieser erste Band nimmt, möchte ich sehr loben. Ein wundervolles Buch voller verzückender Worte und schicksalhafter Momente, die einem ans Herz gehen. Man sollte sich den Titel zum Lebensmotto machen: Tanz in den Tag! 4 Sterne gebe ich dem tollen Auftakt zur Trilogie.

Überraschend und berührend ...

Von: Sharon Baker Datum: 07. June 2016

Hortense lebt mit ihren Freund Gary in New York, er ist Musiker und sucht nach den richtigen Noten und sie möchte in der Modewelt Fuß fassen, aber hat auch große Existenzängste. Natürlich reden sie öfters aneinander vorbei und es knallt auch schon mal an ungewöhnlichen Schauplätzen. Anders geht es Joséphine, sie zieht für ihre Liebe nach London, hat den Plan aber ohne ihre Tochter gemacht, diese will zurück zu ihrem Freund nach Paris. Und da die Kinder nur Dummheiten in Kopf haben, heißt es für Josephine, die Liebe zur Tochter oder die Liebe zum Mann. Die Letzte im Bunde ist Stella, sie lebt mit ihrem Sohn auf einen kleinen Bauernhof, irgendwo in einer kleinen Stadt in Frankreich und kämpft sich durchs Leben. Dabei hat sie immer Angst, denn ihre Kindheit war nicht besonders schön und ihr Vater regiert immer noch die Stadt und streckt seine Finger nach ihr aus. Was haben alle diese Geschichten gemeinsam? Wo berühren sie sich? Und kann jede ihr Glück finden? Ich wußte gar nicht so genau, was ich mir von dem Buch erhoffte oder dachte, was da auf mich zukommt, aber wenn ich es von einer Buchhändlerin im Gespräch empfohlen bekomme, werde ich neugierig. So war ich gespannt und mit klitzekleiner Erwartung an die Geschichte dran gegangen und wurde total in ihren Bann gezogen. Zu erst fand ich allein den Titel witzig, eine Französin, die ihren Roman Muchachas nennt, weil es der Ausdruck für junge Frauen bedeutet, fand ich schon erstaunlich, aber Mademoiselle klingt noch lange nicht so spritzig und lebensfroh, also schlug ich das Buch auf und war in New York gelandet. Das erste Pärchen lebt also in der großen Stadt und jeder hat so mit sich selbst zu tun, es wunderte mich, dass sie überhaupt ein Paar sind, aber es muss da was geben. Unser Augenmerk wird auf Hortense gelegt und wir erleben in ihren Kopf ein wahres Chaos aus Ängsten und Sorgen. Sie möchte ganz groß als Designerin rauskommen, sieht umwerfend aus und prallt doch oft, an der oberflächlichen Welt ab, aber sie weiß was sie will und bedient sich da einiger Tricks. Dann kommt Josephine, eine Autorin, die in Paris lebt und einen Freund in London hat, ihre große Liebe, aber sie kann diese nicht so leben, wie sie es gerne möchte. An ihr nagen zum einen Zweifel, ob sie die Richtige für ihn ist, da Josephine so anders ist, als seine erste Frau. Sie macht sich oft kleiner und grauer als sie ist, ihr Selbstbewusstsein ist klein und so stellt sie sich oft selbst ein Bein. Das andere ist, sie ist auch Mutter und ihre Tochter, sieht es ja gar nicht ein, warum ihre Mutter ihr Glück leben darf und sie nicht, immerhin musste sie ihren Freund in Paris zurücklassen. Und die Dritte im Bunde ist Stella, eine absolute Kämpferin, hier verweilt die Geschichte am längsten und lässt uns in das dramatische Leben einer jungen Frau blicken, deren Existenz von Angst und Gewalt geprägt wird. Hier ist der eigentliche Hauptstrang der Geschichte und die Autorin nimmt sich einem Thema an, was einem kalt den Rücken runter laufen lässt. Gewalt in der Ehe, Gewalt an seinem Kind und die Macht mit dem Menschen zu machen, was man will. Eigentlich rollt sie hier ein Tabuthema auf und beschreibt diesen Teufelskreis einer Mutter und ihrer Tochter. Im ersten Moment war ich echt geschockt, aber dann dachte ich, dieses Thema darf einfach nicht mehr im Dunkeln gehalten werden und ich finde es mutig, dazu ein Buch zuschreiben. Bei dem Titel denkt man an eine leichte nette Lektüre für schöne Stunden und bekommt dann so eine Wendung. Ich war gefangen in dieser Geschichte und in der Art, wie die Autorin uns dort heranführt. Ganz sorgsam und gefühlvoll erzählt sie uns von ihren Frauen, lässt uns an jedem Schicksal teilhaben und zeigt uns, wie schnell sich ein Leben in die falsche Richtung entwickeln kann. Mir hat der unglaublich gute Erzählstil dieser Autorin gefallen, ihre Worte fesseln einen und lassen einen erst wieder los, wenn die letzte Seite gelesen ist. Ich möchte unglaublich gern weiter lesen, denn diese Frauen verbindet etwas, was sich nur ganz langsam herausbildet und einem mega neugierig zurück lässt.

