Amelie Fried

Paradies

Paradies Blick ins Buch

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Petra freut sich auf eine Auszeit ganz für sich, ohne Haushalt, Kinder, Mann und Job. Ihren Sehnsuchtsort findet sie auf einer spanischen Insel, bei einer Seminarwoche im herrlich gelegenen Hotel Paraíso mit Selbsterfahrung, Körperarbeit, Meditation und Yoga. Dort trifft sie auf die anderen Teilnehmer der Gruppenreise, darunter Anka, Suse und Jenny, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und Geheimnisse haben, die nicht nur Petras Leben aus den Fugen heben. Als auch noch ein Sturm die Hotelgäste einschließt und ein Entkommen von der Insel unmöglich macht, kochen die Emotionen innerhalb der Gruppe lebensgefährlich hoch. Am Ende wird aus dem Meer eine Frauenleiche geborgen. Aus der paradiesischen Wellnesswoche ist ein Albtraum geworden, und keiner der Teilnehmer ist mehr der Mensch, als der er gekommen ist – wie im Prospekt versprochen.

Das Paradies?

Von: Weltenfuchs Datum: 14. June 2019

Das Buch versprach ein sommerlicher Thriller aka Drama aka Urlaubsroman zu werden, als ich es anfing, zu lesen. Das Cover hatte ich schon mehrmals im Buchladen begutachtet und mit dem Kauf geliebäugelt, da auch der Klappentext ziemlich spannend klang. Nachdem ich in den letzten Monaten relativ viel klassische Literatur gelesen hatte, wollte ich wieder einen Schritt in Richtung „Unterhaltungsliteratur“ gehen - da kam mir dieser Roman gerade recht. Der Randomhouse-Verlag stellte es mir schließlich freundlicherweise zur Verfügung und so kann ich euch nun ein bisschen von meinem Leseerlebnis berichten. Der Einband des Taschenbuches ist, wie gesagt, wunderschön und weil ich sowieso ein Freund solch floraler Illustrationen bin, hat es mir großen Spaß gemacht, das Buch während des Lesens überall hin mitzuschleppen und ständig zu betrachten. :D Leider ist es mir schwergefallen, in die Geschichte einzusteigen und über ziemlich lange Zeit konnte ich mich nicht so wirklich mit den Personen identifizieren. Es beginnt damit, dass wir Petra kennenlernen, die diese Reise, um die es sich in der gesamten Story dreht, gebucht hat und nun auf dem Weg in das „Paradies“ ist. Sie wird als Frau mittleren Alters, mittelattraktiv und mittelerfolgreich beschrieben und dementsprechend fand ich sie einfach langweilig. Ich würde es gern auf unseren Altersunterschied schieben, allerdings fühlte ich mich schon ganz anderen, älteren Protagonisten verbunden, daher kann es nicht daran liegen. Nun ist Petra nicht die einzige Hauptfigur, denn in jedem Kapitel wechselt die Sicht, sodass wir nacheinander fünf oder sechs verschiedene Mitreisende vorgestellt bekommen (aus deren Perspektive wir schlussendlich die gesamte Handlung erleben). Dabei sind es ganz unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Persönlichkeiten, die mir jedoch zu oberflächlich konstruiert waren. Eine Durchschnittsmutter mit langweiliger Ehe, eine junge und flippige Sozialarbeiterin, die allein die Welt verbessern will, eine Single-Karrierefrau, die überflüssigerweise natürlich supergut aussieht und eine ältere aufgedrehte und nervig wirkende Dame, deren dunkles Geheimnis wir erst in der späteren Hälfte erfahren. Diese Stereotype so in den Vordergrund zu rücken und die wirklich interessanten Protagonisten nur am Rande erscheinen zu lassen, fand ich schade. Die Handlung kam nur schleppend in die Gänge und war meist ein Mix aus Meditation, Nacktheit (überdurchschnittlich viel Nacktheit) und winziger Prisen Gesellschaftskritik, die anderweitig viel effektiver hätte eingebaut werden können. Dabei hatte der Prolog so viel versprochen! Dieser war dann auch ein Grund, weshalb ich weitergelesen habe. Durch ihn hatte ich eine Vermutung, dass etwas Unheilvolles im Gange ist und wollte dringend erfahren, was genau denn passieren wird. Die Atmosphäre wurde überwiegend stimmungsvoll geschildert und irgendwann gelang es mir tatsächlich, meine Abneigung gegenüber der meisten Hauptfiguren abzuschütteln und mich auf die Geschichte zu konzentrieren. Juhu! Mich hat es überrascht, dass im Laufe der Handlung ein paar gute und semi-überraschende Plot-Twists zustande kamen und das möchte ich an dieser Stelle wirklich loben. Dummerweise war es leider doch kein Thriller, wie ich am Anfang automatisch dachte, als ich das Wort „Leiche“ gelesen habe. Und dass diese erst ziemlich zum Schluss „ihren Auftritt“ hat, war zwar reizvoll, hat aber das Lesen sehr anstrengend gemacht, da zwischendrin im Gegensatz auffallend wenig passierte (abgesehen von den wenigen guten Wendungen!). Das Ende, welches ich so voller Spannung erwartet hatte (bisher war ja noch nichts Spektakuläres geschehen), fiel entgegen meiner Erwartungen absolut knapp aus und hinterließ in mir große Ratlosigkeit. Da hätten tatsächlich ein paar Seiten mehr noch etwas umreißen können, wenn im Gegenzug die Beschreibung des bisherigen Lebens aller Protagonisten gekürzt worden wäre. Aus diesen Gründen konnte mich das Buch nicht wirklich packen, trotz aller Bemühungen, die Personen sympathisch zu finden. Der Schreibstil war angenehm und flüssig, aber eben nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Ein spannender Urlaubsroman

Von: Cozibibliophilie Datum: 03. April 2019

Eine Woche im Paradies entspannen. Wer würde sich nicht darüber freuen? Das fanden auch Petra, Anka, Suse, Jenny und eine Menge weiterer Leute. Als Reisegruppe möchte dieser Haufen ganz unterschiedlicher Menschen eine Woche im Paradies verbringen und sich nur auf sich konzentrieren. Der Prospekt verspricht, dass man als ein anderer Mensch wiederkommt. Jeder hat sein Päckchen aus dem Alltag zu tragen und manche Geheimnisse treffen überraschend auch andere Teilnehmer. Als ein Sturm aufkommt und die Gruppe auf sich selbst gestellt ist, versucht jeder allein und alle zusammen das beste aus der Situation zu machen. Bis es zu einem tragischen Tod kommt. Hat der Prospekt also recht behalten und die Teilnehmer sind nun andere Menschen? Die Geschichte der Reisegruppe wird aus den Perspektiven von Petra, Anka, Suse und Jenny erzählt. Vier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich hatte anfangs Sorge davor, dass es zu viele Perspektiven werden und man die Frauen nicht auseinanderhalten kann. Aber da habe ich mich getäuscht. Jede hat einen einzigartigen Charakter und eigene Merkmale, die es ermöglichten, sie gut zu unterscheiden. Auch die anderen Gruppenmitglieder haben eine eigene Vergangenheit und Eigenarten bekommen. Vom Berliner Dialekt, bis zur religiösen Fanatikerin ist alles dabei. Der Schreibstil von Amelie Fried ist sehr flüssig. Ich habe das Buch fast an einem Abend durchgelesen. Was vielleicht auch daran lag, dass die Kapitel oft mit einem Cliffhanger beendet wurden und ich unbedingt wissen wollte wie es weiter geht. Keiner der Handlungsstränge waren langweilig. Auch wenn mir manche Charaktere anfangs sympathischer waren als andere, habe ich doch aufgrund ihrer Geschichte irgendwann jeden ins Herz geschlossen. Ein paar Ereignisse fand ich im Nachhinein vorhersehbar, jedoch haben sie mich während des Lesens überrascht. Ob ich bei Lesen unaufmerksam war? Ich weiß es nicht, vielleicht hat Amelie Fried es auch einfach geschafft, die Geschichte so zu erzählen, dass man daran keine Gedanken verschwendet hat. Ich muss sagen, dass ich die Leiche gar nicht gebraucht hätte. Auch ohne wäre die Geschichte für mich unterhaltsam und lesenswert gewesen, aber es ist auch kein negativer Aspekt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

