Jodi Picoult

Die Spuren meiner Mutter

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Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter, die nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire spurlos verschwand. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat der Polizei beim Aufspüren vermisster Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen finden sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil, der als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Das kuriose Trio macht sich auf eine spannende, erkenntnisreiche und bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung.

Die Spuren meiner Mutter

Von: Ladysmartypants Datum: 08. December 2017

Es gibt Bücher, die liest man und glaubt, sie gänzlich durchschaut zu haben, doch dann kommt ein Plottwist, der einen das Buch mit komplett anderen Augen sehen lässt. Genauso ist es mir bei der Lektüre von Jodi Picoults Die Spuren meiner Mutter gegangen, dann DAS habe ich definitiv nicht kommen sehen. Der Roman ist am 29.8.2016 beim C. Bertelsmann Verlag erschienen und erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens auf der Suche nach ihrer Mutter. Jenna ist dreizehn und sucht ihre Mutter Alice, die vor zehn Jahren verschwunden ist. Die Polizei scheint dabei wenig bis gar keinen Aufwand betrieben zu haben, um ihre Mutter zu finden, weshalb Jenna die Dinge selbst in die Hand nimmt. Sie sucht das Medium Serenity auf und bittet diese um Hilfe. Da Serenity ihre Gabe jedoch verloren hat, weigert sie sich anfangs Jenna zu helfen. Verzweifelt stattet Jenna nun dem Privatdetektiv Virgil einen Besuch ab und bittet auch ihn um Hilfe. Irgendwie gelingt es Jenna, beide dazu zu bewegen, ihr bei der Suche zu helfen und gemeinsam Rollen sie den Fall wieder auf. Basierend auf dieser Inhaltsangabe geht man mit bestimmten Erwartungen an das Buch heran, die nicht unbedingt enttäuscht werden. Es ist eine Detektivgeschichte, wenn auch eine komplett andere. Erzählt wird abwechselnd aus Jennas Perspektive, aus der ihre Mutter Alice, sowie der von Serenity und Virgil. Dadurch ist die Geschichte äußerst abwechslungsreich und die verschiedenen Perspektiven verleihen ihr eine gewisse Dynamik. Wobei die Perspektive von Alice anfangs etwas verwirrend ist, da sie nicht in der Gegenwart, sondern in der Vergangenheit angesiedelt ist. Alice erzählt anfangs von ihrem Job als Elefantenforscherin, was irgendwie so gar nichts mit der Geschichte zu tun haben scheint. Als dann jedoch Jennas Vater vorkommt wird klar, dass es sich um Alices Lebensgeschichte handelt, die langsam aber sicher die Gegenwart einholt. Aufgrund dieser Passagen aus Alices Perspektive, die so gar nicht mit der eigentlichen Geschichte zusammen hingen, fiel es mir anfangs recht schwer, mich in die Geschichte einzulesen. Auch wenn all die Fakten über die Kognition von Elefanten interessant waren, so erschienen sie einfach irrelevant und störend, da sie für mich den Erzählfluss stoppten. Ja, die Elefanten spielen eine Rolle und man kann diese Passagen im Nachhinein anders deuten, doch mir persönlich waren sie einfach zu zäh. Dazu kam, dass ich anfangs Probleme hatte, mich mit Jenna zu identifizieren, denn sie ist einfach anders. Sie ist komisch. Vielleicht kommt diese mangelnde Identifikation auch von meinem persönlichen Hintergrund, ich weiß es nicht. Auf jeden Fall habe ich einige Zeit und viele Seiten gebraucht, um mich in die Geschichte einzulesen. Sobald die Geschichte um Alice herum relevanter wurde und ich mit dem Charakteren vertraut war, ging es dann recht schnell. Die Charaktere an sich sind wirklich interessant und mal ganz was anderes. Mir kommt vor, dass die Autorin gewisse Klichees genommen und etwas ganz eigenens aus ihnen gemacht hat. Jenna ist nicht der typische Teenager, Serenity ist nicht das klassische Medium, dass ihren Kunden nur das Geld aus den Taschen zieht und auch Virgil ist nicht was er zu sein scheint. Auch die Charaktere in Alices Geschichte sind unheimlich vielseitig und haben mehr als nur eine Überraschung parat. Und dann ist da der Plottwist am Ende. Ich bin nach wie vor sprachlos, weil ich damit einfach niemals gerechnet hätte. Genau dieser Plottwist, den ich an dieser Stelle auf keinen Fall verraten möchte und ich bitte auch euch, es in den Kommentaren nicht zu verraten, macht einen re-read auf jeden Fall hochinteressant. Insgesamt lag mir die zweite Hälfte des Buches mehr als die erste, wobei man sich vermutlich einfach mehr darauf einlassen muss. Mich hat meine Erwartungshaltung etwas daran gehindert, aber am Ende habe ich das Lesen dennoch genossen. Ich kann das Buch empfehlen und würde auch selbst sofort wieder etwas von der Autorin lesen, da ich absolut faszinierend finde, was sie aus einer Detektivgeschichte gemacht hat.

Berührende Geschichte!

Von: Jenny Fischer Datum: 10. May 2019

Ich liebe Jodi Picoult! Bald habe ich jedes Buch von ihr gelesen, weshalb auch dieses unbedingt bei mir einziehen musste. "Die Spuren meiner Mutter" ist fiktiver als so manch anderes Buch von ihr! Dennoch merkt man die Liebe der Protagonisten zueinander, man merkt lässt sich komplett in die Geschichte einwinden und (zumindest ich) konnte gar nicht aufhören zu lesen. Die Bedeutung der Elefanten und wie sie in diese liebevolle Geschichte einspielen, konnte mich absolut überzeugen! Auch wenn es anders ist als "Beim Leben meiner Schwester" (was wohl die meisten kennen werden) oder "Kleine große Schritte", kann ich es jedem Fan nur empfehlen!

Jodi Picoult enttäuscht einen nie!

Von: Angi.Dreambook Datum: 19. September 2018

Meinung Vor kurzem habe ich die Bücher von Jodi Picoult für mich entdeckt. Mit "Kleine große Schritte" begann meine Begeisterung für ihre Bücher und wehrt seither. Bevor ich überhaupt das erste Wort in diesem Roman gelesen habe, war ich total von der Optik des Covers begeistert, es fühlt sich ledrig an, so wie man sich Elefantenhaut vorstellen würde, nur um eine Spur weicher. Picoult's Roman ist die bewegende Geschichte von Jenna, einem 13 Jährigen, sehr intelligentem und reifem Mädchen auf der Suche nach ihrer Mutter Alice. Alice ist vor 10 Jahren spurlos nach einem Unfall im Elefantenreservat verschwunden. Jenna's Vater liegt seit diesem Tag in einer psychiatrischen Einrichtung, in einem Zustand, der es unmöglich macht mit ihm über Alice zu sprechen und sie selber wohnt bei ihrer Oma. Erinnerungen an ihre Mutter hat Jenna kaum, vieles weiß sie aus Notiz- und Tagebüchern ihrer Mutter. Diese gibt es bergeweise von Alice, denn als Elefantenforscherin hatte sie einiges zu notieren, das Verhalten, und insbesondere die Gefühle der Dickhäuter, als Leser erfährt man sehr viel über die emotionale Welt der Tiere, vor allem ihr Trauerverhalten wird beschrieben. Neben diesen Personen gibt es noch Serentity, ein Medium, die eigentlich keines mehr ist, denn die Geister haben sie verlassen und was sie heute tut ist Jahrmarktskunst und Virgil, ein Privatdetektiv, der schon mal bessere Zeiten hatte und für den Alice' Verschwinden ein wunder Punkt in seiner Karriere ist. In die Geschichte zu finden, fiel mir sehr leicht. Picoult hat eine ausgesprochen flüssige, leichte und bildhafte Sprache. Durch die Kapitellängen war es auch nicht anstrengend zwischen den Personen zu wechseln, denn kapitelweise wechseln sich Jenna, Alice, Serenitiy und Virgil in Ich-Perspektive ab ihre eigene, aber auch die gemeinsame Geschichte zu erzählen. Alles ehr starke und gut ausgearbeitete Charaktere. Ich fand das Buch sehr interessant, vom Hocker gehauen hat es mich nicht. Mir waren die Elefanten und das Übersinnliche teilweise zu viel. Das Ende war für mich nicht überraschend und auch sonst fehlte es mir zwischendurch etwas an Spannung. Der Schreibstil gefiel mir sehr gut, lebendig, sehr bildhaft, leicht und den jeweiligen Personen angepasst. Für Elefantenfans und Fans von Übersinnlichem, gepaart mit Familiengeschichte und gut ausgearbeiteten Charakteren eine Leseempfehlung. Ich bedanke mich beim Bloggerportal und Penguin Verlag für dieses Rezensionsexemplar! Fazit Eine absolute Leseempfehlung für die, die Jodi Picoults Bücher noch nicht gelesen haben und sich einen Eindruck und die Atmosphäre der Bücher verschaffen möchte!

Eine Liebeserklärung an Elefantenliebhaber

Von: Anni Silber Datum: 29. August 2018

Meine Meinung: Erst vor kurzem habe ich dieses wunderbare Buch für mich entdeckt und das obwohl das Buch als Erstveröffentlichung schon seit dem 14. Oktober 2014 erhältlich ist. Durch Zufall habe ich das Buch auf der Verlagsseite des Pinguin Verlags entdeckt und ging mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Was mich am meisten angesprochen hat war zum einen das traumhaft schöne Buchcover das mit den darauf abgebildeten Elefanten wirklich mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurde und allen voran natürlich die Geschichte. Das in Büchern ein Medium wie eine Wahrsagerin vorkommt ist bei mir noch nicht allzu oft vorgekommen und genau das war es neben der Hauptrolle der Elefanten was mich fasziniert hat. Der Schreibstil in diesem Buch war sehr flüssig und angenehm zu lesen. Die Besonderheit an diesem Buch ist dass die Geschichte nicht allein aus der Sicht von Jenna geschrieben wurde, sondern dass es aus mehreren Perspektiven erzählt wird die unterschiedlicher nicht sein können. Tochter Jenna, Wahrsagerin Serenity, Privatdetektiv Virgil und sogar Mutter Alice erzählen diese Geschichte aus der Ich-Perspektive. Das Setting in diesem Buch ist an vielen Stellen sehr afrikanisch angehaucht, da man in diesem Buch auch sehr viel über Elefanten und ihre Lebensweise erfährt. Im großen und ganzen ist dieses Buch wirklich eine Liebeserklärung an Elefanten, denn wenn man dieses Buch ausgelesen hat weiß man mehr über Elefanten als vorher. Für mich als großer Tierfreund war dieses Buch auf alle Fälle ein großer Lesegenuss ! Die Charaktere in diesem Buch waren ebenfalls sehr liebevoll gestaltet. Allein die Mischung dieser drei unterschiedlichen Charaktere die sich zusammenschließen war einfach großartig. Der Wahrsagerin und der Privatdetektiv der rein gar nicht an übernatürliches glaubt ist einfach nicht zu schlagen. Aber auch die Einblicke in Alice leben und der der Elefanten waren wirklich einfach fantastisch. Man wünscht sich beim lesen des Buches sofort einen Elefanten in seine Nähe den man beobachten kann. Die ganze Geschichte in diesem Buch war sehr mitfühlen, mitreißend und auch sehr dramatisch. Was am Anfang noch nicht danach aussah wurde gegen Ende des Buches völlig umgekrempelt. Die Geschichte nahm zum Ende hin wirklich noch eine Wendung mit der ich als Leser nicht mehr gerechnet hätte. Einfach unglaublich! Fazit: Das Buch "Die Spuren meiner Mutter" von Jodi Picoult ist ein Buch das ich nicht so schnell vergessen werde. Die Geschichte in diesem Buch wurde mit sehr viel Liebe geschrieben, die Charaktere waren einzigartig und die Tierwelt der Elefanten wird in diesem Buch sehr groß geschrieben. Man erfährt dazu noch sehr viel über Elefanten und hält noch sehr viele Überraschungen bereit. Ich als großer Elefanten und Tierfreund gebe dem Buch ganze 5 von 5 Sterne und verleihe dem Buch den Titel als mein Jahreshighlight von 2018. Bewertung: 5 von 5 Sterne

Die Spuren meiner Mutter - Ein ungewöhnliches Buch

Von: Maike Datum: 04. August 2018

Dieses Buch hat mich nicht losgelassen. Eine Geschichte über die dreizehnjährige Jenna, die auf der Suche nach ihrer Mutter ist. Die Elefantenforscherin Alice ist damals, als Jenna drei Jahre alt war, nach einem mysteriösen Unfall im Elefantengehege verschwunden. "Es gibt so unglaublich viele Menschen, die im Herzen eines anderen herzförmiges Loch hinterlassen haben." Jennas Vater Thomas ist mittlerweile in einer Psychatrischen Klinik untergebracht. Und so heuert Jenna die Wahrsagerin Serenity und den Privatdetektiv Virgil an, um ihre Mutter zu finden. Serenity und Virgil haben ihre besten Zeiten bereits hinter sich. Dieser Roman hat mich unglaublich gefesselt. Die Erzählungen von Jenna wechseln sich mit denen ihrer Mutter Alice sowie Serenity und Virgil ab. Dabei bekommt man einen tiefen Einblick in die Lebensform von Elefanten und erkennt, wie ähnlich wir uns auf eine Art sind. Und zum Schluss gibt es noch ein wirklich überraschendes Ende, das mich erst ein wenig verstört hat. Aber irgendwie war es auch stimmig. Ein Roman, der mich noch lange beschäftigt hat.

Ein Buch das dich sprachlos zurück lässt

Von: Fantasticbookwords Datum: 23. May 2018

Eigene Meinung Die Spuren meiner Mutter, erzählt eine Geschichte über ein Mädchen, dass ihre Mutter einfach nicht vergessen kann. Im Alter von 13 Jahren nimmt sie es selbst in die Hand und sucht sie. Durch die verschiedenen Erzählstrenge (Jenna, Alice, Serenity und Virgil), wachsen dir alle Personen und natürlich auch die Elefanten, so ans Herz, dass man nur noch mitfiebern kann. Diese Geschichte berührt einen so sehr, wie es nur wenige Bücher schaffen können. Ich habe am Schluss, Rotz und Wasser geweint und habe die Welt nicht mehr verstanden, so erging es mir zuletzt bei Harry Potter, und das heißt schon viel. Natürlich, kommen die Elefanten auch kein bisschen zu kurz. Man erfährt sehr viel über sie und dennoch wirkt es nicht zu langweilig. Jodi Picoult zeigt uns noch ein bisschen mehr, dass wir diese wundervollen Tiere schützen müssen und das jeder helfen kann. Jodi Picoult ist meine unumstrittene Lieblingsautorin und mit diesem Buch habe ich noch einen Grund mehr sie zu lieben. Deshalb bekommt das Buch von mir 5/5 Sternen. Ich Danke dem Bloggerportal und dem C. Bertelsmann Verlag für das Rezensionsexemplar

Herzzerbrechend schöner Roman

Von: lesestrickeule Datum: 17. May 2018

"Die Spuren meiner Mutter" ist gleichzeitig spannend wie ein Krimi und herzzerreißend schön und traurig. Jennas Mutter , Alice, verschwindet als sie drei Jahre alt ist. Nun ist Jenna dreizehn und setzt alles dran um ihre Mutter zu finden, sie kann und will sich nicht vorstellen, dass diese tot ist und sie verlassen hat. Bei der Suche nach ihrer Mutter holt sie sich Hilfe bei einer Wahrsagerin und einem Privatdetektiven, der sich damals mit dem Fall beschäftigt hat. So entsteht ein sehr kurioses Dreier Gespann. Man lernt die zwei auch näher kennen , da es Kapitel gibt, die aus ihrer Perspektive geschrieben sind. Durch die Tagebucheinträge von Alice erfährt man mehr über ihr Leben und vor allem über ihre Forschung über die Elefanten. Ihre Begeisterung und Liebe zu den Elefanten ist ansteckend. Umso emotionaler sind die Einträge, wenn sie die trauernden Elefanten beobachtet. Trauer und Abschied nehmen ist wie ein roter Faden in diesem Roman, aber auch Liebe und die starke Bindung zwischen Mutter und Kind. Ich finde es toll und wichtig , dass die Autorin die Aufmerksamkeit weckt auf den schrecklichen Handel um Elfenbein und wie die Elefanten dafür schamlos ermordet werden. Der Schreibstil von Jodi Picoult ist einzigartig und wunderschön, sie fesselt mich mit jedem ihrer Romane aufs Neue. Einerseits könnte man diesen Roman in einem Atemzug verschlingen, aber andererseits braucht man Zeit zum Nachdenken und Verarbeiten. Dieser Roman hat mich sehr berührt und sehr zum Nachdenken angeregt. Auch wenn ich das Buch vor ein paar Tagen beendet habe, beschäftigt es mich immer noch und ich werde es auf jeden Fall weiter empfehlen und mindestens noch ein mal lesen. Von mir gibt es fünf Eulen 😊

Über Elefanten und verschwundene Mütter

Von: Franz-allesmitliebe Datum: 28. February 2018

Noch eine spannende Geschichte über eine dysfunktionale Familie: die 13-jährige Jenna wächst bei ihrer Großmutter auf, da ihre Mutter, eine Elefantenforscherin, spurlos verschwand, als sie drei war, ihr Vater seitdem in der Psychatrie lebt. Mithilfe des Mediums Serenity und dem abgehalfterten ehemaligen Polizisten Virgil, der alkoholkrank als Privatdetektiv arbeitet, macht sie sich auf die Suche. Alice Metcalf erforschte vor ihrem Verschwinden unter anderem das Trauerverhalten von Elefanten, in Afrika lernt sie ihren späteren Mann Thomas kennen, der in den USA eine Auffangstation für Zirkus- und Zooelefanten betreibt. Es ist Liebe auf den ersten Blick, Alice wird schwanger und zieht zu Thomas. Doch das Leben mit dem sensiblen Mann ist alles andere als einfach, wie man im Laufe der Geschichte erfährt, die immer abwechselnd von den Protagonisten erzählt wird. Irgendwann sind zwei Angestellte des Parks tot, Alice verschwindet spurlos aus dem Krankenhaus. Das wäre aber alles keine Jodi-Picoult-Geschichte, wenn es da nicht noch einen besonderen Twist gäbe, mehr wird an dieser Stelle nicht verraten (Penguin). Daneben lernt man noch jede Menge über die Spezies Elefanten und das Muttersein.

My first time with ...

Von: Bunte Worte Datum: 17. February 2018

My first time with ... ...Jodie Picoult Meine Mutter liebt die Bücher von Jodi Picoult, ich habe schon etliche gesehen und auch in der Hand gehabt - gelesen habe ich trotzdem bisher kein einziges. Bereits letztes Jahr im November bekam ich vom Bloggerportal (vielen Dank dafür) eine Ausgabe von "Die Spuren meiner Mutter" zur Verfügung gestellt. Viel zu lange stand es im Regal rum, doch jetzt möchte ich euch davon erzählen (bzw. man könnte es auch eine Rezension nennen). *** Worum geht es eigentlich? *** Die Mutter der 13jährigen Jenna Metcalf ist vor 10 Jahren nach einem tragischen Unfall im Elefanten-Reservat von New Hampshire spurlos verschwunden. Jennas Vater hat den Vorfall im Elefantenreservat nie verwunden und lebt seitdem in einer Psychatrie, Jenna wächst bei der Großmutter auf, die alles rund um Jennas Mutter am liebsten verschweigt. Jenna beschließt alles selber in die Hand zu nehmen und das Rätsel um ihre verschwundene Mutter zu lösen. Unterstützung holt sie sich bei einer Wahrsagerin/ einem Medium, die einmal hohes Ansehen genossen hatte, nach einigen Fehlgriffen aber in Ungnade gefallen ist und bei dem Detective, der damals den Vorfall im Elefantenreservat betreut hatte, dessen Karriere aber mittlerweile vorbei ist und sich als Privatdetektiv verdingt. Gemeinsam versuchen sie das zehn Jahre alte Rätsel zu lösen. *** Rezension *** Als das Bloggerportal-Päckchen mit "Die Spuren meiner Mutter" bei mir ankam, habe ich mich tatsächlich direkt hingesetzt und angefangen zu lesen. Ich wollte endlich herausfinden, was viele Leser so begeistert von Jodi Picoult sprechen lässt. Und - ich kam nicht rein. Vielleicht war ich in der Regel abends zu müde zum Lesen, ich weiß es nicht. Dennoch war es so, dass ich immer wieder ein, zwei Seiten las und das Buch dann doch wieder ins Regal stellte. Dabei ist der Schreibstil leicht und angenehm, es entstehen direkt Bilder im Kopf, man kann sich Jenna gut vorstellen und ihr Handeln auch gut nachvollziehen. Dann kam ich irgendwann an den Punkt, an dem der Knoten platzte und ich las und las, eine Seite nach der nächsten. Ich lernte Jenna besser kennen und dann das Medium Serenity und den Detektiv Virgil. Schneller als man schauen kann nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Jennas Schicksal ist von Beginn an ergreifend und man will als Leser auf jeden Fall herausfinden, wohin die Mutter verschwunden ist, aber die Geschichte lebt auch von den Nebenfiguren Serenity und Virgil, die dem Ganzen eine bewundernswerte Dreidimensionalität geben. *** Fazit *** Ein wirklich gelungenes "My first time with", denn "Die Spuren meiner Mutter" hat mich definitiv aufmerksam gemacht auf die Autorin Jodie Picoult und ich kann das Buch wärmstens weiterempfehlen. Es ist spannend und realitätsnah geschrieben und reißt einen immer wieder aufs Neue mit - aber ich gestehe, die wissenschaftlichen Passagen über die Gedächtnis- und Trauerforschung bei Elefanten habe ich oft nur überflogen.

Verblüffendes Ende

Von: geschichtenträumerin Datum: 11. February 2018

Gerade eben habe ich „Die Spuren meiner Mutter“ von Jodi Picoult beendet. Hierbei handelt es sich um einen Roman, der Ende August 2016 im Penguin-Verlag erschienen ist. Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung. Zunächst lässt sich sagen, dass es mir bei diesem Roman wahnsinnig schwer fällt, eine Rezension zu verfassen. Zum einen liegt das daran, dass ich noch mitten in der Geschichte feststecke und nicht fassen kann, dass es bereits zu Ende ist. Zum anderen daran, dass ein zentraler Punkt meiner Rezension das Ende ist, welches ich allerdings möglichst umschreiben werde, um die Rezension spoilerfrei zu gestalten. Wie bis jetzt immer bei Jodi Picoults Büchern habe ich etwas Zeit für den Einstieg in das Buch gebraucht, was an und für sich aber nichts Schlimmes ist, da der Grund dafür in der Vielschichtigkeit der Charaktere liegt. Es kann dem Leser nicht direkt auf der ersten Seite gelingen, die Hauptpersonen zu durchdringen, da diese so viele verborgene Charaktereigenschaften enthalten, die sich erst im Laufe der Geschichte entlarven. Allgemein wird „Die Spuren der Mutter“ aus mehreren Sichten erzählt. Jenna, Serenity, Virgil sowie Alice kommen hierbei zu Wort und berichten hierbei Vergangenes und gerade Geschehendes aus ihrer Perspektive. Dies hat mir sehr gut gefallen, da so die Beweggründe der verschiedenen Charaktere perfekt beleuchtet werden konnten und sich erst gegen Ende die verstreuten Details mancher Erzählungen zu einem kompletten Bild zusammen setzen konnten. Besonders die Kapitel aus Alices Sicht bleiben das ganze Buch über sehr kryptisch. Erzählungen über Elefantenherden, ihre Forschungen rund um Trauer bei Elefanten und das Elefantenreservat – auch wenn ich dies sehr interessant fand, kann ich erst im Nachhinein den Sinn darin erkennen. Ich kann daher absolut die Leser verstehen, die von Berichten über Elefanten und Forschungen eher genervt waren, da diese nicht aktiv zum Fortschreiten der Geschichte beitragen. Nur jemand, der sich für Elefanten interessiert oder allgemein für wissenschaftliche Forschungen und Erkenntnisse bezüglich Gefühle bei Tieren, wird diese Kapitel wirklich genießen. Jenna, Serenity und Virgil als vorherrschende Charaktere lassen sich – wie der Klappentext so schön sagt – wirklich aus kurioses Trio betiteln. Mit Unterhaltungscharakter machen sich die drei starken Persönlichkeiten, die eigentlich überhaupt nicht zusammenpassen, auf eine Suche nach Jennas Mutter. Meiner Meinung nach hat Jodi Picoult auch diesmal in „Die Spuren meiner Mutter“ wunderbare Charaktere erschaffen, da jeder einzelne etwas Lehrendes dem Leser zu verraten hat. Was ich persönlich so sehr an Jodi Picoults Büchern schätze, ist der eben bereits angesprochene Lehrwert. „Die Spuren meiner Mutter“ enthält so viele wichtige Erkenntnisse über Trauer und Liebe, Leben und Tod bei Menschen und Elefanten gleichermaßen. Im Vergleich zu „Bis ans Ende der Geschichte“ wird hier zwar kein national wichtiges Thema weitergegeben, aber schlussendlich betreffen diese Erkenntnisse doch jeden einzelnen von uns. Alles in allem hat das Ende dieses Buchs meinen Blickwinkel auf die Bewertung und den Inhalt maßgeblich verändert. Vor der Auflösung habe ich mich an mancher Stelle gefragt, warum spezielle Szenen überhaupt wichtig waren, sich die Geschichte etwas zieht oder warum die Spurensuche gerade so abgelaufen ist. Vor der Auflösung hätte ich das Buch wahrscheinlich schlechter bewertet, da mir das Tiefgründige, was ich von Jodi Picoult kenne, etwas gefehlt hat. Im Nachhinein, da ich nun das Ende kenne, ergibt doch jede einzelne Szene Sinn und führt den Leser zu einer verblüffenden, aber runden Auflösung, die den Leser alles bisherige überdenken lässt. Von meiner Seite aus lässt sich sagen, dass „Die Spuren meiner Mutter“ allein aufgrund des Endes ein lesenswerter Roman ist. Insgesamt bin ich schwer begeistert von der Auflösung und damit von der gesamten Geschichte von Jenna, Virgil, Serenity und Alice. Jedoch bringe ich es nicht über‘s Herz, mehr als 4,5 Sterne zu vergeben, da meine Begeisterung erst durch das Ende so sehr angefacht wurde und ich – wäre dieses nicht gewesen – andere Bücher von Jodi Picoult deutlich besser gefunden hätte.