Ein schönes Äußeres verbirgt tiefen Schmerz, toller Auftakt.

Von: Svenja Datum: 27. April 2016

Hortense möchte in New York richtig durchstarten und strebt eine Karriere in der Modebranche an, ihre Mutter Josephine pendelt zwischen Paris, ihrer Heimat und der Ort an dem ihre jüngste Tochter Zoé gerade ihre erste Liebe erlebt und London, der Ort an dem Josephines Liebe lebt, hin und her. Geplagt von Zweifeln ob sie ihrer Beziehung gerecht werden kann und der Frage ob Philippe sie auch wirklich liebt. Und dann ist da noch Leonie die ihr Leben mit einem Tyrannen verbringt und ihrer Tochter Stella, die nur eines im Sinn hat ihren eigenen Sohn vor diesem Tyrannen zu beschützen.. Ganz unterschiedliche Schicksale erleben die Muchachas unabhängig von einander und doch kreuzen sich ihre Wege auf ganz verschiedene Art und Weisen. Gestaltung: Das Cover selbst mag ich sehr gern, es wirkt einfach lebensfroh und auch leicht, ich denke, dass es bei vielen aber wahrscheinlich völlig falsche Erwartungen weckt, was ein bisschen schade ist. Den Titel mag ich persönlich nicht, mir fehlt das außergewöhnliche wie bei der letzten Reihe der Autorin, "Die gelben Augen der Krokodile" z.B.hat mich wahnsinnig neugierig gemacht und fasziniert. Muchachas mag zwar von der Bedeutung sehr zutreffend sein, wirkt aber auf mich langweilig. Meinung: Katherine Pancol war für mich kein unbekannter Autorenname, im Gegenteil mit ihrer letzten Reihe rund um Josephine und ihrem Familien-Wahnsinn hat sie mich wirklich begeistern können, von daher hab ich mich natürlich unheimlich gefreut, dass nun eine neue Reihe von ihr erschienen ist. Besonders gefreut hab ich mich als ich bekannte Namen im Klappentext las, es hat mich sehr glücklich gemacht, dass ich alte vertraute wieder treffen kann, vor allem weil sie mir alle sehr ans Herz gewachsen sind und so lebendig für mich waren. In diesem Buch gibt es dann auch einige Anspielungen auf das was in Pancols erster Reihe geschehen ist und auch wenn man kein direktes Wissen darüber braucht, um sich der Handlung in Muchachas hinzugeben, so können einige der genannten Details sicherlich für Verwirrung sorgen. Zum Beispiel der Hinweis auf einen kleinen Jungen der in Hortenses Gedanken eindringen kann. Für mich war all das kein Problem weil ich weiß was es damit auf sich hat, aber wenn man das nicht weiß stell ich mir das eher verwirrend vor, gerade weil es etwas so unreales ist. Das soll für mich kein abraten von der Reihe sein, wenn man keine Vorkenntnisse hat, sondern nur ein kleiner Hinweis. Das wesentliche ist nämlich alles klar und verständlich, da die Protagonisten vor ganz neuen Herausforderungen stehen und neue Erlebnisse und Erfahrungen sammeln. Im Vordergrund stehen in diesem Buch aber sowieso eher die neuen Protagonisten