Claire Winter

Die verbotene Zeit

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1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld ...

Berlin, 1922: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet Edith und Dora von Kindheit an eine so enge und treue Freundschaft, als wären sie Schwestern. Dora ist die Tochter eines einfachen Hausmädchens, Edith die eines reichen Papierfabrikanten. Die beiden wachsen im schillernden Treiben der Großstadt heran, und ihre Verbundenheit bleibt ihnen auch als Erwachsene erhalten. Dora findet ihr Glück mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer, und Edith heiratet den Adeligen Maximilian von Stettenheim. Doch wahre Liebe begegnet Edith erst mit dem charismatischen Violinisten Jules Cohn. In den gefährlichen politischen Zeiten der Dreißigerjahre lässt Edith sich auf ein gewagtes Spiel ein, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Dora bleibt der einzige Mensch, dem sie vertrauen kann. Und Edith wird schließlich gezwungen, die Freundin um etwas zu bitten, das ihrer aller Leben auf dramatische Weise für immer verändern wird ...

Toll recherchiert und schön geschrieben

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 12. June 2018

Nach einem schweren Verkehrsunfall leidet die Journalistin Carla unter Amnesie, die letzten sieben Monate ihres Lebens sind einfach ausgelöscht. Freunde und Familie sollen helfen, diese Lücken zu füllen, doch Carla bekommt das Gefühl, dass ihr Ehemann nicht ehrlich zu ihr ist. Was versucht er ihr zu verheimlichen und woran hat sie gearbeitet, bevor der Unfall passierte? Und was hat das alles mit ihrer verstorbenen Schwester zu tun? Der Roman „Die verbotene Zeit“ spielt in den 70er Jahren, Carlas Eltern sind Deutsche und nach dem Krieg nach England gegangen um neu anzufangen. Sehr spannend beschreibt die Autorin Claire Winter in Rückblenden das Leben von Carlas Mutter Dora und deren bester Freundin Edith in Berlin von den 20er Jahren bis zum Ende des Weltkriegs und Stück für Stück entdeckt auch Carla ihre Familiengeschichte. Die Charaktere sind dabei durchweg außerordentlich detailliert beschreiben, zu Carla und auch in der andere Zeitebene zu Dora und Edith findet man als Leser sofort einen Zugang und lässt sich von der Geschichte mitreißen. Der Roman zeichnet sich zudem durch sehr gut recherchierte historische Details aus, ungeschönt zeichnet Claire Winter ein klares Bild der Machtergreifung der Nazis und wie sich das Klima veränderte, und auch, wie leicht es war, einfach wegzusehen, wenn Bekannte einfach verschwanden, spart sie nicht aus. Der Roman geht einem eben aufgrund dieser Beschreibungen sehr nahe, dazu kommt Doras persönliches Schicksal, welches sie langsam in eine Depression treibt. All diese Punkte sind zu einer tollen Story und einem schlüssigen Gesamtkonzept zusammengefasst und lassen einen das Buch beim Lesen gar nicht mehr aus der Hand legen Claire Winter ist mit „Die verbotene Zeit“ ein großartiger Roman gelungen, der historische Hintergründe mit persönlichen Schicksalen verbindet und den Leser so von der ersten Seite an in seinen Bann zieht.

Mit der Vergangenheit versöhnen

Von: Seite 101 Datum: 26. June 2017

Die Geschichte besteht aus 2 Handlungssträngen. 1975 in England haben wir Carla, die den Unfall hatte und nun herausfinden will, was vorher geschehen ist. Dann die Handlung von 1922 bis 1946. Dies ist die Geschichte um Carlas Mutter Dora und ihrer besten Freundin Edith. Beide Handlungsstränge sind dicht gepackt mit einer packenden Familiengeschichte und die Tragödie ist nicht aufzuhalten. Was vor dem 2. Weltkrieg begann findet sein versöhnliches Happy End erst 1975. Claire Winter ist es gelungen die zwei Handlungsstränge unabhängig voneinander so zu konzipieren, dass man am Ball bleibt und trotzdem werden die Geschichten beinahe unmerklich miteinander verknüpft, dass am Ende ein rundes Bild entsteht. Die Charaktere sind klar strukturiert und wissen durch Tiefe zu überzeugen. Leider wurde die Story für mich am Ende sehr voraussehbar. Vielleicht liegt es daran, dass ich mich an die Geschichten von Lucinda Riley erinnert fühlte. Aber etwa ab der Hälfte des Buches konnte ich das Ende vorhersagen. Nichts desto trotz fühlte ich mich gut unterhalten, der Schreibstil war zügig und einnehmend und die Geschichte in ihrer Handlung logisch aufgebaut. Von mir deswegen 4 Eselsöhrchen und den Tipp: Jeder der Lucinda Riley mag wird Claire Winter lieben,