Sehr Bewegend

Von: Susi's Leseecke Datum: 30. January 2018

Wieder ist es der Autorin gelungen, mich total zu fesseln. Mit ihrem Schreibstil schafft es Official Jodi Picoult UK Fanpage einen jedes mal in den Bann ihrer Bücher zu ziehen. Das Cover gefällt mir selbst eher weniger,aber mir kommt es auch auf den Inhalt an,äusserlichkeiten stehen da hinten an. Die Autorin schreibt sehr spannend und bewegend,was einem dazu führt des öfteren innezuhalten um zu verstehen. Die Protagonisten,sind sehr gut ausgearbeitet und passen perfekt zur Story. Mein Fazit: Wieder ein Buch das mir sehr nahe ging und mir einmal mehr gezeigt hat wie wichtig eine Mama im Leben eines Kindes ist. ☆ Ein Kind ohne Mutter ist wie eine Blume ohne Wasser ☆ (indisches Sprichwort)

Spannend bis zum sehr überraschendem Ende !!!

Von: Literaturwerkstatt-kreativ /Blog Datum: 29. January 2018

Jenna Metcalf wurde von ihrer Mutter Alice verlassen, als sie drei Jahre alt war. Alice war Wissenschaftlerin und erforschte mehrere Jahre das Trauerverhalten von Elefanten in Afrika. Dort lernte sie Jennas Vater Thomas Metcalf kennen. Dieser betreut in New Hampshire ein Schutzgebiet für Elefanten. Elefanten die kein Zoo oder Zirkus mehr haben wollte, weil sie als zu schwierig oder gefährlich eingestuft wurden. Als Alice merkt, das sie von Thomas schwanger ist, zieht sie zu ihm in die USA und kümmert sich dort ebenfalls um das Schutzgebiet. Jenna wird geboren. Eines Nachts wird eine Mitarbeiterin im Elefantengehege ermordet aufgefunden und Alice wird bewusstlos und verletzt in ein Krankenhaus gebracht , aus dem sie jedoch noch in der selben Nacht spurlos verschwindet. Jenna wächst seitdem bei ihrer Großmutter auf, da ihr Vater seit dem Verschwinden ihrer Mutter in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht ist. Dreizehn Jahre ist Jenna mittlerweile alt und möchte endlich wissen, warum ihre Mutter sie zurückgelassen hat und einfach verschwunden ist. So begibt sie sich auf die Suche nach ihr. Dafür heuert sie die Hellseherin Serenity an. Einst ein gefeierter Star als Medium, arbeitete sie eng mit der Polizei zusammen und half ihr mit ihren hellseherischen Gaben, vermisste Personen ausfindig zu machen. Nach einer fatalen, falschen Vision die sie hatte, kann sie jedoch keinen Kontakt zu toten Personen mehr aufnehmen. Sie versinkt beruflich in der Bedeutungslosigkeit. Neben Serenity nimmt Jenna noch Kontakt zum Privatdetektiv Virgil auf. Er war der Polizist der damals den Mordfall im Elefantengehege untersuchte. Sie erhofft sich von ihm Antworten auf das Verschwinden ihrer Mutter zu bekommen. Dieser sucht jedoch seit diesem ungelösten Fall sein Heil im Alkohol, arbeitet daher nicht mehr bei der Polizei und schlägt sich seitdem als Privatdetektiv durch. Dieses sehr ungleiche Trio macht sich nun auf den Weg um Antworten zu finden. Fazit: Jodi Picoult ist schon lange erfolgreich in der Literaturszene, mir aber nur bekannt durch ihre Buchverfilmung „Beim Leben meiner Schwester“. Verfilmungen sind aber immer anderes einzuordnen und von daher fand ich, es sei an der Zeit, auch mal ein Buch von ihr zu lesen. „Die Spuren meiner Mutter“ haben mich sofort sowohl vom Cover, als auch bei der Lektüre des Klappentextes her angesprochen und so habe ich mich bewusst für dieses Buch entschieden. Es ist einfach zu lesen und wird aus der Sicht der einzelnen Personen erzählt. Mit den Protagonisten habe ich mich schnell anfreundet, Picoult hat sie aber auch wunderbar in Szene gesetzt. Und gerade Charaktere wie Vergil und Serenity – gestrauchelte, verlassene, aber liebenswerte Antihelden – machen dieses Buch einfach lesenswert. Humoristische Einlagen durch die verbalen Wortgefechte von Jenna, Serenity und Virgil sind grotesk, komisch. Diese liebevollen Auseinandersetzungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch und die nicht ganz einfachen Grundthemen des Buches, – Trauerarbeit und Verlust – verlieren dadurch an Schwere. Natürlich spielen auch die Elefanten eine wichtige, zentrale Rolle in diesem Buch. Jodi Picoult hat sehr gut recherchiert, an manchen Stellen hatte ich das Gefühl, fast schon ein Sachbuch über Elefanten zu lesen. Diese Informationen sind aber auch nötig, um Elefanten in ihrem Verhalten besser zu verstehen. Gerade die Beschreibungen wie Elefanten trauern wenn sie eine Totgeburt haben, fand ich sehr bemerkenswert und Aufschlussreich im Vergleich zu unserem menschlichen Trauer-Verhalten. „Die Spuren meiner Mutter“ ist ein spannender und eindrucksvoller Roman mit einem Ende, das ich so überhaupt nicht erwartet habe und das mich völlig überraschte. Ich kann nur sagen, es wird nicht mein letzter Roman von ihr sein. Eine absolute Leseempfehlung !!!

Sehr spannend!

Von: Maddie Datum: 19. January 2018

Was für ein gewaltiges Buch. Ich glaube nur Jodi Picoult hat es in letzter Zeit geschafft, mich so an ein Buch zu fesseln. Ohne das Gefühl verspüren zu müssen, das Buch beiseite zu legen, weil es mich langweilt. Von vorn bis hinten war es einfach nur spannend. Aufmerksam bin ich durch einen anderen Blog geworden. Außerdem geht es hier auch um Elefanten. Ich mochte diese Tiere schon immer, aber in deisem Buch bekommt man einen ganz anderen Blickwinkel auf Elefanten und ihre Haltung. Ich gehe jetzt definitiv anders heran und betrachte Elefanten in einem ganz neuen Licht. Im ganzen Buch gibt es spannende Fakten. Ich kann sehr gut verstehen, warum diese Tiere eine so große Begeisterung ausrufen. Neben den Elefanten geht es hier um eine spannende Suche. Die Suche einer Tochter nach ihrer verschwundenen Mutter. Ich fand den Aufbau des Buches sehr gut. Erzählt wird, wie bei vielen Büchern der Autorin, aus mehreren Perspektiven. Dadurch ist der Überblick des Lesers sehr groß. Der Spannungsbogen wurde hier hoch gehalten und über einen langen Zeitraum aufgebaut. Dadurch kam ich auch schwer vom Buch los, da ich einfach wissen musste, was als nächstes passiert. Gegen Ende gibt es dann eine echte Überraschung, die ich so auf jeden Fall niemals vorhergesehen hätte. Das hat mich fast ein bisschen aus der Bahn geworfen. Wow!!! Ich hab mir das ein bisschen anders gedacht. Mich hat das dadurch verwirrt und ich musste mir dem Kopf schütteln, aber da merkt man mal wieder, wie sehr einen das Buch mitreist. Jodi Picoult hat mich auch hier wieder gefesselt und ich möchte definitiv mehr von der Autorin haben. Wer ein spannendes Buch sucht, Elefanten mag und gerne neues heraus findet, ist bei diesem Buch auf jeden Fall richtig.

Eine spannende Suche, mit ganz viel Mutter-Tochter-Liebe

Von: Bookish Jay Datum: 02. January 2018

Meinung Jodi Picoult hat einen großartigen, einfühlsamen Schreibstil. Sie erzählt die Geschichte von Mutter und Tochter sehr liebevoll und auch mit sehr viel Herzschmerz - es ist herzzerreißend. Jodi Picoult hat sehr viel Wärme und Liebe in die Worte gesteckt, die Gefühle waren zum Greifen nah. Die Charaktere in diesem Roman haben mir alle gefallen! Obwohl sie so unterschiedlich sind, halten sie zusammen - in guten und auch in schlechten Zeiten. Jenna, Serenity und Virgil sind ein witziges, aber auch herzensgutes Team gewesen. Die hartnäckige, dickköpfige Jenna, die stets alles auf sich genommen hat, um ihre Mutter zu finden. Die schrullige Serenity, die geglaubt hat, ihre Gabe als Medium verloren zu haben und sich mehr oder weniger mit Schwindelei durchs Leben kämpft. Der etwas jähzornige Virgil, der gerne zum Alkohol greift und nicht von Serenity’s Gabe überzeugt werden kann. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass einigen Lesern die Kapitel von Alice zu viel waren. Alice ist Wissenschaftlerin, sie erforscht das Trauerverhalten von Elefanten. Nun gibt es definitiv Leser, die dieses Gebiet schlichtweg nicht interessiert - für mich waren es aber großartige Einblicke! Ich liebe Elefanten, diese fast schon mystischen Tiere, und habe mich sehr gefreut, mehr über sie zu lesen und zu erfahren. Das Ende des Romans hat mich geschockt, auf so ein Ende war ich definitiv nicht vorbereitet! Da glaubte ich die ganze Zeit an ein Happy End, welches es auch gab, aber ein ganz anderes… Fazit Ein überaus gelungenes Buch mit vielen Emotionen und ganz viel Herzschmerz! Das Ende kam unvorbereitet, hat mich geschockt und passte dennoch sehr gut zu „Die Spuren meiner Mutter“. Ich vergebe volle fünf Sterne!

4 von 5 Sternen

Von: Sonja/Shaaniel Datum: 01. January 2018

🎆🎇🎇Rezensionsexemplar🎇🎇🎆 -Bloggerportal Randomhouse- www.elephants.com 4 von 5 Sternen ,,Ein weiteres grandioses Werk von Jodi Picoult! " (Autorin von: Beim Leben meiner Schwester) Jodi Picoult hat sich mal wieder wie immer selbst übertroffen! Ich habe schon einige Werke von ihr gelesen und wurde nie enttäuscht, ich für meinen Teil möchte sagen, dass jodi die Art von Autorin ist, die man nicht mehr vergisst. Jedes ihrer Bücher hat eine bestimmte Botschaft und die ist nach den Lesen immer noch sehr präsent und prägend. .... Auch in "Die Spuren meiner Mutter", gibt es so einen roten Faden, der sich durch das ganze Buch zieht. Einmal gibt es da eine Tochter, die seit 10 Jahren verzweifelt ihre vermisste Mutter sucht, dann gibt es dort ein Medium die noch immer nach ihrer Bestimmung sucht und gleichzeitig gibt es dort eine Mutter, die vor der Vergangenheit fliehen möchte! Und da dies natürlich noch nicht genug für Jodi ist gibt es noch das wunderbare große Thema Elefanten und ihre wundervolle Lebensweise, genauso wie ihre qualvolle Ausbeutung und Tötung! Dieses Buch hat mich unglaublich gefesselt, da es auf ehrliche Weise zeigt, wie wir Menschen mit Tieren, hier insbesondere die Elefanten, umgehen und das wir denken uns würde dieser Planet ganz alleine gehören! Ich habe sehr viel neues über diese wunderbaren Tiere gelernt und kann dieses Buch mit gutem Gewissen weiter empfehlen

Rührende Geschichte über Mutterliebe

Von: sinaunknown Datum: 28. December 2017

"Die Spuren meiner Mutter" war das erste Buch von Jodi Picoult, das ich je gelesen habe, aber es wird auf jeden Fall nicht das Letzte bleiben. Die Geschichte wurde aus vier Perspektiven erzählt. Da ist zum einen die Sicht von Jenna, dem dreizehnjährigen Mädchen, das zielstrebig nach ihrer verschwundenen Mutter sucht und nicht so schnell aufgeben will. Dann ist da Virgil, der ehemalige Polizist, der völlig am Ende ist. Serenity, ein Medium, das seine Kräfte verloren hat. Und zu guter Letzt auch noch Alice Metcalf, die verschwundene Mutter Jenna`s. Was ich an den verschiedenen Perspektiven sehr gerne mochte, war, dass sie alle ihren ganz eigenen Charakter hatten. Alice klang zum Beispiel stets recht wissenschaftlich und trotzdem konnte man ihre Gefühle, Gedanken und Emotionen meiner Meinung nach gut verstehen.  Im Laufe des Buches habe ich sehr viel über Elefanten gelernt. Die Dickhäuter sind wirklich faszinierende Wesen und ich fand es sehr schön, wie die Autorin es geschafft hat, menschliche und tierische Reaktionen und Gefühle miteinander zu verweben und zu verbinden. Ausserdem hat sie durch die Geschichten über die Elefanten das zentrale Thema der Mutterliebe verstärkt und noch besser gezeigt. Denn dadurch, dass die Mutterliebe sowohl bei den Tieren als auch bei den Menschen eine wichtige Rolle spielte, wirkte sie echter, grösser und realer. Kurz vor dem Ende des Buches erwartet einen dann noch ein riesiger Plottwist. Ich hätte diese Wendung tatsächlich niemals erwartet und war dementsprechend überrascht und sprachlos, als ich die letzten paar Seiten gelesen habe. Mir hat die Wendung aber sehr gut gefallen. Ich finde, sie hat der Geschichte das gewisse Etwas gegeben, das ihr ansonsten vielleicht gefehlt hätte und so verlieh ich dem Buch "Die Spuren meiner Mutter" schlussendlich fünf von fünf Sternen. 

Wieder ein Muss für Picoult Fans

Von: Amber144 Datum: 21. December 2017

Das Cover passt wieder perfekt zum Buch. Dies ist für mich auch schon ein Indiz bei den Romanen der Autoren, dass die Cover immer sehr gut zur Geschichte passen. Ich kenne so gut wie alle Bücher der Autorin und auch dieses Buch hat mich wieder begeistert. Die Geschichte ist wieder sehr einfühlsam geschrieben und man kann als Leser nicht anders als mitfiebern und hoffen, dass alles gut ausgeht. Die Idee der Geschichte ist wieder etwas anderes, auch dafür steht die Autorin für mich. Ihre Geschichten sind immer besonders. In diesem Roman sind verschiedene Handlungsstränge zu finden, die aber für mich gut abgegrenzt waren, sodass keine Verwirrung entstehen konnte. Was mich besonders gefreut hat sind die vielen Informationen über Elefanten. Man lernt in diesem Buch noch einiges dazu und man merkt als Leser, dass die Autorin sich Mühe mit der Recherche gegeben hat. Mit dem Ende habe ich gar nicht gerechnet und war doch sehr erstaunt, aber es passte perfekt und hat die Geschichte rund gemacht. Insgesamt wieder ein tolles Buch der Autorin das auf jeden Fall lesenswert ist. Verdiente 4 Sterne.

GENIALER ROMAN!

Von: Corisbuchwelt Datum: 28. November 2017

Jenna Metcalf lebt bei ihrer Großmutter. Ihr Vater ist geistig verwirrt und kann sich nicht um seine Tochter kümmern und ihre Mutter - sie ist verschwunden. Spurlos. Und Jenna leidet schrecklich darunter. Ständig fragt sie sich, ob ihre Mutter Opfer eines Verbrechen wurde oder ob sie tatsächlich freiwillig gegangen ist. Vor zehn Jahren wurde eine Angestellte im Elefantenresort, das ihre Eltern leiteten von einem Elefanten zu Tode getrampelt. Jennas Mutter, Alice, wurde verletzt. Stunden später entließ sie sich selbst aus dem Krankenhaus und wurde niemals wieder gesehen. Jenna beschließt schließlich, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Nachdem ihre Mutter niemals als vermisst gemeldet wurde, hilft die Polizei ihr nicht weiter und das junge Mädchen muss sich selbst Hilfe suchen. Sie landet bei dem alkoholabhängigen Privatdetektiv Virgil, der vor Jahren als Polizeibeamter die Vorfälle im Park untersucht hat. Kontrast hierzu ist die Wahrsagerin Serenity. Die mit pinken Haaren ausgestattete Dame war eins berühmt und hatte eine eigene Talkshow - spezialisiert war sie auf Vermisstenfälle. Dass er seit Jahren Schuldgefühle hat, weil er den Fall um Alice Metcalf nicht lösen konnte, verschweigt Virgil dem jungen Mädchen jedoch. Dass Serenity keinen Zugriff mehr auf ihre hellseherischen Fähigkeiten hat, verschweigt sie ebenfalls. Und obwohl sie wie Feuer und Wasser sind, sind beide fest entschlossen, Jenna zu helfen. Die Handlung klingt zunächst sehr abstrus, doch dieser Roman ist so viel mehr als man erwartet. Es klingt skurril und humorvoll, doch ist es tiefgründig und emotional. Die Autorin wechselt hier zwischen den Perspektiven von Alice, die in der Vergangenheit beschreibt, wie sie ihren Mann kennen lernt, welche emotionalen und finanziellen Probleme ihr Leben prägen und vor allem die Elefanten. Und die Geschichten über Elefanten sind großartig. Sie zeigen diese einfühlsamen Wesen aus der Perspektive einer Forscherin, die das Trauerverhalten von Elefanten untersucht und fügt ihre gleichsam faszinierenden wie auch berührenden Anekdoten perfekt in die Handlung ein. Besonders wundervoll geschrieben sind die Kapitel aus Jennas Perspektive. Sie ist eine ungewöhnliche Protagonistin, die durch ihre traurige Situation sehr früh erwachsen werden musste. Das Verschwinden ihrer Mutter ohne jegliche Erklärung belastet sie zutiefst und sie verbringt die Meiste Zeit damit, im Internet nach vermissten Personen zu recherchieren. Dennoch ist Jenna optimistisch und liebevoll und man kann nicht anders, als diese Protagonistin ins Herz zu schließen. Alice ist es, die das Buch interessant macht, Jenna ist es, die ihm Leben einhaucht. Virgil ist nicht sehr sympatisch, doch das soll er gar nicht sein. Seine Rolle im Roman ist es, die kritischen Fragen zu stellen. Wie etwa, ob es tatsächlich ein Unfall war, der damals geschehen ist. Ob Alice etwas damit zu tun hatte. Und ob Alice Metcalf nicht etwa Opfer eines Verbrechens wurde, sondern eine Täterin ist - auf der Flucht. Ein besonderes Highlight ist Serenity. Sie hat ihre Kräfte als Medium verloren und kommt damit noch nicht zurecht - selbst wenn es Jahre her ist. Das Showbusiness und ihre Talkshow zu verlieren, hat ihr den letzten Rest gegeben. Doch sie kann Jenna nicht hängen lassen und versucht dennoch alles, was sie kann, um ihr zu helfen. Mit diesen ungewöhnlichen und verschiedenen Figuren schickt die Autorin ihre Leser auf eine spannende Suche, die mit mehreren großen Überraschungen aufwarten kann. Ihr fließender, wundervoller Schreibstil haucht all ihren verschiedenen und durch und durch glaubhaften Charakteren Leben ein, so dass sich die Handlung wie von selbst ergibt. Ich kann diesen Roman vollen Herzens weiter empfehlen, denn ich bin restlos begeistert. Jodi Picoult hat hier ein ungewöhnliches und bezauberndes Buch geschrieben, das mich durch und durch überrascht hat. Der Klappentext lässt auf leichte und humorlose Lektüre schließen, doch dieser Roman ist ein emotional anrührendes und berührendes MEISTERWERK.

Spannung bis zum unvorhersehbaren Ende

Von: Gudrun Datum: 20. November 2017

Das Cover mit seiner zarten Farbgebung und den gelungenen Abbildungen hat mich auf Anhieb angesprochen. Treffender hätte es nicht gewählt werden können, denn der Inhalt und der Schreibstil passen perfekt. An den Schreibstil musste ich mich anfangs erst gewöhnen, denn zu Beginn habe ich deshalb nicht so recht ins Geschehen versinken können. Zuerst kam mir der Stil etwas zu starr und uneingängig vor. Nach einer kurzen Einlesephase jedoch, hat sich das für mich verändert, denn ich habe festgestellt, dass genau dieser Stil zur Geschichte an sich passt. Er unterstreicht die Szenerien und die Darstellung der Charaktere nur noch. Wie gesagt, musste ich mich erst einlesen, aber, dies hat nicht lange gedauert und dann war ich voll und ganz im Geschehen gefangen.Die Geschichte war originell und intensiv geschildert, so dass ich mithoffen, -bangen, -leiden und die Vorkommnisse erleben konnte. Der Spannungsbogen, der Schritt für Schritt aufgebaut wurde, hat sich bis zum Ende hin gehalten und die Auflösung der Vorgänge war vollkommen unvorhersehbar und überraschend. Die Emotionen, die durch die Authentizität der Figuren entstanden sind, waren tiefgreifend und positiv aufwühlend daher war der Lesegenuss bis zum Ende hin gegeben. Ich finde die Zusammenspiel der Geschichte mit den emotional tiefgreifenden und auch spannenden Elementen sehr originell und alles in allem wurde es hervorragend umgesetzt. Mein Fazit: Spannung bis zum unvorhersehbaren Ende

mutter-tochter-liebe auf den Punkt gebracht

Von: Yvonnes welt Datum: 10. November 2017

DER INHALT AUS MEINER SICHT In Die Spuren meiner Mutter geht es darum, dass Jenna ihre Mutter sucht, die vor zehn Jahren nach einem Unfall spurlos verschwand. Für ihre Suche bittet sie Serenity - ein Medium - und Virgil - ein ehemaliger Cop, der in dem Fall ermittelt hat und nun Privatdetektiv - um Hilfe. Zu Anfang schien mir das Ganze doch ein wenig kurios und manchmal war der Inhalt nicht ganz einleuchtend, zum Schluss gab es allerdings eine dicke Wendung, mit der ich in keinem Fall gerechnet habe und die ich nicht einmal habe kommen sehen, obwohl im Buch einige Hinweise versteckt waren. Für diesen Plottwist hätte Jodi Picoult, würde ich Punkte vergeben, definitiv 10 von 10 bekommen. SCHREIBSTIL UND AUFBAU - WAS GIBT ES DA ZU SAGEN? Wie auch schon bei Kleine große Schritte bin ich auch hier von Jodi Picoult's Schreibstil sehr begeistert. Er ist wieder schön schlicht und doch emotional, aber auch nicht zu emotional, dass es kitschig wirken würde. Auch die Struktur in Die Spuren meiner Mutter ist wieder ähnlich. Das Buch ist aus der Sicht von Jenna, Alica, Serenity und Virgil geschrieben. Und auch wenn ich diese Idee auch hier sehr gut fand, hat es mich doch mehr durcheinander gebracht. Am Ende und als es auf den Plottwist zuging habe ich dann aber doch den Sinn dahinter feststellen können und bewerte es nun auch als super Idee. DIE SPUREN MEINER MUTTER - MEIN FAZIT AM SCHLUSS Wieder ein wundervolles Buch, das Jodi Picoult da niedergeschrieben hat. Man lernt nicht nur viel über vermeintliche Medien, wunderbar dargestellt durch Serenity sondern auch eine Menge über Elefanten und was für wunderbare Tiere diese sind. Wie schon sooft kann ich euch auch dieses Buch sehr empfehlen.

Afrikanische Dickhäuter...

Von: Diane Jordan Datum: 31. October 2017

Die Spuren meiner Mutter Diane Jordan Die Rätselfrage „DICKHÄUTER“ mit 5 bis 14 Buchstaben ist mir schon öfter begegnet und immer wusste ich die Lösung. ☺Sonst, muss ich allerdings zugeben, weisssss ich recht wenig über diese impulsanten und faszinierenden Tiere. Das Cover meines neusten Romans „Die Spuren meiner Mutter“ zieren drei Elefanten, die meines Erachtens nach einer glücklichen, zufriedenen Tier-Familie (Herde) aussehen. Die hübschen Rüsseltiere auf dem mintfarbigen Untergrund ziehen meinen Blick und meine Aufmerksamkeit magisch an. Was hat es damit auf sich? Der Klappentext liest sich gut und zack, hat mich Jodi Picoult, die Autorin, mit ihrem neusten Werk am Haken. Gebannt lese ich Seite um Seite und tauche immer weiter in fremde Welten, Kontinente und das Schicksal der verschwundenen Mutter, der Protagonistin Jenna, ein. Äußerst spannend, sage ich euch. Die Charaktere der Mithelfer sind für meinen Geschmack fein konstruiert und glaubhaft. Nach und nach sind mir alle ans Herz gewachsen. Und so begebe ich mich mit meinem broschierten Roman, einer großen Portion Neugier und Abenteuerlust auf Entdeckungsreise in diese, für mich doch fremde Welt Und ich werde nicht enttäuscht. Eine großartige Handlung: Kind sucht, mit Hilfe von Unterstützern, seine spurlos verschwundene Mutter. Fein erzählt, spannend verpackt, mitreißend und nachdenklich machend. Zeitweise hatte ich eine dicke Gänsehaut, so hat mich alles mitgenommen. Stück für Stück kommt man den Geheimnissen immer mehr auf die Spur. Ein berührendes Drama, dass einen Menschen und Tiere in einem anderen Licht erscheinen lässt, aber auch aufrüttelt und sensibilisiert. Langsam werde ich zum Fan dieser Autorin, denn sie scheint einen Blick für das Ungewöhnliche und brisante Dinge zu haben. Ihr Buch: „Kleine große Schritte“ habe ich ebenfalls verschlungen und für sehr, sehr gut befunden! Klasse, auch das neue Buch. Es gefällt mir ausgesprochen gut und das Thema, wird meiner Meinung nach, von Jodi Picoult fein umgesetzt. Schreibstil und Sprache sind der Thematik angemessen und verzaubern durch detailreiche Schilderungen. Der Plot hat immer wieder überraschende Wendungen parat. Aber dadurch bleibt es auf den 528 Seiten auch abwechslungsreich und unvorhersehbar. Mir ging es zumindest so. Aber gleichermaßen machen sie auch traurig, je weiter man in die Geschichte hineingleitet. Und auch hier möchte ich, wie auch so oft in anderen Büchern, helfend und unterstützend eingreifen und manches nicht einfach so hinnehmen. Grins, vielleicht sollte ich selber Bücher schreiben und nicht nur Gelesenes rezensieren. Was meint ihr? Weitere Bücher: Kleine große Schritte Bis ans Ende der Geschichte Solange du bei uns bist Fazit: 5***** für meinen Lesetripp zu dem Dickhäutern und die Magie zwischen den Seiten.