denen Katherine Pancol ebenfalls viel Leben, Geschichte und Persönlichkeit einhaucht. Keine der Protagonistinnen ist gewöhnlich von daher sind auch sie mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Generell hätte ich mir ein bisschen mehr Umfang für die Bücher gewünscht, da jede eine sehr große Geschichte in sich trägt und damit möchte ich nicht sagen, dass sie diesen nicht gerecht werden kann, denn Katherine Pancol schafft es durchaus aus viele Details und Informationen auf wenig Seiten unterzubringen, aber ich wollte einfach mehr. Denn gerade die Schicksale von Stella und Leonie haben mich gefesselt und berührt, diese beiden Protagonistinnen müssen großes Leid erfahren und jede von ihnen geht ganz anders damit um, das hat mich fasziniert aber auch wütend gemacht, weil hier wirklich schreckliches passiert und man das rein vom Äußeren des Buches gar nicht erwarten mag, umso mehr hat mich das ganz schockiert. Es war also anders als ich es erwartet habe, aber das ist für mich kein Minuspunkt und im Nachwort erklärt die Autorin auch warum sie einen solchen Handlungsstrang mit in Buch hat einfließen lassen. Die Handlung, die Hintergründe für das Schicksal von Leonie und Stella ist wirklich sehr komplex ausgearbeitet, es spielt sogar auf verschiedenen Zeitachsen, was mir sehr gut gefallen hat, auch wenn ich anfänglich ein paar Schwierigkeiten damit hatte mich auf den ständigen Wechsel einzustellen, da sie eher fließen sind und für mich nicht ausreichend gekennzeichnet waren. Zudem durfte ich auch ein paar überraschende Entwicklungen erleben, die ich mir nicht erdenken konnte, was ebenfalls für Atemlosigkeit sorgen konnte, generell sind hier noch einiges an Fragezeichen offen geblieben, aber da der 2. Teil ja bereits erschienen ist und der 3. Teil auch nicht mehr lange auf sich warten lässt, stört das absolut nicht. Auch wenn mich die Geschichte von Stella und Leonie sehr gefesselt hat, fand ich es trotzallem schade, dass der Teil von Josephine und den anderen hier eher kurz ausfiel, dem Klappentext des zweiten Buches nach zu urteilen wird sich das dort aber ändern und eine weitere neue Protagonistin Calypso rückt in den Vordergrund, worauf ich mich sehr freue. Geschickt allerdings fand ich es wie die Autorin Josephine mit in Stellas Leben eingeführt hat, es war eigentlich nur ein kleiner Schachzug, den ich aber als sehr raffiniert empfunden habe. Fazit: Mir hat der Auftakt der Reihe unheimlich gut gefallen, Pancols große Stärke ist es, das Leben ihrer Protagonisten zu erzählen, ihnen eine Stimme zu geben und sie zum Leben zu erwecken. Ich hab wirklich das Gefühl gehabt, neue Freunde zu finden, Freunde die ein schweres Los gezogen haben und die mich tief berührt haben, so dass ich es kaum erwarten kann wieder bei ihnen zu sein.

