Rachel Corenblit

Einmal lieben geht noch

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Ihren letzten Lover hat Lucie schon vor Jahren vor die Tür gesetzt – Prädikat »mangelhaft«. Die Ausbeute seither? Mitleiderregend, grauenerweckend, indiskutabel! Das Einzige, was der jungen Lehrerin langsam, aber sicher näherkommt, ist die Vierzig. Die Sache ist klar, dem Schicksal muss auf die Sprünge geholfen werden: Ab sofort lässt sie keine Gelegenheit mehr ungenutzt, den Mann fürs Leben aufzugabeln. Sie macht weder vor dem Ex ihrer besten Freundin noch vor den Vätern ihrer Schüler halt, flirtet an der Tiefkühltheke im Supermarkt, taxiert das Freiwild im Schwimmbad, umgarnt den makellos schönen Vertretungsarzt ... Wer jagt, gewinnt!

Einmal lieben geht noch

Von: Home of taste Datum: 27. January 2018

Den Titel dieses Buches von der französischen Autorin Rachel Corenblit könnte man doch direkt auch als Lebensmotto verwenden, oder? Zumindest hat die Protagonistin Lucie genug vom Singledasein und beginnt nun dem Schicksal ein bisschen auf die Sprünge zu helfen. In insgesamt vierzig kurzen Kapiteln schildert die Autorin Lucies verschiedenste Wege, um Mister Right zu finden. Dabei lässt sie wahrlich keine Gelegenheit aus, was sie manchmal etwas verzweifelt rüberkommen lässt. Für ein kurzweiliges Lesevergnügen ist dieses Buch gut geeignet, aber man sollte keine große Geschichte erwarten und ist, aufgrund der vielen kurzen Abschnitte, auch relativ schnell fertig mit der Lektüre. Die Suche nach dem Richtigen lässt viel Raum für lustige Geschichten, schade, dass Lucie oft als oberflächlicher Charakter rüberkommt. Dennoch habe ich beim Lesen oft gelacht und darauf kommt es doch letztenendes an. Dass man über all die furchtbaren Dates im Leben mal hinwegsieht und das Leben trotzdem genießt. Also schnappt euch ein Gläschen Sekt, legt euch in die Badewanne und begleitet Lucie in die verrückte Datingwelt zwischen Exfreunden, Jugendlieben, Workshops, Supermarktregalen und kaputten Heizungen.

Auf der Suche nach dem Richtigen

Von: Petra Radtke Datum: 27. June 2017

Mir hat dieses Büchlein gut gefallen. In humoristischer Art lässt die Autorin den Leser an den Erlebnissen der Hauptfigur Lucie teilnehmen, die mit dem männlichen Geschlecht so ihre Probleme hat. In ihren Erlebnissen kann sich sicher manche Leserin wiederfinden und auch mir zauberte so manche Geschichte ein Lächeln auf das Gesicht in Erinnerung an ähnliche Begegnungen ... Lucie, die von ihrem Freund genug hatte und ihn verließ, zweifelt immer mehr doch noch eine bessere Häfte für sich zu finden. Ihre Mutter versucht sie dabei zu verkuppeln. Doch Lucie sucht die Liebe auf den ersten Blick und die ist sehr schwer zu finden, denn oft lässt sie sich vom ersten Anblick des männlichen Gegenübers abschrecken. Sie versucht wirklich auf allen Gebieten ihren Traummann zu finden : in der Kaufhalle, im Schwimmbad, in der Tanzstunde oder im Sportverein...Beim Lesen wünscht man Lucie viel Erfolg ...So wie die Hauptheldin, erkennt mancher im wahren Leben leider nicht oder vielleicht zu spät, dass man beim Suchen nach dem richtigen Partner übersieht, dass man ihn vielleicht schon längst gefunden hat... Die Geschichte hat mich sehr unterhalten und ich wünsche ihr viele Leserinnen.

Über die schwierige Suche nach der Liebe

Von: elablogt Datum: 25. December 2016

Rachel Corenblit ist eigentlich für ihre Jugendbücher bekannt, bei "Einmal lieben geht noch" versucht sie sich nun an Erwachsenen-Stoff. Der ewigen Suche nach Liebe und den Irren und Wirren drum herum. Ihre Hauptperson Lucie sucht einen Mann. Wer selber mal als Single unterwegs war, weiß, dies ist gar nicht mal so einfach heutzutage. Da hangelt man sich durch Datingportale, Verkupplungsversuche der Freunde, die jemanden kennen, der jemand kennt oder Speed Dates. Was allemal erst klingt wie viel Klischee ist durchaus auch was, dass man vielleicht selber mal erlebt hat. Auch sind die Augen bei jeder von Lucies Aktivitäten darauf gerichtet, ob hier nicht der Mann fürs Leben rausspringen könnte. Schwimmbad, Yoga, Origami, Supermarkt und Party-Meile. Die Lehrerin sucht und wird einfach nicht gefunden. Und was nicht den gewünschten Erfolg bringt wird einfach mal wieder gestrichen oder man muss eben peinlich berührt ab jetzt in den Supermarkt, der fünfmal so weit entfernt ist. Lucies Kriterien sind bei der Suche wirklich hoch, jeder Mann ein quasi Reinfall. Und so wird die Verzweiflung groß und größer. Beim flammenden Brief an einen Teilnehmer einer Art "Bauer sucht Frau"-Sendung musste ich schmunzeln. Klingt jetzt amüsant oder? Trotzdem hat mir das Buch im Großen und Ganzen nicht gefallen. Ich glaube bei mir braucht es gerade weniger (überspitze?) Realität und mehr Hoffnung. Die Hoffnung auf die große Liebe und ein Happy End. Ein bißchen mehr Schmacht und so. Dafür ist Lucie einfach die Falsche.