Mal ganz was anderes...

Von: Biancas-Zeilenliebe Datum: 28. January 2018

Von Jodi Picoult. Ich liebe die Bücher dieser Autorin. Ihr Schreibstil fesselt den Leser von der ersten Seite an und ihre plötzlichen Wendungen rauben einem den Atem. Allerdings konnte mich dieses Buch von ihr nicht so ganz begeistern: die Idee an sich ist genial aber meiner Meinung nach zu wenig umgesetzt. Die Protagonistin fand ich anfangs nicht so sympatisch sondern eher unorganisiert, aber mit der Zeit konnte ich sie dennoch ins Herz schließen. Gegen Ende des Buches wurde es richtig Spannend. Ich fand dennoch dass es eine tolle Geschichte ist.

Die Geschichte konnte mich nicht überzeugen

Von: Monika Schulte Datum: 15. September 2017

Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Vor 10 Jahren ist diese spurlos verschwunden. Jenna wächst bei ihrer Großmutter auf, denn ihr Vater Thomas lebt in einem Heim. Ihre Eltern hatten sich einst in Afrika kennen gelernt, so Alice Metcalf, Jennas Mutter, die Trauer von Elefanten erforscht hat. Als Alice zurückkehrt nach Amerika, betreut sie zusammen mit Thomas ein Elefantenreservat in New Hampshire. Eines Tages kommt eine Tierpflegerin ums Leben und Alice verschwindet. Hat Alice damals tatsächlich ihre kleine Tochter allein zurück gelassen?  Jenna will den Fall noch einmal aufrollen. Sie hört von dem Medium Serenity, die einst eine erfolgreiche Wahrsager-Show im TV hatte - bis sie sich einmal vertan hat. Jenna fragt diese, ob sie ihr in ihrem Fall helfen könne. Auch der Privatdetektiv Virgil kommt mit ins Spiel. Er war damals an dem Fall beteiligt, ist heute aber ein menschliches Wrack und dem Alkohol verfallen. Zusammen versuchen sie den Fall zu klären und erleben dabei die eine und andere Überraschung.  Wer wie ich schon einige Romane von Jodi Picoult gelesen hat, wird auch gespannt auf dieses Buch gewesen sein, doch zum ersten Mal hat mich ihre Geschichte nicht gepackt. Wie immer in ihren Büchern, lässt die Autorin die verschiedensten Akteure zu Wort kommen. Der Leser bildet sich so ständig eine andere Meinung. Beim Lesen erfährt man meistens ein großes Gefühls-Karussell. Zum ersten Mal ist mir das nicht passiert. Mehrfach ist es  mir so ergangen, dass ich einige Passagen einfach nur quer gelesen habe. Die Geschichte liefert wertvolle Informationen zum Trauerverhalten von Elefanten, doch was zu viel  ist, ist zu viel. Ich habe so viele Informationen erhalten, dass ich das Gefühl hatte, ich würde ein Sachbuch über Elefanten lesen.  Vielleicht ist es auch nicht meine Geschichte, weil es zum Ende hin immer mystischer wird. Mystik und Geister sind nicht mein Fall, obwohl Jodi Picoults Roman "Zeit der Gespenster" auch von Geistern handelt. Er war aber dennoch komplett anders.  "Die Spuren meiner Mutter" - leider nicht das, was ich mir erhofft hatte. Eine Geschichte, die mich nicht überzeugt hat. 

Wieder ein toller Picoult!

Von: sk Datum: 14. September 2017

Klappentext: Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung. Meine Bewertung: Zum Cover: Das Cover ist wirklich wunderschön. Es ist kein Cover, das zu viel enthält. Im Gegenteil, es ist eher schlicht in meinen Augen. Die helle blaue, ja sogar schon türkise Farbe, die goldenen Elemente und die drei abgebildeten Elefanten wirken sehr friedlich. Dieses Cover hat eine sehr schöne Verbindung zur Geschichte im Roman, denn eine große Rolle in diesem Roman spielen Elefanten. Zum Inhalt: Wer Jodi Picoult kennt, der weiß, dass sie eine Autorin für die schwierigen Themen ist. Auch in diesem Roman hat sich Picoult an eine Familientragödie herangewagt. Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter. Die Elefanten zieren in dieser Geschichte nicht nur das Cover, sie spielen sogar eine große Rolle in diesem Buch. Zum Schreibstil: Ich liebe Picoults Schreib- und Erzählstil. Jodi Picoult lässt in ihrem Roman mehrere Erzählstränge parallel laufen. Die Kapitel sind aus verschiedenen Erzählperspektiven geschrieben: Jenna, der Wahrsagerin Serenity, dem Privatdetektiv Virgil und Jennas Mutter Alice. Wie man es von Picoult gewöhnt ist, schafft sie es dabei starke Charaktere zu erschaffen. Die Geschichte fügt sich mehr und mehr aus den unterschiedlichen Erzählsträngen zusammen und gibt auch Hinweise auf ihren Ausgang. Besonders gut haben mir die Kapitel über die Elefanten gefallen. Die Art und Weise wie Jodi Picoult diese Tiere dem Leser näherbringt und die Gefühle, und vor allem die Trauer der Elefanten auf uns Leser projiziert ist einfach bezaubernd. Manchmal hat man sogar das Gefühl, man würde in einem Lexikon über die Dickhäuter lesen. Es ist nie dieses Gefühl belehrt zu werden. Im Gegenteil, es schafft einen sehr interessanten Zusatzaspekt innerhalb des Romans. Hier hat Jodi Picoult ganze Arbeit geleistet und sehr gut recherchiert. Mein Fazit: "Die Spuren meiner Mutter" ist mein zweiter Roman von Jodi Picoult und ich muss sagen die Autorin begeistert mich schon wieder. Es ist ein außergewöhnlicher Roman mit Gänsehautfaktor, der mich in den letzten Tagen überhaupt nicht mehr losgelassen hat. Von der ersten bis zur letzten Seite habe ich diesen Roman völlig verschlungen und trotz der vielen Seiten wurde es nie langweilig. Dieser Roman berührt einen, weil man Jennas Sehnsucht und die Liebe der Elefanten wahrhaft spüren kann. Und genau sowas macht einen sehr guten Roman aus. Deshalb gebe ich diesem wunderbaren Roman 5 von 5 Sternen.

Was geschah mit Alice?

Von: Bücherliebe99 Datum: 26. August 2017

Jenna ist überdurchschnittlich klug und 13 Jahre alt. Als sie 3 Jahre alt war, ist ihre Mutter verschwunden. Jenna glaubt nicht, dass ihre Mutter tod ist oder sie freiwillig verlassen hätte, da sie diese drei Jahre als so innig empfunden hatte, dass sie den Tod ihrer Mutter einfach keinem Glauben schenken möchte. Außerdem meint sie, sie würde es spüren, wenn ihre Mutter wirklich tot wäre. Deshalb wendet sie sich an ein Medium, die Wahrsagerin Serenity, die tote Menschen sehen kann. Serenity hatte auch eine eigene Fernsehsendung, mit der sie sehr viel Geld verdient hat. Doch seit sie von den Geistern verlassen wurde, bekommt sie nur noch schlechte Presse und ihr Ruf geht bergab. Schließlich landet sie in einer abgeranschten Wohnung und veranstaltet Sitzungen mit Menschen, die mit ihren toten Verwandten reden mehr. Als Jenna auf sie zu kommt, weist Serenity sie ab. Nach einem schicksalhaften Traum, beschließt Serenity aber doch, Jenna zu helfen, aber ohne die Hilfe der Toten. Zwischenzeitlich machte sich Jenna auf die Suche nach dem Detective Viktor, der das Verschwinden von Jennas Mutter untersucht hat. Mit viel Mühe bringt Jenna ihn dazu, ihr zu helfen, aber er hat mehr im Sinne, einen Mord von früher aufzuklären. Denn damals, als der Unfall auf der Arbeitsstelle von Alice, Jennas Mutter, passierte, wurde eine andere Frau tod geborgen. Alice wurde bewusstlos ins Krankenhaus gebracht und hat sich wenig später selbst entlassen und wurde seitdem nie wieder gesehen. Von seinem älterem, erfahrenem Kollegen wurde Victor damals ausgebremst, dass dahinter vermutlich kein Verbrechen steckt. Doch Viktor vermutet, dass Alice die andere Frau umgebracht hat und anschließend untergetaucht ist. Dann tauchen auch noch Zweifel von Serenity bezüglich Jennas Vater auf…. Wird Jenna hinter das Geheimnis ihrer Mutter/Eltern kommen und wird sie ihre Mutter je wieder sehen? Der Geschichte ist immer in Ich-Form. Man erfährt die Geschichte aus der Sicht von Alice, Jenna, Viktor und Serenity. Bei Alice geht es fast ausschließlich um Elefanten, was mir fast ein wenig zu viel war. Der Schreibstil von Jodi Picoult war wie immer hervorragend und absolut überzeugend. Mich hat sehr gestört, dass mir die ganze Geschichte so bekannt vorkam. In Jodi Picoults „So lange du bei uns bist“ geht es um eine sehr ähnliche Geschichte, nur dass in diesem Buch nicht die Elefanten eine tragende Rolle spielen, sondern die Wölfe und der Vater im Koma liegt. Ansonsten hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Auch das Ende hat mich sehr beeindrucken können und mir gut gefallen. Meine Bewertung: 8/10

Hohe Schule des Erzählens

Von: Katharina Bleuer Datum: 15. May 2017

Jenna ist dreizehn Jahre alt und wächst bei ihrer Grossmutter auf, nachdem ihre Mutter, die Elefantenforscherin Alice, nach einem tragischen Unfall verschwunden und nie wieder aufgetaucht ist. Jenna will nicht glauben, dass Alice tot ist und macht sich auf die Suche nach ihr. In der Hoffnung, Antworten zu finden, wendet sie sich an das Medium Serenity Jones und den ehemaligen Polizeibeamten Virgil Stanhope und die drei machen sich auf die Suche. „Die Spuren meiner Mutter“ wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Aus der Sicht der altklugen Jenna, des Mediums Serenity Jones, das seine übersinnliche Gabe verloren zu haben glaubt, und des desillusionierten Alkoholikers Virgil Stanhope, für den der „Fall Alice Metcalf“ sein persönliches Waterloo darstellt. Zwischen den Handlungsblöcken lesen wir auch immer wieder in Alices Tagebuch, die vor ihrem Verschwinden das Verhalten von trauernden Elefanten erforscht hat. Eigentlich wollte ich ganz viel schreiben darüber, wie geschickt Picoult die verschiedenen Lebensgeschichten verwebt, wie sie ihr Wissen über das Verhalten von Elefanten in der Wildnis und in der Gefangenschaft einfliessen lässt und wie unerwartet der Twist am Ende kommt. Ich wollte Euch erzählen, dass das Buch so spannend ist, dass ich es in einem Tag (und einer Nacht) verschlungen habe und jetzt ein zweites Mal lese, um es dieses Mal in allen Details (und mit dem Wissen, was damals wirklich mit Alice geschehen ist) nochmal langsam zu geniessen. Und ich wollte Euch berichten, dass „Die Spuren meiner Mutter“ vom Plotting und vom erzählerischen Handwerk her zur Oberliga gehört. Hohe Schule des Erzählens! Aber das alles lasse ich weg, nur um zu sagen: Geht hin, besorgt es euch und lest es!

Rezension zu "Die Spuren meiner Mutter"

Von: Josi Datum: 21. April 2017

Die Charaktere waren mir sofort sympathisch. Mit Jenna konnte ich mich gut durch ihre reife Art identifizieren. Serenity und Virgil mochte ich auch und fand auch ihre Geschichten sehr interessant. Zuerst musste ich mich eine wenig durch das Buch quälen, da es ein wenig gedauert hat, bis Schwung rein kam. Aber von Seite zu Seite gefiel es mir besser. Der Schreibtstil war flüssig und gut lesbar. Es war klasse in der Gegenwart zu lesen P. O. V. von Virgil, Serenity und Jenna, aber auch von Alice ihre Geschichte erzählt zu bekommen. Am Besten gefielen mir aber die Erzählungen rund um die Elefanten. Es war unglaublich toll, so viel zu erfahren und war ein eindeutiges Highlight. Das Ende war einfach nur unerwartet und (anders kann man es kaum ausdrücken) krass. ;) Fazit: Ein wirklich berührendes und mitreißendes Buch 5/5 🌟

Die Spuren meiner Mutter

Von: Ein Hauch von Bücherwind Datum: 12. April 2017

Die Spuren meiner Mutter ist ein tolles Buch und es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden, um diese Geschichte wertzuschätzen. Jenna ist sehr erwachsen für ihr Alter und hat einen starken Willen, sie sehnt sich nach einer Familie und klammert sich beharrlich an die Hoffnung, ihre Mutter wiederzufinden. Zusammen mit der abgestürzten Wahrsagerin Serenity und dem alkoholabhängigen Privatdetektiv Vergil bildet sie ein außergewöhnliches Trio auf der Suche nach Alice. Neben der Perspektiven der drei, erhält man auch Einblicke der Geschehnisse vor zehn Jahren aus Alices Sicht und deren Forschungen. Die Kapitel über das Verhalten der Elefanten haben mir am meisten gefallen. Die Art und Weise wie Jodi Picoult diese Tiere dem Leser näherbringt und die Gefühle und vor allem die Trauer der Elefanten auf uns projiziert ist einfach bezaubernd. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen und das Cover finde ich echt schön. Das Buch berührt, weil man Jennas Sehnsucht und die Liebe der Elefanten wahrhaft spüren kann. Diese Geschichte lässt mich nicht mehr los, deshalb ist sie zu einer meiner Lieblinge geworden.

Elefanten-Romantik und ein Vermisstenfall

Von: Felisbuecherregal Datum: 09. April 2017

Wer Jodi Picoult kennt, weiß, dass sie eine Autorin für die schwierigen Themen ist. Meistens sind ihre Bücher vollgepackt mit Familientragödien, Dramatik und Gesellschaftskritik. Auch in diesem Buch hat sich Piccoult wieder an ein außergewöhnliches Thema herangewagt. Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter, nachdem diese vor zehn Jahren verschwunden ist. Sie kann einfach nicht glauben, dass ihre Mutter sie einfach verlassen hat oder gar tot ist. Also macht sie sich auf die Suche, den uralten Fall aufzurollen und bekommt dabei Unterstützung von Serenity einem Medium, das früher einmal für die Polizei gearbeitet hat. Jetzt allerdings ist sie davon überzeugt, ihre Gabe verloren zu haben. Begleitet werden die beiden von Virgil, der vor zehn Jahren als Ermittler am Fall von Jennas vermisster Mutter mitgearbeitet hat. Alles in allem ein Trio, in dem jeder mit seinen eigenen Dämonen und Problemen zu kämpfen hat. Picoult schreibt aus unterschiedlichen Perspektiven, lässt neben den drei Protagonisten auch Jennas Mutter zu Wort kommen. Wie man es von ihr gewöhnt ist, schafft sie es dabei starke Charaktere zu erschaffen und verpasst diesen eine glaubhafte Geschichte, mit einer nachvollziehbaren Charakterentwicklung. Mehr und mehr fügt sich die Geschichte so aus den unterschiedlichen Erzählsträngen zusammen und gibt immer auch mal wieder Hinweise auf ihren Ausgang. Auch die Elefanten zieren in dieser Geschichte nicht nur das Cover. Manchmal hat man sogar kurz das Gefühl, man würde in einem Lexikon stöbern, so viel lernt man im „vorbeilesen“ über die Dickhäuter. Das Elefantenreservat und seine Bewohner beruhen auf einem tatsächlich existierendem Reservat und lassen die ganze Geschichte dadurch sehr lebendig wirken. Trotzdem hat man nie das Gefühl belehrt zu werden. Im Gegenteil, es schafft einen sehr interessanten Zusatzaspekt innerhalb des Romans. Trotzdem konnte mich dieser Roman nicht vollkommen überzeugen. Vielleicht bin ich auch ein wenig verwöhnt, aber ich bin von Jodi Picoult einfach besseres gewöhnt. Die Story war mir in vielen Teilen zu langatmig und zu vorhersehbar. Die Charaktere konnten mich nie so ganz mitreißen und der „übersinnliche“ Aspekt durch das Medium Serenity ist sowieso nicht so ganz meins. Fazit: „Die Spuren meiner Mutter“ konnte mich zwar nicht vollkommen mitreißen, ist aber dennoch ein sehr interessanter Roman. Wer auf der Suche nach starken, außergewöhnlichen Charaktere ist, ist hier richtig. Und ganz nebenbei gibt es auch noch eine ganze Ladung Elefanten-Romantik. Wenn einem das Setting und die Charaktere zusagen, ein lesenswerter Roman.

gelesen: die spuren meiner mutter von jodi picoult

Von: elablogt Datum: 16. March 2017

Wer gerne liest, der hat den Namen Jodi Picoult sicher schon mehr als einmal gehört. Was vielleicht aber nur wenige von ihr wissen und was ich ein sehr spannendes Fun Fact fand: neben Literatur schreibt Picoult auch „Wonder Woman“-Comics. Außerdem schrieb sie Bestseller wie „19 Minuten“ und „Beim Leben meiner Schwester“. Das nenne ich mal vielfältig. Ihr neuster Roman „Die Spuren meiner Mutter“ ist sogar laut der Buchhändlerin meines Vertrauens ein Hit, wie ich kürzlich erst von ihr erfahren habe. Aber jetzt hab ich schon ein wenig das Fazit vornweg genommen, daher zurück zur eigentlichen Geschichte. Die 13-jährige Jenna Metcalf sucht ihre vor zehn Jahren verschwundene Mutter Alice. Diese leitete bis zu einem tragischen Tag zusammen mit ihrem Ehemann ein Reservat für Elefanten, die für die ganze Familie eine Art Lebensinhalt waren. Doch dann wird eine Mitarbeiterin des Reservats tot aufgefunden und Jennas Mutter verletzt und bewusstlos in ein Krankenhaus gebracht. Bevor sich klären lässt, wie es zu diesen Umständen kam, ist Alice fort. Jenna lebt mittlerweile bei ihrer Großmutter, weil ihr Vater verrückt wurde und nun im Pflegeheim lebt. Aber das spurlose Verschwinden der Mutter will und kann sie nicht akzeptieren und macht sich auf die detektivische Suche. Hilfe bekommt sie dabei von zwei eher ungewöhnlichen Charakteren. Einer Hellseherin, die den Glauben in sich selbst verloren hat, und einem ehemaligen Polizisten, der ein wenig sehr dem Alkohol zugeneigt ist. Das ungleiche Trio ergänzt sich wieder erwarten allerdings perfekt in meinen Augen. Warum Picoult wohl immer wieder ein Lesermagnet ist? Das schreibe ich ihrem Stil und der Liebe zum Detail zu. So vermittelt der Roman z.B. auch viel Interessantes und Lehrreiches über Elefanten, erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven und verleitet den Leser zum eifrigen mitkombinieren, was denn nun geschehen sein könnte. Ich habe jedenfalls die ganze Geschichte über mit Jenna auf die Lösung um das Verschwinden ihrer Mutter gehofft und war von diesem Roman gefesselt. Wie der Roman allerdings ausgeht möchte ich natürlich nicht verraten. Lasst euch überraschen! Mein Fazit, ein lesenswertes Roman-Vergnügen. Und bestens für ein Wochenende auf der Couch geeignet.

Elefanten vergessen nichts

Von: daslesendesatzzeichen Datum: 27. February 2017

"Es sind Anekdoten über Elefanten im Umlauf, die Augenzeugen des Tods eines Herdenmitglieds durch die Hände eines Elefantenbeinwilderers wurden und daraufhin nachts in ein Dorf eindrangen, um das Individuum aufzuspüren, aus dessen Gewehr der tödliche Schuss kam." Auch das Mädchen Jenna scheint ein so legendäres „Elefantengehirn“ zu besitzen, reicht seine allererste Erinnerung doch weit in seine früheste Kindheit zurück. Sie beinhaltet seine Mutter, Zuckerwatte und das Wort „Liebling“, das sich in Jennas Gedächtnis so süß eingebrannt hat wie der Geschmack der Zuckerwatte. Damals war Jenna neun Monate alt. Doch als sie drei Jahre alt ist, geschieht etwas derart Schlimmes, dass sie daran gar keine Erinnerungen mehr hat. Jenna nennt es das „große, trostlose weiße Nichts“. Im Elefantengehege, in dem ihre Eltern traumatisierten Elefanten ein Zuhause geben, passiert das zentrale Trauma ihres Lebens: Eine Tierpflegerin wird tot und Jennas Mutter Alice bewusstlos aufgefunden. Wenige Stunden später verschwindet Alice aus dem Krankenhaus. Spurlos. Heute ist Jenna dreizehn Jahre alt und besessen von dem Wunsch, etwas über ihre Mutter zu erfahren. Ihre Großmutter, bei der sie seit dem Verschwinden der Mutter aufwächst, redet nicht gerne über das, was geschehen ist. Ihr Vater ist durch den Vorfall verrückt geworden und lebt in einem Pflegeheim. Es ist niemand da, der ihr weiterhelfen kann. Alles, was sie hat, sind die Tagebücher und die wissenschaftlichen Aufzeichnungen ihrer Mutter über die Elefanten. Also nimmt sie die Sache selbst in die Hand und beginnt zu recherchieren. In den Gelben Seiten sucht sie sich zuallererst eine Hellseherin – Serenity. Jenna weiß anhand der Akte außerdem, wie der Polizist heißt, der das Geschehen damals vor zehn Jahren bearbeitet hat. Virgil Stanhope. Doch Virgil Stanhope ist tot, teilt man ihr auf der Polizeiwache mit, als sie ihn dort sprechen möchte. Jenna kann das nicht glauben, geht ihrer Intuition nach und stöbert Virgil auf. Er ist schwer alkoholkrank und versucht unter neuem Vornamen, Vic, nun als Privatdetektiv sein bescheidenes Einkommen zu verdienen. Dieses äußerst schräge Trio begibt sich, nach kleineren Startschwierigkeiten, auf die Suche nach Alice. Jodi Picoult lässt in ihrem elektrisierenden Roman „Die Spuren meiner Mutter“ mehrere Erzählstränge parallel laufen. Es sind verschiedene Erzählperspektiven, derer sie sich bedient. Und die Personen, die diese unterschiedlichen Blickwinkel auf die Geschichte geben, sind psychologisch äußerst komplex und sehr vielschichtig entworfen: Jenna, die ihre spärlichen Erinnerungen an ihre Mutter beschreibt. Sie skizziert, wie es ist, nicht zu wissen, ob die eigene Mutter tot ist oder lebt – was dann aber wiederum bedeuten würde, dass die eigene Mutter sich für ein Leben OHNE Jenna entschieden hätte. Eine Möglichkeit, die Jenna kategorisch ablehnt. Für sie ist klar, dass ihre Mutter, sollte sie noch leben, aus irgendwelchen Gründen nicht zu ihr kommen kann. Alice, die Mutter, die viel von ihrer wissenschaftlichen Arbeit als Elefantenforscherin erzählt. Ihr Schwerpunkt vor dem Unfall waren das immense Gedächtnis der Tiere und ihr Trauerverhalten. Sie lässt tief in ihr eigenes Seelenleben blicken, beschreibt die Beziehung zu ihrem Mann, Jennas Papa, und lässt in jeder Zeile, die sie schreibt, mitschwingen, wie wichtig ihr ihre Tochter ist. Im Leser lässt sie die Hoffnung keimen, dass sie tatsächlich noch lebt – hat sie doch eine äußerst lebhafte Stimme, mit der sie im Roman zu Wort kommt. Serenity, die Hellseherin, die sich seit Jahren in einer großen Schaffenskrise befindet. Schon als Kind hatte sie bemerkt, dass in ihr die Gabe steckt, Personen wahrzunehmen, die andere nicht sehen. Irgendwann begriff sie, dass diese Personen tot waren und dennoch mit ihr kommunizieren konnten – und sie mit ihnen. Sie wurde erfolgreich, prominent sogar, doch dann verkrachte sie sich mit ihren Geistführern, wie sie ihre beiden besten Freunde von dort nennt, und seither herrscht in ihrem Kopf gähnende Leere. Kein Kontakt zu toten Personen ist mehr möglich, so sehr sie sich auch anstrengen mag. Nach einem katastrophal falschen Versuch, ohne ihre Geistführer hellzusehen, stürzt sie aus der Riege der A-Promis in die Bedeutungslosigkeit, in der sie nun seit Jahren vor sich hindümpelt. Dass Jenna dennoch an sie glaubt, gibt ihr Kraft und Zuversicht. Virgil, der ehemalige Polizist, ist eine verkrachte Existenz. Weil er den Fall im Elefantengehege nicht lösen konnte, verfolgte dieser ihn auch in seinen Träumen. Er begann zu trinken, suchte Zuflucht im Alkohol und baute sich eine mickrige Neu-Existenz als privater Ermittler auf. Er spricht der Hellseherin Serenity jegliche Kompetenz ab, kann mit diesem „Firlefanz“ nicht das Mindeste anfangen und beschließt, dass er, als einzig wahre Hilfe, Jenna zur Seite stehen muss, um ihre Mutter wiederzufinden. Einzig der Vater kommt nicht selbst zu Wort. Das Bild, das vor dem Auge des Lesers entsteht, ist wie aus Puzzleteilen zusammengesetzt. Es wird gespeist durch die Aussagen und Beschreibungen der Protagonisten. Warum wird seine Sicht auf die Dinge nicht gezeigt? Liegt es daran, dass er verrückt geworden ist? Ist er zu unwichtig? Wie bei einem guten Krimi gibt Picoult hie und da Hinweise, die man erkennen könnte, wüsste man zu dem Zeitpunkt schon, wie das Buch enden wird. Sie klärt Ungereimtheiten auf, so dass der Leser sich immer mal wieder auf der korrekten Fährte wähnt, nur um dann beim nächsten Perspektiv-Wechsel wieder perplex und staunend vor dem Nichts zu sitzen. Als brillante Erzählerin, die sie unbestritten ist, erschafft die amerikanische Bestseller-Autorin einen ganz eigenen Kosmos, in dem Jenna und ihre Gehilfen sich bewegen. Eine Welt voller Vergleiche zwischen dem Verhalten der Elefanten und dem der Menschen. Ein ganz besonderer Zauber entsteht, wenn Alice von den unmittelbaren Begegnungen mit den großen Dickhäutern spricht und damit eine außergewöhnliche Atmosphäre heraufbeschwört. Man meint die Lösung zum Greifen nah zu haben, so klar sind die Parallelen, die man erkennen möchte zwischen der Trauer der Elefanten um ihre Kinder und der Trauer von Alice um ihre Tochter Jenna, die sie zurücklassen musste, weil … Und dann gibt es wieder einen Perspektiv-Wechsel in diesem grandiosen Roman, gerade wenn man sich alles so schön zusammengereimt hat, und die Auflösung kommt wie ein großer Knall, denn nichts ist, wie es scheint.