Interessantes, eigenwilliges und anstrengendes Buch

Von: Federzauber Datum: 14. April 2016

Muchachas- Tanz in den Tag ist der Auftakt einer Reihe, mit ungewöhnlichen und sehr unterschiedlichen Frauen, die versuchen ihr Leben zu meistern und Probleme und Schwierigkeiten versuchen aus dem Weg zu räumen. Wir begegnen Hortense, Josephine und Stella. Ihr Charakter, ihr Leben und das was sie bedrückt. Nach und nach geht es nur noch um Stella, ihre Mutter Leonie und ihr Stiefvater Ray. Beide andere Protagonistinnen Hortense und Josephine, werden so gut wie nicht mehr erwähnt, obwohl bei den Beiden noch vieles offen steht und es dem Leser nicht klar ist warum sie anfangs vorgestellt wurden, wenn sie danach vernachlässigt werden. Ebenso stehen alle drei Frauen eigenständig mit ihrer eigenen Geschichte. Berührungspunkte der Drei zueinander werden nicht geknüpft, nur ganz zum Schluss leicht angedeutet. Der Schreibstil ist sehr eigenwillig, spielt viel mit Metaphern, Adjektiven und Aneinanderreihungen von Verben. Die Wörter sind mit bedacht ausgewählt und gab der Geschichte das Besondere Etwas, Geschwindigkeit und Elan, dass mir Anfangs sehr gut gefiel. Nach und nach verlor die Geschichte an Schwung und trotz toller Sprache und sehr einprägsamen Zitate, wurde es immer Träger, schwerer und anstrengender. Die Kapitel sind extrem lang und ließen die Geschichte auch extrem lang und zäh werden. Mir fiel das Lesen zunehmend schwerer und habe es nur langsam mit vielen Pausen lesen können. Zum Ende hin, nahm die Geschichte wieder glücklicherweise an Fahrt an durch Aufklärungen manch vergangener Geheimnisse und Wendungen, die die Geschichte schon leicht ins Psychothriller gleiten ließen. Spannung wurde in den letzten Seiten immer weiter aufgebauscht, um den Leser, mit einem gemeinen Cliffhanger zu entlassen. Das Buch war für mein Empfinden, ein großes Auf und Ab. Ein toller, sehr eigenwilliger Anfang, ein sehr träger, anstrengender Mittelteil und ein recht spannungsgeladenes, schwungvolles Ende. An sich hat die Geschichte sehr interessante und gute Komponente, die von der Umsetzung, aber sehr holprig und sprunghaft waren. Der Lesefluß war nicht sauber fließend und hat das Lesen sehr angestrengt. Der Leser weiß bis zum Ende dieses Buches nicht, in welche Richtung die Autorin einen führen möchte, wie die Geschichte weiter aufgebaut und fließen wird. Ein doch sehr interessantes und eigenwilliges Buch, dass mich vom Aufbau her doch recht irritiert und angestrengt hat. Note: 3/5

[Rezension] „Muchachas – Tanz in den Tag“ von Katherine Pancol

Von: Lesefeuer Datum: 14. April 2016

„Muchachas – Tanz in den Tag“ ist ein Roman von Katherine Pancol und erschien 2016 im carls books Verlag. Wir lesen über eine handvoll Frauen und was sie in ihrem Leben so erleben. Hortense lebt in New York und versucht sich in der Modewelt einen Namen zu machen. Josephine wird sowohl privat als auch beruflich von Selbstzweifeln gequält. Ihre Tochter, 16, erlebt ihre erste große Liebe. Leonie leidet sehr unter der Gewalttätigkeit ihres Mannes und Stella zieht ihren kleinen Sohn alleine auf einem Bauernhof groß und arbeitet auf dem Schrottplatz. All diese Frauen haben ihre ganz eigene Geschichte. Aber eines verbindet sie: Sie lassen sich nie unterkriegen. Meine Meinung: Ich hatte ehrlicherweise einige Probleme in das Buch einzusteigen. Im Allgemeinen kommen unheimlich viele Charaktere im Buch vor und man muss schauen, dass man die alle irgendwie sortiert bekommt. Im ersten Teil fragte ich mich auch mehrmals, ob das Buch wirklich was für mich sei, aber spätestens ab der Hälfte war ich dann gespannt und gebannt. Der Schreibstil der Autorin ist recht gewöhnungsbedürftig. Man braucht eine kleine Weile um da einzusteigen. Ein Beispiel hierfür ist, dass sie Zeitformen und Personenformen in einem Satz wechselt. Fängt sie im Satz mit der Ich-Form an, hört er nicht wenig mit der dritten Person auf. Auch gibt es öfters kleine Absätze, die ein Rückblick sind von verschiedenen Dingen – dies ist nicht immer gleich sofort zu erkennen. Vor Allem die Geschichte um Leonie hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Ich bin nun tatsächlich sehr gespannt wie es weiter geht mit den Frauen und wie sie alle zueinander verbunden sind. Das Buch hört quasi mitten in der Geschichte auf, also muss man sich bewusst sein, dass man hier wirklich eine Trilogie liest. Ich kann es nun kaum erwarten die zwei weiteren Bücher in meinen Händen zu halten. Das Cover ist toll. Ich habe mich darin sofort verliebt. Diese Blumen und die Schattenmenschen – das gefällt mir ganz toll. Allerdings mag das Cover ein fröhliches Buch versprechen, dem ist nicht ganz so. Es ist viel tiefgründiger und ernster als man vermuten könnte. Katherine Pancol wurde in Casablanca geboren und lebt seit ihrem fünften Lebensjahr in Frankreich. Sie hat Literatur studiert und arbeitet dann als Lehrerin, Journalistin und Autorin. Die Trilogie „Muchachas“ stürmte in Frankreich die Bestsellerlisten. Die Autorin lebt heute in Paris. Fazit: 4 Sterne.