Einmal lieben geht noch

Von: Karin Klug Datum: 22. December 2016

Lucie ist Lehrerin und lebt irgendwo in einer Stadt in Frankreich, durch die die Garonne fließt. Sie raucht und trinkt und futtert gerne fettige Chips. Eigentlich hasst sie Sport, sie lässt kleine Katzenbabies auf den Boden fallen, weil sie sowieso keine Katzen mag. Sie ist oft aggressiv und abweisend. Nicht gerade der Inbegriff also einer sympathischen, strahlenden Heldin. Darüber hinaus hat sie Ehemann Pascal vor einigen Jahren den Laufpass gegeben und lebt nun alleine in einer noch nicht wirklich ganz eingerichteten Wohnung (vor dem inneren Bild entsteht eine eher ungemütliche, kalte, lieblose Bleibe). Und, entscheidend: Lucie steuert unaufhaltsam auf die vierzig zu. Was das bedeutet? Torschlusspanik! Lucie will`s noch einmal wissen – und begibt sich auf die Suche nach der einen, einzigen, großen, wahren Liebe. Und zwar überall, zu jeder Zeit. Kein Ort, kein Mann, keine Gelegenheit ist vor ihr sicher… „Einmal lieben geht noch“ nennt sich schließlich auch das Buch von Rachel Corenbilt, die damit ihren ersten Roman für Erwachsene vorgelegt hat. Wobei im Hintergrund mehr oder weniger stets der Ton bisher verfasster Jugendbücher mitschwingen mag – heftig, deftig, oft abschätzig, manchmal unter der Gürtellinie, ein bisschen pubertär, glatt, oberflächlich… in 40 Kapiteln wandelt Lucie durch „Die Liebe im Allgemeinen“, „Die Liebe zwischen Granatäpfeln und Grillhähnchen….“, „Die Liebe in freier Natur“, „Die Liebe in einer Bar zu später Stunde“…. – auf Schritt und Tritt werden Männer begutachtet, in Betracht gezogen, verworfen, beurteilt, abgeurteilt, bekommen ihr Fett ab. Zwischen Speed-Datings über Yoga- Salsa- und Theaterkurse, vorbei an Marktständen, Internetbörsen, Schwimmbädern und Supermaktkassen zieht Lucie ihre Runden. Immer wachsam, immer auf der Suche… Es ist nicht so ganz mein Stil, dieses Buch, muss ich zugeben. Und Lucie mag ich nicht wirklich – sie ist nicht die Frau, mit der man befreundet sein möchte. Aber das Buch liest sich locker-flockig und weist immer wieder humorvolle, satt-ironische Passagen auf. Es ist das ewige Thema, das hier aufgegriffen ist, die Liebe in all ihren Verkleidungen und Verwicklungen und Verirrungen, und sie wird in flottem Tempo abgehandelt, wie es vielleicht manchmal unserem Zeitgeist entspricht. Das Ende bleibt offen… Der letzte Satz: „Also heirateten sie und bekamen viele Kinder“… doch davon soll man sich nicht täuschen lassen.