Deutsche Geschichte zum Nachfühlen

Von: Frau Goethe Datum: 13. April 2015

1975 hat Carla Whiteman in London einen Unfall. Die Folge davon ist eine Amnesie. Sie kann sich an die Ereignisse der letzten Monate nicht mehr erinnern. Der jungen Frau fällt es schwer, ihrem Umfeld bedingungslos zu vertrauen. Zu viele Dinge passen nicht zueinander. Ihr Ehmann Tom scheint etwas vor ihr zu verbergen. Ebenso ihr Vater sagt ihr nicht die ganze Wahrheit. Die Mutter ist in Cornwall in einem Heim für psychisch Kranke untergebracht. Sie hatte das Verschwinden ihrer älteren Tochter Anastasia offenbar nie ganz verwunden. Lediglich durch David, einem Journalisten, erhält Carla Hinweise, mit welchen Themen sie sich bis zu ihrem Unfall beschäftigt hat. Je mehr sie forscht, desto mehr breitet sich eine unglaubliche Familiengeschichte vor ihr aus, die ihre Anfänge in der Weimarer Republik in Berlin hat. Der zweite Handlungsstrang beginnt 1922. Dora und ihre Mutter leben im Haus einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie in Berlin. Deren Tochter Edith ist seit frühester Kindheit Doras beste Freundin. Ihr Leben scheint relativ sorglos zu verlaufen. Ediths Vater versucht sich aus den Wirren der Politik weitgehend herauszuhalten. Als die seinerzeit häufig wechselnden Regierungen durch die Nationalsozialisten abgelöst wurden, hoffte man im Hause Theußenberg auf ein schnelles Ende dieser Zeit. 1934 lernen die beiden Frauen ihre späteren Ehemänner kennen. Dora plant ein gemeinsames Leben mit dem Steuerberater und ehemaligen Olympioniken Paul und Edith bekommt von dem adeligen Maximilian einen Heiratsantrag. Die Geschichte des Zweiten Weltkriegs wird nun aus der Perspektive der beiden Frauen erzählt. Beide halten sich aus den Machenschaften der braunen Partei heraus und werden doch so davon beeinflusst. Sie stehen den Veränderungen ohnmächtig gegenüber. Befreundete Juden bekommen plötzlich Auflagen und dürfen sich nicht mehr frei bewegen. Es entsteht ein immer größer werdender Druck von der Partei, die immer brutaler gegenüber den Schwächeren vorgeht. Immer wieder zeigt Dora allerdings Zivilcourage und verhilft dadurch eben diesen Juden zu einer Möglichkeit zur Flucht. Auch Edith bekommt durch ihren Freund Jules Einblick in die Leiden der jüdischen Familien. Sie schließt sich einer Widerstandsbewegung an. Nun ist natürlich Vorsicht geboten, dass sie nicht von anderen entdeckt wird und als Volksverräterin bestraft wird. Edith wird seit jeher von Heinrich verehrt. Dieser junge Mann schließt sich schon früh der Partei an und erfährt im Verlauf der Geschichte einen verheerenden Gesinnungswandel. So brutal wie sich diese Figur verhalten darf, verdeutlicht sie gleichzeitig, wie fremdbestimmt und vor allem hörig das Militär damals agierte. Die latent vorhandene Wut über die Ungerechtigkeit des Versailler Vertrags schwillt an und entlädt sich im Umgang mit dem vermeintlichen Feind im eigenen Land. Nur wenige schafften es, sich nicht gänzlich unterdrücken zu lassen und fanden Möglichkeiten, auch anderen zu helfen. Dabei stand immer die Gefahr des eigenen Todes im Hintergrund. Beim Leser breitet sich das Entsetzen über diese Grausamkeiten aus, ohne dass es explizit benannt werden muss. Claire Winter beweist auch in ihrem zweiten Roman, dass sie spannende Familiengeschichten auf zwei Zeitebenen verteilen kann und dabei den Spannungsbogen über die gesamte Seitenzahl ziehen kann. Die geschichtlich gut recherchierte Kulisse bietet den Figuren ein plausibles Handeln. Die Charaktere erhalten dabei reichlich Facetten, sodass sie immer wieder überraschen können, aber sich selber auch treu bleiben. Schnell stellen sich ein paar Fragen, die die Neugier des Lesers wecken. Man möchte einfach wissen, wie sich die Geschichte entwickelt hat, wenn man das Heute kennt und die Anfänge als Rückblick kurz vorgestellt bekommen hat. Der Schreibstil kommt dabei ohne große Paukenschläge aus. Der Ablauf wirkt eher wie ein Fluss, der stetig schneller strömt und unaufhaltsam in einen Strudel mündet. Genau so soll es sein und erhält von mir auch volle Punktzahl.

Unglaublich Gut!