Anders als erwartet

Von: scarlett59 Datum: 08. April 2016

Zum Inhalt: Im ersten Teil lernen wir die verschiedenen Frauen, von deren Leben die Reihe handelt, zunächst kennen. Über einige erfahren wir mehr, über andere weniger. Während Hortense, Calypso und Josephine eigentlich nur „vorgestellt“ werden, taucht der Leser in das Leben von Leonie und Stella tief ein. Aber alle Protagonistinnen erleben Höhen und Tiefen. Natürlich endet das Buch mit einem Cliffhanger par excellence. Meine Meinung: Der deutsche Untertitel irritiert ein wenig, da er m.E. keinen Bezug zur Geschichte hat. Das französische Original heißt nur „Muchachas 1“ und ich finde, das reicht auch aus. Das Cover des Buches ist etwas Besonderes, da es nicht glatt und glänzend wie die meisten anderen Taschenbücher ist. Der Untergrund ist ein wenig uneben, aber nicht gleichmäßig. Der Titelkreis in der Mitte zwar auch, aber wie mit einem Lack überzogen. Kurzum, es fasst sich gut an! Auch die optische Gestaltung ist gelungen: Die Kombination der dunklen "Schattenschnitte" verschiedener Frauen steht in einem angenehmen Kontrast zu den eleganten Blumenabbildungen. Der Schreibstil von Katherine Pancol ist teilweise gewöhnungsbedürftig und erfordert die volle Konzentration der Leser. Wenn man dazu jedoch bereit ist, fliegt man förmlich durch das Buch. Die einzelnen Szenen werden sehr detailreich beschrieben und helfen dabei, Bilder vor dem inneren Auge entstehen zu lassen. Ferner arbeitet die Autorin sehr viel mit Rückblenden, die nicht immer sofort zu erkennen sind. Mein Fazit: Wer bereit ist, sich auf das Buch und die Erzählweise einzulassen, wird mit vielen interessanten Charakteren Bekanntschaft schließen und mit den Protagonistinnen leiden und lieben.

Ein bewegender Roman über besondere Frauen

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 06. April 2016

„Tanz in den Tag“ – was als fröhliche Geschichte über die unbeschwerte Hortense und ihren Freund Gary beginnt, zwei erfolgshungrige und lebenslustige junge Leute in New York, wird schnell zu einem ergreifenden und ernsten Roman über eine Frau (Leonie), die in einer Gewaltspirale gefangen ist. Noch jung hat sie in einer französischen Stadt lebend den Aufschneider Ray Valenti geheiratet und hofft darauf, mit ihm glücklich zu werden. Doch Ray schlägt sie und lässt all die Wut an ihr aus, die er in sich trägt. Ihre Tochter Stella bricht irgendwann aus dieser Gewalthölle aus und versucht, sich ein eigenes Leben aufzubauen. Doch die Angst um ihr Leben und das ihrer Mutter lässt sie nie los. „Muchachas –Tanz in den Tag“ ist der erste von drei Bänden, die das Leben von Hortense, Stella und Josephine, der Mutter von Hortense, miteinander verbinden sollen. Im ersten Band überwiegt jedoch deutlich die Darstellung des Lebens von Stella und ihrer Mutter, so dass die Figuren von Hortense und Josephine etwas verloren am Rand der Geschichte stehen. So ganz klar wird beim Lesen nicht, was ihre Geschichten damit zu tun haben, aber das die Handlung auf drei Bände angelegt ist, werden sie in den folgenden Geschichten sicher noch eine größere Rolle bekommen. Von dieser Kleinigkeit abgesehen ist Katherine Pancol ein wunderbarer und einfühlsamer Roman über die Verzweiflung gelungen, die in Stella vorherrscht, weil sie nicht weiß, wie sie ihrer Mutter helfen soll. Der ganze Ort hält zu dem Helden und Feuerwehrmann Ray Valenti, niemand will etwas unternehmen, wenn ihre Mutter wieder einmal mit den Spuren eines „Treppensturzes“ oder ähnliches im Krankenhaus auftaucht. Stellas Angst beschreibt die Autorin so nah und plastisch, dass einem beim Lesen öfter ein Schauer über den Rücken läuft. Ihre Welt ist so eingeschränkt und beherrscht von Sicherheitsvorkehrungen und der Frage, wem sie trauen kann, dass ihr ein normales Leben völlig fremd ist. Dass sie daneben auch noch ihren Sohn vor dem Einfluss von Ray Valenti schützen muss, macht ihr Leben umso angespannter und verzweifelter.Auch wenn das Cover und der Titel einen völlig anderen Eindruck vermitteln, ist „Muchachas – Tanz in den Tag“ eine sehr ernste und berührende Geschichte über die Spirale aus Gewalt und Schweigen, die in einer Gemeinschaft entstehen kann. Ich bin schon sehr gespannt, wie es mit den Figuren in den nächsten Büchern weitergeht. Sehr lesenswert ist auch das Nachwort der Autorin zu dieser Geschichte, das einen sofort in die Realität zurückholt und einem vor Augen führt, wie wenig fiktiv diese Geschichte ist.