PERFEKT

Von: Charlene Datum: 03. February 2017

Klappentext: Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung. Meine Meinung: In dem Buch “ Die Spuren meiner Mutter “ geht es in erster Linie um die dreizehnjährige Jenna die verzweifelt nach ihrer Mutter sucht, die nun schon seit ungefähr zehn Jahren spurlos verschwunden ist. Sie begibt sich auf eine spannende und aufschlussreiche Reise um ihre Mutter endlich wieder zu finden oder zumindest zu erfahren warum ihre Mutter sie verlassen hat. Auf dieser reise lernt sie einige interresante kennen. Zum einen wäre da die Wahrsagerin oder das Medium Serenity, die einmal eine sehr berühmte Tv-Wahrsagerin war, doch bei einer falschen Prophezeiung wurde sie sofort aus dem Geschäft geschmissen und lebt jetzt ein relativ einfaches leben. Dann der Privatdetektiv Vergil, der bei dem verschwinden von Alice ( Jenna's Mutter ) untersucht hatte. Natürlich gibt es auch noch andere höchst interresante Personen im Buch, doch diese sollte man selber kennen lernen. Es ist eine Geschichte über so viele Themen: Elefanten, die Liebe einer Mutter zu ihrem kind und Trauer. Und da muss ich mein lob an die Autorin aussprechen, sie hat diese Themen einfach so gut miteinander verknüpft und zu einer wundervollen und schönen Geschichte gesponnen, das man nach diesem buch einfach nur fertig ist und es am liebsten gleich noch einmal lesen möchte. Das buch wird aus verschiedenen Perspektiven geschrieben oft aus Jenna's, ihrer Mutter Alice's oder auch Serenity erzählt, doch die ganzen Personen aufzuzählen würde jetzt zu lange dauern. Ich persönlich liebe Bücher die oft Sichtwechsel haben und man verschiedene Geschichten und Sichtweisen erfährt. Und diese erst am Schluss ineinander verbinden kann. Mir hat der Schreibstil wirklich gut gefallen, man konnte ihn einfach und schnell lesen. Er war nicht verschnörkelt und so hat die Autorin auch hier gute Arbeit geleistet. Man konnte das Buch wirklich sehr schnell lesen und man war gefühlt nach einen paar Stunden schon fertig. Die Charaktere haben mir auch sehr gefallen, da sie einfach diese perfekte, unperfekte Art hatten und einfach total sympathisch ( zumindest die meisten ;) Sie hatten einfach alle einen unterschiedlichen Charakter und es hat Spaß gemacht diesen Charakter zu erforschen und die Sichtweise dieser Person zu verstehen. Und auch hier hat sich die Autorin übertroffen ( kann sie eigentlich irgendetwas nicht gut schreiben?) Und als letztes möchte ich noch einmal zu den Elefanten und diesem Buch kommen, man erfährt einfach so viel über diese Tiere. So viel was man einfach gar nicht über sie wusste. Ich glaube elefanten sind mittlerweile definitiv meine Lieblingstiere geworden. Das die Autorin sich einfach so gut darüber informiert hat und so viel zu diesen Tieren schreiben konnte, fand ich persönlich Krass den ich weiß nicht ob sich wirklich viele Autoren in einem Thema soooooo genau informieren. Also ih bin einfach Sprachlos und kann dieses buch nur weiterempfehlen. Lest es einfach alle, ihr werdet nicht enttäuscht. Lest es!! deshalb gebe ich natürlich auch volle Sternzahl;)

Wieder ein tolles Buch

Von: Petra Donatz Datum: 01. February 2017

Klappentext Mitreißend und berührend: Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung. Die Autorin Jodi Picoult, geboren 1967 in New York, studierte in Princeton und Harvard. Seit 1992 schrieb sie mehr als zwanzig Romane, von denen viele Platz 1 der New-York-Times-Bestsellerliste waren. Die Autorin wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, wie etwa 2003 mit dem renommierten New England Book Award. Picoult lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Tieren in Hanover, New Hampshire. "Die Spuren meiner Mutter" ist nach dem Weltbestseller "Bis ans Ende der Geschichte" ihr zweiter Roman bei C. Bertelsmann. Meine Meinung Story Jenna, 13 Jahre ist auf der Suche nach ihrer Mutter Alice. Die ist, seit Jenna 3 Jahre alt war, nach einem Unfall im Elefantenreservat plötzlich und rätselhaft verschwunden. Auch ihre Großmutter, bei der Jenna aufwächst, will ihr nicht sagen, was einst geschehen ist. Und so macht sich das überaus intelligente Mädchen auf die Suche. Hilfe findet sie in dem meist betrunkenen Privatdetektiv Vergil Stanhope und Serenity Jones ein Medium ohne mediale Kräfte. Das seltsame Trio geht auf die Suche und stößt dabei auf immer neue Rätsel. Für Vergil und Serenity ist.die Suche aber auch eine Suche nach dem, was sie im Leben verloren haben. Schreibstil Das Buch ist einfach zu lesen und wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt. Trotz des schicksalhaften Themas schwingt auch eine Prise Humor mit. Insbesondere, wenn die Geschichte aus der Sicht von Jenna erzählt wird, kommt man oft ins Schmunzeln. Charaktere Mit Vergil, Serenity und Jena kann man sich schnell anfreunden. Vom Leben enttäuscht, versuchen insbesondere Vergil und Serenity ihr Leben zu meistern. Neben den menschlichen Charakteren sind es die Elefanten, die die Geschichte bereichern. Mal traurig, mal ergreifend, sie machen einen Großteil der Geschichte aus. Mein Fazit Jodi Picoult ist es gelungen ein ernstes Thema, die weltweite Jagt auf Elefanten, mit einer herzzerreißenden Geschichte zu verknüpfen. Sympathische Charaktere, eine stimmige Geschichte und viel Wissenswertes über Elefanten, sowie ein Ende mit Knalleffekt machen die Geschichte absolut lesenswert und das lesen zu einem Vergnügen. Ich vergebe volle fünf von fünf Leseratten/Sternen und eine absolute Leseempfehlung.

Ergreifend, bewegend, verblüffend und voller Hoffnung

Von: Seite 101 Datum: 12. January 2017

Noch nie fiel mir ein Fazit so schwer. Nicht weil ich das Buch nicht mag, ganz im Gegenteil. Wenn ich versuche objektiv zu bleiben, dann kann ich sagen, die Geschichte ist ungewöhnlich, spannend und bietet eine einnehmende Familiengeschichte, die zu begeistern weiß. Jodi Picoult gibt jedem Protagonisten eigene Kapitel im Wechsel, so dass jeder Charakter seine Geschichte erzählen kann. Als Leser kann man zu jedem gleich eine Beziehung aufbauen und versteht Beweggründe und Handlungsweise. Mit Jenna hat man Mitgefühl, Serenity nimmt einen mit in das Leben als Wahrsagerin und Medium und auch Virgil wird als verschrobener Privatdetektiv unter seiner rauen Schale ein weicher Kerl. Die verschwundene Alice berichtet viel über die Elefantenforschung, was aber in direktem Zusammenhang mit ihrem eigenen Leben steht. So wird aus dieser Familientragödie ein vielschichtiger Roman mit ganz vielen Facetten zu Mutterliebe, Trauer und zu sich selbst finden. Allein wenn ich objektiv beurteilen müsste, dann bekommt dieses Buch von mir 5 Eseslsöhrchen. Aber in diesem Fall muss und will ich auch subjektiv bewerten. Dieses Buch begleitete mich durch sehr schwierige vier Wochen. Nein, es sind schon fast fünf. Gerade als ich angefangen hatte, mich mit Jenna auf die Suche nach ihrer Mutter zu begeben starb meine Mama. Nun war ich in der gleichen Position meine Mama zu vermissen und konnte Jenna so gut nachvollziehen. Ein paar Wochen musste ich das Buch zur Seite legen, jedoch mit dem Wissen, ich breche es nicht ab. Und ich habe es nicht bereut. Ein Stück weit steckt meine Trauer nun zwischen den Seiten des Jodi Picoults Roman. Mit Sätzen und Weisheiten, die die einzelne Protagonisten von sich gaben, kam ich durch viele dunkle Stunden. Und vor allem der Schluss des Buches packte mich und hängt mir auch heute, zwei Tage später, noch nach. Es vermittelt so viel Hoffnung und Glauben im Thema Tod, dass ich gerne daran glauben möchte, dass meine Mama jetzt auch hier ist. Den Schluss möchte ich nicht spoilern. Er kam unerwartet und berührte mich tief. Einige Picoults habe ich schon gelesen. Aber ich muss sagen, dass dieser hier bisher der stärkste in meinen Augen ist. Ob das nun meine objektive oder subjektive Meinung ist, das kann ich nicht trennen. Aber das muss ich wohl auch nicht, denn dieses Buch erwischte mich eiskalt in einer Ausnahmesituation. Manchmal geht das Schicksal eben merkwürdige Wege. Als ob jemand wusste, dass ich dieses Buch mal lesen sollte…. Warum auch immer es den Weg zu mir fand. Ich danke Jodi Picoult sehr für dieses Buch und kann es euch allen, egal welches Genre ihr mögt, nur ans Herz legen. Vermissen, Trauer, Sehnsucht, man wird es einfach besser aushalten. Von mir 5 Eseslöhrchen und das Buch bekommt von mir einen Ehrenplatz im Regal, damit es jeder sieht. Da, wo bewegende und großartige Bücher eben hingehören.

Eine grandiose Geschichte

Von: Bloggerhochzwei Datum: 27. December 2016

Alice Metcalf, die Mutter von Jenna, verschwand vor zehn Jahren. Alice war Elefantenforscherin im Elefantenreservat von New Hampshire. Hier kam es vor zehn Jahren zu einem tragischen Unfall einer Tierpflegerin und seitdem fehlt von Alice jede Spur. Nun macht sich Jenna auf die Suche nach ihrer Mutter und trifft dabei auf Serenity, ein Medium. Ebenso spürt Jenna den Detektiv Virgil auf, welcher damals an dem Fall gearbeitet hat. Dieses ungleiche Trio begibt sich nun auf Spurensuche. „Die Spuren meiner Mutter“ ist nicht das erste Buch von Jodi Picoult, welches mich restlos begeistert hat. Diese Autorin schafft es immer wieder mich mit ihren Geschichten zu begeistern und zu überraschen. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven halten das Buch von Anfang an auf einem ganz hohen Niveau und Langeweile ist hier fehl am Platz. Die ganze Story ist so durchdacht und trotz der verschiedenen Erzählungen finden sie sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammen. Neben den Protagonisten haben mich vor allem auch die Erzählungen über die Elefanten begeistert. Hier hat Jodi Picoult ganze Arbeit geleistet und sehr gut recherchiert. Ich habe sehr viel über das Verhalten von Elefanten erfahren, was mir so vorher nicht bekannt war. Am meisten ins Herz geschlossen habe ich Jenna. Eine neugierige und kluge dreizehnjährige deren ganzer Lebensinhalt war, ihre Mutter zu finden. Manchmal vielleicht ein bisschen zu schlau für ihre Alter, doch man kann es ihr nicht verdenken, da sie bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist. Ihr Vater ist seit dem schrecklichen Vorfall in der Psychatrie und so war sie immer auf sich alleine gestellt. Auch Serenity, das Medium, war mir auf Anhieb sympathisch. Früher ein bekanntes Medium welches vermisste Personen aufspüren konnte und eng mit der Polizei zusammengearbeitet hat. Bis sie eines Tages ihres Fähigkeit verlor und von heute auf morgen ein Niemand war. Selbst wenn man nicht esoterisch angehaucht ist, muss man Serenity einfach mögen. Detektiv Virgil war ebenfalls ein sehr authentischer Charakter. Früher mal ganz weit oben im Polizeidienst, heute nur noch ein kaputter Alkoholiker. Doch auch er hat sich wunderbar in diese Spurensuche integriert und hat seine anfängliche kalte Schulter sehr schnell abgelegt. Fazit Dieses Buch ist mal wieder eine einzigartige Geschichte einer wundervollen Autorin. Ich war von Anfang an gefesselt an die Seiten und konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Am meisten überrascht hat mich jedoch der Schluss. Damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet . Er ist das Highlight dieses Romans und deshalb kann ich auch nicht mehr dazu sagen. „Die Spuren meiner Mutter“ war ein weiteres Jahreshighlight und ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen.

hat mich völlig begeistert

Von: huckleberryfriendz Datum: 20. December 2016

Jodi Picoult erzählt in „Die Spuren meiner Mutter“ die Geschichte der 13jährigen Jenna, die bei ihrer Großmutter lebt und mit Hilfe eines Mediums sowie eines Detektives versucht, ihre vor 10 Jahren verschwundene Mutter, Alice, zu finden. Damals betrieben ihre Eltern, beide Wissenschaftler, ein Elefantenschutzgebiet, in dem es einen tragischen Unfall gab, bei dem eine Mitarbeiterin getötet und Alice verletzt wurde und seit ihrem kurzen Krankenhausaufenthalt verschollen ist. Jennas Vater, Thomas, lebt seitdem in seiner eigenen Welt, in einem Sanatorium. Jodi Picoult versteht es meisterlich, mehrere Erzählstränge zu einer wundervollen und zugleich spannenden Geschichte zu verweben. Jenna liest in den Aufzeichnungen und Forschungsberichten ihrer Mutter und so ganz nebenbei erfährt der Leser viel Wissenswertes über Elefanten, z.B. über ihre Zusammengehörigkeit, ihre Art um verstorbene Familienmitglieder zu trauern, nach einiger Zeit auch loszulassen und weiterzuziehen. Andere Erzählperspektiven befassen sich mit Virgils Sicht, jetzt Detektiv, vor zehn Jahren ermitteltnder Polizist beim Unfall im Elefantenschutzgebiet, oder aus Sicht Serenitys oder Alice'. Nach und nach kommen Jennas Erinnerungen fetzenhaft zurück .... Die Geschichte wird sehr fesselnd erzählt und auch die verschiedenen Erzählstränge tragen zu ihrer Spannung bei, weil man abwechselnd Neues aus der Vergangenheit und der Gegenwart erfährt und sich das Bild langsam aufbaut. Da jedes Kapitel als Überschrift den Namen des Erzählers trägt, sind diese Wechsel auch keinesfalls irritierend. Insgesamt hat mir dieser Roman ausgesprochen gut gefallen, er war gefühlvoll, bewegend und spannend. Sehr interessant eingeflochten fand ich die Forschungsergebnisse über Elefanten und ihre Trauerarbeit, die die von Jenna auf eine sehr beeindruckende Art begleitet und ergänzt haben. Mehrere Male dachte ich beim Lesen des Buches, die Rätsel gelöst zu haben und doch war das Ende völlig unerwartet und überraschend für mich. Zum Schluß des Buches erklärt die Autorin in einem kurzen Kapitel, welche tatsächlichen Begebenheiten hinter den Beschreibungen der Elefanten, ihrer tragischen Erlebnisse und den Schutzgebieten stehen, denn hier wurde Reales verarbeitet und etwas entfremdet. Ferner findet der Leser angegebene Internetseiten um sich intensiver mit dem Thema mißbrauchte Elefanten im Zoo, Zirkus, Safari und auch mit Wildern und Hilfsmöglichkeiten auseinander zu setzen. Dieses war der erste Roman von Jodi Picoult, den ich gelesen habe; er hat mich bewegt, begeistert und auf weitere Bücher der Autorin neugierig gemacht.

Ein intensives, aufregendes und wunderschönes Leseerlebnis

Von: Buchstabenträumerin Datum: 20. December 2016

„Ich arbeite mit Elefanten, weil es ist, als würde man Menschen in einem Café beobachten“, erklärte ich Thomas. „Sie sind lustig. Herzzerreißend. Einfallsreich. Intelligent. […] In ihnen steckt einfach so viel von uns.“ (Seite 220) „Die Spuren meiner Mutter“ ist eine Geschichte über die Trauer und das Loslassen eines geliebten Menschen. Jodi Picoult schreibt aber auch über die Stärke von Gemeinschaft und die Liebe zwischen Müttern und ihren Kindern. Und immer einen Platz finden Elefanten in dieser Geschichte. Anfangs war ich skeptisch, ob mich die Welt der Elefanten zu fesseln vermag, doch die Autorin stürzt sich so voller Leidenschaft auf das Leben dieser Tiere und erzählt derart passioniert von ihren Empfindungen, dass ich zu Tränen gerührt war. Der Leser erlebt auf diese Weise viele Facetten von Trauer und Mutterliebe, sowohl beim Menschen als auch bei Tieren. „Die Spuren meiner Mutter“ ist Detektivroman, Familiendrama, Tiergeschichte und wissenschaftliche Arbeit in einem. Und so unterschiedlich diese Genres auch sind, so harmonisch fügen sie sich hier zusammen. Im Laufe des Lesens wurde mir eines immer klarer: nichts ist so wie es scheint. Jodi Picoult spielt mit den Erwartungen, führt einen in die eine Richtung, nur um alles wieder umzudrehen. Die größte Überraschung erwartet den Leser auf den letzten Seiten. Alles verschiebt sich, so dass ich völlig sprachlos war. Schreibstil In der Wildnis bleiben eine Mutter und ihre Tochter so lange zusammen, bis eine von ihnen stirbt. (Seite 243) Erzählt wird aus den Perspektiven von Jenna, ihrer Mutter Alice, dem Medium Serenity und Detektiv Virgil. Diese Wechsel machen die Geschichte sehr interessant. Von jedem Erzähler erfährt man nur Bruchstücke, die immer wieder neu zusammengesetzt werden können und so die verschiedensten Szenarien möglich machen. Nicht zuletzt erfährt der Leser dadurch natürlich auch viel über die Lebensgeschichte der einzelnen Charaktere. Zudem bewegen wir uns auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Alice erzählt aus der Vergangenheit, während die übrigen Charaktere aus der Gegenwart erzählen. Beide Ebenen bewegen sich stetig aufeinander zu, bis es am Ende zu einer faszinierenden Überschneidung kommt. Charaktere Mein Leben war zu drei Vierteln ein Rollenspiel, das mir jederzeit erlaubte, von der Bühne abzutreten und mich meiner Verkleidung zu entledigen.“ (Seite 404/405) Ein spröder Charme zeichnet die Charaktere maßgeblich aus. Sie sind alle nicht perfekt und vom Leben gezeichnet. Jeder einzelne Charakter ist sehr fein ausgearbeitet. Wir lesen nur Sequenzen, doch die stehen für sich und sind enorm aussagekräftig. Alice erlebt der Leser über ihre wissenschaftlichen Notizen. Diese sagen mehr über sie aus, als man vermuten mag. Denn ihre Beobachtungen der Verhaltensweisen von Elefanten kann man als Spiegelung ihrer eigenen Gefühlslage interpretieren. Das fand ich ungeheuer spannend. Serenity und Virgil fand ich am interessantesten. Sie sind Menschen, die sich selbst durch bestimmte Umstände im Leben verloren haben. Picoult hatte die Entwicklung beider sehr gut im Blick, so dass man als Leser hervorragend an deren Motivation Jenna zu helfen teilhaben kann. Jenna selbst ist weniger ein wichtiger Charakter als vielmehr ein notwendiger Katalysator. Sie bringt den Stein ins Rollen und führt die Charaktere zusammen. Sie ist das Zentrum und gleichzeitig ein blinder Fleck in der Geschichte, da sie am wenigsten ausgearbeitet ist. Das ist aber keineswegs störend, sondern absolut sinnvoll. Fazit Es kommt nicht oft vor, dass ich sage ein Buch sei ein Muss. Hier ist es aber so: „Die Spuren meiner Mutter“ ist ein Muss. Ein intelligentes, berührendes und extrem spannendes Romanhighlight!

ein interessanter und vielseitiger Roman

Von: Manja Datum: 19. November 2016

Kurzbeschreibung Mitreißend und berührend: Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung. (Quelle: C. Bertelsmann Verlag) Meine Meinung Jodi Picoult ist eine Autorin, die mir bereits gut bekannt gewesen ist. Daher war ich hier auch neugierig darauf was mich in „Die Spuren meiner Mutter“ wohl erwarten würde. Der Klappentext jedenfalls versprach bereits eine spannend und interessante Geschichte. Jenna ist 13 Jahre alt. Sie hat einen einzigen großen Wunsch, sie will ihre Mutter finden. Diese ist vor 10 Jahren in einem Elefantenreservat verschwunden. Ich konnte diesen Wunsch nachvollziehen, immerhin ist die Mutter ein wichtiger Bezugspunkt für ein Kind. Was ich schade fand, Jenna bekommt von ihrer Großmutter keine Hilfe. Nur eine Hellseherin und ein ehemaliger Polizist stehen Jenna bei. Jenna ist gut beschrieben, man kann sie sich als Leser gut vorstellen. Die anderen Charaktere wie die Hellseherin Serenity oder Virgil sind der Autorin sehr gut gelungen. Nur die Großmutter konnte bei mir nicht wirklich punkten, da sie ihrer Enkelin nicht zur Seite steht. Und es gibt hier noch ganz besondere Figuren, die Elefanten. Sie haben mich besonders begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Jodi Picoult konnte mich mit ihren Worten berühren und für ihre Geschichte gewinnen. Geschildert wird das Geschehen in der personalen Erzählperspektive. Es kommen unter anderem Jenna, Serenity oder auch Virgil zu Wort. Somit wird das Geschehen komplex und vielsichtig. Die Handlung ist interessant und durchaus auch spannend gehalten. Allerdings manchmal empfand ich die Melancholie doch ein wenig erdrückend, es war mir manchmal etwas zu viel. Das Thema Elefanten ist sehr präsent, sie nehmen einen großen Raum im Geschehen ein. Interessant fand ich persönlich die hellseherischen Fähigkeiten von Serenity. Diese fügen sich sehr gut ins Gesamtgeschehen ein. Das Ende ist nicht vorherzusehen. Mich hat es sehr überrascht aber auch traurig gestimmt. Es passt aber wirklich gut zur Gesamtgeschichte und schließt sie gut ab. Fazit Abschließend gesagt ist „Die Spuren meiner Mutter“ von Jodi Picoult ein wirklich interessanter Roman. Gut gezeichnete Charaktere, ein flüssig lesbarer Stil der Autorin sowie eine Handlung, die interessant und spannend gehalten ist, mir aber doch manchmal ein wenig zu bedrückend und melancholisch war, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Durchaus lesenswert!

Die verschollene Elefantenforscherin

Von: YukBook Datum: 09. November 2016

Von Jodi Picoult habe ich schon sehr viele Romane gelesen, doch immer wieder gelingt es ihr, mich zu verblüffen, so auch mit ihrem neuesten Werk „Die Spuren meiner Mutter“. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist das spurlose Verschwinden von Alice Metcalf, einer Wissenschaftlerin, die einen tragischen Unfall im Elefantenreservat von New Hampshire miterlebte. Die Tochter Jenna kann nicht glauben, dass ihre Mutter sie damals freiwillig zurückließ und macht sich mit 13 Jahren, 10 Jahre nach dem Vorfall, auf die Suche. Die einzige Verbindung zu ihrer Mutter sind ihre Forschungsarbeiten, ihre einzige Hoffnung ein Medium namens Serenity, die ihr bei der Suche helfen soll. Mit der Unterstützung von Privatdetektiv Virgil Stanthope, der damals als Polizeibeamter den Fall betreute, folgen sie den Spuren der verschollenen Elefantenforscherin. Parallel erfahren wir aus der Perspektive von Alice, was zuvor alles geschah, wie es sie nach Botswana verschlug, um über Elefanten zu forschen und wie sie Jennas Vater kennenlernte. Ich wusste gar nicht, dass Jodi Picoult so humorvoll schreiben kann! Der verbale Schlagabtausch zwischen der mit allen Wassern gewaschenen Jenny, der kuriosen Serenity, die glaubt, ihre Gabe zu sehen verloren zu haben, und dem abgehalfterten Virgil bringen einen immer wieder zum Schmunzeln. Ganz anders die Passagen, in denen Alice zu Wort kommt. Hier dominieren starke Emotionen, durchwebt mit Hintergrundwissen über das Trauerverhalten von Elefanten. Die Autorin wechselt nicht nur souverän den Erzählstil – auch der Plot ist raffiniert konstruiert, denn Jennas Nachforschungen und Alice’ Bericht liefern sich ein Rennen und als Leser ist man mit seinem Wissen dem Suchtrupp ein wenig voraus – bis sich schließlich beide Erzählstränge in der Gegenwart treffen und für ein Ende sorgen, bei dem die Bezeichnung „überraschend“ glatt untertrieben wäre. Jodi Picoult zeigt einmal mehr, welch großartige Geschichtenerzählerin sie ist. Sie schreibt empathisch, sensibel, fesselnd und jongliert mit verschiedensten Themen, die sich elegant zu einem Ganzen fügen. Die Geschichte über unerschütterliche Mutterliebe und Trauer berührt, unterhält und ist darüber hinaus sehr lehrreich, denn man erfährt nicht nur viel über das Verhalten von Elefanten, sondern auch die Forschungsarbeit in Wildreservaten. Das sehr schön gestaltete Cover trägt obendrein zu einem optischen Lesevergnügen bei.