Von: SophieNdm Datum: 29. January 2018

Inhalt: England, 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld. Berlin, 1922: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet Edith und Dora von Kindheit an eine so enge und treue Freundschaft, als wären sie Schwestern. Dora ist die Tochter eines einfachen Hausmädchens, Edith die eines reichen Papierfabrikanten. Die beiden wachsen im schillernden Treiben der Großstadt heran, und ihre Verbundenheit bleibt ihnen auch als Erwachsene erhalten. Dora findet ihr Glück mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer, und Edith heiratet den Adeligen Maximilian von Stettenheim. Doch wahre Liebe begegnet Edith erst mit dem charismatischen Violinisten Jules Cohn. In den gefährlichen politischen Zeiten der Dreißigerjahre lässt Edith sich auf ein gewagtes Spiel ein, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Dora bleibt der einzige Mensch, dem sie vertrauen kann. Und Edith wird schließlich gezwungen, die Freundin um etwas zu bitten, das ihrer aller Leben auf dramatische Weise für immer verändern wird. Meine Meinung: Anfangs erlebt man die Story aus Carlas Perspektive und aus Doras Sicht. Die Abschnitte waren nicht zu lang oder zu kurz. Es hat genau gepasst, damit eine abwechslungsreiche Spannende Handlung aufgebaut werden konnte. Man startet direkt in der Geschichte, es gibt keine ewige Einleitung oder umständliche Erklärungen. Die Gegenwart, welche aus Carlas Sicht erzählt wird ist von Beginn an sehr spannend und mysteriös. Es kommen ständig neue Rätsel ans Tageslicht und sie beginnt langsam sich an verschiedene Bruchstücke der vergessenen Zeit zu erinnern. Sie agiert wie ein Ermittler, stellt Recherche-Arbeiten an und befragt Freunde und Bekannte. Die Ereignisse sind sehr abwechslungsreich gestaltet und es ist absolut nicht vorhersehbar was als nächstes passiert. Die Vergangenheit wird hauptsächlich aus der Sicht von Carlas Mutter, Dora, geschildert. Vereinzelt tauchen aber auch die Sichtweisen von Paul oder Edith auf. Die Handlung spielt zu Beginn und während des zweiten Weltkriegs in Berlin. Auch hier passiert ständig etwas neues, dramatisches und unvorhersehbares, einfach nur super spannend! Es gibt viele verzwickte Situationen und auch die Umstände des bevorstehenden Krieges werden realitätsnah und authentisch dargestellt. Der Schreibstil von Claire Winter ist unglaublich gut. Die Seiten fliegen nur so dahin, so macht lesen Spaß. Man fühlt sich selbst als wäre man ein Teil der Geschichte und würde die Vergangenheit Stück für Stück aufdecken. Man fühlt mit den Charakteren und kann sich absolut in Edith, Dora, Carla und Paul hinein versetzen. Das Ende war traurig und dramatisch aber dennoch passend und authentisch. Auf den letzten 100 Seiten hatte ich schon eine ungefähre Ahnung wie es ausgeht aber dennoch konnte mich der Schluss packen. Fazit: Ich habe schon diverse "Familienromane" gelesen, die auf zwei Zeitebenen spielen und am Ende ein großes Geheimnis lüften, aber nur wenige davon waren so toll wie "Die verbotene Zeit"! Mit Abstand einer der besten Romane dieser Art, die ich bisher gelesen habe! Wie die Anmerkung auf dem Cover schon besagt, kann Claire Winter locker mit Kate Morton und co. mithalten!

Ein toller spannender Roman um ein großes Familiengeheimnis

Von: Kikis Bücherkiste Datum: 20. October 2017

Wir lernen hier Dora kennen. Dora lebt mit ihrer Mutter, die Haushälterin der Theußenbergs ist, in deren Haus. Dora und die Tochter der Theußenbergs, Edith, werden Freundinnen und sind ab dem Moment unzertrennlich. Dann ist da noch Carla, die nach einem schweren Unfall einen Teil ihrer Erinnerungen verliert. Sie spürt, das etwas nicht stimmt und entschließt sich, herauszufinden, was in den Monaten vor ihrem Unfall geschehen war. Allerdings war sie nicht darauf vorbereitet, dass sie Dinge erfährt, die sie nie für möglich gehalten hätte. „Die verbotene Zeit“ von Claire Winter spielt in zwei verschiedenen Zeiten. Das Buch ist in 155 Kapiteln unterteilt, die wiederum in verschiedenen Abschnitten aufgeteilt sind. Mir hat die Aufteilung der einzelnen Abschnitte sehr gut gefallen. So konnte man sich besser in die einzelnen Charaktere hineinfühlen, lernte sie und ihre Geschichte besser kennen. Auch das die einzelnen Abschnitte immer mehr zusammengefügt wurden, bis am Schluss es zur Auflösung kam, hat mir gut gefallen. Claire Winters Schreibstil hat mich einfach umgehauen. Er ist packend, emotional und bildlich dargestellt. Ich habe das Buch sehr ungern aus der Hand gelegt, da ich immer weiter lesen und mehr wissen wollte, was es nun mit dem Familiengeheimnis auf sich hat. Schon nach der ersten Seite hat es mich nicht mehr los gelassen. Das Buch fängt mit dem Prolog schon sehr spannend an und man ist sofort mitten drin im Geschehen. Solche Art von Büchern sind meine Lieblingsbücher, wenn ich nicht zig Seiten lesen muss, bis es endlich spannend wird. Die Beschreibung der Charaktere und die einzelnen Orte waren so gut, dass man sich alles ziemlich gut vor dem inneren Auge vorstellen konnte. Ich habe die einzelnen Protagonisten schnell lieb gewonnen und habe mich mit ihnen gefreut, mit ihnen geweint und gelitten. Vor allem Dora und Edith habe ich sehr schnell in mein Herz geschlossen. Das Cover passt hervorragend zum Buch und ist gut gewählt. Mir gefällt es, wie das Bild nach hinten verblasst und der Weg sozusagen ins Ungewisse führt. Wer einen packenden und emotionalen Roman lesen möchte, in dem es um ein zu lösendes Familiengeheimnis geht, ist hier genau richtig. Dieses Buch ist durch Claire Winters packenden und emotionalen Schreibstil eins meiner Highlights des Jahres 2017. Ich kann es wirklich nur jedem empfehlen und gebe daher 5 von 5 Sternen.