Hat mich überrascht!

Von: MsChili Datum: 05. April 2016

Das Cover wirkt lieblich und einladend und man meint, man hat eine seichte Geschichte zu lesen. Da das zwar nicht der Fall ist, finde ich dennoch das es gut passt, so als Hinweis: Lasst euch nicht unterkriegen, tanzt in den Tag! Lebt euer Leben und lasst euch nichts vorschreiben! Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich schnell lesen, obwohl ich mir anfangs etwas schwer getan habe, dass kann aber auch an Hortense als Charakter gelegen haben. Es sind auch lange Sätze mit vielen Beschreibungen und auch lange Kapitel, aber das hat meinen Lesefluss nicht gestört. Man lernt gleich am Anfang Hortense kennen und nach und nach noch all die anderen wunderbaren Frauen: Josephine, Calypso, Stella, Zoe, Julie, Leonie, Suzon. In diesem Teil der Trilogie begleitet wir hauptsächlich Stella, die keine einfache Kindheit hatte. Ich möchte gar nicht so viel zur Geschichte schreiben,da ich ansonsten zu viel erzähle. Was man erwähnen sollte, ist aber, dass hier ja viele Geschichten erzählt werden und man trotzdem nichts vermisst, man kann eintauchen, die Gefühle spüren und bangt auch mit. Teils musste ich die Geschichte erst sacken lassen, bis ich das Buch wieder in die Hand nehmen konnte, das es sehr bewegend war. Super gefallen haben mir die vielschichtigen Charaktere mit ihren verschiedenen Stärken und Schwächen, die man einfach lieben muss. Mir hat das Buch an sich gut gefallen und ich werde auch die anderen zwei Teile noch lesen, da ich noch immer mit dem offenen Ende hadere.

Rezension

Von: Franziska Datum: 29. March 2016

Anlass: Ich habe mich leiten lassen von dem fröhlichen Cover und dem Titel und auf schöne Frühlingslektüre gehofft. Doch auch hier gilt: Don't judge a book by its cover. Inhalt: Wir erleben drei sehr unterschiedliche Frauen in einigen Monaten ihres Lebens: Hortense, die aufstrebende Modedesignerin, Josephine, die Autorin, die sich zu hässlich findet für ihren Freund und Stella, das Missbrauchsopfer, das sich um ihre Mutter kümmern möchte. Drei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, aber alle etwas über Unabhängigkeit, Stärke, Kampf und zu findendem Selbstwertgefühl erzählen. Meinung: Ich hätte es sehr zu schätzen gewusst, wenn ich schon vor Seite 150 gewusst hätte, wie die Geschichten zusammenhängen, aber angesichts der Wucht der Erzählungen verzeihe ich das. Für wen: Frauen, die wissen wollen, dass es noch schlimmer kommen kann und man trotzdem weiter machen und aufstehen sollte.