Witzig und zynisch - aber leider konnte es mich nicht ganz überzeugen

Von: Myna Kaltschnee Datum: 21. December 2016

Vor ein paar Wochen erreichte mich eine E-Mail in der mir ein Rezensionsexemplar des vorliegenden Buches angeboten wurde. Da der Klappentext vielversprechend klang, habe ich zugegriffen. Vielen Dank noch einmal an den Penguin Verlag für das Angebot. Lucie ist Single und auf der Suche nach Mr Right. Dabei grast sie so ziemlich alles ab, wo man Männer treffen kann: auf Hochzeiten, im Beruf, im Speeddating – ja, sogar mit dem Ex ihrer besten Freundin trifft sie sich. Doch es will einfach nicht so recht klappen mit der Liebe und am Schluss gibt sie sogar den Verkupplungsversuchen ihrer Mutter nach. Zuerst einmal das Positive: Die Geschichte ist in einem witzigen, fast zynischen Schreibstil geschrieben und an manchen Stellen musste ich wirklich schmunzeln. Lucie nimmt ihr Leben selbst nicht wirklich ernst – zumindest gewinnt man diesen Eindruck. Sie betrachtet die Partnersuche mit Humor, selbst in unangenehmen Situationen. Die Schreibe der Autorin ist einzigartig, das kann man nicht abstreiten. Und eigentlich war es auch ganz erfrischend, zwischendurch mal etwas völlig anderes zu lesen – und dieses Buch ist etwas völlig anderes, als alles, was ich bisher gelesen habe. Die Kapitel waren himmlisch kurz, meist nur fünf, sechs Seiten. Das hat mir auch sehr gut gefallen, denn so konnte man auch einfach zwischendurch mal ein Kapitel lesen und lief nicht Gefahr, mittendrin abbrechen zu müssen. Das habe ich sehr genossen, denn ich mag überlange Kapitel nicht so gerne. Bei kurzen Kapiteln lese ich auch insgesamt schneller, weil ich mir am Ende eines Kapitels denke: „Ach, eines schaffst du noch!“ Diesbezüglich war dieses Buch ideal. Dennoch konnte ich dem Buch nicht mehr als drei Sterne geben. Woran lag’s? Die einzelnen Kapitel hängen nur selten zusammen und es kommt einem eher vor wie eine Aneinanderreihung von Kurzgeschichten, als ein Roman. Es ist eine interessante Herangehensweise, aber ich mag lieber zusammenhängende Geschichten, wo die Kapitel aufeinander aufbauen. Das war hier meistens nicht der Fall. Auch war mir Lucie unsympathisch. Sie ist eine sehr oberflächliche Person, die Menschen nach ihrem Äußeren verurteilt und das mochte ich überhaupt nicht an ihr. Sie macht sich über ihre rundliche Nachbarin lustig, nur weil sie etwas zu viel auf den Rippen hat. Das hat mir ein bisschen weh getan, weil ich selbst auch nicht die Schlankeste bin und da mitfühlen kann. Auch die Männer beurteilt sie alle nach dem Aussehen. An manchen Stellen dachte ich mir ernsthaft: „Kein Wunder, ist die Single.“ Sie kann auch eine richtige Zicke sein. Das hat sie mehrmals unter Beweis gestellt. Wäre ich ein Mann, würde ich um sie einen großen Bogen machen. Insgeheim hat es mich gefreut, als einer der Typen, die sie angepflaumt hat, ihr eine echte Ansage gemacht hat. Es war Zeit, dass sich mal einer wehrt. Ich fand es schade, dass sie mir so unsympathisch war. Mit einer Heldin, die man nicht mag, fiebert man auch nicht mit. Lucie hat mein Herz definitiv nicht erobert, dazu war sie mir einfach zu gefühlskalt. Ihre Nachbarin Annelyse fand ich da viel sympathischer. Aber die spielte eher eine Nebenrolle. Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, nicht richtig in die Geschichte reinzukommen. Wahrscheinlich, weil ich mit Lucie nicht mitfühlen konnte. Ich kam mir ständig vor, wie ein Zuschauer, der am Rand steht, anstatt mittendrin zu sein. So ging es mir schon bei mehreren Büchern, aber meistens gab sich das nach den ersten fünfzig Seiten – bei diesem Buch leider nicht. Abschließend kann ich nur sagen: Ich fand das Buch nicht schlecht, aber richtig überzeugen konnte es mich leider nicht. Deshalb gibt es von mir drei Sterne für „Einmal lieben geht noch“.

Geht einmal lieben wirklich noch?

Von: wasliestlisa Datum: 26. November 2016

Eine Frau wird von ihrem Freund für eine andere verlassen. Eigentlich ist das bereits alltäglich, doch die Geschichte von Lucie ist ein wenig anderes. Die Protagonistin verfällt trotz Enttäuschung in kein tiefes Loch. Sie steht auf und lernt durch ihren Job als Lehrerin viele neue Männer kennen. Die Idee fand ich ganz nett, wobei mir die Überschriften besonders gut gefallen haben. Auch die verschiedenen Orte waren eine Abwechslung zu den gewöhnlichen Orten eines Liebesromans. Zum Beispiel lernt Lucy Männer im Schwimmbad, am Schulhof oder beim Arzt kennen. Das sind nur jene Orte, die mir spontan eingefallen sind. Wobei mir die Szene im Hallenbad wirklich gut gefallen hat. Den Schreibstil war eigentlich ganz anders, als ich ihn mir erwartet habe. Oder das ganze Buch war eine Überraschung für mich. Der Leser nimmt eine Außenrolle in diesem Buch ein. Man ist demnach nicht die Protagonistin oder irgendeine andere Person, sondern diese Geschichte wird als außenstehender erzählt. Das finde ich ein wenig schade, da ich dadurch nicht wirklich den Draht zu Lucie gefunden habe. Aber es gab dann doch Stellen oder Beschreibungen, die mich zum Lachen gebracht haben, aber der Schreibstil war zusammenfassend nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte, dass er mich wirklich zu hundert Prozent gepackt hätte. Ich saß dann manchmal mit dem Buch in der Hand und fragte mich, soll ich eine Pause machen? Das fand ich wirklich schade, denn dieses Buch hat Potential. Es wurden auch andere Charaktere mit in die Geschichte miteinbezogen. Beispielsweise Lucies Nachbarin, die ebenfalls an Herzschmerz leidet und zusammen mit der Protagonistin um die Häuser zieht. Das ist eine nette Idee und gefällt mir gut. Zusammenfassend ist zu sagen, dass es ein netter Roman war, der mich leider nicht zu hundert Prozent überzeugt hat.