Die Spuren meiner Mutter von Jodi Picoult

Von: Mitch25 Datum: 05. November 2016

Die Spuren meiner Mutter von Jodi Picoult "Vielleicht hatte ich mir die ganze Zeit gewünscht, es gäbe tatsächlich einen Elefantenfriedhof aber nicht nur für Elefanten. Denn dann wäre es möglich gewesen, sie zu finden." Jodi Picoult beschreibt in ihrem neuen Roman "Die Spuren meiner Mutter" die Geschichte von Jenna die auf der verzweifelten Suche nach ihrer vermissten Mutter ist. Von ihrer Großmutter erhält sie keine Hilfe, deshalb wendet sie sich an die Hellseherin Serenity und den mittlerweile aus dem Dienst quittierten Polizisten Virgil. Der Schreibstil in diesem Buch gefällt mir sehr gut. Durch die verschiedenen Erzählperspektiven von Jenny,Alice,Serenty und Virgil bekommt die Geschichte mehr leben und führt den Leser tiefer in die Geschichte hinein. Die Gefühle und Gedanken der einzelnen Protagonisten helfen den Leser sich in die einzelnen Protagonisten hinein zu versetzen. Die einzelnen Protagonisten sind auf ihrer eigenen Art und Weise sympathisch und haben alle mit ihrer eigenen Vergangenheit zu kämpfen. Dennoch schafft es Jodi Picoult alle zusammen in diesem Buch zu vereinen und ein großartiges Buch, daraus zu machen. "für alles was du siehst, gibt es eine Erklärung" Ich muss ehrlich gestehen früher habe ich mir nie wirklich große Gedanken über Elefanten gemacht. Ich habe mich weder in die Lage hinein versetzt noch über die Gedanken- und Gefühlswelt der Tiere spekuliert. Ich muss jedoch gestehen DANK! Jodi Picoult habe ich es getan und ich bin begeistert. Jodi Picoult beschreibt in Die Spuren meiner Mutter die Welt der Elefanten auf eine sehr authentische Art und Weise. Dieses Buch ist für jeden Leser absolut lehrreich und Informativ. Die Geschichte geht auf eine sehr genaue Recherche zurück und zieht den Leser in den Bann. Dieses Buch sprüht vor Hoffnung, Mut,Enttäuschung,Liebe und Glauben. Es wird auf einer leichten und sehr einfühlsamen Art und Weise die Situation und Lebensumstände von Jenna erläutert. Mir fiel es daher nicht schwer einen Bezug zu Jenna zu bekommen und mit ihr mitzufühlen. Daher bleibt mir nicht viel zu sagen als, dass das Ende für mich absolut überraschend und berührend ist. Und den Leser genau in der Mitte trifft. "...dass egal, wie sehr wir uns bemühen, egal wie sehr wir es uns wünschen... es für manche Geschichten einfach kein gutes Ende gibt.."

Hat mich aufgelöst zurückgelassen

Von: Sabs Bookparadise Datum: 01. November 2016

Ich habe mich sehr auf das neue Buch von Jodi Picoult gefreut - sie ist einfach eine grandiose Autorin. Bei diesem Buch muss ich gestehen, dass es mir ziemlich schwer gefallen ist, in die Geschichte reinzukommen. Die Kapitel mit Jenna, Virgil und Serenity haben es mir nicht leicht gemacht, das Buch zu mögen. Zwar ist der Aufbau der Geschichte schlüssig und die Suche nach Jennas Mutter nimmt ihren Lauf, aber es plätschert alles vor sich hin. Die Passagen aus der Sicht von Alice fand ich hingegen sehr interessant. Tiere sind ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben und daher fand ich die Inforamationen zu Elefanten einfach toll! Die Dickhäuter gehören zwar nicht zu meinen Lieblingstieren, aber ich habe die Informationen regelrecht in mich aufgesaugt. Hier spürt man, dass Jodi Picoult sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat, was ich wirklich toll finde. Was mich richtig gepackt hat, sind die letzten ca. 100 Seiten! Dieser Plottwist! Damit hätte ich wirklich überhaupt nicht gerechnet und am Ende des Buches war ich völlig in Tränen aufgelöst. Hier hat Frau Picoult gezeigt, was sie kann und hat bewiesen, dass sie durchaus fähig ist, den Leser mit Emotionen zu packen. Und das hat sie wirklich geschafft! Ich war völlig begeistert und mit den letzten Seiten konnte mich die Autorin völlig von dem Buch überzeugen. Der Schreibstil der Autorin war trotz den etwas langwierigen Passagen sehr gut und das Buch hat sich sehr flüssig lesen lassen. Zu den Charakteren hatte ich eine eher zwiespältige Beziehung. Jeder von ihnen hatte viel Tiefgang und waren super ausgearbeitet, aber ich habe sie nicht ganz greifen können. Ich kann nicht genau sagen, weshalb. Dennoch habe ich besonders Serenity und auch Alice sehr ins Herz geschlossen. Das Cover ist einfach klasse! Es ist einfach wunderschön und ein echter Hingucker! Gefällt mir sehr sehr gut. Fazit Aufgrund des unglaublichen Plottwists und den Emotionen, die mich am Ende überwältigt haben, bekommt das Buch von mir 5 Sterne.

Die Spuren meiner Mutter

Von: Judikos Welt Datum: 31. October 2016

Kennt ihr das? Ihr möchtet Jemanden ein so wunderschönes Buch empfehlen und es fehlen einem die Worte? So geht es mir gerade bei diesem Buch. Immer noch überwältigt von dem Ausgang der Geschichte, der so unverhofft kam. Niemals hätte ich damit gerechnet, wirklich niemals! Aber erst einmal zum Inhalt. Es geht um die 13 jährige Jenna und dessen Mutter Alice, die bei einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat, vor 10 Jahren, als vermisst gilt. Alice erforschte das Gedächtnis und das Trauerverhalten von Elefanten, dabei lernte sie ihrem Mann Thomas, Jennas Vater, kennen, der ebenfalls Forscher war. Jennas Wunsch, ihre Mutter zu finden und die Wahrheit zu kennen, über das, was vor 10 Jahren geschah, ist so stark, dass sie Serenity Jones aufsucht, ein Medium und den ehemaligen Ermittler Virgil Stanhope, der mit dem Fall damals beauftragt war. Doch so einfach ist die Sache nicht. Zum einen hat Jenna keine Unterstützung Seitens ihrer Großmutter, bei der sie aufwächst, weil ihr Vater inzwischen in einer psychiatrischen Anstalt lebt und zum anderen, hat Serenity ihre Fähigkeiten des Wahrsagens, Vorhersehens und die Gabe mit Toten Kontakt aufzunehmen, verloren.  Selbst Virgil ist keine große Hilfe, da er seinen Lebensabend lieber mit seinem guten Freund dem Alkohol verbringt.   Trotz dieser Probleme beauftragt Jenna die Beiden damit, ihr zu helfen ihre Mutter zu finden. Die zwei können sich eigentlich nicht wirklich leiden und so entstehen lustige Dialoge. Serenity  erinnerte mich irgendwie an die skurrile Wahrsagerin aus dem Film „Ghost – Nachricht von Sam“. Gemeinsam machen sich die Drei nun auf die Suche der Mutter und der Wahrheit. Die Charaktere waren mir, trotz ihrer Macken, sehr sympathisch. Mit Jenna hatte ich Mitleid und ich wünschte mir beim Lesen, bitte lass ihre Mutter noch leben. Die Kapitel sind jeweils aus der Sicht der 3 Personen erzählt. Jenna, Serenity und Virgil. Dazwischen kommen Aufzeichnungen und Erzählungen von Alice, der Mutter. Die haben mich immer besonders berührt, weil es dort um ihre Arbeit mit den  Elefanten ging. Ich habe eine Menge über das Verhalten von Elefanten gelernt und mir sind diese Tiere richtig ans Herz gewachsen. Einen Elefanten im Zoo oder Zirkus sehe ich nunmehr mit anderen Augen. Alles was Jodi Picoult dort erzählt, glaube ich ihr. Wie wir auch im Nachwort erfahren, hat sie wieder sehr gut recherchiert. Deswegen gehen mir diese beiden Sätze gar nicht mehr aus dem Kopf. „Aktuellen Schätzungen nach werden in Afrika jedes Jahr achtunddreißigtausend Elefanten abgeschlachtet. Geht dies so weiter, werden die Elefanten auf diesem Kontinent in weniger als zwanzig Jahren verschwunden sein.“ (Anmerkungen der Autorin, Seite 504) Solch traurige Momente hatte ich öfter während der Geschichte. Eine Geschichte, die die Elefanten erzählen, in der es um Liebe, Trauer, Angst, Wut, Hoffnung und den Tod geht und um Jenna, die ihre Mutter finden möchte um Antworten zu finden, warum sie sie allein gelassen hat, ob die Liebe zwischen Mutter und ihrem Kind vielleicht nicht stark genug war. Und nun kommt gerade wieder der Moment, wo ich an das Ende der Geschichte denken muss, welche mich zu tiefst berührt hat. Mein zweites Jodi Picoult Buch, nach „Bis ans Ende der Geschichte“, das ich gerne weiter empfehlen möchte. Vielen Dank Jodi Picoult <3 und an Randomhouse für das zur Verfügung gestellte Leseexemplar <3

Die Spuren meiner Mutter

Von: Denise Otten Datum: 28. October 2016

Rezension zu Die Spuren meiner Mutter von Jodi Picoult Titel: Die Spuren meiner Mutter Autor: Jodi Picoult Übersetzer: Elfriede Puschel Verlag: C. Bertelsmann Genre: Gegenwartsliteratur Preis: 19,99 € Erscheinungsdatum: 29.10.206 Isbn: 978-3570102367 Das Rezensionsexemplar wurde mir freundlicherweise durch das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe zur Verfügung gestellt. Inhalt: Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung. Meinung: Jodi Picoult weiß um das Erfolgsrezept eines Bestsellerromans. In diesem Fall ist es das Zusammenwürfeln von schrägen, jedoch liebenswerten Figuren, die sich auf eine gemeinsame Suche begeben. Wir begleiten die junge Jenna, das Medium Serneity sowie den Privatdektiviv und ehemaligen Polizisten Virgil auf einer ganz besonderen Reise. Denn bis auf die zurückgelassene Tochter haben wir es ausschließlich mit gescheiterten Persönlichkeiten zu tun. Serenity und Virgil erhoffen sich mit dem Auffinden von Alice nicht nur gelösten Fall, sondern vor allem den Glanz der alten Tage herbei. Dadurch, dass jedes Kapitel aus der jeweiligen Ich-Perspektive der Charaktere geschildert wird, bringt Picoult dem Leser die Figuren auf eine sehr nahegehende Art und Weise näher. Er erhält vor allem auch einen Einblick in deren Vergangenheit. Gepaart wird dies mit den tagebuchähnlichen Forschungseintragungen Alice’, die zwischen den Kapiteln ihren Platz gefunden haben und mehr Preis geben, als das Trauerverhalten der grauen Riesen. Gerade zur Mitte hin entstehen einige Längen, die durch die weiten Ausschmückungen der Tagebucheinträge entstehen. Die Absicht lag mit Sicherheit darin, zwischen den Kapiteln für Spannung zu sorgen. Mich persönlich haben sie nicht sonderlich gestört, habe ich mich als Kind doch schon sehr für die Tiere der Savanne interessiert. Den ein oder anderen Leser können diese Passagen jedoch mit Sicherheit zum schnellen Weiterblättern verführen. Ich empfehle aber gerade hier genau zwischen den Zeilen zu lesen. "Einige werden behaupten, wenn die Elefanten keine Unterschiede zwischen den Schädeln machen, komme auch der Tatsache, dass einer dieser Schädel ihrer eigenen Mutter gehörte, keine Bedeutung zu. Aber vielleicht heißt das auch, dass alle Mütter bedeutsam sind." - Seite 94 Den Schreibstil kann ich als sehr angenehm, in sich gekehrt und unaufbauchend beschreiben und er vermag auch ohne große Wortgewalt zu verzaubern. Die übersinnlichen Aspekte, die durch Serenity mit eingebracht werden, waren für mich der größte Knackpunkt. Geister gehören für mich einfach in Geistergeschichten und nicht in Romane, die aus dem Leben gegriffen sind. Achtung, wenn man sich komplett von der Geschichte überraschen lassen möchte, sollte man jetzt den Absatz überspringen. Ich hätte jedoch gerne vorher gewusst, wie groß der Anteil dieses „Hokuspokus“ ist. Für alle, denen es ebenso ergeht: Der übernatürliche Aspekt nahm zum Ende hin einen großen Teil der Geschichte ein, was mir leider ein wenig den Spaß an der Lektüre genommen hat. Vergleichen ist dies mit den ersten Büchern von Cecilia Ahern. Da ich allerdings eine ganz andere von Roman erwartet habe, war ich doch leider enttäuscht vom Ende. Wäre ich mit anderen Erwartungen an das Buch herangegangen, hätte mich der Schluss zu Tränen gerührt. Die Autorin vermag es in jedem Fall, ihre Leser auf viele falsche Fährten zu führen. Gut zu wissen: Wer nach der Lektüre immer noch nicht genug von Elefanten und dem Übernatürlichen bekommen kann, dem lege ich folgende E-Shorts zum Werk ans Herz: Der Elefant der weinte. Serenitiys Gabe. Fazit: Eine abschließenden Bewertung fällt mir nicht ganz leicht. Ich mochte das Buch und seine Charaktere wirklich sehr gerne. Besonders Alices’ Geschichte hat mich stark mitgerissen. Ich habe jedoch mit einer anderen Art von Roman gerechnet und das Ende konnte mich aus diesem Grunde nicht vertrösten. Wäre mir von Anfang an klar gewesen, auf was für einen Roman ich mich eingelassen habe, wäre der Abschluss perfekt gewesen. Da ich aber mittlerweile weiß, dass die Autorin bekannt für solche Geschichten ist, weiß bei meinem nächsten Picoult, was mich erwarten wird. Wer bereit ist, sich auf eine Roman zwischen den Welten einzulassen, den erwartet ein kleines Meisterwerk der zwischenmenschlichen Gefühle. Und wer weiterhin über die leichten Längen im mittleren Teil hinwegsehen kann, den erwartet im Weiteren eine thrillerähnliche Suche mit überraschendem Ende sowie sehr viel Gefühl. 4,5 von 5 Sterne

Von Elefanten, einer Suche und der Kunst des Loslassens

Von: eulenmatz Datum: 24. October 2016

INHALT: Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung. COVER: Das Cover ist wunderschön. Die abgebildeten Elefanten und die Farben verleihen dem Ganzen eine gewisse Exotik, die im Kontext zu den Elefanten auch gut passt. Leider passt das Cover so überhaupt nicht so den bereits erschienen Büchern von Jodi Picoult, die bereits zahlreich mein Regal bevölkern, aber das liegt mit Sicherheit auch am Wechsel des Verlags. Trotzdem werde ich nicht müde das Cover zu betrachten und mich daran zu erfreuen. MEINUNG: Jodi Picoult hat schon zahlreiche Romane veröffentlicht, von denen ich, bis auf einige wenige Ausnahmen, alle gelesen habe. Trotzdem schafft sie es sich immer wieder neu zu erfinden, wie auch in diesem Roman. Keine Geschichte gleicht der anderen, aber sie zeichnen sich immer durch sehr gut ausgearbeitete Charaktere, deren Beziehung zueinander aus und einem Ereignis, welches alle verändert hat und für miteinander verbindet. Der Roman enthält viele ausführliche Stellen, in denen es um die Elefanten geht, besonders um deren Trauerverhalten. An diesen Stellen liest es sich wie ein Fachbuch über Elefanten. Ich empfand die Stellen manchmal etwas zu langatmig, aber wirklich gelangweilt habe ich mich nicht. Es war außerordentlich interessant und wie immer großartig geschrieben. Man spürt mit jeder Seite die Liebe zu den Tieren und wie besonders sie sind. Jodi Picoult beweist einmal mehr, dass sie Königin der Recherche ist. In den Passagen, in denen der Leser mehr über die Elefanten erfährt, werden von Alice, Jennas Mutter, erzählt. Wir erfahren in einer Rückblende, wie sie Thomas kennen gelernt hat, wie sie angefangen hat im Elefantenschutzreservat zu arbeiten, das Thomas betrieben hat, zu arbeiten und wie es zu dem benannten tragischen Vorfall gekommen ist bis sich der Erzählstrang irgendwann mit den Geschehnissen der Gegenwart vereint. Weiterhin wird die Geschichte aus der Sicht von Jenna, Virgil und Serenity erzählt, wobei ich das Gefühl hatte, dass es vor allem Alices Geschichte ist. Mir erschien ihr Teil am größten. Für meinen Geschmack hätte der Teil etwas kürzer sein können mit größeren Fokus auf die anderen drei. Jenna ist für eine 13-jährigen schon ungewöhnlich klug, reif und vor allem hartnäckig und schlagfertig. Ich konnte mir manchmal kaum vorstellen, dass sie erst 13 ist. Serenity ist ein Medium mit übersinnlichen Fähigkeiten, welche sie aber scheinbar verloren hat. Virgil ist ein Privatdetektiv, der damals mit dem Fall von Alices Verschwinden und dem tragischen Vorfall betraut war, als er noch bei der Polizei gewesen ist. Alle drei zusammen sind ein wirklich skurriles Trio, die sich gegenseitig in diversen Wortgefechten nichts schenken. Dennoch haben sie alle das gleiche Ziel, wenn auch unterschiedlichen Motivationsgründen, nämlich Alice zu finden, ob tot oder lebendig. Der Schluss des Romans war für mich absolut nicht abseh- und vorhersehbar und ist wie der Klappentext bereits verrät, wirklich verblüffend. Er erinnert mich an einen sehr bekannten Film, den ich hier aber nicht nennen möchte, um die Überraschungseffekt nicht vorweg zu nehmen. Das Ende hat mich aber auch unfassbar traurig zurück gelassen. FAZIT: Es war wieder ein außergewöhnliches Lesevergnügen und ich kann den Roman nicht nur für Fans von Elefanten und Jodi Picoult empfehlen. Ich hätte mir noch etwas mehr Spannung gewünscht, aber letzten Endes ist es ein Roman und kein Thriller. Hier geht es vor allem um den Umgang mit der Trauer, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat und das Loslassen. Die Teile über die Elefanten hätte für meinen Geschmack auch etwas kürzer sein können, aber ich werde sie bei nächsten Besuch in einem Zoo/ Tierpark mit anderen Augen sehen. Das Buch liest sich eher wie Alices Geschichte und weniger als die Geschichte von Jenna. Wenn man den Schluss dann kennt, macht es allerdings auch wieder Sinn. ;-) Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Berührende Geschichte

Von: lenisvea Datum: 23. October 2016

€ 19,99 [D] inkl. MwSt. € 20,60 [A] | CHF 26,90* (* empf. VK-Preis) Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-10236-7 NEU Erschienen: 29.08.2016 Zum Buch: https://www.randomhouse.de/Buch/Die-Spuren-meiner-Mutter/Jodi-Picoult/C.-Bertelsmann/e459102.rhd Mitreißend und berührend: Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung. Meine Meinung: Ich habe ja auch schon einige Romane von Jodi Picoult gelesen, es hat mich bisher keiner enttäuscht, daher war ich schon sehr auf diese Geschichte gefreut. Der Einstieg in das Buch ist mir sehr gut gelungen, der Schreibstil war wieder sehr flüssig. Die Kapitel wechseln zwischen den vier Hauptbeteiligten hin und her: Jenna, Alice, Serenity und Virgil. Das hat mir sehr gut gefallen. Es hat ein wenig gedauert, bis die Geschichte Fahrt aufgenommen hat. Zwischendrin hatte das Buch auch durchaus Längen. Es ist aber sehr gefühlvoll geschrieben und man schließt Jenna gleich ins Herz und möchte mit ihr herausfinden, was mit ihrer Mutter geschehen ist. Das Ende war absolut unvorhersehbar und sehr überraschend, auch wenn mich die Auflösung nicht so wirklich begeistern konnte. In diesem Buch geht es auch um Übersinnliches, womit ich mich etwas schwer getan habe. Aber die Geschichte an sich ist einfach sehr rührend, gerade, wenn man auch selbst Kinder hat. Alles in allem kann ich das Buch absolut empfehlen und daher eine klare Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Ich bewerte das Buch mit 4 Sternen.

Von Trauer und der Liebe zwischen Mutter und Kind

Von: Nela Datum: 23. October 2016

»Ich arbeite mit Elefanten, weil es ist, als würde man Menschen in einem Café beobachten«, erklärte ich Thomas. »Sie sind lustig. Herzzerreißend. Einfallsreich. Intelligent. […] In ihnen steckt einfach so viel von uns.« (S.220) Erster Satz: Früher glaubte man an die Existenz eines Elefantenfriedhofs – eines Ortes, den kranke und alte Elefanten aufsuchten, um dort zu sterben. Klappentext: Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter Alice, die nach einem tragischen Unfall im Elefantenreservat von New Hampshire spurlos verschwand. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an die Wahrsagerin Serenity Jones, die früher als Medium half, Vermisste aufzuspüren, und an den abgehalfterten Privatdetekiv Vergil Stanhope, der einst mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice Metcalf betraut war. Das kuriose Trio macht sich mit unkonventionellen Mitteln auf eine spannende und bewegende Spurensuche mit erstaunlichen Erkenntnissen über Menschen und Elefanten… Meine Meinung: Dieses Buch ist mehr als nur ein Roman. Es vereint eine bewegende Familiengeschichte, mit einem Detektivroman und wissenschaftlicher Arbeit. Und so unterschiedliche diese Genres auch sind, so fügen sie sich doch zu einem harmonischen Ganzen. Überhaupt ist dieses Buch mehr als es scheint. „Die Spuren meiner Mutter“ ist eine Geschichte über Unglück und Tod, über das Trauern und das Loslassen eines geliebten Menschen. Aber auch über die Liebe zwischen Müttern und ihren Kindern und die Stärke der Familie und der Gemeinschaft. Und immer wieder finden auch die Elefanten ihren Platz. »Wenn man an jemanden denkt, den man geliebt und verloren hat, ist man schon bei ihm. Alles andere sind Kleinigkeiten.« (S.502) Die Geschichte selbst wird aus vier unterschiedlichen Perspektiven erzählt, jener von Jenna, ihrer Mutter Alice Metcalf, sowie aus der Sicht von Serenity Jones und Virgil Stanhope. Diese Wechsel machen die Geschichte sehr interessant und abwechslungsreich. Durch jeden Erzähler erfährt der Leser immer nur Bruchstücke des grossen Ganzen, die immer wieder neu zusammengesetzt werden können und so unglaublich viele Szenarien möglich erscheinen lassen. Durch diese Perspektiv-Wechsel ist es auch möglich verschiedene Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten. Und natürlich lernt man als Leser auch die Hauptfiguren und ihren Hintergrund besser kennen. Was zusätzlich Spannung in die Geschichte bringt, sind die unterschiedlichen Zeitstränge, die die Erzähler verfolgen. Während sich Jenna, Serenity und Virgil in der Gegenwart bewegen, erzählt Alice hauptsächlich aus der Vergangenheit. Wobei sich diese zwei Zeitstränge während der Geschichte annähern und ganz zum Schluss sogar zu einem faszinierenden Ende vereinen. Und überhaupt merkt man während der Lektüre bald, dass nichts so ist wie es scheint. Die Autorin spielt gekonnt mit den Erwartungen ihrer Leser, nur um sie dann wieder in eine ganz andere Richtung zu lenken. Aber die grösste Überraschung dürfte den Leser wohl auf den letzten Seiten erwarten und ihn ebenso sprachlos zurück lassen, wie mich. »Mein Leben war zu drei Vierteln ein Rollenspiel, das mir jederzeit erlaubte, von der Bühne abzutreten und mich meiner Verkleidung zu entledigen.« (S.404-405) Die Charaktere in diesem Buch sind allesamt nicht perfekt. Jeder hat seine Fehler und ist auf die eine oder andere Art vom Leben gezeichnet. Das macht sie aber auch unglaublich greifbar, denn wer ist schon ohne Fehl und Tadel? Es sind alles ganz gewöhnliche Menschen, wie unser Nachbar von nebenan. Zwangsläufig fühlt man sich den vier Erzählern am meisten verbunden, erfährt man doch auch am meisten von ihnen. Dennoch möchte ich anmerken, dass auch die Nebencharaktere unglaublich fein und genau gezeichnet sind und somit jeder für sich alleine zu bestehen vermag. Alice lernen wir als Leser vor allem über ihre wissenschaftlichen Notizen kennen. Sie beschriebt die Verhaltensmuster der Elefanten äusserst sorgfältig, so dass man geneigt ist zu glauben, sie spiegeln ihre eigenen Empfindungen wieder. Mit der Zeit wurde sie für mich immer fassbarer und entwickelte sich zu einem der eigentlichen Hauptcharaktere der Geschichte. Jenna hingegen bleibt da erstaunlich blass. Sie wirkt mehr als Dreh- und Angelpunkt der einzelnen Erzähler, sie führt die unterschiedlichen Geschichten quasi zusammen. Kennt man jedoch das Ende des Buches, so ergibt das erstaunlich viel Sinn. Serenity und Virgil sind für mich, neben Alice, die wohl interessantesten Charaktere. Im Laufe ihres Lebens haben sie den Glauben an sich selbst verloren und die Entwicklung, die sie in der Geschichte durchmachen ist unbeschreiblich. »Er hat sein Urteil über mich bereits gefällt und den Stab über mich gebrochen, was mich vermuten lässt, dass er genau weiss, wer ich bin […].« (S. 185) An Jodi Picoults Schreibstil musste ich mich erst wieder etwas gewöhnen. Ihre Sprache ist verschnörkelt, verspielt und sehr bildhaft. Damit schafft sie es, den Leser in ihren Bann zu ziehen und eine Spannung aufzubauen, die einem die Seiten nur noch schneller umblättern lässt. Auch die immer wieder eingestreuten Exkurse über Elefanten wirkten nicht wissenschaftlich trocken, sondern lebendig und beseelt. Ausserdem lassen diese auch erkennen, wie fundiert das Wissen ist und wie gut recherchiert wurde. Und auch die Liebhaber optisch ansprechender Bücher kommen mit „Die Spuren meiner Mutter“ auf ihre Kosten. Mit den Elefanten auf dem Cover wird ein wichtiger Bestandteil der Geschichte aufgeriffen und mit den geschwungenen goldenen Linien zu einem stimmigen ganzen zusammen gefügt. Fazit: Volle fünf Herzen plus das goldene Herz bekommt dieser bewegende und intelligente Roman von mir. Dies war das erste Buch von Jodi Picoult, das den Weg in mein Bücherregal gefunden hat (und es wird sicher nicht das letzte gewesen sein). Und jenen in mein Herz hat es auch gleich unter die Füsse genommen. Dieses Buch ist ein absolutes „Muss“, nicht nur für Picoult- Fans.