Rezension "Paradies" von Amelie Fried

Von: sonesa.mue Datum: 17. March 2019

Rezension „Paradies“ von Amelie Fried Inhalt: Eine Woche im Paradies: Hier zählen nur Sie – und am Ende werden Sie nicht mehr der gleiche Mensch sein! Petra freut sich auf eine Auszeit ganz für sich, ohne Haushalt, Kinder, Mann und Job. Ihren Sehnsuchtsort findet sie auf einer spanischen Insel, bei einer Seminarwoche im herrlich gelegenen Hotel Paraíso mit Selbsterfahrung, Körperarbeit, Meditation und Yoga. Dort trifft sie auf die anderen Teilnehmer der Gruppenreise, darunter Anka, Suse und Jenny, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und Geheimnisse haben, die nicht nur Petras Leben aus den Fugen heben. Als auch noch ein Sturm die Hotelgäste einschließt und ein Entkommen von der Insel unmöglich macht, kochen die Emotionen innerhalb der Gruppe lebensgefährlich hoch. Am Ende wird aus dem Meer eine Frauenleiche geborgen. Aus der paradiesischen Wellnesswoche ist ein Albtraum geworden, und keiner der Teilnehmer ist mehr der Mensch, als der er gekommen ist – wie im Prospekt versprochen. Meine Meinung: Ein Buch, bei dem es mir schwer fällt eine Rezension zu schreiben. Einerseits habe ich das Buch verschlungen, andererseits hat es mir an Tiefe gefehlt und ich habe einige Kritikpunkte. Für mich waren die Protagonisten zu öde, und klischeehaft. Außerdem bin ich manchmal bei der Masse an Charakteren etwas verwirrt durchs Buch gestolpert. Auch gestört hat mich, dass alle ständig nackt waren, und diese Nacktheit bzw. Sexualität ziemlich ausgereizt wurde. Ich wurde mit den Charakteren nicht warm und konnte leider viele Dinge nicht nachvollziehen. Eventuell lag das auch am Alter der Protagonisten, denn die jüngste im Buch ist 28 Jahre alt. Für mich war auch der Klappentext weiter weg vom Inhalt als ich angenommen hatte. Aber zu den positiven Seiten des Buchs. Ich bin wie bereits gesagt, fast durch das Buch geflogen. Es ist sehr flüssig geschrieben, und durch die sehr kurzen Kapitel bleibt die Spannung vorhanden. Ich wollte während des ganzen Buches ständig wissen, was denn nun mit der Leiche passiert ist. Da dies erst ganz am Schluss angesprochen wird, wurde so der Nervenkitzel für mich immer größer. Ebenfalls ein Traum, ist natürlich das Cover die Schreibqualität. Man hat keinerlei Verständnisprobleme und kann das Buch ganz wunderbar lesen. Fazit: Ein Buch das von mir 4 Sterne bekommen hat, mit Tendenz zu 3 Sternen. Spannend, mit vielen inhaltlich, aktuellen Themen und super zu lesen!

Bloß nicht ins Paradies!

Von: Kristall86 Datum: 05. March 2019

Endlich! Petra freut sich wie verrückt auf ihre Auszeit! Endlich mal keine Verpflichtungen wie Haushalt und Kinder und Ehemann. Bei einer „Seminarwoche“ auf einer kleinen spanischen Insel will sie bei Yoga und Meditation zu sich selbst finden. Und wie das so ist, trifft man bei so einer Reise gleichgesinnte Weggefährten. Die Damen sind alle mehr als unterschiedlich. Und als dann auch noch ein Unwetter aufzieht und das gesamte Inselleben komplett verwüstet und dann auch noch eine Frauenleiche aus dem Meer geborgen wird, steht fest, das alle Teilnehmer dieser Reise ihr Leben mehr als auf den Kopf gestellt haben... Amelie Fried will uns mit ihrem Roman „Paradies“ in eben solches gedanklich entführen. Ich muss hier sofort gestehen, mich hat bei diesem Buch das Cover total gelockt. Später kam dann auch noch die kurze Inhaltsangabe auf der Buchrückseite dazu. Alles klang ganz angenehm....wenn ich aber gewusst hätte, was mich in diesem Buch erwartet, hätte ich es gelassen. Es war reine Zeitverschwendung dieses Buch zu lesen. Die einzelnen Gruppen- und Meditationsübungen strotzen nur so vor ständiger Nacktheit und gehen schon in eine leichte pornografische Richtung mit erniedrigenden Szenen. Kopfkino sollte hier tunlichst vermieden werden. Zudem kommen die Charaktere sehr unausgegoren daher und wirken oft genervt und eben nicht ganz durchdacht. Ich war oft drauf und dran das Buch einfach wegzulegen. Hier ist absolut kein Niveau da und der Klappentext irritiert komplett. Fried‘s Schreibstil war ganz ok, aber das reißt die gesamte Story auch nicht weiter heraus. Flüssig und klar, aber eben komplett ohne Tiefgang. Das beste war die Leiche....da war ich noch ein wenig skeptisch wie das eingebaut werden konnte und ich sollte mit meiner Skepsis recht behalten. Diese Story dann erst auf den letzten Seiten zum Einsatz zu bringen, zeigt mir, das hier keine gute Struktur herrscht und man fragt sich als Leser wieso dann diese Leiche überhaupt noch eine Rolle zu scheinen spielt. War dies nur noch ein Lückenfüller? Ich will hier auch gar nicht viel weiter dazu schreiben, denn für mich war es eine echte Pleite dieses Buch zu lesen. Jeder sollte sich selbst sein eigenes Bild vom „Paradies“ machen. So bunt wie das Cover ist die Geschichte leider überhaupt nicht - ganz im Gegenteil...es war einfach nur trist und trübe.

Das trügerische Paradies

Von: diemudderliest Datum: 18. February 2019

Ich muss gestehen, ich habe anhand des Klappentextes und des Covers eine völlig andere Geschichte erwartet. Auch wenn es nicht gerade ein von mir favorisiertes Genre ist, hat die Autorin es dennoch geschafft, mich von ihrer Geschichte einzunehmen. Es geht um eine Gruppe Frauen verschiedensten Hintergrundes, die bei einer Wellnesswoche aufeinandertreffen. Die Protagonisten hat Amelie Fried so bildlich und detailliert beschrieben, dass man sie sich direkt als Individuen vorstellt und sich über ihren Charakter und ihre verschiedenen Lebenswege Gedanken macht, denn ihre Lasten und Probleme haben die Damen ebenfalls in ihrem Reisekoffer mitgebracht. Die Story war durchdacht und angenehm zu lesen, der Schreibstil frisch und flüssig. Allerdings ist es mir zuweilen immer mal wieder etwas aufgestoßen, weil doch einige Klischees darin bedient wurden. Der Spannungsbogen wurde konstant gehalten, und man wollte immer weiterlesen, um zu erfahren wie es weitergeht. Das Cover ist ein absoluter Traum, allerdings finde ich, dass der Klappentext ziemlich in die Irre führt, das hätte man meiner Meinung nach etwas offensichtlicher beschreiben müssen, damit man weiß welches Genre einen erwartet. Alles in einem habe ich das Buch doch ganz gerne gelesen, die Autorin hat hier an sich einen durchdachten Plot gesponnen und ich habe mich das eine oder andere Mal auch köstlich beim Lesen amüsiert.

