Jutta Oltmanns

Die Dufthändlerin

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Leer um 1700: Die junge Josefine wächst in der Apotheke ihres Vaters zwischen Schmelztiegeln, Mörsern und wunderlichen Rezepturen auf und ist eine Meisterin in der Kunst des Duftmischens. Eines Tages erhält sie von Zar Peter dem Großen eine Einladung nach St. Petersburg. Josefine soll der schwermütigen Zarin mit einem magischen Duft zu neuem Lebensmut verhelfen. Doch am Zarenhof gerät sie in eine Intrige, die sie in höchste Gefahr bringt.

Die Dufthändlerin: Ein Roman wie ein Strauß Blumen

Von: Michael Taube Datum: 07. April 2017

Es hat schon wieder funktioniert. Ein wunderschönes Buchcover verführt mich zum Lesen. Zu sehen ist ein junges „Fräulein“ mit gelocktem blonden Haar, in seidigem Kleidung gehüllt. Der Blick im Hintergrund fällt auf Boote in einem Fluss oder Meer. Dazu die Unterzeile „Historischer Roman“ und es kann losgehen. Die Buchbeschreibung verspricht dazu eine interessante Geschichte zwischen Deutschland und Russland um 1.700 nach unserer Zeitrechnung. Allerdings beschreibt der Klappentext nicht genau, was im Roman passieren wird, was ich sehr schade finde. Der Roman Die Dufthändlerin kann mit Worten den Duft in meine Vorstellungen projizieren. Es werden von den Erlebnissen der Josefine, Tochter eines Apothekers, erzählt, die von Kindesbeinen an die schönsten Düfte zusammenzaubern kann. Es verschlägt sie erst nach Amsterdam und dann nach Russland. Sie triff ehrenwerte wie unehrenhafte Menschen, verliebt sich, wird geliebt und steht allzu häufig im Mittelpunkt des Interesses. Der Erzählstil von Jutta Oltmanns ist klasse: lebhaft, bunt und genau. Und natürlich habe ich wieder etwas geschichtliche Recherche betrieben. Was die Autorin zu erzählen hat, hält meinen Ansprüchen Stand gehalten. Am Ende des kurzweiligen Romans hatte ich dann doch das Gefühl, die Geschichte musste unbedingt ein Happyend bekommen. Die letzten Kapitel sind nur dafür geschrieben. Aber was soll es, das Leben ist so hart genug, soll die Geschichte doch für alle gut ausgehen. Jutta Oltmanns Roman „Die Dufthändlerin“ ist ein buntes, spannendes Bild des Beginns des 18. Jahrhunderts. Ich habe mit den Abenteuern von Josefine mitgefiebert und eine schöne (Lese-)Zeit gehabt. Mein Fazit: Wer auf gut geschriebene historische Romane steht, wird hier nicht enttäuscht.