Viel Realität rund um die Liebe

Von: Marie's Salon du Livre Datum: 26. November 2016

Die Lehrerin Lucie ist ein sehr unglücklicher Single. Ihre Beziehungen endeten alle fatal und eine neue Liebe ist nicht in Sicht. Also macht sie sich auf die Suche nach der wahren Liebe. Überall streckt sie ihre Fühler aus. Egal ob ich Schwimmbad, im Supermarkt, bei Singlevätern ihrer Schüler oder Ärzten. Die biologische Uhr tickt unaufhörlich, die 40 rast mit riesen Schritten heran. Es muss doch einen Weg geben, das Glück zu erzwingen. Meine Meinung: Ich hatte meine Erwartungen irgendwie anders gesteckt. Ich glaubte, eine locker flockige Liebesgeschichte zu erhalten. Bekommen habe ich eine teils recht schwermütige Erzählung, die wirklich sehr nah an die Wirklichkeit angelehnt ist. Lucie ist ehrlich, sympathisch aber leider auch ein wenig zu pessimistisch. Dabei gibt sie sich ehrlich Mühe, scheitert allerdings oft an ihren hohen Ansprüchen und manchmal fehlt ihr auch der Mut den entscheidenden Schritt zu tun. Die Autorin erzeugt ein sehr realistisches Bild über Frauen jenseits der 30, die einen echten wertvollen Partner suchen. Dabei kommen auch Wortwitz und Bildsprache nicht zu kurz. Hätte ich nur vorher die Rezensionen gelesen, wäre ich nicht so „enttäuscht“ gewesen bzw. hätte eine andere tief gehende Geschichte erwartet.

Über vermasselte Dates..ein vermasseltes Buch

Von: EsKa (all about the books) Datum: 25. November 2016

Wer suchet, der findet! Diese Weisheit haben Generationen von Müttern an Generationen von Kindern weitergeben. Dass sie stimmen mag, möchte ich gar nicht bestreiten. Doch wie ist das eigentlich mit der Liebe? Findet da auch immer der, der am akribischsten sucht? Oder findet die Liebe nicht letztlich uns, wenn wir aufgehört haben zu suchen? Man kann nicht behaupten, Lucie sei ein schlechter Mensch. Als Lehrerin ist sie stets um das Wohl ihrer Schüler besorgt und auch in ihrer Freizeit hat sie ein offenes Ohr für ihre mehr oder weniger anstrengenden Nachbarn und Freundinnen. Doch während die biologische Uhr bedrohlich tickt und ihre Mutter sich schon ihrer Oma-Rolle beraubt sieht, will eines in Lucies Leben so gar nicht nach Plan laufen. Nachdem sie ihren letzten Lover Pascal vor Jahren vor die Tür gesetzt hat, ist die Ausbeute seither eher mau. Lucie muss ihrem Schicksal auf die Sprünge helfen und lässt keine Gelegenheit ungenutzt, den Mann für's Leben zu finden. Ob der Ex der besten Freundin, Väter ihrer Schüler oder der Typ von der Kühltheke im Supermarkt, Lucie macht auf der Suche nach Mister Right vor niemandem Halt. Rezension: Der Klappentext des Buches klang vielversprechend und so nahm ich es jeden Morgen auf meiner Bahnfahrt zur Arbeit für ein paar Minuten in die Hand. Ich hatte mir kurzweilige Unterhaltung versprochen und vor allem eine gute Prise Humor. Denn wer kennt sie nicht, die vermasselten Dates, die Typen, die auf den ersten Blick großartig waren und nach ein paar Tagen oder manchmal auch nur Stunden zum Reinfall des Dating-Jahres wurden. Wer kennt sie nicht, die "ich will so unabhängig bleiben und mein Ding machen"-Typen? Die, die noch nicht über ihre Ex hinweg sind, aber auf jeden Fall eine neue Beziehung möchten. Sofort! Um jeden Preis! Oder noch schlimmer: Die, denen plötzlich nach einem halben Jahr einfällt, dass sie zu Hause noch eine Langzeitfreundin sitzen haben. Hoppla...wie ärgerlich! Ich habe mich tatsächlich auf das Buch gefreut, denn ich erwartete einen chaotisch-humorvollen Frauenroman mit Wiedererkennungswert, doch was mich erwartete, war irgendwie anders. Ich vermag gar nicht genau sagen, was so anders an "Einmal lieben geht noch" war, ob dieses "anders" gut oder schlecht war und woran es eigentlich überhaupt lag. Dennoch sprang mir eine Tatsache direkt ins Gesicht. Der Schreibstil von Rachel Corenblit ist gewöhnungsbedürftig und das nicht zu knapp. Kennt man es von Romanen vergleichbarer Genres, dass sie sich leicht und locker herunter lesen lassen, so stolperte ich über die Geschichte rund um Lucie zunächst sehr. Corenblit schreibt abgehackt, kurz, knapp, knackig. Es lassen sich wohl viele Synonyme finden, doch eines bleibt gleich: Der flüssige Faden fehlt. "Einmals lieben geht noch" hangelt sich von Episode zu Episode durch Lucies Alltag, doch ohne dass der Leser wirklich mitgenommen wird. Eine kurze knappe Info, wo Lucie sich gerade befindet, in welchem Zusammenhang sie auf Männerfang ist, sind alles womit ich mich begnügen durfte. Ein Umstand, der es schwer machte, eine Bindung zur Protagonistin aufzubauen. Selbst nach der Lektüre des gesamten Buches vermag ich nur vermuten, dass Lucie beispielsweise in Frankreich lebt, eventuell in Paris, aber so ganz klar ist mir das nach wie vor nicht. Das Thema, dem sich Rachel Corenblit widmet ist so alt wie die Menschheit selbst und doch verbergen sich dank unserer modernen Gesellschaft so viele humorvolle Details in ihm. Details, in denen sich jeder von uns früher oder später wiederfindet. Die Autorin ließ so ziemlich jedes davon auf der Strecke verhungern. Für meine Zweck, also für ein Dasein als Lektüre im morgendlichen Bahn-Pendler-Leben hat "Einmal lieben geht noch" mit Sicherheit eine gute Struktur, denn die Episoden sind kurz und selbst auf einer 25 Minuten Bahnfahrt, konnte ich locker drei von ihnen schaffen. Doch ohne roten Faden und ohne den leser mit auf die Reise zu nehmen, ist ein Buch nicht das, was ich als besonders empfinde. "A reader lives a thousand lifes" sagt man, doch ich für meinen Teil habe nicht das Gefühl, dass ich Lucies Leben leben oder zumindest ihre Geschichte MITerleben durfte. Um der Geschichte nicht nur Schlechtes zu wollen, könnte man sie vielleicht aus Ansammlung von Einzelepisoden aus dem Leben ein und derselben Figur beschreiben. Für mich nimmt das dem Buch immer noch das Besondere, aber es fasst den Rahmen vielleicht besser zusammen als ein schlichtes "gefällt mir gar nicht." Abgesehen von einem roten Faden hätte ich mir sicher noch mehr Details gewünscht. Die einzelnen Dates, die einzelnen Versuche sich den mann fürs Leben zu angeln und auch die einzelnen Herren in Lucies Leben, werden leider viel zu oberflächlich, ja gar lieblos dargestellt. Ein Umstand, der wieder den Kreis zum fehlenden Erleben der Geschichte schließt. Fazit: Als Bahnlektüre hat "Einmal lieben geht noch" seinen Dienst getan und mich zumindest beschäftigt. Leider hält der Inhalt rein gar nicht das, was der wirklich ansprechende Klappentext versprach. Wer lieber knappe und kurze Episoden lesen möchte, der ist mit dem Buch von Rachel Corenblit sicher gut unterhalten. Wer hingegen gerne eine humorvolle Aufbereitung vermasselter Dates, der Suche nach Mister Right und der Liebe an sich lesen möchte, der wird enttäuscht sein. Mein Geschmack war es leider gar nicht. Ich möchte abschließend deshalb auch nur 1 von 5 Sternen vergeben.