Ein sehr vielseitiges, facettenreiches und emotionales Buch

Von: Marinas Bücherwelt Datum: 06. August 2017

London 1975: Als Carla nach einem schweren Autounfall wieder zu sich kommt, fehlen ihr die Erinnerungen der letzten Monate. Langsam und mühevoll versucht sie alles zusammen zu setzten und desto mehr sie herausfindet, desto mehr wächst in ihr der Verdacht, dass ihr Vater und ihr Mann nicht ganz ehrlich mit ihr sind und ihr etwas verheimlichen. Vor vielen Jahren verschwand ihre Schwester Anastasia spurlos und kurze Zeit später wurde ihr Rucksack an der Küste von Cornwall gefunden. Seit dem gehen alle von ihrem Tod aus, doch nun glaubt Carla, dass sie selbst etwas herausgefunden hatte. Nur was? Ihre Spur führt sie nach Berlin, denn kurz vor ihrem Unfall wollte sie nach Berlin und ihre Familie stammte ursprünglich aus Deutschland. Unterstützung findet sie in den Journalist David Grant, der ebenfalls viele Fragen hat... Berlin 1930: Dora und Edith verbindet eine tiefe Freundschaft obwohl die beiden aus sehr unterschiedlichen Kreisen stammen. Edith ist eine reiche junge Frau und Dora ist die Tochter einer Bediensteten von Ediths Familie. Die beiden Frauen leben in einer gefährlichen Zeit und der drohende Krieg und eine verbotene Liebe bringen die beiden und die Menschen in ihrem Umfeld in eine gefährliche Situation und zwingen sie zu schwerwiegenden Handlungen... Bei dem Roman "Die verbotene Zeit" handelt es sich um ein sehr vielseitiges, facettenreiches und sehr emotionales Buch, dass sofort tief unter die Haut geht. Die Autorin Claire Winter versteht es Spannung und eine Faszination auf zubauen und diese dann das ganze Buch zu halten. Verschiedene Handlungen lassen sich zwar bald erraten, aber dennoch bleibt es Durchgängig spannend. Die Autorin erzählt die Geschichte parallel auf zwei Zeitebenen, den 70er Jahren und den 30er Jahren. Die Geschichte wird durchgängig in der dritten Form erzählt und die Autorin wechselt den Fokus immer wieder und erzählt aus der Sicht von Carla, Dora, Edith, Paul, Heinrich etc. Dadurch bekommen die Leser beim Lesen einen guten Überblick über die Figuren und deren Handlungen und Denkweisen. Das macht die Geschichte noch ergreifender, emotionaler und tiefgründiger, da man den Verlauf der Geschichte immer wieder aus anderen Augen und Blickwinkel betrachten kann. Der Schreibstil selbst ist sehr flüssig und so bildhaft, dass man das Gefühl hat direkt mitten in der Handlung zu sein und alles hautnah mitbekommt.

Die Suche nach der Wahrheit...

Von: Leni Datum: 30. June 2017

Unsere Geschichte fängt mit einem Prolog an, dieser spielt 1959 in Cornwall. Ein junges Mädchen stürmt aus dem Haus ihrer Eltern und trifft auf einen seltsamen Mann. Sechzehn Jahre später erfährt die jüngere Schwester des Mädchens, wieso ihre Schwester aus dem Haus stürmte und niemals wieder kam. Auf der Suche nach der Wahrheit wird Carla nicht nur von David Grant, dem Anti-Nazireporter schlechthin, begleitet, sondern auch von uns. Wir als Leser bekommen allerdings immer wieder Informationen eingestreut, die Carla und David nicht haben. Unsere Geschichte spielt nämlich auch in den Dreißigerjahren in Berlin, einer Stadt, die nach dem einen Krieg direkt auf den nächsten zusteuert. In Berlin lernen wir Dora kennen, Carlas Mutter, und ihre beste Freundin Edith. Dora und Edith kommen eigentlich aus verschiedenen Schichten. Als Tochter eines Hausmädchens wohnt Dora im Haus der Theußenbergs. Die Theußenbergs sind wohlhabende Leute, die in ihren Ansichten allerdings ziemlich modern sind und die Freundschaft zwischen ihrer Tochter Edith und Dora mehr als großzügig unterstützen. Während Carla mehr und mehr dahinter kommt, dass ihr Mann und auch ihr Vater nicht ganz ehrlich sind bezüglich der Zeit, die nach dem Unfall aus ihrem Gedächtnis gelöscht wurde, werden wir weiter in das Leben in Berlin eingeführt. Unter anderem auch in die schleichende Machtergreifung Hitlers. Wie die Leute ihn und seine Partei unterschätzt haben und dann irgendwann ohnmächtig gegenüber dem neuen Weg Deutschlands waren. Wie Freunde, Bekannte und auch Familie unserer beiden besten Freundinnen mit Hitler sympathisierten. Wir werden aber auch Zeugen, wie durch den Widerstand gegen Hitler Liebe gefunden wird. Und das sogar gleich zwei Mal. „Plötzlich fühlte Carla sich unwohl, als hätte sie etwas entdeckt, das nicht für ihre Augen bestimmt war.“ S. 136 Carla merkt mehr und mehr, dass ihre Eltern ihr etwas verheimlichen. Über ihre Vergangenheit in Deutschland haben sie nie viel geredet, früher hat sie sich jedoch nichts dabei gedacht, wer redet schon gerne über den Krieg? Weil sie von ihren Eltern keine Hilfe erwarten kann und vor allem keine Antworten, reist Carla nach Berlin und macht sich dort auf die Suche nach der Antwort. Als geübter Leser vermutet man das ein oder andere eventuell schon. Ich will das hier jetzt aber nicht vorwegnehmen. Aber auch trotz mancher Vermutungen muss ich sagen, dass mich das Buch ganz schön gepackt hat und auch ein oder zwei Mal in die Irre geführt hat. Die Personen sind unfassbar stark gezeichnet. Sie reißen den Leser mit und lassen ihn nicht so schnell wieder los. Ich weiß nicht, ob das vielleicht auch ein wenig am Thema liegt, aber das Buch ist stark. Es zeigt die Geschichte zweier Frauen in der Zeit vor und im Zweiten Weltkrieg. Wie sie mit der Situation umgehen, was sie für Opfer aufbringen. Es zeigt eine Freundschaft, die auf eine harte Probe gestellt wird und eine Liebe, die auf eine noch härtere Probe gestellt wird. Es zeigt aber auch, wie bedingungslos Liebe sein kann und selbst das schlimmste Schicksal überdauern kann. Fazit: Lest das Buch bitte. Ich fand es wirklich richtig stark und kann es nur jedem ans Herz legen. Allzu schwache Nerven sollte man vielleicht nicht haben, manche Szenen sind schon ziemlich hart. Aber ohne dies würde das Gefühl auch nicht rüberkommen.