Verschenktes Potenzial

Von: Nadine´s bunte Bücherwelt Datum: 04. April 2017

Eine junge Duftmischerin, eine Reise nach Russland und eine geheime Liebe Inhalt Leer um 1700: Die junge Josefine wächst in der Apotheke ihres Vaters zwischen Schmelztiegeln, Mörsern und wunderlichen Rezepturen auf und ist eine Meisterin in der Kunst des Duftmischens. Eines Tages erhält sie eine Einladung von Zar Peter dem Großen. Josefine soll der schwermütigen Zarin mit einem magischen Duft zu neuem Lebensmut verhelfen. Doch am Zarenhof von St. Petersburg, gerät sie in eine Intrige, die sie in höchste Gefahr bringt. Meinung Josefine lebt bei ihrem Vater und arbeitet gemeinsam mit ihm und ihrem Onkel in der Apotheke. Sie führt für die damalige Zeit, ein sorgenfreies, behütetes Leben. Josefine ist sehr klug, besitzt einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und trägt ihr Herz auf der Zunge. Als sie einen Wanderapotheker bloß stellt, lernt sie Henk kennen. Dieser ist im Auftrag des Zaren unterwegs und soll Josefine und ihren Vater auf der Reise zum Zaren begleiten. Alle gehen davon aus, dass der Zar es auf das Kuriositäten Kabinett des Vaters abgesehen hat. Denn der Zar möchte Russland mit aller Macht zum Fortschritt bewegen und die Traditionen hinter sich lassen, was so manchen Russen aufstachelt. Bald stellt sich jedoch heraus, das Josefine der schwermütigen Zarin, mit ihren kreierten Düften helfen soll. Das Wohlergehen der Zarin ist von großer Bedeutung, denn nur sie ist in der Lage, ihren Mann im Zaum zu halten und ihn auf den rechten Weg zu lenken. Auf der Reise kommen sich Henk und Josefine näher. Gemeinsam retten sie den kleinen Straßenjungen Petre vor dem sicheren Tod. Beide schließen das Kind sofort ins Herz und kümmern sich rührend um sein Wohlbefinden. Das Kuriositäten Kabinett von Josfine´s Vater, bestehend aus Sammelsorien aus aller Welt, übernimmt in der Geschichte eine wesentliche Rolle. Denn in diesem sieht der Zar einen Fortschritt für sein Land und möchte dieses unbedingt in St. Petersburg präsentieren. Der Schreibstil ist sehr flüssig und läßt sich gut lesen. Durch ausschweifenden Passagen, blieb die Darstellung der Charaktere aber leider sehr fad und es fehlte mir eindeutig die Tiefe. Dennoch konnte mich die Autorin vor allem mit ihrem fundierten Wissen über Zar Peter, den historischen Zusammenhängen und den Einblick in das Leben des russischen Volkes in der damaligen Zeit, überzeugen. „Vielleicht ist es gerade das, wovor sich die Menschen hier fürchten. Ihre Welt – das ist Russland mit seinen bekannten Regeln, mit seinen Grenzen. Wenn dies nicht alles ist, dann gerät ihre Welt aus den Fugen, und wer will das schon?“ ( S. 414 ) Fazit Dieser historische Roman „ Die Dufthändlerin“, konnte mich unterhalten. Leider kann ich ihn dennoch nur bedingt weiterempfehlen, da hier etwas mehr Tiefe und Spannung gut getan hätte.

Die Dufthändlerin

Von: Merendina Datum: 28. February 2017

Ich lese sehr gerne historische Romane, vor allem auch, wenn Frauen und deren Berufe im Vordergrund stehen. So habe ich mich sehr auf Jutta Oltmanns‘ Buch „Die Dufthändlerin“ gefreut. Ich finde schon den Klappentext und das Buchcover äußerst ansprechend. Auf dem Cover sieht man eine historisch gekleidete Dame, im Hintergrund ein Gewässer mit einigen Schiffen. Das Cover passt perfekt zur Geschichte. Jutta Oltmanns kannte ich als Autorin bisher noch nicht. Ich finde ihre Sprache aber sehr angenehm und sehr gut lesbar. Auf über 500 Seiten wird die Spannung gehalten und ich war schon nach wenigen Seiten von diesem tollen Buch gefesselt. Die Huptfigur Josephine war mir von Anfang an sehr sympathisch. Noch dazu gefiel mir, dass die Autorin wirklich bestens recherchiert hat. So lernt man beim Lesen so einiges über Düfte, Heilpflanzen und die Herstellung von Parfum, aber man taucht auch ins Russland des 18. Jahrhunderts ein. Schon nach wenigen Zeilen ist man mitten in der Geschichte. Josephine hilft in der Apotheke ihres Vaters mit und liebt es, Düfte zu mischen. Sie wird in diesem Handwerk immer perfekter und irgendwann erfährt das sogar der Zarenhof. Zarin Katharina ist nach der Geburt ihres Kindes depressiv. Deswegen soll Josephine ihr einen Duft kreieren, der ihr wieder neuen Lebensmut gibt. Doch am Zarenhof in St. Petersburg gerät Josephine plötzlich in eine Intrige. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz… Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Ich kann diesen historischen Roman allerdings bestens weiterempfehlen, denn er ist wirklich sehr gut lesbar und sehr spannend. Für dieses wunderschöne Buch gebe ich volle Punktzahl: fünf Sternchen!