Wenn das Paradies zur Hölle wird

Von: Lesemademoiselle Datum: 13. February 2019

 „Warum muss immer erst jemand sterben, bevor uns bewusst wird, wie kostbar das Leben ist.“ Petra freut sich auf eine Auszeit ganz für sich, ohne Haushalt, Kinder, Mann und Job. Ihren Sehnsuchtsort findet sie auf einer spanischen Insel, bei einer Seminarwoche im herrlich gelegenen Hotel Paraíso mit Selbsterfahrung, Körperarbeit, Meditation und Yoga. Dort trifft sie auf die anderen Teilnehmer der Gruppenreise, darunter Anka, Suse und Jenny, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und Geheimnisse haben, die nicht nur Petras Leben aus den Fugen heben. Als auch noch ein Sturm die Hotelgäste einschließt und ein Entkommen von der Insel unmöglich macht, kochen die Emotionen innerhalb der Gruppe lebensgefährlich hoch. Am Ende wird aus dem Meer eine Frauenleiche geborgen. Aus der paradiesischen Wellnesswoche ist ein Albtraum geworden, und keiner der Teilnehmer ist mehr der Mensch, als der er gekommen ist – wie im Prospekt versprochen. Man weiß es schon durch den Prolog des Buches, eine Teilnehmerin aus der Gruppe wird diesen Wellnesstrip nicht überleben, aber wer ist es? Die Spannung bleibt bis zu den letzten Seiten erhalten, denn es könnte jeden treffen. Sie sind alle grundverschieden. Und doch verbindet sie alle etwas miteinander. Jeder der Teilnehmer trägt ein Geheimnis mit sich herum. Jeder der Teilnehmer hat sein eigenes Päckchen zu schleppen. Die Wahrheiten brechen unaufhaltsam hervor, wie der Sturm der sich über der Insel zusammenbraut. Amelie Fried hat die verschiedenen Charaktere des Buches sehr lebendig und humorvoll beschrieben. Zu Beginn des Buches fiel es mir etwas schwer die Personen auseinander zu halten, das gab sich aber im Verlauf der Geschichte. Da jede Teilnehmerin ein „Klischee“ erfüllt, müsste es eigentlich für jeden Leser eine Person geben, mit welcher man sich identifizieren kann. Sie haben alle ihre kleinen Macken und das menschliche Miteinander und die Gruppendynamik, die sich zwangsläufig entwickelt, ist amüsant zu beobachten. Denn wie zwischenmenschliche Beziehungen unterschiedlichster Art funktionieren wird von Amelie Fried sehr eindrucksvoll und detailliert geschildert. Ich bin kein Kenner von Selbsterfahrungskursen, Tandra Yoga und ähnlichen Veranstaltungen und las diese Stellen im Buch mit einem Schmunzeln. Die Einblicke in die menschliche Seele fand ich dabei allerdings sehr interessant. Amelie Fried hat einen wirklich schönen Roman geschrieben. Ihr Schreibstil ist einfach aber sehr bildhaft. Ich hatte die Inselumgebung, die Hotelanlage und alle Personen stets deutlich vor Augen beim Lesen. Der Schluss des Buches ist sehr gut gelungen und rundet das Buch perfekt ab. Wer ein paar entspannte Lesestunden genießen möchte, dem sei ein Ausflug ins Paradies wärmstens empfehlen.

Lustig, spannend, Frauenpower

Von: lalaundfluse Datum: 23. January 2019

Ich habe dieses Buch genossen und verschlungen. Großes Werk von Amelie Fried. Alle vier Damen wachsen einem schnell ans Herz und sind sehr humorvoll und präzise dargestellt. Ihre unterschiedlichen Schicksale führen sie auf eine spanische Insel. Hinzukommt ein Todesfall... Jede der Damen wäre zu einem Mord, oder Selbstmord fähig und so bleibt die Spannung bis auf die letzten Seiten erhalten. Idealer Urlaubsroman, wobei man wahrscheinlich nicht viel vom Urlaub mitbekommen wird. :)

Unterhaltsamer, witziger, nachdenklicher Blick ins Paradies

Von: Lesendes Federvieh Datum: 04. January 2019

Endlich einmal eine Woche lang weg aus dem öden Alltag und ab ins Hotel Paraiso, das auf einer idyllischen spanischen Insel liegt. Eine Seminarwoche vollgepackt mit Selbsterfahrungskursen, Körperarbeit, Meditation und Yoga. Das klingt nicht nur für Petra gut, die Abstand von Haushalt, ihrem Job und ihrer Familie bitter nötig hat, sondern auch für alle anderen Teilnehmer, wie z.B. Anka, Suse und Jenny. Wie es bei einer Gruppenreise oft der Fall ist, prallen auch hier Welten aufeinander und nicht nur für Petra ist nach dieser Reise nichts mehr wie vorher. Spätestens als auch noch ein Sturm die Insel vor der Außenwelt abschneidet, ist es mit dem Paradies endgültig so eine Sache... Amelie Fried ist mit "Paradies" ein sehr kurzweiliges Buch gelungen, indem nicht nur eine spannende Geschichte steckt, sondern auch eine ordentliche Portion Zeitgeist. Die Idee, die Handlung während eines Seminars auf einer spanischen Insel spielen zu lassen, gefällt mir gut, denn auf engem Raum kommen die Eigenheiten der Protagonisten noch deutlicher zum Vorschein. Und mit ihren Charakteren hat sich die Autorin wirklich große Mühe gegeben. Ihre Figuren sind präzise und detailliert ausgearbeitet, sie haben alle Ecken und Kanten, manche mehr, manche weniger. Kurzum sie sind absolut realistisch skizziert, ich hatte beim Lesen ein ganz genaues Bild von jedem Einzelnen vor Augen - und manchmal auch reale Vorbilder aus dem Bekanntenkreis. Das liegt vielleicht auch daran, dass zu Beginn des Buches die Personen im Vordergrund stehen, danach immer stärker die Handlung. Und diese entwickelt sich als eine rasante Fahrt durch die Ereignisse, die mit einem Paukenschlag zum stehen kommt. Was so alles in einer Woche passieren kann, wenn Weltverbesserer, Esoterikfans, Menschen mit ungewöhnlichem Lebenslauf und sogenannte Normalos aufeinandertreffen, das hat die Autorin auf fesselnde, witzige und nachdenkliche Art und Weise in diesem Buch beschrieben. Sehr gut finde ich dabei auch immer wieder den Bezug zu aktuellen Themen, wie der Flüchtlingssituation. Durch Suse kommt man dann doch ins Grübeln, ob manche unüberlegte, jedoch gut gemeinte Hilfe nicht mehr schadet als nützt. Das gibt der Geschichte noch einmal einen zusätzlichen Schub und Ansporn zum Nachdenken. Fazit: Unterhaltsamer, witziger, nachdenklicher Blick ins Paradies

Eine große Empfehlung für Leserinnen, die große Geschichten mit Tiefgang und interessante Figuren schätzen.

Von: Daniela Vödisch Datum: 04. January 2019

Ich habe von Amelie Fried bereits "Ich fühle was, was du nicht fühlst" gelesen und weiß daher, dass Amelie Fried wunderbare Figuren erschaffen kann, die auf eine spannende Art und Weise miteinander interagieren. So war es auch hier wieder. Zwar waren die einzelnen Figuren ein wenig klischeebehaftet, aber das dürfen sie bei einem solchen Roman auch sein, außerdem haben diese Klischees wunderbar funktioniert. Wir haben hier vier Frauen verschiedenen Alters, die sich eine Auszeit vom Alltag nehmen möchten und deswegen nach Spanien reisen. Sie alle haben eines gemeinsam, sie laufen vor etwas weg und keine ahnt, wie sehr diese Reise ihr Leben verändern wird. Am besten hat mir die junge Suse gefallen, weil sie sich für die Umwelt und ihre Mitmenschen. Das hat sie mir sehr nahe gebracht und ich konnte mich daher gut mit ihr identifizieren. Aber nicht nur die einzelnen Frauen sind interessant, sondern auch die Art und Weise, wie sie sie mit den Gegebenheiten umgehen ist spannend geschrieben. Aber nicht nur die Figuren waren gut ausgearbeitet, sondern auch der Schreibstil war wieder unheimlich sympathisch. Amelie Fried kann einfach Romane schreiben, denn sie erzählt die Geschichten auf eine unterhaltsame Art und Weise, weil Humor und Spannung vorhanden sind. Aber auch die Gefühle kommen nicht zu kurz, denn die Autorin schreibt auch sehr eindringlich und berührend. Was mir aber am allerbesten gefallen hat, war, dass "Paradies" nicht zu einem reinen Frauenkrimi verkommt, denn die Geschichte hat sehr viel Tiefgang dadurch bekommen, dass Amelie Fried die aktuelle politische Lage mit einbezieht. Es geht hier neben dem eigentlichen Plot noch um Flüchtlinge und Rassismus. Amelie Fried versteht es, die Geschichte zu nutzen um ihren Standpunkt klar zu vertreten, das hat mir als Leserin sehr imponiert. Fazit: Eine große Empfehlung für Leserinnen, die große Geschichten mit Tiefgang und interessante Figuren schätzen.

Klare Kaufempfehlung

Von: Galen Datum: 03. January 2019

Zu aller erst hat mich das Cover mehr als überzeugt. Es sticht, aufgrund der Farben, sofort ins Auge. Eine Gruppe aus charakteristisch vollkommen unterschiedlichen Personen macht zusammen eine Reise nach Spanien. Der Leser bekommt eine sehr humorvolle, komische aber auch spannende Geschichte der Gruppe zu bieten. Man kann definitiv das ein oder andere mal etwas schmunzeln, auf der anderen Seite muss man sich dann aber auch wieder fürchten. Das Buch ist demnach sehr facettenreich, schafft es jedoch einen klaren Abschluss zu bringen. Die Protagonisten sind sympathisch und man kann sich auch gut in sie hineinversetzen. Der Schreibstil ist durchweg einfach gehalten. Eine tolle Geschichte,die viel zu bieten hat!