EICH062

Von: Sonja Datum: 16. November 2016

Die schonungslose Wahrheit! Worum geht es? Lucie, Vollblut Lehrerin, seit 3 Jahren (un)glücklicher Single. Immer auf der Suche und doch ist die Ausbeute mager. Mal ist er zu klein, hässlich, wortkarg, Mitleiderregend oder einfach indiskutabel. Doch all zu viel Zeit vergeht nicht mehr bis zur 40. Um endlich wieder glücklich und vollkommen zu sein, anstatt einsam und unglücklich, beschließt sie ihrem eigenen Glück auf die Sprünge zu helfen. Ob es nun der Ex ihrer besten Freundin ist, die Väter von Schülern oder der Vertretungsarzt. Sie macht keinen halt, denn wer jagt, gewinnt. Oder etwa nicht? Fazit: Ein Buch von einer Autorin die mit ihrer schonungslosen Wahrheit einfach auf den Punkt trifft. Lucie ist absolut sympathisch, auch wenn sie manchmal ein wenig verbittert oder wählerisch vorkommt. Es passt genau zu ihr, wie auf den Leib geschneidert. Die Autorin hat sich viel Mühe mit dem Buch gegeben, sodass es flüssig zu lesen ist und leicht zu verstehen. Die Handlung ... puh ... Die Autorin erzählt überwiegend über die Liebe, ob beispielsweise beim Einkaufen oder im Schwimmbad. Ich finde es ist kein typischer Liebesroman, aber genau das fand ich das gute daran. Ob es ein Happyend für Lucie gibt? Lest selbst :-) 5 Sterne!