Zeitreise

Von: Literaturwerkstatt- kreativ / Blog Datum: 08. June 2017

Literaturwerkstatt- kreativ“ rezensiert „Die verbotene Zeit“ von Claire Winter Claire Winter schreibt einen Roman der auf zwei Zeitebenen spielt. Im Jahr 1975 spielt die Geschichte in London. Dort erholt sich Carla Whiteman von den Folgen eines Autounfalles. Sie leidet noch an einer Amnesie und kann sich an die letzten Monate vor ihrem Unfall nicht erinnern. Ihr Mann Tom ist zwar sehr bemüht um sie, Carla hat aber das ungute Gefühl, dass er ihr nicht alles über die Zeit vor dem Unfall sagt. Genauso geht es ihr mit ihrem Vater. Auch er scheint Informationen zurückzuhalten. Carla versucht aber die verlorene Zeit zu rekonstruieren und stößt dabei auf den Journalisten David Grant. Carla hatte bereits vor ihrem Unfall zu ihm Kontakt aufgenommen, weil sie auf ein Geheimnis ihrer Eltern gestoßen war. Möglicherweise lebt ihre vor 16 Jahren verschwundene Schwester Anastasia noch. Bei ihren Recherchen muss Carla nun weit zurück gehen; zurück ins Jahr 1922 nach Berlin. Dort wächst Carlas Mutter Dora Wilmer im Haus der Familie Theußenberg, einer wohlhabenden Fabrikantenfamilie, auf. Doras Mutter war als Hausmädchen dort angestellt. An einem Wintertag rettet Dora Edith - der Tochter der Familie Theußenberg - das Leben. Seit dem Tag sind die beiden Mädchen unzertrennlich und eine tiefe Freundschaft verbindet sie ihr Leben lang. Zusammen gehen sie zur Schule, werden gemeinsam erwachsen. Dora heiratet den ehemaliger Sportler Paul Behringer und Edith den Adeligen Maximilian von Stettenheim. Die Nationalsozialisten haben mittlerweile die Macht übernommen. An einem Tag begegnet Edith - Jules Cohn - wieder . Er ist ein jüdischer Musiker und war oft im Haus ihrer Eltern zu Gast und hat dort musiziert. Jules arbeitet im Untergrund und hilft anderen Juden. Edith schließt sich heimlich der Organisation an. Edith und Jules werden ein Liebespaar. Edith bewegt sich auf sehr dünnen Eis! Während dieser harten und schweren Zeit muss Edith ihre Freundin Dora um etwas bitten. Eine Bitte die ihr aller Leben verändern - und noch Auswirkungen auf die nächste Generation haben wird. Fazit: Claire Winter (Pseudonym für Claudia Ziegler), ist es gelungen ein ergreifendes und packendes Buch voller Gefühl, Spannung und Schicksalsschläge zu schreiben. Schon mit dem Prolog der sofort neugierig macht begann die Faszination. Durch den ständigen Wechsel der zwei Erzählstränge und ihren dazugehörigen Protagonisten wurde das Buch nie langweilig und die Spannung blieb bis zum Schluss erhalten. Protagonisten, die so gut und einfühlsam beschrieben werden, dass sie mir immer sehr lebendig vor meinem geistigen Auge erschienen. Der Schreibstil ist flüssig und gradlinig, die Handlungen sind leicht und verständlich beschrieben, sodass man der Autorin immer gut folgen kann. Auch die geschichtlichen Hintergründe sind hervorragend recherchiert. Besonders gut hat mir der Beginn des Buches gefallen, vor dem Krieg, wo Ediths und Doras Freundschaft beginnt und beide glücklich im pulsierenden Berlin der Dreißigerjahre lebten. Das Cover ist in einem schönen türkisfarbenen Ton gehalten, - für sich stehend sehr schön, hätte mich aber nicht dazu veranlasst nach dem Buch zu greifen. Ebenso der Titel; „Die verbotene Zeit“ hat mich nicht sonderlich angesprochen. Zum Glück bin ich bei Lovelybooks über das Buch gestolpert, sonst wäre mir wahrlich ein Lesevergnügen entgangen. Für diesen Roman spreche ich eine absolute Leseempfehlung aus !!