Rezension zu Paradies

Von: Cocos-Kreative-Welt Datum: 01. January 2019

http://cocos-kreative-welt.net/ In erster Linie, möchte ich mich für dieses wundervolle, spannende und lehrreiche Rezi Exemplar bedanken. Das Cover dieses Buches ist ein absoluter Hingucker und macht sehr viel Lust auf mehr. Der Schreibstil der Autorin Amelie Fried ist ein toller Genuss auf sehr viel mehr. Es lässt sich sehr flüssig und super gut lesen. Die Autorin hat einen spannenden, traurigen, humorvollen und nachdenk-lichen Roman erschaffen. Die verschiedenen Charaktere sind jeder auf seine Art und Eigenschaften super gut und Bildlich dargestellt. Man bekommt einfach das Gefühl, die Gruppe und die Charaktere schon ewig zu kennen. Jeder Charakter in diesem Buch hat seine eigene, traurige, dramatische Ge-schichte aber dennoch hängen zwei Charaktere zusammen. Wie der Titel des Buches schon aussagt, geht es in ein Paradies. Es soll eine Woche der Entspannung und der Selbstfindung werden. Jeder einzelne Charakter in diesem Buch hat am Anfang große Prob-leme sich auf das ganze einzulassen und mitzumachen. Die Autorin hat viele Möglichkeiten in dieses Buch eingebunden, um uns Lesern anzuregen auch einmal an sich zu denken. Eine Pause oder eine Erholungsphase sich zu gönnen und eine Reise mit sich selbst zu unternehmen. Was ich besonders lustig und spannend fand, war der Gedanke vier unterschiedliche Frauen auf einer Insel in einem Hotel und Männern die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich habe mir am Anfang des Buches einfach nur gedacht, das kann ja was werden aber ich muss sagen, es hat die Spannung in meinen Augen sehr gut gehalten. Man hat schnell herausgefunden, das jede Frau Ihre eigene Ge-schichte und Geheimnisse hat, warum sie dort ist und was Sie dazu bewegt hat, diese Reise anzutret-ten. Als sich herausstellte, dass zwei Frauen eine Geschichte teilen war ich sehr gespannt und aufge-regt, wie es weiter geht, was passiert und wie Sie nun miteinander auskommen wollen. Als ein großer und ungeplanter Sturm auf der Insel ausbricht, war ein Entkommen für die Gruppe unmöglich. Nun musste sich herausstellen, wer ein Kämpfer war oder wer nicht. Ob die Gruppe aus einander geht, die sich gefunden hatte oder ob Sie gemeinsam die restlichen Tage durchstehen und sich der Situation stellen. Wer opfert sich, wer überlebt oder wer stirbt in diesem Paradies?

Eine aufregende Reise zu sich selbst

Von: Büchermadl Datum: 23. December 2018

Klappentext Eine Woche im Paradies: hier zählen nur Sie - und am Ende werden Sie nicht mehr der gleiche Mensch sein! Vier Frauen, vier Schicksale und ein Todesfall - der neue große Roman von Amelie Fried. Cover Das farbenfrohe und auffällige Cover ist mir sofort ins Auge gestochen. Schreibstil Die Münchner Autorin schreibt packend und fesselnd und hat mich mit ihrem Schreibstil von der ersten bis zur letzten Seite mitgezogen. Trotz den Hintergründen ist das Buch witzig und fröhlich, so dass das Lesen leicht von der Hand geht. Inhalt/Meinung Petra, Anka, Suse und Jenny wollen in Spanien in einer Woche zu sich selbst finden. Petra will dem Haushalt und der Familie entfliehen und will mit Yoga und Entspannung wieder bei sich angekommen. So beschließt sie eine Gruppenreise zu machen und trifft dort auf die anderen Frauen. Die Personen sind so sympathisch und detailgetreu dargestellt, dass man das Gefühl hat mit ihnen auf Reisen zu gehen. Auch die spanische Insel hat man direkt vor den Augen, als wäre man selbst dort. Jede, der Frauen hat eine eigene einzigartige Persönlichkeit und jede hat ihre Geheimnisse, dadurch kommen sehr viele Emotionen hoch und ich als Leser wurde sehr zum Nachdenken angeregt. Doch plötzlich bricht ein Sturm aus und auch ein Todesfall verändert alles. Fazit Das war mein erster Roman von Amelie Fried und es wird nicht der letzte gewesen sein. Absolute Leseempfehlung von mir.

Gefangen im Paradies

Von: Chrissi66 Datum: 17. December 2018

Von Amelie Fried habe ich schon einige Bücher gelesen, die mich sehr unterhalten haben. Auch in dieses Buch konnte ich während eines Adventswochenendes eintauchen. Beschreibung des Buches: „Paradies“ von Amelie Fried ist 2018 im HEYNE-Verlag als Taschenbuch mit 432 Seiten erschienen. Das Titelbild zeigt Hibiskus-Blüten, Palmen und einen bunten Vogel, es wirkt auf mich erfrischend und gleichzeitig entspannend. Kurze Zusammenfassung: Vier unterschiedlichste Frauen treffen auf einer Insel zusammen. Alle haben sie ein Seminar mit Meditation, Yoga, Körperarbeit und Selbsterfahrung im Hotel Pareiso gebucht. Nach dem ersten Kennenlernen auch der anderen Teilnehmer, stellt sich schnell heraus, dass diese Woche nicht nur entspannend, sondern auch spannend wird. Als dann noch ein Sturm die Insel vom Festland abschneidet und das Hotelpersonal plötzlich verschwindet, ist die Gruppe auf sich allein gestellt, wie in einer einsamen, eingeschneiten Skihütte… Mein Leseeindruck: Amelie Fried hat einen sehr lebendigen Schreibstil, so dass man sich sofort in die Geschichte hineinliest. In ihrem Roman hat sie sich vier sehr unterschiedliche Frauen herausgegriffen, auf die sie den Fokus gesetzt hat. Sie bedient sich in diesem Roman so einiger aktueller Themen und Klischees. Da gibt es die Flüchtlingshelferin und Weltverbesserin, die verlassene Ehefrau, die Geliebte, den Witwer und die leicht „verrückt“ wirkende „Engelkennerin“. Man findet an jeder beschriebenen Person Eigenschaften, die man auch an Personen im eigenen Umfeld beobachtet. In die ein- oder andere Person kann man sich sehr gut hineinversetzen, ist sie einem selbst doch sehr ähnlich. Eine Gruppe gefangen auf einer Insel zeigt ihr „wahres“ Gesicht. In einer solchen Extremsituation kann sich keiner mehr verstellen, deshalb wird auch die „Geschichte“ von Seite zu Seite spannender. Wie werden sich die Konflikte auflösen? Gibt es eine glückliche Zukunft für jeden Teilnehmer? Die Charaktere sind mit viel schriftstellerischem Können dargestellt, man sieht sie genau vor sich. Fazit: Amelie Fried ist ein Roman mit Tiefgang, gesellschaftspolitischen Themen und gleichzeitiger Unterhaltung gelungen. Gleichzeitig ist er auch noch spannend wie ein Krimi.

Vier Frauen, vier Schicksale, ein Todesfall!