Ernüchternder Blick auf die Partnersuche, mal schwermütig, mal zynisch inszeniert, der mich leider nicht begeistern konnte

Von: Happy-End-Buecher.de Nicole Datum: 07. November 2016

Nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund, hat die Lehrerin Lucie noch keinen anderen Mann gefunden, was sie im Laufe der Zeit dazu bringt ein recht nüchternes, zynisches Weltbild in Bezug auf die Partnersuche zu entwickeln. Zwar nimmt sie alles mit, wo man den möglichen Partner fürs Leben finden könnte- Partys, Schwimmbad, Märkte, Speed-Dating, doch die möglichen Singlemänner, entpuppen sich zum größten Teil als Ausschussware, so dass Lucie beinahe die Hoffnung aufgeben will bei der Partnersuche, doch nur beinahe. Zunächst muss sie jedoch lernen, dass der perfekte Partner nicht immer perfekt sein muss… Wer mich kennt, weiß, dass meine Inhaltsangaben zum Teil etwas länger ausfallen, doch ehrlich gesagt gibt es zu Lucie und ihrer Partnersuche auch nicht mehr viel hinzuzufügen. Die Autorin Rachel Corenblit besitzt einen wachen Blick auf ihre Mitmenschen und dazu vermag sie es, sich überaus gewandt auszudrücken. Manchmal poetisch angehaucht, manchmal bringt sie ihre Worte auf recht melancholische Art und Weise zu Papier, doch davon abgesehen fehlte es mir beim Lesen einfach an mehr Lebendigkeit. Der Roman wirkt sehr nüchtern, sehr abstrakt formuliert und dazu hat die Autorin mit der zynischen Lucie dann auch noch eine recht unsympathische Heldin geschaffen, zu der man sehr schwer Zugang findet. Lucie ist über lange Zeit zu sehr auf Äußerlichkeiten bedacht, scannt mögliche Partner fürs Leben auf eine dermaßen ernüchternde, verletzende Art ab und benimmt sich diesen Menschen gegenüber so sperrig, dass mein Interesse an dieser Lektüre leider sehr schnell wieder abnahm. Humorvoll fand ich die Geschichte über Lucie ebenfalls nicht. Vielmehr ist es eine recht traurige, ernüchternde Geschichte über die Partnersuche, die vielleicht realistisch anmuten mag, (hat nicht jeder schon einmal Dating-Katastrophen überstehen müssen?) der es aber für meinen Geschmack einfach an Unterhaltungswert mangelt. Man hat beim Lesen stets das Gefühl, man wäre außen vor; zudem wirken die einzelnen Kapitel eher wie aneinandergereihte Kurzgeschichten und nicht wie eine homogene Einheit. Drei Punkte gibt es von mir lediglich für die Ausdruckskraft der Autorin und ihre Wortgewandtheit.

Hier fehlt es an Leichtigkeit

Von: Daggi Datum: 03. November 2016

Inhalt Lucie, eine Lehrerin, die langsam auf die 40 zu geht, ist auf der Suche nach dem Partner fürs Leben bisher nicht fündig geworden. Ihr neuer Plan: sie nutzt jede Möglichkeit, um einen Mann kennenzulernen und davon gibt es reichlich. Da wären die Väter ihrer Schüler, die Exmänner ihrer Freundinnen, die Singles an der Tiefkühltruhe im Supermarkt, der Vertretungsarzt, die gutgebauten Männer im Schwimmbad … da muss doch Mister Right irgendwo zu finden sein. Gedanken zum Buch Nach dem Lesen des Klappentextes hatte ich einen spritzigen und humorvollen Roman erwartet, allerdings spiegelt die Geschichte eher die Einsamkeit von Singles jenseits der Mitte 30 wieder und vermutlich dürften sich einige Singles auch in einer der Figuren wieder erkennen. Jedes Kapitel ist eine in sich abgeschlossen Erzählung über einen Ort oder Zeitpunkt, an dem Lucie mit dem männlichen Geschlecht in Kontakt kommt. Stellenweise bildet sie sich ein, besser, als andere Frauen zu sein und oftmals hält sie sich zu gut für einen Mann, solange, bis sie an den einen gerät, der ihr einen Spiegel vorhält und ihr sagt, dass er lieber alleine bleibt, als sie näher kennenzulernen. Entsprechend war mir die Protagonistin in ihrer Oberflächlichkeit sehr unsympathisch, die Geschichte selbst war viel zu schwermütig, hier hat es an Leichtigkeit und Humor gefehlt und die Handlung konnte mich nicht fesseln. Da ich zumindest zwischendurch in einige Kapitel abtauchen konnte, die mich unterhalten haben, vergebe ich noch drei von fünf Sterne.