Ein fantastischer Roman

Von: Martina - Schmökerwelten Datum: 05. June 2017

Eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe! Die "Die verbotene Zeit" ist ein Roman mit Tiefgang, der historisch sehr gut recherchiert ist und extrem unter die Haut geht. Eine gelungene Mischung aus deutscher Zeitgeschichte, Spannung und Drama. Ein Buch über Freundschaft und Liebe, das uns von der Gegenwart bis zurück in das Berlin der dreißiger und vierziger Jahre führt. Man erlebt die Entstehung des Nationalsozialismus mit, wie es soweit kommen konnte, die grausamen Schicksale während der Judenverfolgung. Man taucht vollkommen in die Geschichte ein und fühlt sich unweigerlich zurück in diese Zeit versetzt. Die Charaktere sind sehr tiefgründig und lebendig dargestellt, sehr starke Persönlichkeiten. Man lebt, leidet und zittert mit ihnen mit. Claire Winter hat einen fantastischen, berührenden, fesselnden Schreibstil und hat mich von Anfang bis Ende in ihren Bann gezogen. Trotz der knapp sechshundert Seiten ist es ihr gelungen, eine permanente Spannung zu erzeugen. Ich habe es so genossen, dieses Buch zu lesen und hätte noch ewig weiter lesen können. "Die verbotene Zeit" muss man gelesen haben!!

Tiefgründig und ergreifend!

Von: Anjas Buchstunden Datum: 05. May 2017

Dieser Roman war unglaublich ergreifend und packend. Der Prolog hat mich hier sofort neugierig gemacht und ganz viele Fragen aufgeworfen. Clara hat nach einem schweren Unfall einen Gedächtnisverlust, der sie die letzten Monate vor dem Unfall hat vergessen lassen. Schnell spürt sie, das vieles um sie herum nicht so ist wie es scheint und sie hat das Gefühl von ihrem Mann und ihrem Vater nur belogen zu werden. Doch lügen die anderen und verheimlichen ihr etwas? Und wenn ja, warum? Schnell stößt Claire auf David, den sie bereits vor dem Unfall zu kennen schien und beide wollen die Geheimnisse um ihre Familie, ihre verschwundene Schwester und noch vielen weiteren Fragen, ergründen. Clara war mir sofort sympathisch und die Autorin hat sie und auch die anderen Protagonisten sehr echt und tiefgründig beschrieben. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit und ist unglaublich interessant, stabil und auch geheimnisvoll. Ich habe über jeden Charakter sehr gern gelesen und mich nie gelangweilt. Die Geschichte ist unterteilt in Gegenwart und Vergangenheit. Man liest hier einmal über Clara im "jetzt" und abwechseln über Edith, Dora, Paul, Jules und den anderen Charakteren von "früher" in Berlin. Das Hauptaugenmerk dieser Geschichte liegt aber in der Vergangenheit, in den 1930-40er Jahren. Die Vergangenheit der Protagonisten war unheimlich ergreifend und realitätsnah, ich hatte hier öfter das Gefühl mitten unter ihnen zu sein und die Geschehnisse hautnah zu spüren. Die Autorin hatte hier ein ganz feines Händchen für Feinheiten, ganz viel Liebe und auch Dramatik. Es wurden sehr viele unterschiedliche Aspekte mit aufgenommen, so das die Geschichte unheimlich vielschichtig war. Alles was in der Vergangenheit passiert ist geht so tief unter die Haut und zieht ihren Faden komplett bis in die Zukunft. Schnell war klar, das Paul seiner Tochter nicht die Wahrheit über die Vergangenheit und vor allem Edith sagt und gleichzeitig entstehen immer mehr Fragen in Claras Kopf. Was verbirgt Dora? War sie schon immer so depressiv? Sie beschließt, in die Vergangenheit einzutauchen und Berlin zu erkunden. Hier möchte ich jetzt nicht mehr zuviel verraten. Es passieren so viele Dinge auf einmal und es finden sich immer mehr Erklärungen und Antworten auf die ganzen Fragen und das auf eine so emotionale Art und Weise, das man eigentlich nur heulen kann. Zum Schluss bleiben keine Fragen mehr offen und das Ende ist hier genau wie das ganze Buch...einfach wundervoll und sehr tief bewegend.

Eine sehr emotionale und mitreißende Geschichte

Von: Anne Datum: 20. April 2017

Cover: Das Cover spricht mich ungemein an, es ist eines der schönsten Cover, die ich besitze. Es lässt erahnen, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Auch wie die Gebäude rauchig in den Himmel verschwinden ist einfach klasse. Die gedeckten Farben mag ich sehr, es lässt das Cover wie eine Fotographie der damaligen Zeit aussehen. Der Titel lässt einige Interpretationen offen, nachdem ich das Buch nun gelesen habe, trifft es immer noch auf zwei Ereignisse zu - und auch das finde ich großartig! Inhalt: London 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles dran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos verschwand. Doch kann die ihm vertrauen? Und was verbergen ihre Eltern vor ihr? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch zu einer schrecklichen Schuld. Die Geschichte spielt in zwei verschiedenen Zeiten und Städten - in Berlin ab 1929 bis hin zum zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit, sowie in London 1975. Das macht die Geschichte umso faszinierender.. Meinung: "Die verbotene Zeit" ist eines der besten Bücher, der besten Romane, die ich bisher gelesen habe. Es ist mir noch nie passiert, dass ich traurig war, als das Buch dem Ende zuging, ich Tränen in den Augen von der Handlung hatte, dass mir unzählige Male der Atem stockte...und, dass mir das Buch einfach nicht mehr aus dem Kopf geht. Den Geschichtsunterricht bezüglich des zweiten Weltkrieges fand ich immer sehr langweilig, hier im Buch ist das komplett anders. Man hat das Gefühl mitten dabei zu sein und zu fühlen, was gerade in den Menschen vor sich geht - mal davon abgesehen, dass ich definitiv nicht hätte tauschen wollen. Es ist grauenhaft, wie die Frauen damals behandelt wurden, aber auch toll zu sehen, wie sie versucht haben auszubrechen, zu kämpfen... Von mir gibt es eine absolute Kaufempfehlung!! Und wenn ich selbst meinen Mann dazu bringe, tatsächlich dieses Buch zu lesen, weil es so interessant klingt (mein Mann ist absolut lesefaul), dann muss das wohl was heißen :D Verdiente 5/5 Sternen...