Von Elefanten und einer Suche mit Überraschungen

Von: Silly2207 Datum: 17. October 2016

Jenna ist drei Jahre alt, als ihre Mutter spurlos verschwindet. Die angesehene Forscherin, die sich auf Elefanten spezialiesiert hat, verschwand aus einem Krankenhaus, in das sie nach einem Angriff durch einen Elefanten, eingeliefert wurde. Seitdem lebt Jenna, heute dreizehn Jahre alt, bei ihrer Großmutter, alles, was sie über ihre Mutter weiß, hat sie aus Google. Doch Jenna ist sehr erfindungsreich, sie gibt nicht auf, ihre Mutter zu suchen und stößt dabei auf das Medium Serenity und den ehemaligen Detective Virgil. Doch Serenity hat ihren Glauben an ihre Gabe verloren und Virgil, der glaubt, aber eher an die Flasche. Aber mit einem haben die Beiden nicht gerechnet, mit dem Erfindungsreichtum und den Ideen der Dreizehnjährigen, die auf gar keinen Fall aufgeben will, bevor sie ihre Mutter Alice gefunden hat. Meine Meinung: Ich kannte bisher nur einen Roman aus der Feder von Jodi Picoult und das ist auch schon einige Zeit her, dass ich diesen gelesen habe. Aber ich hatte den Schreibstil noch in sehr guter Erinnerung und war extrem neugierig auf dieses Buch. Ich wurde nicht enttäuscht, denn die Autorin verfügt über einen wirklich sehr gefühlvollen Schreibstil, sie beschreibt und erzählt so, dass man den Charakteren alle Emotionen sofort abnimmt und auch nachvollziehen kann, was da gerade mit und in ihnen passiert. Dabei hat sie hier eher die leisen Töne gewählt und nicht auf Action gesetzt, trotzdem fesselten mich die Seiten und die Geschichte. Wirklich beeindruckt hat mich alles rund um die Elefanten, welches hier perfekt recherchiert und geschickt mit in die Geschichte verflochten wurde, wobei ich mir hier vorstellen könnte, dass es für den ein oder anderen einfach zu viel des Guten werden könnte, war es für mich durchweg interessant und lesenswert. Aber nicht nur Wissen über Elefanten gab es hier, Picoult hat auch hier wieder Elemente des Misteriösen, sprich Geister, eingebaut. Dem stehe ich zwar persönlich immer etwas kritischer gegenüber, hat hier aber irgendwie perfekt gepasst, nicht zuletzt, weil die Autorin auch diese Elemente sehr geschickt in ihr Thema packt und man es ihr durchaus abkauft. Wie bereits erwähnt, sind hier eher die ruhigeren Töne gewählt, alles in allem zwar stimmig, für mich persönlich aber gab es hier ein paar kleinere Längen, bei denen ich einfach mal kurz durchhalten musste, bis ich wieder im Lesefluss war. Erzählt wird hier in der dritten Person, aber aus wechselnden Perspektiven, was mir immer wieder erlaubte, mich in die unterschiedlichen Charaktere hineinzuversetzen und mir über die Einzelnen ein Bild machen konnte. Die Charaktere sind hier auch das, was die Geschichte für mich ausgemacht hat, allen voran die dreizehnjährige Jenna. Das Mädchen hat mir vom ersten Augenblick an richtig gut gefallen, ihre ganze Art ist sympathisch und ihre Handlungen sehr geschickt und clever. Sie ist einfach eine kleine Persönlichkeit, die man so schnell nicht vergisst. Auch Serenity und Virgil waren für mich interessante Charaktere, die man einfach mögen muss. Die Dialogen zwischen allen Charakteren waren schon sehr gelungen und schafften es, mich auch immer wieder schmunzeln zu lassen. Dann kam das Ende des Buches und dieses setzte noch einmal richtig eins oben drauf und konnte mich völlig verblüffen, denn damit habe ich dann eigentlich gar nicht gerechnet. Aber lest einfach selber! Mein Fazit: Ein Buch, das durchaus beeindruckte und mit einem Thema, das berühren konnte, die Suche eines Mädchens nach der Mutter. Der Schreibstil ist schon etwas ganz besonderes, denn die Autorin hat sehr viel Gefühl dabei. Die Charaktere waren glaubwürdig, sympathisch und konnten mich überzeugen, allen voran die taffe, clevere Jenna. Die Beschreibungen und Erzählungen über die Elefanten hat mir gut gefallen, war wirklich gut recherchiert, könnte aber für einen Roman ein wenig überhand nehmen. Ein wirklich schönes Buch der ruhigen Töne, das ich sehr gerne empfehlen möchte.

Ein aussergewöhnliches Buch

Von: Lesefantasie Datum: 15. October 2016

Meine Meinung: Wenn mich jemand fragen würde wie ich das Buch beschreiben könnte, wüsste ich es nicht. Dieses Buch hat einiges auf Lager, vor allen an Überraschungen und Spannungen. Mich hat schon lange kein Buch mehr so interessiert und im nachhinein noch nachdenklich gemacht (im positiven Sinne). Es war mein erstes Jodi Picoult Buch und ich kann die Stimmen verstehen die sagen man sollte unbedingt eines ihrer Werke lesen. Ich habe bis jetzt nur dieses Werk von ihr gelesen und bin schon total hin und weg, ich denke es wird nicht bei diesem einem von ihr bleiben. Zu Anfang ließ ich mich auf eine Geschichte ein, wo ein dreizehnjähriges Mädchen nach zehn Jahre ihre Mutter sucht, doch niemand hat mich auf das vorbereitet was dieses Buch parat hat. Der Wechsel der Personen aus der Ich-Perspektive fand ich sehr gut gelungen, da ich einen tieferen Einblick der Personen erhalten habe. Abwechselnd wird von Alice, Jenna, Virgil und Serenity die Geschichte erzählt. Wobei Alice von der Vergangenheit erzählt die sich von Seite zu Seite mehr der Gegenwart nähert. Ich war richtig gefangen in diesem Buch und konnte an nichts anderes mehr denken als, findet Jenna ihre Mutter? Weswegen ich dieses Buch kaum weg legen konnte, weil ich wissen wollte findet sie sie wirklich? Diese Spannung die sich von Seite zu Seite aufbaute ist bis zum Schluss geblieben, Picoult hat mich mehr als nur begeistert. Was ich sehr interessant an diesem Buch fand ist, dass ich einen Einblick in das Leben bzw. Gefühlsleben der Elefanten erhalten habe und ja ich habe auch ein bisschen recherchiert darüber, um zu wissen ob das auch wahr ist was dort niedergeschrieben wurde in der Geschichte. Und selbst als ich nach einem Professor googelte (der in dem Buch genannt wurde), musste ich feststellen, dass dieses Buch sehr gut recherchiert wurde und man nicht nur auf Fiktion sondern auch auf Tatsachen sehr viel Wert gelegt hat. Mein Fazit: Ich kann nur eins zum Schluss sagen, dieses Buch muss man erlebt haben. Danach sieht man vieles mit anderen Augen. im wahrsten Sinne des Wortes.

Bezaubernd, wundervoll und Gänsehaut garantiert!

Von: Alexandra Datum: 14. October 2016

Und ich bin verzaubert. Verzaubert von dieser wunderschönen, spannenden und völlig überraschenden Geschichte. Dieses Familiendrama, wo man am Anfang denkt "Das habe ich schon irgendwo einmal so ähnlich gelesen", entpuppt sich zu einer Geschichte, vielleicht auch einem kleinen Juwel, die einen ziemlich mitnimmt, mit schweren aber auch schönen Gedanken zurück lässt und einen die Welt ein bisschen mit anderen Augen sehen lässt. Ich sehr anfällig dafür, mich von schönen Covern verzaubern zu lassen, aber mal ganz ehrlich, wie wunderschön ist dieser Cover denn auch? Ich bin ja sonst nicht so ein Fan von Hardcover-Büchern, aber manchmal, manchmal sind sie wirklich etwas ganz besonders und man sieht, mit wie viel Liebe zum Detail sich die Gestalter an die Arbeit gemacht haben. Genau das ist hier passiert. Wirklich wunderschön. Ich muss gestehen, als ich mir dieses Buch ausgesucht und angefangen habe zu lesen, hätte ich nie damit gerechnet, dass es einen solchen Nachhall in mir weckt. Die Autorin hat einen wunderschönen Schreibstil, der sehr beruhigend ist. Jedes Kapitel ist einem anderem Charakter (Jenna, ihrer Mutter Alice, Serenity und Vergil) gewidmet, was ich persönlich sehr schön gefunden habe, denn so konnte man die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln sehen und verstehen. Mir haben vor allem die Rückblenden von Alice gefallen, weil sie ein so unfassbares Wissen über Elefanten hat und ihre Forschung über die Verarbeitung von Trauer hat mich wirklich sehr berührt. Gerade habe ich die letzten Seiten des Buches gelesen und bin noch immer total geflasht von den Dingen, die zum Ende passiert sind. Nichts war so, wie es am Anfang erschien und ich muss gestehen, dass ich Tränen in den Augen hatte. Das passiert nicht oft. Das passiert höchstens alle Jubeljahre mal. Das letzte Mal war es bei "Solange am Himmel Sterne stehen". Aber jetzt hier ..... Wahnsinn. Jodi Picoult hat es geschafft, einem die Figuren so nah zu bringen, dass man wirklich mit ihnen mitfühlt. Das man ihren Schmerz, ihre Angst, ihren Verlust, ihre Liebe wirklich spürt. Und das in der Verbindung mit den Elefanten, diesem Wissen, dass sie wie wir Menschen fühlende Wesen sind, ist ziemlich Gänsehautmäßig. Ich bin vielleicht im Moment ein bisschen empfindlich was so starke Emotionen angeht, aber ich glaube, das mich diese Buch auch so gefesselt und gepackt hätte, wenn ich nicht in dieser Stimmung gewesen wäre. Ich habe gewusst, das Elefanten ein Gedächtnis haben, in dem sie Erinnerungen mit Gefühlen verknüpfen, aber das sie so emotional, feinfühlig und kognitiv hochintelligent sind, das habe ich nicht gewusst. Ich habe das Gefühl, dass wir Menschen den Tieren diese Art von kognitiver Intelligenz immer versuchen abzuschreiben, aber in Wahrheit sind sie vielleicht sogar manchmal intelligenter als wir selber. Durch die Beobachtung von Tieren, so wie Alice und viele reale Forscher/innen es machen, kann man so viel lernen. Es ist unfassbar berührend sich dieser Tatsache bewusst zu werden. Ich kann jedem, der ein Interesse hat an Natur, an Tieren, an ihrem Seelenleben, an der Verbindung zwischen Menschen, die auch über den Tod hinaus geht, diese Buch aus vollstem Herzen empfehlen. Es hat einen Ehrenplatz in meinem Regel.

Die Spuren einer Mutter sind nachhaltig

Von: bookish-heart-dreams Datum: 03. October 2016

Ich war auf diesen Roman schon sehr gespannt, zumal ich Jodi Picoults - Romane sehr mag und vor allem ihren letzten Roman "Bis ans Ende der Geschichte" einfach außergewöhnlich fand. Daher war ich auch sehr glücklich, als ich den Roman als Rezensionsexemplar erhielt. Kaum hatte ich ihn in meinen Händen, wollte ich es auch schon lesen. Allerdings muss ich gestehen, dass eine leichte Ernüchterung eintrat, als ich anfing zu lesen. Meiner Meinung nach zieht sich der Beginn (und leider auch zwischendurch immer wieder) ein wenig in die Länge. Im Mittelpunkt dieser Handlung steht die Suche der dreizehnjährigen Jenna nach ihrer Mutter, die vor zehn Jahren unter mysteriösen Umständen nach dem tragischen Tod einer Tierpflegerin im Elefantenreservat verschwand. Seit zehn Jahren lebt Jenna bei ihrer Großmutter, da ihr Vater aufgrund einer psychischen Erkrankung in einer Anstalt lebt. Seit Jahren ist Jenna auf der Suche nach ihrer Mutter, hat bereits sämtliche Vermisstenportale im Internet durchforstet. Allerdings alles ohne Erfolg. Daher wendet sie sich an die Wahrsagerin Serenity, die ihr allerdings zunächst nicht helfen möchte, da sie denkt, dass sie ihre Gabe seit einem schicksalhaftem Vorfalls verloren hat. Aber irgendetwas hat Jenna an sich, dass Serenity nicht kalt lässt. Gleichzeitig macht Jenna den damals ermittelnden Polizisten Virgil ausfindig, der damals die Ermittlungen zum Todesfall im Reservat geführt hat, und der inzwischen als abgehalfterter Privatdetektiv arbeitet. Die Vorkommnisse von vor zehn Jahren haben ihn nie wirklich losgelassen. Angetrieben von alten Schuldgefühlen erklärt er sich bereits Jenna und Serenity zu helfen. Und so macht sich das völlig ungleiche Trio auf die Spurensuche, die in einem zwar leicht übersinnlichen, aber gleichzeitig auch völlig überraschenden und sinnvollem Ende ihren Höhepunkt findet. Gerade diese drei unterschiedlichen Figuren machen die Handlung dieser Geschichte aus. Die Geschichte lebt meiner Ansicht nach vor allem durch Jennas ziemliche Kaltschnäuzigkeit, da sie nicht bereit ist aufzugeben, bevor sie nicht hinter das geheimnisvolle Verschwinden ihrer Mutter gekommen. Klar hadert sie auch mal mit sich selbst. Allerdings geht sie mit einer solch erschreckenden Vehemenz vor, dass man das Gefühl hatte, dass es sich bei ihr nicht um einen Teenager, sondern viel mehr um eine erwachsende Frau handelt. Anfangs wusste ich nicht so recht, was ich so wirklich von Serenity halten sollte. Zwar wirkt sie einerseits ziemlich geerdet, anderseits kommt sie kurz darauf wieder sehr spirituell rüber. Nach einer Weile verstand ich, dass gerade diese beiden Charakterzüge sie auszeichnen. Sie ist keine stereotype Wahrsagerin, sondern bringt ihre Gabe mit einer solchen Natürlichkeit rüber, dass man ihr diese voll abnimmt. Auch wenn Virgil ein leicht stereotyper Ex-Cop ist, der inzwischen mehr schlecht als recht als Privatdetektiv arbeitet und Alkoholprobleme hat, sorgen gerade diese Charakterzüge dazu bei die Geschichte am Leben zu halten. Dadurch wirkt er nicht wie der knallharte Typ, den er zwar immer wieder versucht vorzugeben zu sein, sondern wie ein Typ mit Ecken und Kanten. Gerade dadurch, dass alle drei Figuren Stärke und Verletzlichkeit zugleich ausstrahlen, sorgt dafür, dass sowohl unter den Figuren, als auch in der gesamten Rahmenhandlung Spannung erzeugt wird. Anfangs reiben sich die Figuren durchaus ein wenig aneinander auf. Nach einer Weile finden sie aber einen Draht zueinander, wenngleich die drei sich weiterhin gegenseitig misstrauen. Innerhalb des Romans wird immer wieder ein Perspektivwechsel vorgenommen. Die Geschichte wird vor allem aus Jennas Sicht erzählt, aber auch Serenitys und Virgils Sicht auf die Dinge wird zwischendurch offenbart. Dadurch bekommt man einen detaillierten Einblick auf die Handlung und kann sich sehr gut ein eigenen Bild machen. Abgerundet wird die Handlung von den rückblickenden Erzählungen Alices, die nach und nach nicht nur die Geschehnisse im Reservat vor zehn Jahren aufdeckt, sondern auch weitere Hintergründe liefert die dazu geführt haben. In Alice Erzählungen sind ihre Beobachtungen und Erfahrungen als Elefantenforscherin eingebunden, die allerdings meiner Ansicht nach zu ausufernd waren. Teilweise wusste ich nicht mehr, wo genau in Alice Vergangenheit man sich gerade befindet und von welcher Elefantenfamilie sie gerade erzählt. Generell fand ich die thematische Verknüpfung von Familienbeziehungen unter Elefanten und unter Menschen durchaus interessant. Allerdings nehmen die Schilderungen über die Elefanten einen zu großen Raum ein, so dass man nach einer Weile das Interesse verlieren kann, wenn man nicht so vernarrt in Elefanten ist, wie die Figur Alice. Ich möchte gleichzeitig aber auch anmerken, dass ich die Recherchen, die Jodi Picoult für ihre Hintergrundhandlung mit den Elefanten sehr bemerkenswert fand. Ich kann zwar nicht abschätzen, inwiefern die in dem Buch gemachten Berichte realitätsgetreu sind. Aber auf mich wirkten sie durchaus fundiert und richtig. Mit diesem Roman schafft Jodi Picoult es erneut eine Geschichte in eine mehr oder minder spannende Rahmenhandlung einzubinden. Obwohl dass Thema Elefanten und ihr Familiensinn, dass die gesamte Handlung umwebt, durchaus interessant ist, hat es mich nicht die ganze Zeit angesprochen. Hier hätte sich die Autorin ein wenig mehr auf einzelne Schilderungen fokussieren sollen, da man zwischendurch durchaus den Faden verlieren kann. Auch wenn dieser Roman durchaus spannend ist, fehlt es ihm ein wenig an der gewohnten Picoult-Dramatik, die ich gewohnt war. Der Roman hat zwar gute Spannungsspitzen, flacht aber leider auch immer wieder ab. Letztendlich entschädigt ein überraschendes, aber wie ich finde überaus überzeugenden Ende, für die leichten Schwächen und Längen, die dieser Roman hat. Während des Lesens habe ich nie in die Richtung eines solchen Endes gedacht, da nur wenige Anzeichen darauf hindeuteten. Obwohl das Ende letztendlich ziemlich plötzlich kommt, wirkt es nicht überstürzt, sondern war sogar notwendig. Dieser Roman mag nicht gerade Picoults bester Roman sein. Aber er ist dennoch lesenswert! Daher bekommt er von mir schwache 4 (von 5) Punkte.

Vielleicht sind Elefanten die besseren Menschen

Von: Sarahs Bücherregal Datum: 28. September 2016

Jenna ist dreizehn Jahre alt, als sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter macht. Als sie drei war, ist ihre Mutter nach einem Unfall im Elefantenreservat, in dem sie arbeitete, aus dem Krankenhaus verschwunden und niemand hat sie jemals wiedergesehen. Gemeinsam mit dem ehemaligen Polizisten Virgil und dem Medium Serenity will sie ihre Mutter jetzt endlich finden und die Wahrheit über die Geschehnisse vor zehn Jahren erfahren. „Die Spuren meiner Mutter“ von Jodi Picoult erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Jenna, Virgil und Serenity und in Rückblenden das Leben von Alice, Jennas Mutter. Sie ist Elefantenforscherin und diese wunderbaren grauen Riesen sind die eigentlichen Protagonisten des Romans. Mit sehr viel Liebe und Zuneigung beschreibt Alice ihre Arbeit mit den Elefanten, ihre Gefühle füreinander und die Gruppendynamik. Sie forscht über die Trauer von Elefanten und der Verlust einer Elefantenmutter, wenn ihr Kalb stirbt oder tot geboren wird, kann einem beim Lesen einfach nur mitnehmen. Jedem Wort merkt man uneingeschränkte Liebe zu den Elefanten an, die ihr ganzes Leben bestimmt. Dennoch liebt sie ihre Tochter sehr und man kann sich kaum vorstellen, was am Ende dazu führte, dass sie sie verlassen haben soll. Jodi Picoult hat mit „Die Spuren meiner Mutter“ ein unglaublich sensibles und tiefgehendes Buch über die Liebe zwischen Mutter und Tochter geschrieben. Die Gefühle von Trauer und Verlust, wenn Mutter und Tochter sich verlieren, prägt da gesamte Leben, nicht nur von Jenna, sondern beispielhaft auch das Leben der Elefanten, die ihre Mutter beobachtet. Trauer kennzeichnet ihr Verhalten wie das der Menschen und es ist auch für sie schwer, ein geliebtes Familienmitglied loszulassen.Mich hat dieses Buch sehr berührt, sowohl Jennas Sicht als auch die Beobachtungen der Elefanten sind wunderbar poetisch und leicht beschrieben, obwohl es um so ein schweres Thema geht. Auch die Bedrohung der Elefanten durch Wilderer und Elfenbeinhandel wird im Roman thematisiert und macht ihn so auch politisch sehr aktuell. Egal wie man vorher zu diesen empathischen riesenhaften Tieren stand, nach der Lektüre dieses Romans muss man die Elefanten einfach lieben und bewundern.

Gefühlvolles Familiendrama

Von: stellaclara Datum: 27. September 2016

Die Spuren meiner Mutter ist ein gefühlvolles Familiendrama mit übersinnlichen Elementen. Im Mittelpunkt der Handlung steht die dreizehnjährige Jenna. Seitdem ihre Mutter, die Elefanten-Forscherin Alice Metcalf, zehn Jahre zuvor spurlos verschwunden ist, lebt diese bei ihrer Großmutter. Jennas Vater hat den Verlust von Alice nie verwunden und verbringt seine Zeit meist katatonisch in einer psychiatrischen Klinik. Jenna hingegen setzt alles daran, das Verschwinden ihrer Mutter aufzuklären. Nachdem Jennas Internet-Recherchen erfolglos bleiben, wendet sich der Teenager schließlich verzweifelt an die Hellseherin Serenity Jones, die jedoch gerade eine eigene Glaubenskrise durchmacht. Zusammen mit der exzentrischen Wahrsagerin und dem abgehalfterten Privatdetektiv Virgil Stanhope, der einst als Polizist daran scheiterte, den Fall um Alice aufzuklären, begibt sich Jenna auf Spurensuche und versucht, Licht in das Dunkel um Alices mysteriöses Verschwinden zu bringen. Wie in den meisten anderen Romanen von Jodi Picoult wird die Geschichte aus der Sicht von verschiedenen Figuren erzählt: Jennas Erzählungen wechseln sich ab mit den Berichten von Alice aus der Zeit vor ihrem Verschwinden und auch Serenity und Virgil kommen zu Wort. Mir persönlich gefällt eine solche Erzählweise sehr gut und dadurch, dass man nicht sofort erfährt, wie es weitergeht, wird schnell Spannung aufgebaut. In den Kapiteln, die aus Alices Perspektive erzählt werden, begleiten wir Leserinnen die Elefanten-Forscherin bei ihrer Arbeit, wodurch man quasi nebenbei auch einiges über das Verhalten dieser Tiere lernt, so dass der Roman sicherlich auch etwas für Tierfreunde ist. Sowohl Jenna und Alice als auch Serenity und Virgil sind mir schnell ans Herz gewachsen und während des gesamten Buchs war ich neugierig darauf, wie es mit ihnen weiter geht. Durch die Figur der Serenity gibt es zwar ein paar übernatürliche Handlungselemente, allerdings stehen diese nicht so sehr im Vordergrund, so dass der Roman auch Leserinnen gefallen könnte, die sich von so etwas normalerweise eher abschrecken lassen. Die Auflösung des Kriminalfalls fand ich überraschend und passend, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass diese für bodenständigere Leserinnen etwas zu weit hergeholt ist. Insgesamt kann ich aber guten Gewissens eine Empfehlung für alle Fans von emotional bewegenden Familiengeschichten aussprechen!

Unglaublich bewegend!