witzig, amüsant und rasant

Von: Frauke Gerdes Datum: 02. November 2016

Zum Inhalt Ihren letzten Lover hat Lucie schon vor Jahren vor die Tür gesetzt – Prädikat »mangelhaft«. Die Ausbeute seither? Mitleiderregend, grauenerweckend, indiskutabel! Das Einzige, was der jungen Lehrerin langsam, aber sicher näherkommt, ist die Vierzig. Die Sache ist klar, dem Schicksal muss auf die Sprünge geholfen werden: Ab sofort lässt sie keine Gelegenheit mehr ungenutzt, den Mann fürs Leben aufzugabeln. Sie macht weder vor dem Ex ihrer besten Freundin noch vor den Vätern ihrer Schüler halt, flirtet an der Tiefkühltheke im Supermarkt, taxiert das Freiwild im Schwimmbad, umgarnt den makellos schönen Vertretungsarzt ... Wer jagt, gewinnt! Zur Autorin (Quelle Randomhouse) Rachel Corenblit hat sich in Frankreich schon als Jugendbuchautorin einen Namen gemacht, bevor sie mit "Einmal lieben geht noch" ihren ersten Roman für Erwachsene schrieb. In ihn flossen die Erfahrungen vieler weinseliger Gespräche mit (Single-)Freundinnen ein, aber auch eines Philosophiestudiums und ihrer Arbeit als Lehrerin. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Toulouse. Meine Meinung Themenmässig war das Buch mal etwas ganz anderes. Eine Frau, die der Liebe fast abgeschworen hat, legt sich noch einmal voll ins Zeug. Was dabei herauskommt ist aberwitzig. Durch den angenehmen Stil, den Rachel Cohenblit anwendet, ist der Buch sehr leicht zu lesen und man fliegt förmlich durch die Geschichte. Die Charaktere sind angenehm darfgestellt und überzeugen mit Tiefe. Lucie überzeugt an allen Stellen mit Wortwitz, einer Portion Naivität und einem überzeugenden Plan. Wer mal eine ganz andere Story von der Suche nach der großen Liebe lesen möchte, der sollte dieses Buch lesen.

Das Buch handelt von einer Frau, die viel zu pessimistisch durchs Leben geht und sich und der Liebe dadurch im Wege steht.

Von: MoneP Datum: 30. October 2016

Der Klappentext versprach sehr viel. Für mich hörte es sich wirklich nach einer sehr schönen Lektüre an. Nach der Hoffnung, die man nie aufgeben sollte. Doch leider war der Schreibstil sehr anstrengend und nicht mein Fall. Es hat mich sogar etwas genervt. Vielleicht habe ich einen anderen Humor, aber ich fand das Buch leider nicht sehr lustig und unterhaltsam. Der negative Schreibstil zog sich das ganze Buch durch und das ist nicht das, was ich gerne lese. Als sei das Buch eine Ansammlung von Beweisen das die Männerwelt schlecht ist und nichts zu bieten hat. Sie zeigt auf das egal, ob man Single ist oder vergeben – man kann nur verlieren. Lucie wirkt verzweifelt und weckt eher Mitleid in mit, da sie so pessimistisch ist. Niemand mit dieser Einstellung wird jemals einen Mann finden, oder vielleicht nicht einmal glücklich werden. Wie soll das auch gehen, wenn man in allem nur das Schlechte sieht? Selbst vor ihrer neuen Freundin macht sie keinen halt. Hinter ihrem Rücken denkt sie immer wieder schlecht von ihr und fragt sich, wie so eine Person jemanden abbekommen kann, wenn sie selbst leer ausgeht. Allerdings tut sie das dann eher ab, weil diese Person ja sicher jeden nimmt und sie ganz anders ist. Wenn jemand eine Beziehung hat, macht sie diese schlecht. Es wirkt, als ob sie niemandem ihr Glück gönnt und wirkt dadurch sehr verbittert. Nur, weil man selber nicht das hat, was man gerne hätte, kann man sich doch trotzdem für andere freuen. Am Ende des Buches macht sie dann auch noch die ganze Frauenwelt schlecht. Also im Grunde sind einfach alle schlecht. Vielleicht soll ihre Botschaft sein, das niemand perfekt ist und das ist auch richtig so. Wäre ja auch langweilig. Allerdings hört es sich eher so an, als sollte man einfach die Hoffnung aufgeben und nicht weiter nach der Liebe suchen. Ich bin da ganz anderer Meinung. Lasst euch nicht runter ziehen. Man kann auch vieles positiv sehen. Jeder Mann, der nicht zu euch passt, oder ein Reinfall war, bringt euch doch der Person näher, mit der ihr glücklich werden könnt. Geht positiv an Dinge heran und denkt nicht nur negativ. Eure Gedanken wirken sich auch auf eure Ausstrahlung aus. Und diese fällt den Männern auf. Gönnt anderen Menschen ihr Glück. Denn wenn ihr es ihnen nicht gönnt, macht es euch nicht automatisch glücklicher. Freut euch über verliebte Pärchen, die ihr trefft, denn irgendwann könntet ihr das sein.