Die verbotene Zeit

Von: Thrillertante Datum: 19. April 2017

1975: Carla hat einen Autounfall bei dem sie einen Teil ihrer Erinnerungen verliert. Sier lernt den Journalisten David Grant kennen, der behauptet, dass sie auf der Suche nach ihrer totgeglaubten Schwester gewesen sei, die sechzehn Jahre zuvor an der Küste von Cornwall verschwunden ist. Carla weiß nicht, ob und warum ihre Eltern sie anlügen, auch ihr Ehemann benimmt sich höchst seltsam und scheint kein großes Interesse daran zu haben, dass Carla ihre Erinnerungen wiederbekommt. Carla forscht nach bis in die Dreißigerjahre in Berlin und stößt auf einer sehr ungewöhnliche Freundschaft... 1922: Edith und Dora sind allerbeste Freundinnen. Doras Mutter arbeitet im Haus der reichen Eltern von Edith als Hausmädchen. Die beiden Mädchen sind unzertrennlich, was Doras Mutter weniger begeistert, denn die Freundschaft gilt in dieser Zeit als unschicklich. Trotz aller Widrigkeiten bleiben die beiden Mädchen ihr ganzes Leben lang befreundet. Beide Frauen heiraten.Dora ist mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer glücklich und Edith bemerkt schnell, dass sie mit der Heirat des unsymphatischen Adligen Maximilian von Stettenheim einen großen Fehler begangen hat. Ihre wahre Liebe Jules Cohn scheint aber unerfüllt zu bleiben, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Eines Tages bittet Edith ihre Freundin um einen schier unmöglichen Gefallen,der das Leben aller für immer verändern wird... Claire Winter hat hier einen Roman geschaffen, der den Leser in die Anfänge der Nazizeit katapultiert. Unglaublich spannend und interessant schildert sie die Geschichte der beiden Freundinnen Dora und Edith. Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Freundschaft allerdings ein ganzes Leben lang anhält. Ich habe gerade mit Edith mitgefiebert und mitgelitten, denn ihr Tun in der Nazizeit ist unheimlich gefährlich und ich hatte große Angst um sie und um Jules. Ediths Mann Maximilian von Stettenheim ist nicht der Mann zu, den er vorgibt zu sein. Unglaublich arrogant, hochnäsig und unsymphatisch schwebt er mehr oder weniger durchs Leben, als könnte ihm niemals irgendetwas passieren. Ich konnte Edith nicht verstehen, so einen Unsympath geehelicht zu haben. Allerdings bewegt sich Maximilian eben in der Gesellschaftsschicht, in der auch Edith heimisch ist. So scheint es dann doch nicht allzu verwunderlich. Dora ist ein unheimlich starke Frau. Was ihr in ihrem Leben widerfährt, wünscht man niemanden. Paul und Doras Liebe ist so groß, dass man das Gefühl hat, dass es nichts gibt, was die beiden je trennen könnte. Schon alleine das Kennenlernen der beiden findet auf ungewöhnliche und gleichzeitig gefährliche Weise statt. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten. Ich mache nun mal einen Zeitsprung ins Jahr 1975 zu Carla: nach ihrem Autounfall setzt sie alles daran, die Monate, die ihr Gedächtnis gelöscht hat zu rekonstruieren. Carlas Mann ist nicht unbedingt die größte Hilfe, denn man hat die ganze Zeit das Gefühl, dass der irgendwas verbirgt. Auch ihre Eltern schweigen sich aus, sodass Claire keine andere Möglichkeit hat, als auf eigene Faust zu recherchieren. An ihrer Seite hat sie den Journalisten David Grant, der ihr bei ihrer Suche hilft. Was die beiden Stück für Stück rausbekommen ist erschütternd, herzergreifend und unglaublich. Die Autorin verwebt hier geschickt die beiden Geschichten zu einer Logischen Story, deren Spannung man sich nicht entziehen kann. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl mittendrin zu sein. Spazierte sowohl durch das Berlin der Dreißigerjahre, wie auch an der Küste Cornwalls. Der bildhafte Schreibstil der Autorin hat es mir möglich gemacht, mir sämtliche Örtlichkeiten gut vorzutellen. Auch die Zeichnung der Charaktere ist authentisch, ihr Tun nachvollziehbar und logisch. Mir hat es großen Spaß gemacht, das Buch von der ersten bis zur letzten Seite zu lesen. Am liebsten hätte ich es gar nicht mehr weggelegt, allerdings musste ich das dann doch, um die Geschichte erstmal etwas sacken zu lassen. Gerne, sehr, sehr gerne mehr davon! Absolute Lessempfehlung!