Von: Saskia Datum: 26. September 2016

Alice Metcalf ist Wissenschaftlerin und erforscht das Trauerverhalten von Elefanten in einem Reservat in New Hampshire, doch eines Tages geschieht ein schrecklicher Unfall, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kommt und Alice spurlos verschwindet. Sie hinterlässt ihren Mann Thomas und ihre gemeinsame 3-jährige Tochter Jenna. Thomas verkraftet die Geschehnisse nicht und muss in eine Anstalt eingewiesen werden und Jenna wächst bei ihrer Großmutter auf. Doch sie vergisst ihre Mutter nie und macht sich 10 Jahre später auf die Suche nach ihr. Dabei helfen ihr das Medium Serenity und der ehemalige Polizeiermittler Virgil, der nun als Privatdetektiv arbeitet. Zuerst muss ich auf jeden Fall sagen, dass dieses Buch eine wahnsinnig spannende Mischung verschiedener Genres ist. Im Vordergrund steht natürlich das Familiendrama, das aber direkt in eine Art Kriminalgeschichte übergeht, dazu kommen dank Serenity immer mal wieder übernatürliche Elemente und zu guter letzt enthalten einige Kapitel aber auch viele wissenschaftliche Informationen. Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Jenna, Virgil, Serenity und Alice geschrieben. Alice’ Kapitel spielen in der Vergangenheit und greifen ihren Forschungen in Botswana auf, wo sie Elefanten beobachtet und erforscht hat, bevor sie Thomas kennenlernte. Ich liebe Elefanten, sie sind gefühlvolle Riesen und genau das wird in diesem Buch so wunderschön dargestellt und es hat mich wirklich sehr berührt. Jodi Picoult hat in ihren abschließenden Worten auch betont, dass dieses Buch ein Appell gegen die Wilderei ist und eine Würdigung der Arbeit der Pfleger in Reservaten und für Tiere, die in Zirkussen und Zoos gequält wurden. »Sieh nur, wie ich verletzt wurde. Siehst du, ich habe überlebt.« (S.280) Die Handlung baut sich recht langsam auf, man weiß anfangs nicht so richtig wo einen dieses Buch hinführt, aber es fällt nicht schwer, sich einfach darauf einzulassen. Der Grund dafür sind unter anderem sicherlich auch die liebenswürdigen Charaktere. Serenity und Virgil, die sich wegen ihrer Eigenheiten ständig in die Haare kriegen, die aber trotzdem etwas miteinander verbindet. Und auch Jenna, die trotz ihres Alters schon sehr erwachsen ist - und wahnsinnig stur. Ich fand es einfach herrlich, all diese Charaktere näher kennenzulernen, sowohl ihre Vergangenheit als auch wie sie die Suche nach Alice zusammenschweißt. »Wenn das Universum ruft, lässt man es nicht warten.« (S. 199) Ich muss sagen, dass ich zwischendurch etwas verwirrt war von einigen Details der Handlung. Manche Fakten wurden da irgendwie ganz selbstverständlich erwähnt und ich habe den Sinn beziehungsweise den Zusammenhang einfach nicht verstanden. Anfangs hatte ich den Eindruck, dass manche Sachen etwas unlogisch waren, weil die jeweils logischere Alternative einfach recht undramatisch gewesen wäre. »Die Spuren meiner Mutter« ist das erste Buch, das ich von Jodi Picoult lese, ich habe also keine Ahnung von ihrem Schreibstil gehabt und habe deswegen einfach vermutet, dass sie zum gelegentlichen Dramatisieren neigt. Als sich dann aber immer offensichtlichere Ungereimtheiten ergeben haben, dachte ich, dass ich einfach zu blöd bin zum lesen. Dass ich irgendwas verpasst oder vergessen oder schlichtweg nicht kapiert haben muss. Aber wenn ihr das Buch lest, dann müsst ihr euch bis ganz zum Schluss auf diese ganzen unlogischen Details einlassen und euch sozusagen mit ihnen "abfinden". Das Ende ist meiner Meinung nach nämlich sehr unerwartet und erst in den letzten Kapiteln wird (sehr plötzlich) aufgeklärt, was denn nun wirklich geschehen ist. Und genau das fand ich wirklich großartig. Die Autorin hat mich wirklich die ganze Zeit an der Nase herumgeführt, aber zum Schluss hat dann tatsächlich alles Sinn gemacht und ich war einfach nur begeistert. Dazu kommt noch, dass ich Jodi Picoults Schreibstil wirklich toll finde. Sie hat dieses Buch wirklich unglaublich liebevoll geschrieben und ihre Worte haben mich sehr bewegt, konnten mich aber auch zum Lachen bringen. »Doch beim Lesen hatte ich das Gefühl, von den Funken des Meteoritenschauers erfüllt zu sein, den sie beschrieb.« (S. 152) Ich kann das Buch eigentlich uneingeschränkt weiterempfehlen, meine Meinung könnte es wirklich jedem gefallen, solang man sich als Leser eben einfach darauf einlässt. Mich hat es auf jeden Fall sehr beeindruckt und ich bin wirklich dankbar, dass ich das Buch lesen durfte.

Die Spuren meiner Mutter - Jodi Picoult

Von: kathalovesbooks Datum: 21. September 2016

Der Roman „Die Spuren meiner Mutter“, geschrieben von Jodi Picoult, erschien am 29.08.2016 im C.Bertelsmann Verlag, umfasst 502 Seiten und kostet als Hardcover neu 19,99 EUR. Zum Inhalt: Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung. Meine Meinung: Ich liebe dieses Buch! Treffender kann man es wohl kaum ausdrücken🙂 Jodi Picoult war mir bisher von Büchern wie z.B. „Beim Leben meiner Schwester“ oder „Die Wahrheit meines Vaters“ bekannt. Auf ihr neuestes Werk wurde ich durch das wunderschöne, mintgrüne Cover aufmerksam. Drei kleine, graue Elefanten auf dem Cover zu sehen fand ich amüsant und gleichzeitig wurde ich auf die Geschichte neugierig und was es wohl mit den Elefanten auf sich hat. Jenna, als Protagonistin in dieser Geschichte, ist auf der Suche nach ihrer Mutter. Diese verschwand aus dem Krankenhaus, nachdem in dem Elefantenreservat, in dem sie arbeitete, eine Pflegerin tot aufgefunden wurde. Nachdem etliche Vermisstenanzeigen im Internet in den letzten zehn Jahren keinen Hinweis auf den Verbleib von Jennas Mutter gebracht haben, wendet sie sich an das Medium Serenity. Serenity glaubt jedoch, den Kontakt zur übersinnlichen Seiten längst verloren zu haben und macht Jenna demnach wenig Hoffnung. Also macht Jenna den Ermittler ausfindig, der damals an dem Fall gearbeitet hat – Virgil hat sich mittlerweile als Privatdetektiv niedergelassen und vertreibt sich seine Zeit eher mit dem Leeren von Alkoholflaschen als dem Lösen von irgendwelchen Kriminalfällen. Dieses Trio, das unterschiedlicher nicht sein könnte begibt sich nun anhand von diverser Hinweise auf die Spur von Jennas Mutter. Neben dem besonderen Cover, gefiel mir die Gestaltung der Geschichte ganz toll – der Leser erfährt die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven. So erfahren wir als Leser zeitweise mehr, als eine der Hauptpersonen in diesem Moment schon weiß. Weiterhin stellt Jodi Picoult so ihre unterschiedlichen Charaktere nach und nach vor – in einem sehr flüssigen Schreibstil flogen für mich die Kapitel, trotz der Länge des Buches an sich, nur so dahin. Besonders gefielen mir die Kapitel aus der Sicht, der verschwundenen Mutter Alice. Hier erlebt der Leser nicht nur die Geschehnisse der Vergangenheit und erhält Hinweise auf das Verschwinden von Alice, sondern er lernt unglaublich interessante Details über Elefanten. Man merkt, wie sehr sich die Autorin mit dem Elefanten als Tier und seinen, zeitweise menschenähnlichen Verhaltensweisen auseinander gesetzt hat. An keinem Punkt der Geschichte, hatte ich das Gefühl, dass die Passage über das Leben der Elefanten deplatziert war – eher im Gegenteil. Nachdem ich das Buch beendet hatte, brauchte ich einige Zeit, bis ich ein neues Buch beginnen konnte und das ist wirklich positiv – mich hat dieses Buch wahnsinnig beeindruckt. Selten war ich so gefesselt an eine Geschichte!

Ein Leben für die Elefanten

Von: Harakiri Datum: 18. September 2016

Die dreizehnjährige Jenna ist auf der Suche nach ihrer Mutter, die verschwand als Jenna 3 Jahre alt war. Die beiden lebten zusammen mit Jennas Vater und drei Tierpflegern in einem Elefantenreservat in Neu-England, wo sie ehemaligen Zirkus- und Zooelefanten das Gnadenbrot boten. Als Jenna 3 Jahre alt ist, gibt es einen Todesfall in dem Reservat und Jennas Mutter Alice verschwindet. 10 Jahre später will Jenna sie unbedingt finden und findet ein Medium und einen Privatdetektiv, die ihr bei der Suche helfen. Ganz so begeistert war ich anfangs nicht von dem Buch. Allerdings hat das Ende dann wieder einen Wow-Effekt, wie man es von Picoult kennt. Und dennoch ist das Buch diesmal anders. Sonst verfolgt die Autorin immer kontroverse Themen und baut diese aus, dieses Mal basiert ihr Roman auf dem Leben der Elefanten. Außerdem haben mich die übersinnlichen Effekte, die gerade am Anfang noch vermehrt vorkamen, sehr gestört. Entweder ich lese einen Roman, oder Sci-Fi. Beides zusammen passt nicht in mein rationell denkendes Gehirn. In mehreren Handlungsebenen erzählt Picoult die Geschichte von Alice, Virgil, Jenna und Serenity. Besonders in dem Strang von Alice war es mir manchmal schon etwas zu viel Input über Elefanten für einen Roman. Dennoch fand ich das Buch wieder toll recherchiert und mit Fakten unterlegt und was man jetzt nicht über die Trauerarbeit von Elefanten weiß, gibt es nicht ;) Wieder einmal gelingt es Picoult, den Leser zu fesseln. Förmlich fühlt man sich mit ihr in die Savanne genommen und mit den Elefanten umgehen. Auch ihre Charaktere sind liebenswert und sympathisch. Allen voran Jenna, die freche Göre, deren Schlagabtäusche mit Privatdetektiv Virgil ich geliebt habe. Unaufhörlich strebt die Handlung auf den Höhepunkt zu, nicht ohne von der Autorin so manches Mal wieder gedreht zu werden. Und am Ende wartet dann auch noch eine Überraschung auf den Leser, die ich nie vermutet hätte, auch wenn die Autorin im Laufe der Handlung ein paar Hinweise einwebt.

Literarisches Soulfood

Von: Alexandra (The Read Pack) Datum: 18. September 2016

Mit ihrem neuen Buch “Die Spuren meiner Mutter” hat mich Jodi Picoult thematisch mitten ins Herz getroffen. Es erzählt eine Geschichte von unerschütterlicher Liebe, übersinnlichen Fähigkeiten und… Elefanten! Seit über zehn Jahren ist die Mutter der dreizehnjährigen Jenna nun schon verschollen. In einer tragischen Nacht verschwand die begnadete Elefantenforscherin nach einem Unfall im Elefantengehege spurlos. Nun, alt genug um sich selbst auf die Suche zu machen, verfolgt Jenna gemeinsam mit Hilfe eines ehemaligen Polizisten und eines erfolglosen Mediums ihre Spuren. Sie möchte endlich die Wahrheit erfahren, warum ihre Mutter sie zurückließ. Hach! Diese Geschichte hat mich so rundum glücklich gemacht. Jenna und ihre tragische aber auch so wunderbar beharrliche Suche haben mich ab der ersten Seite für sich eingenommen. Ihr Schwanken zwischen Verzweiflung im Hinblick auf die verlorene Mutter und ihre Hoffnung auf ein “Happy End” habe ich einfach gespürt, habe mit ihr gelitten. Dazu kommen ihre Begleiter, die ein wirklich unterhaltsames Gespann ergeben: das mittlerweile erfolglose Medium Serenity und der kauzige, zynische Ex-Cop sind so gegensätzlich, wie sie nur sein können. Widerwillig arbeiten sie dann doch zusammen. Wieder schafft es die Autorin Charaktere zu erschaffen, die außergewöhnlich und dennoch authentisch wirken. Die Kapitel des Buches werden aus jeweils wechselnden Perspektiven von Jenna und ihren Begleitern, aber auch durch die Notizen der Mutter erzählt. Alle Figuren bringen dadurch ihre eigene Sicht auf das Geschehen in die Handlung ein, alle tragen Probleme und Ängste mit sich herum, die wir so ganz direkt kennenlernen. Die Abschnitte von Jennas Mutter ergänzen die Handlung zusätzlich wunderschön um Beschreibungen von Elefanten und deren Sozialverhalten. Immer wieder ergeben sich dabei Parallelen zwischen der Beobachtung der Elefanten und der eigentlichen Handlung. Mich haben die Erzählungen über diese tollen Tiere wirklich berührt. Vor allem die Verbindung von Elefantenkühen zu ihren Kälbern und ihrer Fähigkeit zu Mitgefühl und Trauer haben mich beeindruckt. Diese Abschnitte geben der Geschichte einiges an Traurigkeit und Tiefe, zeigen aber auch Hoffnung und unverbrüchliche Liebe. Denn trotz einiger ziemlich trauriger Aspekte, liest sich “Die Spuren meiner Mutter” herrlich leicht und unterhaltsam. Es erzählt eine rührende Geschichte über Mutterliebe, Sehnsucht und Nähe. Ich mag es, wie Jodi Picoult solch schöne, ermutigende Botschaften in ihre Geschichten einwebt. Eine Erzählung, wie literarisches Soulfood: man fühlt sich darin einfach wohl und geborgen, die Seiten fliegen nur so dahin. Bemerkenswert ist zudem, wie Jodi Picoult in jedem ihrer Bücher ein kleines Geheimnis versteckt. Natürlich möchte ich hier nicht zu viel erzählen, kann jedoch sagen, dass die Handlung viel mehr birgt, als ich zunächst dachte und mich die Auflösung der Geschichte kalt erwischt hat. Ich war völlig überrascht und ja, begeistert! Mich hat “Die Spuren meiner Mutter” gut unterhalten und überrascht, aber auch bewegt. Es erzählt die Geschichte von unerschütterlicher Mutterliebe auf eine ganz neue und mitreißende Art. Die Elefanten sind dabei nicht einfach nur Metapher, sondern Helden der Geschichte. Sie zeigen die schönste Seite der Liebe aus einer neuen Perspektive.

Große Lese-Empfehlung!

Von: primeballerina Datum: 18. September 2016

Jodi Picoult ist die Autorin zahlreicher großartiger Bücher, darunter „Beim Leben meiner Schwester“ und „19 Minuten“. Mit „Die Spuren meiner Mutter“ ist nun ein neuer Roman erschienen, der sich getrost in diese Riege einreihen kann. Alice Metcalf war eine passionierte Elefantenforscherin, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Thomas ein Elefantenreservat in New Hampshire geleitet hat. Dort hat auch die nun 13-jährige Jenna Metcalf ihre ersten Lebensjahre verbracht. Ihre Familie bestand nicht nur aus ihren Eltern, sondern auch aus den Mitarbeitern des Reservats sowie den dort wohnenden Elefanten. Doch eines Tages wurde diese große Familie brutal auseinander gerissen: eine Mitarbeiterin wurde tot aufgefunden und Alice wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht, aus welchem sie plötzlich spurlos verschwand. Jahrelang wurde sie nicht einmal für vermisst gemeldet, blieb aber verschwunden und Jenna wuchs bei ihrer Großmutter auf. Jetzt möchte sich aber Jenna endlich auf die Spuren ihrer Mutter begeben und sie wiederfinden. Es dürfte kein Geheimnis sein, dass Jodi Picoult mich vor Jahren mit „Beim Leben meiner Schwester“ erstmals begeistern konnte, das Buch bis heute die Leseempfehlung ist, die ich immer nenne, wenn ich nach einer gefragt werde und dass die Autorin eben seither ohne jegliche Zweifel zu meinen Lieblingsautoren zählt. Und obwohl mich bisher kein Picoult-Roman enttäuschen konnte, muss ich auch zugeben, dass ich noch mehrere ihrer Bücher ungelesen (ja, ungelesen) in den Regalen stehen habe. Wahrscheinlich möchte ich mir einfach unbewusst noch ein paar kostbare, unentdeckte Geschichten übrig lassen. Und ich habe die Bücher der Autorin in diversen Ausgaben hier stehen, in verschiedenen Sprachen – neben einer englischsprachigen Ausgabe liegen etliche deutsch- und polnischsprachige Bücher hier. „Die Spuren meiner Mutter“ wollte ich – wie eigentlich jedes neue Picoult-Buch – auch bereits im Original („Leaving Time“) lesen, doch als ich das wunderhübsche Buchcover der deutschen Ausgabe gesehen habe, entschied ich mich, darauf zu warten. Und diesmal wanderte das Buch nicht nur ungelesen ins Regal, ich habe es auch tatsächlich gelesen. Und – es wird keinen überraschen – ich fand es mal wieder absolut lesenswert. Es überrascht mich ja tatsächlich jedes Mal aufs Neue wie großartig der Schreibstil von Picoult ist. Sie benutzt immer diverse Erzählperspektiven, die einen sehr umfassenden Einblick in die jeweilige Geschichte ermöglichen, ohne dass sie zu verwirrend wären. Und Picoult ist eine Meisterin der Recherche. So lernt man in dieser Geschichte unheimlich viel über Elefanten. Über ihre Verhaltensweisen, ihre Eigenheiten, Merkmale und so weiter. Das im Buch beschriebene Elefantenreservat und die Elefanten sind beispielsweise einem echten Reservat und echten Elefanten nachempfunden, so dass man als Leser tatsächlich auch sehr viel lernt und erfährt. Ich persönlich fand die Kapitel, die sich den Elefanten widmen, sogar fast schon am interessantesten. Und ich habe mich sogar ein bisschen in diese eindrucksvollen Tiere verliebt. »Wenn man an jemanden denkt, den man geliebt und verloren hat, ist man schon bei ihm. Alles andere sind Kleinigkeiten.« – Seite 502 Zum Inhalt der Handlung selbst kann und möchte ich eigentlich fast gar nicht mehr schreiben – schließlich ist so ein umfassender Picoult-Roman eine kleine Entdeckungsreise, die man am besten ohne jegliche Erwartungen antretet. Als erfahrener Picoult-Leser wird man wahrscheinlich einige kleine Parallelen zu anderen Büchern der Autorin feststellen, aber das macht mir persönlich nie etwas aus, da es sich immer um Sachen handelt, die ich eben so an den Büchern schätze. Und ich muss gestehen, dass mich die Autorin auch immer noch überraschen kann, obwohl ich mittlerweile wissen müsste, dass solche Überraschungen in ihren Geschichten anstehen. „Die Spuren meiner Mutter“ ist ein weiterer fesselnder, interessanter und eindrucksvoller Roman einer absoluten Lieblingsautorin und ich kann wirklich nicht mehr dazu sagen, außer, dass ich es bedingungslos jedem ans Herz legen kann.

Einfühlsam und schlicht, für Jodi anfangs eher schwach, aber brilliantes Ende!

Von: Mathematiqua Datum: 17. September 2016

Jodi Picoult ist eine Meisterin der traurigen, gesellschaftskritischen und zum Nachdenken anregenden Romane und zählt auf Grund der Themen, mit denen sie sich befasst, zu meinen Lieblingsautoren, auch wenn ich sie sprachlich eher dem Durchschnitt zuordnen würde, denn was Gefühle angeht, ist sie ganz groß! In "Die Spuren meiner Mutter" erzählt sie die Geschichte von der dreizehnjährigen Jenna, die ihre vor 10 Jahren verschwundene Mutter Alice sucht. Die beiden haben damals zusammen in einem Elefantenschutzgebiet gelebt, indem Alice gearbeitet und über Trauer von Elefanten erforscht hat. Eines Tages fand man eine von einem Elfefanten niedergetrampelte Leiche, die man als Angestellte des Schutzgebietes identifiziert hat. Gleichzeitig wurde Alice bewusstlos auf dem Boden gefunden und in ein Krankenhaus gebracht, von wo sie spurlos verschwand, bevor sie irgendjemand vernehmen konnte. Jenna kann den Verlust ihrer Mutter nicht verkraften und möchte herausfinden, was damals wirklich geschehen ist, ob ihre Mutter sie absichtlich verlassen hat oder ob sie vielleicht bereits tot ist. Auf ihrer Suche bekommt sie Unterstützung von dem Medium Serenity und dem ehemaligen Polizisten Virgil, der damals an dem Fall gearbeitet hat, nun aber nur noch ein Alkoholiker ist, dessen Leben in Scherben liegt. Die Spuren meiner Mutter ist alles in allem ein sehr sanfter und leiser Roman. Hier wird nicht auf die große Glocke gehauen, die Poesie und Magie liegen in den kleinen Augenblicken. Wie Jodi Picoult die Elefanten beschreibt, hat mich zutiefst gerührt, obwohl ich mit Elefanten bisher eher weniger anfangen konnte. Die Geschichte an sich ist super aufgebaut, in der Mitte gibt es allerdings einige Längen, die man sich m.E. hätte sparen können, da der Roman nicht wirklich vorankommt. Etwas schwer getan habe ich mich auch mit der Tatsache, dass Jodi hier (nicht zum ersten Mal, aber doch eher selten) übersinnliche Elemente (Medium, Geister usw.) eingebaut hat. Daran musste ich mich zunächst gewöhnen, nach einigen Kapiteln war dies aber kein Problem mehr und ich habe gerne weitergelesen. Würde ich den Roman nur bis zur Mitte beurteilen, würde ich ihm drei Sterne geben, da mir einfach die "Größe" des Themas etwas fehlt. Ansonsten hat sich Jodi Picoult mit Krankheiten, Suizid, Leben und Tod intensiv auseinandergesetzt, wobei es einem bereits von Anfang an das Herz zerissen hat. Dieses Buch braucht deutlich länger, bis es einen berührt. Dann aber dafür umso mehr. Für das Ende des Buches würde ich eindeutig fünf Sterne geben, daher habe ich mich letztendlich für vier entschieden. Ich war komplett überrascht und auch zutiefst getroffen, als ich die letzten hundert Seiten gelesen habe, die unglaublich brilliant sind und einen direkt ins Herz treffen. Irgendwie hat das Ende gleichzeitig auch ein sehr unangenehmes Gefühl in mir hinterlassen, ein Gefühl von Trauer und Enttäuschung, aber auf alle Fälle hat es eins: Es hat mich zutiefst bewegt! Und ich kann dieses Buch jedem weiterempfehlen, der auch gerne einmal Bücher liest, die schmerzen und einen mitten ins Herz treffen.

Intelligent, berührend und extrem spannend

Von: Buchstabenträumerin Datum: 15. September 2016

„Ich arbeite mit Elefanten, weil es ist, als würde man Menschen in einem Café beobachten“, erklärte ich Thomas. „Sie sind lustig. Herzzerreißend. Einfallsreich. Intelligent. […] In ihnen steckt einfach so viel von uns.“ (Seite 220) „Die Spuren meiner Mutter“ ist eine Geschichte über die Trauer und das Loslassen eines geliebten Menschen. Jodi Picoult schreibt aber auch über die Stärke von Gemeinschaft und die Liebe zwischen Müttern und ihren Kindern. Und immer einen Platz finden Elefanten in dieser Geschichte. Anfangs war ich skeptisch, ob mich die Welt der Elefanten zu fesseln vermag, doch die Autorin stürzt sich so voller Leidenschaft auf das Leben dieser Tiere und erzählt derart passioniert von ihren Empfindungen, dass ich zu Tränen gerührt war. Der Leser erlebt auf diese Weise viele Facetten von Trauer und Mutterliebe, sowohl beim Menschen als auch bei Tieren. „Die Spuren meiner Mutter“ ist Detektivroman, Familiendrama, Tiergeschichte und wissenschaftliche Arbeit in einem. Und so unterschiedlich diese Genres auch sind, so harmonisch fügen sie sich hier zusammen. Im Laufe des Lesens wurde mir eines immer klarer: nichts ist so wie es scheint. Jodi Picoult spielt mit den Erwartungen, führt einen in die eine Richtung, nur um alles wieder umzudrehen. Die größte Überraschung erwartet den Leser auf den letzten Seiten. Alles verschiebt sich, so dass ich völlig sprachlos war. Schreibstil In der Wildnis bleiben eine Mutter und ihre Tochter so lange zusammen, bis eine von ihnen stirbt. (Seite 243) Erzählt wird aus den Perspektiven von Jenna, ihrer Mutter Alice, dem Medium Serenity und Detektiv Virgil. Diese Wechsel machen die Geschichte sehr interessant. Von jedem Erzähler erfährt man nur Bruchstücke, die immer wieder neu zusammengesetzt werden können und so die verschiedensten Szenarien möglich machen. Nicht zuletzt erfährt der Leser dadurch natürlich auch viel über die Lebensgeschichte der einzelnen Charaktere. Zudem bewegen wir uns auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Alice erzählt aus der Vergangenheit, während die übrigen Charaktere aus der Gegenwart erzählen. Beide Ebenen bewegen sich stetig aufeinander zu, bis es am Ende zu einer faszinierenden Überschneidung kommt. Charaktere Mein Leben war zu drei Vierteln ein Rollenspiel, das mir jederzeit erlaubte, von der Bühne abzutreten und mich meiner Verkleidung zu entledigen.“ (Seite 404/405) Ein spröder Charme zeichnet die Charaktere maßgeblich aus. Sie sind alle nicht perfekt und vom Leben gezeichnet. Jeder einzelne Charakter ist sehr fein ausgearbeitet. Wir lesen nur Sequenzen, doch die stehen für sich und sind enorm aussagekräftig. Alice erlebt der Leser über ihre wissenschaftlichen Notizen. Diese sagen mehr über sie aus, als man vermuten mag. Denn ihre Beobachtungen der Verhaltensweisen von Elefanten kann man als Spiegelung ihrer eigenen Gefühlslage interpretieren. Das fand ich ungeheuer spannend. Serenity und Virgil fand ich am interessantesten. Sie sind Menschen, die sich selbst durch bestimmte Umstände im Leben verloren haben. Picoult hatte die Entwicklung beider sehr gut im Blick, so dass man als Leser hervorragend an deren Motivation Jenna zu helfen teilhaben kann. Jenna selbst ist weniger ein wichtiger Charakter als vielmehr ein notwendiger Katalysator. Sie bringt den Stein ins Rollen und führt die Charaktere zusammen. Sie ist das Zentrum und gleichzeitig ein blinder Fleck in der Geschichte, da sie am wenigsten ausgearbeitet ist. Das ist aber keineswegs störend, sondern absolut sinnvoll. Fazit Es kommt nicht oft vor, dass ich sage ein Buch sei ein Muss. Hier ist es aber so: „Die Spuren meiner Mutter“ ist ein Muss. Ein intelligentes, berührendes und extrem spannendes Romanhighlight!