Ungewöhnlich, aber gut

Von: Mia Bruckmann Datum: 09. October 2016

Covergestaltung: Der Einband erinnert mich etwas an eine Karikatur. Eine Frau hält ein überdimensional großes Herz in Händen. Weiter oben sind vier Männer in unterschiedlichen Posen zu sehen. Der Titel des Buches ist in schnörkeliger Schrift ins Herz geschrieben. Wer den Inhalt des Buches kennt weiß, dass diese ironisch dargestellte Coverszene sehr gut zum Inhalt passt. Aufbau und Schreibstil: Das Buch besteht aus 40 Kapiteln, insgesamt sind 198 Seiten zu lesen. Der atypische Schreibstil ist nicht einfach zu lesen. Es bedarf der Konzentration. Der Leser ist aufgefordert abstrakt zu denken, um den Inhalt des Buches verstehen zu können. Obwohl der Lesen zu dem Schluss gelangen könnte, dass der Inhalt eine wirre Aneinanderreihung abstruser Szenen zu sein scheint, schafft es die Autorin einen Spannungsbogen aufzubauen und diesen bis zum Ende des Buches zu halten. Meine Meinung: Vom Klappentext verleitet, begann ich zu lesen und verstand zuerst nur „Bahnhof“. Ich war verwirrt, Meine Annahme, ich würde die heitere Geschichte von Lucie lesen, die nach einer großen Enttäuschung die nächste große Liebe trifft, wurde rasch korrigiert. Doch vom Schreibstil neugierig gemacht, las ich weiter. Und je tiefer ich mich in die Geschichte einließ, desto mehr erfasste mich das Gefühl, das zwischen den Zeilen mitschwang. Irgendwann hatte ich die Idee, dieses Buch ähnelte dem Film „Lola rennt“ mit der Schauspielerin Franka Potente. Es geht nicht um eine chronologische Geschichte, sondern um Momente, einzelne Szenen, Augenblicke, Minuten, die jemand erlebt, der auf der Suche nach einem neuen Partner ist und die Gedanken, Gemütsbewegungen und seelischen Regungen dabei. Teilweise ironisch geschrieben, teilweise recht sarkastisch. Aber ich fand mich wieder. Manche Szenerie hatte ich so oder ähnlich schon einmal erlebt. Fazit: Wer seichte Lektüre erwartet, wird enttäuscht. Der sehr eigene Schreibstil der Autorin muss dem Leser gefallen. Und der Leser muss bereit sein, sich darauf einzulassen. Wer es aber schafft, auf die „höhere Leseebene“ zu gelangen, in der es um das Fühlen in Situation X oder Y geht, wird seine Freude haben. Ich empfand das Buch als eine Art „Bestandsaufnahme“ der unterschiedlichen Stimmungen als Single. Es ist ein „Portpourri“ der Gefühle. Mir hat es gefallen! Herzlichen Dank an das Bloggerteam der Verlagsgruppe Random House, dass ich das Buch lesen und rezensieren durfte.

Richtig gut

Von: NICO Datum: 27. September 2016

Auch wenn mich das Buch zu Beginn etwas verwirrt und überrascht hat, habe ich doch schnell Zugang gefunden und mich in der Welt von Lucie eingelebt. Wer hier allerdings einen locker-leichten Unterhaltungsroman erwartet, wird leider enttäuscht sein.

"Über vermasselte Dates, ziemlich beste Freundinnen und die ganz, ganz große Liebe ..."

Von: Carmen Vicari Datum: 21. September 2016

Seit Lucie sich vor drei Jahren von Pascale getrennt hat, ist sie Single. Langsam aber sicher nähert sich die junge Lehrerin der magischen Altersgrenze 40 und damit auch ihrer Panik, bis zum Lebtagsende alleine bleiben zu müssen. Also wird Lucie aktiv und lässt keinen Versuch aus, endlich Mr. Right zu finden. Dafür greift sie möglichen Gelegenheiten auf, um einen Mann kennenzulernen. Denn eins scheint ihr klar zu sein: Nur wer jagt, kann am Ende auch gewinnen. Angezogen vom Cover und der Kurzbeschreibung hatte ich eine gewisse Vorstellung gehabt, was mich in dem Buch erwartet. Umso überraschter war ich, als nichts davon stimmte. Dieser Roman ist nicht locker leicht geschrieben, mit vielen Dialogen und ulkigen Szenen oder Fettnäpfchen. Er ist eher melancholisch und schwer. Der Protagonistin Lucie konnte ich mich nicht wirklich nähern. Sehr distanziert und zurückhaltend beschreibt die Autorin Lucies Bemühungen, endlich wieder einen Partner zu finden. Beschreibt ihre Zweifel und Befürchtungen und lässt den Leser dabei nicht wirklich an Lucie herankommen. Diese Distanziertheit hatte auf mich aber auch eine bestimmte Wirkung. Nach und nach spürte ich selbst die Verzweiflung, den Drang und den Wunsch nach einem Partner an Lucies Seite. Ich konnte ihre Gefühle wahrnehmen, ohne direkt darin einzutauchen. War berührt, aber nicht gefangen zwischen den Seiten. Die Autorin hat eine ganz eigene Art der Schreibweise, in die man sich zunächst einlesen und vor allem einlassen muss. Hat man dies aber geschafft, so lässt einen das Buch nicht mehr los. Dennoch braucht man recht lange, bis man die knapp 200 Seiten gelesen hat. Denn das Buch fordert den Leser. Es ist kein einfaches Buch, sondern eins, das man spüren muss, bei dem man nachdenkt und selbst mit der Situation von Lucie so konfrontiert wird, dass man etwas melancholisch wird. Fazit: Auch wenn mich das Buch zu Beginn etwas verwirrt und überrascht hat, habe ich doch schnell Zugang gefunden und mich in der Welt von Lucie eingelebt. Wer hier allerdings einen locker-leichten Unterhaltungsroman erwartet, wird leider enttäuscht sein.