Die Intrigen haben mir gefehlt. Ansonsten ein guter Roman!

Von: Liss Datum: 06. November 2016

Ich habe mich seit Jahren mal wieder an einen historischen Roman heran getraut. Meistens schrecken mich ja die hohen Seitenzahlen ab, aber eigentlich mag ich solche Bücher sehr gerne. Bei diesem hier erleben wir die Reise der Duftmischerin Josefine aus einer Kleinstadt, die vom Zaren persönlich nach St. Petersburg eingeladen wird, damit sie seiner Frau mithilfe eines ganz besonderen Duftes, zu neuer Blüte verhilft. Zu Beginn war ich auch echt begeistert, aber dann schlug das Buch die Richtung ein, dass zum einen sehr viel gereist wurde und zum anderen auch die Perspektive erweitert wurde und noch von Henk, einem Diener des Zaren erzählt wurde. Zwar wird es zwischen den beiden sehr intim, allerdings war mir die Handlung an sich irgendwie zu knapp. Die großen Intrigen von denen im Klappentext die Rede war, waren für mich nicht so ganz enthalten. Zwar weiß man, dass es bei Königshäusern oftmals nicht mit rechten Dingen zugeht und viel vertuscht und verheimlicht wird, aber so wirkliche Intrigen waren für meinen Geschmack nicht dabei. Man erfährt einiges über heilende Pflanzen und Kräuter. Ich nehme an, dass das alles auch gut recherchiert und richtig war, so kann man beim Lesen auch noch ein bisschen was lernen. ;) Was ich vermisst habe, waren größere Zeitsprünge. Ich muss zugeben, dass ich bisher nur Bücher von Sarah Lark als historische Romane gelesen habe, welche sich immer über einen laaangen Zeitraum erstrecken. Ich glaube dieses Buch geht nur über 2-3 Jahre? Die Protagonisten entwickeln sich nicht so ganz weiter für meinen historischen Geschmack. Aber vielleicht sind die Bücher der Autorin auch etwas anders geschnitzt. Fazit "Die Dufthändlerin" hat mir zu Beginn sehr gut gefallen, allerdings fehlten mir beim Lesen dann doch die versprochenen Intrigen und ein längerer Handlungsstrang, wie ich es von anderen historischen Romanen gewöhnt bin. Trotzdem hat mir die Geschichte von Josefine, die wirklich viel Ahnung von Kräutern und heilenden Pflanzen hat, gut gefallen. 4/5 Punkte.

Mein Leseeindruck

Von: Chattys Bücherblog Datum: 25. October 2016

Angezogen durch das bezaubernde Cover hatte ich grosse Hoffnung auf einen spannenden historischen Roman, so wie ich sie bereits von der Autorin kenne. Eine schöne Geschichte, die auch etwas weich anmutet, hatte ich auf den 500 Seiten erwartet. Nun ja, voller Anmut war die Geschichte stellenweise schon. Wie ihr nun bemerken könnt, schwingt in meinen Wörtern so ein leichter Unterton mit. Dieser rührt aus dem tatsächlichen Plot. Ellenlange Passage, wie ein Parfüm hergestellt wird. Herznote, Kopfnote, Odeur etc. all diese Begriffen werden dem Leser Seitenlänge um die Ohren geballert. Ein Spritzerchen hiervon, ein Hauch davon... hach, wie herrlich das duftet. Hm... sorry, aber mir war das stellenweise echt zu viel. Allein die Protagonisten haben die Geschichte am Leben erhalten. Durch witzige Dialoge oder unvorhersehbaren Einlagen war es mir möglich, das Buch zu Ende zu lesen. Oftmals habe ich auch nur die Dialoge gelesen. Der Schreibstil ist der Epoche angepasst, jedoch haben die oben genannten sehr ausführlichen Passagen meinen Lesefluss gebremst und meinen Lesespass minimiert. Fazit: Ein sehr lehrreicher Roman in Bezug auf die Herstellung von Duftwässerchen. Für mich leider nicht ansprechend.