Bewegende Familiengeschichte

Von: Petra Radtke Datum: 12. April 2017

ch bin von der historischen Familiengeschichte begeistert. In mehreren Erzählsträngen taucht man als Leser immer tiefer in den Wirbel dieser spannenden Geschichte ein, die bis in das Berlin der Dreißigerjahre zurück führt und unerwarteteWendungen im Ablauf der Handlung beinhaltet. Der Roman handelt von Carla, die durch einen schweren Autounfall ihre Erinnerungen an die Zeit kurz vor dem Unfall verloren hat und nun auf der Suche nach der Wahrheit ist. Was ist damals passiert - verschweigt ihr eigener Ehemann und auch ihr Vater etwas vor ihr und warum??? Welche Rolle spielt dabei der Journalist David Grant, der behauptet, dass sie auf der Suche nach Spuren ihrer vor 16 Jahren verschwundenen Schwester war ? Warum reagiert ihre Mutter so hysterisch, wenn Carla sie nach einer Frau fragt, die ihre Mutter scheinbar gekannt hat und die nun von ihrem ehemaligen Freund gesucht wird ? Die Autorin nimmt den Leser mit in eine Zeit der Herrschaft der Faschisten in Deutschland, der Judenverfolgung und der Grausamkeiten des 2.Weltkrieges. Man lernt Menschen kennen, die den Mut finden, unter Einsatz ihres Lebens, die verfolgten Menschen zu unterstützen und es wird deutlich, wie wichtig gerade in dieser Zeit Freundschaft war. Der Autorin gelingt es sehr gut mit ihrer emotionalen Erzählweise den Leser in den Bann der Handlung zu ziehen und man bangt und hofft mit den handelnden Personen mit. Werden alle Fragen, die Carla bewegen gelöst ? Ich kann diesen Roman nur jedem Leser empfehlen, der mehr über die damalige Zeit erfahren möchte und Liebhaber historischer Familiengeschichten ist. Spannende und berührende Lesestunden sind ihm gewiss.

Großes Kino ...

Von: Diane Jordan Datum: 14. March 2017

Rezension von Diane Jordan ... denn beim Lesen der vorliegenden Zeilen springt mein Kopfkino unweigerlich an und ich bin so begeistert, dass ich diesen Stoff gerne verfilmt hätte. Die verbotene Zeit von Claire Winter ist meines Erachtens ein großartiger Roman der mir beim Lesen mehrfach Herzklopfen bereitet hat. Ich empfinde viel Empathie für die Protagonisten und bin vom Schreibstil der Autorin gefesselt. Gekonnt werden zwei Erzähl-Zeitebenen geschickt miteinander verbunden, dass bewundere ich, denn so etwas ist gar nicht so leicht. Tiefer und tiefer taucht man als Leser in die teilweise recht dramatische Geschichte ein und wird nach und nach in den Bann gezogen. Und obwohl das Buch über 500 Seiten hat, hatte ich es recht schnell durchgelesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Und Familiengeheimnisse ;-) ziehen bei mir immer, da bin ich meist „hin und weg“ und mittendrin im Geschehen. Dieser Roman hat alles was ein „gutes“ Buch für mich haben muss: eine tolle Story mit historischem Flair, sympathische Protagonisten, Spannung, Liebe und Dramatik. Eins kann ich euch verraten, Die verbotene Zeit trifft ins Herz und geht unter die Haut. Es kann auch nicht schaden ein paar Taschentücher bereit zu legen. Aus dem Inhalt: London 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was verbergen ihre Eltern vor ihr? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch zu einer schrecklichen Schuld ... Die Autorin: Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen, und hat schon immer eine Schwäche für die mystischen Landschaften Englands und Schottlands gehabt. Nach »Die Schwestern von Sherwood« ist »Die verbotene Zeit« ihr zweiter Roman im Diana Verlag. Die Autorin lebt heute in Berlin. Fazit: 5 Sterne***** und ich warte mit Ungeduld und voller Spannung auf neue Bücher dieser großartigen Schriftstellerin. Die verbotene Zeit ist im Diana Verlag erschienen. Das Taschenbuch hat 576 Seiten und kostet 9,99 Euro.

Jahres Highlight

Von: Sarah Datum: 17. February 2017

Klapptext London 1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was verbergen ihre Eltern vor ihr? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch zu einer schrecklichen Schuld ... Meine Meinung Zuallererst möchte ich mich bedanken das ich dieses Buch lesen durft. Dieses Buch war eine Cover Entscheidung, da es richtig schön aussieht. Als ich es dann auch angefangen habe mit lesen war ich als erstes etwas durcheinander, da es in den Siebziger und Dreißiger Jahren handelt. Nach einigen Seiten bin ich aber richtig rein gekommen in das Buch und konnte es nicht mehr weg legen. Es ist eine Traurige und auch eine Emotionale Geschichte. Wie Carla versucht die Vergangenheit ihrer Eltern und ihre eigene aufzudecken ist bemerkenswert. Ich wüsste nicht wie ich handeln würde wenn meine Erinnerungen weg wehren, daher kann ich ihr handeln sehr gut nach vollziehen. Es war schön zu lesen wie manche Menschen in den schweren Zeiten der Krieges zusammen halten. Das beste an dem Buch ist das die Kapitel immer Recht kurz sind und man so auch viel mehr von den anderen Personen erfährt, die auch eine große Rolle spielen. Ich kann euch wirklich empfehlen dieses Buch zu lesen, es ist ein auf und ab der Gefühle. Man sollte sich auch Zeit zum lesen lassen und sich zwischen durch einmal Gedanken darüber machen. Von mir bekommt das Buch 5 von 5 Sternen.