Von: Readingmom8 Datum: 27. November 2018

Klappentext "Eine Woche im Paradies: Hier zählen nur Sie - am Ende werden Sie nicht mehr der gleiche Mensch sein!" Petra freut sich auf eine Auszeit ganz für sich, ohne Haushalt, Kinder, Mann und Job. Ihren Sehnsuchtsort findet sie auf einer spanischen Insel, bei einer Seminarwoche im herrlich gelegenen Hotel Paraíso mit Selbsterfahrung, Körperarbeit, Meditation und Yoga. Dort trifft sie auf die anderen Teilnehmer der Gruppenreise, darunter Anka, Suse und Jenny, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und Geheimnisse haben, die nicht nur Petras Leben aus den Fugen heben. Als auch noch ein Sturm die Hotelgäste einschließt und ein Entkommen von der Insel unmöglich macht, kochen die Emotionen innerhalb der Gruppe lebensgefährlich hoch. Am Ende wird aus dem Meer eine Frauenleiche geborgen. Aus der paradiesischen Wellnesswoche ist ein Albtraum geworden, und keiner der Teilnehmer ist mehr der Mensch, als der er gekommen ist – wie im Prospekt versprochen. Buchkritik Die vier Frauen Petra, Anka, Jenny und Suse, alle unterschiedlich alt und aus verschiedensten Familien- und Lebensverhältnissen, verbringen eine Woche auf einer spanischen Insel im Hotel Paraiso. Der Urlaubskatalog verspricht Erholung, Entspannung und den gewissen Wohlfühlfaktor. Zu dieser speziellen Urlaubsgruppe gesellen sich auch noch andere Teilnehmer hinzu. Anfangs hatte ich, wie so oft, Probleme die einzelnen Personen auseinander zu halten, aber da jede der vier Frauen ihre Eigenarten besitzt und auch eine oft nicht ganz einfache Vergangenheit hat, fiel es mir nach der Zeit leichter die Frauen auseinander halten zu können. Der Autorin ist dies auch sehr gut gelungen, da sie immer wieder die markanten Charakterzüge mit einbaute und so wusste ich schnell, dass es sich um diese Person handelt, welche die und die Vorgeschichte hat. Manch fragwürdige Rituale bringen eine Portion Humor in dieses Buch. Plötzlich tritt ein Sturm auf und die Insel ist für einige Tage abgeschottet. Die Gruppe wächst einerseits enger zusammen andererseits zeigt schnell jeder sein wahres Gesicht und es kommt zu vielen Unstimmigkeiten. Zu Beginn des Buches wird von einem Todesfall berichtet, der beim Lesen aber absolut nicht zur Geschichte passt und ich mich dauernd gefragt habe, wann und vor allem wer soll da bitte ums Leben gekommen sein. Am Ende gab es die wirklich unerwartete Auflösung. Amelie Fried gelang es, durch ihre bildhaften Beschreibungen, mich währenddes Lesens auf diese Insel zu entführen und ich konnte dem Alltag somit ein bisschen entfliehen. Fazit Ich habe das Buch auf Grund des ansprechend, bunten Covers bei mir einziehen lassen. Der Roman hat mir sehr gut gefallen und lies mich nicht mehr los. Immer mehr wollte ich von den liebenswerten, chaotischen und teils eigenwilligen Personen kennen lernen. Die bildhaften Beschreibungen des Handlungsortes ließen mich aus dem Alltag fliehen. Mit gutem Gewissen kann ich "Paradies" von Amelie Fried nur jedem Roman Liebhaber empfehlen. Facts Taschenbuch - 432 Seiten Verlag - Heyne Sprache - deutsch ISBN - 978-3453270473 Preis - 17.00€ (D) , 17,50€ (A) Erscheinungsdatum - 01.10.2018

Wer hat noch nicht, wer möchte noch?

Von: Laugh.Reading Datum: 18. November 2018

Cover Das Cover passt sehr sehr gut zum Inhalt. Bunt, etwas Chaotisch und ein wahres Paradies 😍 Fazit Bisher hatte ich noch kein Buch von Amelie Fried gelesen, das muss ich nun unbedingt ändern. Von der ersten bis zur letzten Seite war das Buch spannend. Es gab Höhen und Tiefen, dramatische Wendungen und ich habe immer mitgefiebert. Das Buch hat mich regelrecht mitgezogen in die Welt der Protagonisten. Es gab so viele Emotionen, die die Autorin sehr gut beschrieben hat. Es war eine packende Geschichte, mit einem dramatischen Ende. Ein wahres Lesehighlight ❤️

Eine spannende Unterhaltungslektüre

Von: zauberblume Datum: 28. October 2018

"Paradies" ist das erste Buch, das ich aus der Feder der Autorin Amelie Fried gelesen habe. Eine spannende Reise ins Paradies, die jedoch Spuren hinterlässt. Wer wünscht sich nicht mal gerne eine Auszeit. Besonders Petra freut sich auf eine Woche ohne Job, Haushalt, Familie und Termine. Eine Seminarwoche auf einer spanischen Insel im herrlichen Hotel Paraiso. Zeit mit Yoga, Entspannung und Selbstfindung, darauf freuen sich auf Anka, Suse und Jenny. Vier unterschiedliche Frauen treffen in dieser Gruppenreise aufeinander. Und jede scheint ein Geheimnis zu haben. Dann bricht noch ein gigantischer Sturm auf der Insel aus, der ein Entkommen unmöglich macht. Jedenfalls ist nach dieser Woche Urlaub nichts mehr, wie es vorher war. Denn auch ein Todesfall überschattet diese Woche im Paradies ...... Wow! Ein gigantsiches Werk, das auch beim Leser eindeutig Spuren hinterlässt. Ein unglaubliche Lektüre, die mich auch zum Nachdenken anregt. Hier treffen vier unterschiedliche Frauen aufeinander, jede hat ihr eigenes Schicksal. Petra, Anka, Suse und Jenny sind so wunderbar beschrieben. Ich sehe jede Einzelne vor mir und kann mir ein genauses Bild machen. Auch die spanische Insel ist herrlich beschrieben, wer will sich hier nicht gerne erholen? In dieser einen Woche kommt so viel ans Tageslicht. In dieser Geschichte kommen so viele Emotionen hoch. Es ist wirklich ein erstklassiger Schreibstil, der mich von Anfang an in die Geschichte eintauchen lässt und festhält. Ich befinde mich mit auf der Insel, erlebe einen Traum und Albtraum. Bin gefesselt, berührt und manchmal ratslos. Denn aus dieser Wellnesswoche kehrt wirklich fast jeder Teilnehmer mit neuen Erwartungen, Träumen und Wünschen in sein altes Leben zurück. Eine packende Geschichte, die unter die Haut geht. Für mich ein absolutes Lesehighlight, ein Bestseller, der mir ganz besondere Lesestunden beschert hat. Ein Lesevergnügen der Extraklasse. Das Cover ist für mich auch ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich für diese Traumlektüre 5 Sterne und werde demnächst auch die anderen Romane der Autorin lesen.

Pageturner! Wenn das Paradies zu Hölle wird.

Von: Booklove15_11 Datum: 27. October 2018

Petra Lehrerin, dreifache Mutter. Seit dem sie den Flyer gelesen hat, freut sie sich auf eine Auszeit ganz für sich. „Eine Woche im Paradies. Hier zählen nur sie!“ Hieß es. Eine Woche auf einer Spanischen Insel im sympathischen, familiären Hotel Paradiso, direkt am Meer mit allen Annehmlichkeiten. Eine Gruppenreise die allen Teilnehmer mit Yoga, Meditation und psychologischen Unterstützung garantiert. Dort trifft sie andere Teilnehmer der Gruppenreise, darunter Anka, Suse, und Jenny, die unterschiedlicher nicht sein könnten – und Geheimnisse haben, die nicht nur Petras Leben durcheinander bringen. Als noch ein Sturm die Reisende im Hotel einschließt, ein entkommen von der Insel unmöglich macht und die ganze Hotelpersonal verschwindet, kochen die Emotionen innerhalb der Gruppe lebensgefährlich. Was für eine toller Roman, ich bin begeisterst! Das mit vielen Blümchen verzierter Cover täuscht es! Inhaltlich bietet die Geschichte viel mehr. Es fängt mit einem Todesunfall an, die ganze Handlung lang nicht mehr erwähnt wird. Da rätselt man die ganze Geschichte entlang, wer das sein mag und genau dass sorgt für die richtige Spannung. Die vielen Charakteren sind sehr ausdrucksstark geschrieben aber auch die Kulissen sehr bildhaft. Ich hatte das Gefühl vor Ort zu sein. Der Schreibstil ist sehr schlicht und einfach gehalten, sodass man ohne Schwierigkeiten lesen kann. Erzählt wird kapitelweise abwechselnd aus Sicht von vier Frauen, woraus der Leser einen sehr guten Einblick in die jeweiligen Gefühls- und Gedankenwelt erhält. Ein Roman voll mit Gefühlen! Ich habe mit getrauert, mit gelacht, mit geliebt, mit gelitten. Es ist mein erster Roman von der Autorin aber bestimmt ist es nicht das letzte. Absolut empfehlenswert!

Das Buch ein Spiegel der menschlichen Seele, spannend geschrieben und in eine scheinbar romantische Umgebung hineingepackt.