Düfte die deine Sinne betören

Von: Schneeflocke2013 Datum: 24. October 2016

Autor: Jutta Oltmanns Verlag: Heyne ISBN: 978-3-453-47132-0 Erschienen: September 2016 Preis: 9,99 € Seiten: 508 Inhalt: Wenn Josefine eins kann dann mit Düften umgehen. Sie hat eine gute Nase dafür und nutzt es natürlich. Dazu hilft sie noch im Haus ihres Vaters, wo auch ihr Onkel Bertram lebt. Dann hört allerdings auch der russische Zar Peter I. von ihr und hofft, dass sie seiner Frau Katharina helfen kann. Die leidet sehr unter dem Verlust ihres Sohnes und weiß nicht wie sie wieder froh werden kann. Josefine folgt ihr nach Russland. Lernt dabei den jungen Henk de Jonge kennen - und lieben. Doch darf sie das? Wie gefährlich ist es in der Nähe des Zaren zu leben und warum fürchten die Russen die Wunderkammes mit den Kuriositäten so in der Josefine tätig ist? Meine Meinung: Ich hatte von der Autorin noch nichts gelesen und war deshalb sehr gespannt auf das Buch. Jetzt ärgere ich mich so lange damit gewartet zu haben, Denn die Geschichte in diesem Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Wir lernen Josefine kennen, ihren Vater, Onkel und die Haushälterin Dietlinde. Josefine ist ohne Mutter aufgewachsen, doch es fehlt ihr an nichts. Sie ist eine starke, offene, begabte kluge und energische junge Frau. Nicht auf den Mund gefallen und bereit anderen zu helfen. Sie liebt die Arbeit in der Apotheke, doch mehr noch in ihrem kleinen Labor, dort kann sie sich dem Widmen was sie am liebsten macht: Düfte kreieren. Im Gegensatz zu den meisten anderen hat Josefine eine sehr gute Nase. Sie schafft es nicht nur Düfte kreieren, sondern die Bestandsteile so zu mischen, dass es den Anwenderinnen damit viel besser geht. Zufällig wird Zar Peter I. auf sie aufmerksam und dadurch macht sie die Bekanntschaft mit Katharina, Zarin von Russland. Von den zwei Herrschern wird ein sehr deutliches, glaubhaftes Bild gegeben. Peter I: groß, laut, launisch, jähzornig, wittert überall Verrat und hasst den Thronfolger. Katharina: ruhig, gelassener, vorsichtig, bedacht, gefühlvoller und als Einzige im Stande den Zaren zu besänftigen. Die Zwei ergänzen sich und sind auf den jeweils anderen angewiesen. Alexej, der älteste Sohn des Zaren, ist seinem Vater sehr ähnlich und doch fürchtet er ihn - nicht ohne Grund. Was allerdings auf Gegenseitigkeit beruht. Henk ist wie ein Russe aufgewachsen, spricht ihre Sprache, lebt wie einer, wurde so erzogen, ist Vertrauter des Zaren und doch hat er jede Menge Feinde. Und Probleme. Henk ist verschlossene, diszipliniert, gebildet, offener Veränderungen gegenüber und liebt es Josefine auf die Palme zu bringen. Außer der beginnenden Zuneigung zwischen den Beiden gibt es zwei weitere Sachen die sie verbindet: Petre - ein kleiner, aufgeweckter Waisenjunge den die zwei adoptieren - und die Arbeit zur Errichtung/Vollendung der zarischen Wunderkammer. Dazu kommen noch andere Charakter in dem Buch: der Gnom Caspar, Alexander Menschikow der Politiker dem Zar Peter vertraut. Varvara - eine Mätresse des Politikers - die ein Auge auf Henk geworfen hat und Humbertus der mit in der Wunderkammer arbeitet. Und und und... Ich merke auf jeder Seite wie viel Arbeit in den einzelnen Personen steckt. Die Beschreibungen sind sehr genau und detailliert. Bis auf wenige Stellen lies sich das Buch sehr gut und flüssig lesen. Die Geschichte wurde vor meinen Augen lebendig und ich möchte wirklich nicht zu der Zeit in Russland gelebt haben. Die Angst vor dem Zaren und der Hass auf die ganzen Ausländer wäre mir zu viel. Und doch ist die Geschichte dadurch noch mal brandaktuell. Für mein Bücherregal ist das Buch eine Bereicherung. Ich bin gespannt auf weitere Werke der Autorin und danke dem Bloggerportal für das Rezensionsexemplar. 5 Flocken und eine Leseempfehlung für jeden der Geschichte mag!