Ein Buch, das nicht mehr loslässt

Von: Eva-Maria Obermann Datum: 12. September 2016

Jenna heuert auf der Suche nach ihrer Mutter einen alkoholsüchtigen Privatdetektiv und ein Medium an, das den Zugang zur Geisterwelt verloren zu haben glaubt. Virgil und Serenity sollen ihr helfen, Alice aufzuspüren, die vor zehn Jahren verschwand, nachdem im Elefantenreservat, in dem sie arbeitete, eine Pflegerin tot aufgefunden wurde. Während Jenna alles daran setzt, mit ihrer Mutter wieder vereint zu werden, beginnt Virgil, Alice zu verdächtigen, und Serenity will ihre Gabe mehr denn je zurück. Mittendrin immer wieder: Elefanten, denn Alice war Elefantenforscherin. Ich bin auch nach vier Tagen immer noch berauscht. Der Roman wächst unbemerkt zu solch eine Größe an, stilsicher, fesselnd und voller starker Figuren, dass die wirklich unerwartete Wendung des Endes einfach genial ist. Plötzlich erscheinen viele Details in einem anderen Licht, die Sichtweise verändert sich und es reizt mich, alles sofort noch einmal zu lesen, um es auch wirklich ganz zu verstehen. Ein Roman, der nicht so schnell loslässt. Loslassen kann auch Jenna nicht. Während im ersten Lesedurchgang ein paar Ungereimtheiten auftreten, sind diese letztendlich Hinweise auf den Ausgang der Geschichte. Die einzelnen Kapitel sind jeweils aus den unterschiedlichen Blickwinkeln von Jenna, Alica, Virgil und Serenity erzählt, so dass die Figuren nicht nur durch ihr Selbstbild bestehen, sondern durch mehrere Fremdbilder ergänzt werden. Das verleiht viel Tiefe und erlaubt, Verknüpfungen zu erkennen und Hinweise zu entschlüsseln, bevor die Figuren es tun. Interessant finde ich aus der Sicht der Forscherin zwei Dinge: Zum einen ist das Buch von einer Frau geschrieben. Eine Seltenheit bei Büchern, in denen eine Muttersuche fokussiert wird. Auch, dass die Suchende eine weibliche Figur ist, ist selten. Meist suchen männliche Protagonisten die Vorstellung der Erlösung durch das Wiederfinden der Mutter. Jenna aber sucht keine Erlösung. Sie sucht nicht sich selbst, viel mehr besteht sie nur aus dem Antrieb, ihre Mutter zu finden. Sie spart dafür ihr Geld, belügt ihre Großmutter, tritt mit Virgil und Serenity in Kontakt. Trotzdem wird sie dabei nicht erwachsen, denn ein „Danach“ gibt es für sie eigentlich nicht. Gleichzeitig ist sie keinesfalls naiv, sondern durchdenkt die Möglichkeiten, mit denen sie konfrontiert werden kann genau. Vielleicht ist es viel mehr der Abschluss, den Jenna sucht, um endlich ein Ich außerhalb der Muttersuche bilden zu können. Ein wichtiges Element des Buches sind die Elefanten. Alice ist Elefantenforscherin und erzählt aus ihrem Leben in Afrika und ihrer Zeit im Reservat. Anhand der Elefanten arbeitet sie ihre eigenen Traumata ab. Hier zeichnen sich sehr eindrucksvoll ihr Weg zur Mutterschaft ab und ihr Interesse an der Forschung zur Trauer bei Elefanten. Alice aus diesen Berichten herauszulesen ist nicht immer leicht, gerade das finde ich aber wirklich interessant und gut gemacht. Eine Figur, die aus ihren Worten entsteht und nicht einfach nur beschrieben wird. Die Spuren meiner Mutter ist ein sehr gutes Buch über Suche, Trauer, Sehnsucht, Liebe und Schuld. Ein Buch über Elefanten und über Menschen. Ich kann es nur empfehlen, ausnahmslos. Ein kleiner Hinweis noch: Es gibt zum Roman zwei elektronische Kurzgeschichten, die Alice beziehungsweise Serenity noch einmal näher betrachten.

Auf den Spuren der Elefanten

Von: Yvonnen Datum: 11. September 2016

Wer einen spannenden Roman lesen möchte, in dem es viel über Elefanten und deren Verhalten zu erfahren und nachzudenken gibt, gewürzt mit einem Schuss Herzblut und einer guten Prise Übersinnlichem, der sollte unbedingt zu „Die Spuren meiner Mutter“ von Jodi Picoult greifen. 10 Jahre nachdem Alice nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire spurlos verschwand, macht sich ihre 13jährige Tochter Jenna auf die Suche nach ihr. Unterstützung erhält sie von dem Medium Serenity und dem Privatdetektiv Virgil, der seinerzeit mit den Ermittlungen in dem Fall betraut war. Eine spannende und tief bewegende Spurensuche beginnt – mit verblüffender Auflösung. Geschmackvoll und schön gestaltet sind auf dem Buch die Elefanten auf goldenen Spuren abgebildet und stellen so bereits optisch einen schönen Bezug zum Titel „Die Spuren meiner Mutter“ her. Der Roman wird wechselnd aus mehreren Ich-Perspektiven erzählt. Durchgehend schildert Alice ihre Geschichte, beginnend von ihrer Jugend und der schon frühen Begeisterung für Elefanten, der späteren Arbeit mit ihnen bis hin zur Gegenwart. Ich habe es dabei durchgehend genossen, die informativen und teilweise spannenden Erzählungen über diese intelligenten mitfühlenden Tiere zu lesen. Erschreckt hat mich die Unkenntnis und Rücksichtslosigkeit im Umgang mit den Elefanten, die diese zu gefährlichen „Bestien“ macht und ich konnte den Einsatz der Tierschützer für diese Tiere gut nachvollziehen. Mit diesem Buch hat die Autorin mein Herz für Elefanten geöffnet, die für mich den besonderen Charme dieses Buches ausmachen. Sonderbar, aber nicht weniger interessant ist für mich das Medium Serenity, deren übersinnliche Fähigkeiten, so nachvollziehbar und für mich Ungläubige so glaubhaft dargestellt werden, dass ihr Handeln und Erleben beinahe greifbar wird. Etwas schwer getan habe ich mich hingegen mit der 13jährigen Jenna, die mir an manchen Stellen doch etwas zu erwachsen für ihr Alter erschien. Da sich die Erzählstränge von Tochter Jenna, dem Medium Serenity und des Detektivs Virgil bereits in der Gegenwart befinden, wohingegegen die Geschichte der Mutter Alice weit in der Vergangenheit beginnt, fiebert man während des Fortschreitens der Geschichte dem Zusammentreffen aller Personen in der Gegenwart entgegen. Doch als dieser Zeitpunkt zum Greifen nah ist, kommt ein großer Wendepunkt, an dem man alles Gelesene nochmal neu für sich überdenken muss. Da fällt nach und nach noch so mancher Groschen und vorher für unbedeutend erachtete Informationen, erhalten einen neuen Stellenwert. Ein Wendepunkt, der trotz schrecklicher Wahrheiten Spaß macht und die Grauen Zellen nochmal richtig zum Arbeiten bringt. „Die Spuren meiner Mutter“ ist eine gelungene Mischung aus Information, Fiktion, Spannung, Herzblut und Mystery.

fesselnd und vielseitig

Von: Katja Christine Böhme Datum: 25. August 2016

es fiel mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Eine spannende Geschichte, eingepackt in die faszinierende Welt der Elefanten, garniert mit Einblicken ins Spiritistische und abgerundet durch Lebenshilfe in Bezug auf Abschied und Loslassen. Sind die unterschiedlichen Erzählperspektiven anfangs etwas verwirrend, tragen sie im Verlauf des Buches zunehmend dazu bei, den Leser zu fesseln und ungeduldig die Auflösung der Handlung herbeizulesen.

Hörbuch top, Buch naja...

Von: Yunika Datum: 12. March 2018

Das Cover finde ich mittelmäßig. Viel mehr habe ich mir das Buch geholt, weil ich die Bücher der Autorin bisher immer interessant fand. Dieses konnte mich jedoch nicht so wirklich überzeugen. Jodi Piccoult ist eine Autorin, die schwierige Themen verarbeitet und sie so gut rüberbringt, dass man die Geschichte lieben muss. Sie verpackt diese Sachen so geschickt, dass besondere Geschichten dabei entstehen. Auch in diesem durfte dies nicht fehlen, jedoch hat mir hier der Zauber gefehlt. Der Schreibstil war zwar flüssig zu lesen, aber ich hatte bei dem Buch das Gefühl, ständig stehen zu bleiben. Es gab einige Stellen, die sich für mich ins lange gezogen haben. Das konnte der bildhafte Schreibstil der Autorin leider auch nicht retten. Dazu kommt, dass - auch wenn es toll ist - mich die halbe Geschichte an ein Lexikon erinnert hat. Auch das Hörbuch konnte mich hier nicht retten. Die Sprecherin hatte eine angenehme Stimme - die vielleicht nicht unbedingt zu einem 13-jährigen Mädchen passt - und man konnte ihr sehr gut folgen. Demnach bin ich dann durch das Buch gekommen, weil ich die Lust am Lesen verloren hatte. Das Highlight waren die Charaktere der Geschichte. Sie waren stark und hatten ihre Geschichten. Dies hat die Autorin so geschickt verwebt, dass sie sehr glaubhaft rübergekommen sind. Sie sind vielschichtig und tiefgehend charakterisiert. Alles in allem bin ich nur mäßig begeistert von der Geschichte. Mir war die Geschichte zu sehr Lexikon, als Handlung. Dazu kommt, dass es teilweise sehr vorhersehbar war. Stellenweise hat sich die Geschichte gezogen. Mein einziges Highlight der Geschichte war die Sprecherin des Hörbuchs und die Charaktere.

Die Spuren meiner Mutter

Von: Laura-Lavinia Dagau Datum: 03. January 2017

als ich das Buch in Internet fand war es meine Liebe zu meiner verstorben Mama das es dieses Buch in meine Hände schaffte..Ganz anderst als in auf dem karg dargestellten Cover vermittelt dieses Buch eine sehr sinnliche und atmosphärenreiche darstellung eines Kindes das seine Mutter vermisst und unter allen Sphären ihr möglichstes tut um diese zu finden .Sehr ideenreiches ,gefühlsorientertes Buch mit einen ungewöhlichen und aber doch sehr schönen Ende;-) Verraten möcht ich nichts ..aber soviel..das Buch lohnt sich nur für Menschen mir Sinn für mehr...

Die Suche nach der Wahrheit

Von: LeseBlick Datum: 07. November 2016

Bewerte ich bei dieser Geschichte zunächst einmal den Klapptentext muss ich sagen, dass er mich so auf Anhieb gar nicht unbedingt anspricht. Hier war der ausschlaggebende Punkt wirklich die Autorin. Von Jodi Picoult haben sich schon so einige Bücher in meine Hände verirrt. Nun wollte ich auch mal einen Hörversuch starten und so viel sei verraten, dieser ist geglückt. Wie bereits oben erwähnt, trifft man als Hörer dieses Hörbuchs auf 4 verschiedene Stimmen. Anfänglich konnte ich mich so richtig nur auf die Stimme von Leonie Landa einlassen, aber je mehr ich die einzelnen Charaktere kennengelernt habe, fand ich auch die anderen drei Sprecher sehr angenehm und passend. Die Sprechstimme von Leonie Landa blieb allerdings bis zuletzt mein Favorit. An dieser Stelle ein Pluspunkt, dass für die Geschichte verschiedene Sprecher gewählt wurden. Die Übergänge waren sehr gut gemacht und die Stimmen sind sehr speziell, ich hatte also zu keinem Zeitpunkt das Problem, nicht zu wissen, wer gerade erzählt. Viele Leser kennen von Picoult sehr viele tragische Themen, vor allem Krankheiten welche angesprochen werden. Seit dem die Autorin ihre Bücher beim Bertelsmann Verlag veröffentlicht, haben sich die Themen gewandelt. Für mich sind es nicht mehr diese speziellen Themen, die an den Leser direkt appellieren und man als Leser häufig in einen Gewissenskonflikt kommt, sondern die Themen sind allgemeiner geworden. So auch hier meiner Meinung nach. Jenna’s Suche nach der Geschichte ihrer Mutter war dennoch interessant und fast spannend zu verfolgen. Ich habe mich gerne mit Jenna und ihren Anhängern Serenity und Virgil auf Spurensuche begeben. Ich hätte nie damit gerechnet, aber für mich das große Highlight dieser Geschichte ist das Thema Elefanten. Dachte ich zunächst lediglich es wird kurzzeitig ein Reservat erwähnt, weil Alice dort verunglückt ist, kam es dann doch ganz anders. Die Autorin überrascht mich, denn man kann als Hörer bzw. Leser dieser Geschichte im Nachhinein nichts anderes machen, als eine Liebe für Elefanten zu entwickeln. Die Elefanten sind hier absolut kein kurz angesprochenes Thema, sondern man lernt diese Tiere kennen. Nicht nur allgemein, sondern auch emotional, was mich im Verlauf sehr oft berühren konnte. Ihr fragt euch nun warum. Ich denke, dass ich damit keine Spoilergefahr in Gang setze, wenn ich euch verrate, dass Jenna’s Mutter Alice als Wissenschaftlerin das Thema Trauer bei Elefanten untersucht hat. Wahnsinn, was da bei raus kam. Da dieses Hörbuch gekürzt ist, denke ich fast, dass man beim Lesen des Buches noch ein wenig mehr von den Elefanten erfährt. Das Medium Hörbuch hat mir hier im Gesamten sehr gut gefallen. Die Geschichte eignete sich perfekt und die Sprecher machten es zu etwas Besonderem. Also nicht nur eine Leseempfehlung, auch eine Hörempfehlung. Auch wenn es gekürzt ist, war es für mich eine komplette Geschichte ohne Lücken. ____________________________________________________________ Zum Ende hin wurde mir das Hörbuch zu verwirrend. Da gab es diese Wandlung in der Geschichte und plötzlich dachte ich nur noch: wie jetzt? Das Ende war gut, aber da habe ich mir persönlich mehr Emotionen gewünscht. Aber bei jedem werden Emotionen anders produziert, vielleicht fanden andere dafür die Elefanten nicht so gefühlvoll. Mein Fazit Eine Geschichte über die verzweifelte Suche nach einer Mutter, die mich vor allem wegen dem Thema Elefanten begeistern konnte. Dieses Buch kombiniert zwei Themen, die sich hier perfekt ergänzen. Die Suche nach einer vermissten Person und diese ganz besonderen Dickhäuter, die mein Herz berühren konnten. Ob die echten Picoult Fans auf ihre Kosten kommen, weiß ich nicht, aber alle Romanleser und Elefantenfans müssen dieses Buch lesen oder auch hören!

Eine von diesen Geschichten, die sich einprägen und nachhallen

Von: Michaela G. Datum: 25. October 2016

Kurzbeschreibung Die dreizehnjährige Jenna, die seit dem Verschwinden ihrer Mutter Alice, bei ihrer Großmutter lebt, macht sich nach zehn Jahren auf die Suche nach der Wahrheit. Was geschah an jenem Tag im Elefantenreservat, in dem man ihre Mutter, eine Elefantenforscherin, bewusstlos vorfand? Warum und vor allem wohin verschwand Alice und warum ließ sie Jenna zurück? In Jennas Verzweiflung bittet sie das Medium Serenity und den Privatdetektiv Virgil um ihre Hilfe. Aus dem Tagebuch von Jennas Mutter, den Ermittlungsakten und den übersinnlichen Fähigkeiten von Serenity, setzen sie die Puzzlestücke des Unglücks zusammen … Eindruck Ich hab mich nie sonderlich für Elefanten interessiert, wohl aber für die Romane von Jodi Picoult. Ich mag die moralischen Auseinandersetzungen in ihren Geschichten und war sehr erfreut, diese auch in ihrem aktuellen Roman zu finden. Auf den Inhalt selbst werde ich kaum eingehen um nicht zu viel vorwegzunehmen aber der Handlungsverlauf bietet sehr viele überraschende Wendungen, legt falsche Fährten und begeistert mit interessanten Charakteren. Erzählt wird die Handlung aus vier verschiedenen Perspektiven, die im Hörbuch jeweils mit dem Vornamen der zu erzählenden Person angekündigt werden. Der Handlungsverlauf baut sich ein wenig wie ein Kriminalroman auf, gilt es doch aufzuklären, was an jenem Tag geschah, und verleitet den Zuhörer dazu, eigene Verdächtigungen aufzustellen und dann doch wieder überrascht zu werden. Dabei bekommt die Geschichte Stück für Stück sehr viel Tiefe, lässt für Emotionen viel Raum und regt zum Nachdenken an. Und auch die Natur kommt nicht zu kurz. Es gibt sehr viele Informationen über die Welt der Elefanten, die so faszinierend beschrieben wird, dass sogar ich völlig in ihren Bann gezogen wurde. Obwohl es sich hier um Wissenschaft und Forschungsergebnisse über das Verhalten dieser Tiere handelt, geht die Geschichte nicht zu sehr in Fachgesprächen unter und wird auch für Laien sehr gut erklärt, ohne dabei zu sehr auszuschweifen. Doch noch eine Besonderheit gibt es in diesem Roman. Denn Jodi Picoult stattet eine ihrer Figuren mit übersinnlichen Fähigkeiten aus und setzt sich mit medialen Fähigkeiten auseinander. Dies ließ mein Interesse endgültig ins Unermessliche steigen und nachdem mich auch das ende völlig überraschen, kann ich sagen, es hat sich wieder einmal gelohnt. Figuren In dieser Geschichte gibt es zahlreiche interessante Personen, die unterschiedliche Emotionen bei mir auslösten. Alice, (ihr Part erzählt aus der Vergangenheit) wurde zum schwersten Charakter für mich. Lange Zeit empfand ich sie als äußerst rücksichtslos und zu besessen von den Elefanten. Sie war mir in diesem Bezug zu extrem und es fiel mir in der Tat sehr schwer, sie auch nur annähernd zu mögen. Jenna fand ich als Protagonistin sehr gut gelungen und ihren Wunsch, endlich die Wahrheit zu erfahren konnte ich sehr gut nachvollziehen. Sie weckte die größten Emotionen bei mir, da sie trotz ihrer Verzweiflung so tapfer und mutig war. Doch auch Serenity und Virgil gefielen mir sehr gut, obwohl ich beide anfangs gleichermaßen unsympathisch war. Dies änderte sich aber im Laufe der Geschichte und mit der Zeit wuchsen beide mir ans Herz. Aber auch die Nebenfiguren sind sehr interessant beschrieben. Hier stach besonders Jennas Vater hervor. Sprecher Die Geschichte wird von Barbara Auer, Leonie Landa, Ulrike Johannson und Erik Schäffler vorgelesen. Sie alle waren perfekt für die jeweiligen Personen und hauchten der Geschichte zusätzlich Leben ein. Barbara Auer übernimmt mit ihrer ruhigen und tieferen Stimme den Part von Alice. Ulrike Johannson widmet sich Serenity. Ihr ruhiges Sprachtempo und ihre Stimme fand ich für das Medium sehr passend, denn ihre Stimme wirkt etwas rauchig und klingt dadurch weise. Jenna wird von Leonie Landa dargestellt. Auch ihre Stimme passte sehr gut zur Protagonistin, denn ihre helle und klare Stimme, die auch mal die Stimmungsschwankungen einer 13- jährigen betonen musste und ihr schnelles Sprachtempo wirkte altersgerecht und authentisch. Bleibt da noch Erik Schäffler, der natürlich für Virgils Part zuständig ist. Auch er passte sehr gut zu dem Privatdetektiv. Seine Stimme klingt rauchig und kräftig und ist sehr eindringlich und einprägsam. Fazit „Die Spuren meiner Mutter“ ist eine großartige und außergewöhnliche Geschichte, die von Schuld und Trauer, Liebe und Geheimnissen erzählt. Für mich wurde die Geschichte zu einem wahren Hörerlebnis, dass mir nicht nur die Welt der Elefanten näher brachte, sondern zum Schluss auch noch völlig überraschte. Es ist eine von diesen Geschichten, die sich einprägen und noch lange nachhallen …

Leider konnte mich Picoult mit diesem Roman nicht überzeugen, da es sehr langatmig war.

Von: Sandrina Datum: 11. October 2016

Jodi Picoult gehörte einst zu meinen Lieblingsautorinnen, mit der Zeit sprachen mich ihre Bücher immer weniger an. Vor zehn Jahren verschwand Alice spurlos und lässt ihre Tochter Jenna alleine zurück. Nun ist Jenna auf der Suche nach ihrer Mutter und holt sich Hilfe beim Medium Serenity und dem Privatdetektiv Virgil. Aber nach zehn Jahren ist die Spur mehr als kalt und die Drei müssen all ihre Kräfte mobilisieren um neue Hinweise zu entdecken. Diese Geschichte sprach mich mit dem Klappentext direkt an und auch Elefanten bin ich nicht abgeneigt, daher dachte ich, ich probiers mal aus. Und der Anfang konnte mich auch wirklich fesseln. Man lernt die Charaktere kennen und zum Glück hat jeder einen eigenen Sprecher, sodass man zwischen Virgil, Jenna, Serenity und Alice sehr gut unterscheiden kann. Mit der Zeit wurde es dann aber immer langatmiger. Der Fall staut sich, es wird gestritten. Man verliert sich in Nichtigkeiten, immer mal wieder ein Hinweiß. Aber insgesamt konnte es mich nicht überzeugen. Zum Schluss fehlen mir noch weniger als 20 Tracks und ich hatte keine Lust es zu beenden, weil es mich so gelangweilt hat. Das Ende war nochmal ganz nett und man erhält alle Antworten. Aber wenn man Picoult kennt und zwischen den Zeilen liest, in diesem Fall hört, kann man sich schon in der Mitte der Geschichte denken, worauf es hier hinaus läuft. Fazit: Leider konnte mich Picoult mit diesem Roman nicht überzeugen, da es sehr langatmig war.

Absolut fesselnd und großartig erzählt

Von: Vanessas Bücherecke Datum: 22. September 2016

Klappentext: Die dreizehnjährige Jenna ist eine Einzelgängerin. Sie lebt bei ihrer Großmutter, seit ihre Mutter Alice vor zehn Jahre verschwunden ist. In einem Elefantenreservat kam es damals zu einem folgenschweren Vorfall, bei dem Elefantenforscherin Alice bewusstlos aufgefunden wurde. In ihrer Verzweiflung wendet sich Jenna an die Wahrsagerin Serenity und macht einen Privatdetektiv ausfindig. Aus dem Tagebuch von Alice, den damaligen Ermittlungsakten und mit Hilfe von Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten gelingt es den dreien schließlich alle Puzzleteile des Unglücksfalls zusammenzusetzen. Und ganz Jodi Picoult, erfährt die Geschichte zum Schluss noch einmal eine unerwartete Wendung ... Meinung: Vor 10 Jahren verschwand Jennas Mutter. Nun macht sich die 13-jährige auf die Suche nach ihr um die Ereignisse von damals zu enträtseln. Mit der Hilfe des Mediums Serenity und dem Privatermittler Virgil geht Jenna den Spuren von damals nach und bringt neue Beweisgegenstände ans Licht. Ob ihre Mutter wohl noch lebt? Jodi Picoults Figuren sind sehr dicht gestaltet und so fiel es mir beim Zuhören nicht schwer, mich direkt in jeden Charakter hineinzuversetzen. Besonders Jenna mochte ich sehr gerne und denn ihr Schicksal berührt einen enorm. Aber auch Alice, Serenity und Virgil haben konnten mich mit ihrer Art einnehmen, vor allem, da die Figuren durch ihre Fehler und Eigenheiten sehr authentisch und glaubhaft wirken. Auch die Nebenfiguren agieren flüssig und sind ausreichend tief herausgearbeitet worden, so dass die Charaktere hier gut ineinander übergreifen. Dies war mein erster Roman von Jodi Picoult, obwohl ich schon im Vorfeld viel von dieser Autorin gehört und gelesen habe. Dementsprechend bin ich sehr neugierig und auf alles vorbereitet an die Geschichte herangegangen. Und trotzdem hat die Autorin mich erwischt und mir einen Handlungsverlauf präsentiert, mit dem ich so nicht gerechnet habe und mich verblüfft, bestürzt und nachdenklich zurück gelassen. Nichtsdestotrotz ist die Geschichte großartig erzählt und spannend von der ersten bis zur letzten Minute. Dadurch, dass die Sichtweise zwischen Jenna, Alice, Serenity und Virgil wechselt, sind die Einblicke, die man hier erhält, sehr umfassend. Und dass hier jede Figur einen eigenen Sprecher bekommen hat, macht das Hören noch spannender. Jeder Erzähler schildert seinen Teilen der Geschichte in der Ich-Perspektive, wobei Alice Part schon fast Tagebuch-Charakter hat, was die Erzählweise betrifft. Dadurch erhält man als Leser aber einen sehr genauen Blick auf die Gefühle und Gedanken der Protagonisten. Auch die Hintergründe sind sehr schön recherchiert und Jodi Picoult hat viele interessante wissenschaftliche Erkenntnisse über Elefanten mit in diesen Roman einfließen lassen. Das Buch ist spannend von der ersten bis zu letzten Minute und hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, den Elfriede Peschel sehr schön ins Deutsche gebracht hat. Fazit: Die Spuren meiner Mutter hat mich gefesselt und berührt, das Ende überrascht und sehr nachdenklich gestimmt. Wunderschön erzählt und kurzweilig. Von mir gibt es 5 von 5 Punkten. Vielen Dank an den Hörverlag für das Rezensionsexemplar.