Von: Michael Lausberg Datum: 23. October 2018

Hier legt die Erfolgsautorin Amelie Fried ihr neues Werk vor. Im Prolog wird schon Spannung erzeugt, wo dass eine Frauenleiche aus dem Meer geborgen wird. Erst dann wird die eigentliche Ausgangslage beschrieben: Eine Gruppe Erholungssuchender, die unterschiedlicher kaum sein könnten, trifft in dem Hotel Paradiso auf einer spanischen Insel aufeinander. Alle haben ein oder mehrere belastende Probleme, die sie gerne hinter sich lassen wollen. Das ist zunächst mal die einzige Gemeinsamkeit: Schon bald prallen die verschiedenen Charaktere aufeinander, innerhalb der Gruppe gibt es Streit und Animositäten. Vom frustrierten Witwer bis zur nur vordergründig entspannten Esoterikerin ist alles vertreten. Neben den Aktivitäten der einzelnen Personen der Reisegruppe und das langsame Lüften ihrer privaten Geheimnisse stehen unvorhersehbare Ereignisse im Mittelpunkt. Das Hotel Paradiso mit Meditation und Selbsterfahrung entwickelt sich zum Alptraum: Das Wetter schlägt um, ein Sturm unterbricht den Fährverkehr und die Reiseteilnehmer sitzen auf der Insel fest. Als noch das Personal verschwindet, sind sie ganz unter sich. Es bleibt nun genügend Zeit, sich und das Leben zu Hause in Frage zu stellen, sich zu streiten und Entscheidungen zu treffen. Dies und die Interaktion der Reiseteilnehmer und die noch immer offene Frage des Schicksals der Frauenleiche machen das Buch sehr spannend und kurzweilig. Die tatsächlichen Ereignisse sind nur Nebenschauplätze, im Mittelpunkt des Romans steht die Entwicklung der Reiseteilnehmer und das Aufeinanderprallen von verschieden Charakteren an einem abgeschiedenen Ort. Die Personen werden so gut beschrieben, dass jeder Leser sich in einer von ihnen widerspiegeln wird. Wie zwischenmenschlichen Beziehungen unterschiedlichster Art funktionieren, wird hier auch eindrucksvoll geschildert. Außerdem wie man vor Problemen davonlaufen kann, anstatt sie anzugehen. Das Buch ein Spiegel der menschlichen Seele, spannend geschrieben und in eine scheinbar romantische Umgebung hineingepackt.

Ich war leider nicht die richtige Zielgruppe

Von: Juliane - I AM JANE Datum: 20. October 2018

Auf diesen Roman bin ich beim Stöbern im Bloggerportal (unbezahlte & unbeauftragte Werbung) aufmerksam geworden. Mich sprach der Titel an und natürlich das Cover, die großen Blätter und schönen Blüten. Dann las ich den Klappentext und war überzeugt – das Buch musste ich lesen. Besonders der letzte Teil der Beschreibung hat mich gefesselt: “[…] Als auch noch ein Sturm die Hotelgäste einschließt und ein Entkommen von der Insel unmöglich macht, kochen die Emotionen innerhalb der Gruppe lebensgefährlich hoch. Am Ende wird aus dem Meer eine Frauenleiche geborgen. Aus der paradiesischen Wellnesswoche ist ein Albtraum geworden, und keiner der Teilnehmer ist mehr der Mensch, als der er gekommen ist – wie im Prospekt versprochen.” Leider entstanden dadurch völlig falsche Erwartungen in meinem Kopf. Denn ich dachte an einen Krimi. An eine Art “Cluedo” oder “Tod auf dem Nil” Geschichte. Viele Menschen eingesperrt an einem Ort, kein Entkommen und dann stirbt jemand. Mein Fehler war auch, dass ich direkt von einem Mord ausgegangen bin. Kaum hatte ich den Roman in den Händen begann ich zu lesen und freute mich auf einen lustigen Krimi, wo ich als Leser mittüfteln kann, wer wohl der Mörder ist. Tja. Kennt ihr die Roman von Dora Heldt oder Hera Lind? Die Paradies Autorin “Amelie Fried” könnt ihr hinter diese Namen einreihen. Damit möchte ich die Autoren und deren Bücher nicht schlecht reden. ABER es ist ein Genre für sich. Es in Worte zu fassen fällt mir schwer. Es sind Frauen in den Hauptrollen, die so 40-60 Jahren alt sind, in ihrem Familienalltag gefangen sind und das Klischee einer frustrierten Hausfrau entsprechen. Sie sind weder modern, noch spürt man einen weiten Horizont. Dann gehen sie auf Reise und ihr Leben verändert sich. Ich könnte ganze Beiträge damit füllen, was dieses Genre für mich bedeutet (kurz zusammengefasst: Nicht meins.), aber hier geht es um “Paradies”. Und ja, das Buch gehört in das eben genannte Genre. Und ich bin die absolut falsche Zielgruppe. Deshalb fällt es mir auch sehr schwer, eine Rezension zu schreiben. Ich habe mir verschiedene Meinungen zu dem Buch durchgelesen und viele sind sehr begeistert. Es ist auch nicht der erste Roman von Amelie Fried und all ihre Romane haben eine große Leserschaft und wurden ebenfalls schon mit Starbesetzung vom deutschen Fernsehen verfilmt. Ich wurde nicht warm mit den Figuren. Andere Leser fieberten mit, hatten Tränen in den Augen beim Lesen und waren faszinierte von den Charakteren. Das alles hatte ich nicht. Mich nervten die Figuren, die sehr stereotypisch waren. Einzig mit Suse konnte ich mich ein wenig identifizieren. Sie ist die jüngste der Frauen (Ende 20) und engagiert sich für Umwelt und Menschen. Leider wird dann ausgerechnet Suse oft als lächerlich dargestellt. Ihre Art kommt nicht an und wird fast schon angeprangert. Dabei ist sie diejenige mit den vernünftigen Gedanken. Das regte mich schon ziemlich auf. Auch geht es in dem Seminar im Hotel Paraiso um Meditation, Yoga und Selbsterfahrung. Ihr wisst, dass das genau meine Themen sind und ich das bestimmt nicht für Humbug halte. Die positive Wirkung von Meditation ist wissenschaftlich bestätigt und es ist eine Jahrhunderte alte Tradition in vielen Kulturen. Genauso ist Yoga sicherlich nicht nur “Dehnen und Hopsen”. Dennoch vermittelte der Roman wieder eine Lächerlichkeit bei diesen Themen. All diese Praktiken werden in ein schlechtes Licht gerückt. Der Seminarleiter ist ein blöder Typ und auch die Yoga Lehrerin ist unsympathisch. Die Teilnehmerinnen haben Angst zu “Eso Tanten” zu werden (schon allein dieser Begriff macht mich aggressiv).. Dann gibt es noch Körperarbeiten und Selbsterfahrungen – dazu kann ich wenig sagen, aber auch das kam mir im Roman seltsam vor. Denn alles wurde sexualisiert. Die Teilnehmer sind gern alle nackt. Und es ist keine FKK Veranstaltung. Dennoch laufen die Frauen einfach oben ohne rum und die Herren sind dann natürlich öfters mal erregt (dass das auch als so selbstverständlich dargestellt wird.. oh Mann). Nicht nur, dass alle ständig nackt und erregt sind. Nein: Jeder mit jedem. So oft wie diese Leute in dem Roman Sex haben – das ist schon fast ein Softporno. Und dann auch abseits jeglichen Anstands. Ja, es soll provoziert werden. Ok. Aber dass auch Körpererfahrung plötzlich Tantra wird – ich weiß nicht. Hilft dem Ruf von solchen Seminaren sicherlich nicht. Positiv zu sagen ist, dass die Autorin aktuelle Themen aufgegriffen hat. Politik und Zeitgeschehen, die Kursteilnehmer diskutieren gern mal. Auch die geistige Gesundheit wird thematisiert. Leider – ja, hier gibts NATÜRLICH wieder ein leider, ging es oft auch etwas daneben. So gibt es eine Diskussion über Flüchtlinge, Rassismus und Menschenhass generell. Es gibt Anhänger einer Nazi Partei und die diskutieren mit meiner sympathischen Suse, die natürlich den gesunden Menschenverstand vertritt. Sie kommen zu keinem Ergebnis, aber später wird diese Diskussion als “blöder Streit” (Seite 213) für fast nichtig erklärt und alle machen gewohnt weiter. Sorry, aber das ist nicht meins – dafür ist diese Thematik zu indiskutabel. Und dann wartete ich auf den Mord – ja, irgendwie bin ich von einem Mord ausgegangen, obwohl der Klappentext nur von einem “Todesfall” ausgeht. Mich hat das Warten kirre gemacht und tatsächlich kommt es wortwörtlich erst “am Ende”. Und der Todesfall war nicht wirklich passend und nötig für die Geschichte. Ohne hätte sie auch wunderbar funktioniert. Genug gemeckert, ein paar freundliche Worte will ich auch loswerden. Der Roman ließ sich nämlich wirklich gut lesen und war wenig vorhersehbar. Ich fand es total kreativ, wie die Autorin das Hotel Paraiso den Bach runtergehen ließ. Teilweise etwas unrealistisch – aber das darf Fiktion sehr gern sein. Ich kann mir vorstellen, dass die Leser diesen Genres das Buch gut finden werden und für Fans von Amelie Fried ist es auf jeden Fall ein Muss. Für mich war es nicht der passende Roman, denn über zu viele Punkte konnte ich einfach nicht hinweg sehen und ich war zu oft frustriert. Auf der Webseite von Amelie Fried seht ihr ihre weiteren Romane und auch welche Bücher schon verfilmt wurde. Vielleicht kennt ihr ja den einen oder andere Film. Fazit: Da mich die Buchbeschreibung etwas in die Irre geführt hatte, war ich leider die völlig falsche Leserin für diesen Roman. Fans von Dora Heldt und Hera Lind finden mit Sicherheit ihre Freude daran. Mich störten stereotypische Charaktere, das Lächerlichmachen von Meditation, Yoga und Co., und auch das Fehlen des Kriminalfalls.