Starke Frau mit starker Geschichte!

Von: denise7xy Datum: 10. October 2016

>> "Die Seele gehört Gott, der Kopf dem Zaren und der Rücken dem Herrn." << S. 408 Erster Satz Der Ort lag in dichtem Nebel. Meinung Josefine, die Tochter eines Apothekers aus Leer, wächst bei ihrem Vater und dessen Bruder wohlgehütet auf. Desto älter das Mädchen wird umso mehr greift sie ihrem Vater im Geschäft unter die Arme und bietet nebenbei ihre eigenen Waren zum Verkauf an. Die junge Frau stellt verschiedenste Düfte her, die den Menschen in vielen Lebenslagen helfen. Sei es die Trauer um einen geliebten Menschen oder die Betörung eines Geliebten, es gibt keine Situation für die sie die richtigen Aromen kreiert. Sie liebt ihre Arbeit, ihr Zuhause und die Menschen um sie herum und könnte sich nicht vorstellen woanders zu leben. Doch dann erhält sie eine Einladung vom Zar, der sie zu sich an den Hof in St. Petersburg einlädt. Das Cover ist schlicht und einfach. Man sieht eine junge Frau, im Hintergrund einen Hafen. Das gesamte Buch wirkt vom Aussehen sehr harmonisch und leicht, durch die Pastelltöne. Der Schreibstil ist sehr schön, flüssig und leicht zu lesen. Er ist sehr detailliert, die Umgebungen und Szenerien werden reichlich beschrieben und ausstaffiert, weswegen man sich sehr schnell in die Geschichte und in die damalige Zeit zurück versetzen kann. Ebenso wird auch die Vergangenheit der einzelnen Charaktere ausführlich beschrieben. Abwechselnd folgt der Geschichtenstrang zwei Personen. Die erste die wir kennenlernen ist Josefine. Sie ist eine starke, selbstbewusste junge Frau, obwohl das zu der Zeit nicht üblich und besonders nicht ungefährlich und einfach war. Sie lässt sich nicht den Mund verbieten und weiß meist immer zu kontern, sollte einer ihr dumm kommen. Auch zögert sie nicht, in brenzlichen Situationen einzuschreiten. Die zweite Person, aus dessen Sicht wir der Geschichte folgen, ist Henk de Jonge. Ein Anhänger des russischen Zaren Peter dem Großen. In jungen Jahren folgten seine Eltern den Aufruf des Zaren, nach Russland zu kommen, dort zu leben und zu arbeiten. Als seine Eltern starben kümmerte sich der Zar um ihn, als wäre er sein Bruder. Von den meisten Russen verachtet dient er dem Zaren und begleitet ihn auf seinen Streifzug durch Europa. Er und Josefine geraten immer wieder aneinander, finden jedoch auch viele Gemeinsamkeiten, die sie näher bringen. Auch der Rest der Charaktere sind liebreizend, authentisch und auf Anhieb sympathisch. Die Geschichte ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt, zwischen diesen Teilen vergeht immer eine gewisse Zeit. Die Zeitsprünge stören dem Verlauf der Geschichte jedoch überhaupt nicht und lassen meist nur einige Wochen, der eintönigen Arbeit und des Warten aus. Zum Ende hin wurde es allerdings etwas zu schnelllebig. Der letzte Abschnitt weist sehr viele Lücken auf, die ich persönlich doch gerne ausführlicher beschrieben gesehen hätte. Es wirkte leider so, als wollte die Autorin nur noch schnell zu Ende kommen, was wirklich sehr schade ist. Fazit Im Ganzen betrachtet ist die Dufthändlerin ein wirklich schöner und ausführlicher historischer Roman, dem ich eigentlich nichts Negatives abgewinnen konnte. Nur das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Deswegen gibt es von mir 4/5 Sternen