Gelungene Auszeit im Paradies?

Von: Melanie E. Datum: 17. October 2018

"Paradies" der Autorin Amelie Fried sprang mir direkt durch das farbenfrohe Cover ins Auge. Es strahlt eine gewisse Harmonie aus und macht Lust auf Sommer, Sonne und Erholung. Der Einstieg in den Roman beginnt gleich spannend, da eine Leiche geborgen wird und der Tod in das Paradies Einkehr hält, wobei nicht klar ist, um wen es sich handelt. Es ist auch völlig überraschend und dennoch passend inszeniert zum Ende hin. Mir hat es gefallen, dass im Roman einige Protagonisten zu Wort kommen, um ihr Denken und Handeln zu verstehen, gleich zu Beginn oder auch erst im Nachhinein. Die Story ist definitiv nicht blass, sondern dem Cover angemessen. Meinen freien Tag verbrachte ich mit Lesen, denn diese mitunter chaotische Story packte mich und ich war einfach sehr gespannt darauf, immer tiefer in die Emotionen der Protagonisten einzutauchen. Einmal abschalten und die Seele baumeln lassen, dass wäre auch mein Traum. Dem Alltag einfach entfliehen, obwohl ich sagen muss, dass ich in meinem Urlaub bitte auf diverse Unannehmlichkeiten wie hier im Roman auftretend, komplett verzichten möchte. Den Menschen im Roman wird mitunter übel mitgespielt, wobei manches selbstverschuldet ist und anderes eine Laune der Natur ist. Hier und da macht sich in mir auch Schadenfreude breit, da manches entstandene Chaos nicht fremd verschuldet ist, sondern dem Charakter des Menschen entsprungen. Was harmonisch beginnt endet in einem Drama, denn die Geheimnisse, die einige Protagonisten mit sich herumtragen lassen sich leicht durch Google identifizieren oder auch Handynachrichten dienen der Wahrheitsfindung. Manches kommt für mich überraschend, manches ist vorhersehbar und dennoch gelungen präsentiert. "Paradies" ist definitiv nicht das Paradies, was sich die Teilnehmer der Reise erhofft haben. Es führt zu Veränderungen und für einige entwickelt sich die Reise zu einem Alptraum. Die Päckchen, die die beschriebenen Frauen mit sich herumtragen, werden im Verlauf der Story ausgepackt und der Inhalt ist nicht immer schön, sondern dient dazu, die Lebendigkeit des Geschehens aufrecht zu erhalten. Es sind nicht nur die Probleme der Frauen, sondern auch aktuelles Zeitgeschehen im Roman zu finden, daher kommt auch eine gewisse Authentizität ins Spiel. Mir hat "Paradies" wirklich sehr gefallen, denn Drama, Situationskomik oder auch Tantra lassen schmunzeln oder auch Mitleid empfinden. Insgesamt ein sehr gelungener Roman, den ich mir auch verfilmt sehr gut vorstellen könnte und daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung an alle, die einfach mal abtauchen möchten in ein Paradies, welches sich im Nachhinein nicht als solches präsentiert.

".... ein absolutes Jahreshighlight"

Von: ifinishit Datum: 15. October 2018

Inhalt: Petra, Anka, Suse und Jenny lernen sich auf ihrer "Wellnessreise" kennen. 4 Frauen die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie haben alle ihre kleinen Geheimnisse die der Leser zusammen mit ihnen in diesem Buch entdeckt. Was aber feststeht...nach diesem Urlaub werden sie nie mehr so sein wie vorher..... Rezension: 4 Frauen, ein Hotel und noch viele andere Personen begleiten uns in diesem Buch. Es sollte nur eine Woche Wellness Urlaub sein und es entpuppt sich als Reise ihres Lebens. Alle Personen lernen sich untereinander kennen und schon zu Beginn entstehen einige Diskrepanzen. Im Laufe der ersten Tage spitzt sich die Lage zu und einige Frauen würden am liebsten wieder die Heimreise antreten, aber es kommt anders als geplant.... Vorurteile spielen in diesem Buch ein sehr wichtige Rolle, vor allem wie jede der Frauen damit umgeht und was durch Diskussionen und Einsicht am Ende herauskommt. Ich möchte dieser Geschichte nicht zu viel voraus nehmen, denn das würde diesem wunderbaren Roman alles vorwegnehmen. Ein Buch von über 400 Seiten und ich war nach 2 Tage damit durch..... weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Es tun sich in dieser Geschichte so viele Dinge auf die einen mitreißen und obendrein ist es ist mit kleinen Denkanstößen gespickt, dass man aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt. Alle Charaktere wirken so real und glaubhaft, so etwas habe ich selten erlebt in einem Roman. Dies ist wie eine kleine Homage an das Leben und fühlte sich beim Lesen an als wäre man mitten im Geschehen. Dadurch realisiert man wie schnell doch alles vorbei sein kann. Das man jeden Augenblick bewusst wahrnehmen und genießen, aber auch das heutige Weltgeschehen nicht aus den Augen verlieren sollte. Ich denke das dieses Buch sehr viel Aufmerksamkeit verdient hat....ich lieeeebe es.

Auch für Männer geeignet..

Von: Edwin Bopp Datum: 11. October 2018

Ja, es ist ein Frauenbuch. Es ist ein eher feminines Thema und es handelt hauptsächlich von Frauen. Und ja, es ist das erste Buch von Amelie Fried, das ich gelesen habe. Es ist nach längerer Zeit, mal wieder ein "richtiges" Buch gewesen, kein eBook. Es hat eine angenehme Größe und die Schrift lässt sich gut lesen, also kein Grund, den Schmöker gleich wieder aus der Hand zu legen. Zugegeben, es ist der gelungene Kunstkniff, der einem bei der Stange hält, das Buch mit dem Bergen einer Frauenleiche zu beginnen und dann ohne diese zu benennen, eine Woche zurück zu springen, wenn die Autorin beginnt ihre Protagonistinnen vorzustellen. Nicht, dass dies langweilig wäre, aber Amelie ist eine Frau, die Frauen beschreibt. Trotzdem, es ist ein gutes Gefühl, bei der Geschichte zu bleiben und diese Frauen kennen zu lernen, mit ihnen in die Selbsterfahrungswoche einzutauchen und in Turbulenzen zu geraten, die in Summe für mehrere Inselurlaube reichen. Die beteiligten Männer auf der Insel bleiben ein wenig flach, quasi von außen beschrieben, sei es der geläuterte Ex-Ehemann Günther, der bedauernswerte Witwer Manfred, der nicht ganz so coole Seminarleiter Jan oder der schmierige Zimmervermieter Juan. Die Auflösung ist überraschender als manche Komplikation zwischen den Frauen, die sich schon bei der Zimmerverteilung abzeichnen. Der Epilog ist tröstlich, meines Erachtens aber unnötig. Fazit: Das Buch ist gut geschrieben, kurzweilig, spannend und wenn man will, lehrreich mit seinen Einblicken in das Seelenleben verschiedenster Frauen und deren Reaktionen auf äußere Ereignisse. Die einzelnen Anwendungen, Stationen der Selbsterfahrung werden augenzwinkernd beschrieben, ebenso wie der Blick hinter die Türen der Urlaubshotellerie und die Schwierigkeiten eines außersaisonalen Urlaubs auf einer Insel ohne Flugplatz.

Tolles Buch

Von: Beautiful_books_to_read Datum: 11. October 2018

„Wenn jemand sie gesundlieben kann, dann du.“ 📖 In dem Buch „Paradies“ von Amelie Fried geht es um 4 Protagonisten (die unterschiedlicher nicht sein könnten) die eine Woche auf einer Selbstfindungsreise sind, wo es am Ende auch noch eine Leiche gibt. Mich hat dieses Buch sehr gepackt, denn der Schreibstil der Autorin lässt dich tief in die Gefühle der Protagonisten blicken. Während ich das Buch gelesen habe habe ich gelacht und sogar die ein oder andere Träne vergossen. Die Wendung am Ende hat mich sehr überrascht! Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Authentisch und lebensnah

Von: Gilda Laske Datum: 05. October 2018

Vier Frauen, vier Charaktere, in jeder ein Stück vom eigenen Ich Eine Wellnesswoche auf einer Insel, Sommer Sonne, Entspannung und ein Guru. Hat es doch alles schon gegeben, denkt die geneigte Leserin und beginnt nicht gerade engagiert zu lesen. Die einzelnen Damen kennenzulernen weckt dann aber doch erstaunlich schnell die Neugier und die Erwartungshaltung, was denn nun wohl passieren wird. Amelie Fried hat es verstanden, durch das sehr geschickt gewählte Vorwort einen Spannungsbogen zu erzeugen, der bis zum Schluss anhält. Sie beschreibt, wie eine weiß gekleidete Frauenleiche aus dem spanischen Meer gezogen wird. Jede der vier Frauen hat eine sehr eigene Motivation, diese Wellnesswoche zu buchen. Wir haben die engagierte und nicht zu Kompromissen bereite Aktivistin. Es gibt die Schönheit, die natürlich unglücklich ist, die Ausrangierte und vom Leben gebeutelte und selbstverständlich die Angepasste, die immer nur über Jahrzehnte für ihre Familie da war. Und doch steckt in jeder Frau ein bisschen von einem selbst und man kann nicht anders, als sich mit jeder einzelnen Persönlichkeit zu identifizieren. Man möchte ihnen während des Lesens Rat geben, ihnen zurufen, wie blöd sie doch sind, weil sie nicht bemerken, was der Leser weiß. Man möchte sie schütteln, damit sie aufwachen und man möchte ihnen Mut zusprechen. Es wäre eine perfekte Woche, wenn nicht plötzlich alles schiefginge. Die Aktivistin mischt sich in das Inselleben ein, das Personal verschwindet, ein Sturm entfacht die Naturgewalten, die Versorgung bricht zusammen. Nun zeigt sich die wahre Stärke der Gruppe. Sie müssen sich arrangieren und es ist Schluss mit Wellness und Luxus. Am Ende dieser Woche ist wirklich nichts mehr wie es war. Die Starken lernen ihre Schwächen kennen, die Schwachen überbieten sich selbst und die Angepassten werden renitent. Der Guru erweist sich als gewöhnlicher Mensch und die Gruppe wächst zusammen. Alles in allem hat dieses Buch Spaß gemacht. Ich habe gerätselt und war lange Zeit ziemlich sicher, wer die Frauenleiche war, aber das hat Amelie Fried sehr geschickt ausgehebelt. Ich war geneigt, Petras Mann anzurufen und ihm zu sagen, dass er ein Idiot ist, gleichwohl wollte ich Petra das Gleiche sagen. Und Anka, der schönen und unglücklichen Frau wollte ich unbedingt sagen, dass sie sich darauf besinnen soll, etwas für sich zu tun und nicht auf ihre Außenwirkung fixiert zu sein. Und Suse, die strenge Suse, jung und unnachgiebig, hätte ich am liebsten geschüttelt, damit sie gelassener wird. Und Jenny? Jenny hätte ich am umarmt und ihr gesagt, sie soll die Vergangenheit vergessen und im Hier und Jetzt leben und nehmen, was ihr angeboten wird. Ich habe inmitten der Yogagruppe gestanden, habe den Guru verspottet, habe in den Zimmern der Frauen auf der Bettkante gesessen und ihren Gesprächen gelauscht, habe zugehört, wie sie geplant und gefeiert haben. Habe miterlebt, wie sie sich verändert haben. Packend, authentisch und lebensnah. Schade, dass ich nur ein Wochenende gebraucht habe, um dieses Buch durchzulesen. Gerne hätte ich mehr Zeit mit den Charakteren verbracht.

Wenn aus dem Wellness-Urlaub ein Höllentrip wird

Von: Susanne Edelmann Datum: 02. October 2018

Wenn aus dem Erholungsurlaub ein Höllentrip wird… wow, was für ein Buch! Dieser Pageturner hat mich das ganze vergangene Wochenende gepackt und mich auch danach nicht mehr losgelassen. Vier sehr unterschiedliche Frauen treffen sich zufällig auf einer spanischen Insel zum Wellness-Urlaub: Petra, 46, Lehrerin, verheiratet, drei Kinder; Anka, 36, Kosmetikvertreterin und Geliebte eines verheirateten Mannes; Suse, 28, Sozialarbeiterin in einer Flüchtlingsunterkunft, und Jenny, 58, Kioskbesitzerin. Sie alle haben eine Woche im Hotel Paraíso gebucht, mit Yoga, Meditation, Achtsamkeitstraining und vielem anderen mehr. „Sie werden am Ende nicht mehr der Mensch sein, als der Sie angekommen sind“, verspricht der Reiseprospekt. Die vier Frauen haben keine Ahnung, wie sehr sich dieses Versprechen bewahrheiten soll. Schon bald prallen die verschiedenen Charaktere aufeinander, innerhalb der Gruppe gibt es Streit und Animositäten. Jede der vier Frauen und natürlich auch die übrigen Reiseteilnehmer haben ihre ganz eigenen Probleme, die sie nicht so ohne Weiteres zurücklassen können, ganz im Gegenteil: Mit der Zeit kommen etliche Geheimnisse ans Licht, die die Beziehung der Frauen zueinander nachhaltig verändern. Vorzeitig abreisen ist allerdings keine Option, denn nach den ersten sonnigen Tagen schlägt das Wetter um, ein Sturm unterbricht den Fährverkehr, so dass die Reiseteilnehmer auf der Insel festsitzen. Dann verschwindet nach einem unschönen Vorfall auch noch das Hotelpersonal. Schon in der Buchbeschreibung und im Prolog wird verraten, dass am Ende eine Frauenleiche aus dem Meer geborgen wird, es ist also kein Spoiler, wenn ich das hier schreibe. Die ganze Lektüre über rätselt man, wer das Opfer sein könnte – Spannungen zwischen den Frauen (und auch den Männern!) gibt es ja genug. Sehr geschickt führt die Autorin den Leser immer wieder auf falsche Fährten, immer wieder endet ein Kapitel mit einem Cliffhanger und man fragt sich beim Lesen: Passiert jetzt ein Mord? Ein Selbstmord? Ein Unfall? Am Ende ist das Geschehen dann doch vollkommen überraschend und gerade mit diesem Opfer hätte ich bis kurz vor Schluss überhaupt nicht gerechnet, umso betroffener hat mich das Gelesene dann auch gemacht. Auf den letzten Seiten hatte ich beim Lesen Tränen in den Augen, ich habe richtig mitgetrauert. Denn die Figuren im Roman sind so einfühlsam beschrieben, dass ich mich in jede von ihnen ein Stück weit hineinversetzen konnte, sie alle wurden mir trotz ihrer verschiedenen Macken mit der Zeit sympathisch – naja, fast alle, aber ein paar Unsympathen gibt es ja auch im echten Leben bei jeder Reisegesellschaft, oder? Auf alle Fälle hat mich das Buch sehr, sehr nachdenklich zurückgelassen: Das Leben ist so kurz und kann so schnell und unerwartet enden, dass man gut daran tut, das Hier und Jetzt bewusst zu leben, dringend fällige Entscheidungen nicht auf die lange Bank zu schieben und sich darüber klar zu werden, was man wirklich vom Leben will. Fazit: Ein unglaublich spannender Roman, den man kaum mehr aus der Hand legen kann, sehr, sehr packend und einfühlsam geschrieben. Absolute Leseempfehlung!